Nr. 127 Lrftes Blatt 178. Jahrgang Sreitag, 1. Juni 1928 mihag vorher. Preis inr | mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Deichspfennig, für De» klameanzeigen von 70 m Breite 35 Deichspfennig, Platzvorichnft JO“ . mehr. Chefredakteur Dr Frtedr Will) Lange. BerantworlUch für Dol.tili Dr Fr Wilh Lange für Feuilleton Dr H Thynot, für den übrigen Teil Ernst Blumichein; für den An» zeigenteil hurt HiNmann, fämtlich in Diehen Reichsiagspräsideni Loebe vom Reichspräsidenten empfangen. Ein informatorischer Besuch beim Deichsoberhaupt als erster Schritt in den Verhandlungen zur Regierungsbildung. Btclla, 31.Mai. (DIB.) Der Herr Reichs- Präsiden! o. Hindenburg empfing heute den Rrichslagspräsidenlen C o e b e zu einer Besprechung über die durch di« Wahlen geschafsene politische Lage. Der Empfang des Reichslagspräsidenlen stellt sich als eine insormatorische Besprechung dar Die Verhandlungen seilens des Reichspräslden- len über die Kabinettsbildung werden e r ff nach Demission des gegenwärtigen Kabinetts beginnen rönnen. Da für den Zusammentritt des Reichstags der 13.3unl in Aussicht genommen Ifl würde die Demission einen lag vorher. also am 12. 3 u n i erfolgen, wie der „vorwärts- über die Besprechung erfährt, hat £oebe den Reichspräsidenten aus die Möglichkeit der Bildung einer Weimarer koalilion unter Hinzuziehung der Deutschen Bauernpartei ober der Bayerischen Volkspartei ausmerksam gemacht. • Daß der Besuch des Reichstagspräsidenten Lvede beim Reich-Präsidenten die buntesten Gerüchte veranlassen würde, war wohl vorauszu- sehen. Da nun über diesen Besuch auch keine weiteren Einzelheiten an die Oesfentüchkeit gelangt sind, müssen die diesbezüglichen Nachrichten wohl zu einem guten Teile als bloste Kombinationen betrachtet werden. Ter Reich-tagspräsident wird in seiner Schilderung ja auch nicht- anderes zu sagen gehabt haben, al- da-, waS wir eben alle selber wissen. Getrih wird er in noch verstärktem Maste auf die Möglichkeit der Bildung einer Regierung aus der DasiS der Weimarer Koalition bingctoielcn haben, al- es vielleicht bisher ge- sichepen ist. Trotzdem dürste es wohl kaum au einer solchen Regierung kommen, denn das bloße Spekulieren aus die Bayerische Volks- Partei wäre denn doch ein zu große« Wagnis, da eine Mehrheit von 10 Stimmen keine allzu graste Garantie bieten dürste. 3m allgemeinen rechnet man mit der Bildung der Grasten Koalition. Merkwürdig ist dabei nut, datz jetzt die Zentrumsanwartschast aus den Kanzlerpasten auch in den Kreisen des Zentrum- ernster genommen wird. Dabei taucht neben dem Qlamcn Dr. Wirth neuerdings auch wieder einmal der Rame v. G u 6 r a r d auf, der aber doch wenig Aussicht auf eine Betrauung mit dem Äaruleramt zu haben scheint. Es ist jedoch mehr alS wahrscheinlich, dah nach parlamentarischem Brauch der Führer der stärksten Reich-tagsfraklion, also der Soüaldema'rat Hermann Müller-Franken, vom Reichspräsidenten als erster mit der Regierungsbildung beauftragt wird. Man wird ihm vermutlich den Darzug geben not Otto Braun, — wenn auch endgültige Entscheidungen erst nach Zusammentritt de« Zentralausschusies der SPD. am 6. 3uni in Köln fallen, nachdem die Frage einer P e r - f an a I u n i o n zwischen der Führung der Reichs- und preustischen Regierung im wesentlichen negativ entschieden scheint. Derfassungsrechtlich stände einer solchen Personalunion kaum We entliches im Wege. Aber praktisch ergibt sich e.nc auherordentliche Schwierigkeit. weil der Reichskanzler v am Reichspräsidenten ernannt, der treu ifebe Ministerpräsident, selbst Oberhaupt der preustischen Staat-regierung. aber vom Landtag gewählt wird. Dabei könnte sich unschwer bei der "Verschiedenheit der Mehrheiten in Reichstag und Landtag der Fall ergeben, dast der in Personalunion beide Aemter betreuende Reich-kanzler-Mimsterpräsident in einem von beiden Aäufcm ein Misttrauensvotum bekäme und gestürzt würde, ilnb daS wäre da- automatische Ende der Personalunion. Versucht er, einer solchen Konsequenz auS dem Wege zu geben, indem er z. D. bei einem preustischen Misttrauensvotum Den Landtag auslöst, so hat er keine Gewähr, dast es hinterher anders kommt, ilnb wird er Im Reich gcst irzt, so hat der Reichspräsident über die Anwendung des 3nstrumentS einer Parlamentsauflösung zu behoben. Ratürlich ist biefc Gefahr praktisch geringer, wenn im Reiche wie in Prcusten Die gleiche, also nach aller menschlichen Voraus» sicht bie Groste Koalition an der Arbeit wäre. Aber auch bann ist die grundsätzliche Schwierigkeit^ dieser Doppelsunktion nicht aus dem Wege geräumt, und deshalb hat man sich wohl, auch abgesehen von persönlichen Bedenken des Ministerpräsidenten Dr. Braun, von diesem ursprünglich viel diskutierten ©ebantengang losgelöst. Seine Verwirklichung hätte zunächst ja auch nur symbolische Bedeutung Denn die übrigen Ministerämter würden und könnten diesem Beispiel nicht folgen, also weder auf dem Gebiet der Vereinheit- lichuna, noch dem der Ersparnisse hätte der Vorgang praktisch eine größere Wirkung. Und schließlich'darf nicht außer Ächt gelosten werden, daß ein solcher, von preußischer Seite durchaus wohlgemeinter Schritt auf dem unitarischen Wege in den übrigen Ländern vielfach mißoerstandcn und als ein Versuch zur Aufrichtung einer preußischen Vorherrschaft im Rcicbe ausgelegt werden könnte. Schon wegen der Analogie mit den Vorkriegszuständen, wo allerdings die Dinge insofern ganz anders lagen, als die Reichs- unb preußischen Minister durch das Vertrauen des Kaisers und Königs berufen waren, der seinerseits verfassungsmäßig die Doppelspitze der beiden Regie- rungen barstellte. Es wird also wohl bei dem bisherigen System bleiben, und dann entfällt auch die Kombination Braun, da der Preußische Ministerpräsident auf sein bisheriges Amt schwerlich verzichten wird. Die Bestrebungen zur Bildung einer großen Koa- lition haben eine neue Verstärkung erhalten, nach- dem wichtige Stellen der Wirtschastspartei, nämlich deren Hamburger Parteileitung eine Kundgebung im Sinne dieser Regierungsbildung heraus- gegeben haben. Eine Einbeziehung der Wirtschasts- fiartei in diese Koalition würde eine nicht unwesent- iche Stärkung bedeuten, weil damit der Kern für eine Sonbcroppifltion der Interessenparteien wegsallen würde. Beratungen her parteivorstände. S e r I i n , 31. Mai. (DDZ.) Zur Vorbereitung der Verhandlungen über die Regierungsneubildung im Reiche dienen vor allem die Sitzungen der verschiedenen Parteivorstände und Parteiausschüste. Der s o ■ zialdemokratische Parteiausschuß tritt bereits am 6. Juni in Köln zusammen und will auch am nächsten läge, dem 7. Juni, sein umfangreiches Programm weiterberaten. — Der Parteivor - st anddcrDeutschen Volkspartei wird sich Mitte nächster Woche versammeln. Eine Festsetzung des Termins ist noch nicht möglich gewesen, weil bie Parteiführer, vor allem Dr. Scholz und Dr. Cur- tius, sich noch in Urlaub befinden. — Die Demokraten werden vor dem Zusammentritt der Parlamente keine Tagung mehr abhalten, sie haben ihre Reichstagsfraktion einstweilen für den 13. Juni vormittags einb.rufen. — Die deutschnationale Parteileitung wird sich erst nach dem Zusammentritt des Reichstags versammeln. Die deutschnationale Reichstagsfraktion ist, wie bereits gemeldet, für den 11. Juni zu ihrer ersten Sitzung eingeladen wor- den. — Die Sitzung des Parteivorftandes des Zen- t r u m s, bie bis in die späten Abendstunden dauerte, beschäftigte sich mehr mit inneren Parteifragen, als mit der politischen Lage und der Koalitionsbildung. Die Entscheidung über bie Regierungsbildung muß im wesentlichen der Reichstagsfraktion überlasten werden, in Preußen der preußischen Landtagsfraktion. Die Beratungen werden am Freitag mit den Fraktionsoorständen der Reichstags- und der Landtagsfraktion sowie mit den Reichs- und Landessekretären fortgesetzt. RachAbschluß der Beratungen ist am Freitag ein parteiosfizioses Co m u n i q u € zu erwarten. Dor Zusammen^ des preußischen Landtags. Seltsame Eile. Don unserer Berliner Redaktion. Die preußische Regierung scheint die Absicht zu haben, unter allen Umständen den Preußischen Landtag vor dem Reichstag einzuberufen. Das ist mehr als eine Frage des Tempos, daS ist rin fein ausaeklüge'ter politischer Schachzug. Herr Braun und seine Freunde stehen nämlich auf dem Standpunkt, daß ihnen die Wahlen am 20. Mai einen großen Erfolg gebracht haben, der sich dadurch auswirkt, daß ihre Mehrheit um vier Stimmen gestiegen ist und daß sich deshalb für Preußen in der Zusammensetzung der Koalition nichtdas Gering st ezuändernbraucht. Die Geschäftsordnung des Landtages kennt eine provisorische Wahl des Lanbtaqsprä i.'en'en, eine politische Aussprache so'l vermieden werden. Der Landtag würde also in der ersten 3uniwoche zusammentreten, sein provi'orisches Präsidium wählen und wieder nach Hause gehen, so daß die Festlegung auf die Fortsetzung der alten Politik in Preußen vollzogen wäre, ehe überhaupt der Reichstag seine Tore öffnet. Der eigentliche Grund dieser merkwürdigen Eile ist der. dah die Sozialdemokraten in Preußen befürchten, im Zusammenhang mit d.r K a’ition«- bildung im Reich würden ihnen vie leicht auch Anträge gestellt werden, die auf eine Umstellung in Preußen abzielen. und derartigen "Versuchen wollen sie begegnen, indem sie rechtzeitig v o l l e n d e t e Tatsachen schaf'en. Fragt sich nur, ob sie viel damit erreichen. Denn im Grunde genommen hat die preußische Regierung kein Recht, das Ergebnis des 20. Mai als einen Erfolg ihrer Po'itik zu buchen. Wäre der Wahlkampf in Preußen getrennt vom Reich vor sich gegangen, dann hätte sich vermutlich ein ganz anderes Ergebnis ßeraukkri^allisiert. W«m will man denn ernst ich r achen. dah in Preußen in den letzten vier Ochre alles so vorzüglich gegangen wäre? Gewiß, .. Regierung hat gehalten. Ruhe und Ordnung sind nicht gestört toorben; aber bai ist doch verzweifelt wenig für ein Land, das unter den Bachwirkungen der RM Interesse fanden beim Staatspräsidenten die von der Staatlichen Porzellanmanusaktur Berlin auSge- führten Ehrenpreise der preußischen und Rcichsregierung. GS wird die Frage geprüft werden, ob nicht auch die hessische Regierung in Zukunft Staatspreise und Anerkennungsgeschenke wie der preußische Staat zur Verteilung bringt. Geheimnisvolle Brandstiftung. Tin geheimnisvoller Einbruch wurde Donnerstag nacht im Bartelbureau ber Deutschen Volkspartei in Kassel verübt. Unbekannte Männer drangen durch ein Fenster vorn Garten aus in bie Bureauräume, durchwühlten alle Parteiakten, warfen sie in bie Mitte bes Zimmers und zündeten die ganzen Akten sowie den InhaltdergesamtenKartothekan. Eine zufällig- gegen 4 Uhr oorübertommenbe Schupo- streife fah in ben Bureauräumen Hellen Feuerschein. Es gelang ber Feuerwehr, bas Feuer zu löschen, bas bereits alle Zimmer ergriffen unb bie Bureau- einrichtungen vollkommen vernichtet hatte. Man vermutet einen politischen Racheakt. Ob wichtige Akten gestohlen worben sind, steht noch nicht fest. Von ben Tälern fehlt jede Spur. 3n ein Rudel Hirsche gefahren. Aus der Ehaussee zwischen Großbeeren unb Gensyagen bei Berlin ereignete sich ein schwerer Automobilunsall. Ein Berliner Holzgroßhändler fuhr mit seinem Kraftwagen in ein Rudel Hirsche, wobei ber Chauffeur die Gewalt über den Wagen verlor und gegen einen Baum fuhr. DaS Automobil wurde schwer beschädigt und der Holzhändler und sein Ehaufseur schwer verletzt. Die beiden Männer mußten nach dem Kranken Hause gebracht werden. Banditen überfallen einen amerikanischen Automobilklub. Bei einem Bankett und Ball des Automobilklubs von Indianapolis wurden die 200 Zestgäste von Banditen überfallen und ausgeplündert. Die Behörden veranschlagen den Wert der geraubten Iuwelen auf 150 030 biS 200 000 Dollar. Oie Wetterlage. *651 wrsend- wputniot o neiif» »mh »tct'iia»«1"» * 5l -H55-01’ >tvnn< lemperilve *" O'< l.f.fn O--< e.l tKKM« Mit -vcrnnirreu ue«rrt.folge au^rgcwllhnlich.r Inanspruchnahme nicht oerneten fein In seinem Jia men und in dem de» techmichen Personals, sowie für den Nachfolger, Intendanten Dr P r a f ch, legte Theotermat e rmei ster LSfsler Krön-e nieder. Aachlehre und Sesellenlohn. 3ft für Vie Zelt einer Rachlehre nach nicht be- staidet:« Qklcilin^tülung der ®JeHenlofyn zu zahlen? Fragen 'sicher Art befchiftigen heute vielfach Vie Arbettsg-richte. Die Rechtslage dürste folgende sein. Mil bim Ablauf her ün Lehrvertrag oder auch mündlich verei chartert Lehrurit verliert der Lehrvertrag feine Geltung. Der Lehrling wird Geselle, ohne eine ©efefienprüfung ab- «legt bzw. ohne eine solche bestanden zu haben. Act sich der Lehrling der Gesellenprüfung ohne Erfolg unterzöge.i und hat er nun nach den Wahrnehmungen des Ges UenprüsungLau»»schufIeS das selbst verschuldet, so kann ihm der Prüfung«- auSschuß ausgeben, ein halbe- oder ein ganzes Jahr die Lchre sortzusetzen und erst danach sich nochmals zur Desellenprüsung zu melden. Tor- auSsetzung hierbei ist jedoch, das) die Lehre nicht bereits auf Dkt 3abre feft gelegt war 3n liefern Falle wäre es ungesetzlich. eine Derlängerung der Lehre anzuordnen. Der so auS dem Lehrverchält- mi AuSlcheid«. de hat ohne weitere» Anspruch aus den Gesellenlohn. da daS GesellenverhältniS nicht etwa das Bestehen der Gesellenprüfung zur Voraussetzung hat. 3n einer Entladung vom 21. Mai 1900 hat daS Hamburger Sberverval- tungsaerichi eine Umschreibung deS GeseUen- begrifk-s dahin au'grstellt, dast eS sagte: .Gesellen fbw die im Handwerksbetrieb beschä traten, nicht im Lehrverhältnis siedenden unlelb'tdnhigcn Lohnarbeitcr." Da eine gesetzliche Festlegung deS Gesellenbegriffs fehlt, wird diese Mmtducibung auch heute noch anzuerkennen sein. Ist eS jedoch noch dem Gesetz möglich, eine Verlängerung der Leh;, nach mibestandencr Gesellenpru-ung an- zuoronen. so wird bet Lehrmeister ein neues 2b- tomneen mit diesem Lehrling, und zwar In Au- Wh"ung an den Lehrvertrag, zu schließen und darin etwaige Ansprüche des Lehrlings auf ör- ziehungSdciHilfe festzulegen haben. 3)n ArbeitS- vecht üft der GefelleTrprusung eine maßgebende Bedeutung nicht zugewiesen worden. DaS tonnte auch gar nicht geschehen, da die Gewerbeordnung chr nur insofern eine Bedeutung beilegt, alS sie bestimmt, das) der Lehrmeister feinen Lehrling »ur Ablegung der Gesellenprüfung anzuhalten hat. und daß ferner nur der in der Regel zur Gesellenprüfung zuzulassen ist, der sich mit Erfolg der Gesellenprüfung unterzogen hat. Vorschriften zwingenden Rechtes bestehen dagegen nicht, sie tonnten Infolge bellen auch nicht im Arbeitsrecht nied rgelegt werden. Der Schutz deS Desellentitels, der seit Jahrzehnten angestrebt wird, erlangt jedoch im $i..blid auf das zunehmende Bestreben der Industrie, Hillskrä te. auch rein hand- wertffche. selbst auSzubilden, grdhere Bedeutung. Daten für Lamtziag. 2. Juni Sonnenausgang 3.49 Uhr, Sonnenuntergang 20.07 Uhr. — Mondausgang 19.14 Uhr. Monduntergang 3.1S Uhr. 1850: der Maler Fritz August von Kaulbach in München geboren; — 1857: der dänische Dichter Karl Gjellerup in Boholte auf Seeland geboren; — 1863: der Äomponift und Mustkdirigent Felix von Weingartner in Zara geboren; — 1366: der Kultur Historiker Georg Steinhaufen in Brandenburg geboren. Borriottzen. — rageskalenderfürFr«;itag Protest- Derfaminlung de» Hausbesitzervereins e. D, Gießen. 830 Uhr, TasS Leib — D s. B.: Altherrenoersamm. lung 8.30 Uhr im Aereinsheim. — Lichtspielhaus. Bahnhosstraße: „Moral'. — Astoria-Lichlspiele: „Rummelplatz Wildwest". — Ter neue Stadtplan. Der vom Gießen« DerkehrSvcrein herau^gegebene. durch daS Stabfoermeifinig. ar.t brar.ci.eie neue Stadl- plan von Gießen it soeben ferttggeficlü und «• schienen. 2« Plan, in hand ichem Format und in mehreren Farben gehalten, ist - aus den neuesten Stand gebracht. Bar und übersichtlich angelegt, gibt er in zweckmäßig« Form üb« alle Fragen Auskunft deren Beantwortung von einem guten Stavtplan ver'angt w«drn muß. Begrüßenswert ist außer dr sorgfältigen EiTrzeichnung der Flur- nanren eine Uebersicht üb« die wichtigsten öffentlichen Gebäude und Anstalten, wie Tabnb?'c Kirchen. Kliniken. Schulen Sammlungen Uni- versitä t sgebäude. Dereinshäu er Wohl ahrts- lnstitute ufw. Auf bet Rück eite deS Planes findet sich auß« dem Berzeichnis der ösfent- lichen Straßen and Plätze eine Karte mit den für uns wichtigen Autolinien in d e Umgebung. Der BerkausSpreiS des PlaneS beträgt 20 Pfennige •• Personalien. Ernannt wurden: am 4. Mai: der Schulamteanwäri« Friedrich Häuser auS Steinb«g. Kreis Gießen zum Lehr« an der BolkSschule zu Ob«-Moos Kreis Laut«- bach, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts; am 14. Mai: die Schulamt-anwärter August Henscl auS Assenheim. Kreis Friedberg, zunt Lehrer an der BolkSschule zu Dann«od. KreiS Lauterbach. Gustav Hofmann auS Müschen- heim. KreiS Gießen, zum Lehrer an der Dolks» schule zu Grebenhain. Kreis Lauterbach. Heinrich Michel aus Trohe. Kreis Gießen, zum Lehrer an der BolkSschule zu BernSburg. KreiS AlS- seid. Hans Plaß aus Gardonne zum Lehr« an der BolkSschule zu Gleimenhain. KrciS Al«- fefb. Emil Schmieder au« Friedb«g zum Lehrer an brr BolkSschule zu Eudorf. KreiS AlSfeld, Wilhelm Schüllermann auS Erbach i. O. zum Lehr« an der BolkSschule ju Wahlen. KreiS AlSfeld, Leonhard S ch w e t a e r au« Weitcn-Gefäß. KreiS Erbach. zum Lehr« an der BolkSschule zu Heist«S, Kreis Lauterbach, Ernst 6 t r a d aus Ruppertenrod. KreiS AlSfeld. zum Lehrer an d« BolkSschule zu Rupp«tenrvv. KreiS Alsfeld. Karl T Haler au« Mainz zum Lehr« an der BolkSschule zu Friedb«g. sämtlich mit Wirkung vom Tage de« Dienstantritts: die Schulamtsanwärterinnen: Erna @ 6 au« Klein- Linden. Kreis Gießen, zur Lehrerin an der BolkSschule zu Westhofen, Kreis WormS, Frieda Weitzel au« Kaichen, KreiS Friedberg, zur Lehrerin an der BolkSschule zu Homberg an der Ohm. KreiS AlSfeld, sämtlich mit Wirkung vom Tage de« Dienstantritts; am 15. Mai. Irr Lehr« Wilhelm Hölzinger zu Fau«bach. KreiS Tübingen, '.um Lehr« an der BolkSschule zu Stockheim, KreiS Tübingen, der Lehr« Hermann KnauS zu Bindsachsen, Kreis Tübingen zum Lehr« an v« BolkSschule zu Lindheim. KrciS Tübingen, beide mit Wirkung vom Tage deS Dieiistantritts: am 18. Mai: der Lehr« 3uliuS Eberle an der BolkSschule zu Trais a. b. Lda.. Kreis Gießen, zum hauptamtliche:» Fortbilbungs- schullebrer an b« Fortbildungsschule zu Lollar und llmgcflcnb, KreiS Gießen, mit Wirkung vom Tage deS Dienstantritts; am 19. Mai: ber Schul- amtsanwärt« Karl Hechler auS Pfungstadt. KreiS Darmstadt, zum Lehr« an ber BolkSschule zu Allertshausen, Kreis Gießen, b« Lehr« Wilhelm Traun, zurzeit kommissarisch an ber BolkSschule zu Friedberg zum Lehr« an dies« Schule; am 23. Mai: der Lehrer Georg Koppler zu Eschenrod, KreiS Laut«bach. zum Lehrer an ber BolkSschule zu Wallerstävten. KreiS Grvß-G«au, mit Wirkung vom Tage bes Dienstantritts. " AuS dem Hessischen Konsulat«- dienst. Dcr zum Konsul brr B«einigten Staaten von Amerika in Frankfurt a. M. ernannte Herr EnrtiS T. Eve rett, dem namenS bes Reichs das (Srequatur erteilt wurde, ist anerkannt und zur Bomahme konsularischer Der- richturgen im Bolksstaat Hessen zuge lassen worden. Ster zum Generalkonsul von Bolivien für das Deutsche Reich mit dem Amtssitz in Hamburg ernannte Herr Bictor Ruiz ist vorläufig anertarrnt und zur Ausübung konsularisch« B«- richtung« im BolkSstaat Hessen zugelassen worden. " GeschästSjubiläum. Am Freitag. 1. Juni, begeht die Firma Emil Koch. Damen- und Herrensriseurg^chäft mit Parfümerie, ihr gähr:ge« Gefchästsjubil'um. Bor Vvei 3ahr- nten eröffn te Herr Koch sein Friseur- und rfümeriegeschäft für Damen und Herren in der oberen Bahnhofstraße. 1906 führte er a!S erst« die Ondulation in Gi^en ein. 1909 verlegte er das Geschäft in die Räume deS fein«zeit er- wvrbenen Hauses Selt«sweg 75. Durch einen Erweiterung-Umbau wurde der Geichäitsbetrieb den m oben (len Anforderungen angepaßt- Die g«äumige Aufmachung de« Parfüm er ielade-s. sowie der hygienisch zweckmäßig eingerichteten getrennten Salon« für Damen und Herren. d:c mit neuzeitlrchen Apparaten und Hiffsmitteln ausgestattet finb. machen daS Geschäft jedem einschläg gen <3tof,ftabtbctrieb ebenbürtig. — — (t i n Unfall stieß dem Arbeiter Georg 2 chwindaus bcm hiesigen Bahnhof zu. Er wurde beim Transport oon Scheuen von einem herab- fallenden Stück s. schwer am Dein getroffen, daß er in die Klinik gebracht werden mußte. *• Ferienfon der züge 1 928. DieReichs- babnbirchion Frankfurt a. M. hat jetzt eine Ueberficht ber 5«ten-flonb«jügc für 1928 ber- auSgcgcbcn. Danach verkehren Sonderzüge nach Basel B Bhs . München. Rorddeich. Hamburg - Bremen. Berlin. Beuthen Hbf. (Overschlesicn) und Earlshagen Traf enfeibc—Straf'unb. Am 29. 3uni verkehrt ein Sonderzug von Kassel über Gießen nach Konstanz-Basel B. Bhs. Gießen ab 0.31. Am gleichen Tage vertehet ein Sonderzug von Frankfurt a. M. über Gießen nach Rordveich. Gießen ab 7.40. Am 14. 3uli verkehrt ein Sonderzug von Kais«slautern-Worms— Darmstadt nach Hamburg—Bremen, Gießen ab 19.46. — Rachsendung von Postsendungen in der Reisezett. Allen Personen, bie eine Erholung«-. Tattere.fc oder dergleichen unternehmen, sollten rechtzeitig für die Zeit der Abwesenheit die Rach.endung ihrer Postsendungen bei der zuständigen Postanstalt chre« ständigen Wohnor.eS beantragen und dieser auch die Wohnung im Kurort ufw. schon vor der Ab- rei'c mitteilen, oder, wenn die- nicht möglich, sobald die Wohnung bekannt ist. Zu den Rach- fenbungdanträien werden zweckmäßig die besonderen Formblätter benutzt, die an den Post- schaliem und von den Zustellern unentgeltlich abgegeben werden. Leichenüberführung im Luftfahrzeug. Durch einen Runderlaß deS Ministeriums für Handel und Gewerbe, des Ministeriums für BolkswohNährt und de« Minist«ium« de« 3nnem vom 23. März d. 3. w«den besondere Bestimmungen für die ülebersührung und den Transport von Leichen in Luftfahrzeugen getroffen. Danach ist die Beförderung in Luftfahrzeugen deS planmäßigen öffentlichen Der- kehrs, bie gleichzeitig ber Personenbeförderung bienen, grundsätzlich unzulässig Es bestehen jedoch gegen tten Tran-Port von Leichen in Sonderflugzeugen. die nicht d« P«sonenbeforderung dienen, keine Bedenken, wenn die lieberfübrung unter entsprechend« Beobachtung der fanität«- polizeilichen Maßnahmen, wie sie für den Transport auf Eisenbahnen und auf dem Seewege bestehen. «folgt • • Heuwerbungskurfus. Am Dienstag. 5. 3uni. veranstaltet die Landwirtschaftskamm« gemeinsam mit dem B«ein zur Förderung d« Drünlandwirtscha t in Hessen und Rachbargebieten e. B.. bei Oekonomierat Korell, Angenrod bei AlSfeld. einen HeuwerbungSkursus. zu dem alle Landwirte btt Umgebung zu recht zahlreichem Besuch eingeladen werden. • • Ehemalige 116er. Sonntag nach Pfingsten, 3. 3unt. treffen sich in Frankfurt a. M. die ehemaligen Angehörigen des Landwehr-3n- fanterie-Regiments Rr. 116. Es ist zu erwarten, daß bei der günstigen Lage Frankfurt« recht viele alte Landwehrleute den Weg dorthin finden werden, besonders auch solche aus Starkenburg. Rheinhessen und Rassau. • • 1. Deutscher Schwerer Artillerist e n t a g. Bvm 2. biS 4.3uni findet in Frankfurt a. TL eine Wiederfehensfeier von Angehörigen sämtlicher ehemaligen Fußartillerie- Tegimenter statt, zu welch« vom ReichSwehr- ministerium die 23 alten Fahnen ber vor dem Kriege vorhandenen Fußar;i'lerie-Regimenter zur Berfügung gestellt worden sind. Die Beteiligung aus allen Teilen des Reiche« verspricht gut zu werden; siehe auch heutige Ankündigung. Berliner Börse. Berlin, 1. Juni. (WTB. Funkspruch.) 3m heutigen Frühverkehr konnte sich noch kein Geschäft entwickeln, auch Kurse wurden noch nicht genannt, doch taxiert man sie auf gestrig« Äbendbasi«. Geld, ilcbcrbau'-t ist man bei den Banken weit« freundlich gestimmt, zumal das Ausland feste Börsen meldet. Am Devisenmarkt hört man Pari« 124.02, Mailand 92.65 zu 67, Spanien 29.22, daS Pfund 488.40 und den Dollar 4.1756. Preußen. Arcii Wctzlar. O Wetzlar, 31. Mai. Die Sofalab- te'. lungWetzlar deS landwirdlchaft- lichen Verein« für Rheinpreußen hielt ge» stern im .Schntzengarten" ihre die.gäbrtge F r ü h- jahrshaupkversammlung ab. iüc lehr zahlreich besucht war. Landrat Gehn.nrat Dr. Sartoriu« eröffnete die Tcrlammlung und richtete herzliche Begrüßung-Worte an auc Erich.enenen Er vcrla« ein Telegramm des ftclk'«* tretenden Dorsitzenben. Administrators Siebold (Teur), der an tter Teilnahme verhindert war und der Tedammlung guten Verlauf wünschte. Alsdann erstattete frer Vorsitzende den Rechnungsttericht. nach welchem die Elnr.ahmen 11V61L7 Mart, d.e Aufgaben 10638.61 Mark und dcr Leberschuß 1023 3b Mark betrugen. Dem Geschäftsführer wurde Entlastung erteilt. Das Vermögen der LokalabteUung beträgt 4341,68 Mark. ES setzt sich zusammen au« den Beständen au« Vorjahren, dem ^leberfchuß aus dem abgelaufcncn 3ahre und ausgewerteten Sparkonten. Rach dem von dem Geschäftsführer, Kreisrentmeift« Lehnen, erstatteten De chästsbe- richt betrug die Mügliederzahl zu Beginn des Geschäftsjahres 504 und am Schluffe desselben 494. Don den satzungsgemäß auSscheidenden 7 Dorstandsmitgliedern wurden 6 wiedergewahlt. Das Dorstandsmitglied Anton Engel Hl. HSmSheim. lehnte wegen feine« hohen Alter« die Wiederwahl ab; an seine Stelle wurde fein Sohn Anton Engel V, Hörnsheim, gewählt. Für langjährige treue Dienste wurden folgende Auszeichnungen verliehen: a) an Maria Ulm. Bolpertshaulen. für 16 jährige 'Dienste bet dem Landwirt Wilhelm Barth, Bolpertshausen. ein Ehrendiplom und 20 Mk.; bj an 3oh. Lud - w i g, Hörnsheim, für 16 jährige Haltung und Pflege von Zuchtbullen ein Ehrendiplom; c) an 3. Herbel. Steindorf. für 3Gjäbrigv Dienste al« Schäfer der Schäfereigenofsenschaft Steindorf ein Ehrendiplom. 3n einem längeren Dortrag sprach Direktor Dr. Sickmann von dem bakteriolo- aijchen Znstitut in Bonn über .Die Bekämpfung ber Diehseuchen, unter besonder« Berücksichtigung ber „gelben Gall" und ber Tuberkulose". Seine Ausführungen üb« bie Tuberkulosebekämpfung wurde mit großem Interesse entgegengenommen und lösten eine lebhafte Aussprache aus. Alsdann sand das übliche gemeinschaftliche Mittagessen statt, an das sich, wie imm«, eine Derlosung landwirtschaftlicher Gegenstände an» schloß. 3m übrigen sanden im Rahmen der Deranstaltung Filmvorträge statt üb« Bieh- seuchenbekämpsung, Züchtung von PetkuS-Saat- gut und Geflügelhaltung. I Groß-Rechtenbach, 31. Mai. Gestern nachmittag entstand im Distrikt „Schirn" des billigen Gemeindewaldes an ber Provinzialstraße Weg- lar—Groß-Rechtenbach ein ißalbbranb, der durch die in der Rahe beschäftigten Lohschäler sofort bemerkt wurde und daher bald wieder gelöscht werden konnte. Es wird angenommen, daß der Brand durch Handwerksburschen, bie am Waldrande gelagert hatten, verursacht worden ist. OODutenhofen, 31. Mai. Am ersten Psingst- felertage sand im hiesigen Bereinshous ein G e - m e i n s cha f t s fe st statt, da» von Stadtmissionar Schmidt (Wetzlar) geleitet wurde. Rach 'Begrünung der Festteilnehmer durch den Ortsgeistlichen. Pfarrer Lic. Müller (Dutenhofen) hielt Rektor Affolderbach (Barmen) bie Festansprache über 1. Tim. 2, Ders7. Das Schlußwort sprach Stadtmissionar Schmidt (Wetzlar). Zur Verschönerung bes Festes trugen der hiesige gemischte Chor und der Frauenchor unter Leitung oon Aug. Agel bei. Wichmann wegen dreifach:« Mordes angeklagi. LPD. Frankfurt a. M., 31. Mai. 3n der bekannten Morbsache Wichmann hat bie SlaalSanwaltschask nunmehr die Anklageschrift fertiggefteflt und sie der Strafkammer zur Entscheidung über d.e Erdf nung de« Hauptverfahrens voraelegt. Die Anliage lautet auf dreifachen Mord und aus Bergenen gegen § 216 Ltrasgefehbuches; nach der Annahme d« Anklagebehörde hat Wichmann zunächst seine drei Kinder gemLinschastlich mit seiner Frau und sodann diese auf ihr ausdrückliches und «nst- liches 'Berfangen getötet. Die Hauptverl'andlung wird im Laufe der am 18. Juni 1423 beginnenden SchwurgerichtStafm-i ftatt'inZten. ßutet SC-S jüx TTlensch s RaitomantolAinffa ® w* • • wiais saiomi, UUUvllIUlllul ülUllv moderner Bademäntel* Mustern am Lager • Aosslenerhaos Salomon, Seitenweg 811| U«I58 91IIp besonder» auch kränkliche, zurückgedlieveneund solche mit steifen Beinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes RASSOLK mengen. 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Römer in der Steinstrahe 41 Quadratmeter Gelände .zum Preise von je 2,50 Mk. und an Friedrich Fuchs im Holzmühlenweg 99 Quadratmeter für je 2 Ml. — Ein'g-e Pachtgesuche fanden b.si Festsetzung des jahriichcu PachsbetrageS auf Widerruf Genehmigung. - Der Turnverein Lollar hat für die Zeit vom 30. Juni bis 2. Juli 1.2 . das Gauturnfeft du- Wellen des gewöhnlichen Lichtes lind ungefähr zwischen 400 und 900 Milliontel Wsisi meter lang die längsten, die beinahe ein Tausendstel Milli- meter lang sind, entfallen auf das rote, die vdv GejchastSjahr vom 1. Januar bi-31. Dezember 1927, den das Vorstandsmitglied Regierungsbaumeister Roack, Berlin, erstattete, zeigte, daß die Dahn Butzbach—Lich die schweren Zeiten überwunden ha:. Das große Defizit, mit dem das Geschäftsjahr 1926 abschlob, konnte gedeckt werden, und es blieb sogar ein Betriebs- Überschuh übrig. Die Erneuerungsarbeiten schritten programmähig vorwärts. 2n Lich konnte ein gröberes Gelände für die dringende notwendige Erweiterung des Bahnhofs erworben werden. Die ftatuiengemäf) ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats Medizinalrat Dr. Vogt in Butzbach, Bürgermeister i.R. Dr. Kayser in Dad- Rauheim, Direktor Fritz Vogt in Butzbach und Pfarrer Ries in Ettingshausen wurden Wiede r- gcr-üijii. Vor Schlub der Generalversammlung gedach e Direktor Dr. Pund des 80. Grburts» iages des Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Medizinalrat Dr. Vogt, dem er im Ramen der Butzbach-Lücher Eifcnbahngesellschaft die besten Wünsche für seinen Lebensabend aussprach. Der Generalversammlung ging eine Sitzung des Aufsichtsrates voraus, die dieselbe Tagesordnung erledigte. Zu ihrem Beginn sprach der Vorsitzende, Dr. Vogt, ehrende Worte zum Gedächtnis des allzufrüh verschiedenen Bürgermeisters Völker in Lich und würdiate dessen große Verdienste, die er sich als Aufsichtsratsmitglied erworben hatte. In einer Schlußsitzung wählte der Aussichtsrat Medizinalrat Dr. Vogt wieder zu seinem Vorsitzenden. Kreis Büdingen. Echzell, 31. Mai. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr feierte am zweiten Pfingsttage ihr zwanzigjähriges Jubiläum. Rach gemeinsamem Kirchgang legte nach vorangegangenem Ehoralfpiel durch den hiesigen Mu-, sikverein der zweite Kommandant. Kaufmann Gros, am Grabe des Gründers der Wehr, des Bürgermeisters Reih, einen Kranz nieder und gedachte dabei in ergreifenden Worten der im Weltkrieg gefallenen und verstorbenen Kameraden. Mittags wurde unter Leitung des ersten Kommandanten, Maurermeister Hch. Mogk 111., eine Geräteübung im Beisein der Vertreter vieler auswärtiger Wehren vorgeführt. Auf dem schönen Waldfcstplah schloß sich nachmittags eine allgemeine Volksfeier an, wobei der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Büdingen Grübe der Organisation überbrachte und der Mitbegründer der hiesigen Wehr, der damalige Kommandant Wilhelm R e u h, zum Ehrenkommandanten ernannt wurde. Konzertvorträge des Musikvereins, gut wiedergegebene Chöre der beiden Männergesangvereine und tadellos ausgeführte Freiübungen der Damenriege des hiesigen Turnvereins beschlossen die Feier im Walde, woran sich abends eine harmonisch verlaufene Rachfeier anschloß. Geiß - Ridda, 31. Mai. Die Rhein- fahrt des Sängerbundes „Mittleres R i d d a t a l" findet nun am 22. Juli bestimmt statt, nachdem über 400 feste Anmeldungen vor- liegen. Die Reisekosten einschließlich Schiffskarte stellen sich auf nur 6,50 Mk., da die Reichsbahnverwaltung einen Sonderzug zur Verfügung stellt. Kreis Schotten. Schotten. 31. Mai. Zu dem Motor- rabrennen „Rund um Schotten" haben an sechzig Rennfahrer ihre Beteiligung zugesagt, darunter eine stattliche Zahl erstklassiger Fahrer aus Süddeutschland. Das Rennen, das von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewinnt, bildet den Abschluß der Schottener Werbewoche. Kreis Lauterbach. —.— Lauterbach, 31. Mai. Ein überaus wertvoller Münzfund hat unser Städtchen in Aufregung versetzt. Heute vormittag 9 Rhr stieß der Arbeiter Konrad Renker (Lau- ierbach) beim Erdaushub des Sparkassenneubaues mit der Hacke auf einen Topf, wobei klirrend mehrere Münzen herausflogen. Sofort eilte ün« temehmer Georg Ruhl II (Angersbach) herbei, Kreisdirektor Dr. Michel und Bürgermeister Walz wurden gerufen, der Topf zusammengefügt und ins angrenzende Kreisamtsgebäude gebracht. Der irdene Topf hat einen Durchmesser ton etwa 30 Zentimeter und eine Höhe von 25 Zentimeter und war bis obenhin mit gut erhaltenen Silbermünzen, auch einem Teil Goldmünzen gefüllt und mit einem roten Dachziegel kürzesten auf das blaue und violette Licht. Jenseits der violetten Strahlen folgen mit noch kürzerer Wellenlänge die nicht mehr sichtbaren, sogenannten „ultravioletten" Strahlen. Diese mm sind es, die in jüngster Zeit besonders wichtig geworden sind, denn die Aerzte richten in steigendem Maße ihr Augenmerk auf sie. Das gewöhnliche Glas ist für diese Strahlen fast völlig undurchsichtig, was uns freilich im allgemeinen nicht stört, weil es der Durchsichtigkeit des Glases im gewöhnlichen Sinn keinen Eintrag tut. Für das Arbeiten mit ultravioletten Strahlen ist es natürlich völlig unbrauchbar, weil es für diese ja undurchsichtig ist. Hierfür benutzen deshalb die Physiker und auch die Aerzte in erster Linie den Quarz, der ungemein durchlässig ist. Run ist zwar Quarz ein weit verbreiteter und deshalb auch an sich billiger Stoff: er ist aber so schwer zu bearbeiten, und namentlich liegt fein Schmelzpunkt so hoch, daß eine Verwendung des Quarze- an Stelle des Glases wegen zu schwieriger Bearbeitungsmög- lichkcit in größerem Umfang nicht in Frage kommt. Es ist daher von höchster Bedeutung, daß es gelungen ist, auch wirkliche Gläser ber- zustellen, die zwar die hohe Durchlässigkeit des Quarzes für ultraviolette Strahlen nicht voll erreichen ober sie mindestens nicht längere Zeit ausrechtzuerhalten. immerhin aber die Durchlässigkeit des gewöhnlichen Glases in sehr weitgehendem und tatsächlich ausreichendem Rkaße übertreffen. Solche Gläser werden z. B. vom Jenaer Glaswerk, den Sendlinger Glaswerken in Zehlendorf bei Berlin und auch von anderen deutschen Finnen hergestellt, neuerdings auch in England und Amerika nachgeahmt und alS neue eigene Erfindung ausposaunt. Die Heilwirkung der ultravioletten Strahlen, und zwar vornehmlich solcher deren Wellenlänge zwischen 320 und 290 Milliontel Millimeter liegt, beruht hauptsächlich daran» daß sie gewisse chemische Veränderungen in den Rahrungsstosien herbeiführcn. die aue Bildung der sogenannten Vitamine führen. lei^nSwichsiaer chemischer Verbindungen. deren chemische Ratur in jüngster Zeit hauptsächlich durch die Forschungen des Göttinger Chemikers Windaus aufgeklärt worden ist. Es hat sich auch herausgestellt, daß die St verwahrt. Der Topf stand nur etwa 20 ntimeter unter der Betondecke eines vor etwa 20 Jahren in dem Garten angelegten Springbrunnens. Die Zahl der Münzen schätzt man auf ungefähr 1000 Stück, sie stammen aus der Zeit von 1301 bis etwa 1650. zum Teil tragen sie die Bildnisse Deutscher Kaiser und spanischer Herrscher, auch Karl V. ist vertreten. Die Münzen 5aben die Gröhe von Ein- und Zweimarkstücken und sind gut erhalten, die Inschriften und Wappen deutlich. Der Sachwert dürste mindestens 5000 Mark betragen, der Altertumswert ist na- türlidg viel höher. Man hat die Münzen im Kreisamt verschlossen und den Denkmalspfleger telegraphisch benachrichtigt. Das Besitzrecht des Schatzes wird in der Bevölkerung lebhaft erörtert. Es ist anzunehmen, daß der wohlhabende Besitzer in schwerer Kriegszelt sein Vermögen auf seinem Garten dergrub, ohne den Angehörigen sein Versteck mittcilcn zu können. Kreis Alsfeld. V Nieder-Gemunden,31. Mai. Im Saale der Wirtschaft Ludwig Becker in. Wwe. tagte vorgestern nachmittag die 33. ordentliche G e - neralversammlung der Spar- und Darkehnskasse Ried-r-Gemünden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats. R a t h e s - Rieder-Gemünden. begrüßte zunächst in üblicher Weise die Erschienenen und ging dann zur Tagesordnung über. Es wurde ein kurzer Geschäfts- bericht durch Direktor W i t t l ch erstattet, sodann verlas der Rechner Fischer die Jahresbilanz, aus der hervorgeht, daß die Kasse mit einem Reingewinn von rund 1200 Mk. abschließt, der ungefähr dem Vorschlag des Vorstandes gemäß angewandt wird. Die Sparguthaben zeigen auch im verflossenen Geschäsisjahre wieder eine merkliche Zunahme und erreichen etwa den Betrag von 50 000 Mk. Das satzung-gemäß aus dem Vorstand ausscheidende Mitglied K ö m p f» Elpenrod wird einstimmig wiedergewählt. Auch die beiden ausscheldenden Aussicht-ratsmitglieder Schott- Rieder-Gemünden und Psannftiel- Hainbach wurden wiedergewählt. Für Carle- Ehringshausen. der eine Wiederwahl ablehnt, wird Diegel- Ehringshausen in den Aussichtsrat gewählt. Einen wichtigen Punkt der Tagesordnung bildete die Auswertungsfrage. Der Äuf- wertungsfonds weist zur Zeit einen Betrag von rund 15 000 Mk. auf. Demgegenüber sicht eine Auswertungsschuldsumme von ettoa 185000 Mk. Da hie diesbezüglichen Verhandlungen, mit den Schuldnern der Kasse noch nicht endgültig abgeschlossen sind, beschließt die Generalversammlung zunächst eine Auswertung von 8 Proz. vorzunehmen. Dem Vorstand steht schon jetzt ein Sewijser Betrag in bar zur Verfügung, der an edurstige Allsparer in nächster Zeit auf Antrag ausgczahlt werden kann. Tumen, Sport und Spiel. Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900. Vorschau auf die am kommenden Sonntag ftatl- sindendcn 7. Rationalen Wettkämpfe. ö. Ergänzend zu der gestern an dieser Stelle gc brachten Notiz ist zunächst noch zu bemerken, daß eine weitere Anzahl namhafter Vereine die 'Heran ftnltung mit reichhaltigem und gutem Material bc schicken wird. So kommt z. B. Koblenz 1900/02 mit nicht weniger als 14 Leuten, Sportfreunde Siegen werden aller Voraussicht nach mit etwa 10 Leuten — darunter der Deutsche Marathonmeifter Reich- m a n n und der westdeutsche Iuniorenwaldlaus- meister Paul — zur Stelle sein. Durch den in letzter Minute bekanntgewordenen Ausfall der Frankfurter Stadtstafsel hat sowohl der Sportklub 1880 als auch Fußballsportuerein seine Rennmann schasien gemeldet. Der Ballspielklub Offenbach 1899 wird sich wohl auch einstellen. Nun zu den Wettbewerben: Einen Hauptanziehungspunkt werden wie immer die Kurzstrecken, und hiör wieder die 100-Meter bilden. Bei der Ausgeglichenheit der gemeldeten Sprinter ist hier eine Voraussage gewagt. Es ist jedoch sehr leicht möglich, daß sich je ein Vertreter von Schwarz-Weiß Barmen (Pfeiffer), Essen 99 (Gerlofs). Hessen-Preußen Kassel (Freund oder Schaurig), Sportsrennde Siegen (Pfeiffer) in dem Endlauf über 100 und 200 Meter zusammenfinden. Die an sich nicht schlechten 1900er oder Fischer (V. s. B. Gießen) durften sich kaum durchsetzen können. In 1500 Meter offen und 5000 Meter offen kann man schon eher einen Tip wagen. Ueber die erstgenannte Distanz durfte der Olympiakandidat Wal perl (H.-P.) kaum zu schlafen sein. Plätze werden belegen Kgufma n n (i?. Spo. Frankfurt), Reich- m a n n (Siegen) und Krämer (Koblenz 1900.02). Die 5000 Meter sehen den westdeutschen Waldlauf- meister 1928, 0 b c l o b e (Wissen), im Kamps mit zwei anderen Waldlaufspezialisten, nämlich Paul (Siegen) und K l ä r n e r (Bannen) und den be« kannten Weilburger Gerhard, der auch — allerdings für die Marathonstrecke — Olympiakandidat ist. Den Weitsprung wird sich S ch a u r i g nicht entgehen lassen. Ueberraschungen sind jedoch auch hier nicht ausgeschlossen. Das Diskuswerfen wird wohl ebenfalls ein Kafselaner, Altmeister Junghenn, an sich bringen, da mit Hoffmeisters Start kaum zu rechnen ist. Im Kugelstoßen steht der Sieger ohne weiteres in S ch r ö d e r (Dortmund) fest. Daß er immer noch zur deutschen Werferelite zählt, be weist seine Leistung vor vierzehn Tagen in Düsseldorf, wo er 14,73 Meter erzielte. Nach ihm dürften I u n g h e n n, M o h l (V. f. B. Gießen) und Langloh (1900) zu nennen sein. Auch für den Dreikampf ist Schröder ernstlicher Bewerber. Man dars gespannt sein, wie sich der 1000er Peterfson hier durchsetzt. Ein besonderer Genuß sieht bei den Staffeln (4X100 Meter und Olympische) bevor. Schon die Vorkämpfe werden spannende Rennen liefern. Fast alle größeren Vereine (Barmen. Essei,, Koblenz, Kassel. Siegen. Frankfurt, Offenbach, Gießen 1900) haben dazu gemeldet. In den Junioren und Anfängerkonkurrenzen werden in der Hauptsache die Vertreter von Koblenz 1900, Barmen, Hessen Preußen Kassel und Gießen 1900 um die Siegespalme streiten. Bei dem guten Nachwuchs, über den die genannten Vereine verfügen, dürfte ein hohes Leistungsniveau zu verzeichnen sein. Die Gießener Sportfreunde dürfte es interessieren, ob sich die z. Z. gut in Form befindlichen ISOOer-Vcr- treter, roie Peters, Seibert, ®ut)oi, 0. Müller. Petersson, Hopfenmüller usw. werben durchsetzen können. (Siehe heutige Anzeige.) Handball der Sp.-Äg. 1900. Spog. 1900 1 — Mlv. Gießen L ö. Die Begegnung der beiden obigen Mannschaften unterstreicht die erfreuliche Tatsache, daß man bemüht ist, den Gegensatz Turnen - Sport aus der Welt zu schasfen. Zum ersten Male werden sich am Samstagabend, dem Vorabend der 7. Rat. Wettkämpfe der 1900er, die Handballer beider Vereine auf den, 1900er Sportpkotz gegen» Überstehen. Schon häufig waren Ansätze gemacht worden, das Spiel zustaiidczubring.m, aoev erfolglos. Roch nie war wohl die gesamte Gießener Handballaemeindc an einem Spiel interessiert une an dem Kamps Mtv. — 1900. lieber die Mannschaften viel zu sagen, erübrigt sich, sie sind jeher- mann bekannt. Sic sind in ihren Lagern beide die fpielstärksten Vereine, so daß ein äuneilt spannendes Treffen in Aussicht steht, dessen Ausgang unserer Auffassung nach völlig offen ist. Jeder Spieler sollte sich vor Augen halten, baß bei diesem Spiel nickt in erster Linie das Prestige in Frage steht, sondern die Beziehung -turnen — Sport, und sich dementsprechend einer vorbildlich fairen Spielweise befleißigen. Handball im Gau Hessen (O.T.) 3 Die erste Handbattelf des Männerturnver- eins Gießen unternahm zu Psingsten eine Reite an den Rhein und in das Rahetal. Hierbei spielte sie am ersten Feiertag gegen die erste Mannschaft des Turnverein- Rauheim bei Darmstadt und am zweiten Pfingstfeiertag gegen die erste Elf des Turnvereins Kreuznach. Die Männerturner hatten sich hierin zwei Gegnern verpflichtet, die in Spielstärke und Spieltüchtigkeit über mehr als nur den guten Ruf verfügen und die in ihren Heimatgauen in führender Stellung, Ja sogar an erster Stell« stehen Gießen muß, wie so manches Mal wieder mit Ersatz die Reise beginnen. Das erste Spiel sieht sogar nur zehn ©vieler auf dem Plane während der elfte erst mit Verspätung cintrifft. Aut dem sandigen, dazu noch äußerst kleinen Spielplatz der Rauheimer können die Lahnstädter nicht aufkommen. SS gelingt ben Zehn zwar, sogenannte englische Krankheit ober Rachitis auf einem Mangel an Vitaminen beruht und daher durch ausreichende Bildung von Vitaminen bekämpft werden kann. Sine solche wird aber durch "Bestrahlung mit ultraviolettem Licht begünstigt. So beruht twnn die Wirkung der Höhensonne auf dem Reichtum des Hochgebirges an ultravioletten Strahlen: die sogenannte „künstliche Höhensonne", eine Lampe, die besonders viel ultraviolettes Licht liefert, ahmt diese natürliche Wirkung auf künstlichem Wege nach. Neuerdings ist die Frage viel erörtert worden, ob cs sich empfiehlt, an Stelle des gewöhnlichen Fensterglases für ultraviolettes Licht durchlässiges Glas zu verwenden. Hierfür wird der Grund geltend gemacht, daß es doch offenbar töricht fei. durch gewöhnliches Fensterglas die so heilkräftigen ultravioletten Strahlen von unseren Wohnungen und Arbeitsstätten femzuhalten. Freilich wird man sich vor übertriebenen Hoffnungen hüten müssen. Man darf x. B. nicht glauben, daß man die gleiche Wirkung erzielt, wenn man eine dunkle Kellerwohnung mit Fenstern aus dem neuen Glas versieyt. wie wenn man sich in der Höhenluft 3000 Meter über dem Erdboden bewegt. Die Luft unserer Großstädte ist arm an ultraviolettem Lickt, und wenn keine solche Strachlen vorhanden sind, so können sie die Fensterscheiben aus gewöhnlichem Glas weder durchlassen noch zurückhalten. Immerhin, nicht die dicke Luftschicht als solche hält die ultravioletten Strahlen zurück: denn es ist bekannt, daß die Seeluft, wenn auch nicht ganz, so doch beinahe ebenso reich an ultraviolettem Licht ist wie die Luft dos Hochgebirges, obwohl die Sonnenstrahlen einen längeren Weg durch die Luft zurücklegen müssen. Rur die starken Verunreinigungen unserer Großstadtluft hallen die ultravioletten Strahlen ab; sonst finden sie sich auch in der Tiefebene in reiner Luft. In solchen Fällen ist es allo in der Lat von großer Wichtigkeit die heilkräftigen Strahlen nicht durch getDÖbn- llches Fensterglas künstlich sernzuhalten. Tatsächlich haben denn auch verschiedene Versuche, die zum Teil auch am Wachstum von Pflanzen ungeteilt worden sind, ergeben, daß sich dic. wenn auch langsame, so doch dauernde Wirkung der von dem neuen Glas durchgelasienen ultravioletten Strahlen In sehr vorteilhaster Weise bemerkbar machten, indem sie eine ähnliche Wirkung hervorbrachten wie die jetzt so vielgenannte „Höhensonne". Die erste 23ili)^ v>rd Poktras ife.iiSRun ic Bilder wS 3=i* '£ für kur^ <.,r *$tv B*» iin^«ur her nur ic E e die/L w SÖf’“”' ü»' T-A •tesic ^1"«™« kr n Drucksachen allerArt ftattung ftilrein und preiswert die Vrühl'sche Unieerflläis ÜruduJ. H. tange Siesten. Zchulttr 7 Zm tilleo mmih AkliW am Sonuta«, deu 10. Zurrt, rlumeldimaen find sofort »u richten an Retsebüvo Loeb, Gletzen Vertretung der Hamburg—Amerika-Linte. Teb 398. D.-Sch.-Kto. 24051 Frankl. Preis IC Mark Mannschaften. Datz die tunte r am nächsten Tage nach Münster am Stein in das herrliche Tabetal wanderten, ist wohl au verstehen. Hiermit sand die Psingstfahrt der Mtv-Spieker einen in jeder Beziehung erfreulichen Abschluh D. s. B. Leichtathletik. Ju den am kommenden Sonntag ftattsindenden nationale« Wettkämvfen der diesigen Spielver- emigvng von 1900 hat der Werfer M o h l für Kugelstoßen und Diskuswerfen offen gemeldet In Anbetracht der autzerordentlich starken Kon- kurrenz in diesen beiden Disziplinen besteht für ibn kaum Aussicht, sich plazieren zu können, es sei berat, bah er auch im Wettkampf die im Training gezeigten guten Leistungen wiederholt. Jedenfalls wird er fich von den dort antretenden Werfergrösten manches absehen können. V. f. B Die Ligamannschaft führt am kommenden Sonntag nach Sprendlingen, um der Liga des dortigen HutzballvereinS ein fällige« Rückspiel zu liefern. Da» Dorspiel auf hiesigem Platz mlor die B. s. 2 -ib;«-cr Im Giehener Tor citoae in IciMi sonst ncherrn Arbeit beeinträchtigt, da ihm «ine Derletzung bet Hand nicht gestattete, sich soll zu entfallen. Pas Spiel in Kreuznach 'ah die Mannschaft der Wtver wieder vollständig Die Spielweise der Kreuznachec Turner war im Vergleich zu der Nauheim« viel ausgeprägter, die Mannschaft Hinter und härter. Sie war körperlich der Dlc- Öwr ®lf überlegen. Ve'. Kceuznach wirkt« der •wnte Wc tspr.nger und Nelordmann Horn- berget als Mittelläufer mit. Angespornt durch di« Niederlage am ersten Tage in Nauheim gibt die Wannschatt des Mtv. alle« daran, um wenigstens in Kreuznach ehrenvoller alvuldjncibcn. Die Mannschaft ist In ihrer Spielweise wie verwandelt. Technik und öifer feiern einen glänzenden Sieg über körperlich überlegenen, dazu flinken Dagiter. Mährend des ganzen Spieles zeigten die (Biebener eine glatte Lebcrlegenheit. Dies wäre noch deutlicher in zahlenmäHiger Form zum Ausdruck gekommen, wenn der Sturm nicht geradezu vorm Tore des Hegners vom Pech verfolgt aewesen wäre. Immerhin gelang es mit demseloen Ergebnis (5:3) wie am Tage vorher Touristenkost leicht und gehalrretch [5437a KrciuterhausLung/Schulstr. Wegen Räumung meines Lokals verkaufe ich die noch Cnmmnf Il/lHfl Dflhlllinktr O vorhandenen Waren zu jedem annehmbaren Preise ÖUSlllllvI vIlVC», DulllllIUlMI« 0 M28D Moderne Herren-Anzüge, ein-und zweireihig, in allen Farben und nur guten Qualitäten, Mk. 23.-, 28.-, 35.-, 40.-, 45 -, 50.- und höher. Manchester-Anzüge von Mk. 35.- an. Sport-Anzüge, 4teil., in allen Preisl. Burachen- und Knaben-Anzüge in allen Farben u. Orößen sehr billig. Uebergangs - Mäntel, Paletot» In Marengo von Mk. 35 - an. Covercoats in allen Preislagen. Schweden-Mäntel von Mk 25 - an Gummi-Mäntel von Mk. 15 an, auch für korpulente Herren. Loden-Mäntel von Mk. 16 - an. Windjacken von Mk. 12. — an. Blaue Arbeits- Anzüge von Mk. 8.- an. Weißbinder-Anzüge von Mk. 10.- an. Lüsterjacken, blau und schwarz, von Mk 10.- an Sommerjoppen von Mark 5.- an. 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Vi<® bat k-.i lv.e.eeisaxo nennen in der letzten et ffdea zu ihren Gunsten verschossen sie aber Die ilnuguaner. die sehr ungünstig gegen Sonne und Wind spielten erwischten bald darauf den Dali und nach einer fabelhafte» Kombination sandte dinn der Mittel- flünner ein; daS Toi wurde aber wegen „ab- eits vom Schiedsrichter nicht anerkannt. Uruguay bleibt weiter im Angriff und in der 20. Minute fällt dann das erste Tor für Uruguay. Trotz weiterer Angriffe Uruguays blieb ei bis zur Halbzeit beim Ergebnis von 1:0. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde das Spiel noch harter. Die Uruguayer zeigten eine erstaunliche Unentschlofsenheit vor dem bolländischen Tor. dagegen hielt ihr Torhüter alle Schüsse sicher Erst in der 39. Minute gelang es dem Nechts- au(ten Uruguays, unhaltbar zum zweiten Treffer einzusenden Alle Bemühungen Hollands, an diesem Resultat etwas zu verändern, blieben ergebnislos. da die gute uruguayische Verteidigung alle Bälle sicher hielt. Somit wird Deutschland demnächst gegen Uruguay anzutreten haben. Am Sonntag, dem 3. Juni 1928, nachmittags von 3 Uhr ab, in der „Vo 1 k s h a 11 eu auf dem Trieb Rosenfest für Kinder I. TEIL: Grober Festzug ✓ Märchenbilder ✓ Biedermeier- Tanz / Kasperle-Theater u. andere Darbietungen II. TEIL: Tanz-Preisturnier unter Leitung des Tanzlehr- Instituts Bäulke. / Exzentrische Solotänze von Herrn Tanzlehrer Ewald Bäulke und Partnerin Fräulein Spieß Eintritt: Erwachsene 050, Kinder 0 25. Vorverkauf bei Herrn Challier. Für preiswerteSpeisen u Getränke ist bestens gesorgt Sonntag, den 8. Juni 1928 VUlMtMMt der Sp.-Dg. 1900 Dar größte sportliche Ereignis itl SrVSmcn- Wta, tiie. ;L3n > duniouR. i ‘WU, eornun ll(n Jladjroudii uh,, büiftf (ir bläeichne» Irin, jj, ■ m j,llet^cr'"< cb Glichen 1900tr.$(r: tert, 811901,0. Pienmüdcrule. heutig« 8njfiflf) Vg.1900. ■ Tlcha L ibffi obigen yianr. ‘uli* Lailache. M Turnen - gtwi im ersten Male tw. dem Jorabenö ter K, die äantew/l.'. r fyoitply en ÄM Misch/ ibringzn, ab« er» ! gesamte Qhetercx itl inttrellied ww lieber die TÜaun» sich, sie sind itbei- x Lasern beche bw n äwW ivmnen- I, dessm ÄutgMz ig vssen ist. Ich,: m halten, daß V. ßm« das Hi Beziehung Turor rchrnd einer öorbill M. des MMriunw" Pfingsten eine is Bahetal. -iertei rtag gegen die erst« z Äauheim bei Vann- igstselertag Kreuznach 5ic 1 Mi Segnen, und Spieltu»t'g!e>! Sui verfügen unk' in führenter Sk-' -teile stehen wieder mU Wtt k Spiel frchi stga n Plane. JÜFJ iung einiristi rL ag T1» ***• tor.cn dost das in einem solchrn Tennis- tataTiek ein vollendeter benutz ist. Nachdem man oi«'c Ptoü? Mieden hat. fragt man lich ob e» in Ziehen üd-rhaapt .Tem»»»platze'. gc- tchweige denn Turnierplätze, gibt Auch die Mcdenmannschast des Wiesbadener Klubs, di« am Lamstagnachrnittag Dietzen gegen- übertrat war in bester Verfassung. Wiesbaden ist in diesem Iahte unbedingt erster Anwärter auf d>« Mtlstericha i u «eres Bezirks Das Wettspiel war unmöglich für Gletze:, zu gewinnen. Wobl ipielte Kirchner einen erbittet ten Dret- saykamps und zwang feinen (Gegner zur Herqade bee- letzten, wohl bewies Soll aufs neue seine vZuverla'figkeit. indem er seinen (Gegner in Drei Sähen nieberfanlerte. an beni gleichem Sieg der Wiesbadener war jedoch nichts zu ändern. Oe war schade, datz Dietzen so unglücklich auSgelost wurde und gleich in der ersten Nunde mit den stärksten Regner bekam. Th. PlingstNudtnraier 1928. Trotz herrlichen Tenniswetters könnt« das Turnier am 2. Feiertage nicht beendet werden, so datz noch wichtige Spiele im Lause dicker Woche stattsinden müssen. Lediglich in der Daincnkon- kurrenz konnten di« Spiele zum Abfchlutz ae- bracht werden; hier mutzte Frau Pros Dr. Du tim a nn. wohl infolge ungenügenden Trainings. sowohl von Frl. Stückralh als auch von Frl. B«ra eine Niederlage einfteden. Di« Reihenfolge in der Herren-Klass« ist noch nicht geklärt, desglerchrn noch nicht in der Herren- Eonder-Klasle. Bedeutungsvoll war hier dos Spiel von Noll gegen Hamann, das Noll, vorzüglich in Schlag, glatt gewann, sowie das Spiel von Noll gegen Dr Fischer. das letzterer etwas unerwartet, aber dank seiner gefährlichen Taktik und Routine gewann. Kirchner schlug Hamann, seine Spiele gegen Stoll und Dr Fischer stehen noch aus. Ohne Niederlage sind bis jetzt Kirchner und Dr. F i k ch e r. Ty. Oer westdeutsche Wafferballmeifler in Darmstadt geschlagen. Bei einer Abendveranstaltung trat am Mittwochabend der westdeutsche Waiserballmeister, Sportfreunde Barmen, gegen die Ligamannfchaft u n g - deutschland" Darmstadt an. Dank gröberer Schnelligkeit und größerem Schußeiser vor dem Tor siegten di« Darmstadter mit 6:1 (2:1). Das Resultat entspricht dem Stärkeverhältnis der beiden Mann- schäften. Heuer deutscher Schwimmrekord Heinrichs in Halle. Bei einer Veranstaltung des SB. Halle 02 gina auch der mehrmalige deutsche Meister Heinrich („Poseidons-Leipzig) an den Start und stellte in einem 500-Metcr-,Freistilschwimmen einen neuen Rekord mit 6:29 auf und verbesserte die bisherige Leistung von 6:44 nicht ganz unerheblich. Cilly Außem geschlagen! Bei dem Turnier um die französische Tennis- Meisterschaft kam am Dienstag die schon lang« er« wartete Begegnung zwischen der Amerikanerin Mist f)elen Wtlls und der jungen deutschen Meisterin Turn- und Gymnastik■ Trikots 2U mlßig6ernPreisen Salomon -4- Bade sowie sämtliche landwirtschaftliche Geräte Mr Borow, Wro StenerDrotestversaminM Aeschlagnahmfreie aufmerksam 1-ZlMkl'WMU zu vermieten Der Vorstand Färberei Gienen, Goctbeitraßc 3 5W7D Braubach »Fischer Schokolade 5352 D Männer- Qualität, Drucksachen al ler Art Sommer-Schuhe gut und billig!! Meu.lilaneDainen-SpanOen Modefarbige Suangeoschube -9.9-9. 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Direktion Wo? sagt die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers._____________04172 im Ausschnitt Bouluröe und men Spargel empfiehlt 04107 Giefaen Seltersweg 79a 23970 Handtuckstoff, grau, gestreift, Handtuchstoff, weiß, Trockentuchstoff, grau, kariert, Männerblusenstoff, blau, gestreift. Die in Anlage A des Erlasses der Hess. Ministerien vom Iv.Juni 1893, das Ber- dingungswescn betr., enthaltenen Bedingungen für die Bewerbung um Arbeiten und Lieferungen sowie die hiesigen Lieferungsbedingungen liegen nur am 11., 12. und 13.Zuni 1928, vormittags von 9—12 Uhr und nachmittags von 3—4 Uhr bei uns offen. Die Angebote haben auf vorgeschric- lassen. Wenn Stoff und Farbe noch frut erhalten sind, so tun sie Ihnen die gleichen Dienste wie neue. beige rosö, grau, blond, Gr. 36-39 11.50, Größe 31-35 8.95, Größe 27 - 30..... la Bpar|el, v. feinst. Woblgeickiu^daneiS frisch v.Sckcr.tn Bost- fcnbfl. zum Berland komm. Sorte I 90* Sorte II 70 <* p. Psd. ab bter g. Nach«. 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Dor acht Monaten ist die letzte kommunale AuSlanDanleihe mit Genehmigung der Beratungsstelle ausgenommen worben und erst jetzt ist es möglich gewesen, der deutschen Kommunalwirtschaft e.n allerdings recht ansehnliches Kapital im Gesamtbeträge von nicht weniger alS 162,75 Millionen Reichsmark tu verschossen, nämlich 63 Millionen für Berlin. 26,25 Millionen für Frankfurt a. M. und 73L Millionen für die an der Sammelanleihe des - deutschen Sparkassen- und Giroverbandes partizipierenden Städte und Kommunatverbändc. ! Diese Oujnme klingt gewiß sehr hock). doch dürfte sie wohl nur einen geringen Teil der finanziellen Bedürfnisse der Kommunen befriedigen. «« ist hier nicht der Platz, die bank- und toirU i' IchaftStechnische Seite der neuesten Ausland- 1 «nleihen au beleuchten. Man kann aber bei 1 dieser Gele cicheit nicht ohne jegliche Kritll an der Form der Anleiheregulierung, wie sie von: Rrichsfinanzministerium unter der Initiative der - Reichsbank geführt wurde, vorübergehen. Ge- Sih hatte Reichsbankpräsident Dr. Schacht damals recht, alS er mit so energischen Worten t öem AuSlandntleiheverkehr der deutschen Kom- V munen und Länder einen Riegel vorschob, wobei i er ja im ai.„emeinen auch die Zustimmung des X ReichSkabinelts fand, wenn auch dasselbe der rigorosen Haltung des Reichsbankpräsidenten durch die Zwischenschaltung der Beratungsstelle rancheS von ihrer Schärle nahm. Trotzdem entwickelte sich auf dem AuSlandmarkte eine 6c- wuerliche Derriauenskrise. die zum Glück, we- ; iKigstenS besagen daS die Bedingungen der neuen Anleihen, zum grosten Teil überwunden zu fein 'r-eint, trenn auch in mancher Hinsicht eine nicht « alllzusehr ins Gewicht fallende Verschärfung der- le.t-en eingetrelen ist. Man kann nur hoffen, < ho6 sich Die nunmehr günstiger gestaltende Cnt- k Wicklung auch Wei erhin ausbaut, und in finanz- ■ Politischer Hinsicht Deutschland zum Dorteil ge- i »eichen wird- gerade rm Hinbnck auf die bevor- f flehenden Verhandlungen um die ReparattonS- F frage ist eine klare und einwandfreie Entwicklung ■ nut von Ruhen. Dom ^Heinisch-Westfä.ischen Kohlensyndikat. Wie ein schwerindustrielles Blatt mitteilt, rech- M net man In bergbaulichen Kreisen mit einer Heraufsetzung der Shndilatöumlage beim Rhei- ;■ ullch-Westsälischen Kohlensynditat von zur Zeit | 1.48 Mk. auf 2,20 Mk. DaS Syndikat ist bei der letzten Erhöhung feiner Umlage um 10 Pfennig erheblich unter Dem Mast geblieben, Da« nach ben Ansichten von Sachverständigen damals für die Aufrechterhaltung d.-s Absatzes im bestrittenen Neblet vor Der Kohlenpreiserhöhung notwendig Hewesen wäre. Man nahm da nalS an. dast daS chndikat bei seinem Deschlust schon mit gewissen elnschränkungen dr« Absatzes im bestrittenen De- biete gerechnet Hobe. Wenn auch die genannte Lrhöhung Der Umlage noch nicht endgültig entschieden ist. so kann man anscheinend damit rech- ngn, dast sie diesmal recht hoch in dem genannten lluSmahe auSfallen wird. Diese Tatsache ist Meinerseits die Folge der KohienpreiSerhobung. ■ !r«Iche die Spanne zwischen Inland- und AuS- I; ltrvdpreisen erheblich vergröstert hat. sie Deutet andererseits Darauf hin. Dast durch die Preis- crhöhung die Gelahr einer weiteren Verschiebung bet Grenzen D i bestrittenen Gebietes ins In- ■’4 l-i d e itiuDt. Dadurch wird selbstverständlich Die ildfatzmenge. auf Die Die Preiserhöhung umgelegt werden kann, gegebenenfalls weiter verkkeinn-t, .^gleich keine unbeschränlte Ginsuhrfreiheit für ^vhle besteht Durch Die Erhöhung Der Umlage rlrD ein Teil Der Mehrerlöse aus der Kohfen- -reiSerhöhung ferner weggenommen, und es zeigt ich mit groster Deutlichkeit Die Verquickung Der Preiserhöhung mit Dem Export. Aus Der beab- ichtigten starken Erhöhung Der Umlage geht rvterhin hervor, dast bisher Die vom Ruhr- brtgbau angcfünDigte Einschränkung deS Exports t- da- bestrittene Gebiet nur geringe Fortschritte icriacht hat. Da es sich anscheinend um Die Vr- ’iCIung 13 g r rifllgr £i*f rung rertr g' handelt. Die lange Die beabsichtigte hohe Umlage auf» techterhalten werben kann, hängt natürlich davon «b. in welchem Temvo und in welchem Umfange bet Absatz in Da« bestrittene Gebiet eingeschränkt werben unD Damit Die Derlufte auS Diesem Abian verringert werden können. DaS würde natürlich weitere Betriebseinschränkungen mit Rotwendig- feit zur Folge haben. Jedenfalls liegen die Dinge heute fo. dast auch durch eine Einschränkung des Exports im Grunde genommen nichts gebelfert wird, solange nicht eine Reform Der Umlage- erhebung — etwa indem nut die gut arbeitenden betriebe belastet werden. — in Angriff genommen wird. Sic Reichsinderziffer für Mai. Die ReichSinderzifser für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung. Heizung, Beleuchtung. Bekleidung und .sonstiger Bedarf) ist nach Den Feststellungen des Statistischen ReichS- grntS für Den Durchschnitt DeS Monats Mai mit 150,6 gegenüber 150,7 im Vormonat nahezu unocränDert geblieben. Die InDerzissem für Die einzelnen Gruppen betragen (1913 biS 1914 gleich 100): Für Ernährung 150,8, für Wohnung 125,5. für Heizung unD Beleuchtung 143,6, für Bekleidung 170,3, für Den .sonstigen DeDarf" einschliestlich Verkehr 187.1. • I. - G. - Forben und Braunkohlen- Bergwerks - A - G. Caroline Magdeburg^ Wie der WIB.-Handelsdienst hört, hat die 3.-(9.»5arbeninBuftric ein Aktienpaket des konsolidierten Braunkohlenbergwerks Caroline bei Off- leben A.-G. zu Magdeburg erworben aus Intereste für das dieser Gesellschaft gehörige zu Roitsch bei Bitterfeld gelegene, noch nicht aufgeschlossene Braunkohlenfeld. Dieses Feld liegt mitten im Be- fifee der I.-G. und kann ohne besondere Aufschluß- kosten von der der I.-G. gehörenden Grube Theodor abgebaut werden. • Metallwerkc Knodt A.-G. Frankfurt a. M Der Aufsichtsrat beschloß, Die Dividendenzahlung mit 6 Prozent wieder auszuneh- men. ÄustragSeingang und Beschäftigung seien befriedigend. (G.-V. am 29. Juni.) • Der Ausgabekurs Der Kasseler Kaltanleihe Wie Der Vorstand der Kall- inDuftrie A.-G. Kassel mitteilt, sind alle bisher veröffentlichten Angaben über den Ausgabekurs Der 60 Millionen Mark junger Aktien völlig aus Der Luft gegriffen. Der Kurs werde in einer Kommis'ion unmittelbar Dor der Generalversammlung vom 30. Juni feftge'egt Es fei auch unrichtig, wenn behauptet wurde, die Kapi- talZerhöhung stehe mit dem Bestreben nach Trustbildung und den Fusionsabsichten der WinterS- hallkaliindustrie A.-G. im Zusammenhang. Sie werde vor allen: vorgenommen, um den Ausbau Der großen MischDüngersabriken in Rauxel und Sondershausen zu vollenden. Wie man weiter Dort, weist Die Bilanz Der Kattinbustrie A.-G. ein Bankguthaben von rund 37 Millionen Mark aus. wahrenD die Anlagen und Beteiligungen trotz erheblicher Erweiterungen mit 175 gegen 161 Millionen Mark im Vorjahre zu Buch stehen. Böllige Stillegung der Kasseler Zündholzfabrik. DaS Werk Kastell der Deutsche Zündholzfabriken A.-G. in Berlin, das frühere Stammwerk der Stahl & Rölke A.-G. für Zündwaren-Industrie in Kassel, soll bereits im Laufe dieses Sommers vollkommen stillgelegt werben. Damit würde die Zündholz-Induftrie in Kastel, Die hier einst eine sehr bedeutende Roll« gespielt Halle und mehrere grobe Betriebe un erhielt, vollkommen zum Erliegen kommen. Der Auffichtsrat der Deutsche Zündholzfabriken A.-G. hat bereit- bei Den Behörden die erforderlichen Schritte eingeleitet, um Die Gesamtbelegschaft deS großen Werk« im Laufe dieses SommerS nach und nach entlasten zu können. Das große Kontingent an Zündhölzern, 50 Kisten zu je 10 000 Schachteln Tagesproduktion, Die bis jetzt noch täglich in Kassel hergestellt worden sind, soll au- Gründen der Rationalisierung in Der neuen großen Fabrik in Lauenburg a. D. Elbe herauSgearbeitet werden. * Dom Sicgerlänber (Erzbergbau. Don zuständiger Seite wird mitgcteilL dast durch den vorzeitigen Abbau der Staatshilfe für den Sie- Scrlänber Erzbergbau das bisherige segensreiche )irken nahezu illusorisch gemacht worden ist. Schon vor einiger Zeit mußte die Förderung eingeschränkt und ein Teil derselben auf Lager genommen werden. Auch Arbeiter mußten entlasten werden. Wenn nicht in irgendeiner Form dem Siegerland in näch. fter Zeit Ersatz für die Staatshilfe gewährt wird, geht der Siegertänber Erzbergbau der 60 v. H. der deutschen Erzförderung aucmacht. sehr schweren Zeiten entgegen und mit ihm die auf ihm fußende weiterverarbeitende Eisenindustrie. ' Süddeutsche Holzindustrie A.-G., München. Der »uffuhtsrat hat beschlossen, in der am 26. Juni 1928 ftattfinbenben Generalversammlung bte Verteilung einer Dividende von 12 Prozent in Vorschlag zu bringen. Gleichzeitig soll die Gene- ralDcrfammlung über eine Kapitalscrhohung von 2,e* Millionen auf 5 Millionen Beschluß fasten. Auslandaufträge für Krupp-Gru- s o n. Die ,apanische Kawasaki-Dockord Co. hat der Krupp Gruson-Werke-A.-G., Magdeburg, ein Platin- Walzwerk in Austrag gegeben,’ das eine Jahresleistung von 200 000 Tonnen haben soll. Der Auftrag ist zwar belangreich, jedoch erreicht er nicht den Wert von der in Der Presse gemeldeten Höhe von 1,6 Millionen Mark. frankfurter Börse. Eigene Drahtmeldung des ..Gießener Anzeigers'. Frankfurt a. M., 1. Juni. Tendenz: weiter fest. An Der heutigen Dörie blieb die Stimmung unverändert fest, bei wieder ziemlich lebhafter Geschäftstätigkeit. Die gestrigen festen Börsen in Reuyork und Paris verfehlten ihre anregende Wirkung nicht und das Ausland beteiligte sich wieder rege am Geschäft. Der Zahltag bereitete keine besonderen Schwierigkeiten. was man allerdings auch nicht befürchtet hatte. Die noch herllnlomrnende verspätete Ulli» moware fand glatt Aufnahme. Don einer zunehmenden Publikurnsbetelligung war allerdings am hiesigen Platze auch heute wenig zu merken. Elektrowerte waren weiterhin bevorzugt unD zwar waren vor allem Siemens mit plus 6 Proz. Gessürel mit plus 3.5 Prvz. Licht St Kraft plus 3 Proz. Schuckert mit plus 4.75 Proz. und Rheag mit plus 4 Proz. verlangt. AEG. blieben Dagegen weiter eher vernachlässigt unD nur aut behauptet. Für Farben erhielt sich das Interesse unD garbenaflicn eröffneten 4 Pro», höher. Für Holzverkohlung erhielt sich ebenfalls Rachfrage und Der stark erhöhte Kurs Der gestrigen AbenDbörse tourDc um 5 Proz. überichritteiu Scheide- a n ft a 11 waren nur gut behauptet. Rege Rachfrage beftanD nach Daimler, Die 4 Proz. an- zogen. Adlerwerke gewannen 2,5 Proz. In Reaktion auf die starke Kurssteigerung von gestern abend verloren Westeregeln 1,25 Prozent. Am Montanmarkt lagen Goldschmidt etwas lebhafter mit plus 3 Proz. Tim Banke n m a r k t trat Commerzlmnk mit plas 5 Proz. in Den Vordergrund. Reichsbank gewannen 2.25 zurück. Voigt St Hä fner tourixm mit 210 Prozent notiert. (Gestriger Börsenkurs 225 Prozent.) Im übrigen waren meist ein- biS zwei, prozenlige Kursöesserungen zu verzeichnen. Deutsche Anleihen lagen still. Ausländische Renten blieben vernachlässigt. Jin wei cren Derlau'e blieb das Geschäft verhältnismäßig lebhaft. AEG. lagen jetzt lebhafter unD konnten 2 Prozent gewinnen. Mannesmann zogen 1,5 Prozent an. Verschiedentlich traten auf Gewinnsicherungen kleine Kursabbröckelungen ein. Geld war -um Zahltag stark verlangt. TageS- gelD 8 Prozent. Am Devisenmarkt waren die Kurse wenig verändert. Man nannte Reichsmark gegen Dollar 4,1760, gegen Pfund 20.402, London gegen Ka ei 4,8875. Paris 124,02 Mailand 92,65, Wadr d 29,15, Holland 12.0975. ‘Bei im c Börse. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 1. Juni. Im Anschluß an die festen Auslandbörsen hatte sich schon im heutigen Dor- mittagsoerkchr st arke Nachfrage nach Sve- z i a 1 w e r t e n geltend gemacht. Innen- und außen- politische Spannungen wurden übergangen; auch daß die Frage der Medioabschaffung gestern vertagt worden ist, machte keinen Eindruck; dagegen wies man auf die Erleichterung der Liquidationskasse hin, die vor allem eine höhere Beleihung der Kalla- papiere vorsieht. Zu Beginn der Börse hatte das Geschäft in Spezialwerten geradezu stürmischen Charakter. Der Orderseingang bei den Banken war unerwartet groß gewesen, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß heute schon zahlreiche Limiteerneuerungen eintrafen. Auch das Ausland beteiligte sich heute wieder mit Käufen, doch ist der Kreis der verlangten Papiere größer geworden. Kurs- gewinne von 1 bis 4-0./). gegenüber gestern mittag waren keine Seltenheit. Rheinische Braunkohlen, Schlesische Zink, StoUberger Zink, I.-G. Farbcn, S-Huckert, Voigt & Hoeffner, Siemens, Feldmühle, und Polyphon waren darüber hinaus bis zu 10 o. H. erhöht. Deutsche Atlanten 10,5 v. H. höher. Kali- aktien in Reaktion auf die gestrigen Steigerungen schwächer. Salzdetfurth minus 9,5 v. H. Erwähnens- wert ist die Kursbewegung der Chadeaktien. Dor- börslich noch, auf die Kapitalerhöhmgsgerüchte, mit einem Dezugsrecht von 4 zu 1 noch sehr fest und mit 661 genannt, eröffneten sie sehr enttäuschend mit 645 Mark. Anleihen waren behauptet. Ausländer überwiegend fester Anatolier und Mexikaner bis 10 o. H höher. Der Pfand- b r i e, m a r 11 war still. Geld zum heutigen Zahltag immer noch zu hohen Sätzen genannt, aber vorhanden. Tagesgeld 8 dts 9,5 v. H. Irn weiteren Verlauf zeigte sich bei Der Spekulation Neigung zu Geminnmitnahrnen, später wurde es aber allgemein wieder fester. Gelsenkirchen, Metallbank, AEG., I.-G.-Farben und Siemens rege bevorzugt. riki: L\ e Eigene Drahtmeldung des »Gießener Anzeigers". Frankfurt a. M.. 1. Juni. Zum Wochenschluß verkehrte Der Frankfurter Produkienma.-kt weiter in rubiger Haltung Die Händler Dehm- Detcn nach wie vor große Zurückhaltung Die Preise blieben jedoch g u t behauptet. Es würben notiert: Weizen 1, gut. gesund, trocken, bis 1 Prozent Auswuchs. 26.25 bi» 26.50; Roggen 28; Inl Hafer 28 biS 23,50, Ma iS (gelb) für Futterzwecke 25; Mais (gelb) für anders Zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches Svezial 0, 37,75 bis 39; Roggenmehl 39.50 bis 4?; Weizen! eie 14,75 bis 15; Roggenkleie 17.25 biS 17,50 Mark. Tendenz: schwach. Berliner Produktenbör? Berlin, 31. Mai. Chikago hatte gestern Feiertag, so daß von dort keine Anregung vorlag; die anderen überseeischen Märlte nahmen einen schwächeren Verlaus und die Offerten für Auslandweizen und -Roggen wiesen daraufhin eine Ermäßigung auf. ©eld)äft konnte sich bisher auch aus der niebri- geren Preisbasis noch nicht entwickeln, das Interesse für Auslandware ist jedoch zweifellos reger geworden. Das inländische Weizenangebot ist für die gegenwärtige Jahreszeit nach wie vor ziemlich um- sangreich zu nennen und begegnet angesichts des fortgesetzt schleppenden Mehlabsatze» nur geringer Nachfrage. Roggen ist in Kahnware zur prompten Verladung weiter reichlich angeboten, bei dem be- trächtkichen Aufgeld, das für vordere Ware gefordert wird, deckt der Konsum nur den dringendsten Bedarf. Waggonroagen findet zu gestrigen Preisen in der Provinz Ausnahme. Herbstroggen ist vereinzelt an der Küste offeriert, Forderungen und Gebote sind aber schwer in Einklang zu bringen Am Lie- ferunqsmarft stellte sich Juli-Roggen anfang*- um 250 Mark höher, gleich nach der amtlichen 'Dotierung trat jedoch eine Abschwächung ein. Weizen- und Roggenmehle ruhig, auch Hafer liegt noch wie vor still. Am Gerftenmarkt halten sich Angebot und Nachfrage in engsten Grenzen. Es notierten (1000 kg): Weizen, märkischer, 262 bis 265, Mai 279 bis 278, Juli 284.25, September 270,50 (ruh ); Roggen, märkischer, 278 bis 280, Mai 290, Juli 273 bis 272,50, September 251,25 (unregelmäßin); Sommergerste 250 bis 285; Hafer, märkischer, 263 bis 269. Mai 274; Mais, zoltbegünsttgter Futter- mais, 237 bis 240 (stetig); (100 kg): Weizenmehl 32.25 bis 36,25 (ruhig); Roggenmehl 36 20 bis 38,90 (ruhig); Weizenkleie 16,75 bis 17 (ruhig); Weizenkleicmelaste 16,75 bis 17,25; Roggenkkeie 18,50 bis 18,75 (ruhig); Viktoriaerbsen 50 bis 62; kleine Erbsen 35 bis 38; Futtererbsen 25 bis 27; Peluschken 24 bis 24.50; Ackerbohnen 23 bis 24; Wicken 24 bis 26; Lupinen, blau, 14,25 bis 15 25; Lupinen, gelb, 15 25 bis 16 25; Serradelle 23 hi» 28; Rapskuchen 18,80 bis 19; Leinkuchen 23 50 bi» 23 80; Trockcnschnitzel 15.20 bis 15.40; Sogasch'ot 21,20 bis 21,80; Kartoffelflocken 25,60 bis 26,20 Mk. Kunst und Wiffenschast. Prosestor (Emil Fromm f. 3n Wien ist, einer Dortigen Meldung zufolge, der Leiter Des meDirinifch chemischen Instituts Der Wiener Universität. Prof. Dr. Emil Fromm, im Alter von 63 Jahren gestorben. Der Gelehrte. Der im Jahre 1921 von Der Universität Freiburg nach Wien berufen wurde, war während des Krieges Leiter des Deulfck-en Gistgaskrienes. Fromm ist das Opfer feiner Wissenschaft! chen Forschungen geworden Durch seine Experimente mit Giftgasen zog er sich eine schwere Erkrankung zu. die seinem Herzen rH zu schaffen machte. Runmehr ist er einem Herzlciben erlegen. Briefkasten der Redaktion. 0.0. Zum Smoking wird stets korrekterwrise die schwarze Binde getrogen. Bei Hochzeitsfeierlich'eiten ist allerdings in der Regel entweder Frack ober Cutaway der passende Anzug. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die Pinter den Tarieren angc'übrien Ziffern geben bic §whe der zuletzt befchlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuh 8 Prozent. J:«ukfurt a. M Verl in schlich- i Uh,. Sd) ue fl T» i »ntang | flur> R r» Rurt Datum 31 i. I 16 I 31 5 | 1.6 h ti. RrtdlKinlettK 19T. h Mlxtnlidx tzyp.-Bant Ltqu iuubtN............ L .0. abfl. Hottricflt-CbHflation 77.5 — - ' xiiaWxn 1932 .... • : (tiaxy. 8nn6tA..gtal.. . — _ < . ettrntidnid* tlcit-ne.. . . — 29.9 e* i*. Ceftrn. euv-rrtt. . . . 3,8 — 3.8 • • -ieftetrttai. nnbrr.L jftt. . — — - ß Inflonidx StoiOnr...... Z5.8 26 26.13 Inpan-ftc ciaat«r. v. 1910 . — 23.9 •4^ Ci'n 1913..... — — 26.4 •<", Lng.Hve Siiendavn . . Itrbnfl-tfmcrifa Pakei ... 8 yrö-eübam. Tamrftdf. . . 6 22.25 22.5 — 173 171.75 17?.13 174.75 - 217 218 fr 15? ampff dit' .... 10 — 218 220 »öfutirixr Vlonö.....8 165,5 166.25 164.63 166.5 Le>irich u , l.niong #'ire fl-T» flur* Tannn-. 313 | 1 C 31. 6. 1 1 6 «-a.»............e 1*4 194.45 H3.2u 195 2 Beigmann...... 9 Kl S 221.25 ZZ2.9 iSrfit. yiffmmem.....10 184 186 183.75 ' 186 5 LiUU unt> Urai!......10 ;40.i 24) 5 .'40.25 Z44.." tzelien 141 5 144 25 14 4 7. Off. f. Slellr UnrecL. ... 10 .-96.5 4(11 296 £xi:n5. C.rtr. Srrft .... 10 — — 169 75 169.25 ihbrtB. ttWrr.........9 169.5 173.5 170 174 Gd-in. kßflir........10 — 247.75 249 L-vncken..........8 214 218,75 <13 218.75 Eiemen« * Hsl!!e.....12 360 166 *59.25 .-66.75 Iraitfrabio...... 8 — It6 Zj 17V Lobmever 4 6»...... . 10 184 186.25 184.75 185,5 !Bu5mi£ . - ........5 92.5 91.5 92 92 Teurftde örbol.......6 142 142.5 140.25 142 Lvener ctrtnbiU......8 — - 137 OictzenkirLener ... f. H 3- < 142 145 142.5 146 (xitpentt ..........f- 171 172 171 172 HaekLU«......... — 153 154.5 ;1Iif Bergbau ........ S — - 172 272 aifdnmrtrff........7 H4.75 135.75 132 135 S.'ln-9iei-e«eri........9 — — 148 150 IQannramann........8 159 158.75 158.25 159.5 Mantkelber.........7 — — 126 128 Cbedd-!-:>. öilenb. vedars... 5 — — 410.73 110.9 CbeiW.i ü.-kSwerke . ( — 105,75 107 5 Bdarrix Bergbav......5H I0U IOC 100.25 WO.75 SibeiniiLe Bramikodlen. . - 10 311.5 313 307 312 - f. % 3<* 4Mi 174.5 176,5 172.25 175 Si’.-M W.-'ntan......7,2 — 173 169 171.75 Bereinige L:ahlw......6 — 103 103.72 103. v Ltasi Minen......1 ».75 ■ 56.5 □7.4 Äalt Siäcriltten ..... 10 ^27 — rat 228.75 floh 5eftfregeln......lo Z-12 230 75 232.5 229.75 fraltord SaljbcifurtS ... 15 405 401 391.5 3 9. varden-InbustUe ... 12 »6.75 289.75 286 <91.5 Tonacil: Nc-bel..... . 5 — — 141.5 144.5 odxtbcanrtali ........ 9 215.5 216 - 6otofd»mtbt ........5 103.75 105 103.75 105,25 Süigtütrcrle........6 99.5 100,4 100 99,75 MetaklgeseNschaft. ..... 11 19» I 200 $rflubhirt a. M Verttn Sd)iu6 i-Uhr- Kur» fl’ir» S.45 80,61 69 <19 69.83 1-344 1,948 <-502 0,504 '8-725 48,815 12,37 12,3» 7,350 7,364 -2.82 74,96 MU 3.0,8 17-78 17.82 81.44 »1.60 2.150 2,1^4 5.435 5,445 4,166 4,174 «.272 4,2».- »-SC5 ».»48 168,19 1,783 j8. 6 ULel 114.09 111.91 10,501 21,985 <0.378 4,1780 16,43 »0,45 69,77 1,944 0.5025 -6.73 12.367 7,350 72.86 3,012 17.83 ,1.45 2,1 0 5,435 4,165 4,27i 30.8-98 161 1, 5t 112 111 II 10, n. 20, 4,1 Id KJ 6-j 1, 0,5 »8 12, 7, 73 3, 17 81 2, 5, 4, 4, 20. Vornan von Edgar Wallace. Copyright by Wilhelm Goldman», Verlag, Leipzig. 21. iyortfegunfl Nachdruck verboten. Staunen erfaßte Dick, als er die Ziffer hörte. ,Lst das Vermögen jo groß?" „Ts ist eines der größten in England, und jedes Jahr fügt seinem Wert noch ein paar Nullen hinzu." „Alle Achtung! Da geht es dem jungen Lord besser als den meisten seiner Standesgenossen im Pairhause. Hat sein Baker vielleicht einen Schatz ent deckt?" Havelock lächelte: „Sie fragen das spöttisch, und doch treffen Sie den Nagel auf den Kopf. Er hat tatsächlich einen Schatz entdeckt, einen unerschöpflichen Schatz an schwarzen Diamanten. Seine Kohlenlager in Nork- jhire und Northumberland haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu Goldgruben entwickelt. Seme Besitzungen in Südafrika und in Australien sind heute das Hundertfache von dem wert, was er fei» der dafür bezahlt hat. Aber ich sehe es Ihnen an. Sie dachten an einen anderen Schatz, an vergrabene Goldmünzi hinter sieben Schlössern .. Nein, Mr. Martin, was für ein Geheimnis auch die Tür verbirgt, in Ziffern ließ und läßt es sich gewiß nicht umsetzen." ,^Hot der junge Lord niemals die Lust verspürt, die Tür zu öffnen?" „Nicht, das ich wüßte! John ist ein nüchterner junger Mann, der ganz in der Wirklichkeit wurzelt. Ich selber war gar nicht neugierig auf die Tür, und erst das gestrige Erlebnis wirft auf die sieben Schlösser ein ganz unheimliches Licht. Aber wie sollen wir die Tür öffnen, wir haben die Schlüssel nicht. Und zu einer Sprengung würde Lord Selford niemals Die Erlaubnis geben. Dazu respektiert er seine Ahnen zu hoch. Aber ich habe mir sagen lassen, daß Sie sehr geschickt im Oeffnen von Schlössern sind. Wie wär's, wenn Sie Ihre Kunst an der ein- undzwanzigsten Grabkammer versuchten?" „Ausgeschlossen. Ich kenne meine Talente, aber ich weiß auch, wo meine Weisheit zu Ende ist." Havelock nickte und griff versonnen nach dem Dries „Wenn Sie nun mit dem Geld nach Konstantinopel reiften . .? Diesmal könnte Ihnen doch der Teufelsjunge nicht entgehen'" Dick schüttelte energisch den Kopf. „Danke sehr — ober ich habe an einer Reise genug." Havelock wiegte den Kopf. „Ich bedaure Ihren Entschluß sehr, aber ich kann ihn nachfühlen. Der Mann im Monde läßt sich leich- ter fangen als Pierce." Dick zog den Brief zu sich herüber und betrachtete ihn. „Könnte er nicht doch eine Fälschung sein?" fragte er. „Unmöglich! Ich kenne seine Handschrift und ihre charakteristischen Eigentümlichkeiten besser als meine eigene — hätte ich beinahe gesagt. Ueberdies hat er einen seiner Briefe vor meinen Augen geschrieben, und es war dieselbe Schrift." „Dann bliebe noch die Möglichkeit offen, daß Sie durch einen Doppelgänger getäuscht würden." „Undenkbar, Mr. Martin. Sein schmales Gesicht, sein sandfarbenes Haar, seine Augen, aus denen sich jeder Ausdruck nach innen verzogen zu haben scheint, seine lispelnde Sprechweise, olles das kommt sicher nicht zweimal vor. Ueberdies hat er ein Muttermal an der Dange, unter dem rechten Ohr. Wenn olles andere täuscht, das Mol ist ein untrügliches Zeichen. Auch ich habe an diese Möglichkeit gedacht, aber ich bin davon abgekommen. Man zerbricht sich den Köpf über Lord Selford. Man fragt sich, ist er Erpressern zum Opfer gefallen, zieht er als eine Art Trilby durch die Well. Spielt er gor selber zu dunklen Zwecken Komödie? Und was ist des Pudels Sern? Der junge Herr ist ein spleeniger Engländer, der seinen Stolz in den Verbrauch von Schuhsohlen und Gummireifen jetzt." Dick nickte. Sein Blick heftete sich noch einmal auf den geschäftsmäßigen Briesbogen aus Shepherds Hotel. „Ein merkwürdiger Herr muß es jedenfalls fein", sagte er aufblickend. „Diesen Brief hat er zum Beispiel mit grüner Tinte geschrieben ..." Sybil Lonsdown hotte die gan,ze Rocht in fiebernder Unruhe verbracht. Sie fühlte, daß ihre Beziehungen zu Dick in ein ganz neues Stadium getreten waren, und sie wußte nicht, ob sie sich Darüber freuen durste Mit leiser Beschämung dachte sie daran, wie ihr Kopf an seiner Brust geruht hatte Sie schalt die Schwäche ihres Charakters, die chr selbst etwas ganz Neues war. Wie konnte ein mo derner Mensch bei einem bloßen Getöse und einer elektrischen Entladung so in Angst und Schrecken geraten, daß er die Würde seiner Haltung vergaß? Immerhin, cs war geschehen, und hie ganze Bücher- Weisheit der Bibliothek wischte die Erinnerung daran nicht fort Und dann fragte sie sich plötzlich in hei--' ßem Erschrecken: Wollte sie denn, daß die Erinnerung ausgelöscht wurde? Es war um die Mittagszeit. Der mächtige Saal halle sich geleert Schweigend standen die Bücher in ihren Regalen. Einige hiellen sich stramm wie ausmarschierende Soldaten, andere stützten sich auf ihre aufrechten Gefährten mie heimkehrcnde Invaliden. Da trat eine hagere Frau im schwarzen Seiden- mantel durch die hohe Tür, und sofort verbreitete lid) ein angriffslustiger Parfümgeruch, vor dem der Lederdunst der Bücher sich zaghaft verkroch. Die Frau kam raschen Schrittes näher. In ihrer Hand fingerte sie ein Lorgnon an goldener Kelle. „Sie sind Miß Lonsdown?" fragte sie mit schril- ler Stimme. Sybil nickte und erhob sich von ihrem Stuhl. „Ich komme in einer äußerst delikaten Sache", sagte die Frau und ließ sich umständlich auf einem Stuhl nieder. ,Hch kannte Ihren Vater, Miß Lonsdown." Sie streifte die Handschuhe ab und sorgte dafür, daß das Sonnenlicht auf ihre Brillanten fiel. Sybil starrte die Frau an. Auf den ersten Blick war sie ihr unsympathisch. Sie erriet, daß sie aus den Niederungen der Gesellschaft kam und nicht den Geschmack hotte, sich ihres Glücks auf vornehme Art zu freuen. Die ringübersäten Finger, der schwere Wohlgeruch, die viel zu üppige Kette genügten, um ihr den Stempel unverdauten Reichtums aufzudrücken. Es hätte der groben Züge und der gewöhnlichen Lippen gar nicht bedurft. Inzwischen plauderte sie unbekümmert darauf los. ,^JHr Vater war ein ausgezeichneter Mann, liebes Fräulein, aber er war viel zu vertrauensvoll. Schlechte Freunde beuteten seine Gutmütigkeit aus und ließen ihn im Stich, als das Boot leck wurde Wie oft Hot mein lieber Mann zu mir gesagt: Eli- sabeh, hat er gesagt, paß auf, es gibt ein Unglück. Als dann das Aergftc emtrof, war Ihr Vater zu stolz, sich an seine wahren Freunde zu wenden. Wir hatten ihm gern geholfen." Sybil starrte die Frau an, deren Redestrom über alle Dämme der Etikette hinwcgfchwomm. „Sie sprechen in lauter Rätseln. Wer sind Sie eigenllich ...? Was wollen Sie von mir ...?" „Ihr Bestes will ich. Mein Nome ist Mrs. Cody", sagte die Besucherin. Cody . . Codn .. halte sie den Nomen nicht schon einmal gehört? Sybil (raufte die Stirn, aber der erleuchtende Blitz wollte sich nicht einstellen. „Wie gesagt, ich komme in Ihrem eigensten Interesse", begann Mrs. Cody wieder und legte eine leise Nuance des Gekronttscins in ihren Ion „Mein Monn war seinerzeit stark in die Geschäfte Ihres Vaters oerwickell und hat selber Verluste gehabt. Jetzt Hot er Informationen erhalten, auf Grund deren sich vielleicht ein Teil Ihres Vermögens wiedergewinnen läßt." Sie klopfte mit dem Lorgnon aus den Tisch. „Es war eine Ungerechtigkeit, mein Nmd, daß ihr Vater allein die Verluste der Gesellschaft decken mußte. Es sind Schiebungen vorffekammen, Schiebungen, sage ich Ihnen, daß sich einem die Haare sträuben. Mein Mann Hot dos Material gesammelt, oh, einen Aktenhaufen jo hoch," und sie deutete mit den Händen den Umfang des Aktenbündels an, „ganz gewiß lassen sich für Sie und ihn Erfotzon- spräche daraus herleiten." Sybil schwindelte unter diesem unaufhörlichen Geplätscher der Rede. Sie mußte sich setzen. War dos wahr ... konnte dos wahr fein’ Aber worum nicht? Ihr Vater hatte in den letzten Jahren feine» Lebens, besonders nach dem Zusammenbruch feiner Gesellschaft, mit merkwürdigen Menschen zu tun gehabt. Möglich, daß sich auch Cody unter den Geschädigten befand und jetzt wirklich auf eine folgenreiche Entdeckung gestoßen war. Jedenfalls mußte sie ihn anhören, schon im Interesse ihrer Mutter, die sehr schwer an dem Dermögensoerlust trug, obschon sie nie klagte. Rasch faßte sie ihren Entschluß. „Kann ich Ihren Gotten nicht sprechen?" fragte sie die Frau. Darauf hatte Mrs. Cody gewartet. (Fortsetzung folgt) , W Wz. NEUESTE MIFA-SIEGE Kaufmann Hicger- mntcb gegen Amerikdmel.iter Hordrr und Rldül, Züridi, 6. MaL I APAnT Sieger im Frei» Uwl VII4 vom Elbetal und Im llnuptfahren, Drcnden,t7.5lal; im Punktefahren und Verfol- exinuwnnen Deute* land gegen Äuiund. Kr. feld, 28. Mal. Knappe gäbe renn n Dresden, 17 Mat; Im Haupt- end Prämien rennen. Breslau, 20.Mali Im Internationalen Punktefahren, Chemnitz, 28. .Mal. \ij AVOPZweltcrlm Grossen WCjCl Pre.sa-Stnwn- prcle, 259 km, 27. Mel, 6. Mamhey, 9 Ecder, 11. Kari Kohl, mit Polodi- »ere fung und Torpedonabe. Kai*ayr«LM 64-85-96-105M uro. Wochenraten oon 2.50 M ae Katalog gratis! FABRIK - VERKAUFSTELLE Gießen, Neuenweg 4 Leiter: J. P. 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Juni 1928, vormittags 9% Uhr, an der Gerichtsstelle, Zimmer Nr.32, das im Grundbuche von Wetzlar, Band 27 Blatt 43 - G.-A. Nr. 1188 - auf den Namen des Kaufmanns Karl Kleppe in Köln, Weidengaffe Nr. 68, eingetragene Grundstück Flur 16 Nr.28, Wohnhaus mit Anbau, Hofraum und Seitenflügel, Krä- merstraße 12, groß 1,37 ar, öffentlich meistbietend versteigert werden. Wetzlar, den 30. Mai 1928. Amtsgericht. 5440V Es ist so einfach stets guten Kaffee auf den Tisch zu bringen, wenn Sie stch entschließen, den wirtlich guten, gehaltvollen zu verwenden. Er ist vvn zahllosen Kaffee- kennem als vortrefflich erprobt und vereint aromatischen, feinen Geschmack mit billigem Preis. 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