Nr. 55 Erstes Blatt 178. Jahrgang Zrettag, 2. MSrz 1928 Erich«»«» »üglich.außer Sonntags anb ftttcriag*. Beilage«. Gtetzenrr ^amihenblättei Heimat im Bild Die Scholle Mona»'be;vtz»prelr: 2 Reichsmark unb 20 Reichspfennig für Irfiget» lohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechani chlüsse: 61, 54 und 112 Nnichrist für Drahtnachrichten Hnjeiget Otetzr» poßfchecttonro: $ranffnrt am Main 11686. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck «nd Verlag: Vrühl'fche Uittversttürr-Vuch« und Steindruckerei B. tauge in Sieben. Schriftlettung und SeschäftrsteSe: 5chulftra-e 7. »«nähme von Lnzeigen für die lagesnnmmet bis zum Nachmittag vorher Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8. auswärts 10 Neichspsenntg^ für Re» hlameanseigen von 70 ■ m Brette 35 Reichspfennig, Playoorschrift 20" . mehr. Chefredakteur Dt Frtedr Wich Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot, str den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den An» zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in (Biegen. Die Phoedus-Affäre. Der HauöhaltsauSfchutz fordert Bericht des Tparkommisfars. Berlin. 1. März. (D. D. 3.) 3m Reichstage führte heute der Haushaltsausschuß zunächst die Beratung des 'Verkehrsetats zu Ende. Es folgt die Besprechung derPhoebus angele- genheit. Qlbg. Heinig (Soz.) weist auf die Verschiedenheit in der Tragweite der Erklärungen des Reichskanzlers und des Reichswehrministeriums hin. Der Minister habe die Angelegenheit auf einen Fall Lohmann zugespiht und ihn ins Persönliche verkleinert. Er glaube, es handle sich hier vielmehr um eine Angelegenheit der Seetransport-Abteilung des Reichsmarineamts. Lohmann habe anscheinend in der großen Linie seiner Handlungen, allerdings nicht in Einzelheiten, mit Wissen und Willen und im Rahmen des Amtes gehandelt. Rur bei den Details hat er anscheinend aus eigene Faust gehandelt. Es sei notwendig, die G e s a m t v e r- antwortung festzustellen. Hier sei ein ganzer Gründungskomplex als Mantel ausgebreitet worden, . bestimmt, dem Parlament die Ansicht zu verschleiern. Redner fragt, ob die Quellen, aus denen anscheinend diese Mittel geflossen seien, auch in der Industrie und der Landwirtschaft zu suchen seien. Auch die A b w i ck l u n g der Phoebusangelegenheit sei ungewöhnlich. Man müsse die Vorlage der Verträge darüber fordern. Man müsse aus völlige Bereinigung der gesamten Angelegenheit dringen. Der Sämisch-Bericht, der Bericht des Rechnungshofes, müsse vorgelegt werden. Erklärt müsse werden, daß das Ministerium nicht außenpolitische Absichten hege, es müsse ein dienendes Glied der Republik sein. Aba. S t ö ck e r (Komm.) beantragt, noch heute den Bericht des Sparkommifsars über diese Angelegenheit dem Reichstage vorzulegen. Der Antrag Stöcker wird mit 12 gegen 7 Stimmen angenommen. Reichswehr Minister Dr. Groener erklärt: Ich werde den Beschluß der Regierung zur Kenntnis bringen. Ich selbst bin nicht in der Lage, dazu Stellung zu nehmen. ES wird Sache des Ministers Sämisch sein, ob und in welcher Weise über das bisherige Llntersuchungsergebnis etwas mitgeteilt werden kann. Die ganze Angelegenheit ist noch im Flusse. Die Abwicklung ist noch nicht erledigt, so daß ein endgültiger Bericht noch nicht gegeben werden kann. Abg. Müller (Soz.): Ich kann dem Minister nicht folgen. Wir haben ja eine Bekanntgabe des bisherigen Ergebnisses mit Vorbedacht gefordert. Abg. Ersing (Ztr.): Es handell sich hier um eine politische Frage. Ob und wie der Kanzler sie beantworten wird, ist seine Angelegenheit. Wir können uns darüber als Fraktion nicht eher entscheiden, bis wir mit dem Kanzler gesprochen haben. Offenheit ist hier übrigens das einzig Zweckmäßige, um den Lumpen, die darum gewußt haben, nicht die Möglichkeit weiterer Erpressungen zu geben. Aber diese Oef- fentlichkeit muh vom ganzen Kabinett gegeben werden. Abg. Mittelmann (D. Vp.) beantragt Abbruch der Verhandlung über die Phöbus-An- gelegenheit, bis dem eben gesaßten Anträge entsprochen sei. Auch seine Fraktion verlange unbedingte Klarheit. Rach kurzer Erörterung zur Geschäftsordnung wird der Antrag Mittelmann angenommen. Es folgt die Beratung des Marine-Etats. Berichterstatter Abg. Hünlich (Soz.) schildert die Gestaltung der neuen Schiffstypen, für die Summen angefordert werden, wie für das Panzerschiff als Ersah für die veralteten Linienschiffe und die 10 000-Tonnen-Kreuzer. Der Redner wirft die Frage auf, ob Deutschland überhaupt an den Ersatz der alten Linienschiffe Herangehen solle. Der Reichstag habe seinerzeit die Frage verneint. Er frage weiter, solle die eigene Seetransportabteilung überhaupt noch beibehalten werden? Er sei für ihre Beseitigung. Die weitere Verhandlung wird auf Freitag vertagt. Das Reichskabmett lehnt ab. KeineBcröffentlichungdesPhoebusberichts Berlin, 2. Mürz. (VDZ.) Im Reichstage versammelte sich am Donnerstagnachmittag das Rcichskalrinett zur Beratung darüber, ob der BerichtdesReichssparkommifsars über die Phoebus-Angelegenheit, wie es der Haushalts- ausschuß verlangt, der Oeffentlichkeit bekanntgegeben werden soll. Die Beratungen waren sehr langwierig und dauerten mehrere Stunden. Das Reichskabtnett hat schließlich die vom Haushaltsausschuß verlangte Veröffentlichung des Berichts über die Phoebus-Angelegenheit abgelehnt. Reichswehrminister Dr. (3 r ö n e r wird am Freitag im Haushaltsausfchuß die Erklärung abgeben, daß der Reichskanzler Dr. Marx seinerzeit für sich persönlich einen Bericht vom Reichssparkommissar angefordert hatte, um über die ganze Angelegenheit informiert zu sein. Der Reichskanzler beabsichtige nun, d i e Fraktionsführer selbst über den Inhalt der Denkschrift zu unterrichten. Dies werde jedoch wegen der noch andauernden Erkrankung des Reichskanzlers erst im Laufe der nächsten Woche möglich sein. In Parlamentär schen Kreisen verlautet, daß der Reichskanzler bei dieser Gelegenheit die Fraktionsführer fragen werde, wie sie zu dem Beschluß des Haushaltsausschusses st-chen, da ja der kommunistische Antrag auf Veröffentlichung der Denkschrift im Haushaltsausschuß durch das Fehlen einer Reihe von Mitgliedern des Aus- panamenka und Europa. Der Kongreß von Havana und Washingtons Antikriegspakte. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers" Berlin, 2. März. Es ist kein Zufall, daß die neue Rote des amerikanischen Staatssekretärs Kellogg nach Paris wenige Tage nach Beendigung des panamerikanischen Kongresses von Havanna abgesanot wurde. Es besteht vielmehr ein deutlicher innerer Zusammenhang zwischen dem Verlauf dieser Beratungen der amerikanischen Mächte untereinander und der neuerdings betonten Bereitschaft Washingtons zum Abschluß vielseitiger Antikriegspakte mit den europäischen Großmächten. Die lateinamerikanischen Vertreter haben allen Wünschen, die aus eine Verstärkung der Monroe-Doktrin, auf eine politische oder wirtschaftliche Absonderung des Dvppelkontinents von der übrigen Welt und unter nordamerikanischer Führung hinausliefen, einen entschiedenen Widerstand entgegengesetzt. Sie haben überdies Washington mit dem argentinischen Antrag überrascht, der eine Freihandelspolitik innerhalb der amerikanischen Staaten, wenn nicht eine vollkommene Zollunion zwischen ihnen anstrebt. Der argentinische Delegierte Pueyrredon ist über diesen. Linen Vorschlag gestolpert und mußte von der Leitung der Delegation zurücktreten; aber als Symptom der lateinamerikanischen Tendenzen ist dieser Vorschlag ebenso bezeichnend, wie die wiederholte Betonung der Völkerbundsbeziehungen und -Verpflichtungen von feiten der 17 Bundesmitglieder, die sich unter den zwanzig Teilnehmern der panamerikanischen Konferenz befanden. Lind wenn auch das Statut der panamerikanischen Union schließlich mit einiger Mühe seine Bestätigung erlangt hat, so ist es doch deutlich sichtbar geworden, daß die Lateinamerikaner Washington gegenüber ihre Bindungen nach Europa und der übrigen Welt hin ebenso stark oder vielleicht noch stärker werten und gewertet wissen wollen als ihre panamerikanischen Zusammenhänge.J2Hit einem Äoniurre-.v^r.ternehmcn für Genf tn Fr > m der panamerikanischen Völkervereinigunb ist es also nichts; im Gegenteil, Argentinien bereitet seine Rückkehr nach Genf vor, und Brasilien wird sich wohl vor Ablauf der zweijährigen Sperrfrist für seinen Austritt, die in diesem Jahre abläuft, die Vorteile einer Beteiligung am Völkerbund auch noch einmal überlegen. Angesichts dieser Widerstande auf der einen, dieser Bindungen der Lateinamerikaner nach Europa hin auf der anderen Seite wird man es in Washington als vermehrt opportun empfunden haben, einen anderweitigen Ersah für das Fehlen im Ratssaal und im Völkerbunds- Parlament in Genf zu schaffen. Lind in der Tat würde ja ein Antikriegspakt, wie ihn Kellogg sich vorstellt, also in Ausdehnung auf die Großmächte Frankreich, England, Deutschland und Italien, einen Ergänzungspakt zum Döl- kerbundsstatut schassen, bei dem die Vereinigten Staaten in sehr hohem Maße die Rolle des Schutzpatrons spielen könnten. Denn in der Draxis kommen sie selbst als Kriegsgegner ja kaum für einen einzigen der übrigen Beteiligten in Frage: selbst mit England, das an sich in Gestalt seiner Flotte allenfalls die Mittel hätte, um einen Konflikt mit Amerika zu riskieren, kreuzen sich die Interessensphären Washingtons kaum. Hm so wichtiger wäre die Rolle Amerikas als eines Garanten irgendwelcher Paktvereinbarungen, gleichviel, ob es diese Rolle formell übernimmt, wo i bisher nicht die Rede ist, oder ob sie sich nur aus der Tatsache ergibt, daß die Vereinigten Staaten Mitunterzeichner eines solchen mehrseitigen Kriegsächtungsvertrages wären. In Pans wehrt man sich noch gegen diesen Gedankengang, vielleicht mehr aus dem Bewußtsein heraus, daß eben diese Sonder- rolle der Vereinigten Staaten im Falle eine- Konslikts zwischen zwei andern Hnterzeichnem die Entscheidung Washington in die Hand legen würde, als aus all den juristisch-politischen Gründen, die man mühsam gegen die gesunde, mit der deutschen Politik weitgehend im Einklang stehende Tendenz der uinerifanil"dze.i Vorschläge vvcbringt. Aber man darf annehmen, daß ihre Diskussion nicht wieder abreißen wird. Sie FreigÄe des deutschen Eigentums. Berlin, 1. März. (WB.) Wie den Blättern mitgeteilt wird, ist damit zu rechnen, daß die Verkündung des Gesetzes über die Freigabe des deutschen Eigentums in Amerika durch den Präsidenten Eoolidge bereits in den nächsten Tagen erfolgt und das Gesetz damit in Kraft gesetzt wird. Rachdem bereits im Jahre 1923 durch die sogenannte Winslow-Bill eine teilweise Rückgabe des beschlagnahmten deutschen Eigentums erfolgt war, bewirkt das neue Gesetz nunmehr die Freigabe des gesamten Eigentums. Sie ist zwar mit gewissen Modalitäten verknüpft, die die Sicher st ellung gewisser amerikanischer Ansprüche gegen Deutschland bezwecken. Das vermag aber nichts an der bedeutsamen und erfreulichen Tatsache zu ändern, daß sich die Vereinigten Staaten mit diesem Gesetz zu der Auffassung zurückgefunden haben, daß die im Vertrauen auf Staatsverträge und die allgemeinen Grundsätze des Völkerrechts im Auslände angelegten Kapitalien im Falle eines Krieges den rechtmäßigen Eigentümern verbleiben. Zweifellos hat die Freigabe das Vertrauen der übrigen Welt in die Sicherheit der in den Vereinigten Staaten angelegten ausländischen Kapitalien gestärkt, während auf der anderen Seite die amerikanischen Riesensummen, die außerhalb der Vereinigten Staaten angelegt sind, im Falle kriegerischer Verwicklung einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt worden wären, wenn Amerika durch eine beschlossene Enteignung einen Präzedenzfall geschaffen hätte. Das Freigabegesetz bestimmt, daß die deutschen Eigentümer zunächst 80 Prozent zurückerhalten Die restlichen 20 Prozent werden vorläufig zur Verfügung eines Spezialfonds gehalten, aus dem allmählich die amerikanischen Forderungen an Deutschland und die deutschen Eigentümer befriedigt werden sollen. Für die Bezahlung der von der amerikanischen Regierung übernommenen deutschen Schiffe, Patente und Funkstationen ist in dem Gesetz ein Höchstbetrag von 100 Millionen Dollar ausgeworfen worden, lieber die Höhe der Einzelansprüche dieser Art entscheidet ein amerikanisches Schiedsgericht, das eine prozentuale Verminderung der Einzelansprüche vorzunehmen hat, wenn der Gesamtbetrag die 100 Millionen Dollar überschreiten sollte. Von den anerkannten Forderungen werden 50 Millionen Dollar den Forderungsbcrechtigten sofort nach Feststellung der Höhe der Forderungen ausgezahlt, während die anderen 50 Millionen Dollar bis auf weiteres ebenfalls dem Spezialfonds zur Regelung amerikanischer Ansprüche zur Verfügung bleiben. Für die Anmeldung der deutschen Ansprüche sind in dem Gesetz bestimmte Fristen festgesetzt, die verhältnismäßig kurz bemessen sind. Es erscheint daher dringend geraten, daß die Interessenten ihre Ansprüche möglich st bald geltend machen. Sobald das Auswärtige Amt diese Vorschriften zur Kenntnis bekommt, werden sie der Oeffentlichkeit mitgeteilt werden. Anschließend ist noch zu bemerken, daß das Freigabegesetz die Be- seitigung der letzten unglückseligen Reste aus der Kriegszeit und damit die endgültige Liqui- dierung des Krieges gegenüber den Vereinigten Staaten bedeutet. Die deutschen Auslandvemivgen. Die Ausführung des Art. 297 in den übrigen Ländern Berlin, 1. März. (WB.) Im Zusammenhang mit der Freigabe des deutschen Eigentums in den Vereinigten Stalen ist es von Interesse, festzustellen, wie sich die übrigen ehemals feindlichen Staaten zum deutschen Aiislandeigentum aus der Vorkriegszeit verhalten. Bekanntlich haben unsere ehemaligen Gegner im Art. 297 des Versailler Vertrages sich Vorbehalten, dieses Eigentum „zurückzubehalten und zu liquidieren. Wie den Blättern mit geteilt wind, haben die sud amerikanischen Staaten von diesem Rechte keinen Gebrauch gemacht. Mit China, der Südafrikanischen Union, Japan, Frankreich, Italien, Portugal und Jugoslawien ist eine b e - friedigende Regelung der Frage durch vertragliche Abmachungen erfolgt. Dagegen hat Großbritannien bisher die Freigabe des beschlagnahmten deutschen Eigentums grundsätzlich nicht zugestanden, noch die Liquidation eingestellt. Es I)at sich darauf beschränkt, den Hausrat frei zugeben und einem Gnadenausschuß beim Handelsministerium die Befugnis zu Freigabeempfehlunqen in gewissen, besonders gelagerten Fällen zu erteilen. Das gleiche gilt für sämtliche britischen Kolonien, Kanada, Neuseeland und Australien. Ebensowenig hat Belgien in der Frage des deutschen Eigentums bisher Zugeständnisse von irgendwelcher Bedeutung gemacht. schusses, also durch eine Zufallsmehrheit, angenommen worden ist. In den bisherigen Besprechungen mit den Parteiführern sollen sich alle Parteiführer damit einverstanden erklärt haben, daß dem Reichskanzler Dr. Marx persönlich die We terfuhrung der Angelegenheit Vorbehalten bleibt. Die „Tägl. Rundschau" nimmt an, daß cs wegen der Phoebus-Berichtsange- legenheit nicht zu einem Konflikt zwischen dem Reichskabinett und dem Haushaltsausschuß, der sich bekanntlich mit Stimmenmehrheit für die Veröffentlichung des Berichts ausgesprochen hat, kommen wird. Oer deutsche Weltkrieg film in London. London. l.März. (WTB.) Der erste Teil des Weltkrieg silms wurde unter dem Titel „Der Große Krieg, mit deutschen Augen gesehen" im Eapitol-Theater einer Anzahl von Parlamentsmitgliedern in geschlossener Vorstellung vorgeführt. Die allgemeine Auffassung war, wie Reuter mitteilt, Bewunderung und Anerkennung. Das Exiraordinanum. Finanzsorgen Dr. Köhlers. Eigene Drahtmeldung de» „Gießener Mnaeigers". Berlin, 1. März. Welche Sorgen dem Reichsfinanzminister Dr. Köhler die Gestaltung des Etats für 1928 noch vor kurzer Zeit gemacht hat, erfahren wir jetzt aus durchaus zuverlässiger Qu.He über Besprechungen innerhalb der Reichsregierung, die noch Anfang Februar in dem Fragenkreis um den außerordentlichen Haushalt sehr ernsthaft gepflogen wurden. Ursprünglich hatte der Reichs inanzminister den nicht gedeckten Anleihebedarf für 1928 mit der runden Summe von 1 Milliarde beziffert und dazu betont, nach seiner Ansicht sei es nicht möglich, mehr als 600 Millionen aus den Kassenbeständen und durch Schatzanweisungen zur Deckung dieser Ausgaben flüssig zu machen. Dabei wurde vom Reichsfinanzminister noch ausdrücklich erklärt, daß man sich keine Hoffnungen auf eine neue Reichsanleihe im Jahre 1928 machen dürfe. Die Reserven aber, die dem Reichs: inanzministerium zur Deckung der außer» orben Hieben Ausgaben zur Verfügung standen, waren im Etat für 1927 schon fast gänzlich aufgebraucht und bereits bis Ende 1927 hatte sich die Summe der nicht durch Anleihen gedeckten außerordentlichen Ausgaben auf ungefähr 550 Millionen erhöht. Unter diesen Umständen hat dann Dr. Köhler sehr eindeutig zu verstehen gegeben, daß ihm die Deckung des zwar im Etat für 1928 schon außerordentlich stark beruntergefunfenen Extraordi- nariums öie größten Sorgen mache. Und diese Sorgen waren und find, unb bas scheint auch ber Finanzminister keineswegs zu verhehlen, schon vor allem deshalb nicht ungerechtfertigt, weil der ordentliche Haushalt von 1928, noch ehe das Rotprogramm kam, außerordentlich stark angespannt war und keine wesentlichen Reserven oder gar einen Ueberschuh vorsah. Deshalb betonte der Reichs- finanzminister, daß von der Seite deS ordentlichen Etats für 1928 dem außerordentlichen Etat wohl kaum irgendeine Hilfe geleistet werden könne. Und inzwischen hat sich diese Situation nur noch verschärft. Die Frage, wie bad Extra- orbinarium für 1928 zu decken ist, bedarf noch einer gründlichen Klärung. Zwar hat der Reichsfinanzminister, wie man jetzt erfährt, nach § 6 des Haushaltsgesetzes für 1927 die Sperrung ber Kassenbetriebsmittel für Leistungen im Rahmen ber außerordentlichen Ausgaben bis auf weiteres veranlaßt und gleichzeitig von den Ressorts eine sofortige Angabe ihres finanziellen Standes unb ihrer Verpflichtungen in dieser Hinsicht verlangt unb darauf aufmerksam gemacht, daß in jeder Weise für eine Ausgabenkürzung bei den noch nicht verausgabten Resten ber Extraordinarien für 1926 unb 1927 zu achten ist. Dor allem aber ersieht man aus diesen Erwägungen und aus diesen Sorgen des Reichsfinanzministers, wie sehr ihn noch vor ganz kurzer Zeit die Sicherstellung ber Ausgaben im Etat für 1928 beschäftigt hat. Allem Anschein nach aber zwingt ihn die politische Entwicklung heute zu an- beren Wegen. Die deutsch-russischen Wirtschastsverhandlungen. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 2. März. Die beutsch-rus.ischen Wirtschaftsberatungen werden fortgeführt. Ein Ergebnis konnte jedoch bisher noch nach keiner Richtung hin erzielt werden. Vor allem dürften bie russischen K r e di twün sche , die erheblich über das bisherige Maß yinausgehen, der Grund dazu fein, daß es unsererseits nicht möglich war, den russischen Ansprüchen entgegen» zu kommen. Die russi che Einstellung, ohne bie nötigen Garantien, Kredite zu erhalten, läßt sich deutscherseits auf keinen Fall akzeptieren. Die Erfahrungen, bie wir während der bisherigen Vertragsdauer des Berliner Vertrags gemacht haben, fordern doch ein energisches Festhalten an unserem Verlangen nach Garantien. Interessant ist es auch, darauf Hinzuweden, daß, da Rußland mit Frankreich über die Regelung der Vorkriegsschulden verhandelt, der Passus des Vertrages von Rapallo evtl. Geltung erlangt, nach dem Deut chland Rußland gegenüber die Frage der Vorkriegsschulden aufwerfen kann, sobald Rußland mit anderen Mächten diese Frage geregelt hat. Ob dies Problem während ber augenblicklichen Berliner Verhanblungen berührt werben wirb, läßt sich nicht überblicken. Gegenüber den russischen Kreditwünschen dürfte es Wohl auch vorgebracht werden können. Neue Verhandlungen im Berliner Werkzeuamacherstreik. Berlin, 1. März. (WTB.) Der Schlichtun g s a u s s ch u h für Groß-Berlin hat die Leitung der Firmen Siemens & Halske und Siemens-Schuckert, wie den Gesamtbetriebsrat dieser Werke für morgen vormittag zu Verhandlungen über eine eventuelle Verständigung im Werkzeugmacher- streik geladen. Der Schlichtungsausschuß hatte schon seinerzeit Einzelverhandlungen in den verschiedenen Betrieben vorgeschlagen und geht nun auf diesem Weg planmäßig weiter vor. Es ist daher zu erwarten, daß in den nächsten Tagen derartige Einladungen auch an weitere bestreikte •Jan Mayei Röst Hapara 5eydl$t ne ssranw zungU ministe menen über schäft dem d unb fd sorgevl Mir! Äei Tertre führun! nannjei btt Sa neuen ■ «einen punlie i Leun ' unb Sröhe Zuhl ° JeireM schon 9 schnellen 5 mein! fische- ©wofXtnios.o nenn o naiD oedetat ®*oixio. •otatcn eRtge^ * Schnee a Craupem e neon K üf*nner.@wind5tiiie. seh! leichter Osi massige' Sudsuowesi q stürmischer nordwesl 6le Pfeite fliegen mit gern umdt Oie Dogen Stationen stenengen Zahlen geben die Temperatur an Pie Linien ^erfrngeo Or<< mit gleichen» •uf feau umgerechoelen Luftdruce Wettervoraussage. Die Verteilung des hohen und tiefen Drucke- zeigt nur wen g Aenderung. Das westeuropäische Tief hat keinen weiteren Einfluß auf unsere Wetterlage gewonnen, vielmehr führte die an der Wegseite des östlichen Hochs herrschende Südostluftzufuhr wieder zu leichtem Nachtfrost. Da die Windströmung des Hochs zunächst weiter ausschlaggebend bleibt, ist mit trockenem und aufhellerndem Wetter zu rechnen. Die Temperaturen werd.'N sich nur wenig ändern. Wettervoraussage für Samstag: Wolkig in t Aufheiterung, Temperaturen nachts um Null unb etwas darunter, trocken. WetteroorherfagefürSonntag: Zeitweise bewölkt, Temperaturen weiterhin nur wenig verändert. Lufttemperaturen am 1. März: mittags 6,7 Grad Celsius, abends 4,8 Grad Celsius: am 2. Marz: morgens — 1,4 Grad Celsius. Maximum 6,8 Grad Celsius, Minimum —2,5 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 1. März, abends 3,8 Grad Celsius: am 2. März: morgens 1,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer eine halbe Stunde. gebracht hatte, war sehr unruhig und weinte Tag und Nacht. Der Angeklagte geriet darüber am 5. Januar in eine derartige Wut, daß er das kleine Wesen aus dem Bett heraus- riß und es so lange auf den Fußboden aufs chlug, bis es röchelnd am Boden l a g. Das Urteil lautete unter Zubilligung mildernder Umstände auf zwei Jahre Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust. Don ber Anklage des Gallenmordes befreit Das freisprechende Urteil gegen den Breslauer Regierungsrat von Heydebrand und ber 2aja, der bekanntlich der Ermordung feiner Ehefrau beschuldigt war, wird rechtskräftig. Bei ber damaligen Schwurgerichtstagung hatte, nach mehr- tägiger Verhandlung als Vertreter der Anklage, Erster Staatsanwalt Müller, selbst die Freisprechung beantragt, und zwar wegen Mangels an Beweisen. Das Gericht hatte auf Freisprechung erkannt mit dem Hinzufügen, daß durch die Beweisaufnahme bie Unschuld des Angeklagten er- wiesen worden sei. Aus höhere Anweisung war aber gegen den Freispruch von der Oberstaatsan- waltschast Revision eingelegt worden. Auf Anordnung des Justizministers, dem die Akten zu- sanglich gemacht worden waren, hat nunmehr die Oberstaatsanwallschaft die gegen das Urteil eingelegte Revision zurückgezogen. Bier Gehöfte eingeäschert. 3n der vergangenen Nacht sind in Treptow vier Katnercehöftc. die alle mitten im Orte nahe jufamme.Jagen, niederrebrannt. Die meisten der Niedergebrannten Ge äude waren noch mit Stroh gedeckt, weshalb sich das Feuer schnell verbreitete. Der Fememord an dem Feldwebel Cegner. Soeben hat die Berliner Staatsanwaltschaft in einem der letzten noch aerichllich abzuurteilenden Fememorde Anklage erhoben. Es handelt sich um die Ermordung des Feldwebels b:t der Schwarzen Reichswehr Legner , die am 31. März 1923 in Döberitz durch den Leutnant a. D. Reim, der in Untersuchungshaft sitzt, und den flüchtig gewordenen Feldwebel a. D. Büsching verübt worden sein soll. Bisher konnte die Leiche des Ermordeten, die nach Zeugenaussagen in Döberitz verscharrt worden sein soll, trotz umfangreicher Nachforschungen und Ausgrabungen nicht gefunden werden. Auf dem Life eingebrochen. Auf ber dünnen Eisbecke bes Grünewald- fees brach ber 27 Jahre alte Hilfsmonteur Eugen Rohdes mitseinem Fahrrabe ein. Der Kaufmann Felix Schm rettete den Verunglückten mit eigener Lebensgefahr. Sechs Polizeibeamte bes be rittenen Depots (Bruneroalb, die Hilfe leisten wollten, brachen ebenfalls ein unb konnten nur durch Zu- werfen einer Leine gerettet werden. Ein japanischer Dampfer von Seeräubern geplündert. Das japanische Schiff ,Mnkemarum" wurde von Seeräubern angegriffen, ausgeplünbert und bann an der Küste von Füllen gegenüber Formosa zum Stranden gebracht. Die Besatzung wurde von zwei japanischen Dampfern aufgenommen. Das britische Aufklärungsschiff „Magnolia" erhielt Befehl, sich zur Hilfeleistung bereitzuhalten. Fluglinie Leningrad—Berlin. Das Volkskommissariat für Post- und Telegra- phenwesen hat mit ber Luftfahrtgosellschast Deru - lüft einen Vertrag über benAnschlußLenin- ar ab 5 an bie europäische Flugpostlinie abgeschlossen. Somit wird demnächst eine neue Fluglinie Leningrad—Riga eröffnet, die dort a nf ch.'jetzt an die bereits beflogene Strecke Moskau—Riga- Berlin. Die Strecke Leningrad—Berlin wird i m Laufe eines Tages zurückgelegt werden. Ore Wetterlege. Donnerstag, den 1 lifärj 1Q2ä 7nabends_______ z ' O--------- — Hessischer Landgemeindeiag. Der Vorstand des Hessischen Land- gemetndetages befaßte sich in seiner in Frankfurt a. M. vieler Tage stattgehabten 6it- »ung u a. auch mit der von dem Reichsarbeits- minister zum 1. April 1.3. in Aussicht genommenen Aufhebung der Bestimmungen über die Gewährung einer Krisenfürsorge Es wandten sich die kommunalen Vertreter mit Entschiedenheit gegen die Durchführung eines derart radikalen Abbaues der genannten Vorschriften, einer Maßnahme, die mit der dadurch für die Gemeinden erwachsenden neuen Belastungen auf dem Gebiete der allgemeinen Wohlfahrtspflege im gegenwärtigen Zeitpunkte durchzuführen eine Unmöglichkeit darstellt. Wenn man berücksichtigt, daß den 3ndustrie- und Vorortgemeinden je nach ihrer Lage und Gröhe plötzlich eine in die Hunderte gehende Zahl von Fürsorgeempfängern zur alleinigen Betreuung zufallen würde, so dürfte allein schon hieraus die große Tragweite eines so schnellen Abbaues der Krisenfürsorge für die r cmeinöcn erkenntlich werden. Gleich dem Hessischen Städtetag hat deshalb auch der Hessische L a n d g e m e i n d e t a g neben dem Hess. Minister für Arbeit und Wirtschaft seine Berliner Vertretung an^erufen^ mit dem dringenden Ersuchen, einer ali^u frühen und schnellen Außerkraftsetzung der Krifenfür- sorgevorschriften mit allen Mitteln entgegen- zuwirlen. Weiter bildete die von der hessischen ‘Regierung angekündigte erhebliche Beschränkung der für das Jahr 1928 zur Verkeilung gelangenden staatlichen Wohnungsbaudarlehen Gegenstand eingehender Beratung, als deren Ergebnis die nachstehende Entschließung gefaßt wurde, die der 'Regierung in Vorlage gebracht werden soll: „Der Vorstand des Hessischen Landgemeindetags nimmt mit Befremden davon Kenntnis, daß amtlichen Mitteilungen zufolge die Zahl der staatlichen Wohnungsbi 'dariehen für das Rechnungsjahr 1928 im Durchschnitt nur ein Drittel der im Vorjahr bewilligten Zahl von Baudarlehen betragen soll. Der Vorstand des Hessischen Landgemeindetags weist als berufene Vertretung von nahezu 1000 Landgemeinden darauf hin, daß eine solche Beschränkung des Wohnungsbauprogramms im Rechnungsjahr 1928 zu einer katastrophalen Auswirkung sowohl hinsichtlich der auf Unterbindung der Wohnungsnot gerichteten Maßnahmen als auch der Lage auf dem Arbeitsmarkte führen müßte. Wenn auch die kommunalen Vertreter zugestehen müssen, daß die Lage auf dem Kapitalmarkt ein starker Hinderungsgrund für die Durchführung eines großzügigen Bauprogramms ist, so müssen sie doch von der hessischen Regierung fordern, daß für das 3ahr ■ 928 mindestens dieselbe Zahl staatlicher Baudarlehen und in derselben Höhe wie im Vorjahre zur Verfügung gestellt werden. Die kommunalen Vertreter sind nicht in der Lage, die Verantwortung für eine so stark beschränkte Bautätigkeit im kommenden Jahr zu übernehmen und bezeichnen es als eine dringende Pflicht der Regierung, kein Mittel unversucht zu lassen, um den Wohnungsneubau im Interesse der Beseitigung des Wohnungs- elendes und der Hebung unserer wirtschaftlichen Lage entschieden zu fördern." Hinsichtlich der Durchführung der Besoldungsreform für die Beamten der Landgemeinden vertritt der Vorstand den Standpunkt, daß es nach wie vor die Forderung der Landgemeinden sein muß, die Gemeindebeamten in bezug aus ihre Desoldungsverhält- nisse den Staatsbeamten gleichzustel- l e n, auf welches Ziel die Bestrebungen des Landgemeindetags bei den kommenden Verhandlungen mit der Regierung gerichtet sein werden. Oer „statistische" Mensch. Statistiken sind im allgemeinen nicht beliebt, die Anhäufung von Zahlenmaterial wirkt vielfach langweilig. Und doch sind sie wichtig und zu Vergleichszwecken sehr interessant. Z. B. die Frage: Wieviel ißt und trinkt der „statistische" Mensch? Natürlich kann man für eine Untersuchung nur einen Durchschnittsmenschen nehmen. Betrachtet man zunächst unser tägliches Brot, das neben Fleisch und Gemüse die Grundlage unserer Nahrungswirtschaft bildet, jo finden wir, daß der Roggenoerbrauch in Deutschland rotz der Konkurrenz des Weizens immer noch überwiegt. Interessant ist die Entwicklung des F f e i s ch o e r - b r a u ch s , der sich im Jahre 1926 aus 48 kg pro Kopf bezifferte, wovon, wie vor dem Krieae, mehr als die Hälste aus Schweinefleisch entfällt. Der Fleischverbrauch bleibt, (ebenso das Brot) immer noch hinter dem Ergebnis der Vorkriegszeit zurück, zeigt aber seit den Inflationsjahren immerhin einen bemerkenswerten Aufschwung. Während der Verbrauch der Hauptnahrungsmiitcl einen Rückgang erfahren hat. hat der anderer Nahrungsmittel erheblich zugenommen. In erster Linie ist hier der Zucker zu nennen, dessen Verbrauch sich von 18,99 kg im Jahre 1913 auf 21,9 kg im Jahre 1926 27 hob. Eine Verhältnis mäßig große Zunahme hat der Verbrauch von Südfrüchten erfahren,, der mit 6,8 kg pro Kopf der Bevölkerung im Jahre 1927 um mehr als die Hälfte größer war, als 1913. Das ist wenig erfreulich für unsere Handelsbilanz. Recht interessant sind auch die Daten über den Verbrauch flüssiger Genußmittel. Hier können wir seststellen, daß trotz der Fortschritte der letzten Jahre immer noch weniger gezecht wird, als in der Vorkriegszeit. An Bier wurde 1913 die beachtliche Menge von 100 Liter pro Kopf konsumiert, 1926 aber nur 76 Liter, 1927 ist eine Steigerung eingetreten, doch bleibt der Verbrauch, wie schon gesagt, hinter bem früheren zurück. Der Weinkon - s u m beziffert sich heute auf etwa fünf Liter pro Kopf, und beim Branntwein steht ein Verbrauch von 1,2 Liter im Jahre 1927 einem Verbrauch von 2,8 Liter im Jahre 1913 gegenüber. Während der T e e - und K a k a o verbrauch im letzten Jahr größer war als 1913, bleibt der Kaffee- verbrauch trotz der in den letzten Jahren zu beobachtenden Konsumsteigerung immer noch hinter dem Ergebnis der Vorkriegsjahre zurück. Da man im allgemeinen nicht annehmen kann, daß der Durst der Deutschen heute geringer ist als in den Vor- kriegsjahren, so muß man aus dem Rückgang des Verbrauches mancher Genußmittel den Schluß ziehen, daß heute mehr die bescheidenen heimischen Ersatzgetränke, wie Malz- und Getreidekaffee genossen werden. HALPAUS» CIGARETTEN »FABRIK GMBH. KÖLN |i ---•1 . .. ... .. i HALPAUS| MOCCA ■ __ • W//Z PFENNIG Eine schlichte Verpackung, sachgemäß. An nichts ist gespart, nichts ist verschwendet. Ein wundervoller Dult entströmt dieser Packung! Das Aroma des edelsten rx * . ti i Onenl-Iabaks. Die Halpaüs -Mocca-Cigarette bietet Ihnen einen einzigartigen Genu(j.Sie vereint milden und sü- , ($en Geschmack mit vollem Aroma. Friedhofes statt. 01647 2375D recht zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand Gießen, den 1. März 1928. 2363D Die Beerdigung unseres lieben Kameraden Heinrich Dörmer findet Samstag, nachm. 2 V2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. __________________ 2388» Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Alterskameraden Herrn Heinrich Dörmer in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Samstag, den 3. März, nachm 2‘/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Wir bitten um Forstgarten bei Gießen, den 1. März 1928. Die Beerdigung findet Samstag, den 3. März, nachm. 2V2 Uhr, in Gießen auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. Altersvereinigung 1872—1922 ___________ö__ö__ Für die herzliche Teilnahme beim Heim' gange unserer lieben Mutter dankt innigst im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Käthe Giegling. In tiefer Trauer : Käthchen Dörmer geb. Engel und Kinder. Heute morgen ö1/4 Uhr wurde mein herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Heinrich Dörmer Forstgarten -Verwalter im 56. Lebensjahre von seinem langen, schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden erlöst. Gestern morgen 6 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwager und Onkel Karl Stadtler Bahnschlosser i. R. im 77. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Elise Stadtler geb. Burkhardt und alle Angehörigen. Gießen (Hammstraße 14), den 1. Mflrz 1928. Die Beerdigung findet Montag, den 5. März, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen mab" 3immet fof. z. üerm. 0161.S 'Jknitabt 41 I. HIWI, ätaet zu vermieten 01(122 Babnkofstr. 63 II l. | Mietgesuche | 4-gimmer- Wohnung mtt Zubehör zu mieten gesucht. Schr. An geb. unter 01616 an d. Glefi.Auz. erb 2-3-3imnur- wohnung mit Kücke sofort ob. »um 1. 4. 28 gesucht. Schristl. Angeb. unt. 2246Da.b.Giefr.Anz. Jung. Ehepaar sucht ZoOZieer rni' Küche f. 1. Avril. Schr. Angeb. u.01619 an d. Giefi.Anz. erb. (Stellenangebote Suche sofort einen tüchitgen 23821) Hosea- ite Westacteider. August Haas, Wctterfcld'Oberh.1 Einige Spengler und Installateure rönnen sofort für bnuernb eintteten, Lehrlinge sofort unb Ostern. Gustav Vollmer. Inst illattonSgeschä't '■Rnlltoritr. 6. 0l830 Tüchtiger Herreolriseur unb Bnbikonlscbneider gesucht. 01613 OSkar Schön Friseur, Hillebranbstrahe 8. Suche für 1. Avril jungen, tüchtigen Schmiede- gefellen Schmiebemetster W. Seitz, 0, 27 Lankrenbergüeim. KretS Bübinnen. Student. Korporation sucht tüchtigen hsinettr. Kleiner Haubwerker bevorzugt, rtrau Im Kochen erfahren. Kl. 4'Zimnter.Wotm:'Ng zum Tausch nö.tg. Schriftliche Bewerb, unter 2374t) an t en Gieft. Anz. erbeten. au5 achtbarer Ja» mitte, bas sich für Berkaus u. Bureau eignet, für sofort uebt. 23561 > I Offenbacher Leder» warenvertrteb C. R öder Ktrchenplatz 9. Zur ersten heiligen Kommunion empfehle In großer Auswahl: Kommunionkleider Leibchen Handschuhe Kommunionkränze Taschentücher Kerzenranken Sträußchen Kerzentücher Haarbänder Hosenträger Stehkragen Schillerkragen Vorhemden Reformröcke Manschetten Hemdhosen Selbstbinder Hemden, Strümpfe und Schleifen Reform korsetts Oberhemden )um Velvernraehen brtnpi Pot Ssslinger Wollbach wurde für Sir grjchaffea. Zahllose geschickte yänSe und findige Köpfe haben sich za» fammengetan, um Ihnen an Han- von hundert Setspielen genaue Anleitung zur Seldftansertigung von Strümpfen, Jacken, giaSerkleiSchen, Kissen und decken zu geben. Genaue Abbildungen der Strick- unb hükelmufier, Schnitte unb Zarbkarten macht Ihnen die Arbeit kinderleicht. Und Sie werden Ihre Helle Freude an den feldstgsstrlcktee, praktischen WoUfachen haben und SLic Angehörigen damit auf das Schönste beschenken. holen Sie fich das cksslinger Wollbuch heute noch tat einschlägigen GesLsäst, ober achten Sie beim Einkauf der zugehörigen wolle auf diese Schutzmarke und den Namenszug. 2357a Zur Konfirmation empfehle in großer Auswahl: Konfirmationstücher Taschentücher Haarbänder Reformröc^e Hemdhosen Hemden Hosen Strümpfe Reform korsetts Leibchen Handschuhe Taschentücher Hosenträger Stehkragen Schillerkragen Manschetten Vorhemden Selbstbinder und Schleifen Einsatzhemden Oberhemden iüäuoburg 10. 2357a SfMtten-WHMttt Äebeutcndc lithographische Anstalt sucht einen vornehmen Vertretet! der bei den Zigarrenfabriken in Gießen und Umgegend eingeführt ist. Gest. Angebote mit la Referenzen unter 236D a. d. Gieß. Anzeiger Feinnrttete- Lteling mit guter BolfSschul« btlbunn gesucht. Schr. An geb. unter 2386D a. b. GH. Siu*, •eeeeooeeeee Saubere-, steitzlges Mädchen für Küche unb HauS r. sofort ob. 15. Mär-» gesucht. Borzuftellen aro.2 u. 6Uhr. 53851) G. («riesfcllcr, Restanr. zur Post, Butzbach, BiSmarckstratze 2. Tüchtiges, ältere» Alleinmäöchen baS schon gebten: bat. au 4 Personen tnGe- fdiäftShauShalt ver fotott ober 15. März gesucht. 2248D Fischer, DIUenbnrg, Hauptftrafie 104. HOTEL SCHÜTZ Haus ersten Ranges / Vollständig renoviert Jedes Zimmer mit fließendem warmem und kaltem Wasser Zimmer mit Privatbad und Follette Telephon In allen Zimmern / Garagen — 8 Einzel-Boxen Fernsprech-Anschlüsse Nr. 164 und 2565 Sonntag, den 4. März 1928, abends 8 Uhr, im Saale: Familien-Konzert 2373 D 2CT1D Anzüge. 01639 empfiehlt Stellengesuche) Samstag, 3. Marz, abenbs 8.30, Kauf- männ. BereinShanS, Korbanlage. 2369V SamStag, 3. März, abenbs 8', Uhr: Monats- Versammlung im Bereinslokal. ”*1) Der Verstand. Schohöiafle Pralinen Bonbons Marzivau Nougat Waffeln Keks lSefckenkartikelufw. kaufen Sie vorteil» baft^tm SpezialAe^ ZamKnosperliäDSCben Neuenweg 17 Inh. Paul SelHarL Gelegenheit! Sdiwarze Seide gemustert 130 breit. Mtr. 7.50 Mouline and Covercoat 140 br., Mtr. 5 Mk., passend für Mäntel, Kostüme u. Kinder- veWemM-MktU ntt iMümm ii w wirb bie seltene Gelegenheit geboten, sich als Generalagent altbekannterKon- zern-Geseüschafl,bieFeuerverficherung und alle sonstigen Branchen auch Vebcn betreibt, erheblich zu verbessern. Pflicht- vensum nicht verlangt, Altersversorgung burch lebenslängliches Inkasso. Auch Bezirksvertreter wer ben zu hohen Bezügen angenellt. Bewerbungen, bie vertraulich vehanbelt werben, unter b.si.k.l64an Rudolf Moffe,Frank' furt am Main. 2378V E O Monatsversammlung 3. III 28, abenbs 87, Uhr. SamStag, 3. Mär» abenbs 8 Uhr, tu BereinSheim: SkllMMlüW. T. - O.: Neuwahl, Richtlinien für bk konnnenbe Saiso^ KesisevungberTrai- ningstage.Berschteb. Erscheinen unbe« bingt erforberlich. Neuanmelbungev werben dort ent- gegengenonunen. *“• Der weiter, Gardinen und Möbelstoffe, die naturgenüß v-Le) der Sonne und dem LIdit ausgesetzt sind, verlieren auf die Dauer ihre Farbe und vendüeGen. Räume mit solch ausgeblichenen Stoffen wirken un wohnlich. WiederauFlarben macht allea ndeder ueo. Schaffen Sie sich die Behaglichkeit eines ge- pQecten, farbenfrohen Heimes dvcxh Nculärben der Stoffe, Portieren und Gardinen bei der Gegründet 1848 V Louis Vogt, Neuenweg 19, Telephon 1306. Gründlicher Klavier- und Violin- Unterricht sür nur 2 Mark ver Stunde wirb erteilt. Schr. Ansr. u. 01632 an ben Gieh. Anz. Zweiiähriger Junge von gutem vet kommen, als eigen ad- zuaebcn. Schr. ?ln- geböte unter 01625 an ben Gteb. Anz. Erste Reichskurz- sehriftoesoUsehatt „Babelsberger“ n. Daoenabtel nag e. V. Sleßen SamStag, 3. März, abends 8'/, Uhr: Bereinsflheoö in bet Stabt Lick. **D Der Vorstasfl. vriestanbenilub Sieben. Sa«SM^3. März, Mona4S« Versammlung BereinSlokal. oie* Der Vorstand. Bekannte Weinbrennerei encht für Gießen und Umgegend einen erstklassigen Vertreter der bei dem Spirituosen-Großhandel gut eingeführt ist und Erfolge nachweisen kann. Angeboteunt.B.L.6191 befördert Badei! Messe, Köln. 2365a M- halterin sür bald gesucht. Schristl. Angebote unter 2387D an ben Giefi. Anzeiger erb. Tüchtiges Mädchen für sofort f. tagsüber gesucht 01641 Walltorstr. 71 I Sauberes, ehrliches M-chen zumMtlchauöfahren gesucht. Zu erfragen in b. Geschäftsstelle b. Gien. Anz. 01629 Gesucht tüchtiger-, »noerläsfiges ilOoD AeiniilMtil mit Kochkenntnissen. Frau Broscssor Rebmann, ©Übanlage 14. Sammet BahehotstraBe 8. Prima Eelriffteä Fräulein gesetzten Alters, evgi., au» angef.tjam. mit der eint, sow.befi.bürgrl. Küche u.aü.HauSwel. vertr.. sucht Stelle als Haushältsrin. Gut. Zeugnis vorh. Schr.Angeb. u.23831 > an b. Giefi. Anz. erb. Besseres Mädchen 23 aabre alt, in all. Zwei ten b. bürgerl. Haushalts erfaßten, sucht Stelle in bess. Hause als Alletnmädcken zum 1. Avril. Gute Zeugnisse ooibanb. Angebote erbet, an A. It.. Frankfurt a. M., Zrlebberger Vanbitr. 8. [01631 | Verkäufe | Gellüg. und Vogel- ZBCil- Verein Gieöenn. ffmg,l897 e.V. SamStag, 3. März, abend» 8 Uhr, int „Pfälzer Hof": Monats- Versammlung. 1869-1919. SamStag, 3. März, 8'/, Uhr (Scmfitlidic ZusSMeulVfl bet AlterSkollegen Marl, im .Bayeri- schen^öwen",Ma> ft« platz 5. 2390D Der Vorstand. Angekörte Ziege zu verkaufen. 01620 Biöhrlch, Auf der Back 8. (Sm Wurf Ferkel zu verkaufen. MMD H. Zimmer, Nieder'Bessingen. (Sine gut erhaltene Putzmühle u. Kultivator reiSivert zu verk. Hreh. Hohr IV., Annerod, Haufener Strane 10, 1671 Herren- SMWS am Wihmarer Weg. ca. 1000 qm, mit Schuvven zu verk. Schr. Ang. u. 01638 an ben Glefi. Anz. Gebrauchter Kinder- Klappwagen f. 25 .A A. verk. Licker Str. 159. Klappwagen Mit Berdeck u.Leder- decke, sehr gut erh- zu verkaufen. 01578 Sckillerstrake 9 v. Ein Miiäi» ÄoiijelHta i preiswert zu verk. Zu erfr. bei Hillel- dänische Annences- Bxped., Ploeistr. 6. | Kaufgesuche [ Bauplatz CO. 300 - 400 qm, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. u. 23931) an ben (Zieh. Anz. (Verschiedenes Metel! gemahlen, in Papter- säcken sämtliche Sorten MUS« empfiehlt ab Vager oder angeliesert zur Berwenbungsstelle H. Trechsler Steinstr.73 Tel. 1581 Fahrrad tu verkaufen. 01637 Frashlsrl.Str.43 p..L Seltersweg 7Qa=Telephon 627 Post- u. Bahnsendungen an die Fabrik in Butzbach erbeten llr.5 zur buntt V* Lvrberr Hier, wohl 01 den Fr 5)U 2 Äär, i de-n öj bevorste iu ervc der den polMlH lammen bielem 1 ;0 schon treten der W londprob unserer! übrige ne!e De bei ande franz politisch Formel Stalle rend 5' nte$ oi mühunge Franlrei vohnerzc Ekpanllo lvM.2 M S einigten rungSpol dient zu aber du Menis Italien' dünger spruch geble vem $ rufen s rechte, i sondern der 2ai hinüber! asrikanis sie hab« kommen, hing ei Algier ÄulhirBi leit biet unterzub DaS is MWt dkl zr Jahren er hat fan a auf T Hand einen ( niens Leite Frankrei flung bei man vo Kleinasik Dinge l früher - keit mai das im iu gelvii Street f ans eine Nächst ;! Di d°n C ?kt du, brr Red Wendig ' l'tbtbon rwe. die rnobiid), ^ophrjg 3 üori .ßr, flir der lag jltn als Lotten s bie Dell Kelter. P1 ben $ iil toi, lei. "'oger MN hx K uniner h „Vater! Vater!" Qlun hörte er doch in seine Träume hinein, bah man nach ihm ruf. Maria stand oben am Kellereingang- hinter ihr war die Helle des Tageslichtes, in die Dremm jetzt blinzelte. „Vater, geschwind, et is einen da!" Herr Feiden, der bekannte Kommt,fionär, war gekommen. Simon Dremm verwunderte sich: schon jetzt? Man wußte ja noch gar nicht bestimmt, was die diesjährige Ernte brachte, vielmehr nicht brachte, und schon hatte der heraus, wo noch etwas lagerte? Er nahm sich vor, vorsichtig zu sein. Die Preise würden steigen, bet der geringen Ernte unbedingt steigen, seine Fuder, die lagen hier noch lange gut, er konnte es abwarten. Kühl hielt er zurück. „Braucht Ihr dann kein Geld?" fragte der Kommissionär ganz verwundert. Das war ihm noch nie vorgekommen: ein Winzer vor der Lese, der kein Geld brauchte? Er bot Milliarden, Billionen. Dremm spuckte in grobem Dogen. „Meine Fuder sind mir lieber. Die kann ich noch lang verkaufen. Lieberhaupt dieses Jahr!" Da fing Herr Feiden an, ihm zu erzählen, dah die Herbstaus,ichten doch durchaus nicht so ungünstig waren, wie man zuerst angenommen hatte. Der Dehang war gut, es gab sogar glänzende Lagen. An der ganzen Obermosel war man einer Dreiviertelernte gewiß. Der Winzer blieb ungerührt' „Ich verkaufen „Ro aber, wenn Ihr jetzt kein bar Geld kriegt, wovon wollt Ihr dann den Zucker anschaffen, und wovon nachher in Eurem Derg dir notwendigen Reparaturen machen?" Der Kommissionär erregte sich: „Ihr seid ja verrückt!" Dremm zuckte die Achseln: was dem Weinberg not tat, würde auch beschafft werden: lieber hungern, als dem was fehlen lassen. „Der Weinstock zieht dem Winzer den Rock aus, aber er zieht 'n ihm auch wieder an," sagte er mit einem gewissen Triumph. „Was ich jetzt nit hab, hab' ich nachher doppelt und dreifach. Geht nur, bei mir is heut nik zu wollen!" Der Kommt sionär ging ärgerlich. Simon Dremm sah ihm nach mit halbem Lächeln: bildete der sich ein, die Fuder billig zu kriegen? Warten, nur warten, bis so gut wie kein Angebot da war, dann stiegen die Preise! „Vater, haste verkauft?" fragte Maria neugierig. Ihre Augen glänzten: wenn er verkauft hatte, bekam sie Geld für ein neues Kleid. Der Kaspar aus Munden fuhr morgen nach Kochem, der nahm sie mit. Sir hatte heute mit ihm gesprochen, als sie am Rittweg Gras für das Vieh holte. Er angelte im Kahn drüben auf der Münzner Seite, ober als er sie sah, kam er rasch über die Mosel zu ihr gerudert, hielt sich am hängenden Weidengebüsch fest, und sie hatten lange geschwatzt. Er sagte, er müßte nach Kochem, aber sie wußte genau, er fuhr nur hin, spannte nur an, weil sie gern hin wollte. Er tat ihr ja alles zulieb. Aber wenn er ihre Hände fassen wollte, zog sie die ihren rasch weg, hielt sie hinter den Rücken und lachte ihn aus. Und doch würde es nett sein, mit ihm zusammen zu fahren. Das Kleid, ach ja, daS Kleid, konnte sie sich das denn nun endlich kaufen?! Marias Augen hingen bittend am Vater: „Haste verkauft?" Als er kurz sagte: „Rein," war sie bitter enttäuscht. „Wann verkaufste dann?" „Roch gar nit.“ Da stieg es nah in ihre Augen, sie konnte das Weinen nicht unterdrücken: das war aber traurig, zu traurig, nun kriegte sie das versprochene Kleid noch immer nicht. Sollte sie denn schlechter als andere gekleidet gehen? Dremm fühlte ein plötzliches Mißbehagen: seine Moria, sein bestes Kind, sein gutes fleißiges Mädchen kränkte sich so. Indem kam die Frau: „Dremm, haste verkauft? Gott sei gedankt, dat ich Schuh für die Jungens kaufen kann — nä?I O Je,es Maria!" Sie war mindestens so unglücklich wie die Tochter, als er „Rein" sagte. Ach, warum hatte er denn nicht verkauft? Gerade war sie im Dorf gewesen, alles, was Deine hatte, stand an der Ecke des Gäßchens vorm Alten Dremm seinem HauS. Die Leute gafften, als wenn s da was zu sehen gäbe, sie waren ganz aufgeregt: der Jakob hrtte eben verkauft, alles verkauft, was er noch liegen hatte. (Fortsetzung folgt.) Freitag. 2. März 1928 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten) Et. 53 Zweites Blatt Auf dem Wege zur Mittelmeer-Konferenz. Die Tagung des Völkerbundsrates, die Anfang März beginnt, steht diesmal schon Hart unter hem Schot:en der in Frankreich und Deutschland bevorstehenden Wahlen. Es »st daher kaum zu erwarten, daß. da gerade dre Ausgestaltung der deutsch-französifchen Deziehungen von inner- politischen Gesichtspunkten und von der Zusammensetzung der Regierung bedingt wird, auf diesem Gebiete etwas geschieht. Wir haben uns ja schon längst damit abgefunden, dah wir kurz treten müssen und werden zudem immer wieder peinlich daran erinnert, dah das Dhein- landprvblem zwar für uns der Angelpunkt unserer ganzen Politik ist. dah es aber für die übrigen europäischen Mächte nur untergeordnete Dedeutung besitzt und höchstens dazu dient, bei anderen Geschäften als Tauschobjekt herangezogen zu werden. Das Schwergewicht der Besprechungen, die in Genf hinter den Kulissen erfolgen, wird jedenfalls vorläufig außerhalb unserer Interessensfphäre liegen; alle Anzeichen sprechen dafür, daß England den Zeitpunkt für gekommen hält, um feine langatmigen Vorbereitungen zum Ausgleich der Gegensätze am M i t t e l m e e r zum Abschluß zu bringen. Hier, das wird man zugeben müssen, liegen wohl auch in der Tat die größten Gefahren für den Frieden Europas. In dem italienisch- sronzösischen Gegensatz, der ja mcht politisch konstruiert ist, sondern, auf die einfachste Formel gebracht, in der Antithese besteht, dah Italien ein Volk ohne Kaum ist. während Frankreich den Begriff eines R a u - mes ohne Volk verkörpert. Trotz aller Bemühungen um die Hebung der Geburten muß Frankreich schon froh sein, wenn es feine Einwohnerzahl hält. Es hat sich zudem in Afrika Expansionsraum von unbegrenzter Ausdehnung gesichert, aus derem Menschenreservoir es schon im Kriege gegen uns erfolgreich zu schöpfen wußte. Italien Dagegen erstickt in feinen Menschen. Der natürliche Abfluß nach den Vereinigten Staaten ist durch die neue Einwanderungspolitik feit Jahren gesperrt. Südamerika dient zum Teil als Ersatz. Inzwischen hat sich aber durch Den Krieg und durch Mussolini Der italienische Volkscharakter stark geändert. Die Italiener wollen nicht mehr Kuli oder Staatendünger für andere Staaten sein, sie erheben Anspruch daraus, daß sie Kolonisationsgebiete erhalten, auf denen sie unter eigenem Hoheitsrecht siedeln können und berufen sich nicht nur auf Die historischen Erbrechte, Die sie vorn alten römischen Deich ableiten. sonDern auch auf Die Interessensphäre, die aus der Lage ihres LanDes über das Mittelmeer hinüberstrahlt. Bei der Verteilung Der nord- afrikanischen Küste sind sie zu spät gekommen, sie haben in Tripolis nur ein Stück Wüste bekommen, das mit viel Geld eine geringe Siedlung ermöglicht, während die Franzosen in Algier und Tripolis auf altem italienischen Kulturboden stehen, der heute noch Die Möglichkeit bietet, ganze Armeekorps von Europäern unterzubringen. Daö ist der eigentliche Drehpunkt der italienischen Politik und von hier aus ist eigentlich alles zu verstehen, waS Mussolini In Den letzten Jahren getan hat. Er hat sich fleißig gerührt, er hat seine Intcressenssphäre auf den Balkan aus gedehnt, er hat feine Ansprüche auf Tanger angemeldet, um auch da seine Hand im Spiele zu baben. hat sich auf Der einen Seite Die Dundesgenoffenschast Albaniens gegen Iugoslavien, auf Der anDzren Seite die Unterstützung Spaniens gegen Frankreich gesichert unD so zu einer Beunruhigung des Mittelmeeres beigetragen — auch wenn man von dem italienischen StorungSfeuer in Kleinasien ganz absieht —, Die. wenn man Die Dinge laufen läßt, eine kriegerische Entladung früher oder später eigentlich zur Rotweni-ig- keit macht. Diese Aussichten sind England, das im Wittelmeer nur zu verlieren, aber nichts zu gewinnen hat, mehr als unbequem, Downing Street hat deshalb schon seit Jahr und Tag auf einen Ausgleich hingearbeitet und zu» nächst einmal Die wesentlichsten Steine beiseite geschafft. Die einer Verständigung im Wege lagen. Das ist zum größten Teil gelungen. Frankreich hat Die Iugojlaven fallen lassen. Die sich mit Der Herrschaft Italiens in Albanien absinden mußten. Dafür hat Italien seine mittelbare Unterstützung Spaniens in Der Tangerfrage zurückgezogen; Spanien wird sich hier Damit ab,Inden, daß Im Tanger-Statut in der Hauptsache alles beim alten bleibt. Frankreich wird auch fünf» tighin Der Herr in Tanger sein und Spanien bekommt als Pflaster auf Die WunDe eine eng- Usche Anleihe, wofür wieder England und vermutlich auch Italien als Unterzeichner Dem Tanger-Statut beitreten. Soweit wäre also alles in schönster Ordnung: die aktuellen Streitigkeiten sind geschlichtet, man kann sich an einen gemeinsamen Tisch setzen und versuchen, Die Interessengebiete Im Mittelmeer neu zu verteilen. Mag sein, Daß eS Der Geschicklichkeit Englands gelingt auch etwa» zustande zu bringen. Das wie ein Mittelmeer-Ab- kommen aus sieht. Aber alle Klugheit wird nicht verhindern können, daß Damit bestenfalls nur ein neues Provisorium geschaffen wird. Denn Ehamberlain kuriert nur an Den Symptomen herum, nicht an Der Krankheit selbst. Der Sih der Krankheit ist aber eben der, daß Italien etwas von dem Koionial- lanD braucht. Das Frankreich zu viel hat. Frankreich kann aus Prestigegründen nichts abgeben und Italien kann auf seinen Anspruch nicht verzichten. Durch solche Methoden, wie England sie jetzt anwendet, werden eben völkische Gegensätze nicht aus Der Welt geschafft. Man braucht jener materialistischen ®e- schichtsaufsasfung, die Darauf hinaustäust, daß alles Weltgeschehen nur ein Kampf um Den Futterplatz unD um Den Futteranteil ist, nicht restlos zuzustirnrnen. Ein gut Stück Wahrheit liegt aber doch darin. Italien braucht nun einmal Raum und Ellenbogenfreiheit, wenn es in seinen Millionen nicht ersticken will. Und diesem Proklem ist nicht mit diplomatischen Formeln, sondern nur mit neuem Land beizukommen. Aechtung -es Krieges. Don Dt. Aon. H. A. £. Fisher, ehem. engt Unterrichtsmlnisier. Mit dem nachfolgenden Artikel setzen wir die Reihe unserer Beiträge hervo:- ragenter Politiker des Auslandes fort. Mit dem W e e beginn Der Gen er Verhandlungen dii' tra= ßenbau urfib Anschaffung der Autos, Verwendung fanden, als langfristige Kredite auszunehmen mit einem Tilgungssatz von 2 v. S). Dieser Beschluß bezweckt, die durch Krieg und Inflation heroorgeruse. Nen finanziellen Schlvierigkeiten für die jetzige Generation besser zu überwinden. — Dem Gesuch des Johann Becker um Abgabe von Baugelände an der Marburger Straße zu Gartenzwecken konnte nicht stattgegeben werden. — Den Arbeiter« Samaritern wurde die Materiallieserung zur Instandsetzung des zur Verfügung gestellten Raumes in der Luidwigstraße (frühere Fabrik Klingspor) bewilligt. Die notwendigen Arbeiten werden von Mitgliedern der Kolonne selbst ausgeführt. — Die Regulierung des oberen Teiles der Wieseck soll nun auch bald in Angriff genommen werden, nur wird erst ein genauer Kostenvoraw schlag notwendig, auf den es ankommt, ob der noch zu regulierende Teil bis zur Struppmühle, oder mir bis zum Steg am Morgenweg ausgeführt wird. Die dann notwendigen Arbeiten würden durch die Feld- bsreiniaung unter Aufsicht der Kulturinspektion ausgeführt. — Ein Gesuch der Firma August Rohn um Abgabe von 250fm Holz zum Höchstpreis mußte aus Grund der ^jenseitigen Besiim- rnungen der Landaemeindevrdnung abgelehnt wer- ton. — Wegen Umlegung bzw. Erweiterung der Hochspannungsleitung verlas der Bürgermeister ein Schreiben bzw. den Kostenvoranschlag des Elektrizitätswerkes Gießen. Er will hierüber noch Erkundigungen beim Elektrizitätswerk einziehen, um dann in der nächsten Sitzung dem Ge- meiniderat genauere Angaben machen zu können. — Die Instandsetzung d e s Mühlweaes nach der Gänsmichle, der Gemeindeeigen tum ist, wurde einstimmig beschlossen, (fiter wäre vielleicht noch zu sagen, daß es höchste Seit ist, den, Sonntags von Hunderten benutzten Philofophenwsg von der Wieseck bis zum Wald instand.zusetzcn. So konnte man am letzten Sonntag beobachten, daß viele Spaziergänger im Phlosophenwald wieder umkehrten, zum Schaden der Wiesecker Geschäftsleute.) Die R i n n e n p f l a st e r u n g der unteren Philosophen st raß« soll durehgeführt und zugleich die Fußsteige an den Gemeindehäusern bzw. in den Höfen gepflastert werden. — Die s. Z. von derGemeinnützigenBaugenossenschaft erworbenen 50 Anteile der Gemeinde sollen alsbald wenn nicht anders, in drei Raten einbezahlt werden, da alle privaten Mitglieder mit wenigen Ausnahmen bereits ihren Verpflichtungen nachgeko 1 nen sind. — Eine Anfrage wegen der Auszahlung der Winterbeihilfe wurde dahin beantwortet, daß in den letzten Tagen weitere Bedürftige das Geld ausgezahlt erhielten. — $um SdMß gab Bürgermeister S ch 0 m b e r noch Bericht über die unbedingt notwendigen Reparaturarbeiten an der Geschä.tsbe.icht der hiesigen Landwirts chastsbank ist zu entnehmen, 1927 einen Bestand Der Geschäfts- auf 11 242 416 Mk. daß diese am 31. Dezember von 518 Mitgliedern Hoile. Umsatz belief sich in 1927 . Cs wurde ein Reingewinn von 13154 Ml. erzielt, an Dividenden sollen 10 Prozent pb. Butzbach, l.März. Unter dem Vorsitz des Leite s der Olterceal'chu'.e, Ooerstudie.tdirel- tor Dr. Bingel sand gestern Vie Maturitätsprüfung statt. Es nahmen zehn Oberprimaner teil, die alle bestanden. — Aus dem Gewerbe- und sich lassen. Der Feldheimer Wald ist für die Ortschaften unserer Gegend der einzige nahegcl g?nc Wald, alle übrigen Waldbezicke liegen mehrere Stunden Wegs weit. Infolgedessen finden sich zu dieser Versteigerung al-jährlich besonders zahlreich Leute ein, die kein eigenes Fuhrwerk besitzen, und die deshalb um jeden Preis steigern. So stellte sich Buche Scheitholz auf 18 bis 20 Mk., Duchenknüppel 14 bis 16 Mk., Fichienknüppel 10 bis 12 Mk. je Raumme er. Vuchenreiser stellten sich auf 2 Mk., Fichtenreiser auf 0.60 bis 0,80 Mk. Stockholz kam auf 8 bis 10 Mk. Die Zahl der Steigerer hatte sich wohl auch dadurch erhöht, weil in den beiden letzten Jahren die Holzpreise im Feldhe.mer Wald sich fast, in gleicher Höhe bewegten wie in den weit entfernten Waldungen. K ;is Friedberg. verteilt werden. * Pohl-Göns, 1.März. Der Gesangverein „Liederkranz" Pohl-Göns, der schon auf vielen Wettstreiten um die Siegespalme gerungen hat, beabsichtigt, am 2 3. Juni 1 929 mit seinem goldenen I u b e l f e st e einen Gesangs« we11streitzu verbinden. Kreis Büdingen. A Nidda, 1. Marz. Hier fand gestern die erste Werk- und R u h ho lzd e r ft e i g e - rung statt. Obgleich die Steigliebhaber nicht so zahlreich wie bei früheren Versteigerungen er- toi en en waren, wurden doch recht hohe Preise bezahlt. Der Festmeter Cichcnstämme kam durchschnittlich auf 90 Mark, bei einzelnen Stämmen sogar auf 120 Mark. Lärchenstämme kosteten 65 bis 70 Mark. Fichtenstämme 50 Mark pro Festmeter. Cichennutzscheit kam der Raummeter auf 22 bis 25 Mark. — Au-fallend n ied - r i g ist im vorigen Jahre hier die Zahl der G e 6 u r’t e n gewesen. Es wurden bei einer Einwohnerzahl von etwa 2250 Personen nur 21 Kinder geboren. Auch in dem laufenden Jahre sind in den beiden ersten Monaten in unserer Stadt nur 5 Kinder geboren, und zwar nur Mädchen. „ .,. Ober-Mockstadt. l.März. Der Hassia- bezirk Nidda hie^t am Sonntag hier feinen Bezirkstag ab, zu dem die Kriegervereme aus der Vachbarschaft sehr zahlreich mit ihren Fahnen erschienen waren. 3m ganzen waren etwa 300 alte Soldaten hier versam:nelt. Zu Beginn der Tagung boten die Posaunenchöre von O b e r - M 0 ck st a d t und R a n st a d t. sowie der Gesangverein von Ober--Mockstadts durch ihre Wesen eine a ewenncnswerte Vertoöne.ung des Tages. Ter Vorsitzende de; hiesigen Kriegervereins und der Dezirlsvorfitzende begrüßten Wasserleitung, deren Kosten sich auf ca. 4000 Mark belaufen. : Beuern, 1. März. Gestern beging hier Frau Katharine Henß Witwe ihren 8 0. Geburtstag bei körperlicher Rüstig eit und seltener geistiger Frische. Von ihren 14 Kindern konnten ihr nur noch vier die Geourtstagsglück- wünsche überbringen, nebst 19 Cirleln un£> 6 Air- enkeln. In unserem Orte sind außer Frau Henß noch neun Personen, die das 80, Lebensjahr überschritten haben, darunter bvei Männer. — Bei der im hiesigen Gemeindewald abgehaltenen Brennholzversteigerung tonnte ein Anziehen der Holzpreise gegenüber der letzten Versteigerung feitgejleilt werden. So kosteten beispielsweise Buchenscheiwr 29 bis 33 Mark die zwei Raummeter gegenüber 27 bis 30 Mark bei der letzten Dersteig-rung. Allend 0 rs a. d. Lda., 1. März. Bei der gcftr.gen dritten Holzversteigerung im hie- sjgen Stadtwald wurden wiederum sehr hohe Preise erzielt. Es kosteten: Buchenscheltholz 26 bis 31 Mk., E.chenscheitholz 18 bis 22 Mk., K.efernscheitholz 25 Mk., Buchenknüppelholz 22 bis 27 Mk., Eichenknüppelholz 18 bis 21 Mk., Kiefernknüppelholz 20 bis 24 Mk., F chtenknüppelholz 8 bis 13 Mk., Aspen« knüppel 6 Mk., Kiesernreisknllppel 5 Mk. Buchen« stockholz 17 bis 19 Mk., Elchenstockholz 19 Mk. je 2 Raummeter; Buchenastreisig 8 bis 14 Mk., Ecken« astreisig 7 bis 13 Mk. je 5 Raummeter: E chen« nutzknüppel 26 bis 33 Mk., Eichennutzscheit 30 bis 62 Mk. je 2 Raummeter. Die m tversteigerten zehn Eichenstämme verschiedener Güteklassen sowie die Eichen-, Eschen, und Fichtenderbstangen kamen fast alle über Den Tarifpreis. Der Besuch war verhältnismäßig sehr stark. Besonders waren auch sehr viele Käufer aus Treis, Climbach und Allertshausen erschienen. H Ettingshausen, 2. März. Einen tragischen Tod fand heute nacht das hiesige Gemeinderatsmitglied Johann Kaspar Keil VI. Er hatte noch gestern abend an einer Ortsvorstandssitzung teilge- nommen. Bei seiner Heimkehr von dieser Sitzung wollte er sein Pferd füttern, da er heute Morgen Holzfahren vorhatte. Bei dieser Gelegenheit stürzte er ab und fiel mit dem Kopfe so unglücklich auf die Tenne auf, daß er einen Sch ä d e l - b r u d) davontrug. Er wurde heute morgen 6 Uhr tot in der Scheuer gesunden und hielt ein Bündel Heu neck unter dem Arm. -D Lich, 1. März. Dem Bernehmen nach hat der Gcmeinderat acht Bewerber für die engere Wahl z u m B e r u f s b ü r g e r m e i st e r für unsere Stadt vorgesehen. Mit der Dahl des Bürgermeisters, die durch den GeMelnderat erfolgt, wird er ft in übernächster Woche zu rechnen fein. k. Ronnenroth.l.März. Don einem schweren Unglücksfall wurde die hiesige Familie Otto Zimmer heimgelucht. Das vierjährige Söhnchen Kurt fiel hinterrücks in einen Eimer kochendes Wo f f e r, das zum Brühen eines geschlachteten Schweines bestimmt war, und erlitt dabei jo erhebliche Brandwunden, daß es nach einigen Stunden starb. . s. Inhelden, 1. März. Am Montag fand in kern G'ä l'ch Laubachtoen Walddistrikt „Fe^d- heim" ei e Holzversteigerung statt, wöbe! Preise erzielt wurden, die wohl alle bis jetzt aus der ilm-'e-enb bekannt ae vorderen weit hinter hierauf die Versammlung; im Anschluß an die Ansprache des Dezirtsvorfitzenden wurde nach dem Hoch auf das Vaterland das Deutschlandlied gesungen. Die Erledigung der Tagesordnung ging rasch vonstaiten. Die Rechnungsablage ergab einen Isteberschuh. Der bisherige Bezirksvorstand wurde einstimmig durch Zuruf wieder- gcwahlt. Der Bezirlsobmann für die Kriegsbeschädigten« und Hinterblieoenensürsorge hielt einen Vortrag über die Dersorgungsverhältnisse. 3m Monat Suni soll ein Bezir.s.est der „Hassia" in Ober-Widdersheim abgehalten tocröe 1, des en Leitung der dortige Verein übernimmt. Rachdem noch einige andere Tagesordnungspun te ihre Erledigung gesunden hatten, gedacht: man der gefallenen Kameraden, deren Anden.en in üblicher Weise geehrt wurde. Daraus wurde die Tagung vom Vorsitzenden mit Worten des Dankes geschlossen. Kreis Alssclv. ----er. Homberg a. d. Ohm, l.März. In nicht allzu ferner Zeit wird das hiesige Rat- Haustürmchen wieder mit einer Glocke geziert fein. Bürgermeister Schweiker hatte nämlich alsbald nach feiner Wahl, im Mai vorigen Jahres, die Erklärung abgegeben, da -an ir'n mit großer Mehrheit zum Oberhaupt der Stadt e wählt habe, wolle e. aus Dankbir- icit (ur das Vertrauen eine Glocke sti ten, die ihren Platz auf dem Turm des Rathau es finden solle. Die frühere Rathausglocke mußte abgeliefert werden, um während des Krieges anderweitige Verwendung zu finden. Die neue Glocke wurde bei der Firma F. W. Rinker- Sinn schon vor längerer Zeit in Auftrag gegeben. Sie sieht ihrer baldigen Vollendüng entgegen und dürste in etwa vierzehn Tagen mit dem nötigen Zubehör komplett in Homberg eintreffen. Als Inschrift trägt sie die Worte: „©er Stadt Homberg gestiftet von Karl Schweiker anläßlich seiner Wahl zum Bürgermeister am 22. Mai 1927“. Die neue Glocke, im Gewicht von zwei Zentnern, wird nach ihrer Weihe zu jeder im Rathaufe stattfindenden Versteigerung ihre eherne Stimme erklingen lassen. And da noch ein altes Uhrwerk und Zifferblatt vorhanden sind, wird sie auch den Einwohnern Hombergs hoffent ich g'ückliche Stunden schlagen. Bei der städtischen Holzverfteigerung wurden im Durchschnitt für den Festmeter gelöst: 1. Buchenstämme 3. Kl. 33 Mk., 4. Kl. 41 Mk., 5. Kl. 37 Mk., 6. Kl. 38 Mk. 2. Eichenstämme l.Kl. 23 Mk., 2. Kl. 29 Mk., 3. Kl. 57 Mk., 4. Kl. 57 Mk., 5. Kl. 72 Mk. 3. Fichtenstämme la-Kl. 25 Mk., lb°Kl. 25 Mk., 2:-Kl. 36 Mk. 4. Kiefemstämme 45 Mk. 5. Fichten- derbstangen 1. Kl. 24 Mk. Berliner Börse. Berlin, 2. März. (WTB. Funkspruch.) Bei ruh gern Geschäft ist die Tendenz des heutigen Früh« Verkehrs ziemlich freundlich. Die Kurse blieben im allgemeinen behauptet. Interesse besteht weiter für Spezialpapiere. Man hört I.-G.«Farben 256 bis 256,50, Hapag 151 bis 151,50, Nordlloyd 152 bis 152,25, Glanzstoff 613 bis 616 und Polyphon 262,5. Am Devisenmarkt nennt man Paris gegen London 124,02, Mailand 92,20, Madrid 28,88, London gegen Kabel 4,87875 bis 4,8795 und die Reichsmark gegen Kabel 4,1860. schließen wir zufolge unseres vierziajfihrigen Einkaufs und auf 6r-nd unserer besonderen Fachkenntnisse in diesem Artikel derartig günstig ab, daß wir dann nur das Allerbeste zu besonders niedrigen Preisen bietenI Wir kaufen keine Strümpfe mit kleinen Fehlern, so dem nur reguläre einwandfreie WareI Wir übernehmen für jedes bei uns gekaufte Paar Strümpfe die weitgehendste Garantie. - Als ganz besonders günstig bietan wir an; Damen-Mako-Strümpfe 1 Posten feinfädig, Mako, mit Doppelsohle und Hochferse, in modernen Farben und schwarz, alle Giößen Kinder-Schul-Strümpfe 1 Restpos en aus la Mako, schwarz und braun, für das Alter von 3 bis 10 Jahren, per Paar....... Damen-Seidenflor-Sirümpfe schwarz und in ahen Modefarben, 1 Posten fein- lädige und sta ke Qualitäten, zum Aussuchen, Wert bis Mk. 3.00, per Paar durchweg 475 D’-Strümpfe aus künstl. Seide mit verstärkter Florsohle und Hochferse, 1 Posten, feinfädige und schwere Qualitäten Damen-Seidenflor-Strümpfe 1 Posten, extra schwere Qualität, Cfache Sohle, Hochferse, moderne Farben.......... ........ Damen-Seidenflor-Strümpte „Medalia“, unsere Spezialmarke, extra pr. Qual. m.4f. Rand u. Strumpfhalterschutz, alle Modefarben Damen-Waschseide-Strümpfe 1 Posten, teils mit Mako, teils mit Flor verstärkt, 9 Slrapazierqualität, in modernen Farben Modehaus Salomon ■ Schulstraße 4 708a: Für Konfirmanden! nneider Marktstraße Marktstraße 2391« ab Mk. ab Mk. 2.50 3.75 5.50 6.50 4.95 5.50 5.50 9.25 Mk. Mk. Kleider in Samt. Kleiderstoffe in allen Farben Kieidersamt Fabrikat Linden, 90 cm br., von Mk. 8 Anzüge in blau u.farbig, ein- u. zweireihig, von Mk. 22 Kleider in Wollstoffen, verschied. Farben, von Mk. 7= an von Mk. 11 von Mk. 1 Feine Herren-Schneiderei Mäßige Preise Friedrich W lhelm LebcnSversickeruna?-Rkt.-Gefellsch. 2360id| Gntoiet V66. Allein in dessen und Hessen «R stau mountl. über 4000 Reuverstckerte! Wir bauen unl. Aubenoraams. weiter nu5 ii. fteiien noch tür verseh. Gebiete einige steihtae und geschickte, rciiegeiv. Werbenräste ver soiort ein. Wir zahlen auch Nicki« mdjleuien von Amann an festes Em- fomm. Pers. Borst, mit Orin.'Zcuan. od. son t.Belegen üb. bisher. Tätigkeit nut Lamstaa, dem 3. März 1928, nackm.4—5 llbr, bei Hru. OraaniM- nondlSchoeraack,Gießen. EotolSchütx Anfsergewöhnfich billiges Kleiderstoff angebot Popeline reine Wolle Popeline reine Wolle, ca. 100 cm breit Rips-Popeline 130 cm breit Rips 130 cm breit, viele Farben Eolienne ca. lOO cm breit, Wolle mit Seide . Veloutlne ca. lOO em breit. Wolle mit Seide Lindener Köper-Samt 70 cm breit... Lindener Köper-Samt 90 cm breit... Marktplatz 6 2196a für die Konfirmation «GH W l'-' 1 '■> . .. t/Xj1 Unser bisheriges reelles Geschäftsprinzip 2394D lS 1. 2353a VT Spezialmarken Spezialmarken Qualität RM. 3.75 I % empfiehlt 60a Nchtnua! Achtung! SOMAS« Das DHrends BsufstsAZ ■ e' Gartenscheren Seckenscheren Baumsägen Drog. 9Ho Binterljoff, Sreuzoiotz 9/10. Oinöenöurg-Drog.. Seltersroeg 68 a. „Bemberg - Seidenftrumpf1 Nr. 2083, „Karema", be£ feine Qualität RM. 4.50 Alle Strümpfe führe ich nur in I. Wahl, niemals in II. oder III. Sortierung Edgar Borrmann HanS und Küchen- ncrdtc, Wichen. Kinderftrümpfe u. Kinder* fportftrümpfe in großer Auswahl Dieser Drahtznun Alle Frühjahrsmodefarben find eingetroffen, beson- ders feien genannt he* liograu, heliobeige Seidenflorftrümpfe Nr.1152 Goldftempel, feinfädige Qualität.....RM. 2.25 „Ihr Brot ist eine Delikatefse.essLmeckt vunderbar", so schreibt man über das echte „Nur gute Qualitätsware zu äußersten Preisen zu verkaufen“ verbietet, uns minderwertige Waren zu führen, denn nur gute Ware ist wirklich billig. Um aber unseren seitherigen Kunden für den Konfir- mations- und Osterbedarf besondere Vorteile zu bieten und um neue Kunden zu werben, gewähren wir bis zum 10. März auf alle Artikel 10«/« Rabatt , Pickel. Mitesser iver- । den m eimaen Ta 'en d. d. Tcinioerschöne- runnSnitticl Venu* iLlarke A) unter Garantie beseitigt. lainmelweichen Teint. 7429A Seidenflorftrümpfe Nr.1175 „Garanta'Vchwere Qua* lität, mit 6facher Sohle RM. 2.75 Tagesordnung: Geschäftsbericht des Borstand«». Wafchfeide mit Flor plattiert, extra fchwere Qualität, lehr ftrapaziertähig RM. 5.- aus Milwaukee U. St. 21. Sie müssen es auch essen, wenn sie eine geregelte Verdauung haben wollen. Echt und frisch nur mit obigem Warenzeichen bei: fitfluter unö E MniW-MruAus ”22A SerWssMg.SWülkMS. : i , Önh. Georg Falk enshe in ///////.»«.zzz zzzz zzzzzzzzzzzZZZZZZZZZZZZZZ/> „Bemberg - Seidenftrumpf Nr. 2080, „Asra", feine Unreines GeHciif Sie erzielen einen I Stur zu baden bet 2355a HHBS SttOM laßt Euch beraten Buchenscheitholz olbiwaggonioeiseab iranko PZagaon Gie- Ken vro Viaumineler 15 Mark. 2364ü Friedrich Da mcr, Holzbandlung. Gränbern, ?eleoh.46. KANtzSMO ANK ÄtzM AMMMK Anzüge hängen für Sie in jeder Qualiiäi und Preislage bereit Meine Haupipreislagen sind: 2A.SS, 3S.VS, 42.SS IMS HAHSH schafft Ihnen Rahe vor unwillkommenen Eindringlingen. Er schützt Ihr Anwesen, Ihren Obstgarten, Ihre Grundstücke auf Jahre hinaus, ohne daß Sie nennenswerte Unterhaltungskosten hätten. Ein Drahtzaun ist leicht aufzustellen, wegen seiner Dauerhaftigkeit billig und beim Einkauf von Drahtgeflecht, Bindedraht und Stützen bekommen Sie bei mir alle Anweisungen und alles nötige Handwerkszeug dazu. I.B.Häoser,ßielien Am Oswaldsgarten,TeIeph.660 Porzell anhaus Löwer & Bedistein Fernruf 1484 Wafchfeidenftrumpf „2055" feine Qualität RM. 3 — M-MZMWSkMM e. ®. m ö s. in touat. Die oerehrlichen Mitglieder unserer Genossenschaft werden zu der Sonntag, den 11. März 1928, nachmittags 544 Uhr, sm Gasthaus ,Zur Traube" bei Herrn Otto Nuhn, dahier, stattfindenden 2354D MenlilW GeMüllmsailllMllg ergebenst eingeladen. 2. Bericht des Aufsichtsrates. 3. Dorlage und Genehmigung der Iah- resrechnung und Bilanz per 31. Dezember 1927 und Entlastungserteilung des Vorstandes. 4. Gewinnverteilung. 5. Erhöhung der Kreditgrenze für Darlehn gegen Hypotheken. 6. Verschiedenes. Die Rechnung liegt von heute ab acht Tage zur Einsicht der Genossen im Geschäftslokal offen. Lollar, den 28. Februar 1928. Der Vorsitzende des Aufsichtsraies. Hofmann. MSWMMMM-AWÜM kauft man da am preiswertesten, wo man die größte Auswahl hat Große Abschlüsse bringen von selbst niedere Preise MtererWsllMlgg or- Nur diese Woche! "Wi U .ttiud- u Cd send. thö. T.oo la innncö Maftfteisch l6nimcifl.,nüe5tütfe'ßtt). 1.10 la Kalbflciscb.alle Stücke Pid.l. 10 ia iiet ■ int b.Oflttfl'iid) 'ßfd. 1J.Q Za Lchweineticiich. tirn en- stück iutdRoUbraien,Pso.0.05 !a Kammit.u Kole.ett ßfo.1.05 Za Ba imlavv n_____Pid.0.80 la Lchinkcnit.m.Sch ort. bi.o.00 la irische Fleiichwurst Pid. 1.00 la Ninde.00 Hieiiien dicken geräuchert. Evett. tnubarkemvcck und Echmalz, la Cunlitat, im Viü. 1.— Mk., sowie alle andern Sorten Wurit- roaccn in lu Qualität, au Ue- den end crniQbiflien Greifen. Gebrüder Jakob Ncucnwca 10, Dclcvbon 1160 ______ 2395D NerrGtisung. Bei der Drennholzverstelgerung am 6. d. M. werden nid). 65 rm Kiefernscheiter 2. Klasse, sondern 15,5 rm versteigert. Gießen, den 1. Mörz 1928. 2381D Hess Forstamt Sch.sfenberg. Nicolaus. Nutzholz-Versteigerung im 7!ieder-I0eiseler Gemeindewald. Donnerstag, den 8. März 1928, nach- mittags von 1 Uhr ab, kommt in der Wirtschaft von Franz Waidmann (Jägerhaus) zur Versteigerung: 2366D Stämme: Fichte: la-Klasfe 246 Stück, 71 fm; Ib-Klasse 240 Stück, 78 fm; 2a-Klasse 104 Stück, 65 fm; 2b-Klasse 17 Stück, 18 fm; 3a. Klasse 4 Stück, 4,50 fm. Liefer: 2a-Klasse 11 Stück, 4fm; 2d-Klasse 15 Stück, 7 fm; 3b-Klasse 3 Stück, 2 km, 4a.Klasse 2 Stück, 1,60 fm. Lärche: la-Klasse 53 Stück, 8fm; lb-Klasie 54 Stück, 15 fm; 2a-Klasse 7 Stück, 4 km; 2b-Klasse 1 Stück, 1,3 fm; 3b-Klasse 1 Stück, 1,80 fm. Kaufliebhaber wollen das Holz vorher einsehen. Nähere Auskunft durch Förster Becker, Hausen bei Butzbach. Nieder-Weisel, den 29. Februar 1928. Hessische Bürgermeisterei. Winter. /OHAN NA VOGT Kia vier- Unterricht Musikdiktat, Harmonielehre 0693 GlESSEN Goethestr, 3211 Gnrneelen, Kristel Knochenschrot,Pfd.25 Pf. Wg?nMel Wurmgu K Ämons Brot. ßr 5; Ileich In fei; das Deut Sinführu für Mo trag, den letik l$01 in die Id fühnMl mit ler zahlenmä! gang nut von dm au}, veil zen einzu ITtänner-! Wanner-l Vie 2c Marburg Dirflid) i Fangtechl inn den zwingen, aangener peil 2l< Gaues ■ Mi n muhte 5 Äiederla ches ihn gestander frei, dem erwiesene lein zu 3 ©äfieman tzener El! In cm« barvereir für die Spider infolge i beneiden eifrig sp läge gef in der über den infolge l nicht zu schnelle 2 aus und dient zum in letzter Memg an der ( Männer- 3n vc in Große eine ko Mersun brachten Gwßen-L verband- Am voi spiele um Main-Lal pbortb bes Aheii mit 5:3 $^nH_ wch Rom 55 Forts« Nr 55 Drittes Vlatt Gietzrner Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Freitag, 2. März (928 Turnen, Sport und Spiel. Reichsjugendabzeichen für Mädchen. In feiner letzten Sitzung hat der Ausschuß für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen nun auch die Einführung des Reichsjugendabzeichens für Mädchen beschlossen. Damit wurde ein Antrag, den die Deutsche Sportbehörde für Leichtath- letik schon vor mehr als zwei Jahren gestellt hat, in die Tat umgesetzt. Entscheidend waren für die Einführung die wirklich guten Erfahrungen, die man mit dem Reichsjugendabzeichen für Knaben im Laufe der letzten zwei Jahre gemacht hat. Handball O. T. Männer-To. Gießen I — T - und Spo. Marburgs: 1. Die Doraussage hat sich als richtig erwiesen. Marburg stellte eine Mannschaft ins Feld, die wirklich zu kämvfen wußte, und die bei sehr guter Fangtechnik bis zum Schlüsse alles daran setzte, um den Ausgleich oder gar den Sieg zu erzwingen. Der Platz war durch die voraufge- aangenen Nachtfröste nicht in guter Beschaffenheit. Marburg als gut spielende Mannschaft des Gaues Hessen, die als einzige dem Gaumeister zwei wertvolle Punkte abzutrotzen verstand, muhte hier eine knappe, aber völlig berechtigte Diederlage einstecken. Sogar das Ehrentor, welches ihnen billigerweise vom Schiedsrichter zugestanden wurde, war nicht vollkommen einwandfrei, denn der Spieler, der eS erzielte, stand in erwiesener Abseitsstellung und warf demzufolge kein zu zählendes Dor. Ohne das Verdienst der Gästemannschaft zu schmälern, muh bei der Gießener Elf anerkannt werden, daß sie vom Anfang bis zum Schlüsse des Spieles eine leichte äleberlegenheit zeigen konnte, und dies auch zahlenmäßig in die Tat umsetzte, was der Ausgang mit 3:1 richtig erwies. Auch die Einstellung von drei Ersatzleuten fiel im allgemeinen nicht auf, weil diese sich schnell dem Nahmen des. Ganzen einzupassen verstanden. Männer-Tv. Gießen II — Io. Heuchelheim I 1:4. Sn anerkennenswerter Weise sprang der Nach- barverein Heuchelheim mit seiner 1. Mannschaft für die in letzter Minute absagenden Alsfelder Spieler ein. Die 2. Elf der Männerturner spielte infolge unglücklicher Zusammenstellung eine wenig beneidenswerte Rolle und muhte sich von den eifrig spielenden Heuchelheimern eine 4^-Niederlage gefallen lassen. Gewonnen wurde das Spiel in der Hauptsache von dem noch jungen, aber glänzend für diesen Posten veranlagten Torhüter, der mit seiner Arbeit und seinem Können weit über den Durchschnitt hinausragte. Fast während des ganzen Spieles konnten die Gießener überlegen spielen, jedoch konnte der Sturm nicht erfolgreich fein. Die Verteidigung der Mtv.er rückte infolge der äleberlegenheit zu weit auf — ein nicht zu verstehender Fehler — wurde durch schnelle Durchbrüche überspielt, und der Tormann war, auf sich allein angewiesen, in diesen Fällen machtlos. Der Gegner nutzte geschickt die Lage aus und kam auf diese Weise billig, aber verdient zum Erfolg. Die siegende Mannschaft zeigte in letzter Zeit eine augenscheinliche Form Verbesserung, die ihr wohl in Zukunft die Teilnahme an der Gaumeisterschaftsrunde verschaffen dürste. Männer-Turno. Gießen (Schüler — To. Gr.Linden (Jugend) 0:8. Sn völliger Verkennung der Lage stellte man in Grohen-Linden der Schü ermannfchaft des Mw. eine komplette Sugendmannschaft gegenüber. Altersunterschied und körperliche äleberlegenh.it brachten denn auch das hohe Ergebnis 0:8 für Grohen-Linden zustande. Verbandsspiele des I. Gauverbandes Main-Lahn. Am vorigen Sonntag begannen die Derbands- fpiele um die Meisterschaft des Gauverbandes Main-Lahn. Der Hessenmeister, Turn- und Sportverein Duhbach, hatte den Meister des Rhein-Maingaues zu Gaste und muhte sich mit 5:3 Toren knapp geschlagen bekennen. Der Frankfurter .Turn- und Fechtclub' Es zogen drei Burschen wohl über den schein .... Roman von Erica Erupe-Lörcher. 58 Fortsetzung. Nachdruck verboten. War das alles nicht eine Vergeltung des Schicksals? Kehrte der Schmerz, den sie vor kurzem schonungslos in der egoistischen Forderung ihrer neuen Liebe Dietwart bei der Trennung zugefügt, sich nun gegen sie selbst? D, wie viel vornehmer, wie viel zartfühlender war doch Dietwart in seinem Abschied gewesen, — trotz seiner eigenen bitteren Enttäuschung! Ja, Raymond hatte recht behalten, als er damals Melusine zurief: „Es wird dir kein Glück bringen, daß du Dietwart nicht dein Wort gehalten hast, und du ihn aufgibst, um dich für diesen Bohemien frei zu machen: Ja, für diesen Bohemien! Diesen weichlichen, selbstgefälligen Mann, der mit seinem Künstlercum olles unterjochen zu können glaubte. Dieser Bohemien, der nie und nirgends von den Weibern loskam. Drinnen tanzte man das hier übliche Programm ab. Man war reichlich konservativ in gesellschaftlichen Neuigkeiten, man schaffte den neuen Tänzen, wie one Step, two Step, nicht schnell Eingang. Man bevorzugte Den Walzer und ließ dann zur Abwechslung eine Polka, auch eine mazurque folgen, und dann vielleicht eine rrangaise. Aber der Wilzer war doch immer der König im Ballsaal. Ger.rde stimmte die Musik von neuem einen an. Weiche, süße Melodien ...? Melusine bog plötzlich den Kopf zurück und stöhnte ganz leise auf. Das Herz tat ihr Im Augenblick zum Zerspringen weh. „Quand l’amour meurt!" . . Wenn die Liebe stirbt? D, wie manche Erinnerung klang in dieser Melodie in ihr auf! Die Erinnerung an den Dallabend, als sie sich nach dem ersten Kusse in Dietwarts Arm geschmiegt und er sie, trunken vor Lebensglück und Jauchzen, so sicher, so elegant durch den Saal im Tanze dahingeführt. Und dann, als er sie droben in Bezay vom Bahnhofe abaeholt und auf der Fahrt nach dsm Lazarett die deutsche Regimentskapelle diesen Walzer gespielt? Ganz deutlich sah sie hinter den gesenkten Wimpern im Geiste fein trauriges brachte es fertig, den Vertreter des Kinziggaues mit 17:0 Toren abzufertigen. Die Spiele, die in Vor- und Rückrunde aus- getragen werden, verschaffen den beiden ersten die Aufstiegsmöglichkeit. Rach Lage der Dinge dürste es schwer fein, dah unser Gaumeister zum Erfolge kommen könnte. Handöatt-Hessen-Hanrrover W. S. B. Der erste Start des Dezirksmeisters Kur - Hessen-Polizei Kassel gegen die Siegener Sportfreunde, Sü^we falenmeister, ist, wie zu erwarten war, gründlich verunglückt. Mit nicht weniger als 1:7 Toren blieben die Siegener in Kassel siegreich. Man wird auch weiterhin bei der derzeit schwachen spielerischen Leistung des Hessenmeisters nicht mit Erfolgen rechnen bür;en. m. w. Bezirk Hessen-Hannover. Nachdem die Verbandsspiele beendet sind, setzt allenthalben ein lebha:er Priva spielbetrieb ein, von dem das Spiel des Dezirksmeisters Kur - Hessen Kassel 3:3 gegen den Sp. D. Wiesbaden erwähnenswert ist. Auch für den Sugendopfertag stellt der Meister seine Spieler zur Verfügung. Sn Kassel findet aus diesem ®runbe ein Städtespiel gegen Göttingen statt, das bei der stärksten Kasseler Mannschaftsaufstellung für die Bezirks» hauptstädter wohl eine gewoimene Sache sein dürste. Dei Kassel wird der repräsentative Verteidiger Weber fehlen, der am gleichen Tage in der westdeutschen Mannschaft ein Auswahl- spiel gegen den Rheinbezirk mitmachen solll Dazu kommt die Nachricht, dah der Vezirk Hessen-Hannover auch einen Olympiakandidaten im Fußball stelll. H. Weber ist dazu vom D. F. B. in Aussicht genommen worden und muß nun seine Fähigkeiten in den Kursen und Olympiavorbereitungsspielen unter Beweis stellen. m. w. Lahnkreiö. Das vorletzte rückständige Verbandsspiel zwischen Kirchhain und Frohnhausen um den fünften Tabellenplatz kam am Sonntag zum Austrag. Kirchhain gewann verdient mit 6:3 Toren. Beide Vereine haben sich als Liganeulinge gut gehalten. Das letzte Spiel findet nunmehr am 11. März statt. Sn diesem trifft Kirchhain auf Herborn im Wiederholungsspiel. Herborn wird selbst im Falle eines Sieges um oen Abstieg nicht herumkommen. Sonst steht auch der Lahnkreis am nächsten Sonntag im Zeichen des Sugendheim- opfertageS. Es handelt sich hier meift um Spiele von Gaumannfchasten oder Gauauswahl- mannschaften, deren Einnahme an den Verband zur Errichtung des westdeutschen Sugendheims in Duisburg abgeführt wird. Das Programm dieses Tages, des 4. März, umfaßt im Lahn- kreis als Hauptveranstaltung das Spiel Marburg gegen Gießen -Wetzlar. Gietzen- Wehlar hat seine Vertretung aus den besten Spielern der Vereine 1900 und D. f. D. zu- sammengestelll. Sm Gau Gietzen-Wetzlar fhtben auS Anlaß des SugendopfertageS ebenfalls allein vier Veranstaltungen statt, in Heuchelheim, W etz l a r, H er b o r n urrd D i l le n b ur g. Sn Heuchelheim treffen sich Heuchelheims erste Elf gegen Ligamannschaft B des Gaues Gießen- Wehlar, von denen die B-Elf, zusammengestellt aus Spielern von 1900, V. f. D. und Butzbach, als Sieger anzusprechen ist. Sn W e tz l a r treffen sich ebenfalls A» und B-Mannschaften von Wetzlar und Umgegend (Aßlar, Niedergirmes, Biskirchen, Weilburg, Burgsolms). m. w. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Bezirkstag. Kommenden Sonntag findet in Krofdorf der diesjährige ordentliche Bezirkstag statt. Die De- Fragen am sonnigen Morgen im alten Festungsturme, als er sie fragte: „Warum entgleitet mir deine Siebe, Melusine? O, ich fühle es!" Einen Schmerz, ein Unrecht, das sie nie wieder gutmachen konnte, hatte sie Dietwart mit klarem Bewußtsein zugefügt und hatte in blinder Verliebtheit einen Mann eingetauscht, dessen Lebenlied war: „Hab ich nur ebine Liebe — Die Treue brauch ich nicht!" Ihr Herz fand nicht wieder seinen ruhigen, ebenmäßigen Schlag. Schwer hämmerte es. Das Blut rang sich im mühsamen Pulsschlag weiter. -Sie hatte das Empfinden, als stürbe jedes Glied in ihr ab. Eine bleierne Schwere senkte sich über sie. Ein Schauer glitt ihr vom Kopf bis zu den Füßen. Sie fror. Umoillkürlich wandte sie sich jetzt aus ihrer äußeren Erstarrung, um sich nach einer wärmenden Hülle, nach irgendeinem Tuche, einem Schal umzusehen. Aber als sie die Hände jetzt von der stützenden Fensterbank löste, taumeUe sie. Es war ihr ganz unmöglich, auch nur einige Schritte allein durch das Vestibül zu machen. Ein Gefühl von Hilflosigkeit stteg neben der bleiernen Schwere auf. Was sollte sie tun? Um Hilfe rufen? Dann würde man sie brinnen hören, es würde eine große Sache geben, die Musik in ihrem Spiel abbrechen, die tanzenden Paare würden sich lösen und herauseilen und sie umbrängen mit Fragen, mit neugierigen Blicken. Man würde beginnen, einen Zusammenhang zu ahnen zwischen ihrem Ohnmachtsanfall und dem plötzlichen Verschwinden Bvuoiers. D, nur das alles nicht in ihrem Gefühl schmerzlichster Zerrissenheit! Da ging in der Nähe eine Tür. Sie hob den tiefgesenkten Kopf. Eine Männergestalt trat heraus. Einer der Tänzer, der frische Luft schöpfen wollte? „FritzI" rief sie im nächsten Moment, sich vor Freude mühsam wieder aufraffenb. Wenger kam sofort auf sie zu. Denn während der ganzen kurzen Auseinandersetzung mit Bouoier hatte er sie durch die beiden gegeneinander Angewandten Spiegel beobachtet. Ganz genau hatte er den Fortgang Bou° viers verfolgt. Und jetzt trieb ihn die Unruhe, die Teilnahme um Melusine, nach ihr zu sehen, da sie nicht in die Salons zurückkam. „Ich hatte dich gesucht, Metusme da brach er ab. Ihre vollständig erblaßten Lippen entsetzten ihn. Sie machte einen unsicheren Schritt ihm entgegen. legierten aller Sparten treffen sich hier, um die Be- richte über das abgelaufene Geschäftsjahr entgegenzunehmen und notwendige organisatorische Aende- rungen zu beschließen. Weiter soll die Tagung vor- beredende Arbeit für die in Kürze stattfindenden Kreistage leisten. Vorausgehend findet am Samstagabend der Spartentag der Turnsparte statt. Hier werden die Delegierten der Turnvereine über die Geschicke der Turnsparte beraten und beschließen. Neben organisatorischen Fragen werden auch die technischen Belange besprochen werden. Fußball. Naunheim fährt nach S ch i c r ft e i n a. Rh., um fein letztes Spiel der Vorrunde um die Kreismeisterschaft auszutragen. Nimmt es die Erfahrun- gen aus den oorangegangenen Spielen zunutze, so kann es ihm gelingen, auch hier als Sieger den Platz zu verlaßen, mindestens aber ein Unentschieden herauszuholen. Lollar hat Wiesecks Erste zu Gast. Ob es gelingt, Wieseck mit der vorausgesagten 6 0-Nieder- lage nach Hause zu schicken, wird man nach der am Sonntag gezeigten Spielweise bezweifeln müssen. Wieseck II hat Gießen II zu Gast. Tritt Gießen ohne Verstärkung aus der 1b an, so wird es wohl eine Niederlage hinnehmen müssen. Süddeutsche Fußballmeisterschaft. Sn der Runde der Meister sind nunmehr die Spiele der Vorrunde beendet. Den beteiligten Vereinen steht ein Ruhetag bevor. Nur das eine, seinerzeit ausgefallene Trrsien zwischen F. D. Saarbrücken und Sp. D. Waldhof wird nachgeholt. Es handelt sich hier um die beiden Tabellenletzten, von denen man bei Saarbrücken wenigstens den guten Willen stets anerkennen konnte, während Waldhof manche Erwartungen unerfüllt lieh, trotzdem aber als der stärkere von beiden Vereinen zu betrachten ist und auch am Sonntag vermutlich gewinnen wird. Auch in der Runde der Zweiten und Dritten hat die Gruppe N o r d w e st nur zwei Spiele auszutragen. Sn Frankfurt hat der F.Sp.V. Frankfurt in Saar 05 Saarbrücken einen der schwächsten Vereine der Gruppe zu Gaste, unter dessen seitherigen Leistungen nur sein 1:1 gegen Rotweih Frankfurt und sein 3:1 gegen den D. f. L. Neu-Ssenburg hervor- stachen. Das sind allerdings gerade die beiden Vereine, die dem F. Sp. D. je einen Punkt abzunehmen vermochten. Darin liegt also die beachtenswerte Warnung für die Frankfurter, die im übrigen an einem ganz glatten Siege nicht zu hindern sein sollten. Sn Ludwigshafen fällt zwischen der F.G. 190 3 Ludwigshafen und dem F.Sp.V. 1905 Mainz die Entscheidung, wer von beiden vorläufig dem Tabellenführer, dem F. Sp. D. Frankfurt,, am dichtesten auf den Fersen bleiben soll. Relativ liegen die Mainzer nur 1. die Ludwigshafener nur 2 Punkte hinter den Frankfurtern, gegen die beide Mannschaften nur mit einem Tore unterlagen. Als Plahbesitzer genießt wohl Ludwigshafen in dem bevorstehenden Kampfe einen gewissen Vorzug, doch werden sich die Mainzer der Wichtigkeit des Spieles entsprechend schlagen. Man mutz da schon den Ausgang des Spieles abwarten. — Die Gruppe Südost führt Wacker München und Phönix Karlsruhe zusammen, wobei an einem hohen Wackerfiege nicht zu zweifeln ist. Union Bückingen und F. Sp. V. 1860 München treten bereits zum Rückspiel an. Die erste Begegnung gewann seinerzeit München mit 1:0 sehr knapp. Ein ähnliches Resultat sollten die Bayern auch diesmal wieder herausholen. Bei dem Treffen D. f. R. Fürth gegen Sp. Cl. Freiburg sprechen die seitherigen Leistungen llar und deutlich für Freiburg, das auch schon bei der ersten Begegnung mit 3:2 Toren siegreich blieb. Man darf sogar diesmal mit einem deutlicheren Torunterschied rechnen. Da zog er sie fest in seine Arme. Ihr Kopf ruhte an seinem Herzen. Sie schloß die Augen. Sie fühtte seinen festen, starken Herzschlag. Es war ihr, als fei hier am Herzen dieses Mannes jetzt ihre einzige Zuflucht, das einzige Verstehen, die einzige warme Heimat! Die Großmutter drinnen bis zum letzten Atemzuge einseitig eingeschworen auf den Glauben un ihr heimatliches Frankreich. Ihre eigene Mutter, jung gebrochen in ihrer inneren Lebenskraft durch den frühen Tod des geliebten Gatten, sich selbst seit Jahr und Tag in tatenloser Haltung zu einer passi- oen Zuschauerin verdammend, der einzige Bruder der Schwester zürnend aus der Heimat gegangen. O, wer rings in der weiten Welt ahnte mehr, wie es der gepeinigten jungen Baronesse Melusine ums Herz war, als Fritz Wenger, dieser treue Jugendfreund? Sonderbar, feit Jahrzehnten kannte sie ihn, seit Jahr und Tag ging sie neben ihm dahin, ... und in dieser Stunde jetzt wußte sie zum ersten Male, wie köstlich es sich in feiner warmen Fürsorge, in seinem diskreten Verstehen, in seiner unbedingten Zuverlässigkeit und Gediegenheit ruhen ließ! ,Sch habe Douvier eben den Laufpaß geben müssen, Fritz. Was alles gegen ihn vorliegt, sage ich dir ein anderes Mal .. Aber er unterbrach sie und sagte sehr lerfe unb mit Selbstbeherrschung, weil er vieles darum gegeben hätte, sie in diesem Augenblick über ihr liebes, feines Köpfchen streicheln zu dürfen, das vor feinen Augen an seiner Schulter ruhte: „D, laß das Mriu- sine! Ich weiß es auch! Weiß wahrscheinlich noch mehr als du! Denke nicht mehr an ihn! Jcy bitte dich: lösche fein Bild in dir aus, ... für ewig!" Aber die Schwäche übermannte sie zu stark. „Geleite mich hinauf, Fritz, in mein Zimmer, ich bitte dich!" Sie schritt, von ihm gestützt, der breiten Marmortreppe zum ersten Stockwerk zu. Schon bei den ersten Stufen sah er, wie mühsam ihre Füße gehorchten. Da kam eine Riesenkraft über ihn. Schnell hob er sie in feinen Armen empor! Sie fchnnegte sich an ihn. O, er fühlte es: es war das Vertrauen. Es nxir nicht das Bedürfnis in körperlicher Schwäche nach einem Halt. Mehr als einmal hatte Wenger das Schicksal von Melusine mit dem ihres heimatlichen Elsaß verglichen, dank -dem Schicksal, das ihn selbst mm diese Stunde miterleben ließ, in der sich Melusine von diesem Welschen losgerissen hatte! pelhers Niederlage in Aeuyork. Der deutsche Meisterläuser Dr. Otto P e l h e r beteiligte sich am Mittwochabend wie gestern schon kurz gemeldet — in Neuyork an dem Hallenportfest der »Knights of Columbus' in Madison ©quarre Garden. Er startete über eine Melle (1609 Meter) und traf in diesem Wettbewerb auf die beiden besten amerikanischen Hallenspezialisten Lloyd Rahn und Ray Songer. Dieser Laus erregte in der amerikanischen Oessentlichkeit seit Tagen das größte Snteresse und wurde von der amerikanischen Presse als „der Meilenlauf des Jahrhunderts" bezeichnet. Der Veranstaltung wohnten etwa 20 000 Zuschauer bei, eine bisher bei amerikanischen Hallensport esten nicht erreichte Zahl. Lloyd Hahn führte vom Start bis zum Ziel und legte die Strecke in 4:13, zurück, womit die von Paovo Nurmi und Ray Songer aufgestellten Rekordzeiten nicht erreicht wurden. Der Rekord Nurmis beträgt 4:10,4. Rah Conger belegte den zweiten Platz 25 Parbs hinter dem Sieger. P e l h e r wurde dritter, blieb 50 Parbs hinter Songer zurück und passierte nahezu erschöpft das Ziel. Das Ergebnis dieses Meilenlaufs bestätigt die gemachten Voraussagen, in denen man Peltzer in diesem Wettbewerb von vornherein keine allzugrohen Siegeschancen gegeben hatte, da ihm weder der Start in der Halle, noch die Länge der Strecke liegt. Zu dem Start Dr. Pelhers erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Als beim Aufruf der Teilnehmer Pelhers Name genannt wurde und die Musik das Deutschlandlied anstimmte, erhoben sich sämtliche Zuschauer von den Plätzen. Bürgermeister Walker gab den Startschuß ab. Lloyd Hahn übernahm sofort die Führung. Songer siel nach der ersten Runde auf den zweiten und Peltzer auf den dritten Platz. Sn dieser Reihenfolge umrundeten die Läufer sechsmal mit geringen Abständen die Bahn. Sn der 7. Runde konnte Hahn seinen Vorsprung vor Songer vergrößern. Sn den letzten der elf Runden setzte Hahn zu einem gewaltigen Endspurt ein und konnte als --unbestrittener Sieger das Ziel passieren. Der Veranstaltung wohnten der deutsche Dotscha-ter v. Prittwih mit seiner Gattin, sowie Vertreter des Generalkonsulats bei. Peltzer erklärte, daß er sich in Shikago eine Muskelzerrung zugezogen habe, die ihn gegen Ende des Rennens in seiner Leistung stark beeinträchtigte. Snbessen trete seine Niederlage hinter die bei seinem Start in Neuyork gesammelten wer wollen Erfahrungen zurück. Kem HerkuleS'Bergrennen 1928. Wie der Automobil-Club Kurhessen mitteilt. hat der Club beschlossen, das — wie in den Vorjahren — im Mai geplante sechste Herkulesbergrennen in Kassel-Wilhelmshöhe in diesem Sahre ausfallen zu lassen, weil die Oberste National« Sportkommission in Berlin für den Monat Mai dem Club keinen Termin bewilligt hat und der von der O. N. E. als Termin genehmigte 22. April viel zu früh erscheint, da bei dem ungünstigen Aprilwetter die Fahrstraße durch den Wilhelms- Höher Echloßvark zu dieser frühen Jahreszeit noch sehr schlüpfrig, und daher für automobilistische Veranstaltungen ungeeignet ist. Kunst und Wissenschaft. Neue Mitglieder der Preußischen Akademie. Die Genossenschaft der Mitglieder der Preußischen Akademie der Künste hat, einer Berliner Meldung zufolge, in ihre Sektion für Musik zwei neue Mitglieder gewählt: Igor Feodorowitsch Strawinski in Paris und Professor Richard W e tz in Erfurt. Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen. Und es war ihm, als trüge er mit der Geliebten sein eigenes, fein heißgeliebtes Heimatland zur Höhe in feinen kraftvollen Armen empor! A u s k la n g. Es war das letzte Fest gewesen, das die greife Baronin Hammerjchlaa draußen in ihrem Schlosse erlebte. Vier Monate später waren die Wände des großen Saales mit schwarzen Draperien verhängt. Kerzen flackerten auf hohen silbernen Leuchtern über das stille vornehme Gesicht der Toten. Ein feines, fast glückliches Lächeln lag in den Zügen versenkt. Vielleicht durfte Raymond das Recht bean- jpruchen, daß er es mit feinem Kommen gewesen, der die Greisin mit diesem stillen Lächeln aus dem Leben scheiden ließ. | Keinen Augenblick hatte er gezögert, als ihn die Nachricht in die Heimat rief: den letzten Wunsch der Sterbenden durch fein Kommen zu erfüllen. Sein Groll gatt nicht ihr, galt vielmehr den neuen Verhältnissen, der gesinnungslosen Clique unter seinen eigenen Landsleuten. Am andern Tage nach der Beisetzung fuhr er mit Melusine im Auto aus Straßburg hinaus. Nicht gleich wieder über die Nheingrenze hinüber, sondern südwärts, den Vogesen zu. Köstlich dehnte sich ihm die Heimat jetzt im Maienglanz entgegen! Und immer näher lösten sich die Linien der einzelnen Vogesenhöhen aus dem zartblauen Dunstkreise der Ferne. Sie beide fpradjen noch über die Zote. Es war ein Leben, das sich voll ausgelebt, über das sich im Spätsonnenschein des ©reifenaIlers noch der versöhnende Hauck der Geschehnisse gelegt Doppelt gütig war vielleicht die Hand des Schicksals gewesen, weil es ihr jetzt die Augen für immer geschlossen- 3e^t, und nicht einige Jahre später! Sie war nun noch im Glauben ba^ingegangen, es sei dasselbe Frankreich, das hier nun das Elsaß zurück- gewonnen, das sie seit ihrer Kindheit in der Champagne geliebt. Daß es dasselbe Frankreich sei, das ihr, verklärt durch den jahrhundertelangen Hofdienst ihrer Vorfahren, unter dem stolzen Grandseigneur- tum der Bourbonensiirsten, als Urbild von Ritterlich- kett von Kunst und Kultur, von Vornehmheit erschienen. Ms dasjenige Frankreich, bas Fürsten im Reiche der Kunst und der Dichtkunst im Sonnenschein feiner herrlichen Gefilde getragen und einen Racine, einen Moliöre, einen Rousseau, einen Watteau geboren hatte. * (Schluß folgt) beseitigt Der Kirche und Schule. j_ Nidda. 1. März. Am Dienstag fand hier eine Konferenz der Geistlichen des evangelischen Dekanats Vidda statt. Dekan Scriba begrüßte nach Schriftlesung und Gebet von Pfarrer CB o d in Ober-Mockstadts die Amtsbrüder. Der Vorsitzende machte zunächst eine Reihe geschäftlicher Mitteilungen. Er berichtete u. a. über die Konferenz der Dekane am 17. Januar in Gießen, dabei gab er auch bekannt, daß die diesjährige Superintendanturkonferenz der Geistlichen der Provinz Oberhessen am 2. Mai in Gießen ist. 2m Mittelpunkt dieser Tagung wird ein Vortrag stehen über das Thema: »Arzt und Seelsorger". Pfarrer Laut machte auf die Tagung der Deutschen Ostasienmission vom 29. April bis 1. Mai in Gießen aufmerksam und bat um rege Beteiligung an dieser bedeutenden Tagung, bei her die bekannten Führer der Ostasienmission Vorträge übernommen hätten. Vach Erledigung des geschäftlichen Teiles der Konferenz hielt Pfarrer Vock (Ober-Mockstadt) seinen zweiten Vortrag über: „Moderne Sekten. 2. Terl und Schluß Import aus Amerika und Grundsätzliches". Die sehr sachkundigen Ausführungen wurden durch reichen Beifgll belohnt. Äachdem noch beschlossen worden wat, daß den Gemeinden Cichelsdorf und Ober-Lais aus Anlaß der Einweihung der renovierten Kirchen dieser Gemeinden zwei Opferte!.er aus der Dekanatskasse als Gabe der Dekanatsgemeinden geschenkt werden, erreichte die Konferenz ihr Ende. Dillkreis. * Herborn, 1. März. Auf dem heute abgehaltenen Markt waren ausgetrieben: 100 Stück Rindvieh, 250 Schweine Es wurden bezahlt für Fettvieh, und zwar Ochsen 1. Qual. 55 bis 60 Mark, 2. Qual. 40 bis 50 Mk., Kühe und Rinder 1. Qual 40 bis 45 Mk., 2. Qual 36 bis 40 Mk. per 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemarkt kosteten Ferkel 52 bis 56 Mk., Läufer 60 bis 80 Mk. und Einlegschweine 85 bis 95 Mk. das Paar. bl. Vreitscheid, 1. März. Dir Wester- Wälder Tonindustrie füllt in der nächsten Zeit den Betrieb vollkommen ein. Am kommenden Samstag werden bereits eine Anzahl Arb.iter entlassen. Die Stillegung dieses großen Werkes bedeutet einen empfindlichen Schlag für das hiesige Wirtschaftsleben, da hierdurch im ganzen über 200 Personen erwerbslos werden. ObcrwesterwaLdkreis. Dornholzhausen, 1. März. Am Montag nachmittag sand im Saale der Gastwirtschaft Schieferstein hierselbst eine Bezirksversamm- lung der Kreisbauernschaft Wetzlar für die Bürgermeisterei Rechtenbach statt, die von 'Vertretern aus den umliegenden Gemeinden sehr zahlreich besucht war. Der zweite Vorsitzende der Kreis- bauernschast, Gemeindevorsteher a. D. Droh-Katzen- furt, erstattete Bericht über die vor kurzem stattgehabte Vertretertagung in Limburg, auf der beschlossen wurde, bei den kommenden Reichs- und Landeswahlen eigene Wahlvorschläge auf- zustellen und sich der nsugegründeten ch r i st l i ch - nationalen Bauernpartei anzuschließen. Die Versammlung nahm von diesem Beschluß mit großem Interesse Kenntnis und billigte das Vorgehen der Bezirksbauernschaft. Es wurde darauf hingewiesen, bafj nunmehr auch der letzte Mann an der Wahlurne erscheinen müsse. Geschäftsführer Dernberger von der Kreisbauernschaft Wetzlar sprach über die „Feuergilde", und der zweite Vorsitzende Droh über ©teuerfragen und die Haftpflichtversicherung der Landwirte. Besonderes Interesse mürbe den Dechandlungen über die Einführung der Milch lei st ungsprüfungen .nt- gegengedracht, bei denen bekanntlich die Gemeinden des Hüttenbergs einen Kontrollring bilden sollen. Am Schlüsse der Versammlung sanden noch Sorrder- oerhandlungen mit der Ortsgruppe Ebersgöns statt, die die Anschaffung eines Niederungsbullen (für schwarzes Fleckvieh) betrafen. Es sollen erneut Verhandlungen mit der Landwirtschaftskammer aufge- nommen werden, um die Anschaffung eines NieÄe- rungsbullen endlich zu erreichen. Kreis Biedenkopf. ^Gladenbach, 1. März. Am Sonntag fand hier im Saale des Gastwirts Elmsheuser die Bezirksdelegierten-Verfamm- lung der greife. Feuerwehren des Kreises Biedenkopf statt, an welcher sich 31 Wehren beteiligtem Die Freiw. Feuerwehr Gladenbach führte pünktlich um P/2 Uhr unter Leitung des Kommandanten Koch eine Schulübung aus, die sehr gut verlies. Damit wurde der Beweis geführt, daß sie technisch auf der Höhe ist. Unter Mitwirkung des Musik- Vereins Gladenbach ging es in geschlossener Ordnung zum Vereinslokal; daselbst eröffnete der Bezirksvorsitzende Herrmann aus Bottenhorn die gutbesuchte Versammlung. Anschließend begrüßte Bürgermeister Müller im Vamen der Gemeinde die von auswärts erschienenen Wehren vollständig unmöglich macht. Bekanntlich bildet auch die offene Form der Tuberkulose, wie sie meist bei Euter tuberkulöse angetroffen wird, durch die Milch und Butter eine große Gefahrenquelle für den Menschen und insbesondere für die Kinder. Zum Schluß wurde ein Film gezeigt, der dazu bestimmt ist, das Interesse bei der Landbevölkerung für die Tuberkulosebekämpfung zu wecken und sie zu tatsächlicher Mitarbeit zu veranlassen. In instruktiver Weise wurde das ganze Verfahren mit seinen Vorteilen zur Veranschaulichung gebracht. Schreckliches Zamiliendrama in Frankfurt. Seine Frau und drei Sinder ermordet. — Der Täter flüchtig. WSV. Frankfurt a.M., l.März. Heute nachmittag wurde die Mordkommission nach der Bischo sheimer Straße 22 gerufen, wo die Ehefrau Margret Wichmann, 28 Iahre alt, sowie ihre drei Kinder im Alter von vier, drei und einem Iahre ermordet aufgefunden wurden. Ohne allen Zweifel hat der Ehemann Friedrich Wichmann, am 31. Mai 1893 zu Spießen geboren, alle vier Personen erdrosselt. Wie aus hinterlassenen Brie en und den polizeilichen Feststellungen hervorgeht, ist w i r t s ch a s t l i ch e V o t der Grund zur Tat, die im Einverständnis mit seiner Ehefrau von Wichmann ausgeführt wurde. Der Mörder hat seine Wohnung verlassen und ist flüchtig. Er trieb wie folgt beschrieben: 1.75 bis 1,80 groß, schlank, ge.ade Haltung, dunkelblondes, nach hinten gekämm es Haar, kleiner kurzgestutzter Schnurrbart, schie er Mund. Er war bekleidet mit schwarzem Lieberzieher mit Samtkragen, dunkelgrünem Hut, dessen Krempe nach unten gebogen war. Witte.langen über den Flüchtling nimmt jele Polizeistation und das Fahndungskommissariat beim Polizeipräsidium Frankfurt am Main entgegen. Gerichtösaal. verurteilter fiirdjenräubet. WSN. Mainz, 1. März. Der Schlosser Georg He r m a n i aus Rüdesheim, der gemeinsam mit einem anderen, bereits abgeurteUtcn Genossen bei Einbrüchen in Kirchen Teppiche und Altardecken und in Schulen Geigen, Vorhänge usw. stahl, erhielt vom hiesigen Bezirksgericht eine Gesäng- nisftrafe von IVi Jahren. Er entzog sich seinerzeit der Strafe durch Eintritt in die Frem - d e n l e g i o n. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er feftgenommen und jetzt abgeurteilt. 50 bis 60 Einbrüche. WSV. Mainz. 1. März. Ein mehrfach vorbestrafter Einbrecher, der Kaufmann Wilhelm Philippsburg aus Essen, dessen Spezialität es ist, in der Mittagszeit in Bureaus oder LadengefchäftendieKaf- fen zu plündern, und der nach feinem eigenen Geständnis einem Stuttgarter Kriminalbeamten gegenüber 50 bis 60 Einbrüche in verschiedenen Städten zugab, wurde hier wegen eines vollendeten schweren Einbruchsdiebstahls im Rückfalle zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Staatsanwalt hatte zuzüglich I einer noch zu verbüßenden Zuchthausstrafe von 10 Jahren eine Gesamtstrafe von 12 Jahren Zuchthaus beantragt. Das hiesige Gericht sah jedoch von der Verhängung einer Gesamtstrafe ab, da der Angeklagte noch in einer Reihe von andern Städten zu verurteilen ist. Amtsgericht Gießen. • Gießen, 29. Febr. Mitte Januar waren mehrere Einwohner von Garbenteich eines Abends in einer dortigen Wirtschaft. Zwischen zwei Gästen, Z. und L., entstand ein Wortwechsel, in dessen Verlauf Z. zu L. sagte, er möge ihn doch in Ruhe lassen, er wolle ja gar nichts mit ihm. Auch setzte er sich, um weiteren Erörterungen aus dem Wege zu gehen, an einen anderen Tisch. L. bemerkte hierauf, er habe den Z. noch nie anders angetroffen als betrunken, und er habe ihn schon nach Hause gebracht. Als Z. dem L. hierauf zurief „Du Dumm- föffer“, schüttete L. ihm ein Glas Bier ins Gesicht. Z. ließ sich das ruhig gefallen und sagte nur zu dem neben ihm sitzenden D.: „Ich habe doch gar nichts gemacht", woraus D. ihm leise antwortete: „Sei ruhig und mache gar nichts, wenn du glaubst, es sei dir zu viel geschehen, zeige ihn an." Die letzten drei Worte hatte L. gehört, weshalb er laut rief: „Es ist hier ein Mann im Zimmer, der hat Partei ergriffen." Als B. sich nicht regte, wiederholte L. feine Worte noch zweimal und fügte hinzu: „Das ist der B. Z. hat mich einen Söffer geheißen." B. erwiderte alsdann, L. habe den Z. zuerst einen Söffer genannt, woraus L. dem B. zurief: „Wenn du das sagst, dann bist du der größte Lump." Diese Worte wiederholte er nochmals bei dem Sühneversuch auf der Bürgermeisterei. In der heutigen Hauptverhandlung nahm L. jedoch seine Worte mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück und verpflichtete sich zur Zahlung sämtlich er Kosten. Sobald letzteres geschehen ist, wird D. die Privatklage zurücknehmen. Buntes Allerlei. „Gas und QSaffer“. Dom 19. April bis zum 21. Juli des nächsten Jahres wird in Berlin auf dem großen Ausstellungsgelände am Funkturm die Ausstellung „Gas unb Wasser" stattfinden, und eine der größten und bedeutendsten sein, die bisher auf dem Berliner Ausstellungsge.ände abgehallen worden sind. Die Ausstellung wird u. a. auch ein komplettes Gaswerk zeigen, so daß die Herstellung des Gases sozusagen an Ort und Stelle am „lebenden Objekt" vorge,ührt werden kann. Eine besonders wichtige und interessante Abteilung wird die Vedenprodukte des Gases veranschaulichen. Der großstädiitcken modernen Wasserversorgung soll die Hälfte der Ausstellung gewidmet sein. Zu diesem Zweck soll ein besonderes Wasserwerk errichtet werden. Die Vorbereitungen zur Ausstellung „Gas und Wasser" werden gemeinsam vom Deutschen Verein der Gas- und Wassersachmänner und dem Messeamt der Stadt Derlüt' getroffen werden. Mel Heidelberger Stubenfen von der Universität verwiesen. Der Disziplinarfenat der Heidelberger Universität hat drei völkische Studenten, die drei verschiedenen schlagenden Verbindungen angehören, wegen eines Gewaltaktes gegen den Unioersttätsprofessor E ck - Hardt zu schweren Strafen verurteilt. Ein Student wurde aus 3 Jahre, die beiden anderen auf 2 Jahre von der Universität verwiesen. Die drei Studenten hatten einen Disfuffionsabenb, den Professor Eckhardt abhalten wollte, mit Gewalt zu verhindern versucht, da Professor Eckhardt In weiten Kreisen als freisinnig bekannt war. Büchertisch. — Hans v. Hülsen: Gerhart Hauptmann. (Dichter-Biographien, Band 28.) 197 Seiten 8°. Re.lams plniversal-Bibliothel Vr. 6811 — 13. Heft 1,20 Mk. Ganzleinenband 2 Mk.. Reclam, Leipzig. — Hans von Hülsen war wie kaum ein anderer beru en, Hauptmanns Leben zu erzählen, denn er gehört zu den wenigen, denen der Dichter vollen Einblick in seine Schicksals gewährte. Mll erfreulicher Klarheit der Gestaltung hat Hülsen den Lebensgang des Dichters behutsam aus dem Wust von „Analysen" und Legenden herausgeschält, den vier Jahrzehnte öffentlichen Wirkens darum gesponnen haben, und sein Bericht liest sich wie eine Erzählung. Dabei enthält das Buch eine Fülle bisher unbekannter oder schwer zugänglicher Dokumente, die des Dichters Lebensweg und somit ein gut Stück deutscher Zeitgeschich e illuftr’.eren. 66 — L. Becker-Emmerling: Technikder Miniaturmalerei auf Elfenbein und Pergament. 70 Sellen 8°. Verlag Otto Maier, Ravensburg. Preis 2,50 Mk. — Cs ist ein Verdienst der Autorin, einer erfolgreichen Miniaturmalerin, wenn sie in diesem frisch geschriebenen Werkchen ihre reichen und reifen Erfahrungen klar mitteilt und dem angehenden Künstler Wege zum Erfolg weist. Sie verbindet gute alle Regeln mit modernen Erfahrungen. In den Kapiteln „Handwerkszeug", „Vorbereitung des Malgrundes", „Die Farben", „Das Malen", „Photographie in der Miniatur", „Miniatur auf Pergament", „Umrahmung" ufto. legt sie den Boden zu erfolgreichem Lernen und Arbeiten. Feine farbige Reproduktionen sind dem Büchlein bei* gegeben und zeigen u. a. Miniaturen im Ent- wicklungsstadium: Voreichnung — Anlage — fertiges Bild. So ist das ganze Werk praktisch und geschickt; es steht eine K instlerperfönllchkeit dahinter, die uns begreifen läßt, feie es kommt, daß das farbenfrohe, lebenswarme Miniaturbildnis, das von der Photographie lange ve" drängt war, neuerdings wieder in Aufnahme ?-i kommen beginnt. 43 — Richmond B. Barrett: Die Tore der Feinde. Roman. 320 Seiten 8°. Aus dem Amerikanischen übe.tra en von Franz Fein. (Romane der Welt.) Ganzleinen 2,85 Mk. Th. Knaur Vachs., Verlag, Berlin W 50. 82 — James Oliver Curwood: Der brennende Wald. Roman. 316 Seiten 8'. Verlag von Th. Knaur Vachf., Berlin W50. — 72 — Marburg, D r. Ern st: Der rumänisch-ungarische Optanten st reit vor dem © e m t f cf) t e n Schiedsgericht und dem Völkerbund. Zugleich ein Te trag zur Lehre von der Enteignung im Vollerrecht. (Heft 8 der „Frankfurter Abhandlungen zum Kriegsverhütungsrecht". Herausgeber: Prof. Dr. F. Giese und Prof. Dr. K. Strupp.) Ilniversitäts- verlag von Robert Voske in Leipzig C 1. (6 Mk.) (73) — Die Deutschen als Landsknechte. Eine Dllanz des neuesten Kurses. Von Oberfinanzrat Dr. Bang. I. F. Lehmanns Verlag, München. 1927. Zweite stark erweiterte Auflage. 21. bis 25. Tausend. 1,50 Mk.816 Dr. Oetkers Backpulver ßcw&n Gaskocherflamme backen, braten and kochen können. gewünscht werden and die in ihrer Vereinigung einem Gegenstand immer den Ausdruck der Gediegenheit verleihen. Besonders gern wird dies bei Tische gesehen und hier leisten Ihnen, verehrte Hausfrau, Dr. Oetkers beliebte Fabrikate vortreffliche Dienste, denn Kuchen, Torten, Kleingebäcke aller Art, sowie ein schmackhaft. Oetker-Pudding werden stets ansprechend und doch preiswert sein. Viele Anregungen zum Batken und zur Bereitung von Süßspeisen bietet Ihnen das neue färb, illustrierte Oetker-Rezeptbuch, Ausgabe F, das für 15 Pfennig in allen Geschäften erhältlich ist. Sie erfahren aus dem Buche auch Näheres über den vorzügl. Back- In vollständig neuer Bearbeitung Ist Dr. Oetker’s Schulkochbuch, Ausgabe C, wieder erschienen. Das Buch ist mit seinen ca. 500 Koch-, Back- u. Einmache- Rezepten und vielen farbigen Tafeln für jede und besonders für die angehenden Hausfrauen ein guter Ratgeber für die Haushaltführung. Es berücksichtigt die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse, sowie die neuen Forschungsergebnisse in der Ernährungswissenschaft. Wo nicht vorrätig, ist das 150 Seiten starke Buch in dauerhaftem Pappband gegen Einsendung von 30 Pfg. in Marken von mir portofrei zu beziehen. Dr. August Oetker, Bielefeld. dfach,preiswert undgut sind Eigenschaften, die bei vielen Dingen des Lebens apparat „Küchenwunder", mit dem Sie auf kleiner sofort Sprödigkeit und Röte. ><3i (ein ce 80. JO 60 ä lH> PI 89S §9S . . 16.50, 13.90, 16.00, 15.50, Lahnstr Bahnhofatr renster 2279a Berrenöalhstliiiie gute Paßformen, schwarz . . nenen-Balbschuhe braun............... Kißto-Lackstieiel mit grau und beige Einsatz, 20/22 4.50, 18/19 in Lack u. allen Modefarben mit honen u. niederen Absätzen Lack-Spangenschuhe bequeme Formen 36/39 11.50, 31/35 8.95, 27/30 7.95, 25/26 KMor-vesen- n. AgraBenstiefel gute Qualität, 36/39 11.50, 31/35 9.75 , 27/30 Krane Turnschuhe m. Chromsohle durchgenäht, 36/42 2.50, 31/35 2.25, 25/301.95, 22/24 Kamen-Spangenschuhe Lack, braun, grau, In eleg. Formen u. Abs., 14.50,12.50,10.90 Tecnnikum Jlmenau l Thür. Ingenieurschule <0r Maschinenbau und Elektrotechnik. Wissen schaftlmhe Bqtriebrführung. Werkmeis ►rabte lung lllllllllllllllllllllllllllllllllllll DRUCKSACHEN aller Art liefen die Brühl'sche Drucker# lllllllllllllllllllllllllllllllllllll Tonindustria. k r...r, tmti tttr-A 6 H Ile» ft < Sio^k»tl»e.lehrpianefrei. eeeeemeeeeeeeeeeeaeaKeeeeoHeeeaeeeee Äeinc Sförasc! fondem 3atscd^eia! ■^■■■■■■■e3MK3H8eeBaHai®»seÄeB9!e)aB8yEaGH3Sfflsis,siT5*'v- 'TraaKWBe Ein Beweis, daß das Vertrauen zur Konsumvereins - Bewegung steigt, ist die Tatsache, daß die Großeinkautsgesellschaft Deutscher Konsumvereine zu den bereits vorhandenen 41 eigenen Produktivbetrieben (Fabriken) 1 grobe moderne Mühle neu erbaut hat, 1 Fleisdiwarenfabrik (die gröhte Europas) erworben hat, 1 Rittergut von 2700 Morgen wurde ihr Eigentum, 1 vierte Zigarrenfabrik in Baden wird im April, und 1 fünfte Zigarrenfabrik in Grofeen-Linden ist in Betrieb genommen. Diese Entwicklung zeigt, daß der Wille aller denkenden Verbraucher zum Konsumverein führt Aus unserer eigenen Bürsteniabrik Stützengrün bieten wir an: GEG-Kleiderbürsten..........120 u. 130 H „ Glanzbürsten............ 80 u. 125 H „ Auftragbürsten...........15 u. 20 H „ Hand waschbürsten........15 u. 25 H „ Abseifbürsten.............35 u 40 H „ Waschbürsten............28 u. 30 H „ Tassenbürsten.................15 H „ Schmutzbürsten................40 H „ Wurzel bürsten............45 u. 50 H „ Klosettbürsten.................85 H „ Schrubber.................65 u. 75 H Bodenbesen GEG Rohhaarbesen.......... 280 u. 380 -9> „ Borstenbesen................. 240 H „ Kokosbesen...................70 Handbesen GEG-Rofehaarbesen................ 200 L, „ Borstenbesen.................120 H „ Kokosbesen...................50 5» Aus unserer chemisch-technischen Fabrik in Gröba-Riesa: GEG-Metallputz.........Flasche 35 u 15 H „ Ofenschwärze.......-. Schachtel 15 $ „ Bohnerwachs, ist Terp -Ware .. 160 H „ Bohnerwachs......1-Pfd -Dose 100 H „ Bohnerwachs......V.-Pfd.-Dose 52 „ Fufebodenbeize.....I-Pfd.-Dose 100 GEG-Scheuersand............Paket 20 $ „ Scheuertücher, verschiedene Preise „ Schuhkreme schwarze Wachsware. . Dose 45 H „ Schuhkreme, schw Terp -Ware, D. 25 „ Schuhkreme, färb. Terp -Ware, D. 25 H Aus unserer Seifenfabrik in Düsseldorf: GEG-Schmierseife.............Pfund 36 H „ Kernseife, Spezial........250 gr 23 $ „ Kernseife, weiße..........250 gr 32 H „ Seifenflocken.............Paket 40 H „ Waschpulver »Famos«. .. Paket 40 H GEG Waschpulver .. 30 Prozent, Paket 25 Ji „ Waschpulver... 15 Prozent, Paket 16 A „ Waschpulver.. .10Prozent, Paket 15 A „ Bleichsoda..........Paket 10 u. 15 H „ Toiletteseifen, in gr. Ausw. u z niedr. Pr. Der Konsumverein ist der Zusammenschluß von Verbrauchern Alle Vorteile kommen nur den Mitgliedern zugute. Warenabgabe erfolgt nur an Mitglieder, leder Verbraucher kann Mitglied werden. Konsumverein Gielen nMe.G.m.bl 2341a Kaffee in feinster Qualität Hauptsorte: Spezialmisch. Nr. 1 das Pfund Mk. 4.- Tee von Meßmer,Lipton, Ronnefeldt, sowie feinst, loser Tee, das Pfd Mk. 5.— u. 6.— Kakao von Reichardt, Stoll- werk, Sarotti, sowie lose, gute Haushaltsorte p. Pfd. Mk. 1.20 Heinrich Driesch,SelterswegTO 2359a DAS MARKENRAD AB FABRIK 64 — 85 ““ 96 — 105 M ICimpreU UW. Wochenraten von 2.50 M an FABRIK-VERKAUFSTELLE Gießen, Neuenweg 4 Leiter: J. P. Mono 5. Breslauer 6*Tagerennen Sieger: Rieger, 4. Suter—Richli, 5. Tietz auf 4*41 Damen-Slrümpfe Damen-Strümpfe, schwarz und farbig Baumwol e gewebL Doppelsohle, Hochferse o. 0.60 Damen-Slrümpfe, schwarz und farbig Mako, Doppelsohle, Hochferse... .2.75, 1.95, 1.75, 1.60, Damen-Strümpfe, seidenfior schwarz und alle modernen Farben... .2.85, 2.40, 1.95, 1.45 1.50 Damen-Strümpfe, Waschseide schwarz und alle modernen Farben .........3.20, 2.95, 2.50 Damen-Strümpfe, Bemberg-Adlerseide schwarz und alle modernen Farben.........3.95, 3.50, 3.20 Kinder-Strümpfe, schwarz und farbig, Wolle und Baumwolle, alle Größen und Preislagen Erstklassige Fabrikatel Erprobte Qualitäten! Frdr.Teipel Bahnhofstraße 45 Markt 16 Hillebrandstraße 2 2340a — ~ "1 ' ' - ef” 2377a Mäusburg 3 Walltorstrabe 12 re Nützen Sie diese beiden Tage noch gut aus! Hamburger Kaffeelager THAMS&GARFS sind wieder einmal ausschlaggebend! Heute Freitag«. morgen Samstag die beiden letzten Tage. Auf 1 Pfund Kaffee öder V- Pfund Tee erhalten Sie vollständig gratis: 1 blaue Vase *2 Tassen»2 KaMosen M Die Qualitäten unserer 2t*** Röst-Kaffees indanthrenfarbigen Stoffen und Geweben jeder Art (indanthrenfarbig ist waschecht, lichtecht, trag echt und wetterecht) 5 Prozent Barrabatt Bitte die Auslagen beachten zu wollen! 5 Prozent Barrabatt Telephon 773 WILHELM HORN Kreuzplatz 15 Mk 1.35,1.25 Mk 2.10 Mk. 2.50,1.80 Indanthren-Zefir-Kleiderstoff Indanthren-Ripsolin Indanthren-Vorhangstoff, 130x84 cm Indanthren-Kattun, uni und gemustert Indanthren-Künstlerdrucks Indanthren-Kleiderrips Indanthren-Kleiderlinnen Indanthren-Waschsamt, uni Indanthren-Waschsamt, bedruckt Indanthren-Kleiderkrepp, Karo und uni Indanthren-Kleider, Dirndl Indanthren-Kleider, Zwirn Indanthren-Schürzen, Siamosen, 120 cm Indanthren-Wäsche, Panama vom 3 bis 10. März bringt eine Riesenauswahl und neueste Ausmusterung Kleiderstoffe / Seidenstoffe / Samte für Konfirmanden - Kleider / Konfirmanden - Anzüge billigst und in grober Auswahl Mk. 1.60, 1.50, 1.40, 0.90 Mk. 1.75, 1.60,1.10, 0.95 Mk. 1.60, 1.45 Mk. 1.85 Mk. 3 —, 2.80 Mk. 4.20 Mk. 1.15,1.10 Mk. 1.10,1.05 Mk. 1.75,1.60 Mk. 1.80,1.65 Mk. 2.10 Indanthren-Frottierstoff, 145 cm breit, in vielen Preislagen Indanthren-Badetücher in allen Größen Indanthren-Badetücher für Kinder, 100x100 cm Indanthren-Bademäntel, verschiedene Preislagen Indanthren-Künstlerdecken, verschiedene Größen und Preislagen Indanthren-Tischdecken (auch altdeutsch gemust),verseh.Groß. u. Preisl. Indanthren-Damenschürzen Indanthren-Kinderschürzen Meine grobe Indanthren-Woche ■ 91 Ho Gifhmoino besonders auch kränkliche, 44UV zurückgebliebene und solche mit steifen Deinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes RASSOL^ mengen. Verlangen Sie nur echtes Rastol in Origmalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engelapotheke Gietzen. Zu haben in allen Apotheken. Ostern naht! Was er am meisten gewünscht sich hat. das ist ein guter ans dem Photohaus E.Kara, Schulstraße. 200 REGENTAGE IM JAHR! RM. 4650.- ab Köln ndwenn es in Kübeln vom Himmel gösse — Sie sitzen gut und weich und warm in Ihrer Limousine. Citroen hat die moderne Linie und ist ganz aus Stahl. ♦ Der Motor hat Filter für Benzin, Luft u. Oel; er zieht durch, ohne dafj Sie ihn hören.* Die Saugluftbremse: ein leisester Drude, der Wagen steht. ♦ Lichtanlage und Horn werden vom Lenkrad aus betätigt. ♦ Die Federn sind lange Halb-Ellipsen. ♦ Sanft fahren Sie, sicher und rasch. Iliiiiiiiiiiiiimiiiiin 569ag VERTRETER: Otto Faber, Gießen, Mühlstraße 22 CITROEN AUTOMOBIL A.G. KÖLN-POLL Nr. 55 viertes Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gbrrheffen)8' eitag, 2. März X928 düng verantwortlich machen. Unternehmungen e. V. mit dem Sih in Berlin zusammengeschlossen. Der neue Verband stellt die Svitzenorganisation der Bauindustrie dar, in der die meisten gröberen Bauunternchmungen Deutschlands vertreten sind. Durch die Zusammenfassung zu einem bruindustriellen Spi2en- verband wird einerseits zu einer Vereinfachung der Organisation beigetragen, andererseits erreicht, daß die Gemeinschaftsarbeit der bisher nebeneinander bestehenden Verbände auf eine wirtschaftliche Grundlage gestellt wird. * Vom Röhrenverband. Nachdem der sonst saisonüblich ruhige Monat Januar infolge einer befürchteten Preiserhöhung im Inlands einen außergewöhnlich hohen Auftragseingang gebracht hatte, zeigte sich im Berichtsmonat Februar der zu erwartende Rückschlag. Das Geschäft blieb in allen Rohrsorten sehr still. Auf den Auslandmärkten war das Geschäft weiterhin unbefriedigend. deutschen Kapüafbe ürfvl es ausge äugen, welches in der Industrie, in der Landwirt,chast und in großem Umfang? für den Wohnungsbau bestand, und hat deshalb nicht damit gerechnet, daß Auslandanleihen weit über das Maß der Reparationszahlungen hinaus Deutschland zuflies'en würden. Die Cntente-Politilec wollten, daß Kavital von Deutschland ihren Ländern zuströmen sollte. Die wirtschaftliche lRotwendigkeit war jedoch stärker, und der Kupstalstrom ging in entgegengesetzter Richtung. Die w'.rtscha tlichen Voraussetzungen für die Einfuhr von Auslandkapital waren inso ern vorhanden, als Den sch'and bei der herrschenden außerordentlichen Kapi alknapphcit mit fernen Raturreichtümern und vor allem mit seiner Dol.s- kra t eine lohnende Verwendung für das Auslandkapital darbot. 3n diesem Zusammenhang b:schäftigt sich Dassel auch mit der Frage der Sicherheit der deutschen Auslandanleihen, die er rein geschäftlich als außerordentiich gut h nslel t. Vom Gesichtspunkte dec deutschen Vrlkswirtfcha t aus glaubt er, daß die Sicherheitsfcage gan; ruhig den kontrahierenden Parteien überlassen werden könne, ja, daß man sich sogar davor hüten müsfe, zu einer mcrkanststststchen Ueoerwachung jeder einzelnen tolctscha st ichen Bewegung zurück u om- men, da die internationale Bewegungsfreiheit des Kepit'l; als grund'egende Vereussehung für das Wiedcraufblühen der We'tunrt cha t nicht ohne dringende Gründe eingeschränkt werden dürfe. In der gegenwärtigen deutschen Ausland- Verschuldung, auch der der deutschen Kommunen und Länder, sieht Cas el eine natürliche und durchaus gesunde Erscheinung. Di? handelspolitischen Bedenken gegen die Aufnahme von Auslandanleihen im Hinblick auf die Passivität der Handelsbilanz teilt er nicht, sondern sagt, daß das Kriterium einer wirklich Prodult ven Verwendung des e ngeführ- ten Auslandkapitals lediglich in der entsprechenden Vermehrung des deutschen Be'itzes an Real- kapital bestehe. Er seht sich damit in Gegensatz zu den Leuten, die als Gegner der Auslandanleihen den Vorbehalt machen, daß die mit Auslandanleihen gekou t n Rohwaren zu Produkten verarbeitet werden sollten, die spater exportiert werden können. Mehr Beachtung verdienen nach Meinung Professor Cassels die handelspolitischen Bedenken, die mit Bezug auf die künftige Verzinsung undRückzahlung der Anleihen geltend gemocht werden. Es muß immer daran festgehaltrn werden, daß die Mittel, die die deutschen Schuldner zur Begleichung ihrer Verpflichtungen bereitstel'en, in W'rklichkeit in deutschen Waren bestehen, die zu Weltmarktpreisen verlauft werden. Wenn das Ausland der deutschen Ausfuhrvon Fertigfabrikaten fünfLig neue er^ebKHe Schwierigkeiten bereitet, so ist eine ernste Erschwerung der Zahlungen nicht von der Hand zu weisen. Bei der Betrachtung dieser Frage kommt Cas'el auf das große wellwirtschaflliche Prob'em, des en Aufklärung gegenwärtig in der ganzen Welt ein Interesse allerersten Ranges bean'pruchen sollte, zu sprechen, ' wie überhaupt die wachsende internationale Verschuldung mit der immer fortgehenden Derschärlung der handelspolitischen Abschließuna b er Lander gegeneinander vereinbar sein könne. Die valutapolit'.schen Bedenken fallen nach Ansicht Cassels mit den handelspoliti'chen zusammen, heute zum Stillstand; Daimler blieben nur knapp behauptet. Deutsche Anleihen still. Ausländer saft geschäftslos. Im Freioerkehr bestand für Russen weiter Interesse. Im weiteren Verlaufe, als der kprozentig« Dividen-denvorschlag des Stahltrustes bekannt wurde, blieb die Stimmung freundlich. Stahlverein und Phönix blieben gefragt und weiter geringfügig erhöht. Licht Lc Kraft und Siemens dagegen angevoten und 1,5 v. S). schwächer. Im Devisenverkehr bestand weitere Nachfrage nach Reichsmark. Das englische Pfund erfuhr eine leichte Abschwächung. Reichsmark gegen Kabel 4,1865, gegen London 20,425. Paris gegen London 124,02, Mailand, 92,17, Madrid 28,85. London gegen Kabel 4,8775. Zwei Sensal onen an der Berliner Börse. BerUnc. Börse. Berlin, 2. März. Zwei Sensationen hatte die heutige Börse: die plötzliche Hausse in Schiffahrtsaktien auf den Rekordobschluß bei Hansa und die Dividendenerhöhung von 6 auf 10 Proz., sowie das anhaltende Interesse für Polyphon. Aber auch sonst war die Stimmung allgemein freundlicher. Die Berichte der preußischen Handelskammern bezeichnen die Wirtschaftslage im Februar im allgemeinen als günstig. Die Verhandlungen im Konflikt in der Berliner Metallindustrie stellen eine Einigung in Aussicht. Für M on t anwer te ftimulier'.en noch die teilweise bekannten Abschlußziffern beim Stahltrust. Die ersten Kurse entsprachen nicht ganz oen vorbörslichen Erwartungen (die Spekulation hatte übrig und stellte wohl etwas glatt), doch waren die Rotierungen überwiegend 1 bis 3 Proz. fester. Schiffahrtswerte und Spezialpapiere, wie Köln-Reuessen, Stahlverein, Berger, Waldhof, Swenska, Schade und Polyphon wurden lebhaft u^geseht und zogen bis 8 Proz. an. Rur Rhei- nyche Sprengstoff büßten 3,5 Proz. ein. Heimische Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Pfandbriefe still, doch gut gehalten. Geld noch ziemlich steif. Tagesgeld 71/? bis 9 Proz., Monatsgeld Z‘/2 bis 8l/i Proz. Rach den ersten Kursen blieben Montanwerte, Schisf- sahrtsaktien und Freigabepapiere (Orenstein), sowie verschiedene Spestalwerte (Polyphon und Berger) weiter gut gefragt und befestigt. Sväter ließ aber das Geschäft nach, und die Kurse bröckelten teilweise etwas ab. Berger konnten jedoch weitere 2 Proz„ Polyphon 1 Proz. an- ziehen. Glanzstosf minus 4 Proz. Frankfurter Gctre drbörse. Frankfurt a. M., 2. März. Die Ge'amt- Marktlage ist etwas fester, doch blieben die Preise noch unverändert. Haser und Mais sind gejucyter. Kleie zur prompten Lieferung findet willig Käufer, für spätere Lieferung liegt der Preis 1 bis 1,25 Mk. unter der amtlichen Notierung. Der Mehlabsah ist immer noch recht schleppend. ES wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs, 25,50; Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit, 22,75 bis 23,25; Roggen 25,25; Sommergerste für Drauzwecke 29 bis 31,50; inl. Hafer 24,50 bis 25; Mais (gelb) für Futterzwecke 23; Mais (gelb) für andere Zwecke 23,70; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 37 bis 37,50; Roggenmehl 34 bis 36,25; Weizenkleie 14,10 biS 14,25; Roggenkleie 15 bis 15,25 Mk. Berliner Provuktenbörse. Berlin, 1. März. Die zu heute erfolgten umfangreichen Andienungen wurden größtenteils als kontraktlich erklärt, verfehlten aber völlig ihren Eindruck auf dem hiesigen Markt. Im Einklang mit den Auslandmärkten und auf Grund der etwas höheren Forderungen für ausländisches Brotgetreide konnte sich vielmehr eine Befestigung um 1 bis 2 Mark je Tonne durchsetzen. Namentlich zeigte sich für Roggen lebhafte Nachfrage der Mühlen, die auch zu den höheren Preisen das vorhandene kleine Angebot schlank aufnahmen. Die vorhandene Spanne zwischen März- und Maipreis-n, die sich heute noch erweiterte, ist mit ein Grund für die feste Veranlagung des Marktes für effektive Ware und für Märzlieferung. Das Weizenmehlgefchäft hat sich immer noch nicht beleben können, dagegen besteht für Roggenznehl bei leicht erhöhten Preisen laufende Konsumnachfrage. Hafer in sehr kleinem Geschäft; Forderungen unnachgiebig, Käufer zurückhaltend. Gerste still. Es wurden notiert (1000 kg): Weizen, märkischer (74,5=kg/hb Gewicht), 230 bis 233, März 256 50 bis 258, Mai 270 bis 271, Iiili 276,25 bis 276,75 (fest). Roggen, märkischer (69-kg/KI-Gewicht), 236 bis 240, März 261 bis 263, Mai 271,50 bis 272, Juli 260 (Geld, fest); Sommergerste 221 bis 280 (ruhig). Frankfurt a.M., 2.März. Tendenz: fest. — An der heutigen Börse war die Tendenz weiter etwas befestigt. Das Geschäft war nicht merklich größer, als an den Vortagen und beschränkte sich im wesentlichen wieder aus die Kulisse, die weitere Deckungen vornahm, während das Publikum in seiner Interesselosigkeit verharrt«. Nur auf einigen Spezialgebieten war die Umsatztätigkeit wieder etwas lebhafter, wovon auf die übrigen Märkte eine Anregung ausging. Für Schiffahrtswerte bestand auf den günstigen Abschluß bei Hansa etwas stärkeres Interesse bei Kursbesserungen bis 2,5 v. H. Reger gefragt blieben am Montanmarkt Phönir (plus 1,25 o. H.) urÄ Stahl verein (plus 1,5 v. H.) auf die heutige Bilanzsitzung. Am E l e k t r o m a r k t konnten G«s- fürel um 4 v. H. und Licht 8- Kraft um 1 v.H. anziehen. Anregend wirkte, daß nach den Berichten der preußischen Handelskammern noch kein erheblicher Rückgang der Konjunktur festzustellen fei, während der Stahlwerksocrband von einer leichten Belebung des Jnlandmarktes und einer verstärkten Nachfrage aus dem Ausland« berichtet. Nur der Röhrenoerband meldrte einen Rückgang des Geschäftes. Gegenüber der Abendbörse lag die Mehrzahl der Kurse um 1 bis 15 v. H. f e st e r. Die Bewe- gung in Autoaktien (Kleyer und Daimler) kam Wirtschaft. Deutschlands Kapitalwirffchast. Der heute ersche.nende Wirtschastkbericht ber Commerz- und Privat Dank-A.-G. br ngt ejten interessanten Aufsatz zu dem Problem der Ka- pitalversoraung Deutschlands auS der Feder des bekannten schwedischen Ratwnal- ökonomen Professor Gustav Cassel. Aus- gehend davon, daß die wichtigsten Wirt chasts- polilischen Probieme der Gegenwart lürDeutschland diejenigen sind, die mit seiner Kapitalver- sorgung zu ammenhängen, bezeichne! Pro.es or Cassel die grundfezcn.en wirtschaftlichen Voraussetzungen des Dawesplanes in wesentlichen Teilen als falsch, da le ne Urheber vollkommen ü'eer afen, daß Deutschland einen sehr großen Bedarf an Anfagekapital ha.te, welcher nur mit Hilfe r iesiger und während einer langen Reihe von Jahren fortgesetzter Aus.and- anleihen befriedigt werden konnte. Der Plan ist demnach von einer fehlrrha ten Auffassung des • Vom Stahlwerksverband. Die Roh- stahl^emeinschast, ter ^.-Produkleve.band und der Stabeüenverband Haden gestern in Düsseldorf ihre diesmonatige Hauptversammlung abgehalten. Es erfolgte in den drei Verbänden eine einaebende Te'prechung dec Marktverhältnisse, wobei festgestellt wurde, daß die Spezifikationen in Walzeisen in befriedigendem Umfange ein» gingen. Hinsichtlich der Verläufe von Form- und Stabeisen ist die frühere Spanne zwischen den Preisen auf der Frachtgrundiage Oberhausen und der Frachtgrundlage Reunlirchen in Höhe von 6 Mk. je Tonne wiederhergestellt. Im übrigen standen Gegenstände in erner Ratur zur Erörterung. Besondere Angelegenheiten wurden nicht beraten. Frankfurter Börse. da ber Wert der deutschen Valuta immer von I * Preußische E e n t r a l b o d e n k r e d i t - einer genügenden Knappheit ber inneren deutschen bank A.-G. Das Unternehmen verteilt wieder 9 v.H. ZahlungSmst elveriorgung abhängen werde. | Dividende auf das verdoppelte Kapital von 18 Milderen Regelung die Reichsbam in cer Hand habe, lionen Mark. < m r , Rus die sozialpolitische Bedeutung Konkurse und G e s ch a f t s a u f s r ch- der Auslandanleihen, mit ueren Hilfe ten im Monat Februar. Rach Mitte.lun- die öleberwindung bet Arbe.tslofigk'-.ii ge ungen gen des Statistischen Relchsamts wurden im ist. hinweisend, folgert Cas el sodann, datz gegen Februar durch den „Reicysanzeig-r 699 neue eine Aufnahme von Auslandiapilal seitens der Konkurse — ohne die wegen Masiemangels ad- deutschen Staaten und Kommunen nichts ein- gelehnten Anträge auf Konkursermfnung — und zuwenden ist. solange die Gelder lediglich für 226 eröffnete Vergleichsverfahren bekannt- die notwendige Kipitalvirf-rgung geschäfts- gegeben. Die entsprechenden Zahlen für den mäßiger und lohnender cklnterneh- Monat Januar stellen sich auf 76o Konkurse und m ungen verwendet werden. 19J Vergleichszi-fern. Am Schluffe seines Au satzes betrachtet Cas el • O P e l w e r k e - E l 11 e - Dia ma n t wer le die Auslandanleihen unter dem Ge ichtsvunkt 21.®. Zur Transaktion Opel-^lite°-^iamcntwerke der Reparationszahlungen, und nimmt A. G. erfährt der LPD. zuverlässig. daß feine in diesem Zusammenhang auch zu dem P r i o - Veränderungen in der Verwaltung und den Berit ä t s st r e i t Stellung, ter nach seiner Auf- trieben vorgenommen werden, sondern oatz irmg- fafsung lediglich den Transfer der Dawes- lich auS verwaltungstechnischen Gründen eme Zahlungen an die Empfangsländer berührt. Der Äon-entrahon des kaufmännischen Betriebes auf Reparationsagent darf sich nach der erst kü--lich Siegmar bei Chemnitz durchgehmhrt w.rd. Die geäußerten autoritativen Aus'e'unz des Dcwe - §ahrradsabrlkation wird, wie bisher vo kcmmen Planes durch einen seiner Urheber Sir Josiah selbständig weitergefuhrt. währendi dw Automobü- Stamp nicht auf die Dauer des Zuströmens von fabrikation eine ben niu^n.^2r^I^n. Auslandanleihen be i n n, um Trans- nung tragende Harte Erweiterung erfahrt. Dl« ferierungen zu machen, die im W a r e n - Erzeugung der Diamantmotorrader wird nach horfphr Deutschlands mit b”m 2'us'ande Brand-Erbisdorf verlegt und der Erweiterung ?einen r?arVn @tunö »oW iVtoeiß I 2w,admöglichk°it °n.,Pr°ch-nd stark aus. jedermann, daß bisher die Transferierung nur in gedehnt. dieser Weise möglich gewesen ist. Professor Cas el Reichsverband in du st r i e l lerD au t-:xio ^?rnnp nuf wann der Revaca- Unternehmungen e. D. Der Beton- und ttonsaaent mit bVcm Sri nzi>ieU u n b e - Tiefbau-Arbeitgeber-Berband für Deutschland r ? Afi n f e n 23 c r f r e n a f 5ren fo'I eine und der Beton- und Tiefbai'-Wirtschaftsverband Frage, die immer dringender eine" llare Antwort haben sich zum Relchsvecband fördert. Die Priorität der Zahlungen an, den „ V mit dem <5ih In Berlin Reparationsagenten braucht, wie Cassel ausführt, überhaupt nicht diskut'ert zu werden. Denn der Dawes°Plan hat hier bestimmte Sicherheiten vorgesehen. und solange fein Mensch be'wei elt, daß diese Sicherheiten genügend sind, ist offenbar lebe Prioritätsdiskussion gegen'tandS- l o s. Wie bereits erwähnt, berührt nach 2Ke nung Professor Casfels der Prioritätsstreit lediglich den Transfer. Ein Llnspruch auf Prwrckät in diesem Sinne kann nur bedeuten, daß man ein Vorrecht zum Einkauf von Devisen gegen deutsche Reichsmarl-Guthaben geltend machen toi L Cs muß zunächst festaestel t werden, daß der Begriff Priorität h er überhaupt keinen Sinn hat. Diejenigen, welche diese Prioritätsfrage in d e Diskussion eingeführt haben, fielen sich offenbar vor, daß ausländische Valuta in _ Deutschland von einer zentralen Behörde verlaust wird, und daß diese Behörde imstande ist. die Ansprüche auf a -s ändische Va'ista zu klas ifiz er n. cetol sen Ansprüchen eine Priorst.it and'ren gegenüber I einz :r iumen. Dies ist nah Castels 2ius ü .rungen nicht der Fall. Denn der Austausch zwischen Reichsmark und fremden Währungen gsthieht aus einem freien Markt, ber sich über die ganze Welt erstreckt. Daß die deutsche Reichsmark in ihrer Goldparität aufrechterhalten wird, ist eben damit gleichbedeutend. daß sie auf einem solchen freien internationalen Valutamarlt zu einem Kurse in der unmittelbaren Rähe ber theoretischen Parität gehandelt wird. Jeder Eingriff zwecks Begrenzung ber Freiheit dieses Marktes ist in Wirklichkeit mit einer Vernichtung gleichbedeutend. Unter solchen Verhältnissen kann nach Ansicht Cassels von einer Priorität ber Trans- f e r i e r u n g ber Reparations m i 11el überhaupt nicht die Rebe se n. Der ein ige, der sich In seinen Ansprüchen auf Auslandvaluta eine gewisse Beschränkung auf erregen muß, Ist der ReparatlonSagent selbst. Die Schwierigkeiten der Transferierung legen lediglich vom Gesichtspunkt dec Entente aus^in dem Gegensätze zwischen dem Begehr zu haben und dem Unw l en, entgegeneunehmen da die Empfangsländer nicht gewillt sind, deutsche Waren entgegenzunehmen. Es ist daher Sache der Gläubigerlönder, Wege zum Heber» brücken dieses Gegensatzes zu finden. Der interessante 2lu?sah schließt damit, daß sich für Deutschland nur die allgeme ne Rotwendigkeit einer gut geordnetenund sparsam en Flnanzverwaltuno, die den deutschen K.ipit-^lmarkt mag ich st schont und die innere deutsche K.ipitalbi düng ?u einer gesunden Entwicklung kommen läßt, ergibt. Für das Reich wäre es gefährlich, die Aus'andan'ei'en unter seine Kontrolle ?.u bringen. Denn je vollftändi''ec die öf'entliche Kmlrolle der Ans andanleihen ausgebildet wird, desto mehr wird die Entente das Reich sür d'.e ganze 2luslandverschul- K^rszeiiel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die öeöhe ber zufetzt beschloßenen Dividende an. - ReichSbankdiskont 7 Drozent. Lombardzinsfuß 8 Prozent. 7$ auhfurl a. M 1 Berlin 7; miblun a.M Berlin z ci tuun a. "Ul Berlin Berlin i. ''Kart ^ranionich' JiDien - - Holländische Noten . . ^te lienische Noten . . . Norwegische Noten. . ®eu,fcti=Ceftcrr., 5100 Kro Rumänische Noten . . . Schwedische Noten . . . tield H3o 'Hr'cr 16,56 168,66 22,24 111 57 5d)iu6' .Ql'TS 1-Uhr- K--rk Sch ub-i ß'ir-s 1 'Jmiang Sur Schluß ff T6 1-Uhr. ff'ITt Sch uh ff "T9 1 Lnong fiur schlich ff TS I-Uhr- fi'Tß »ch uß ff"TS an.anc ffur • 10/.»0 22 16 Darum: 13. 2.3. 1 3. Totnm: 1 3 2 3 1 > - | 2 3 Datum: 1.3. | 2.3 | 1.3. 1 2-3 nen 58,85 2.56 12,00 59', 09 2,58 112,44 k/» D« Nkichsanlrche v 1927 - 8,.5 | — ü. E Ä 7 lo8 1'8. J 1.8.25 157 75 158.5 BtNttvv yuiiniui.ii . .. Veidelverner Gement f l.,6 M! 110,5 _ — • • D« »nl tibtof Schuld mit 51.8 14,9 52 14,9 53 14.8 Bergmann ...... 8 ttlettr Lieferungen ■ - . 1l Licht und «ra,t .... 10 gelten A (toniU aumt ... .6 tief r Elck r Uniem . . 10 Hamd (flehr toiertt . . 10 Rdein (rlettr.......s edjlef. Sleftr . . . . 10 Schucten .......7 Siemens * HalSke ... 16 167 213.25 12'1,5 256 153 167,25 212,5 257.5 156 25 167 25 214 119 75 258,7» ffemen: Acelftübt .....8 181 — Schweizer Noten .... ■ . 80.44 80.7b •21ii.-lot .Rechten Dcsal oU-it ÄuSl 1 »Rechten F/o (trailf Huv -Bl. v o dv! unkündbar bi5 >932 Rbetuliche 6oD -Bank $iqa »(So dv> « E Ä ata Borkr,eue-Qd - 214,25 260 od6 A ^reitaa • 1( ScholtdeiS Payerthofn. . 15 Cftrorrte ... 12 «er tilamfiofl.....15 133 9 329 268.25 611 462.5 329 268 612 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten Devisenmarkt Berliu Telegraphische 70,66 12,357 72 90 —3 ran Hur 70,94 12.417 73,20 a. HL — 188 176 169,25 176,5 270 75 ^ellfto 1 Wolddok. . . . 12 stellftofs Aichas,'endnra . io Lborlon nburger Wager 7 cflauer tias . . . 8 Daimler Mvtorcu.....o Temag ..... o Sdlerrverke fileöe». ... 0 iTi 254 170.5 2Ü.5 254.5 ■-auetaoiung. llijaliontn. rucUablbor 1932 4’ , Schwet; Bui deSb.-Anl. 4®/, Ordere,chUche Koldrte 4,2u°j Dcflcrr td) Sitoerrte 4 7# Cftfrreid) ein eiil Rtc 4’,o Unaarische (Aoldne — — 260 271,5 120.25 167.25 94,75 61 168 94 1. März 2. März 34.25 3. <ö — 3,8 — Tran radio ...... 8 ädbmener & Sa- ...... 9 155 — 128 155.5 130 97,25 129.76 91 93,5 Amtliche Non rung ticld 1 ’Ürier Amtliche Notierung tielo 1 Briet 2-5.13 — 25 — Buder « ..... o Teutlchc Erdöl ..... .6 98,25 129 75 129,75 97,4 129.5 86.TI 86,25 85,5 251 86.75 MmiL» Ron L'uen--Aires 168,29 1.789 168,63 1,793 168,23 .1,788 168,51 1,792 4°/oUiiaanfd)f Siaater v I9to 4‘,,° ocsgl von 1913 24. R — — — Eüener « etnfoble ■ ... 8 — — 140 75 Lvdw roeirt .... 1 — - 96.5 ^rss.-Ankw 58,28 58.40 58.255 58,375 — — tiellentlrchener (.*4 9 < 134.4 i 34 5 i 34 131 Rat Automobil.....6 — 96,5 i£bnfiiania 111,41 111.63 111,39 111,61 *'/' Ungarische tironenrtt 1 4 1.4 1,5 Harpei.er .... 8 181 181,5 183,5 CrnfHn 4 Kovvrl .... < — 136 136 Kopenbagen 112.09 112.31 112,04 112,26 4«/ Tuet -jollanleide v 1911 13 13.13 12.9 — po. ico Sifcn .......5 — —* 142,75 145 5 Linke Ho mann . . . . c — Stoctbolm 112,29 112,51 112.26 112,48 40/ iurf BaodavbabN'Anl §(fe Beraban.......« — — ■ 234 Leonbard Tiey .... ( '^amag- eg> in ... c — — 202 HelnngiorS. 10,553 10,553 10,535 10,555 <— <* — fllöchiriDfrte ....... 5 119 75 120,75 119 65 l .'0,5 25 — — Italien. . 22,145 22,185 22,15 22,19 4* deSal Gert. !l — — 12,8 — (köl Reuencn . 51 . — - 143 145.5 Granit M Kfimea .... l " riyner ..... ; 75 — <4 5 131 • London. . . 20 , 4 08 20,448 20,395 20,136 4°, Rumänen convert R>c 6.4 — - — annesmann f. I < 151 151 5 l.»ü 25 Ul.5 131.75 — — Neuvork . . 1.1830 4,1910 4,1820 4,11'00 Man« rIDer —■ 117.25 —— fieniiaenftaeb, ......C 26 ■L’oriS.... 16,455 16. . Jo 16,45 16,49 oon 1913 16,55 — 16.7 Cbcrfdilel lLitend B.dar» C — — 103.5 Iungbans ...... f Lechwerte .... ► 84 — 85.5 Schweiz . . 60,53 70 73 80,69 80,505 80,665 Cbcrfctilei Qoteruene «> — 94. <•> 95.25 - — Sva ' ten . 70.87 70,65 71.79 Hua Deunchc iLilenbobn 4’/2 150.75 1511 5 2(18 223. ö 151.65 144,25 145 6j 150.75 213.5 230 Bbonir Berg au f I 3 101.5 102.75 101.65 ii>2,9 Mointrastwerte ...... b 117,25 — — —• Japan H;o de Jan L)len in D-> 1.961 1,965 1,961 1,965 Haniburg-Ämeriia ’Uaici g Hnmb -Sndam Tnmo fd) « - Jibeiniitbe Braunkodlcn u Rbcinuayl c 239 165 239 164 238.it l-kiag ...... n Rekaelulmer ...... x 138.5 90,25 — '38,75 93 0.5035 0.50.5 0,503 0,505 Han ja Darnttichtst 6 154 Riebeck Montan . . < — - 147,13 14. L8.95 59.07 ^8,95 "9.07 ViorbDiudrtjer irionb c 151.5 144.5 Bereinigte Etablw- f. >/, I 3 01.25 105,75 104 106 Aebr Ro» der ...... 1> — — — 12,397 12,417 12,395 12,415 Vlllfl Deuischc tirebhanft K 113 145 5 Ciadi 'JJilne. 1 61. - 42 6^ 42,6» S-eigi A Haesfner .... fe 177 — 179,5 179.4 Bel i rat’ 7,3vO 7,3 7 4 7,358 .,3,2 Barm r idanlverein, 1t 146 263 floh ülfdurelebe. U 168 168,75 168 25 — vndd Ander .... o 132 133,5 132.25 — 'Bnöau.’ft - 73.13 73. 27 73,13 <3,27 Berlinei panvcisg lclUch U * •63 174.25 28.13 165 158.25 160.5 219 126,75 197.5 Rahtoeitercgen U 178 178,75 lm y. lobie de» (ott allen de merMrigen staatlichen eine W an sichln in den M leiten und veranstaltet t milie wird ' flogt kein des Krieges uns. Und du der Wicht 6 Sltgene' J Heimat Di« - Aeichsp^" loh", auch Krantstrto»' 7lr.l( Inhalts Bel wenn ist wieder 8 'Nr.: I( Für Mädchen Für Knaben 0.50 ■ 5.25 DD 0.75 ff: W//, fjtrmamti $ stMcki ffi: Ein Versuch lohnt! 2368a Hahnhossrraße <4 Gießen M Eingang Ecke Volksbad. Kein Vrtbcn. Wsgan Erzparni« hohsr Ladenmleie 1 Trsppe hoch fltEHN 23221 18 Knieform . . lange torm .. 0.80 3.25 3.90 Letr.: 6 Die c • Grölte 1 1.75 ..Größe 1 1.95 Willst Du zum Frühjahr neu Dich Neiden Brauchst keine Sorgen Dir bereiten. Am Seltersweg, bei — Rosenzweig Findest Du für Dich ein paffend Kleid, Anzüge, Hosen, Mäntel und Joppen Zn allen Weiten und modernen Stoffen Oie Preise billig, so denkt Dein Sinn, 3u Rosenzweig geh' stets ich hin! Sie tun sehr rasch den Husten lindern bei Dir und auch bei Deinen Kindern! Orig.-Paketch.50 Pf. in jeder Apotheke u.Drogerle Hersteller: Chemische Fabrik, Rassel werk, Gießen. SmkWMvke-Ans LMM wr Gletzen, Sellersweg 58,1 Trenne. |e|| AM he,,en Bonbons wohl i auf der Packung steht Gustol Nr.: 5 Weg ftrafee i Die lallenen °om 20. Achten, i Taschentücher n an weiß Linon, mit Hohlsaum U»6tU Einstecktücher A 7E weiß, Crepe de Chine, Hohle. I u ®e&! ^orbnu ""entgel, ■ B . Die (? Achter streit er für jegli Um le Die c ®ie| Ausll an Abdc Dom 4.2 tanntmad Aeg.-Bl. Wetzen ' M den lümmun Mters i stehende vom 17. moderne Herren-Anzüge, ein- und zweireihig, in allen 13erben und nur nuten Qualiiäien Mk. 23.-. 28.— 35.—, 40.—, 45.—, 50.— und höher. Minebester-Abzüge von Mk. 35 — an Sport-Anjflie, 4:eihn, in allen P»eiS- lanen. Konfirmanden-Anzüge tn blau von Mk. 21.— an. Barschen- und Kna en-Anzüse in ntkn Farben und Grünen sehr billig, üebergangsrnflntel, Paletots tn Xarengo von Mk. 35.— an. Covercoats in allen Kreistagen. Schwedenmantel von Mk.25.- an. QumminIntel von 'Ult. 15.— an. Lodenmantel, auch für torpuleme Herren, vonMk. 16.- an. Windjacken von Mk. 12 - an. Blaue Arbelts-Anztlge von Mk. \— an. Weißbinder- Anzüge von sJ)lt. 10.— an. Cestrellte Hosen tn allen Farben u. Gr önen von Mk.6.50 an. Hosen llr korpulente Herren von DIE. 12.— an. Schwarze Eosei für MeUner und Mu'iker von Mk. 10.— an. Hosen, eiten feit, Svort-. Manchester-, leidgrau in allen Preislagen. Damtn- mintel, Sport-uosthmo von MW. 8— an. Kinder- Anzfige, auch tn 'Dianchester, und Klnder-EBsehen n allen Gröben zu Schleudcrvteisen. Gebrauchte Anzttge, noch sehr nut erhalte von Mk. 10.— an; Früh-, Smokhg-, Behroek-.Cutaway-Anzttge. sehr billig. Hosen fotute Kellaer-Westen äußern preiswert. Stehumlegekragen 4-fach Mako ............ Scbleifchen schwarz, für Steh- und Sfeh- Umlegekragen ........0.73, Trikothemden kräft.QuaL.weiße Batiateins. Weihe Oberhemden Batieteinsatz, Manschetten Weihe Oberhemden mit moderne-i Trikolette- elnaätzen und Manschetten Hosenträger solides Gummiband, feste Lederpatte . ..........0.95, Socken =». fo® " Add, ®-bu2 die ä* ;.*? 11,15 ta Ja Mako, mit Doppelsohle. R OK schwarz und farbig_____ UeUU Unterjacken 1 7R makofai b.,8ol. Qual.,Größe 1 ••«3 Unterhosen makofarbig, solide Qualität Batist-Taschentücher A Ä C mit eleganter Spitze. 0.75, w«etu Strümpfe la Seidenflor, Doppelsohle. 4 OK schwarz, weiß, farbig 1.75, Strümpfe feinste künstliche Seide, O HC schwarz und weiß .. LV5, 4efcU Stofi-Handschuhe 4 fifl kräftige Qua i(ÄL weiß... ••"U Glacö-Handschuhe, welches Led.,2Druckknöpfe,schwarz 4.25 wellt 3.1)0 Strumpfband-Gürtel f| 7E mit 2 Paar Strumpfhaltern I U Leibchen rt CO la Drell, mit Trägem..... 4.UÜ Taghemden k.äftige Qualität, mit Stick., 0 0^B schmale Träger..........fc»4U Hemdhosen la Kretonne, mit schöner 0 RK Stickerei und Klöppelspitze Prinzefaröcke gute Qualität, m. Stickerei- Q OK Verzierung, schmale Träger O.LU Schlupfhosen A IC la Kunstseide, gestreift. .. • 3 83 n 2. 3. 4. 5. WW und Socken moderne Farben, alle Preislagen Strickerei Beck, Neuenweg 15 ____________________________________________ 01640