Samstag, 5. Mär; 1928 (78. Jahrgang Nr 51 Erster Blatt annahmt oon Bnjetgt« für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig. für Ne- klamean^eigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20u , mehr. Thefredakteur Dr Fnedr Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr H Thyriot, für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den An» zeigenteil Kurt hillmann, sämtlich in Gießen. L Gietzener Anzeiger scheinen einzelnerRummem iXdp' LRL General-Anzeiger für Oberhchen richten Anzeiger Gietze». v sromm*amma?nubso. traf nitb Dtrlog- vrLHI'Iche Untoertttto-Bnd). m,d StdnOrnderet K. taugt I» rieten. Sfrriftleitnug UN» S-schäftE iWitftt T. ivotkstrauenag. Es ist ein tiefes poetisches Gefühl, das dem Gedanken des Dolkstrauertages zugrunde liegt: „Ein Tag im Jahre ist den Toten frei"; das ist die Melodie des Totensonntages. Der Dolkstrauertag aber soll allen denen geweiht sein, die in dem gewaltigen vierjährigen Ringen ihr Leben dem Daterlande geopfert haben. Ein lag der Dolkstrauer, der nicht staatlichen Vorschriften, sondern privater Initiative seine Entstehung und seine Pflege verdankt. Das ift an sich eine Halbheit, denn es will uns nicht in den Kopf, dah auch an diesem Tage Tanzfestlichkeiten und andere öffentliche Lustbarkeiten ruhig veranstaltet werden dürfen. Kaum eine deutsche Familie wird es geben, die nicht ein Mitglied beklagt. In keinem Volk der Erde hat der Würgeengel des Krieges so tiefe Wunden geschlagen, wie bei uns. Und die Deutschen sind die einzigen, bie sich der Pflicht des Erinnerns bisher entzogen haben. Wir haben zwar einen Nationalfeiertag, der dem Gruß an die neue Verfassung gewidmet ist, wir haben aber keinen Tag, der von Staats wegen der Toten gedenkt. Das mag eine Folge der inneren Erschütterung sein, eine Folge auch der Verzweiflung, die damals über uns alle ging, als wir zu fühlen begannen, daß die heroischen Opfer umsonst gebracht w ren. Aber um so mehr haben die Toten ein Recht darauf, daß sie nicht spurlos im großen Meer des Vergessens versinken, um so mehr hat das deutsche Volk die Pflicht, d i e Erinnerung zu pflegen an die Millionen, die an der Front wie in der Heimat bei der Verteidigung der Muttererde fielen. Eigentlich seltsam, daß gerate die Deutschen, die gegenüber den nüchternen Engländern und den romantischen Romanen den Vorteil, aber auch die Nachteile des tieferen seelischen Empfindens haben, es so gar nicht verstanden, dem Kult der Gefallenen eine eigene Form zu geben. Der Gedanke des unbekannten Soldaten ist so schön, daß er deutsch sein könnte; wir haben ihn bisher nicht einmal nachempfunden. Wer den einfachen Grabstein in ter Westminster-Abtei Londons, wer das ewige Feuer unter dem Triumphbogen von Parts gesehen und, man darf schon sagen, erlebt hat, ter wird es gerate um Der seelischen Wir» hingen, die von dieser symbolischen Huldigung ausgehen, doppelt bedauern, daß wir in ter deutschen Reichshauptstadt etwa» ähnliches nicht haben. Seit Jahren streiten wir uns um das Projekt eines Ehrenhains und kommen damit nicht vorwärts. Aber wenn wir uns endlich über b-n Platz geeinigt haben, bann wirb biefer Platz für bie Deutschen, die ihn besuchen, gewiß eine Stätte stillen Gedenkens sein; er wird aber doch wohl mehr Anziehungspunkt für neugierige Ausländer bleiben. Das ist gerade das, was wir nicht wollen. Was wir brauchen, ist ein Stein, mitten hineingestellt in die Großstadt, a n dem tagtäglich Millionen vorüberziehen und gezwungen werden zur Erinnerung an den Krieg, gezwungen werden zu denken vor allem an den traurigen Abschluß. Ein Volksdenkmal, das nicht nur den Toten des Weltkrieges, sondern auch den Verlorenen gewidmet ist, den Verlusten unseres Volkstums, das heute Zwangsbürgerschaft in allen möglichen europäischen Staaten genießt und sich doch zur deutschen Heimat zurücksehnt. So wollen wir es mit dem Volkstrauertag halten, daß wir still unsere Fahnen senken zu Ehren derer, die ihr Leben ließen, daß wir aber auch derer gedenken, die kommen, und ihnen ins Herz hämmern: „Was ist des Deutschen Vaterland? Soweit die deutsche Zunge klingt und Gott im Himmel Lieder singt, das ganze Deutschland soll es sein!" Gegen die Annexion Ostafrikas. Eine Protestkundgebung der kolonialen Neichsarbcitsgerneinschast. Berlin 2. März. (WTB.) Die Koloniale Reichsarbeitsgemeinschaft, in der bie kolonialen und kolonial interessierten Verbände Deutschlands vereinigt sind, veranstaltete eine überaus stark besuchte Protestve.sammlung gegen die Einverleibung früherer deutscher Schutzgebiete in den Kolonialbesitz der Mandats machte. Gouverneur z. D. Dr. Schnee wies daraus hin, baß die Manda ace die Verwaltung der Man- datsgebiele zu treuen Händen des Völkerbundes zu führen haben. Vol e acht Iayre nach dem 2nkra ttre en des Ve.sailler Vertrages und der einen integrierenden Bestandteil desselben bildenden Döl e bundssatzungen gehe die englische Politik daraus aus, doch noch unter der Hand die tatsächliche AnnexionDeutsch- O st a f r i k a s vorzuberei'en und die Welt vor eine vol'eadele Tatsache zu stellen. Man stutze sich dabei auf das 1922 an England erteilte, vom Völkerbund genehmigte Mandat über Ost- asrika, welches die Möglichkeit einer Föderation zu Zoll-, Finanz- und Verwaltungszwecken vor- sebe. Dies widerspreche den klaren Vorschriften der Völkerbundssatzung. Ruch gehe aus den Aeuherungen des Kommissars von Tan- ganhika, sowie der gesamteü Stimmung in Uganda hervor, daß eine Vereinigung dieser Gebiete mit der englischen Farmerkolonie Kenya d en Interessen der Eingeborenen durchaus widerspreche, toelc- e zu wahren Hauptaufgabe der Mandatare sein müsse. Durch derartige Methoden solle dem deutschen Volke endgültig der Weg abgeschnitten werden zur Wiedergewinnung des für seine Erhaltung notwendigen Vodenraumes über See. Gleichzeitig wolle England sich auf diese Weise unrechtmäßig Gebiete von ungeheurem Wert an- eignen. die es zunächst unter dem Vorwand Mit der Höllenmaschine im Reichsentschädigungsamt. eines alten Ostafrika-Farmers. Gprengstoffanfchlag Berlin, 2.Marz. (1BB.) Lin schweres Mtten- (at, dem nur durch einen glücklichen Zufall niemand zum Opfer gefallen ist, wurde heule von einem ehemaligen Farmer aus Deutsch-Ost- afrika im Reichsenlschädigungsamt in der Rhemsiraße 45—56 zu Friedenau verübt. Der Täter, der jetzige Kaufmann Heinrich Langkopp, der jetzt in Cauenburg bei Hannover wohnt, erschien heule morgen gegen zehn Uhr im Zimmer des Vizepräsidenten des Reichsentschädigungsamtes, Dr. Vach. Er hatte einen Augenblick abge- paßt, in dem das Vorzimmer leer war, nm ohne Anmeldung unbemerkt einzutreten. Lr forderte ohne weiteres die sofortige Auszahlung einer Entschädigung in höhe von 1 20 0 0 0 Mark, widrigenfalls er einen Koffer mit Sprengpulver jur Explosion bringen werte. Damit stellte er einen Aluminium-Iropen- koffer auf den Schreibtisch, aus dem zwei Z ü n b - chnüre heraushingen, die ter Attentäter um die Finger der linken Hand gewickelt hatte. Vizepräsident Dr. Bach versuchte, auf gütlichem IDege zu verhandeln, da er hoffte, daß inzwischen einer der Beamten das Zimmer betreten werde. Da aber zufällig niemand erschien, saßen sich ter Präsident und Langkopp länger als drei Stunden gegenüber. Dr. Bach mußte sich schließlich dazu verstehen, Langkopp eine Zahlungsanweisung über 12 000 Mark und einen Scheck über 90 000 Mark auszuschreiben. Langkopp rief daraus, ohne den gefährlichen Koffer ans der Hand ju lassen, einen Bekannten durch den Fernsprecher herbei, ter ebenfalls unbemerkt ein trat und den Scheck in Empfang nahm. Er bemühte sich dann eine Stunde lang, den Scheck von einer Bank honoriert zu bekommen, hatte aber keinen Erfolg, da der Soi^ck nicht ordnungsmäßig ausgeschrieben war. Als jetzt Vizepräsident Dr. Bach erklärte, er wolle bei der Kasse des Amtes Geld holen und das Zimmer zu verlassen suchte, gab Langkopp fünf Schüsse aus einem Revolver ab. Keiner der Schüsse hatte getroffen. Gleichzeitig hatte Langkopp den Koffer fallen lassen, und es gab einen kurzen Knall. Durch einen Zufall war die Sprengladung nicht zur Explosion gekommen. 2luf die Schüsse hin liefen Beamte aus den anderen Zimmern herbei, die Langkopp überwältigten und dem UeberfaUfommanbo übergaben. Bei bet Vernehmung auf der Polizei gab Geheimrat Bach an, Langkopp habe fortdauernd zu ihm gesagt: „Wir beide verlassen das Zimmer nicht lebendig!" Als Bach einmal die Hand sinken ließ, habe Langkopp gerufen: „Ich habe in meiner Hand bie Zündschnur!" Als ter Bekannte Langkopps dann mit dem nicht eingelösten Scheck zurückkam, hat Geheimrat Bach in seiner Rot Langkopp ein Flugblatt In die Hand gedrückt, das Langkopp sich auch ansah, aber trotzdem gelang die Flucht des Geheimrats nicht, und er hat es nur einem Zufall zu verdanken, daß die Schüsse Langkopps fehlgingen. Längkopp schoß hinter ihm h e r, bis ihm ein anderer Beamter in den Weg trat, den Langkopp ebenfalls erschießen wollte. Erst bann gelang es Geheimrat Bach, den Schützen von hinten zu umfasien und zu Boden zu werfen. Roch am Boden liegend, hat Langkopp geschossen. Während der Schüsse hat Langkopp die Zündschnur abgezogen. Dsr Täter. Langkopp wurde noch gestern abend eingehend von der Kriminalpolizei vernommen. Er gibt da, die Absicht gehabt zu haben, nach endgültiger Ablehnung seines Entschädigungsantrages ein Sprengstoffattentat zu verüben. Zu diesem Zwecke habe er sich fünfzehn Pfund Dynamit besorgt. Lieber die Herkunft des Sprengstoffes verweigert Langkopp jede Auskunft. Fest steht jedoch, daß er bei seiner Ankunft in Berlin bereits im Besitz der DIechkiste mit dem Pulver gewesen ist. Die Polizei hat sich daher noch gestern abend mit der Kriminalpolizei in Lauenstein in Hannover, von wo Langkopp nach Berlin gekommen war, in Verbindung gesetzt und eine Durchsuchung der Wohnung Langkopps an- geordnet. . Heber die Persönlichkeit des Täters wird aus Lauenstein folgendes gemeldet: Langkopp ist mit seiner Frau und mit feiner jetzt 14jährigen Tochter im Sommer 1919, als er von den englischen Behörden mit zahllosen Sei» denSgenossen von Haus und Hof vertrieben worden war, in feine alte Heimat zurückgekehrt und wohnte zur Miete in einem Häuschen. 2m Jahre 1920, nachdem Langkopp feine Entschädigungsanst räche in Berlin angemeldet und erstmalig eine kleine Abschlagszahlung erhalten hatte, schaffte er sich Pferd und Wagen an und betrieb in dem Ort und in der Hmgegend ein Fuhrunternehmen, das jedoch nicht florierte, so daß Langkopp schon nach einem 2ahr das Geschäft wieder aufgab. Don da an lebte er hauptsächlich aus den Geldern, die er vom Reichsentschädigungsamt als Vorschußzahlungen erhielt. Er war im ganzen Ort als ein geistig vollkommen klarer Mann bekannt, der sehr ruhig auftrat, der auch nur selten in den Gastwirtschaften zu finden war und im übrigen sich allgemeiner Achtung erfreute. Er war ein eifriger Jäger und fröhnte dieser Leidenschaft mehr als ihm gut gewesen ist. Dor einiger Zeit wurde ihm nämlich zu ungewöhn» lich ungünstigem Preise ein Bauerngut mit Jagdberechtigung angeboten, das 90 000 Mark kosten sollte. Langkopp hat geglaubt, durch einen Gewaltstreich sich bie Mittel für die Gründung einer neuen Existenz schaffen zu können, die ihm auch die Möglichkeit gab, seiner 2agd- passion huldigen zu Knnen. Am Mittwoch erklärte der Täter seiner Frau, er müsse nach Berlin, um dort eine endgültige Verrechnung mit dem Reichsentschädigungsamt vorzunehmen. Er hat jedoch nach der Schilderung seiner Angehörigen mit keinem Wort an» gedeutet, daß er eine Gewalttat vorhabe. Die Angehörigen waren bei der Rachricht, daß L. verhaftet worden sei, vollkommen fassungslos. Die Höllenmaschine. B e r l i n, 2. März. (WB.) Die Höllenmaschine, die bei dem bereits gemeldeten Anschläge im Reichsentschädigungsamt zur Verwendung gelangte, bestand ait8 einem kleinen Handkoffer aus Blech, der außen einen Fibrebecag besitzt. Auf dem Boden des Koffers hatte Langkopp mit Schrauben und Draht einen Armee- revolver Modell 08 befestigt und an dem Abzug des Revolvers einen Draht angebracht, der in einer dünnen Schnur endete, die aus dem Koffer herausging. Die Mündung des Revolvers war auf die Ladung gerichtet, die aus 15 Paketen Schwarzpulver zu je ein Pfund bestand. Den Revolver hat Langkopp durch Ziehen an der Schnur auch zur Detonation gebracht, jedoch hat sich die Haupt- ladung nicht entzündet, da sie etwas feucht geworden war. Langkopp wird schon am Samstag dem silntersuchungsrichter vorgeführt. Die Hntersuchung gegen ihn wird voraussichtlich wegen versuchten Mordes, Vergehens gegen das Sprengstoffgesetz und Erpressung geführt werden. arm I ri > I T II !■ Hl ■■»UJLT« der seither fallengelassenen Schuldlüge in Mandatsverwaltung genommen habe. Gegen dieses Vorgehen mühte schärfster Protest erhoben werden. Cs wurde eine Entschließung einstimmig angenommen, in der es heißt: ..Die Koloniale Reichsarbeitsgemeinschaft erhebt einmütig Protest gegen die Bestrebungen, unter Verletzung der V ö l k e r b u n d s s a h u n g deutsche, unter Mandatsverwaltung gestellte Kolonien ihres Charakters als Mandatsgebiete zu entkleiden und fremden Staaten ein^uverleiben. Sie richtet daher an die deutsche Reichsregierung die dringende Aufforderung, im Völkerbund auf die dem Mandatssystem drohenden Gefahren aufmerksam zu machen und zu veranlassen, dab die deutschen, unter Mandatsverwaltung ges ellten Kolonien den Bestimmungen der Völkerbunossahung entsprechend und unter völliger Wahrung ihres Mandats charakters verwaltet werden." Oer Gichsrheitsausschuß. Genf, 2. März. (WB.) 2m Reda tionslomitee des Sicherheit Zausschusses hat man sich heute abend in bezug aus die guten Dienste, die der Bat eventuell beim Abschluß von Schieds- und Vergleichsverträgen wie auch von regionalen Sicherheitsverträgen zur Verfügung stellen können soll, auf eine Formel geeinigt, nach der der Rat nur dann seine guten Dienste zur Verfügung stellen könnte, toejm die Verhandlungen zum Abschluß von Schieds- und Vergleichsoerträgen bzw. von regionalen Sicherheitsverttägen auf Schwierigkeiten stoßen. 3n diesem Falle soll der Rat, toenn ein dahingehender Wunsch an ihn gerichtet wird, den interessierten Staaten seine guten Dienste zur Verfügung stellen können, aber nur nach Prüfung der politischen Lage und unter Berücksichtigung des allgemeinen Friedensinteresses. Außerdem soll die Vermittlung des Rates von einer freiwilligen Anna hme durch die beteiligten Staaten und davon abhängig gemacht werden, daß sie Aussicht auf erfolgreichen Abschluß der Verhandlungen bietet. Zur Weiterbehandlung der deutschen Anregungen für Kr iegsverhü tung hat das Re- daltionslomitee beschlossen, einen Berichterstatter zu ernennen, der für ihre gründliche Prüfung bis zur nächsten Tagung einen Bericht ausarbeiten soll unter Berücksichtigung der Ergebnisse der bisherigen Diskussion und der "Seiner urigen, die von den Regierungen eingereicht werden könnten. Der Entschließungsantrag betont die außerordentlich große Bedeutung der deutschen Anregungen, die zur Verstärkung der kriegsvorbeugenden Maßnahmen geeignet seien. Aotgemeinschast. Das Bild, das die Oesfentlichkeit in den letzten Wochen vom neudeutschen Parlamentarismus bekommen hat, war nicht gerade ergötzlich für den, der trotz aller Enttäuschungen immer noch an ein Hineinwachsen des deutschen Volles in ein ihm von Ratur nicht Angeschnittenes staa.spolitisches System zu glauben wagt. Weil es sich als Hn- möglichleit hecausstellte, einer im ursprünglichen Regierungsprogramm vorgesehenen Gesetzesvorlage eine Form zu geben, die alle seine Wünsche berücksichtigte, halte das Zentrum kurzerhand den mit regierenden Parteien die Freundschaft gekündigt und gedachte nun durch einen gewaltigen Salto mortale direkt in den Wahlkampf hinein mit den schweren inneren Wirren, die die eigene Partei seit Monaten erschütterten, auf* zuräumen. Das trat zumindest nicht sehr staatspolitisch gedacht, denn es blieben ja für die Regierungskoalition noch eine Reihe anderer Aufgaben, deren Lösung man von diesem Reichstag erwarten muhte. Aber das Zentrum lieh sich nicht halten. Zumal die Krankheit des Reichskanzlers und Parteiführers Marx dem ehrgeizigen Herrn von Guerard eine sich selten bietende Gelegenheit bot, die Führung der Partei an sich zu reihen und unter rücksichtsloser Ausnutzung der politischen Situation dem Zentrum eine günstige Plattform für den in absehbarer Zeit unvermeidlichen Wahlkampf zu schaffen. Der bekannte Brief des Reichspräsidenten hat den Zentrumstak i em einen Strich durch die Rechnung gemacht. Man stutzte und merkte dann auch gerade noch rechtzeitig genug, dah draußen im Lande die 2nitiative des Staatsoberhauptes von allen sachlich Denkenden aufs wärmste begrüßt wurde als ein Weg zur Erledigung dringendster ftaatspolitischer Arbeiten, aber auch als Sieg des Staatsgedankens über Parteiegoismus und Wahldemagogie. Das Zentrum wich also, toenn auch wider Willen, einen Schritt zurück und dem Vizekanzler Hergt gelang es nun, die schon auseinandergeslatterten Koalitionsparteien wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Verhältnismäßig schnell einigte man sich dann auf Zahl und Begrenzung der diesem Reichstag noch vvrzulegenden Gesetzentwürfe und Verordnungen, und nach acht Tagen Faschingsferien, die die Reichsboten sich gönnten,, konnte der Vizekanzler Anfang dieser Woche dem Reichstag das Rotprogramm vorlegen. Es ist selbstverständlich ein Konglomerat der besonderen Herzenswünsche, die die einzelnen „ehemaligen" Regierungsparteien, wie sie sich jetzt selbst zu nennen belieben, unter Dach und Fach bringen möchten, bevor sie in die Wahlschlacht ziehen. Aber auch das entspricht der Ratur der Sache, dah nur solche Punkte Aufnahme finden konnten, die mehr oder weniger alle Parteien als dringend anerkannten. Da ist in erster Linie die Hilfe für die Landwirtschaft, die natürlich nur ein Provisorium, ein erster Anlauf zur Behebung der dringendsten Rotftände fein konnte. Es handelt sich dabei in der Hauptsache um die Umgestaltung der drückenden Schuldenlast und die Gewährung der hierzu erforderlichen Kredite. Auch die landwirtschaftlichen Genossenschaften sollen durch die Hergabe von Reichsmitleln wieder in den Stand gesetzt werden, besser als bisher ihrer Aufgabe der Finanzierung des Personalkreditbedarfs und des Warenumsatzes ge.echt zu werden. Weitere Mah- nahmen sind als Hilfe für die durch ausländische Konkurrenz und eingeschleppte Seuchen schwer leidende Viehzucht gedacht. Hierzu gehört auch die von der Opposition heftig bekämpfte Herabsetzung des Kontingents für zollfrei eingeführtes Gefrierfleisch. Das Rotprogramm schließt ferner auch die Verabschiedung des In den Ausschüssen schon seit langem erörterten Kriegsschäden- schlußgesehes in sich, das namentlich den Auslanddeutfchen und Vertriebenen, die im Versailler Vertrag vom Reich übernommene Entschädigung für ihre aus den Beschlagnahmen erwachsenen Vermögensverluste sicherstellen soll. Die ursprüngliche Regierungsvorlage ist bekanntlich seinerzeit von allen Parteien einmütig als unzulänglich abgelehnt worden. Man hat sich nun entschlossen, an Cntschädigungskapital 300 Millionen Mark mehr zur Verfügung zu stesten, aber mit Rücksicht auf die Tragfähigkeit des Reichs- hauShalts d'e auszuzah'enden ‘Beträge auf dis nächsten 2ahre verteilt. Auch sonst weist die neue Vorlage eine Reihe von Verbesserungen im einzelnen auf, so dah anzunehmen ist, dah die um ihr ganzes Hab und Gut gebrachten Ausland- deutschen und Verdrängten in kurzer Zeit wenigstens zu einem Teil für die Verluste entschädig! werden, die ihnen der unglückliche Ausgang deS Weltkrieges in materieller Hinsicht gebracht hat. Weitere Punkte im Rotprogramm betreffen di« Fürsorge für die Kleinrentner, für die Kriegshinterbliebenen und die Rentner der 2nvalidenversicherung. Es ist so ein Arbeitsplan entstanden, der zwar ar sich ohne innere Einheit ist, wohl aber nach der Absichten der Regierung als ein Ganges an- gesehen werden will. Man d nkt daran, oen Gesetzentwürfen eine Schluhklaus l anzufü^en, nach der der Zeitpunkt ihres 3nfraf!tret nä ei 'hsistich festgelegt würde, um damit zu verbi id:m, dak einzelne Punkte des Programms angenommen andere jedoch vom Reichstag fallen g lasten werden. Das Programm soll also als Ganzes in einem Zuge verwirklicht werden. Rach be** politischen Seite hin war an der Regierungserklärung von 2ntercffc. die besonder« Betonung, mit der der Vizekanzler die Auffassung unterstrich, dah durch das Scheitern des Schulgesetzes die verfasiungsmähige Zuständigkeil Der Mnneeiai vor dem SaushMausschuß. des ReichSkabinetts in keiner Weise beeinträchtigt sei. ES sei also kein geschäftsführendes Kabinett, sondern bilde nach wie vor die ordnungsmäßige Regierung, die entsprechend der Reichsversassung die volle politische Verantwortung für ihre Tätigkeit trage. Man hätte annehmen sollen, daß gerade an diesem Punkt der doch vom gesamten Reichskabinett festgestellten Regierungserklärung die Parteien der ehemaligen Koalition zu allerletzt Anstoß nehmen würden. Aber weit gefehlt. Herr von G u e r a r d benutzte die erste Gelegenheit, um auch im Plenum wieder sein Oppositionsrvh gegen das Kabinett feines Parteifreundes Mar? zu tummeln. 3n einem Ton. der an Stärke der Kritik des sozialistischen Redners nichts nachgab, bestritt er die Richtigkeit der Hergtschen Auffassung und behielt sich für seine Partei volle Handlungsfreiheit vor. Soll das vielleicht bedeuten. daß das Zentrum nur auf den günstigen Augenblick wartet, um schon jetzt vor den Wahlen in das Lager der Opposition hinüberzuwechseln? Bei aller Anerkennung für die gute, politische Rase der Zentrumsführer wäre es _ doch vielleicht voreilig, heute schon die Rückkehr der Weimarer Koalition allzu sichtbar vorzubereiten. Wenn die kommenden Wochen im Reichstag weiter dazu benutzt werden, vorwiegend Wahlreden zu halten, so ist nicht abzusehen, wie das Rotprogramm durchgesührt werden soll. Es gibt in der Sache selbst leider genügend Konfliktstoff, an dem sich täglich ein neuer Koalitionsstreit entzünden kann. 2a ist in erster Linie die finanzielleSeite des Notprogramms. Die Deckungsfrage scheint uns mit einer merkwürdigen Laxheit behandelt zu sein, die im schroffen Gegensatz zu den Notschreien steht, die man noch vor kurzem aus dem Munde des Reichsfinanzministers bei allen möglichen Gelegenheiten hören konnte. Es kann doch unmöglich damit getan sein, daß man sagt, die Mehreinnahmen aus den Zöllen werden die Anforderungen decken, die über den ausgeglichenen Etat hinausgehen. Abgesehen davon, daß diese nur in der Prognose von Optimisten bestehenden Einnahmen ursprünglich für ganz andere Zwecke bestimmt waren, sind sie doch in ihrer angenommenen Höhe keineswegs garantiert und können auch nur dann erreicht werden, wenn inzwischen keine neuen Handelsverträge mit Zollsenkungen abgeschlossen werden. Man baut schließlich darauf, bei den Ausgabe- Posten des ausgeglichenen Etats durch Abstriche Einsparungen vornehmen zu können, um damit Mittel für d'.e Zwecke des Notprogrannns freizubekommen. Zn Erinnerung an frühere Etatdebatten muß man uns erlauben, über diese Möglichkeit so lange sehr skeptisch zu denken, vis nicht handgreifliche Beweise für den ernsthaften Spar- i willen des Parlaments vorlisgen. Bislang war es doch so, daß der Reichsfinanzminister stets seine Mühe und Not hatte alle die, mit beträchtlichen finanziellen Rückwirkungen verknüpften Wünsche der Parteien auf ein Maß zurückzuüämmen, das den Etatausgleich nicht gefährdete. Es wird auch diesmal nicht anders werden. Urti) es wäre deshalb zu begrüßen, sich ernsthaft klar darüber zu werden, woher man di« Mittel für die neuen Ausgaben, deren Notwendigkeit wir voll und ganz anerkennen, nehmen will, statt diese Sorge der Zukunft zu überlassen. In keinem Zusammenhang mit dem Rotprogramm steht die P h o e b u s a f f ä r e. Es ist zweifellos der übelste Teil aus der Erbschaft, die der Reichswehrminister Dr. G r o e n e r von seinem Vorgänger Herrn Gehler übernommen hat. Sie wäre vielleicht nicht zu einer so bedrohlichen Fußangel für die Regierung geworden, wenn man nicht in einer merkwürdigen Verkennung der Lage immer wieder versucht hätte, die ganze Sache zu vertuschen, was schließlich doch unmöglich gelingen konnte, statt einmal mit energischem Ruck in aller Offenheit die Karten aufzudecken und der Oeffentlichkeit zu sagen, was nun eigentlich los ist. Nachdem über die Affäre soviel Halbes bekannt geworden ist, wird es notwendig sein, volle Klarheit zu schaffen, damit endlich unter dieses höchst unerfreuliche Kapitel ein dicker Schlußstrich gezogen werden kann. Wir begrüßen es, daß der Reichskanzler sich entschlossen hat, wenigstens den Parteiführern den Bericht des Sparkommissars über die Verluste des Reiches aus der Phoebusaffäre zu unterbreiten, wenn er schon sich nicht baau verstehen konnte, dem Haushaltsausschuh uno damit der Oeffentlichkeit selbst von dem Dericht Kenntnis zu geben. Aber die gegenwärtige Unsicherheit ist keinem Teil zum Rutzen. Die Sache selbst wird nur aufgebauscht und für die Regierung ist sie eine Quelle der Kritik und des Mihtrauens. Ein anderer Punkt im Etat des Reichswehrministeriums scheint glücklicher behandelt zu fein. Cs ist das Panzerschiff im Haushalt der AeichSmarine, das vom Reichsrat unter Preußens Aegide abgelehnt worden ist, dessen Dau nun aber die Zentrumsfraktion zuzustimmen beschlossen hat. Da das Zentrum auch mitregierende Partei im Preußenkabinett des Herrn Draun ist, ist anzunehmen, dah es auch hier auf eine Revision des preußischen Standpunktes drängen wird. Cs besteht also Hoffnung, in den kommenden Etatverhandlungen an dieser Klippe vorbeizusteuern. Eine Rotgemeinschaft nennt sich das Gebilde, das unter der sanften Deihilse des Reichspräsidenten aus den Trümmern der alten Regierung sloalition entstanden ist. Das Wort hat fast einen tragisch-stolzen Klang, wenn man an die großartigen Hilfswerke denkt, die zur Rettung deutscher Wissenschaft, deutscher Kultur, deutschen Volkstums in den furchtbaren Jahren der Inflation entstanden sind. Im Interesse der Volksgesamtheit wäre es nur zu begrüßen, wenn sich auch die Träger dieser politischen Rot- aemeinschast etwas von dem uneigennützigen Geiste zu eigen machten, der diese kulturellen Hilfswerke schuf und förderte. Denn uneigennützig wäre es in gewissem Sinne, wenn die Parteien in den nächsten Wochen im vollen Bewußtsein ihrer Verantwortlichkeit ihre parlamentarische Arbeit einmal ausschließlich u m der Sache selbst willen täten und auf Parteipolemik und Wahlpropaganda verzichten würden. Zu einer Rotgemeinschack haben Reichspräsident und Reichsregierung das Parlament ausgerufen. Die ersten Tage der Reichstags- debatte haben, wenn auch nicht überall gleichmäßig. den Willen gezeigt, dem Rufe Fokge zu leisten. Das muß anerkannt werden als ein in der gegebenen Situation besonders erfreulicher 'Beweis für die politische Einsicht und Rücksicht, die das Volk von seinen ^Beauftragten verlangt" Möchten die kommenden Wochen ihm keine Enttäuschung bringen' Oie phoebusaffäre. Vertagung des SämischberichtS. Berlin, 2. März. Im HaushaltsauLschuh gab Aeichswehrminister Dr. G r o e n e r seine mit Spannung erwartete Ertlärung zur Phoe- bus-Angelegenheit ab. Er führte aus: »Der Haushaltsausschuh hat gestern in der Phoe- bus-Angelegenhett den Beschluß gefaßt, die Reichsregierung zu ersuche^ den Bericht über das bisherige Ergebnis der Untersuchung des Staatsministers S ä m i s ch dem Ausschuß vorzulegen. Die Derichterstattung des Dtaa.smini- fters Sämisch ist vom Reichskanzler, der ihn zu seinem persönlichen Kommissar bestimmt hatte, eingefordert worden und ist auch ihm gegenüber erfolgt. Bei der polittschen Bedeutung der Angelegenheit legt der Reichskanzler besonderen Wert darauf, dah ihre parlamentarische Erledigung auch weiterhin im engsten Einvernehmen mit ihm persönlich erfolgt. Mit Rücksicht auf den derzeitigen Ge- sundheitszustand des Reichskanzlers bittet die Reichsregierung wegen der erforderlichen Fühlungnahme mit dem Reichskanzler die Beratung der Angelegenheit im Ausschuß für einige Tage zurückzustellen und inzwischen in der Beratung des Marineelals sortzufahren. Gegenüber verschie'entlichen Angriffen gegen meine pe.fönliche S e.lungnahme zur Ph ieous- Angclegenhett fehe ich mich zu folgender Erklä- rung veranlaßt: 1. Ich mißbillige die Transaktionen des Kapitäns Lohmann auf das schärfste und muß der Kritik des Abg. Heinig in vielen Punkten durchaus recht geben. 2. Ich bin entschlossen, mit allen derartigen illegalen Unternehmungen gründlich auf juräumen. 3. Ich werde Vorsorge trejen, dah derartige Vorkommnisse sich nicht wiederholen loirnen. Was den Vorwurf anbetrifft, ich ließe mich einwickeln und hinters Licht führen, so wird die Zukunft das Unberechtigte die er Vorwürfe erweisen. Al erdings verspreche ich mir nichts von Presfekampag. en und Veksammlungs.e'en. Ich bin kein Freund von starken Worten, sondern pflege zu handeln. Kritisieren S'.e später diese Sanölungen. Dis dahin darf ich aber wohl eine gewisse Zurückhaltung in vorschneller K.i.ik erwarten." Das Panzerschiff. Zum M a r i n e e t a t führte darauf Minister ©roener aus: Kernstück der Marine im Etat ist das Panzerschiff A, das angc orüert ist als erster Ersatz der alten Linienschiffe. Das Lebensalter ist nach dem Dersailler Vertrag unter dem Washingtoner Abkommen auf 20 Jahre bemessen. Dis dieses Panzerschiff gebaut ist, ist unser ältestes Linienschiff 28, das jüngste 24 Jahre alt. Die Linienschiffe sämtlicher anderen Staaten sind weit, weit jünger. Der Gedanke, nur mit Kreuzern auszukommen, ist abwegig. Wir denken dabei nicht daran, wieder eine Seeschlacht großen Stiles zu führen, aber Seestreitkräste ohne Ausbildung der Kainpf kraft können nur von sekundärer Bedeutung sein. Die Kreuzer sind unzureichend imGefecht. Sie sind eingestellt auf den militärisch besonders schädlichen Gedanken, .sich frühzeitig aus dem Gefecht zu ziehen". Wir wollen doch hoffen, dah die Ostsee eine freie Ostsee bleibt. Die leichten Seestreitkräste brauchen einen Rückhalt an Kampfschiffen, sonst ist die Seekriegführung nichts anderes, als eine .Flucht in den schützenden Hafen". Ein Blick auf die Karte beweist die Wichtigkeit der freien Ostsee und ihre leichte Gefährdung. Deiche Aufgaben Hai unsere Flotte? Es handelt sich erstens um den Schuh unserer Küsten, zweitens um die Sicherung für uns lebenswichtiger Verbindungen über die Offkc, drittens um das Offenhallen der Ostseehäfen Königsberg, Stettin, Lübeck, Kiel, viertens die 5:.a)e- rung unserer Verbindung mit Ostpreußen. Sie ist wichtig in militärischer, politischer und wirt- Die zweite Beratung doS Haushaltes des Ernährungsministers wird fortgesetzt. Abg. L o g c m a ivn (Dn.) wendet sich gegen die Ausführungen des Abgeordneten Tempel. Der Vorwurf derRückständigceit könne den Bauern nicht gemacht werden: der Vottsmund sage ja: .Ein ostfriesischer Dauer verkauft drei Juden im Sack! (Heiterkeit.) Die Dauernschast habe die gleichen Interessen wie der Großgrundbesitz. Die Kreditpolitik des neuen Leiters der Preußenkaffe sei eine Gefahr für die landwirtschaftlichen Genossenschaften. Die Landwirte, die seinerzeit Roggenrentenpfa-ibbriefe erwarben, seien ohne ihre Schuld ins Unglück geraten durch eine falsche Dankpolitik. Die Dauern feien heute einig mit dem Großgrundbesitz. Abg. Pennemann (Zentr.) wendet sich gleichfalls gegen die Behauptung des fozialdemotratischen Abgeordneten, daß der deutsche Bauer im Verhältnis zu dem ausländischen rückständig sei. Die ostfriesischen Bauern hätten geradezu Mustergültiges in der Viehzucht geleistet und sich mit dem von ihnen gezüchteten Material einen großen Namen auf internationalen Märkten in der ganzen Well gemacht. Auch im Gemüsebau habe die ostfriesische Landwirtschaft hohe Leistungen aufzuweisen. Im Gegensatz zu dem abgedroschenen Sprichwort von den dicken Kartoffeln und der Bauernintclligenz könne man sagen: Viele Städter sind nicht intelligent genug, um zu erkennen, welch hohes Maß von Intelligenz hinter der Erzeugung von dicken Kartoffeln steckt. Der jetzige Notstand laste gleichmäßig auf den großen und den kleinen Landwirten. Viel schuld daran trage das zollfreie Gefrierfleifchkontingent. Notwendig fei ein wirksamerer Schutz gegen die Einschleppung von Viehseuchen aus dem Auslande. In den deutschen Auslandvertretungen sollte mehr die Möglichkeit des Exports deutscher Landwirtschaftsprodukte studiert werden. Den Vertretungen sollten Landwirtschaftsattachss beigegeben werden. Die Derbraucherschaft sollte sich von den ausländischen Lebensmitteln abwenden. Die deutsche Landwirtschaft liefere nur gute Produkte. So wie für deutschen Wein sollte großzügige Propaganda für deutsche Lebensmittel einsetzen. Das Notprogramm reiche nicht aus, aber die Landwirte hätten zum Reichsernährungsminister das 1 volle Vertrauen, daß er schnell helfen werde schafllichcr Beziehung, fünftens die Sicherung unserer Neutralität. Wir dürfen uns nicht der Willkür Fremder ohne weiteres preisgeben, und nicht einem Diktat von anderer Selle unterwerfen. Die Landkräfte allein können die Aufgabe des Schutzes Ostpreußens nicht übernehmen. Der Einwand, man könne Ostpreußen beffer auf wirtschaftlichem Gebiete helfen, ist nicht stichhaltig, denn wirtschaftliche Maßnahmen allein beseitigen nicht die Gefahr, die durch kriegerische Verwickelungen drohen, ohne daß wir daran aktiv beteiligt sind. Graf Montgelas zitierte kürzlich das Wort eines belgischen Völkerrechtslehrers: Der Völkerbund in Genf -will nur Völker, d i e sich zu wehren wissen! Die schwierige finanzielle Lage darf notwendiges nicht verhindern. Wir dürfen uns frei» willtg nicht noch mehr entwaffnen, als wir dazu gezwungen sind. Bauen mir das Panzerschiff jetzt nicht, würden wir zu sehr erheblich unproduktiven Ausgaben in den nächsten Jahren gezwungen sein. Alle Gründe militärischer, politischer und wirtschaftlicher Art fördern den Bau. Wir sind nach meiner Ueberzeugung mit dem neuen Schiff auf dem richtigen Wege. Ich bitte dringend um die Genehmigung. 2lbg. Eggerstedt (Soz.) legt die Gründe dar, die nach Meinung seiner Partei gegen den Dau von Panzerschiffen sprechen. Dis vor kurzem sei selbst Admiral Zenker noch gegen diese Panzer gewesen. Die'er Panzer koste 70 bis 80 Millionen. V'er davon seien ro wendig. Hier sollten also 320 Millionen Mark bewilligt werden. Der Redner zieht aus dem Verhalten mancher Marineverwaltungsstellen den Schluß, daß man zu einem gewissen Mißtrauen berechtigt sei. 2lbg. Dr. Haas (Dem.) begründet den ablehnenden Standpunkt seiner Partei, denn nach Meinung seiner Fraktion nütze die Bewilligung dieser Position uns nichts, sondern sie schädige uns. Seine Freunde befürchteten eine 1 iederkehr der Gesichtspunkte des alten Militarismus, wo die Generale auf dem Gebiete der Politik mehr als zweckmäßig tätig fein wollten. 2lbg. Brüninghaus (D. Vp.) spricht als früherer Seeoffizier und vom „gesungen Menschenverstand des Reichstagsabgeordneten" für die Bewilligung des Panzerschiffes. Er wundere sich, wie aus diesem einen Panzerschiff eine Elefontenasfäre gemacht werde, wiewohl wir das Recht des Versailler Vertrages auf vier solcher Schiff hätten. Dündnisfähig fei ein Volk heute nur in der internationalen Weltgeltung, wenn es auch zur See mitsprechen könne. Sonst könne es auch seine Reutralität nicht wahren. Er halte die Bewilligung des Panzerschiffes für eine staatspolitische Rotwendigkeit. Ministerialdirektor Dr. Brecht begründet den Beschluß des Reich srates, diesen Aeubau des Panzerschiffes jetzt zu streichen. Dafür seien mehr f i n a ni c 11 e als militärische Gesichtspunkte maßgebend gewesen. Der ReichZrat habe auch keine endgültige Entscheidung für die künftigen Jahre treffen wollen. Zur Zeit herrsche eine absolute Unübersichtlichkeit der finanziellen Lage. Also solle man erst später die Frage des Panzerschiffbauprogramms entscheiden. Abg. Dr. W e g m a n n (Zentr.) erklärt namens seiner Fraktion die Zustimmung zu dem Dau des Panzerschiffes. Deutschland müsse für alle Eventualitäten gerüstet sein. Seine Partei könne es nicht verantworten, daß die Marinesoldaten — im Ernstfälle — auf nicht kampftüchtigen Schissen ihr Leben wagten. Abg. Treviranus (Dn.) nennt sich überzeugter Verfechter der Idee des abwehrkräftigen, bewaffneten Pazifismus. Wer die Marine bejahe, müsse ihr auch die nötigen Schiffe gewähren. Frankreich habe fein Marinebudget von 1927 bis 1928 um 73'/, Prozent erhöht, während bei Deutschland in derselben Zeit eine Minderung um 13 Prozent eingetreten sei. Allzuviel Rücksichtnahme auf ausländische Polemiken sei nicht am:ebracht. Vor dem Völkerbund könne die Hn» Haltbarkeit solcher Angriffe durch Zahlen leicht bewiesen werden. Reichsernährungsminister Schiele dankt dem Abgeordneten Pennemann für seine Ausführungen und verspricht die Erfüllung der von diesem Redner geäußerten Wünsche. Um den Landwirten den Bezug der Düngemittel zu erleichtern, müßten Reichsregierung und Länderregierungen zusammen- wirken, damit in der schnellen Kreditgewährung keine Hemmungen eintreten. Die Produkte der deutschen Landwirtschaft brauchen die ausländische Konkurrenz nicht zu scheuen, aber es fehlt an der richtigen A b - satzorganisation. Die Hilfe sehe ich nicht in einer einfachen Auskeilung des Roisonds, wie es die preußische Anregung will, nur durch eine einheitliche Organisation kann die hilssakl'on ihren Zweck erfüllen. Es kommt vor allem darauf an, eine bessere und ausgeglichenere Marktlage für landwirtschaftliche Produkte ,u schaffen. Der Landwirt hat weniger Interesse an einer Erhöhung als einer Stabilisierung der Preise. Aus die Frage des Abg. Schmidt, was ich für die Landwirtschaft getan hatte, antworte ich mit der Gegenfrage, glaubt die Sozialdemokratie, daß man der Landwirtschaft helfen kann, wenn das Gefrierfleisch in unbegrenzten Mengen zollfrei ins Land kommt, wenn man Zölle für Gemüse und Kartoffel ablehnt. Unsere Maßnahmen können nur dann dauernden Erfolg haben, wenn wir gleichzeitig Herangehen an einen grundsätzlichen Neuaufbau unseres wirtschaftlichen Lebens. Abg. Meyer-Hannover (W.Vg.) begrüßt die Hilfsaktion der Regierung. Die steuerliche Belastung der Landwirtschaft lei nicht mehr tragbar. In Nordhannover sei ein Kleinbauer mit vier Hektar mit einer Einkommensteuer von 1650 Mk. veranlagt worden. Der Redner begrüßt den inzwischen einge- aangenen Antrag Blum (Zentr.), der die durch Anordnung vom 1. August 1927 erhöhten Richt sätze zur Einkommen- und Umsatzsteuer für die nichtbuchführenden Landwirte wieder auf die früheren Sätze herab setze n will. Abg. Frau Dr. Lüders (Dem.) betont, dia Kritik des Städters an landwirtschaftlichen Dertriebs- methoden fei • kein Zeichen von Landwirtschafts- feindlichkeit. Die ausländische Ware wird von den Hausfrauen deshalb bevorzugt, well sie tadellos sortiert und standardisiert ist. Wenn Annahme des Asrarpwgramms im Reichstag. das der gemeinsamen Organisation der ausländischen Landwirte und Händler möglich war, dann sollte es auch in Deutschland durchführ bar fein. Der vom Reichsernährungsminlsterium gegründete Milchausschuß sollte zu einem Sörth mentenausschuß erweitert werden. In der Einzelberatung fordert 2Ibg. Frau Schott (Dn.) größere Anerkennung der hauswirtschaftlichen Bedürfnisse durch das Ernährungsministerium. Staatssekretär Hoffmann erklärt, daß das Ministerium auf die Zufammenarbeit mit den Haussrauenverbänden das allergrößte Gewicht lege. In den schon bestehenden Propagandaausschüssen für Wein, für Fischnahrung usw. würde bereits mit den Frauenverbänden zusammen gearbeitet. Damit schließt die Aussprache. Vor der 2T6- stimmung über den kommunistischen Miß- trauenden trag gegen den Re ichser- nährungsminister erklärt Ahg, Dr. Haas (Dem.), die demokratische Fraktion wolle natürlich weder dem Gesamtkabinett, noch dem Ernährungsminister ihr Q3ertrauen bekunden. Aber es sei nicht angängig, jeden Tag über Mißtrauensanträge gegen die einzelnen Minister ab- zustimmen. Die Demokraten wurden deshalb nicht für den kommunistischen Antrag stimmen. Der Mißtrauensantrag wird gegen Kommunisten und Sozialdemokraten abgelehnt. Angenommen wird auch der Antrag Wum (Z.) auf Steuerherabsetzung für die vichtbuch- führenden Landwirte. — In namentlicher Abstimmung wird mit 209 gegen 157 Stimmen die sozioldemokroti'che Ent Lließu"g abgelehnt, die dir Aushebung der Futtermittelzölle fordert — Angenommen w'rdm die Ausschußentschließungen. die im Sinne W Rotprogramms eine Umschuldung und ton cre Hilfsmaßnahmen für die Landwirt'chalt und für die Heringsfischerei fordern. — In namentlicher Abstimmung wird mit 193 gegen 169 Stimmen bei vier Enthaltungen der kommunistische und sozialdemokratische Antrag abgelebnt, der fünf Millionen für dir Kinderspeisung in den Etat einstellen will. Dafür haben dir Kommunisten, Sozialdemokraten, Demokraten und Rationalsozialisten gestimmt. Die aus Gefrierfleisch und Fleisch infuhr bezüalichen Anträge werden zurückgestellt, bis die von der Regierung anzekündigt n Ge'ch- entwürfe vorliegen. — Samstag, 13 Llhr, Etat des ReichSwirtschaftsministeriums. Industrie und Landwirtschaft. Gegen einen Kurswechsel in der Handelspolitik Berlin, 3. März. Der Reichsverband der Deutschen Industrie hat in seiner letzten Präsidialsitzung die Notlage der Landwirtschaft einer eingehenden Besprechung unterzogen, als deren Ergebnis er die vom Landwirtschaftsrat in feiner Entschließung vom 23. Februar d. I- und von der Reichsregierung in ihrem Notprogramm ausgestellten Vorschläge ausdrücklich billigt. Er hält sie für eine geeignete Grundlage und eine notwendige erste Arbeit, um mit einer wirksamen Hilfe für die Landwirtschaft zu beginnen. Bei alledem müßten aber die Notwendigkeiten der deutschen Gesamtwirtschaft mehr denn je berücksichtigt werden. Deshalb sei die Verfolgung einseitiger wirtschaftlicher Ziele, wie z. B. eine grundlegende Aende - rung unserer Handelspolitik, die gleichbedeutend wäre mit einer Zurücksetzung deutscher Exportinteressen, unbedingt abzulehnen. Oie Verhandlungen im Werkzeugmacherkorflikt gescheitert. ■Berlin. 2. März. (WB) Die Verhandlungen vor dem Schlichtung lau schuß Go>Der'in zur Beilegung des Konfliktes in der Berliner Metallindustrie sind nach zehnstündiger Verhandlung gescheitert, da der von Gewerberat Körner unterbreitete Verg'eich svor'chlrg von den Arbeitnehmern abgelehnt wurde. Die Arbeitgeber hatten diesem Vorschläge ihre Zustimmung gegeben, die Vertreter des D.utfchm Metal^arbeiterverbandes beharrten jedoch auf ihrer Forderung, eine generelle Regelung der Lohne für die Werkzeugmacher in allen Tetii.ben des Verbandes Berliner M tallindustrielker zu erreichen. Infolge des SchnternS dieser Vn> Handlungen werden morgen voraus, ichtlich die Betriebe von SicmenS-Schuckert und Siemens & Halske, Bergmann, Zwietusch und der Berliner Telephonwerke mit insgesamt etwa 60 003 Arbeitnehmern zum Erliegen kommen. Aus aller Wett. Lin Kraftwagen in voller Fahrt explodiert. Auf der Chaussee zwischen Müncheberg und Straußberg bei Berlin ereignete sich ein schwerer älnglückSfall. Der Führer eines Lastautos der Reichspost beobachtete, wie ein vor ihm fahrendes Personenauto in voller Fahrt explodierte. Der Fahrer, der all:in in dem Wagen faß, wurde heran ^geschleudert und von dem Fü rer des Postautos in das Münckebe.gec Kramend aus geb.a. t. Er hatte das Bewußtsein verloren. Das Auto ist durch die Explosion vollständig zerstört worden. Der Bewußtlose trug in einer Art von Kuriertasche englische und russische Briefschaften bei sich. Seine Personalien konnten noch nicht geklärt werden. Schwere Zuchthausstrafen für Sittlichkeitsverbrecher. Der seltene Fall, daß ein Sittlichkeitsverbrecher drei Tage nach Begehung der Tat ab- geurteilt wird, ist vor dem Schöffengericht Luckenwalde eingetreten. Seit Jahren wurden in Luckenwalde Frauen und Kinder von einem Kerl überfallen und vergewaltigt. Dreimal lenkte sich der Verdacht auf den Handwerker Parpart aus Luckenwalde und nach Gegenüberstellung mit den vergewaltigten Frauen, die ihn als Täter genau wie- vererkennen wollten, wurde Parpart schon einmal wegen Sittlichkeitsverbrechens zu schweren Zuchthausstrafen verurteilt. Irn Berufungsversah'en wurde P. jedoch sedesmal wegen Mangels an Beweisen freigesprocyen. In der vorigen Woche wurde wieder ein Sittlichkeitsverbrechen an einer Frau begangen. P. wurde an demselben lagt orrs^ftet und im beschleunigten Verfahren nach drei Tagen zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Ein zweiter Wüstling wurde wegen SittlichkeilLverbre- chens an einem 9jährigen Schulmädchen in Surfen walde von der Potsdamer Strafkammer von der Berufungsinstanz zu 10 Jahren 4 Monaten Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. r- Die Wetterlage. eirtn-tiis.- -3 Hepar stunde. TM« Zabuarzt: I>r. Kockcrbeck. *D Le dauer acht Stunden. rport.f tfi '«L-ö taba katholische Gemeinden. Samstag, den 3. März. inltriogtn, als vlchchaslerat in ir d. 3. unb non rogramm aufy- .iflKW ckischast, tchiel til chsveii»^ y Gardinen Beachten Sie bitte meine Ausstellung im Laden! C. O. Reuter Spezialhaus für Wäscheausstattungen 2481D lim tMert. $)ie TttbanN l 2e"'i5 der Drrw iger Derh^ n Teivrrklüi vrichlog vv" lehrt WJ F ter teLvch « [c Regelung allen tBetni® lindu^rieller p raus iM ij t und lnddrrDe'L ntnicn- 2 Kiegcol < ichen ®«| atnb ffidjtigt weid', tiger uW' genbe Menlc itit, die -ich urürf fegung en, unbtüngl 'eilt AussMtungsluxus Keine hechtenenden .....‘Wertet ™ «I? l-n te I1i»« AZ z-,^' ßurff pon * Mi 3 > * *4 sm 4aei Ä natütl r °em (b, Wen. D,. 2 «bei Aj? \ Anister ab lriyen deSH^ }! fÜmmen ^-wnuini&t "ir niHM, Örtlicher D 1 Stimmen to "geleh^ *n b'rb.n bii 'inne b?j $ f unb Wßc i Hat mb für n tWfflffltHhet w Stimmen wniSW und elehnt, ber Weisung li 6cn bii jtom« lohnten und Steil* erfuhr ckgestellt. V.gt n ve'eh. 13 Uhr, Etat Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 4. März. Reminiszere. Dolkvtrauertag. Stadtkirche 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr; 11: Kinder kirche für die Matthäusgemeinde, Pfarrer Mahr; 6: Pfarrer Becker; Be.chte und hl. Abendmahl für Mat" thäus- und Markusgemeinde. — Iohanneskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Jo- hannesgemeinde, Pfarrer Ausfeld; 6: Pfarrer Bech- tolsheimer; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johannesaemeinde; 8: Bibelbespreäiung im Jo- Hannessaal, Pfarrer Müller. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz. — Konfirmandensaal, Liebigstroße 56. 2: Taubstummengottesdienst; Feier des hl. Abendmahls, Pfarrer Bechtolsheimer. — Wiefeck. 9 45: (Frauenchor); Opfer für die deutsche Kriegsgräberfürsorge; 11: Kinderkirche. — Alten- vuseck. 10; 1. — Kirchberg. 10: Kirchberg, Stott.; 1.30: Lollar; 1.30: Daubringen. — Hausen-Garbentelch 10: Garbentcich; 1: Hausen. — Lich. Kollekte für den Gemeindehausbau in Mörfelden. 9.30: Pfarrer Dör mer (Rockenbera); 12.45: Kindergottesdienst; 2: Stiftspfarrer Schorlemmer. Der DormiUagsgottes- dienst beginnt von jetzt an wieder um 9.30 Uhr. Dienstag, den 6. März. Kirchberg. Abends 8.30 Uhr: Lollar, Dibelstunde. Mittwoch, den 7. März. Stadtkirche. 6 Uhr: 3. Passionsandacht, Pfarrassi- stent Hertel. — Lich. 8: Passionsandacht. Donnerstag, den 8. März. Kirchberg. Abends 8.30 Uhr: Daubringen, Bibel. elt. irf klploditti- t w 'L;rt unb U 7-z W®" « y ßrtlolio; 'A,?DcDub^ Aus der provinzialhauptstadi. Diehen, den 3. März 1928. Doltstraueriag. Menn die Kirchenbesucher am Bollstrauertage nach dem Gotteshause gehen, so erklingt weihevolles Geläute von den Türmen, im Gottesdienst spielen die Organisten ergreifende Passionsmelodien. Gebet, Bibelsprüche und Predigt sind aufeinander abgestimmt; in Luhe und Feierstimmung sitzen die stillen Menschen auf den Bänken. Auch in den Versammlungsräumen, in denen man der Gefallenen gedenkt, wird in Lede, Gesang, Musik und Rezitation das geboten, was die Seele in Feierstimmung verseht. Wie himmelweit sind doch solche Gedächtnisfeiern von den Tatsachen entfernt, auf die sie sich beziehen, entfernt von dem Lehm und Schlamm der Schützengräben. entfernt von der Bernichtung, die aus Tausenden von Feuerschlünden über das weite Schlacht eld raste, entfernt von den jammervollen Begebenheiten in den Feldlazaretten. Keine recht Gedächtnisfeier, bei der man nicht an die apokalyptischen Leiter denkt, die den Krieg und die Folgen des Krieges: Hungersnot und Pestilenz darstellen. Eine packend« Bildersprache, in der es heißt: „Und es ging heraus ein ander Pferd, das war rot; und dem, der darauf sah. ward gegeben, den Frieden zu nehmen von der Erde, und daß sie sich untereinander erwürgten; und ihm ward ein großes Schwert gegeben. Und siehe ein schwarzes P erd; und der daraus saß. hatte eine Waage in seiner Hand. Und ich hörte eine Stimme unter den vier Tieren sagen: Ein Maß Weizen um einen Groschen und drei Maß Gerste um einen Groschen, und dem Oel und Wein tue kein Leid. Und ich sah, und siehe ein fahl Pferd; und der darauf saß, des Lame hieß Lod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen ward Macht gegeben, zu töten das vierte Teil aus der Erde mit dem Schwert und Hunger und mit dem Tod." — Unsere Zeit hat wenig Sinn für Pietät. Pielät ist eine Auswirkung des Altruismus, und die er ist das Gegenteil des Egoismus. Der Altruismus fühlt mit dem anderen, er hilft dem Bruder, er eickennt neidlos das Große und Gute an anderen an und ist dankbar. Bon dieser Gesinnung merkt man heute wenig. Unsere Zeitgenossen leiern wohl in sehr enthusiastischer Weise große Männer, sie bewundern Goethe, Richard Wagner, Johann Sebastian Bach und Liehsche, aber nur deshalb, weil sie der Ansicht sind, sie seien selbst etwas von dem, das diese Großen waren. Die Mensche : i n e er Tage haben zu viel damit zu tun, sich selbst zu bewundern, deshalb werden sie denen nicht gerecht, die im heißen Kamp e für das Vaterland gefallen sind. Schon während des Krieges pries man die deutsche Organisation in der Heimat und hatte für die armen Opfer, die von den Bahnhöfen nach den Lazaretten gebracht wurden, kaum einen Blick. Auch stürmt das Leben in unseren Tagen mit raschen Schritten voran. Soviel ist seit dem Jahre 1918 über unS gekommen, daß der Krieg hinter manchem liegt w.e eine ferne, längst verklungene Kunde aus alter Zeit. Trotz aller herben Erfahrungen lieben viele jetzt in einem solchen Taumel der Sinnessreude, daß alles Erhabene und Große in ihnen ertötet wird. Vergessen wir nicht, daß sehr viele zum Dolkstrauer- tag direkt vom Karneval kommen, und daß vor wenigen Tagen sich uns das Bild darbot: Auf den Friedhö en vor den Städten die Kriegergräber, auf den Straßen und in den Festsälen der Städte die Menschen im Rarrenkleide. Wir müssen Verständnis für die Gröhe des Opfers haben, das unsere Gefallenen für uns gebracht haben. Unter ihnen waren Hunderttaufende deutscher Jünglinge. Wenn wir an ihr Sterben denken, so ist es uns. als sähen wir ein zertretenes Saatfeld, ungelebtes Leben ruht in ihren G.äbern. Hundertlausende deutscher Männer hat der Krieg verschlungen. 3n das Angesicht ihrer Witwen haben sich die Sorgenfalten eingegraben, ihre Kinder müssen sich mühsam, ohne den Schutz des Vaters, durch das Leben kämpfen. Lln einem Gedichte läßt ber Verfasser, dessen Ramen mir entfal.en ist, einen alten Offizier klagen, daß der Krieg ihm seinen Sohn und der Ausgang des Krieges ihm die Betätigung im Berufe genommen hat. Run hat die Inflation auch seine Habe vernichtet, er verkauft Sück für Stück seiner Einrichtung, zuletzt, so sagt er i bitterer Empfindung zu seiner Lebensgefährtin „das Bett unseres Jungen". Elend an allen Enden ist die Folge des Krieges. Wollen wir diesen Jammer überwinden, so müssen wir in Treue derer gedenken, die durch ihre Hingebung i.nb P lich e fütlung so leuchtende Beispiele sind. Schächter Gottesglaube, Vertrauen auf die Hilfe vdn oben, Rächstenliebe, Geduld, Barmherzigkeit, ein Wandel nach den göttlichen Geboten, nur dieses bringt einem Doll Heil und Wiederaufstieg nach schwerem Zusammenbruch. Zu dieser Gesinnung müssen wir ■Dafür aber Jeden verfügbaren Groschen für den Tabak. Das ist unsere Cosung. Überzeugen See sich, von der Wahrheit unserer Ankündigungen u probieren Sie: Baischart NETTOSPfgREKORBSPfg A-BATSCHAR Kl GALETTE NFABRI1-6-A-G unsere Jugend erziehen, durch die Betätigung dieser Gesinnung ehren wir das Andenken der Gefallenen, über deren Gräber in diesen Tagen der Vorfrühlingswind weht. H. B. Daten für Sonntag, den 4. März. Sonnenaufgang 6.37 Uhr, Sonnenuntergang 17.46 Uhr. — Mondaufgang 15.15 Uhr, Monduntergang 6.23 Uhr. 4. März: 1152: Erwählung Friedrich Barbarossas zum Kaiser; — 1829: der Ingenieur Carl Heinrich o. Siemens in Menzendorf geboren (gestorben 1916), — 1849: Verkündigung der österreichischen Verfassung; — 1879: der Romanschriftsteller Bernhard Kcllermann in Fürth geboren; — 1916: Landung des deutschen Hilfskreuzers „Möve" nach mehrmonatiger Krcuzerfahrt in einem deutschen Hafen; — 1919: Eröffnung der deutsch-österreichischen Nationalversammlung in Wien; — 1924: bi- Türkei schafft das Kalifat ab, der Kalif Abdul Medschid wird verbannt. Daten für Montag, den 5. März. Sonnenaufgang 6.35 Uhr, Sonnenuntergang 17.47 Uhr. — Mondaufgang 16.39 Uhr, Monduntergang 6.48 Uhr. 5. März: 1512: der Kartograph Gerhard Mercator in Rupelmonde geboren (gestorben 1594); — 1534: der italienische Maler Antonio Allegri da Correggio in Correggio gestorben (geboren 1494); — 1926: der Dichter Otto Ernst (eigentlich Otto Ernst Schmidt) in Groß-Flottbeck bei Hamburg gestorben (geboren 1862). Bornotizen. — Tageskalender für Samstag. Marine-Verein: 8,30 Ahr. Vereinslo al. Mo- natsversammlung. — Geflügel- und Vogelzucht- Verein Gießen und Amg.: 8 Uhr, „Pfalzer Hof" Monatsverfammlung. — Brie'laubenllub: 8 Ahr, Tereinslolal. Monatsverfammlung. — V. f. B.: 8 Ahr, Vereinsheim. Versammlung der Leichtathletikabteilung. — Artillerie-Verein: 8,30 Ahr, Vereinslo.al. Monatsvers amm lun g. — 222er: 8,30 Ahr. Kaufmännisches Vereinshaus, Versammlung. — Erste Reichskurzschrift--Gesellschaft »Babelsberger": 8,30 Ahr. „Stadt Lich", Versammlung. - Lichtspielhaus, Dahns o'st raße: „Der große Anbekannte". — Astoria-Lichtspiele: „Mit Tomahawk und Büchse". - Pa'ast-Lichtspiele: 10 Ahr abends: „Gesetze der Liebe". — Tageskalender für Sonntag. Volksbund Deutscher Kriegsgräber-Fürso ge: 12 Ahr, Aeue Aula der Aniversität, Gesallenen- Gedentseier. — Stadttheater: 6 Ahr, „Der He er" (Ende 8,30 Ahr). — Lichtspieltheater wie Samstag. - Palast-Lichtspiele: 9,30 Ahr: „Gesetze der Liebe". — Die Heilsarmee, eine religiöse Vereinigung von Männern und Frauen, die — so schreibt man uns — es sich zur Aufgabe gemacht hat, durch praktisches Christentum ihren Mitmenschen zu helfen, wird am Montag, 5. Mäm, abends 8 Uhr im Saalbau Sauer eine Heilsverjammlung veranstalten. Zur Erklärung wird in der Zuschrift noch bemerkt, daß die Heilsarmee keinerlei politische Ziele verfolgt. Die Armee ist in 83 Ländern und Kolonien tätig. Ihre Hauptaufgabe ist, den Freudlosen ein Freund, den Irrenden ein Berater zu sein. Zu diesem Zwecke hat sie die verschiedensten Heime, wie KinderhÄm-e, Männecheime, Heime für entlassene Strafgefangene und gefährdete Mädchen. Einzelheiten über Zweck und Ziel ber Heilsarmee kann man in der Versammlung hören. (Siehe heutige Anzeige.) Gießener Wochenmarktpreise. ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 150 bis 170, Matte 30 bis 35, Wirsing 40 bis 45, Weißkraut 15 bis 25, Rotkraut 30 bis 35, gelbe Rüben 20, rote Rüben 20, Spinat 35 bis 40, Anter-Kohlrabi 10 bis 12, Grünkohl 35, Rosenkohl 50 bis 65, Feldsalat 150, Endivien 100 bis 120, Tomaten 130, Zwiebeln 25 bis 30, Meerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 5 bis 5« ... Aepfel 10 bis 18, Dirnen 10 bis 15. Dörrobst 25 bis 50, Honig 45 bis 50, Suppenhühner 100 bis 120 Ps. das Pfund; Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.; Eier 11 bis 13. Blumenkohl 60 bis 180, Salat 20 bis 40, Lauch 10 bis 15, Rettich 10 bis 30, Sellerie 10 bis 60 Pf. das Stück. L. U. Don der Landes-Universität Gießen. Dem Assistenzarzt an der Klinik für Geschlechtskrankheiten, Dr. Willy Engelhard, wurde die venia legendi für das Fach der Dermatologie und Venerologie und dem Assistenzarzt an der Chirurgischen Univ.-Klinik, Dr. Hans D i e t e • r i ch, wurde die venia legendi für das Fach der Chirurgie bei der Medizinischen Fakultät unserer Landesunioersität erteilt. ** Vom Verwaltungsgerichtshof. Das Gesamtministerium hat den Oberlandesgerichtsrat Simon mit Wirkung vom 1. März 1928 für die Dauer seiner Zugehörigkeit zum Verwaltungsgerichtshos Aum ordentlichen Vertreter des Präsidenten dieses Gerichtshofs ernannt. Dos Gesamtministerium hat weiter den ter sortbestehcn. Wettervoraussage f ü r Sonntag: ~ achter Nachfrost, tagsüber heiter, mild und trocken. Witterungsaussichten für Montag: Keine wesentliche Aenderung. Lufttemperaturen am 2.März: mittags 8,8 Grad Celsius, abends —0,9 Grad Celsius; am 2. März: morgens —3,8 Grad Celsius. SJlapmum 9,1 Grad Celsius, Minimum — 5,3 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe: «m 2. März: abends 4,2 Grad Celsius; am 3. März: morgens 1,2 Grad Celsius. Sonnenschein- Vorsbraud In Tirol Die Ortschaft Hassereith am Fernpaß wurde von einem großen Brande heimaesucht, dem 20 Häuser zum Opfer fielen. Durch Föhnwind und Wassermangel wurden die Löscharbeiten sehr erschwert. Die Feuerwehren aus den benachbarten Gemeinden, sowie ein Löschzug aus Innsbruck, wurden zur Hilfeleistung herangezogen. Das Feuer brach im Hause des Bürgermeisters aus noch unbekannter Ursache aus. Achtzehn Familien, zusammen etwa 60 Personen, meist Bergleute und Bauern, wurden obdachlos. Das Förderkorbunglück auf Zeche „Ewald". Auf der Zeche »Ewald-Fortsetzung" in Erkenschwick bei Recklinghausen tagte die Grubenunfallkommission. um das Förder- korbunglück auf Zeche .Ewald-Fortsetzung" zu untersuchen. Cs wurde festgestellt, daß es sich bei der Fördermaschine zwar um eine alteWa > schine handelt, daß sie aber nach jeder Richtung hin den bergpolizeilichen Vorschriften entsprochen hat. Weder den Fördermaschinisten noch die Zechenverwaltung trifft irgendeine Schuld an dem Anglück. Es wurde festgestellt, daß sich die Antriebsschnecke des Teusenzeigers s e st gefressen hatte, so daß der Stand der Förderlörbe auf dem Teufenzeiger falsch angezeigt wurde. Der Maschinist mußte infolgedessen annehmen, daß die Körbe noch 350 Meter Fahrt zurückzulegen hatten. Er erhielt erst Kenntnis von dem schweren Unglück durch den furchtbaren Schlag, den der unter die Fanqstützen gehende Förderkorb verursachte. — Der französische Minister der öffentlichen Arbeiten, T a r d i e u , hat an den Reichsarbeits- Minister Dr. Brauns anläßlich der Grubenkata, ftrophe folgendes Beileidstelegramm gerichtet: ,)Ich bitte Sie, die Versicherung einer sehr aufrichtigen Teilnahme zu dem gestrigen Unglück ent- gegcnzunehmen. Die französischen Grubenbesitzer und Bergarbeiter schließen sich dem Gefühl an, das ich mir zur Pflicht mache, Ihnen zum Ausdruck zu bringen." Spanischer Besuch in Berlin. Heute trifft der frühere spanische Innenminister Goicoechea in Berlin ein, um dem Reichspräsidenten v. Hindenburg Grüße des Königs von Spanien zu überbringen. OberlandeSgerichtSrat Altendorf ht Dann- stadt für die Dauer des von ihm zur Zeit bekleideten Amtes zum Mitglied des Verwal- tungsgerichtshoss ernannt. •• Die städt. Kunstsammlung mit der Dr. Hans Bock-Gedächtnisstiftung im Neuen Schloß, Eingang Senckenbergstraße, ist morgen, Sonntag, von 11 bis 13 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. In der Aufteilung wurde eine teilweise Aenderuna oorgenommen. Es gelangten neu zur Ausstellung: 12 Aquarelle, Motive aus Goslar, von Alb. Hertel; Aquarelle und Zeichnungen von H. von Ritgen: Original-Radierungen von PH. Frank, Rich. Friese, A. von Menzel, W. Roemer, H. Schnee tmb Fr. Skar- bina; Kohlezeichnungen von W. Martin; Aquarelle von H. Voshimolo; Bleistiftzeichnungen, Motive aus Nidda, Schotten und Wimpfen, von Rudolf Koch. ** Straßensperre. Wegen Vornahme von Rohrverlegungsarveiten ist die Schießhausstraße seit gestern auf die Dauer von etwa vierzehn Tagen für allen Fährverkehr polizeilich gesperrt. ** Aufgehobene Straßensperre. Die Sperrung der Provinzialstraße Staufenberg — Mainzlar ist wieder aufgehoben. ** Reifeprüfung a n der Oberrealschule. Am Mittwoch und Donnerstag fanden an der Oberrealschule die diesjährigen Reifeprüfungen der beiden Oberprimen unter dem Vorsitz des Leiters der Anstalt, Oberstudiendirektors Dr. Roller, statt. 36 Prüflinge bestanden die Prüfung. Am Freitag erfolgte ihre feierliche Verabschiedung in Gegenwart ihrer Eltern. (Weitere Lokalnachrichlen im 2. Blatt.) Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte. Sonntag, den 4. März. 2. Fastensonntag. Beginn der österlichen Zeit. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Männer; 8: Komunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 5.30: Christenlehre und Andacht; 8: Borromäusvereinsabend. — Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. — Hungen. 5.30: Fastenandacht. — Laubach. 10: Messe mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. Gießen. Dienstag und Freitag, abends 6.30 Uhr: Fastenandacht. €onntand6ienft jlrrxtc U-Bpotveken ain 4. 3. 28 Dr. Schäffer. Dr. Sleimetch. Enaelavotheke ©WoJientovö neuer ® naro oeoeext. » wottig. • oeoecet «Reoew ♦ Schnee c* Qraupem ■ neoei K 6rwnter.(§)Wino$tiiit «O leichter Oji 'nissiger Suosuowesi Q stürmischer nordwesl fcte Piene fliegen mit dem wmdt Pie oooen Stationen dienenden iahten geben die Temperatur an. Pie umien verbinden Or«r eil gleichet» auf neeresmveau umaerechnetrn Luttdruci raussage. Im Osten schwächt sich der hohe Luftdruck etwas ob, dagegen zeigt sich über Nordwestcuropa wieder Luftdruckanstieg. Im weiteren Bereich hohen Druckes bleibt dagegen der gegenwärtige Witterungscharak- Freitaq.denZ 'tflärj 1Q2.Ö. 7 h abends Jan C löst idöf ItcrthJ lof Äh, Deren o$v Z vt 'M . • ■ - - nie erreicht! nie erreicht! 2439D Allen Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, daß am Donnerstagmorgen 11 Uhr mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Anton Müller IV. nach langem, in großer Geduld ertragenem Leiden, im Alter von 53 Jahren sanft entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Kath. Els. Müller Wilh. Müller und Familie Wilh. Braun und Familie Theodor Müller Frieda Müller. Hörnsheim, den 2. März 1928. Die Beerdigung findet Sonntag, den 4. März, nachmittags P/i Uhr, statt 2484D Gestern nachmittag gegen 5 Uhr wurde meine innigstgeliebte Tochter, unsere herzensgute Schwester Louise Strohbadi nach kurzer Krankheit, im blühenden Alter von 18 Jahren, von uns genommen. In tiefem Schmerz: Charlotte Strohbadi Wwe, geb. Wiechard Gustav Strohbadi Martha Strohbadi Gießen (Goethestr. 48a), den 3. März 1928. Die Beerdigung findet Dienstag, den 6. März, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Jisaveen-VaBtmse« Äedeuiende lithographische Anstalt sucht einen vornehmen Verwette der bei den Ziaarrenfabriken in Gießen und Umgegend eingeführt ist. Gest. Angebote mit la Referenzen unter 2Z6D a. d. Gieß. Anzeiger Gesangverein Harmonie-Gemütlichkeit Unseren Mitgliedern die traurige Mitteilung von dem Ableben unseres Ehrenmitgliedes Karl Stadtler Beerdigung Montag, den 5. Mürz, nachmittags 2 Uhr, Neuer Friedhof. 24761) Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. Lebens-Existenz Am Mittwoch, 7. März, beginnt unsere unentgeltliche Beamienschnle. Herren nicht unter 25 Jahr, mit gut. Unigangsformen, welche einen Berufswechsel zugunsten einer aussichtsreichen Lebensstellung an streben, finden bei persönl. Vorstellung am Dienstag, 6. d. 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Schmatzend schleckte er sich den sauren Saft von den Fingern: ei, wie süß, wie ganz köstlich süß! „Daß du dich nit unterstehst, Trauben zu fressen," fuhr er den Trottel an. Der hatte bereits probiert und jchnitt eine Grimasse. „Diebsgesindel!" Der Alte hob drohend die Traubenschere. Das Pittchen grinste, die Raden flogen davon. Die Schommer murrte schimpfend: wenn sie wo anders hätte ankommen können, würde sie sich gehütet haben, sich hier bei dem alten Geizhals zu verdingen. Nicht einmal ein paar Trauben gönnte einem der! Widerwillig schnitt sie darauf los, ohne Lust, nur darauf bedacht, so viel als möglich zu naschen. Die Trauben schmeckten noch höllisch unreif, ganz grasig, es rumpelte ihr auch schon mächtig im Leib, aber es hungerte sie. In ihrer für die heutige Naßkälte viel zu dünnen Kleidung fror sie erbärmlich, sie schnatterre vor Frost. Kein lautes Wort, kein fröhlicher Zuruf, kein munteres Lied stieg auf aus des alten Jakob Bremm Zuckerberg. Unheimlich fast in seiner ingrimmigen Schweigsamkeit, klappernd wie der Knochenmann selber, stand er zwischen den Reben und schnitt und schnitt. (Fortsetzung folgt.) m m er! SAISON -ERÖFFNUNG Lanz-Fahrräder Zahlbar pro Woche 3 RM. ohne Aufpreis gegen sofort Auslieferung bei RM. 10.— Anzahlung. Vertreterbesuch kostenlos und unverbindlich I — Postkarte genügt! Allein-Verkauf: A. Ruhl jun., Kleinlinden-Gießen Telephon 1170 Vertreter der Lanz-, Viktoria- und Stoewer-Werke Telephon 1170 2478 D 246ÜBB Blosse, Frankfurt s. M. 6ebr. Imheuser Das Haus der guten Qualitäten 8473* DünQekalkWfuMlSMtofliselÄirto-lieeb Haus auf Abbruch gegen Gebot so- 24070 allerbeste Qualität, 897D Gastwirt 2449V Quantum. H. SKM & 6o., Wien und LüMMMkte Telephon 1154. 2442V 2418A MÖBEL 240988 Frankfurt a. 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März 1028, abends 8 Ubr, imSaalbanSauerOSwaldSgarteneine mk WmeMMiiU Jedermann herzlich willkommen! ,lM9 DeiiWer Volksiraueriag 1928 Gedenkfeier zu Gbveu «niesev gefallsueu Mvtesev Sonntag, den 4. März 1928, mittags 12 Uhr pünktlich, in der Neuen Aula der Universität. Sedenkanfprache: Prof. Dr. Koch. / Weiter wirken mit: Der Lauersche Gesangverein unter Leitung seines Ehormeisters Görlach, Frau Elfriede Fischer (Klavier), Musiklehrer Franz Lauer jun. (Violine), Studienrat Dr. Hillenbrand (Cello). Die Einwohnerschaft Gießens wirb zur Teilnahme herzlich eingeladen. Eintritt unentgeltlich. Zur Deckung der Unkosten wird am Ausgange ein freiwilliger Beitrag erbeten. Die Ausgabe der plahnummern, die auf die Programme aufgedruckt sind, erfolgt am Eingang. Saalöffnung 11'/. Uhr. Volksbund Deutsche Knegsgräberfürsorge Landesverband Hessen, Ortsgruppe Gießen Dr. Fre» Treis (Hessen) Einladung zum Brünlanl-Kurlus der Landwiriscbaftskammer am Dienstag, dem 6. März, vormittags 10 Uhr in der Stadthalle zu Homberg a. d. Ohm 1. Vortrag: Generalsekretär Dr. Wagner, Gießen Die Bedeutung der Grünlandwirrschaft f. d.Tierzucht 2. Vortrag: Dipl.-Landwirt Graeber. Darmstadt Die Grundlagen neuzeitl. Wiesen- u. Weidewirtschaft anschließend allgemeine Aussprache Nachmittags Film:„Tierzucht u. Pflanzenbaui.Hessen Land wirtschafte kammer für Heesen SciiuinaflD-Theater — 3.-11. März Frankfurt a.M. 8.-11. Hin Heute Premiere.- Anna PAWLOWA mit ihrem Ensemble von 50 Tänzern und Tänzerinnen Samstag u. Sonntag, abds. 8 Uhr Einzige Aufführg. in Deutschland DON QUIXOTE Großes Ballet in zwei Akten und einem Prolog „Divertissements" Karten an derTageskasse 11 —lUhr und ab 5 Uhr. Teleph. Vorbestellungen Hansa 4603 und Hansa 6841 Ä 24060 MisiiTilerrltlt Zur Gewährleistung eines guten fachmännischen Musikunterrichts liegt in der Musikalienhandlung C h a! 1 i e r eine Liste unserer Mitglieder mit Fachangabe und Adresse usw. auf. Weitere Auskunft erteilt der erste Vorsitzende Albert Kasten, Seltersweg 81 Sprechstunde 12—13 Uhr (außer Mittwochs) 24410 Reichsverband Deutscher Tonkünsiler and Musiklehrer, Ortsgruppe Hielten. Die edelste stunstlst die Ulujif tehrl sie kuren Kindern. . ..... . M Frankfurt n. M. München 4. März 1928 Gesetze der Liebe Aas der Mappe eines Sexualforscher* unter Mitarbeit von I)r. Magnus Hirschfeld, Berlin mit Vortrag des Dr. A. Wagner aus Frankfurt a.M. Vom einfachsten Lebewesen bis zum Menschen. L Suchen u. Finden d. Geschlechter. 2.Ans Licht d.Welt. 3. Vom Zwischengeschlecht (Zwitter). 4. Mutterliebe. Nur für Erwachsene! —--— Pressestimmen: eine äußerst wertvolle kulturelle Arbeit.. als Werk wirklicher Aufklärung eine anzuerkennende Tat.. .Interessant und lehrreich . ein Kulturfilm bester Art, einer der eindrucksvollsten, schönsten und vielseitigsten Kulturfilme, die in den letzten Jahren entstanden sind. vorzüglich geeignet, die sexuelle Verrohung zu bekämpfen. 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Auf Gründ dieser Kenntnis und in voller Würdigung der Beschwerden der Vogelsberg-Bewohner haben wir schon in früheren Jahren, zuletzt wieder in unserer Ar. 17 vom 20. San. d. 3. die Wünsche der Dogelsbergvrte nach stärkerer Verkehrserschliehung durch den Bau einer neuen Vogclsberg- Querbahn als durchaus berechtigt erklärt. Auch heute wieder möchten wir an der Spitze dieser Betrachtung betonen, das) die zur Beseitigung dieses Verlehrsnotstandes berufenen Stellen den Wünschen aus dem Vogelsberg ihre ernsteste Aufmerksam eit widmen und ihnen wohlgeneigtes Entgegenkommen bekunden sol.ten. Das hängt allerdings in sehr erheblichem Mähe von den Bewohnern des Vogel sberges s e l b st ab. Man muh sich dort oben im Gevirge ganz klar darüber werden, dah die Reichsbahnverwaltung wohl kaum geneigt sein wird, mehrere Strecken durch ein verhältnismäßig kleines Gebiet zu bauen, Und aus dieser Erkenntnis wird man die Schlußfolgerung ziehen müssen, dah nach der befriedigenden Beantwortung zahlreicher Vorfragen allenfalls nur eine neue Bahnstrecke in Betracht kommen kann. Dah diese eventuelle Strecke nicht für jedes Dors restlose Befriedigung bringen wird, liegt auf der Hand. Man wird sich in manchen Dörfern des Oberwaldes angesichts der Verhältnisse auch in Zukunft damit abzufinden haben, dah man zu einer neuen Bahnstrecke weiterhin längere Wege zurücklegen muh, weil die Bahn eben nicht jedes Dorf berühren kann. Deswegen darf aber eine fortschrittlich gesinnte Gemeinde nicht b iseite bleiben. Rotwendig ist jetzt vor allem, wenn überhaupt ernstliche Aus.icht auf einen Erfolg der anerkennenswerten Bemühungen der Dogelsbergbewvhner eröffnet werden soll, dah man unter allen Snteressenten eine volle Einigung herstellt. Solange die eine Partei nach rechts, die andere nach links zieht und eine Mitte wieder etwas anderes haben will, braucht man nicht zu hoffen, dah die Reichsbahnverwaltung sich bereitwillig zeigt, oder gar eine Entscheidung in positivem Sinne trifft So schwerwiegende Dinge wie die Dahnbauprojekte im Vogelsberg können nicht durch temperamentvolle Reden in Volksversammlungen, auch nicht durch allerlei Polemiken in den Zeitungsspalten geklärt und gesördert werden. Erforderlich ist vielmehr ein ruhiges, kühles Abwägen aller Möglichkeiten, ein Ausgleichen der einander wider st reitenden Lokal- Snteressen unter den höheren Gesichtspunkten des Gesamtwohls und die Schaffung einer Einheitsfront zur Erzielung gröherer St oh kraft. Das ist viel wichtiger als eine Genugtuung darüber, dah die eine Seite der andern einige Dörfer in der Meinungsbildung abgenommen hat. Man wird freilich nicht erwarten können, dah die Einheitsfront aus der Mitte der jetzt miteinander streitenden Snteressenten- Gruppen von selbst entstehen kann. Zur Erreichung dieses nächstliegenden Ziefes bedarf es u. C. des Eingreifens einer unparteiischen Stelle, die bisher in der ganzen Sache weder nach der einen, noch nach der anderen Seite hin hervorgetreten ist. Diese Tätigkeit des ehrlichen Maklers wäre nach unserer Ansicht Aufgabe der Pro- v i n z i a l d i r e k t i o n , bei der man sicher sein kann, dah sie den Blick nicht in die lokalpolitischen Kleinigkeiten, sondern auf das große Ziel des Gesamtwohls des Vogelsbergs richten wird. Den interessierten Vogelsberggemeinden möchten wir dringend empfehlen, den nun schon wochenlang andauernden fruchtlosen und wenig angenehmen Kamvf des_ caien gegen den anderen einzustellen und dafür zur Förderung der sachlichen Arbeit die Hilfe eines Unparteiischen zwecks Schaffung einer Einheitsfront aller Bahnbauinteressenten anzurufen. Rur auf diesem Wege kann man aus der Sackgasse, in der man mit der guten und fördernswerten Sache jetzt steckt, herauskommen zu positiver Arbeit, der jeder wohlmeinende Freund des Dogelsberges vollen Erfolg wünscht. Birstem—Hartmamrsham. Seit Jahrzehnten besteht der Plan des Weiterbaues der Kleinbahn Wächtersbach — Birstein nach Rorden zu. Bereits im Jahre 1905 wurde ein Projekt ausgearbeitet Es kam aber nicht zur Aussührung. weck man sich nicht über die Linienführung einigen konnte. Rach der Inflation lebte das Projekt aber derart wieder auf, dah sich die Kreisverwaltung in Gelnhausen und die Direktion der K.einbahn in Wächtersbach veranlaßt sahen, ein neues Projelt ausarbeiten zu lassen, mit der Linienführung von B i r st e i n über Fi chborn, Radmühl- Wettges — Wüstwillenroth — Lichenroth — Völzberg nach Hartmannshain, der Reichsbahnlinie Lauterbach — Gedern-Stockheim. Der von der geplanten Reubaulinie durchschnittene Landstrich ist mit 17,1 Kilometer im Staate Preußen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gelnhausen und mit 2,1 Kilometer im Freistaat Hessen gelegen. Dieser Landstrich ist zum großen Teil von erheblicher Fruchtbarkeit,: Roggen, Gerste, Hafer und Kartoffeln liefern gute Erträge. Die vorzüglichen Wiesenflächen, insbesondere zwischen Lichenroth und Hartmannshain, liefern ein sehr begehrtes Futter. Die in unmittelbarer Rähe der ganzen Bahnlinie vorhandenen Basalte und die ausgedehnten Tonfelder in der Gemarkung Wüstwickenroth harren der Erschliehung. Die Einschläge der umfangreichen Waldungen, staatliche wie private, müssen jetzt mühselig auf weite Strecken der nächsten Bahnstation zugeführt werden. Die Bewohner des Landstrichs sind bisher gezwungen, weite Strecken auf bergigen Straßen zurückzulegen. Rur mit vieler Mühe, Zeitverlust und hohen Kosten können sie die entlegenen Bahnstationen erreichen, um die Erzeugnisse ihrer Wirtschaft der Eisenbahn zu übergeben. Der Dau eines Schienenweges von B i r st e i n nach Hartmannshain wird es den Bewohnern dieser Gegend des Vogelsberges ermöglichen, mit anderen Gegenden in Konkurrenz zu treten, welche die Wohltat einer Bahnverbindung bereits genießen und die hierdurch zu Wohlstand und Blüte gelangt sind. Ohne Zweifel werden die Transporte der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnisse zusammen mit dem Personenverkehr die neue Bahnlinie lebensfähig machen. Aber in Anbetracht der vielen Bodenschätze, die erst durch die Errichtung der Bahn gehoben werden können, werden der Reubaustrecke weitere umfangreiche Verfrachtungen zugeführt werden. Es sei nur erinnert an die ungeheuren Basaltlager. Der Vogelsberger Basalt ist als eines der besten Rcttur- produkte weithin bekannt. Sedoch ohne ein Verkehrsmittel ist es nicht möglich, diese Bodenschätze zu konkurrenzfähigen Preisen auf den Markt zu bringen. Aber auch noch andere Bodenschätze warten auf die Schienenverbindung, wie: Braunkohlen, Eisenerze, Quarzit und zur Fabrikation von Ziegelsteinen bestgeeignetester Ton. Den vielen entlegenen Ortschaften mit ihren fleißigen Bewohnern würde die Dahn große wirtschaftliche Vorteile bringen. Gewerbliche Anlagen würden in Kürze entstehen und der einheimischen Bevölkerung wären ergiebige Der- dienstmöglichkeiten gegeßen. Die neue Bahnlinie würde wesentlich dazu beitragen, den Touristenverkehr aus den nahegelegenen Städten, wie Hanau, Offenbach a. M. und Frankfurt a. M. zu heben, denn der ca. 600 Meter über NN gelegene Ort Ha r t ma nn s h a in als Ausgangspunkt zum hohen Vogelsberg wär« von Frankfurt o. M. über Wächtersbach in etwa zweiein- halbftündiger Fahrt zu erreichen. Hierdurch würde der Vogelsberg mit feiner erquickenden, reinen Höhenluft dem erholungsbedürftigen Großstädter näher gebracht, was anderseits ten Vogelsbergern große Vorteile brächte. Das Bedürfnis der skizzierten Schienenverbin- ■ düng erkennend, stehen die maßgebenden Regierungsstellen in Preußen, wie in Hessen, der Be- zirksverband in Kassel und dieProoinz Oberhessen dem Bahnprojekt mit größtem Wohlwollen gegenüber, und sie fr.'ben namhafte Summen als Beteiligung an den Baukosten in Aussicht gestellt. Auch die beteiligten Kreise Gelnhausen und Schotten, sowie die in Betracht kommenden Gemeinden haben sich derart an der Finanzierung beteiligt, daß die beste Aussicht besteht, das Unternehmen zu verwirklichen. Bedauerlicherweise war aber die hessische Regierung bis jetzt noch nicht zu bewegen, sich durch Uebernahme von Aktien an dem Ausbau dieser Strecke zu beteiligen, obgleich nur eine im Verhältnis zur Gesamtaufwendüng von 2100 000 I Mark geringe Beteiligung von 42000 M k. । von der hessischen Regierung erbeten wird. Ohne i diese Beteiligung, die grundsätzlich von der i Reichs-, wie der preußischen Regierung für ihre । Beteiligung zur Bedingung gemacht wird, wird das Unternehmen nicht zustande kam - > men. Dies hat der Provinzial direkt! an in Gießen, dem Kreise Schotten und den Gemeinden Hartmannshain und Herchen- h a i n Veranlassung gegeben, den folgenden A n - trag an den hessischen Landtag zu richten: „Die Wächtersbach-Birsteiner Kleinbahn-Aktiengesellschaft plant den Weiterbau ihrer nor- malspurigen Bahnstrecke von Birstein über Fischborn, Radmühl, Wettges, Wüstwillenroth, Lichenroth, Völzberg nach Hartmannshain, anschließend an die Reichsbahnstrecke Lauterbach- Stockheim. Die Reubaustrecke weist eine Länge von 19,2 Kilometer auf. Hiervon entfallen 17,1 Kilometer auf preußische und 2,1 Kilometer auf hessische Gebietsteile. Das Projekt ist ausgestellt. Der Konzession auch auf hessischer Seite steht nichts entgegen. Für das preußische Gebiet ist die Finanzierung gesichert. Ebenso haben die hessischen Gemeinden Hartmannshain und Her- chenhain, der Kreisausschuß Schotten seine Beteiligung durch plebernahme von Aktien beschlossen, und die Provinz Oberhesfen solche in Aussicht gesteckt. Auch ist die Gelandeslellung auf der hessischen Seite gesichert. Dagegen konnte sich das Hessische Finanzministerium bis jetzt zur plebernahme von Staatszuschüssen nicht entschließen. Die Beteiligung des preußischen Staates an den Bahnbaukosten in Höhe von 450 000 Mk. wird davon abhängig gemacht, daß der hessische Staat sich ebenfalls im Verhältnis zur Länge der auf hessisches Gebiet entfallenden Bahnstrecke beteiligt. Bei dem unzweifelhaft großen wirtschaftlichen Vorteil, den die Einmündung dieser Bahn in die erwähnte Reichsbahnstrecke für die hessischen Gemeinden Hartmannshain, Herchenhain und deren Llmgebung hat und dessen Anerkennung sich in der für diese armen Gemeinden recht bedeutenden Opferbereitschaft für das Unternehmen zeigt und Zustimmung In der Mitbeteiligung von KreiS und Provinz bei der Finanzierung findet, bitten wir unsere Vertreter im Landtag dringlichst, die Ausführung dieses für unsere wirtschaftliche Hebung so bedeutsamen Projektes, zu dessen Sicherstellung allein noch die Beteiligung des hessischen Staates erforderlich ist, nicht durch eine ablehnende Haltung zu gefährden. Als Vorteile vom Dahnbau verspricht man sich Hebung und Erleichterung des Ausflügler- und des Sportverkehrs, verbesserte Ausbeutung der Steinbrüche und des Holzverkehrs. Erleichterung des Arbeiterverkehrs mit den Städten Gelnhausen, Hanau, Offenbach, Frankfurt. Wir bitten daher, der Landtag wolle beschließen: „Das Staatsministerium wird ersucht, sich auf Grund des Artikel 7 des Gesetzes, die Nebenbahnen betreffend, vom 29. Mai 1884 durch die Uebernahme von 20 000 Mark pro Kilometer, also 4 2 000 Mark, an dem Bahnunternehmen zu beteiligen und diesen Betrag in den Staatsvoranschlag für 1928 einzustecken." Schließt sich der Landtag dieser Eingabe n i o) t an. dann kommt dec Bahnbau sicher nicht zustande, was eine nie wieder gutzumachende Schädigung der Vogelsbergbewohner bedeuten würde. Hojjent.ich wird dem südlichen Vogelsberg diese unberechenbare Schädigung erspart bleiben. Oberhessen. Larrdkrcis Gictzcn. CO Klein-Linden, 3. März. Aus der Gemeinderatssitzung vom Freitagabend ift als bemerkenswert zu berichten: Im Be.fein von Lauinspektor Bickelhoupt (Gießen) wurde am Nachmittag eine Besichtigung der Baufluchtlinie auf der Wann vorgenommen. Da die nördlich der Straße liegenden Bauplätze nicht die genügende Tiefe aufweisen, so wird bei den Neubauten auf die Anlage von Vorgärten verzichtet. Ein Vorgarten kommt nur für die erste Hofreite, Ecke Wann-Frankfurter Straße, in Frage. Die Breite der neuen Straße soll 8 Meter betragen. — Der Besetzung der Flurschütz- und Totengräberstelle durch Ortsansässige hat das Kreisamt seine Zustimmung gegeben. Meldungen mit Gehaltsansprüchen sind b s zum 10. März einzu- re.chen. — Die Ablösung der Markanleihen der Gemeinde wird gutgeheißen. Mit der Landeshypothekenbank in Darmstadt und mit der Bez rkssparkasse Gießen wurden Vergleiche abgeschlossen, wonach die Gemeinde chre alten Schulden mit 124 Prozent aufwertet und die Aufwertungs- schuld ist mit 5 Prozent zu verzinsen. — Schon einigemale beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Gesuch einiger Einwohner in der Frankfurter Straße, die dort in den letzten Jahren Wohnhäuser errichtet und um Herabsetzung von Zuschlägen auf ihre Bauplätze nachgesucht hatten. Nachdem durch die Wirtschafts- und Finanzkommission die Angelegenheit gründlich durchberaten worden war, wurde heute beschlossen, nur zwei Eigentümern einen Nachlaß von je 300 Mk. zu gewähren, da die Plätze dieser beiden durch Auffüllungen einen besonderen Kostenaufwand erfordert hätten. — Um Baulustigen durch steuerliche Dergün- st i g u n g e n entgegenzukommen, beschließt der Gemeinderat folgendes: Wohnungen, die im Kalenderjahr 1928 begonnen werden, bleiben für das zur Zeit der Beendigung laufende und für die fünf nachfolgenden Rechnungsjahre auf Antrag von der Grundsteuer befreit; entsprechendes gilt für den verhältnismäßigen Teil von solchen Gebäuden, die nur zum Teil Wohnungszwecken dienen. Das bebaute Grundstück wird während der Dauer der Steuervergünstigung so zur Grundsteuer herangezogen, als wenn es unbebaut geblieben wäre. r. Lang-Göns, 2. März. Dieser Tage feierte der Gesangverein „Frohsinn" sein 73. Stiftungsfest in der Turnhalle. Rach einem sinnigen Prolog und der Degrü« ßungsansprache wurde 3oh. Wilh. Wentzel durch das Vorstandsmitglied des Hessischen, Sängerbundes, Koch, Gießen, unter äleberrei- chung einer Ehrenurkunde für 40jährige aktive Sängertätigkeit ausgezeichnet. Die Sänger, unter Leitung des bewährten Chor- meisters Blaß, Großen-Linden, ernteten nach dem vorzüglichen Vortrag einiger Chöre starken Beifall. Einige um den Verein verdiente Mitglieder wurden anläßlich des Stiftungsfestes zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der musikalische Teil des Abends wurde durch den hiesigen Musikverein (Leitung W. Müller) bestritten; die Herren Müller und Weih erhielten für ihre Klarinetten- bzw. Trompetensoli ebenfalls lebhaften Beifall. Ein gut gespielter Schwank bildete den Schluß des in allen Teilen gut gelungenen Abends. # Aus der nördlichen Wetterau. 2.März. Der Handel in Kartoffeln hat sich in letzter Zeit etwas lebhafter gestaltet, da die Saatgutkäufe eingesetzt haben. Mehr als früher hat man die Bedeutung des Saatgutwechfels und feine betriebswirtschaftlichen Vorteile erkannt, und neben den anerkannten Saatgutsdellen der Landwirtschafts- kammer liefern auch private Züchter Pflanzkartof- Es zogen drei Burschen wohl über den Mein .... Roman von Erica Grupe-Lörcher. (Schluß.) Wäre ihr fanatischer Glaube an „la belle France" nicht vielleicht im letzten Stadium ihres Lebens ins Wanken geraten und hätte sich vielleicht in Abscheu abgewandt, wenn es die Plumpheit der dritten französischen Revublik in ihren Vertretern in Wahrheit und von Auge zu Auge kennengelernt? Die brutale Phrase eines Poincarö, die ungerechte Anmaßung aller französischen Behörden, die sich hier im Lande an den besten Stellen einnisteten, die strafwürdige Saloppheit, mit der die neuen Herren alle herrlichen Institute, alle Kunstwerke verkommen ließen — hätte sie nicht letzten Endes doch noch der Greisin ihren Glauben gekostet? ,Sch freue mich jetzt auf das Wiedersehen mit Fritz Wenger," meinte Raymond, „er wird mir genau Bescheid über die Stimmung, gerade auch auf dem ISartbe und außerhalb der Städte, sagen können! O, ich weiß es, er kann mir Gutes berichten!" — Droben auf feinem Altan ftand bereits Wenger und spähte die Landstraße herab. Eine freudige Ungeduld brannte in dem immer so beherrschten Manne. Als er das Gefährt in der Ferne entdeckte, winkte er ihnen entgegen. O, es lag so viel Jubel in feiner ganzen yal- tung! Melusine fühlte es mit heimlichem Glück. Und sie wußte es: dieser Jubel galt ihr, galt ihrem Kommen heute! Ferne aus der Tiefe tarn Gesang herauf. Raymond wurde aufmerksam. Ein Zug stieg aus dem Dorfe in den Dergweld hinauf. Voran eine lange Schar von Kindern. Gleich daraus kam im Wechselgesang ein anderer Zug droben die Berge herab. Er ging dem andern entgegen. Dann saß man wieder droben in dem herrlichen Haus, auf halber Berghöhe frei gelegen, als sei man fern, als sei man hoch entrückt aller Niederung, allem inneren Zwiespalt, aller Verbissenheit und Unzufriedenheit, wie sie drinnen in der Stadt in den einheimischen Kreisen immer mehr, gleich einem leise glimmenden Feuer gegen ine Welschen, gegen diese roten französischen Käppis fraß. Seit Jahr und Tag war es nicht mehr so schön bei Fritz Wenger gewesen. Seit langen Jahren nicht. Als Melusine zurücksann, während sie in der gemütlichen Bauernstube tafelten, wußte sie, daß feit den Jahren vor dem Kriege keine Stunde hier wieder so schön gewesen war wie die heutigen. Hatte sie geahnt, daß Wenger so fröhlich, so lebhaft, so voll überströmender Freude sein konnte? Alles, was ihn einst ihr gegenüber in Zaum gehalten und Um so schwerfällig, ihn zurückhaltend gemacht hatte, weil er stets einen andern zwischen sich und ihr stehen sah, das war nun abgesunken. Nichts mehr stand nun zwischen ihnen beiden. Und er fühlte, auch sie lag jetzt am Herzschlag der eigenen Heimat. Es war ein Maiensonntag, der erste Sonntag im Monat. Drunten im Dorfe klangen Volkslieder auf. O, viel deutsche Volkslieder (eoten und klangen im Elsaß, viel Hunderte waren es! Frühlingslieder, Maienlieder! Fritz Wenger setzte sich ans Klavier und zog nun all die Melodien drunten vom Fuß des Berges hier in fein Haus empor. Raymond und Melusine saßen auf der beiten eichenen Ofenbank am grünen Kachelofen und lauschten. Melusine hatte die Hände um die Knie geschlungen. Wie lange hatte sie keine Volkslieder mehr gehört! /.Jetzt geh' ich ans Brünnele, trink aber net!" „Zu Straßburg, zu Straßburg, Soldaten müssen sein ..." Ein Laut. Raymond wandte sich zu ihr herum. Was war? Auch Fritz Wenger hatte ihren Ruf bemerkt. Er unterbrach sein Spiel und kam aus dem Nebenzimmer heran. War es ein Erschrecken oder ein Erfreutsein, oder ... was war es denn? Gerade eben hatte er das Lied begonnen: „Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein ...?" „O, es war eine Erinnerung," meinte Melusine jetzt, „Raymond, an dem Nachmittage, an dem du damals mit Dietwart auf den Nebenarmen des Rheins in Grandmamas Park Schlittschuh liefst, spielte ich drinnen im Salon bei der Grandmama dieses Lied. Ja, gerade dieses Lied! Weil es mir immer so gut gefallen hat! Ich hatte mir eigentlich gar nichts trabet gedacht. Aber Cousin Alceste war auch gerade im Salon. Der kam ans Klavier und hänselte mich! Nicht nur, weil ich deutsche Volkslieder spielte ... sondern ..." „Nun?" fragte Raymond, als sie stockte. „Nun? Was hänselte er?" fragte lächelnd auch Wenger. „O, er fragte: ob ich mich vielleicht als der Wirtin Töchterlein fühle, und mir gleich drei Verehrer auf einmal wünsche ...?" Wenger bemerkte, wie eine dunkle Röte jetzt langsam in ihrem Gesichte aufstieg. Er wagte nicht, weiter $u fragen. Raymond aber drang lachend weiter m sie: „Drei Verehrer? Hat's seine Bewandtnis mit ihnen?" „Ja," begann sie nun mutig weiter, „er fragte, ob ich zur Auswahl haben wolle: einen Deutschen, einen Franzosen, — einen Elsässer?" Eine kleine Stille legte sich über das Zimmer. Raymond erhob sich und trat langsam ans Fenster. „Vielleicht war der Alceste damals ein guter Prophet, als er dich so hänselte!" Diele, viele Kinder waren es. Und jedes trug einen Zweig von grünen Birken. Voran ein halb erwachsenes Mädchen, Blumenkränze im Haar. „Da bringen sie die Maienkönigin!" meinte er und trat jetzt auf den Altan hinaus, „herrlich, daß ich den alten Brauch hier heute grab noch mit- eriebe!" Srinnen aber ging Wenger jetzt auf Melusine zu. Ein Schatten war vorhin bet ihrer Erzählung über seine Züge gehuscht. Ja, zwei Verehrer waren an dem Herzen der jungen Baronesse Melusine vor- beigezogen! Ein Deutscher, ein Franzose, — und wemt nun er der Landsmann war? Und somit das Feld behaupten durfte? „Melusine, wenn du mich den dritten Burschen sein lteßest?" fragte er jetzt, dicht neben ihr stehend, und mit einiger Hast, um diese Sekunden unter vier Augen zu nützen. Sie senkte den Kopf. ..Gelt, du weißt es, jetzt ahnst du es, Liebe, wie lang, wie lange ich schon im stillen um dich geworben habe? Und du haft nicht auf mich gesehen! Aber jetzt .. Da hob sie den Blick und sah ihm in die Augen. Sie streckte die Hand nach der seinen und zog sie über ihre Schulter zu sich herab. Und preßte still einen Kuß auf sie. Lag nicht Abbitte in ihrer Bewegung? — Die wollte er nicht gelten lassen! „Melusine, wenn du dich jetzt ganz zu mir gefunden hättest? Sieh, in all den letzten Monaten habe ich nicht zu dir zu sprechen gewagt, in der Be» sorgnis, du könntest innerlich noch zu wund fein! Könntest noch nicht überwunden haben." Sie segnete sein Taktgefühl, sein stummes Warten auf sie. Da erhob sie sich mit leuchtenden Augen. Voller Kraft und Elastizität und innerer Frech eit. „O, das ist alles überwunden. Ausgelöscht. Sieh, Fritz, das Mensck-enherz ist so mannigfach in seinem Lieben. Was ich dir jetzt an Liebe entgegenbringe, ist etwas Neues, etwas Eigenes für sich! Und das lebt in der Ueberzeugung, daß ich nicht nur durch dich glücklich werden soll, sondern -daß ich auch die Kraft in mir fühle, dich glücklich zu machen." Er hielt sie in seinen Armen. Wie damals am Hochzeitsfeste im Schlosse draußen. Und doch, wie viel schöner und klarer war diese Stunde! Er neigte sich zu ihr herab und sprach sich alles vom Herzen: „Sich, wenn du zu mir heraufkommst, in mein Haus, dann wird auch in dir alles klar und fest werden! Du wirft mit mir für alle diejenigen unter unseren Landsleuten ein Hort und ein Fels und eine Zuflucht werden, die an ihrer deutschen Eigenart hängen. Die sich gegen diese Verweb schung aufbäumen. Wir brauchen in unserer Zeit und für die Zukunft klare, feste, aufrechte Menschen, die vor allen Dingen wollen: daß wir Elsässer sind und bleiben. — Darum, Liebste — unsere Heimat über alles. Draußen zogen die Kinder vom Berg herab, vorbei. Sie geleiteten ihre junge Maienkönigin zu Tal. Frühlingsblumen und wippende, frische Birken- zweige in den Händen: „Der Mai fährt in Rosen ..." Wenger hob lauschend den Kops und hielt die Hand von Melusine in der seinen: ,Hhr, unsere Kinder der Heimat! Ihr, unsere Zukunft, unsere Hoffnung!" „Der Mai fährt in Rosen ..." O, daß ihr alle für immer eure deutschen Volkslieder fingen könntet!" Ende! k.i Nk n Avotbeken. Ib73 GIESSEN: GEORG KARL REIT OSTANLAGE 7 TELEPHON 298 Ni! AIS Voraussetzung für eine solche 'annte er insbesondere die richt'ge Behandlung bi Bodens, aus den Abt nmlb), Bezir 17F rm K 63,4 rm ft 1270 Welle, 79,1 rm ft Zusammen Weg - 3. Sc Die Caubn rom 23. Jtb Drcnnholzvers rom 29. 5tbr Im nrnchmic spätestens V. nehmen. Gießen, de De J.T Sprechstunden der Redaktion. 12 bis I llbr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen ein geeignetes landwirtschaftliches Maschinenwesen, die Feldbereinigung. Meliorationen der ftur korpulente: -'keomen Sie morgens, a * mmags und abends 2 Toluba Kerne. Sie erhalten bie eckren Toluba-Kerne Mlwoch, l 9 ähr an, w neindewald ö steigert: Aecker und Wiesen, zweckentsprechenden Pflanzenbau. richtigen Fruchtwechsel bei dem Getreidebau und für die Viehzucht eine richtige Tierhaltung. Er forderte insbesondere die Einführung der Leistungskontrolle im Interesse der Ras'ezucht. Das deutsche Volk könne heute vollständig mit einheimischem Vieh ernährt werden. Der Landwirtschaft müsse die erforderliche Anerkennung und die notwendige Lebensmöqlichkeit zuteil werden, und sie müsse alle Mittel und Wege ergreifen, um vorwärts zu kommen. Reicher Beifall wurde dem Vortragenden für seine lehrreichen Ausführungen zuteil. An den Vortrag schloß sich eine angeregte Aussprache. Mit herzlichen Dankesworten an den Vortragenden schloß der Vorsitzende die Versammlung. -r. Ober-Ohmen, 2. März. Der hiesige Turnverein hielt dieser Tage seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Forster Falk erstattete den Jahresbericht. Der durch den Turnwart W e n d l a n d gegebene Turnbericht wies sehr günstige Ergebnisse aus. Der Besuch der Turnstunden war durch unvorhergesehen« widrige Verhältnisse sehr beschränkt. Hm so erfreulicher ist es, daß alle Turner von Bezirks- und Gauveranstaltungen preisgekrönt nach Hause kamen, ein Zeichen, daß der Verein trotzdem auf dec Höhe ist. Besonders Beachtenswertes wurde auch von der Damenriege geleistet. Rechner Sc^ombert erstattete den Kassenbericht. Die Einnahmen betrugen 729,57 OHL, die Ausgaben 696,43 Ml., so daß ein Kassenbestand von 33,14 Mk. zu ve.zeichnen ist. Der alte Vorstand wurde mit Ausnahme des Werbewarts wiederge ä)lt. Z"c'besseren Vertretung der Damenabteilung wurde eine Turnerin in den Dorstand gewählt. Die Mitgliederzahl ist im letzten Jahre wiederum gestiegen. r. Ober-Ohmen, 2.März. Das Umstel- l u n g s ve r f a h re n von Ackerbau auf Weidewirtschaft findet in dem hiesigen Landwirt Lenz einen tatkräftigen Pionier. Die zu seiner Zufriedenheit auf diesem Gebiete ausgefall men Versuche der letzten Jahre haben ihn veranlaßt, nun größere Parzellen Ackerland einzusäen, um Weideplätze daraus zu schaffen. Das Vieh des Versuchsgutes zeigt durchweg ein gesundes wohlgenährtes ihfe Kernseife der denkenden Hausfrau Aussehen, ebenso zeigt der Milchertrag ht quantitativer und qualitativer Hinsicht «in« aufwärtssteigende Linie. — Die seit dem Wegzug des Lehrers Sommerlad verwaiste Dirigenten: [teile des Gesangvereins „Sängerluft" wird jetzt durch Herrn Appel (Ulrichstein) ausgefüllt.— Bei einer Grundstücksoersteigerung wurden für einen Morgen mittleren Bodens (halb Acker, halb Trift) 1100 Mark bezahlt. — Am 29. F e b r u a r erblickte hier ein junger (Erben > bürg er das Licht der Welt, der somit dos fetten« Vergnügen hat, alle vier Jahre einmal feinen Geburtstag zu feiern, nämlich am Schalttag. sammkung d«S evang. Kirchenchors statt. In den letzten Jahren hatte der Chor sehr unter dem Mangel an Männerstimmen zu leiden. Deshalb stand bei der Generalversammlung als Hauptpunkt auf der Tagesordnung: „Weiterbestehen oder Auflösung des Kirch enchors". Fast einstimmig wurde beschlossen, den Chor bestehen zu lassen, und die Mitglieder versprachen, fleißig die ^lebungsstunden zu besuchen. Der Kirchenchor verbleibt weiter unter der Leitung seines seitherigen Dirigenten, des Lehrers I l g e. So dürfen wir hoffen, daß der Chor auch weiterhin zur Verschönerung unserer Gottesdienste und zur Hebung des kirch- llchen Lebens in unserer Gemeinde beiträgt. ± Stumpertenrod, 2. März. Die Feldbereinigung, die schon seit Jahren für uns beschlossene Sache war, soll nun in diesem Jahre ihren Anfang nehmen. Am Mittwoch fand im Saale des Gastwirts Friedrich Stein die Wahl der Kommissionsmitglieder und der Schiedsrichter statt. Da in dieser Frage in unserer Gemeinde keine Einigkeit herrscht, ging aus der Wahl der Kommissionsmitgiieder nur der Beigeordnete Friedrich Wilhelm Stein hervor. Die übrigen Kommissionsmitglieder werden deshalb von der LandesLommission bestimmt werden. Als Schiedsrichter wurden die Bürgermeister Hofmann von Tllfa und Roth von Windhausen gewählt. Die Kosten der Feldbereinigung sollen teils durch Bildung von Massengrundstücken, teils durch alljährlich zu erhebende Kostenausschläge, teils durch Aufnahme von Darlehen aufgebracht werden. ± Köddingen, 2. März. Hier wurde am Montagabend in unserer Kirche einMissions- fUm „Afrikanische Aeisebilder" gezeigt. Der Fllm, der bei Gelegenheit einer Dliif- sionsinspektionsrei e des Mi^sicns.nspektorsWeichert in Südafrika ausgenommen wurde, war äußerst lehrreich und interessant. Im ersten Teile sahen wir das Leben der Eingeborenen, wie es sich in ursprünglicher Form ohne auffallende Beeinflussung durch die europäische Zivilisation abspielt. Der zweite Teil brachte die Darstellung eines heidnischen Opfers am heiligen Baum bei Manow und ließ einen Blick tun in das Wesen echten Heidentums. Die Aufnahme dieses heidnischen Opfers war nur dadurch möglich geworden, daß die dort wohnenden Häuptlinge und Oberpriester nach Empfang großer Geschenke die Aufnahme der Opserhandlung erlaubt hatten. Der dritte Teil führte den Zusammenstoß der eigenartigen Welt der Eingeborenen mit der abendländischen Zivilisation vor Augen und zeigte, wie hiervon oft verderbliche Wirkungen auf die Eingeborenen ausgehen. Der vierte und fünfte Teil zeigte die Arbeit der Heidenmission, wie diese versucht, den verderbenden und zer'etzenden Wirkungen der materiellen, gottlosen und ge'st- losen abendländischen Zivllisation einen Damm entgeaenzusetzen, und das ursprüngliche Leben der Eingeborenen, soweit es nicht im Gegensatz zum Evangelium steht, mit dem Ge ste Christi zu durchdringen und so entwicklungsfähig zu machen. Erschütternde Einblicke in das Samariterwerk der Mission im Dienst an dm Kren.'en zeigt: besonders der letzte Teil. Derselbe Film wurde am Sonntagabend auch in der Kirche zu Stumpertenrod gezeigt. 5 Eichelsachsen, 2. März. Gestern mittag wurde in der Nähe des Hosqutes Zwiefalten auf den Wiesen nahe am Dachsbergwald altes Grummetgras, das im vorigen Jahre durch die schlechte Witterung nicht eingebracht werden konnte, verbrannt. Durch den starken Wind wurden plötzlich die flammen in den nahen Wald getrieben. Da man des Feuers nicht Herr wurde, wurden die Feuerwehren von Eschenrod und Eichelsachsen alarmiert, die bald das treuer dämpften. Etwa hundert Meter tief hatte das Lauffeuer in den Wald einbegriffen, ohne aber all zu- großen Schaden anzurichten. cd Gedern, 2. März. Für die Mädchen des 3. Fortbildungsschuljahres wird beabsichtigt, im letzten Monat dieses Schuljahres einen Sonderkursus im K ochen abzuhalten. Die Stadt Gedern hat sich bereit erklärt, auch für die auswärtigen Schülerinnen ihre neu eingerichtete Lehrküche zur Verfügung zu stellen. Hoffentlich machen viele Schülerinnen aus der Umgegend von dieser günstigen Gelegenheit Gebrauch. bM Ws tun S .urd-nM' (Stahl® ß« rm sw 3,5 rmy 410 Dellen 1440 Deller 310 Deller reA 23,3 rm 18,3 rm 8 29 Tw 8 Ficht« Das holz gen), 28.42 zusammen Vorbildlich in der Konstruktion / edel im Material / sparsam im Verbrauch Fragen Sie den nächsten Vomag-Kunden, wie er zufrieden ist, und verlangen Sie Vorführung und Angebot durch Generalvertretung Preußen. Kreis Wetzlar. XX Wißmar, 2.Mürz. Pfarrer Dingel, der über drei Jahrzehnte in der vereinigten Kirchen- gemeinde Wißmar - Launsbach gewirkt, beabsichtigt infolge der erreichten Altersgrenze am l.Mai in den wohlverdienten Ruhestand zu treten/. XX Vetzberg, 2. März. Im Gegensatz zum Vorjahr sind hier für dieses Jahr wieder m e h > rere Neubauten geplant. Unser Dorf gewinnt immer mehr Ausdehnung um den ehemaligen „Vetzberger Hof", der bekanntlich zuletzt im Besitz der Familie Unsiker war. <5 Krofdorf, 2. März. Bei der gestrigen Holzoersteigerung aus dem Walde der Staatsoberförsterei Krofdorf wurden geboten für Buck-enscheitholz 12 bis 14 Mark: Buchenknüppel durchschnittlich 11 Mark und Duchenreiser 1 Mark bis 1,50 Mark: für Eichenscheit 8 bis 9 Mark Eichen reifer 0,20 bis 0,50 Mark und für Eichenknüppel 7 bis 8 Mark je Raummeter. O Aiederkleen, 2. März. Bei dem gestern auf dem Rathause zu EbersgönS stattgehabten gemeinschas tlichen Kutzholzver- kauf der Gemeinden Ebersgöns, Oberlleen und Aiederkleen wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenstämme 3. Kl. 5,35 Mk.. Buchen- stamme 6. Kl. 40 Wk., Eichenstämme 1. bis 2. Kl 25 Mk.. Gichenstämme 3. bis 5. Kl. 20 Ml. Fichtenstamme la- bis 2a-Klasse 25 bis 30 Ml. je Festmeter: Fichtenstangen l.Kl. 4 bis 4,50 Ml. Fichtenstar.gen 2. Kl. 2 bis 2,50 Mk., Eichenstangen 1. Kl. 3 bis 4 Mk. je Stück: Kiefern- stämme lb- bis 2a-Klasse 20 bis 25 Mk., Kiefern stamme 2b- bis 3a-Klasse 25 bis 30 Mk. je Fest- meter: Kiesernnutzholz 1. und 2. Kl. (3 Meter lang) 40 bis 45 Mi. je 3 Raummeter. O Ebersgöns, 2. März 3m Alter von 80 Jahren starb hier die zweitälteste Einwohnerin des Ortes, die Witwe Katharina Krämer geb. Mofer. Die älteste Dorfbewohnerin, die Witwe Martin Schindel, ist 90 Jahre a t und er,reut sich noch bester körperlicher und geistiger Gesundheit. Kreis Alsfeld. fc* Alsfeld, 2. März. Am Mittwoch hielt der Landwirtschaftliche Bezirksverein Alsfeld seine diesjährige ordentliche Generalversammlung im lleinen Saale des „Deutschen Hauses" unter dem Vorsitz von Kreisdirektor Dr. Stammler ab. Die Versammlung war gut besucht, insbesondere von den Bürgermeistern des Kreises. Zunächst wurde die Rechnungsabloge von 1925 und 1916 erledigt, welche einen üleberschuß von 631,85 Mk. ausweist. Die Rechnung wurde ohne Aussprache genehmigt. Den Hauptpunkt der Tagesordnung blldete der dann folgende Vortrag von Geheimrat Prof. Dr. Gisevius zu Gießen über das Thema: „Die betriebswirtschaftliche Gestaltung der Landwirtschaft im Kreise Alsfeld und im Dogelsberg". Der Vortragende erläuterte zunächst die für den Vogelsberg besonders gebotene Art der Betriebswirtschaft im Hinblick auf die llimatischen und die Riederschlagsverhältnisse des Vogelsbergs. Während für das Gebiet des Kreises Als'eld noch keine Rotwendigkeit vorliege, den Getreidebau einzuschränken, sei aber für den oberen Vogelsberg die Ilmstellung auf Futterbau und Weidegang notwendig. Der Redner gab dann in großen Zügen die Haupterfordernisse und Vorbedingungen für eine intensive Betriebswirtschaft an. Geheimrat Gisevius ging dabei von dem Grundgedanken aus, daß die Lage der Landwirtschaft und deren Hebung in erster Linie vom volkswirtschaftlichen Gesichtspunkt zu betrachten sei, und daß demgemäß auch die Schutzmaßnahmen für die Landwirtschaft zu gestalten seien. Als das wichtigste Ziel für die Landwirtschaft bezeichnete der Redner die Ernährung Deutschlands aus der eigenen Scholle, auf Grund einer gut entwickel en intensiven W.rt'chaf-tsmethode. fekn, teils im Weg« des Tauschs, teils gegen einen mäßigen Aufschlag zu den 5)änt)lerprei|en. Die Preise bewegen sich für gelbfleischige Ware, vor ollem Modrows Industrie uni> Edeltraut, zwischen 3,30 bis 4,20 Mk., während sich Saatgut für Wirt- schoftskortosfeln, von denen Hassia und Pepo bevorzugt werden, durchschnittlich um 0,50 bis 0,80 Mark pro Zentner billiger stellt. Allenthalben werden gegenwärtig auf den Bahnhöfen Dickwurz verladen, die meistens ins Ruhrgebiet gehen. Bei der ausgezeichneten Ernre des Vorjahres ift es den Viehbesitzern nicht möglich, sie in eigener Wirtschaft zu verarbeiten. Während rm vergangenen Spätherbst für den Zentner 50 bis 60 Pf. bezahlt wurde, beträgt der Preis jetzt 80 bis 90 Pf. Die Dickwurz hoben in den Mieten gut überwintert, und man hört kaum Klagen über Verluste durch Fäulnis. — Die Ferkelpreise sind weiterhin in leichtem Steigen begriffen. Während man vor Weihnachten das Paar sechs bis sieben Wochen alter Jungtiere für 16 bis 20 Mark erstehen konnte, kostet dos Stück jetzt durchschnittlich 16 bis 18 Mark. s Grünberg, 2. März. Die gestrige Gemeinderatssitzung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Jockel brachte u. a. folgendes: Dem TurnvereinGrünberg wird die Vergnügungssteuer vom letzten Maskenball auf 50 Proz. des erhobenen Höchstbetrages ermäßigt, bzw. werden 50 Proz. des erhobenen Betrages erlassen. Der ©ememberat genehmigt die Ausnahme eines kurzfristigen Darlehns von 10 000 Mark bei der Hessischen Girozentrale in Darmstadt zu 91/» Proz. Zinsen zum Zwecke der Deckung von schwebenden Schulden, vorbehaltlich der Genehmigung des Kreisamts in Gießen. Bei der Submission auf Fichtenstammholz war die Mrma Haas & Co. in ©rünbetg höchstbietend. In ihrem Angebot hat sie sich nicht auf das ausgeschriebene Quantum von 25-9 Kubikmeter beschränkt, sondern wollte „bad ganze Los ,wie es anfällt" abnehmen. Infolge eingetretenen Wind''alles hat sich das Quantum des Fallholzes bedeutend erhöht, so daß die Gesamtmenge etwa 450 Kubikmeter beträgt Der Gemeinderat beschließt deshalb auf Grund eines Schreibens der 'Firma Haas & Co., daß das Fichtenholz im Forstort K.euz stein 4a zurückbehalten und anderweitig verkauft wird, während das gesamte sonstige Fichtenstammholz der Firma Haas & Co. zu dem von ihr gemachten Angebot zugeschlagen wird. Die Firma Haas & Co. erklärt sich hiermit einverstanden. Das gesamte Kiefernholz wird der gleichen Firma ebenfalls zugeschlagen. Das restliche Holz aus der letzten Ernte soll nach Rücksprache mit Herrn Forstmeister Suhner alsbald submittiert oder öffentlich verkauft werden. Heinrich L i st m a n n wird erlaubt, im städ tischen Steinbruch am unteren Sichberg 85 Kubikmeter Steine brechen zu lassen. Der Preis wird auf 20 Pf. pro Kubikmeter festgesetzt. Kreis Friedberg. 6 Friedberg, 2. März. Rachdem vor Jahresfrist das Lehrerseminar seine P orten geschlossen hat, sand jetzt an der neuen Ausbau- schule, die in den Räumen des Seminars untergebracht ist, zum erstenmal die Reifeprüfung in Anwesenheit von Staatsrat Block vom hessischen Kultusministerium statt. Von den 9 Abiturienten sind 5 aus dem Kreise Büdingen, 2 aus dem Kreise Gießen und 2 aus dem Kreise Friedberg. — Eines sehr guten Besuchs, auch von Bad-Rauheim, erfreute sich die Jahreshauptversammlung les Vereins der Freundinnen junger Mädchen, der die stellvertretende Landesvorsitzende, Gräfin Elisabeth von Schlitz, als Gast beiwohnte. Den Bericht Über die Tätigkeit der hiesigen Freundinnen erstattete die Vorsitzende der Ortsgruppe, Frau Direktor Dr. Schäfer. Diel Gutes konnte im vergangenen Jahre in stiller Arbeit zum Segen für Gefährdete und Gefallene getan werden. Einen ernsten Vortrag hielt dann Frau Dr. W a r l i ch (Kassel) über die sittlichen Zustände in unserer Heranwachsenden Jugend. An der Hand sehr anschaulicher Lichtbllder machte die Rednerin mit der praktischen Arbeit der Bahnhofsmission bekannt. Kreis Schotten. £ Groß-Eichen, 2. März. Am Mittwochabend fand die diesjährige Generalver- aus de» 2Ibi lvald), SeM 21,7 rm E. 7,6 rm An 39,0 rm Eil 1,3 rm Sii 1150 Dellen reisig 1350 Wellen 660 Wellen 430 Wellen 1160 Wellen 21,6 rm 6ii 2100 gichlec 1150 Wt' 8.$Ua 5 Fichte $05 Holz nicht vorgez Zusammei schneist — 7 c) Jn o- lang Aesernslömmk ■wrnjtämmc Kicsernslämm- n,, lang Aornstämme Achcnslämine Achenslämme Wenstämme rrchämni ernsiimir ™ ernstämir Z.'eernstämn gWamm jMMä mm Uenstllnun WnstSnim Achtenstämm, ^Miefcr Deym,Kiefer $,8 rm 9nn 31 200 Sti 50 €ti 50 $ti fr# •Wi’iÄ «»i 1; D ® M rein' e1."1 ' St., u“ "ich, Sä «Ä w«ns 16 GEB LASTKRAFTWAGEN* OMNIBUSSE* VOGTLÄNDISCHE MASGHIHENFABRIKA.G.PLAUENi.V. 1 MM KJff dgyegr Höhe Hehktaßh akbewdhrfc «K\R»^KK äEJKb Li/fy, ahlhe^ehrf—^ Irelvan Rauch, GeruchunchRuß,«aH^3R!?S^^<£Wag.Äai?JU£.ÄK Ohne GcklaWne JfcClTS Nutzholzversieigerung 2. Kla e 3 St. 50 Stück 6. Klasse, 0,30 km. St., et., et, et, et, et. et, et, et, et, et. 0,77 fm 1,78 fm 5,96 fm 0,73 fm 0,22 fm 6,18 fm 8,69 fm 4,14 fm 1,58 fm 0,39 fm 0,19 fm 1,14 fm 11 1 1 16 42 47 5 11 30 15 3 1 2 1 2 2. Kla 3. Kla 4. Kla Ib-Kla 2a-Kla 2b-Kla 32-Kla 3b-Kla la-Kla Ib-Kla 2a-Kla 2b-Klo 4a-Kla Ib-Kla 2a-Kla 2b-Kla 0,77 fm 8,01 fm 5,74 fm Weym.-Kiefer Weym.-Ktefer e e se je se se se se se se se se ie je se se steigert: Langholz (Güteklasse A) et, 23,82 fm et, 37,49 fm et, 5,03 fm et, 2,10 fm et, 12,03 fm kiefernnuhscheit: 88,8 rm 2. Klasse, 71,04 fm Fichtenreisstangen: 200 etück 4. Klasse, 4,00 fm 50 Stück 5. Klasse, 0,65 fm Kiefernstämme 3a-Klasse 1 et, Kiefernstämme 3b-Klasse 7 et, Kiefernstämme 4a-Klasse 4 et, Langholz (Güteklasse N) Ahornstämme Eichenstämme Eichenjtämme Eichenstämme Kiefernstämme Kiefernstämme Kiefernstämme Kiefernstämme Kiefernstämme Fichtenstämme Fichtenstämme Fichtenstämme Fichtenstämme Fichtenstämme Weym.-Kiefer Mitwoch, den 7. März, von vormittag» 9 Lihr an, wird im GroßcnLindener Gemeindewald das nachverzeichnete Holz ver- 2432V Fichtennuhreisig: 22,7 rm. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am Daldeingang, Distrikt Neuheeg, Talschneise. Nähere Auskunft erteilt Förster eeipp, Forfthaus Hüttenberg, sowie die hiesige Bürgermeisterei. Großen-Linden, den 1. März 1928. Hessische Bürgermeisterei. Lang. . Das Forstamt Grünberg verkauft auf schriftlichem Wege an den Meistbietenden am 17. März 1928, vormittags 10 Uhr, auf dem Geschäftszimmer an: 2458V Lichenstammholz: Los 1: 130 fm (Förstereien Atzenhain, Harbach und Lumda): ■ 1. Kl, 2 fm, 2. Kl, 39 fm, 3. Kl, 61 fm, 4 Kl, 28 fm; Los 2: 132 fm (Förstereien Reinhardshain und 6aafen): 1. Kl, 1 fm, 2. Kl, 55 fm, 3. Kl, 67 fm, 4. Kl, 8 fm, 5. Kl, 1 fm. Gebote, nach vorheriger Besichtigung der Eichen — solche mit „Bg." geschlagen, sind in den oben angegebenen Posten nicht enthalten — verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, für jedes der beiden Lose einzeln und nach Stärkeklassen getrennt, ohne Vorbehalt bis längstens 16. März ans Forstamt. Brennholzversteigerungen Aus den Waldungen der etabt Gießen sollen versteigert werden: 24558 a) Mittwoch, den 7. Mär; 1928 9% Uhr beginnend aus den Abt. 1b, 28, 33b, 40a, 41a, 42b und 43b (etadtwald), Bezirk des Försters Brück, Rödgen: 15,8 rm Kiefern- und Fichtenscheiter 54,0 rm Kiefernknüppel 3,5 rm Eichen- und Birkenknüppel 410 Wellen Eichenreisig 1440 Wellen Kiefernreisig 310 Wellen Fichten- und Weichholz- reiflg 23,3 rm Kiefernstöcke 18,3 rm Fichtenstöcke 29 Fichtenderbstangen 1. Klasse 8 Fichtenderbstangen 2. Klasse. Das Holz aus den Abt. 1b (Stolzenmor- gen), 28, 42 und 43 wird nicht vorgezeigt. Zusammenkunft: Kreuzung Anneröder Weg — 5. Schneise. b) Freitag, den 9. Mär; 1928 971 Uhr beginnend aus den Abt. 55, 72, 75 und 120 (etadtwald), Bezirk des Försters Geisel, Gießen: 21,7 rm E.chen- und Buchenscheiter 7,6 rm Buchen- und Hainbuchcnknüppel 39,0 rm Eichenknüppel 1,3 rm Kiefern- und Larchenknüppel 1150 Wellen Buchen- und Hainbuchen- reisia 1350 Wellen Eichenreisig 660 Wellen Kiefernreisig 430 Wellen Aspe- und Weichholzreisig 1160 Wellen Fichtenreisig 21,6 rm Eichenstöcke 2100 Fichtenbohnenstangen (Reisstangen 7. Klasse) 1150 Fichtenbohnenstangen (Reisstangen 8. Klasse) 5 Fichtenreisstangen 4. Klasse. Das Holz aus den Abt. 72 und 120 wird nicht vorgezeigt. Zusammenkunft: Kreuzung Wann- schncise — 7. echneise. c) Freitag, den 9. März 1928 11 Uhr beginnend aus den Abt. Illa, 112a und 113b (Stadt- wald), Bezirk des Försters Geisel, Gießen: 17,5 rm Kiefernscheiter 63,4 rm Kiefern knüppel 1270 Wellen Kiefernreisig 79,1 rm Kiefernstöcke. Zusammenkunft: Alter Schiffenberger Weg — 3. echneise. Die Laubnuhholzversteigerung Nr. 16 vom 23. Februar 1928 und die beiden Drennholzverstelgerungen 7lr. 18 und 19 rom 29. Februar und 2. März 1928 wurden genehmigt Die Abfuhrscheine sind bis spätestens 10. Mär; 1928 in Empfang zu nehmen. Gießen, den 2. März 1928. Der Oberbürgermeister. I. V: vr. R o j e n b e r g. Nutzholzversteigerung Freitag, den 9. März, nachmittags 2 Uhr, wird in der willja-eu Wirtschaft zu Treis an der Lumda aus den etaatswaldungen der Försterei Treis a. d. Lda. und den Forstorten Ober- und Nieder-Seilbach versteigert: Stammholz: Eiche, Gütekasse A, 3. und 4. Klasse 2 et., 1,17 fm; Güteklasse N, 1. Klasse 11 etück, 1,63 fm; 2. Klasse 17 Stück, 6,15 fm; 3. Klasse 5 Stück, 4,19 fm; 5. Klasse 1 6t., 1,23 fm, zusammen 14,37 fm. Buche: (A und N) 3. Klasse 20 Stück, 13,10 fm ; 4. Kl. 8 Stück, 7,27 fm, zusammen 20,37 fm. Kiefer A: 3a- bis 4b-Klasse 17 Stück, 14,36 fm. Weymouthskiefer la- und lb= Klasse 7 Stück. 1,35 fm. Lärche: lb-Klasse 3 Stück, 0,64 fm. Fichte A: 3a. und 3b- Klasse 3 Stück, 3,10 fm; N: la-Klasse 88 Stück, 13,50 fm; lb-Klasse 35 Stück, 10 fm; 2a-Klasse 3 Stück, 2,08 fm, zusammen 29 fm. Derbstangen: Eiche 2. Klasse 5 Stück. Fichte 1. Klasse 200 Stück; 2. Klasse 180 Stück; 3. Klasse 209 Stück. Reisslängen: Fichte 4. Klasse 455 Stück; 5. Klasse 835 Stück; 6. Klasse 445 Stück; 7. Klasse (Bohnenstangen) 420 Stück. Ruhscheiter rm: 1 Eiche, 3,5 Buche, 2 Hainbuche. Nummernoerzeichnisse für Stammholz sind vom 6. März an von dem Forstamt unentgeltlich zu beziehen. Auskunft'erteilen die Herren Förster Bing und Wirth zu Treis a.d.Lda. und Müller zu Alten-Buseck sowie das Forstamt. Gießen, den 2. März 1928. Hessisches Forstamt Gießen. Nutzholz-SubmWon. Die Stadt Lieh (Oberhessen) verkauft im Wege des schriftlichen Angebots: Buchcn'Ttämme: Eichen-Ltämmc: Gütellasse A 2. Klasse --- 0,31 fm II N 2. „ = 0,25 „ A 3. n = 19,76 „ N 3. „ = 16,80 „ II A 4. „ = 50,77 „ N 4. i* = 24,32 ,, II A 5. „ = 17,33 „ N 5. n = 7,57 „ A 6. „ = 3,86 „ n N 6. „ - 2,32 „ Güteklasse N 1. Klasse = 1,54 fm „ N 2. ,, - 7,76 „ „ N 3. „ = 1,03 „ Gütellasse N 1. Klasse = 6,77 fm N A 2. 3. „ = 101,96 „ = 5,88 N 3. „ =" 95,65 p p F 3. n -- 0,38 II II A 4. „ = 5,10 II II N 4. „ = 15,54 II p F 4. „ = 0,53 II N 5. „ = 6,32 Haiubuchen-Ltämmc: n Fichten-Ltämmc: Güteklasse N la-Klasse = 209,46 fm „ N lb- „ -- 141,73 „ „ N 2a- „ -- 51,87 „ N 2b- „ = 70,00 „ .. N 3a- „ == 17,27 „ Licfern-Ltämme (Langholz): Güteklasse N lb-Klasse -- 1,32 fm „ N 2a- „ = 13,02 „ „ N 2b- „ --- 13,30 „ Kiefern-Ltämrne (Abschnitte): Güteklasse N lb-Klasse = 0,64 fm „ N 2a- „ --- 3,89 „ „ N 2b- „ -- 11,93 „ Kichten-Dcrbstangcn: 1. Klasse = 140,22 fm 2. „ = 145,29 „ 3. „ -- 182,26 „ ReiSstangen: 4. Klasse 1526 Stück = 30,52 fm 5. „ 455 „ --- 5,91 „ Bohnenstangen (entastet und entgipfelt): 17728 Stück. Angebote, nach Sortiment und Klassen getrennt, sind, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Donnerstag, dem 8. März 1928, vor- mittags 11 Uhr, bei und einzurcichen, woselbst auch die Bedingungen, mit denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, cingesehen werden können. Das Holz ist mit Rinde gemessen und ist vorher einzusehen, da spätere Reklamationen nicht berücksichtigt werden. Das Fichtenstammholz wird auf städtische Kosten entrindet. Angebote für Bohnenstangen sind getrennt a) für ungeputzte, b) für sauber geputzte, gespitzte und zu je 20 Stück gebündelt einzureichen. Bei genügender Sicherbeitsleistung wird zins- loser Zahlungsaufsschub für die 1. Hälfte des Kaufgeldes bis zum 1. Juli 1928 und für den Rest bis zum 1. Oktober 1928 gewährt. Bei sofortiger Barzahlung 6% Nachlaß. Das Holz wird auf Verlangen durch die Herren Förster Textor und Kipper in Lich vorgezeigt. Nähere Auskunft erteilt die hiesige Bürgermeisterei. Lich, den 22. Febr. 1928. 2115 Hessische Bürgermeisterei Lich. I. V.: Heinrich Heller IV. Fichten-Slämme N. 15—19 Durchm. = 4,42 fm Fichten-Stämme 1 Alteiche I Holzsnbmifsion Sau- und Kl. 3—5, Distrikt 26, Nr. 430—445, 450 und 459: 10,41 fm, 3 6t. Kl. 2, 1,71 fm Kiefernstämme: 3,12 lm Distrikt 25, Nr. 1900: 1 6t. Kl. 4, 1,06 fm 1874 : 5 6t. Kl. 2 und 3, 3,89 fm 1. Klasse; 2416D 4 Esche; 2366D mit kostenlosem Rat u. Auskunft zurVcrfügung. Preis per Stück dl 2.50 z.kostenlosen Nachuntersuchung eingeladen. Keinerlei Kaufzwang Separater Beratungsraum 2410a ] 2 23 136 124 52 10 1 2 1,93 fm 0,96 „ 2,38 „ Dr. Scholl s _Bunion Reducer schützt die entzündete Stelle gegen Druck, bewirkt Verkleinerung des Ein ter 35—39 40—49 Bl Scholls Fusspflege System bringt sofortige Linderung und dauernde Beseitigung aller Fußleiden. Auf wissenschaftlicher Grundlage anatomisch genau ausgearbeitet und von Ärzten bestens begutachtet. Jeder Artikel wird individuell angepaßt. 1. Stammholz: 1. Eiche: Distrikt 12, Nr. 2094: Kl. 6, 2,5lfm Distrikt 27, Nr. 570/73: 4 61. 4,63 km Stamm 3b- „ 4a- 15—19 20—24 25—29 30—34 35—39 20—24 Dr. Scholl's Toe FJex richtet gekrümmte Zehen wieder gerade. Aus feinstem Gummi hergestellt in Größen für Damen und Herren. Preis M2.~ gebots folgende Holzsortimente: Fichten-Abschnitte A. 2 Fichten-Stämmc 3a-Klasse 30—34 Durchm. Nutzholz: Derbskangen: Fichte 17 Stück 8 Stück 2. Klasse. Nuhscherter: 6 rm Buche. Brennholz rm: Scheiter: 309 Buche; 3 Eiche; 7 Fichte. zur Versteigerung: Stämme: Kiefer: Langholz und Abschnitte, Güteklasie N: Klasse la 4,17 fm; Klasse 1b 37,86 fm. Klasse 2a 34,27 fm; Klasse 2b 23,92 fm; Klasse 3a 9,01 fm. 4, 11,13 fm Distrikt 24, 25: 13 6t. Kl. 3 u. 4, 9,25 fm 3. Fichte: Distrikt 34: 1 6t., 0,98 fm 4. Kiefer: Distrikt 26: 1 6t., 1,2lfm Distrikt 7 und 21b: 7 6t., 2,34 fm 2. Brennholz: Distrikt 25 6tllmpfe, 24 und 30 Beckert, 8 und 9 Reitzensteinerwald, 12 und 14 Kennelsheck und Totalität. Eiche: 16 rm Nutzrollen, 2 m lang, 46 rm Knüppel, 146 rm Reiser. Buche: 920 rm 6cheit und Knüppel, 1672 rm Reiser. 2456D Fichte: 1 rm Knüppel, 20 rm lange Reiser. Das 6tammholz kommt zuerst zum Ausgebot. Bedingungen im Termin. Krosdorf, den 2. März 1928. Der Bürgermeister. Kl. 4, 4,50 fm nprf werden' Distrikt 32, Nr. 758—763: 6 6t. Kl. 2—4: 0cri roeroen‘ Angebote sind, getrennt nach Sortimenten und Klassen, pro Festmeter, bis zum Montag, dem 5. März 1928, vormittags 10 Uhr, bei der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Bedingungen, denen sich die Käufer bei der Einreichung unter- wersen, cingesehen werden können. Das Holz ist ohne Rinde gemessen und entrindet. 2318O Wieseck, den 28. Februar 1928. Hessische Bürgermeisterei Wieseck. Schomber. la-Klasse 1b- „ 2a- „ 2b- „ 3a* „ 3b- „ 2a- „ Verfangen Sie Gratismuster und Broschüre: Die Pflege der Füße. vom Dr. Scholl-Institut entsand Fußspeziafist steht Ihnen am Montag, dem 5. März und Dientag, dem 6. März tt-Klasse: lb-Kl. 3 6t., 0,79 fm, 2a-Kl. 16 St., 6,19 fm, 2b-Kl. 12 St., 6,72 fm, 3a-Kl. 5 St., 3,81 fm, 3b Kl. 1 St., 0,72 km. Abschnitte: 2b-Kl. 9 St., 3,77 fm, 3aKl. 11 6t., 5,71 fm, 3b-Kl. 3 6t., 1,77 fm. Fichlenderbslangcn: 1., 2. und 3. Klasse 18,48 fm. Der Anfang ist an der 6traße Steinbach—Annerod am Rothacker. Die Bedingungen werden vor der Versteigerung bekanntgemacht. Es wird noch bemerkt, daß bei den Kiefern nur erstklassige Schnittstämme zum Ausgebot kommen. Steinbach, am 1. März 1928. Hess. Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. Holzversteigerung der Stabt Laubach am Montag, dem 5. März 1928, aus den Forstorten Eisenlöcher, Luisenwäldchen, Alter Keller, Gaulskopf und Eichberg. empfiehlt billigst W.Hankel, ' Neuen Baue 1. Teleph. 612. 45D luts dort weh? Fußbeschwerden, wie Schmerzen auf der Sohle oder im Rist, schwacher oder Plattfuß, schwache Knöchel, schiefgetretene Absätze, Ballen, Hühneraugen, Hornhaut, sdiiefeZehen etc. müssen durchaus nicht als selbstverständlich hingenommen werden. Genannte Fußleiden rühren von einer Schwächung der Fußstruktur infolge Überanstrengung her. Ballens und verhindert _ _ _ Anschwellung des Fußes. Alle, die Dr. Schoil-Einlagen tragen, werden Mäusburg 12 GIESSEN Fernspr. 210 = 52,26 „ = 89,89 „ = 58,78 „ = 16,26 „ = 1,92 „ = 1,17 „ (F) HolzsubmWon. Die Gemeinde Wieseck verkauft im Wege schriftlichen An- Fichten-Langholz und Abschnitte (Güteklasse N) fm: Kl. la 10, Kl. 1b 91, Kl. 2a 239, Kl. 2b 225, Kl. 3a 65, Kl. 3b 25. Gebote sind bis zum 12. März, nach Losen getrennt, bei uns einzureichen. Eröffnung der Gebote 11 Uhr vormittags auf unserem Amtszimmer. 2457V Loseinteilung und nähere Auskunft durch die Herren Förster und das Forst- amt. Hessisches Forstamt Nidda. SldjtenKamtnOoH - MnUm MfMM Zu den für den Stadtwald geltenden ilvBII Bestimmungen werden auf dem Submis-,, ’’ sionswcge in acht Losen verkauft: | Itl prima Üllülltat Holzversteigerung der Gemeinde Witzmar. Samstag, den 10. d. M., bei Wirt Wolf in Wißmar von 9 Uhr vormittags an. Fichkc: Langholz und Abschnitte, Güteklasse N: Klasse la 0,18 fm; Masse 1b 2,43 fm; Klasse 2a 9,07 fm; Klasse 2b 12,52 fm; Klasse 3a 11,42 fm; Klasse 3b 4,5lfm; Klasse 4a 6,85 fm. Dcrbstangen: Fichte 1. Klasse 4,50 fm; 2. Klasse 14,64 fm: 3. Klasse 42,12 fm. Schriftliche Angebote sind in Reichsmart per Festmeter, getrennt nach Sortiment und Klassen bis spätestens Mittwoch, den 7. März 1928, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen. Es empfiehlt sich, das Holz vorher anzu- sehen; spätere Reklamationen über Güte und Beschaffenheit werden nicht angenom men. Hattenrod, den 2. März 1928. Hess. Bürgermeisterei Hattenrod. N e e b. Klaviere i AlMliilM werd ta bgemäh n. vreiSweri fleht mim u revor SMerimE Gietzen, viollslr.il telcotion 2403 Änkan'flbr.Sllao u. varinoiiium8 I HU&bOl.VDC ftciflcruna. ! Die Gemeinde Hattenrod verkauft im 1 d ‘ ° Wege schriftlichen Angebots folgende Holz A fm • o Nächsten Dienstag, den 6. Marz 1928, sortimente: 2427V T < -L2, M 3' vormittags 10 Uhr, soll im Steinbacher , wSwl m f Gemeindewaid, Distrikt Ameisenkops und 25?' 274. '^06, 317. 4 6t. ßcng(jC(f nachverzeichnetes Holz verstei- m < Hnu 2437V Fichte: la-Klasse 246 6tück, 71 fm; lb-Klasse 240 Stück, 78fm; 2a-Klasse 104 Stück, 65 lm; 2b-Klasse 17 Stück, 18 fm; 3a Klasse 4 Stück, 4,50 fm. Kiefer: 2a-Klasse 11 Stück, 4 fm; 2b-Klasse 15 Stück, 7 fm; 3b-Klasse 3 Stück, 2fm; 4a-Klasse 2 Stück, 1,60 fm. Lärche: la-Klasse 53 Stück, 8tm; lb-Klasse 54 Stück, 15 fm; 2a-Klasse 7 Stück, 4 fm ; 2bKlassc 1 Stück, 1,3 fm; 3b-Klassc 1 Stück, 1,80 fm. Kaufliebhaber wollen das Holz vorher einsehen. Nähere Auskunft durch Förster Becker, Hausen bei Butzbach. Nieder-Weisel, den 29. Februar 1928. Hessische Bürgermeisterei. Winter. Bekanntmartznng 18 Prozent Aufwertung. Die Spar- und Darlchnvkasse e. G. m. b. । f). zu Saasen hat die alte.. Spareinlagen I freiwillig, jedoch ohne Anerkennuna eines Rechtsansvruchs, mit 18 Prozent oufgewer- j tet und fordert die Inhaber von alten i Sparbüchern bzw. Sparscheinen hiermit öffentlich auf, dieselben mit Ausschlußfrist bis zum 1. April 1928 dem Vorstand zur Umschreibung vorzulegen. 2419V Dn Vorstand. H. Schepp I. Füngel P. Schepp. Drucksachen aller Art liefert in jeder gev ünschlen Ausstattung stilrein und nreiswert die Bfütil'sche Univ.-Druckerei, R. L>n«e. Knüppel: 100 Buche; 15 Hainbuche; 33 Eiche; 34 Esche; 7 Erle; 4 Fichte; 16 Kiefer. Reifer: 1. Klasse 22 Buche, 25 Eiche, 11 Hainbuche, 16 Kiefer; 3. Klasse 140 Buche, 38 Hainbuche. Stöcke: 84 Buche; 9 Eiche; 13 Esche; 12 Fichte. Das Holz aus den Forstorten Eichberg, Alter Keller und Gaulskopf wird nicht oor- gezeigt. Holz mit blau unterstrichenen Nummern kommt nicht zum Ausgebot. Zusammenkunft uno Beginn an der Haltestelle Laubacher Wald nach Ankunft des Zuges 10 Uhr 17 Minuten. Laubach, den 28. Februar 1928. Hessische Bürgermeisterei Laubach. Nutzholz-Versteigerung. im Meder-Weiseler Gemeindewald. Donnerstag, den 8. März 1928, nach, mittags von 1 Uhr ab, kommt in der Wirt schäft von Franz Waidmann (Jägerhaus) zniiciti za, vir. iyvu; i ©i. jiu % i,uu im _ o o a isou, Distrikt S und 9, Nr. 1845—1848 und ?a-K. 2 St., 1,55 fm, 3b Kl 8 «t., 7,38 fm, 1874: 5 St. Kl. 2 und 3, 3,89 fm 4asÄ(. 3^ 3,21 fm 4^1 16t W 2. Buche: Distrikt 12b: 16 6t. Kl. 3 und Abschnitte: 3bM^17 6L, 11,23 fm, 4a-Kl. Unsere 30-jährigen Erfahrungei im Bau von Projektions - Apparaten gewährleisten: •Emslleltzlii - WeUlen Höc ste Vollendung und erstklassige Leistungen! 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Reisig-Wel- len: Buche 1500, Eiche 2280. Stöcke: Buche 41, Eiche 3, Fichte 43. 2411D Nutzholz: Nuhknüppel rm: Eiche 13, Fichte 5. Derbstangen: Fichte 1. Klasse 5 fm, 2. Kl. 8 fm, 3. Klasse 9 km, 4. Klasse 1 fm. Derbstangen: Eiche 1 Stück. Stämme: Ahorn 2 Stück, 0,30 fm. Nuhreisrg: Fichte 12 rm. Nuhreisigknüppel: Fichte 50 rm. Das Fichtenstockholz und Fichtenknüppelholz im Großhäuserberg wird nicht vorgezeigt. Günstige Zahlungsbedingungen. Lich, den 1. März 1928. Hessische Bürgermeisterei Lich. 3. V.: Heinrich Heller IV. AllgemeineOrtskranken- kasse Gießen-Gtadt Die rückständigen Beiträge zur Kranken, kaffe, Invaliden- und Erwerbslchenver- sicherung für den Monat Januar 1928 können noch bis zum 13. März d. I. ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung u. evtl. Beitreibung. Die Einzahlung kann DienStagS von 8 biS 1 Ahr bei unserer Kaffe oder auf unser Postscheckkonto, Amt Frankfurt a. M. Ar. 10833, erfolgen. Gießen, den 3. März 1928. ____ tzinkler. Rechner. 24240 Am Mittwoch, dem 7. Mäm, findet in Lauterbach im Gasthaus zum Johannesberg in der Zeit von 10 Uhr norm, bis 1 Uhr Nachm., und am Donnerstag, dem S. März in Srünberg im Gasthaus zum Rappen in der Zeit von 10 Uhr vorm. bis 1 Uhr nachm. ein Saatgutmarkt statt, wozu affe Landwirte eingeladen werden. Ausgestellt find Proben von anerkanntem Saatgut aus den Saatbaustellen der Landwirtschasts- kammer, sowie Grünlandsämereien. Äesteffun- gen können auf dem Saatgutmarkt erfolgen. Landwittschafislammer für Hessen Ziehung ioseim.Ä;£ empllehlt ft. Olnkslmann, Worms Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 15194 Hier bet: Slaatl. Lott.- Elan. Flimm; außerdem bei J.Chambrft, L.Eltert Konrad Emmerich, L. Jaost, Herrn. Kuhl, S. Loeb, FrlaenrLotx.EUa Realer Wwe., Wilhelm Semmler, Wilh. Weber. 3. Offenbacher 6 e I eB - Lotterie zug.fl.OrtenDacher Ledermuseums 1200 Geldgewinne und 1 Prämie zusammen RM. 7,500 Höchst- und Hauptgewinne 4000 2420ss tecnnitHoco-u. Titfoto. 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Serie 1 4’/, deSgl- Serts II 4®,o Rumänen convert Rle 4a/s°/o Rumänen Soldaul. von 1913 Illg Deutsche Eisenbahn 41/, Hamburg-Amerika Batet. 6 pamb -toübam Taounsch. 8 oansa Damvtichift • 6 Norddeutscher Lloyd 6 Illg Deutsche Lredstanst. - 10 Bann r Bankverein io öcrlioer HandrlSaciellsch. 12 kommerz. and Privat-Bk. li Dann st. u Rationalbank 12 Deutsche Boni 10 Dibkonio Geiellschast Aut 10 vrrSdnet Bank . lu Viitteldeutsche Kreditbank 9 PttaQbatrt..........8 Reicht bank m । *2 | 1 ( 1। S* । 1 t II 1 * 1 2J । I ESS । ”55 '.5 1 ft i — 2 13,05 151 25 154,25 I 165 160.25 127 81,5 52 14.8 3.65 25 1,5 13 13.5 13.25 - 16,7 151.4 212,9 231 155,4 144,5 145.75 262.5 175,5 Z28.5 165,ö 158,25 160 65 217 126.5 196 i f f ' 1 1 1 1 ® i 1 1 - V I > | 2 1 Z2K i 1 i 2 «r . . 10 Licht and «rast .....io Felten & Kuilleaome .... 6 Set f Elektr Untern . . 10 Hamb Elektr. 'Sorte . . 10 Rhein Elrstr.......8 Schlei- Elektr. ..... io Schuclen . ....... 7 StemeuS anslott ....... Goldschmidt ..... .6 RutgerSwerke......... Metallseiell'chaf».....io 158.7o 180 5 168 216,5 119.4 261.5 154 177 272,26 157 98.35 180 134 5 185 122,^5 151.5 118,65 118,65 239 166.75 106 170 180 '58 25 202 111,75 99 § L 8 5 S K .E° ? Z- 1 § 8 H 1 £ । I ie l i c. 1 I 1 i i 88 I i » 2 KÄI I i » i R i i.3 158 179.5 168.5 216 120,25 260.75 158,25 138 177,25 271 35 130 157 97,75 130 141,5 134,75 185 145.75 234 122 145.9 151.9 117.75 104.5 95.65 103,4 239.5 166.25 147 105.75 43.5 170 180,25 257,25 111 99.25 179 167 120.25 259.5 158.5 176 269,75 128 157,5 96,9 129,5 179 145 236 121,5 145 151 117,4 94,75 102,5 241 164,75 105 43.05 178.75 252,5 256.75 99.5 Berlin. 2 Mär; Geld Brief " Französische Roten..... Holländische Noten . . ImSS 167,88 tü.äÄl 168,56 Italienische Noten...... Norwegische Noten..... Deutsch-Lcsterr., 5100 Kronen 22.15 22,23 111,13 111,57 58,81 59,05 Rumänische Noten...... 2,56 2,58 Schwedische Roten...... Schweizer Noten ...... 111,98 112,43 80,34 80,66 71,01 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . - 70.78 12,36 12,43 Ungarische Noten . . . 73.90 73.20 Devtteamartt Derlm -Frankfurt a. M. Telearaphifche Auszahlung. 3. März 8- März Ämtliche Nott.runa Amtliche Notierung 'Äeld l Briet _ Geld «rie! ÄmkU-Rott 168,23 168,51 168.21 168,55 Lmu^-Ltrrv 1.788 1,792 1.788 1,792 Brff^Äunv 58,255 58,375 58,285 58,406 Ehrisstanta 111,39 111,61 111,31 111,61 Kovendagen 112,04 112,26 112,04 112,26 Stock bolm . 112,26 10.555 22,15 112,48 112,27 112,49 HelstngsorS- 10,555 10,535 10,555 ^falten . . 22,19 22,095 22,135 vondon. . . 20,395 20,436 . .'0,40 20,44 R euy ork . . 1,1820 4,1900 1,1825 1,1905 Parts.... Schweiz . . 16,45 16,49 16,45 16,«9 80,505 80,665 80,51 80,67 Spanten - 70,65 71.79 70 63 70,77 Japan . . 1,96! 1,965 1,961 1,965 ■Hio de Jan Ttcn tn D-° 0.503 0,505 9,5035 0,5055 Ceft abgtft J8,95 12,395 59,07 12,415 08,91 □9,03 Prag Belgrad 12,394 12,414 7,358 7,372 7,358 7,372 Budapest - 73,13 73.27 73,12 73,26 Bnl,,arten 3,022 4,082 1,022 3,028 Lissabon 19,33 19,37 19,32 19,37 Danztg . »onftnntht S1.61 81,77 81,j6 81,72 .',094 2,101 2,09.. 2,099 Ätbat. . 5.534 .1,546 5,534 Tanada 1,174 4,182 1,174 4,182 rtru uav 4,276 4,284 4,276 4,284 Un • ■ - 20,92 -’O 96 20,92 20,96 Berlin. 2. Marz I 'Selo Brre« Ltmcrikaniiche Noten..... belgische Roten..... Dänische Noten ...... Englische Noten . ...... 4.167 □8,18 111,78 20,365 4,187 58,42 112,22 20.445 111 MTr6 te Montag, S. Marz 192 ab bersteigs ttage, Eüdc gäbe des Aa 1. S bestehend aus J Lednstühlei Achter (italie . ot 2. ®i Gehend aus Schreibtisch,ch 1 Rauchtisch, ( Mnenischn " bestehend aj 1 Kesseln, 1 q bestes «aatmatratjci ^leiderschran Spiegel, 2 Hi 5. G (M) bestehl LL.be, 6b. Marmor, Äa J- «in X Tepp ^"eretlen ""Mette tos Ä «Service k°rd'ce,5oL ^Udlvj Inh. Ad das Mod.: Erz^u" bei £< Sämtl auf U zahlu Preis untei liehe ßpleWnd. lind Keiiag unentgeltlich Herrn C für Mei oder is 22 Uhr: Ein« 3 Tert. Samstag. Die Wacht dä V 19.30 bis nach tcr Theater. Marz, n.30 bü 'elungen. Dritter kaokafien. Transkautai'.m ff DrahtverbmlMÜ rbroche» twj» '«lawine«^ wurde y W ag, l März. 18 22 bis 24 Uhr: ne Revue. Won« Uhr: Quintett. «Revue: Madame bis 21.30 Uhr: r: Gastspiel Hel« llitttwch. k.Mtz eminente. 22 bif ie: 2nahmt &« 1 bis 21.30 Hr: Qaltfplcl Lelson« ja, 9. März, 19 2 bis 24 Uhr: ie Revue. Mon» Uhr: Eelestina. iievue: Madame bis 12.20 Ar: e Revue. 19 Die 22 bis 24 Uhr: xa Aevue. Son* . Aar der Pro« LkK-'K ritz °nntenaV^' te fi* y5 v.h. -ÖB ark om.‘ **>ren is SVN C. 6 1* Ä. n fR en. L». HL Dior, im fijJU* Sinn?|Qnbw ^öffnete 6 D a 3n9e im Rah« S-h?T* Qll9emeinen a "“^SellriN * die cnJM hei- uslänber Mer. Psand. ,enDonbs jirtg ogergeld 7,5 bis den ersten J unb allgemein Reichsbank« «ne stärkere st- Die Wechsek- i. die Lombard- Rvtrnumlaus um Mwerie blieben 1.15), %)tinbtQun of). avtsTlü Die bei objektiver Prüfung immer wieder festgestellte optische Spitzenleistung des Hensoldt-Bildwerfers Epidiaskop IA 1 1 ist das Ergebnis 75 jflhrlger Erfahrung in der Herstellung von Okjektiven Jeder Art und Größe. Auch die mechanische Durchbildung des Apparates ist durch mehrere patentrechtlich geschützte geschützte Neukonstruktionen so vollendet, daß das Hensoldt-Epidiaskop IA z. Zt. als der führende Bildwerfer 1320V Hessischer Landesverein für Krebsforschung Aufruf! W Es wird leider immer klarer, daß die KREBSKRANKHEIT 2403 D Hessischer Landesverein für Krebsforschung: 2193D Die ßeimat des Kaffees Zu haben: In Gl eh en bet: Ernst Noll, Kaiser-Drogerie, Lindenplatz 5. In Langd bei: Wilhelm Dietz. Schatzmeister: Oeh. Kommerzienrat Dr. Merck, Darmstadt. Ist der sagenumwobene Orient. Derwische benutzten den braunen Crank zur Durchwachung der gebeterfüllten Rächte. Langsam erst fand der Kaffee seinen Weg von seiner Urheimat, dem ßochland Kaffa In Abessinien, zu den lauschigen Winkeln der Märchenerzähler des Morgenlandes. Das Abendland mltselnem kälteren Klima lernte bald den Wert des helfjen, aromatischen Getränkes erkennen. DieüiebhabereldesKaffeestiegdannso sehr, dafj die Arzte auf die der Volksgesundheit drohende Gefahr aufmerksam wurden. Man wandelt eben nicht ungestraft unter Palmen! Was für die Cropen gut Ist, patzt nicht unbedingt für uns. Deshalb mutz der Kaffee so hergerichtet werden, datz er sich für unser Klima eignet. Dies besorgt die Kaffee ßag durch Entziehung des Coffeins? Der coffeinfreie Kaffee bag ist das Ergebnis hochwertiger Plantagenzucht und die Köstlichkeit seines Aromas ist unübertroffen. Epidiaskop IA der beste Bildwerfer für die Schule! rl.M.MU (Men, WM Sprechsiund. -. NUV Montag,Mittwoch und Freiing 4-5. Donnerstag 3-5 unentgeltliche Beratung zusammen mit Herrn Studienrat Erdmann für Eltern schwererziehbarer oder nervöser Kinder Erziehungsheim Burg Mrdeck bei Londorf, Oberheffen ferner: Ulmer Pflüge, Deering Mähmaschinen, alle landw. Malchiner» A. J. Tröster / Butzbach L Vorsitzender: Prof. Dr. v. Jaschke, Direktor d.Univ.-Frauenklinik, Gießen. Zahlstellen: Postscheckkonto des Hessischen Landesvereins für Krebsforschung Nr. 34673 Frankfurt am Main. Darmstädter und Nationalbank. Filiale Gießen. Konto: Hessischer Landesverein für Krebsforschung. Schriftführer: Med.-Rat Dr. Rebentisch, Offenbach am Main. Verbandes mitteldeutscher Rotviehzüchter in Giehen, am Donnerstag, dem 8. Marz 1928, vormittags 11 Uhr. Jur Versteigerung sind 98 Dullen und 10 weibliche Tiere gemeldet. bezeichnet wird. / Ueberzeugen Sie sich daher vor Anschaffung eines Bildwerfers von den Vorzügen unseres Modellsl / Verlangen Sie kostenlose unverbindliche Vorführung I gegr.1852 M. HENSOLDT & SOEHNE, Optische Werke, WETZLAR gsgn.issL HASSIA Drillmaschinen Hackmaschinen im letzten Jahrzehnt eine erschreckende Ausbreitung erfahren hat. Die Zahl der Opfer, die dieser heimtückischen Krankheit verfallen* geht jedes Jahr in die Tausende. Das bedeutet, abgesehen von menschlichem Leid und Elend, jährlich einen solchen Verlust an Volkskraft, daß alles getan werden muß, um die Ausbreitung der Krebskrankheit einzudämmen. Es mehren sich jährlich die Fälle, wo Männer und Frauen in der Vollkraft ihres Lebens durch die Krebskrankheit dahingerafft werden. Überall in der Welt Ist man mit fortschreitendem Erfolg bemüht, Wesen und Ursache der Krebskrankheit aufzudecken, ihre frühzeitige Erkennung und Behandlung zu fördern. An der Gießener Universität werden seit Jahren Forschungen in diesem Sinne betrieben. Außerdem bestehen modernste Einrichtungen zur Behandlung selbst vorgeschrittener Krebsfälle, die aus den Mitteln des Hessischen Landesvereins für Krebsforschung beschafft und unterhalten werden. Die vor dem Kriege dem Hessischen Landesverein für Krebsforschung reichlich zufließenden Mittel sind in den Nöten der Nachkriegszeit versiegt, das Vermögen des Vereins ist ein Opfer der Inflation geworden, viele Förderer und Gönner des Krebsvereins sind nicht mehr unter den Lebenden. Eine Fortführung der bedeutungsvollen Aufgaben des Hessischen Landesvereins für Krebsforschung ist nur bei Mitwirkung aller Kreise der Bevölkerung möglich. Wir bitten, sich unserer Gesellschaft als Mitglied anzuschließen (Mindestbeitrag jährlich 10 Mk.). sind aber auch für einmalige Beiträge in beliebiger Höhe herzlich dankbar. Kaiser’s Brust-Caramellen mit den „3 Tannen“. Sehen Sie die reizende junge Dame im Schnee! Wintersport ist ein Vergnügen, wenn Sie diese köstlich schmeckenden Husten-Bonbons bei sich führen. Nie gibt es eine Erkältung, sofort beseitigen Sie jeden Katarrh, jeden Husten und das lästige Kratzen im Hals. — Kaiser’s Brust-Caramellen schmecken köstlich, sind gleichzeitig nahrhaft. 15000 Zeugnisse! Kaufen Sie nichts anderes! Paket 40 Pf., Dose 80 Pf. Zu haben in Apoth., Drog. und wo Plakate sichtbar. Buchen- scheiiholz gibtwagaonwetseab franko L-agaon Gte- feen vro Raummeter 15 Mark. 2364D Friedrich Dabmer, Holzhandlung. BrAaherg. Televh.46. Mkovv- MnillWvev Adler-, Diamant-, Presto-, Torpedo- Fahrräder 119 Tricmpb-Motonäder GlMnimone zu günittgen Zahlungsbedingungen Jakob Schupp Leitersweg Mr 2? n r. 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