Nr. 180 Erster Blatt 178. Jahrgang Donnerstag, 2. August (928 rüglich,anher ScnRtogs awfc Jtirtlag* Beilagen; (Bieftenn Famlliendlätter Heim al im Bild Vie Scholl«. tNoiats.tzezsgsprets: Reichsmark onb 20 ietchspfeuntg ffir Träge» ahn, auch bei Richter» scheinen elnjelnerHummerw infolge höherer (Bete alt Fernsprechanschlüsf,: 51, 54 nnb 112. Anschrift für Drahtriach eichten Anzeiger Gieße». Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen potzschecklonto: StanHuri üm Main 1168t. Drid nnö Dcrldfl: vrühl'sche Unioe^ftlälr Buch' cnö Steinöruderet R. Lauge tu Stetzen. 5chrtftlettung UN- Sefchästrftelle: Schulfttatze 7. Annahme von Lszeiae, fir die logesnemmcr bi* jim Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe ftt Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Beichspiennig, für R- klameanzeigen von 70 mm Breit« 35 Reichspfennig, T>la|eod4)rift 20', mehr. Chefredakteur Dr. Frrcdr. Wich. Lange, verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wtih Lange für Feuilleton Dr H.THrznot, für ben übrigen Teil tfrnft Blnmschein: für ben An» zeigenteil Nvrt nillmann, sämtlich in (Rieben. Die Wiederherstellung der Betriebssicherheit aus der Reichsbahn. Eine parlamentarische Besprechung der letzten Eisenbahnkatastrophen.—Die bayrischen Reservatrechte. — Endlich «ine Reform in Aussicht gestellt. Notwendige Folgerungen. Tie bayrische Londerstcllung. Don unserer 'Berliner Redaktion. Berlin, 2. Bug. Der Genera Idireltor der Reichsbahn hatte gerade vor der Oeffentlichkeit Erklärungen abgegeben. um .n bezug auf die sich häufenden öifen- ba6nunglüxftfäl(e beruhigend zu wirken, alt schon wieder die Meldung von einem furchtbaren Eisenbahnunglück eintrifft. Diesmal wird man eS nun nicht mehr mit der Parallelität der Ereignisse abtun können. Die Tatsache, dah in so kurzer Zeit so furchtbar schwere SifenbahnunglückSfälle stattsinden konnten, zwingt doch mit Rvlwendigkeil zu der Erkeimtnis. dah hier Systernfehler vorliegen müssen. Personalfehler sind jedesmal festgestellt worden. Materialfehler muhten bei dem letzten Unglück auch zugegeben werden, insofern, als die D>agentypen viel zu alt und nicht mehr gebrauchsfähig waren. Dabei hört man, dah jetzt überall an den Strecken gebaut wird, so dah das System der Slreckenverwal- tunfl mit dem der Bauten nicht übrreinstimmen kann. Kurzum, eine ganze Menge von Zehler- qucllen, die ohne Frage ab gestellt werden können, die aber auch unve^üglich abgestellt werden müssen, soll nicht daS deutsche ReichS- eisenbahnwefen überhaupt m Tkrnif kommen 3u diesem Zwecke hat also gestern die vom Reichsoertehrsminister einberufene Konferenz slaitaefunden. Alle Parteien waren vertreten. Nur die Fraktion der Bayerischen Doikspartei batte es oorgezogen, keinen Vertreter zu entsenden, obwohl doch gerade ein großes Teil der Fehlerquellen auf der einem einheitlichen Verkehrswesen in teber Beziehung nur hinderlichen Separat- stetkung Bayern* beruhi. Man kann es ledensalls nicht begreifen, daß die Vertreter der Bayerischen Dolkspart-i dieser Sitzung fernblieben unb kann es nur so deuten, daß sic bewußt an ihr nicht teilgenommen haben, weil sie das bayerische System, dessen Unhaltbarkeit ja nunmehr xur (Bcnügc bewiesen ist. überhaupt nicht rechtfertigen konnten. Dodptoie dem auch sei, es handelt sich jetzt nicht darum, Cinzrtfällc zu kritisieren, sondern darum, nunmehr gründlich mit den Fehlerquellen a u f z u r a u m e n. Die Reichs- bahn, die noch vor kurzer Zeit Pie Tarife erhöhen wollte, wird wohl jetzt schwerlich dafür Sympathie finden. Diese nr.iib hat auch jetzt nicht im vorder gründ zu stehen. Das Reparationsproblem spielt im Zusammenhang mit der Unglücksserie auch keine so hervorragende Rolle, wie immer behauptet wird. Jedenfalls mußte Dr. Dorpmüller zugeben, daß der Reparationsagent jederzeit und in vollem Umfange die notwendigen Mittel für die Erhaltung des deutschen Eifeiibahnwesens anerkannt hat. Auf diesem Gebiete liegen auch gar nicht die Probleme, die im Zusammenhang mit der Untersuchung der Reichsbahnsicherheit behandelt werden sollen Was aufgegrifseii werden muß, was reformiert werden muß, das ist eben dn s ge- (amte Eysiem Da muß man in Bayern ansangen. die Separatstellung Bayerns m der Reichsbahnver- wallung aufzuhedcii. Sie läßt sich nach keiner Richtung hin rechtfertigen, zumal keines der übrigen deutschen Länder auch nur im geringsten eine ähnliche überflüssige Sonderstellung seiner- Aeit zugebittigt bekam. Der Derkchr ist Reich«- fache, nicht aus unitaristischen Gründen, sondern um seiner selbst willen. Hier eine besondere Rolle spielen zu wollen, bedeutet geradezu eine Sabotage gegen daS Verkehrswesen. Während fast im ganzen Reich nach einheii- lichen Dorschrlsien gearbeitet wird, die sich in der Hauptsache mit den bewährten prezchischcn Dienstordnungen decken, gelten in Bayern noch immer veraltete Richtlinien, die zudem nicht alle erforderlichen Merkmale zu tragen scheinen, wie das notwendig ist. um daS Derantwortlichkeits- gefübl des cm seinen zu heben Die ReichSbahn- youptverwa.tung hat sich mit diesem Aus-der- Reihe-tanzen der V-ayern abfinden müssen, da nach dem ilebergang des bayerischen Bahnbetriebes auf das Reich Bayern hd> eine weitgehende Selbständigkeit zu sichern wußte, die in der Praris ein Hmeinreden der Zentrale in bayerische Eisen bahnangelegen betten bernafre unmöglich macht. ES wird jeder zugeben müssen, daß das ein unhaltbarer Zustand ist. der nicht länger geduldet werden kann. Soll ein Verkehrsbetrieb (eine Aufgaben erfüllen, dann müssen sämtliche Dienstvorschriften genau übereinst immen und so abgefaht sein, daß gegen Fahrlässigkeiten im Betrieb aus- reichende Garantien gegeben sind. Jedoch noch ein anderes. 3m allgemeinen ist bei der Reichsbahn die S ch i ob t ö a u e r für die Beamten so geregelt, daß zwilchen zwei Schichten eine ausreichende Ruhepause liegt. 3n Bayern wird jedoch die Dienstzeit wie früher ge- handhab»: man erledigt mit kurzen Unterbrechun- gen mehrere Schichten hintereinander, so daß dann die Freizeiten zu zwei bis drei Ruhetagen zusammengezogen werden. Das ist ebenfalls auf die Dauer nicht zu vertreten. Auch hier erscheint es notwendig, mit den bayerischen Reservaten auszuräumen und die Dienstzeit einheitlich S regeln, und zwar so. daß sowohl dem Ruhe- dürsnis des Personal«, wie auch der Sicherheit des Verkehr« vollauf Rechnung getragen wird. Mir wissen nicht, wieweit die Sonderstellung Bayern« geht. VZcnn man aber hört, daß es kürzlich erst gelungen ist. Bayern zu veranlassen. die allgemein üblichen Oberbauvorschriften anzuerkennen, bann wird es wohl noch mancherlei Rechte sein eigen nennen, von denen wir nicht« ahnen, die aber ohne Unterschied endlich zugmiften einer einheitlichen und straffen Der- waltung verschwinden müssen. ES liegt nicht zuletzt im Interesse Bayern« selbst, wenn es schleunigst seiner Bereitwilligkeit Aus- druck verleiht, zugunsten der Betriebssicherheit sich widerspruchslo« der zentralen Leitung unter- zuordncn. Sonst wird es erleben müssen, ßda beim nächsten Unfall, sofern er sich wieder mit den Fehlern des System« in Zusammenhang bringen läßt, der für Bayern so wichtige und einträgliche Fremdenverkehr empfindlich nachläßt. „HöchsteBeinebssicherheiiohneMcksicht auf die Kosten". Beschlüsse des parlamentarischen Ausschusses. Berlin, 1. Aua. (WTB.) Anläßlich der letzten Eifenbahnunsälle, die insbesondere das süddeutsche Netz der deutschen Reichsbahn betroffen haben, fand heute unter Vorsi» des Reichsoerkehrsminifters o. Gusrard und unter Beteiligung des General- direktors der Deutschen Reichsbahnaescllschaft, Dr. Dorpmüller, eine eingehende Aussprache mit Mitgliedern der Fraktionen de» Reichstage» statt. Die geladenen Vertreter der Bayerischen V o I k * p a r t e i waren nicht erschienen. Bei Eröffnung der Sitzung gedachte der Reichsverkehr»- Minister der tiefbeklagenswerten Opfer de» gestrigen Unglücks und fprach der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbohngesellschaft feine Anteilnahme au» Dieser Anteilnahme schlossen sich sämtliche An- ivesendcn an. Der Reichsverkehrvmlnister erläuterte dann den Zweck der heutigen Besprechung und betonte hierbei, daß, um die h ö ch st e Betriebssicherheit zu erzielen, die stostensroge keine Rolle spielen dürfe. Dieser Auffassung stimmte der Generaldirektor der Deutschen Reichs- bahngeseUschast bei. Ursachen und Folgen jede» einzelnen Unglücks wurden alsdann ausführlich durchgeprüft. Besonders eingehend wurde darüber oer- handelt, ob die S t r e rf e n und Bahnhöfe mit ihren Sicherungseinrichtungen sowie die Beanspruchung des Personals den Anforderungen einer geordneten Betriebsführung, besonders in Süddeutschland, genügen. In Uebereinstimmung mit der bereits veröffentlichten Mitteilung über die am 26. Juli ftottgefunbene Besprechung zwischen dem Reichsoerkehrsminister und dem Generaldirektor wurden die damals vereinbarten Maßnahmen zur Sicherung des Betriebes allseitig gebilligt. Diese Maßnahmen betreffen ins- besondere folgendes. 3m haupkbahnhos München werden die bestehenden Blorfeinrkhtungen sosart durch zwischenzeitliche Verbesterungen vervollkommnet. Die Fertigstellung der im Gange befindlichen endgültigen Zentralisierung der Sicherungsanlagen des Bahnhofes wird mit ollen Mitteln und ohne Rücksicht aus die Rosten beschleunigt. Die übrigen, noch nicht mit zentralisierten Sicherungsanlagen ausgerüsteten Bahnhöfe werden unverzüglich daraus nachgeprust. welche Maßnahmen getroffen werden müßen, um bi» zur Fertigstellung solcher Anlagen die Sicherheit de» Betriebe» zu erhöhen. Die Durchführung dieser Maßnahmen wird beschleunigt. Darüber hinaus bestand Beber- einfflmmung, daß die Diensteinteitungen bei der ganzen Reichsbahn einheitlich sein müssen. Die Dienfleinleilung der nord- deutschen Bahnen ist aus die süddeutschen Bahnen auszudehnen, da sie für die Betriebsführung unb die Erhaltung der Spannkraft des Personal» zweckentsprechender ist. Mit Bezug auf da» Münchener Unglück wurde hervorgehoben, daß au lagen besonderer Inanspruchnahme des per- fonals, z. B bei starkem Verkehr oder bei großer Hitze, verstörkungspersonal mehr a I» bisher vorzusehen ist. Billigung sand auch die frühere Feststellung, daß zur Ueberwachong der Oberbauarbeiten weitere Kontrollen notwendig und daß die Umbauten tunlichst zu beschleunigen sind. Außerdem wurden eine Reihe weiterer Maßnahmen erörtert so die Fragen der Vereinfachung der Dienstvorschriften, einer Rachprüfung der Dienftdauerbestim- mangen, die Fragen der Zuggeschwindigkeiten, der Verstärkung de» technischen Dienste» und der eventuellen Verminderung de» Verwaltungsdienste». Ls wurde von den anwesenden Vertretern de» Reichstages besonders betont dah die verhättnifse in Süddeutsch- I a n b einer scharten Nachprüfung betörten. Unbeschadet der unverzüglichen Durchführung der zwischen Reichsverkehrsminister und Generaldirektor schon vereinbarten Maßnahmen wurde beschlofsen, einen besonderen Arbeitsausschuß ein- zusetzen, dessen Ausgabe es ist, die gesamte Sicherheitsfrage der Reichsbahn eingehend durchzuprüfen. Die Zusammensetzung dieses Ausschusses. der nicht zu groß fein soll, wurde dem Reichsverkehrs- mlnister überlasten. Der Ausschuß soll seine Arbeiten tunlichst bald aufnehmen unb über da» Ergebnis berichten. Die Frage der Zusammensetzung de» Arbeil»au»schusses ist seitens des Reichsoerkehrsminister» unverzüglich in Angrisf genommen. 3m Anschluß an die Tätigkeit de» Ausschusses wird die Deutsche Reichsbahngesellschaft eine ausführliche Denkschrift ansarbeiten. welche die einzelnen An- glOrfefäflc unb die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen barffcüt. Sie Gnippenverwalfung Bayern Berlin, 1. Aug «WTB.) Wie von zuständi- ger <3citc mi,geteilt wird, enthält htc Geschäftsordnung der Deutschen Reichsbahngesellschaft vom I. Oktober 1924 über die Befugnisse her Druppen- verWallung Bayern in ihrer Ziffer 14 folgendes: Die Gruppen Verwaltung Bayern umfaßt den Bezirk der bisherigen Zweigstelle Bayern. Sie steht unmittelbar unter der Hauptverwaltung und behandelt alle Angelegen- herten ihres Bereiches selbständig, die nicht wegen ihrer besonderen Bedeutung oder, weil sie über ihren Geschäftsbereich hinauswirlen können, von der Hauptverwaltung selbst zu erledigen sind. 3n diesem Rahmen können ihr auch Angelegen- frerlen übertragen werden, die an sich von der Hauptverwaltung behandelt werden. Danach ergibt sich folgendes Die Gruppenverwaltung Bayern ist grunbsäh'.ich für alle nicht der Hauptverwaltung v o r b e h a 11 e n e n Geschäfte in ihrem Bereich zuständig. Rur solche in ben Bereich der Gruppe fallende Geschäfte werden von der Hauptverwaltung behandelt, die grundsätzliche Bedeutung besitzen oder über den Geschäftsbereich der Gruppenverwaltung hinauSwirten können. Oer Eindruck in Berlin. Berlin, 1. Aug. (XU.) Das neue schwere Eisenbahnunglück in Bayern hat in Berlin nicht nur in den amtlichen Kreisen, sondern auch in der Bevölkerung große Erregung unb tiefste« Mitgefühl hervorgeru'en. Man emp'indet daS Unglück um so schwerer, als es auch wieder gerade m erster Linie urlaubsfrobe Menschen getroffen hat. und fordert von Den amtlichen Stellen schleunigste« Eingreifen, damit sich nicht das Gefühl der allgemeinen Unsicherheit auf der Reichsbahn durchsetzt. Die Berliner Presse widmet dem neuen Unglück ausfübr iche Kommentare und beschäftigt sich vor allem mit den Ursachen des llng'.üde und den Möglichkeiten zur Vermeidung ähnlicher ^Inglücksfätte. Die .Volsische Zeitung" ist der Ansicht, daß. toeim es sich in dirtem Falle auch anscheinend um einen Pcrjonal'ehler handele, nicht das Verschulden des einzelnen, sondern der System- fehler ausschlaggebend fei. Da« Blatt fordert deshalb eine andere Diensteinteilung für Bayern durch Prüfung der getarnten Dienstvorschriften. AuSbau de» Signalsystems, dauernde Brauffichtlgung des Oberbaues und modernste« stählernes Ma genmaterial auf allen Linien und in allen Klaffen. - Das .Berliner Tagebla 11" spricht von einer unentschuldbaren Rach- lässig ke i t der zuständigen Behörden und macht ebenfalls das System für das Unglück verantwortlich. „vielleicht öffnet das furchtbare Bild des 31. 3uli,‘ fo schreibt da» Blatt, „ben Herren in München die Augen darüber, daß die Sicherheit auf den deutschen Bahnen eine starke einheitliche Verwaltung zur Pflicht macht." Die „D. A. Z." ist dagegen der Ansicht, daß das entsetzliche Unglück zu denen gehöre, wo bet Mensch versagt habe. Man solle die Tatsache. dah das Land der bayerischen Stammes- brüber in dielen Monaten vom ilnglüde fo besonders verfolgt worden fei. nicht irgendwie mißdeuten: beim menschliche Unvollkommenheit fei an feine Landes grenze gebunden. — Die Deutsche Tageszeitung" selbst stellt mit Bedauern fest dah heute da« Deutsche Rrtch leider dasRekordland derSifenbahn- katastrophen geworden sei. Es fei etwaS faul in der Organisation und im Ge- 'amtbetriebe. Da« Blatt weist auf den Skandal im Zentralamt hin unb schreibt: ..Blitzartig erhellt bic Unmöglichkeit des bisherigen Derfrätt- nisses, bei dem sich der Staatsbürger nur noch »um Objekt einer jur Erwe rbsgese lisch a f t verwandelten Behörde sühtt die .hn dauernd bei mangelhaften Leistungen unb lebensgefährlicher 'Betriebe unlieber freit mit Tariferhöhungen bedroht. Es bebarf einer Aen- berung bet Organisation, e« bedarf vielleicht noch mehr einer Wandlung beo Geiste«, wenn die Reichsbahn wieder wie einst der Stolz aller Deutschen und der Reid des Auslände« werden solle." Vie Vaweszahlungen der Reichsbahn. Hamburger Mritit Hamburg, 1. Aug. (XU.) 3n ihrer Besprechung über das neuerliche Ei enbafrnunglüif schreiben die .Hamburger Rachrichten' u. a.. die Reichsbahn, die die Da wes za hlungen in ihrer ungeheuren Höhe leisten müsse, habe nicht Geld genug, um alle notwendigen Verbessrungen schnell durchzuführen. Angesicht« der erschreckend anwachscnden Zahl der Todesopfer sollten sich die Leiter.bet Reichsbahn endlich aut- raffen und erklären Wir lehnen die Verantwortung für den geregelten Betrieb der Reichsbahn ab. wenn wir nicht vor Zahlung des Tribu.s an da« Ausland die Mittel erhalten, die wir für die Erhaltung und Wo- bernt ftcrung des Materials für noi- tixnbig halten Mit schönen Trostworten unb Wechseln auf die Zukunft sei es heute nicht mehr getan. Da« .Hamburger .yrembcnblatt” erklärt, es fei nicht zu verhehlen, daß bei der schnei len Aufeinanderfolge zweier schwerer Katastroplxn da« Vertrauen deS reisenden Publikum- xur Sicherheit de« Eisenbahnverkehrs wieder einen s chwe ren Stoß erlitten habe. Da« Gefühl fei nicht zu unterdrücken, daß die Organisation den berechtigten Anforderungen des Verkehr« nicht in vollem Maße entspreche. Vie Feststellung der Opfer. Augsburg. 1. Aug. (MTB.) Don der Reichsoahndirrttion Augsburg geht unS noch folgende amtliche Mitteilung zu. Die Zahl der bisher gemeldeten 16 Toten hat sich nicht mehr erhöht. Der als tot gemeldete Holzhandler Haller auS Stuttgart befindet sich wohlbehalten In Tegernsee. Reu festgestellt wurden die Leichen der Warta Fischer, ledige Rähertn au« Wolfratshausen, des Kaufmann- Karl Gotter aus München sowie der Frau Berta Buck aus Zuffenhausen «Württemberg». Rur die Leiche eine« etwa öOjährtgen Mannes, ausgebahrt in Dinkelscherben, konnte bisher noch nichl festgestellt werden. Die Rainen der im AugSburger Krankenhaus liegenden austerbayerischen Verletzten sind folgenbe; Herbert 3 lege auS Breslau, Ehepaar Rehn pud Stuttgart. Albert Riehl aus Mell bei Stuttgart. Gustav Pommer au« Essen. Christoph Gebhardt au« Erbach im Odenwald. ProsessorSehefrau Mahl- berg nebst Tochter Marte aus Freiburg. 3m Krankenhaus Zusmarshausen befinden sich noch folgende austerbayerische Verletzte: Oberlehrer Schenk aus Wcinhetm < Baden). Charlotte Schwester au« Stuttgart, Ätara Brendle aus Heilbronn, Ärtmfrilb Müden aus Langenlonsheim IRafre», Gustav Penner. Studienrat aus Essen, Fritz Siebert, Studrenassesfor au« Bremen. Dr Reimann, Siggenbort «Burgenland), Matter Riehl aus Weil bei Stuttgart, Balkowitsch aue Sig- genborf Don den Schwerverletzten sind Oberlehrer Schenk unb M 5t i e fr l im Zusmarshausener Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Don ben im Krankenhaus ,-,u«mar«- frau’en untergebrachten Verletzten ist Frau Oberlehrer Schenk aus Weinheim nach Hause gereist. 3m übrigen sinb etwa zehn Verletzte als Schververletzte anzusprechen. Die Gesamtzahl der Verletzten beträgt etwa 50 bis 60. Die Bestattung der Opfer, die voraussichtlich sämtlich nach ihrer Heimat übergeführt werden, wird voraussichtlich in den nächsten Tagen statt- finben. Die von Berlin entsandte D.ntertuchungS- kommissivn war heute mit kurzen Unterbrechungen unter Hinzuziehung von Sachverständigen bi» zum späten Abend an der Hnfa'Jftelle mit Vernehmungen unb Erhebungen tätig. Oie Haftpflicht der Reichsbahn Von unserer Berliner Redaktion. Berlin. 2. Aug. Die Häufung von Ung lüde- fällen bei der Deutschen Reichsbahn in den letzten Wochen und insbe'vndere da« furchtbare Eisenbahnunglück bei Dinkelscherben in Bayern lassen wieder einmal die Frage aktuell werden, welche Haftpfticht bie Reichsbahn den Reifenden und VerunMckten gearnüber hat. Prinzipielle De- fhmmuncen darüber bestehen nicht und e3 wird jedeSmal von Fall zu Fall festge teilt, welche 2chäd--n von selten der Reichsbahn zu ersetzen lind, Es ift Sache der einzelnen Reichsbahn- direktivnen. die eingereichten Schadensersatzansprüche des Publikum- zu prüfen und gegebenenfalls die Auszahlungen zu leisten, oder die Ansprüche zurückzuwei en. (Lin besonderer um- fangreicher Fonds, in dem beträchtliche Mittel zur Verfügung stehen, ift im Haushaltsplan ter Reichsbahn vorhanden. Die Höhe der Entschädigungen wird jeweils von Fall zu Fall entschieden und richtet sich ganz nach der Höhe des Schadens und der wirtschaftlichen Leistungs- sähigkerl eines Verunglückten oder seiner Angehörigen. Eine Rorm oder irgendwelche Be- ftüninungen über die Höhe der zur Auszahlung gelangenden Schodenseriotzansprüche besteht jeden- falls nicht Herrioi in Köln. Der französische NntcrrichtSminister besucht die Pressa Köln, 1. Aua. (WTB.) Mit dem planmähi- Sn Zuge um 21.43 Uhr traf heute der französische nterrichtsminister H e r r i o t, der im Auftrage der französischen Regierung der Presfa einen Besuch obstattet, hier ein. 3n seiner Begleitung befanden sich zahlreiche hervorragende Persönlichkeiten des französischen politischen Lebens und der französischen Press«. Zum Empfang des Minister- hatten sich am Bahnhof eingesunken: Oberbürgermeister Dr. Adenauer. Botschaftsrat V u e r l e t von der französischen Botschaft in Berlin, der französische Generalkonsul in Köln. Laffon, al- Vertreter der Reichsregie- rung der Reichskommissor für die Pressa, Mi- nist« a. D. Külz, vom Auswärtigen Amt Legation-rot Graf Basfenheim und als Vertreter der Presseabteilung der Rcichsrcgie- ruufl Graf Gaurma. Oberbürgermeister Dr. Lldenauer hieß den Minister willkommen und lud die Herren zu einem kurzen 3mbih ein. Morgen vormittag wird der Minister zunächst verschiedene Schulen und soziale und kommunale Einrichtungen der Stadt Köln und am Rachmittag die Pressa besichtigen. 3n einem Gruß an die Stadt Köln und das deutsche Geistesleben, den die „Köln. Zta." veröffentlicht, erklärt Herriot, daß di« französische Regierung ihn beauftragt habe, sich als ihr Vertreter zur internationalen Presseausstellung noch Köln zu begeben. ..Heute, als Minister deS öffentlichen Unterrichtes." heißt es weiter, „werde ich olles, waS an mir liegt, daran sehen, um Deutschland und Frankreich auf kulturellem Gebiet« näherzubringen. Zwei Länder, wie die unsrigen, die soviel für die Wissenschaft, für die Literatur und für die Kunst geleistet hoben, müssen bei der Morgenröte dieser neuen Zett miteinander zusammenarbeiten an dem Aufbau nicht nur einer neuen Politik, sondern auch einer neuen Ethik, d?e der wiederversöhnten Menschheit unaufhör- lrch neu« Ziel« steckt. Gerade deshalb, weil ich on meinem eigenen Vaterland« mit allen Fasern hänge, werde ich mich über all das freuen, was die geistig« Machtstellung Deutschlands bestätigt. von der ich in Köln rin packende- Beispiel sehen werde." Nie Reorganisation -es Reichslandbundes. f Die Wahl des neuen Präsidiums. ' Berlin, 1. Aug. (DDZ.) Die heutige Vertreter Versammlung de» Reichslandbundes beschloß, dos Präsidium des Reichslandbundes nunmehr aus drei anstatt bisher zwei gleichberech tigtcn Präsidenten zu bilden, die kollegial Zusammenarbeiten sollen. Die Geschäftsführung im Präsidium wurde dem früheren Reichs- lavdwirtschastsminister Schiele übertragen, neben ihm als Präsidenten den bisherigen Präsidenten H e v p und den Landwirt B e l h g e. Letzterer war Vorsitzender des Brandenburgischen Landbundes und stellvertretender Präsident der Brandenburgi- scheu Landwirtschaftskammer. Der Bundesvorstand des Reichslandbundes besteht in seiner neuen Zusammensetzung aus den ehrenamtlichen Vorsitzenden der Einzellandbünde. Die neue Organisation ist bekanntlich auf Anregung des bisherigen Land- bundpräsiüenten, Grafen Kalckreuth, zurück zufuhren, der aus dem Präsidium ausscheidet, aber die Leitung der wirtschaftlichen Einrichtungen des Landbundes behält. Kalckreuth wurde vom Vorsitzenden des Bayerischen Land- bundes, Präsident Grieger, unter allgemeiner Zustimmung der Dank der Dertreterverfammlung ausgesprochen. Die Krise im Reichslandbund ist durch diese Wahl eines neuen Präsidiums beigelegt worden. Wie zu erwarten war, ist Graf Kolckreuch ausgcfchicden. Der Abgeordnete Hepp dagegen ist geblieben, wäh- rcnd neu der frühere Rcichsernährungsminister Schiele und der Danernoertreter Bcthge in das Präsidium hineingewählt wurden. Es setzt sich jetzt also ausschließlich ausDertretern des landwirtschaftlichen Kleinbesitzcs zusammen, wodurch die Gewähr gegeben ist, daß die bäuerlichen Mitglieder des Landbundes in Zukunft eine st 2 rkere Berücksichtigung ihrer Interesten erfahren werden, als dos bisher der Fall roar. Herr Hepp, der keinen Unterschied zwischen Groß- und Kleinbefitz machen will, hat sich also durch- gcsetzt. Daß aus dem Kreise der Vertreter. die am 1. August die Wahl Vornahmen, kein Widerspruch gegen das Ausscheiden Kalckreuths laut wurde, ist wohl der beste Beweis dafür, daß der Landbund von nun ab gegen jedes Bestreben, ihn an irgend eine politische Partei zu binden, energisch Front machen wird. Er wird also wieder, und das ist aleichsalls Hepps Ziel, ein Sammelbecken für die Landwirte aller Parteien werden. Das landwirifchastliche Umschuldungs- Programm. Das Umschuldungsprogramm, das seinerzeit im Rahmen der gesamten landwirtschaftlichen Nothilfe vom alten Reichstage beschlostcn worden ist, ist nun mehr, wie uns zuverlässig erklärt wird, endlich nach Ileberwindung der zahllosen technischen schwierig feiten in da» Stadium der Durchführung en'i- getreten. Wie bereits bekannt, sind ja schon vor einiger Zeit vom Reich die R i ch t! i n > e n o u ö । c Länder herausgegeben worden und die Landerregierungen foroohl al» auch die preußischem Pro- vin^en sind jetzt dabei, die K r e d i r o u » s ch ü s s e 'inzujetzen und di« in dem Gesamtprogramm vor. Südflawische MnderheilenpoM. Eine erfreuliche Schulverordnung. Berlin, 1. Aug. (TU.) Die südflawische Gesandtschaft teilt mit: „Der Unterrichlsrninist« for- derle auf dem Derordnungswege sämtliche Schul- inspektoren und Lehrer in der Boioodina (Backa, Banat, Boronja) auf, streng dafür Sorge zu tragen, daß es den Ellern der Schuljugend vollkommen frei st ehe, in welcher Sprache sie den Volksschulunterricht (Gemeinde- schulen) ihrer Kinder wünschen. Bei der Einschreibung der Kinder in die Schule sind die Eltern nicht zu befragen, zu welcher Raste und zu welcher Ration sie sich bekennen. Demzufolge können die Eltern ihre Kinder auch in diejenigen Schulen einschreiben lassen, die mit der Muttersprache nicht übereinstimmen. Bei der Einschreibung ist deshalb der Rome (Zuname, Familienname) n i ch t maßgebend, um eine Volksschule mit bestimmter Unterrichtssprache zu besuchen. In Orten, in welchen die Schuljugend der nationalen Minderheit auch gering ist, sind dennoch di» Minder- hcitsklassen aufrecht zu erhalten. Wo es in solchen Fällen an Lehrkräften mangelt, sind zwei Klassen zusammenzulegen, so daß es verhindert wird, daß die Minüerheitsklasse geschlossen wird. Es sind gesonderte Minderheitsschulklasten zu eröffnen, wofür das Unterrichtsministerium auf seine Kosten Lehrkräfte stellen wird. Dementsprechend sind auch die Kinder jüdischen Glaubens berechtigt, nach dem Wunsche ihrer Eltern deutsche oder ungarische Klaffen zu besuchen. Bekanntlich konnten die Kinder jüdischen Glaubens in der Boioodina bisher nur serbische Klassen besuchen." Endlich hört man wenigstens inmitten all der zahlreichen Klagen der Minderheiten eine Nachricht, die das Gegenteil berichtet. Südslawien scheint für sich in Anspruch nehmen zu wollen, dos Primat der gerechten Behandlung der Minderheiten in seinem Lande zu haben. Dies muß auf das lebhafteste begrüßt werden, zeigt es doch, daß bei einer vernünftigen Politik cs durchaus möglich ist, den Forderungen der Minderheiten zu entsprechen, ohne dabei die nationalen Belange hintanzusetzen. Südslawien, ein Land, das ohne Frage gerade in bezug auf die Minderheiten an Kompliziertheit nichts zu wünschen übrig läßt, sollte den Ländern, die mit diesem Problem bewußt oder unbewußt nicht fertig werden, zum Vorbild dienen. Es wäre jedenfalls zu raten, wenn sich Polen einmal in Belgrad erkundigen würde, wie eine solche Verordnung durchgeführt werden kann. Schwierigkeiten dürfte sie kaum machen. Es gehört, wie der südslawische Unterrichtsminister eben auch bewiesen hat, lediglich ein guter Wille und eine politisch vernünftige Einstellung dazu. Serben und Kroaten. Die südslawische LtaalskrisiS. Belgrad, 1. Ang. (TU.) Rach Meldungen aus Agram wurde am Mittmochvormittag um 11 Uhr im Sitzungssaal des ehemaligen kroatischen Landtages die Vollversammlung der bäuerlich-kroatischen Opposition unter Vorsitz des Abgeordneten Pribitschewitsch eröffnet. Die öffentlichen Gebäude Agram» hauen Fabnen ge- h:ßl: die Geschäft« waren gejchlosjen. Aus dem Markusplatz bradjte eine große Menschenmenge den zum Sitzungssaal gehenden Abgeordneten ftürmijche Ooalionen dar. Ein Teil der Sitzung roar öffentlich, der Schluß der eifcung geheim. Pribitschewitsch gab einen ausführlichen Bericht über die Ereignisse in der Belgrader Skupschtina am 20.Juni und über die politische Lage In einem von der Versammlung gefaßten Beschluß wird betont, daß da» in Belgrad tagenbe Rumpfparlament nicht ermächtigt sei, Beschlüsse für das ganze Land zu fassen. Alle Beschlüsse und besonders solche, welche dem Volke finanzielle Verpflichtungen onrerlegen, feien als nichtig zu betrachten und speziell das kroatische brauche sich nicht den Beschlüssen zu fügen. Die Versammlung erklärte, daß sie den Kampf für die volleGleichbercchtigung aller Staatsbürger cntjchloffen fuhren werde. Weitere Beschlüsse in dieser Angelegenheit sollen in einer Sitzung gefaßt werden, wenn Radi t sch genesen ist. In einem weiteren Beschluß der 23er- fammlung werden alle politischen Parteien in den neuen Provinzen Südslawiens aufgefordert, sich dem Kampf für die Gleichberechtigung onzuschlic- hen. Don dem bäuerlichen Volk in Serbien wird erroarfet, daß es durch seine Haltung den Sieg jener Prinzipien ermöglichen werde, die einzig und allem die Staakseinheit retten können. Die Königreiche der Kroaten ubd Montenegriner, so wird in der Entschließung weiter ausgeführt, haben, als sie die staatliche Einheit im Rahmen des jugoslawischen Königreiches beschlossen, auf ihre persönliche staatliche, territoriale und politische Individualität lediglich zugunsten d e r S t a a t s c i n h e l t, n i ch t a b c r zugunsten irgend eines Landes verzichtet. Da die Verfassung von 1921 dazu verwendet wurde, die Hegemonie Serbiens über die anderen Gebietsteile endgültig festzulegen, beschließe die demokratische Bauernkoalilion,. den schärfsten Kampf für eine neue staatliche Einrichtung zu fiihrcn, die den übrigen Teilen des Staates die volle Gleichberechtigung sichert. Wie die Prawda weiter aus Agram meldet, haben Anhänger von Stefan Raditsch unter der kroatischen Bevölkerung eine Bewegung gegen die Leistung von Steuern und sonstigen staatlichen Abgaben in die Wege geleitet. In Regierungskreisen herrscht noch immer über die Erklärung Raditschs, daß ein Zusammenleben zwischen Serben und Kroaten i n einem Staate unmöglich sei und daß die Kroaten die Personalunion forderten, große Erregung, wenngleich die Meinung hierüber sehr geteilt ist. Während eine solche Lösung des serbisch- kroatischen Konfliktes von der Mehrzahl allerdings als unmöglich bezeichnet und betont wird, daß die jerbische Regierung hierzu niemals ihre Zustimmung geben werde, werden andererseits auch Stimmen laut, die einer sog. „A m p u t a 11 o n" da» Wort reden, d. h. daß sich die Serben von einem kleinen Teil Kroatiens, das von einer rein kroatischen Bevölkerung bewohnt ist, als völlig des- interessiert trennen könnten. gesehenen Formulare zum Zwecke der Erfasiung der Kreditmittel zu verteilen. Eine Reihe der Äre» ditausfchüsse haben bereits auch schon ihre Arbeit ausgenommen, so daß zu erwarten steht, daß nunmehr, zumal das Geld ja nun schon seit einiger Zeit durch das Reichsfinanzministerium bereitgestellt worden ist, die Durchführung vollzogen werden wird. Natürlich wird es auch hier mit Rücksicht auf die Kompliziertheit der Materie nur langsam vorwärts gehen, so daß noch nicht zu über- blicken ist, wann das gesamte Umschuldungsprogramm restlos erledigt sein wird. Aller Wahrscheinlichkeit nach beabsichtigt das Reich auch noch besondere Richtlinien für eine Reihe von Spezialkrediten der Pachter und der kleinen Bauern herauszuaeben, doch wird sich dies erst an der Hand der Durchführung des Umschuldungsprogramms ergeben. Rückgang der Arbeitslosigkeit. Berlin, l.Aug. (WB.) 3n der Arbei tslosen - Versicherung ist di« Gesamtzahl der Hauptunter- stühungsempfänger in der Zeit Vvm 1. bis 15. Juli von rund 610 700 auf 579 800, d. i. um 30 900 oder um 5.1 v.H. 8urüdgegangen. Bei den männlichen Arbeitslosen betrug di« Abnahme rund 28 000 oder 6 v. H._ bei den werblichen 2900 oder 1.6 v. H. Der Rückgang ist zu einem Teile auf eine starke Beschäftigung in der Landwirtschaft und um Baugewerbe, im übrigen auf den Ablauf der Uebecgangsbeftinunungen über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom 16. 3uTi 1927 zurückzuführen. Oie Untersuchung gegen den Mörder Obregons. Mer i ko. I. Aug. (Associate Preß) Die Ordensschwester Concepcion wurde heute zusammen mit Toral einem vorläuft gen Verhör unterzogen und sagte aus, sie habe weder Toral noch anderen gesagt, daß der Tod Obregons für die Verlegung des Religionskonfliktes notwendig fei Sie bc ft ritt. Toral jemals zum Morde irgendeines Geschöpfe- an- geftiftet zu haben. Die übrigen 16 Rönnen, die verhaftet wurden, sollen freigelassen werden. Dagegen werden Torais Familienangehörige bis auf weiteres festgehalten. Aus aller Welt. Ein Rlunikiousdtpol des Mörders Hein. Auf Veraniajiung der Staatsanwaltschaft in 3ena und in Begleitung des Einbrechers Lärm, der deshalb von Weimar nach 3ena zurückgeführc wurde, sand am Dienstag in Forst bei 3cna eine Rachfvrichung nach den von Hein und Lärm gestohlenen Sprengstoffen und trüberen Gegenständen statt. 3n der Rähe des Restaurants Waldfchiößchen fand man an einem Waldabhang an mehreren Stellen in großen Mengen Sprengstofs. Zündkapseln. Zündschnüre, Zündapparate. Waffen. Munition. Ginbrecherwerkzeug. Feldstecher, Rucksäcke und anderes mehr. Alles war in großen Glasballoirs Der- schlossenin bw Erde vergraben, und mit Rasen ^gedeckt. Die F^ri'chaZung der gefährlichen Fundgegenstände erfolgte in einem xrafttoagen. ilnt«?r sich'rem Getett ist dac,rus Lärm in das L .:nd ? e i .chtsgef öngnis Weimar zu ruckged rächt Ttenc Unwetter und Ueberschwemmungen in RHtteljapan. Das mittlere Japan wurde neuerdings von heftigen Gewitterftürrnen heimgesucht, die von Erdstößen begleitet waren. Mehrere Brücken wurden zerstört und der Eisenbahnverkehr wurde behindert. Einige hundert Häuser wurden befti)äbigt und an den Feldern wurde großer Schaden angerichtet. Der Schaden wird auf mehrere Millionen 2)en ge- schätzt. Man befürchtet, daß etwa 2 0 Per- fönen bei Dem Unwetter u m s Leben gekommen sind. Einige Ortschaften in der Nähe von Tokio wurden durch die ans den Ufern getretenen Flüsse unter Wasser gesetzt, so daß nur noch die Dächer der Häuser herausragten. Verhaftung eines Deutschen in Rußland. In Saratow in Rußland ist der Deutsche Flesch verhaftet worden. Er war kriegsgefangen und blieb dann in Rußland, wo er in den Dienst der russischen Regierung getreten ist. Es wird ihm Dorgeroorfen, daß er eine ärztliche Privat- präzis gegen Bezahlung ausgeübt habe ohne Berechtigung hierzu. Es ist nach unfiar, ob Flesch überhaupt ein ärztliches Examen gemacht hat. Eine politische Seite scheint der Angelegenheit nicht zugrunde zu liegen. Flesch ist deutscher Reichsangehöriger. Rückfahrt der „Likta in Milano" nach Spitzbergen. Kapitän Mariano, ber sich bisher an Bord her „Gitta di Milano" befand, wird mit der Gistnbahn nach Schweden gebracht werden, um sich in Stockholm m die Behandlung eines Spezialisten zu begeben. — Di« italienischen Flugzeuge, die sich an der Suche nach dem Flugzeug „Lotharn" beteiligen, kamen in Rarwik an und wurden an Bord der „(Sitta di Milano" gebracht. Die „Eitta di Milano" wird Donnerstag nacht nach Spitzbergen znrückfehren. Hochzeit im Hause Gerhart Hauptmann». Dor dem Saßnitzer Standesamt fand am Dienstag mittag die Ziviktrauung Dr. Benvenuto Hauptmanns, des Sohnes Gerhart Hauptmanns, mit der Prinzessin £ I i f e von Schaumburg-Lippe statt. Trar^euge war Gerhart Hauptmann selbst und der Stralsunder Regierungspräsident. Die kirchlich« Trauung fanb auf Schloß Dwasieben bei Saßnitz, bem Sommersitz Gerhart HcnlptmannS. statt. Line Jamüie, die am gleichen lag Geburtstag hat. In H e r » f e l d erhielt ein Ehepaar, das am gleichen Tage Geburtstag hat, in diesen Togen Fa- millenzuwachs, und zwar traf der erste Sprößling am Geburtstage seiner (flkrn ein, so daß nunmehr die ganze Familie an einem Tage Geburtstag feiern kann. Dft (Eigentümer der „VAZ". Durch die .Hamburger Rachrichten" wurde die Mitteilung verbreitet, baß die „3nbuftr:c-13cr- ka^-Aktiengeseilfchaft Dültelbori" beabsichtige, die .Deutsche Allgemeine Zeitung" zu erwerben bzw. sie ihrem Konzern anumltebcm. Bon Dem Aufsichtsrate der .Laz entb uns mitoeteilt. daß diele Meldung falsch ist. Die .Deutsche Allgemein« Zeitung" befindet sich bekanntlich seit nun» mehr zwei 3ahren in dem Besitze eineS Konsortiums. dos aus der westdeutschen 3 ndu - strie. Berliner Großbanken und der Schiffahrt besteht. Die Zusammensetzung dieses Konsortiums findet in den Mitgliedern des Aufsichtsrates entsprechenden Ausdruck. Dic Abgabe der .Daz" an einen anderen Verlag wurde nicht einmal in Erwägung gezogen. Seltsamer Unglück »fall in einem belgischen Schloß. Ein Klempner, der in einen Brunnenschacht de» Schiosies (Tentn) bei GrepDoiceau Arbeiten au»- führte, wurde von giftigen Gasen be- t_äubt und kam nicht wieder zum Dorfchein. Ein ctubent, der^seine Ferien im Schloß verbrachte, ftieg in den Schacht hinunter, um den Arbeiter zu retten, und erlitt dasselbe Schick'al. Ein Maurer wurde ul» Dritter von dem gleichen Tode ereilt Den ganzen Morgen versuchte man vergeben», die Leichen der Verunglückten zu bergen. Schwere» Autounglück in Schweden. Ein Personenauto, dos untmntgs von Goten- bürg nach Malmö roar, stürzte in einen Fluß. Die vier Insasien kamen um» Leben Schwerer Vauunsall in Kanada. 3n St. Catherines (Ontario) versagte beim Smporziehen eines stählernen Schleufentore« durch einer. Kran am Ufer deS ReweUand-Kanal- plötzkich ein Kranhebel, und da- *"50fr Tonnen schwere Tor stürzte in die Tiefe. Heun Arbeiter wurden erschlagen, etwa 30 trugen mehr ober minber schwere Verletzungen davon. Schwere» Boofeung'ücf in Norwegen. Ein schweres Unalück ereignete sich im innersten Teil des Sognesjordes. Ein stark belastetes Motorboot wurde von den Wellen eines vorbei- fahrenden Dampfers zum Kentern gebracht und sank. Neun Personen ertranken. Nur ein Mann konnte sich durch Schwimmen retten. Die Verunglückten befanden sich aufdem Heim- wegvon einem Begräbnis. Auf dem Dampfer hatte man da» Unglück nicht bemerkt Riefenschwindeleien mit gefälschten Fahrkarten. - Di« Fahndung-abteilung der Breslau« Rerchs- bahndireition hat gemeinschaftlich mit der Breslauer Kriminalpolizei «inen Rietenschwlndel auf» gedeckt, der seit 3ahr«n mit gefälschten Grfen- oahnfahrkarten getrieben wurde. Degen zehn Beteiligte. die bereits der Tat überführt sind, ift das Strafverfahren «ingeleitet worben. Das Haupt des Unternehmend ist em BreSlauer namens Tschernik. ör konnte endlich hinter Schloß und Riegel gebracht werden. Tschtrnik, dessen Hauptkvmpliz« ein noch nicht ermittelter Eisenoahnbearnter ist. bat eine regelrechte Organif a tion zur Vornahme fein« Schwindeleien aufgezogen. Der Gisenbahnbeamte verschaffte ihm seit 3ahren täglich «in« Anzahl b« nut} te r Fahrkarten, di« von den Reisenden nach Verlassen des Zuges an der Sperre abgegeben worden waren. D ese ungültigen Karten frisierte er auf neu unb brachte fie in die Abgabe stellen zurück, reklamierte |ie Dort unter irgendeinem Vorwand unb erhielt dafür den «ntfprechenden Geldbetrag. Da es sich um Langt Strecken handelte, kamen dabei meist sehr ansehnliche Summen heraus. Zum Verhängnis wurde ihm dies« Tage in Leipzig das dreiste Auftreten ein« Vermittlerin. Das erst 22jährige Mädchen hatte am Schalter, als der Beamte bat Gell» nutzt gleich auszahlen wollte, einen Streit provoziert, in bessen Verlaus von ber Polizei ihr« Personalien festgestellt würben. 3nzwifchen bekam ein Beamter des Fahndungsdlenstes, der über die Schwindelassäre orientiert war. die refinnritr#« Karte in die Hände, identifiziert« sie nach Rücksprache mit der BreSlauer Fahnbungsabteitung olS gefälscht und ließ das Mädchen verhaften Da die Beteiligten sämtlich ihre Ano- sagen verweigerten, kann man netf) nichl den Umfang des Schwindels unb Öen anger.hteten Schaden feststellen. Die Wetterlage. <5 _ 32 T7?i Hjwck de7?f/?ug ; T* @>11 ° o , o —15 >. w '©wo!t*olet,oetitn. onw wr»t •’M«* # Stinte » Veeetie .kki XVAntr ^w.Mii.HtOjt« tekMtr Oä $ -WX» V>eie»-*V \ xnCwtM •!t Meu« fhegte ent «tm wm* Ow oceen Suteeee stteeeetn Ze* en eewn dft T,m^rrt,r WkP-r »'•«««» OrW en HUM« aecrese-M«- u**rLeh**» tovttcn>o»uuvfftße. Der flacht Titfbruckwirbel bat sich ostwärts verlagert und bei seinem Vorüberzug in fast ganz Deutschland Regen gebracht. 3n uns«em ®tbie» kam cs nur zu lokalen EteWitterstörungen ohne erhebliche Riederfchläge. D« Luftdruck steigt toteber an. Zur Zeit Liegt üb« England em Hochdruckgcbic das jich ostwärts ausbreiten und für untere IBetterkige beftmunenb fein wird Wettervoraussage für Freitag: Vorwiegend heiter, Temperaturen wenig Dtt- änbert. trocken. DitterungsauSsichten für Sam - - tag: Htit«, trocken unb wann. Lufttemperaturen am 1. August: mittag» 27,7 Grad Celsius, abend» 20,5 Grad Celsius; am 2. August morgens 18,6 Grad Celsius Maximum 28 Grad Celsius, Minimum 16,5 Grad Celsius — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 1. August abends 25 Grad Celsius; am 2. August: morgens 20,8 Grad Celsius. — R ederschkag 2,7 Millimeter. — Sonnen- scheindouer 8h Stunden. Aus her Provinziakhauptstadi. Giessen, den 2. August 192$. August. Hebet den Stoppelfeldern üben Me Zugvögel schon tmebtr ihre Auge. Wir gebe* bw ersten «chr.ae rücftr jrii und kehren bet Sonne ben Muken Tmn der Meirich doch buQ Mahnung big tu brm Aoturaefchrhen Liegt, in leinet goxuen liefe erlofen möcht,- liefet erste Schritt ist ernster als das Zobeelletb des Dinier-. Haben wir »wfrn erst er reicht, dann ist bie grobe Arche ge- fommm bann Liegt werch und warm bie werbe Oscke über bem Stampf be# Lebens, aber brr erste Schert! von der Höbe abwärts lagt bas; Wit uns Fern Zale nahem, bass Vorbereitungen getroffen werden müssen. bah man das Tal würdig er- recht und erträgt. Vir bie m unterer Zeit Hinabsteigcden hat VaS Leben eine Uiv,ahi BitterkeUen mehr, als dies sonst bet Fall war Die Achtung, bie man den Mafcruryn des Alters brachte, ,st einer Hist gewichen, bte möglichü raich bas AUer ab- i t.ütte’n möcht. SS Leegt so mcl Neuerung im Boi!erleben, bah das Alte nicht 14>ncU genug gestürzt werben faim, auch wenn man sieht bah ,unge Dräute köpfe oft brauchbaren Boden veralten lassen und sonnt Deblanb statt Sa al land schassen A>ohl legt der ßanbmann bie Senfe an dareife Getreide, aber doch nur, damit es nun erst seinem rechten Zweck biene, dmn Menschen die Nahrung zu geben. Und so werden auch erst m IDinb. öoraw und Argen erprobte und reif gewordene Menschen eine zweckdienliche Arbeit am Volke leisten Durch das hastige Rachschieben k>os Aeuen und bas rasche .Abmähen" des Alten wirb mandx wertvolle Straft dem Volkskdrper «nt^ogen August der Wind <^-ht wieder über die Stoppeln, flink- Hande banden die gemähten Halme zu Garben. Fines Abends war das letzte Geläut der Glocken über die Aehrenköpfe hinweg- geweht. und am nächsten Morgen hatte die Lerche aHd)ifbnebmenb sich über das Selb geschwungen und etn Danssied so weh und schlicht getrillert, daß bie Halme 'ich aneinanderschmiegend streiften und Lctfe miteinander vom baldigen Sterben redeten. Den bunten Feldblumen standen die Hellen Tränen m den Augen, sie wollten nichts vom Scheiden wissen und gelobten Treue dis zum Tode. Do logen sie denn an den gelben Halmen- Inb getchnuegt und schmückten ihn mit ihren bunten Blüten, so dah selbst der Tod noch den Schimmer der Schönheit über bas erstorbene Leben legte. Gs ist August — es ist der erste Schritt abwärts .Hüte dich - schön'S Dlümeiem." M. ®. 'Der gedeckte Tisch. Db wir sie nicht fast beneiden könnten, bie freien Geschöpfe der Hatur. auf bie jetzt ein reichlich beschickter Tisch wartet"? Aotrücssge 'Bürger spielen in der Rässe von W-mssbornbecken schweben hin und her. wippen eus scharfen Kanten der Holzschranimi am Wege, l fiepen von einem schaukelnden ,^weig zur schwan- rc-iwan Distel, schauen mit neugierigen klugen auf alles. waS am Wege geschieht, und denken gar >ncht daran, sich um ihre Nahrung zu kümmern. Wenn bet Hunger kommt, i st immer noch Zeit. Dom Zweig etrwt Lärche lässt sich an einem dünnen Sahen eine Raupe nieder schaukelt im Wind, siegen den leuchtenden Abendhimmel hebt sie lich deutlich ab. Zwei Beine Waldvögel tum- mein Ud> in der Aähe. Plötzlich läßt der eine ab vom Spiel, fliegt auf bie Raupe «u und perfchssnat sie. Tat so nebenbei, weil fie gerade im Wege ist. Ader n:ch« nur bie Bertilaer der Schädling haben reichen Tssch auch d e Schädlinge selbst. Da schwirren die Fliegen und Bremsen um das weidende 'Bub. sauge.» 'ich fest, dass die Geplagten um sich 'chlagen Mnb überall wohin der Blick schwelt» >s» reichlich vvrgeforgt. dah die Geschöpfe fat» werden. Da eilen Käfer mit schillernden Flügeln hcn. zappeln durch das Gewirr der Gräser, klettern an einem Halm empor und halten Ausschau. Wonach? Aicht nach Nahrung. Uc ist ja überall am Wege. Anreisen krabbeln hin und her am Wege, nia.t wie sonst, wenn sie sammeln sondern wie Ausflügler die ziellos m» Blaue hinetu- wandern. Bunte Falter schweben über die Gräler und Blumen hinweg suchen etnonder zu Haschen im alten Spiel der Siebe. Aus einem Zweig in der Rühe sitzt eine Krähe. Träge und müssig sitzt sie da putzt dann und wann einmal ein wenig das Gefieder und streicht es glatt. Dann zieh! sie wieder den Kop« ein und hämmert vor nd> hin. Freund Hoppclmann taucht im Feld auf. macht ein Männchen, schaut neugierig herüber zu dem Menschen, her faul auf dem Hügel Hegt. Rein, es hol keine Hot. Häslern, der tut dir nichts. Und oben segeln einige Schwalben Auch sie nicht in der gewohnten Geschäftigkeit. Auch «ie lässig und spielerisch, wie wenn sie Langeweile plagte und ihr Flug nur dazu diente, Die Kräfte zu regen. Auch für fie ist ja ein reichlicher Lisch bereitet 3a. ob wir sie nicht saft beneide.> könnten? Wenigsten- jetzt? Wenigstens bann, wenn man in die Sale hineinschauf.', in bie Bureaus und Werkstätten, in denen es jetzt viel Schweiss gibt für des Leben- Rotwendigkeiten? S. Taten für Freitag. 3. August öoaiwnaulgang 4.2t plhr. öonnenumergang 19.45 Uhr. — lEonbanfgang: 21.07 Uhr, Mond- untergang: 6.03 Uhr 1492: Kolumbus tritt 'eine erste Entdeckung-« fahrt an. — 1811: Gründung der Universität Breslau. — 1866: Der Dichter Hugo Salus geboren. — 1914: Xrteg*rndrung Deutschlands an Frankreich. Gc^tzener tOorfienmarflprcifc. GS kosteten auf dem heutigen Wochenmarkl: Butter 180 bio 190 Pfennig, Malte 30 bis 35. Ääle 60 bis 140, Wirsing 17 bis 25. Weisskraut 20 bis 25, Aotkraut 30 bis 35. gelbe Rüben 15 bis 20. rote Hüben 20. Spinat 30. Römischkohl 10 bis 20. Bohnen (grüne) 30 bis 50. (gefbt) 50, Erbsen 40, Mischgemüse 20, Tomaten 30 bis 60, Zwiebeln 17 bis 20. Rhabarber 20. Äartpffdn 8. Frühäpfel 25 b>s 40. Falläpfel 8 bis 10. Birnen 25 bis 35, Kirschen 30 bis 70. Heidelbeeren 65 bis 70, Stachelbeeren 25 bis 35. Johannisbeeren 35 bi« 45. Himbeeren 65 bis 70. Pfirsiche 90 bis 120. Honig 50, junge Hähne 100 bi# 120, Suppenhühner 100 bis 120 das Pfund: Gier 13 bis 14, Blumenkohl 20 bis 80. Salat 10 biS 15. Solab- girrfen 20 biS 50. Gin mach gurken 6 bis 7, Ober» kohlrabi 5 bis 15, Rettich 10 bis 25 Pfennig da« Stück. Vornotizen. — lageskalender für Donnerstag: äiebigsbobr 7. Abonnenten tsfonyrt, 8.1 Uhr. — Damenix reinigung Ihn—1678: Zusammenkunft auf der Bergschanke, f.3O Uhr. — Lichtjpielbau». Bahn- dosftrahe ,^>uke lanjl ®arwtt" — Astoria Lichtspiele „Tie Gebeimsgenrm von Neuyork" ••einSalbbranb ®dwm nachmius 1124 Uhr wurde die Feuerwache ^swaldsgarten telephonisch nach dem dmtercn Trieb gerufen, wo eme gruneie jtaax von Äesirupp in Brand geraten mar. mu Deren Löschung durch öanhaufaxrfen bereit» die Petizeislugwache und die Flugleitung beschäftigt mar. Die Zeuerwetzr löschte mit d«m iflrrinbah der Motor,pritze da» 3«ue Bücherhalle. 3m 3wft w»rrden 9C5 Bände ausgelteben Davon kommen auf: Grzahlendc Literatur 606. Zeitschriften 73. 3ugendschriften 65, Gedichte unh Dramen 7, Liieraturgeschichte 2. Länder- und Völkerkunde 25. Kulturgeschichte 10. Geschichte und Biographien 54. KunstgelchuHte 11 Raturwissen schaff und Techno- leait 22. Heer- und Seewesen 5. Religion unh Ph'Irsvphte 10. Staat sw isn Vertu, aus btt Rudrehe nach Prag angelreien hatte, wurde auf allen grosseren tlchechoflowalifchen Stationen aus das herzlichste degrüsst. 3n Tesschen wurde Di Vehounck im Hamen des Auswärtig- Amtes und von zahlreichen Prager ^UTroImeir empfangen. Gr beklagte m einem Bericht da» geringe Mass von Objeflivität. daS sich in der ausländischen Presse gegenüber der Robile-Gr- pedüion gezeigt habe Seine wissenschaftlichen Arbeiten feien von vollem Erfolge begleitet gewesen und etUrubten eine reiche wissenschaftliche Ausbeute 3n Prag wurde Dr Behounek durch CBertrcW der Regierung, her Stadl Prag, durch emen Vertreter der italienischen Gefandtschass und fetm Freunde herzlich bewillkommnet Das Automobil, In welchem Dr. Behounek Me Fahrt nach seiner Wohnung anttal, wurde auf der Strasse von euwt nach Tau lenden zählenden Menschenmenge umringt. Berliner Börse. Berlin, 2. Aug. (WTD Funkspruch) Rach- dem bte Lage gestern nachmittag und besonders an der Frankfurter Abendbörse auf die Gerüchte. dass man in Ghikago lteobsichtige, bne Diskont erneut zu erhöhen, etwas leichter af- tt>orben war bat sich im heutigen Fr üb - verkehr eine stärkere Zur ü dHaltung be merkbar gemacht. Da Reuyork aber recht fest schloss. glaubt man auch hier an feine Sendern her freundsschei' Grundstimmung und rechnet eher mit einer Befestigung Kurie sind noch nicht zu hören Am Devifenmarskt nennt man Pari« 12,05. Mailand 92.82. Spanien 29 52' „ da» Psund 485.55 und den Dollar 4.1905 (Vorteilhaftes Angebot 0.95 Mk. 1.60, 1.45, 1.25, M 2.40 7061V werden. 3.40 Mk. 3.95 3.60 Wi 0.65 Grotte 1 Mk. 1.10 0.50 Frdr.Teipel Frankfurter Straße MARKT 16 Bahnhofstraße Damen-Strümpfe la Qualität, Bembergse.de Goldstempel, schöne moderne Farben, Mk. 4.60, 4.25, Damen-Strümpfe Seide mit Flor, la Qualität, schöne moderne Farben und schwarz, Mk. 4.25, 3.90, bffntigt «U. ». änCi4>«»öFw*e«i- Damen-Strumpfe Mako, schwarz und farbig. Kinder-Strümpfe Baumwolle, in allen Farben Damen-Strümpfe Waschseide, Bömberg, gute Qualität ’rte« bf|o*6»ri Vr>». ■- Derfhe. Damen-Strümpfe Waschseide, alle modernen Farben, Mk. 3^6, 2J6 2.75, Kinder-Strümpfe Baumwolle, la Qualität, in allen Farben, Grööe t Mk. Damen-Strümpfe Seidenflor,schwarz und alle mod.Farben, 2J0,2.40, 2.20, Kinder-Söckchen mit Wollrand, schwarz u. farbig, Mk. 1.10, 1XX), 0.05, 035, 'HngAote sinh späteftens bi» zum Donnrtfloq. dem 9. August vormittag» 10 Ul)r twtm Städtischen Tiesbauamt. Aftcrweg 9, abzugeben, nngebotenorbcude sind daselbst M baden Zuschlag»- und Bindefrist: drei Wochen. G i e ss « n , du 1. Äuguft 19». Städtische» Tiefbau amt: Braubach. Bekanntmachung. Für btr fReubcfrfhgUeg der ÄoiffroOre zwischen Dkoltkeslrasse und AUer Rodger 11' Sofas, ein«, Tisch, ip>d Büfetts, 17 Kartone Schokolade, zwei lkommoden, eine Skrickmalchint, 10*, Dutzend Handtuchs- gebilbe, 1 Schreidladenkaste, 5 Fahrräder, zwei Schreidmasihinen, eine Oderiockmotor. moühine, 4 Mio Dolle, zwei Kastenwagen, urti Gchreibftsche mit Sessel, einen «assen- schrank, einen Gasherd, einen Gras- unb Getreidemäher, bret Pf erbe, 1 Standuhr. ««.chtsvoNzteher m eiefien y WVCl Di-Msfr. 241, rstephs» 239. 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Di, JtoniflitunuUer ron Spanien vollendete am 21. 3ult ihr siebzigste« Lebensjahr. - Richt nur inner-all) der spanttchen Grenzen gedachte man dieses Tages mü Teilnahme, denn unter den fürst! chl Stauen Europa«, die daS Anrecht auf eine Ären« als «in Abzeichen, das fl« von den übrigen Sterblichen unterscheidet, noch nicht verloren haben gibt es keine zweite, die in dem Wahe der Degenband uneingeschränkter Der- «chrung und Hochachtung geworden ist wie die bewunderungswürdig« Mutter AlsonS des XIII. Doht niemand würde sich «rkübnen zu bestreiten, daß diele seltene Srau den hohen Rang. zu dem ft« durch öefmrt und Heirat bestimmt war. auch nerd-.ent hat. denn Maria Lhnfttna von Habsburg, di« im Jahre 1885 di« Regentschaft für den früh verstorbenen (Batten übernahm und hn darauf folgen den 3ahr dem jcy.gen spanischen Herrtcher das Leben schenkte, länger al« ein halbes Jahrhundert daSDorbildeiner Königin gewesen, so war fi« noch mehr al« dies das Vorbild einer Mutter: und selb- die. die politische Gegner der Königin waren, haben der Mutter di« Anerkennung und Bewunderung niemals vertagt. Wenn Alfons XIII., der als schwächliche« Sorgenkind geboren wurde, ein Mann geworden ist. der nicht nur bei jeder sich bietenden Gelegenheit Zeichen persönlichen Mutes und ungewöhnlicher Kaltblütigkeit abgelegt hat, sondern im Sport es an Gewandcheit und Widerstandsfähigkeit mit jedem aufnimmt, mit klarem Verstand und oft bewahrter diplomatischer Gewandtheit feine Herr- schcrpflichten ausübt und durch sein ritterliches Aus treten, verbunden mit bezwingender Li eben«- toörbidkit. sich die Herzen aller erobert, so ist dies etn Wunder von aufopfernder mütterlicher Lieb« und mit Fürsorge geleiteter Erziehung, die er feit seiner frühesten Jugend genossen bat. Vor allen Dingen aber hat diese Evz- ye^ogin auf dem fpanischen Thron das k ö - ni^liche Ansehen wieder zu Ehren gebrad)t, das «in Jahrhundert lang unter dem Übeln Beispiel chrer Vorgängerinnen schwer gelitten batte: der Zeitgenossin Goyas Maria Crnfa. jener andern Maria Shristina. der vierten Gemahlin Ferdinands VII., und deren Tochter Isabel II., so daß es nicht zuletzt die Empörung über die SittenlosigkeU des königlichen Hause« gewesen war, di« im Jahre 1868 zum Sturz der Monarchie in Spanien geführt hatte Königin Maria Ehnftma ist vor kurzem, bei der Rückkehr von einem Besuch, den sie in München abgestattet hatte, auf der Durchreis« in Boris auf dem Bahnhof des Quai d'Orsay von emer andern fürstlichen Mutter begrüßt worden, der in der Verbannung lebenden Königin- witw« von Portugal, Arnalia. Manche, dir dieser Begegnung der beiden königlichen Frauen beigetrobni haben, Müttern von fast gleichaltrigen Prinzen, deren Schicksal als Herrscher benachbarter und stammverwandter öänber, so ähnlich es hätte sein können, doch so verschieden geworden st, erinnern sich des ersten Besuchs der wegen ihrer Schönheit gefeierten Portugiesin als sungv erwählter Gattin des später ermordeten Don Carlos von Braganza in Madrid. Das Leben schien damals der in Sevilla geborenen 2bnaka von Orkan« »uzulachen. während sie dot der wegen de« Tode« Alfvn« XII. in tiefe Trauer gekleideten spanischen Königin empfangen wurde. Wie so aanz anders hat sich seitdem das Geben der beiden Königinnen gestaltet Die eine must sich in der Fremde mit einem Lebensabend t&mmkdKr Erinnerungen begnügen. Der Mutter des Königs von Spanien aber ist beschieden gewesen, nachdem sie während ihrer Regentschaft eine Zeit schwerer Sorgen und nationaler Ungewißheit durchgemacht hat. «inc Periode wirtschaftlichen und politischen Aufstiegs m Spanien zu erleben, wie ihn damals, als sie ihrem jungen königlichen Gemahl die Hand reichte, auch die kühnste Phantasie nicht zu träumen gewagt haben würde Die kluge alte Frau hat in ihrem langen erfahrungsreichen Leben stets wie eine gütige Fe« neben dem Thron ihre« Sohne» gestanden, und .hr besonnener und wohlüberlegter Rat soll auch heute noch m manchen Fällen gehört und be- ' die eir:' dem halben Jahrhundert, da« fi« in ihrer neuen Heimat verbracht hat. volllommen Spanierin geworden ist. dafür spricht die ungewöhnliche Beliebtheit. deren he sich bei allen Kreisen der Bevölkerung erfreut: Angehörige aber der srüherim Doppelmonarch c die sich an die Fürstin mit irgendeinem Anliegen gewandt haben und bei ihr stets ein bercinmlltge« und gütiges Gehör finden, haben es erfahren, daß he trotzdem Oesterreichenn geblieben ist. - Jedem, der es erlebt hat. wird ein Konzert eine unvergeßliche Erinnerung geblieben fein, in dem vor zwei Jahren auf ausdrücklichen Wunsch der Königin- mutttr Eugen c die Fledermaus-Ouvertüre dirigierte Cs war geradezu rührend zu drobachten, mit welcher sichtbaren Freude die vornehme alte Dame jene Melodien wieder hörte, bei denen sie ihrer fernen Wiener Jugend gedachte, und wie sie sich im Takt jener Walzer toteste und bewegte, deren Zauber nun einmal auf rede« österreichische Gemüt elektrisierend wirkt. Emma von Waldeck. Zum 70. UcburtGlafl der Königin-Mutter der Niederlande. Die Körrig in/IRutter von Holland, geb. Prinzessin Umma von Waldeck und Pyrmont. begeht am 2. August ihren 70. Geburtstag. Ganz Holland rüstet sich zu einer großartigen Huldigung Man verehrt und liebt Königin Emma nicht nur al« ehemalige Regentin, man dankt es ihr. dast sie dem Lande eine Prinzessin geboren, die sie zur klugen, tatfräftigen Regentin erzogen hat Rach dem l(*>0 erfolgten Tode des Königs von Holland übernahm Königin Smma die Regentschaft bis zur Großjährigkeit ihrer kömgnchen Tochter. Die gleichen Eigenschaften, die sie selbst besah. Takt, HerzenSgüte und Pflichttreue spiegelten sich in derselben wider. Umgeben von zärtlicher Liebe, umschwärmt vom ganzen Lande, wuchs da« Prinzeßchen heran. Da es das einzigste Kind war. lud ihr die Königin-Mutter Öfter« Altersgenvssinnen zum Besuch Zweima, m der Woche wurden sogenannte Spieltage an gesetzt, an denen eS von Krnberlachen im Schlosie widerhallte. 3n das Grziehungssystem der Königin war lieben hn Verwalten eine« Besitzes eingeschlossen, und so erbaute man dem Töchterchen nahe von »Het Loo" (dem Sommer- sttz der königlichen Familie) ein Schweizerhäuschen. Wilhelminchen fand s ich prächtig damit ab. Sie beteiligte sich an landwirtschaftlichen Arbeiten und freute sich, selbst geerntete Kartoffeln höchst- eigenhändig zu rösten. Der Schul unterricht begann für .ons Wllhel- mtnje“, wie der Bolls mund sie normte, im Alter von sieben 3obren. Der Rektor der Haager Demeindeschule wurde mit dem Slcmcnfanmter- richt betraut. Die Han darbet tsstunde leitete die Königin-Mutter selbst, ibn der Bevölkerung Gelegenheit zu geben, die zukünftige Königin von Angesicht kennenzulernen, wurden in jedem Jahr Besuche in den Provinzen gemacht. Richt selten gab es dabei Tränen: dem kleinen Mädchen gehrt manches, was es zu sehen bekam, keineswegs. Aber Königin Emma zwang ihr Kind zu fiten gern Gehorsam. Für 3ntognitorcifen, wie cs Königin Emma liebte, zeigte die tönigllche Tochter weniger Reigung, und eine Aeuherung „Wilhelminjes" wurde viel belacht. AIS sie einmal auf einen Zug auf dem Bahnhof zu warten hatte, was für ihr lebhafte« Temperament eine Geduldsprobe war, wandte sie sich mit den Worten an ihre Mutter: »Ra. wenn das Znkognitoreisen ist, dann danke ich recht schon dafür!" Die ungeniert sich die Fürstinnen unter der Bevölkerung bewegten, illustriert ein kleiner Vorfall. 3n Friesland machte das könialiche Töchterchen ihre Mutter auf ein friesisches Fahrzeug aufmerksam und sprach den Wunsch aus. dasselbe au besteigen. Als ftr sich hcneingesetzt hatte — tnc Beine Ärnigm war leicht gekle-.de: — wMidte ftd) eine alte Sridin an di« Qtegcnt.n mit den Dorten: . Frauchen. Sie musien 3br Kind wärmer anziehen sonst erkältet es sich." Die Königin lächelte ihr sekundlich zu. und di« Raivität gmg von Mund zu Mund - 3m BrabMitichen bot man der kleinen Königin ein Nationalgericht — eine Art Graupen zum Kosten an Duhelmine brach in Tränen aus und sträubte sich dagegen Aber ihre königliche Mutter zwang sie, keinen Refus zu geben Ucber Königin Emmas päda- gogttches Talent ward im Lande mit gröfter Anerkennung gesprochen Man erzählte lich. dast Königin (hnma den Lehrern der Königin Wii- bdnurv geboten, das Kind während der Lehrstunde bis zu ihrem dreizehnten Jahre mit .du" und keinesfalls nnl .Majestät" anzusprechen 3m September 1896 wohnte die junge Äbnigin zum ersten Male der Eröffnung der Kammer bei. Ss war ein inhaltsvoller Moment, als her Zerc- nwnienmeister im Ratssaal verkündigte: .3hre Majestäten!" Die Regentin, wie immer schwarz gekleidet, die Königin im weihen Atlas und Hut mit weihen Federn 2U« Königin hatte sie vor der Mutter den Vortritt. Alles erhob sich und bejubelte die Fürstinnen Es war ein holdseliger Anblick, in jungfräulicher Schüchternheit die junge Äönigw auf den Thron zuschreiten zu sehen An der Schwelle blieb sie stehen und ihr fragender Vlick flog zur Mutter: .Soll ich?" Die Regentin antwortete mit den Augen, und die junge Königin nahm zum erlten Male öffentlich den ersten Platz ein Die Regentin hielt die Thronrede, und bald darauf erscholl. .Es lebe die Königins" A unmehr stand die königliche 3ungkau vollständig ui der Mitte aller Interessen Man 'achte und fand Eigenschaften, welche beide Eltern in sich vereinten, in Wsidc'.nr.ne wieder So zeigte sie ! ten tis gaiu lange Kön gin jene absolute Seshständigkeit. die man an Königin Emma bc- wändert batte. Ohne eine Spur von Frömmelei ist sie stark ,:n Glaub.ni und brfanbei ihre echte, wahre Religiosität dadurch, dast sie ihre Landes- ftnbcr ohne Untrrsib.ed der Konfessionen liebte und nach ihrer Befähigung rangierte Altes was fte tat. nahm ihr Ro!k gern aas. und als sie starke Somvathten für rVutschland bekundete, ze gte das Land der Rlvnhers em gar ix ränderte« Bild Deutsche Künstler, die nach Holland kamen, wurden überaus freundlich auf genommen, deutsche Industrie und Mode verdrängte tnc französische Als Wilhelmine den Thron bestieg, war es. «Äs wünsche das Volk selbst eine deutsche Verschmelzung, denn so oft eine Verlobuiigs-Ber- mutung auf tauchte, war es ein deutscher Prinz, der genannt wurde, bis das Ereignis zur Tat geworden Was die Ätmxgtn von Holland wahrend der Krtegsjahre für i\'ut1 eine Diese, bie wirklich eine Wiese war, unb m# einem freunblichen „Dante oerbinblichst" kehrte bet Heuschreck zurück zur Ratiir. E. A. Deutschen Hechlern (^«mf r ,md zerra. L«h emet ttxiieteii JHeU>uiig au6 4 m n c r ■ bam haben sich die deutschen Florettsechter Easmir Gazzcrra. sowie die Damen 5r(. Helene Meyer Frau Oetkers und Frau Sondheirn für Die am Donnerstag stattfinden« den Endkämpfe qualifiziert. Deutschland führt im modernen Fünfkampf. Der moderne Fünfkamps wurde am Dienstag mit dem Pistolenschießen in 3eeburg, einem Dorstadtviertel Amsterdams, begonnen. Das Ergebnis war. 1. Oberleutn. Hax. Deut I ch l a n d, 198 P.: 2. Olsen. Dänemark. 194 P. 3. Berg. Schweden. 191 P Kahl. Deutschland, solgi mit 184 Punkten an zehnter Stelle. Oberlt Hölter mit 169 Punkten an 16 Stelle. Oie ersten (Sieger im freien Hingkampf. Die Ringkämpseim freien Stil wurden am Dienstag soweit gefördert, daß bereit- schon die ersten Entscheidungen ftatfftnben konnten. 3m Schwergewicht siegte der Schwede Richt Hof en durch Lleberwurf in 4 41 über den Amerikaner George, im Halbschwergewicht konnte Sjöstedt -Schweden in 4:15 den Amerikaner Edwards besiegen, im Mittelgewicht gab es erst eine Entscheidung nach Verlängerung Der Schwede Khburz gewann die Gntscheidsng gegen Hammonds -Amerika. 3m leichten Mittelgewicht stellte Finnland den Olympia-Sieger in H a a v i st o . der den Amerikaner Apple- ton zu Boden brachte. Dom Ahönsegelflugwetibewefb. Don 1 0 5 gemelde ten Flugzeugen werden nun doch etwa e i n Dutzend aussallen. Besonders wird bedauert, daß sich darunter die Danziger Gruppe befindet, die man gern als Gäste gesehen hätte. Die aus Frankreich ? u ru cf gef ehrten Flieger sind am Montag einge- I--offen Lach Beglückwünschungen für ihre großen Erfolge in Deauville wurden sie herzlich begrüßt. Die beiden Franzosen fehlen indessen noch. Wie wir erfahren, hat die Rhön-Ros|ittengesellschast die Ozeanflieger Köhl und v. HunefeId Aum Besuch der Wasserkuppe eingeladen. Die Einladung wurde angenommen und beide werden in der .Europa" heraufkommen. Es ist anzunehmen, daß bei dieser Gelegenheit auch andere Motorslugzeuge hier eintreffen werden. Da- Lager aus der Wasserkuppe hat sich schon gut gefüllt. Bei prächtigem Wetter herrscht reges Leben und Treiben. Obrchessen. tanbfreie Gießen. ' Drohen-Linden. l.Aug. Die Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit der letzten Wochen machen sich bei den Ze ldf rächten in unserer Gemarkung bereits in besorgniserregender Weise bemerkbar. Höher gelegene und trockene Wiesen zeigen ein graues Aussehen: nur hier und da ragen einige harte Grasstengel in die Luft, so daß nur Wiesen mit genügender Bodenseuchtigkert Aussicht auf eine Grummeternte bieten. Durch das schlechte Lachwachsen des dritten Klees beginnt sich eine empfindliche Fu 11 c cf n app hei t immer stärker bemerkbar zu' machen. Während der sengenden Gluthitze bieten die Hackfrüchte tagsüber mit ihren zchlasfwclken Blättern ein trauriges Bild. Wenn hier nicht bald ein durchweichender Legen kommt, wird nur mit einer ganz geringen Ernte gerechnet tperben müssen. Der Schnitt des Loggens und der S o m m e r g c r st e ist in vollem Gange unddürste bis zum Wochenende zum größten Teile beendigt sein. Die Ernteerträge des Roggens sind, abgesehen von dem etwas lichten Stand aus solchen Aeckern. wo Klee al- Vorfrucht war. sehr befriedigend, auch liefert die Sommergerste eine gute Ernte. Der Hafer reift bei dem heißen Wetter auch schnell heran, während der Weizen zumeist noch grün ist. Erfreulicherweise tritt die Ilofttranft;.-ii des letzteren in diesem 3ahre iiberhaupt nicht in Erfcheinung. so daß eine gute Körnerernte zu erwarten ist. Leider läßt es der frrtaT au-getrocknete. Or* nharte Besen nichk vj. daß die Stoppeln ge hält und carrit b-e Auslaar der Futtererdfen und Wicken nicht erfolgen kann. ' 2 ich. 1. Aug. 3n der jüngsten Stadtverordnetensitzung beschäftigte man sich zu Punkt 1 der Tagesordnung mit der Faselhal- t u n fl. insbesondere mit der Anschaffung eines Ziegenbockes - Zum nächsten Punkt lag ein Antrag des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gvld Orts verein Lich — auf Erlaß der Berg n u • gungSsteuer anläßlich ferner Banner weihe am 1.3uh d. 3 vor Begründet wurde Der Antrag Damit, daß bei Erlaß der Vergnügungssteuer der von her Stadt gezeichnete Darantiefonds nicht in Anspruch genommen zu Verden brauche. Der Stadtvorstand trat dem Antrag bet. ■— Erne Anregung aus 3 n st o n d i c tz u n g des defekten Schulglöckchens auf dem Dathause und da- mit auf Wiedereinführung deS alltäglichen Schul- geläutes fand Ablehnung — Verschiedenen Gesuchen auf Wei ter führ u ng der Kanalund Wasserleitungsanlage außerhalb des Weichbrldes der Stadt, die mit einem Kostenaufwand von insgesamt 12500 Mk. verbunden sind, wurde nur teilweise entsprochen. — Zu einem Gefach eine- hiesigen Einwohners um Genehmigung zum Einbau einer Wasser st rahl- pumpe mit Anschluß an die städtische Wasserleitung faßte der Stadtvorftand einen arundsätz- lichen Beschluß dahingehend, daß Wasserstrahl- pumpen für die Zukunft nicht mehr zugelafsen werden und daß den Besitzern vorhandener Was- ferstrahlpumpen ausgegeben werden soll, ihre Anlagen bis zum I. April 1929 zu entsernen. Dieser Beschluß gründete sich auf eine gutachtliche Aeuße- rung Der städtischen Bauleitung. Die sich dahin- gehend ausspricht, daß der jährliche Wasserverbrauch einer Wasserstrahlpumpe 400 bis 500 Kubikmeter befrage. 3n einem trockenen Sommer würde sich der Verbrauch mehrerer Pumpen unangenehm bemerkbar machen und eventuell die Gesamtwasserversorgung der Stadt gefährden. Die vorhandenen Anlagen könnten durch Flügelpumpen mil Handbetrieb oder durch elektrisch betriebene Pumpen erseht werden Der Voranschlag des städtischen Wohlsahr ts- au-schusseS für 1928. der in Einnahme und Ausgabe mit 22 580 Mi. bei einem städtischen (Zuschußbedarf von 13000 Mk. abschließt, wurde genehmigt. — Hieran anschließend wurde im Interesse der Förderung de« KteinwohnungSbaue« für drei bewilligte Baudarlehen die Bürgschaft Der Stadt übernommen, sofern die Antragsteller bereit sind, zur Sicherung der Stadt zwei leistungsfähige Rückburgen zu {teilen. — Sodann teilte der Bürgermeister mit. daß, er in Ausführung eines früheren Beschlusses des Stadtvor- standcs mrit der Firma Rinn & Eloos in Heuchelheim übet die Einrichtung einer Z, - garrenfabrif am hiesigen Platze Verhandlungen gepflogen und das alte Kleinkinderfchul- aebäude vorbehaltlich der Genehnriaung des Stadtvorstandes dieser Firma gegen Entrichtung einer entsprechenden 3ahresmiete vermietet habe. Der Mietvertrag* läuft vorerst drei 3ahre und kann eventuell um zwei 3ahve verlängert werden. Der Stadtvorstcond genehmigte Me getroffenen Vereinbarungen. Hreis Schotten. LH Laubach, 1. Aug. Der Schnitt der Ge r ste ist feit Ende voriger Woche in vollem Gang. Die Körner sind trocken unb voll. Den Hackfrüchten ist der Regen Der letzten Tage sehr zustatten gekommen, ebenso Den Grünsutter- Mitteln. Die Wiesen und Der Klee stehen im allgemeinen recht gut. Dagegen sind die Aussichten für die diesjährige Obsternte recht gering geworden. Rur geringere Apfelsorten bringen vielleicht ein besseres Ergebnis. Auch die Zwet- schenbäume bieten in einzelnen Teilen der Gemarkung bessere Aussichten. Viel geklagt wird über die zerstörende Tätigkeit der Wühlmä u s c. 3n Feld und Garten richtet dieser schädliche Rager, dem sehr schwer beizukommen ist. großen Schaden an. Gestern wurde der am 22.3uU gewühlte neue Bürgermei st er Otto Högv durch RegierungSrat Sh-. Helmreich (Schotten) in Gegenwart deS Gemeinderates auf sein Amt verpflichtet. Högh wurde gebüren zu Laubach am 5. 3anuar 1900 als Sohn des Gasthalters und Metzgermellters Högv ®v besuchte die hiesige Volksschule, sodann das Gtzmnasium Seine sachliche Ausbildung erhielt er am Amtsgericht Lau- Die letzten Tagebuchblätter des Zaren Nikolaus. 3m Londoner „Dailn Erpreß" werden jetzt die letzten Gintrag ungen, die Zar Rikolaus II in Jekaterinburg kurz vor Der Ermordung der kaiserlichen Familie in der Rächt des 16. 3ult 1918 gemacht hat. veröffentlicht. Der 3ar und seine Familie waren feit über einem Jahr in Gefangenschaft, aber in diesen fast täglich fort- gesührlen Riederschristen spielen die schicksalS- schweren Ereignisse der Zeit keine große Rolle, vielmehr überwiegen die Bemerkungen über das tägliche Leben und besonders den DesundheitS- zustand seiner Frau und seiner Kinder. Das Tagebuch des Zaren endet am 30. Juni 1918; es berichtet noch über das Gintressen de- „Doktor" 3 urowskh. durch Den Die Ermordung vollzogen wurde, aber über die letzten 14 Tage ftnDen sich keine Rotizen mehr Aus den ständigen Bemerkungen über das Detter, die Gesundheit und die Unterbauungen Der Familie beben sich folgende Eintragungen heraus: ..9. März: Heute ist Der Jahrestag meiner Ankunft in Zarstoje Velo und meiner und meiner Familie Gesangensetzung im Alefandrowsky-Palast. Ich kann nicht anders, ich muß an alles beiden, was in diesem letzten schwierigen Jahr sich ereignet hat. UnD waS birgt Die Zukunft noch für uns alle? ES ist alles in Gottes Händen Alle untere Hoffnung ruht nur auf ihm.' -30. März (Freitag): Jeder Tag bringt neue Meberrafdjunqcn. Heule brachte KobhlinSki einen Befehl, den er vorige Rächt aus Moskau vom Zentratexelutivkomitee erhalten hat und der an untere Kompagnie gerichtet ist. daß fic alle Die von unteren Leuten entfernen tollen. Die an Haufe über unS wohnen, und uns wieder als Gesangene atizufehen wie in Zarskoje Selo." „1. April: Heute wurde ein Beschluß von dem Soldatenrat gefaßt, zufolge Dem Moskauer De fehl, daß niemand, her in unterem Haufe lebt, mehr auf die Straße gehen darf." ,2. April Heute morgen durchsuchte der Kommandant mit einer Kommission von Offizieren und zwei Soldaten unfern Teil des Hauses Da« Ergebnis dieser Durchsuchung war. daß *ic Walia und M. Gilliard ihre Degen und mir einen Dolch sortnahmen." Am 12. April erfolgt Die UeberfieDIung nach Jekaterinburg. .,12. Aprll: Jakowlew kam mit Kobhlinsky nach Dem Frühstück und er- llärte, daß er Befehle erhalten habe, mich fort- zubringen, ohne zu sagen, wohin. Alix beschloß, mit mir zu gehen und Maria mitzunehmen: zu protestieren würde nutzlos gewesen sein. Es war mehr als hart, die anderen Kinder und Alexei krank und unter den jetzigen Verhält- nissen zu verlassen! Begann die notwendtesten Dinge zu packen. Dann sagte Jakowlew, daß er Olga. Tatjana. Anastasia und Alexei holen würde und daß wir in drei Wochen wieder zusammentreffen sollten. Es war ein trauriger Abend, und natürlich schlief niemand in dieser Rächt." .,13. April: Um 4 Uhr morgens unfern lieben Kindern Lebewohl getagt und Platz in den TarantaS (Wagen ohne Feder) genommen; ich und Jakowlew. Mix und Maria. Walja und Botkin. Von den Dienern hatten wir Rjuta De- widowa. Chemodurow und Sednew. 8 Soldaten imD eine Militärwache von 10 Mann bei uns." „17. April: Wieder ein schöner warmer Tag. Angekommen in Jekaterinburg um 8 Uhr 14. Rach eineinhalbstündigem Warten den Zug verlassen. Jakowlew übergab unS dem OrtSkom- mifsar. mit Dem wir drei in ein Auto fliegen und durch verlassene Straßen zu dem für uns bereügefteUtcn Hause Zpatiews (in dem Die Zarenfamilie fpater ermordet wurde) fuhren. Das Haus ist hübfch und sauber. Wir hatten vier große Zimmer zu unserer Verfügung." .1. Mai: Uns wurde heute mitgeteilt, daß wir in Zukunst nur noch eine Stunde am Tag spazierengehen Dürften. Aus die Frage, warum, antwortete Der Kommandant. .Damit dies mehr einem Gesäng- niÄleben ähnlich ist.' Hatte während des Spiels am Abend vier BesigueS." .2. Mai: Die Ausführung des DefLngnisregimes wird fortgesetzt. Heute morgen sand dieS seinen Ausdruck durch einen älteren Maler. Der alle unsere Fenster mit 'Tünche anstrich. Es sieht aus. wie wenn ein Rebel in Die Fenster blickte. Um 3 Uhr 30 Aum Spaziergang hinauSgegangen und um 4 Uhr 10 wieder bincmgetricben7* .6. Mai: Habe das 50. LebenS- iahr erreicht, ganz erschreckendl Das Wetter ist schön wie auf Bestellung." Am 21. Juni erscheint Iurowskv. ,21. 3unt: Heute war ein Wechsel der Befehlshaber - während Der Mahlzeit tarnen Beloborodow und andere uns mitzuteilen, daß an Stelle von Aw- hxf> und am Kreisamf *3T«frfD. Der m» Bvr- germcister ist ein Großneffe Dc« Bürgermeisters 3ochem, brr 1883 Rachfolger deS Bürger- meisters Daniel Ritter wurde und fast Drei Jahrzehnte in Laubach amtierte. > Gedern. 31 Juli. Für gestern abend batte unser Bürgermeister die Vortihenden Der Parteien und der einzelnen Vereine zu einer Besprechung über die Gestaltung Der Diesjährige n Versaffungsfeier in hiesiger Stadt cingdaben. Die Beteiligung war recht gut. wenn auch einzelne Dereii»e keine Vertreter enttcmdt hatten. 3n feiner Begrüßung teilte der Vor- siheTtde Der Versammlung mit. daß er von Der Gerneindevertretung beauftragt sei. für eine wür- Digc Ausgestaltung Der diesjährigen Verfassurrgs- feier zu sorgen. Es kann festgestellt werden, daß Die Versammlung in schönster Harmonie zu einem guten Ergebnis geführt hat Hs wird am Verfass ungs tag cm Festzug vom Bahnhoi auS nach dem Festplatz gehen, wo die Feier unter Mitwirkung der Gesangvereine Liederkranz" und „Vorwärts" sowie des Turnverein» und Der Feuerwehrkapelle ftattfinDen wird. Oberamtetid>- ter Dr. Andrä (Ortenberg) hat sich in liebenswürdiger Werfe bereit erklärt, die Festrede zu übernehmen. l Gedern. l.Aug. Aus Der jüngsten Gemeinderatssitzung ist zu berichten: Seit 16.3uni ist die Kadaververwertungs- a n ft a 11 bei Rainrod in Betrieb. Rach einer Verfügung des Kreis am tes Schotten soll Den seitherigen Wasenmeistern gekündigt werden, da sich ihre Arbeit für die Zukunft erübrigt Es wird beschlossen, den hiesigen Wasenmeister mindestens noch ein halbes Jahr beizuvehalten. weil man abwarten will, ob es für hier nicht angebracht ist, gefallene Kleintiere auch künftig innerhalb Der Gemarkung zu begraben. Die Abgabe eines Doppelbauplahes seitens Der Standesherrfchaft an Arnold Diehl. Der ein Wohnhaus mit Werkstätte zu bauen bcab- sichtigt, wird genehmigt. Die Arbeiten zur (Erneuerung Der alten H a u s a n s chl ü s s e d er Wasserleitung werden endgültig an die beiden Spenglermeister Dinges und Sauer vergeben. Als Turnplatz für die Volksschule wird das von der Pfarrei ertaubte Gelände am neuen Marktplatz bestimmt. — Mit Der Einführung der Reichs- verdingungsordnung ist der Deineinde- rat einverstanden, behält sich jedoch^sür Die Anwendung freie Hand von Fall zu Fall vor. Mreis Lauterbach. h Lauterbach. l.Aua. Oef onomicra t Glaser, der seitherige Direktor deS hiesigen Landwirtschaftsamts, trat auf Grund des Gesetzes über Die Diensteltcrsarenze der Staatsbeamten am 31. Juli in den Ruhestand. Aus diesem Anlaß sand in Dem Bahnhvsshotel Schmidt, hier, heute eine Abschiedsfeier statt, zu Der sich Der Minister für Arbeit und Wirtschaft, die Beamten des LandWirtschaftSamtS Lauterbach und der Rachbarämter. Vertreter Der hiesigen Behörden, eine große Anzahl Durgermeister des KreiseS und ehemalige Schüler des in den Ruhestand tretenden eingefunden hatten. Die Feier wurde eingeleitet durch das Beethoven-Quartett , Adagio". LaichwirtschaftSassessor Dr. Lorentz begrüßte hierauf die zcchlreich Erschienenen, besonders den Minister K o r e l l und das Ehepaar Glaser. 3m Ramen des Lehrerkollegiums Der Landwirtschaftlichen Schule richtete der Redner herzliche Abschiedswvrte an den seitherigen Anstaltsleiter und bat ihn. Der Schule auch fernerhin ein treuer Freund zu bleiben. Pros. Dr. Krae - mer, Direktor deS Tierzuchtinstituts der Universität Gießen, hielt einen äußerst interessanten Vortrag übet daS geistige Leben der Tiere. Es sprachen sodann: Minister Korell im Ramen Der Staatsregierung. Kreis Direktor' Dr. Michel im Ramen des KreiseS und deS Landwirtschast- lichen Vereins. Bürgermeister Heitzenröder iRieder-MooS) im Ramen des LandwirtschaftS- kammerausschusses. Direktor Becker im Ramen des Landwirtschuftsamts Alsfeld, Geschäftsführer Dr. Finger kDarmstadt) im Ramen des Vereins der hesiischen höheren landwirtschaftlichen Staatsbcamten. Landwirt Euler (Maar) im Ramen des Simmentaler ZuchtvereinS. Landwirt Hoppe l Schadges) im Ramen der ehemaligen Landwirtschaftsschüler. Assessor Wettendorf im Ramcn. des Vereins für Grünlandwirtschaft. Bürgermeister Dr Re p o k b sSchlitz'» km Tasten ter Bürgermeister des Kreises, ein Ser tretet des VerbandeS landwirtschaftlicher GenolleTifchatt en, Baton Albrecht Riedesel zu Gisenbach in Seckendorf im Ramen der Freihertlichen Familie, Kammerdirektot R o ll im Ramen der Frei Herr- lichen Verwaltung. Vürgerineistet Walz im Ramen Der StaDt Lauterbach Alle Redner widmeten Dem 3 uh tun Worte Des Dankes und der Anerkennung für seine Verdienste mn Die lairb- wirt'chaslliche Schule und Die Landwirtschafl des Krc3cS. und sprachen Die Hoffnung aus. dost Der aus dem Amt Scheidende lern reiches Wissen unD seine Erfahrungen auch fernerhin der Landwirtschaft deS Kreises Lauterbach widmen, unD Daß es ihm vergönnt fein möge, an Der Seite feiner Gatten noch einen langen friedlichen Lebensabend zu geinehen. Oefmuwmerat Glaser dankte beweg! für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen: er werde iwrauLsichllich lerne:- zukünftigen Wohnort im Kreise Lauterbach dehatten und fetne Kräfte auch fernerhin dem ihm iteb- aemorDenen Beruf zuwenden. Rach der offweHen Feier fand ein gemeinsames Mittagessen stau. 3m Verlauf Des Eilens brachte Der-Munster K o r e l l«einen Toast auf die deutsche Arbeit, verkörpert in Dem Ghevaar Glaser, und das Deutsche BatevIanD aus Vheinheffev. Sisenbahnunfall im Mainzer Hauptbohnhof Lpd Mainz, l.Aug. Am M-ttwochmMag 12.02 Ahr fuhr Der Triebwagen 2018. von Wiesbaden Biebrich fommenD. im Hauptbahnhol Mainz in G'.ris 1 b aus noch nicht festgeftellter Urlache auf Den Prellbock auf. Hierbei würben 12 Reisende durch Hautabschürfungen. Prellungen usw. leicht verletzt. Der Mater'allchaden ist gering, der Betrieb erleidet keine Störung Preußen. Kreistag des Arcises Wehlar. -$• Wetzlar. 1. Aug. Unter Dem Vorsitz deS ßanbrat», Geheimrats Dr. Sartorius, trat Der Kreistag Des Kreises Wetzlar gestern im SitzungSsaale DeS alten KreishauseS zu einer Sitzung zusammen, zu welcher Die KreistagsmitglicDer verhältnismäßig zahlreich erschienen waren. Zunächst löste vor Eintritt in die Tagesordnung ein Antrag der Linken zwecks Ausarbeitung einer Vorlage über die beschleunigte Pflasterung der O r t s D u r ch s a h t te n zum Schuhe der Landbewohner gegen die starke Staubplaae eine lebhafte Debatte aus. Der Antrag wurde dahingehend erledigt, daß die ftrei*» straßenverwaltung sich bereitcrtlärtc. zwecks Abstellung dieses Llebelstandes dieser Angelegenheit ihr besonderes Augenmerk zuzuwenden und soweit die Pflasterungen in absehbarer Zett nicht möglich wären, für die Oberflächenteerung der in Frage kommenden Strecken zu sorgen. Den ersten Punkt der nun zur Beratung kommenden Tagesordnung bildete die Einführung einer neuen Satzung für die Kre iS - sparkaffe, wie diese von dem Deutschen Sparkassenverband entworfen und von der Aufsichtsbehörde gutaeheißen und zur Annahme empfohlen ist. Rach längerer Beratung der einzelnen Paragraphen wurde die neue Satzung einstimmig genehmigt. 3m Anschluß hieran erteilte Der Kreistag seine Zustimmung zu einer Erneuerung Des Vertrages mit Dem Preußischen LandeS- verein vom Roten Kreuz in Berlin auf weitere 10 3ahre. nach welchem sich Der Verein verpachtet, beim Ausbruch einer Seuche Dem Kreise zerlegbare Baracken zu überladen, wogegen Der Kreis vertragsgemäß jährlich für je- Des angefangene Taufend der KreiSbevöllerung 3 Mark Beitrag zahlt Den nächstsolgenDeu Teil der TageSorDnung bildete eine Vorlage zwecks Ausnahme einer weiteren Anleihe zur Fördern ng des Wohnungsbaues. Det Kreis Verwaltung liegen zur Zeit 140 Baubarlehnsanträge aus dem Kreise vor, zu deren BefneDiguno außer den verfügbaren Mitteln noch rund 170 Ö00 Mk. fehlen. Um die Ausführung der noch für dieses Jahr geplanten WohnungSbauten zu ermöglichen. dejew der ernannt fei. den wir für den Doktor 3urowsky hielten . . . Am Rachmittag vor dem Tec machte er unD seine Assistenten eine Liste unserer Goldsachen unserer und der der Kinder: den größeren Teil davon (Ringe. Armbänder usw.) nahmen sie mit sich fort. Sie erklärten dieS Damit, daß ein unliebsamer Vorfall in unserem Hause ftattgefunDen hätte, wobei sie auf das Verschwinden einiger Besitztümer anspielten." „23. 3urri: Gestern kam Der ÄommanDant Iurowsky und brachte eine Schachtel mit allen WertgegenstänDen, Die uns genommen waren, forderte uns aus, nachzuprüscn. und versiegelte fic in unserer Gegenwart und ließ sie in unserer Obhut. 3urowSktz und sein Assistent beginnen diese Art Leute zu durchschauen, die uns bestahlen, während sie und bewachen sollten. Sic hielten selbst den größeren Teil der uns vorn Kloster gebrachten Vorräte zurück Erst jetzt bemerken wir dies, seit der ganze Vorrat in die Küche kommt. ' . 23. 3uni: Heute morgen tarnen um 10 Uhr drei Arbeiter hinaus zum osfenen Fenster, hoben ein schweres Gitter und brachten es an der Außenseite an — dies ohne Ankündigung von 3urowStl) Wir können dieses Individuum weniger und immer weniger leiden." „25 3uni: Unser Leben hat sich unter IurowSth überhaupt nicht geändert. Er kommt in das Sch las zimmer, um zu sehen, ob das Siegel an Der Schachtel unangetastet ist unD sieht durch daS offene Fenster herein. Die Tür zum Rebenhau«, das unser Gepäck enthält, ist versiegelt worden. Wenn Das nur einen Monat früher gemacht worden wäre!" .30. Juni: Alexei hat sein erstes BaD nach Tobolsk genommen: sein Knie ist besser, aber er kann eS noch nicht vollstänDig aus- ftreden. Das Wetter ist ruhig unD angenehm. Ich habe keine Rachrichten von draußen " Mit diesen Dorten schließt daS Tagebuch. Tanztultur in Alt»utnabmf etner reüertn Inkibc auf- brinaen unbmc ^aubarltfcm all 3rrot!>e!«-nlrt- tntt unler brionbrrrt Berücksichtigung der kinderreichen und KriegLdcsch^dtgten an die Bau- luftigen abfleben. Diele Vortage fand in der vor- gdd>laaenen Fassung die Annahme sämtlicher ^reiswflsmttfll'eder ®eüe4tn erteilt der Xretiiafl seine 3u- Umoumg »u dem Plane dcr Berleguufl der Kretswoftlfahrt-räume. in welchen feit Iuhren schon hu Furfvrgesprechstunben abflfallen Durch Ber.egung der 'Xtahll»raume erreicht, sondern auch rin# grössere OtoiMiuiune für einen sooft notwendigen Reubau gespart. Am Schlich der Sitzung teilte der Vorsitzende noch mit. bah der von dem Kreistag genehmigte Zuschuß a u den Ba ukvften des Stop- peldergiutmeS in Höhe non 5000 Mk »n hidter Seite zur Aetsugütig gefteUt ist. Die ötabti-ertpaltunfl habe gebeten, trotzdem den begreifenden Betrag tu überladen, und Zwar zu heu weiteren Ausbau des KairmunteS, womit hw StadiverwLtung in dies em Jahre begonnen hol. Auch dieser Antrag fand dfifeinge 3u- fhunnung Aach beendigter Sitzung lanh durch zahlreiche KreiZiags-bgeordneie eine Besichtigung heft neuzeitlich eingerichteten Ktndererholunga- 0 e t m c * in Alb-Hausen statt, tooöei die Hesucher für den vorzüglichen Zustand des St- bolungOheinics TDorte her Aneriennung fanden. Kreis Wetzlar. Wetzlar, l.Aug Auf dem heute hier statt gehabten A.t r 111 m a r f t waren 325 Ferkel auf getrieben. Weil wenig Staufer erschienen waren, mar oud) Dir Kauflust verhältnismässig gering. Da» Sic Ichaft ging onfnnfli trotzdem gut. mar jedoch spater lehleppenb, so buh cm wesentlicher llehcrftnnb ner- hlieb. «$» würben folgende Preise bezahlt bis 6 ‘jßod)cn alte Ferkel 16 bi» 19 Mark, 1 Wochen alle Ferkel 19 hi» 22 Mark, R bi» 9 Wochen alte Ferkel 22 bi» 26 Mark, Springet roaren nur einige auf- getrieben; sie wurden nicht notiert. Der nächste od)»finemarft findet zusammen mü dem Herbst- bullenmarh am 15. August statt. --Aiedcrkleen, 1. Aug. Laut Beschluß der vorjährigen Kreickfh.iode in Atzbach soll di« dieS- jä-rrae Shnodaltagung der KemSgomeinde Dctzlcr ixr Pfarrer und Kirchcnällestc-n am 19. und 20. August in unserem Drtc stnttftndon o" Krofdorf, 1. Aug Ein ungewohnlilh gro her Leichenzug bewegte sich heute nachmittag durch unferen Urt. st» galt, den allseitig verehrten, auf dem Kraftwerk bei Medenbach im DiUfreis oer Unglück teil riermann Bender von hier ZU feiner letzten Ruheftätte zu geleiten. Bender hinterläßt eine Witwe • Felling»haitsen, 1. tüm. Ta» Mif - I i n n • f e ft, welche» am nächsten Sonntagnachmit- tag in unserer Gemeinde gefeiert werden soll, bürste hnburd) befanderem Imereste auch in weiteren Kreisen begegnen, weil e» zum erstenmal in einem ländlichen ort1 unferer Umgegend den Blick richtet auf da» christliche filebeemerf Im Orient, vor allem unter den Armeniern. Es ist gar nicht zur Genüge bekannt, welche unsägliche Grausamkeiten und Marter diese» von ben Türken zur Ausrottung bestimmte, uralt christliche Volk noch in jüngst vergangenen fahren aueaubnlten hatte Don diesem wahrhaft chrifttichen Samarstermerk an einem sterbenden Volk werden un» vom Deutschen Hilfshund für christstches Liebeswerk im Orient zu Frankfurt a.M. die Herren Mnfor a. D Moeller und der armenische Lehrer Krikor Rn hi ginn berichten Der Gottesbienft beginnt um 1.30 Uhr, hie Nachversommlung am Fuß he» Dunsberg» um 4 Uhr nachmittag» -i,. £?aun»bad), 1. Aug Die Maul und Äläurnfeud)# ist nach dem nmlstierarzUichen Befund in unserem Orte r r I o (d) e n. Da» Lond- ial»amt hoi die angeordneten Sperrmaßnahmen aufgehoben Dillkreis. M. Breits cherk» l. Aug Der Wrftnwncm- kur Bender non Krvfdnrt bei Greften. brr in rmcfli Stetnbruch bei Medenbach mit der Anlage einer neuen riettr:lchen Leitung befchäfttgt war. foen her Stärkstromleituna zu nahe und wurde auf der Stelle getötet. Der bedauernswerte Mann war verheiratet »nid als tüchtiger Arbeiter bekannt Maingau. Lpd. Frankfurt a.HL. 1 Aug An der Strastburger TDerfl am Main gerieten in der Rächt Aum Mittwoch drei Arbeiter in Streit. Hierbei wurde der Arbeiter Ludwig Gritz von zwei Gegnern niedergeschlagen und in den Main geworfen. Seine Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Die Täter finßi n rmittelt; die Kriminalpolizei ist nach mit her Untersuchung der Qtnflrfcflenbeii beschäftigst. Schwere Bluttat in Frankfurt Lpd. Frankfurt a M 1. Aug Sine schwere Äevolverschicsterei, die mehrere Opfer forderte, «eignete lieh, wie in einem Teil der gestrigen Auslage bereite gemeldet, am Mittwoch früh m dem Bureau einet TDarenner- land GY ui. h H. Friedenestr. 8. hie |ich mit dem Dertrted brm Herrenftvffen befahf. Dort land eine Sinung statt, an der der Inhaber Dr. Hammel, der zugleich Thrcftnr her Frank- surier Getreidebmü A G ift. der Mitmhnber Grünebaum, der Prokurist Hammel. Bruder de» Inhabers, sowie her Geschäftsführer Schmidt tcilnahmen. ®» banhelte sich darum, ob bet Vertrag deS Geschäftsführers gekündigt werden tollte Die Verhandlungen wurden nach Zeugenaussagen durchaus nicht erregt gefuhri. Oer Sternhimmel im August. »er. Äpturrt. — Anschließend w0tx6f Such qh ft.nd . ein lustiger Gustan-Iacobv- Abend. An» lchruchend Don Berlin Lanzmuftk. Sonnenaufgang üon 4bis 5.10 Uhr Sonnenuntergang von 19.53 dlS 18.50 Uht. Sichtgenalten be» Monde» Vollmond am 1. um 16Jk Lhr 3. D'ertel am 8. um 18 Uhr. 1. Viertel am 23. um 9 Uhr Vollmond am 31. um 4 Uhr mf. VorauSlichtttch bringt uni der August ein immerhin »lemltch lettene« Oreignii am Himmel, nämlich die Zeit grösttet Helligkeit für hellste Stern im ClembUlNc der Leier, der vom Haupflicrii diese» CUmtilbe». der Wega. in der A-.ch'.ung nach dem Hauptstern hei Ablers hin steh: Auch dielet Stern ist veränderlich. Ton den Wandelsternen ft ad der Jupiter und ber War» hetvorzuheben ron denen sich her War» etwa» zögernd, der 3iUxter aber daftir um ’o entschiedener auf den Abeiiddimmel verichrebt Gegen Ende bei Monats wird der Jupiter gegen S7£**BJLD£K /TXetN /ferne: Kieme ßvr*- \ /fe*en vN z £>rv i>t 34 3<**2#*4wU<* h* Mrttrr- h» -M» Tay» «xl. K.lfr^c. Kre* w*X Üe *el L-«vt itr r-xi fe*. t dar ftr^de Pfei v" d-r .MenMrwH* etit- Sterne Uwre Ke He eeft elee den Z**end w* M'ttemeekt der Me- nefrm rfr W.P men ee w eederm Stande fee*iAlr- ee dm». MM eek den SiereJnwne? wni de* ff reden Pie' et feierAr. de/? 4.»rr etf Ar Br- ckeeJnunf ratende eetf«; deierek werden die ru " i rrer Zrt i'tkikeren Stirne rn den nickt mit Iw drr kennen Hemeent Air- rifidrikt Fier je 5 Taft etr der Me- netnmtte •••. der ff rede Pfeil1'J Steide frdJxrr )t S Ttff neck der Mmate- werte * 3 Stande afttrr tu Meilen. Men terf'ftA« di# neekete McnetekeHe Der Mtnd nimmt d-r feeeiebneten Strlhm- ftn een. wenn er d-e enftdeuiete L-ekt• feetek tfft ben Stern Mira, „tue Wunderbare . im Walfisch. grell ich ist tneler Stern, was b»^ Gröste und die im Höchstwert erreichte Helligkeit anlangt, unrcgelmaft'g. GS ift auch bedauerlich, hast er erst spät aufgeht Zu Anfang deS Monat» gelchteht die» um Mitternacht um die Monatsmitte etwa eine Stunde früher Wann er wirklich sichtbar wird, hängt von der Klarheit und der Gestaltung de» Horizonte» ab. Der Stern ist der erste, der als veränderlicher Stern erkannt wurde, unb in der Tat ift b»c Veränderlichkeit rc4>t auffallend, denn der Stern kann eine Helligkeit bis reichlich zweiter Gröste erreichen unb andererseits für da» bloste Auge vom Himmel ganz verschwinden. Minder auHaUenb. aber dafür um so bequemer zu beobachten, ist der zweit21 Uhr sichtbar, der Akar» etwa» iet ift nicht» Unnötiges aefagt, aber alles Nötig« Uub die» ohne Scheu — *tc iiraii bat mitzureben beim Problem der Wohnungsbefdrajjung wie der Wohnungscmrickp tung, im kleinen wie im groben. SO v. H be» Palks- vermögens gehen durch die Hande der 5)auefTaucn. Darum ifl diele Kundgebung deutlcher Frauen cdenfn für die Männer b«'|nmmf, deren keiner sich ihr zu feinem eigenen, wie zum ?lufccn ber Gesamtheit ent- ziehen sollte. Diese» Heft ist btr beste innere Vorbereitung für blc Besichtigung der groste i deutschen Ausstettuna .Beim und Technik- in Munckien und zugleich Ihre beste kritische Nachlese Anlästlich des 1 2 Deutsche» Skaf - fongrelfc» in Altenburg bringt die neueste Bummer 4350 der Illustrierten Ze i - tung (Derlag 3. 3 Weder, Lelpzig) interessante Artikel über dieses so beliebte Kartenspiel. bas vv.i Altenburg aus seinen SiegeSzug durch die Welt machte. Benno D i r s schildert in feinem Beitrag .Die Allenburg zur ölatflabt wurde" die Entstehung de» CfatlpteU iu Anfang he» vor.gen 3«iirbunbert». feine ^ultoirf- luna unb feinen Auvbau zu der Gestalt, in her e» heute in den Skatturnieren auftrill. fcltgekgt durch acnaue Ttegeln unb 'Bcfthnmunarn Gin von lebendigen ^«eichnunflen von Ttuboil L i - pu» begleiteter Aufsatz inacht uns mit dem IPHen des modernen Skatspiels und den Skat- fanatifern bekannt Heber bk- Kullirra3chichte her Spielkarte überhaupt berichtet Dr. Dalerian Tvrniu». Durch die Kreuzfahrer au» dem Orient in Europa etngesührt ift fie ein Spiegel- bild ber verschiedenen Kulturepochen geworden, tote die» einige deigefledene Holzschnitt- und KuplerftichlaNen aus bm 15., 17. unb 18. Jahrhundert bartun. Erweiferies Schöffengericht Gießen. Plötzlich hörte man mehrere Schüsse, Dr. Hammel stürzte, durch einen Brust- unb Kopf schuh be» Geschäftsführers Schmidt tödlich aetroffen nieder. Grünebaum wurde durch einen Arm- und Kopfschutz, unb der Prokurist Hammel ebenfalls durch einen Schub schwer verletzt Der Geschäftsführer Schmidt richtete dann den Revolver gegen sich felbst und bradjtc sich einen schweren Kops schuh bei, an dessen Folgen er bald nach feiner Einlieferung in» Krankenhaus starb Schmidt war Vater von 8 Kindern. Den beiden Verletzten geht e» den Umständen nach gut. Vundfunkprogramm des FrankfRrter Seadrrs. (Aus der „Radio-Umschau''.) Samstag, 4. Augiisl 12.15 di« 12.45 Uhr Schulfunk. ..Deutsch", Vorfrag von Adalbert Reumann. 13 bi» 14: Schallplattenkonzert. — 15.30 bi» 16: Die Stunde der Jugend. - 16.15 bi« 18.35: Die Lesestunde. — 16.35 diS 18.05: Konzert de» Rundfunkorchester» Wal.zer. 18 30 M 18.45: Der Vnefkastci 18.45 bU 19.15: ..Liebe in der omentalischen Dichtung", Vortrag von Dr. Ludw. Harald Schütz. - 10.15 bi» 19.45: Stenographischer Fvrtdstdungeckursu» für Ansänger unb Jort* Sschrittene. — 19.45 bi« 20.15: Der Himmel im uti — die Bilanz unserer Sonne", Vortrag von Prvfeftor 9. Siftig. - 20.15: Von Dad Wlldun- G i e h e n, 25. Zull. Aus der Untf«|ua)uiiflJ)ü|l oorgesuhrl mürbe ein junger Mann, ber al Hanblungsreiienber für em groBcic:« inbijtneUtu Untcrnehin.-n mcbierc D« ben Verkauf von neuzeitlichen «lektrüchen 'Apparaten Dermuteltf und für pben reell gctiihgten Staujah- fchluh neben Neisesvejetl eine ansehnüche Provision erhielt. Hiermit nicht zufrieden, versuchte er tu be- trügerischer Weife, ^nkreffenten zu Bestellungen non 'Apparaten au beftiinmcn uno Damit auf unrecht- möstige Weise feine Einnahmen enifprechi id zu vei- grobem, uxh ihm auch in zahlreichen Fallen gelang, oo fchwinbelkc er einem Teil drr ftunb|d)a(t vor, bah sie, fall» der Apparat „auf Abruf bestellt wurde, zu jeder Zeit nach freiem Belieben ben Siauf wieder rückgängig machen könnten, einem anberen Teil legte er em Bestellfcheinformular zur Unterschrift unter dem Dorwanb nor, ihm bannt lediglich bie Vorführung beo Apparats ab Ausweis für leine Firma zu bescheinigen, wahrend in Wirklichkeit die Bel reisenden einen Äaufoertiag für einen Apparat unterschrieben, bei anderen fälschte er durch geeignete Zusätze bie Be^ ftellfd)rinc. Eine große Zahl der durch ben Lchmindel des Angeklagten t8eid)abifltcn muhte als Zeuge ner- noinmen werben, da der Angeklagte sich Irasi be» erdrückenden Beweisirmterialv zu keinem <Äeü«»nbnb bequemte. Er würbe bes f v r t g e f e tz t e n Betrüge«. in Tateinheit mit f d) a> e r f r 11 r f u n • benfalfchung für schuldig befunden und unter Zubilligung mildernder Ümftanbc mit Rücksickst auf (ein jugendliches Aller zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Diesten. 30. 3uh. Unter AuSfchluh der OeffentiWctt lanh die Verhandlung gegen ritt Möwe im Sturm. Vornan non Gophie Moecft 30. Fortsetzung. Nachdruck ocrtzotcn. JDb. denke nicht, datz mein Mann auf schlechten '5kflen geht. Er ist burchau» zuoerlässig. Aber fo bie alten Gewohnheiten — Mein (Rott, man muh ihm immer einmal die Zügel ein wenig lose laffen. Heute abend geht er da in irgendeinen Kegelklub .Gut Holz' oder ,’ZU1< Neune. — Da sitzen die neuen Spiestcr bei einem Töpfchen Bier in einem grotzen Kester zusammen unb ichmenken bie Kuaeln und stärken ihre Armmuskeln. Und morgen früh mutz Cour, ihn eine dulde Stunde langer maniküren. weil er sich Blafcn angridjoben unb die '.'läget abgebrochen hat — Ader wenn es zu feinem Woolbesinden notwendig ist — man muh eben Zugeständulssc machen In der Ehe. — Du wirft e» auch einmal müsien." Maria lachte hellauf, Zhre Hohe,! ftünnUe mit chrem tiefen, immer ein wenig rauhen All ein ..Wir sollten einmal ernstlich daran denken, liebe» .Hinb.“ Die Hand in ben Arm der 9lid)te schiebend, führte fit die — die fo gern heimlich mit ihrem Päckchen in das eigene Zimmer eniimchen wäre — in ihr Budosr „Du darfst Dir etnr Zigarette mijünben." jagte sie. ..Ich weih, du halt die» Laster von Elena angenommen. Wann hattest du zuletzt .'«achrichi von ihr?' -Die erste und die letzte, wie du weiht.^ vor etwa ubn lagen. Unb — fo absichtlich oberflächlich wie der Bttei gehalten war. mufc idi annehmen, sie will mich wieder in nichts hlneinfehen lassen. Sie brad) ab. Don der Schwester sprechen müssen unb fit nicht verteidigen können, bas war bitter. -3a. ,a. Es wird schon so fein, wie man Herrn cdmljc geschrieben hat. auf meinen Dimlch hat er ba Erkundigungen eingezogen. Wohnung in einem «r ersten Hotels sehr sioelcs Leben. Borschüsie von allerlei neureichen Leuten, bie an den Eriolg ein», aussichtslosen Prozefsec. glauben und auher- dem noch eine Ehre darin sehen, verkrachten Groh- k'irsten gefällig zu fein — Wie lange bie Thofe geben wirb, kann sich jeder selbst sagen. Dann gebt mein lieber Sergei Wladimirowitsch seiner Wege, und Dena ist um eine Erfahrung reicher. Eigentlich bürite sie von denen schon genug gesammelt haben. Weih ber Kuckuck, was sie immer nach so an den Mann binbet." „Er ift nicht mein Geschmack,' jagte Maria nachdenklich ..Aber ich kann e» doch begreifen. Wie ein schönes Raubtier ist er. Geschmeidig und slbmeichlc- rifch unb liebenswürdig, unb bah man nie weih, ob er nicht plötzlich bie Krollen zeigen wird — ich glaube, das ift bei (Elenas Temperament sein gefährlichster Reiz.* ..Äch danke für solche Rei.ze." meinte die Hoheit trocken. ..Mir find Solidität und Anständlgkeii unb ehrliche Sorge für da» Wohlergehen der Ehefrau sehr otel jympalhifcher. Ader jeder bat feinen (9e jchmack. — Na, Elena wird einmal nicht auf Rosen hegen." Da schwieg Moria. Sic wuhtc gut genug, dah Ihre Haheu unb Herr Schulze für bie leichtheruge Schwester nickst zu haben waren. Unb fie fewft? — Ach Gott, man forgte rührend für fie, rote für eine Tochter, aber selbständig konnte sie nicht über hunbett Mark verfügen. „Maria, alfo, was ich doch mü dir besprechen wollte. — Dir haben dich ja sehr gerne bei un», nein, wirklich, ich möchte dich am liebsten für immer behalten. Ader da» wäre Sunde gegen dich. Du mutzt einmal deine Chancen ruhig erwägen. Wenn ich vorhin auch so sprach als gelte ÄoUmanns Aufmerksamkeit im Grunde meinen Wünschen — bae tat ich nur meines Manne» wegen. Man must bie Männer nicht vorzeitig in bie Dinge hlneinsedrn lasten. 3m Ernst, wie denkst du über ÄoOmann* Ich meine al» Bewerber?* ..Gar nicht, liebe Tante.* „Sehr töricht. Austcrordenllich töricht. Solche Partie ift zurzeit selbst unter ben gebrimieften Häuptern (eiten. Unb arme Prinzessinnen und Herzoginnen sind leider jo billig roic Brombeeren. Du hast allerdings deine Schönheit in btt Waagschale zu wersen, aber bie bleibt dir auch nur nrdj (o ein halbes Dutzend Jahre auf der Höhe. Ich kann btr nur ehrlich raten, fei heute abend nicht allzu ab» sprechend gegen ihn. Du hast ganz tas Zeug zur großen Dame. Die ganze Welt steht dir offen als ftollmcnns grau. Das hätte man mir bieten sollen!' Als Maria hoheltsvall schweigend aus dem Zimmer ging, sah ihre Tante ihr nachdenklich nach. „So hübsch hab' ich fte bamal» in Leoni gar nicht lefunben. Sonst hätte ich mich doch vielleicht be- onnen — Na. nun ift sie hier. Und natürlich muß ie RoUmann nehmen. Es wird ihr doch nicht ber anbere — Lieber Himmel, da» wäre eine riesengroße Dummheit. Da muß ich ernstlich vorbeugen.' Inzwischen stand Maria in ihrem Wohnftubcben, hatte aus dem Umschlag endlich einen Rarton per- ausgenommen unb (ah ihn mit strahlenden Augen an. Eine flotte Federzeichnung war es, auf ichau- menben Wellen ein Segelboot, über dem eine Äöve freifte. — Darunter geschrieben ein kleiner Pers: Du weiße Möwe, in Sturm unb Not Romm in mein Boot. Wenn bie Winde brausen, die Wogen schlagen, Soll c» dich tragen. Seine Planken sind stark, fein Steuer ist fest. Sicher schifftl du zum eigenen Nest. Ein seliges A"fjauchzen, bas fast wie ein Schluchzen klang. „Tu mein Geliebter! Du mein lunger. Harter Liebster. Mu bir im Rest tausendmal lieber als mit dem andern im stolzesten RLnigsschtoß." Herr RoUmann (aß Ihrer Hoheit m Deren Emp- fang»|alon gegenüber Ihr (befiehl war heiß bis in die Augen hinein. Die Augen selbst (ohen unverwandt den großen starten Mann an. ber ba auf Dem Seibtnfeffel faß, er war ganz Rufst und Be- odachtuna unb mnilte endlich Klarheit haben: ba Maria ihm in anichetnender Unbefangenheit keine Gelegenheit zu einer Aussprache gab, hatte er bei der Hoheit um eine Unterredung nngefragt. „3d> bin kein Amerikaner, (Euer Hoheit.' tagte er. ,,3d) stamme aus Uerdingen. Mein Pater hatte eine kleine Fabrik. Und als junger Bankbeamter ging ich zu verwand len nach drüben. Die berühmte Laufbahn oom Stiefelputzer zum Millionär hangt man mir ganz ungerechtiertigtcrroeiie an. — 3d) bin bis zum funfundzwanzigsten Jahr meinen Weg gegangen, wie ihn tausend pinge Clerks geben, die alle nach einer Gelegenheit spähen, etnmal mehr zu werden als rin Angestellter. Ein bißchen Glück muß zur Hilfe kommen. Mir kam es. Ich heiratete* — bie Hoheit hob den Kops höher — „unb meine Frau brachte mir rin kleines Vermögen zu. Zwanzigtausend Dollar. Es ließ sich immerhin etwa» bamit anfangen. Es wurde eine Bohn nach Texas gebaut 3d) fepte bie Hälfte bei vermögens em — ja, und bie Sache ftrnftionkrte. Das war bann der Anfang Erst Bahnen, bann Landtäuse in Texas und Mexiko — nach bem Krieg haben die deutschen Auswanderer sich in Scharen auf das (Behüt ergoffen — Otlquellen. Es durfte (Euer Hoheit nicht weiter intereffieren. Dabei blieb ich bei ber Bank, nur daß ich vom (Elert zum Ab- teilungslciter unb endlich jum Chef emporftieg, un selben Maße, wie mein Vermögen mitarbeltetf. 3etzt — wenn ich einmal zuruckgehen sollte nach brühen — kann ich mir mein Haus in Wallstreet kaufen.' So ungefähr wußte seine Zuhörerin, was Da* heißen (out- „Unb — Ihre Frau?' „Meine 3rau ist tot* Knapp und kurz. — (Eine kleine Pause. Äollmann dachte, es mochte doch nötig jein, einen kurzen Abriß be perkönlichen Lebens zu geben, wenn man nicht allein mit geschäftlichen Erwägungen kam „Wir paßten nicht zusammen. Ich — bo» gebe ich offen zu — hin bas, was man in Deutschland einen Herrenmenschen nennt Sonst wäre ich nicht geworden, was ich bin. Meine Frau war die amerikanische Fraucnrechsterin vom Scheitel bis zur Sohle Heine Bollblutamerikanerin, sie flanume von dänischen (Eltern. Aber man sagt, niemand sri fo ianatisch wie ber Däne, wenn er sich in eine politische ober ioziale Ueberzeugung verbissen hat. Ich glaube, sie heiratete mich nur, mir zu be- weilen, daß auch ein fo energischer Mensch w.e ich ihrem Willen nicht gewachsen (et Cs geb Reibun- gen, es aab Szenen — es gab endlich ein Neben- kinLiiderherleben, bei dem ber eine oft wochenlang nicht wußte, wo der andere war." „Was für eine traurige Erfahrung für Eie" Ein Achselzucken.. „3d) hatte es nicht andere erwartet das muh ich zugeben. 2bich hatte m der Hauptsache bas Vermögen zur Heirat bewogen. Man fieht Drüben die Ehe noch viel mehr als Spekulation an als hier. Und ich glaube nicht, daß einer von uns sonderlich unter den Lerhalmstfen gelitten hat — Die UnionHtft groß genug, um sich aus dem Wege zu gehen. Ich hatte meine Geschäfte, fie hotte ihre Reifen zu Vorträgen unb Versammlungen, in denen unoerftanbenc und unbefriedigte Frauen nach Verständnis und Erlösung schrien. (Fortsetzung folgt) aus einem Dachbarort stammendes Ehepaar und gegen eine verheiratete Frau aus dem gleichen Ort wegen Abtreibung, bzw. Beihilfe dazu statt. Das Gericht sah einen schlüssigen Beweis für die Schuld der Angeklagten nicht für geführt an und sprach sämtliche Ange- klagten frei. Ein Zuchthausgefangener, der aus einem bayrischen Zuchthaus entwichen war, kam auf feiner Flucht in die hiesige Gegend, wo er sich in Lehrbach unter einem falschen Damen alS Schweizer verdingte und mehrere Monate arbeitete. Hier machte er bei einer Reihe von Gewerbetreibenden Schulden, denen er haltlose Versprechungen gab. Bei einem verstand er es sogar, ein Fahrrad zu erschwindeln, auf dem er bann andern Tages fluchtig ging. Wegen Rückfallsbetrugs wurde er zu 6 Mo- naten Gefängnis verurteilt. Wirtschaft. Oie wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Zuli. Dom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Rach den eingelaufenen Berichten war die wirtschaftliche Loge des Handwerks während der Berichtszeit nicht einheitlich zu beurteilen. Während einige Kammern berichten, dost ein Stillstand bzw. sogar eine Verschlechterung des Geschäftsganges in den meisten Handwerken cingetreten ist, hat sich in anderen Kam- merbezirken die Wirtschaftslage gegenüber den Vormonaten günstig entwickelt. Dor allem trifft dies für das Baugewerbe in den Orten zu, in denen die HouszinSsteuermittel bzw. Hypotheken zur Verfügung gestellt find, während in anderen Orten die anhaltende Kapitalknappheit, das Ausbleiben der Mittel zur Finanzierung des Wohnungsbaues das Aufleben der Geschäftstätigkeit im Baugewerbe in dem gewünschten LImfange verhinderten. Bedingt durch die Hebung der Lage im Bouhauptgewerbe. sowie nicht zuletzt auch durch die günstigen Witterungsverhältnisse der letzten Wochen waren auch die Baunebengewerbe zum Teil gut beschäftigt, und zwar gilt dies besonders für die Tischler, Maler, Glaser, Klempner und Schlosser. 3n einigen Gewerbezweigen hat auch die große Hitze der vergangenen Wochen den Auftragsbestand günstig beeinflußt; der Reiseverkehr hat dagegen in den meisten Handwerkszweigen hemmend gewirkt. Lediglich dos Schuh- macherhandw^rk, das Sat lerhandwrrk sowie das Konditorhondwerk in Badeorten haben hiervon profitiert. 3n den Bekleidungsgewerben ist eine Verringerung des Beschäftigungsgrades zu verzeichnen, da das schöne Sommerwetter zu spät eintrat, um noch auf den Absatz des Schneider- Handwerks für die Reifezeit in erheblichem Umfange belebend einzuwirken. Jahreszeitlich bedingt sind gewisse Einlagerungen und Veränderungen des Absatzes im Rohrungsmittelgewerbe. So war der Umsatz des Bäcker- und Konditoren Handwerks während der Reisezeit zugunsten der Betriebe in den Badeorten verschoben, 3m Schachterhondwerk ging, wie stets mit Eintritt des wärmeren Wetters, der Absatz erheblich zurück. Auf dem Londe blieb der Beschäftigungsgrad bei weitem hinter dem der Städte zurück. Die Belebung fr>r Bonwirtschaft hielt sich mit Rücksicht auf die schlechte Finanzlage der Landwirt- scholt in lehr engen Grenzen. Rur die Hand- werksberuse, die für Repa rat'.« rarbeiten an landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen in Frage kommen, waren überwiegend besser beschäftigt. I Soweit eine Auftragsbesserung cintrot, ist diese durchweg als eine rein mengenmäßige anzusehen: f die Preisgestaltung blieb ungünstig. Die Geldverhältnisse beim Handwerk haben sich ständig ' verschlechtert und die Bildung neuen Betriebskapitals wird erschwer». Re.'e Lohnsteigerungen sind im allgemeinen nickt mehr eingetreten. * Argentinischer Millionenauftrag für ein hessisches Llnternehmen. Die Gvonitwerke Ruth und Reimuth G. m. b. H, in Heppenheim und Hemsbach sind zur Zeit mit der Ausführung eines Millionenauftrags der argen- tmifchen Regierung beschäftigt. Gs handelt sich dabei um die Aus^ühruna des Denkmals ..Riva- davia". Dieses Denkmal wird zu Ehren des ersten Präsiden! en der argentinischen Republik, Divadovio, errichtet Die Größe des Denkmals ist 20x14 Mete'- Grundftäch?. Die Höhe beträgt 8 Meter. Der Gesamtbedarf an Wertste nen beziffert sich auf 450 Kubikmeter. Das Material besteht aus rötlichem Granit. Die Architektur ist sehr reich und mit vielen Bildhauerorbeiten versehen. 3n Granit wurde bis heute eine solch reiche Arbeit noch nicht zur Aussührnng gebracht. Abgeliefert sind bis heute fünf Schiffsladungen mit rund 325 Kubikmeter. Die restliche Menge wird bis September zuti Versand gebracht. * Der nachgelassene Besitz Löwen, st e i n s a n W e r t p a p i e r en. Nach Mitteilung der Bankfirma Wouters beträgt der Staufroert der elektrischen Beteiligung der Löwenfteinschen Hydro- elcctric Securities 42 347 453 Dollar mit einem Bär- senwert von 42 600 000 Dollar. Hierunter sind 2 759 200 Dollar andere Aktiva und die von verschiedenen Gesellschaften verteilten Bondsaktien nicht mit eingerechnet. An Dividenden für die Zeit von Mai 1927 bis Mai 1928 erhielt die Hydroelectric 2,3 Millionen Dollar netto oder 5,5 v. H. des Kaufpreises. Diese Dividenden würden, nach Erklärung der Bankfirma, voraussichtlich in Zukunft weiter zu- nehmen und eine höhere Verzinsung sichern, so daß der jetzige Börsenkurs niedrig erscheine. Die Holding- Gesellschaft werde weiter im Geiste Löwensteins ver- waltet. • Frachtermäßigung für 3. G. -Den- zin. Mit Wirkung vom 1. August 1928 wird der Ausnahmetarif 14d für künstliches Benzin, wonach deren Fracht statt noch Klasse A nach Klasse D berechnet wird, auf über 100 weitere Stationen der Deutschen Reichsbahn ausgedehnt Werdern Daraus kann man also schließen, daß das Leuna-Werk der 3. G. Farben in der Lage ist, ihre Belieferung erheblich auszudehnen. Das stimmt auch mit den seinerzeitigen Mitteilungen des Geheimrats Bosch in der H. V. der 3. G. Farben überein, der erklärte, daß vom Herbst 1927 an synthetisches Benzin in steigenden Mengen auf den Markt gebracht und daß Ende 1928 die vorgesehene Kapazität von 100 000 Tonnen erreicht sein würde. * Gebrüder Himmelsbach QI.-®, in Konkurs Freiburg i. Br. Rach Verwertung der bisher liquidierbaren Aktiven ist eine Bilanz per 30.3uni d. 3. aufgestellt und durch die Treuhand-Vereinigung A.-G., Berlin, eingehend geprüft worden. Dabei hat sich ergeben, daß in der Konkurserösfnungsoilanz die Warenbestände infolge eines Versehens bei der Zusammenfassung der Bestände der Konkursmasse und der Gesellschaft für Holzhandel um 510 000 Mark überwertet worden waren und daß der vorläuftge Status per 1.3anuar 1928 buchhalterische Korrekturen erforderte. Es liegen nunmehr schätzungsweise 35 Proz. in der Masse. Der Konkursverwalter sieht sich an der Vornahme einer Abschlagsverteilung verhindert, weil bei deren Ankündigung damit gerechnet werden mußte, daß Bayern seine angebliche Forderung von 3.5 Mill. Mark einklagt, auf die es nur verzichten will, wenn auch die Gemeinschuldnerin auf den vom Konkursverwalter nicht aufgenommenen Prozeß gegen Bayern verzichtet. Die Gläubigerversammlung wird daher zu entscheiden haben, ob die Sperrung von etwa 30 Prozent der Verteilungsmasse bis zum Austrag eines Prozesses mit Bayern in Kauf genommen oder versucht werden soll, im Zwangsvergleiche eine Einigung mit der Gemeinschuldnerin über ben von Bayern gewünschten Verzicht herbeizusühren. Die Versammlung soll im September einberufen werden. * Erhöhte Thomasmehlpreise. Der Q3erem der Thomasmehler^euger hat ab 1. August von bisher 23 Pf. je Kilogramm und Gehalts- Prozent zitronensäurelöslicher Phosphorsäure auf 25 Pf. erhöht, wobei der Preis für die Verpackung einbegriffen ist. Wie verlautet, ist für Sep! öer eine weitere Erhöhung der Preise zu e . arten. Schon seit längerer Zeit werden nur für Lieferung September zu den bann geltenden Preisen Aufträge angenommen. Auch die Preise für ausländisches Thomasmehl haben angezogen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 2. August. Tendenz: fester. Im Zusammenhang mit der gestrigen festeren Neu- yorker Börse war die Stimmung am hiesiaen Markte nach der Abschwächung an der gestrigen Abendbörse wieder allgemein fester. Die Spekulation nahm weitere Deckungen vor. Daneben dürften, wenn auch nur in beschränktem Umfange, neue Orders bei den Banken vorgelegen haben. Das Geschäft war jedenfalls weiter ziemlich klein. Die vorliegenden Momente, wie der Preußische Handelskamm e r b e r i ch t, der nicht ungünstige Monatsbericht der Dresdner Bank, der Rückgang der Arbeitslosenziffer beeinflußten die Gestaltung der Tendenz. Die ersten Kurse waren durchweg gegenüber der gestrigen Abendbörse 1 bis 2,5 v. H. erhöht. Einige Spezialwerte hatten stärkere Kurssteigerungen aufzuweisen. So mären Kalipapiere wieder ziemlich rege gefragt auf den ziemlich guten Kaliabsatz im Juli. Salz- detfur th waren 5 v. H. und Westeregeln 5,5 v. H. erhöht. Am Chemiemarkt eröffneten Farben 2,75 v. H. höher. Don den Elektro- werten gewannen Licht ö-Kraft 2,5 o. H., Gesfürel und Schuckert je 4 v. H., Siemens plus 5 v. H. Zellstoffwerte waren je 1,5 v. H. gebessert. Am Montanmarkl waren Mannesmann erneut 1,5 o. H. und Gelsenkirchen und Stahlverein je 1 o. H. gebessert. Danken lagen still. Nur Wirtschaftsbank waren mit plus 2 v. H. weiter lebhaft gefragt. Don den Auloakti en lagen Adlerwerke leicht gedrückt. Deutsche Anleihen waren behauptet. Ausländische Renten still. Im Verlaufe ging die Umsahtätigkeit stark zurück, die Kurse blieben jedoch meist behauptet. Die Mitteilung, daß die Bank von England ihren Diskontsatz unverändert gelassen habe, bot der Börse eine Stütze. Der Geldmarkt war weiter leichter. Tagesgeld 7,5 v. H. Am Devisenmarkt waren Devisen gefragt und befestigt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1910, gegen Pfund 20,359, London gegen Kabel 4,8560, Paris 124,10, Mailand 92,82, Holland 12,0850. Berliner Börse. Berlin. 2. Qlug. Für die heutige Börse lagen verschiedene Momente vor. Der Monatsbericht der Dresdner Bank war ebenfalls als nicht ungünstig zu bezeichnen. obwohl er nicht so optimistisch gestimmt ist, wie der der Eom- merz-Bank von gestern. Weiter vorliegende Momente waren; Der R ückgang der Arbeitslosenziffer und der letzte feste Reuyorker Dörsenschluß bei rückgängigem Tagesgeldsatz auf der einen Seite, der Preußische Handelskammerbericht, der eine weitere langsame Abwärtsbewegung der Wirtschaftskurve bestätigt und die noch unsicheren Maßnahmen, die angeblich im Amerika zur Einschränkung der Spekulation geplant werden andersefts. Man wollte sich aber vorsichtigerweise anscheinend für keine Tendenz entscheiden, denn bei fast völliger Geschäftslosigkeit war die Stimmung sehr unsicher und zurückhaltend. Erst als bekannt wurde, daß die Dank von England auch heute den Diskontsatz nicht erhöhte, konnte sich ein freundlicherer Grundton durchsetzen und die ersten Rotierungen wiesen bereits wieder Erholungen gegen den gestrigen schwachen Rachmittagsverkehr auf. Gegen die letzten offiziellen Kurse betrugen die Abweichungen nach beiden Seiten selten mehr als 1 Prozent. Deutsche Anleihen waren behauptet. Ausländer geschäftslvs. Pfandbriefmarkt unverändert. Roggenpfandbriefe wieder gefragt Der Geldmarkt war weiter etwas leichter. Tagesgeld 6,5 bis 8,5 Prozent und darunter bis 6 Prozent. Monatsgeld 7.75 bis 9 Prozent. Warenwechsel 7 Prozent und darüber. Auch im Verlaufe zunächst weiter befestigt. Bei lebhaftem Geschäft waren Spezialwertc, wie Deutsche Erdöl, und auch in Montan papieren. Kali- aktien und besonders K un st s ei de werten. Glanz stoss 6 Prozent und Bemberg sogar 13 Prozent über Anfang gehandelt. Später wieder nicht mehr ganz einheitlich. Es wurden zu den höheren Kursen sicherlich ©etoinne glattgeftellt. Die Stimmung blieb aber weiter freundlich. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 2. Aug. Der hiesige Pro- duktemnarkt verkehrte in ruhiger Haltung. Die schwachen Auslandnotierungen hatten am hiesigen Markt einen Rückgang der Preise zur Folge. Besonders Roggen war mit minus 0,25 Mark angeboten, auch Weizenmehl mit minus 0,25 Mark stärker an geboten. Das Geschäft blieb klein. Es wurden notiert: Weizen 1. gut, gesund, trocke,n, bis zu 1 Prozent Auswuchs 25; Roggen 23,50 bis 23,75; Hafer, inländischer 26,75 bis 27; Mais (gelb) für Futterzwecke 24,75 bis 25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 34,25 bis 34,50; Roggenmehl 34,50 bis 35; Weizvnkleie 14,25; Roggenkleie 14,75. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtvjehmarkt. Frankfurt«. M.. 2. Aug. Auftrieb: 55 Rinder, 1165 Kalber, 108 Schafe, 851 Schweine. Es kosteten: Äätber: Doppellender bester Mast 68 bis 73, beste Mast- und Saugkälber 63 bis 67, mittlere Mast- und Saugkälber 55 bis 62; Schase: Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Weidemast, 48 bis 52; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 72 bis 74, vollfleischige Schweine von etwa 160 bis 240 Pfund Lebendgewicht 73 bis 75. fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 70 bis 72. Marktverlauf: Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine rege, geräumt. Berliner Produktenbörse. Berlin, 1. Aug. Die von Heberfce erneut niedriger lautenden Forderungen sowie die schwächeren Meldungen vom Verlaus dcS Liverpooler Marktes liehen hier keine Unternehmungslust aufkommen. Dennoch war die Haltung des Marktes als stetig zu bezeichnen. Am Lieferungsmarkte ergaben sich sowohl für Weizen als auch für Roggen Preisoerändermrgen im Ausmaße von einer Viertelmark. 3nlandweiz«n aller Ernte wird nur noch vereinzelt von Provinzmühlen gekauft und am Platze zu Fulterzwecken gefragt. 3n Reu-Weizen ist noch fein Geschäft, Grportver- kaufe scheitern an den hohen Forderungen. Reu- Roggen zur schnellen Verladung ist namentlich aus der Provinz Brandenburg etwas reichlicher angeboten, da sich noch immer für bick Position ein größeres Aufgeld gegen August- und Dezem- berlreserung erzielen läßt. Das Mehlgeschäft .st im allgemeinen ruhig Reue» Roggenmehl zur schnellen Verladung wird zu gestrigen Preisen gehandelt. Hafer und Gerste sehr ruhig. Buntes Allerlei. Napoleons Rache. Eine Anzahl nicht allgemein bekannter Anekdoten Napoleons und Josephine» finden sich -n einem Memoirenbuche, das soeben in Paris tr- schienen ist. Eine dieser Geschichten erzählt, wie sich Napoleon rächte an jemand, der -intern (leinen General der Artillerie noch nicht die künftige Größe vorauszusehen imstande war. Napoleon und Josephine kamen zu dein Bureau des Notars Ra- guideau, um ihre Verlobung anzuzeigen. Josephine wurde in das Privatbureau des bekannten Notars eingeladcn, während der Bräutiyam draußen bleiben mußte. Da hörte der künftige Kaiser deutlich wie der Notar sagte: „Cs ist ein Wahnsinn von Ihnen, Bonaparte zu heiraten, und Sie werden Ihre Torheit bald bereuen. Er hat ja nichts als seinen Mantel und seinen Degen." Napoleon ließ Josephine niemals merken, daß er dieses Gespräch gehört hatte, aber an dem Tage, als er zum Kaiser gekrönt wurde, wandte er sich an den Zeremonien- meister, blickte bedeutsam auf Josephine und sagte: „Holen Sie Raguideau!" und als dieser erschien, sagte Napoleon mit einem zynischen Lächeln. „Nun, habe ich jetzt auch noch nur meinen Mantel und meinen Degen?" Milch im Bergwerk. Was fallen Schwerarbeiter in dem anstrengenden und gefahrvollen Beruf der Bergleute tiin» (en? Diese Frage ist vor kurzem durch einen interessanten Versuch bei der im Waldenburger Bergrevier gelegenen Melchior-Grube gegeben worden. Dieser Grube wurden versuchsweise einige Hundert ' .-Literflaschen mit Milch für die Belegschaft als Erfrischungsgetränk während und nach der Arbeit zur Verfügung gestellt. Rach vierzehn Tagen war die Rachfrage auf 600 bis 700 Flaschen gestiegen und nach sechs Wochen wurden bereits 1400 bis 1600 ' -Literflaschen pro Tag an die Belegschaft von etwa 3000 Mann ausgegeben. Die Werkdirektion hat infolgedessen beschlossen, nun auch sofort an allen ihr unterstehenden Gruben dieselbe Maßnahme einzufüh- ren. 3n wenigen Tagen werden etwa 15000 Bergleute im niederschlesischen Kohlenrevier in der Lage sein, gute Vollmilch auf ihrer Arbeitsstätte zu genießen. Es wäre wünschenswert, wenn dieses Beispiel regste Rachahmung finden würde. Ein Duell mH geistigen Waffen fand kürzlich unter großem Andrang de- Publikums in Boston statt und erregte in ganz Amerika ungeheures Aufsehen. ES bestand in einer öffent- tiQen Debatte zwischen einem der bekanntesten Vorkämpfer deS AlloholverboteS, Senator B o - r a h , und einem ebenso bekannten Gegner des Verbotes, Dr. Butler, Präsident der Eolum- bia-llniverfität von Reuyork. Trotzdem die Syn>- phoniehalle, in der das Rededuell ftattfanb. mehr als 3000 Personen faßt, waren in der kürzesten Zeit Eintrittskarten nur mehr mit einem Agio von 10 Dollar zu haben. Zum Trost für alle jene, die keine Eintrittskarten mehr bekommen hatten oder nicht nach Boston konnten, wurde aber natürlich die ganze Debatte per Radio biS in die en Liegendsten Winkel des Landes verbreitet. So konnte ganz Amerika zuhören und wird es auch getan haben. Ein eigenes Richterkollegium entschied schließlich, daß Borah der Trockene über Butler den Rassen 6:3 gesiegt habe. Das Publikum soll aber anderer Meinung gewesen fein. War doch Borahs Hauptargument nur, daß man dem Alkoholverbot noch nicht Zeit genug gelassen habe, sich durchzusetzen und seine segensreichen Wirkungen M entfalten, während Butler behauptet, es sei bereits hinlänglich zusammengebrochen und habe eine solche Flut von Korruption und Verbrechen gezeitigt, daß es die Prinzipien der amerikanischen Demokratie gefährde. Jedenfalls zeigt die ganze Sache wieder das eine, daß daS amerikanische Volk trotz der sieben 3ahre Prohibitionsherrschaft, die es nunmehr hinter sich hat, die Frage keinesfalls für gelöst t ansieht. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent. Lombard Zinsfuß 8 Prozent. Frankfurt o. M Berlin Schluß 1-Uhr- Sdjlutj- tin'ang Nur, | flnre kur» Aur. 'Datum 1.8. | 3.8. 1.8. [ 2. 8. B% tt RdiNanietlK 1927 . . TL Slnl.-AdÜl.-Schuld mit Au»- 87.25 , — 67.5 — lo|.»5Kcd)tc:t........ 51 51,1 17,5 61 T«#flL ohne AuNol.-Ncchk . . . 17.3 17.3 17,5 7% uwntf. Hiw.-Bt. SoldvI. unkündbar tU 1932....... 90,5 *H% Rheinilche HyP..Bauk Llqu^ Poldpt............ tu, aba. Sorfriefle-ClHgatton., rüdMMbat 1033...... —- - 4% ©dfreetj. ShinbHft.-anl.. . . — — — — 4% Mlerreldjlldie Soldrtt.. . . — — — 4,20% Ctftrn. etlbtmr..... 3.75 — — —— 4% Ctfteatldi. elnheiU. Rle. . . — — — 4% UnflartfdK Wclbtie...... 25.65 35,7 — 4% Ungarische Staatlx. v. 1910 . 4K% MdI. Don 1913..... 4% Unganlch, Äicnenrtt..... —- — _ _ 1,9 _ 4% Tüil. flcllanleibe v. 1911 . . 4% TürNsch, Bagdadbahn.An!., — — 10,25 — -Serie I........... 11 — 11 4% t-rttiL ctrtt 11....... 10.25 9,5 _ 10.4 4% Sum-lern conoert. 9Hi. . . . 4V»% Rumänen WoIbcnL ooi 1918 — 4.4 — Illg. Deuklch« OiftÄÄaön . . ly, — — Parndiirg.Bmenka ’Batel ... 9 163,5 164.25 161.25 164.13 Hamb.-Küdam. Darnach. . . 9 — * 198,5 hairta Dampsschill.....10 199.5 Norddeutsch» Sloyd.....8 154.5 154.9 1J4.5 154.25 «lUg. Deu^che StrsUmtg. . . 10 — — 187.25 137 Barmer Bankverein ...» 10 Berliner HaodeU-eleltzch. . . U io — 143,5 143 d — 178.5 278 Lommerz- und Prtoar-BarU. U 183 183,25 182.25 183.& Darmll. u. Nationaldaul . . 12 .'65 245 Deuk'ch« Bank......10 164.5 164.5 164.5 164,5 DUk-nto.c-'eselltchaft Lat.. . 10 15S 153.5 159 156^5 Dresdner Sank......10 Mitteldeutsch« LttdUlLU . . . S UefaUMnt.........8 165,u 165 5 165.5 165.5 —* - 201 143.75 Nt 143 9 Sriärfban,........U 289.1 291.4 '89.5 391,5 Frankfurt a. M Berlin Schluß 1-Uljr. Schluh- flnrang Nur. ftur» fturt. fiun Tawm: | 2 8. 1.8. | 2.8. ALS........ . s 173 174 171 173.4 Bergmann ..... . 8 193 [95,25 Itielir. Cielerungen. . 10 * 171.5 172.6 >'tchl und Staft . . . 10 215 217 216 214.5 (Velten » (Suüieaume. Ge>. |. Seftr. Untern.. - « . 6 131 132 - 10 258 260 260 - Hamb. (Fleftr. Berte . » 10 — 157.25 157 Rhein. Ckftr..... - . ■ . 9 — — 152 — Echles. D.'krr. . . . . 6411 derl ...... 10 — — 240.76 239 9 195.5 360 197.5 196.25 362.5 197.5 864.75 v-ifntenl <4 j^al-fe . • 11 365,5 — Ztanirabto..... - ■ . 5 145 Lahwevee L Lo.. . . • e e 10 174 175.5 — 175 Buderul . 5 84 — 84.25 83.75 T eurtche Erd LI . . . - e e . 6 137 139..' 137.9 138.25 Sslrncr Lleinkohl« . . ■ - - . e — — 121.5 116,75 Sellenürchener . . . I.K3.4 134 135 >35.5 134.13 Qarpencr...... . C 147 46.75 148 Hoejch Eilen. . . . . ■ . 8 — 134.75 134 Ilse Vergbcm .... R15etfe R'zna . . • • • . 6 121,5 121 120.5 120.5 Cubm. Loewe .... • * - 10 — d 232 — •Rat Aulomcbil . . . e e • . 0 —- — 81 80.5 Cienfletn 4 fieppd . e • e . 5 * 12- • Leonhard Tt.'M . . . • e e . 6 — — 253 '253 Bamag-Meguin . • • Frantz. Maschine» . . • • • . 0 . 6 20 70 21.5 69 «Zrüiner...... e • e U 127.5 — Veuliaenfiarbi . . . e e • . 0 20 — M e M . 4 >■5.25 * d5 _ ^ech werte...... e e e . 8 111 — — •Kainhcftoerte . • • e • • . 8 — — —■ —• Mag........ • • • 10 ■ — 143 139.5 Kd art ul ma . . . . • • • . 8 57 Dders IL-tinn . . . . • • • . 8 '.07 * los —- @ebr. Roeder ...» • e e 10 — Boigi 4 eortrta . . e • e • - — — 206.5 SLdd. Zucker . . . . • • - . s 149.5 148,5 149,5 — Berlin. 1 Logan ■Aelö Öner ÄxncrifanrtdTt 'Xosa • • • • • «elyrtdx -iRctn TänrtLe 3totax 4.164 56,35 Ul.58 30,295 4,184 58.59 U2.02 » S75 Dev^«un«kl Berkin—Frankftrrr a. M. Telegraphisch« Auszahlung. Berlin. 1 Äugust _ ___1 iFcf HraniöniSe 'JJoten...... AoUänorttfje 97otnt...... Italienrschc Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch Ctftrrr., i 100 Ärtmrn Rnmcnrrtche Noten...... Schwedische Noten ...... Schweizer Noten....... Spanische 'Jloten....... Tichcchc-slowaviche Noten . . Ungarische Stolen. . ... 16.4Ü5 167,86 22.00 Ul,48 6», 06 7,54 111,73 *0,59 68,46 17,68 72,70 168,M 23.08 111,93 69.29 2.56 112.17 80.91 68,85 13,44 73,00 1. lugufti 1. Snanft Lnnliche Noncinng ©rief Lonllche 'Jiarienxn> 0W6 Orter Snrü-. Non 168,15 1,765 1&8,49 1,769 168,26 1,517 169.60 1,771 EV.» flnm> 68,215 58.335 18,26 58.38 ('tirifticnki - 111,72 112,34 Ul,79 112.01 Qrzx nbafltn 111,76 1U.V8 Ul,»4 U2.O6 Störtdolm - 111,98 112.20 112,64 112,36 Helstngfor<. Italien. . - London. . . 10,53 21,89 20,32 10,65 21.94 30,36 10,536 21,905 «,338 10,566 11, M3 40.37» Nenvork . - 4,1855 4,1935 4.1825 4, 11 bd Pari». . . - 16.275 16,415 16.38 16,42 Schwetz . . e«,5o 80,72 »O.6f5 80.785 epanfca . . dv 82 »8.96 68,86 59.10 Japan .. . Nio de 9« Bim tn D-- C,022 3.023 3,048 18,73 18,74 19,13 19,17 \ ' . ’l . Ktixn. . . 81,28 2,131 5,415 81,44 2,135 5,425 81,30 81,46 2,140 6,425 5,416 4.133 4,191 4, lad 4.191 UCT7UA1) . . 4.281 4.289 L281 4,-SS 4äto . . - » 34 30.« ».86 *.w