Nr. 125 Erster Blatt 177. Jahrgang Samstag, 28. Mat ,927 ttn. A&. foum afiung. im Heer und in mrrbrn müßen. do hätte, txn Vertretern ofrirxigern. Der tiul- ?trco» In Deutschland linden, wenn die $k- ^eichvi, Mu. tamm ibttk M'-) antikommumsiiichen Kurses oertreter. Wefenstich ander, ist jedoch dos Äerchältnis p Rußla.b btt der radikalen Tertei. der u. a. bte Minister Lriand. Teinko# unö fierriot angehören oder nahe- sted.n. Mit Rücksicht auf bt tommenden i b 11 n , die den Nadi toten mir im Bündnis mit den Sozia- listen, jo sogar nur mit kommun isi,scher Unterstützung den Sieg über die Rechte bringen l-.n-en. möchte die radikale Partei heute noch nicht d:s Ti'chtuch zwi'chen Frankreich und Stuß la nb zerschneiden. Diesem Wohltat: chen Bedürfnis -e.ner radikalen Freunde wird Briand bei 'einer Rußland- pMitif entgegenfommen müpei Die Bk-.iehur-.7en xi Moskau werden traft der persönlichen Be^.ch^noen Tschii'cherins kaum herzlicher werden. die Schulden- Verhandlungen werden sich weiter hm-chhppen. man fiten. L itfbitnfl n bfl T28.2Bflilto. 18.40 enb SÄ fltWM. m. co, Ihre In England eingegangenen Geschälte e b - gewickelt Hal. wo, wohl In einer Zeitspanne von etwa vier di, sechs Wochen geschehen sein könnte. nimi de» vorau-sichtlich sloltgegeben Deutschland keine handhabe der tlrco» die Einreise ja enthalt der Mitglieder der muhte allerdings sein Ende Ml lljeldtl ti: btt lagcnummrr bis je* Rach-nNag rrrbet. Peet, tlr | em höhe f*r Snjei m roe 27 rn vreite öttchch 8, «teert» IO Retchspetini^- sur Xe» hlfl«eean:< ll«ton l>, tz Tbnnot; sdr den übrigen Te l itTnR Blumlche>n. für den In- De 14enteil Hart fMÜmcnn, IJwithdb in Gies'en 30 bi» V ZZ 1 Ä bl 22 ■ a & « »jo * bryig auf Artikel 16 des Völkerbundspakte, akut wurde, hat stark an Intereste eingebüßt Aber bestehen bleibt doch die Tatsache, baß Deutschland geo- araohisch wie politisch die Mitte zwischen den Westmächten und Rußland bildet, und dah daraus Verhältnisse entstehen können, unter denen unsere militärische Machtlosigkeit zwischen zwei Staaten oder Staatenblocks von größter militärischer wie poli- lecher Macht ernste Schwierigkeiten für die Führung der deutschen Politik heroorzurusen vermöchte. Da, würde z. B. schon dann geschehen, weny uns etwa von England oder einer Gruppe von Vest- ryäch.en jugemutet würde, auch unsererseits die Beziehungen zu Rußland abzubrechen oder auch nur ostentativ zu lockern — eine Forderung, der sich Deutschland im eigenen wohlverstandenen Interesse al» Brücke zwischen 0ft und West auf, heftigste widersetzen mühte. Angesichte O.efer vag» ist fcstzustcllen. dah die deutsche Haltung gegenüber dem britisch» russischen Äonfhh diejenige e.noS abwartenden und zu jeder Der'chnungSaktion bereiten hten. es tzundu üdit dilalt «er ein 1®!*}*" xigenlwue frr erraM * p;de *** kmdxn. -"kva i iu nabe. « ^nigenM^ Deutschland und der RussenKonsliKt. Die Reichsregierung übernimmt den Schutz der russischen Interessen in England .. 1*5? ; ’S» S .ttKi, om WottwjH .hr: 2* Etu» NUtrt du hau 18.05 Ubr 2i Der ünrltafia t; Jleltanö ial fr. l»nr S* eutung bet Je rlrog von 3r^e i der tcd?mld;rt bi» »15 Ufr. ilfuntr Zoolog VM Deutschland, Stellung im britisch-russischen Äon- fllft wird durch die durch die diplomatischen (Bepflo- genhetten notwendige Uedernohrne von so weitgehen, den Derpfitchtungen zweifellos belastet. Deutschland hat ohnehin leit einiger Zell In London nicht viel zu besehen, eine so heikle Aufgabe. wie der Schutz der Sowleunteressen. erfordert »in grohe» Tbiß von politischer Delikatesie. zumol unsere Stellungnahme mit der Erledigung dieser formalen Erfordernisse erschöpft sein Dürfte Zwar ist die erste Auffc...,..^, dah es sich bet der lange vorbereiteten englischen Aktion um einen Uebergang Ehamderlains mit den sonstigen gemäßigten Mitgliedern de. Londoner Äo- binett, zu den ertremen Diedard, bandle, und dah demnach ein einschneidender Wandel der ganzen britischen Politik zu erwarten sei, durch die Unter- hau »Verhandlungen und durch eine gewisse betonte Zurückhaltung der öffentlichen Meinung des oer- meinllld) für eine solche Politik gewonnenen Frankreich etwas abgeschwächt worden. Und auch der Gedanke, dah man e» in England eotl. auf einen Krieg ankommen lassen wolle, und daß in solchem Fall» die bekannte Auslegungsnote van Locarno in besten Informationen über die bolschewistische (Befahr erhalten hat und Chamdenain gewiß olle Mienen springen ließ, um bei der Auswärmung der Entente cordiale die Spitze noch '.Rußland zu dreh.n. wird man e» sich in Paris doch lehr überlegen, ob Frankreich bem Briten auf dem hriep'.p'abe ceren Moskau Gefolgschaft leisten soll. Vornehmlich sieden dem innerpolitische Bedenken entgegen. Die Rechte sondert zwar mehr oder minder laut den «ampi gegen Rußland, der ,hr gleichzeitig oer- schänter Äampf gegen die in letzter Zeit nc menihd) im Heer und in den Kolonien beä nötigt n>. anwach. Kttde kommumstische Propaganda ist. Sie wird in biefer Forderung naturgemäß unterstützt von d.n Mitgliedern des Äabinctt6. die wie Pomcare, Bar thou. öorrcut und Mann die schärfste Tonart des Vermittler 6. nicht aber die eine« .neutralen" ist. Denn hier banhdt c« sich nicht um eine politische Frage völkerrechtlich feststehender Ratur. der gegenüber man sich durch Erklärung einer formellen Aeutralirät bi« zu einem gewissen ®r abe s al vieren kann, sondern um einen Dorgang, der dte ganze politische Konstellation Europa« zu ändern vermag und uni je nach Lag» der Dinge zwingen wird, im eigenen 3nter- esie dieser veränderten Äonft.-llation gegenüber Stellung zu nehmen Der Aeich«aus, en- mi nist er hat auf seiner gestern in Stuttgart gehaltenen Rede aus diese« tiretgni« angcfpielt. al« er erklärte: .Richtig ist. wa« un« auf- r e ch t e r h ä l t." Mit diesem Zitat Friedrich« de« Großen verband er die Feststellung, daß unsere wirtschastliche Lage nach feiner Auffassung durchau« nicht so gesichert sei. v.e da« manche meinen, daß die Dekaliren unserer politischen Gage, unserer geographischen L-ige und unterer Machtlosigkeit offenkundig seien, baß er aber nicht an eine Wendung der Dinge durch Krieg glaube und für Deutschland Im Falle von Konflikten großer Dölker einzig die Ausgabe in Anspruch nehme, .den Krieg zu verhüten und solche Dölker näher aneinander zu führen''. Wenn e« allo auch zweitcllo« ist. daß Die jüngsten Ereignisse Deutschland leicht vor schwer, iSntscheidungen stellen können und daß die aanze europäische Politik zur Zeit eine tiefe Erschütterung durchmache, to scheint die klare Linie der deutschen Politik, für die Dr. Ctrefemann .nicht alle drei Monate Dilan, gemacht" sehen möchte, doch sichtbar vorgezeichnet. Dis Tsotifizierung des vertragslosen Zustandes. England- Äotc an Moskau. Conbon, 27. Mal. (IDO.) Die beute vom Haßenfefrelär Sir Austen Chamber Io In bem russischen Geschäftsträger R o f e n g o I b übergebene Tlote ist nunmehr verösfentlicht worden. Die Rote nimmt Bezug auf bie Durchsuchung des Sowjet- grbäube,, bie bewiesen Hobe, dah von dort au, militärische Spionage und u m st ü r ; - lerlldjl Propaganda betrieben wurde. Die Rote sagt, die Geduld der Regierung habe ihre Drenze «reicht und sie muhte sich jetzt entsprechend dem Dortlaut de, s)andelsabkommens al, frei von o e n Verpflichtungen diese, A b - kommen» betrachten. Die dem CeUer der Han- del Delegation und seinen Gehilsen gegebenen Vorrechte seien damit aufgehoben, und ihre Abreise ou, England müsse gefordert roJrben. Dem rechtmätzigen handel jroi|d>en beiden Ländern werde die Regierung keine Hindi »«sie in den weg legen, und die Arcosgesellschalt könne Ihre Tätigkeit sorisetzen unter den gleichen Bedingungen wie andere handel-gesellschäften in England. Eine Anzahl An- gestellter, deren Barnen mltgelellt werden sollen, würden Erlaubnis erhalten, in England ja bleiben. Die Rote schließt: Endlich hat die Regierung Seiner Majestät beschloßen, daß sie nicht länger diplomatische Beziehungen mit einer Regierung ausrechlerhaiten kann, die solch einen Stand der Dinge, wie er enthüllt worden ist, duldet und ermutigt. Die bestehenden Bedingung?!, zwischen den beiden Ländern sind hierdurch aj|nchoben. und ich stabe die Jorbcn-ng zu stellen, daß Sie sich selbst und Ihr Stab au» England innerhalb der nächsten zehn Tage zurück , i e b e n. Ich weise den Pertreler Sr. Majestät in Moikau an. Rußland mit seinem Stabe zu oer- laßen und würde mich freuen, wenn Sie Ihre Regierung ersuchen w.'>n, ihm, Mister Preston in Leningrad und Mister Paton in Wladiwostok, die notwendigen Lrlelchkerunaen für ihre eigene Ab- reise und die ihrer Gehilfen ,a gewähren. Genaue Vorkehrungen, über deren Linzechrtten Ihnen ord- wird eben in Pon» obwarten. wie sich der bri- tisch-russische Konflikt weiter entw.ckel: Deutschland» L**g< wurde hier schon hinreichend gekennzeichnet. Die Linie der de^rsckcn Po- litik ergibt sich eindeutig aus den ’JU Jtrahtutr. iien abgefperrtej Rußland kann nicht nur keinen Krieg fuhren, es wird damit auch innerpolitisch vor Probleme gestellt, die den bolfchewistischeTi Staat ms Mart treffen muffen. J’“1 yiwIdNi ,2 9. (wii- uab «. Ml Dvu ;tb H'.N tjun « ?>3nb bd tew3ata kn bie 'B-a, 'Rflfn Uni« V teri deiner °rche ®rtaü n W. unb «tut tot bc: oh. Ctb.^cii schiel gt, titelt bwdfc 25Z Eigener Drahtbericht de» ..Gießener Anzeiger,'. Berlin, 28. Mal. Wie wir in einem Xeil der gestrigen Auslage schon Mitteilen konnten, sprach ?ftem der Votschaster der Union der sozialistischen omjetrepnbliken. llrzinski. im AuLwörkigen Amt vor. um den Wunsch seiner Regierung zu übermitteln, baß bie Reich, eegiernng angesichts de» Abbruchs der Bezirhungen zwischen der britischen Regierung unb ber Somietregirning bie Deutsche Botschaft In London mit der Wahrnehmung der rnssischen Inter- essen in England beauftragen möge. Die Reichstrgierung hat diesem Wunsche entsprochen. Die deutsche Regierung konnte sich ber Erfüllung diese» Wunsche» nicht entzlchen. Selbst wenn ber mit Rußland abgeschlossene Freund- schaftsoertrag nicht bestehen würde, so hätte Deutschland durch die Ablehnung de» Gesuche» gegen einen allgemeinen als gültig anerkannten Internationalen Grundsatz verstoßen. Au» England wird nun rin weitere» Ersuchen der russischen Regierung an die Reichsregierung anoefünbigt, nämlich die lieber- lleblnng der Areo » nach Berlin und Hamburg zu gestatten, von dieser Absicht Rußland» Ist an den Mrfigen zuständigen Stellen noch nichts bekannt. Sollten die Russen mit einem solchen Gesuch an Deutschland heran treten, so würde ihm Englands Offensive gegen die Sowjets. Die Rusten machen weder einmal von sich reden. 3n ® « ■ f i^den hre Delegierten den versuch unternommen. vor einem eriauchien flrtopag von Mannern der ÄrlhDirddxifi bu Gleichberechtigung tks bolfchewislstchen Atirtschast^yslem, mit dem inbioi- bualifttfch-kapttalistischert durchuisetzen E» ist ihnen nicht gealütfi. Die Rompro r.iß'ormd, xu der man sich in Genf um b,ndaiättgkcst früher »ber fpdter die Rünbigum de» ))andel»abfo-nmen» ab sogar den Bruch der dip'omatischen Beziehungen usvermeiDlutt zu machen' Da» war vor drei Mo- Wien. Inzwstcken hat sich der brilifch.russische Äon- ilh namenflirt) In Oftalien Irtxirl zugespitzt. »o»lau Hai seine propagandistische Aktivität in iCbina voll entfaltet. Heute leuarrt die Re- - '^q der Sowjetunion natürlich entschieden. In Lankau 'hre farrt Im Spiele geh.ibt zu haben; na . enttich bestreitet sie. daß Borodin, der Berater der str-o- rtniong m Lankau ihr Bcxiufirogier gewesen sei. tft selbstverständlich so lange nur ein Streit um Worte, al* Reaierung und sto nmunistisch. Inter- rinb wiste nicht was die sinke tue. Ursache und »lieben sich gleich, mochce Borodin sein, Allmächten von Außenkvmmistariat oder von der timinlem bekommen Hoden. Rach schnstlichen B.-- , kpeisen forschte man bei der chousfuchung im ilebäubc der Sowiethandelrm' sion m Pekira rif Truppen Tfchang: o,m» mit »Ulen gewißer G 'nötidKihen und zweifellos in Auftrag der briti- l>en Regierung vomahmen Da» dort ofiendar nicht ^-.indm wurde, lallte d'e Razzia Im Lon- dsner Gebäude der Arcos das auch Ne r.t silche Lzanbetedclegafion beherbergt herbei- Ichaffen. lieber Ne Berechtigung p solchen nai:»- 'ißungen mag man streiten. Was heute der unbequemen Boi'chewisiek'..M.ision pe ch.eht. mag man n»rgen der Botschaft eine, mikilirtsigen Faschisten- Joate». etaxi Italien oder Ungarn, antun Rach Kkcht Kit England noch nte gefragt, wenn es die Sa dH hatte und e» ihm um Mach' gma Jedoch bie Ltosfa.irr Machtbader. Ne Baier der Tscheka, sind l*»tß die let ten, die z > Bert .^cern be» Reckt? de- '«n sind. Wir selb't Haden |j in Berlin ieinerjeit teiugfam Erfahrung machen können m welch r»lger Bergaick mg r 'si'che f'-inbel^lepütion und »'ihewi'l, che Propagar 'leben. So ist es der bn- nben Regierung em leichtes gewesen, in einem Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck „ö Verla-: vrLhl'fche Uiiverßltt^vich- nb 5iei,-r,ckerei R. taiqt ti »ledert Sdfrihleltiag iwb äftsWelr 5-ilRraze 7. plrzchologifch sehr geschickt vorbereiteten Feldzug mit fHlfe einer gut eingespielten Presse die o' enlliche Meinung hinter sich zu bringen, als Sir Ioynlon riirfs. der Staatssekretär des chome office seine Razzia in dem Gebäude der Arcos begann und Damit bie Unterlagen für den offenen Bruch mit ber Sowjetunion schuf. Damit ist die Offensive gegen Rußland eröffnet Die Lage ist für England günstig. Rußland ist so gut wie isoliert. Von der Ostsee bi» zum Schwarm Meer sieht es sich einer Sette von Staaten gegenüber, die vom britischen Sapif l den Aufbau ihrer Airtschatt erhoffen, wie die Mähte des Baltikums und Polen, oder die. wie Rumänien um Bessarabien willen. Englands Unlerstützung zur Sicherung ißrer neugefchafsenen _Osigrenzen bedürfen. In China ist Rußland» Stellung durch bie Spaltung der Kuomintang unb bie Niederlage der radikalen Regierung oor. fianlau aufs emp'indsichlte geschwächt. Soroohl Tschangkairscheck d» auch Tfchang- stolin si.id anttko.nmunistifch eingestellt. Und da, Verhältnis Moskaus zu der Türkei stemal Pa- schas. zu Persien unb Afghani st an ist lange nicht mehr so innig, als baß von hier aus (trglcnbs Herrschaft in Orgien eine akute Gefahr brob n könne. Bon den europäischen Mächten hat Italien, da» sich lange Ze t durch eine betagte Freund cha-t mit Moskau auLzeichne'e. durch dte Ratifizierung des Bestarabienabkommens eine deutliche Schwenkung Don Rußland weg vollzogen. Zweisrihast bleibt bie fjaltung Frankreich». Obrocb! Briand eben erst in London sicherlich die nungsmufjig Mitteilung gemacht werden wird mrr- den für 3hre und Ihre» Stabe» Abreise ou* England unb bie bet russischen Mitglieder der üanM^ betegation getroffen werden Baldwin spricht. Rur Abbruch beb politischen Dcrkcströ, abcr kein Krieg mit Rußland London. 27. Mat (DDB > An einet f.m« lermatipen Berlammlung in ber Albert-.«'»all sagte PremiertNinistet Baldwin u. a Denn die Lhinesensich von den Moskauer Slorensnedcn freimachen können, werden he keine LL'-ricrig- ketten mit un« haben Da« größte Unglück Ghmc« ist e« gewesen, daß e« in einer Z.ii Inneren Zw.e- 1 palte«, al« c# fron nationalen Ml fr-bunge: belebt war. mit denen wir in gewissem Grade sympathisieren, die Einmischung dieser mächtigen Oligarchie erlitten ha:, bu im Flamen der Fre.hett de« Proletariat« fr.-rsuch.. die störper und Seelen der Millionen Rußlaii S »u persNaven. linier Beschluß, die diplomatischen Beziehungen abzubrechen, wurde nur wegen der unerträglichen t n- rnischung in unsere inneren Angel. - a en beiten und wegen der fetnMeligen Dätiz- kett der Mo«kauer Agenten in allen Teilen Der Welt gefaßt. Or war nicht da« i>rge>ni« eine« tiefgründigen Äomptott«. da« auf Schaffung e uer Weltfront gegen Rußland hrnzlelt. L« ist ein Teil der Sowjet Propaganda, unsere Politik al« kriegerisch hinzustetten. Ich wünsche deshalb nachdrücklich zu erklären, daß der Abbruch der btplo- mat - i e d s s r u h si u rt Mb, ha» Daily Telegraph' in einem Leitartikel .fine überlegte, aber charakteristische Un- Verschämtheit- gegenüber bem briti|d)cn Parlament. bas sich soeben für bie (Entfernung ber Rusten ausgesprochen hat, nennt. — „Daily Mastzufolge hat eo TI a c b o n a I b adgeIehnt. an dem Frühstück teilzunehmen. — „Daily final* " gibt den Inhalt ber Rede wieder die Rosengoltz auf bem Frühstuck gehalten hat. Er betonte danach -die U n r d) t b e i t b r » Beweismaterial», auf (Brunb besten bie britische Regierung g. bandelt hat unb sagte, an oberer Stelle habe Leicht- g I ä u b l g k e i t geherrscht, an unteren Stellen aber feien verbrecherische fianblungen begangen worben Die Gefahr eine» neuen M frd)f * flr°6 gewefen, wie äugen- Kommuniltenöebatte in Paris. Pari«. 27 Mai. Die fronAÖfi|c;c 5tam- wer biähte.t? die Lmmui.i tif. e Öntcrp I.aticn über tie von Minister Sa traut In Ccn ant.ne (Algier) gehaltene Rede, in brr er ein cncr- g i I d) e « Borgehen g eg e n den Jtom- muni«mu« ankündigte. Die Interpclfalivn wu.de von dem kommu. i Hf^ en Abg. Lächln begründet, der bei Beginn erklärte, daß der Mmlster sich Irre, wenn er behaupte, der r. m- Sowwiag, ieb Feiertags Veils,e» Gießener ^ateihr*blätter fieimai ne Bild Die LchoLe ■ossK-Bejs,»preis: 2 Reich»«srb eeb 20 Reichspf en *1g f*j Träger» Ish*. a»ch bet Rtchler- sch» -meiRzeiAerRu-fm, infolge höherer «rcalt FersfprrchaUichltffe: II, M 112 »nlchnst ftr Drohmoch- richte». Bsjelger Gieße». psßfcheckkoat,: jreifTiriseiHoti tl«t. UebctW’e vor be» ber Pslizel. •tri« bdf> Mt*< 114 ber Uebctfancari cim*L Ausstellungs-Werbenummer Anzeigenbestellungen sofort erbeten Ä r le »u zeuge Königsberg — meßt nicht mehr t Äotono a n f 111 o • n. f ?n deS Im (tnobfneege le I < des Gießener Anzeigers, 25000Auflage, erscheint am Mittwoch, den 1. Juni trift ctngcqangcn war. Nachtrag! Tagesordnung b.-t nächsten VöllerbundSraleS gelegt »orb*n. eingtfüjL Die ± ’ rinMichkrrr. die bei der Otuabeea r.yal'.-i. dir OrunMog« ihr« Po- link war Ift rerichwunden und Unb den Nchr- bartzen 2tuÄrud d«ch bn Qultitl der Kauotocher Turnvereins würbe airf dreier Strafe von uniformierten AufstLnblge» überfallen end schwer rnltzhandelr, Tic Zk^tlplra. ewtt iiaurn enb Kinder, nach« tm fluten, wurde" aber auf FahrrL ber» verfolgt xr-b weiterhin w.tsthandrt:. Luch t» gen. Die Folgen sind doch nur. daß die Flug- Smolensk — Moskau nun- Die Rede Mussolinis. Äfutr Äurft in 2üdtirol. — Italiens Teil» nähme am Wettrüsten. Eigener Vrohtdcrichl de» siebener Anzeiger»' haben das -r - .---------- — . - mereS zu verhüten, den» fchkiefilich hätte es sich nut um Mafaryk oder ÄraauiiKj gebandelt, sondern auch, weil sie von dem Dege nicht abgehen wollen, bn» Ne bei ihrem •Inlritt m d.e Hegte» rung eingefchtagen haben. S.e verkörpern immer noch die Rärffte Finan.z.'r»st innerhalb deS Staates und was man chnen nicht freiwillig zuae- ftehen wollte, das wollen Ne erzwingen. 3m Interesse die«er Politik b achten sie bas Opfer. Ma'aryk zu wählen, btt sich ja als wandlungS- fähla genug erwiefen hat. um auch für seine 'Person einzusehen daß die Tschechollowakri nur Neue Ueberfäüe auf Deutsche in Oderschlesien. Kattowitz. 27 Mal. (®3.i Anläßlich der gestrigen Meisterschaftsspiele ber Deutschen Turnerlchaft fürPolen kam cS wieder zu schweren Auö'chreikunaen polnitcher Autstandtqer gegen Angehörig, der beutichen Minderheit. Der Turnverein Hielt i wurde bei seinem Marsch nach Weß von Aufftündigen zur Aückkehr gezwun.?en Eine Abtellung des wandte sich sodann an den Mini sie rvrSsi» de nie n mit dem Ersuchen, von dem ^gebnis — ' dem Präsidenten der A«pu- der Dahl de blik Mitteilung zu machen und unterbrach sodann die Sitzung. Das Resultat der Dahl wurde durch Funkspruch verbreitet. Beim Abschieden der ersten Kanonenschüsse stieg ein Flug- -euggeschwader von 150 Flugzeugen auf. das über der Stadt und über der Burg kreiste. Um 1X50 Uhr begab sich Mas aryk ins Parlament, um den Elbauf dieDersassungzu leisten. Er wurde aus bem Weg« von der Menge stürmisch begrübt. Die öffentlichen und vielen privaten ®e» Haube hatten Ilaggenschmuck angelegt. Der Präsident mit Begleitung wurde vom Parlafnents- sekretür in den Sitzungssaal geleitet, wo bereits alle Abgeordimten und Senatoren versammelt waren. Der Borfiyende nahm die unterbrochene Sitzung wieder auf und hielt an den wiedergo- wählten Präsidenten eine kurze Ansprache. Er verlas sodann die Eidesformel, woraus der Präsident zum Plenum gewendet sagt«: .Ich gelobe." (la nee«, Üwrtdajet. Htm haben wie endlich auch t* BerliE Wieder einmal den Bertuch zu eerc»t,ltun, In Bob Wift*»»*. Der Lhes der Heeresleitung. General Heye, weilt teil c.ntgen Tagen U Dilfrinaen »um Kurgebrauch Da ber General während DHkfbmi von dort aus fein Amt weiter verwalkt, was durch die Anwesenheit zahlreicher höherer Offt# tirre. so drS Oberbefehlshabers der Gruvwe»- kommanbvs 2. General Aeinhardt bewiese» wirb, hat Bab Wlldungen gegenwärtig fast Militärischen Eharatter ..nlchonend werden auch Borbereitungen zu ben Herbstmanövern an der oberen 2defer getrosten. «ine Ehrnng fle Hrofestor Deefrr». Huf der Tagung de» Bersins Leuts «der Oeaenteur« in Mannheim wich am Sonntag Pros. Dr b. c Junker, bU GrasdefGe» denkmbnze verliehen werbe», die höchst« 0 hrung, die der Verein Deutscher Ingenieure p vergeben hat. Die (ifenbatznattenlskr von teiferde beHnabchk. Da» vreust,sch« 6Ma«wilnHfrrtum hat enst,rw chenb Dem Vorschlag de» Junten üristeri um» beicht oste». ba» auf lobo'trale louleeöe Urtml de. liegenbrtm auch die Herausgabe der tägliche» Kriegsberichte gehörte. Mitt« September 1914. nach ber Marneschlacht übernahm ber General die Führung des 14. Ae'ervekorps das in feiner Stellung nördlich der Somme am 1.3ufi 1916 von dem ersten Stoß bet groben englische französischen Offensiv« getrvsten wurde und durch sein zähes Festhalten, namentlich bei Thiepval hohe» Aum erstritt. Am 29 Oktober 1616 wurde er als Aachsolaer deS Generals Mild von Hohenborn. ber seinerseits bte FübrnnE eines Arm.-rkorpS übernahm, preuhl scher «Minister: halb danach wstrb« er auch Das deutsche Agrarproblem. Gins Arbe des RrichötimLstriMEb. «iitsterö. Berlin. 77. Mai. iWB) Heu» abenh «prach AerchSmtmster Schiel« vor der Deutschen Weltwirtschaftliche- GekMchesi Über bas Thema .Das Deur'ch» ^rarprodteM^. Mir kV» in Teut'chiand. tührte ber Minikkr ans. I» «ine Epoche «m^ireten. in bs wir bkkfte Awrai«. bte to-.r b-.ixr ber Erweiterung ber Inkmfkw >ugewenbet Haden, auch kör die Förderung der Landwirtschaft anwenden müßten. Durch vermeidbare Einfuhr land- wirtschaftlicher Produkte fei unsere Fahlungs>.Ianz um Hunderte von TfUL ToO» warf belastet Trim großen Devi'enfrrtrag könnten wir am eheste» durch eine Korrektur ber Handelsbilanz von der Ginfuhrseita b e r einfpamt und »war fr: och Erstarkung ber de'.m'.schen Lanbwirtscha't-prvduMoe». Auf d.esa Meise werd« auch bk Bedeuta-g der Vanbvirt« schalt als Abnehmer Industrieller Erzeugnisse gehoben und grob» Mözllchöeit«, für dce Ansehung »euer Arbeitskräfte würden er'No'Vn Durch Ausbau und Bertin- fung deS ländlichen Bilbungsweseu« müsse der soziale Aang deS Bauern erhö^: Verden. Die Soz'.alpvNtik müsse auf die Begründung neuer ländlicher Arrx'.tsviän« und bk Schaffung von Aufstiegsmöglichkeiten ein- gestellt werben. Die Siedlung hat ium Zteie. eine zufrieden bodenständige B-vblki-.--z zu schaffen, die sich ihres DerwS und des Merws ihrer Arbeit bewustt ist. Für ein solches 6*6- lungswerf. so »chlost der Minister fein« Ausführungen. blek der deutsche Osten Weik» Ha um. Kriegsminifter von Stein f. Brandenburg a. d H^ 2' Mai (1MÄ) In der Aacht zum Donnerstag verstarb l» Lehnt» (Mark) der KriegSminifter a. D. und erster Ge- neralquarttermetfter in Weltkriege. General bei Artillerie Erzellenz Dr. v S t e i n im 71. Lebens- labte. Mit Stein ist wieber einer der beste» Cf-mert deS alten HeeceS zur Groben Arme» abberufen worden. Er gehörte zu jenen MUitärst. die eine glänzende Laufbahn zurutflege» konnten, die von Domberrin auf den richtigen Plast gesetzt wurden und ihn auch voll auszufülle» verstanden. Dem deutschen Dolle in seiner Gesamtheit wurde er er ft mU dem Ausbruch deS KntgeS bekannt, als Ihn der Kaiser zum General- quartiermeiHer ernannte, z» dessen Ob- munismus sei lediglich eine Angelegenheit der Polizei. Der Kommunismus fei vielmehr ein« Philosophie und eine Mirtfchastslehre die sich die Masse n erobert habe. Es fei wahr, dah der Kommunismus an die Gewalt und be» Bürgers'.ea appellier«. Der Kommunismus find« nur deshalb in den Kolonien einen guten Boden, weil fr« KolonlfierungSprr 7 ramm« d« Unter dr ückung ber Eingrao reue» mit sich bringen. Innenminister Seeaal erklärte, bah seine Hebe keine Provokation gewesen lei. Er sei im Gegenteil ber Ansicht, dah man in Frankreich viel zu lange gewartet hab«, um den Kommunist 7 us zu befdmpfen. Dtr Kommunisten arbeiteten überall gegen bte nationalen Interessen Frankreichs "Bern die Kommunisten nur bte Auswüchse gewisser imperialistischer Dichtungen brandmarken mürben, würde man nichts dagegen au sagen haben. Aber Denn sie sich selbst außerhalb deS Ge'eh«- stellten. Denn chre revolutionäre Propaganda von verbrecherischen Sabotageakten und dem Her» such begleitet fei. die Kraft des Heere« und der Marine zu brechen, und wenn endlich diefeS Merk der Zerstörung Frankreichs nicht im Damen des französischen Proletariats sondern auf Befehl und zum Autzen eines ausländische» Imperialismus erfolg«, bann s«i dast ein Derbrechen und keine Meinungsäußerung. An bleiet ungesetzlichen Kampagne feien bl e kommunistischen Abgeordneten beteiligt. Die kommunistischen Abgeordneten könnten nicht behaupten, dah in Frankreich und seinen Kolonien nicht -um Bürgerkrieg und zur Aevolulion gehetzt Derbe. Die antlmlIilariW4m Instruktionen für bte französische Kommunisti ch« Partei seien burch die Dritte Internationale erteilt Derben. Sarrau schloß, Ihr wollt den Krieg, weil Moskau nicht den Frieden will, um seine Macht ilcherzustellen. Da machen wir nicht mit. Um bas Daterland zu veNeidigen brauchen wir lediglich daS Gesetz ohne SchTväche anzuwenden. Dir Derben gegen alle Provokationen vorgehen. gleichviel ob sie von Ausländern ober von Inländern nulfleben. Der fatalistische Abgeordnete Blum interpellierte hieraus über die Art der btblo- matisch« n Beziehungen, die die Ttegie- runfl mit der Sowie!regierung zn unterhalten gedenke Sr begründete seine Interpellailon mit dem Hinweis daraus, baß ble Aebe des Innrn- Ministers zum großen Teil gegen Moskau gerichtet gewesen sei. So habe Sarraut anscheinend keinen Unterschied zwischen dem Kommunismus der französischen kommunistischen Partei und dem auslänbischen Kommunismus gemacht. Er wolle daher genau wissen, was die Arglerung eigentlich beabsichtige. Man avMMe eine derartige Aktion nicht, ohne Ihre Folgen zu 5 ber r legen. Außenminister Befand erwiderte: Er müsse als Außenminister verhindern, daß ble Außenpolitik ben Improvisationen unb ben leidenschaftlichen Meinungen, ble in einer solchen flammerfifoung oorudergehenb zum Ausbruck kömen. auegefetzi werbe. Iebermann wisse, baß ber Eitz ber Internationale in Moskau sei. unb baß ble französischen flommunlften sich ber Dritten Inter- nationale anaefchlosten hatten. In bem Falle, daß ble russische LRrgirrung e» an biplomalischer fl 0 r r e f I b f 11 fehlen lasse, die von ihr ebenso wie Don anderen Regierungen oertangt werbe, wurde ber Außenminister auf ble Tribüne gestiegen fein, um Nt Sanktionen, ble ergriffen werben müßten. aryufünbigen. Er bitte baßer, ble Außenpolitik an» ber Debatte fernzuhalien. bem direkt nach Smolensk DeilerlUegen und somit nur einen Dortell zu verzeichnen haben, zumal es Mn Vergnügen war. den s.ist vollkommen unbrauchbaren Flugplatz von Kowno anzu- sltegen. Das die Strecke nach Memel anb.traf, so war sie niemals betonier» frequentiert. Ein B-rlust entstebt olfo auch auf diese Meise der Deutschen Lusthanla nicht. Das aber viel wichtiger ist. und das schrinen. wie bereits gesagt, die Litauer zu b«adNch:tgm. ist die älnterdrückvng des Memel la ndes nach jeder Atchtung Dabei scheint man jedoch In Kowno ganz au überleben, daß die Autonomie deS MemeilanbeS durch ble Memellonventlon gefchützt unb verbürg» worden ist. In dieser Hinsicht dürfte eS wirtlich eine Genugtuung sein. Wenn l:ch der Völkerbund einmal ringehenb mit freier Angelegenheit beschüstlgt und nicht nur Lttauen selbst, sondern auch der Welt einmal gründlich die Augen üb?r die unhaltbaren Z » stä » d« össnet. Aach einer Mif.et'.ung deS Generalsekrr- tariats d«S JölkerbundeS ist auf Ersuchen der ReichSr^gierung die P e t t 11 0 » leitender mmtel- länbilcbtr P.rsönkchMten wegen Ber letzuna ber Autonomie d.-S MemelgebiettS durch Litauen, bte rechtzeitig innerhalb ber 20»ägtge» Es ist »ur r.u logisch« DeiterrntwüSung. wenn Hrrr Masa.-pk. btt 1920 mil b«n Stirnrnrn aller T'chcchrn gegen die Stimm«» aller Deut- fchen grsähll wurb«. fresmal auch dl« S t i m- barai auf bi« Dauer lebensfähig ist. wenn fk ben Deutschen Helmatrecht gewährt. Herr Masaryl hat sich bem Wahlkampf selbst entzogen: tr ist unmittelbar vorher erst von einer Krise zurückgekehrl. ble ihn burch zweieinhalb Monate In ben Orient führte. Auch er wirb babei viel gelernt haben. Sein« Wi«b«rwahl war nur möglich baburd). baß ber MinisterprSsibent S 0 « hla einen s«hr starken Druck baßinler setzt«: st« war nur möglich mit Unter st ützuna ber Deutschen. Hoffentlich behalten bie veutschen Kegle- rung»parteifn recht, wenn fl« ihm bie nötige vor- urifilelofigCelt zutrauen, um künftig ben flur» ber Tschechoslowake, noch weiter herum,zubrehen unb sie aus brr anlibeutschen Politik hinuderzusteuern in eine Linie, bte ein sriedlich « s weben» elnanber ber heiben Völker möglich macht. Litauisches Einflugverbot nach Memel. Berlin. 28. Mal. Die litauische 'Regierung hat die Einsluggenehmigung in bas M c m e l g e b I «t für die Deutsche Lufthansa vom 25. Älai ab zurückgezogen. Denn auch damit zunächst keine besonderen Folgen im Fluaverkehr «tntreten werden, so zeugt diese Mas,nähme seitens der litauischen Aegterung zumindest doch von einer außerordentlich kurzsich- ligen Politik. Aus alle Fälle scheint sich Litauen über seine Bedeutung zum internationalen Der- kehr In keiner Deise klar zu fein. Denn auch die litauische Aeglerung vermeint, damit den internationalen Lustverkehr, also In diesem Falle die Deutsche Lusthansa. zu zwingen, statt Memel Kowno anzulausen. b ist sie doch zumindest sich nicht der verkehrspolitischen Bedingungen bewußt. Lächerlich ist eS auf alle Fälle, somit die Aivalltät Memels aus dem F7lde zu schla- Deurichland ei» höchst unerfreuliches Scho finde-. Denn schlirßlüh Dingt eS ans dem Dald so heraus, tote man In ihn ßtir.rmrft Masari)lzumsichechischen5tuats- präsi-enlen wiedergewählt. Prag. rr. Mai. 'Dvlfsf 3m Abacorb- neterchauS hat em 11-22 Uhr die Stimmabgabe für die Dahl deS neuen Präsidenten der Tfchrchv- slowaket stattgefunden. Fast das gesamte frplo- matt'dx KorpS. darunter die Gesandten von Deut'chland und Oesterreich, wohnte auf den Tribünen dem Wahlakt bei. Seit 13 Uhr Ist fre Umgebung deS Parlaments in weitem Unckrets für icben Berkehr griperrt. Der bisherige Prälr- bent B. G. M a s a r y k wurde im ersten Wahlgang mit 274 Stimmen für fre neue siebenjährrge Futckt onZperirdc zum Staatspräsidenten wiebergevählt. Die ersorderliche Drei« funslelmrhrh.lt betrug 253. An der Wahl nahmen 434 Abgnrrdnete und Oenatortn teil. Es wurden 432 gültige Stimmzettel abgegeben, 104 Sttmmzetkel waren tett. Aachdem im Abarordnetrnbaus Präsident Mal»)Peter das Wahlergebnis bcianntgegeb«» hatte, erscholl im Haufe unb auf ben Galerien stürmifcherBeisall.Dk Abgeordneten und Senatoren der kommunistischen, brutfchnatlvnalen und beutfchnatlonalso»ialistt'chen Daneien batten den Sitzungssaal veriaskn. Präsident Malypeter geneigt, in Südtirol neue IDtge einzufchlagen JcM macht er plötzlich für eine verschärfte Italtanlsierung des Deutschtums Propa- ianda. rührt die Werbetrommel für weiter« t ü ft u n g e n und führt als B«gründung den Stahlhelmtag an Aach neueren Meldungen soll er dabei gesagt haben .Die bewaffneten Kräfte ber Nation tnüflen auf ben Zustanb höchster Bereitschaft aebracht »Derben. Dl^tlcdaft- lich unb finanziell muß untere Ausrüstung vollenfrt fern, unb lchlleßllch müllen konstitutiv- ndle Aefvrmen burchaesührt werben. Jetzt, too la um zwei Ia^re oerfloffen find, rüsten ble Locarnovölker zu Land unb »ur See Der große Aulmarfch i n Berlin liegt erst ganz kurze 3dt zurück Bet dieser Deranstallung w ird« eine Tufd mit ber Aufkchr fl .Bo» 'rieft b l • A - g a" mtlgefübn Das ist eine Mrabcr« Xcnommiertnl. immerhin eine Xatfadx Deshalb 16 eS die wichtigste P'lich« deS faszlsti- •eben Italien, seine Land- unb Seestreitkräste auf den Zustand höchster Bereitschaft zu bringen. Dir muffen in der Lage fein, im gegebenen -lugendiick fünf Ak11ilvnen Mann zu nw hlUletcn und mit Waffen zu verleben. Dir müllen untere Marine .«rftärken. unb untere Luftflotte muß to geivaltig werden, daß ihre .xlüge fre Gönne Ptrt-jnMn.’ DerständnlsloS tmrb das S-ut’tbe Volk b e»er neuesten Leistung des Itallemfcben M.nlsterpräfi» X-nten gegenüberiteben, ber doch nur zu gut über uns. untere politischen Fiele und untere milltärilchen Kräfte orientiert ist. Er darf sich nicht wundern, tornn feine Ali»südrungen in »um General Der Jrt. vetorverr. axan nnw Geheim-ErlafleS im Zu'am.nenhana mit d«n Friede ns« rörterunaen wurde er End« S«ptemd«r 191t von b«m dentrurrlabgeorbneten Gröber Im AeichSkag angegriffen. Die Fvlae war. baß er am 9 Oktober 1913 zurücktrat Sein Aachfvlgrr wurde der General Scheuch Seine Memoirr», bie er nach bem Kriege heravsgab. haben fo manchen Einblick in bie Zustünde der deuifche» Heeresleitung gegeben. Der Jubel in Prag. Prag. 27. Mai. (Wolff.) Die Wieberwahl Ma- jaryk» zum Präsidenten ber Republik finbet In allen Kreisen ber Bevölkerung lebhaften Widerhall. Die Blatter Heden hervor, baß der wieber- aewähll« Präsident auf feine Perfon dürgerilche, fozialistifche. deutsche und tfchechofloaxrkifche Stimmen vereinigte, was beullid) genug zum Ausdruck dringe, daß Mafaryk ein Programm, aber kein par- teipolltsiche», jonbern ein Staateprogramm h«beule. Dir Begeisterung ber Trager Vevolkerur^ über bi« Wiederwahl Tlofarnt» sand ihren Ausdruck in einer machtoallen Run d g e d u ng, die in den Adenbstunben auf der Prager Burg statstanb. Au» allen Teilen der otabl ftromt« bk Bevölkerung nach bem Hradfchin. wo sie halb bk beiden mächtigen Burghöfe lullte Aus bem Platz vor bem (Betäube ber Bura stand die Meng« flopf an flops. M a la - r y k nahm 00m Fenster au» die begeisterten Huldigungen der Mallen entgegen. Unoushöriich, di» hi ble |pakn Adendftunden. brangen zu ihm Wünsche heraus für feine Griunbheil ur» für lein« nnikre gedeihlich« IdtlaMl für bi« Republik Festliche ver- anftaltunfltn. ble au» Anlaß ber Wiedern» kl Ma- saryk» ,um Präsidenten bei Republik flattfiinben, werben auch au» zahireuhen Städten her Republik. |o au » Brünn. Madrisch Osirau. Olmüß ufro. ge- mähet Seit bem Bekanntwerdm be» Ergednifle» ber Wahl Imb In ber Ranjkl be» Prütldentcn au» allen Irtlen ber Republik und au» dem tlu»lanbt Oberau» zahlreich« telegraphische Begrüßungen unb ffilütf- wunschkundgebimgen dngegangen. MasarykundbieDeutfchen Eigener Dradibericht de» ..Gießener Anzeiger»'. Berlin. 28 Mai Die tschechl'ch« Aepublik bat »um brit:en Mal« Herrn Mafaryk zum Prä- Iidenten wiedergeiväblt Das Ist ein Erfolg, der nur leinet Perf önllchkeI» zuzufchre b«n ist. der auch nach der Dersaffung nur für ihn möglich war Denn es Ist vorsorglich bestimmt, daß ein Präsident nicht meßt als zweimal hintereinander gewählt werden bars nur für Herrn Mafaryk tf» damals eine Ausnahme aemacht worden. In jener Zeit, als bte lelbenfchaftllche Begeisterung unb der Ueberschtvang eines durch Glückszufall frei gewordenen Volkes sich üb«r- Id)lugen Damals war Ma'aryk. der Im Auslands viel lür die Anertennnung der Tkchechoflvwafel getan hatte, ber Held des Tages, aus dem Uni- verfitätsprrseNor. bet mcht phtlofophllch orientiert Dar. wurdc plötzlich bet Führer und Ao- tlonalheros eines Dolles Inzw'lhen hoi sich man.terlct geändert, auch t» ber Tschechoslowakei ist der Große--.'ddn verilogrn. die Tschechen buben elngeleten. daß fle. wenn sie leben wollen, s|tz in die Bedingtheiten k«t europälsGen Wlrt- schait e l n f ü g e n müllen, und da He eb#nfo I nü ^lerne wie flvge Aechner sind, haben fle sich Die (Entfd)äDlgung der Ausland- deutschen Berlin . 27. Mai. (WB) Der Ama-Ber- band ter geschädigten Auslanbdeutsche» und B«t- drüngten hat an Arihsregierung unb Aeichstag eine Denkschrift gerietet. In der et friortlge gesetzliche Aegelunaber gefarnti» Ent- ‘i# -iMlloeincn^eu meinen lerne '(J'ianjew ulchr in Ibplen < der »ul. «ul. knbcrn an unterer Uanfr*» n Den Torgärten. Ttafen. her nur len wird, oüßt feine Ftt'che uni» Schönkrti ein und laffe sich nicht lenen verleiten. P'lan. (ftharfathte Vermietungen Ittfterbmnv ■Mi. Zimmer tu vermieten OKUS ■ ■ flnaelbertr 19. fr> er nicht an Stelle len solche aus Stein- Crtebcf. Diana aewandl im 8er* kedr mit 8nooi* Dubhtum. I feien ifir Stadl diesen een erster Aebnl berZeihablnnoe- Branche»el Lchr. flaeeb m. tattert- anaabc u ßeug* nitablcfriiten u. 5ll6l>fi.b.i# «m Junger Boiidie für IMuble u. kand- »irtfdjah ge* we Christ, Lollar. vom Lande kann die VRtkeret und ttondttorei gründlich erlernen Hommer, Blsmarcktr M M,J) NON. Zimmer Räbe der 9{intL een 4,anennieier < 1. »i. Ju mieten ge'uche. :d>r. Sn geb. u.O4>'.8 an d. dieb-Än». erb. Gliche u. Babebär in neuem tfriHe mu v. triianieiL Räbe estsnsi Bnbnftei. • ih u beilebnor. 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C-o Her, Breslau 3r 4M Zuverlässiger Hausboiscite nicht i:nt LZodren, für sofort ael btfi> bdriniau Arnold, Vahntzalstr. 3L fetbft Aber ans eufgehängt haben. Teil tHr mit u. 4 selb t Cdbinbluber treiben ju können ilcubtcn Sie ist eine doppelte Cür.X wider drper und Geist zugleich Do sie den einen unter bie Brrmäßigkeit des anderen bringt, statt sich gegentotta-Lfchtlpiele: »Die Bäuber der 5königsschlucht". ** Bus dem Stadttheaterdureau wirb uns geschtteben: Die wegen Srkrankung des Herrn Goll verschobene Srstaulführung des Schwankes ..Der I u ß b a l l k ö n i g' findet nun- mehr am Dienstag 31 Mai. statt. Die Beuheit macht gegenwärtig ihren erfolgreichen Weg über die deutschen Sommerbühnen. t£cttcr&orau0jaae. Fortdauer de» zeitweise wechselnd wolkigen, für bie ZaHreszeit kühlen Setter» mit strichweisen Niederschlagen (Beftrlge Tagestemperaturen Marimum 12,1 (flrab ffelfiu», Minimum 4^ ©rab Celstu». Heutige Morgentemperatur 8,2 ©rab Celsius. Voraussage für Montag: Zeitweise wolkig, mäßig warm, noch vereinzelt Niederschläge. - Dorn Botanischen Garten. Die neuerdings eingettchttten Blumimausstellungen werden auch in den nächsten Wochen zugänglich sttn (Sonntag 11—12, Mittwoch 4-5 Ufa). Zur Seit sind neben der Äahcenlammlung ein umfangreiches 'Begonicnfoctlment ausgestellt, ferner eine Beide von Spiphpten (Hirfchgewrihfafern. Tillan^:a-2rten, baumbewohnende Orchideen). O b e r b e f f i f ch« r Kunstverein. Die derzeitige Ausstellung von Dr. Daniel Greiner ist nur noch in der kommenden Woche, zum letzten Male Frtttag. den 3. 3uni, während her üblichen Besuchszeiten ahn eine wertvolle Berttcherung ettafaen. Jn mvnatelanger Arbeit ist an Stelle der früheren, fr nahe gmn> loten Aläche eine neue Bahn erstanden. DU tn ihrer ganzen 2nlage den nru'rit..chen dnicrOe» rangen g recht wird Zahlreiche Opfer* reu? gt Sttftungen aus den verfcheedensten Äre n ber 2nterellentenschast forgien für bie B.-rciistettung der Mittel, ohne die das neue Wett unrnöi! ch getPeUn wäre Zu der Sröflnungs'eter am gef:.t- gen Spätnachmittag hatte sich neben zahfrc chrn geladenen Pettönlichkeiten e.ne große Menschenmenge dngefunfrn. die allesamt m t lebhafte« Gntcrcfe bie rd'Jpor.lidben «Erbietungen der flufrnttiaxn Bcit'chüler und der Angehör gen des Gießener Bell- und jnßrfluM verfolgten. Oe. Maanifizenz der Vettor d.-r Landesun i*erfl- tät Prr . Dr. Zwick würtitte In ttner kurzen Bnfprache die Bedeutung des neuettchasfenen Wettes für den Bett'pott in G eben, wie d e gefundhtttsördernde Behütung dieses Sportes ufrrbai4>t dr dankte allen epcnfrri und Förderern des Wettes in herzlichen Worten und nab dem Wunsche Busdruck, daß auch die Studierenden unserer Unltxrfität In Zukunft dem lchänen Bttispott mehr als bisher Huld gen möchten Anschließend zeigten unter der §üfarg des Ilnivettitäts-Aetlehrers Schömds einige Ctufrnten und hierauf zahlreiche M.tglieder des Beit- und Fahrlluds Dießen ihre rtttspoetl.chen Ferttgkciten in den oettch-edensten ©andr en frr Pferde und ben manni f chlen Gruppen: 1! ungen. Die Darbietungen, die dem Lehrer w.e den Leitern zur ishre gereichten, fanden allenthalfrn warme Anrttennung. ** Hobe Auszeichnung der Molkerei Grieb. Anläßlich der 33. Wanderausstellung der Deutfchen Landwinschosts-Gelell- schäft vom 24. bis 29. Mai in Dortmund wurde die von der bleflgen Dampfmollerei ®ebni>ro ©rieb ausgestellte bauerpafieuriflerte und tiefgekühlte Vollmilch mit dem 1. Preis ausgezeichnet. ** öl" Auto-Zusammenstoß ereignete sich gestern mittag (jegen i ,2 Ufr an frr ddc Sranfiurter Straße.Liebigftrafa. Dort fuhr ein aus frr Liebiastraße kommendes Pttvalauto einem anderen hiesigen Pttvatkrastwagen. der die Srantrurter Straße frrauskam. in die Slan.t dabei geriet der aus der Llebigstrafr komm nda Wagen auf den Bürgersteig, zum Glück olme Passanten zu verletzen Personenschaden ist bei ber Äarambolaa« nicht entftanfrn. dagegen erlitten beide Kraftwagen einigen Sachschaden Das eine Auto konnte mit eigener straft seine Fahrt sottsetzen. während das andere abgeschleppt werden mußte Tödlicher Unglücksfall. Der 29 Jahre alte Arbeiter Schmidt aus Aödgen war gestern In einem Stollen des Braunslemfrrg- werkes an der Leihge'terner Straße tefdäftigt, al« plötzlich sich ein Balken los löste und dem bedauernswerten Mann den stopf AerUmctkrte. ®r starb unter den Händen feiner terfaieile.ifrn Arbeitskollegen. Der Verunglückte hinterläßt tir.e Frau und drei unmündige Ätnber. * Der Zweigverein Gießen deS stath deutschen Frauenbundes ver- anftaltd hier seinen ersten Frauentag vom 28. bis 30. Mai, und macht besonder« aus ben öfsent- lichen Dottrag am Sonntag. 29 Mai. abend« 8 Ufr, in der Drosten Aula der UnlDcrlUät aufmerksam. wo Prof. Dr. Phil. Steinbüchel von hier und die bekannte Füfrettn Fräulein Helene Weber, Ministerialrat und AttchstagS- abgeorbnde Bettln, sprechen werden. Für aus- wätttge Besucher ist durch Bereitstellung dn:fl 2utoS an der Univettität noch CfrlegcntSa.d Gß-Au»- I-.NnI! mc^Jl Larner •ür ca S Mvnoie in der Ratze der lln- petfliot *u mieien ael flneeb u 4 c’ on Blttell. iia.-Iint. *lod - 5 |o*r-j Verrhrang ur.fr danlbarleit gedacht wer. en. Als Träger eines Aamns ber in frr Aechtswttlen'chrst schon in hohem Ansehen flanfr. widmete sich auch IHitiermaler dttter Wtlsen- schalt und verbrachte seine S.ufrtenzeit tn Hnfrl- berg und Vrrltn Gr prom.*Mrtle bann an ter erst ren Urutxrfuät. wo et sich auch im Jahre 1». habilitierte. Nachdem er do 15» außerordentlicher Prrfeifor geworden war, folgte er im Jahre 1003 einer Beru'ung als ordentlicher Prozessor für Strafrecht und Ltraipro^si an die Universität Vern, wo er bis zum 1. Apn. IÄ33 verblieb Seit dieser Zell ist fr.e h efige Universität die Stätte seiner Wirksamkeit. Die Zahl der wtllenschaitlichen Arbeiten, hie feiner Reber entstammen, ist eine sehr beträch'- liche. Bon bitten seien hier nur genannt: Die Parteistttlung der Staatsanwaltschaft. Kntische Beiträge zur Lehre von der Strasrerfa||en, die als außerordentlich wich, tlges Matettal für die Beurteilung des neuen Strafgesehentwutts etschttnt und dem Reichstag bei den Beratungen dieses Gesetzes norliegcn wird. Erfüllt von lebhaftem sozialen Interesse hat Miktermaier sich der Bestrelmnoen der Der- brechensprvphylare und der Cd'ubfür'orgc immer mit Wärme angenommen. Ganz besonders widmet er sich aber den Fragen ber Fürsorge und frr Rechtspflege bei jugendlichen Die dkrdnlgung für gettcheliche Psychologie uiid Psychtatiie in Helfen zählt ihn feit langem zu ihren tätigsten und verdienstvollsten Mitarbeitern. Btt seiner afrnben Arbeit an der Ausbildung frs schen Rachwuchses Ist er vor allem auch bt, den Studenten durch zahlreiche Besichtigungen von Anstalten und großen industriellen Betttefrn den Ihnen für ihren künftigen Berus so wichtigen dinblick In das praktische Leben zu vermitteln, und in einem weitverbreiteten Studien- führet hat er eine treffliche Anleitung zur Gestaltung frs iuttstischen Studiums für dessen 3ünger geschaffen. Richt unerwähnt bleiben dürfen schließlich die großen Verdienste UlUtermalert um die Volkshochschule, der er stets ein warmer Freund und Förderer gewesen ist. Mögen ihm feine Freude an der Tlatur. feine häufigen Wanderungen in Gießet Umgebung, namentlich auf feinen geliebten D uns berg, noch lange feine jugendliche Frische und vchasfenskraft erhalten. Blumenschmuck-Wettbewerb. Der Verkehrsverein Gießen beabsichtigt auch In diesem Jahre wieder Die 5ssen11 iche 'Blumenpflege an Fenstern. Ballonen und In den Vorgärten durch Zuerkennung von Preisen für hervoriagende Leistungen zu fördern. ®egcn da- Vorjahr ist eine kleine Aenderung insofern eingetreten, bafl diejenigen, die glauben. Anspruch auf einen Preis erheben zu können, dies dem Vorstände deö Verkehrs-Bercins mittels Postkarte mitieilcn müssen. oder ihren Aamen in eine im DettehrSbureau am Selterswea aufliegenden Liste eintragen lassen. Durch diese ÄamenSangafr soll Verwechselungen vorgebeugt werden. lachrot und Vota, bei Petunien ein reines Aolen- rot, Wein unfr Blau xu bevorzugen. Häu'ig sind die fleinbtinr.igeren Sorten geeigneter als die grpf'b’.ur-iQen. weil die ersteren rttchlicher zu blühen p'lrvcn. Man Perge ’e die Aach'üngung gegen Antang Juli nicht unfr ebenso n.cht die Otcfenpflege in den Dorgärien. Aalen, frr nur »eiten gelchnitten wird, büßt seine Ftt'che unfr tu oeimir en «4057 6anbnflffe 11 IL r. __>ibau______ Garage tu vermieten i4 L Rorfcenlene 3. der schon von feinen fetzten Tauertänien frr fr- tannie Fernando, der es sich zur Lefrnsaus- gafr gemacht hat. der Welt zu zeigen, fraß man auch aut diesem Gebiete Leistungen ptstande- bringen kann, die Überall Aufsehen erregen. 144 Stunden to L E) .r Se nanbo fro4Tanibet.i fchw-.n- gen. Vor ehum Zähre hat er es auch schon einmal versucht, allerdings einige Stunden weniger unfr nun glaubt er In diesem Fahre unbedingt seinen eigenen Attorfr übertrumpfen zu mülfew. ÜJt drei Stunden am lagt, unfr zwar von sechs bis neun Uhr vormittags, pausiert er. aber ab 9 Uhr hat er Ununterbrochen zu tanzen wofür sich ihm fünf tanzlustige Damen zur Vettug^ng gestellt haben, bie sich gttchwistettich in bw endlose Zttt teilen. Seine Olahrung nimmt er tanzend ein unfr im übrigen vertreibt er sich mit 3tgaretten die Müfriglen Auf alle Fülle — Berlin hat feine Sensation. Da» Balo bet Osnabrädn Strafraräuber ge anfrn. 3n 9 9 ft r u p . r.a e Nienburg ist der Kraftwagen, m.t dem bie Osnabrück, r Aäu^ee flohen, aulgt'unfrn »orten. Die Aäuher haben ben Wagen stehen taffen. Wohin fle sich gewandt haben, ist vorläufig noh ungeQärt Vettchükttt. 3n Frttwaldau ixr. ciagsn) »urten in einem neuen, etwa 4 Me er tiefen Lonschacht einer Dachstttn- unfr Falzziegel-Fabrik be.rn Aushcfrn eines Grabens ein Schachtmeister undein Arbeiter durch 8u*ammenltür.>enfr Qrfr und Brettermalfen verschüttet unfr getötet. Beibe waren verheiratet. Bin dritter Arbeiter konnte gerettet werden. Der Einsturz ist anscheinend durch die statten Aegengssfe der letzten Lage veruttacht worden. sttrnßenunruhen in Saloniki. 3n Saloniti kam es naa>bem berttts an Donners ag zwi'chen aus ae sperrten Tabakarbeitern. be eine Fabrik stürmen wollten, Zusammenstötze mit Polizei ftattgefunfrn batten, zu erneuten Tumultszenen Als Arbeiter die Wiederaufnahme ber Arbeit mit Gewalt erzwingen wrlüen. schlugen die Truppen mit dewehttokben auf bie Menge ttn. 'Biele Arbeiter würben verwundet. Ein Kommunist, der an bie Menge aufreizende Aeden bleit, wurde verhaftet. Die Xabafarfrlter versuchten ihn zu beftden, wurden aber von Kavallerie ausein- anbergetdeben. Fräölsis od. Fraa aut Beaullichtigung eines «uefiellungs- raume» aelucht. 6*rl Cturtratb. l*iöbelfaOnL Asterweg 47. ImD Lehrling fjr brffere» Tetall- aeschalt gesucht Lchrtltl «n eb unL 04036 an ben Gieß. Anzeiger erbeten. Tüchtige Spred) anüen- hille ♦ür Tenttfieiipratts lo'ort gesucht. 6tbr. Sngeb unter &H2D an den Gieß «n». Gesucht »u einem kinderlosen älteren Ubevoar ein ürtigev. brave» Mädchen achtbarer Ellern. — filier nicht un'er 20 Iabre. Zeugnisse ober Umpfeblunaea verlangt Eintritt IL Funl 1027. w »orffrirrafr 631. Za flnberl Etzevaar such' <ür bald 'krf/äimmer mit Nücheob.Suchen- frnnvung Echiiltl. Anaeb unter 0n6i an b dtrh flni erb mounongslüBiii vieie meine febr schone tz - Zimmer Wobnnna in beter Vage geg eine gleichwertige 1 oder « Z,mm. Wodng Lchiifil flngeb mit BretvangaveufryDi a d. Wteb- fln*. erb Meuli, mang °rben,lld,er Zunge Mil So chge legen den an 2ommet«äne au i m । r ’.u 6 ueliu#. Cberftfce b. t llbbl.äi unter »>i vermieten 04011 «eierstrnße *9. MSdl. tVobn- nnd 8tt>laf»immcr 6 vermiete > vlOTI evsteinanffe to. Die Sl Kragen Gravit Lugano Baldur Radio "0.60 Wiesede, den 28 Mal 1977 M21D Die trauernden Hinterbliebenen Frankfurt a. M., den 27. Mai 1927. Die Beisetzung fand in der Stille statt $106 D 3bctai Slflolet Im 81 Lebensjahr*. In tiefer Trauen Ter Vorltanb. 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UUek An*. ctIk Ixr jdf Stsr r?仫e-1 Zum Pfingstfest für den Herrn den neuen, modernen Für die vielen Beweise treuer, innigster Anteilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank Kaufmann übern. Heimarbeit, Efel ragen von t<ü» chern. Mahnungen u Beitreibungen u. «onu. sche. Arbeiten, idrrdbt ancd tJiifi* Umschläge. <2cbtiftL An.iebo.e unu IM-Gi an den tlfk An». Auto, h lag und -lacht. Bunter Abend | »rotze» Programm, vi» 4 Udr aeORneu Mädchen I» a. lacht tlrl lang in thiodi» O.uisonlt. Lchrtiti Angebote nnt (XW7 an den »letz. Ans. Bonn?niianfl?n ßrölnrelln Jnöuftrir Sptift- fartoffeln Cualttät enb ptrt»« wert empRrblc “*D H. Sauer A Co. »arten rase 13 relevdon UM tfaaer. »trphanucht Arbeit irgend welcher Ari «chr Angeb unt (Bäu an den »Ich Aul erb. Stigtr liielitrö mit WeBelL gut et- bal i., 2 <)L btU. gea. bat au oerk. Vubtuirtitr. 10 )L lehr aut erhalten, billig »u verfaulet». 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Das ist ein Jahr her in briem Jahre hat es auch aus Ministermund der allgemeinen Redensarten über die bellere Pflege der deutschen Sprache genug gegeben aber zu Biden konkreten Vor'chlag der protestantischen Kirche hat weder Min!sterprä«'.benr noch Unter- richtsverwaltung inzwischen ein Don der Antwort gesunden. Dle Menschen m-hten ia Engel sein, wenn »le unter B.dce Umständen den D.r- dacht, dast man he bet Ber Aeg.erung nur mit allgemeinen Redensarten abipei e«. le L.rll.ch- krit aber garniches bew.Utgen wolle, mchi hegen würden I Deebalb steht nun _ber riio'sische und lvtdnn friftbe Protestantob er kirchlich ober poiuitch iroendwie zu Stone kommt, in ber Spratben’rogr geschlotzen argen bie Aegierung' Aber noch be^-d) nenber al» bi de» ist ber Ümftanb. Bast bir katholische Presse, sowie ste burch bie Berichte von bie|en Vor- gingen im evangelischen Kirchenpariament erfuhr, s'ch diele Angelegenheit aneignete und mtt ihrem gewichl.gen .-an bie protestantischen Forderungen unter nützte KachLr^cktich wirr ber iflfafkr* daraus hm. wie durch birfe» ttorgrbfn der Aadi- kalumu» in brr tknnbigi.: .i ber JVrniatredMe. ben die Äegienmg *o furchtet und so heilig eekampst. mehr al» durch iroenb etwa» andere» geftarf: werke. 2»Ue von solchen zkoba«fett:ngen her bc» Verlangen nach Vermaltungzaulonome ober nach Suionomie überhaupt feine arbstte ciatle und immer weitere Verbreitung feninrr «bf.e«eben von ben CA AA-I 90000 lOOOOO Schweiz J 5000 350000 Türkei Finnland 350000 1SOOOOO 'len Wand 2oooo >00000 Lettland 1*000 nocoo Frankreich reoooo -.0x000 Russland 800000 Aoosooc 183000 6 OOO OCX" 82 OOO 600 000 ISO OOO ) SOOOO ' [ngiand Belgien Italien Portugal (jr/eenen. L andesgrenz en früher deutsche Gebiete 50000 sooooo 60000 500 00% Deutschland 100000 00000 Ho’iand 30000 $00 00c Oesterreich 30000 10000 .'anemo-x 11000 iso 000 X Bulgarien yvx-. .fester v >• yi^garn / wetz Erklärung Friedensstärken Rückblick auf den Sietzener Ronzerlwinter 1926/27. Während bie groben Musikentralen den Kampiplatz für Ben Streit neuer Richtungen in der Mu'ik Barstellen, ist Bas Mufikleben der mittleren Lrtädie Sammelplatz für Bas Bewährte, denn für he ist Bie Musik nicht Ausdruck von Parteilichkeit. sondern rin wichtiger LebenSfaktor. Die Musik sührt in anderer Delle an das Mesen der Singe heran, als sie sich uns sonst im täglichen Vebcn erschllechen. So werden die Ereignisse der Umwelt durch die Musll mit neuen Werten ersülit. so gibt die Musik mit ihrem Sri eben «ine Stärkung unserer Lebens krast. Aach den Stunden innerer Einkehr im MusUalllchen wtrd unser Writinld in anderem Licht« ericd die im Lebenskämpfe notwendig« Spannkraft wird «drischt, und wir bleiben vor nüchterner Wnfeihg- feit bewahrt So kann die Mulik zum gestaltenden Faktor im Leben der menschlichen Gesellschaft werden, sie wird aber auch zum inneren Bindungsmedium zwischen denen, die in Gemeinschaft das Gleiche erleben, und facht so einen gesellschaftlichen Kreis zur Einheit zusammen. Jedem, der dte Orchefterion.zerw des vergangenen Winters in den Aäumen des Stadt- theaters besuch« bat, wird «s nicht entgangen 'ein. dach diesem Ontrüden aus dem Alltagsgetriebe der Ausdruck eines Festlichen auch «chon im Aeucheren gegeben wurde. Aber gerade dieses an sich Lächerliche Moment bedeutet doch für viele gleichzeitig eine innere Bereitschaft für Werte, die über dem Aahmen des Alltags stehen. Hat nun diese Wertgeltung der Aursik ihre .nnere Seoechtigung. so steigt in demselben Grade B.e Verantwortung derer, die über das au bestimmen haben, was geschehen soll: hier in Giechen der Vorstand des Konzertvereins Zwei Fragen waren für die vergangene Kon^erkfaifon besonders brennend geworden: ber angtübrige geistig« Führer im Siebener 2Hufif- leben, Prof. Gustav Trautmann, war uns durch Ben Tod entrissen worden. Wird auch das, Das er für Giehen geschaffen hat. und w.« er sich hier ausgewirkt bat. noch in fernen Zeiten feine Geltung haben, so mustte eine Persönlichkeit ge- unden werden, die durch ben Besitz reicher Fähig- leiten imstande war. bas Gebe anzutreten, sonst wäre ein ganzes Lebenswerk jetfIaltert. Gs war ein günstiger Umstand, dah man von romc herein die geeignete Persönlichkeit ins luge gefacht hatte rnb ihr im Laute bes Konzertwinters mannlg- faltige Gelegenheit gab, Proben ihres Könnens licht nur in Einzelfällen. sondern durch das Auswirken im gr?heren Zeitraum zu geben. Mit der Wahl Dr. Stefan Temesvarhs ium Rachfolger Pros Trautmanns würbe Siechen im eine markante musikalische Persönlichkeit re-.cher Verden. Das hat er in allem crunefen, wie er bie Werke ber verschiedensten Stilperioden als auch der unterschiedlichsten Musikerpersönlich- keilen ersaht« unb durch führte. In seiner Art zu musizieren, prägt sich ein ungemein vornehmer Zug aus. der veredelnd auf Zuhörer unb Aus- sührende zu wirken vermag. Jedes Wed wuchte er mit persönlicher Aote auszustatten, ohne die im Werk gebundene musikalische Gegebenheit zu sprengen unb au verändern. Aach seiner bisherigen Tätigkeit ist er frei vom Suchen nach GsseNen. um so stärker im musikalischen Können. Wie er Deethoven tn Sachlichkeit zu erschliessen vermag, dafür zeugte bas Beethoven-Festkonzert: Auglrich aber bestätigte sich bannt, dah et auf dem Doden ber Klassiker steht, dem Urquell gediegener Musikalität. Dah er aber auch imstande ist. bet Vokalmusik eine würdige Pflegestätte tn Giechen zu bereiten, dies ergab bie Aequiem- aussührung in chortechnischer Hinsicht Die Orchesterirage hatte insofern eine ein- hritliche Lösung für ben vergangenen Winter gefunden. als man Bas Frankfurter Symphonie- orcheftet ständig verkslichtet hatte. baS in jeder Hinsicht auch die verwöhnten Ansprüche zu befriedigen vermochte. Damit waren für das Die- chener Mufikleben reiche Möglichkeiten gegeben. Deethoven stand im Vorränge als rin Motto bie Ouvertüre .Die Geschöpfe des Prometh«tS" am Beginn bet Symphoniekonzerte htnsührend »um Höhepunkt in ber Verihovenseiet (fforiolan- ouvettüre. Violinkonzert unb ^-Dur-Symphonie). Bruckners 4 Symphonie im Gegenüber von Brahms 3. . als modernes Derk Grä- nets .Divertimento", eine Auslrie anerkannter, vohlbewährler Werke. Jedes Symphoniekonzeri erhielt durch ba» Mitwirken eines Solisten besondere Bedeutung: Sva Liebenberg mit ihrer pastosen Altstimme unb unvetalrichllchen Musikalität fang Händri- arien, Lubka Kol essa gewann (lhop.ens Klavierkonzert in L-Moll reiches, blühendes Leben ab. Anton Dit«k meisterte in klassischer Abgeklärtheit und Durchgriftigung Deethovens Viollntonzert. Siner Ghreitpflicht kam man durch die Ausführung von Brahms .Deutschem Aequiem" nach, die zu einer würdigen Gedächtnisfeier für Gustav Trautmann wurde. «Hermann S ch e y-Berlin, Bariton: Aia G i n st e r-Franllud. Sopran.) Für di« Konzerte in der Aula hatte man ausgeprägte Persönlichkeiten verpflichtet, bie jede in ihrer Art ben Veranstaltungen ihren besonderen Eharakter gaben. An ihrer Spitz« fei Hriae Lindberg genannt, mit feiner staden, schöpferischen Potenz diesmal sein Didungsseld durch die Ausnahme von Mozartichen Opernarien dankenswert bereichernd. Hotte Leonard, mit ihrem staden Willen zur Gestaltung, erwies stch als Beherrscherin des DortrageS im Liede. Mit einem nur Ehopin gewidmeten Abend trat 6arl Friedberg als bewährter Interpyet für den Altmeister des Klavierspiels ein und gefaltet« Ibn mit seiner poesievollen Vergeistigung zum starken GrlebniS. Bei dieser Gelegenk)eii soll nicht vergessen werden, welche Verdienste «ich Paul Meyer- Frankfurt als Begleiter auch in diesem Winter um das Siebener Musikleben erworben hat. Sowohl bei Lotte Leonard als auch bei Helge Lindberg bestätigte eS sich dah er durchaus in die Arihe ber ersten unserer Begleiter zu zählen ist. Als ein« Geigerin in völliger Derwachsenheil mit ihrem Instrument lernten wir Martha L i n z- Berlin kennen, bie ihre Hörer zu fesseln verstand und hellste Ikgdfterunfl erweckte. Von ben beiden Streichquarteliverrinigungen (Prischerquariett. Wiesbaden. Wenblingguadeti. Stuttgart) trat baS erste für bie klassische Schaf- fenspcriode rin, während daS ODenblingquarteti Aegers op. 74 erichöpste und in ber ©egenüber- stellung mit Schuberts letztem Streichquartett (Q-Dur) zu stadem 6:folgc verhals. 'S* toäre schwer unb schlieblich sogar ungerecht. auS dieser Reih« einzelnes befondeis her- vorzuheben. denn jedes Konzen bedeutete in seiner Art einen Höhepunkt für sich: bie beste Bestätigung dafür, mtt welcher Verantwortlichkeit sich ber Gießener Konzertverein seiner Füh- rerstellung annahm. Wenn man nun wieder eine leitende mulUa- lischePeriönlichkeit gewonnen hat, büdte derWun'ch berechtigt fein, sich wieder grötzeren Choraufführim- «en zuzuwerrden. zumal ber akademi'che C-Hor in ter tcquiemauffübrunß feint Fähigkellen voll bewiesen hat, unb sich für die Orchesterfrage eine Löfungsmöglichkeit bietet. Aber auch dem a capella- Gesang wäre ein breite* Feld einzuräumen: bie musikalische Entwicklung unserer Zeit brängt dahin. denn mehr als je toenben sich die Schaffen- ben ber Vokalmusik zu. und gerade sie vermag baS im Muickalischen. waS wir meistens nur noch formal erleben, mit realem sachlichen Inhalt zu füllen und dem Streben der Zeit noch neuer Sachlichkeit Ausdruck zu verieihen -m- Ularburger Festspiele 1927. Zur Erinnerung an bie vor 400 Jahren ein, geführte Deformation unb als Auftakt aut Gründungsfeier der Marburger almj mater wurde vor ber ehrwürbigen alten Kirche zu Sankt Manen unter ber Leitung von Dr. Fritz B u b b e ein von A Pfeffer geschaffenes Marburger Aeformationslp'-el voroewelll. Auf historischem Boden und in Anlehnung an eine lehr alte dramatische Spielsorm unter freiem Himmel, vor der grauen Steinkulifsc des gotischen Langschiffes, entwickelt sich in loder aneinander gefügten Bildern, Szenen. Umzügen und Sprocygruppen bie geschichtlich gegründete Handlung, ein Spie! auS der bewegten Zeit, als alter und neuer Glaube um Herrschaft und Vorrang kämpften und weit unb breit im Heiligen Römischen Reich bi« Geister feinblid) schieden 3m ersten Akt entzünden sich bie Gegensätze im Streitgespräch zwiscsxii dem Marburger Vlld- hauer Iuppe — sein« Plastiken In der Gli'abeth- kirch« sind berühmt - und dem Maler von ber Leylen. schon hat sich bie Marburger Bürgerschaft In zwei Lager «spalten: Bilderstürmer und Bundschuhbouern stellen sich der Maipro»,efsion entgegen, mit dem Zusammenbruch der Fürstin Anna, des Landgrafen Philipp Mutter verliert die alte Macht in Hessen ihre machtvollste Stühe. Als Sinnbild der zerftörenben unb auf- bauenben Kräfte des IahrhunbertS zieht bi« Düreriche TriaS Ritter. Tod unb Teufel um bie Kirche, im Ritter verkörpert sich des l)essischan Landgrafen aufragende, glaubi-nSstarke unb zukunftsgewisse FührergestaU Der zweite Akt sucht die groben politischen Hintergründe des Spiels, bie von den beiden Aamen Pavia unb Speyer äusserlich begrenzt werden. In einer lebcnbigm Szene vom Speyerer Reichstage anzubeuten Don stader Wirkung erwies s'.ch bas anschliehende unb zum Schluhakt überleitende Zwifchmlpiel, baS Ritter und Teufel, ben Landgrafen und feinen Versucher gc.pnvin- anbedtellt; wider bi« vom Bolen Geist mächtig beschworenen Bilder vom Volksaufruhr, vom falschen Prophetenwesen und verderblichen Bruderkrieg richtet der Landgraf tvie ein Bollwerk gegen Höllengewalten sein luthenlches Trutz- unb Glaubensbekenntnis auf: Gottes Wort bleibt besteben in all« Ewigkeit Der Schluhakt sammelt daS Volk zur Siegesfeier wiederum vor bet Marburger Kirche, bie ber Landesherr dem neuen Glauben geweiht hat: die Hornberger Shnot>e hat getagt, Hessenland ist bereit unb entschlossen, sich zu Luther zu bekennen. Spieler und Zuschauer ziehen in die Kirche ein. über den Köpfen schwingt alsbald von ber Empore bie prachtvolle Feierlichkeit des nlederiändischen Dankaebetes sich auf. bann tritt ber Prediger in ber Gestalt des bd’en- j.jrburger Reformator» Adam Krassi vor bte Gemeinde, ba» kurze Schriftwort zu vedesen. und endlich gibt ber brausende, lutherische Reformationschoral von ber festen Burg Bern Spiel einen festlichen unb würdigen Ab'chlllh unb Aus- Batt Die Ausführung, zu ber außer ben Solisten aus Darmstabt. Frankfurt. Wiesbaden. Godesberg. Düsselbvri. Köln, Hamburg und Wien 250 einheimische Darsteller sich vereinigten, bot ein frilcheS. farbig und musikalisch bewegte« Bild von altertümlicher Besonderheit. Bürger unb Bauern. Kleriker unb Ordensritter. Landsknechte und Herolde, Landesfürsten und Bilderstürmer belebten in malerischem Wechsel de einfach« Szenerie: aus ihrer Gesamtheit erstand hier, auf historischem Boden, r.n einprägsame«, nachw.rien- des Abbild jener stürmischen Zeit vor vier Jahr- hundert em als bie Reformation in Marburg ihren Einzug hielt. -7- 2lbgerüfcet gabtn reftLoe Deutsch- lanb. Oesterreich. Ungarn, Bulgarien. C.ngrfet11 In blt er ö rüden?* Utfxnr.j jx bcc fle uirf-ammraiben Ctaalm tu.fugm bide ' Am gestrigen Himmelfahrttage wurde auf Anregung de« Krlegerverein« ein vor bem Kriege jahrzehntelang geübter Brauch wieder aufgenommen Aus der sog Platte be« nahegelegenen der hiesigen Einwohner zusammen, um bei Musik und Gesang gemeinsam einige Stunden zu ver- bringen 5n anerkennen«w«rter Weise hatten fick' bet Posaunenchor unb bie Gesangvereine Ceimania". ..Heiterkeit" unb .Längetkranz" ber Lache zur Verfügung gestellt Pfarrer Kalb- Henn wie« in einer Ansprache auf ben tieferen Sinn der Veranstaltung hin. ri. Reiskirchen, 27. Mai. Da demnächst ba« hiesige Pfarrhaus frei wirb, soll nunmehr die Pfarrstelle. bie seither von Pfarroerwalter Dotzert von Lauterbach versehen mürbe, von ber Kirchendehorbe ausgeschrieben und befinitio besetzt werd« n ri. Kloster Hm »bürg, 27. Mai. 3ur Freude einer groben Fahl von nueflüglem unb der kleinen hier ansässigen Gemeinde war auch dieses Jahr wieder am Himmelfahrttage ein (Botte e b i e n ft eingerichtet worben, ben stift»dechant Lenz von Lich unter Mitwirkung be« Posaunenchor« von Dors Gill hielt. rt. C i d). 27. Mai. 3m Salbe zwilchen hier unb Hattenrod, in ber log. Mailbach versammelten sich auch b'. »mal wieber am Nachmittage be» Himmel- fahrtfcste» mehrere bunbert Leute alte unb junge, auy allen Orten ber Umgegenb, um bae beliebte Waldfesl zu feiern. Da« Fest wurde bereichert durch bu Ätnmrfung be» Suchenchor» ko Surf- bcrtn’e'.brr. unter ber Leitung be» Büigenurmer». ber in lormooümbctrr Seife zwei Thsre zum vor- rrcfl brachte, und bu Polaunenchöre von Sich anb Oppenrod, bet ihre suchen Wei'r, erschallen Lutg. auf dem Glaub za und bei Unter-Widt«*hirb« plonlid) besorgt „sie haben ihr aoch mch . . and« eine Halde Krone gegeben?" Blitz war verwundert. Die Nennung ber genau« Summ« war merkwüibig. ..Senn sie «• wisse, wollen Ich habe der Dame allerding» eine halbe Krone geliehen damit sie von diesem Aaulr weg kam. unb nach dem. wa» st, mir sagte, mochte ich am liebsten ba» Aau» einmal von innen betrachten." Der Mann nahm die Algorehe au» dem Mund unb lachte, datz ihm die Tranen in bie Bugen tret«. ..Ich habe verloren Ich habe verloren Unb Bic lunger Mann — haben eie fo viel Geld dah Ste »« Io binaueawrlm können?" ^Ich habe mir wenig. Äber — —" . vermutlich hat Sie Ihnen getagt, datz sie tii dem Aau» mißhandelt würde unb entfliehe, wollte. ..Da e» für Ei« letzt doch keinen Unterschied gemocht hätte, so muh ich sagen, ich wünschte. Sie hätten eo getan. Ich hätte mir mit dem Geld einen Anteil an einem Weingeschäft kaufen können. Tiber setzt liegt der iiaü umgekehrt, und wir müssen trachten, Ihnen au bellen. Ich persönlich habe r» -war nicht allzu Überflüssig. Aber Bie haben mich früher oh genug eingeladen, unb Gott lei Dank könnte ich noch immer etwa» ’ür einen ftreunb opfern, ohne e» sonderlich zu spuren." (Er wollte In lein« Sruftta|d)e greifen. „Vlfo, wenn Sie nur ein Wort lagen -- Blitz dielt Ihn zurück Wieder hatte er ein neue» Gefühl der Warme tm Herzen ein Gefühl der Kameradschaft mit anderen Menschen, die ihm früher wie Marionetten erschienen waren Und noch dazu Dick Aonerton, an dem die anbertn fein gute» Haar HetzenI Wie seltsam die Seit doch war' ,,E» ist lehr lieb von Ihnen. Aonerton Ich kenne Ihre Vdtesse. und wenn e* wirklich zum schlimm- flen kommt, so will ich mich an Sie nnnöen " Aonerton Hetz seine Aand ein wenig zögernd, aber sichtlich erleichtert sinken ..Na. bann müssen mir kb*n. datz wir für Vie ein# Beschäftigung fin- den. E» gibt eine Menge Möglichkeiten, bei denen ein Mensch, brr fo viele Freund# gehabt hat mir Sie. etwa» verdienen kann, ohne niedrig# Arbeit zu verrichten. Ich kenne zum Beispiel einen Adnbler in der Stabt, der kaust Vorräte von Zigaretten und Zigarren und Weinen Und er Aahlt Leuten mit guten Verbindungen grotze Provisionen wenn sie für ibn Geschäfte machen. Die feinen Habana» die ich Ihnen seinerzeit verkauft habe, stammten von ihm. Ich schäm# mich nicht Im geringsten, etwa» auf dies« Weise zu oerdiroen. wenn e» geht " „Gewitz. gewitz! Ader ich möchte mich nicht unter meinen alten Freunden zeigen * Weshalb nur diese Sfruptl? Dem, 51« sich schon kein Geld leihen wollen. Io werden wir Ihnen eben ander» auf die Beine helfen." Er ging den Strand hinunter nach EHaring Trotz und betrat einen Telephonautomaten Stuf- tenb zahlte er die zwei Pence und klingelte feinen Rechtsanwalt an. Die Stellenvermittlung erwies sich al» Hofs mmg»loser denn je. Blitz kehrte tobmnöc heim, und zum erstenmal konnte er Frau Aea* hie Miete nicht zahlen Er wart sich für «in paar stunden auf» Bett und erhob sich noch vor Sonnenaufgang um nach dem Louent-Garden-Morkt zu gehen. Er war ganz steif unb eiend Ader trotzdem trottete er suchend zwilchen ben Marttwagen umher, um irgendwo etwa» zu verdienen Ein mit Blumen unb Gamüsen ,.E» ist noch offen, aber leider besteht keine Möglichkeit für mich, die Summe aufzubringen. Auf Wiedersehen. Blitz! sie sind ein kornischer Kauz, aber fünf Pfund mindesten» sind lederzest zu Ihrer Sie sie brauchen I" beladener Karren war gerade im Degfahren begriffen, ab der Kutscher ihm winkte. ..Wollen Sie rin bitzchen mithelfen? Ich befahre die strecke nach Beiham und Streatham Sie be- kommen eine Halde Krone ' ..21 bgtmacht! Soll ich hinten aiifsttzen?" Der Kutscher bejahte, und st« fuhren davon Blitz lud vor mehreren Geschäften Gemüse ab, bi» er oor Müdigkeit säst umsiei. Al» der Wagen leer war, osar ee neun Uhr früh, und er befand sich drauhen in Streatham. „Ich fahre Sie gern zurück, wenn Sw wollen". Ichluader Kutscher oor. Blitz Nickte und war, sich auf den Mi gen nieder Mit dem Kops auf ein paar leeren Säcken schlief er. bis sie wieder in die Nähe von Tonern Garden kamen. „Sie sehen recht mitgenommen au«", meinte der Kutscher, al» fit bei einem Wirtohau» hielten. „Ich zahle Ihnen eine Taste Kaffee." Gierig trank Blitz bi« beitze Fiüfsigkeit. Sein Blut begann wieder zu kreisen. Er oerob,d)iebde sich dankbar von dem Gemüsehändler unö machte sich auf den A nm weg. (Brauer Nebel hatte sich auf bie Straften gesenkt durchnoftle seine Kleider unö lieft Ihn erschauern. (Er ging langsam, öenn seine ifüfte waren wie Blei. Er beachtete die vorübergehenden nicht, doch al» er über einen düsteren Platz ging, sah er plötzlich oor sich auf dem Gehsteig ein Mädchen au stauchen. Sie blickte auf da» Hau? au* dem sie gekommen, und ihr Gesicht» ouodruck iwl ihm auf. Bie schien sich au sürchten. Aiste Blitz bemerkte, erglomm tn ihren Augen ein Hoff- nungsstraht. .Ich weitz nicht, wer 61e find." rief sie. .aber bitt# helfen Sie mir! Ich bin au» biefem Naus# entwichen Fragen Sie mich nicht»' Geben Sie mir bitte da» Geld für eine Autodroschke Ich mutz rafdj, fort!" eie rief einen Sagen an unö öiekr fuhr an den (Bebfttig heran. Flehend streckte ste bu Hand au«, während ihr Gesicht deutlich« Angst oerrtet Blitz fühlte noch der eben oerbienten halben Kron# in seiner Westentasche. „Sie werden e» nicht bereuen", fuhr ste fort. „Sagen Sie mir Ihren Namen, sagen Sie mir. wo hin ich e» schicken kann' Nur ein# halb« Krone' D bitte, rasch, sonst kommt lemanö heraus unb hält mich fest'" Blitz zog bie Hand langsam aus der Tasche Da» jeglichen .5rith4!eiien bex räumlich abgelegenen Äcnyti’ae.' brmiten zu müHen De üteerrQLt*. gefta'.zung bet Xbeoterlanlrt ist bet aller Eiofach- bell in einer psme&m wirtenben Jarbenbcn. ^ nie gehalten. die bet lauletiung bm {Hfltf$en Hochb Liamf tfrteöbetu unter frttung von Cbtt baura: 3a 11. *ur «hre gerct^l Vie Ausmahr M Cealct Hrb Io ßtbalirr baf. eine vollkommen^ liuftd erreicht wurde Eclrtat wird her 'Raue Den einer In fahlem Er!b gehauene» StuDbe:. an bet er Innen rand die möglich wir- lende nbtrefie Lichtanlage angebracht ist Die noch i:-:grf ebenen !ün t ©pariinn - Ift Per r wurde von nnem Stützen aus Kestrich bet * Weite Preis hon dem Uanbtort Friedrich Dörr non hier gewonnen Ärci# «ltzscld. -er bombe rg a d Ohm, 27. Hai. lstm 6. und 7. 3um. Pfingstmontag und -bien»tag, findet in unterem ctabtd)en da» S di ü ß c n f e ü der Zchützenailbe eine» Rlrinkallberschsttzenoer. etn» ftatl. fcomit da» Schiehen an den beiden Fest tagen stch glatt abwickeln kann, ist der an der Deg- gabdung Jlieber ©emunben—Büfefelb gelegene modern estigenchtet« Schiehstanb erweitert und oerooll fommnet worben. Da» für leben Schuhen beson- der» anziehend sein dürste, ist die grohe Htyohl der stattlichen, äuherst wertvollen Preise, darunter drei prachtvolle Pokale, die ab L 2. und 3. Prei, den Siegern winken. Neber bieser Preise trügt eine entsprechende Widmung. Auch bir nachfolgenden Prelle meisten» praktische «m Rohbau fertig- gestellt Bon einem Mitglied der Bereinigung Würbe der Bauplatz kostenlos pu: Verfügung ge- tzelu ferner wurba bk Bauarbeitern p?r. Mit- flieber». bk grtNeiueil* Maure: 'mb uneri- Elf ich --sge' chn. Durch Ll »tunar von t*er- ebet*; ©eisen, per atm durch btt tatkräftige rHille der Gernein'chatten bet llmgcgtrü' lieht sich die Gvangelckche Gemrin'chast nmi tn bei ©tand 3rietzt. he» TnNenaus -u des TVrrttr-* - Md t» den nöchiien Taschen zu b.xnbex. ung eridgen UHtb Arci* Marburg Sarburg, 27 X Am Hinunriiahn- nachmittag trutbt au« der danhftr. je Kappel und dem Srauenberg ein Ladfahrer der 22sshrige lapeienbruder R Schmidt von hier, von einem Auto überfahre» und erlitt ouster furchtbaren Berstümmel.:"»en im Ge- liche ichwere innere Berietzungen 3n hoffnungslosem du ft a n h »-r>e der junge Hann in die ÄHmf gcdrach! Maingau DSL Frankfurt a M. 27. HL Das bieijäfcnge Sanffurtei Roistandsar- bsitenprogrs,« zerfällt i» zwei Le . Der erste Teil, der eine Leihe Wegearbcitr > Ka- nalbauten Hafenarbeiten Planter-.ingsarbe.ten rar neue Siedlungen rckw umtastt erfrricn einen Kostenaufwand von etwa» über 3,5 M'l! M! während der zweite Teil des Programms rund 1,2 2HIIL Ml Kosten verursach: 3m Lahmen dieses Programm» »urd u. o eine Leihe von Degearbciten als Norbert tung der arit lKÜur.,1 des fünfttgen Wohngebiets auf den KahMächen des Grüngürtels twllchen Praunlieim und R dri. heim vorg leben, »emer und vor allem die i3rb- bewegungsarbeiten für die fchcn leit langem yro- idturte ÜldirtliMcrung bet Waldbahn n^ch Leu- Isenburg. Bel dem ersten teil des T. t ünbd- ardeltenproaramms tonnen rund 1100 5nrtrb6- Ick auf drei bis vier Monate beleb ding, werden, während für bas Programm II für *00 bis 450 Mann auf bie Dauer von drei bis vier Moralen Beschäftigung schaffen nird Gestern abenb gegen 0 llhr fuhr der Gaswerksangestellte 3obann 6 i 111 g aus Lied der in Begleitung mehre.er Freunde einer Besichtigung des Aranllurier Cent.rfl beigewohn« baue, auf bem Rückweg in der Mainzer Landstrastc Dcke Wiesbadener Straste in ein Auto und wurde überfahren. ®r muhte mit einem Stadel- bruch und schweren inneren Derletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden wo er feinen Berietzungen e r l e g e n ist. — 3n der Lacht Auin 24. Mai brachen unbekannte Diebe m einer Billa In der Bölckerftraste ein wobei ihnen maf'ive amerikanische CllbftbcRede. 3nvaliden- marken und Bargeld in die Hände fielen An- scheinend dieselben Burichcn verübten dann in der ©tettenstraste morge: y 5.30 Uhr einen neuen Einbruch, wobei sie 180 Marl Bargeld erbeuteten. Beim Derlallen des Haute» wurden sie von dem Blllenbefitzer gesehen. 3n der Ihn- st raste wurde kürzlich ein Dohnungsri n- bruch verübt und Kleidungsstücke, eine llhr und Bargeld gestohlen In den LLchten zum 20. und 21. Mai wurden un Mittelweg ->wei Woh- nungsetnbrüche verübt, gestohlen wurden zwei Pelzjacken und Silberiachen lm Werte von 2500 Mark Die Marburger Jubiläumsfeier. JJ Marburg. 27. Mai. Zu dem heutigen 400jährigen Gedenktag der Einführung der Reformation in Marburg waren zahlreiche Vertreter aus allen Orten der drei oberhessischen Kirchenkreise hier e'.rwetrof'en In der am Hlrnmcllahrttage neu gett^lytcn 'plärr- kirche sand vormittags ein zahlreich besuch'er Gottesdienst statt, bei dem Landespsarrer D. Dettmering. Kassel, die Festpred g: hielt und der lutherische Kirchenchor m iwrrtte In einer nachmittags ebenfalls dort abgehobenen Fe st Versammlung brachten die Vertreter von llmverit». ckeologllcher FakuUd: Kfr-chen- rrgierunj Stadt Marburg und Masövrnrr Lchu- len ihre Gi-ckwi.richt dar Pros D ^ersuc* link Jiarturg trürbigtv tn einem Dd>cK*bL8> die Verdienste bei hrillschon Ttrirr: totrti "Xbar' Krus» Am SpLtr.schmirn^ 'and bei uch^riher Beteriigurg d.« erste Au^üdruv.g k^-r Marburger Lef ormationsi estspiele 6gi' 6t< als auf gelungen zu be-wbnrn ch «Lever btrie berichten v*r tr. br . • yi .revwetmi D Red 1 Tagcsbitoah des Reilerdundes (Biefecn-Oft. Der Leiterbund Giesten-O ben h« ländlichen Reit- und ^apeveirine O^nhetg. Rabenau und Lich an.Pebdr,-. vee^7titabmeretn» Alsield traten sich Ichon auf dem Hi^-arich Der e.' nmarlch der LeUervere.ne in W int* rod .rivigk um 6 Ubr unter Toran:iit: der Kapelle Horst «Mufikvevrin ©tanger r.-. Der stvttllche Rrifcrzug — es waren Ihv Leiter — bewegte llch nach dem Disvakplatz, dem logenannten-Burgswakb. Der '.früHtt gelegene Waldbiwaksplav tvar Mir© die . -nllchugr Süriotge des Hoigutbet itzeri Leumev » r bis «n alle Ginzelbe ten PorisTettct Rachdem der Dageilommandant Rrumeister auster Dienst Srhe. Loeder von Dlers- bürg, der Dorlltzende des Lritrrverezns Rabenau und ^dre, ooritpenbe des ^rffrb^ycr Leitrrvereins den e.nvlnen abfeilungrn ichheldgoitesdienstes die iini.re Bcrl'undenhett mit der christliche, Kirch» betrugt staben. Das nuberlanbWdx Dankgebef uvd bie erfte und letzte Strvpb« des Lurherlle5os .Gine feste Burg Ist unter Gofi' umrahmte > Me ausgezeichnete Predigt Rittmeister a. D 8rhr. Roeder ugn Diersburg gab als nächster Rebnet einen furzen Uebcrbhrf über die Leiterheweguitg Hin von den Xrilnebmem hegctflcrt a.llgenonvTe» nes Hoch auf das Bai.-rland bildete b* der Lrirmherzigen Red.- Der Sri!Wirt Keil LindenftruH hatte tn hervorragend., Weife für das letbliihc Wohl aller Festterlnehmer bestens aeforgt Gs entwickelte sich nun bald ein rechtes Biwattleden. .rreunde und. Bekannte trafen sich hl er eine bra«ben um 4 llhr auf. um wieder redx» Ätitig lm hrimatliihen Stall zur Fütterung zu sein. Alles In allem, es war ein herrliche t Tag. getragen von echter deutscher Kameoadscha'! der jedem Teilnehmer, ob jung oder alt. eine bleibende Erinnerung fein wird Rittmeister a D Roeder von Diersburg und Hofgukbelltzer H. Leumeyer gebührt besondere Anerke»nung für t>U umi'ichl ge Leitung und Durchführung des Feste« Die Okt- anffaftuug hat wiederum gezeigt auf welcher Höhe die ländliehen Rett- und Fahrvereine ft^cn. 2» ist zu hoffen und zu wünichen. dah die Bewegung der ländlichen Reitervereine immer weitere Krei le zieht und Allgemeingut der ländlichem Bevölkerung wird, »um Segen unseres Brnfrn- standes und 8um Wohle des Vaterlandes STÜCK A-CG seit 1826 Wtz,'» DEUTSCHER CDEIN3RHND BERLIN HANAU Aula - Möbelwagen (10 Tonnen» fahrt Ulnfang 3uni leer von Frankfurt nach (Bieben Güter nadi lieflaer Ntchiuna merken »u afinit Ü'ebmnunnen mitaeoiocb:. 1281) StttfraH) & Benön, 6. m ö. n. fileini Mardiirgei iratze 7. — Teleodon f.tv. I Saalbau Sauer I Morgen Sonntag ^7 Tanz Abend | Achtung! Herren 2o le» «ab tlbiine 4.20 Tome» Lobte» «ab «d a»e * S.2O e»*)le» tiendbi mehr .* 1.00 Se»! tubc tn SreppfaäUn werben neu befehl! Äullarben ferbteer ©chude in allen mobenien darben Sch u h r» parelur f»br tk H. Hl um KlrchcapialB R iHiiffi Bakreinrichiungen Gasherde Ili-veri» . 3unfer k :ü»b empitebli in aroster Kusmadl > illiast Rarl Äolb, 3. ISirntr Aachsolaet tfebioiouraN« 4u >st>>14 WW reilzavlu»» sestetief H Großer toben mit »wet Echoulen item in auict Vauflaae. z» vermieten. Schrritliche L»»edvrr eurer an den G le Heuer ün*ei»ex. Wip i frühstücken ....—""SsSE Ä» » -i«! uiswngsräMete* abhäne'- 'wl deS 6 ,.e sich tot wm Fnihstück und. „ bitte ricMig -u-umm-n^ vor allen Dingen, *eue" ... „N,hrt..ft und bekommhc lh" "" >»- a"»“ haben KathreineRMatekalt*1”51«1 P,g -' >C"*k‘l!La deinen V«udil Film-Aufnahme Am Sonntag, von 10 Ubr ab. Film-Auf* nahmen aoberenSdierewegEdtcSüdanl 3 üeh - Aufnahmen .... 1 Mark 3 Kindler - Aufnahmen 1 Mark Neptunia-Sohlen Enorm haltbar und billig Nicht verschwenden Gas verwenden! * Kurt Frener Werkst L naturgem. Fohbeldcldung Seitenweg 39, Eing. Goethe«ra Le HflUSStHVUQHM- - Beeedbgvng - ■ ■ - ohne Umbau • ■■.CARL 6ARAKT1E- WEBER - Frenkh.« e M. s» «2 • - Tel. Ceroh,. VÄW ■ ■ zu Mk. 3.50 Cfftnbud) tau €»elcnc lieber, iMIntfterialraL M. b. 9L öeitiiu Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen in bankbarer Freube an Äuchdruckereibesiher Walther Kindt und Irau Else geb. Koppen Wilhelm Spengler Ilaria Spengler geb. Ehrbardt Vermählte Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Konrad Schneider Jtio Schneider geb. Oechert Telep WbnMer Atu Matotliche 3brt Verlobung beehren sich anzuzeigen Elisabeth Lorentz Wilhelm Haug Lauterbach L ß. 26. Mai 1927 WeMlj 1 rin arfrtjnitirn und Aertleineti, liefe« t • i rt (Bienen L 44' -R-K Webir, Vürnerinftt. »eftelbach. —D GanxfJlbend 0*040 Hark mtii otenferiift von 5Bit. nn. liefen duherft billig frei an» Han« I.Wellhöfer Marbnrn Lir. Bahnhofs-Restaurant Gießen Sonntag, den 29. Mal 1927 MITTAGESSEN IWe HüffflDronfl 5 Uhr M- luiltoas am SlHIotzvelg Als miiwklenöe 300 Bürget der Slaöt ono BetD|5|(OoDlpieler flarttnoerkauf in (Bieben: Vtetzener IJerkebrsburtau, Seltersroeg. (Einjelkarttn: Mk 2.50, Mk 2.00 Mk, 1.50 (numerierte Plätze) Programm 60 Pfennig. MIM in Ularüurg: Berlehtsorreln RSSg SS." rte« r* y * paidtnit n i* r* a Alle Kameraden ma des ehemaligen Landfiurm.Infantene'Vataillons Friedberg XVIII 10 werben zur biesjührigen Zu- fammenkunft auf Sonntaa, ben 12.3ani 1927 in SüdeShelm im neuen Saale des Kameraden König Herz, llchst eingelaben. Äeginn lo Ubr vormittags. werden gebeten, am Sonntag, dem 29 Mai, In Lich, im tzollLnbilchen Hof. nachmittag» um 3 30 Uhr wegen der Dtnkmaleln* weihunq in Darmstadt jufammenju« kommen. St. (kxz. Herr (Beneralleutnant von KIeinfchmit wirb bort Auskunft erteilen OVti2D 3. 2!: dlemm, Winnrrob. Akademischer Gesangverein Nächste Proben: Montag, den 30. Mal. abends 8 Uhr. und Mittwoch, den 1. Juni Abseitiges und pünktliches Erscheinen unbedingt notwendig. Die Mitglieder des Baner sdien Gesangvereins, Ev angel. Kirchen ße sang Vereins, des Sdngerkranxes, sowie die sonst an dem geplanten Volkskonzert (DL Stntonle) teilnehmenden Sängerinnen und Singer werden ebenfalls um ihr Erscheinen in diesen Proben gebeten MvWr Miele M7 vom 27. Mai bis 12. Juni Vachenn Praline ABENDESSEN Mk. 3.50 Klare Ochsenschwanzsuppe in Tassen Tarbutt mit Kapemtunke, neue Kartoffeln Böhmischer Goldfasan, Weinkraut, Kart -Bällchen E'sauflauf Lucullus O | r-ür'l ti ItKj hadn Mit« EüirhfK ar. ■fr!» lerffbt bot • <4 N'bnb. i.i toi rtb nobtn Lü inrii Äarto W « hvT W 3m Äurt So mm VruüsackenallerAtt I athina llllrein nnb* prtl$»trl di« Brflbl’libf Univtrßtüts vmcktrti. H. fangt, «ittzen, Zchultzr. 7 e W , Kvrt drr _ _ Königin-Margot-Suppe Rehkeule auf Jiger-Art Stangenspargel, Mouselin- Vachenn Praline 'un'“' Hammelnußchen Nelson SOMMER ÜEH MUSIK FRRHKFURT HM frlRIM . HTERM HTIOMHLL tiUSSTELLUHG 11. JUNI-28. AUGUST MUSIK IM LEBEM OER VOLKER ■ TÄGLICH HOSSE KONZEBTE lechmkemlaQc ^enieun-ScNun Neic6i* abgrundtiefe Meere schul, machte hier zu l rr Atempause halt. Qr war der glzant.schen skegenfütze müde geworden und ennsarf an Land, t dem die Höhen in seligen Harmonien über jblichen Tälern Ringen und die FiüN«. w.e die '^Üchstrah, om Himmel ihr« silbergie.hende Dahn I ben Die Ve ne Stadt sitzt m.Uen im Maien- Hm, breit und wichtig, mit auAaebreiteien i Igeln. w,e eine Gluckhenne. Ober sie Rettert k>nb bergauf und bergab, gutfl eilsertig in hieve Daldgründe. herfutft l>ch verläuft um Hätzlich wieder aus sonn ger Halde zu erlcheinen ■ 6 sich im Dielenbetl von ihren Strapazen Wchuruhen. Durch alte, brüchige Tore schweift hr 2Mid über das goldene Flieh der blühenden Titten, unter denen sanlt und tief die erwachte ahnet Der weihe Kalk der Serge leuchtet rD schiieht einen seltsam phvsphore»zierenden 1 na um die bunte S. n-egthe t der Neinen Ort« fc'i’tfn Qlne liebenswürdige Anmut das Lächeln Hs Friedens und der AuAgeglichenhe.t ist über si cher und Türme aulgebrntet, als hätten die WrtHtttrten Mauern das Morden und Sengen »kgongener Knege, das Klirren der Dassen und -immem der Sterbenden längst vergessen. Seltsam genug, doh in diesen stillen, wald- »wuschten Bestem solch lebhast unruhtaes Bölk- 4m ausgebrütet wurde, das in seiner Seele die Sthsfucht der Flüsse und das Hamweh der nahen »rge trägt. Qdüllung ward ihm nicht zuteil. Inmer bleibt im Herzen ein ungdüthgtcr Hunaer wch einem nicht zu greisenden ®lüd, etwas Un« hirsedigtes. das den Oiruelnen in die Ferne bringt unb boch unwiderstehlich in die engfte Hrirnat zurüdtreibt. Es lebt sich gut in der kleinen Stadt. Das Der. bas hier und dort noch aus Holzkannen gsninken wird. Ist köstlich Die Prominenten des Dies wohnen zwischen blühenden ©Arten in Wnvdtn Dillenvierteln, die die Derge vxe Biiensttäuste an der harten Brust tragen. Der ■r'.Dige Derkehr wirb eilrig a Laven ibrz> Nächsten auf bringen? Mies wird Erlebnis. bas neue Kleid der Aegierungsrätin. bet De n. den der Herr Doktor bestellt, bas Fürst-Püdler-Eis. bas der Landrot sich vom Konditor kommen 116t Der blave Lehrling In der Drogerie spekuliert und bittet den DanLlrektvr um einen .Tip", während er ihm Farbe für seine Dlumenkäst.-n m.icht Beim Krämer erhält man mit jedem Pfund Mehl als besondere Betgabe «in ae Psesserkörner aus der .chromque tcandilcusc . unb beim Friseur erfährt man die Dermdgensverhältnisse sämtlicher Mitbüro er Unb doch «Trust man sie lieben die veine Stadt, di« so viel Oarmlo ;n ihren Mauern birgt. Sie nimmt sich selbst so ernst. Sie merkt es garnlcht. doh aus den schwarzen Gehrodtaschen ihrer Dichtigtuerei der bunte Tafchentuchzipsel eines unendlich seinen, lächelnden Humors herausschaut,.. Tn mein Jena . . . Oi nahm uns gleich wieder in seinen 'Bann, das alte 3ena_ Goethes .liebes närrisches Tic ff mit seinem Gewinkel von Ströhen und P,ätzen, feinen Giebeln und Fensterrr. aus den.m still und versonnen die grvhe Vergangenheit auf bas aegenwartsfrvhe Treiben herabblidt. Sine gelehrte Stobt In der Dichter unb Denker unvergängliche Derke schufen, mit vielen Denkmälern unb Erinnerungstafeln. b‘.e wie hohe Stoatsorden am säuberlich geputzten Aod der engbrüstigen Häuser hosten. Aber bas ruhmreich Versunkene schlummert nicht mit erloschenen Augen zwischen Bücherstaub und Aktensvlianten Es blüht in verschwiegenen Gärten, durch bk der Mai seine weihen unb rosigen Brautschleier webt, es lodert aus gelben und roten Tulpen und haucht den Dull von Flieder und Goldlad aus 3m Garten, der Schillers Dollenstern entstehen sah. am steinernen Tisch wo er mit Goethe, .gute und grohe Dort« oewech'elt Hot", spielen goldgelockte Kinder mit Puppen und Bällen, firyen junge liebende Paare im zärtlich rieselnden Licht bet Abends. Schwer und wuchtig steht vor dem Eingang der Stobt das 3ohannistor. ein finsterer Däcbter aus dem 14. Jahrhundert, dem auch der Früh.ing keinMaienstrüuhchen auf die Turm Haube seht. Aber durch die fpinbogige Oessnung lacht buntbewegtes Leben. Auf dem offenen Markt vor der .Zeile" siyen an Holztifchen biedere Bürger und fröhliche Studenten und trinken die Hellen Soale-Delne Grolle unb Drev. unb der bide, behäbige Johann Friedrich der Gründer der Universität, liebt ihnen zu und möchte so gern Kurschwert unb Fibel gegen ein Glas spritziger Bowle eintauschen Enge Gossen laufen die Kreuz unb die Quer. Häuser mit vorspringendem Ober geschah unb schmalen, hohen Giebeln recken unb strecken sich. bringen sich neugierig voreinander, 'chkden fptbc Kamine «n die Maie-.luft, veripcnen tiger Dtllig die Durchgänge, um plötzlich zuruckzutretcn unb den Bild aus den stolz cj'ragenben Janz.g. Jenas schönsten Berg, tretgeben. Durch alte ‘Bartxftrre bringt man in verschwiegene Höfe, in winzige Garten, über Ne irgendein mächtiger ÄaHanifnbaum Irin grünes, von brrnnenbm Xa und hängenden Trauben einen Leinen Balken um- schleht. dort eine Laterne, ein lustiges Schild, ein buntes Blumen relief über der Haustür Un- : ' < M*K Sclbst- verständlichkeit lateinisch« Damen unb Jnschri'- ten, ihr« Dände sind mit alten Stichen und Silhouetten bedeckt; Jenas vornehmstes unb bekanntestes Aotd kennt keine Gaststuben, sondern nur hochic.ehrte .Aubtorien ! Ein lateinisches Distichon zählt stolz xn vergilbten Ehron.ken die sieben Dunder der Saale- stadt aus. „Ara. caput, draco, mone, pons, vulpecula turris, weigebana domus — septem miracula Jcnae.“ (Altar. Drache und Kopf, der Berg, die Brücke. der Fuchs türm. Unb dos Deigelsche Haus — Ne sieben Dunder von Jena I Die alte Eamsdorser Brücke. Ne ihre neun mächtigen Bogen jahrhundertelang über de Saale geschwungen hotte, wurde durch eine neue erseht unb bas Hous des berühmten Astronom-n Dei- geL aus dessen ürbgeldx*b man durch einen Trrppenschocht auch bei Tag Ne Sterne am Himmel zählen konnte, muhte dem neuzeitlichrn Fortschritt weichen. Aber Ne übrigen Dunder bestehen noch unb sind der Stolz eines jeden Bürgers Der Schnapp ha ns über der älhr am Aat- hausturm sperrt leit undenklichen Seiten beim S.undeiischlag fein Aiesenmaul auf. und noch ist es ihm nicht gelungen. Ne goldene Kugel zu erhaschen. Ne ihm ein frommer Pilger — ist es nicht om Ende eine verkleidete Eva? — feit Menschenalter Nnhält Der sicbenköpsige Drache mit den unheimlich schillernden Glotzaugen, ist nur noch em Museumsstück und vermag Ne naiven Gemüter nicht mehr au schrecken. Mit dem Altar Hot es eine eigene Bewandnis. Der hohe Ehor bet Michaeliskirche steht mit Rücksicht auf das abschüsfige Gelände über einem offenen Strafwn- durchbruch, so bah man buchstäblich mit hoch beladenem Heuwagen unter bas Allerheil.gstc fahren kann. Der .Berg" ist der Ienzig nnt feinen phantastischen Kalkwänden, die das Abendrot in Purpur taucht, während Jenas sechstes Dunder — der Fuchsturm — mit hochgestrecktem Arm weithin das Land beherrscht und zum Dahe- zeichen der Stadt geworden Ift Die engen Gassen halten uns im leise verdämmernden Tag nicht mehr, lieber der Saale stehen Ne Berge und Balten in grünen Kelchen bas Geheimnis des Frühlings fest. Sie rufen unb locken unb verheihen tausend blühende Dunder. C Täler wett, o Höhe» — — ’ Die schon ist Neles Land im schwl -nden Ahvthinus. in der harmonischen Bf^< j h.»: der Taler und Höhen. Die Gipset sind l.cj vj tz. ch. fxe sind leicht erreichbar und ragen do^> s? f-Ti. doh der Blick nach allen Seiten In Ne L 4t und F.-rne schweift Dos blüht und buhet, 'i-.jt unb Hingt allerwärts, als wolle der . e Delt aus ihren schweren Angeln in da ?..-.u des Himmels beben. Jung und zart, mit zitterndem Laub en Ne Birien. Ne schlanken Jungfrauen de^ Da."es »wischen mächtigen, hell schimmernden Buchen u d dunkeln Tannen, aus deren Spi.'en d.. r?Ln Bluten wie warmes Herzblut quellen ilMcu- bembe Bäche rauschen zum Tal brr Sa Je «u. Bienen summen- Lerchen hqaen wie Aak t.n in slimmernde Dolkenlegel. Libellen tnnle.i aus den goldenen Bechern der Sumpfdrtt.-rblumen. Burgen und Schlösser krönen d c Gipfel Ruinen verstecken sich im Laub der Bachen und wichen — verzauberte Prinzessinnen. Ne kein Danker r aus ihrem Dornrbschen'chlas wecken kann. Tie Bergangenheit geht aus leisen Sohlen um r. Man Höri ihr Aaunen unb Flüstern In der Leuchtenburg, die wie eine lichtumlpülte Dane über bem sanst auf- und abwvgenden Land sicht, schmachteten einst die deutschTn Burschenfchos 1 r. deren Freiheitsrus wie eine Fansare von Jena aus durch bas Thüringer Land aeflunicn hat e. und aus den verträumten Aokvtoschl "ern unb dlütenbustenden Gärten von Dornbur i bringt Goethes sqhnsuchtsheiher Seuszer an Frau vou Stein .Ich bin eben ntrgenbs geborgen. Sogar an der trauten Saale hier Dersolgen mich meine Sorgen Unb meine Liebe zu blr." Thüringer Frühlings Ei ift wie eine sapmr- blaue, vom Dolb ber Maisonne ül'erquel.e de Schale, in bie ein Gott ten Tropfen ewiger Sehnsucht unb unstillbaren Heimweh» mischte... Wanderfahnen. Cölbe— Ttirnstcllk—Cstrtsicnbcrg— ‘JÄ und) hfl ii feil. Hinter 6 6 l b e. bis wohin wir den Frühzug benutzen, seht ber Ausstieg gleich kräftig rin imb führt uns durch herrlichen Dalddestand die Sibenharb genannt s unterwegs hübsche Al icke in bas Lahntal), In zweistünbigem Blarsche zur Stirn Hel le. Der AusNick von hier ist unbeschreiblich schön. Don fern her grüsten u a. Dü ns berg. Frauenberg, bas Marburger Sch!c>st unb Rimberg, während bem Beschauer gegenüber das wundervoll gelegene Mellnau mit seiner hochragenden Auine und dem sich anschlies^ >en Burgwald einen herrlichen AnNick gewähren. Rachbem uns vorher rote Striche den De.i zeigten, folgen wir nunmehr roten Kreuzen. Ne un» über Ne Deiershöh« und den vatt.nkopf. unterwegs immer hübsche Ausblicke geniehend. In 2V« Stunden zum sagenumwobenen tt b 11 ft c n - berg sühren Hier finden wir noch dcullich Gegen Sicht, Stein- und Stoffwechsetteiden! / Ermäßigte paufd^affuren (mindestens) 3 Wochen: Pauschaspreis Mk. 189.-. : Botels, (Zomrrrev- fdftbeu, v en fronen u?.D Arrs- flugüode laden ibte (Hätte an» Cbcib-^flrn unb dem Vabnnr« bieteni tuir ticmr Unzeiaean b;eier E teile. durch die Badevenvaltung. Kloster Arnsbm« bei Lich 3W3O Idyllisch gelegener Ausflugsort mit bester Verpflegung in ber Klofiennühle. Autoverbindung ab Gießen - Ludwigs- ploh täglich 8* norm, und lw nachm. Luftkurort Biedenkopf Waldhofel Tannhäuser I Angenehmer Aufenthalt herrliche Lage anerk. gute Verpflroung Konzerte / Beunlon» Tennisplatz / Autoearag» Pensionspreis Mt. 6. - Prospekte: Verfehrsbüro Gießen,Geltereweg 3m Kurhaus: Wochenpauschaspreis Ml. 80.50, im Dadehof: Wochenpauschale 201!. 105.—. 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Selbstverständlich bürten bie ll-Straßen badurch nicht oemachläffigt werben, vielmehr müssen auch sie in brauchbarem Zustand erhalten ober in einen solchen versetzt werben. 3m übrigen kann bie Einteilung der Straßen jederzeit geändert werden. so daß eine Straße die den Eharakter als B-Strafte verlieren sollte, jederzeit durch M'ni- stertal-Derfügung In das Verzeichnis der D-Straften ausgenommen werben kann. Welche der zahlreichen modernen Befestigungsarten die zweamäßigste und finanziell vorteilhafteste ist steht noch nicht fest, da die in Deutschland gemachten Erfahrungen noch tu gering find und die Wtlfenlchast noch n.cht soweit fortgefchritten ist. um Nch heute schon auf eine bestimmte An feftlegen zu können. Die einzige Befestigungsart. mit ber man feit eintaen Jahrzehnten Orfübrunntn gesammelt hat. ist bas Rlcin- pflaster. und die'es hat «ich durchaus bewährt. in Oberhessen reiche Bafaltlager oorhanden find, liegt es nahe, vorzuaswe.se btefe Besefti- aungsart zu wählen, »umal bie Iran»port?often «Ich dadurch wesentlich verrinn em. Damit soll jedoch keineswegs gesagt fein, oaft man sich ein für allemal auf Rleinpslaster feftleaen weil, da für die künftigen Entscheidungen bie werteren Forrtchrttte kn ber Technik rtnr ebenso wichtige Roll« «viele,» wie d.e Preisscaa« Bei den heurigen Prei'en würbe bie Dllrch'ühmng ber Ren- Pflasterung auf den 450 Kilometer D-Straften ein Rapttal von etwa 25 bis 27 25 nionm Mart verlangen, für bie bie I‘m.n,«r.d end Xxlgvng nicht aufgebracht werden können. Der Umbau der Straf en kann deshalb nur allmählich nsch Mast- gäbe ber ßfiftu- ;r\ ber Rraftfahrzrugsteuer erfolgen. Es soll daher die BerbetleCTng ber Hauptstraftenzüge durch Kaptal auf nahmen kür deren Bew nfuna und TUgung b.e Kraft ahrzeugsteuer tn ocuem Umfang zu verwenden ist. ntch Möglichkeit beschleunigt werben, womit ja auch eine O.-tkftung ber Unter-altungsLosten Verbundes ist D.-shalb sollen in den wahren 1927 unb 1828 etwa 80 Riloeneter Straßen mit Kle n- p'laster ober einer gleichwerl gen Befrstigungs- art versehen werden. Zur Durch'ührung dieses Projektes steht der Provinz in erster Linie der Zuschuß des Staates zur Verfügung. Dieser leistet für die Finanzierung b.-r ge' mten Unterbaltungs'osten einm Beitrag der sich für bie ersten drei Jahre au* eint Million und für bie folgenden 3ahrr auf U Mll- lloren betüuft. and ber unter bie drei Provinzen Mi verteilen ist. Dirter Beitrag, den der Staat bereits durch d?s Kun ft straften ge'etz von 1396 für die Llnterhaltung der Krmsstraßen «i prhlen verpflichtet war. ist im Vergleich zu ber Höh. der Unterhaltungskosten, zur Entwertung des Gelbes unb zu dem start c"g«oach'enen Straften- netz vollkommen unzulänglich unb nwft unbedingt erhöht werben. Dir drei Provinzen haben deshalb tn einem Antrag an den Landtag um Er yöhu^a des Zuschusses nachgefucht. Auch ber für Die Verte.lu a au» die drei Provinzen angewandte Maßstab, wonach Dhelnheflen 340 OÖO. Starfenburg 337 000 und Oberhe"en mit kern größten Straßennetz nur 323 000 Mk. erMIt. be- bars bringend einer Abänderung zugunsten un- lerer V-'oc:: » Da b^s neue Ersetz oon 192' Regierung mcht an bie en Ver» nlungsmaßstab bindet ist zu hoffen, baft Ober Hellen bei einer neuen Verteilung befer abfchnerd.t als bisher. Es wird temKiitlprecenb mit einem S.aatioei- trag von mtnX ter ? o")D 2)0 ML gerechnet An zweiter Stelle kommt die Rrcftladneua- ft euer in Betracht, die 1924 zum ersten Male übervie'en. für Straf en»w«cke damals jedoch nicht verwendet tourt-e Dies geschah erst 1625. in welchem 3ahre 335 000 ML auf die oberhes'ifchen Kreise entfielen. Der Voranschlag für 1926 lab einen Vetraa von 600003 ML vor. ber jedoch voraussichtlich nicht ganz erreicht werden wird. Dieser Betrag fließt in vollem Umfang den Rreifen für besondere Her'!ell»mgen zu. Für 192k werben tooM über 600 000 Mk. zu erwarten fein; Dorfid)MbcIber find jedoch nur 630 003 ML eingestellt. die ebenfalls für befondere H.'rstellunaen aus D-Straften verwendet werden. 3;n Kapital von 2.1 Millionen Mart ist bereits auf genommen worben, unb auch für das nä r ist eine weitere Rapitalaufnähme in Ausficht genommen, für bie bie Rraftsahrzeugsteuer Derzinfung und Ttlauna abgeben muß. unb mit deren Hilfe man in befchlluniatem und verstärktem Tmnpo an bie Kleinpflasterherstellung Herangehen tollt WaZ Staatsbeitrag und Kraft'cchrzeugsteuer nicht erbringen, muß durch Reollt?ucrn aufgebracht werden. Hierbei ist grundsätzlich darauf hlnzuwirken. bah die Gesamtbelastung der Steuerzahler an Krris- und Prvvmzialumlagen gegen dos Vorjahr nubt wesentlich erhöht wteven wird. Ob dieses Ztcl in Wirlllchle t erreicht werden kann, steht dahin, da die Reichssteuerüberweisungen aller Voraus icht nach gekürzt werden, die übrigen Ausgaben ber Rreife nicht auf dem alten Stande bleiben, sondern Insbesondere durch vermehrte Lasten für die soziale Fürforge weite- anwachsen toerben unb die Provinz außer den durch Vie Rreifc ersparten zkträa?n noch bie Dchalter ber seither im Staatsdienst des »buchen höheren Baubeamten zu übernehmen hat. unb außerdem muß bie Provinz über bie seitherigen Leistungen ber Kreise auf dem Gebiete Der Straßenunterhaltung hinaus für den Umbau der Straften unb ihre Unterhaltung wesentlich mehr tun, wenn bie Umorganlfatlon überhaupt einen Sinn haben soll. Um abhängig oon dem (Eingang ber Kraftfahrzeugsteuer Ipftematifd) die Klcinpflasterung der D-ctraften vornehmen zu können, wurde, wie bereit» ermahnt, ein Kapital oon 2.1 M-llionen Mark ausgenommen. Mit dem Kapital werden auf der Straße Marburg—Frankfurt a. M 20 Kilometer und daneben auf ander» V-Straßen zulammen etwa 13 Kilometer Kleinpflaster au»g»fuhrt werden. Die verzlnfung unb Iilguna de» Kapital» erfordert 424 700 Mark welcher Betrag sich vorau»|ichUich durch Zlnszuichüste au» Keich»- und Staatsmitteln um «1000 Mark verringern wird, so daß wahr- fcheinllch nur 340 700 Mart für den Äapitalbienft aufzuwenden lein werden. Der verbleibend, Best auj der Krastfahrzeugsteuer kann ebenfalls für Kleinpflasterungen verwendet werden Als Voraus- fetzung für die Herstellung von Kleinpflafter gilt gart! allgemein, daß es sich um eine verkehrsreiche 0 Straße handelt. b>e an unb für fich erneu,rungs- bedürftig ist. Außer den genannten Kleinpflafter- strecken ist vorgesehen, unter Mithilfe der Semein- den die Ortsdurchfahrten in Lauterbach. Schlitz. Friedberg und Offenheim zu pflastern, idciu dte Provinz 105 000 Mark brhufteuem hat. Weitere Pflaster ingen und Obertlächenbehandlungen auf nnen nach Maßgabe der vor' Mittel aus der Kraftfahrzeugsteute erfolgen. flu» oorftebenben Ausführungen ergibt stch, daß bie Provinzialoerwaltung bestrebt ift .....er lichster Schonung der Steuerzahler mit alle» ihr zu Gebote stehenden Mitteln die Kunftftraßen ber Provinz in verhältnismäßig kurzer Zeit In einen ollen {erechten Anforderungen entsprechenden Zuftonb »u tingen. ftollentllch gelingt e» ihr. diese» Ziel recht bald |u erreichen. Lptclplan per Urauksurtcr Aheater. Opernhaus. Sonntag. 29 Mai. abends 5 bis nach 10 Hbr: Dte Meiftertingrr von Nürnberg Montag. 30.. Z,zt bis nach 10 Uhr: Der Fret'chütz Dienstag. 3L 7‘ . bis 10» , Ubt Wiener Blut. Mit'tooch. 1. 3unl. V , dis nach 10 Uhr: Turar.dot Doemerstag. t. T1 , M 10V» Uhr jidd^. Freitag X. 7 , bii 10»., Uhr: OpembalL Sams'.^g. 4 S bis 7ra- 9» , Ute fratoctc. Soiuucg. 5, 5 nach 10 Uhr Dis THetftfrt r.flfr oon R-. in berg. Mor-tag. 6^ Z1,', bis 13» , Uhr Dtenrr Blut. Schauspielhaus. Sonntag 2Bl Mai. nachm. 3» , b » üeg.-n V t Uhr: E.n brtterrz Herr abrnds 8 bti 13» r Uhr Allotria Montag 33^ 8 b« 1 0» , Uhr Xbiria. Deensrag.»!^ 8 bis 10 Uhr Ter Wider»pentzigen Zähmung. Mtttwvch. 1. 3um. 8 bi» 10 Uhr Der 6:urm. Donners ag. 2_. 8 b s 10 Uhr: Da» K uhche» von Heilbronn. Freitag. 3.. 8 b s gegen 10 Uhr: 1 Da st ptet Rofa Valetv D.e fremde Frau Hi femme XK Sa:7tslag. 4 . k des grg-n fr , Uhr: Hamlet in _1rä6»infn. 10 bts gegen 12 Uhr: 2. ®aft’t>iei Xofa Balrttt Der boetzehntU Stuhl. Sc-tniag 5. Z , des geg.m 5* , Uhr: 3. Kdaftipiel Ro'a 3alet1i Dte fremde Frau (la fen-me X). s bt» 10* , Uhr: Allotrte Montag 3‘ t b.i «gm d Uhr Alt-Frankfurt. 8 bts fr . Uhr Der f-ühllche Wetnbee» Rundfunk-Programm. Swxtag 29. Mai 8 bis fr. Morgenketer. verunstaltet von ber Frrtrrtigtöten Gewinde FranNurt. gefeilt! von Pfarrer Elrmens Taester. 10 dts 11.45, Ueder- traguna aus Mannheim: 66 Haupivert »nun llenG des Vereins Druttch-r 3ngee:-ure_ 12 des I2J0: Dte «irmftundr 1233 dis 13.30 Mittagsstänfr- erg. 11: Heiliges Xdendmahi tür die Jugend von XuHer »bauten. Rachmittags 1'/, Lollar Katholische chemetnhen. Dietzen. Samstag den 23. Mai. 4' . und 7 Beichte. Sonntag, den 29 Mai 6. Som tag nach Ottern. 6'/, Deichte. 7 Mette. Rom. des ^raaendunte*. 8Rom.9 Hochamt m Predigt. II Tlkeste mit Orediat, 2 An i adend»8 Malandachl. Donnerstag nahmtltag Beichte. Freitag 6 Segees« amt. — •rünberg. 9 , Messe mit Predigt. — Hungen 6 Maiandacht - Saubach 10 Messe tu. Predigt. - Lich. 7'/, Messe mit Predi,1. eonntfli JOienic ».fleru- *. am ft 5*7 Dr. Siewtch Dr Ploch Jnjrlapvitef«. Babnant r Os"dach *D flausderWeltmarken Stein way ck Sona Rud. 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    ;btn. n ichdem sestzuftehen scheint, dah ein. ..mäßizung noch der ganzen Gestaltung der pcltti . en und w rtlchaftlichen Lage in den ver- gars.fncn Wochen nicht mehr zu erwarten sein g, II b:fte’;c:i nur 'Vermutungen. Für Deutschland mt • sbank anbetr.fft. T.. neueste Deich. Bankausweis zeigt wiederum ein:.-. Abiluh an Gold unb Devi'en. wom t ber Dcvilcnvorrat des Zentralnot cninstitul es auf bie gctn'.ge Höhe fd.i 92.3 Millonen Deichs mark ne! umen t : narkt zeigte b s zum Wvchenschluh eine le. Veranlagung die aber aufhörte, als bte Dor'rrge sur dre Ultim^-Liquibatlon eintehte. Im Augenblick ist Tagesge d lebhaster gefragt, der L on zeigt eine aufstrebende XmbenA. Monats- ficl5 blieb dauernd k tapp. Die bis'^eii ^en Aus- riduugcn sollen prsionaiert. neue Gesuche aber aus Schw.erigkclten geflohen lein. Zahlr.iche Geld- nehmer Halen diesmal aus anderen Quellen Mittel beschaffen können. Dem Disserenhen-Zah- lungstag am 3. 3uni sieht man deshalb mit 3u- veracht entgegen Der Report geldsah wurde un- vc.a »den aul 7.75 bis 8.25 Prozent belassen, naa dem zunächst bie Absicht einer Erhöhung um 0,25 Prozent vorlag • Deutsche Effekten- und Wechselbank. 3 r a n U u r t a. IM Die ordentliche ®e- nn.Joiriammlunfl genehmigte ben IahrcoObschluf, (8 Prozent Dividende», cobonn wurde die vor- geschlagene Sapilalerbobunp um 2b auf 10 Millionen Mark genehmigt. Die neuen Aktien werden rn Kurie von nicht unter 12" Prozent oon einem Konsortium übernommen nut der Verpflichtung. sie den alten flhionären im verballni» 3:1 zu einem noch festzufehenden Kurse zum Bezüge an- zubieten. Die dabei entftebenben Kosten gehen xu Lallen der Gesellschaft. Bi» zum 31 Dezember 1927 muh die Kapilolerhöhung durchgeführt fein. -ran', rtcr Börse. Frankfurt. 28. Mai. Tendenz: sehr ft 11 L Die frankfurter Effektenbörse lag zum Wochenschiuh ausi.-rst still, äuftrege. die man angesichts de, heutigen Berliner Börsenausfall- erwartet hatte, blieben in N-. crlten Stunde last vollkommen aus. Bus der Äui. uilbung dtrft - berpfntr tVrobau iolnvfrtr . fiflliiurrtr weiirrrseUr. . . Knnrotuttr . annrloiaaa ..... ®taii4 rlbrr......... . -6art ......... fibrinr ZVrg5an....... ^:Mi . »er* i-atr* »er* Lina«, • nt* *r 17 k t* k 1L k 77- 3 — — | 311 3 — * - 314 4 * 12 I 18 7 * * - ■ — * — 14.1 — 14 71 14.5 — 40 74 4U 75 tu fll 173 it: 17* 171 S Ui 27 * 577 -13.5 IM Id- IW. ■ Ui 1,1.5 KU a IM S IM 167 74 IM Hl 5 141 J 141 142 HO 113 17 • IO.S 9 4 v 55 — I«? 1*8.13 163.12 ■ III 113.74 117.4 HO •? l»l s 161 IM.61 IM l»J U4 । y7 191 13 16:. d 1,4 H* 5 IW. — Hl 16* • —■ 77 n 77 181 IM IM V 182 17.4 E 12» 12* UX 6 — KM IUI.14 124.4 124 1 7 IZ9.II «v — 134 14,1 184.14 I»i IM 13 195.13 IM 4 - ISS 141 114 - — — IM. .4 140 5 141 140.24 INI 131 131.4 IM Ul 131.62 133.13 134.5 160 I 434.74 178 1*0 182.75 — 107 IH6 tu.24 124 1X8 IlJ :s 74 — — 04 .-85.74 2*7.74 K.24 l(B. 4 110.14 H«.7i HO IM.-4 in — 174 174 JH 178 174.» 176 174 179 4 176.25 16* 170 167 i*l 1S4 IMS 191 4 1 0.Z4 — 114 175.24 176 25 175 M 244.4 — «2 25 145 5 132 IW.4 111 IM 25 HO 4 HU.4 HZ 24 HO.5 4 7 — — 40 -* 49.73 — • — •* • a.4 — * 73 4 — • 16 1 ■ 1 • — II- — II* II* 71 71 b 72 — — ■ 2» 197 5 — an 74 .77 73 T7b C 277 Banknoten. Berlin. 77 Stal »tib Snr* T.m.rt!oniie>f "3Zeire . . . • . Wtoiltt# leim ....... la. i'ftr H’t-t.-n ....... EnolilSx Hoim...... . Arantcnlcht 'JCotrn ..... Lolläudiicht Xoitn ...... jUiifirnt'tbt '.Koten...... Honvcgttcht 'JlDltn - ... T-ui'6 Ctflrrr . 4100 »rpnee *umflnlftbt iPotrn ^itmwMltbr ‘Jtptrn - . . . LSw-'iwt ■Rom tr tur.-S) Äctrn .... 2 ':?n>eh1(6f Untre ■ Qnoorrlöt A'Mt« 4.M4 48.88 112.1'4 W.N 16.55 16?..6 23.11 1*8.45 SV.5 7.49 117 34 *1.13 73.XI 12.57 73.30 4.721 69.1? 117,55 01.51 16.11 1*9.24 2>.l» ll*. «44 53.77 H2.84 ■1 74.30 z.« 71.60 Aeichsbankdiskont 5 Prozent Lombardzlnsfuh 7 Prozent Berliner Vrobuttcnbövic. Berlin, 27 Mai. Bei Wochenfchluh entwickelte sich im Berliner Getreibehandcl das Geschäft nur sehr schwer Das Ausland brachte wob! festere Berichte, doch war bici auf die Preisentwicklung hier ohne nennenswerten Ein- fluh Weiten eröffnete im Lieferungshandel für spätere Sichten gut behauptet, dagegen wurde Mai-rermin eine Mark ichwächcr. Arggen eröffnete, beeinflufit durch das kühle und regnerische Detter, durchweg leicht befestigt Gersie und auch sonttigee Futtergetreide still. Blois und Aleie finden seitens des Aonlums schwer Onterel e Ss notierten ilOCO Kilogramm Weizen. märkischer 293 bis 297; Roggen 270 bis 275. SommergerKe 230 bis 262. Wintergerste 230 bis 262 Zutteraertte 230 bis 262. Hafer, märkischer 240 dis 246. Wals, loco Berlin 192 bis 195; (100 Kilogramm' Weizenmehl 3750 dis 39.25; Aoggenrnehl 3650 bis 38; Weizenlleie Räkfel'l^ekc Ltldcmratici a — bek — des — do — che — da — do — e — e — eG — en — gn. bis er Ihn ..Da« in der Kelter" nannte. Denn hier wird ein Mensch wie die Traube unter ber Keller vom Schicksal gepreßt, aber nicht nur sein Herz- blut muh er geben, sondcrn aus ihm heraus strömt bas Suße'te. was ein Mcnschenherz ,u verschenken ha!: Demut, Mitleib, fi:e e Aus- op erung für ben Mitmenschen! Wir erleben in b e'em Roman die geist.ge und körperlioe Kri- sis de» modernen Menschen, den re.igiölen Kampf und den Streit der dämonischen Triebkräfte, die in dem Helden de» Romans die Oberhand zu gewinnen 'uchen, 258 faomU Ic*Hl c.5fr /«l’"laai.na »um MUipuiVllj -lorlrontfn ia,en rotr allen Sorruleuirn oder »um Starkiverdrn oeion- laatrn Leiern und vef tunten, tn ber /lvoihek« •V' (Miamm echte Toluba-Kern« *u faulen, die un- schädlich«, babet ronffome. b«n «Vtttanlau rebu- AtcTfnbe Ltoste «ntbahrn «nmeituna. Wuiadjten unb y.ulainnieiilfbt.na 'inb i«tzer Pattuna betnraeden. T*M" jm -gr -~w Möka Ueizkraff, afelxwcdirH oi//i£, allbe.dyJipf—' Ohne Schlacke, ahne Gruß -w^Diikeifs Waschseiden-Kleider Voile-Kleider Veloutine-Kleider Sonderangebot Wollmoussel ine-Kleider Rohseiden-Kl ei der Sommerkleidern GEBR. IMHEUSER Das Haus der guten Qualitäten f5TW iltri NilniM *Ä5i.*Ä"l2ir Ulaflcn- uni Tarmhamorn, (irldjlahuna, '•'■tbt uns «be» na» itlmal Wittcn'ieinrn. Wteienleiben. 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