Pf. von 50 Mk. I an •4.85, 3.^ 95 Mk. > U •9'50’ 7-50, schwarz *.. und Knaben II50 6-80, 5.75.,tMt hilünsten Preisen tn 260 onbtrs auch kränkliche, rückgediiedeneunö üben unb IttD naschend schnell, Ttzlösfel voll echtes II igr. F>. f Mk. 1.76 Rassol in 0rizinaIflaschen Allem. Hrrsleller: Engel- i in allen Apotheken. jig Kaufen, senzweig laufen; Geld, bestell«. ?Sen geiübrien j-Wlliil ^Pllll0,eS 6.—. Q°mBiflf>ben aaBiflO' 'j/sjoMaP' i. krselr' °°° ^b"LPttiStagcn, 3* '".ffljWll i°”,e an. lofSYni Bon». - an i*13”". Pfk.ll.il s’ar-B9»®“00 iehrau« n AreiolailA ig , filt M- k" "in««1 *4?5m$** g. u. Farv W' Ur. 2| Erster Blatt 1H. Jahrgang Samstag, 29. Januar 1927 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tnirf nrd Verlag: vrühl'sche UniversilÄr-vuch- und Lttindruckerei L Laidze in Sietzett. Zchnftteitvng und Sefchäflrstelle: Zchulfttaße 7. Lrfcheinl toghc^, aufeex Sonntags unb Feiertag» Beilagen. Tiehener FamilienblLttei Heimat im Sltb Die Schalle. Monat,-kezvgrprel»: 2 Rrich-mark und 20 Retchspsenntg für Träger, lohn, and) bei Nichterscheinen einzeln er Nummern infolge höherer tßewalt Fernsprechanl chlüss,: 51, 54 unb 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Sntdget Sietze«. PoUfdicflonto: Sran'fntt cm Blain 11686. Annahme een Anzeigen für die lagetnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm hShe für Anzeiaen oo.i 27 mm Brette örtlich 8, auswärtn 10 Reichspsennig, für Ne» klamean'•eigen von 70 mn» Brette 35 Neichspsenni-, Platzvorschnil 20 , mehr. Chefredakteur Dr. IVriebr Wilh Üange. Derantwonlich für Politik Dr. Fr Wilh Pange; für Feuilleton Dr H Tdynot; für den übrigen Teil Ernst Blumlchein, für den An- zeigenterl i.Bertr H.Deck. sämtlich in (Bie jen. Die neue Reichsregierung. Abschluh der Verhandlungen. - Reichskanzler Dr. Marx berichtet dem Reichspräsidenten. Von Marx zu Marx. in Zukunft innerhalb des neuen Robinetts bei der Bearbeitung aller kulturpolitischen Fragen einen nicht immer leichten Stand haben wird. Man soll diese Gefahr, die dem liberalen Gedanken droht, gewiß nicht unterschätzen, aber es ist doch vielleicht endlich einmal eine Regierung an der Arbeit zu sehen, und diesem Dunfche wird ja wohl nun — wenn nichts dazwischen kommt — der 3. Februar endlich Erfüllung dringen. Die Herren lassen auf sich warten. Sie lassen sich über Gebühr viel Zeit, im Reichstag ihre Visiten- karte abzugeben und dem Hohen Hause zu sagen, was sie wollen. Man verhandelt, man kuhhandelt, so ziemlich alle nur möglichen Variationen läßt man in den Schlagzeilen der Zeitungen Revue passieren, man schlägt sich, man verträgt sich, Wochen hindurch, Monate hindurch. Im Dczenrber begann es, den Januar hindurch dauerte dies ergötzliche Spiel, unb nun soll es auch noch Februar werden, bis das geduldige Volk erfährt, wer in Zukunft das Zepter über ihm schwingen wird. Manch intcr- ossierter Staatsbürger wird in feinem beschränkten itnterianenverftanb der Meinung huldigen, daß man das Ergebnis, vor dem man nun heute endlich sicht, auch schon einige Wochen früher hätte haben können. Nämlich bann, wenn die Partei, auf die es diesmal rm besonderen ankam, sich gleich offen zu dem bekannt hätte, zu dem ihre Mcchrheit im Innersten ihres Herzens doch wohl schon von vornherein entschlossen war. Man Hütte onnchmen sollen, daß das Zentrum, denn um dessen Wandlung handelt es sich hier, seine Schwenkung von links nach rechts in den Wochen vor Weihnachten nach der Debatte über das Schandgesetz und der berüchtigten Reichswehrrede 6d)ci6cmonns genugsam hätte vorbereiten können. Gewiß Hot so eine Schwenkung immer etwas Fatales. Aber sie war schon lange notwendig, das wußten die Zentrumsführer, und sie handelten danach, vorsichtig und mit der überlegenen Taktik, die ihre Partei ja von jeher ausgezeichnet hat. Es mag gewiß nicht leicht gewesen fein, gerade in biefem Winter sozialer Not die Führer der christlichen Arbeiterschaft für diese Umstellung nach rechts zu gewinnen. Aber es zeugt von erstaunlichem Geschick, daß man gerade die Herren Wirth, Joos uno Brauns, die diesen Kreisen nahe- stehen, mit der Reduktion des bekannten Sozialprogramms betraute. Damit hotte man diesen opponierenden Flügel gebunden. So war in der eigenen Partei Klarheit. Dann ging es um die Führung im ganzen. Der Dollsparteller Curtius war zum Patrouillenreiter gut genug, aber die große Attacke auf die deutfchnasionate Festung durste nur unter dem Zentrumspanier geritten werden. Der Volks- Partei wand man die Führung aus den Händen und verständigte sich direkt mit den seitherigen Gegnern. Als Grundlage hierfür nahm man das bekannte Zentrumsprogramm, das ja nach dem, was man bisher als Auffassung der Deutschnationalen kennengclernt hatte, einige recht harte Nüsse für die Partei enthielt. Weimarer Vers.isjung, Symbole der Republik. Reichswehr, Locarno, das waren alles Dinge, über die man gewiß lieber schweigend bin- weggeglitten wäre, wenn nicht unerbittliche Zentrumsmänner wie Wirth und Genosien auf ihren Schein gepocht und ein lautes Bekenntnis verlangt hätten. Es währte zwar immer noch eine volle Woche, bis man aus dem Zentrumsprogranun die sog. „Richtlinien" herauskristallisiert hgtte, die nun der endgültigen Regierungserklärung zugrunde gelegt werden sollen. Soweit war man einig, aber bann ergab ein Nachrechnen der Mehrheitsoerhältnisfe im Reichstag, daß dies Kabinett der Neusten doch immerhin auf schwanken Füßen stehen werde. Man trat an die Demokraten Heron unb wünschte deren Beitritt. Diesen jedoch gefiel nicht, was Zentrum und Deutschnoiionale über die künftige Schulpolitik abgemacht hatten, und an den wirtschaftspolitischen Progrannnpunkten hatten sie mancherlei auszusetzen und daher plausible Gründe, Herrn Marx den Rücken zu wenden. Ihre Herren Reinhold und Külz werden im neuen Kabinett nicht wieder- kehren, aber Geßler, der verlorene Sohn, hat die vielen llnjreunMidfteiten, mit denen die Demokraten seine Ministerlaufdahn begleitet haben, mit seinem Austritt aus der Partei beantwortet. Er behält das Reichcwehnninisterium als sogenannter Fachrnimster, und bas wird man als erfreuliches Pius dieser Regierungskrisis buchen dürfen, um so mehr, als es für Herrn Geßler ein gewiß nicht leichter Schritt gewesen ist, bedeutet er doch den offenen Bruch mit feinen Parteifreunden von einst. Dir Demokraten werden also von der Regie- rungsbart in das Parkett der Opposition hinunter- steigen. Man wird das aus zweierlei Gründen beteuern. Einmal um der Stetigkeit willen, die wir der Leitung des Reichsfinanzministeriums dringend gewünscht hatten, an dessen Spitze nun statt des er- h re non und in vieler Hinsicht gewiß auch erfolgreichen Dr. Reinhold der badische Staatspräsident Köhler tritt, ein Zen - tTumsmann, der sich erst kürzlich durch eine von erstaunlicher Gc-schichtskenntnis zeugende Fride- ricusrcde allen Weimarer Koalition-freunden in empfehlende Erinnerung gebracht hat. Zum anderen wird die Weigerung der Demokraten zur unausbleiblichen Folge haben, daß die Dolkspartei zu schwarz gesehen, wenn gewiße Kreise heute schon an di« Epoche des schwarz-blauen Blocks erinnern zu müssen glauben. Die Dolkspartei wird in der neuen Koalition eine schwierige Stellung haben. Ein Vorspiel dafür war schon der nun ja eben „erfolgreich" beendete Kampf um die Ministersessel. Mit größter Rücksichtslosigkeit Haden dabei die neuen Freunde den oolkspariciiitt)en Mittler beiseite ge- schoben und seinen gewiß berechtigten Anspruch auf die Beibehaltung des verdienten Dr. Kröhne als Reichsverkehrsminisftr zurückgewiesen. Die stärkste, aber auch fast einzige Stütze der Dolkspartei im neuen Kabinett ist Stresemann unb seine Un- entbehrllchkeit als Außenminister. Er wird manches durchsetzen fönnen und vieles verhindern muffen, was an dem kulturpolitischen Dollen der neuen Regierungskoalition liberalen Grundsätzen entgegen ist. Ist also in dieser Hinsicht auch eine gereifte Besorgnis nicht von der Hand zu «eisen, so wird man doch erwarten dürfen, daß auf wirtschaftLpoli- tifchem Gebiet und namentlich, soweit es die Förderung der landwirtschaftlichen Produktion angeht, die Zukunst bessere Ergebnisse zeitigen wird, als sie feiiljer zu verzeichnen waren. Die Deutsch- nationalen haben einen ihrer fähigsten Köpfe, den früheren Innenminister Schiele, mit der Verwaltung des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft betraut. Schiele ist erst vor kurzem mit einem grundlegenden Programm an die Dessentlichkeit getreten, das die Förderung der landwirtschaftlichen Produltion in engsten und für beide Teile Erfolg verheißenden Zusammenhang mit Wohnungsbau unb Ltedkungspnlitik bringt. Für das Innere ist Herr H e r g t designiert, der wohl einer der stärksten Exponenten der jetzt in dem Regierungseintritt der Deutschnationalen sich aus- wirkenden politischen Richtung seiner Partei ist. Es wird für ihn eine Genugtuung sein, heute die Früchte einer zäh verfolgten Politik zu ernten. Aber die Vergangenheit möge ihm auch eine Warnung sein, auf den Flügel seiner Partei zu achten, der sich heute nur unwillig in die Deichsel des Regierungckarrens bequemt und nur auf den Augenblick lauert, wo er der Regierungsverantwortung wieder entrinnen kann. Daß der Vertreter der Bayerischen Volks- Partei im Kabinett, der Reichspostminister S t i n g l, die Gelegenheit benutzt hat, um „aus 0c- sundheitsrücksichten zurückzutreten, um sich von dem Kampf um die Fridericus.narke in den heimatlichen Bergen zu erholen, bedeutet für das von ihm bislang verwaltete Ressort einen Verlust, der nur da- durch einigermaßen ausgewogen wird, daß sein Nachfolger, der Staatssekretär S ch ä tz e l, der bisherige Leiter der Abteilung Bayern, ebenfalls ein Fachmann von Qualität ist. Don den übrigen neuen Männern ist nicht viel zu sagen. Sie werden erst in sachlicher Arbeit zeigen müssen, was sie können. In allen Ressorts harren bedeutsame und schwierige Aufgaben ihrer Lösung, Aufgaben, die zum guten Teil durch das lange Interim bedenklich in Rückstand gekommen sind. Der Abschluß der Verhandlungen über die Beendigung der Militärkontrolle wird für Ende dieses Monats erwartei. Eine neue Initiative in der Verständigungspolitik mit Frankreich hat man in Paris bislang mit dem Hinweis auf die deutsche Regierungskrisis hinausgezögert. Aus dem Arbeitsgebiet des Innenministeriums erwartet man endlich das Reichsschulges etz, neben einer Reihe anderer Gesetzesvorlagen. Das Finanzministerium wird die schwierige Ausgabe des Finanzausgleichs zwischen Reich, Ländern und Kommunen zu lösen haben. Die wirlfchosts- und sozialpolitifchcn Aufgaben, die den zuständigen Ministerien obliegen, werden energisch zum Ziel zu führen sein, so namentlich die Förderung des Exports und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Auch dem Justizministerium liegen eine Reihe schwerwiegender Gesrtzes- entwürfe vor, vor allen Dingen die Vorlage zur Reform des Strafgesetzbuchs. Für Herrn Geßler schließlich enthalten die „Richtlinien" eine Reihe wichtiger Aufgaben, die seine ganze Tatkraft erfordern werden, um einerseits dem Notarendigen Genüge zu leisten, auf der anderen Seite jedoch em Hinübergleiten auf die abschüssige Dahn einer Politisierung unserer Reichswehr zu vermeiden. Mitte nächster Woche wird sich das Stu» binett nun endlich dem wegen der Wahlen in Thüringen bis dahin vertagten Reichstag vor« stellen. Die Regierungserklärung dürfte kaum etwas Neues enthalten. Dir sind in den letzten Wochen auch bereits so gepfropft worden mit derartigen Erklärungen und Prognammen, daß man von Worten nichts mehr erwartet. Man wünscht nur das eine: Die Mmijterttste. B e r l i n , 28. Jan. (121.) Amtlich wird gemeldet: Die Verhandlungen über die Regierungsbildung wurden heute abend beendet. Reichskanzler Dr. IHars erstattete Im Anschluß an di- Sitzung dem Herrn Reichspräsidenten absä-tießcuden Bericht. Da die enbgtittige Beft'stußjastung sämMcher beteiligter Fraktionen noch nicht erfolg? ist. wird die Der5ff«tihlAing der Liste der DNtgtleder des neuen Reich,ksoinetts erst im Lause der morgigen Tages erfolgen. Sie das Bureau des DO5. aus zuverlässiger Quelle hört, wird sich das Ministerium folgendermas^n zusammensetzen: Reichskanzler unb Minister für die besetzten Gebiete: Dr. Marx (Ztr.) Auswärtigem Dr. Stresemann (D. TL) J«eueres und Vizekanzler: hcrgt (Du.) Jinanten: Dr. Röljler (Ztr.) wirtschaft.- Dr. Lu r tiu s (D. V.) Urbritanlniftet: Dr. Brauns (Ztr.) 3ufHj: Graes- Thüringen (Du.) Reichswehr: Dr. Geßler Reichspost: Dr. Schätzet (Bayer. V.) Verkehr: Dr. 6 och (Dn.) Ernährung unb condwirtschast: Schiele (Dn.). Die Regierungskrise, her en Lösung man Frei- tagvormittag für nahe bevorstehend hie!!, hatte durch die über Wittag abgehaltenen FraktionS- sihungen überraschend eine Verschärfung erfahren. Vicht nur Zentrum und Deutsch- nationale hielten an ihren Forderungen fest, nämlich drei Ministerpostcn für das Zentrum, vier für die Deutschnalionalcn, sondern auch die Deutsche Vvlrspartei beftäiigte ihren Beschluß. feiuoS der drei Portefeuilles aufzugeben, die bisher mit Vertretern dieser Partei beseht waren. Da sich also die Ansprüche her Parteien unversöhnlich gegenüberstanden, so hatten die um 3 llfjr toieb "taufgenommenen gemeinsamen Verhandlungen i> r vier bürgerlichen Parteien mit Dr. Marx mehr den Charaktc-r persönlicher EinwirkunLZversuche der einzelnen Parteiführer. Die Besprechungen endeten kucz vor vier ilfrr mit dem einzigen EogobniS, daß sich Zentrum und Deut,chnasionale darüber einig waren, die noch strittigen Ministerposten so unter sich zu verteilen, daß das Zentrum das ^nanzministerimn mit dem bisherigen badischen Staatspräsidenten und Finanzminister .Köhler, die Deutsä-nativitalen das Verlehrsministerium mit dem Eisenbahngewerischaf.ler. dent 2lbg. Koch-Düsseldorf, besehen. Für bi: Deutsche V v l k s p a r t e i wären dann nur die beiden Posten des Auswärtigen Amtes und des IDirtschaftSministerrums üirrig geblieben. Aachdem die Deaustragten der Vollspartei sich mit dieser Regelung — Verzicht auf das Der- kehrSministerium — schweren Herzens einverstanden hatten, kam die interjraltionelle Ve- lpred)ur.g der Vegierun'Lparleien xc^en xi£ ilfjr abends zum Abschluß der Regierungsbildung. An der verlautbarten Liste wurde nur noch insofern eine Aenderung vorgenormnen. als Rcichspe stminister Ctingl gebeten Halle, aus Gesundheitsrücksichten von feiner Person abzu- sehen. An seine Stelle tritt der Staatssekretär Schähel - München. Die Fraktion der Deutschen Volkspartei wird Samstag vormittag 10 Uhr Aufammentroten, um noch formell zu der Zu- lammenfei;ung dcs Kabinetts Stellung zu nehmen. Infolgedessen wird die offizielle Bekannt- gäbe der Mitglieder des neuen Kabinetts erst am Samstag mittag erfolgen. Die Deul'chna.io- nalen traten am Abend noch zu einer kurzen Sitzung zu'an-men. um noch das Ergebnis der interfraktionellen Dc'prechung entgegen zu nehmen. Der Reichskanzler Dr. Marx wird 'ich am Samstag vormittag erneut zum Reichspräsidenten begeben, um ihm offiziell über bas Ergebnis seiner Verhandlungen zur Regierungsbildung Bericht zu erstatten. Die neuen Männer. 3n das neue Kabinett Warr, das jetzt zum erstenmal eine Regierung darstallt. di? auch ohne Mitwirkung der bürgerlichen Linien gufammen- gekonnnen ist, hat die D e u t s che V o 1 k s p a r- tei bekannte Ramen entfembt; Dr. Stresemann behält das Auswärtige. Dr. Curtius die TÄtrlschaft. Von den Zentrums leuien ist Dr. Marx der parlamentarisch routinierte Parteiführer. nunmehr zum mr-fen Tlare Kanzler. Der neue Jtaanjminifftt Köchler ist 1878 in Karlsruhe geboren, war bei Ausbruch dos Krieges Zollrevisor und teärr.-e.tö les Krieges in der deutschen Finanzverwaltung in Belgien tätig.. Seit 1911 war Kähler Stadtrerordnetei. in Karlsruhe, seit 1913 Larrdtagsab^evrdneter. Rach der Revolution war er zunächst Leiter der Pressc- abtcilung der neuen Regierung. 1919 Mitglied des Staatsrats imb feit 1925 als Rach'olaer 3ofcf Dirlos badischer Finanzminirer. Don Ro- vember 1923 bis Rovember 1924 txrr er Staatspräsident wvj,u er auch Ende 1923 wieder gQvählt wurPt. Der dritte ZenttumSmann Dr. Brauns , ist nächst Gcßlcr der läng st amtierende R e i ch s m i n i ft c r; er ist gebürtiger Kölner, studierte ursprünglich Theologie, dann Autional- ökonomie und Staalsrccht, promovierte zu.n Dr. rcr. pol. 1905 in Freiburg, wurde 1921 Dr. jur. h. c. der UniDerfität itöln. Rach zehnjähriger Tätigkeit als Kaplan und Vikar wurde er IWO Direktor an der Zentralstelle des Vvlksvereins für daS katholische Deutschland. Seit 1920 verwaltet er das Reichsarbeitsministerium. Eine Reihe sozial-politischer Schristen sind die Ergebnisse ferner wissenschaftlichen Ardett Der neue Vizekanzler unb Innenminister yergl ist feit Gründung der Deutschnationalen Vo'.lL- Partei ihr Vorsitzender. ist 156) in Raumburg geboren, trat in den preußischen Iustizdienst, von dem er spater in den Verwaltungsdienst übersiedelte. 1904 kam er als Hilfsarbeiter ins preußische Finanzmtnisterium. wo er 1905 Vortragender Rat wurde. 1915 wurde er Regierungspräsident in Liegniy und im gleichen Jahre in derselben Eigenschaft nach Oppeln verletzt. August 1917 erfolgte seine Berufung als preußischer Finanzminister, waS er bis zur Revr- lution blieb. 1919 wurde er in die Preußi cke Landesversammlung gewählt, 1920 in den Reichstag. Der neue Lanbwlrtschaslsuiinister Schiele ist 57 Jahre alt und in Reu-Schollenc int Kre:se Rathenow als Rittevgutspächter und Fabrilant angefeften. 3n dieser prakttschen Tätigkeit erwarb er sich umfassend« Kenntnisse der wirtschaftlichen Zusammenhänge, die er in zahlreichen Aufsätzen nie Setgelegt hat 1914 wurde er in den Reichstag gewählt, er war später Mitglied der Rationalversammlung und seit 1920 auch des neuen Reichstags. 1924 wurde er alS Rach- folger Hcrcfts Vorsitzender der Deutschnattonalen ReichÄtagsfraltton. Januar 1925 übernahm er im ersten Kabinett Cutter das Innenministerium. Der neue Rcichsjussizminlsker Graes ist Amtsgerichtsrat in Gtsrnach, seiner Va.erstadt. Er Ha4 in Jena, Leipzig und Marburg stud.ert, wurde 189-1 Referendar, 1898 Gerichtsassesior. 1900 Amtsrichter in Auma, später in gk-idjer Eigenschaft in Apolda und Geisa. Se.t 1907 gehört er dem Reichstag an. Das Reichsverichrs- ministerium übernimmt als Rächtolger des Volts- Par teilers Dr. Kröhne, der deutschnationale Abgeordnete Dr. Wilhelm koch. Koch ist von Hause aus Schretner, wurde 190-8 evangelischer Arbeitersekretär in Hagen. 1913 Leiter drs Reichsverbandes der deutschen Staai>r- arbeiler und Bediensteten. Seitdem in der Gewerkschaft Deutscher (2ilenbayncr. Er ist ferner zweiter Vorsitzender deS Gesamtverbandes evnn- gelischer Arbeiterver'eine Dmtschlands. Als Abgeordneter gehörte er der Rationalversammlung und seit 1920 dem Reichstag an. Der neue Reichspostminister Dr. Schätzte (B. B.) war bereits einmal dec Rag^o.g— Sring.s als bayerischer Staatssekretär für dir Äeichspvjt. Er steyt im 41. Lebensjahr und ist aus dem bayerischen Derkeyrsmintsterium hervorgegangen. Er stammt aus Oberfranken, besuchte in Bamberg das Gymnasium und studierte in München Iura. Er wurde später in die bayerische Genecaldirck- tion der Post und Eisenbahn berufen und nach Errichtung deS bayerisck)en Verkebrsministeriums war er dort und später in der Abteilung München des ReichSpostministeriums in führenden Stellungen tätig. (Seglers Austritt aus der Lemoiratifcheu Partei. Berlin, 28.Ian. (WTB.) An den Dorsißenbrn der Deutschen Dcmokratischen Partei, Reichsminister a. D. Koch, richtete Reichswchrminister Dr. Gehler bas nachstehende Schreiben: „Sehr verehrter Herr Koch! Die politische Entwicklung, bie zur Bildung eines neuen Kabinetts geführt hat, stellt mich vor die Wahl, entweder mich dem Ruse des Herrn Reichskanzlers zu oerjaaen oder in Konflikt mit den Grundsätzen der Parteibisziplin zu geraten, die ich stets hochgehalten habe. Aus dieser Zwangslage, glaube ich, gibt es nur den einen Ausweg, Sie zu bitten, meinen Austritt aus der Deutschen Demokratischen Partei zu bewilligen. Ich habe Ihnen mündlich die Gründe auseinandergesetzt, die mich im gegenwärtigen Zeitpunkt zwinget., diese Entscheidung zu treffen, und ich glaube. Sie über- »eugt Zu haben, daß sie rein sachlich sind unb in der Lage meines Ressorts begründet liegen, nicht aber in grundsätzlichen Meinungsoerschieoenheiten mit der Parteileitung oder gar mit Ihnen. Ich habe Ihnen bargelegt, wie schmerzlich mir diese Iren» nung von poliöschen Freunden ist, mit denen mich eine mehr als 25jährige Arbeit im Kampfe für eine freiheitliche Ausgestaltung unseres Saterlanbes verbindet. Ich bars mit diesen Ausführungen noch meinen persönlichen Dank verbinden für die freundschaftliche Gesinnung, die Sie mir in schwerer Zeit stets bewiesen haben, und Sie um deren Erhaltung bitten. Mit der Versicherung vorzüglichster Hochachtung verbleibe ich Ihr sehr ergebener gez. Dr. ®efeiet*J s Desjarbin Slniroort erteilt. Briand stellt fest, 1. daß ort erteilt. Briand stellt fest, 1. Satz j ßcn wegen Berget ierfehlnngen" nicht zwischen Frank- ■ des §360 Ziffer H ckschland allein, sondern zwischen ; folgendes mit: 3< die deutschen „Bers Kandidatur sicher Wstand gc Am Pariser Echo. Zusammensetzung Wettervoraussage Bei koltiert treiben Gestrige Tagestempercuuren: Maximum: 5,3 Gr. Celsius, Minimum: 0,6 Grad Celsius. Heutig« Morgentemperatur Minus 0,2 Grad Celsius. wurde, das drei Deutschnati»nalo. niedrere. den Deutschnationalen sehr nahestehende VollSpa-rteiler Dr. Gehler enthielt. Das neue reich und Deut, , , , y . . Deutschland und den alliierten Mächten z1 Die deutsche Sprache beim internationalen Arbeitsamt Cm Antrag der Reichäreglernng. 'Senf, 28. San. (LU.) Sn der heutigen Rach- mittagssitzung des Verwaltungsrates des Internationalen Arbeitsamtes kam es zu einer erregten Debatte, die hervorgerufen wurde durch zwei schriftliche Anträge der deutschen Regierung, in den Vsrhand- lungen des Arbeitsamts neben der französischen und englischen Aebersetzung auch eine authentische deutsche Llcbersrhung anzuferligeu. Der deutsche Regicrungsrertre er Geheimrat Feige erklärte, die deutsche Regierung erkenne an, daß die Cinsüirung der deuischen Sprache aus großen Widerstand Uofcn würde, Sie stelle daher gegenwärtig die beiden rein taktischen Aniräge, ohne zu der grundsätzlichen Frage Stellung zu nehmen und beantrage, sie auf die Tagesordnung der Ende Mai in Gens zusammentretenden internationalen Arbeitskonfcrenz zu setzen. Sowohl seiner Devölleruugszahl i ach als auch nach der Zahl der Arbeiter haoe Deutschland ein Recht auf Berücksichtigung seiner Sprache. Die deutschen Anträge führten zu einer äußerst lebhaften Debatte, obwohl der Präsident darauf hinwies, daß sie zunächst an die Ihre Nachbarin kocht von allen Kränzchen-Damen bekanntlich den besten Kaffee. Sie verwendet aber auch nur den gesunden und wohlschmeckenden „Seelig*s kand. KornkaHce“ gemischt mit etwas Kaffeebohnen. Ucberall zu haben. Pfundpaket nur 50 Pfg. , Mite ßs kost -NW HO 12 bis 20. bis 20./ 25 bis ^i ■ Aosenlcht Zwiebeln Zchworzwt 15 biS 3). junge b'S UV- Käse 10 j Dlumemo bis SO. 20 bis 40 jetzt von der Danziger ©e.elUc a t völlig boy- wird, selbst seine Abberufung bewirb. lebhaften südlichen bis westlichen Winden vorwiegend bedeckt. Temperaturen etwas ansteigend, leichte Niederschlage. L 2j SfÄ Sw? S ME dankbare L bienen ko"" von einer solchen nommen. Das Paris, 29. 2lus aller Welt. Schwere Lturmschäden in England. Der in der Rächt zum Freitag und am Tage wütende Sturm hat in allen Teilen deS Landes großen Schaden angerichtct, besonders an Telegraphen- und Telephonleitungen. Aach den vorliegenden Meldungen wurde am schwersten Glasgow heimgesucht, wo über 103 Personen verwundet wurden und acht Personen das Leben einbühten. Das schwerst« Hnglücf ereignete sich am Rachmitlag, als ein Schornstein etnstürzte und die Trümmer durch vier Etagen hindurchschlugen. Polizisten und Feuerwehrleute mußten sich d rch das Fenster Eingang verschaffen, da die Türen durch die Trümmer versperrt waren. Frauen und Kinder mußten aus dem Chaos herausgeholt werden. Auf der Straße wurde ein 12jährig:s Mädchen durch einen herabfallenden Stein getötet Zwei Straßenbahnwagen und verschiedene chwere Fuhrwerke touroen vom Winde u m g e s ch l e u d e r t. Ein Schnellzug wurde beim Verlassen einer Station durch die Gewalt des Orkans a u f g e h a l- ten und konnte während 40 Minuten nicht vorwärts kommen. Branb eines Reuyarkcr Wolkenkratzers. Im Neuyorker Gcschäste-oiertel ist ein 17stöckiges Lagerhaus, das in Brand geraten war, zu- saminengestürzt, wobei zehn Feuerwehrleute unter den Trümmern verschüttet wurden. (Es gelang, sieben Verschüttete zu retten. *** gegangene Anzeige gegen Wilhelm Prinz von Preußen wegen Vergehens gegen § 132 und Uebertretung 2 " " 2 " 3 des Neiehsstrasgejetzbuches teile ich folgendes mit: Ich habe das Verfahren eingestellt, oa eine strafbare Handlung nicht fcstgeftrllt worden ist, denn nach der Auskunft des Neicyswehrministers oom 22. November 1926 und dem Zeugnis des Obersten Heyn oom Reichswehr-Negiment Nr. 9 Hot Aus der Provinzialhanptstadk. Gießen, den 29. Januar 1927. So nimm denn meine Hände ... Von Dr. W. Sauer. „Wenn ich auch gleich nichts fühle Don bei: er Macht, Du führst mich doch zum Ziel« Auch durch die Rächt." ES ist einer der schönsten, ergreifendsten und erhebendsten Augenblicke bei den Konfirmation-^ feiern in der evangelischen Kirche, wenn nach der Ablegung k«s O aubensbelenntn'.s'eL und dem Empfang des Segens die Konsirmanden vor den blumengcschmückten Altar treten und mit gefalteten Händen, vom Orgelspiel begleitet, bai weihevolle Lied anstimmen: „So nimm denn meine Hände ..“ Dielen von d?n jungen Mansche» dringen gewiß in dieser Stund« die Worte, die ihre Lippen singend sprechen, nicht in- klare Bewußtsein. 6:e wissen noch nickt, daß in dieser Hingabe an ®o:t «ine Entscheidung liegt und ein G e l ü b d e. And wenn in später n Jahren, wie «S so Oil geschieht, der religiöse Mensch in ihnen mehr und mehr abstirbt, dann hören sie auch bald auf zu wissen, daß in diesem Liede eine starke Kraftquelle für den tagtäglichen Lebenskampf liegt. Wir Erwachsenen gehen ihnen ja auf diesem Wege des Richt-mehr-wissens meist voran! Wievieie unter uns nehmen sich in unserer schnellebigen und materiaüstischen Zeit noch die Muße, um sich dessen zu erinnern, was ihnen einst fürs Leben mitgegeben wurde als Quelle des Trostes, der Kraft, des Starkbleibens, der Zuversicht, des Treuseins? Gewiß, nicht jedes Mahnwort von Vater und Mutter, von Lehrer und Erzieher ist im Gedächtnis haften geblieben. Gewiß nicht jeder erlernte Bibelspruch und jede- erlernte Lied sind wert, ewig unvergessen zu bleiben. Doch wer sagt, wie «S kürzlich einmal von einem überzeugten Materialisten geschah, dah er in Hellen Zorn geraten könne über jeden Bibelspruch oder jeden LicderverS, der in irgendeiner Ecke seines Gehirnes, sein Gedächtnis belastend, noch stecke, dcr spricht auS großer seelischer Armut heraus solche Worte Wer sich nicht restlos an die materiellen Dinge dieses Lebens zu verlieren vermag, wer inmitten alter Dascinswirrniss« ein ehrlicher Gottsucher geblieben ist, wer Stunden der Stille nicht flieht, sondern herbeisehnt, um einmal mit sich selbst allein zu fein und hineinlauschen zu können in die verborgendsten Abgründe der Seele, dem vermögen einst unverstanden erlernte Bibel- oder Liederverse, gleichgültig Eingenommene Mahnwort« Erwachsener, einst unfreiwillig gegebene Gelöbnisse zum Segen zu werden. And wenn man unter solcher inneren Einstellung und Glaubensbereitschaft nun wieder einmal baS alte, schöne, Innige Lied liest: „So nimm denn meine Hände...“, daß wir unS gewiß einst alle tief inS Herz schreiben mußten, dann fühlt man schnell, daß dem Erwachsenen die Worte weit mehr zu sagen haben, als er zunächst erwartet hatte, und daß aus ihrem Gehalt auch wirklich eine Krasi in ihn hineinströmt, wenn er sich nur entscheidet, in sich auszunehmen, Waste fordern, und willig ist, zu erfüllen, Waste verbeißen. Dem gereiften Menschen offenbart sich der Worte tiefster Gehalt und Vinn anders als dem jugendlichen Menschen. Aber wo soll der reife und erwachsene Mensch m seelischer Rot und Einsamkeit ansetzen mit feinem Suchen, wenn ihm nie ein Spruch, ein Lied, ein Wort tief ms Herz gepflanzt worden ist? Darum wollen wir Erwachsenen unS unserer Bibelsprüche und Cieberlenntnifie nicht schämen, und wollen unserer Jugend nickt vorenthalten, was sie vielleicht doch einmal brauchen kann. Slaatsschilf. hefen wahrer Pilot D: Stresp- mann ist. ist stark rech.sieilig beladen. Mckn muß abtoa,:.cn u.i2> das neue Ministerium nach f einen Taten beurteilen. Die Meinung der „Times". London. 29. San. (WTD. Funkspruch) Heber das neue deutsche Kabinett schreibt der Berliner Korrespondent ber „Times": Riem and habe angenommen, daß die Leutschncttionalen ihre älteren Führer und reaktionäreren Mitglieder auswählen würden. 2n den meisten Kreisen fei zuversichtlich erwartet worden, daß öer jüngere und fortschrittlicher^ gesinnte Flügel herarckommen werde. Die Tatsache, daß die DrUlsa-nationalen vier Por.e.euillr erhielten und dem Zentrum nur drei überließen, sei ein Zeichen für die Zähigkeit ihrer Unterbandler. Es sei sehr unwahrscheinlich, daß in auswärtigen Angelegenheiten der deutschnationale Minister Dr. Stresemann da^wischenfahren we.de, der zweifellos die erforderlichen Garantien erhalten habe und eine etwaige Obstruktion rasch abtun werde. Die Ansicht herrsche jedoch vor, daß das Leben der neuen Regierung nur als prekär angesehen werden tonne, außer, wenn sie sehr greifbare Beweise vom Gegenteil ablege. Das Ende der MUitärkonirolle. Die Pariser Verhandlungen über die Restpunkte vor dem ^tbschlntz. Paris, 28. Dan. (ÖB.) Die die havasagenlur berlch'.et, werden die verhandlunHeri des Generals von paivelH und des Geheimrats Forster mU dem interalliierten militärischen Komitee von Versailles unter dem Vorsitz von Illarfckall Jod) heute nachmittag fortgesetzt. Doch glaubt man nichl, daß die Verhandlungen heule bereits ;u einem (Ergebnis führen werden. (Eine neue S.hung des mllltävli^en fiomUecs im vcisein der deutschen De- l gicrlen wird ohne Zweifel im Lause des morgigen Tages notwendig werden. Denn eine (Einigung erzielt worden fei, werde die Botfdjafterfon- f er en 3 am Montag zufammenlrelen, um sowohl in der Frage der O ff fe Hungen als and) in der Frage des Kriegsmaterials Stellung zu dem gezielten Kompromiß zu nehmen. Gemüh den in Gens getroffenen Vereinbarungen wird die 3nteralliievte 2Nililärkonlrottkommisfion bis ium 31. Januar ihre Tätigkeit eingestellt und Berlin verlassen haben. Die der Demokratisch-.' Zrittmosdiensl erfahrt, wird die Interalliierte Milüärkontrolllommifflon die Einstellung ihre.- Tätigkeit durch ein besonderes Schreiben der Relchrregiemng mitteilen. Die Erledigung etwaiger Restpunkte bleibt, wie vereinbart, den 2T( i H - tärattadjes der alliierten und assoziierten Hauptmächte überlassen. Auch tritt die Heeres- sriedenrkommission nm 1.Februar in £i- guwakion. Die Liqnldutione rrbeiten sind bereits seit längerer Zeil vorbereitet. Die verlautet, hat Japan zu erkcnen gcceben, daß es auf die Schaffung des postens eines Rttlilärattachäs zu dem genannten Zwecke zu verzichten gedenke. Briand über die RhernlandräumUng. Paris, 28.3an. (WTB.) Im ,Journal Dffi- delle" von heute bat Außenminister Briand auf erneute Anfragen des reaktionären Abgeordneten Geschästsordnungskommifsion zur Stellungnahme geje.i müßten. Der deutsche Arbeiterde.egierte Muller unterstützte die Regi:r-ngsa.iträ^,e und der bclgif che Degierungsvertretcr betonte den maßvollen Charac.er der deutschen Anträge. Der polnische Regierungsve^reter «rtlä: e dagegen, daß es sich um eine politische Frage Han- de.e, die vor den Böiie.bund gehöre. Mit demselben Recht wie Deutsch.and könne auch Polen die Berück, ich tt^ug feiner Sprache fordern. Direktor Albert Thomas bewn.e ebenfalls den maßvollen Charakter der deutschen Anträge. Rachdem 6er italienische Vertreter unter votier Anerlennung der deutschen Forderungen dieselbe Bcrücksich.i^ung auch für feine Sprache Der.angt hatte, wurden die An.räge der Ee- Geschä t£>Drcnung6;Dmmi;fion über wie, en. Der Prä ident e.f äne, daß. a IS Cer Becw-ltungä» rat die deutschen Dorsch ä.e nicht annehme, oc- stehe dessen ungeachtet die Möglichkeit für die deutsche Regierung, die Anträge auf der internationalen Arbeiiskonseeenz zur Diskussion zu stellen. Die Erwerbslosigkeit. Berlin, 28. Ian. (Wolfs.) Die Zahl der männlichen Hauptunkerstützungsempfünger ist in der Zeit vom 1. bis zum 15. Januar 1927 ddu 1472 000 auf 1551000, die der weiblichen von 275 000 auf 283 000 gestiegen. D.e Ecsamt- zunahme beträgt rund 5 Prozent. Die Zahl der Zuschlagsempfänger ist von 1 956 000 auf 2 0mmissar Prv^eslor van Hamel die Ehebruchsllage eingelcitet habe, weil van Hamel, der selbst in Holland verheira ict ist, Beziehungen z u seiner Frau unter,alte. In poli i cyen Krei en rechnet man damit, daß Professor van Hamel, der Der Reichstagsabgeordnete Koch richtete an Dr. Geßler daraufhin folgendes Schreiben: „Sehr verehrter cherr Geßler! Mit schmerzlichem Bedauern nehme ich von Ihrem Entlchluß, aus der Partei auszutreten, Kenntnis. Ich würdige i)ie Gründe, die Sie bei der Entscheidung zwischen Ar.uspflicht und Parteipflicht zu der Entschließung des Austritts geführt haben. Ich gedenke in dieser Stunde der schweren Arbeit am Wiederaufbau unseres Vaterlandes, die Sie vereint mit uns in der ersten Zeit noch der Revolution geleistet hoben. Ich denke auch an die Zeit, wo wir während des Kapp- putsches für Vaterland und Republik in gemeinsamer Abwehr gestanden haben. Unsere politischen Wege find nachher nicht immer dieselben gewesen. Aber an Ihrer vaterländischen und republikanischen Gesinnung habe ich niemals gezweifelt. Die freundschaftliche Gesinnung, die wie viele unsere Freunde auch mich mit Ihnen verbindet, wird durch diesen Schritt nicht erschüttert werden. Mit der Versicherung vorzüglichster j)o5mchtung verbleibe ich Ihr ergebener gez. Koch, M. d. R." 3m Urteil der Presse. Berlin. 29. Ian. iTU.)Die Berliner Mor- genblätter nehmen in ihrer Mehrheit zu der am gestrigen Freitag abgeschlossenen Regierungsbildung ausführlich Steilung, obwohl die offizielle Bestätigung der Ministerliste durch den Reichspräsidenten noch aussteht. Sie zweifeln aber nicht daran, daß vo.r-öer Reichstagsfrartion der Deutschen Vottspartei in ihrer Sitzung am heutigen Samstag kein Protest gegen dir getroffene Regelung zu erwarten sei. Die „DAZ." weist daraus hin, daß die Bolkspartei in der Sitzung kes inierfrafitoneXen Ausschusses rückhcllllos daZ Ausmaß ihres Opfers bei dem Verzicht auf einen dritten Sih im Kabinett aufgezergt habe. Die „Sagt Rundschau" sagt sogar, die Vertreter der Vo'kspartei hätten ihren Anspruch auf das Derrehrsminislerium aufrechterhalten. „Germania" sagt, man spreche davon, daß die Verstimmung der Volkspartei durch Kompensationen behoben werden solle, die der Volkspartei gewährt tourten. 3m allgemeinen rechnen die Blätter mit der Ministerliste als einer vollzogenen Tatsache. Die „DAZ" weist darauf hin, daß der Reichstag bet seinem Wiederzusammentritt zum erstenmal seit 1925 eine Regierung Dorfinöcn werde, der eilte sichere Mehrheit zur Verfügung steht, und meint, nicht allein von der praktischen Arbeit, sondern von dem Gesicht der neuen Minister hänge das Geschick der neuen Regierung ab. — Der „Sag" sagt: Der Zusammenschluß der Deutschnationalen, des Zentrums, der Bayerischen Volkspartei und der Deutschen Volkspartei bedeute vorerst nur einen äußerlichen Erfolg des staatsbürgerlichen Gedankens, der zudem noch durch g-etoisse Wendungen in den Richtlinien und die Ramen der Cem Kabinett angehövenden Männer stark be- i:iträMl«Nen!ch W M>rbr. dann hören >mm, dah in diesen, Lede t für den tagtäglichen &. - Swachsenen gehen ihnen es Aichlinehr>rvillrnä meitz er ms nehmen sich in un- i maleria:isllsch«n Zeit nv- dessen zu erinnern, vai )tn milgrarben toutte als er Kraft, des Starkbleibeni, Treuseins? Vcvih, nicht Vater und Autler, von ift im Gedächtnis bafttn jeher erlernte Jide.locuch d sind totxt, to\««dium genommm. ocrlchwlnden di» ü»anth«it»rrfch,inu>»gra |e(ort taut uetetleller BrfKUtjung sind innerhalb 6 Monate» Mehr al» 16HOttuia^ttn alle n aut ttrzrotreisen eingegangen, darunter v. namhastrn prasessoren v. a=t ersten Kliniken u. Krantcnanftalten. Überraschende Erfolget fragen Sie 3been Ärjt! Co,al ist L all Kpoth. crh. Prell M. 1.40 12.L Llth„0.^6Chinin. 74ck Acld. ecrl m! ed t.Oemyl. Kirfchwasser. Kognak und einige Dürste entwendet. *" Fabrraddieb stähle. 3n letzter Zeil wurden folgende Fahrräder entwend«. Gin Herrenfahrtad. Marke Brcnnabor. Faor.-Rr. unbekannt. schw. Rahmen, gelbe Felgen: etn Herrenfahrrad, Vkarke Diktona. Halbrcnner, Modell 1. schwarze Rahmen, braune Felgen Sicher gestellt wurden ein Herrenfahrrad. Marke Göttke. Ar. 625 415, und ein Damensahrrad. Marke Panther. Ar. 43 718 Die rechtmäßigen Eigentu - er werden ersuch:, sich mit der Kriminalpolizei Glesien ins 'Benehmen zu setzen. Dor Ankauf wird hiermit Äctoamt. Sachdienlickx Mitteilungen, die zur Aus- ärung der Diebstähle dienlich sind, nimmt Die Kriminalpolizei Gießen entgegen " Schwindler. Die Deut che Drlkspartet. Ortsgruppe Gießen, schreibt uns: 3n Der letzten 3cit ift es verschiedentlich vorgekommen, daß unter Berufung auf unsere Gießener Geschäftsstelle bet hte igen Privaten und Geschäftsleuten gebettelt wurde. Da cs sich hierbei meistens um Schwindler handelt, ersuchen wir die in Frage kommenden Kreise, nur solche Bittsteller zu be- rücksichtiaen, die einen von der Geschastsstelle gestempelten Ausweis vorzeigen. (Siehe heutige« Inserat.) | mieten I -Sie ein neues I Piano »äkltbewahrt h» Apotheken und Drogerien erhSIMlch. Amol-Versand von Vollrath Wasmuth . Hamburg. 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Operette In 3 Akren von Kalman, M entzlK dieser ©InfW immer nachv noch ein «[ die UrtelM die Äbrustun Die Beerdigung findet Montag, den 31. Januar 1927, nachmittags 3 Uhr, in Lauterbach vom Trauerhause aus statt. Jungen und vermochte..." "4 die Lullst, S' ändern Die Stud. Ref orm Verbindung „Adelph im V. D. B. I. A. d. C ZriedenSverir tz- ist ein tzchckt L» ei die uns i*®! licht W.W |lon, in '-re vermindert, det. Und zieren 5-flr1 diele Komm Kasernen u sich dieses! form nicht Wit dies zeitig auch wir immer ierlonse einem beso einem eitzer Dort die Kriegsgean inneres 2« steht mit l so schreien! Rheinland« lretung bt: schafter bei ein Organ, in erster Li sein anifilc iriedung 61 auch unotrj lorÜMenö zu kämpsrn edennten in jeder T« Einrichtung der Wederlc rend fühlen Wit ihr der Een er der Ausheb einhcrgchen reiniaun gen. 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Die Beerdigung fand in der Stille statt Man bittet, von Beileidsbesuchen Abstand nehmen XXX 886D Stadttheater Sonntag,30. Jan.. 18. sonniog-liö.-Brfi. von 7 b. nach9' . Ubr M1IY Tragödie in 5 Auszügen i7 Bildern' von.>riedrtchHebbel DicnStag, l.ftrbr.. I7.j)ienslap-Av.-Vksl. ödn 7', bis !iJ 4Ubr: Doüer-Goiols Lustspiel in 3 Auf« zügen von Bersil. Mittwoch,2.Jebr» BolksvorueUung auürr Abounemein, errnäü'gie Preise von 71, btS 10 Uhr : 3o6oiml6lfDPt Schauspiel mlAkien von Sudermann TonncrStag. 3. Jebruar, n.miniuoöiTiD.-Brn. Gastspiel ber Mainzer Oper von <» b. nach0Uhr- Die Macht des Schicksals Grosze Over in drei Akten. Tert nach Piave bearbeite! von FianzWersel. Musik von Giuiepve Verdi. Jreitag, 4.Aeor., 16.3ttifag-yD.-Borfl. v 7'/, b. nreb 10 Ubr (HrJüiue Maien D»anra in 5 Akten v.Gert,.Hauvlmann Sonntag, G.frtbr., IT. ^onlllay-M'vksl. von 7 bid nachlOUHr Erftaoffuhrlmm Die Aussage gegen Herrn Richard Schneider nehme ich zurück. '"'•D Friedr. Rütz, Hörnsheim. 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O)j. , Watagin Svrcdiflnnbcit der Nedakliou. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag«, Samstag nachmittag gefchlosfen. Jür unverlangt eingcfanblc 2TI a n u f f r i p lt ohne beigelüglev Rückporto wird feine Gewähr übernommen. Unielgenaufträge sind lediglich an di« Geschäfts st elle zu richten. Vestellungen nehmen entgegen in Gießen die Trägerinnen und die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers, auswärts 275 örtliche Dertriebsstellen und die Poft. achten einfordern, wie man annimmt beim ivoierg. iö ver> rinnio- usfü&r. »er in loiiwl.' Tiol- weil cfinii. Erl'kl ihifi-ti. v>. An-, namentNch durch dle ostasiatische Ärtfe, und der ^erfahrenen und $iellofen italienischen Auhenpolilik, in der nächsten Zeit die europäische Politik sich -uspitzt auf die direkte 2 u « ein - deney he" r" *$0 mehr Dichtherftellung deS Kriegsmaterials gegossen werden und bann dem LerchS:ag zur Annahme vorge.egt werden soll. An der anderen Frage war Frankreich selbst interessiert und für seinen Schützling Polen. ES dreht sich da um e.nen bekannten Satz auS dem Versailler Vertrag, nach dem ,daS System der befestigten Werke an der Süd- und Oftgrenfrc im gegenwärtigen Zustand verbleiben soll", wie eS im Versailler Vertrag Artikel 180 wörtlich heiht. 3m Gegensatz zum Westen, wo unsere Festungen biS 50 Äm. oft Ich deS Rheine« grlchle.ft werden muhten, ist die Lage im Osten die, bah durch den Versailler Vertrag unS zwar Festungen, wie namentlich in erster Linie Thorn, verloren gingen, weil das Gebiet unS entr.ffen wurde, dah aber die Festungen auf dem unS verbleibenden Gebiete, wie eS eben Im DerlragStcrt heiht. In ihrem gegenwärtigen Zustande zu erhalten feien, vnb zwar wie eS ausdrücklich dazu hciht. in ihrem System. 2luch der Laie begreift ohne weiteres, worum eS sich dabei handelt und warum von Frankreich Schwierigkeiten erhoben werden. Eine ä«s|«gt sä&s iutüdc Sritbt. Rütz Ende der Militärtonttolle. Außenpolitische Umschau. Von Pros. Dr. Otto Hoetzsch, 2k. b. 2. Wit dem 31.3an. sott, wie in Gens verabredet worden ist, die Interalliierte Wilitärkommission verschwinden. Das war wenigstens ein Erfolg der ersten Völker- bundSberührung Deutschlands mit den anderenI Eine Unsumme von Demütigungen, Beschwerden und Klagen liegt damit h.nter unS, von den Kosten dieser Kommission ganz abgesehen, die ja biS »um Zustandekommen des DaweS-PlaneS von Deutschland zu tränen waren. Und dazu die Erinnerungen an bie vielen schmachvollen Denunziationen, mit denen Eiende au« tem eigenen Volke den Spürern und Schnüfflern der Kommission aus die Sprünge Helsen wollten! Allmählich war doch die Fortsetzung dieser Kommission auf deutschem Boden ein Skandal geworden. Die Tatsache einet Abrüstung und Gntwassnung, die ihresgleichen in der Weltgeschichte nicht hat mit der Tla fe von zerstörtem Kriegsmaterial, geschleisten Festungen, sprach zu laut, und überall, wo man überhaupt ein leidlich ruhiges Urteil hat, konnte man sich der Einsicht nicht ent»ie‘en, bah eS genug sein müsse. Bei dieser Einsicht, d e in England im letzten Jahr immer nachdrücklicher betont wurde, sprach dort noch ein andere« mit, die Einsicht nämlich, dah die Urtei'-Slosigleit Lloyd George« In Versailles die Abrüstung Deutschlands zu Gunsten Frankreich« weit Über da« für Eng and nützliche Wah hinau« unterstützt hatte. Degen die Interessen irti» 3nfnmmenfunft bet Damen Mivoch,b.2uebr. abenb-5 bei Wl Stadttheater 30.3m- 16. WW-M-M Will) or, rrnflöuie In 5 ?lu - iflaen (7 «tlöexn1 ooiiäriedliüMvel DieoSias.t.Tkvr.. SSiS MN von W- .««*5 . «ssss* Grobe , nfltb fe« nicvte oerk. eben, iheji- mit. en beit an? m adiii^ io 11« Ä?. andersetzung zwischen Deutschland und Frankreich und ihre Weiterführung. Diese aber steht wieder vor der Tatsache, dah -war Brtand konseauent und fest seine Auhen- politik im Sinne der Verständigung mit Deutschland weiter verfolgt und dah Poincarö wegen der WährungSfanietung gezwungen ist, diese Linie einRuhal'en, dah aber in den deutsch-französischen Besetzungen eine erhebliche Berstet- fung etngetreten ist. und dah die französische Rechte alle« tut. diese Versteifung zu einer Krise zu machen und mit dieser Krise Dnand stürzen. (Siebener Stadttheater. Julius Bcrstl: „Dover—Calais." .... verstarb der amerikanisch« Millionär S.. ter die letzten zwei Iahrzehnte seines Leben« in freiwilliger Verbannung auf feiner Iacht zu- gebracht batte... Uebertrumpst wurde er durch ben englischen Multimillionär V., der den Lok- hingen und Widerwärtigkeiten der Welt auf seinem LuruSdampser 36 Iahre zu widerstehen vermochte ..AuS solchen Zeitungsnotizen baut 'ich die Lustspielfabel auf; da« Thema ist nicht neu. sondern all — man denkt an GoldoniS Mrandolina ober an Alp van Wintte — aber rS ist zeitgemäh heraerichtet. sehr modern: mit ^analschwimmerci und Radio. mit rhythmischer Dymnastik und letzten Modetänzen. Kennt Ihr nicht die Geschichte deS Rip van Winkle, die man in Obersekunda laS. im wähl- freien Englisch? Berstl erinnert selber daran: ,Rip van Wintte ging in die KaatSklll-Berge. 6r begegnete einem sonderbaren Männchen, bahn in eine ncich sonderbarere Schlucht führte, llnd da Rip van Wintte Müdigkeit übermannte, 'o legte er sich zum Schlafen nieder. Al« er Dieder erwachte, waren — zwanzig Iahre Der- trichen." Man sieht: eine nachdenkliche Geschichte ist daS. Dergleichen kommt wirllich vor; selbst ^eute noch. Es steht sogar manchmal in der Zeitung: .... verstarb der amerikanische..." und ?o weiter. Der neue Rip heiht Patrick Sandercrost. Seine Iacht .Ulysses" hat. wie weiland der fromme Dulder, vieler Menschen Städte gesehen. Aber bloß von weitem. Häsen werden nur ange- laufen, wenn man Kohlen und Proviant braucht. 2lnd dann sitzt Sandercrost tief unten in der Kajüte und hat Gänsehäute. Und gleich geht« wieder hinaus, auf See, immer weiter, durch alle Ozeane, Hon, in ihrem Bestände in letzter Zeit schon stark vermindert, vom deutschen Boden verschwindet. Unb sicher hat manch einer von den Ossi- zieren Frankreichs, Eng and« und Italiens, die diese Kommission gebildet haben, und in deutschen Kasernen und S.äd.en herumschnüsseln muhten, sich diese« Handwerkes geschämt, das einer Uniform nicht würdig ist. Mit dieser Einrichtung muhte eigentlich gleichzeitig auch eine andere verschwinden, von der wir immer noch hören, nämlich die 2 o t s ch a f • terkonserenz. Hat diese, die heute noch mit einem besonderen Generalsekretär und sicherlich einem eigenen Büro in Pari« amtiert, mit einem Wort bic Vertretung der Entente gegen die Kriegsgegner Überhaupt, noch einen Sinn und inneres Recht? Danz zweisello« nichtl Denn sie steht mit Locarno und dem Völkerbund in einem so schreienden Gegensatz, wie die Besatzung te« RheinlanteS. Sie ist auch gar nicht mehr Vertretung der Entente im ganzen durch bie Botschafter der Entente-Trohmächte. sondern sie ist ein Organ, durch daS bie französische Generalität in erster Linie Marscha'.l Foch, Der in Versailles lein Wilitärkomltee lecket, der europäischen 2e- sriedung Steine In ben Weg rollt. Darum ist unS auch unverständlich, warum England, bafl ja fortwährend mit ben französischen Schwierigkeiten zu kämpfen Hal, und I allen, ba« sich in dem bekannten Gegensatz zu Frankreich befindet, diese in jeder Beziehung erledigte und unberechtigte Einrichtung bestehen lassen, die die Situation der Qlieterlage und des Besiegten unS fortwährend sühlen läßt. Wit ihr war nun zu verhandeln, auf Grund der Gen er Verabredungen über daS, wa« neben der Aufhebung der Interalliierten Kommission einherachen sollte, nämlich die endgültige Bereinigung aller EntwassnungSsra- gen. Diele halte sich auf zwei Punkte zu- gespitzt: bie Frage be« Kriegsmaterials unb ter Ostfestungen. An ber ersten war ö n g l a n b interessiert; genauer gesagt, mit bem Streben, ble|e KriegSmaterialproduck on in Deutschlanb so wett wie möglich zu kontrollieren und einzuschrän- ken, verband sich wirtschaftliche Konkurrenz. Man denke nur an d.e vielen unb schwer zu trennenden Zusammenhänge in ben Industrien. Aehmen wir etwa die optische Industrie, bie für den Krieg Augengläser unb Fernrohre herstellt unb für den Frieden gleiche ProbulionS:rsahrungen unb «Einrichtungen ebenfalls verwenbct. Die,« Bei- Ipiele liehen sich beliebig vermehren und ba« hat bic Verhandlungen darum sehr erschwert. Aach ben Pre.seinelbungen sollen sie unmittelbar vor bem Ablchluh fle'en, so bah bie Einigung in die Form eine« Gesetzes über Herstellung ober viel- ing enWetk 8l,th d° - , . aber immerhin ein Schritt zu einer S eichberechliaung Deutschlands, die unS zwar versprochen, aber nicht verwirklicht ist, wenn jetzt diese Interalliierte Kommis- Oberhessens und des angrenzenden Lahngebietes ist der seit 177 Jahren erscheinende Gießener Anzeiger mit seinen anerkannt hervorragend ausgestatteten, in eigenem Redaktions. und Buchdrulkereibetrieb bearbeiteten Beilagen Gießener Familienblätter Dienstags und Samstags Heimat im Bild Donnerstags Die Scholle Ratgeber für Viehzucht. Feld- und Gartenbau Freitags au« der seine eigenartige Wirkung auf bem Theater hervotaeht: Mischung aus keckem Einfall schweifender Phantasie und der Freude an bet Absonderlichkeit eine« immerhin nicht gewöhnlichen Zusammentreffens, aus unbekümmert über- sprudelnder Laune und ernsthaften Dachtenklich- keiten, die daS Besondere an diesem Stück ausmachen und es doch bem üblichen Durchschnitt allzuvieler Lustspiele einigermaßen entrücken. — Der Schluß des 3. Akte« entsprach nicht bet Duchsassung. Das Ensemble war lebhaft unb frisch bei bet Suche unb steuerte sein Sch ffchen über manch« Untiefen hinweg, die einen viellricht nur beim Lesen zum Einhalten zw.ngen. An GefferS z. 2. lag eS nicht, wenn man gegen die merkwürdige Verwandlung Sandercrofrs doch einige 2edenken hat. (Die müssen schon beim Dichtet geltend gemacht werden.) Aber Gesser« hatte, wohl absichtlich, von Anfang an den allen Knabett nicht so ganz als hoffnungslosen Fall dargestellt unb tat Im Sinne de« Ganzen gut daran. Besonder« die große Szene im Mittelalt kam seht echt heraus. Alix K r a h m e r gab die unternehmende Kanattchwimmet-n O'Halloran unb *ünhiae Kolleg n mit erfreulicher Frische, Mund- ferngkeit und Koketterie, führte einen beachtlichen Toilettenwechsel vor und zeigte sich, was wesentlicher erscheint, auch den ganz ernstlich und besinnlich gemeinten, eben mehr als lustspielhaftea Momenten de« Stücke- wohl gewachsen. Genau fjatte den rettungslos bertie&ten Sch.ff-leutnanr unö ging mit fliegenden Fahnen meuternd inS aridere Lager über. Eine feine Charge: Gehres Schifs-arzt; der olle ehrliche Seemann ©oll, weiberfeindlich, preslef einblich, abergläubisch, priemspuckend, mit Schifferfräse und Bordeaux- nase, war eine Sache für sich. Ansonsten: dis Herren W e h r l, Eisig und K u r z h o f f. S« gab viele Vorhänge, besoader- nach bent -weiten Akt. Dr. Th. J Schteb-gericht-hos im Haag unb bie Frage bann endgültig entscheiden. Dabei sei nicht vergessen, dah der DöllerbundSrat selbst bei solchen Entscheidungen an d.e juristischen Gutachten nicht gebunden ist und dah er selbstverständl ch nach den politischen DrsichtSpun len entscheidet, b.e für die betrefsrnbe Mehrheit mabgebenb sind. Da- ist die Situation in bet SntwaffnungS- frage. deren endgültige Der« nigung die allernächste Aufgabe war unb ist. H.nterher steigt nun bie Ausgabe berAäumungbe-Ahein- •anbei auf. bie bie grobe Aufgabe für 1927 Jein muh. Dah Locarno unö Völkcrbunb mit bet Tatsache nicht vereinbar sind, daß fremde Truppen auf deutschem Boden stehen, darüber sind sich alle deutschen Parteien einig. DaS scheint un« eigentlich wichtiger zu fein, al- der Streit um die Formeln, mit denen bie Parteien der neuen Qtegierung ihre Stellung zur Auhenpolitik auf einen gerne.nfamen Denner bringen wollen. Diese neue Regierung wird in jedem Falle vor der Tatsache stehen, bah bei bet Abwendung der Vereinigten Staaten von Europa unb bei ber Lähmung unb Behinderung England-. handelte, bie mit einer hohen Geldstrafe im einen, mit sechs Monaten Gesängn - im andern Fall geahndet wurden, gibt der .Kölnischen 31 g “ Veranlassung zu folgenden grundsätzlichen Ausführungen: .E- ist wohl Dr. Witlh gewesen, der uni al« Kanzlet ein Gesetz xum Schutz bet persönlichen Ehre verye ben Hal. Kein Gesetz wäre in den letzten Iahten notwendiger gewesen al« diese«. Aber man hat nie gehört, daß e« dem Reichstag zugegangen sei; wahtlcheinllch hat e« nicht einmal den Vorzug gehabt, eine« .Refe- tentenemwurfS" gewürdigt zu werden. Statt dessen haben wir c.n Gesetz zum Schutz der Republik erhalten, da« vor allem deshalb so anfechtbar ist. we.l es in unsere Rechtspflege bic gewih nicht demokratische Unterscheidung zwi'chen Ehre und Leben ministerieller Personen und Ehre unb Leben gewöhnlicher S:aal-bütger hineingetragen hat. Sin Gesetz zum Schutz der persönlichen Ehre ist auch heule noch nötig und könnte in kurzer Zeit baZ politische Leben entgiften. Der neue Strasgesetzentwurs sieht allerdings eine erhebliche, wenn auch lange noch nicht autreichenbe Verschärfung ber Strafen für 2eleibigungen vor. Wollen wir aber abwar!en. biS biefe« Riesenwerk Gesetzeskraft erhalten hat, bann kann eS geschehen, bast seine wohltätig« Wirkung zu spät kommt. Wir haben gerade m politischen Beletbigungsprozesien schon manches Urteil erleben müssen, ba« bem Laien einfach untrer st änblich war unb im Volk nur zur Verwirrung der Rechtsbegriffe belgetragcn hat. Erfreulicherweise fassen bie Gerichte ncuerbingi schärfer zu. aber bie gesetzlichen Grundlagen reichen im allgemeinen nicht aus. und auch btt Praxis ber Gerichte wird sich bem össentlichett Bebürfni« erst bann voll anzupassen vermögen, wenn ber Gesetzgeber seinen W.llen in biefe« Richtung bekundet hat. Der Reichstag hat bereits öfter ber großen Erneuerung de« Strafgesetzbuches vorgegriffen; eS ist nicht einzusehen, warum er es nicht auch in bleiern Fall tut. Hier handelt es sich doch wahrlich um eine Sache, bie ohne Unterschieb ber Parteien unser ganzes öffentliches Leben angeht. Wenn e« noch lang« fo weitergeht wie bisher, wird ber Zeitpunkt nicht allzu fern sein, wo wirklich tüchtige und ehrenhafte Menschen sich überhaupt n cht mehr in bie politische .Drecklinie" wagen. Und solange eS in Deutschland noch möglich ist. dah man zum mindesten mit einem Schein von Berechtigung zwar den Diebstahl von zehn Pfennig für eine ehrlose Handlung, aber ben Diebstahl der persönlichen Ehre für eine Art staatsbürgerlichen Rechtes halten kann, so lange mutet ber Kampf gegen die harmlose S udentenmensur doch etwa« lächerlich an und wird bas wahre Duettunwesen sicher niemals ausgeroitet werben. D.e persönliche Ehre ist für bie meisten Menschen ein hettiger. für Diele sogar ber einzige Besitz. Wer sie ohne triftigen Grund antastet, war noch immer unö ist auch heute für anständige Menschen erledigt. Aber die gesellschaftliche Lkechtung. bie noch bazu niemals vottstänbig sein kann, genügt allein nicht. Der Verleumder muh öffentlich gebranb- markt unb strafrechtlich tote ber gemeine Dieb behanbelt werden. Man mag zwischen fahrlässiger unb böswilliger Verleumbung unter- scheiben, auch ber sahrläss.gc Verleumder ist empfindlich zu bestrafen, der böswillige Verleumder vollends gehört inS Zuchthaus unb ist ber bürgerlichen Ehrenrechte für verlustig zu erklären. Wegen de- hohen öffentlichen Amt«, das die Presse für sich mit Recht in Anspruch nimmt, ist weiter zu forbem. bah bem Zeitungsmann. ber sich böswilliger ober wiederholt fahrlässiger Verleumdungen schuld g macht, durch Gerichtsurteil die D sähigung z-.r Verwaltung eine« solchen Amts abgesprochen werbe. Auch die Pressefreiheit muh wie jede Freiheit ihre ©reiuen haben. Ke neSfallS hat die anständige Presse, die in Deutschland gottlob noch immer d e grobe Mehrzahl bildet, einen Grund, den Verleumder zu schützen und in ihren Rechen zu dulden. Wir wollen endl ch heraus au« dem Sumpst Ist daS nur mit drakonischen Maßnahmen möglich, nun gut, dann gre fe man zu ihnen. 6 ne außerordentliche Zeit rechtfertigt auberordentliche Mittel. AtoanAig Iahre lang. Weltflucht. Dur ein angelsächsischer Spleen, wie es viele gibt? Zur Hälfte. Die andere Hälfte ist trübe Erfahrung: Herrn Sandercrost entlief dereinstens schnöde feine Frau mit einem windigen Chauffeur. Seitdem kreuzt er, ein ausgemachter Weiberfeind, mit dem .Ulysses" auf allen Meeren. Und die Besatzung besteht aus lauter Männern. Eines Tages passiert ein schweres Unglück: sie fischen in Hafennähe eine jung? Frau auS bem Wasser, bie knapp am Ertrinken war. (Man kann sie ja schließlich nicht einfach verlaufen lassen, bei aller Iunggescllenherrlicbkett.) Eine fesche, junge unb offenbar sehr neuzeitliche Dame, bie burch- aus den Rekord der Gertrub Eberle unterbieten wollte (Dover—6a la iS i. und der im Training bie Puste ausging. Dun ist sie auf dem Schiff, auf dem weiberfeindlichen .Ulysses", mitten unter lauter Männern. Eine furchtbare Situation! Aber eine lehr wirksame Situation, mit dramatischem Explosivstoff geladen, gewislermahen eine Umkehrung des .Weiberdorses" ber Clara Viebig. (DaS Motiv ist nicht einmal neu: Rubels Leonhard versucht AehnllcheS in einem Drama .Segel am Horizont"; freilich ohne jede Lustspieltendenz; grimmig ernst.) Hier, bei Der st l, sieht man bald, wie es kommen muh. Sander- croft schnaubt, als er das nasse Paket an Bord erblickt. Er wütet, al« Miß Gladys O'Halloran sich alS Iournalistin entpuppt, denn er habt die Journalisten unb die ganze Presse. Er ist starr, al« die tüchtige junge Dame lächelnd zugibt, dab das Ganze ein kleiner Schwindel war: da« mit bem Kanalschwimmen und bem Training unb mit bem Schwächeansall im Wasser. Dur Mittel zum grotesken Zweck eines Interviews mit Patrick öanbercroft, dem Weltwunder des zwanzigsten Iahrhunderts. Der Rest ist bald erzählt. Da GladyS darauf besteht, ihr Erlebnis auf Zeitungspapier zu bringen, weigert sich der toilbe Seefahrer, sie im nächsten Hafen auszubooten, und nimmt sie mit Mer nun ist die unterbrochene Verbindung mit der Welt wiederhergestellt. .Ulylles" kehrt zu ben Menschen zurück, denn bie Mission der Meernixe. GladvS mit Vornamen, erfüllt sich überraschend schnell. Sie weckt ben schlafenden Rip Sander- croft au« feiner zwanzigjährigen Abgeschiedenheit. gibt ihm ben verlorenen Anschlub ans Leben toicber. Er Iaht sich ben Bart ab kratzen unb macht ihr einen Antrag; der zweite Offizier, ter sich gleich zuerst verliebt hatte, auch. Sie schlägt beite aus. seht ihnen den Kopf zurecht, springt, in Hafennähe, über Bord und schwimmt an Land — ein Meerwunder, ein fischschwänziger Satan. Sandercrost (samt der ganzen Besatzung) glotzt ihr nach unb läszt wenden: nach Dover. .Ueber- sahrt" (auf der entgegengesetzten Route, wie j?nes unheimliche Fahrzeug teS englischen Dramatikers) — Ueberfahrt ins verschlafene Leben. Sander- croft wirb an Land gehen, unter bie Menschen einer neuen Zeit. So sieht diese« Stück auS. Der erste Akt ist sehr gut; die beiden letzten schwächer, ein wenig breit unb ohne bie dramatischen Pointen der Srposition. Aber immer geschell und witzig, obgleich der Dichter sich hinter seinen Gestalten versteckt unb nicht recht Farbe bekennt, worauf eS ihm innerlich ankommt. Aber er hat schon früher bewiesen, dah er kein AlltagSmensch ist. Er la« bie Zeitung, ohne waS Böses zu benfen. unb siehe: fünf Zeilen .AuS aller Welt" bauten ein abendfüllende Lustspiel, genau in ter Mitte zwischen Komödie und Schwank. Dutzende von deutschen Bühnen Hoden gleichzeitig dies Stück') aus ber Taufe, da« fein und gar nicht lustspiel- mähig verttinat. Ä o l ck (Regie) gab bem Abenteuer b:e richtige und nicht ganz leicht zu treffende Mischung, •) Als Buch erschienen bei Georg Dester- rnann, Braunschweig. , ZI Iler, iffl Festung ist ja nicht nur ein befestigter Wall mit den Gebäuden dahinter, sondern ist ein Teil eine« bestimmten Systems in verschiedenen Linien. Und die Erhaltung .im gegenwärtigen Zustande" bedeutet natürlich nach unserer Auffassung, dah erhalten werden kann unb muh im Wort- sinne, währenb ber gegenwärtige Zustand, d. h. ber von 1919. sich ja bcch schon durch Witte- rungSeinslüsse unb bergt, verändert. E« dreht sich dabei um die Anlagen von Königsberg. Löhen. Küstrin und Glogau. Deutschland wird vorgeworfen, e« habe ba über ben Vertrag hinauSgehende Befestigungsanlagen gemacht. unb Polen bat babei ben ingeniösen Begriff der ,O f s e n s i v f e st u n g" ctf unten. Der Pole behauptet in Pari«, durch deutsche Festungen bedroht zu fein, obwohl in aller Welt unb überall eine Festung lediglich ein Mittel ter Verteidigung ist und nicht ein Mittel te« 2Ingdffe«. geitungsschau. Die Tatsache, bah in diesen Tagen zwei preuhische Minister, ter Ministerpräsident Braun unb der Wohlfahrtsminister Hirt- Tiefer den Schuh bet Gerichte gegen üble Dachrebe anrufen muhten, wobei es sich in beiden Fällen um Beeidigungen durch die Presse Die Derabrebung _________ ... direkter Verhandlung zwischen Deutschland und Frankreich s.ch verständige und wenn das nicht gelänge, dann ber Völkerbundsrat angerufen würde. Dieser würde ein juristisches Gut- Hat Lloyd George gehandelt, al« et diese sinnlos übertriebene Forderung ber Franzosen im Friedensvertrag burchbrücken ' " ta utrlr. MWiii«. “ (f/ Uhf fottl Mbltt. , cmhverrin Seitethett 6tnt. 1878. 5«me Samsta- 1 abtnb 8 Ubt: Generalversammlung Im Leremslolal. $6ntßaters eine Vorstellung in Mainz angesehen haben, so daß auch die szenischen Vorbereitungen ein: Aufführung verbürgen, die ter Mainzer gleichwertig ist. Eine Inhaltsangabe dürste unter den gegebenen Llmständen besonders interefsiermr Der Anfang ter Handlung, die uns nach Spanien versetzt, teilt den großen Vorzug mit allen von Verdi vertonten Opern.exten, ten Zuschauer gleich Brahms: „(Ein deutsches Requiem" Zur Aufführung deö Konzertvereins. Als Brahms nach Robert Schumanns Tode dessen handfchriftltchen Nachlaß ordnete, fand er im Pro- jektenbuäre des Meisters die Notjz: „Ein deutsches Requiem". Das vermochte Brahms anzuregen, den Plan des Berftorbenen in die Tat umzusetzen. Im Jahre 1801 finden wir ihn schon bei den ersten Vor, arbeiten, in Hamm bei Hamburg wählt er sich geeignete Bibelstellen aus. Aber der Plan blieb liegen, und erst der Tod der Mutter (1865) gab den Anstoß Jur Wiederaufnahme der Arbeit am „Deutschen kequicm". DaS folgende Jahr brachte die Vollendung des Werkes. Am Charfreitag 1868 fand es in Bremen seine Erstaufführung. Kürz danach weilte Brahms an den Stätten seiner Jugend. Ein Besuch des 35 jährigen an seinem Geburtstagsmorgen auf dem Friedhof gab ihm die Stimmung für das jetzt als 5. Tast des Werkes bekannte Sovransolo mit Chor, ein Gedenken für seine Mutter. Tas Werk als Ganzes aber war als Totenamt für Robert Schumann gedacht. Aus seiner ganzen Weltanschauung heraus hat ■ Brahms der Auswahl des Textes eine allgemeine religiöse Richtung gegeben, und so steht das Werk über allem Konfessionellen, und damit ist ihm der größte Aus- Wirkungskreis eröffnet. Ein herber Zug, und doch voller Milde, liegt über dem Ganzen. Im Gegensatz zur lateinischen Totenmesse, deren Höhepunkt im „Dies irae“ liegt, Ipchs er mit seinem Werk den Nachlebenden, Hinterbliebenen Tröstung geben. Obwohl er mit der textlichen Zusammenstellung etwas durchaus Neues, noch nicht Dagewesencs- bietet, umso bewundernswerter ist der Aufbau der gesamten Folge im Werk. Der erste und der letzte Teil mögen als die liturgische Rechnung deS Ganzen erscheinen und gipfeln in den Seligpreisungen; Teil 2 und 6 geben Bllder der Vergänglichkeit und der Auferstehung; I in Teil 3 und 5 findet der Todes- und Erlösungsgedanke persönlichen Einzelausdruck, und der mittlere Teil führt ein in die „Vorhöfe des Herrn" in ihrer Lieblichkeit. Die ergreifende Kraft deS Textes weckte in Brahms eine Gewalt des musikalischen Ausdruckes, der uns auf dunklem Gefühlsgrunde zu den letzten Dingen hinführt und uns innerlich erschauern läßt, und wie selten in einem Werk zeigt sich hier die ethische Macht der Musik. Bei aller Erhabenheit und Größe wirkt e- sich in Einfachheit und Natürlichkeit aus. Ein Markstein für alle Zeiten in der deutschen Kunst! Mit düsteren Stangen, geteilten Celli und Bratschen, sührt sich der Introitus ein. Die Violinen schweigen im ganzen Satze. „Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden", führt der Chor in schlichter Einfachheit und Ausdruckskraft durch, beantwortet von orgclartißen Klängen der Holzbläser. „Die mit Tränen säen . . .", läßt den Chor sich zu klagendem Ausdruck erheben, ,,. . . werden mit Freuden ernten,“ spiegelt innere gehaltene Freude friedlich wieder. Mit tröstlichen Akkorden entschwindet der Satz. Der Zug des Todes gibt dem 2. Satze sein Gepräge, lieber dem in unerbittlichem Gleichmaße dahinschreitendem Basic erhebt sich eine wehmütige, herbe Klageweise. Im Unisono bekennt der Chor: . Denn alles Fleisch, es ist wie Gras . . Ein tröstender Mittelsatz mit ergebener Klarheit „ ... So seid nun geduldig . . führt hin zur Wiederkehr des ersten Themas, trischutternd, in hehrer Kraft, erschallen die Worte: „ . . . Aber deS £)crrn Wort bleibet in Ewigkeit . . .". Der Baß verkündet: „Die Erlöseten des Herrn werden wieder kommen". In ungemein scharfer Plastik des Ausdrucks werden die Worte gekennzeichnet: „Schmerz und Seufzen wird weg müssen". Ein fugierter Gesang von der ewigen Freude verklingt, zart umspielt von den Streichern. Eins der stärksten musikalischen Bilder der neueren Zeit! Dem im 2. Satze allgemein ausgesprochenen Gedanken erwächst ein individueller Träger in Gestalt des Solobaritons, eines Predigers, dem die Gemeinde (Chor) in dumpfer Erschütterung antwortet. Die Frage nach dem Trost wird zum Aufschrei. Aus dem Gedanken an die Hoffnung auf Gott ersteht die Gewißheit der Rettung. Sie findet in einer Fuge über einem gewaltigen Lrgelpunkt (die Bässe müssen ihre tiefste Saite herunterstimmen) ihre erhabene Kün- dung. Ter Herbheit der vorangehenden Sätze stellt Brahms einen lyrischen Ruhepunkt entgegen; ein lichter Engelsgesang: «... Wie lieblich sind deine Wohnungen! . . Und aus dieser anderen Welt tönt eine Stimme herüber voll mütterlichen Trosts und Liebe; eine Aufnahme des alten Widerrufs oe gaigenet Jahrhunderte. Das malerische des 2. Satzes steigert sich im 6.Satz zum Dramatischen, der Chor gewinnt dem Orchester gegenüber eine selb- ständigere Rolle. Unrast klingt aus den Worten des Chores: „Denn wir haben hier keine bleibende Statt . . Der Prediger enthüllt ihm daS Ge- heimnis bc5 jüngsten Gerichtes, des Augenblicks der letzten Posaune, em Aufschrei, die Erlösung naht. „ . . . Tod, wo ist dein Stachel, Hölle, wo ift dein in den ersten Tarten in spannender Welse in dle Mitte ter Begebenherben einzuführen. Wir te- fint)en uns auf dem Schlosse deS Marchese von Calatrava, bet in ernsten Worten feine Tochter Leonore von dem Liebesbündnis mit einem ihr unebenbürtigen Manne, dem Mestizen Alvaro, zurückzuhalten versucht. Doch gerate in jener Nacht hat dieser alles zur Entführung ter Geliebten vorbereitet; als im letzten Augenblick ter zürnende Bater vor die Fliehenden tritt, nimmt Alvaro alle Schuld auf sich und bietet sich edelmütig der drohenden Rache dar; abec die Pistole, die er, sich selbst entwaffnend, fortschkeutert, entlädt sich und die Kugel trifft tödlich den Marchese, ter sterbend feine Tochter verflucht. DaS Schicksal wird zum Racher des Toten; aus der Flucht nach der Schreckenstat werten Leonor« und Alvaro getrennt. Aber noch ein anderes Werkzeug ter Rache lebt, Carlos, der Brüter Leonorens, ter Vergeltung sucht an dem Mörder seines Vaters und an seiner Schwester, die Schande über den Namen seines Hauses gebracht hat. Als „schwarzer Student" De «leitet, durchirrt er Spanien: in ter Posada eines Dorfes führt ihn das Schicksal aus die Spur Leonorens, die selbst, als Mann verileibet, unter dem Schutz« eines Maultiertreibers Trabuco nach ihrem Geliebten sucht. Zwar schützt sie die Vrrileiduug vor dem Erkanntwerden, aber sir Höri von des Bruders Aacheschwüren und sucht in einem Kloster Rettung und Trost vor ter De-zweiflung. In der Einsamkeit als Einsiedler g?fleitet, will sie Berge, senheit und Schutz vor ter Macht eines finsteren Schicksals suchen. Inzwischen ist Krieg ausgebrochen. Carlos und Aivaro. beite unter fremdem Namen, nehmen Dienst im Heer. Alvaro rettet Carlos bei einem feindlichen Heber- fall das Leben; beite werden Zweunte, und Al, Dato, im Kampf selbst schwer verwundet, übergibt Carlos die Vxiese Leonorens zum Angedenken. Jetzt ernennt CarloS den Feind: den Wiedsrgenefenen fordert er zum Zweikampf. Ater Alvaro, dec nicht neue Schuld auf sich laden will, weicht der Forderung aus und sucht ein Astzl im Kloster unter dem Namen eines Mönches Raffael. Erst nach lieben Jahren gr.ingt eS Carlos nimmermüder Rache, dort Alvaro aufzuspüren und ihm jetzt ein Duell aufzuzwingen. In der Einsiedrlei, in der Leonore fern der Welt dahintrouert, wird der Kamps ausgetragen, Carlos fällt, und Alvaro, zum zsvciten Male Mörder ohne Schuld, findet dort die Geliebte, die, der Macht des Schicksals erliegend, vor seinen Augen stirbt. .yjvCT-..- t ■ —ca— deren Antlitz mit 30 Jahren schon wesentliche Merkmale des Alters aufweist, während umgekehrt 40 und 50 Jährige sich eines jugendlichen, frischen Aussehens erfreuen. - Die Letzteren pflegen Gesicht und Hände mit Creme Mouson. - Die Wirkung der Creme Mouson ist beispiellos zuverlässig; Sie können buchstäblich darauf warten. Machen Sie die Probe und reiben Sie rauhe, fleckige Haut in kurzen Zwischenräumen gut mit Creme \ t Mouson ein. 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Zu gehens gegen des Gesetz gegen den unlaute- Wettbewerb angeklogt. Er soll sich einem Metailbetten 2<3A SlilltnatraUei. Kind. rbettea « ünst anL'riv »cinL254 ir. ElaennibeHakrlk Seid (TMr.) gend mit^uieikn. daß es sich nicht um ben Schneidermeister Reinhard. sondern um den 6d)ncibcrgckllen Äarl Beusch aus Frciendletz handelt. Fabrikat fiontnine. ist -u verkauien Äniragen erbeien nn Job. Loh 111 . Laaemerk. Zimmerqetchasi und idotzhond- lunn, Datenhofen iSt- Wel?tär>- a*D Frankfurt a M. batte in Ober-Mörlen Be- Stellungen aus Bildervergröherun. gen ent gegen genommen und sich Anzahlung«, geben lallen; bte Besteller toarten heut^ noch auf die Bilder. Die Staatsanwaltschaft erhob Qlntlage wegen \:rugrf m1 de i 3r o'i. daß der mefir* sach v. rbe .raste Beschuldigte y.: eine m^ o n al zwei Wochen . a a g n i verurteilt wurde. Die Berufung der SiaatLanwallfchast, di« westen der vielen Borstrafen eine Erhöhung der Strafe bezweckte, wurde verworfen. Ebenfalls wegen Betrugs mit acht Mo» naten Gefängnis bestraft ist ein 5t auf mann B. au- Berlin vr war in Alsfeld als Ber- sicherungS Inspektor aulcetre en und hatte mehrfach Leute tun namhafte Beträge gebracht. Seine aussichtslos« 'Berufung wurde heute verworfen. Gesang-Unterricht ertcih Rosemarie Nölke ausgebildet bei Frau Kammersängern Anna Kaempfert [04445 Schrlftl Arfrauen: Frledrlchslr. 35. Wä yrieöbeta ?,ln9a s*f. ft!« ÜnS ■lOnenter^r fluf biri $ , >U6Derki)rjDelmiiiy zurück- sicher Eiftnbcchn :t. W die Auifichibdehvrde k 1 d'esem Einspruch an die (r utzbach-Lichtr Lahn in den i en LerkehrLmtelessin der k» W» nahm die Sajjnkifui iKch» auf die Snteresfen te sich bei dem auch heute im;rr migegenkommen gegenüber d» nanlieger nicht munbent, M n Wegen die Befriedigung ihr« I suchen. L. M) Seih Sie ruhia, und meiden Sie alle Aufregungen, dann wird sich Ihre Krankheit bessern". Wer hülle diesen Kat nicht schon von seinem Arzt gehört? Leicht gesagt!! Wer kann so ruhig sein wie Mister Woher, der in einem englischen Rennwagen mit Herrn Eselei zusammen• sitzt und diesen fragt: „Hellen uir, daß unser Wagen den deutschen schlagt ?", worauf Eselei erwidert: „Ich welle nicht". „liehen uir. daß e/iese Eahtl nidit gut abläu/l". fragte Woker erneut „Ich welle nicht", sagte Eselei. Plötzlich explodierte der Motor, beide (liegen in hohem Bogen heraus. Da rief Woker noch im Fliegen dem Eselei zu: „lJollen uir uelten. daß ich höher fliege als Sie?" Den Mann kann man seiner Ruhe wegen beneiden, nicht wahr? Doch zurück zu unserm Münchner Kindl, dem Wahrzeichen der allen, weltbekannten Zuban-Zigarettenfabrik, und Dr.AH Nabi, unserem Tabakdoklor. In wohliger Ruhe spazieren die beiden im Parke auf und ab. „Ein zweiter Dr. Ali Nabi existiert nicht", erwidert der Alte klar. „Ich bin der Letzte meines Geschlechts, dem die jahrhundertallen Erfahrungen meiner Ahnen in der Tabakmischkunsl zugänglich sind. Wenn heute viele Zigarettenfabriken behaupten, den Stein der Weisen zu besitzen, so glauben sie auch, ihn gefunden zu haben, und doch haben sie ihn dann .nicht. Mit Fug und RedU darfst Du Dich rühmen, ihn zu besitzen, denn die Zuban-Zigaretten werben ob ihrer Güte durch sich selbst von Tag zu Tag neue Freunde. Und nach all dem, was Du von mir bisher gehört hast, wirst Du die Zuban-Raucher noch mehr in den Bann Deiner Marke zwingen als bisher Übermorgen hören Sie mehr! Die Geschmacksrichtungen der Raucher sind wandelbar wie die Zeilen. Wir gehen mit! Die leichten, süffig süßen Mischungen unserer Zigaretten sind Glanzslücke der heutigen Zigaretten-Herstellungsart. Drum seien Sie nicht nur Lebenskünstler, sondern werden Sie Künstler des Geschmacks! Rauchen Sic die 4 Pfg.-Zigarette Zuban Nr, 6! Starkenburg. DSD. O । i c n b ü qj, 23. Ja I:i Offenbach tauchten in letz er Zeit gute Falsifikate von -in-Mark'tückcn auf. Han wurde in Mainz am Donners ai ein junger Mann aus Offen- bach feftaeva .en, Der eingrstand, zahlreiche zalschstücke auggegeben zu haben On seinem Besitz öe ändert sich noch hundert dieser Falsifikate. Es handelt sich um einen 23jöhrigest Gärtner Friedrich Belte aus OHenbad). Die Kriminalpolizei ha: sofort e.r.e Haussuchung vorgenommen. Der Ba er des Verhafteten wurde «trabe dabei ertappt, wie cr Falsifikate her- eilte. Der Wann ist schwer terjfcanl und brach rach seinem Geständnis Da.lig zusammen. WSD. Darmstadt. 28. Jan. Cin für Darm- kiadt wichtiges Projekt steht kurz vor dem Ab- sHluß. Der dem früheren Grostherzog vcn Hessen ?hörige Prinz-Emil-Garten soll ai die ladt Darmstadt verkauf: wer! e.i Der i Kaufpreis beträgt 503 000 Mark. Die Verband. - Langen stehen vor dem Abschluß. Di« Stadt be- ' absichtigt, aus dem großen alten Garten einen öffentlichen Park anzulegen und im übrigen das Gelände mit Dillen zu bebauen Preußen. L) reift Lscylar. —L— Aus dem Ä r e i f c Wetzlar, 23. Ian. Aach gleichlautenden Urteilen der Jäger ! &at die vor kurzem zu Ende gegang?ne Hase n - Iagd nur teilweise den gehegten Hoffnungen ent» i • -rochen Treibjagden, bei beiten noch keine zehn Aasen zur Strecke gebracht wurdm. waren keine I Seltenheit. Demgegenüber hat sich der Aeh- de stand in einzelnen Revieren. dank deS vom Oberpräsidenten angeordne e.i Schutzes für das ganze Iahr,^ erheblich gehoben. OO Lützellinden, 28. Ian. Die cholzfäl- [langen in dem in der Gemarlung Grostcn- Linden belegcnen Warkwald der hiesigen Gemeinde haben dieser Tage Ujr Ende erreicht. S4 sind zum Einschlag gekommen: etwa 100 fm Stamm- und Stangenholz, 150 rm Brerrnholz, 1 OO rm Stockholz und 6000 Wellen. Die Ber- fteigerung des Holze- soll in Kürze ftattftnben. Unter den Holzhauern befanden sich auch eine Anzahl Arbeitslose, die nunmehr wieder der iHgemeinen Erwerbslo'ensürsorge zur Last fallen. Eie Holzsäliungen in dem auf preußischem Ge- biete belcflenen Oberwald der Gemeinde sind nrch im vollen Gange. reift Biedenkopf. T Waldgirmeö, 28. Ian. Entgegen der näheren Gewohnheit, das Holz an Ort und Stelle im Walde zu verkaufen, sand unsere bieg- iäbrige Brennholzversteige rung im Lei,urschen Saale bahier statt. Obwohl viele Bürger ihren Holzbedarf im hiesigen Staats» Dalbc schon gedeckt hatten, waren die Preise sehr hoch: sie stellten sich. 2 Raummet:r Buchenscheit N bis 40 Mk., Knüppel 22 bis 32 Mk., 8 Meter kuchenastreiscr 32 bis 40 Mk. Dasselbe Quantum fettete in Eichen 16 bis 20, 10 bis 14, 12 bis M Mk. Tannenbrennholz war im Verhältnis n sch teurer: 2 Raummeter Scheit 14 bis 20, «nuppel 8 bis 16. Keifer 12 bis 19 Mk il^8M56ite Ä ’ l» den ICnr Dgss^Nohr.^ ■ ’t-ÄS MW Wl. Ä* d-°b. 6,1 H e ii geschlachteten Ochsen. Bullen, Su Pferde und Lchweine belief sich im Iah gesamt auf 1 389 657 Kilogramm gegen 13S2 016 Kilogramm im Jahre 1925. Bon der Gesamtzahl der 1926 im Kreise Gießen geschlachteten Tiere waren mit T u b e r k u l o s e behaftet: 1 Pferd, 63 Ochsen (24 Prozent), 35 Bullen Kaiser's Bnist-Gammelten mit den „3 Tannen" schützen mich vor Erkältung, Husten und Kinn b I - Wider Regen, Schnee noch Kälte können Ihnen »chaden, wenn Sie dieses seit 35 Jahren bewahrte Hustenmittel bei sich haben. Schnell und » eher beseitigen Sie damit Husten,Heiserkeit, Katarrh, Verschleimung. Paket 40 PL, Dose 9u Pf. Zu haben bei Pelikan-Apotheke. H. Domber- Ser: Universitäts-Apothekez. goldenen Engeli lof-Apotheke Ludw. Weber, Licht Viktoria- Drogerie. E. Guth; Central-Drogerie, E. Kami Kronen - Drogerie, Cebr. Micnel । Wilhelm Römer III. Witwe, Heuchelheim; und wo Plakate sichtbar. in fpannmbet 2Deilt in bit seilen, cinzuführen. Mr St- . DchM drL Dar-esr v« Bvnm fck« Locher mit einem ijt irnie, dem MstiM Aivau, lucht. Doch grcadr in jene ifieä zur Enterung der C» als im letzten Augm'M dn vt die Fliehenden trist, nimm ; auf sich und bietet sich edel« m Lache d-r; M die Pisiok nttvafsnend, sortschleudert ent- Äugel trifft tödlich den Mao sein.' Tochter vcifluchl. M t Lacher des Toten; aus der Schreckenstat tverdm Leonore 3 Wer noch ein änderet chr lebt, Laclos, der Druda Estung sucht und an seiner Echtester, di Lamm MeS r Student oeck!etdet,ducchr0 er Posada eines '20^ W MMZ tn einem K/ofm n und ^‘V.-tMirfung. 3n 5^* ff Wacht eines M Aschen üt Sm su^en- U ^dr un^r Dß und ^tvarv tehmen bei ei^n «9® werden übr- -HZSZ M cbi- Bin unter Nummer 1778 an das Fernsprechnetz angeschlossen Wilhelm Euler Maler u. Weiübindermelait-r Asterweg 54 U99D (33 Prozent), 472 Kühe (27 Prozent). 464 Rinder (10 Prozent), 27 Kälber (0,3 Prozent), 386 Schweine (1^ Prozent), 2 Schafe (0.2 Prozent) und 12 Liegen (2,4 Pro;cni>. Als untauglich zum (tzenuh für Menschen wurden wegen verschiedener Krankheiten und Mängel (Blutvergiftung, Milzbrand, Tuberkulose, allgemeine Wassersucht,' Iäulms usw.) vollkommen vernichtet: 4 Pferde, 41 Kühe und Rinder, 15 Kälber, 13 Schweine, 4 Schafe und 2 Ziegen Desgleichen wurden vernichtet ausierdem: 1191 Rinds». 52 Kalbs-, 611 Schweine-, .389 Schafs- und 21 Ziegenlungen: 579 Rinds-, 43 Kalbs-, 535 Schweine-, 227 Schafs- und 45 Zicgenlcbern: sämtliche Baucheingewcid. von 3 Pferden, 170 Rindern, 24 Kälbern, 81 Schweinen, 4 Schalen und 2 Ziegen u. o. m. Auf Trichinen wurden untersucht sämtliche im Schlachthos Kiesten und ein kleiner Teil der auf dem Lande geschlachteten Schweine. Trichinen wurden in keinem Falle gefunden. Die bakterio- logische Fleischuntersuchung wurde durchgeführt bei 9 Pferden, 33 Kühen und Rindern, 41 Kälbern und 1 Schaf. 3 Pferde, 8 Kühe und Rinder, 7 Kälber ued 4 Schweine wurden auf Grund des bakteriologischen Befundes für untauglich erklärt und oer» nichtei. Bedeutung und Nutzen einer geregelten Fleischbeschau sind aus den Zahlen der beiden letzten Ab- sätze deutlich zu erkennen. Auch sollten diese Zahlen die Berdrauchcr dazu bringen, Fleisch und Fleifch- waren unbekannter oder zweifelhafter Herkunft aus gesundheitlichen Gründen keinesfalls zu kaufen. (Zur Urteilsbildung sei bemerkt, dast der Kreis Gießen nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 eine Einwohnerzahl von 99 449 Personen hatte. D. Red.) Holzwolle als Pack« und Streumit:el fehr gut geeignet, haben laufend abzugebea 884D Fr. Harries & Co., Wieseck. Drucksachen alierArt Beten h> Jeder gewünschten Ausstattung stUrew ul6 ordswol die ßrühr»che Dali. DratitOTL 8. Laaaa bringe ich entzückende Kleider öufiert haben der Pnoalillager C. stehe vor dem Bankerott, die Lieferanten sollten vorsichtig sein, er lebe üb?r seine Drrhältnillc. die Schund- prciie. die er mache, seien Derzweislung. In der heutigen Haupwcrhandlung. in der X entschieden in Abrede stellte, biete Aeusterungen ge:an zu haben, erklärte der als Znige vernommene H., B. habe gesagt. L. mache sehr billige Arbeiten, wenn er sie nicht machen würde, würde er bankerott sein, er habe ftco zu viel auf den HalS geladen und könne eS nicht schaffen. Diese Aeustc- runaen seien im Herbst 1925 g fallen und im Herbst 1926 habe H sie dem Privatllager mit- geteilt. Den Wortlaut Wille er nicht mehr genau, aber dem Sinne nach habe X. der dieS ebenfalls bestreitet, fo gesagt Dar Gericht war der Ausfällung, daß die Okulierung?n deS QL bei den wtdcriprechendcn Angaben des Zeugen H. dem Privattläger gegenüber und in der heutigen Haupt.er' inbutng nicht mehr genau festgestellt werden L.iruR, und dast zu einer Berurteilung die Feststellung nickt nur deS Sinnes, sondern auch des Wonlaui .Z der Aeuherangen erforderlich sei, da cs auf den letzteren gerade hier aanz besonders anlomme. Bon cin:r Berurteilung wegen Vergehens gegen daS Geletz gegen den unlauteren Wettbewerb könne unter keinen Umständen die Rede seist, da Privatlläger nicht einmal behauptet habe, dast die A?us,erungen w i der besseres Wissen erfolgt feien, was die Voraussetzung für die Strafbarkeit ist. Der Angeklagte wurde deshalb freigesprochen. * (Dieben, 27. 3an. Zwei feindliche Schwäger H. und D. aus einem benachbarten Dorse standen heute vor den Schranken des Gerichts. Dem D. war angeblich eines Tages von einer Gier- und Butterhändlerin mitgetedt worden, H. habe 3 Pfund Butter bei ihr geholt und sie nicht bezahlt. Seine Frau habe auf die Aufforderung zur Zahlung erklärt, was ihr Mann laufe, gehe sie nichts an, sie hastr nicht für ihn. Die Händlerin hatte den B. angeblich gebeten, bei dem H. dafür zu sorgen, das) die Butter bezahlt werd«. Daraufhin sagte der B. zu dem Sohne deS H., er möge seine Mutter auffordern. sie solle doch die Butter beLahlen, fo was mache man nicht, sie bekomme fonst einen siechten Leumund, es grenz« an Spitzbüberei, es wäre am besten gewesen, wenn die Händlerin einen Schutzmann geholt hätte, um die Sache festzustellen. Später stellte sich heraus, dast der Händlerin eine Verwechselung unterlaufen war. und dast nicht H.. sondern ein anderer die Butter bei ihr geholt hatte. H. liest sich die Aeusterung des B. seinem Sohne gegenüber nicht gefallen und verllagte ihn, da eine austergerichtliche Einigung nicht zustande kam. wegen Beleidigung. Heute schlossen die Parteien vor Eintritt in die Berhandlung einen Bergleich. nachdem B. seine Behauptungen mit Bedauern zurückzog und die gesamten Kosten, die sich wohl auf mehr als 100 Mk. belaufen werden, übernahm. JuYdyltthe Nachrichten. Evangelisch« Gemeinden. Sonntag, den 30. Januar 4. nach Epiphanias. Gtesten. Stadtklrche.S' , : Missionar Keller. 1(1 Kinderkirche 1. d. Matihäusgem. Mifsionar Keller. 5: Ufr.'Beier. - JohanneSkirche 9‘ Missionar Schlaudrafs. 11: Kinderiirche für die LukaSgemeinde. Pfr. Bechtolsheimer. 5: Pir. AuSfeld. — Kirchberg. 10, ordentliche Kirchenvisitation: Oberkirchenrat Wagner, nackm. 11.: Kollekte für Gan-Alge^beim. - Ltch. 10: Stlltüdechanl Lenz. •/,!: RinbcraNteä# dienst. 2: Stiftspfarrer ödiorlcmmer. Mittwoch 8: Blbelfiunde. - Wieseck 0\; II: Kinder'trche. Mittwoch, 2. Februar. 5 und 8: Mifsionar Keller. Kamerun-Lichtbuder. Opfer für die Baller Mission, Wohcnborn-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: 1. Garbenteich: 10. lolische Gemeinden. Diesen Samstag, den 29. Januar. 4' ,u.7Deichte. Sonntag, den 30. Januar. 4. Sonntag n. Spiphon. 6' , Beichte, 7 Messe, 8 Kom., 9 Hochamt in. Pred., 11 Messe m. Pred., 5' . Andacht. Srcitag 7. Segensamt. - Grünberg. 9'/, Mesie m. Pred. — Hungen 8 Messemik Predigt. — Ltch 10 Hochamt mit Predigt. Gonntn leibteiift b. vicrrtc u. Avotbeken a n SO 1.27 I’r (Mcijer. Dr- Sieinreick. t'eltkanavoibeke. Schlachtungen undFleischbeschau im Jahre 1926 im Mrcife Gietzcn. Im Laufe des Jahres 1926 wurden im Kreise Giesten 96 Pferde, 264 Ochfen, 107 Bullen. 1764 Kühe, 4ö2S Rinder. 6354 Käloer, 20 285 Schweine. 890 Schafe und 495 Ziegen geschlachtet und amtlich beschaut. Richt in diesen Zifserst enthalten sind die log. Ha_s>chlachtungen, die in Hessen leider nickt be- schaupslichtig sind. Im Schlachthos Giesten wurden von den oben aufgejäblien Tieren geschlachtet und untersucht: 86 Pferde. 114 Ochsen. 44 Bullen, 959 Kühe, 1888 Rinder. 586« Kälber. 1986 Schweine, 597 Schafe und 98 Ziegen. (3m Jahre 1925 wurden im Schlachlhvf Giesten geschlachtet 142 Pferde. 217 Ochsen, t/7 Bullen. 931' Kühe, 1879 Rinder. 6425 Kälber, 9083 Schweine, 900 Schake und 125 Ziegen.) — 2*116 Gewicht dcr im Schlacht boi Gie. mriiiiiiiiiiiiiHiiiiinwiHiiiiiiHiiiimii.üiiiiniiniiviinHiMi'iiH'i'HiiHinnHiiiiinniiiiiiiiiifiJiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiwi Voranzeige! Er kommt in den nächsten Tagen nach Gießen der in Leistung verblüffende 8/38 P S. Mercedes-Bsnz 6 Zylinder und kann von jedem Interessenten besichtigt u. Probe gefahren werden. Bevor Sie sich zum Kauf eines Kraftfahrzeuges entschließen, verlangen Sie unverbindlich Offerte und Unterlagen überdie anerkannten Qualitätsfahrzeuge der DAIMLER-BENZ A.6. August Schneider & Co.tu Telephon 1089 1090 (Auto-Schneider) Marburger Straße 68 9401 Gießener Konzertverein Mittwoch, den 2. Februar 1927, abends 7J4 Uhr in der Stadtkirche. (SIEBENTES KONZERT) zum Gedächtnis an Prof. Gustav!raufmann Ein deutsches Requiem Op. 45, für Soli, Chor und Orchester von Johannes Brahms Leitung: Dr. Stefan Temesvary aus Frankfurt Ria Ginster (Sopran) aus Frankfurt — «ermann Schey (Bariton) aus Berlin — Der akademische Gesangverein — Das Frankfurter Symphonie- Orchester 708c Eintrittekarten: Mk. 4.—. 3 — und L— bei Ernst Challier (Fernruf «71) und abends an der Kasse. Stndentenkarten Mk L— bei Herrn Sekretär Ritter gegen Auswei&karte. Oeffnnng der Stadtkirche */, Stunde vor Beginn. lauptbaliDliofs-RestauraDl Kielen 896c zu Mk. 2.20 Kraftbrühe Colbert Hammelcotelette Soubise Prinzeßbohnen Creme Carmen WM-NAZllM" zu Mk. 3.50 Kraftbrühe Colbert Seezungenröllchen Floreal Junges Masthuhn mit Champignon, Kopfsalat Creme Carmen ABENDESSEN Mk. 3.50 Schildkrötensuppe Verlorene Eier nach Massen» Frischlingsrücken Forstmeister Art Eisauflauf Mascotte Sonntag, den 30. Januar 1927 MITTAGESSEN Lu dem am Sonntag, dem 6. Februar 19587, stattfindenden Maskenball ftnb Karten tm Vorverkauf zu haben bet: Adolf Deibe l, Marktplatz^; ZigarrenbauS Henkel. SÄuli'tratze 5; Karl Löwer, WalUoritrafre 86; I. B.Mono. Neuenweg4; Schuh- hauS 'Diener, Bahnhoistratze 30. 914D Bauerscher Gesangverein eV.G ießen Gegründet 1864 Mitglied des Mitteldeutschen und des Deutschen Sängerbundes I. Sonntag, 13. Februar, nachm. 4 Uhr in der Aula der Universität Juhiläums-Konzert zur Feier der 25jährigen Tätigkeit des Chormeisters Herrn Otto Oörlach Mit wirkende: Fräulein Alix Oraef (Violine), Herr Karl Roller (Klavier) Es gelangen zum Vortrag: Chöre von A. Bruckner, F. Mendelssohn-Bartholdy, L v. Beethoven, J. Hegar, R. Schumann, O. Wohlgemuth, A. v. Othegraven. Soli von L. v. Beethoven, M. Reger, A. Dvorak und Wieniawski. «hoc II. Samstag, 12. Februar, abends 8 Uhr Jubiläums-Konzert für Mitglieder und geladene Gäste mit vorangehendem Festakt mit dem gleichen Programm wie am Sonntag, 13. Februar Preise der Plätze für Sonntag: l. Platz 2 M., 2. Platz 1.50 M., 3. Platz 1 M., für Samstag 0.75 M. Karten im Vorverkauf ab 31. Januar bet Herrn Emst Challier, Neuenweg und nachm. an der Kasse. — Die Mitglieder werden gebeten, ihre Karten (bis zu 3 Stück) bis spätesten» Donnerstag, den 10. Februar, bei Mitglied Lotz, Bahnhofstraße, in Empfang zu nehmen. WMklW oon MgnlWen Del öet Spar- n ttWsse (Stolen-W e.G.m. ü. y. In Ausführung der Beschlüsse des Vorstandes und Aufsichts- rgtes bringen wir die Aufwertungsbeträge von Sparguthaben in 121/20/0igcr Höhe ihres Goldmarkwertes vom 1. Febr. 1927 an unter Beachtung folgender Grundsätze zur Auszahlung: 1. Die Einzelzählung richtet sich nach der Höhe der Goldmark- sorderung und soll vorläufig den Betrag von 100 JIJC nicht übersteigen. 2. Die Zahlung wird vorschußweise ohne Zahlung von Zwischen- zinsen geleistet. 3. Die Zahlung erfolgt a) an aufwertungsberechtigte Sparer bei einem Lebensalter von mindestens 65 Jahren; b) an solche Spargläubiger, die den Nachweis der Bedürftigkeit erbringen. Alle Auszahlungen erfolgen nur auf Anmeldung bei der Kaste. Die Anmeldung erfolgt im Geschästslokal der Spar, und Leihkaste Grotzen-Buseck werktäglich von 8-12 Uhr vormitttags, und zwar in der Zeit zwischen 1. Februar und 15. Februar d. Z. Die Anmeldung hat unter Vorlage des Sparbuches und im Falle Ziffer 3a unter Vorlage eines das Geburtsdatum enthaltenden Ausweispapieres und im Falle Ziffer 3b für auswärtige Sparer gegen Vorlage eines amtlichen Nachweises ihrer Bedürftigkeit zu geschehen. Die Auszahlung erfolgt sofort. Grotzen-Buseck, den 27. Januar 1927. WTD Spar- u. Leihkasse Grohen-Buseck e.G.m.b.H. Der Vorstand: Für den Aufsichtsrat: Gans. Roll. Inderthal. VOGTSCHE HANDELSSCHULEN Gießen — Herborn — Alsfeld Beginn des neuen Schuljahres in unseren Unterrichtsanstalten: In Gießen am 2. Mai In Herborn am 3. Mai In Alsfeld am 4. Mai Folgende Kurse werden eingerichtet. 1. Handelsfachklassen von 1- und 2jähriger Dauer (für Schüler mit Volks- und Mittelschulbildung) 2. Höhere Handelsklassen von */r und 1 jähriger Dauer (für Schüler mit höherer Schulbildung). Befreiung vom Fortbildungsschuluntericht: Bei vorauigebeadem 9jährigen Schulbesuch und 1 jährigem Handelsschulbesuch, desgl. bei voraus- gehendem 8jährigen Schulbesuch und Jjährigem Handelstchuloesuch. Theoretische und praktische Ausbildung: Buchführung, Handelskorrespondenz, Warenrechnen, Maschinenschreiben, Stenographie usw. - Schreibmaschinen-Park für alle hauptsächlichen Systeme - Musterbure?u - Schülerbibliothek - Freiwillige Schüler-Besichtigungsfahrten. - Prospekte und Auskünfte durch die Schnllei,anß Gießen, Goethestraße 32. 916D Vogt. Dr. Reukauf. FiHU4Uiuiiinnmiir'i,nili,Mf'iiiiiiin’iniriiiiiiiiiiiuiiiii"iiUHi",iHiiiiiiiiiHmiiiiiiiimiuuumiiiimiiiiifiiiii,iim4a ^Teppiche Mich. invcnfur-Verhaui vom 25. Januar bis 14. Februar 1927 Tischdecken 22. Reisedecken 40. Diwandecken 35. Bettvorlagen 5.90 Prachtvolle Echte Brücken 60.-, 90,-, Grosse Perser 650.-, Tehppl8ch Eberhard Neue Mainzer Strasse 22 Ecke Friedenstrasse. Perser 110.- 140.- etc. 850.-, 980,- etc. xu bedeutend herabgesetzten Preisen Deutsche Teppiche Qualitäten 75.— ISO.— 160.— etc. 791c ÄodieiM Hrtikel fowie vollltünölge Aus- Haftungen / Sämtliche Artikel für die ßygiene des Kindes und der ITlutter / Alle Gummiwaren Drogerie Winterhof f, Abteilung : ßygiene Wieder Händige Damenbedienung. 44»» lozug-Sloiie werden unter oüm Utgen Bedingungen nach Man annefer- ttgt oon bekannter Firma unter Garantie. * 0ö52 K. Bender, Bahn Hof str. 29 III. rForellßn-FisGherei 4 km von LanggönS entfernt, für 4 Jahre QbiUQeben Jnteiei- fenten bitte fchriftlich unter Nr. 919 D an den Gtek-ANiL wend. Aeliere unabhängige Frau, mit eigenem HauS und Geschäft , möchte sich wieder leriei*. Schrift!. Angebote unter 0612 an den Giehener Anzeiger. Vruttsachen aller Art liefert die vrühl sch« Drudern Dirigentenkursus amS.und 6.Febr.1927lnGle0en Da der Kursus von der Zentrale für Volksbildung im Einvernehmen mit den Sängerbünden erfolgt, ist die Teilnahme für jedermann frei und unentgeltlich. 992D Siehe Anzeige vom 25. d. M. Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Minna Brandt Wilhelm Wagner NiedenEnse Geilshausen (Waldeck) svberhesten) Januar 1927 890D SPIELPLAN DER GIESSENER LICHTSPIELE Astoria-Lichtspiele Seltereweg Nur noch heute und morgen: Zigeuner imFrack Ein Sensations-Film in 6 spannenden Akten. la den Hauptrollen: Eine Reihe erstklassiger amexik. Filmdarsteller. Ferner: Das lustige Beiprogramm Palast-Lichtspiele Llndenplate Jtiar morgen Sonntag: ' „Ben Ali“ Großer Ausstattungsfilm aus dem Morgenland in 8 märchenhaften Akten. In den HauptroUen; Ben Ali .....Ramon Äiovarro Omar Khayyam . . Fr. Warde Hassan ben Sabbah .. F, Steven* Femen Die Lawine des Schicksals Ein Drama aus den Schneefeldem Alaskas in 5 Akt. Lichtspielhaus Bahnhofeiraße 84 Bis einschließlich Nonlag: Bismarck 2 .Teil Der Film der Deutschen 1862—1898. Schirmherrschaft: Reichspräsident Generalfeldmarschall von Hindenburg. Ab Dienstag: Schatz, mach’ Kasse Das grosse deutsche Lustspiel mit „Ossi Oswalds“ in der Hauptrolle. Palast-Lichtspiele deS^februar,'’nachm^Tühr „Dornröschen“ nDa« Lächeln eines Kindes“ 1 große Kindervorstellung: 77 Dazu; I. d. H.: Baby Peggy Vorverkauf der Karten für die Kindervorstellungen Montag und Dienstag von 2—3 Uhr an der Kasse der Palast Lichtspiele. Preise der Plätze: —.40. —60, — 76 und L— 913c Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Dr. med. A. Hofmann Jolande Hofmann geb. Wagner Gießen Schöningen (Braunschweig) 889D Für die uns anlänlich unserer Vermählung so zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank Willy Engelhardt und Frau Marie geb. Henkelmann Heuchelheim, den 29. Januar 1927 S94D DerKk Roma M Fortsetzung To weil wo «VW (QUt drisch, stin ,onn •fr Idjönts T ..(Borbon, 1 I«. ..Dissen € ..^rLola Iffrn. „Cie ^hängen! ] ÄU* UY' ha 'Lch holte Le Mglophi, EiwÖa6 " vj Tlan tönr ft*»' ^*ühharrme' NÄ 'ch m Xi ,a6k 0 bu 3/1 er \ °A 11 nidÄ' ube, ; W: Ile •4S» oennftt b in Ätciicn sgr» wiegt die S77 Konigln ihren kE fchast surdcn u bekommen. Sw* $,L ernannt".^ eu8«’Stsl5„ n«nM "" Probe omv » Derk vieler 0 bewuht atbtil von Ihrvn wenn «w ! Der energische lei. bet cp tianu, rat Aegimes der verschlungen« und sein Ci rumänischen schadender, tt nähme der 2 teien an 0 keinen innere leit ihrer 3 Dmchffchnin« C8 gab. schlichten Se teten, die ur schast. die $ würde nimm denn das I die im Pari« Schimpsre-er ben noch hn Hamm der DaS Kabim innen- wie tigung darzi und Danöll mänicns VieUdty von den La 1 TJaumtyirt«i lchrer Mhal brr mit bcg< eifrig btmfil)1 Dumpfheit < Anhänger ( aller Gest« siischen Der« ZasMen 3tt die Partei d tion, die nid tum die grd für diesen 0 Liberalen ot Kreisen ertöt der geivichch den Lod fce die Hand g; DirMch. sirngteidj y ParleiZah q Nr 24 Drittes Blatt Kleksner Aineiaer iKeneral-Änteiaer für Kbsrhesient Rumänien unö fein König. Don unserem H. 8.-Derichtcrstatter. (Dachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Bukarest, Ende Januar 1927. Wenn auch die amtlichen Berichte über König Ferdinands Krankheit e ne Der- schlechterung seines Bcsindens Immer wieder dementieren. der Ernst seines bedrohlichen Leidens und hie schweren Besoraniise, die sein Zustand in allen Kreisen Rumäniens hervorrusi. sind in allen Kreisen Rumäniens hcrvorcuft, sind nicht hinwegzurLuschen. Eindeutig ehrlich ist die Sorge des primitiven Rumänen um daS Leben des Königs. Der einfache Bauer hängt an seinem Herrscherhaus, für daS seine einfältige Seele ehrfürchtige Schauer durchziehen, und das durch den giftterlram Höffichen ManzeS seinem farbenfrohen Gemüt soviel Anlaß zu andächtig staunender Bewunderung gibt 3n den politischen und höflichen Kreisen des Landes aber überwiegt die Befürchtung der mit dem Ableben deS ÄonicÄ zu erwartenden Komplikationen alle DefüylSmr mente. Königin Maria versucht immer wieder, ihren ganzen Einslus, auszubletcn, um die Regentschaft für den minderjährigen Erbprinzen Mihai zu bekommen, damit so daS Zepter ihren schönen Händen auch alS KöniginwiNve nicht entgleiten möchte. Die vor Jahresfrist in die Regentschaft ernannten Persönlichkeiten stehen sämtlich in sehr engen Beziehungen zur liberalen Partei. Für die Liberalen wäre der Tod König Ferdinands een außerordentlicher Bedeutung und die Probe aufs Srempcl ihrer Macht. ES war daS Derk dieser am festesten organisierten und ziel- bewußt arbeitenden Partei, als Prinz Karl von Hohenzollern den vakanten rumänischen Dhron bestieg. Ihr Ginslust am Hof war immer, wenn auch nicht ofserrkundig, ein sehr großer. Der energische und verschlagene Führer Der Partei, der ehemalige Ministerpräsident B r a - 11 a n u , hat auch heute trotz des offiziellen Regimes der Averescaner. die Sähen der viel- verschlungenen rumänischen Politik in der Hand und fein Einslust auf jede Reubvdung einer rumänischen Regierung ist von nicht zu unter» schöben der. weittragender Dedeutuna. Mit Ausnahme der Taranisten kranken alle übrigen Parteien an Ziel- und Haltlosigkeit. Sie haben keinen inneren Zusammenhang. Persönliche Eitelkeit ihrer Führer hemmt die übereinstimmende Durchführung großer Ideen und Pläne. ES gab Harmlose, die von Averescu, dem schlichten General, und seinen Anhängern erwarteten, die unbegrenzte Korruption der Deomten» schast. die Herrschsucht und Protektionswirtschaft würde nunmehr enden. Ein törichter Trugschluß, denn daS Nnd nationale Allgemeingüter und die im Parlament zur Tagesordnung gehörenden Schimpsreden und schweren Anschuldigrmgen blieben noch immer die gleichen, nur wechselten die Hamen der Beschuldigten und ihre Fähigkeiten. DaS Kabinett Averescu versucht zwar, sowohl innen- wie außenpolitisch, seine Sfistenzberech- ligung barzutun. Eine durchgrcisende Besserung und Wandlung in der Entwicklung Groß-Ru- münicns ist bisher nicht gelungen. Dielleicht wird einmal eine solche Besserung von den Taranisten zu erwarten sein. Diese Bauernpartei hat in dem ehemaligen Bolksschul- lehrer Mihalache einen äußerst fähigen Führer, der mit begeisterter Hingabe an seine Ausgabe eifrig bemüh! ist. daS rumänische Doll auS seiner Dumpfheit ouszuschütteln und der täglich neue Anhänger gewinnt. Die Taranisten sind trotz aller Bestrebungen der chauvinistisch-nationalistischen Berehrcr von Professor Euza und der Schiften Rumäniens, die sich um 3orga scharen. Ile Partri der jungen Venera'ion. einer Generation, die nicht den Staat, sondern ihrem Dolks- tum die größere Bedeutung anerkennt und sich für diesen Gedanken cinzulehcn bereit ist. Den Liberalen und allen dieser Partei nahestehenden Kreisen erwächst auS den Reihen der Taranisten her gewichtigste Gegner. Sin Gegner, dem durch den Tod d:S Königs neue gefährliche Wasfen In Me Hand gegeben würden. Wirklich. die Besorgnisse Ira kaum gefügten Königreich Groß-Rumänien, dellen Mauern durch Parteihaß andauernd von innen und durch Oer Frosch nm derMaske Roman von Edgar Wallace. 43. Fortsetzung. Nachdruck verboten So weit war er gekommen, als eine Stimme im Uorraum laut ward. Es war die aufgeregte, schrille, hysterische Stimme einer Frau. Bevor Dtck die Tür tneidjen konnte, wurde sie aufgerissen, und Lola stürzte ins Zimmer. Sic war aufgelöst, verzweifelt, hr schönes Gesicht gedunsen von Tränen. „Oorbon, Gordon! D, du mein Gott", schluchzte He. „Wissen Sie es schon?" „Still!" sagte Dick, denn Ella stand neben ihm. Aber Lola war außerstande zu hören und zu Der» stehen. „Sie haben Ray gefangen, und sie werden hn hängen! und Lew Ist tot!" Das Unglück war geschehen. „Mein Bruder?!" fragte Ella starr vor Schrecken. Erft In diesem Augenblick erkannte Lola sie und n'ckte heftig „3a, ich habe es herausbekornrnen", schluchzte |ie. Lch hatte Verdacht und ich fchrieb. Ich habe eine Photographie von Phenan bekommen. Ich wußte tofort. daß es Lew fei. Der Frosch Hai es getan! Der Plan war monatelang vorbereitet! Ich meine licht um Lew. — Ich schwöre, daß ich nicht um Lew Deine. Aber der Junge! Es war meine Schuld, ich fcbe den armen Jungen in den Tod gelockt, ©orten!" Und sie brach in hysterisches Schluchzen aus. „Bringen Sie sie fort", sagte Dick leise. Und Elk ührke die willenlos Gestalt zur Tür hinaus. J3ft das wahr?" hauchte Ella. Dick Nickte. ,Lch fürchte, daß es wahr ist, Ella." „Wenn ich nur wüßte, wo ich den Vater finden tonnte!" jagte sie völlig gefaßt. „Glaubst du. daß ec gut wäre, ihn zu benach- 'ichtigen, wo er nicht helfen kann?" Sie forschte in feinem Gesicht. „Ich glaube, du hast recht. Dick. Ja, Vater darf richte erfahren. Dick, könnte ich Nay nicht sehen?" Dick schüttelte ben Kops. „Ella, wenn Ray so tapfer geschwiegen Hot um euch das zu ersparen, fo würden feine ganze Haltung und fein Mut dahm fein, wenn du lhn besuchen wolltest." Elk Farn rasch herein. „Ein Telegramm für Sie, Fräulein Bennett", sagte er. „Ich Hobe den Boten den neuen Kurs der Politik seiner Rachbarländer auch von außen sich in ewigem leisem Bröckeln befinden, um das Leben König Ferdinands hat» groß. Eindeutig ehrlich? — Rur im primitw- kinbllchen Volk. baS für seinen, von Go'.t ein- gefegten Herrscher betet und Dom DolkS'chul- lehear DAHolachc angel«!et. die ersten Schritte zu vollösewußt«m Denken zu machen beginnt. Der Erziehungsgedanke im Strafvollzug. Von Landgcrichttdirettor Or. Albert Hellwig In iDiitcn Bollskrclscn nicht nur unter den Arbeitern, sondern cbenfo auch unter den sogenannten Gebildeten, finbet man bis tum heutigen Tage nur wenig BerüäudmS für bic Pfnche dcS „Verbrechers". Ter sogenannte anständige Mann, dcr nie etwas mit bem Öend’t so hochstehend, dcr von sich aus mit Fug und Recht behaupten könnte, ihm sei BerbreckcrilchcS wcsenssrcrab. Richt die Anlage ist das Ausschlaggebende, sondern das Lebens- schicksal. Tas Problem Anlage und Umwelt ist nid)t so zweifelsfrei zu lösen, wie cs und bis vor kurzem noch geschienen hat, ja cS ist letzten Endes vielleicht überhaupt ein nicht lösbares Problem. So viel steht fest, baß ein und derselbe Faktor je nach der Anlage bei bem einen einen Bcrbrccbcnsanveiz geben, bei bem andern ohne Wirkung bleiben kann. Ricrncmb von uns kann wißen, wie sich sein Leben gestaltet hätte, wenn et anberen Umroeltecinflüffm ausgesetzt wäre, und niemand von unb ist vor seinem Tobe sicher, daß et, ohne mit bem Makel eines Verbrechens belastet zu sein, sein Sieben vollenben wirb. Auch in bem Verbrecher steckt noch ein guter Stern; auch der Verbrecher hat Ehrgefühl. An sein Bestes gilt es sich zu wenden, wcim man ihm, unb durch seine Besserung der Gcfcllie.mfi helfen will. Gewiß wird es auch Unverbcsierkiche geben, und vielfach rohe» bic Erziehungsarbeit im Gefängnis, ebenso wie bic Er- ziehunaöatbcit in der Freiheit, Sckijfbruch leiden. So viel aber ist sicher: nur dadurch, daß an ben Menschen im Verbrecher appelliert rohrt), ist es möglich, Erfolge mehr als vorübergehender Art zu erzielen. Daß es Sinn hat, auch bei Schwerverbrechern an das Ehrgefühl sich zu toenben, das zeigen einige Beispiele aus der Praxis, bic Otto Zirler in seinem vor- tresslichen Büchlein „Ter Gefangene. Neuland bet Erziehung in bet Strafanstalt" — zugleich leiber feinem Testament - aus eigener Erfahrung in ,d)firittet Art berichtet. Et sprickfi ba u. a. von einem schweren Jungen, brr 43mal vorbestraft ist wegen Diebstahls, Betrugs, Hausfriedensbruch, Körperverletzung, Sach- be(d>äbiflung. Mit sechzehn Jahren bat er ongcftrugen; heute ist er achtunddteikia. Bon diesen ad)t unb drei feig Jahren hat er mcht als bic Hälfte in der Strasanstall zugebracht: siebeneinhalb Jahre im Gefängnis und zwölf Iahte im Zuchthaus. „Alle sind sie Lumpen, alle," sagt er erregt zu bem Verfasset, „wer mich aber gut behandelt, bem tue Ich auch nicht». Unb für Sie gehe ich überhaupt durchs Feuer." — Seine blauen Kinder äugen strahlen mich an. Ein anderer Gefangener hatte Zirker gebeten, ihn in der Zelle zu besuchen. Et habe ihm etwas zu gestehen. Er gestand, baß er ihn bei einer früheren Gelegenheit belogen habe. TaS Lügen sei ihm zur zweiten Gewohnheit geworden, unb cr mache sich sonst gar nichts barau«. Er sei vielleicht ein ganz verkam- mencr Mensch. „Eines aber habe ich mir zurüdbc- halten: wer mir gut kommt, bem mag ich nicht schlecht werben. Sie slnb immer so anftänbig zu mir gewesen. Darum mochte ich Eie nicht belogen haben." Mit selbst ist eS kürzlich passiert, baß ein 15 mal wegen Diebstahls vorbestrafter Arbeiter, bet von bem Schwurgericht wegen MorbeS und wegen Totschlages zum Tove unb zu vierzehn Jahren Zuchthaus verurteilt roorben war, mir nach bet Verhandlung, in der er in vollem Umfanoc geständig geraden war, schrieb, cs habe i*m wirklich rovllgetan, aus der Houvt- handlung den Eindruck gewonnen §u haben, daß das Schwurgericht ihn tro^ dcs To b» «riest.> noch nid*t ganz zu den Berworsenstcn geredmet habe; er fikhle sich rcruflid'tet, dafür seinen herzlidifien Tank aut- zu^rechen. Daß verständnievolles Eingehen aus die seelische Rat dcr Gefangenen, ein kräftiger Appell an ben gö'.l- lichen Funken, dcr aud) in dem Vcrroorienstcn ftedt, auch von vraatfchen Erfolgen begleitet ist, das ^cigt ein Besuch der Strafanstalt Plötzcnjcc mit lernen I KK) (gefangenen. Es ist eine wahre Freude, einen Mann wie den Obcr-rafanstaltobiiektor Polen-, einen gemütlichen und bumorvoOen Ostpreußen, einen früheren Staate- walt, kenncnzuletuen, einen König in seinem Reiche. Richt, daß er gute Tisplm zu halten versteht, nid,t, daß er ben Arbeitsbetried vortrefflich organisiert hat, ist es, weshakv er mit stolzer fjtcubc und Genugtuung auf feine Arbeit xurüdbhdcn kann: nein, baß cr als Mensch unter Menschen lebt, daß ihm jeder Gcsmigcne nickt eine Rurnrncr, sondern ein Mensd) wie er von Fleisd) unb Blut ist, baß et ohne jede romantische Sen- timalität unb ohne weichliche Milbe, bic alles, was sic versteht, au di glaubt verzeihen zu müssen, feinsinnig an das Gute appelliert, und daß er damit zweifellos auch (rrfotge erzielt, bas ist bas Große an diesem Mann. Unb daß er trotz seiner Leistungen, trotz der gewaltigen Erziehungsarbeit, bic cr da draußen Tag für Tag, Jahr für Jahr an lauicnb.-n leistet, burch bic er vielen wieder hilft, ein an ständiger, ehrlicher Mensch zu werben, burch bic er dem Staat unb bot Gesellschaft alljährlich gewaltige Summen erspart, von seiner Arbeit gar nickt so viel Wesens macht, bas ist baS Schöne an diesem Mann. Erziehung läßt sich nur dann Ielften, wenn bem Erzieher eine ausreichende Zeit zur Vorfügung steht. Tie kurzen Freiheitsstrafen wir len erziehungsioidrig. In den ersten Monaten werbeiraud) in Plvtzenjcc die Gefangenen behandelt roic unbetOwo. Der Gefangene, bet sich über bic Rechtsordnung hinweggesetzt bat, muß lernen, sich zu fügen uxb irnterzuordnen, er muß es lernen, sich In die Gemeinschaft zu fänden. Erst tvemi bet Gcsangene geneigt hat, daß cr raillenö ist, sich ber ihm aufctlegtcn Ordnung willig zu beugen, erhält er kleine Vergünstigungen. Direktor Pvlentz hat auch den Vcri'ick gemadrt, bic Musil, bic wie keine anbcrc Kunst unmittelbar zur Seele spricht, in den Dienst der Ernehung zu stellen, rote dies früher schon in amcrtkcmü'chkn Strasm,stallen geschehen ist. Sonn» tagS finden in dcr Austaltskirckc von Zett zu Zeit Äon- A€rtc statt. Künstler singen und spielen dort vor einem Auditorium ven 00(i Sträflingen. Konzertsaal ist bic Anstattsllrche. Mitten zwischen ben Sträflingen sitzt ber Direktor. Keines Aufsehers bebarf cs, um Ordnung zu halten. Ein leichtes Klopfen deS Titeltot# auf die Lehne bet Bank genügt. Alles ist mäuschenstill, so still, wie man eS vel zahlreichen unerzogenen Äonrertdcsnchern zum Leidwesen unb zum Ingrimm deS MujikfreundeS leider mcffi finbet. Selbst Sträflinge. die schon zahlreiche Vorstrafen gehabt haben, sind vis oft inS Innerste erschüttert durch die Klänge, die an ihr Ohr schallen, in ihr Herz dringen. Alle äußerliche unb künstliche Ruhe bricht zusammen. Ter Trotz gegen bic Gesellschaft wird gebrochen, ber Krampf löst fick. Die schwerste Strafe, bic verhängt werden kann unb die mehr gefürchtet ist als mehrtägiger Arrest bei Steifer unb Brot, daS ist bic Entziehung der Erlaubnis zum Besuche des Konzertes für mehrere Bocken ober gar Monate. Au» Plbkensee wird niemand nach Verbüßung bet Strafe aus bic Straße gesetzt, ber wedrloö dem Elcnb preisgegeben wirb. Einem jeden wird Beschäskiaung nachgcivicsen. Acr keinen Arbeiterock, rocr feine Stiefel hat, erhalt Stiesel unb Anzug. Poll berechtigten Stolzes zeigte uns Tit*ft*'t Polen- feinen Vorrat an An-Ügen, aus altem Militärtnch gut gearbeitet, und an derben, aber dauerhaften Stieseln. Alles fein persönliches Eigentum, bnü er sich, wie er sagt, nach und nach — „erbettelt" hat. Rickt a.'S Geschenk erhält der Gefangene Anzug unb Schuhzeug, sondern flogen billige Entschädigung, zahlbar, wenn er sie ans eigenem Verdienst erstatten kann. ES ist ein gutes vor der Haustür getroffen. Es ift von Horsham zu- rückgefchlckt worden, wie ich vermute." „Oessne es, bitte", sagte das Mädchen. „Es kann von Vater sein." Dick nß den Umschlag auf, das Telegramm hatte folgenden Wortlaut: „Ihr Bild entwickelt. Kann Mord nicht verstehen. Besuchen Sie mich. Sellnskl-Haus, Wardour- straßc." „Was soll das heißen?" fragte Elk. „Ich verftehe es auch nicht!" sagte Dick. „Kann Mord nicht verftchen'' Hot dein Vater versucht, Aufnahmen für Kinostücke zu machen?" „Rein, Liebster, sicher nicht! Das hätte er mir 9 cr sich tagelang von seiner Brotration abgespart batte, ge- »etligt roorben ift. Um nicht in ben Botdadt zu kommen, sich aus biese Weise irgenbeincVergünsngung ctjchlcichen zu wollen, überreichte ber Gefangene sein llunfiroei! erst drei Tage vor seiner Entlassung. Goviß bleiben auch Enttäuschungen nicht aus. Gar mancher, den man sür ernstlich gebessert gehalten hat, kehrt wieder. Grfreulichcrivciic nimmt Direktor Pvlentz aber diese Mißerfolge als etwas Unvermcib- Iid)Ci mit in den Kauf, ohne seinen Glauben an die Menschheit zu verlieren, ohne aufzuhören, in jedem neuen Gefangenen wieder ben Mitmenschen zu sehen, ber gestrauchelt ist unb dem zu Helsen Menschenpfudit ist. Wer Jugcubridttcr roic Professor Dr. Hoffmann in Leipzig ober Amtsgerichterat Franckc in Berlin kennen gelernt hat, ivem Erzielmnashcime roie Lindenhof ober StrurocShos bekannt finb, rocr ein in mobernem Geist geleitetes Gefängnis roic Plötzcnscc gesehen bat, der vermag zu beurteilen, von roic ausichlaggebenbem Ernflutz bic Mad t einer iibenaflenbcn verstänbniS- vollen unb mcnschenfreunblichcn Pcrsünliciikcit auf die Entgleisten ist. Säten alle Riditcr au# bemselben Holz geichnitzt, wären alle Erriehungsheime gleich vordildlid) wie Lindenhof und tStruiveshos, wären alle Strafanstalten unter einer Leitung roic Plötzen- fcc, so wären alle Erfolge im Kampfe gegen bas Verbrechen, soweit er burd) inbividuelle Einroirlung auf die Seele der Gcstraudicltcn ober Bertvalirloston zu führen ist, größer, gossen wir, baß fick immer mehr Männer unb Frauen finden, bic sich in gleichem Maße für biese schwere unb verantwortungsvolle, aber auch banfbare Ausgabe eignen- Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Der oute Stern, ber jetzt schon seit elwa Jahresfrist über ber Börse steht, hat biese auch in ber letzten Doche nicht vrrlasien. Wenn man von bem Gesichtspunkt ber Rendite aus die jetzt erzielten Kurse ber fufjixnben Terminwerte betrachtet, so wirb man ohne Frage starke Heber- treibungen feststellen. In bicser Hinsicht schießt also bie Dörsenhausse vielfach über bas Ziel hinaus. Wenn trvhbem bie Kurs« täglich neue Steigerungen «fahren, so müssen doch wohl anbere Grunbe für Mc umfangreichen Kaufaufträge ber außerhalb ber Börf« stehcnbcn Kreise vorliegen. Danz klar sind biese Hrsachen bisher nicht ersichtlich. GS ist nicht ohne weiteres au erkennen, auS welchem Anlaß bie Anschaffungen von 3nbuftrteaftl stimmte Pläne und Absichten zugrunde liegen. Rur so läßt sich beispielsweise die Entwicklung der Mannes mann-Akt ten und einiger SchisfahrtSaktien erklären. Auch bei osr Deutschen Erdöl A.G. erwartet man mit Bestimmtheit besonder« Transaktionen, über die bereit- verhandelt werde. Wenn in dis.e, für eine AkUenhausse nicht ungünstige Situation nun noch die großen Aufträge der Relc§ s - eis en bahn auf Lokomotiven und Wagens, zuversichtliche Aoschlußerwartungen bei den September- und Dezemberbilan^n, sowie ein Anhalten der saft abnormen Gelds lüssig- keit eintreten, so kommt man auf einen Teil der Beweggründe, die eine so zahlr.iche Mitläuferschaft den Aktienmärkten zu.ühre.i. Cs kann aber nicht ost genug davor gewarnt werden, den Bogen zu Überspannen. Diese Gefahr liegt in den sogenannten schweren Werten teilweise vor. Der Kurs der Bereinigten Glanzstoifabriten- Aktien, der sich im Augenblick auf 550 Prozent stellt, entspricht durchaus nicht dec letztjährigen Dividendenoerteilung. Ob die internationalen Ao« machungen in der Kunstseideninduftrie eine solche Bewertung rechtfertigen, läßt sich für den Außenstehenden nicht leicht beurteilen. • * Ermäßigung der Saarkohlenpreise. Rachdem unter Führung der Handels- tammer Saarbrücken eine Abordnung saarlän« diichcr Wirtschaflsführer bei der Regierungs- kvmmission vorstellig geworden ist, um eine erträgliche Hcrabsehung der Kohlenpreise und Frachten zu fordern, gab die französische Regierung den Verwaltungen der Saargruben bekannt, daß die Kohlenpreise herabgesetzt werden sollen. In welchem Ausmaß eine solche Herabsetzung erfolgt, werden noch weitere Verhandlungen ergeben. Endgültige Beschlüsse sind bis etwa 1. Februar zu erwarten. • Mainkraftwerke A.-G, HöchstaM. Zur Frankfurter Börse wurden 8 Mill. Rm. Iprozentiae Teilschuldverschreibungen von 1926 der Gesellschaft zugelassen. Die neue Anleihe dient zur Ablösung der für die tellweise Finanzierung umfangreicher Reuanlagen 1925 von der Gesellschaft bei nahestehenden Gesellschaften nuf- genommenen Darlehen von rund 2,6 Mill. Rm.. sowie zur Beschaffung der für die Vollendung der Reuanlagen und für sonstige Aufwendungen weiterhin benötigten Mittel. Rach dem Prospekt hat die Gesellschaft sich das Recht Vorbehalten, weitere Eintragungen zum gleichen Range bis zur Gesamihöhe von 22,428 Mill. Rm. abzüglich dieser vorliegenden 8 Mill. Rm. vorzunehmen, vorausgesetzt, daß der jeweilige Wert der verpfändeten Anlagen mindestens das 1'/.fache des Rennbetrages aller umlaufenden Schuldverschreibungen beträgt. Im abgelaufenen Jahre 1926 ist nach den Prospektmitteilungen der Strom- ob'atz während der ersten sechs Monate wesentlich geringer gewesen als im Vorjahre. Er habe . indessen wieder den Dorjahrsumsang ganz er- r reicht. Bei zunehmender Beschäftigung der 3n» . dustrie siche zu erwarten, daß der Stromabsatz weiter steigen werde. '6-Millionen-Anleihe der Stadt Kassel. Die Stadt Kassel hat von der Girozentrale in Berlin einen langfristigen Kredit in Höhe von 6 Mill. Rm. erhalten, der von den städtischen Körperschaften Kassel- bereits genehmigt wurde. Die Anleihe ist öprozenttg und wird zu einem Auszahlungskurs von 93,50 Prozent begeben. Die Tilgung soll mit 1 Proz. vor sich gehen. Eine verstärkte Tilgung oder die gänzliche Rückzahlung kann erst 1932 erfolgen. • Keine Dividende b e i der Phönix A.-G. fürBergbauundHüttenbetrieb. Wie der DHD. von maßgebender Seite erfährt, ist für das per 30. Juni 1926 abgelaufene Geschäftsjahr mit einer Dividende bei der Phönix A.-G. nicht zu rechnen. * AEG., Berlin. In der Abschlußsihung der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft wurde beschlossen, der auf den 28. Februar einzuberu- fenben Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 1 Prozent auf die Stammaktien (i. Vor!. 6 Proz.) vorzuschlaaen. Es wird ein Reingewinn von 10 760 835 (8 363 047) Mark ausgewiesen. Geschäftsgang und Liquidität werden al8 befried.gend bezeichnet. • Englands Zahlungsbilanz mit 12 Mill. P f d. St. passiv. Die englische Zahlungsbilanz weist nach einer Derössentlichung des Board of Trade für dos Jahr 1926 ein schätzungsweises Defizit von 12 Mill. Pfd. St. auf. während die Zahlungsbilanz 1925 mit 54 Mill. Pfd. St. und 1924 sogar noch mit 86 Mill. Psd. St. aktiv war. Der Anlaß für diese starke Verschlechterung im Jahre 1926 ist daS Anwachsen der Passivität der Handelsbilanz von 384 auf 477 Mill. Psd. St. Den größten Posten auf der Cinnahmeseite macht der Ertrag auswärtiger Investierungen mit 270 gegen 250 Mill. Pfd. St. i. Dorj. aus. Dann folgen die Schissahrtseinnah- men, die sich auf 120 gegen 124 Mill. Pfd. St. i. Vorj. belaufen dürften. Der Ertrag aus kurzfristigen Geldgeschäften und Kommissionen wird unverändert auf 60 Mill. Psd. St. und der Ertrag aus anderen Dienstleistungen ebenfalls unverändert auf 15 Mill. Pfd. St. geschäht ‘Börfentnne. n.W-| Berlin 3 -tu . i-ii c- ptius-i Änfanq J.nr> 1 | Sitte es I , 29 1. | At- 1. ! 2». 1 5»/, DcoNche iHcttb'tan'clbe 4°'„ Tratsche Sicicysanleih« • 3'VA Hund).' io anktK 3% T.'ui sch.- iHeidjvin.'eioe - 2\’!it annesmann ManS ■ lö.r • • Cbciofb.iri ......» Puouir B-ra'a» ...... iBiKtniLte Brannkohlra . . . 'JUiciiiünbl........... 'Jji. bcit -Ulontmi........ TenuS ttkrcnmu........ itirrriniflte Etablwerke .... .6nmburfl »imcrila Paket. . . ViorbScuiictirT Iflcno ... Uberamische Werke A bin . . 'jcnie.,wrik Heibeloerg . . . PUUvV HvljMaiin ...... Analo ttout Miiano .... (£i;cn ische Mayer Alavtn. . . i- olMcfimihi......... öoUixrfobluno Pf W ^ar> en-Jndustrie. . . tH-jtijcrrroerfe . ....... Scheiv.anüalt Alla- ElektruUatS-Gekellschast jictflniann .......... EI ltr. Licscrnngen...... üicfjt n»d .firaft ....... Mainlra kwer.e ....... Lchuclcrt . . Sieuuiis L Halske ...... Sldlcrwerke .fllfWt ..... Daimler P'oioren. ..... 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Deutsch festere.5100 .Kronen giumänifdic Noten ■ .... Schwedische Noten . .... Schweiler Noten...... Spanische Noten ....... Tichecho'lowafische Noten . < Ungarische Nolev ..... 4,20 58.54 112,05 .0,417 16.OS 167,98 18.12 108.28 59.45 2.25 .12,17 81,10 69,96 12.45 73,52 4,22 58,84 112.61 20,51? 16,76 168.82 18,22 108,82 59,75 2.2V 112,73 81.5'1 70.32 (2,51 73.88 Berliner Börse. B e r l i n , 29. San. Die Wochenschlußbörse neigte zu Entlastungsverkäufen. Die Stimmung war jedoch im allgemeinen durchaus zuversichtlich, und das herauslommende Material fand durch aus- tuärtlqe Kaufaufträge glatt Untertunft. Die ersten amtlichen Kurse waren zwar nicht ganz emheittich, doch überwogen leichte Steigerungen.' Besondere Kursbewegungen traten in Spezialwerten ein, von denen u. a. Rheinische Elektro 6 Prozent, Ostwerke 10, Deutsche Erdöl 4 Prozent höher ein- setzten. Auf der anderen Seite verloren Slse-Berg- bau 3, Elektrische Lieferungen 3,25, Aschersleben- Kali 5, Ludwig Löwe 3 Prozent. Am Geldmarkt waren nennenswerte Veränderungen nicht zu verzeichnen. Die Satze wurden etwas erhöht, eine Verknappung trat aber noch nicht zutage. Man hörte Tagesgeld 4 bis 6, Monatsgcld 5,5 bis 6,5 Prozent, Geld für einige Tage fest über den Ultimo 5,5 bis 7 Prozent, Reportgeld v,75 bis 7,25 Prozent. Sm Devisenoerkehr konnte sich die Reichsmark gegen Kabel leicht erholen auf 4,2192 bis 4,2195. London-Kabel 4,8510. Paris gegen London 123,10. Frank .» . ... i'ic. Frankfurt a. TI., 29. San. Tendenz: befe- ftigt. Die Regierungsbildung wurde von der Börse freundlich aufgenommen. Die Umlätze hielten sich heute allerdings in Erwartung der Ultimoabwicklung in mäßigen Grenzen. Die bekannten Spcztalwerte traten wieder stark in den Vordergrund. Auch variable und Einheitswerte hielten sich in der Gesamthaltung durchaus freundlich. Von Montan werten gewannen Mannesmann 2,25, Buderus 4, Phönix 1,25, Rheinstahl 3,5 Prozent. Rheinische Braunkohlen bei lebhafter Rack- frage 5,5 Prozent. K a l i a 11 i e n uneinheitlich. Westeregeln minus 3,75, Aschersleben plus 0,75 Prozent'. Bankaktien gut behauptet und überwiegend befestigt. Darmstadter plus 2,5, Diskonto plus 1,5, Deutsche plus 3,25 Prozent. Schiff- fahrtsaktien folgten der Aufwärtsbewegung nur langsam. Elektroaktien bei ruhigen Umsätzen leicht erhöht. Schuckert plus 1,75 Prozent, die übrigen Werte bis 0,5 Prozent. Eine starke Steigerung erzielten Deutsche Erdöl, die in Erwartung neuer Transaktionen lebhaft umgesetzt wurden und 10 Prozent gewannen. S.-G.-Farbeit setzten 0,5 Prozent hoher ein. Don variablen Werten lagen Wai)ß & Freytag in Erwartung einer Kapi- Rätsel-Ecke. LilSenrätsel. Aus den 47 Silben: a — al — bei — beu — bob — bald — bor — clam — den — e — e — er — i — it — ko — lar — lcw — le — lot — lu — ly — mm — mo — mö — na — naph — ne — ne — ne — no _ o — pold — rann — rauf — re — ne — stritt — ta — ta — ie — tha — ty — um — un — us — v:l — ze sind 18 Wörter zu bilden, die folgende Bedeutung haben: 1. Stadt in Hannover. 2. Fluß in Niederösterreich. 3. Sundainscl. 4. Stadt in der Rhcin- psalz. 5. Händelsuchender Mensch. 6. Blume. 7. Höhere Lehranstalt. 8. Männlicher Personenname, y. Glückspiel. 10. Feines Gewebe. 11. Bekannter Verleger. 12. Erdöl. 13. Gewaltherrscher. 14. Hausgerät. 15. Asiatische ©cbirgegnippe. 16. Kurze Erzählung. 17. Reicher Mann. 18. Nebenfluß der Saale. — Nach richtiger Bildung der Wörter müssen Anfangs- und Endbuchstaben, beidemal von vorn nach hinten celescn, ein Zitat aus Goethes Gesprächen mit Eckerniann ergeben. Kreuzworträtsel. 1. Von links nach rechts: 8 I \2i 1b 5- 27 21 25 iO Vf ja 22\23 261 1. Weiblicher Personenname. 4. Nutzpflanze. 5a. Portugiesische Kolonie. 7. Türkischer Vorname. 9. Gattungsbegriff. 10. Tierleiche. 13. Orientalische Bezeichnung für Sohn. 14. Vertiefung. 15. Stadt in Brasilien. 16. Bergweive. 18. Volksstamm. 19. Schicksalsgöttin. 20. Bedränanis. 21. Germanische Göttin. 22. Handlung. 24. Geographischer Begriff. 25. Flächenmaß. 26. wie 9. 27. Faultierart. 28. Wehrmacht zu Lande. 2. Von oben nach unten : 2. Fettige Flüssigkeit. 3. Türkischer Befehlshaber. 4. Amtstitel. 5. Saiteninstrument. 6. Stadt in Rußland. 7. Biblischer Name. 8. Sprossentreppe. 11. Göttin. 12. Stadt in Pommern. 16. Gottesdienstlicher Tisch. 17. Mathematischer Begriff. Rösselsprung-Rebus. Rätsel-Novelle. Sie hieß 2336 und hatte einen 123827 geheiratet, der aus 16332 mar und in Afrika 4538 gesucht und auch gefunden hatte. Setzt waren sie auf der 5)och- zeitsreise in 123453678, wo er mit Vorliebe dem 674237 oblag und als Beute stets 6632 heimbrachte. Sfjre Schwester 5310 hatte sie begleitet. Von hier aus machten sie alle Tage aus einer 457823 Ausflüge und kamen auch einmal .nach der Sn fei 367423678. Dann ging es zu 36782 ihrem neuen Wohnort zu, den sie in Tirol in 1633 hatten. Die Schwester kehrte nach 52382 zurück. Als Andenken an die Reils erhielt sie vom Schwager eine 76823 aus 4538. Anagramm. Ein Vogel, ein Berg, eine turnende Schar — Ein jedes davon ist benannt mit fünf Zeichen; Die Stellung der Zeichen verändert sich zwar, Doch ihre Benennungen bleiben die gleichen. Der Vogel sucht immer im Raube jein Hell: Der Se-g ist im S.tuxiflcrLinbe zu finden; Die l".rncnbe Sd ar ist ein kleinerer Teil. Nun suche des Rätsels Sinn zu ergründen. Scharade. Ohne die erste kein Leben gedeiht: Die zweite fahrt in die Ferne weit. Auch die dritte, verschieden an Art und Schnelle, Bringt fort dich von der häuslichen Schwelle. Das 'Ganze fand mit klugem Sinn Der unvergeßliche---. Karten-Kunststück. Mit neun Karten, je drei Karten einer Farbe, ist ein magisches Rechteck zu legen in der Weise, daß jede Querrcihe und Längsrcihe in der Summe 15 ergibt. Wie ist dies zu machen? Auflösungen. - — Silbenrätsel. 1. Erbse. 2. Sthaka. 3. Neunauge. 4. Epidemie. 5, Regenstein. 6. Terrine. 7. Roderich. 8. Apennin. 9. Gallone. 10. Eidam. 11. Dessau. 12. Erato. Einer trage des anderen Last. vilderrälsel. Den echten Schmerz ehrt man allerwärts. Glcichklang. Klatschen. Silbenkapselrätsel. Das Glück ist die Liebe, Die Liebe ist das Glück. Ehamisio. Verbindungsaufgabe. Weih rauch, Ssa-Bella, Not-Wehr, Tanz-Bein, Eck Art, Rast Tag, Strick-Zeug, Pack Hof, Ohr-Ring, Rot-Stift, Trost-Preis. Wintersport. Kreu wsr.rüt'el. Ud. b- I LjM A UÄ 0ÖBQ NjO oT s EIN Synonym. 1. redlich: 2. originell; 3. dreist; 4. eilends; 5. läppisch; 6. schmächtig; 7. charmant; 8. haltbar; 9. lässig; 10. inständig; 11. tauglich; 12. triftig; 13. eingebildet; 14. niederträchtig. Rodelschlitten. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktionsttsch. Angst. ,Soweit die Berechnungen der Wissenschaft bisher sichereZahlen geliefert haben," sagte der berühmt« Astronom in seinem Vortrag, „nimmt die Kraft der Sonne immer mehr ad und wird in 17 Millionen Jahren ganz erloschen sein, sodaß alles, was da lebt, erfroren ist “ Mit allen Zeichen der größten Aufregung fragt ein Zuhörer: .Wielange wird die Sonnentoutme noch reichen?" „17 Millionen Fahre." „Gott sei Dank," atmet der Mann erleichtert auf, „ich hatte nämlich verstanden: 7 Millionen Jahre." talserhöhung sowie infolge der Einführung an der Berliner Börse 3 Prozent höher. Gut befestigt waren auch Daimler, plus 3,75 Prozent. Maschinen» werte freundlich. Der weitere Börjenverlauf konzentrierte sich auf Spezialwerte wie Deutsche Dank, Rheinische Braunkohlen, Buderus, Deutsche Erdöl usw., die erneut 2 bis 3 Prozent anzogen. Heimische Anleihen gut erholt, Kriegsanleihe 0,885, Schutzgebiet 15,25. Von fremden Ren - t e n Türken und Serben freundlicher. Unifizierte Türken 24, Talon-Serben 27,5. 'Am Geldmarkt blieb Tagesgeld infolge der Ultimovorbereitungen gesucht zu 4 Prozent. Monatsgeld unverändert 4,75 vis 6 Prozent. Sm Devifenverkehr stellte sich Paris gegen London auf 123, Mailand auf 113. London-Kabel 4,8505. Zürich-London 25,20. Die Reichsmark stellte sich gegen das Pfund auf 20,475, gegen Kabel auf 4,22. Letzte Nachrichten. Die Llullat im Frankfurter Hauptbahnhof. WSR. Frankfurt a. M., 29. Ian. Im Juni vorigen Jahres erschoß in einem Selten- gang des Frankfurter Hauptbahnhofs der 22jäh- rige Graveur Kurt Hanschmann aus Leipzig seine Geliebte das aus Ka'sel bei Gelnhausen stammende Dienstuiädchen Maria K l e e- spieß. Der Tater hatce sich deswegen jetzt vor dem hiesigen Schwurgericht zu verantworten. Hanschmann hatte mit dem lungenkranken Mädchen, das er auch öfters in der Lungenheilstätte in Ruppertshain besucht hotte, ein Verhältnis angeknüpjt. Rach der Darstellung des Angel ag- ten soll das Mädchen den Wunsch geäußert haben, da es doch nicht geheilt w'rden könne, sreiwillig aus dem Leben zu scheiden. Gr habe das Mädchen lediglich deshalb getötet, um es von seinen Leiden zu befreien. Die Kleespi.s habe ihn inständig darum gebeten, sie zu töten. DaS Grippe d Lassen Sie sich ja nichts anderes als „ebenso gut11 auf reden! beginnt meist mit Husten, Heiserkeit usw. Man beuge vor millionenfach bewährten.elftausendfach glänzend begutachteten Katarrh-Bonbons Krügerol 5V, Pf w«1 bH61* iji/. <■' q j)£>n w-r pon M t* von M Ve: dei Bus den jollen am: W>»ag.' miM in bei«; in eieBtn 74 St. S 238 3L S ISst St. 8 |5l5 63 5t. 3 U7 St 8 2J5 SL i 310 St. i Ul St I 1146 St. i 402 St i Eichennutzs Die Hob sichere Bü den, und Beträ Lojeein 50 Pf. do werden. ßiciifa, 2 _______3- Br! Tie L vjlasieiste sstanlfuri und der Grund d« daulkistu Tie Untc iichtnahm gebotsfon Pto Stüd Tie Ai fltiefumi entsprech! testens zu Rittw beim Sti ^Öffnung im Leisen erfolgt. - Gießen, Bek Tie nac otüen für ^tnlmaU Dttbinquni öffentlich io» I. o 43 Lei ros ii. 85,00 I Serbin -ur Ginfi Formulare Los zu Hal _ T'e An vriesuinsc entsprecht, testens zu «amstag, 8» Stab; °>?ng de «9’em de ««folgt. _ Netzen, i ta? Seerobb leichte, milde Qualit&t Pfd.Pk. für kurze und halblange Pfeifen Pfd.Pk. Pfd.Pk. Pfd.Pk. in Grob- und Milteischnitt Pfd.Pk. Puna-Silber Feinschnitt Liko-Schäg Verkaufe» teile; Gießen, Markt i lOOgr. Pk. DU-5i SOgr.Pk. vom Guten das Beste 50 OT. Paket nur 40» Pld.Pk.OU-9> '.'.Pfd.Pk. Cnbana-Canasler feinste Mischung, vorzügliches Aroma '■X NjOlLjÄ aniin. 'n V'urönberl rje'^n: Än die ZMr. «K adc. ^.Sedeiht; «btt1 toeit- ««togstiwii. ihmgnt, "■ Nau. u A* «andren 8«|i. ,le' enSlsrl, ' man aUermdrb. chstang. "!chrn. taplekälizL »fit Liebe, i|t bas IBM. »Wliate. *• tiS ?*• 3"^ I "t'Z-ug, tyrfju -Stist, rrost.Preie. nferiporf. nariiäfieL Icte sich nicht besonders gün- gicn. ihr gesagt, lie w J eil ihr Hanschmnn zu k-ng . Getötete gesagt. Ile gw i Mie nicht inehrE ;SiS" e yeH»J lorflreut a.M'en. ei er sehr aeFJ‘”“,lLr JÄ6 r4f^.nn {8 iftÄ Ani'iln^'en i> 1,01 6. ■ 7 «ffltittet atmeten [le und l)3ft die ®Dl"I dem L.ven iw ofnlinnen n Teliebten d s $einf| ©iaatdantodt Sr-rflfe Nordes 2.00 Migen *X=S% ,siää ■tfCfcSS r sK KA.W rrMK. in juiHliL»-— i IlM All A] W 1 -DIE IRL TIE R | yuonym. inell; 3. brci[i; 4. riünbt; tig; 1. djormant; 8. balibar; ; 11. tauglich: 12. triftig; 11 -trächtig. Mitten. renkayyr. rn Dom DrdMonttisch. Ilnflll hnungen der Wissenschaft b!S> serl haben,'Weber berühmt« Jorlrag, .nimmt die Rtafl ir ab unbtoitb in 17 Mionen m scin, sobah alles, wai be lit allen Zeichen ber gröbtei Zuhörer: .Melange wirb öle jchen?' ,17 Millionen Zahre. ict der Mann erleichtert aus, isianben: 7 Millionen Jahre. Icu 'n« in «vnibefrn _U2ss Winterkur tür fticsembauholz 3. ftl. = 69,87 gcflmfirr in 4 Losen, 6t. 74 ftiefernbauholz 4 LI. 177,86 238 it. 327 1 St. 53 St. 117 St. 235 St. 310 St. 421 1146 402 a Nm. Eichen-Schichtnutzholz, zum Dienstag, den 50 55,77 fm 20 Tickehau, 21b Attchau, und 884 D und IUG47 man an 9 OD mieien motnorgn srr. 10 l M2D fm fm fm fm fm 44 2 49 51 106 88 11 3 Tie Va ftL mit 18,68 fm. Vb ftl. mit 13,89 fm. III. ftl. mit 6,55 fm. IV. ftl. mit 9,63 fm. V. ftl. mit 58,16 fm. rm rm rm rm rm rm rm rm rm rm rm rm rm rm rm rm rm rm rm Bekanntmachung. Stadltheater-Abonnement. Mül. Wwer leiert i. oerm s36D etcinftr. 47«, 2SX rm fticscrn Nutzscheit, 3 m lang rm Hainbuche Nutzscheit rm Eiche Nutzknüppel, 3 m lang Di? £ntfettung$=Knr im Winter. -Illen loipuleiuen ober »nm Llarlwcrdru ver* anlQfltcn XelfiR und Vefnlnnen können wir nur tiiir >. gerade j.h: un tlMmcr, wo brr fiöiptr am mci irr« »um '.*inluu nciat eine EmleitungS'ftnr mit den uairtn4idra davet kUt ivirhnmcn Toluda* Strrhrn vevunicbmtn. Sie cibaltrn die echten Toluda Kerne nm Vcroorra irndem «fljia.nttn. ae* nnuer Anweisung und Stnjabr Ober Zusammen- „ Buchen-Ltnüpvel „ Buchen-Astreiser , Buchcn-Stammreiser „ Buchen-Ctöcke „ Fichten-Stammreiser Eichen«Stämme 2,06 fm «sein. 1‘hiiKb. u. 0640 b oikii VIn* ctk Holzversteigerung. AuS dem Scmcindewald ftrosdors kommen jedesmal von 10 Uhr vormittags ab bei Gastwirt Moos in Krofdorf zum Flchtenbauholz 5b-ftl. = 90,14 Festmeter in 5 Losen, Fichtendcrbstangen 1. ftl. --- 38,16 Fstm. in 3 Losen, «Ylaäkontor, ®.m. b. €>.. Wie ;en. 'Lietldnlittic S-or* itellung odne Aus- loibciuna zwecklos. tkftr iieüen einen faufmännGcpcn Lehrling m. gut- Auffassunas- giUe u. auten Lchul- Afuflniiir i ein s-chr. tbeioerbunoen ridt'e St. Fichtenderbstangen 2. ftl. — 43,50 Fstm. in 6 Losen, St. Fichtenreisstangen 1. ftl. =» 8,00 Festmeter in 2 Losen, 30 55 120 30 220 2 34 124 Holzversteigerung. Dienstag, den 1. Februar, 10 Uhr vormittags anfangend, wird im Drais» Münzcnbcrgcr Marlwald folgendes Holz versteigert: 34 rm Buchen-Scheiter Festmefcr in 6 Fichtenbauholz 4. ftl. = Festmeter in 7 Fichtenbeuholz 5a-ftl. ■ Fcstmctcr in 7 Losen, 116,34 Losen, 141,51 Losen, «iefcen, den 29. Januar 1027. Der Oberbürgermeister. I. B.: ftlingspor. st St. günstig. Allertshausen, den 25. Januar 1927. Bürgermeisterei Allertshausen: Reinhardt. 801D daselbst offen. Diescck, am 29. Januar 1927. Schomber, Bürgermeister. Zufammenkunft am Brand. Philippi Markmeister. Fichten-Stämme 7,29 fm Derbstangen u. 6,4 rm Nutzreisig. («röst. od. kleineres mJbl. dimmet zu Duc Ladwigitr. 40, (garteni LU -»« Einsam lien- haus mliCb'tqntien. freie Lage, Nabe v. Karlsruhe, zu vermietens dafür gesucht 3- bis 5 - Zimmer - Wob nuno tn der 'ur. veranstaltet von der Freire.igiölen «Lerneinb« Osfenaach. 11.25 bU 12: cltemlrunbc. 12 bis 1: Uebcrtragung von Kassel: ..Eine deutsche Ctanbe". 4 biS 5: Konzen des HauSorchcsterä Die Oper ber Woche. 5 biS 6: Die Stunde der Jugend. 6 biS 7: „Der Staats- gedenle" ein Zyklus: 1. ,.3uftu8 Moser', Dor- von 8 biS 10 Uhr: ttin befielet Herr. Donnerstag. 3.. von 8 bis iy $ rlhr: George-Dastlpie!: Der ftammerfünger hierauf: Fräulein Julie. 5rci;ag, 4.. von 8 bis 10 älhr Din befierer Herr. SamStag, 5., von 7 bis nach 10 Uhr Bonaparte. Sonntag. 6.. von 7 bis nach 13 Llhr Bonaparte. Zpielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus Sonntag. 30. Januar., von 5l/> biS gegen 10'/, älhr: Der Aing deS Dibe- lungen. zweiter Tag: Stea,nw»eiben, tucht vasf. Wirkunadkreic'. 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Vg.) stimmt Der Vorlage zu. er beanstanDet aber in sehr wesentlichen Detail» Den BaufinaitzierungSplan. wobei er eine Reih« von Ziffern unD Rubriken Dieses Plane- nennt unD schließlich erklärt, wenn Die Finanzierung in Der von ihm vorgetragenen Weise geschehe, könnten noch 30 oder 40 Wohnungen zum allgemeinen Vorteil mehr gebaut toerDen. Stadw. Dchmahl (Fr. Dg.) stimmt Der Vorlage Der Verwaltung ohne Einschränkung zu. Stadw. Mann (Soz.) erklärt, seine Fraktion tocrDe für Die Vorlage stimmen, obwohl ihr Das Dauprogramm noch nicht weit genug gehe. Rach einer kurzen Polemik zwischen Den Stadw. Mann unD Nicolau- wird Die Vorlage einstimmig genehmigt. Neves Alüllabsuhrstzslen. Dau- unD Finanzausschuß beantragen: Mit Der Ginführuna Der staubfreien Müllabfuhr nach Dem älmleersystem unD Der Einführung einheitlicher Müllgefähe ist man eimxrflanDen. Der ersorDerliche Kredit von 79 000 Mk. unD Die jährlichen Betriebskosten von 37 000 Wk. sollen in Den Doranschlag für 1927 eingestellt werben. Der Berichterstatter Stadw. K r a i l i n g teilt auS Den Beratungen Des Finanzausschusses mit, Daß dieser den Kredit gegen 2 Stimmen bewilligt habe. Die Ausschüsse erachten e- aus hygienischen Gründen für dringend geboten, da- veraltete Müllabfuhrvecsahren durch ein einwandfreies modernes System zu ersetzen. Für Gießen komme nach fachmännifchem Urteil nur bas älmleerfystem in Betracht. Die Beschaffung ber Gefäße erfolgt burch bic Stabt, bie Den Eisenwarengeichästen Den Weiterverkauf Der Gesäße an Die Haushaltungen überträgt. Iete Haushaltung muß ein solches. Dem System angepaßtes Gefäß zur Müllbeseitigung benutzen. Für Die Belieferung Der Minderbemittelten werten Bestimmungen Platz greifen, die der wirtschaftlichen Lage dieser Mitbürger entsprechen. Die Aussprache über diese Vorlage Ht recht lebhaft. Don ter Wirtschaftlichen Vereinigung wird erklärt, daß sie gegen die Vorlage sei, denn hier solle durch die höheren Betriebskosten dem Hausbesitz wieder eine verstärkte Belastung aufgebürdet werden. Die Deutsche Volks« Ei a r t e i läßt durch ihren Sprecher bekanntgeben, le werde der Vorlage zustlmmen, weil dies« einer »ringenden Notwendigkeit gerecht werde. Jedoch wird von der Deutschen Volkspartei beantragt, folgenden Beschluß zu fassen: „Die Vergebung der Lieferung der Wagen, Gefäße usw. erfolgt erst, nachdem die 8rage geklärt ist, auf welchem Wege die erhöhten Betriebskosten hereingebrocht werden." Die Sozialdemokratie teilt mit, die Vorlage sei ihr genehm, die Betriebskosten möge man in den Voranschlag einstellen, bann werde man bei dessen Beratung über die Deckung dieser Kosten zu beschließen Haden. Ein Sprecher der Demokraten betont die unbedingte Notwendigkeit dieser Neuordnung und erklärt, diese Betriebskosten müsse von Rechts wegen die Bürgeraesamtheit bezahlen, denn Mull hob« nicht nur ter Hausbesitzer, sondern jeder Haushalt abzufahren. Im weiteren Verlause ter Debatte wird von verschiedenen Rednern darauf hingewiesen, daß die Betriebskosten der Müllabfuhr nach Einführung des neuen Systems 15 000 Mark mehr als bisher erfordern. Unter Hinweis auf diese Summe und von der Erwägung ausgehend, daß der Houcbesitz dafür wieder allein herangezogen werde, läßt die Wirtschaftliche Vereinigung nochmals ihren ablehnenden Standpunkt erklären. In der Abstimmung wird die Vorlage der Verwaltung entsprechend dem Ausschußantrag mit allen gegen die Stimmen der Wirtschaftlichen Vereinigung angenommen. Einstimmige Annahme findet ferner der oben roktergegebene Antrag der Deutschen Volkspartei. Ausbau ter Volkshalle. Der Finanzausschuß beantragt: Di« StaDtverwaltung wirD ermächllgk, Dem DollShalle-Derein für Den Innenausbau ter Dolkshalle ein Darlehen biS zum Betrag« von 75 000 Mark zu gewähren, vorbehaltlich näherer Beschluß a sung deS Vorstandes Des Dolkshallevereins im Einvernehmen mit Dem stäDtischen BauauSschuß. Der Hinanz-AuSschuß wirD ermächtigt, Den Zinsfuß für Das Darlehen festzusetzen. Der Oberbürgermeister toirD ermächtigt, in Dieser Frage einen Heizungs-Sachverständigen zu Rate zu ziehen. Don Dem Aus'chußberichterstatter, S'.adwer. otDneien Horn, toirD mitgeieilt, daß folgende Derbesserungen bzw. ungefähre Kosten ins Auge gefaßt sind: Innenverputz 27 000 Mark, Heizung 18 000 Mark, Garderoben 16 000 Mark, Aufsehen von Dachreitern 3500 Mk., Schreinerarbeiten und Dotenherstellung 10 500 Mark. Der Finanzausschuß erachte «s als dringend notwendig, Die Dolkshalle nun endlich völlig herzu- richten. Damit sie ein würDiges Aussehen bekomme. Frankfurt a. M. halte trotz großer Opfer feine Messe aufrecht, Darmstadt habe jetzt Die Errichtung einer städtischen Dolkshalle für rund 400 000 Mark beschlossen, andere Städte ter UmgegenD seien ebenfalls angestrengt um Der- kehrswerbung bemüht. Unter diesen UmftänDen müsse unsere verkehrswerbende Dolkshalle nun auch fertig ausgebaut werten. Damit sie ihre« Zweck recht Dienen könne. Sradtv. Mann «Soz.) lehnt tic Vorlage namens seiner Fraktion ab. weil Die Stadt tm Vorstand des VollshallevereinS nicht die Mehrheit habe, obwohl jetzt weit mehr Geld tev Stadt für dieses Bauwerk hergegeben Worten sei aU von privater Seite. Gegen Die Mitglieder des Doll-halievorstanteS wolle er damit nichts lagen, aber die Stadl müsse in diesem Dorstand die Mehrheit haben: well die jetzig« Lage für seine Fraktion unerträglich sei, lehne sie die Dorlage ab. llebriaen- sei seine Fraktion von vornherein gegen diesen Bau gewesen. Stadw. W i n n (Dt Dp i gibt Dem Vorredner zu bedenken, daß die Doll-haUe doch ein wich- tiges Instrument unserer städtifehen DerkehrS- toerbung ist Durch dieses Mittel werte der Fremdenverkehr gehoben, dadurch komme von auSwärtS Geld nach Gießen herein, und von dieser Stärkung der Gießener Wirtschaft habe doch auch die 2lrbeirerfd)aft durch vermehrte Der- dienstmöglichkcit Vorte.l. Stadlv. Prof. Dr. KrauSmüller (D. Vp.l erklärt, er sei ganz wie Herr Mann der Meinung, daß daß di« Vertretung ter Stadt im Vorstand des VolkS- hallevereinS verstärkt werten müsse. Man möge doch Herrn Mann Gelegenheit geben, in dem Vorstand des VollshallevereinS mitzuarbeiten. Rach weiterer unwesentlicher Debatte wird Die Vorlage gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen Ausbau der Slubienanstalt. Dem AuSbau der Studienanstalt durch Errichtung Der Oberprima toirD unter Bereitstellung der ersorderlichen M.ttel zugestimmt. Dagegen stimmen die Sozialdemokraten. Der Berichterstatter kann mittellen, daß sich Die Frequenz Der Anstalt erfreulich gehoben hat. Gießener cesehalleoerein. Zum Zwecke Der Wlevererössnung Der Lesehalle wird Der Dem Qefeballctxrein gemährte bare Zuschuß von 1400 Mark auf 2800 Mark vom Tage Der Eröffnung ab erhöht. Die bei Der Lesehalle entstehenden Kosten für Heizung. Beleuchtung. Wasjerverbrauch, GebäuDeunterhaltung werden auf Die StaDtkasse übernommen. Sladtv. SchwieDer (Dt. Vp.) regt an. Den Betrieb Der Lesehalle mit Dem VerkehrS- vercins gemeinsam vom Bureau DeS letzteren aus zu führen: auf Diese Weif« könne Den teiDcn, unter einem Dach« bef.ndlichen 'Vereinen gcDicnt unD außerDem Kostenersparnis eraicll werten. Ferner bittet Der Redner D.e StaDtverwaltung, in Zukunft auch dem DerkehrSverein einen höheren Zuschuß als bisher zu gewähren, da D.eier Verein doch nur im Interesse der Allgemeinheit arbeite. Stadw. W i n n (5)L Vp.) unterstützt diese Anregungen, Obcrbürgermc.fter Keller spricht seine Sympathie für die Anregung DeS StaDtv. SchwieDer h.nsichtlich DeS Lefehallever- ein- auS. Schlachthof. E- toerDen bewilligt: Für Den Reuanstrich Der Klebedächer über Dem KühlbauS. der Schtoelnefchlachthalle und dem Maschinenhaus teS ftäDL SchlachthoseS unD Die Beschaffung von Eiszellen 3500 Mark, für Die Erneuerung Der tolzwanD im Luft kühl er unD Der Kühlrohre im iSlaaerraum 1500 Mark, für Die Vergrößerung des Hofes bei Der Maschinenhalle 2000 Mark, für Die Beschaffung von 20 Stück Schlacht-Spreizen für Die Gchtoeineschlachthalle 1520 Mark. Gaswerk. Die Beschaffung eines NaphtalinwascherS füt? DaS Gaswerk von Der Firma Damag-Meguin in Berlin toirD genehmigt. Kostenpunkt 6000 Mark. Die im Voranschlag 1926 vorgesehenen Mittel für Reklamezwecke toerDen um 1000 Mark erhöht. Beschaffung von Dslaslerstelnen. Für die Befchafsung von 50 Kubikmeter Groh- Pflastersteinen und 500 Kubikmeter Kleinpslaster- steinen für das Rechnungsjahr 1927 wird ein Kredit von insgesamt 33 000 Mart bewilligt. Jnstandselzungsartellen an städtischen Häusern. Für die Dornobme von Unterholtungsarbeiten an städtischen Häuser im Winter 192h wird ein Kredit von 3000 Mark zur Verfügung gestellt. Garantiefonds für die Gewerbeau-slellung 1927. Sollte bei ber 00m 10. bis 26. Juni 1927 statt- findenden Gewerbeausstellung ein Fehlbetrag entstehen, fo verpflichtet sich die Stadt, btefen bis zur höhe von 12 000 Mark abzudecken. Kredit für eine Lohnerhöhung. Der für die Erhöhung der Löhne der städtischen Arbeiter erforderliche Mehraufwand von rund 8Ö00 Reichsmark wirb bewilligt. Verbesserung auf der Liebigshöhe. Für eine Verbessern na ber Beleuchtung unb Heizung für ben Saal ber Liebigshöhe wirb ein firebit von 500 Mark zur Verfügung gestellt. Stabtv. S ch w i e b e r (Dt. Vp.) regt bei biefer Gelegenheit an, boch auch für ben Wiesenweg zum Philosophenwalb Beleuchtung zu schaffen, evtl, zu- nächst nur burch einige Richtlaternen, bamit Die Bürgerschaft auch im Philosophenwalbrestaurant abenbs verweilen könne. Kleinere Angelegenheiten. Die Begutachtung unb Erteilung der Genehmigung zur Anbringung von Firmen» unb Lichtschilbern wirb bem Stabtbauamt übertragen. Ein Baugesuch des Prosessors Dr. Aubin wird antragsmähig erledigt. Eine Ordnung für die Erhebung von Gebühren durch das städtische Wohnungsamt wird genehmigt, jedoch wird gerügt, daß bie Gebühren zu hoch finb unb beren Herabsetzung gewünscht. Die Gewährung zinsloser haueanteile an Mitglieder der Bau- unb Sieblungsgemeinfdjaft e. G. m. b. h., Darmstabt, wirb obgelehnt. Kopfschmerz1 Migräne , Neuralgie Zahnschmerz WB1 Jn Jahr-lOte Uew-Url. I rotpekte kostenlos durch Oito & Co . cheui.-pharm. 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