Ttr. W Erster Blatt ITT. Jahrgang Dienstag, 28. Juni (927 Eriche,«» tägltS^aatzer Sonntag» «nb Jttertags- Beilegen: 'Bte^euer ^omilienMÄtter Helma, im Vlld The Scholle. meie!s*Be)eg»frtb: 2 Reichsmark und 20 )krich»pfeAmtg ftr Träger, lohn, and) bei Nicht«, cheinen ei rq einer Thuwmem nfolge höherer Gewalt. Fernfprechanschlüsse: 51, M und 112. «»schrift ftr vrahtnach. richten: Hnjdqer «letze». poßscheckkoitt»: Srarftwr, an mein 1168t. Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen vnftk inb Derlag: vrüdl'jchc UeiöerSlätpBnd)« und Sletnöriderei R. fangt in Äiefcta. Sdfriftleitnng und StfchäslLstelle: StbnUtra^e L KUNcktzwe Ml lijclici für die lageinamm« ms jum Nachmittag vorher. Preis für I «m höhe fix Slnjaqen von 27 rum Brette örtlich 8, ansmärt« 10 Neichspfennig: ftr Ne» Kiamean erqen von TOrrm Brette b& Neichspjenn^, Piatzvorschnft 20'. mehr. ChefrrdaKlear Dr. Fnedr. Will). Gange. BerantwoNlich für TchtiM Dr. 3r. Wilh. Gange; ftr Feuilleton Dr. H Idyriot; für den übrigen Teil Ernst Vlnmfchei«; für den Sn« jeigenteil ftvN Hillmnnn. iAmtltd) in Dietzen. Daudets Entführung und das Kabinett Poineure Lio sich in Srantretd) zuerst bu Nachricht von iwr gelungenen Befterung bet lloiyolrftenHäuptlings Daubet verbreitete, lachte alle Belt vergnügt auf. <£t war rn ber lat ein gut ausgeklügelter und raf- ‘uriert burchaefuhrter Streich ber geeignet roar^ den ftanzösifchen Bureaufratitmus unfierblirt) lächerirch zu machen Ls hat keinen Zweck, hier den Pharisäer fpielen zu wallen unb ju behaupten, bah unbertrun nicht Aehnliches möglich wäre — ber 9urwufrati»mu» ist sich überall in ber Welt gleich. Wan hat auch in Paris fehr halb emqcichen, bah s nicht bamit getan ist, über die i)armlofigleit unb Jeirhiglaubigteu bee betreffenben (Bcfangniobiret- ort unb > brr bie durch ibn blamierte Regierung ju fpotten, fonbem man ist fehr Ichnrll von ber "eiterfelt zum (imft übergangangen. Von allen -eiten wirb letzt betont, bafe bas Ansehen ber Regierung einen schweren Stotz erlitten hat, an dem sie lange kranken wird. Zweifellos ist da» nicht ber erste Stotz innerhalb der kt)ten CDlonate unb es wird schwerlich der lebte lein. Di» »um Sturz de» Ministeriums Poincarö wird c» trotz allem wohl noch eine Weile bauern, obwohl alle Anzeichen darauf beuten, datz es die Höhe feine« Geben» überschritten hat. In gewisser Hmftcht hat das Kabinett Poincarä sogar eine Lebensfähigkeit bewiesen, wie man sie ihm kaum zu- gclraul hätte ÄoaliÜonÄregierunaen. wie die französische, bie in sich bie einander wider st re- bendsten Elemente vereinigen, können sich nur unter ganz nutzer gewöhnlichen Derhältnissen längere Zeit behaupten, wenn nämlich ein alle Länder Interessen überragendes Ziel vorhanden ist. Da» war gewiß bei der Bildung de» Kabinett» Poincarc- der Fall. X» Außen- und Gc- waltpolttiker Hai Polncart vor dem französischen Boll gänzlich bankerott gemacht, tme seine schwere Wahlniederlage irn Frühjahr 1924 zeigte. Datz et in der Kammer, bie in schärf stet Opposition zu seiner Ruhrpvlitik gewählt worden war. doch wieder wx bie Spitze der Regierungsgeschäfte gestellt werden konnte, hatte seinen Grund darin, datz bte französische Währung in unaufhaltsamem Verfall b.-grillen war und schnell Derhältnissen zutrieb, toic wir sie eben hinter uns hatten. Poincore galt und gilt in Frankreich al» Sach- oerstänbiger auf finanzpolitischem Gebiet, auf feine Fähigkeit und Zähigkeit im Verfolgen eine» fest-testeten Zieles rechnete man. und so konnte er die Regierung bilden, die sich stolz ul» bte des nationalen Tert rauen» bezeichnete und Parteien in sich vereinigte, die sich sonst feindlich wie 5euer und Wasser gegenüberstehen. Da» in Poincare gesetzte Vertrauen wurde ge- I rechtfertigt unb heute ist tatsächlich die französische Währung stabilisiert. von dem Augenblick an jedoch, von dem es klar 1 wurde, bah der eigentliche Zweck des Kabinett» b?» * nationalen Vertrauens erreicht war, machten sich f auch die Widersprüche bemerkbar, die von Ratnr • vorhanden sind unb durch das Bestreben, itranf- • reich vor de m Währungsverfall zu retten, unterdrückt S morden waren. B.im Regierungsantritt hatte sich Poincarö ancdrücklich sogar in einem protokollarischen Beschlutz des Rabim-it» zu völliger Enthalt- | a m f c 11 in Bezug auf die Leitung der Autzen- Politik verpflichtet und diese ausschliehlich Briand überlassen. Je fefter Pomcarö glaubte, durch seine unleugbaren Verdienste um die franzö- sische Währung im Sattel zu sitzen, um so mehr trat er au» |einer Zurückhaltung heraus, um so mehr folgte er seiner Neigung zur Selbst- unb Alleinherrschaft. E» gab miederholie Zufammenftösie mit Bri.mh. u»ch nun ist dessen Cinflutz mindesten» vor läufig beiseite geschoben. Denn durch diesen Steg über Driand Poincarss Stellung noch gesicherter erscheint. so durste da» ein Trugt chlutz fein, denn cs -ngchen sichRisseundSprungeimFunda- ment immer mehr bemerkbar. E» wird schwer unb heftig um >;c S) 11 r e »o o r < aa e gekämpft, die einen vollständigen Sieg des Militarismus dar stellt. 3mar ift es Toincarö gelungen, einen Teil der Sozialisten dafür zu gewinnen. Aber auf einer Tagung ber Partei ist Pa u 1 - B o n c o u r, der zum eifrigen Parteigänger Poincarös geworden ist, die Frage oorgelegt roorben. ob er es wagen würde, es zu billigen. nx-rm auch Deutfchlanb ein solches Gesetz tür seine nationale Verteidigung annehmen wollte. Diese Frage allein, auf die übrigen» Paul- Boncour die Antwott schuldig geblieben ist, lösit erkennen. wie tief der Ritz bereits innerhalb der ( Regierungsm hrheit geworden ist. Ein anderes Zer- rtjen des Verfalls der Mehrheit liegt in dem Stampf , um den Zolltarif, der auf verlangen der Cppo- \ sition von ber Regierung zurückgezogen werden \ nutzte, um einer Umbcorbtitung unterworfen zu < :uerbcn. D«church ist der Abschiuh eines <>anbcl9ocr- trage» mit Deutfchlanb auf absehbare Zeit verhindert worden. ',um großen Aerbrutz weiter Teile der fron- I w suchen Wirtschaft, vor allen Dingen jedoch der ,Wein- unb Gemüsebauern. i Alle diese Vorkommnisse lassen deutlich er- Fennen, datz sich die Lebensdauer des Kabinetts ' Poincarü rroh seines Sieges über Driand ihrem fr- n De zuneigt. G» ist möglich, datz die Mchr- hseit noch eine witlang au» Furcht vor einem njeuen Verfall der Wahrung zusammengehalten tchird und datz sich die anderen KabrnettSmit- gjicDer der Fuchtel Poincar^s beugen. Ober je Mäher der Termin der Reu wähl. die spä- rastens im Mai nächsten Jahre» erfolgen mutz, llcrarrrückt. desto mehr fragen sich die Mitglie- i*cr der Parteien, mit welcher Wahlparole sie vor deS Doll treten wollen. Je mehr sie sicd diele Frage vorlegen, desto deutlicher Driand. Dem Ministerpräsidenten Po ircors spielten die Royalisten jetzt also zum -wei-enmal den- klben Streich. Die Desreiung Daudet» unb Ieiner Mitgefangenen Delest. de» verantwortlichen Letter» der .action fran^ise“ imb i-cs Kommunisten Semard. de» verantwortlichen Herausgeber» der .Humemit^" wurde höchst einfach folgenbermahen inszeniert Der Direktor der 6-anlv. de» Gefängnisses, in dem die drei ihre Strafe abfiyen. frühstück, g*- stern mittag« ahnungslo» in seiner Privatweh- nung. al» plötzlich da» Telephon klingelt: .Herr Direktor Eatrh? Hier da» Innenministerium. Minister öarraut selbst wünscht Sie dringend zu sprechen. tSinen Augenblick, bit c'" Der Direktor putzt sich noch rasch den Mund ab. zieht seinen Rock zurecht, beim tr»enn der Herr Mini ster leibst. Unb darauf eine t'ese. gewichtige Chmiac. .Herr Dirck.or. id) komme soeben au» dem kMinisterrat. Dori haben wir die sofortige Degnadigung von Daudet. Dclest und ob* :narb beschlossen. Ich teile es Ihnen schon telephonisch mit. weil uns sehr viei daran liegt, jede Kundgebung unbebir.it zu vermeiden. W llen Qu aOfo bitte bie’ drei Genannten sofort frei- lassen und mir in einer halben Stunde Bericht erstatten I“ Herr Direktor Eatry katzbuckelt rasch noch zweimal: »Ich werde sofort. Hrr Minister ...." unb stürzt in sein Amtszimmer, um ,,b a S Erforderliche zu veranlassen". Ratürlich weih S^crr Catrn genau, was er zu tun hat. So mich einfach anrrlephon.eren, kann natürlich jeder! denkt er Er läßt sich also selbst noch einmal mit dem 3nnenminifternim verbinden. werden die Unterschiede in der grundsätzlichen politischen Ueberzeugung und desto mehr wird da» Ansehen der Koalitionsregierung erschüttert. Rach Annahme der HeereSvorlage. die trotz allem gesichert erscheint, dürste der Zersetzungs- prvzch noch schnellere Fortschritte machen. Vielleicht werden sich dann zunächst Herr lot unb dessen Anhänger von Potncar^ trennen unb vielleicht wirb bi» dahin Driand nicht nur physisch. sondern auch politisch wieder gesund sein. Die Daudetsche Komödie dürfte geeignet sein, diesen Zerienun^- und Gesundung»- prvzetz zu beschleunigen. Der Daudet-Komödie zweiter Teil. (Don unserem Pariser W -Korrespondenten.! Pari» den 26 Juni 1927. Lange hat Pari» nicht so gelacht wie gestern nachmittag. Aus den Boulevards, in den «Lose», in Straßenbahnen unb Autobussen überall Schmunzeln und Heiterkeit: Dieser neueste Streich der cimelot» du roi, die durch zwei Telephvn- «espräche ihren Abgott Leon Daudet au» dem »efängni» befreit bähen, ist genial, wenn auch nicht ganz originell Denn schon in Jahre 1912 ist ihnen ein ähnlicher Streich geglückt. Damals war auch Poinearö Minister- Präsident. Damal» machten e» zwei Royalisten, Bourgcln und Pinochet genau so. um ihren Freund de Baleine au» dem Gefängnis frlairaur entwischen zu lassen. Der eine tief damals al» Poincars selbst bei Herrn Tissier an. dem KabineltSches de» damaligen Iustizminister» Dre Stockholmer Tagung der Internationalen Handelskammer. Die Aufgaben. Eigener Drahtbericht des ..(Siebener Anzeigers'. Berlin, 28. Juni. Der .Kongretz der Internationalen Handelskammer in Stockholm, der gestern offiziell begann, verspricht diesmal eine besondere bedeutungsvolle Veranstaltung zu werden. Richt nur wegen der starken Beteiligung — eS lind etwa 800 bi» 1000 Vertreter aller Wirtschaftsgebiete und au» allen Ländern gemeldet — sondern auch wegen der Beziehungen seines Auf- gabegcbietes zu dem kurz vorher abge- wickelten Programm der Weltwirtschaftskonferenz. In beiden Fällen handelt es sich um die Feststellung der internationalen HandelS- Hemmnisse unb um die Auffassung von Mitteln und Wegen zu ihrer Bekämpfung und Be- settiaung. Deutschland ist überall auf diesem Gebiete b o r a u » g e\j a n g c n. So hat ReichS- wirtschafiSminister Dr. E u r t i u » in ferner gehaltvollen Rede vor der Hambtftger Tagung des Industrie- und Hanbelstages die Ausführungen, die der ReichZauhenminister kurz zuvor m Dens programmatisch festlegte, mit umfangreichem Material weiter erhärtet: und sie wird auch von den Vertretern der deutschen Handelskammern in Stockholm, unter denen sich Ramen linden wie Franz von UlcnMSfobn, Staatssekretär Bergmann. ReichSmftnster a. D. Hamm, von Raumer und Demburg. Reichskanzler a. D. äuno. Louis Hagen, Dr. Melchior. LammerS, Revene. Dr. Gllverberg. Witthoefft unb andere, besonder» unterstrichen werden. 'Denn es ift unmöglich. bei einem Zusammentreffen führender Wirtschaftler an der Beobachtung vorüber zu geben, die auf allen wirtschaftlichen Veranstaltungen der jüngsten Zeit zu machen war. datz die Grundaufgabe elfer Welt Wirtschaftsführung eine Umkehr auf dem Wege vom Prvteftionts- mu» -um weitestgehenden Freihandel ist. Unter den Verhandlungsgegenständen in Stockholm spielt die Frage einer Subventionierung von Handel und Industrie werter eine Rolle, da sie auf Anregung Gustav Sallel» zum erstenmal bei einer derartigen Veranstaltung auf die Tagesordnung gesetzt wurde. Sie hängt aufs engste mit der grundsätzlichen Entscheidung über die freihändlerische Wirtschaftsführung zusammen, denn Protektionismus kann schlietzltch ebenso aut mit Hilfe von Ausfuhrprämien. wie mit Hilfe von Einfuhrsperren durch übermäßige Zölle betrieben werden Für unS selbst sind die Fragen, die in Stockholm behandelt werden, von höchst akutem Interesse. Man braucht nur an die Schwierigkeiten ■3u denken die dem Adschlusi von Handelsvcrträ- tttion Der ..Humanite" seine BegnaDigung mllteili Erst nachmittags um 5 Ufjr kommt der ganze Schwindel heraus. Der Inncmninister Sarraut erfuhrt davon durch reinen Zufall, al» er nachmittags bei einer Feier die Regierung vertrat. Als er sofort eine Untersuchung änorbnete, Wae» natürlich zu spät. Dre drei war erneut an Die Strafkammer gewandt, um die V.ngerecbfiglcit ferner Dei'haf.una fesistcllen zu lalfen Der Antrag ift icdoch abgtlcbnt und er dementsprechend aufgeforbert worben, sich innerhalb zehn Tagen ',ur Verbüßung feiner fünfmonatigen Gefängni»- trafe zu stellen Sojialiiten unö heeresresorm. Pari,. 27. Juni. (LTB.) Der „I e m p 6* uerunh en das Primleg. neutral zu bleiben. Zwischen ber 8ili jna des Entwurfs Paul voncours durch die loziali'tischen Abgeordneten unb ihrer Desavoui«» rang bes gleichen Entwurfs wirb der Weg erfenrt» bar, den die sozialistische Portei. von dem Lächeln Löon Blums geführt. In der Richtung nach Moskau ’JTJdftltg: har . Das ..Journal des Debüt#" schreibt: TBte kann man von bet soziailftischen Partei, Die b i e Revolution zum Ziele hat. hie die Kriege mit allen Mitteln verhindern w,U. die keine ausschließlich nationale Sorge aner« kennt, der rt vor allen Dingen auf den Inter- «rrtionalismus anlommt. die gegen Aufrechterhaltung der Grenzen und für die Völker- Verbrüderung um jeden Preis ift. verlangen, daß ft« au einer Erörterung Stellung nimmt, in der sich ein ka-italiMscher Staat um seine Verteidigung kümmert? Denn man dem revolutionären und marriftischen Sozialismus auf den Grund geht, so wird man zu keiner Rechtfertigung der Militärgesetze gelangen. Gründe des Gefühl# und der Palston veranlassen, daß gewisse Sozialisten sich um da# Vaterland kümmern; aber wie könnte die Doktrin es ihnen gestatten? Hierin liegt der Konflikt. Der sozialistische Parteitag ist dem Kvn.slikt auS dem Wege gegangen. Er ist unfähig, eine Lösung zu geben. Der Einheitsblock in Satiren, ras neue Kabinett Held. Berlin. 28. Juni. 3m Freistaat Sachsen ist nun endlich zur Tatsache geworden, was politische Phantasten in größerem Rahmen schon so oft angeftrebt haben: eine Regierung, die von den De u t f ch n a t i vn a l e n bis zu den Sozialdemokraten reicht Mit der einen Ginschränkung freilich, bah die os s Iz i e 11 e sächsische Sozialdemokratie nicht daran beteiligt ist. sichern nur die kleine altsozialtstische Gruppe unter der Führung be# Ministerpräsidenten Held Sie war im vorigen Landtag dieMehr- beit ter sozialdemokratischen Fraktion und hatte den Grof>blrck m t schufen Helsen, dem bie schwere Ausgabe übertragen bleibt, die Schäden de# Zeigner-Srperiments wieder einigermaßen auS- iugleichen Tei den Wahlen fi*Ibft verlor die Gruppe, de sich dank der zweideutigen Haltung der Berliner sozialdemokratischen Parteileitung aus der Par:ei hatte herauSdrängen lallen, bie nleifk'n ihrer Stimmen, aber trotzdem bleibt sie das Zünglein an der Waae, von ihr hing eS ab. ob In Sachsen ein radikaler Linkskurs in Anlehnung an die Aera Zelaner angc- fteuert werden oder eine gemäßigte Politik getrieben werden sollte, die alle anderen Parteien umfaßte, '. eil nur dadurch Überhaupt eine Mehrheit zu schaffen war. Die Deulschnatio nalen, bie natürlich schon aus Gründen der Agitation für die Mt- foziaiis^n zunächst das rote Tuch waren, paktierten sehr nun. indem sie sich nicht verdrängten, sondern sich bereit erklärten, eine Regierung der Mitte einschließlich der Altsoztalistcn zu stützen, ohne sich unmittelbar daran au beteiligen; mit der Klausel, bah vom 1. Juli ab ihnen ein Ministersessel eingeräu mt werden sollte. Dazu waren die übrigen Parteien auch bereit. Als die Dinge aber so weit gediehen waren, kamen die Deutschnation.ilen plötzlich mit ar öfteren Anforderungen. Sie verlangten zwei Ministerien, und darunter drohte bie ganze Konstellation zu scheitern, bis nach wochenlangen Der- Handlungen die Deutschnationalen schließlich doch einen Pflock Aurudft edlen und sich mit einem Ministerium einverstanden erklärten. Das neue Kabinett sieht etwa# merkwürdig aus: die kleine altsozialistische Partei hat zwei Ministerien, die übrigen Parteien je ein#, den Deutschnationalen ist die Wirtschaft zugefallen, auch die Aufwertungspartei ist mimftrabel geworden und besetzt das Justizministerium, während die Wirtschaftspartei schon vorher die Finanzen übernommen hatte. Gs wird nicht ganz leicht sein, mit diesem Konglomerat von Parteien eine einheitliche Politik zu machen. Mer die Erkenntnis, bafj die politische ugD soziale Struktur Sachsens eben nur die Wahl hat zwischen einem solchen Block und einer radikalen Linken, wirb hoffentlich stark genug fein, um alle Widerstände au beseitigen und den Beweis zu erbringen, daß bei gutem Willen auch Deutschnationalö und Sozialdemokraten auf derselben Regierungsbank sich wohl fühlen können. Ebenso wichtig ist es. bat) jetzt bie Wirtschaft-Partei und die Aufweitungspartei durch voälive Arbeit den Beweis ihrer Existenzberechtigung erbringen wollen. Sie werden nun zeigen müssen, ob sie mehr können, als Wahlagitation treiben. Unb von den Graebniiscn ihrer Regierung-tätig- feit in Sachsen wird viel davon abhängen, ob sie aus die Dauer die Möglichkeit haben, sich neben den alten politischen Parteien zu behaupten. Deutscher Reichstag. Annahme des LchiedSvertrag# mit Italien. Berlin. 2k. Juni. Das als erster Gegenstand auf der Tagesordnung stehende Kriegs» gerätegesetz wird auf Vorschlag des Präsidenten abgelebt. Präsident Löbe erklärt dazu, dieser Vorschlag entspreche einem Wunsche des Rcichsaußemninisters. der gestern abreifen muhte, aber etwaige Fragen -u diesem GZctz- cnlivutf selbst beantworten mochte SS folgt die Aweite.Beratung des deutsch-italienischen Vergleichs- und Schiedsgerichtsver- t v a g S. Abg Dr. Schücking (Dein.) begrübt namens der deutschen Gruppe der Jnterparla- menlarischen Union den Ben rag als einen wesentlichen Fortschritt In der Verbesserung der internationalen Beziehungen Deutschland könne stolz Darauf fein, da st es von allen Ländern hie meisten Schiedsgerichtsverträge abgeschlossen habe, mehr sogar als England Die Tatsache. Dab jetzt ein ganzes Retz solcher Verträge besteht, beweise, dast in der Welt der »edanke marschiert. Gs sei erfreulich, hab and in dieser Bewegung eine führende Stellung einnimmt Abg Stöcker (Komm > betont demgegenüber. in Wirklichkeit sei dieser Vertrag nur ein geschickter imperialistischer Schachzug jJluflolinU und Stresemamis. um unter dem Segen Chamberlains den Ring der kapitalistischen Mächte argen Sowjetrustland fester zu I(blieben. Die .Kreuzzeitung". das Organ einer Regierungspartei, erkläre auch schon, dast Deutschland Konflikte begrüben und ausnützen müsse Die deutsche Bourgeoisie habe jetzt längst die früheren scharfen Reden gegen Mussolini vergessen und wolle mit ihm zusammen eine neu- Neuliche Kolonialpolitik und imperialistische Politik durchführen MussoNni habe in letzter Zeit den Völkerbund geradezu verhohnepiepelt Die Kommunisten würden diese nBertrag obiebnen Die Bsamtenbefoldung. Aussprache im Haushallsausschutz. Berlin. 27 Juni. OVDZ.) Der Haushalts- aus'chuh des Reichstag« bene« unter d-m Vorsitz des Abg Heimann (So*.) bi« demokratischen. sozialdemokratischen und kommunistischen Anträge zur Beamten-Besoldung. Mg. Steinkopf (Soz.) fordert, daß das Reich in der Beamtenbe'oldung führend bleibe. Sr fei von der preußischen sozialdemokratischen Fraktion beauftragt, für sie zu erklären, beb sie dem Vorgehen des Reiches folgen werde. Es gehe nicht an. wenn Badern immer eine Sonderstellung rinnehm« Dorgegangen seien ja bereit# ohne Rücksicht auf das Reich Baden. Hornburg und Bremen. 5in Hin- ausfchieben bi# zum 1. Otto brr fei unerträglich. Der letzte Termin fei der l Juli Abg Brodaus (Dem.) begründet den Antrag seiner Fraktion, mindestens ab 1. Juli 1927 Vorauszahlungen aus di« Erhöhungen folgen au lallen «vtl. werde lich die demo'ra- Nlche Fraktion mit dem 1. August als die cn Termin zufrieden geben. Abg. Seppel (Soz.) bedauert, dast sich der Minister In der letzten Haushaltdauslchuß-Sit- Aung gegen die .hysterl'che"" Kundgebungen der Beamten gewandt hab« Wenn der Minister mit 180 Mk im Monat auskommen mühte, würde er wahrscheinlich gerade so hysterisch werden- D?r Antrag der Reg erungsParte.en sei ein« Demagogie Abg. Qua ab (Dn.) erklärte. Die Differenz liege nur darin, kost bie Opposition Vorschüsse für ein Vierteljahr verlangt. Die Die Regierung nicht zahlen zu können glaubt. Als Vertreter einer groben Partei warne ich die Beamten, sich von denen, die grundsätzlich Gegner des Berufsbeamtentums find, auf die Strafte locken zu laffen und die Grundfätze der Staatsautorität zu erschüttern. Ich scheue mich nicht, die Warnung den Beamten zuzu- rufen: Zurück vom Wege der Demagogie! Zurück zum Wege der Befonnenheit! Eine gleiche Warnung ist an die Vertret er der Länder zu richten. Der Redner sucht nachzuweisen, hab die Länder und Gemeinden sehr wohl in der Lage wären, die Kosten für Die Besol- dungserhöhung ihrer Beamten aufzubrinqen. DaS demagogische Auftreten bei her Beamten« Demonstration im Lustgarten unD Die dort gefaxte Resolution werde die Regierung nicht verleiten, vom Wege der besonnenen Staatsklugheit abzugeben. Abg Morath(D B.) erklärt, den Beamten werde fein Dienst erwiesen durch Die parteipolitische Ausnutzung ihrer Notlage. Die erste Demonstration hungernder Beamten habe sich gegen den sozialdemokratischen Reichskanzler Bauer gerichtet. Mit Der Aufforderung Aur passiven Resistenz schlage man das Berufsbeamtentum tot. Die Regierungsparteien hätten durchaus den Wunsch, dah noch vor dem 1. Oktober den Beamten etwas gegeben wird, wenn es die Finanzlage iraendwi« erlaubt. Abg. Drob (Zrntr) weift die Angriffe gegen den IMniHer wegen Wendung von den.Hhstrnschm Kundgebungen- zurück Es wär« ja u? m'chenwert. wenn den Beamten vor dem 1. Oktober etwas gegeben werden fr.nie. aber richtiger fei es daft am 1. Oktober den Beamten «ine wirklich fühlbare Aufbesserung gewährt wird. Der Borwurf der Verzögerung dürfe doch r.cht gcrad« Dem Re ^rftnanzi ini't«: gemacht Merd." der al 3 erster leit dr, Iah ren eine fühlbare Befvldungsaufbesserung bringen will. Abg Steinkopf kSoz.) erklärt, die sozial« demokratische Partei habe üt der Veranstaltung der Beamtendemrnstraticm nichts zu tun gehabt. Der Veranstalter sei der Deutsche Br- amtenbunb gewesen, dem auch Wg Morath angehön. Preußen werd« keine Schwierigkeiten machen, wem das Reich schon vom 1. Juli den Beamten eine Aufbriserung gibt Abg Dora! er (Komm.) be»eidbrtet die Erklärungen der Landesfinanzminifter als unehrlich. Der v . he Finanzminister habe beispielsweise schon seit dem 1. April 3! ■- bis 4 . Millionen für die Befoldungserjöhung be- reitgestellt. Die Behauptung der Länder sie hätten Bein Geld dafür, verfolg« allo nur den Zweck, vom Reich mehr Geld herauszuschlagen Abg Dr. Eremer (D. Bo.) erklärt, das bayerische Innenministerium habe durch die Bildung Don Lochterminifterien feinen P.rfonal- bestand feit dem Kriege vervierfacht Die Länder feilten dem Beispiel Braunschweigs sol- gen. daS mit Htlfe des Svarkoinmiffavs eine Rationalisierung der Verwaltung vor- nimmt. Ministerialrat Sichart aus Sachfen - Es Ist ein gefährliches Mißverständnis, wenn hier der Standpunkt der Länder so bargcftellt wird, als trollten die Länder die BefoldungSerhöbung nicht mitmachen. wenn ihnen da# Reich nkfct die Mittel dazu gibt. Wir wollen es machen, aber wenn das Reich nicht eingreift. müssen wir es bis auf weiteres mit Schatzanweifungen machen. Die Aussprache wird am Freitag fortgesetzt. Die Hege ung der BeamtengehüUer in Baden. Mannheim, 27. Juni. (WB.) Die badische Regierung beabsichtigt, die Gehälter sämtlicher Beamten um 10 Prozent au erhöhen, und zwar mit Wirkung vom 1. Oktober dieses Jahres ab. Sine Vorlage über eine betätige Gehaltserhöhung für Die Beamten der Gehaltsgruppen I bl#VI ist bereits dem Landtag zugegangen. Die beabsichtigte Erhöhung soll nun für alle Beamten durch geführt werden. Abg. Dr. Breitf cheiD (Soz.) erklärt, eS gehöre eine große Phantasie dazu, Den Deutsch-italienischen Vertrag als ein Instrument neuDeutfcben Imperialismus' zu bezeichnen. Bon einem Einschwenken Deutschlands in Die anti- russische Front könne er ft recht keine ReDe fein. Die mit Rußland gejchloffenen Verträge von Rapallo und Berlin feien viel weitergehender als Der jetzige Bertrag mit Italien. Wir stimmen dem Bertrag zu. obgleich wir die schärssten Gegner Der italienischen Außen- und Innenpolitik sind. Wir wollen aber in Frieden und Freundschaft mit dem italienischen Volk leben und hoffen, hab eine« Tages nicht mehr Mussolini unser Vertragspartner sein wird, sondern das italienische Boll. Qtbg. Zrhr. v. Ab einbaben (D. 2p.) betont die Rotwendlgleit, in erster Linie mit allen Großmächten ein freundschastliches Verhältnis hcrzustellen. also auch mit Italien. Solche Vertrage seien die notwendige Ergänzungoer Locarno-Politik. Italien stehe ebenso wie Deutschland vor dem schweren Problem. seiner Bevölkerung Land und Arbeit zu verschossen. Hier gebe es bei gutem Willen viele gemeinsame Ausgaben. Gewisse Reden in Julien hätten freilich nicht die Lust au einem Zusammenarbeiten mit Italien in Deutschland gefördert. Keine Reden und keine Taten könnten aber Deutschland hindern, für Die deutschen Stammesbrüder auf italienischem Gebiet einzutreten. Bon Der Verabschiedung Des neuen BertraaeS sei die Wirkung zu crhossen. Daß neue Wege für ein freunDfchaftliches deutsch- italicnifches Verhältnis gefunden werden. Damit fchlieftt die Aussprache. Der deutsch- italienische Vertrag wird in zweiter und dritter Beratung angenommen. Hierauf folgte die zweite Beratung der Novelle zur Pachlfchuhordnung. Danach fall die am 30. September d I ablcufenDe Pachtschuhordnung bis zum 30. September 1929 verlängert werten. Der Ausschuß beantragt eine Aendcrung Dabin, daß bei Heuerling-verträ- gen die Frau^chilsspflicht wegiällt, sobald die Frauen durch Muttervflichten, Krankheit in der Familie und ähnliche Fälle an der Arbeit behindert werden., Mg. Tempel (Sca.) stimmt der Verlängerung au und begrüßt Die vom Ausschuß beantragte Verbesserung Der Redner beantragt, auch die jetzt ausgcnominenen Pachtverträge. Die zwischen dem 1 März 1924 und den 30. Sevtember 1925 abgeschlossen sind, der Pachtschutzordnung zu unterstellen. Wg. Ronneburg (Dem.) bedauert, daß die Reichsregierung dem Reichstagsbeschluft nicht nachgekvmmen ist. der an Stelle des Provisoriums ein Dauergefetz über den Pachtschutz verlangte. Die Demokraten beantragten ebenso wie die S Demokraten Die Ausdehnung des Pachtfchutzes aus all« Verträge Weiter beantragten sie die Umwandlung der aus Roggenmark abge chlotsenen Pachtverträge auf Reichsmark Sämtliche Aenderungsantrüge werden abge» lehnt Das Gesetz selbst wird unverändert in zweiter und dritter Leiung angenommen.« Der sozialdemokratisch« Antrag über Mitteilung der Ausfichtsratspostcn von Mitgliedern des Reichstages an den Reichs- tagsprüsidenten geh! an den HauSh<»ltung-- au-schuft l?9 folgt brr Bericht über Den 'ozialdeinotrattfchen Mntrog aus Kürzung der verforgungebezüge und Acnderung De« Republikschutzgefetze«. Der Antrag fordert die Streichung von Bezügen von Beamten und Mltltärpersoncn. bk an hochoerräterischen Umtrieben gegen die Republik teilgenommen haben und deswegen rechtskräftig verurteilt wordsn sind. Die anderen Teil« des Antrages werden, soweit sie die Anrechnung von privaten Einkommen aus die Pensionen betreffen, dis zur Beratung der Besol- bungsorbnung zurückgeftellt. Der Ausschuß beantraat Ablehnung des Antrages bezüglich der 6trel« chuna der Pensionen. Adg. ’Jt o ß m a n n (5oa.) begründet den fozial- bemofratildjen Antrag: Dieses Gesetz solle dem skandalösen Zustand ein Ende machen, daß Pensions- empiänger der Republik sich an die Spitze von Putschen gegen die Republik stellen. Der Putschisten. Häuptling Ehrhardt bekommt jährtid) rund 10 000 Mk., j)<3upt.nann B a b ft .4500 Mk.. Oberst Bauer 9—10 000 Mk. C u b e n D o r f f ijt aller- Dings nach Ansicht Der Deutschzn Gerichte mit einem besonderen Maßstab zu messen. General Lettow- Borbeck bekommt 18 000 Mk. Pension. Frau Kapp erhält Witwenrente. (Lebhaftes Mört! f)ört? links.) Der Abg. Frick und fein Freund Hriebel sind ebenso wie o. Lossow frei ausgegangen und bekommen Pensionen. (Lärmende öurufe des Abg. Frick, Rat.-Soz.) Sein Freund Graf, Der beim ftitlcrpiufd) verwundet wurde, ist sogar als dienst- be|d)äoiat anerkannt worden. (Ttünnisches ftört! f)ört! Ruse links: „Wo ist die Regierung, wo ist der Minister?") Eisner ist wirklich im Dienst von MorDerhmid niedergeknallt worden. Seine Witwe ist bis heute ohne Versorgung. (Lebhaftes Hörti fiört! links.) Der Initiativantrag wird an den Ausschuß zurückverwiesen. Gs folgt die Beratung deS Antrages Lotbl (Bayr. 2p.) auf Beschränkung der Zahl der wirtschaftlichen Betriebe deS Reiches und her anderen öffentlichen Körperschaften. Der "Volkswirtschaftlich« Ausschuß hat fich im allgemeinen mit dem Antrag einverstairdcn erklärt. Abg. Schmidt (Soz) bekä,'pft den Entwurf. Der größte Feind deS .Kleinhandel# und Kleingewerbes feien nicht Die öffentlichen Betriebe, sondern t;t Großhandel und Die Konzerne. 21 pg. Loibl (Bayr Dp.) erklärt, fein Antrag richte sich nicht gegen die unbedingt notwendigen ösfe'i'.lichcn Betriebe Die Auscehnung der alten Betrieb« der Krankenkalfen müsse verboten werden Die Krankenkassen lebten zum Teil vr>' den Beiträgen her Arbeitgeber und Dürften die Arbeitgeber nicht ruinieren. Abg. Bi en er (Dn ) stimmt dem Vorredner zu. Betrachte man Dir Betätigung per Länder und Gemeinden al» eint Gefahr, so mülle er lager, noch gelährlicher für das Kleingewerbe hsbetriebe Bei einer laichen Betätigung komm« weiter nichts heraus als dir Btr|chl«ud«rung ösfenllicherMitlrl. Adg. B a r t f ch a I (Sos 1 weift auf bie Konkurrenz der eigenen Sch.^eider^ibetried« der Reichsmarine und der Stettmachereien bei der Reichswehr hin. Das Reichsschulgesetz. Die parlamentarische Beftandlnng he# t4tjeyeniw»rfö. Berlin, 28. Juni. (Prio. Tel) Dir 9rage, ob da» Rejchsfchulgefetz noch vor den Bommer« ierlen in erster Lesung vom Btitbstag erledigt wer den soll, ist noch offen. Am Moniagnachmittog hat eine oertrauNche Ministerdesprechung über den ®(grnf:ar6 itongehinX*n unh auch Zk: inier- rrattior.eU« üusschuft der JkgierunflSpc.**.cien hat h-T) mit dem Prodlem weiter tti.t\i tut. är.dgüUic,.rt Be^chtuft üc;r die Fvemul e.unr ? : u: s c:rD das ÄtiO)3?jbin.i:i erst nach der Ruckt. - 7 Dr. 5::e;;« marns Erde. Beide Jnfastcn rcuravn bl« z u r Unfenn.« IichkeIt verstümmelt, das .Fiugieug zertrümmert. Anscheinend handelt es fich del den relöl.ten um zwei französische stausieute. da unter den Trümmern Muster von Sribcnroartn. Perlen schnüren usiy. gesunden wurden. Hindenburg nimmt seine« Sommersitz nicht in B-ilHelmöftüHe. In her MagtstratSsttzunng machte Oberbürgermeister Stabiler Davon Mitteilung tast tr htn Wunsch des Biirgelbvndcs Katsel, Schloß WilHelmsHöH« möge hem ReichSvrä'identen als Sommtrsitz zur Berfüauna geh «.'ft werden, der- fönlich vorgetragen. $dcb#t'tälibent v Hindenburg habe bei aNer Würdigung Des Kasieler Anerbietens gebeten, von der W :e.verso!gung Des Planes abzusthen. Der R ich präfi^.->,' hat ihm in Aussicht gestellt, bei sich bietender 6t- legenhrit der Stadt «inen Besuch abzustat.en. Tie KSnigftbergcr Tagung bc# grauen, verein# vom Roten Kreuz für Teutfche über Lee. Anläßlich der lotonlaten Tagung in Kö. i,S- berg fand auch die Haupwerfcmmlung d.'s Frauenvereins vom Roten Kreuz für Diutidx über See statt. Di« Tagung M 2er< ns. bdlcn Gießener Onsgrupve bekanntlich am tomrn:utx*n Sonntag im Stadttyeater ein großes Kol' Vialfeft gibt, brachte Den Beweis erfreulicher 0 w itenmg der Roten Kreuz-Arbeit über Sc:. D c blubcnbcn Anstalten des Verein- in S ü dwe st - Afrika sollen durch ein Kindererbolungsl, e Vorsitzende bt6 Vereins, Herzogin Adolf Friedrich zu Mecklenburg. ist soeben von Süd.,.'est.Asrifa zucuckge- kehrt. Sie hat die Pläne für den Aufbau bei Kinderer^olunasHeime# an Ort und Stelle de- fproeben. und Die alten Anstalten und Ihren Betrieb besichtigt. Das Kinderheim wird van deutschen Farmern ermöglichen, ihren Kindern unNr guter Pflege und Obhut einen Ausentbott an der gesunden Küste zu gewähren, der bei der Höhenlage der übrigen Kolonie für ihre Entwicklung ab und zu durchaus erforderlich ist. Zur Zeit lind 32 Schwestern des Vereins Über &x tätig, weiter« sind angefordert, befonders t-m klonen deutschen Ansiedlungen, die Im Urwald fem von jeder faniläten Versorgung bitter die P lege deutscher Schwestern entbehren. Da» Pariser stonf:rvatorlum«orchefter vor der Frankiurftt Schutjugenb In der Blufikausstellung ' rit M. .tag nachmittag das Orchester der Part'er Veielftchaft |ür Konsulva.ortums-Konzerte unter Idne n Dirigenten Vhilipr.- (Zauber! tm schönen Sodann« Sebastian-Bai Saal «In Äonxert ab. und wieder mußte man Die Leistungen diefes besten kerub- fischen Orchesters, besondrrs die der Holzblä'rr. bewundern Rach der H a v d n - S mp^nie ,Dlr Königin" Limen drei sranzöftfche Kv'.pvnlften 44 Gehör. Saint-Sa en« mit der symphonifchim Dichtung .Das Spinnrad her Ornpha!«' bunt E 'Jharpentter mtt einer Progranrmunk. betitelt ,>tnhrüA au# Italien* und fhliek/ich als Schluß nnb Krönung H Berit oz mit Dem zarten .Sblpbenlam*" und dem groß angelegt«« .Unaar^er Marsch" au# . Faust s Ätbr.m- muna" Bon VoNr g zu Vortrag ärgerten sich fr« Beisall»kundg«bung« her begrifterien ’ - Wettervoraussage. Wolkig auch aulß«itemh. mäßig w.. .» meist trockcn G.ftri « ^ageetxmperatmeu. mum 15 4 Grad L.iftuO, Minimum 6 Grad Ce hu» So». « lheinda «t: Oni I rle Stunden. Ritterschläge 0 I M,l ime er Heutig« Morgen- temperatut: II Grad ödflui. Witterungsaus'irten hir Donnert tag Kew« welenillche Ae.iderung der W:tm lag«. t£> y 71 brn Lichtspielhaus Vahn^osstraße 2Ifiotia-QI4)tlpleIe B* r MA Mk. t n Mk. Mk. Mk. 1.60 VA 2-60 n» v,\i ’iiil Drucksachen allnArt ^jWWWg iniiinüt'iimfuiminn 6je y^bl’ldK Unteerftdt»:t>mdfr:i, R. tonge, Gießen. $*elftr.. L———Z-_ l Lokatate-6elee-Früeh!<. die •&&« Gwtunxdafcnr i Lokutate-BoulllonwflHel für doi, der ^ss mAt **» ecwt< ffir Korruiente end OtobetllKr K Lekutate-lltark, MannelÄde ab Brotaufstrich ett. . * Lukulale-Qeerensafl imn mdisct>c» Pobnu*«) ...... Derantwortlich für das Feuilleton: i. D. Dr. Fr. D. Lange. •• tzlraßenfperre. Degen Vornahme von Tttubaunrbtikn ift die Wettergofs« zwischen Markt,5)ic lachende glicht so siür- ide gehen bi» am 24. UMqi. welchem Beseht in । ?crfcrn um Onenberg streng nachgclebl einer indischen Beerenfrucr.; mit ausgesproa euer Reniiyung»-. Entgiftung»- una Veriüngungseigcnschaften. Die Beere wird instinktiv von alternden Tieren der Wildnis (Elefanten, Papageien) aufgesucht. Man führt das hohe filter dieser Tiere auf den Genuß der Lukutate-Bccre zurüd'. Lukutate verjüngt die Blut- und Gcschlcchtt-Drüscn; hebt dadurch die sexuellen Kräfte auf natürliche Hrt; unter- stützt wie kein anderes Mittel die entgiftenden Funktionen der Leber, Galle und Nieren; stärkt die Herztätigkeit: verjüngt und entgiftet den ganzen Orgai -smus. Lukutate ist Natur, keine „Kunst“, und dient als einfache Vor. und Nachspeise und wto Brotaufstrich. Man wählt fe nach Geschmack oder wechselt- b Fabni ettrnfre WILHELM HILLER, cs»«,*!* und Nabnmarnitict-Fabdk. HANNOVER «egtdcfc Her«eilet der Brol*H»-Derm-Oi«i n*d» Peof. De. 6ew«ta Äur der provinzialhaiwtstadt. (di eh en. den 23. Juni 1427. Der neue Unioerfitätsmufifts blreiitor. Lieber den neuernannten UnioerfiidUmuitibi teltor Dr Stefan remeSvary werden uns von zuständiger Seite folgende *Httttc lur gen zugehellt: TemeSvary wurde 1835 in Kronstadt < Siebenbürgen» geboren Seine Mutteriprach . Bilbun-t und (Mtnnung ist deutsch ®r adiclo'erie dos sächsische ®omr.c!fium feiner To.'/rftobl i. 3. 1904 und studierte dann in Wien am Konter- nalorium, sowie bei A S ind. Ä. Weigl u. a. ZTufit Zugleich besuchte «r die Wiener Uaiortf .- 3t und promoviert» 1911 bet ö»uibe Adler zum ?r. Phil mit dem Hauprioch Musikgeschichte .tuf *runb einer DlHertation über Hammerfch^.ldts ^talofli“. Don 1912—1914 war er Äorrcpetitcr md Kovellmeifter am Du’feiborfer 3t ib:thcrym gehende Eröffnungsansprache Semein- sam zog man bann auf den schdn her gerichteten HestPlatz. wo eine Del he Se'angSvvrträge ver- lch.ediner Sastvereine, turne. Isch: Darbietungen usw. folgten. Am Sormtagoormittag von 8 bis 1 Uhr fand in den beiden grasten Sälen der alten und neuen Turnhalle sowie in der Schützen Halle der Gesangs» rot Mjt reit statt. Ausgezeichnete Leistungen wiesen alle Vereine auf. Es mar zu verspüren, dah das misch, Reginald". — ÄbonnementS-Konzerte der Asich«teehrkapelle. Für da« zweite Abonnementskvnzert unserer AeichZwehriapelle l-at Obermulihntifter C ö b c r wiederum ein sorg- fällige« Programm aufgcflellt. Dec Anfang M Konzert« ist auf 8.15 Uhr festgesetzt, so bah .•er Geschäft «Welt Gelegenheit gegeben ist. einige '.-nußreiche Stunden bei den Klängen altbekana- ter 0pern. Operetten, sowie der neuesten Schlagerpotpourri« zu verbringen. und Festlcllungen kein Schüler der in dem entgleiste Drgen «itsohieaken S ^ulkloste mit dem tterun.*;lüd:e.i jungen Ulenn rotier auf der S.a- tion Heuchelheim, noch im Zuge in Verützrung celrmmrn ist. gefchwe ge denn ihn aere zt hat Dass7tde gilt auch von den ül-rigen SchuUIaiscn. die in den anderen Waaen mittuvter. " •• Personalien, (rman.it wurden her Aechr«anwal'. Ludteig Peter« in Oseßa» zum Aotar mit dmn Am.siitz in Gi.-Hen al« Aach- folger bei verstorbenen Notar« Juftutat Hermann Katz in Diestrn der Schu»amt«anwÜrter Ernt Vutteron au« Aonnenroly. Kreis ®ie- ben. zum Lehrer an der Volksschule zu Unter- Seiberterirgd. ÄretS Schotten •• Einer unserer S11esten Aitdür- gcrr ist eine sradtbckannie Verläi'liwken. die sich m weiten streifen großer Veiicdihcu erfreut L conneniinflernlt lieber die am 22. Mal 1724. nachmittags 6 Uhr. stallgefundene eonenlmflrmis berichtet cm« alle thifjeirtmiini’ „Den 22. Mai mar eine simldare eonncnfinfiernie. milche sehadlich sein foü. deswegen lieh tu- Den- schall zu chav.au den Befehl in» ganz« Land er gehe:!, dost am 22 Mai. nachmittag», noch vor Anfang der Finsternis alles Died follte nach rioufe cctrifben werden und mchi ehnder wieder auf btt strotze und Mäusbura bi» auf weitere» für feg- lichsn Jghr- und izutzgöngerderkehr gefpern worben. " Manat Ihasttr Betrieb ber Straßenbahn oar gestern abend vor dem Kvnzrrr in der VolksdaUe auf der Strede vom Mor.'tplatz d.S zum vnbpun.t der Linie cn Schützc.ihau« mit Vtdauern scstzustelltn. Anstatt im chinblicl auf brn jrpjen Verkehr die vom Kor.zertvere.n ausdrücklich m Aussicht «.stellte Derstärlung ber Versehr-m.ttel. d h die Mil- führung von Anchängewagen vorzunehmen. bt- 'chrankle sich die 6trcfvnbabn unbegreiflicher D« fe lediglich aus Hit S n'.eguna einiger Sonder« wagen, die natürlich fimtluh aufervedenrli« stark u'erfüllt waren, so ba'i 'chon rmn Mirli latz ab viele Konztribesucher nicht mehr mitfabren konnten. Die Straßenpatzn Keß s ch auf btc'e Weise nicht nur eine gute ir.nnah.i-e Wöglichleit entgehen, fondern sie wurde auch den pecech- ligtrn Derkehrbteünfchen de« Publikum» nicht in der aebübrtnben Weise gerecht, kam eS doch vor. satz ein großcr Teil der Besucher etwa ' , Stunden unterwrg» war. d.« e« ihm gelang, tom Marktplatz b.S zur DoUtzhattc zu lemqien. Man darf wohl erwarten, daß bt: künftigen Beranstolmngen solcher Art die Andängewcqen der Stroßenoahn nicht im Devot ficnen bleib?n. sondern in den Zahrsienst vollständig einger.cht werden •• Radltr-Llnsug Die gestrige Mitteilung über den Unglüd«fall im Aeuenwcg, wo eine ältere Frau von c.ncm Aal>ler angefahren und erheblich verletzt wurde, g.bt c.\— anlasfung. einmal öfsentlich bariuf hinzu-' .'issn, daß seit einiger Zelt zahlreiche Aausahrer. namentlich folche in jugmMtd)cm Alter, aber auch viele Aadiet.nnen rüd1idjt5.o« in einem Tempo durch die 6traben faulen, da« für die Fußgänger mitunter geradezu lebentzgefüdri.ch ist Wenn sich die jungen Leute die Schädel selber einrennen toolkn. so kann man ihnen da« natüriich nicht verwehren, aber man muß fordern. daß die Fußgänger vor der Wlldßeit unüberlegter, jugendlicher Personen gebührend geschützt werden. De,m die Straßen sind feine Acnnbahnen für übermütige Radler D'e Polizei sollte diesem Unfug der jungen Leute m'i allem Rachdruck enfgegentrden und rcch: gcfalync Strasbeseßeide erlassen, außerdem aber berrrt rückfichlslofe Menschen auch durch öffeMtichc Ramensnei.nung der ANgemelnheit b.'fannt- machen. M D i e Mannesmann.Werke haben in diesen Tagen ihre Bergverivaltung von Betzdorf nach (fließen verlegt und fie der hiesigen Bermaitung angegliedert. Zur llnterbrinifunn der hierher ver fetzten Beamienfchast wird die Leitung des Unternehmens ein Beam'enwohnhaii» errichten, wofür man sich das erforderliche Bal!g«'.änd- im Süd viertel bereits gesichert hat. Die inb.iftrieUe Bereicherung unserer Stabt durch diese Mastnahrn- der Tlanne»- mann Werke kann nur mit Genugtuung begrüßt werden. •• 3u dem Unglückssall auf ber Viebcrtalbahn teilt un« die Leitung der Docthcschule unter Bezugnahme auf die gestrig« Erklärung der Vetwal'ung ber Biebertalbciyn folgende« mit: ,.2m Hinblick auf die gestrige Rotiz über den llnglüd«fall auf der Biebertalbahn teilen wir mit. daß nach unseren Beobachtungen deutsche Lied und her deutsche Männergesang ehwn .honen neuen Aufschwung in ollen Orten genommen b.it-en 3n$r .txn r.xjren nchtz viele Gaswerelne ein- - ctrösten Um 2 Uhr nochmrwgs setzte sich ein glänzender Fest zog. ber nahe;., 106 Summern a.stwies in Bewegung. Keizenbe Aesttvagen rcrherriichien iw» deustche Vrlslied. Wie Bereine Hanen t • ettltuntl en er ober mehrerer Atst- flrufpen überrit mmen. Son den Fefttvigen sind tu ermahnen Aefn gang i an tirünnrle*. Die Loreley'. "N» der Sroßvater die Großmutter nahm*. ^Schän Ist die Jugendzeif, „Me Taoe der Kosen*. 2vr Mai ist pefonvmen*. HAans wach:" V r Sordeimorsch der 3uje» bauerte fast eint bald .- Stunde, stuf dini tplotze bearüfoe ber Bor- sitzende br» Sd)onrn .-r öa neiest nicht zu trüben Den met t fl r e i te nb f n Vereinen wurden bei ber Preisoerteilung wert- i’Oi'.e Preise, zumeist herrliche Pokale, überreicht. Am b.1 'ti wn Montag folgte R t n b e r f e ft und Iugenbspiel Der noch unmelrnb« Manner- .efanfloerem Großen-l.'Inden (Dirigent Schottler, ließen) geiifl hier durch trtdnwnbe Wiederache ^hlreicher Chöre außerordentlich. Möge da» ^eft dazu geholfen Haden, lktß ber >c.d chc Mannergesang neue Belebung imb stn- i egumi erfährt. Die Stabt Schotten kann mH Stolz au* diese» n ahlgriiingene Fest zuruckbttcksn. Wenn der Mensch nicht tFgllch gepen die Naturgesetze durc* Emahrungs- un<’ GenuOsünden \.cn> oi en wvrJe, bülit: er ec.n Lebcn?.-ct'ci eal bis ins hohe Alter ganz In der Hand. Das Lebensalter des Menschen beträgt naturgesehlich das Sechsfache seines Wachstums von 25 Jahren, also 150 Jahre. Als Folge unserer tlglichen Kulturbünden drückt sich der Stempel in Form vorzeltlrer filtere- Symptome auf den äußeren und inneren Menschen deutlich ab. Der Mensch ist alt — schon in der Jugend — wenn das Blut mit Selbstgiften beladen, die Verdauung träge, der Körper mit Darmgiften verunreinigt Ist, wenn das Drüsensystem schwer belastet und das Herz geschwächt ist In unseren Gesichtszüqen Anden wir das Spiegelbild von Ursache und Wirkung Der Mensch ist |ung — auch im filter — wenn der Körper, das Blut der Darm rein, das Herz gesund ist. wenn die Drüsen frei und funktionstüchtig sind. Die Schilddrüse, das Geschlechtsdrüsensystem, Leber. Nieren usw. können In einem verunreinigten Körper nicht normal funktionieren. Wer die Richtigkeit dieser Binsenwahrheit erkannt hat. der verüngt sich auf natürlichem Wege mit ‘Berliner Börse. Sfrcfkn'^riihbcrtchr. Berlin. 28. Juni. iWTD. ijunkspruch.1 3m heutigen ftrahverkehr ift das (keschast noch r u b | • 8 t r ul» gestern. Die Tendenz ift wellcr u n - urchsichiIg. Ts scheint selten^ der Epeki'lailotz ein leichies De ci u n g » b « d u r s n i » zu be- stehen. Farben hört man mit 2Sfl. 81 m Devisenmarkt nennt man Paris mit 121.02 Mailand 86,13, Ma- drid 28,65 und das Bfund m.l 4.85,g'-. 2urrrf||*iuiihni d r 'Redaktion. 12 bh 1 Uhr mlllaq», 5 bis 7 Uhr nadtmift.flt. Somelafl nachmittag cdthlofifn Jür unncrlangl ei'i^rsond.e Monvskrlpte ohne bclgelügtes Rückporto wird keine GewSH» übernommen AnzetgenoufkrSge sind lediglich an bla Geschäftsstelle \u richten wurde" ' Die Bautätigkeit in Gießen. 3“ diesem Vtrlif«! in unserer Eamslag tusgobs wird un-- vor'. Vlelchvbimd der Ukieg5bc!chadlgleii in Gießen miNetll, daß die V'rrichtnng der tzo Woh. niingen nm Äugdberg nicht sur die Srieassärforae erfolgt ionb'-m daß es sich hier um die ftrieperfieb- lung t-?s Vteldjibunbc» der striegcdefchodiglcn handelt. PRESTO „Prestowerke-'1' Aktiengesenschnft Verkauf in Gieben durch: Georg Karl Reit, Bureau und Reparatur'Werk statten, Marburger Straße 34, Telephon 298. Denn das Ist der überall bewährteste moderne Typ, Unsere 10,50 PS und 12,55 PS Sechszylinder zählen nach dem Urteil der Fachwelt zum Besten, was an Wagen dieser Stärken auf dem Weltmarkt erhältlich ist Eine Besonderheit sind ihre außergewöhnlich geräumigen, komfortablen Karosserien, in denen auch bei voller Besetzung jeder Fahrtteilnehmer unvergleichlich bequem untergebracht ist WBfc 1 . •/. . - Roman von Sven Elve st ad. Copyright bei Georg Müller. München 18. Fortsetzung. Nachdruck verboten. ..Der wird von ein pocr Kollegen übernommen', antwortete Krag. Die beiden Krnmnalbeamten in KellnerNetdung, die in der Nahe (tonten, begrasen den Wink und lächelten. Als ter Chef und sein Gehilfe über den Korridor gingen, sagt« Der erstere: „Was mich vor allem wundert ist, daß Tie die Leute auf dem Posten haben, obwohl Sie gestern, ole wir uns trennten, auf das entschiedenste abrieten.' „Sehr richtig.' entgegnete Krag, während er dem Polizeichef die Xör zum Speisesaal öffnete, .xils wir uns gestern trennten, hatte ist auch diese Anschauung. Nur neue Ereignisse können mich boyj veranlassen, meine Anschauungen zu ändern Solche Ereignisse sind heute nacht eingetreten." „So. Jo! Und daher kommt es. daß Sie Über- Haupt nicyt geschlafen haben?' „Ganz recht ' Der grohe Speisesool des Eonttnemal-Hotels war nur halb besetzt. Von der Mufikrotunte her hörte man leise den neuejten Walzer. (Er verklang über den weihen Tischen. Lautlos glitten die Kellner über die weichen Teppiche. Alles atmete Frieden und behagliche Ruh«, ein Pfropfenknall drüben in einer von Blumen verteckten Ecke belebte die Situation. So unangefochten nahm da» Leben seinen Verlauf Wand an Wand mit Ereignissen, wie sie sich soeben in einem der Separatraume abgespielt halten. Während Kraa in Begleitung des Posizelchefs durch den Saal schritt, sagte er so laut, dah die Nächstsitzenden es hören konnten: ..Da» war doch ein seltsames Erlebnis!' Der Polizeiches starrt« ihn erstaunt an. „Höchst sonderbar', sagte er zögernd und verständnislos. „3d) glaube, wir müssen ln Ihr, Privatwohnung zurückgehen', fuhr Krag fort „Das scheint mir auch da» richtigste zu fein', erwiderte ter Polizeiches verständnisvoller. Ms sie im GarderobeveMbül waren, kragte der Ehef: „Dar da drin jemand?' ..Haben Sie den dunkelbärtigen Kann mit dem goldenen Kneifer gesehen, der Unk» unter dem Bilde .,3-3. gesehen habe ich ihn.' „Gut Der ist es.' „Wer ist e»?' „Einer von denen, die zu der Bande gehären.' „Wae sollen wir mit ihm anfangen?' „3bn sitzen losten. Er hat unser Gelpräch gehört und ist wahrscheinlich beruhigt worden. (Er ahnt nicht» davon, wo» bannen oorgegangen ist.' ..Darum glauben Sie da»?' „Weil der rothaarige Kellner nur die Aufgabe hotte, uns durch allerhand Gerede aufzuhalten und dann zu verschwinden. Der Mann mit dem goldenen Kneifer glaubt dotz der Rothaarige seine Aufgabe gelöst hat. Da» ist das Ganze.' Als die Herren ihre Ueberzieher angezogen hatten, sagte Ärag. „Es war ausgezeichnet, dah Sie über meinen letzten Vorschlag nicht mehr in Erstaunen geraten sind.' ..3d) war einen Augenblick erstaunt, aber ich bezwang mich. Ich dachte, ein Mensch wie Sie könne unmöglich io laut sprechen, ohne e» ernst zu meinen." Krag nickte bloß, und zusammen gingen fle die Treppe hinab. Der Hotelpikkolo begleitete sie an da» Auto und öffnete die Wagentür. „Bygdö-Allee 44'. fngie Krag zu dem Ehauf- feur. Dann stiegen die beiden Herren ein. Sobald da» Auto sich in Bewegung gesetzt hatte, sagte der Polizeichef. „Aber nun bin ich wirklich erstaunt. Wollen wir denn doch zu mir fahren?" „Nein", war Ärag» Antwort. „Dir wollen bloß überhaupt fahren.' Der Wagen war setzt kurz vor dem Drammens- weg. Krag klopfte ans Fenster und ries dem Chauffeur zu: „Fahren Sie nach dem Grand Hotel!" „Also lauter vorsichtsmasiregelnl" murmelte ter Chef. .Hatten Sie Angst vor dem Kleinen, der uns die Tür aufmachte?" „Man kann nie vorsichtig genug sein." oer- sicherte Krag. ..wenigstens nicht, wenn man so guten Spielern gegenübersteht, wie in diesem Fall. Dir befinden uns mitten Im feindlichen öager. Jo, wir bewegen uns gewissermaßen vor den Gewebrrnün- bunaen." Das Auw hielt vor dem Grand Hotel. Asbjörn Krag nickte dem Portier zu. den er kannte. Der Panier schien leicht erstaunt über die Ankunst des Detektivs. .,3ch glaube nicht dah Dir zu spät gekommen find." flüsterte er dem Polizeiches zu. 3m Vestibül ging er an die Hoteltafel, studierte sie einen Augenblick und sagte bann: ..Cs ist Im dritten Stock. Dir wollen die Treppe benutzen.' Unterwegs begegnete ihnen nichts Merkwürdige»: al» sie jedoch im Dritten Stock ongelangt waren und den teppichbelegten Korridor noch recht» entlongmonterten. da aeschad eben dos, was ter Polizeiches noch nie in seinem langen Amtsleben erlebt hatte Er traf sich selber auf dem Korridor. Ls ist notwendig, da» näher zu erklären. Der Polizeiches und Asbjörn Krag waren beite in Zivilist idung. Krag trug einen braunen Mantel, einen runden schwarzen Hut und graue Handschuhe, der Chef Gehrock und Plüschhut: die Handschuhe dielt er in der Hand. Und genau so waren die beiden Herren gekleidet, denen sie nun auf dem Korridor begegneten. Der eine trug Gehrock und Plüschhut und hatte Handschuhe in der Hand: der andere trug einen braunen Mantel und einen runden schwarzer. Hut sowie graue Handschuhe. E» war dem Polizeichef und Krag, al» standen sie vor einem Spiegel, und die beiden Herren kamen ihnen entgegen, wie man sich selbst näherkommt m der liefe de» Spiegels. Aber die Doppelgänger glichen ihren Vorbildern nicht nur in der Kleidung, sondern auch im Aussehen. Dieselben Gesichter, derselbe Bart, derselbe Gang. Und e» stimmte nicht nur im oberflächlichen AeuHeren olles überein, sondern es war auch, als ob diese Doppelgänger innerlich genau die gleichen Wesen wären wie der Chef und der Detektiv. Beide Parteien lchicnen gleich erstaunt über die Begegnung. Nachdem sie sich noch einige Schritte nähergetreten waren, blieben alle stehen. Der Polizeichef griff mit ter Hand an die 6tim. wie um eine Erscheinung zu verscheuchen. Dasstlbe tat auch sein Spiegelbild ihm gegenüber. Der Po7.r?ichei stieß einen Ruf des Eraunens aus. während Krag sagte: „Da» find sie." Er bemerkte, bah ter eine ter Männer — der» intiae. der Krag oorstellte — in feine Tasche griff. Dasselbe tat sofort Asbjörn Krag selbst. Da lächelte der Mann gegenüber und sagte in rorirefflichem Norwegisch, ober mit deutlichem stich- ten Akzent: „Unter gebildeten Menschen solUe einem in allen Lagen Gelegenheit zu einer Erklärung gegeben werden.' -Das ist auch meine Ansicht", erwiderte Krag. ..Ader Sie werden zugeten muHen. meine Herren, datz wir in diesem soll da» Rech; haben, sie zu verlangen." -Gan; gewitz. Erscheint Ihnen Ineier Korridor geeignet zu einer solchen Konferenz?" ..Uns ist e» gleichgültig." ..Gleich recht» ist ein Salon', bemerkte Krag» Maske. „Sollen wir nicht dahinein geben1* „Sehr gern. Dollen die Herren bitte zuerst gehen." Die betten cremten sahen einander an. nickten sich Zu und zogen sich bann langsam weiter in ten Korridor zurück. Die beiten anderen folgten 31» die Fremden an einer Tür ongelangt waren die die Nummer zwölf trug, sagte Ärag» ®ao a Brat Lchellstichc 13fb. 3F> irische Rifitfotelett» Bfd. 45 Marinaden UiUhSMMlü Wabnboffit. 27, Jtemlbr. 1631 Erst beim Zahnarzt fallen Hbnen Ihre Sünden ein. Sie ne* loben sich Besserung. Rehmen Sie nun aber gleich da» rtchtige Mittel. Rehmen Sie B t o r - N l t r a die Sauerstoff-Hibn- oafta. deren biologische Wirkung wtsien- schastlich anerkannt ist und die deshalb von Zahnärzten selbst benutzt wird. Kleine Tsttbe 50 Diennig. W,D DIE SAUERSTOFT’ZAHN PASTA BIOX ULTRA STARK SCHÄUMEND Dr. Frih Merck. Pros. Dr. Sommer. 6002D Der Äorsitzcnde: Dr. Krouömüller. Gelegenheit! 2-2'/, Tonnen «MD Gewerbeverem Gießen Mittwoch, 29.3unl 8", Ute Im GewerbehouS Hauptversammlung Tagesordnung: 1. Bericht 2. Rechnungsabloae 3. Dorstandswahl 4. Derschledenes GesellschafiLieblMuseum Einladung zu einem öffentlichen Dor trag von Herrn ©anftdWrat Dr. med. et pbii. 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Gin Schrei der Empörung gurg durch da» betrogene Dvlk. Aber Wehrlos geinaü): mutzte Deutschland sich den schmacht ollsten Friede, auszwtngen lassen, der je einem Dolle abgeperß: wurde unter dem Drucke waffenstarren^-er ikindlicher Heere und unter der Drohung fortgesetzter AuShun;erung. .Der übermächtigen Gewalt weichend unb ohne damit ihre Aufsassung über die unerhörte Ungerechtigkeit der Friedensbedingungen aus'ugeben. erklärte deshalb die Legierung der Deutschen Lepublik, daß sie bereit sei. die von den alliierten und assoziierten Legierungen auserlegten Friedensbedingungen anzunehmen und au unterzeichnen? so heiß. es In der verhängni»vollen Lote vom 23. Juni 1919 ilnfricben unb Unheil bringend «chwebt seit acht wahren der Geist de» Versailler Teusels- werle» mit allen leinen Fvlgewirkungen in politischer und wirtschaftlicher Begehung über Deutschland. über den Völkern Europa», über der TDcIL Der Dersailler.Frieden" und ebenso die anderen Pariser FriedenSschlüsie, die den Weltkrieg beendigen sollten, haben den Völkern den wirklichen Frieden nicht gebracht, und heute ist die politische Spannung sowohl der curo- päischen. tr ic der Weltlage genau so stark, ja vielleicht noch stärker, al» in dein verhängnisvollen Jahre 1914. Dir geradezu krankhafte Sorge der Sirgerstaaten. sowohl der alten wie der neufle- fchesfcnen um die Sicherheit ihrer Kriegsbeute, die Aspirationen der durch den AuSgang de» Kriege» enttäuschten Länder, die yrrechte und berechtigte Empörung der durch dte ZßnedenSver- träge vergewaltigten und niedergehaltenen Völker ' »en Entwicklung einer Desrie- ader Welt hemmend entgegen. Die weltpv- Almosphäre ist mit Zünd stoss geladen: an allen Ecken und Gaben der Welt zeigen sich LeibungSflächen. divergieren die Interessen der Mächte und zeichnen sich DeriricHungSmög- He deutschen T.llndcr iten In bm rugcf^asse: vN Staa:en ftnb weiterhin. .er W.ll- tür ihrer Bedrücker preiSgrgrben Durch den DotoeSp'.an !mb dem deutl^-en Volke unermeßliche Lasten ausgedürdet. die e» auf Jahrzehnte bincui in wirtschaftlicher und finanzieller Abhängigkeit halten wer "en. Und beute schon »eigt es sich mi* rillig r S-.cherhe.t. daß die deutsche Wirtschaft btc ihr auseriez en Daw.dia- sten aus die Dauer ncht trieb tragen können Mit der wahnwitzigen S o u I b l ü c c haben un'ere Feinde vvr der Welt ihre Politik der Verr.ichrung und Versklavung gevecht'crligt. De wissenschaftliche Forschung hat längst bu Ur.hailbarkeit d.e- fer LchuldanNagen erwtefen. und »rit ü. er die deutschen ®rennen hinaus hat die Erkenntnis sich Dahn gebrodxn, daß v?n einer Allesnlchuld Deutschlands am Kriege nicht im entferntesten die Lebe fein kann. Aber auch heute noch toeigrrn sich unferc ©egrwr au» dem Weltkriege, aus bi.fer Sachlage die Folgerungen zu z ehen: sie wissen warum. Fällt mit der 5tric -schuldirage der angebliche Lecht»grunb, auf benfte die schweren Frie- stühen. dann müssen sie. wollen sie sich nicht dem Vorwürfe auSschen. datz für sie der Krieg einzig und allein ein großer Lauc;ug gewesen ist. zu einer Revision des Vertrage» schreit m, bi? ihn in Wirklichkeit umfloßen würde. Durch den Eintritt in den Völker- bund ist Deutschland formell zwar wieder alS gleichberechtigte» Glied im Rate der Völker anerkannt. in Wirklichfcit aber kann von einer Die ch- berechtigung Deutschland» mit den anderen Lationen solange nicht gesprochen werden, al» immer noch deutsche» Gebiet von fremden Truppen befehl ist und die einzeilige Entwaffnung Deutschland» besteht. Lach dem Frie- denSvertrage tollte die deutsche Entwaffnung nur den Auftakt bilden für die Abrüstung auch der anderen Llächte. Aber bet klägliche Verlauf bet verschiedenen AbrüflungSberatungen hat ^ur Evidenz bewiesen, datz die großen Mächte nicht im entferntesten daran denken, auch ihrerseits den Abrüstungsverpflichtungen im Rahmen der Völ» kerbundsfahung und dc» FriedenSverträge» nach- zukommen. Licht ander» steht e» mit der Läu- mung der Lbeinlante. Obwohl Deut chiand alle feine Verpflichtungen erfüllt und demgemäß nach Artikel 431 de» Versailler Vertrage» ein vertragliche» Lecht auf die vorzeitige Räumung de» gesamten befetten Gebiete» hat. ist Frankreich n'cht einmal zu einer Diskussion dieser Frage bereit Von einer Defamtlösung. von einer Aufrollung be» großen Problem» der Lheinlandräumung ist einstweilen nicht mehr die Lede. Aber auch die Deutschlartd vor mehr al» eimmbeinem halben Jahre durch die Lote der Dotschafterkonferettz vom 16. Lovernber 1925 feierlich versprochene fühlbare Herabsetzung ber Truppenstärke läßt noch immer auf sich warten, ein Dewei» dafür, bc»ß unsere DertragSgegner überhaupt nicht gewillt find, bindende internationale Verpflichtungen gegenüber Deutschland einzuhalten. Aus dem Wege der Locarnopolitik macht sich eine völlige Stagnation geltend und die buntschillernden Seifenblasen, die man m Thviry in die blaue Septemberluft steigen ließ, find längst zerplatzt. So sind am Tage ber achtjährigen Wiederkehr der Unterzeichnung be» Versailler Diktate» die Aussichten für eine Befreiung unsere» Volke» und für einen Wiederaufstieg unsere» Vaterlands wenig erfreulich. Aber e» gilt, ber Wahrheit in» Antlitz zu schauen, mit ber Wirklichkeit sich abzufinden und nicht nachzulassen in dem heiligen Kampfe um unser Lecht. Der Sieg über Geist und Willen be» Versailler Vertrage» aber kann nur errungen werben, wenn alle Deutschen ohne Unterschied der Partei und des Stande» fest zu- sammenstehen in biefem Kampfe, wenn fic bekunden den geschlossenen Willen zur Freiheit, wenn sie fordern daS Lecht auf Leven und Entwicklung-Möglichkeit. da» jedem Kulturvofke zu- steht. Ein Volk von nahezu 100 Millionen läßt sich nicht dauernd in Knechtschaft halten: em Volk, wie daS deutsche, tarnt nicht untergehen, wenn e» sich felost aufgib:. auch nicht durch dc. Frie- densvcrtrag van BeriailleS! Waffenlärm in Tientsin! von unserer Sv D.-Brru : Tientsin. Juni 1927. 3r pfingstlichsricbt ü er c iimmi.ng t. nnen wir Zknifinrt unjerci borgen, u.imtl. rü r irautn unseren fluten nicht: lieber Saitn üt au» der rubi* flen. burgerlidxn SLi.:-mann-.|t.;öt da.cn. tif wir ion,l setzen, an bentn die llnilorm tlaglich ht.i ntcibun^i Sie unsoldalisch ist be;cn Hallr.n.-. hr *?!■.*. ihr.- ganze Menlaliwr! Bci ihnen utrh d.e l!r;iorm uile ein schlecht gewah! s beulet bu» *xi l*liUionen noch immer n.J do» r..rb un» mied-, mal so recht fiar beim ’Jn blick dieser ameri.'anischfn Prochu^.mplare. Und so oergn iqt |mb sie! ,.f)aLc»b 3op. baüob. Girl!', so bforui'.-n sie lochcr.b jede Lfißgeiichr. Au» latiflefübl luchcltz wir ro.cbcr. sre betrachten sich ja wo'il al» uns. re Netter unb ajr.bem sich, doz wir teilen ans Dankbarkeit nicht glri.ch um den )'j!v fallen. Dir seh:n ober vorläufig noch wenig Grund wr Beunruhigung. Unter Tschancstiolinb Herrschaft ist den Fremden noch kein Härchen gekrümmt trorben. Un», 'ie wir ec guter Lahe betrachten, berührt e» fast tr.v.sch, baß eine frembe Macht noch der anderen sich 1 an diesem Mann abwendet urh ihn zum eiten liilen wirft — Und wenn nun „die Dloten* hcrauskamin. n (b;e Snnecn bco Südens sind nun einmc.l aum heute noch für Nordchina „he Noten", trotzdem sie auch aegen die Kommunisten kömps.iri. w'.^ nach dem Zusammenbruch der Nordarmee doch nicht nur möglich. sondern auch wahrschemlich ist? Nun, her europäische Oslnsiote ist imii er Optimist unb wir hosien, bah auch brr Süden au» ber Ncmkinq Asicire aller- Hand zugelernt hat. Die Oknerälc der Sudarmee mochten den Sieg wohl voll unb fonz ausnutzen, und Tschang» au» Schwäche entstandene Fnedensschalmeien überhören. Doch auch F e n g - y u h s i a n g hat ein Auge auf Peking geworfen und ber neu gewonnene Syansitupan ist nicht zu übersehen. (Feng hat sich, wie wir inzvüichen etwa» Harcr überfeben können. wohl dem Silben angeschlosten, liebäuaelt aber auf der anderen Seite mit Moskau, das ihn gern nach dem erwart.ten Sieg hr sudch.nesijchen Nerw- luli.n al# iterrn tn Nortzchina sähe, um hort In ■ ter. r kunst Sonderg.ichäße zu mawen. Der c 1 : hat ich eher fall» bei Süden onge* . a. er 1. b. nur um seine ♦ rownj yi be- b , er ir.c ben d r.uchen Bauern der ir r n r c wegen lehr zu wünschen wäre vielleicht .ersucht man erst im rerb’i ber. enttcheidenden Schlag zu fuhren und vielleicht kommt et dann zum Zusammenprall aller Gegner gerade in unlerer bisher Io friedlichen Gegend Doch nur keine Prophezeiungen in Chtna! In d .sem Lande ist lebe Zakunst ui gewiß unb zum Oluck ch werden, die Lebensmittelprrife -rden um stmiundzivanzm Prozent (teigen.... Über sie lächeln so selig, die Jicrle. nun kann ihnen nii i bök sein, und sie singen, und ihre Beine bau- m.ln v 11 ‘.uutofenfkr hinauf.... Mein Gott sie sind beschwipst' Natürlich, sie kommen |a aus dem traifuicn Ämerika! Unb Io zahlen sie mhitkhstrah- knb für eine 10-Centr-Lickshair fahrt ein. zwei, drei - greifen den nkNidyen '.Hu- freundlich unter» Sinn und klopfen ihren eigenen Borg» segren looial auf die Schulter Da sind einem Choleriker offenbar die Dollar» aufcflencngen. Der !stickshawkuli fliegt in weitem Dog.n in den Linnstein. Hin Colonel greift ein; Zahl lieber zu rief, aber bau' dich nicht mit dem Chinesen beatm!’ und bekommt zur '21 rumort: .1 »in not herc for peore. 1 am 1, _rr tor !.«!)'.'• Cchiuierig ist die üinqunrtierunp, feder freie Platz ist mit Zelten belegt, und die f).iu»toirte fttoh- len, denn die Häuser b. r geflohenen Qngiänber unb Amerikaner sinb im Nu von den Ossizieren gemietet. cogor vor den ..Spu' Häusern’ schrecken jle md’t zurück, in die fein Chinese seinen Fuß setzt, und die auch der Europäer meidet, weil dort lein chinesifcher Diener bei ihm bleibt. — Wir Deutschen bewundern etwa» wehmütig die tadellose, geradezu lururiöfe Stuorüftung ber Amerikaner Alle» neu, beste Qualität! Der stüchenzetrel scheint auch nicht übel zu fein: Wir enidecken Jionferocn mit kolisor- nifchen Früchten. Reiche» Amerika, bu kannst e» dir ja leisten? Turnen, Sport und Spiel. Feldbergfest. Erfolg« unserer heimischen Turner. (Eigene Meldung de» .Dießer«r Anzeiger»".) Das 7 4. F e l d b e r g s e st. das am Sonntag auf dem höchsten Taunusgipfel stattfand, lltt leider Mieder unter dem fast traditionell gewordenen Legentoelter. da» die meisben Feldbergfeste der letzten Jahre cruSzeichnete. Di« schlechte Witterung bcrinttächtigte aber nur wenig den Besuch de» volkstümlichsten Feste» Mitteldeutschland». da» durch feine geschichtliche Der- aangenheit schon längst ein« Veranstaltung von historischer Bedeutung geworden ist und daher mit jedem Jahre wieder alte und neue Verehrer und Freunde anzieht. Lund 1200 Turner und Turnerinnen waren in den einzelnen Stufen und AlterSllafsen zum Vierkamps angetreten, der unter erfahrener unb erprobter Leitung reibungslos duichyesührt wurde. Die ftürmifajc Witterung beeinträchtigte in erster Linie den Lauf, der gegen den Wind ging. So kam ei. daß beispielsweise einer her besten Läufer der D. T.. Hel big, Tv. 1617 Mainz, der bei einwandfre.«m Wetter und guten Dahnverhölwissen di« 100 Meter in 11 Sek. ober in noch besserer Zeit bewältiat. diesmal 13.5 Sek. brauchte. Die schlechten Lausvrrhält- nifse veranlaßten auch ben sonst nicht gcrabe .nachsichtigen" Feldbergfestuusschuß. jedem Teil» netmKr 5 Punkte im Lauf gutzufchrerben. d. h. die 20-Punkt-Zeit von 122 auf 13.2 zu verlegen. Der Ausschuß ist damit nicht zu toelt gegangen, wurden doch auch di« 13.2 Sek. von keinem Läufer erreicht Günstig war ber Weitfprung. ba da» Gelände fiel und auch mit Lücken wind gearbeitet wurde. C» kamen daher auch viele Sprünge mit weit über 20 Punkten (6 BieterI vor. Kurt (Bieber) erreichte 29 Pmtkte (6,90 Meter) und die deullche Meisterin G. Müller vom Tv. 1817 Mainz kam mit 32 Punkten weil über Lekvrd^ Sturm. Lebel. Legen und Kälte konnten den Turnbetrieb nicht stören, erschwerten aber da» Durchbalten unb stellten hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit, fo daß eS nur erfahrenen, mit den Tücken eine» Bergtetz^s vertrauten Wettkämpfern gelang, den wohlverdienten Sieg zu erringen. Duichschniüiich 50 Prozerrt ber ange- tretenen Teilnehmer mußten ohne Eichen kränz da» Kampffeld verlaffen. Außer den erften Siegern in jeder Stufe nennen wir nachftel-end auch die Preisträger au» unserem engeren Heimatgebiet mit der erreichten Rangfolge. V umer-Db er ft ufe (504 Teilnehmer. 267 Sieger): 1. L. Weber. Tv. „Eintracht". Wiesbaden. 89 P; 2. K Kurt. Tv. Bieber (Of- sich die Wiesen. Unb drüben fern zackten bic Türme und Brustwehren der Marienburg in den flutenden ®laiu, eine Silhouette von ergreifender Schörrheit unb Bedeutung empor. — (Sine große Andacht füllte unsere Seelen. Wir standen auf altem deutschen Lande, da» jetzt einem fremden Volke gehört. Wir hatten un» alle, dem gleichen Impulse folgend, die Hände gereicht, und sie lagen ineman- der in einem festen, warmen Drucke, unb durch unsere Kette hin schwang die verhaltene Glut der Sehnsucht. Dom Fenster meine» Hause» schaue ich nun wieder hinaus über den Strom in» liebe Berg- land. Glocken läuten ihren Svnntagsgruh von der Stadt her. C3 wogt mit ehernem Schalle in die offenen Fenster hinein. Alle» liegt in Sonne unb traumhafter Schönheit. Frühling deutscher Erde! Von einem Hochzeit- hau'e grüßt eine Fahne mit den deutschen Farben. Frei sthwingt sie bn Wind. Frei ist die Heine Scholle, auf die ich lebe. Deutsche Lieder Hingen da» Tal heraus. Uebaoll spricht man deutsch. .Ser mir gegrüßt, man deutsche» Land, du schönste» Land von allen!" Meine Gedanken schweisen zu den drei Grleb- nissen der vergangenen Tage zurück. Mein volle» Herz denkt der Freunde jenfeit» der Grenze .... .Wir heißen euch hoffen!" .Und die Treue ist kein leerer Wahn..." 50 Jahre Neichspalenlamt. Wir sind, wenn wir un» auch dessen nicht immer recht bewußt werden, von Patenten ein- geschlossen, sie drängen sich in unsere Tage, helfen am Komfort ber Zivilisation mit unb finb unentbehrliche Freunde be» Menschen geworden. Hebcrall aber sitzen die Erfinder, die großen unu die kleinen, die planmäßig-glücklichen wie Edison und die, die von einer fiffen Idee besessen sind unb immer noch ba» Perpetuum mobile erklügeln möchten. Ihrer aller Gedanken aber umkreisen ba» Leichspatentamt in Berlin. daS zu entfcheiden hat. ob eine Sr- fiirbung wert ist. patentiert, b. h. urkundlich und gesetzlich geschützt zu werden, daß dem Patentinhaber allein das Lecht zur Verwertung seiner Idee zusteht. Man sollte glauben, daß ba» Patentwesen sich erst seit ben Zeiten einer gewissen technischen Blüte entwickeln konnte: aber schon am Anfang deS siebzehnten Jahrhunderts hat man in England, um die Mitte deS ack^zehntcn Jahrhunderts in Amerika den Erfinderschutz grsetzllch geregelt, in Frankreich veranlaßte bie Lefolu- tion eine Ordnung be» Patentwe-enS, in Deutschland begann man gleichfalls schon im achtzehnten Jahrhundert mit landesherrlichen Privi- legien. Preußen hatte danml» ein so strenge» Prüfungsverfahren, daß nur sehr wenig Patente erteilt wurden, in Mecklenburg unb in ben Hansestädten kannte man Patentierungen überhaupt nicht. Erst nachdem bie ReichSversassung von 1871 die Eriindun-zspatente unter bic ©egen» ftänbe bet Leichsgeseygebung ausgenommen hatte, erfolgte aus Anregung be» Deutschen PatetU- schuhverein» der Erlaß be» Patcnrgesetze». D e Behörde, bie diele» Gekey auSzufähren hat, ist da» deut'che Leichspatenlamt. da» Aufammen mit dem LeichSgericht dem LeichSjustizminifterium untersteht: fein erster Präsident war der Wirk- siche Oberregierung»ral. spätere Staatssekretär Dr. Jacobi. Welchen ungeahnten Aufschwung diese Behörde zugleich mit dem Emporblühen aller technischen Zweige und mit ber wachsenden Teilnahme be» ganzen Volke» an t. chnischen Dingen genommen hat, veranschaulicht bie Tatsache, daß unter dem Präsidenten zunächst nur drei ständige rechtskundige nebenamtliche Mitglieder be» fdjäftigt waren, während diese Behörde heule einen umfangreichen Beamtenstab von in»gcfamt achthundert Beamten beschäftigt. Mit ber Masse ber Menschen sind die Läurne gewachsen: zunächst half man sich mit Mietsräumen in ber Akten Koniggrätzer Straße, gegenüber ber Doh- straßc. bann bezog man ein eigenes Dienst- gebäube unb seit 1905 bewohnt man ben großen Palast im Südwesten Berlin», ber auf 12 300 Quadratmeter bebauter Fläche ruht und an ben sich ein Kesselhaus von fast 900 Quadratmeter anschsießt. De Korridore diese» Liesenhause» haben insgesamt bic Länge von sechs Kilometer. Auch von dem steigenden inneren Betrieb be» Patentamt» mögen einige Zahlen anschaulich berichten Bi» 1913 wurden für Beschaffungen zur Ergänzung der Bibliothek 1.3 Millionen Mark verausgabt, ber Krieg erforberte Einschränkungen, unb ber Leichshauthalt von 1927 sieht 91 000 Mark im orbenllichen unb 60 000 Mark Im außerordentlichen Haushalt zur Auffüllung ber durch ben Krieg entstandenen Biblio- thek-lucken vor. DaS Patentamt birgt heute bie ungeheure Zahl von 6,5 Millionen Patentschriften. bie mit sonstigen Verösientlichungen 80 000 Bände füllen; dazu kommen noch weitere 80 000 Bande Bücher und nicht weniger als 90 000 Zeitschriften bände. Diese Zahlen sprechen wohl lauter als theoretische Erörterungen über bie wichtige Wirkt am- feit des Leichspatentanues. daS sich aus aller- kleinsten Anfängen zu einer ber imposantesten deutschen Behörden ent wickelt hat, deren Tätigkeit tief in da» praktische Leben mit seinen Erfordernissen und Erfindungen eingreift Hochschulnachrichlen. Der Prioaldozenl ber klassischen Philologie, Dr. Ernst Ä a p p in München hat den Luf nach Ham- bürg als Nachfolger von Professor Pfeiffer angenommen. — Pros. Dr. med.-^ermonn F. O. Hatz e r la N d von ber Universität Köln hielt in der Akademie o| Medicine, Neuyork, einen Dortrag über experimentelle Chirurgie. — Der Honorarprofessor in der philosophischen Fakultät der Universität Frankfurt a. M., D. Dr. phiL h. c. Richard Wilhelm ist zum ordentlichen Profeflor ernannt wor- den. Pni. Wilhelm ist zugleich die durch die Stiftung der (Bräftn von Franken- Sierstorpsl errichtete ordentliche Profestur verliehen worben mit ber Der- «tung, bie Chinakunbe unb bie Chinoforschung orlesungen unb Uebungen zu vertreten. — Der Assistent am pathologischen Institut ber Universität München, Dr. Rar! Fahrig, ist als Prioaldo^nt für allgemeine Parholoaie und pathologische Anatomie in die medizinische Fakultät der dortigen Uniotrfitat ausgenommen worden. — In Berlin verschieb ber Wirkliche Geheime Oberbergrat, Minrsterlalbirigeat 0. D. 2>r.-3nfl. h. c Mar Reuh, Honorarproseffor für Bergbau!unbe unb (khrkschürger ber Charlolten- burger Techn. Hochschule, im Älter von 71 Jahren. aller. Tgm. Darmstadt, 79 Punkte. trafen ft4) die ersten 3 u g e n h m' »• n von B s R. Lich und 6p. Äl. Daudrln wfällig m der Lage da- Aad zu o fuhr uv.t dem fremden Aad weiter. trat über wechseln un tag unfreundliches tung erheblichen Abbruch tat. 3nnwnrhin hatten lich eine reckt stattliche Anzahl Teilnehmer am diesjährigen Aeichsarbeitersporttag, der in diesem Rahmen im 3. Bezirk das erste Mal stattfand, eingefunden. Eingeleitet wurde diese sportliche Veranstaltung mit einer Stafette, die in Form eines SternlauseS nach Darmstadt, dem Sitz deS balldund lo wie b St Lieber. 74 P 2. F. Horn. Tv Eintracht. Wiesbaden, 73 P 3. F. Gießler, Tv Dillenburg, L. Aeumüller. Tv. Kostheim, H Schmidt, Tv Friedrichsdorf. 71 P, 14. A. Wagner. Tgm. Friedberg. 60 P.: 15. H Holzapfel. Tv. Ortenberg. 59 P; 16. K Wül'er, Tv. Lang-GönS. W Arzbücher. Tv. 1 8 46 Gießen. 17. A. Bender. T Svo. Butzbach W Dern, Tv Lang-GönS. 57 P. 18. W. Pfeiffer, Tv. Ortenberg. 56 P. 19. (t. Aeinhard. Tgm. Friedberg. 55 P; 20. 2. Urff, T u. Spv. Butzbach. 54 Punkte. Turnerinnen <159 Teilnehmer. 83 Sieger): 1. G Müller. Tv 1817 Mainz. 90 P. 2. L Krier. Tv. Hausen. 69 P; 3. E. Häuhler. Tv. Oberrad. T. Berntheusel. Tgl. Sachsenhausen. 68 P : 9. T. Helbuser, T. Spv. Butzbach. 62 P; 12. A. Henkelmann. T. Spv. Butzbach. 59 P: 18 6. Langbein. T. Svv. Butzbach. 53 Punkte: 20. R. Herrnbrodt. T- Svv. Butzbach. 51 Punkte. AlterSturner ((1881 und älter]. 23 Teilnehmer. 22 Sieger): 1. F. Santo. Tv Sachsenhausen 87 P: 2. 3 Senfs. Tas Bürgel, 85 P : 3. F. Duthmann, Tas Darmstadt. 84 Punkte. AlterSturner. Jahrgänge 1882 biS 1889. (100 Teilnehmer. 41 Sieger) 1 F. Kotier. Tv Homburg v. b. H.. 8.5 P : 2. H Bolze. Tv. 1860 Frankfurt a M. «. Ketzler. Tgs vorn- ; 3. W Arlt. Tv. Bad »ms. 82 P. LandeSfportkartells. führte. Bon hiesigen Sportlern wurde die Hülse mit Glückwünschen in früher Morgenstunde bei stürmendem Hegen bis Biederweisel gebracht, von wo sie der benachbarte Bezirk weiterleitete. Dem schloß sich daS Radrennen der Arbeiter-Radfahrer an, dessen Ergebnisse wir am Schluß bringen. Mit einiger Verzögerung ging der 2 l i l l a u s am Ludwigs- vlatz vorn Start: technisch konnte der Lauf befriedigen, hinsichtlich der Teilnehmerzahl lieh manches zu wünschen übrig. 3n den Mittagsstunden zogen die Sportler unter Mitwirkung der Reichsvannerkapelle nach dem B. f. D.-Platz. Eine beachtenswerte sportliche Leistung vollbrachte hierbei ein Radfahrer, der den ganzen langen Weg aus dem Sinrad zurücklegte. Auf dem Platz begrüßte im Auftrag deS vorbereitenden Ausschusses Stadtverordneter 3. Maier. (Sieben, die Anwesenden, in besonderer Weife den Vertreter deS Oberbürgermeisters, Beigeordneten Dr. Hamm. 3n kurzen Strichen zeichnete er ein Bild von der Rotwendigkeit sportlicher Betätigung, insbesondere der Arbeiterschaft. 3m Anschluß hieran wurden die Stafetten gelaufen, die bei den immer zahlreicher werdenden Zuschauern lebhafte Befriedigung erweckten. Mit besonderer Spannung wurden die 'S u fi b a 11 f p i e l e erwartet. Wahrend der Pause zeigten nochmals die Radfahrer ihre Kunstfertigkeit im Langsamfahren über ICO Meter. Leider waren die benötigten Zeiten nicht zu erhalten, aber eS wurde sehr langsam, für manchen ungeduldigen Zuschauer zu langsam gefahren. Die Beendigung der Fußballspiele — eS war inzwischen Abend geworden — beschlost den Tag. Die ganze Veranstaltung war umrahmt mit musikalischen Darbietungen der Reichsbanner- kapelle. die dankbar ausgenommen wurden. Lebhaften Beifall fand außerDem der vom Gesangverein .Eintracht" Gieben gelungene Chor .Tord Foleson". 3n den SanitätSd.enst teilten sich die Kolonnen bei Arbeiter-SamarilerbundeS von Gieben, Wiefeck. Heuchelheim und Krofdorf. Mit dankbarer Anerkennung wurde da- Entgegenkommen deS B. f. B. vermerkt, dessen vortreff- liche Sportplatzanlage, die er bereitwillig zur Verfügung gestellt batte, für derartige Veranstaltungen wie geschaffen ist. Rachstedend die Ergebnisse her einzelnen Veranstaltungen: Bezirk-Meisterschaften im Hab,obren. Aktive, 42 Kilometer: l. E. L u h. Butzbach. 1 Std 22 Bk n. 16 Sek.. 2 H Rockel, Lauterbach. 1 Std. 21 Min 16 Sek.. 3. 0. Rink. Giesten. 1 Std. 23 Mm 38 Sek 4 W. Dechert Butzbach, 1 Std. 26 M.n 0.6 Sek. 5. W. Leitner. Gcosten-Linden. 1 Std 26 Min. 32 Sek 6 H Martin. Etesten. 1 Ltd 26 Min. 36 Sek. 7 K Emin 27 Sek. lAlterssabrer). 8 K D.chert. Butzbach. 1 Std. 23 Bun. 25 Sek.. 9 H^ Rau. Gtesten 1 Std. 43 M n 06 Sek 10. P Zehner Drosten- Linden. 1 St 4? Mm. 26 Sek Das Feld g;ng fl«schlosfen vom Start, beim 3. Kilometer ver- uchte Rockei dav Feld zu fprenaen. waS aber I mißlang. Denn 4 Ä.lomctcr versuchte er dies nochmals, diesmal mit dem Ersolg, dast er sich einen groben Borsprung sichern konnte AI» zweite Gruppe folgte ein Feld mit 4 Fahrern. I die bei Reiskirchen stark aus rückten. Den Wende- i ; . Rockel mit 800 ' Borsprung H.cr löste sich Üuh auS der zwc'ten I Gruppe los und nahm seinem Vordermann Wei» I ter.4 Terrain ab. Rockel hatte Reifenschaden Ti Turnerinnen): T. il Sp. Butzbach 8 Siege (2 O, 2 U. 4 Ti.): Tgm Friedberg 5 (3 O. 2 U); Tv. 1846 Gießen 3 (2 0. 1 11); Tv. 1860 Bad-Rauheim 2 O. Jh Lang-Göns 2 11; Tv. Ortenberg 2 II. Mlv Gießen 1 O. Tv. Ridda 1 O; Tv. Wetzlar 1 O; Tv Med.r-WoUsladl 1 C, Tv. Griedell 0. 3n den Mannschaftskämpfen gelang eS in allen drei Wettbewerben den Verteidigern, auch für da- neue 3ahr zu gewinnen. Das historisch« Dölfungerhorn behielt im Bierkampf der Tv 1860 Frankfurt a M., wählend 3 a h n - S ch 11 d (5 mal 100 Meter-Pendel- staffel) und Biunhildenfchild (4 mal 75 Meter-Sdeffet für Turnerinnen) vorn Tv. 1817 Mainz verteidigt und behauptet wurden. Die Mannschaftskämpfe waren äußetft fpannenb. Sugenbfpleltag des Deutschen Fuhball-Bundes. Der Ougenbfpleltag bei D F. B. am Sonntag stand im Zeichen ungünstiger Witterung. Der wahrend des ganzen Tage» anhaltende starke Wind, oftmals mit Regen untermischt, sowie eine für die jetzige 3ahreSzett ungewöhni'.che Kühle brachten die ganzen Veranstaltungen um einen guten Teil des angestrebten ckrsolges. Die erhoffte grobe Zufchauermenge, die man für die Spiele und Läufe der Kleinen und Kleinsten interessieren und gewinnen wollte, blieb insolae | bei unfreundlichen Wetters auS. ES war nut die verhältniSrnästig geringe Zahl der unentwegten Sporlplatzbcfucher. die fich die Treffen der Sin- heimifchcii und Gäste nicht entgehen lassen wollte. Die Spiele litten sämtlich unter dem herbst- mäbigen Sturm, der sich auf dem Platz der Spielvereinigung fo recht auSwirken konnte. Der gebotene Sport blieb durchweg hinter den Erwartungen zurück. Einigermaßen entschädigt für die genügen Leistungen auf dem Spielfeld, an denen ieöod) weder Ausschuß noch Spieler, sondern lediglich das fu-bgllunfreundliche Welter die Schuld trugen, wurde man durch den guten Eindruck. den die ÜNannschast aller Vereine beim Sternlaus und anschliestendem Marsch durch die Stadt hinterlieben. Den Re'.grn der 71t l ballspiele erössneten die beiden zweiten Schülermannschaften von Spi-' -1 inigung .950 und B. f. B. Letztere gewann Inapp. aber verdient mit 1:0 und erwarb damit als einzige B. s. B.- Mannfchaft den Siegerwimpel. Anschliehend traten bieörittcnSugcnb- Mannschaften der be ben hiesigen Vereine gegeneinander und lieferten sich ein z emlich gleichwcn'igeS Spiel, das die kräftigeren 1900er mit 4:2 gewinnen konnten Srft tun vor Schluß fielen die be den fiegbringenben Tore Die nächsten Gegner waren B. s R. Butzbach zweite 3ugend und D. s. B. G lest en »Weile Tugend. Den Wind im Rücken, lieferten Die technisch besseren Ginheimischen ein annehmbares Spiel und gingen mit 2:0 in Führung. Rach dem Wechsel gelang es Butzbach, zwei Durchbrüche erfolgreich abzufchliesten und fo den Ausgleich au erzielen. Die voSentfcheidung brachte Butz ach Slcg und Wimpel. *2iU Srfatz für die au-gebliebene Laubacher Schülrrelf trat eine au- den zweiten S ch ü l e r m a n n f ch a f t e n der hiesige Vereine uifammrngeftcUte Mannschaft gegen die Schüler bem D. F. B. 3m Anschluß hieran zeigten 3ugenb und Schüler der Le i ch t a t h l e l t k des Platzoererr-i einen firnen ÄuAschmn auS ihrer gymnasti'chen Tätigkeit. Sa- folgenbe Tressen zwischen der ersten Jugend von V. k. R. Butzbach und der gleichen von B. s. B. G i eh en bet nicht den Sport. dechttl Roaels hatte ac-er zur Folge, datz Luh als Bez'rksme;ster gilt Iugendsahren über 2 Kilometer. Die Jugendlichen fuhren «in äusterst schanes Rennen, be; dem harr um die Entscheidung gerungen wurde. D e grsatzrenen Zeiten find als rech: befriedigend anzusprechen und ze tigten folgendes z-raebrns: 1. H Kircher Lauterbach. 2 M.n. 15 S k 2. B. Stomber. -Sieben. 2 Mtn. 17 Sek.. 3 0. Der! st. Pohlaöns. 2 M n. 20 Sek . 4. D. Barch. G . :n. t M n. 21 Sek.. 5 « Schäfer S eiten. 2 M n 25 Sek.. 6. H. Had;cht. Lat.teroach 2 21 n. 26 Sek. 7. O. Langsdorf. Poh göns, 2 M n. 37 Sc! Die StafettenlSufe. 4 100Meter-Sportler): 1 Sieben 53.1 Sek.. 2. H^ckt«lhtim 54.4 Sek-, 3- Krofdorf l5 4 Sck. M t oöirächttichem Borfprung ging Giehen durchs Ziel. 4 1 CO Meter <3 u g e n d l i ch e): 1. Krofdorf 57 £ !.. 2. Hachborn 1.05 M;n. Der 1. Läufer Hachborns lam sehr fchlecht vom Start und verlor dadurch gleich sehr viel Ter- cattL 4x7 5 Meter sS v o r 11« r i n n e n): 1. Sietberg 50 3 Sek, 2. Sieben 51.1 Set Den noch eraas unsicheren Steg vollendete erst di« Schiugläufer.n Krofdorfs in tadellosem Stil. 3 1 000 Meter -Sportler l. Giehen ^-Mannschaft 10.05.0 Min.. 2. Heuchelheim. 10,16.02 TI in., 3. Gleiberg 10 37.0 Mtn. Dom Start weg übernahm Stehen- bester Langstreckenläufer sofort di« Führung und arbeitete einen beträchtlrchen Vorsprung heraus, der bi- -um Schluh beibehalten wurde. Die Fuhballspiele. Dezirk-mannschaften der 1. Klaffe. Es standen sich gegenüber: Weib (in der Hauptsache Sieben, ferner Marburg, Lollar Wetz- (ar>, Schwarz (zum gröbten Teil Raunbeim, außerdem Lollar. Wetzlar und Heuchelheim). Sinn und Zweck diese- Spiels war e'.nerfeits. ein auttS Spiel zu zeigen, anderseits eine BezirkSmannschast zu ermitteln, die gelegentlich des Krei-seite- in Frankfurt mit um Vie Kreisieftrneifterfchaft fpielt. Das Zusarnmenstellen der beiden Mannschaften war glücklich, bas Gnbrefultat (3:2 für Schwarz) beweist, bah eine ausgesprochene Ucbetlegcnhctt auf keiner Seite bestand. 3m allgemeinen haben derart zufarnmengestellte Mannschaften den Mangel, hab sie im Zusammenspiel nicht recht klappen. Hier traf dies nur für Schwarz, wenigstens in der ersten Halbzeit, zu, während Weib sich sofort zufatnmenfand. Daß We.b bas Spiel trotzdem verlor, lag in der Hauptsache an dem zu wenig schustsreudigen Sturm, während Schwarz jede sich bietende Gelegenheit ausnutzte. Rach dem Wechsel nahm Schwarz eine Umstellung vor. und nun zeigte die Mannschaft ebenfalls ein zusammenhängendes slüssiges Spiel. Trotz teilweiser Ueberlegentzeit konnte Weih biS zur Paus« feine der zahlreichen Torchancen auSnutzen. hatte allerdings auch ein sehr befähigtes Schluff tri o zu überwinden. Schwarz war glücklicher und konnte bis zum Wechsel 2:0 führen. Rach Wiederantritt wurde bas Resultat auf 3:0 Derbellert. Weist gab das Spiel jedoch noch nicht verloren und konnte bis zum Schlubpfilj.2 Tore aufhvlen. Beilrfemannftbaften der Jugendklasse. Die Gruppen West und O st standen sich hier gegenüber, da» Spiel verfolgte den gleichen Zweck, wie bas der ersten Mannschaften. West stellte mit Siesten. Wetzlar. Wiefeck. Heuchelheim und Raunheim eine Mannschaft, die ihrem Gegner Oft (Lollar. Steinbach. Alten-Buseck, Fron- hausen, Hachborn) um mehr als eine Klaff« überlegen war. Das Resultat lautete am Schlub 7:1 für West. Bei beiden Spielen berührte sich die absolute Ruhe und Fairnib sehr angenehm, es waren Propaganbaspiele tm wahrsten Sinne des Wortes. Gauturnfest des Turngaues Lahn-Dünsderg. Der Turngau Lahn-Dünsbcrg (im Allgemeinen Deutschen Turnerbund) hielt am Sonntag sein Gauturnfeft In Rodheim an der Bieber ab. 258 Turner und 32 Turnerinnen hatten ihre Teilnahme am Welturnen angemeldet Am Samstagabend wurde am Kriegerdenkmal zu Ehren der gefallenen Turner ein Kranz niedergeleat Darauf fand die Kampf- richterfihung statt, ihr folgte eine Festvorfeier auf dem Festplatze. Sonntggvormittag 7.30 Uhr begannen die Wettübungen. Die Xunxer führten unter Leitung des zweiten TumwartS Keller in der Oberstufe einen Zwölfkampf, die Mittel- und Unterstufe einen Reunkamvf durch. Die Turnerinnen hatten unter der Führung des Dau- Jrauentumwarts H ö r r, Launsbach, einen Teun» kamps zu bestehen. Die ganz« Veranstaltung wurde durch das Regenwetter ungünstig beeinflußt. Dennoch wurden die Wettkämpfe durchgeführt und waren bis mittag- 12 Uhr b«nbet. Rachmittags 2 Uhr bewegte fick» trotz trübem Himmel und leichtem Regen ein stattlicher Aest- zug durch den mit Fahnen und Girlanden reich geschmückten Ort. Aus dem Festplaye b-grühte der Vorsitzende des Turn- und Sportvcre'.n- Rodheim. Deuker, die Feftteilnehrner und übergab dann das Fest der Sauleitung. Der -Veite Vorsitzende de» Gaues hielt in martigen Worten eine tiesdurchdachte Ansprache, in Der er dir hohe Bedeutung dcS Turnens für den Wiederausbau des Vaterlandes klar heraushod und trefsliche anseuernde Ermahnungen an seine Zuhörer damit verband. Anschkiehend sangen die «idttdlnebmer daS Lied .Turner aut zum Streite" Hieraus führten bei strömendem Regen die Turnerinnen allgemeine Freiübungen in sehr guter AuSkuhrung vor Um 6 Uhr fand die Siegerv«rkünd:gung statt. Aus der Siegers.ste geben wir folgenden Auszug: A11 e r s st u f « bReunkamps): 1 W Will. Wihmar. 168 Punkte: 2 K Same». Hausen. 151 P . 3. K Krauskvps, Rodheim a. d. B., 146 P Oberftus« (Zwölskarnps). 1 A Beft. Wall», ginne*, 204 P (außer Konkurrenz): 1. W Ferber. Waldgirmes. 174 B. 2 Lhr Rühl BurtburM- feiben, 172 P : 2 W Wiler. Launsbach. 172 P 3 H Römer. Wiefeck. 166 P. 4 K Fa.ltng Rodheim a d B. 161 P . 5. H Röhl D et«ck unb A. Hasfclbach. Lollar, i« 158 P; 6. 2L Dri'cher Lollar. 152 P 7 W Schmidt. Wald- glrme* 151 P: 8 L. Wagner. Lollar, 141 P.; 9. H Grcftcr. Steinbach. 140 P.; 10 «eilet. Rodheim a. d B. 131 P Mittelstufe ' \jiwiTiuniyr i. -x. vvxui, Wistmar 1?9 P 2. 21. H !>tbrand. Wiekecr. ISo P.; 3. O Bcdendender. Aut.e.z-raa'en. 185 Punkt«: 4. F. Geier. A^dach urJ> O. Bender. Rodheim a. d B . j« 1S4 P : 5. L. Lepper. Waldgirmes. 181 P.; c*. K. ckchwarz. Rattershau'en. und R. Sch .-rtic.n. Launsvich. je 179 P.: Z. ß. Becker, M-;rziar. 1Z8 P 8. D. Avis- haa'cn. Launsbach. und F. Lotz. Dorlar, j« 177 P.. 9. W. Lapp Rot.. m a. d. B.. und SL 3oft. Gcc .n-T_'eck. j« 176 P; 10. G Bem- Hardt Daibcirme*. 174 P. Unterstufe (Heuntampl' 1. E. Becker. Ruttershausen, 160 P: 2 W grl^nann. Wih- mar 154 »■ L K Ruht IHcir^lar. unh W. Rohrbach, Wil mar. je 153 P : 4. W. Bierau. Lollar, und D F.ni.na. Atzoach. je 143 P: 5. O. Müller. Lollar. 147 P; 6. H Seite. Atz- back. 146 P; 7. L. Knorz Atzbach. 141 P: 8. St Rupv. ffarbenbein. und O Rinn. Bieder, je 140 P.; 9. H. Setter i.. Rtzhach. 13» P : 10. O Speiet. öS binar, und X Schlrterste.^ CaunebuÄ je 138 'K. 5ü n Uampt *33 Mitbewerber»: LOD tt» Collar. 84 P 2. 2. Ofterhe-d. Großen- Buse.< 82 P.: 3. W Beplcr, Kinzenbach 71 P. 4. W. Hofmann, Alten-D.;'eck und X Wissemann, Lollar. je 68 P: 5 K 3g«L Lollar. 6o P. 6. 2. -Dierbach. Robhe.m a. d. B. v4 P : 7. X Sa)ön. Ruttershausen, und St Heitz. Rodhe m an der Bieber, je 60 P; 8. L. Bepler. K.n-endach^ 58 B., 9. W. Dörr. Rodheim a. d. B. 5o P ; 10. ö. Häuser Watzenborn, 55 P. Xarnerinnnen — Oberft u,fc (Aeun- lamp’) 1. X Bernhardt. Wieieck. und H. Pfe.sset. Launsbach. je 144 P; 2. M. Kreiling. W.e’eck, 142 P.; 3. 3 Mütter. Launsbach. 141 P.; 4 K Bremer, Wiefeck. 140 P.; 5. P H Idt- brand. Wieieck, 13c P.; 6. M. Ruhl, und X Kolb. Wiefeck. je 129 P; 7. E. Haas. Wirteck. 128 P: 8. G Schmidt. Wiefeck. 124 P.; 9. Bl. Kümmel. Wiefeck. 119 P; 11 S. Rvttsbaulen. Launsbach» 117 P. Unierft use sReunkampf): 1. 0. Bode*. Lottar, 121 P; 1 3. Müllet. Lottat, 113 P: 3. Mütter. Launsbach, und 3 Wagner. Wiefeck. je 111 P. 4. H. Schmidt. Dorkat. 103 P: 5. E. Viehmann. Dorlar. IW P; 6. X Reuter. Wieseck. 93 P. 7. K. 3epplet» Dorlar, und e moralische Riederlage des neuen deurichen TI elfter». der sich von einem Provinzkreisiigave e'n ein unentschiedenes äirgebm- t>on 2 2 abtro en lassen mußte. Die Oesterreichische Fuhballmeisler, hoff. Sie österreichifch« 3ußbaUineifter|(bafl w atze am Sonntag durch din cieg von „-ldmiro" mit 5 > über den BrigUtcnauer <1 d. entschieden Vdmira hat damit den Titel errungen. Fuszball-Länderkampf Schweden - Norwegen 6:3. 3m Fustball-Länbertampf Schweden — Norwegen, der am Sonntag in üelo zum fluitrog kam. siegte Schweden verdient 5:3. Grohe Franksurler Ruderregatta. Der Sonntag, der zweite Tag der Frank- furter Ruderregatra. wurde durch Da» stürmckche Wctker und den hohen IB-lleng.ing stark beeinträchtigt. Die Kölner RG. 9 1 gewann sowohl den Kaiservierer klar vor Ämiritia-Akann- beim. al» auch den G r v ft e n Achter mit ftner Länge vor Dem Frank urtrc R'B., wa end Ma n- zer RD. erst den dritten Platz vor dfafferfport Püffelhorf belegte. Dea öiner iPr.'s von der Serbermühle) gewann Fltnsch tHcandurter RB.) emxirtuag»gemäß überlegen. Ergebnisse: Hetzler-Pz«is-Aa)t«r Kaftc e. Im X.Eingang v Z. — 3ungmm ' ecer: 1 Abi 1. Kölner RG 91 7:30, 1 R-.? Worms 7:40 — 2 Abt. 1 Limburger RB 7 52. 2 Frankfurter RD. 7.58.2 S»oppdAT*e- O ’< r RB 74 im Alleingang d 11.3. Ä- .i»-Ihttrr: j Kölner RS 7:16.2. Ladenburg-Ge'- dtr r - rer 1 Kil- -inicr RD. 7 29 3ungm--.n l -er: 1 Xlaln- irr RA iHotter) 8 6 7 — 3unlor-Acht«r I. RR b#< Ebener LAE o Z. 2. Sachsenhausen- .Sranflurt s zwei mal «startet). — 1. S.ner: 1. tranf*uri r RD IFlln'ch) 7:34 1 Wonnser RA Dvls' 7:48.4 3 D ecer I. RS Bingen 7:9 8. 2 Fcandurter RE 7 58J - .Itre’er o. St 1 ÄAlrer E s W 7:48. 2 RS Hc,delbreg 7:49.8 — Än'änger-Dieser: 1. UnMnt-öffcnbe 22afkrbollri«ge des 1 F L RLrn- b#rg 4 3 (2:1). Ruf Der Schwimmbahn des Kölner Stadions rrafen sich Spurta-Köln und Pos«idon-Köln «den- 'otts zu der Z.ois Len rund« um btt deutsche Dasserballmei fterfchatt Bi» tur Pauf« lagen die :oner mit 2 0 in Front Später zoaen Mt Po'Mdvnen gleich. Rach einer r.etnen Umstellung 78CA van jänem. Oba 'n rtoln eich K.IB.HOU B Totale Verfinsterung ESzroSfV • CÜD -5»% • Wfl- rwi m ml c r ü i n ft ii n x 11 iM n g u n g dort dankt« her On allen, bk »um Die Sonneiifliifteniis vom 29, Juni, 5 50 Uhr früh in llorteuropa o r b aufstellen. Eine weitere d e u (40iL (25i). Süddeutschland (36) und Mittcldeut>chlanb bifltbiirg galt. Die Entscheidung lag hier xl 'chen Äöm und AugSkmrg. In der letzten 5ti Milchaulo e r f a fj t und übe rcn. Ue '3 1027 ibeflen» den Anfangsgehalt des Rechners auf inin: irn statt, hob die erstinstanzlichen cnflaltetc Ausstellung ine schöne lieber be» am geben. Giehener Lchwimmverein. Das (Sausest de» Baue» 1 im Kreis V sensationelle Uederraschuna war die Niederlage von Körnig (Berlin) im 100 m-Laus durch Schul- ler (Westdeutschland). 9m Gesamtergebnis blieb Berlin Sieger mit 4H Punkten vor Westdeutschland unserer Handarbeitslehrerin Frl. Weimar ter- c nen recht Oberhefsen. L'flitOtrcio Gictze.!. !—! Collar. 27. Juni. Die gestern von Der Grosze Opelpreis voirBaysrn gelangte am Sonntag aus einer 276 Kilometer langen Stade bei München durch den Daye- rischen Radsahrervcrband bei herrlichem Som- gewann mit sieben Minuten Dorsprung in 10; 07,43 vor einer drei Kopse starken zweiten Gruppe. Bei den K-Jahrern dominierte grauen« hvser-Freising Nadsportlicher Dierftäbtehampf in Augsburg Auf der Augsburger Radrennbahn fanden Sonntagnachmittag bei schönem Wetter Inter- elsante Radrennen statt, als deren Hauptri-eizniS ?cr Vierstädtekamps Leipzig-Köln Dürnberg lag hier x? i Der deutsche ermann Buse- e Fahrer und KreisouLschuh des Kreises Friedberg setzte auf Grund der mündlichen V.rhcmdlung vom 21. März 1027 ,j nitbna au»g.iallen sei und wir» die B < r u • ung al» uodegrundet unter Bestälf mertoetter zur Durchsübrung Strastenmeister des V. D R. D Berlin, erwies sich als der stör! gelang es d?r Lpartamannschast. nvch zwei tere Dore zu erzielen und damit der. Lieg ! guten Besuch xu verzeichnen . , sicht der reichen Auslagen wurde durch fra8 Aad d»r Schuljahrc gegeben: dieses, ein al.et Hal el. trug an den Anden der sechs Arme den Stossrert'lungsplan der verschtedenen Schul» ahre. ?ln den 2ki. icn. die nach Jahrgängen q,-ortnet lagen, tonnte man sehr schön fegen, wie ;e -u erlernenden TechnUen an nützlichen 7 nach Verdacht der Seuche anQtmclbet morden 11. sondern Sruchenverhcun- l.chung. zum mindesten aber Fahrlässigleit Vorgelegen habe. Das Berufungsgericht nahm Beweisaufnahme vor. kennte sich jedoch nach Lage der BcrhäknuNe nicht davon ubeizeugen. das) t^r Siantpunli des D^rufskläaers - uchiig ki und wies d.shaib in beiden Fällen die Berufung zurück Mit den Äoben des Verfahrens beiter Instanzen wurde die Slaa'.skasfe belastet. Die de den anderen ^-lehseuchensälle betrafen die ocs Philipp Derilng zu L.chenhau'rn. Kreis Scho'.len. und des Friedrich Bonhof in Lchberg Dem Imlipp B e r: i n g verendet« am 11 Rovcmder 1926 ein Bind an Maul- und Alauenf.-u*e. und dem Friedrich B 0 nh 0 f am 28. Oktober 1926 ebenfalls ein Rind In beiden Sommer' und 'D'.ntedeltwm sowie zu den Brech. dtwrn iss wurden viele Fragen aufge- wor'e und beuaiu'orttt Im allgc.netiWR ist der Stand der .Feldsrichte ÄufhebenihrlA*^ T Oppenrod 2. Juni Duft unser ttr.nrt Dörfchen dich Ich.- Felle würdig za feiern ixt» steht, l-ewies d'.e gcllnze F.ner des Nrtläbiigen ällitsionsiehes Die ganze Gemeinde und Mele auliixlri.ge Bclucher beteiligten sich an dem Fest Unser Orrsgeiftlicher. Psarner Äalb- denn- chroden-Buseck begrützte die SrMjknruen derzlich. A's ^eftpredigei ivar Pfarrer Lenz flfticnren norden <- m Missionar erzählte Gr« k-bnJk aus seu.er läilgMt Oin Gemikchree Chor aus Burk: ar Kleiden trug unter Leitung seines Str.genten, Dütgerwifte.- Ai dach, zur Ber- tchöncrung den .Helles bei Bon Kietn.Sind« xar der dortige Posaunenchor »um Feft er schienen, um mit br n hiesiaen v?r einigen Jahre von Lehrer Schlaudraf (jetzt in Leih» tiefierni geiründete ■ Polaw enchor die gemeinsam flduiiv*.-wn Lieder zu begleiten Oer Po» 'aunrnchor uxirte btng.ert von Äixisbaamivart Germer von Äk.n-LhnlK? In seinem Lchluft- die eine Äub. bei der sich der Lungen>euchenoerdacht beftätigie, juf vier Fünftel aus 1000 Mk.. gleich 800 Mk. für die zweite «uh. bei der Lungenseuchen verdacht nicht oorfag. auf 1000 Mk. Gegen diese» Urteil verfolgte der Minister des Innern als Vertreter des Staatsinteresse» Berufung on den Pro- oinzialausschuh mit dem Antrag, do» Urteil au'zu« heben und dahin zu erkennen, dah die Entlchädt^ang nach den von der vereidigten Lchahungskommtssion angenommenen gemeinen Werten festgesetzt werde. Das Berufungsgericht gewann auf Grund der vor- genommenen Beweisaufnahme den Eindruck, dah Nr Schätzung in dem vorliegendem Falle tatsächlich nach die Schneiderin Anna Lang mann in Assen- heim nicht für oeroslichtet erkannt war, der Innung anzngchoren, wurde tostenpflichtig adgewiesen. Die letzte Streitsache betraf die Berufung der 1200 Mark seit und öcrurtfilte die Gemeinde zu den Kosten de» Verfahrens. Die Gemeinde verfolgt« hiergegen Berufung an den Prooinziolausschuh. Der Provin'.ialaussch'ist wie» die Berufung als unbegründet foftenpfliditig .jururf und bestätigte das e r ft i n st a n z l i ch e Urteil. Provinziai'ausfchudsitzung. Der Provinzialcusschus) verhand.lle in ofienl- licher Sitzung am SamS.ag zunächst üt r verschiedene Uiehseuchenangelcgenhei:en In Seils Hausen war Snde Juni 192u die Blaul- und 5tlauenseuche in verschiedenen Dehösten au-gebrochen. Seorg Fabel meldete am 27. Juni 1926 den Ausbruch her Maul- und Klauenseuche in seinem Biehbestand bei der Bürgermeisterei an. Am 29. Juni fielen ein Stier und ein Rind der Seuche zum Opfer. Der Peter r b VI. meldete am 2Z. Juni 1926. vormittags ", 1 Llhr. den Ausbruch der Maul- und Klauen- 'euche an. Am 24. Juni, nachmittag-, ging ihm ein 4 Monate altes Rind an der Scuche ein. beiden Fällen wurde durch die Obduktion der Saere festaestellt, dah die Seuche schon drei oder mehrere vor dem Verenden der Tiere in den Sehösten au-gebrochen war. Der Minister des Innern lehnte die beantragten Sntfm Vorlprung. den st« im Endspurt auf drei bi» "i,r Meter oergrötzerte Die erzielten Zeiten sind '.hr ansprechend: Jaeger 3:42.9, Hinrich» 3:46. Im Damenjunior • Rückenschwimmen 1 00 Meter vollbrachte Frl. A. Mandler eine Irin« Leistung, indem sie die Ltrecke in der guten Feit von 1:42.5 zurücklegte und den ersten Bla« vor der weit zu rück gefallenen Frl. Steiper. Delphin Frank- furt belegte. Emst Müller hatte im Springen aus den fremden Brettern reichlich Pech und muhte mit 43 P. dem Darmstädter F e b e r 11 n (Jung- deutschlond). der 47 Punk'e erreichte, den ersten Platz überlasten. Berlin gewimii den Vier-Derbänderiamps. In bem alljährlich ftaltfinbenben Aepräsentotio- kamps zwischen Berlin, Mittel-, Dclt- und Eüb- deutschlond. der biesmal in Ludwigshasen aasge- trogen würbe, konnte Dobermann (Köln) im D »its 0 runa auf 7,53 m einen neuen a u f und wie» die Klagen al» unzulässig zurück. Mit den tieften beider Instanzen wurden die llagcr.b.n Besitzer der Tiere belastet. Ein fünfter Fall betraf die Berufung des Ministers des Innern gegen das Urteil des flreieau»« lchustes des Kreises (Liehen vom 22. Nao. 1926 be treffenb: tilcge des Heinrich Urhahn IV. in Llch gegen Festsetzung der Entschädigung für jroei meßen Lungenscuchenverdocht» geschlachtete Kühe l)»inr. .....ehe Anord- Deutschen Schwimm verbinde» (D. 6. D ) fand conntag m Darmstadt aus der schön gelegenen de» Besitzers an ber nicht fristgerechten Anzeige 00m Zlusbruch ber «euche ober vom Seuchenverbochl nachweisbar nicht vorliege, ber Minister des In, nern eine Entschädigung jubiUigen. Diese gesetzlichen Bestimmungen seien einzig und allein hi r anaxnb- bar. Der Provinzialausschuh gab den Berufung brauchsgegenständen geüb: und renoertet worden Liu?. Die bunte Verschiedenheit in ber 3ufam- mensteilung der Muller und der Farben veran- lchau?ichte sehr deutlich, dah der Unterricht kein schadlonenhastes Rachmachen, sondern ein dem inodernen ArdeitOschulgedanken gemährt selbständiges Durchdenken und Erarbeiten :st. Besonders hcrvorzuheben ist eine von der Lehrerin selbst erfundene praltifche Handarbeitsschürze, eine sehr s.nnreiche Vereinigung von Schurze für die Schu- .rin. Schutztuch für Den Tisch, Um'chlagtuch zum Lchuy der Arbeiten und Beutel zur sicheren Aufbewahruna und gutem Tragen Der Sachen. Für die felbftiD’e Veranstaltung der Ausstellung gebührt der Lehrerin der Dank der Gemeinde. ~ Odenhausen. 27. Juni Aus De ran- lassung des LandvirtschaftsamteS Srünberg werden alljährlich in den Monaten Juni und Juli in einzelnen Gemeinden seine- 55 Gemeinden umfassenden Dienstbezirkrt Feld- rundaänge veranstaltet. Diese Runogänge sind lehr werrvvil und tragen dazu bei. Fehler und Mängel in der Bearbeitung, lowie Fragen aus den verlchiedensten Gebieten des Ackerbaues, Pslanzenbaues usw.. aus dem Acker zu belprvchen. Landwirt^chaftsaNeslor Dr Selzer hielt gestern morgen einen derartigen Rundgang ab. Die er- lch-enenen Landwirte folgten dem Führer zu den lurrenz des Vierstäbtekampsrt, dem MannfchaflS- Berfolgungsrennen. sicherten schliehlich die Gebrüder Szeger sür Augsburg den Lieg, welche die Kölner Fahrer Don.bujch-Müllei aus bic Plätze verwiesen Ergebnis Augsburg siegt mit 16 Punkten. Köln 26. Dürnberg 15, Leipzig 14. Das Deutsche Derby. Bei strömendem Regen kam am Sonntag baü Deutsche Derby In Hamburg zum AuStrag Es siegten: 1. Frhr S. A. von OppenbeimS Map Jong (E. Prehner» 3,03,2 Min 2uote: 51: 10. 2. M I Opven!;e,inert LibcrtoS (Grabsch), 3. Gestüt Weils Fockyenbach (Blume). Kleinkaliber-Schiehwett^ampf Kopenhagen - Berlin. Aus dem Sportschiestvlay Haieaser sand durch das Deutsche Kartell für Jagd- und Lport- fchiehen der Städteweltkampf Kopenhase - Berlin im Kleinkaliberschtestm statt. Der Wettkampf, der im Rahmen der 5. Berliner e um- und Svortwoche zur Durch!uhrung gelangte, endigt« mit dem Sieg« der dänischen Mani.schast Die Düfte erzielten 7409 Dunkle .. f'reno es ö.e Berliner Vertretung auf 7336 brachte Den besten Schützen stellte Berlin: Ma, Schulz.Berlin schosz 754 Punkte im Gegensatz zu dem besten dänischen Schützen Arne Rielseir mit 749 Punkten. trug erhcblld)» 'üerkijungrn am Futz davon und muht» ins Krankenhau» überführt werden. Lebensgefahr bestcht nicht. Den Wagenführer soll kein» schuld treffen. DSN Bruchenbrücken, 27. Juni. Um Sainetagchfnb Ist die Frau »Int» hiesigen Land- wirts beim f)euoblab»n tödlich verunglück». Die Frau stürzt» au» etwa zwei Meter yi.de auf ben Zcmenlbaden. wo sie mit einem dop- pesten Schädelbruch liegen blieb. Der sofort herbei- geholte Arzt konnte nur noch ben Inzwischen ein» getretenen lob sestftellen. WSB. cheldenberaen, 27. Juni. Hier betreibt |elt einiger Feit ein junger Mann angeblich einen Weinhanbel. In diesen Tagen ist er nun von der Tolixfi erwischt worden, al» er am Brennen war. Die Polizei entdeckte bei dieser (Gelegenheit eine tadellos eingerichtete Schwär»- brennerei. Der funge Mann wurde verdat- t e t: mehrere hundert L'iler Branntwein und die Anlage verfielen der Beschlagnahme. Al reift Büdingen. △ Aus dem Kreise Büdingen. 27. Juni. Auffallend ist der gewaltige Unterschieb der diesjährigen 8cntcau6Hd)ten für Aprikosen. M l ra bellen und R c l > e- Hauben In ben oberen unb unteren Läl.rn her Aidda und Ridder. Während in dem norb- lieben T.il deZ Äre fe3 ble genannten edlen Ovflarten gar keinen Ertrag bringen, hängen in dem südlichen Teile alle Bäume übervoll von Früchten. Ganz beten brr 4 ist die- in ben Orten des Aiddertalcs von bis Höchst er Sali, weil dort die Bäume bei Eintritt der kalten Lage schon abgeblüht hatten. v. Bad Sa auf en. 27 Juni. Dee am Samstag im Tgeatrrsaal des hiesigen Kurhauses ton Mitgliedern brr G i e h e n e r Waldbühne veranstaltete ..Bunte Abend" hatte sich eines sehr guten BeluchL au erfreuen. D e 'unendlichen Theaicrspieler ernt len mit bet Aufführung von Goethes Schälerfviel ..Die Laune des Derliebtcn" groben Beifall oer Fufchau^t. San) besonder- gesielen auch die musikalischen Daroietungen. An', rechende lut'e Re^itai vnen und reizende Äunfttäiu,. itm das heitere, bunte Bild der Abendunterhaltung Stockheim. 27. Juni. Die verlautet. Plant die Bahnverwaltung einen Wettbewerb ber Gärten des Bahn- personals an der S-reck- Stockheim- Lauterbach, so daß viele Vahrtbeamte »S sich angelegen fein lassen, ihre Gärten würdig auszugestatten. Besonders bet Garten des Bahn- beami.-rt Schütt in Oberseemen mit seinem rr.chen Blumenschmuck und der praktischen Ausnutzung des kleinsten Fleckchens Erde muh als eine Sehenswürdigkeit bezeichnet werden. Auch bei der Station Rösberts bietet sich den Reiseriden ein erfreuliches Bild. Beiderseits der Dahn find die Böschungen mit blühenden Blumen gerabqu übetfät. Luv'.non sind rt frier, die in upp gster Fülle mit ihren blauen Blütentrauben die ganze Fläche bedecken. Schon mancher Rei- fenbe hat fich hier einen Blumcnftrauh gepflückt, wozu hm der Rachmutagsgüterzug, der auch Personenverkehr hat, Zeit und Gelegenheit 60t Fällen ist die Qllaul- und Klauenseuche ober der Verdacht der Seuche nicht angcmeldet gewesen. Der Minister des Innern lehnte deshalb die Entschädigung ab. Hiergegen verfolgten Ber« ling und V 0 nh 0 f Älageir iip VerwaUungS- streitversahren. Rach mündlicher Verhandlung und Beweisaufnahme erkannte der KreiSausschust dcS KrciscS Schotten am 9. März 1927 zu Rech', dah der ablehnende Bescheid deS Ministers deS Innern auszuheben und dem Philipp Bert in g eine Entschädigung von 135 Marl zu zahlen ist, und der .KreiSausschuh deS KreisH Tübingen am 19. Vlärz 1927, das; bun Friedrich Bon« h of die gesetzliche Si.'jchüdigung zuzubllligen ist. iDcu eine schuldhastc 2xenbgening der Anzeige deS S.uche.musbr-chS die ^ierbefiher nicht trcfle. In beiden Fällen wurde die Staatskasse mit den Kosten des VersahrcmS belastet. Gegen disfo Urteile versolgte der Minister trt Innern eben- fall- Berufung an den ProvinzialauSschust mit dem Antrag, dis Urteile auszuheben, da die Verwaltungsgerichte sür die hier vorliegenden Fälle zur Entscheidung nicht zulässig seien. In Art. 3 Zisser 7 d. s Gesetzes vom 18. Juni 1926 beir.: Di? Entschäbigung für Verluste infolge Tierseuchen bestimmt, bas; für Rinder und Ziegen, die vor erftotteter Anzeige vom Ausbruch brr Maul- unb Klauenleuche ober vom Leuchenoerdicht ober innerhalb 24 Stunden noch bidem Zeitpunkt verendet ober geschlachtet ober gelötet worden j nd, eine Entschädigung nicht gewahrt wird. Jedoch könne in besonderen Ausnahmesäuen, in denen ein Berichulbcn guten iNlin.jer. her Feier beige:.o>>en barten. Die recht stattliche Kollekte kvi-imt bet Misti-m 1.1 gute Die ga dNunNi4N Gtnwoh«vr4chaan(. <•': HeHrirrfni ....... 5P/. 5c(-;nc;ife«er ..... Bcrtüttt Hande ItoetekUchaU Ltommzr». au6 Trioat-fcnr. larmi’L uno IRanonaltanf . Tfut Frankfurt o. M. 27. Juni. Tendenz: freundlich Die Effektenbörse war vor dem amtlichen Beginn außerordentlich still. Etwa» verstim- die lkohlenpreiserhöhuna nicht vollkommen zur Durchsuhrung gelangt. Diese Verstimmung wirkte sich besonder» für Kohlenwerte au», während aus der anderen Seit, bezüglich der anderen Märkte daraus verwiesen wurde, dast durch die Ablehnung der Kohlenprciserhöhung eine Erhöhung der Eestehuna»kosten nicht eintreten könne. Eine Stutze gaben der Börst kleinere rheinische '!' Echzell. 27. Juni. Ein evangeli-i | sches Volksfcst feierten gestern di« K:rch«a- gemeinden Echzell. Gettenau und Bingenheim. Gegen 2 Uhr setzte sich der Festzug in Echzell mit den Schulkindern an der Spitze, geführt oom Trommler- und Pseiserchor des Turnvereins und vom Echzeller Musikverein, in Bewegung noch dem prächtigen Festplatz im Dolde unter hohen Sichen, wo sich wohl 600 Fefttellnehmer versammelten. Pfarrer Landmann- ©etunau hielt die Begrüßungsansprache. Dekan Scriba von Eichelsdorf betonte den Wert solcher Feste für das kirchlich« Gemeinschaftsgefühl. Dann spracht n der Generalsekretär des Evangelischen Bundes und frühere Dtvisionspfarree Haupt, Pfarrer in Eschbach i. T., und Pfarrer Wahl oom Gefängnis in Butzbach. Der erstere schildert« die Vorposten- arbeit des Evangelisten Bundes am Rhein, in Oe- nunb in Posen, aab ein ergreifendes Bild irängni» und der Treue der Evangelischen in dielen Gebieten und mahnte die Evangelischen in unserem Lande zu gleicher Treue. Wohl zeigte an Hand seiner Erfahrungen in der Gefongen«nseel. sorge, dast das Verbrechertum nur dann zuruckae- drängt werden könne, wenn das gesamte Lolk sich aus den Grund des christlichen Glaubens stell«, in dc..i die Kraft der Erneuerung liegt. Pfarrer Siebeck, Echzell, sprach das Schlußwort. Die Reden waren umschlossen von Gemeindegesang, Kinderchor und Vorträgen des Musikoereins Echzell und der »«reine Echzell, Gettenau und Bingenheim. etter war der Veranstaltung günstig. Das Fest soll für die Gemeinden in Zukunft alljährlich stattfinden. Ärci» Schotten. . - Gedern. 27. Juni. Die Arbeiten an der Umgehungsstraße Oberseemen Gedern find schon zieml:ch weit gediehen, so dost damit zu rechnen ist, dast die Straste in nicht -u ferner Zeit dem Verkehr übergeben werden kann. Für den Fuhrwerkvverkehr nach Oberseemen bedeutet die neue Straste eine wesentliche Abkürzung und Erleichterung durch Umgehung der Steigung de» Schlostberge». Bei Den AuSgrabungSarbeiten sand man kleine Huf eisen In stark vffydiertem Zustande. Man vermutet, dast diese von dem Durchzug russischer Truppen durch unsere Gegend herrühren, die sich auf der Verfolgung Napoleons befanden. — Auch die hiesige B a h n h o f S a n l a g e soll eine to e - sentliche Erweiterung ersahren, wofür eine Erdbewegung von etwa 200 000 Kubikmeter in Frage kommt. Kreis Alofelv. -er. Homberg, a. d. Ohm, 27. Juni. 3n Gegenwart be» KreisdirektorS Dr. Stammler wurde der neugewählte Bürgermeister Karl Schweiler verpflichtet. Bei dieser Gelegenheit wurde dem seitherigen Bürgermeister Spainer, der sein Amt au» Gesund» heit-rücksichten niederlegen muhte, unter aner- kcnnenden Worten ein Schreiben überreicht, in dem der treuen und gewissenbasten Pflicht- ersüllung höchste Anerkennui'g gezollt wird. 6 Dam er war vom Jahre 1906 bl» 1912 Beigeordneter und vom Jahre 1912 bis 1927 Bürgermeister unseres Städtchen» und hat stets sein Amt zum Segen der Gemeinde verwaltet. An den Aeugewählten richtete er die Ditte, sein Amt gewissenhaft zu führen und auch etwaigen Aichtwählcrn stets freundlich entgegenzukommen. andererfeitS richtete er an die Gemeinderatsmitglieder die Mahnung, zu ersprießlicher Arbeit treu zu dem neuen Bürgermeister zu stehen, auch wenn einige ihn nicht gewählt haben sollten. Eine kleine Feier beschloß den bedeutungsvollen Tag. Liebestragödie in der Wetterau. WEN. Reichelsheim, 27. Juni. Heute mittag gegen 12 Uhr fand man in der Gemarkung Reichelsheim die 17jährige Dienstmagd Frieda Balser und den 20jährigen Dienstknecht Christian Vogler mit Kopfschüssen t o t an einem Wiesenrain aus. Vogler durste zuerst die Balser durch einen Kovsschutz getötet und darauf sich selbst eben- falls durch einen Kopfschuß entleibt haben. Wie man gört, soll die Ursache In Schwierigkeiten einer eheIich en Verbindung der beiden zu suchen sein. Sie wurden zuletzt am Montag früh 4 Uhr auf der Straße nach Reichelsheim gesehen, nachdem sie vorher noch da» Radfahrerfest in Deckeshelm mitgemacht hatten.» Preußen. Kreis Biedenkopf. * Gladenbach. 27. Juni. Lin am SamS- tagnachnuttag nach hier fahrendes Personenauto verunglückte, indem e» gegen einen Baum fuhr. Dem Führer, d.r allein im Wagen fast. stacheineBieneaus die Wange, er liest da» Steuerrad los, und der Wagen fuhr gegen einen Baum Der Lenker wurde erheblich im Gesicht verletzt und mußte sich tn ärztliche Behandlung beaeben. Das schwer beschädigt« Auto mufric avgeschleppt werden. Durch den Daum wurde das Auto davor bewahrt, eine hohe Böschung hinabzustürzen Maingau. WSA. Frankfurt a. M, 27. Juni. 3n der Aacht zum Sonntag sollte ein Händler wegen ruhestörenden Lärm» in der Altstadt von Polizei- beamten sistiert werden. Er setzte seiner Festnahme jedoch Widerstand entgegen Sin Trupp von ungesähr 15 Menschen, der sich inzwischen angesammelt hatte, nahm Partei für den Händler und griff d i e beiden Polizei- beamten an. Einer der Angreifer bekam dabei von einem Beamten mit einem Gummiknüppel einen Schlag über den Kopf, dast er zusammenbrach. Der 25 Jahre alte Fuhrmann Spiller drang daraus mit einem s« st - st ehenden Messer auf die Beamten ein. Siner derselben machte jedoch von seiner Schuß- wasse Gebrauch und verletzte den .Fuhrmann durch einen Bauchschuß schwer. Er mußte ins Krankenhaus gebracht werden, wo er inzwischen feinen Verletzungen erlegen ist. - Am Sonntag bracht« sich im Abortramn des hiesigen Hauptbahnhoses der praktische Arzt Dr. Ambrosius aus Hanau a. Vl. mit einem Taschenmesser mehrere Stiche in die Herzgegend tn selbstmörderischer Absicht bei. $t.4962 ,4955 Ceft adqest 59,M 59,46 69,30 69,42 ®rna .... Belgrad . . 12,493 12.512 12,49 12,31 7,41U 7,424 7,417 7,431 73,57 Bndavc O. . 73,45 73,59 73,43 iPuloarten ..049 3,055 3,047 J.053 Vitlabon . . zU,78 20,82 20,78 20,6,' Dornig - - - Vonü uün bi,72 -l,«8 61,67 61,83 2,185 2,169 2,193 2,197 Alden. . . 5,794 5.606 5,744 6,756 donoba 4.211 4.219 4,211 4,219 llru uan . 4.176 4,184 4.17U 4.184 ttafro «1,441 21.04 .1.005 21,045 Ötriin, 27 Juni «rld Bnef HrnrritonlKbe Vc’otew . « • . , #Ifl'lrtx '.'i’oi.-n . ...... iSnahfdir Ivtrn ........ ffraniöfiftbt '.X'tXrn ...... vc>Uanl>i'che Oiolea ...... jldlKiuidx V.'ottn...... ’^ornxoiftöe ‘Moten...... Tfutitb-CvikrT . i 100 *r«ara ‘Jtumonifdx Woten...... €e8tic7 - b? 23 Tgl-gZ 28. S«7xe5 29. SeixfS 21 ob->4 Schwarz sängt an. auf der Dainense-t« zu drücken. 30. T6l-bl 30. h7-b6 31. Khl — h2 31 Db7-a7 32. TgZ-gl Schon wird ein Rückzug. 32. ... 32. TbS-bC 33. D'3-e3 33. Tb^-b? 34. Sf5-h4 34. Lg6-h7 35. Tgl-61 35. 66 - 65 36. 804-15 36. Lh7xl5 37. «4xf5 37. Da7-bS Jetzt droht c5 4- f4 die Einleitung der nun folgenden hübschen Sch'.ustkomb.nation. 33. Khl-hl 38. Tb7-e7 39. De3-f3 39. b4-b3 40. a2xb3 40. c4xb3 41. I.C2-63 42. D13-e3 43. T61xd3 44. D«3xe7 41. c5-e4 42. SI4X63 43. <-4x63 44. T68-«8 Die Pointe, es droht je^t 63—62 nebst Te 1 —. Die nun folgenden O-Zuge sind erzwungen. 15. Dc7-a3 4 63-62 46. Da3-al Ein trauriger, 46. 47. Kbl-g2 48. Ke2-g3 Aufgegeben, ein aber erzwungener Rückzug. 46 1)68-14 47. Df4-«4 + 48. Dc4Xblü eleganter Schlußzug. Lösung des Endspiel» Ar. 34. Von A. Lrvitzki. 1. Sg3-e4*. Dh7xe4 2. Dc8-d8+, K66-c5 3. Dd8-b6+, Kc5-c4 4. Db6-b44-. Kc4-