Nr. 206 Erster Blatt 178. Jahrgang Samstag, 1. September 1928 Crittut tefue.Mb« Sowatag» frurtag* Bctlegfi eUßeecr 5«*lB*xblAtta ßctnai t* VUd Dte Scholl. >»»«t»^tzez»s»»rete; 2 Vrt^eear* •*» » Rklch,pfe»>teg ftr Trägt» lohn, a»ch M 1h4)trr» scheint« ehntlMcrShimwmi Infolge rn|prfd)on| d)lä||t: 61. M enö 112 l*|d)rtf1 ffa Drahtnoch. rid)tm lejdgcr Gfetze». Pol1d)ctf!onte; greiffirl am Mat, 1 IM. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen t>nd ww6 Dtrtt sich gtflangtn. unb was in Meten lagen, unter dem unmittelbaren Hin» brud des fDienen AktcS ocrlautete, stellt, mehr ober weniger, doch nur etne Art momentaner 2eaftirn darauf dar. Aber nun. da das Fest herraufd)t ist. fordert auch der kritische Sinn lein Rerht, dieeigentliche Tragweite dieses • retgntffei. alles wesentliche jufammenfate tenb. abzufchätz«m Drei Fragen sind es vor allem, in Vie sich eine solche Betrachtung logischer- weife gliedern must die neue Rolle der Verein i g le n Ctaaten, das Verhältnis des neuen Paktes au Dens; — und last not least — fetn Verhältnis zu den be stehenden Ariedensverträgen. Ein grober Test der össentlichen Meinung und bet Poesie erblickt in dem Aellogg-Pakt einen noch jahrelanger Pause abermaligen Sin - tritt der Vereinigten Staaten In Pie europäischen Angelegenheit en. Auch der deutsche Reichscnchcnminister bekennt sich zu dieler Auffassung. 3n einem dem Berliner Mitarbeiter des „Deuore“ vor seiner Abreise nach Paris gewährten Interview sagt et wörtlich: „Sine besonders wichtige Tatsache stellt die Unterzeichnung des Palte- durch die Vereinigten Staaten dar. ... Das will sagen, daß die Vereinigten Staaten zu Suropa zuruck- fehren (Rcntrent en EuropcDiese Auffassung gibt aber doch allerlei Zweifeln Raum. Es ist sehr begrcislich, dah die Ankunft des Vertreters Amerikas von jenseits des Ozeans tn manchen Kreisen öle Versuchung erweckt, nun gleich auch die Vereinigten Staaten ui die politische Rechnung Europas einzustellen, von ihnen gar eine baldige Einwirkung auf die europäischen Angelegenheiten au erwarten. Vichts irrtümlicheres als daS l 3n diesem Zusammenhang verdienen bte Aeuherungen Aufmerksamkeil, dte der besonnte frühere italienische Diplomat Gras Ss orzo, der zusammen mtt Kellogg auf der „Ile de France" die Uebecsahrt von Amercka rach Europa machte, neuerdingS in der Pariser Presse veröffentlicht: Aeuherungen, die aus authentischen Beobacht unaen an Ort und Stelle Herstammen. Sforza betont, dah hinter den Paktbestrebungen heute treibend nur ein Teil der amerikanischen Oeffenklichkeit steht, genauer, amerikanische Intellektuelle mit dem Präsidenten der Lolumbia Vniversity Murrav Butler an der Spitze: ja. er warnt baror. aus der Tatsache des Paktes vorzeitige Schlüsse zu ziehen, - um nicht drüben dadurch vielmehr die Stimmung des .Isolationismus" zu stärken: und er weist schlich- Ich darauf hin, dah man doch auf jeden Fall erst die Vatiiikation des Zkellogg-Paktes durch den Senat abioarlen müsse. „Tßo die Macht des amerckanilchen Senats beginnt, dort endet die Macht des amerikanischen Staatssekretärs." Kurz. Io wie die Dinge heute liegen, stellt die Groh-' nacht jenseits des Ozeans auch nach der Unter» Zeichnung des Kellogg-Pakle» ein grobe» X bar. auf der Kippe zwischen der immer noch volkstümlichen Lesung de« „no entanglcmcnr, TIicht-Einbeziehung, d h. in Europa und einer . ich unsicheren politischen Voile in Europa... Um so mehr Gewicht erlangen unsere beiden oben ausgestellten Fragen: 9n welchem Verhältnis ftcht der stekloag-Pakt zu Genf, sowie zu Sen bestehenden Friedensoerträgen? Daß Kellogg selbst von dem Pakt sagte, dieser bedeute leine „Annullierung", wohl aber eine C r • |d)merung de» Kriege», tut zwar seiner ’ÖefdKibenbcit und Nüchternheit alle Ehre, aber damit ist da» Schwergewicht doch wieder den anderen politischen Faktoren zugc- choben. Betrachtet man diese im Zummmenhang mit dem Kellogg-Pakt näher, so bietet sich ein höchst merkwürdige» Schauspiel dar. Ein Teil der öffentlichen Meinung de» Auslandes möchte wohl aus diesem Pakte ein neues Sprungbrett zur weiteren Forcierung des Abrüstungsproblems machen. „Nach dem Abschluß des stelloga Paktes must man nach Genf geben und an der Abrüstung arbeiten." „Die Geschichte des Kellogg-Paktes enthält eine Lehre, die der Völkerbund begreifen must. Der Völkerbund 'pricht sich hingegen selbst das Urteil, wenn tr dieses Problem oemachla ,u. Das bat er jedoch bisher immer wieder durch Aufschub der Frage, durch schikanierenden «rormalis- mils, durch schablonenhauc Technik getan. Nun aber ist es endlich Zeit, daß ein frischer Hauch in die Sache hineinkomml!" Der spricht aber eine solche Sprache? Der am Quai bOrfan doch kaum irgendwie einflunreiche .Populairc'- und die gleiche Sprache, wenn auch mit anderen Worten, spricht auch Litwinow, der aber, weil de Sowjct-Regte- rung — mit gutem Grund — an ein Weites bestehen jenes .Fvrmali-mus und Schablone" glaubt, schleslich eine Absage an Genf gerichtet Hai. Am anderen, einflußreicheren Pole Frankreichs (bao wie immer, den nächsten Schlüssel zur Lage darstellt- macht sich indes das gegenteilige Streben bemerkbar: nur mög- kichst alles beim alten zu laf cn. Vor allem die bestehenden Friedensverträge und alles. was an ihnen resultiert. Dies ist natür.id) in erster Tinte für die Okkupationsfrage ausschlaggebend. Der Abscstluh des Kcltoggpoktes ändert nicht im mindesten die Bedingungen des Friedens, die die Okkupation bestimmen, erklärt Moskau. 31. Aug (SIB.) Die von dem stell- vertretenden Volkskommissar de» Auswärtigen. L i t- DinotD, unterzeichnete Note, die heute dem französischen Botschafter cherbe11e ab Antwort auf die von der sranzöftfchen Regierung ergangene Einladung zum Beitritt zum Kel- loggpakt überreicht wurde nimmt zunächst da- von Äenntms, dast der Botschafter dem stellvertrelen- den Volkskommissar von der in Pari» erfolgten Unterzeichnung des Krtegsachtunaspakte» Mitteilung gemacht hat. und stellt scst. dast zufolge der Erklärung des Botschafters die Beschränkung der Zahl der ursprünglichen Teilnehmer am Patte nach Meinung der Regierung der Bereinigten Staaten lediglich praktischen Erwägungen entsprach und dah stet» in Au»sicht genommen war, bei der endgültigen Formulierung de» Patte» sich die Mitarbeit aller Volker der Welt zu denselben Bedingungen und Vorrechten zu sichern, die den ursprünglichen Teilnehmern des Paktes eingeräumt wurden Die Note rotift sodann daraus hin. dast die S o m j c t r c g i c- rung schon lange vor dem Kelloggpakt den andern Mächten den Antrag unterbreitet habe, in zweiseitigen Vertragen nicht nur aus Angriffskriege. sondern auf alle Kriege z u oerzich - ten. Einige Staaten, wie Deutschland, die Türkei. Afghanistan, Persien und Litauen hätten diesen Vorschlag angenommen und mit der Sowjetregierung entsprechende Verträge abgeschlossen. A n • bere Staaten hätten den Antrag stillschwei- gcnd übergangen, und eine dritte (sriippe von Staaten batte ihn mit der sonderbaren Begründung a b g e I e b n t, dast ein unbedingter Verzicht auf Angriffe mit ihren Verpflichtungen gegenüber dem Völkerbund unvereinbar fei. Dieser Einwand habe dieselben Mächte sedoch nicht daran gehindert, den Pariser Pakt zu unterzeichnen. Die Note stellt weiter fest, dah die Urheber de» Pariser Pakte» e» nicht für notwendig gehalten hatten, die Sowjetregierung zur Teilnahme an den Verhandlungen, die diesem Pakt voraus- gingen, ein 311 laben. Gleicherweise seien auch die Mächte, die am ehesten an der Sicherung des Friedens interessiert sind (Türkei, Afghanistan und Ehina) nicht dazu ausgefordert worden Die van der französischen Regierung übermittelte Aufforderung, dem Pakt beizutreten, enthalte auch keine Feststellungen, welche e» der Sowjetregierung gestatten formten, auf die Gestaltung des Teste» des in Paris unterzeichneten Dokumentes einzuwirken. Die Sowjetregierung gehe jedoch von der Voraussetzung aus, dah sie unter feinen Umständen de» Rechtes beraubt werden fönne. welches die Regierungen, die den Patt bereite unterzeichnet haben, für sich in Anspruch nehmen fonnten. GS wird sodann Weiber gesagt: . Indem ich Ihnen hiermit die Antwort der Sowjetregierung auf Ihre Anfrage überreiche, wende ich mich zugleich an Sic mit dem Ersuchen, Ihrer Regierung folgendes mitzuteilcn und um Weitergabe die'cr Mitteilung an die Regierung der Vereinigten Staaten zu bitten: Die Sorojdrcgierung hielt und hält die Verwirklichung de» Plane» einer allgemeinen und völligen Abrüstung für das einzige wirksame Mittel zur Abwehr kriegerischer Verwicklungen, denn In der Atmosphäre allgemeiner fieber* Hasler Rüstung muh jeder Konflikt unvermeidlich zum Kriege führen. Don der Delegation der Sowjetunion war dem vorbereitenden Ausschuß de r Abrüstungskonferenz des Völkerbundes ein ausführlicher 2 n twu r» vvrgeleot worden, der aber seitens der RTehrhctt der Mitglieder des erwähnten Ausschuss«! einschließlich der Vertreter derselben Mächte, dte ui Paris als ursprüngliche Terlnehri-er den Pakt unterzeichnet haben, kein« Unterstützung fand." Äe Rote erinnert daran, dast auch der von der Sowjet - rcßienmg borge legte Entwurf für eine teilweise Abrüstung nicht die Zustimmung des vorbereitenden Ausschusses sand, und fährt fort: .Auf diese Weise bewies der Ausschuh nochmals die völlige Ohnmacht des Völkerbundes in der Sache der Abrüstung, die die sicherste Friedensgarantie und das beste Mittel zur Aechtung des Krieges bilden würde. Alle Staaten, die als erste den Pariser Patt unterzeichneten haben sich damals dem Entwurf der Sowjetregierung offen widersetzt." Die Svwjetregierung bedauert es außerordentlich, dast im Pariser Patt jegliche Derpslichttm- gen hinsichtlich der Abrüstung fehlen Ein internationaler Vertrag .der Krieg verbietet", und nicht einmal von einer so elementaren Garantie begleitet wird, wie die Einschränkung der ununterbrochen wachsenden Rü - ftunflen, bleibt ein toter Buchstabe ohne jeglichen realen Inhalt. Neuerliche Öffentliche Erklärungen einiger Teilnehmer am Pariser Pakt, weitere Rüstungen seien auch nach seiner Unterzeichnung unvermeidlich bestätigen dies. Zugleich entstandene neue politische Gruppierungen der Völker, besonders im Zusammenhänge mit der Frage der Seerüstungen, betonen diese Tatsache noch schärfer. Die entstanden« Sachlage diktiert daher gegenwärtig mehr denn je die Notwendig ett. entschiedene Mahre- geln mtf dem Gebiete der Abrüstung zu ergreifen. Im ersten Artikel des Paktes vermistt die Sowjetregierung Bestimmtheit und Klarheit der Formulierung dcS Kriegsverbotes. Ihrerseits Ist sie der Ansicht, dah jeglicher Krieg verboten werden muh. Ebenso kri«Lerische Aktionen, wie Intervention, Blockade, militärische Besetzung fremden Gebietes, fremder Häfen usw. denn derartige kriegerische Aktionen entwickeln sich öfters zu großen Kriegen, denen Efnha't zu hm unmöglich ist. Indessen werden dies« äuHerst wichtigen Fragen tm Pakt mit Stillschweigen umgangen. 3m ersten Artikel des Paktes wird von der Rotwendig'eit einer Schlichtung aller internationalen Stetigkeiten mit ausschllehlich friedlichen Mitteln gesprochen. 3u den unfriedlichen Mitteln, die vom Paft verboten werden, müssen nach Ansicht der So- rojetregierung auch gezählt werden Ablehnung der Wiederherstellung friedlicher normaler Begebungen oder der Bruch diefer Beziehungen zwischen den Völkern. fein derartiges Vorgehen bedeutet di« Beseitigung der Schlichtung von Streitigkeiten aus friedliche Weise, verschärft die Beziehungen und trägt zur Schaffung einer Atmosphäre bei, die den Ausbruch eines Äricg.'» begünstigt. Die russische Rote behandelt dann ausführlich die Klausel der britischen Regierung in Punkt 10 ihrer Rote vom 19. Mai. in der sich die britische Regierung daS Recht ihres Vorgehens bezüglich einer Reihe von Gebieten vorbehält. Dena von Geb eten. so heiht es in der Antwort Litwinows, die Großbritannien gehören, oder von seinen Dominions die Rede st. so sind sie alle schon ix den Pakt eingeschlos- •en. so dast d.e Klausel bezüglich der erwähnten Get»iete überflüssig ist. Sind aber andere Gebiete gemeint, so sind die Teilnehmer des Paktes berechtigt, genau zu wissen, wo die Freiheit des Vorgehens beginnt und endet Die britische Regierung behält sich aber Freiheit vor nicht nur im Fall« eines kriegerischen Angriffs gegen diese Gebiete, sondern sogar bet icg.ichcm unfreundlichen Akt oder einer sogenannten Einmischung Des könnte als ansteckendes Beispiel auch für andere Pattteilnehmer dienen, die infolge chrer Gleichberechtigung sich dasselbe Recht gegenüber anderen Gebieten anc.gntn würden Und schließlich bleibe vielleicht kein Platz auf Evden. auf den der Pakt Anwendung finden könnte Diese Klausel kann die Sowjetregicrung nur als Versuch ansehen, den P, iellc Gegenleiltungen übernimmt. Ja, tie^ Bebarrlichk.'i wird zu einem so vorherr- 1 jxnbcn Motiv, dast >ie schüehllch — unglaub- iich aber wahr - in dem Kellogg-Patt selbst horenbe Gespenster ui sehe beginnt. In welchen .Völlen soll man sich da künftighin nach Genf, in welchen nach TB^tbingL?n w:nd?n' ^Ind ist nun durch die neue Situation nicht ein .trübes Master" gefchaf'en. in dem abenteuerliche Staa- len fischen können? 3a. wird Maihinaton. das doch neucrdings wieder keine moralikche Autorität schrikttich gab. nicht auch künftighin erst das Einho'e i ferner moralischen 3 ? p r 0 - bation verlangen und diese einem bedrohten ctaate. d:r selbst zu Canflionen schreitet, ver- ‘aaen. bieten alfo in den Augen Amrri.'as nicht aus einem Herausgesord.rten in einen Herausforderer t«rt?anbe’n? Diele Zw:i ei be i. en sich namentlich auf di- Ank chlutzf rage und vor allem das .Journal d-S b-'bato“ stellt eS geradezu als daS Hauptprogramm Frankreichs auf d-r Sept-mbertag-nz in Gen^ rm bte ablehnende Haltung gegen den Anfchlast m aller Form zu cr.lcrcn. ->at doch en-^'anb brrr.ts vor dem A.-'chlust d-s Ad- lvga-Palles durch eine Rote an die 2er 6ica- ten vom 19. Mai d.3. eine Ate britische Monroe- Doktrin ge^cha' en und sich von vornherein volle Hnndlu «ö'r i eit in jenen Go- Britischen Reiches auf dem Spiel liehen. Run. derselbe Chamberlain bat in feiner Rede am 31. Juli im Unterhaus über d.e Probleme der auswärtigen Politik zwar ausdrücklich erklärt, dast die Sonderverteäge Frankreichs mit Polen und der Tschecho ll wake» dem Ke logg Pakt nicht widersprechen, nicht ater, dast etwa der deutsch- österroichifche Zu ammenschlust die'em Palte widersprechen würde. Diesen Vorhalt soll man jetzt Frankreich in Gens machen! Mir können im Augenblick nicht wissen, ob das offizielle Gnaland durch fern Stillschweigen über die europäischen Etre.tvrobleme etwa seinen udtum coasensum zu ihrer Aufrollung in der Zukunst gegeben hat. Seine Vorbehalte zum Kellogg-Pakt hat Ehamberlain auf .getollte Steile der Dell deren Integrität unb Sicherheit einen Teil der Verteidigung des Britischen Reiches darst.llt". alfo tu ob: auf austereuropaifche Bestandteile diefes Reiche- bezogen Aber durch feine Methode der Vorbehalte zum Ä e l • logg-Pakt hat er jedenfalls Frankreich ein bedenkliches .Vorbild" für ihre Anwendung auf Europa gegeben Unb nicht umsonst ist Mete Methode von dem Sprecher der Liberalen. Erawf ord. ar.gegrif er. worden, der erklärte dah die Tragweite des ^ello^g-Paktes sich empfindlich verringern wird, falls über alle strittigen Fragen von vornherein Vorbehalte gemacht werden. So wie beule dir Dinge liegen, kann eS überbaut fehr fraglich 'ein. ob die in Europa ausschlaggebenden Mächte sich dein amerikanischen DeltfriedenSpakt nicht mit aus u*m fehr wesentlichen Motiv heraus anfche,nt eine offiziöse Auslassung zu sein, dazu befiimmt, darauf oorzubereiten, dast in ber S 1 cherheits - und Äbrüftungsangelegenbeit nichts vor der nächsten Hauptversammlung des Brlferbun- des geschehen soll. D. Red.j fytet in Deutschland ist kaum etwa» TEByrtt* über diesen Vertrag. den Gnglond mit Frankreich vor einiger Zeit abschloß, und der doch weit mehr ein Rüstung-Vertrag zu sein scheint, besannt. Da- lediglich nach hier aedrungen ist, waren nur Angaben, die immerhin bedenklich machen muhten 3m Zusammenhang mit der Unterzeichnung de- KriegSöchtung-Pakte- ist ja vielfach diese- Abkommen zwischen England und Frankreich al- ein Anti-Kellogg-Pakt bezeichnet worden. Die- dürfte wvht stimmen, es scheint aber sogar noch weit mehr darüber binau-zugehen Um die- zu verstehen, muh man sich zunächst einmal die angloamerikanische Lage klar machen. Schon die damalige Flottenkonferenz zeigte, dah zwischen England und Amerika ein firäf(erod(- streit Im Einsehen begriffen war, der eine- Lage- notwendiaerweis« einmal au einem Zusammenstoß führen muhte. Dielleicht hat sich England nun, um in diesem Kräftewettkamps Sieger zu freiten, noch Frankreich dazu al- Bundesgenossen gewonnen, um so auf dem Kontinent eine Macht oarzustcUcn. die der amerikanischen Entwicklung gewachsen ist. Dor allem dürste diele Absicht daraus hinau-gchen. auf diese Weise eine Landmacht zu schassen, die al- Unterstützung der Flvttenmacht aus dem Kontinent einen Kräfte- gleichklang zu schaffen in der Lage ist. Amerika ftiiierieits pat nun selbstverständ ich die Mög- lichkcit. mit Hilfe seiner Flottenkräfte, die ihm zur Verfügung stehen, die ganze Welt zu beherrschen. Aus diese Weise finden die englischen Dominion- natürlich auch viel leichter eine Annäherung an Amerika, weil sie von dort auS die größeren Schutzmöglichkeiten au erwarten haben. Und hier liegt die prinzipielle Gefahr für England begründet. Vie englischen finanziellen Mittel reichen natürlich nicht an», um den amerikanischen Rüstungen entsprechen zu können, und au» diesem Grunde sieht sich England oeranlaht. neue Kräftestützpunkte auf dem Kontinent zu suchen, um damit einen gewissen Ausgleich zu schaffen. Unter diesem Gesicht-punkt muh die Entwicklung biete» derzeitigen RüftungskampfeS zwischen England und Amerika betrachtet werden. Dies ift um so merkwürdiger allerdings, al- gerade die Frieden-idee in der letzten Zeit von Amerika forciert worden ist. Man begreift deS jedoch nur insofern, al- man die amerikanische Haltung nach der Seite hin rechtfertigen kann, dah Amerika im Grunde genommen gar nicht rüsten will, sondern eben seinen Kräften entsprechend sich fortentwickelt. Das Rüsten lieat allein bei England. Und hier muh Deutschland aufpassen, damit die Entwicklung nicht eines Lage- Wege einschlägt. die für Deutschland wiederum gefährlich werden können. Ein aufsehenerregender Rücktritt in England. Hari». 31. Mag. (IDB.) Der Korrespondent de» „Echo de pari»" in London berichtet, dah der Erste Lord der Admiralität, vridgie- man, entschlossen sei, heute seine Demission einzureichen. Der Korrespondent behauptet ferner, dah die Weigerung Kettogg», nach L o n - d o n zu fahren, die Folge der Interpretation de» englisch - französischen Flottenobkommen» sei. Vie Demission Bridgeman», die eine beträchtliche Srnfaflon Hervorrufen werde, beweise. dah innerhalb de» englischen Kabinett» in dieser Frage grohe Hei- nungsverschledenhetten beständen. Kellogg meidet England. Paris, 31. Aug. (DD.) Wie HavaS berichtet, wird Staatssekretär Kellogg am DienStag an Bord des amerikanischen Kreuzers „Dctrdtt“ nach Eherbonrg fahren, um dort an Bord des Dampfer- „Leviathan" die Rückreise nach Amerika einzutreten. Erklärungen des französischen Marineministers. Pari», 31. Slug. (WTB.) Der „Mattn oer osfentlicht ein Interview, das der Marineminister L e n fl u e » dem Blatte gewährt hat und in dem er sich über das e n g 1 i s ch f r a n z S f i s ch e M a rineabfommen äuhert. ..Ich kann mich." so erklärte der Minister, „nicht über die Bedingungen des Abkommen» selbst auhern, da die französische und die englische Negierung beschlosten haben, sie nicht eher zu veröffentlichen, bi» alle Unter- Zeichner des Washingtoner Abkommens von 1921 sich mit dem Texte besaht haben und ihre Ansichten bekannt aewordest sind. Die Unterbreitung des Irrte» hat stattgesunden. In acht Tugen ist man in Dasbingion, Tokio und Rom im Bestne de» integralen Texte» des Abkommens Dieser Text kann von unseren Freunden in vollem Mähe und später von allen Ländern der Welt studiert werden. Man kann t*n Text von jeder Seite betrachten. Ich stelle die Heraussordr rung auf: man soll versuchen, ob man in dem Abkommen irgend etwa» findet, was nicht klar, deut- Heb und loual ist. Da» ist für den Augenblick alles, was ich sagen kann " Auf die ^rage des ..Matin"-Korrespondenten antwortend. fügte tiepguee noch hinzu: T ist absolut falsch, daß da» Abkommen geheime Klauseln enthalt. - iff falsch, dah da» Abkommen eine 8 er- ftfinDigung insofern enthält, dah eventuell ein Ö e T/ 1 n f ‘1'm c • Vorgehen militärischer oder maritimer Art zwischen Frankreich und England vorgesehen ift. ö 3 ift falsch, dah da» Abkommen auf Um BMfn da» Washingtoner Abkommen von 1921 zu beeinträchtigen suche Das Washina toner Abkommen, da» sich nur auf die Grohkainps mfe und auf die Flugzeugmutterschiffe befiehl. 5er W,ni,tfr mit Betonung hinzu, auch im Buchstaben bi» zur letzten Minute des letz- ten Tages, für den e» verabredet morden ist ein- gehalten werden. Französischer Kabinettsrai in Gampigny. .Vari* 31 Aug lWDDf Aul dem am öanwtag, I. September, m 8an b t a n n . drm Landsitz Poincars s. statt rndendm ,, s ,. nettsrat. werben, wie Hanas ^nkünd g- >f- ‘ Aufsehenerregende Aussagen Sünnes' gebeten, sich nicht nach Sampigny zu begeben ile abend Yen Höf- ^enf. 31 Aug. . DD » Der litouHcfc« VVni- sterpräside 1 ”* e n außer terch Stangenholz. 2-ium vir der ande der andere. Alle D rat, mm sicht Mr •ty Aur Honnc im Ulan Hai Der Dav) har keinen Raum dar einmal. Der har Sich, j do brüllt eine bl ÜföSnm ton äf der An 2 ^nl unter Jr ^daraus. Und i tajn liege, Eier M mir bmmt es N L Wn *5 N* Wrnlä d” 6m lch noch nttg. da bin I schert, hinaus b L^Ethtn btn id - Mtntr aus Deichsiagspräsideni Loebe Zur panzerkreuzerdebatte. Derk in. 1. Sept. (IU.) R.i h-tagspräsident Löb« nimmt im .Vorwärts" in einem K are Entscheidung" überschr ebenen Artikel ctellung jnr Panzerkreuzers rage. Lb hält bic Partei um ihrer leibst willen an ihre Wah.- Versprechungen für absolut gebunden und komnrt -u d-m Schuh da z die sozia demo ra:i chen MniUer selbst am be ten tun würb.-n w.-nn flc offen ernartm. bast sie nach dem Protest, den der Baubeschluß grfnn'tn habe, den Reichs- tag n? ch e i n m al befragen wollen, wie er ,|um Dau steh" Sie ff nntrti b:s tim ohne fitf) etwas zu heraeber und KriLriAt bä im auch Schluß des Minderheiien- kongresses in Genf. G-nf, 31. Aug. (WB.) Der IV. eure- päisch c Minderheitenkongreh wurde heute abend nach dreitägigen (Beratungen geschlossen. In einer Leihe von Entschließungen spricht sich der Kongreh u. a. für die kulturelle Gntwicklungsfreihrit der Minderheiten, sowie für die Schaffung eines europäischen Zentralinsti- tuts für Minderheitenkunde und für Errichtung einer entsprechenden Bibliothek und einet statistischen Zentralamte- aus. Die finanziellen Mittet hierfür muffen noch beschafft werden. Der Kongreß gibt ferner (einer Genugtuung über die ‘Beratungen der Inte rpar lamen- tarischen Union und der Weltunion der Dölkerbund-ligen über da- Minder- he.tenprobiem Ausdruck und stellt feine Ueber- einstimmung mit den Ergebnissen ihrer Arbeiten fest. Die für den Kongreß ausgestellten Grundsätze bedeuten eine Ablehnung des irre- dentistischen Prinzips und der auf Abänderung der Staatsgrenzen gerichteten Tätigkeit. Tlls Delegierte sollen künftig nur sclche Vertreter -ugelaslen werden, d.e als Mttgllcd der nationalen MinderheN Bürger des betreffenden Staates sind, au' dessen Gebiet sie ihren ständigen Wohnsitz haben und in keine staatsfeindlich« Aktion oer- wickelt sind. Unter anderen Verhältnissen ausnahmsweise zugelassene Minderhe.tcnvertreter finb ohne St.nunrccht. ben Demokraten inzwischen eingesehen, bafi Deutsche Reich ohne diesen Kreuzer nicht w? gründe gehe Gäbe es aber Parteien, b.t daraus cm« Kabinettsf rage machen wollten dann werde cd neue Kämpfe geben Die Sozial- olle aber wolle bei dielen Kämv'en M< Wt St,n1n,me **• 3ufammentrift des sozialdemoti-atisch«, paileiausschuffes. « e r [in, [.Sept (Vriv-Tel. des «TV ) Der Vorstand der oPD. hat laut .Corwärt»* den Var- Le^U9i^ufe3umll Sept.mber nad> verki» berufen Auf der Tagesordnung fubt die ffrärterunc schwebender politischer FVagen " « Oie Regierungskrise in Thüringen. Lei mar. 31. HugufL (TU.) Di. versuche, in Thüringen eine Regierung auf ber eranNaar der Großen Koalition vom Landbund bi» zu den Sozialdemokraten zu bilben. dürsten al» a« scheitert gelten. Vie sor 1 oldeenokratisch« Fraktion hat den Unterhändler Professor Krüger (Dem.) willen lasten, daß sie an der Kegle- runa zusammen mit dem Landbund und der Wirt- fchoftspartei kein Interesse habe, da die bi»- herige Politik dieser Parteien nach sozialdemokratischer Ansicht ein Verhängnis cenKjen sei. «te nur hört, beabsichtigt Professor Krüger, den Fraktionen nunmehr seinerseits feste Vorschläge für die Regierungsbildung zu unterbreiten. F» blektzt bet «eg offen, eine Koalition zwischen Deutscher Voll». Partei, Demokraten und Sozialdemokraten zu eer» suchen. Wenn diese Möglichkeit erschöpft ist. bWfr nod) der versuch, die bisherige bürgerlich, Koalition mit neuen Männern in» Leben tu rufen. Aus aller Wett. Eine Ehrung für cTebdraral Dulsberg. Geheimrat Pry'ellor Dr. Duisberg. *Bo> iincnbct des Aufsichtsrates der I^.-FarSen- inbuftrie A.-G. wurde zum Vhrensenatvr der MnlbetfItät Rostock gewäblt. Ein Eberi-Veakmal in vayern. . Sonntag findet in DMobrnen bet München die Einweihung de, ersten Ebert- Denkmal» in Bayern statt. Erdstöße in der Schwäbischen Alb Von der Erdbebenwarte Hohenheiw b« Stuttgart wird mltgeteilt: Donn soll « SÄS- Lfäncn HalknM MeScr dieser v, |tfl Seukschrn ubc d-.L« JerstMM^ »d* wodurch die ' toaM in der haben haben, eben teil fein Stil dar Btt ihren fabrmde hick und ihrer S p-E, sie hatte rtdtn unb ^cbdb ta geltet der h bchnschienen Vahr hervorzemn, am eul, vv mir an vehr ju verlieren Haden Dir dem V Dtdieirn? Vas ; deutschen Dali Völkerbund und Monroe-Dokinn. .. ® * M - 3t Aug (WTB ) Nach einer kurzen nicht- offentiidjen Sitzung, in der die Frage der Zuziehung einer Vertreterin der Deltunion der katholischen Frauenverbände zum Beratenden Ausschuß für Ki nders chu tz erörtert wurde, aber unentschieden blieb, trat der Rat in den Räumen des General- fefretär» zu einer Geheims igung zur Beratung der Antwort zusammen, die T o st a Rica in bezug auf die van ihm verlangte Interpretierung der M onroedoktrin vor feiner Rückkehr in den Völkerbund gegeben werden soll. Der Bölkerbundsrat. der vormittag:, nach fast einstündiger Geheimsitzung noch keine Cnt'cheidung Setroffen hatte, beriet in einer zweiten, streng ge- eunen Sitzung heute vormittag da, Antwortschreiben an Costa Rica weiter. Trotz mehr alo zweistündiger Beratung wurde die Aussprache beute nachmittag nicht abgeschlosten Jedoch oer- lautet, daß eine Verständigung über die Antwort auf den Antrag «osta Rica», der bekanntlich von Aniang an beim Völkerbund ziemliche v e r l e g e n - h e i t hervorgerusen hat. erreicht wurde. Die auf connlagnadjmittag angesetzte dritte De- Heimsitzung des Rates gelte daher nur noch der Redigierung der Antwort, in der auf eine Aus- legung der Monrocdoktrin die nur als Beispiel im völkerbundspatt angeführt fei, verzichtet werde Voldemaras bei Staatssekretär v. Schubert Hieß D-e fkifnW kon"N A ^-cheiN 3* Lchtt,hl‘ N6< Ck|°n9 3) * ^Dtr Flui .-■fr Dii öun» ScQen. Cevlnr in Le Bonrgd. Mit dem auf den Ramen ,L u e e n o , tt i r* getauften Junkersflugzeug sind, von Brüssel kom- ewnb. Levine mit Mabel Boll und Bert Acosta. wie au» Pari» gemeldet wird, gestern abend in Le Bourget eingetroffen. Sie werden beute ihren trlug fortseben, ohne daß bisher wer Zeit und Ziel etwas befannt geworden ift. Schwere Trploflon in einer trnnzösifchen Vt)namttfadrik. In der Dhnamitfabrik von Ablvn bei Hotrtteur würben, einer Pariser Meldung $u- tKat burrb dne ® r b I o f i o n. die auf einen dui l zuruckzu'ubren ist sieben Arbeiter C1 1 * verletzt, vier davon schwer - obrere Abte-lun-en der Fabrik find te die Luft geflogen. Berlin, 31. Aug (DTB ) Hugo 6 t i n n e • jun. wurde au» ber llntersuchungshast heule vormittag dem Untersuchungsr'chter, Landgerichtsrat Brühl, wiederum oorgcfuhrt. Die Vernehmungen erstrecken sich bauptsöchlich aus die Pariser und rumänischen Beziehungen, durch die Hugo 6tinnes mit den ausländischen Krieg»anleiheschie- b e r n, die hauptsächlich ihren Sitz in Frank- reich und Holland hatten, in die Angelegenheit verwickelt worden ift Die verteidigt! ng von Hugo «rinne» hat noch gestern nacht in einer gemeinsamen Erklärung betont, daß sie sich mit allen gesetzlichen Mitteln gegen die Untersuchungshaft, die unzulässig fei, wenden wolle. Hugo Stinne» habe von den Schwindeleien, die in Pari» oorgetommen sind, bi» zum Ablauf der Anmesdesrist am 20. November 1926 keine keuntni» gehabt. Bei dem rumänischen Geschäft habe Hugo Stinne» bi» heule keine Kenntnis von Inkorrektheiten gehabt. Bisher hat die Verteidigung noch keinen Antrag auf Haftentlastung gestellt, sie hat aber im Laufe des vormittags mit dem Untersuchungsrichter und dem Leiter des «onderdezemat», Staatsanwaltschafts, rat Dr. Berliner, Fühlung zu nehmen versucht, um ,ju erfahren, welche Vorwürfe im einzelnen gegen ihren Mandanten oorliegen. 3m Laufe des heutigen Tages wurden noch eine Anzahl von Zeugen vernommen, die unter Herrn o. Daldow und Direktor Roth- mann gearbeitet haben. Es handelt sich zum Teil um höhere Angestellte der ©ttnneebetriebc in Ham- bürg, die von Herrn o. Waldow dafür benannt worden stvd. dah er nicht selbständig gearbeitet, sondern seine Direktiven von Hugo Stinne» jun. erhalten habe. Die Haftenlassung o. Waldows erfolgte hauptsächlich auf Grund der Aussagen eines Prokuristen, der die Angaben v. Waldoa>s in wesentlichen Punkten bestätigte. Die Schutzschrift Hugo Stinne s' dürfte erst Mitte der nächsten Woche dem Untersuchungsrichter überreicht werden, da einer der Verteidiger heute nach London gereift ist, wo in der deutschen Botschaft eine wichtige Vernehmung slattfinden soll. Frau Stinne» ist in Berlin ein» getroffen, hat aber noch nicht die Genehmigung erhalten, ihren Sohn zu sehen, da erst nach Abschluß der augenblicklichen Vernehmungen Hugo Stinne»' daran zu denken ist, daß dieser seine verwandten im Untersuchungsgefängnis sprechen kann. Hugo Stinnes jun. hat, einer hiesigen Korrespondenz zufolae, während seiner heutigen Derneh- mung die aufsehenerregende Erklärung abgegeben, daß man vor einiger Zeit an ihn herangetreten sei und ihm mitgeteilt habe, der Beichskommissar für die Anmeldung von Anleihebesih wolle die Untersuchung gegen ihn Niederschlagen, wenn er den Vorschlag de» Pariser Bankier» E a l m a u x annehme. Lal- maux habe ihn durch Herrn von öalboro. der durch einen besonderen Kurier davon unterrichtet worden fei, sagen lasten, dah gegen Zahlung von 50 000 Mark an die Adresse (Laimaur da» Verfahren in Deutschland eingestellt werde Calmaux wolle alle nötiaen Schritte unternehmen und verbürge sich dafür, daß der Retchskommifsar da- CBerfafrrcn auch wirklich einstellen werbe. Stinnes habe Herrn von Waldow daraufhin erklärt, daß er diese Angelegenheit als eine reine (Srfrref f ung betrachte und keineswegs auf diesen Vorschlag ein- aehe. um so mehr, al- er sich vollkommen schuldlos fühle. Der Untersuchungsrichter Dr. D r ü h l richtete baraufhin an den anwesenden Reich-komm is ar Heinz mann de Frage, ob er von diesen Versuchen des Pariser Vankiers gehört hab«, was Direktor heinzmann oerneink. Die Verteidigung von Stimrr- wird den Antrag stellen, daß diese Angelegencheit restlos aus» geklärt wird, um so mehr, al- Herr von D a l d o w. der Korrespondenz zuiolg?. bei einer nochmaligen Vertvhmang bestätigte, daß die Aussage von Hogo Ltinnes richtig sei. und dah der genannte Panter Bankier ihm ein« derartige Mitteilung in ernster Form gemacht habe. Die Vorgeschichte de-Verfahrens Mit den brtrügeri'chen Geschäften, die Stinnes ;um Do Nours gemacht werden, hat es. wie das .B.T. mitteilt, folgende Bewandtnis Bekanntlich befand sich drS Haus Stinne- im Jahre 1 926 in lehr kritischer finanzieller Lage, insbesondere Hugo Sttnne- ZQ, der sich im Herbst 1925 mit allen seinen ilntet- nchmungen der Aufsicht der Darmstädter- und Aationalbank unterstellen mußte. Anlang 1926 soll ihm nun von seinem Privatsekretar v. D a [- d o w einerseits unö von feinem Hamburger Geschäftsführer andererseits je eines der Geschäfte vorgefchlagen worden sein, die beute beide Gegenstand der kriminellen Untersuchung find. Rach der Darstellung Htftmes' sollen v. Waldvw und sein Hamburger Geschäftsführer an ihn heran- getreten fein und ihm die Ainanzierung von Äri«fl morjerrtn. am wenigsten von der Großstadt aus. wo wir an Kultur bei sehr vielen nichts wehr zu verlieren — und zu gewinnen haben! Haben wir denn auf dem Sande noch etwas Mi verlieren? Das sehen wir ja. vir waren ja t» deutschen Walde Sängst sind die .Wandervögel" fort. Ich gehe bergabwärts durch den Wald. Der Weg führt durch Stangenholz. Reihen. Reihen. Reihen, ein Baum wie her andere, ein Abstand lo qrofj wie der andere. Alle WcichhSlzer sind peinltchst ent- 'ernt, man sieht keinen Bogel, keinen Schmetter- 'Ing Rur Rönne und Kiefernspinnen mögen dort Hausen. Man hat keinen Ueberständer stehen asten, der Brulhöhlen imd Baumlöcher aufweist. Der Wald ist zur Hol-kammer geworden: er hat keinen Raum mehr für seine Geschöpfe. Da» war einmal. ..Wer bat dich du schöner Wold ...". Irgendwo brüllt eine bierheifere Männerstimme. 8in hysterisches Frauenzimmer kreischt dazwischen. — Ick) stiehe. Oben auf der Anhöhe vor dem Städtchen steht eine Dank unter Buchen ..Berschönerungsvereln" lteht darauf. And vor der Bank, dahinter und daneben liegen Eierschalen, fettiges Butterbrotpapier, 3tgaccitenfiummel und abgebrannte Streichhölzer „DerlchÖnerungSverctn .. " Herr- M'.t. mir kommt es bald vor, als sei die ganze Welt ein BerschdnerungSvercin. Das fettige Butterbrotpapier aber und die abgebrannten Streichhölzer — seid ihr gewesenen Besitzer Meter Dinge Menschen meiner Zeit? Sv bin ich noch an manchem Ovt vorbeigekommen. doch nirgends fand ich Ruh und Rast. .. Und da bin ich denn weiter meine Wege gewandert, hinaus in die Berge, die hinter Heide imb Wäldern liegen Dort ist es noch einsam und still. Dorthin bin ich gewandelt und habe in der Bergwaldwildnis alle meine Spuren hinter mir verwischt. ... K. R. F Wicfjcncr Wochen Marktpreise M kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 2tt bis 210. Matte 30 bis 35. «käse 63 biS 140 (10 Stück). Wirsing 18 bi» 20. Weist» kraut 15 bis 20. Rotkraut 25 bis 30. gelbe Rüben 15 bis 20 Spinat 25 bis 40 Rörnischkohl 10 bis 15. Bohnen 30 bis 35. Unter-Kohlrabi 10 bis 12, Erbsen 40, Mischgemüle 15 bis 20. 2S Jahre Gießener Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz. .Diese Dererne könnten auch, wenn sie bauemben Bestand hätten bei Seuchen. Ueberschwemmungen. grosten Feuersbrünsten und anderen unvorch?rgc’chenen großen Unglücksfällen wertvolle Dien'te leisten!" So schrieb der am 8. Mat 1828 gebotene Begründer des Roten Kreuzes. I. Herri Dunant, Der ber im Iahte 1859 gefchlagenen Schlacht bex Svlferino 3r bezeichnete Damit die dank seiner Bemühungen zur Tatsache gewordenen B e r e i n e vom Roten Kreuz. Aeuic. nach 69 Iahren hat das Rote Kreuz und leine OrganHaticmen in der ganzen Well festen Boden gefunden und ist festgewurzelt auch be; allen dem Kreuze abholden Angehörigen des Islam, bk mit dem Roten Halbmond die gleichen humanitären Ziele verfolge«. Zunächst bestimmt, dir Seiden der Kriegsopfer zu llndern. hat sich das Rote Kreuz in der Folge auch auf die Friedenstätigkeit eingestellt, und da hat es sich gezeigt, baß diese Xatlgleü zur Rotwendigkeit geworden ist. bedingt durch die fortschreitende Industrialisierung tm Er- werbsleben. die Steigerung des Verkehrs auf Strasten. Eisenbahnen, die erhöhte Bautätigkeit und die Intensivierung der Landwirtschaft, die alle darin Deschäfttgten der Gefahr au»fetzen, körperlich Schaden zu erleiden. Was Deutschland betrifft, so dürfte eS wohl als d a s Staatsgebilde angesprvchen fern, in dem das Rote Kreuz die gröstte Anzahl von Zweia- vercinen unter den europäischen Ländern aufweist. Während den Sandes- und Zweigvereinen des Roten Kreuzes die Organisation deS Hilfswerkes und die Befchasfung der Geldmittel obliegt, sind die Sanitätskolonnen berufen, sich praktisch im Hilfsdienst zu betätigen. In Deutschland dürsten z. Z. 2500 Kolonnen mit über 90 000 Mitgliedern, zu denen etwa 8000 Schwestern des Roten KreuzeS zu zählen sind, bestehen. Auf Hessen kommen rund 60 Kolonnen mit etwa 2000 Mitgliedern, in deren Reihen ebenfalls eine grobe Anzahl Schwestern tätig sind. Aus der Geschichte der (Siebener Freiwilligen Sanitätslolonne vorn Roten Kreuz ist folgende» zu berichten: 3m Rovember 1903 folgten einem Ausruf zur Gründung einer freiwilligen Sanitätskolonne eine Anzahl Männer aus allen Kreisen der Bürgerschaft. Die unter Vorsitz de» kürzlich verstorbenen Landgerichts rat S Wiener tagende Qkrfammlung hörte zunächst einen Vortrag von Stabsarzt Dr. Ehrlich über Zwecke und Ziele der Sanitätskolonnen. An dem alsbald tn der Turnhalle der Stadtmädchenschule beginnenden, auf 24 Stunden berechneten Unterricht nahmen 52 Herren teil Stabsarzt Dr Ehrlich verstand eS vortrefflich, den Tellnch- mem nicht nur theoretisch-wissenschaftlich, sondern auch praktisch besonderes Interesse abzugewinnen. Es wurden z. B. allerlei Ro t behelfs-Gegenstände, wie Tragbahren, Strohmatten. TragsLlirrgen usw. angefertigt. An mehreren sonntäglichen Debun- gen im Gelände wurden aus den in Wald und Feld gerade gefundenen Materialien Transportwagen ausgerüstet, und so nach und nach die KursuSteilnehmer den gestellten Ausgaben fo gerecht, hast bk von Stabsarzt Dr. Siegert ab- genommene Prüfung zu dessen Zufriedenheit auS- stel. Aus Mangel an Geld war der Anfang natürlich schwer, und die Kolonne genötigt, mit den primitivsten Hilfsmitteln ihre Tätigkeit auSzu^ üben. Trefflich kam ber Kolonne bie Mitwirkung de» in jeder Beziehung fachkundigen Anatvrnie- Amtsgebiifen Heinrtch Balser, sowie des früheren Ooerlazarettgehllfen und Bahnassistemen Brück zustatten: beide waren für die leitenden Aerzte gute Assistenten. Mehrmaliger Besuch der Olnatomie verschaffte den Mitgliedern wertvollen Einblick in den Bau und die Inneren Organe deS menschlichen Körpers. Die Uniformierung bestand zunächst nut au» weißer Mühe und Armbint: und wurde erst 190? bis 1908 durch Röcke. Leibriemen usw vervcllständigl. Bis zur Uebersledelung tn das von der Stadt zur Verfügung gestellte Gebäude am Kanzleiberg befanden sich älebungSlokal und Depot tm Alten Hospital am SelterSweg. Die erste fahrbare Trage stiftete die Stadt im Iahre 1906, die zweite bn Iahre 1909, »ugleich mit einem DeSinfektionSkasten Um möglichst schnelle Hilfe leisten zu können, wurde die Stadt in fünf Bezirke mit je einer deutlich kenntlich gemachten Verband stell« eingeteilt. - Im Iahre 1926 konnte der Transportvark, ber bisher nur aus Tragbahren Fahrrädern und fahrbaren Trag bah oen bestand, durch ein von den ‘XMeticerfcn Frankfurt gelieferte* Är antenaut o erweitert werden, dem im Mcn des lausenden Iahre» cm zweiter Krantentranspcrttpa.'cn folgte. Hvrburch ist H möglich aewvrden. Krankenttansporte au» den entfemreften Orten der Provinz auszuführen. Die Zahl der mit den Kraftwagen von der Kolonne auSgeführten Transporte betrug tm 3abre 1926 386. im Iahre 1927 827 und im ersten Halbjahr 1928 806 Don 1907 an stiegen die Hilfeleistungen von 109 auf 3225 bn Iahre 1927. die Transporte von 34 auf 1555. die bei groben Festlichkeiten. Versammlungen ufw geleisteten Wach m von 4 auf 30 Stadt. Staat. Provinz. Krei». freiwillige Beiträge Sammlungen und Jahresbeiträge unterstützender Mitglieder und Vereine ermöglichten die Anschaffung der beiden Kraftwagen und der sonstigen Ausrüstung»- und Bel lei dun^.4 gegenstände. Dank der an die Kolonne gezahlten 'M* hllfen war es auch möglich, eine Derleih- anstatt für Krankenpflegegeräte, wie Krankensabrstühle Dasserlissen. SiittTt fcn, Eisbeutel, ZiebeNhermometer Krücken. Schienen ufw. einzurichten. In den ersten sechs Iahren feit Beginn dieser Einrichtung wurden 1335 Gegen- stände au-aeliehen. Diele Einrichtung ersreut sich steigender Inanspruchnahme. Die Einrichtung einer ständigen Rettungswache. so notwendig sie im Interesse der Sicherheit und Schnelligkeit der Hllseleistung ist, konnte bisher aus Mangel an Mitteln nicht durchgesübrt werden. Dieser Mangel stellt an die doch meistens vhrem bürgerlichen Berufe nachgehenden Mllalieder große Ansprüche. Wie groß diese sind, geht u. a. daraus hervor, daß bie Kolonne während des 32. Mittelrheinischen Turnfestes in Zusammenarbeit mit Schwestern des Roten Kreuzes in über 400 Fällen in Anspruch genommen wurde. Eine hervorragende Tat der Kolonne war die rasche und umsichtig« Hllseleistung bei dem durch Aethererplosion im Evangelischen Schwesternhaus herbeizeführlen Unglück. Die von der Kolonne unter Leitung der Kolonnenärzte abgehaltenen Ausbildung» - kurse für Betriebshelserin industriellen Betrieben sanden verdiente Anerkennung und rege Teilnahme. In dem Bestreben, die Kenntnisse in der ersten Hilfeleistung zu verbreiten, richtete die Kolonne in Klein-Sin den und Heuchelheim je einen Kursus ein, an dem in Klein-Linden 15, in Heuchelheim 22 Mann teilnahmen Während des Krieges leistete die Kolonne, soweit deren Mitglieder nicht zum Heere eingezogen waren recht anerkennenswerte Dienst«. Sie übernahm Wachen, Transporte und Verpflegung durchfahrender Truppen, und war in der Verband st a llon am Hauptbahn» hos tätig. Rach Dem infolge deS Kriege» cingetrtienen Abgang von Mitgliedern war c» schwer, die Kolonne nach und nach wieder in die Höhe au bringen 1927 zählte die Kolonne 90 Mitglieder, die tn zwei Züge clngi .eiTt sind. 12 inaktive und 3 Ehrenmitglieder. Kolo.menärzde waren 1903 bi» 1905 Stabsarzt Dr. Ehrlich. 1906 bis 1907 Oberarzt Dr. Flath. 1907 bi» 1914 Dr Schäf ser, 1919 Stabsarzt Dr Krankenhagen. 1921 biS heute Dr. GroS und Dr. Reumann-Gpcngel. Vorsitzendem 1903 bi» 1926 Landgericht»direkter Wiener und seit 1926 OberregicrungSrat Dr. He h. Kolonnenführer 1903 bl» 1904 Brauerei- betttzer F 0 rtsch. 1905 bi8 1911 Bahnassistent D. Brück. 1912 biS 1921 AmtSgehilfe Heinrich Balser und seit 1921 Heilgehilfe L. Kratz Stellvertreter ist zur Zeit K. Graulich. Zug- führer von 1911 biS heute H Kraushaar. 1912 bis 1922 K. Graulich. 1922 bi» 1926 K Har tmann, von 1926 bi 8 heute O. Harig. Im Hinblick auf die In Krieg und Frieden zu verzeichnenden Stiftungen der Kolonne möge der Wunsch, daß die Kolonne in ihrer weiteren segensreichen Arbeit Verständnis und allseitige ^lltlerstützung in weiten Kreisen des Publikums finden möge, luh erfüllen Richt nur für die Mitglieder der Sanitälskolonne. sondern für alle gelte der Wahlspruch .Sdel fei derMensch. hilfreich undgu t". Tomaten 20 biS 40. Zwiebeln 15 biS 20. Kartoffeln 5 bis 6. Frühäpfel 30 biS 40. Falläpsel 10, Birnen 10 bis 35. Zwischen 20 biS 30, Wira- beHen 30 bis 40, Reineclauden 30 bi» 40. Brombeeren 50. Preistelbeeren 60, Honig 45. jungt Hähne 100 lnS 120. Supp-m Hühner 100 bi- 120 Pf das Pfunde Eier 14 bi» 15. Blumenkohl 10 bis 130. Salat 15 dis 25, Salatgurken 20 bis 40. Einmachgurken 2 biS 6. Endivien 10 bis 25, Ober-Kohlrabi 5 bi» 10 Pf. daS Stück. SIL Rektorat-Wechsel an der San* desuniversität. Der neue Rettor der San» desunivcrntär, Professor Dr. Rudolf Herzog, hat heute sein 2Imt angetreten ' D i e Kassenboten-Attentäter als Autoräuber. Der Psl^etbericht meldet Zu dem am 3. v. M. hier verübten Raub auf einen Kaflenboten wird berichtet, daß dar Auto. daS bie Räuber bei sich führten, tn Köln gestohlen war. Wegen Reifendefektes und DetriebSstofs- mangtl» muhten t*e Täter am Zag« ber Tal et Oberhof, Kreis Unterlahn, anhatten Da sie anscheinend ohne Geldmittel waren, versuchten fw das Auto zu einem Spottpreis abzuletzen. Den Bewohnern kam die Sache verdächtig vor. Als schließlich auch noch von der Polizei gesprochen wurde, ent'emten bch di« Täter schleunigst UTitet Zurück.a'sung bei Wagens. Rach der Beschreibung des Wagerrs und der beiden Person«:' rst mu S.cherheil anzunehmtn, daß es tne gl«ich«n Täter find, die den Raubüotrsau ausgesührt haben - Diebstähle. Der Polizeibtricht meldet In der Rächt zum 26. August wurden tw der Hillebrandstraße zwei Einsteig, diebstählc aus- gehibrt. Entwendet wurden Geld und eine Akten- lasche. In den Eichgärten wurde ein Gartenhaus erbrachen und Kleidungsstücke entwendet. Die Täter haben in dem Gartenhaus genächttat und ließen eine graue Hose und einen Mauen Lchlofferanzug zurück über deren Herkunft noch nicht» bekannt ist. Am 22 August wurde versucht, in das Bootshaus des Gießener Marineoerei n» einAubrechen Al» Täter kommen In allen Fällen zwei junge Leute tn Frage, die am 28. d Mt» durch die Gendarvrerie in Rockenhausen in der PsalA leftgenommtn wurden Beide waren im Besitze von Fahrrädern. Rach den Feststetlungen ist da» eine Fahrrad hier entwendete auch die bei dem Einbruch tn brr Hillebrandstraße gestohlene Aktentasche war tm Besitz der Täter. 'Der eine Spitzbube, der feil einiger Zeit wegen Entweichen» aus einer Strafanstalt steckbrieflich versolgt wurde, ist aus Giesren. — In der Rächt zuin 29. August wurde in der Sonnenstraße in einer Wirtschaft rin Einbruch verübt, wobei von dem Täter ein kleiner Geldbetrag erbeutet wurde. — Am 17. d Mts nachmittag» wurden einer Schülerin Im hiesigen Volks bad eine braune Aktentasche ein goldener Damenring, ein Perlenarmband und eine silberne Armbanduhr mit der Gravierung M. M v. Ihr Pa. z. l. H. K. 11. 3. 26. entwendet. •• Unfall beim Reubau. Bei einem Reu- bau in der Ollarburger Straße stürzte heule morgen. 7.30 Uhr ein älterer Maurer von der Leiter und verletzte fich leicht an Kopf und Händen. Er mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Ehirur- aische Klinik verbracht werdem dito« nimmt an. daß die Verletzungen nicht ernsterer Ratur sind -* Eine Alarm Übung der Gießener Feuerwehr findet in den nächsten lagen statt Die Sirenen werden dabei in Tätigkeit gefetzt, Me Bevölkerung braucht sich beim Ertönen biefer 3n ftrumente nicht zu beunruhigen. •• Oeffentliche Bücher Hal le, 3 m August wurden 783 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 508, Zeitschriften 62. Iugendichriften 71, Literaturgeschichte 4. Gedichte und Dramen 14. Sänder- und Völkerkunde 20. Kulturgeschichte 6. Geschichte und Biographien 45 Kunstgeschichte 13, Itolut- wisfenschast und Technologie 23, Religion und Philosophie 5, StaatSwissenschaft 7, Sprachwissen- schast 2 Fremdsprachliche» 3 Bünde. Rach auswärts kamen 3 Bände. — Die Bucherhalle war im August wegen Weißbinderorbeiten 14 Tage geschloßen. Die Ausleihe beginnt wieder am 5. September. " Gießener Lefchallevereln. Sie Qe|r Halle bleibt wegen baulicher Herstellung vom 8. bl» 12. September geschlossen. " Kindcrslugschelne im Sustver- kehr. Ebenso wie bei den Srdverkehrsmitteln. sind jetzt auch im Luftverkehr Preisermäßigungen für Kinder eingesühvt worden. Bi» zum Atter i?on 3 Iahren werden di« jugenbLieben Passagiere in Begleitung Erwachsener frei befördert, und im Alter von 3 bi» 7 Iahren ist für sie nur der halb« Fahrvreis zu »ahlen. Außerdem ’lnb von der Deutschen Susthansa Maßnahmen für die Betreuung alleinreisender Kinder mi Flugzeug gettossen worden. 36 genügt, wenn bie kleinen Passagiere von einem Erwachsenen Ins zur Haltestelle der Zubringerauto» bealeitet werden. Während deS Fluges liehen die Kinder unter ständiger Aullicht Erwachsener. (Weitere Lokalnachrlchlen im 2. Blaft) Berliner Börse. Berlin, 1 Sept. (DIB Funkfpruch, Rach der zweimonatigen Unterbrechung findet heute das erstemal wieder die Samstogborlc statt. Die Stimmung ist bis jetzt durchaus freundlich, da auch schon an der gestrigen Frankfurter Abenddorse ein fester Ion herrschte. Die Hausse an den internationalen Börsenplätzen, besonder» in Neuuork übt auch auf die hie- fige Spekulation eine Wirkung au». Für Farben be- teht heute lebhaftes Inleresse. 3m allgemeinen liegen bie bis jetzt genannten Kurse — es sind sogar schon Geschäfte zustande gekommen — ein bl» zwei Prozent höher. Am Devisenmarkt hört man London K Paris 124,28, London gegen Madrid 29,22, gegen Mark 4.196750. London gegen Kabel 485,34, London gegen Mark 20,3625, Siemens 378, 3 -G -Farben 268,50, Nheinstahl 150^0. verantwortlich für Pollttk: 3.8.: Emst Blumschein. M V Haben Sie eich schon am ..SLEl PN ER"-Wettbewerb beteiligt? Denken Sie daran, daß 614 ansehnliche Preise ihre Gewinner suchen I (Vielleicht gerade Siel) Senden Sie, wenn Sle’s bis heute noch nicht taten, schnellstens Ihr Urteil über die Eigenschaften unserer „Slelpner"- Cigarette ein. Wählen Sie Versform, Prosa, Zeichnung oder Lichtbild - ganz wie es Ihnen am besten liegt - zum Ausdruck Ihrer Meinung, doch lassen Sie Haben Sie Ihr Glück bereits versucht, so tun Sle’s nochelnmal und nocheinmal. Doppelt und dreifach ist sicherer. Vergessen Sie nicht, daß jeder Einsendung ein Kor.trollzettel, wie Ihn die „Sleipner“- Packungen enthalten, beizufügen ist und lassen Sie sich über die Wettbewerbs-Bedingungen Im Cigaretten-Spezialgeschäft unterrichten. Ihr Tabakhändler weiß Bescheid. A. Batschari, Cigarettenfabrik A. G Ellen Siel Der 30. September lat der Schlußtermin des „ Slelpner ** - Jubiläum - Wettbewerbs. eie originell sein. Der gute Einfall wird preisgekrönt 8u, /°4 uen । atongH orbtninM Gber«Derf auf. »eitle Kunlaaul innti gesunden 7846V sr»eMM Schlaf Nerven Bechsteln Blüthner Feurlch Rosenkranz Kelw-Dn>t*r1e. Ltw- Umtausch Pianohaas Schönau | Vereine Sh« erster versuch Seltersweg 91. einHerrodereineDame -. SlUWergelelle o - öimmers aus Bau und Gitter {Stellenangebote F Arbeitsverftebung Lieh. 736 ID erbeten. Garage S). Steinbach, Regierungsbaurat. ADlSikWil Well »u vermieten 06262 Neustadt 20. 78770 billigsten Tagespreisen WWWkikMDA Wohnungstausch Perfekte Mlr&e« erwi «n» »iwn«»e. D.afli [787BD gesucht. Verkäufe AU unb ein Lehrling für sofortigen (£tn- tritt gesucht. 7830D Heinrich Schäfer, Schloisermetster, Griinberg i. H. flotHSirlfroetelD von 1861 u. Dampnorrplo „<8a6el6tetirrv 33 RM. 444 „ sucht dass. Stelle Ainu 1. 9. ob. fväter Schr.Anaeb. n.06125 an b. wiest. An». erb. struth nachstehende Fuhrleistungen, zu HlndentmrZ. Sehen we» Ma.Ctn tral-Dro- Kür ble BerkaufSabletlung eines gröberen Werkes wird zum mögl. sofortigen Eintritt enOtttr ITiwen'ribtn bee 6tHee jtn» «HCHBLI MAGENTROPf EN. $1 litt rme Otto Relchrl. Berit» SO. Eien.heMii.tr. 4 Näheres dareb lelah-Wtil Silin?«. Schwarze, 28er Italiener Iuchtlfähnc oerkaiiseu. 0ffi34 Lahnstrahe 3. Ladenscheibe 239*/.X155 cm lauch gröber» u. Ladenem- richtung für Gebens- mtitelgefchäst z.k.gef. Schr. Angeb. unter 06215 (Lb. Wteh.An». -Küchen. Mädchen zum 16. September Handwerker, 35 wünscht sich mit ktn- derliebem nrnulein ober Witwe, von 24 ble 32 9, wieder zu verheiraten. Schr. Ang. u. 06226 an den Bich. Anz. im Alter von etwa 26 Jahren zur Erledigung eines umfangreich. Schrift- wechsele nach Diktat gesucht. Bedingung ist flottes Stenographieren und Maschinenschreiben. Englische u. französische Sprach- kenntntsse erwünscht. Ausführliche Bewerbungen unter Beifügung von Zeugnisabschriften sind unter 7800V an den Wietzener Anzeiger zu richten. für tagsüber gesucht. Müblllr. 28 UL Gut erhaltener Kinöer wagen zu verkaufen. '<5216 vabnbofstr. 50 I. Wir haben folgende gebrauchte, aber ta delloS erhaltene landwirtschaftliche Maschinen billig ab- zugeben: Weriibernünmt den Verhau! eine» tägl.gebraucht. Massenartikels an itiefcbäfie n. Private b. guter Bezahlung? Schriftliche Sinne- boie unter 06259 an den Gien. Anzeiger. Gemahlenen gebrannten Weißtalk in papierfaefparfung, enffprechend den Ttormenvorschristen derLandwirischafts- tammern, sowie Weißstücktalt (Itingofenware) liefert zu Schledmayer Thürmer «tobet «orten 9L«CX-it5lert, ». oert, naheHaltestd.Elektr. Zuk. Baugel. Gut. Bod- viel Cbft und Beeren, leb. Hecke. Wall. Tore amtL5.x Nur folv. Sauf, roott. Anfrag. u. 7188 D an den G. Anz. richten. 3 P. S. Nestoria Maschine lHööl. ölmmet zu vermieten 06260 Kirckreupl. 14 II. i oder 2 mäbl. Zimmer in guter Lage, Nähe derKlinikenu.Bahn- dos. fof. z. verm. Jricdrichftr. 14 III. 147 er Honlag, 3. 8ept. 1928, ■beeil Ml Uhr, ntib. bei Kamerad B.SIock Hamaetrafle, unsere MitgliederVerumm'Dng statt. Der Poritand. sind Marken, die man nicht Obersehen darf Sie finden solche in reicher Auswahl im liolirgiüie SleinslMe 48 Siall, ArbeltSraum. Keller und Boden, mit Hofanteil zu verm. Näh. 7871D SteinftnTS p. 2 Necker am Aul- tvea, &lur IX. Nr. 27 u. 37, zu oert (Jin Acker grenzt an die Arankf. Sir. Nab. b. Schreinermslr. Hermann Veuz, Lirankf. Str. NIL zivtfchen 6 u. 8 llbr abdS. Bei tiiüBem «eiulnn wird ständig gebt. Massenartikel auch nach auoivariS in Komm. ob. a eigene Rechnung gegeben. Schriftl. Angev. unt. 06268a b.Olteh. Anz. Aelt. Mädchen welches nut kochen kann und Hausarbeit versieht, s. Stelle zum 15.9. oder 1. 10. Schr Angeb. n.06236 a d. Gies;. Anzeiger. Hausdame im 2llter von 8"> bis •15 I., ver». Köchin, mit gut. 2tllgemein- bilb, f. gut bürg. kl. Haushalt ges. Hau»- mädcken nt vorhanden. Angeb. m. lüchi- bild. VcbcnöL Zeug- niSabschr. u. <6eh.- Anlvr. unt. 0621N an den wiest. Anz. Drogerie. Kreujpl * Löwen Droerrit SeJ- terwwet 71A. 7236m Grobe, weih emaillierte, neue Badewanne grober E'iSichrank. 83x110 cm. zn verk. Zuerfr.I d.weschäfts- stelle d G. «. 06219 fflrotze neue Scheune Inmitten der Stadt, für Lagerraum zu verpachten: daselbst ist auch ein leeres ncucS Zimmer zu vermieten. Schriftl. Slnfr. unter 06252 a. d. (Weh Anz. erb. Sanft tna Hmm rtrtwmta BrUoM •c',rr**e Wcn*TV frlftrr» €* «° JPU*«*drfl»#ra. ttmmftdhci DnOeeima Hupfeld Zimmermann «leBenet Irelro. Senerroeur. ES ist Ebtenvsticht, bah sich sämtliche Kameraden an dem Kolonnentage der Freiwilligen SanitätSkolonnc beteiligen. Anireten Sonntag, 1', Uhr pltL am Turmhaus 1. Rock, Helm. ’*D Dao Kommando. Eichen- Büfett 150 cm breit, mit Kredenz, in Auftrag abzugeben. 7811V Ml Skölttalh. Möbelfabrik, Asterweg 47. Speisezimmer« Tisch moffio Eiche, 120x 18a mit 6 AuSzieh- platten, oreiSwert zu verkaufen. 06190 Müdlstrahe 34 I. Neue» Spiegs teleskap mit Zubehör, zu verkaufen. BreiS 150 M. ünbwigttr. 22 I. ---Gin bißchen lang war ihr die Anzeige wohl geraten, unb vielleicht konnte sie sie kürzen. Nun, es war ihr erster Versuch -. Zustande, f. 350 Mk. au verk. Besichtigung des Rades U6211 Fahrschule Appel, LeltcrSweg 73. Aus Privatband zu kaufen gesucht: 1 Kinderbett 1 Nachtschrinkchon 1 Eisen-Bettstelle 1 kleiner Tiseh 1 Klelderschrank Schriftl. Ang. unter 00243 an den wiest. Anzeiger erbeten. Elektrischer Ventilator SU kaufen gesucht Schriftl. Angeb. unt. 06152 Q. d. Wien. An». Seidene Domen- llnterronlfie und SlrlKnpfe Suche Damen ob. Herren zum direkten Berkaus an Private geg. gute Provision.Wüte Existenz ohne Kapital ist geboten, ©ff. u. F. P. W. 446 durch Rudel! Bosse,Frank« !nrt a. M. 7815V Basaltbetrieb mH snoiierroerl in Lvcrhesten, zu verkaufen oder zu vervachten. evtl, auch tätige Beteiligung. Schr. Anfrag, unter 06224 a.d.Gtefr. Anz. einer bedeutenden LebeuSverfiche rungSgeiellfchaft für d.Bezirk Gieireu und Cberbefien tft sofort zu vergeben. Tüchtige Lcdenofachleute haben Ge- legenbciL sich selbständig zu machen. Hobe Bezüge »ugestchert. Auch Nichtsachleute werden berücksichtigt und eingearbeitct. Cffert mit lückenlosem Lebenslauf erbeten unt. F. R. <3. 475 durch Rudolf Moffc, Frankfurt a.M. Montag, d. 3. Sept. abdS. 7 llbr, eröffnen wir in der (doetbefchnle i'Seif- aniage» einen Anfänger- Lehrgang in der deutschen Em- benskurzschrif! mr Damen und Herren unter Leitung eines staatl. gevr. Mehrer» d. KurzschrifilUnier- richtSaebühr V2.JUb. Eiu Wortbildung-' Lehrgang beginnt am gleichen Abend um 8 Uhr. — Anmeldung an Herrn Kranz Haustein. Wilbelmftr. 6 II, ob. znUnterrichtSbeginn Stellengesuche) Nung., strebsamer Kaufmann mit allen vorkomm. Bureauarb. bestens vertraut, inSbef. Vagexoerro., Stomor- arbeiten äusterst gewissenhaft ii. zuverl. Aiidiim^ttstizwefen. Aüünmn d. Registr^ Schretbinalch. u.Ein- heitSkurzschrift läng. Zett tätig gewesen, sncht,aestilvtauf gme 8eufftüffe, sich bal digft au verändern. Schr. Ang. u. 06214 an d. Gies,. Anz. erb. Sbksenuk «md IVohibeiinden des rNBH cn» kxnd M Otoimwn»# Artwn k tnca Hart«* 3» tat» k» * w T — ______ _ rin.__ Drainagcarbeitcn, zu veranschlagt, in zwei Losen vergeben wer- H4H>I. Zimmer parterre, mit zwei Betten, z. verm. ««, We1»stctnstr.4i II r. Sifinner Mil fep. Etng. Hochparterre, Straften- front, feinste Lage. fürBureau-od.Arzt- zwecke zu verm. Zu erfr. ind.lvefchäftöft. b. Gieh. Anz. 7524 D Damenrad fabrikneu, weit unter Preis ea verkaufen. Babnbofftr. 49 II. Mtoooe Schlaszlmmeromoeln soeisezsmmertronev Oerremlmmerlöfter namtlildiiilniDiljen Slemamoen 7874D Welsk didio l Carl Schunck. Für die Fcldbereinigung cindenslrulh sollen aus der Bürgermeisterei zu Linden- Töchtide Kontoristin mit allen vorkommenden Kontornr- beiten vertraut, z,im Eintritt für 1.10. 2K evtl, früher, für ble- ügeSEfeschäftgeliicht. Schriftl. Angebote mit Bild u. Zeugnis- I abschriflen u. 75621) I an den (Bicfc. Anz Wohnnngslausch. «Geboten: Grobe 3 Zimmer Wobn., Gnanthstrake. Gesucht: Kleinere K-Zimmer-Wodn., Gnauthstrahe. Schriftl. Angeb. unt. 7K70o d Gieh Anz. | Vermietungeo] (Boetöefrroße 23 D sinn zwei gut möbu Zimmer iWohn- unb Schlafzimmer» zu verm. Anzusehen von ' ä. btS 3 Ubr. sO62N Wohnungstausch. Geboten Cdiüue 6 Zimmer Wobn. mit Balkon Gesucht! 5-3im- mer Wobn.m.Bad Schr. 21 nneb unter 06231 a. d.fsiten Anz 6/25er Mannesmann 4 - Siyer, Baujahr 1927, mit heraus- nehmbarenSttzkifseu preiswert za verkaufen. Schr. Angebote unt. 06218 a. d.Gteh. Anz. Qnalitäls-Befiele in Siiöii u. 'limalo billig, direkt an Pri- uaie, auf Wunsch ZahlunaSerleichie' runa. Cn. n. F. F. X. 447 durch Balol! Messt. Frsuklart B. Es-Tuba out erhalten u. gut im Ton, btll.zu verk. Schr. Ang. u. 06270 an den Giesi. Anz. iRirabeßen Retneklauden abzuaeben. 06253 Msti.Wislu!a|t 8 P Habe einen selten schönen Eber zu verkaufen foerebelte» Landfchwetw. *“• Ludwig Betker, Mevgermeisier, BerSrod. 3flt EanöiDirte! 2 Mäntel, 3 Paar Schnürstiefel, zwei Paar Schafreuftie- fei billig abzugeben. Molikeftr. 2 s II. ^MtneuesTchwarze? Tuchkostüm für mittlereLigur. zu verkaufen.Näb. in der GeschäftSst. des Gieh. An,. 06222 Oertreier evtl. Reisender der bei der einschlägigen Slundschaft bestens eingeführt ist, von fianee- Grosibandlung gesucht. Schriftliche Angebote unter 062:51 an den ffltefe. Anzeiger erbeten. Ein Wurf Ferkel zu verkaufen. 7reD Karl Heller, Sich, Unterstadt 11. den. Die Verdingungsunterlagen liegen aus Hessischer Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Er- öffnungstermin am 211 onlag, dem 10. September 1928, vormittags 10 Uhr, einzureichen find. Zuschlagsfrift: drei Wochen. Gietzen, den 24. August 1928. Hessisches Kulturbauamt Bestimmt zu U Wen bei -na Karl Leibei, . fflöDL 3immet zu vermieten 06238 ttirchttraize 13 v. Schön möblierte- Zimmer in gut. Hause an nur folio. best. Dauerm. ab 1. Oft. zu verm. Zu fvr.zw. 11U.12U. Zu erfragen in der GefchäftSuelle de» Gietz. An». 06247 Bequeme Zahlungsweise. 7812a Zwei wertvolle alte Kachelöfen go vertansen. Ö4 hanbell sich um auf erhaltene, schöne Stücke, Vie seil 1715 In einem pamzlerbaulc In Augsburg eingebaut und feit 1»12 mit moderner 31ost« clnlage In herrschaftlich. Wo- nuna ausqrfieNt waren. Die Ctfm kostetenl»12 natfitotl*» lich 900 bezw. 1200 Mark. Inttrtffenten wenden sich on -ran Sofsert, gatserstr. 17. Spietaeinigong !M e. f. Gießen. Sonntag, 2. Sevt- nachni ab 2 Ubr, iN0»Evortolav: Jugend- und Lchülcr -Lpicle gegen Hanau 93. Best. in. B?itwe lucht Darlehen o. 200 J4. g Stcherb- nur vom Sclostgeb, Schr. Angebote unt. | 06220 a. d Cteh-An». Provinzial- Pflege-Anstall, sicher Str. 74. Ehrliches, junge» Mädchen vom Laude »um 15. Sept, gesucht. Backerei HaaS, vleichftr 3t. 177671) [ Mietgesuche | 2 * Zimmer- Wohnung nut Küche oder 2 leere Zimmer für sofort od. später zu mieten gesucht Schr.Anaeb. u.06233 an d. (Wtcn. Anz. erb. Deulsche Doggen Zwinger Lahnperle Jungtiere, gelb und gestromt, kupiert, nach Baldo vom '.Horbitern Str 11001 au» Dollv von der Saaidiirg MIt. 8286 abzugeben Fritz Kehler, Rohschlachter Dlitgiied deS deutschen DoggenklubS.' 30t «arteaöeflBet! in den nächsten tagen wieder eintreffend prima Torfmull frei Verwendung»- stelle ver Ballen 4.75^ ab Bahn 4.50 .x. Nehmen Bestellungen für prima Zichlendeck- reifer entgegen. 7866 V H. Sauer 4 Co.. Kohlen u. Lande»- Produkte, Ecke Walllorftrahe/ Braugaste. relevhon 1154. 20 Mark von einer armen Witwe am 1. Sevt in d. Hauptpost wr« verloren. Abzug Zokausasstr l Solides perfektes Allein- mSdchen gesucht, wxt Frau Dr. Rupperl-Cloos Bad-Waahslm BiSrnarckstrahe 13 iiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiy gegen Bezahlung gesucht für die ersten Tage d. September. -w^D Zöksler meldior, Arnsburg. MststlliiisisiWlIININM Die tätliche Beleidigung gegenüber der Tochter Coöiolg Molli nehme ich mit dem Ausdruck tiefstenBe- dauer«» zurück. Heinrich Vonderheidt, doofen. Lehrmädchen aus achtbarer Jam. für bessere» Spezial» gefchäst für sofort gef.Tchr.Angeb.unt. 06263 and. Gietz. Anz. Auswärtige Wäschesabrik liefert nur an selvaste Prlvatknadss Bettwäsche. Tischwäsche, Leibwäsche f. Damen und Herren, sowie Steppdecken, erstklafstge Matzanferttgung. Ohne An- sahlnno 12 Bon. Ziel. Bel kompl. Brant- ansatattnni IS Sonate Ziel. Fordern Ste unverbindlichen Vertreterbesuch. Itrengste Diskretion sngosiehert. Schrifitiche Angebote unter 781 an den Gietzener Anzeiger erbeten. Schöne», ruhiges mäbl. Zimmer mit cL L. im Zentr. d. Stadt an berufst. ♦VräuL ». vm. [06269 ?»u erfragen in der i^efchst. d. Gietz. An». Möbl.Simmer m 2Betten z. vm^,«. Ebelstr. 1V v. Mbl.Zimmer mit el.L. ». vm. «,,, istnautbttr. 42 II. Fahrbursche für zwei Pferde gesucht. 7848D Fritz Meister Melrgerei ___Settersweg. Jüngere SlnljpisliD per sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 06267 an den Gietz. An». Wohnung gegen eine 4 Zim rncr-Wobnung zu tauschen gesucht. Schr.Ang. unt. 06249 an den Gietz. An». Tausche 4 Zimm Wobn.m. Zubeh. in Wctrlar gegen ähnliche in Gictzen. Cff. n. 455 an Sitlold. Annone.- Ba». Ploekstr. 5. E,° Babnbofftr. 2«, 2St- ist eine schöne 3-Zimmerwohnung und Küche n. Zubeb- mit el. Vicht, gegen gleiche zu tauschen. Näh. Bahnbosstr. 26 bet MatbeiS. Wuierin für sofort gesucht. Schriftlichen Angeboien tft Zeugnisabschrift beiznsügen. Persönliche Vorstellung nur aus Wunsch. 7847 D Jöh. ß. Schmidt I Don Harald Lagerfiröm. Der Fabrikdirektor Dostert war nach kurzer KraAeit gestorben und haste seinerFrau nur die große, luxuriöse Wohnung in der Wasserstraße Hinterlasten. Durch diesen Schicksal-schiag, besten Härte nur durch eine kleine monatliche llnterstühung von der Gesellschaft gemildert wurde, hatte die Frau völlig den Kopf verloren. Sie sah sich schon in die Ifiolle der verichämten Armut gedrängt, und wenn jemand ein herzliches Dort zu ihr sprach, bann wollte sie nur ein demütigendes Mitleid heraus« hören. Sogar die Zeitung, die seit 19 Zähren Seimrecht bei ihnen gehabt, hotte sie abbesteltt auS Gorge, das Lezugsgeld nickit mehr bezahlen zu können. Frau Dosiert zählte die Tage bis zum MonatSerstcn, noch fünf Zeitungsnummcrn würden ihr ins Haus gebracht werden. Erst jetzt, wo sie es verlieren sollte, besah sie sich baS Dlott bis in den letzten Winkel, und dabei kam ihr so recht zum Bewußtsein, wie viel tausenderlei Sachen in einer Zeitungsnummer zu lesen sind Zhr Mann hatte immer nur nach dem Wirtschaftsteil gegriffen, sie selbst sich auf die Lettüre des Romans, der Kunstbesprechungen und deS Lokalen beschräntt gehabt. Zetzt laS sie sogar jede einzige der vielen Heinen An- zeigen, die ihr in ihrer Gesamtheit wie ein getteues Spiegel» bild der Welt mit ihrem Gram und Glück erschienen. Dabei verfiel sie auf allerhand gute Gedanken über die Gestaltung ibres eigenen zukünftigen Lebens. Sie laS die Wohnungsanzeigen. Natürlich konnte auch sie mindestens 2 Zimmer möbliert vermieten. Sie las die Verkaufsanzeigen. Auch sie konnte sich vielen überflüssigen HauSgerätS entledigen. Sie laS den Stellenmarkt und sie faßte den Entschluß, ihre guten fremdsprachlichen Kenntnisse irgendwie praktisch zu verwerten. Man brauchte nur mancherlei Vorurteile obrustreifen und sich über das Wesentliche im Kampf umS Dasein ganz klar zu werden. Ob es da einen besseren Kampfkameraden alS die Zeitung geben konnte? ünb auf den wollte sie in diesen entscheidenden Wochen fteiwillig verzichten? - Dar daS nicht eine Kapitulation auS Feigheit? ES läutete. Ein Herr von der Zeitung bat um eine kurze Unterhaltung. - Ob er erfahren dürfte, waS zur Mbestellung der Zeitung Deranlaffung gegeben hätte. Frau Boffert möchte seine Frage nicht falsch auslegen. Oie Abbestellung durch einen langjährigen Abonnenten sei für die Zeitung ein so seltenes Ereignis, daß er jedem einzelnen berartigen Falle nachgehe. Frau Boffert hörte sehr aufmerksam zu und meinte bann: „Die leib es mir tut, baß Sie sich hierher bemüht haben. Zch wollte meinen Entschluß gerabe rückgängig machen. Natürlich bleibe ich unserer Zeitung treu. Ich werde sogar in ein viel engeres Verhältnis zu Ihr treten. Die zahlreichen kleinen Anzeigen haben es mir angetan, unb ich hoffe, bald ebenso Ihre treue Inserentin geworden zu sein, wie ich immer Ihre treue Abonnentin bleiben werde." Unb alS sich ber Herr verabschiebet hatte, entwarf sie sofort ble erste kleine Anzeige ihres Lebens: Fallobst oerfauft billigst wxn L Rfibfamcn, WitzmarcrWeg33 haus auf Abbruch ZU vergeben. Näheres 06240 Neuenweg 50. 2000 Ml. gegen Acttgeniäfee Zinsen »u leihen geeocht. Schr.Anaeb. tt.06221 a. b. Gietz. An»etger. Beamter lucht 1-401 Mark gegen hohe Zlnlen u. nionatl. Rückzabl. Schr. Angebote unt. 06266 a. d. Gietz. An». SeWeWl Sofort unter günstigen Bebingungen eine komplette grotze, tast neue NnWM WM NIilZllMdINMIe krankheitsbalber in verkaufen. evtl, mit Kundschaft. Weil, schriftliche Anfragen unter 06186 an den Aleh. An». Mädchen gesucht für sofort eotL fväter. [7876D (Safe Müller, Bahnhofstraße. möbliert. Zimmer au vermieten 06188 ftaiteraflee S v. ‘Stimmer für Berufstätige sofort au verm. 06183 Megelvfad 88 v. Laden • mit 2 Schaufenstern tn guter Vage sofort au vermieten. Schr. Angeb. unter 06217 nn den (flletz. An». Kempff & Hilf Albshauseu bei Wetzlar I SMÄM iDrillmaschine ^Has- üa W",Fabr.Trösterl llHöffitliioi tGraSmäher ^Alle- manta No. 4e) I hpper »Marke Globuv) Heyligenstaedt & Co. Werk»eugrnafchinen' fabrtk unb Eifen- gletzerei Aktiengesellschaft. nr.206 Zwetter Blatt Ttehener Anzeiger (General-Anzeiger für Tberheflen) Samstag, September 1928 Das will pilfudsli in Rumänien? Ben tuiUrrm rvmäwift^en A. .<'eJ Problem» hinziehen würden. Sie Haban 'ich Ja Jetzt auch scheinbar enttchlefte«. Itzallen mehr ä-.:gege7^^nm 1.' c r-ng zu finden. Italien ist übervölkert und mutz nach Gebieten Ausschau halten. In denen feine Heber* 'tzusibeov.terung sich anhcMn kann. Tunis bietet 1wt> h er al« geeignete« Objeft dar. Onnmal liegt o« näher an Italien als an Frankreich, und außerdem leben dort bereit# Jetzt mehr 3n* lieblet .taNen''cher Babonasitäl als jraneoftn. 'S)*'* ßö’ung b- matillchon Ruhhandels gc'unben werden können. Frankreich Ute ganz besonders sorgfältig In ber Behandlung Der taiienischen lUUcrtonen in feinen Rolon.en Vorgehen Äuch England und feinen Dominien — vor a.lcn Dingen Austra- ■•n — ist hier die Möglichkeit gegeben, mit gutem Beispiel vorantzugchen, indem sie den italienischen Auswandeveni keine Schwierigkeiten bereiten. Im Gegensatz zu Amerika find ja alle dies« Staaten Mitglieder des Bdller- bunbe«. In diplomatischen Kreisen gehen ht letzter Zeit eigenartige Gerüchte bezüglich der Bedingungen tun, auf Grund deren ein franzäsisch- italtenlscher F«unbschaftSvertvag unterzeichnet werden tömrte. Eines dieser Gerüchte besagt, daß Frankreich beim Völkerbund bl« Erlaubnis nachsuchen würde, sein Mandat über Syrien an Staken' abjutwlcn, um dafür rt zwei sind teubtm jeden Hellen Tag umeinander gewesen. Liebet Rocht ist Oiemann wie zuvor auf Wache gegangen, unb da« Mädchen hat sich in einen Wasiersiro^ch verwandelt und in einem aller. Aoch- topf untax m der Au geschlafen. Run ist die Aletne aber ein Schelm getreten, unb wo sie nun einmal nicht zu den Ihren heimkehrcn konnte, hat ft« rund um ihren Roch topf viel Schabernack gtineben. Wenn di« Wagen die dunkle Heer- ftraß« zum Waanhaoen fuhren, hat sie sich von den Baumen al« Schlange niedergelassen und Leut« und Pferde entfetzsich «rfchrcckt Oder sie hat sich wie em schöne« Antlitz dem schlafenden Hagemann genähert, rind trenn der S'.achi.chte schon bi« Sippen spitzte,' ist sie ihm als Igel übers Gsfichr gerollt, fo bah der Llnhold alle Winde polllchrie. Oft auch ist fle als piepend« Maus pben im DoktorhauS durch alle Aammcm geschlichen, Io dah die arme Hausfrau schier ver-, zweifelte, hat sich dann auf einmal zur Schlange gewandelt und hat unterm Hertz gesessen und die Leute freundlich angezüngelt Immer aber ist sie zur Rächt wieder m ihr Frofchkteib geschlüpft und hat getreu geschlafen, f»lange ihr Liebster auf Wache ging. DaS hat ja auch der Doktor - Ziel «bum hieß er — schl eh'.ich bcrau«gefricgt Hnb er hat sich mit seiner Frau besprochen, dah man den reiben, dem Fräulein und Oiemann Puk. Ruhe verschaffen und ihnen ein geordnetes HauSwesen geben mülle. 6r ist allo eines Tages zur Dämmerung mit seiner Frau in guter Roficht zur Au gegangen. sie haben zwei Hafelhaken geschnitten und vorsichtig die Henkel des alten AochpottS zu fasten gefriegl. Dann haben st« «in-, zwei drei gezählt und ihn fstnk hochgehoben. Aber unten un Pott ist ein Loch gewesen und das Ftoschfräulein, da- sich gerade bn arünen Rock zum Schloten gelegt haue, ist mit erschrockenem Lochen hmaiteg Schlup ft und dann auf den Grund gegangen. Der Doktor Ftetebum hat sich den Topf besehen, hat da- Loch gefunden und heimlich ein Stück Blech bmcmgetlcnnnt Darm hat er ihn stillschweigend wieder in- Dafter Derlen ft. Ratürlich hat da- Fräulein am nächsten Tao btt ganze Geschichte Olernann Puk wlederer-3hu und bet soll lehr wütend gewesen fein Xbtr et bat da- Srokbteäulem getröstet und getagt, zweimal machte fein Herr solch« Dummheit nicht. Well hie Jungfer aber zum Schabernack den hellen Tag übet alle- in A eil er unb Aüche durch- cinanbenrarf unb hier aU deine Ratte, ba als Marder pfiff, bann wieder alt riesige Fliege bem Hausherrn um den Schreibtisch schwirrte, hot der an doS Stück Blech un Aochtops denken müllen. Unb er ist am Abend, so eine Stunde vor Mitternacht ganz allein zur Aa 6rnuntet- aegangen, um noch einmal den Aochtopf aufzu- heben. Aber fei eS mm. dah der gelehrte Herr abergläubisch war. oder dah Olernann au* der Lauer lag unb mit dem Holzbein nach ihm trat: alS der Doktor tkm Aochtrp' beinahe auS bem Dal er hatte, hat er sich über irgend etwa- bah erschrocken hat bas äleberg wicht bekommen unb ist mit beiden Armen lucnt in die Au gefallen. Dabei schülpte bet Pott natürlich über unb daS Froschteäulein, da- schon vergeblich nach bem Loch tci Boden suchte, ist lachend über den Rand gehüpft. Und ei bat den beiden Menschen obei Im HügclhouS so wenig Ruhe gelosten, am näfifkp Tage bat e« Dom Baden bis zum Stall "hin und her gespukt, unb al« der Monn den Puk gerufen und ihn gebeten hat. seine Braut zur Ruhe zu betoegm. bot der Lümmel nur gegrinst unb gefragt, wer beim den Streit angefangen hätte. In allen Ecken hat e« dazu gelacht, und al« die Hau«frau zur Versöhnung eine Schale Milch für das deine Fräulein hinstellte, damit sie sich al« ordentliche Wagd bequeme, da hot jemand ihr den dicken Butteriösiel in die Luppe unb bi« Erbsen in da« Wehl,ah geworfen. Aber die Wllch ist unangerührt geblieben. Da haben der Doktor Fteteknon und seine Frau sich noch dem Abendessen wieder zusa-nmenge e?,L bie Stirn krou«gezogcii unb nachgedacht, was Denn nun zu tun tei. Unb der Wann hat nach seinem Hut getoteten und ein Zeichen von Uebcrftülpen gemacht. Die Frau aber hat stillsLwcigend einen Aochtovsixckel au« der Aüch« geholt und unter der Schürze versteckt. Darm sind sie um Mitternacht in grausiger Dunkelheit -um brittenmal zur Au hi nuntergeg angen Okmaim hat tn jener Rächt nicht rund um ba« Haus gewacht, wie es seine Pslich: gewesen wäre, sondern htt bei ferner Liebsten im Pon ge Gespräch ab. Eines Nacht« konnte er nicht ein schlafen. Er hatte das Lämpchen neben sich angezündet und ein paar Zeitungen entfaltet, aber er konnte auch nicht lesen. Seine Gedanken Irrten immer um das Haus den Umzug, das Schweigen der Menschen. Plötzlich faate er: „Obettel" „5a r* Sie wandte den Stopf. ,5ch möchte dich etwas fragen.* „Nun?" „Weshalb |inb wir eigentlich nie auf den Gedanken getommen, in Rens» Haus zu ziehen?" Sie richtete sich in den Kissen auf und schaute ihn an, al» ob sie ihn nicht verstanden hätte. ..<$♦ wäre eigentlich viel einfacher. Man brauchte unsere Möbel nur über den Hof zu schaffen. Es ist auch ein viel passenderes Hau« für sich, und da« andere muß man erst zurechtmachen. Rens würde sicher nichts dagegen haben.' „Da müßte man ihn doch erst fragen, Charles/' „Das kann ich ja Ich werde ihm morgen schreiben." „Wohin willst du ihm schreiben? Wir haben ja frt langem feine Adresse von ihm." „$r ist in Afrika bei der Truppe. Er wird sich finden lasten.* „Und bi« wir Antwort hoben", sagte s,e mit einer sonderbaren Erregung, „ist hier ha«- Dack obgedeckt, und wir wissen nicht, wohin! Nein. Charles, wie kann man nur so schwankend fein! Eich so abhängig machen von dem Geschwätz der Leute * Sie setzte sich auf. ..Dir hnt wohl jemand Oer erste Gießener Ferienkurs. Di« Hessische LandeLuniversität ladet erstmals zu einem Ferienkurs ein, der Deutsche mit Ausländern auf dem Boden Ober- Helsen- vereinigen soll. Der Kur- wirb vom 1. bi- 13. Oktober in der Gießener Universität und ihren Instituten stattsinben. Sin ausführliche- Programm mit Dilddeiaaben ist erschienen, eS kann in beliebiger Stückzahl von der Grichätts- ftelte der Gießener Ferienkurs« (Gießen, BiS- marckstraße 22) bezogen werden. Der große Gegenstand de- ersten Kurse- ist da- deutsche Leben in Wissenschaft u n h Ä u n ft. In etwa 50 DorlesungSstunden werden die beteiligten Professoren der Gießener Universität vom Standpunkt ihrer Wissenschaft hirien umfassenden Gegenstand behandeln. Zu anschaulicher Belebung sollen sich Lehrau-flüge anschließen, zunächst in die an lockenden Zielen reiche llmgebung der Stadt, zum Llbschluß eine mehrtägige Reise an Main, "Rhein und Neckar. Für hie Abende der beiden Gießener Wochen sind künstlerisch« Unterhaltungen vorgesehen. Den Gästen au- der Fremde wird Gelegenheit geboten, ihre Kenntnis von deutscher Sprache und deutschem Leben in jedem gewünschten Sinn« zu vertiefen. Gießen liegt für diesen Zweck außerordentlich günftig. Der Gedanke kann durchgeführt werden, Tor träge und Darbietungen in Sinklang zu bringen mir der reichen Anschauung, die die Stadt selbst und ihre Umgebung bietet, sowie mit allem, waS in den "Rachbarstädten Frankfurt, Mainz, WormS usw. au zeiaen fein wird. Prof. Klute spricht über die ooerhessische vulkanische Landschaft, die uns in Gießen umgibt, über die Bergstraße, di« bei der Rhein- und Aeckarfahrt den Feriengästen bekannt werden wird, und über die benachbarten Landschaften des mitteldeutschen Westens. Wieviel das Hessenland für die Vorgeschichte bedeutet, tonn das Gießener Museum lehren, da- dessen Leiter, Prof. Helmke, den Teilnehmern erschließen wird. In einem Vortrag über die Römer in Deutschland wird derselbe "Redner die Besucher zum Verständnis der Altertümer vorbereiten, die danach auf der nahen Saalburg gezeigt werden sollen. Prof. Aubin spricht über die Entwicklung deS deutschen Städtewesens unZ) geht dabei von den alten Grundrissen der Städte Mainz, Worm- und Frankfurt aus, die ben Gästen gleich nachher in ihrer heutigen Gestalt vorgesührt werden. Die gewaltigen Kirchenbaulen von Wetzlar, Limburg an der Lahn, Frankfurt. Mainz und Worm- sind Gegenstand der Vorträge von Prof. Rauch, wie der anschließenden AuSflüge. Desselben Forscher- Mitteilungen über deutsche Buraen und Schlösser finden ihre anschauliche Belebung an Ruinen der Umgebung, an Gleiberg, Vetzberg, Staufenberg, Dodenburg und Münzenberg, an Runkel im Lahntal und anderen Stätten einer glänzenden Vorzeit. Mit der schönsten Schloß- ruine Deutschlands wird die Fahrt in- nahe Heidelberg dir Gäste bekannt machen. Die dortigen Gartenanlagen und der berühmte Schwe-in- ger Park werden Pros. Küster- Vorträgen über deutsche Gartenkunst den belebenden Hintergrund geben. Hessen ist so eng mit der Geschichte der deutschen Märchensorfchung verbunden, daß dem KurS eine Folge von Vorträgen über das deutsche Märchen nicht fehlen darf: Pros. Götze wird sie halten. Hessen ist Schauplatz schwerer KämDse und Wirren gewesen, die die Verteilung 6er Deutschen auf verschiedene DekeTmtnifs« bestimmt haben: Prof. Frick wird über Konfession-- geographi« sprechen und seinen Hörern in der "Rachbarstodt Marburg die Slrsabethenkirche zeigen. Man wird in Gießens Aähe zwei Stätten aufsuchen, die dura) das ©ebenfen an Goethe ac- wecht sind: das Gorihebau- am Großen Hirschgraben zu Frankfurt und daS Lottehaus in Wetzlar. Prof. Victors Vorträge werden in diese Welt des jungen Goethe einführen. Gießen hat feinen ehrwürdigen Dom, kein hochragendes Schloß. 'Was künstlerisch der Stadt ihr Gepräge gibt, ist die glänzende Sntfaltung deS Fachwerk- baueS. Ein Kenner der Stadt und ihrer Kunstdenkmäler, Prof. Sbel, wird eine erläuternde Führung durch ihre Straßen veranstalten, wobei auch die eindrucksvolle Schönheit, die von dem Veuen Schloß Philipps des Großmütigen von etwa 1530 ausstrahlt, au würdigen sein wird. In dem damit angedeuteten räumlichen und geistigen Bereich rufen wir aus zu gemeinsamer, ernster und froher Arbeit. Die Frucht wird nicht cru-bleiben, toenn dieser Aufruf in dem Geist der Verständigung ausgenommen wird, in dem er ausgeht. Die Gießener Ferienkurse sind für Vertreter aller Stände berechnet. Hebet die Bedingungen und die Kosten der Teilnahme gibt die Anzeige in der heutigen Vummer Aufschluß. in Erlangen geboren; — 1859: der französische Politiker Jean JaurL« geboren; — 1883: der russische Dichter Iwan Turgeniew in Bougioal gestorben. Aus der pwvinzialhauptsiadi. Dießen, den 1. September 1928. Oie Wagengasse. In einer am 28. August veröffentlichten Zuschrift eines Anwohner« der Wagenaasfe an den „Gieß. Anz." ist gesaat, daß alle Hindernisse für die Herstellung der Straße seit zwei Monaten aus dem Wege geräumt seien und datz alle» erforderliche Gelände zur Neugestaltung der Straße In das ausschließliche Eigentum der Stadt übergegangen sei. Von der Stadtverwaltung wird uns hierzu mitgetellt, daß die seit 1926 schwebenden schwierigen Geländeankaufsverhandlunaen erst Ende letzten Monat» zum Abschluß Bekommen sind, daß eine Ueberschreibung er Grundstücke auf Namen der Stadt bis heule aber noch nicht erfolgen konnte, weil der lieber schreibung Schwierigkeiten entgegenstehen, die erst noch behoben werden muffen. Erst nachdem die Stadt grundbuchmäßige Eigentümerin geworden ist, kann der Ausbau dkr Wagengasse erfolgen. Bevor die Straße selbst hergerichtet werden Cann, müssen die in die totrafee springenden Ireppen und Kellereingänge b cfeittgt werden, worüber zur Zeit mit den einzelnen Hausbesitzern verhandelt wird. Es liegt in der Absicht der Stadtverwaltung, di.' Negulierung der Wagengasse f o < bald als irgend möglich, voraussichtlich noch in diesem Jahre, vornehmen zu lallen, wenn nicht neue Schwierigkeiten in der Weiter bearbeitung der Angelegenheit entstehen, die nicht bei der Stadtverwaltung liegen. etwas in den Stopf gesetzt? Aber ich sage dir, daß das keinem Menschen etwas angeht, wohin wir ziehen. Wenn jemand darunter zu leiden hätte, fpäter, wäre es nur ich. Du hast mit der ganzen Sache nichts au tun. Dich geht sie nicht« an, jawohl ... Ich glaube nickt an Gespenster und Spuk. Wovor soll ich inicy denn fürchten. Mein Gewissen ist rein. Ich hab« mit dem Haufe ebensowenig zu tun wie du. Es wird mit frischen Tapeten für mich ein neues Haus sein. Wenn man wüßte, was in allen alten Häusern geschehen ist, würde kein alte« Haus mehr bezogen werden." „Da hast du recht*, gab er zu. „Aber dieses gerade ... und daß wir hineinziehen wollen „In das Duponiche Haus ziehe ich nicht*, sagte sie mit solcher Entschiedenheit, daß er stutzig wurde. Er erinnerte sich, daß sie schon einmal etwas Aehn- licheo gesagt halt-, als die 'Jtebe van diesem Hause war. .,Wa« hast du denn gegen da» Duponsche Haus. Odette?' ..Ich? Nicht das Geringste. Ich finde cs sogar sehr schön. Aber viel zu groß für uns beide, zu unbequem. Man muß dort Dienerschaft halten. Ein Wintergarten und das große Vestibül . . . Wer soll das alles heizen und mobileren? Ilm keinen Breis möchte ich dort wohnen. Auch nicht für kurze Zeit, denn in den Lion d'ori ziehen wir nicht mehr zurück. Den werden wir verpachten, bi« ihn später einmal einer von den Jungens Übernimmt. Und nun laß dir doch um Gotte« willen keine Grillen in den Kopf fetzen. Mach' ba« Licht endlich aus und laß uns schlafen.* • Im Longeoilleschen Haus« fand eine« Tages die Versteigerung des Nachlaßes der alten Dame statt. Es war eine Sensation für die Stadt B. Im engen Flur drängten sich di: Menschen; fu stauten sich an der Treppe und druckten sich in den Salon, in dem der Versteigerer mit dem Hammer auf den kleinen Tisch Hopfte und die Zahlen ausrief. Di» alten Möbel sanden rasch Käufer. Nur bas Bett der Toten wollt« niemand haben. E» wurde von Odette ins Armenhaus geschickt. Und für den Schreibtisch, der ein angeleimte» Dein hatte, ein altmobifme» Zystndcrbureau mit Nollplatte. wollte I sich fein Abnehmer finden, N« entzück b»r rcnt[k6e ®encraiDegaminIunfl Im 'Terrin-Heim. — Lichtspielhaus, Bahnhofslraiie: .Pat und Pa- tachon auf dem zu Kraft und Schönheit." — Aftoria-Lichtspiele: Maciste. der Held bet Derye. — T age Ska lender für Sonntag. Städie-"Achter-"Rennen Wetzlar—Gieizon. Bootshaus Verein Audersport Giehen. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Pat und Patachön auf dem Wege öu Kratt und Schönhrit." — Aftoria- Lichtspiele: ,Mariste, der Held der Berge. — Aus dem Stadtthcaterbureou wird uns geschrieben: Intendant Dr. Pro sch inszeniert „Treibjagd" von Bernhard Blume. Unter feiner Reale kommt diese« literarische Stück am Dienstag, 4. September, abends 8 Uhr, zum erstenmal heraus Das Stück, bas im Rußland der Revolution fpML ist eine begabte Talentprobe de« jungen Autors und bietet der Regie und den Schauspielern äußerst Inter effante Ausgaben. •• Aushebung de« Sichtvermerk- zwangeszwischenItalienundDeutsch. habe. Sie schnaubte die Leute an, hielt fie kurz imb sparte für das Haus, als ob cs ihr gehöre. Sonderbar war das. Steckte da etwas dahinter? Ueberhaupt, es mar viele» sonderbar hn ,Vion d'or*. Nur einer ahnte nichts von allem: der gute Herr Charles. Er ritt morgens auf feine Felder und In die Weingarten; er ging in die Keller imd auf die Jagd. Wenn er bann von draußen heimkam. waren bie Wolken auf feiner Stirn verichwunden .Zch hab' das nötig, mich ausju!aufenJ, faßte er. wenn er feine schweren, lehmbefprltzten triefet auszog. Dann war man so müde, daß man einschlief, ohne nachzudenken. Er hatte Sorgen, Herr Charles. Er hatte nämlich heimlich, ohne Odette etwas zu sagen, nachforschen lasten In Afrika bei den Regimentern, wo Herr Rens steckte, und hatte die Antwort erholten, daß her Capttain« seinen Abschied genommen habe und in Pari» leb». Aber mo ... in Pari«?! Charles war traurig darüber. Rens schrieb nicht mehr. Er kam nicht mehr in die kleine Stadt. 6rir Hou« hatte Charies einem Makler übergeben; Odette hatte daraus gedrungen. „Dn wirst dir doch nicht noch ein dritte« Haus auf den Hals laden*, sagte sie. Scttdem hingein neue«, großes Schild daran: .^Zu verkaufen!* Aber es^war noch Immer kein Käufer gekommen. Nach langen Schreibereien traf endlich ein Brief von Dnpon ein. der kurz und eigenttich recht In- haltlos war. Dupon hatte seinen Abschied genommen und lebte tatsächlich in Pari« Degen der Zinsen bat er, sich keine Sorgen machen zu wollen ,Lch komme einmal nach hort, dann ordnen wir bas alles*, schloß der Brief, der in einem fremden gezwungenen Tone gehalten war und reckt frostig klang, jajt geschäftsmäßig. Sogar der Gruß r.r Odette fehlte. Seitdem hatte man nicht« mehr von Herrn ChariesDupon gehört, und auf den letzten Brief von (Tnarlc? war überhaupt ferne Antwort mehr erfolgt La« kränkte Charles, der so viel für den Freund getan batte. Nun, ba es ihm gut ging und er ihn nicht mehr brmichte, hotte er ihn vergessen. (Fortsetzung folgt.) Margarine aus den 'Qesi-Werken Nürnberg iausbuc gratis die neue baT^TSdae -V* freftag. 31. August 1928. 7*at)ds Svnntae diesen. Doo'i- . - LiWirl- Patachsn au1 il“ - Jfartj' er 5ky- . K •burtüu tmro ssch inlfttntert . Unter |tiwf f am DiW ftenjnal ter»> euoluttiw igen ZuW un» m älkßtkst intrr iirJtflfi. Sc« 3tgn:- Erste XeuJj?« jef: &oM- ÄawIMftrf Tctefirfüifai - iieömastimm- ?. f. A. tn/frr- TadW^- Pcü md Pond 6dM^“ btt fr£b ta I btlfl 'N» C Sw» U Un,trU “J’hR kuten tourbtrt ttndjtet. Lchv- i Kchvach, Triften mh rrvahkloh, Lchülem. m rrm urb tte- eteilunat- ei Qtidrfiten fr sä sffSfc ‘änben, fttner _ V» und ten für Mr- ®intt6hmyr ^Mtiunlr- fir Hs Jjjton Mt ir . ^14%. ^uleit ZL £»Ä». unb^tutl»1 jkttfte kur» w* da fttPCT • fgnteM * n: btr fr« it W f J frOtt w» f kN^Ler. lauen - tjg elpri^ Chor Tjvztie etwa' unb Wgt Z leve. Ml ni fchneb nW in BerftfP1 letotn^’ «ric en6Üi r:^iB‘ igenM. .yfliBh b-mn "VN §en in frrfW »" JTä cr et oe' SS' So- trmfcfr. von 11 bl« 1 Uhr. bei Keinen Preisen äffnet. al« von von Buntes Allerlei. (Mel unb •ifentafrn •in 3tn»n von unserer Reichtzbahtr torrb .Wad« Begebenheit- von einem Mitarbeiter 3tdam« Universum berichtet. Dieser erzählt itaÜFnNchen Regierung getrp^enen Vereinbarung mtrb der Sichkoennerkszwong für Ne Einreise der Z^atea »gehörigen eines Xianbes in da, Gebiet de» anderen vom 15 September an ausgehoben. — UnterrichtSlehrgLnge für Beamt«. Am 1. Cet>temtKT nehmet Ne tm Bor- jabee von der Gewerkschaft ML Gerne-, nbebeom- ten mS Geben grrufernen U nwrrichttzlehrgänge y«r 2ocbeceitung au fdie L und 2. TkrwaUung*- pgtfuna ihren Fortgang Luch bi« zweite Unter- IM Unterrichtsieiter fm2> gTwonuen tue Herren GeetchtSa" De. Bötticher. Steuer mipeftor Free«. Tberwaktung^^derin'v. Grob«. Ber- wätunatam tir. .i m 5teIher. Berwaltunaöamt- nunrr Martin. Diplom handel«! eh ree Müller. Berwaltungsinsp. Müller u. a. m. Der Untem icht Habet irden Sam«tagnachmiltag in den Bäumen der alten Klinik Halt • lnheitskurzschrlft San ’^reibt uni Die labrzehntelang um- unb erttmpfte d«N»ichc Slnhe iSkurz'chrrlt ist infoig« der Bevern- heitlichung de» Schreibgeschäft« für den trnrt- f-östlichen Ausstieg Deutschland« von hervor- ragender Bedeutung. Die E:nbeit,kuri'ch:ist hat 'ich in Unterricht und Pra,i» glänzend bewähn. fit entspricht allen Anforderungen die an ein moderne Kurzfcheiflsystem zu stellen sind. Sie bietet beste ‘1k rircnbung»md it>'e• i und daher den größten Dvrteil: hierzu kommt noch, dast sie staatlich überwacht wird und ihr« Schrift-lnheU amllld) garantiert ist. Di« Anetgnmta der •tn- deitSkurzschrilt ist daher für jeden geistig Schaffenden zweck, Irfparung von Feit. Kraft und Geld eine nationale Pflicht Dir weisen daraus hin. dast die erste Me-.ch«kurxfchrtftgesellschast .Godeiederger' und Damenabtrilung e. D. Siesten am DienAlaa. 4 September, abend« 7 Uhr. m der Pestalo^fschule Aordrnlage 8. unter der Leitung eine« staatlich geprüften Lehrer« der Stenograph« *inen Änfüngerlehrgang in der •indeitrsunschrilt eröffnet Der Berein gibt außerdem in feinen neubeginnenden Fvrtvil- dung»- Redeschrift- Praktiker- und Diktalkursen xur weiteren Vervollkommnung Gelegenheit. Man beachte die heutige Anzeige. “ ®le ÜRulecn sind am Sonntag, dem 2 6ep» einer Fahrt, die er von einer Stadt am Rhein N; CtM unternahm. Auf einer k fuhr der Zug. nachdem er kaum angehalten hatte, plötzlich ein Stürk zurück. Auf die Frage, oh her Zug hier etwa rangieren müsse, antwortet« ein Kundiger .Bein, da« ist wegen dem •fei'* Verwundert erkundigte sich der Fremde nach den näheren Umständen und erfuhr: .Der •sei. der hier die Wil-y an die Bahn fährt, geht nur bis w einer bestimmten Stelle, und dort bleibt er stehen. Der Zug muß darum so halten, daß der Packwagen genau vor dem Gselswaaen steht." ®in Herausschauen zum Fenster ergab Die Richtigkeit diefer Erklärung: Da stand wirklich vom ein Silttfarren mit einem Esel. .Alle« rekstt». Der hohe Druck, der ger Kett Deutschland mit in feinen Bereich jlebt. mirb feine anhaltende bchenwetterlage entwickeln, denn Desteuropa hat bereit, eine neue Störung erreicht, die im Laufe der nächsten Tage neue Erwarmung unb auch Weber- schlage bringen dürfte. Voraussage für Sonntag: Teil, mol- «8- teils .'. .'heiternd, nacht, kühl, tagsüber zunehmende Erwarmung, zunächst noch trocken. Voraussage für Montag: Vewölfunas- iimabme. weiterer lemperatunmstieg. ipater Äe- berictlape roahrschelnltch 8u ft tempern tu re« am 81. Lugust: mittag, lö.R Grad V elfni», abends 12,st Grad Celsius; am 1 §e; tember: morgen, 11 Grad Eclsiu». Maximum 17 Grad Celsius, Minimum 10,1 Grad Eelstu». — Erdtemperaturen am 31. Lugust: abend, 16,9 Grad del- e,: am 1. September, morgen,: 13,9 Grad (Tel- s — Sonnenicheindouer 3S Stunden Aus dem Amtsvei-kündigung-blati. e Da. H mlsotrlünbigung,dlatt !Rr.63 oom 31. August enthält. Allgemeine Straßenoer- kehrsordnung. — Zulassung von Buchmachern. — Qelbbcmniguna Oatzendorn-Steinberg. — Keichs- herbergsverzeichtl, 1938 29. — Dienstnachrichten. Eingesandt. kFür Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Anikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Derantwortung.) Liebe Rebttflonl Ich muß a I» noch emal an euch schreiben. A l s weche dcra Rohdelbahn. Mein brif an den Nigoiau, hab ter ja im voriche jar Dan, schön abgedruckt. Lwer es hat nix gebabb unb ntx gehoise. Der Gehanzdnach ist jep auch Widder erum. Unb es war nix mit der Einweichung. Mein Dammstödter . der Heina ftinfelsgaiier vom Nitfch Stahn ist Gan, oerbrebbclt odgezoche, wie seine Ferchen erum warn. Unb er wollb doch so gern herbei sein. Dann se eingeweicht wird. Mer weiß gor nit, wer schuld In (innere -Statt wird die Juchend al» vor ahm End erdichtigt. Und hier i, al, n i x. Ich merx nach schund Gans orch an mir, daß ich nicht erdichtigt wem. Etecktsen doch noch emal orndlich ufsm Lauchamt. Mein großer Bruder, den haoßese de lang Willi. Der meint, setz deht mer nit mehr so schwifte. Ta mär die richtig Zeit. Da fennfmer se mache. (Er I, schund drei jnr a r b e i t • • l o s unb deht Gans gern jeden Dooch e halb Stund helfe, bat er oesacht. Er mußt aroet bann aoch e yreibilsett dnift 'Owe for alle Daach, wenn se ferdich is. Also stecktsen noch emal. E, griiz euch euer Zkallche Zozelsgaß 1,2.3. Lin unwürdiger Zustand. Der vielleicht gelegentlich den Friedhof in Wetzlar besucht, achte einmal aus den dortigen Zugang au ihm unb vergleiche ihn bann mit dem hiesigen Fried- hosseingang. Dort schone Blumenbeete, eine Halle mit stimmungsvoller Auslage von Blumen, Äranxen, Urnen usw. — hier In Dießen — Schutthaufen link, unb rechts, unmittelbar vor dem FriedhosrtorN Soll da» etwa ein Ausdruck der Pietät für di, dahinter liegende letzte Ruhestätte unserer Lieben sein, und sollen diese grauen Erdhaufen — um keinen ich. 10: Garbentcich. Christenlehre; 1 Hau- rchberg 10: stirchberg , 11: Ehristenlehr, für ®arbenlrli ftn — fti Mrbmn Ausdruck zu gebrauchen — den Besuch« tnfbdanbere den Fremden. Ichon von vornherein tn d>e den Umständen entsprechende ernsie und .indäch- ligc Stimmung versehen? Ein recht ungeeignete» Mittel! Man fragt sich unw llkürllch Ist denn tonte kein Plag vorhanden für Abfall und Kehricht? Die Gärtnerei Iungermann hat durch einen anmutigen Vlumenstreifen der FnedhoisaUlc entlang einen rmgerAelg gegeben, wie e, sein konnte: konnte Ihr Beispiel und der ongegogene Bergleich mit BkUar nicht Anlaß geben zu entsprechender Abstellung Hein der Tat höchst unwürdigen Zustande»? Die wtadl bat dem T'ortoL dem Porraum und Eingang zum Friedhof «ine Gestaltung gegeben, die den Besucher andächtig und weihevoll stimmt, in wenigen Wochen wird bos Auge schon von weitem mit Entzücken auf den wundervollen Farben ruhen, mit denen der herbft da, Portal überzieht — und ausgerechnet dieser Platz muh durch Schutt- u n b Kehricht- Haufe» verschandelt wc nugen diese wenigen Zeiten, um Anlaß zur «bhiift zu geben. nr. Kifchtiche TladiHdiftn. Evangeiifthe Gemeinden. Sonntag, 3. September. 11 Sonntag nach Trinitatt, Sladttirchc. H Uhr Pfarrer Becker: Ehristenledre für die Reukonsirmierten aus der Markusgrmeinhe: 9.30: Missionar Kaufmann: 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde: Missionar Kausmann. — 3o- haaiiLSkirchc. 8; Psarrer Ausseid, ühl.stcniehre für die Neukonsirmicrten au, der yohannesgemeinhe: 9.30 Uhr. Pfarrer Bechtolsheirner, 11: Kinderkirch- für die Outatgemelnbe: Pfarrer vechtolsdeimer: A Bibelbesprechung im Iohanne,saal: PsarrVerwalter Dotzert. — Kapelle de» Allen Friedhof,. 9 30 Pfarrer Lenz: Ehristenlehre für die Neukonfirmierten au» der Cuthergemeinbc, 11: Kinderkirche: Pfarrer Lenz — Lllsabrih-stleinkinderschnle (Wetzlarer Weg 59> 9 45: Psarrverwalter Dotzert. — Lukassaal (Liebig- straße äfi). 2: Taubstummenaottesdienst: Pfarrer Bechtolsheirner. — IDicfetf. 9.30, 10.46; Christenlehre Aitea-Luseck. 10; 1 Christenlehre für di« weiblichen Katechumenen; 1 45: yugendgottecbienst. — ftaufen die konfirmierte weibliche Jugend; 1.30: Lollar. — Cid). 9 15: Beichte; 9.30: 6liit,pfarrer Lic Schor- lemmer; hl. Abendmahl; 12 45. Kindergottesdienst. 2 Stift,bed)ant Kahn. Crössnimg des Äonfirmon denuntcrrichts (in beiden (Rotteti>icnften Kollekte für die Jugendarbeit). — klein Clnbcn. 9: Disttations gotte-bienft: 10: Chriftenledre; 11: Kindergottesdienst. -- Watzenborn-Slrinberg. 10: Predigt 11 Christenlehre. kalhollsche Gemeinden. Sam,tag, den 1. September. Gießen. 4 30 und 7 Uhr: Beichte. Sonntag, 2. September. 14. Sonntag nach Psii'gfte ' Gießen. 6.30 Uhr: Beicht,; 7: Messe; Kommunion der Männer; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre digt; 11: Mesie mit Predigt, 2: Andacht. - Grün berg. 9.45: Mesie mit Predigt. —. Hungen. 18: Andacht. — Caubadj. 10: Messe mit Predigt. — Cldr 7.30: Hochamt mit Predigt. — Jllbba. 830: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10-80: Hochamt mit Predigt. eoneianbbtcnfl b. fier Ate n. tlbotbcfen am '2. 9. k- Dr. Klewltz. Dr. Bloch (inaelopotbefe. Zahnarzt: Dr. Kockerbeck. D1 Oie Wetterlage. weiter, Ae bawn !6n mit 'Bener vegvnen. geschlagen unb gescheit, ihm Feuer unter Sen Schwanz aehaltzrn, aber es ist nicht« zu machen: er geht nicht weiter al« bi« dahin, wv er jetzt steht.- Inzwischen waren bte Kannen autzgeladen, unb der Zug fuhr weiter. 20« Triumvhator aber stand der 3kl da, dessen zähe Stanthastigrett felbft die chitenbachn gezwungen hatte, sich nach Sech, lote tzei einer Grubenexpiosion Au, gerat« (Brtt Solu mb ia) meldet ein Funk- sprach: In dem Kvhlenberowcrk Ereek entstand gestern eine ttrplolion. Sech, Bergleute wurden durch Giftgase getötet. Jestnatzme de, berüchtigten Geldschraokelnbrecher, Kirsch. Der Geldschrankeinbrecher Franz Kirsch, der vor 8 Wochen au« dem Zuchchauie entwichen war, wurde gestern abend in Beinickendors West onmtr. om •Meern eirtge^ -f< eVweM e"c»ti X«rv-i'ir^winc-tmc #mar1 vormittag, 1« Nhr, hoi un» einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den AO. August 192«. Hesi. v’dibauaTTÜ Gießen Z. B. Kuhlmann. BeroeBnnfl oou Sflaneradie!tPD. Tic Äussühning von rtroa 2SO qm Älcutpflaftc: bn dcn Lchulhaujcrn ie Lollar wirb hiermit zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. Angebot,Vordrucke werden, soweit der Vorrat reicht, aus unserem Amte, Ltephan- straßc 18, Zimmer Nr 10, gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Tie Angebote sind verschlossen unb mit entsprechender Aufschrift versehen, postftei bi, zum Eröffnung,termin Frettag, dem 7. September 1928, vormlttagS 1« Nhr, Beeu,he und Beratungen Noetenloe und unverbindlich. bei uni einzureichen. Zuschlag,frist 2 vochen. Gießen, den 31. August 1928. 4lrbeitsvergebuug. Tie Auisührung von etwa l«00 qm äußerem Berpuy von 7 rSohahünser» bei geincinnukigen Baugenossenschaft tn stviese« tottb rin öffentlichen Wettbewerb auf Ofnmb der Reichsverbmgungiorbnung vergeben. Zeichnungen unb Bedingungen Kegen bei uni, Zimmer 10, offen. Angebottvororucke werden, soweit der Vorrat reicht, abgegeben. Die Angebote sind verschlossen, postftei unb mit entsprechender Aufschrift versehen, bi, zum (hÖffnung,Utmm: Tvaneretog, bem 6. tzcptemtzer ItW, Serie b __Modehaus Pullover, Jacken, JAlin _ Westen mit Kragen und GOrtel, || |UU E eyw Wolle, oder Wolle mit Se de. für ■ IS — I f 1 Damen und (bla iSjihnge) Kinder W Schulstr. 4, Verkauf I. Stock Pikierte MeeroWm Rotkaovchcn von Lchwavenland. Lbcrichlesien größte u. fchönfteErbveeren der Gegenwart. Vu- ctda pexfecio, beste Ivöte Lorie, hundert etdd o aij)L Sic- er .Uanüer» be-ter Mnsientrager. au, hochge»üchieter. iruchtbaier Anlage hundert 2iüd4Sil><. Ceifanb überall bin Irrt 4>au, oro Sendung 1 RM mehr. Birfnerel Mojes, Gienen. Morburner Sir.v7, Televd. 74* Tuto^Ritöd Tel. 2502. J HaariMrben tn naturgetreuen darben KeineMih färben. Kein Rot-. Mrün- od lkila.Wer. ter. Garantiertvn schädlich ». waschecht. Kann üu jeder Zeti gewaschen und onduliert werden. 8>ei;il - DemeMalea 4- S.rbllng. ca«. Gnaulbstr :M. vkffkniiiüie ti'Jilotöeröng zrn HDüflUe oon SleüEteilläiüDgen fir die tzerbstveranlagung 192N. Die eteucmUArungen für die Einkommensteuer, KörperschaftSsieuer und Umsatzsteuer sind von den Steuerpflichtigen, deren Wirtscdaftssahr zwischen dem I. Januar unb 30. Juni 1928 geendet hat. in der Zeit vom 1. bi, 15. September 1928 unter Benutzung der vorgeschriebenen Bardrucke abzugeben. Steuerpflichtige, die zur Abgabe einet Erklärung verpflichtet sind, erhalten vom Finanzam: einen Vordruck zugesandt. Die durch da, Eink!'rnmensteu c p e > e h. I örpers chaft,steu e r- gesetz und Nmsatzsteuergesetz begründete Bervflichtung, eine SteucrcrsiLrung ab- zugebcn. auch wenn ein Vordruck nicht übersandt ist. bleibt unberührt: erforderlichenfalls Haden die Pflichtigen Vordrucke vom Finanzamt anzusorberr-.. 7855D Gießen, den 31. August 1928 Tie Finanzämter Butzbach. Gießen, Hungen, Grünberg. Bekanntmachung. Sm Lamvenabschlußbau Pahntzosstr. M zwei Verkaufsräume zum 1. CI- tobet 192S tu vermieten. Angebote sind bi, tunt 10. September 1928 auf dem Wohnung «amt. Lonnstraste 2,1, abzugeben 7858B Ter Cberbürgermeister. 3. V. Dr. Hamm.____ Hesi. Hochbauamt Gießen. ___ 3- V Kuhlmann.____ Zn meinem neuerbauten Silobnbaule tn GeBnberc sind 7887Ü LÄohuungen von ic 4 Zimmer. Lüche. Mit und ohne Bad. Mädchenzimmer ulw. alles neiueuL eingerichtet, per 1. Cft. -u vermieten. Kdunrd Condeer, GleScn rnn Damen-stnckkleider, JPfifi hUU -Pullover, -Jacken u. | hUU gl— -Westen 111— mit Kragen und GOrtel, reine Wolle " Vckauntmachung rer nächste Gietzmarkt ia Gießen findet statt: TieeMag, den 4. Letztemdcr 1B2R, Hiob- »i«h- (Rvtzvieh-1 Markt, Mittwoch, den 5. September 1,2--, «chweinemarki Aaftriebtzzeit an den ^arfttagen von 7— 9 Uhr vermittao,. Auf dem -nndvieb- martt trab ijntllupef Pieh gegen 5Äaul- und Klauenseuche schutzgeimrft. 7to6B Gießen, den 1. September 1928. Elisabethe Dietz Seb. Deibel 05223 Familie Nepp Familie Weber. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Groben-Lind en u Mainz, den 1. September 1928. Prima MM laufend Icde» Quantum frei Hauv und ab Vager, sowie Itei jeder Bahnstation. Auch für Grohab- nehmet billigste Be- zugdouelle. 7U66D H. Saner A Co.. Sohlen u. Landes Produkte. Telephon 1154. ■------------—"——'— Grill- ool Sclweioooioiill Am Dienstag, dem 4 Sept. 1928, findet In Dedern Äindoieh» u. Schweine- markt statt. Auftrieb von 8—9 Uhr Dedern, den 23. August 1928. ?6ic 'Blätter ©tri (enfen (ich b.c Swänge de« berühmten 'Bem- faftter Doktorberges, ben der arge lEatenfroft auch b.c* Jahr a« wir nit anrühre möchte — und schaue Eie sich mal unsere Berg' an — ob da« leicht ist, die frevle Wingerte erauszuklettem. — im Frühjahr mit ber schweren Kiep' zum Schiefem, im Sommer mit der Gwskann' und im Herbst, wo wir al« froh (in’, wenn wir wo« in die Körb le habe. Aber feit viele Jahrhundert hoben wir es so geholte, wenn« auch noch so schwer ist!" Und nun erzählt er mir von der Zeit der Hot in Bernkostel. wo vor ein paar Jahren die sonst so stillen Skube sich in ihrer Verzweiflung hinreitzen liehen, wegen ber hoben Steuern zu demonstrieren. . Unrecht war« ja," meint er kopfschüttelnd. ..aber endlich hoben« die Drohen drinne im Reich gehört und un« die Steuern nachgelassen oder gestundet. Sie haben wohl doch gedacht, dotz ohne em gut « Moselweinche die Wett in die Brüche geht. Und nun kommt aber auch ber und besucht« un« in unseren schönen Städtchen! und er zeigt auf die trotzige Burg und da« jenseits der Mosel gelegene Hospital. C« Ist die Stiftung des Kardinal« Hicolau« u f a n u« , de« berühmte ft en Sohne« ber Mofel au« der Scholastiker zeit. Ich über'chreite die geschwungene Brücke, gelange über c.ncn Hos und betrete die weiten Gänge. Hier lebte der bedeutende Rena ssonce-Philosoph. dessen Werke, von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften jetzt gesammelt und zum ersten Wale her- ausgegebe i werden fallen. Wir betreten geführt von einer Honn«. da« ulte stille Studier» stübchen. dos vollständ g unverändert erhalten blieb, die berühmte Bibliothek de« Gufanu«. in ber sich crlelene Werke christlicher ©cifteSarbeit befinden, köstliche Inkunabeln, und schlietzlich ben Kavtelsaal ba« Hcfeftorium und die herrliche ffpätgov.fche Kapelle. An ben alten Dau schlicht sich «in grobe«, ganz moderne« Kranken^tu«. be*1en Vermögen neben 150 Morgen Acker und W'.esenland au« 70 000 We.nstöcken in guten Lagen besteht Wan fleht, an der Mosel wird noch heute nucht nach Mark irnb Pfennigen, sondern nach Weinftöcken. Maifrost. Schatten und Sonnen.age. der Menge ber Sonnenstrahlen fol* kullert, die der Sv-rnrner brachte, und deshalb ist d'.c vom Deich und dem Kreis Bcrnkastcl-Eue« e.-.gerichtete biologische Unterfuchur.gsonstalt zur Bekämpfung der Äebenfchädlinge mit ihrem Ber- fuchsweinberg «in Segen für ba« liebliche aber oft schwer heung-cluchte Fleckchen Erde. Lieb wird uns die« Land m seinem Uneben und wenn der Abschied komm:, findet man sogar den Wut. sich ün Vvnnenglanz auf den He> nen Wofelpafsag erdarnpser einzufch-sfen. ber mit dem Fluh viele Schleifen machen mutz, und einen ganzen Tag braucht. An Schlössern und Burgen vorbei geht« bi« Koblenz, und schwer wird da« Scheiben. Heise im Spätsommer und Herbst. Gesundheitliche Vorteile — seelische Entspannung. Don Or. W. GchtveiSheimer. Hochdruck verboten. Einmal im 3abrv mutz jeder Mensch seinen gewohnten Tätigfeit «ablauf umerbrechen und tn längerer Pause Kraft und Leistungsfähigkeit wiedcrgewinnen Die jährliche Unterbrechung, der grötzere Urlaub, ist für Körper und Seele von der gleichen entscheidenden Enifpannungsbedcu- tung wie die sonntägliche Wochenpause. ®« ist daher keineswegs erforderlich, etwa vollkommene Ruhe xu bewahren. Diele Menschen benutzen gerade die Urlaubsxeit zu erhöhter körperlicher oder geistiger Tätigkeit. Don Bedeutung ist e« nur, datz den alleingesahmten Herren* und Gedanken reizen eine neue Bahn gewiesen wird. Die fönst vor allem gebrauchtert Aebenbahnen gewinnen dadurch wieder neue erhöht« Leitfähigkeit. Aber e« ist nicht notwendig, datz al« Zeit der jährlichen Pause gerade der Hochsommer gewählt wrrd. Man kann nicht behaupten, datz gesundheitliche Uebedegungen etwa diese Iahrcszeit für den beabsichtigten otoed besonders geeignet machen würden Manche Sportarten, wie Schwimmen, können im Hochsommer am meisten gepflegt werden Die Hitze in den Städten lätzt es ratsam erscheinen kühlere Landgegenden aufzusuchen, lWobei allerding« zu beachten ist, datz tn unserem Klima eine längerwährende unerträgliche Hitze in den Städten etwa« Seltenes ist.» In der Hauptsache sind es aber andere Erwägungen die den Hochsommer zur Hauptreisezeit stempeln .Serien der Schulen unb bestimmter Berufszweige, die Ilvlwendiglen des gletchzctligcn AuSseyens verschiedener TätigkeitSzweige, die auseinander in Zusammenarbeit angewiesen sind. Wer unabhängig von solchen zwingenden Ueber- legungen ist, tut in mehrfacher Dichtung gut daran, nicht den Hochsommer für seine Urlaubern fe zu benützen. Spätsommer und Herbst bieten ferner Heise ungeahnte gesundheitliche Forderung. Mancher Mensch, der abgespannt und nervös von der Reife im Hochsommer zurückkehrt, hätte auf der gleichen Helfe zu späterer Iahrcszeit den gewünschten Erfolg erzielt. Ds ist nicht jedem gegeben, m der hochsommerlichen UebetfüIIunfl der Züge und der Hauptkurorte nervöse Entspannung xu finden. E« ist für viele Menschen wichtig, solchen Grund zu Hei düngen und Heizungen zu Dcrmct freit Dicht toenite Erholungsuchende wundern sich, datz sie von der Here saft minder erholt heim» kchrten als sie fortgingen. Sie übersehen, datz eine Heise nach Ort. Zeit und äutzercn Umständen frem entsprechen mutz, was ihr Körper braucht. Helfen find ein Dledilament. das wie jedes andere für den einzelnen in bestimmter Art und Zufammen'etzung verschrieben werden mutz. Allein die Hbnafrne der Hitze in den späteren Monaten deS Iahres lätzt für hiyeempsindliche Menschen eine Heile förderlicher werden. Der Wärmeemp indliche feiltet unter dcm Anstrvm von Hitze, der tbn am Tag zur Hnhe zwingt, schlaff macht und in der Dacht den Schlds raubt oder verkürzt. Die kühlere Temperatur in Spätsommer und Herbst gibt vtelen Wensthen erst die Wog- lichkert körperftärkender Spazergänge und Wanderungen. die sichere Abkühlung während der Dacht gestaltet den Schlaf - den wichtigsten Gr- holungsbringer — tief und traumlos. Aus allen Heilen ist das Wetter der Haupttonstand, der über Wohl und Wehe entscherdet. Im Spätsommer und Herbst gilt da« Wetter im allgemeinen al« schöner und beständiger Die unangenehmen Srimmungsschwankungen. d.e bei nerveireinpfind- lichen Leuten mit dem häufigen Barometerwechfel verbunden sind, der Wechsel von Depression und Hochstimmung, kommen bei dem beständigeren Wetter der Herbstmonate in Fortfall. G« ist bekannt. datz im Frühling und Frühsommer die Stimmung bei nervösen Dletstchen besonders her- abgedrückt ist. Die gletchmätzigere Abgeglichenheit in der Witterung und in der landschaftlichen Stimmung tn Spätsommer und Herbst wirkt al« rechtes CEkrubigung«nntleI auf die Seele Dervöfe Daturen finden hier oftmals Kräftigung ihrer Derven und Entspannung der Seele, die sie tm Hochsommer am gleichen Ort vergeblich suchen würden. Die kürzer werdenden Abenhe hindern Wanderungen nicht, zumal die reinere, durchsichtigere Luft erhöhten Fernblick und da-ntt gröberen Genutz verspricht, da« beständigere Wetter für numdx Hochgebirgstouren bekanntlich erst die Bvraussetzun^ten schafft. Auch sie tragen zur Verlängerung deS Schlafes bet Dur allzu begreiflich ist es. datz der Heisende in den nicht so überfüllten Kurorten im Spätsommer und Herbst höher geschätzt und .pfleglicher" behandelt wird al« in der hochsommerlichen Ueberfüllungszeit. Dem einen macht das nicht« aus. fo wenig ihn da« Gedränge in überfüllten Eisenbahnwagen stört: für den anderen wird durch solche Begleiterscheinungen ein wichtiges Stimmung«Moment geschaffen. Schlietzlich ist noch ein Puickt xu beachten, der praktisch eine grobe Dolle spielt. Der Arzt, der eine Erholungsreise anrät. bekommt begreiflicherweise nicht selten-die Hnltoort: Dicht möglich, zu teuer! Wer durch wirtschaftliche Enge befcinbert ist. wird eS aber noch eher ermöglichen können im Spätsommer und Herbst sortzugehen. wo die während der UeberfüllungSzr. med. Fr. K«tx , , DaIiaI Höhenluftkurort I ll Fl l nartiemb. bchwariwald. v w 720m (Ld..XL rwinchen Wildbad a. ■MB j ■ ■MnamMraaa 3 Kl oster Arnsbu rg Eine Perle dos Hessenlandes, beliebtester Aua- „rb-ndunn^; M't historischen eis. na». 16 25 Baudenkmälern und —777 idyllischer Umgebung. Verbindungen: Beste Verpflegung in der »-ir - ' " Klosiermühie. •eeeee smms MMmtcms Bad-Nauheim HotekRestaurant Gaudes Gut bürgerliches I lau» Gartenwirtschaft M7eD Touristen bestens emploblen Karhans Bad Selters,Oberh. T. Ortenberg 250 Da* tranz' Jahr eröffnet, moderner Neubau. vorzügliche Verpflcgun-' hei rr-a'Jig. Preisen. Bene'jiktu^uelie» Kadloaktiv«-r Sprudel, für Galle und Leb#*r _________kohlenaaore Rader. Ostseebad Heiligenhafen Pension Seestern, btrcf: am Laster, «tue Bervsteaun-. Überschritten haben, von da am Waldrand entlang zum Elisobethenbrunnen führt. Der idyllische Platz ist eine eigenartige, im 16 Jahrhundert erbaute, von Linden und Buchen umsäumte und mit steinernen Bänken versehene Brunenanlage. Bon der Terrasse der benachbarten Wirtschaft hat man einen schönen Blick in die Ohmebene mit Schröck im Vordergründe, sowie der hochgelegenen Amöneburg und der Wittels- berger Warte im Hintergrund. Blaue Vierecke führen uns nunmehr über eine bewaldete fiöf)e an den Hansehäusern, mit reizendem Blick auf die Musen- stadt, vorüber zum Endziel Marburg, das wir nach insgesamt 4 stündiger Wanderung erreichen. Oberheffen. Landkreis Gießen. ED Lollar, 31. Aug. Der gestrigen Sitzung des Gemeinderates lagen die Rechnung aus dem Rechnungsjahre 1926 und der Voranschlag sür 1 928 zur Genehmigung vor. Die Rechnung 1926 schließt ab in Einnahme mit 186 079,20 Mark in Ausgabe mit 171 991,78 Mart, der rechnerische Ueberichutz beträgt sonach 14 087,42 Mark; darunter befinden sich allerdings 5 191,93 Mark an Rückständen. Einwendungen gegen die Rechnung wurden nicht erhoben. — Der Bürgermeister brachte sodann den Voranschlag für 1 928 zur Vorlage Die Gesamtsumme der Einnahmen und Ausgaben beträgt für die Betriebs- rechnung 136 598,43 Mark. Im einzelnen ist folgende» bemerkenswert: Als Rechnungsrest sind 434,88 Mark oorgetragen. Die Einnahme aus Gebäuden und Grund st ücken beträgt 9736 Mark, denen 7371 Mark Ausgaben gegenuberstehen. Die Einnahme aus dem Gcmeindcwald beträgt 9512 Mark, ihr stehen 4570 Mark an Ausgaben gegenüber. Die Jagd bringt 800 Mark ein. Die Einnahme an Wassergeld beziffert sich auf 12 000 Mark, in Ausgabe stehen 10 552 Mark. Die Zahlen für Licht- und Kraftanlagen sind 18 241 Mark in Einnahme und 17 514 Mark in Ausgabe. Die Ausgabe für die allgemeine Verwaltung beträgt 13025 Mark, für die öffentliche Sicherheit 3770 Mark Für Wohlfahrtseinrichtungen und öffentliche Gesundheitspflege sind 4820 Mark angefordert. Es find hierbei 1000 Mark für die Anlage einer Laufbahn auf dem Sportplatz und weitere 1000 Mark al» Fonds für die spätere Errichtung einer Badeanstalt'vorgesehen. Für das Feuerlöschwesen werden 1920 Mark benötigt. Die allgemeine Armenpflege erfordert 7750 Mark. Die fad)- lichen Schulkosten betragen 6300 Mark. An Auf- mendungen für die Kirche sind 3000 Mark vorgesehen. Für die Unterhaltung des Friedhofes find 1500 Mark eingesetzt. Größere Mittel sind für Strahenunterhaltung ausgeworfen, die Ausgabe ist mit 11 700 Mark berechnet, wovon der größere Teil (7500 Mark) für die Neuanlage von Straßen im neuen Baugebict „Auf dem Stein" bestimmt ist. Die Ausgaben für landwirtschaftliche Zwecke bezifsern sich auf 4910 Mark. Zur Unterhaltung der Bäche und Gräben sind in diesem Jahre 2060 Mark erforderlich. Unter s o - ziale F ü r sorge erscheinen 1200 Mark in Ein- nähme und 8780 Mark in Ausgabe. Der Eingang an besonderen Steuern, wie Grunderwerbssteuer, Wanderlagersteuer usw. ist mit 1700 Mark veranschlagt. Die Reich» st euern sind mit 27 850 Mark, die von der G e m e i n d e zu leistenden Steuerzahlungen mit rund 2000 Mark angenommen. Als Reservefonds ist ein Betrag von 7000 Mark vorgesehen. Unter der Rubrik „Umlage" erscheinen in Einnahme 46 032 Mark, während 8300 Mark In Ausgabe stehen. Die Umlogesätze bleiben wie im Vorjahre. Sie betragen für 100 Mark Steuerwert für Gebäude und Bauplätze 17,5 Pf., für land- und forstwirtschaftlich genutzten । Grundbesitz 38,7 Pf., für gewerbliche Anlagen und Betriebskapital und an Sondergebäudesteuer von f jeder vollen Mark des für das Rj. 1928 festgesteUten staatlichen Sondergebäudesteuersolls 39,2 Pf. Der ' Voranschlag fand einstimmige Annahme. In der Aussprache wies der Bürgermeister auf die Notwendigkeit hin, sich demnächst mit dem Ausbau des Ortes mit einer Kanalisationsanlage zu befassen. Das Fehlen jeglicher Möglichkeit zur Abführung der Abwässer des Wohngebietes „Auf dem Stein" hat es schon jetzt erforderlich gemacht, die . Bauvorhaben nur unter der Verpflichtung zur Ein- rid)tung einer besonderen Grube für diesen Zweck zu genehmigen, auch lassen sonstige Mißstände eine solche Anlage erwünscht erscheinen. Die Gemeindc- nertretcr stimmten im allgemeinen zu. Der Bürger- meister wurde beauftragt, einen Entwurf nft Kostenooranschlag anfertigen zu lasten. — Mehrfach wurde gerügt, daß „Auf dem Stein", wo in diesem Jahre allein 9 Gebäude errichtet wurden, noch keine Wasferleitung gelegt ist. Unter Hinweis aus den Kapitalmangel bei der Wasserge- nossenschaft „Glückauf", die bereits in diesem Jahre größere Arbeiten in der Gemeinde Staufenberg hätte durchführen lasten müssen, sagte der Bürger- tnci ter in feiner Eigenschaft als Vorsitzender der Wo jergenossenschast zu, sich für die Schaffung der Wa serleitung einsetzen zu wollen. <5 Allendorf a. d. Lumda, 31. Aug. Aus der jüngsten Gemeinderatssihiing ist folgende» zu berichten: Dr. Augst wünscht bezüglich de» von der Stadt zu erwerbenden Bauplatzes in der Bahnhofstraße anderweite Formulierung der Kaufbedingungen. E» werden aus der Mitte des Gemeinderats zwei Herren bestimmt, die mit Dr. Augst deshalb verhandeln und das Ergebnis dem Plenum demnächst unterbreiten sollen. Die von den Unternehmern I. Benner, D. EonradAeCo., und Hch. .Käs II., hier, eingereichte Nachforderung auf Kanalijierungsarbeiten wird in Höhe von WO Mk. genehmigt. Das in der vorigen Gemeinde- ratvsitzung zuruckgestcllte Baugesuch des Peter Muhl i) für die Lindenstraße wird nunmehr genehmigt, da der Gemeindcrat in der Mehrheit der Ansicht ist, daß eine Wegoerbreiterung, wegen des anilegenden, zu Bauzwecken ungeeigneten Geländes nicht erforderlich ist. Der Ausbau derEnnelbach- st raße Joll baldmöglichst in Angriff genommen werden, «odann wurden noch das B a u g e f u d) der Johs. Mallon Ehefrau auf Erbauung einer Schreiner Werkstatt, sowie die Gesuche be-> Ludwig '9? e r t e ( und des Heinrich Pfeifer um Zuführung der Wasserleitung und bzw. Kanalisierung zu ihren Neubauten ohne Diskussion genehmigt. Hin- «en wurde das Barigesuch der Karl Martin »e. betr. Renovierung ihres Wobahauses in der Kirckstraße vorerst nicht genehmigt, ba durch die Ausfiihruiia dieses Pro,ektes eine Verengung der an und für sich schon an dieser Stelle nicht besonders breiten Straße herbeigcführt wird. K Wir berg, 31. Aug. Die Konfirmanden de- Jahres 1889 haben den, Andenken ihres alten Seelsorgers ein Oelbild des Wirbrrges gechidmet. Dieser Jahrgang war der erste, den Pfarrer Ahl he im seinerzeit aus d-m 1 Wirberg und BeitSberg an Pfingsten 1889 ton» firmiert hat. Bor drei Jahren fand eine Wieder- sehensfeier der Konfirmanden auS 1889 auf dem Beitsberg statt, in der Pfarrer Ahlheim die Predigt hielt. Das Bild der Teilnehmer an dieser Feier mit dem jetzt heimaegangenrn Pfarrer Ahlheim ist auf dem Oeloild deS WirbergeS mit einer Widmung angebracht. Bei unserem Missionsfest war das Bild in der Kirche ausgestellt und hat allgemein gefallen. An einem der nächsten Sonntage soll daS Bild der Witwe des unvergeßlichen Pfarrers, der sich auch bleibende Derdienste um den Wirberg erworben J>at, überreicht werden. Erwähnt fei, daß der Verewigte fast die ganzen Obstbäume hier gepflanzt hat. DaS Oelbild wurde von Fr. Roll (BerSrod) gemalt, die Photographie von M. Kinkel (Harbach) gemacht. Göbelnrod. 31. Aug. Während früher der Spreuabfall bei der Dreschmaschine von den Landwirten als Wiesendung und zur Kompost bereitung verwendet wurde, ist man jetzt davon gänzlich abgekommen. Man hat eingesehen, daß diese Abfälle wegen des darin enthaltenen ünkrautsamens sich nicht zu Dungzwecken eignen. So wird nun der Abfall direkt nach dem Drusch aufS Feld gefahren und dort verbrannt. # Hungen, 31. Aug. Auf her Bahnstrecke Gießen — Gelnhausen werden zwischen hier und Ober-Widdersheim größere Umbau- und Gleiserneuerungsarbeiten durchgeführt. Im Jahre 1912 waren Gleis und Schwellenbau vollständig neu gelegt worden. Da teilweise als Füllmaterial noch Sand verwendet wurde, der den Wasserabzug schlecht aeftattet, wird dieser entfernt und Dasaltschotter als Unterbaumaterial benutzt. Zur besseren Wasserabführung wird die Dammtrone zu beiden Seiten der Gleisanlage vertieft und abgeschrägt. Im ganzen werden in diesem Jahre zwei Kilometer umgebaut, dazu kommen noch 600 Meter in dem Harbwald zwischen Borsdorf und Nidda. Anschließend erfolgt ein völliger Neubau der Strecke Hungen—Friedberg in Teilstücken. Der Unterbau wird wegen der schwereren Maschinen verstärkt und anstatt der seither verwendeten neun Meter langen Schienen solche von 15 Meter Lange verwendet. Zur Ausführung der Arbeiten ist die Streckenarbeiterrotte durch eine Anzahl Zeitarbeiter aus den umliegenden Dörfern verstärkt worden. r Obbornhofen, 31. Aug. Um die durch den Tod des seitherigen Gemeinderechners Peter Mörschel sreigewordene Stelle haben sich 17Bern e r b e r gemeldet. Der Gemeinderat wird in seiner nächsten Sitzung darüber zu befinden haben, wer der Nachfolger werden wird. fireU Friedberg. Bad-Nauheim, 31. Aug. Zu Beginn der heutigen Stadtverordnetensitzung teilte Bürgermeister Dr. Ahl mit, daß die Stadt für die Brandgeschädigten in R o s b a ch v. d. H. 200 Mark zur Verfügung gestellt hat. In rascher Folge wurden dann die einzelnen Punkte der Tages- ardnung erledigt. Der von der Dberförfterei aufge- tollte Waldwirtschaftsplan für das Wirt- chaftsjahr 1928 fand Genehmigung. Don den für den verbilligten Wohnungsbau für das Jahr 1928 zur Verfügung stehenden Geldern ist über die Verwendung von 33 900 Mark noch Bestimmung zu treffen. Dem Antrag, au» diesen Mitteln für Privat- wohnungsbauten weitere vier Darlehen zu je 7000 Mark zu bewilligen, wird zugestimmt. Die Frei- willige Feuerwehr hat beantragt, die Motor- s pritze mit neuen Achsen und neuen Rädern mit Vollgummibereifung zu versehen. Die Kosten betragen 1800 Mark. Do für die Motorspritze Luftbereifung nicht vorgeschrieben ist, wird dem Antrag der Feuerwebr entsprochen. In vier Fällen wurden Wirtschaftskonzessionen befürwortet, linier Besprechungen bringt Stadto. Kraus vor, daß von dem geplanten weiteren Bau eines Schwelwerks in Wölfersheim Schädigungen für Bad-Nauheim zu erwarten fein, und zwar durch die Dämpfe, die sich in letzter Zeit bemerkbar gemacht hätten. Es konnte mitgeteilt werden, daß die Regierung bereits davon verständigt sei. Weiter regte Stadto. Kraus (D. Dp.) an, bei der nächstjährigen Verfassung s- feier die Schüler der Oberrealschule und der Volksschule zu einem gemischten Chor zu vereinigen und diesen zur Verschönerung der Feier heranzu- ziehen. In der nichtöffentlichen Sitzung wurden zwei Einbürgerungsgesuche befürwortet, sodann erklärte sich die Versammlung einverstanden mit dem Verkauf eines Bauplatzes und dem AnkaufeinesGelande stücke» zur M- runbung städtischen Besitzes. JRreid Budin^rn. WSR. Büdingen, 31. Aug. Bisher sind beim hiesigen Gaswerk etwa 3300 Mark Unterschlagungen sestgestellt worden. Die Angelegenheit ist der Staatsanwaltschaft übergeben worden. # Ober-Widdersheim, 31. Aug. Wie in vielen Dörfern, so ist auch hier die Schafzucht, die in den Kriegsjahren sehr aufgeblüht war in den letzten Jahren sehrzurückgegangen. Der De. stand der Schafherde der hiesigen Gemeindeschaferei betrug in der Zeit, al» es galt, die Dorfbewohner mit Wolle zu versorgen, über 300 Stück, jetzt sind e» nur noch gut 200 Tiere. Die Nachfrage nach dem früher so begehrten Pferch hat sehr nachgelassen, da die Anwendung von künstlichen Düngemitteln leichter zum Ziele führt. Der Preis für eine Pferchnacht liegt unter Dorkriegspreis und beträgt je nach der Jahreszeit 25 Pf. bis 3 Mark. Dazu kommt noch ein Naturallohn von zehn Pfund Brotgetreide, der an den Schäfer zur Fütterung der Hunde zu entrichten ist, während der Barlohn'in die Gemeindekasse fließt. — Während in den Vorjahren hier eine rege Bautätigkeit herrschte (es wurden zwei neue Straßen angelegt), liegt der Baumarkt in diesem Jahre völ - I i g darnieder. An Häusern wurden einige An- und Aufbauten durchgesührt und an landwirtschaftlichen Gebäuden Um- und Erweiterungsbauten und Reparaturarbciten vorgenommen. Zu gewerblichen Zwecken wurde ein größerer Bau (Schlachthaus mit Jdühlanlane mit mechanischem Betriebs errichtet. Die hessische Staatsverwaltung hat das Haus her Hch. GrünbeinWwe. für 9800 Mark gekauft, um es als Försterwohnung einzurichten. Ib. AuS dem oberen Ribbatale. 31. Aug. De Drummetgrasver steige- r un gen erbringen, obgleich der Stand des Gra'es dem der Borjahre nicht entspr.cht. ziemlich hohe Breis«. Bevorzugt werden CDicfcn .n Orts nähe, die zur Grünfütterung gemäht werben sollen. Einzelne Morgen kamen auf 30 TTL: der erzielt? Durchschnittspreis ist etwa 15 Mk. Wielen mit geringem DraSwuchse sanden an Landwirten, die Weidebrtrteb durchführen, ihre Liebhaber Da schon ziemlich viel Heil ab» 3nn anrani Qiaani raaiaaarjnH'N ra nanrnsaarara nirarara usun rarem ranras raraa Haag cogogriph. Kirsche — Kirche. Zweiteilige Scharade. Selterswasser. Magische» Dreieck, a e e tot o a • e pegel Arithmetische Aufgabe. 126 Meter zu je 3 RM. 12 Pf - 393 RM II Pi Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktlonsttsch. Der Automat. GS stand in alten Zeiten ein Automat. Mit Bonbons und Prallnss. Ginwurf zehn Pfennige. Pilgert Pinsel heran. ..Zehn Pfennige", erwägt er. ..ach was. es sieht ja niemand und für fünf Pfennige wird es auch gehen." Schlau steckt er einen Fünfer durch die Spalt». Der Fünfer fällt herab. Nichts fällt heraus. •Rüttelt Pinsel an der Stange. Pumpert Pinsel an die Wand. Nichts rührt sich. ..Ich zerschlage den alten Kasten", schreit er wütend, „Mistvteh elendiges, geiziger Hund, kapitalistische Kommode I" Um ober den Fünfer nicht emzubühen. läßt er noch einen zweiten folgen, um so für feine zehn Pfennige DonbonS zu erhalten. Auch der zweite Fünfer verschwindet erfolglos. „Dinen ehrlichen Mann beschwindeln", zitiert Pinsel traurig ab. „derselbe Schwindel, wie Überall." 3n dieser Minute tritt eine Frau zum 'Automaten. Steckt einen Zehnpfenniger hinein und erhält eine Schachtel BonbvnS. Wie Pinsel da- steht, saust er haste-was-kannste zurück. „Was?", schreit er den Automaten an. „beleidigt und parteiisch auch noch?" Jo Hanns Rösler. gemäht wurde, ist diesmal die Zahl der Steigeret sehr groß. Mreie Schotten. * S chotten, 31. Aug Gestern wurden die ReichSjugendwettkämpfe im Bezirk Schotten ausgetragen. An dem Bierkampfe (Weik - sprung, Weitwurf, Lauf und Freiübung) beteiligten sich etwa 50 Schüler auS Schotten. Betzenrod, Rudingshain. Gichelsachsen und SichelSdort; andere Schulen wurden in letzter Stunde vom Regenwetter am Erscheinen verhindert. Trotz der imgünftigen Mitterungsverhältnisse wurden ganz hervorragende Leistungen erzielt. Fast alle Teilnehmer erreichten die zur Verleihung der Ghren- urtunde benötigte Punktzahl 53. Die vom Reichspräsidenten verliehenen Urkunden erhallen in der Oberstufe: 1. Martin Wehler, Schotten, 73 P.; 2. Adolf Löffler, Eichelsdvrf. 70 P.; 3. Wilhelm Repp. Schotten. 70 P.; in der Unterstufe: 1. Heinrich Bierheller, Scholien, 79 P.; 2. Ernst Schenk. Eichelsdors. 72 P. Unter der Leitung Dan Lehrer i. R. Linck (Rudingshain). dem Obmann des Bezirkslehverver- eins Schotten, wickelte sich das von Lehrer M a u- rer (Schotten) trestlich vorbereitete Wetturnen flott ab. Herzlicher Dank gebührt auch der Schot- tencr Schule (Lehrer Blei) für den Dortrag einiger Chöre. Alreie Alsfeld. (!) Groß- Felda . 31. Aug. Dine Folge des trockenen Sommers sind die hohen Grummet p r e i s e . welche itd) bei der diesjährigen Versteigerung zeigen. Sv galten hier Wiesen genau denselben Preis wie bei der Heugras- versteiaerung. obwohl es an Grummet kaum die Halste gibt. Dabei ist noch zu erwähnen, daß hier lehr viel Grurnmetgras zur Derstei- gerung kam. nämich von den hiesigen Demeinde- wiescn und vom Kirchengut. als auch von mehreren privaten Wiesenbesitzern. •!* Rieder-Ohmen. 31. Aua. Gestern fand hier die Aufführung deS RaturfilmS ,.Mo- ana, der Sohn der Südfee" strtt. Hierzu hatte die hessische Zentralstelle für Film- und Lrchtbiidw.^'N bie Schu' n der umliegenden Orte etnaelaben. Der Film ist al» großartig zu bezeichnen. Die Schönhett der Bewohner von Samoa. die gigantische Welt deS Ozeans und der Kamps des Menschen mit den Elementen zogen in überraschender Raturwahrheit an den Äugen der Zuschauer vorüber Der Besuch war lehr gut. Demnächst w rd ein Film b*r die Eis- wüsten des Südpols behandelt, über die Leinwand gehen. Preußen. ArciS Wetzlar. 3 Vetzberg, 31. August. Bei Ausschachtung» arbeiten zu einem Wvhnhau»anbau wurde von ben Arbeitern ein noch vollständiges Skelett zutage gefördert, das au» den adstziger Jahren stam men soll. Tillkrcis. bL Sinn (Dillkreis), 31. Aug Der Fuhrunternehmer Jakob Weimer von hier kam bei Holzladearbeiten auf dem "Bahnhof unter bie Räder eines schon beladenen Wagens, die ihm übet Brust und Leib gingen. Der bedauernswerte Wann ist kurz darnach gestorben. Et hinterläßt Frau und Kinder bL Biden (Atzrtal), 31. Aug Der Maurer Will, Weil von Oberndorf verunglückte dieser läge im Steinbruch baburej, daß auf ihn ein Floschenzug mit Steinen stürzte, der dem bedauernswerten Manne schwere Rippen- und Kopfverletzungen belbradjte; er mußte einem Kranken- Haus zugeführt werden. Mreüfr Marburg. Lpd. Marburg, 31.Aug. Auf dem Aurflugs- ort Frauenberg geriet ein Auto bei Vuwbesitzer» '.Hoffer in Brand und wurde vollkommen vernichtet. Die 3n,affen konnten durch das schnelle Eingreifen be» Chauffeur» gerettet werden. Spielplan ver frankfurter rhcatcr. Opernhaus Sonntag, 2. Sept, 19 bis 23 Uhr Lohengrin. Montag, 3., 19.30 bis nach 22.30 Übt Der Ziaeunerdarvn. Dienstag, 4., 19.30 bis 22 übr: Die BohLme. Mittwoch, 5., 19.30 bis nach 22 Übt: Samson und Dalila. Donnerstag, 6.. 19.30 bis 22.15 llhr: Fidelio. Freitag. 7 19J0 bis 22,15 Ühr: Cavalleria rufticana; hierauf: Der Bajazzo. Samstag. 8., 19.30 biS gegen 22 übr Sie toten Augen. Sonntag. 9.. 1930 bis nach 22 Ühr: Samson und DaMa Montag, 10., 19.30 bis gegen 22 Ühr Gardillac Schauspielbaus. Sonntag. 9 September, 19 30 bis gegen 23 Übr: Don Earlos. Montag, 10.. 20 bis gegen 23 Ühr. Alt-Heidelberg. AUSRAT-IUIÖBEL^ Gießen, Lindenplatz 1 ■ Langfristige Teilzahlung» Stott Äortm! Verlobte Gießen (Vleichstr. 29), btn 2. September 1926 7MB' DOfTelborf, Süttenstraße 40 (September 1928 7823D Lollar Tisch- Haler. Frankfurt a. 2D?. Gießen, (kdepfraße 5 7oeo 2. September 1926 uoM Gießen Marburger Straße 50), 31.August 1926 Vermählte Südanlage 11 Goetheitraße 67 1. September 1926 Lichtspielhaus Bahnhofstrabe TWTk •J®JÖ 06305 präftiferunf erriet: Mittwoch, 3. 6epi 7K u Ab Montag, 3. September Lichtspielhaus Auf der Bühne IIIIIIIIIIIIIOTIIIIIIIIIIIIIIIIININIffl^ = s= Heute meiner Filiale in Butzbach verbunden mit einer Friedel Kunz ßeinrid) Philipp Astoria-Liditspiele Seltersweg Maciste, der Held der Berge eppiche ohne Anahlut Gießen Buddestraße 9 Nur noch heute und morgen Pat und Patachon auf dem Wege xu Kraft und Schönheit sowie Wenn ein Weib den Weg verliert Zwei rote Rosen - Schlagsahne Ein süßer Kuß! Für jeden ßießener ein Hochgenuß! Woraus besteht Alma - Margarine ? Ob Sie Margarine kaufen oder nicht - Sie essen sie auf alle Fälle oder, genauer gesagt, die einzelnen Bestandteile, aus denen die Margarine tubereitet wird: Milch, Ei und Salz, feine Speisefette und Pflanzenöle. Drese feinen Speisefette und Oele werden in grossen ovalen Gefässen, den Kimen, mit Milch und Ei gemischt und gerührt. Nach dem Abkühlen wird das Gemisch maschinell geknetet, mit dem notwendigen Salz versehen, von der überschüssigen Feuchtigkeit befreit, und Alma-Margarine ist fertig. Alma-Margarine wird während ihrer Entstehung und Verpackung von keiner Hand berührt I Sie kommt appetitlich, gesund und wohlschmeckend in Ihren Besitz. Alma wird grundsätzlich ohne Geschenkbons und ohne .Wertreklame* verkauft und kostet deshalb nur 85 Pfennig das Pfund. w Alma, die Margarine für Alle wird bergest eül in den berühmten Blauband-Werken. Hans Seibert geben ihre Verlobung bekannt Für die uns anläßlich unserer silbernen .Hochzeit in so reichem Maße erwiesene Auf- merksamkeiten sprechen wir hiermit den herz, lichsten und aufrichtigsten Dank aus Gg. Kling und $rou 1. HM<6#furifd?riftflcfdlfd,oft »Sabelsbcrger und Vomenabteilung t. D Sieht«. Oave Bauer Clara Bauer geb. Leinweber 326 Old Mill Road, Fönest Hills, L3. 1. September 1926 626 drefrent Street, Astoria L 3-, 2R. 3- September 1926 3hre Vermählung geben bekannt Dr. med. Walter ZRauf) Käthe Rauh geb. Bastian George Keller Ella Keller geb. Schaefer Vermählte Brennholz 'Anmachholz Sagemehl zum Rauchern ,.„D Jul. Wellhöfer .rernfpredter 743 Dieaideden IlMtgaiintm Norddeutsche Waren Bandelt ieiellidiail m. b. 1 Abc. T<• ppicb» Berlin V. 62 Ma.iMenetr. 36. Verlantrenbie sofort bemusterte Offerte. Diskretion ,wv xuffeeicberL der neuesten Typen der Firma A. Opel am 1.» 2. und 3. September 1928. Freie Besichtigung für jedermann Staufenberg 2. September 1926 Lena Haide Opernsängerin von der Komischen Oper, Berlin Signiere t öennoniums werd, fachgemäb u. preiswert ge- fttmmt u. revar. ffi.ßöetix’i Sietzev.vioMir.il Zrlenbon t*U ¥er kiel o neuen u. fltbi. Klao Heinrich Sommer Zohanna Sommer geb. Geißler Vermählte privat-Mtagsffch abwechslungsreiche gute Küche. Vtrta 1J0 Mt. Ml” Ludwigstrahe 22 I. Asbest- Platten. 1,2, 3, 4 und 5 mm. wieder am Laxer. 67861) CarlSchunck GelegenheitskauL/i Speisezimmer, dunkel Eiche, erstklassige Ausführung. Büfett, 2J5O Meter, m. eingebautem Silber sehrank, Kredens. Auseuettsch für 24 Personen, acht Stühle undxwel Armlehn- s esset alles so xui wie neu. umständehalber von Privat abrugeben. Bed-Xauhelm, ParkitraOe 50. Besichtigung jederseit auch Sonntags. Bei Kauf Lieferung frei Han». Oie Dertobung unserer Kinder Anni und Alfred beehren mir uns •in }u teigen Fabrikant 15.3ughardt u.Frau Paula ged. Stein Frau Marie Denon Dwe. ged. Schaeffer Gießen. Südanlage 20 Oertmunb, Südwall 12 Statt Karten' liefet Otter Willy Schlier grüßen als Verlobte Frankfurt a. M. Gleimstraße 1 Opel-Automobile P. Jäger, fließen iiiiiiihiiij.ihiiiuiiiihiiiriniivnTdinnirnniniRniiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiii.iiiiii.iriiiuhiiiniiihriiiiiiiiiii Meine Verlobung mit Fröulein Anni 3ughardt beehrt ich mich anzuzetgen Alfred Denon !! Lernt Einheitskurzschrist!! 2Dir eröffnen am Otenstag. dem 4. September 1925, abends 2 Uhr, in der pestaloz;ischule, Aordanlage 8, fßr Damen und Herren einen Anfünser-Lehrgang in der Sinbettskuvzschvist I unter Leitung eined staatlich geprüften Lehrers der Stenographie. UnterrichtAcjelb 12 1ÖI. Anmeldungen werden von $>crm #fl»r Karnbach, «m Kugelberg 23, ober tu Beginn des Unter- rtchts entaegengenommen. Zur »nrlhllAlinn • Forfbildungsunterrichk: OlenStaa, 4.Sept., 8 Uhr tjui jutivituuiiiu ^cdeschristunterricht: Bttttwoch, 5. Sept., 7 Uhr i lll 9 DARMSTADT ist die leistungsfähigste Möbelfabrik, die und direkt Private liefert an denkbar größten Sie bietet daher ihren Abnehmern die Preisvorteile Besichtigen Sie unser vollkommen neues Qualitätsmöbel 3191V O. Winterhoff, Drogerie, Kreuzplatz 9 10. I2349A Rest-Posten eise-Muster Carl Brück, Juwelier Fernruf 1602 Kreuzplatz 8 SM R97D Geschwister Kühne, Grabenstr. 3 p. Gießen Mäusburg 12 Gegründet 1889 0*2)7 ■■■ CB i W Md W 2d) find bte mal tod 6ti lebl der Der Siir der in jeder Preislage Zahlungserleichterung! (Id mir not ellrx 5 5? ttarf bnid Uei und Einzelpaare für Damen, Herren u. Kinder fLii Hi na Sc D: erd mi D rei< log L -5 tti bä 2c gai Ml tri Diese Gelegenheit dürfen Sie sich keinesfalls entgehen lassen. 7853« •'i mof Du untt ‘ 6* gewähre ich auf Juwelen, Gold' und Silberwaren, sowie Taschen- und Armbanduhren 10% Rabatt WIGMAN-SCHULE FRANKFURT A.M. 78i7V Haus Eintracht, Oederweg 37 Berufsausbildung in Tanz und Gymnastik Leitung: Friedl Henrich Dipl.-Lehrerin der Wlgman-Schule, Dresden, ehern. Mitglied der Mary Wlgman-Tanz-Oruppo Prospekt, Anmeld., Auskunft: Haus Eintracht, Oederweg 37, Montag-Freitag 11-12 Uhr. Am 1, September eröffnen wir ein Moden-Atelier für Damen- und Kinderkleidung Aeußerst billige Preise trink' Efflbeha- Tee, bestimmt vergeht dann allesWehllPak. 14 Tage aasreich., KM. 3,50. 10000 Anerkenn in Gießen: Apotheken. Ausstellungshaus Kirschenallee 88 (nächst des Güterbahnhofs) kommen ab Samstag, den 1. September zu staunend billigen Preisen zum Verkauf. Während meines Ladenumbaues komplette Zimmer Wohnungseinrichtungen aus der Fabrik 7828D Prima Düngekalk ab Vager und frei verivendung-stelle. L. Mbsamen. ßernfpr. 1659. WD Großartig wie die Hühneraugen verschwinden durch „JEebervoM" Hühneraugen-Lebewohl u. Lebewohl-Ballensebelben Blechdose (üPflaeter) 75 Pi., Lebewohl-Fubbad gegen empfindliche FQbe und Fubidiweib, Schachtel (3 Bader) 50 Pf., erhältlich in Apotheken und Drogerien. Sicher ru haben Medlzinal-Drogerie Haus Hindenburg, Seltersweg 68a. Löwen-Drogerie W. Kilbinger Nacht, Seltersweg 79a, H. Noll, Lud wigsplatz - Drogerie und Neustadt - Drogerie, ■ti 1 Ifr.206 vierter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsenj Samstag, f. September 1928 Wirtschaft. MchuMunü der SeMfimonü-aratet im Handwerk. D« wirKchaftlich« Sag« des heutigen Handwerks in August ist aeccnüfrer bem 3u'- oli allgemein abaefchwacht. un ein# Minen j«dvch als unflLe zu 5< h ihnen. Diejenigen Hondwerkskre die dos »um Leben Rottvend-ge eneunen, bleiben von den Schwa n- tungen mehr verschont oli die onbeeen. beten •neuflir.fk »um Leben nicht unbedingt edoebet- Kch such Während boi Baugewerbe un Mruen mü bet Erledigung la ulender Aufträge befnebioenb beschäftigt war. in einzelnen ©tä&ten loflQt noch m r neuen Aufträgen bet cHenLutcn Hand rechnst. trat m anberen Gegenden. unb »war besonders in Grobstädten, bereits ein spür- batei Mangel an Beschäftigung ein. Auch bre Baunebenaeverde. d e meistens mit 2hif» trägen von kürzerer 3eilbauet au rechnen haben. zeigen lern einheitliches Bild. 3n der Lanbw.rtfchaft hat bet Beginn bet Grnte- neil m ben ländlichen De werden den Geschäftsgang belebt, allerdings nicht in dem erwarteten Maye Unter ben allgemeinen Schwierigkeiten tritt bte wachfenbe Berfchulbung bes Handwerk- besonders hervor, vornehml'.ch im Zu'ammcnhang m.t ber Borgwirtschaft groben Umtanges Hiergegen Unb virkunasvoll« Mast- nahmen erforber»ich. zumal bte Kaufkraft bet Reichsmark langsam, aber doch fühlbar absintt. Der Arber tsmarkt desHandwerks war entsprechenb der Wirtschaftsla^ ungleich- mähig. stellenweise lehr schlecht, sogar in den Aubonaeb.etcn. bie sonst um hiess Jahreszeit reichlich Beschäftigung zu bieten pflegen. Gochenbencht vom $ranffurter probuftemnarft. Zu Beginn der neuen Woche war bie Haltung mn Frankfurter ^DcobuftenmatfL angeregt durch feste 2lu#lanbimi.erunqen unb günstig lautendc Ultfbunflcn, freundlich. Das Geschäft tonnte iedvch kein gröberes Ausmab annehmen, da bte Händler weiter sehr zurückhaltend sind. Sine Beteiligung am Produl,engeschäft von selten der Mühlen unb des Grports. aber nur in geringem Mähe, machte sich zeitweise gellend, was sich aber nur auf einzelne Vetreidesorlen günstig aus- totrfen konnte. Ginen günstigen Gindruck machte die Tatsache bah In dieser Woche nur Verhältnis- mäßig wenig Ware an den Markt kam, was wohl mit dein andauernd schlechten Wetter und Hoffnungen einzelner Ätedc. die ihre Waren an Glauben auf neuere Preissteigerungen zurückhalten, in Einklang zu bringen ist. 3m Verlaufe jebrxb machte sich aus erneut schwächer lautende Auslanbnolierungen wieder eine größere Lust- losigleit bomertdar Die Umsätze wurden sehr klein, die Händler zeigten sehr wenig Untemcb- mungsluft unb nahmen nur Abschlüsse in den notwendigsten Fällen vor. Die daraus hin wieder etwas stabilen Überseer scheu Dotierungen blieben dagegen ganz ohne Einfluß auf die Stimmung, rebod) ist tie Al.gen»cinienb^nz als ziemlich widerstandsfähig unb die Grundstünmung als freunb» luh zu bezeichnen. Die Preisgestaltung wurde im allgemeinen von den Auslands Notierung en wenig berührt, da die knappe Beschickung eine gewiss« Stühe bot Zeitweise machte sich für Weizen lebhaftere Aachfrage bemerkbar. Die Forderungen ber Provinz lauteten im allgemeinen ziemlich unverändert und wurden auch glatt bewilligt, da das Material vorübergehend den Ansprüchen nicht (xnügte. Auch Roggen war gut gehalten Für Sommergerste machte sich t>onteiten der Brauereien für allerbeste Ware einige Aach- frage bei steigendem Preis geltend, doch war auch hier das Geschäft begrenzt. Hafer war stark vernachlässigt unb hat.e stärket unter Prers- druck zu leiden. Am Futtermittelmarkt waren Mai» für Futlerzwecke unb Roggen- kleie stark vernachlässigt. Das Angebot war sehr groß unb Abschlüsse kamen kaum zustande. Der M e h l m a r k t war ebenfalls sehr still. Weizenmehl war gut behauptet, während Rog- genmebl angeboten und schwächer lag. Zum Wochen!chlust wurde die Haltung wieder lehr flau, ba das allgemein schwache Ausland eine größere Verstimmung hervor rief und somit die Händler erneut aut gröberen Zurückhaltung mahnte. Das Geschält beschränkte sich auf ein Minimum Die Ware konnte nut mit Verlust untergebracht werden. 3m Gegensatz hierzu machte sich erneut von fetten ber Landwirtschaft einiges m. Roggen, Weizen- Mk. fchwächer. Hafer ganaenen Woche lag -cx mehl und Weizeicktete teO. neuer Ernte rurlor 0.Z5 Dark. Mais für Fitt'.er- hterfüt nicht ausreichen, und Mais muhte aus Metern Grunde erhöht werben. Auch DZzen und Roggen war Härter vemachlällvgt unb fchwächer 3m Vergleich zu den Rotterungen der Ber- zwecke 1 Mark S og ae n m e b i 0.50 Mark unb Roggenkleie 1 Mark. S ommergerste konnte dagegen OHO Mark anziehen. Die Dochc tchloh au solgenden Votierungen. Weizen 24. Roggen 22.75 bis 22,85. Sommergerste 22.50 bis 20. Haier, neuer Ernte. 21,50 bis 22. Mars für Futter zwecke 20.75. WeizenmeU 3350 dis 33.75. Roggenrnchl 31,75 bis 32L5. Deizenkleie 13,60, Roggentleie 1450 Mart. Wochenbericht vom $ranffurfer Effektenmarkt. Zunächft wat bas Geschäft an ben Effektenmärkten auch In ber neuen Woche äußerst still. ö» herrschte weiter Lustlosigkeit und Zurück- Haltung, do von ouhenhet säst keine Anregungen Vorlagen. Don einer Beteiligung de» privaten ‘Rubllhime mar wieder kaum etwa» zu bemerken. Viur selten» de» Ausland. 5 bestand für verschiedene Papiere Nachfrage. Allmählich verstärkte sich das Interesie für diese Spezialwerte, unb. davon angeregt, wurde die Tendenz allgemein merklich festet. Da» Geschäft nahm auf verschiedenen Märkten nicht unwesentlich an Umfang au, unb bie Börse bot, wenn auch nur vorübergehend, ein schon längere Zeit nicht mehr beobachtetes Bild ber Lebhaftigkeit. Die Entscheidung des Reichsbahngerichtes, bah eine Tariferhöhung berRelchsbahn berechtigt fei, bemirfte zuerst eine gewisse Verstimmung. Später jeboch würbe ausgefühtt, bah bte durch eine Tariferhöhung bewirkten Mehreinnahmen der Reichsbahn der Industrie durch neue Aufträge wieder zugute kämen. Dor allem jedoch wirkten die g u n ft i g « n Ernteaussichten an- legend Dabei verwies man auf ben letzten Wirt- fdjafteberitbt ber Deutschen Bank, ber bie burch einen günstigen OErnteauefaU ber Landwirt- schalt zusNehenden Beträge um 400 bie 500 Mill. Mk. Eer als im Vorjahr einfchätzt. Diese Summen würben ter aneber jum Gelbmarkt zurückflieben unb n geeignet, eine Borjenbea>eaung herbelziisühten. Tine Stutze fanb ber Markt ferner wiebcr in ber festen Haltung ber Auslandbörsen. Namentlich die andauernd sehr seste Tendenz ber Neuyatket Börse regte an. Dabei wat man besondere befriedigt beruhet, bah bie Zukunstsausstchten bee amerikanischen Geldmarktes von Dleuiyirfer Finanzkreisen optimistischer beurteill mürben. Der Ultimo verlies glatt unb ohne Schwierigkeiten, unb bae zur Prä mlenertlärung in geringem Umfange noch heraus- kommende Material wurde leicht aufgenommen. Der Geldmarkt blieb relativ flüssig. lageegelb stand stet» m ausreichender Menge zur Verfügung. Später machte sich von kommunaler Seste etwa» größerer Bedarf bemerkbar. Monatsgelb blieb unverändert stark gesucht und knapp. Die auhenpoll- tische Lage wurde allgemein etwas günstiger beurteilt, und die Verstimmung darüber, bah Reich»- auhenmlnister Dr. Sttesemann Infolge seine» Gesunbhettszustonbes nicht an ber Genfer Ratstagung teilnehmen wirb, verschwanb ball». Lebhafte» Interesse machte sich für E h e m lern e r t e geltenb. 3. • (9. • 0 a r b e n waren oon der Spekulation unb angeblich auch vom fluelanbe gesucht und fester. Man wollte von Verhandlungen der verwalUiug derI.-G. mit Th. G o l d s ch m i d t misten, die gemeinsame Arbeitsgebiete betreffen sollen. Daraufhin morcn auch Goldschmidt gefragt unb höher. In Scheideanstalt setzten sich die schon einige Zeit beobachteten Sericnkäufe fort Auw für Holzverkohlung bestand Interests. Lebhaftere» Geschäft verzeichneten wieder bie Llekkrowette. für bie namentlich aus ber Schweiz Kaufaufträge vorgelegen haben sollen. Felten Lt Guillaume waren stark gesucht auf Versionen liner Fusion tnll N; In- teresse bestand ferner für A.E.G-. Geffürel, Licht L Kraft. Cchuckett unb Siemen». Zeitweise recht ledhast gefragt waten wleber einmal bie Montanaktien, für die hohe Weltmarkt- unb Eisenexporipreise anregten. 3m vorder- grunb stanben hier Gelfenkirchen. Harpe- ntr, Phönix unb Rhein stahl. Mannesmann waten verlangt im Zusammenhang mit der beoorstehenben Lufslchtsratssiyung unb. auf Kapital- ethöhungshofsnungen. Auf günstige Absaftzissern I waten auherdcm Kali wer le verlangt unb wesentlich höher, ferner Mansfelber Vergib a u unb Otaoi-Minen. da man mit einer Kupferpreise rtzöhuna rechnen zu könne« glaubte, von ben H u toortUn lagen R S U. im Ange- bot unb niedriger. Luch bie Börse tft een der Rot- wenbigkrit einer Sanierung diese. Unternehmen» überzeugt. Auch am Rentenmarkt war ba» Geschiif, zeitweise reibt lebhaft. Anatolier waren in gröberen Po!«en gejucht und wesentlich höher, obwohl nicht» Genaue» über ben augenblicklichen Stand der Drienlbabnanattege nfreü wt- lautete. Fest logen ferner Türken ebenso Deutsch» Anleihen. 'LeichtesAnziehen derKeicheindex- sisfet. Die Reichsindexziffer für-Cebcntballungt kosten ((Emabrung, Heizung. Beleuchtung. Betin düng und sonstigen Vedats» belauf! sich nach den Feststellungen de» Statistüchen Braunkoh.ensynd.kats sind bie Preise unverändert geb. eben Für Br^etts im Hausbrand und gröberen 3nbuftT.efonnflt müllen 14 Mk.. sür Rubl-riteirs 14 W Mk , für Rühchen- Bntetts 14A2 All und für Vahprehsteine 14 Mk. K Tonne gezahlt werden. jfraiiffurter Börse. Frankfurt a. M^ 1. Sept Tendenzi fester. — Die tritmal» nach der zweimonattgev Uiücrtredjuefl stanfindende Sumstagsöörie hatte eine f est eT e n- d e n z . und oerichiedene beroriugte Papiere konnten lebhaftere» Geschäsi verzeichnen. An- re,r«nd wirkten die festen Internationalen Börsen, vor allem die gestrige Hau siebe megu na In Neuvork. Ferner n>urbfn die Monatsberichte der Dreeontr unb Kommerz Bank ubermitgenb fveiinbllch eufge- nommen. von Publlkum»jeiir bürst» der Orbcr»« anqang kaum größer g,worben sein. Die ®e- uha't»tatigtell war Im wesentlichen aus bte Kulisse belchränkt. Rege Umsätze entwickelten sich am Elektro markt. an dem Gesfürel mtt plu» 3.75 v H bevorzugt waren. Siemeo« lagen 3. SAurfert 1Ä Licht 8- «rast 1,75 unb ATG 2^ v H. Haber Ge- fragt waren semer wleber bie «aliahlen. Ascher»- leben zogen 6 unb Westeregeln 2„5 v. H an. Am Markte ber auloaflwn trat nach «leger plötzlich lebhafte Nachfrage auf mit plu» 5 o f). Daimler nur leicht gefragt. NSU. etwa» gebrückt. Der Ehemj,markt war eher etiva» vernachlässigt und wenig verönbert. Ebenso lagen Monianwerte ziem- sich nlll. Etwa» regere» Interesie bestand nur für Rheinstahl mit plu» 2 o. H unb Manne»mann au{ die heutig« «ullid)toral»fl(iung. von den Kupfer- werten waren Mansfelber mit plu» 1,25 o. H. rlroa» gesucht. Für Banken erhielt lich ba» Interesse, hoch gingen bie flurebfflerunaen kaum über 1 v H hinau». von ben ZeUstosfwerten gewannen Afchas- fmburger 3 und Walbhos 1,85 o. H. Deutsch« Anleihen blieben behauptet, von Auslanbrenten Ana- toller behauptet, ebenso Goldrumänen. Im verlaufe würbe ba» Geschäft allgemein still, nur Ole kiro- werte blieben lebhaft gefragt. AEG.. Siemen» zogen erneut bl» 1J5 o. J). an. I.-G -Farben waren knapp behauptet. Die Stimmung blieb fest. Der Geldmarkt war angespannt. Namentlich nach Termingeld war die Nachfrage weiter grob. Am De- oileninarft nannte man: London gegen «adel 4,8530, Pari» 12428, Madrid 29,23, Mailand 92,60, Holland 12,1040. Berliner Börse. Berlin, l.Sepl. Die heutige erste Samstag»- börfe nach ber zweimonatigen Unterbrechung zeigte ein freunbliche» Au »sehen. Schon an ber reftriflen Frankfurter flbenbborfe mar bie Haltung bei kbhaftfrein Geschäft fest, unb auch heute Vormittag blieb bie Tenbenz bei aröbcrtm Interesie für Farben und Elektrowerte recht freundlich. Da» Ge- schäft war zwar nicht so lebhaft, wie man vormittag» angenommen halte, ba durch den früheren Beginn Order» au» der Provinz noch nicht Vorlagen. Immerhin zeigte sich mehr al» an den Vortagen 3 n - lerefse für oerfd)iebene Märkte. Dl« Haussebewegung an den internationalen Börsen blieb auch hier nicht ohne Eindruck Di - Monat »berichte ber Tommerz- und der Dresdner Bank wurden gut aufgenommen. E» befriedigte auch bte amt- liche Ernteoorausschätzung, bte recht günstige Au»- sichten erwarten lötet. Sehr lebhaft ging r» am gar- benmarft xu. Die Börse, die den Verhandlungen de» Standard öll-Präsidenten X e a ge l mit der 3 -G.« Farbenlnduftrie gestern kaum Beachtung schentt«, nahm die Tatsache, daß bie Verhanblunaen heute zu Cnbe geführt werden, zum Anlab zu «äufen. Ein« kleine Zurückhaltung wurde heroorgerusen. ba heute in einer Woche bereits wieder erster Schiebung»- tag ift Der Gcldmarkt zeigte heute ein noch unper- änderies Aussehen. Tagesgeld 8 bi» 9/> o H. gesucht, Monatsgeld 8 bi» 9 v H, Warenwechsel etwa 7 o. H Die ersten Kurse lagen im Durchschnitt 1 bte 2 o H gestern über Schkuh. Elektrowerte wurden lebhafter gefragt. Siemena zogen um 4 o. H. an. Auch für Spritwerte erhielt |id> ba» Interesie bei Kursgewinnen bte 4L o. H Polyphon waren bei einem Gewinn bis 5 o. H. stärker beachtet Schubert unb Salzer unb Metallbank konnten ebenfalls etwa 4 v-H. anziehen, währenb Klanzstvff sogar R o. H hoher lagen In Banken entwickelte sich wleber gro- ßere» Geschäft, auch Kaliaktlcn konnten erneut an- Ziehen Dcsteregeln 4,5 o. H. hoher Deutsche An- leihen waren leicht befrftigt Ausländer Überwiegend feft Der Pfandbriefmarkt lag oollkommen gefchaft». los. Im verlaufe war die Tendenz nicht ganz ein- hellllch, doch konnten sich zumeift einige Kursge- roinne durchsetzen Banken und Schisse 0,5 bi» 1 p H über Anfang. Polyphon 4 v H. höher. Glanz- stoss minus 3 o. H. Llektrowerte wieder lebhaft. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. ®u hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höbe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Reichsbankdislont 7 Prozent, Lombarden»fttß 8 Prozent. grauHwrte.» Jtwikfurt «. 5t BtrtiH 5.-enL 4% CdkmidMii« ■ • 430% Cetra. Cübem*. 4X OSmrlc, r.stxul «tt. 4X OajartiSr ». :nr. *X UeeetiAt » WO 4HX »rteL oen 1913 . - *X Uaeerld* ttennttt..... 4% Itrt. d. l»ll . . 4X , lutfi'* 8aebcMs^i-tB' 4% 6r*eL \i. ... . X XtiCLlari vswtl.ftx . . . 4KX Ssetao ®<3enL » l»13 Cj «Öto-xxu . 44 pc«eknto6fi ÄxL. . 10 TiHta« . . 10 atmioeuP« HtttiÄaxl . » Rmatai.........e <7.13 W.5 73 - - - 2 Ci 11.23 »,3 23,3 tU.« - *M.?5 Hl >44.3 273.14 167.9 iej 170.2.' dü ^01 11. SS - - 164.5 133,75 143 "i >«.L> 16*.5 ^73 163.23 170.5 142 1*7.33 51.11 >7.1 11.7 — II.ti 25 7< 163 1*7.3 134.25 Hl 143 S4 1 167.75 472 169.35 i-X.75 170.35 ZUl 110.5 ttA.1l 31,1 17.01 30.5 M.23 2.23 - — - 164.23 1U.-3 <41.75 H6.4 GM 1 U8 5 274.3 IQ. <5 .64 -3 171 202 142.77 301 U4........... * 8«|Me.....- - » ütfa. eirfmiee«.....v eu» BX» .........10 » .............< iM. 1. lüdt ’.liirn- • • • 1° pca». ®etn. entt .... 10 ...................• .................l° _ -fr. . . ........ t' a p-ute....." txaMu.-j ........ 8 ...............W Besen» . . 5 TntIO trMl.......« ö.lwt 8 •dieenrlK*« ... |. H 9 « ««1 '.V.V.V.'.l .10» 8 fi..dnftsrrf- ........ 7 ........» Siaitfnai . ....... 6 ReUf!«.........1 C4rr<*ld.6itetS B#3cd . . . 6 Cter-a-r ... 4 . Sh eteto* eiaetoWe... 10 ! X teWteia .... U . rrrtiMtf 6^»......e Rnr Mi Cäxtert«!.....10 Ml Edrtuj ..... 10 exisvtf e: - ... 15 3 3 Sat*T..3iWtm . . . u tuum iubt. ....... 5 .................S »»Mett: ..... 5 Äiterttefrir..... • . • .....u liB.l 2 :Z3 IM M tu 17? 178,3 IU4 US 153 za IM HS. 83 113.73 85.13 -7«. 5 150 XM r.t Ul -47.-3 217 Ito. 13 10» Iti l8i 18- ai.ii tii.i: tM l INI 87.35 130.4 ia.it 113 83.13 MO. 13 15: r« 270» i»3.: 178.7» IW IW.75 218 150.7! Zk> 158.73 Ul 138 M • TS 150 -4.3 112.21 130 5 1.1.4 U4.5 Hl.23 US IZ4.73 Hl.8 III.5 KU.74 II3.U W 278.3 >34 »8.5 k.,4 Zf» z;i 457 564.75 I« l«.. IBI 2CI.I. I rt.! 222 I50.9 27! >34 25 13« 204.75 >52.75 W.8 HZ 75 I» >.'3.3 HZ IzS. >3 I4> Hl II3 IU6.75 in.s »5.3 278.5 i5Z Ito rt 54 -47.23 277.5 4!».5 -68 I07.>3 lte.6 tfrfeikhui a. VI Bcrfi» SchUh- «ur» 1-Ubr- 1Ur» S4.ub Äm Äer» Tenno: 11. 8. 1.8 11.4. 1.8. fcb-—’S <.0 144 113.25 — — S-tsiartt . >5 * — 344.5 848 LfrT*d' ...... ■ - 12 * — ew :o?» r« .... e I 18 — — » OK t-nbne ...... ■ 14 — — 50,.4 415 .»„-•t MM - . . Ar. •:.'** rtScflr-kte . 12 12 . 7 &9.?i 213 Z»1 ZIS »«.5 IZH.» 125 180 215 Zr :-r: ..... ■ . . 8 — — 1H 115.74 Tctw'zi . . 0 1115.5 104.24 16» 7t |U5 5 >1.-7 I-C*f‘rrr . 4100 ftrmue Aolnemichr «oien...... II 85 in.r, M,»5. 112.08 SO 2» 2.42 2.M €ttrotsi|ttr VJrt-e ...... Hi.es iu.ro €4irt»nrT -tic'c........ ^54 Wl.H. Lv2.'>'ch' Wetm..... . tkt"t • lo-.-ii.flrf Xetzn . . 28 44 68.72 12.445 Usgenfärf Acta ... 72. N 71.11 ütebifcnmartt Berlin —Franks»n a. M. 31. Äugnft 1. Semer. bsr Muh6« .'ioti nag Lrmtichr «flO Arwt "eld ernt Ul.8,215 »V.» Vrog ... I2.4ZÄ 12,446 12.415 12.445 M)tab . 7.4-3 -.187 7.174 7.re» »C'ai-a . . 71.IA .3,20 73.07 74.71 t*u'.- antn 1.0.2 4,IU, »,0Z? 1.053 Htffaboa 18.85 18.87 18.64 18.67 Toni-g . 0 etin. 51.3Z 91.48 ,1.34 ,1.51 Z.18C 4,181 4.18J :. ivi ert«. . . 5.425 »4 -,.425 6.435 SLono*» 4,18V l.2»i 1.1'45 4.2U3 Uru m3 4 264 4.Z74 4.ZV> kzro . . 20.845 «.»05 2* *5 te.*» «.Hauptversammlung der SeUchen LandwirtschastSkammer. Die Forderungen der hessischen Landwirtschaft. DSD. Darmstadt. 31. Äug. Die Hessische Landwirtschaftskammer hielt heute hier ihr« 6. Hauptversammlung ab. Heben den auS allen Teilen HesserrS et* schienenen Delegierten war auch Landwirtschaf tS- munster Kore11 mit mehreren Herren seines Ministeriums erschienen. Der Präsident der Kammer, Oetvnomierat Hensel, begrüßte die Erschienenen und behandelte sodann die Lage der Landwirtschaft, die gegenüber dem Dorjahre noch keine Besserung zu verzeichnen habe. Was könnten dem Landwirte alle technischen und wissenschaftlichen Fortschritte helfen, wenn seine Erzeugnisse keine rentablen Preise erhielten? Die Spanne zwischen Erzeugerund DeroraucherpreiS sei demaegenüber unangemessen hoch. Der Redner berichtete sodann über die Tätigkeit der Landwirt- schaftSkammer im abgelaufenen Jahr«. Er erinnerte an die Errichtung der Mufteranlage in Groß-Umstadt, Gonzenheim, sowie den Ankauf bcd Windhauser Hofes bei Elsheim zur Schaffung einer Schweinelehrwirtschaft, an die angestrebie Verbesserung der Qualität der land- tvivtschaftlichen Erzeugnisse. der Standardisierung der Gemüse-, und Obsterzeugung und der Welt- tv.rtschaft. Die diesjährige Ernte sei qua- lutatio sebr gut, der Ertrag bei Getreide zufriedenstellend. währet) Hackfrüchte und Futtermittel durch die Trockenheit gelitten hätten. Di« Landwirtschaft sei nicht in der Lag«, di« im Herbst fälligen Rentenbankkredit« zurücktzugeben, die gestundet werden mühten. Man möge höheren OrteS endlich einsehen, bah man den so wichtigen Berufsstand der Landwirtschaft im allgemeinen DolkSinteresse nicht untergehen lassen dürfe. Minister für Arbeit und Wirtschaft, Korell, begrübt« die Gelegenheit, zu der Gesamtvertretung der hessischen Landwirtschaft sprechen zu können. Er erinnerte an seine Ausführungen in der Stalsrede vor dem Hessischen Landtag. Aus feiner früheren Tätigkeit sei bekannt, wie hoch er die Arbeit der Landwirtschaft im Rahmen der allgemeinen deutschen Dollswirtschaft einschätze. Er ging sodann aus die Biabnahmen ein. die von der hessischen Regierung zur Förderung der Rationalisierung und Standardisierung, der Riedentwässcrung, deS Kulturplanes für den hohen Vogelsberg usw. unternommen worden feien. Gewiß habe die Landwirtschaft und ihre Organisation noch nie so gearbeitet tote heule; trotzdem bleibe aber noch ein großes Sluck Arbeit zu lei fiert, um die Praxis aller Landwirte mit dem hohen Stand der technischen Erkenntnis in Einklang zu bringen. Rach den mit lebhaftem Beifall ausgenommenen Worten des Ministers erstattete der Generaldirektor der LandtoirlfchaftSkammer Dr. Hamann sein Referat über die Lage der Landwirtschaft, dessen Grundzüge in den Forde- rungcn der Entschließung, die mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde, enthalten sind. 3n bet Entschließung wird verlangt: Z o l l s ch u tz für di« Landwirtschaft in demselben AuSmaß tote für die anderen Berufszweige. Derwendung der Erzeugnisse der einhei-mischen Landwirtschaft in allen Staatsbetrieben, Senkung der Zinssätze für die von der Landwirtschaft ausgenommen» tawfr w* kuizfEtzg« XreCfte. 3rsbe» runfl deS ArbeitSlosenversicherungS- gelebt», damit die Abwanderung von ArbettS- kräften auS der Landtotrtfchaft nicht noch weiter begünstigt wird. Senkung der öffentlichen Steuern und sozialen Abgaben, steuerliche Snllafrung der von Unwetter- und Hagelschäden heimgesuchben Betriebe. Der- p'lichtung der Mühlenindustrie zur Aufnahme eines beirlmmten Prozentsatzes einheimischen Weizens Jetoie Förderung aller Maßnahmen, die den Absatz deutscher Erzeugnisse nachdrücklich unterstützen zur Entlastung der deutschen Handelsbilanz. Außerdem verlangt die Hauptversammlung mit allen Mitteln von den ReichS- und Landesregierungen, unablässig sich zu bemühen, eine baldige Räumung des besetzten Gebietes von der fremden Besetzung zu erreichen. Bei den folgenden Wahlen werben Direktor S b e r l e. Lorsch, LandwrrtschaftSrat Dr. Kraft, Gau-Algesheim, und Direktor Schad, Friedberg, neu in die LandwirtfchastSkammer gewählt. Die seitherigen Mitglieder im Deutschen Landwirt- schaftSrat werden auf die Dauer von drei Jahren erneut bestätigt. Heber die Frage der Hagelversicherung entspinnt sich eine längere Debatte. die zu dem Ergebnis führt, daß der Vorstand beauftragt wird, die Möglichkeit eines alle Landwirte umfassenden Dersicherungsschutzes zu prüfen und mit dem hessischen LandwirtschaftS- miniflerium in Verhandlungen zu treten. Rach kurzer Unterbrechung berichtet Generaldirektor Dr. Hamann über die künftigen Versuche mit den Glashauskulturen in Groh-Mmstadt, die z. B. auf dem Frankfurter Markt die ausländische Konkurrenz stets zurückschlagen konnten. In der Aussprache wird von fast allen Rednern die Leistung der Versuchsanstalt in Groh-Mm- stadt anerkannt, deren Ergebnisse aber auch von den hessischen Landwirten befolgt werden müssen. Die IabreSrechnung von 1925 und 1926 wird nach dem Bericht der Prüfungskommission angenommen und dem Rechner Entlastung erteilt. Rach längerer Aussprache wird der Etat der Landwirtschaftskammer, der mit 1 431 085 Mk. balanciert, genehmigt. Die seitherige Umlage von 4,7 Pf. wird auf 5 Pf. erhöht. Roch der Beratung zahlreicher, weniger bedeutsamer Anträge war die Tagesordnung erschöpft, so daß Präsident Hensel die Delegierten mit einem lebhaft auf genommenen Schlußwort verabschieden konnte. Oie Neuregelung der Eisenbahngütertarife. Das Reichsbahngericht hat entschieden, daß die Deutsche Reichrbayngesellschaft berechtigt sei, zu einem vom Neichsoerkehrsrninister zu bestimmenden möglichst nahen Zeitpunkt ab die seit längerer Zeit beabsichtigte Tariferhöhung mit einer Mehreinnahme von 250 Millionen Mark durc^usühren. 3m Interesse der deutschen Volkswirtschaft und um die allgemeine Lebenshaltung möglichst wenig zu treffen, werden in die notwendige Erhöhung nictzt etnbezogen die Frachten für Ü e v e n s m t t t e l, die xur Zett nach dem Nottarif für Lebensmittel befördert werden. Darunter fallen Getreide, Hülsenfruchte und Mühlenerzeug- Nisse der Klasse C, frische Feld- und Gartenfrüchte der Klassen C und F, Oelfrüchte und Oelsaaten der Klasse C, Frühmohrrüben und Karotten, sowie frische Kohlrüben der Klasse O und Käse der Klasse B. Archertzem wird von brr Lchö^rng nWht betroffen der Lusnahmetarif für frische Kartoffeln zur Verwendung Im Deutschen Reich. Die M i l ch s r a ch t e n werden einer mit den Interessenten abgestimmtcn systematischen Neuordnung unterzogen. Dafür werden sie von der allgemeinen Tariferhöhung ebenfalls ausgeschlossen bleiben. Die aus dieser Regelung folgenden Erhöhungen lassen indessen auch zuküns- tig die Frachtsätze noch aus etwa 80 v H. der preußischen Dorkriegshöhe. Die sogenannten Wettbewerbstarife, namentlich gegenüber anderen Verkehrsmitteln und Verkehrswegen, bleiben von der Tariferhöhung ganz oder zum Teil ausgenommen. 3m sonstigen Güterverkehr bedingt der Tarif- erhöhungsbeschluß eine allgemeine (5 r • Höhung der derzeitigen Frachten um 11 o. f)., die am 1. Oktober d. 3- in Kraft treten wird. Der Reichsoerkedrsminifter hat einer verkürzten Deröffentlichungsfrift, bie normal auf zwei Monate läuft, zugestimmt. Gleichzeitig mit der angemeinen Tariferhöhung sollen ferner folgende von der Wirtschaft lebhaft gewünschte und seit längerer Zeit beschlossene, ober aus Mangel an Mitteln bisher zurückgestellte Tariferleichterungen durchgeführt werden: Die Abfettigungsgebühr des allgemeinen Kohlen- ausnahmetarifes wird von 11 auf 9 Reichspfennige für 100 kg herabgesetzt werden. Dic allgemeine Erhöhung der Kohlenfrachten wird sich dadurch fühlbar mildern. Für Eisen und Stahl, sowie Eisen- und Stahlwaren der Klasten A bis D, sowie für unedle Metalle und Metallwaren wird ein Au?- nahmetarif eingesührt werden, der für die Ausfuhr über die trockene Grenze Frachtermäßigungen gewährt. Für Heu und StrdH wird ein weiterer Aus- nahmetarif gegenüber den künftigen Frachten der Klosse F einen Nachlaß von 15 o f). zugestehen. Rundfunkprogranim deS Frankfurter SeuderS. (AuS der „Radio-Umschau".) Sonntag, 2. September. 8 bis 9: Morgenfeier. 10.30 bis 11: @[6em- stunde. 11 biS 12: Alarm in der Feuerwache. 12 bis 13: Von Kassel: MittagSlonzcrt des Rundfunkorchesters. 13: Zehnminutendienst der Landwirtschastskammer Wiesbaden. 14.30 bis 15.30: Stunde der Jugend. 1530 biS 16.30: Aus der Festhalle: Desangfest des Evang. Sängerbundes anläßlich des Bundessestes von 1. biS 3. Sept. 16.30 biS 17.30: Dom Stadion: Leichtathletischer Ländertoettkampf Deutschland — Schweiz. 17.30 bis 18.30: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.30 bis 19.30: .Staat. Volkstum und Volksbildung", Vortrag mit Vorlesungen von Dr. HanS Steinacher. 20 bis 20.30: Sportnachrichten. 20.30 bis 22.30: Konzert des Rundfunkorchesters. Anschließend Tanzmusik. Montag, 3. September. 11: Eröffnungsansprache deS finnischen Außenministers zur Tagung deS Völkerbundes. 15.40 bis 16.05: Lesestundr. 16.15 bis 18: ÄachmlttagS- tonyrt deS Rundfunkorchesters. 19 bis 19.15: . Allerlei vom Ortsgesprächs verkehr", Vortrag von Telegrapheninfpektor Born. 19.15 btS 19.45: -Die neuen Bezüge der Kriegsbeschädigten und der Kriegerhinterbliebenen'. 19.45 biS 20: Englische Ltteraturproben. 20 biS 20.30: Englischer Sprachunterricht. 20.30 Kammermusikkonzert. Anschließend: Schallplattenkonzert. Dfcnvtag. 4. Straftet. 12.30 biS 1330: MlttagSkonzert M Rmüff«nk- orchesterS. 15.40 bis 16.Ä: Lesestand«. 16.35 biS 18.05: Konzerr deS Rundfunkorchesters. 18.30 bis 19: .WaS ist schon jetzt für di« künftig« BerufS- toahl zu beachten?" Vortrag von Stubienrat Dr Hackler. 19 bis 19JO: Funkhochschule: .Biologie und Erziehung-, Vortrag von Dr. Gerum. 19.3) W« 19.45: Französisch« Litera turproben. 19.45 20.15: Französischer Sprachunterricht. 20.15 biS 21.15: DeS Änab«n Wlmderhorr_ 21.15 bi» 22.15: Davrischer Abend Anschlreßend Spät- Konzert des Rundfunkorchesters Wagner- Bruckner. Mittwoch. 5. September. 12J5 bi» 12.45. Schulbrnk: Fraiyöfisch, 15.05 biS 15.30: Stunde der Jugend. 15.40 bis 16.05: Bücherstundr. 16.35 bi» 18.Ä: Konzert des Rundfunkorchesters: Reue Tanzmusik. 18 30 M» 19: .Der SufiSmuS. Babtsmu» und BakatSmuS". Vortrag von Pfarrer Siemens TaeSler. 19 bi» 19.30: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene. 19.30: Vom .-frankfurter OpernbauS. Samson und Dallln Drohe Oper in drei Akten. Donnerstag. S. September. 13.30 bi» 14.30: Mittagskonwrt: Moderne kran- tosische Musik. 15.05 bis 15.30: Stunde der Tugend. 15.40 biS 16.05: Lesestunde. 16.35 bi» 18.05: Konzert deS Rundfunkorchesters: Reue Operetten. 18.15 bis 18.30: .Fünfzehn Minuten Ratschläge für Mutter und Kind". 18.30 bis 19 Stunde Der LandwirtschaftSkanmer Kastel: .Tie Bedeutung der preußischen Destütsverwaltuna für die LandeSpserdezucht'. 19 bis 19.30: Schach- stunde 19.30 biS 19.45: Senckenbergviertelstunde 20.15 bis 21.15: Orgelkonzert. 21.15 bis 22.15: Bon Kassel: Dichterstunde Manfred HauSmann. Anschließend: Spätkonzert deS Runbfunkorchester» Treilag, 7. September. 13 bi« 14: Schallplatten'onzert. 15.05 M« 15.30: Jugendstunde. 15.40 bis 16.05: Lesestunde. 16.35 biS 18.05 HauSfrauennack-mittag. 18.33 bi» 18.45: Fünfzehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund: »Pflanzenvermehrung . Vortrag von Gar- tening. Karl Hinze. 18.45 bi» 19.15: Stunde de« Südwestdeutschen Radioklubl. 1915-19 45: Espe- rantv-Mnterricht. 19.45 bis 20 05: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und ö'echnik. 20.05 biS 20.15: Film-Wochenschau. 20.15: Gastspiel Betty Fischer-Wien: .Die lustige Witwe". Operette in drei Akten. Samstag. 8. September. 12.15 bis 12.45: Schulfunk. 13 biS 14: Schallplattenkonzert. 15.05 bi» 15.30: Stunde brr (fugend. 15.40 bis 16.05: Lesestunde. 16.35 biS 18.05: Konzert deS Rundfunkorchester» Anton Dvorak. 18.30 bi» 13.45: Briefkasten. 18.45 bl» 19.15: .Tolstoi« VvlkSerzählungen . Vortrag von Prof. Dr. Hillmann. 19.15 bi» 19.45: Funlhoch- schule: .Die deutsch« VolkSballade, zweiter Teil''. Vortrag von Professor Dr. HanS Qlaumaim. 19.45 bis 20.15: .Tolstoi al» dramatischer Dichter", Vortrag von W. Thmelnitzky. 20.15: Tolstoi-Deden kfeter. Arckchließend bis 0.30: Tanzmusik. Konst und Wissenschaft. Geheimrat Vstheim Men f. Der Physiker Geheimrat Wilhelm Wien der zweimal RobelpreiSträaer war, ist an Den Fvl«n eines DallenstetnleldenS, 64 (fache? alt, tn Mürrchen gestorben. ! Gießener Ferienkurse 1.- 13. Ok*. 1 928 veranstaltet von der Hessischen Landes - Universität 60 Vortragsstunden Gießener Professoren. Lehr- ftuaflüere nach Marburg, Wetzlar. Limburg und nach d. Saal bür«. Küowtlerlsche V erans t altungon in Theater und Kouzertsaal. Teilnehmergebühren 25 Mk, Nach Schloß des Kursus Gelegenheit en mehrtägiger Fahrt an den Rhein und Main; Besichtigung von Frankfurt a. M„ Mainz, Worms und Heidelberg unt.sachk.Führung. (Nachzahl.40 Mk.i Auskunft und Prosp.versend. die Geschäftsstelle (Gießen, Bismarck- •traße 22) sow. der Kureieller Herr Prof. Dr. E. Küster (Gießen. Brandplatz 4>. Anmeld.n.Zahlung d. Gebühren wird a d.Geschäftsstelle erb. 7826D CleiiemMWMM ii 1 Tlk. find in Stadl und Land bei allen bekannten Loieverkäufern au haben. Gene- Tal-Vertrieb Votierie-(5tnncbmer Buch' oder. Neuen Baue 1t. Daielbü 11 Lokc für 10 Mk. und 28 Loie iflr 25 Mk. (7561D Ziehung 80. »eptember. Hühneraugen- Vertilger roittfamue» Radikalmittel' Mi2D | Nrcll. rraacrie Badndoistraiie 51. | llpSperrhoSz tjaCkfl m Ütche-Gaboon u. Kiefer 3-25 mw ■Aii ° Bretter und Dielen aller Starten, Z~ SS ichwedlicbe und bäuerliche Hobel- breiter, fepaltetlatten, (Lichen- u. « Buchen-Schnittwaren Uelern tn BB“n allen Starken |inD •UI GBgfn Bßn & Gc.. Siegen 5^2 Telephon 14». Lsttcn in allen Starken prompt llelerbar Eisu-“^:BettenK^"; Stahlmitratzen. güniug an Private. Katalog M5 frei Elsenmöbolfabrik Sollt iThürlng.t. öbel-Einkauf Mehrere polierte Schlafzimmer Speisezimmer, Herrenzimmer nur aparte Modelle In eretklassiger Arbeit zu ganz besonders billigen Preisen löbelfabrik C. Stückrath Asterweg 47 T640a Welchen Oegenweft wfr Ihnen Neter. dm mag Ihnen das Ergebnis der Internationalen Alpenfahrt 1928 sagen: A. Hirte Jr. Berlin mit dem einzigen teilnehmenden Mercedes-Benz-Zweiliter (8/38 PS)» der nachweislich schon 45 000 Betriebs-Kilometer gelaufen hat beendet diese schwerste LeistungsprOfung Ober die höchsten Passe der Alpen In hervorragender Regelmäßigkeit und Durchschnittsgeschwindigkeit Er erhielt die GOLDENE ALPENFAHRT-PLAKETTE Die beiden teilnehmenden Mercedes-Benz Kompressorwagen. R. Wittich, Darmstadt und Dr. Krallsheimer, Stuttgart fuhren sämtliche Tagesetappen In Bestzeit und erhielten die höchste Auszeichnung, den GOLDENEN ALPENFAHRT-POKAL MERCEDES■ BENI BIETET DEN HÖCHSTEN GEGENWERT FÜR DEN ANSCHAFFUNGSPREIS! Auch !m Anschaffungspreis bieten wfr Ihnen Einzigartiges. Waren schon bisher die Preise für unsere Gebrauchs-Modelle denkbar günstig, so können wfr Jetzt auch für unsere Spltzen-Mcdelle, unsere weltberühmten Kompressorwagen, die Preise ermäßigen. Neue Fortschritte In der Fabrikation geben uns hierzu die Möglichkeit Sie erhalten heute unser bewährtes Vlernter-Modell (15/70/100 PS) zu folgenden Preisen: Offener Tourenwagen von RM. 16000 an Pullman-Umouslne von RM. 18000 an Wir gewähren aul Wunsch bequemste Zahlungsbedingungen und stehen mff Auskünften und Probefahrten Jederzeit zu Ihrer Verfügung. DAIMLER-BENZ A.-G• Personenwagen, Rathenauplatz 14. Vertretung: Faber & Schreiner G. m. b. H.. GleOen, SOdanlage 7. Fernruf 1’41. dnroflcn. 1878 ul Aus- ier die jchfOr Ise ereil 5'8 •relsef'* I fW sagen: en Mer- i schon ?t diese agender t>**r S’S «n. ’Mj«. tank ^v.'. 'Ä&S funjttft Ml ■»*? s senschasi. nrua t. 3k£m Tltfi her ’tr Oxn, fft ar Bidens. M 3*- s?» T'^nht^ iber, Äi& kn wriragbOTear- M5-’ Stunde bi« ,15~19.45. Abe- >■ M. ‘It und M 20.15 Qaft. UWgt TAtfct* nber. 13 W U: e^Qfi, • 6ht* fc? g,. tunt*. 16.35 H# lorjjeH. M- effaltn 1145 bll qm“. 2vrka, bw » 19.45. Funyo* lade. Hans Oiaimam. bt mbtr. 56S LLL-L Emst Bopp / Bellersheim Dreechmochinenbeeltter Telephon Amt Hunden Nr. 61 Kleesamen-Drescherel Achtung! ~~~ Kleeflrescherei In Betrieb habe. Ich werde wie seither immer bestrebt sein, sämtliche Samenarten bis zum kleinsten auMubeuten und mit meiner Kleeselde-Reinlgungamasdilne bla iu 99*/« iu säubern. — Ferner wird xu gleicher Zelt sämtliches Getreide mit meiner neuen Petkus-Anlage gereinigt gebellt und sortiert Sämtliche Reinigungen können iu jeder Tageszeit erfolgen. Vorherige Anmeldung erwünscht waren L Bernard ■m Platze T»Mi Plocketraöe 16 OröOtea Spezlaistoffgeschäft Billige Baumwoll habe leh In Riesenmengen ab heute tum Verkauf gestellt. Sie finden darunter: Bettuchleinen Bettuchbiber Bettdamaste Bettkattune Bettkolter Inletts Haustuche Bielchflanelle Rohflanelle Sportflanelle Handtuchstoffe Wäschestoffe Schürzonlelnen u. a. m. Allee In langjährig bewahrten erstklassigen Qualitäten zu den denkbar billigsten Preisen OroOa Mengen RESTE auflergewöhnllch billig Wolfetrafie 21 mtflltd „AlltmelMi Dntidiee Taozlehrer hrbudti a. V. ttti Barlts**. TS25D Ganz-Unterricht Unsere diesjährigen Winterkuree beginnen am Montag, dem 17. September 1928. - Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene Gelehrt werden sämtliche moderneTÄnze in dem vom Deutschen Tanzlehrerkongreß in Bad Kisslngen festgelegten vornehmen Tanzstil. — Uebemahme vonBall- !x*itungen. Einübung von Aufführungs- und Volkstänzen. Privatunterricht zu jeder Tageszeit Gefl. Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen fTonz-JCeftr-Jnstitut föäulfie Telephon 1O5S Ecke Lieber Strebe TXMD Besang-Verein Heiterkeit GIESSEN Mitglied des Deutschen. Beta, und Lahntalsingerbund«» Samstag,den ».September und Sonntag,den 9. September in der Volkshalle zu Giefoen: Feier des 50. Stiftungsfestes verbunden mit Fahnenweihe FESTFOLGE Samstag, den 8. September, 4 Uhr nachmittag». TctengedSchtnisfeier auf dem Neuen Friedhof. 7*/, Uhr abends । jubtllumskonzert fn der Volkahalle. Leitung■ Herr Chormeister W. Schattier. Gießen Mitwirkung > Kapelle Weller. Oleßen. Zum Vortrag kommen Chöre a cappella u. mltOrcheeterbegleltung von Franz Schubert. Jos. Werth. Fr. Slldier, Edg. Hamen. Ed. Surlluly und Th. Podbertakl sowie Orchestcretüdce von Wagner, Thomaa. Ort eg und Radek. Anschließend Kommers mit Aufführungen der Oleßener Turnerschaft. des Radfahrvereins 1885. Oesangsvortrlge der Oast- verelne und Konzert. Sonntag, den 9. September, 8l/t und 9*/eUhr vorm. > Empfang der auswärtigen Vereine am Bahnhof. 10'/, Uhr: Massenchorprobe des Lahngaues In der Volksballe. 2 Uhr nachm i Fes trug vom Oswaldsgarten durch die Neustadt-Bahnhofstraße - Westanlage - Seitenweg - Sonnen Straße - Neuenblue - Kaiserallee nach der Volkshalla Nach der Ankunft des Feetzugee, Fahnenweihe (Welherede Herr Schulrat Hasslnger. Darmatadt), Massenchor von Vereinen des Lahngaue«, OesangvrortrÄge der Oastrereine und Kontert. 8*/, Uhr abends: Aufführungen der Oleßener Turnenchaft. de» Rad fabrvereina 1885 sowie eines Ungar. Nationaltanze« von Mltgl des O.-V. Heiterkeit unter Leitung des Herrn Tanzlehrer» Biulke, ("ließen. Tanz Flnfrlffenrelae! Für Samstag (etnediL Festbuch) Mk. 150. dazu Eintrittspreise, dn# Bc|karte (nur mr l)emen ßnltlg) Kfk _i50 Für Sonntag: Tageskarte Mk. —80. Abendkarte Mk. - 50. Festbuch Mk. —.50 extra - Ab Mittwoch, dem 5. September, im Vorverkauf tu haben In den Zlganengeschfllten von Han» Sonntag. Seifersweg und Sonnenstraße, Adolf Deibel (Klee Nachfolger), Marktstraße und In dem Kurzwarengeschlft Jödcel, Plodcstraße. Der geschäftsführende Ausschuh. TSR4D Unwillen Hl! findet der neue Patent- Wenige Mn Uten Persil-Wäsch e und die zartesten (jebilde seidener fyusen sind wie neu In kalter Persiflauge leicht durchziehen, in kaltem Wasser gut spölen und zum Trocknen m TCicher Das, ist. äße»1 Lassen Sie jetzt lhre Matratzen Federbetten Reellste Bezugsquelle: NeueGänsefedern role o. b. eanl aemph. mit vollen Daunen, hoppelt ocretntnt beite Qual. B.5O. nur fC »Tebern iHalbbaun.1 6.—. •< Taun. 6.75, ebel •/* T.mn. 7.MO, aereln. aertft. Aebcrn m. Daun. 4 — u. 5.—,bocvprlm. 5.75, aller« letnlte 7.60, la Vollbauu 0.— unb 10.50. Prima Daunendeck, o 48.—an. Mr reelle haubfr. Ware Garant. Verl. qeg.Nachn- ab 5 tau8baltiinnen'350iitCcrJ7.C50n‘A)inL Etienbandlung Anmeldungen erbeten ab Dienstag. 28. August ?4?jd Telephon 165 Römertrank mit Zitronen- oder Himbeergeschmack, mit Zucker gesüßt Römerbrunnen Romanis A.-G., Echzell (Oberh.) 7654 D Karl MnH T“±LI075 MewtaWereii U6229 für 78241) erbeten. Schulen. Wegen baulicher Herstellung bleibt Oie Lesehalle vom 3. bis 12. (Sept. ist ein herrlicher Labetrank, von Aerzten vielfach empfohlen, immer wieder verlangt von jedem, der ein wirklich gutes Tafelwasser zu genießen wünscht — Wir empfehlen gleichzeitig unseren köstlich schmeckenden, erfrischenden Xeae Kurse 13. Oktober Drackichrlft Nr. G. 17 kostenlos. Gieben, Seltersweg 89> Daselbst werden Maschinen-Knopflöcher preiswert angefertigt. Anmeldungen auch iyür Sauäbaltnnnen 35 Liter 7.50 Mk. 8ür Hotels. Behörden. Kliniken ufro. 60 Vitcr 10 Mark Um freundliche Bestellung bittet Nähunterricht sowie Unterricht in sämtlichen Handarbeiten wird gewissenhaft erteilt. Frau Heinr. Becker W äscheanfertlgung Vertreter für Gießen und Umgegend: Ed. Weisel, Gleisen, Schottstr. 10, Fernruf 397 Personenwaagen aller Art für Kur- und Bade Gestalten, Krankenhäuser,Kliniken,Sportvereine, Aerzte und Pelzmantel Ä^VtctxU Pelzwaren, Wüchse, Wölfe, Skunks Pelzbesatz in reicher Auswahl an tvcitnngcftcQte, Beamte, Lehrer noch mi Commervreu'en aust-rund auhernew. nümiiucn Zahlungsbedingungen. Ber» langen Sie unverbindlich. Bertreter- besuch. Zuschr. u. F. K. Z. 468 durch Rudolf Moeee, Frankfurt a. ü. + WWMSe verwend. nachweiSdar m. beft 6rf..Mclfd)ct'd Kuaelgelenk * Bruchband" D.R.-Batent — ohn. jZeder. ohn.Gummi, ohne Schenkelriemen — füt alle Arien von Brüchen. ES ist die einfachste u. sicherste Bandage, wetl bieHeloite inein.Kugelgelenk nach allen Seiten drehb. ist und genau die Bruarvsorte .abriegelt". Aeuh. beauem, selbst schwerste Brüche sicher zurückhaltend. Nur Mahaniertig. Schrtfil. Garantie. Bollk. konkurrenzl.! Sloftcnlo(e Lorsübr. iauch die Herren Aerzte sind höfL eingel.1 in Wetzlar: Hotel «altwasier. Montag, 3. Sevtbr. 11—4 Uhr: (Stehen: Bahnbot-Hotel .Ken»", DtenStag, 4.erot, 10-1 u. 2-4 Uhr; Alsfeld: Hotel Dem Le» HauS, Mittwoch, 5. Levt« 10—1 u. 2—4 Uhr. Der Erfinder und alleinige Hersteller: Paul Fleischer, Zreisbach (Pfalz). Das Gesundheit spendende Römerbrunnen-Mineralwasser Zuschneiden u. Anfertigen der Wäsche, Hand- u. Maschinennähen. Stickereien jeder Art, Filet, Klöppeln, Occhl usw. Aenderung von Wäsche und Kleidern —. Beginn des Unterrichts: Montag, 3. September Eogav Bovvmann MÖBEL