rt«is gS?. *1» J ;i«!n rZstzL !l)QUP<£L Xarben 0,5\“? ^bel 4 86% P,n T’um äF^ k t ÄäC'iü lp*n i V ™ iw 'rn"Um|i. ?;'«* fr?* Sä&ä- bteitien8 xUn fr *r-‘ '* hr «äs£ä lentäuje bL fc.aV6unl ^•ÄrTu'? "1*. «* l)?ule Ich,7 ^ ?'N!°ae!ell,chasg^^ 1*0** brirp! «nleihen unotronje •Rumcnen, Russen und °"d"r.e,e omachläjsi, c Kurse, eher Geld ?r roa5 leichter. 1^«.. ""verändert. 3m JerlS l» und bis 2 o.j) '°er allgemein Realisation, s^und Evenrla, letztere pw pehr schwach lagen Polqph« :r GetreidebSch. 2. Mai. lenbtnj; rch: ren Auslandnotierungm -- ’.x Produktenmarll in nAr r legten grohe tiuridkr- tze kamen nur in otj? en und Roggen wäre.' - Umsätze hatten irr t ders Weizen- und 3l| illt i klangt, und bic Pr . Es wurden notieri?-' -i Roggen, inlönb., ?• bis 'M terzwccke 24 bis M, Dc ■ ?efe 25 bis 25,50; W*1' ), 38,75 bis 40,25; ' 15,65 bis 15,75; N^nflr: itoduttciibörsi. Ruch Me vnnwchu ■. ircheWa WarNe l)ler lei- n, da btt Essettivmarkt wj ■a unb zudem Liverpool m leldete. Ron den zu heute en Weizen wurden 810 Ton» unben, und daraufhin stellt^ her, während die späteren e» ersuhren. Rom Inland, \\< res Angebot vor, sür das ro* rt nach Polen .Haufncigung.■. er jdNtenWblaBu-^- rn an. Auch Roggen ift M s !g" boten, die MH'cn M- l- bten Mchlab atzes auch i0. Die RoggenlMM LJ fjjjfes aw*4- rtä6nb(,aff^iMr,n ^nltnachrMen. ___ Prozenl^ iroitcn IUI .Jra»kstrl m!6< ^^2/ htsch Hw. 22,00 lU,v 58.8 3.61 111.85 69.51 13> 73 ;o <3tfb— 1V.« #.• ttl.f; 59.N 3.C 111.® 8»." 0.® Ä «.» LZ I L» i s.e ur.® 10.$ tz h s WZ 1,785 58.5? 111.81 111,8] 113,0* IO,!» fl.OW M___- *1789 , 58.4K 113,® 112, 113,25 , 0,528 $045 ' i.1850 16,< 80.« 69 JO 1.983 0,5055 »0.' 69 J? 1.$* 0,5055 K 5,0* »8.90 13,3»' 7,36 Ä L tz - Nr. |O4 Erste? Matt (78. Jahrgang Donnerstag, ?. Mal 1028 (Er|O)clni täglich, autzei Sonntags anb Feiertags Beilagen; (Bkhtntr JamilienMfitlet Retinal im Bild Vie Scholle Monaf-Vezugrprei»; 2 Reichsmarli anb 20 Reichspsennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanf chlüsse: 51, 54 unb 112 Anschrift für Drahtnachrichten Injeiger •ieliat peftscheckkonto: Itteflurtam Main 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Drud nnö Derlag: vrühl'fche Uniccrntäts Bucb und Steiebruderel R. Lange tu Gießen, bchristieitnng und GeschäftrNelle: Schnlftraße 7. .Innahme von Snjeiacn für bie lagesnummei bis jur Nachmittag vorher. Preu tur | am höhe ttr Anzeiqen von 27 re Brette örtlich 8, auiir. rts 10 Reichspsennig. für Ne- klamean teigen von 70 n ia Breite 35 Neichspfennig, Platzoorschnst 20* mehr. (Tbefrebakteur Dr. Jnebt. TJilb. Lange. Derantworilich für Vohnli Dr. Fr Wilh Lange für Feuilleton Dr H Thgnot, für ben übrigen Teil Ernst Dlumschein, für den An- jeigented kurt Hillmann. fämllid) in (Biegen Oer Colmarer Autonomistenprozeß. Colmar, 2 Mai (WB.) 3n der heutigen Sitzung lebte der angettagte Abgeordnete Dr. "X i d fi n feine Aussage fwt. 6r habe gestern lagen wollen, die «lsLIfifche Dourgeoisie sei jcOt ebenso goubetnemental fran-ösilch gesinnt, wie üe vor dem Kriege gouvernemc.nal deutsch gc» lintü gewesen sei. 8r beschreibt dann ausführlich, wie er während des Krieges stets bei den deutschen Behörden zugunsten der Slsässer eingetreten sei. Do führte er beispielSweif« an, vast er die Bevölkerung von KarlSbach vor Ltrastnahnahmen gefchützt habe, als sich dort ein deutscher Soldat, der Wache stand, durch einen Aevolverschub in die Hand selbst verstümmelte und dann fälschlich behauptete, einem Attentat zum Opfer gefallen zu sein. Ricklln habe als Arzt sestgestellt, dost drr betreffende Soldat sich die Wunde selbst mit einem Revolver beigebracht habe, und man habe den Revolver auch gesunden. Ferner habe er die Heim- heförberung von französischen Damen in die Schweiz durchgefeht. Seine Intervention zugunsten von Elsässern, die auch dahin gingen, für sie Urlaub zu erwirken, seien um so anerkennenswerter. als er als Zivilist trotz seine- DitelS als ReichstagSabgeordneter unb als Ror- fitzender des elsässischen Landtages bei dem beul» ichen Militär nur geringen Einsluh gehabt habe. Auherdem betonte Rictlin seine loyale Desin- nung. Erst alS der Reichstag chn vom Treueid entbunden habe, habe er sich für die Trennung deS Sl*ah von Deutschland ausgesprochen. - AlSdann wird auf Wunsch RidlinS ein De- richtsurteil gegen den Realfchullehrer und Landtagsabgeordneten Rrogly verlesen, daS vom 16. 3uli 1925 stammt. 3n der Urteilsbegründung befindet sich ein Satz, wonach Ridlin und vrogly im Jahre 1915 bereits van der Möglichkeit gesprochen haben, bah Llfah-cothrinqen Frankreich e I n oer Ie i b I werden könnte. fRidlin bespricht alsdann seine gemeinsam mit Haust, dem Vater des jetzigen Angeklagten Buch drucker chaust, in 'Berlin unternommenen Schritte (1915/16) zur Verhinderung dessen, dast Elsast Lothringen unter Führung eines Prinzen, etwa eines bayrischen Prinzen, ein feibständigesFür- st e n t u m werde. Er erklärt, dast die Lothringer bereit gewesen feien, Infolge der Bande, die sie mit dem Saargebict verbanden, preustisch zu werden und feine Gründe als Elsässer nicht verstanden hätten. iRttflin verlieft alsdann eine Erklärung, die er am 23. Oktober 1918 im Reichstag im Namen der elsässischen Abgeordneten abgegeben hat, die Bezug nahm auf die Erklärung des Reichskanzlers Prinz Mar von Baden, der die freie Selbstbestimmung der Pfälzer und Eisast die Autonomie versprochen habe. Gegen diese Autonomie habe sich Ricklin gewandt. In Wahrheit werde alles, was von Berlin und von der neuen Regierung in Strastburg unternommen werde, bei dem jetzigen Stadium, in das die elsässische Frage eingetreten sei, feine wesentliche Aendcrung der Dolksstimmung, wie sie sich im Lause des Kriege* herausgebildet habe, herbei- führen. Nach der Annahme des Wilfonfchen Friedensprogramms sei die elsässische Frage zu einer internationalen Frage geworden. Da die elsässischen Volksvertreter annehmen, dast die elfah lothringische Bevölkerung bei Beratung der elsässi schen Frage zu einem grasten Teil ihr Recht, selbst über ihr Schicksal zu b c ft i m • men, ausüben wolle, mühten die elfässilchen Volksvertreter fetzt alles vermciden, was die freie Willensänsterung beeinflussen konnte. Wenn die Mastnahmen, die jetzt angekündigt wurden, früher getroffen wären, hätten sie viel Unglück verhindert. Ricklin protestiert gegen die 2lnschuldi- gung, dast er bei der deutschen Regierung Elsässer denunziert habe. So feige habe er sich nicht verhalten Er sei vor Kriegsende nach Strasburg gegangen, mit der sesfen Absicht, einen Staatsstreich ) u versuchen und die in Strasburg eingesetzte Regierung zu stürzen und eine elsässische Nationalversammlung und einen Lxekutloausschust einzusehen. Man habe auf feine Veranlagung beschlossen, dast Elsast-Lolhringen provisorisch die kaiserliche Regierung für abaesehl erklärt, um auch der Tätigkeit des Soldatenrates entgegenzuarbeiten. Die französischen Beamten im Elsast hätten sich aber für die Erklärung des Anschluiies Llsast-Lothringens an Frankreich, die der Rationalrat abzügeben gewillt gewesen fei. gar nicht interessiert, sondern andere Sachen im Kopf gehabt. Das Llsast hätte 1918 erklären sollen: wir sind nur Franzosen geworden unter der Bedingung, dast ihr unsere Sprache, unsere religiösen Institute, unsere Berroaltungscin- richtungen anb unsere wirtschaftlichen Interessen respektiert. Dast die Elsässer damals eine derartige Erklärung nicht abgegeben hätten, fei ein fehler gewesen, der sich heute räche und deshalb sitze er jetzt auf der Anklagebank, wenn dieser Fehler nicht gemacht worden wäre, würde es keine Autonomiebewegung gegeben haben. Alsdann fuhr Dr. Ridlin fort: Wir sind über- zeugte Franzosen und beiden nicht daran wieder Deutsche zu werden. Aber wir Haffen deshalb nicht das deutsche Volk, mit dem uns unter Blut und unsere Rasse Verbinder. Die ©Ifäffcr und Lothringer deutscher Sprache find germanischer Rasse, nicht keltischer Raffe. Wir haben ebensowenig Grund, in dem deutschen Dolkc einen Erbfeind zu erbiiden, wie die Deutschen veranlassen zu wollen, in dem Fraiizofen einen Erbfeind zu fehen. Wir sind im Elsast Pazifisten. Wir wosten nur die aufrichtige Wiederverföhnung der beiden Völker, die gemeinsam nach dem Frieden und der Zivilisation der ganzen Welt streben müssen. Die Autonomiebewegung. so fuhr Ridlin fort sei die Folge der Mihstimmung im Elsast. Man habe die elsässischen Soldaten nach dem Wassenstilisiand als .Boches' bemäntelt 6r sei e- gewesen, der daraus bestanden habe, dast in dem Manifest des Heimatbundes die Formel ,3m Rahmen Frankreichs" ausgenommen werde. Es wäre nicht notwendig gewesen, dast die Autonomisten- betoegung mit fremdem (Selbe hätte unterstützt werden müssen! denn eS wäre genug Geld sür die A u t o n o m i st e n be we- gung vorhanden gewesen. 3m übrigen halte er Deutschland nicht für so dumm, dast eS sein Geld zum Fenster hinauswerse. Ridlin wendet sich dann gegen einen lauten, marktschreierischen Patriotismus, denn dieser könne nicht ausrichtig sein. Wie könne eine Bevölkerung über Rächt patriotisch werden, während sie lange Jahre zu einem anderen Lande gehört habe. 3n drei Generationen werde man vielleicht in Elsah-Lothringen eine wirklich sran- zösische Gesinnung finden. Ridlin betonte. er fei jur Feil der Deutschen Auionomist gewesen. und er habe damals die französische Sprache im Llsast oerteibigl und gefordert, dast sie in den Schulen unterwiesen werde, heule verteidige er die elsässischen Rechte unb Freiheiten, die ganz anders bedroht feien als früher, denn man suche jetzt die elsässische Sprache ausjurotten und dem Llsast seine besonderen Eigenschaften zu nehmen. Deshalb werde er verfolgt. Man habe ihn inS Gefängnis geworfen, um es ihm unmöglich zu machen, seine Kandidatur für die Kammerwahlen aufzustellen. Trotz der Machenschaften sei er zum Abgeordneten gewählt worden. Zu einem ernsten Zwischenfall kommt es, als der Rechtsanwalt. Abgeordneter D e r t h o n. einen während der Verhandlungen ihm zugegangenen Einschreibebrief öffnet und verlieft. der einen Auszug aus einem Artikel vorn 18. Januar 1918 im „Elsässer Kurier enthält. Dieser Artikel behandelt eine Rede deS damaligen Reserveleutnants Loen, der dem Schwurgericht. das diesen Prozest führt. alS Beisitzer im Saale angehört. Der Artikel, den Ber- thon dann auszugsweise verliest, hat die Tendenz, die Anhänglichkeit an den Kaiser zum AuSdrud zu bringen unb zu betonen, bah daS Elsast niemals zum Erbseind zurück- ko m m e n wolle. Berthon kommentiert biesen Artikel, indem er auSsühri: Ricklin hat als Arzt im deutschen Heere gedient. Unter den richterlichen Beamten, die über diesen Prozest besinden, befinbet sich jeboch einer, ber a l S Reserve- leurnant die eben.zitier! en 21 c u gerungen getan hat. Hter greift der General- staatsanwalt ein, indem er ausruft: 3ch erkläre, dast Loen seit dem Wassenst instand ein guter Franzose geworden ist. und eS ift mir eine Ehre chn zu meinen Freunden zählen zu können. Cs kam zu einer erregten Auseinandersetzung zwischen dem Verteidiger und dem GeneralstaatS- anwalt, der erklärte, er werde Berthon wegen Beamtenbelcidigung zur Rechenschaft ziehen lassen. Die Sitzung wurde unterbrochen. Rach Wiederaufnahme der Sitzung erklärte Ricklin. er wünsche keine Untersuchung gegen Richter Loen wegen dessen Rede, denn alleSlsässer hätten eine derartige Entwicklung durchgemacht Darauf ergreift Berthon das Wort und beschreibt nochmals ben Zwischenfall, der entstanden fei. weil der Staatsanwalt gesagt habe: .Zwischen einem Manne wie Loen und Ricklin zögere ich nicht, meine Wahl zu treffen." 3ch lasse nicht zu, erklärte Berthon, dast man von .einem" Ricklin spricht. Ein Angeklagter muh respektiert werden, zumal er Abgeordneter und Vertreter deS Volkes ist. Sind Sie, Herr Generalftaat«- anwalt, nicht auch der Vertreter eine- demvkra- tischen RögimeS? Der GeneralstaatSanwall ruft aus: Entschuldigen Sie sich ober entschulbigen Sie sich nicht?" Berthon antwortet. .3a, wenn ich Sie beleibigt habe" Der Staatsanwalt er- wibert: .Das ist aber daS letzte Mal, dast ich 3hre Entschuldigung annehme" Die Sitzung wirb darauf auf morgen vertagt Landtagshilfe für die Llntvettergeschädigten an der Bergstraße. Die am Sonntag über größere Teile Hessens hereingebrochene Hagel- unb Sturmfata- st r o p b r veranlaßte am Mittwoch den hessischen Lc-nbtag, sich mit r a s ch e r H i is e für b i e Geschädigten zu befassen. Nachdem Präfibcnt Delp den geschädigten Bewohnern das Beileid des Parlaments ausgesprochen halle, ergriff sofort Wirtschastsminifter Morell das Wort, um angesichts der schweren Verheerungen in den betreffenden Gebieten feine Vorlage auf BereitsteI - I u n n eines Kredites von 100000 Mark für die erste Hilfe zu begründen. Das Haus stimmte einmütig der sofortigen Beratung in einer Zwischensitzung des Finanzausschusfes zu, die glatte Annahme des beantragten Kredites ergab. Dann fuhr das Haus in der Beratung des Schul- ctats fort und Staatspräsident Adelung erledigte in rascher Folge die von der vorigen Woche zurück- stehenden Abstimmungen im Sinne der Stoahtions- parteicn. Man kam bann noch bis zum Etat des Arbeits- und Wirtschaftsministers. In parlamentarischen Kreisen glaubt man, noch im Lause der Woche mit dem Etat unb einigen kleinen Vorlagen fertig zu werden. Wahrscheinlich wird das Plenum nach den Wahlen zu einer kurzen Sitzung zusammen treten, um bas Gewerbcsteuergcsetz und einige andere Gegenstände zu verabschieden. (Sitzungsbericht. Präsident Delp beginnt den Eintritt in bie Tagesordnung mit bem Ausdruck seiner Anteilnahme sür bte Llnwettergefchädigten. .DaS hessische Volk hat mit großer Anteilnahme Kenntnis genommen von ber großen Llnwetterkataftrophr. bie am letzten Sonntag über große Telle des Hesfenlanbes hereingebrochen war. Gan; befon- bers würben bte Bergstraße unb insbeson- berc ber Ort Zwingenberg unb bellen Bewohner mitgenommen. Die Staatsregierung hat sofort eine Besichtigung vorgenommen unb bem- gemäß eine Regierungsvorlage zur Linberung der durch bie Unwetterkatastrophe hervorgerufenen Rot vorgelegt. 3ch glaube in 3hrer aller Ramen zu handeln, wenn ich bie allergrößte Anteilnahme an bieler Katastrophe ins- befonbere ben Bewohnern Helfens und den Bewohnern ber Bergstraße ausfpreche." Auf eine kommunistische Anfrage wegen ber Kohlenpreiserhöhung ertoibertc der Arbeitsminister. Das Land Hellen ift im Reichs- kohlenrat nicht vertreten. Seine 3ntercffen werben durch das Land Württemberg wahrgenommen. Das toürttembcrgifcbe Wirifchafts- miniherium ift daher von mir gebeten worben, feinen Vertreter im Reichökohlenrat anzuweifen, gegen bie Kohlenpreiserhöhung zu stimmen. Ferner ift ber Herr Reichswirifchafts- minifter für ben Fall, baß ber Reichskcchlenrat bem Antrag dss ReichSkohlenverbandeS toiber Erwarten ftattgeben sollte, von mir gebeten worben, bietem bie erforbetliebe Genehmigung zu versagen. Mehr läßt sich nach Lage ber Sache von seifen ber hessischen Regierung nicht tun. Der Finanzminister beantwortet eine Kleine Anfrage ber Abgeordneten Frau Hattemer: 3n amtlichen Stellen ist von einer Verlegung des LandeSsinanzamts v^n Darmstadt nach Frankfurt a. M. nichts bekannt Sollte künftig eine solche Verlegung vom Reich erwogen werden, so wird die hessische Regierung sofort die geeigneten Schritte tun. um eine solche Schädigung des Landes und ber Stabt Darmstabt zu verhindern. Arbeitsminister Korell erklärt daraus zur llnwetter.'atastro' he: lieber bie Bergstraße, das Rieb und einen Teil Rheinhellens ift am letzten Sonntag eine schwere Ra- turlarasllo he ber?: igebrod) Sturm. Regen, Wolkenbruch und ,agcl ha.tn ungeheuren Schaden an Slia^n, Bck-men, Obstbaumen. Weinbergen und Saaten angerichtet. Eine blühende Landschaft ist in einer Stunde in ein Trümmerfeld, eine vielversprechende Baumblüte in winterliche Kahlheit, und Getreide und Kartossel'elber in Schlamm unb Sumps verwan- belt worben, ©cbäube von Staat unb Bürgern wurden schwer beschädigt. Die Bevölkerung der heimgesuchten Gebiete ist tief bedrückt, in Zwinge n b e r g um so mehr, als der Orkan auf dem Friedhof ber Ruhestätte Verstorbener, greulich gewütet hat. Dec hessische StaatSpräsi- ben! hat in Begleitung ber Minister am letzten Montag bie Verwüstungen in Augenschein genommen Trotz auSführl ch vorhanbener Mel- bungen waren wir alle betroffen von der Größe deS Unglücks, bas größer ist. als wir ahnten. Der wirkliche Schaben wird erst in einiger Zeit übersehbar sein. Cr wird sorgfältig festgestellt unb bie Frage ber finanziellen Hilfe rasch unb gründlich erwogen werden. Der Minister übermittelte fobann dem Haufe eine Regierungsvorlage welche einen f o - fertigen Ärebit von 1 00 000 Mk. bereitstem. um Gemeinden unb Landwirten Vorschüsse für die Herstellung von Wegen die Beschaffung von Saatgut unb evtl, von Futtermitteln zu ermöglichen. 3m Zusammenwirken mit bet LanbwirtschaftSkammer werben das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft und die chm unterstellten Behörden alles tun. um die Rot zu lindem und ben Schaben an den Kulturen auszugleichen. Das Haus fetzte dann bie L^cssprache zum Staatsvoranschlag fort Bei Besprechung bes Kapitels 53 .Landesamt für das Bildungswesen* erklärt Adg. Keller (D. D.ft Das Probleui der höheren Schule werbe noch bei ber endgültigen ßaflenoericilung eingehend behandelt werden. Von dem Gutachten des Reichssvarkommisiars erwarte er, daß in ihm keine Beschlüsse gefordert würben. die geeignet seien, den hohen Stanb ber hessfichen Schule herabzubrücken Seine Partei habe bei ben früheren Beratungen bes Bil- bungswesens stets Bedeillen wegen der Per- sonalpolitik zum Ausbruck gebracht. Heuie wolle er bies« Bedenken zuruckftellen unb bie Tätigkeit des neuen Ministers ab warten. Abg. Dr. Werner (Dn.) wendet sich gegen das Verhalten des ehemaligen Präsidenten des Bildungsamtes. Dr. Strecker, und erklärt, d>>ß sich Dr. Strecker selbst zu unrecht htssifcher Rui- l u 6 in i n 1 ft e r nenne. Der Redner fordert von dem Abgeordneten Schreiber den Nachweis, daß iigenbroo an einer hefsischen Schule >:< Jugend gegen den hessischen Staat ausaeputscht wird. 'Bet Schulfeiern mußten auch die Gefühle Andersdenkender berücksichtigt werden. Auch die Sozialdemokraten hätten eingesehen, daß mit dem ewigen Sturmlauf gegen die höhere Schule als Standesschule nicht vorwärtsziikommen fei Der Redner wendet sich gegen die falschen Ziffern der Kommunisten über die Schulaucgaben. Die Sloften für den Aufbauschüler seien bald achtmal so hoch wie die für Schülerinnen an den Höheren Schulen. Der Redner fordert dann noch stärkere Heilig- Haltung des Sonntags. Staatspräsident Adelung erklärte bann, im Stampf um Weltanschauungv und religiöse Fragen müsse befonders der Gei st der Toleranz und der Duldsamkeit Platz haben, es müsse Verständnis Herrschen für die seelische Einstellung und den Eigenwert des anderen. Die Erziehung der Fugend zur Dolksgemeinschast, zur Nation, zum republikanischem Staat müsie unbeirrbare Richtlinie (ein. Hier stehe die Schule und Hochschule vor besonders schweren Aufgaben. Der Staatspräsident gibt der lleberzeugung Ausdiuck, daß sie diese Aufgabe meistern wird und daß die republikanische Staatsform allmählich nicht nur die Stopfe, sondern auch die Herzen erobern werde 'Bei der Erteiluna des staatsbürgerlichen Unterrichts sei allerdings noch mancherlei abanbe- rungsbebürftig. Die Lehrerschaft habe erkannt, baß 1 m demokrattsch-rez die Erziehung zum republikanischen Staatsgebanken absolutes Erforbernis sei In der Presse unb in Lehrerkreisen sei wiederholt zum Ausdruck gclom- men, die Simultanschule in Hessen sei gefährdet, weil das Zentrum an ber Koalitionsregierung beteiligt und auch im Kultusministerium vertreten ist. Der Staatspräsident erklärt: Ich stehe auf dem Boden der Gemeinschaftsschule, weil ich ber Meinung bin, daß durch die gemeinsame Erziehung r o n f c f | i o n e II e Berit 0 in b e ft c n gewahrt bleiben und die gemeinsame Schulbank sehr viel ZUM g e q c n | ■■ i • t i g e n Verständnis und zu r gegenseitigen Achtung beiträgt. Aber cs ift ja kein Geheimnis, daß das Zentrum grundsätzlich die Kon- sossionsschule erstrebt und der Aufsassung ist, durch bie konfessionelle Trennung könne bas|elbc Ziel besser erreicht werden, jedenfalls muß aber doch anerkannt werden, baß bie Herren des Zentrums unbeachtet ihrer grundsätzlichen Stellungnahme stets loyal dem S multanschulgedanken Rechnung getragen und sich niemals ber Durchführung dec gesetzlichen Willen- widersetzt haben. Der tommuni- stllche Abg. von der Schm'tt hat von dem reichlichen Material gesprochen, das ihm zur Verfügung stehe. Wie kann man von Militarismus sprechen, weil die Bänke hintereinander stehen oder beim Turnen in Reihen angetreten wird Wenn von dem f a p i ti: fi 11 gm n Charakter der Schule gesprochen wurde, weil in ihnen zum Sparen aufge- fordert wirb, so darf ich doch darauf hinroei|en, daß auch bie Slommunift'n Sparkassen in Anspruch nehmen. Dr. Werner hat bem früheren Präsidenten des hesfi chen Landesbildungsamtes be polt« tllchen Hochstapelei oerdächtgt, weil er sich >ls Kultusminister a D. bezeichnet. Das ift formell gewiß nicht richtig aber zur Bezeichnii! g ber Funktion eines Leiter eines selbständigen Ressorts nicht abwegig Durch Wendungeil, wie sie Dr. Werner gebracht hat, wird oer polst sche Kampf unnötig vergiftet. Der Staatspräsident gibt daraus eine Darstellung über die Auseinandersetzung zwischen Staat und Kirche, nach ber bie Abg. Art unb Hammann gefragt hatten. Rach Art. 138 ber Rrichsversallung werben bie auf Gesetz. Vertrag ober besonder en Rechts titeln beruhenden Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften burch bie Lan- desgefetzgcbunq abgelöst. Dir Grunbfähe hierfür stellt oaS Reich auf. Die LanbeSge'etzgcbung kann daher noch nicht eingreifen. Dagegen schweben Verhandlungen zur Feststellung der Grundlagen ber Staatszu'chüfse an bie Kirchen insbesondere darüber inwieweit bie Leistungen auf Rechtsverpslichtungen beruhen ober inwieweit sie freiwillig gegeben werben. Die juristische Fakultät ber Lan- oesuniveriität ist um ein Gutachten hierüber ersucht worden, bas Gutachten steht aber noch aus. Auch im Finanzministerium wirb ein Gutachten über diele Frage ausgearbeitet, ton bem ein größerer Teil bereits vorliegt unb dem Landeskirchen amt zur Stellungnahme über» nift errat wird noch vvr diesem Zeitpunkt den Arbeit-Minister Falltires, dessen Demission angenommen wurde, ersehen, und hat ihn ersucht, bis zur Ernennung seine- Nachfolgers die Geschäfte des Ministers weiterzuführen. Der britisch-ägyptische Konflikt. England erklärt sich befriedigt mit der ägyptischen Note: London. 2. Mai. (WB.) 3m Unterhaus erklärte heute der Staatssekretär des Aeuheren, Chamberlain, über die englische Erwiderung auf die gestern erngegcmgene ägyptische Bote: Die englische Erwiderung begrübt die durch die ägyptische Bote zun: Ausdruck gebrachten Gefühle, erklärt aber, daß im Falle eines Wiederauflebens des ägyptischen Dersammlungsgesetzes oder des Versuches, ein ähnliches Gesetz dem Parlament neu vorzulegen, Großbritannien genötigt sein werde, erneut einzugreifen. Grohbritannien lehnt es ab, sich über die englische einseitige Erklärung von 1922 in eine Diskussion einzulassen. Di« Instruktionen zur Entsendung von Kriegsschiffen nach Aegypten, die man ursprünglich für notwendig gehalten hatte, sind widerrufen worden. Aach der Erklärung Chamberlains kam es zu einer längeren Auseinandersetzung zwischen dem Staatssekretär und Mitgliedern der Arbeiterpartei. Vertreter der Opposition stellten durch Zurufe in Abrede, daß die britische Rote „vollkommen höflich und versöhnlich" sei, wie Chamberlain sie bezeichnet hatte. Auf weitere Anfrage bemerkte Chamberlain, eine etwaige Zurückziehung der britischen Truppen aus Aegypten müsse mit Bestimmtheit zu Wirren und lehr rasch auch zu einem Kriege führen. Chamberlain, der zugab. daß sich britische Kriegsschiffebereits auf dem Wege nach Aegypten befunden hatten, bestritt nachdrücklich, die Aeußeruny eines Arbritermitgliedes. daß ein grober Teil der öffentlichen Meinung Englands die Aktion der britischen Aegierung für überstürzt und herausfordernd halte. Cbamberlain erklärte demgegenüber, die Mäßigung und Geduld der britischen Regierung roeibc allgemein an- erkannnt, und fuhr fort' „Die Interessen England- in Aegypten machen es uns unmöglich, die Besetzung Aegypten- durch irgendeine andere Macht zuzulassen. Ss wird stets für diele und andere Regierungen notwendig sein, die Grundsätze der Deklaration vom Jahre 1922 ausrechtzuerhalten, und da wir anderen Mächten verbieten, sich einzumischen, müssen wir auch die Mabnahmen treffen, die notwendig sind, um d i e Sicherheit der Untertanen dieser Machte sowie unserer eigenen Bürger in Aegypten zu gewährleisten." Aus aller Welt. Eine wilde kolonistensahrl. Der Führer eines abenteuerlichen Auswanderungsunternehmens. dem er den Namen .Oefterreichisches Wardanieri-KorpS" gegeben batte, Peter Waller, ist durch polizeiliches Singreisen der psychiatrischen Klinik deS Professors Wagner-Iauregg zur Beobachtung seines Geisteszustandes überwiesen sandt worden ist. Die Antwort deS LandeS- kirchenamtes steht noch aus. Die St 7 szulchüsse werden in seitheriger Höhe ge- wäh t Der Voranschlag für 1928 lieht die g er Zen Leistungen vor wie für 1927 Von otaatä- leistungen für die Kirchen entfallen aus den Kopf der Bevölkerung: in Hessen 0,91 Mk„ in Preußen 1 39 Mk.. in Bayern 4.13 Mk. für die kath» lisch« Kirche und 3 66 Mk für die evangelische Kirche, in Württemberg 4.57 Mk. und in Baden 1 81 Mk. Die hessische Aegieruna hat das größte Interesse daran, daß die Verhältnisse zwilchen Staat und Kirche im Interesse betber Teile sobald wie möglich geklärt werden. Ss folgt die Abstimmung zu Kap. 53 (Schule). Kap. 33 lPolizei) und Kap. 38 (Kirche), die in der Ausschußfassung angenommen werden. Kapitel 54 und 55 werden ohne Aussprache angenommen. Angenommen wird ein Antrag des Abg Heinstadt, die Negierung zu ermächtigen, den Kirchen ein weiteres Darlehen bis zu 603 COO Mark zu gewähren unter denselben Bedingungen, wie sie für die älteren Darlehen gelten. Die vom Ausschuß beantragte Ueberweilung einer Eingabe des Landesverbandes der israelitischen Religionsgemcinden Hessens in Mainz und des Hessischen Landesverbandes gesehestreuer Synagogengemeinden in Darmstadt um Unterstützung als Material wird abgelehnt. Die Anträge auf Bereitstellung weiterer fester Stellen für Polizei b e a m t c werden der Negierung zur Berücksichtigung überwiesen. Die Höherslu.ung von drei Hauptleuten wird abgelehnt. Don den sachlichen Ausgaben werden 20 030 Mark abgesetzt. Ohne Debatte werden die Kap. 56 bis 74 erledigt. Die Abstimmung wird ausgesetzt und zum Sla! des Arbeit-- und AirtschaflSniinisterS übergegangen. Abg. Wesp (Zentr.) erklärt: Bor und nach dem Kriege habe das Zentrum m vorderster Linie mitgeaibeitet, um dem Arbeiter das zu geben, was ihm gebühre. Wer am Schraubstock stehe, erhalte von den Erträgnissen der Nationalisierung nichts. Die Löhne der Metallarbeiter in Deutschland seien nicht zu hoch. Der lommunistische Arbeitgeber Opvenheimer m Butzbach zahle Wochenlöhne von 16 bis 13 Mark, dagegen stellt er die Millioneneinkommen der Sowjetführer. Gerade von christlicher Seite sei immer für die sozialen Interessen der Arbeiter eingetreten worden. Aeltere Arbeiter würden von der Industrie nicht mehr eingestellt, weshalb die Altersversicherung ausgebaut werden müsse. Durch die Aussperrungen dec deutschen Industrie würde das Vertrauen des Auslandes in unsere Wirtschaft erschüttert. Don dem hessi- schrn Arbeitsminister erwartet er ein Eintreten für gesunde Löhne. B.'i den Gewerbeaufsichts- ämtem sollten aus dem Arbeiterstand hervor- gegangene Kontrolleure angestellt werden. Abg. Gußmann (Dbd.) wendet sich gegen das kommunistische Agrarideal und die optimistisch: Auffassung des Vorredners über den Stand unterer Wirtschaft. Die Landwirtschaft werde bei der Daweslast mit am härtesten betroffen. Eine unterschiedliche Behandlung bei der Berücksichtigung der Unwettergeschädigten nach der Gröhe des Besitze» dürfe nicht wieder vorgenommen werden. 'Durch die übermäßige Einfuhr von fremdem Obst und Gemüse werde die heimische Erzeugung verheerend geschädigt. Wenn Glashausanlagen in Deutschland mehr unb mehr eingeführt werden sollen, mühte die Negierung mit entsprechender Zollpolitik unterstützend cingreifen. Weiterberatung Donnerstag. . Das Reichsgericht zum Verbot -des Roten Jwntlampferbundes. liegen den Erlaß Kendells Vertin, 2. Mai. (ZDIB.) Der 4. Strafsenat des Reichsgerichts als Slaatsgerichlshaf hat heule nachmittag auf den Einspruch der 16 Cänbcrregic- rungen gegen das verbot des Roten Frontkämpferbundes durch den Reichsminister des Innern in nichtöffentlicher Sitzung folgende Entscheidung verkündet: 1. Die Weigerung der Landeszentralbehörden, dem Ersuchen de» Reichsinnenministers vom 16. April 1928 auf Verbot und Auflösung de» Roten Frontkämpfcrbundes. der Roten Marine und der Roten Jungfront nebst sämtlichen Ortsgruppen nachzukommen, ist begründet. 2. Die kosten de» Verfahren» werden dem Deutschen Reiche anscrlegt. Der Senat hält die Voraussetzungen des 8129 StGB, für den gesamten Roten Fronlkämpferbund und sämtliche Roten Ortsgruppen nicht für erwiesen. In Jrage kämen nur einzelne Verbote für bestimmte Ortsgruppen oder Gaue, bei denen jeder Beweis vorliegt. Solche Verbote stehen heute nicht zur Entscheidung de» Gerichte». Die nähere Begründung wird in einigen Tagen erfolgen. Die Berliner Blatter nehmen zu der Entscheidung des Vierten Strafsenats, die das Ersuchen des Neichsministers des Innern an die Länderregierungen, den Roten Frontkämpserbund zu verbieten, für unbegründet erklärt, ein« gehend Stellung Mit Ausnahme der Rechts- blatter weisen fast alle Zeitungen darauf hin, daß bereits im Kabinett keine allgemeine Zustimmung zu dem Erlaß Keu- dells bestanden habe und auch im Heber- wachungsausschuß des Reichstages scharf dagegen Stellung genommen worden sei. Der .Vorwärt s" spricht von einer vollkommenen Niederlage Kendells. Die Entscheidung sei auch ein Schlag für die Kommunisten, die den preußischen Einspruch als einen Protest der Phrase bezeichneten. Ihre Abfichl, das Verbot im Dahl» k a m p s zu benutzen, ist ebenso kläglich zusammen- gcbrtxben. wie ihre Hoffnung auf die Entscheidung des Staatsgerichtshofes — DaS .B. T." ichreibi: Nach der empfindlichen Niederlage, die Herr v. Keuoell erlitten hat, sollte er daS Amt verlassen, dem er zweifellos nicht zur Zierde gereicht. Er hätte das Ergebnis voraussehen können, wenn ihn ein staat-politisches und nicht varteipolitisches Motiv geleitet hätte. — Die .Voss. 31 g." sieht in der Entscheidung des StaalsgerichtshofeS nicht nur eine Niederlage sür Keudell. sondern auch für seine deutsch- nationalen Ministerkollegen und Parteiführer, die sich mit ihm solidarisch erklärten Die Aktion und ihr Mißerfolg belaste die ganze deutsch- nationale Partei. Der Zeitpunkt des Verbote- sei für die Cänberrcgierungen bei ihren Die „Bremen"- Flieger begeistert in Washington empfangen. Washington, 2.Mai. lWB.) Die Begrü- ßung in Böllings ield vollzog sich bei strahlendem Sonnenschein unter dem Jubel einer großen Menschenmenge, die schon am frühen Morgen von der Stadt au dem fast eine Warsch- stunde entfernten Flugplatz hinausgepilgert War. Tausende umlagerten das Hotel Mayflower, das mit der amerikanischen, der irischen und der schwarz-rot-goldenen Flagge geschmückt ift Die Flieger strahlten und erwiderten alle Zurufe und Hochs durch freundliches Winken. Vom deutschen Botschafter und irischen Gesandten geleitet, fuhren sie dann zum Arlington- N a t i o n a l f r i e d h o f. wo sie am Eingang vom kommandierenden General Washingtons begrüßt wurden. Sie begaben sich mit einer Ehreneskorte zum Grab des unbekannten Soldaten, wo Freiherr von Hünefeld und Köhl einen Kranz mit einer Schleife in den Reichsfarben, Fitzmaurice einen Kranz mit den irischen Farben niederlegten. Die Ehrenbezeugung der „Bremen"-Bejatzung vor dem loten amerikanischen Kameraden machte auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck. Die Flieger Wurden sodann durch die Stadtparks gefahren und trafen um 1 '34 11br, von einer großen Menschenmenge begrüßt, im Kapitol ein. Hier stellte Vizepräsident Dawes sie den Senatoren vor, die einzeln an den Fliegern vorbeidefilierten und ihnen dir Hand schüttelten. Darauf begaben sich die Flieger, der Botschafter und der Gesandte in das Repräsentantenhaus,wo der Sprecher Longworlh sofort die Sitzung aufhob und die Flieger v o r st e l l t e , sie in kurzer, sehr herzlicher Ansprache willkommen hieß und • z zu ihrer mutigen T' unter gewaltigem Beifall des Hauses und der dichtbesetzten Tribünen gratulierte. Darauf traten die Abgeordneten einzeln vor, schüttelten allen drei Fliegern die Hand, was bei der großen Zahl der Kongreßteilnehmer geraume Zeit dauerte. Unter Hochrufen und Beifallsklatschen verliehen die Flieger sodann das Unterhaus und begaben sich zur Stadt zurück. Sie Wurden bann vom Präsidenten Coolidge im Weißen Hause empfangen. Die Rasenflächen des Gartens des Weißen Hauses waren schwarz von wildgestikulieren- den, laut jubelnden Amerikanern, als die deutschen Flieger und ihr irischer Kamerad, g e ° schmückt mit dem blauen Ehrenfliegerkreuz, das Präsident Coolidge ihnen soeben an die Brust geheftet hatte, stolz strahlend aus dem Tor des Präsidentenpalais traten. Die Schutzleute hatten größte Mühe, den Weg für die Autos zu bahnen. Die Flieger kamen in den vom Weißen Hause gestellten Wagen nur langsam vorwärts. Ihr Ziel war der Rationale Presse-Club, wo ihnen ein feierlicher Empfang durch führende amerikanische Journalisten bereitet wurde. Sodann kehrten sie zum Weißen Haufe zurück, wo der Präsident ihnen ein Ehrenfrüh st ück gab. Am Abend fand bann ein Bankett für bie „Bremen"-Flieger statt, auf dem der deutsche Botschafter von Prittwitz einen Toast auf den Präsidenten Coolidge ausbrachte, in dem er dankbar der überaus herzlichen Au nuhne, die die Flieger in Amerika gefu-iben hätten, gebaute. Senator Johnson (California) antwortete mit einem Toast auf d.e tapferen deutschen Flieger, woraus v. Hü.'.e eld dm Vereinigten Staaten unb Kanada den Dank der .Bre- men"-Flieger für bei herzlichen Empfang und die Hilfeleistung sagte. Der im Anschluß an bas Essen im Hotel .Mai,lower" stattsindendr Empfang vereinigte bie gesamte Washingtoner Gesellschaft, über 2003 Mitglieder des diplomatische Korps. Mitglieder des Kabinetts unb der Ressorts. Hunderte von Personen drängten sich g.buttrig stundenlang um die Flieger, um ihnen bie Hanb schütteln zu können. Um 11,30 Llhr zogi?n sich bie Flieger vollkommen erschöpft zurück. Das OReifeproßramm für Amerika. Tie ui) ort, 2. Mai. (WTB. Funkspruch.) Das Junkers-Flugzeug F 13 ist heute abend in Washington eingetroffen und wird die „Bremen"-Flieaer morgen nach Neuyark zurückbringen. Die „Bremen" Flieger teilten heute mit, daß sie eine große Anzahl Einladungen von Bürgermeistern, Stadtverwaltungen und privaten Organisationen zahlreicher Städte Amerikas erhallen haben, da aber die Annahme all dieser Einladungen praktisch unmöglich sei, da ihnen daran liege, bald in die Heimat zurückzukehren und den Willkomm Deutschlands und Irlands entgegenzunehmen. Aus diesem Grunde wurde folgender Fl u g p l a n festgelegt: Am 9. Mai Empfang in Philadelphia, am 10. Mai Flug nach C h i k a g o ; am 11. Mai Empfang dort: am 13. Mai Besuch Milwaukees: am 14. Mai Flug nach St. ^ouis, am 15. Mai Empfang dort: am 17. Mai Empfang in Detroit; am 18. Mai Flug nach Boston, am 19. Mai Empfang in Boston. Der Flug soll mit der „Bremen" oder mit der F 13 ausgeführt werden. Die „Italia" zum Nordpol gestartet. S e b b i n , 3. Mai. (MTV.) Um 3.24 Uhr ist bas Kommando ;um Start bet „3 f a l i aM gegeben worben. Das Luftschiff erhob sich sofort vom Erd- boben. Fünf Minuten später enlschwanb bie „Italia" ben Blicken bet Zuschauer mit Kurs bem Meere ; u. Das Luftschiff Hai um 5.45 Uhr bie Stabt Karlskrona unb um 7.30 Uhr bie Stabt Oskarshamm in höhe von 150 bi» 300 Meter überflogen. Rückreise des Kapitäns Witkins von Spitzbergen. Kapitän Milkins, der Ueberfli.eaer des Nordpols, gedenkt in fünf bi» sechs lagen mit bem Dampfer „Hobby" von Green Harbour (Spitzbergen) n a ch N o r w e g e n in See zu gehen. Er nimmt bas Flugzeug, bas sich in ausgezeichnetem Zustand besinbet, mit. Einsprüchen entscheidend gewesen. — Die .Rote Fahne*' spricht von einer Vertagung des Verbotes bis nach den Wahlen. Die Gefahr fei nicht abgeschwächt, da die Entscheidung des Gerichts Einzelverbote für möglich halte. — Die „D. A. Z. , die aus der Entscheidung den Schluß zieht, daß die Gründe des Ministers das Gericht nicht überzeugt hätten, sieht das Bedenkliche in der politischen Wirkung, daß man bei der Einstellung der Roten Frontkämpfer damit rechnen müsse, daß sie die Leipziger Entscheidung als eine Art Freibrief für verstärkte illegale Betätigung auffahten. — „L o k a l - A n z e i g e r" und Deutsche Tageszeitung" bezeichnen es als einen Widerspruch in der Haltung des Staatsgerichtshofes, daß er in früheren Entscheidungen gegen kommunistische Parteimitglieder den § 129 des Staatsgesehbuches unterstellt habe, und obwohl er den Roten Frontkämpferbund als das eigentliche Kampfinstrument der Kommunisten bezeichnet und behandelt habe, nicht zu einem Verbot gekommen sei. Die Möglichkeit eines Teilverbotes habe praktisch keinerlei Bedeutung. Die „Deutsche Tageszeitung" befürchtet, daß Rot-Front eine andere Quittung erteilen werde. Die „T ä g l. Rundschau schreibt: Das Gericht hält offenbar die Vor- aus'etzung hochverräterischer Bestrebungen erst für vorliegend, Wenn sie sämtlichen Ortsgruppen des Roten Fronttämpferbundes nachgewiesen sind. Unter solchen Vorbedingungen werde es der polittschen Behörde überaus schwer gemacht, staatsgefährlichen Organisationen überhaupt die Tätigkeit zu unterbinden. Es dürfte so gut wie unmöglich sein, gegen alle Ortsgruppen belastendes Material beizubringen. Die Roten Frontkämpfer hätten gerade in der letzten Zeit derarttg brutale Ausschreitungen begangen, daß man gar nicht daran zweifeln kann, welcher Geist bei ihnen großgezogen wirb. Aus diesem Grunde hinterlasse die Entscheidung einen unbefriedigenden Eindruck. — Die „Kreuzzei tung" weist darauf hin, daß für den Minister nicht entscheidend war. ob der formaljuristisch« Tatbestand erfüllt sei, sondern die im Zusammenhang gesehenen eindeutigen staat-politischen Folgen, die sich aus dem Verhalten des Roten Frontkämpferbundes in jeder seiner Teilaltionen ergeben. Der Politiker stehe den Juristen gegenüber. Das Kabinett poincare bleibt. Meine weiteren Veränderungen. Paris, 2. Mai. (WTB.) Die Minister sind heute vormittag unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik zusammen- gekommen, um über die durch die Wahlen geschaffene Lage zu beraten. Die hierüber ausgegebene amtliche Mitteilung besagt: Der Ministerpräsident ist im Einvernehmen mit allen seinen Kollegen der Ansicht gewesen, daß der Wahlkörper die Politik der Regierung gebilligt hat unb unter diesen Umständen für das Kapinett kein A n - l a ß oorlicgt, dem Präsidenten der Republik seine Demission zu überreichen. Infolgedessen wird die Regierung in ihrer jetzigen Form sich am 1. Juni dem Parlament vorstell en unb ihr Programm für die nächste I Desetzgebungsperiode bekanntgeben. Der Mi- worden. Peter Waller, ein einfacher Mann, hatte in einjäh', izer Agitation etwa 300 P e r fönen um sich gesammelt, bie, mittellos wi e er selbst, gern bereit waren, mit ihm nach Abessinien auszuwandern unb bort eine gemeinschaftliche Kolonie zu gründen. Am 3. Mai sollte zu Fuß von Mauer bei Wien aus der Marsch nach Genua oder Triest angctrcien werden, wo angeblich ein abessinisches Schiff die Kolonisten abholen würde. Sa nach amtlichen Auskünften aus Addis Abeba die Ansiedler dort keineswegs erwünscht wären oder Gelegenheit hätten, ihr Fortkommen zu finden, haben die österreichischen Behörden versucht, durch Verweigerung der Aus- re i s e p a v i e r'e das hoffnungslose ^lntemeh- men zu verhindern. Trotzdem Peter Waller, der sich den von ihm aus i)em Germanischen abgeleiteten Führertitel eines .Wodosch' beigelegt hat, zur Zeit als Anführer nicht in Frage kommt beabsichtigt fein Unterführer namcnB Hoffmann, den aussichtslosen Plan dennoch zur Ausführung zu bringen. Das .Wardanieri» Korps" hat durch eine in München eröffnete Zweigstelle leider auch etwa 30 Deutsche an sich gezogen. — __ Der Asghanenkönig auf russischem Loden. Der König von Afghanistan ist am Mittwochabend auf der Sowjetgrenzstation Negoreloje eingetroffen und wurde von einet; Ehrenwache und den Klängen der afghanischen Hymne begrüßt. Der stellvertretende Außenkom- missar K a r a ch a n hieß den König willkommen und überreichte ihm ein Begrüßung-tele- gramm des Staatspräsidenten Kalinin. Nach einer Ansprache des Königs, der seiner Freude über die Ankunft auf dem Boden bet Sowjetunion Ausdruck verlieh, ging der Zug nach Minsk ab, wo der Äönig von Mitgliedern der weißrussischen Negierung empfangen wurde. Er setzte dann die Fahrt nach M o - k a u fort. Sech« Kinder vom Hagel getötet Ein schwerer Hagelfturm ging über die Stabt Cluj in Rumänien nieder. Die Bevölkerung, die den 1. Mai in der Umgebung der Stadt feierte, wurde im Freien überrascht. Sech» Kinder wurden von den Hagelstücken, die die Grüße von Hühnereiern hatten, erschlagen, unb zahlreiche Personen wurden verletzt. Biele Fensterscheiben gingen in Trümmer, und die Auslagen der Kaufläden wurden beschädigt. Mit dem Paddelboot über den Atlantik. Wie aus Las Palmas auf den Kanarischen Inseln gemeldet wird, ist In dem Hasen Arrecife auf der zu der Inselgruppe q■:-1 enden Insel Can- zarote der deutsche H a e l s s ch i f f » k a p i- tän Franz Romer in seinem sechs Meter langen Paddelboot eingetroffen. Romer beabsichtigt bekanntlich, Neuyork im Paddelboot zu er« reichen. Aus der Uebersahrt von Lissabon nach Arrecife mußte Romer mehrere Stürme überstehen. furchtbare folgen eines Scherzes. In Iäschkcndorf (Kreis Liegnitz) hantierte der Herrschaftsgärtner Bittner mit einem Revolver. Plötzlich (egte er im Scherz auf ein junge s Mädchen an. Der Schuß gina los und dos • Mädchen sank, in» Herz getroffen, tot ju Boden. Bittner hat sich aus Verzweiflung hierüber durch mehrere Schüsse selbst getötet. Hafer und Kind In einem Treppenhaus abgeftünt In einem Hause in der Bankstraße in Hamburg stürzte ein Eisenbahner mit seinem dreijähri - gen Töchterchen auf dem Arm vom Stockwerk über da» Treppengeländer in den Licht» schacht. Vater und Kind erlitten schwere Verletzungen und mußten in besinnungslosem Zustande in ein Krankenhaus gebracht werden. Oie Wetterlage. palend}. 71 11 12 5' K. OVomtRleientne» » m» Hdetn. ® wem» e wem < 5tur*6Mt Oi« tO «er»weq 7b. Dauberel ehrltcho4 Mädchen für einige Stunden vorm. gesucht Renen Baue tl L das 6anitäl»folonne L215/7 )icr gewiesenen Dege bet der Sauberhaltung un» crcr Straßen unb Anlagen mit Hilst, so werden wir len. 141 nut von 140 aus icherlich ein weit erfreulicheres Stadtbild bekam, men, als ee gegenwärtig leider vielfach zu be- könnt. Architekt Wellhausen ist ein geborene« ©•ebener •• ©er 3ungoiebauftrteb begann gestern a.il ben oberheftischen Iungviehw«,den bet l'anbroirMa'telammctn. Tiergarten bei jungte in der tn ben Arn-walde geboren, — 191b: Italien kündigt Lreibundoertrag. , V,.’ucr Ivcd/CLi ;urttt>rciic. SMWEnsMlWSgssZklgkls erfordern heft eine sorgfältige lepgebuog und öeqausl.atiung. Gute Scgldhungm sind nut erreichbar, wenn die enitigee Räbrilio genug ßuigegeöen werden. Der «naahmeschlutz für alle Anzeige« Im Siebener Anzeiger entfallt auf den Nach» mittag vor der Aufnahme, «mpfehiungo. anzeigen müssen, |e nach Umsang und Satz» fchmierigkeilen, zwei die drei läge vorher bestellt fein. Nur mit Sorgfalt und dem not» wendigen Zeitaufwand gesetzte Empfehlungen fiiüein öen renMen Giiolg! in Oldenburg geboren (gestorben 1841); — 1825: der englische Naturforscher Tbonw- i)ud ein 4 bi* 5. Aepsel 15 bis 25 Hörig 53, öu..< Hühner 103 bi* 120; je Stück, liier 11 bis 12. 31u .ic.nobl 63 oi* 150. 3alat 20 bi* 35. Saiatgurien 70 bi* 100. Lauch 5 bi* 25. Gellere 23 bi* 150. das Bund: Radteö- inerten ift Die erste feierliche Immatrikulation an unserer 2 a n d e * u n i v e r s i - t ä t findet am nächsten Samstag, mittag* 12 U&r. im älniversitätsgebäude statt Wie wir hören, r^rspricht das eommerfemeflcr 1928 ein lehr gutes zu werden Bisher liegen schon über 400 Reuanmeldungen vor. — Personalien. Der Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberyessm 3 a k ob tafrn für ^rcitaq, 4 Ma, Sonnenaufgang 42h Uhr Sonnenuntergang 19.26 Uhr. — Äonboufgang 19.06 Uhr. Mond- Untergang 4-35 Uhr. 1521: ßutber wird auf bte Wand .rg gebracht: — 1776 der Philosoph Johann Jnedrich cherban Berliner Börse. (Berlin. 3.Mai. (WT2. Funkfpruch) 3m atlaenicinen ist im heutigen Zrühvertehr noch nicht viel loö. Die Tendenz scheint aber freundlich zu bleiben. Besonders für Farben» und Glektrv- werte halt das Interesse des Auslandes an. Die genannten Kurse liegen auf dem hohen gestrigen Abendnioeau. Farben 282 bis 283 und Siemens 329. Am Devisenmarkt nennt man Paris 124.02. Mailand 92,59, Spanien 29,32. da* Pfund 487.95 und den Dollar 4.1810. großem Umfang die Hilfe der Sanitatstolonne täglich in Anspruch genommen wird 3m verflossenen Jahre hat die (Siehener Freiwilltge Sanitötskolonne insgesamt 1555 strankeniranoporte auogesührt; an manchen Tagen wurde das Sanitätsauto bis zu neunmal verlangt. Die Zahl der Hilfesuchenden wachst weiter, so daß die Beschassung eines zweiten Kraftwagens dringend notwendig ift, um den Rettungsdienst weiter ordnungsgemäß durchführen zu können. Die Kosten für die Anschafsuna de» Wagens müssen zum größten Teil au» freiwilligen Spenden gedeckt werden. Daher bittet die Sanitötskolonne vom Roten Kreuz die Mitbürger unserer erhält 125 Ainder und 40 Fohlen, in Q£nficlbnd). Bodheim a. i Bieber. ÄQ'P Jakob Bork. Margarethe Bork ProL Dr. Ernst Horneffer und Frau Hedwig Horneffer geb. Lotze Dr. med. Lutz Horneffer und Frau Anneliese Horneffer geb. Biermann Frau Erika Zenker-Horneffer Dr. Reinhold Horneffer, Referendar Wolfgang Horneffer, Bildhauer Roseliese Horneffer Die Beerdigung findet Samstag, den 5. Mai, nachmittags 4 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt Die Beerdißunf? findet Freitag, den 4. Mal nach mittags 2 (Ihr. statt. Rohfeide- Bordüren (von der Mode bevor rügt), befonders preiswert Trachten- und Indanthrenftoffe für prakt fchöne Wanderkleider, in reicher Auswahl raubt hat ab. Vies i sLuDetcn ■ M 'entii au4 Vie Q gibt eö In tiefer Trauer: Otto Albach und Kinder Familie Ludwig Hüller Familie Heinrich .Hüller nehmt allen Angehörigen. Spezial-Namen-Irifler-Salon Erna SiehiiW Gnauthsiraße 34 Heu renoviert! Lochermühle bei Lang-Göns, den 2. Mai 1928. Die Beerdigung findet Samstag, den 5. Mai, nachmittags 2'/, Uhr, in Rodheim an der Bieber statt. 'rveüerte - wtwW ? rötet die 1 ■jXnn^n . Ursachen bi- StA m Dolles sah er ft' forgenburd Mnben). . - daS is mir nicht reichsten, t Gegend an ten Sren-i malerischen teilen Tief juä bet Zl Chitg. S)eu dritten »bi und nlttt find Sinjel derhvlen |i zu Seest viröechoftt auf die Se, hingehört. M tm Mltfoig Hetzen 2ahrur zumqen, 2us der Voll-Voile, in großer Auswahl 3.50, 3.25, 2.80, Voile-Bordüren, bedruckt und beftlckt YLO, 7.50, 4.00. B'woll. Mouffeline, reizende Mufter für Kinder- u. Backfifchkleider, 1.05, 0.95, 0 Woll.Mouffeline, moderne Mufter Helene Roese Werkstätte für Kinderkleidung Gießen.Südan läge22, Hinterhaus Handgewebte fertige Kleidchen und Stoffe vorrätig Kopfwäschen in. elektrischen Heiblust- avvaraien. Erstklassiges Bubtkovs- schneidcn, erster Lchnttt. Bestes Nach, schneiden nach den neuesten formen. Anerkannt best.Lndulalion.Moderne Theater-, GlesellschaftS- und Ltraben- srtsuren. 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Dank Die trauernden Hinterbliebenen Luise Preu und Kind. Wieseck. den 2. Mai 198K Deutschlar fteigerter satter Äri Mlls und ®runZ>fefle; das der «nd (|o d Äiniflrcic6. Dersprechu, dirtlchastsr Zugegeben tunfl, hattk 2btrenn in Dersaille endete daS Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Luise Reeh und Kinder nebst Angehörigen. Unterfertigter C. C. betrauert tief das in Darmstadt erfolgte Ableben seines lieben A. H. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die zahlreichen Kranzspenden beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Familie Konr. Ant. Schaum. Familie Beruh. Wilh. Wagner. 5-Röh en-Apparat biß. au verk. Zu ertragen bet 45491) Germer L Wagner Neuenweg 00. In tiefer Trauer: Die Turnerschalt im Utao-taofia. Dienstag früh 8’& entschlief nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Maröareihe Müller im Alter von 71 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen; Richard Müller und Frau Rudolf Müller und Frau nebst zwei Enkelkindern Gießen, Neuenweg 18, Frankfurt a. M., 3. Mai 1928. Die Beerdigung findet Freitagnachmittag 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe unvergeßliche Tochter, Schwester Anna Bork nach kurzem, mit großer Geduld ertragenem Leiden zu sich in die Ewigkeit abzurufen. MW» sofort gesucht 03498 Hut Zentrale Afterwea 18. Ordentliche» Mädchen für tagsüber zum 15. Mar gesucht uU,. Restauration Vogt Sonnenstrabe Ganz unerwartet verschied am l.Mai in der Chirurg. Klinik zu Gießen mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Sohn,Schwiegersohn,Bruder, Schwager und Onkel Dr. Max Fritz prakt. Tierarzt in Fronhausen im Alter von 35 Jahren. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden meinen innigstgeliebten Mann, unseren treusorgenden Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Neffen Rudolf Reeh, Müller im 44. Lebensjahre zu sich in ein besseres Jenseits abzurufen. Gestern vormittag 10 Uhr entschlief sauft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine Hebe Frau, unsere nute Mui ter, Tochter. Schwester, Schwägerin, Tante und Enkelin Frau Margarethe AM geb. Müller Im 33. Lebensjahr. Junge, gebildete, nichtige Hjpislin für halbe Tage gesucht. Schrillt. An» geböte mit Vcben5- Inuf. Zeugnissen und Gebali»ansprücheo unter 4561D an den Neuer KOMM preiswert zu vcr Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihren lieben A. H. AH. und AM. A.M von dem Ableben ihres A.H. Peter Daub Hadamar geziemend in Kenntnis zu setzen. Gestern verschied nach längerer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Abraham Heilmann Lehrer i. R. im 79. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Heilmann geb. Heß. Die Beerdigung findet vom Trauerhause am Freitag dem 4. Mai, nachmittags um 3 Uhr statt. 03406 | Verschiedenes! Pholograph.Stativ Sonniagmorgen auf dem Wege nach dem Lchtffcnberg verlor. Gegen Belob, abzua. Gg. 'UblL Wallitr. 8, Sie Dame welche am Dtendiag votniltt. In meinem Laden versehentlich ein. fremden Schirm mitgenommen bat wird um gesl. Rück» gäbe gebeten. <*3475 Robert Alias üaM Sclleroweg 18, __ Lchwarze, Zwerg-Dackel euilanien. Wiederbringer er» bhh Belobuu, g. scheuer. '**• Tchutnrabe 11 (KIObtUOftL Am 2. Mai verstarb nach schwerer Krank heit unsere Renate 5. Mai, M*/, llbr: Lereinslokal. S4. V. 1 Ukr Krlnschin. . Slmer wer- dea kea. Stadttheater Freitag. 4. 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Der NordschleSwlger aller nationalen und polt- nschen Lager stehl im offenen Verzwelf- lungStampf um feine Stistenz und — wo« ihm mehr wert al- daS Leben dünkt — um bie ererbte Scholle. Seine Liebe tut gefährdeten Heimat überwindet alle Ge- ßenfätze, überbrückt die künstlich vertiefte und erweiterte Äluft zwilchen Dänisch und Deutsch, erwischt die Scheidelinien der Parteien und öter die kümmerlichen Schlagworte .Made in Dtnmorf', durch die man ihn über die wahren Ursachen seiner Not hinweazutäuschen suchte. An Xe Stelle der Phrase tritt, au» den Tiefen bei Volke» heran», der Wille und gewinnt Leben. Wer heute durch da» Grenz land reist, empfängt vor allem zwei Eindrücke: ersten» den. dah <ä sich wohl lohnt, mit verbissener Energie um diesen herrlichen, rttelgestalttaen Doden. um da» Heimat recht in diesen au» altem Wohlstand cm- Zvrgewachsenen Dörserir und Höfen zu kämpfen. -Stoeücn»; dah schon ein WobnsinnSwerk wie Versailles und völlige Dersländnt-lvfigkeit gegenüber den einfachsten, ursprünglichsten Forderungen der wirtfchastlichen Vernunft dazu gehörten. um den Reichtum diefe» Lan- le 6 in 2 rmu t z u verwandeln. Man Iaht sich an den Kopf und ist nicht weit davon entfernt, alle» sür einen bösen Traum zu halten. Din alteingesessener Dauer — dem die ÄriH» t fähig war, seine Versprechungen cinzulö'cn und dah die völlige bedingungslose Eingliederung in einen auf ganz anderen Voraussetzungen und Grundbedingungen ruhenden Slaatelörper alle» Eigenleben untergraben muhte, ohne habet neue Dege weisen zu können. Man weih e» jetzt und der Schle»wiger erwacht Nicht um Dänemark enttäuscht und »erbittert ben Nücken zu kehren, sondern um da» sorglose, verständniöarme Kopenhagen an die Leben»rechte NordichleSwig» zu erinnern. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang, zu leien, was ein klarblickender dänischer Gelehrter. Professor Karl Larsen, vor etwa drei Wochen schrieb: . Aus einer recht langen Nord- schleswig-Reise, die sowohl Dörfer wie Städte berührte und dänische wie völkisch gemischte Gegenden umfaßte, erhielt ich den Eindruck, dah sich letzt sowohl streng reich-dänisch eingestellte Nord- schleswiger. wie dänftchlprechcnde. deutfchgesinnte .Heimdeutsche" und ferner die nach Sprack-e. wie Gesinnung beuftchen (Bewohner de» Lande» um einen Tisch zu sammeln beginnen, aus dem da» Thema Wirtschaft, Wirftchaft und abermals Wirtschaft liegt — dazu noch eine gewaltige Landkarte mit der Aufschrift .Schleswig". . . Don Tag zu Tag wird e» deutlicher und klarer, dah da» nordlchleswiglche Problem mit der nationalen Frage noch längst nicht erschöpft ist. . . Gelegentuch eint» Wiederverei- nigung»fefte» wurde ein hervorragender, alter dänischer Nordschleswiger — der nicht zu der dänisch-nationalliberalen Phalanr gehört — mit einigem Triumph gefragt, wo» er nun sage. 3a. antwortete er, ich entblöße mein Haupt vor dem Danebrog, aber der Schleswiger wird schon erwachen! . . . Der Schleswiger scheint mir jetzt erwacht zu sein." E» ist hier nicht der Raum, ben Ausführungen de» Professor» weiter zu folgen. Sie gipfeln jedoch in der Feststellung, dah die Vewohner de» Grenzlande» auch unter dänischer Herrschaft Schleswiger geblieben seien und das) ihre Eigenart und die Verhältnisse In Nord- schleSwig ein tiefere» Verständnis forderten, al» ihnen bisher von reich-dänischer Seite zuteil geworden sei. Leiber gehört Karl Larsen zu den ganz wenigen Kopenhagenern, die sich überhaupt nur die Mühe machen, ernstlich über da» Gebiet nachzudenlen. für dessen Gedeihen Dänemark die Verantwortung übernommen hat. Man erlebt heute wieder da» nahezu grotesk wirkende Schauspiel, bah sowohl die dänische Parteipresse wie die sogenannten »führenden Persönlichkeiten" die aus der Not und dem Rechtsgefühl bei Norb- schleSwiger entspringenden Forderungen alS Vagatellen hinzustellen und einfach ins Lächerliche zu ziehen suchen. GS zeugt von einer Verständnislosigkeit. für die eS keinen parlamentarischen Ausdruck gibt, wenn der Direktor de» ,Hypothe'en-DarlehnSfonds" in Hadersleben, Hammerich, in einem Interview erklärt dah kein Verantwortlicher jemals die Orb e erteilen könne, die Hypothekenkasie einem NordschleSwiger Rat zu übertragen. Keiner werde ben Leuten bie Fähigkeit zutrauen. die Mittel des Fonds verwalten zu können. (I) Der in diesem Ausspruch liegende. verächtliche Hochmut — gegenüber der gleichen Bevölkerung, die die dänische Vevor- munbung und Finanzwirtschaft bis an den Rand de» Verderbens geführt haben — dürste Herrn Hammerich selbst nicht ganz klar zum Vewuhftein gekommen sein. Wenn er dann aber behauptet, daß nur drei Kategorien von der Not betroffen worben seien, unb zwar die Untüchtigen, die Leichtsinnigen und diejenigen, welche sich .verrechnet' hätten, ja bann muh man ibn fragen, ob diese drei schuldigen Kategorien nicht etwa viel eher dort zu suchen find, too die Verwaltung des Grenzlande- nach der .Wiedervereinigung" zentralisiert wurde. 3m übrigen geben d e .De- rufen en" der Bevölkerung den Rat. zu arbeiten und zu sparen (!). anstatt .unsinnige' Forde- nmgen aus zustellen Die man sieht - und die SchleSwiger leben e*. ist Kopenhagen unb sein parlechositftcher Anhang bestrebt, möglichst keinen Schritt von der erprobten Taktik der .Ausflüchte" abzuwecchen. Gbenfowenig ist man aber in Horb- mütigen Redensarten und e bensolchen Ratlchlä- gen abspeilen zu lallen. Gin Volk, da» seinem Temperament nach fo ruhig, bedächtig und wohlüberlegt ist. Iaht sich durch Phrasen nicht aufhalten. stolpert nicht über Schulmeisterstecken und nennt Seifenblasen eben Seifenblasen Doch da» Saboratorium der dänischen Politik enthält noch ein zweites Qllittd--zur Neutralisierung nordfchleswigschee .Säuren", ilnb diese» Mittel wirb jetzt in kräftigen Solen unter da» Volk gebracht, die SammlungSbewegung ist .d e u t f ch e M a ch c" — fo steht in der dänischen Parteipresle zu lesen und so heiht c» in den Reden der vereinsamten Führer. Da» bedeutet dagegen, dah daS Programm die Fortdauer der staatsrechtlichen Verbindung mit Dänemark fett hervorhebt, dah gewichtige nationaldänisdhe Männer in den vordersten Rechen der Veve- gung sichen dah unter 60 Namensunterfchristen etwa 50 dauilch und 10 deutsch findl Am 5. Mai soll eine große Versammlung der sogenannten Tingleft-Leute stattfinden, auf der die .rechten Manner" (wie der Volks- mund die Parlamentarier. Parteisekretäre utw. benennt, bu Mehrheit»bevölkerung wieder vom 3rrpfadc der übernationalen und nberpartci- sichen Sammlung fort- und auf den blumigen Weg der reich-frommen Loyalität zurückführen wollen. Loyal lein, heiht aber s chweigen sich bedingungslos lügen und sich vor jeder Derud- rung mit dem bösen Deutschen hüten .Nationaler Ausgleich" — ein hähliche» V>ort in Kopen- bagencr Obren, denn hinter ihm (leben nicht mehr willfährige Dänen und machtlose Deutsche, sondern — die SchleSwiger. Unb was diese .undankbaren' SchleSwiger — Städter wie Vavern. Kapitalisten wie Arbeiter — sordem. ist einsach da» Recht, ihre Heimat au» gemeinsamem Willen unb au» eigener Kraft vor dem völligen Zulammenbruch zu bewahren. Sin Wille und ein Rpcht. an denen sie sesthalten werden — so bitter entschlossen, wie die Rot sie gemacht hat. Der Gießener ßnushaiisvoranMag für 1928'29 Die Denlschrist der Stadtverwaltung. Mit dem Haushaltsvoranschlag her Stobt Gießen für 1928 29 hat bie Stabtoerwaltung ben Stabtoerorbncten und ber Presse eine Denkschrift überreicht, die wir nachstehend im Wortlaut zum Abdruck bringen. Eine Besprechung des neuen Voranschlags werden wir noch folgen lasten. D. Red. Der Voranschlag der Stadt Giehen für daS Rechnungsjahr 1928 schließt in der Betriebsrechnung ab mit 5103 260 Mk.. gegen 5 007 561 Mk im Jahre 1927; daS bedeutet gegen 1927 eine Steigerung der Auswendungen um nur 95 699 Mk. (Bel Qhifftellung des Voranschlag- für 1928 ging die Stadtverwaltung von dem Grundsatz auS, dah im 3nteref1e ordnungsmäßiger Finanzwirtschast ein Fehlbetrag unter allen 11 mstän- ben vermieden werben müsse Da der vorjährige Voranschlag einen Fehlbetrag von 750 000 Mk. auswie» unb in ber Zwischenzeit eingetretene zwangSläuslge Ausgabesteigerungen und Ginnahmeminderungen zu berücksichtigen waren, so muhten für einen Gesamtbetrag von 845 000 Mark (ö. h. 750 000 Mk. Fehlbetrag plus 95 000 Mk. Mehraufwendungen) neue veckungsmittel gefunden werden. Diese auherordentlich schwierige Ausgabe de» Au-gleich» der Einnahmen und der Ausgaben ist in dem vorliegenden Voranschlag mit vieler Mühe von der Stadwer- waltung gelöst worden. Selbstverständlich bleibt der Stadtverordnetenversammlung das Recht gewahrt. andere Deckung-mittel zu wählen, als die von der Verwaltung vorgeschlagenen. Die Stadtverordnetenversammlung muh dabei jedoch zwei Umstände berücksichttgen» zunächst die unbedingte Notwendigkeit vollen Ausgleichs de- Voranschlag-, sodann den Umstand, dah die bereit» in den letzten 3ahren stark beschränkten, im gegenwärtiaen Voranschlag vielfach noch weiter getonten Ausgaben ohne Gefährdung der städtischen Ausgaben, die zu mindestens 85 Proz. zwangsläufig sind, schwerlich noch weiter herabgesetzt werden können. — (Bei den Ausgaben konnte der Zuschuh zur Wohlfahrtspflege (Titel 33) um rund 100 000 Mk. gekürzt werden. Die -Wohlfahrtspflege beanspruchte. dank der (Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage im Rechnungsjahre 1926 statt der im Voranschlag vorgesehenen 945 000 Mk. nur 853 000 Mk.; auch im Rechnungsjahr 1927 wird sie statt der vorgesehenen 999 000 Mk. mit dem im Rechnungsjahr 1926 tatsächlich benötigten Zuschub au»- kommen. Da inzwischen die Wirtschaftslage sich weiterhin gebessert bat, erscheint der im neuen Voranschlag veranschlagte Zuschuss von 899 000 Mark vollkommen ausreichend. Sine Sntlastung auf der AuSgabeseite tritt ferner dadurch ein. bah der Reservefonds (Titel 59) um rund 100 000 Mk. gekürzt ist. Diese wenig ersreuliche Mahnahme war zur Ausgleichung de» Voranschlag- notwendig Der al» Reservesonb» vorgesehene ‘Betrag von 69 700 Mark ist angesichts ber Gesamtabschluhzlsser de» Voranschlags mit 5103 260 Mk. und bei dem Umfange der städtischen Aufgaben an sich zu niedrig und nur durch die gegebene Zwangslage zu rechtfertigen. Die beiden vorerwähnten AuSgabeerspamlsse werden zum Teil wieder aufgezehrt durch die Mehrausgaben, die fich für Schuldentilgung (Titel 48) notwendigerweise ergeben. Die Kapitalschulden der Stadt betrugen Mi' c April dieses 3ahres 7,9 Millionen Mark, davon 3.6 Millionen langfristig und 4,3 Millionen kurzfristig. Dir Crinnahmdeik des gegenwärtigen Voranschlag» wird äuherst stark dadurch beeinsluht. dah der zur Ausgleichung des Voranschlag» 1927 au» Verinö - gcnSmitteln entnommene und In ber De- triebSrechnung (Titel 63) in Einnahme gestellte (Betrag von 750 000 Mk. Wegs üllt unb burch neue laufe nde Deckung-mittel erfetzt werben muh. Die Stadtverwaltung lehnt, wie eingangs bereit» erwähnt, im 3ntereflc gesunder Finanzwirtschast bie Ausgleichung de» orbent* Heben Haushalts aus Mitteln der Vermögensrechnung für bie Zukunst ab, so unangenehm bie Folgen hiervon sink» unb so schwer die Qlufgabe ist, für ben auSfaNenben Betrag Deckung zu finden. Eine Erhöhung der Einnahmen ist in dem Voranschlag dadurch herbeigeführt, dah die StrahenreinigungS- unb Müll - abf uhrgebühren derart erhöht worden sind, bah die Detriebskosten voll gedeckt und die in den Vorjahren entstandenen Zuschüsse vermieden werden. Sine Erhöhung der Einnahmen ergibt sich ferner dadurch, dah bie Im vorigen Voranschlag nicht veranschlagte V l e r ft e u e r unb F i Halste u e r im bie»tübrigen Voranschlag mit 50 000 bzw. 7000 Mk. eingestellt sink). An dem steigenden Erträgnis ber RelchSeinkon. men- unb Körperschaft-st euer nimmt d e E.adt nach Maßgabe de» geltenden Reichs- und Lante.'- sinanzau^lcich» dadurch teil, dah ihr 75 000 Mark meor wie im Vorjahre überwiesen werden, auch bei ber Grunderwerbssteuer. Ver- gnügungSfteu et und Wertzuwachs- man an diese Linien keinen europäischen Mahftab legen. Die Hauptlinie ist die von B j u l f a nach Täbris, die ungefähr 120 Kilometer lang ist und während des Krieges und der Besetzung Nordpersiens von ben Russen erbaut wurde. Nicht weniger als zwei Tage braucht der Reisende, um diese 120 Kilometer lange Strecke zu „durcheilens denn der Oberbau ber Strecke ist In so schlechtem Zustanb, bah nur ganz leichte Heine Lokomotiven verwendet werben können. Die geringe Bedeutung dieser Linie erkennt man daran, dah im Dezember 1926 nur ungefähr tausend Personen unb bOOO Zentner Daren auf ihr bcj.rbert wurden, und b e E > nahmen btdes Monats betrugen nur wenig mehr als 170 000 Mk. Auherdem besteht noch eine völlig bedeutungslose Bahnlinie im Südosten des Lande-, bie von B e - l u b f d) i ft a n nach Dosbab führt, unb bie bie persische Regierung ankousen wollte. Der geplante Kauf unterblieb jeboch, unb auch die Heine Lokalbahn, die von Teheran nach Schohab- dulalim führt und von einer belgischen Gesellschaft betrieben wird, dürfte für die persische Regierung wenig Inleresie haben. Aber nicht nur Eisen- bahnstrecken werden bie Deutschen in Persien bauen, auch Hochöfen sollen dort errichtet werden, um das Bahnmaterial herzustellen. Ursprünglich hatte zwar Persien beabsichtigt, die Eisenbahn- bauten selbst auszuführen, doch kam man später zu der Einsicht, dah man die deutsche Hilfe nicht entbehren könne. Die Finanzierung des Bahn- baues, dessen Bezahlung in ungefähr 10 Jahren erfolgen soll, wird zunächst durch bie' deutschen Firmen unb ein amerikanisch • englisch • französisches Konsortium oorgenommen werben , die persische Regierung anfl bann ihre Schuld aus ben Erträgnissen ihres Zucker- unb Teemonopols bezahlen, das jähr- sich ungefähr 24 Millionen Mark einbringt Edenfo sollen in kurzer Zett großzügige Straßen- bauarbeiten in Angriff genommen werden, bie ebenfalls bedeutende Mittel erfordern werden. Auch diese Arbeiten sind dringend notwendig, denn die persischen Straßen sind augenbllcklich nicht gerade muftergültig zu nennen. Schon lange vor dem Wettkrieg wurde der Plan eines großzügigen Elsenbohnbaues in Persien lebhaft erörtert. Da aber dieses Land in den letzten Jahrzehnten keine polittsche Selbständigkeit besaß, mußte es sich den Vorschriften seiner polttischen sesee 2.50 mit Beschaffung von Schulräu - Voranschlag 1927 vorgesehen« Kredit men im gün- I gut. toar? • eei Sil A 0,50 Mk., 0,75 M 1— 1.25 „ 1.50 2- |#M> Ä, i Zett-- . Kommunen unmöglich gemacht roorden ist. Der zur Beschaff Voranschlag die erste Vale mit 400 000 Mk vorgesehen. Die Stadtverwaltung ist seit läi Seit bemüht, für diesen u rzweifelha l probu und volkswirtschaftlich nützlichen 3toed einc „ 80 2.50 DaS Wasserwerk soll einen um 100 000 Mk. erhöhten Ueberschuh abltefern. der indessen nur durch Erhöhung des Wasserpreises erzielt werden kann. Der Wasser-Grundpreis betrug in Gießen in der Vorkriegszeit und bis 1919 25 Pf. je Kubikmeter, unterlag in den folgenden 3n- flationsjahren fortdauernden Erhöhungen und wurde Ende des Jahres 1923 auf 15 Pf. herabgesetzt. Dieser im Verhältnis zu den Tarifen anderer Städte außergewöhnlich niedrige Preis kann nicht länger aufrechterhalten bleiben. Andere größere hessische Städte haben bereits im Jahre 1927 den Wasserpreis erhöht, Main; auf 32 Pf- Offenbach und Worms auf 30 Pf. Die Stadtverwaltung beantragt, den Wasserpreis in der Stadt Gießen mit Wirkung vom 1. April 1928 an auf 28 Pf. je Kubikmeter festzusehen, wodurch das Wasserwerk imstande ist, einen um 100 000 Mk. höheren Betriebsüberschub abzuliefern. Bezüglich der Real steuern wird folgendes tragen: für einen 3flammigen Messer " " 10 H M . 20 , „ 30 . „ 50 tretungen vorgebracht werden, sondern bei ben gesetzgebenden Körperschaften des Reiches und des Landes, die allein zuständig sind, eine bessere finanzielle Grundlage für die Betätigung der Kommunen herbeizuführen. ra 2 W I «nu 1 V schließt ab in Einnahmen und Ausgaben 2 034 758 Mk. gegen 6 321 439 Mk. Der Unter- schied ist hauptsächlich dadurch begründet, daß eine Reihe im vorigen Voranschlag vorgesehener grösserer Ausgaben nicht zur Ausführung kamen, weil die Mittel aus dem inländischen Kapital- 2?aine Stadl als einzige Deckun-smög- lichkerten d.e idrhöhung der Ueberschüsse der werbenden Betriebe, sowie eine Er° Höhung bet Real steuern Dabei erscheint es der Stadtverwaltung angemes'en. daß die Betriebe (ElktrizitälSwerk. Gas- und Wasserwerk) eine.Mehrcinnahme von zusammen rund 250 000 Mark, die Real steuern (Grund-, Gebäude-, Gewerbesteuer) eine solche von rund 170 000 Mk. erbringen. Das Elektrizitätswerk soll einen um 100 003 Mk. erhöhten Ueberschuh abliefern und ist angesichts des steigenden Stromabsohes und des befriedigenden Stande- seines Erneuerungsstocks hierzu in der Lage, ohne daß eine Tariferhöhung notwendig wird. Dos Gaswerk soll einen um 50 000 Mk. erhöhten Ueberschuh ablieiern. Dabei bleibt der Gaspreis gleichsa.lZ unverändert, jedoch soll die bis Ende des wahres 1922 bestandene Anschluß- gebühr (Gasmessermiete) wieder eingeführt werden und 46 000 Mk. erbringen. Die monatliche Anschlußgebühr soll vom 1. April 1928 ab be- J.? MieJ "tzen. 2 .rtW, 1 z 8^'2IH M2 6q' K Tagung der Deutschen Oslafien-Msfion Allgem. Evgl.-Proiesi. Missionsverein. tigen. Großen Vorteil von dem Streik haben auch die Kraftdroschtenbcfitzer. deren Fahrzeuge ununterbrochen in Betrieb sind, so daß man an den Parkstellen fast keine Droschken mehr vor» findet. Die privaten Unternehmungen sind, wie bei früheren Straßenbahnerstreiks. dazu überaegangen. ihr« Arbeiter und Angestellten mit Lastwagen zu und von der Arbeitsstätte zu befördern. von 1 Million Mk. steht noch unverkürzt in diesem Jahre zur Verfügung. Da es der Stadt- Verwaltung inzwischen gelungen ist, einen langfristigen Kredit in dieser Höhe zu beschaffen, können die von der Stadtverordnetenversammlung gefaßten Beschlüsse nunmehr in die Tat um gesetzt werden. Von dem im Voranschlag 1927 eingestellten Kredit von 1 Million Mk. für Erbauung und Äeubefestigung von Straßen steht der größte Teil gleichfalls für das Rechnungsjahr 1928 zur Verfügung. Für die Ausführung der Kanalisation hx zum Au-bou vorgesehenen Straßen ist im vorliegenden Voranschlag der Betrag von 200 000 Mk. vorgesehen. Rachdem die Stadtvervrdnetenve.- fammlung für di« Erbauung eines Rutz- viehhofes im Juli 1927 den Betrag von 1 Million Mk. bewilligt bat, ist im vorliegenden Oer Frankfurter Straßenbahnerstreik. WSR. Frankfurt a. M.. 2. Mai. Der heutige zweite Streiktag hat keinerlei Aenderuna in der Situation gebracht. Beide Parteien beobachten Zurückhaltung, und man scheint die Verhandlungen abwarten zu wollen, die am Freitag im Reichsarbeitsministerium in Berlin stattfinden werden. Die Stadtverwaltung hatte mit Rücksicht auf die Bevölkerung, für die der Stillstand des Straßenbahnbelriebs große Unxulräglichkeiten mit fich bringt, auf telephonischem Wege das Reichsarbeitsministerium ersucht. einen früheren Verhandlungszeitpunkt festzusetzen. doch tonnt« wegen Arbeitsüberhäufung des Reichsarbeitsministers ein früherer Termin nicht zugcsagt werden. Irgendein Versuch der Parteien, in Fühlung miteinander zu kommen, ist nicht unternommen worden. Inzwischen ist der Autobus» Rotbetrieb weiter ausgebaut worden. Reichspost und 03er- kehrsverein haben alle verfügbaren Omnibusse aus der ganzen Umgebung herangezogen und unterhalten einen regelmäßigen Dienst auf allen Linien. Wie groß das Verkehrvdedürsnis in einer Halben-Millionen-Stadt ist. geht daraus hervor, daß trotz des hohen Fahrpreises von 50 Pfennig alle Omnibusse dicht oesetzt sind. Auch auf den Bahnhöfen macht sich der Stillstand der Straßenbahn außerordentlich bemerkbar. Hier werden die verstärkten fahrplanmäßigen und die eingelegten Sonderzüge nach den Vororten so stark in Anspruch genommen, daß die Eisenbahnverwaltung Mühe hat. den Verkehr zu bewäl- Gießen, 29. April bis 1. Mai. Der erste Tag der von Lertretern aus dem ganzen Reich und dem Hesjenlande zahlreich besuchten Tagung brachte am Vorm.uag im Gottesdienst ein- drucksvolle Predigten in der Stadtkirche von Mts iionsöireftor D. Dr. Witte (Berlin), in der 3o> hanneskirche vorn Vorsitzenden des Hessischen Zweig- oereins, Pfarrer Marx (Darmstadt). Dieser be- äruite auch am Abend in der Stadtkirche die zum lemeinöeabenö zahlreich Versammelten, darunter den Vertreter dcs Lanoeskirchenamts, Ober- kirchenrat Zentgraf (Mainz), den Superinten- dentcn von Oberhessen, Oberkirchenrat Wagner, den Vertreter der Theologischen Fakultät, Professor L). C o r d i e r. Unter Zugrundelegung von Apostelgeschichte 15,12 entbot Oberkirchenrat_ Zentgraf in warmen Worten die Gruße und Segenswunsche des Landeskirchenamts und des Herrn Prälaten. Den überaus anschaulichen Vortrag des Abends hielt Professor D. Dr. Witte über „Meine Erlebnisse auf meiner neuesten Reise nach China und Japan". Er zeigte, mit welch' anderen Augen der Missionar Land und Leute beobachtet, als der Ser- inügungsreifenbe, in dessen in die Presse lanzierten Berichten traurige Erscheinungen, wie die Geisbas, ine immer wiederkehrende Rolle spielen. Die An- prachen und der Vertrag waren stimmungsvoll umrahmt von Orgelvorträgen des Organisten der Stadtkirche, Lehrer Simon, der gerne auch hier ein großes Können in den Dienst der guten Sache gestellt hatte: ein feinsinniger Begleiter der hier hochgeschätzten Solistin, Fräulein Gunderloch aus Darmstadt, die in vollendeter Weise einige Lieder zu Gehör brachte: nach zwei gemeinsam gefundenen Versen des Liedes „Ach bleib’ mit deiner Gnade” sprach Pfarrer Becker den Segen, worauf die Gemeinde noch still zum Postludium der Orgel verharrte. Zu den Verhandlungen am Montag hatte die Universität den neuen Hörsaal des Kunstwissen- chafllichen Instituts zur Verfügung gestellt. Rach Gesang und Gebet des Vorsitzenden D. Dr. ® i 11 c hielt Professor D. Cordier (Gießen) den ersten Vortrag: „Die Botschaft der alten Chrite n h e i t an d i e erwachenden Völker ) e s Osten s". Im Gegensatz zu der Mission vergangener Tage ist die moderne Mission von einer akuten kulturellen Krisis begleitet. Heute schon kann man mehr von einem Jneinandersiießen der Kulturen, als von ihrem Zusammenprall reden. Ein Synkretismus, in Form etwa eines verchrist- lichten Buddhismus, eines Gegenstücks zu den nno= tischen Systemen des 2. Jahrhunderts nach Christus erscheint da vielen als die einzige Lösung: es bedarf aber der Theologie und der Apologetik, denn eine Angleichung der christlichen Ewigkeitsgedanken und der christlichen Ethik an die Ost- länber könnte nur auf Kosten einer Entleerung geschehen. Vor den dem internationalen Protestantismus lauernden Gefahren kann das Zurückbiegen auf Luther schützen. (Es gilt, den Osten vor einer halbchristlichen Kultur zu bewahren. Entscheidend ist die christliche Dynamik, das Uebermältigtroerben vom lebendigen Christus. Richt unser Schicksal des Osrens, sondern der lebendige Christus, dem wir gehorchen wollen. Rot lut seingeschliffene theologische Arbeit und lebendige Glaubenszeugnisse biblischer Schlichtheit. Den sehr beifällig aufgenommenen Ausführungen folgte nach einer Pause der Vortrag von MMonsdir. Prof. D. Dr. Witte: Umsturz und Aufbau in Japan". Er kam, anders als bei uns, von oben her. Japan hatte sich früher von aller Welt abgeschlossen, sogar die Todesstrafe auf die Berührung mit dem Ausland gesetzt. DaS 1868 wieder in sein Recht getretene Kaisertum hatte 1869 durch ein Edikt sämtliche Fürsten entthront. Rach dieser Umstruktur gab es nicht mehr die beiden bevorrechteten Klassen des Adels und der Priester, sondern das Schwergewicht ging auf das Volk. In einer Individualisierung ganz ohne Einwirkung des Christentums werden 99,1 Prozent Kinder im Schulsystem erreicht. Die Erziehung zur Persönlichkeit war seither unerhört. An Stelle deS feiner Rechte und seines Cigentuins beraubten Buddhis- nrus wurde der Shintoismus als patriotischer Kult Staatsgrundlage, dabei aber erklärt, der Staat fei religionslos. Das Christentum, auf dem bis 1873 die Todesstrafe stand, bekam Propagandafreiheit. Der nicht aus Hochachtung vor dem Westen, sondern zur Vorbeugung der Versklavung durch die Fremdmächte herbeigeführte Umsturz ließ Japan zur Großmacht werden: feine Bewohner aber wurden Menschen mit einer gespaltenen Seele. Das Kaisertum wird erschüttert durch daS Christentum, das feinen gött- bemerkt: Die Grundsteuer erbrachte im Rechnungsjahr 1927 zufolge der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Steuersätze insgesamt 296 000 Mk., und zwar die Grundsteuer vom Ge- bäudebesih 237 000 Ml. bei einem Steuersätze von 22 Pf, vom land- und sorstwirtschaftlichenGrund- besitz 59 000 Mk. bei einem Steuersätze von 32 Pf. Di« Stadtverwaltung schlägt vor, di« Grundsteuer von Gebäuden und Bauplätzen für das Rechnungsjahr 1928 auf 30 Pf. zu erhöhen, was bei 108 179 600 Mk. Steuerwert eine Einnahme von rund 325 000 Mk. ergibt. SS wird weiter vorgeschlagen. die Grundsteuer vom land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitz für das Rechnungsjahr 1928 auf 40 Pf. zu erhöhen, was bei einem Steuerwert von 18 375 800 Mk. eine ■ Einnahme von 73 000 Mk. ergibt. Die Gesamt- einnahme an Grundsteuer würde demnach 398 000 Mk. betragen. Di« Gewerbesteuer erbrachte im Rechnungsjahr 1927 zufolge der von der Stadtverordnetenversammlung befchlosfenen Steuersätze insgesamt 270 000 Mk., und zwar die Gewerbesteuer vom Anlage- und Betriebskapital 124 000 Mark bei einem Steuersatz von 80 Pf., vom Ertrag 146 000 Mk. bei einem Steuersatz von 80 Pf. Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Gewerbesteuer vom Anlage- und Betriebskapital für das Rechnungsjahr 1928 auf 1 Mk. zu erhöben, was bei 15 628 900 Mk. Steuerwert eine Einnahme von 156 000 Mk. ergibt. Cs wird weiter vorgeschlagen, die Gewerbesteuer vom Ertrag für das Rechnungsjahr 1928 auf 1 Mk. zu erhöhen, was bei einem staatlichen Ertrags- steuersoll von 182 433 Mk. eine Einnahme von rund 183 000 Mk. ergibt. Die Gesamteinnahme an Gewerbesteuer würde demnach 339 000 Mk. betragen. Beide Realsteuern (Grund- und Gewerbesteuer) follen mithin im Rechnungsjahr 1928 eine Einnahme liefern von 737OOC Mk.. gegen 566 000 Mark im Rechnungsjahr 1927, also mehr 171 000 Mark. , t Die Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz ist im vorliegenden Voranschlag mit dem vorjährigen Betrage von 730 000 Mk. eingestellt: der bisherige Steuersatz (77 Pf.) bleibt unverändert. Oie DermögenSrechnung des Voranschlags 1928 tu sich «in st *. *1.« ** markt nicht zu beschaffen waren und di« Ausnahme einer günstigen Auslandanleihe durch die bekannte Einstellung des Reichsbcmkpräsi- denten gegenüber der öffentlichen Wirtschaft der lieben Ursprung nicht gucheißen kann, und durch die Raturwifsen chast. die sagt, daß die Sonne leine Gottheit. Das Reue bringt wie ein Gieß- bad) in das Land. Bauernr «vollen, Streiks, Frauenbewegung, bet Kampf zwischen Jugend und Alter, die Bedrohung der sittlichen Ordnung in der Großstadt. Disziplinlosigkeit der Jugend, die mißliebige Lehrer einfach ab setzt, Korruption bis in die höchsten Kreise sind Kennzeichen davon, daß man nicht die Freiheit .wozu?", sondern die Freiheit „wovon?" will. Hinzu kommt aus dem Westen Atheismus. Materialismus und Naturalismus. Die Freiheit zur Religion wird Freiheit von der Religion, und im Buddhismus findet das junge Japan keine Resonanz mehr. Die sehr kluge Regierung hat die Lage erfaßt und sieht ein, daß Vertiefung der Volkssittlichkeit nur möglich ist auf dem Boden der Religion. War man biS 1911 dem Christentum gegenüber skeptisch, so wird es seitdem herangezogen: man verhandelt mit den Vertretern Der drei Religionen. Die Lage für das Christentum ist nirgends so günstig wie hier, wo es zeigen muß, was es kann. Rach der Mittagspause sprach MißionSinspek- tor Pfarrer Devaranne (Charlottenburg) über „Chinas Kamps mit den Mächten der neuen Zeit". Der in feiner gedunsensten Gestalt seit alter Zeit herrschende Rationalismus verschwand mit dem Weltkrieg, wo man. ab- geschreckt durch das Gebahren der Westmächte, seinen Wert und seine Ausdehnungsmöglichkeiten erkannte. Dieser neue, gesunde Rationalismus leidet aber unter drei Belastungen: einer verhetzenden Jugend, einer parteipolitischen Festlegung und einem Rihilisrnus. der e.nen bolschewistisch-kommunistischen Umsturz erstrebt. Die Gefahr besteht noch, daß China durch die rote Flut hindurch muß. Der Rationalismus empfindet das Christentum als ein Fremdgebilde und wirft ihm vor (Import aus dem Westen), es stehe im Bund mit Kapitalismus und Imperialismus. Die junge Kirche von China gab die Parole aus: Anerkennung des Rationalismus, geistige und geistliche ilebertoinbung von Kommunismus und Rihi- lismus. Roch fehlt die geistige Reise zur Der- felbftänbigung. Die Schulmission der Ostasien- mifsion hat die größte Mittelfchule in Ostasien (250 Schüler): die ärztliche Mission ist ganz in europäischen Händen. China ist nicht unsere große gelbe Gefahr, sondern unsere große gelbe Hoffnung. Missionsinspektor Pfarrer Schulze (Berlin- Steglitz) beantwortete die Frage: „Wie arbeiten w ir am besten für unsere O st - a s i e n m i s s i o n?“ und gab allerlei für jede Missionsgesellschaft wertvolle Winke. Zurück- gewiesen wurde dabei der Vorwurf, die Ostasien- mission werde von der Industrie und Kaufmann- schäft der Hansastädte getragen. Am Schluß der Vorträge dankte der Vorsitzende D. Dr. Witte der gastlichen Universität und Kircheitgemeinde Giehen. dem Ortsausschuß, besonders Pfarrer Becker, für die Mühen bei Vorbereitung. An der anschließenden Aussprache über alle Vorträge beteiligten sich aufter dem Vorsitzenden: Obertirchenrat Zentgraf, Pfarrer K ö d d i n g (Sberftabt), Pfarrer Mar? (Darmstadt). Prof. Cordier (Gießen), Pfarrer Lic. Müller (Dutenhofen). Der Tag schloß sehr wirkungsvoll ab m der gutbesuchten Stadtkirche mit dem von Pfarrei Devaranne erläuterten JapansIlm. Er macht« bekannt mit dem dortigen Volks-, Schul« und Kultleben, der Buddhastadt Hara, dem deutschchristlichen Kindergarten und der Mittelschule In Tsingtau. Beratungen am Vormittag des letzten Tages im engeren Kreis im Markussaal hatten zum Gegenstand die großen Ausgaben der nächsten Jahr«, wie Gemeindehausbau in Kioto, die deutsche Abendschule und das Studentenheim in Tokio, die ärztliche Mission, die Stellung der Ostaslenmission $u den kirchenpolitischen Parteien. Die Ostasienmissron ist nicht auf irgendeine Theologie festgelegt. Besprochen wurde auch die Werbearbeit. In Rechnung 1927 wurden eingenommen von Landesvereinen: 88 210,41 Mk. (Hessen mit 5679,36 Mk. an 5. 6t'Ile): sonstige Einnahmen: 58 901.93 Mk. Vom Schweizer Landesverein: 59 503,62 Mk. Im ganzen: 206 615,96 Mark. Bei Qludgaben von 229 791.05 Mk ergibt sich ein Fehlbetrag von 23 175,09 Mt. Die Hessisch« Festgcche betrug: 1200 Mk. Die diesjährige Jahresversammlung ist vom 7. bis 10. Oktober in Zürich. Oberhessen. ßaitvT ciS Gietzen. t Treis a. Lda., 2. Mai. Gestern tonnte unsere Hebamme Frau Margarete Becker dahier auf eine 40jährige Dienstzeit bi der hiesigen Gemeinde zurückblicken. Unter ben zahlreichen Gratulanten fehlte auch der hiefige Gemeinderat nicht, der der Jubilarin durch Bür» germeifter Will einen Sessel überreichen lieft. Dom Kreisgefundheitsamt in Gießen und der obersten Medlzinalbehörde in Darmstadt waren Anerkennungsschreiben für die treuen Dienste der Jubilarin eingetrvfsen. — Am Montag hielt der hiesige Kriegerverein „Germania" seine Monatssitzung bei Kamerad Will dahier ab. GS wurde beschlossen, nächsten Sonntag mit einem gemieteten Gesellschastsautv einen Ausflug nach der Sdertalsperre zu machen, der gute Beteiligung finden wird. In diesem Sommer sollen die Bezirksfeste in Großen-Linden und Sichartshausen besucht werden. Das Schießen mit Dereinsbüchsen und Kleinkaliberbüchsen wird an einem der nächsten Sonntage, sobald die polizeiliche Erlaubnis erteilt ist, auf dem Üblichen Schießplatz „Auf dem Pusch" wieder feinen Anfang nehmen. Man hofft, daß die SeteUlgung auch seitens Richtmitglieder wieder, wie früher, recht lebhaft sein wird. s. Beuern, 2. Mai. Zu dem Bericht in Rr. 98 des „Gieß. Anz." über die Pflanzung einer Reformatio nslindc ist noch fol- gendes zu ergänzen: Die neugepslanzte ßlnK die das Andenken an die Einführung der Resorma- tion in unserer Gegend wachhalten soll, ist ein Schößling der mächtigen Linde bei Schloß Homberg a. d. Ohm, deren Alter von Sachverständigen aus etwa tausend Jahre geschätzt wird, so daß sie wohl noch aus der Zeit der Einführung des Christentums, jedenfalls aber aus der Zeit seiner Ausbreitung stammt. Gs ruht ein tiefer Sinn darin, daß ihr Spröhling jetzt an die ebenso bedeutende geistige Umwälzung btr Reformation erinnert. Daß sie auf dem Hof btr neuen Schule gepflanzt wurde, hat seine Berechtigung darin, daß die deutsche Volksschule der Reformation unendlich viel verdankt. UeberdieSwird «in Daum dem großen kahlen Schulhof und den beiden Schulgebäuden zum Schmuck gereichen und auch al- Schattenspender der Schuljugend willkommen fein. Gestiftet wurde der Daum von dem hiesigen Steinmehmeister Wilhelm Arnold V., der sich auch um die Beschaffung desselben sehr bemüht hat. h. Vom Horlofftal, 2.Mai. Ein in der W e 11 e r a u wohnender Federvieh- und Eierhändler traf auf dem Wege noch Bingenheim mit einer Zigeunertruppe zusammen. Die braunen Männer und Frauen verstanden es, dem Händler feine Vorräte von Siem, geschlachteten Hähnen. Ziegenlämmern und sonstigen Waren aus seiner Kieze unbemerh auszuführen und dafür den Korb mit Kartoffelschalen. Lumpen u. dgl. zu füllen. Als der Bestohlene seinen Schaden merftt war es zu spät. Die Täter hatten sich schleunigst davon gemacht. Mreie Kricddcrg • Friedberg, 2. Mai. Auch in der zweit« Aprilhälfte ist die Zahl der Arbeitsuchenden weiter langsam gefallen. Am X. April befanden sich im Kreis Friedberg 1051, im Kreis Büdingen 311, zusammen 1362 HauptunterstühunaSempfänger in der 2r- beitslosenversichLrung. Reben ihnen wurden 98 Personen aus der Krisenfürsorge unterstützt. Die Rotstandsarbeiten sind nach und nach eingestellt worden. Zur Zeit wird nur noch in der graftet Gruppenwasferversorgung mit Kanalisation bc Gruppe Rosbach gearbeitet, wo 226 Rolftaichs' arbeitet beschästigt werden. WSR. Bod-Rauheim, 2. Mai. In eine hiesigen Pension erschien eine Dame, welche cor* gab, im Auftrag einer angeblichen Gutsbesitzeri» für zwei Amerikanerinnen Zimmer -u mieten. Sie gab an, der Chauffeur der Gutsbesitzerin habe sie im Auto hterhergebrocht und fei nach Gießen weitergefahren, |o daß sie ihn jetzt nicht mehr telephonisch erreichen könne. Sie Hobe im Auto 2 00 Mark liegen gelassen, die sie zur Anzahlung für die Zimmer verwenden wollte. Auf ihre Bitte hin händigte ihr die Pensionsinhaberin 20 Mark aus. Später stellte sich heraus, daß das von der Schwindlerin beschriebene Gut überhaupt nicht emittiert ri. Münzcnberg, 2. Mai. Unseren' Geist' lichen, Pfarrer Bayrich, wurde die Derwaltunß einer Religionslehrer st ekle an einer der höheren Lehranstalten Offenbachs übertragen. Mr Büdiugeu. / Rldda 2. Mai. Der heute hier abgehap tene Schweinemarkt war über Grwatter start mit Ferkeln befahren. Auch Läufer unt Einleger waren genügend aufgctricben. Infolge' dessen war daS Angebot großer als die Rach frage. Bei mäßigem Handel behaupteten fta die bisherigen Preise und betrugen für ein Paat sechs Wochen alte Ferkel 30 Mark, für ach Wochen alte 40 Mark und für zehn Wochen alt« 50 Mark. Läufer und Einleger kosteten 70 biS 80 Mark daS Paar. Ärc;e ' a. Schotte- ' stig« AuSlandanleihe zu erlangen. Sollte sich dies als unmöglich erweisen, so muß, da die Angelegenheit dringlich ift, die Geldbeschafsung auf dem inländischen Kapttalmarkt erfolgen, wodurch allerdings höher« Zinsauswendungen not- wendig werden. Das Wohnungsbauprogramm 1928 ist von der Stadtverordnetenversammlung bereits feftgdtellt und der entsprechende Kredit bewilligt worden. Der vorliegend« Voranschlag spiegelt deullich den finanziellen Zustand wieder, in dem sich die Städte befinden. Durch einen ungenügenden Reichsfinan^ausgleich und durch einen unzulänglichen hessische nLan- deSfinanzausgleich sind die Städte in einer geradezu unerttäglichen und auf öie Dauer unhaltbaren Weise eingeengt. Die Städte werden dadurch zu den äußersten Sinschränlungen genötigt und in jedem gesunden kommunalen Fortschritt gehemmt. Di« Folgen hiervon treffen alle Devölkerungskreis« der Stadt, am empfindlichsten diejenigen, ine am lebhaftesten an einer aussteigenden Entwicklung des Gemeinwesens interessiert sind, nämlich die Kreise von Handel. Industrie und Gewerbe, sowie deS Grund- und Hausbesihes. Die größte komnmnale Sparsamkeit muß aber ihre Grenzen finden an den Lebensbcdingungen des städtischen Gemeinwesens und den Lebensbedürsnisfen der Bevölle» rung. Darum müssen die Städte das hierzu un- bebingt Rotwendige innerhalb deS eng gespannten Rahmens ihrer Finanzhoheit ebenso leisten, wie sie den vielen, finanziell sie belastenden Aufgaben gerecht werden müssen, die von Reich und Land ihnen übertragen sind. In Erfüllung dieser Pflichten werden die Städte zu finanziellen Maßnahmen gezwungen, die niemand mehr bedauert, mic die Stadtverwaltungen und Stadtverord- ' netenversammiungen selbst. Klagen hierüber I müssen gerechterweise nicht bei den Stadtver- tt Seßl X fyg ump Ja.': ouefltl Ttt ha«-do Ute btr ctc «nenbf eß' :tnb btt i M Zugang! UteUt wor mi Laust arbtiten schichte b teige iorbt Den* stitß m noch gut trhl ieDCy i fr tigefegt. 8i bdkn ist. * witWC WGllPami un ®tlä .utrrtüe titlten ürge Idir Mae faj auf 6n ‘(ruberen ?lu Hpmuntanl £ turnt wohl h4t im M -rNgt ist, ba «chast mit bi 'chiosstr zu D t vor ttoc i /.'er jugtl du -roß« ! tu für eine । Schichte btr hrtWttUtn i ßBl L tn lugtnbi E lat) bas Jhnbwirtsft rr> . '2°' &&UK 2lul .ittrenn1 ! ch.-.t rar i. 5>>ten J heißen Kaffee Cs erlitt so schwere innere und vor etwa hundert Jahren, das zutage Geforderte soll man ihm nicht auf drangen, denn sonst kann es leidet seine Oe- neue Oetker-Rezeptbuch, Ausgabe F, das für 15 Pfg. in den Sk Kindergarten lHMZ Jronffurter Straße 13 LeS?.M «ui 03483 E» werden noch Kinder anaenommen von 9 bis 12 Uhr ooTnmtofl». lertke itltnw. Anaeb. unu 03492 an Gieß. Änz. erberen. daß es unter qualvollem zum Krankenhaus o e r • Derdrennun Leiden auf dem flo rb wirkt durch die Verbesserung des Blutes sehr kräftigend auf die Nerven ein und macht mithin den Körper und Geist frisch und vergnügt In Apoth-u. Droger.Pr. ML1.75 gr.FLMluS.— GALENUS Chem. Induetfle, Frankturt-M Lprcchstundcn Der Redaktion 12 bi» 1 Ubt myiofl», 5 bl» 7 Uhl nachmittOO» 5om»lQfl nachmittag geschloffen Depot: Central-Drogerie, Schulstr ehe Viktoria-Drogerie, MarktstraßeS starke Budi ist in dauerhaftem Pappband, wo nicht vorrätig, geg. Einsend, von 30 Pfg. in Mark, von mir portofrei zu beziehen, Dr. August Oetker, Bielefeld. — Borkum Dan Heilbad an der deulwclien Xordaee! Blderieüge, Kurswagen bis Emden - Außenhafen. Verbilligte Dampferfahrten. Prospekt durch die Badedirektion. 4568D braten und kochen können. In völlig neuer Bearbeitung ist Dr» Oetker’s Schulkochbuch, Ausgabe C wieder erschienen. Es will für jede Hausfrau und besonders für die angehenden ein guter Ratgeber in der Haushaltfahrung sein, denn es trägt den veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung und berück- oui LHypothek, gut. Ebjeft auSsuleiben im Geschmack. Sorgen dieser Art verschwinden sofort, wenn Oetker-Puddings auf den lisch kommen, denn diese werden immer gern und restlos verzehrt, well sie wohlschmeckend, nahrhaft and doch leicht verdaulich sind. Dr. Oetker's Puddingpulver werden durch Zusatz von feinstem Reispuder jetzt in noch besserer Qualität hergestelit und enthalten außerdem die für die Blutbildang und den Körperaufbau notwendigen mlneraUschen Salze. Ein Päckchen kostet 10 Pfg. Dr. Oetker's Backin- Backpuh er, Puddingpulver, Vanillin-Zucker, Gustin usw. sind in allen Geschäften stets frisch zu haben. Viele Anregungen zum Backen und zur Bereitung von Süßspeisen bietet Ihnen das rdtltdlen würde DTR. Wetzlar, 2. Mai. In einem unbewach- in 21u(hnblld trank in Tiefendach (Str. Wetz- ttj das zweijährige Töchterchen einer itedwirtsfamilie von dem frisch aufgeschütteten Guter Gesellschafter kann nur Jemand sein, der gesund ist, dessen Körper und Geist frisch isL Die Vorbedingung hierzu ist aber, daß das im Körper kursierende Blut die richtige Zusammensetzung hat; in der jetzigen aufreibenden Zeit nutzen sich die Nerven sehr schnell ab. daher die vielen sich eins teilenden Beschwerden Schöffengericht Gießen. • Gießen, 2. Mai. Drei Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust wegen Rück- f a l ldi e b st a h l s erhielt ein wegen Sigen- tumSverbrechen zahlreiche Male, auch schon mit Zuchthaus vorbestrafter Angeklagter, der sich als Menstknecht bei einem Landwirt in Eber- ftadt verdingt hat und bereits nach kurzer Zett unter Mitnahme zahlreicher Sachen, oie zum Grotze Garage« (-Qfianlage) zu vermieten. Schriftliche Auneboie unter 45511) an den (Siebener Anzeiger ei beten._____________ Ausschreibung zur Ausführung der Reubauten: 1. eines Finanzamts 2. eines PerlorgunaSamtS In Gießen sollen in getrennten Voten tn öffentlicher ttterdtnaiina vergeben werden; L Vol I und I i bte Znnenvutzarbeuen 2. VoS 111 und IV t-te (SlQleraibetten. Tie Bautelchnungen und Bedingungen liegen in den (Seicfoa|i4rnumen der Weu* bnuleituna U Gienen. Ltebiaftrahe 16«Alte Sltnik'. Zimmer Ar.49 wahrend der Ttenft» itunden autEinnchinahmeauS. Die iterbin» gungSunterlagen können, fomeit der Kor« rai reicht von derAeubauietiung II gegen flebübrenireie Koreinkendung o. je 15"RM. für Vole l und IL und ie 21n) JR1M. für Vofe HI und iV betonen werden. Die Angebote und ver tchlonen »ad mit entsvreihenderAuf' fchrist veriehen. bto au den öffentlichen Ker- dingunasterintnen am 14. Mai 192& und zwar tut LoS I oorm. 11 Uhr, Vo6 11 vorn,. IT/, Uhr, Los III vorw. 11'/, Uhr. Lo» i V IP/.Ubr. o.d.Nei'baii leitg.il Gießen einsns. Gießen, den 27. Avril 1928. 0M’’ Aeudaulcnung 11 bet Vangrnvve des ^avdesnnanramis. Ä-oaötöfltWilöw sowie sämtliche landwlnschafiltchen Geräte $6out Bomnomi, Wen -habende auch schon oft gehört, daß Kathreiners Makkaffee — richtig zubereitet — sehr gut schmecktl bringen Cie ihn doch auch mal auf Ihren Kafleetisch---- Ich versteigere Montag, den 7. Mni I. I. vormittags 10 Ubr, im Stadthaus. Bergstraße 2D Zimmer 14: zirka 11 Kilo Sohlenleder und eine Lochftanze gegen Barzahlung. (Skmmetfct, Psaadmeister. KreiS M hurg. lf Marburg, 2. Mai. Aicht wenig überrascht war heute früh der stud. phil. Willi Rüper auS WieSbadeir, als ihm bei der Meldung zur Immatrikulation mit herzlichen Glückwünschen seitens des Rektors, Prof. Freiherr v. D o d e n, die Mitteilung gemacht wurde, daß er der 3000. Student i m Semester in Marburg sei. W<' bei dem 1000. Studenten im Jahre 1887 und dem 2000. im Jahre 1909 wird auch diesmal die Stadt auS diesem Anlah eine besondere Feier veranstalten. Fabriknene 625 P.S <335D 2-6sitzer, Innenlenker, Cabriolet Limousinen. Phaeton, Lieferwagen sofort und kurafristig lieferbar. Otto Faber, Fahrzeuge, Gieße ) Mühlsrraß 22, Fernsprecher 1C96. eppidieSÄ ohne Anzahlung in 10 Monatsraten liefern Agay 4 Glück, Frankl, a. M. A 39 OrOStes Teppichvorsan Maus Deutschlands. Schreiben Sie sofort! Trotz des hohen Milchgehalts unbegrenzt haltbar, selbst in der heißesten Jahreszeit, also die richtige Nahrung für Ihr Kind ist NESTLE8 1-2000 Wort g. mehrs. Eicher bet u. gute Zinsen von ÄeschäitSmann aus kurze ob. lang. Zeit fiel. 2chr. Angeb. u. an b. G. An». imiiiiiiie Allelvsle». Dame lehr naiurtteb., sucht Anschluß an gleicht auemsteh. .Herrn, miiil. Alters, zwecks gemeint. AuSstuge. Anonym zwecklos. Evtl. spät. Heirat. Anged. u. Wr. 245 on ■itie.d. Anscne.-Iz- pedlt ei Gielea. Kartoffelsetzen u.Zockern wird noch angenommen. Heinrich Me er, Laiuoriiraße 46, Zuchteber oered. fcanbftfcroeül L Stoffe. von der Londw -Sammer au- H^nnooer einge-ährt zu verkaufen ob. ans abgängigen -u ver» lauschen. 06435 Rechner Schwär*. Torf-Gill. traf aus dem W tit einer Zigeunrrlr^ raunen fflfinneit vA 8^ : Sy* ,eFTniVmmtn: n»n » aui einer . 3 i»fir sen, Lumpen u- dj- «>7 )ie Tater hatien iw die neuen Forschungsergebnisse in der Ernährungswissen- Zahlreiche farbige Tafeln vervollständigen die Sammlung von fast 500 Koch-, Back- u. Einmache-Rezepten. Das 150 Seiten Teil seinem Di en ff Herrn, zum Teil seinem 3r- bcitskameraden gedrrien. verschwand Dcgcr der Genuingefaforlichkett de« Angeklagten wurde auf Stellung unter Polizeiaufsicht erkannt E n wegen Diebstahls wiederholt vorbestrafter Hcu erer Hal sich in Aonrob wo er V>ar.m andot, unbemerft in doS Wohnzimmer eines HauteS eingelchlichen und auS einem Schrank zweihundert Mark gestohlen C r war in vollem Umsang geständig Die Strafe lautete auf zwei Jahre sechs Monate Gefängnis. Degen Beleidigung eines Richters wurde ein wegen Diebstahls bestrafter 5tau'- mann zu drei Monaten Gefängnis ver» urteilt. Sr Hai in seiner Beruf ung-lchrist gegen daS Urteil erster Instanz g gen den Voriitzenden schwere Beleidigungen ausgesprochen, die sich alS gänzlich haltlos erwiesen. lieber zugelchuttet würde. Die Stabt würde sich ei große» Verdienst erwerben, wenn sie die Mit- für eine großzügiae Erforschung dieser für die i.ifoichte der Stabt so überaus wertvollen Ruine tönt elMllWe _ WIIlMkllWlit c. 100 qm Srbeitdraum mit Vager und Sireautamne zu verkaufen oder au ver- ujig*. Näheres Ang»ls»fc»r, Ksplsntr.il "rrüafl, bei 4. Diai 192b, nachmittago 3br, versteigere ich im „Löwen", !c icuiveg 28 dahier, zwaageweise gegen k 3«blneg: I Partie epielroaren, 4 SofaS, 1 Rauch- cidb, 4 Sessel, 1 Bank, 4 Tische, 2 Regu- 1 deren, 2 Bertiko«, 2 Diwans, 1 Ofen, 1! EiSfchrank, l Handwagen, 1 guefaen- -orank, 1 Ausschnittmaschine, 20 Flaschen Sein, 2 Altenrollschränke, 1 vollständiges Lett, 2 Chaiselongues, 2 Büfetts, 1 Äla- r er, 17 Äarton Schokolade, 1 Waschtisch art Spiegelaufsah, 2 Schränke, 2 Schreib- ladenkajien, 5 Schreibtische, 1 Büd, 1’ Bände Lrockhau»-gonversationSleri- l«n, 1 Bücherschrank, 2 Stühle, 1 Stanb- «r. 2 Nähmaschinen, 4H Tpd. Hand- tachSgedllde. 29 Äilo Wolle, 1 -vtrick- «aschine, 2 Schreibmaschinen, 4 Paar ' Jaflfticfel, 75 Paar Turnschuhe, '« Sportschuhe, 5 Paar Skistiefel, s-anAügc. 8 Paar Zugstiesel, _ .'rneeichuhe, 1 Warenschrank, i ■ 4547D cei.^ ..^on^ickjeL ..i G>ieL*n Dammstraße 24, Telephon 239. iS« ViSsÄBt ku in Uen i "t bei 300 » rhrssen. --sAchn. Y üben* * S • n Ä1 und !r n H ^Darmstadt L,ut \ tnwn Aech *. - Am QHoiüüj? ^>e.ein A.rmo^ bei Äimerah Dill bei* ■ rnk 5omüM » lellschaftsautv einen Jsb ertalsperre zu «rj* 1 .finben wich )n ^irkssesie in Kroben-Linbe esucht werden. Dos Schuh md KleiMiberbüchse« et iftm Sonntage, lobalb h r erteilt ist, au! bem ukiy m Pusch wieder sein« I-. hvsU> dah die itglicder wieder, wtc 'rje' wird, Mai. Zu dem 2°^ 7 !lnz." über Me^/jtuRi tionslinde t vt Die neugepssaij» östdr b* >ie Einsührunz k Md wachhM < W i • mächti gti ßinbt bt e Za, r ।. n. 3m * ch un xrei» o Sk*JI ÄgiSS *s«»»** -MO ASSE r 5 d) i°1 n ö i "6 1 Ä?’’ Schon im vorigen Sommer hatte man aus 3000 Studenten gerechnet, damals blieb eS aber bei 2906, im letzten üDintcrlcmcfter ging die Zahl auf 2580 zurück Die en gültige Zahl der Studierenden dcS dieSmalig.n Semesters kann erst am 1. Mat kestgestellt werden, wenn die 3mma- trihxlationen zu Ende lind £bc rrontc rroalMrcie. 4- h ü h r. , 2 IRoi. ^n der letzten Aeineinde- vertretungSfiyu g wurden u. a. svtger.de Be chlüfle geiaht *tn Bewvh ier d r zum Umbau 'eines Haukes gczwu g.m ist. halt- Antrag auf Uebernabmc einer Bürgschast gestellt. Di. Dertretung übernimmt de Bärgscha t über 200? Ml. für Kapital und Zinsen bet der Aassau. Gemei ndes br gerS verlangt der 'Bezirksausschuß einen 'ormcllen Beschluß über dao SinoerstäTidniS der c^mcinbe nut der Eingruppierung deS Försters in Beamtengruppe 4 c. Da ach soll d tS AnsangSgehalt 2400 Mk. betragen. daS Beha t fte.gt zivestähr- l.cb um je 200 Ml. bis zu n Höchugehalt von 4200 Ulf. Dazu kommt d r geletzt.ch 'estgel.gta CrL^uldblag i ach Ortsrla'fe d. DaS Be;o bu g'- dienst alter wird auf den 1. Oktober 1916 leit- g letzt Dem Anträge wird zugestimmi — Der Sportverein ,D r a n l e nr beichä tigt sich seit längerer Zeit mit dem Erwerb eines neuen Sportplatzes, da die große Ent ernung vom Orte und die Feuchtigkeit des Platzes eine Qleu- anlage i.otwend g erscheinen liest Da der Ae- gierungSvräsident auS dem preußischen 3ugenb- vflegelonds Wittel nur an öffentliche Körperschaften zur Beifügung stellen kann, beantragt der Sportverein die Uebernabme eines Darlehens von 4500 Mk. Die Gemeindevertretung knüpst ihre Zustimmung an folgende Bedingungen; Die Zinsabtraguna hat durch den Verein selbst regelmäßig zu geschehe, die hiesigen Schulklassen erhalten daS Recht, an Schultagen den Sportplatz als Spi:lplatz zu benutzen. Die Gemeinde ist bereit, vorbehaltlich bet Genehmigung des Schulvorstandes und der Regierung ein Stück Schullaird gegen ein gleichwertiges umzutauschen und das in Frage kommende Gemeindeland dem Verein unentgeltlich zur Verfügung zu stellen Bei Deräufferung bz» Sportplatzes oder Auflösung des Vereins fällt das Land mtentgeltlich wieder an die Gemeinde zurück. — Dem Anträge des Gemeindevorstandes, eine Anzahl Ländereien zur Anlegung von Wald käuslich zu erwerben, bzw. gegen anderes Land einzutauschen, wird zugeltimmt. Der Kaufpreis der Rute beträgt 4,50 Mk. — Zum Schlüsse nimmt die Gemeindevertretung Keirntnis vom Geschäftsbericht deSBürger mei st ers über daS verflossene StatSjahr. Dieses schließt mit einem ileberf(foulte von rund 4002 Mk. Dem Voranschlag, wie er vom Rechnung-steiler für das kommende Jahr ausgestellt und vom Vorstände zur Genehmigung empfohlen wird, gibt die Vertretung ihre Zustimmung. Die Grund- und Vermögenssteuer für 1928/29 wird mit 100 Prozent, die Gewerbesteuer mit 200 Prozent testgesetzt. X Schotten. 2 Mai. Dank der Demühun- des Alicesrauenvereins. Zwei 'uet- n Schotten, und deren rührigen Vorsitzenden rau Direktor tzerlsch ist es gelungen, einen ndergarten hier ins Leben zu rufen. ES ir>cn sich sofort 65 Kinder aefunden, die ht kn Äinterflarten von der Kindergärtnerin Frl. Schmidt auS Sichen und zwei Heilerinnen ■:reut werden Die Schutzenhalle mit dem gelben, gerduni-.gen Spielplatz bient als Ausent- atsraum. der ents ircchcnd eingerichtet wurde, 'n einer kleinen Feier wurde der Kindergarten Sulern feiner Bestimmung übergeben Frau PircHor Hertfch. ÄteiSbireltor Geh. Rat Ueedmann und Bürgermeister Menge! -den zu der Einweihungsseier fchüne va'tende :*orte. Die Einrichtung deS ÄinbergartenS wird alt und jung in der Stadt freudig begrübt. Starkenburg. Lpd. Heppenheim. 2. Mai. Einen schreck- fo e n lob erlitt der Arbeiter Molk, alS er ite morgen zu leinet Arbeitsstätte fahren t er unter ein : j l o Drr 5t o » « wurde völlig vom Leibe «trennt und der Körper entsetzlich äuge- Ol.t. Das Auto raste davon, ofo^e sich um t Toten zu kümmern. Preußen. : cio Wetzlar. Wetzlar, 2. Mai. An dem alten Wahr- : foen der Stabt, dem Aalimunl, werben zur ',f i umfangreiche Arbeiten seitens Der ■lebt ausgeführt. Im Laufe der vergangenen Iah- re hatte bas Stabtoerorbnetenkollegium auf An- raß brr Stadtverwaltung arohere Mittel zur I N - tanbleßung der Ruine bereitgestellt. Wad- •nb de» Winter» sind bann durch (Lrwerbelose r Zugang»w»ge oerbeffett und zum Teil neu her» i-Mt orden. Aus dem Plateau selbst ist man ■n Lause de» Frühjahrs zu Planierung»- irb t i I e n geschritten, die allerhand Reue» für die ?eichichle dieses überaus interessanten Bauwerks ikflc sorderten. Bei der Durcharbeitung be» Boms stieß man auf viel Mauerwerk, da» zum Teil uch gut erhallen war, Teile der alten Umwallung, -wohl der inneren, als auch der äußeren wurden •( gelegt. An der Westseite stellte man einen ftel* «k fest, besten Treppenaufgang noch sehr gut er- «Den ist. Auch auf der Südseite mürbe ein Irep- mrlngang aufgefunben. Zur Zelt ist das Slabtoer- rr lunaeamt mit ber Vermessung be» ga n • i< i Geländes auf Grund ber Vorgefundenen hauerrefte beschäftigt Dabei bürsten bie bisher er« irften Ergebnisse nur einen Teil ber früheren An- ;ct zutage gefordert haben. Interessant ist weiter, ch auf Grund ber bisher erzielten (Ergcbniffe bie uferen Auszeichnungen über den Umfang ber iibmuntanlagr zum Teil wiberlegt werden. Da» :irmt wohl daher, daß die Zerstörung ber Burg v'tc im Mittelatter in einer so intensiven Weise folgt ist, baß es nur eine fortgeschrittene wissen« teilt wie bie heutige ermöglichen kann, wirkliche <85*11. Wißmar, 2. Mai. Am Unterbau der Lohnbrücke WstMar—Lollar oergnugien sich Ätnber mit ÄI e 11 e r p a r 11 e n Dabei stürzte ein neunjähriger Junge so unglücklich ab, baß er in schwerverletztem Zustanbe in bie Gießen.. 4fmif überfuhrt werben mußte j Graß-Rechtenbach, 2. Mai Auf dem Bürgerme. leramt fand am Samstag eine Eichen- lohrindensubmission für mehrere Gemein- den des Amtes Rechtenbach statt ^nsgefamt waren 450 Zentner Eichenlohrinde im Alter non 15 bi» 30 Jahren ausgeboten. Es wurden folgende H dift- geböte abgegeben für 15|ährige Rinde 7,25 Mark, für ISjähripe 7,15 Mark, für 17|cbrige 7,10 Mark, für 18|afori e 7L0 Mark und für 30;abrige 6,80 Mark je Zentner Sämtliche Preise verstehen sich frei (Berbern der Bieter. D e Preise liegen etwa» über den vorjährigen <> Dornholzhausen 2. Mai. Wegen der Herstellung der W a s s e r l e i t u n g » a n f ch l ü s s e für die am Dorfausgange nach Niederkleen zur (Er- rufolung kommenden Wohnbau »Neubauten ist die Äleebacfotalftrafec vom südlichen Dorfaus« gange in Dornholzhausen bis zur Einmündung in die Praoinzialstraße Wetzlar—Butzbach vor Rieder« kleen vom 30. April bis einschließlich 5. Mai polizeilich a e , p e r r t. Die Umleitung erfolgt über bie Provinzialstraße Wetzlar-Butzbach <~> Aiederkleen, 2 Mai. Die im Zuge ber Provinzialstraße Tvcylar —Butzbach liegende Verbind ungs st raße von hier nach P o h l g ö n s befindet sich auf hessischem Gebiete in einem baulichen Zustande der jeder Beschreibung spottet. Von der preußilch- hessischen Landesgrenzc bis zum Dorfe PoblgönS ist die Straße voller Schlaglöcher, die sowohl für Fahrzeuge jeglicher Art, als auch für Fußgänger eine erheblich e Gefahr bilden. Besonders zur Aachtzeit ist diese Gefahr außerordentlich groß, weil die Passanten dann die Löcher nicht rechtzeitig sehen können und ein Ausweichen ihnen daher nicht möglich ist. Daß noch keine ernstlichen Unglücksfälle vorgekommen sind, muß eigentlich verwundern. Es ist nicht verständlich, warum die hessische Straßcnbau- verwaltung. in deren Gebiet die fragliche Wegestrecke liegt, bisher nichts getan hat. um diese unhaltbaren Zustände zu beleitigen. wickelt sich doch auf ihr der ganze Kralttahrzeugverkehr von Frankfurt a. M. nach dem Rbeinilch-West- fäliscfoen Industriegebiet ab. Es ist im ^Gießener Anzeiger" wiederholt a uf die schlechte Beschaffenheit der Straße hingewiesen und Abhilfe gefordert worden. Die hettische Straßenbauverwalttinq bat aber biSber immer nur die Löcher auSgeflickt. die sich jedoch bald darauf im selben Zustande wieder einftcllten Das öffentliche Derkehrsinteresse erfordert es. daß die maßgebenden Stellen sich der Angelegenheit schnellstens annehmen und für eine alsbaldige gründliche Instandsetzung der fraglichen Skraßenstrecke Sorge tragen. ..ne» sundheil einem Vorurteile der Eltern zum Opfer bringen. Nicht einschlägigen Geschäften erhältlich ist. Sie erfahren aus dem immer ist die Weigerung des Kindes als Eigensinn oder Trotz an- Bache auch Näheres über den vorzüglichen Backapparat „Küchcn- zusehen, denn der Organismus fordert Abwechselung unter den wunder1', mit dem Sie auf kleiner Gaskocher flamme backen, Nahrungsstoffen in Ihrer Zusammensetzung, Beschaffenheit und :g 1 b. OK Wr ifc •itfldjlüffe auf die Art be:. interessanten Burg- m auf ttoa tau'rnb W l 'sses zu ziehen hoffentlich bleibt e» bei den h sie wohl noch iuü bn * 1 «p igen arbeiten nicht, denn e» wäre schabe, wenn, iSlriflcntumi, jcbenfalL* -x Husbrcitimfj flammt 66 W . baf) if}t Sprößling jcht: e geistige llmwÄzMy t . Daß ße awf wbt. BvMchule be M terbanlt. ileterb.HK knhlen Schulhof s'' M zum Schmuck ger.'ichr. r pender der Schuljugend s tet wurde der Daum ooile die Deschafsung dcsleioen < rf Halt! H Nie wieder ; Eröffnungs-Abend mit Konzert: Samstag, 5. Mai, abends 8 Uhr. Um geneigten Zuspruch bittet LUDWIG WENNER. 03484 dn Hoi Wir bitten um allseitiges Erscheinen ittfdk Der Bezirksverband Gießen 454 ID B«. ich Bezirks «Mk Sri! «nt* ^ahr hatte Ich Prospekte durch: N. LOEB, Bahnhofwtraße 52a. <• noch eniqegenqenommen. 4546 D 4titi> (Cbfttticin) ? rr-i Heinrich Driesch Seltersweg 70 4535» - echt - frw Ja .‘flWmaj vmn i Hä MO jwrtorfi 1* Umtausch eiter Rasierklingen Nlheree durch Milfiito-Werk, Solingen. -et". tDt •tr V Kronen - Konserven von C Th. Lampe, Braunschweig die bekannte erstklaes. Marke verkaufe mit 10% Preisermäßigung zu Gruppen (20 Personen), Einzelzimmer und sehr gute Verpflegung. Autofahrt Äcinac oitpr. Tafelbutter 9 Bsd. Poslkolli Mk. 14.9.% franko peocn Nltchn. Irelbietbenö. (Garantie für ein« roanbfrcie Qualität. Paul Äanf*at, Molkeretvroduktc, Gumbinnen. **v. 2°4 8ii Restaurant Karlsruh bringt seine Lokalitäten In empfehlende Erlnnerungl ' 3089D 7; aü5. Staatliche Gewerbe- und Maschinenbauschule Gießen. Oie Fach-Kurse für Mechaniker, Dreher, Maschinen« schlosser usw. beginnen nächste Woche. Oie Teilnehmer wollen sich zwecks Vorbesprechung und Einteilung am Sonntag, dein 6. 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AbfahrlderWett- Schreiber ab Gießen 8.L9 Uhr. Um zahlreiche Beteiligung bitten: Bezirk Gießen I. Reichskurzschrittgesellschaft Gabelsberg u. Damenabtlg.e.V. Gießen Gabelsberger Slenogr.-Vereln Gegründet 1361 e. V., Gießen 454» Damenverein Gabelsberger Gieß. I« tiAt SV? Gratis =s gestoplt | Gratis Wolle und 5 Seidenflor W Gartenkies alle Sorten billigst C. Rübsamen 897D Telephon 1659. JMsAllliNllik MWM Samstag, den 5. Mai, abends 8l/4 Uhr, spricht im Cafe Leib All GlMlil HOB MBlAB-AmW! über: 4M6D „Die Reichstagswahl" Geschäits-Uebernahme. Hiermit zur gefälligen Kenntnis, daß ich ab heute, den 3. Mai 1928, die Restauration „Zum Andres“ in Gieften, Sonnenstrahe 29, übernommen habe. - Es wird meine vornehmste Aufgabe sein, einen gut bürgerlichen Mittagstisch in und außer Abonnement zu verabfolgen. ebenso Abendessen nach der Karte. Auch wird es mein eifrigstes Bestreben sein, meine Gäste in jeder Weise zufriedenzustellen. — Zum Ausschank kommt das all- bietet sich Ihnen solche günstige Gelegenheit zum Einkauf Ihrer , Wollgarne Ab Freitag, den 4 Mai veranstalte ich SWoH-Werbetage Auf sämtliche Strumpf - und Sport- Wollgarne erhalten Sie nur während dieser Tage 5 Prozent Rabatt. Beim Einkauf von mindestens 1 Pfund an sogar 107« Rabatt Verkauf nur gegen bar! i*t W Unfcffa mir M mir kir MO' Tanz-Unterricht Dir beginnen mit unseren Sommerkursen anfangs Mai. Einzelunterricht wirb zu jeder Tageszeit erteilt. Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen. Tanzlehn'nstitut Ääulke Dolfstraße 21. Ecke Ltcher Straße. Telefon 1055. 4369d VotkshoKichute Ev-ffNUttSsseievr Freitag,4. Mai, 20 Uhr, Singsaal des Realgymnasiums. Äeglnn: Ab Montag, 7. Mai, 20 Uhr. Ort: (wo nicht anders vermerkt) Oberrealschule. Uebersicht über Vortragsreihen, Arbeitsgemeinschaften, Führungen usw._____________ (Schulstraße) Modehaus Dennts - ÄaIle sin«i für die Davis-PoRalrunde in PeMua-eug tn ganz Alaska. 924 verofllchrett mich das Postminifterium der UereuitgUr .Maaten durch einen Vertrag zur 21 L e ‘ L b T ■ / a des W.nterpost-Dl«n- ttt »w'.'chen .jairbenff und 2Hc. Grach Dieses veverieneut stellt« bi« ersten Winlerslüge dar. M« ün höchsten Horben der Welt *ur Aus« stchruno gebracht wurden. Dre Jahre lang hart« ich so bk nteressante Ausgabe. nen Goldgräbern and den Kranken in den Äiswülten Alaska- Dol: und Arzneien «ueuführen Mit einem 15» Minuten-Flug In Alaska schalst man so große fianöflwrten, üh< man sie mit Hundegespanncn nur In vielen Lagen voller unsäglicher Strapazen zurückzulegen vermag. 1926 machte ich mit W t l k i n s meinen ersten Flug an die arktische Küste Dir benutzten bier-u einen Fokker- dtnbcder Aicmal» werde ich diesen ersten Flug über das Endieott-Gebirg« tn 3000 Meter Höhe vergessen, dieses öde. unbewohnte Land, das so wtlo und rauh ist, daß selbst die Vögel sich im Huge nicht hierher wagen Damals schien mir der Flug über diese Vergkett« ein gefährliches Unterfang« ii In der Zwischenzeit aber haben wir bas Gebirge so viele Mole überflogen, daß mir leine Heberqüerung heute wie eine Alltäglichkeit vorkommt. Vorläufer des Polfluges Die gewaltige Tldhir im Innern Alaskas untersche bei sich von dem LondschastSbilbe an der Aordküst« ganz wesentlich. Dort gibt es auf Hunderte von Meilen kein Holz AichtS als Schnee. Sis. Kält« Dinde. Der schneebedeckte Erdboden. der mit dem Himmel qu- fdmmenauWehen 'cheint, blendet das Auge und -acht tn« Vicht äußerst schwierig, weil es dort feine dmrklen Gegenstände gibt, an denen man n. . . Linke Hofmann ..... Leonbard Ttey...... Vamaa.Mrgutn . . . .. Franks. Maschine» . . . »irt^ner . . Hevliaeastaedt ..... JungbanS . . . . » .. Lechwerke Matnkratnoerkr..... Maa ...... » . » flekarlulmcr ..... 'Vctcrfl Union ...... ctzedr. Roeder Cctqt k Haettnrr . . . . Ciift Rndet...... 010«« " siklä 1 5 Ungarische Staarsr. D.1910 «'/?.. deSgl. von 1013 ... 4% Ungarische -äronenrte . . 4% Turf Zollauleibe v 19)1 4% Tuxt. Bagdadbabn-Anl- Serie I........ 4°/«de«gl. Serie ll - .. 4®/. Rumänen convert Rte 4Vto Rumänen «Soldanl • von 1913 Allg Deutsche Ifctftnbabn .4'/, Hambura-Amerika Paket. . 6 Dresden augehöri. hat vom Bezirksverband für den Regierungsbezirk Kassel 3 Mlllionen Mark ö prozentige fiinfiäfitigc Schahantoeisungen ruck- zohlbar zu 110 Prozent übernommen, die in allernächster Zeit zur öffentlichen Zeichnung ge- langen. , — • Zellstoffabri t Waldhof. Mann - heim-Waldhos. Die in der gestrigen Aus- lichtsratsfihung vorgelegte Bilanz für das Jahr 1927 weist nach angemessenen Rückstellungen einschließlich des Dortrages einen Gewinn von. 6 887 040 Mk. (6 260 756 Mk.) auf. der wie folgt Verwendung finden soll Für Abschreibungen: 3 153 963 Ml. (2 660 030 Mk.). Zuweisung an die Invaliden-. Alters- und Hinterbllebencn- kasse 200 000 Mk. (100 000 Mk.). für Dividendenzahlungen 3 166 700 Mk. (wie im vergangenen Iahrc). für Genuhrcchte 6 Prozent, gleich 35 400 Mart «36 486 Wk.I. Vortrag auf neue Rechnung 330 977 Mk (297 539 Mk ). Oluf die für das Geschäftsjahr 1927 divldendenberechtigten Stammaktien in Höhe von 25 150 000 Mk. wird wieder eine 12prozentige Dividendenausschüttung vorgeschlagen. Die Vorzugsaktien erhalten die satzungsmäßige Dividende. Die G.-V. findet am 15. 3uni statt • Phönix A.-G für 'Bergbau, Düsseldorf. In der gestrigen ordentlichen y)augtuec jammlung wurden die Regularien erledigt. Generaldirektor Dr. Fahrenhorst führte u. a. aus: Entsprechend der Entwicklung unserer Gesellschaft zur Finanzgesellschaft haben sich die Geschäftsvorgänge weiter vereinfacht. Die Bereinigten Stahlwerke, deren Geschäftsgang für unsere Verträge be stimmend ist, haben vor kurzem auf der Hauptversammlung eingehend Bericht über die Lage der Eisen- und Äohlenwirlschast erstattet. Die dort ge äußerten Ansichten sind durch die Entwicklung der letzten Wochen bestätigt worden. Nach der Ge schästsstille der letzten Zeit macht sich im Inlande auf einzelnen Gebieten eine leichte Belebung geb tenb, auch im Auslande zeigt sich etwas Materialbedarf bei kleinen Pre'sbesserungen. Die Lage wird aber ständig bccinträdp gt und gefährdet durch eine amtliche Arbeits- und Lohnpolitik, die den wirtschaftlichen Erfordernissen in keiner Weise Rechnung trägt. Die Äoftenftcigerung im Bergbau muß eine Kohlenpreiserhöhung nach sich ziehen. Zugleich unterbindet sie unsere Wettbewerbsfähigkeit im bestrittenen Gebiet gerade während des kritischen Zeitraums, in dem die Entscheidung über die Derlei lung der europäischen Kohlenmärkte bevorsteht. Wir werden gezwungen, uns von einem Teil dieser Märkte freiwillig zurückzuziehen. Die Folge verringerten Kohlenabsatzes wird sich in Stillegungen der weniger rentablen Zechen und in Arbeiterent- laffungen äußern. Andererseits bedeutet die Erhöhung der Gestehungskosten der Kohle eine Verteuerung der Produktionskosten des Eisens, wodurch unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter vermin- dert wird. Die Auswirkungen, die eine Kostener Höhung in zwei Schlüsselindustrien auf das allgemeine Preisniveau ausüben, brauche ich nur anzu- deuten. Die Verteuerung der Grundstutzen muß in den Preisen der Fertigfabrikate wiederkehren. Auch rückt weiter bei der Reichsbahn infolge der ein- tretenden Steigerung ihrer Betriebskosten die Ge- fahr einer allgemeinen Tariferhöhung näher und wirkt weiter noch auf die Arbeitszeit-, Lohnsteuer und Sozialpolitik der Regierung ein. Frankfurter Börse. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Frankfurt a. M.. 3. Mai. Tendenz: ilnein- beitlich. 3m Anschluß an die gestrige Abend- vörse bestand im heutigen Börsenverkehr weiter rege Rachfragenach einlgenSpezial- werten, die für Rechnung des Auslandes, namentlich England und Amerika, in größeren Poften vom Markt genommen wurden. Bevorzugt waren weiterhin die F a r b e n a k t i e n. die gegen den bereits gestern abend erhöhten Kurs erneut 3 Proz. anziehen konnten. 3m Zusammenhang damit sind Rheinstahl stark verlangt und 2,5 Prozent fester. Die Spekulation bekundete jedoch Abgabeneigung und benutzte die höheren Kurse verschiedentlich zu Glattstellungen, so daß die Kursentwicklung nicht einheitlich war. Die Grundstimmung blieb jedoch f e st, und das herauskommende Material konnte zumeist glatt ausgenommen werden. 3n Elektrowerten nahmen die Realisationen nach den lehttägigen Kurssteigerungen etwas größeres Ausmaß an. AEG., Berger. Licht & Kraft lagen je 1 Prozent abgeschwächt. Siemens verloren 1,25 Prozent. Rur Gcsfürel konnten 1,5 Prozent anziehen. Zellst o f f w e r t e waren vernachlässigt. Aschaffenburger gaben 0,75 Prozent, Waldhof 1,25 Prozent nach. Montanwerte lagen still, da die Verhandlungen zwecks Kohlenpreiserhöhung Zurückhaltung veranlaßten. Rur Harpener konnten 1,5 Prozent gewinnen. D ch i f f- fahrtswerte waren knapp behauptet. Ban- Franzosiscbc Roien..... Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch CtftetT .ÄlOO Äronnt Rumänische Noten Schwedische Noten Schweiler Noten Spanischc Noten Tschechoslowakische Noten . . Unaartsche Noten Devisenmarkt Derkm— Telegraphische 2 Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzmSfuß 8 Prozent ken im Kurse leicht erhöht Danatbank jedoch sehr lebhait verlangt und 4 Prozent fester. Schcidean statt eröffneten 125 Prozent höher, Karstadt dagegen überwiegend 1 bis 1.25 Prozent schwäche r. Von den Kaliwerten lagen Westeregeln auf angeblichen günstigen Kaliabfay 2 Prozent höher. Deutsche und ausländische Renten lagen fest. 3m Frei- vcriehr hat das Geschäft in amerikanischen Kunst- seidewerten stark nachgelassen. 3m weiteren -'erlauf wurden erneut Realisationen vorgenommen. und die Kurie bröckelten verschiedentlich etwas ab 3 -G -Farben blieben knapp behauptet. Stark angeboten waren ?2aldhof. die 4 Prozent verloren. Für Rutgerswerke erhielt sich einiges 3nteresfe (plus 1 Prozent». Sehr fest tagen Olöll, für die später Kurse bis zu 68 Prozent zustande kamen. Der Geldmarkt war wenig verändert. Tägliches Geld 15 Prozent. Am Devisenmarkt nennt man Reichsmarl gegen Dollar 4 1807. gegen Pfund 20.401. London Kabel 4 8793, Paris 124.02 Mai- land 92.60. Madrid 29.33 Holland 12.10 Merline Börse. Eigene Drahnneldung des „Gießener Anzeigers". Berlin. 3. Mai. Heute ist wieder ein Tag an dem man sich durch die feste Haltung einiger Spezialwerte täuschen kann. Schon im Vormittagsverkehc standen Farben- aktien. in denen die Auslandkäufe (England und Amerika) anhalten, im Vordergrund des Interesses. An anregenden Momenten lag nicht viel vor. Die geringe Kohlenpreiserhöhung schien die Montanwerke etwas anzuregen: die ungünstige Seite dieser Angelegenheit, im Zusammenhang mit neuen Tarifverhandlungen bei der Reichsbahn, sind aber sicherlich nicht außer acht zu lassen. Obwohl der Bericht der preußischen Handelskammern ziemlich optimistisch gehalten war. bekundete die Provinzkundschaft zu den ersten Kursen eher Aba a b en e i g u n g. der nur in Spezialpapieren Kaufaufträge des Auslandes gegenüberstanden. So war die Kurs- ontwicklung zum heutigen Börsenbeginn unein- h e i t l i ch. 3m Vordergrund des Interesses stan- den Farben und verwandte Werte, die 5 bis "l Prozent gegen gestern gewinnen konnten. Aber auch Danatbank (plus 3 Prozent) stärker beamtet. Salzdetfurth plus 5.75 Prozent. Mir und Genest plus 4 Prozent, Schubert & Salzer plus 7,5 Prozent und Svenska auf die bekannten Dividendenerhöhungshoffnungen plus 7 Mark Ausgesprochen schwach eröffneten Glanzstvfs. Waldhof. Polyphon und besonders 3lfe Bergbau bei Kursrückgängen bis zu 12,5 Prozent. Deutsche Anleihen behauptet Ausländer ruhig. Bosnier und Mexikaner schwach. Pfandbriefe geschäslslos und eher angeboten. Der Geldmarkt ist unverändert. Die starke Anspannung des Reichsbankausweises vom Ultimo April (Zunahme der Gesamtkapitalanlage um 515 Millionen und Abnahme der Deckungen um etwa 8 bis 9 Prozent), kam der Börse zwar nicht überraschend, drückte aber im Verlaufe doch etwas auf das Kursniveau. Das Geschäft wurde sehr ruhig. Die Spekulation schritt zu Glattstellunaen. die die Rotierungen bis zu 2 Prozent drückten. Polyphon minus 7 Prozent. Fest bleiben Danatbank plus 2.5 bis 3 Prozent und Commerzbank plus 1 Prozent und Svenska 1,5 Mark höher. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. W.. 3. Mai. DaS Geschäft am heutigen Frankfurter Produltenmarkt war sehr Nein. Die schwachen amerikanischen Votierungen bewirkten ein Rachgeben der Preise. Die zweite Hand gab ziemlich Ware heraus, der kaum Kaufneigung gegenüberstand. Rur Kleie und Roggemnehl hatten einiges Geschäft. Es wurden notiert: Weizen 1. gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs. 27 bis 27,75; Roggen 29; inl. Hafer 27.75 bis 28,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 24,25 bis 24,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 25 bis 25,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0. 38,50 bis 40; Rogyenmehl 40 bis 41; Weizenkleie 15,75; Roggenklme 17,50 Mark. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtvichmarkt. Frankfurt a. M.. 3. Mai Auftrieb 40 Rinder, darunter 1 Färse; 1030 Kälber, 120 Schafe. 808 Schweine. Es kosteten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 70 bis 74 Mark; mittlere Mast- und Saugkälber 63 bis 69; geringe Kälber 52 bis 62. — Schafe: Mast- lämmer und jüngere Masthärnmel (Weidemast) 55 bis 58; mittlere Mafllämmer. ältere Mast- hämmel und gut genährte Schafe 45 bis 54; fleischiges Schafvieh 35 bis 44. Schweine: voll- fleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfund 2.05 18,6 14.25 13.5 Jraukfurt a. M Berlin Sdilufc. Rur» lUhr- Rurs Schluß 1 Unlang Rur» | Rur» Datum: 2.5. 3. 5. 2.5. । 3.5 Geld 14.41! 167.96 168.64 21,99 22.075 111.64 113,08 58.70 58,94 2.595 3.615 111,"M 112.28 8U.3I 80.66 69,4(1 69,68 12.85t 12,412 72 70 73,00 Frankfurt a. M. lluS,ahI»ng. Fraudfurt a. M Berlin Schlutz- Rur» 1-Uhr. Rur» Schlub 1 Rur» Unfang Rur» Tatmn: 2. 5. 3 5. | 2.5. 3.5. !-l. 6 (S...........7 172.4 171.5 171.75 | 171.9 Bergmann .........8 195 194,25 194.1'1 195.4 Elektr. Lieferungen . . . . Io 176 181,5 180.5 18- Licht und Rraft......10 232.65 231.5 231.5 231 Feiten k Guilleaume .... 6 114,5 144 143,9 141 Äes f. Slelir Unient . 10 296.J 208 297 , 298.6 Hamb. EleN Serie . . . 10 • t — 163.25 161 Rhein. lEktir........8 -1 165.75 165 166.75 Lchles. Elrkir........io — — 22b, 5 227.75 •3d) udert .........7 204 —— 203.25 203 Siemens k Halske . ... 16 128.25 327 328.5 327 Tranoradio......... 8 - 1 — 164 164,25 Lahmcher L To........9 184.5 184,75 182,9 — Bndcri.S..........0 95 — 94,4 94 Deutsche Erdöl.......6 141 141 139 111 Essener Steinkohle.....8 — — 142.5 143 r^elsenkirchener . f. »/, I. 4 Harpener..........8 Hoesch Eisen.........5 3l(e Bergbau........« nlocknerwerke........5 142 173 300 142 25 174,5 142 172,65 150.u 297 127.25 141. <5 174. u 151 284.5 128.5 Köln 'Nenessen . ... 5*/, * — 150.4 151.5 NanueSmann . . .s. '/, 8- 4 155,5 155 155.25 1. ~xJ ManS-elder........7 121 — 120 120.7o Oberschlei. Eisend- Bedarf 0 * — 115.25 115 Oderschlei. KokSwerke . . .0 Phönir Bergbau f */• 9 3 — — 107.5 108.6 102.25 IU2.5 101,5 102.25 Rbeinische Braun ko bl en . 10 294.75 — 292 233.6 Rhcinstlchl.........o Rtebei! Montan.......6 171,75 175 169,65 160.5 174 162.25 B«reinigle S>-ihlw f. */®9- 3 '.W — Wi.Xo *8.5 Olavi Minen......1 »d 45.13 — 15,25 45.5 9all Aschersleben.....IC 19.5 195 195 195 NaliWesleregela - - >0 204.5 206,5 205 306 Kaliwerk SäUdetturld . . 12 J14 — 309 — I. Ä- Farben.Indutzrte. 10 Tnnamit Nobel ......0 «0,25 <84 278,75 131.9 1136.75 Schcideanftalt........! 196 197.75 I ^oldichmibl ......... 5 106.5 UM UtS.25 107.25 | Rütger»werte ........ o 1 Meiallgelewcha*».....10 113 111 L.9,75 1 111.6 — — — 2. Mai 3. Mai Amtliche Notieruno Amtliche Notierung Geld Brie- l»t(D onrf _ Smft-Ron Auen. 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