Donnerstag, 3|. März 192Z 1ZZ. Jahrgang Nr. Z6 Erstes Blatt drick vnd verleg: vrLhl'fche UntoerfitätsiBu*- end $teieönidtrei H. fange in Sietzen. Zchriftleltung und SelchZstrftelie: Zchulstrotze 7. Die Genfer Abrüstungskonferenz Ade Sin- bie über Die Vorgänge in Nanking heutigen Tagest I J sei, dic lveientlichsten Bestimmungen die sich aus den früheren Kaiser und Mutterland, Mutterland auf Geheim- be-iehen, i n haben, daß i - Hessischer Landtag. Darmstadt, 30. Mär-. Präsident lung erlffr i die S.tzung um 10'/, Uhr. Abg rJD e d l e t (Ztr.) fragt wegen der nialtruppen, 3. für die Gesamtstrettkräfte im 4. für die Gesamtstrettkräfte im und in den Kolonien angegeben werden soll. 3n einer fünften Tabelle sollen irgendwelche Lei'chlüssk der Reichsregierung in dieser Angelegenheit, die sich noch im Stadium der Dorderatung befindet, zwar noch nicht gefaßt worden seien. Nach dem Verlauf dieser Vorbesprechungen könne man jedoch annehmen, daß die Bestimmungen über die Rückkehr des Kaisers, über die geheimen Organisationen und über den Schutz von Ministern gegen Attentate vielleicht in Form einer Novelle zum Strasgesegbuch aufrecht- erhalten werden. * schulung von Ä;nbcm in Bad-Rauheim an. die an der Semarlungsgrenze wohnen, aber deren Aufnahme Bad-Rauheim verweigert. Ministe- rialDitcltot 11 r ft a b t giht in Erwiderung dar- auf eine Darlegung über die gesetzlichen Destirn- 21. 3uh d. 2. ablaufenbe Gesetz zum Schutze der Republik soll, wie die „Voss. Ztg." berichtet, verlange r t werden. Die 3teid)sregicrung werde dem Reichstag noch vor den Sommerferien eine entsprechende Ge egesVorlage unterbreiten. Nach Mitteilungen, die das Blatt erhalten haben will, sei nicht daran zu zweifeln, daß die Gesamthett des Reichskabinetts damit einverstanden des Gesetzes, len ^rf.'ttt. Innerhalb der durch diese fünf Tabellen auf« Adg. Kaul 'Soz.) weift )arauf hin. daß gestellten Maximalgrenze soll es in besonderen die Sozialdemokraten eine Anfrage wegen der Fällen jeder Partei gestattet sein, die Derlei- F eh me morde emgebracht haben, b’te vom fung ihrer Streitkräfte zwischen Mutterland und Justizministerium noch nicht beantwortet sei. Prä« I Kommen zeitweilig zu ändern. Dieser in erster Lesident 'i fr e l u n £ teilt mit, daß die Antwort | in der mo AU . otbnu Beilagen •Usenet Jomihenblütta Heimat im Bild Die Scholle ■•eeis-Bfi* rl»: 2 Tut h «.n nnd 20 R-ich»ps^. >tg für Träger» lohn, auch bei Richter- scheinen einzelperRummerN infolge höherer Gewalt. Fernsprechans chlüsse: 61, 54 uno 112 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gieße», postsch. uko»to: StanlfcTbmt Wein 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen zähligen Streitkräfte ohne Bindung an eine Höchshahl enthalten sein, womit den wichtigen englischen Bedenken Rechnung getragen wird. teren Darlegungen betont der Redner, daß die hessischen Interessen in den Beiträgen nach der formalen Seite hin gewahrt sind. In der Abstimmung werden die Ausschuß« anträge, die der Regierungsvorlage zustimmen, gegen die Stimmen der Deutschnationalen angenommen. Damit ist auch eine Dorstellung der hessischen Städte für erledigt erklärt. Hierauf werden Anträge über die D e r • Wendung heimatlicher Gesteine für Bauten und Straßenbau für erledigt erklärt, weil die Regierung eine Zusage zu den Wünschen erteilt hat. Abg. Roß (Soz.) erfudjt, daß mehr Reklame für die heimatlichen Gesteine gemacht wird. Das Republikfchuhgefetz. Berlin, 30. März. (Pno.-Tel.) Das am Abg. Dr. Riepoth (D. Dpt.) bemerkt, die Deutsche Dollspartei habe schon früher den Regierungsvorlagen über Wölfersheim immer zugestimmt. um die Möglichkeit des Stromabsatzes zu heben. Wir sind mit der Regierungsvorlage einverstanden, weil die Regierung erflärc. daß lein anderer Ausweg bestand, einen günstigeren Vertrag abzuschliehen. auch nicht unter Ausschluß von Frankfurt. Der Redner äußert dann eine Reihe von Sonder wünschen: er bittet um eine stärkere Be rü d s ich t i gmn g der Provinz Oberhesfen bei der Verteilung des Reingewinnes. Abg. Dr. Büchner (Sem.) weist auf das große Risiko hin. das in dem Unternehmen liegt, deshalb sei es vorteilhaft, wenn es auf zwei Schultern, die Frankfurts und Hessens gelegt wäre. Die demokratische Fraktion stimme der Dorlage zu. _ Avg. Dr. Leuchtgens (Bbd.) gibt im Ramen seiner Fraktion eine zustimmende Erklärung ab. Der Redner wünscht ebenfalls, daß Oberhessen noch größere Dortelle aus dem Derttag erhalte. Finanzminifter Henrich ist erfreut über die Zustimmungen: er sieht darin auch eine Anerkennung der Leistungen der an den Der« banbhingen Beteiligten. Der Minister macht darauf aufmerksam, daß auch Abgeordneter Kindt die Dorlage nicht ohne weiteres ablehnt, londern nur eine Reihe von Ein^lwünschen erfüllt haben will. Auch der Minister weist auf den Kompromißcharakter der Dorlage hin. aber alle früheren Dersuche und die Geschichte des Werkes in Wöllersheim zeigten, daß es nie recht in Gang zu bringen war, weil nicht genug Abnehmer vorhanden waren. Daraus gehe hervor, daß Hellen das Werk nicht allein betreiben könne. Der Gewinn aus den Werken wird von dem Minister auf 700 ODO Mk. statt bisher 200 000 Mk. geschätzt. In feinen tttei- Landesdibllotbek, das Staatsarchiv, die Denk- malpslege und die Schutzpolizei geschaffen werden Rund 425 000 OTL waren bis jetzt für den Bau verwende« worden, über die weiter notwendigen Mittel laste sich noch nichts tagen. Ala Heinstadt (Ztt.) beschwert sich in einer in i..en Anfrage über Privalarbellen von Architekten an Gewcrlu-schule.. Ministerialdirektor M r 0 a ö t erklärt dazu, daß den Architekten ai} (8v.,.tuetdrillen gelegentlich die Uebernahme von B-ul-m gestattet wird, damit sie in Fühlung mit der Praxis bleiben. Die Genehmigung muß eingebolt trerben und wird nur in seltenen Fäl« und deren Flagge beleidigt worden ist, werden zur Zett erwogen. GS sind keine Derhandlungen mit der nationalistischen Regierung über die Zukunft der internationalen Riederlassungen eröffnet worden. Der Augendlid ist nicht geeignet für solche Derhandlungen. Das Ziel der britischen Politll bleibt unverändert: ihre Ausführung aber muß von den UmftänDcn abhängen. ES wird gegenwärtig erwogen, ob und welche besonderen Dor- slchtsrnaßnabmen wegen Tientsin getroffen werden sollten. In Tientsin befinden sich, wie ich höre, gegenwärtig amerikanische. französische, japanische, italienische und britische Streitkräfte von zusammen ungefähr 4740 Offizieren und Mannschaften. Die Auffassung in Ruhland. Moskau, 31. März. (WTB. Funlspruch.) In einer Rede auf der Konferenz des kommu- nistischen Jugendverbandes der Sowjet-Union erklärte Stalin nach einer Meldung der Tele- graphen-Agcntur der Sowjet Binion, dic Ran- hnger Ereignisse seien nicht unerwartet gekommen. Die Beschießung der Stadt sei unternommen worden, um bie chinesische Revolution in« Herz zu treffen, den wetteren Dormarsch der Südtruppen und die nationale Einigung Ehinas zu verhindern und die Durchführung der Abmachungen über die Ausländer-Konzesfionen zu vereiteln. Der Bersuch, die Derhandlungen mtt der Ra« tionalrcgicrung unter Artillerie-Be- ?I e i t u n g zu führen, habe nur eine Derstär- ung des chinesischen Haises gegen den Imperialismus, den Zusammenschluß der Kräfte des Kuomintang und eine neue Linksschwenkung der revolutionären Bewegung Chinas erzieh. London, 30. März. (WB.) 3m Unterbau« machte Sir Austen Chamberlain detaillierte Angaben über bie Vorfälle in Ranking, die sich, wie er sagte, auf Grund amtlicher Information aus britischer, amerikanischer und japanischer Quelle folgendermaßen darstellen: Die Ausschreitungen waren, wie sich erwiesen hat, sorgfältig vorbereitet und wurden von Teilen der nationalistischen Armee begangen, die durch Hornsignale zurüdge- rufen wurden, als das Bombardement der amerikanischen und britischen Kriegsschiffe begann. Die Frauen der Ausländer, darunter auch die Frau des britischen Generallonsul«, wurden in roher Weise durchsucht und ihrer Wertsachen beraubt. Dielen Frauen wurden die Kleider vom Leibe gerissen. Zwei Amerikanerinnen konnten noch im letzten Augenblick vor Gewalttätigkeiten gerettet werden. Diese Tatsachen sind durch beeidigte Demeh« mungen festgestellt. Die Ausländer wurden durch Rordtruppen nicht belästigt. Das britische Konsulat war das besondere Ziel der Plünderer. Die nationalistischen Truppen schossen vorsätzlich aus den Konsul der Bereinigten Staaten: sie wußten sehr wohl, daß er der Konsul war. und hatten die Absicht, ihn zu töten. Ebenso wurde das amerikanische Konsulat vorsätzlich geplündert. Ein Versuch, Mord und Raub und andere Ausschreitungen gegenüber den Amerikanern und anderen Auslänk^rn zu unterbinden, wurde erst gemacht, als die Marinestrettkräfte eingriffen. Der amerllanifche Konsul war überzeugt, daß die Ausschreitungen geplant waren und unmöglich von wenigen der Kontrolle entgangenen Soldaten ausgeführt werden konnten. Die Schritte, die geeigneterweise seitens der brittschen und der übrigen Regierungen unternommen werden müssen, deren Staatsangehörige übel behandelt Organisationen gegen die Republik Kraft zu lassen. Andere Blatter wollen erfahren bie C "fr ing eines Braunkohlenschwetkraftwerkes bei Wölfersheim. ■Joj u k erstattet einen ausführlichen Bericht über, hie Dorlage, beten wichtigsten Be- flimmnnncr dahin gehen, daß an dem Schwel« kraftwerl Hessen und Frankfurt mit je 50 Pr '^eni al« Aktionäre beteiligt fein sollen. Die Akli-mgesellschaft wird „Hesrag" (Hessen- Frankiurt A G.) genannt. Die Rebenprodukte bet ©d>toe‘.ereicn werden in einem von der Hesrag I und her Gewerkschaft Friedrich gemeinsam zu errichtenden Raffinerie weiter verarbeitet werden. An d'escr Gesellschaft, die ..Heftig" (Heftag- Friedrich G. in. b. H.) genannt wird, sollen sich die Hesrag 5/e und Friedrich mit ’/8 beteiligen. Die Heftig arbeitet ohne jeden Gewinn. Dem Landtag hegen folgende Anträge bet Regierung I vor. I. Cs wird beantragt, Derträge abzuschllehen. 1) e nc.i Aktie ngesellschasts - Ver - t r a - mit der Stadt Frankfurt o. M. zur Errichtung . meS gemki..samen Draunkohl.nschwelkrast- Werkes bei Wöttershein, der bei e.nem Gesamt- tap.lat von Drei Millionen Mark eine 50prozen- . tige Beteiligung an der A.-G. vorsieht. Eine Veräußerung her Aktien soll nur mit Zustimmung des Landtages erfolgen Dürfen; 2) „einen Jnteressengemeinschafts- Verttag über die Erschließung und Derwertung der oberheftischen Braunkohle mit der Stadt Frankfurt a. M.. der Frank urter Gaegesellsck all und Der Gewerkschaft Grube FcieDrich: 3) einen Braunkohlenlieserungs- Dcrttag mit Der nach Ziffer 1 zu grünbcnDcn Aftiengesellschaft »Hesrag". II. Den auf Hessen entfallenDen Betrag des Attienkapitals im Wege des Staatskredttes zu beschallen, soweit Die Dedung nicht aus Dem Er- neuerungSstock Des Kraftwerkes Wöllersheim er- ' folgen kann. III. Das staatliche Kraftwerk Wölfersheim der zu grün Den Den Aktiengesellschaft gegen >hul )verfchreibungen der unter IV genannten Art in Höhe von 1,3 Mill. Mk. verkäuflich zu überlassen. Die SchuiDverschteibungrn sind zum Emifsionsftrs anzurechnen. IV. Zusammen n\it Der Stadt Frankfurt a. M. Die selbstsä uldne i'che unD solidarische Bürgschaft für Die von Der Hesrag auszugebenden Schuldverschreibungen im Gesamtbeträge von 135 Mill. Mark zu übernehmen. V. Der neu zu gründenden Aktiengesellschaft so lange eine Geldaufnahme aus dem W:ge Der Schuldverschreibung gc äß Ztt>er IV nicht erfolgt ist, verzinsliche Vorschüsse bis zur Hohe der von Der Stabt Frankfurt a. M. zum gleichen Zwed gegebenen Dorschüsse höchstens aber bis zum Bettage von 6 M l ionen Marl. Der Finanzausschuß hat den Anträgen mit allen bei einer Stimmenthaltung zu gestimmt. Abg. Kindt (Dittl.» bemängelt, daß Die Stadt Frankfurt zu wenig für Den elektrischen S.roin bezahlt und daß die Stadt Frankfurt ein ' Ucbergewichi im Aufsichtsrat hat. Das hessische Ministerium für Arbeit und Wirtschaft sei bei dieser wichtigen Angelegenheit nicht in Aktion getreten; es fei das ein weiterer Beweis für die il e ber f I ü f f i g f e i t dieses Ministeriums. Der Redner unterbreitet dem Landtag eine Reihe von Vorschlägen zur Verbesserung Der Verträge; diese laufen auf den Gedanken einer größeren Wahrung der hellischen Interessen hinaus. Zum Schluß feiner Aussuh- rungen betont Der Redner seinen ablehnenden Standpunkt zu dieser Vorlage, wenn den Wünschen nicht entsprochen wird. Abg. Heinstadt (Zentr.) erHärt im Ramen feiner Fraktion die Zustimmung zur Vorlage und Danft der Sec/.irung für diese Leistung. 2m wesentlichen wären die Interessen Hellens gewahrt, alle hessischen Wünsche hätten selbst- verständlich bei den ungemein schwierigen Verhandlungen nicht erfüllt werden können. Abg. Lux (Svz.) stimmt im Ramen feiner Partei der Regierungsvorlage zu. fung angenommene Vorschlag soll eventuell in zweiter Lesung auch auf die See- und Luftstreitkräfte ausgedehnt werden. In Der Frage der militärisch organisierten Verbände ist auf Vorschlag der Vertreter Holland-, Deutschland« und der bereinigten Staaten einer Fassung zugestimmt worden. auf der auf Grund der heutigen Aussprache klar hervorgeht. daß darunter nur solche For- mationcn verstanden werden sollen. Die infolge ihrer Ausbildung, Bewaffnung und Ausrüstung ohne besondere Mobilisierung sofort verwendet werden lönnen. Unter Zustimmung des Ausschusses stellle Der holländische Vertreter fest, daß es absolut llar ist. daß es sich Dabei nur um Kräfte handelt die bewaffnet sind und infolge ihrer Bewaffnung ohne besondere Mobilisierung verwendet werden können. Es wurden noch Die Begriffe Mobilisation Dienstzeit und Begrenzung Der Zahl der Offiziere und Unteroffiziere durchgefprochen. wobei sich im wesentlichen die Zustimmung zum ftan- zösilchen Vorentwurf ergab, die Beschlußfassung selbst aber von der erst in zweiter Lesung zu treff enben Entscheidung über die Frage der Einbeziehung und Begrenzung der ausgebildeten Reserven abhängig gemacht liieret m lijtlin ftr btt lagcenemmcr öl» jum Ta^mirtag vorher Preis fir | »• höhe für Anzeigen dm z7 mm Brett» »rttich 8, ausmlrt» 10 Äeidltptrnmg, für R»> klameanzeigen »on 70 mro Breit, 35 Beuhipfenmg, Platzvorschtttt A)' mehr ildefredotztevr Dr Friede Dilh Gange Bernntwortlich für Politik Dr Fr Dilh Lange, für Feuilleton Dr h Idvriot; für >en übrigen Itil Ernst Dlumschem; für den Anzeigenteil L Dertr H Deitz, fämtllch In Dießen. Die wehrdebatle im Reichstag. Berlin, 30.Marz- (V.D.Z Der Rotetat wird ohne AuS'prache verabschiedet. Hieraus wird die zweite Lesung De« Wehretat « fortgesetzt. Aba. Lud« (WtttschaftSpartei) bemängcUc. daß sich drei verlchtedene Mttttsterten mit Der Unterbringung der entlassenen Sol- Daten befassen Da sei es kein Wunder, Daß diese Tätigkeit nur selten Erfolg hat. Der Redner empsichlt eine Erhöhung der tm Etat de« 2r- beilSministeriuins vorgesehenen Summe tx>n 43 000 Mark zur Unterbringung von I^rsor- gung«antoäricrn im Wirtschaft «leben Er kritisiert ferner Die ablehnende Haltung vieler BehörDen gegenüber der Einstellung von Milttäranwärtern. Abg. Dr. R! o f c« (Soz.) behandelt das Ka- ' pttel Der Selbstmorde in Der Reichswehr Die Zahl der Selbstmorde und Selbstmordversuche in Der Reichswehr seien von 140 im Jahre 1921 auf 164 im Jahre 1924 gestiegen und dann auf 13b Falle im Jahre 1926 gesunken. Angaben Der Heeresleitung, daß Mißhan lung« durch Vorgesetzte bei den Selbstmorden kaum in Frage kämen, stehen wir auch heute nach skeptisch gegenüber. Die Ursachen Der Selbstmorde liegen innerhalb des System». Der Redner fordert eine bessere Erziehungsmethode nach Der staatsbürgerlichen Richtung hin Denn man mehr Vertrauen für Dic Reichswehr verlange. Dann müsse man von Der Reichswehr insbesondere von Den Offizieren mehr Vertrauen für die Republik verlangen. Reichswehrminister Dr. Gehler erflärt, daß er hinsichtlich der Selbstmorde dov einem ganz schweren Problem stehe. DaS Problem spiett nicht nur bei uns eine Rolle, sondern auch anderswo, im österreichischen Heere und in her Schupo. Hinsichtlich der S o l D a t e n m l ft - Handlungen haben wir nur die Möglichkeit die Mihhandler den ordentlichen Gerichten zu übergeben. Erst wenn dort eine Verurteilung erfolgt ist. können wir Die Betreffenden aU unwürdig hinaus tun. Wenn in einigen Abteilungen systematische Mißhandlungen Vorkommen, so haben die verantwortlichen Ofsiziere Damit Den Rach- wei« erbracht daß Ile Die Befähigung f ü r ihre Stelle nicht haben. (Zustimmung.) Wenn in einem Falle ein Gerichtsurteil nicht erfolgt, so werden wir auf Grund Der Bestimmungen Des Wehrgezetze« die Konlequenzen insofern ziehen, daß wir absolut zur K ndigung schreiten. Ich bedauere e«. wenn in die Besprechung ernster Dinge ohne Rot parteipolitische Dinge hmeingebracht werden, wenn ein bitterer Ton bet Der Behandlung von Fragen angeschlagen wird, an Denen Volk, Vaterland und Heer gleiches Interesse haben. iBoifall ) Abg. Eggerstedt (Soz.) hat beim Stapel- lauf de« Kreuzer« »Königsberg" Die Flagge schwarz-rot-golD vermißt. (Hort! Hört! bei Den SozialDemokraten.) Rach Den Femeprozessen könne Dr. Gehler nicht mehr bestreiten. Daß e« eine Schwarze Reichswehr gegeben habe. Reichswehrminister D r Deßler: Ich habe Den Kampf gegen DerbinDung Der Reichswehr mit Den WehrverbänDen jahrelang geführt Sie können mir höchstens vorwerfen. Daß ich nicht genug Erfolg gehabt hätte. Aber Da« ist auf Gründe zurüdzuführen. über die ich nur im FemeauSschuh sprechen kann. Difziplinarifch ein- f(breiten kann ich erst, wenn Die ordenllichen Gerichte gesprochen haben. Ich bin ferner auf Dic Polizei angewiesen. Ein eigenes Spitzelsystem habe ich nicht ausziehen wollen. Ich habe mich allerdings auf Dic Offiziere verlassen Aber ich hatte ja niemand anders. 3n den Jahren der Erregung waren wir wohl alle politisch ein wenig verstiegen. Ich weih, wieviel bei uns noch zu belfern ist. Aber ich hatte in all diesen Jahren Die Reichswehr erst aufzubauen und war mit Aufgaben überlastet hatte mit tausend Schwierigkeiten zu kämpfen. E« ist nicht immer leicht, an Stelle eines Mannes, den man fallen läßt, einen neuen zu finden. Ich habe für unsere Offiziere keine goldstroyenden Uniformen beantragt, sondern nur Hut und Gpauletten. Wan kann Doch zu einer gesclllchalllichen Veranstaltung, wo alle mit Dem Zylinder erscheinen, auch nicht mit dem Lodenhut kommen. Die Uneinigkeit der AuSlanddeutschen ist bedauerlich. Wir haben aber angeordnet, daß z. B. bei Kranzniederlegungen Cchwarz-Rot-Gold neben Schwarz-Weih-Rot gezeigt wird. Daß neulich in Wilhelmshaven Schwarz-Rot-Gold gefehlt Hal. beDaure ich. Wäre ich felbft Dagewesen, fo hätte eö nicht gesehlt, Denn Die Flagge Des Reichswehrministers ist Schwarz-Rot-GolD mit Dem Eisernen Kreuz. Die Mannedienstslagge ist aber auf Beschluß Der Rationalverfammlung Schwarz-Werh-Rot mit der Gosch und dem Kreuz. Sie wird in Wilhelmshaven wohl vorherrschend gewesen fein. Abg. T revtranu« (Dn.) vergleicht Die Seerüstung Der verschiedenen Rationen. Man sollte doch Dem Dolle nicht vorrechnen. waS untere Flotte koste, sondern wie weit wir hinter den anderen zurüdstehen. Beim Dergleich mit Der Dorkriegszeit müsse man Die Inzwischen eingetretene Geldentwertung berüdsichtigcn. Das Verhallen Der Flotte bei Auslandfahrten sei einwandfrei gewesen. Hoffentlich werde Die „5mDen" ihre Fahrt um Die Well ebenso glüdlich oolIcnDen, wie Der .Berlin" und Der .Hamburg". । Dank gebühre vor allem auch Der Besatzung De« kleinen Vermessungsschiffe« .Meteor". Deren Besuch in Der ehemals Deutschen Kolonie WinDhuk segensreich gewirkt habe Genf. 30. März, iWolff.) D.e Frage, ob bet der Begrenzung der Eftektivbeftände zwischen der Heimarmee und den Kolonialtruppeii unterschieden werden soll. Die gestern nadbmittag und heute vormittag Gegenstand privater Verhandlungen zwischen Den Vertretern Englands. Frank- mmtcen I und Italiens bildete, wurden heute vor- Abg. Salm (Komm.) fragt über die Hohe mittag Meßlich in öffentlicher Sitzung weit«, der Kosten des Darmstädter Residenzfchlo>ses an. ^ten. Man emtate ftch auf dte i2lufsteLmg Staatsrat Kray erwidert, daß Räume für die Dtm tunt Tabellen, in denen die Hochstzahl " " . - . 1. für Die Heimarmee, 2. für Die im Mutterland stationierten Kolo- Wg. 'Seflmann (Zentr.) erflärt, durch die falsche Sparsanckeit der Linken würden die Kosten der Marine auf die Dauer nicht vermindert, sondern vermehrt. Titan müsse ernsthaft prüfen, ob wir nicht das Tteubaulempo verstärken unb die kostspielige 3n- dienstholiung der allen Schisse aufgeben solle. Eine Verwaltungsreform sei auch bet der Marine dringend notwendig. Bedauerlich lei, bah in den Offiziersmessen im allgemeinen Zeitungen gehalten würden, die nicht die Politik der Reichsregierung vertreten. Die letzte Verordnung des Wehrministers erwecke den Eindruck, als ob es hinsichtlich der Ehrenstreitigkeiten bei den Anschauungen des alten Heeres bleiben solle. Angehörigen bet Wehrmacht müsse es verboten werden, sich an gesellschaftlichem Boykott von Personen zu beteiligen, die den Zweikampf ab- lohnen. (Sehr richtig! im Zentrum.) Erfreulich sei. dah die Flagge der jungen deutschen Marine auch wieder im Ausland gezeigt werde. Abg. Brüninghaus C®.Bpt.) legt einige Exemplare der Zeitschrift „Der Reichswehr- soldat" auf den Tisch des Hauses nieder. Diese Zeitschrift werde in die Kasernen eingeschmuggelt. Sie zeige, in wie wüster We.se die Kommunisten gegen die staatliche Autorität wühlen. Die Besoldung der Ingenieure sei zu niedrig. Die Erhöhung des Marineetats sei nur zurückzuführen auf die Reubauten, die doch längst beschlossen feien. Diese Ausgaben seien ntdxt unproduktiv, denn jedes Volk brauche eine gewisse Rüstung, wenn es nicht zum Spielball fremder Staaten werden wolle. Rund 22 000 Arbeiter sanden bet diesen Schiffsneubauten ihr Brot. (Unruhe links.) Bier Fünftel der Ausgaben beständen aus Löhnen und Gehältern. Der zehnprozentige Abstrich würde eine Herabsetzung der Armee auf vielleicht 75 000 Mann und die Stillegung aller Schiffsneubauten bedeuten, da die Verwaltungsausgaben gleichwohl bleiben würden. tBeifali bei der D Bp. > Reichswehrminister Dr. Gehler: Die Wahrung der Ehre ist dem Mitglied der Wehrmacht nur im Rahmen des Gesetzes möglich. Es ist ihm verboten, sein Recht zu suchen vor Ehrengerichten oder Derbänden irgendwelcher Art. Er hat sich an die vorgesetzte Dienststelle, ihren Ehrenrat oder die ordentlichen Gerichte zu wenden. Aus Boykotterklärungen haben wir keinen Einfluh. Es ist selbstverständlich, dah man mit jemanden, dessen Ehre nicht einwandfrei feststeht, nicht verkehrt, bis die Angelegenheit geklärt ist. Abg. Dr. B r e d t iWirtschaflspactei- erklärt in der lOprozentigen Streichung solle kein Misttrauen gegen die Reichswehr liegen. Es handele sich nur um eine Sparmaßnahme infolge der schwierigen Wirtschaftslage. Zur Abstimmung erklärt Äbg.R önneburg > (Dem.i, seine Fraktion habe dein Gesamtkabinett ihr Misttrauen bereits ausgesprv Len. Sie habe keinen Anlaß, das bei den einzelnen Ministern noch einmal zu tun. Darauf werden die M i h- trauensanträge der Sozialdemokraten und Kommunisten gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt. Gegen dieselbe Minderheit wird das Ministergehatt bewilligt. Auch der Rest des Haushalts wird nach den 'Vorschlägen des Ausschusses angenommen. Die Abstimmungen über die Entschließungen, also auch übet die demokratische Entschließung, beim Wehretat 10 Prozent einzusparen, finden, wie üblich, bei der dritten Lesung statt. Das Haus vertagt sich auf Donnerstag. KriegSlastenetat, Haushalt des Finanzministeriums. Neue deutsch-englische Industriedesprechnngen Ligsner Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". B e r l in, 31. März. Wie heute gemeldet wurde, bögeben sich Dr. Clemens L a m m er s nach London, um dort mit dem Regierungsausschuß für Industrie und Handel Besprechungen zu pflegen, und ebenso Franz v. Mendelssohn, um über die wirtschaftliche Lage Deutschlands einen Vortrag vor der englischen Gruppe der Internationalen Handelskammer äu halten. Das sind beides ganz unverfängliche -Aufgaben, die aber immerhin als Symptome für die steigende Lebhaftigkeit der deutsch-englischen Wirtschaftsfühlungnahme verzeichnet zu werden Der dienen. Größere Bedeutung darf man wohl der Tatsache beimessen, daß im Laufe des kommenden Monats neuerdings deutsch-englische Induftrie- besprechungen nach dem Muster von Romsey stattfinden werden, und zwyr diesmal im Hause Dr. Duisbergs, des Vorsitzenden des Reichsverban des der Deutschen Industrie und Vorsitzenden des Direktoriums der I. G. Farbenindustrie. Diese neue Zusammenkunft, die, wie die vorige, einen durchaus privaten Charakter tragen wird, deutet darauf, daß man sich in England der Notwendigkeit einer Verständigung mit der kontinentalen Industrie ober doch zunächst wenigstens eines engeren Gedanken und Erfahrungsaustauschs beroufjt jerooröen ist. Die Konkurrenz auf den überseeischen Märkten und ins besondere die Entwicklung der deutschen Ausfuhr durfte von der britischen Industrie in mancher Be ziehung als ein Druck empfunden werden, um aus der splendid isolation herauszukommen. Bei den vorjährigen Besprechungen in Romsey hat man sich ausschließlich mit prinzipiellen Fragen befaßt, und die Beratungsgegenstände trugen vor wiegend theoretischen Charakter. Wir glauben zu wissen, daß man sich diesmal schon an konkre t e r e Aufgaben heranwagen wird, so die Frage der nationalen Produktionsquote und die Berständigung über die Bedingungen für den Wettbewerb auf einzelnen Übersee, i f d) e n Märkten, z. B. in Dftafien und Südamerika. Wenn das auch bisher nirgends zugestan- ben wirb, so bürste sicherlich auch die Frage eines englischen Eintritts in die Internationale Roh st ahlgemein schäft auf dem Programm stehen, der die britische Industrie anfänglich so ablehnend gegenüberstand. In der Zwischenzeit hat sich diese große internationale Industriekonstruktion bewährt. Die Ergebnisse des ersten Geschäftsjahres, der Eintritt her österreichischen, ungarischen und tschechischen Stahlindustrie und der bevorstehende Eintritt Polens in das Kartell machen für England die Frage aber nachgerade ebenfalls akut. Es ist schon seit einiger Zeit darüber gesprochen worden, daß unverbindliche Erörterungen über die England im Falle seines Eintritts zuzuteilende Quote gepflogen worden sind, wobei sich allerdings gewisse Differenzen ergeben zu haben scheinen. Man will in der internationalen Gemeinschaft angeblich 9„5 Millionen Tonnen zugestehen, während die bri tische Industrie 10 Millionen Tonnen fordert. Aber schließlich ist dies keine so entscheidende Differenz, daß man nicht hoffen durfte, die erste wichtige Grundlage für eine gesamteuropäische I n - dustriegemeinschaft, wenn auch vorläufig unter Beschränkung auf einen Industriezweig, demnächst erstehen zu sehen. Dazu werden die wiederholten deutsch-englischen Besprechungen dann sicher ein gutes Teil beigetragen haben. Das englische Echo. L o n b o n , 31. März. (W. T. B. Funkspruch.) „Financial Times" sagt in einem Leit- artifel: „Die Bemühungen, die jetzt im Gange sind, ein Einvernehmen zwischen britischen mid deutschen Industriellen zustandezubringen. sind von Herzen zu begrüßen. Äächste Woche werden der Präsident des deutschen nationalen Ausschusses der internattonalen Handelskammer und der Vorsitzende der deutschen wirtschaftlichen Untersuchungskommission für industrielle, kommerzielle und landwirtschaftliche Fragen in London vor 2 bis 300 Dertretern der britischen Industrie und des britischen Handels Reden halten. Deutschland ist noch immer das wichtigste der Länder des Kontinents. Wir brauchen viele Daren aus Deutschland, genau so, wie Deutschland viele englische Waren braucht. 3e mehr Handel wir treiben können, um so besser für alle Beteiligten. Schutz vor Dumping-Einfuhr. Die Regierungsparteien haben in einem ge- meinfamen Antrag den Reichstag aufgefordert, die Regierung zu ermächtigen, bei Dumping-Einfuhr Zollzuschläge zu erheben. Dieser Antrag wird im Auslande sicherlich einige Unruhe auslösen, richtet sich aber zunächst gegen keinen Staat, der mit uns auf gesunder Basis wirtschaftliche Beziehungen unterhält oder mit uns im Warenaustausch steht Beabsichtigt ist wohl nur, der Reichsregierung in den verschiedenen Verhandlungen über den Abschluß von Handelsverträgen eine Waffe in die Hand zu drücken, u m öie heimische Industrie vor einer gefährlichen Einfuhr zu schützen. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dah wir | mit Milliardenabgaben belastet find, unsere De ! triebe also keineswegs so billig erzeugen können, wie ausländische, deren Waren auf unserem Markt zu günstigeren Preisen angeboten werden können als die im Land selbst hergestellten. Selbstverständlich wendet sich der.Verbraucher stets dem vorteilhaftesten Angebot zu, auch dann, wenn das Erzeugnis aus dem Auslande kommt. Darunter leidet unsere Wirtschaft, die mehr denn je auf den heimischen Markt angewiesen ist. Macht ihr hier das Ausland eine Konkurrenz, die das erträgliche Maß überschreitet, und unserer Arbeiterschaft die Arbeit nimmt, dann muß dieser Einfuhr nach Möglichkeit ein Riegel vorgesch ob e n werden. Das Ausland hat sich bisher mit Hoch- schuyzöllen geholfen und namentlich uns gegenüber nur zu gerne mit Anttbumping-Mah- nabmen operiert, selbst dann noch, als wir schon längst zur Goldmavk zurückgekehrt waren. Amerika geht sogar soweit, sich bei uns an Ort und Stelle über die Gestehungskosten der nach den Vereinigten Staaten zur Verschiffung kom- menben Waren zu orientieren, und das nur deswegen, um die Einfuhr deutscher Erzeugnisse im Interesse der amerikanischen Industrie zu unterbinden, wenn der deutsche Artikel unter günstigeren Bedingungen erzeugt wird, als der ent» sprechende jenseits des Ozeans. Umgekehrt aber sind z. B. die Amerikaner dank ihrer ungeheuren und sehr billigen Rohstoffvorräte in der Lage, deutsche Waren sogar vomdeutschenMarkt zu verdrängen. Einen derartigen Zustand körmen wir im Interesse unserer Arbeiterschaft auf die Dauer nicht ertragen, wir müssen nach Abwehrmitteln uns umsehen. Insolgedessen ist der Regierungsantrag als Schuh der deutschen Arbeit und ihrer Erzeugnisse gedacht. Wir wollen uns nicht verhehlen. daß die Anwendung der geforderten Ermächtigung unangenehme Erscheinungen Hervorrufen kann. Aber schließlich sperren sich al le Rachbarstaaten gegen öie deutsche Einfuhr. wollen uns jedoch mit ihren Erzeugnissen überschwemmen. Richtiger wäre es entschieden, die europäischen Staaten dächten einmal daran, sich gegen das amerikanische Dumping zu schützen, das sie allesamt jetzt schon recht empfindlich verspüren. Bricht aber in den Vereinigten Staaten erst einmal eine Wirtschaftskrise aus, dann wird Europa mit amerikanischen Erzeugnissen zu so niedrigen Preisen überflutet, daß der größte Teil der Fabriken zum Stillstand kommt, weil sie gegen das amerikanische Dumping beim besten Willen nicht werden ankämpsen können. Die Annahme der tschechischen Wehrvorlage. Die Zustimmung der deutschen Regierungsparteien. Prag. 30. März. (WB.) In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses gab der Abg. Zierhut (Bund der Landwirte) namens der im Deut scheu Verband vereinigten Parteien zu den in Verhandlung stehenden Wehr- Vorlagen eine Erklärung ab, in der es u. a. beißt: Die deutschen Regierungsparteien sind bereit, dem Staate das zu geben, was dieser zu seiner ruhigen, friedlichen Fortentwicklung bedarf. Auch die derzeit in Verhandlung stehenden Wehrvorlagen sollen diesem Zweck bienen. Die auf Grund dieser Wehrv erlagen gebildete Wehrmacht kann lediglich zur Verteidigung des Landes selbst bestimmt sein. Daß durch diese Wehrvorlagen das freundschast.iche Verhältnis zu unseren Rachbarn unb besonders zu unserem natürlichen Freunde, dem Deutschen Reich, in keiner Weise berührt ober beeinträchtigt werden darf, ist für uns selbstverständliche Voraussetzung. Der Beibehaltung der ISmonatigen Dienstzeit kann schon deshalb zugestimmt werden, weil sie nur für kurze Zeit bestimmt wird. Die deutschen Regierungsparteien erachten es für selbstverständlich, daß bei der Durchführung des sogenannten Unterofsiziersvettorgungsgesetzes der nationale Devökerungsschlüssel in vollem Maße zur Anwendung kommt. Daß das Wahlrecht der in aktiver Dienstleistung stehenden Militärperfonen und der Gendarmerie ruht, entspricht den Anforderungen, die an ein unpolitisches, seinen Aufgaben bewußtes Heer gestellt werden mußten. Damit wird auch einem Mißbrauch gesteuert der zur Beeinflussung der Gemeinbewahlen im deutschen Gebiet angewendet worden ist Die deutschen Regierungsparteien fordern schließlich, dah die auS bet Revolutionszeit stammenden D i en st - Vorschriften und die Dienstbefehle für die Armee einer Ueberprüfung in der.Richtung unterzogen werden, daß alle gehässigen unb bas nationale Gefühl der Völker des Staates verletzenden Bestimmungen und Ausführungen schnellstens beseitigt werden. Die beut- schenRegierungsparteien werden für die in Verhandlung st ehern) en Vorlagen ftirnmen. Das Abgeordnetenhaus hat dann die Wehrvorlage m erster und dann in abgekürztem, beschleunigten Verfahren auch in -weiter Lesung angenommen. Citauen. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers'. Berlin, 30. März. Dah es Heinen Ländern nicht immer sehr leicht fällt, sich an die völkerrechtlichen Formen zu gewöhnen, ist eine Tatsache, mit der man sich wohl ab finden muß. Es geht aber nicht an, dah derartige Länder, deren Hauptaufgabe vielleicht darin beft.hen dürfte, ihre Beziehungen zu den sie umgebenden Grohstaaten wenigstens insoweit zu regeln, daß ein einigermaßen erträg liches Verhältnis sich anbahnen kann, sich Hebergriffc erlauben, die sich mit den völkerrechtlichen Geflogen heilen in keiner Weise vereinbaren lassen. Zu solchen Ländern scheint auch Litauen zu gehören, das auf Grund des Memel-Statuts cm sogenanntes Protektorat über das Memelland hat, was von ihm aber dahingebend verstanden wird, dah das Me- melland durchaus zu Litauen gehöre. Dazu kommt noch, daß es für Litauen keine nationalen Minderheiten gibt, wenigstens insoweit es Deutsche betrifft, und dah man sch deshalb für berechtigt hält, mit allen nur erdenklichen Mitteln gegen die Deutschen vvrzu- gehen. Rebenbei spricht man allerdings, sogar in Ministerpräsidenten reden, von einer Verständigungspolitik und von dem Wunsch gute Beziehungen zu Deutschland zu Pflegen. Das scheinen aber leereWortezu sein, denn den Taten nach geurteilt, emittiert in Litauen überhaupt nicht so etwas wie ein Derständigungswille. Dagegen treibt man mit der neuerlichen Verschiebung derWahlenzum memel- ländischen Landtag durch den litauischen Gouverneur des Memelgebiets einen Rechts- bruch, der sich durch nichts rechtfertigen läßt. Es verlautet allerdings, daß unter der Hand noch weitere Verhandlungen um eine Einigung in der Frage der memellänbischen Wahlen stattfinden würden. Daß man aber auf derartige Verhandlungen kein besonderes Vertrauen haben kann, liegt in den zahlreichen Enttäuschungen begründet, die wir durch Litauen erleben muhten. So wurde gestern gemeldet, daß dem Leiter des Schulwesens Heydekrug vom Memelländischen Direktorium der Dienst zum 1. Mai gekündigt worden sei, well er angeblich unwahre, das Ansehen der Regierung herabsetzende Behauptungen aufgestellt habe. Diese Maßnahme dürfte also ebenfalls in der Richtung liegen, mit aller Gewalt für Litauen unbequeme Pers onen z u beseitigen. Wie lange die deutsche Regierung ein solches Verhalten noch mit ansehen kann, dürfte lehr fraglich sein. Cs wird allerhöchste Zeit, daß in Litauen die Verhältnisse endlich c’iimal gründlich revidiert und rechtliche Zustände wiederher- gestellt werden. Man kann Litauen nur raten, ferne Willkürmaßnahmen schnellstens einzustellen: im Rotfalle mühte sich sonst der Völlerbund damit beschäftigen. Aus dem Femeuntersuchungs- ausschutz des Reichstages. Berlin, 30. März. Der Femeunter- suchungsausschuß des Reichstages begann am Mittwoch mit der Untersuchung der- Vorkommnisse in der Schwarzen Reichswehr. Berichterstatter Dr. Levi (Soz.) schilderte zunächst die Vorgänge in den oberschlesischen Kameradschaften. bei denen ein „K a m e r a d e n g e r i ch t" im Iahre 1923 einen Leutnant Krüger wegen Meuterei zum Tode verurteilte. Das Urteil wurde nicht vollstreckt. Die ordentlichen Gerichte haben später ein Einschreiten abgelehnt, weil die Kameradengerichte unter dem Kr iegszustand ye bildet waren und ihre Mitglieder unter die Amnestie fielen. In der Schwarzen Reichswehr gab es später ähnliche Vorkommnisse. Bei den Prozessen toegen dieser Angelegenheiten, namentlich bei dem Prozeß Roßbach, erklärten die Mitglieder stets, sie hätten im Einverständnis mit amtlichen Stellen gehandelt. Der Berichterstatter erörtert dann Einzelheiten des Verfahrens gegen Roßbach unb Genossen unter Verlesung von Stellen aus ben Akten, insbesonbere von Aussagen Rohbachs über seine Unterredungen mit dem Reichskanzler Cuno, bet denen Roßbach die völlischen Turnerschaften unb anbere Verbände zum Kampf gegen innere unb äußere Feinde dem Reichskanzler zur Verfügung stellte. Der Berichterstatter erneuert seinen Antrag, zunächst Kainer, von Bock und Schleich darüber zu vernehmen, ob Akten über die Schwarze Reichswehr vorhanden wären. Das Reichsbewerlungsgesetz. Berlin, 30. März. (DDZ.) Der Steuer- a u s s ch u ß des Reichstages beschäftigte sich heute mit einer Verordnung, nach der von einer Neubewertung des landwirtfchafllichen und sonstigen Grundvermögens für 1927 Abstand genommen werden soll, ferner einem Gesetzentwurf, der den Reichsfinanzminister ermächtigt, die Bindung ein- Seiner Länder an d i e Einheitswerte des Reichsbewertungsgesetzes für ein weiteres Jahr hinaus zu schieben und schließlich mit einer Denkschrift der Regierung, in welcher dem Ausschuß die Ergebnisse einer Umfrage über die Erfahrungen mit den Grundwertausschükfen unterbreitet wurden. Darin wird das Vorhandensein von Steuers ab otage in 13 Landesfinanzämtern mitgeteilt. Abg. Dr. Herz (Soz.) vermißte Handlungen der Regierung auf strafprozessualem oder disziplinarischem Wege geben diejenigen Mitglieder der Grund- bewertungsausichüsse oder diejenigen landwirtschaftlichen Organisationen, die sich strafbare Handlungen haben zuschulden kommen lassen. Ministettaldirektor Dr. (Torben wies darauf hin. daß eine neue Bewertung des landwirtschaftlichen Vermögens und des Grundvermögens im Hinblick auf die Belastung der Finanzämter ausgeschk-ossen sei. Gegen Verstöße, die von einzelnen Bewertungsausschußmitglie- oern ober von dritter Seite vorgenommen seien. werde im Einzelsall mit Strenge oorgegangen. Die Ermittlungen hierüber seien noch nicht abgeschlossen. Nach längerer Aussprache wurde die Verordnung gebilligt und der Gesetzentwurf angenommen. Außerdem wurde eine Entschließung der Regierungsparteien angenommen, die die Reichsregierung aufforbert, gegen Steuersabotage auch mit den Mit teln des Strafrechts vorzugehen. Kleine politische Nachrichten. Der Ausschmückungsausschuh des Reichstags beschäftigte sich mit dem Plan der Aufstellung der Düsten der Reichspräsidenten Ebert und o. Hindenburg im Reichstag. Es be- stand Einigkeit darüber, daß die beiden Düsten in ber Wandelhalle des Reichstags zur Aufstellung gelangen sollen. Der Preußische Landtag entschied sich bei ber namentlichen Abstimmung über die pädagogische Akademie in Frankfurt a. M. mit 198 gegen 160 Stimmen für die Aufrechterhaltung der Akademie. e Nach einer Meldung der „Tägl. Rundschau" aus Bozen wurden in Tirol sämtliche b tjj tfAen Advokaten, nachdem sie vor einer Kommission den Nachweis der Kenntnis der italienischen Sprache erbracht hatten, zur Verteidigung zugelassen. e Zum Oberstkommandierenden der btttischen Armee im Rheinland ist General Th waites ernannt worden. Der bisherige Oberstkommandierende, General D u c a n e , übernimmt den Gouverneurposten in Malta. » Der jetzige niederländische Gesandte in fionbon. van Sroinben, soll als Nachfolger van Karnebeeks als Minister des Auswärtigen in Aussicht genommen (ein. Es ist jedoch nicht sicher, ob der Gesandte sich zur Uebernahme des Postens bereit erklären wird. Aus aller Welt. Pfarrer Schnoor vom Amte iuspenblert Der Pfarrer Schnoor in Königsberg, ber wegen eines auf ihm ruhenben Mordverdachts von ber Berliner Kttminalpolizei vernommen worben war, ist von seinem Amte suspendiert worben. Die Suspenbierung bes Pfarrer-, bei gemeinsam mit dem Amtsvvrsteher Friese ben Generalsuperintendenten D. Dibe- lius falsch informiert haben soll, erfolgte wegen ber bei dem Ermittlungsverfahren ans Licht gekommenen sittlichen Bersehlun- g e n, Die ihn als evangelischen Pfarrer unmöglich gemckcht haben. Gegen Schnorr ist ein Disziplinarverfahren eröffnet worden. Er wirb Donnerstag erstmalig vom Konsistottum vernommen werben. Blitzschlag in eine Kirche. Bei einem schweren Gewitter schlug Mittwoch nachmittag der Blitz in die Kirche von Königshosen bei Aschaffenburg. Der Turm stürzte vollständig ein, wobei eine historische Glocke sowie die nach byn Kriege neu angeschafsten Glocken zertrümmert wurden. Schwerer Unfall beim Scharfschießen. Aus dem polnischen Truppenübungsplatz von Wlodzimierz-Wolnnsk platzte beim Scharfschießen der Artillerie-Fäynrichschule aue bisher noch un bekannter Ursache ein Geschützrohr und zerriß zwei Fähnriche. Mehrere andere wurden leicht verletzt. Neapel—paris ohne Zwischenlandung. Ein Verkeyrsslugzeug mit drei Fluggästen an Bord ist Mittwoch vormittag 7 Uhr, i n Reapel ausge st legen und um 6 Uhr nachmittags trotz hesttgen Sturmes ohne Zwischen- lanbung in Le Bourget gelandet. Es ist dies das erstemal. bah ein einfaches Verkehrsflugzeug elf Stunden ununterbrochen geflogen ist. Schweres Vergwerksunglllck In Pennsylvania. 5—600 Bergarbeiter wurden bei einer Crplosion in den Ehrfeldbergwerken der Pennsylvania Cgal- coke-Cornpany verschüttet. Die verschütteten Bergarbeiter wurden mit Ausnahme von zehn gerettet. Die Leichen der zehn tödlich Verunglückten sind geborgen worden. Autounfall Henry Fords. Henry Ford, der am letzten Sonntag einen kleinen Autounsall erlitt, besinbet sich im Ford- Hospital, wo er sich infolge seiner Verletzungen einerleicht en Operationunterziehen muß. Ford, der sich in seinem kleinen Auto befand, wurde von einem hinter ihm fahrenden größeren Kraftwagen gegen den Straßenrandgedrückt, wobei der Wagen eine fünf Meter hohe Böschung hinunterstnrzte Schwerer llnglücksfall aus einer Schweizer Seilbahn. Am Mtttwochabend riß bas Kabel bet für bie Durchführung ber Bauten zum ElektrizitätS- wert am Avansvn Zwischen Ber unb G ry on errichteten Seilbahn. Gti betabmer Wagen, aus dem sich vier Mann beianben, fuhr mit außerordentlicher Gefchwinbigkeit zu Tal unb stürzte in eine Schlucht. Zwei Arbeiter, welche unterwegs abgesprungen waren, erlitten schwere Verletzungen, währenb bie beiben anbertn auf ber Stelle t o t waren. Seehundsjagd tat Finnischen Meerbusen. Scharen von Seehunben werben seit einigen Wochen auf bem Eise zwischen den kleinen Inseln bei Reval, wo bie See teilweise offen ist, von Leuchtturrnwüchtern unb Fischern beobachtet. Die Tiere treten immer im „Familienkreise" auf und sind ziemlich dreist. Die Fischer unternehmen nun die Iagd auf bie Tiere. Es finb immer bie besten Schützen, bie sich am Seehundsfang beteiligen, denn bie Tiere werden durch Büchsenschüsse aus ziemlicher Entfernung getötet. Mit Brecheisen und ähnlichen Geräten ihnen anS Leben zu wollen, wie es von unerfahrenen Deehundsfängern betrieben wirb, ist nicht anzuraten, well bie verwundeten Tiere sich zur Wehr setzen, abgesehen davon, dah es eine grausame Tierquälerei bedeutet. In den letzten beiden Iahren waren Deutschland, England und Schweden bie besten Abnahmegebiete für Seehundsfelle. Fett unb Fleisch würbe im eigenen Lande verbraucht. Löettcrvoraussagc Unbeständig, wechselnd bewöllt, etwa- kühler und vereinzelt Riederschläge. Gestrige TageSteinperctturem entartmum 10 Grad Celsius. Minimum 6,7 Grad TelsiuS. Riederschläge 3.6 Millimeter. Heutige Morgentemperatur 4.2 Grad Cellius. lohn ist In der Tat wieder der nupetläMg« Brief Der Innenausbau der Volk- ein der Mittagessen im Speisewagen Mark. Wie wir bereits mitgeteilt haben. «Preis gcbd. 14,50 Mk. Je Band.) — Beilin aS Leben und ID. Bissel. Griedel. 5b. Leichte Arbeit-schläge eiii-eln zu prämiieren: Goldene Plakette des Verbands r»er Warmblutzilchter und 1. Preis (40 Mk.) — Kasimir <8 R «lsebuch. Bon I Aus der provinzialhauplstadt. Giehen, den 31. März 1927. SleuerfälligKeiten im April. 2m Monat April werden nachstehende Steuern fMig: 1. Aprit: Rentenbankzinsen neuer Art. 1. Rate für Rj. 1927 auf Grund für Rj. 1925 -uaestellten Grundsl^ldbefcheide. Herde befinden sich nur noch in den beiden ober yessischc' Ereilen Bübingen und Lauterbach. o o m A r - eit vom 1. bis 2 0. Aorit: Steuerobzua b c i t » l o o n (Lohnsteuer) für die & Büchertisch. — Soeben erschien nun auch dar 2. Band der reubearde.eien „3Ilwfittertfn Geschichte der Weltliteratur" von Johanne» Schert Er enthält Germanische Länder. England. Bordamerika. DaS erste Jahrhundert australischer Literatur Deutschland. Biederlande. Gotische Literatur. Altnordische Literatur. BeuiSländilche Literatur. Dänemark. Norwegen. Schweben Die nichtgermanischen OlHecIönNet: Finnland, Estland. Lettland Litauen. Slawische Länder: Die Vitern- lur der Südslawen. Tschechoslowakei. Polen, Rust- land. Ungarn und Reugriechenland Buch der 2. Band ist wieder mit einer Menge Bilder ge- dischc Führer durch die Weltliteratur geworden Höh«, unter gleichzeitiger Abgabe der Lohnsteuer» bescheinigungen. 10. April: Umsatz st euervoraus za h- l u n g der Monats» bzw. Biertelsahreszahler | Pro; der Umsätze für den Monat März bzw. für das erste Viertel des Kalenderjahres 1927 unter Abgabe der entsprechenden Voranmeldungen. Einkommensteuerrate U. Stuerbescheid für 1925. wechsel mit Goethe Bus Grund de» von Bcindold Steig bearbeiteten handschriftlichen RachlallcS neu herauSgegeben von Fritz Berge- mann. Mit 17 Bildern, darunter einem farbigen Lichtdruck und -Wei Faksimiles. 3n Leinen 9,50 Mk 3m Jnlel-Derlag zu Leipzig Bettinas Leben mit Goethe ist noch mehr ein psychologisches al» ein literarische» Problem. Die Frage nach ihrer Bedeutung für den Dichter der Sonette, der Wahlverwandtschaften, den Berfaller von Dichtung und Wahrheit, tritt zurück hinter dem Rätsel, da» unS da» Mnw- nische Wesen dieser genialen, aber seltsamen Frau noch heute aufgibt Mit 17 3ahren finde' sie. eine zweite Mignon, ihren Herrn und Mei» fter, er wird der Abgott ihre» Herzen«, und mit der 3nbrunft einer katholischen Seele hält sie an diesem Idealbild fest, auch al» Braui und Gattin. alS Mutter und Witwe. Wie da« möglich war. allen Realitäten -um Trotz, die ihrem Mtgnonspiel manchmal auch eine ernste Wendung geben und sie in einen bedenklichen Dualismus der Gefühle hin eintreiben, wird in Gerichtssaal. 104 Jahre Zuchthaus für den Linbrccherkönig Spieß. WSR. F r a n k f u r t a. M., 30. März. In Stuttgart wurde im vorigen Sommer der jahrelang ge» i'uchte Grogeinbrechcr Artur Johann Spiest, ton Beruf ÄeUner. verhaftet, gerade in dem Augen» blick, als er sich nach auswärts begeben wollte, um eine andere Stadt zu ..beglücken*. Der Polizei war damit -ein guter Zana geglückt, denn Spieß hatte nicht weniger als 236 Einbrüche, wobei er es meistens auf Schreibmaschinen absah, auf dem Gewissen. In Stuttgart erhielt Spieß H Jahre Zuchthaus, in Leipzig, wo er mehrere .Gastspiele" gab. 9 Jahre, in Frankfurt a. M. wegen 49 Einbrüchen 10 Iabre, die unter Einbeziehung der anderen Stra-en zu 15 Jahren Zuchthaus umgewandelt wurden. Spieß machte bann eine „Gastspielreise" durch zahlreiche andere Gerichtssäle und erhielt über» 9jähr braune Stute Amon CMtcn XVI.. Lang- GönS. 2 Preis (30 Mk.) 4iähr. braune Stute. Anton BcltenXVl . Lang-G-n« 3. Prei» (20 Mk > öjähr. dunkelbraune Stute, Ludw Äcmt. Luh. Lang-GönS 4 Preis (15 Mk) 4jähr. braune Stute Wilh. Haub. Rleber-Wellel. Anerkennung (10 Mk.) und Shrendiplom de» Verbände- der Warmblutzüchter. 4sähr. braune Sture. Hch Dock Schadenbach. Anerkennungen und je 10 MI 4jähr braune Stute. Hch xonr. StraSheim, Griedel . 8jähr. braune Stute. G ch Bender. Dyrl- Gill. 4jähr braune Stute. Herrn. Schott. Griedel. 7jähr. Rappstute. Dan Dender. Griedel. Sjlbr. Rappftute. Hch. Fiicher. Beltersdausen. Zjähr braune Stute. Hch Wagner Birklar; 5jähr. braune Stute. Gg. W StraSbeim Griedel. 5c Schwere Arbeit-schläge, paarweise zu prämt eren 1. Preis 40 Mark, 3jährige Rot chimmelstuten H. Bruckmann-Reuhos. 2. Pr. 30 Mk.. 3- und 4,ähr FuchSstuten Rich Becket- TraiS-Horloft: 3 Preis 20 Mk.. 3- und 4jähr. Fu wSstuten Anl Bender - Dorn»Aftenhttrn: An» crkennungen mit je 10 Wk, 3jähr. FuchSstuten L. Häuser - Riebet-Weiscl 5- und 7jähr. FuchSstuten Bürgerme.ster Müller - Bellersheim, 4- u. kjähr FuchSstuten Hch Daul II - Griedel. 5jähr. Fuch-wak'ach und 4lähr. Fuchsstute Hch. Seipp- Trais • Münzenberg. 5d. Leichte A r b e 11 s I ch iä g c. paarweise zu prämiieren: 1. Preis. 9- und 4jähr. braune etuten. Ant Bel e i XVI - Langgöns. 2. Preis 30 Mk. 10- und 5jähr Rapp- und dunkelbraune Stuten. Ludw Äonr Luh - LanggönS: 3 PrelS 20 Mk.. 4- und lOiShr braune Stuten. Herrn Ä Strasheim-Griedel. Anerlennungen mit je 10 Marl. 7- und tzjähr. Rappftuten. Dan. Bender- Griedel: 12jähr Rappwallach und 7jähr. braune Siute Hch Fenchel Griedel. 4ühr braune Stuten. W. Haub-Riedct-We.fel 5- und 3jähr. dunkel- braune Stuten, Ludw Peppler-HörnSheim 8- und 3jähr. Rapp- und bunklbraun«* Stuten. Hch F scher-Bel.crShaulen: 4jähr. Rappwailach und 5jShr Stute. W Schepp - Oberhörgern 6a Dreijährige Fohlen, geboren 1924. Wagcnschlägc: 1. Pre S 30 Mark. Rappwa.lach. Ludw. >xonr. Luh-Langgöns: 2. Preis 20 Mk., I rauncr Hengst Ambrcs.us Peck-Mölln. 3. Preis *5 Marl Rappwallach Wich E.ser-Mu'chenheim, 1 Preis 10 Mark, dunkelbraune Stute. L. Peppler-Hörnsheim. db. D r e i j ä h r i g e Zohlen, geboten 1924, Arbeit»schlüge: 1 Preis Rotschimmelftute -H Drückmann-Rcuhoi und derselbe, 3. Preis 15 Mk. Fuchsstute L. Häuser - R edet-Weisel. 4. Preis. ’0 Mark braune Stute Gg. B ll 1-Rieder- Weisel: 2lae fennungen mit je 10 Mark: Fuchs - f.ute Wenzel MaaS Wwe - Rieder. Weisel. Fuchsstute Kont. Dersch-Roth: braune Stute, 21»t Bender - Dorn As enheim: fuchsstute Rich. Zecker-Trais-Horlo' Rappwa la b Ferdinand 3. PreiS (20 Mk.) 4jähr. Fuchsstute. Rich Decker. TraiS-Horloff. 4. Prelle (je 15 Mk.) 5jähr. Rot- fchimmel. Hch. Krämer i.. Langsdorf. öjähr. «^uchs- stute. Bürgermeister Müller. Bliersheim. Anerkennungen mit je 10 Mk., 12jähr. ^uchdstute W. Langsdorf. Albach: 9jähr. Fuchsstute. W. Wagner II.. Kirch-GönS. 4jahr. braune Stute Anton Dender. Dorn-Aksenheim. 4jähr. braune Stute. Hch. Wallbott XII.. GatbeMeich: 4jähr. Fuchsstute. W. Koch Münzenberg: 12jähr. braune Stute. Hch. Müller l., Kirch-Göns: 7jähr. braune Stute. Gg. Rühl. Langsdorf 5jähr. braune Stufe. geht die Mitropa am 1. April bei der Berechnung des Bedienungsgeldes in den Speiiewagen zu dem in deutschen Gaststätten allgemein üblichen System des zehuprozentigen Ausschlages über. Bisher waren die Bediennngsgclder in den Listenpreisen bereits einbegriffen. Mit der Neuregelung wird ein ent sprechender Abzug von den bisher gültigen Preisen erfolgen. Die Mitropa hat den Preis für das gemeinsame Mittagessen zu vier (Sängen ans 3,25 Mk. (ohne Zuschlag) ermäßigt, während er bisher 3,80 Mark (einschließlich Zuschlag) betrug. prll: Steuerabzug vom Arbeit s» (Lohnsteuer) für die Zeil vom 21. bis 31. März 1927, einschl. der für die Zeit vom 1. bis 10. Marz 1927 bzw. 11. bis 20. Marz 1927 noch nicht abgeführten Beträge ohne Rücksicht auf deren Monte Larlo bi« Afsisi.^ Mit 15 3et*nmyn von ®rna Pstmer. 330 S Halbleder gdbttnben. Deutsche Buck>-Demeinschast. Berlin 61. Teltower Str. 29. — Gdschmid führt un« überall In Europa herum. Sein Temperament ist aktiv, anspringend. mitreißend, voller Dynamik, er sprüht von Geist und Lebendigkeit. Mit alleräußerster Prägnanz prägt er feine Gedanken und preßt sie in eine Formel von hinreißender Gestaltung-- kraft. Diese Reiseberichte, dichterisch schön, sind voll von internationaler Weltläufigkeit. Man lese z. B. die Schilderung von Monte C-arko. von Brügge, von Stockholm, von Venedig. Die Weltreise EdschmidS aber mündet in einen lauten Lobgesang vom deutschen Rhein und Main, stark und bekeimlniShast uni) über da« Gegenwärtige in die Zukunft weisend. Das schone Buch wird nur an die Mitglieder der Deutschen Buchgemeiw- schäft abgegeben, deren Mitgliedschaft aber jederzeit erworben werden kann. 139 — Julius Berstl: Lichtenberg» Idyll. Mit Rachwort von Dr Luh Weltmann. Reclam. Leipzig. llniversal-Bibliothek Rr 6?31. — Julius Berstl ist durch seinen (Bürgerromon .Ueberall Molly und Liebe" weiteren Streifen bekannt geworden. Den Gießenern hat er sich auch als fluger und witziger Dramatiker vorgestellt In der vorliegenden Rooelle hat er Lichtenberg, den großen Satiriker und Aphoristiker, zum Helden gewählt. Lichtenberg hat ein Kind au» dem Bolke, ausgezeichnet durch Gaben deS Geistes und deS Körper», zu einer ebenfo klugen Vie liebreizenden Iungfrau her angeb tl bet, fürchtet, fie zu verlieren, scheut sich jedoch, al« körperlich TcrunftaLcter das entscheidende Wort zu sprechen. Sein Famulus soll da« Mädchen ergründen. Marie-Dorothea gerät In einen schweren Konflikt zwischen beiden: und in dem Bestreben. zwei Menschen gleicherweise wehe zu tun, um keinen zu verwunden, flieht fie und stirbt an dem Hebet» maß ihrer Liebe. Eine echte Rokokogeschichle, pastell-duftig und empfindsam, die jedermann mit Anteilnahme und Spannung liest. 136 — Han« Richt er:. Die unbekümmerte Kläre." Roman. Verlag Dr. P. Langenscheidt. Berlin D 57. Preis RM. 5,-. — Wie ein junges, selbständiges Mädchen von heute die Enge ihrer kleinen Heimatstadt und die ®ng- herzigkeit ihrer Familie flieht, um sich unbekümmert ihren eigenen Weg durch« Leben au suchen, davon berichtet dieser neueste Roman de« durch «eine Industrieromane bekannten Bersasser«. Mit seiner Psychologie schildert er die vielfachen Schicksale seiner Heldin als Gesellschafterin einer italienischen Familie in Taormina. Palermo und Benedig als Schülerin einer modernen Tanzschule. als Tanzlehrerin in Berlin und Rorwegen. mit scharfen Strichen zeichnet er die Menschen verschiedenster Art. die ihr auf ihrem Lebensweg begegnen. AIS die reiche vielbeneidete Frau S:Ausland wird fie vom Schicksal niedergeworfen, aber nicht gebrochen, ilnbefümmert nimm! fie nach ihrer Gesundung ihren Weg wieder auf in ein neues Leben. 65 Schmidt-Birklar 7a. Zweijäh q e F o h > . geb 1925 Wagenschlüge. 2. Preis 20 Ml. und Ghrendiplom des Berbandes der Warmblutzüchter braune Stute Hch. Fenchel-Griedel: 3. Preis 15 Ml braune Siute Wilh. Bingel-Grüninaen Anerkennungen mit je 10 Mk.: Rappftutte W Gorr VIII.- Münzenberg, braune Stute Adolf Sauerbier- Butzbach Rappstute Herrn Wissel-Griedel. ; 7b. (Zweijährige Fohlen, geb. 1925. ] Arb---Isschlige. 1. Preis 30 Mk.: FuchSstute Kour MiiAr-Griedel: 3. Preis 15 Mk.: Rotschimmel- ftuie Dan. Bender-Griedel. Anerkennungen mit je 10 M!. Fuchs mit Blässe W Konrad Iung-Lang-GönS, FuchSwackach W. Wagner II.- Kirch-Güns. FuchSstute Hch. Wallbott XII.- Garbenteich. 8a. Zuchtstuten mit Saugsvhlen ober mehreren Rachkommen, Wagenschläge. 1. Preis 50 Ml. und GhrendipISm des Berban- des dc^ Warmblutzüchtcr: lOjcihr. Rappstute mit drei Rochkom., L. Konr. Luy-Lang-Gön«: 2. Pr. 40 Mk.: lOjähr. braune Siute Herrn K Stras- hetm-Oriebcl. 3. Preis 30 Mk.: Sjähr., Rapp- ftuie mit zwei Rachkorn. 4- und 2jöhr., Herrn. Wissel-Griedel: Anerkennungen: I8jähr. Rapp- stu e mit zwei Rachkorn. W. Stser-Iuschenhenn, 12jähr. Rappstute mit zwei Rachkorn. W. Bingel- (Srüningen. Ljähr. braune Stute mit zwei Rachk. G. Sy Bender-Dorf-Gill. 8b. 3 u t ft u t e n mitSaugsohlen ober mehreren Rachlommen, Arbeitsschläge. 1. Preis 50 Ml : 11 jähr, braune Stute ®. Bill I.- Rieder-Weisel: 2. Pr 40 Mk.: lljShr. Schimmelst ui e mit zwei Rachkorn. Ferd. Schmidt-Birllar: 4. Pr. 20 Ml.: 12jähr. Rolfchimmelstute mit zwei Rachkorn. Hch Wallbott^S-arbenteich: Anerken- nungen mit je 10 Mk.: 5jähr. Fuchsstute K. Schüh-Oberlleen. Sjähr. Fuchsstute Adam Hof- mann-Langsdorf. 9;ähr. Fuchsstute mit zwei Rach- kommen W. Wagner II.-Kirch-Göns, 14iahrige Fuchsstute Bürgerm. Müller-Bellersheim. 9a. Zuchtstutcn, nachweislich In 1926 gedeckt oder erkennbar tragend. Wagenschläge. 2 Preise mit je 35 Mk.: lOjähr. braune Stute Herrn. K. Strasheim-Griedel. 8jähr. braune Stute ©. H. Bend er-Dorf-Gill: 3. Preis 20 Mk : 12jachr braune Stute Wilh Klotz-Holzheim: Anerkennungen. 18jähr. Rappstute W. Gifer-Muschen- heim. Rappstute Herrn. Wissel-Griedel, S,ahr. Rappstute Dan. Bender-Griedel. 9b. 3uchtstuten. nachweislich in 1926 gedeckt oder erkennbar tragend. Arbeit-schläge. 1 Pr. 50 Mk.: 5jähr Slichelsuchs R. SH^Dom- Assenheim: 2. Pr. 40 Mk. 5jähr. braune Stute ®g. Kistler II.-Rieder-Deisel: 4. Pr. 20 Mk.. I2jähr. Fuchsstute W. Langsdorf-Albach. Anerkennungen mit je 10 Mk.: 5jähr. Rotfchimmei Hch. Krämer I.-Langsdorf. 5jähr. braune Stute Hch. Bock-Schadenbach. öjähr. braune Stute W. Wiflel-Griedel. 4jähr. braune Siute Ant. Benber- Dorn-AOenheini 4jäbr. Fuchsstute W. Koch- Münzenberg. 4jähr. braune Stute W. Haub- Rieber-Weisel. 7jähr. braune Stute Gg. Rühl- Langsborf schauern niemals fehlte, wenn er z. B mittag«, währeird de« stärksten Berkehr«. von ber Lahn- brücke au» mit stet« überraschenbem Griolg feine Angel auSwarf ober wenn er an ber Bleiche, an ber Wismarer Brücke ober an ber Baden düng, wo er fein Walfer hatte, fischte Auf der preu- stifchen Seit« ber Lahn war ihm foaar da» An- geln auch mä^renb ber Kirchzeit Sonntags erlaubt worben. Es erregte bet vielen feiner 3u- ichauer btn Glauben an Hexerei, wenn ber Fischer, wie bet gemeine Mann ben Angler o. Dünng bezcnchnete. Schlag auf Schlag bie zappelnden Fllch« mit feiner Angel au» dem Wasser hob. Im AngelNub dem einzigen Devein. für den der von Jugend an geübte Fischer Interesse hat. wurde ihm wiederholt die Würde des Anglerkönigs zuerkannt. Das goldene Iubeipaar erfreut sich noch grober Rüstigkeit Mögen ihm noch viele Iahre bc« Beisammenseins beschieben sein. •• Beethovenseiern aus Ansatz bes 100. Tobestage« be« Meister» fonben nach den uns vorliegenden Meldungen in den letzten Tagen in zahlreichen Orten der Provinz statt: auS räumlichen Gründen ist es unmöglich, allen diesen Veranstaltungen durch einen Sonderbericht un einzelnen gerecht »u werben. Wir können zu- sammenfossenb seststellen, datz sämtliche Feiern sorgsam vorbereitet und gut besucht waren und allen Teilnehmern bk Bedeutung des Tages eindringlich nahebracht»" DSist. Weiterer Rückgang de, Maul» und Klauenseuche. Rach einer amtlichen Der» offentlichung ist im letzten Jahre im Lande Heften die Maul- und Klauenseua^e beträchtlich zurück- gegangen. Insgesamt find jetzt nur noch 20 Gemeinden mit 71 Gehöften verseucht. Gröstere Seuchen. all noch Zuchthnuestrafen. M» er im Herbst ne* München Lun. hatten jein, (Finielftrafen bk Hih« non 97 Iah:,n 11 Monaten Zuchthaus erreicht In Leipzig wurde nun der Rekvrdeinbrecher oor einigen Tagen wiederum wegen 17 Einbrüchen zu sechs Jahren Zlichihou» verurteilt, so dost er also den Re- tord van falt 104 Jahren E inzelLucht d a u s ft r a f e n aufzrnveisen Hicicurv . nriicmnarEtnrcifc. E« kosteten auf dem heutigen W^chenmarlt Butter 160 bl« 170, Matte 30 bis 35, Wlrfing 20 bis 30. Weistlraut 10 bi« 20. Rotkraut 15 bi« 25. gelbe Rüben 12 bis 15. rote Rüben 10. Spinat 25 bi« 30. Unter-Kohlrabi 8 bi« 10. Grünkohl 20 bi» 25. Rofenkohl 30 bis 40. Fclbfalal 100 bis 150, Tomaten 70 bi« 80. Zwiebeln 10 bis 20. Meerrettich 30 bis 80. Schwarzwurzeln 30 bis 50. Kartoffeln 7, Aepfel 20 b<« 50. Dirnen 15 bis 25. Rüffe 70 bis 80. Honig 50. junge Hahnen 100 biS 130. Suppenhühner 100 bis 130 Pfennig ba« Plund: Käse 10 Stück 60 bi« 140 Ps : Eier 11, Blumenkohl 30 biS 100. Salat 20 dis 30, Snbivien 80 bis 100. Lauch 5 bi« 15. Sellerie 20 bi« 50 Pf. bas Stück: Radie-chen 20 bis 25 Pf. ba« Bund Äf^u„°9n 6M.. N Sch°.m. bunb 8 Uhr. Kathol. Vereinshaus, Vortrag. — _ * Lichtspielhaus Bahrchofstraste. .Fräulein Mama-'. ©iCHCiier XttlI)iayr5v,er0eM(rNl. —Aftoria-Lichtspiele: .Das Testament bes Gold- u O <» * fu&ertf' Aus dem gestrigen Fruhiahrs - Pferde- - Sin Kolonial.Lichtbilbervor- und Fohlenmarkt herrschte großer Beiried trag. Man schreibt un«: Wir möchten nicht Der- wie ihn wohl kaum ein nnberer Vferbemarn gni:--. fehlen, auf ben am Sonntag ftatlfinbcnbcn Vor- ciuswiiien konnte. Trotz bes kühlen, trüben W-tkrs trag von Gräfin Slif abeth von Schlitz war em Massenbesiich ber Landbewohner aus Ober gen. von Görtz hinzuweifen. Die Vortragende tzeften und dem Lahntal zu verzeichnen der nach hat vor zwei Jahren Sumatra und Iava bereift, sausenden zahlte Auf den ausgedehnten Marktan bie in letzter Zeit so oft genannte Märcheninfel lagen am Schlachtho, herrschte riesiges Menl^nge- Ball besucht, unb wirb bie mannigfaltigen Ein- woge, den Weg bis dahin konnte man als „Iakods brüdc Mefer schöneii Länder, bie religiö'en Feste aUec' bezeichnen, denn unglaublich v.ele Ausrufer in den wunderbaren Tempeln, die Sitten unb fudjten ihre Waren hier an den Mann zu drinain. Gebräuche ber Bewohner ber Inseln mit Unter- Die Zahl ber aufgetnebenen Zucht- und Händler 11 Übung von Lichtbildern schildern. Der Vortrag pfrrbe betrug runb 500. Die unvermeidlichen ^i finde, zum Besten M Vereins ber Freunbinnen fleuner waren natürlich in «raster Zahl ersw,«nen iHnnrr 'TTtnbdwm statt um einen lebhaften Handel zu entfalten. Der Handel Junger Mädchen statt. | |M[ im allgemeinen schleppend, gute Pferde standen hoch im Preis«, es wurden jedoch mehr Geschäft« in geringer unb mittlerer Ware abgeschlossen. Der Austrieb zur Prämiierung war diesmal außerordentlich stark, unb die Preisrichter hatten keine leichte Ausgabe, aus bem vorzüglichen Pferde material bas beste herauszusuchen. Erst um 2 Uhr nachmittags war bie Arbeit geleistet, und die Preis» Verteilung konnte nun beginnen, lieber 2000 Mk. gelangten als Preise zur Verteilung. Der Verband der Warmblutzüchter für Hessen verteilte durch Alexander Gras zu E r b a ch eine Plakette an Anton Belten XIV. zu Lang Göns unb je eine Ehrentafel an Hch. Fenchel zu Griedel und L. K- L u h zu Lang-Göns. Im übrigen halte die Prei s beroertung folgendes Ergebnis: balle hat in ben letzten Wochen gute Fort- schrille gemacht. Der Verputz ber Wände, soweit es biS zeht tertiggefteHt ist, gibt ber Halle bereit« ein recht freunbllches Aussehen: es kann erwartet werben, bah diese« belfere Bild nach Abschluß der gesamten Verpuharbeiten noch gün- stlger gestaltet wirb. Die (Tinfügung der sog. SpalierungSdecke ist gletdÄeitig beendet, ferner hat man auf bem First bes Daches zwei kleine Türmchen geschaffen, in beten Innern bie Den- tilationseinrichtungen sich beftnben. In dea nächsten Wochen sollen nun Winbsangtüren eingebaut werben, ferner will man ben Raum auf ber Empore mit Holzfußboden versehen: bie Bretter zu ber letztgenannten Arbeit flnb bereits angc- sahren. Weiter soll von ber sog. Weinstube aus- oehenb aus ber Dachfläche des westlichen Unterbaue» eine Terrasse geschaffen werden, um der Bürgerschaft Gelegenheit »i geben, von hier aus in Ruhe den herrlichen Bl»ck über bie Stabt und ihr« prächtige Umgebung geniesten zu können. Die Bühne hat gleichfalls mancherlei verbessernde 2 Wagenfch lä g e. paarweise zu pra- Aenderungen erfahren, durch bie in Zukunft miieren: 1. Preis (60 Mk.) 5- unö 6jabr. brauner bi» Beobachtung ber Bühnenvvrgänge angeneh- Wallach bzw. Stute. Iul. Kaufmann, Theocr» mer unb besser lein wirb. Sämtliche Arbeiten Weisel. 2. Preis (40 Mk.) 4° und 5,ähr. Rapp- follen biS Anfang Mai beendet sein, ba ber am Wallache. Salomon Michel. G-ehen. 3. PreiS (30 7 Mai hier beginnenbe große westdeutsche Ka- Mark) 5- unb 6,Lhr. Fuchse. 2Iug. .Frensdorf, valleristentag in ber BokkShalle seinen Schau- Diesten. 3. Preis. 5]5hr braune Stuten. (Jul. bläh haben soll Kaufmann. Rieber-Wei'«l. " Die Planierung beS Sport- 3a. Arbcitsschläge (schwere) paar- platze« an bet Grünberger Ehiussee weise zu prämiieren: 1-Prers (60 jUL) 5- und bat, soweit man bi«her feststellen kann, den Platz 4jähr. Schimmelftuten, Iul. Kaufmann Meder- hinsichtlich der Zweckdienlichkeit und M Aus- Weisel. 2. Preis (40 ML) Sal. MtcheL Dlesten. sehens schon wesentlich verbessert: namentlich ist 3. Preis, 5- und kjahr. ,^uch«stute bezw. Fuchs- ber btSherigc unschöne Abschluß an ber Grün- Wallach, Iul. Kaufmann Meber-Weifel. berget Ebaussee zum Teck beseitigt, zum anderen 4a. Schwere A rb« tt « s ch la ge. einzeln Xe5 im Verschwinden begriffen. Bekanntlich soll äu prämiieren: 1-Prets (" MU ^hr Schimmek auf diesem Platz noch Humuserde aufgebracht und stute.IuL Kaufmann Rte^r-Weilel. 2. Preis dies« mit Gras,amen eingesät werden, wodurch (30 Mk) 5iäh^ Fuchsstute. Michel. man der Fläche eine gute sportliche Beschaffen- (20 e’ 4jähr beit verleihen will. Frensdorf . Diestew 4. Vre^ (15 Alk) 4japr. •• Abbau auf ber Kraftpoftlinie Fuchsstute. Dcbr. Isenberg. Diestern cften —Kleebachtal. Das Postamt 4h. Leichte Arbeit sich la gc einzeln ei , sten teilt uns mit vom 1. Avril ab zu prämiieren: 1 Prei« (40 MU 4>ahr. braune n- d aus Der Kiaftpostlinie Gießen—Niederkleen der Stute. Aug. d-ensdors Gießern 2. Preis (30 CHIC) ' trieb auf ber Teilstrecke H o ch e l h e i in - N i e» 4jähr. ^chSstuie. Lug^ FrenSdorf Dießen. ' r r f 11 c n wegen schwachen Verkehrs eing«» 3. Preise 'ie 20 ML) 4iahr. RapPstut^Iul. k,e!tt werden. ?ie für die Strecken Gießen—Hochcl» Kaufmann ^'rbet-Weifel: 4iabt TuchSstute. . n und Hochelheim-Großen-Linden jetzt gültigen Gebt. Ifenbetg. Gießen. 4. Preis (15 Wk.) Siaht. irplamdtcn bleiben bis zum Inkrafttreten des Fuchsstute, Simon Kaufmann, .^nkfuri a.W. ^ümmeriahi Plans (15. Mai) bestehen. m. «chw cteOlt bei "'chlagc. ^eln Die aol bene Hochzeit begehen mor- zu prämiieren 1. Preis (40 ML i oiafrc vttcyet r-i 1 April^ Fticbrich v Düring und dellen fuchs. Rud. Eß. Dorn-Affenheun. 2-PreiS (30 C\lttin geb. Meyetditks. Das Jubelpaar stammt Mark) 6jSht. Fuchsstute. Hch- ,^ut U ,. Sn^el. au« Bremen: die Shcsrau gehört einer geachteten. > ' ^„Wtute R,cd. Decket, i ort lang ansässigen Seemannsfamilte an. bie hem Staate besonders auch hervorragenbe Lotsen gestellt hat. Friebrich v. Düring kam im Jahre 18S8 als sachlicher Leitet in bie Zigartenfabrik von Georg Philipp Gail nach Giesten. cr hat in ben vier Jahrzehnten seiner (Siebener W.rk- famkeit nicht nut baS volle Vertrauen feiner Eh«fs besessen, sondern er hat eS besonders verstanden. sich die Liebe und die Achtung ber ihm unterstellten Meister unb Arbeiter zu erwetbem bie er stets als gleichberechrigte Mckarbetter betrachtete unb freundlich behandelte. Weite Kreise unserer Bürgerschaft kennen kxn (Jubelbräutigam aus seiner nie erlahmenden Tätigkeit al« erfolgreicher Sportangler, dem es an Zu- schmückt. die viel ad) ganz unbekannt gewordene Originale triebet beleben. Der Derlaa Dl eck & To Stuttgart, hat lieb mit bkfet fvrgfäliig und liebevoll bearbeiteten 2Iu«gibe ein Verdienst erworben Schert- .Illustrierte Geschichte ber TMtfUeratur“ «nzyNopä- Schuhe für Ostern! Herren-Agraffen-Stiefel A50 verschied. Ausführungen. 1430,12.50, 9.95, 8 ■ SIND GUT UND PRHSWBH BesichtigenSie bitte Miere Fenster! 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Allen denen, die unserer heben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers am Grabe, sowie für die liebevolle Pflege der Schwester sage ich auf diesem Wege herzlichsten Dank 16^ flt c0o$er halte-®e®rDblc11’1 SichA SfSäk US gfi«- ■ &StT* £ Th= avii 5ii zcn einer intern^ durch die nüchtern^ unb Fomen in k Wonnen toerden lc England und ü rechtlichen Enttoic Herrschastsformcn englisches Äönigli figen Lettern ges Inselreiches als |i lagen des Deltr eine herrschende tarischen Fomen und zu behaupte slvh den Äutznief mindesten für di Katie hat deshalb er fie mit der PI in der alten Arist besitz und die ne: IndustrieKeise, i tums der Zutritt herrschenden Klas Ke Träger dies beiden großen j ihm verankert, i benschenden Kla der industriellen Ichast schmackhaft Union zufammer vor allem konser Großen-Linden, den 30. März 1927. 29651 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schulte sage ich auf diesem Wege herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Hofmann. ’NtFeaiirf i. ■o, •24 ^acmaichiaen Haamaichmkn bdjroimiibltn 'einer 151D UlN'rr Mge Mabmaichiaro ille lanbtoirtid). Malckmen l. 3. Tröster, Butzbach. Für Umerlef. der ^beriealsch. wird Pension n fltlunber, guter jamilk gei. Sitif: jnaebote an Hauvil Btrnirmmcr, Eina- reih itiufr.i. 8070 ■ iabctb von L4.iö. genannt v. 8»tz> über lielWWfo WWW.-M an -and von. mein iarbiacn- leibst au - öcnoninienen u®-' biidern.DeiB°rN°° sindel ,nm W veS Verein? der Kundinnen innger Wabcben >>"" jg MttliM-WM. EceiWEr. Am..Dacier 6. W«tG mh Portto« dr? «SS*?«» C3äi* »** MS S;s- Hk- M Donnerstag, 3V März 1927 (Siebener Anzeiger jGeneral-Anzeiger für Dberhefsen) Nr. 76 Zweites Blatt di« Folgen feiner „Politik" vorauszuschauen. «r gesundheitlich wo! mit unzähligen ! marer Verfassung" (Jahrbuch des off. Rechts. Dd. 15, S 1 ff.) verdeutlicht hat. Sic liegen einer- seits in einem Vordringen der ja ^uf engIylange- lium übernommen werden soll, im Gegenteil , kann bei vielem Kritik geübt werden. Do-allen Dingen soll nicht behauptet werden danun alle unser» Wohnungen genau fo eng gebaut werden sollen. Das richte^ sich vielmehrimmer nach den Verhältnissen. viele Kre.se suw diese hier gezeigten Räume zedoch auherst prak tisch, weil sie nicht nur weniger Baukosten, bzw. Miete erfordern, sondern auch die Hausfrau in den Stand setzen, ohne eine Hil.e chren Haus- halt allein in kurzer Zeit allein zu versorgen. 9 Don diesem Gesichtspunkte aus ^nuh man die vielleicht vielfach bekrittelte ..frankfurter Jahrhundert in steigendem Mah« das Wahlrecht gewährt hatten und diese Bestrebungen sich aus die Erzielung einer möglichst hohen Lebenshaltung beschränkten, sah bis in den Anfang untere« Jahrhunderts mit gewissem Recht in den beiden grohen Parteien auch eine Vertretung ihrer Interessen. Und fo entsteht eine organisierte Arbeiterpartei im Parlament erst 1906 und spielt bis zum Weltkriege in England kaum eine Rolle. 3n den Regierungen über- wiegt das aristokratische Element noch durchaus, daran ändern auch Persönlichkeiten wie Lloyd George oder John Burn- zunächst gar nicht«. Freilich gewisse Anzeichen deuteten schon vor dem Weltkriege darauf htn. dah das klassifche Zweiparteiensystem nicht mehr daSalte war. Die Liberale Partei suchte und sand eine gewisse Fühlung mit der Labour Party und wurde dadurch auf dem Gebiet der Landpolitik und der Besteuerung, aber auch soz'.alpv'.itifcher Mahnahmcn zu radikalen Vorschlägen gedrängt. Der Bannerträger dieser neuen, im Gegensatz zur alt liberalen, vielleicht als demokratisch zu bezeichnenden Politik war Lloyd George und ihr Ausdruck sein berühmtes Budget im Jahre 1909. Die naive Selbstverständlichkeit, mit der das House of Lords durch die Ablehnung de« Budgets sich zum Sachverwalter der alten, bisher allein herrschenden Kaste machte, führte im Jahre 1911 durch die „Parliamcnt Act“ zur Ausschaltung des House of Lords als bestimmender, gesetzgebender Körperschaft Die Folge davon ist. daß bei der heutigen gesetzgebenden Alleinherrschaft des Unterhauses Re- gierungskrisen allein durch die Auflösung des Unterhauses gelöst werden können. Gleichzeitig senkte aber die radikale Politik Lloyd Georges den Todcskeim in die Liberale Partei, tote die Entwicklung nach dem Kriege deutlich gezeigt Küche" betrachten. Man muh bedenken, Wieviel unnötige Wege bisher die Hausfrau in ihrer Wohnung und Küche täglich machte. wievrelc Arbeiten sie noch mühselig mit der Hand aus- führte wo heute kleine Haushallmaschinen dil- l.qcr und schneller Besseres leisten. Wie Wichtig für die Gesundheit der Bewohner ist es. wenn alle Räume von der Sonne bestrahlt werden und luftig sind. Vielleicht noch schlimmer wurde früher und wird auch vielfach heute noch aus dem Gebiete der konstruktiven Einzelteile gesündigt. Wie auhcrordentlich die Daukostcm durch Verwendung normalisierter Einzelteile für Die immer triebet vorkommenden Bauteile wie Fenster Türen, Treppen usw. vermindert werden können, sehen wir heute schon an den un Serienbau hergestellten Daublöcken. Eine weiter« Ergänzung unserer Kultur- Neuerungen ist das ausgestellte Wochendhaus, das mit einfachen Mitteln hcrgestellt, der Groh- ftabtfamilic die Möglichkeit gibt, Samstag und Sonntag draußen in der freien Ratur zu verbringen und hier wieder neue Kraft« und Er- holung für die Wochenarbeit zu suchen. Lllrch eine Kleingartenhütte in Originalgrohe fand Bekommen viele unserer alltäglich gebrauchten Geräte im Haushalt noch sind, und wie sie ohne grohen Aufwand durch bessere erseht werden l6nn^un Sonderausstellung „Moderne Durcautechnik" im Werkbund-Haus. Der Be- ucher ist hier einfach von der Menge bet heut« chon vorhandenen Bureaumaschrnen aller Art überrascht. Auch hier baß Destreben Hand- und mechanische Denkarbeit auf ein Minimum zu verringern und dadurch nicht nur Personal zu sparen, sondern auch mit den Kräften De« noch vorhandenen ganz ander« zu wirtschaften. Wenn man sieht, wie heute die Technik der Dureaumaschincii fortgeschritten ist so kann man nur immer wieder staunen: sei es die elektische Schreibmaschine, die tedmenbe unb ltbaltem völlig erschütterungsfrei ist. Er kann in zeder gewun ch- tcn Weife verstellt werden und behindert nicht die Bedienung der Maschine. Er besitzt eine verstellbare und abnehmbare, augenschonende Lampe, die unabhängig vom Konzepthalter an- geordnet ist. Die an ihm angebrachte Uhr zeigt stets die genaue Arbeitszeit. . Eine Rotwendigkeit für jedes Bureau und leben Betrieb ist eine gut angelegte Kartothek. Hi« haben die so praktischen Sicht-Karteien tn der Rotolhck eine neue Verbesserung erfahren. Da« Reue hieran ist u. a_. daß bei einer gröberen Anzahl Karten die Aufbewahrung in etner Trommel erfolgt, die unmittelbar hinter bem Arbeitstisch drehbar gelagert liegt Jedes einzelne Gefach der Trommel umfaht einen Kartenzug. auf dem wieder bis 100 und mehr Konten vereinigt find. Dieser Kartenzug kann nun ohne Müh« aus der Trommel herausgcnoimnen utib bearbeitet werden.. Der Vortcll ist der. dah der Bearbeiter nicht mehr an die Karteischranke herantreten und tn oft sehr unbequemer Stellung die einzelnen Karten bearbeiten muh. sondern dah er ruhig sitzen bleiben kann, und die Kartenauszüge sozusagen zu ihm kommen. Wo nicht gerade eine HauptverkehrSstvah« durchgeht, mit .Confiserie" und .Difouterie' ober anderen Bedürfnissen der oberen Zehntausend, sondern nur der cinsach« Handwerker uiO Klein- HSndler. der Versorger mit täglichem De darf, feine Werkstätten und .Winkel" (Läden) hat,, da hat von jeher das Vlämische das Welsche über» wogen. Da lesen wir die gemütlichen WiriS- hauSschilder: ..In den ouden Pellkaan . .In den Stijven Arm", ..In t SchiPpcrhulS btj Paulina de Gentschc". .Int Patatefnl-HuiS bll Mieke . In dc donkcre Wolk" oder neumodischer . Jn Telcphoncken" . . . Roch immer Serben ungeheure Mengen Bier vertilgt und vor den beweglichen kleinfenstrigen Derkaufsständen gebratene Kartoffeln auf der Straße verzchri. Rur SchnapS Vars in den Kneipen nicht mehr auSgrichenS werden. Wer diesem Getränk huldigen will, der daraus hingewiesen, dah bet Staat nicht nur eine ungeheure Dersorgungsanstalt ist. in dem bet Mensch hinter dem Amt verschwindet , sondern dah cs zur Heranziehung eines verant- wortungsfteudigen Beamtentums gelte, ein gc- U leye.z, । wisse« Risikoelement in die Beam^nlaus. äh nicht bahn einzufügen, das eß einmal ermöglicht, wi D . geeignete Persönlichkeiten zeitig auszuscheiden, ersyer feine oei andererseits aber geeignete Elemente auch ub^ll deshalb bewahrt daher zu nehmen, wo man sie finden kann Wi - 1 leiden vielleicht in Deutschland kwch etwas an einer Ueberschähung des Prusungs- wesens und einer Unterschätzung de. P e r s ö n l i ch k e i t, und hier einen Ausgleich zu Englische Staatsprobiem« Bon Dr. Otto Koellreutter. Professor der Rechte an der Universität Jena. Der Krieg hat die Verfassung und Verwaltung des Siegerstaate« England auherlich unbe- rührt gelassen, wenn wir von den Problemen des englischen Weltreiches, zu denen auch das Verhältnis von England zu Irland gehört, ab- sehen Denn seit der Einführung des demokratischen Wahlrechts im Jahre 1918 ist kein formelles Gesetz ergangen. daS den staatsrechtlichen Charak- ter des heutigen England grundlegend verändert hätte Aber gerade eine Betrachtung der staats- rechtlichen Probleme des heutigen England be- weist die Richtigkeit des Satzes, dah ganz not- wendigerwcise di« Veränderung der soziologischen Struktur innerhalb eines Landes sich auch in neuen politischen und Verwalrungs'ormen aus- prägen muh. England war noch für die Sätze öer Weimarer Versaf'ung das Land des Zwei- v a r t e i e n f Y st e m s und der klassischen Selbstverwaltung, obwohl beide Jnstitu- fonen heu e der Vergangenheit angeboren. Roch ein fo guter Kenner des englischen Staais- rechte« Wie der verstorbene Göttinger Staats- recltler Hätschel konnte die Behauptung auf. stellen dah England kein Verwaltung«, recht besähe, dessen Probleme dem Beobachter heutiger englischer Verhältnisse doch auf Schritt unb Tritt aufstohen. Und ein Blick in den Vor- lesungSplan der London School of Economics and Political Science für das W-ntcrsemcster 1926/27 zeigt uns, dah 'z. D. in Vorlesungen tüie The Principles of Administration Law“ ob-r The Sivil Service in the Modern State“ unb viele onbere die verwaltungsrcchtlichen Pro- hleme des modernen Staates auch in England im Vordergrund des wislenschaftlichen Intcresses stehen. Dor allem zeigt dieser Vorlesungsplan auch dahmoderncRechtsvergleichung heute in England mit besonderer Intensität be- trieben wird, während bei uns — leider dieser vielleicht heute wichtigste Zweig dcr Re.t'tß' Wissenschaft immer noch vernachlässigt wird Man verkennt bei uns in Deutschland immer noch etwas dah eine wissenschaftliche Er'cnntnis des modernen Staates auf Rcchtsvergleichung basiert fein muh. dah alle Theorien in der Luft schwc- ben wenn sie nicht eine breite Basis empirischen Materials zur Unterlage haben. Das gilt vor allem auch vom Völkerrecht. Richt in dem Primat des Völkerrechts über das Staatsrccht llegt die Zukunft weiterer völkerrechtlicher Ent- Wicklung. Sie liegt im Gegenteil meines Er- achten« in einer skeptischen Prüfung der Rot- Wendigkeit, aber auch der notwendigen Gren- z c n einer internationalen Entwicklung, die nur durch die nüchterne Vergleichung der Verhältnisse unb Formen in der modernen Staatenwelt ge. Wonnen werden kann. . England und Deutschland sind in ihrer staats- rechtlichen Entwicklung aus ganz verschiedenen Herrschaftsformen hervorgegangen. Hatte ein englisches Königtum, dessen Gcschichtt! mit blutigen Lettern geschrieben ist, die Einheit d«S Jnselreiches als solche hergestcllt unb bic ®runb- sagen be« Weltreichs gelegt, so verstanb es «ine herrschende Oligarchie. in parlamentarischen Formen dieses Weltreich zu ertoedern und zu behaupten. Ein ungeheurer Reichtum floh den Rutzniehern dieser Herrschaft zu Zum mindesten für die englische ^nannte Demo- tratie hat deshalb Spengler durchaus recht..wenn er sie mit derPlutokratie identiftziert. Der in der alten Aristokratie verkörperte ®ropgrunb- bcsih und die neu aufkommendcn Handels- und Jndustriekreise, denen auf Erund ihres Reich, turn« der Zutritt zu Rang und Tttelrl von der herrschenden Klaffe leicht gemacht wurde waren die Träger dieses oligarchischen Systems Die beiden grohen Parteien waren gleicherweise m ihm verankert, und der politische Instinkt de herrschenden 5° Technik im «ÄS sKÄ.-y.. Austcrdem ist noch in der Festhalle eine sehr gut beschickte Schau von Holzbearbeitungs- oSribeii beiden das Baufach betreffenden Veranstaltungen treten zwei Gesichtspunkte scharf tz/ruor nämlich nicht nur bautechnisch gut und billla f^rn auch betriebstechnisch, d. h. für vÄung ist cs der Frankfurter Messe gelungen ihre Musterhäuser, technische Einrichtungen und Kleinrechbenbach. 30. März. Zur Ergänzung ihrer Ieuerloschgerätschaften hat die hie- ?ge Gemeinde von der Stadt Wetzlar eine Feuer- pritze gekauft, die dort durch die Anschaffung einer Motorspritze entbehrlich geworden ist. Tlllkrcis. bl. Ruttershausen, 30. März. Heute nachmittag ereignete sich in unserem Dorf ein Familie n d ra mo. Der Landwirt starte. Vater unseres Bürgermeisters, richtet auf seine Schwiegertochter den Revolver und brachte dieser eine schwere Rückenverletzung bei. Dann schoß er der Schwester, eine Frau Quranb, eine Äugel in Den Arm. Er nahm sich hierauf selbst das Leben durch einen Schuß in den Kops, der seinen sofortigen Tod herbeiführte. Die schwer verletzten Schwestern wurden in das Dillenburger Krankenhaus verbracht. Bei der Schwere der Verletzung der Schwiegertochter besteht wenig Aussicht, sie am Leben zu erhalten. Ueber das Motiv zu der Tat ist man sich noch nicht klar. Kreis Marburg. H Marburg, 29. März. Kürzlich wurden drei Glocken Der Elisabcthkirche ohne Benachrichtigung des Kirchenvorstandes vom Turm herabgenommen und zur Behandlung nach auswärts verschickt. Der Vorsitzende Des Kirchen- Vorstände- hat gegen dieses Verfahren Einspruch beim Regierungspräsidenten erhoben. Da« ßan- deskirchenamt In Kassel hat seinerseits diesen Einspruch auch ausgenommen und ist, wie mitgetrilt wird, der Meinung, dah die drei Glocken Weeder unverfehrt nach Marburg zurückgebracht werden sol'.en und keinerlei AcnDerungen an ihnen vorgenommen werden. Augenblicklich findet die Auseinandersetzung zwischen Staats- und Kirchenregierung statt. Hinzugefügt sei, daß cs sich Darum handelt, für die im Krieae enteignete i zweite Glocke einen Ersatz zu beschaffen und um I tHe Harmonie herzustellen, die Drei Glocken benötigen würden. Maingau. WSR. Frankfurt a. M.. 30 Wär». Sin 17jährige« Mädchen führte leü mehreren Wochen in einer hiesigen Kirche Taschendieb stütz le aus. indem es Den Kirchenbriuchv» rinnen Das GelDtäschchen aus der Handtasche entwendete, wenn sie xur Beichte bzw. Kommunion gingen. — Der 3Z)ä&rigc HeiratSschwind- l e r Michael KrebS, Der Mädchen die Heirat versprach und ihnen ihre Grfpamiflc unter Dem Vorwand, Möbel zu kaufen, abichwindeltc. wurde fest genommen. — Das Auf» und Abspringen von Der Straßenbahn bat schon öfter zu schweren Verkehrsunfällen geführt. Die hiesige Polizeibehörde will diesem Unfug jetzt scharf entgegenwirken. Die Straßen- und Der- kehrsbeamten sind deshalb angetoicfcn. die Polizeiverordnung, die das Auf- und Abspringen unter Strafe stellt, rücksichtslos zur Anwendung zu bringen. — Heute früh stürzte in der Mainzer Landstraße eine 64jährige Hausangestellte von einer Treppe indrnHaus- Hur. Sie war sofort tot. Die Eingemeindungs- beftrebungen der Stabt Mainz. WHR Mainz. 30. Mürz. Heber die Eingemeindung-Verhandlungen Der Stadt Mainz mit den drei Vororten Bretzenheim, Hechtsheim und Weisenau teilt der „Mainzer Anz." mit, dah kürzlich im Mainzer Stadthaus eine Verhandlung ftatjanb, bei der Oberbüraern-.eifter Dr. Külb mitteilte, dah Die Stadt Mainz unbedingt eine Möglichkeit haben müsse, sich auszu- dehnen und auf die Heranziehung von Industrie und Handel bedacht zu fein. Ferner sei Die Stadt gezwungen, wei.ere Siedlungsbauten zu errichten, die jedoch, da es ihr an Gelände fehle, außerhalb des Stadtgebiets errichtet werden müßten. Deshalb müsse rin Zusammenschluß der um Mainz gelegenen Orte er strebt werden. Aus den Ausführungen Der Vertreter Der einzugemeindenden Orte geht hervor, daß im allgemeinen Geneigtheit besteht, in Verbandlungen einzutreten. Mit Den Verhandlungen soll bereit« in nächster Zeit begonnen werden. Frankfurt-Offenbacher Gas- unb Elektrizitälsgemeinichait. WLA. Frankfurt o. M., 30. März. Zwischen der Frankfurter GaSgese llschaft und dem Oberbürgermeister Der Stadt Offenbach a. W. sind Die Verhandlungen wegen Der Beteiligung der Stadt Offenbach an Der Frankfurter Gasgesellschast und Der Uebernahme der Offenbarer Erzeugungsanlagen für Gas und ElellrizitLt durch die Frankfurter Gasgesellschast soweit gediehen, daß mit einem baldigen Abschluß gerechnet werden kann. Die Stadt O f - fenbach a. W. wird eine 20prozentige Beteiligung an Der Frankfurter Gasgesell- fchaft erhalten. Die von ihr benötigten Strom« und GaSmengen wird sie in Zukunft als Großabnehmer von der Frankfurter Gasgesellschast beziehen und wie bisher in eigener Regie an Die Abnehmer zur Verteilung bringen. Bride Parteien erwarten von Der Verbindung ihrer ErzeugungLanlagen, die gegenwärtig nur durch den Mainstrom getrennt einander gegenüber liegen, wesentliche wirtschaftliche Vorteile. Die Stadt Offenbach erlangt Die (Beteiligung an einem Großgaswcrk mit Kokerei. Die Frankfurter Gas- aesellschast erweitert ihren Absatz erstmalig weit über die Grenzen Frankfurts hinaus und beschreitet damit Den Weg Der Gasfernversorgung, den die moderne Techntt aU erforderlich erachtet Die Verträge werden nunmehr Den Körperschaften Der Städte Franyurt und Offenbach zur Beschlutzsafsung vorgelegt werden Schöffengericht Gießen. ' Gießen, 30. März. Am 29. Dezember 1926 sand in Der Gemarkung Betzenrod ein« Streife von Fvrstbeamken nach TD.Iberern statt. Einer Der (Beamten stieß auf zwei ihm verdächtige Leute und stellte sie zur Rede. Er wurde von ihnen gröblich beschimvst, hinterrücks überfallen und mchhandelt. Strafe: je 3 Monate Gesa n g n i - wegen Forst wrderstanDS und je 30 Mk. Geldstrafe wegen Beleidigung. Ein Schweizer aud Groß-Karben erhielt wegen Blutschande 1 Jahr Gesängni«. Die Verhandlung fand unter Ausschluß Der Orifent- lichk.it statt. Sin Knecht aus Pfordt hatte mit einem dort bediensteten Mädchen Verkehr gehabt, der nicht ohne Folgen blieb, und fürchtete Die in Bälde kommenden LnterhaltungSfordcrundet de« Kindes. Da er gehört hatte, dah ein starker Schreck eine Fehlgeburt her vris uhren könne, steckte er die Scheune, über Der Da« Mädchen schlief, an. Die Scheune brannte ab; da« Mädchen konnte sich jedoch vorher in Sicherheit bringen und hat inzwischen einem Kinde das Leben gegeben. Wit Rücksicht auf feine Jugend, feine Unbestrasthril und insbesoirdere feine geistige Minderwertigkeit wurde Der Knecht zu l 0 Mo natenGefäng- niS verurteilt. Dermischies. Walter v. Molo in Der Oberprüfftelk für Schund und Schmuh. Der Reichsminifter des Innern hat den Dichter Walter o. Molo, einen der schärjftcn Gegner des Schund und Schmutzgcfctzev, zum Beisitzer in der Oberprüfstelle für Schund- und Schmutzschriften ernannt. Walter v. Molo hat die Berufung angenommen. Eine Unfallversicherung für Schuler. Infolge der immer mehr zunehmenden Unfälle, denen die Schüler auf dem Wege zur Schule und auch im Schulbctrieb ausgesetzt find, hat da» j ä d) • fische Lollsbildungsminifterium angeordnet, jeden Schuler einer höheren Schule auf Kosten des Unter- haltungspslichtigen gegen Unfälle, die mit der Schule im Zusamenhang stehen, zu versichern. Die Durchführung Der Versicherung übernehmen die Ge- meindeversichcrungsoerbände. Die Teilnahme für alle Schüler der staatlichen Schulen ist vom 1. April ab verbindlich. Lrinnerungsmünzen Der StaDt Bremen. Der Senat Der Freien uni) Hamestaot Bremen beantragt, daß aus Anlaß der demnächst ftattfinDenDcn Frier zur Erinnerung an Die vor 100 Jahren erfolgte Gründung De« neuen bremischen Hafens und Der Stadt Dremerhafrn Reichs tlbermünzen als Erinnerm a^münzen geprägt werden, und zwar 450000 Mark im (Kennte ert von Drei Reichsmark und 250 000 Mark im Rennteert von fünf Reichsmark Aus Der Schaufelte Der Münzen soll ein in Fahrt befindlicher Dreimaster und daS Staatswappen von Bremen, umgeben von Der Umschrift „Hundert Jahre Dremerhafen" angebracht werden. Zwei Kinder erstickt. Auf dem Gute Schadeleben (Pommern) hatten Schnitter ihre Kinder während Der Arbeitszeit In einer Scheune «Inge- schlossen. Ein Knabe steckte mit Streichhölzern einen Strohsack in Brand. Zwei Kircher Im Alter von vier und fünf Jahren erstickten. Lebendig verbrannt. In Hallstadt bei Bamberg ist das vierjährige Töchterchen eine Tagelöhner», das in Der Wohnung eingeschlosfen war, beim Spielen mitZuvd - hölzern bei lebendigem Leibe verbrannt. Weltrekorde eine» deutschen Flieger» Der KeforDflieget der Iuntersteerte, Loose Der Dienstag früh gegen 5 Uhr auf der Elbe bei Dessau mit einem IunkerSflug- zeug mit 500 Kg. Belastung aufstieg, hat den Dauerrekord für Wasserflugzeuge, Der bisher von den Vereinigten Staaten mit 7 Stunden 35 Minuten gehalten worden war. mit 0 Stunden überboten und eine halbe Stunde vorher den Streckenweltrekord von über 1000 Km . den bisher Italien inne hatte, gebrochen Schwerer Zusammenstoß zwischen Straßenbahn- wagen und ttuto. In der Köpen.cker Straße in Berlin stieß deute abend rin Straßenbahnwagen mit einem Gcfcha'n auto zusammen. Das Auto wurde zertrurnmrit, Der Führer getötet und zwei ichtver oer!e:-i Unwetter über Ztalien. lieber Potenza tobte ein heftiger 6lurm; jur Stunden war jeder Berkehr unterbunden. Auch über Pistoja ging ein heftige» Unwetter nieder, tbenfo werden aus B e 11 u n o Stürme und Regengüsse gemeldet. Der Piave und seine Nebenflüsse sind start angefchwollen. Auf den umliegenden Bergen fchncit es oyne Unterbrechung. Bei Cortina liegt der Schnee 40 Zentimeter, auf dem Bergpaß von Rolle sogar 60 Zentimeter hoch cawinenungtück in Italien. Ein vor 31/, Jahren m contumaciam verur- triller Kaufmann versuchte heimlich über einen Bcrgpaß an Der Grenze nach Frankreich zu flüchten. Der Kaufmann und ferne zwei Bc- gleiler wurden von einer Lawine verschüttet. In Aoftatal verschüttete eine Lawine vier Arbeiter. Erst nach längeren Bergungsarbeiten konnten Die Leute geboraen werden. Zwei Arbeiter sind tot. während Die anDeren beiden ..bensgesahr schweben. Bri Dresria würben zwei Arbeiter einer Sandgrube verschüttet und getötet. Ein lobreurtril. Da» Schwurgericht in Cleve verhandelte aegen die wegen Morde» angetlagte Arbeiterin Christen, den Arbeiter Torhorst, sowie gegen den wegen Anstiftung zum Morde angeklagten Mann der Crmordcten, den Bahnwärter Peter». Die älngetlagien werden beschuldigt, im Oktober 1926 im Baerler Busch bei Homberg die Frau de» Bahn- Wärters Peter» ermordet zu haben. Die Angeklagte Christen wurde wegen Morde» zum Tode, Torhorst wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Gefängnis st rase von 5 Jahren bei Anrechnung der verbüßten Unterfuchungsbast verurteilt. Der Angeklagte Peter» wird freigesprochen. wegen zweifachen Mordverdacht» v.rhastrt. Bei der Revision eine« Zigeu..e wagens in der Reumark wurde ein Zigcune. verhaftet, der in Dem Verdacht swht, im Jahre 1922 einen Oberlandjäger und einen Polizeiassistentan in Der hannoverichen Gegend ermordet zu haben, und Der von Der Staatsanwaltschaft Verden gesucht wird. Masfenoerglftungen durch Holzalkohol. In den letzten lagen wiederholen sich in P o l e n Fälle von Masjenvergiftungen durch den Genuß von Holzspiritus. In einem Dorf? des streife» Jaworow ist nahezu die gesamte Bevölkerung vergiftet. Drei Personen sind gestorben, über 20 mußten in hoffnungslosem Zustande in» Hospital gebracht werden. Der Chefredakteur Der ftatturoitier storsanty-Feitung überfallen. In Kattowitz wurde auf Der Glriwitzcr Str. Der EhefreDakteur Der Der Korfanth gehöriaen Zeitung .Polonia" von vier jungen Leuten überfallen und mit Knüppeln so verprügelt, Daß er bewußtlos zusammenbrach. Den Dolizrimannschaf- ten gelang e«, die viel tätet fetounebmen. Es sind Mit alieder be« Aufständischen- Verbandes. Dem auch Der schiefffch« Woje- wöbe angehört. Kirchliche Nachrichten. Ifraelitifche Gemeinden. Isr.R«agionAqe«etnDe. ctzotterd. I. d.Stznagvge iSüDanlagej. Samstaa^denL. April 1927. Vorabd.: 6.45. morgen-' 9.00. Abends 7.05 und 7.45. Gottesdienst Der tsr. Veligtonsgelellfchaft Sabbatfeier, Den 2. April 1927. 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Bezüglich Dervendbarieit s^chs" braucht mehr zu unlerh auch ausdrücklic ftumnung in de schen ohne toei' könne, nicht besl .Schwarze Reich man einfach ei Wordplanersay Für mich steht । beurteilenden T lungenen Lieg recht länglich, 1 Leute mit Psenr ten. Aus dem Wagner aus sei fache lustiges $ Heimer Tat, du des Aergecs sei Die aus Kiefer plan entstanden sür einen ernste, nicht zu übers e sprachen worden dah Kern dem 1 geben wollte, i -rartfurt aufgi lein, daß Kern sondern er wolk suris teurem P diesem Zwecke ft fand besorgen. . Sestftellungen im Wung, dah K Ee m Äauhe D" nichts ist e oto eine Qlbtci Uand: sicher i «sugenblick, wo ^öi Tatverlauf bi? der Ae Leuner Tests ^ber-^erse Märty Kilian von * Ansetzung. i*9 er leine SW S*are ocr da- un van Ejl-nk *5 f8*1 WS Dr ffNgl flcr(ei: bchneekS IProf -Nen?*'S' tzi?"". sie l^'"" ästigen, Nr. 76 Drittes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Donnerstag, 31. März |92i Die Verteidiger sprechen Ungctlogtrn von Salomon und Schwing vo Fortjetzung. Nachdruck verboten ior, wenn sie das Kind ausfindig machten!" Angeklagte Heinz wird wegen Wan- ausreichenden Deweifea freigefpro» Der qel- an ch e n. Die .. 3d) werde schon jemand finden. Geh _ etwas spazieren und atme tief. Lauf meinetwegen bis an den Hochwald. Oder nein! Sei punkttich bis 12 Uhr in Ludwigsthal. Du kannst dann mtt mir heimfahren!" Märtyrer drr Liebe Roman von 3. Schneide'-Förstl. Das Urteil. ® l eben, 31. Mar- Pünftl.ch um 11 Uhr vormittags betrat dat Schwurgericht Den Sitzungssaal Der Ik-rnncjibe Landgerichtsdirettor «L ra m er. verkündete alsbald Mgtnbrt Urteil: -Der Angeklagte von Salomon wird we- gen Körperverletzung unter Einbeziehung seiner ZochtbauSstrale von 5 Jahren wegen der Ao- thenau^ache zn einer GefamtzvchtbauS« strafe von 6 Jahren 3 Monaten der Angeklagte Schwing wegen Beibille jum versuchten Totschlag zu einer f fing» nisstrase von 1 Jahr 6 Monaten, woraus 8 Monate UntersnchungSbasi angerechnet Verden, verurteilt. Der Gießener Femeprozeß. 'LLLw SÄ „Danke!" rief sie in überschwenglicher Freude und warf ganz selig beide Arme um ihn. „Du zerdrückst mein« Blumen!" zankte er. Sie wurde rot. Der Chauffeur stand bereits am Wagen und sah noch ihr herüber. Als dos Auto außer Sicht war, lief sic nach dem Schlafzimmer und begann -arte, weiße Rüschen auf eines ihrer schwarzen Kleider au nahen. Sie trug noch Halbtrauer. Die fianna lochte übers ganze Gesicht. „Mach' dich nur schön, klein« Liese. Das haben alle Männer gern. Wenn fie auch nichts tagen, sehen tun sie's doch." Sie sollte nur laufen, so weit ihre Füße sie trügen, an so einem gottvollen Frühlings- tag. Das rüttelt den ganzen Menschen auf, meinte die gute Alte. .Und wenn du so viel Zeit hast, dann besuch' des seligen Herrn Grab und leg' ein paar Tannen- 3mc:g« darauf. Weißt du von den rolblühenden, die hat er so gern gehabt. Der Friedrich hält den Hügel in Ordnung. Das Hot er mir versp-ochen. Aber nachsehen kannst du jo einmal, ob alles schön qe- richtet ist!" Elisabeth versprach alles. Als sie sich an der Straßenecke nochmals umwandte, stand Hanna ‘am Zaun und soh ihr nach. Sie winkt« grüßend zurück und schlug «ine rösche Gehört an, um die Stadt möglichst bald im Rücken zu haben. Rach kaum einer halben Stunde nahm der rauschende Hochwald sie auf. Sie stellte sich oeratmend aus di« Zehen und trank gierig die harzgeschwängerte Lust. Mit hell- grünen, kosenden Spitzen tasteten di« Deißtannen in die connenflut. Ein paar Anemonen lugten schüchtern aus dem Moos und wogten kaum, ihre Kelche zu öffnen, schlankgliedrig schoß feingeäftelter Farn aus dem feuchten, dunkelgrünen Moos. Unten rannte und sprang der Walüquell mit hurtigen Knaben- süßen, und über ihr in den Wipfeln schmetterte und schallte es aus hundert Kehlen. Lochet und finget, nun ziehet der Len; über Berg und Wiesen und Wälder! Don Blumen und Blüten und Lerchenschlag und Nachtigallen erzählt er!" haben die Kosten de» Verfahrens zu tragen, die Kosten In der Sache Heinz werden der Staats- koste auferlegt." Die Urteilsbegründung. Anschließend an die Urteilsverkündung gab ’Vr Vorsitzende die Begründung des Rechrs- 'prucheS. aus der wir folgendes wiedergeben Dos Schwurgericht Hot die Heberzeugung gewonnen, daß der Angeklagte Schwing' hinsichtlich der Tot nicht unvorbereitet war. Salomons Beteiligung an der Tot ist ebenfalls scsi- gestellt, von Aothttfe kann keine Rede sein. Aach der Heberzeugung de- Schwurgericht- hatte der Mittäter Kern von vornherein die Absicht, Wagncrzu beseitigen, d. h. zu töten. Die Acile v. Salomons noch Bad-Aouheim vor der Tal diente der Vorbereitung der strafbaren Handlung. Aach der Heb erzeug ung des Schwurgerichts konnte v. S a l o in o n nicht darüber im Zweifel fein, was Kern vorhatte, d. h . daß er Wagner töten wollte, v. Salomon hat hiernach in Kenntm- der beabsichtigten Tötung Wagners in bewußtem und gewolltem 3ufammentoirfcn mit Kern dessen Pläne zu verwirklichen und herbei- zusühren versucht, und hat hierbei mit Heber- legung gehandelt. Da- Schwurgericht steht auf Dem Standpunkt, daß Die Tat nicht In mehrere Abschnitte zerfällt, sondern al- eine einzige Handlung anzusehen ist. Da- Gericht ist weiter der Ansicht, daß v. Salomon dem Kern den Revolver abgenommen hat. Hiernach ist do« Gericht zu Der Heberzeugung gelangt. Daß der Angeklagte v. Salomon von dem Versuch der Tötung freiwillig zurückgetreten ist. Wohl aber hat er sich Dadurch, daß er vorher gemeinschaftlich mit Kern auf Wagner einlchlug. einer Körperverletzung im Sinne des 8 223 des Strafgesetzbuches schuldig gemacht. Dem Angeklagten Schwing konnte efl nicht zweifelhaft sein. waS beabsichttgt war. unzweifelhaft hat Schwing erfamxl, um waS es sich handelte, al- Wagner am Boden lag. ®r hat die Handlung Der anderen Täter unterstützt, aber ohne Heberlcgung. Aach der Heberzeugung de- Schwurgenchtcs kann die Anwendung des tz 51 StGB, für Schwing nicht in Betracht kommen, Da Die freie Willensbeftinimung Schwing- nicht ausgeschlossen war. Schwing üft deshalb wegen Beipilfe zum versuchten Totschlag zu verurteilen. Hinsichtlich de« Angeklagten Heinz ist eine Anstiftung zu Der Tat und Beihilfe nicht fest- gestellt und nicht erwiesen. Er mußte daher mangel- ausreichenden Beweise- sreigesprochen werden. 3n bezug auf die Angaben bei Zeugen Schmidt ist zu bemerken, daß dieser Angaben gemacht hat in einer Weise, die dem Gericht nicht Die Möglichkeit gab, zweifelsfrei« Feststellungen zu machen. Diese Zeugenaussagen waren zu unbestimmt und unklar, sichere Feststellungen ermöglichten fie nicht. Auch die Aussagen Schmidts übet Heinz gaben keine Möglichkeit, Belastendes für Heinz sestzustellen. Hinsichtlich Der Kosten wurde nach den gesetzlichen Vorschriften verfahren. „Ein nettes Kind das, mit dreiunddreißig Zähren!" warf er gutgelaunt ein. .Lch hab' sie immer auf dem Strich gehabt . . ." „Weiß ich schon", sagte er lachend. „Lassen Sie «inen doch ausreden, Herr Doktor!" ereiferte sie sich. „3ch meine ja die gnädige Frau von Ludwigstal." .So? . . . Also die Nella! . . . Na, ich will's gelten lassen!" „3a!" nickte sie fest. „Aber jetzt bin ich ausgeföhnt mit ihr. 3d) hält' es nicht für möglich gehalten, daß diese Frau sich so um die Frau Doktor annimmt und noch obendrein behilflich fein will, den kleinen 3un- gen zu finden!" „Und nun möchte man eben zu gerne wißen, was in dem Briefe steht", sagte er belustigt. „Daß Sie mir nichts verlauten lasten von der ganzen Sache. Schließlich kommt eines Tages so ein Vagabund und stellt sich mir als Schwager vor!" Die Hanna entrüstete sich ehrlich. Wie er nur so etwas denken könne. So'n feines Kind sei das gewesen und sicher etwas ganz Hohes geworden. „Hm!..." Reichmann schnitt den Umschlag sorg, faltig auf und überflog rasch die wenigen Zeilen. „Nichts Neues!" teilte er ihr etwas enttäuscht mit. „Die Spur ist durch die Länge der Zeit zu sehr verwischt. Ist ja nicht anders möglich. Er kann geradeso gut auch schon gestorben sein!" Hanna nickte wottlos und ging nach der Küche. Reichmann faltete den Bogen zusammen und steckte ihn in seine Brusttasche. Ehe er das Haus verließ, sprang Elisabech die wenigen Stufen vom Vorgarten herauf. Sie hielt ihm ein Büschel Schneeglöck- chen entgegen. „Schenk' sie einem deiner Kranken, Georg!" „Einer Dame?" „3a, auch! Der eben am nötigsten einer Freude bedarf!" bauen. Man ist also nut auf die Aussagen Salomons und. Schwings angewiesen. Daß von den Aussagen -chwmgs nichts zu halten ist. wurde schon von den beiden anderen Verteidigern und auch vom ctaalsanroaH gesagt- diese Auslagen scheiden also aus, insbesondere auch die Steingeschichte, an die id) ebenfalls nicht glaube. Dagegen steht die Glaubwürdigkeit Salomons außer ledern Zweifel Weiter müssen wir auf die außerordentlich klaren Aussagen des Zeugen Tillesien zurückgreisen. Die ganz« Sache ist nur die: es handelt sich um ein« Abreibung", um eine spontane Körperverletzung Die Anklage gegen Heinz fällt damit von vornherein, denn bei Körperverletzung gibt es keine Anstiftung. Von Mordversuch kann gar feine Rede fein. Wir haben hier ein ganz ungewöhnliches Zeugenaufgebot gehabt. das nicht gegen Salomon und Schwing qe- richtet war sondern lediglich gegen Heinz. Wie wenig die Anklage gegen Heinz non vornherein ge rechi'ertigt war, beweist am besten das Erhalten des Oberstaatsanwalts, der zu der Ansicht gekommen war, daß die Anklage gegen Heil z sich nicht halten ließ und infolgcbeffen im Einverständnis mit dem Untersuchungsrichter Hein; aus der Untersuchung:- haft entließ: das beweist ferner, daß der Staats- anwalt erst zu Weihnachten die Sach« bekommen hat und daß van oben angeordnet war, die Anklage zu erheben. 3ch führe dos nur an. um zu zeigen, auf wie schwachen Füßen die Anklage gegen Hein; steht. Da die Anklagebchorde dem Angeklagten immer die schuld nachweisen muß, könnte ich ja sagen „Sprechen Sie den Angeklagten frei!", und ich wurde damit nur dem folgen, was der Staatsan- ivalt selbst gesagt hat. Ich muß aber weiter noch einige Streislichter auf den Mangel an Schuldbewei •en bezüglich Heinz' werfen. Hierin- kritisiert der Redner vor allem die Aussagen des Zeugen Schmidt „Halbfchuh", dessen Zeugen f a h i g k e i t er ablehnt und dabei bemerkt, daß die Angaben dieses Zeugen „im Halbschuh stecken geblieben" seien. Wei- ler tagt der Verteidiger- Daß der Zeuge Schmidt- „Halbschuh" glaubwürdig sei, dafür ist wohl nur Der Wunsch der Vater des Gedankens, aber Tat- ; lachen hierfür find nicht da. Ich pflichte dem Staats- i anwalt darin bei, daß gegen Heinz keine Verdachts- Momente vorliegen, die die Anklage rechtfertigen. Die Beweisaufnahme hat einwandfrei ergeben, daß Hein; mit dieser Sache gar nichts zu tun hat. Durch die eingehende Beweisaufnahme ist der unzweideutige Nachweis erbracht, daß Heinz an dieser Tat völlig unschuldig ist. Ich lege Wert darauf, daß durch einen Beschluß des Gerichts diese Unschuld Heinz' ausdrücklich feflgeftellt und Heinz für die unschuldig erlittene Untersuchungshaft eine Entschädigung ge- währt wird. Geben Sie, meine Herren Geschworenen und Richter, Heinz die Genugtuung, die er verdient hat, sprechen Sie ihn frei, beftätigen Sie i h rn feine Unschuld, ge- währen Sie ihm ferner eine angemessene Entschädigung für die unschuldig erlittene Untersuchungshaft und legen Sie die Kosten (einer Verteidigung der Staatskasse auf. „Ich bin ganz fiebrig," gestand sie, näher an den Tisch tretend. „O Gott, o Gott, wäre das eine 5reube für die Liese, das heißt für die Frau Dok Schlußworte von der Anklagebank. Im Anschluß an die Plädoyers der Verteidiger erklärte der Angeklagte o. Salomon nochmals, daß er zu dem stehe, was er hier ausgesagt habe, und daß er bereit sei, das jederzeit zu beeiden. Angeklagter Heinz bittet um weitestgehende Milde für seine Kameraden Hierauf zieht sich der Gerichtshof gegen 5S Uhr nachmittags zur Beratung zurück. Die Urteilsverkündung auf Donnerstag vormittag anderaumt. Nach etwa dreistündiger Beratung erscheint das Gericht kurz vor 84 Uhr abends wieder im Sitzungssaal. Der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor C r a me r, verkündet als Gerichtsbeschluß, daß die Weiterbe- ratung auf Donerslagoormittag vertagt sei und die Urteilsverkündung am Donnerstag, 11 Uhr vormittags, stattfinden werde. DerDerLeidiger des Angeklagten Schwing, RA. Lu ey sagt u. a.. Wenn man Schwing gerecht werden will, muß man seine krankhafte Eigenart als schwerer Psychopath und willensschwacher Mensch beachten und zum Ausgang nehmen. Dieser Eigenschaft hat der Staatsanwalt selbst schon insofern 'Jtedjnung getragen, als er das Zeugnis Schwings als unglaubwürdig fallen gelassen hat. Trotzdem hat aber der Staatsanwalt einen so schweren Strafantrag gegen «chwing gestellt, daß ich ihn nicht verstehen kann. Es ist durd; nichts bewiesen, daß Schwing irgendeinen Mordplan^gehabt hat. Für den Vorgang zwischen Stern und Schwing vor Der Tat haben wir nur einen Zeugen, nämlich Schwing selbst, der unglaubwürdig ist und auf dessen Zeugnis man nichts geben kann. Auch ich bin der Auffassung, daß die Steingeschichte eine Phantasie ist: ursprünglich war davon nicht die Rede, sondern erst seit den Frank- furter Protokollen tritt diese Geschichte auf. Im Gegensatz zum Staatsanwalt stehe ich auf dem Standpunkt, daß dem Angeklagten Schwing für den Vorgang am Nauheimer Teich der Schutz des § 51 voll zuzubilligen ist. Die Handlungen vor der stellen sich lediglich als Vorbereitungshandlungen dar. Deshalb ist es sehr wohl möglich, daß die Tat sich auch ohne Schwings Mitwirkung zugetragen hätte. Nach meiner Aussassung kommt bei -schwing unter gar keinen Umständen eine oorsätz. Uche Tötungsabsicht in Betracht. Dafür spricht \a auch das Zeugnis Tillessens. Eine Bestrafung Schwings kommt auch nxgen Körperverletzung nicht in Frag«, denn nach keiner Richtung liegt ein Vor- satz vor. Für Schwing kommt nach meiner Auffassung überhaupt keine strafbare Handlung in Betracht. Zudem handelt es sich hier um einen schwer kranken Mann. Ich bitte deshalb um die Frei- sprechung Schwings und Auferlegung der Kosten auf die Staatskasse. Der Verteidiger Heinz', RA. Schlink bemerkt einleitend, daß hier ein großes Aufgebot um nichts gemacht worden fei. Weiter sagt Der Red- ner: Der Hauptzeuge Wagner weiß nicht das geringste mehr von der Tat. Einen Tatbestand kann man auf den Aussagen dieses Zeugen nicht auf- 3n Der AachmittagssiNung, Die kurz, nach 2y, Hhr beginnt, spricht als erster der Verteidiger o. Salomons, RA. Lütgebrune. Sr erinnert zunächst an Die von VöSle im Jahre 1620 gesproa-e.en Worte, Der Den Freikorps Dank sagte für Deren Eintreten für Den Deutschen Staat, für Oberschlc icn. Weiter er- Härt Der VerteiDiger. Daß er Die Sache lediglich als Jurist betrachten welle, und sagt Dann u. a.: Die Organisation C hat niemals bestanden, ein entsprechender Statuten.n:tourf ist nie in Straft getreten Durch Feststellungen Des Oberreichs- anwalts ist DaS Märchen von Der Feme endgültig aus Der Wett geschafft worden. 2lui Die Bewertung Der Aussagen e.ner ganzen Reihe von Zeugen (Stengel, Dr. Schmidt, Maslak usw.) will ich hier verzichten. Was rind) interessiert, liegt auf Dem Gebiete Der Zeugnis sähigkeit, Denn auf Die ganze Einstellung De5 Zeugen kommt es an. Ein solch?r Zeuge, wie SchmiDt- .Halbschuh", ift kein \kuge. dieser ft ein Mann, Der irgendwelche kurze politische Mitteilungen, Die ihm gemacht wurden, mit irgendwelchen Kombinationen in Verbindung brach!« Das ist Das Gefährliche solcher Zeugen. Denen man vom Staudpuickl Der vft)chologischen Wissenschaft die Zeugnisfähigkeil abspricht weil sie irgendetu Zipfeld-en von tatsächlichen Ereignissen mtt allen möglichen Kombinationen vermischen. Das ist auch die 2lrt Schmidt-,Halbschubs '. Gegen einen solchen Zeugen ist größte Bor'.chi geb-len. Denn hier ist eine -3eug.iiS-ä igfeit, Die eipentlid) le i n c Zeugnissähigkeit ist. Es ist ein Glück für von Salomon, daß er dos Gegenteil von Dem naa>- gewiesen hat, was Schmidt-.Halbschuh' hier aus- sagte. Bezüglich Der Glaubwürdigkeit bzv Der Verwendbar leit Der Bekundungen Schmidt-,.Halbschuhs" braucht man sich nach alledem wohl nicht mehr zu unterhalten. Zeuge Kauter hat Doch auch ausdrücklich bekundet, daß eine Feme-Bestimmung in dem Sinne, daß man einen Menschen ohne weiteres über den Haufen schießen könne, nicht bestanden hat. Wenn man jetzt Die .Schwarze Reichswehr" zu Hilfe nimmt, so macht man einfach einen Salto mortale. Mit diesem Mordplanersatz im Femegrist ist es also nichts. Für mich steht als wirkliche Hrfadje Der stier zu beurteilenden Tat feft: Wagner feierte Den gelungenen Sieg von Baumburg in seiner Weise recht länglich, währenD sick) Die andern jungen Leute mit Pfennigen mühsam Durchschleppen mußten. AuS Dem Berger der jungen Leute, daß Wagner aus feiner Mitwirkung bei der Sittmar- sache lustiges Kapital schlug, en.stand Die Bau- Heimer Tot. Die eine „Abreibung" als Ausfluß d«S Aergers fein sollte. Ich kann nicht einsehen, wie aus Dieser Sache ein ausgeklügelter MorD- plan entstanden sein soll, geylt doch jedes Motip für einen ernsten Mordplan. so Dermag ich auch nicht zu übersehen, wo ein solcher Plan besprochen worden sein soll. Ich bin der Auffassung; Daß Kern dem Wagner lediglich einen DenkzettÄ geben wollte, damtt dieser sein Luderleben in Frankfurt aufgebe. Es kann keine Rede davon fein, Daß Kern Den Wagner umoringen wollte, sondern er wollte ibn in. ö. lediglich von Frankfurts teurem Pflaster wegbringen und ihm zu diesem Zwecke sogar eine Stelle in Aorddeutsch- lanD besorgen. -Ich bin auf Grund Der ganzen Feststellungen im Prozeßverlauf Der festen Heber- Beugung, daß Stern auch noch in der Hupseld- Diele in Aauheim keine Lötungsabsicht hatte. Mit nichts ist erwiesen, daß irgendeine Absicht oder eine Abrede über eine Lotung Wagners bestand' sicher ist. daß Kern selbst bis zu dem Augenblick, wo er an Wagner heranging, von Dem Tatverlauf noch gar keine Vorstellung hatte. Ich bin Der Meinung, daß Kern auch noch am Aauheimcr Teich Dein Wagner lediglich einen .Abreiber" versetzen wollte. Ich bin ferner der Merkwürdig, was so eine Frau alles zuwege bringt, dachte er halb verärgert, halb gerührt Sic macht noch einen ganzen Pantoffelhelden aus mir, schloß er seine Gedankenreihe. Roch ehe Elisabeth sich ausgekleidet hatte, war er schon im Einschlafen. Urti) fie war selig darüber, daß ihm nun ein paar Mehrftunden der Ruhe gegeben waren. — Der Lenz ist da! So über Nacht war er gekommen. Elisabech konnte es nicht fasten, nicht glauben. Als fie am Morgen die Läden öffnete, lag strahlende Frühlingssonne über dem ©arten. 3m Birnbaum, der das Rondell ausfüUte, lärmten die Stare, flatterten und schrien und vollbrachten einen Heidenlärm, als seien fk nun die alleinigen Herren von Eisenbach. Drunten auf der Straße rannen glitzernde Wässerlein, eine Spatzensamilie fluberte vergnügt in dem Naß, bebuschte sich und flatterte schwatzend in die Sonne. Aus dem Rasen, der die Wege säumte, sproßte helles, lachendes Griin. Ein Schneeglöckchen guckte vorwitzig in die Lenzespracht, mb nebenan streckte eine Primel ihren dicken Stengel in die warme Luft. „Lachet und finget, nun ziehet der Lenz Ueber Berg und Wiesen und Wälder!" jubelte Elisabeth in den herrlichen Morgen. Sie mußte die Arme ausbreiten als könne sie dann alles umfassen, was sich dem Auge Holdseliges bot. „Fragen Sie meine Frau, was ihr fehlt," sagte Reichmann zu Hanna, bi« ihm eben den Kasse« ins Wohnzimmer trug. „Fehlen?" meinte sie höchlichst verwunbert. „Nun, sie schreit ja bie ganze Stabt wach! Hören Sie’s denn nicht?" Er verbiß mühsam ein Lachen. „Alle Heiligen, das ist doch gesungen, Herr Doktor!" „So! . . . Hm . . . also gesungen ist das." Hanna merkte erst jetzt, daß er sie ulkte. Sie nahm bas Seroicrbrctt mit festem Griff und verließ das Zimmer, kam bann noch einmal zurück und reichte ihm mit einem verstohlenen Lächeln einen Brief in fliederfarbenem Leinen, dem hauchzarter Verletzung, Schwing wegen Beihilfe zum versuchten Totschlag verurteilt.'^Heinz fr7i/espr°chen - - Ä MÄÄÄ ^-n. ... .... .... -...... — - geschtchte < bekanntlich sollte Wagner beim Hin- euxtnerfen in Den Teich mit einem Stein be- schweri werden. D. Red.) ist m E nicht er- wiesen. Der Behauptung des Staatsanwalts, daß b ®a 1 ® m,°n und nicht Kern am Teich ge- schallen habe, stehe ich völlig verstänDnisft»- gegenüber. Diese Acuherung ist nicht- anderes als eine pure einseitige Behauptung Des Staatsanwalts, für Die in Der Beweisaufnahme kein Beweis erbracht worben ist. Hctt Salomon hier irgend etwas unternommen, um einen Teil Der ^DuID auf Kern abzuschieben? Ich kann lagen, P°B ©alomon Der BertciDigung sogar Die schuer- Uen Hindernisse in Der Richtung gemacht hat. Daß er verlangte Kern nicht zu belasten, er wolle nicht. Daß sein toter Freund belaste: werde woviel über Die sachlich« Sette der Angelegem?eii. Hnd nun zur rechtlichen Seite bei Sache ° Der Aedner weist in diesem Zusammenhang auf mehrere grunDlegenDc AeichsgerichtSentscheidungen in analogen Fällen und auf Kommentare hin, und sagt dann weiter' Ich halte Den Standpunkt Des Staatsanwalts nicht für richtig. Gs kann keinem Zweifel unterliegen, daß Salomon hier nicht als selbständiger Blittäter, sondern nur als G« Hilfe seines älteren Freundes, den er verehrte und auch als militärischen Vorgesetzten aniah, in Betracht kommt. Ich.bin der Ausfassung, daß v. Salomon lediglich wegen Beihilfe an der Körperverletzung zur TerantDoitung ju ziehen ift Alles andere muß nach meinem Dafürhalten ausscheiden. Ein Hrteil, wie es der Staatsanwalt verlangt, ist juristisch unhaltbar und menschlich unfaßbar Elisabeth legte den Arm um einen Birkenstamm, der zwischen den ersten Weißtannen lehnte, und fang mit den Vögeln um die Wette. Zwei Kinderhände katschten Beifall. „Wie schön du fingen kannst, Tante Elisabech!" Ein feines Rot auf Den Wangen, streckte die junge Frau der kleinen Annrnearie Die Rech'e entgegen. -Wo kommst du denn her,- Waldvöglein?" frug sie lächelnd. ..Direkt von zu Hause, Tante. Es war so langweilig. Der Onkel Doktor sitzt schon über eine halbe Stunbe bei Mutti. Aber er ist gar nicht luftig. Und die Mama auch nicht. Sie sprechen sehr ernst und bi« Mutti hat etwas gesagt von Verreisen. — Hier ist «s schöner!" „Welcher Onkel Doktor?" forschte Elisabech. .Dnkel Reichmann boch!" gab bas Kinb erstaunt zurück. An Elisabechs blasser, beinah« ins Graue spielen- der Farbe trug bas weich«, grüne Licht ber Tannen keine Schuld. Die ©lieber waren ihr plötzlich wie mit einer lähmenden Masse durchsetzt. .Was tat er bei ihr? Das wollte er mit feinen Be'uchen bezwecken? Die alten Beziehungen wieder anknüpfen? — Pfui! Wie häßlich, so schlecht von ihm zu denken!" strafte sie sich im Herzen selbst. Aber die Gedanken waren wie unartiae Kinder. Sie ließen sich nicht oerfcheucben und kamen immer wieder. Der Kleinen siel ihre Dortkargheit nicht im mindesten auf. Unentaeat plauderte fie weiter und hüpfte bald hier, bald dorchin, etwas zu pftücken oder genau in Augenschein zu nehmen. „Wozu brauchst du das lannengrün, Xante?" erkundigte sie sich. „Für Vaters Grab!" kam es gedrückt. brauchst du dich nicht so abzuschleppen," meinte sie altflun. .Mama schickt schon seit Wochen Blumen aus unserem Treibhaus hinüber in Den Friedhof. Dein Vater liegt schon. Gan; unter Die rosige Farbe auf Elisabechs Wangen vertiefte sich ;u einem brennenden Rot. Rella schmückte ihres Vaters Grab. Dafür wurde sie von ihm oerbädiftat. Die undankbar. Jtomm mit zu uns!" forderte Annemarie sie nun auf. „Nein." (Fortsetzung folgt) Duft ber gleichen Blüten entströmte. Am frühesten I „Gut!. Morgen, als Elisabech noch schlief, hatte ihn der | gleich jetzt Ludwigstaler Bote gebradjt und ihn ihr übergeben. Die Hanna war verschwiegen wie ein Grab, wenn es sein mußt«. Wirtschaft. Die Arbeitsmarkllage im März. Das Landesamt für Arbeitsver- m i 111 u n g in Frankfurt a. M. teilt mit: 3m Dttlaufe des Monats März hat sich die Arbeitsmarktlage im Landesamtsbezirk (Hessen. Hessen-Rassau und Waldeck) merklich gebessert. Infolgedessen ist die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Erwerbs- wsenfürsorge am 15. März um 18 907 auf 101 531 (am 15. Februar 120 438), d. i. um 15,7 v. H. gesunken. Auch die Zunahme der aus Mitteln der Krisenfürsorge unterstützten Erwerbslosen ist geringer geworden. Die Zahl der Hauptunter» stühungsempsänger in diesem Unterstühungszweig stieg von 16 776 am 15. Februar auf 19 659 am 15 März, also um 2883 oder 17,2 v. H. igegenüber einer Zunahme von 4942 oder 41,8 v. H. in der Zeit vom 15. Januar bis 15. Februar). Don den insgesamt 121 190 Hauptunterstühungsemp- f an gern Tn der Erwerbslosen» und Krisenfürsorge am 15. März entfallen aus 1000 Einwohner im Regierungsbezirk Kassel 31.0. im Regierungsbezirk Wiesbaden 29 6. im Freistaat Hessen 36,2. im Kreis Wetzlar 21,2 und im Freistaat Waldeck 4.8. Don den Auhrnberufen ist besonders die Landwirtschaft und das Baugewerbe in den letzten Märzwochen verstärkt aufnahmefähig gewesen. 3n fast ollen anderen Gewerbezweigen ist gleichfalls eine Belebung des Arbeitsmarktes zu verzeichnen: «die Zahl der Arbeitsuchenden in der Steinindustrie, im Metallgewerbe (Auto- und Fahrradindustrie), im Holz- und D^leidungsgewerbe geht von Woche zu Woche ständig zurück. Ungelernten Arbeitskräften ist besonders als Bauhilfsarbeiter und als Zeitarbeiter bei der Reichsbahn vermehrte Arbeitsgelegenheit geboten. Die Zahl der bei Rotstandsarbeiten beschäftigten Personen ist gleichfalls beträchtlich, und zwar von 14 114 am 15. Februar auf 17 936 am 15. März gestiegen. Frankfurter Messe. Frankfurt a. M, 30. Mär;. Der letzte Tag der diesjährigen Frühjahrsmesse verlief ziemlich ruhig. Geschäfte wurden nur noch vereinzelt abgeschlossen, so in der Textil-, der Möbel- und der Haushaltungsmesse. Gut besucht war heute wiederum die bureautechnische Messe, wo zahlreiche Führungen stattfanden. Auch die Baufachmesse, die übrigens noch bis zum 10. April geöffnet bleibt lockte heute noch zahlreiche Interessenten an. Die Aussteller in d e ser Gruppe dürften im allgemeinen auf ihre Kosten gekommen sein. * ' Einigung zwischen Reichsbank und Reichsbahn. Die seit langem zwischen der Reichsbahn und der Reichsbank geführten Verhandlungen über die Ueberführung eines Teiles der Reichsbahngelder in die Verwaltung der Golddiskontbank haben, wie wir erfahren. zu einem Abkommen geführt. Die Reichsbahn hat sich bereit erklärt, der Golddiskontbank einen Betrag von 100 Mill. Rm. aitd ihren flüssigen Mitteln zur Anlage zu überlassen. Es handelt sich demnach nur um einen Teil der Gelder der Reichsbahn, so daß die Verkehrskreditbank einen Teil ihrer Gelder selbst längerfristig anlegen kann. Von der Frankfurter Börje. 9(m Osterlanrstag fällt die Frankfurter Börse ebenso wie die Berliner aus. — Boni 30. März ab sind die Aktien der Frankfurter „Rhenania", Verein chemischer Fabriken A. G., nur in solchen Stücken lieferbar, die aus die neue Firma Rhenania-Kunheim . Verein chemischer Fabriken A. G. abgeftempcft ober in neue auf die jetzige Firma lautende Aktien umge- l tauscht sind. Deutschland- Außenhandel mit jF Farben. Bor dein Kriege hat die deutsche Far benindiistrie etwa 75 Prozent des Weltbedarfs an ’• Teer-, Anilin« und Alizarinfarben direkt gedeckt, wo- au noch 13 Proz. an Fabrikaten hinzukamen, die indirekt mit den deutschen Produzenten zusammenhingen. Der Anteil Deutschlands am Welthandel mit Farben betrug also rund 88 Proz. Mit Kriegsausbruch erstrebten die ehemaligen Feindstaaten sich von diesem Monopol unabhängig zu machen mit .dem Erfolg, daß die Vereinigten Staaten auaen- blicklich etwa 93, England etwa 80, Japan und Italien je etwa 40 bis 50 Proz. ihres Eigenbedarfs produzieren. * Frankfurter Kreditanstalt A. G. in Frankfurt a. M. Der AR. beschloß, der o. H. V. Vorschlägen, aus einem Reingewinn, der einschließlich des Vortrages von 57 417 Rrn. mit 293 672 (L V. 57 417) Rrn. ausgewiesen wird, eine Dividende von 4 (0) Prozent auf 2 Mill. AK. vorzufchlagen und 213 672 (57 417) Rrn. vorzutragen. • Keramische Werke Offstein und Worms, A. - G. Die Inlandsaufträge gingen gegen das Vorjahr zurück. Erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres hat die Beschäftigung sich befriedigend entwickelt. Rach 43 665 Rm. Abschreibungen verbleibt ein Reingewinn von 99 240 Rm. Auf das 1 000 000 Rm. betragende Aktienkapital wird eine Dividende von 8 Prozent verteilt werden. - 19 242 Rrn. werden auf neue Rechnung trorgetragen werden. • Brown Boveri & (Sie. Die G.-D. der Drown Doveri & Eie beschloß einstimmig, aus dem nach 858634 Mk. Abschreibungen verbleibenden Reingewinn von 1 028 375 M. für Sonderabschreibungen auf Anlagen 586 908 Mk. abzuschreiben. Auf das dividendenberechtigte Stammaktienkapital von 4.3 Mill, wird eine Dividende von 8 Prozent und auf das 700 000 Mk. betragende Dorzugsaktienkapital eine solche von 6 Prozent verteilt. Auf neue Rechnung vorgetragen werden 26 375 Mk. Die Kapitalserhohung auf 15 Mill. Mk. ist inzwischen durchgeführt worden. 'Ufa. Die gestrige A.-R.-Sihung der Ufa hielt den seinerzeit gefaßten Beschluß der Herab- Minderung des Kavitals unb ter Wieiererhöhung um 30 Millionen Rrn. aufrecht. Den alten Aktionären wird nur die Hälfte der Kapitalerhöhung angeboren. Auf die allen Aktien von nom. 150 Rrn. soll eine Zuzahlung von 50 Rrn. eingefordert werden. Die Aktien mit der Zuzahlung werden später im Derhältnis 3:2 und alle anderen im Derhältnis 3:1 zusammengelegt. Die zweite Hälfte des Kapitals wird von neuen Großaktionären übernommen, von denen eine Gruppe gemeinsam mit dem bisherigen Bankenkonsortium auch eine Zuzahlungstransaktion garantiert. Durch die Kapitalserhöhung fliehen der Gesellschaft 30 Millionen Mark zu, ferner 6>« Millionen Rm., welche die Deutsche Bank an Forderungen nach- läßt und außerdem 111/4 Millionen, für welche die Deutsche Dank Genußscheine übernimmt, ferner aus dem Verkauf der Interessen am Ufa- Haus und Gloriapalast-Grundstücke weitere rund 9 Millionen, d. h. insgesamt 561 _> Millionen. Rach Abdeckung der restlichen Schuld bei der Deutschen Bank und der anderen Verpflichtungen wird dadurch' ein Bankguthaben von mehreren Millionen Rm. geschaffen. Die entstehenden Buchgewinne ermöglichen weitgehende Abschreibungen und Rückstellungen. Den Besitzern der lOprozentigen Obligationen wird der Umtausch einer Obligation gegen eine neue Aktie angeboten. * PhönixA. G. für Bergbau undHütte n b ct r i e b.' Wie der DHD. erfährt, wird die H. V., in der die Bilanz für das Zwischengeschäftsjahr oorgelegt werden soll, voraussichtlich nach Ende April (30. April) einberufen werden. Die Dividende wird mindestens 3 Proz. betragen, so daß also die Phönix-Aktionäre die Dividende der Vereinigten Stahlwerke ungeschmälert erhalten. * Viktor Schuppe wieder in Der» l i n. Reeder Viktor Schuppe, über dessen geschäftlichen Zusammenbruch wir vor einigen Tagen eingehend berichteten, und von dem behauptet wurde, daß er seiner großen Verpflichtungen wegen in das Ausland geflüchtet fei, ist, wie aus Berlin gemeldet wird, nunmehr wieder dort eingetroffen. Er hat sich umgehend mit seinen Rechtsvertretern in Verbindung gesetzt und er wird, soweit wir unterrichtet sind, nichts unversucht lassen, um seine Gläubiger soweit wie irgend möglich zu befriedigen. * Adler - Margarine - Werk A. G., Frankfurt a. M. Die (3. V. der Gesellschaft erledigte die Regularien. Der Verlust von 650 000 Mk. wird auch diesmal wieder vorgetragcn (Aktienkapital 650 000 Mk.). Der Betrieb liegt nach wie vor still, so daß sich die Tätigkeit der Gesellschaft im cwge- (aufenen Geschäftsjahr aus die Verwaltung und Instandhaltung der Fabrikanlagen beschränkte. * Geschäftsaufsicht von der Mologa beantragt. In der gestrigen AR.-Sitzung ber Mologa wurde beschlossen, die Geschäftsaufsicht zu beantragen. Der AR. hat sich zunächst nur zu diesem Schritt entschlossen, um bie' Verhandlungsmög- lichkeiten mit den Russen aufrecht zu erhalten, da nach Ablehnung der Stützungsaktion von Seiten des Reiches eine Verständigung mit den Russen als einzige Lösung bestehen blieb. Aranl^urter Börse. Frankfurt, 31. März. Tendenz: Uneinheitlich, Siemens-Hausse. — Die Ausführungen Dr. Voeglers auf der Generalversammlung der Vereinigten Stahlwerke über die Zukunftsaussichten am deutschen Kohlenmarkte verstimmten die Spekulation in ihrer bisherigen Meinung für M 0 n t a n a k t i e n . so daß überwiegend Abgaben geroortrateii, die Kursverluste herbellühr- ten. Auch das starte Anziehen des Satzes für Lagesgeld veranlaßte zu Realisationen, bie durch den Ultimo noch verstärkt wurden. Ungünstig wurde ferner der Rückgang der I. - G. - F a r - b e n a 11 i e n aufgenommen, in denen anscheinend größere Prämienware glattzustellen ist. DaS Hauptgeschäft bestand in Elektrowerten, and hier fast ausichließlich in Siemens & Halske die einen neuen Record van 289 Proz. (plus 7,5 Proz.) auf (teilten. Daneben gewannen: Schultert 3, Licht und Kraft 0,75, AEG. 2 Proz. Am Montan markt verloren: Buderus 1,5, Gelsenkirchen 1,5, Mannesmann 0,4, Rhein. Braunkohlen 1 Proz. I.-G.-Farben verloren 3,5 Prozent. Bankaktien lagen uneinheitlich. Höher wurden: Berliner Handel plus 3 Proz., Darmstädter plus 1,5 Prozent, Mitteldeutsche Credit plus 2 Prozent, schwächer dagegen: Commerz minus 1 Prozent. Schiffahrtsaktien niedriger. Hapag minus 2 Prozent, Rordllohd minus 0,4 Prozent. Holzdestillationswerte bröckelten weiter ab. Holzverkohlung minus 1,9 Prozent. Scheideanstalt verloren 1L5 Prozent. Von Autoaktien zogen Daimler auf das fällige Bezugsrecht um 1 Prozent an, dagegen Kleyer 0,5 Prozent schwächer. Maschinenwerte knapp behauptet. Don Einzelwerten verloren: Gebr. Iunghans 5 Prozent, Aschaffenburger Zellstoff 3.25 Prozent, Goldschmidt 1 Prozent. Don den Sanierungswerten wurden höher: Dyckerhoff plus 0,75 Prozent, Bingwerke plus 2 Prozent. Der heimische Anleihemarkt lag zunächst außerordentlich freundlich, im Derlaufe aber wieder schwächer. Anleihe-Ablösung 24,5, dann 24,13. Schutzgebiet 13. Fremde Renten kaum verändert und fast geschäftslos. Am Geldmarkt bestand große Rachfrage nach Tagesgeld, das wieder auf 7 Prozent anzog. Monatsgeld ohne Rachfrage 6 bis 7,5 Prozent. Privatdiskonten 4,62 bis 4,88 Prozent. Der Devisenverkehr war ruhig. Gegen London notierten: Paris 124,03, Mailand 106, Zürich 25,25, Reuhork 4,8572. Die Reichsmark stellte sich gegen Kabel auf 4,2175, gegen London auf 20,4865. Der weitere Börsen - verlauf blieb für I. G. Farben verstimmt, während die Haussebewegung in Siemens & Hals ke durchhielt. Die übrigen Elektroaktien wurden dadurch etwas mitgezogen. Berliner Börse. Berlin, 31. März. Während die Spekulation zu Gewinnmitnahmen schritt und ein Teil der Terminmärkte kleine Kursabschwächungen zeigte, entwickelte sich am Elektromarkt eine Haussebewegung bei Steigerungen von 5 bis 11 Prozent. Im Mittelpunkte standen dabei Siemens & Halske und AEG. Diese Bewegung konnte aber die Gesamttendenz nicht beeinflussen, da andererseits in I. -G. -Farben stärkeres Angebot herauskam, das den Anfangskurs von 315,5 Prozent rasch auf etwa 313 Prozent drückte Immerhin hatte die Spekulation im großen und ganzen eine feste Einstellung, wozu der glatte Verlauf des Ultimos und die um die Mittagsstunde eingetretene Entspannung des Geldmarktes wesentlich beitrugen. Während Tagesgeld über den Ultimo läuft, und Geld für einige Tage fest über den Ultimo sich auf 7 bis 3 Prozent stellte, herrschte während der Börsenzeit ein erhebliches Ueberan» gebot in kurzfristigen Mitteln. Im Devisen- verkehr schwächte sich der rumänische Sei gegen Zürich auf 3,32 ab, nachdem sich der spekulative Eharafter dieser Bewegung herausgestellt hat. Auch Madrid leicht ermäßigt. Die Reichsmark konnte sich gegen Kabel auf 4,2168 befestigen. Börsenkurse. Frankfurt a.M. Berlin S»(u .1 t-Uhe. fcnre 1 Aure Scklutz. Anfang fitnr» । lur- Datum: 30 3. 31. 3. 30. 3. j 31. 3. Anleihe-Ablösung 9k.1-30000 do. Nr. 30 001-60000 do. ohne Auslosungsrech! Trutschc Sparprunnenauletb: Deutsche L-errb. Dollar-Aul 4°/o SoOfnrfcn......... 5% Äoldmexikaner ..... Berliner Handelsgesellschaft • Commerj- und Privat-Bank. Tannft. und Narionaldank . Deutsche Bank...... . . Diskonto Connnandit . . . Dresdner Bank....... Metallbank........... Miiteldeutiche (Kreditbank . . Lesle^eichischc Kreditanstalt. NeichSbank. Bochumer Guß Buderus............ Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke . . Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . Kaliwerke Westeregeln..... t!nura Hütte........... Mannesman» Mansteldtt. . ......... Lberbcdars :......... Phöntr Bergbau rttbcinischc Braunkohlen . . . 9ibctn;ialil........... Riebest Montan . Tellus Bergbau . Bereinigte Stahlwerke . . . . Hamburg-Amerila Paket. . . Norddeutscher Llovo..... Zementwerk Heidelberg . . Philipp Hol;mann Anglo (£ont Guano Goldschmidt Holzverkohlung § G Farven-Industrie. . RutgerSwerke Scheideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Elektr. Lieferungen Licht und Kraft Mainlraftwerke Schustert ......... Siemens & Halske ..... «dlcrwerke Kleyer Daimler Motoren. ...... Hcyligenstaedt Meguin......... . - Mannheimer Motoren Tfrrmtffiirtrr Armaturen Konserven, a wit B.ann - . Metollgejewchmt -ransturk . Pcl. Union A.-G Schobtadrtt Herz . . .... Sichel Zellstoff Aschaffenburg. . . . Zellston Waldhof 319 319 -3.? 24,12 320 321.5 23.8 318 321.5 24,62 E—» — ■ ■ 99 23 — 99,2 — 15.8 16 — — ■— 256 265 260 267.5 207,5 207,75 208 20' 281.5 281 278 283 189 5 198 12 190.2, 190 187 179 186 179 13 191 192 190 192 9 162,5 166.5 160.12 167.5 264 267 265 -62.75 9.15 9,25 9.2 9.2 177 177,75 178,1 178.75 — — 197.2.« 195 25 1 15 128 5 131 129.5 195,5 — 195.5 196 198 195 5 197,9 197 244.25 241 344.9 245,75 210,5 211 210 210 211.5 .11 209 210.5 97 — 96 96,25 123,6 220.6l 222,9 22 «,75 157.5 157 156 156 122 25 — 123 124.5 113,9 143 143 141 313,5 312 5 311,75 313.75 231 230 330.25 231,4 181.75 — 180 — 127 — — —— 155 143.75 154 9 144.25 151 149 150.75 150.25 144 142,9 143.25 144 170 192 192,5 190.5 193.5 190,25 - 111 — 153,5 153 1)3,13 154 75 73 12 — 16.75 313 5 316 315,5 111,9 139 5 142 139,25 238 238.25 - - 166 172 166 173.4 190 192 189 192 25 208 209.75 203 20!) 208.75 — 208,75 209 5 136 136 184.25 187,6 188.75 -80 384,75 278.62 290 138.5 137.25 138.5 138 12-2 124 122 123,9 30 — — — 68 — 67 — — — — 2i: 70 193.5 193 - 125.5 — — — 77.5 — 79 — 2.5 — 5 182.5 179 25 181 189,5 275,76 274 274 2$3 Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphi s ch e Auszahlung. 30. März- 31 Mär;. Ämtlfme Noti rirn ■?lnulid)e Notterun i tteld Bric> Kcld Brter Ämft. 9ioii 168,52 168,91 168,51 168,93 Buen. Aiec 1,780 1.784 1,780 1.784 Brss.-Antw 58.54 >8.68 öS,54 58,6s Gtiriftlaniff. 109,66 109,9: 100.61 109.89 Kopenbagen 112,8« 112,61 112,37 112,65 Ctockbolm 112,79 >13.07 112,79 HJ.OÜ Hclsingfors Italien. . 10,60 10,64 10,602 10.012 19,325 19,365 19,34 19.37 London - . 40,457 20,509 20,454 20.506 Weunort - 4,2115 4,2215 4,2112 4,2215 Barts.... I6,5i 16,54 16,50 16,54 Schweiz . . 11,04 bl, 24 81,025 51.22.5 Spanten - 75.81 75,91 75,49 75,67 Yapan . .. ■2,0b« 2.072 2,065 2,069 oho de Fon Wien In D >.,98 1.500 .498 0.500 Ctft. abfle ■; □9,25 59,59 59,24 59,38 Prag . . 18,465 12,505 12,46» 12,508 Belirad . 7.4U1 7,421 7.401 7,421 Budapest - 73,54 73,72 73,54 <3,72 Pulaanen j,643 3,053 0.045 1,055 Lissabon . 21,125 21,575 21,425 21,475 Danzig. . . 81,80 82,00 81,79 81,99 Konstantin 2,121 2,138 2,134 2,143 Alben. . . 5.47 6.49 5,47 5,49 Lanada 4.214 4.224 4,212 4,222 Uru uay 4,255 4,215 4.235 4,245 Cairo 20.984 1.016 20.974 .1.026 Banknoten. Reichsbanldiskont 5 Prozent. Lombardzinsfuh 7 Prozent. Berlin, 30 Mär; ticlb Brre> Amerikanische 9?oien . . • • . 4,103 4.223 58,40 58.70 Däiiiicbe Worcn ...... 112,07 112.63 40,422 20.522 Französische Noten ...... 16.53 16.61 Holländische 'Jiotfit..... 168 13 168.97 Ztc.lienische Noten...... 19.50 19,60 Norwegische Noten..... 109,55 110,07 Deutsch Lrsterr .5100 Kronen 59.11 59.41 Rumänische Noten...... 2,'8 2.92 Schwedische Noten..... 112,49 113.05 Schwerer Noten ..... 80,95 81.35 Spanische Noten...... 75.91 76.29 Tlchechoilowokische Noten 12.445 12.505 Ungarische Noten 73.37 71.73 y vanfiurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 31. März Auftrieb: 59 Rinder, 967 Kälber, 354 Schafe, 353 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Psd. Lebendgewicht: Kalber: Beste Mast- und Saugkälber 70 bis 78. mittlere Mast- und Saugkälber 60 bis 69, geringe Kälber 50 bis 59. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthärnmel, Weidemast 50 bis 55, mittlere Wasllämmer. ältere Masthärnmel und gut genährte Schafe 40 bis 49. fleischiges Schaf Vieh 35 bis 39 Schweine: Dollfleischige von ca. 240 bis 300 Psd. Lebendgewicht 60 bis 62. von ca. 200 bis 240 Psd. 61 bis 62. von ca. 160 bis 200 Pfd. 60 bis 62. Marktverkauf: Kälber und Schafe bei regem Handel ausverkauft, in Schweinen schleppendes Geschäft und etwas Uebcrfltanb. Frankfurter tz>e.rctdevorfe. Frankfurt a. M.. 31. März Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 28.75; Roggen, (inkänd.) 26.75; Sommergerste (für Drauzwecke) 25.50 bis 27.50; Hafer (inlänb.) 22.25 bis 22.75; Mais (gelb) 18.—. Weizenmehl (inlär.ö )■ Epez. 0 39.75 .bis 40,25; Roggenmehl 36.50 bis 36.75; Weizenkleie 14; Roggenkleie 14.50 bis 14.75; Tendenz: stetig. Berliner B rod u t te n vsc. Berlin. 30. März. Bei etwas festeren Getreidepreisen in Nordamerika und damit höherer Cifofferten war die Tendenz für Sie- ferungsweizen mit Ausnahme des März allgemein fester. Roggen wurde in guter inländischer Ware zu Mischungszwecken lebhaft gefragt und bis zu 2 Mc. höher bezahlt. Außerdem wirkt hier die anhaltend polnische Frage preissteigernd. Gerste in bestes' Brau- und Futterware gefragt, aber knapp angeboten. Hafer im Inland wie auch am Berliner Platz zu höheren Preisen gehandelt. Mehl mit Ausnahme des lebhafteren Roggenmehlgeschäftes ruhig. Kleie» artikel und sonstige Hilfsfutterstoffe ohne größere Preisänderung. Es notierten pro 1000 Kilogramm: Weizen (märt.) 267 bis 270; Roggen 250 bis 255; Sommergerste 214 bis 242; Wintergerste 192 bis 205; Hafer (märk.) 202 bis 210; Mais (loko Berlin) 178 dis 180; für je 100 Kilogramm: Weizenmehl 34.75 bis 36.50; Roggenmehl 34 bis 35.75; Weizenlleie 15; Roggenkleie 15; Diktoriaerbsen 42 bis 59; Futtererbsen 22 bis 23; Peluschken 20 bis 22; Ackerbohnen 20 bis 22; Wicken 22. bis 24; Lupinen (blau) 14 bis 14.75; Lupinen (gelb) 16 bis 17: Serradelle (neu) 22.50 bis 25; Rapskuchen 15.40 bis 15.60; Leinkuchen 19.70 bis 20: Trockenschnitzel 12.10 bis 12.30; Soya-Echrot 19 bis 19 40; Kartoffelflocken 30 bis 30.30. Buntes «Derlei. Don Krokodilen belagert. Sin ausregendes Abenteuer wird von einem Mitglied der englischen südafrikanischen Polizei im »Wide World Magazine" geschildert. Der Erzähler toarmit einem and ren Schuhmann namens Lawrence und einem eingeborenen Polizisten namens Ums- lanji auf einem einsamen Posten zu Odzt in Ma- schona-Land stationiert. Sie badeten regelmäßig in dem Odzi-Fluß, einem tiefen, breiten Strom, in dessen Mitte sich eine Sandbank b.fand. .An einem Morgen um 5 Uhr nahmen Lawrence und ich unser gewöhnliches Bad." schreibt er. .Wir trugen unsere breiten Polizeihelme, denn selbst in dieser frühen Tagesstunde ist die Sonne recht warm in Rhodonsia. Wir schwammen bis zu der Sandbank und als ich wieder ins Wasser geben wollte, um zurückzuschwimmen, bemerkte ich plötzlich einen Gegenstand, den ich zunächst für einen großen Holzpkghl oder ein umgedrehtes ©ingeborenen- Kanu hielt, das stromabwärts schamm. Lawrence watete unterdessen ins Wasser, und es schien mir. wie wenn sich der .Pfahl" nach ihm hinwendete Indem ich meine Augen beschattete und angestrengt hinsah, erlannte ich, daß der Pfahl tatsächlich das größte Krokodil war. das ich je gesehen hatte. Ich stieß einen gellenden Warnruf aus, und Lawrence, der schon bis zur Brust im Fluh war. kam zurück. Es war die höchste Zeit, denn die Krokodile näherten sich und eines kletterte aus dem Wasser heraus; seinen gewaltigen Rachen öffnend wobei, die furchtbaren Zähne im Sonnenlicht leuchteten. Wir waren unbewaffnet und schienen den Untieren ohne Gnade ausgeliefert Aber Vater?nee nahm eine Handvoll Sand und Steinchen und toarf sie dem Krokodil, das bereits mit dem halben Körper auf der Sandbank war, in die Augen. Durch den Sand zeitweilig blind gemacht, fuhr die Bestie mit einem wilden Schnappen ihrer Kiefer zurück, drehte sich um und tauchte mit dem Kopf zuerst ins Wasser. Die drei Krokodile versuchten aber immer wieder, die Bank an verschiedenen Stellen zu erflettern, und wir hatten viel zu tun, um sie mit Sand und Steinen immer wieder zu vertreiben. Um 8 Uhr wurde Lawrence durch die Hitze und den Durst ohnmächtig, und die Aufgabe, die Krokodile fernzuhalten, lag mir allein ob; außerdem deckte ich meinen ohnmächtigen Freund, so gut ich konnte, mit Sand zu. Es muß etwa 9 Uhr gewesen lein, als Umslanji am Flußufer erschien. Ich konnte nicht einmal mehr rufen; meine Zunge war geschwollen und steif, und Blut floh aus meinen gesprungenen Lippen. Ich hatte nur noch die Kraft, die Arme verzweifelt in die Höhe zu werfen. UmS- lanji begriff rasch die Lage, verschwand und kehrte solort mit einem alten Karabiner wieder. Sein erster Schuh traf glücklich in den aufgesperrten Aachen des größten unserer Quälgeister, der gerade seinen Kopf nach dieser Richtung drehte. Dann ruderte Umslanji in dem kleinen Boot unS zu Hille. Wir gruben den armen Lawrence aus dem Sande aus, legten ihn ins Boot und kehrten zur Station zurück. Dann brach auch ich bewußtlos zusammen und erwachte erst im Hospital " Rundfunk-Programm. Freitag, 1. April: 1 bis 2: Reue Schallplatten. 3,30 bis 4: Die Stunde der Jugend. '4,30 bis 5,45: Hausfrau en» Rachrnittag. 5,45 bis 6,05: Die Lesestunde. 6,15 bis 6.45: Funkhochschule: „Theodor Fontane". Dortrag von Prof. Dr. Schultz. 6,45 bis 7,15: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene. 7,15 bis 7,35: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 7,35 bis 7,45: Film-Wochenschau. 7,45 bis 8,15: „Der Himmel im Aprll — Der Ofiertcrmin 1927“, Ddrtrag von Prof. Sittig. 8,15 bis 10,15: Drei Jahre Frankfurter Rundfunk. Anschließend bis 12,30: Übertragung von Kassel. Tanzmusik. WWW. 1 Fleischbrühwürfel geben — in kochendem Wasser aufgelöst — vorzügliche Fleischbrühe; sie ersparen das Auskochen von teurem Suppenfleisch. Schuhhaus MSYSI* Gießen, Bahnhofstraße 30 neben Schade & Füllgrabe Wundervolle Schuhe 3082a sE Sil Riiiinmnmi! ' ' Unsere große Gardinen-Spezialabteilung bietet an Auswahl und Preis- Würdigkeit Außergewöhnliches. 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Amtsgericht Gladenbach. .3037D ßelannlmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Obbornhofen für daS Rechnungsjahr 1927 liegt vom 2. bis einfchl. 8 April 1927 zur tiinfidjt der Znierefienlen auf unterem Amtszimmer offen. ES ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker b.izutragen haben. Obbornhofen. 30. Marz 1927. Hess. Bürgermeisterei Obbornhofen Philippi.______307 SD Freitag, den 1. April 1927, nachmittags 2 Uhr oerüelaere ich im „tfdtocn*, Aeuenweg 28> Aronnfl.'iueife neuen Barzablunn 1 Diwan, 1 !t