Montag, 2. Januar 1928 178. Jahrgang Ur. 1 Erster Blatt GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen VniS Verlag: vrühl'fche UntoerfttSts-Bedp and Steteörnderei R. tauge hi Sietzen. Schrtstlettang unö SeschSftrtzelle: Zchnltzratze 7. !■*»)*< OM lijtiatn f*r li< Tages nemmtr bis lum 3lod)mttiag vorder. Preis lir 1 mm hsh« fit Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, ausmärt* 10 Reichspsennig; fir Re» hlamean «eigen von 70 mm Breit» 35 Reichspsennlg, Platzvorschrtst 20* mehr Ldefredakteul Dt. Fnevr IBtll). Lange. Verantwortlich für Politik Dt Fr. Wilh Lange, für Feuilleton Dr tz Ibpnot; für den übrigen Ted Ernst Blumlchei»; für den Anzeigenteil Rurt tzillmann. sämtlich in Gießen. «rschetut täglich,«her Sonntags ueb Feiertags Beilagen; Siebener Familien blätter Heimat nn Bild Die Schalle ■enais.Beiegspreis. 9 Betchsmarb und 20 Betchspfennig ftr Träger» lohn auch bei Ntchter» fcheinen etnzelnerBummern infolge hä derer Gewalt. Fernsprechans chlllsse: 51. M und 112. Anschrift für Drahtnachrichten Bnjeiger Siesten, pollfchechfonto: franftnrt am Main 1 IBM. Aeujahrsempfänge beim Reichspräsidenten. Oie Glückwünsche des Oiplomaiischen Korps, der Veichsregiemng und der Länder für das Staatsoberhaupt. Berlin, L Ian (XU.) Veich « Präsi - denl von Hindenburg empfing am Tleu- iabrStagc um 12 Uhr mittag« die EhefS der hiesigen fremden diplomatischen Vertretungen, denen im Shrenhos de« ReichSpräsibiumS von einer Abteilung Reichswehr die üblichen militärischen öbrcnlx-icugungcn erwiesen wurden. Die Glückwünsche de« Diplomatischen Korps brachte Der Apostolische Nuntius Monsignore Pacelli Erzbischof von Sarde«, al« Doyen »um Ausdruck. Seine Ansprache lautet in UcbcrleOung: .Da« abgelausene Iahr Hai froh immer neu auf- tauchender Schwierigkeiten und vielfacher Hemmungen neue Fortschritte auf dem fchwe- ren Wege der Befriedung und Zusammenschlie- Yung der Dotter gebracht. Unsere Bewunderung und Hochachtung gilt den hochherzigen Männern, die obwohl sie die Flamme der Vaterlandsliebe nicht erlöschen lassen und in der ständigen Pflege und Wahrung der berechiigten Intercfsen ihre- Lande« ihre höchste Aufgabe sehen, e« dennoch verstehen, chr Trachten und Bemühen auf das hohe Ideal der Brüderlichkeit unter den Menschen zu richten. Das Gefühl des Vertrauen«. das die Wohltaten des Friedens und die internationalen politischen und wirtschaftlichen Uebereinkommen bei den Völkern Hervorrufen und nähren, hat dazu beigetragen, in den verschiedenen Staaten da« ganze Werl de« Wiederaufbaus auf dem Trümmerfeld. da« die furchtbare Geißel des Krieges hinterlassen hat. zu sördem. Unter diesen Staaten nimmt einen wichtigen Platz die Vation ein, deren oberste- Amt Sie, Herr RelchSPräsl- dent. inne haben, wer hinuntersteigt in das Innere der Erde. die mühevolle und ohrenbetäubende Arbeit der Bergwerke sieht oder wer die rastlose Arbeit der gewaltigen Werke mit rauchenden Schornsteinen und glühendei' Hochöfen beobachtet oder wer hoch in den Lüsten die kühnen Unternehmungen der modernen Lust- schissahrt überschaut, der ist von Bewunderung für diesen erneuten Auswand an Geist und Lebenskraft ergriffen. Mögen diese ungeheuren Triumphe der Technik überall von einem klaren Erkennen und einer gerechten und friedlichen Lösung dergrohen sozia- len Fragen, die sich aus den wirtschaftlichen Umwälzungen der letzten Zeiten ergeben, begleitet fein? Möge das gewaltige Wie^e aufleben des menschlichen Fortschritt- von dem erhabenen Lichte der Wahrheit erleuchtet und getragen werden von einem geistigen und sittlichen Em- vorstreben der Seelen, von dem Gefühl der Gerechtigkeit und Liebe: denn dieses ist da- Band der Einigkeit, aus der Wohlstand und Ordnung fliehen. In der Morgenstunde des ncucn Jahres. von dem wir wünschen, dah es reich an Friede und Wohlergehen sei. ist es mir eine besondere Freude. Ihnen. Herr Reichspräsident. im Damen der hochgeschätzten Kollegen deS Diplomatischen Korp«. dessen Dolmetsch zu sein ich die Ehre habe, die verchrungS- voNsten und beizeiten Glückwünschelur Ihre Person zu überbringen, für Ihre Familie sowie für die gesamte grobe deutsche Vation. Möge derienige. von dem alles Gute kommt, diesen wünschen Erfüllung bringen und der Welt den Frieden geben, der der schönste Lohn ist für Die Menschen voll guten und reinen wollens." Oer Reichspräsident erwiderte u. a. mit folgenden Worten: ..Mit wärmstem Danke nehme ich die Glückwünsche entgegen. die Sic im 17amen des Diplomatischen Korps dem deutschen Volke und mir als seinem Vertreter in so herzlichen Worten dargebracht haben. Ich hoffe und wünsche, dah die harten Prüfungen der Vergangenheit und die toirt- schaflUchen. sozialen und geistigen Vote der Gegenwart in den Völkern, von denen ledes einzelne im Zusammenleben der Menschheit seine wichtigen und unentbehrlichen Ausgaben zu erfüllen hat. den willen zur Zusammenarbeit und das Verständnis für die Lebens- nvtwcndigleiten jedes einzelnen Dolles ixrtie'cn und verstärken werden. Op erwillige Hingabe an das Da ter land schließt den Dienst an der Menschheit nicht aus. Die Völler aber wer- den sich um die Herbeiführung einer wahren Friedensgemeinschaft der Vationen um so freudiger bemühen, wenn sie von der Ueberzcugung erfüllt sein können, dah dieser Friede zugleich die Herrschaft der Gerechtigkeit und ihres höchsten Gutes, der Freiheit, begründet. So sehr das deutsche Voll noch von eigenen Sorgen berückt ist. die es weder vergessen noch zurückstellen kann, wird es sich doch an allen Bemühungen um einen echten Frieden entschlossen und ausrichtig beteiligen, in der Erwartung, dah fo die Erreichung jenes Menschheitsideals der ®cuxi)agleit in den Beziehungen der Völler untereinander am besten ge ördert wird. Ihnen. Herr Vuntius. und Ihnen, meine Herren, spreche ich Migleich für Ihre Staatsoberhäupter. Regie- rungen und Völler, im Hamen des deutschen Dolles und ün eigenen Hamen meine au'richtigsten und her-lichsten Veujahrswünsche aus." Hierauf begrüßte der Reichspräsident die e.n- jelnen Botschafter. Gesandten und Geschäftsträger unb wechselte mit ihnen Veujahrswünsche. Bei dem Empfang touren, anher Staatssekretär Dr. IPeibner und den anderen Herren der Umgebung des Reichspräsidenten. Reichskanzler Dr. Marx, der S.aatssekretär des Auswärtigen Amts Dr. v. Schubert sowie der Ches des Protokoll». Gesandter Köster, zuaegen. Im Anschlich hieran empsing der Herr Reichspräsident den Reichskanzler sowie bie hier anwesenden Reichsminister und Staatssekretäre der Reichs» regicrung. Reichskanzler Or. Marx richtete an den Herrn Reichspräsidenten ebenfalls eine Ansprache, in bet er u. a. folgendes sagte: ,E« ist mir wiederum die Ehre vergönnt. Ihnen. Hers Reichspräsident, die ehrfurchtsvollen, von den Gefühlen inniger Verehrung getragenen GMckwünsche der Reichsregierung zu überbringen, wenn ich in diesem feierlichen Augenblicke die Erinnerung an den Tag vor einem Iahre Suruc^ rufen darf, so will es mir nicht als überheblich erscheinen, auf das abgelaufene Iahr mit dem Gefühl dankbarer Befriedigung zu- rückzublicken. Vicht aU ob irgendwie besondere Geschehnisse die Lage unter:6 Reiches oder Volkes entscheidend geändert hätten, wir erwarten sie nicht und wisfen, dah der Wiederaufstieg unseres Volkes nur schrittweise und in unab- lässigerArbeit zu erringen ist. Zwar ist der Herzenswunsch des gesamten beutfeb n Volkes, die Befreiung des besetzten Gebiete« noch nidjt in Erfüllung gegangen, aber dennoch ist eine Besserung und Festigung unserer auswärtigen Lage unDcrtermbar. Mit groh r Freude darf ich seststellen, dah die errtfte Sorge der unS im Vorjahre drückenden Arbeitslosigkeit mit allen ihren schweren Schädigungen seelischer und materieller Rot zu einem groben Teile von uns genommen ist: auch dah wir von schweren wirtschaftSkämpsen verschont blieben, trugt von der immer mehr sich durchsetzenden Erkenntnis, das) Arbei.gebec und Arvennehmer gemeinsam an der Meisterung der schw ren Wirtschaftsprobleme arbeiten müssen, die uns die VachkriegSzeit zurückgelassen hat. Dah es gelungen ist. unserer treuen und bewährten Beamtenschaft zum Schluß de« Iahres daS zu geben, was nach Lage unserer <2 aat-ffaanzen und unter Bcrücksich.igung der WirtschaftSvn> hälmlsse möglich war. erfüllt uns mit betont)t r Genugtuung. Schwere Aufgaben sind auch im kommenden Iahre zu läsen. Aber wenn wir dabei hofsnungsfreudia ans Werk gehen, so befreit uns der Gedanke an die Feier, die wir dank der göttlichen Vorsehung vor kurzem begeben konnten. Zur Vollendung Ihre- achtzigsten Lebensjahres fand sich da« deutsche Volk zusammen und schirte sich um Sie. hochverehrter Herr Reichspräsident al- seinem bewährten Führer, in erhebender Einmütigkeit. wir vertrauen, dah auch in den pol h- fchen Kämpfen des kommenden Iahres diese« Gefühl der neu empfundenen Einigung nicht verloren gehen möge, unserer Einigkeit. die nicht nur ein Unterpfand d's Glückes, sondern im erfolgreichen Ringen für Recht und Freiheit die unerlähliche Vorbedingung ist. Mit solcher Zuversicht treten wir in das neue Iahr ein, das für 6t sehr verehrter Herr ReichSpeä'iden', und unf t deutsches Doll ein glückliches und gesegnete- sein möge!" Oer Herr Reichspräsident erwiderte hierauf u. a. mit folgenben Worten: .Ich danke Ihnen herzlichst, Herr Reichskanzler. für die Glückwünsche, die Sie mir namens der Reichsregierung in fo freundlicher Weise ausgesprochen haben. Ich erwidere sie mit meinen aufrichtigsten wünschen für Ihr aller persönliches Wohlergehen unb den Srfola Ihres wirken«: zugleich danke ich Ihnen allen für die hingebende und unermüdliche Arbeit, die Sie im letzten Iahre im Dienste deS Vaterlandes geleistet haben. Gerne erkenne ich rückblickend an. dah das nun abgelaufene Iahr in mancher Beziehung eine Besserung unserer Lage gebracht hat. Aber die Hoffnung, mit der das getarnte deutsche Doll das nun zu Ende gegangene Iahr begrüßte, dah eS unteren Brüdern am Rhein die Freiheit bringen möge, ist leider noch nicht erfüllt worden, wir gedenken daher heule wiederum in schmerzlicher Anteilnahme der Dollsgenossen im besetzten Gebiete und geben im Bewußtsein, in diesem Wunsche mit txr.n ganzen deutschen Volke eins zu sein, auch heute der Erwartung Ausdruck, dah ihnen bald Befreiung werde. Fremde Militärgewalt und Besatzung hn Land ist unvereinbar mit einer enbgültigen Befriedung. Vur auf freiem Boden und zwilchen freien Dollem können die Gedanken der Verständigung und de« Ausgleichs voll zur Auswirkung gefangen. Das Iahr 1928 wird im Zeichen der Dahlen stehen. Mein bringenber wunlch an diesem Veujahrstag an alle Deutschen, besonders aber an die führenden Männer im Parteileben, in der Preise unb in ben Volksvertretungen, ist be~, bah bic Wahlbewegung nicht zur Vertiefung bes Zwiespaltes unb der Gegensätze führen und nicht zu persönlicher Dekämpung und De hetzung au«- arten möge. Auch im Wahlkampf soll der Ge- banfe an das Vaterland irab die Gemeinschaft des Deutschen Volles vor dem Streben nach parteipolitischem Vorteil ftebenl Denn nur in diesem Gedanken unb im selten vertrauen- den Zusammenhalt aller Deutschen können wir die so schwierigen Probleme und Ausgaben lösen, die noch vor uns liegen. Dah Gott unS hierfür Äraft und Stärke gebe, dah unserem schwergeprüften Dolle weitere Gesundung und friedlicher Fortschritt beschieden seien, ist der stleu- jahrSwunsch. mit dem ich Sie, meine Herren, und da« deutsche Doll von Herzen grüßeI" Später übermitelten der Reichstagsprästdent Lobe und die Vize Präsidenten Dr. Riester und Oraef bic Wünsche des Reichstags, der Staatssekretär im preustischen Staatsminifterium Dr. W e i s m a n n , der bayerische Reichsratsbevollmächtigte Gesandter Dr. von Greger und bet braunschweigische Reichsratsbevollmächtigte, Ge- sanbter Boden die Glückwünsche des Reichsrats und der preußische Ministerpräsident Dr. h. c. Brann die Glückwünsche der preußischen Staats- regicrung. Die Glückwünsche der Wehrmacht sprachen der Chef der Hecrcsmacht, General der In- anterie Heye, und der Chef der Marineleitung, Admiral Zenker, aus. Generaldirektor Dr. D o r p- Müller und die Direktoren Dr. W e y r a u ch unb Vogt brachten fobann bic Glückwünsche ber Hauptverwaltung unb bes Personals ber Deutschen Reichsbahngesellschaf t unb Rcichsbank- präfibent Dr. Schacht mit bem Vizepräsidenten Dreyse unb bem Direktor Dr. o o n G r i m m die Glückwünsche der R e i ch s b a n k bar. — Der Herr Reichsprösibent bankte all blefen Mahnungen mit herzlichen Worten für ihre guten Wünsche. „Weilervorwätts und aufwärts" Tclegrammwechfel zwischen Hindenburg und dem österreichischen BundeSpräsidenktn Berlin, 31. Dez. (WTB.) Anlählich be« Jahreswechsel» sandte der österreichisch« V n n - des prastoenr Hainisch folgendes Telegramm an den Herrn Reichspräsidenten. DaS End« de« IahreS. in dem die «hrfurcht- aebietende Persönlichkeit Eurer Sk-ellenz da« acht« Jahrzehnt vollendet haben, bietet mir den erwünschten Anlaß. Ihnen, hochverehrter Herr Reichspräsident, die wärmsten Wunsche für Ihr fernere- Wohlergehen sowie für dasDlühenund Gedeihende- groben Deutschen Reiche-, das in so enger Gefühl«- und Kullurgemeinschast mit unserem deutschen Daterlande steht, auszusprechen. Möge es dem Deutschen Reiche vergönnt sein, wie b.S- her ein mächtiger Faktor auf dem Gebiete der Befriedung der ganzen Welt zu bleiben/ Vorstehendes Telegramm Hal sich mit folgen- dein Telegramm de« Herrn Reichspräsidenten gekreuzt:' ..SS ist mir ein lebhaft gefühlte« Bedürfnis. Ihnen. Herr Bundespräsident, und dem öfter- reichischen Dolle zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche auSzusprechen. Möge die schwere Arbeit am nationalen Wiederaufbau Oesterreichs und Deutschlands im kommenden Jahre weiter vorwärts und aufwärts führen." Reujahrswünsche an die Wehrmacht. Berlin. 31.Dez. (Wolff.) Der ReichS- präf ident hat an die Wehrmacht folgende Veujahrswünsche gerichtet: An die Wehrmacht! Ter deutschen Wehrmacht rufe ich zum Jahreswechsel meine herzlichsten Grüße und wünsche zu. T e r i e st c w i lle zur treuen Pflicht- erfüllung für da- Daterland wird uns. wie bisher, auch im neuen Iahre unseren weg vorzeichnen. Ter Reichspräsident. gez. von Hindenburg. An die Reichswehr sind ferner folgende Oleu- jahrsgrühe ergangen; An die Reichswehri Tie Retchswehr wird weiterihrePslicht tun wie vi-her und den Glauben an Deutschlands Ausstieg stärken Helsen. Dank unb heimlichen Veujahrswunsch jedem Angehörigen der Reichswehr! gez. Dr. Gehler, Reichswehrmtnister. An das Reichsheer! Allen Angehörigen de« Reich-Heeres spreche ich für die treue Pflichterfüllung Im vergangenen Iahre Dank und Anerkennung aus und ruse ihnen zum Iahveswechsel ein herzliches Glückauf zu. gez. H«Y«. General der Infanterie und Ehe, der Heeresleitung. An die Reichsmarine! Tank und Anerkennung für die im verflossenen Jahre geleistete p lichitrcue Arbeit. Beste wünsche für eine Iraf.lge, gesunde Weiterentwicklung auch im kommenden Iahre zum Wohle unseres Vaterlandes. gcx. Zenker. Admiral unb Ches der Marineleitung. Brian-s außenpolitische Bilanz. Oie europäische Politik Berlin, 31. Deg. Aus Anlaß des Jahreswechsels hat ber französische Minister des Auswartfaen, tz r i a n b , dem Pariser Berichterstatter ber „Boss. Zei ung' ein Iittcrvc w gewährt, in dem er sch zu ben wichtigsten Problemen der europäischen Po- litik äußerte. Er bezeichnete cs als feinen schnliä sien Wunsch, für bas neue Jahr, daß das große fiktl der Wiederannäherung ber Völker unter der Aegide des Völkerbundes mehr und mehr feiner Vollendung entgegen reift „Das gilt," führte der Minister u.a. aus, „insbesondere von der Politik deutsch - französischer Wiederannäherung, die ich zusammen mit Herrn Stresemann inauguriert habe unb von der ich hoffe, daß sie im Jahre 1928 eine konsequenteWeiterentwicklunzer. fahren wirb." Der Minister wanbt« sich in entgehen- ben Ausführungen gegen die Kritik, die oon franxo- sjjcher Seite an feiner Politik geübt worben lei. Deutschland sei ein aroßes Land. Man könne ein Volk von mehr als 60 Millionen Menschen nicht einfach übergehen. Mit dem Belegten zu verhandeln, zu ocrfuchen, ihn zum F r e u n d e zu gewinnen, sei für den Sieger die einzige mögliche, die einzig gute Politik. Die Frage der (Soenlualität einer vorzeitigen Räumung ber Rheinlande war, fo stellt der Berichterstatter fest, vriand sichtlich unerwünscht. ..Das Rbcinlanbproblem“. erklärte er, „ist im Augenblick nicht aktuell. Ls dürfte sich deshalb erübrigen, darauf heule jurürfjufammen.“ Der Berichterstatter wies dann auf Litwinows rabiLIm Entwaffnung-Vorschlag in Genf hin, worauf Driand erklärt«: .Mit dem gleichen Rech' könnte man behaupten, daß man nur die Gefängnisse schsiehen müsse, um die Verbrechen auszurotten. Damit will rch irdvch keineswegs sagen, dah ich der Idee «ner allgemeinen Abrüstung abl:hnend geqenubersteye. Im Gegenteil, der Artikel 8 der Völl rbundS- satzung hat eine internationale Forderung daraus gemach', die unbedingt verwirklicht werden muh. Franlreich htt sein Möglichstes getan, um auf dem Gebiete der Abrüstung mit gutem Beispiel voravzug frm. Die Gesam'stärke der frrnzSsisch^i 2lrme? b trug 1914 rund 1050 003 Mann: 1927 nur noch 755 030 Mann, also um 28 Prozent weniger. Mit der einjährigen Dienstz'it unb der damit t>nfnm- an der Jahreswende. denen HecreSorganisa ion w rden sie auf 45 Proz. wachsen. Weiter erklär:« Dri.'.nd dann, ber Verzicht auf jede Rüstung wäre Unfl nn. weitere veschränkungen würden möglich fein In bem Maße, in dem die Sicherheit der einfeinen Länder unb d e Garantien für die Durchführung der vom Völkerbund gefaßten veschtü je Fortschritte machten. L» genüge nun einmal nicht, daß ein Gerichtshof ein Urteil fällt: es bedürfe daneben noch bet Genbarmen, um ble Vollstreckung biefes Urteils ficher;ustellen. Ter Berichterstatter kam dann auf die Beziehungen zwischen Frankreich und Italien zu iprechen und berührte u. a. da« Thema einer ‘Begegnung zwischen Briand unb Mussolini. Briand erklärte dazu: .In der Red.', die td> vor kurzem in der Kammer gehalten habe, habe ich bereits daraus angespielt, dah ich mied freuen würde, m i ch mit Herrn Mussolini persönlich zu treffen.“ Auf die Frage nach dem Wo und Wann erwiderte Briand: .Ich ergehe mich nicht gern in Provhezeiungen. Alles, was ich darüber zu sagen habe. ist. dah ich begründete Hoffnung habe, daß es zwischen Italien und Frankreich zu einer Verständigung kommen wird. .Ich bin davon absolut überzeugt." 3m Zusammenhang mit dem Abschluß deS französisch- südslawischen Vertrage- gab Driand dann ber Ucöerzeugung Au-druck. dah e« möglich sein müsse, für die Sicherung der Grenzen auf dem Balkan eine ähnliche Lösung zu finden, wie sie im Vertrage von Locarno für andere Grenzen gefunden worden fei. Diese- Balkan- Locarno würde, so erklärte Briand. in enger Verbindung stehen mit dem VichtangriffS- p a k t. den die Sowjetregieruno vorgeschlagen habe und über den die Verhandlungen beginnen würben, sobald ber neue russische Botschafter seinen Posten angetreten habe. Reujahrsempsang in Paris. Paris, l.Ian (ZH.) Unter Ausbietung bes gewohnten militärischen Gepränge- falben heute die VeujahrSempfange beim Präsibenten Dou- m e r g u e statt. Im Laufe des Dorwi'.tagS empfing ter Präsident die Mitglieber deS Kabinetts unb bie Präsidien von ß^oat unb Kammer, um «nftltefcnb bte bet ben ped®ntältt*nien Ba r thou, Lei mtnifUrt B r land unb ber atmeten Äobtndtemüglteb«:, wn 2 iltjc bat Parts« diplomatische Korps un er gerufen haben: „Nicht mich, sondern ben Staatsanwalt mühte man ins Gefängnis werfen!" Die Autnomisten hätten ben Plan derBildung eines unabhängigen Staates bestehend au» ben ben drei ei sah • lothringischen Departement 9, vorbereitet gehabt An die 6pihe de» Staate» hätten sie einen Präsidenten der Ncpudlik Elsaß-Loth- 1 g«-stellt Auch em Ministerium habe zur lleL'emanrne der Geschäfte bereitgestanden. Der au» Lern Amte entlassene Lehrer Kosse habe do» Unterricht,Ministerium übernehmen sollen, Abb» Zernb sei zum Rultuemtnlfter und der frühere Post- beamte und spatere Bankier Emil P nck. der sich vor drei Dachen nach Deutschland geflüchtet habe, zum Finonzrnlnister auversehen gewesen 2lbb< Fnßhauer habe Minister ohne Portefeuille werden lallen Der Schatzmeister de» cheimatbunde». Kel- lacher, habe da« Londwlrtschastvmlnlsterlum übernehmen sollen Das Echo in Lothringen. Metz. 1. Jan. (Priv -Tel) Die .Lothringer 2 0 i k s ze 11 u n g". das angesehene Metzer katholische Blatt, begleitet auch weiterhin die französische Attion gegen die elsast-lothringlsche cheimatbewegung mit * -1) d r , e r Qrilif, '«'weit sie die l'artier lichkeit der meisten „Enthüllungen" nicht durch Ihren 6polt ausdeckt .^rvtz all her marttlchreierl schen Ausmachung, mit der eine gewisse chetzpresse über die Feiertage die Nachricht von der grohen 6taat«aftlon In Die Dell hnousposount Hot. gibt sich überall ein schlecht verhüllter bkeptlzismu» de- Vifllid) de» positiven Kesultole» kund Denn chetz- blätter wie ..Temps" und ..Echo de Pari«' melden, bah das alle« „nur der Anfang" der Mast- nahmen in Ellast-Lothringen sei und „die Negierung bl« xum Ende gehen" werde, dann wird man gespannt lein dürfen, wie viel Crsreuliche» man noch in Elsast-Lothringen Im Lause der kommenden Zeit erleben wird Da« Blatt bringt bann eine Nelhe von Einzelheiten von ben letzten Ereignissen, die .zum Teil bereit« bekannt sind, etwa die Belästigungen eine« Manne« wie Brogln. der von einem deutschen Gericht während de« Krieae» zu zehn fahren Zuchthaui verurteilt worden ist. und der jetzt dem perf.'nlich bei Ihm erschienenen Unter- suchungsrlchter da » Band her Ehrenlegion wenn man alle Leute, die Etnsluß aus die offent- Melnung haben, tn biel.-r Drü, Dird e« bann Wunber nehmen dürfen, wenn die Zustände I n ElsaßLothringen immer mieser werden?, denn, wenn Blatter wie der . Temp«" schreiben, die gewaltige Polizeiaktion am Mllatn Abend bube in den befreiten Provinzen eine freudige Genugtuung hervorgerulen. so tft da» weiter nicht« al« purer Schwindel, der sich würdig einer Reihe bieder erschienener Schwln- delderichte de« Blatte» anreiht * 3ürgcrmcifltrwcbf in Hamburg. Hamburg 31 Dez « Dvl ' » Die Staatlich« Prcstestcll- tüt mit Mit Rücklich- au, bc durch die Ent chelbung de» €( 1 tsg rtchrs o's In Celpn a ge cht« en-n Bcrhä niff- b sch o l Nr 6ma, die 3ml er» rtdlung hc> 3 h.^z irr» bis zur Ein ührung der Berwallungser orm. die «st nach hem Zusammentritt der neuen Bürger- schal. edp'üm kmn. beizub halten. mn Gesten Bürgermeister wuek» der De-rn? at P e. I tri en. zum Zweit n Bürg m ist r ^eeB lls- padril« Dr Schr^nm wirk» r 7. B ide Bürgermeisl« «klärt m. bif) sie D ri auf eine erneute Bürgerm. ist «wohl nach d:n Bürg«, schaflswahl« legten. Aoch ein Einspruch gegen die hessische Landtagswahl. Gegen die hessische Landtagswahl vom 13 November hat nunmehr auch die Eva n- geli sche Bolksgemeinschast. Wie deren ®rc lieft eile mitteilt, beim hessischen Staots- geruptshos Einspruch «hoben. Sie begrün- b« denselben u. a damit, dost die Gesamtzahl der erzielten Unt«schri't« wenigsten» zwei bis drei Abgeordneten ertoarten lassen. Somit wäre da» Bild be» hessis-chen Landtag» doch ein wesentlich anderes geworden, wenn bie vom Llaat»- Serlchtshos be» Deutschen Reiche» in seiner önt- heibung vorn 17. Dezember al» versassunas- widrig bezeichneten Dahlbestimmungen nicht bt^ folgt worben wären. Ergebnislose Verhandlungen der I^eichSangestellten. Berlin, 31. Dez. (WB.) Die Im Belchsflnanz- mlnlfledum geführten Verhandlungen üb« die Bezüge der Reichs- and preufzlschen Angestellten haben zu keinem Ergebnis geführt. Die Ange- Hctllmorqanlfationen haben deshalb heule nachmil- lag die Verhandlungen abgevrochen und d« Reichs- und d« preufzlfchen Staatsreglerung eine längere, formulierte Erklärung übermittelt In der sie daraus Hinweisen, dosz In vielen JäUcn die dm vergleichbaren Beamten gesetzlich rustehmden Ansprüche nicht gewährt werden. Der Rrichv- arbeitsminister wird von den Angestelltenorganisafso- nen um (Einleitung des S ch 11 ch t u n g s - oersahkens gebeten. Oie Krisengerüchie — eine Finte. Rcichbtaqtzpräfidcnt Löbe und her Zentru nsfuhrcr von ttiiSrar d brzcichncn Dao „Äoinplott** ald eine Erfindung. Berlin. 31. Dez. (Wolff.) Gin Berliner Abendblatt veröffentlicht eine Aufsehen erregende Nachricht über em .parlamentarische» Komplott" gegen den Nelch»kanzler Mar», zu dem sich prominente Führ« der Lozlaldemolratie. der Demokraten und des Zentrums zusammengesunden haben sollten, mit dem Ziele, bie gegenwärtige Nelch«regie- rung z u stürzen und noch vor den Wahlen eine Jtegtetung der groben Koalition eventuell sogar mit Sinschlub der Wirtschafts- Partei, zustande zu bringen. Da In der Festwoche die Mehrzahl der mahgebenben Parlamentarl« von Berlin abwesend ist, lassen sich ersahrung»- fltmüh derartige Gerüchte dann nur schwer nächt'rüsen. Da» Nachrichtenbureau de» BDZ. halte jedoch ®elc*icnbeit. den Neich-taaSpräsi- brnlen Paul Löbe. der al» .Betclllgter" tür die stärkste Reich»taa»sraktion, die Sozial- demokratie. genannt worden war. hierüber zu befragen. Präsident Löbe erklärte. « Hube von der ganzen Sache überbauet keine Ahnung und fei feit dem AuLe.nanderqehen des Reichstag» weder mit Herrn v. Guerard. der für das Zentrum genannt war. noch mit demokratischen Führern uüammcngciroffen und habe auch mit keinem Menschen traendetwa» über eine solche Angelegenheit gesprochen. Er sei auch von niemandem desweaen angegangen worden uab müsse daher diese Nachclcht al» reine Ersin- düng bezeichnen. Ueberdles krankt die erwähnte Zeitung»nachricht schon an einer grundlüstlichen Unwahrlcheinllchkeit. da es in der Soz-.aldemo- fratle leinen Menschen gibt der bereit toJre ''»ch vor ben Wahlen eine Reg-.erunaskoalition kinzugehen. — Auch der Frakt.rnSvor't>ende d<« Zentrums. Adg. v. Guerard äustert sich m her .Germania zu d« Sen'otwnznachnchl der Rachtou-gabe des Jlag" über 3ntr gen gegen bas Re chskabinett soigenderma en. „D.e«e Mu- te.tung be» JXag" ist eine Finte An -hr ist kecn wahres Wort. Dam.t «lallen auch alle weiteren an btt unwahren W.Heilungen g#- knüpsten Kombinet onen." Kleine politische Aachrichien. '( t*,r Führer der deutschen Yrakuon Im letiilchen Parlament. Schiemaan. der ben Auftrag zur «obmdttbilbuwg erba ten hatte, gab dielen brüte Wege« der D-.gen Abort, ber am ffnte eine» 5lügei» peieaen, mit ferner Fachwerksworrd das naus abfdXKBt Er lehnte sich an bw Autzenmand des riause». die vlötzl:ch nachgad. und mit den ausbrechenden Ziegelsteinen stürzte Reumann au» dem dritten Stockwerk in einen schmalen f)of hinab, wo er schwer varleyt l:ep r. it ben gest igen Tag 21a <0. e.Iaxn Ircigila’fcn worben au Grund einer Berord- nuna. bie. wie seinerzeit gerneIbet. Im Sep- tember vom gesengebenb« Rat von Sierra Leone auf Anweisung bes britisch« Kolonialamtes beschloff« worb« war. (3m Zeichen bes Kampfe» gegen bie angeblich« beutsch« Ko- Ionia g euel unb b.s iru'tcroü tigen Brl l ch«N?an- bal»berr1d)a,t cm immerhin bemerkenswertes Gr elgnis.) Am hochzeilslage in den lob. 3n Dompierre bd Amiens beging ein Ghemann am Hochzeitstag« Selbstmorb. Als nach ba Okr- rnählirngs'ei« ba« Paar unb b« Hochzritszug üb« bie Brücke In Dompierre ging«, faate b« 3ungv«mühll« zu fein« Frau: .3ch fühle, hast bu mit mir nicht glückllch sein wirst. 3ch will lieb« Schiust mach«." Mit biefm Wort« Nest er ben Arm sein« Frau los. stürzte sich in ben Fluh unb ertrank in Der rdoenben Strömung. Ruhiger Verlauf d« Siloestrnnachl in B«(ln. Die Silvesternacht ist in diesem Zähre ohne grb- szere Zwisd-cnsälle verlausen. Es wurden nur 234 Zwangvgesiellungen norgenommen gegen 545 Im Zähre 1926. Dte Unsallstellen des Berliner Ret- tungswcsens wurden ctroa 450 mal in Anspruch ae- nemmen. Glücklicherweise waren die meisten Unfälle nur leichter Art. Die Feuerwehr wurde in der Silvesternacht und am Neujahrstage 150 mal in Tätigkeit gesetzt. Zumeist handelte es sich um kleinere Brände. Der Verkehr in der Silvesternacht war diesmal noch ft ä r t e r als im vergangenen Zahre. SlraerfonfliH In Koblenz. Da >e € abtuerorbnet mt*«1amm,ung bem Nachtrag-Haushalt bi e Zustimmung versagte unb die «sorveriich« Ö.euern ablehn,e, hat nunmehr brr R gi«ung»Präsident ben Gewerk»^ftniersah mit 630 Proz. sestgesetzt was eine Erhöhung um 175 Prvz. bebrütet und ferner die Grund- unb Gebäudesteu« von 275 auf 303 Prvz. mit rückwirkender Kraft vom 1. April 1927 erhöht. Die Stadwerord- net« wvll« die Gntscheidung d-er höhne« 3n- stanz« anntf«. D« Ö adthausha't 1928 wird voraussichrNch rin« Fehlbetrag von l1/» Mill Mark aufweisen. Die Wetterlage. Die französische Regierung hat dem polnisch« Mi- nister des Heueren, Zaleskt. das Grobkreuz der Ehrenlegion verliehen. Sein Stellvertreter, Knoll, wurde zum Grohofsizier der Ehrenlegion ernannt. Die „Westminster Gazette" berichtet, wahrscheinlich werde Malta bald Englands wichtigster lieber- seeslughafen werden. Geplante w.chtige Ent Wicklungen warteten jetzt auf die amtliche Genehm, flunq. Malta werde der erste Halteplatz auf dem Luftwege von London nach dem Osten sein. Aus aller Wett. Eingefchneil. Sine Reihe englischer Dörfer find durch brn grob« Schneefall ber letzt« Tage von bet Umwelt abgeschnitten. Die Lebensmittel, unb Brennstoffvorräte zahlreicher eingeschneit« Dorf« müffm jetzt saft erschöpft fein. Ss werb« grobe Anstrengung« unternommen, um mit Ihn« auf btahtkosem unb auf bem Luftweg CB er bin bim gen aufzunehmen, ilnt« Mitwirkung bes Ministerium» des 3mtern. da» ben Notzustanb anerfamti hat unb be« Lustmlni- ftrrlum« Werben von der Heilsarmee zur B«- fügung aestellte ßeben«mttte( auf M i - liiärflugzeugen nach b« abgeschnitt«« Dörse« gebracht to«ben. Hin Augzeug mit Dor- rät« wirb über Surret) unb Kent fliegen unb auf Notsignale acht«. Die britische Runb- funkgesellschaft hat eine Mitteilung gefunkt. in b« bie Dorfbewohner, bie Infolge des Schnee« an ßeben«mltteln Mangel leib«, auf- geforbert werd«, nach bem Flugzeug Ausschau au halt« unb sich burch Zeichen aus bem Schnee bemerkbar zu machen. Da« Flugzeug wirb an ben so bezeichnet« Stellen in Säcken 2ehen«mlttc[Dorräte abwers«. Prrtzburg in schwerer hochwastergesahr. Prehburg befinbet sich infolge des ungeheuren Lic selbe», ba» sich durch bie Eisstauungen auf der Donau gebildet hat, in ungeheurer lieber- schwemmungsgesahr. Pioniere arbeiten an der Sc- kttigung der Gefahr. Da der Wasicrsiand der Donau jcdoch weiter steigt, befurchtet man. dah nicht nur Prehburg felbft. scmdern die ganze Umgebung der Stabt überschwemmt sein könnt«. Man besürchtet. bah bk Haienrinrichtung« durch das f)0ctzn>asser zerstön werden könnten. Eine große Anzahl non Kranen mürbe bereits demontiert und weggeschafft. um sie t?r drohenden Zerstörung zu entziehen. Das Eisfeld hat berqti eine Länge von etwa 12 bie 14 Kilometer. Unter rin« Lawine begraben. Zrn Gebirge nördlich der japaniichen Stadt R a • pane wurden 28 Studenten von einer Lawine Überrascht, elf wurden getötet, vier weitere werden noch oerrn:fei. Schwerer Automobllunfall bd Magdeburg. 2uf b« Ehau fee Berlin—Magdeburg «eignete sich am Neujahr«kage in b« Frühe rin Autounglück, bas zwei Mensch«leb« formte. ;3tot- sch« b« Onen Möt« unb Gerwilch fuhr rin mit fünf P«fon« besetzt« Privatkrast- wagen mit solcher Wucht gegen einen Daum, bah ba« Auto umgetoor« unb die 3nsafs« auf bie Ehauss« geichleudert wurden. Der Grenadier Günther Bernhard vom Dre- nablerrtglm«! Rr 9 in Potsdam unb feine Schwefter Bertha Bernhard au« Magdeburg war« f of ort tot Schwer verletzt wurde d« Ehauff«r und zwei Tarn«, fämtlich au» Magdeburg Die drri Derletzt« wurd« nach dn« Privatklinik in Magdeburg geschafft Da» Ar^v ist voNständig zertrümmert. Da» verkehe»flugz«g Kairo-Bagdad oermißl. Rach Berichten au» Kairo ist da» regelmäßig auf der Strecke Kairo-Bagdad ver.'ehrenbe Flugzeug der Imperial Airwav als vermißt anzulchen Dret M.l.tär'lugzeuae find geste« von Kairo aus au'gestieg«. um Rach'orfchung« v-'tz dem vermißt« Fluazeuq anzuftellen. Die kret Militär lugzeug: ha>«n trotz stundenlang« Cu^ven» in ber Gegend wo bas Flugzeug vermißt tolrb^ keine Svur von ihm «tdecken könn«. Man rechnet mit ber Mbgl.chkett bah bas vermistte Ziu^zeug «tue Rotlonbung in der Düste Hai vornehm« müf'en unb poct von feindlichen Ctämuen a ba«. fangen wurde Aller'i-.g« ®erben die sich v < « Gegend be '.nblichen Stämme als aut- bsfl ,ttr bas Leb« u"6Mb*t PaNag:«« laum ttgenb- toelch« Gefahr besteh« dürit» *■ 'x wwn < -X®) 0 X **• 1 •n W/’ o o « ’ee o D (9) 5Zo Ovwiwtein o*rnn •e<1vn • V»e»t a Vitift» • "#en O w* <*■!<• 011 ^5 •»».«<• X **i*ift 0< Mf- t »I Cte W.»e< P1< M>0<» ur’lrn für Mittwoch veränderstches Detter, erneuter lemperatHrriia* gong und vereinzelte Niederschläge. Lufttemperaturen am 1. Januar: mittag» —0.7 Grad Crlsiu». abend» —8^ Krad Celfius: am 2 ^,nu/2r: nwrfl,ne — ®-2 ®rab CelHu». Maximum 0^3 Krad Eelsiu», Minimum — 12,2 Grad Tel- bu» — Erdtemperaturen in 10 Zentimd« lief«: am I v*onuor: abend» —0.1 (»rab delfiu»; am :nucr: morgen» - 3,8 Krad Celsius — Sonnen lchewdau« l H Stunden Aus der Provinzialhaupisiadt. Gtesten. den 2 3dnuar 1928. Wie schützt man sich beim Nabeln gegen Sroft? Da» Badfahrcn hat längst ausgehört, ein Cornmedeort zu sein. Die Benutzung de» Bos es von Stahl und Gummi al» Derkehrswerkzeua. al« Lastträger und Arbeitstier hat die Brücke über den Winter geschlagen. Wan hat gemerkt dah man nicht nur zur Sommerzeit, sondern auch tm Winter, wenn e» schneit, mit dem Bade vorwärt- kommen kann, und man hat ferner die Beobachtung gemocht, dast eine Fahrt an einem schönen Karen Winterlage ebenso reiz« voll fein kann, wie eine Fahrt durch Blumen und Blüten der warmen 3ahre»zeit. Da» Bergnügen einer Wintersahrt hängt nun otterdlna» von den Mitteln ab. mit denen man sein Fahrrad au-rüstet. und mit denen man sich selbst gegen den Einiluh winterlicher Kälte schützt. Da- Fahrrad braucht zur Wintersahct inenlgcr Torbereitungen al» der Badler Für die Mo- schine genügt e». die Belsen nicht au hart auf- zu 'umpen, um do» Dleltmoment herabzusetzen, und der Badler dars alle Sorgsalt an da» eigene Ich verschwenden Belm Badfahren frieren In erster Linie die Füste und die Ohren. Gegen da- Frieren der Ohren gibt e» Ohrenklappen, die Badler älterer Generation Im Kriege kennen und schätzen gelernt haben. Schwerer ist e». die Führ zu schützen, da diese in Bewegung sind und in ihrer Aktion nicht durch Umwicklungen behindert werden dürfen. Um die Führ gegen Frost zu schützen, haben die Badfahrer ein sehr einfaches Wittcl gefunden. Bekanntlich Ist Papier ein schlechter Temperaturleiler. Die Badsahrer wickeln daher den mit einem wollenen Strumpf bekleideten Frist in Zeitungspapier und stecken ihn in einen bequemen Schuh Auch diese Manipulation erinnert an den Krieg AlS Soldat nahm man die berühmten wollenen Fuhlappen, al- Bod'ahrer begnügt man sich mit Zeitung-- Papier. Der Zweck ist der gleiche. Da» Papier spielt eine weitere Bolle al» Mittel zum Schuhe der Brust. Die Badsahrer legen zur Abwehr der Kälte, besonder- de» kalten Winde», einen Bozen Packpapier unter da» Xritot, den Pullover oder die Sportjacke. Da» gleiche tun übrigen» auch die Benn'ahrer. besonder» die Dauersahrer hinter Motoren und die Strastensahrer. Man hat auch versucht, an den Pedalen pelA- besetzte Fuhsutterale anzubringen. aber diese Sache bewährte sich nur so lange, wie alle» troden blieb. Wurden die Futterale nah. dann kühlten sie. anstatt zu wärmen. Bessere Srfah- rungen hat man mit den Handsuttcralen gemacht Da» Frieren der Finger wurde von den Molorradsahrern bitterer empfunden al» von den Badfahrern, und man hat daher von den Her- ren von Motor» Dnyden die AanfctDärmer für da- Fahrrad übernommen. Diese Handfchützer bestehen eigentlich in zwei an der Lenkstanoe montierten Stulpen-andschuhen, Vie sind fo weit dast der Bad'chrer mit f:tnem FausthanNchuh bequem in die stet» an der Lenkstanze verbleibenden Handschuhe schlüpfen kann. Fausthandschuhe muffen e» aber sein, soll die Hand warm bleiben. Wie eine Hand die andere wäscht, so erwärmt ein Singer den anderen. Trennt man die Finger durch Fingerhandschuhe, geht die Gegenseitigkeit verloren. G.n Umwickeln der Lenkstange und der Griffe mit Flanell oder einem anderen dünnen Wollstost erhöht den Effekt. Auch für den Lederfattel hqt man zu wärmenden Ucberlügen gegrU'en Satteldecken au- Wolle sind schon feit Jahren in Benutzung, und zwar nicht nur tm Winter, fandern auch im Sommer. Wollene Kleidung, namentlich wollene Unterkleidung ist für Badler und Badlcrinncn bei einer Fahrt in den Wintertaa Bedingung, jedoch braucht nicht ein dicker Wollschal den Hal» zu umschlingen Etwa» Abhärtung dars schon bei der Wintersahrt lein, und nut Hal-lerdende sollten sich durch besondere Bekleidung de» Hasie» gegen die Kä te schützen. So hätten wir für alle» ein Wärmemittel f,esunden. nur nicht für die Base Man braucht je beim Badsahren zu nötig, al» dast man sie verpacken könnte, und notgedrungen muh hier eine Abhärtung vorgenommen werden. Wirb die Base dennoch von der Kälte berührt, darf sie von innen herau» vorsichtig geheizt werden, aber die .^lUc her Base zum Borwand einer ausgiebigen Inneren Erwärmung zu nehmen, ist nicht wintersportgerecht, wenn auch nicht bestritten werden (olC bah der Alkohol mitunter ein Genosse im Kamps de» Radler» gegen den Frost fein kann. • Vorsicht beim Verbrennen her Weihnachtsbäume. WSB. Der Duft, den die Zweige de- Christbaum» ausströmen. stammt von flüchtigen, wohlriechenden Oden, die in Form kleiner, aller- feinst verteilter Tröpfchen in den Rodeln ent- ?»alten sind. Werden die Raddn stark erhitzt, so prengen die Tröpfchen die Zellwand und verbrennen unter Heller Flamme und dem bekannten Knistern. Sind die Zweige recht trocken geworden, .so kann beim Verbrennen im Ofen eine Srplosion entstehen. 3n diesem Falle verbindet sich der au» dem Tannenholz entweichende Kohlenstoss mit dem Sauerstoff im Ofcninnem au einem explosiven Gemenge. Man verbrenne daher immer nur kleine Mengen der trockenen Zweige auf einmal und schiebe immer erst bann neue» Zweigwerk nach, wenn das alte bereit» abgebrannt ist, Sin zu starker Zug im Ofen steigert durch den vermehrten Zustrom von Sauerstoff die Gefahr der Bildung von SxplosionSgasen. -vornottzcn. — Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. „Die letzte Nacht". — Slstoria-Lichtspiele: „Der Bezwinger der tkfusend Gefahren". •• Der Jahreswechsel ging in unserer Stadt erfreulicherweife wiederum ui friedlichen Formen vor sich. Zwar wurde auf den Strasten mü Feuerwerkskörpern mächt g nach unteren Eindrücken sogar mehr al» bei der vorjährigen Silvester'eier. ober zu irgendwelchen Zwischenfällen ist e» bei all dem Siwest er trudel Aum Glück nicht gekommen Die Polizei hatte keinen Anlah zum Einschreiten, auch die Freiwillige Sanitätskvlonne vom Roten Kreuz, die in ihrem Depot eine Dereitlchaft-wache hatte, wurde nicht in Anspruch genommen. Die Silvester-Gottesdienste waren in unseren beiden evangelischen Kirchen über'üllt. Erstmalig erstrahlten auch am Silvesterabend um 6 Uhr und dann um die Mitternacht »stunde die auf dem Turme der Ivhanne»kirche au'geftellten beiden Christbäume im Lichte ihrer vielen elektrischen Beleuchtungskörper: dazu ertönte vom Turme der Kirche herab da- mitternächtliche Choral- bfofen. — Da» neue Hahr hat un» mit verstärktem Frost bedacht der den Schlittfchuhläu- fern eine aule Ei»bahn und damit schöne Winterfreude beschert, der aber doch sehr gefährlich ist für die schneelo» der Frostwirkung preisgegebene Aussaat im Felde. Hosientlich bringt un» der Winter, wenn er nun wieder einmal Ernst machen will, wenigsten» auch den cr'ordcrlichen Schnee zum Schuhe der Saat. •• Der Reiseverkehr auf der Reichsbahn war um die Jahreswende entgegen den Erwartungen und Vorbereitungen der Reichsbahn, sehr ftill. Es wurden nur die üblichen fahrplanmäßigen Züge gefahren, die auch nur die gewöhnliche Besetzung wie an Sonntagen aufwiesen Die von der Reichsbadn vorgesehenen Dor- und Sonderzüge konnten entfallen. Der Derkehr wickelte sich in glatter Weise fahrplanmäßig ab. •• Oberbeffen im Beich-haushalt. 3m neuen Reich»Haushaltsplan für da» 3ahr 1928 werden angefordert: Der Schlustbelrag von 136 CO3 Mark für den Beubau des Versorgung»- amte» in Sieben, 141 000 Mark für einen Anbau an da» Finanzamtsgebäude in Friedberg und 39 900 Mark für die Schaffung einer Erfah- wohnung für den Dorsteher de» Finanzamte» in Lauterbach. •• Auszeichnung. Die LandwirtschaftSkam- mer für den Vvlksstaat Hessen hat dem Oclonomic- rat Karl Hofsmannn in Hof-Gill in Anerkennung feiner Verdienste um die hesfische Landwirtschaft, unter besonderer Würdigung seiner züchterischen Leistungen aus dem Gebiete der Schweine- und Pferdezucht. die Silberne Medaille der L a n d w i r t fch a s t S ka m - mer „für hervorragende Leistungen auf dem Gebiete der Landwirtschaft" verliehen. ee SinheitSkurzfchrift. Man schreibt un»: Die Erlernung der Kurzschrift kann allen jungen Leuten in Handel und 3ndustrie, sowie sonstigen Bureau» nicht dringend genug an» Herz gelegt werden. Der Gabelsberger Steno- graphen-Derein von 186! eröffnet am Montag, 9. d. M.. abend» 7 älhr in der Goetheschule — Westanlage — in Gemeinschaft mit dem Dam en- verein „GkibelSberget“ wiederum einen Anfängerlehrgang in der deutschen Einheit»kurzschrift. Em Fvrtbildung»lkhrgang beginnt am gleichen Tage um 8 Uhr Ebenso lau reundttcb möbliert. Zimmer in d Räbe b. Bahn- o>es von Taiierm. qef. Sckr.Än eb.unt. 05 an den <*te< nvA. Vebreun intbt Awei trilroetie möblierte ober unmöblierte Jimmer eoiL mit Zubehör Lchr. Anaeb nn:ei 29D a. b. Gieß. Anz. Stellenangeaote tooiien ?ür Reilewaaen au» bilfSmcifc, für rinne Monaie Ai:m foio. tgen Finnin gesucht. Tcbr Anqeb :i :r: 09 84 a. b. Gicst.Anc Gmnidus- Lhauffeur geflickt. Mit Zcvg nisten au metben Ttenbiag von 11 bts 12 Ubr 61, neuen Baue 5. Habe mich nach 6jähriger fachärztlicher Tätigkeit an den Universitäts-Augenkliniken zu Frankfurt a. M u. Gießen in (rieben, Bahnhofstrahe 71 p., als Augenarzt niedergelassen. — Sprechstunden vormittags 10—12 Uhr, nachmittags 3—5 Uhr, auher Samstag - Nachmittag und Sonn- u. Feiertags Telephon 2575 Dr. med.H.W. Kranz Privatwohnung: Südanlage Nr. 19 ! löflilifie. eciooren: AlMl für fiofrofenbQ.itcn somit flciittbL nrr. C.Olto&doniD. Boaom L ® Sbiinfttofte 9. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Lehrling für faufm. 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In tiefem Schmerz die trauernden Hinterbliebenen; Daniel Oswald II. K.Oswald, Polizei-Hauptwachtmstr., u. Farn. Elisabethe Oswald Wilhelmine Oswald. trum der Stadt für sofort gesucht. Schriftliche Angebote unter 43D an den Gießener Anzeiger. iinflcineiite Crtdfraiifeiu faffe Gieszen Ttadt. Sierüdftänöigen 'Beiträge zur Kranken, tafle, Invaliden- und Srwerbslosenver» ficbemng für die Zeit vom 7. Hob. 1927 bi» 4 Dez. 1927 können noch di« zum 10. Jan 1928 ohne Sofien bezahlt werden. Hach Ablauf vieler Frist erfolgt Kostenberechnung u. evtl. Beitreibung. Die Einzahlung rann Dienstags von 9 bis 1 Uhr bei unlerer Kasse ober au! un'er Postscheckkonto, Amt Frankfurt Bereiten Sie sich vor! Unser Ausverkauf beginnt ent am Urteile gründlich OciuiflenbQ*te Nachhilfe in allen flattern der CberreaUchule 8ttr. Änlr. unier 02 an d (Hieb flnx rritt -Hain Hr. 10833, erfolgen Dietzen, den 2. Januar 1928. f) i n Her. Aechner tL Hornhaut Blechdoi« (8 Pfatter) 78 Pf. L.tx.ohl FuAb«4 Greif zu! „Lebewobi" das bi ete Mittel gehren Gießen, den 1. Januar 1928 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 4 Januar, nachmittags 2 UJir. auf dem Neuen Friedhof statt. Acvriiillche Snneboie unter 40D an dcn QMeuener Anzeiger. PrinavMln Nadia von Kraya 1’rlna Alex, ihr Gemahl .. . Sablen Pascal. Schriftsteller Horsoglii Xenia, seine Tante • •rnerai Kriah L)vr Adjutant der Königin Zana mit nnckivelsbaren (ftfolgen bei 'Brioni- kundschaft von gut einaehibrrer Firma iflr Wiehert und Umgebung sofort gesucht Heute verschied sankt nach kurzem Krankenlager unsere liebe Mutter, Großmutter,Schwester undTante Heute morgen 4 Uhr verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, im Alter von 57 Jahren, meine liebe, herzensgute f rau, unsere treu sorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante geb. Vogel im Alter von 79 Jahren. Im Namen aller Hinterbliebenen: Familie Ringenwald. Sicher ru heben bei Mcdu.-Urot«rte Hei bürg, Seheriweg Ma. H. Noll. Lu IwlgepU and Nrutu.it Drogerie। O WunerboC KreujpUu 9 10 1. Landiagsadgeordneter Friedrich Jost, Bermutskxun. Ab heute* bis einschließlich Mittwoch- Em rntklai'lgM boppclprogrnmm 700 Heiehen 3um Selbermachen Statt jeder besonderen Anzeige. Lieben Verwandten, teilnehmenden Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine innigst geliebte Fran, unsere gute Schwägerin und Tante Frieda Pages geb. Meier nach Iranern schweren Leiden im 65. Lebensjahre heute in die Ewigkeit abgerufen wurde. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Pages. Gießen (Marburger Str. 58), den 31. Dezember 1927. Die Beerdigung findet Dienstag, den 3. Januar 1928, nachmittags um 2*/, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt I. Mitglieder. Konrad Glaser, Nordheim. Adam Friedrich, Oder-Mossau. Vekonomterat Heinrich BDes, Nieder. Florstadt Bürgermeister Martin Bickerlch, Flonheim. II. Stellvertreter. 8ertel au verkanten OftMJ ÄrolOortfr Stt. 37. Unsere Preisherabsetzungen werden ungeheuer grob sein Warten Sie so lange! Es wird Ihr Vorteil sein dann ' 3 bcitj für vrbnit für Tarnen u. Herren, unter Leitung eine» laatL neor Lehrers der Sura'chritt Un- lerrtchiSgeid 12ÄW. Em Äoribilbnnae Ledraana vrmnt am gleichen Abend um H Udr. - fln* Meldung an Herrn Arena Can ein, «ilbelmhr H ll. od. a Umerrichisbeginn Todes-Anzeige. Am Silvesterabend verschied Im Katholischen Schwesternhaube zu Gleben nach kurzem, schwerem Leiden meine Hebe, gute Frau Else Stein geb. Groh und folgte ihrem Kindlein In die Ewigkeit nach. Im Namen aller trauernd Hinterbliebenen: Karl Stein Diplom-Lakd Wirtschaftslehrer. LUI laells Louis Ralph Paal l.ikier ■arry Llellke Trudo He-t.-rbrrg IL klein-Rogge Irast Vereist • Frieda Richard Moutaa. 9. Fan., adds 7 Uhr, eröHcn wir in der «oetde fibnlc, Peilanlage, einen Anfänger- Bai* e:rkastsoor ftonbes der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenoflenschaft für Hellen vom 1 Mär; 191.3 — Regierungsblatt Nr. 7 von 1913 — gellen die in der Vorschlagsliste güUig Ir zeichneten Berfonen in der erfor derllchen Fahl in der Reihenfolge des Bor fd>:ags als gewählt, ohne bafi eine Dahl stattzufind n hatte Ludwig Binzel. Selzen. 111. Erfahleute. Wilhelm Michel III, Beerfelden Friedrich Wilhelm Stein. Stumpertenrod. das Dirnslag. den 3. Januar L 3, nachmli tags 2 Uhr, versteigere ich im „Cöroen“, Rcuenweg 28 dahier, ztvangsweise gegen Barzahlung: 2«D fünf warenfchränke, zwei Cabenfalien. iroanpg paar cedergamascheu, zwei Büfett», eint Slahlstauze. tlnt Kopier prelle, jreri LadentHefen, ireanjig paar louriflenflitftl. acht zehn paar Schneeschuhe. eine tbnilelongur. einen Kleider schrank, einen Lisschrank, einen Marrngo- paletot, einen Diwan, einen ovalen lisch, einen Busziehilfch, eine Kommode, zwei Schreidtifche, verschiedene vollen Stoffe, eine Schreibmaschine, ein Vertiko, eint Jrifkrtolielle. einen Klubsessel, einen Vücherschrank. ein Sofa, eine Ceberoalje (neu), einen Regulator, einen Elektro- lux Apparat, eine Küchenuhr. Ferner an Ort und Stelle, Bekanntgabe In obigem Lokal: eine Riederfpannungsdynamomaschine mH einem b-Dolt-Ünlriebsraotor, eine Schalliasei mH Zubehbe. ein Rickeibad, einen Schleismotor (jmeifeitifl). jruci lonroannen, einen Emaillierofen. acht Schleifscheiben und verschiedenes IDerf- K"g- Äoll. -Zeri<6tCVcber k. A.fn Dietzen. _ _ > er beuuoendkfnm aulL lieat em Brolveki der fe. CarlFreaslerf Blilti, bei- Für die Hinterbliebenen: JödeeL Notar Viktoria Block, geb. Jftckel Martha Werner, geb. Block Friedberg, den ZI Dezember 1927. in Betrieb genommen. 14B Tietzen, den 31. Dezember 1927. Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. Hamm Ab heute bis einschließlich Mittwoch: Harrj Fiel in armem autxeirichneten Mensa nona und AbcnleurrrfUm In 7 Akten: Der Bezwinger der tausend GefahrenII Ferner: Ole vom Schicksal Verfohlten F4n Kriminalroman In N epannenden Akten. In den Hauptro I WUkelai Dlsterls «md Ast K«aA« * bringt Sabfish -5Ihiml- Drrrii ooi 1881 ■it Domnofrm _6airiseeroer" Stadttheater Tieedtao, 3. Jam., 13.Dimm-tt.-BcW. v. 19'. U. nad) tt llbr Aora riff. fin Puppen beim 6d>oultnelin3Hul*. von Oenilk Idlen. Beknuntniariiunft. Die Fnsiandsetzungsarbeiten an der | tadtischen Fuhrwcrkswaaae in der Neu- ftabt sind beendigt. Die Waage ist wieder Die letzte Nacht Grsellschaftadrama In 7 Akten. Personen des Spiele: Gefahren der Ehe Hnc Sensationskoro<\dle In 7 Akten. Inder Hauptrolle Irene »leb.Sowie Die neuesteUfa Wochenschau Große Versteigerung. BMlwoch. den 4. Januar 1928, von vor- miltags 10 llhr ob, versteigere ich offen!- l'ch «egen bare Zahlung in vuhdach in her Lagerhalle der Firma 3. h. Wdb- monn, Kutzallre: 12067D irodlf Drlllmaschtnen (elf und dreizehn Beihen), $n>el Dreschwagen für Selbfl- ^o,or- sechs Feuirifugen, drei Schrvlmuhlen. zwanzig Saaleggen mit Zuavorrichtung (vorstehende Gegen- flänbe sind noch nicht im Äedrauch ge öfftn), eine Kreu;schiagnasemühie. eine 3entrifugatpumpe, eine Celm|chnetöe maschine, zwei vureauschreibiische. ein Stehpult, einen »Neuschrank, einen Kas kn,»ranf zirka 1000 kr Leim. Korb- flaschen, siebzig Säcke künstlichen Dün- gre (log »Lützeler (Buono*. Irka 4 o. H Stickstoff. 2 vH Vhospborfdure. 35 v.H humusdildende Substanzen, 40 p f) schweselsaure Kalksalze und etwas Kali» kd>s Korbslaschen mit Schwefelsäure Dann anschlietzend im psandlokal, Ka lernen st ratze: unb Körnungen, rin paar Reitstiefel (xr.41, fast neu) und ein kindersporl- •eam Veriieignung bell mmt Auskunft erteilt Telephon Ar 114. Butz buch bevmbrobt Montag, 2. Januar:928 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Ur. 1 Zweiter Blatt Gießener Kommunalbilanz 1922 IN olle um kom der IBanMi an den Alltag f tonen auch So schmal, so selbständig beherrscht der Umfang dieser Produktion sich barb:e:ct. so eigenwüchsig ist auch ihre Wesenheit, ihr Gehalt, ihre Bedeutung. Hier ist, was unsere Zeit so selten | tum feiert Märchenhaft kung 1 ratton, Rudolf S. Binding. Don Hanns Marlin Elster. Dubois G. Dinding liest am her Lücken heutigen 1 ü r die Mängel der den Zöglingen und Mündeln sind untergebracht aus dem Lande in Oberhessen (ausfchl. Stadt Gießen) in den folgenden kir^lichen Dekanaten: Alsfeld 6. Büdingen 2, Friedberg 2. Diesten 7, Grünberg 61, Hungen 4, Laute bach 45, Ribda 1, Schotten 15. insgesamt 134 (1926 — 133); in büß Gesetzgebung, die eine ungenü- 1924 wieder knapp fünfzig Gedichte ..Tage". 1925 das Buch Aufzeichnungen ..Aus dem Kriege" und 1926 die knappe ..Reitvorschrift für eine Geliebte" — die Produktion eines Lebens, unter- zubringen in einem einzigen Bande. Unb doch vom Gewicht eines gewichtigen Lebens 1 Durchschnitt 609,37 Mk. Bon der Kinder-Erholungsfür- f o r g Am Jahre 1927 ist folgendes zu be.ichten: Cs wurden insgesamt 354 Kinder zur Erholung fortgeschickt. und zwar 22 nach Bad Kreuznach, 37 nach Bad-Bauherrn, 116 nach Heu- berg, 149 an die Ostsee (Areadsee-D.unshaup- ten). 30 in das Kinderheim „Waldheim" in LindenselS (Odenwald). An der Kinderspei- sung waren beteiligt: im Sommer 929 Kinder (276 Goe heschule, 360 Pestalozzischule, 293Schil- - lerschule) mit je täglich »/, Liter Milch und ein Brötchen zu 80 Gramm; im Winter 732 Kinder (165 Goerheschule, 289 Pestalozzifchule, 278 Schillerschule) mit je täglich Vs Liter Vorzugsmilch in Fläschchen und ein Brötchen zu 50 Gramm; Kinder bewah anstalt: im Sommer täglich 120 Kinder mit V, Liter Milch, im Winter ebenfalls 120 Kinder mit Vs Liter Dorzugsmilch; Dolkslindergarten: Sommer und Winter 6 Kinder täglich V» Liter Milch DaS Jugendamt Hal gegenwärtig 791 Vormundschaften (einschl. Pflegschaften) zu führen. Die Zahl der in Gles)en geborenen unehe- lichen Kinder betrug im Rechnungsjahr 1927 (bis heute) 170 (Rj. 1926 — 312). An Zahlungen für die Mündel gehen monatlich 6 bis 7000 Mark ein. Unter Fürsorgeerziehung stehen heute 123 Zungen uird 95 Mädchen, insgesamt also 218 Zöglinge (i. D. 226). Die Unterbringung der Fürsorgezöglinge verursachte im Rj. 1926 insgesamt 46 396.73 Mk.; hiervon wurden vom Ministerium des Innern 33'/, Proz. = 15 456,54 Mark ersetzt, mithin hatte die Stadt ein Zuschuß von 30 913,19 Mk. zu leisten. Der Minister des Innern hat den Zuschuß ab 1. April 1927 wiederherabgesetzt, und zwar auf 30 Prozent. Don Zöglingen und Mündeln sind untergebracht zeigt: der Wille zum Endgültigen! Dindings Verse, DindingS Prosa ist die Dichtung der absoluten Männlichkeit. Dieser Rovellist s^reibt nicht Rovellen, um Einfälle und Gefühle auszubeuten, um seiner Eitelkeit zu fröhnen, um einen getoerb- lichen Deruf als Schriftsteller auszuführen. Er schreibt nur, um Herr über innere Erlebnisse zu werden und diese Erlebnisse zu gestalten. „Kunst ist Gestaltung und Ausdruck innersten Empfindens in äußerster zwingender Bestimmtheit", sagt er einmal. Wie dies Bekenntnis sich schon superlativisch darstellt, so ist sein Werk auch superlativisch, das heißt das Letzlmögliche an Vision, Empsindung und Gestaltung. Jedes Werk steht hier von Anfang an unter dem Gesetz des Alles oder Vichts, der Vollendung in Inhalt wie Form oder der Vernichtung. Din- oingS Wesen und Werk steht unter dem Gesetz des Mythos, das heißt: eS gibt für diesen Dichter in Kunst und Menschentum nur den Maßstab der Ewigkeit, der Unendlichkeit, des Absoluten, der immerseienden göttlichen Gegenwärtigkeit. k un f t vom------ fahrtscrmt kaum Derwaltungskosten. Aber viele nxib- liche Personen, die auf Grund des Gesetzes nicht mehr beschäftigt werden dürfen, müfien mit oder ohne Kind vorn Wohlfahrtsamt irgendwo unterge- bracht werden. So entstehen dadurch neue linier« stützungsfälle. Ferner ist als besonders bedeut, (am zu nennen das Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten vom 18. (re- bruar 1927. Dieses Gesetz ist von außergewöhnlicr r Bedeutung für unser Volk. Das städtische W.chl- sahrtsamt ist Gesundheitsbehörde im m Weg der Wandlung: sie alle vereh en in DindingS Aufzeichnungen .AuS dem Kriege" das reinste Spiegelbild vom geistig-seel schen Erleben dieses furchtbaren Zusammenbruches drS Materialismus. Und sie hoffen auf eine Rachwir- Wandkung in der kommenden Gene- die Dinding mahnende, wegweisende Worte gerichtet hat. So stecht Rudolf G. Dinding heute Dor den Wissenden und vor der Jugend: ein Führer des geistigen SeelenadelS, ein Ritter der Reinheit,. ein HeroS der Männlichleit, treu den ewigen Tugenden elementarer Menschlichkeit und tiefster Vergottung, ein Vorbild, ein Dellp'.ei und eine Hoffnung. Schönheit strahlen seine Werke auS. weiter aber auch die Kraft, des Leben in Stolz und Trauer zu meifte.n, um *5 Leben zu bejahen. Sein Denkmal wird stets das Dild des Rei.ers sein, der daS Pferd lernt, liebt und beherrscht. Wenige nur können wir neben ihn stellen, wenige Lebenswerke neben seine wenigen Bücher. Lind alle, die das Recht haben, neben ihm zu stehen, gehören zu den Unvergänglichen, Lurch de.en Schassen uns dir Gewißheit wird, daß die Kunst der höchste Lebensausdruck und daher auch im Wüste heutigen Kulturverfalls unzerstörbar ist. gungt tagen (14 561) bei 30 019.44 Mk. KlinikS- kosten (46 326 Mk.) und 8202,42 Mk. für Verband-- und Verbrauch-material (9535.54 Mk); Ortsfremde: 439 Fälle (706) mit 11 683 Der- pflegung-tagen (17 333) bei *38 380,75 Mk. KlinikS- l ost en (57 563.15 All.) und 9225.88 Mk. für Der- bandS- und DerbrauchSmaterial (9538,54 Mk.), Ferner wurden unterhalten in der Provin- zial-Pflegeanstalt in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 37 Pfleglinge (23) bei 7753.40 Mk. P I (gekosten (12 232.40 Mk.). in der Heil- und Pflegeanstalt in der gleichen Zeit 65 Pfleglinge (81) bei 39 925.50 Mark Pslegckosten (95 139.65 Mk ). Als erste unb zweite Role der W i n t c r b e • darf-Versorgung 1 927/28 wurden an Hilfsbedürftige unserer S.abt insgesamt 22 970,80 Mark gewährt. Der Fürlorgekrris umfaßt: 407 Parteien (Familien) Kr.egsb schad gte und Krie- gerhinterbliebcn?, 273 Parteien ÄatMtalrcntncr. 530 Parteien Cojialrent t:r. 195 Parteien Stadt- arme. 299 Parteien önr.i lose und Krisen» unterstühte, 102 Parteien auß rhalb der lausenden Fürsorge Stehende, insgesamt also 1806 Familien. Die Zahl der Krisenfürsorgeempfänger der Stadt Gießen belief sich 1927 insgesamt auf 455 männliche und 10 weibliche Unterstüyu icsempsänger. Für diese waren insgesamt 36 063,35 Mk. geleistet worden. Einen gewaltigen Sprung nach oben kann man hier in der Zeit vom 15. Rovernber bis 15. Dezember feststellen, wo die Zahl ber Krisenunterstützungsempfänger von 60 auf 103 und die Unterstüt- zungSsumine von 3803,62 auf 8272,65 Mk. an- wuchs. Die Krisenfürsorge wird zu ‘/s a»s den Mitteln des Wohlfahrtsamtes finanziert, die übrigen t. "drsno, hotte wie heute den »tr^lrunft «r- u7Verkehr iu gew nnen E» «• Soeben oegrnn» man die Karneols — btt zweit, Drop« Leute Kosten produktiv zu sein ist hn Privaten Leben nicht schön, im staatlichen Dasein ist es aber noch weniger rühmenswert Hassen wir also daft endlich bei bei mafegebenben Stellm tne Reiches und des Landes die schon allzu oft in Worten ousge-rückre Hreundschasl für die Städte sich nun endlich auch in Laten auswirft' Diesem Bandwurm ist der OrganJmu» Aom» nicht gewachsen. Wer heut« noch auf das Auto schimpft, fff btt morgen selbst, Dell e5 ein'ach nicht anders geht. Aus den ursprünglich bebauten tubtn Hügeln ist ein Dutzend geworden, dank einer gefunden LautLt.gleit dehnt Aom die Arme wie im Altertum, schon fährt man mit der Straßenbahn eine gute Stunde von einem önbe Der Stadt an« andere In der Altstadt aber vaben die wenigsten Ströhen einen Gehsteig und hn6 so schmal, daft ein durch ährender Autobus 6ie zu DanDrell« s erstarrten Fussgänger von oben di- unten duscht Der aus bl? Strassendahn angewiesen It muh auf ,edrn -we'.'en Kohrfchtin eine Tablett« Dero« nat rechnen. Halbstündiges Warten auf v"ener CnaTt drnr DaNrhallen gib, » nicht g«. Dt« »*« das Hängen und St.hen auf den X2!?‘te:,;ta B“ den S.lbVrerstLn^ltchkeiten. . lu't- und Nch, chachsio en Dunne» ,u , l^uirinol gegraben, um einen Ad,ug?« tonal *ur den *------- *- fen auf den heihen Stein. Man legt halbe Häuserzeilen um — nichts als halbe Wahnahmen Ai" braucht es Ingenieure ganz anderer Art. hier kann nur amerikanische Rücksichtslosigkeit bei en, die entweder Aom verlegt ober nieder« *elM- wird ja n.cht etnma» mit dem Pflaster fertig. Monate dauert e- b.s eine Strafte au-aebessert wird, und mittlerweile geht natürlich die Parallelstrafte, die den Verkehr Der gesperrten ausgenommen hat. zuschanden. Die Du Straften in und um die Hauptstadt 3la« llen» au-sehen. Da« spottet jeder Beschreibung ®tn .vember mag mit dem grdssten Wohlwollen lür Die ttäfaren und ihren Aach'olger nach Aom kommen. Die erste Lazi ahrt zwingt ihn. er mag vollen oder nicht, zu fortwährendem Kopfschütteln. Sr kann von Glück sagen, wenn er sich Den Kops nicht toimD schlägt. Denn man sich diese Arena vorstellt, bann begreift man. warum Aom die geschicktesten Auto- fabrer bet Orbt hat Aar Die dauernd guten bleiben am Lenkrad. Wohl gibt es viele Autoschülerinnen. aber Meisterinnen sieht man Herz- lich wenig, die elegant; Dame giät bk Sache balD wieder auf. In Aom Auto fahren heisst arbeiten, arbeiten mit rauchendem Schädesi Vorschriften in lleberfülle. aber vom ein« fadkn Alchtungsstreifen bis zum Verkehrsturm fehlt noch alles. Die paar Verkehrspolizisten reDUA Mühe, find jedoch auf nackte Tltltilr angetnieun, denn nach einem unge'chrie- Mncn De'eh Dürfen nur Lutolenker. rlemat» SuftgLnger oder Aadschrer gestraft werden. Wer »UI. kann die Straße kreuzen, wo und wann " •“tM* Radfahrer zumal find bei Den Automobil sten ge ürchttt. denn wie lautlose <11# fau en sie au« den Querstraften heraus ebne Glocke, ohne L^chr meistens sogar ohne Tremfe Häu'lg wrrden die Auto« von Aad« fahrern überfahren, nicht umgekehrt Unb trohdem richtet sich der ganze Haft aller Aichtauwmoailisten gegen die .MSrder vom Do- an?.- »it die Üblich« Bezeichnung helftt. Diel- lei4)t .7>--2-t Darin d e Instinkt ve Abn^ung des alter. Rom geaen d.e Aeuzeit zum Ausdruck, per Du ung ückliche Stadt mit Aa^rnoNvendia- Wl erliegen muh ___________ fu;ohr#ftier beitumebnen, zu- uil. Der grauenoerein hatte jeder dieser Mit Ichweflern ein Ti e i b n a d) t • p a f e1 mit besonder- ousgewahlten Waben ang.fertigt und in die Löhnung zug« stellt Die Freude der fo unerwartet Beschenkten war aroft - Üm oergonge nen Jahre wurden in der hiefigen Sirchengtrneinbe M Kinder fonfirmltrl, und zwar 21 Knaben und Sitzung erschienen und verbreitete sich in längeren, hochinterei'ar.ten llursührunaen über oben genannte» Thema Line qeiunde Austeilung de» unousae- nutzten Grund und Boden» zw fchen Dald. Wiesen und Seibe, Meliorationen, vermehrte Zucht de» rnnralfigen Vogelsberger Aotviehe», FelLbereini- gung, bessere Erichs ehung der verkehrsoerhättnifie im 3og«!»berg sind die Hauptforderungen, die zu erfüllen sind Bürgermeister Menge! dantte na- men» der Stadt Dem verdienstvollen Redner und Förderer der Bogelsberg-Interellen. Sine ein- Sehende Aussprache schloß sich an den Vortrag an. lud) da« alte Projekt der Fortführung der B a h n- llnle Schotten — Ulrich st ein-AI,seid Bhirbe m t lebhaftem Interesse behandelt und sand große Gegenliebe. (Ein einfache» Essen schloss sich der Tagung an. f Gedern. 31. Dez. Gin frecher Diebstahl wurde in der »«.-ftoPntn Aach: im benachbarten Steinberg ousgTküh L Dem Bär- germeifter Äaifer wurden beide Pferde aus dem Stalle gestohlen. Ein Aach- dar wurde du.ch das Getrampel der Liere zu so näch lich ungewohnter Stunde aufmerksam und fragte darm den Eigentümer gleich, ob er seine P'erde verkauft habe. Die'em alückitchrn Zufall ist es zu ürr>an?ei, daft die Verfolgung fofor: aufg.-nommen werden konnte, die auch von Erfolg gekrönt war 3m etwa 10 Äm. entfernten Ortenberg konnte man die beiden wertvollen Tiere wieder in Empfang nehmen, nachdem die Diebe vorher die Flucht er- gri'srn hatten. 3n vergangner Woche ereignete sich im nahen Merkens r itz der ähnliche Fall. Hier spannten die Diebe sogar das gestohlene Pferd eines Gastwirtes vor den Wagen eines Aachbarn und fuhren davon. Plötzlich er- schirn am Vachmittag das gestohlene P erd samt einem Teil Der Deichsel Im Hofraum feines rech mässigen Delitzers wieder. Ts liegt Der Verdeck-: nahe, daft für beide Fälle dieselben Diebe in Frage kommen. 3 Eichclsachsen, 31. Dez. Statt Der üblichen Dereinsscstlichkeiten sand hier am zweiten Weih- nachrsfeiertage in Der Kirche eine Abendandacht mit Lichtbildern statt Koch einmal zog Die Weihnachtsgeschichte in wucht.gen Bildern und Schriften, gezeichnet und geschrieben von dem befsifckiH Lchnftkünstler Prof, tstudols Koch, Offenbach, an dem Auge der andächtig Versammel ten vorüber. Dazu brachte der hiesige Männeraefangverein zwei Weihnachtschore zu Gehör. Der zweite Teil der Abendandacht handelte von der äußeren Mission In zahlreichen schmen Bildern wurde die Gemeinde mit der Arbeit der Leipziger Mission in Indien vertraut gemacht. Es war von Interesse, Land und Leute. Sitten und Gebräuche des Volks« wmme» der Tamulen kennenzulernen. (Eine ansehnliche Summe konnte aus der hiesigen Gemeinde der Heidenmission zugesührt werden. Krciö NlSscld. 0 Lehrbach, 3J. Dez. 3n Anerken- nung für treue Dienste echielt Otto Steih von Der LanDwirlschastSiammer Die silberne Medaille für 40jährige Dienst- • leisttmg aus Dem Aittergut Lehrbach. Auch von leiten Des jetzigen VrsiyerS Des VuteS, Aitt- meifter a. D Oppermann, wurde Des 3ubi- lars anerkennend gedacht. Kreis Lauterbach. Starkenburg. • Darmstadt. 1.3an. Zwei Schülerinnen 10 unb 13 Jahre alt. wurden in einem Kaufhaus beim Diebstahl von Seiden- fto fen ergriffen. Ss wurde fcfigeftellt. daft sie in anbertn Warenhäufern schon zahlreiche Dieb- stähle begangen haben. — 3n Der Aähe von Ho beim im Aied haben Vaumsrevler Jj O b ft- bäumen die Kronen abaefchnitten. Di: Täter find noch nicht ermittelt. Preußen. Kreis LSetzlar. - Lützellinden. 1. Ian. Aach kirchlichen Eintragungen wurden In unserer Kirchen gemeinde im aögelau'enen Iaftre 4 Paare getraut, 20 Kinder gclau t. 30 Kinder konfirmiert und 16 Einwohner zur letzten Auhe bestattet <> Dornholzhausen. 31. Dez (Eine D«n terbc dyaftigung, die sonst wohl nur noch selten au» geübt w.rd, hat sich h er bi» auf den beut.gen Tag erhalten. Da» Vesenbinden. In der Haupt fache sind e» Dauhandwcrker, die nach Einstellung Der Bauarbeiten Infolge de» Frostes diese.Be ,d)äfllgung im Winter au»üben. Ist Da» Besen- binDen auch keine besonder» lohnbringende Urteil, so schafft sich doch mancher Arbeiter damit einen ansehnlichen Nebenverdienst während der Zeit, in der er feinem regelrechten Berufe nicht nachgehen kann. Der Absatz der Besen erfolgt in sog .Lasten' zu 10, 20 usw. Stück an Privatleute unb ein schlägige Geschäfte in den benachbarten größeren Gemeinden, sowie Den Städten. Vereinzelt werden Besen auch auf Dochenmärkten verkauft. z'rcis Marbur«. Lpd. Marburg. 1. 3an. Aul Dem Vahnhvs Marburg ist ein« G e l d t r a n s po r t k i st e mit 5000 Mark, an Das hiesig« Postamr gerichtet, gestohlen worden. Mrcid ^»itvcnkovf. T Waldgirmes, 31. Dez. Der hiesige Ber kehrsoerein hat sich wiederholt an die Post gewandt, um die Ä r a f t p o ft f ährten morgen», mittags und abend» zu verdoppeln Nachdem da» Wetzlarer Verkehrsauto wiederholt zur veforde rung nach hier eingefpningen ist, fuhr auch Da» Pvstauto vor und nach Weihnachten mittag« unb abend», je nach Bedarf, zwei- auch Dreimal. Die Post will jetzt diese Fahrten ständig beibehalten, wenn Die Arbeiter pro Kilometer und Fahrt 5 Pf zahlen und Die (BemeinDe Die Garant e übernimmt. 67 Arbeiter haben sich verpflichtet, bei 4 Pf. pro Kilometer Da» Auto zu benutzen. Wenn auch 1 Pf. im einzelnen nicht viel ist, fo macht e» doch für Den Arbeiter jährlich 30 Mk. unD für die Post über 2000 Mk aus. M ritten. WSA Frankfurta. M.. 31. D«z Freitag Aacht gegen 1 Llhr fuhr ein Motor radf ah- rer in LI n t« r l i e D e r b a ch bei Höchst mit seinem Motorrad gegen einen Baum und blieb tot mit «;nem Schädelbruch liegen. Die Personalien konnten noch nicht sestgeftellt werden. — Om Städtischen Krankenhaus stürzte ein 35jähriper Schlosser aus einem Fenster Des Dritten Stocks In Den Hof An Den schweren inneren Verletzungen ist der Mann 'pater gestorben. — Aach einer Ausstellung des Magistrats an Die StadtverorDneten betragen Die einmaligen Kosten. Die bi« S taDtgemeinde Frankfurt auf Grund Der bisher abgeschlo'fenen Eingemeindung» Verträge mit . Fechenheim, Schwanheim, Griesheim. Sossenheim unb Aied hatte insgesamt 7.76 Will. Mk. — In der Aähe Der Forsthausstrafte explodierte der Trans- formator eines elekttischen Kabelschachte». Ser in Stücke zerrissene Abzugs- Dedel flog in Die Luft unD rift Die Aeste Der in Der Aähe stehenden Bäum« herunter. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Lpd. Franks urt aM.. 31. Dez 3n Der Person De» Handlungsgehilien Heinrich Kuth au» Q3ilbel wurde ein gefährlicher Betrüger fest genommen, Der in letzler Zelt verschiedenen Wohlfahrtckeinrich.uncicn zahlreiche Lotterie« lofe abschwindelte. Diese verkausle unb Den Crlo» für sich verbrauchte. — Einem Aenten - empsänger wurde in einem Hausflur in Der Graubengasse von einem unbelann.en jungen Wann anfang» ter zwanziger Iahre seine Brieftasche mit 30 Mark Inhalt ge- raubt. " Aoms ewiges Problem. Bon Gustav W Ober le In. Aom. Ende Dezember 1927 Aom. wie es Schwärmer sich vorstellen, bk niemals dort gewesen find oder es feit Dem Kriege nicht mehr gesehen Haden, lenes Aom ist. wie gestern Herr Konrad Lehmann, ein Opfer Des Verkehrs geworden. Unter Die Adder gekommen lot. Für den Verkehr gibt es keine Aangunter- schiede, er nivelliert alles. Städte unb Mcn- !4xn. Ewlgkeitsgrdfte und AUtagsnlchts. Herrn Lehmann aus irgend einer kleinen Stadt und btt bedeutende Jtoma Einmal überfahren erfreut man sich jedoch einer durchaus verschiedenen Behandlung während an Dem Fussgänger Wiederbelebungsversuche vorgenvinmen werden und bas mörderische Auto sich rechthaberisch hupend entlemt aldubl man dem loten Aom au» die Deine Del en zu können, indem man aus bas Auto < Out Heiner Irrtum, bet sich zu dem .grossen Problem' ausgewachsen hat das jetzt täglich die Teilungen befchäingl und Mussolini arg bedrückt Ss soll nämlich unlösbar lern Unb In bet Xat. beim Licht der Geschichte betrachtet, 'st Aom schon einige Male am Verkehr ge- iiorlen Entweder Die grosse Bewegung über- lutele die Stadt, erstickte und trfäuTte sie. tute Völkerwanderung oder zog an ihr vorbe- lo dass Die Metrv^oi s etenbt.i ih ver'ieg-n n-uftt.- wie ein Aiitnial das sich vom Itber in die eicbl'e eniletnt Dass Die Königin Der CtäDt* trotzdem immer wieder vom Tobe außerstand Da« eben Ist da« unsterbliche Wunder I > Mädchen, getauft wurden M Kinder, getraut II Paare, zur letzten Auhe bestattet 25 Personen - - Grossen» Ltnoen l. Ian. Ein U n - glücksiall ereignete sich gestern nachmittag aui der hiesigen Bahnstation Als «in aus Der Aachbararmeinde Lützellinden stammender Werkmeister autz Dem von Frank urt kommenden 3uge aussteigen wollte. 6«,lei ihn beim Verlassen de« Abteils eine Ohnmacht. Io dass er vom Trittbrett des Wagen» mit aller Wucht auf den Bahnsteig fiel unb sich erhebliche Verletzungen am Kopie und am 'Znn zuzog Drr Mann mi sste ’o ort in ür tliche Behandlung üderisthrt werden > Mainzlar. 31. Drz^ Aus der jüngsten und letzten vemeinderatssitzung im allen Jahre ist u. a. zu der ich. en^ Jn einem Gesuch baten «iniae Bauh.rr n um Stundung »Hees Bauplah-KaufgelDe» um ein 3dbr Dem Gesuch wurde ftaltg?o b.n unt.r brr Bedingung, dass Die üblichen S unbuiiaZzinsTN en:richtet verd.i' Diele betragen nid) V.i> füaung des Aeichssinai^m.nlsters von 21. Januar 5 Pros. unD nich 8 Prvz., w,e ein Gemeindo- ralsmilglied irrtümlich bemerkte E n.- längte Debatte entspann sich üb.*e die dittljähriim Holzhauerldhne Das Forstamt Giessen hält an seinen herausa?g b^men Tarifen fest und will hdchstens einen Zuschlag von 10 Prsz. zu- gestehen. Die Forderung Der Hslzhau r besteht Dagegen auf 2?prozen!ia n Zuschlag. 3n Anbetracht beffen, biss viele früh re Holzhau?r In der Industrie belchäs.igt und Arbeitslose seit einen, Iahe nich' mehr vorhanden sind, fo dass mit der Möglichkeit gerechnet werden muss, dass sich k.ine Holzhauer finden, bewillig c der Dem in de rat den wenigen sich zur Ueb.-rnahm? der Arbeiten gemeldeten ll Inen Landwirt n diesen 20prozen- llgm Zuschlag Hoffentlich wird die Gen hm gimg birrzu vom Forsiain! erteilt, so dass mit t*m Hieb oaldigst begonnen werden hnn. V Londorf, 1. Jan. Sattlermeister Borger von hier erwarb von der Firma Kloo»- D^lar ein xell (recht» der Strafte) dahier gelegene» G e • Idnbe mll Baulich leiten, (ir will feinen Betrieb (SaSerel unb f)olzfchneiderei) bortbln verlegen. Da» derselben Firma gehörige, gegenüber gelegene Gebäude mit verschiedenen Baulichkeiten Sing In Den Besitz De» Plattenleger» Benner- Mendorf a. d Cho. über T Obbornhofen. 31. D«z. Grstom abend sand unter Dem Vorsitz von Bürgermeister Philippi Im Gemeindehaus eine Versammlung Der Obstbaum des itzer unsre» Dorfes statt. Als einziger Punkt stand auf der Tagesordnung -Welche Massnahmen muss Der cln- ?»estnische Obstbau ergreifen, um wettbewerbs- kihig auf bem Weltmarkt zu werden?" In seinen einleitenden Worten wies Der Vorsitzende auf eine Anregung des Obstbauver ins für Helfen Din. wonach zunächst beabsichtigt sei. In fämtilchen belfi'chen Gemeinben ein planmässiges ilmpfrop- fen vvrzunchmen mit bem Ziel' einet Beschränkung Der vortenzahl auf einige wenige gute Sotten Bor allem sollen zuerst faule Träger und solche Aplelsvtten, die befonher» unter Schädlingen und Krankheiten zu leiden haben, dem systematischen Ump'ropfeii unterworfen werden Die Aeitzsregierung hat grossere Mittel als Zuschussleistung für diesen Zweck zur Dersügunz gestellt Aus der Mitte Der Versammlung tour- reicht Aero griff nach feiner grosszügigen Art zur Brand adel, um Luft zu schäften, seine Aach'olgrr zogen Mauern zwischen Den wahnwitzig übervölkerten Masienvierteln und der rcprufentailven Prilnkstadt. mehr al» einmal tauchte Der Plan auf. die hosinungslo» ver- silzte Brutstätte aller Krankheiten und Laster auszugeben und kilometerweit ent ernt, in der <5jmpagna oder am Meere-strand ein Aeurom »u errichten. Aegelmässig in diesem Augenblick gingen Todes ittiche über den Tiber dahin unb lösten auf Ihre Art Da» Problem ber Strassen- Verstopfung Da» aber ist ficher. wäre statt ihrer plLtzsich ba» Au'vmobll ober auch nur die Strassenbahn aufgetaucht, fo hätte die A?u?rang gewaltsam Da» Hügelleben gsipr.mgt und sich Die Bihn in» Weite gebrvchm. -Da sich die D.rk-Hr«mittel frdvch auf Die Trigtänfle. Dir Biga und Cluabrign beschrank en. verfi.l man auf einm Aotbehelf Der das Leben noch auf einig» Zeit hinaus erträglich gestaltete: Drr Fuhrv rk hr Durfte sich nur nach S adfPillen Zu einer bestimmt -n Stunde gab der Verkehrspolizist das Isich n. lnb*m er wie heute Den Arm hob. und mit eln.rni Schlage bra* Die gestaute Meute los. während sich Die Fussgänger in Den wegen »Heer öig? ohn.hln unbefahrbaren Gallen oder in den Hallen mit Dem Forum gufammmb-ilpen. Eine fo reinliche Scheidung und einfache Tageseinteilung lässt unter? v rinderte Arbeits- ftr.:f ur nicht zu. ^chrwerke und Faftgänger ft«. baup'TV£< afddb: 3?u auf Di: g! rcheStraft« Da» gleiche Aech' Dts kann nun v'.ell icht dne moderne esitv^ nie le S ab* v rnn, nich: aber Arm. das trostlos verblute deshalb fe vwaltete unb deshalb fo malerisch: tnler.flanu unzweck- mässig« Aom ,ir!> *[{ D.-rk hrsh nbrr- mH«, foadern k-t, PiLiyl di- Unzahl ft-r Ä r- »t di. i ' i.-r Brunn.-, Wo man auch D:n Ptdd aefebt. trif t er c;n-r. Kunsts? und ins C>3 rn ln bi' E-d- sthsst. ruft «t cne ^rt^M'grn herdll. B » man sich nur Ü5:r me .'rob weiterg grrd-n ob ? -i.-'dMaam SÄfS?“.* "** '*■ * **61 .au rzttter !$>* wieder um einig.- Taufend- vermehr: den die Fürfvraemahnahmen begrüfjt wenn es Luch nicht an Stimmen fehlte, di« zur Hebung unires Obstbaues einen des eren Zoll'chutz forderten. Von sachverständiger Seite wurde noch betont, daft neben der Ssttenvermlndrrung vor allem auch Düngung Baump Uje und Schäd- Ung»be!ämpfunfl zur Erzielung von QualUats- Tlalfcnobft nbtig fei und dass Obstueuanlagen nien.als auf abgetragenem, baummüden Bo-«n rr eigen Dürfen. Zur weiterrn Bearbeitung der Frag, tnsbefondere zur Zeftstellung der Anzahl und Grüfte Der neu zu p'rvvfenden Bäume, wurde eine Kommission au» dem Bürgern».ister Philippi als Vorsitzenden und dm beiden .Da um wart en" ßtnbenmeier und Block gebildet. Jttrcie Friedberg = Friebberg, 31. Dez. Mit (Beb Just;rat -Hermann Jockel, über Dellen Ableben fchon berichtet würbe, Dürfte wohl Der älteste Turner ü e » Hefsengaue» Dahingegangen lein, nicht nur in bezug auf lein erreichte» hohe» Leben»- alter von 93 Jahren, lonDtrn auch hinsichtlich feiner ,ZugeHörigkeit tur Deutfchen Iurr.erfd)aft, Der er nahezu 6 7 Jahre ununterbrochen m.t ganzer Seele ar.geborte t)4e Friedberger Turngemeinde hat ihm aufeerorbentlid) viel zu Danken, vor allem Die Erbauung Der eigenen Turnhalle. Bor vielen Jahren Ichon wurde Iussizrat Jockel zum Ehren- mltgl eö der lumgemeinbe ernannt. 1921 wurde fein Wfährig^ lurneriubiläum würdig gefeiert. Auch Die Deut'che Turnertchaft ehrte Den treuer. Turnersmann, indem sie ihm Den Ehrenbrief de» Mittelrheinkreife» versieh Z Bad-Aauhelm. 31. Dez. Während Der Sommermonate hat da) theater reundlich« Publikum unserer Stadt häu ig Gelegenheit, den Vorstellungen de» Kurtheater» (Diessener Stabttbeater) beizuwohnen. da» in entgegenkommender Weise Abonnement» gewährt und dadurch den Bll.'ch der wer vollen Darbietungen auch zu wossi ei lern Preis« «rmSalicht. Für den Winter hat die vor Jahresfrist gegründete ^Bad-Äauheimer Do 1 k» - bühn e" die Veranstaltung guter Theaterausführungen übernommen, eine Tatsache, für die nicht nur die Sinhelm.schen dankbar find, sondern auch die Winterkurgsssie. die ^mif Freuden jede Art guter Linierhaltung begrüben. Gestern abend gab die Volksbühne ihre dritte die»winterliche Vorstellung im recht gut besetzten kleinen Bühnensaal deö Kurhaule- Mitglieder de- Frankfurter KünstlertheaterS brachten OSkar Wilde» geistreiche Komödie .Dundury" (Ernst s in ist alle») vorzüglich zur Darstellung. Zu dem Gr'o'.a truqen ganz wesentlich auch die feinen Bühnenbilder bei. deren künstlerisch" V.staliung Bad- und Äur- Dlrcftor v. Boehmer zu danken war. pb. Butzbach. 30. Dez. Heute norm, gegen 11.30 ühr brach im Dachgeschoss de» Hotel« ^Deutsche» Ha n s" am Bahnhof ein Dachstuhlbrand au«, der zum Glück Im Entstehen abgelöscht werden konnte. Durch Schtoeiftarbeiten an den Wasserleitung-rohren in Der Waschküche, die sich direkt unter dem Dach befindet, hatten sich die Aohre derart erhitzt, daft sich die zum Schuhe des auf Dem Boden befindlichen Warrnwallerbehäl er» um diesen gepackt«. Holzwolle entzündet hatte. Ob Fahrlässigkeit Der auSsistbrenden Jnskallation»firma vor- liegl kann erst durch die Untersuchung festgestellt werden. Der Durch den Brand und Die Lösch- arbeiten verursachte Schaden ist geringfügig. Alrcie Bttdinsicn. * Bisse». 31. Dez. Landwirt Wilhelm Greif I. und Ehefrau Marie, geb. Eissner. feierten gestern im tzochbetagten Alter von 80 Jahren Da» Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar ist trotz seine» hohen Alter« verhältnismässig rüstig und versieht noch Da» Amt de» Kirchenrechner». Mrci4 Schotten. o. Schotten, LI De; Zwischen Den Snljren versammelt sich, einer fdjanen Sitte folgend, Die GemelnDeoertretung stet» zu einer feier- lid)cn Ia h r e »s ch l u ft s I tz u n g Der Beratung wird hier ein jewll's aUgerncln IntereffierenDr» Thema zugrunde gelegt Zur Z.it steht Die notwendige wirtschaftliche Umfttllung Im Bogel»berg, Der „O e n i ra I [ u 11 u r p I a n", überall im BordcrgrunD Des Interessc, Der Baier diese» GeDonken», b£n er schon vor 40 Jahren an Den maftgebenDcit Stellen vertrat, Staatsrat Dr. Weber- MonraDeDorf, war als Gast in Der 4 Eichenrod, 31. Dez. Die hiesigen Schul- Mn Der erh eiten Diese» Jahr vorn Ehristkind in der Schule ein eigenartiges Weihnacht»- geschen k. IeDe» KinD bekam eine Kuhglocke. Der Geidbetrao hierfür war Durch eine.Sammlung eingegangen. Da Die meisten KinDer im Sommer Vieh auf Die WelDe treiben müsien, löste Die Weihnachtsgabe grosse Freude au». Bei Der guten Ausnahme, Den Der Gedanke im Dorfe gefunDen hat, ist anzunehmen, Daft im nächsten Jahre Die Kuhglocken fleissig In Gebrauch genommen roerDen. Wir tragen unsere Brunnen nicht ab. so hat einmal ein Berner Aat»herr stolz au»g:Tuf.n, wir befehlen unseren S.raftenbahnen. um sie hcrumz. fahren! Solche SchMng nHnien kann sich Dern leisten, übrig en» auch nur auf h.schränkte x3etl. nicht aver eine Mlll on nstadt. am w n gften Aom. unb doch zögert es. vom Berner Muster abzuwcichen. Mi.tlerw.il: sind e» -wanz.gtaus^nb 2lu os mehr geworden. Hundert: von Autoballen. Ketten von S rassenbahnrn, Hunb.rttau>end« hon Fussgängern. Das wogt und wirbelt um die „barcaccia*. das mitten im Svanifch.rn Platz versunkene Schiff, einem an sich köstlich.rn. aber fehlliegenden Brunnen herum toi* die F.ie.en um den Kuchen. Man müsste den Kuchrn entfernen unb bamlt — ber Roma aeterna wieder ein: Ohr» feige geben. Li.b.'r läftt man ihr den Auf, die lärmendste S abt zu fein. Ollan reifet S.rafte »bahafchirnen heraus schafft Me P>rb:bro!chk n ab. will Unt rgrundbahneu bäum. Alles umsonst. Zwischen den sterbenden Drv ch.'cn unb den kommend n lln: rgrunDbabncn wacht sich ein täglich anwach'mbes. unbesiegbar«» Heer breit, bas b.*r Automobile K Schlitz, 31. Dez. Ein Veteran Feuerw ehr ist Schreinermeister Paul hier. Der fett 40 Jahren Der piefigen Feuerwehr angehört unD jetzt Deren RommanDant ist. Der Jubilar würbe Dieser Tage nach einem In Den AbenDstunDen ftattgefunDenen Probealarm Durch einen Kommers geehrt, in Dessen Verlaus 'Bürger meister Dr. Niepoth unD Der Kreisfeuerwehr- inspektor Den pfsichteifrigen, um Das Feuerlosch- wesen unserer Stadt hochverdienten Mann Durch Ansprachen und EhrenurkunDen auszeichneten. Der Schuhwafen-Invenlur-Ausverkauf unterzeichneter Firmen findet vom * 3. bis 17. Januar 1928 statt Die Preise sind trotz steigender Lederpreise ganz bedeutend reduziert Günstigste Gelegenheit zum Einkauf wirklicher Qualitäts - Schuh waren Schuhhaus Baer Schuhhaus Herbert Schuhhaus Lilienfeld Schuhhaus Meyer Schuhhaus Weidemann Schuhhaus Waldschmidt der DdnbbarRe fffr Jeden „ VCmAfi 9 P JÄGER GIESSEN ■i (■.. 4 M Gießens größtes und schönstes Er rautes Haar eibÄlt feine frühere I Anrbe wieder durch SHellkMrasöM forüe öleöertier- fiefler Crolg lung lOOOiach ueiuabti. Zu beMebm durch igmil kl och, 'Btiilü- mene, SelierSw. 7ät Herrn Pla ikWw., Zeltersweg Bernhard To: di, '•ieuen Baue 12. Ctto Math, Bahn- doffirahe 61. ”"A 1 Unsere 4,16 P. S. Zweisitzer.............. 2700.- Viersitzer.............. 3000.- Llmouslne.............. 3500. Limousine Luxus....... 3500. - 7 34 P. S. Sechszylinder Viersitzer............... 4600. - Limousine.............. 490).— Limousine Luxus....... 5400. - 10 40 P. S. 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Hlüöiete 1 flonnonlnms werd, fachgemäb u. preiswert gestimmt it reoar GieBeo.BioinrtJi lelevbon 2403 Aakailnbr. .Qtnu u öarmoutumS Meiner werten Kundschaft und allen Bekannten ein frohes neues 3ahr! Jerdinand Link Gart Steif Jlachf. Kunst, und Sauschlofferel, Gießen 09276 NMniMSJUI Gründlicher Unterricht im Zuschneiden und Anfertiaen sämtlicher Damen« und Kinderkleidung, sowie Wäsche jeder Art. Aenderung von Kleidern und Wäsche. owai Wiederbeginn des Unterrichts Dienstag, 3. Januar 192H. Die Lehrkurse für Kleibermachen u.L' äschenahen beginnen Z.Zai uar 1928 Marie Sack, Goethestr. 31. stellt einen Weltrekord auf. El Rahly läßt sich ohne Luft und Nahrungszuiuhr 144 Stunden lebendig begraben und überbietet den FakirThoka, welcher dieses Experiment in Stuttgart 120 Stunden ausführte, um 24 Stunden. El Rahly kommt in die bunte Stadt vom 7. bis 15. Januar 1928 3eghm.* JRorgcn früh Rücksichtslos herabgesetzte Preise bei vielen Artikeln Restposten und Einzelpaare ohne Rücksicht auf den Einkaufspreis bedeutend herabgesetzt Besichtigen Sic bitte Unsere Fenster! Bihnbofstr. 53 Lihmtr. 37 tarktitr.17 Lindingitraße 6 nventunÄusverkauf Carl Nowack,Gießen imModehaus beginnt Wolle, glett und gemustert Mk. 8.00 110.2S -Garnitur Seltersweg 85 Wir unterstellen unser gesamtes Lager in Kleider- und Seidenstoffen dem Ausverkauf und haben einen großen Posten zu ganz außerordentlich günstigen Preisen auf Tischen ausgelegt Wir bringen u. a. Waschseide, bedruckt 70 cm, p. Mtr. Mk. ILO, 1.00 Voll-Volle, doppeltbreit, bedruckt- - Mk. 150, 1.00 Kleider-Schotten, reine Wolle, 70 cm breit, Mk. 1.45 Woll-Musseline, reine Wolle, bedruckt Mk. 1.75 Klelder-Karos, reine Wolle, doppeltbreit Mk. t.1S Kostüm- und Kleiderstoffe, 130 cm breit reine Reste und Abschnitte aus allen Llgern x. T. xur Mllfte des wirklichen Werlos. Während des Ausverkaufes ge- / währen wir auf alle regullren III /ft Stoffe einen Bar-Rabatt von..... / V Wir haben die Restbestände unserer Sommer-und Winterkonfektion,ohne Rücksicht auf den eigentlichen Wert, ganz erheblich Im Preise herabgesetzt u.lnfolgendeS Ausverkaufsserieneingeteilt,die übersichtlich auf Stä.iujrnzum Auswahlen ausgehängtsind Im Interesse einer ruhigen und aufmerksamen Bedienung bitten wir, uns möglichst während der Vormittagsstunden zu besuchen. Handarbeitsschule von Frl. Landmann, Gießen, Südanlage 7 Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten Zuschneiden der Wäsche, Hand- und Masch in en näh en, Stickereien jeder Art, Filet, Klöppeln, Occhi usw. Aenderung von Wäsche und Kleidern. iistsd loglnn dos Unterrichte: Dienstag, 3, Januar 1888 Winter-Mäntel aus Flausch mit Krimmerkragen Übergangs-Mäntel gemustert mit Gürtel Voile-Kleider hübsche Muster mit Garnierung Voll-Volle-Blusen weiß und rosa mit Hohlsaum Waschseide-Blusen gemustert, mit Kragen und Manschetten Pllssäe-Röcke aus Cheviot, In schwarz Morgen-Röcke aus Flausch und Musseline Winter-Mäntel aus Flausch, Shetland- und Fancy-Stoffen Sommer-Mäntel aus la Rips m. Plissee, oder aus braunem Tuch Burburry-Mäntel flotte Form mit Gürtel Kostüme aus guten Shetland-Stoffen auf Seide gefüttert Rips-Kleider reine Wolle, in verschiedenen Farben Wollmusseline-Kleider mit hübscher Spitzen-Gamitur Voile-Kleider la Voll-Volle, moderne Blumenmuster Winter-Mäntel aus Ottomane und Velourde laine, mit Pelzbes. Winter-Mäntel aus la engl. Stoffen, teils mit Pelzbesatz Übergangs-Mäntel aus Rips,m.Plisseeteil,ganz u.z.T.halb a.Seide Kostüme aus dklblau. Gabardineu.Rips, auf Seide gefütt Herrenstoff-Kostüme flotte Machart, gute Verarbeitung Rips-Kleider verschiedene Farben, auch in Frauengrößen Loden-Mäntel reine Wolle, mit Gürtel und Passe Popeline-Kleider mit Plissee-Rock, reine Wolle Voile-Kleider In aparten Mustern, ein Restposten Voile-Blusen weiß, z.T. mit Filet-Spitzen u. Plissee Ottomane-Mäntel mit Pelzbesatz, In marine und schwarz Velour de laine-Mä.itel schwere Qualität, mit Pelzgarnierung Winter-Mäntel aus engl. Stoffen, mit Pelzkragen und Besatz Herrenstoff-Mäntel gestreift und kariert, flotte Formen Kostüme aus reinw. Rips, marine u. schwarz, auf Seide Rips-Kleider reine Wolle, gute Qualität auch Frauengrößen Seiden-Mäntel schwarz, mit eleganter Rüschen-Garnitur dem 4. Januar am Mittwoch Geschäftseröffnung 1-Januar 1028 habe ich Im Hause EderetraBe 5,1. Stock, zu G-eßen eine feine Maß-Schneiderei langjähriger Zuschneider bei der Firma M Harth bin ich in der Lage, den verwöhntesten Ansprüchen Rechnung zu tragen. 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Dentist Lieh (Oberhessen) Auf alle hier nicht aufgeführten / Wintermäntel gewähren wir M WM H Q / während des Ausverkaufs einen /ft Bar-Rabatt von................. / VZ Winter-Mäntel aus Flausch, z.T. mit karierter Abseite Winter-Mäntel aus Shetland-Stoffen mit Tasche oder Gürtel "...Carl Nowack,Gießen Winter-Mäntel aus Flausch, mit Pelzkragen und Besatz Herrenstoff-Mäntel la Qualität, gute Verarbeitung Sommer-Mäntel aus reinwollenem Rips, zum Teil mit Stickerei Rips-Kleider mit hübschen Einsätzen oder mit Stickerei Wollmusseline-Kleider mit Crepe de Chine-Kragen oder Weste Rohseide-Kleider mit Plisseerock, zum Teil bunt bestickt Voile-Kleider mit Jabots, auch für ältere Damen IWährend des Ausverkaufes Ist das Geschäft mittags von 1 bis 1 Uhr geschlossen. Nr. \ Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Montag, 2. Januar (928 Fechter Hand, linker Hand, alles vertauscht." DinemarlS innerpvliiifche Lage. Don unserem v. M.-Bcrichterstatter (Rachdruck. auch mit Quellenangabe, verboten!) Kopenhagen, Dez. 1927. Zwei Fragen sind es. die dem politischen Leben Dänemarks seit dem Kriege immer wieder ihren Stempel auf drücken, die Spaftcm der Presse beherrschen und nur vorübergehend etwa der Särterung brennenster Winschaltssorgen Platz machen die Grenzfrage und da« Wehr- Problem. Alle übrigen Dinge laufen scheinbar so nebenher, werden auS der .Hot des Tages" geboren, dringen kaum über den Kreis der zünftigen Politiker hinaus und sterben — im Schatten der beiden Prnvlem-Kolofte — ihren parlamen- torisch-gesetzmäßigen Lod. Ich sage scheinbar, denn in den Varküchen der Parteipolitik brodeln gelegentlich Zollsragen, Wablgeketzkonflikte und andere Probleme von vielleicht weit auöschlag- gcbenderer Wichtigkeit aus. Die breite Oesfent- lichtest nimmt jedoch selten mehr als die Rauchentwicklung wahr und wartet geruhsam auf die fertigen Speisen. Der dänische Bürger hat genug mit sich selbst zu tun und horcht erst gespannt hin, wenn die populären Stichworte fallen. Sin derartige« Stichwort hat nun die liberale Regierung mit der Einbringung ihres „Ge- setzc- über die Verteidigung des Reich e unter die Massen geschleudert. ES handelt sich dabei um eine mehr oder weniger drrrch- greisende 2knberung der dänischen HeereSord- nuna vom Iahre 1922, — einer Ordnung, gegen die du- vorherige sozialdemokratische AbrüslungS- labinctt Stauning, unter den Augen der ganzen Welt, sturmgeiausen ist. Der Inhalt der neuen Wehrvorlage erscheint zu weitläufig und vielseitig, um in nmppen Worten wiedergcgcben zu locrtxm. doch lassen sich die Grundprinzipien dahin zusammenfassen. dah die Regierung, bei fast unverändertem Budget, eine Vereinfachung und gleichzeitige Intensivierung des Verteidigungswesens — in ilebercinftim- mung mit den Dolkerbundverpflichlungen — an- strebt. Um eS hier gleich vorweg zu nehmen: eine wohlwollende Aufnahme ist dem Entwurf weder von rechts, noch von link- beschieden gewesen und der Wehrminister hatte Recht, wenn er an seine Bitte um ruhige und leidenschaftslose Behandlung die wenig hoffungssrohe Sentenz knüpfte, dah Dänemark auf Militär- politischem Gebiet ja wohl ein „Kapitel für sich" sei. Die konservative Parteipresse ergriff sofort die günstige Gelegenheit am Schopf, um Wehrproblem und Grenzfrage — mit dem Hinweise aus 1864 — auf einen Generalnenner zu bringen und d i e „deutsche Gefahr" (den Tollpunkt der dänischen Ration) gegen das Gesetz ins Feld zu führen. Dem Schlagwort von der »Sabotierung der Wehrmacht" stellten die Demokraten ihr „Wozu soll e- nützen?" entgegen, was soviel heißen soll alS: Dänemark sei viel zu kl ein, um beim besten Willen eine auch noch nur annahenmd effektive Landesverteidigung aufftcllen zu können. Ieder diesbezügliche Versuch bringe mehr Gefahr al- Rntzen und bedeute bloß sinnlos vergeudete- Geld. — Immerhin lassen die Demokraten in der Praxis die Rotwendigkeit eine- kleinen Heere- und einer Kriegsmarine gelten, während die Sozialdemokraten mehrere Schritte weiter gehen und die Abschaffung de- gesamten Militärwesens (bis auf ein bescheidenes Polizeikorps und einige Küsteninfpeklionsschrise) fordern. 3n den Augen der Wehrfreunde ist da- getoifi nur ein gra» dueller Unterschied und man geht wohl nicht fehl, wenn man in dieser Beziehung eine enge Fühlung zwischen Demokraten und Sozialisten voraussetzt. Ganz interessant ist übriges die Satfache, daß die Konservativen gelegentlich durchblicken lassen, dah ihnen der radikale Standpunkt der .Derteidigungvnihilisten" letzten Endes noch lieber sei. als die Richt-Fifch-nicht-Fleisch» Politik der Liberalen. Ob es ihnen mit dieser Behauptung sehr ernst ist. must allerdings noch bezweifelt werden. Trotzdem gibt es Leute, die hier sogar einen Hinweis darauf erblicken wollen. Es zogen drei Burschen wohl über den Mein .... Roman von Erica Grupe-Lörcher. d. Fortsetzung Nachdruck verboten. Ihre süße Nähe, jetzt plötzlich so unmittelbar vor ihm, benahm ihm iait seine Sick-erheil. Und deswegen kam sein Bericht nur etwas stockend, daß er in einem wohlhabenden Bauernhaus droben im Ha- naueridiib, nördlich von Straßburg, ein ganz prächtiges Kostüm für sie ausfindig gemacht — und für fie entliehen erhalten hatte. Ein höchst echtes Trachtenkostüm! Mit pjlriichrotcm, weitem Rock, begrenzt unten durch drei Sammetbänder, ein mit Füttern bestickter „Vorsteck" ins Mieder, und das Köstlichste: eine Schiaufkappe in breitem, mattgelbem, blumen- durchwirktem Seidenband, wie man es weit und breit kaum wieder so schön finden konnte. Sie klatschte wie ein erfreutes Kind in die Hände und meinte: „Da kann ich Staat machen an dem Abend! Wie soll ich dir nur danken, Fritzi, daß du dir io viel Müh gemacht hast für mich — ?" _ Er sah ihr sekundenlang in die Augen. Sah ihr für die Momente einiger Herzschläge auf den entzückenden Mund mit den feingczeichncren roten Lippen ---. „Mit einem Kuß", dachte er in plötzlich brennender Sehnsucht! Aber da er über die Vermessenheit seiner Gedanken erschrak, sagte er jetzt mit starker Selbstbeherrschung: „Dank? Ach. Melusin, wenn du an dem Abend auch dabei bist, ist's mir Freude genug! Und wenn du vielleicht beim Meßti- umzug mit mir gehen willst--—? Ich komm auch als Bauernbursch! Vielleicht soll ich als „Meßtiburfch" den Zug eröffnen. Wenn du bann die Mehtimaid abgeben möchtest?" Als sie sich beide in zwei ledernen Klubsesseln einander gegenübergesetzt und gerade das Weitere besprechen wollten, hallte Gelächter aus einem der Nebenzimmer herüber. Wenger horchte auf. „Der Raymond hat Visite! Der Dietivart von Schölzer. Wenn die beiden zusammen sind, hört man fie jedesmal lachen. Es gibt nix so Fideles m-hr, als die Zwei!" „Schade," meinte Fritz Wenger, „ich hält' deinen Bruder auch gern heut gesprochen! hast die Recht« ihre Haltung auf öie Möglichkeit einer sozialbemokratisch-konservativen Majorität — nach den Oberbauewahlen im nächsten Iahr — einz. stell en beginnt. Die Liberale oder .2 a u e r n l i n k e" besteht zum ausschlaggebenden Teil au- Agrarelementen und ist daher, den dänischen Verhältnissen entsprechend. freihändlerisch eingestellt. Die landwirtschaftliche Produktion ist in jeder Beziehung auf den Weltmarkt und die Weltmarktpreise angewiesen und hat daher von lckmtz- zöllnerischen Mahnahmen keinerlei Borteile, sondern nur eine Verteuerung der Produktionsmittel und BedarfSartikel zu erwarten. Demgegenüber tritt die konservative Industrie nachdrücklichst für die Errichtung von Zollschranken ein, weil sie unter einer »unehmenden Ucbcrflutung de- Inlandmarktes. durch billige ausländische Industrieerzeu^nisse, zu Icuen hat. Der prinzipielle Gegen ay liegt also klar zutage, doch — damit nicht genug — schlagen sich nun auch die Sozialdemokraten ganz offen auf die Seite der Konservativen und dc.langen durchgreifende protektionistische Maßnahmen zu.n Schutze des arbeitslosen Industrie- Proletariats. Die dänische Landwirtschaft macht eine schwere Deflationskrise durch und ist gezwungen, sich mit möglichst geringen Arbeitskräften zu behelfen, was natürlich eine Abwanderung zur konku^renzbedrohten Industrie Aur Folge haben must. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben hier also zwangsläufig ihr gemeinsames Interesse entdeckt und ziehen Arm in Arm gegen den Freihandel zu Felde. Die Lage bedingt zweifellos eine, unterirdisch und hinter den Kulissen fortschreitende, Umwandlung aller parteipolitischen Grundsätze und läßt allerlei interessante Möglichkeiten offen. Wenn sich die liberal-konservativen Gegensätze (Klriste.ungövcr- fuche sind lebhaft im Gange) in der Wehr- f rage al- unüberwindlich Herausstellen tollten, dann darf man auf die Parteilonstellation der Zukunft immerhin gespanni fein. Um so mehr gespannt, als die nächsten Wahlen vermutlich unter dem Zeichen des Rückgangs der Mittelparteien und eines Machtzuwachses der Sozialdemokraten stehen werden. Französische Wisderausbaubilanz In Frankreich ist eine recht interessante Statistik über die Wiederaufbauarbeiten in den fogernannten „zerstörten Provin-en" veröffentlicht worden, die zwar nicht ganz durch- sichtig ist. aus der aber doch fo viel hervor- gcht, daß man nicht nur so ziemlich mit den WiederherstelluNgSarbeiten fertig i't, sondern darüber hinaus noch zahlreiche Anlagen in Rord- und Ostsramreich geschaffen hat. die vor dem Kriege gar nicht bestanden. Die Zahl der Postämter ist nahezu verdoppelt, ebenso ist da- Telephonnetz um hundert Prozent gewachsen, auch scheinen alle diejenigen, dir früher keinen Telepbonanschluß besaßen, mit ihrer Behauptung, deutsche Truppen hätten ihnen die Apparate au-gebaut oder zerstört, guten Glauben gefunden zu haben. IedenfallS ist auch hier eine Verdoppelung der Anschlüsse au verzeichnen. Wenn noch hundert- laufend Hektar landwirtschaftlicher Flache nicht a n g e 6 a u t werden konnten, dann bedeutet das nicht, daß hier die Wiederaufbauarbeit iwch nicht vollendet ist. Die Dinge liegen wohl so. daß aus durchsichtigen Gründen weite Strecken i n ihrem ursprünglichen Zustand erhalten wurden, um jedem Ausländer Gelegenheit zu geben, sich persönlich von der ..barbarischen" deutschen Kriegführung überzeugen und daraufhin die Franzosen bemitleiden zu können. Außerdem wollen auch die Reisegesellschaften leben, für die Auszüge nach der Somme, dem Chemin des Dames oder auf die Schlachtfelder von Verdun stets recht lohnend find. Zieht man dieses nicht wiederaufgebaute Gebiet von den statistischen Erhebungen ab. dann kann wohl mit gutem Recht behauptet werden, daß die Spuren des Krieges ausgelöfcht find. Aufgewendet hat Frankreich dafür 72 Milliarden. während es den Gesamttchaden auf 35 Milliarden veranschlagt. In Reichsmark um- i. .iwir —»■ ■»■■!■■■— i in gerechnet ergibt da- einen Aufwand von 12 bis 14 GoldmiUiarden. Berücksichtigt man, daß rund 30 000 Häuser gebaut wurden, bann hat jede- Haus etwa vier Millionen Mark gekostet. Hierin sind allerdings 8000 Fabrikgebäude enthalten, ebenso auch die Kosten für die Wiederherstellung der Bergwerke, der Straßen und Cifcnbafcncn. Bei Ao^ug auch der h er für auf» gewandten Summen bleibt pro Hau- — es handelt sich doch satt durchweg um kleine Landhäuser. weil die Städte nur wenig gelitten haben — ein enormer Aufwand. Auch die Fabriken und Bergwerke sind keine-weg- so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, daß ein Wiederaufbau von Grund auf er'olgcn mußte. Dafür spricht die Tatsache, daß die nordfranzö- fische Industrie gleich nach Kriegsende in Der Lage war. wieder voll zu arbeiten, und daß weiter die Bergwerke sich sehr rasch zu erholen vermochten, ja. seit Iahren sogar mit Hilfe der auf Reparationskosten vorgenommenen Verbesserungen ihre Friedensförderung weit hinter sich gelassen haben. Zu berücksichtigen ist bei der ganzen Wiederaufbauarbeit. daß D e u t f ch l a n d mit namhaften Sachlieferungen (Viehlieserungen vor allem, dann durch Ablieferung landwirtschaftlichen Geräts. Abtretung unseres Lolomotiv- und Wagenparks usw.l eingegriffen hat. und daß der Franken bedeutenden Wertfchwankungen unterworfen war. wie ja überhaupt inländische Bestellungen nicht mit Goldmark, sondern mit Papierfranken bezahlt wurden. Das alles beweist ?ur Genüge, daß Frankreich ungeheure Wiederaufbaugewinne eingesteckt hat die besonders in den Iahren 1919, 1920 und 1921 in die Taschen einzelner Bauunternehmer geflossen sind, wie auch sonst noch jeder versuchte, Reparationsgewinne zu erzielen und auf Kosten Deutschlands sich an Stelle einer kleinen Hüfte eine prachtvolle Villa errichten zu lassen. Da der Sinn der Reparationen nur der ist. die Kriegsschäden Jranlreichs wieder zu reparieren und wir vor dem Londoner Dawespakt Milliardenwerte nach Frankreich hineingepumpt haben, müßte von Rechts wegen unsere Reparativ nS- pflicht längst erfüllt fein. Wirtschaft. Das KonjunNurjohr 1921. Als um die Jahreswende im Dezember 1926 ein Rückblick auf das verflossene Iahr geworfen wurde, konnte man feststellen, daß sich die wirtschaftlichen Derhä'.lnisfe in Deutschland entschei- dend gebessert haften. Ungefähr im Mai war eine Wendung der Konjunktur erfolgt, die ihren Ursprung im englischen Bergarbeiterstreik hatte. Die aufwärts strebende Linie der Wirtschaftskonjunktur hat diese Richtung beibehalten. Man kann das Iahr 1927 als ein Iahr guter Beschäftigung von Industrie und Handel kennzeichnen, wobei freilich die Gewinne zu wünschen übrig ließen. Die ursprünglich nur in den Schlüsselindustrien eingetretene Besserung hat sich in diesem Iahre auf die weiter verarbeitende Industrie ausgedehnt. Die Produktionöziffern find erheblich ae- wachsen und haben teilweise eine Rekordhöhe für die Rachtriegszeit erreicht. Im Kohlenbergbau schätzt man die Mehrförderung gegenüber 1926 auf rund fünf bis zehn Millionen Tonnen für Steinkohlen und ebenfalls rund fünf Millionen Tonnen für Braunkohlen, die Roheisenerzeugung ist von 9 6 auf rund 15 Millionen Tonnen, die R o b st a h l e r z e u g u n g von 12,3 auf rund 16 Millionen Tonnen angcwachfen. Die Maschinenindustrie profitierte nicht nur von ihren' eigenen RationalificrungSmaß- nahmen, die teilweise zu einer nicht unerheblichen Verbilligung der Produkte beitrug, sondern auch von der Rationalisierung der anderen Industriezweige, die vielfach zur Anschaffung neuer und moderner Maschinen schritten. Eine ausgesprochene Hochlonjunltur hatte die Xertllinbu- ft r i e. in der iich eine natürliche Reaktion nach dem eingeschränkten Verbrauch der vorangegangenen Krisenjahre bemetlbar machte. Die Kunstseidenindustrie befand sich in einer gewaltigen Entwicklung, nicht nur in Deutschland, fon- btrn in der ganzen Welt. Allerdings Haden die Gewinnergebnissc nicht mit der Steigerung der Mmfobiätiaftit Schritt gehalten. Man bat deshalb der Konjunktur des Iahres 1927 die 'Bezeichnung ..M e n g e n k o n j u n k t u r' gegeben, üharafteristtsch war für fie auch ihre Beschränkung auf dem Inlandmarit. Die unzweiselbaft größere Kaufkraft der Br- Votierung hat eine weniger erfreuliche Hieben- Wirkung in der außerordentli^Xm Intensivierung der Einfuhr gehabt. In den ersten 11 Monaten die Einfuhr an Rohstoffen und H.ilvferftgwaren gegenüber dem gleichen Sei'.raum des Vo johres um zwei Milliarden gestiegen, sondern auch die Einfuhr an Fertigwaren um eine Milliarde und an Leben-mifteln um etwa 7d0 Millionen. Die Steigerung der LebenSmitteleimuhc ist zum großen Teil auf hie schlechte Ernte dos Iahres 1926 zurückzufuhren gewesen. Auf der anderen Seite wurde die erhöhte Einfuhr nicht durch entsprechende Mehreffpo.te ausgeglichen. Das Gesamtvolumen der ÄuSfuhr stieg in be t ersten 11 Monaten des Iahres nur um 750 Millionen. Der Erport hat somit nicht Im entferntesten an der Belebung der Produltion teUgcnommcn. Die Ansicht derjenigen, die die Konjunktur als eine reine Inlandkonjuäktur bezeichneten, findet also ihre Bestätigung. Die Außenhandelsbilanz wird für da- ganze Iahr 1927 voraussichtlich mit einem Pasftvsaldv abschl eßsn. der über drei Milliarden beträgt, während im Vorjahr nur ein kleiner Einfuhrüberschuß von 140 Millionen zu verzeichnen war und das Depressionsjahr 1925 sogar eine mit 3.6 Milliarden aktive Handelsbilanz getilgte. Die Außenhandel-- bilanz stellt so eines der schwierigste,, Probleme dar. deren Lösung noch gefunden werden muß. Leider genügen nicht die von un- ausgehenden Bemühungen zur Herbeiführung einer Deferung. solange sich da- Ausland in einem Maße wie bisher von der Aufnahme unserer Effpvrigüter abschließt. An sich ist da- Vertrauen des Auslandes in die deutsche Wirtschaft im letzten Iahr weiter gewachsen. Zum Beweis dieser Tatsache kann aus da- lebhafte Einströmen ausländischen Kapital - nach Deutschland verwiesen werden. Allein die öffentlich aufgelegten Anleihen deutscher Länder, Gemeinden, anderer öffentlicher Körperschaften und privater ErwerbS- gesellschaften stellten in den ersten zehn Monaten 1927 einen Nominalwert von fast 1.4 Milliarden dar. Zu dieser Summe treten noch die großen Beträge, die als Warenkredite, durch Qf- sektenlause. als kurAsristige Börsenkredite usw. herein- und heran-stossen. Die einkommenden Anleihegelder ermöglichten unS die Bezahlung der laufcnbcn Au-landschulden und gestalteten die Zahlungsbilanz aktiv — wenn auch nur „gc- borgt-attiv", mit per späteren Sorge um endgültigen Ausgleich. Dir Zahl der Konkurse tyelt fick auf den im Dezember 1926 erreichten niedrigen Stand, die Wechselproteste und DefchäftSaufstch- ten gingen erheblich Aurüd. Eine Störung lag jedoch von der Kapital feite her vor. Bekanntlich war zu Beginn de- Iahres die Lage am kurzfristigen Geldmarkt außerordentlich fküs- fig. Es herrschte ein Hebersluß. der leicht dazu verleitete, die Situation bedeutend optimistischer zu beurteilen, als es tatsächlich gerechtfertigt war. Der größte Fehler war wohl die Auslegung der fünfbrov-ntigen inneren Reichsanleihe in Höhe von 500 Millionen Mark, von denen nur 300 Millionen Mark am offenen Markt '.intergebracht wurden. Man glaubte den Ka- pitalmarit sckw.i fo Welt gestärkt, daß man den Zufluß ausländischen Kapitals drosseln könne. Die Folge war. daß einerseits der Kapitalzustuß aus dem Ausland so gut wie aufhörte, anberer- selts das wenige ausländische Kapital von der Reichsanleihe absorbiert wurde. Die bann folgenden Ereignisse find bekannt. Der zunächst außerord. '.e Pfandbriefabsatz allmählich ganz inS Stocken, verschiedene innere Anleihen erlitten Schiffbruch, an bet Börse wat eine scharfe Kürzung der Reportgelder nötig (bie den bekannten „Schwarzen Freitag" am 13. Mai zur Folge hatte), die Kapitalbildung ging auch sonst zurück. Die Veldfähe patzten sich naturgemäß bet geänderten Lage an Der ReichSbankdislont wurde von 5 Prozent wieder 3m nächsten Moment war sie in ihrer Elasttzi- tät schon wieder aufgesprungen. „Aber Frihle! 3ch hol den Raymond her! Sein Freund kommt vielleicht auch mit her. Die beiden haben keine so wichtige Sache zu besprechen, daß sie nicht jetzt auch her- fommen könnten!" Während er ihr noch nachrief, daß cs ihm lieb sei, war sie bereits aus der Tür und huschte den Gang herab. Als er allein war, fiel Wenger ein, daß er den Namen des jungen von Schölzer oft unter denjenigen von Deutschen nennen Höne, die fich allen künstlerischen Bestrebungen durchaus verständnisvoll und fördernd gegenüberstellten. Um so lieber begegnete er ihm jetzt endlich einmal persönlich, und zwar gerade in diesem Haufe, dessen junge Generation gleich ihm selbst die Gegensätze der ver> schiedenen Kreise in Straßburg zu überbauten suchten. Mit besonderer Aufmerksamkeit sah er deswegen jetzt dem Eintritt des jungen Deutschen entgegen. Nichts von der inneren Ablehnung, wie bei Alcesle, die fast an Haß grenzte, stieg in ihm auf, als er in Dietmar! den typischen Vertreter einer deutschen Offiziersfamilie fand. Groh, fchlank, gut gebaut, blauäugig, dunkelblond, mit den eleganten, sicheren Manieren einer guten Kinderstube und sympathischem, gewmnendem Wesen. Raymond übernahm, nachdem er den Gast begrüßt hatte, die Dorstellung. Aber die ersten üblichen, ionft steifen zwei Minuten zwischen Fremden wurden sofort überbrückt, als Dictwart von Schölzer mit Lebhaftigkeit das Wort ergriff: „Herr Wenger! Wie sehr freue ich mich, Ihre persönliche Belanntichaft hier machen zu können! Das gibt mir Gelegenheit, Ihnen mein Kompliment über das Gedeihen des Elsässer Dialekttheaters zu machen, besten spiritus rector sie sind, wie man mir oft sagte! Heimatkunst pflegen, bas ist etwas ganz Köstliches! Gerade hier im Elsaß'. Wo so viel Loden- ständiges, so viel Wertvoll-Bodenständiges ift!“ Zn die Augen von Fritz Wenger ftiea ein Leuchten. .Haben Sie sich einmal eine der Vorstellungen angesehen, Herr von Schöler?" ,,Eine der Vorstellungen? Ich bin Abonnent! Und auf meine Veranlassung haben noch eine ganze Reihe von Freunden auch Abonnen-.ents erworben." Man gruppierte sich zwanglos um den großen, runden Eichentisch. Raymond lächelte. Er war immer glücklich, wenn in seinem Hause, in seiner Umgebung Vertreter des Deutschtums und feiner elsässischen Heimat sich verstanden. Seine Zuneigung zu feinem Freunde wuchs abermals in dieser Stunde, als er Dictwart mit Wärme sagen hörte: „Es ist mir immer gedankt worden, wenn ich Bekannte veranlaßte, Vorstellungen des Elsässtschen Theaters zu be- suchen. Zuerst verstand man den Dialekt nicht immer. Aber bann ging's. Und bann erquickte man sich cm der Urwüchsigkeit der Dolksszenen, dem gesunden Mutterwitz, den der Elsässer nun einmal hat, und der gemütvollen Lehaglichkeik. lieber Gustav Stoß- kopfs „Herrn Maire" (Dorfschulzen) haben wir Tränen gelacht! Und dann noch eins, Herr Wenger!" Er neigte sich dem jungen Elfäffer etwas entgegen und meinte mit einigem Nachdruck: „Eine doppelte Freude ist für jeden Deutschen dieses Betrachten elsässischer Dolksszenen auch deshalb. — weil sie so völlig deutsch anmuten! Man könnte gerade so gu», vielleicht mit einigen kleinen totalen Abschattierun- jen, — Kirchweih'eiern in Schwaben oder Bayern o sehen. Gott fei Dank, keine Spur von französi- chem Firniß oder gar Franzosentum überhaupt! Und da darf man getrost behaupten, daß das elsässische Volk in seinen Grundzügen, in feiner Bodenständigkeit durchaus auf deutscher Art steht — und sich gibt!" „Dann wird es Sic angenehm berühren. Herr von Schölzer. das wir das diesjährige Fest zum Besten der Armen Verwaltung ganz im Rahmen einer ländlichen Kirchweih halten werden. Gerade eben kam ich her. um mit meinen Freunden hier Details zu besprechen!" „Eine famose Idee! 2ch komme auch! Aus un-'e- rer Verbindung wollen ja auch einige Freunde mit- machen, nicht wahr, Raymond? Und noch uns bekannte Studenten —" „Das ist uns lieb. Herr von Schölzer! Ich bin Mitglied de- Komitees. Und ich kann Ihnen versichern. es freut uns, wenn von Jahr zu Jahr gerade dieser Wohltättgkeitsball sich immer mehr zu demjenigen Feste ouswächst, auf dem einheimische eftässvche und deutsche Kreise sich zusammenfinden und einige Stunden sich gemeinsam vergnügen!" Man hörte draußen durch die stille klare Winter- luft die Glocken des nahen Münsters herüberichwin- gen. Fritz Wenger zog die Uhr. .Ich muß gleich ausbrcchen. Dir haben nachher eine Komiteesitzung." Aber Raymond zog seinen Stuhl um eine Kleinigkeit näher zum Freund heran: „Äch muß noch eben wegen des Eharles Dubois mit dir reden! Der will die Dekorationen übernehmen!" Während die beiden Herren sich In eine geschäftliche Angelegenheit vertieften, gerieten Dietwari und Melusine in ein Gespräch. Dem Fritz Wenger aber wurde es unterdessen etwas unbehaglich. Er wußte leibst nicht, warum überhaupt eine Unbehaglichkeit in ihm aufstieg. Aber er hörte Melusine wiederholt im Gespräch mit Herrn von Schölzer leise auflachen. So silberhell, so entzückend, fo erfrischend, wie eben nur fie für seine Begriffe lachen konnte. Sein Herz tat mühsam fthuxre Schläge. Bei einer leichten Wen- düng des Kopses sah er genau, wie Herr v. Schölzer ihr etwas entgegengeneigt saß und ihr voll ins fde« sicht blickte, 'lltf), und in diesem reizenden pikanten Madchengeficht funkelten eben hundert Sprühleufel- chen des Vergnügens und der Lebenslust! Waffenlos war Fritz Wenger schon als Junge diesem Lachen von der kleinen Melusine gegenüber getuefenl Den schönsten Dank sah er in ihrem Lachen, wenn er fte durch irgend etwas erfreut hatte. Und die verrücktesten Dinge hätte er auf ihre Bitte unternommen, wenn ein solches Lachen seine Mühe gekrönt hätte. Wenn es nun Herrn von Schölzer ihr ebenso bedingungslos auslieferte. „Sie ist ein ganz kleiner Rocker!" fuhr es dem etwas ernsten und schwerfälligen Fritz Wenger plötzlich durch den Sinn. „Ein kleiner Racker, der jeben am Bändel führt, den er sich aufs Korn nimmt!“ Trotzdem drängte sich seine Gewissenhaftigkeit jetzt wieder vor und er brach auf, um nicht verspätet jur Sitzung zu kommen. Als |ie bei der Verabschiedung ihre Hand in die feine legte und ihm nochmals mit einigen Worten des Dankes in die Augen sah. war er wieder beglückt. Er schied mit ihrer Zusicherung, daß sie als seine „Mehtimaid" beim Umzug auf der Kirchweih am Ballabend mit» machen würde. Raymond geleitete den Freund hinaus. Anscheinend gerieten beide draußen auf dem Gang und vor der Entreelür nochmals in ein Gespräch, denn i t a l d e c I o r g u n a b e r OIM r t- fdyaf l nicht so au»reichend und billig »t not 1 erfolgen kann, und vvi au^m fyrx n>ch totere Beladungen dntr.trr. Die alle Ber-^ngM urb Maßnahmen der Untern hmtt über d-n Hausen Versen. An sich liegt in der innrr.-n Bcrfafsung unserer Wirtschaft (ein ®ranb m cxJxtnY1t, 0\ (üben fd)aden Kon;unkturruckfchl2g H rndet und 3nt>uftr' suhlen sich oielmchr gesund, von d m Krankheite:i vergangener Iahre besrnt und zu rüstigem Forllchrerten drsLLigt- Dt' L^lbsttosten der Betrieb? und Di: B.-iträae »u den öffentlichen Lasten tieften aber s-lbst tn dnn hinter unS llefltiite i Konjunk urjahr n ir einen ung-nagenden Lohn für die Arbeit bt* Unternehm rs und unaenugeni- Bcrzinfung für das angelegte Äa- pttol übr i Dir Srutsche Reichsbahn im Zahn 1927 Aach dem soeben oerössentlichten Bericht der Deutschen Reichsbahngesellschaft zeigt der Güterverkehr des wahres 1927 das erfreuliche Bild eines Fort schritt es in der Ön'tobflung der deutschen Wirtschaft. Die TBa gengestellung übertraf durchw g dte Lrt- stungen des Vorjahres und war auch HSH« als tne auf das brütige Gebiet des Deutschen Reichs zurückgeführte Dagenstelluna des letzten Bor- fnrQeuibrt 5 1913. Die Anforderuug:n an den ®ütenvjQent>irf konnten im gro i'' und flanv ' rechtzeitig bejricdigt Verden. Die Halsung durchgehender Güterzugverbindungm dehnte sich auch über die Grenz- b*4 Reichst ^innetz.-s aus. Die im November 1927 abgehalten.- internationale Güterzugfahrplankonferenz in Budapest hat tne Deutsch? Retchsbahng.-s. lllchast beauftragt, ein europäisches Süterkursbuch her- auszugeben, das erstmalig im Mai 1928 erscheinen wird. Die Verwendung des Kraftwagen« für die Beförderung von Personen und Gütern hat Im letzten Zähre weitrr zugenommen. Die Zahl der Kraftwagenlinien ist vermehrt worden. Seit dem 1. Oktober 192? ist der Flug- eifenbahnverkehr eingerichtet, der von der Deutschen Relchskrntzng s llschaft und von der Deutschen Lufthansa AG gemeinsam bedient wird. Der Personenverkehr im Jahre 1927 ist hinsichtlich der Einnahmen und der Zahl der beförderten Personen und der Person.'nkilometer starker gewesen als 1926. Di? Hinnahmen werden voraussichtlich um etwa 4 v. H., die Zahl der beförderten Personen und d.-r Perfonenkilo- meter um etwa 7 v. H über d-nen d?S Jahres 192b liegen. Besonder- erfreulich ist die Abnahme der Gesamtzahl der verun- glückten Personen, wie ging nach den bisherigen Aufzeichnungen um etwa 150 gegen die des Vorjahres turir.f und entspricht, an den Zugleistungen gemessen, zum ersten Male seit Krleg«- beainn sost dem Stande von 1913. Die Finanzen der Deutschen Reichsbahn haben sich während des Geschäftsjahres 1927 im allgemeinen günstig entwickelt. Der Abschluß deS Jahres 1926 zeigt die Auswirkungen der B?r- fchribelcbung. di? im Gütertarif in ber zweiten Hälfte des Jahres 1926 eingesetzt hat SS betrugen die Betriebseinnahmen 4510,8 Mill. Mark, d'.e Betriebsausgaben 3880,6 Millionen Mark. DaS Geschäftsjahr 1927 siel mit feinen ersten acht Rlonaten in das dritte ReparatlonS- j a h r. 3n diesem betrug die Vesanitjahresbe- faftunq für den Dienst der Repa rat ionsschuld- vertchreibungen 550 Mill. Mark. Sie steigt mit dem Beginn des vierten ReparationS- ja h r eS (1. Dezember 1927) auf 660 Mill. Mark. Heben d.-r Reparationszahlung war auch die BeförderungSfteucr an den Reparation« ernten abzuführen. Der vom Gesetz vo rge schrieb?ne Gefamtbetraa dieser Abführung für da3 dritte RepanitionSjahr mit 293 Mill. Mark ist erreicht worden. 3m vierten ReparatlonSjahr find glcicb- falls 290 Milk. Mark an den Reparationsagen' en abzuführen. Das Gesamtpersonal ist im 3ahre 1927 gegenüber d.in Vorjahr.- im Durchschnitt um etwa 4000 Köpfe auf etwa 703 000 Köpfe gesunken. • Die amtliche Großhandelsinder- Allfer. Die auf den Stichtag d.-s 28. Dezember berechnete GrosthandelSind.-rz ffer de« Statistischen ReichSamtS ist gegenüber der Borwoche von 140.0 auf 139,2 um 0.6 v. H. zurückgegangen. Bon den 5muptgrupven ist hie 3nderAiffer der Agi .i stosse um 1.9 n. fr auf 134.1 (136.7 in der Vorwoche) gefunfen. Die 3nderziffer für Kolvnialwareu hat um 0.2 v H auf 130 2 (129,9) und diejenige für industrielle Rohstoffe Buntes Allerlei 25 000 Zitronen für einen Punsch. Denn der Punsch so zubereüet wird, wie es fein Aarne verlangt, muh et fünf Bestandteile tmballen. Bei den alten Indern. die thn zuerst brauten, war es nämlich ein feststehender Brauch, »u diesem Getränk nie mehr als fünf Zutaten zu nehmen; deshalb wurde es auch hindostanifch p3nt*ch* genannt, eine Bezeichnung, die dem Sanfkritwort „panca“ entlehnt ist und ..fünf* bedeutet. Die 6aglänber lernten den guten Trunk auf ihren ost indischen Zährten im 17. Jahrhundert kennen und brachten das echte indisch« Punschrezept — dessen Bestandteile nur Tee. Wasser. Arrak. Zucker und Zitronensaft bildeten — in ihre Heimat Bon England auS verbreitete sich dann das Punschtrinken über daS ganze Abendland. Da da« Wort Pcnfch im deutschen Sprachschatz nicht vor dem 18. 5!agrhundert austaucht, scheuu auch da« Getränk erst um diese Zeit zu uns gekommen zu sein. Punsch wirb auf vielerlei Art »übereilet. Man kennt ihn sogar im gefrorenen Zustand getrunken al« „Ponche romainc“, der auS ZitroneneiS, Rum, Eierschnee und Shampagner besteht, ober al« ..Ponche i l'lmperiale". bei dem die Mischung noch durch den Zusatz von AnanaS verfeinert wird. Kalt getrunken wird bekanntlich auch ter ..Schwedcnpunfch". der am besten schmeckt, wenn man ihn mit Wein oder Thampagner verdünnt früher liebte man besonder« den „Stahlpunsch". so genannt, weil man das Getränk mit einem glühend gemachten Stahl erhitzte Goethe trank diesen Punsch außerordentlich gern, und einmal lud ihn Ernestine Boß, die Gattin des Dichters Johann Heinrich Boh. dazu mit folgenden Versen ein: ..Fertige schnell ein Gericht und die fest- (liebe Schale des Punsche«, Rot von der Glut, und bediene den Gast (an Der winzigen Tafel. Froh des genügsamen SinnS. und deS (anmutreichen Gesprächs." Ein Rezept zu einem Punsch, wie ihn Goethe in Alt-Leip,ig gern trank, hat Käthchen Schön- kopf. Goethes Jugendliebe, hinterlassen. Es lautet „2 Bouteillen Pontac in einen Raps, 2 Pomeranzen halbirt, auf dem Rost gebraten. Ein Groh Stück Schwarz Brot mit Bünde etwas stark gehört - diese zwey Stück nebst J4 Pfund Zucker in den Rapf — eine Viertel Stunde stehen lassen; zugedeckt — so dann etwas Mus- caten Ruh gerieben, und auch zu den vorhergehenden — ist Sr zu stark, so kann man es mit etwas Wasser versetzen — Cjcelentl“ Bald nachdem Die GnglänDer den Punsch kennen (ernten, wurden sie leidenschaftliche Liebhaber des Getränke Sie verehrten es so sehr, dah sie riesige Punschbowlen anfertigten, von Denen sogar Die englische Geschichte erzählt. So tourDe im 3ahre 1694 Dem englischen GeneralkapitLn Eduard Ruffel ,u Ehren einmal ein Punsch bereuet, au dem man 800 Liter Branntwein. 1600 Ltter Wasser. 25 000 Zitronen. 13 Zentner Zucker und 5 Pfund Muskatnüsse verwendete. Die e Punsch- massen sprudelten aus einer Fontane, um Dvt ein Knabe tn einem Heroen Boot fuhr, unablässig Die leeren Gläser füllend. Einen originellen Punsch gab eS auch bei einer anderen Gelegenheit tn der englischen Armee. Es war im Jahre 1801. al« unter Dem englischen General Sir Ralph Abercrombte em eng- lifcheS Korps bei Abuktr landete Man hatte es nach Aegypten berufen, um mit zuhelfen. Die Franzosen zu vertreiben. unD zu demselben Zweck landete gleichzeitig em Korps ostindischer Truppen bei Suez. Die beiden englischen Truppen- körper vereinigten sich und errangen nach kurzer Zell den Sieg. Zur .jcier dieses Ereignisses kletterten einige englische Offiziere auf eine Der PyramiDen und tranken hoch oben einen Punfch. dessen Bestandteile aus allen fünf Erdteilen stammten. Das verwendete Wasser soll. wie behauptet wird, au« der Themse, dem Gange« und dem Ril geschöpft worden sein, während ost- indischer Rohrzucker als Sühstofs und australische Kokosnuß als Gewürz diente. (Erinnerungen an Onkel Tom. Dreiviertel Jahrhundert waren in diesem 3ahr feit Dem Erscheinen von .Onkel TomS Hütte" vergangen. Der Meistererzählung von Harriet B e e ch e r Stowe. Die fo viel zur Sklavenbefreiung beigetragen hat. An daS Urbild des schwarze.! Melden dieser Geschichte, an den wirklichen On;.. Tom. werden in England wert- volle Erinnerungen aufbewahrt. Der greise Reger. Rev. Josiah Henson, dessen Lebensgeschichte die Dichterin gestaltet, kam nämlich mit 80 Jahren nach England, um hier Mittel für seine kleine Kapelle zu sammeln, in der er Gottesdienst hielt. Er wohnte bei dem Herausgeber Der „Christlichen Zeit". John Lobb, und dessen Sohn besitzt ein Oelgemälde und eine Düste des alten Mannes, sowie zahlreiche Gegenstände, die ihm gehörten. Obwohl Onkel Tom einen Sprachfehler hatte, wußte er doch eine leidenschaftliche Beredsamkeit zu entfalten, wenn er von den Leiden seiner Brüder erzählte. Er besaß auch einen glücklichen Humor und brachte Die Königin Bikto ria zum Lachen, zu der er nach Windsor Castle eingeladen wurde. Lobb hielt darauf, dah er für diese Audienz fein braune« Gesicht tüchtig wusch, was der alte Herr nicht gern tat. ©ein Leben verlies ganz so. wie es in der Geschichte erzählt wird mit der Ausnahme, daß er nach Kanada entfloh und Die letzten Jahre seines Daseins in Frieden und im selbstlosen Wirken für seine Rasse verbrachte. und Haldwareii um 0,3 D. fr auf 134,2 (133,8) angezogen. Die Indexziffer der industriellen Fertigwaren war mit 155,7 (155,6) nahezu unverändert. Die ReichSinde^ziffer für Die Lebenshaltungskosten im Dezember 1 927 beläuft fich nach Den Feststellungen des Statistischen ReichSamles für Den Durchschnitt De« Monats Dezember auf 151,3 gegen 150.6 im Bvr- monat. Sie ist Demnach um 0.5 v. fr gestiegen. Bei Den ErnährungSausgaben werben Steigerungen Der Preise für Eier, Gemüse und Kartoffeln Durch Rachgeben Der Preise für Fleisch nur zum Teil ausgeglichen. Die BelleidungsauSgaben haben ihre AufwärtSbewegung fortgesetzt. Die 3n- Derzifsern für Die einzelnen Gruppen betragen: (1913 bis 1914 glech 100) für Ernährung 152.8. für Wohnung 125.4, für Heizung unD Beleuchtung 146,4, für Bekleidung 155,7, für den „sonstigen Bedarf" einfchliehlich Berkehr 185.8. • Bon der Frankfurter Börse. Ab 2. Januar kommt die im amtlichen Kursblatt vorgesehen? Rubrik „RachböGliche Abschlüsse" In Wegfall. Dom gleichen Zeitpunkt ab Isa Termin- und fortlaufende Rotierungen an Der Mittagsbörse von 12.15 bl« 14 Uhr. SamStags von 11,15 bi« 13 Übr. an Der Abendbörfe von 17.15 bi« 18 Uhr festgestellt. Die Einheitsnotierungen finden, wie bisher, um 13.15. SamS- tags um 12.15, an Der Ade.tdbörse um 17.45 Uhr statt. An den Prämienr.k.a.ungStagen wird von 13.15 Uhr ab auch zur nächsten Liquidation notiert. Schösserhof - Binding - Dürger- bräu A. -G.. Frankfurt a.M. Rach Dem Bericht ift im abgelau enen Geschäftsjahr 1926 27 eine kleine Absatzsteig rung gegenüber Dem Borjab re eingetreten. Die Betriebe seien technisch I weiter vervollkommnet worden. Da« Geschäfts- | jahr schließt mit einem Bruttoertrag von 13,15 (11,79) Mill. Mk. Rach Abzug von 6.81 (6,56) Mill. Mk. Unkosten. 4,62 (3,53) Mill. Mk.Steuern und 210 000 Mk. Abschreibung ergibt sich ein Reingewinn von 1,59 (1,56) Mill. Mk., woran« wieder 20 Prozent Dividende verteilt werden sotten. Zum Dorttag gelangen 110000 (80 000) Mark. Die Bilanz verzeichnet einerseits bei unverändert 5,06 Mitt. Mk. Kapital 530 000 (850000) Mk. Berbindlichkeiten und als neuen Posten 790 000 Mk. Biersteuer, anderseits 2.19 (1,86) Mill. Ml. Außenstände und 1,80 (1,58) Mitt. Mk. Borräte. Da« Ergebnis des neuen Jahres werde ganz von der Gestaltung des 'Bier- absahes abhängen. Frankfurter Börse. Frankfurt a.M., 2.Jan. Tendenz: fest. — Zum Jahresbeginn war die Tendenz an Der Börse f e ft Die Stimmung blieb zuversichtlich, vor allem im Hinblick auf Die weitere Geldmarkt» entroicfeluHg, da diese weiter o p t i m i st i f ch beurteilt wird. Heute schon macht sich eine gewisse Erleichterung bemerbar, da Der Jahres» ultimo bereits vollständig abgewickelt zu fein scheint, was allgemein befriebigte. Anregend wirkte die plötzliche Steigerung Der Neu be si tz a n le ih e. Das Geschäft war aber nicht wesentlich lebhafter als an den Bortagen und beschränkte sich wieder auf einige Spezialwerte, die bei stärkerer Nachfrage merkliche Kursbesferungen verzeichnen konnten. Von privater Seite soll der Orderseingang bei den Banken bescheiden gewesen sein. Lebhafte Umsätze ver» zeichneten I.» G.» F a r d e n, die 4,5 v. fr anziehen konnten. Stark verlangt blieben Scheideanstalt plus 8 d. S). Interesse zeigte sich auch für Banken, die 2 bis 3 o. j). anziehen konnten, imb für Schiff» sahrtswerte Pius Ich bis 3 o.fr Am Mon. ta n ma r ft waren Nheinftahl mit plus 3,5 o. f). bevorzugt. Ni-deck ery eilen eine starke Steigerung von 7,5 o.fr. ’om't fneiten sich hier die Seflerungen bei stillem Geschäft im Nahmen von 1 bis 2 o. fr Kaliwerke cm nm auf Den günfhaen Jahres beruht des üalisyndikates gefragt unD 1 bis SL r. f). hoher. Zellst os faktien 4 bis 5 o. 6. höher. (SleMroroerte unter Führung von Lich: und Kraft bis 5 o. fr fester. Die Werte Des Mewllbank konzerns zogen im Zu jammenhang mit den bevor- ilchenden Generalversammlungen ca. 3 d. fr an. Lblöiungsschuld für Reubesitz gewannen bei lebhaften Umsätzen 1.15 d. fr Ausländer still. 3m wetteren Beriause pgen Die Kurse weiter eta>.» an. Am Montanmarkt blieben Rheinstahl wet- öeöentl der inngemöen Högel! ter begehn und zogen noch 3L p. fr an. Mannes mann Dagegen eher an geboten. Am Geldmarkt war Tagesgeld jui lö v. f). leichter. Am Devisenmarkt zogen Devisen im Zusammenhang mit Dem Rachiassen des Geldbedaries an. Die Reichsmark stellte sich gegen Äabd auf 4.1903, gegen London aus 20,46. Pans gegen London 124.02, Mailand >2 I' Madrid 28,60, London gegen Kabel 4^818. Bcrlinc. Börse. Berlin, 2. 3an. Das neue 3ahr hat an der 'Börte in recht freundlicher und fester Stimmung begonnen. Schoa im Dormittags verkehr war das Geschäsi etwas reget bei höheren Kursen Zu Beginn des o lagen, abgesehen von der Spekulation, auch nom Publikum Äaufaufträac vo^, das wahrtcdetnlich durch die zuvertichllich g.stimmten Ausblicke in der Presse angeregt ward. Am Geldmarkt war TageSgeld zu 6*/. bi« 8 Proz. reichlich an geboten, Monatsgeld stellte sich aus 8‘ . bie 9Vt Prvz. Bor allem war ei. heute der Älarkt der Anleihen, der im Bordergrunde des Interesse« stcnrd. Ablösungeschuld für Reu- besitz konnten 1 Proz. anziehro. Di? erst n Kurte lagen überwieg.-nd 1 bis 3 Proz. ubrr Samstag- Schlus;, doch waren Srhöhungcn bis zu 5 Pr?- keine Ausnahmen. Schisfahr'Sakt. n. B nken» und Slektrowerte toaren lebhaft g? ragt, hing-gen kam in Mcmnesmann ziemlich viel Maier'al h?r^us Bon Ausländern waren Türken und Merikaner gefragt und höher. Aranlf'.trtcr Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 2. Jan Es notierten Weizen 1, gut. gesund, trocken, bi« zu 1 Prozent Auswuchs 25 bis 25,25, Weizen 2. gut gesund, trocken, bi« zu 3 Prozent AuSwuchv 23.75 bi« 24. Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bi« zu 23 Prozent Feuchtigkeit 22,25 bis 22.75. Roggen inl. 25; Sommergerste für Brauzwecke 27 bi? 28.50; Hafer, inl. 22,75 bl« 21; Mais. gelb, für Futterzwecke 20.75, für andere Zwecke 21,53 Weizenmehl, inl. Spezial 0 37.25 bis 37.75 Roggenmehl ?5; Weizenkleie 14 bl« 14,25; Rog gcnrlcie 15L5 bi« 15,50; Erbsen 32 bis 6? Linsen 40 bis 75; Weizen- und Roggenftrob. drahtgrpeeßt (.50. gebündelt 3.25 bi« 3,50 Treber.' gelrocknek 18 bi« 18,25 Mk- Arankfll ter Lchlachtviestmarkt. Frankfurt. 1.3an. Auftrieb 1126 R'n- der (Darunter 269 Ochsen, 46 Butten, 50§ Kühe. 297 Färsen). 304 Kälber. 99 Schafe, 4249 Sch.oei,,.-. Rinder (Ochsen): Bollslettchige. au«ge- mäftete, höchsten Schlachtwert« (jüngere) 60 bi« 63 Mk., (ältere) 55 bi« 59. sonstige vollsleischlge (jüi;cevc) 52 bis 54, (ältere) 49 bis 51; fleuch, ;c 10 bis 46. (“Bullen): Jüngere, vollsleischige, höa.- sten Schlachtwert« 55 bi« 53; sonstige oo!' - fleischige oder ausaemästete 52 bi« 54. (Kühe, Jüngere, vollsleischlge. höchsten Schlachtwerts 46 bis 51. sonstige vvllfleischige oder au«gemäfletc 40 l io 45, fleischige 34 bi« 39; gering genahri- 25 bis 33. (Färsen — Kalbinnen, Zungrlnder ) Bottfleischige, ausgemästete. höchsten Schlacht- Werts 60 bi« 63; vollsleischige 54 bcs 59; fltrt- schige 46 bis 53 — Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 75 bl« 78; mittlere Mast- und Saugkälber 68 bi« 74; geringe Kälber 54 bi« 57. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 45 bl« 50; mittlere Ulaftlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 44; fleischiges Schasvieh 30 bi« 36. Schweine: .^ettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 60 bis 62; vollfleischige Schweine von etwa 240 bi« 300 Pfund Lebendgewicht 60 bi« 62: von etwa 200 bi« 240 Pfund Lebendgewicht 59 bis 61; von etwa 160 bi« 200 Pfund Lebeichgewicht 58 bl« 60; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 55 bi« 59; Sauen 50 bi« 57 Mk. — Ma r kt ver lauf: Sperrmarkt. Geschäft in allen Biehgattungen ruhig. Schweine nahezu ausverkauft, sonst geräumt. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse 31 tl 31 t TtTT 171 75 191 cm7rr r-rrrfl iltn H» u'mct ki.: IM 5 Van knoten : i Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben Die vöhe Der zuletzt beschlossenen DividenDe an. ReichSbankDi«kont 7 Prozent, Lombardzin-suß 8 Prozent. Berlin Jl. -f. Kur SIS 35 113 5 198 75 S«| 25 IU8 1' I IH.5 lo» I II» 1*3 151.5 IM IM iei IIS 10 L io lu Devisenmarkt Berlin Telegravhifche 124 25 <91 247 119 35 115.75 Ul 153 25 159 172 5 195 «0 35 III I« IW.9 IU» Ul 75 154 9 182 173.75 l«V Ul I i5a j 129.75 154.75 159 ir 5 22.12 111.54 59.17 3,597 175.1 177.3- 102 159.75 127 i' ' 140.75 tu * ® #Uftr ttr'frunatti L «i ur.e Sto i afltrn * rtuta anw 213 tfrMi tut L «int.'bl* *ii *'•< C.5 _ U 9 4.V« Cf»rn H6 IM 5 BnUnn O*oc< u u » t Hoai-f i» »l 1'1 4 d» INC , M3.3 ■jMOl'l u if u ::: .-3» :s Oan? u i»; •»» ■ IM , -|'.«lMt»-a ant > «ttritafl i 8<6itibfil lawflilNrr il k. i; f«r > jnifteR . . L' fein* rj ... n 1?a!6bol . t. J«nitc#i ÄfdxiHnibnTa u «Ibarlor nburerr Baftn 7 cfaurr 3c4 , 3 j।i.ti 1.191 1,18". 4.19» •Bert» . 14.475 14.51> H.4*-. 14.525 Schwei» - O.M e.y# MI.M 41.00 S va rn 7" 70.97 71.44 71 MJ .1«MI 1.93» 1.9MI 1.94.' 1.9*» d» t»wn tn T • 5.304 0.50» 2.503» 1.3035 Crl ahnt • »9.13 39.25 -3. 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