Nr. 25 Erstes Blatt 177. Jahrgang Montag. 51 Januar 192 Z Erich« INI tägltA, aufoet Sonntage und Jtlertag*. Beilagen. Siebener FamittenblLtter Heimat tm Bild Die Schalle Monat»-Bezog,pret«. 2 Reichsmark und 20 Retchspfenn^ für Träger, lohn, and) bei Richter» fernen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechanl chlüffe: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger »legen. Postscheckkonto: Krantfurt am Main 11686. SietzeimAnzciger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Untversttüts-Vuch und Steinöruderei R. Lange in Sietzen. 8chnstleitung und Seschäflrftelle: Schnlltratze Z. Annahme van Anzeigen für bie Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 nim höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Reichspfennig: für Re» klomeanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschrill 20*, mehr. Chefredakteur Dr Fnedr TCilb Lange Verantwortlich für Politik Dr Fr Mlh Lange: für Feuilleton Dr H.TKyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein: für den Anzeigenteil L5>ertr. H.Brch. sämtlich in Dießen. Die neuen Minister ernannt Justiz- und Innenministerium noch nicht besetzt - Dor neuen Vorschlägen habe, man müsse das neu« deutsche Kabinett nach seinen Taten beurteilen. 3m „Victoire" schreibt Herve, dah die neue Regierung Marx eine ausgezeichnete Schranke gepen die äußerste Rechte darstelle, denn sie vertritt die drei Parteien der Rechten, die die meiste Disziplin und Autorität in Deutschland besähen. Es sei aber unrichtig, zu glauben, dah dieser neue Beweis der politischen Wiederausrichtung Deutschlands für Frankreich keinerlei Schwierigkeiten mit sich bringen werde. — Der „3 n t r a n s i g e a n t" sieht in der Regierung der deutschen Rechtsparteien ebenfalls eine Gefahr für di« französische Politik und fordert, dah Frankreich sich innerpolitisch rasch sammele und eS nicht unterlasse. Beziehungen zu seinen Derbündeten zu pslegen. Der Reichspräsident an die scheidenden Minister. Berlin. 30. 3an. (Wolff.) Der Herr Reichspräsident hat an den aus seinem Amte scheidenden Re i chs p o st m i n i ste r Dr. Stingl nachfolgendes persönliches Schreiben gerichtet: auch die innere Politik Deutschlands genommen hat, die Auhenpolitik Frankreichs muh ohne daS geringste Schwanken s o r t g e s e tz t werden. Wenn die Politik der Entspannung Schiffbruch leiden sollte, darf Frankreich nicht die Alr- fache sein. Die Schwierigkeiten müssen von jenseits der Grenze kommen. — Der „Figaro" ist der Ansicht, dah man sich die Ausdeutung der jetzigen Lage in Deutschland zu leicht mache, wenn man erkläre, das neue Ministerium bedrohe die Politik von Locarno. 3n Wirtlichkeit verkörpere es einen ständigen Willen und eine augenblickliche Lage. Der ständige Wille sei, dah die Regierenden Deutschlands die Wiederherstellung ihrer bewaffneten Macht weder schwächen, noch verlangsamen wollen. Der Fall Gehler gestatte hierüber leinen Zweifel. Die augenblickliche Loge aber sei, dah Deutschland nach der Reaktion der öffentlichen Meinung in Frankreich nicht glaube, das Recht aus Entgegenkommen zu finden, das es erhofft habe. Man benutze diesen Almstand, um den konservativen autoritären Charakter in der 3nnenpolitik zu verstärken. — „3 o u r n 6 e i n d u st r i e l l e" verzeichnet die Rachricht, dah Briand gestern nachmittag nach dem Ka- binettsrat, über seine Meinung befragt, erklärt Vie llotgemeinschast der deutjchen Wissenschaft Eine Kundgebung in Karlsruhe. Berlin, 29. 3an. (WB.) Amtlich. Der Herr Reichspräsident hat den bisherigen Reichskanzler Dr. Marx in feinem Amte als Reichskanzler beflätlat, auf dessen Vorschlag den Reichsminister des Auswärtigen, Dr. Sfrefemann, den Reichsarbeitsminisler Dr. Braun», den Rkichswehrminister Dr. Gehler sowie den Reichs- wirtschaitsminisler Dr. Lurtius in ihren bisherigen Aemtern bestätigt und den badischen Staatspräsidenten und Jinonzminister Dr. h. c. Köhler zum Reichssinanzminisler, den Reichsminister a. v. Schiele, M. d. R., zum Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, den Verbandssekretär Dr. h. c. Koch, M. d. R., zum Reichsoerkehrsmini- ffer und den Staatssekretär Dr. Schätzt zum Reichspostminlsler ernannt Mit der Wahrung der Geschäfte des Reichsminister» für die besetzten Gebiete hat der Herr Reichsprästdent den Reichskanzler Dr. Marx beauftragt Die (Ernennung der Reichs- minister der Justiz und des Innern hat der Herr Reichspräsident mit Rücksicht auf die noch nicht abgeschlossenen letzten Verhandlungen bis Mon- (ag abend ausgesetzt Oberbürgermeister Aülb legt sein Landtagsmandat nieder. Mainz, 30. Jan. Das demokratische Mitglied des hessischen Landtags Dberbürpernieifler Dr. ft ü l b hat in einem an seine Fraktion gerichtcten Schreiben mitgcteilt, dah er wegen schwerer Arbeitsüberlastung in seinem Amt als Oberbürgermeister der Stadt Mainz sein Landtags- Karlsruhe, 30.Jan. (WB.) Auf Deronlaf- fung des badischen Staatsocäsidenten Dr. Köhler fand im kleinen Fefthallensaal eine Kundgebung der Nolgemeinschaft der deutschen Wiss«nfchaft statt. Da- Ju hatten sich zahlreiche bervorragende Gelehrte Säens und anderer deutscher Länder sowie Vertreter aller Kreise der Wissenschaft, die Spitzen be: Behörden und eine Reihe Parlamentarier eingefunden. Der Präsident der Rotgemeinschaft, Staatsminister a. D. Dr. Schmidl-Ott wies darauf hin, dah die Rotgemcinschaft gegründet worden sei, um die deutsche Wissenschaft nach dem Kriege vor der Gefahr des Zusammenbruchs zu reiten. Die Rotgemeinschaft habe in allen Stadien die Alnterstützung des Reiches gefunden, was er an dieser S elle dankbar anerkenne. Der Redner erinnerte dann an die großen Aufgaben, die nunmehr der Rclgemein- schaft im Interesse der nationalen Wissenschaft, der Volksgesundheit und der Vol.swohlsahrt harrten, und betonte, dah sich ihre Führer zum Ziel gesetzt haben, die deutsche 3ugend durch die Ausgabe von Stipendien zu wissenschaftlicher Forschung heranzu- fliehen. Der Rektor der Technischen Hochscyule Karlsruhe, Professor Dr. P r'o b st, versicherte, dah die deutsche Südwestecke chrl.ch bestrebt sei, sich in das große wissenschaftliche Gebiet würdig einzufügen. Er gab unter lebhaftem Beifall bekannt. dah auf einft mmigen Antrag aller Abteilungen zum Ausdruck der Dankbarkeit für die in schwerster Zeit erfolgte Gründung der Rct- gemeinschaft und die seitherige vorbildlich« Leitung dem Präsidenten. Staatsminister a. D. Dr. Schmidt-Ott. d.e Würde eines Ehrendoktors der Technischen Hochschule Karlsruhe verliehen wurde. Geheimrat Professor Dr. Sauerbruch (München) sprach dann über die Fortschritte der Chirurgie, insbesondere die operative Behandlung der Lungentuberkulose und betonte die große soziale Bedeutung dieser Behandlungsmethode. Er i?-e» monftriertc an Patienten die staunenswerten Erfolge. Der Redner gab auch einen Einblick in die Technik der willkürlich bewegbaren Hand bciiy Amputieren. Der Professor für innere Medizin in München, Friedrich Müller, berichtete über seine neuerlichen Reiseeindrücke in den Vereinigten Staaten und schilderte die hoch entwickelte medizinische Wissenschaft in Amerika. Er betonte, dah es Deutschland auf die Dauer nicht leicht werde, damit gleichen Schritt zu hal:en. Ec knüpfte daran die Schluh» folgerung: Wir hoben einen Rachwuchs von jungen Leuten, die sich mit ganzer Seele der Forschung hingeben, ohne nach finanziellen Erfolgen zu fragen. C s fehler, nur d i e Mit- t e L ihre Arbeiten ins Werk zu fc^en. Die Rot- geminschast hat sich der Aufgabe unterzogen, der deutschen Wissenschaft die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Der Reichstag und die Reichsbehcrden haben sich der Aleberzeugung nicht verschlossen, daß eine großzügige finanzielle Alnterstützung notwendig ist, um das Ansehen des deutschen Wesens und des deutschen Geistes wieder zur Geltung zu bringen. Schließlich sprach Geheimrat Professor Dr. Haber, Berlin, über das Thoma „Staat und Wissenschaft' und erklärte, Deutschland habe heute rechts als die Menschen, denen cs die Ausbildung geben könne. Damit könne und muss« es die Ausgabe lösen, für die zehn Millionen Menscher, für die innerhalb der deutschen Grenzen bei d:r bishericen Organisation kein Brot gefunden werden könne, solches zu finden. Das Reich dürfe den bescheidenen halt nicht auf- gebcn, den es sich in der Rotgemeinjchait geschaffen Das Ergebnis der thüringischen Landlagswahlen. Weimar, 30. 3an. (TAI.) Die Wahlen zum thüringischen Landtag verliefen, wie sich bis letzt übersehen laßt, ruhig. Recht gering war die Propaganda der Parteien. Man sah nur wenig Flugblätter und Plakate. Das Strahenbild der Landeshauptstadt zeigte kaum eine Veränderung. Das gute Wetter begünstigte das Wahlgeschäft. Verschiedentlich sah man kranke und gebrechliche Personen zum Wahllokal fahren. Die Wahlbeteiligung bei den Thüringischen Landtagswahlen war durchweg etwa 70 Prozent. 3n den größeren Städten erreichte sie 80 Prozent. Zu ernsten Zwischenfällen kam es nicht. Die auf die Einheitsliste gefetzten Erwartungen erfüllen sich nicht, da eine Abwanderung in die Wirt'chafts- und Aufwertungspartei offen'ichtkich ist. Das vorläufige Gesamtergebnis ist aus felgender Aufstellung ersichtlich, bei der die Ziffern der Landtagswahl vom 10.3anuar 1624 zum Vergleich herangeflogen sind: Einheit sllske (Dnkl.v., V. B„ Canbbunb) 270 625 (422 246) Stimmen 19 (31) Sitze. Sozialdemokraten 262 827 (210 244) Stimmen', 18 (17) Sitze. Kommunisten 113 470 (162 144) Stimmen, 8 (12) Sitze. Rationalistische Arbeiterpartei 29 918 (81 412) Stimmen, 2 (3) Sitze. Deutschvölkische 9137 (—) Stimmen, 1 (4) Sih. Demokraten 26 531 (—) Stimmen. 2 (4) Sitze. Dirtschostsparkei 75 500 (—) Stimmen, 5 (0) Sitze. Auswerfungspartei 23 156 (—) Stimmen, 1 (0) Sih. Insgesamt 56 (72) Mandate. 3m alten Landtag hatten die bürgerlichen Parteien einschließlich der oereiniaten Völkischen und Nationalsozialisten 42 von 72 Mandaten, also 58,3 Prozent inne gegenüber 41,7 Prozent der Sozialdemokraten und Kommunisten. 3m neuen Landtag verfügen die Einheitsliste, die Wirtschostspartei, bi.- Sparer, die Demokraten, Völkische und Nationalsozialisten über 30 von 56 Mandaten. der Deutschnationalen. .Sehr geehrter Herr Reichsminister! 3hrem Antrag auf Enthebung von dem Amte des ReichspostministerS habe ich mit lebhaftem Bedauern in Würdigung der vorgefrage- nen Gründe entsprochen. Es ist mir ein besonderes Bedürfnis. Ihnen auS diesem Anlast meinen aufrichtigsteir Dank und meine Anerkennung auszusprechen für die wertvollen Dienste, die Sie während Ihrer langjährigen Deamten- laufbahn. zuletzt alS Leiter der ReichSpostver- waltung in treuer Arbeit dem Dateriande geleistet haben. 3n zwei Kabinetten haben wie das Amt des ReichspostministerS inne gehabt. Sie haben wahrend dieser Zeit den Wiederaufbau und die Reorganisation der Reichspostverwaltung durchgeführl, den Betrieb der Post in verschiedenen Zweigen m o - d e r n t f i c r t und den Zusammenhang zwischen der Post und der Wirtschaft gefördert. Mit der Geschichte des deutschen Postwesens wird Ihr Rame stets verbunden bleiben. Indem ich meine besten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen ausspreche, bin ich mit dem Ausdruck einer ausgezeichneten Hochachtung Ihr ergebener gez. v. Hindenburg." An den bisherigen Reichsminister der Finanzen Dr. R e i n h o l d hat der Reichspräsident folgendes Schreiben gerichtet: .Sehr geehrter Herr Reichsminister 1 Indem ich Sie auf Ihren Antrag mit dem beifolgenden Erlast von Ihrem Amte als Reichs- Minister der Finanzen entbinde, spreche ich Ihnen meinen herzlichsten Dank und meine aufrichtige Anerkennung auS für Ihre erfolgreiche Tätigkeit an der Spitze des AeichS- finanzministeriumS. In einer Zeit fchwe- ret wirtschaftlicher Krisis haben Sie die Leitung dieses Ministeriums übernommen und eS verstanden, durch zeitgemäße Steuerpolitik dem deutschen Wirtschaftsleben ohne Schädigung der Rcichsfinanzen Erleichterung zu bringen. Ich hoffe, dah Ihre wertvollen Fähigkeiten und Erfahrungen dem Vaterlande auch künftig nutzbar sein werden und dast Ihr gegenwärtiges Ausscheiden aus dem Reichsdienst keinen Abschied für immer bedeutet. Meine besten Wünsche für ihren ferneren Lebensweg begleiten Sie. Mit dem Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung Ihr ergebener gez. v. Hindenbur g." Auch an die übrigen ausichetdcnden Reichsminister. die Herren Dr. Külz, Dr. Kröhne, Dr. H a s l i n ö c und Dr. Bell hat der Herr Reichspräs.dent Abschiedsschreiben gerichtet habe, sondern müsse weiter helfen. Die Wissenschaft sei ein Grundpfeiler der Nation, sie stutze und stark« unsere Selbstgeltung. Es würbe eine Entschließung angenommen, in der die Aufmerksamkeit der Reichsregierung und der Länder auf die bedauerliche Erscheinung bin» gelenkt wird, daß die Verbreitung desoeut» jchen wissenschaftlichen Buches im Ausland zuungunsten der deutschen wissenschaftliche Wertgeltung seit Jahren zurückgeganaen ist. Die Notgemeinschaft bittet deshalb di« Reichsregierung, gemeinsam mit den Ländern Mastnahmen zu ergreifen, um dem deutschen wissenschaftlichen Buche eine ftärfere Auslandwirkunq zu sichern. Die Frage der Sicherung des Wissenschaft-, lichen Nachwuchses wurde im Einverständnis mit den Vertretern der Bundesstaaten zur Besprechung in Aussicht genommen. Ebenso wurde starkes Interesse der lebhafteren Pflege der wissen- schriftlichen Kenntnis des Auslandes zugewandt. Dann wurde ein Bericht über die Erpe- bition des „Meteor" entgegengenommen Ferner lagen die ersten Grgebniffe der verschiedenen For» schungsausgaben, für deren Inangriffnahme das Reich 3 Millionen Mark gewährt hatte, vor. Kultusminister Lecker unö die preuh-fche S'udentenschaft. Magdeburg, 29.3an. ITA1.) Am Samstag vormit aj begann in Mage5urg der außer* ordentliche preußische Etüden.e:.tag, an dem außer den Vertretern von 16 preuhischen Einzel- studentenschaften der Vorstand und der Haupt- ausschust der deutschen Studentenschaft, sowie der Rektor der Alniversität Breslau, Prof. Dr. ftornemann, der Rektor der Technischen Hochschule Hannover, Pro e for Dr. O c ft e r l e n und der Rektor der Alniversität Göttingen, Prof. Dr. Meinardus, teure )men. Der W ihra^.ts- erlast des preuhischen Kultusministers Dr. Becker bildete den einzigen Punkt der Tagesordnung. Dr. Decker hat in diesem Schreiben den preußischen Etüden.«nschaf.en schwere Verstöste gegen Geist und Wortlaut der das 6 tuten ter. recht begründenden Staatsministe.ia.Verordnung vom Septemler 1920 vorgewor en. A s Ergebnis der eingehenden Beratungen einigte man sich auf eine Entschließung, in der es u. a. heißt: Wenn Herr Minister Dr. Becker verlangt, daß die preußischen Einz-elstudentenschasten a u f die Gestaltung des Studentenrechts an den a u s 1 a n d s d e u t s ch e n Hochschulen hinwirken, so muß die Tagung erklären. dast den preuhischen Studenten keinerlei Machtbefugnisse zustchen. eine Ein- sluhnahm« hierin zu nehmen. Infolgedessen erscheint den Vertretern der preußischen Stu. enten- schafien der vom Kultusminister beabsichtigte Weg nicht möglich. Insbesondere betont die Tagung, dah ein Abgehen von den groß- deutschen Aufbau der deutschen Studentenschaft dcr Grundidee der studentischen Ellvstverwaltung widerspricht und daher für sie ausgeschlossen ist. In der Frage der Zugehörigkeit ausländischer Studierender zu Cinzel- studentenschasten ist die Xagung grundsätzlich bereit gewesen, an einer Neuordnung der diesbezüglichen Bestimmungen im Sinne einer Mitwirkung des Rektors mitzuarbeiten. Sie must jedoch als Voraussetzung verlangen, dah die selbständige Stellung des Rektors und der Studentenschaft unbedingt gewährleistet ist. Endlich betont die preu'.isch: Student en schäft, dast sie es für unerläßlich hält, daß in Verhandlung zwischen dem preußischen Kulturministerium und den preuhischen Studentenschaften auch der Vorstand der deutschen Studentenschaft zugezogen werde. Wie daS Rachrichtenbureau des Vereins Deutscher Zeitungsverleger dazu aus parlamentarischen Kreisen erfährt, empfing Reichspräsident v. Hindenburg SamStag nachmittag die deutschnationalen Abgeordneten Gras Westarp und Wallraf zu einer Besprechung über die Pers onellen Schwierigkeiten, die sich In der Zusammensetzung des Kabinetts heute vormittag noch ergeben haben. Im Reichstag spricht man davon, dah die Bedenken sich gegen den Abg. Gräf- Thüringen richten, der von der deutschnationalen Fraktion als Iustiz- mtaiflcr benannt ist. Seine Person soll dem Zentrum und der Deutschen DolkSpartei als sehr schwer tragbar für das neue Kabinett erscheinen, weil er der Vorsitzende des völkischen Ausschusses der Deutschnationalen Volks- Partei ist. Daneben erinnern die Gegner seiner Kandidatur daran, dast Abg. Gräf nach feiner Wahl zum Vizepräsidenten des Reichstages sich von der üblichen Vorstellung des Präsidiums beim Reichspräsidenten Ebert ferngehalten hat. Es wird angenommen, dast diese Dinge bei der Alnterreöunq des Reichspräsidenten mit den Abg. Graf Westarp und Wallraf zur Sprache gekommen sind. Graf Westarp hatte sofort nach seiner Rückkehr vom Reichspräsidenten eine Alntcrrcbung mit dem Abg. Gräf. In parlamentarischen Kreisen erwartet man, ba'"'. die Deutschnotivnalen zunächst unter sich die Schwierigkeiten beraten werden, die sich bei der personellen Zusammensetzung des Kabinetts ergeben haben, und dast eine interfraktionelle Besprechung im Laufe des Rachmittags stattsindet. Es wird davon gesprochen, dast Abg. Gräf von seiner Kandda'ur zurückgetreten ist und nunmehr der Abg. v. Lindeiner das Innenministerium und Abg./Her gt das Justizministerium übernehmen wird. Jedoch geben wir diese Rachricht noch als völlig unverbindlich. 3n den Berliner CBIä'tcrn wird Reichskanzler a. D. Wirth eine Eriiärung veröffentlichen, dast er daS Kabinett ablehne und bei der Abstimmung gegen das Vertrauensvotum stimmen werde. Wie der ..Montag" berichtet, werden Montag nur die Deulschnationalen eine FraktionSsihung abhalten. Die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei wird vor- ausfichll ch erst am Donnerstag wieder zusammentreten. Die Absicht der Volkspartei, mit einer Kundgebung an die Öffentlichkeit zu treten, ist verschoben worden, da man einen vollständigen Abschluß der Reg erungsbildtmg abwarten wolle. In der Kundgebung soll auch der Brief des Reichspräsidenten an Dr. Scholz veröffentlicht werden. Die Meinung in Poris. P a ri s , 30. Ian. (WV.) Auch die heutige Morgenpresse beschäftigt sich in starkem Maste mit der Bildung des neuen Kabinetts in Deutschland. Eie verhält sich e i n mü tig ablehnend. Einige Blätter deuten die Tatsache, dah in der letzten Minute eine Almbesetzung der Posten des Iustizministers und des 2 n n e n m i n i st e r s vorgenommen wurde, als ein Anzeichen dafür, dah sich eine gewisse Erkenntnis bereits geltend mache und sprechen auch schon von einer Opposition des linksstehenden F.ügels der Zentrumspar.ei unter Führung des ehemaligen Reichskanzlers Dr. Wirch. Petit Pa- risien, Marin. Journal, auch Oeuvre sprechen von einem syä en Almschwung und schreiben, die deutsch-sranz ifche Annäherung dürfe nicht Schwankungen auf Gnade und Alngnadc ausgesetzt icin. Don jedem deutschen Kabinett erwarten Dir weniger Worte, als vielmehr T a te n. Die ' Angelegenheit ter deut.chen Ostbefestigungen werde ein Airteil hierüber bald erlauben. — Der Q u o t id i en schreibt: Sichere Tatsache list, daß heute nach acht Jahren nach der Revolution das Deutsche Reich (ich ein Ministerium gibt, in dem die monarchistisch« Wiederausrichtung mehr Anhänger hat, als die Republik. In außenpolitischer Hinsicht müssen wir uns ^sofort eine Meinung bilden und unsere Haltung be* ' gründen. — Leon Blum schreibt in dem so* kiallfiischen Popula ire: Welche Wendung den Ab e n: Mr : 3.6 Ertrags- famaiui 3,3 Grad Cel.irvS. Riederfchtäge He'.ttige Morgentonrperatur: er. 4 Grad Celsius. „Daily Mall" verlangt heute wiederum bruch der Beziehungen zu Rußland. andeuten: einmal, daß die wieder ganz verantwortlich aus ihren Kindern wird, etwa, sondern im Ganzen, fühlen für DaS, was nicht nut im Beruf an Leib und Seele, Montag. Kirchstraße, Mandat nieöerlegen müsse. 2Us jein Nachfolger wird Landwirt Roos (Flonheim in Rheinhessen) in den Landtag einziehen. Finanzjahr schätzt Cooliüge auf 3572 Millionen Dollar, gegen 3638 im laufenden Jahre. - 2Q5 9 wie-echoii. » $ hat 1925 nonunen. Hin A beschaffen Grad. 2 1,4 M . f Die pW mar Schutz rtWM - i" bM S-asr Bornotizen. — Tageskalender für Naturheilverein.- 8 Uhr, Gewerbehaus, -Sage 9' 1 tzllkch einer giften 9“ hone bann fache Rao Jtontoh un geübten Ai l)abtn. Üii yjdiriiitm eoitatt oi mit oerhii punfit bei lägige 5a schwierige 'Zariatiam bebtuanbt 3mei Zch op, 26 At beiuchle $ von Jrou itiatin ani lang, von l M Hebe bi - Ian lötnct. du Körner konzerl zu haujer. - von Seeii ousichiich Schülem i mirftrn m rung, wenigstens zur Möglichkeit dazu, doch G l t e r n sich wirklich bi«. 9« noch in- । Sorten h. Ekponbiei Öen durchs ^Porldier Starftier Ar Sworl Vttjeiu. ( Ac menhang mit den Truppenentsendungen und über die britischen Vorschläge zu informieren. Er erklärte später, China sei bereit, in Verhandlungen einzutreten, vorausgesetzt, daß John Bull fein Gewehr beiseite legt und China auf dem Bode n voller Gleichberechtigung begegnet * Flugzeug-Aotlandung auf dem Trieb. Am Samstagnachmittag gegen l/£ Uhr muhte das Verkehrsflugzeug D K28 der Deutschen Lufthansa. Type Fokker, auf der Flugstrecke Hamburg— Hanne ver— Frankfurt begriffen, wegen Kühlerdefektes eine Rollandung auf dem hinteren Trieb vornehmen. Das Flugzeug, geführt von dem Piloten Stäche und mit einem Passagier besetzt, kam glatt zu Baden und erlitt keinerlei Beschädigung. Der Motor wurde an Ort und Stelle repariert. Heute vormittag setzte die Maschine den Flug nach Frankfurt fort M 3 t n Fackelzug des Gaues Hessen- Lahn int Beel ^nd der Turne, chaften cX deutschen Hochschulen fand anläßlich des 2. Ober- hesiischen Turr.erschasts azes am Samstagabend andere mehr. Vergebliches Bemühen, fte alle nennen zu wollen. Dazu ein Flor schöner, eleganter Frauen. Die Berliner Modehäuser hatten darin gewetteifert, durch farbenprächtige, kunstvolle Schöpfungen, dem wohlgelungenen Fest auch den äußeren Rahmen des cleganteften und prächtigsten Ereignisses der diesjährigen Ball- faison zu geben. Tie zweite Grüne Woche in Berlin. 3n der neuen Lutohalle wurde die Grüne Woche Berlin 1927, die zweite große landwirtschaftliche Ausstellungsoeranstaltung des Berliner Messeamtes, mit einer Rede des preutzischcn Ministers_für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Dr. Steiger, eröffnet, der die Grüne Woche als eine Veranstal- tung bezeichnete, die in bester Weise geeignet sei, die Ernährung des Volkes auf eigener Scholle einen großen Schritt vorwärts zu bringen. Er wies darauf hin, daß endlich die Tatsache verschwinden müsse, daß Deutschland jährlich mehrere Milliarden für Lebensrnittel ins Ausland gehen lasse. Es Helse dagegen nur die Zusammenfassung aller Kräfte zur Steigerung der heimischen Erzeugung. Der Minister schloß mit den Worten: „Run heißt es aushalten, durchhallen und Zusammenhalten bis zur endgültigen Besserung. Aus der B e r u f s g e m e i n s ch a f t zur Rotge - mein schäft, das fei unsere Losung!" Er sprachen noch u. a. Oberbürgermeister Boeß von Berlin und der Präsident des Reichslandbundes Graf o. K a l ck r e u t h. zlnroetter im ftatiegatt und Skagerak. In der Sonnlagnacht hat im Kattegat und Skagerak ein furchtbares Sturrnwetter getobt. Dor und in ©tagen wurden große Zerstörungen angerichtet. Mehrere Fischkutter sind bis heute noch nicht zurückgekehrt. Mit großer Mühe gelang es einem Rettungsboot, die Mannschaft eines dänischen Dreimasters zu bergen. Kurz nachdem die Mannschaft das Schiff verlassen hatte, wurde es losgerissen und treibt seitdem gegen das ©Eagenriff. Gle'chzeisig wurde ein Dergungsdainpfer von Frederckshasen zu einem in Rot befindlichen Schiff gesandt. Auch in Rorwegen hat das ilntoetter großen Schaden angerichtet. Gin Motorkutter scheiterte an der Küste, wobei ein Mann der Mannschaft ertrank. Im norwegischen Hochgebirge herrschen Schneegestöber. Die Rachtzüge konnten nur mit großer Verspätung ihr Ziel erreichen. Großer Schloßbrand in Pommern. In dem dem Grasen Behr gehörigen Schloß Bandelin, bei Gützkow (Pommern) bracht ein Großfeuer aus. Die Bewohner des Schlosses konnten bis auf den Hauslehrer, der den Tod in den Flammen fand, gerettet werden. Das Schloß ist bis auf die Umfassungsmauern ausgebrannt. Der Schaden ist außerordentlich hoch, weil das fast 300 Jahre alte Gebäude nur gering versichert war, andererseits aber große Kunst schätze, so eine jahrhundertalte Familiensammlung. die allein auf Millionenwerte geschäht wird, und die große Bibliothek verbrannt sind. Von der ganzen wertvollen Einrichtung ist fast nichts gerettet worden. Kinobrand in Oberschöneweide. In einem Lichtspieltheater in Oberschöne- weide tarn am Sonntag nachmittag kurz vor 4 Lkhr während einer Kindervorstellung ein Brand auf. Die anwesenden Kinder konnten unter Aufsicht der Angestellten ruhig das Kino verlassen. Dagegen erlitt der Vorführer Brandwunden an Kopf und Händen. Die Oberschöneweider Feuerwehr konnte mit kleinem Löschgerät das Feuer ablöschen, doch hatten die Mannschaften unter der starken Qualrneniwicklung sehr zu leiden. Der Vorführungsraum ist zum großen Teil ausgebrannt. Das Feuer ist offenbar dadurch entstanden, daß durch Reißen des Filmstreifens im Vorführungsapparat der Film zu lange der Belichtung ausgesetzt war und sich entzündete. Geständnis eines Vatermörders. Der Batermörder Schmalz'aus Böhne (Waldeck) hat nunmehr, nachdem er feiner gleichfalls verhafteten Schwester gegenübergefteUt worden war, ein umfassendes Geständnis abgelegt. Danach hat Schmalz seinen Vater im Streit erschlagen und den Leichnam dann in der grausamsten Weise zerstückelt, indem er den Kops ab sch lug und die Beine durchsägte. Den zerstückslten Körper hat er dann nachts aus dem Hause hinausgeschafft und in einem Steinbruch in eine Grube geworfen. Die Schwester kommt als Mittäterin bzw. Mitwisserin in Betracht, da sie die B l u ts p u r e n, die durch den furchtbaren Schlag des Bruders auf den Kopf des Vaters an die Wand spritzten, durch Abreißen der Tapeten beseitigte. Em fünffacher Mörder zum Tode verurteilt. Dor dem Militärgericht in Pilsen wurde der Prozeß gegen einen fünffachen Raubmörder, den Soldaten Franz Sandner zu Ende geführt. S. war im April 1926 in einem Orte bei Marien- bab in die Wirtschaft eines Grundbesitzers ein- geörungen. um einen seit längerer Zeit geplanten Raub durchzuführcm. Hierbei ermordete er fünf Personen mit einer Axt. Sandner wurde z u m Tode durch den Strang oerurteilt. Ein Patriarchendors. Der bekannte Mo^elw inori Enkirch hat eine ganz besonders große Zahl von Einwohneim über 80 Jahre aufzuweisen. In dem etwa 2000 Einwohner zählenden Ort leb n nämlich 19Männer und Frauen, die über 83 Jahre alt sind, von denen der älteste 91, der jüngste 83 Jahre zählt. Erdrutsch. Bei Namur rutschte eine Erdmasse von 2000 Kubikmeter auf das chauptgleis der Bahnlinie Namur—Charleroi. Zwei Arbeiter wurden unter den Erbmassen begraben und konnten bisher noch nicht aufgefunden werden. Wechsel im Präsidium des Evangelischen Bundes. chofprediger Dr. Doehring hat sein Amt als Präsident des Evangelischen Bundes nie berge; legt. Die Leitung des Bundes übernimmt do Häufig fein Vizepräsident, Geh. Konfislorialrat Professor Dr. Hermann Scholz, Berlin. Dr. Doehring tritt auch als Mitherausgeber der „Tägl. Rundschau" zurück. und daß sie nicht, wie es so vielfach und in z u großem Maße geschieht, nach der Schulentlassung schon, — oft halben Kindern noch an Körper und Geist, — die Zügel freigeben und sie tun lassen, was ihnen beliebt. Die dunklen Ecken unserer Städte und Dörfer, die von den Eltern nicht kontrollierbaren, jedenfalls nie oder kaum einmal gesehenen Vergnügungsstätten in der Stadt, — selbst so manche Friedhofsmauer, an die gelehnt oder auf der fitzend die ledige Jugend des Dorfes zuweilen zusammenkommt könnten da manches erzählen! — Uni) zum Zweiten: unsere Jugend müßte wieder Gefühl bekommen für wahren An stand, und wieder Ehrgefühl. — dafür, dah der jugendliche Mensch Den Schild feiner Ehre blank und fleckenlos zu halten hat, um seiner selbst willen, um seines ruhigen Gewissens willen, um Gottes teilten, der Rechenschaft fordert, — um Der Achtung auch vor sich selber toULen. Jugend sollte, wenn sie ,ss nicht mehr weiß, neu lernen, was es heißt: sich selber zügeln, sich im Zaume haben, in edler Selbstzucht leben! l^D einen uw beugsamen Willen: ich will einmal nicht zu jener halben Million jugendlicher Verbrecher gehören, — will den Ramen meiner Familie nicht schänden, will meinen Eltern keine älnehrc machen! Aber freilich: Damit, daß man dem Zusammenstoß mit dem Strafgesetzbuch entgeht, ist ja längst nicht „alles in Ordnung". Man weiß: es kann einer ein sehr verkommener Mensch fein, und braucht doch fein Leben lang mit dem Staatsanwalt nichts zu tun zu haben! Darum fei vor Jugendlichen, die dies etwa lesen, das Banner entfaltet: wie wäre es mit dem ernsten, heiligen Vorsatz und Entschluß, ich will auf den schmalen, aber allein guten Weg?! — HnD ihr Eltern: daß euch das Gefühl Der Verantwortung für eure Kinder doch teure Stunde losließe! Än.-41. In einer Meldung des Reuyork Herald wird darauf aufmerksam gemacht, daß Prasidertt Coo- lidge in seiner gefangen Rede es diesmal unterlassen habe, auf den internationalen G e- richtshof hinzuweifen, wie et di:s noch im vergangenen Jahre getan habe. Dies werde als wichtiger äl m f ch w u n g der Stellung der amerikanischen Regierung gegmüber Dem Internationalen Gerichtshof ausgelegt. Diese Abkehr vom Internationalen Gerichtshof werde damit begründet, daß die Vereinigten Staaten glaubten, der Weg zu ihm sei dadurch versperrt, daß die anderen Staaten es abgelehnt hätten, die Vorbehalte des Senats gegenüber dem Internationalen Gerichtshof zuzulassen. Coolidge über Amerikas Rüftungsbereitschast. Washington, 30. Ian. (WTB.) In einer Aussprache auf der Halbjahresversammlung der ' Ressortchefs zur Besprechung des Budgets äußerte sich Präsident C o o l i d g e eingehend über die Finanz- und militärische Lage des Landes. Unter deutlicher Bezugnahme auf den im Kongreß im Gange befrndlichen Kampf gegen den von ihm befürworteten Bau von drei neuen Kreuzern erklärte er, er fei sich als Ober- sehlshaber des Heeres und der Marine seiner Verantwortung in der Frage der militärischen Bereitschaft des Landes bewußt. Er betonte, Die Vereinigten Staaten als Ration seien ein Anwalt des Friedens. Wir feilten, fo führte er aus, nicht nur Handlungen unterlassen, die als Aufruf zum Wettrüsten aufgefaht werden könnten, sondern wir sollten im Gegenteil alle Anstrengungen machen, um einen solchen Wettbewerb für immer zu beseitigen. Wir können und dürfen unsere eigenen Interessen in dieser Hinsicht von den Interessen der Gesamtheit der übrigen Rationen nicht loslöfen. Sicher würde es im besten Interesse aller liegen, wenn das Geld, anstatt zu unproduktiven Zwecken verwendet zu werden, der öffentlichn Wohlfahrt zugute fätne. Rachdem Coolidge Darauf hingewiesen hatte, dah die Regierung Die öffentliche Schuld auf weniger als 19 Milliarden Dollar vermindert habe und jetzt dem Schuldentilgungs- plan um über zwei Milliarden voraus sei, fuhr er fort: Die öffentliche Schuld steht im direkten Zusammenhang mit dec Frage der militärischen ve- reitschask. 3n dem Maße, in dem wir unsere ösientliche Schuld herabsehen und die große Zinsenlast beseitigen, verstärken wir unsere militärische Dereitschast und verringern gleichzeitig die Lasten der Bevölkerung. Unter allen großen Nationen der Welt befinden mir uns wohl in der glücklichsten finanziellen Lage. Aber abgesehen von viel wichtigeren Gründen sollten wir schon vom finanziellen Standpunkt jede Handlungsweise vermeiden, die unter Umständen als militaristisch gedeutet werden könnte. Es gibt bei uns Leute, die eine Politik befürworten, durch die mir als Militaristen erscheinen würden. Anderseits gibt es Leute, die sich in einem Gefühl absoluter Sicherheit einer Selbsttäuschung bingeben und einen extremen Pazifismus predi- gen. Beides ist für den Bestand unseres Ledens und unserer Wohlfahrt gefährlich. Das wir für unseren nationalen Schutz brauchen. ist lediglich eine angemessene Vereitfchaft. Dies entspricht unserer trabitioneUen Haltung gegenüber allen Nationen. Es liegt darin keine Anmaßung »nd keine Schwäche. Lieber Die Frage Der Steuerherabsetzung erklärte Coolidge. es fei noch verfrüht. vorauszusagen, ob in nächster Zeit eine weitere dauernde Ermaßizung Der Säuern mög- Demokratische Partei. $ c u t f d)< er- S. erzielt werden wird. ;x in den Hauptzoll- waren 41 im Betrieb, und zwar in den Hauptzt amtSbezirkeu: Darmstadt 13, Offenbar 9. G i 151 merk- der ■■■■ 111 Schirm Wbdie? Von der *?!u olinie Wieseck A trn-Vuseck abends spricht in öfienüicher Oswalbsgarlcn (Siehe heutige nedtraße, lawc Tom t in und von der Se- runb Bullen, 644 Kühe. 312 Färsen, 416 Kalber, Schafe und 4703 Tchweme. Hillebeandstraße, Klinikstrahe, Wctz- Erotenft ratze. Hinter der Wefbanloge. bis 1ft. Februar- Reuenwcg. Buntes Allerlei. Seltsame Tierfreundschaflen. Immer wieder werden Beispiele von folgen kann! Das Leben ist schön, aber — kostspielig!' noch nicht eorgetomaxen. Da» Gericht tonn» unter den oorsiegenden Umständen brenn cme Beleidigung nicht erblicken und sprach den G a st w i r t deshalb frei. würdigen Freundschaften berichtet, die eigentlich feindliche gc innte 2 ere miteinander schließen. Einige von ihm beobachte.e Fälle werden von Lvrd Grey de Rxckhyn in einer englischen Zeitschrift in tgeteilt Solche Freundschaften entstehen hau ig durch die Nahrung", schreibt er. Kommenden Mittwoch, 1 Februar, '.sterchstagsobg. Pfarrer o rell Versammlung in der Turnhalle am über „Sie neue Kmch«eßicrung'. Anzeige.) £ Di? seither durchgeführte Einrichtung Ha^teste.len in der Gemeinde Altev > Buseck aao zu mancherlei Beanftandungeu und Mitzver- ftänöniften '3niQft. 3n Ieiner kürzlich abgehat- Knen Sitzung tefchä tigte sich der Berbands- auSfchutz emgxhend mit dieser Frage und bührcn ,ur zahlen, da auch dies« entrichtet fein müssen, bevor die Eintragung ün Grundbuch Amtsgericht Gießen. ' Gießen, 28. Ian. Ende Oktober übernachtete in einem hiesigen Gaschos ein Kaufmann aus Berlin. Bei Uebsrgabe brr Rechnung bemängelte er, daß außer 15 Proz. für Bedienung noch 20 Pf. für Schuhputzen angesetzt waren. Dec Oberkellner er- tlärrc, daß das hier so üblich sei, und verwies ihn, da er sich damit nicht zufrieden gab, an den Gastwirt. Auch dieser fegte ihm auseinander, daß der Ansag von 20 Pf. dem Tarif des hiqsigen Hotel- oereins enlsprechc, und forderte den Oberkellner auf, dem Kaufmann die 20 Pfennig zurückzugeben. Dieser war ledoch auch hiermit nicht zufrieden und lärmte sowohl in. dem Privat,;! mmec des Wirtes, Die auch in dem Hausflur beranig, daß mehrere Aotelgäfte aus dem Frühstückszimmer herauskamen, um sich noch der Urlache des Lärms zu erkundigen, und daß andere Hotelgäste — es war moraens etwa }8 Uhr — aus dem Schlafe geweckt wurden. Auch im Hot schrie der Kaufmann noch derartig, daß in der Nähe beschäftigte Leute darauf aufmerksam mürben. Er drohte dem Wirt mit einer Anzeige und rief, es sei eine U-iver'chämthcit sonder gleichen, so eine Rechnung zu stellen. Trotz dieses seines eigenen Verhaltens erhob er gegen den Wirt auch nod) Pri- »attlaqe, weil dieser zu ihm gejagt habe, er >ei «in Unverschämter und solle mache«?, daß er hinaus- komme. Der Wirt, der nach der Aussage des ner- noimneneir Zeugen sich durchaus ruhig verhalten hat, bestritt diese Aeußecung, für die auch fein Nachweis erbracht wurde. Er gab lediglich zu, nach dem Weq^mg des Gastes gejaqt zu haben, fo eine unverschämte Schweinerei sei ihm in seinem Hause frühmorgens mit ‘Balten auf die Trambahn nach Bornheim gestiegen waren. Da ec den einen der beiden Fahrgäste kannte, fo teilte er seine Wahrnehmung der Kriminalpolizei mit und diele drang in ein Haus der oberen Bergerstratze ein, wo der Ingenieur Walter wohnte. 2lls Haussuchung stattfand, wurde von einer Frau eine Menge gestohlener Gegenstände aus dem Fenster in den Hof geworfen. Die Kriminalbeamten fanden ein förmliches Warenlager. Schon am nächsten Tage sah der Genosse Walters, der in Bad-Rauheim wohnende Schultheiß, in Haft, nachdem bei chm aus Diebstählen herrührendes Material kistenweise beschlagnahmt worden war. An Hand der gefundenen Diebesbeube vermochte dann die Polizei zu ermitteln, an welchen gemeldeten oder nicht aufgeklärten Einbrüchen die Berhafteten beteiligt waren. Der Fall wirkte sich zu einem Monstre- prozetz aus. da eine Menge von Personen den Verdacht der Hehlerei gerieten angeilagt wurden. Der Wert den beiden „Cinbrccherkönigen" Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rudi.l steheitden Artikel übernimmt die Redaktion den. Publikum gegenüber leaicrtei Verantwortung Jnr Verbesserung der Gießener Straßenbeleuchtung. Erfreulicherweise geht man in Dietzen daran die Straßenbeleuchtung zu verbessern. ÄS sei dabei auf einen Punkt aufmerksam gemacht, der bisher noch nicht genügend Beachtung gesunden Hai nämlich die Ausstattung der Lampen mit entsprechenden Blendern. Bei den zur Zeit angc wandten Blendern kann man die Beobachtung machen, batz lediglich die LichtauSstrahlung nach oben verhindert ist. während ein ganz erheblicher Teil des Lichtes unnütz seitwärts wegge strahlt wird. Dem kann man dadurch begegnen daß tiefer herabreichende Blender verwend« werderr. welche das bisher vergeudete Licht fam - mein und auf die Straßensläche werfen. Seh wünschenswert wäre es. wenn di« Blender der artig ausgebildet wären, datz die Lichtquell überhaupt den« Auge entzogen werden würde Damit würde die unangenehme Btendwirkung welch« zur Zett von Öen ofsenUegenden Licht quellen ausgeht und recht störend ist. vermieden Man würde die Lichtquelle dann künftig nur erblicken können, wenn man in den Lichtkegel tritt Es liegt jedoch keine Veranlassung vor. da« Auge derartig zu erheben, so h-f) künftig die Blendung praktisch ausgehoben wäre, während jetzt der horizontal gerichtete Blick dauernd t>on den starken Lichtquellen gestört wird. ES müßt« mit anderen Worten das der modernen Dchau- sensterbeleuchtung zugrunde liegente Prinzip Anwendung finden, nur daS durch Beleuchtung h«r- vorzuheben, was gefefoen werden soll, dagegen d«e ablenkende und dcs Auge störende Lichtquellen selbst dem Auge zu entziehen. Gs kann angenommen werden, datz bei Durchführung dieses Grundsatzes. welche allenfalls eine etwas engere Aneinanderreihung und etwas höhere Aufhängung der Leuchttörper bedingt, worauf bei einer plan- mätzigen Durcharbeitung Rücksicht genommen werden kann, eine wesentlich bessere und modernen Grundsätzen Rechnung tragende Dtadtbeleuchtung stohlenen Sachen belief sich auf 75,000 Marl. Es befanden sich darunter Juwelen für 11 900 Qllcu und für 40000 Mark Haare. Die Lchmuctsachen waren nächtlicherweise einer Iuwelierfinna in der Liebfrauenstrahe auf die tarn nach Prüfung aller Aorwendtgteiren zu dem Ergebnis, ab l ifebruar alle nach Al te n- Buseck durchgeführten Wagen nur noch an der Schanz en st ratze halten zu lassen. Don diesem Zeitpunkt ab kommt für Alten-Buseck nur noch bitte einen Haltestelle m Frag« M.t dieser Regelung hofft man. in Zutun, t alle seither vorgekommenen Verärgerungen und äln- sicherhei'.en zu txrmciöee. und dem Abiahrvunft in Alten-Buseck die erforderliche Stet.gkeil zu geben Weiter ließ sich der Verbandsausschuh bei dieser Heute gelang von der Voraussicht leiten. das) bei dem bald stärker «»«setzenden Fährverkehr der Landwirtschaft in Verbsttdung mit den großen Autoomnioussen in den engeren Oe- meindestraß.n Komplikationen unoermeidlich werden. Ilm diesen dann unangenehmen Zwischenfällen von vornherein zu begegnen, erfolgte die Festsetzung der Schanzcnstratze als einziger Hafte- puntt. wo sich der Derkehr ungehindert und ungefährdet adwickeln kann. b e n *4. Mainz 5. Bingen 2. Worms 5. An Bier» mengen find 1 008 173 Hektoliter abgelaffen worden. davon find 933 281 Hektoliter versteuert, 15 551 Hektoliter Haustrunk und 9342 Hektoliter an die französischen Mxlüärkonrmen abgegeben WorDen. * • Auftrieb auf d e m heutigen Frankfurter Schlochtoiehmartt 292 Ochsen, 61 mit, bah man bem ju'ammai- gesehbich entgeht, it ja lang" öuung“. Man wcib: es m° rkvmmener Mensch sm, mo Leben lang mit dem vmü- :un zu haben! Saturn Ri w dies etwa lesen, das Mm« r es mit Dem ernsten, Mgen j[ufi ich will aus den schm- Un ®Stl doch teinc Stunde sorvotizen. KahnhoMtze. » J“ frisch, dov , aber nachhalnzen MögliL L L Eltern 'M Wen für das.2 wird, nicht nur im Beruf SQD3«n, an Leib und Seele d" l" vielfach und in nach der Schul- ost halben Kindern noch an W ste,geben M 1 thnru beliebt. Die öimficn t« und Dörfer, die von btr l'-erbaien, jedenäA nie okr lenen TergmigunMätten iu t lo manche Jiiedhossmauer « au! der sitzend die kbtg< Ä zutveilen zuiammevdiMi । erzählen! - Und zum jvei- id mühte wieder DeW te- n Anstand, und wieder 4hv Sah der jugendliche Mensch Hre blani und sleärnlo- zu xr felbft tDiüen, um feine mitten, um (SotttoUk tbett, - um der Wut» imllrn. 2uMd fvllte, wen weih, neu lernen, was d r zügeln, sich im Zaum Ibstzuchl leben! einen un- : ich will einmal nicht j» on jugendlicher Verbrecher ae- Flamen meiner Familien ich l einen Eltern keine Uoehrr Zahlung der Sruuderwerbsteuer ist Vorbedingung für die Grundftüüiiberschreibung. Don Iuftizinspektor Schröder, Butzbach. Die grundbuchmößigc Wahrung des (Eigentums* Überganges hinfichUich eines Grundstücks kann erst erfolgen, wenn die Grunderwerbiteucr de.zahlt oder stchergeftellt und gestundet ist. Diese Tatsache scheint, wie die (Erfahrung lehrt, rnelfach unbetannt zu fein. Während die Gebühren, die das Gericht ober der Notar in Rechnung stellen (und die, nebenbei bemerkt, gleich sind), in der Regel prompt bezahlt werden, hapert es oft mit der Entrichtung der Grunberwerbsteuer. Bis zum 1. Juli 1926 wurde diese Steuer auf Grund eines vorläufigen Steuerbescheids des beurkundenden Amtsgerichts ober Notars an diese Stellen bezahlt. Seitdem erheben die Finanzämter auf Grund einer Deräutzerungs- anzeige des Amtsgerichts ober Notars die Grund- eraKrbfteuer selbst. Amtsgerichte und Notaoe find nur noch sog» Hilfsstellen der Finanzämter und kommen für die Steuerberechnung kaum noch in Betracht. Die Eintraaung des Erwerbes eines Grundstücks darf erst erfolgen, wenn dem Grundbuchamt (tklmtsgericht, die Bescheinigung des Fmanzamts üorliegt, daß die Grunberwerbsteuer ge,zahlt oder gestundet oder aber der Eigentumsübergang gründ- erwerbsteuerfrei ist. Betanntlich )ahlt niemand gern Steuern, man versucht, den Zahlungstermin möglichst weit hinaus« zuschieben. Solange die Amtsgerichte (und Nowre) die Grunderwerbsteuer «inzogen, ging sie nach meinen Wahrnehmungen rascher em; Beschwerden gegen die Steuerbescheide waren eine Seltenheit, 'vahrend ste. wie ich höre, jetzt außerordentlich häufig sein sollen und den Finanzämtern viel '-Urbeit, und zwar meistens unnötige, uerui|ad)en. Eine einfache 'Jnidfrage bei dem Finanzamt dürfte in den meisten Fallen genügen, Unklarheiten über die — an sich einfache — Berechnung zu beseitiacn. Infolge verzögerter Zahlung und unnützer Reklamationen ruhen die Akten bei dem Grundbuchamt, bis viel leicht nach Monaten die Bescheinigung des Finanzamts über Zahlung der Grunderwerbsteuer eingeht. Zn Gememden, in denen die Feldbereinigung in 'Angriff genommen ist, treten die Grilndstückseigen- tiimer vielfach an den Landmesser mit Wünschen wegen Gvunbstückszuteilung heran, die mitunter einen Kaufvertrag mit Austassuna hinfichtlich einzelner Parzellen nach der bishsrigen Bezeichnung voraussetzen. Die Beteiligten haben es dann sehr eilig mit dem Vertragsabschluß bei Gericht ober Notar, — nur nicht mit der Zahlung der Gruiid- erwerbsteuer, von der doch die Eintragung im Grundblich abhängt! Wer als Erwerber eines Grundstücks Interesse daran hat, auch baldigst als Eigentümer im Grundbuch verzeichnet zu sein, zögere nicht mit der Zah, lung der chm vom Finanzamt angeforderten Grunderwerbsteuer — und vergeße nicht, die ihm außerdem vom Amtsgericht ober Notar angefoeberten @e« Weife entwendet worb-m. daß die Täter im Hausllur ein Loch in die Mauer bohrten und ungehindert in dem unbewohnten Haus in das Laoenrnnsre eindrangen. Dort wurde mitgenommen. was gerade fo herum lag, auch ein Schaufenster wurde fast vollständig ausgeraubt. Die erbeuteten hundert Äilo präparierter Frauen- lvpfhaare im Werte von 40 000 Mark entstammten einem Friseurgeschaft in der Goethestratze. Der Geschäftsinhaber hatte ftch bis gegen 12 Uhr nachts in seinem Laden aufgehalten und ftch dann m feine Privatwohnungg begeben, die im oberen Teile des Hauses lag. Morgens fand fein Gehilfe die Ladentür. die in den Hausgang geht, auf- gefprengt und die Behästniffe erbrochen vor. Rachdem die Einbrecherkönige. von denen Walter vor Gericht behauptete, datz er durch Echultheih zu den Taten gekommen sei, ihre Strafen verbüßt hatten, wurde Walter alsbald wieder ergriffen, als er aus einem Optikerladen für 20 000 Marl Gegenstände gestohlen hatte, wofür er drei Jahre Zuchthaus erhielt. Sein Komplize Schultheiß arbeitete nach Berbützung der achtjährigen Zuchthausstrafe zwei Jahre lang als Fabrikarbeiter, ohne mit dem Strafrichter in Berührung zu kommen. AIS fein Kind konfirmiert werden sollte, kehrte Schultheiß nach Krank- furt zurück und verübt« zusammen mit einem nuteten schweren Jungen in ter Goechestratz« einen Einbruch, wobei sie für 80 000 Mark Waren fortschleppten. Ms Schultheiß verhaftet werten sollte, wollte er einen Beamten mit 1000 Mark für feine Freilassung bestechen. Die Offerte wurde abgeschlagen und Schultheiß bekam von ter Strafkammer vier Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehtverluß. .fo nahm «ine Katz« regelmäßig an ter "Mahl- seit von acht jungen Schweinen teil, denen Magermilch vorgefeyl wurde. Obwohl die Schwein« einander vom Trog wegstiehcn. schienen sic «4 nicht ungern zu sehen, datz die Katze sich an ihrem Etftn beteiligte 2U* die Schwein« älter waren und auf «in Bshncnftld. einen Btertelkilomeier von ihrem Stall enlftrnt. getrieben wurden, zog die Katze jeden Morgen mit ihnen hinaus, lehrte am Abend mit ihnen zurück, und als es Iah wurde schlief Ixe mitten zwilchen den Schweinen. Während die Schweine auf dem Bohnenfeld weideten, ling sich die Katze Feldmäuse und Bogel Die innige Freundschaft bcftanh, bis die Schweine geschlachtet wurden. Ich kannte auch einen Ponv. ter. alS er von den Pftrden getrennt wurde ftch einer Herde von Antilopen anfchlotz. Et blieb zwei Jahre lang bei den Antilopen und wurde von ihnen alS gleichberechtigt ausgenommen. bis er gefangen und verkauft wurde Im westlichen Amerika beobachtete ich einmal eine große Herde von Pserten. die von zwei inerikanlschen Stieren geführt wurden. Wie die Stiere die herrschende Stellung unter den Pferden erlangten, ist schwer zu begreifen. Die Stiere waren wild und rannten mit den Pserten um bte Wette, ater wenn fte ruhig weiteten, dann hielten Üch auch die Plerte eng um sie und vertrauten sich überhaupt vollkommen ter Führung der Stiere an. Diese- wunderliche Zusammenleben «ntetc nach etwa zwei Jahren, als bte Stiere ve.lauft wurden. Ml diesen Freundschaften wurde durch den Menfchen ein Ende bereitet Wäre dies nicht geschehen, fo hätten die Tiere wohl dis zu ihrem Lebensende miteinander gelebt 2lud) Hunte und Wölfe, die gewöhnlich sich erbittert bekämpfen, haben schon engste Kameradschaft mit einander geschloffen, und diese Freundschaft erscheint nicht so merkwürdig, wie die zwischen Tieren ganz verschiedener Arten. bt ber ftebenten Stunde starr. Der Zug. ter unter flotrer Marschmusik bte Hauptstraßen passierte, bot «ine.i reizvollen Anblick und wurde aHentfcalben mit flauem Intereffe beachtet. •• Racheichung der Maß« und Gewichte. Die m zweijähriger Wiederkehr gesetzlich norockhnebene Racheichung ter im eichpflichtigen Verkehr befindlichen Meßgeräte ILängen- unb Flüffigk-ftSmahe. WcßwrrkL«uge für Flüssigkeiten. Hohlmaße Gewichte und transportable HMxdeüWagen bis cinfd)L 3000 Kg.) findet in ter Stadt Gxeßen im Monat Februar wie folgt ftatt. Born 2.-10, Fehr.: Bahnhofstraße,Tiefen- tpeg, Äablaiuiaajfe. Kacharinengaffe, Löwenqaife. Wob'«' g^ffe. Schau. c.nstraße, Frankfurter Straße, Mi.estLrch«. IMhHmftta'ic. Liebigstraße, Lcih- gcsterner Weg, Riegstpfod. An den Bahnhöfen, Ebelstratze, Friedrich st ratze. Hofmannftraße, Ered- ♦ „..f _ H(inl>un9 ai ji&i n il28 der dl«“ -'M- 4»^ Rcxreitbäue. Sonnenstratze. Erlengafie, Weiden- gaffe. Darterälraße. Strphanstraste. Heffenstratze. Schifienterger Weg. Ludwigsplatz. Ludwigftrahe. Qülianlage. BiSmar-strafe. Goetheftraße. Bleich- it-ratze. Bergstraße. Löbersiraße, Licher Straße, Kuckevalle«. Wolfstratz«, Olloltkestratze, Eichgärtexx, ■ :t SteinwLg. Roons'.ruße. Gutenbergstraße. Gs fti bestmterS daraus hingewiesen. daß die Reigungswagen am Standort der Wage geeichi werten. Diese Eichung ist betonter^ zu beantragen. Weitere Eichuuge.t finden un März ftatt. '2bntoftunten te» Exch- anuei von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 4 Uhr nachmittags. SamSlags nachmiteagO ge- fchtofien. •* Personalie. eteuerammtann Sieget beim Fmänzamt Alzey wurde mit Wirkung vom 1 Februar ab an bas Finanzamt in Homberg (Ohm) verfeyi. •* tonyert her Klavierschule fDlinnu Körner. Am Samstagnachmittag veranstaltete bi« Schul« für höheres Wlaoicripicl von Minna Körner im Saale des Instituts ein Schüler- konzert zum Besten dec beiben hiesigen Schwestern» Häuser Die Vortrugsiolge umjaßu, wr Vorfeier von Bcechooens U)D» lotestage (26. Marz 1927), ausschließlich Bcechooenfche Musik, gespielt von Schülern und Schülerinnen des Instituts: außerdem roirhtn mit die Konzertsängerin Frau (Elia (0 c f • fers «Sopran), Frl. Anita Gefsers (Rezitwion) iinb Paul Köhler (Geige). Das Programm wurde durch einen von Frl. Ges fers anmutig oorgctra genen Prolog eon Wilbendruch ein geleitet Man hörte bann zunächst Heine und verhältnismäßig einfache Klavierstück. (Oegrctto, Türkischer Dtarid), Rondo), und konnte un dem eroFt und fingerfertig geübten Auswenbiasviclen der Kleinen sein« Freude haben. Auch die schwierigeren Themen für Fortgeschrittene. Menuett, Walzer, Adagio (au» der oonaie op. 27) wurden lobenswert bewältigt und mit ocrbieiitem Beifall ausgezeichnet Die Höhepunkte bet 5d)ülsrbarbictungen bildeten die zwci- lafitge Sonnte (op. 24) für Geige und Klavier, das ichwierxge und umfangreiche op. 34 F Pur, Thema und Bixrianoiien, das schon rein gedächtnismäßig eine bedeutende Sicherheit ooraiisfc^t, endlich bas von zwei Schülerinnen gespielte schlußfväck Sonate op. 26 As Sur. Eine befonber« Not« erhielt die gut besuchte Veranstaltung durch die Gesangseinlagen von Frau Elsa Geifers, die, von der Instituts- lei le r in am Flügel begleitet, drei Beechvvenlieder lang, von denen insbeiontere die beiden letzten — ,.2ch liebe dich" und Dee Kuß" — wenig bekannte, Äbenbe nurstkälijche Miniaturen des Meisters llen, es war ein Genuß, die leicht«, weiche, labeUo» «schult« Stnnm« und den liebenswürdigen Vvrwagestil ter Solistin auf sich wirken zu loffeu. — Das Konzert wurde am Sonntagnachmittag wiederholt. - Die Biererzeugung iu Hessen hat 1925 gegen bas Vorjahr wesentlich zugenommen. Diese Mehrrrzeugung ist auf den erhöh dm Verbrauch, der du'.ch di« weiter« beM«tc Befchafft'icheit ter her gestellten Biere vorauiaßt wurde, zurückzufühien. ES tourten nur untergärige Biere hergestelit unb zwar hauptsächlich Bollbier und in geringem Umfang« auch Starkbier. Der Verbrauch von Schankteer fällt kaum noch in» Gewicht Da» Vollteer toia-te in zwei Sorten berge stelle ßaaecbLec und sogenannte» Erportdier Zu einem Heftoliter ßagerbwr tourten durchlchnittlich 18.6 Kilo, zu einem Hektoliter Erportbier 20.3 Kilo xmb zu einem Heftsliter Stark»i«r 24.2 Kilo Geriteiunalz te-ewendet Der Weingetstgehalt betragt für Lagerbier 2.6 Proz., für Ervortbier 3,1 Proz. und für Starkbier 4.5 PrvzenL. Edler« oder besondere, unter einem eigenen 21 amen oter nach einem betonte een Be- emtungSveefahrex bekannte Bie.e wurden nicht heegefteilt. Die Durchschnittsvreife der Biere bei Abgabe au» ter Brauerei betrugen für «in Hektoliter Lagerteer 32 Mk. Eztportbier 3d Mk.. Starkbier 50 Mk. Von 32 vorhandenen Brauereien Rundfunk-Programm deck Frankfurter Lenders. (Aus der .Radlo-Tlmfchcku''.) Dienstag, 1. Jebruar. 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchefters Aus Operetten von Leo Fall. 5.45 bis 6.05 Uhr. Die Lefe- stunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: Übertragung von Kassel. „Ueber die Zusammensetzung und Verfalfchuna einiger Lebensmittel. II. Fleisch, Eier und Dauer waren", Vortrag von Dr. Haun. 6.45 bis 7.15 Funkhochschule: „Altdeutsche Tafelmalerei XVI". Vortrag von Dr. Oswald Götz, Assistent am Stätel schen ÄunftinftituL 7.15 bis 7.45 Uhr: Englischer Sprachunterricht. 7.45 bis 8.15 Uhr: Senckenberg oortrag „Der Lichtsinn", Vortrag von Dr. E. 6bin ger. 8.15 bis 9.15: Dorlragsstunbe Raoul Auern- Heimer (Wien). 9.15 bis 10.15 Uhr: Uebertragung von Kassel: Sinfoniekonzert bes Kasseler Sinfonieorchesters. Musikalische Leitung: Dr. Ernst Zulauf vom Staatstheater Kassel. Anschließenb Versuch bet Uebertragung auswärtiger unb ausländischer Stationen, veranstaltet von Oberpostinspektor Krauß. Tpreckiktuuden der Nevaktivn. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloßen. Für unverlangt eingesandlc Blanaff riple ohne beigeiügtes Rückporto wirb keine Gewähr übernommen. Anzeigenausträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten Gießen, Kreuzp atz 6 \ i [Vermietungen [ Höhl. Zimmer $eLn7h ah vermieten 0681 WchlarerWeg 77. Laden und Bureau ,n8erleron brl°o« Gewinn | od. Bureau «.Neben- raum, coli. in. Tele- oben. in mögt. Acntx La.ie fofort gesucht. Vlektrotcchnik K.m.b.H.iSiemenS- Schlickert -Erzeug- mfic), Gictzen, Soethestr. 29 v. gerin und Tante 0682 Todes-Anzeige. Am Samstag abend entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere treusorgende Mutter, unsere liebe Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwä- im Alter von 71 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Lieh und Frau Wilhelm Lieh und Frau Heinrich Junker u. Frau geb. Lieh Gießen (Landgraf-Philipp-Platz 9), 31. Jan. 1927. Die Beerdigung findet Dienstag 3 Uhr nachmittags von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. > Friedrich Wilhelm Lebeniversicher.-Aktiengesellseh. Errichtet 1866. Zur Vervollständigung einerWerbe- griwve tuchen wir noch einige tüch- itge, oerkehrsgew. und arbetlöfreud. Mitarbeiter. Wir zahlen auch Nichisachteuten von vornherein festes Einkommen. Persönliche Vor'leilung mit Zeugnissen und sonstigen Nachweisen über bisherige Täligkeit erbeten am Dienstag. dem 1. Februar 1927, nachm. 4 Uhr, bei Herrn Subdirek- ror Junghanns in Stehen, Hotel Schütz. [949A s>nK Nenllß farmt Ä Minder von & &•* »tfte lwete «!I 9°b‘, ft Länder 3“ bah D« E' geplagt^ hMdrrtsb M nach/ £rtm ’Ör( MO QU Mfj httnit v«r (juibrcitu M deuli 1889 von M 2ahr tde W dch M Äensch« zog 'ie die Dtt Perbreil Milte l Breslau Anfang Holm, K Stuttgart aus und 1890 in war der von Dach und 190t Swh dei sich ge'äk liche und epidemie Leit demischer ein new her eins« ist. Er ' tigern jur gercn F wurden l Nachdem erlebten: weitere 2 eine 2Belt trat fie in sie sich im ■Sai ümjic etltUn, \\ der mil b hängt. Die Eeuchenzü muh anm nen Men Echuh ge( sie über Diejenigen, sind und dirjenigen, sitzen. Dir der Aran Denn bet noch weil Menschen gehabt ha Überstande cher wird, an G Zmtzcdä ' Ton i ««mgange, Elchen mann Rt «ne deine Drude, die Dirigent v Leine Mekthasch Lernenden dweck so s rung füt meinte, er Musil Mnfie, du Dissen un ''Ye Diels Kn. Lbennittlu ?!^sterh «2-feine A'en mir sw Sw? -S- ßrH ur.ln f°nnet bet £ 4 -°K ■“W“ Sonder-Angebot in KaOee Um meiner werten Kundschaft Gelegenheit au neben, sich von der ßausinflite! 4.00 ver Pi und au überzeugen, verkaufe ich folchenvonheute bis LamSiagzu Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten, spricht Reidisfagsabgeordn. Pfarrer Korell über „Die neue Reichsregierung" Nino- Operateur dauernd für SamS- tags und Sonntags gesucht. Offerten ob. evtl vorAust. Sonntag-) Hotel Mose- bach, Zrirchbain.gr, >> ®o»ee»eeectee junget, Meret MW wird gesucht 0689 lliülltplütz 21. Feines Schuhgeschäft sucht für sofort LchrmWes auö guter Familie, nicht fortbttdungS- schulvsltchiig. Schr. Angeb unter067/ an den Eiest. 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Kuhn, Direktor des Hygienischen Instituts der Hniverfität Gictzcn Die Grippe ist seit langem als Seuche bekannt und unter den verschiedensten Namen beschrieben worden. Den Namen Influenza hat die Krankheit während einer Epidemie im Iahre 1743 erhallen. Er bedeutet den Einfluh der kalten Witterung. Im gleichen Iahre erhielt die Krankheit in Frankreich den Namen Grippe, der von gripper-greifen kommt und das plötzliche Einsetzen der Krankheit bedeuten soll. Die erste sichere Epidemie, die wir aus der Geschichte der Medizin kennen, fällt in da- Iahr 1387 Seitdem sind unS in jedem Iahrhundert mehrere groß« Epidemien bekannt. Man nennt sie Pandemien, weil sie sich über alle Länder zu verbreiten pflegen. Wir sehen also, dah die Eigenschaft vieler Seuchen in Stößen aufzutreten, bei der Grippe ganz besonders ausgeprägt ist. Während des Verlaufs eines Jahrhunderts bricht sie plötzlich mit unheimlicher Gewalt hervor, wie ein Windstoß über die Lande ziehend, be.ällt alt und jung in rascher Folge um nach drei bis vier Wochen an den einzelnen Orten ihre Etohkraft einzubühen. Zur Beurteilung der jetzt wieder um sich greifenden In- sluenzafälle ist es nun auherordentlich wichtig, dah wir aus der Geschichte eine weitere Eigentümlichkeit der Seuche kennen: Eine solche Pandemie verläuft in Wellen. Die letzte große Ausbreitung des vorigen Iahrhunderts kann uns dos deutlich zeigen. Sie wälzte sich im Iahre 1889 von Osten heran: sie wurde im Februar des Jahres 1839 in Buchara beobachtet, breitete sich dann langsam über Nuhland aus, so- dah Mitte November in Petersburg 150 000 Menschen krank lagen. Bon Ruhland aus überzog sie mit Windesschnelle ganz Europa, da die Berkehrsmittel der europäischen Länder die Berbreitung des AnsteckungsstosfcS begünstigten. Mitte November trat die Seuche in Berlin, Bre-lau und Leipzig auf: Ende November und Anfang Dezember erschien sie in Paris, Stockholm, Kopenhagen. Wien, Hamburg, München: Stuttgart. Milte Dezember brach sie in Neuyorl aus und so zog sie bis zum Herbst des Jahres 1890 in der ganzen Welt umher. Damit aber war der Stob noch nicht beendet. Wir hören von Nachstöhen aus den Wintern 1891/92, 95/96 und 1906 bis 1908. Während der groß« erste Stoß der beschriebenen Pandemie auherordentlich gefährlich war, und namentlich viele schwächliche und alte Leute dahinraffte, traten die Nach- epidemicn viel milder auf. Seit dem Jahre 1908 haben wir keinen pandemischen 6tob mehr gespürt, bis im August 1918 ein neuer gewaltiger Ausbruch von Spanien ber einsehte, der uns allen noch in Erinnerung ist. Er suchte seine Opfer besonders unter kräftigen jungen Menschen, besonders unter schwangeren Frauen und Wöchnerinnen, alte Leute wurden viel mehr verschont als im Jahre 1889. Nachdem der erste grobe Stob abgelaufen war. erlebten wir in den anschliebenden Jahren eine weitere Welle. Seit dem Jahre 1925 ist wieder eine Welle in Europa zu spüren. In England trat sie im November 1925 auf, in Wien hat sie frch im Frühjahr 1926 bemerkbar gemacht. Das ilnifiebgteifen der Influenza, bab wir jetzt erleben, ist als ein solcher Nachstoß aufzufassen. der mit dem Stob des Jahres 1918 zufammen- hängt. Wie haben wir uns diese eigenartigen Seuchenzüae der Jnsluenza zu erklären? Man muh annehmen, dah die Seuche bei den befallenen Menschen eine gewisse Immunität, einen Schutz gegen Wiederansteckung hinterlä t. Zieht sie über ein Land dahin, so verschont sie alle diejenigen, die für Influenza nicht empfänglich sind und ergreift mit einigen Ausnahmen alle diejenigen, welc!)« keine Widerstandsfäyigle t besitzen. Diese erhalten nun durch das Hebet fielen der Krankheit bestimmte Schutzlräfte im Blut. Wenn der erste große Stoß vorüber ist, so folgen noch weitere schwächere Stötze. so Lange noch Menschen vorhanden sind, die die Grippe nicht gehabt haben. Dazu kommt, daß der Schuh der überstandenen Krankheit mit den Jahren schwächer wird, und ferner find -neue empfängliche (Erinnerungen an Gustav Trautmann. Zum Gcdächlniökonzcrt Mtiunyrtbcrcine. • Don Irma Ködding-Müller. Noch unter dem Eindruck des allzu frühen Heimganges unseres hochverehrten und unvergeßlichen Lehrers Professor Gustav Trautman n stehend, drängt es mich, zu versuchen, eine Heine S.izze niederzuschreiben über die Eindrücke, die ich durch sein Wirken als Lehrer und Dirigent von ihm empfing. Seine feinfühlige, jeder Oberflächlichkeit und Effekthascherei abholde Natur verstand es. dem Lernenden das Handwerksmäßige als Mit el zum Zweck so lieb zu machen und eine solche Begeisterung für wahre Kunst mitzuteilen, daß man meinte, erst durch ihn in das eigentliche Wesen der Musik einzudringen. Außerdem war er imstande. durch sein großes Können, sein reiches Wissen und Verstehen, kurz durch seine musikalische Vielseitigkeit eine Fülle von Anregung zu geben. Weil ein Fach daS andere ergänzte, die Hebermittlung in einer Hand und in einer Meist e r hand lag. so gab es keine Zerrissenheit. keine Halbheit, keine Hnflatbeit Deshalb erschien mir persönlich sein Hnterricht als Ergänzung nach Abschluß einer rein schulmäßigen Ausbildung so besonders fördernd, und so wurde seine Hntertocifung — wenigstens für mich — zu einer Kette von musikalischen Erlenntnissen. Beispielsweise: Seb. Dach wurde mir erst unter Trautmann wahrhaft lebendig. Eine wie absichtslos mitgespielte kleine Phrase oder eine karge Bemerkung (wortreich war er nie!) warfen plötzlich Lichter in die Dämmerung des Schiller- daseins. Ergänzend kamen dann freilich hinzu seine Donnerstagabend-Kolleg, in welchen er unter anderem auch die Präludien und Fugen des wohltemperierten Klaviers in einer Weise erläuterte und vortrug, daß sie sicherlich den meisten Hörern eine Höhe des musikalischen Erlebens bedeuteten. Indem er erst durch Zergliederung den Hörern einen Einblick in den Aufbau Der Fuge gegeben hatte, bat er sie nun, all diese Weisheit zu vergessen und sich nur dem Stimmungszauber des Werkes hinzugeben. den er als Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Wesen seit dem Abklingen der Grippe geboren. Die Stöße werden aber schwächer und schwächer, bis die Seuche als Epidemie erlischt. Wenn bann viele Iahre vergangen sind, und die Immunität derer, die die Seuche überstanden haben, verschwunden ist, und riele Menschen herangewachsen sind, die erst nach dem Abziehen der Grippe geboren wurden, hat die Seuche wieder die Möglichkeit. sich zu erheben, sie entwickelt sich irgendwo unter Bedingungen, die für sie besonders Sonstig sind und verbreitet sich bann über bic rbe; so brach sie das letzte Ma! in Spanien aus. Gs entsteht nun die wichtige Frage, wo hält sich der Ansteckungsstoff zwischen den Pandemien? Man nimmt an, hab es chronische Influenzaerkrankungen gibt, bei denen bet Erreger lebensfähig im Körper des Kranken bleibt, es ist auch möglich, daß unter den jährlichen Erkältungskrankheiten, bi« wir namentlich im Winter beobachten, echte Influenzafälle ftnb, die den ansteckenden Keim von Iahr zu Jahr unter einer beschränkten Anzahl von Menschen weiter verbreiten. Wir würden über diese Fragen besser Bescheid wissen, wenn wir mit voller Sicherheit den Erreger der Influenza kennen würden. Es war im Jahre 1892, als R. Pfeiffer, ein Schüler Robert Kochs, mittcilte. er habe den Jnfluenzabazillus entdeckt.' Es handelt sich um ein stäbchenartiges Bakterium, daß auf Nährböden gut gedeiht, denen man Blut zugefetzt hat. Man findet dieses Stäbchen bei den meisten Influenzakranken im Auswurf. Die strengen Anforderungen. die wir stellen, wenn wir ein Kleinlebewesen als den Erreger einer Seuche anerkennen sollen, sind bisher bei ihm nicht erfüllt. Es fehlt ber Nachweis baß eine Reinkultur des Pfeifferschen BazilluS die Krankbeit bei Gesunden hervortust. Auch andere Beobachtungen haben manche Forscher stutzig gemacht, so die Tatsache, daß man den Pfeifferschen Bazillus auch außerhalb der Grippe-Epidemien bei Kranken findet, die an ganz anderen Krankheiten leiden, wie z. B. an Lungenschwindsucht und Gehirnhautentzündung. Pfeiffer und seine Anhänger erklären dieses Vorkommen damit, daß es sich um echte, aber abgeschwächte Jnsluenzabazillen handele. die im Körper von chronisch Kranken weiterwuchern. Im Jahre 1920 fand auf einer Dak- teriologen-Tagung in Jena eine große Aussprache über die Rolle der Pfeifferschen Bazillen statt. Pfeiffer selbst gab einen Bericht über seine Erfahrungen und Anschauungen und faßte feine Ausführungen dahin zusammen, daß er nach wie vor an der Erregernatur seiner Bazillen festhalte. Die meisten Gelehrten, so Neufeld, der Direktor des Berliner Instituts Robert Koch. H u e b s ch m a n n. der Pathologe von Düsfeldorf. Hhlenhuth, der Hygieniker von Freiburg, traten ber Ansicht. Pfeiffers bet Mehrer« erkannten die entscheidende Rolle des Jn- sluenzabazillus nicht an. so Kruse, der Hygieniker von Leipzig, und Selter, der Hy- gieniker von Bonn. Letztere stehen auf dem Standpunkt?, daß das Pfeiffersche Stäbchen sich im Gefolge der Influenza zeige, es fei einDegleit- bafterium; das eigentliche Jnfluenzagift fei ein anderer noch unbekannter Organismus. Der Lefer erficht aus dieser Darstellung, daß die Rolle des Pfeifferschen Bazillus als Erreger der Influenza noch nicht als gesichert angesehen werden kann. Das D'.ld. unter dem die Influenza auftritt, ist sehr treffend in einer Arbeit geschrieben worden. die der Hessische Obermedizinalrat Neid- hart über die Jnfluenza-Cp d.mi? des Win cr3 1839/93 im Großherzogtum Hessen veröffentlicht hat. Ich lasse es folgen. Der Beginn der Krankheit ist in der Regel ein plötzlicher. Er ist häufig so unvermutet, daß der Name Blitzkatarrh für viele Fälle Autre'fcnb erscheint. Bei manchen Fällen zeigen sich Vorboten von Hnbehagen und Frösteln, als ob eine starke Erkältung im Anzuge sei. Die Krankheit selbst seht mit Frost ein, es schließt sich ein schweres Krankheitsgefühl mit Mattigk.it und Abgeschlagenheit an. hcfllge Kopfschmerzen, meist in die Etirngegend verlegt, nicht selten auch auf den Hinterkopf ausgedehnt. Kreuz- und Gliederschmerzen, schmerzhalle Empfindungen im Nacken, in der Oberbauchgegend, und in den Brustseiten fehlen fast nie. Dom ersten Tage an besteht Appetitlosigkeit, oft völliger Widerwille gegen jede Nahrungsaufnahme Nach Einigen Tagen, in den leichtesten Fullen oft am zweiten oder dritten Tage, läßt das Fieber meist unter Ausbruch von Schweiß nach, das Mattigkeitsgefühl, die Kopf-, Rücken- und Gliederschmerzen verringern sich. Mit diesem typischen Krankheit«- bild gehen fast immer Krankheitserscheinungen einher, die ein bestimmtes Organsystem betreffen, meist beziehen sie sich auf die Atmung«- Organe und bestehen in Katarrh der Luftwege, mit Schnupfen, quälendem, krankhallen Husten, Auswurf eines sparsamen zähen Schlein^s. Seitenstechen. Bei anderen Patienten betreffen die Erscheinungen die Derdauungswege: Schlingbeschwerden. Ausstößen. HebeHeit, Erbrechen. kolikartige Schmerzen. Durchfälle. Bei der dritten Gruppe herrschen Klagen über rheumatische Schmerzen in den Gliedern und Gelenken und Nervenschmerzen. Wenn auch diese verschiedenen Organbeschwerden bei ein und demselben Kranken Vorkommen können, so zeichnen sich doch die Ausbrüche an den verschiedenen Orten vielfach durch einen be- sonderen Eharakter aus. indem die Krankheit das eine Mal sich besonders auf die Atmungswege und die Lunge wirft, das andere Mal mehr die Verdauungswege betrifft. Ein eigenes Erlebnis ist hier besonders bezeichnend. Als die Seuche im Iahre 1918 an der Westfront zuerst auftauchte, wurde ich als beratender Hygieniker einer Armee zusammen mit dem beratenden Inneren Mediziner Prof. R o st o f k i nach Saarburg in Lothringen gerufen, wo zahlreiche Soldaten an Fleischvergiftung erkrankt sein sollten. Wir fanden folgendes Bild: Im Garnison- lazarett lagen eine große Anzahl von Mannschaften, die ziemlich schwer an Baucherkrankung litten und starke Durchfälle hatten. Niemand von ihnen klagte über die Lunge oder hustete. Der behandelnde Arzt nahm eine Fleischvergiftung an, während der Garnifonarzt auf Grund einer genauen Kenntnis der Influenza Nipp und klar behauptete, es handele sich um die spanische Grippe. Wir schlossen uns dem letzteren an. Wenige Tage daraus brach in Straßburg i. E. die Grippe aus. Sie befiel hier durchgängig die Atmungsorgane, insbesondere die Lungen, und es starben viele Menschen an Lungenentzündung. 6o wechselte das Bild der Influenza an den Orten in wenigen Tagen. Was die Vorbeugung der Influenza anlangt, so ergibt die Betrachtung ihres Verlaufes den Schluß, daß es sehr schwer fein muß, die Influenza zu vermeiden. Immerhin ist zu fordern, dah Influenzakranke nähere Berührungen gesunder Personen so viel wie möglich vermeiden, namentlich das Ansprechen und Anhusten sind gefährlich, auch das Küssen muh unterlassen werden. Wer von der Krankheit befallen ist, soll sich so viel wie möglich schonen: bei keiner Erkältungskrankheit ist cs so wenig angebracht, wie bei der Influenza, den Starken hetauszubeitzen. Wer sich nicht schont und herumläuft, trotzdem er Fieber hat, anstatt sich ins Bett zu legen, kann der Gefahr einer Lungenentzündung unterliegen. Wer aber nach den Anordnungen des Arztes sich schont, braucht bei der Grippe-Epidemie, die jetzt durch Hessen durchzieht, keinerlei Angst zu haben, da sie. wie wir gesehen haben, nur ein leichter Nachstoß ist. Indien nach den Wahlen. Don unserem F. H. - Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bombay, Januar 1627. Die indischen Wahlen sind nun vorüber und die Entscheidung über die zukünftige Zusammensetzung des Zentralparlamentes und ber einzelnen Provinzialparlamente für die nächsten drei Iahre ist gefallen. Aber das Land ist weit davon entfernt, sich nun einem Zustand der Ruhe hinzugeben, obgleich jetzt scheinbar an dem äußerlichen Bilde der Politik wenig mehr zu ändern ist. 3m Gegenteil, die allgemeine Hnruhe ist trotz äußerlich gerne',fer.en Ganges der Ereignisse sogar noch gestiegen — weil die Wahlen keine klare Ent- aus der jeweiligen Tonart hervorgegangen und durch diese getragen kennzeichnete. Bei aller Klarheit und Feinheit des Spieles — kein Faden des herrlichen Gewebes verwirrte sich un:cr seinen Händen — war man sich immer der titanischen Größe eines Bach bewußt, nie drängte sich der Ausführende zuungunsten des Komponisten in den Vordergrund. Ferner trugen zum vollen Verständnis Bachscher Kunst die herrlichen Ausführungen ber großen Chorwerke bei, bie ich ebenfalls unter Traulmanns tiefverständnisvoller Leitung begeistert mitstudierte. Außer Bach und Beethoven (ich erinnere nur an bie wunbervollen, mehrlernestrigen Vorlesungen über Beethovens Werke) stanb ihm bann wohl Johannes Brahms am nächsten unb vielleicht auch am höchsten. Ich entsinne mich noch beutlich einer Gesangftunbe, in welcher er mein Verstänbnis in bie richtige Bahn leitete, indem er gerade bie Kompositionen wählte, welch« meiner Veranlagung zunächst am besten entsprachen. So wählte er als erstes bas Lied .Geheimnis". Mit diesem Lied wurde mir wieder ein bisher wen g betretenes, aber herrliches Gebiet zugänglich. Denn nicht nur die Lieder unb Duet e. auch einen Teil ber Klavierkompositionen, Sinfonien unb Chorwerke lernte ich burch Trautmann kennen. Ich glaube es aussvrechen zu bürfen. bah Tr. ganz besonbers dazu berufen schien. Drahmssche Werke zu interpretieren. Ebenso schätzte unb liebte er Schubert sehr, unb unter seiner geschmacksicheren Führung lernte ich nahezu 103 wenig bekannte Lieder, darunter viele köstliche Perlen kennen. Welch ein Hochgenuß war es aber auch, unter feiner Begleitung zu fingen. Er verstand es, durch fein Spiel dem Singenden die Seele des betreffenben Gelange- wertes zu offenbaren. Nicht zum wenigsten trug bazu fein wundervoller Anschlag bei, ber sich in gegebenen Momenten bis zu orchestraler Klangwirkung steigern konnte, weshalb es ihm auch gelang. Orchesterwerke glänzend am Flügel wie- derzugeben. (Ich erinnere an Wagner!) Niemals stehen zu bleiben, bas lehrte Trautmann. auch niemals einseitig sich an eine vorgefaßte Meinung ober Richtung festklammem. Stets nur am Werk selbst, niemals nur am Namen bes Komponisten seinen Wert me'sen. Das Gute unb Echte überall heraussinben. das Mangelhalle. Seichte ober Mittelmäßige bavon trennen unb meiben. Neben Schubert, Schumann unb Brahms auch Co nel.us, Wagner und Liszt verstehen und schätzen lernen, bas war ihm nicht charakterlos, sonbern gerecht unb selbstverständllch. Ich bcnle ba an bie Aufführung ber »Heiligen Elisabeth" von Liszt, beren schwierige Sopran-Partien ich unter seiner gebulbigen Leitung ftubieren unb sogar in ber Hauptprobe anstelle ber noch fehlen- ben Sängerin fingen bürste. Als ich in ber Erregung ben ersten schwierigen Einsatz verpaßte, meinte er zwar gütig lächelnd, aber doch energisch. »Nur mitgehn, mitgchn!" Da raffte ich all meinen Mut unbme.neEncrgiezu'amm n, brachte biePartie auch glücklich ohne musikalischen Fehler zu Ende. Dafür empfing ich privatim ein Lob, welches bei feiner Art, sehr selten zu loben, für mich ein besonderes Schwergewicht erhielt. Hnbckanntere. mll Hn.echt v.rgessene Heinere Meister zog er hervor. Er lehrte sie uns schätzen, das Intime, weniger Volkstümliche berücksichtigen unb sich nicht nur an bie oft vorgetragencn, beim großen Publikum beliebten W rle zu halten. (Vorlesungen über verschollene Musik.) Beim Ensemle-Spiel oerftanb er es meisterlich. einem klar ju machen, wie jebes Instrument zu Wort kommen mutz, wie Begleitung eigentlich selten nur Begleitung, sonbern fast immer Mitwirkung ist. In ber Harmonielehre blieb er nicht an trockenen Regeln unb Echulbeispie'en hängen, fon« bem steuerte immer auf bas kompositorische Element zu, inbem er bas Formale klar heraus- ftellte. Wiederholung:n ber Melobien burch neue Harmonien Bereicherung unb Leben zu geben trachtete usw. Als ich durch seine D rmittlung bei Vorträgen über bas Hessische Volkslieb, bie Pfarrer Schulte hier unb in ber Hing egend veranstaltete. singend mitwirkte, war es wiederum Trautmann. der mich lehrte, einen schlichten Kla- vierfay dafür finden. Wenn ich im Heberfchwang meiner Eriindungslust und als Unerfahrene ben einfachen Weisen einmal ein gar zu kunstvolles Kleidchen anziehen wollte, so wütete seine Feber mit schwarzen Strichen gar arg in meinem — wie ich glaubte — so schönen Notengebilbe Aber was lernte ich burch diese Strichel 3m übrigen ließ er mir große Freiheit unb Selbständigkeit und freute sich über Wohlgelungenes. Letzteres war wohl auch ber Grund, weshalb ber Lernende seine Lust unb Liebe an ber Sache nie verlor. Montag, Januar 1927 scheldung gebracht haben. Ss ist schwer, ber einen oder der anderen Partei einen Sieg tu- zusprechen, ohne den Dingen Gewalt anzutun. und ebenso schwer, sein Urteil etwa dahin zusammen zu fassen, dah alles beim alten geblieben wär«. Denn da- ist nicht der Fall, so lange es noch nicht entschieden ist. was lür eine Politik nunmehr getrieben werden wird. Hängt doch von den bisher unbekannt gebliebenen Beschlüssen der Regierung, die nach wie vor nur in verhüllenden Phrasen spricht, und den Beschlüssen der Swarajisten «S eigentlich ab. waS werden so(I. während als dritter Faktor das mögliche Wiederaufleben deS Religionskampfes bestehen bleibt, um da« Bild noch weiter zu komplizieren. Deshalb mögen zunächst einmal die Tatsachen für sich sprechen. Die Swarajisten. haben unter dem Namen der ..Kongreß-Partei" einen auherordentlich starken Wahlsieg erfochten, da von insgesamt 114 gewählten Mitgliedern be« Zentralparlament» wieder 55 Stra- rajisten geworden sind. Die Swarajisten stellen also die stärkste unb geschlossenste Fraktion im inbischen Unterbaute bar. ba der Rest in Gruppen zu Zehnern unb Zwanzigern gespalten ist. bie wieder untereinander nur lote zusammen- bängen. 3n Madra«. in den Zentralprovinzen, in Bombay unb in Bengalen haben bie Swarajisten in ben Provinzparlamenten bie absolute Mehrheit erringen können. Nur vereinzelt haben sie schwerere Nieberlagen erlitten, unb auch bann nur in ©egenben, in benen klare Mehr- heitsverhältnisfe zugunsten ber mohammedanischen Bevölkerung bestanden. Diese Erfolge ber Swara^ jiften sink) für sie um so höher einzuschätzen. als ihre Kanbibaten sich überall verpflichten mußten, sich streng an bie Weisungen beS Kongresses zu halten, woburch bie Hervorkehrung ber schlagkräftigsten Parole, nämlich der der religiösen Gegensätze für sie meist verboten war Sie mutzten sich also, so weit sie Propaganda für ihre Sache treiben konnten, auf Erklärungen gegen die englische Dureaukratie beschränken, Schlagworte, bie den Massen nicht immer verständlich gewesen sein dürsten. Da« geringe 3nteresse der Bevölkerung an den politischen Vorgängen zeigte sich denn auch in der Wahlbeteiligung, die nirgends über 33 Prozent der Wahlberechtigten htnauSglng. Was aber wählte, da« wählte eben bann bic ..Kongreß- Partei" meist mit so überwältigender Mehrheit, daß bie gegnerischen Kanbibaten oft nur wenige Stimmen erhielten, wenn ber Kongretz- lanbibat mehrer« Tausend bekam. 3n fast allen Fällen, in benen bie Swarajisten geschlagen wurden, halten ihr« Gegner nur eine Mehrheit von wenigen hundert Stimmen. Man sollte demnach meinen, daß bie Swarajisten mit ihrem Erfolg, ber unter so schwierigen Hmftänben erfochten tourb«, wohl zufrieden fein könnten. Aber ba« ist keineswegs ber Fall. Sie hatten viel größere Hoffnungen, auf ben' AuSaang ber Wahlen gefetzt unb |inb nun enttäuscht, weil sie in der Mehrzahl ber indischen Provinzen nur ein« starke Minorität barst eilen unb immer noch nicht bie Parlamente absolut beherrschen. Zwar finb sie überall stark genug, um bie Dllbung einer parlamentarischen Regierung zu verhindern — ba das heterogene Gemengte! ber anberen Parteien nicht bazu fähig ist — aber gerabe biefer Zustand nimmt den Swarajisten bie Macht in ben Parlamenten, da er es den Engländern geglättet, angesichts ber Hnmöglichkett et .-.er frecn Regierungsbildung eirte Regierung nach ihrem Gutdünken. und zwar ohne bie Swarajisten einzufetzen. Damit finb bie Swarajisten dazu verurteilt, ihre Obstruktionspolitik — Nichtbe eili- gung an ber Regierung, Verweigerung bet Dud- getbetoUligung unb Fortführung der Propaganda gegen die Regierung — f o r t z u f e h e n. 3n so weit hat denn auch ber Kongreß in Gauhall, der 41. seines Zeichens, beschlossen, bie bisherige Politik sortzusehen unb in so weit ist das Ergebnis ber Wahlen eintoanbfrei se'tzustelten: Sie Opposition bes nationa en 3nb:.en gegen bic englische Herrschaft unb bic Reformen ist unvet- minbert geblieben. Aber abgesehen von dieser rein parlamentarisch-taktischen Frage des indischen Prob.ems Andererseits war freilich seine Wortkargheit (er klagte selbst darüber, daß eS ihm schwer falle, sich in Worten frei und leicht zu äußern) oft etwas Bedrückendes, besonders für solche, die noch im musikalischen Flügelkleide wandeltet und manchmal wohl unter einer mitteilsameren Führung sicherer gefahren wären. Aber Trautmann war eben in erster Linie Künstler in deS Wortes wahrster Bedeutung. Er lebte so ganz in den musikalischen Vorstellungen, datz er einfach „DorauS- setzte" unb gar nicht auf ben Gedanken kam, elementarste Dinge immer wieder einzudrillen. Vermutlich hatte er diese selbst schon sehr früf) unb spielend Überwunden und konnte sich deshalb nicht vorstellen, bah wir weniger Begabten oft unter ben hanbwerklichen Schwierigkeiten heftig unb lange stöhnten unb nicht immer allein dc Weg finden konnten zur Heberwinbung techni^ scher Schwierigkeiten. Cr war ein aerabezu glänzenber Vomblatt- spieler. Leine Leistungen hierin grenzten an bas Hnglaubliche. 3ch erinnere nur an die späten Deethoven-Klavier-Sonaten und an die Diabelli- Variationen op. 120, bie er so wundervoll in den AbendkolkegS vortrug. 3ch hatte oft Gelegenheit, vor den DonnerStag-Kollegs in seinem HauS zu sein unb kann mich nicht erinnern, baß Trautmann nun bie z. T. sehr schweren Stücke in .unserem" Sinn geübt hätte. Er las sie sehr aufmerksam burch unb spielte sie, mehr um in sie einzubringen, als um technische Schwierigkeiten zu meistern. Derblüffenb waren oft seine Wieber- gaben ber Orchesterpartien gelegentlich bet Chorproben. Sie brachten auch ohne erklärende Worte bie feinsten 3ntentionen des Komponisten dem Verstänbnis ber Chormitglieber nahe. Trotzdem war er nicht eigentlich ein Dirtuose im genauesten Sinne bes Wortes. Dafür war er zu sehr innerlicher Künstler. Stets nur strebte er banach. Be- wunberung für daS Werk, niemals für sich selbst, zu erringen. Zum Schluß möchte ich Pros. Trautmann unb fein Wirken mit biefen Worten charakterisieren: Die Reinheit seiner Kunst spiegelte ben Menschen. unb bie Reinheit bes Menschen spiegelte sich in seiner Kunst toiber. Wie könnten wir es ihm besser banken, als indem wir bas von ihm Empfangene in feinem Sinne weitergeben. ei'. von Lid seinen Abend beschloß. E -y- Soptei Pt« miti Da die und sind timt uO>l 8 Killt Fe mehr seine nur im deutschen Schrifttum der Gegenwart. Dies finb. zwei Dinge, die nur äußerlich miteinander in Be^ Hessens verwendet wurde, fand er hauptsächlich 100 und 150 Am., Grumpen zwischen 36 und in Baden und der Pfalz Absatz. Die Preise für 50 Am. Zum eigenen Hausbedarf hatten 95 Öen Doppelzentner bewegten sich für Obergut Pflanzer Tabak angepflanzt. Die Anbauflache zwischen 40 und 80 Am., Sandblatt zwischen betrug 30,38 Ar. Die Zahl der Pflanzer von Ein IGruppe A>. in zweiter Linie Altbesiyer. im Kj. 1926 ein Einkommen zwischen SCO 1500 Mark '„alten (Gruppe ö). Unter dreien wieder drei Untergruppen zu entscheiden. Die erste Untergruppe sind die Besitzer Werkes, das langsame Entschleiern eines inneren Bildes von Menschen und Dingen, die sehr sparsam verteilten Ausblicke in die großen Zusammenhänge eines straff gegliederten Ganzen. Biele, vielleicht die meisten, werden (obwohl der Dichter ein sehr guter Interpret ist) nicht recht zum Bewußtsein oorgedrungen sein, von wie starkem künstlerischen Gewicht dieser Vortragsabend war. Oder werden sich lieber an die lyrische Umrahmung der großen Romanszene gehalten haben, ciwa an die glänzend sich anfügenden und abrundenden Verse des „Gebets", mit denen Molo Akademiezugehörigkeit im Äuge zu haben, als viel- auf das Werk gegründete Stellung Berlin W 50. Nürnberger Straße 9/10, einzu- fenöen. Gleichzeitig finb das Kennwort, sowie Name und Anschrift des Berfassers, ferner die. Versicherung, daß der Autor zur Zeit der Einreichung das 35. Lebensjahr nicht überschritten hat. in einem geschlossenen Umschläge, ebenfalls mit Dem Kennwort versehen, dem Notar Dr. Wenzel Goldbaum. Berlin W 65, Wilhelmstraße 52, mitzuteilen. Die Preiserteilung des Ausschreibens 1927 erfolgt am 2. Oktober d. 3. — Alle weiteren Bedingungen find vom Bureau des Verbandes Deutscher Erzähler einzufordern. Den Preis des Jahres 1926 erhielt Juliane Kay. Wien, für chren Aoman „Qfijenicuer im Sommer". ziehung stehen.) Rtolo begann mit einem kurzen, aber eindringlichen lyrischen Prolog: mit den schlichten, klaren, erkenntnisschweren, bekenntnisstolzen Versen aus den „Sprüchen der Seele". Ein guter Auftakt zum Hauptstück des 'Abends, der großen nchwurgerichts- szene aus dem letzten Teil der „Lobenmatz" Trilogie, dem Roman „Im ewigen Licht". (Die inneren Zusammenhänge dieses Werkes kann man hier nicht darlegen: wir verweisen auf die Einführung in das Buch, die wir am Freitag brachten.) Es war schon nach den ersten zehn Minuten klar, daß Molo sich seine Sache mit diesem Programm durchaus nicht leicht gemacht hatte, daß er einen — für den Vortragssaal — harten und spröden Stoff unter den Händen hatte, und daß es dankbarer und_ „bequemer* gewesen wäre, ein Stück aus dem „Fride- ricus" oder dem Schillerroman vorzulesen. Hier muß der Dichter Zeit haben und aufbauen können. Man freut sich, wenn man Molos Art kennt, an dem sofort Der* trauten, sehr geistigen und durchdachten Stil, der hier in dieser Gerichtsverhandlung Stimmen und Menschen mit dramatischer Dialektik gegeneinander führt. Aber man spürt auch — stärker und ausgeprägter noch, als in früheren Dichtungen Molos — die leidenschaftliche Hingegebenheit an ein objektives Weltbild, eine Art neuester Sachlichkeit: und gerade hierin und deswegen erscheint der Roman, von dem wir hörten, am allerwenigsten ein bequemes, wirksames Vortragsstück. Don außerordsnt- lichem Reiz wiederum war Die Entwicklung der ausgesprochen analytischen Komposition des epischen <8 Dung übi AadcslM Wi wir Lakausei Ls kann qeiagt c hesiisä reinen na taffen Ai währen, ! ein Üurhe y Wö unserer 6 Da jtoti i ethanlt si ifc von dl! «tige W COfRi innfl(ten < kranke Vortragsabend Walter von Molo Der große Saal hätte, um dies oorwegzu- nehmen, einen stärkeren Besuch aufweisen tonnen; es geschieht ja in Gießen immerhin nicht alle Tage, daß ein Dichter von der repräsentativen Geltung Molos am Vortragstisch erscheint, um persönlich Einblick in sein Werk zu geben. (Wir sind uns bewußt, mit „repräsentativer Geltung" minder die Tatsache von Molos gewissermaßen abstempelnder feine D grrvenlir noch den verein, u; feiner 5u zug einig freute Die Mil ■ 3a5ie Di sich öutd verdient & u. La «P n M 120 U $6*" fand m/" votsühr' filins lto »Sd Wings^ Mnnt dr W HüeM Hai 2Msi als i Nn hragtu in ai * Ser Schul« Organisal Sa Genie dri Grla gäbe aus werden die gezahlten Renten auf die Ablösungssumme angerechnet. Nach Zahlung der A lofurgS- summe kann d r Anleihegläubig r trei ere Recht? aus den abgelöften Anleihen nicht me)r geltend machen. Bei abgclchnt.m Anträgen Dcr'cix den Anleihegläubigern, sofern es sich um Allbesitz- anleihen handelt, und ihr Nennbetrag mindestens 500 Ml. und weniger als 1003 Ml. beträgt, Anleiheaölö'ungsfchuid und Auslosungs- rechte über 12.50 Mk. ,'ugesprochrn. Den Anleihefteinbesitzern b eibt es nun nach Einführung der Barablösung überlassen, den für den einzelnen vorteilhaftesten Weg zu beschreiten. Um ihnen diese Aleber'.egung zu erlei.ötern, sollen die einzelnen Möglichkeiten einer kurzen Betrachtung unterzogen werden. Für die Darablösung scheiden, wie wir bereits gesehen haben, alle Neubesitzer und alle Altbesitzer, die im Kj. 1926 ein Einkommen von mehr als 1500 Mark hat.en, aus. Ablösungsb?rcchttgt sind nut Altbesitzer von weniger als 1000 Mark Anleihen, die im Kj. 1926 weniger als 800 Mark Einkommen hatten Was die Japaner lesen. Das Buch hat in Japan, wie im ganzen Orient, stets eine große Ehrfurcht genossen, aber in neuester Zeit hat sich der 2 feeifer der Haler* tonen des Mikado außerordentlich geseigert, und es wird heute kaum in einem andern Laiü) so viel gedruckt und so viel gelesen wie in Japan. Die eigentümlichen Derhä.rniss? auf ie.n jgpanifchen Büchermarkt werden von dem (Japaner QL Dana- Er. PH. C. Köhler. Aon 3. Februar 1927 sind es hundert Jahre her, daß der Buchhändler und Aquarellist Christian Philipp Carl Köhler, der, völlig erblindet, am 3. März 1890 in feiner Geburts- und Vaterstadt Darmstadt fein Leben beschloß, das Licht der Welt erblickte. Das hessische Landesmufeum wird aus diesen! Anlaß voraussichtlich am 1. Februar eine Eondercuckstellung von Landschaftsaquarellen Köhlers veranstalten, der sich gerade auf diesem Gebiete einen Namen gemacht hat. Etwa dreißig bis vierzig Blätter, größtenteils aus dem Besitze des Museums «und andrer Darmstädter Behörden werden den Gegenstand der Ausstellung bilden. Wir werden in einer der folgenden Nummern der „Heimat im Bild" auf des Künstlers Leben und Schaffen eingehend zurückkommen. teiffi sucht für V regen gl an Rnd Was gugenbpreis Deutscher Erzähler 1927. Der Iugendprers Deutscher Erzähler. der dem Verbände Deutscher Erzähler von der Deutschen,Buch-Gem:inschaft Berlin als jährlich wiederkehrender Preis von 10 000 Mk. gestiftet worden ist. und den der Verband im Einverständnis und unter Mitwirkung des Preußischen Kultusministeriuins nach treuem Ermessen einer hierfür gewählten Kommission unter allen Um Künden und ungeteilt für den jeweilig besten, bisher unveröffentlichten Nomon junger deutscher Erzähler zu vergeben hat. wird für das Jahr 1'9 2 c neu ausgeschrieben. Das W:rk muß in der deutschen Muttersprache abgefatzt fein. Der Autor darf zur .Zeit der Einreichung das 35. Lebensjahr nicht beendet haben. Das durch den Preis ausgezeichnete Werk wird von der Deutschen Buch-Gemeinschaft in einer garantierten Srstauflage von 10 000 Exemplaren verlegt, wofür das Honorar zugleich mit dem Preise sofort zahlbar ist. Das Preisrichterkollegium fetzt sich zusammen aus den Herren. Georg Engel, als Vorsitzender. Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Wilhelm W a e tz o l d t für das Preußische Kultusmini- f'erimn. Dr. Hanns Mursin Elster. Oskar Loerke, älniversitätsprosessor Dr. Julius Petersen, Salod Schaffner, Hermann Stehr. Die Manuskript» find anonym, mit einem Kennwort versehen, bis zum 1. April 1927 an das Bureau des Verbandes Deutscher Erzähler, weniger a.3 500 Wall Anleihe. Sie wären ohne die Ablösung überhaupt ausgefallen. Ihnen steht nur der Weg der Barablöfung offen. Ein Kleinbesitzer der Gruppe A erhält z. B. durch Ablösung bei einem Besitz von 400 Mark Anleihe 60 Mark; bei Gruppe B 32 Mark. Die zweite Alntergruppe find diejenigen, die gerade 500 Marl Anleihe besitzen. Sie konnten ihre Anleihen zum Almtaufch in Reichsablösungsschuld anmelden und ein Auslösungsrecht beantragen und erhalten, bei dessen Einlösung fünf mal 12,50 Mark gleich 62,50 Mark und Zinsen vom 1. Januar 1926. Soweit sie der Gruppe A angehören, konnten und können sie auch die Dorzugsrente beantragen, die als einfache in diesem Fall pro Jahr 10 Mark, als erhöhte 12,50 Mark und als erhöhte bei einem Alter von über 60 Jahren, 15 Mark beträgt Sie können aber auch die Barablösung beantragen und erhalten bann in Gruppe A 5 mal 15 gleich 75 Mark, in Gruppe B 5 mal 3 gleich 40 Mark. Ferner haben sie die Möglichkeit, ihre Anleihe- ablösungsschuld einschließlich Auslösungsrecht zu verkaufen. Don dieser Möglichkeit werden viele um deswillen Gebrauch machen, tc/r der Börsenkurs z. Zt höher ist als die Ablösungssumme. Zur dritten Alntergruppe gehören diejenigen, die 600. 700, 800 oder 900 Mark Anleche besitzen. Sie konnten bzw. ‘brüten bzgl. 500 Mark die bei der 2. Alntergruppe angegebenen Wege gehen und für den Mehrbetrag, der ohne die Ablösung ausgefallen wäre, die Ablösung wie bei der ersten Untergruppe beantragen. Sie können aber auch Ablösung bzgl. des ganzen Betrages wählen. Die Wahl unter den möglichen Wegen muß der Prüfung des einzelnen Kleinbesitzers überlassen bleiben. Emern Dorzugsrentn- besihers überlassen bleiben. Einem Dorzugsrentenrechnen kann, dürfte aber zu empfehlen fein, die Rente beizubehalten, es sei denn, daß er den Ablösungsbetrag bzw. den Erlös aus Derkauf im Augenblick dringend benötigt. Zum Schlüsse sei noch erwähnt, daß die Darablösung der Auleihefteinbeträge bereits Gegenstand der Kritik vor allem von feiten Finanzsachverständiger geworden ist, die darauf Hinweisen, daß der Börsenkurs für An leihe ablö- sungsschuld einschl. Auslosungsrecht höher sei, als der Kurs, den Das Angebot des Reiches in der Barc.vchsung darsteift, und die sicy deshalb nur einen geringen Erfolg der ganzen Maßnahmen versprechen, der in keinem 'Verhältnis steht zu den Derwaltungskosten und der Derwaftungs- arbeit. Diese Kritik hqt zweifellos chre Berechtigung vor allem im Hinblick auf die .große Zahl derjenigen Bescher, die gerade 500 Mart Anleihe besitzen. Die Kleinbesitzer aber mit unter und über 500 Mark Anleihebesch werden die Ablösung begrüßen, auch wenn sie ihnen nur verhältnismäßig kleine Beträge bringt. gida in einem Aufsatz geschildert. Die Ge- schmacksrichtungen des Lesepublikums wechseln sehr schnell, da es bei der Auswahl der Lektüre ziemlich unselbständig ist und sich stark von Reklame beeinflussen läßt. Die altjapanische klassische Literatur wird ganz vernachlässigt! diese Werke des japanischen Schrifttums bis in die letzten Jahrzehnte hinein sind noch in der alten Schrift gedruckt. die die jüngeren Leute, die sich an Öie westlichen Typen gewöhnt haben, nur mit großer Schwierigkeit lesen können. 3nfotgedeffen kümmert man sich wenig um die heimische Literatur, sondern alles stürzt sich auf die ilebetie.jungen. Die Derleger haben denn auch eine Unmenge von fremden Schriftstellern in großen Auflagen herausgebracht, so von Engländern Dickens und Thackeray, von lebenden Galsworthy, von den Deutschen u. a. Goethe und Wedekind. Besonders weit verbreitet find die russischen Dichter, wie Tolstoi und Dostojewski, Gorki, Andrejew. Ssvlo- gub. Die Bücher von Karl Marx und Lenin fanden .zahllose Leser. Hunderte von Schriftstellern des 'Westens sind auf diese Weife in Japan bekannt geworden, fast nur durch Ueber- fetzungen. Die Werk? in der Origincilfprache finden nur in geringem Maße Eingang und Nachfrage, denn die japanischen Schriftsteller suchen diese Bücher auf Gescyä'llsinteresfe vom Markt fern* zuhalten. Dies geschieht auf eine recht bedenkliche Weise. Wie 23inagida ausführt, muhen sich häufig ein paar Kritiker über ein neues Buch, das aus dem neuen Westen eingeführt wird, her, beurteilen es abfällig und heben demgegenüber ihre eigenen W?rks hervor Nicht lange danach erscheint dann ein neues We - des Rezensenten, bas eine weitgehende Aehnlichkeit mit dem von ihm beurteilten ausländischen Buch aufwrist. Dor allem Dramen und Novellen w rden auf diese Weise im Japanischen „umgedichtrt", und so befindet sich die japanische Literatur der jüngsten Zeit in einer starken Abhängigkeit vom Westen: man kann nicht selten mit mehr oder weniger Recht von einem direkten Plagiat sprechen Novellen und kurze Geschichten haben beim japanischen Seiet stark an Reiz verloren: dagegen sind die klassischen Schrill' ller der west.i '.ei Kulturen sehr beliebt und werden stark verlangt. Nach den Bestimmungen des Anleiheablö- sungsgeseyes vom 16. Juli 1925 besteht ein Anspruch auf llmtauich von Reichsanleihen in An- leiheablösungsschull) nur, soweit Anleihe- ablösungsschull) im Nennbetrag von 12,50 Mk. oder einem Dielfachen davon zu gewähren ist, das heißte der Anleihegläubiger muß mindestens über 500 Mk. Markanleihe (z. B. SCO Mk. Kriegsanleihe ober 750 Mk. Sparprämienanluhe) verfügen. Diese CBeftimmung gilt gleichermaßen für Allbesihonleihen, wie für Anleihen, die nicht Altbesitz sind, wobei bemerkt wird, daß der 11m- tausch der Altbesitzanleihen in der vom Reichsminister der Finanzen gefetzten Ausschluhfrist vom 5. Oktober 1925 bis 28. Februar 1923 bei den Anmeldungsstellen (Banken usw.) zu beantragen war. Eine Frist zur Anmeldung der Anleihen, die nicht Altbesitz find, auf Umtausch in An- leiheablösungs'chuld ist noch nicht bestimmt. Bei dieser Sachlage wären also alle Anleihe- altbesitzer, die weniger als 500 Ml. Markanleihe bzw. 750 Mk. Cparprämienanleihe besitzen, ausgefallen, toenii nicht der Reichsminister der Finanzen die Ermächtigung erhalten Halle, aus Mitteln (150 Millionen Mark), die ihm zu diesem Zweck zur Verfügung stehen, diesen Kleinbesitzern eine Barablöfung zu gewähren. Zn der Dritten Verordnung zur Durchführung des Gesetzes üb^r die Ablösung öffentlicher Anleihen vom 4. Dezember 1926 find nunmehr die hieraus bezüglichen Ausführungsbestimmungen erlassen worden. _ Danach können deutsche Reichsangehörige, die im Inland wohnen und bedürftig find, oder im Kalenderjahr 1928 ein Einkommen von nicht mehr als 1500 Mk. halten, auf Antrag für ihre Alt- besitzanleihen des Reiches im Gesamtbetrag von | weniger als 1000 Mk. eine Barablösung erhalten, sofern sie nicht Rechte der Anleihealtbesitzer (Auslosungsrechte usw.) für weitere Markanleihen geltend machen oder zuerkannt erhalten haben, deren Nennbetrag zusammen mit dem ihrer barabzu- lösenden Markanleihen 1000 Mk. erreicht ober überschreitet. Die Ablösungssumme beträgt 15 Mk. für je 100 Mk. Nennbetrag der barabzulösenden Markanleihen, wenn der Anleihealtbesiher bedürftig ist, b. h. wenn fein Einkommen im Kj. 1926 800 Mk. nicht überstieg ibic gleiche Doraussetzung wie für die Gewährung her Dorzugsrente). Sie beträgt nur 8 Mk. für je 100 Mk. Nennbetrag, wenn der Anleihegläubiger im Kj. 1926 ein Einkommen von nicht mehr als 1500 Ml. hatte, und nicht bedürftig war (b. h. also ein Einkommen in 1926 zwischen 800 und 1500 Mk. hatte). Anleiheablösungsschuld und Auslofungsrechte über je 12,50 Mt.. die der Anleihegläubiger bereits als Anleihealtbefth erhalten hat, stehen hierbei Altbefitzanleihen des Reiches im Nennbetrag von 500 Mk. gleich. Der Antrag auf Barablöfung ist von den Gläubigern in der Zeit vom 1. F e b r. bis 31. März 1927 an die Anleihealtbesitzstelle bei dem zuständigen Finanzamt zu richten. Der Antrag, der auf amtlichem Vordruck zu stellen ist, hat bestimmte Angaben zu enthaften, die die Berechtigung zur Barablöfung ergeben. Dem Antrag sind die Beweisurkunden beizu- fügen und die Schuldurkunden, deren Barablösung beantragt wirb. An die Stelle von angemeldeten Schuldurkunden im Gesamtbetrag von weniger als 500 Mk., die in dem Verfahren für die Gewährung von Auslosungsrechten durch eine Besch e/.igung als Altbefitzanleihen anerkannt find, tritt diese Bescheinigung. Heber den Antrag entscheidet die Anleihe- altbesihstelle. Gegen eine abfthnenbe Entscheidung derselben steht dem Antragsteller das Recht der Beschwerde binnen einer Frist von zwei Wochen nach Zustellung der Entscheidung zu. Die Beschwerde ist bei der Anleihen!tbesitzstelle einzulegen. lieber sie entscheidet der Reichskonunisfar für die Ablösung der Reichsanleihen alten Besitzes endgültig. Die Ablüsungsftmime wird von dem Finanzamt, bei dem Öie Aulsihcaltbefitzstelle errichtet ist, gegen Ablieferung der abzulösenden Schuldurkunden ausgezahlL. Anleihegläubigern, die auf Grund eines barabzulösenden Auslofungs- rechtes bereits eine Dorzugsrente erhallen haben, Die Barablösung der Anleihekleinbeträge Don Dr- jur. Hugo Loh ° Büdingen. Tabakbau und Tabakernte in Hessen. Die Ergebnisse des Tabakbaues und der Tabakernte in Hessen für das Jahr 1925 werden jetzt in den Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Landesltatistik veröffentlicht. Hiernach betrug 1925 die Zahl ber 2 a b a t - Pflanzer 957 (1924: 1565), davon hatten mit Tabak bepflanzt 98 bis einschließlich 2 Ar (1924: 491), 4 bis ausschließlich 4 Ar. 73 von 4 Ar bis 10 Ar ausschließlich (1924: 133), 411 von 10 Ar bis 25 Ar ausschließlich (1924: 518), 361 von 25 Ar bis 1 Hektar ausschließlich (1924 : 401), 10 von 1 Hektar und darüber (1924 : 20). 1925 war die mit Tabak bepflanzte Fläche 24770 Ar groß (1924 : 29 977 Ar): die Menge des in dach- reifem Zustand geernteten Tabaks betrug 467 873 Kilo (1924: 522 363 Kilo) im Gesamtwert (ohne Steuern) von 299 941 Rm. (1924 : 446 342 Rm.). Der Tabakbau hat gegenüber dem Vorjahre (1924) abgenommen. Die Zahl der Pflanzer hat sich um 608, oder rund 40 v. H., der Flächeninhalt der mit Tabak bepflanzten Grundstücke um 5207,42 Ar. oder rund 17 v. H. vermindert. Die Ab- -nähme des Tabakbaues hat wohl chre Ursache darin, daß die Tabakpreise in den letzten beiden Jahren immer mehr zurückgingen, der Tabakanbau keinen großen Gewinn mehr abwirft, daß r wieder sehr viele Pflanzer. die Tabak für ihren eigenen Hausbedarf anpflanzten, den Anbau vollständig eingestellt haben und ihren Bedarf an Pfeifentabak wieder beim Takabwarenkleinhäird- ler decken. Airgebaut wurden, wie in den vorhergehenden Jahren, meist Pfälzer- und Gunditabak, in geringem Umfange auch Amersforster. Der Ausfall der Ernte 1925 ist hinsichtlich der Ertragsmenge als gut zu bezeichnen. Die Güte •der Erzeugnisse wurde jedoch vielfach von den Händlern beanstandet. Soweit der gewerbsmäßig angebaute Tabak nicht in Herstellungsbetrieben Tabak für den eigenen Hausbedarf betrug im Hauptamtsbezirk Darmstadt 79, Gießen 6, Mainz 10, zusammen 95 Pflanzer. Die Anbaufläche betrug im Hauptamtsbezirk Darmstadt 26,75 Ar. Gießen 1,55 Ar, Mainz 2,03 Ar, zusammen 30,38 Ar. Im Vorjahr betrug die Zahl der Pflanzer 39-1, und die Anbaufläche 146,33 Ar. Die Lage des Tabakgewerbes im Rechrmngä,ahr 1925 war dem allgemeinen wirtschaftlichen Tiefstand angepaf-,t. Der Absatz an tabaksteuerpflia).igen Erzeugnissen war bis in den Monat August 1925 hinein zufriedenstellend, ging jedoch von September ab erheblich zurück, so daß Ende 1925 nur noch ein geringer Teil der Herstellungsberriebe voll arbeiten tonnte; Arbeitseinschränkungen bis au" eine 21 stündige Arbeitszeit in der Woche bildeten teiiu Seltenheit. Die von Großfirmen unterhaltenen Zweigbetriebe liegen zur Zeit größtenteils full. Der Aosah von hochwertigen Zigarren stockte infolge der all-e- meinen Geldknappheit fast vollständig, fo daß eine cklmstellung auf die Herstellung Don kleineren und billigeren Zigarren notwendig wurde. Eine durchgängige Herabsetzung derKleinverkaufspreise wird von Fachleuten nicht siir tragbar gehalten, da die Aohtabatpreise gegen den Vorkriegsstand um rund 200 v. H. gestregen feien und die hohe steuerliche 'Belastung auf die gesamte Tabak- industrie drücke. An Niederlagen waren vorhanden: a) 46 Privatlager für ausländische Tabake, b) 14 Privatlager für inländische Tabake, c) 5 Dergärungslager für inftindllche Tabake, d) 6 öffentliche Niederlagen. Die Niederlagen wurden zumeist von Her steuern und nur vereinzelt von Händlern benutzt. Tabakersatzstoffe wurden nur in geringem Almfange bei ber Herstellung von Feinschnitt» und Pfeifentabak verwandt. Zur Verwendung kamen Danilleroots im Mischunas- verhältnis von 1 Prozent und 5 Prozent. Die Ausfuhr von Tabakerzeugniffen hat im Berichtsjahr zwar etwas zugenommen, sie blieb aber dennoch im Verhältnis zur Vorkriegszeit gering. Infolge der hohen Preise für gute Erzeugnisse und wegen ber von den einzelnen Ländern ein» geführten hohen Zölle sind brutsche Erzeugnisse auf den ausländischen Märkten nur wenig gesucht. Vergütungen für ausgeführte TabakerzeuA' nisfe wurden insgesamt an 26 Verarbeiter gezahlt. Eine beträchlliche Anzahl reiner Zigarrenhersteller ist zur gleichzeitigen Herstellung von Rauchtabak übergegangen. Es handelt sich jedoch vorwiegend um kleinere Betriebe, die infolge des verschärften Wirtschastskampses gezwungen sind, die bei der Zigarrenherstellung entfaflenben Rippen usw. selbst zu verwerten. Der Almsatz an Zigarren hat sich ungefähr auf ber Höhe des Vorjahres gehalten. Sine Absatzsteigerung konnte nicht erzielt werben, da von vielen Rauchern infolge der hohen Preise für gute Zigarren ber Feinschnitt- und Pfeifentabak bevorzugt wird. Die Herstellung von Zigaretten hat mit Einführung der Materialsteuer erheblich cbgenommen. da die Nachfrage, die anfänglich noch leidlich zu nennen war, beträchtlich nachgelassen hat. Zur Zett bewegt sich das ganze Geschäft auf ber 5-Pf.-Ziga- retie, während vor der Einführung der Material- fteuer die 3-Pf.-Zigarette den größten Almfah aufzuweisen hatte. Geheimrat Prof. Berndt. • Darmstadt, 29. San. Geheimer Baurat Prof. Berndt von der Technischen Hochschule in Darmstadt, der zugleich Vorstand der OHa- terialprüsu^gsanstalt der Technischen Hochschule ist, beging heute feinen 7 0. Geburtstag. Er stammt aus Neu-Ruppin in Brandenburg, war zunächst im Lokomotivbau der preußischen Staatsbahn tätig und wurde 1892 als Professor rur Maschinenbau an die Technische Hochschule in Darmstadt berufen. Während ber Jahre 1896 dis 1898 beeidete er die Würde eines Rritors. Als -Hochschullehrer ist er bei der Studentenschaft fthr geschätzt. Geheimrat Berndt hat sich grobe Verdienste um den Ausbau ber Technischen Hochschule erworben: namenllich in ber Inflationszeit. die für viele Institute große Schwierigkeiten brächte, hat Berndt für sie gewirkt. Er verstand es, in Fabrikantenkreisen für sie zu werben- Aus fein Wirken ist es hauptsächlich zu- rückzuführen, daß sogar neue Institut.-, insbesondere für Gerbereichemie. Cellulofenchemie und für Hochspannungstechntt ins Leben gerufen werben konnten. Stattliche Gebäude samt Innenausstattung wurden so der Hochschule angegliedert, wozu die .Mittel aus freiwilligen Spenden aufgebracht worden sind. Er hat noch da- besondere Verdienst, ber Hochschule zu einer prachtvollen Festhalle, die über 1000 Personen ist durch die Wahlen vas andere große Problem, von dem die Lösung der indischen Frage in gleich starkem Maße abhängt, das Problem des Religionsgegensatzeses, urge.öä geblieben. Ja, man kann sogar in den Ergebnissen ber Wahlen eine Derschär ung ber Schwierigketten dieser Frage sehen. Denn die Tatsache, baß die Swarajisten überall da geschlagen worden sind, wo die Re i'ionssrage im Vordergründe : stand, und die bedeutende Verstärkung des Moslem - Elementes gegenüber dem Hinbuelernent im Parlament, sprechen dafür, daß die Re.igionssrage ein politisches Aufsehen gewonnen hat, das sie sobald nicht wieder ber- neren wird. Alnd damit ist qezabe bas Kernproblem der Politik dec Swarajisten äußerst empsindlich getrof en, da sie nicht zu f'.egcn vermögen, wenn d e große Gemeinde der Mohammedaner ihnen aus die Dauer entfremdet wird, und in ihren eigenen Reihen ber Religionszwie» spalt die Schärse behält, die er augenblicklich hat. Wobei es weiter als bezeichnend hervorgehoben zu werden verdient, daß zwar die Führer durchaus die Einsicht in die Bedeutung dieses Problemes haben, daß aber die Massen sich in dieser Beziehung nicht fo lenken Iwfen, wie diese es hoffen. Bedauerliche Zwischenfälle, wie die Ermordung des Swami Shradhanand, des Führers der Hindu Mahasabha (der extremen Hindubewegung) durch einen Mohammedaner, sind böse Vorzeichen für die Versuche, zwischen Hindus und Moslems Frieden zu fttften. Somit sind die Stimmen der angto-indifchen Presse die mit beißender Ironie den Aus^ll der Wahlen a.s Beweis dafür bezeichnen, daß die Eng.änder richtig daran getan hätten, über den Willen der „Parlamente" hinweg nach ihrem Ermessen zu regieren, tatsächlich kennzeichnend für die Lage. Obwohl die Engländer mit den von chnen favorisierten Kandidaten unterlegen sind, sind sie eben immer noch so sehr Herren der Lage, daß sie sich derartige Bemerkungen gestatten können. Sie sind zwar neugierig, wie die Dinge sich weiter entwickeln werden, aber sie find nicht mehr besorgt darüber, wie ba& Ganze wohl auslaufen könnte. Sie haben die Zuversicht, daß es ihnen möglich fein wird, im letzten Moment doch noch einen sie befriedigenden Kompromiß mit den Indern schließen zu können, weil sie, vielleicht nicht mit Alnrecht, feststellen zu können glauben, bah die Swaraj- Dewegung, je länger, je mehr an intensiver Feindschaft gegen die Engländer verliert und zu einer gemäßigten Bewegung wird — wofür als Beweis auch die letzten indischen Wahlen zitiert werden! $5 9Ur119 ij» DM KäKL ^L'^sKL iuN b$ touröe. 4 |?gghuf«Ä JäS? >> $M MM MD fiBäSg ~senttichen Generalversammlung erfolgen. Die Fürstliche Verwaltung trat der Obstgenvssen- schast bereits bei. Ärcie Schotten. —Gedern, 29. Ian. Bei der Holz- Versteigerung der Fürstl. Stoldergischen Re- vier Verwaltung wurden sehr hohe Preise erzielt. Sie betrugen für Buchenjcheiter 1. Kl. 15 bi? 19 Mk., Buchenscheiter 2. Kl. 12 bis 15 Mk., Ast- knüppel etwa 9 Mk. und Reisig 1,20 bis 1.50 Mk. pro Raummeter. _L Ober « Lais, 29. Jan. Für das Jahr 1926 weift die k i r ch l i che 2 t a t i st i k für das Kirchspiel Ober-Lais-Glashütten folaende Zahlen auf: Bei 1077 Einwohnern fanden statt 13 Trauungen, 30 laufen, 14 Beerdigungen. 24 Kinder wurden konfirmiert. 2lm heiligen Abendmahl nahmen 653 männliche und 627 weibliche Gemeinde glieder teil. Der Gottesdienst wurde durchschnittlich uon 33.8 Prozent der Erwachsenen besucht. Die Gaben und Kollekten erbrachten die Gesamtsumme von rund MÜ0 Mark. Die Kirchenkollekten allein betrugen 570 Mark: die Büchsengelder (Sammlungen bei laufen und Trauungen) 85 Mark. Slvciö Al»sclv. -er. Homberg a. d. Ohm. 29. Ian. Soweit sich aus den Dorarbeilen und Verhairdlun- gen Schlüsse ziehen lassen, dürfte im kommenden Frühjahr hier und in der ümgegenb mit einer i*e 5 b a f t c n Bautätigkeit zu rechnen fein. In Homberg sollen durch Private ferfr# Wohnhäuser und eine Scheune erbaut werden: außerdem beabsichtigt noch der hiesige Bauverein für etwaige Mieter drei Wohnhäuser aufzuführen. Je ein Wohnhaus sollen in Gontershausen, Dannenrod. Schadenbach, Ober-Ofleiden, Höingen und Aieder-Ohmen erstehen. In Dernsfeld werden zwei, in Äieder-Os leiden drei und in Flensungen bei Müäe rerschiedene Wohnhäuser errichtet werden. Scheunen werden außer einer in Homberg noch je eine in Dannenrod, Höingen und Bieder-Ohmen, und in Atzenhain sogar ein Saal gebaut werden. 3Dadurch dürste auf der einen Seite die immer noch herrschende Wohnungsnot bakd behoben fein, auf de- andern Seite ^ber btt noch bestehend« Arbeitslosigkeit fast verschwinden. Kreis Lauterdach. WSA. Lauterbach. 30. Ian. In diesem Jahre find 4 00 Jahre vergangen, dah die Stabt Lauterbach lutherifch geworden ist. Als erste hesflfche Stadl nahm Alsfeld, wo Luther 1521 übernachtete, im Jahre 1525 den neuen Glauben an. Zwei Jahre später folgte Lauterbach unter Führung des Freiherrn Hermann von Aiedesel. 2huJ diesem An last stnd im Sommer dieses Jahres größere Feierlichkeiten geplant. Starkenburg. DSM Daldmichelbach. 30. 3an. Die hiesige Gendarmerie hat in Ober-Adtsteinach bn Odenwald mehrere Zigeuner verhaftet, darunter auch einen gewissen Georg Aeinst a r d t. Ein Zigeuner gleichen TlamenS wird schon seit längerer Zeit von der Staatsanwaltschaft steckbrieflich verfolgt, weil er in Württemberg einen Gendarmen erschossen hat. Die eingelertcte älnterfnchung must ergeben ob der Fest genommen: mit dem Gesuchten identisch ist. Preutzen. Mreid Wetzlar. • Wetzlar, 31. Ian. ttuf der ft r a f t p 0 ft > l i n i e Wetzlar—Rodheim a. d. B —Frankenbach werden vom 1. Februar ab die Fahrten von Wald- girmcs nach Frankenbach wegen Unrentabilität des Betriebes eingestellt. -<5- Lützellinden, 29. Ian. Nachdem unsere Gemeinde im Vormonat einen Teil des elektrischen Onsleitungsnetzes vollständig erneuern liest, lästt sie jetzt eine gründliche Instandsetzung bzw. Ergänzung der Strastenbeleuchtung vornehmen. Durch den Umbau des Ortsnetzes, bei dem sämtliche Eisendrädte entfernt und durch solche von Kupfer ersetzt werden, hofft die Gemeinde die bisherigen starken Stromverluste auf ein Mindestmah herabzufegen. auch soll ein gleichmäßig brennendes Licht erhielt werden. Die vor kurzem ausgeführten Arbeiten entsprechen etwa einem Drittel des gefamten Ortsnetzes, die restlichen Zweidrittel sollen in diesem und im nächsten Jahre erneuert werden. O Hochelheim, 29. 3an. Der Bau einer Aut 0 halle für die Postautolinie Diesten —Niederkleen in der hiesigen Gemeinde ist nunmehr btftinvnt. Die hiesige Gemeindevertretung hat beschlossen, eine Halle für 2 Wagen zu erbauen. Die Hallen sollen nicht aus Wellblech hergestellt, sondern massiv errichtet werden. An den Baukosten beteiligt sich die Stadt Diesten mit 50 Prvz. bis zu einer Oefamtfoftcnfumme von 3000 Mk. den Best bringt die hiesige Gemeinde auf. Die benachbarte Gemeind« Hörnsheim hat sich bereit erklärt, zu der Derzinsung des Baulapitals einen jährlichen Zuschust &u leisten. Die '"'brgeu von der Autolinie berührten Gemeinden (Kleinlinden, Lützellinden. Grostrechtenbach. Dornholzhausen und Aiedertteen) sind an den Daul osten nicht beteiligt Die Ausschreibung der Arbeiten wird in Kurze erfolgen, es sollen dazu nut Handwerker aus den Vemeiirden Hochelheim und Hörnsheim zitgelasfen werden. O Dieder kleen, 29. Inn. Die H 0 lz- Hauerarbeiten im Gemeindewald gehen in diesen Tagen z u Ende. Die Zahl der Holzhauer betrug über 30. unter ihnen befand sich auch eine Anzahl Erwerbsloser, die jetzt wieder in die Erwerbslofenfürsorge zurücttehren. Es wurden über 600 Raummeter Buchen- und Kiefernbrennholz (Derbholz) eingeschlageTt. Das Brennholz soll auf zwei Versteigerungen zum Berkaus temmen. Das Wrtzholz soll einer schon jahrelang bestehenden Depsl^rTcheit gemäh gemeinsam mit demjenigen von Ebersgöns und Oberkleen versteigert werben. Arcis Biedenkopf. # .n 0 1 j b n u , e n bei Gladenbach. 29. Ian. Hier wurde in her Kirche der zweite 2eü b«y Bethel Films gezeigt. 6tn< Äodnnlttnq»- und eine Abendvorstellung waren austerorbenilich gut besucht. Die Dorstihrung befriedigte in hohem Moste. KrciS gimbur#. WSA. L iwburg, 30. Ian. Auf tragische Weise kam hier gestern abend ein ping es Mädchen aus Aiederwoüuf bei Wiesbaden zu Tode. Das 2Eäbd>en war gestern nachmittag bei feinen zukünftigen Schwiegereltern, der Familie eines hiesigen Werkmeisters. zu besuch eingetroffen, und Mar wo.Ue es ferne Schwiegereltern zum ersten Male besuchen. In den Abendstunden wollte ihr 26jähriger Bräutigam, der als Werkmeister in einer Fabrik in Aiederwallnf beschäftigt ist und ebenfalls vorübergehend Bei feinen Eltern zu Besuch tveilte, feiner Braut einen geladenen Revolver zeigen. Die Schuh- waffe entlud sich dabei und die Äugel traf d ie Braut in das Herz, so dass sie sofort verschied. Der junge Mann begab sich sofort zur Polizei, wo er vorläufig in Haft genommen wurde. Maingau. WSR. Frankfurt a. W.. 29 Ian. Die dem GDA nahestehende Gemeinnützige Bau- und Siedlungsges^ttchall ^Heimat" in Berlin beabsichtigt. für die Frankfurter Mitglieder des Ge- wertschastSverbandes im Stadtteil Sa chfen - haus en eine grohzüaige Siedelung durchzuführen In der Rahe der Forsthaus- strahe dicht beim Riedhof ist bereits ein grohes Baugelände zum Preise von 130 000 Mk. gekauft worden. Geplant ist die Anlegung einer neuen Siedlung, die ungefähr 800 Wohnungen umfassen wird. Die Bauausführung wurde dem Frankfurter Architekten Roeckle übertragen. Wit den Arbeiten soll bereits im Frühjahr begonnen werden. Rach ihrer Fertigstellung, die 3 bis 4 Jahre dauern wird, dürfte Die Siedlung von 3— 4000 Menschen bewohnt werden — Heute nachmitiag gegen 4 ilf>r sprang der Kaufmann Rudolf G u n s ch auf Der Schillerstrahe von einem fahrenden Strahenbahnzng. ohne Darauf zu achten, dah neben Dem Strahenoahnzug ein Motorradfahrer fuhr. Es wurde mit voller Wucht an gefahren und überschlug sich, wobei er einen fdjtocren Schädelbruch erlitt, an dessen Folgen er kurz darauf verstarb. Der Motorradfahrer wurde nicht verletzt. — Heute abend versuchte der 41 Jahre alte Hemrich Weidmann auS Vilbel auf Dem Bahnhvs Eschersheim auf Den bereits im Abfahren begriffenen Personenzug 711, Der um 7.57 Ufir hier abfährt, aufzuspringen, Dabei tarn er zu Falt und geriet unter Dte Räder, ö» wurden chm beide Beine abgefahren. iBriefhaften der Redaktion. (Rechtsgutachten smd ohne Verbindlichkeit Der Schriftlettung.) 0. Sch^ hier. Es war uns nicht möglich, die gewünschten Adressen hier zu ermitteln. Wir empfehlen Ihnen, sich an das Reichsoerkehrsministerium in Berlin, Abt. für Straft- und Luftfahrtwesen, zu wenden. 3. E. in Tübingen. Die Anwartschaft auf die Versicherung können Sie heute noch aufrechterhallen. Wegen der Einzecheiten (Beitragszahlung ufö.) wenden Sie sich am besten an den Vertrauensmann der Angestekstenoersichcrung, Inspektor Suffe, Gießen, nranffurter Strahe 52. Leistungsfähige Sirma der ttnopsbranche sucht tür den dortigen Bezirk tüchtigen, ehtoeiiibrteii Vertreter gegen gute Vravijiou. Gefl. Cnertcn unter St. M. 790 an Kadolf Hm Stand der preußischen Spartätigkeit im Jahre 1885, sie ist der sechste Teil des Sparkapitals von 1913. Auf den flopf der Bevölkerung entfielen In Preußen im Jahre 1913: 327 Mark, Ende 1926 53 Mark. Die gleichmäßige stetige Zunahme der Spareinlagen, die auffallende Verringerung Ihrer Fluktuation und der Rückgang der sog. Festlegungs- gelber deuten darauf hin, daß es sich um echte Spareinlagen handelt. Verfügung des Frankfurter Dörfenvorstandes. Frankfurt a. W., 29. San. (DTB.) Für di« Dotierung und Lieferung von Papiermark- anlelhen bei Reiches und der Länker. soweit sie Aum Umtausche gegen Anleihe-Ablösung-« schuld de- Deutschen Reiches aufgerufen sind mit Ausnahme von deutscher Sparprämien- anleibe, sowie 1923er und 1924er „K"-Schatz- antocifungen —, sowie von AnleiheAblösungs- schuld de- Deutschen Reiches wird folgende- feftgefeht: Dom 11. bis einschließlich 14. Februar 1927 findet eine amtlidx .Kursfestsetzung nur noch für 5prozentige Reichs» (Papiermari--) Anleihe statt. Die Rotierung aller übrigen Anleihen des Reiches und der Länder, soweit sie . -i, ...... yit)tintfd)c BraunkoblM . . . 9(urm(talil........... ‘JU. deck ’Vloitlan........ TcUu» Bergbau ‘Ötrelnlale Clablwtrke . . . (lamburp Tlitiehla Paket. . . florddcutlchcr Jfloöo . . . V.lnranil|(bf Werke flfbtii . . Hcinenliüirt Heidelberg . . . 'YiilHpö ßoltmann ..... «nolo l£ont fflnano..... Itbtnnfcbc Mayer «lapta. . . " oldschmtdt......... 6oIau:i obhtnn........ ck 1» stm.en Fudustrie. . . Nulgerckvcrlc Scheu onnmt Alla ElektrijiiätS-Gesellschakt Bcramann Ur. Lieleningen...... Vidjt und Uralt ...... Mninfra'tlötrle . ..... Schuckerk........... dCI.men» ± HalSke...... Rdlcrwerke,itlener ..... Tciiinler Motoren. ..... benitoenfiaebt...... • .. Mrgntn............. Mannyelmer Motoren . . . frankfurter Armaturen . . . .«oiikTDenfobtif Braun . . Metallaescll chatt Frankfurt. Pct Üiiion ........ ednib'abrif Herz eidicl.............. Sellftoff Aschaffenburg. . . . S'-nho r Daidkwf...... Surferfabrif Frankenthal • • Sudcrfabrit Dagbäulrl . . . Berliner Produktenbörse. Berlin, 29. Jan. Die Ruhe im Berliner l'robulter.fjanöcl pält im großen und ganzen an. Lediglich für Wetzen scheint wieder bri Wochen- schluh größere Frage herauszutommen, besonder« bevorzugt wird seilens der Müble^i Termin- Ware. Hinzu kommen höhere Forderungen Argentiniens. Für Lieferung wurden die ersten Dotierungen durchweg 2 Mark über gestern. Doggen dagegen ruhiger. Hier bleibt dir Material- cnkuhr klein, aber auch der Bedarf nicht allzu dringend und wenig geneigt, die hoch gehalten n Forderungen zu bewilligen. Tecminwa.e wurde nur etwa 1 . Mark fester. Roggen behält stcklen Geschäftsgang. Hafer stieg bei knappen Angeboteri. Bon sonstigen Futterstoffen Kleie gut behauptet, im übrigen ruhig. Es wurde notiert für je 1000 Kilo: Weizen, rnärk. 268 biS 272. »kld <,2U lll.tij 80,117 16.0“ 167. W 108 8* 69.45 2.15 111.17 Bl. 10 •9,96 11.45 71.51 ^renffert a.W. Vertin Rur» uilht- Nute Mnldiic »nr< tv . <9 1 11. 1. SS 1. 31. L V/, Ttnrfibr SielchLan eUM . U.89 U.8873 •J.*953 *■ i rutfdn lHfl®4onirib< — - U.N75 II, Kl 5 ,% ItmldK 'Jt9 O.1*i TfuOtif erfirrrnnv-nankt»* 0 -lM 5 u r: e o l5.63 58.70 68.755 Gbnftlanla. 108.50 108.84 108.94 109,24 flor.-nbna.nt 118,31 112.59 112,HO 112,6* Giniflolm 114,43 112.71 11.'.43 U),698 114,71 HclnnaiorS. 10.597 10.037 10.6M Italien. . London. . . 18.09 18 13 18.09 18.1 -0.444 40.494 441,419 ZU.44!> 'flcuDort . . 4.2145 16.61 4.2245 4,414 4,2245 V.-riZ.... eänveic . . 16,03 16.69 16.64 *1,04 M,ZS »1.H8 ->1,28 Cru t:n . 59.40 59. iU *0.51 70.77 Jovan . .. 4,057 4,061 4.U6O 2.064 •Hio bc Ctan u.5X) 0.502 9.500 •J.W2 Wien in T-. Ctft. abgeü 69,41 59.60 69,45 59.69 Vron . . . I2.4;5 12,61. 12.473 12,013 Bel irav . 7.41 7.41 7.407 7.127 Vnk>av7st. 73.73 73,91 73,75 73,91 Bul arten J.U15 ■>,055 u.UJ d.UG rMobon 41,565 .1,615 41.563 21,615 Ton da ■ . - bl.CÜ 81.SO 41,80 81.50 flonft nttn. -'.HZ 4,152 3.49 4.145 2,166 Vlthtn. . . 5,17 5.52 6 54 Eonava 1,2'6 1,216 4.255 i.rui 1.217 Uni uoy *.24 j 4.245 4.255 Cairo . - - 40.959 ZI.UH 60.969 «.UH Montag, ?l. Januar 1927 Roggen 253 biS 256. Sommergerste 217 bis 245, Wintergerste 194 dis 237. Ha er. märt. 190 bis 192. Mais, loko Berlin 193 bis 192. für je 100 Kilo Weizenmehl 33.25 bis 33. RoggenNeie 35.25 biS 3i,Ä. Wetzenklei» 15,25. Roagenkleie 15.5. Diktvriaerbfen 51 biS 63. frankfurter Vrtrewcbörse. Frankfurt o. SR., 51. Jan. Es wurden notiert: Weizen Wetierauer, 29.75 bl» 30 Mark; Roggen. Inländischer. 21 bi» 25; Sommergerste für 8 rau wette 26 bi» 27^>; Hafer inländischer. 21.25 bl» 22; Mais (gelb) 18.75 bis 19; Weizenmehl, in ländisches (Spezial 0) 40,25 bis 40.75; Roagenmcbl 38.25 bi» 38,76; Wcizenkleie 13,50, Rogsenlleie 13,10; Erbsen 35 bl» 66; Linsen 50 bl» 95; Heu. süddeutsches, aut, trocken 9 bl» 10,25; Weizen- unb ‘.Hagarn- (trob. drahtgepreßl 4,25 bis 5, gcbunbelt 3,75; Ire« ber, getrocknet, 16,50 dis 16,76 Mark frankfurter Lchtachiviehmarkt. (Ölgcner Drahtberich! des .Gießener An^eigsr»".) Franksurt a. TI.. 31. Jan Austrieb: 1870 Rinder, darunter 222 Ochsen, 67 Bullen. 644 Kuh«, 312 Färsen, 429 Kälber, 161 Schase, 4703 Schweine. C» notierten Rinder: Ochsen: voUjleischige, aus- aemästele höchsten Schlachtwerts: jüngere 58 bis 61 Mark, ältere ö2 bis 67; sonstige voUsleischlge 47 bi» 61; fleischige 43 bis 46. Bullen jüngere. voUsleischiae höchsten Echlachtwerts 52 bis 54; sonstige Dollflet- schige oder au:gemästete 47 bi» 51 Kühe: jüngere, voUfleischtge höchsten bchlachtwen» 47 dl» 52; Ion- ftige vollsleischig» oder ausgeinäskele 38 bis 46; flci- schige 31 bis 37; gering genährte 23 bi« 30. Färsen (fialblnnen, 9ungnnber): ooUjlelschige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts 57 bis 63: vollfleischlae 50 bis 56; sleischige 42 bis 49. Kälber: beste Mast- unb Saugkälber 70 bis 76; mittlere Mast- unb Saugkälber 60 bis 69; geringe Kälber 60 bis 69. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmei (Weidemast) 45 bis 50; mittlere Mastlämmer, ältere Masthärnmcl und gut genährte Schafe 40 bis 44. Schweine: Fetisch weine uber 300 Pfund Lebendgewicht 61 bis 61; vollfleischige Schweine vvn ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 61 bi« 64; oon ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 62 bis 64; non ca. 160 bi» 200 Pfund Lebendgewicht 63 bis 66; fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebend gewicht 56 bi» 60; Sauen 50 bis 58 Mark. Markt, verlauf: Rinder werden bei ruhigem, Kälber bei schleppendem und Schas» bei lebljaitem Handel au» verkauft. In Schweinen verblieb bei gedrückten Preisen Ueberftanb. Vücherllsch. — Europäische Gesoräche. Hamburger Monatshefte für auswärtige Politik. Herausgegeb«>' von Professor 21. Mcndeiv>ohn Bartholdi). Verlag» buchhanblung Dr. Walther Roihschlld, Berlin-Grüne roalb. 5. Jahrgang, Hest 1, Januar 1927. — Die „Europäischen Gespräche" haben schsn viele wertvolle Beitrags zur Dorgeschtchle bes Weltkrieges geliefert, mit einer- zujammenjosienden Urteil aber haben sie weislich zurückgehalten, bis nunmehr wenigsten, bl« heuttoen Elften Dollffflnblg norllrgen unb man ber üblichen Propagandaliteratur bübev und drüben auch etwas müde geworden ist. Wo» in diesem Hefte, mit dem die „Europäischen Gespräche" ihren fünften Jahrgang eröffnen, ihr Heraususster und zugleich Mitherausgeber der deutschen Akten- vublikation, A. Mendelssohn Bartholdy, auf Grund ber gesamten Urkunden und Tlcmoirenpublifatio- nen, aber ohne ermüdende Akteneinzelyeiten, in freier Darstellung und packend in elf Punkte gegliedert, als seine Erkenntnis von den Urjprünacn des Krieges vorlegt, da- bedeutet tatsächlich den ersten Versuch, über alle kleinlichen und persönlichen Streiterein hinweg an die eigene Argumentation der anderen appellierend, dieses allbewegende Problem auf eine Ebene zu führen, auf der eine Inlernatlo nale Diskussion möglich unb fruchtbar sein müßte, — unb die deutsche Sache hat dabei nur zu gewinnen. An diesen dominierenden Aussatz reiht sich eine Untersuchung des Leipziger Historiker» der Vorkriegsgeschichte. Proseswr Brandenburg, über die zweideutige Haltung Englands in der Marokkokrise von 1905 und der gegen die Tirpitzsche Darstellung gerichtete Bericht des sruheren Botschalters in London, Grasen Metternich, über den entscheidenden Äa- binettsrat vom 19. Oktober 1918, In dem der 23er- zicht auf den U Boot Krieg beschlossen wurde. — Als Doluineni bringt das Heft die erste vollständige deutsche Uebersetzung des von der Britischen Reich»- konferenz erstatteten Berichts über die Reuordnung der Beziehungen zwischen den verschiedenen Reichstellen, eine magna charta des Britischen Weltreichs, die man noch oft Anlaß haben wird nachzulefen. — ..Die Kunst", Monatshefte für freie und angewandte Kunst, Verlag F. Bruckmann A.-G.. München. Januar- und Februarheft. Vierteljährttch 6 Mk. Die zwei neuen Hefte weifen wiederum wertvollen Inhalt, geboten in schönster illustrierter Fornf, auf und zeigen die Zeitschrckkt. die feit langen Jahren als fiihrend auf ihrem Gebiete gilt, auf voller Höhe. An Malerei bringen die Hefte Aussätze über den inter- essanten sranzölischen Meister Henry Rous eau, bann einen solchen mit köstlichen Illustrationen über den Düsseldorfer Maler Champion mit ausgezeichnetem Text Herbert Eulenbergs, dis Fresken brS Wiener Meisters Anton Faistauer im umgebauten Salzburger Festspielhaus, die Deucrwerbungen der Oesterreichischen Galerie in Wien mit einigen herrlichen Vildern von Wald- müller. Caspar David Friedrich, Romaco, einige Proben des Pariser Malers Utrillo, und zum Fest der heiligen drei Könige einen Aufsatz über den wundervollen Zug der heiligen drei Könige von Venozz, ®o- zoll tm Medici-Palait in Florenz. An Plastiken kommt der Dresdner .Karl Albiker zu Wort, bann herrliche Porzellanplastik ber berühmten konialichen Manusak.ur Kopenhagen. Aus dem Gebiete bet Wohnungsausstat^ung. aus bem bie Zeitschrift so außerorbentlich förbernb und anregend wirkt, erscheinen Öiefe5mal Wecke b:s Stuttgarter Acchitetten Schmitlhenner. Sehr zeit- aemäß ist ein zweiter Auslaß aus diesem Gebiete .Eine billige Wohnung" von Karl Bertsch ausgefuhrt von den Deutschen Werkstätten. Letzte ’Jtacnrid)ten. Schulterst qeTtätihla. Frankfurt a. M., 31. Jan. (WSN. Drahl Meldung.) Der in der Raubmordioche Grebenau festgenommene Friedrich Schultheiß aus Wii'elsheim bei Bad-Rauheim hat ein umfassen des Geständnis cbgclect. (Vgl. den Bericht auf der dritten Seite des Hauptbiaites dieser 2l,isanbe. D. Red.) -MM S|F w r e 8 r M-r.- . _ L°> ersten^ .uf @nin6 des S<5 SLSVw jer Luslano Sie Siegrrstaate 'chcut, im W w^üebmn , in chrm ®5 »innen, das k samten 2e^hst sich Nachtrag"« führliches 2eg' angehörigen » frei wcroen ll Brutalität na< umzuhängen v «eich ver: eine Entschc öelt es sich im Deren buchmaf Milliarden be ' gen Füllen i(l V licn in besch p iifa wird d ,rber bedeutet ^cil des eigen alle aui Deut ■ un Nahmen Holsen Hal. 5 mürben, sind den. Das das eine Milliard, zum grohen den Fingern d tos dastehen überhaupt in neu au/oauen, Turn findet * loll Die iefrii । rationszah^ die Deutsch gerslaaten v icn anzusehen £. hat juristisch n! > zogen, da die I tSeichädigten g $■ ftaaten ge ? bellen auch die gen verducyt t ' tretet, $ro|ef|i Sinn und iScis der wirllchchili [ lichen Äernunft • Eningen der Q ba ja der Au- planes nicht all lungen zu rege ter deutsche Etc liardensummen, Danlen geriete, lommiflion hab belampft, daß d Gütige Regelu n läubi ^^selbeziehunc 2flligen Aus tttlfen würden. *^e Zahlungen 1 Dot, dem Inka Ä^igt anz xch aussie^ 4U * ja« Haager tz- 5l'unst entschie» ^cr Schnell^ 5*n8 «ft recht -« unmöglich 5,?tion zug Zahlungen cud für die Aus«a, L l'nv leide ^et'l!aunq ffcr. leben Z ? Jfn 'n der l N'.en. ohn7 , ®Mgetoidjt u öj der Reich setzten fx. 4aac feiten eilung Ljt^Oen K T« Cr 8en ettz 'nt ö 6->n ftorln, L i n n,ü|| 6et|'äFbi„„ den f äWnÄ i t0" HI. 26 E „ faflWl 6w w1' ffir vro !&tWr 1 ni ^1»:* OerFrosch mit -erMaske Roman von Edgar Wallace. 54 «Fortsetzung Nachdruck verboten „3u keinem anderen", sagte Broad kühl. „Sie kennen den Frosch nicht, Gordon. Der Mann ist ein Stratege. Vielleicht der größte Stratege seit Napoleons Tod. Sogen Sie, Gordon, kann ich irgend etwas für Sie tun?" ,Zck möchte Sie bitten, hier zu bleiben und Fräulein Bennett Gesellschaft zu leisten", sagte Dick. Ella sah mit einem peinvollen Blick auf, als der Besucher ins Zimmer trat. Sie glaubte die Anwesenheit eines Fremden zu dieser Stunde nicht ertragen zu können und sah flehentlich zu Dick auf. „jaUs Sie nicht wollen, daß ich hier bleibe, Fräulein Bennett", sagte Broad, „so werde ich sogleich gehen, aber ich habe Ihnen die Mitteilung zu machen, daß Ihr Bruder sicherlich gerettet werden wird." „O Gott, haben Sie Nachrichten von ihm?" fragte Ella hastig. „Ja, die habe ich, aber Sie dürfen es mir nicht verargen, wenn ich jetzt noch nicht darüber sprechen darfo sagte der Amerikaner fröhlich. Dick telephonierte an die Garage um seinen Wagen, um denselben gelben Nolls, den Nay gelenkt hakte, als er zum erstenmal nach Horsham gekommen war. Dicks erster Besuch galt dem Bureau der Staatsanwaltschaft, wo er die Tatsachen oorlegte. „Das ist eine höchst merkwürdige Geschichte", sagte der Oberstaatsanwalt, „aber ich bin da natürlich nicht kompetent. Sie würden besser tun, sofort den Staatssekretär aufzusuchen, Gordon." „Tagt das Unterhaus jetzt?" „Nein, und ich glaube sogar, daß der Staatssekretär, der als einziger etwas für sie tun könnte, sich zur Zeit nicht einmal in der Stadt befindet. In der letzten Woche wurde eine Konferenz in San Nemo abgehalten. Und ich habe so eine Ahnung, daß er auch hingefahren ist." „Ist niemand sonst im Ministerium des Innern, der helfen könnte?" „Der Unterstaatssekretär. Bielleicht fahren Sie zu ihm." Das Departement der Staatsanwaltschaft war im Ministerialgebäude untergebracht, und Dick ging geradewegs auf die Suche nach dem verantwortlichen Beamten. Der Sekretär, dem er die Umstände erklärte, schüttelte den Kopf. ,Hch fürchte, daß wir nichts machen können, Gordon", sagte er. „Der Staatssekretär ist auf dem Lande und sehr krank." „Wo ist der Vizestaatssekretär?" fragte Dick verzweifelt. „Der ist in San Nemo." „Und wie weit ist Herrn Whitbys Haus von der Stadt entfernt?" „Ungefähr dreißig Meilen, diesseits von Tun- bribge Wells." Dick schrieb die Adresse auf ein Stück Papier. Eine halbe Stunde später raste ein langer gelber Nollswagen über die Westminsterbrücke, der mit einer Sorglosigkeit sich durch das Gewühl hindurchdrängte, die sogar den verhärtetsten Chauffeuren den Atem stocken ließ. Vierzig Minuten nachdem er Whitehall verlassen hatte, eilte Dick durch eine Ulmenallee nach dem Heim des Staatssekretärs. Der Kammerdiener, mit dem er sprach, vermochte ihn nicht zu ermutigen. „Ich fürchte, Herr Whitby wird Sie nicht empfangen können. Der Herr hat einen sehr bösen Gicht- anfall gehabt, und die Aerzte haben verordnet, daß er sich von allen Geschäften fernhalten muß." „Es ist eine Sache auf Leben und Tod!" sagte Dick. „Ich muß ihn sprechen! Wenn er mich nicht empfängt, dann bleibt mir nichts übrig, als zum König zu gehen!" Diese Botschaft, die er dem Kranken überbringen ließ, hatte eine Einladung zur Folge. „Worum handelt es sich?" fragte der Minister scharf, als Dick hereintrat. „Ick kann mich mit keinem, wie immer gearteten Geschäft befassen. Ich leide durch diesen höllischen Fuß die Qualen eines Verdammten. Sagen Sie schnell, worum es sich handelt!" Gordon erzählte ihm rasch seine Entdeckung. „Eine erstaunliche Geschichte!" sagte der Minister ächzend. „Wo ist der Film?" ,Ln London." „Aber ich kann doch nicht nach London fahren, es ist mir physisch unmöglich. Können Sie nicht jemanden im Ministerium dazu veranlassen, dies zu bestätigen? Wann soll Ihr Mann gehängt werden?" .Morgen früh um acht, Exzellenz." Der Staatssekretär dachte nach und trommelte wütend auf die Tischplatte. „Ich wäre ja ein Un- mensch, wenn ich mich weigerte, diesen gottverdammten Film zu sehen", sagte er. „Aber ich kann nicht in die Stadt fahren. Es sei denn. Sie verschaffen mir einen Krankenwagen. Vielleicht rufen Sie eine Londoner Garage an, daß sie mir einen Wagen schickt ober, noch besser, lassen Sie mir einen vom hiesigen Spital schicken." Alles schien sich gegen Dick verschworen zu haben. Das Krankenauto des Ortes war in Reparatur. Aber schließlich meldete man Dick aus London, daß ein Krankenauto sich in zehn Minuten auf den Weg begeben würde. „Eine außergewöhnliche Geschichte, geradezu verblüffend! Natürlich kann ich Ihnen einen Aufschub gewähren, oder, wenn ich mich von der Wayrheit Ihrer Annahme überzeugt habe, so könnten wir ja den Fall heute noch dem König unterbreiten. Ich könnte Ihnen sogar eine Wiederaufnahme des Prozeßes versprechen, aber mein Tod komme über Sie, wenn ich mich auf der Fahrt erkälte!" Zwei Stunden vergingen, bevor der Krankenwagen kam. Der Chauffeur hatte während der Fahrt zweimal die Pneumatiks wechseln müssen. Mit großer Vorsicht und noch unter den wütenden Flüchen des Ministers, mit denen er das schmerzende Bein bedachte, wurde die Bahre in den Krankenwagen gehoben. Die Reise schien Dick kein Ende nehmen zu wollen. Er hatte an Selinski telephoniert und ihn gebeten, sein Bureau so lange offen zu halten, bis sie kämen. Es war acht Uhr abends, als der Minister in das „Theater" geleitet und der Film abgerollt wurde. Herr Whitbn verfolgte das Drama mit dem größten Interesse, und als es zu Ende war, schöpfte er tief Atem. „Soweit wäre das in Ordnung", sagte er. „Aber wie soll ich mich davon überzeugen, daß es nicht mit Absicht gestellt wurde, um dem Mann einen Aufschub zu verschaffen? Und wie soll ich mich davon überzeugen, daß der Vagabund derjenige ist, den Sie meinen?" „Diese Sicherheit kann ich verschaffen, Exzellenz", sagte Elk. „Ich bekam heute nachmittag die Photographien aus Gloucester. Er zog aus feiner Brieftasche zwei Bilder hervor, das eine im Profil, das andere en face, und legte sie vor den Minister auf den Tisch. „Führen Sie den Film noch einmal vor", befahl dieser, und sie sahen die Tragödie von neuem sich abrollen. „Aber was um Hnmnels willen bat denn der Operateur angestellt, um diesen Film ouszu- nehmen?" „Er ging aus, um die Aufnahme eines Dachses zu machen. Ich weih dies, Exzellenz, weil Herr Selinski mir alle zu feiner Verfügung stehenden Informationen mitgeteilt hat." Der Minister sdh Dick an. „Sie sind aus dem Staatsanwaltsdepartement, ich erinnere mich jetzt sehr gut an Sie. Ich muh Ihrem Manneswort glauben. Dies ist kein Fall für einen Aufschub, sondern nur für eine Wiederaufnahme des Prozesses, zur Aufklärung sämtlicher Umstände." „Ich danke, Exzellenz," sagte Dick und wischte sich den Schweiß von der Stirne. „Sie können mich jetzt in das Ministerium des Innern bringen," brummte der dicke Mann. „Morgen werde ich ja wahrscheinlich Ihren «amen und Ihr Gedächtnis verfluchen, obgleich ich gestehen muß, daß ich mich mit dieser Fahrt beinahe besser fühle. Ich möchte Liefen Film haben." Sie mußten warten, bis der Film in die Kassette gebracht wurde, und dann halfen Dick und Elk dem Sekretär in das wartende Krankenauto. Um vierte! neun lag der Urteilsauftchub zur HmUdd)rift des Königs bereit in Dicks Händen. Und das Wunder, das der Minister gar nicht zu hosten gewagt hatte, begab sich. Er war imstande, mit Dicks und eines Stockes Hilfe nach einem Auto zu humpeln. Vor dem Großen Palast standen Wagen um Wagen. Es war die Nacht des ersten Balles in dieser Saison, und die Halle bot ein unvergeßliches Bild. Die fürstlichen Juwelen der Damen, das Scharlachrot, Blau und Giftgrün diplomatischer Uniformen, der Glanz der Orden, — so unzählbar wie nächtliche Sterne, und — mehr noch, die Organisation dieser prächtigen Veranstaltung fesselten Dick, während er müde und bestaubt, eine sonderbar kontrastierende Figur, an einer Säule lehnte und bas Gepränge an sich vorüberziehen ließ. (Fortsetzung folgt.) 978a Gardinen Verkauf: Seltersweg 81 Es hat sich bei uns in'den letzten Monaten ein größerer Posten Stores, einzelne Stücke und paarweise, angesammelt, die von uns im Sortiment nicht mehr weitergeführt werden und die deshalb weit unter sonstigem Preis abgestoßen werden. jedes Stück durchweg Mk. im Haus der Handarbeit ca. 100 Stores moderne Muster in Tüll und Etamine mit imitiert. Fileteinsätzen und Tüllvolant, gute Qualitäten und solide Ausführung ca. 50 Stores weit unter sonstig. Preis I mit breiten Filet-Einsätzen und Spitzen, mit Motiven u. Klöppeleinsätzen aus guten Etamine- Stoffen gearbeitet jed. Stück ^AOO durchweg ■ ■ ■ Mk. ■ Der Plan Über die Herstellung einer unterirdischen Telegraphenlinie von Lollar nach Bahnhof Daubringen liegt bei dem Postamt in Lollar von heute ab 4 Wochen aus. Gießen, den 31. Januar 1927. Telegraphenbauamt. 973D Bekanurmattmng. In den Wagen der städtischen Straßenbahn tuurben in der Zeit vom 1. September bis 31. Dezember 1926 nachstehende . Gegenstände gefunden: 2 Herrenschirme, 3 Damenschirme, f 1 Kinderschirm, 1 Farbkasten, 5 Paar Handschuhe, 1 Kinderhut, 1 Gürtel, 2 einzelne Handschuhe, 1 Mütze, 1 Brosche, 2 Handtaschen, 1 Mäppchen und 1 K inderschürze. Vorbezeichnete Gegenstände können bei bei unterzeichneten Verwaltung, Zimmer Nr. 3, in Empfang genommen werden. Gießen, den 27. Januar 1927. Direktion der Straßenbahn: ©tolle. 970D fic Holzversteigerung vom heutigen ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 6. Februar 1927 ab bei den Hebstellen in Empfang genommen werden; Ablaus der Zahlungsfrist 18 Februar 1927. Ueberweisung und Beginn der Abfuhr Montag, den 7. Februar 1927, vormittags v Uhr. Gießen, den 28. Januar 1927. Hess. Forstamt Gießen. Stammhslz-Verkaus. Die Gemeinde Krofdorf (Kreis Wetzlar) verkauft im Wege des schriftlichen Angebots aus den Distrikten 6, 7d. e., 14a, 21b, 23f, 24c und 25a: Eichen -- 39 St. Kl. 1 -- 11,13 fm 161 St. Kl. 2 ---- 64,67 fm 66 St. Kl. 3 -- 37,49 fm 26 St. Kl. 4 — 19,21 fm 7 St. Kl. 5 = 7,93 fm aus den Distrikten 7a, 7b, 8d unb längs der Straße Krofdorf—Waidhaus: Fichten = 85 St. Kl. la --- 11,98 fm 145 St. Kl. 1b = 35,84 fm 43 St. Kl. 2a --- 21,86 fm 5 St. Kl. 2b --- 4,25 fm 2 St. Kl. 3a = 2,55 fm Das Nadelholz ist geschält, aber mit der Rinde gemessen. Zuschlag bleibt Vorbehalten und ist Bieter 2 Wochen vom Gr» öffnungsternun an gerechnet, an lein Gebot gebunden. Zahlung ein Drittel bei Zuschlagserteilung, Rest vor der Abfuhr spätestens jedoch am 15. März 1927 an die Gemeindekasse in Krofdorf. Absi^-r» termin 1. September ds. Js. Nähere Auskunft durch Förster Möller, Krofdorf bei Gießen. Angebote je Festmeter, nach Klassen getrennt, sind bis zum 18. Februar ds Js. 10 Uhr vormittags, an das Bürgermeisteramt in Krofdorf einzureichen. Krofdorf, den 28. Januar 1927. Ter Bürgermeister. 924V Hütiniitr Sutil* ».ssciiMimk sucht beitens elngefübrien OTtA Ortrvertteter Bewerbungen mit Lichtbild erbtiten Gebe. kchorn, A.-G.. Jena. Holzsndniissiott Tie Gemeinde Rüddingshausen beabsichtigt nachbenanntes Nutzholz auf dem Wege des schriftlichen Angebots zu verkaufen: Eichen-Schcitholz 2. Klasse 3 Stück = 2,15 Fstm. 3. 2 „ = 1,11 „ Eichcn-Bauhokz 2. Klasse 2 Stück - 1,70 Fstm. 3. ,, 12 „ = 8,40 „ 4. ,, 25 „ = 11,97 „ Kiefern-Stammholz 2. Klasse 2 Stück = 2,91 Fstm. Grubenholz 37 „ — 6,46 „ Fichtcn-Ttammholz 2. Klasse 1 Stück = 2,89 Fstm. 3. „ 15 „ = 26,35 „ 4. 32 „ = 32,56 „ 5a-Kl. 136 „ -- 90,03 „ 5b-Kl. 304 „ = 94,53 „ Die Angebote sind bis Freitag, den 4. Februar 1927, nachmittags 3 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Eröffnung erfolgt. Die Bedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben. Nähere Auskunft erteilt Förster Kalberlah sowie die Bürger- meisterei. 959V Bürgerm. Rüddingshausen (Post Londorf) ____________Müssig.______________ Mu.MllMlMkskeigeiW Die Gemeinde Wißmar verkauft am Samstag, den 5. Februar von 10 Uhr vormittags an bei Wirt Bittendorf: a) Nutzholz. Distrikt 9, 26, 27, 30, 31, 37 und 39: Eiche: Stämme etwa Kl. 2—60 St. = 23 fm Stämme etwa Kl. 3—19 St. — 14 fm Stämme etwa Kl. 4 — 2 St. — 2 fm Schichtnutzholz von 4 m Länge (Deichselholz) 14 rm. Buche: Kl. 3 und 4 - 12 St. --- 10 fm Nadelholz etwa 100 Stämme mit 30 fm. b) Brennholz. Distrikt 9, Reitzensteinerwald, 11, 12 Kennelsheck und 13 Totermann: Eiche: 8 rm Scheit u. Knüppel, 5 rm Reiser. Buche: 676 rm Schelt u. Knüppel, 1068 rm Reiser. Tas Nutzholz kommt zuerst zum AuS- gebot. Bedmgungen werden im Termin be- fanntgegeben. Krofdorf, den 27. Januar 1927. Ter Bürgermeister. 925V FRANZ NEUMEIER Spezialhaus für Arbeiter- und Berufsschuhwerk Gießen / Sonnenstraße 20 Vetüun.iSfahtge Schokoladen n. Zucker- waren-,>abrik >uchl bet Ohohl'ten und DetatUtften aut ei meiübrien Vertreter Sckrtülicke An rebote nut. Angabe von I Nef unter 0672 an den (Sie ;ener Anz. •••eeeeeeeeeeeeeeeeseeet Holzwolle als Pack» und Streitnnt.el lehr gut geeignet. haben lausend abzugeben 934D Fr. Harries & do., Wleseck. girfmim m Wrrjtni) ii.3t.rtnt, $erge6iini] vo« Wrlciftlmgcn. 1. Lieferungen. 4870 t Nheinsand, 11370 t sonstiger Flußsand, 4180 t Basaltmehl, 4650 t Basaltsplitt, 11140 Sack Zement. 2. Fuhrlcisrungen. Ab Bahnhof Lollar ca. 2500 t Klein- Pflaster- und Nandsteine, ,, „ Lollar ca. 60001 Sand und Splitt, „ „ Gießen und Abendstern ca. 4300 t Kleinpflaster- und Randsteine, „ „ Gießen unb Abendstern ca. 5100 t Sand und Splitt, „ „ Butzbach ca. 34001 Klein- pflaster- und Randsteine, „ „ Butzbach ca. 44001 Sand und Splitt, „ „ Bad-Nauheim ca. 43001 Kleinpslaster- und Randsteine, „ „ Bad-Nauheim 30801 Sand und Splitt, „ „ Friedberg ca. 1300 t Älein» Pflaster und Randsteine „ „ Friedberg ca. 1870 1 Sand und Splitt, „ „ Nieder-Wöllstadt ca. 1600 t Kleinpslaster- unb Randsteine, „ „ Nieber-Wöllstadt ca. 13201 Sand und Splitt, „ „ Groß-Karden ca. 1200 t Kleinpslaster- unb Randsteine, „ „ Groß-Karben ca. 1100 t Sand unb Splitt, , „ Dortelweil unb Vilbel ca. 25001 Kleinpflaster- und Ranbsteine, I „ „ Dortelweil unb Bilde! ca. 2200 t Sand unb Splitt. 1 Die Angebotsvordrucke können gegen Einsendung von je 1 Reichsmark für Lieferungen und Fuhrleistungen von der । Provinzialbauverwaltung Gießen, Land- graf-Philipp-Platz 3, bezogen werden, woselbst auch nähere Auskunft erteilt wird. Tie Angebote lind bis zum 10. Februar 1927, vormittags 10 Uhr, daselbst einzureichen, wo auch die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bieter erfolgt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 27. Januar 1927. Provinzialbauverwaltung: Cellarius. 987V Zagoverpachtung. Am 7. Februar 1927 nachmittags \XA Uhr wird in der Wirtschaft Tietz, dahier die der Gemeinde Weitershain zu- stehende Jagd auf weitere 9 Jahre verpacktet. Ter Jagdbezirk der Gemeinde umfaßt etwa 560 ha Feld unb etwa 100 ha Wald. Bürgermeisterei Weitershain: Reichert. 9710 SONDERANGEBOT Jedes Paar 95 Pfennig Hausschuhe Einige 100 Paar Dirndl- und Kamelhaarstoff