Nr. 74 (Erft« Blatt 177. Jahrgang Dienstag, 29. März 1927 fr |d> e in t tdghd), a»6« Sonntage wnb Frierlage. Beilagen. Wietzener FamtliendILtter tzennat tm VUd Die Scholle tlonati«Be5Hfl»prete; 2 5teid)emarh und 20 Retchepfennig für Träger» lohn, and) bet Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechonj chlüsser 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Oletzeit. postschcckksnto: Frankfurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrrtf vnd verleg: vrühl'sche UniversilälL-vuch- und Steintruderet U. Lange In Sietzen. Schriftleituna und Scschäst5ftelle.- 5chnMratze 7. leaaDet »n lajelatR fir die lagtonemmet Vie jem Nachmittag vorher Pr*» für 1 »ei höhe für Anzeiqen dm 27 mm Brette örtlich 8, an »wärt» 10 Neichspfenntg: für Ne- klameanjeigen von 70 mm ‘Breite 35 Netchapfennig, Dlotzvorfchrift 20*, mehr. Chefredaleteur. Dr. Frredr Wild Lange. Deranttvonlich für Volitih Dr. Fr. Wilh Longe: für Feuilleton Dr HTHyrio«: für den übrigen Teil Ernst Vlumschein; für den Anzeigenteil LTertr. tz.Bkdr, sämtlich m (Biegen. Der Haushalt der Reichswehr. Die (Etairebc des Reichswehrministers Dr. Getzler vor dem Reichstag. 2 e rlin, 28. Wirz. (B.D. Z.) Auf der Tagesordnung steht die -weite Lxsung M Wehr- etatS. Abg. €>tüd len (So-.) ersta.ict den AuS- schußberichr Die Ocfamtfumme für Heer und UZarinc betrügt in d dem Jahre 098 Million en. sie soll aber in den nächsten Jahren noch steigen. (Hört, hört! linkS). Don Sparsamkeit merke man in diesem Etat wenig. Der Berichter st atter schildert die Rachteile eines Berufsheeres: finanziell sei es auf die Dauer untragbar. Offenbar habe die Entente dieses Heer auch txm vornherein unbrauchbar machen wollen. Die Zahl der Garnisonen fei -u grob. Eine Zusammenlegung sei aber zugesagt. Bei der Einstellung von Ersatz werde bemängelt, baß die Kompagnie- führer infolge ihrer nahen Verbindung mit den früheren Regimentsvereinen Angehörige dieser Organiia ionen bevorzugen. Abg. Köslin, . de aufeinander angewiesen seien. (Beifall.) Abg. Freiherr v. Richthosen (Dem.) verlangt, daß die Reichswehr m republikanischem unb nationalem Geiste erzogen werde und mili- tärisch das denkbar Beste leiste. Dies Ziel tft bisher nicht erreicht. Die DerantWertung für 2lbstrichc am Etat kann man eigentlich nicht übernehmen, denn von der Schari e des Schwertes hängt die Erhaltung der Ration ab. Richt das Doll muß daS Vertrauen der Reichswehr erwerben. sondern die Reichswehr muß das Vertrauen deS DolkeS zu erwerben trachten. Man legt zu viel Wert auf Tradition und zu wenig auf die Gegenwart. (Sehr wahr! links.' Wir beantragen deshalb, daß die Einstellung der 200 OfstzierSafpiranten vom Wehrmini ft erium selbst vorgenommen ttrirb. Die Kommandeure und KompagniechefS können die Auswahl nicht objektiv treffen. Wenn wir auch unser kleines Heer möglichst schlagfertig halten müffen, so sind wir doch bei der heutigen Finanzlage zu der größten Sparsamkeit genötigt. Darum beantragen wir eine allgemeine Herabsetzung des EtatS um 10 Prozent. Die Demokraten werden nicht für daS Mißtrauensvotum stimmen Das Republikschuhgesetz. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". Berlin. 29. März. (Driv-Tel. deS O. 21.) Durch den Brief deS preußischen Ministerpräsident en Braun an Reichskanzler Dr. Marr, in dem dieser eine befdüeunigte Erledigung des am 21. Juli d. I ablaufenden Republtkschuygesetzes fordert, ist daS ganze Problem erneut in den Mittelpunkt der öffentlichen Meinung gestellt worden, wobei die Blätter der Linksparteien Genf, 26. März. (Wolff.) Der Vorberei- tungSauSschuß für die AbrüstungSkonferenz fetzte die Aussprache Über die Begrenzung der Landstreitkräfte fort, wobei der belgische Senator de Brouckere im Zusammerchana mit dec Frage der Begrenzung der ausgebildeten Reserven sich sehr entschieden gegen die Idee der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht wandte, ohne die nach ben Erfahrungen der Geschichte nur jene Staaten auSkommen könnten, deren Grenzen nicht direkt bedroht seien. „2hif dem Kontinent," so erklärte der belgische Dertreter, „können wir nicht auf die allgemeine Wehrpf 1 cht verzichte n." Der japanische 2krtreter Sato psllchtete in vollem Ausmaß den von dr Brouckere vorge- brachten Argumenten gegen die Begrenzung oct ausgebildeten Reserven und für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht bei und er- ilärtc, daß es für Iapan. das vor fed»ig Iah- ren die allgemeine Wehrpflicht einführte, außerordentlich schwer sein würde, auf die allgemeine Wehrpflicht heute zu verzichten. Der französische Delegierte Paul "Douceur unterstrich mit allem Rackdruck die Schlußfolgerung des belgischen Eiertreters, daß die Begrenzung der ausgebildeten Reserven unmöglich sei. Auch deshalb nicht, weil infolge des Weltkrieges fast in allen Ländern fün ehn bis siebzehn Iahrgänge militärisch ausgebildet sind, ganz abge'ehen davon, daß die zivile Ausbildung ebenso wirllam fein könne wie die militärische. Was herabgesetzt toerhen lönnc, das fei einmal die Dienstzeit und dann die militärischen Ausgaben, deren Herabsetzung überhaupt daS wirksamste Mittel für die Begrenzung der Rüstungen dar- stel.'e, weil sie die übermäßige Anhäufung von Kriegsmaterial verhi.-.dere und damit gleichzeitig auch die Möglichkeit der raschen Mobilisierung der ausgebildeten Reserven und die unmittelbare militärische Stoßkraft herapletze Lord Roben Cecil wieS in beßug auf die vrn dem belgischen Dertreter abgelehnte Herab- 'etzung b~r jährlichen Kontingente darauf hin. daß in Deutschland vor dem Kriege nur 60 Prozent der jedes Iahr zur Okrfügung stehenden neuen Mannschaften eingestellt wurden, daß also eine Herabsetzung deS jährlichen Kontingentes lehr Wohl nntgcroiTmcn werden könnte. Lerd Rober. Cecil sprach schließlich sein Bedauern aus daß es ihm nicht gelingen wolle, den Ausschuß für feine Auffassung zu gewinnen. Der helländifchr Delegierte Rutgers, der der englischen Aullai'ung voll zustimmte. erklärte, daß man llch bei der Begrenzung der Landstreit- Iräfic nicht r.ut auf die Friedenspräsenzstärke beschränken könne, man mülle vielmehr auch die ausgebildeten Relerven berücksichtigen. Die Sickerheitsfragc werde bei der Begren.zung der Landstreitträfte ollzu ehr in den Vordergrund gestellt denn durch Einschränkung der ausgebildeten Reserven werde lern Land daran ver- ö.n.dert, im Kriegsfälle alle ihm zur Verfügung stehenden Reservefräfte. gleich gültig, ob sie aus- gebildet find oder nicht, in den Kampf zu stellen. Der deutsche Delegierte Graf Dernftorff pllichtete den technischen Darlegungen des holländischen Delegierten weitgehend bei. Die ausgebildeten Reserven müllen in irgendeiner Weife zumeist für eine Verlängerung deS Gesetzes eintreten, während die Rea)!svrellc das Gesetz als bereits überfällig ansieht. AuS diesem Für und Wider läßt sich immerhin so viel schließen, daß eS bei der Erledigung deS Gesetzes, wie daS in Deutschland zumeist zu geschehen pflegt, zu einem Kompromiß ftmnncn wird, dahingehend, daß man wirkllch überfällige Paragraphen deS Gesetzes a u S s ch a 11 c t und die übrigen, vor allen den, der die Frage der Rückkehr des früheren Kaisers betrifft, eigtr. wie bereits an dieser Stelle angedeutet, neuen Formulierung unterzieht. Wie wir erfahren, hat jetzt der Reichsmmister des Innern die Frage zu regeln, und wir glauben au wissen, daß von feiten des Reichskanzlers auf Grund des Briefes deS preußischen Ministerpräsidenten um eine beschleunigte Behandlung gebeten wurde Erst wenn das Reiä^innenministerium sich damit beschäftigt hat. dürfte das Kabinett im einzelnen dazu Stellung nehmen. GS ist zu erwarten, daß dieS. schon in Anbetracht dessen, daß daS Gesetz sobald abläuft, m kurzer Zelt geschehen wird. Ausnahmerechl in Ostoderschlesien? ftattorolß. 29. Mär,. (Wolfs.) Bei einer großen Versammlung der korsantyPartei In ftatio- rolß machte der polnische Abgeordnete 3 a n I hf n Mitteilung von einem Gesetz, bas In allernächster Feit Im schlesischen Sejm cmgcbrad)l werden soll imb dessen Annahme sid-cr sei. Dieses Gesetz solle den schlesischen Wofurobcn zur 21 u f I ö f u derjenigen Slabloerroaliungcn crmad;figen. deren Mitglieder ein Verhalten zeigen, das m 11 den Sfaatsbürgerpflidjlen unvereinbar sei. Das Gesetz richtet sich gegen die als Ergebnis der letzten kommunalraahien In den Stabten Ostoberschlesiens gewählten deutschen Mehrheiten in den Stabtparlamenten. bet der Begrenzung btt Landstreitkräste berücksichtigt werden. Mit besonderem Interesse habe ich von den Ausführungen des belgischen Vertreters Kenntnis genommen, als er von den schlimmeren Folgen sprach.' die für einige Länder des europäischen Kontinent- die Aushebung der allgemeinen Wehrpflicht mit sich bringen würde. Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Ruhanwendung dieser Ansicht auch auf andere Länder deS europäischen Kontinents bald erfolgen würde Die wirksamste Weise der Abrüstung wäre zweifellos eine möglichst kurze Ausbildung. Aber eine einjährige Ausbildungszeit wäre bei Anwendung dieser Methode immer noch zu groß. AIS vor einigen Iahren die großen Militärs in Versailles die Bestimmungen für die deutsche Wehrmacht berieten und auÄarbeiteten, wurde Deutschland schließlich ein System aufoltroiert. das eben darauf gerichtet ist. Deutschland feiner Reserven vollständig z u berauben, um Deutschland jede militärische Angriffs- oder Derteidigungskraft zu nehmen. Es wäre also ein seltsame- Abgehen von einem Grundsatz, der vor einigen Iahren als das beste Prinzip für die Abrüstung auf- gestellt wurde, wenn man eben diesen Grundsatz wieder aufheben wollte Der Leitgedanke des englischen SntwurlS ist die Herabsetzung der ausgebild5ten Reserven. Ich unterstütze diese Idee, v^'irde aber jeder andern Methode zustimmen können unter der Voraussetzung, daß sie zur Abrüstung führt. Der belgische Vertreter, de Broucköre. erklärte, daß in der Frage der allgemeinen Wehrpflicht zwischen ihm und dem deutschen Vertreter weitgehende llebcrei-nfttmmung bestehe. Rur dürfe nicht übersehen werden, daß er, Brouckere. die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht auf dem europäischen Kontinent nur für solange verlange, als nicht die nötige Sicherheit geschallen sei. Er wolle aber den deutschen Vertreter warnen, diplomatische Instrumente. wie den Versailler Vertrag, in die Diskussion zu ziehen. Graf Bernstorf wieS darauf hin. daß gerade die gegenwärtigen Arbeiten auf die in dem Versailler Vertrag enthaltene internationale Verpflichtung zur allgemeinen Abrüstung zurückgehen. Die Auffassung deS belgischen Vertreters über fernen Hinweis auf den Versailler Vertrag fei also irrig, und es sei geradezu unmöglich, nicht vom Versailler Vertrag in diesem Zusammenhang zu sprechen, der die Grundlage der Abrüstungskonferenz selbst ist. Graf Bernstorf füg c hinzu, daß tatsächlich nach seiner Auffassung ein Milizsyst cm mit kurzer Ausbildungszeit das Ideal Ware. Diese 21b- rüstungsmethode kann aber heute noch nicht diskutiert werden. Die Milizfrage kann mit Deutschland nicht erörtert werden. daS lehre allgemeine Wehrvllicht hat und vollkommen abgerüftet ist. Ich hoffe aber, daß der bei» gisch: Vertreter jedermann von der Rotwendig- leit der allgemeinen Wehrpflicht überzeugentoiti) und möchte bei dieser Gelegenheit das berühmte Wor. aus der Schlacht bei Fontenoy variieren indem ich den Vertretern der gerüsteten Länder zurufe: .Meii^ Herren! Rüsten Ste zuerst ab!- die vorbereitende Abrüstungskonferenz. gekttmgsschau. Ausland und Wilmsvrozeß. Sn der „Täglichen Rundschau- beleuchtet Heinrich Rippler einmal die ungeheuerlichen Folgen, die die Fememordprozesse für unsere Außenpolitik haben müssen. Er schreib!: Alle furchtbaren Lehren, die die Geschichte dem deutschen Volke in den letzten Jahren gegeben hat. haben es noch nicht aus seiner egozentrischen (Umstellung herausheben können. Mr sind wir und betreiben unsere inneren Angelegenheiten so, als ob wir allein auf einer Insel lebten und die übrigen Völker eigentlich gor nicht vorhanden wären. Seit Monaten geben wir dem Auslände das Schauspiel der Fememordprozesse. und toenn Herr Poincare einsichtia ist, wird er merken, daß er die Unsummen, die er für sein Spionenheer in Deutschland zahlt, eigentlich umsonst hinauswirft, da wir ihm alles Wissenswerte durch unsere Gerichte gratis und freiwillig und in sensationellster Aufmachung servieren. Wir wünschen die Befreiung des Rheinlandes und machen für sie dadurch Stimmung, daß wir alle die Notmaßnahmen, die wir in unseren schlimmsten Zeiten, im Jahre 1922 und 1923, treffen mußten, in immer wieder sich wiederholenden Ge- richtLverhondlungen dem Auslande recht eindringlich ins Gedächtnis prägen. Der Verteidiger im Wilms-Prozeß hatte recht, als er seststellte, daß es kein Land auf der Erde gibt, das eine derartige Selbstschädigung und Selbstbezichtigung vollziehen würde, und er hätte hinzufügen können, auch kein Land, das gegen Leute, die immerhin in seiner, schwersten Zeit ihm dienen und ihr Leben für ihr Volk einsetzen wollten, rücksichtsloser, un dankbarer und roher gehandelt hätte. Wie das Gericht urteil im Wilmspcozeh besagt, bestanden die Arbeitskommandos, um die Reichsivehr zu stärken und einen Schutzwall gegenüber Insurgenten und Einfällen von außen her zu bilden. Es waren Gebilde einer Ausnahmezeit, die auf Ge Heimhaltung angewiesen waren, weil sonst der Staatsregierung Schwierigkeiten entstanden wären, und weil jeder Verrat einer Menge Menschen das Leben gekostet hätte. Diese Arbeitskommandos bestanden aus zusammengewürfeltem Volk, neben Idealisten dienten verlorene Leute, Abenteurer und Draufgänger, die sich nach dem Kriege im bürgerlichen Leben nicht mehr zurechtfinden konnten. Es kamen schwere Untaten vor, die ihre Sühne finden mußten, aber doch nur nach Maßgabe jener Zeit und nach der Maßgabe der Verhältnisse, in die die Leute von der Regierung selbst hineingestellt worden sind. Man hätte die Leute vor ein militärisches Ausnahmegericht stellen und ein Urteil in der Gesamtheit aussprechen müssen. In Preußen beliebte man aber, um ja die Volkserregung möglichst lange wach zu hatten und dem Auslande aenügend Hetzstoff für Jahre zu geben, diese Gerichtsverhandlungen vor» bürgerlichen Gerichten, noch dazu vor solchen mit erheblichem politischem Beigeschmack, durch Jahre hinzu schleppen, ihnen durch parlamentarische Untersuchungsausschüsse die nötige Resonanz zu geben und die Rechtsprechung mehr oder weniger in die Hände der Linkspresse, für die alles nationale Tun von vornherein ein Verbrechen ist, zu spielen. Wenn das Vertrauensverhältnis des deutschen Volkes zu seiner Rechtsprechung erschüttert ist, durch die Fememordprozesse ist es nicht gehoben, sondern bis zur Wurzel vergiftet worden. Das vierfache Todesurteil hn Wilmsprozeß wird nirgends verstanden werden, und noch viel weniger das Auf- treten der Staatsanwälte, die als Funktionäre der Linkspresse zu sprechen schienen und nicht als Vertreter der „obsekttosten Behörde der Welt". Wenn die Staatsanwaltschaft es mit ihrem Gewissen vereinigen konnte, das Todesurteil gegen die vier Männer zu beantragen, fo konnte sie doch nun und nimmermehr Leuten, die einen militärischen Befehl auszuführen glaubten und nach Lage der Dinge fast ausführen mußten, die bürgerlichen Ehrenrechte für immer aberkennen wollen. Diese vom Gericht abgelehnte Gehässigkeit hat mit der Findung des Rechtes nichts mehr zu tun, sondern nur mit der politischen Einstellung jener Parteien, die jeden Militarismus, jede Wehrfähigkeit bis zum letzten Keime ausrotten wollen. Der Gerichtshof selbst hat ein Gnadengesuch für die Verurteilten eingereicht; aber was nützt ein Gnadengesuch gegenüber Leuten, die auf jeden Fall " vernichtet sind, und denen ihr Recht nicht geworden ist. Wenig rühmlich war auch die Rolle der Reichswehr gegenüber den Leuten, die sie doch schuldig werden ließ und dann ihrer Pein überließ. Mächtiger als je aber hat sich der Terror der Linkspresse gezeigt, dem gegenüber sich leider und zu ihrem dauernden Verhängnis unsere Rechtsprechung nicht unverwundbar und unangreifbar zeigte. Wir fürchten, daß das Wilmsurteil, bei dem nun auch endlich der meistgehaßte Schutz, wenn auch ohne Beweise, zur Strecke gebracht worden ist, lange und schwer heilende Spuren im Rechtsempfinden des Volkes hinterlassen wird. Der Reichshaushatt. Berlin, 28. März. (VDZ.) Der Haushaltsausschuh des Reichstages setzte die allgemeine Aussprache über den Etat der allgemeinen Finanzverwaltung fort. Abg. Dr. Fischer-Köln (Sem.) begrüßte grundsätzlich die in der Haushaltsrede des Reichsfinanzministers vertretenen Gedankengänge sie ständen in entschiedenem Gegensatz zur Etatsrede des Ministers, wo er erklärt hatte, daß irgendwelche Reserven nicht vorhanden seien. Zu dem von Reinhold hinterlassenen Etat träten noch Reserven in Höhe von mindestens 660 Millionen. Bedauerlich sei, daß Drosselungs- Maßnahmen in erster Linie bei den s o z t a - l e n Teilen des Etats vorgenommen worden seien. Der Redner beantragt, die Streichung der Erhöhung der Dierfteuerentschädigung für die süddeutschen Länder und die Streichung von 10 Proz. im Reichswehretat, mit deren Hilfe Einkommen-, Körperschafts- und Zuckersteuer gesenkt werden könnten. Pauschaliere das Reich ferner die äleberweisungen an Länder und Gemeinden auf 2400 Millionen, so ständen für Steuersenkungen insgesamt 300 Millionen zur Versügung. Reichsfinanzminister Dr. Köhler weist die Auffassung zurück, daß seine Darlegungen im Haushaltsausschuß im Widerspruch zu seinen Ausführungen in der Etatsrede stehen und fährt dann fort: Auch damals habe ich schon an- gekündigt, daß wir an den Einnahmen für 1926 einen äleberschuß au erwarten hätten Es trifft ferner nicht zu, daß ich damals eine Erhöhung der Etatsaniätze für 1927 nicht für möglich gehalten hätte. Ich habe vielmehr zum Ausdruck gebracht, daß die Hoffnung auf ein erhöhtes Auskommen eine gewisse Berechtigung habe. Y?i Einziehung derEteuerrück st ändew' natürlich in jeder Bezrchung schonend auf bte wirtschaftlichen Verhältnisse Rücksicht genommen werden. Hinsichtlich der Reserve des Betriebsfonds muh ich feststellen, dah ganz ohne ihn nicht auszukommen ist. Rachdem wir anaefangen haben. Mittel deS Betriebsfonds einzustellen, werden wir bald gelungen sein, kurzfristiges Geld aufzunehmen. Wir müssen unbedingt darauf achten, daß der Wirtschaft nicht zu viel Geld durch die öffentlichen Verbände entzogen wird. Wir müssen Zurückhaltung üben. Bei den Abstrichen bei den für soziale Zwecke vorgesehenen Mitteln muß ich darauf Hinweisen, daß diese Abstriche gemacht sind, um gerade andere soziale Zwecke zu erfüllen, so die Erhöhung der Invalidenversicherung, die Unterstützung der Kleinrentner usw. Diese Abstriche sind auch deshalb gemacht worden, weil sie Der» steckte Ländersubventionen darstellen. Im Interesse der Klarheit des Verhältnisses zwischen Reich und Ländern müssen diese versteckten Subventtonen beseitigt werden. Vas neueWirtschastsprovisorium mit Frankreich. Berlin. 28. März. Roch am Samstagvormittag war die Presse voll von Rachrichten über ernste Schwierigkeiten, die in den Pariser Verhandlungen über eine Ergänzung des laufenden Wirtschaftsprovisoriums und die Grundlagen für einen endgültigen Handelsvertrag aufge- treten seien: der ,Petit Parisien" hatte sich dabei mit einer besonderen Alarmmeldung hervorgetan und einen Einschüchterungsversuch mit dem Hinweis auf eine wahrscheinliche Kündigung des Provisoriums per 31. März gemacht. In dem Augenblick aber, an welchem diese bedrohlichen Mitteilungen ihren Weg in die deutsche Presse fanden, hatte sich das Bild bereits grundlegend gewandelt: nächtliche Verhandlungen vom Freitag zum Samstag hatten eine Verständigung in den Hauptpunkten ergeben. Die Differenz, um die es sich drehte, betraf nicht, wie das von französischer Seite behauptet wurde, das deutscherseits verlangte Kontingent an Einfuhrwaren, besonders Chemikalien, das in entsprechend höherem Ausmaß als Gegenleistung für das Zugestäiidnis eines französischen Weinkontingents zu den gleichen Bedingungen verlangt wurde, die Spanien und Italien genießen, sondern in der Hauptsache den Verteilungsmodus: die Frage, ob die chemischen Erzeugnisse Deutschlands im freien Verkehr zwischen französischem Verbraucher und deutschem Lieferanten eingeführt werden dürften oder nur durch Vermittlung einerSachlieferungs-Organisation, in der die Konkurrenz, die französische chemische Industrie, eine entscheidende Rolle spielt. Diese Klippe ist umschifft worden, so dah die Gefahr eines vertragslosen Zustandes nach dem 31. März nicht mehr besteht: im Gegenteil ist das bisher bis 31. Mai laufende Provisorium, das die Franzosen einseitig zum 31. März hätten kündigen können, nunmehr bis Ende Juni verlängert. Ob die Einzelheiten in allen Punkten dem deutschen Wirtschaftsinteresse entsprechen, und ob nicht die eine oder andere Gegenkonzesswn gemacht werden mußte, um eine Verlängerung des Provisoriums bis zu einem Zeitpunkt herbeizuführen, bis zu welchem voraussichtlich der neue französische Zolltarif vom französischen Parlament angenommen sein wird, steht Im Augenblick noch dahin. Zugleich sind aber in den jüngsten Verhandlungen die Grundlagen für einen end - gültigen Handelsvertrag gelegt worden, in welchen drei recht erhebliche Konzessionen an den deutschen Standpunkt gemacht wurden: die Franzosen haben auf eine vorher verlangte I4monatige Karenzzeit verzichtet, während sich die französische Industrie der Ueber- segenheil der deutschen anvassen sollte, sie haben sich bereit erklärt, ihren Minimaltarif selbst auf die Vertragsdauer zu binden und an diesem vorher als unabänderlich bezeichneten Tarif in einzelnen notwendigen Positionen evtl. 016- str.cye vorzunehmen. Man darf also zusammen- faficm) feststellen. daß sich die außerordentlich schwierigen und langwierigen deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen, die sich zwei Jahre lang mit geringer Aussicht auf Erfolg hingeschleppt haben, nunmehr in einem aus- sichtsreichen Stadium befinden und nach Annahme de. Auch der Direktor des Goethe-MuseumS, Dr. Beutler, nahm noch Anlah, der Olbordnung im Ramen des Museums den Dank für die Rückgabe der Reliquien zum Olusdruck zu bringen. Der Fall Schnoor. Berlin, 28. März. (Itolff.) Der Polizei- Präsident hat gegen den Generalsuperintendenten der Kurmark, Dr. Dibelius, Der in der Angelegenheit des des Morde- beschuldigtenPfarvers öchnoor in Königshorst Vorwürfe gegen bit Polizei erhob, eine Beschwerde beim Ober- Kirchenrat eingereicht. Der Generalsuperintendent hat mitgetetlt, dah die in den Berliner Blättern veröffentlichten Aeuherungen teilweise nicht von ihm stammen, sondern dah es sich um einen Kommentar deS evangelischen Presseverbandes Brandenburg handele, den man ihm irrtümlich in den Mund gelegt habe. Sechs Kinder verschüttet. Am Sonntag nachmittag zwischen zwei und drei Uhr wurden sechs Kinder des Arbeiters Sebastian Hirsch von Ludwigshafen im Alter von 5 bis 15 Jahren, als sie in einer Sandgrube hinter dem Schlachthaus spielten, von sich loslösenden Erdmassen verschüttet. Das jüngst« der Kinder fand den Tod durch Ersticken. Die anderen Kinder konnten, nachdem sich der ältere Bruder fteigemacht und um Hilfe aerufen hotte, ausgegraben werden, ohne dah sie besonderen Scfjaben erlitten hatten. Die Eltern der Kinder waren in chrem in der Rähe befindlichen Pachtgarten beschäftigt, während di« Kinder in der Sandgrube spielten. Tleuer Weltrekord im Höhenflug. Der französisch« Leuttrant zur See S> e m o u - g e o t hat einen neuen Weltrekord im Höhenflug mit einem Wasserflugzeug ausgestellt. Er erreichte eine Höhe von über 9000 Meter. Der früher« Weltrekord betrug 8980 Meter. 136 japanische Bergleute bei einem Grubenbrand ums Leben gekommen. Bei einem Grubenbrand tarnen 136 Bergleute ums Leben. Bisher tonnten die Leichen von 60 Bergleuten geborgen werden. ^cttcrvorai'ssagc. Wechselnd bewölkt, milde, mtt vereinzelten Riederschlägen ist zu rechnen. Gestrige Tages- tempcraturen' Marimum 13,5 Grad Cefiius, Minimum 4.5 Grad Celsius: heutige Morgen- iemperatur 0.4 Grad Celsius. All8 der Provinzialhauptstadt. Stehen den 29 März 1927. 7. Derbandstag freiw. Feuerwehren des Areijes Giehen. Der 7. Berbandstag freito. Feuerwehren M Greife« Stehen fand, wie schon berichtet. am Sonntag, 27. b. M.. im Saale taB Gewerbe- ) aus es statt. Vertreten waren die Wehren von Annerod. Birklar. Großen-Buseck. Stehen. (@. F. F. und 5. ®. 5.). Lang-Göns. Drohen-Linden. Grwiberg. Heuchelheim. Hungen. Lich. Lollar, Uiedcr-Bessingen, Lechgestern und Klein-Linden. Ser Kreis-Verband zählt z. 3- 1553 Mitglieder. .■2egen dtenstlicher Verhinderung Halle sich Reg.- Rai Wols als Vertreter des Kreisomis ent* chuldigen lassen. Dem vom Vorsitzenden erstal- cp .'ahrcSbcricht ist zu entnehmen, dah im ^'lsv.rbondc alles gut bcftellt ist. ‘Xüdbltdcnb 4 da« Jahr 1926 erwähnt der Bericht den ^rri-ichen Vortrag von 3ng. Kuntzemüller >rr do» Verholten der Feuerwehren gegen- '?r b~n elektrischen Leitungen bei Vrondcn. - Spende von 20 Mark de« Krri«seuerwehr- ' i>r« Dickor6 - Gießen anlählich seine« Geburtstages zur Beschassung von Ausartungen sür 15jährige Dienstzeit, das 50jähr. ubUäum der sreiw. Feuerwehr Lich am 26. ö 27. 3unt und die im Anschluß an den sechsten rbstvcrdai'.dstag am 1. August stattgchabtc i'r be« 50jährigen Bestehet der sreiw. Feuerwehr LoNor. Die Auszeichnung sür 15jährige ?ienstzcit konnte an 431 Kameraden verteilt wcr- >.n. Die Auswärtsbewegung der MitgliedetAifser -ercchtigt zu guten Hossnungen. obgleich die veob- lchtigten Ju'ugrünbungen in Allendors a. d Lda . Vurkhardsselden und Mulchenheim noch nicht zur Tatsache geworden sind. Der Bericht gibt der Hoffnung Ausdruck, dah an der Gründung von Feuerwehren in den Gemeinden weiter rüstig gearbeitet wird. Der vom Rechner Kamerad Heinrich- Lollar erstattete Kassenbericht vcrzcichttet an Cin- nahmen 858 Mark an Ausgaben 777 Mark. Die versehentlich nicht auf die Tagesordnung gesetzte Wahl des geschästssührenden AuSschus- tes wurde auf einstimmigen Beschluß eingereiht. Sie ergab die Wiederwahl der Kameraden Brandinspcktor Fritz Wenzel- Gießen als 1. Vorsitze-den. KommandantS e i s a r t -Grünberg alS 2. Vorsitzenden, Kamerad Heinrich- Lollar. alS Rechner. Kamerad B r c i de r-Gießen als Schriftführer, Kamerad Schäfer- Lang-Göns alS Beisitzer. Ständige Vorstandsmitglieder sind der jeweilige Branddirektor und der Kreisfeuer- wchrinspektor (zur Zeit die Kameraden Braubach und D i ck o r e - Gießen). Die Feuerwehr Lich hat beantragt, daß die Bestimmung, nach der die Hilfe der Kreismotorfprihe nur von dem Bürgermeister bzw. Beigeordneten angerufen werden kann, dahin abzuändern, daß auch dem Feuerwehrkommandanten bzw. dessen Stellvertreter oder Leiter der Löscharbeit da« Recht zu- stehe, bei Bränden die Motorspritze anzufordern, wird dem geschäft-führenden Ausschuß zur Weitergabe an das KreiSamt überwiesen, ebenso der 'Inttag Leihgestern, dah bei Veranstaltungen, die größere Menschenansammlungen veranlassen Theater usw.) eine Feuerwache au stellen ist Der Antrag Hungen, den Herbst-Verband-- tag am 7. August in Hungen abzuhalten, wird . encbmigt. KrciSfcuerwehrinspektor Dickvrs ilt mit. daß die Führerkurse 1928 in Ober- ssen abgehalten werden und ersucht, bis dahin 'ne Beteiligung an den Kursen in die Wege zu . 11 CIL Der LandeSfeuerwehrtag findet vom 2. bis 4. Juli d. 3 in Worin« statt, es wird der Wunfch geäußert, daß die Wehren auS Oberheffen sich .^glichst zahlreich daran beteiligen, u. 11. Reisekassen eingerichtet werden. Kamerad Riedel- Gießen eriucht die Derfammlung. dahin zu wirten, daß der turnuSgemäh im 3ohro 1930 für Starkenburg vorgesehene Landes-Feuerwehrtag mit Rücksicht auf die in genanntem 3ahre stattfindende 75j2hrige Gründungsfeier der beiden Gießener Feuerwehren in Gießen stattfindet. Dieser Anregung stimmt die Versammlung zu. 3m Anschluß an die Tagung sand unter Leitung de« KretSseuerwehrinlpektors Dickors eine Prob? Vorführung der KrciSmotorspritze an der Klinkclfchen Mühle statt, der auch der Vorsitzende des Landesausschusscs der Hess. Feuerwehren. Damm- Friedberg, beiwohnte. Angesichts der großen Wasformaffen. die die Sprrhe in den Brandherd zu schleudern vermag, kam man zu der Hcbcrzeuaung. daß es Aufgabe besonder« der Landgemeinden, die nicht an einem Wasserlauf liegen, ist. durch entsprechende Anlagen für das nötige Wasser zu sorgen. Daß die Anfahrt der Spritze, die sich durch da« Mesfegewühl • in der Neustadt ihren Weg bahnen mußte, im Publikum zu der Annahme eines FeuerauSbruch« in der Mühle führte, und die Probe viele Zuschauer fand, sei nebenbei bemerkt. Eine bemerkenswerte Aufklärungsfahrt. Wie in früheren Jahren vor dem Kriege, io veranstaltete der Oberhes fischc Automobil - Club dieser Tage eine Aufklärungsfahrt unter Beteiligung von elf Wagen seiner Mitglieder und insgciami 50 Teilnehmern. Zweck der Fahrt war einerseits die Beobachtung und Registrierung aller den Straßenverkehr betreiienben Borgänae (role falsches Ausweichen, auf der falschen Seite fahrend, versperrend, schlechte ober fehlende Beleuchtung, sowie Verhalten von Fußgängern, Kindern und Vieh usw.) durch se zwei Beobachter in federn Wagen, andererseits die Feststellung des Zustandes der Straßen und ihrer Ueberfichtlichkeit. ebenso der Bahnübergänge, ferner des Zustandes ober des Fehlens der Orts- und Warnungstafeln. Gleichzeitig sollte den geladenen und zahlreich erschienenen Vertretern der Gerichtsbehörden, der Provinzialdirektion und des Kreisamtes, der Gendarmerie und der Polizei, der Stadtverwaltung, der Schulen, des Verkehrsvcreins, der Radfahreroerbände und des Verbandes der vereinigten Fuhrwerksbesitzer Ge- legenheit gegeben werden, sich aus eigener Anschauung ein Bild von den Verkehrsvorgängen auf der Straße zu machen. Rach kurzer Begrüßung im Clubheim durch den 1. Vorsitzenden, Dr. Gg. Gail, und Erklärungen und Anleitungen für die Fahrer und Beobachter durch den Fahrleiter, Reg.-Baurot Steinbach, gab der 1. Vorsitzende den Gästen einen kurzen Ucbcrbfirf über Zweck und Ziele der Fahrt für die Gesamtheit der die Straßen Benutzenden, und erläuterte kurz die zur Zeit schwebenden Fragen des Baues von Automobilstraßen und deren Aussichten. hierauf begann die Fahrt aus elf Strecken strahlenförmig von Gießen aus auf je etwa 30 Kilometer. woraus nach Einbruch der Dunkelheit die gleiche Strecke bei Beleuchtung zurückaclegt wurde. Die vorläufige Sichtung der Beobachtungen ergab die Zählung von 1058 Fahrzeugen am Tag, und zwar von 464 Fuhrwerken, 454 Fahrrädern, 25 Mo torräbern, 24 Lastkraftwagen imb 96 Personenkraftwagen. Hiervon fuhren auf ber falschen Straßen- leite: 32 Fuhrwerke, 28 Fahrräder und ein Per- sonenkrastwagen: falsch ausgewichen 1 Fuhrwerk und 5 Radfahrer: zu spät ausgewichen 11 Fuhrwerke und 2 Lastkraftwagen: im Halten bi« Straße oerfperrenb: 12 Fuhrwerke nnb 1 Personenkraftwagen. Ohne Beleuchtung fuhren 21 Fuhrwerke und 49 Radfahrer (!). Die Gesamtergebnisse werden noch eingehender bearbeitet und den interessierten Be Hörden und Stellen zur Verfügung gestellt. Die hierauf folgende Aussprache ergab wertvolle Hinweise auf Ergänzungen und Verbesserungen bei späteren Fahrten und bewies ba» große Inter- «sie aller Beteiligten an der Aufklärungsfahrt. (titCKcner TöochcumarNpreijt. 6« kosteten auf dem heutigen Wochenmarlt Butter 150 bi« 170. Matte 30 bi« 35. Wirsing 15 bis 20. Wethlraut 10 bis 20, Rotkraut 15 bi« 20. gelbe Rüben 10 bi« 15. rote Rüben 10, Spinat 25 bi« 30, Unter-Kohlrabi 8 bi« 10. Grünkohl 20 bis 25 Rosenkohl 30 bi« 40. Feld- falat 100 bi« 150. Tomaten 70 bi« 80. Zwiebeln 10 biS 20 Meerrettich 30 bi« 80, Schwaro- Wurzeln 30 bis 50, Kartoffeln 7, Aeplel 20 bis 50. Birnen 15 biS 25. Hüffe 70 bi« 80. Honig 50. junge Hahnen 100 bi« 120. Suppenhühner 100 bi« 120 Pf. das Pfund. Käfe 10 S ück 80 bi« 140 Pi.: Eier 11. Blumenkohl 30 bi« 100. Salat 20 bi« 40. Sndioicn 80 bi« 100. Lauch 5 bi« 15. Sellerie 20 bi« 50 Pf. ba« Stück: Radieschen 20 bis 25 Pf. ba« Bund. Vornoiizcn. Tageskalender für Dienstag. Stadtthea er: 7 Llhr ..Zaust" (Ende gegen 10,15 Uhr, Lichtspielhaus Bahnhofstraße: ..Pat und Patachon auf der Wolfsjagd". — Altoria-Licht- spiele ..Da« Rätsel ber Borvbudur." — — Au« dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die morgige zweite Aufführung der Leo Fallfchen Operette .Die geschiebene Frau" verdient um io mehr Teilnahme. ol« Fräulein 3 n g e van Heer vom Reuen Operettentheater in Frankfurt a. M. diesmal die „3ana" fingen wird. Zrb van Heer, die ja von einigen Gastspielen im .Lustigen Krieg am Anfang der Spielzeit noch in allerbester Erinnerung steht, ist inzwischen durch ihre Kunst und ihren Ebarme der Liebling des Frankfurter Theaterpublikums geworden. Die Wiedergabe mondäner Zrauenttzpen. wie in der .geschiedenen Frau". kann zudem als belondere Stärke der gastierenden Künstlerin gelten. 2.11 Bon der Landesuniversität Gießen. Der Privatdozent und Prosekto^ am anatomischen 3nfiltut der Universität Münster Dr. Hellmuth Becher hat den an ihn ergangenen Ruf als Rachfclger be« nach Bonn gehenden planmäßigen Ojtraorbinariu« und Prosettvrs Dr. S t ö h r angenommen. •* Interessante Erdbewegungsarbeiten finden gegenwärtig am Kugelberg statt. Dort wird der neue Straßenzug zwischen der gegenwärtigen südlichen Häuserreihe und dem Bahndamm durch umfangreiche Erdaufschüttungen geschaffen, nachdem die ManalHation«- und Wal- ierleitungsarbeiten beendet sind. Das neue Stra- ßengclande lieht zur Zeit bahndammartig aus. da beider'eitig mit ber Bebauung noch nicht begonnen wurde. Die zum Ausfullen benötigten Erbmassen werden an i>er Geländeerhebung beim Universitä'sfportplatz gewonnen und mittels Feld- babnbetneb an die Stelle des Straßenneubaues gebracht. Die Erbmassen werden natürlich einige Monate Zeit gebrachen, dis sie sich so weit gesetzt und gefestigt haben, bah die Chaussierung der Straßendecke in Angriff genommen werden kann. Mit der Bebauung beiderseits der neuen Straße wird allerdings schon in Kürze begonnen werden. Da« umfangreiche neue Wohnviertel am Kugelberg. ba« gegenwärtig durch die Stadt und und die Baugenossenschaft 1894 in regem Ausbau begriffen ist, wird dann noch eine umfassendere Erweiterung erfahren Da in den leider recht engen Straßen dieses Viertels den Kindern bei notwendige weite AuSlaus nicht zu bieten ist wird beabsichtigt, unterhalb des Uniberfität«- sportplahes einen Kinderspielplatz herzurichten, auf dem sich die Heine Gesellschaft unmittelbar am Waldesrand nach Herzenslust austoben kann. Dieser löblichen Absicht kann man nur zustimmen « der Hsvftnrng. daß frt möglichst bald zur guten Tat werden möge. e< Zur Ablös ung öffentlicher Anleihen. Der Reichsmimster der Finanzen veröffentlicht eine achte Verordnung zur Ausführung des Gesetzes über die Ablösung öffentlicher Anlechen. wonach die Frist für Anträge auf Dar- ablöfung von Anleihe-Kleinbekrägen bi« zum 30. April verlängert wird. " 8 i ne finnige ® eb u r t «t a g • g a b e bat da« Palmenhaus-Orchest« unserem ältesten Mitbürger. Musikdirektor »hr. Kruse, au« Anlaß seines 88. Geburtstages dargebracht. G« besteht in einer mit Widmung versehenen ein- gerahmten Photographie der jetzigen Palmenbauskapelle. Herr Kruse war beim Ginpsang ber Gabe zu Tränen gerührt und erflärtc. er müsse nach Frankfurt, um seinen Kollegen im Palmengarten persönlich zu banfen. '• * Werbeabend desTurn-Vereins von 1 846 in ben .Palastl ichtspielen'. Man schreibt uns. Zwet große Ereignisse des Jahres 1926 waren besonders dazu angetan, die Leistungsfähigkeit der Deutschen Turnerfchaft in hohem Maße bervvrzuhcben Gs waren dies die Deutschen Kampfspiele in Köln und die Meisterschaften der D. T. im Dolks- turnen und Schwimmen in Düsseldorf. Beide Veranstaltungen sind kinematograpbisch auf genommen und zu einem einheitlichen Film zusamm.m- gestellt worden. Der leitende Gedanke hierbei war, keine lofe Aneinanderreibung der Gescheh- nifse zu bringen, sondern in zusammenhängender Form zu zeigen, wie die Deutsche Durnerschast nicht nur in ber körperlichen Erziehung der Massen, sondern auch in der AuLbllduna des Einzelnen In iedem von ihr betriebenen Zweige der Leibesübungen Hervorragende« leist«. Höhe- punkte in dem Film bilden die Ankunft t*r Amerikariege mit bnn Fluglagen in Köln und ihr Turnen im Stadion. 5>a» ist die einzige Filmaufnahme, die von ber Riege, die burch ihr Wirken in Amerika so viel zur Hebung be« deu.schen Ansehens bei getragen hat, besteht. Der Film bietet Gelegenheit, die besten Wetturner imb Wettkämpfer ber D. T., bie den meisten nur dem Ramen nach bekannt sind, auch einmal persönlich in il ren Leistungen beobachten imb bewundern zu können. Fernerhin ist er aber dazu angetan, - und da« ist sein Hauptzweck den ausübenden Turnerinnen und Turnern Anregung zur Racheiserung zu geben, und, da er aus jedem Tätigkeitsgebiet ber D. T. Ausschnitte bringt, zugleich als außerordentliches Werbemittel für bie Deutsche Turnsache zu bienen. Der Film läuft am Donnerstagabend. Musikausschuß des Hessischen Sängerbundes tagte kürzlich in Darmstadt unter dem Vorsitz de» Bundes Vorsitzenden. Oberregierungsrot Dr. 6 11 g e r t. und wählte stapellmeistcr Otto Naumann in Mainz zum Bundeschormeister. LSR. Wie lange gelten bie Wohl jahrtsbries marken? Die Wohlfahrtsdrsei marken der Deutschen Nothilse behalten ihre pofte tische Gültigkeit bi»zum30. Juni diese» Jahre» Während der Vertrieb der Marken bei den Post anftalten jetzt eingestellt ist, werden die Markin durch die Wohlfahrtsstellen nach di» zum 20. April verkauft. Gerade in den nächsten Wochen ftnd für du Wohlfahrtspflege Mittel zur ergänzenden Fürsorge dringend erwünscht, da durch die starke Jnanspruey- nähme während des Winters die tonst zur Verfügung stehenden Mittel erschöpft sind. Wenn er- freulicherweise schon ein großer Teil der Bevölkerung in bi eiern Jahre Dohlsahrtsbriefmarken verwendet hat. so warten doch noch viele Marken auf ihre Käufer. Auch die beliebten Heftchen zu 2 Mark (8 Marken zu 5 Pf. und fi Marken zu 10 Pf.) find noch zu haben. und erzeugen sich Jhren _ \ u. Eicht bedarf durch elfte* KOMPREKORLOI ^DIESELMOTOR Bekanntmachung. In unser Handel»register Abk. B. wurde heute bei der Firma G 2lbolf Montag L Co., Spezialtapetenhaus, Gefellschast mit beschränkter Hastung in Gießen, solaen de» eingetragen: Die Finna ist erloschen. Gießen, ben 22. März 1927. hessisches Amtsgericht. 2968C Nutzholzversteigerung Die Gemeinde Frankenbach, Kreis Bie denkops, Reg -Bez. Wiesbaden, verkauft im Wege schriftlichen Angebote folgende Langnutzhölzer und Abschnitte (.Riefer unb Fichte, vorwiegend Kiefer): LoS 1 Langhölzer unb Abschnitte 1b—2a » 249 St. = 67,63 fm Los 2 Langhölzer 2a = 277 St. 140,22 fm Los 3 Langhölzer 2b—3a — 119 St. ■ 96,18 fm LoS 4 Abschnitte 2b—3a = 95 St. = 60,08 fm Lo« 5 Abschnitte 3b—5 — 19 6t ■ 18,48 fm. Taö Holz ist geschält. Tie Gebote sind für jedes LoS pro fm abzugeben und bis zum 6. April d. I., 12 Uhr mittags, an den Herrn Bürgermeister m Frankendach, Post Qioa (übet Wetzlar) einzureichen. Sie müssen die Aufschrift „Submission- tragen und bie ausdrückliche Anerkennung bet Vcrlanfsbedingunacn enthalten, die etwa denen der preußischen StaatSsorstverwal- tuufl cntivrcdicn mit der Einschränkung, ^qb Ratenzahlung je zur Halste am 1. Juli und 1. Cttobcr 1927 gewährt wird. Aus- nnst und LoSverzeimnisse durch Förster \ckrid), Franlenbach. Ccffnung bet Ge- «otc am 6. April d. F., 12 Uhr mittags, im icmeiiidehauS in Oiegenwart etwa er dficnencr Bieter. Verlademöglichkeit in statten Abendstetn, Linie Wetzlar—Lollar i Entfernung 11—12 km) oder Bischoffen 1 Seifen-Fabrik sucht für Bezirk Gießen und Marburg gut eingeführten bekannten Vertreter zum Besuch der Kolonialwarengeschäste. 23er- kaufStüchtige Herren bitten wir um Angebot an Aula-Selfenfabrlk Schmieg A Scheib, Nürnberg. 2956s, <____> Kostenlose Vorführung Haus der Handarbeit Bis elnschl. Freitag Seltersweg 81 Saalbau Sauer Statt Starten I ei Central-Drogerie Gießen (Evang. Schwesternhaus), den 27. März 1927 Lage« 2974 D t Frisch geschlachtet! Watzenborn-Steinberg, den 28. Marz 1927. INH. TH WEINERT ZiMM-SwUMSlW Aus Wunsch Diskussion. 2980D Reisenden 3016D (iroßen-Buseck. den 29. Marz 1927 Vermietungen] Vertreter A«Mk | Mietgesuche Mittwoch, den 30. März 1927 nachmittags 2 Uhr t Ratcnzablunaen zu nett. 80U* 0.50 Bankhaus flkbr. 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CJe« gen Erstattung der Jnseratengebühr nbzuholen. 2967D L. 3ooft, Zigarren und Lckretbwarcn. Bahnbofstrasrc 33. SrndTbtr, „Dichtl-Spitze Kaieenasiletenl «gel. Kaufmann) Schwerkriegsbeschädigter. kalb-, 28 I., wünscht die Bekanntsch. em. braven, soliden Mädchens t. Ali. von 20 -28 Jahr, zwecks Oeirat. Vermögen erw., jed. nicht Beding. Einsend, mit Bild erd. II. T. 2787 an Ann.-Exp. D.Frenx, 0. m. b. H.,Balos. ff. Sauerkraut Psnnd 0.15 irische Bülkiinge Pfund 0.25 Marinaden RollmovS. Brat-. Bismarck- u tstelecHenuge. Kronsardinen die 1 Liter Doie .0.75 auch lose und tn 4 Liter-Doien sowie alle sonstige Bekleidung finden Sie gut und preiswert bei »Au * // 7 im TaunuS wird abgetreten. Gut eingerlchteieS Jagdhaus mit kom- vieltem Jagdinventar könnte auf Wunsch mit übernommen werden. Schr. Anfragen erbeten unter 30091) an den Gien. Anz. 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Am 22. März 1927 bei der Firma Richard Bindewald in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 24. März 1927 die Firma Wilhelm Roth in Daubringen: Inhaber ist der Kaufmann Wilhelm Roth in Daubringen. Der Wilhelm Roth Ehefrau, Emma, geb. Conradi in Daubringen, ist Prokura erteilt. 2969C Gießen, den 25. März 1927. hessifck-es Amtsgericht. Ium Pferdsmarkt Ab 11 Uhr das große Frühschoppen-Konzert von HanS'l Krafts baverifchen Oberlandler-Kapelle anschließend mittags und abends W daS neue Programm -WT ' Ilente Dienstag: versteigere ich Neuenweg 28 (im Löwen) ' zwangsweise gegen 'Barzahlung: 1 Ladentheke mit Marmorplatte und Ma- jvlikabekleidung, 4 Sofas, 4 Schreibtische, 1 Lertiko, 1 Schreibmaschine, 1 Fahrrad, 1 Dureautisch, 1 kleinen Zimmerteppich, 1 großes Bild, 1 Damenfahrrad, einen Trumeauspiegel, 1 elektrisch. Heißwasfer- Apparat, 1 elcltr. Haarschneidemaschine, 1 'Bücherschrank. 1 Chaiselongue, 1 Raster- feffel, 1 einlürigen Kleiderschrank, zwei Pianinos, 12 Oelschiirzen, 1 Kommode, 1 Rauchtisch, 2 Sessel, 1 Tisch. Junker Gerichtsvollzieher in Gießen, PIockstraße4 [Stellengesuche äuüerliifi.ton sucht Arbeit, Garten graben. Holz backen ob. vergleich. Scbr Ana. u. 02303 an den Gieß. Anz. giessen, Brandplatj (ALTES SCHLOSS} * Pseroemarktes Hannoveraner derlei große AuSwabl. r*-D Reben Mösers Müble. Zum Verkauf erstklassiger ^ss Gummiabfützeundvodenledcr Reise-Vertreter vou erstem Haufe gegen hohe Bezüge gesucht. Herren, die bei Schuhmachermetitern gut eingeiührt find, wollen Ünerten etnreichen unter E. I). 27104 au Rudolf Mossc, Hannover. UMSlimrM Babnbofstr. 27, Fernspr. 1631 flehorinorgen Ziehung öet Weilet fllnömotlt-Eolieae Lose ä 1 JL41 sind noch in allen bekannten Verkaufsstellen zu haben und bei Über „Frauenberufe" Donnerstag, 31. März 1927, abends S Llhr, im großen Saal des Katholischen Dereinshauses, Liebigstraße. [Verschiedenes| (Entlaufen: RclibrMttIM „Männe", Nr. 30 '1. Abziigeben geg. Be- lobnuna Gießen, Gbclitr’. 41 II. 17 Herren-, Jünglingsund Knabenanzüge BeiirtstiiriiieHirienliöin Für das nm 28. biS 30. Mai statt' findende BezirkSturnsest find die 29,81) Plätze für Karussell und Schietzbudezu vergeben Angebote bis 15. Avril an den 1. Bor- sitzenden 2lng.Eituer, H rzrubain, Hess. BcstbeietzteS Rehwildrevier 3toci neue Hobelbänke zu verkaufen. Franz Bernard, Wagner Wernborn. Zirka 100 Beniner Mist Rheinische Nauchtabaksabrik, die her vorragende Q.ualttntSinarken in modernen, anivrecheuden Packungen herstelli und besonders leistungsfähig in rein über- feeifchen Krüll»und Grobschnitten, fvwie ftbg. ,>einfchnitten ist, sucht uer ’o'ort tüchtigen riilirigeD Vertreter lür Oberhessen der bei der einschlägigen Kundschaft bestens eingesührt ist. gegen höbe Provision und Svefenzuschutz. Schristliche Angebote u. 2959D an den Gieß. Anz. IfiööfiiEn iucki Stellung für lagSüber im Haushalt. 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Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres heben Vaters sagen wir innigen Dank m Namen der Hinterbliebenen: Hermann Rothschild u. Frau Emmy geb. Berlin Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und dem plötzlichen Hinscheiden meines unvergeßlichen Mannes, unseres treusorgenden Vaters, sagen wir allen, insbesondere für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, herzlichen Dank. Besonderen Dank für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Staubach am Grabe und für die ehrenvollen Kranzniederlegungen aller Vertreter der einzelnen Dienststellen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christine Häuser Wwe. geb. Sommer und Kinder. 2979 r r ♦ 98Sa Dienstag, 29. März 1927 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 74 Zweites Blatt Die Versteigerung der Iarenjuwelen 0:4 Äurbcffen Kassel Fortuna Düsseldorf 1:2 Runde der Zweiten: eine Turnen, Sport und Spiel muß auch retten können. Dar- tungsschwimmen abgelegt haben, wurden von dem deutsche Lebensrettungsgesellschaft öorftBenben beglückwünscht und erhielten von ihm Turn Düsleldorf B. V. Altenessen Borussia Rheine Odenkirchen X 5:1 9:1 Neue ar^ ivalische Funde über Philipp den Grohmütigen. Dr. Adolf Müller hat in einem Bortrage, den er im Historischen Verein in Darmstadt hielt, neue archivalische Funde über Philipp nicht getan: man 1 _ um fordert die Deutsche untersagt werden. Mit dem Schwimmenkönnen allein ist es aber über fünf Pfund. Der Reichsapfel bestehl aus einer ausgehöhlten runden Kugel von poliertem Dolde und ist mit Brillanten reich verziert. DaS Kreuz ruht auf einem ungewöhnlich großen Saphir. Der Reichsapfel. sowie baS Zepter gehören der Zeit Katharinas II. an. Das Zepter besteht aus einem goldenen Stabe und ebensallS einer auSgchöhllen polierten Doldkugel. die von acht mit Brillanten verzierten Ringen umschlungen ist. Der Hauptschmuck dieteS Signums ist der berühmte 195 Karat schwere Orlosssche Diamant. Dieser Stein soll aus Indien stammen, wo er im Palast eines indischen Fürsten, zusammen mit einem anderen Stein von gleicher Große. einst die Augen einer Buddhasigur darstellte. Zu Ansang des 18. Jahrhunderts soll er die Beute e.neS sranzösischen Soldaten geworden und so nach Europa gelangt sein. Diese Legende kann heute natürlich kaum nachgeprüft werden. Tatsache bleibt indessen, bah dieser Stein vom Favoriten Katharinas, dem Fürsten Orloss. im Zähre 1773 erworben wurde. Der Fürst war gerade bei der Zarin in Ungnade gefallen, doch als er ihr zur Versöhnung zu ihrem Ramcns- lagc diesen Diamanten, dessen Wert sich aus mehr als 400 000 Rubel belief, darbrachte. wurde er nicht nur in Gnaden ausgenommen, sondern überdies mit kostbaren Geschenken und hohen Titeln bedacht. Die sogenannte .kleine Krone" wurde Ende des 18. Jahrhunderts für die Kaiserin Haltsamen Vielfältigkeit mit ein besonderer Wert der Ausstellung. Das Verdienst gebührt der ausgezeichneten Methode des Herrn W. B e l z. der es fertig gebracht hat, die Individualität einer jeden der ihm anvertrauten Keimstätten künstlerischen Fvrmungsdranges in vollendeter ilnmittel- barkcit, aber auch ohne jede ziellose Willkür und innere Richtungslosigkeit bei dem einzelnen, sondern vielmehr straff zusammengefaßt und wohl diszipliniert zur Sprache kommen zu lassen. Es ist außerordentlich dankenswert, wie er der überreichen Phantasie des beobachtend-schöpserischen Kindes in formal gebändigter und doch angeregter Form freien Lauf läßt, und wie er den geschickten Zeichner zu streng sachlicher Schulung des Blickes an der eindeutig bestimmbaren, materiellen Wirklichkeit mit sicherer Hand anhält. Don größtem Interesse wird es fein, einmal seftzustellen. welchem der beiden Degabungstypen die Zukunft des berufenen und ausübenden Künstlers gehört. Ich glaube, die Antwort lautet: feinem von beiden. Was den zweiten Typus anbetrifft, so käme wohl ein ausübendes, niemals aber ein genialschöpferisches Künstlertum in Betracht. Indessen mangelt dem erst«! Typus die zur Schafsmig eines qualitativ höchstklassischen Kunstwerkes unbedingt erforderliche restlose De- herrfchungsmöglichkeit der technischen Mittel und des Formenmaterials. Die verblüffende Beobachtungsgabe (hier gleich Erlebnisfähigkeit). d:e bisweilen festgestellt werden konnte, und in ihrer formalen Ungefchlifsenheit zu den außerortent- lichsten künstlerischen Wirkungen führte (wobei übrigens der Zufall nicht ganz auszuschalten ist), scheint mir in dieser Ausprägung nicht nur dem bildenden Künstler allein, sondern vielmehr jedem künstlerisch begabten, wenn auch nicht immer eigentlich produktiven Individuum überhaupt Mentümlich zu sein. Es ist sogar nicht ausae- fchlossen, daß sie im Grunde auch dem scheinbar (Ali? von Hessen). Doch kann diese, zur Reuzeit bergest eilte Krone, die sehr teuer zu stehen kam dennoch weder nach ihrem künstlerischen Wert noch nach dem Wert der biet verwendeten Edel le.ne nicht im entferntesten mit den früheren Kronen verglichen werden. Im 17. und 18. Jahrhundert muß die Iuwelierkunst denn doch auf einer höheren Stufe gestanden haben als heutzutage. Sehr eigenartig find auch die auS Edelsteinen bestehenden Blumensträuße, welche zur Verzierung der Korfage bienten. Unter ihnen fällt betonter6 ein großer Blumenstrauß mit Blättern aus Smaragden und Blumen aus Brillanten auf. den d.e Kaiserin Katharina II. zu tragen pflegte. Wenn man auf einen unsichtbaren Knopf drückt, öffnet fich der Strauß und eine kleine RachtigaU auS bunten Edelsteinen kommt hervor, bewegt die Flügel und trillert ein Liedchen. Einzigartig schön und von großem wissenschaftlichen Wert sind endlich verschiedene ungefaßte Edelsteine. Den ersten Plast unter ihnen nimmt der berühmte .Scha ch" ein —- ein nur wenig geschlissener, länglicher Diamant im Gewicht von 88 Karat Auf ihm find drei Ramen feiner früheren arabischen Besitzer auS dem 16.. 17. und 19 Jahrhundert einger tzt. In ter zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert» zierte er den Thron des Großmoguls Aureng-Senba. gelangte dann nach Persien und wurde 1825 von Hofrew- Mirsa alS Sühne für den Mord des russischen Gesandten A. S. Gribojedoss Rikolaus l. auSge- händigt. Außer all diesen, hier aus gezählt en Kostbarkeiten enthält der .Diamantenfonds" der Sowjetmacht noch eine schier unübersichtliche Kollektion seltenster Kleinodien, die alle entweder durch ihre fünft lcrifd>e Verarbeitung oder infolge Schönheit und Seltenheit ter Edelsteine bemerkenswert sind. Der ganze Kronfchast wird aus 350 Millionen Goldrubel gleich etwa 700 Millionen Goldmark geschätzt. Harry von Hasserberg. Maria F odorowna. die G mahlin Zar Pauls I.. angefertigt. Eine zweite, ebensolche Krone, wurde eigens für die letzte Zarenkrönung 1894 her- gestellt. da man zwei Kronen benötigte für die Zaren-Witwe Maria Feodorowna «Dagmar von Dänemark) und eine für de Gemahlin Rikolaus II.. Alesandra Feodorowna den Großmütigen verwertet. Es handelt sich um einen geplanten Ucberfall Philipps auf die Stadt Frankfurt, der um daS Jahr 1547 erfolgen sollte, um der Freiheit der Stadt ein Ente zu bereiten. In diesem Jahre waren nämlich ein hessischer Spion. Eckart von Gelnhausen, und ein Frankfurter Bürger mit Romen Weinbrenner festgenommen und von dem kaiserlichen Feldherm, dem Grasen von Büren, verhört worden: sie hatten dabei und später, als sie gefoltert tour'- den, allerlei über einen von Hessen auf Frankfurt geplanten ileterfall ausgesagt. Die historische Forschung hat ihren Angaben bisher keinen Glauben geschenkt: jetzt hat Dr. Müller, gestützt auf Rechnungsbücher, festgestellt, daß Philipp seit 1544 an fünf Frankfurter Ratsherren Pensionen zahlen ließ. Nähere Angaben über die Gründe dieser Pensionszahlungen ließen sich nicht seststellen, doch wurden die Frankfurter vermutlich für politische Dienste bezahlt. Auch hatte um jene Zeit ein Frankfurter Bürger, ter früher höllischer Beamter war, mit Romen Johann Lindenfels, die Flucht ergriffen, als er verhaftet werden sollte. Die hessiiche Regierung wies die Beschuldigung eines Angriffs auf Frankfurt zurück: ein durch Weinbrenner stark belasteter Darmstädter Oberamtmann von der Thann schwieg sich aber aus Der Beweis für Philipps Vorhaben ist zwar nicht unmittelbar zu führen, doch ist cs auf Grund der Archivfunde sehr wahrscheinlich, daß Philipp den Angriff geplant hatte. Hierin und in anderen Vorgängen sieht Dr. Müller den Beweis für die außerordentliche politische. Begabung Philipps, dos bedeutendsten Widersachers Kaiser Karl V. Wie hoch t*e Persönlichkeit Philipps im Ansehen seiner Zeitgenossen stand, beweist die nachstehende Erklärung: ..Ain ieder bifen man forchtet tote ein schlagenden Gaul". unter anerkennenden und ermahnenden Worten die entsprechenden Abzeichen. WesldeutscheFuhballmeifters.. aft Schalke 04 ober Duisburg S. v ? do. Die westdeutschen FußbaUiueisterschaftS- spiele brachten am Sonntag in ter 0:4-Rieter- kigc teS WeftsalenmeisterS Arminia Bielefeld durch den Duisburger S. V. eine für den Aus- gang ter westdeutschen Meisterschaft bedeutungsvolle Ueterraschung. Arminia Bielefeld ist dam t zum zweiten Male geschlagen worden, und die Entscheidung liegt jetzt zwilchen dem Duisburger S. V und dem RuhrbezirkSmeister Schalke 04. ter auch daS dritte Spiel - gegen Hagen 05 — glatt mit 3:0 gewann. In ter Runde der Zweiten ist Turu Düsseldorf nach einem 5: 1-Gieg über Dorus fia Rheine al# Favorit dieser Runde anzufprechen, ter lediglich im B. V. Altenessen einen allerd.ugS sehr ernsthasten Rivalen hat. Die Altenessener bewiesen am Sonntag ihr Können durch einen 9:1-Sieg über Otenkirchen. Ergebnisse: Hunte ter Vezirksmeister: Arminia Bieleseld — Duisburger S. D. Schalke 04 - Hagen 05 3:0 (1:0). Das Rettungsschwimmen Der Bezirksverband Obcrhcsfen der Deutschen Lebensrettungsgesellschast hielt am Samstagabend im Hotel Schütz eine Versammlung ab. Der Vorsitzende, Apotheker Pascoe, bedauerte in seinen einleitenden Worten daß trotz der Wichtigkeit der zu erörternden Sache der Besuch so wenig zahlreich, daß insbesondere keine der cingeladenen Behörden vertreten sei. Alsdann sprach der Landesverbandsvorsitzendc. Obcrreallehrcr Roth-Darmstadt über „Wege und Ziele der Deutschen Lebensrettungs- g e f e 11 s ch a f t". Der Redner führte u. a. aus: All' jährlich ertrinken im Deutschen Reiche etwa 5000 Personen, 3000 allein in Preußen: darunter befinden sich 1000 Jugendliche. In Preußen erfolgen 30 Pro- zent aller UnfäUe mit Todeserfolg durch Ertrinken. Eine gewaltige Summe von Volkskraft geht uns dadurch verloren, und namenslofcs Leid wird in viele Familien getragen. Hier will die Deutsche Lebensrettungsgesellschast helfen. Sic will das Gewissen des Volkes und seiner Führer wecken: sie will vor allem auch aus die Behörden einwirken, die ost tatenlos zufchen. Mit dieser Schärfung des (9e- wissens allein kann sic sich aber nicht begnügen. Sic will ganz Deutschland mit einem Retz von Rettungsstationen überziehen. Der Deutsche Schwimm- vcrband Hal die Bestrebungen der Lcbcnsret- tungsgesellschast zu seinen eigenen gemacht und arbeitet tatkräftig in demselben Sinne. Im einzelnen stellt die Deutsche Lebensrettungsgesellfchaft folgende Forderungen auf: Vor allem muß das Schwimmen größtmögliche Verbreitung erfahren. In den Schulen ist Schwimmunterricht zu erteilen. Durch eine Verfügung des hessischen Landesbildungsamtcs ist Schwimmunterricht in allen hessischen Schulen, bei denen cs möglich ist. eingeführt worden. Es fehlt aber häufig noch an den geeigneten Lehrkräften. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft ist bereif, Kurse über die Methode des Schwimmunterrichts zu halten. Auch an den Fachschulen sollte das Schwimmen gelehrt werden. Es sollte keine Aufnahme in die Reichswehr und die Marine erfolgen, ohne daß der Auszunehmende nachweist, daß er schwimmen kann. Ebenso müßte bei der Aufnahme in Rudervcreine verfahren werden. Das Bootsahren sollte allen Personen, die nicht schwimmen können. Kinderstunst. Am 26. unb 27. März fand im Zeichensaale der Pestalozzi- unb Goethe-Schule eine Ilcine Kunstausstellung statt. Es handelte sich um Zeichnungen. Aquarellmalereien und kleinere turnt- Gewerbliche Arbeiten, die von ben 8- bis 14iäh- Ägcn Frequentanten dieses Bildungsinstitutes unter der Leitung des tüchtigen Zeichenlehrers D Beiz- Gießen angefertigt Worten sind. Die Ausstellung ist besonders auch deshalb intcr- tfffant da ja die Kunst des Kindes feit mehreren Jahren — man kann schon sagen, seit mehreren Jahrzehnten - zu den Polpuntten psychologckcher und im besonderen kunstpfychologifcher «Forschung ^Man unterscheidet hier sosort zwei Gr und- charaktere von Begabung: Der eine bezieht sich in der Hauptsache auf die .-xahigkeit des rnlui- fiven Sehens und Devbach ens. ter andere be letzt fast lediglich in einer umfassenderen Beherrschung des handfertigen Könnens. Es ist dabei sehr be- zeichnend, daß beide Charaktere in den seltensten Fällen sich vereinigen, daß fie vielmehr fast durchweg getrennt, jedes für sich, dis zu einer gewissen Eklatanz herausgebildet auf treten. Weiter muß bemerkt werden, daß ter letztgenannte Cha- taftcr die Handfertigkeit, die im volkstümlichen Sinne eigentliche .künstlerische Begabung" die Kunst deS Zeichnetis und des Farbengeschmack। ter am wenigsten verbreitete ist. Er ist aber auch in bezug auf den wahrhaftigen, künstlerisch zeu- oungskräftigen Gehalt seiner Produkte der am Wenigsten fruchtbare und - wenigstens für unteren subjektiven Geschmack in feiner absoluten und bewußten Wirkung in den meisten Fällen außer- ordentlich unerfreulich. In der Möglichkeit dieser Beobachtungen, d h. in ihrer Ausnuhbarkeit für wichtige wissen- schaftliche Untersuchungen liegt neben ihrer unternur technisch begabten Kinde eigentümlich war. Rur ist dort ter Dille zur Kunst an sich und die Versuchung der Routine wie ter hierdurch vorbereitete überwältigende Einfluß ter bewußt geschauten künstlerisch-sertigen Umgebung stärker, als die naive Aufnahmesreudigkeit gegenüber den selbsttätig wirksamen Eindrücken ter von sich aus ungeprägten allgemeinen Wirklichkeit. Das wahre genial-schöpferische unb bleibend produktive Künstlertum also kann lediglich in jener — wie schon gesagt — außerordentlich seltenen, innigen Verbindung beider Degabungstypen bestehen. in einem Zustande, in dem ter intuitive Gestaltungsdrang ter Versuchung technischer Routine die Wage hält, unb umgekehrt das Ringen nach Ausgeglichenheit in ter körperlich faßbaren Form die Eruption des übersinnlich unmittelbar Geschauten bänbigt unb leitet. Rur etwa zwei, drei ter ausgestellten Arbeiten wecken in dieser Richtung Hoffnung. Es ist abzuwarten, ob sich die Persönlichkeit gegenüber ter ücberbürbung mit Eindrücken ter unpersönlichen künstlerischen Ueterproduktton zu halten imstande ist. Erzwingen läßt sich das Genie natürlich nicht. Aber gerate darin besteht ja ter Wert vorliegender Unterrichtsmethode, baß unbeschadet einer soliden technischen Ausbildung unb einer regen Anleitung zu geschmacklichem unb allgemein künstlerischem Interesse imi ter bildungswilligen Volksjugcnd dem freitätig Heranwachsenden Künstlergenius die Wege freigelallen, nicht irre- leitend gewiesen werben. Dr. M. Unterricht im Rettungsschwimmen. Wer die Jugend zum Schwimmunterricht fuhrt, wer mit ihr wandert, muß über das Rettungsschwimmen Bescheid wissen. Von allen Angehörigen der Reichs- wehr ist zu fordern, daß sie Ertrinkende zu retten vermögen. Das große Unglück an der Wefer, wo bei einer Reichswehrübung so viele blühende Menschen ihr Leben verloren, hätte gemindert werden können, wenn mehr Leute hätten retten können. Es gibt kaum ein besseres Mittel der Erziehung zum Mut und zur Tatkraft als das Rettungsschwimmen. Auch von den Angehörigen der Polizei muß verlangt werden, daß fie das Rettungsschwimmen verstehen. Selbstverständlich sollte es fein, daß alle Badewärter unb Bootsverleiher schwimmen und Ertrinkende retten können. Erstaunlicherseits ist das aber beute noch lange nicht überall der Fall. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschast will weiter durch eine großzüg'ne Werbetätigkeit erreichen, daß das Rettungsschwimmen Volkssache wird. Jeder muß diese Werbearbeit unterstützen Es ist Pflicht aller Vereine, insbesondere der. die Leibcs- übung prlegen, und aller Jugendorganisationen, die gemeinnützige Tätigkeit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft nachdrücklichst zu ferbe: . . Von Staat und Gemeinden muß unbedingt verlangt werden, daß sie überall, wo Master ist, Rettungsstationen er richten und Lehrgänge im Rettungsschwimmen ab- halten lassen. In den Haushaltungsplan der Länder und Gemeinden sind die Mittel dazu bereitzustellen. Wer nicht durch die Tat selbst helfen kann, der soll durch Gewährung von (Geldmitteln mitheljen, damit erreicht werde, was die Lebensrettungsgesellschast erstrebt, indem sie fordert: Ieder Deutsche ein Schwimmer und jeder Schwimmer ein Retter. Durch die aufopfernde Tätigkeit der Gesellschaft ist es gelungen, die Unfälle durch Ertrinken um etwa 20 Prozent zu verringern. Wenn so weiter gearbeitet wird, muß es gelingen, die Zahl der Ertrinkenden auf die Fälle zu beschränken, bei denen eine Rettung unmöglich ist. Wer mithilft, unserem Volke Leben und Gesundheit zu erhalten, kämpft für die Größe und Wohlfahrt unseres Vaterlandes. An der Aussprache beteiligten sich außer Lehrer Kling, der anregte, bei der Stadt Gießen die Errichtung einer Rettungsstation zr beantragen, der Vorsitzende und der Referent. Drei Mitglieder der hiesigen Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs- gescllschaft, irräulein Hauck und die Herren Appel und Ramin la, die die Prüfung im Ret- Duisburg 08 — ©. V. Kassel 3:1. Die ersten Kreisspiele im Ardeiter-Turn- und Sportbund. Heuchelheim I.— Bocken heim I. 0:3 (0:2). L Die ersten Spiele ter neugefebaffenen KreiSllassc brachten überall guttesuchte Plätze Bei dem Spiel in Heuchesheim rann man auch von einem Hervorragenten Sport sprechen, an dem beide Mannschaften beteiligt waren. Bald nach dem Anstoß leitete Heuchelheim eine Reihe schöner Angriffe ein, bi« Bockenheim Gelegenheit genommen hatte, sich einzunchten. In dieser Zeit verschoß Heuchelheim feine erste Ecke. Run zeigten die Gäste ihr Können: ter hervorragende Mittelläufer bediente seinen Sturm mit wohlbercchneten Vorlagen, die zu einer Reihe plazierter Schülle verwandelt wurden. Die Torpfosten und ter vorzüglich arbeitende Torhüter Heuchelheims waren immer die Retter, bis ter Heuchelheimer Torhüter den Fehler beging, mit dem Ball über die Strasraumlinie zu laufen. Er konnte zwar den • dafür gegebenen Strafstoß abwehren, ter scharfe Rachschuß brachte aber den Gästen den ersten Erfolg. Bereits eine Minute später konnte Bockenheim zum zweitenmal etnfeuten. Heuchelheim zog nun alle Register auf und wurde auch mehrmals recht gefährlich, aber Dockenheims Hintermannschaft arbeitete mit vorbildlicher Ruhe. Dis zur Pause tourten beiderseits noch eine Reihe Ecken verschossen. Gegen Mitte ter zweiten Halbzeit fetzteDockenhe im mit einem Kombinattonsspiel mit allen seinen Feinheiten ein, aber die Verteidigung Heuchelheims hatte sich zu einer Hochform entwickelt, die ausgezeichnete Abwehrarbeit zeitigte Ein energischer Vorstoß (»rächte den Gästen in der 35. Minute den dritten Erfolg, den Heuchelheim seinerseits mtt kraftvollen Gegenstößen beantwortete, der Sturm allein war aber zu schwach, die Läuferreihe flehte zumeist an ter Verteidigung. Weitere Erfolge blieben auch den Gästen erspart, so daß das 3:0»Drgebnis trotz der Rieterlage für Heuchelheim ein ehrenvolles zu nennen ist. Das Ecken Verhältnis betrug 6:2 für Dockenheim. Gießen I — Frankfurt-Praunheim I 0:4 (0:3). Im Gegensatz zu dem Spiel in Heuchelheim entsprach das Spiel in Gießen nicht ganz den Erwartungen. Gießen spielte sehr nervös und unruhig. Zudem verschuldete die Verteidigung Gießens in leichtsinniger Weise zwei Hantelfme- ter, die den Praunheimern das Siegen erleichterten. Um alle Register eines wenig schönen Spiels aufzuziehen, mußte schließlich auch noch ein Spieler Gießens mit Herausstellen bestraft werden. Der Anfang war vielversprechend, da sich sofort ein flotter, schöner Kampf entwickelte, bald aber war dieser lichte Moment verblaßt. Ein Fernschuß des Mittelstürmers brachte den Praunheimern den ersten Erfolg. Die Gegenstöße Gießens fanden an den gegnerischen Schlußleuten einen unüberwindlichen Wall. Dann verschuldete zunächst der linke, hierauf ter rechte Verteidiger Gießens einen Handelsmeter, die beite zum zweiten und dritten Tor verwandelt tourten. Rach dem Wechsel war Gießen merllich besser, ter Sturm aber zu wenig durchfchlagskräftig, auch In diesen Tagen wurden bei Ehriftt in London ein Teil der russischen Kronjuwelen versteigert. D.e Juwelen tourten vor ein.ger Zeit von ter Sowjetregierung an ein englisches Shnd.kat für eine ansehnliche Summe verkauft. Sie stammen zum arößten Teil auS dem 18. Jahrhundert Unb wenn eS sich auch noch nicht um den gesamten Kronfchatz ter Romanosfs handelt, ko dürste eine kurze Deschreibung dieser, in ter Welt cinz.g dastehenden Kostbarkeiten zur Zeit nicht ohne 3ntcr:fic sein. DaS religiös - gefärbte Hofleben im alten Moskowien war äußerst prunkvoll. Anfang des 17. Jahrhunderts erfuhr cs allerdings durch die Reformen Peter des Großen für kurze Zeit eine Einbuße. Peter der Große war in feinem Privatleben schlicht und haßte jeden Pomp. In den letzten Jahren seiner Herrschaft mußte er jedoch feine sparsame und einfache Lebensweise Mim Teil aüfgeben. Da ihm daran gelegen war. für den Fall seines Todes, feiner Gattin Katarina größere Rechte zu beßern fo entschloß er fich. Äatßarma mit allem erforderlichen Zeremoniell zu krönen. In Anbetracht ter peinlichen Tatsache, daß Katharina immerhin als gefangene Clftin nach Rußland gekommen und anfangs die Geliebte, bann erst die Gemahlin des russischen Airen geworden war. wurde die Krönung, nicht ebne Absicht, außerordentlich prunkvoll gefeiert. Lidern wurde das erstemal in ter Gesch.chte Rußlands eine Frau mit dem Imperatorentitel gefrönt. Die Zeremonie erfolgte in ter Ufpenfli- Kathedrale zu Moskau, sie tourte mit einem zuvor noch nie bagetoefenen Aufwand an Schmuck Ünb kostbaren Trachten gefeiert. Eigens zur Krönung ter neuen Kaiserin tourten damals zahlreiche Diademe im Auslände bestellt, fo nament- fjch die Krone, welche aus Diamanten von seltener Größe mit außerordentlicher Schönheit zusammengesetzt war. Die Kronspangen waren mit großen «nb seltenen Perlen verziert, die Spitze mit Rem diamantgeschmückten Kreuz ruhte auf einem Aesigen Rubin, den etnft ter Fürst Gagarin dem Fürsten Menschikow geschenkt und von diesem in hen Besitz Katharinas gelangt war. Die Krone gellt heute ein Prunkstück des .Diamantenfonds" Mit ter Krönung Katharinasl. beginnt ftr Rußland eine siebzigjährige Herrschaft des weiblichen Geschlechts. Alle Zarinnen hatten eine Ausgesprochene Vorliebe für Edelsteine und kostbaren Schmuck. Sie machten keinen Unterschied zwischen ihrem privaten Eigentum und dem des russischen Reiches und waren daher in ter glück- Achen Lage, derartige Summen zum Ankauf von Juwelen auszugeben, wie es sich kein einziger europäischer Souverän hätte gestatten können. Der Zarin Anna Vorliebe für Edelsteine war fo unbezähmbar, daß sie ganze Karawanen ausrüsten ließ, die ihr die gewünschten Schätze aus China linb Indien beschaffen mußten. In ihrem Schloß zu Gatschina richtete sie eine besondere Werkstatt ein und erschien hier oft persönlich, um die ychlcifarbeilen zu kontrollieren. Sie richtete auch die von Peter erbaute, später aber nicterge- b'ranntc .Edelstein-Mühle" in Petersburg wieder auf und stellte hier zahlreiche Schleis- und Polter- Arbeiter an. Zur Zeit Katharinasll war ter Pomp am russischen Hof derartig groß, daß s-lbst König Ludwig XV. von Frankreich wegen ber Geschenke, die er ter Zarin zu senden sich genötigt glaubte, in einige Schwierigkeiten geriet Dank ber geschilderten Umstände sammelte sich schließlich in der Schatzkammer ter russischen Zaren ein riesiges Gtelfteinlager an. Es wurden 6c besten Juweliere ihrer Zeit: Posier. Duval. Pfisterer und andere nach Petersburg beordert Als die bemerkenswertesten Kunstwerke dieser Meister sind an erster Stelle zu nennen: zwei Kronen, dao ReichSzepter. ter Reichsapfel unb die große Kette des Andreas-Ordens. Die große Imperatoren-Krone wurde für die Krönung Katarinas I. vom Juwelier Pofier im Jahre 1762 Bcrgcftellt. Diese Krone, welche bei fiepen Hro- Stungen gebraucht wurde -- von Katharina II bis Rikolaus >1. —. steht, abgesehen vom hohen materiellen Wert, in ihrer künstlerischen Aussuh- rung einzig da. Sie hat im ganzen 4963 Etel- Seine im Gewicht von 2858 Karat auszuweisen, darunter 75 große Perlen und einen großen Rubin von 400 Karat. Den Rubin kaufte im Sabre 1676 ber russische Gesandte in Peking für 26 720 Rubel. Die Krone ist unvergleichliw gra- 11Ö6 unb leicht verarbeitet, wiegt aber trotzdem Vas zeitweise Drücken brachte Gießen leinen Erfolg. Praunheim konnte di« aum Schutz mit einem vierten Treffer den Tieg komplett gestalten. Die Berbandsspiele. Die erste Klasse. Ein völlig überraschendes "Resultat erreichte Lollar! Im Spiel mit Wetzlarl. 7:0 ist für Wetzlar ein katastrophales Ergebnis, auf der anderen Sette beweist es die vorzügliche Form der Lollarer. Der stets geschlossen und dann mit seltener Energie vorgehende Sturm Lollars stellte ein Halbzeit-Ergebnis von 4:0 her und sicherte sich damit bereits die Punkte. Wetzlar spielte zum Schluß nur mit 10 Mann, der Torhüter niuhte infolge Verletzung ausscheiden. W i e s e ck holte sich in Alsfeld die ersten Punkte, indem die Mannschaft nach technisch hochstehendem Spiel 3: 1 gewann. Auch bei Alsfeld niuhte ein Spieler wegen einer zugezogenen Verletzung ausscheiden. Marburg macht den Schaden vom Vorsonntag wieder gut. indem es die Gießener lb sicher und glatt 4: l abfertigen konnte. 1. Klasse, 2. Mannschoslen. Die zweiten Mannschaften Ziehens und Marburgs spielten unentschieden. Das 3:3: Ergebnis drüfte wohl ein Spiegelbild des Spielverlaufs sein. Wetzlar I,'überfuhr aus eigenem Platz Leun II mit 7 J. 2. Klasse, 1. Mannschaften Dos interessante Spiel dieser Klasse, Dau- bringen l gegen Fronhausen I, entschied Doubringen mit einem knappen Torunterschied für sich. Das 3:2°Ergebnis kennzeichnet die gleichwertigen Mannschaften. Das Spiel der zwei Aeulinge, Ailcn - Be - fed 1 gegen Burkhardsfelden! sah Burkhardsfelden in Front. Halbzeitergebnis 1:1. Aach Der Pause erzielte Burkhardsfelden 3 weitere Tore, Alten-Buseck konnte mit einem verwandel- ten Elfmeter dos Endergebnis etwas verbessern. Die Jugend. Wetzlar landete erwartungsgcmäs; seinen <5teg gegen Leun, allerdings reichlich hoch mit 9:3, Lollar schickte 5 von baut en mit einer 4:0-Aieberlage beim, Klein-Linden machte Gießen den 3:4-Sieg recht schwer. Heuchelheim, fast das ganze Spiel mit 10 Mann spielend, mußte ebenfalls ganz knapp TT.i u n b e t m mit 1:2 den Sieg überlassen Die Schüler. Heuchelheim Wiesect 0 1 Lollar — Wetzlar 4:0. Doubringen Gießen 0:3. Friihjahrswcrrdlaus in Gietzen. n. Unter Beteiligung saft sämtlicher Gruppen- Vereine nahm der diesjährige Frühjahrswold- laus einen guten Verlaus. Den ersten Lauf bestritten dw Schüler und die Jugendlichen der B-Klasse 18 Läufer tonnte hier der Starter aus die Reife schicken. Zur allgemeinen Ueberraschung erwies sich her 1000er Schüler Schmidt feinen älteren Kameraden überlegen und erreichte als erster das Zielband. Die nächsten fünf Läufer waren ebensal'S von der Spielvereinigunq 1900. Etwas stärker war die Besetzung in der /X-Jugendklasse Hier feierte der V. f.R. Butzbach Triumphe Die 1900er konnten iß re in früheren Jahren überragende Stellung nicht . behaupten und muhten sich mit dem zweiten Mannschastspreis begnügen. Sehr schön lief hier noch Volk-V. f.R. Lich, als dritter Sieger ' Das lebhafteste Interesse galt dem Lauf der Senioren, waren doch in dieser Klosse * auch die meisten Konkurrenten am Start. 36 j Läufer entließ der Starter auf die 5000 Meter ' lange Laufstrecke. In fabelhaftem Anfangstempo verließ das Feld den Sportplatz der Spielvereinigung 1900 Sofort übernehmen die 1900er die Führung, um sie bis ins Ziel nicht mehr obzugeben. Dor allen Dingen bewies Peters wieder, daß er ein Tempoläufer ist. Auf der Hälfte der Strecke war das Feld trotz des raschen Tempos noch ziemlich geschlossen. Die Spitzengruppe bildeten Peters, Bepperling und Radetzky-Lich. Aach Heberquerung der Rödger Chaussee war auf einer Waldschneise eine beträchtliche Steigung zu nehmen die den meisten Läufern zum Verhängnis ward? Säubert schob sich hier nach vorne. Radetzky siel zurück. Die Abstände wurden immer größer. Aus dem Platz war mittlerweile die Spannung auf dem Höhe- punkt angelangt Lautlose Still herrschte, als die Blau-Wetßen zu dreien geschlossen, die Laus- babn betraten. Sofort nahm Peters die Svihe und verschärfte die Fahrt in hohem Maße, ober Bepperling war schneller und überspurtete. Kurz vor dem Ziel setzte PeterS nochmols an und riß mit Brustbreite Vorsprung den Sieg an sich. Auch Täubert bewies, daß er selbst auf der langen Strecke über enormes Können verfügt. In imponierender Weise war der erste Mann- schastslteg erkämpft. Es gilt nun. in dem Meisterschaftslaus am 10. April zu beweisen, daß die Gießener Gruppe den übrigen Gruppen iWetzlar-Weilburg und Dillenburg-Herborns nicht nachsteht. Die Ergebnisse • Einzellauf Senioren Strecke 5000 Meier 1. H, Peters. 1900 Gießen, 18.25 Mir : 2. R. Bepperling, 1900. V» Meier zurück: 3. R Täubert. 1900, 15 Meter zurück. 4. H. Radetzkn. T> f R. L.ch: 5 H. Barthel, D f. R Butzbach. Monnschofts 1 auf Senioren: 1. 1900 Gießen. 6 Punkte: 2. D. s. R Butzbach. 30 P: 3. Sportverein Heuchelheim. Einzellauf Jugend 09/10. Strecke 2 50 0 Meter: 1. K Schulz. D. f. A. Butzbach. 11.40.5 Minuten: 2 Fr Deckhut. V. f. A. Butz-- bad). 11.48.5 Mw 3. H Volk. D. f.R. Lich: 4. W. Gutzot III. 1900 Gießen: 5 H Guyot II.. 1900 Gießen. Manilschaft-lauf Jugend 09 10: 1. V f. R Butzbach. 9 Punkte: 2 1900. 16 P. Einzellauf Jugend 11/12. Strecke 1500 Meter: 1. H. Roll. 1900 Gießen. 7:30; 2. Helmut Balser. 1900. 2 Meier zurück; 3. H. Rüb- amen, 1900 ; 4. W. Grünebaum, 1900 ; 5. Alb. Römer. Heuchelheim. MannschaftSlauf. Jugend 11/12: 1. 1900 Gießen 6 Punkte. Einzellauf Schüler 1913 und junger. Strecke 1500 Meter: 1. K. Schmidt. 1900, 7:24; 2. H. Blum. 1900 ; 3. Fr. Schmidt, 1900 ; 4. E. Lippert. D. f. B. Gießen; 5. Schmidt. <$.. V. f. B. Dießen. , Mannfchaftslauf Schuler: 1 1900 Gießen, 6 Punkte; 2. V. f. B. Gießen, 15 Punkte. Ergebnis für Sp. - Vgg. 1900 ® i e- j en: sechs 1. Siege, vier 2. Siege, drei 3. Siege. Handball D. T. Mio. Gießen — Heuchelheim 5:0. Die neu ins Leben gerufene Schülermaizn- chaft des Männerturnvereins trat am Sonntag zum erstenmal auf den Plan. Als Gegner hatte sie die zweite Mannschaft (aktiv) von Heuchelheim auf dem M. T. B.-Platz als Gast. Die Schulermannschaft des M. T. B. erwies ich gleich als eine Klasse besser als ihre Düste und tonnte nach weit überlegenem Spiele einen 5:0-Sieg erringen. Io. 1846 Gießen — Io. o. 1846 Herborn 12:1 (5:0). Die Gießener Handball-Eis konnte bei diesem Treffen im allgemeinen aut gefallen; besonders der Sturm führte diesmal ein schönes und flüssiges Spiel vor. während der Herborner Sturm zu eigennützig spielte und dadurch manche schöne Torgelegenheiten verfehlte Das Ehrentor für Herborn wurde noch in der letzten Minute erzielt. Leider war der Besuch kehr mäßig. Das Interesse für das Handballspiel scheint in Gießen noch vollständig zu fehlen. Handball im Lahn-Dünsberg-Gau. ' Kinzenbach, 28. März. Die 1. Hand- ballmanuschaft des Turnvereins war am Sonntag zu ihrem zweiten Verbands-Spiel zum Turnverein Garbenteich gefahren und konnte diesen nach einem in der zweiten Halbzeit überlegen durchgeführten Kampfe mit 3 0 (Halbzeit 1:0) schlagen. Das wpiel, das von einem schwachen Schiedsrichter geleitet wurde, war von Anfang an kehr spannend. In der ersten Halbzeit, die ziemlich ausgeglichen verlies, war Kinzenbach einmal erfolgreich. Die zweite Halbzeit brachte eine starke Ucberlegenheit der Kjn^enbacher. die noch drei Tore schossen, wovon eins wegen abseits annulliert wurde. Bei Kinzenbach bot die ganze Mannschaft eine gute Leistung, ausgezeichnet waren der Torwart und der Halbrechte; bei Garbenteich konnten nur die Verteidigung und her Torwart gefallen (Bau Wetterau. Arühjahrsgaulurnkag in Jriebberg-Jauerbad). Zur Beratung standen vor allem die @au- Veranstaltungen im laufenden Jahr«. Der Vorsitzende wies auf die Vorturnerstunden im Gau hin, weiter auf die Ausbildung der drei Turnwarte im Verband und gab bekannt, daß am nächsten Sonntag ein Faustball-Propaganda- spiel in Friedberg-Fauerbach stattfindet. Der Lahn-Dünsberg-Dau wird die Mannschaften stellen. An das Spie! schließen sich Belehrungen durch den Verbandsspielwart Heil an. Einen breiten Rahmen hatten die Besprechungen über den Austrag der Gaumeisterschaften in Ateder- florstadt. Die Meisterschaften der im Wettkampf enthaltenen Hebungen sollen mit diesem verbunden werden. Am 8. Mai wird ein Waldlauf abgehalten, die Abstimmung entsd)ied für Echzell. Es wird ein Mannschafts- und ein Einzellauf durchgeführt, und zwar in der ^-Klasse über 3 Kilometer, in der B-Klasse über 2 Kilometer. Auf dem Gauturnfest in Utphe werden am Sonntag neben dem Gerätewettkampf auch die Meisterschaften in Geräten zum Austrag kommen. Das Schülerturnen soll im September abgehalten werden. Eine Selbstverficherung im Gau wurde einstimmig beschlossen. Aus einen dringlichen Antrag wurde das Gausest für 1928 durch einstimmigen Beschluß füt Oberkleen fest gelegt - u. —WWI ■ u r ■ — Oberhessen. Landkreis Giegen d. Heuchelheim, 27. März. Die im vorigen Jahre gegründete Arbeiter - Samariter - K o l o n n e hat einen fünfwöchigen Kursus unter Leitung von Sanitätsrat Dr. Hofmann abgehalten, an dem sich neun Herren und acht Damen beteiligten. Samstagabend fand die vrak- tifche Schlußprüfung statt, zu der die Kolonne den Ortsvorstand, sowie die Vorstände sämtlicher hiesigen Vereine cingelaben hatte. Sämtliche Prüflinge zeigten recht befriedigende Leistungen, so daß Sanitätsrat Dr. Hofmann seiner Zufriedenheit Ausdruck geben konnte. Anschließend an die Prüfung hielt der Kreisleiter K r ö ck e l, Offenbach. einen Vortrag über Zweck und Ziel« de« Arbeiter-Samariter-Vundes. Leider wurde Herr K r ö ck e l beim Verlassen des Lokals auf der Treppe von einem il n g l ü d 8 f a 11 betroffen. Er kam zu Fall und brach dabei den rechten Unterschenkel. Mit dem Gießener Sanitätsauto mußte er der Klinik in Gießen zugesübrt werden. al. Allendorf iLahn), 28. März. Im Saale der neuen Schule zeigte unsere Lehrerin, Frl. Gärtner, heute eine Ausstellung von Handarbeiten, die von den Schülerinnen der Volks- und Fortbildungsschule im Laufe des letzten Jahres gearbeitet worden waren. In schöner Zusammenstellung sah man hier die verschiedenartigsten Arbeiten, vom einfachsten bis zum schwersten Stück. Aützliche Gegenstände zeugten eindrucksvoll von dem Fleiß der Kinderhände. Die verschiedenartigsten Handarbeiten der Fortbildungsschülerinnen, wie Leib- und Bettwäsche, zeigten deren hohe Fertigkeiten. ‘Hebert den vorgeschriebenen Pflichtarbeiten sah man noch zahlreiche Stücke, die zu Geschenkzwecken, z. D. zu Weihnachten, angefertigt worden waren und die, ebenfalls lebhafte Anerkennung fanden. Hob« Bewunderung wurde den kunstgewerblichen Arbeiten der Lehrerin (u. a, zwei Stilleben in Aquarell) zuteil. Die Ausstellung wurde von der Einwohnerschaft lebhaft besucht und mit regem Interesse besichtigt. Man würde es begrüßen, wenn un« alljährlich eine solche Schau, die reiche Anregung bringt, geboten würde. - Einen Elternabend veranstaltete gestern die erste Klasse unserer M ä d - chen-FortbildungSschulc im Saale der Gastwirtschaft Luh. Der Besuch der Veranstaltung war sehr stark Aach BegrüßungSrovrten seitens des Lehrers Jäger, der dabei der Frau Rektorin W ei h e l-Gießen Dank sagte für ihre Tätigkeit im Interesse der Schule, wurden Gedichte, Volkslieder und ein Theaterstück zur großen Zufriedenheit der Zuhörer geboten. Frau Rektorin Weitzel sprach der Gemeind« ihre Anerkennung für die Förderung der Schule aus und bat die Eltern, auch weiterhin der Mädchen-FortbildungSschule Wohlwollen zu schenken. Liedervorträge der Schülerinnen füllten den weiteren Teil des Abends aus, der zur Zufriedenheit aller Besucher verlief. Der Heber- schuß einer Sammlung soll für eine Wohlfahrt«-- anstatt Verwendung finden. I—! Daubringen. 28. März. Von dem Vorstand des „Turn-Gau Lahn-Düns- b e r g" wurde in seiner letzten Sitzung dem hiesigen Männerturnverein das diesjährige Bergfest übertragen, das voraussichtlich am 14. August stattfinden wird. Durd) da« Entgegenkommen von Gutsbesitzer P f e i s e r. HeibertShausen. kann dem Gau zur Austragung der Wettkämpfe ein schöner Platz zur Verfügung gestellt werden: nämlich ein Teil der CD eiben aus dem Llbhang. der an dem Lumdaweg zwischen Daubringen und Lollar entlangzicht und von Station Lollar in 20 Minuten und Daubringen in 5 Minuten zu erreichen ist. — Im Turnverein soll eine Handballabteiluna unter der Leitung deS Turners Otto Reis aufgestellt werden. V Allertshausen. 28. März. Der hiesige Gesangverein begeht an Pfingsten das Fest der Fahnenweihe. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange. t ® r ü n b c r g , 28 März. Der Grunberaer PferdeversicherungS-Vercin hielt die- Das Ergebnis unseres probiemlösungsturniers. Die Lösungen. Aachstehend geben wir die Lösungen zu den zehn PreiSproblemen. Dr. 1. Von S. Loyd. 1. Db2-al!, Kd2 ob. e2 ob. f2 2. Tg2 matt. 1..... Ke4 2. Dd4 matt. 1. . . , bei. 2. Del matt. Dr. 2. Von L. Aoack. 1. Tc2-c5!, TXc5 2. Sx b4 usw. 1.. - , Lxc5 2. Se5 usw. 1. • Sxc5 ob. b3 2. Sxd4 usw. I. . .. Sh7 pd. d7 2. Sxd4 usw. Anderes ähnlich. Dr. 3. Von M. Feigl. 1. Dd4-al!, Txb3 2. Dfl matt. 1. . ., Lxc4 2. Lxc4 matt. I. .. bei. 2. Tf4 matt. Dr. 4. Von Frhr. v. Wardener. 1. Sh7-f8b Lxf8 2. Ke2! usw. 1.....D bei. 2.Se6+ usw. !...., Le7 2. Se64- usw. 1.....bei. 2, Sg6 matt. Dr. 5. Von G. H. Goethard. 1. Ka4 - b5!, Kx d5 2. Kbö watt. 1.....Txf4 ob. g5, g7, gS 2. D xeb matt. 1. bei. 2. Tf5 matt. Dr. 6. Von A. W. Mongredien. 1. Da4 - ab'.. Dhl ob. Ld3 2. KbS! usw. 1.....De2, e3, d3. Be4 2.Se6 usw. 1.....Dg2. Le2, Bg2 2.LT5 usw. I. . ., Lg2 od. h3 2. Ta4 usw. Dr. 7. Don Th. Rowland. 1. Dc2-cl!, Dg7+ od. Da8, b8, b6, ab, a5, a4, a3, a2, Lf7 2. Lg7 matt. 1. . . Db, c, d. e, f7, La2 2. Dal matt. Andere« ähnlich Dr. 8. Von G. Chocholous. 1- Sc5-c4, Kf3 2. Dg4-<-1 usw. !.. ., Kd5 2. Deö-t-' usw. 1. .... S Xc4 2. Df5+ usw- bei. 2. Df5 matt. Dr. 9. Don A. Mackenzie. 1 Sd4-c6', Dxg8 od. Dh3, Sf2 2. Tc3 matt- 1.....Dxa2 ob. Dfl, Sg3 2. Tf6 matt. Anderes ähnlich. Ar. 10. Don Geyerstam. 1. Lc5- e3!, Kd5 2. Dc6-^' usw 1.....Ttl od. Bd2 2. Dxd3 +.' usw. 1. .. , Ke5: 2. Df6+! usw. Hauptdrohung. 2. Dco + usw. Das Problem enhält leider eine Aeben- lösung und zwar durch: 1. Dc6+, Ke5 2. Df3 ufto. 1. ..., Kf4 2. Bfo usw. Bei Beurteilung der Lösungen wurde dies Problem nicht in Betracht gezogen. Die Preisträger. Richtige Lösungen zu sämtlichen Problemen sandten ein die Herren: Lehrer Breidecker. Gießen; M, Goldschmidt, Gießen; G. ® ö tz Gießen: Lehrer Held mann, Schlitz (Hess.); 5), Aanz, Uetzhausen; E. Schaefer. Gießen, O. Schäffer, Geometer, Schlitz; Lehrer Simon. Gießen: E. Teubne r. Dresden Dr. in ®., Prof. Weißgerber Gießen Bei der Auslosung erhielten den ersten Preis „Paul Morphs von ®. Maroczh, Lehrer Heldmann, Schlitz (Hess.); den zweiten Preis, ,Das Großmeisterturnter Aeuhork 24", von A Aljechin, Lehrer E. Simon, Gießen; den dritten Preis, „Gesunder Menschenverstand im Schach" von Dr E. Lasker. Geometer O. Schäfer, Schlitz. Weiterhin wurden noch zwei Trostpreise gestiftet. Der vierte Preis. „Die französische Partie", von I. Mieses, fiel an M. Goldschmidt, Gießen, sowie dec fünfte Preis, „Die Zukunfts-Eröffnung" von Dr. Tartakover an Prof. Weißgerber, Gießen. Die Preise gehen an die betreffenden Adressen ab. Schach-Ecke. Bearbeitet von W O r b a d Problem Nr. 101. Don D. Marin Schwarz Weih zieht und setzt in drei Zügen matt Weiß: 7 Steine Ke3; Dh7; Tb7; Lbl; Sdö; Bb2, h4. Schwarz: 8 Steine Kc5, ThÖ; Lh8; Ba7, b3, c6, e5, h5. 8 e 5 3 2 4 6 9 d e Weih w. C_ a b Lösung des Problems Dr. 98 Don 0. Berger. 1. Dc5-cl, Txcl 2. Lc4 matt 1 ., Dg2 2. La2 malt. 1 Sf7 2. Lf5 malt. 1. bei 2. Dg5 bzw. La2 matt Richtige Lösungen zum Problem Dr. 98. Lehrer Breidecker, D. Loos Dr K Schadet von hier Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Dedakttonsttsch Die Konsultation. Hufeland, der berühmte Berliner Arzt, untersuchte einmal eine Dame, die ibn durch ihr fortwährendes Geschnatter überhaupt nicht zu Worte kommen ließ, jo bah es ihm unmöglich war, die entsprechenden Verhaltungsmaßregeln auseinanderzuletzen. Schließlich bat er sie, die Zunge beraus- zustrecken. Die Dame tat es. worauf Huleland fogte „Uni) nun lasten Sie bitte die Zunge so langt draußen, bis ich Ihnen alle Verhaltungsmaßregeln erllärt Habel' Worauf die Konsultation ungeflhn beendet werden konnte. Engelchen. Zwei kleine Geschwtsterchen haben ihr tote» Kanarienvöqelchen begraben. Am nächsten Morgen kommt bet Bub strahlend zur Mutter: „Die Engelchen haben unser Hänschen schon in den Himmel geholt, Multi I“ Derdutzt fragt die Mutter vorsichtig .Wobei weißt du denn das, mein Kerlchen?" „Ach, Mutti, ich habe eben wieder da« Grau aufgemacht, da war das Hänschen nicht mehr brin und draußen waren lauter Spuren von Krälli >i da haben gewiß die Engelchen gestanden.' fer Tage seine 50. ordentliche Mitgliederversammlung ab, welche recht gut besucht war. Der Verein, welcher jetzt 50 Jahre besteht und sich aul die Kreise Ai-selb, Gießen, Schotten, Friedberg Gelnhausen, Hanau und Marburg auSdehnt. Hai sich, wie aus dem Geschäftsbericht des Vorfihen- den hervorging, nach bet Inflationszeit tixkbei recht gut entwickelt. Er bezweckt die gegenfetrige Dergütung von Schäden bei unverschuldeten Hn- glücks- und Krankheitsfällen unter den versicherten Pferden der VereinSmitglieder. Aach dem von Direktor Schäfer erstatteten Geschäftsbericht gehörten dem Derein am @nbe de« Geschäftsjahres 540 Mitglieder an. ES waren her- sichert 1536 Pferde mit einem Versicherungs- kapital von 844 780 Mk. Aach dem vorgetraaencn Rechenschaftsbericht wurden in dem abgelegenen Geschäftsjahr insgefamt 39 Mitglieder entschädig) mit 11 927 Mk. Das Vereinsvermögen stellt sich am Schlüsse des Geschäftsjahres auf 1685.28 Mk Im neuen Geschäftsjahre sind bereits 22 Mitglieder neu beigetreten. — Dic Gesellschaft „E in.r rächt" hat in ihrer Hauptversammlung beschlossen, im Monat Juni d. I. eine Jubiläums- seier anläßlich deS SOjäbrtgen Bestehens de« Vereins zu veranstalten. KrciS Friedberg. pb. Vuhbach. 28. März. Unter Vorsitz des Landw.-Dlrektor« Oekonomierat Spieß, Fried berg, sand dieser Tage an der hiesigen landwirtschaftlichen Schule die Schlußprüfung für die Oberklasse statt. 23 Schüler unterzogen sich der Prüfung. Die ehemaligen Schüler und die diesjährige Oberklaffe der landw Schule hielten am gestrigen Abend iin Saale de« „Deutschen Hauses" gemeinschaftlich ein Wurtervergnü- gen mit Schlußseier ab, das gut besucht war Bürgermeister Dr. Jansen betonte in seiner Ansprache, daß gerade durch die landw. Schule gute Beziehungen zwischen Stadt- und Landbevölkerung gepflegt wurden, und er gebe fich der Hoffnung hin, daß die heutige Feier nicht die letzte sei. llrei- Büdingen. L\ Aidda, 28. März. Am Samstag sand die Schkußprüsung der hiesigen Landwirtschaftlichen S chule statt. Oekonomierat Spieß von Friedberg war dazu al« Regie- rungsverlreter erschienen, ferner die Vertreter der KreiSämter Büdingen und Schotten, die Bürgermeister des Bezirk-, die Eltern der Schüler Ceidesilüu an fHaaen - üt (jauupji x Qcht | Kaufgesuche | Hwci bio drei BanrJäöe an der oberen Marburger Siralic gelegen, aii kaufen gc sucht 2chr- An geb mit Angabe bc» Preises um. <»2317 an ben ffliefr An.. ßlfflM!!ss"s"'fst!''f'IV ifltfj eint «öftere Anzahl sonstiger Interessenten. DaS Ergehn ts der Prüfung wurde von dem Re- gierung-vertveler als höchst befriedigend an- erkannt, der herzliche Dankes wort« an Lehrer und Schüler richtete 'Seiten? Sorte der Anerkennung sprachen Regierungsassesfor Dr. Lotz von Büdingen unb Kreis di rektor Boeckmann von Schotten. - Das dreijährige Söhnchen des Landwirts Kari Spengler wurde hier auf dem Marktplätze von einem Auto überfahren und trug bedeutende Verlegungen an einem 'St\n und am Kopf davon. Den Wagenführer trifft keine Schuld. Da» Kind war direkt in den Wagen gelaufen. Es verlor im vorigen Iah« schon durch Unfall drei Singer. Urci» Schotten. § Schotten. 28. März. Am Samstag fanden im Beisein des Vertreters der Staatsbehörde. Ober-Forstrats U r st a d t. Darmstadt, die Abschlußprüfungen in der staatl. Försterschule statt Sämtliche 26 Schüler bestanden die Prüfung Abends sand Im Hessischen Hau» eine Abschiedsseier statt, an der der gesamte Lehrkörper der Schule, der VQrgenneifter der Stadl und die Mitglieder der hiesigen Iägerver- einigung teilnahmen. Für den neuen Kursus, der im April beginnt, ist wieder die ale.che Schüler- Aobl gemeldet. - In der Turnhalle fand die Jahreshauptversammlung des hiesige., Turn- und Gesangvereins statt. Aach der üblichen Begrüßung. Verlesung der Protokolle, Jahresberichte usv. fand eine Ehrung von alten Mitgliedern, die schon öd Jahre dem Verein angehören, statt. IX. a. wurde Otto Weitz durch Verleihung der Gbrenmit- gliebschaft au»gezeichnet' damit sind die vier in weiten Kreisen bekannten Gebrüder Weitz sämtlich infolge ihrer lanajübrigen, tätigen Mitgliedschaft im Verein zu dessen Shrenmitglledern ernannt worden Aus der umsangreichen Rechnung. die in Einnahme und Ausgabe mit ca. 22 000 Mk. abschlieht, sei hervorgehoben, daft der Verein, der das Kino unb die Wirtschaft in der Turnhalle aus eigne Rechnung betreibt, über 1000 Mk. aus dem Kinobetrieb und über 2000 Mark aus dem WirlschastSbetrieb an Rein- gewinn zu verzeichnen hat. Die Wittel kann der Verein, bet an einen neuen, groben Anbau der Halle herangetreten ist, gut gebrauchen. Der Hallenbau ist schon gut fortgeschritten und soll bis zu dem im Juni Nattfindenben großen Sängerseft sertiggestellt werden j C a u b o 4,27. März, ©eftcm abend hielt bi< hiesige Kealschule im „Solmser Hof" ihre Jahresfeier ab. Die zahlreichen Zuhörer (über 200 Personen aus der Stadt und Umgegenb) wurden nach |eber Seite hin befriedigt. Die Dortragsfolge wurde eröffnet durch einen Ltchtbilderoor» trag mit eingehenden Erläuterungen de» Studien' direktors Dr. ft a i n e r, die sich auf „Die Arbeit im Spiegel der Kunst" bezogen. Diesen Stoss behau- beiten auch die darauf folgenden lebenden Bilder, die durch gut eingeübte Deklamationen von Schülern erläutert wurden. Hierauf folgte ein „Schusterta nz". Den Schluß bildete bas lehr ansprechend ausgeführte Märchenspiel: „Die fteinzelmännchen von Köln. Die einzelnen Teile der Dortrag!: folge wurden durch Lieder des von Oberreallehrer Gerhard trifstich geschul- tun ^chulerchor» umrahmt. An Anmeldungen liegen bereits 15 vor. jo daß aller Voraussicht nach im nächsten Schuljahr der Bestand der Schüler ver. mehrt werben wirb. Auch werden für eine Reihe von Schülern von auswäri» Pensionen gefucht. — Der hiesige Schützenoerein, der in (einen Uranfängen sich schon im Jahre 1640 nachweifen läßt, hielt bis zum Jahre 1903 feine Schießübungen auf der ..ftälle" ab, dem alten Exerzierplatz des föhne- laubacher Bataillons. Durch den Bau der Bahnstrecke Laubach—Mücke wurde eine Verlegung der Schießhalle auf den .Hällenberg" veranlaßt. Dieser Schießstand ist auf 100 bzw. 175 Meter bertdjnei. Da iedoch ein Stand bi» auf 800 Meter hergerichtel werden soll, hat man in Absicht, auf der Rordseite des ,.RingelbcrHe»E. unweit des Sportplatzes an der Freiens«ener Straße, einen neuen Schießplatz zu errichten. --- Gedern, 28. März. Zu großem Schaben kam ein Vutttrbänbler au» dem benachbarten Mittelfeemen, bet auswärts Vatter und Eier aus gekauft hatte. Unterwegs ging ihm bas P'erd durch. Der Wagen blieb an der Dorf- brück« hängen unb ging in Stücke, wodurch die wertvolle Ladung ins Wasser flog. Das schlimmste war. daß sich das Pferd einen Auf abriß unb geschlachtet werden mußt« — In der Räbe unteres Städtchens, am sogenannten .Kreuz" an der Straß« nach Schotten, eretanek? sich cm schwerer Unglück-fall. Ein Fuhr- mann aus Eschenrod geriet unter die Vorderräder seines mit Sand beladenen Wagens, als er di« auf dem Wagen liegenden, in Unordnung geratenen landwirtschaftlichen ®«rät« in Ordnung bringen wollte, als in demselben Moment ein Pferd scheute. Ein Rad ging dem Fuhrmann über den Unterschenkel. Außerdem erlitt er infolge Schleifens Verletzungen an Oberschenkel. Rücken und ftinterlopf Durch andere Fuhrleute wurde ärztliche Hilfe herbeigeholt, und der Verunglückte durch cm Auto in das hiesig« Krankenhaus gebracht. Mrcte Lauterbach. WSR. Herbstein, 28. März. Hier wurde am Sonntag in Verbindung mit dem 42. Jubiläum des OrtsgewerbevereinS Herbstein eine Gewerbe-Ausstellung des Rorbost- vogelsberger Handwerks veranstaltet. Die Ausstellung, in der besonders der hohe Stand unb die besondere Eigenart des Vogelsberger Schreinerhandwerls in die Erscheinung tritt, gab ein erfreuliches Bild der Handwerkerverhältmsfe im Bezirk Herbstein. Der Besuch war ein überaus guter. Preußen. Kreis Wetzlar. kz. Dutenhofen, 28. März. Unser Spar- und Darlehen-kassenver- ein .Ra iss eisen" hielt dieser Tage eine Generalversammlung mit anschließendem FamlUenabend ab. Die Jahresbilanz wurde gutgeheißen und den Verwaltungsorganen Entlastung erteilt. Die Spareinlagen erhöhten sich im Laufe des Geschäftsjahres von 5000 auf 15 000 Mk. Der Warenumsatz zeigte ein Mehr von 500? Mk. Die Mitglied«» zahl stieg von 136 auf 142. Der Vortrag des Geschäftsführers Heck über Genossenschaftswesen, Geld und Warenwirtschaft wurde mit fichtlichem Interesse verfolgt. Eine anschließende Filmvorführung fand ebenfalls lebhaften Anklang. Auch da- Programm des unterhaltenden Teils der Veranstaltung wurde mit vielem Beifall entgegengenommen -6- Lützellinden. 28. März. Rach Ablauf der bisherigen Pachtzett toirb am nächsten SamS- tag auf dem hiesigen Rathaus bie Ausübung des Zischereirechtes tn den öffentlichen Gewässern unserer Gemarkung auf die Dauer von sechs Jahren öffentlich meiftoletenb verpachtet Kreis Biedenkopf. - Vie denk opf. 28. März. Die Kreis- v i e h k a s f« Viedenlopf. deren Geschäfte sich über iwch fieben Rachbarkreise erstrecken, hat auch in dem Rechnungsjahr 1926 einen erfreulichen Zuwachs erfahren. S« traten wieder 292 Mitglieder der Kaste bei, und die Versicherungssumme hat gegen das Vorjahr um 377 715 Mk. zugenommen. An Entschädigung waren zu zahlen für Pferde 27 719 Mk. Rindvieh 44 082 Ml Schweine 18 958 Mk.. Ziegen 2313 RN. unb Schafe 347 Ml Da- Vereins vermögen betrug am Schluß des Jahre- 1926 91 537,86 Mk gegen 64 181.39 Mk im Jahre zuvor. Infolge dieses günstigen Ver- mögensstande- war es möglich, die Beiträge bei einzelnen Viehgattungen herab-ufetzen. Als segensreich cruxift sich gleichfalls bie Vichleih» kasie. welche kleinen Landwirten beim Ankauf eines Tieres gegen geringen Zinsfuß eine Beihilfe gewährt. Hol-Haufen bei Gladenbach. 28. März In der letzten Rächt gegen 2 Uhr ertönte in unferm Dorfe Feue rlä rm. Die Angchöriaen des Landwirts Iohs. Lotz saßen noch von bet Hochzeit her. die in dem Hause statt gefunden hatte, bei Tilch. als sich plötzlich starker Rauch benurfbar machte Als man nach der Ursache forschte, sah man, daß der Holzschuppen bereits lichterloh brannte. Das Feuer, da- an den Vorräten an Holz. Heu und Stroh reichlich Rahrung fand, breitete sich in dem alten Haus so rafch aus. daß die Einwohner nur das nackte Leb en retten konnten. Do- Großvieh konnte in letzter Minute noch geborgen werden. Das Wohnhaus und Die Stallungen find vollkommen nlcber gebrannt. Heber die Entstehungsursache ist nichts bekannt. Das d'Ht danebenliegende Wohnhaus des Gastwirts Happel, auf welches da- Heuer -um Teil bereits übergegriffen hatte, konnte gerettet werden. Kreis Usingen. Q ®leebcrg, 28. März. Der Vertreter de- erkrankten Pfarrers Wetzel, Vikar Mof er. wird uns am 1. April verlassen, um als Pfarrer eine Pfarrstelle bei Weilburg endgültig zu übernehmen. Die Gemeind« trennt sich nur ungern von diefem Prediger. Pfarrer Weyel, der voraussichtlich am 1. Juni in den Ruhestand tritt, wird die diesjährigen Konfirmanden selbst prüfen und konfirmieren. -- Um die Verhandlungen über eine ständige AutobuSverbindung Butzbach —Eleeber g zum Abschluß zu bringen, fand gestern nachmittag hier eineBefprechung zwischen den Interessenten statt. Dazu waren Vertreter der Autobus ®. m. b. H Butzbach, sowie die Gemeindeoertreter LleebergS erschienen. Den Schwerpunkt der Verhandlungen erblickten die in Butzbach beschäftigten Arbeiter in dem Fahrpreis von wöchentlich 4 Mk. Als die Gemeindevertretung pro Mann 50 Pf. Zuschuß in Aussicht stellte, verpflichteten sich 22 Arbeiter zur Benutzung des Autobus. Dadurch, und weil die Arbeiter von Riederkleen und Dornholzhausen schon vorher ihre BereitsckastLerllärung abgegeben hatten, kann die ständig« Autoverbindung Lleeberg—Butzbach als gesichert gelten. Der AulobuS bleibt über Rächt in Cleeberg, vorläufig bis zur Erbauung einer Halle, in einer nicht benutzten Scheune. Für die Unterbringung des KraftwagenführerS ist ebenfalls Sorge getragen. Rundfunk-Programm des Frankinrker Senders. lAuS der .Radio-Umfchau".) Mittwoch. 30. März: 3.30 bis 4: Die Ciunbe der Jugend. 4.30 bts 5.45: Konzert des HauSorchesterS Operetten. 5.45 bis 6.05. Die Vücherstunde. 6.15 bis 6.45 Stunde deS Südwestdcutfchen Radio-LlubS. 6.45 bis 7.15: Beamtenfortbildungskarfus. 7.15 bi« 7.45: Senckenbergvorlrag. 7.45 bis 8.15: Italienischer Sprachunterricht. 8.15: .Der S'örenfried". Lustspiel in vier Akten von Roderich Dcnedix. Kirche unb Schule. Kirchenmusikalische Feierstunde der Matthäusgemeinde. hr. Einen hervorragenden tiefen Emdruck bin- terlieft bi« a e i st l > ch eA be n b m u f i k", bie Sonntag abend von der Vlätmer- unb Frauen- Vereinigung ber Matthäusgem.'nde veranstaltet wurde Untere großen Tonmeister sprachen zu uns, Ludwrg van Beethoven, dessen 100. Todestag überall in diesen Tagen gefeiert wird, Johann Sebastian Bach Haydn. Franz Schubert, 5clif Mendeisfohn-Bartholbv u. a. m. Der Pas- swnszeU entsprechend war die Feter ganz in ernstem Stil gehalten: das Programm war ein heitlich und stilgerecht aufgebaut. Rach dein Sho- ralvorspiel unb Gemeindegefang Run ruhen alle Wälder" und einem Abaaio asis Quartett op. 18 von Beethoven, meisterhaft wiedergegeben von dem Streichquartett ber Herren Mufiklehrer Franz Bauer fen. unb jun. - Gtesien, August Bauer unb Jakob Franz-Wetzlar, bie sich wiederum in uneigennützigster Weife tn den Dienst ber guten Sach« gestellt hatten, stand der erste Teil unter dem Molto der „Rachfolge Christi" iXonzertfängerin Ida Stammler- Gießen fang die Arie „Christen mllffen auf der Erden" von Dach, begleitet von Violine unb Oryel. bie Gemeinde den Eboral „Caffet unS mit Jesu ziehen". Der zweite Teil trug aiS Ueberschrisi das Herrenwort ..Kommet ber zu mir alle, bie ihr mühselig unb beloben seid" Einem Largo für Violine unb Orgel folgte die Arie für Mezzosopran „Entsagung" von Mendelssohn: sie ward trefslich wiedergegeben von Frl. Hedwig Gunderloch - Darmstadt. Haydns Adagio aus op. 76 Rr 4 für Streichquartett leitete über »um 3. Teil, der die ..Buße" zum Inhalt hatte. Beethovens Dußlled, ..An dir allein hab' ich gefündigf. Arie für Mezzosopran unb Orgel, lam zu Gehör, dem ein Larghetto von Tar- tinl für Orgel und Violine folgte. Ganz dem Charakter der PassionSzeit entsprach der vorletzte Teil, der uns mit unserem Herrn Jesus Christus nach Gethsemane gehen ließ: prächtig erklangen Bachs herrliche Töne durch den weiten Dottcsraum: „Mein Jesu, waS für veelenweh befällt dich In Gethsemane": Duett „Jesu Seelen- angst" für Sopran und All mit Orgelbegleitung Der Ausklang der erhebenden Feierstunde stand bann unter dem Reichen des „Todes-. Das Streichquartett fpielte Schuberts Variationen aus dem d-moll Quartett über das Lied ,,Der Tod unb das Mädchen": Beethovens Altnrte Denk', o Mensch, an deinen Tod-, erinnert an bie Flüchtigkeit allen Erdenlebens, unb Bachs „Todesschn sucht" «Komm süßer Tod) hilft hin- weg über alle Schrecken des Sterbens. Tief er- Jrissen stimmt die Gemeinde in Paul Gerhards leb ..Wenn ich einmal soll scheiden" ein und ver läßt tiesbewegt daS Gotteshaus. Den gekirnten Orgelpart hatte Sladtorganist Hch. Simon- Gießen übernommen, ber sich um die Zusam lücnftcllung b«S ganzen Abends sehr verdien' gemacht hat. Die Dewinbenben Schi' Worte verlas Pfarrer H e r t e 1 - Gießen. D' iarfc B> such deS Abends zeiate, wie begehr, 'olche got- leSdienstlichen Veranstaltungen sind. Alle Mit wirkende dürfen des Dankes der gesamten Zuhörerschaft derfichert fein. Kircklitti- Tn cf) richten« G^-ngelische Gemeinde«. Stadtkirche. Mittwoch, den 30. März. 6: Pas- sionSgottesdienst. Pfarrer Becker. Präg' Dir in's Gedächtnis ein: Schuhe muffen vom Schuhhaur Vaer sein! 10.50, 12.50 Knaben- Balblchohe fchöneFormen 50 10 50.12.50 Uii-Halbldiiibe In grober Auswahl Ladi-SDanienlchühe In verleb. 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April 1927 durchweg tragfähige,tadellos einwandfreie t bedeutet für Sie jetzt jeder ^Einkauf in meiner Serien- Woche. Zum erbten Male feit meinem ca. 80jährigen Qualitäten zu Serienreifen. Beachten Sie mein morgen erscheinendes Inferat und greifen Sie fofort zu, ehe die Ichönften und preiswertesten Artikel vergriffen find. Sie müßen unbedingt wißen, was es heißt: Schmücker macht feinen erlten Serienverkauf. Beginn: 31. März 8 Uhr früh Ende: 7. April 1927 Sl Nr. 74 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fiir Gberhessen) Dienstag, 29. März (927 iig noch gut gearbeitet. In dieser Aus- säönt? 3n*anQ .8.1 I 29. X 8 .X W S. 320 3 ZU - do 21 62 99.25 14.75. 3ue- m 3'Ä 25 153.5 1*6.25 134 199.75 30,50 Mart. bis 1*75,62 273 175 5 Prozeit. ReichsbanldiSkvat m 193.9 115 164 317 3 143 notiert: Weizen (inlänb.) 26.75: < 25.50 bis 27.50; Mais < gelbi 18; 3975 bis 40.25; WeizenNeie 14: Tendenz: befeftigt. 250 20» 279 193 5 186.5 162 : 21H 187 188 >r 188 184.25 239.5 210 211.5 97 217.75 15* 23 119 5 110 ?0li 229 , 181.75 128 151.75 156 1*8 169.85 i 218 155 1.75 190.5 i- - 16t .60 9.25 186.4 191 191 194.75 242.5 209 96.-r. 151.75 124.2.1 i 141.5 ! 108 I zw Berliner ProVuktenßörie. Berlin, 28. März. Die gesteigerten DeviserrmarU Berlin—Frankfurt a. TL Telegraphische Auszahlung 163 62 188 75 206.25 209,25 182 5 269.5 137 132 64 Roggenmehl 36.50 bis Aoggenkleie 14,50 bis 207 279 191.4 iie 160,75 261.5 187.5 Svrcrftftunbcn der Nedaktion. 12 bis 1 Uf)t mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Somslag nachmittag gefchlosten. Für unoeriavgt eingesandte Manuskripte ohne beigesügles Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts sl eile zu richten. Sommergerste für Brauzwecke S^afcr (inkünd.) 22 bis 2250. 124.5 77,5 182 5 .'74.62 75.75 h18 M,S 163.4 I 188 205.25 , 20 '. 5 ' 138 5 180.5 । 270 | 137 74 316 240 162 188,7» 207 307.9 181 270 138.5 194.9 241 5 211 210,5 99.25 15.62 42.9 254 278.75 192 184.5 16.1.9 249.75 9.2 188.5 188.5 121 189 189.12 .'39.75 211.5 2 H.5 «6 213.75 154 122.5 141.12 3'15,75 227.75 180 152 154,9 147 KiOS REGATTA | EINE ZIGARETTE * MiLD ooenWÜRZiG 162.-5 I 188 207 '207,25 179 269.5 187 121,12 163 1316,75 melde:. Lehr viel Interesse sanden auch gestern die Kollektivausstellungen der Krefelder Samt- und besonders der Lyoner Leidenindustrie. Lonst hatte die Textilmesse ein M ttelgeschäft. I n grasten und s.anzen erklären sich die Aussteller al» befriedigt. Ltrickwaren, Soiionartikel usw. waren auch gestern geirogt. In der Abteilung Schuh und Leder war dos Geichäst gestern verhältnismäßig mäßig. Rohleder wurde noch anständig umqc'eyi. Auch di- Aussteller von billigem Lchuhwcrk yabtN Lombardziusftiß 7 Prozent. Berliner Börse. Berlin. 29. März. An den Aktien ä rften war heute eher eine leichte Rea Weizenmehl (inländ ). Spez. 0 -------- 36.75: Frankfurt a. M.. 29 März. SS wurden ~ «Wetterauer» 28.50; Roggen 20' - 75 195.5 19225 125 I 77,5 - 2 25 - 182.5 und ASG minus 1 Prvz. Dauwene schwächer Holzmann minus 0,5. Wayh & Freytag minus 2.4 Proz. Zellst off aktien weiter gesraal Waldhof plus 2 Proz auf die bekannten Kapitalerhk- bungegcrüÄtc. Holzdestillations werte angeboten. Holzverkohlung minus 125 Proz Dcheideanstalt verirren 3 Proz. Dvn Autoakticn erholten sich Kletzer um 2.5, während Daimler 0,75 Proz. nachgaben. Heimische Anleihen lagen still. Anleche-Ablöfimg 23' -. Schutzgebiet 12.B. Bon sremden Renten lagen Rumänen und Ungarn etwa- höher, dagegen Serben schwächer. Türken behauptet. Der weitere Börsenverlauf blieb uneinheitlich und hatte eigentlich nur Interesse für ManneSmann und Harpener I.D-Farben blieben weiter bernachlässigt und eher schwächer Im Devisenverkehr nannte man Paris gegen London mit 124.?3 Zürich 25.25*5. London-Kabel 4.8570. Die Reichsmark notierte gegen London 20.4825, gegen Kabel 4,2170. Börsenkurse. dc otac Stuslofunotrn-I T-cu.'che €pcrc-ramtrnanlcnx Teuttche tienb. Lollar-SM ♦*/t Hotlrttrkn......... 5*/e wolbmtjrlfaner ..... Ftrllner €'anbt.'6qrfcUfc6ah . eoulmerz. und Privat-E«.-iallgesell>chast ^ranffurt . Pkt- Union ........ Schuh'adrU Her* • ■ . . ■ ■ Sichel.............. Zellstoff Aschaffenburg. . . . öenfto ^ Ealdvos . . . . lanbforberungcn für *Koggen wirkten sich bei Wochenbeginn im Verein mit gröberer Deckungs- frage besonder« für März zu einer kräftigen Befestigung auS. Der Samstagschlußkurs wurde um 4 Mark herauf gesetzt. Zum ersten Male kam heute Dezember-Lieferung zum Umsatz, und zwar bei einem Kurs von 230. Weizen ebenfalls befestigt Für Hafer hält die Rachfrage nach Polen an während hier die Umsätze wegen zu hohen Forderungen klein bleiben. Mehl hat einiges Geschäft trotz leiclit erhöhten Preisen. Es wurden notiert für 1000 Kilo: Weizen, märf., 266 bis 269: Koggen 248 bis 253; Sommergerste 214 biS 242 Wintergerste 192 bis 205, Hafer, märf.. 200 bis 208: MaiS (loko Berlin) 178 bis UW; für 100 Kilo: Weizenmehl 34.50 biS 36.50; Roggen- mehl 33,75 bis 35.50; Weizenkleie 15; Roggen- llcie 15; Viktoriaerbfen 42 bis 59. kleine Speise- erb,en 30 bis 32; Futtererbsen 22 bis 23; Pe- lufchken 20 bis 22; Ackerbohnen 20 bis 22; Wicken 22 biS 24; Lupinen (blau) 13,50 bis 14,50; Lupinen igelb) 15 bis 16,50; Serradelle (neu) 22,50 bis 25; Rapskuchen 15,40 bis 15,60. Leinkuchen 19,70 bis 20; Trockenfchnitzel 12 bis 12,20 Soyaschrot 18.80 biS 19,20 Kartoffelflocken 30 ftcUung' fehlen allerdings die grasten Firmen als Aussteller. 3m H a u s O ff e n b a ch. wo Gebrauchs., Haushaltungs, Spiel- und Galanteriewaren sowie tunstpcwerbliche Erzeugnisse untergebracht find, bcrrschte lebhafter Verkehr. Auch Spielwaren hatten Umsätze. Haushalt nngs - und Korbwaren konnten allerdings nicht mehr die starken Geschäftsabschlüsse des ersten Tages erreichen. Die Baurn e I i e war auch gestern stark besucht. Groh- abschiüsie scheinen jedoch nur vereinzelt zustande gekommen zu sein. Mit am stärksten besucht war auch gestern die Ztusftellung „Modern: Bureautechnik"; die hier getätigten Abschlüsse können als gut be- zeichnet werden, Hervorzuheben ist, dast das Ausland am gestrigen Tage in etwas verstärktem Maste als Käufer auftrat. Dor allem hatte die Lchweiz viele Einkäufer entfonbt; auch Amerikaner Holländer und Defterreicher waren erschienen. Lehr viel Interesie sand der im Haus Werkbund vorge- führte künstlerische Werbefilm. Die Dorsührung erfolgt auf einem neuartig konstruierten Lchmal- Mm.ipparai in der Größe eines Handkoffers. Dieses tragbare Kino scheint noch große Auswirkungsrnög- lichkeiten in kulturell erzieherischem Sinne in sich zu bergen. Der Besuch der Frankfurter Frühjahrsmesse aus dem Ausland hat im Vergleich zum Vorjahr wieder erheblich zugenommen. Das gröhte Kontingent der Vefucher stellt die Schweiz Dann kommen Oesterreich, Ungarn, Holland, Frankreich, die Tschechoslowakei und Belgien. Doch auch die außer- europäischen Länder sind ansehnlich vertreten. Vor allem ist Amerika in nennenswerter Zahl erschienen. Mill.) diesmal unterbleiben tonnten. Der Nein gewinn von 22 192247 (i. V. 42 112432) Mill. Mark findet folgende Verwendung: gesetzliche Rücklage 4 558 450 Reichsmark (8 548 486 Nm>, 10 Proz. Dividende (wie i. B.) 12 278 810 Rm„ Anteil des Reiches 4 205 375 Nm. (12 185 449 Rm.), Svnder- rücklage für künftige Dividendenzahlung 1749 613 Reichsmark (12 278 810 Rm.). Aus der Bilanz ist hervorzuheben, daß sich nach der diesjährigen Uebermeifung die gesetzliche Rücklage auf 38,5 Mill, erhöht hot. Delkrederefonds unb Rücklage für 'Jlotcnneubrud wurden unverändert mit 50 dzw. 15 Mill. Nm. eingestellt. Von der Baureserve von 15 Mill. Rm. wurden 6,8 (8) Mill, beanfprud)!, durch oben erwähnte Rücklage in gleicher Höhe wurde die Reserve wieder auf 15 Mill, ergänzt. Der Spezialreseroesonds für künftige Dividendenzahlung wird durch die diesjährige Zuwei- fung auf 44,8 Mill, Rm. gebracht. Auf der Aktivseite werden die Guthaben in ausländifcher Währung mit 537 (477) Mill. Rm., der Bestand an Aus- landwcchfeln und Schecks mit 544 (425) Mill. Rm. ausgewiesen. Der Bestand an eigenen Wertpapieren hat eine Ermäßigung von 231 auf 91 Mill. Rm. erfahren. Der Rückgang der Bestände erklärt sich aus der Einlösung der Dollarschatzanweisungen des Reichs, von deren gesamten (kinlösungsbetrag von 2.34.1 Mill, die Reichsbank einen größeren Teil bereits befeffen hatte. Grundstücke und Gebäude werden unverändert mit 30 Mill, bewertet. Für an Dritte abgegebene Räume und Wohnungen sind an Mieten 1 960 000 (874 000) Rm. aufgekommen. Unter den sonstigen Forderungen von insgesamt 187 (115) Mill. Rm. werden Postscheckkontoguthaben mit 25,8 (31,3), gestundete Forderungen an die Deutsche Rentenbank mit 61,1 (36,9) Mill, aufgeführt. Als Eigentümer der Reichsbankanteile waren Ende des Jahres eingetragen 9850 (10 139) 3nlän- der mit 1 009 174 (1010 363) Anteilen zu 100 Rm. und 1319 (1357) Ausländer mit 218 707 (217 518) Anteilen. Der Bestand an Beamten, Angestellten und Arbeitern hat sich von 11 637 Köpfen Ende 1925 auf 10 236 Köpfe Ende 1926 vermindert. Die G. -B. der Aeichsbank erledigte gestern die Regularien. Zur Gewinnrechnung machte Dr. S ch a ch t Ausführungen über die großen Veränderungen gegenüber dem Dorjahre Er hoffe und wünsche, daß die starken Rücklagen, über welche die Reichsbank verfüge, auch noch in kommenden schweren Zeiten die Reichsbank in die Lage versetzen werden, ein fester Halt der deutschen Wirtschaft zu fein. Eine gewisse freund- siche ileberrafebung hatte das Unlostenkonto gebracht. das eine Verminderung gegenüber dem Dorsahre aufweise. Die Verminderung sei größer als sie auf den ersten Blick erscheine, weil von den Kosten der Um- und Reubauten rund 5 Mill, dem Unkostenkonto belastet wurden, gegenüber etwa nur Vg Mill, im Dorjahre. Dabei sei besonders erfreulich, daß von dem ersparten 'Betrage weniger als ein Drittel auf persönliche, mehr als zwei Drittel auf fachl'che Linkosten entfallen. Sollte diese Erscheinung sich als dauernde erweisen, so würde bei sonstigen normalem Ablauf der Geschäfte nichts im Wege stehen, diese Er- sparnis in Zukunft in die Gewinnrechnung auch außerhalb der Reservestellungspolitik sich auswirken zu lassen. Frankfurter Frühjahrsmesse. WSN. Der gestrige zweite Tag brachte der Frankfurter Frühjahrsmesse im ganzen genommen ein Mittelgeschäft. Gegenüber dem vorgestrigen sehr starken Besuch trat jedoch eine gewisse Verstauung ein. Recht gut war die Möbel- meffe. Gute Abschlüße konnte ein Wormier Fabri- kant im Küchenmöbeln machen. Auch Schlafzimmer" einridjtungen wurden gut umaesetzt. Von der Tertilmesse wird uneinheitliches Geschäft oc- Buntes Allerlei. kostbar« korlos« Löffel. In England herrscht gcgentoärttg eine Gammelmode, die eine merkwürdige Art von Teelöffeln zum Gegenstand hat. 3m 18. Jahrhundert war der Tee noch sehr kostbar, und die Hausfrauen jener Zeit bewahrten die aromatischen Blätter In prächtigen Gesäßen auf, maßen mit winzigen Eilberlöfseln die nötige Menge ans und verschlossen dann die Teebüchse zusammen mit dem kleinen Löfsel bis zur nächsten Gelegenheit. Diese winzigen Teebüchsen-Lössel wurden nun sehr kostbar aus Silber gearbeitet und in den verschiedenartigsten Formen her- gestellt; sie sind Meisterstücke der alten Silber- schmiede und zeigen eine reiche Ziselierkunst. Ein Katalog dieser Teelöffel, der kürzlich er- schien, zählt über 200 versch ebene Formen aus. die sehr verschieden bewertet werden. Manche von ihnen haben die Gestalt von Muscheln, andere von Blättern, wieder andere von Schaufeln usw. obgleich lie meistens weniger als 10 Gramm wiegen, find alle Einzelheiten doch auf das feinste herausgearbeitet. Die. seltensten dieser Teelöffel find die sog. .Adlerfedern" und .Iockeimühen". denen sich als drittfeltenstes Stück ein Lössel in Gestalt einer ausgestreckten Hand anschließt. Für eine .Adlerfeder" werden 150 Mark und mehr gezahlt, für eine .Iockeimütze" 100 Mark und darüber. Zu den schönsten Tee- büchsen-Löffeln gehören die in der Form einer Weintraube. Der Löfsel besteht aus einer fein- Äifelicrtcn Weintraube, die auf einem Wein- blatt liegt; der Griff hat die Form eine- Wein- blattstiels. Der Harne deS Künstlers und Die Marke sind in so winzigen Massen eingeriht. daß sie nur mit einem starken Vergrößerungsglas zu erkennen sind Solche Lössel. b;e man früher für ein paar Mark erstehen konnte, werden jetzt eifrig begehrt und find daher außerordentlich im Preise gestiegen. Es gibt Sammler, die eine große Anzahl der verschiedensten formen zusammengebracht haben, und je seltener die einzelnen Formen sind, desto kostbarer ist die Sammlung. • P h. cho 1 zmanii. A.-G. in Frankfurt (Main). Für das Großkraftwerk Riederfchwörftadt, öas am Öberrhein zwischen Bafel und Lackingen zur Hälfte von Laden, zur anderen Själfte von der Lchweiz errichtet wirb und dessen Baukosten auf 30 Millionen Franks veranschlagt sind, wurden jetzt die Bauarbeiten vergeben. Die Errichtung des Ma- schinenhauses, das auf die badische Rheinseite zu stehen kommt, wurde den Firmen Grün & Bilfinger und PH. Holzmann, die Stau weh ranlage und die Ufertorrchion den schweizerischen Ingenieurfirmen Locher & Co. sowie 3.3- Rüogg & Co., Zürich, übertragen. • Generalversammlung der Hapag. Die G.-V. der Hapag erledigte die Regularien und genehmigte cmftimmig die Kapitalerhöhung. Der Vorsitzende begründete die Kapitalerhöhung mit der Notwendigkeit von Reubauten. 5>ie_ Äus- gabezeit und der Kurs der neuen Aktien könnten mit Rücksicht auf die Börse noch nicht festgesetzt werden. E-5 sei im laufenden Jahre mit einem befriedigenden Geschäft zu rechnen. • Nordd. Lloyd. Bremen. Die ovdenÜiche Hauptoersammluna erledigte die bekannten Reau- laden und setzte die Dividende auf 6 Prozent für die Stammaktien und die Vorzugsaktien fest. Präsident Dr. Heineken führte bei der Vorlegung des Geschäftsberichts u. a. aus, daß sich, soweit sich nach dem Geschöftsgang der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres übersehen läßt, auch die Aussichten auf das laufende Geschäftsjahr nicht ungünftig gestalten werden. Man hoffe, so betonte er, das bisherige Bauprogramm aus den zur Verfügung stehenden und ans dem laufenden Geschäft fließenden Mitteln völlig aufrechterhalten zu können, ohne von neuem an den Kapitalmarkt herantreten zu müssen. Dabei habe man die aus der Freigabe des deutschen Eigentums in Amerika zu erwartenden Mittel völlig außer Acht gelassen. • f; eine Subventionen für d i e Mo- loga und die Ufa? Das Reichskabinett hat sich gestern mit der Frage der Subventionierung der Mologa und Ufa beschäftigt. Wie die „Germania" dazu erfahren haben will dürste sich die Entschei- düng des Reichskabinetts in der Richtung bewegt haben, daß sowohl der Kredit für die Ufa, als auch für die Mologa abgelehnt werden wird. -tftanffitrter Börse. Frankfurt, 29. März. Tendenz: Unein- heitlich. — Kurz vor dem Quartals-Ultimo ging die Spekulation und teilweise auch das Publikum zu Gewtnnsicherungen über, wobei wohl auch tnc anziehenden Gcldsähe eine Rolle spielten. Tagesgeld nannte man mit 5 bis 5,5 Prozent, Monatsgeld für erste Adressen 5 83 bis 6.5 Prozent, für zweite Adressen 7.5 bi8 8 Proz. Privatdiskontcn 4.5 bis 4.75 Prozent. Warenwechsel 4.88 bis 5 Prozent. Die Tendenz der Effektenmärkte war infolgedessen nicht mehr so optimistisch wie an den Dorlagen und kurs- mäßig durcharrs uneinheitlich. Aus den einzelnen Aktienmärkten traten Rückgänge von 1 bis 2 Prozent ein, mit Ausnahme des Montanmarktes. wo sich eine Spezialbewegung von Mannesmann und Harpener herauSbildete Mannesmann im Verlaufe plus 5,5 Prozent, Harpener plus 2,5 Prozent. Die Rhrin°Elbc- Gruppe war nur mäßig befestigt. Kaliaktien bebauptet. Rheinstahl lagen eher schwächer, da die I. G. Farbenaktie um 15 Pro- zent schwächer eröffnete. Bankaktien überwiegend abgeschwächt, nur Deutsche PluS 0.4 Proz. auf die heutige Bckanzfitzung. 10 Prvz. Dividende waren an der Börse bereits bekannt. Der Abschluß scheint gegenüber den anderen Großbanken nicht besonders günstig zu sein. Mitteldeutsche Credit blieben weiter stark gebucht und zogen um 5,5 Proz. an. Echiffahrtsaktien bröckelten ab. Rordd. Lloyd minus 1.75 Proz. Elektroaklien wurden zumeist realisiert. Siemens minus 0.5. Licht und Kraft minus 0,13 Wirtschaft. Die Reichsoank im Jahre 1926. Der Geschäftsbericht der Reichsbank fürdasIahr 1 9 26 wird jetzt der Oejsenllichkeit mitgeteiü. Wir geben daraus folgendes wieder Die Gefamtumfätze bei der Neichsbank find von 575 Milliarden im Jahre 1925 auf 6-7 Milliarden im Jahre 1926 gestiegen, der unbelastet.' Goldbestand von 1208 Mill. Ende des Vorjahres auf 1831 Mill. Ende des Berichtsjahres. Davon waren 170 (97) Mill, im Depot im Ausland. Der Bestand an außer Kurs gefetzten deutschen ^tlbermunzc.i und an Silberbarren ging von 3 619 000 Reichsmark Anfang des Jahres auf 675 000 Reichsmark Ende des Jahres 1926 zurück. Die Bestände an Scheidemünzen (86 Mill, gegen 62 Mill. Ende des Vo7,ahres) werden als außerordentlich hoch bezeichnet. 3br Anwachsen hing großenteils mit dem Rückfluß an 50-Reichsofennigstücken zusammen, tie der Verkehr ubftiefe. Das unerwünschte Anwachsen dieser Bestände hat der Reichsbank Veranlassung gegeben, mit der Rclchsfinanzoerwaltuny wegen der zu er- greifenden Gegenmaßnahmen in Verbindung au treten. Die Gesamtfumme aller angckauften Wechsel und Schecks stellte sich wie folgt: Wechsel und Schecks auf das Inland 10,040 Milliarden, Wechsel und Schecks auf das Ausland 5,592 Milliarden, an die Reichsbank begebene Golddiskontbankwcchsel 0,277 Milliarden, insgesamt 15 909 Milliarden gegen 20,642 Milliarden im Vorjahr. Die G roumsäge bC' trugen im Monatsdurchschnitt 44 952 Mill, gegen 39 365 Mill. i. D., im arbeitstäglidjen Durchschnitt 1769 Mill, gegen 1554 Mill. i. B. Der Rohgewinn beträgt 112,9 Mill, gegenüber 181 Mill. i. V. Der Gewinnrückgang ist zum großen Teil auf bis Ermäßigungen des Diskontsatzes und auf die Verminderung des Wechfelan- kaufsgefchästes zuriickzuführen. Auch in den Gebühren ist gegenüber dem Vorjahr ein Minderertrag zu verzeichnen. Die Ausgaben beliefen sich auf 90,1 (138,3) Mill. Don diesem Betrage entfallen auf die Verwattungskoslen 83,3 (85,9) Mill, und auf Rück ftelüingen 6.8 (49,2) Mitt. Diese Rücklagen wurden lediglich für 'Neubauten (i. D. 13 Mill.) verwendet, während Rücklagen für den Delkrederesonds (i. D. 23 Mill.) und für die Banknotenansertigung (13,2 ifrentfuri a.T- TÄ^TTutcT Loh fUne Nfationsnelguna zu beobachten. Zu den ersten Kurien kam vielfach Material heraus, daß die Tendenz uneinheitlich und überwiegend schwächer wurde. Die Einbußen betrugen zumeist 1 bis 2.5 Prozent, teilweise ab;r auch 3 bi» 4.5 Prozent Einzelne Spezialwerte blieben indessen von dieser Bewegung unbeeinflußt und fpnben lebhafte Beachtung Schultheiß-L'stwerk? undMitte.- deutsche Kreditbank gewannen 4 biS 5 Prozent. Gefragt blieben ferner Ilse und Mannesmann. Auch die Werte der Rhein-EIde-Gruppe konnten sich befestigen 8.60 (Qjriiilanla 109,76 110,01 109,72 110.02 SotK>ibno?n 112,35 112,65 112,35 112,65 eiodbolm 112,76 113,05 112,79 113,07 HelnnakorS. atalkn . . . 10,599 19,3* 10,6-19 19.12 I0.U0 19,37 10,61 19.41 London. . . 20,45.1 20.305 2d,*53 20,505 *J?euDort . . 1,2115 1.8215 4,213 1.222 Tons. . . 16,4'Jj 16,535 16,195 16,5-'u Sibwci» . . H1,IIÜ ->1,20 kl,03 öl,2, 6pa; len 75.91 76. 9 .6,15 76,35 Japan ■ . ■ .'.U7J .',074 2,070 2.074 Älodr Jan 5.«9t> '.500 .498 9.500 Dien in T Ccfl. atz ; 59.22 59,56 59,26 39,,* Prag . Belirad Dudav-' t '2,16'. 12,502 12,467 12,507 7.399 73.7« '.*19 <3,66 7,4dl 73.52 7,*21 73,70 ^ul'arun „i4J ^,053 1,1>L „05, Lissabon ZI, 32.1 21,575 21,523 21,57. Tani J • »1,79 M,*9 61.kO 81,82 flenft ntin 2,123 2,133 .',131 .1*1 »iben. . 5.*7 5.49 5,47 5, *9 Gzinabo 1.213 1.223 1,211 1,221 Nrn uqd 4.2J.5 1,215 1.235 4.2 Li Cairo 20,97* .1,026 .0.97* 21.026 Banknoten. Vertin. 28 Mär; Keld Brie- 4.207 *,227 56.40 58,70 Tönil'vr Noten ...... 112,11 112.6? Engtllldr Soirn........ 20,410 20,519 Froniotzlchc Ooren...... 16.515 16,595 volländUch- '.toten .... 169,08 168.92 ;'ltalitni. Svaiiilib. Noten ..... 75.91 76.29 Tfcfc.-dic’Ic'rocfifdK Noten 12.449 12.509 QngartfdK Noten 73.30 73.66 «MBsmev,1 um ■im um ■ Jn jeder Küche Sind MAGGI5 Suppen-Würfel geschätzt, weil man daraus auf einfachste Weise schnell und bequem nahrhafte, wohlschmeckende Suppen herstellt Mehr als 20 Sorten. - 1 Würfel gibt 2 Teller Suppe und kostet nur 13 Pfg. — Verlangen • ,UÄh MAGSP Suppen - Würfel 'Nachdruck verboten 36 dortieRun« Ich saß Holzart Fstm. Gemeinde 1 Eichen 10,68 Buchen Fichten Erlen Eichen. 2 rm Eichen Bermoll Kiefern kofien Jo erniedrigt^ wurde, daß alles Augenmerk der Gute des 'Tabaks werden konnte. ._... _67 wendet' Fichten ^Sd2M?arz,-1£)eiJ3-4-^u,,jAaslefe'5/^ rm Eichen- 32 33 fahrenden fdarben. 9hre hervorragende Qualitdl^ ifl unbejlritten. £s gibt' keine— M 35 2,20 m Hohensolms Eichen Dieser Bellersdorf Fichten f Liefern 25-IU ,u ertrag, in In jeder beliebigen Menge abzugeben. Satiloülot öet ürmo Gmil filelnfdnniM ***** DRUCKSACHEN Frankfurt a. Main, Eckenheimer Land. LMiWI wewn .Altertums, fpridii^mancher, ahnend, daß jener 6 3 2 3 Schichtnutzholz 2. Ll. 2,20m lang 2 3 7 | 8 10 n 12 13 14 15 16 17 5 6 1 2 3 4 la 1b 1b 17,51 56,32 4,28 3,58 0,86 2,80 5,31 13,71 33,87 2,67 4,07 1,97 6,14 2a lb 2b la 2a lb Gr.-Alte». städten 59,02 14,97 2,98 1,83 5,68 12,36 4,30 0,14 0,22 0,21 0,17 0,69 3,54 1,95 donißhen Jahaken verwirkliche 9n unjerer neu» en Schichtnutzholz 2. Kl. 2,20 m lang 13 rm Eichen- Schichtnutzholz 2. Äl. 2,40 m lang 27 rm Eichen- Nutzknüppel 2,20 m lang 18 rm Kiefern- Schichtnutzholz 2. Kl. 2,20 m lang 11 rm Kiefern- Nutzknüppel | 18 19 80 37 38 39 40 41 42 43 aller Art empfiehl» So groß war er, daß die 'Bavaria oder die— fveiheitsflalue oder die jVederwald-^ermanla wir eine Jorg fall IgJP erprobte neue MJchunJ 27 43 „Nicht? . . . Aber Sie zittern jo förmlich, könnte mich ohrfeigen." „Fahren Sie nun noch Hause, Jörg?" „Wie Sie wollen!" „Ja, bitte!" Ihre Stimme hatte gar keinen Klang. Sie 5 la lb 2a 1 2 3 4 72 128 7 4 1 2 45 36 165 I 33 134 21 8 1 8 12 4 2 2 1 1 1 4 2 1 2 3 hergestellt M» Karl Schmidt, Neuenweg 42, Tel. 1075 2 30 13 6 34 9 1 lang 0,41 13,17 7,50 3,16 6,99 2,43 0,20 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Gewerbefalz ^Nebenprodukt bei der Glyzerinfabrikation) Wesentlich billiger als Gewerbe-Stein-u.Salinensalz! Märtyrer der Liede Roman von 3. Schneide'-Förstl. i'a-------TST* hrr 1 Was der ftbloß von Rhodos unter den fioUffab, re neue ßfiefien Verfchluß für den kofibaren ‘Inhalt darfidll, zugleich in denfterfleUungs^ zusammengekauert in ihrer Ecke und iah mit groben, leeren Augen in den Winterabend, der mit leisem Flockenwirbel sich über die Landschaft senkte. Hilbertt persuchle ihre Aufmerksamkeit bald auf dies, bald auf jenes zu lenken Sie blickte ihn gequält an und schwieg. Da unterließ er es, ein Gespräch in Gang zu halten, und zermarterte sich von neuem den Kops, welch eine Last es war, die sie mit sich schleppte. Die verweinten Augen hatten sicher noch einen ernsteren Grund gehabt, als sie ihm angegeben hatte. Aber den Mut, sie um ihr volles Vertrauen zu bitten, fand er nicht. Bor Elisabeths Haus machte er halt und legte die Zügel auf den Pfosten des Gartentores. Er ließ cs sich nicht nehmen, sie bis in den Flur zu begleiten und Hanna zu ersuchen, der jungen Frau sofort ganz Heißes bereiten zu wollen. „Tee oder Glühwein, was Sie am raschesten zur Hand haben!" sagte er erregt. „Seien Sie nicht böse, Elisabeth!" bettelte er gutmütig. „Ein andermal bin ich entschieden aufmerksamer und werde Sie nicht wieder so oernachlässigen wie heute. Georg soll es mich wissen lassen, ob Sie morgen wieder wohlauf sind ... Ich lasse ihn bitten." Bekanntmachung. Ter Voranschlag der Gemeinde Lauter für das Rechnungsjahr 1927 liegt vom 31. lfd. M. bis 6. April 1927 zur Einsicht oer Interessenten auf unserem Amtszimmer offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Lauter, den 28. März 1927. Hess. Bürgermeisterei Lauter: _________________Ath._____2994D Holzverkauf ans schriftliches ««gebot. Wohnungstausch Schöne 8—4-Zun.-Wohn. Anfr. erbitte an Herrn. Grimm. Wetzlar, Gr. Promenade 10. Wetzlar 02332 Gießen Z IS ~48 Roeder-Gasherd kostet RM. 96.—“ Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten und das Verkaufen anaing oon allein, was einem lieb und wert war. Und bann der Hunger und das Darben um da- bißchen Essen jeden Tag. Und Vaters dumpfer Groll und seine Wortkargheit, die sich nur zuweilen in maßlosem Zorne Cufi machten. Zwischen all den bösen Stunden lag die einzig schöne, in der sie ihren Mann kennengelernt halte, als dcr Later infolge einer Venenentzündung einen Arzt zu Rate zog und nach Ludwigstal bitten ließ. Da hatten sich ihre Herzen nach kaum zweimaligem Sehen gefunden. Dir Augen der jungen Frau strahlten nut einenv mal in die Wette mit beni glitzernden Schnee der Winterpracht, weiteten sich plötzlich und hingen unverwandt am Parktor des Herrenhauses, aus dem eben ein Herr in langem Pelzmantel schritt. Etwas hinter ihm kam Rella Renkell, in einen kostbaren Nerzumhang gehüllt: das Barett, in gleicher Pelzart. trug einen Büschel kostbarer Reiher, die beim Gehen auf und nieder wippten, und deren feine Fäden in alle Lüfte zu zerstieben schienen. Elisabeth verwandte keinen Blick mehr oon dem Paare. Mit einem Male kam das Erkennen. Der Herr, welcher soeben die Frau des Hllttenkönigs in den Wagen hob, der am Parktor oorgefahren war, konnte niemand anderes sein als ihr Mann. Die Größe, die ganze Art, wie er in das Gefährt sprang, ließ keinen Zweifel mehr. Eine Täuschung war ausgeschlossen. Mit beiden Händen griff sie nach dem Herzen. Vor ihren Augen lag tiesschwarze Nacht. Dann war ihr mit einem Male, als müsse sie herausspringen und rufen und schreien: „Was tust du hier?" Was zögerte sie denn noch, sich vor der anderen aus die Knie zu werfen und sie anzuflehen: „Laß ihn mir! Ich habe ja sonst nichts als ihn, und du hast alles: Reichtum, Schönheit, Mann und Kind. Warum willst du mich bettelarm machen?" Aber alles versagte ihr. Ihre Kehle gab keinen Laut, ihre Hände lagen wie gebunden, und in ihren Füßen trug sie zentnerschwere Bleigewichte. Vielleicht ist Annemarie trank geworden, versuchte sie sich selbst zu beruhigen. Möglicherweise holten die beiden den Hüttenkönig in Regenbach ab. Der schwache Trost, den sie hegte, zerfiel sofort in ein Nichts. Annemarie kam eben aus dem Hause gesprungen und lief die Auffahrt hinunter, einem Bediensteten, der eben das Tor schloß, etwas zurufend. Also hatte der Besuch ihres Mannes nur .Hans Jörg! . . . Ach, Hans Jörg!" Elisabeth zeigte eine wahrhaft kindliche Freude an der Winterpracht des Reviers. Märchenstille herrschte zwischen den Stämmen. Tiesgebückl standen die Baumriejen unter der weißen Last. Schüttelte einer von ihnen den Wipfel, stob glitzernder Puder nach osten Seiten. Wie Blutenstaub just im schönsten Maien flog er über das Gefährt und nestelte sich vertraulich in Elisabeths braunes Barett. „Wie wundervoll, Hans Jörg!" Elisabeths Augen leuchteten auf, als das Herrenhaus in Ludwigethal zwischen den letzten Stammen des Hochwaldes hereinblitzte. Hilbertt hatte den Eindruck, als liege in dem Ausruf ein feiles Sehnen nach der Heimat der Kindertage. „Wollen Sie Frau Renkell einen Besuch machen?" fragte er. ihrem Wunsche entgegenkommend. Rein! - . . Das heißt, ich weiß noch nicht . . . Es ist möglich, aber ich will lieber im Schlitten auf Si warten, bis Sie Ihre Patienten besucht habenI" ..Werden Sie auch nicht frieren?" sorgte er sich- „Nein? Ich will Sie aber zur Vorsorge doch noch fester in die Decken wickeln. Dars ich Ihnen auch meinen Mantel über die Knie breiten? Das bißchen Sonne ist rasch weg, und es wird meist mit einem Male recht empfindlich kalt." Sie ließ alles mit sich geschehen. Ihre Augen dankten ihm und blickten ihm nach, bis er in einem der Häuser verschwand. Dann kuschelte sie sich in die Ecke des Schlittens. Die Zügel hatte sie lose um den Arm gelegt. Die Braunen waren kinderfromm und scharrten kaum mit den seinen Hufen in dem Schnee der weißen Straße. Das Herrenhaus vor sich, starrte sie mit abwesenden Sinnen hinüber. Es war doch eine schöne Heimat gewesen . . . eine schöne Heimat . . . Und alles so voll Licht und Helle und eitlem Glück bis zu Mutters Tod- Sie hatte auch bann noch nicht das Empfinden gehabt, als ob sie im Schatten ginge. Hanna war ja dagewesen und hatte für alles gesorgt. Bis dann das Erkennen kam und die Schulden klafften und nach Deckung schrien 8 1 Das NadelhoU ist ge chatt. Angebote sind getrennt nach Klassen, Holzarten und km (rm) bi- 11. April 1927, nachmittags 2 Ugr, mit der Aufschrift „Holzverkauf" an das Bürgermeisteramt Hohensolms einzureichen. Zahlvng-bcdingungen: 1. Juni und l. September 1927 je zur Hälfte Ber- kaufsbedingungen lind bei Gebvabgabe anzuerkennen. Auskunft erteilt: Förster Schrottky, Groß-Altenstädtcn zu lfd. Nr. 1 bf8 5 und Nr. 15 sowie lfd. Nr. 18 bis 36 und Nr. 41. Förster Helbing, Blasbach, zu lfd. Nr. 1 bis 17 und 37 bis 40. Förster Müller, Altenkirchen, für Bellersdorf. Hohensolms, den 23. März 1927. (Kreis Wetzlar.) Der Bürgermeister: Tischler. 2952V Nella gegolten. Was wollte er bei ihr? War die alte Liede wieder aufgeflackert? Fand er bei ihr, feinem jungen Weibe, das nicht, was er sich erwartet hatte? Wenn sie ihn jetzt schon nicht mehr zu feffeln vermochte, was sollte das dann mit den Jahren werden? Es gab je unendlich viel Ehen, in der jedes seine eigenen Wege ging. Aber das wurde sie nicht können. — Niemals. Und sie mar so glücklich gewesen ... so glücklich!" „Bin ich ein ungalanter Mensch!" sagte Hilbertts stimme neben ihr. „Es hat länger gedauert, als ich gemeint habe. Verzeihen Sie, Elisabeth " Sie nickte schweigend. „Sie haben doch hoffentlich nicht gefroren?" forschte er und sah besorgt in ihr weißes Gesicht. „Nein, Hans Jörg." Von fleißigen Bienen gefammelier la Schleuder» HONIG« asteri Quast. 10'Lid - Büchie Mk. 10.80, halbe Nit6.30 franko Nachn., ganz beller ftleehonig Mk. 1.— mehr. Probepäck- dien ä l1 ?sytö. netto Mk. l.SOrrf gea Vor- einf. Gar. Zurückn. Obstplantage und Honigvcrfand „Werder",Werder 25 an der Havel (Jnb. Firau Lehrer a. D. C. Sifdier). r 1 mmm- MlllklM Berfteiliote togefefiti filoMWIe ScvWimn BlMWtimn btüllle Stoüerffüöie s Raröicoren 6 Slütgatoeroöen M. Wl, bonnenftr. 14 u. 18, Anfertigung Neoaroluren rieiltzhulkiges Luger Biniafie preise. | ____ _y Tüchtige Wem empfiehlt sich im Nähen u. Flicken in u. außer dem Hause. Hchr. Ang. u. 02309 an den Gieß. Anz, Slffle Ä" w»u vr st» 1»WII 8 L Da eimne Kinder meines Kindergartens fchulvfiichiin ae- worden find, können wieder Neuaufnahmen iiaitflnbcn. Anmeldungen bis 25. 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Gehorsam leerte sie die große Tast« dampfenden Fliedertees und blickte abwesend in das Dunkel, bas die Fenster schwarz machte. „Was wollte er bei ihr?" Sie kam von dem Gedanken nicht los. „Bist du heute spazieren gewesen?" frug Reich- mann während des Abendbrotes unb hielt für einen Augenblick ihre Hände fest. „9a!" „Du siehst jämmerlich aus!" stellte er fest. ..Warum gehst du nicht öfter an die frische Luft?" Sie schüttelte verneinend den Kopf. Ich will ihn fragen, wo er heute gewesen ist, durchfuhr es sie. Sagt er mir, daß er bei Nella war, bann ist (ein Gewissen rein ... Wenn nicht, dann ... dann ... „Wo hattest du heute überall zu tun?" kam es zögernd. Er gab nicht gleich Antwort, sondern ging erst noch nach dem kleinen Rauchtisch und holte eine der dunklen Importen, für die er besondere Vorliebe hatte. „Gib mir Feuer", ersuchte er. ,iEs ist fein Streichholz mehr im Behälter." „Verzeih!" sagte sie hastig und lief aus dem Zimmer^ um in der Küche eine frische Schachtel zu holen. Sie war ganz zerschlagen. Nicht einmal ein Zündholz fand er in seinem Daheim vor. War es da ein Wunder, wenn er feine Bequemlichkeit bei Nella suchte. Dort war immer alles zu finden. Schließlich waren es lauter solch kleine Mängel im Haushalte, die ihn vertrieben. Wie konnte sie auch vergessen, den Behälter frisch zu füllen. Das sollte nie wieder vorkommen ... nie wieder. Als sie in das Zimmer zurückkam, atmete sie hastig, Jo hatte sie geeilt. Er hatte trotzdem feine Zigarre schon in Brand gesteckt. Sie sah es erschrocken unb reichte ihm de schämt die Aschenschale. „Ich hab’ mein Feuerzeug in der Tasche stecken gehabt," sagte er ruhig. „Was hast du miaj übrigens vorhin gefragt? Wo ich gewesen bin? . . . Seit wann bist du so neugierig?^ (Fortsetzung folgt) firahe 97 99. Telephon: Hanta 3819. । Brühi'sche Druckerei S t'nU! 3 34Ö® CvaE t La 6 ».5 c u 3 h{,* ?•- 'S» >4= s fc., c S-E«0 ^Eu; Sä '« : •HX;