Th. 255 Erster Blatt 1TT. Zatzrgtmg Montag, 51 ©ftober (92Z Erich,»»! »ä,l»^.«Wche7 Sonntag« gwrteg«. Mie^te: f>nrrc? im VÜL Du Scholl«. KM(ni>!t}B0ir«h: 2 ^fKfrtiearh und « 'Rti^»pfceei| t*1 Iräflrr» lohn, a»ch bet Richter- Meinen ctn^rinrrlhoiUHfT» infolge höhere ®*»olL 5«rn|pr,d)an|$Ifl|f«: 51. M »»6 112. Hnfonft fir Drohnmch. richten Zlnjrigfr Kietze». Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen PeNRbetflMrte: druck nbDerfe|: VrLhl'sche Uttotr#Nl$'BMd>* ieö $ietibn4erti L tauge in Sietzen. S^riftidtmig neö Sefchäftrttelle: ZchukKratze 7. $te»fhnam Bleln 11«M. 3lM|M m fir fcn Iü-f*ne*mfT bt» jum Da*w.neg r orher. Preu far l mm Hitze ttr f.njtiqen von 27 .um ‘Brette örtlich b, «n»o>ärt» 10 Reichspfeinrg, für Re» Nlameantngen ron TU m Brette 35 Reichspfeirn,^ Dlotzvoefchrift 30* mehr. CbefreboNtrer Dr. Jjnebr. Mich. Vang«, rerontmonlrch für VolmM Dr Fr Wilh L'anqe, für IteniBrton l)r ^.1 Mrtot; für den übrigen Teil Ernst Slumld>rin; für b«n In» jeigenieil Kurt nilmonn, lümMch i» Stehen. Italienische Flottendemonstraiion vor Tanger. Sin italienisches Hlottengeschwader wirst am Jahrestag des Kaszismus unter dem Befehl des Herzogs von Lldine im internationalisierten Hafen von Tanger Anker. Italien hat durch einen plötzlichen und überragenden Schrill von neuem leine Ansprüche auf Mitwirkung bei der ftzntfcheibung über da-> Schick>al Tanger- angemelbet. Cn au- drei Schiffen bestehende- italienische- ® e • ! chwader unter dem Befehl de- Fürsten von Udine, eines »taliemfchen Pnnzen. ist vorTan - aer rrldncnen und auf dem Lande ist in einem bereit- früher augelauften Palast eine italienische Schule unter bclrnberen Feierlichkeiten eingeweiht worden iLleichneitig hol die >tal>e- r udx Legierung eine amtliche Erklärung veröffentlicht. in der ganz unverblümt darauf hm- gewiefen wird, einmal, hab die stünd ge Devölke- ruiia-zunahme Italiens dessen grötztc Äufmerk- ■imfeii bei allen Vorgängen an der Düste des ülittelmeeres bedingt und in fret zweitens aus- Orü(fii„, M Nichtanerkennung de- Tanger-Statuts durch Italien betont wird. Selten ift eine für andere Mächte bestimmte bsfentllche tirflarung einer Legierung in so energischem Jnn gehalten gewesen, wie die eben v. ro'l.ntnchte Italiens. Das Srlche.nen der Dri.gslchistc vor Tanger soll danach gerade m dem dugenblid, in dem die De r h a n d l u n g« n »wischen Spanien und Frankreich über Tanger wieder ausgenommen werden, eine Mah- . n;, .i.iran fein, dah Ilan. - .ine Politik der Richtan rkennung Tangers 'ortletzt und keine Ao« willigunq zustande gekommen sein sollte. Italien eichberechtigung und Umstellung bei alle» Verhandlungen über die Zukunft Tanger». : aff . ..’h IrNärung vor allen Dingen In Paris eine nicht gerade freudige Ueberratouna bcioorjetukn b>’ ist verständiich. ZraMreich ist es schwer genug gefallen, sich mit Ojxtmen au*Miiaiux*inif«b'’ 1 ' -V ein England endlich sich von der aktiven Teilnahme an den Berhandlun- übet Tanger »urüclgezogen hatte. Run werden aus jeden Fall die in Aussicht genommenen Verhandlungen, wenn sie unter den veränderten Umständen überhaupt zustande kom.nen sollten, noch diel verwickelter werden, als sie es ohnehin waren. Auf der anderen Seite darf man nicht Übersehen dass Italien tatsächlich wiederholt den lebten Jahren feine Ansprüche auf .Mlberückstchngung geltend gemacht hatte und tast somit ein entscheidender Schritt zu erwarten war Tast er unter so dramatischen Umstünden erfolgt ui, dürfte wohl aus die Vorliebe Mussolini- für ein solche» Auftreten zurück- zuführen sein. Besonders intere'fanl und kemizeichnend für die Lage i't die weitere Ankündigung, dah sich elmcennüu*t bejei net. Sine solche Ankündigung dürste nicht dazu beit vagen, den unangenehmen wird abzuwarten fein, ob die naheliegende Vermutung zutrisst, bah dieses ^ervortroten Italien- ans de. früher geübten Zurückhaltung alelchsalls dunst die Unterredung Vlusso- llniS mit Sbomberlain vorbereitet worden ist. wie fein Eingreifen auf dem Balkan in dem Streit zwischen Iugoflavien und Albanien vorbereitet worben war. Hierfür war bekanntlich alS Gegenleistung die Ao.rkennung der heutigen rumänischen (Freuen durch Italien mit deutlichn Spitze gegen Russland vereinbart worden. Wir werden bald sehen, ob eine ähnliche (Gegenleistung für eine eventuelle Zustimmung änglands erfolgt. Jedenfalls trogt das Vorgehen Vlu'lollni- unverkennbar da- Zeichen der Q'cgner,4kift ge *en Frankreich. geben, keine Ai fregung zu zeigen, sondern ruhig die weitere Sntroicfluna her Pinge abzuwarten. Da? ist sicherlich das Aeri unftigstc m.) man in Frankreich tun kann, und die ärgerlichen Aeußerunaen eine» Teiles der Preste werden schwerlich an der Haltung Vriand« etwas ändern. Man braucht allo trotz des alarmierenden Tharokter» dieses Schritte» keine unmittelbare A e f a b r für den europäischen Frieden zu erblicken. Allerdings lient in der rorltmn Entwicklung der Sehn ernster Zerwürfnisse zwischen Italien und Frankreich. C» kommt hinzu, bah das Verhältni - zwischen beiden £är dem aus manniafad'en Gründen In der letzten Zeit verschiedentlich recht gespannt war Italien befindet sich tatsächlich in einer gewissen Zwangslage. CF» ist eine Aittelmeermacht ersten Range» und es krankt in einem Uederscstuh an (Finroob- ntrn, den e» nicht für das eigene Land nutzbringend unterbringen kann. I n dieser Einsicht ist es genau in derselben Lage, wie Deutschland, und die For- berung nach Kolonialbesitz ist durchaus berechtigt. Fra n F r c i <5 wieXmum hat unendlich viele -vier für von Besitz von Marokko geb rach* und steht vvr her großen Schwierigkeit, 'ch mit Spanien über Tanger auseinanderzuseben. ■!-* war ja fch.-m mehrfach davon die RcHL d-ass 'ich Primo be Rivera mt* Thamberlain über einen Rückzug Spaniens a.rs ? .vver verständiat habe, so baß Frankreich frort freie Hand erholten hätte. Freilich hat diele Auffassung wenig für sich, denn es ist richtig, wenn daraus hin- getokfen wird, daß es in Englands JmereWe liegen muffe, den Gibraltar gerade gegenüber xlegenen starken Stützpunkt Tanger nicht s- ' chliehlich unter die Herrschaft einer einzelnen Macht gelangen zu lassen, sondern die Iitter- nationaltfieruna Tangers aufrecht zu erhalten. Alan türmt ' es nen Gunsten erreichen. Rach langwierigen ver- b-irbl.mgen sei alsdami beichlosbrn mord.- europäischen Staal^.aa.iner alle Deraiüaisung haben, rechtzeitig mit Löscheiinern bereitzustehvi, um jeden etwaigen Brand im Keime zu ersticken. Rom meldet seine Ansprüche an. Eine amtliche Erklärung London. 29.0kl. (Wolff.) Die „Time»" veröffentlicht eine autorisierte Erklärung über die italienische langerpollllf. In der e» heitzt: Die Stellung 3lallens al» geätzte Witte 1 m e e r m a ch t und die Tatsache, datz feine Be- I ooWcrung jede» 3ahe um eine halbe DliUion z u - nimmt, macht e» erforderlich, datz die italienische Regierung bei jeder In Irgendeiner Welse die Ruhm de» Witlrlmcecs berührenden Neuregelung grötzle riufmerksamkelt zeigt. Insbesondere ist die» notwendig, wenn e» sich, wie Im Jolle langer, um den Zugang zum Wittelmeer handelt. (Eine weitgehende Aendcrung be» Status von langer von 1923 ist ohne Mitwirkung der ila- lienlschen Regierung zustande gekommen und ohne ihre .Zustimmung durägcsuhrl worden Die italienische Regierung hat daher niemals den internationalen Status langer» anerkannt. Der Besuch eine» llaiienifayn Ge,chwaders unter dem BefrtI de- Prinzen uon Udine ist jetzt, wo in pari» zwischen der französischen > ' spanischen Regierung die Derhandlungen über u.e Xan- gersrage erd snel werden sollen, eine Erinnerung daran, datz die italienische Rcgierng ihre Politik der Nichtanerkennung de. bestehenden Statu» aufrechterhält und keine Reuregelung dieser Jrage annehmen wird, die ohne ihre Mitwirkung zustande gekommen if!. Die itall che Regierung ist bereit, an der endgültigen Rfp*vng der langeriragc mltzuarbeiten: es mutz jedoch betont werden, datz eine solche Witwirkung nur möglich Ist. wenn Italien aui der zu diesem Zwecke stattfindenden ü^nserenz gleichberechtigt mit den anderen Wachten oertrdm Ist. Beunruhigung in Paris. Dari», 28. £Ml (TU.) Xie Ankunft eines iia- lieni'd'fi Gefchwa^ bemerfr ^atz e» auffallend ist. datz Muffolini gerade in dem Augen- blick die italienischen kriegsschifie nach Tanger ent- sendet, wo in Rom die Feierlichkeiten für den (Er- inr.erung-tag des Marsches der ^afdjiiun auf Asm norbereitet werden. Denn durch die Gntienbjng des Geschwaders nach^ Tanger $um Ausdruck gebracht werden soll.^daß Italien sich an den nächsten internationalen Tanarrwrbanblar.grn beledigen wolle, müsse man Muuolmi daran erinnern, datz er kein Re ch t habe, sich in die Anoeiegenheit von langer und Tunis einzamilchen. Luch die Tavache. dah ber Aommanbant des Geschwaders. Prinz von Udine, nur einem Vertreter bes Sultans einen Betuch abstartete, findet Äerhandlungen in zwei Etappen geführt werden sollen. In der ersten sollten Frankreich und Spanien sich unter sich verständigen, m der zweiten sollten England und Italien die französtsch'panischen Vorschläge prüfen, damit die vier Mächte ein Abkommen über ein neue» Ian- aerftatut abjchliehen tonnten. Der geräuschvolle ‘Belud) des Geschwaders des Prinzen o. Udine und da» italienische Manifest störten also die französisch- spanischen Verhandlungen am Vorabend ihrer Wiederaufnahme. Ta» „Oeuvre" gibt Aeutzerungen einer autorisierten Persönlichkeit der französischen Diplomatie zum Besuch de, italienischen Geschwader» in Tanger wieder Die theatralische Geste der römischen Regie- r ing, so heißt e» in dieser Erklärung, wird nicht» an der von Frankreich in der langerfrage finge- -mmenen Haltung andern Die französisch- spanischen Verhandlungen werden Mitte November durch Vermittlung der Dotschafter wieder aufgenommen. Frankreich wünscht eine ?lngleichung seines Standpunkte» an den spanischen, bevor die Verhandlungen auf Italien und England ausarbebnt werden. Wenn der von Spanien gestellte Antrag auf Revision de» Tangerstatuts von 1923. der im Einvernehmen mit Italien erfolgt ift, den internationalen Charakter Tangers ändern oder die Rechte Frankreich» urbeachtct lassen 'cQte, d :rhe Frankreich um Statut uon 1923 nicht anerkannt hat, und auch tatsächlich anwendbar ist. Oer „Panthersprung" Mussolinis. Tic Bcuncilunp in Berlin. Eigen» Drahtmeldung de» .Gietzener Anzeigers" Berlin. 30. Oft. Die italienische Fettendem onstvarisn vor Tanger wird von säst allen Blättern, die ihr grosse Veachtuny schenken tn Parallele georacht mir dem feinerzeuigen Erscheinen des deutschen Äteu*«i 8 .Panther" vor Agadir. Es wird daran' h.ngewiesen dah fre itallen'sche Demo-stration u n m 11 e 1 5 a r vor dem TBicberbeginn der französisch- spanischen Tangerverhandlungen c-r- folgi um den Verhandlungspartnern eindrücklich zu (Pemüte »l ‘ü^ren dah Italien nicht lei. sich bei der endlichen Lösung deS Tangerprodlems auSlch alten zu lasse". Bekanntlich hat Italien das Tanger' atut an dessen .Zustandekommen es nicht beteiligt war niemals anerkannt. Die italienische Flotten d-emvnstration steht allerdings auch m zeitlichem Zusammenhang mit einer innerpolit tschen ital'eni'chen Angelegenheit. rämlid} mit den «a'zi't lchen Rüstungen zur Feier des Jahrestages deS MarfcheS auf Rom. Vielleicht ist diese nmerpvlitifche Seite der italienischen Flottenbetätiaung ausfchlustrelcher für die Vlotive. die der Demonstration zugrunde liegen. Es ist nicht unbekannt datz gc -cnirärag da- sasztstische Regime in Italien mit wirtschaftlichen Lchwierigkeiten zu kämpfen hat. die ganz und gar nicht zu der zu erzeugenden Fest- Uimmung paffen wollen. Sie bevorstehenden Tangerverhandlungcn in Paris boten der italie- nifchen Regierung eine allzu günstige Gelegenheit Geste deS FafziSmuS. die über die inneren Schwierigkeiten hinwegiäufchen fall. Vrr ZahreStaa be» Maische- auf Rom. Aom. 30. Oft. (Xil.) In ganz Italien wurde am Sonntag der 5. Iahre-tag des Marsche- auf Rom festlich begangen 5m Vordergrund der Festlichleuen fiand di« Sinweihung neuerrichteter öffentlicher Gebäude. Schulen unb Verkehrslimen. alS deren bedeutendste di« neue Schnell.zug-linre Rom R e a p « l »u nennen ist. In Paroli fand vor Muffolini, der die Uniform eine- Ehren kor porals der Wider Truppenabvrdnungen aller Waffengattungen und 60 Oft) Mili^fvidaten teilnahmen 2lud> hie Spitzen, der Militär- und Zimllxhörden sow.'e das diplomatische Korp^ w- *cn zugegen. 0in Flugzeuggeschwader von 60 Flugzeugen umlre.fie das Paradcfeld. Rach dem Vorbeimarsch her Truppen hi«lt Mussolini eine kurze Ansprache, in der er lagt«: D e Liebe xum Vaterland« und die Treue zum Äimig l»e'e«le die Ration. Der Will«, Italien grotzzu machen und den Fafzismus zu verte.digen, fei allgemein. Die Feinde des faszistilchen Regierungsshslems feien entwaffnet und zerstreut. Gr mahnte zur strengen Disziplin und schiotz seine Rede mit der Aufforderung, Italien durch Arbeit und Opfer grotzzumachen. Attentat auf den griechischen Staatspräsidenten. Aonduriotitz leicht verletzt Ter-ltteniater verhaftet. Athen, 30. OIL (TD Rj Auf den Präsi- denlen der Republik Griecheiüaird. 5k o n d u r i o- ti-, wurde, al- er nach ßrbf'nung einer Dür- germeisterversammlung im Rathau- seinen Ärafl« wagen bestieg, durch einen jungen RZa.in cm Revolveranschlag verübt. T-er 2ltleulaicr hat aus etwa fünf Bieter Entfernung auf den Wagen de- Präsidenten gefchvlsan. Die tug 1 zertrümmerte die Scheiden des Autor,: v.nb traf den Präsidenten an der rechten Schläfe. Der Schade! wurde nicht verletzt, weil die Äugel beim Durchschlagen der Scherbe ihre Ärcft bereit- elngebühl hatte. Das Befinden de- Präfidenten fall keinen Anlatz zur Besorgnis geben. Der Rektor der Athener llniverfität gab nach einer eingehenden Untersuchung die Erklärung ab. dass die Derletzunaen nur leichter Ratur sind, und datz der Präll.»eni iroch zwei oder drei Tagen wieder seine Arbeit au'n hmen kann. Der Attentäter ist etwa 30 Jahre all. Gr ist von Schwermut befallen oder spiegrlt sie vor. Sein Ramc ist Zolirins (Puffioö. In einer schriftlich r.cfrergelegien (irflärunj gibt er an. datz er aroeit-lo- fei und schon leit längerer Zeit die Ab'ichl habe, seine Rortagc durch einen An chlag auf den Präsidenten zu rächen Rach anderen Mitteilung'n ist der Tater $r»tefh l!n?r gewesen und vor etwa 14 Tagen nach Athen gekommen, um ein Ohrenleiden behandel zu lassen. Die ttxiter angegeben wird, tollen in seinem Besitz mehrer- kommunistl'che Schriften ge'unden worden sein. Die Bev I- 1 legt tzro^e G-nti chlagrS an den Tag. Die Laqe auf dem ArbeilSnmtt. Weiterer Rückgang dcr Erwerbclosiqkeit um 14,5 Prozent ^Berlin. 29. Ott. IWolff.) Die Zahl der Ha up t u n t e r st Ü tz u n g-e m p f ä n g e r in der Arbei slofenui'terftüyung betrug am 15 Oft. 1927 rund 32* 000 «männlich 265 0X. we bt ch 64 .XX?) gegenüber 355000 lmännlich^000,we-.b- 69 000. am 1. Oktober 1927 und 331 000 tmänn- !.ch 303 000. weibl ch 78 000) am 15 September 1927. Ter Rückgang in der Zeit vom 1 bi« 15. Oktober 1927 beträgt run 26 000 gleich 7L v. H. Die Zahl der ^u'chiagsempfanger «unterstützungsb-recht gte 5im I cnang^örg«) ist im gleichen Ze träum von 4)6 000 au' 369 000 gesunken. Auch die Zahl der Ha chtunterstützungg- ernpfänger in der Ärifenuntcrftüljung ift in der Zeit ro n 15. Sept, b s 15. Oki. 1927 weiterhin zurückgegangen, und zwar um rund 23 000. Ihre Di-samizahl betrug am 15. Oktober 1927 rund 113 000 männlich 90 000, weibl-ch 23 000) gegenüber 136 000 i männlich 106 000, weiblich 28 000; am 15. Septembrr 1927. De Gesamtzahl der unterstützten Arbeitslosen hat sich demnach :n der Zeit vom 15 September bis 8um 15. Oktober 1927 von 517 000 auf 442 000» allo um rund 75 000, gleich 14,5 p H. >onnt*g.3oOlUober 1917 Schwerer Sturm über -er Nordsee finnigen, der beiden, wobei ein verwandter de» Ueöer?oDenen «r in da Der Reichskanzler zur inneren polM des und Ein Lan rrp» in Ctiirfe von 150 Mader der alte und mit b e m altanien trennten die lrv'cn und TDetfien sowie eingeborenen Polizisten unternimmt wegen der Ermordung oon Suro- Lia .Hans der LHernie' in Pauk 3n Par?» ist oon lln:eni4X*miniher ^erriet Arrtoetenheit von MU gliedern der Regierung stürzte in den Strassengraben. Grohseuer auf einer Britrtlfabrif Aul der Entladestarion der Lcilbahn sprang auf das Trittbrett des Jhahwagm, zerschlug die Fensterscheiben und bedrohte Böttcher mi: e.nem Lmch. Böttcher ftoh oerfoigt oon b«n über ök Scheuen warf. Der Drahrverkrhr ist ftellenux 'e unterbrochen. Der Orkan über England. GO Todesopfer — Große Materialschäden. London. 29. DtL (TU.) Ueber größere Teile Englands. Wales und Schottland, ging während der legten 24 Stunden em Sturm hinweg, der als d e r schwerste seit 20 Jahren bezeichnet werden kann. Rach den bisher vorliegenden Meldungen hoben dabei 60 Personen ihr Leben verloren. Der Sturm deckte zahlreiche Dächer ab. ritz Romine und Fabrikschornsteine um und entwurzelte starke Säume. In zahllosen Fällen war der Telegraphen- und Telephonoerkeh.' unterbrochen. Der Orkan war stellenweise oon schweren Sturmfluten begleitet In Lancaster trat der Fluh Lune über die Ufer und feßie große Teile eines in der Nähe gelgencn Sanatoriums unter Master. Die Patienten konnten nur mit Hilfe von Poli eimannschaften aus ihrer bedrohlichen Loge gerettet werden. Drei Kranke sind ertrunken. In Blackpool stürzten vier Wasserbehälter der Elektrizitälszenlrale zusammen, so dah die Stadt im Dunkeln lag. Auch in L o n d o n ielbft wurde bedeutender Schaden angerichlet. An einer Stelle stürzte ein 50 Meter hoher Kron im Gewickt oon 100 Tonnen zusammen. Die Windstärke schwankte nach einem Bericht des Luflfchriministcriums zwischen 75 und 85 Meilen pro Stunde. In der Lackan- bucht in der Grafschaft Mayo kenterten zwei Fischer- boote, wobei z dn Mann ertranken. In Fleetwood wurden fünf Personen von den Fluten umgeristen und sind gleichssalls ums Leben gekommen. ebenfalls schwere Messerstiche erhielt. Während man sich um die Uertcßten bemühte, edle der Irrfinmae noch der Rcieme. wo er den Wachtpolien angriff. wurde oon diesem fe ft genommen. strotze um» Leben gekommen. Der Lhauf- feur holte den Magen zu ra'ch gebremst um nicht in eine Menschenansammlung hineinzu- sähren, die zwei ineinander^'lobrrne Automobile umstand. Der Magen geriet in» Schleudern enetef o,, p mjw»' päet-n ein: ©trafejpebition. Ein Ämyer und zwei Hils»lchisfe liegen an der Rüste, um die Landung» trupven zu unterftühen. Der Schal der Isadora Duncan. Wie aus Ac^za gemeldet wird, ist der Schal, mit dem 31abora Duncan jüngst auf einer Autv- s< hrl erdrosselt wurde, von' einer jungen Amerikanerin au» Honolulu, der Tochter eines Ananas-Pslanzers. für die Summe von 50 WO Franken gekauft worden. Plötzlich tobsüchtig geworden. Ein 'm 3uli au» der Irrenanstalt entlassener 3Sjähriger Bauernsohn na men» JoM Röglinger wurde n St. Leonhard bei Ltnz plötzlich tvtfüchtig. demolierte die Weh' nung. rih die Rleider vom Leibe und eilte mit einem langen Rüchenmester auf die Strafte. Er 'chlitzte dem ihm begegnenden 65jährigen Mühlbauer den Leib auf und Werbt? dann die Reiche noch ein Stück fort. Endlich konnte man den Tobsüchtigen überwältigen und in eine Zwang»,acke feMeln. Bon einem wahnsinnigen überfallen. Der Fahrzeughätrdler Böttcher wurde, als er in Freiberg nut , einem Teronenfraftmagen die Edemnitzer Strotze entlang fuhr, oon einem anscheinend >i, le-gestörten Mann angehalten. Dieser vermindert. In den ko°m>enb«n Wochen wird die Zahl der unterftühen Arbe.tSlolen infolge der Einstellung der Auhenartx ^nwid anderer saisonmätztger Einflüsse möglicherweise wieder fiel gen. Maximilian Harden t- Bloalana Bermala (Schweiz). 30. Oft (ZDIB.) ZnarimUiau Harden ist heut.. Sonntag abend, plötzlich ie Montana geslorben. Drude .Qlcu’orgt zur Brikct.sabrck dein A. Ai chemischen Montanwerke brach au» unbe- gebrochen. Der Verkebr auf der Eisenbahnlinie Zein—Sera must durch Umiteigcn auf rocht erhallen werden. Die Feuerwehr muhte sich darauf beschränken, die Brckettfabrik. in der Rohlen- staub in Brand geraten tour, zu retten. Der grösste Teil der Förderung der Grube Tleu- sorge fällt vorläufig au». Bier Arbeiter oon einem Felsen erschlage«. Bei A e a p e l wurden vier Arb^ ter. die In einem Steinbruch beschäftigt waren, von einem Feldstück erschlagen sie waren aus der Stelle lot. Ein fünfter Arbeit« wurde schwer verletzt. Schwerer stampf mit chinesischen Piraten. Aach einer Meldung aus ofti$iö’er japanischer Quelle bat ein Rampf mit Piraten auf einem von Tlchang stromaufwärts 'ährenden Dampfer 6 0 Tote und Be rwundete ge- fotbert 30 ch.nestsche Piraten, die al» P a f • 'agiere an Dord gekommen warm, über- tMltiqlen die Bedeckungvmannschast. raubten die Barmittel und den fonfügen Besitz der Passagiere und der Belastung und verstehen da» Schiff. fine Strafeiptbifion ans den Salomoninseln. LinntcT Ursache ein Brand au» der auch auf die llebrrbrüdung der Jiknbabn Zeit " :a Übergriff. Die Entlade lation ifl wl'iu. - g ltievörgehrann: und die ilebcrbrürfung zu'amm m- Essen, 30. Okl. (WTB.) 3m großen Saal ___städtischen Saalbaue» fand heule abend eine große öffentliche Kundgebung der ZentrumS- partei statt, auf der nach einem Orgel lorttag und Eröffnungsansprachen Reichskanzler Dr. Marr die Bedeutung des Wahljahres 1928 für das politische Leben Deutschlands würdigte. Die jetzige Koalitionsregierung habe durch ruhige Politik vernünftige und erfolgreiche Arbeit geleistet. Gerade im letzten 3ahre sei die Republik gefestigt worden, wie u. a. die Ver- [ängcrung des Republiks chutzges ehe» beweise. Auch die Sozialpolitik sei von der jetzigen Roalitton nicht vernachlässigt worden. Dah in rechtsgerichteten Zeitungen Artikel erscheinen und in Bersannnlungen Morte fallen, die sich mit der 2lchtung vor der Republik und den vec- fassungsmähigen Farben nicht vereinbaren lasten, sei bedauerlich Eine Roalition sei ferne Gesinnung»- sondern nur eine Arbeitsgemeinschaft. Da» werde manchmal vergessen. Gr bedauere den so leidenschaftlich geführten wejend. Unter den Gasten befanden sich Reichs- Minister des Innern o. Äeubtll, thunngischcr Staatsminister Dr. Leutheutzer. sowie Diele Dertreter von Landes- und Kommunaldehorden. Reichsminister o. steudell gab dem Dünsche Ausdruck, die akademische Jugend mochte in Zukunft nicht nur als Iräaerin einer neuen Mission. |on- dern als Vorkämpferin angrhben werden, An die Reden schlotz sich die Lufi.chruug oon Schillers ..Don Carlos^. Am Sonntag wurde die Stellung der Hochschule und der Studentenschaft zum Staate erörtert. Kunst und Wissenschaft. Eine Friedrich List-Feier In Leipzig. Als Auftakt zur Einweihung de» Friedrich» 2ifU5>enfinal» land im neuen Rathaus in Leipzig eine Friedrich-Li ft- Feber statt, an der neben einer Reihe von Rochkoaunen de» geoftenVoU»- Wirtschaftler» ReichSwchenmiirister Dr. S t r • I •» mann, zahlreiche Vertreter der Reichs-, Staatsund stä' : schen Behörden. Abordnungen Dieier Eisenbohndirektionen mit ihren Präsidenten an der Spive, Vertreter der Wissenschaft, der Politik, des H-mdel- urti> Gewerbes teilnalxnen. Der Präsident jer Reich»bahndireklton Dresden würdigte namentlich di« Bedeutung List» al» V->r- käntpfer der 3de« eines einheitlichen deutichen Sisenoahmiebes. Profe^or Dr. Wtedenfeld von tlgte Derösllntllchung Im „Gietz. Ans." noch in guter Erinnerung sein. Die Wetterlage. und Ik-rtmern des Diplomatischen Rorpt fotost z^h reicher französischer und au»länMkber Delo» gati?nen auf der Pchce de 3£na der Grundstein zur Wai'on de Ehimie g.-.egi wor «n. da» zur Erinnerung an den fra. zösstchen Ehenikrr Ber- thetc-t alS Jntemal.onak» Ehernstche» Forschungsinstitut errichtet toer.-en loU. Staatspolitifche Schulungstagung ber Deuifaxn Studentenschaft. Im Deutschen 'Rationaltheater zu ätftnar be- ! „ann die Schulungvlagung der Deutschen Studenten- r dem Programmtltei ..Per Sia.u'. Etwa 4UU Vertreter studentischer Korporationen waren an- lltne Sespre»unaen mit parier Silberi. Berlin, 30. Oft. 3m Lause des Samstag Hal zwischen dem Reparation-agenten Parker Gilbert, Reichsfinanzminister Dr. Röhler und dem Reichsminister des Aeutzern Dr. Strescmann ein« Unterredung Im Reichs- slnanzminlslerlum stattgefunden, die sich mit dem kürzlich überreichten Memorandum des Tie- parat lonSagen len besatzte. Wann die Beratungen mit 'Parker Gilbert zum A b s ch l u tz kommen werden, steht noch nicht sest. doch ist anzunehmen, baff man 6U Ta . Ochsten Woche zu einem abschliesicnden iSrgebni» gelangt sein wird. Alsdann wird eine Sitzung deS ReichSkabi - nett» ftattfinben, in ber man sich erneut mit dem Memorandum Parker Gilberts befassen und die Antwort berReichSregierun g s«stiegen wird. Aus aller Welt. Schweres Eisenbahnunglück in Diallen. Aus der Linie Bari—Locorolondo stieß ein Sonde rz u g mit einem fahrplanmäßigen Zuge zu- fawmen. Bis setzt sind 6 Tote und 80 Verletzte, darunter 30 Schwerverletzte, fe|tgefteHt worden. Wegen des Eisenbahnunglückes sind die Feierlichkeiten an den Flsiztsteniwrinarsch aus Rom ZUM Zeichen ber Trauer abgebrochen worden. Autounfallstatistlf. 3n der Rächt zum Sonntag suhr ein P o st- autobue, der von Mitgliedern einer Theater - gesellschast besetzt war. in einer scharfen Shirtx in ber Rähe von Büren bet Paderborn ntil voller Wucht gegen einen Baum. S>abci tourben neun Personen schwer verletzt, so dah sie In» Rrankenhau» gebracht werden nruhten. Der Wagen, ber vollständig zertrümmert wurde, hatte sich in den Äesten de» Baumes festgerannt und verfangen, sonst wäre er sicherlich die steile Böschung hinunter gestürzt und da» Unglück wäre bedeutend schwerer gewesen. — Am Sonntagnachmil tag fuhr auf ber Strecke Rasse l—E i s e n a ch kurz vor bem Dorf« 3fta da» von der Frau eines Rasseier Fabrikanten gesteuerte' Auto gegen einen Baum unb stürzte bic zwei Meier hohe Stra- sienböfchung hinab. Währenb ber Ehaufseur unb eine älter« Dame mit geringeren Verlegungen davon kamen, wurde eine andere mii! ährende Dame aus Berlin fofort getötet. Die Lenkerin be» Autos und ihr zehn Jahre alter Sobn wurden schwer verletzt. - 3n Ehicagv sind der Z4 3abrr alte bekannte ainenfanilche Bankier 3vhn 3. Mitchell. Besitzender der 3llioni» Marchant» Trust Eompano. und sein« Gattin bei einem Automobilunlall auf der Land- ^vciicrvoruuoiagc. Das Hochdruckgebiet im Süden Europas macht feinen «Äilinh auf bw Wetterlage gdtenb. Jtt feinem Bereich herrscht morgen» stellenweise neb- lige», »onst vielfach au‘tldrcnö«» Welter. Da» neue Tief über i»ro brturnten unb 3danb bat >:ch unter Beibehaltung der Zugrichtung leinet Borläufer berc ts nordöstlich Verlagen unb nähert sich m.t fernem Remgebiet der Westküste von Skandinavien. Obwohl heute morgen noch eine Regenfront dieses T d» über dem Ranai- gx-bict zu erkennen war. *o gewinnt ft« doch keinen Einslutz auf unsere Wetterlagen der herrschende WiUerungscharakter bleibt vielmehr fort» bestehen. Wettervoraussage' Morgen» neblig. Mim toolfig. kühl uni» meist troden. W11erungsanssichten für Mittwoch: Rein« wefenl.iche A< nd rung. Lufttemperaturen am 30. Oktober: mittag» 13 Grab Celsius, abend» 8,4 Grad üelfiu». am 31.Oft: morgen» 7,7 Grad delfius. — (IrUrmperaturen le 10 Fern metir Tiefe am 30 Oktober, abenb» 10^ Grad Ceifiu»; am 31 VNober: morgens 8,4 Grad Celsiu» Maximum 13,4 Grad Celstus, Minimum 7J Krad Celsius. — wonnenfcheindauer: 2 Stunden. steber Hamburg. Hamburg, 29. VN (TU.) Während der Samstagnacht brauste über Hamburg .mb Um- flebuna ein starker Sturm, der über der Nordsee ,dft »um Dr an anschwoll und bis in die Samstag, oormittagstunden dauerte. InHamdura hal der Sturm mancherlei Schaden verursacht. zahl- reichen Fällen mutzte die Feuerwehr eingretfen, um Schäden zu beseitigen. Die Zahl der zertrümmerten Fenstersck den ist grotz. Der im Hafen liegende englische Da in,sirr „Clarisia Radcliffe' wurde oon seinen Vertäuungen losgerissen und mutzte durch Schlepper wieder an seinen Liegeplatz gebracht werden. Ein Kctreidekohn wurde unter Wasser gedruckt und versank, während die D.siatzunp sich retten konnte. Im Hamburger Flughafen hatte die Flug- Polizei für sämtliche Verkehrsflugzeuge Start- verbot angeorbnet. In Dänemark. IRarimilian Harden wurde am 20 Oktober 1861 in Berlin geboren und hletz ursprünglich Isidor Witkowski. 3m Jahre 1886 nahm er, ebenso wie feine An,,.hur>giv französische Regierung ihr Versprechen loyal unb In vollem Umfange erfüllen werde. Dabei erneuern wir Immer wieder den bringen den hinwei» auf unser Recht, bie völlige Räumung be» besetzten Gebiete» zu verlangen, nachdem unsere Enlwasinung vollkommen burch- geführt ist unb die Politik der letzten Jahre den besten vewei» für die friedliche Einstellung des bcut|d)en Bolfe» In feiner weilau» gröhten Mehrheit geliefert hat. Hierauf kam Dr. Marx auf die Rede des Reichspräsidenten v. Hindenburg bei der Enthüllung deS Tannen berg - Deickmatt zu sprechen. Das Aus leben, da» diese Rede in manchen Kreisen des Auslandes erregt hab«, sei auffallend Sowohl er. wie der Reichs Minister deS Aeubem. hätten di« Rede gebtl- Ropenhagen. 29. Oft (WB.) Seit heute nacht herr'cht über den dänischen 3 n • fein ein schwerer Sübwcst sturm, der vielfach erheblichen Schaben angcr 'et hat. 3n Fre- bericia un) in ötrib auf Fünen wurden bie Dampfs uhren schwer aeschabigt unb mußten aus dem De trieb genommen werben. Auf dem Bahnhof Strib wurde ein Dach des Bahnsteiges auf e.nen Personenzug gewor en. Per- onen kamen dabei nicht zu Schaden. 3n Stubbe- löbing auf Falster verursachte ein burch Sturm entwurzelter Baum R u r z s ch l u tz im Ele- rrizitätswerk: bie Stabt ist ohne Licht. 3m Bahnvcrkchr traten vielfach Verspätungen ein, der Sturm Bäume und Telegraphenstangen füflung stellen unb mit bcnicniprn Parteien bie Staatspolitik betreiben di« nenciat sind, mit ihm zusammen bi« bisherige Politik im wesentlichen 'vrtzusetzcn unb auf bem Boben ber, Verfassung bas Slacitswohl zu fördern. Ai stzr in allzu ' -v-tlixn ©• 'jnnte «. :: 3wang^r .^>A«smcb i uns klugen Ifctn. fnmde r auf einer -. Zellen N ^neiand mit rcc *2*5 Öijcr D^e- gck-tlcu r-erflie tißfli KW ' -äs mb Wh » jn, und ein •> 5!MX- " joKin. Uni totbdDufit in l le M«i die fere. m mene tret Saffig tt inaict h-her, b un- blinkendem -BJIber betten der Dildbach s nieder. Der innm !am Lüste < Meer henulslei sich von ?en A ein anderes Lo Tie Dlntcrhe Heimal? 2i -ei mar ist nur dort, lvv man j :rug. 3n die ven» die Früh Derben lie ,l.t wieder um i in-erung wirb nicht mehr beg 90 Mrt» Sin ft> fefi Sie-ener „Li komm ifitoa tlii Vvlln Ta; m bi Konzert z ftb« ?«'uch«r \y Minlnii mhl ib stin nitia« Srick ein fotbewitet hat Smen Ki He leuchi 'vrnkhmei .yf«nflifpon!i< gn. rieünebr Vrtti - gctn 1 barsten ( unb wil «Jülyen, wahr« Ss*3* S* fr u 22*8 »en «even. .— r»> I^rrr Aus der Pro»in$faff)aupffflt>f. 3 i eben. Den 31. Oftob.r sonnigem Süden zu Lun hoben uns auch bie letzten öommetgäfte aus bem Leich br gelt h.rten Ge'Löpfe Pcrla-Icn. i/auilo» haben |tt I'.ch geldnimrft zur langm IBanberfahrt. unb laullM ftnb sie ini IBeu geflogen. Jlur bie wemgsten von uns. bk W.r an der fetten Gebe ha ten. hab.m bei Ungen 3ug gtkb bab die scharsen Spitzen ins blaue Gewölbe stechen Breit, mit runden Wölbungen der andere. ein biederer ODt.-r. der sich der Ruh? freut. Mastig wuchten dort kahle Felsen empor, immer höher, bab eine Haube au» ewigem (Ti» unb blintendem Schnee ein Halt gebieten muh. Wälder betten sich in die engen Täler. Und der Wildbach stürzt donnernd von felteger Höhe nieder. Aber immer weiter gebt die Lene, bi» die lauen Lüfte entgegen kommen und ha» bla e Meer her sich von den Blicken, aber nach einer Weile steigt ein anderes Land fd>immernh am Hör zont auf. Die Wlnterhe mat ift nahe Heimat? Lein, das ist e» wohl nicht. Denn Heinmt i'i N i, dort, wo man ein Heim besah dort, wo man jung war und später Lernt argen trug. In die Hein ' e lurücfTcbren. wenn die Früh!.„^skulle erwachen. Werden sie zurückkebren? Alle? Und wenn sie wieder um un .-r Haus schweben, welche Veränderung wird vorgegangen sein? Wer wird sie nicht mehr begrüben können? 8—r. 90 Zahre Scsangvetkin .iirterfranj'- Gin so seltenes Jubiläum, wie e» der Giehener „Liederkranz" gestern begehen konnte, ist toa' rli dazu angetan, den eheuiung»- imllen Ta i In der Gefchicht» de» DercinS durch ein Konzert zu veraickern. Und so konnte sich jeder Befucher de» Konzertes am Lachmittag de» Gedanken» nicht entwebren, bah der ..L-ekerkianz" lind sein eifriger Dirigent mit liefern, heiligem Ernst ein Jobiläumskonzerk vorbereitet hatten da» als Ehrendenkmal einer begeisterten Runftgcnumldbaft in der Dereins- gefchichte leuchten wird G* entspricht durchaus Der vornehmen Tradition he» Verein», nicht ..gesang-sportlich an der Oefsentlichkeit zu glänzen. vielmehr hat er die Pflege des deutschen Liede.. - getreu seinem Leirspruch — al» eine» der k barfte'i Guter i.neres deu.s ei Dolisturn» erkannt und will so seine Mitglieder zum echten, heutigen, wahren Volkstum erziehen und Perfön- lichkei.en betdnbiLen. die wertvolle Glieder einer Volksgemeinschaft werden, denen Ghrsurcht vor unseren deutschen Kulturgütern Lebensinhalt Ift. Und so wehte dieser deutsche Wef^nszug durch die ganze musikalische Veranstaltung. — ..Ghrt eure deuts ixn Meister, dann Ixirmt ihr gute ©elfter." — Ss war ein sehr pietät-voller Gc- dank» vorn sestgedendeii Verein, den deutschen Geistesheroen den Prediger m Tönen Beet- Hoven, helfen lv). Todestag in dielen, Jahre allenthalben in deutschen Landen gedacht wird ?u ehren und durch diese hehre Sin- citung dem Konzen die rechte Deche zu geben. — Beethoven utu) Grethe! — Kein anderer als Deelhoven war in so hohem Mabe berufen, poetische Trete w vertonen. Sehr g!ügetbnt begleitet — G» fei an bieter Stelle ratauf hingen lesen, hast er Verein an &onntagporinit:ag fein Jujuäum mit gemeinsamem Kirchgang begann und hierv hier Hymne mit OrgeC.eY.einmg in der fest ich ge'chnückten Stadt- kl rche eurer andächtig ve.fa-nme ten Gemeinde in die Herzen fang, und Psar.er Mahr in :id St Herren gebenden Worten her schönen Sitte rwähnu.rg tat. — 3n der Wiel^rgale von Tcitb -t Romaine in O-Dur für Solv-Dio- linc durch den Dirigenten des Verein», lernten wir in Mufiklehrer 6 d>ä 11 le r einen gereisten, abgeklärten und technisch vorzüglich durchgebll- beten ÄünfUer — wie auch in den anderen Dio- lin-Svlis kennen. — Sehr beifällig ausgenommen wurde von *en l Zuhörern die Ballet - mulik aus Franz S-u erts .Rosamunde", ge- triflernrchrn hie He.'er.’einntg zu Werken anderer deutschen Weister Der Ltre.chkörper her Le ichswehrkc pelle zeigte sich hier auf beachtenswerter Höh?. Vornehm dezente Älang- färLnmg durch Holzbläser un'' Hörner zeigte zu welch fr-brr Stufe Herr Löber feint Musiker erzogen bat Jn Frk. Wanner begegneten wir einer Künstlerin unserer S ah* von gvbieg n m Können. Mit ihrer mohula ion-säyigen. beweglichen Soprans! im e versteht sie es. d)S au» den Skr- kcn zu gc -n. wa» Dichter und Komponist ausdrücken tr Jitcn. Lus die im zweiken Teil borgetragcr.e.i Sieber von H Wolf und Toselli wurde der Beifall hcrar stürmisch, bah bie Künstlerin den beklebt en S rcraftfchen Walzer zugab. Frl. M a t e r n u r am Flügel, ebenfalls einheimische Künstlerin, ist ent Begleiterin von geschickter Anpa'sungsfähigkeit und technisch sicherem Können. Veid' Damen ergänzten in ihren gemeinsamen Darbietungen einander zu einet wohltuenden Einh.-i: <$toci Ehöre beschlossen den erftm Teil. In ersterem - .Morgenrot ', in d:r Bearbeitung von 3erktt wvrd.- von C-®ur nach O-Dur beim Uebergang von bet 2. zur 3. Strophe, sicher überwunden Die Ge- I alten Skrähen noch" von Grippe'aven. welcher so recht zur allen Tradition hei Vereins paht. Sänger so rech« mi. innerer Bewegung fangen, wurde zum Erlebnis Da es unmöglich ist. Im Rahmen dieser Besprechung jede einzelne Programmnummer zu würdigen, so fei der zweite Xeil de» überaus reichhaltigen Progra-mn» mehr allgemein besprochen: Lach der temperamentvollen Wiedergabe der Fantasie aus „Gaoallena ruftieana“ trat alS Solist Hrr Mcner «Flöte, von der Reichswehrlapelle auf. (Schwedisches Konzert von Popp.) Die Kapelle kann die Mitgliedschaft deS jungen, hoffnungsvollen Künstlers al» starkes PluS buchen. Hinsichtlich LuSdauer und technischer Sicherheit Im Tonansah macht er Vertretern seines Faches nur Ehre. LIS Höhepunkt und würdigen WEchlust hörten wir „DaS Schmiebelied" von Kempter. Chor und Orchester boten bei der dramat.'chen Gestaltung deS Werk» ihr bestes Können auf. RlleS in allem: Der ..Liederkronz" hat mit diesem IublläumSkonzert feinen Gälten eine wahrhaft edle Freude bereitet. D rigent und Chor können stolz fern! Die Jcflfcicr am Abend im grofjen Saale de» Gesellschaft». Vereins bertinigi ein' auherord n'lich ftaltiidK Fest gemeinde. Der Verein fah hiorb.i fit? grosse Anzahl Gäste in seiner Mllte In f~mer Be - gruftungSansprache entbot der Festleiter, BucbLrruckerFbef:her W e i n er t, in Vertretung des durch Krankheit am Erscheinen verhinderten 1. Vorsitzenden Lehrer Georg Kling, herzlichen Willkornmengrust. 'Besonderen Trust widmete er Sr Wagnisrzenz dem 2ic tor Professor Dr. Rosenberg als Vertreter bxT LanbeS-älni- versttät. Bürgermeister Dr. Frey als Verirrter der Stadiverwaltung Redakteur Blum- schein als Vertreter de. Presse und den zahl- reiaKn Vertretern bet befreundeten hiesigen unb auswärtigen Wanner grsan gver eine sowie der dem Verein ebenfalls nabe'leben heu beiden Vereine der Giehentr Turn.r'chatt Der Verein habe e» als ein Gebot her Zeit angesehen. kein rauschende» Fest zu Veranstalter. stmdeen den Verchältnikf^ ent- spre e-D be.* bd> xtfam.il Xager mit einem Äo jert und dieser schlichten Feer zu gedenken. D.e Festansprache hielt der Schr ttführrr de» Verein». Herr Ear! Faber, der in seinen Darlegungen r.n interessantes Blld der T<7.,i'.sgeschicht: entwarf. In unterer Ausgabe ' vm ?: eigen Frei tag haben w.r die Entwicklung des Vereins ,n den nun vergangenen neun Ja - *1)! ten bereit» in grv en Str.che.i zur Rc. tni» gebrach. ort«cheei.en aut der alt- bewahrten B^ihn wun ten. Der Vere.n hat hierzu in fe.nem herze.1.1 > 1. T-o >hende : Georg Kling einen va'. t>8 strebende . bcge.ftCTt.il Führer. die 2-agerfdxar m.t ollem Der- traue., o'.gt- Di dec Ehrung von Wit- gliedern, die fch in langjähriger Wikg.ied- schaft um den Darein verdien', g-emach haben, untriDcn o genbe Herren zu Ehr mm .t i.iedern ernannt: Gm.l H.. irich Müller. Carl H a h n, Carl Faber, Lvi'.S Veil. Carl Schwan, To eph Weine ct un Christ.an Zimmer. Den au»-e;eichn.te-. 3ubil-rcn w-rbe c n Di^-o n überreicht. Herr W einert dankte >m Tarnen der neue, Ehrenmit Glieder und versprach bah diese auch we.terh n mit Gder für den Verein tätig fein würden. E» legten nunmehr die Dlückwunfchansprachen der Dertr.-ier be- freunieter Vereine Für den .Sängerkranzk' sprach Herr Flimm, der alS Iubiläum»gabe einen Ehvr überreichte, der S.iuerfdbe Gesangverein liest durch Herrn Todt gratulieren und ein Ve.'thoven-Dils überreiche.,, für bie .Heiterkeit' sprach Herr Weder u.uct Heber» rv.chung einrs Reliefs von Deethoveiu namen» der .Bürgergefell'chast' beglückwünschte Herr Hirsch unter Ueoerroichung einer Vi.de» von Wagner, t-ct *211 ännertumtxnvIn lief) seiiw Glückwünsche durch Herrn Rautenberg au»f peechcn unb einen Chor überreichen, al» Sprecher der .Harmon.e-Gemütlichkcir" überbrachte Herr Hardt herzlich: Glückwünsche und teilte bi: Stiftung eine» Chore» mit, der Turnverein 1848 lief durch Hern, Gr le gratulieren, für ten .Frchsinn" Iprach Herr Ott mann unb ü'erreichte einen Fohnennaqel, wädrenb zum Schiust Herr Trebing al» Ausdruck seine» Dankes an den Verein ein felbfigcaialte» Bild von Veeth5v?n überreichte. Herzliche DnilleSworte deS 5eftfciter». Herrn Wei ne rt, an die DerernS- Dertrctcr, sowie an den um den Verein sehr verdienten Chormeister Wilhelm 2 ch ä 111 e t schlossen die würdige Feier. Der Rest deS Abends gehörte bm tanzt rohen Besiochern. tvornotize». — TvgeSkalenber f ß r Montag. Verein bet Einzelhändler: 8 Uhr, Generalversammlung. — Lichtspielhaus, Da hnhps strafte: .Der Well.rieg". — Astorialichtspiele: .Dctl- damps". e* Die Karl-Dogt-Stratze, deien Ausbau im vorigen Jahre durch die Wohnungs- nothilse mit Grbauun ] eineZ Doppelhauses begonnen wurde, ift Im Lause diese» Sommer» bis auf einen Dauplay nächst der Kaiser-Allee alS auSgebaut anzusehen. Don den in diesem Jahre erstellten Gebauten find zw n seit einigen Tagen bezogen, während die nach der Licher Strafte zu folgende, Einsamillen- urd Reihenhäuser, insgesamt 14 Wohnungen, voraussichtlich noch in diesem Jahr? b> zogen werdm könn.-n. Da» erst vor kurzer Zeit näa,st der Kaiser-Allee begonnene EinzilwohnhauS ift ün Rohbau voll- cndct Wenn auch bi? ein e* ten Gebäud in ihrm architek onischen Einzelerscheinung nicht zu be- an ft anbei, finb, so kann ihr Vesamteindruck - abgesehen beriniigcn zunächst ber Kaiser-Allce — nicht als eine gute Lösung be» SiraftenbilbeS anges hen werden. Das sortwährende Dor- unb 3urüdlrcten bet einzelnen G.'bäube gegen^in- anber. sowie bie an ben Reihenhäusern gegni bie Strafte angebrach en Vortreppen wirken sehr unruhig: hinzu tommf noch, bah die Formen her Häuser — vornehmlich der Dächer - und di? verschiedene Höhe her Häuser da» Gesamtbild der Strafte we-sentlich be.inträchtig.m. DaS D. - denllichste an der Gesamtanlage sind jedoch die nächst der Treppenanlage erstellten Reihenhäuser. die sich nicht nach ten anstekgenbcn Profil der. Strafte rich.en. sondern alS Wohrchot horizontal angelegt sind. Infolgedessen stecken Die oberen Häuter zu ttek bn Grbboben, nnb her an diZer S elle entstandene H?>hemmt.rtchied zwischen Ncteii und ben Häutern an her Licher Strafte wirk: bedruckend. «Ls mutz hieraus g<* fo grrt werden, das» beim Ausbau von Straften do. her alle ckinze.heiten g flär: s in müssen • • Die Srbeiten am Neubau de » F i - nanzamtsaetzäude» | «breiten in rakiem Tcnp - ooraxtn«. Nachdem ha-. Rufbrtnycn ter Äellrrbtde nunmehr becnX: ist. sind inzwischen bi« Mauern sür dar Erbge'choft am Teil de» lifrjor- gunpsomtf» 'oaxit gebertxn. datz mit dem >>rsteücn der ?r«fr bx auch al» tSasserdecke ausgesuhrt werden |oll ’.n ben nadiften Tagen begonnen uw eben kann. Täglich hnb an her Baustelle etwa tiau- arib.ifr dejchaft,gt. Wenn bie seitherige Dittcnma anbait. kann noch ge^xn Jahre>ende mit hem Auf- sttziagcn de» Dad)'lnze,gent. ä bekannt, haft sie mubfr Lparkonten in ihren Buchern einrtchten. U » lebt damit auch bei den Konten wieder eine u in- richtung auf, wie sie in der Vorkriegszeit schon immer bestanden hat Im Interesse einer erhellten Spartätigkeit ist da» Vorgehen der Banken zweifellos zu begruben. ” D ie n ft j u b i l ä u in. Im Betten». Wä c» und Leinenhaus E. Röhr s Lo in her Vihn- l)0>strafte kann die erste Derkäu'erin Fräuleii, E l i f c Dinnecker am morgigen 1. Qtot>eirb.-t auf eine Töjührige Tätigkeit zurückblicken Sie erfreut fich in Kundenkreisen grober Beliebtheit unb aenieftk die Anerkennung und ha» Dertranen der Firmeninhab?r. " Crlebigte Lehrer st eilen Erledigt sind eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Tret» ab Vba , »tret» Gte> hen; Dienstwohnung ro.rb Im Frühjahr 1928 frei.; eine Lehrerstelle für einen eoaiigelifchcn Lehrer an der Volksschule in Lich, ttrei» tüicsten • • Licht pielh us B hnhvfstrafte. In Ergänzung unseres Berick l» über bi» neu- gestaltete Lichtspielhaus ist noch mittuleUcn. haft die Firma Aufdermauer 4 Laberenz die Stuck- unb De oo-itionsarbeiten in bem neuen Licht pielhau» auSg.ckühri hat. "VuftriebausbemheutigenFrank- furter Schlachtvieh markt 321 Ochsen, 59 Dullen, 6ß5 Kühe, 332 Färsen, 413 «alber. 107 e«hafe, 5579 Schweine. Starkenburg. • Darmstadt, 30. Olt. Heute vormittag wurde durch Prälat D. Tr. Diehl ein neu» erbaute» Gemeindehau» In bet W alb- ko l o n i e von D ar m st a d t eingeweiht. Die Waldkolonie ist ein stark beliebeltc» Gebiet vo» etu'xi 2500 Seelen in bei - s Haupii Hofs, da» einen borfartigen Charakter l>,t unb in her Hauptsache nach dem Kriege au»geb nrt worden ist. Dodenresormerische Ideen sind hier verwirklicht worden, und zu Ehren des Boden- res armer» Damaschke wurde ein Platz .Damaschke-Platz" genannt. An diesem erhebt sich das neue Gemeindehaus, da- äufterllch den Ciuhrud einer Kirche macht, einen groben kapellenartigen Raum mit Altar und Kanzel, Sakristei, Äonfirmanbenfaal ufu>. enthält und In den oberen Stockwerken Wohnräume für ben Pfarrer, bie Gemein befchwe st er und den Hausmeister. Der Dachreiter birgt eine historisckia Glocke auS dem Weiften Turin in Darmstadt, die der Gemeinde vom Ministerium leihweise überlassen worden ist. Rach her Weiherede des Prälaten D. Dr. Diehl hielt Psarrer Mar» die Fefkpredigt und O her b ü rq er mct fl er Dr. Glässing übermittelte die- Glückwünsche der Stadtverwaltung. Lpd. Darmstadt, 29. Oft DaS Flug» zeug .Pelikan" der Firma Boftler, ein Doppeldecker Raab-Katzensteinscher Konstruktion. daS von dem bekannten Piloten Jährling gesteuert wurde, stürzte bei Gersfeld brennend ab. Jährling befand sich auf dem Rückflug von einem Fluglog in ö fenach Unterwegs mußte er schon wiederholt wegen Stürmet und Motor defekt es notlanden. Bei Deos.eld entstand ein Deraaferbrand, beim Dersuch notzulanden blieb bas Flugzeug in ben Bäumen hängen und wurde restlos zerstört, während der Pilot unverletzt blieb. Berliner Börse. Berlin, 31. Okt. (WTD. Funkspruch.) Die neue Woche eröffnet feste zurückhaltend. Die Tendenz ist abroarknb. Kurte werden noch nicht genannt. Von einer größeren (Belbonfpannung zum heutigen Zahltag ift nichts zu merken. Tagesgelü ca. 7^5 Prozent. Iroijöem redjiwt man bei der herrfchenden Dit»- ftille eher mit leichten Kursrückgängen. Hm Devisen- markt stört man Paris gegen London mit 124,07; Mailand 89,13; London-Kabel 4,8705 und Tl-j5rib- London 28,44. eine Cigarette aus guten (Drienttabaken angelegt werderu SLEIPNE& isi die hemorraqende IfWV Z-A-X I /( 2 Z------——- MD I * Bltö __ 111,0 Dv7. ewuUagna^ :5*;\ ’° selb Mlosen m j ?5f ab i L. unü bt» Sy. Wert. a&^ ;, L Vevt eine 4 ^nijunge £®m -.Ste •J X‘L^,,6ta|n :«?,*• -veih g th?^. iKS -w$, Vtt k •A- , 5 «* ;:n'^ J >-. W«nt« "- ftuilW ifürfit k -j gcdoie' 3 Ä2hmr' 3«lnt fRvi Ctüp^ni durchs '"«t vtiinen Wuu ^'iitfche 3uft /< 3?er. 6i *'•» «ul eine b iittaui, inte fj s* Di,i^d ™ Reicht m otaat - Sichern Sie sich bei dieser außerordentlichen Gelegenheit schon heute Ihren Weihnachts-Bedarf Außer kompletten Zimmern in einfachster bis zur reichsten Ausführung Aparte EinzeLMöbel Komplette englische Rohrgeflecht-Gamituren im Chippendale-Stil Einzelne Sessel und Sofas mit Leder- und Stoffbezug la Polsterung u. Ausführung Teppiche und Dekorationen 2** Zimmerstraße 2 — 4 Elisabethenstraße 34 Im 86. Lebensjahre. 0925 D Statt besonderer Anzeige Stellengesuche Gießen (Löwengasse 9), den 31. Oktober 1927. W26D ModeWremer i und Kemmacher ®tn möblierte« Gießen. <*74 D Anmeldungen während der Ge»'tbästssiunben an Heyligenstaedt & Comp. SfrfieoamaKknfnfflt>nf a.eiftneteierdtL^. Blumenspenden sind nicht im Sinne des Entschlafenen. Die Beerdigung findet in der Stille statt. 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Am 28 Oktober 1922 — werden die Historiker einmal dozieren — land da» Italien ildDour» sein unrühmliche» Ende ö» f,nb also fünf Jahre her. daß die unblutigste Devolution der Weltgeschichte mit einer von kraltlosem Liberalismus, unotbdnbiflirm MarrismuS und ganz in Eouloir- politik twrflridtem Äkrilaliemufl zerfetzten ‘or- malen Demokratie aulaeräumt hat Womit nicht» gegen diele drei graften Weltanschauungen bewiesen ist Alle drei werden den SafolAmu» zweifellos überdauern der «in einmalige» und 'pezisisch italienische» Phänomen barlteiu. Ihr« i r»ar sretlich für Staat und Nation unerträglich. 2Di« e» keinen 3ufaU un Weltge Bevölkerung Italien» li-ar de» varlamentarilchen Leerlauf», der sinnlosen Streik» und de» kaum mehr zu verhüllenden Ehao» satt. Da wollten sogar die Italiener die Segnungen der Ordnung kennen lernen. Da» ganz« Land jubeln den anrüden den Schwarz Hemden zu. Gab e» irgendwo doktrinären Widerstand, so waren RizinuSöl und Sturm aus onderSge'innte Dedaktionen und Klubhäuser rin probate» Mittel, um die Unzwcck- mäßiakctt aller Doktrinen im politischen Leben sinnfällig »u demonstrieren Dvr dem elementaren Ausbruch faszilnscher Leidenschaft — di« von einem Mailänder DedaktionSzlmmer au» ziel- tetoußt in Szen« gesetzt war und dirigiert wurde - muhten sich die königlichen Ordnung»- iruppen zurückzlehen Der König selbst «stellte 'ich auf den Boden der Tatsachen' Cr begnügt sich seither, bl» aus weitere» an der Spitze «ine» revolutionären Staate» zu figuri«ren. Giaatssozialisrnus mit verkehrtem Vorzeichen. Denn der FafziSmuS ist, fooar programmatisch. die Devolution. Gr ist c» heute noch. Don einer Stabilisierung der Derhältniss« kann noch 'armer Mn* Rete sein. Konsolidiert hat sich da» 2taat»u>«s«n freilich in diesen lüns Jahren ganz gewaltig. Au.'gcbaut und im Sinne leine» Be- ,-iner weiteren Dethe von Jahren sein. Da» •• - V*1 V-emu» th der *hn- dikaliftische Auioau de» Staate» Man fennt diel« Ideen Sie sind nicht vi«l ander» al» 2taat»soziali»mu» mit verkehrtem Borzeichen. Dazu dul eine bewußt chauvinistische Ideologie aufgebaut, wie sie. zum mindest in dieser brutalen und vielsach naiv anmutenden Aufrichtigkeit. vielleicht nur in der Heimat de» „Sacre eguisme ' möglich ist. Der Staat — da» ist die Allmacht. Heute ist er e» wohl noch nicht 'o aanz. Zumindest die Hülste der Stznd.katc und Orga- nrsaticnen. die da» laszistilch« Pro- aramm vorsieht. sind noch nicht geschallen Domrntlich di« besonder» wichtigen Zwischenglied«r und Sr tzennerdänte fehlen so gut tr c vollständig. 2ll»er auch sie werden zweifellos m» Leden gerulen werben, wenn — woran zu zweifeln kein Grund vorliegt — der organisatorische Ausbau in dem gleichen Tempo fvnlchreitet 3ir.e formale Schwieriake t m vieler der alten Kammer dar. Aber hier handelt es f»ch wirklich nur um eine Formal.iäi Da» c Italien wird keine zweite d.-mokratische Kammer mehr kennen. Unb alle Probleme, von der dm- stellung zu den großen politischen Fragen bl» zum strikt durchgefühnen Trinkgeldverbcn für Hotel- stubemnädchen werden un nächsten Lust rum. noch mehr al» im vergangenen, allein vom Willen de» einzigen Manne» bestimmt, mit dem da» De- gime steht unb fällt. Oabei sein, ist alles. Die Allmacht de» Duce erweist sich, schon formell. :n de' Tatsache, baß er fünf ober 'ech-4 Portes«u :-•» > Iber vervx'ttet. llnterstaatssekre- den ab. Den,» auch Mussolini kann schließlich nur an einem Schreibtisch sitzen: der im Palazzo Ehigi, der ehemals österreich-ungarischen Bvt- schult, steht. Heute ist der Palast der Sih de» Außenministerium-. Der auswärtigen Politik widmet der Ali- nisterpräs.dent schon seit langem den weitau» größten Teil keiner ungeheuren Arbeitskraft. Man kann die Tendenzen, die die' faszlstiscte Außenpolitik beherrschen, in der einen Formel a uSdrücken dabei sein, ist alle» Daalte Italien war eine Großmacht. Da» neue muß darum zumindest eine Weltmacht sein. Zu« m-.nMt denn womöglich soll macht kat cxochen werden. Dom Palazzo ll-higi ist c» gar nicht weit zum Palazzo Littorio, dem Sih ber Parteileitung. Do man nicht mehr und nicht weniger vorbereitet, al» die Wiederaus- erstehung de» römischen Imperium». Zunächst ist man sretlich bestrebt, sich an da» einzige, bereits bestehende Imperium anzulehnen. an da» britische. In zahlreichen außenpolitischen Llktionen ist ber, zumeist mäßigende, englische Gmfluß unverkennbar. 3n eingeweihren Kreisen versichert man, daß dem jüngsten Kvn- slikt mit Jugoslawien nut durch wiederhol re Aussprachen .zwischen Mussolini und dem britischen Botschafter die Spitze abgebrochen weichen konnte. Dem nächsten Ziel der italienischen Außenpolitik, der Erringung der Suprematie auf dem Balkan, setzt Ongiarth keinerlei Widerstand entgegen. Da» Gleichgewicht der Kräfte soll auch aus dem Balkan tergalten bleiben. Unb e» ist nicht gut, daß Frankreich dort allein sei. Frankreich erfreut sich tn Italien gegenwäriig keiner großen Crmuxitbie. Die D«pu- ollk ist einet zu weitgehenden LinkSeinstellung verdächtig. Mit Spannung erwartet Dom den Ausgang der Maiwahlen in der ftattzösischen Kammer. Man ist Im allgemeinen pessimistisch, da» heißt, man befürchtet eine Stärkung der Linken. Unb es tour der Ausdruck des allgemeinen Unbehagen», al» ein der Degierung besonder» nahestehende» Blatt dieser Tage die Frage zur Diskussion stellte: Wa» tun, wenn im Mai gar Löon Blum in die Degierung gelangt? DerKamps um die Geldwährung. Die außenpolitische Aktivität de» Fa'zismus — von der Ginstellung zu Deutschland unb allen deutschen Problemen soll betonter» gesprochen Herbstlicht. Don Maß Jungnickel. Svnntagnachmittag im Dors«. Da» Herbst- licht ist lo gelb unb warm. Die Häuser sitzen verschlafen in ber Sonne Au» den Ställen llingt ab und zu da» Aufschlagen von Pserte- dufen und da» Knallen einer Peitsch«, die «in Knecht probiert. Au» den geöffneten Fenstern klingt da» Klappern der Kaffeetalsen. Dach e uer Delle zieht eine bunte Schar zum Tore hinaus. Sie Bauerniungen sind S. Die Hüt« haben sie ich verwegen n» Genick geschoben. Keck bau« mein ihnen die Zigaretten im Mund« In den barten, erntebraunen Händen tragen fit leichtfertige Spazierstöck«. Dom Feldrain, baßer flattern und schweben >nb rufen, weiß gekleidet, die 'Bauernmädchen Sie wollen alle tn die Stadt, dir hinterm Walde .ieat unb rumort In ber Stadt st heute Tanzmusik. Al» bte Schar vorüber ist. fchläft ba» Dori weiter: sommersatt. 3m Garten, hinterm letzten Bauernhaus • teflt auf ber Diele ein kleine» Mädchen. G» nmg wohl ein Jahr alt fein. Dor dem Kinb kauert bie Mutter S e ist noch 'ehr jung. Ihr Mann ist vor einem Jahr dort unten In d« Fabrtkstabt verunglückt. — — Unb sie fitzt vor ihrem Ätnbe. Ihre Seele chmeichelt sich in die Heinen Augenstern« hin«in h» hinunter in» Kinderherz. Da» Nein: Mäd- h«n lächelt. Unb jetzt verzieht e» da» Gesicht- hen unb--niest. Die Mutter lacht unb macht M» Diesen nach — Unb jeht hebt ba» Kind Me Händchen, al» wollte e» n den blauen Himmel greisen, unb lacht ganz laut ein strab- enbe», herzliche» Lachen.-- Die Mutter weiß nicht, tote ihr geschieht. — 31« hört ba» Lachen zum ersten Male heute. Unb ihr ist auf einmal, al» ob die Sonnen- •unfen, bie durch die Blät^r au' sie hernieder- rieseln, an ,u Ningen anfangen. Ihr ist», al» >b bie Rosen an der Hecke sich blühend tn Hren Schoß legen toofien. öin große» Glück kommt über sie. Sie springt aus, läuft aus dem Gatten tmb kri glückgejagt ums Hau» herum: .Wenn ich einen träfe, dem ich» sagen wanke!" — — Sie legt bie linke Hand schützend über bi« Augen unb sieht bie Dorfstraße hinunter. — — Keiner läßt sich bilden. Unb sie möchte doch so gern erzählen, wie ihr Kinb zum ersten Male laut gelacht hat. Aber ba» Dors 'chlätt. Manchmal blitzt ein Fenster schnell auf. schließt sich aber gleich wie- der tote bie Augen einer alten, schlasenben Frau, bie von einem Deräu'ch geweckt werden unb bann mietet langsam zusallen. Oie Kastanien rösten. Don Ankon Schnack. Jetzt werben lie schon tm Säten gebraten, bie Kaftan en aus den schwe.^nten Tälern um Fielole. au» der brütenden Pvebene, die Kastanien von Tosco! aito und Sa!" am Garda'ec die Kastanien au» dem üppigem Sarcatal, die Kastanien von den We:nhügeln te. Meran, die Kastanien von Siena unb au» den grünenden ter Bergfeste von San Miniato öluhten und reiften, der Süden fchüttet mm verschwenderisch biete herrliche Gteckruchl auf taufend Bratöfchen und in taufend Gänsebrüsten au». Unter.einem kleinen Tor, aus dessen Mittelstem «tn vmezianifcher Löwe mit zerbröckelnden Konturen springt, hockt die Signora hinter ihrem Sckenöschen. da» aus ter Straße steht, glüht, raucht, und wie eine Op'erichale ein 'chwrlge- r.fches sattes Aroma verbreitet. In einem hohen Stroh korb liegen die braunen Früchte. Gs sind nicht die kugel runde-i unb glänzenden Bubensrüchre ter Heimat, die füblich? Kastanie ist slacher geformt, scharfkantiger und leichter. Cie ist schmäler, feiner unb von einem gleichmäßigen satten Braun: ce find nicht die abenteuerliche unb derben Wuriae chofl« ter Knatenlpiei« an den nebelige, i öttoverr»ach. mittagen. Die lüdlichc Kastanie rellt tn einer bürsten- attifl besetzten Schale. Starke grüne Haare mit ter Spiye einer Radel umpel^en ihren Manrel. Zu Hunderte:', und Aberhunderten hängen He tote kleine putzige Tierköple an dem riesenhaften dekorativen Baum. 8» ist gefährlich, mit teeren Bällchen zu werfen: wo sie auf d e Haut treffen, entstehen boarfehw brennente Dlutpünktchen — werten — wirb freilich durch die wtrffchaktliche Depte^ion tz»m.ich tehtnden Man ist inxir durch die'e unlcitjbare Depression angeblich Mnc»tMg| tepr mim Grsten». wci! ter Italiener in unb für sich zu einem aewis'en Optimismus ne:gt, und zwei tetr» weil S ch w - r z - sehere i ach berühmtem Muster nicht ge • bie loden Svmpton e einer kleinen Konjunktur- befferu na get ltfsentNch terocr. unb dem atz: sich, um k»e Taiiachk herumzukvmmen. bah dieZah 1 ber Arbeitslosen selbst i m Som- mer über zweibunderttausenb und die ter Äonfttrfe über neunhundert m Monat beträgt T.e Wurzel de» Uctel» liegt, außer in der Störung ter n^rwirtschaftlichen Beziehungen, unter denen ein vollständig auf die Ginsuhr von Rohstossen angewiesene» Land, wie Italien, besonder» leitet, vor allem in ter rafchcm Revalvation ter Währung Italien macht die typische D es l a 11 vn » k r i s e mit. Di« Reg'erung ist entschlossen, ‘ne Lira aut ihrem a^TcntoArtiaen Stand zu halten und meint, daß fi: trotz ter ar.dauermten Passivität von Hantel»- unb Zahlungsbilanz dazu imstande sein wird Die staats- finanzielle C-ge ist ja fetnc»ixKg» unguning. Wenn auch die Dudgetüterschü'': Heuer nicht nur zisfernmäßig, sondern auch in Gold weit hinter denen de» Borjahre» zurückble.ben im Budgetjahre 1025 26 betrugen fit 2268 Mll- lior.cn Lire, im Jahre 1026 27 nur noch 405 Millionen — so konnte d.r Staat doch in diesem Budgetjahr 500 Millionen zur Dückzah^ung ter Schuld an bie Bank von Italien nertoenten und, erst vor zwei Wochrn, Aufträge zur Grbauunq vom G'.fenoahnen im Derbe von 250 Uttnionrx ^ergeben. “JUif staatSsinanziellem Gebiet haben tidi die TlTounntrnen ter 'afzistifchen Pontik ztoeiselio» bewährt. Mau erkennt diese Tatsache vor allem, wenn man da- landesübliche, in die vielen Milliarden gehende Des^zit der ersten Rachkriegsjahre berücksichtigt Das große Problem ter italienischen Finanzpolitik ist ter Kampf um die G i n f ü b r u n g der ® ol t»to ä h rung Finanzminister Gras Dvlpi — getom nächst Dkussolini der bc- teutendste Krps in der Regierung ist ihr gewiß nicht abgeneigt. Or steht hier vielleicht ein wenig unter dem Ginsluß seiner amerikanischen Freunde, die ihm entschieden raten, zur Goldwährung auf der Basi» vvn fünf, vielleicht fünfeinhalb Lire für daS Pfund zuräckzukehren M u f 1 o! i n i freilich kann lich zir einer derartig einschneidenden Maßnahme nicht oder noch nicht «ntschlieheTi. 3r meint, daß die psychologischen Dorbebingungen nock nicht gegeben feien Man härt übrigen», daß diel: Memungzverscßlcdenhcit nicht bl? einzige zwischen tem Ministervrä'itenten und feinem Finatizminikter fei. Unb e» ist ein öffentliches GeheirTnris, daß Gras Dvlpi sein beschwerliche» 3r;: gern mit dem 'Pariser Bot ich.-.' lerpostwi vertauschen mdchie. auf tem ein kluger unb fkrr terfenter UMtmann vo i leinen: Tnc* auch gewiß fehr am Platze wäre fforünft.g hi*i! ter '• ter Fina'izminlftrr allerdings noch n.ch, zieh« DKl leicht bi» M« Gvldwaorung dvch c.ngefübr: und bannt bie D " ru -plstabid- l'.erung cidgüln.'. vollzoztei i'ü Ob u-nmn He t»-. kwt-: w.rd bur*? • ub.igx* » nicht mir in nntem cbenfo‘el>T in Paris ent- ick eten werten. Auch Mu'soltni nnrb f»ch uir Goldwährung bekennen wenn d. ■'.- von ter franzöfifche- Kammer beschloss nv.ten tollte. Fünf Minuten früher wird ’ie wohi n Rom durchgriührl sein. Quousque tandem? 3ir.e Frage fefvrl bei ter Srbr: -nmg tiaHen4- Icher Probleme immer wiedn Dir^ und wie lange wirb der FasziSrnu» 'ich an ter .llachk holten? Aach hin, Jahren, in tenen er nun unumschränkt regier! Ist bie Antwort «ich: 'chmer: S» hat sich erwiesen daß da» fallt- ■ perIment mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit bedeutet Der aufrichtige Anhang, den die herrscheiide Partei hat ist der OHänner, die mit tem Parieiadzricchrn g,-- schmü.kt sind. J» gibt em- gewiffe Kritik, Die sich freilich niemals ans Tag.»licht wagt, unb sehr vnl Skeptizismus S» gibt aber !einerlei t?ppohtton Und e» gibt keinen Menschen, ter aufbauarbeit, bi* der Duce für lein Ba ter land geleistet ha: und täglich leistet, wird von feiner Seite teslri'ten Rach ihm käme das ist h.a allgemeine U-Erzeugung da» Lhate. Auct» da» Schicksal des Hiuse» L.ivctxrn ilt untrennbar mit dem de» Faszismu» verknüpsr. Sine Ausnahme macht vtellelch' der Kron» • rate, bie ihn hschieben Italien, gewöhnlich am Morgen, nachdem sie au*geliebt imirben. schon wieder ;>erunlcrgerisscn sind - lich, wie jede Autokratie, eine ungeheure Macht für da» Regime unb ferne Schwache zugleich. Reben dem Duce kann keine andere Pcrsonlichkrit sich längere Zett behoupicti. Die beliebtesten Dolkstribuncn werden zu Unterstaatssekretären oder Provlnzpräsekteii bdorteri — und auf bicle ehrenvolle Weife kaltgestellt. S o l a n g e M n s f o- lini noch lin Begriffe feiner übermenschlichen Kraft und seine» übermenschlichen Dillen» ist, besteht sur feine Herrschaft gewiß feine Gefahr. Gr ist vielleicht der einzige .''kensch auf b r Welt, der wirklich unersetzbar ist. Womit das Schicksal de» Faszismu», wie er sich heute darstellt, hinreichend gekennzeichnet erscheint. Das deutsche Kapitalproblem und die deutschen Banken. von Dr. dmft Wich. Schmidt (BtrUn). Der beutig« ®elflpartog will. aNt ber Äanw an* deutet, fci« ganze Wett tn d«n Bereich seiner Prvpo- gandawirkung elTweziehen. Asten Landern soll an Meiern Tage die BedenNmg eindringlich vor Augen tzeßchn werden, oretche di« Kapnalbildung durch Sparen für ten Ginzeinen wie für bie Gesamtwirt- Ichast unb bamit auch für Wohlfahrt und Kultursort* ichriit jeder Dolksgemeinschaft Hal. Ueberall In der Welt enistcht ständig neuer Ku- pitülbebarf mit ber 'nrücni'enden Ergänzung unb Ausgestaltung des großen Produktion», und Ser- teilungsapparates, den sich bie Menschheit zur Befriedigung ihrer mannigfaltigen Bedürfnisse geschus- fen Hut. Aber bie TfotUMmbigfrif. diesen Apparat zu ergänzen unb neu zu gestalten, ist tn den einzelnen Ländern oerfchieden groß. Da» reiche Amerika ist darin viel weiter al» ba» verarmte Deutschland. Deutschlapb ftefct noch mitten in feinem großen Ra- tioualisierungsprozeh. dessen Ziel e» ist, ok gesamt- Zwei, drei, vier Hand voll von ten getrockneten, entMxUtcn Früchten wirft die Sigiwra prasselnd in die auSgebrannte unb 'chw-rrze Pfanne. Langsam glüht ter Holzbrand ten Ofen durch Schale und Fleißh fange i an zu rösten. Ueberall, fast in jedem Kramladen, an jeder öteatenblegung in jeder $ornlfd>e wird ein Röstofen entzündet. Aus dem pkoenten Fruchü- flei W) steigt ein angenehmer und verlockender Dult Da» Aroma schwimmt auf einer dünnen Nauen Rauchwolke durch die enge und ineinander gefthachtelte Kleinstadt. Gr ist unwiderstehliche Gr lockt die Gentesirni aus ter Tasche: mit einer Handvoll brotwarmer und schmackhafter Frück)ie geht man unter ten Kolonnaden ipaziere. Au» tem Geruch kocht noch !aule unJ in ten Weingärten mit Feuerkraft fchmorte. Alles knabbert hier Kastanien, die Schiffer bu über ?en Soe kommen, die G'eLtrciter und bi« 2SaHerträge« innen, die lärmenden Gaffern- buben, die Lehrerin unb ter Pfarrer Bald werlen die Kastawen auch in Deullch- lant fein. Freut euch und laßt He each 'chwecken, gebraten oder im Gänsebauch versteckt 1... Mi mir uns noch 50 Pfenn g pumpten*. Gmc originelle Umfrage hat Hans Taft e m k a veranftaltet unb ihre Gtgebntffe in der neuesten Dummer der .Literarischen Welt" veröffentlicht. Gr wandte atz hierzu standen in dem reiferen Deutlchland der Bork, .egszeit den Banken in viel höheren Beträgen wirkliche Spart-epofiten zur Bersügung. die ihnen auch eine entsprechende gröbere Bewegungsfreiheit in dem aktioen Kreditgeschäft crmöglichei.. Die in dies« ^ziehttng ringet re- 'enc Verschlecht« rting wird lehr deutlich durch deutschen Kapitals zu führen. Wie vergröbern wir den deutschen Äapitalfonbs? Die Antwort lautet, auf eine kurze Forme! gebracht: Durch Arbeiten und Sparen! Soll neues Kapital ge- bildet werden, sei es in Form von flüssioem Betriebs- kapital, sei r, in Form von festem Anlagekapital (Fabriken. Maschinen ufro.), so kann das nur so geschehen. dast durch Arbeit neue Werte gc|d)affen wer- den und ein Teil dieser Werte nicht unmittelbar konsumiert. sondern aufbewahrt wird, um in irgendeiner ,7orm im weiteren Produktionsprozeß als Hilfs- mittel zu dienen, die Arbeit durch „Kapital"-2^rwen- bung produktiver zu machen. Die Wahrheit des lotzes, dah alle Kapitalbildung auf Arbeit und Spa- en beruht gilt für bi- Gesamtwirtschaft wie für den einzelnen Was bei dem einzelnen private Erspar- uisie sind tritt bei der Gesamtheit als Erzielung volkswirtschaftlicher Ueberschüsse in die Erscheinung. Die Ergiebigkeit der Arbeit ist also ebenso Tor- aussetzung für das Entstehen neuen Kapitals wie die Erzielung von Neberschüsfen der Produktion über den Konium. der Einnahmen über die Ausgaben. Dost Mr deutsche Wirtschaft in ihrer Gesamtheit nach her Krieg"- und Inflationskatastrophe die Fähigkeit, Ueberschuffe zu erzielen, wiedererlangt hat — wenn auch diese Fähigkeit namentlich durch die Repara- tlonelaften sehr empfindlich eingeschränkt ist —, beweisen die Ueberschüsse der gewerblichen Unternehmungen, beweist der Wiederaufbau des Kapitalmark, les. Sieht man von dem oben angebeuteten Rück- schlag ab, der hier in letzter Zeit eingetreten ist, so ist doch, die Gesamtheii der letzten Jahre ins Auge qefaftt, her inländische Kapitalmarkt wieder zu einem sehr stark mitbeftimmenben Faktor geworben. Der Anteil der langfristigen Auslandbarlehen ist trotz seiner groben Ausdehnung nicht so absolut beherrschend gewesen, wie es anscheinend vielfach angenommen wird Daneben geben auch andere Anzeichen, wie die Entwicklung der Bankdepositen ober des Lebensoersicherungsgeschäfts, Zeugnis von oerhei- tzungsvollen Anfängen neuer Kapitalbildung im In- Wollen die Banken die überaus bedeutsame Auf- gäbe, die ihnen in dem Rahmen der modernen Kre- ditwirischast ganz allgemein, in einem fapitafarmen Lande wie Deutschland aber mit besonderem Rach- druck vifällt. wirksam erfüllen, so bedürfen sie als Kreditnermitiler dazu des reichlichen Zustroms fremder Mittel. Die eigenen Mittel der deutschen Banken sind unter den Wirkungen der Inflation stark zu- lammengeschmolzen. Don 3,34 Milliarden Mark Aktienkapital und Reserven, über die sie 1914 per- Rrioute Derschuldung auf den denkbar gerings! mfang zu beschränken. Gerade im Hinblick auf die Auslands Verschuldung und ihre außenpolitischen Zu- sammeichänge (Reparationsiragen, im besonderen Iransferprobtem!) ist es überflüssig, im besonderen den Beweis für die Rotwendigkeit der Neubildung m.e die Mittelstandskredit«, die briarmtltd) annähernd zur Hälfte ihres Gesamtbetrages von priiMtcn Banken und Banksirmen Herrichten. Die Banken können aber diele Zurückhaltung nur in dem Blaste ausgeben, wie ihiten als Folge fort* geschrittener innerer Kapitalbildung, also Spar- tätigtet, In vermehrtem 11 mfang langfristige Depositengelder zufllehen. Auch die neuerliche Anspannung deS Dell», marftee, die tn der Gr ho bang deS Reichs bank- sacheS auf 7 Prevent ihren sichtbaren Ausdruck gefunden hat, ist letzten GndeS nur der Ausdruck einer gegenüber vem Bedarf für 3xv vestitirmen und Umsatzsteigerung völlig unzulänglichen Grösse der inländischen Kapitalvorrate und KapitcrlttldungSkrafte. Auf ihre Stärkung kommt schlechthin alles an. Dazu gehört nicht nur, dah die Ergiebigkeit der deutschen Arbeit, durch technische und organisatorische Verbelle- rungen lGrsparnisse im inneren Betriebe) gesteigert, gesamtwirtschaftliche Ueberschüsse erzielen lästr und volkswirtschaftliche Aeseroenoildung möglich macht. 3n dieser Richtung ist Zuversicht berechttat. Hinzu kommen muh der Sparwill« jedes einzelnen. Gewih ist in einer AKrtfchaft mit Kapitalüberschuh und entfpvechend reichlicher Einkommensgestaltung deS einzelnen daS Sparen wesentlich leichter als in einem Lande, dem alle Dinge fo viel knapper zubenies sen find. Aber ein entschiedener Sparwille schafft viele Möglichkeiten. ES heißt nur die Folgerungen aus unserer wahren wirtschaftlichen Lage ziehen, axim tixr unS nachdrücklichst darauf besinnen, nicht nur rin | sleihigeS Volk, sondern auch wieder ein spar- Ne heimische Kapitolkrast als völlig unzulänglich er- weist. E.ne Zeitlang hatte es den Eindruck, als ob der inländische Kap,talmarkt allmählich wieder so weit erstarkt *ei, dah er im groben und ganzen m der Lage sein werde, nunmehr Zm fortlau'enden ve- dürfnisse der Ljirrf1ütfiflfeit, die fowvht die Folae her lUfltmisiaen Lirtichaftsdeprefsivn wie des reichlichen hereinfHetzens oon Auslandsgeld war. Die letzten Monate haben das Bild völlig oer- ändert. Mit dem Konjunk tu rauf schwang und der aus ihm sich irgebenben Gridanfpannung ist die Huf- ruAmc ■^gfeit des heimischen anlagemarftes zunt sameS Volk ju werden. Die fachgemLhe Ver- wendung edeS eriparltn Kapitalteils, vornehmlich in Händen her für die Kapital- und Kreder- verm.ttlung lerutenen Banrinltitute. fteijen f einen IS.rkungsgraü. und der Auyen iehri im Krei-lauf des wirtschaftlichen Levens vielfältig zurr. Sparer zur Ick. Oberheffen. L'anDlrae Mirftcn : Aus dem 8 u f e d e r Tal, 30. Oft. Dee Bestellung der Wintersaat ist beendet. Das trockene ijerbflroetter hat bie Arbeiten sehr gefördert. Die junge Laut, besonders der Roggen, der zuerst in die Erde gebracht wurde, ist gut aufgel .uien und weist einen regelmäßigen ctanb auf Nunmehr Derben die (Bärten und die Saatbeete im Feld abge- erntet und der Dinterruhe übergeben. h Annerod, 30 Ott. Die Gemeinde hat in entgegenkommender Weise eine Autoha11 e zur Unterbringung der beiden Autobusse, die den Verkehr zwischen Gietzen und hier bewältigen, e r • bauen (offen. Der Unternehmer Karl fj o o s aus (Bitten ist nunmehr mit feiner Familie hierher Übergesiedelt. Somit kann das Unternehmen für d e Zukunft als gesicher t gelten. — In diesen Tagen wurde die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Sophie Pfeffer geb. Seipp, z u Grabe getragen Sic stand im 89. Lebensjahre und war bis zu ihrem kurzen Krankenlager körperlich und geift-g rüstig. Roch im letzten Herbst sah man sie täglich bei den Feldarbeiten tüchtig Mitarbeiten. Ihr Mann, ebenfalls in Öen achtziger Jahren stehend, ist auch noch recht rüstig und Hilst bei den Feldarbeiten noch tüchtig mit ♦ Klein-Linden. 30 Oft. Die christliche Iugcndvereinigung veriammelte rid) am Samstagabend mit einem groben Teil der Einwohnerschaft im Saale der ..Deutschen Siche" zu einem Werbeabend. Aach dem Lied der 3ugenb; ..Ss rauscht durch deutsche Walder" sprach der Borsitzende. Pfarrer Göbel. über die Tätigkeit der Iugendvereinigung und ihre Ideale und Ziele. Beigen der Jugend und schöne Oieder wechselten mit Musik- vorträgen einer kleinen Kapelle von Strei ch- und Zupfinstrumenten. Im Mittelpunkt deS Abends flani) cm Lichtbildervortrag d«S Vorsitzenden über eine Wanderung, die die hiesige Iugendvereinigung vor einigen Wochen ins Dtlltal Unternommen hätte. Die von Herrn Heller gemachten photographischen Ausnahmen wurden von einem vorzüglichen Lichtbilder- apparar wiedergegeben. In seinem Schlußwort dankte Pfarrer Döbel allen, die mgeholfen hatten, den Abend zu verschönen. Auch die Gießener Iugendverri.nigung hatte mü ihrem Führer der Einladung zahlreich Folge geleistet. Mit dem dreistimmigen Volkslied der hiesigen Iugendvereinigung: ..Die Blümelein, sie schlafen ..fand die genußreiche Feier chr Ende. (.) Lang-Gons, 30.Oft. Durch die 6t ra • ßensperre waren die Autos in der letzten Zeit gezwungen, von Lang-Gäns aus über Holzheim nach Butzbach zu fahren. Dabei hat sich ein U e b e l • stand in verstärktem Maße bemerkbar gemacht. Das ist die enge Unterführung am hiesigen Bahnhof. Daß es bei dem starken Wagen- verkehr (viele Holzheimer und (Brüninger Fuhr- werke fahren täglich zur Station Lang-Göns, dazu kommen die Wagen der hiesigen Landwirte» zu keinem Zusammenstoß kam, ist sehr auffallend. Stan- Öen doch oft mehrere Fuhrwerke hintereinander und muhten warten, bis die Durchfahrt frei war. $ür Fußgänger und besonders Kinder ein ganz gefährlicher Platz, besonders In der Abendzeit. (Bon den überfahrenen Gänsen durch Autos wollen wir ganz absehen.» Es wäre daher sehr zu begrüßen, wenn entsprechende Schritte bei der Reichsbahn getan würden, damit endlich diese Unterführung verbreitert wurde. Auch für die (Ein- wohner des neuen Teiles unseres Dorfes wäre es von Vorteil, denn gerade an dem Durchgang ist die Straße bei nasiem Wetter kaum zu passieren. «reis Friedberg. Z Friedberg, 30. Oft. Begünstigt durch die milde Herbstwitterung ist der O b st o e r s a n d auf Öen Wetterauer Bahnhöfen noch recht lebhaft. Es wird vorwiegend Tafelobst von Händlern auf- gekauft und verladen. Der Durchschnittspreis pro Zentner beträgt 10 Mark für gemischtes Obst. Für die edelsten Sorten werden aber auch höhere Brekfe bezahlt. .< Dad-Aauheim, )?. Oft Das Htbetr jährige Söhnchen des Fuhrmann- Asien- b eck er. das am Donnerstag, wie wir ber.ch- teten. vom Dach des elterlichen HaulcS auf tM Straße stürzte, ist un Krankenhaus an leinen sqiweren Verletz u ngen gestorben. btrcit Büdingen. L Ridda. 30. Oft Seither wurden die Brief- kosten in unserer Stadt täglich nur dreimal geleert, um 7, 17 und 19 Uhr. Zwischen der ersten und der zweiten Leerung lag also eine Zeit von 10 St mben. Rur der Br.efkaiten an der Post wurde um 13 Uhr geteert Der Briefe mit den Nachmittags- lügen befördert haben wollte, mußte sie zur Post tragen. Diesem Mißstand wird nun ooin 1. November ab durch die Toücernxüti.na abg«halfen, die die Leerung sämtlicher Brieffasteti um 12.30 Uh r anfleorbnet hat Ferner wirb auf Wunjch der Mehrzahl der Fernsprechteilnehmer vom 1. November an der durchgehende Sern- sprechdienst hier eii^geftihrt Diese 'Neuerungen werden vom Publikum freudig begrüßt, ebenso von den Bewohnern der umliegenden Orte des Postde» urfs. daß jetzt die Schalter Ichon um 14 Uhr geöffnet werden statt um 15 Uhr. Mrne Alsfeld. L Ober-Ohmen, 30. Oft Da sich rin Tri! unsrer Ortsftraßen. briondrS diejenigen, die das Postauto bei feiner Durchfahrt benuht, in sehr 'chl.-chtem Zustande befindet, hat der Cbemrinbtrat di? Herstellung b'fchtossen. Die Firma H Keil ist reqenwärtig mit der Anfuhr des Lchofers brichästigt. Die tn der Bähe arbeitende Dampfwalze soll die neu gedeckten Cr sstraften fritrxihcn damit sie möglichst bald wieder passierbar sind Im Ber» gleich zu anderen Orten hat unsere Gemeinde mit einem G.rahennetz von über 2000 Metern hohe Auslagen für die Instandbiltung der Orts- ftrefven, da keine Kreis- ober in., in Ist rochen durch unter Dorf führen. Die emeinde erstrebe deshalb schon lange den Dau einer L-trache nach Höckersdorf, weil dadurch ein 'Teil der Ortsdurchfahrt in die Verwaltung ter Provinz über» ginge Austerdem macht sich das Fehlen einer Ht rasten Verbindung nach Bobenhausen unb Höckersdvrf wegen der großen Umwege lehr unangenehm bemerkbar. — Untere seit dem TEStr gange des Pfarrers Iung verwaiste Ps a erste l le ist dem Pfarrverwatter Guß mann, seither in Michelstadt, vom Landeskirchenamt übertragen worden. L Ruppertenrod, 30. Oft Gelegentlich der Teerung der Ohmstrahe war leiten» der Provinzial straften Verwaltung von der i^e- meinde Äuppertenrod rin Zuschuß w den Kosten der Teerung innerhalb des Orts- b e r e i ch s gefordert worden. Die Htraßenver- n? al hing hatte einen Betrag von 2403 TUT ckt- lanat, der der Gemeinde Ruppertenrod zu hoch erschien. Infolgedessen wurde die Ortsdurch»ahet nicht geteert und die Arbeiten wurden erst am OrtSausgange nach Mücke zu wieder begonnen Run ist eine Ginigung zustande gekommen, da die Sttahenverwaltung di« griorderte Sunnne aus 800 M k. erniedrigt hat Aachdem schon eine große Htvvcke zwt'chen Aup- vertenrod und Mücke ne teert war. ist die Dampf- walze mit den zugehvr gen Wagen und dem Personal nach Tiuppertenrod zunickoekehrt. nm die Ortsdurchfahrt zu teeren. -Ls (XiiuVit sich um eine Strecke von etwa einem Kilometer, di« im Lause einiger Tage hrrgestellt fein wird. Unsere Ortsbürger begrüßen es. daß eine G.ntz- gung zustande kam. Hatte doch untere Gemeinde bei dem regen Auro-Berkehr seither sehe unter der Staub- und -Schnnttzplage zu leiden. «reist Schotte«. VHartmannshain, 30. Oft Bei den diesjährigen Treibjagden macht sich auch hier ein abnehmender Wtldbesiand bemerkbar. Erfreulich war es daher, daß die Iagdpachter die Reh- geifen schonten unb nur einige Bocke erlegten. Da» zur Strecke gebrachte Wild befriedigte wohl die 'Pacht, r nicht, besonder» in der Anzahl, um so mehr sind ihnen aber alle Freunde unseres heimatlichen Waldes für die Erhaltung des Wildbestanbe» dankbar. Die Küchenapotheke. Don Dr. Karl Äoot Die sogenannten Hausapotheken enthalten be- kanntl d> mancherlei, und >ock) non nrin- destens die Hälfte aller hygienischen Bedürfnisse mit nur einem Stoff befriedigen, nämlich mit dem bvpermangansauren Kali. Berne Lösung kann al» Ddundwafser, als Desi>> .tteL, hita al» Han» Danipi in allen Dassen gebraucht werden, man nur darauf achtel, die Auslösung iricht zu konzentriert vorzunehmen, sondern nur rin winzige» Kristüllchen in» Masser zu hm bi» zur schonen hellroten Färbung. Aber iud)t bdtxm soll M* Ärftt sein 1 andern Wir wollen sehen, was sich in der Küche selbst ohne weiteres an vortreftlichen Medikamenten vorftndet Da ist zunächst her Bohnenkaffee In Fällen von Herzatemnot siebe man bis zur Ankunft de» Arztes sofort starken unvermischten r*er Dohnen- ?'u:v kräftig auf, zu in Beispiel bei Leucht gas oergi f tunaen und solchen durch Kohiendunst bei mangelhafter Ofeirver- breniunig. bei akuten Oprum- oder Morphium- vergiftungen. bei den Erkrankungen durch Achlan- vicnbifi. obwohl im letzten Fall der Alkohol wohl noch kräftiger zupackt Gin weiteres wtrksaoies Kücheirmedikament ist die Zitrone. 'M HafcnHuien ziehe man vor- «ichiig verdünnten Zttronerüaft in das blutende Aasenloch, bei Bißwunden, wo di« Gefahr vor- liegt, daß adlige Keime eingedrungen find, sorge man für kräftiges Ausbluten und träufle dann reichlich frischen Zitronenfast m die Lunde, 'vn man durch geeignete Bewegungerr recht tief l ineinzubringen versucht Demi man Darzen mehrmals am Tage mit frisch ausgepreßtem Zitronen! ast beträufelt, fo pflegen diese un- .•pvetitlieben CMÜe meist nach 14 Tagen spurlos zu verschwinden. Auch auf Hudnerau^n kann man täglich Heine Zttronenschetben auflegeiL wodurch sie sich nach und nach erwetchen und schließlich schnTera^os abgezogen werden können Bei 8er- gtftungen durch Bilsenkraut of*r Stechapfel ist das sofvn.ge Trinken ovn verdünntem 3üroe>ev- saft da» sicherste Mitte! bis der Xr* kommt. Da ist ferner der s s i g zu nennen. Handelt es sich ntcht um heftige Schlagaderi' uttmsgen. so lasse man das Blut ruhig einige Zeit fließen, denn es spült alle etwa in die Dunde hinrin- arfangfen Schmutzpartikel mit betau», dann aber sind Umschläge mit «Sssigwasser die wirksamste Desinfektion. Ist keine Zitrone vorhanden, so wirkt bei Nasenbluten auch das Einziehen von Essigwasser günstig. Auch bei Bergistungen durch Laugen und alkalische sonstige Difte wirkt Gssig- wafset. sofort getrunken, ähnlich wie Zitronensaft. Welch rin treuer Freund ist aber auch das Kochsalz. Man imterscheidet bekanntlich daS Blutbrechen vom sogenannten Blutsturz. Seim ersteren stammt da- Blut aus dem Magen und ist rvtschwarz bis braun gefärbt, beim Blutbrechen bandelt es sich um Langend lut Ts ist hellrot, oft auch schäumig und blasrg. Da wirkt, bis der Arzt kommt, am besten blutstillend ein halber Teelöffel von Kochsalz, das der Kranke im Munde zergehen läßt und barm langsam bin- untctfdjludt Das einfachst» unb billigste Gurgelmittel ist auch nicht zu kon^ntrierteS Salzwaft«. Bei Husten. 5)eiserteit und Schnupfen löse man eine Messerspitze Kochsalz in einem Weinglas voll heißem Dasser und atme die Dämpfe kräftig rin, am besten allerdings mit Hilfe des sogenannten IndalationsapparateS Bielen hilft auch bei Zahnschmerzen, deren Ursachen freilich sehr verschieden sein tonnen, ein Fußbad in warmem Salzwasser. Bei Mückenstichen ferner feuchte man die betroffenen Stellen ein wenig an und reibe dann rin Körnchen Kochsalz anhaltend hinein. Dadurch wird das Gift paralysiert. In all den .Fällen, besonder» bei DeryiftungSericheinungen. kaum handelt, schnelles und autgiebiy» Erbrechen hervorzurufen, lasse man waro.es Salzwasser trinken. Am besten verrühre man einen Deriöftri Salz und einen halben Jet- löffel voll Senf in einer Tasse warme» IDaffer. Di« Milch ist oft eine schätzbare Hille in Berantung^fallen. Bei der 2rs«nikv rallturg xum Beispiel gebe man dem 'Patienten g.-kochtc Mllch ui trinken, so heiß er sie nur vertragen farm, .nd rege wie bei der akuten AlkoooiVergiftung, 'en Brechreiz an durch Kitzeln de» Daumens mü einer Deflügrifeder. Auch bet Bleivergiftungen empfiehlt sch als Brechmittel warme Milch und rohes Gtweiß. Da» Weiß« von einem toben di ist ähnlich wie der starke schwarz «affet brionders ge- eiipvrt, die Wirkungen endet Gifte auf zu heben, zum Beispiel bet den mcht feiten oottommeiben Zdupfervergiftungen Bertvendri man nämlich Kupfer- oder Messinggeräte beim Kochen von sauren Speisen, so nehmen diese leicht Kuptev- verbindungen auf. Es ist deshalb nötig, die Speisen sofort in anderes Geschirr zu bringen. Bei Brandwunden vermeide man wässerige Lösungen auf die betroffenen Stellen zu bringen, benutze vielmehr anstatt dessen reine» Seit oder Oel. Auch die Glieder Gichtkranker behandle man nicht mit Dafser. sondern reibe sie mit Oel ein und packe sie m Watte. Beim sogenannten Schluckauf hilft meist schon möglichst lange» Anhalten des Atems Sonst nehme man einen Teelöffel voll gestoßenen, mit Weinessig angefeuchteten Zuckers und trinke etwa» TBasser nach Auch heißer Tee kann gute Dienst« leisten, z. B. in großen Mengen genossen bei Vergiftungen durch den bekannten Zierstrauch Goldregen. dem unsere Kinder fo leicht zum Opfer fallen, weshalb man dieses ,prächtige Gewächs" überall dort verbieten sollte, wo Kinder leicht dinkommen können. Heißer Tee wird auch bei Vergiftungen durch Kloefalz mit Vortril angewandt. ebenso bei 'pjjDergiftunaen und bei solchen durch die Tollkirsche. Äatürtich muß man in allen bieten Fällen so schnell wie möglich einen Arzt herbei holen Bei Grkrankungen durch Aetznatronlauge. die ja leider immer wieder wie die Karbolsäure infolge von Derwechs imgen getrunken wird. Helten neben Zitronensaft, verdünntem Sssig, Haferschleim. rohem Giweiß auch gekochte Hülsenfrüchle. wie Linsen. Grbsen usw. »ine schwache Soda- IÖlung, in großen Mengen genommen, ist ein vorzügliches Mitte', bei Phosphorvergittungen, bis der Arzt kommt Zum Schluß fei aber noch besonders txnge- tmtfen au! das TDaffer. das neben reiner, 'rischer Luft unser wichtigstes Aahrungsmittel ist und sich in tnden Krankheitsfällen als wertvoller Freund erweist. In Form von Gis wirft <* besonders wohltätig in den Gsumfchlägen bei Munden und hochgradigem Fieber I Gisbeutel au* den Kopff. auch bei Vergiftungen. Um Gr brechen zu 'nllen. verschlucke man Beine Gisst ückchen. die auch starken Hustenreiz brieif.aen und den Blutsturz hemmen können. Kaltes Tdasser trinke man bet Brechdurchfall, jwber, m be- sonders großen Mengen bei Migräne msd bei Vergiftungen durch Säure. Bei Berstopftrngen, die am besten durch tüchtige körperliche Bewegung und leicht verdaulich« Vahrung bekämpft werden. empfiehlt sich als harmlose» Mittel alle Alorgen auf nüchternen Magen rin Glas kalten Wasser» zu trinken. Di« Aützlichseit der Kalt- wasserumschlage ferner ist allgemein bekannt. Der sogenannte Priehnihsche Umschlag zum Brispiri besteht darin, dah man eine Serviette bi kaltes Wasser taucht, mäßig auswindet unb zu eirwm handbreiten Tuch zulainmenlegt Darüber Bnrb dann rin wollen« Tuch befestigt fo daß bie Abgabe von Feuchtigkeit nach außen nach Möa- lichleit verhindert wird. 'IDarme bis heiß» Wasserbäder «ind als Heilmittel allbekannt. Besonder» heiße Fufchäder dienen vorzüglich 8« Ableitung des Blutandranges von Kopf mw Brust, bei Schnupfen unb Uebermüdung. Sine JUiHiarMr&odiielf in Amerika. Mährend m Guropa die Hoch) n I rieten immer bescheidener werden, und t>ir tfb* fanbibaten und -kandidatinnen häufig im Straßenllrid doc den Altar treten, hält man um Dollarland noch immer auf ernt große Aufmachung bei der Hochzeit. Sv Dermahhe sich ttne der Pariser .Avenir* berichtet, lürzlich tn Aeuyork der Milliardär Stand How^trds mit einer gleichfalls sehr vermögenden Dame. Der Bräutigam »ählt 76 Oenze. fühlt ftch aber nach feiner Aussage noch sehr munter und rüstig. Gr besitz: eine stattlich« Schar von Gnkekn und Urenkeln und erscheint zum drittenmal vor dem Standeshiamten. Die Braut ist 37 3ab re alt und erst zweimal geschieden. Bei der Hochzeit wurden 350 Gäste bewirtet, dreißig Ghrrndamen begleiteten bie Braut, bte ein Diadem aus Smaragden und Diamanten trug. Tne .Ärentjungfern barten als Erinnerung jede einen goldenen Ring mit einem ech'en Stein erhalten. Die Hochzeitsreise wurde per Auto in die in Kalifornien gelegenen Besitzung« de« 3 bemanne» an getreten wobei die Hoch- zeitsgäste das Shepaar eine Strecke gd teten. und zwar auf dellen Kosten gleichfalls in Autv^ Benn Abschied von dem Hochzeitsgririt« lagt» der frischgebackene Gatte lächelnd, er g.aube. daß die» doch wohl feine .letzte Hochzeit" sei. aber willen könne man es nicht. Iedrosalls ist dies em Ausschnitt aus dem amerilamsch« .Osbens- still-. Ml 0 ,8d) S°r 4tit '"d mii fit mL * 3m >. l'err ^nnanbt ■ 2000 TBttfni lldmg btrOrti- ^vi^ialilvcha m«nde erlmbt er Sstthe «ch Teil bervn»- Provinz übw 1 r l«dr um« zu leiden. HL .Ott Sei btn Ke* sich auch b«r ei. nd bemerkbar, tr- ladpächler die «e> lode erlegten- K» MS" ■*¥ .njabl um Io ■* n|ert» bfljf *■ IM ©ißtbeftanbrt «sich» ng befämpH Zses Mitt' oD‘ emein fo ML? pH*** xen iS* uns 3jkiö* 1 t*ct peT' 6^5 8%Ä rjJS ha-^. & *s ing eitsE • K° #5 -LSAZ ä».l» LlmErsokgundLiebe. Roman oon Roden K 11 d> Lapyrigh! bi) dort Sunfrr Drei 1 SU 62 (cdNufp 3|e |afc un Äun|U au wie In meinem Wiener (He|ang»beif)eri — iber gu so null ander» werden'» oa net sein. Echmei- hen' ihnen ein paar hohe Tin hin. bann klatscht do, bmnim Volk Bah — i' mach ba, mit der kalten le mein.' .,3a Sie - Sie haben Routine!" ..Ra a bißeri werben', doch wo» können' Die fierrrn schwärmen ja alle für Eie. Unb a fesche, Weiber! fein', |d aa." Isa lächelte leicht — etwa, Farbe tönte langsam ihre blafkn Wangen Machen 6te r» nur so wie gestern am Klavier!' n z-t nichts »u surchten unb der Wiener Konzeriagent, der fett einigen Tagen hier Ift. kommt mit geiürftcm Kontrakt zu Ihnen. Ich hab ihn gestern im Hotel ‘nai chmeihen müssen.' Jia lachte. Eben verhallten die Töne be, spanischen Concerto,. da, der Geiger probuüerte. Man brrtr hier hinten da» Rollen be» Beifalls bnmpf widerhallen Hl, Isa auftrat. In einem »orlactcrien. pastellblauen Eribengrronnbe, da, ihre hohe Figur eng umschlosi unb au» dessen Ausschnitt sich Racken unb Schultern königlich emporretften. überloht oon der rotgoldenen Haarkrone, ilatterte ein erregte, Staunen unb Rauschen durch da. Hau, | Da, — die schaut au," flüsterte Konsul Zen» I flerle in seiner Proizeniumstoge ;we, ungarischen Damen zu. deren Augen neidisch funkelten. Aaghaft begann Isa — mit einem leiten Tre» molo. über die kleine Stimme (lang in diesem kleinen Hause rund unb voll, unb sie «ullte e» auch au». Unter dem Singen suhlte sie plötzlich selbst den Wohllaut ihrer Stimme unb baf» sie den Leuten geltet. Rem Ton. kern Ansatz, (eine Verzierung oer« sagte. '•Eine tiefe Freude 1. r Jjftritr.h sie Dar schel- । usche sranzösische Liebchen oon ber kleinen ;•„[,. machenn und dem schonen Offizier brachte ihr starken Bcifalt. Unb im Herwigen warf sie einen Blick n b«e Herne Parterreloge, in der tipUenborg mit ber Mutter, im Hmlergiunb ihre treue 1‘ucnna 'asten. Cr lächelte ihr ermurtgenb xu unb klatschte lebhaft. 31» zweite» sang sie b.e 21 riefte ber Hb.le au» der ..Fledermaus'. Per gleiche Erfolg' Unb bann al, Zugabe den ..sott tsmbour'. dessen komisch-schel- milche Grazie ihr so besonder, lag. Bravo Ruse — ein dröhnender, prasselnder Applaus — Dacapo- Verlangen liehen ihr Herz freudig Hopfen. Ader sie gab nur da, letzte Berochen zu, um sich nicht zu l rmuden. 3m Künstlerzimmer gratulierten ihr alle. Elezak kustte und streichelte ihre f)anb. Die Mutter kam mit i Anita, küßte sie unb wischte sich Freudentränen ab. -Na. was habe ich Ihnen gesagt" rief der große Tenorist strahlend. iB bette er selbst einen Triumph erfochten. — ,Lch bring’ Eie nach Wien.' Unb selbst die Kabarettistin — sie war mindestens sunizehn Jahre älter al, Isa — rief wohl- wollend und neidlos: „H süßt» Stimmeri! — Unb mit dem Ge- schau unb der Figur haben', ja die tieutcln von vornherein in der Taschen. Um Sie i, mir net bans. Kinder!.' Mil einigen Liebem von Strauß und fluqo Wals schloß Elezak den ersten Teil. In der großen T'ouic kam der Konsul mit einigen jungen Herren, die sich Isa oorfteUen ließen. Zerstreut horte sie auf die f)ulbigungcn unb Glückwünsche. Alle kamen — nur Gyllenborg nicht! Der zweite Teil wurde durch einen Tiroler Volkschor, durch einen Ian», durch die Palsini unb den spanischen fflciaer, ber igeunertänze spielte, aucgesüllt. Den Schluß biükk bann bac oltitalie nische Duett Isa, mit Slezak. Hl, kurz vorher ber Sänger auf die Bühne kam. bfitfte er Isa erstaunt an. -3a. Die tchauen Sie denn au»M Ganz oer« klon' — Jo. der C rs 0 lg — der v rs 0 Ig' Uii io besser — ’-nn werden Sie (eine Angst nubi h bcn.' Da ploylich ,aß e, wieder in ihrer Kchle auf ihrer Brust, bien, Angstgespenst. Um donncmder Applaus prasselt, ihnen entgegen. al» sie auftrcUn - ein dachgewacni.ne, V ar. ber f)eltauptteil Isa< l-lotzlich fühlte sie eine leichte Ermüdung. Dann einen Stich in der Kehle Eine rasende Angtt überfiel sie plötzlich, ließ ihre Pulse hebern - be fühlte wie ihre Stunmr ermattete. Mit einem flehenden Blick starrte sie den Partner an. — Mit r.nem leisen Weheruf horte sie plötzlich auf. Die Stimme versagte ganz gab nur einen rauhen Ton oon sich ... unb sie entfloh in ihre Garbrrobr in ber sie schluchzend zusammen! rach. Atemlose Stille unten — a.i» den Kulissen neugierige Kopfe. Der Klavierbegleiter ließ die erhobene Augenblick ratlos nach. — Dann raffte er sich mit einem plötzlichen Entschluß auf unb sprach . Meine verehnen ^errichaften Fräulein Isa Menger» hat trotz einer Indisposition, um da» Rontcrt für unsere armen Ueberfdim.mmtcn nicht zu stören tapfer ihren Pari gelungen. Aber Sie sehen, daß diese Indirposilion sie leider verhindert, weiter zu singen. - Bitte. Herr Kapellmeister: die Stretta au» dem Troubadour" Ehe das Publikum sich von feinem Erstaunen erholt hatte, setzte er fchmett.rnd mit diesem (»Manj- und Bravourstück aller hohen Tenörc ein: .Lodernd zum Himmel" ... Das Publikum raste — zuletzt auch nach Isa. Aber sie kam nicht. Unb Slezak rief ..Fräulein Menger, läßt Ihnen durch mich für Ihre Teilnahme vergeblich pochte er bann vergeblich Hopften Mama Mengers und Anita an ber verschlossenen Tür ber Heinen Damengarderobe, in her sich I>a verkrochen hatte. Man hörte sie nur leise durch die Tür antworten ..Ich will jetzt allein sein." In hemmungslosem Leinen hatte sich ifrre Beo» zwei'Iuno aufjxtobL — Kem. sie wurde nie eine -raße Sängerin werden, nie den Anstrengungen der Bubne ober großer Konzerte gewachsen sein niemals — niemals ... ..Madonna ... Uiefcf* ... -6 i e finb'eT — Später — später!" „Ein Freund bittet, ihm zu öffnen ' Vangkm '.hob sich bei Äugel zuruck. In ihrem prjrJooürn Ibenbfkib Hand sie vor ihm. eine gebeugte Königin Koch schimmerte« Tränen in ihren Super . Madonna weint?" ... lun ist alle» an,", tagte sie mit einem bitteren Lächeln. .lun beginnt erst alle», kleine — große ~orin Ist denn die K.nst allein da, Leben?" ..ttur mich — ja!" -Nun gut. du wirft w-eder singen — im Salon ber WoUenborg, — für dich, für mich, für unser» ereunbe — ohne die Angst unb bte Dualen der 3.ihre unb bc» Podium» ' ‘Jlegungtlo, stand he vor ihm; bann sardte iah» Säle ihre Dangen ihre Stirn Er griff nach ihrer fkinb, zog die leise ffiibet- strebende sonst an sich. ..Ich will warten Isa bi, du mich rufst, di» ba (aglt: ich will bei dir bleiben, mein Freund bi» die Flamme, die mich wärmt auch in dir qlimmL Diese Stunde wird kommen." Da schmiegte sie sich an ihn. blickte sest in sein, Augen und sagte mit einem siillen Lächeln, da- um Berzeihung zu bitten schien Du sollst nicht wart, n." Qo hallo" rief ber große Sänger bei hielt m Anblick überrascht — .Kommen Sir, lieber Konsul — wir wollen diese mündliche Aussprache nicht stören." „Bleiben Sie. meine Herren", ries Gyllenborg h'tbenb. ..Meine Braut und ich bitten Sie. ein 1R1 » Champagner mit un» aus die zukunstiae Frau Gyl- lenborg zu leeren, die nur noch für ihre Freunde singen wird." „schade! Ich hätte sie doch noch berühmt gemacht. Aber ich gratuliere; denn Ich finde dieses (Engagement bester als jedes andere. Dav meinen Sie. Stonlul?" Während er ihr die ftanb küßte, rief ber alte Herr, halb larticnb. halb gerührt .Hch schließe mich dem geehrten Vorredner an. Na. was hab' ich gesagt'^ Sie mache doch noch Barrier'! — Da, muß ich doch gleich nach Mainz schreibe." chs Meislermischungentallgelobh Fu rjeden Gejchmack gut a usgeprobf ! HbohiUcletung In Geechmack und Prell 19.- 29.- 39.- 49.- und höher Fränlfal Spezlalbaos für Damen- ■ lailHCl konfektio*. Seitenweg 52 Aparte Stil-Tanzkleider ____Wh ^Wohlauf undfrhch-fnhMvffdtn win sm dL/ct gutes, so- bdfs SthuhuKrk voraßn Eritaltungsgefahr«*. auf dem SdtJ.vgf und ber SpriiinifderW- te-unq.gesdiiti sind. Ein Schul-und Slrapaverstie'e!. deralkditte Uz. lüge besitzet der Schuhhaus Neumeier Gießen, Sonnenstraße 20 Das Haus der Vertrauens-Qualitäten «OOa Achtung Mitglieder! Im cTCcn^wm 1......................... -..j;.. ~ • ................................... findet die Auszahlung der Rückvergütung vom 3. November ab statt Dieselbe muß bis zum 20. November abgeholt werden In der Verteilungsstelle, in welcher die Marken abgelietert wurden, ist die Rückvergütung abzuholen. Konsumverein Gießen u. King. e. O. m. b. H. Wohne ab 1. November Ostanlage 37 Dr. Stuhl Los 80, Los Konfursoerfalfren ferner bestimmt: 9813V ncfsiichc» ftulturbauamt I L.: Mangold, Xegierungsbaurat. mittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 3tr. 106, Termin anbe- ,ju(d)[agsfrift: 14 Tage. Wiriun, den 27. Oktober 1927. einen Schokoladenschrank, einen Diplomatenschreibtisch. einen Regulator, eine lifoyampe, ein Bonboagefteü, ein Gla»- schrankchen. ein Warengestell. IHöU. Gerichtsvollzieher k 2L, in Gießen. Iheringstraße 7. *51 rbcitducr^cbuHfl. Für die Gemeinde Rultershousen sollen nachfolgende Lieferungen unb Arbeiten vergeben werden: Der Kaufmann Louis Aithosf in Gießen wird zum Konkursoerwalter ernannt. Sonkursforderungen sind bi, zum 15. Rooember 1927 bei dem Gerichte -njumflben. Z5s wirb zur Befchlußfastung über die Beibehaltung des ernannten ober bie Dahl eines anderen Verwalters, sowie aber die Bestellung eine, Glaubigeraus- schuste» unb eintretenbenfalls über die :n § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstänbe und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donner »tag. den 24. Rovern der 1927, oor- 1: Lieferung oon Lementröhren, 20 unb 50 an L W., unb von Straßensinkkasten Voranschlag. SSO Reichsmark 2. Erb-, Maurer- unb Nohrverle- gungsarbeiten. Voranschlag: 570 Reichsmark. 3. i)erftellung oon Gosienpsläster Voranschlag: 215 Reichsmark Plane und Bedingungen liegen bei un- offen. Angedotsoordrucke für je 1 Reichs- i mark für Los 1 und 2 unb für 0,50 Reichs- ’ Dienstoa. den 1. November L 3„ noch- mittags 2 Uhr. versteigere ift im „Cöroen". Neuenweg 2b. dahier, zwangsweife gegen Barzahlung: einen schrvarzco Anzug, fast neu. zwei Bäfeht. einen Diwan, einen Klubsessel. ach< Paar lledergamafchen. zwei Schreibmaschinen. vier elektr. siochherde. eine Laden theke. einen Glaskasten, zwei Loden kaffen, zwei Waagen, an fietrm- iahrrad. vier waren schränke, einen Eisschrank. zwei Sofas, ein Vertiko, eine lieber da, vermögen ber hest -Ttoss mark für Los 3 können oon uns bezogen rianbels-Genofsenfchast e. G. m. b. f). in werden. Eröffnung der Angebote Samstag. Gießen wirb heute am 29. Oktober l'J27. den 5. November, vormittag, 10S Ahr. oormittog» 9j Uhr, das Konstirsverfahren auf unserem Ami 9916D eröffnet. 9917C BUberflaffelei. einen Rauchtisch, zwei BüRenfäuta, Schreib,»ch^ cm j aüen Ikrionin. ein« jur Son. fursmafle ßebörige 3od>« in »r.’.r haben L?o^"Otchtne. em Jlaschkntter. oöer >ur Konkursmasse etwas schuldig find. ™ w.rd aufgegeben, nichts an den Gemein- 2?at>app ^otorrab 2^ L, jd}ulbner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die verpstichlung auferlegt, oon dem Besitze der Sache unb oon den Forderungen, für welche sie aus ber Sache adgeson- bette Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 15. Jto- oember 1927 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht zu Gießen. Ttc Malicnlteinfnr mit dem Auto I Telephon Nr. 1730. Tisch- Linoleum in verschiedener B reiten □ Farben Heiner rieh JMistiifer giessen Brandplatzl Auto-Neeb 1790. Woll Stoffe 130 cm breit schwere relnwoll entkassi^e Qualitäten passend für gute Hauskleider Damen- und Kinder-Himel weit unter Preis. 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II'/. für Vo» 11 norm 11». unb tüt Vo» 111 vorm. 12'/. Uhr an die Neubau- lertung 11 Gießen eln»uienben. Äeubauleituna II ■i. ber Baugruope des 4inana., 28. Oktober 1927. Hest. Bürgermeisterei Alleudors a. d. 8ba. Rein. Commerz- und Privatbank Aktiengesellschaft, Filiale Gießen. Darmstädter und Nationalbank Kom-Ges. auf Aktien, Zweigniederlassung Gießen. Direction der Disconto-Gesellschaf t Zweigstelle Gießen. Handels- und Gewerbebank e. G. m. b. H„ Gießen. Mitteldeutsche Kreditbank Filiale Gießen. Die unterzeichneten Banken geben bekannt daß sie von heute an. wie in der Vorkriegszeit SPAR*KONTEN einnchten. deren Verzinsung zu einem bevorzugten Satz erfolgt.--Nähere Auskunft wird an den Kassenschaltern erteilt CAFE LEIB Sparen sollst du nur in deiner 0012D eigenen Sparkasse das ist die des holung. '"'0 Heute äst 31 Liditlpielhaus/ Balmhoffiraße Vlund 54 AftoriaxLiditfpiele, Seltersweg *1 Infclbl, seines . 'Uiiböl, Rnltftbldfl 90 > 53 ' 51 r< StOdi xu hebe* bei den Steatt. 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Spar-nnö öomüiitzkssse fieffrfomi e.6.m.ö.0. - Schmidt Becker Scham der Infolge Uebernahme der llnifmilätaölili in GroBeo-LindeD (früher Amendsdie Mühle) teile Ich der verehrt en Kundschaft mit daß die Mühle am 1. Xovemher 1927 wi der In Betrieb greeUt wird. Durch gründliche Reparatur und Neuanschaffung von Müllcrelmaschlnen bin Ich In der Lage, jedem Anspruch au genügen. Es wird mein größtes Bestreben sein, allen Anforderungen und Wünschen au entsprechen und In Mehl und Futterartikeln das Beste xu bieten. Hochachtungsvoll Wilhelm Tank. *060 Ab heute bis auf weiteres Anfangszeiten: 4, 6 und 8.30 l'br DER WELTKRIEG Ein hiftorifdaer Film nadi dem amtlichen Material aus den kricgsardiiven der verfdiiedenen Lander. Historisch nennt sich dieses Dokument, das in 2 Teilen das gewaltige Geschehen unserer Zeit zusammenfaßt und uns, die es miterlebten, als eine ernste Erinnerung, kommenden Generationen aber ah ein drohendes Denkmal vor Augen führt. Es Ist ein Film ohne politische lendenz, man müßte Berufspolitiker sein, um sie aus Zweckgründen zu entdecken. Lediglich das historische Geschehen wird gezeigt und <*iklärt, im 1. Teil die Entstehungsgeschichte des Völkerrlngens und dos Krieges bis Anfang 1915. Dor 2. Teil, des Volkes Not, schildert die Jahre des Ausharrens und des Volkes Schicksal, den Zusammenbruch und den Wiederaufbau. Er tat rin Ulm ohne Schauspieler, die Dnrmtellcr elnd wir alle, dir wir einstens In der Front mitklmpften. Wie ein Traum liegt alles hinter uns. aber vergessen weiden wir es nie, und wir sind stark genug, Bilder aus jenen Jahren zu sehen. Jo. es wird niemanden geben, der wie »Ich nicht arischen wird. Jeder ha- nu Film teil, jeder! Wen interessieren nicht die Ürigiualaufnahmen des schrecklichen Völkermorden*. Europa maschlert, Rußland, Frankreich. England, Oesterreich, Deutschland usw.. Im Westen und Osten Sieges-* rauschen, dio Schlachtenwondo, der Rückzug von der Mama» der Wettlauf zum Meere, In Flandern reitet der Tod, dio Kämpfe um i pem, Rußland. Galizien, Italien usw. Allee Originalen!nah men aue der Front wahrend dem Weltkriege«. Noch nie hat seit Bestehen der Kinematographie der Film seine historische Treue so eindringlich bewiesen. Noch nie übte ein Film- werk seit Bestehen der Klm-matograpnle eine solche Anziehung»- kraft auf das Publikum aus. Jugendliche haben zu den Nachmittagsvorstellungen ermäßigten Eintritt. Preise der Plätze für Erwachsene von RM. O.ND bis RM 2.ÜH Musikalisch le Illustration Kapellmeister Karl Storck. l/, yiasche mit Glas -LIU | Iöit veranltaiten v 81. Oktober bis 5. November eioeWe-Me-Wk Während dieser Zett rttben mit bei Einkauf von ', Psund Kaffee 7, Psund Kriftall-Iucker gratis! Maanetmebl, allerieinsle Qualität . . .Pfund 2M 4 S?Ai"e*iyb!f fclnf,e( ...........Psund 25 Mmcb ? 1 ■ ........... Pfund 22 - Tafelmaraariue. la Mund 54 .' Moenu» blolb, statt Butter . kkvkvoseii. blilieniveid...... KokoSieit. In Tnfeln Salatöl, la Ur. 255 Drittes Blatt Gittzener Anzeiger iSeneral-Anzeiger für Gbtrhtssen) Montag, 51. Oktober J92Z Tumen, Sport und Spiel. 4. Sporiärzte-Kongreß. tion Dr. Heitz («letzen). Sieger im olympischen Rwiffmnpt brr Sportäryr. Sm 23. unb 24. Dftober ragte tm Reichstags- gcMube ta Beritr. her IV. 6 p o r t a r j t e I o n • ar efj Seit über 300 BerjJe aus ollen Teilen 7>u: chtande Daren erschienen, um ihr grobe» 3n- leerste an bet jortvnmg der Lteibesübunflrn zu be- fanden. Begterung. -.ir-iLt)* unb fporttiche Ber- bdnöe, sowie bat Hustanb, oor allem die nordischen Jlticbberlanbrr barten zahlreiche Bertreter entfanbt Dos f)aupttbemc >er wistenschaGlichen Borträge loor „Der fltnftafr de» Sporte» cuf dos Oer,“. <*rju fciherttn sich beOeurtnbe (Belehne. Wahrend Leh Bot schoss (fttviburg) über ficrurobe und Schwäche oom k»choioq,tcheit Standpuntte sprach, rriürterte Pros. Bruns (Königsberg) bot Thema "Herzgrube und IRustetarbeit". Bros. Mangold (Be tim) umertzichte bee Begebungen ber Atmung zum Äreistoid mabrmb der Hrbci? unb Prosesior Rau tmann (Freiburg) behandelt- die Ueberan- ftrengung der Organe bet tret kaufet durch Äiisfel- öamUtdx anwesenden Sportärzte vertraten den Skmbpunft, das, unbedingt an ber Sortierung nach Einführung ber täglichen Turnstunde hi den Schulen •eftyfr.ltrn werden, datz ober gleich» zeitig auch die 3-igenb m weit gröberem Maste als bisher unter sportärztlicher Aussicht gestellt werden wüste. um Schrdtsssrmen durch zu starke körperliche Anstrengungen rechtzeitig verhindern yt rönnen. 3m llnichlutz an die wistenschastliche Aussprache hmb em o Igm pij*er Fünf kamps im Stadion statt, um den Sportärzten auch Gelegenheit zu geben, ihr praktisches Können auf sportlichem Gebiete zu zeigen. Sieger in diesem Fimskamos wurde Dr. Heist, Sportarzt an der Universität m Liesten. Oer Miiglieherbestanh her V. T. 3n der ..Deutschen Xumjeihtng". dem amt« lidten Blatt der D X.. wird durch den Ge« schäftsführor txr 3a&re*berid)t 1826 27 ncrif- »entlicht Wir entnehmen ihm folgentsrb über den Mitgliederbestand Die 'Beftanbetbebung der D L. Migte am 1. Januar 1027 wieder eine Zunahme der Mitglieder,zahlen, die daupriüchl'.ch aus Aochnuna der stärkeren Delei- ligung der Stauen und Kinder ging, während die Zahl der Vlänner leider einen kleinen Rückschritt auhaie*. Insgesamt wurden gezählt: 225 527 Knaben (1026 210 343). 1065 817 Män. ner (1026 1 069 741). 152527 Mädchen (1926 - 137 612). 206 114 Stauen <1926 • 173 327). - 173327) Gau tieften her V. T. Volksturnen Im Turngau Hessen (V. T.). Wahrend das Turnjahr 1926.27 für alle übrigen Zweige des un,fangreichen unb mclfeitigen Ar- .♦ bereits feil Wochen abger unb mit der ersten (BauDorturnerftunbe schon in bas Turnjahr 1927 28 eingetteten wurde, haben die yolfsturner des (Bauet1 noch eine wichtige Beran- Haltung durchzufuhren. Ls ist der f)crbftmalb- (auf, der unter Leitung von lobertumroart Will (Diesten) und Gauool' art Luck- Hardt (Marburg» am 13. Sooem. In Diesten au-getragen wird (Belaufen werden in der A- tzlasse 6500 Meter, in der 8-Klasse 6500, in ber L-Klasse 3500 Meter, in der V-Klasse 1500 Meter. Auster den Einzelläufen finden in allen Klassen auch Mannschaft »lause statt. Kus dem, 2. Bezirk bes lumgaues Hessen (D. I ). Dieerste Bezirksvorturner st unde des ürbeitsiabree 1927 28 findet am 6. November in ber Turnhalle des Männerturnoereins Diesten statt. Durchgelurni unb besprochen werden die Uebungen laut lumplan. Die Vorturner werden gestellt für steck vom To. Treis a. b. Lda., für Barren vom Io. Heuchelheim, für Pferd oom Io. flI ch. Sandball etdNefpiel volle - Skrlm 7:5. 3um brüten Male begegneten sich in Halle vor über 5000 Zuschauern die beiden ftanöball- städtemannschaften von Halle und 'Berlin. Da« Splel endete nach spannendem Derlous 7:5 (3:3). frupball im Bezirk Main tieften. wichtigste Spiel der Main-Gruppe war das gelinge Zufammentresfen der beiden Frankfurter Spistenvereine. Gin tracht unb Fustballsportverein. T-er Kamp! sah das groste Frankfurter Stadion mü etwa 40 000 Zu- 'chauern vollkommen ausverkauft. Eintracht wat in der Gesamtleistung einhe-.:! cher und zeigte sich als technisch unb taktisch besser Ihr L eg non 2.0 Toren wat daher .x-rbtent unb berechtigt Damit Ist in ber künftigen Mristerschafts- frage eine wichtige Botenrtchc^dung gefallen. Unter den übrigen Kampfergednitten : G Grupve befremdet die Niederlage die lich Aotweist Frankfurt bet Union Niederrod mit I 3 Toren holte Damit verichwinber Aotweitz vorläufig vom 3. Tabellenplan .katastrophal lieht sich die 2 6-0liebttlagc an. die sich der 1F. fl. 1 893 bei ber Sptelveteinigung 1903 Fechenheim, einem Heuling der Oberliga, holte, flirten be-achtenswerken. wenn auch knappen flrfolg errangen die Offenbacher Kickers, die in Aschaffenburg gegen Viktoria 2:1 gewannen. Erwartet war das Unentsttzteden zwischen dem V. f. A. Offenbach unb Sport 1360 Hanau, wie es mit 1:1 zustande kam. Auch ba» 3:3 zwilchen Viktoria 1394 Hanau und Germania 1 394 Frankfurt zeigte zwei gleich starke Gegner. Auch in der hessischen Gruppe gab es einige nicht den flrtoartungcn gemäfre Spiel- ergcbr.t’fe, so hast die Tabelle nicht umnetent- Uwe Berfchiebungen erleidet. W o t m a t i a blieb allerdings an der Spihe. da fle V f. L. Heu- Isenburg mit 5:3 Toren glatt schlug Auch I. Sv. V. 1 005 Mainz behauptete mit feinem ti: 1 über die Sp. Vgg A r h e i I g e n.seinen zweiten Plast. Die 3. Stelle wird nunmehr aber von der Sp.-Gem. Höchst eingenommen, trotzdem sie nur mit ihrem 1: 1 gegen den Sp. V. D a r nt - stabt einen Punkt gewann. 2L?cr ihre beiden seitherigen ‘Borbermämtcr. Alemannia Worms unb V. s. L. Aeu-Isenburg errangen gar fernen Punktzuwachs. ba erstere gegen Hasfia *B in g c n 2: 5. unb V. f. 0. gegen Wormatia 3:5 verloren. Sehr knapp, mit 1:0 Toren, erkämpfte sich ber Sp. V. Wiesbaden den Sieg über den Lokalgegner. Germania Wiesbaden. Westheutsche Zußbattmeisterschasts Vorenischeihungen. Die westdeutschen FuhbaH-VcrbantsfpiLle des gefteigen Sonntags brachten bei mehreren überra'cheiidei, Ariultaten v.-rfchiedene flrgeb- nisse. die auf die Gestaltung der Tabelle von wesentlichem Otnfluft sind. 3m Berg. -Mär k. Bezirk blieb SS. Ofbecfclb durch den 2:1- Sieg über flllor 04 an ber Spille, während Turu Düsseldorf einen Punkt einbüstte. ihr zweiter Plast in der Gruppe R hinter fllbcrfelb damit bedroht wird 3m Ahein bez irr gab es die beinerkenswertefien Befultatc in der Gruppe 3. in ber V s. A. Köln durch den €r«g über Bingfl 05 zu S B. Düren aufschlotz, da dies« gegen Bonner F. V. wider Erwarten verlor. Das interessanteste Spiel k»?s Vuhrbezirks endete mit einem 4 0-Siege von Schwarz- Deist Affen über M. B. B. Linden, wonach beide den Tabellenplatz gewechselt haben unb flff en letzt an der Spitze der Tavette in Gruppe 1 steh«, vahrend in Gruppe 2 ödjalfc 04 weiter ungc- Icbiagcn in Führung blieb. 3n West falen Ist jetzt V. f. B. Bielefeld nach dem 6:1-Sieg über S. Bg Herten bet ernsteste Rivale ber Arminia Bielfelb in Gruppe 1. 3n öübtoeftfalen bleibt Hagen 72 trotz bei 0 0-Spiels gegen Hagen 06 Weller klar in Führung. Destheutschlanh — Osthollanh 2:3. Wohl an 20000 Zuschauer wurden am gestrigen Sonntag in Düsseldorf Zeugen einer bdebamenben Bieterlage der weftdeuts chen Fuhball -Repräsentativmannschaft gegen die osthollänbische. Die Weftdeu'- schen verfagden fast auf ber ganzen Linie unb führten lesonder» in der zweiten Spielhälsie ein überaus mähiges Spiel oor. In Beytnn des Kampfes waren Ne Destbeurich-m bren Gebern aber.egen. Ne HoLänber tonen kaum über die ngn* Sprethälste büwM I» das) man ichem m.t raum 'iLnen *k*gc der Westdeurtchcn rech- nrte. Doch hieben Ne Zahlbaren flrixge au* ba bi« getpsensche Hin^rrnanuschait mit dem Torwart gut aut dem Kosten umt. Bitt der deit tonen Na Holländer des öfteren gut vor und erzielten auf r:xn piovlichen Vorftotz durch den Mittelstürmer überraschend beit ersten Irri- fer Westdeutschtand führtr kurz tkmruf durch Lücke den Ausgleich herbei. Rach der Paule waren Ne Hclländer zunächst eine xNitlang tm Angriff schon nach Bx-nt^n Minuten amgen sie tTtsbcmri durch det Mitwtstütmer wieder in Führung. Zwar glückte den Westdeutschen nrch- mals der Ausgleich doch konnten sie nicht tvr- binbern, bah Ne ’?br schnellen Gäste durch einen brüten Treffer einen Steg heraus hotten. In den letzten Sp-.elm.nuten warfen Ne Westdeutschen -re ganze Vlannschaft nach vor. aber alle Torbemühungen waren vergeben# tiomburgir (Sportverein schlöqt O. z. ($. Prag 4:2. Hamburg hatte nach längerer Zeit wieder einmal einen fraget .lufibaUrrrvin zu Gast. Technisch und taktinh zeigten bic Gäste höchste Buschallkunst. Trotzdem endete das Spiel 4^ tut Hamburg ,3onnl)* schwimmt aftrmal# Seltretor». Aachbein I Deistmü11er erst in den letzten Tagen bereits über 330 Bards ein« neue Weltbestleistung erzielte, gelang e# ihm auch jetzt die von Arne Borg iS hweden) gehaltene Welthöchstleistung tm 330-Meter-Freistil von 3:33L auf 3:31 zu verbessern. Preußen. Ärcie Wetzlar. =/- Launsbach, 30. Oft In der letzten Ge- meindcratssitzung wurde beschlossen, die '3iachtwachterstrUe neu ouszuschrelben. In Sachen der Ä r a f l e i l u n g der Oberweser-Werke soll von der Erhebung der fllage bezüglich der Uebrr- fpamtung von Aemeindegrundstücken abgesehen werden. Arcie Biedenkopf. # Königsberg, 30. Okt Die Ernte- arbeiten sind hier jetzt voll ständig beendigt. Die Kartoffel- und die Obsternte war recht zufriedenstellend. Im Durchschnitt wurden auf dem Morgen 60 bis 70 Zentner geerntet, was für unsere Gegend recht viel ist. Der Berkaus der Kartoffeln ist sehr gering, die meisten finden in der eignen Wirtschaft bei der in großer Blüte stehenden Schweinezucht Verwendung. — Die Bautätigkeit In Den zwei letzten Jahren erstreckte Nch hier hauptsächlich auf Vergrötzerung der Wirtschaftsgebäude. Ein Froster Mangel bleibt bestehen, dem man im nächsten Jahre durch die Errichtung weiterer Fell)scheunen abhelfen will. Das Bauen von Wohnhäusern dürfte trotz der hier be* hebenden grasten Wohnungsnot auch im kommenden Iayre wohl nur ganz gering sein, denn es fehlt den Baulustigen an geeignetem Baugelände. Dilttreis. Lpd. Dillenburg. 30. Okt. In Gegenwart des Veichsbahnpräsidenten Dr Aofen von der Veichsbahndirektion Frankfurt a. M., sowie zahlreicher führenber Persönlichkeiten des wirtschaftlichen unb öffentlichen Leben« ist gestern nachmittag bas neue Bahnhofsgebäude des Personenbahnhof« in Dillenburg feierlich eingeweiht worden. Der Dillenburger Personenbahnhof darf als eine« ber schönsten Bahnhofsgebäude im Frankfurter Aeichsbahnbezirk angesprochen werden. An die Feier im Bahnhofsgebäude schtost sich ein von ber Stabt Dillenburg im Städtischen Kurchau« gegebenes Festesten, 6ei welcher Gelegenheit u. a. ©tabtrat Dr Dönges in einer längeren An sprach: die Geschichte bes Dillenburger Bahnhofsumbaues entwickelte. X 2) r i e b o r f, 30. Ott. Im Jahre 1820 brannte Driedorf bis auf 5 Häuser ab. Auch die schule war dabei nicht verschont geblieben. Da» dann neu errichtete Schulgebäude wurde mit einer Lehrerwoh- Kamerahen. Boman von Felix Moeschlin. Copyright by Carl Duncker. Berlin W »2. 1 Fortsetzung Nachdruck verboten. ..Sind Sie Historiker?' fragte sie schüchtern. Vielleicht. Ja. gowissermasten. Jedenfalls Beob- achter Ich will wi"en. mie es sich entwickelt. Ich bin neugierig. Dabet weist ich gani genau, wie es ich entwickelt fls kann sich gar nicht anders entwickeln. (Fs stimmt alles. Untergang, Untergang!" ..Nein!" stiest sie hervor. ,^eine oentimentalität,* sagte er schroff. „Air müssen mit den lada<$rn rechnen." „Ja. mit den Tatsachen." eie raffte sich auf. . Weaen einer solchen Tatsache bin ich hergekom men. Sie machte eine Pause. Lch habe mich schri- den lassen." „Sie hatten wohl da» Siecht dazu." La, ich hatte da« Recht dazu, nach drei Jahren," 'tohnde sie. Sr schwieg. .,llnd bann habe ich einen anderen geheiratet." flt nickte mit bem 9?^. Und gestern," sagte fle langfam und streckte ihm efn Telegramm hin, „ist Georg gesund geworden ... 2. (Brunöt erhob sich, flr ging auf und ab. Lus einmal lachte er: .wrostarng. irr ist gesund, in» Sie sind wieder verheiraxt. Auch da» stimmt, vis ist »m3 natürlich. Man liistt sich scheiden, selbst- verstündtich. Man heiratet einen andern. Darum hatten Sie nid>t heiraten sollen' Darum Treue? xrsue über« Brav hinaus? Da» paßt nicht mehr In unsere Heil, Frau &i|. Pardon. Sie heisten ja setzt wohl anders?" „Frau Dr. Sebröder " sagte sie kife. „Uebrigens", tagte er langsam, „nun fallt mir etwas ein. jSabe :ch nicht einen Brief von Ihnen?" ,4)0*." sagte sie. „Bon 1916, wenn ich mich nicht täusche." „da," stammelte sie. „Er must ba sein," sagte er und wandte ich einem Schranke zu. „SMnl" schrie sie. .Letzt nicht diesen Brief.* . Aie Sie wünschen." Er setzte sich wieder, den Rucken gegen das Fenster. „Ich erinnere mich jetzt auch an dos, was in jenem Briete stand." Sie hob abwehrend die Dände. Er übersah die Gebärde und fuhr fort ,5te schrieben damals, das, Eie eine alte Mutter bäten, und dast Sie mich bitten möchten, für diese alte Muller zu sorgen, fall» sie stürven. Ich war banale gerade Im Lazarett, ein Schutz, ber nicht gefährlich war. Nun, Sie baten mich, al» Freund Ihres Man- nes für Ihre Mutter sorgen, wenn (fleora stürbe, denn dann wollten Sie auch nicht roh ter leben. Ich versprach es Ihnen. Ich must gestehen, der Brief machte mir einen gewissen Eindruck Miteinander leben, miteinander sterben, das hört sich 'ehr schön an. Patzt aber nur fürs Theater nicht für die Dirk- lichkett. Der Beweis ist wteder einmal erbracht." See hielt den Kops gesenkt. ..Die ist Georg übrigens auf einmal gesund geworden?" fragte er. Der Blitz hat in einen Baurn geschlagen", jagte sie langsam, das scheint die Ursache gewesen zu sein." ..Das verstehe ich nicht recht." ..Man kann das wobt auch nicht so recht verstehen," sagte sie lebhafter. .Georg spazierte im Park, ffr must immer noch ein stiller Äranter gewesen sein, mit damals. Er ist gerne brausten ge- tvestn Bei |ehern Detter. 9m .^nrmer wurde er unruhig. Er hat sich weder vorn cebnet, noch oom Regen adhalten lassen. Man bat ibn oft mit (Bemalt hereinholen muffen. So bat er sich auch gestern vormittag nicht um ein heftige- Gewitter gekümmert ..." ,.Gs wird das gleiche (Beimuer gewesen sein, das ooraestern nacht bei uns in einen Fabrikschornstein ge«(fragen hat." ..Blelleikfr," gab sie zu. „Er bat sich also nicht um das (Bemuter gekümmert. Er scheint ganz allein gewesen zu fein. Zehn ober fünf^ebn Meter von ihm entfernt hat der Blitz in einen Baum geschlagen. Der Luftdruck, vielleicht auch ber Schrecken, hat ihn zu Boden geworfen, ill, man ihn fand, glaubte man zuerst, der Blitz hätte chn erschlagen. Er lag da wie ein Lebloser. Dann ist er erwacht. Cs jeifte lich, daß es sich dlost um eine Be:äubung gehandelt hatte. Und dann zeigte sich das andere, das lieber- rächende, das Ungtaubllche. Er fragte nach fernen ftameraben. er sagte, er müsse ihnen helfen ... Und dann begriff er, datz er nicht mehr im Schützen- graben sei.' ..So hatte also gewissennasten der eine Mitz ihn getötet grob gesprochen, unb der andere ihn von neuem zum Leben auferweckt?" ,,(£s ist möglich, ich kann es leider nicht besser erklären, der Profeslor hat mir am Telephon einen großen Dortrag g< halten, aber es ist nicht so leicht ;u oerfteben, ein solcher Professor hat aar viele la- teinische Ausdrücke, man muh viel miffen, um das alles verstechen zu können. Und vielleicht versteht man es auch dann noch nicht. Doch das braucht mich nicht ui quälen. Ich habe an dem anderen schon genug: Er stehe wieder da wie ein Gesunder, sagte ber Professor, und frage nach mir!" Ich begreife, dast das für Sie keine angenehme Situation ist. obwohl man Sie oon einer gewrilen Selbstoerschuldung nicht freüprechen kann.' „BertdpiLöung', tagte sie und fhafftt sich, „wer ist an altem schuld? Ker hat den Krieg gemacht?" ..Rein« Politik, bitte," sagte er scharf. ,JD. nein, keine Politik so mein ich es nicht", sagte sie mit bitterem Lächeln, „ich will nur sagen: Der har uns hinringestellt in dies alles, uns Menschen? In fliehe und Krieg, in Sterben wollen unb Leben wollen? Georg ist am ersten Ihiegstage oon mir »gangen. Dreimal habe ich ihn wiedergesehen. Wir hatten kein Sind. Man bunte nicht wagen, ein flinö zu haben, hatten wir ein Kind gehabt'" Eie lchwieg. Dann schüttelte sie den Kops und fuhr 'ort: .vielleicht hätte auch das nicht geholfen, wabriche n- lich hatte ich Ihnen geschrieben, sie sollten sich dieses Kindes an nehmen, wenn er stürbe." „1916?" tagte er hämi'ch. -Ha, 1916. Ich verstehe den Vorwurf. Ich nehme meme Schuld auf mich. 1916, ja, und dann tarn 1917, Sie willen, was das heitzt. „Ja, ich weist es." Er deutete wieder auf seine Schränke. Ich habe das be^ügfitbe Material sorgfältig gesammelt." Sechzehn, siebzehn, achtzehn," sagte sie wie in Äedanken. Ich arbeitete fm Lazarett. Zuletzt in einem Blindena^yl im Maria 2?ic!9ria.Src7iksnhous. Denn ich arbeitete, oon morgens bis abends, dann war es tu erragen. Senn ich die erften Schritte der Bünden leitete, wenn ich notwendig war, bann ging es. Ich hatte d-e Minden gewählt, wett -'ch ihr nung unb vorsorglich mit zwei fl.hriälen bedacht. Durch 3unab ch 1 u a g e n in dem Schul- Haus. wie Bad ulro bebürfrn besonderer Erwähnung. De tnr di. hilqeme nbeit gedachte Babege- legende! gehört iedoch wodl zu den Seltenbeiten. Der ,etzi fertige '.Robben macht einen guten Eindruck. Bi tur Gebrauchsabnahme w rd wohl noch einige 3««t vergehen EbcvtvcifcTrvnlMmo. Lpd Hachenburg 29. Olt. Vach Aussagen der Aunrode h ber Bestand an Ha - I«n auf bem Deiterwalbe trod be* natz- kalten Oonanet# diesmal gut Vamentltch der Atr>«üe Wurf scheint sich aut behauptet zu haben, vereinzelt machen sich 'ch.-'n die Wild sauen bemerkbar uni' haben Itellenwei'-c der jungen Saat empfindlichen Schaden zuaesugt. Juch der Fuchs scheint eine grobe 2lachkomm«n'chaft auf- gezogen zu haben. In den Westerwälber Bergen wird tamit vvrausfichtltch bald ein sesbliches Jagen anheben. Samilitntrcodbie in Sranlfurl. W5V Frankfurt a. M U Okt. Am flrlentzruch in der Alederival^ksionie fand fr.* Polizei Die Frau des flisendahnarbeiters Decke r t mit ihren beiden a ch t und anderthalb Jahre alten Ldhnen unb ihrem dreijährigen Tbchterchen am Boden liegend tot auf. Den Hausbewohner:, war starker Gasgeruch aufgefallen Die benachrichtigten bic Polizei, die durch das Kuchen- f en (ter in die Wcchnun.i eindringen mutzte und dort In einem Iimmer die Leichen vorfand. Aach Feststellung de« Sachverhaltes brachte man die Leichen nach dem Haupttriedhof. Die Ursache für die schreckliche Tat ist in zerrütteten Sa- mtlienverhältniffen zu suchen Geftrnden? Briefe besagen, datz Frau Decken des Ledens müde war und den Tod einem solchen Leben vorgezogen hat. Amtsgericht Gießen. * Oieften, 24. Okt flin Arbeiter von hier und dessen geschiedene flhefrau hatten einem alten fl he paar erzählt, eine andere Frau von hier, zu der die alten Leute aar feine Beziehungen haben und die sie gar nicht kennen, habe schwere Beleidigungen gegen sie ausgestotzen Der alte Mann, ein ehrenwerter Arbeiter im Auhestand, erhob daraufhin Privatklage gegen die angebliche Beleidigerin, nahm Ite aber heute wieder zurück, nachdem diese erklärt hatte, sie habe niemals derartige Aeuherungen getan und halte den Pr,- vatllager und seine Frau für brave ehrenwerte Leute. Die beiden Ieugen. der Arbeiter und leine geschiedene Frau waren nicht erschienen. Zwischen einem früheren Angehörigen der Aeichswehr A. und einem Dienstmädchen A. aus dem Vogelsberg bestand längere Zeit ein Verhältnis, das später jedoch von 22. wieder gelöst wurde Die A. behauptet nun, 21. habe ihr die flhc versprochen und sei mit ihr verlobt gewesen und hat deshalb Klage aus Schadenersatz gegen ihn erhoben, dte in der ersten Instanz dem Grunde nach für aerecht- fertigt erklärt wurde. 21., der ein flheversprechen und da« öertiegen eines Verlöbnisses bestreitet hat Berufung gegen dieses Urteil eingelegt. Die 2t.. die sich durch da« Erhalten des 21. aus« tiefste gekränkt fühlt, hat sich nun dazu hinreltzen lassen, dritten Personen gegenüber zu erklären, sie wolle überall hin- gehen, um den 2L schlecht zu machen unb au sagen, wa« er für ein schlechter Mensch fei. flr habe sie um viel Geld und um noch viel mehr gebracht. 2D«gen dieser 2leutzerungen hat 2l. Privatklage argen die A erhoben, dte in Anbetracht der gesamten Umstände au einer Geldstrafe von 2 0 Mark verurteilt wurde Schicksal am schlimmsten fand. Sie hotten es nicht einmal am schlimmsten! Es gab Blinde, die lächelten unb behaupteten, sie sähen. Zuerst meinten Ile, es könne keine Freude mehr oeben für sie, und bann landen fle doch wieder (Befallen an der Welf." „So, bns gibt es?" „Dort lernte ich meinen Kann kennen." .Ist er blinb?" .Ja. auf beiden Augen, (fr war Stuben! gewesen. Philologe. IRan mutzte darum kämpfen, dast ble^e Blinden wieder zu ihrer Ärbeft kamen I^e Direktoren der Bünbenanfialten wollten zuerst olle zu Korbflechtern und Bürftenbinbem machen. Das aab einen hartnäckigen stampf Unser Professor sagte mehr als einmal: die Bhnten sind fefrnb, bie Sehenden 'ind blind. Schiietzlich haben wir gesiegt. In einem gewissen Matze wenigstens." Sie nxirbe lebhafter. „Man darf die blinden Männer nicht wie st Inder behandeln. Sie müssen Meder ins Leben (jefteUt werden als Manner. Nie vergesse ich einen schlosser, der sich mit Händen und Fützen dagegen wehrte, als er in eine Blindenanstalt geführt wer- den sollte. Ich muh wieder mit (Elfen yi tun haben, tagte er. Ich kann keine Stühle liechten. Ich mutz (Eilen in den Händen haben. Ich bin ja yor nicht blind. Ich sehe bloß nichts mehr. Ader tch weist ganz genau, wie alles ist. — Den Mann haben wir bei Siemens und Schocker! untergebracht. Und wir haben letevhonisten. Tischten' Schneidern. Schuh nxtchern, Plätze oerlchaisi Und den (fabevnifem haben wir juni Weiterstudium oerhoisen. Ts war gut, datz man biete Arde.t hotte." Und ein kleines Liebesverhältnis mit einem Blmden als Ersatz. Es war ja die Zeit ber Ersatz- ffoffe." , Jlein!" schrie fie unb stampfte mit bem Futz. „Deist Golt, es hat Standen gegeben, wo ich gedacht habe, gibt es denn feine Arznei, um birit wilde Sehnsucht los zu werden. So oerücki mar ich. Ich liebte iyn, unb ich liebe ihn heute noch. „Den Blinden?" „Stein, Georg." „Dann können 6-e sich ja wieder scheiden lasten. Die Bltrauasetzungen, unter denen diese zweite ^he geschtollen eerben ist, sind ja hintällig geworden, wie ich annehme, unb ba Sie chn immer noch lieben .e (Fortsetzung folgt.) cs was der deutsche Industrie dürfte jedenfalls wissen, sie zu tun hat. Von -en Gclrlachtviehmärtten. An den deutschen Schl acht Viehmärkten lichen Interessen geht, alles vergißt, was es in politischer Hinsicht vielleicht zu tun bereit ist. Lies ist außerordentlich bedauerlich, vor allem auch deshalb, weil derartige Stimmen bisher in England wenig vertreten wurden. Taft sich aus diesem Gebiete leider, wir es ja meist bei Derartig ausgebildeten Industrien e.n-utreten pflegt, auch der politisch« Kampf hereingennscht, ter im wIent- lich^n von Prestigegedanken und Konkurrenzfurcht diktiert ist. 6» muß zugegeben werden, daß die chemiiche Industrie in Deutschland, wie tn Grotz- brilannien aus einer außerordentlichen Hohe stehen und daß in mancher Hinsicht Grvi;bri' tannien in Anbetracht seiner territorialen Vor- teile und dem damit verbundenen Vodenreicytum günstigere Ehancen Hot als Deutschland. Deutsch, land har sich dagegen dank der ungeheuren Ent- Wicklung, oic die Chemie als Wissenschaft nahm und wobei Deutschland federführend ist. zu einer Höhe entwickelt, die auf jeden Fall mit England konkurrieren kann. Gerade diese Tatsachen durf- ten aber der Anlaß gewesen sein, daß sich vor tangerer Zeit .e deutsche und englische chemische Industrie zu Verhandlungen über ein Arrangement bereit sanden. Die Verhandlungen sind „och keineswegs weit fortgeschritten. Es handelt «ich dabei zunächst immer noch um die Klärung hei Prinzipien, die evtl, zur Aufstellung von Richtlinien für ein derartiges Arrangement süh- i en könnten. Selbstverständlich steht Deutschland auf dem Standpunkt der Wahrung seiner Interessen. ist ober dem Plane der Verständigung durchaus günstig gesinnt. Aun werden aber jetzt Auslassungen auS London verbreitet, die angeblich von zuständigen Stellen, d. h. also aus den Kreisen der englischen chemischen Industrie stammen sollen und in denen betont wird, daß in amtlichen Londoner Kreisen Beun- ruhigungen über die Tendenz der gemeldeten Unterhandlung bestünden. Man hoffe, daß Großbritannien. nachdem es sich unter großen Opfern einen militärischen Sieg gesichert hat, nicht die Absicht habe, zuzulassen, daß sich Deutschland, eine besiegte Aation. einen wirtschaftlichen Sieg im Frieden sichere. Diese Ansicht, die noch durch daS Argument gestützt wird, daß die englische chemische Industrie doch die deutsche überflügelt habe, wirkt außerordentlich beiremdend und zeigt nur. daß England, wenn es um seine wirtschaftRinder auf 22 800 gegen 22 000 Für Kalber aus 15 300 gegen 14 500. für Schale aui 10 200 qegeK 8700 und für Schw.i.ic auf 95 100 gegen 94 400 3m Aindermarkt gaben die Preise bei langsamem Handel überwiegend um zwei bis Dur Pfennig nach, wobei die belferen schwe.^n Dullen und Kühe am betten gehalten blieben Auch die K ä l b e r n o t i e r u n g e n verschoben sich durchweg zugunsten der Ääjfer. Veste und mittlere Mast- und Saugkälber erlitt«.! durch- weg Verlust« zwischen drei und sechs Pfennig, dagegen blieb fette schwer« War? ziemlich knapp und gut behauptet. Schafe halten uneinheitliche Preisentwicklung, da vereinzelt der Ervort hier i:„rkr kingriss. kleinere Nachlässe überwogen U'doch auch hier. Schweine waren bei ausgelvroä-en flauem Geschäft ver>:arkiem Preisdruc.' ausgesetzt; Aachlässe von vier und fünf Pieirnig bildeten keine Seltenheit. Lediglich Speckfä'wei.'« waren einigermaßen knapp und in den Preisen gehalten. Es notierten in Pfennig per Pfund Lebendgewicht: Rinder Kälber Schafe Schweine Berlin 20-55 47-93 26-66 52-67 Bremen 20-56 45 - 80 25 - 55 48 - 67 Breslau 18- 60 50 - 80 43 - 60 53 - 68 Ehemnitz 24-60 75-95 38-53 58-74 Dortmund 30—60 50—90 35 — 50 54 — 70 Dresden 24 - 64 68 - 95 35 - 64 56 - 73 Düsseldorf 20—61 50 - 85 - 50—70 Elberleld 25-62 55-88 - 55-70 Sssen 30-61 55-110 22-58 52-70 Frankfurt M. 30- 63 62 - 82 25 - 52 52 - 69 Homburg 15 - 58 34 - 89 20 - 68 *<-66 Hannover 18 — 60 45 — 85 27 — 50 45 — 65 Husum 18—58 — 42 - 54 — Karlsruhe 18—60 57—82 — 61 — 74 Kastel 25 - 60 54 - 74 - 57 - 68 Kid 20 - 54 34 - 84 36 - 62 45 - 67 Köln 25 - 62 57—110 33 - 55 54 - 70 Leipzig 23-60 52-85 38-65 56-73 Magdeburg 20-61 45-85 15-52 52-71 Mannheim 16 — 61 58-84 42 — 50 58—72 München 16—62 70 — 90 — 53 — 64 Stettin 15 - 56 40 - 87 20 -55 50 - 67 Stuttgart 15 — 63 60 — 85 — 50 — 74 Zwickau 22-60 70-85 35-56 62-76 * Die amtliche Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist hauptsächlich infolge saisonmähig bedingter Preisrückgänge landwirtschaftlicher Erzeugnisse gegenüber der Vorwoche um 0,4 v. H. von 139,9 auf 139,4 gesunken. Von den Hauptgr-uppeii weist die Inder- zisser für Agrarstoffe einen Rückgang um 1,3 v. H. von 137,6 auf 135,8 auf. Die Inderziffer für Kolonialwaren hat um 0,4 v. H. von 132,0 auf 132.5 ungezogen. Während die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0,1 v.H. von 134.1 aus 133.9 zurückgegongen ist, hat sich diejenige für industrielle Fertigwaren gegenüber der Vorwoche um 0,5 v. H. von 153,2 auf 154,0 weiter erhöht. • Generaldirektor Elemm lM a n n - heim) t Generaldirektor Hans Clemm der Zellstoff-Fabrik Waldhof ist am Samslagmorgen auf der Fahrt zu einer Sitzung in Darmstadt in der dortigen Hauptstraße in seinem Auto einem Schlage erlegen. Dr. Elemm war am 18 Dezember 1872 geboren und übernahm im Jahre 1902 den Posten des technischen Direktors der Zellstoff-Fabrik Waldhof-Mannheim. Er war Aussichtsratsmitglied zahlreicher Aktiengesellschaften. darunter der Süddentfchen Disconto- gesellscnaft. Er war feit dem Jahre 1911 Mitglied der Handelskammer und Mitglied des Steuerausfchufses des Deutschen Industrie- und Handelstages. Heben seiner amtlichen Tätigkeit bekleidete er eine Reihe von Ehrenämtern! so war er Mitglied der Reichszentrale sür deutsche Verkehrsweroung imd Mitglied des Ausschusses des Rcictzsverbandes der Deutschen Industrie für Kreditfragen. Aranksnrtcr Börse. Frankfurt a.M., 31. Ott Tendenz: schwächer. — Zu Beginn der neuen Woche erfuhr die Tendenz eine neue Abschwächung. Das Geschäft war außerordentlich still und zurückhaltend. Entgegen den Erwartungen kam zum heutigen Zahltag doch noch einiges Material an den Markt da- nur fehr ichteüii aujgruo.nmen wurde. Daneben dürft: die Spekulation. soweit jie in der vergangenen Woche zu den niedrigsten Kursen pefau’t hatte, ju Gewinn jicherungen gejchr.Uen fein. Zte Baiiüers denutzten die Gelegenheil zu neuen Blanko- idgaben. Bon neuem tauchten Besorgnisse über eine Diskonterhöhung aus. außerdem matznicn beun- 5h > gende Konjunkturnachr'chten jur Zurückhaltung. Bei fast unveränderter Ruhrkohlen- iörberung Haden die wegen Abfatzmongels eingelegten Feierschichten zugenommen, und am Arbeit»- markt geht di« Ziffer der Erwerbslosen nur noch tn ,i.,ii; geringem Muße zurück. Man rechnet für tue aebfte Zeit eher wieder mit einer Lerjchlech- terunß der Arbeit» Marktlage. Das Äursniveuu ichwachte sich durchschniitlich um 1.5 bis 4,*) Prozent ab. Am Farben markte nur do» Angebot wieder sehr groß. 3.‘®.-5arben eröffneten 5 Prozent schwächer, ebenso Echetdranslatt minus j Prozent Am Elektromarkt verloren Ge>- fürei 1 Prozent, Siemens 5,5 Prozent. Bankaktien gaben bis 2 Prozent nach. Deutsche Bank aut behauptet. Bon M o:i t a n w e r t e n waren Mannesmann und Rheinstahl stark angeboten und verloren je 5,25 Prozent. Am Anleihemarkt herrschte ebenfalls Abgabeneigung, besonders schwach lagen Ablosuiigsschuld. Im Bertauie konnte sich das (hesitzäjt nicht beleben. doch bewirkten kleine Deckungen leichte Kursecholungen. Der Geldmarkt war infolge des Zahltages stärker ange= jpannl. Tagesgeld erhöhte sich auf 7,5 Prozent. 3m Devisen verkehr lagen Devisen etwas erholt. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4.1870; gegen London 20,39-s. Paris gegen London 124,07, Mai- land 89.13; M idrid 28,48. London Kabel 4.8705. Bc U.icr Börse. Berlin, 31. Oll. Bei kleinen Umjähen eröffnete die Börse die neue Woche in abg«schwächtet, teil weife iogar schwacher Haltung. Die Be teiligimg des Publikums war wieder nur jetzt gering uno die Spekulation bekundete vorwiegend Ab- gabcncigung. Ein hiesiges Moiuagsblati hatte einige auf Baisse gestimmte Ar Ittel über die Möglichkeit einer neuen Diskonterhöhung und über die Krise im Stahlverein mit Fragezeichen oeriehen, veröffentlicht, die ihren Eindruck nicht oerfchlten. Hinzu kam noch das Echo der gestrigen Marx-Rede in Essen uni) Befürchtungen, daß der neue Reichsbankausweis, der m den näehsten lagen fällig ist, ernt starke Wechjelanspunnung zeigen wird. Die Kursrückgänge betrugen durchschnittlich 1 bis 3 Prozent Nebenwerte blieben ziemlich gut gehalten. Licht und Kraft lagen unter Berücksichtigung des Dividenden abschlages widerftandsiätzig. jtalimerte 4 bis 6,5 Prozent schwächer. Abschläge bis zu 8 Prozent erlitten 'Berger. Beinberg und Glcmzstofs. Heimische Anleihen behauptet, Ausländer ruhig. Mexikaner. Türken und Anatolier etwas fester. Pfandbriefe noch nicht übersichtlich. Tagesgeld unverändert. Gebd über den Ultimo stellte sich auf 7,5 bis 9,25 Prozent. Monatsgeld 8w bis 9,5 Proz. Warenwechjel 7,75 Proz. und darüber. 3m Verlaufe blieb die Tendenz weiter luftlos, die Kurse gingen bei kleinen Umsätzen um weitere 1 bis 2 Pro- ,zent zurück. Schultheiß minus 3 Prozent, Glanzstoff minus 5 Prozent. Arantjurtcr Getreidebörse. Frankfurt a.M., 31. Olt. Unter dem Einfluß der erhöhten Auslandpreise für Weizen mar da- Geschäft in Inlandweizen etwas lebhafter bei erhöhten Preisen. Roggen liegt sehr ruhig, Angebot ist kaum vorhanden. Hafer in guten Qualitäten ist sehr gesucht. Mai- liegt vernachlässigt bei nachgevendeu Preisen. Alle übrigen Futtermittel liegen fest, besonders Biertreber anziehend. Weizenkleie ebenfalls bester gesucht, der Preis wurde um 0,25 Mark hoher notiert. Weizenmehl, daS in bet vergangenen Woch' ein gutes Geschäft zeigte, liegt wieder wesentlich ruhiger. Das Kartosfelgeschäft war klein bei rückläufigen Preisen. ES wurden notiert: Weizen. 1. Qual. 26. Weizen. 2. Qual. 24.25. Weizen, geringerer Befchasfenheil 22,75 bis 23.50, Roggen, inländ. 25 bis 2525. Sommergerste für Brauzwecle 26 bis 28. Hafer, inländ. 22.75 bis 24, Hafer ausländ. 24.50 bis 25, MaiS , gelb) 19. Weizenmehl, inländ., Spezial 0 37.75 bis 38,25, Roggenmehl 34.25 bis 35. Weizenklcie 12,75 bi- 13. RoggenNeie 1325. Erbsen 35 bis 66. Linsen 40 bis SO, Heu, süddeutsches, gut, trocken 8 bis 9. Deizenstrvh 5.50, Roaarrnstroh 325 bi» 3.50. Treber, gettodnet 17 bis 1750 Äar- roffel"ctierung«n Großhandeipreile je SC Kilo,: Industrie hie Iger Gegend 3.75 2HL. weißschalige. hiesiger Gegend 2.60 2HL Tendenz sehr ruhig. Arauksnrtcr Lchlachlvichoiarkt. Frankfurt a.M. 31. Oh. Auftrieb: 1377 Rinder -darunter 321 Ochsen 59 Bullen, 666 Xiu: 332 Färienl 434 Kälber. 107 Schate. 5579 Schwci.e Rinder -Od»icn BoUtiet- fd)igc ausgemästetc. höchsten Schlachkwerts ijün- gcr«- 61 bcs 63 Ml. -ältere) 57 vis eO: sonstige ooltsleifchig« ijstng re 54 bte 56 -ältere) 52 bu 53; > Butten- längere, voilslenchige. höchsten Lchlachtw.ri» 56 r e oO. ‘o.ifhge oollileischigg od.30, 7 und 7.30 find bl 'Wellen, * ist ein Seelenamt für alle Verstorbenen der Pfarrei; obds. 8 ist Rofenkranzandacht mit Segen. — Hungen. * 3(«: Allerseelenamt. — Cid). 7: Allerfeelenamt Rundfunkprogramm. Dienstag, 1. Rooember: 15.30 bis 16 Uhr: Die Stunde der Jugend. 17. I*» bis 18.05 Uhr: Die Lesestunde. 18,30 bis 18.45 Uhr Uebertragung von Kassel: „Die Stunde der Fraii (fiinberflunbe) — Vortragende: Mathilde Meißel. 18.45 bis 19.15 Uhr: Uebertragung von Kastel: . Arbeitsnachweis — Erwerbslosigkeit . Vortrag von H. Müller vom Zentraloerband der Angestellten. 19.15 dis 19.4.3 Uhr: Funkhochschule: „Altdeutsche Tasel- malerei IT, Vortrag von Dr. Oswald Götz. Assistent am Stadelschen Kunstinstitut. 19.45 bl» 20.15 Uhr- „Die Bedeutung der Iaubf,ummenbilbung‘*. Vortrag zum 100jährigen Bestehen der Iflubftummcner. ziehungsanstalt in Frankfurt a. M.. gehalten ov'i Taubftummen-Oberletzrer Nitschke. 20.15 bl» 21.1 > Uhr: Kammermusik-Konzert. 21.1 r> bi» 22.15 Uhr Konzert des Hausorchefters. Anschließend: Schall- platten-Konzerl: Kirchliche Musik. Butzbach (Hessen) AN- Montag, 14. Novbr. TW Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt befchiostcnen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lomß irdzinssuß 3 Prozent. Tn77 110,2« 3t. 10. 112.7' H7.5 1 7I.M &0.5 71.20 95 76,6 81 80.6 «.9 27,6 24 26 11.9 24.75 11.9 12 12 14.7 II 76 11.25 11,4 iM.15 137 141) 68.5 s8.5 «3.5 1X3.. 1V3 10 178 13 50.7 l.'.S IN 110 - 10 10 12 12,23 10,7 12.1 4.1» M,.-' 112,34 11 10 10 10 9 1)2.5 144 ito HO.76 S1.5 110.5 81 50.7 13.Ci 138,7» l'U 213 141.65 IM 75 112 •60 411-5 151 li 14# 117, 132 IM.5 Devisenmarkt Derlm — Frankfurt o. T Telegraphische Auszahlung. IM 134 nt Frankfurt a.5v bdM -Ufer- Hur» ftwr* HO 03.21 147.75 149 1 131 5 >67.75 1137.25 201 XIO 140.55 IfW.II I «4 . 158.75 ycrlrr. T» Cftbr Mmtnk:ii'sc Äottn . . . Irnjiiltie I » ,t-3rlxn-3e»afc* lonamii '.Sobel . . € Surf j jd an leibe o 1911 <•/. Iiirl Baobadb^bN-Nnl Bene I n, be«ji Serie II. «•, Rumänen conocet Wit 4V* '-Humatun öolbenl. von J911 . - ANg Deutlche ENendabn <’/, gibura-Amei ls P«fet. t> ib -eübam r.unrltb w la Toiiii'slchui 6 bdevilider ülc-ub • - 6 29. 10. o?,l .6 .0 10 Xranlfnrt a.M. öerltn Hrankfuri a Berlin 6*Uiu- Nur» l-Ube. Rute bdiiufa. ünfana SdiluB Mur» 1-llbr- Nur» Schluss Nur» Anfang Hur» Ante 'tueo Tatnnv 19. 10- 31. 10 29. 10 31 10 Taimu: 29. 10 31 10. -0 fn. 31. 10. W. a ........7 162.9 159. 5 161.5 159 .-5 ItbUivd Hc-lrmann . 171 i» 166.75 I6M 42> IW» Bergmann . . ......B 188 184 186 185 Heidelberger Cement . . X '*!5 134.5 • — Elkitr. Lieferungen. ... 10 Licht und Kraft......10 159,75 208.75 190 4 159 25 402.5 157 C5 191 5 ttem-nt florfftabl . . . v?at)6 A llreitaa ■ . IC 142 140,75 - Reiten A Änirleamne ■ . • . 6 120,5 119 120,75 118.65 SchulibelS Payenboker. 15 — *9 366 iHef f. Elekir Uniem . . 10 * ;62 6^,25 268 C ftoetfe . 12 — — . ;o Hamb- Ttetlr. Werte . . 10 Wbctn. 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