Nr. 252 Erster Blatt 177. Jahrgang Vonnerrtag, 27. Vktoder 1927 Erschein! lugltd;, äuget Sonntag* und ^tintogt Beilegen: (Bifgener Uten Märt tt Heimat tm Bild Die Scholle Ulonati-F t jnoiprft»: " 9teid»»marii unö 3D Keich» pfcn«ig sitt Träger» lohn, auch bei 9hd)trt» scheinen einzelner Nummern infolge höherer (Beoali. Fernsprechanf chlllss«: 51, M end 112. Anschrift fttr vrohtnach- richten lw)e*gtr Oletze», postfcheckloato: fentturtam Kein 116M. Gietzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck »id Verla-: Vrühl'schr UulDerfttAts-Bedf« unb $teetgenleil Kurt tzillmann, sämtlich in Gtesten Der Untergang der „Principeffa Mafalda". 3m Zeitalter de, Oyanfiug» werden Hd> nur lvenige '/lechenichost darüber abteaen. daß die lieber- qtKrung des Meere» mH einem Djeanbompkr auch heute noch immer nicht gay ungefährlich ift. (Erft eine Katastrophe von brn Ausmaß. wie sie soeben die „Trincipelki Mafalda" betroffen hat. zeigt mit furchtbarer Eindringtichkett. das, In der Schtf'ahrt noch immer nicht der Krad von Sicherheit erreicht ist, der [eben unglücklichen Zwischenfall aus- schlösse. 3n den Zeitungen lieft man sa kaum etwas von den Mataftropben. denen täglich Schrsie auf dem (Erdenrund zum Opfer fallen 3a täglich; denn die internationale Statistik zeigt, daß rund 400 Schiffe jährlich untergeben, baß also kaum ein lag de» Iahte» ohne einen Schiffbruch verläuft. Aon den meisten dieser Unglücksfällc die sich in fernen Meeren abjpielen. erfahren wir kaum etwas, freilich hie „P r i n c i p e f s a Mafalda", die auf der Höhe von Bahia gesunken ist. ist kein Sch.fi aUerneitfkn Ino» und, da sie bereit» 1908 erbaut worden ist, wohl kaum mit den neuesten Sicherheits- Vorrichtungen ausgerüstet, wie sie die ^modernsten Dyeanbiimp’cr ouswetjen. Unsinkbare Schisse^ gibt es überhaupt nicht. Die Meinung, man könne Fahr- yeuge bauen, die sich unter allen Umstanden schwimmend holten, wurde eine Zeitlang von den Klassi- iikations Mtjcllfchaften oertreier; aber der Unter- g ma ber ,.I i t a n i c" roiberlegle sie. Diese» schreck- lich» Ereignis, dem im Vlpnl 1912 nsebr al» tausend Menschen zum Opfer fielen, zeigte, dost, für die Sicherung der Ozeandampfer m hr al» bisher getan inerben müsse, und io ,1t diese Katastrophe die Der- anlaff .ii 1 einer dl.ihe von loichtiacn tZhnijchen Neuerungen geworden, die bei den seit dem Unter- gang der .,Titanic" aus Stapel gelegten Schissen in 'liiWendung gekommen find und einen relativ hohen (Hrah von Sicherheit gewährleisten Die (Barantic der Un|in!barfeit ist freilich noch immer nicht gegeben. Hine der wichtigsten LicherheUseinrichruuqen der veeschlste ist der Doppelboden, der hon vorn bi j achter» unter dem gomm 5ahr;*ug binläuf:. 3.; her €uilc. die an; HÜ.ksten b.'Jrorn ift, weil daS Auslauten auf (Arund die am häufigsten Vorkommen de Art von Schi sSvnfällcn bildet. die eilten Meldungen behaupteten, daß die „^rtnclpefla Mafalda" auf ein Riff ausgelaufen fei -- an dieser am stärksten bedrohten Stelle also besitzt daS moderne Schiss eine doppelte Austenhaut Wird die untere akplanfung cufgerlffcn. »o läßt die Decke des Doppelbodens doch kein Waller in» Innere des Schiffes bringen. AfS besonder» stark viahrbet hat auch das Dor- schiss .zu gelten, das bei Zusalmnrostvßro am heftigne-t beansprucht wird iTr. den neuen, ganz gro'nu Schiften erhält deshalb auch das Bor- fch-.'s eine Derdoppelung der Aussenhaut, die bt3 au einem über der Wasserlinie liegenden Deck duichgesühr! ist. Beim .Imperator" bei- spielswUte reich' die Doppelwand vom Dor- stcven bi-5 zur Wand der vordersten Kesselräume. D>ie Breite der TPallgänge zwischen den beiden Deplatti.'zen betrügt anderthalb Meter Wäre cS m dal ich dic'e Li -erheitsmasiregel über da- ganze Schiff Dur - ,ufübrro. bann könnte ein Dosi- laufen kaum noch Vorkommen, besondei.» bann nicht wenn der Zwischenraum mit einer leichten, clasii'ch.n Maste angefüNt wäre, hie jeden €tof» bremste. 2« geht je och nL? an. die Schisse auf Mele Weife zu 'ich-rn. da alsdann so groste Aäume ungenuht bleiben müssten, dast eine Wirt- 'chifilichkri: des Betriebs nicht mehr zu erzielen wäre. AlleS die. sind mir Teil sicherungen. D.c wichtigste Mastrege' gegen dos Wegsinken eines leckgen-ri en en S *3 b.'.bet die tzerrich- tungwasferd.chter Abteilungen. Die Unterteilung KS Schiffsk -per# durch »inbau tefter Querwände, der Schotte, wurde in Europa zum erft'-mai ten Ende des 18. Jahrhunderts ausgrsübrt. Dic'e Vroerung kam anfangs mir bei Kr ez.sichi Zur Anwendung, wo die Aub.-nhaut deS Schliß der Wirkung seindlichen (^emx- Noch in den ach:z.gar des vorigen Jahrhunderts besahen von 4>XX) teegehrotro Schi sm der englischen HanD-riSsivtte nm 300 eine Schotteneinteilung. Selbst ba den Schiffen, die diele auhn«• berctwi teure nxt- Weit über die g. suchen Schottvvrschriften hinaus, ba ibiKit ja viel daran gelegen fein must, ihren wertvollen Besitz nicht in ernsthafte CMabr zu bnnyn. Ter Dampfer .D aterland .-ei' .£• jre.'c yit vierzehn utafkri ltc Räume, von denen vorn oder achtern je nie.-, in der Mitte drei vollaufen können, ohne dah die Schwimmfähigkeit des SaJrojeufli verloren geht Rur vollständig ge- fchlossem. istnungslose Schollen vermögen im Augenblick der Erfahr den verlangten Dienst zu leisten. Es ist jedoch n.cht möalich. die Trennwände auf den Schiffen ob c Dur^.brechungen auszubilden Wie sollte bi.* Maschinen- und keffelmannschaft ihren Dieneselischafdcn Äubattinv unb Florio A.:r .Bavigazione ®-res auS. wo fie ein? Handelsniederlassung in der Bucht von A'fab gründeten, bie dun, dem italienil'!- i Saat übergch.m und am 5. Juli 1582 zur italienischen Kolonie erklär: wurde Die neue ^esellfchaf: nahm Ninn auch altio an Den beiden Örpcbi'ionen nach Maffaua teil und wurde auch späier. bei dem chinesischen D>?erausstand, von der itali.m schen B'g'cr.mg mit TruppentranSporden und Mate- rialfcnbungen betraut D gen End? d's vongen Jahrhunderts verfügte das ülnternehmen über mehr als 100 Dampfer, die jährlich rund drei Milllruen Seemeilen zurücklegten. Aber zu B'- gti ii des zwanzigsten hat e fich ,-ie italienifche Regierung noch nicht Darauf fe^tgclegt. Die Han- delsoormacht im Mittelmeer zu uxrixu vlrft einige Jahre Darauf änderte f.ch ihre Polittk. unb die Geselllchast wußte bald aus den verwilderten Umfiäiu'm Kapital zu schlageir 1908 kamen 6 LuruSdampser, Darunter Die ..P rin - cipeffa Mafald i", heraus. Der 2luf d.r Sdckse. vor Dem Krieg nicht ubern a-ug gut, ist in Der wischenzcit viel besser geworden Da Itali.-n feinen Gesam.fchitfsrau.-n g.qentit'r 1913 ungefähr verdreifacht ha', tonnten i>te Mersten erweitert w re>en. Heute ist e3 3tak .i gelungen. Der französischen Schis.ahn i n Mittelmeer De.i "2luiig avzalausen Oesterreichs Äeedt- reien gtnge.t ja durch den Kr.ea ohne weiteres in italienifchen Beii.i über. Daß Die jetzige Katastrophe keinen Rückschluß auf die Befchassench.il Der italienischen Handelsmarine riaubt. g.ht übrigens daraus hervo.. daß feit Kc.egsende keinem ital.eiifchen Sch.ss ein ernsterer Unfall widerfahren ift. Oie Gchiffskaiastrophe vor Bahia. B a b i a . 26. Oft (United prch.) UUmäMid) beginnt etwas fllarbeit in die bisher wideripriich-- i’oUen Berichte über die Katastrophe des italienifchen Sd)ncllbampfer» „Drlncipeiia Mafalda" )u kommen Die Bermutuna. daß der Dampier a u t ein Kiff aufgelaufen fei, scheint nicht mehr haltbar zu sein. C» handelt sich vielmehr um einen Bruch brr Schrauben welle, dir von io ungünstigen Umständen begleitet war. daß die Stücke ixr ID dir den doppelten Boden des Schiss» durchschlugen. Durch da» Leck drangen die IDaficrmaifen mit elementarer Gewalt in t>en Schiffskörper em. Alle» Pumpen war vergebens. Das wasier erreichte den Ist a f ch i n e n - raum. Kapitän Guli hatte versucht, nachdem das Cnf entstanden war. ba» Schuf noch aus Grund zu setzen, unb hatte deshalb mit B o U b a m p f auf d i e Küste zu gehalten. Diesem Kennen mit dem Tode wurde aber zu uncunilen des Schiffe» ent- idjieten in dem Augenblick, als bc» IDai er den Mafchinrnraum erreichte. Die flrffel explo- die rten. und durch die Gewalt der Grplofion zerbarst der ganze Schlffsrumpf in zwei Teile, und die Trümmer liegen nunmehr m einet Tiefe von zwanzig Jaben auf btm Kiet- 1 re«-grunb. woraus h:roorqiu'.. daß der rettende Strand bereits in dichter Kühe war. Der verhängnisvolle Bruch der 5drai’bcurocl!c erfolgte, al» die Poffagiere gerade zur Bbendmahl- i }dt pliih genommen hatten. <5 war 7 Uhr. wo in 1 dieser Gegend schon finstere Tlacht herrscht. , P'.'tzlich gab es einen heiligen Stoß dem bald ein gewaltiger Knall >'olgte. Dir Reif.nben würben non panischem Schrecken rrqriiien. Alle» stürzte • hreiend und weinend d'ircheinander. Den Offi»irren u?b der Mannschaft, dir bemhinend einzugreiien eerfuchlen. ae!ang e« nicht bet flirr zu werben, z! mal dos Schiif nach rreniren IHlr.uten be- ' lijnn. f i ch zur Seite z u neigen und es auch indem Laien klar war, daß der Untergang bevorstand. Der Junfouiver, der nach allen Berichten bis rf ausgebathn hat. sandte ^OS-flilf#ruie acr. 5am Unglück herrfchtcn in jenen Gxgroben um biefe Zeit befenders starke I magnetische Slcrungen, die nach Sonnenuntergang auftrclen. Dadurch wurde die flerbeiholung von flllje wesentlich erschwert. Dnbeffro fing doch der tlmes, al» erster bald einen Hilferuf und eilte mit PoUbampf zur UnfaUfleCe, inberi er gleichzeitig andere Schiffe, darunter den niederländische.> Zrachldampser ,.Ll I r n a" unb den flapjgöro fuhren, um im Tstäcz und April n jeder in ihre fleiinat zurück- Skehren Di^ fo unvlual.che Reite der „principeffa a alda" sollte bie letzte Jährt al» paffogicr- bamp' ki Blusalda" aus Den Xettungbbooiro dieses Sckx'tes. Cic Anwesenheit der zahlreichen Bellungsdampser üb!« eine beruhigende Wirkung auf die Zahr^aste aus unb erleichterte da» AeriunaSkverk wesentlt d obwohl Die „Principesia OHafalca“ nun bereits mit ziemlich großer Schnelligkeit zu sinken bv ,ann. CSlnc Menge kleiner Fahrzcug. lief in-wifchen oo 1 her Küste noch Der llnglüu»'ieHc aus um nach weiteren ikberlebenhen zu suchen unb Dergu tgs- arbetten vvrzunrhmen. llnt.-r b.r verloren gegangenen Zrachi beflnbet sich auch eine halbe Million TLiHritaftume De. Sckck wister Bacca- liiü. Die ein Kostümgeschäst in Bio De Ianstro besitzen, unb selber Fahrgäste Des Dampkrs waren. Als Die Tlachricht von dem Lchistoungiuck an ter brasilianischen ÄüHe hier «ttttraf. sammelte sich 1 or dem OtbäuDe D»r Aavigosione g»mer^il 3t .- liana ein.- große TI en f d) e n :.i c n g e. Die mit C*x>nnung auf nähere Michi, dten wa> ’e. Tie einzige Information Der Gesellschaft gc'i.nt ob rod war. Daß 6 8 Fahrgäste ums Leben gekof men. Daß jedoch vielleicht w ite>e Ueberlebenbe von FrachtDampf.m gerettet -'erben feien. Tie Mehrzahl Der Geretteten 1 'findet sich auf Den Daurpfero .Formosa" und.(Alhcna", Die heute in Alo be Janeiro eintreffen. (km Deutscher unter den Oeretteten. Hamburg 29 O-'t. s DB । Wie Dp« .Ha n- Emrger Achtuhiabendblatt" erfährt, befan. sich auf Dem unter Hegang enm Dampfer .Prinripesia Mafalda" auch Der Verwalter de« 3lr- ku S Hagenbeck, Vollrath XlcrbänDt.ter 6 a toa bc vom Karf-Hagxnbeck-Tierpart ist tnie Durch ein Münder b?r Katastrophe rot rannet Lorenz Hagenbeck. Der fick> ebenfalls mit einem größeren Diectrai>4pcrr auf Dem Dege nach Südamerika an "Bor1* Des Dampfers .E^ip (Horte ‘ beftnbet. veranlaßte ihn i n letzten Au-zm- bl-.d. Die beoei:- gelöste Schifsskarte nicht zu benutzen und ihn auf Dem .Ö-aD Borte zu begleiten Vollrath befindet sich unter Den Geretteten auf Dem hoklänk»sichen Dampf- r .ck'hroa' (Sr Hal bereits an leine Mutter einen .junsipruch gelangen laffro Hilfsaktion der römischen ^egieruna. R 0 m . 26. Oft. (®B.) «ulfollni hat an Den Botschafter tn !Hto dc Janeiro telegraphiert und b-it ihm 01c weitestgehenden Vollmachten erteilt, um allen Uederiebenden die notwendige flilfe angedeihen zu (affen, die Lage der Pasfagtere unb der Sejayuna xu lindern, den Äerett.ten die fiort- setzung der !*fet|e sicherzuftellen oder ihnen bie Ruck- reife in die fletmat zu ermöglichen. (schwere Sisenbahnkatastrophe in Bosnien. pari». 27 Oft. (WIB. Zunkspruch.s In der Habe von Sarajewo hat sich ein furchtbare« Eisenbahnunglück ereignet, bei dem über 200 Personen um» Leben gekommen fein Jollen. Eine 4 i I An - bohnbrücke bet Strecke Sarajewo — Most a r (flerjegonrina) flür-te in dem Augenblick zusammen. al» ein Zug über sie hinwegfuhr. Der Zug fid in eine 50 Meter liefe Schlucht. E.n- zclheiiro über den Unfall schien noch. Hach den bisherigen Jeftftelhmgen sind 2 00 Personen getötet worden. Der Materialschaden ist sehr groß. Ein neues kaialonisches Komplott? Ltcherhettsmaßnaßmen un Der Pyrennenp» en',c. Paris. 27. CtL (MTB. Funlfpruch > Vach cmet Meldung des JIRaV.n** au.« .yoi ‘:r.D . • k:lge von leit e nigro Lagen in U.aiau tx nb- lichro ^rüchlro über bie Entdeckung eines neuen kaialonsichro Komplotts gestern große Gendarmerie-Streitkräfte in Zois zusammen gezogen worden. Sie ewa7.ro dir «-c,Te und ‘pu'fc die nach der fpa: rijen ^ter -e iunren. ^uch die Truppen Verden in bereit- chasi gehalten ®;e BehLrbro bewahren über dro cr1 ün fliabfirf auf Den für heule gedienten Besuch Königs Alfons m der Stadt Olot. unweit der fran- zö'isch-fpanischen Greife. Echwarzbari freigesprochen. Las Ende etxetzPattssr LcniationÄprozeslcs Paris. 26. Oft. 3m Proyrtz Schwär, bart, dem UDröer des ukrainilchen Hetman« Petljura. begannen heute die Plädoyer«. She Verte-. D.grr der Ztvilpartei verlangten die Verurteilung des 2lngeflagten. Petl- jutu fei ein Freund der 3uden gewesen. Sr habe die ^Pogrome nicht aufhallen Birnen, ebenso- toer.fg Xdw Surenne Dte Aiederbremnmg der Malz habe verhindern Birnen. Man könne das Meer niete mit der Hand zum Stillstand bringen. Lchwa»>bart habe tn dem Augenblick, in Dem er ßetljura niederschoh. auAgerufen: .Ich habe einen Mörder getötet!" Damit habe er den Beweis feiner Schuld fe£6ft erbracht. Der ®enc- ralstaat-anwalt erklärte, die Tat SchwarchartS lasse keine Entschuldigung zu. Denn er habe mit Borbedacht Petljura n edrrgeichosfen. St forderte von den Geschworenen die Verurteilung des Angeklagten. Der Verteidiger Schwarzbarts. Torres, betonte. sein Klient sei unschuldig. Wenn die Geschworenen einen Freispruch nicht ermöglichten, dann wisse er nicht, ob er jemals to.eöer vor einem Schwurgericht plädieren werde. Pelljura sei lein Demokrat gewesen, sondern der Chef der Henker und da« genüge zur Beurteilung der Tat Schwarzbarts. Die Geschworenen haben sich dieser Auffassung angeschlossen und die Schuldfrage verneint. Schwarzbart wurde frei- gesprochen und lediglich zu e nem Frandrn Scha- deirersav an die Zivilpartei verurteilt. Al« der Vorsitzende das freisprechende Urteil verkündete, entstand ein ungeheurer Lärm. Man applaudierte, man schrie und besonders dem Verteidiger Schtrnnybart- wurden immer erneute Ovationen dar gebracht. Ruse wie: .SS lebe Fvatekreichs" »Ss lebe die französische Justiz!", wurden laut Die Anhänger Pelljuras veranstalteten eine Vegenkundgebung, so daß die Derichlswache einschreiten mufve. um Zula armen flöhe zu verhindern. Die S chung wurde unter ungeheurem Tumult aufgehoben. Der Lärm dauerte auch noch In den Wandelgängen deS Iustizpalastes an. Zu Zwischenfällen ist es jedoch nicht gekommen. Die Verhaftung Manoilescus. Tie Rolle deS Eikronhri«zen. Paris, 2ß. Oft. (DTB ) Aach der Abend- pre'se veröffentlichen die Budapester Morgenblätter eine offenbar inspirierte Aachricht, in der c- heihk: Die Berhastung Manoilescus habe zur ö n t 6 e d u na von Dokum enten ge- führi. die von Manoilescu selbst versa h t worden seien und die bewiesen, dah dieser eine gegen da« gegenwärtige Regime gerichtete Aktion geplant habe. Die öffentliche Meinung werde etnschen. dah man nicht sofort alle den Fall betreffende Akten wegen der im Vang befindlichen Untersuchung werde veröffentlichen können. Die- werde aber noch geschehen. Heute sand von 11 bis 13 Uhr ein Ministervat start, in Dem Die Frage der Berhaf tung Manoilescus behandelt wurde. Sämtliche Nachrichten über bevorstehende sensationelle Qkt- pa’:ungen gehören in das Acich der Phantasie. — Die Blätter berichten, dah ein Brief der Frau Lupescu ax ihre Mutter gefunden worden ist. tn dem diese schreibt, dah ihre Zren- nuna von ihrem Freund (Sarol nur eine formale sei mit Rücksicht aui bestimmte polnische Zwede. Die von Carol verfolgt werden. Der Chissreschlüssel, der bei der Durchsuchung Manoi- lescuS gefunden wurde, ist jetzt in den Händen kxr milträrischen Gerichtsbehörden. Ts wird versichert. dah 5rau Manvckescu ebenfalls einen anderen Lhissreschlüslei hatte, den sie jedoch vor den Durchsuchungen verbrannt haben soll. Die Rcgierungöpre se betont, dah Die Regierung fest entschlossen ist. mit aller nötigen Onerg:e d e verfassungsmäßige OtDnung zu verteidigen Ls wirb von Der Bildung eines Opposi - tionSblods gesprochen, für Den General Avere scu Die Initiative ergreifen würde. Professor 3 o r a a habe an Maniu einen Brief geschickt, in dem eine gemeinsame Aktion vvrge- schlagen wirD. Alle Diese Bersionen sind md)t nachprüfbar. 3m ganzen Lande herrscht vollkommene Ruhe. eS wurden keinerlei SonDermafi- nahmen getroffen mit Ausnahme solcher. Die Den Zweck haben. Die Verbreitung falscher Meldungen oder tendenziö'er Berichte zu verhindern. Eine Erklärung Earols. Pa Ti«. 26. Oft. (WTB) Sin Vertreter der Aarntur Havas hatte mit Dem Prinzen ex betreffen ausschließlich produktive d to ede . ursbc'onderc für Schnellbahnen, Strabenbahnen. Glektrizität-werke ufv. Oie Lohnveehandlungen der JieichsarbeiLer. Berlin, 26. Oft. ("EoPf.) 3m Reichsfinanz- nrinifterünn fanden gestern in Anwe enheit des Aeichsfinanz Ministers Dr. Köhler und des Staatssekretärs Dr. Popih Verhandlungen mit Dem Verband Der ©emcinDe- und Staatsarbeiter über Die Forderungen Der in Den Reichs betrüben und Behörden beschäftigten Arbeiter auf eine allgemeine Ausbesserung Der Löhne statt. Die Derlreter des RcichSsinanzminifteriums liehen Durchblicken. dah nicht eine allgemeine Lohnerhöhung in Frage komme, sondern lediglich ein Ausgleich durch OrtSlohnzu- schlüge. Ser Verband der ©enuinDe- und EiaatSarbeiler wird heute noch einmal unter sich zusammentreten, um DaS vorn Rcichsfinanzminister gewünschte Material zusamrnenzustellen. Oie deuischnar anale Wahlliste. Diesten. 26. Oft. Die oberhessische Provinzialliste der Deutfchnativ- nalen BolkSpartei für Den Landtag ver- ze-.chne- nach Dem endgültigen Be'chluh nunmehr folgernde Ttcmen: 1. Reichs- und Landtagsageordneter Professor Dr. Werner - Butzbach. 2. Landtagsabgeordneter Landwirt Hau ck-Schae^- heun. 3. Studienrat Dr. 0 t t v-Diesten. 4. Alt» ürgermc:fier und Landwirt Knecht- Türe.» Vrimdau. 5. Frau Frieda K lew i tz - Die^xn. 6. Landwirt WaterfelD - Altenburg. 7. Rektor Lotz- Lerhge ceru. 8. C .erbaDrn«Ber l 2L Kissel-Batz-Aauhem. 9. ^abrifaat Jtur: W c - gener- Btitzenrod. Bürgermeister Rissel- Griedel. Der an zweiter Stelle genarau war. ist zugunsten deS früheren völlischoi und jetzt zur Deutschnationalen BolkSpartei übergefre'.cv.en Landtags«bgevrdneten Hand- Schaafheim zu» rürfgetreten. Hambofger Regierungsbildung ohne St. p. O. Hamburg. 27. Roo. kPrio.-Tei.) Die Ser* Handlungen zwischen Vertretern der SPD. und Der KPD. find an Den unerfüllbaren Forderungen Der KPD. gescheitert. Der Vertreter Der Sozialdemokratie erklärte, dah Das Verhallen der Kommunisten Die Sozialdemokratie zwinge, eine Koalition mit anderen Parteien zu bilden. Der den Dorfig führende Gewerkschaftsführer Shrenteit ftrllie fest, dah die Bemühungen des Lrisausschuncs der Gewerkschaften, eine gemeinsame Basis für eine Zusammenarbeit in der neuen Bürgerschaft zu finden, bei der SozialDemokratischen Partei un- bedingtes Entgegenkommen gefunden hätten, wäh- renD die SPD. keinerlei positive Grundlage für solche Zusammenarbeit gegeben hat. Die Todesstrafe. Bei der Beratung des neuen Strafgesetzbuches. (ötgener Bericht Des .Giehener Anzeigers^ / Berlin, 26. Oft. Der StrafrochtSauSschuh Des Reichstages beschäftigbe sich heule mit Dem Problem Der Todesstrafe. Der Berichterstatter Dr. A o s e n f e l D (5. i gab einen Ueberblid über Die Geschichte und Die früheren Arte» Der Todesstrafe unö geht Dann auf Die Bestimmungen des gegenwärtigen Entwurfes ein. Seine Vorschriften seien ein Forschrift ge^^nüber Dem bestehenden Zustand, aber sie reichten nicht aus, Dem modernen Empfinden zu genügen. D ie Grenzlinie zwischen Mord und Totschlag sei äufierst flüssig. Don ihnen aber hänge Die Todesstrafe ab. Die Bibel könne nicht als RechlSguelle gelten. 3hre Aussprüche würden zudem auf für unD wider Die Todesstrafe verwendet, ©«teiltet Meinung feien ferner Die deutschen Philosophen und Die Klassiker. Das Bergeltungspnn- zip Kann Dr. Rosenfeld ebensowenig gelten faiftn, wie die Theorie Der Abschreckung. Die Gesetzgebung schäme sich übrigens selbst, die Todesstrafe öffentlich mi vollziehen. Die Svzial- Demokratifche Partei habe immer ihre Abschaffung gefordert Der wichtigste Gesichtspunkt gegen Die Todesstrafe fei Die Möglichkeit eines Justizirrtums und eines Justizmordes namei-tlich im politischen Fallon. Soll gegen 3uaendliche die Todesstrafe vollstreckt werden? fiAbg. Kahl: Rein!) Der Redner freut sich über das CM ein, fragt aber weiter, ob die Todesstrafe für Frauen ab geschafft werde. Sr bedauert, dcch auf diese Frage form Vern erfolgt Sr appelliert ymt Schlich an Den Abg ahl. toerm dieser Die Todesstrafe fallen lasse. Dann sei sie tn Deutschland erledigt Der Mitberichterstaikrr Dr. Z«ps (D.».) erklärt, Die Tobe«strafe, wir sie jetzt ausgefilhrt werde, könne nicht verrohend wirken, das brächten nur die KinoDarftellungen und schlechte Zeitungen zuwege. Iustizirrtümer seien meist tot Der gutgemacht worden. Den Rücksall von Mördern nach Der Begnadigung habe man wiederholt erlebt, z. D. bei Sternickel. Der Staatsbürger verlange vom Staate eine G-.'g»nl:ifiung, und zwar Rechtssicherheit und Sicherheit der Person. Die Abschaffung der Todesstrafe betrachte er als ein? Minderung des Rechtsschutzes. Die Revolution werde mit Oess- rrurtg der Gefängnisse gemacht, aber nachher werde dir TodeSfirafe in einem Umfange wieder eingeführt, die fein anderer S aat erreicht. Die Sozialdenwkratie erinnert Herr Zapf an Friedrich Adler. Dieser habe persönllch die Todesstrafe über Stürkh verhängt, den Steuermann des österreichischen StaatSschisfcS mitten m größter Rot. Die Abschaffung der Todesstrafe habe auch tn Oesterreich die Zahl der Getöteten vermehrt. Zur Zeit fei der Abbau der Todesstrafe nicht möglich Tue man es doch so werde der Ruf nach einem Diktator knurr werden und sich gegen daS Parlamentarische System richten. Sin M tel zur Besserung mühte die Hebung der unteren Dolksklasfen fern, auch stärkere Beteiligung am Ortraa ihrer Arbeit neben freier Bahn für die Führer der Böllt- schaft. Der Stand der Reichsfinanzen. Reichsfinanzminister Köhler im Haushaftsausschuß. Haupt reicht oder ob aufl Der Garantie ein gewisser Fulchuh zu leisten lem wird, steht noch nicht fest. Die BermögenSsteuer. Die mit 470 Millionen ange y: ist. wird wohi nicht allzu erheblich dimer Dem veran'chlagien Au kommen zurudbleiben. Bei Den übriger. Besitz, und Der- lchr»steuem wird mit einem geunb nichi allzu erheblichen 2Ee . aufkomrncn gert^rtt werden können. Die Jolle. Die mit 590 Milliouen an- gectzr tr-rer werden etwa 1150 Mill oren brin- yr Bei Der Tabaksteuer und bei Der Biersteuer ist ebenfalls eie kleines Mehr- auffewnmen zu erwarten Insgesamt wird man bei gleichbleibcnDcr w.nscha t(i^,-er Luge mit e r.em Mehraufkommen für DaS Reich von tunb 300 Millionen rechnen Birnen Auf Der Au-gaden feite liegen Die wesentlichsten Ersparnisse bei Den Ausgaben für Die ErwerbSlosensürsorge. do mit einer Sr'pamis von s.cher 200 Mill, zu rechnen ist. SS bleibt al)o in4gciamt eine BerbeNerung der voraus ichtlichen Sri Pom ist c um rund 700 Millionen. Selbst wenn man für Den Vochlragshaush ii bet Mittel für Die Beaintenbrioldung und Du 5xnegs- befcbäDigten fowie für lau'ende £hquiDation«rischafi möfie bk Politik der Sleuerfrnfmui. Dk 1925 begonnen wurde, foriqejefit werden. 3n nächster Fest solle auch über die Senkung der Zölle beraten werden. Dk dringend notwendige Bcetoaltungs- vereinfachung solle auch dadurch gr'drorrt werden, Dafi auf Dem "Dege zur Vereinheitlichung Dem Reiche nur tolcx Ausgaben verbleiben. Die Die gesamte Deutsche Bollsgememschaft betreffen und non Dem Nicht fachgemäfi erfüllt werden Bnir-n. De Länder selbst erstrebten auch Sriparni'k. Mehrere Länder hätten schon Den Reich-sparkonun:'far als Sachverständigen h.eriür berufen. Pflicht Des Reiches bleibe es. einstweilen für fre Durch - fichtigkeit der Finanzen der Länder und Gemeinden soweit Vie möglich Sorge zu tragen. Die*em Zicke Diene auch da« Steuerverein- heitlichungSgefctz. Die Aufnahme von Anleihen der Länder und Gemeinden zu DerantworiungSzwecken verbiete fich in der gegenwärtigen Zeit auS Gründen der Geldknappheit für Den 3nlandsmarkt und aus Griinden Der gebotenen Sichersten Zurückhaltung auch für den Auslandsmarkt. Anleihen für Versorgungs- betriebe Der Kommunen z. B. könnten allerdings cm weitesten Sinne produktiv lern, wenn Dadurch Die PrivatwirSchaft in der Gemeinde zu neuer fruchtbarer Arbeit geführt wird. Qllvr auch bei solchen Anleihen werde von Fall zu Fall sehr streng geprüft werden muffen, ob der vor- gelegk G«samtw»rtfchaftsplan e.ntr Gemeinde Die unerlähfiche Produktivität einer Ausgabe gewährleistet. oder ob Die Ausgabe nicht Doch, fet es auch unter Zurückstellung anderer tocuuyt dring kicher Ausgaben, auS laufen Den Mifteln bestritten werden könne. Am Donnerstag werden Reichstoirtfchafts- m im ft er Dr Eurtius unö Rrichsbankprül nt Dr. Schacht über Die Wirtschaftslage sich aue- Iaffen. Berlin, 26. Oktober. (D. D. Z.) Im 5)aushalts- ausschutz des Rrichstages erklärte rm Rahmen Der Beratung der Befoldnngcvoriage Reichsfinanzmini- fter Dr. Köhler, dah ihm Daran liege, angesichts Der Besorgnis des Inlandes wie auch Dc» Auslandes Dk Gründe darzulegm, die zu Der Aus- gaben ft eiflerung gefiihri haben, die sich gröfitenteftv ab das Ergebnis einer zwangsläufigen Entwicklung erklärten. Diese Ausgaben haben betragen: im Jahve 1924 4.3 Milliarden, im Jahre 1925 4,95 Milliarden, im Jahve 1926 5,7 Milliarden 1927 5,76 Milliarden Reichsmark Der stärkste Spruna mit rund 750 Millionen hat sich von 1925 auf 1926 vollzogen. Seit 1924 befinden wir uns im Zeichen des Wiederaufbaues der Durch den Krieg und Die Inflation zerstörten Guter. Zu Dkjer Die- De rau* bau arbeit gehört auch Die Sorg«: um Das tnertrollftc, uns verbliebene Gut. Die Arbeitskraft des Deutfihen Lölkes. Diejer 'Bicicraufbau hat zwangsläufig zu steigenden Ausgaoen geführt Auch Die jetzt em gebrachten Dorla gen sind cm teil dieser Wiederaufbaues, und erst, wenn wir diese Entwicklung ;u einem gewissen Abjchtufi gebracht haben, läßt sich von einem 7? o r m a l » t a t sprechen, der keine weitere Ausgabenerhöhung zu- lafit Die Ausgaben für Sozialversicherung und Ermerdslofenfürsorge haben rm Iohre 1924 165 Millionen Mark betragen, und werüen für 1927 aus 615 Millionen Mark aeichästt. Rieman.S wirb aber behaupten können, dafi ange- iichb der Zeiten der rur dH baren Ardeitsiokgkeit Mek Ausgaben ettvo unnötig gewesen feien. Die Ausgaben für Berzinsunu unö Tilgung der Rei ch, fchuld haben 1924 20«' Millionen betraaeii und -ind in den folgenden Jahren auf 486 Mill, aogewachkn. Ihe Reparationszahlungen betrugen 1924 nicht» in* 1927 R31 Milli «men. alfo eine Erhöhung um über WO Millionen. Dk Aufgaben für Berlvrgung»- unö Ruhegehälter betruaen 1924 nur eine Milliarde, m den folgenden Jahren 1.47 Millioröcn. Allem Ökff vier 2tu-xxxbfnpoften machen zu lammen über zwei Mikliarden Mehröelaftung des 6tat» von 1927 gegenüber 1924 aus. nne Mehrbelastung. dk al» unrxrneibCid) rm ganzen t ezeichnet werben müfie. Vic krkgelufirn betrogen 1927 über 3,5 Mitziar- öen, also clma» mehr als Die f>älfte der Qkiamt- an»gaben des Reiches. Zugeg<-ben. dah hier und Da eine Ausgaben- erböhung ein getreten ki. Die sich hätte vermeiden lassen oder die Den Grundsätzen äufierster Sparsamkeit nicht enlipr dM, Im groften ge'ehen ist Die Erhöhung eine Folge Des Rneges unD wird bedingt Durch die RokwenDiczkeit deS Wiederaufbaues all dellen, was Jtrieg und 3n- flation zerbrochen haben. 3n den Kreis dieser Wtederaufbauarboiten gehören auch d e von der 2 »««rm • • J iftlt «O» *"• «rp*-rf Olx **!!•** ■■■.••«xen IM »<#H« n<«M* “•« *• *'*11 WW* l* ftn «X- K »r-'W»«1— *• p« v»xe 0tu «W m**e eef «ooMfi» ***•<»•»• MM«e ®rab Telstiis, abends 12,6 Grad Telfius: am 27 Ott: m-uoens 10,2 Grad Celsius — Brüternperoturen in 10 Zentimeter liefe am 26 Oktober: abends 12,3 Grad Celsius am 27 Oktober morgens 9 Grad Celsius Maximum 17^ (Hrab Celsius, Minimum 9 Grad delfhie. — Eonnenscheindauer 5 Stunden. Aus der Proviinial-aupisiadi. Dietzen. ben H. Dtiobcr 1927. Gchuh gegen die epidemische ttmderlähinung. 7km Dr. m«d. 6nrt Ka ys«r. 3«fb^lM*rT«k>d ©eit einigen Wochra txrt FxxÄ m Teilen bt» l*ut*** Reiche» gitMte 3ul- treten txm •d^nfungm an epe«mM>er »nder- Innung in brr breiteren Oriteitt.tchtrtt Jul ereil« |Qr btrit Äranffrnt unb glci^y-nvj gemri*« Le- lünfrvngen ertwtft M baribeU fi* bet der epidemischen (spinalen» xinder'. igtrnrng aller« t» ng* um einen recht unheimlichen, aber bo4) nicht Io gcn$ seltenen Gast. denn uertinrhe »dlle epidemischer Kinberiabmu^ »Legen all» jährlich in den Tüonaten Juli bis De-ember auch in Deutschland au!^utreten, während gro’x <* v • dem i en, tote Me im Jahre 1908 in TM* i. .a4)kT'< ch, Cie beginnt pi nächst mit unbeflimmic.. . rl ü 1; u ng4 ?ri dx i nimaenT1, txHe Meder, 'Btrom* nnelt, Husten und Schnupfen. gelegcnt'id) auch mit DarmkLarih. Am ersten oder an den solgsn- ii Kranshfik»tagen, an denen besonder- auch “ic fterte Xclgmig »u au'>ergewöhnlich groben Cd.L-etben aufläCt, (teilen sich dann die charal- teri(tischen Lähmu.^.vr^chei.innigen am 2km ober Tein, am Rumps oder an den Schultern ein. Mr In ! ichteven Fällen 'm wenigen Tagen ii-TÜctgeben Dirnen Oelber Ist dieser Ausgang aber nicht die 2tegtL VieLnehr bleiben ost dauernd« Lähmungen oder Uerfrüpvelurupa gurid. reh> m seltenen Fällen ergterft die Luh» nrueg allmählich den ganzen Kärper und sähet schließlich zum Tode. ©erootgerufen wird die Äranfbeit durch einen KrankheitSerr.-ger. der uns trog zahlt ich.r daraus gerichtete« Unteriuchunaen doch heut, noch Im wesentlichen unbekannt fit Alle«, was wir bisher aus efterimenteilen Un.er'uchung.n mit Sicherheit willen. ift. daß der KrankheitSftosl sich m den KSrperaus'cheidungen OoriudKt. bd-nbra im Dafenschleim, Un Auswurf. Im Harn und ün Darminhoik. und daß ec von dort ins Rückenmark gelangt, wo et einen GnizündungSpvvgetz Hervorruf t. als dessen Folgen die erwähnten Lähmungen angusprechen sind. lieber.r.'uunaetxT'u 'vi' aus 201.« ent ft eben vielmehr, woraus «in von der Deutschen Bereinigung für Krüppelsürsorge heraus- gegebene» Merkblatt Hinweis!, durch falsch! Lagerung im Bett Di« bereits erwähnt, pflegt bte Krankhe-.t hortetegenb in den Monaten JJi bis Dezember auhutrZu Tdt erfährt man es zumeist, der beste 2lrzt o r b e u g u n g heitztl'^ Diele Vorbeugung be- ftch! hn toe'cntl-dxn in zweckmäßigem Hhg enischen 2>v .ballen von Gesunten und Kranken. Da die Weiterverbreitung des Krankheits stoss es durch kiinbelaben« Tröpsch n beim $yuften. Diesen und Räuspern erfolgt, so wird man sich davor hüten müssen, ander« Personen anzuhuften und sich stets beim Husten oder Ttäufbern ein Taschentuch vor den Mund halten. Sft«, Trink- und Waschgeräte der Kranken müssen ertra gehalten und sofort nach Benutzen desinfiziert weroen. Unnötig« Berührung mit Kindern, insbesondere Stülfcn. sollte auch von Erwachsenen unbedingt unterlassen werden. Denn auch bi« Smpsangl.chlclt beim Erwachsenen ge- rma ift. Io Ift andererseits doch wichtig, zu teilten, bah gerade Erwachsene, ohne selbst ui erfrunfnx. oft zu KrankheitSträgern werden können und so bk JUanflkü selbst weiterverbreiten. Tlustkärunq und vorbeugend« Vorsicht ift daher hier ganz besonders am Platze und w rd bei verchunduisvvller Durchführung durch Arzt und Behörde «m w.rkfames Kampfmittel borftdlen. vchlietzlich fei noch erwähn!, batz Untersuchungen feftgesteUt haben, bah auch bie Fliegen als TVAttÜrr bet Krankheit nicht le Ära eine grob« 2L>11« sp eien. 1H» FUegenremch- tuna wie sie in groft»ügig«r TBc-ife in b.e’em Jahr. durch der . ^unbbe.üfelMug- be* ^Re:chSau»'chulles für hpg enische Bolksbeleh- rung" anjetrefr: wurde, ift daher etn ganz besonderes Cbebot der Stund«. BomatKiCM. — Tagestalenber für könnet,tag. Gieftenet Monjrrtoeriin: 7 15 Utzr. ktodafteaier. eompbonidoyrrt — Lichts pulhou», Vahnhoftttaft, „Papa spielt Mama". — Ans dem Stabttbealcrburean wird uns gc chrieben D« erfte Ausführung von Erncrich Kalmans tefannicr und populärer Operette .Die Esardassürstin" find« tm mrrgigen Freitag» Adonnemen! statt Die Xitel* tarne wird von jjrutel Dann t*em Man.'chiur.er Vationaltheater als Gast gesungen. Di« Dann steh: hier noch vom letzten Jahr her. von Ihrer en!* zückenden Wiedergabe der .‘Betratdo". in aller- bestem A >denken. Ja e*ri terra gcofterra Partien >»ud brichältigt di« Damen 311 e r und Palik. sowie die Herren Steinbrecher. Hechln- Das neue Lichtspielhaus Bahnhofstraße. De? geftrig« M :twoch brachte unserer Stabt etn bemfrten»t»cr:c8 Oreigni* ihr r Lokalgeschichte Di« Einweihung bes neu- icftalteten Lichtspielhauses t n der ahnhosftratze Sine nfftoortirUiinn vereinigte etwa 1000 Gäste des B< chers 2.Henrich in tem atchervr>eniltch e.nbrudtoou gestalteten Saale dieser F.lmbühn« Di« Vcran- fUiiung war ein geselltchaftU4*s Oretani* in würdig-festlichem Rahmen unb doch -n betonter Schlichihcir. Unter bat De'uchcm (ah man €«. Wagnisizenz den Lektor Pros. Dr. Rosenberg. Pr.v.nz:^ 11. dtor Grae über bür gern e.ffcet Dr. Keller Landgerichteptä i ent Leuenhagen. Ober tlcu:nant Fritz, Vertreter der UnioerfUät und der L udententchaft Hahlreiche we.ter« her- vorraaeabe Persönlichkeiten der ftaarNchen und . r? ! laitoerorbeete, viele angesehene Perso e^, von Industrie. Handel und ®eu>crbe. Starkes Jntere'k für das neue B^erk rührigen Un c ..ehmergeistes unb ge'chmack- voll geftaltenber Bau- und Laumkunn erfüllte die gewaltige Schar der Festl»«such«r. denen das Programm einige recht gcnubreich« Stunden be- teilet«, ttingeleitct wurde der Ldend durch das ausgezeichnete Lichtspielhaus-Orchester unter Leitung von K Stork mit dem fchoeidigeu Triumphmarsch von Fauchest. Lnschlietzend begrubt« der Gelchäft.fudrer des Tktbanbee der Lichtspieltheaterbel tzer Südweftdeutschtands Lobe« Matter. Frankfurt a. M. bi« Düfte tm Tarnen des Herrn Henrich, wobei et mit Recht auf daS gute Verhältnis hinwieS. das in den bisherigen 15 Jahren Lichtspielhaus Bahn- hosftrabe unter Herrn Henrichs Leitung zwischen dem ®iefie.'«r Publikum unb tiefem älnternehmen sich heraus gebildet hat. /> ferner bei dieser Oelegcnbeii in gebabrtr.t.. ..'eile der Verdienste gedachte, bie sich Hen Henrich als Bvr- livendet bet obenjenamuen Verbandes um die deutschen Lichtspieltheater unb ihr Wirken er» wart». Die guten Wünsch«, die der Redner am Schluss« seiner Ansprache dem Unternehmen Henrichs mit auf den Weg gab landen bet der Feft- Derlammiung vollen Widerhall. Rumnehr wurde man mit den neuesten und wichtigsten Tagesereignissen durch «ine sehr vielseitige Spezial- silmderichterftattur^ bekannt gemacht, noch deren Ablaut Herr Henrich von lebhaftem Beifall-- klatschen hejrüfrt. aus der Bühn« erschien, um seinen Vasten sür ihr Vrscheinen herzlich zu danken und »u^eich auch Dank zu lagen für bi« trden Duickwüiilche und Bluutenanqebiiide, bie ihm pi diesem Tage übermittelt wurden. Gr werde sich auch weiierhin stets bemühen, dem Dieftener Publikum immer ein autcÄ unb auf der Höhe der Filmkunst stehendes Programm zu bieten. DaS Lichtspielhaus-Orchester erfreute mm mit der trefflichen Wiedergabe der Duner- lüre .-Di« tchöne ®alatb»5“ von Suppe an» schü rend bereicherte Frau Friedl Hellmer von der Dolksoper in Wien die Darbtetungen des Abends durch einige VesangSvoeträge. benen ebenso wie dem Orchester t>etbit*ntermaf)en reicher Beifall zuteil wurde, llnb nun folgte — Herr Henrich hatte adfichtlich diesen heiteren änterhaltungsfilm anftait einer fog. groben Filmkanvn.* gewählt, um fernen Gästen nur frob- gestimmte Stimfen zu bereiten — der schsnissige Film .Der Fürst von Pappenheim" nach bei gleichnamigen Operette von Atmoll» unb Bach, der natüri ch seine Wirkung nicht veriehlte Damit sand der abwechselungsreiche und wohige- lungen« Festabend, an ben men gerne zurück» denken w>rd, seinen Ausklang Vin erster und in verdienter W«> e voller Crfolg be» neuen Lichtspielhauses und seines rührigen Besitzers! Das ucuQcüflUctc Lichtspicl-au» lei nun mit einigen Sahen unfern Lesern befarmt- g«inacht. Von dem früheren Lichtspielhaus sind, trie tetr ge-tem schon mitteillra. nur noch der Eingang von der Bahnhosstrast« aus unb bie beiden vorderen Treppen übnggeblicb n. alieS übrige ist neu erstanden und aat dabei eine sehr glücklich« ®v'ialtung erfahren. Jn der Eingangshalle. di« bant# ein? gute Visitenkarte t>es Unternehmens bari!.’IU. ift jeft der Kastenraum tn der Mitte angrvr..cht. so baft s,ch der Pubiikumsverkehr auf zwei C ;tcn m>ch den Saaleinläsfen zu bewege' kann Jn Parkett bes großen Saales bri.rOen sich in sehr bequemen Stuhlreihen etwa 600 Sitzplätze, bu* ihren Abschlich in einigen geschloßenen Saal- logcn »inbcu. Das Oberg «schob m-t rund Plätzen wirb tn seiner vorderen Hälu - von de» Logen auigelullt, bte sich zu b.'iben S .t.n inb quer über bt« Laum.nit:« befindens an- schliestend hieran ift m ampb thea r.Lisch>r P'.ai-- bem sich der absolut feuert her vom Theatte- saal abgcWoffene Vor'ührungsrium behübet. AIS Sidgclegeuhe.t hat mu» im gan^ra Saal Ixquem« TKibagoui'aufetuM. mit rctan LrpS bespann!, gewählt Tie lehr getiumige Bühne mit einer Prvjek ionssläch? von 26 qm ist eine fog. Sle'.chbahn«. bie mh e.nnn prachtvollen altaolbencn Se.d.mvrrbang abgeschlossen wirb Rechte unb I.nls der Sühne sind Räum« zum Einbau der qrostra Kino-Orgel vorhanden, bie erst nach vollständiger AuStrocknuug bei Theaers einmvnt.crt werden kann. Das unter der Leitung d«S Kap«llme.sterS Kari Storck stehend« Lichtfpielhaviorchefter In Stärke uem 12 Musikern fitzt tn ettwm vertieften Orchesterraum vor der Bühne; es fei hierbei bemerk. bau bie Akustik sehr gut ist. Der mit allen neuzeitlichen techn 'chen Er rungen'chaften unb. wie schon gesagt vollkommen feuersicher ausgebaute unb abgeschlossen« Vorführungsraum enthält zwei Mefchau-Prv- ieftoren. die r.ne pausenlos« Vorführung. s«ldft b-er grS stten Filme, gestatten. De Saal- belcuchtung liegt, wie in allen modernen Theatern, verdeckt unb ist so gestaltet, bas, sie eine Beleuchtung m allen möglichen Farben ermöglicht. Die'er Be leuch Mn qsefett in allen Regem ogenlarben. bei bem :n feinem ileberaang (int Farbe der andern folgt, hat gestern adenb bei der Festvorstellung einen besonders starken Eindruck gemacht. Eine ganz neuartige Lüftungsanlage mittels einer LüfMngemaschine sorgt durch Abfaugen der verbrauchten Luft unb Frischluftzufuhr dafür, bah immer gute, frische Lust tm Saale vorhanden ift. so batz man selbst bei Massenbesuch e.nen angenehmen Aufenthalt tm ©aal« bat Du Päng« un Treppenhaus unb ün Saale sind mit roten Teppichen aufgelegt. Während bet Eingang von der Bahnhofstraste her ift. befindet sich bet Hauptausgang nach der Schanzenft rast« zu. Die Pläne für das in langer und mühevoller Arbeit zu einem Drvhlichtfpieltheater — so kaim man es mit gutem Grund bezeichnen — ausgebaute neue Lichtspielhaus hat Architekt Hans Burg von hier auSgearbeitet, besten rechte Hanb der Dausührer R a ck in Firma 2lbermann war. beiden Herren, aber auch der klugen Beraterin bei der Ausstattung, Frau Henrich, wurde gestern abend öffentlich befonders gedantt. Die Ei enbetonhmftrultion wurde von der G>«- ftener Eiseubetongelelllchaft ausgeführi. Die B«- leuchmngsanlage lieferte bie Firma Georg Appel. bie Lüftungsanlage bie Firma Schaff» ftaebt. Die Daufirma Aber mann stellt« ben Bau schlüsselfertig her Besonder- lobend zu er* wähnen ist. haft auch hier wieder, ebenso wie kürzlich bei bem Um- und Erweiterungsbau des KonsettionshaufeS Earl ZrenSborf. sämtlich« Arbeiten bei dem Bau nur von Viehener ®e- chäsfsleuten an-geführt wurden. Das neu« LichtipiclhauS macht m Ieiner Harrn oni'chen und zweckmäftigra Gesamtgeftaltung einen $uten Eindruck. Es stellt für «in« Mittelstadt nicht nur etwas Besonderes dar. sondern es dürste Wohl auch gar manches Llchtfvielhau- in den Großstädten weit übertreff en. Eeftünt auf diesen starken Dorieil dürst« da- Unternebmen. wenn es nun noch die besten ircrfc der .rilm* Produktion zur Bvriührung bringt, sicherlich einer guten Zukunft entgegengehen. a«U. Sauer «.•.*. W ^e>rawi»i'mxi leitet Herr Oberir-ellriter Lodert Becker. bi» eadt- kali'ch« Leitung hat Heer Kapeilmrifter «lugen Reff Akäuner- und Fra ueuvereiui« gvnfl der Matthäusgemeinbe. Jeden vierten vrv tag des Monats Veranstalter tm W'.nrerhalb,ahr di» 2]Utaerr- unb Sraiwnrcr- einjgvng der MaNLäusgruw-nd« im Bkatthäus- saci. Koesrrmand«Astu»rdra Tür Erwachten«, ft« folg*, \ir.3 dem B<-.'p ei mvdern-Nrchlicher Ar« bei: n unseren jTt*«r Stad« gemein dem Borgen, .xvtiiag. abcn2* 8 llhr. wird 'Pfarrer Mahr 'pvtch-tt Jxt das Z. Gebot, und zwar un:«s bem Titel Das Stehlen der ehrlichen Leute". 5.»h« heutige OLiyig«.) — 21 u s i k a l. s ch« r Volkskunstobend der Volkshochschule. W.e weisen nochmals auf den am 1. Ro«»«mb«r unter Leitung von Dr T-inesvarv statlfiudenden Abend hin. »Siehe Programm Un Anzeigenteil der heurigen Lummer.) - Vie Lmftag. ktlm »rei eemt istieften stnd Ist«n»tao und Freitag vormittag». 'Züahrrnb brr übrigen Je« flnb bir tirafljimmer de» $trrt»amt», w>, tm neuen tznUeoerkuntegunOo» blatt dekonntgegetzen wirb, für da» Ihibhfum ge» fttzwffen, fo t.tft. iowii ee Rd) rid)l um Fsllr aller- dringendster Art handelt, fterionen. die außerhalb der llmt»ttig.- oorsptechen. auf Abfertigung nicht rechnen können - Künbigungen in der Tadak- industrie im Giehener Bezirks W»e wir von gut unterrichteter Seit« hfttrn. find di« fei: einiger 3«tt in Sa en und Lö im (JkaiNte befindlichen tarifw brigeu ötreW her labalariteiicr bi6 >u!e noch nicht beendet. Ömern Beschluft bes Leichsveri-anbes der beut» lchen Jtgar. enter ftcüec gern äst wird bi« gesamt« deutsche vlig r ninbufttle am kommenden Samstag zur ttuitb ,ung ihrer Belegschaften schreiten, wenn bis dahin bie tariltmbrigra Streiks in Sachsen unb L chlesien nicht beendet (Inb. Da bis beute eine Rachricht über etn Gnbe der Streiks la lemn ®ebicten hier nicht boriiegt. ist damit zu rechnen — wem, nicht noch in letzter Stund« eine Wendung fettens der streikenden Taba£* arbeitet eint ritt — dast auch im ® .ebener Bezirk am nächsten Lamsiaq den Belegschaften fämt- lloder Figarrenherstellunasbetriebe zum 12- Lv- liegt ein Tarifvertrag vor. der noch bis Snd« Mürz 1923 läuft und wie wir weiter erfahren, auch 'ämtliche Ul eilte; crurgen einschlieblich der vom l.Ollol>er. und bi« Verteuerung des täglichen Lebensbedarfs voll abgegolten hat Um bte Einhaltung bie «4 Tarifvertrages sicherzu- stellen. fch reitet der Reichsverbanb deutscher c.igarrenberftcller zu der oorge'elxnen Ans» fperrung wenn bi« wilden Streiks nicht sofort abgebrochen werden. Man darf nur hoffen, dast in den besonnen beidenbra Krecken der betetligim Arbeiterschaft ein« ruhige ttrwäguna der Sachlage zur Jimehalrimg der tariflich«» B«rpsl!chtun- gen fuhr: Straßensperre Wegen Ausführung von Kanalanlchlustarhetten ift die Vteinftvoste zwischen .’ioibuiilafl« und Da nun strafte von gestern ab für den Fährverkehr auf etwa 10 Tage gesperrt worden •• Sin Unfall beim difenbabn» brückenumbau an bet Heuftabt ereignete sich gestern vormittag dadurch, daft beim Abbruch eine» ‘Bogen» de» westlichen Mauerwerke» bet Brücke ein log. bindender Stein anscheinend vor* zeitig aelost wurde, wodurch dann brr ganz« Bogen IT! *wrM Rereimlfthr* POegr e* direee Lftat~rrfrfxfct and belebt <Äe Kytoervcn. «Ihr ■od krSfritn dre Heerwewtn, beeeStiet txMnn, Sdiaryen and b«-wgi HerutWI vor aW!' mOhdoe «toea teeendcti Heerboden, ■ef Ören wMna, traf-»ofct, eetdljr« H»m ■t'Wlft 1er arlolRbrtnrtndcn Jaeel - Nean>bt-gw gehört »octi levol - Gold - KapfimeChpeTve«, ee brtreft ventopfte Fora* vnn Surrt» Abeuurtei augren. Kflrterikoiter, Ofrseeehad Kol berg Jrrot mit oder ohne Fett RA1. 2.-, 3 and 4.71 / Javot • Oold RM 2.25 and 4 50 pnroe (Tbirt-T trpfwetfh pufwet 2C and 30 Pt Bekanntmachung. Nachdem die Wahl zum Ausschuß erledigt, Hot nunmehr die Wahl des Vorstan- des stattzufinden. Es sind zu wählen drei Arbeitgeber- und sechs Versicherten.Der tretet. Wahltermin ist auf 97690 Sonntag, den IS. Dcjcmber 1927 vormitlagv 11 Uhr f.stgesetzt. Es wird zur Einreichung von Vorschlagslisten oufgeforbert, die bis spätestens Samstag, den 5. November 1927, mittags 1 Uhr, bei der Raffe in (Ließen, Kaiferoilee Nr. 3, obzugeben find. Jede Vorschlagsliste soll höchstens dreimal soviel Bewerber br nennen als Vertreter zu wählen find. Die Bewerber find genau nach Kamillen- und Vornamen, Beruf und Wohnort zu bezeichnen; bet den versicherten ist auch der Arbeitgeber genau anzugeden, auch deren Bereitwilligkeit zur llebemahme des Am tes beizufügen. Die Listen für versicherte und vrbeltgeber sind getrennt vorznlegen. Vorschlagslisten elnreichen tflnnsn die wirtschaftlichen Veretnlaungen von Arbeit, gebern oder von Arbeitnehmern oder von Verbünden solcher Bereinigungen. Diesen Vorschlagslisten stehen gleich solche Listen, die von mindestens 60 wahlberechtigten Arbeitnehmern oder von Arbeitgebern mit mindestens 30 Stimmen, sowie iolche Listen, die mindestens die Unterschrift von zwei Vertretern im Ausschuß der betr Gruppe tragen Gießen, den 26. Dftober 1927 Allgemeine Orlsfranfetifaifc Gießen Land. . e**ae«*. 2 bis 3 SeWWöiM f. fofon au vermieten. 2rbr. Vlnq. u. 077r.fl an Den (flieh. An-. | MietgesucheJ Aelteres, tt.iberi Ehepaar, Beamter t R. sucht für gleich oder fvätet beichlaguabme- freie Wobnnnn, 3 Zimmer u. Küche m /’.iibrii in gutem Haufe, ^chr Angeb. u.07745 a.d.Gn.Änz. Kleineres Zimmer von ruhig. Stuben' aefucht. Schriftliche dl u geb. m. Preis ang. u 67782 a d Atz. An-, T^miermieter sucht freundlich möbl. ginnner. 2ct>rii:l Ang. unter 97851 »a.ö.Wteh äni. Wi!lG!8M!i. 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Die Bohnenkaffee M 1.20 führenden I: Zimmerarbeiten Ofenfabrikate werden. »77,0 Junker&Ruh Gebr. Kahl. Esdi Juno & Cora dcs Laudcsnnan;amts. (Mienen. 07751 Marklslraie 18. 9756a W WWWW WWW »WWW WWWW *wW*WWWW [Verschiedenes) 2 1 Gob. AUe'nmldehea. evtl. Mtnber'räutein. da» nch be'ab. tublt, einen fl. OnuSbalt selbst, »u führen u. ktndcrlieb tit. v. 1. 1t. nach Bad-laakela in Daueritellg. gentcht. Borzu'tell. m Zeua- nisten, Freitag 2x.li>., Aw. 2 u. 3 nachm., b. Tonal, HotslSehltx, .90 60 30 Sauberes ordentliches werden LoS Gold Gelb Rot Grfla Bohnenkaffeeff Bohnenkaffee 'nff Bohnenkaffee ’/i ff Stadttheater Freitag, L-. Ch., 4. 3Mkllß-A»VS.-VM. v 19*. t)1» nachLUbr Die (ifarhofffintm Cverette in H Arten von flalmamt **c Quieta Quieta Qoicta Quieta Iflifii ßieepner nnö 3:iftaüGleat L sofort gesucht.I) Wild. Ctali, Klempnerei und In» rtaUatton. Wetzlar, Slfhöierstr. 22. mit mit mit 40°f» 26 »f» IO»/« ohne BroveS, jüngeres Mädchen für tagtzüber gesucht. Borzustell. 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Kinder-Handschuhe Wolle gestrickt weiß und farbig............P Damen-Handschuhe Leder-Imitation em Futter........Mk -Handschuhe Nr. 252 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (Generalanzeiger für Vderhessen)Donnerstag. 27. Gttober 1927 Papst und Diktator. Don unterem röimfö« E-Änrr pr nbenten. 3 o m, flktc* Oktober Sri! brr SreWagung M Ärr4x1x9aale» ist fein iugenbh ? gunhiQ^r Qxr rasche, ten Heu« blieb Mussoitni rubtq zu »ause, und unter sein«! Xcegatten waren auch rchllche Würbenträg«. Ich unterhielt mich mit einem bekannten Prälaten über den fröhlichen v ft lärm brausten, unb als die 3ebe auf die iwermeibiiche frage kam. lächelt? « Die Kirche bat Seit! Mu'ivlini sah auch nicht aus. als presse dos Problem bas H«z ab. und heute lagen es alle, b« Papst, ber Diktator, der Oncrttjtorv Romano unb d« Popow d'Italia: Dir haben S «i t. Es sind ja auch, entgegen den B>chiupkungen b« nichttialieniichen Preise, schon viel deutlichere unb frältigere Worte gefallen auf beiden Über- ufern, unb floh doch noch viel Dass« burch bie Drücken. Der Pupst 'dber. nicht bioh seine Set- rung. ist in heftig« frrm ^.-gen bic Uetergiuss? bes Fafzismus aus gestanden unb bat tm Eckigen - versicherte, bah kein fr-.ete täglich fei. solange bie un&ürbigen llcti'.änb • anbauem unter den«, b« Statthal:« Cftifti !. ten mü b-r nicht einmal r.n e ger.ts Dach üb« bem Kopse habe Auch damals glaubte m in bte Tc \gjng bei Streites für unnatulbar devvrstch nd. glaubte praktischen Schwierig!«ten vor Augen hielt 2hm ab« sieht es auj. all ob bei Pala.^)o Sbigi bas unfruchtbare frlb d« Polemik oer- '.jtifn unb zu Taten ÜL «geben wolle Mussolinis Bruder Arnaldo hat öfsemllch im Popo io d Italia die These autgestellr. der saszistl- ich? Staat habe alle Attribute, um Aich« und Daran: bei d« Lösung ber römischen ,Trage zu Mn. Dorausgeaang« war bic im forrivrc della ”«a von bem früheren Untcr.icht-mini:« (b c n- t Ile v«sochene die beste Lötung sei chon durch das Garantiegesetz gegeben Mn der letzteren Anschauung räumte ter Vatikan in einem offenbar oor.i Kalina! ^at ekretär Ga - - barri selber geschriebenen Artikel auf. ein« 2Dbf«tigung. wie ffe sich eben nur die einzige nichtfaszisti'ch? Leitung, ber päpstliche OHcroatorc Hon:atm erlauben kann Da htsti es wörtlich, d« italicn>'che Staat Hube nicht ruxr die Möglichkeit. sondern auch nach dem allgemein gültigen Moralgesetz die Pstich, ben angestislet« Schaben Su heilen, xurückzugeben, was er genommen. Aep.ratwn unb Aeititution Ausdrücke. bte «ra2'. xu nach Tkriad; ?.> n ch n Der Einwand 3cnlilc». von einem Temtsr um habe ja bte Äi.*>c gur nichts tu es der ital ? ne-in man einem öländert en zu rufen würde, .non wolle ihm auch nich ein bihchen lassen, ba man cs ihm morgen auf6 neue wegnehm en 1 Snntc! Mastvoll« t:.l bi? Ltöwcti an 2matto Mussolini aus b« sich elv? imin.rh.n sageu lassen must, sein? entip. >che durchaus b« Anschauung bcrjcnig-i. bte dem Papst tun lein«- ä«i: das dies« Beziehung ernstlich zu warnen. Um cs gleich vorweg zu sagen Petiten kann und wird unter ben heutigen weltpolitischen Der- aussetzungen nie ein Sjanb deutscher Zuhmti werden. Gewist. das Auftreten von Aisa Schah bedeutet insofern einen Wendepunkt in der Geschichte Persiens als er unter keinen Umständen gewillt ist. die Iukunst seines Landes hoffnungslos ben englischen Interessen preiszugeben Aber diese nationale Zrctheitsbcwegung ist eine Er'ch.inchig. die Persien mit dem erwachenden Onent in feiner Gesamtheit teilt. Auch ist es wahr, bah sich in Persien austerorbentlich starke Sympathien für das deutsche Volk regen. Daraus ab« irgendwelche günstigen Aussichten, zumal auch für deutsche Au^a.iderer in Persten herleiten xu wollen, heistt mit dem Schicksal auswan- derungSlustiger Volksgenossen ein le ich: fertiges Spiel treiben. Denn zu solchen günstigen Aussichten gehört doch noch etwas mehr als Ghm- patbie, — dazu gehören vor allem wirtschaftliche Voraussetzungen. Diese ab« sind in 'Persien durchaus nicht in bem Maste gegeben, wie cs verschiedentlich m Deutschland bar sufte Lien versucht wirb. Auch ist bie Lage ber Deutschen. Me sich brausten im AuLond unter den bittersten Opfern tn jahrelangem Allwen ein bescheidenes Dasein erkämpft haben, ntihl derartig, dast sie auch noch die Last Jener aus sich nehmen können, bie sich — von urrverontworilt ch«! Empfehlen gen v«führt — tn etn meist aussichtsloses Abenteuer gestürzt staben. Die tragen deS AuSlcmdsdeutsch- !nntf und besonders d« deutschen Otientmissivncn üb« bte Ueb«schwennnnng mtt deutschen Arbell- «uchenden. dentichen Weltwanderern und Abenteurern sind ganz gewist kein leevcs G«edc. Getad? im Orient fällt <*6 auch ben rebllchsten Auswanderern ungeheuer fchw«. Arbeit zu Hn- den. Und wenn eS Ihnen dennoch, allen Schwierigkeiten zum Trotz, gelingt, bann werden sie meistens zum Ault urbünger und gehen bem Deutschtum endgültig verloren. Der Lohn, mit dem sich die deutschen Arbeit« in Perste:i zu- srieden geben müssen, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Hungerlvhn. für den such nicht einer von ihnen tn ber deutschen Heimst Dienste tun würde. Auch tonst — hinsichtlich d« Verpflegung, Wvhnunz. Schlafgelegenheit -- unterscheidet sich in den weitaus meisten Fällen die u-eHandlung des deutschen burchans nicht von der des eingeborenen Arbeiters. Berücksichtigt man noch das mörderische Klima, die Malaria und bie stets herrschende Typbusgefahr. so kann nwrn mir wünschen, da st die «n strichen Warnunacn vor ein« unüberlegten Auswanderung nach Persien nicht ungchört v«hallen mögen. Es sei in diesem jutanv.ncnbang nur an bte .Schmubc-Stpedition" erinnert, bie vor einigen Jahren mit ein« ähnlichen Persien- Prvpaaanda cingeleitet wurde unb bann so überaus kläglich scheit«tc. Soweit bic damaligen 'Pcrfic UTkinbuxr noch ub« bte notigen Mittel neiiügicn, kehrten sie schleunigst tn das deutsche Bal «land zuruck Don ben Aermsten ab«, bie über solche Wittel nicht verfügten, haben eS mit ganz, ganz wenige unt« ben unbeschreiblichsten Anltrengungen unb Entbehrungen zu einer allerdings recht dürftigen «ösistenz georacht. Mehrere von die len sino beute Wohaiutnedaner! Aut solchen Deutschen kann zur AuSwanberung nach Per, ien geraten werben, die bereits vor ihrer Abreise einen I e ft e n Vertrag in der Tc'ch? haben. Dast ein solcher Vertrag bei der Anstellung seitens eine» vcrtischen Arbeitgebers tuich Vermiticlung einer deutschen Ausland- bchörde getätigt werden must, sei nebenhin «- wähnt. Denn indessen aus einem öebtet eine erhöht e 2usmvrksaml.il Deutschlands Pertien **• genüb« geboten ist. dann ist cs auf kulturellem Gebiete. Leider aber versagt gerade In dies« Beziehung Deutschland voilständtg. Günstige Wirt schuf tsbeziehungen In Pern en mögen noch fv wünschenswert fein, tm jetzigen Augenblicke. wo sich ooS prtsische Boll wie alle onberen -rrPsmmedanikchen Völker tn etnem Lebevoangs- ftaMum befindet, wo es sittlich und vSlllsch ein« allzu seichten Enropäisieruna zum Opfer xu fallen droht — tn diesem Arx,enblicke wäre eS ehw der dankbarsten Aufgaben. Me sich das deutsche Doll stellen könnte, wenn es mit seinen hohen Kulturgütern bem aufstrebenden Persien ckwaS tatfrititiger al« bisher unt« die Arme greifen wollte. Amerikanische, engllsche unb nickt zuletzt französische Schulen unb Missionsschulen überziehen weithin bas p-rsischc Land in ftetaanbem Matze AI>gesehen von einem recht bescheidenen Anfänge in Labri- hat Deutschland In dies« Dczichung seither noL nichts getan. DicS ist um so bedauerlicher, als der Wunsch q«abe nach deutscher Bildung in Persien ein ungemein ftarfcr Ist. Denn sich von jeh« die französische Pirni«arb«it unt« den fart'Inen Böllern durch Äafernen, die englische durch Schlachtfchlsie und Faktoreien und Die deutsche durch Schulen aekennzeichnet hat. so möge Deut-chlcnd ernstlln daraus bedacht sein bist eL in dies« Hinsicht Persien gegenüb« lei Ausnahme macht Etwaige tt»lrtfe Früchte fallen ihm dann zu gegeben« Seit von selb« zu. Sine Kundgebung für dar humanistische Gymnasium Die Sorge um ben Bcslanb des Huma,..'rischen Ghmnaltunis erfüllt weite Streife de» deutschen Volkes Darum erklären seine Anhänger, durchdrungen von dec Hourciiölgleit d.r Erhaltung diele» wichtigen Rulturiadori g. ?n zahlreiche schwere Angriffe auf die c Vilbang»- ibce Wenn die Gegner mit ihren auf riumd- örängung oder gar 3cfcittgung ber humanistischen Schule geachteten Bestrebungen r^olg 11- Ixn. Io verhindern sie Me unmittelbare und tauernd? Veiruchiung be» beurschen ®ci-icjlevt;i» burd) diejenigen Kulturgut«, denen dec Rutsche Geist seine Weltgellung verdankt, unb die nur von dieser Schule in ihrer Lcionbcmi Eigenart wirksam vermittelt werden ldnnen. Sie verengen die politiiche und geschichtliche, bic likr t '-c. lünstlerilche und philosophisch« Erfahrung un- unb beschränken die Mv^lichwiten zur 3cr;:<- fung ihrer Menschenkenntnis tn veryängnisvoilcm AuSmatze. Sie nehmen den Gebildeten unser.- Volle» die Fähigkeit, über bie kulturellen ,iu- lanunenhänge ter Gegenwart hinauSzublicken. unb so mit gesteigerter Urleüskraft für bie in ihr wirksamen Werte den rechten Mahslad zu g<- winnen. Allen gegenteiligen Behauptungen ^um Trotz stellen bie Anhang« dev bumantiti- schen Gymnasiums mit Genugtuuna fest. >ast unser Gymnasium, da« schon längst ouigebört hat. «ine Gelehrienschute nur für Altphilologen und Theologen xu fehl, mtt bem Geist bet neuen Lehrpläne Ircubig ben Anforberungen ber modernen Zeit Aechnuug Irigt. Auf Grund solch« Erwägungen Haden sich Männ« der Industrie unb Bankwelt. beS Handel- unb ber Landwtrtfchasl ber stirche und Wissenschaft, bet Preise und des poiiii'chen Gebens zu folgender E n l s ch l ietz ung. bie sie btenmt ber OeiielUlichten imtcrbreiten. vereinigt „Die Humanistifche Bllbung »st ein» ber höchst«m Siultur- güt« des deutschen Volkes. Ihr Ideal lann nut durch eine lebensvolle Einführung ber Jugend in Sprach« unb Äeltur brr Griechen unb -Römer !?:rwlrllicht werben. Darum fordern wir. namentlich auch angesichts ber überall im Ausland oerftäfiten hu.iiaitistifchen Schuldllbung Lin- Teilung aller Mahnahmen, bte die humanisiischen Gymnasium- gefährden, unb verlangen nachbrück- llchsie Förderung kleleS Bildung»wesetw unb seinen weiteren zielbewuhten Ausbau “ Der Aufruf trägt eine Aeihc von Unterschriften bekannter Persönlichkeu^n. darunter u a.: Geh. Oberbergrat Benn hold. Geschäftsführer de- Aeich-lohlrtirat-: Accht-walt Bernstrin, ge'chäft » Literarisches Feuerwerk. An ben schönen Abenden eines zeitigen Herbstes, wenn die Rocht Imm« früh« bic ®rbe Dtrhnftm strömen bte 'Ulen'dien tn ben gröften lkrgnügung»garten, ben Spor!- unb unteren weiten Plätzen stammen um ein glanzend«- Schau'viel wie «men Traum do rüber- rauschen zu sehen. Da steigen in ben dunklen Dom ber Rocht vor den «Itounten Augen von Dielen Tausenden bie schlanken Raketen, um einen Regen von Funken und Sternen, golden unb 'tQxni. blau unb tot unb grün vetichu'enbenlch auszufchuklen unsichtbare Bomben werden in ten Himmel geschleudert, bic au» ter Höhe ihrer 5afcn riefeiihaftc Pviopen unb Schlangen ab- werfen an gespenstischen Gerüsten, bie ein« !nittclalt«ltchen RicheftäUe anzugehvren scheinen, entzünden sich zauberhafte Lichtfiguren und phantastisch« Bäum« auS fluffigem Glas, feurige -Räter rollen. Lichttaskaden bienten das Auge, e- Ist. als ob bic Jrte geborgen fei unb glütente Lava au-lpeic Feu«werk' Roch imm« ist es ein Fest für bas schaulustige 2ug-c heute n?ie bama 1* aK ÜLoititeur Voutrv mit gnä- igster Erlaubnis em« hochgeb etenben Obrigkeit sich Me Ehre gab. im FechtHaufe zu Aürn- terg 'ein grohes jeu«^«! .dacdius dxns sdo triompl.e" ober: Der rriumphierente Bacchus abzubrennen, und als. tm letzten Viertel de» iS. Jahrhunderts Io'eph Mc11ina und die Stuwers im Wiener Prai« vor Schntau'enden, oft auch vor dem tüi'erädxm Hose, ihre Künste zeigteii. .Aiemal-," ä't etn aas relwem drei grobe Sprmgbrünne daS reincste ÄriftaUctuDcf^r 'ehr bick aus'pr'.tzen Vom Gute .-»es Parte«? führt eine aus Alabaster n engrietzte St ?ge gerate zu einem herrlichen Gc'e.l'chaftS'aal bes gedachttrt GeoäudeS. alb» Wertster mit Lottchen zu festen .st. Die'« Saal Icheint aus goll-enen un*1 anderen kostbaren Steinen gebaut zu sein, ist mit einer 'ehr künstlichen Kuppel gedeckt unb an beiten Setten mit perlpektivilchcn. durch goldartige Säulen unter- stützt«. Galerien Dcrbimten. Bewegliche D-.a- manten 'chm Ücker, bie äußere Rundung, ein stahlart.ger Spitzstein in Brrllant'cu« ab« bie oberste Endigung der Kuppel. Obre denen Galerien sind grvhe, von Liebesgöttern getragene Gefähe mit aufbrtrmcnben roten Flammen auf- gestellt. die viele archt tektonische Doriprünge hingegen mtt ®artengrid);rrei. gelieret, welche viel« bewegliche unb besonterS folorteri? Blumen enthalten ' Und das alle» für einen Gulden zwanzig Kreuzer auf ter ersten, vi«zig Kreuz« auf ter zweiten Galeriel Das pantomimische Feuerserk .Wertster- Leiten. frei nach Goethe . da- Adolf Bäuerle, ter spätere Theater .cht«. al- Knabe von zehn 3af)rcn 1796 von ten S . uwer - ' Vater unb Schn) vorgesührt 'ah. ist, wenn ter Siebzig- jäbrip? bei ter Rieder'chnlt fein« .Memoiren' sich recht erinnert hat. ausgelacht worden. K. H. Don deurscher Sprache. Unt« dieser.! Titel läht soeben Otto D? • haghel in dem Drelag von Schauenburg in Lahr «Boten) eine Sammlung von Aussätzen, BortrÖLen unb Plaudereien erscheinen bie für ben wetteren Kreis ber an unserer Mutt«- 'proche Anteil nehm-nten Lairn bestimm', ist. Der Altmeister ter Germanistik tK-rrinigt h« bie Fülle von üter M verich.-denen arö^r.n unb klein«« sprachwisienl chaf ttich« Abhandlung« zu einen bunten Strcnch. ter en jede einzelne, auch für ten Laien fesi.lnd unb verständlich. reiche Anregung unb Bel hrung gibt. Da sind« wir bedeut ende Vorträge, Di: manch-« von uns. sei es in Gietzen, fei «3 bei auSwärt - gen festlichen Gri. a -nstrit«. selbst gehört hat, wie . Verlust unb Srtatz im Leben brr brutschen Sprache“, »Wandlung« tm deutlch« Satzbau“. .GelchrieteneS Deutsch unb griprrchenes Teutich“. »Von beu'.lch« Bindewörtern"- neb-n ihnen stehen Richtigstellungen und kürzere Bemerkungen, hervor g eg ang« aus bem Kampf .geg« ltiensta'tes Dreinrrben, gegen Unwisi«- heit und Oberslächlichkeii“. ten ter Gelehrte heute Io unerbittlich wie feil Jahrzehnten führt: fv hat « tn tem im Jahre 1934 unter ben Osienbachern tobenden Mä-nerkri?g um bic Er- nänmg des Romens ihrer Stadl zweimal das Wort «griffen. In ten Artikekn .Srele und Rüg", . Aieter unb unter", .Gelehrte Doils- «bm könn -n, al» in ter zumeist angewandten, bie bewirki hat. baff scho' ter Ramc .Grammatik" ob« .Sprachwils«schäft“ tem gewöhnlich« Sterblich« eine Gänlehaut hervvrrust Genannt sei« .Strvh- toitto« Strohwitwe". .Das ist mir wurst, teil! mit pipe , .Grammatik und Polizei". ..Sprach- siche Versteinerung«“. .Humor und Spieltrieb in ter teuUchen Sprache". Bc'onter» häufig hat Otto ltehaghel mit sch-arf«n Blick unb teullidbcr Sprache zu brennend« Hltei.f rag/n tes Tag i Stellung genommen: bie Aus:ätze . Eckenschrist und Tcut'cht-im". C>'i Reichtum: für deutsche Sprache". .Die D dem A-igtifl und mit btihentem Spo:t geh: er hi« vor i.prorimal- distal". .Reue -ist«'. .Olympia"): aber er jc.gt auch die Wege, gibi die Hilf« zu einer Besserung ' .Psiege ter deutsch« Sprache". .Vom deutsch« Sptachv«trtid)afl«5rat«: K.inath M. d. R.: Frl-r. v 2ünind, Präsident d. rhein Land- wirlschattskaikmer Franz von Mendelssohn, Prüf, h. Berliner Handelskammer: Dr. Mvsler. Ge- lchüfttinhalxr d. Disrontogel. Berlin: Geh. Reg. Rat Dr Bland, o. Pros. d. Univ Berlin, be- ständig r Sekreiar b. Preuft. QI lab. d Miss.: Veh. Hofra: ft ohlmarm München: Veh. Iustizrat Dr. Dr. Porsch. Bizepräs. d. Pr. Landtage«: Veh. Iustizrat Prof Dr. Rieher. B zepräs. d. Reichstages, Dori. d. Zentralverb. 6. deutsch Q3an!- u. Bankier,Gewerbes: Geh. Bergrat Dc.-3ng. b. c. Röhrig, Generaldirektor d. Preuft. Bergwerks u. Hütten Ql. ®.; Dr. Arthur Galomonsohn. ®c- schüstSinhaber d DiScontogcsellschaft: Dr. Daul v. Schwabach: Dr. Guftav fltntcni«. Geschäftsinhaber der Berliner Handelsgesellschaft: Dr. P. Sil verberg: v. Staust, Direktor d. Deutsch. Dank Dr. Lüde.'um, Staatsminister a. D.: Geh. 3uftb,rat Pros. Dr. Triepel. Rektor d. Unit). Berlin. P,ä'. a. D Dr-3ng h c K W. Wagner, Mitgl. d. Vreuft. QI tob. b. Wiss., o. Prof. b. Techn. Hochschule Berlin: Geh. Reg. Rat QDeifi- ärmel. M. b. 2.; Geh. Reg. Rat Dr. 3. Mols, o. .'ros. d. Rationalök. a. b. Techn. Hochschule Berlin. Oberhessen. Landkreis Wicftcn. d. Heuchelheim, 26. Ott. Der hiesig: Turnverein D. T. hielt am Sonntag sein diesjähriges A b t u r n e n. Vormittags traten 51 Turner, sowie 31 Turnerinnen und Schülerinnen zum Wetlkamps an, bestehend au« Geräte- und volkstümlichen Hebungen. AachmittagS und abend« sand in der Turnhall? Schauturnen bzw. Konzert und Tanz statt. Bei dem Schauturnen wurden von den Tümern Uebu >gen am Pferd, Red und Barren, von den Turnerinnen Hebungen am Darren gezeigt, die Schülerinnen erfreuten durch Pupper.retgen. Bei der Preisverteilung erinnerte der erste Dorsihende Ludwig Schmidt an den 75. Todestag 3ahns und forbcrtc die Mitglieder auf, immer nach dem Wilken und Geiste Jahns zu arbeiten. Die PreiSvertei- lung holte folgende« GraebniS: Turnerinnen Oberstufe 1.Preis mit 175 Punkten Ginilte Rinn. 2. mit 154 Punkten Emilie Gilbert, 3. mit 146 Punkten Pmlline Knapp. Turnerinnen Unterstufe 1. Prei« mit 139 Punkten Käthe Bath, 2. mit 134 Punkten! Dlarle Löber, 3. mit 128 Punkten Glse Germer. Schülerinnen Oberstufe: 1. Preis mit 44 Punkten Anna Decker, 2. mit 43 Punkten Gretchen Hohn, 3. mit 42 Punkten Oma Weber. Schülerinnen Unt er flute: 1. Preis mit 46 Punkten Elisabeth Wämser, 2. mit 45 Punkten Gretel Keil, 3. mit 44 Punkten Grna Bach Turner Oberstufe: 1. Preis mit 185 Punkten Willy Weller. 2. mit 172 Punkten Otto Steinmüller. 3. mit 167 Punkten HanS Depler Turner Unterstufe: 1 Preis mit 169 Punkten Arthur Gilbert. 2. mit 161 Punkten HeinrichRinn. 3. mit 153 Punkten Walter Schimmel. Schüler O b e r st u f e. 1. Preis mit 176 Punkten Karl Rinn, 2. mit 163 Punkten Fritz Kreiling. 3. mit 157 Punkten Otto Reidel. Schüler Unterstufe: 1. Preis mit 60 Punkten Grich Krbck. 2. mit 55 Puickten Willy Hofmann. 3. mit 54 Punkten Alb Kreiling und HanS ($be. UmErsolgundLiebe. Roman von Robert Misch Copyright by Carl Dunker, Berlin SW 61 27. Fortsetzung. Nachdruck verboten Der Pastor, der sein« Rede eben hatte beenden wollen, richtete noch einige gut gemeinte Trostworte an die „liebevolle Tochter de» Seligen, die au» weiter Ferne herbeigecilt sei. um den geliebten Pater aus seinem letzten Gange zu begleiten." Wie ein Traum der Kindheit erschien «» Isa, al» fit all die alten, bekannten Gesichter wiedcrjah, die ,etzt wie eine Provision, beide Ches» an der Spitze, mit stununen Händedruck an ihr vorüber- schritten. Erft im Wogen kam sie wieder zu sich und jog die weinende Mutter an ihr, Brust: „otitt. Mutter — meine nicht! Jetzt werden wir zusammen bleiben." l)..t nur se dass er mir da» Gehalt al» Pension weiterfidr. ..Sehr vornehm. Mutter — aber do brauchst die keine Sorgen zu machen E» ginge auch ohne da». — Ich werbe dir bo» später ... Jetzt muh ich wissen, wie Pater gestorben ist. (Fr war doch erst Cnde fünfzig.- ,.Sr bat es seit einiger Zeit mit dem Herz bekommen . . Manchmal konnte er jar nicht mehr recht laufen. Und in der Rächt kriegte er Arnmpfe und mit einmal war'» au». — Wohnst du bei mir. Jochen "Irin. Mutter — ich bin in einem christlichen Hospiz abgesticgen " ..Da» i» wobt billlg?- Deshalb nicht. Mutter, aber zwei grauen allein - ich habe mein italienische» Kammermädchen mit- qebro'ht." in Kcmunermadchen haft du 3ta?" — Sie staunte — ..cherrjees — denn mutz e» dir so sehr jut leiten.- sind über da» verweinte und verwitterte Gesicht ging e< roh Sonnenschein. 3*’. danke — ich werde dir do» später er- zählen.- . Brauchst du nich — brauchst du nich. So'n b.tzchen roeess ich so schon Vricheid " Cuiimc hatte I *.92 Mainz be'-c^L 2km hier jetzt 23 Häuser. Hausen" D Grohen-Linden. 27 Ch. Seit der Pen- I ihre stn^.chtpörlftch bekannte m 5e- i.oi erung unsere» T s rrer» Zchulke ist die eine [ toettea. Die Qkmee des fraa^öÜMXjen Fetbherrn der berben hiesigen Pforr st eilen verwaist und wird von dem einen Göttlichen und von Geist- Wohnhäuser, davon mehrere Doppel- Qluch bei dem weiterfteh-nd?i neuen Häu'eru n bet Moktkestraste werden fast alle 71eubauten jenseitSder Bahn, in der sog-mannten „Fauerbach-, errichtet. Bor dem Krieze standen da nut fünf Ähret, heute ist der erste Teil vollständig auSgebaut: e« lind Daneben ist lchon ein Reubau vorgesehen, fo dah in absehbarer Zeit die gesamte Hot-Heimer Strafte ausgebaut sein wird. Auch an der L.i?g:sterner Strafte, dem Bahnhof gegenüber, wird zur Zeit ein Wohnhau« errichtet. Da« Gelände daselbst ist noch in Priva'händen. Tüknn aber erst dieser Teil 'erschlossen ist. bann kann bort ein neuer Häuserblock entstehen, der d e Wohnungsnot voll und ganz beseitigt. 3n diesem 3ahre wurden drei Wohnhäuser, davon ein Doppelhaus, angefangen und ferligqestellt. 3m Dau s.nd noch zwei, ebenfalls ein Doppelhaus darunter. Auch eine Rotwoh nung in Form eine« gebrauchten Sisenbahnwagen« hat die Gemeinde an der Hvl.cheimer Strafte aufgestellt. Die meisten 7)auherrn brennen ihre Ziegelstein: an Ort und Stelle, da sich der lehmhaltkge Boden gut dazu eignet. Doch hat auch die Ziegelei, die vor zwei Jahren einen R lngof en erbaut hat (sie steht auch in der Fauerbach) viele Abnehmer. Täglich geht da« grofte Lastauto der Firma W. Fischer (Wiesbaden) t;;it Tausenden von Backsteinen nach Gieften, wohin vertraglich die Steine geliefert werden müssen. Gin Teil der Wohnungen in der Holzheimer Strafte wurden auf Anordnung de« Krei-bauamt« fünf Meter von der Strafte zurückgebaut, so daft diese Häu'er einen schmucken Borgarten besitzen. Qluch sind 'chvn einige beworfen, .verputzt", und geben mit ihren grünen 23den und den Blumen vor dem Hause dem ganzen Dorfteil „Fauerbach" ein städtische« Seprägr t I r c i • a. d. Lda., 26. Oft. 3n den beiden bch ul sälen der zwei oberen Klassen der hiesigen Schule ist auf Beschluß de» Gemeinderats eine elektrische Heizungsanlage durch Installateur Phil. Becker, dahier, eingerichtet und dieser Tage in Betrieb gestellt worden. Sie funktioniert ausgezeichnet. — Die Firma Rinn & Cloo » (Heuchelheim) läftt dahier auf hem von Bürge» melfter Will käuflich erworbenen Gelände am Burgweg gegenüber dem Bahnhof einen Fabrik- neu bau errichten: mit den Ausschachtungsarbeiten ist dieser Tage begonnen worden. Der Ban soll noch vor Eintreten starken Froste» unter Dach. — Der Neubau de» Maurermeister» Gotthard A m e n d ist unter Dach, der de» Gotth. Bender, beide auch am Burgweg, wird zur Zeit ausgeschlagen. Mreid Friedberg. 4. Bad-Aauheim, 26. Okt. Heute sind eS 13 5 Jahre, bah wahrend her französischen Revolution-kriege hier am Johannisberg, der während bc« Siebenjährigen Kriege« schon einmal der Schauplatz einer gröberen Schlacht war (30. August 1762). ein Gefecht gechlagen wurde, bei dem die Hessen Gelegenheit hatten. au» stieft der Oberst Houchard m.r 1500 Mann bi« nach Rauhetm vor. auf dessen Saline reiche Saszvcrräte lagerten. Die unter dem hessischen Hauptmann Mondors stehende sie.ne Salinen- wache b e nur 125 Marrn zählte, setzte sich aber energlich zur Wehr, und ti gelang ben tapferen Hessen. -sen. Die QhifKTbnmg hat für 9300 MI. bet Bildhauer Arnold tn Beuern übernofiiiuen. Da« Denkmal wird an die Westseite be« gräflichen Schlohgarien« gestellt toet* den. -wckchen dem sog .3nselteich imb bet .Unicrpforte*. Die örtlichen Derhälttnsie. die Parkmauer unb die gewaltigen Bäume, die ben Ghrenraum umfchlieften unb überdachen, werden sorgsamst auegemmt Durch ein breiteiltge« schmicbev-.*ernc« Tor gelangt man in ben runden Ghrrnraum. Zu beide, be« Wngangt stehen auf masiiven Pfeil?rn eherne Flammen» decken. S?chs hohe, die Wand gli b mbe P'mler tragen die 21amen der 72 0 fali.n n. 3n die Ad deck platten der um'chiieftenben Mauerwand werden in großen, mit blutroter Farbe au#- gelegten Buchstaben Ne Worte be« Rütlischwure« rinaemei". It: . Drr wollen sein em einig Boll m Brüdern, m keiner Aok uns trennen unb Gefahrl- 3m Mutelpuntt Ne^es Ghrenraume« erhebt sich auf br i.em. niedrigem Sockel Ne drei Meter hohe frtt\d> nbc Gestatt be« Krieger«, ein S nnbild der W.drnacht. e ne Derki rperung derer. Ne für d-aS Interiand ihr Blut dahingaNn. Wappen unb 3 re> ahl werden ben 7ei schmücken. Die Änegergeftalt unb der Sockel werden in hartem Kirchheim r Muschelkalk auSgeführt werden, der obere Qlblchluft Ns Sockel« wirb die Wtdmunz tragen. Die Rottnibe unb Nc timfaflung#m bergest eilt werden. Die Parkmauer ist bcr.it« durchbrv den unb Ne F n- N'm.-nte au -ezrabe.u Man erf nn . dah Ne Bä me und bi? stille, klare Wasserfläche des 3n,dt i. s einen rrizvv.len Hin.ergründ für da« ftnniae Senfmai bil>e i werden. 2eiber ist durch die <5tbari>c(te.i brr letzte Rest de« Walle S, der hier Ne .tint.-rpforte" deckte, geschleift worden. 4" Gebern. 26. Okt. Lehrer Heinrich L i ft wird un« demnächst verlassen, ba l$m «ne Lehrerstelle an brr Volksschule zu AlSheim bei Wor < übertragen wurde. M:t dem Schei- benben verliert unsere Gemeinde einen tüchtige» Lehrer und 3ugenderzieher. der es während feiner h.esiaen 14;lbrigen Tätigkeit verstand«» hat. sich nicht nur die Qlneriennung der Sltern. sondern besonder« auch die L ebe b:r ihm an- vertrauten Kn der zu erw r >vn. ^Lben'o erfmde er sich im Kr ise Lim AmtSg.-nosien Wege» feines freundlichen, allzeit hil'Sbere.ken und gefälligen Wesens hoher Wert sch. düng. Lehrer List war im 3ahre 1913 von Feldkrucken hierher ver'etzt toorben, nahm am Weltkrieg als ßonbfturmmann teil und geriet in engli'che Kr egS- gesangen'cha t. Bei der nach dem Kriege erfolgten Neuordnung bet Schulverhältnisie wurde ihm bas verantwortungsvolle Amt als Dor- lihender des Schulvorstande« übertragen, welche« er zu voller Zulriedenhrit der Bevölkerung mit unparteiischem Sinn, mit Taft unb mit toor-em Eintreten für d e Belange der Schule veriehen bat 3m mu'ilalischen Leden unsre« Städtchens wird durch feinen Weg»ug eine «TT^psinbliche Lücke entstehen, hat er doch oftmals berrtw Uigst seine musikalischen Fähigkeiten m den Di mst drr Allgemeinheit gestellt und bei vielen Bere-.-ns- und sonstigen Deranstaltun«n dttrch sein vo^ügliches Klavierfpiel zur Bevicherung von manchen Feiern bei getragen; auch hat er eine Reche von Jahren die Hälfte de« Otgoniftenblenfte« versehen unb einige Zeit bei: Kl«TchenGesangverein geleitet. D^e besten Wüsche für fernere« gesegnetes Wirken auf seiner neuen Stelle begleiten ihn unb feine Familie. 8 Ulrichstein. 26 Oft. 3n diesen Tagen verlässt unter langjähriger erftcr Lehrer 05 reifte tef er unseren Ort. um am 1. Rovember die ihm übertragene Vehrerstelle in Hetz da ch im 'üblichen Odenwald anzutreten Kehrer Breit- to i e f e r stand 18 3ahr^ n Ulrich'tein. eine für hiesige Derhältnille gewitz lange Zeit, toäjrtnb bet er tl verstanden hak. sich die Liebe unb Wertschätzung der getarnten hiesigen Sinwvhner- 'chcrft in vollem Matz zu erwerben. Io datz man ihn allerseits nur ungern von hier scheiden steht. 2lu «gezeichnet durch seltene Berufstreue unb nrotzes Lchtgeschick war er der 3ugend stet« ein Borbilb unb hat auch nach der Schullntlafsung noch durch Tätigkeit in Bereinen auf ste ein- geteirft. Wit der Bev-lkerung unsere« Ortes verbindet ihn daher nach einer so langen Reihe von 3ahren ein herzl.cheei Bertrau,-n4verhältnls. hat er doch gerade ole schwerste Ze.t. die 3ahre nach dem Krieg, hier verbracht, während et in 3m Geiste sah die alte Frau Pari» unb Italien vor sich: Zsa mit ihrem Freund in der Loge, ste als Mutter unb (Bnrbebnmc hinter ihr. Welche Aussichten. welch ein Lebensabend' Unb ein leises Oe- ftihl des Glückes, der Erwartung und Geborgenheit bümpjte ben frischen Witwenschmerz Vielleicht mutzte es so kommen. Der gute, brave Mengerr, der ehemalige Feldwebel hätte das ja gar nicht verstanden mit seinen altmodischen lugenhbeqriffen. Am anderen vormittag brachte der Lifiboy de» Hotel» Isa eine Korte: „'Jtettebobm. Geheimer ÄommerjicnraL" .^)ch habe den Herrn in» kleine Damenzimmer geführt. Er erwartet da» gnädige Fräulein dort." Run stand sie ihm gegenüber. Mit zeremonivlen. halb nerleaenen Worten druckte er ihr noch einmal sein Veileio au» unb sprach dann wohlwollend über den Verstorbenen, der immer ein treuer Diener und Angestellter feines Hanfes gewesen fei. _ 3fa sah ihn stumm unb erwartungsvoll an. Das hätte er ihr ja auch schreiben können. Wav wollte er von ihr? Und es strahlte wie Giseskätte von ihm aus. „Ihre Frau Mutter hat Ihnen ja wohl mitoe- teilt, dass ich ihr eine kleine Witwenpension' Er machte eine aowehvende Bewegung, als sie etwa» entgegnen wollte. — ..Es ist da» ll'us bei meiner i'xirma. Uebriqene habe ich es dem Seligen sogar schriftlich Ungesichert " Isa neigte nur stumm den Kopf. .Raturiich wird Ihr, ftmu Mutter die Dienstwohnung in einigen Wochen für ben Rackifolger räumen muffen. E» eilt aber nicht." ,.E» kann bereit» in den nächsten Tagen . wir werden die Model vorläufig bei einem Spediteur unterstellen. Mutter soll mich zunächst begleiten. Alle» weitere wird sich später hoben.* Per Kommerzienrat nickte befriedigt unb sichtlich erleichtert. Lehr hübsch — sehr gut* Und wohl auch für die alte Dame da» beste " — Mit einem leichten, ironischen Lächeln fügte er hinzii ..Sie sind ia wohl auch jetzt in Nr Lage?" -Ja — gewiss'" Unb Ihr» Karriere — ich meine al» rängtrin* — ho» fatale Lächeln wich nicht von tetnrm Gesicht — -die haben Sie wohl |efct aipgrgtbcn'" -Vorläufig — bi» sich meine Stimme erholt hat. 2ch habe jetzt die Mittel e» abzuwarten ' .Lch zweifle nicht daran. Um so bester für Sie?“ (Eine zarte Rote überflutete sie jäh. ..3d) bin ja eigentlich niemand Rechenschaft herüber schuldig, Herr Geheimrat." „Rein — unb es geht mir ja auch jetzt gar nicht» mehr an. — Sie werden geu'iss nach Italien zurückkehren oder nach Pari» gehen9“ meinte er spöttisch und erhob sich. Es war wie eine unsichtbare Mauer, Ne er zwischen ihr unb sich aufrichtete. „Herr Geheimrat — Sie haben mich von frühester Kindheit an gekannt unb mir weitergeholfen. Darum will ich nicht, batz Sie f o von mir —“ „über ich bitte — bitte sehr, mein gnädige» ?räufeln — lasten wir da»! Ich tat es gern, bin aber Gott sei Dank nicht für Ihr Fortkommen verantwortlich. Sie können tun und lassen, wa» Sie wollen — wo» Sie wollen.^ Ihre Augen blitzten ihn an. ,.ReiN-— Sie sollen es misten ... Gyllenborq ist mein Freund — in der reinsten Bebeutung diese» Wortes." „cie werden mir zugestehen. me n verehrte» Fräulein dass ... hm" ... Er hustete verlegen. — Aber es ist ja lediglich Ihre Sache — und man k nn es Ihnen nicht emmal verargen .. Sie leben in Nizza - wie man mir erzählte, in einem sehr vornehmer' riotet mit Kammeriungfer unb Io weiter — Ich ann e» Ihnen in Ihrer Lage zumal Ihre Karriere vielleicht rür immer vernichtet ist. nicht einmal verdenken. Für eine bürgerliche Ehe mit irgend einem kleinen Beamten oder Kaufmann sind Sie ja auch ein für allemal verdorben, mein liebe» 5t.nb. Sie sind auch viel zu Ichön dazu __ • ■freijanb schön! Das habe ich auch meinem Sohn getagt/ Trotz aller «onhomie unb urbanen Höflichkeit war sie »ieber da. Me dicke Mauer. Me seine ehrenwerte Bürgerwelt von der ihren trennte. — Vergeblich. dagegen anzurennen — auch aleichglllttg — unb was kümmerte sie auch diele' „Eberhard glaubt natürlich eben fall» —?" „Natürlich/ — Zwischen seinen Augen ftanb jetzt eine tiefe ungeduldige Halte. — «allen Sie ihn belügen? — er ist Kaufmann rote kb — er kann rechnen, mein Fräulein. Da» Geld regnet nicht vom Bimmel.' ... ..Ader an» der 5pietbanf. wenn mar Gluck bat Ich hatte Sluck ... 6ie lächeln?! Aber ich habe Zeugen, daft —* „Lasten Ste nur, mein verehrte» Fräulein? — Unb ich sage Ihnen offen, es freut mich, ba» alle» so gekommen ist. Jetzt ist Eberhard endgülttg kuriert, glaube ich. — Run ja, ja ... Sie haben nie etwa» dazu getan, ihn an sich zu ziehen. Diese Dankesschuld haben Sie wenigsten» abgetragen. Unb ich Hobe da» auch meiner guten, seligen Wrou getagt al» sie noch in ihren letzten Stunden voll Angst mich anflchte . . ®ir Jinb also quitt. Sie sind brn Weg gegangen, ben ote gehen mutzten, mle die Dinge einmal liegen. Vielleicht - ich wünsche e« Ihnen, führt er Sie zum Glück. — Seben Ste wohl!" ... Er war fort. Sie juckte die Achseln — aber mit e nem bitteren Geschmack im Munde. Bah — modfr ten sie denken, wo» sie wollten - auch Eberhartzk Aber ste l'ihlte. dass ihr. ganze Kindheit, ihre Bete gangenheit nun endgültig begraben unb oerfun» Fen war. (Eine Woche später reiste ste mit ihrer Mutter und Amta nach Meran. In Rirw begann e» jetzt heiss Xu werben — unb sie brauchte mich Ruhe. Auch Gystenboro wollte sie jetzt nicht roieberfehen. Am laae ihrer Abreise verkündeten die Zeittinge» i nb «ross Plakate an ben Anschlagsäulen ein kurze» Gastspiel mm Len; an einem grossen Berliner Theater. Ist» lag aut ber kleinen Terraffe der Billa Anna In greller Bktttng»sonne in einem bequemen l'lege- stahl. Drinnen radebrechten Anita unb die Uhrttrr lachend mitrinnnber. bte sich um Io bester vertrugen, je weniger ste einander nerffanben Die M tter der S:gnora ilt arr nicht stokz", meinte Anita. Und bte alle (shoristin. ent.,ückt von dem faulen unb bequemen Leben tn dieser prachtvollen Kotor fand die Italienerin ..nett und bienst- tertig'. Weiche Vanne, sich bedienen zu kosten' Die kleine, einstöckige Billa, deren obersten die Besstzerin. eine Ingenieursroitwe bewohnte, wohrrnd Ilc dos hohe Erdaeschoss innehatte. war behaglich eingerichtet. Bon ihrer Terrnstc, umrankt von den iehon knospenden, kleinen Meraner Rosen in ihrer Irrten Orangepracht, blickte sie gerade nach Süden auf ben reiten Rücken der Mendel. Die ichneede- ' vendigkr nehmens Lttahen r» W «tgen I yugtxi unb tn m bei engen Sasse. Richtur llinzelh der Be atf a Hesse furch M f btwinig ’ür bai iut«6 al t-ÄjV.d) ftuch! QHtHat Ä s 1 Be Ur> si" Str brr Ärifg*y:.t mm dnjoofler to:r tnoix. tt bei Un^lüd Hane nabew drrt 3ai)te i» ru'hkbrr Jttkg4ae‘an««nkba 1 l.‘ adxill.n m ovrbx Auch Die d e'iflv «vaagellsch» fttrtxn- oeBWinZ* i(l bei.i Schetbemb« yi D^, 0-3 tr mubrfnb Nr ganzen 3rti fetat« A-.tdr.ne bcn OcflcniftenMenh ree<«?>cn bat, W *fim er ut' «teile im Odenwald beflkt««, Ireiro e*rr ur^ leine Familie die besten Dun ch« unterer Gemembc __ _ * 3 • I ■ r c. - . 25. Oft Am nachts Sonn- I taa Mm der b Äriraernrrrin Mn 5 0. S f i I f ■ r a i i be'cheidenrn Rahmen. Gleichtzetng totrD ba-uU b«r Bezirkstag de« HaMabezrts Schott« n vertuntm Staat» zu tragenden Anteils an den persönlichen Äoftm beträgt der städtische Zufchutz sür diese 6113 All., wovon der Kreis Asfeld di« Hälft« übernimmt. Die ganz bon der 6tabt zu tragenden sachlichen Ausgaben belausen sich aus 672) Mk. der Gesam^u'chu«» der Stadt beträ *: mithin 9Z76 All. Der Bor- » wurde, entsprechend dem IV->rid>'aq der ommission. ohne Aussprache genehmigt und der geforderte Zuichub brnrnll'.gt. — Sine längere Debatte entspann sich übet die r*m der Bürgermeisterei vor gelegte Verkehrspoli- Beiordnung 1 ü r d le Stadt 2lsseld. ter Vorsitzende begründete eingehend die Aoi- wendigkei! einer solchen insolge des stark zu- nehmenden Autoverkehrs. der in den engen Stroben der Altstadt eine Desahr geworden sei. 3s wird vorgeschtagm, ein» ganz? Anzahl der engen 5traben und Dassen sät jeden Kraftfahr- zeugverkehr au sperren, ebenso für Aadsabrer und die Höchstgeschwindigkeit aus 20 Kilometer zu beschränken Di« besonders belebten, aber engen Geschäftsstrahrn. Olrroafk und Ma.nzer Gass«, sollen als Sinbahnstoas-en mir in einer Aichtung befahren werde., Hiergegen b at die ®iiudbanbci6t>rtcinlmma Dinspeuch erboten mit der Begründung bau dadurch die Geschäftsleute geschädigt würden, und «s wurde dabei auf das Vorgehen in S letzen l^ügllch des velterswogs hingewiesen. Aach längerer Verhandlung wurde die An gelegen hrn zweds Berhanddmg mit dem Kreisamt von der Tagesordnung abflekfit. — Au, Srl uchen de« Verkehrsbundesober- Hessen wurde für den geplanten Führer durch Oderhc sfen ein Beitrag bis zu 150 Mark für den für Alsfeld vorgesehenen 'Kaum bewilligt Der als Muster vorgelegte Führer für da» Badener Land fand in der Vettarmn- lunfl allseitigen Beifall und wurde al» vorbildlich i»ezeichnet Festsetzung von Baufluchtlinien Um mit den zahlreichen, in der Altstadt noch vorhandenen, unschönen und un- hngienitchk-n Dunggruben Müllgruben ut* Mist- ftätten auf zu räumen, trurbe bei ch offen, in mehreren Stadtt. len BauflcdMlüuen M^u‘<*en, um aut ditte *2k:«m Heimweg b .ndlichen Arbeiter. Der Arbeiter trug erhebliche Ber letzun- jtn an Äot>f und Beinen davon und brach ein« Aippe. — 3n letzter Zeit find in der Umgebung einig» Personen an Typhus ertrankt. Dir Jtranfbdt verläuft b,S letzt ziemlich gutartig und bat noch tdn Menschenleben gefordert. P. Schlitz. 26. Oh. Dast in unsrer materiell gesinnten Zeit auch h.ule noch Opfer- !inn und Opferwillig feit im Schlitzerland r.nc Heimstäne haben beweist die Taifach« hab dieser Tage zwei fällen- b a b n w a g c n 'chwcr beloben mit Liebesgaben aller Art besonders mit Äartoffeln, Obfc und Gemüt« nach Darmstadt an da» £lifabctf)cnftift abgeiettlgt werden konn- icn. Auher unsrer Gemeinde beteiligten sich sämtliche Pfarreien des Schlitzerlandeo an Meter Sammlung, wie sie nun schon seit langem, alljährlich um dies« Zeit in unterer engeren Heimat vorgenommen wird — Am Sonntag feierte die hiesige evangelische Gemeinde ihr Erntedankfest unter auterordeutllch stör.er Beteiligung^ über 1000 Gemeindeglieder nahmen an den Gottesdiensten teil. Die festliche Stimmung im Vormittagegottesdienst wurde noch in besonderer Weise erhöht durch zwe Detang»- norträge des Kirchenchors, der die ..Grobe Dorologie" und Lode den Herrn" in der Vertonung von Bach zum Vortrag brachte, wahrend der Demeinbegesang von PosounenNängen begleitet wurde. Ilheinheffen. DSA. Mainz. 2o Oft. Da» von dcr hiesigen Schützen geseHschaft für letzten Sonntag angetente Geflügel-Preis sch festen wurde von der Besatzung-behörde tn letzter Stunde verboten. Kurz entschlossen nahmen die hiesigen Schützen mehrere Autos, fuhren nach Frankfurt a. M. und fchvsfen dort chre Geslügelpreise auS Preußen. Arcie Wetzlar. ~ M ü n chh olzhaufen. 26 Ott. Der teiltneiie Umbau des elektrischen Ortsnetzes brr hiesigen ®emcmbe ist in diesen -Tagen beendet worden, insgesamt wurden rund 5000 Meter alte (Silenleihing abgelegt und durch Kupsepseil bzw. Kupserdraht erseht Auch bei einer größeren Anzahl Hausantchlütten und bei verfchiebenen S: vasten r e. euch kunge n tt>e M# alle diknlrthma entfernt und durch 'olche von Kup'er ausgewecheit Dt« der Geu.einde entstandenen Kosten belaufen sich ou* mrbrert taufend Mark. Die Arbeiten wurden durch die 3i WallalcMre Schueiber- Müuchh. Ichhausen und Heiz- Duteichofer, ausgeführt Der baulich» . astand des Onsne es hat durch den teilweisen Umbau ein» we<«n:lich» Berbef'evung erfahren, auch it niw erhöhte Betriebssicherheit des Aen.-s gewährleistet <> Tlieberkleen. 26 Oft Der teilweise Umbau de» elektrischen Ortsnetz«, der hiesigen Gemeinde ist nunmehr beendet Znsgesomt wurden rund VW Jlftrr alte tflfenleituna abge nommen und kmrch Skupferfeil« bzw Kupserdraht ersetzt Auch bei etw^i 20 fyautankbiuflen mürbe bie von der Gemeinde her, litlhe ilisenleitung durch solche von Rupfer au^ewcchiell. — '.^ochdem di« ‘♦ao: „ialtitaB» pehl-<. . ., Butzbach durch Kle,np>lasterung bzw Mphaltieiung vollständig instandgesetzt unb für ?en öffentlichen V rf«hr wieder frci wieder, wie auch • rüber. Wert» ag,vvrnnliag» in der Kapelle M Allee! che« ne Gouesd enst durch den Ge.tzllche« von Schönberg abgepalten Varver Lind aus Ailertchen wurde durch das OrdmuttUt |u L.mdurg nach Büdtugeu bn Hachenburg verfetzt. Matngau. WL21 5raafturt * TXL. 26. Olt Heul» srüh wxirhc der Studienvat L« taz vor dem Goethe^ptzwm'.f um von einem Auto TrCtntc H ubertebren und .n f chw» rverl« tztem Zustand ins Städt.fch« ÄrankntK’.^' etnge- h«krt 3w der K.otzermiN< raubte in einer der letztem llachte ein ^chnii'etzer «tm*m bsiäh- ngm Arbeiter M» Geldtasche und s'.üchtet«. Der Räuber wurde vettolgt unb fthgtnom * men. Am Montag ist ..i dem Hau'e Wtndech» strah» 60 etn grober Wohnungsein- b r u 4> veeabt tnorben Der Täter ist am Blitzableiter einpoegeklettert unb hat aus einer Wohnung im ersten Strxf Kleidirngsstüd» und TDert- gegenstände im Wette twi ca. 8000 Mk gesteht em Wi» der . F. 0/ hört finden gegen« ,i W _>er fä.'enbahnd.rektton Verbandlungen über Me zu- ■ ter Hauptbahnhoss hau - Di» oolks- Parte., ich« «Traft um der Sta.nvervrdntten Versammlung Hot einen Antrag eingebracht, her den Magistrat ersuche bei städtifchen Ae- präsentationspfltchten weitgehend der Ao, her Zeit entfprech»n> Sparsamkeit -u ülviv 3m Antrag der DemolrLischen Fraktion des Stadtparlaments ettucht den Magistrat, der Sta dtvervrbnetenvettammtung alsbald 'en in An«fich« gestellten Bericht über M< Xatio- na Uf Irrung der Verwaltung vorzu- legen und mit dem Hauptausschuh in Verhandlungen rtjuutreten über «in» HeradfeNung der Ausgaben un nächstjährigen 3taL Äird>(icf)c Nachrichten. 3|rarlitlfthe Keiigion^efrstfchaft. Sabbatfeter den 29. Ortober 1927 Freitag abend 4.40 Uh« Samrtag vormittag H 30 Uhr. nachmittag, 3 30. Sabbatout- gang 5.55 Uhr Wochengottesdtenst morgen» 6.45 Uhr. abend» 4 30 Uhr JsraeUtijche Religionsgemeinde. Gotte^ienft In der önnapoge (€ubanlage). Samstag, 29 OMober 1927. Vorabend 5 Uhr: morgen, 9 Uhr; abend, 5.15 unb 5.55 Uhr. Berliner Börse. Berlin. 27. Oft. (WDB. Funkspemh I 3m groben und ganzen ist die Situation an den Ofiehenmarlicn noch ungeklärt. Die Positivns- lösungen sür den Ultimo sche uen zumeist beenbet zu fein, und zu den billigen Kursen zeigt sich vereinzelt Dettungsbegehr unb Äaufinterelle. Die Tendenz ist eher etwa» freundlicher Man hört 3. G. Farben all 267 bis 268. und Gessürei 263 Am Devi'*J.^ €ctir. An«, u V7S1D an den Ultefc. An». Sflijrtaöiflteine bitlin avzuaeb. € dullerif rohe 1B. Harker Tlel iKtrw aren unie- pens, ol» B1ÜPI06 geetflnei. gegen Kaste z» kauieu aeiucht. an,tuärL ft6r. Ange do e uerer 077L0 an tzeu ttkek Au». ‘Wut etbakene MkibmWne I gea. Säst» »u kaufen 1 I i773» an tu W. «oz Bekanntmachung. 3n unser Hanbelsrea ster Abteilung B wurde cm 22. Oktober 1^27 dezne.iich dir ^irma Llcrleigwarcnfabrik. Äcfrt! schuft mit »efchränktcr naftung in Sichen, fol genbe» eingetragen. Hans @ricb in Giehen ist als Geschäftsführer ausgeichicden. Dcm Kaufmann Theo Martin in Gießen ist Prokura erteilt. 9757C «eben, den 24. Oktober 1927. Hessisches Amtsgericht. Frische Fische i^retrag trüb e ntrrstend ff. 5erlÄd)»,€abliae,Sd|elb fische, frischeFischkotrletts Richard Grünewald Babudoinr. $7. Aerni»». 1631 /accccfd)t in außec/t oon ^vifch? und mäßig im peois - öios find die befondoren Seneichen Vs Pfund 5*0 y/ennig. dec yeiafnftmacgacme .• | Empfehlungen | Bohnerwachs Lobabeiie [inne UioleiinireiB'gyto- aitttl Bohiertfsn 0 - Leder - Noi in n u r be« t en Qualitäten " 6813* TiOtieaiM! Fifd. hisliei Plockitrabe 14. ........... S* r Ärebewten! Claifl-ImelöltD „Kero“ roitet nicht, recht mit kochi unglaub Itch fchneü. Trutz btefer Porzüge tut- ligerPrers^mpstedlt Edgar Bortmann Afr,ttz«ti Siehe». SreibimL Sreitag. den 2H. Cftbr. non 8 lltzr oormitiag» ab ***0 Sieiffloerteol. Bekanntmachung. Da innerhalb der festgesetzte» Frist für jede Gruppe der beteiligten wahlderech tigten Persichcricn unb Arbeitgeber nur jt eine Vorschlagsliste eingereicht worben ist, gelten d,e Lor geschlagenen, loroetf si« bte ßablbarfnt besitzen, als gewählt. Di» aus Sonntag, den 21. Jloocmber 1927 fest« fetzte watzi findet daher nicht statt. Die Wahtotten liegen bi» einichlietzl.^ Irritag. den 4. Jleoembn 1927. im Geichost »zimmer unserer Aafje zu Sietzen. Saiferallee 3, *ur Einsicht der AetellchttN offen. 97700 Nnfprüch« können während dieser Zell daselbst, als auch beim Lcrficherungsamt (ftrrt*amf) Gießen oorgebrocht werben. Sietzen. den 24. Oktober 1927. »ttgrmrtne Ortskraufeukasie Sfetzen-Land. Freitag, den 28. Oktober 1927 nachmittags 2 Uhr: versteigere ich im Löwen, Neuen weg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 1. 1 Staflenfrhranf, 1 Büfett. 1 Regulator, 2 Schreibladenkasten. 2 Tisch«, einen Schreidtuch. 1 Wafchtilch mit Spiegel- auffat}, 1 Aohrtfich mll 2 Mdn. zwei So'a», 4 Sestel. 1 Orebena. 1 Laden- tbe!« 1 CpeU-auto. 1 Schrank. Borausftchtltch beKimmti 1 vollständiges Bell. 1 Kleiberschranl, 1 WafchNfch. 1 Spiegel. 1 Handtuch- gestell, 1 Tifch. 1 Sofa. 1 Aachllchr-rnt- eben, 2 Stühle. 9772V Hebbel Gerichtsbvlltz-toh« te Gietzen Damm strotz« 24 L Deleph»» H6 Kostenlose Vorführung der Dichtl-Spitze und »781a Große ^andarbeiis-Ausstehungw^a«*«! Nur noch bis Samstag ■=■■■■ im Handarbeitshaus ■■in........... Seltersweg 81 i VOLKSHOCHSCHULE GIESSEN I Musikai. Vsllfskunsi-Abend Stier -es WWW WKW in h*n 'ji/iiimc'n t Dienstag, den 1. Nov. 1927, 20 L hr. in der Neuen Aula der Universität in den "Räumen des Gcfellschafte- «L. 1. SCHUBERT: 2. BEETHOVEN: 3. SCHUBERT: «AnS der Well des 7. Gebots.» 9773 D • (finrritt ^rri! 07757 haben Zutritt Der Vorstand. Aus unserer eigenen BiirsteniM Stützengrün Kleiderbürsten.... Stück 1.20 und 130 Bodenbesen Ring-Pinsel, 0.30, 0.70.1.00,1.40 und 2.00 Klupp Pinsel 0.90 I iMirierwe briegt GewlM Genossenschaftliche Tätigkeit ist restlose Warenentnahme im Verkauf nur an Mitglieder. Neuaufnahmen können in den Verteilungsstellen erfolgen. 9758a vor" Eintritt 50 Pfennig. — Karten sind im Vorverkauf bei CHALLIER. Neuenweg. und bei REISSNER, Schulstrabe 6. sowie an der Abendkasse zu haben. 2.00 1.20 050 Robhaarbesen. Borstenbesen / Kokosbesen ... Kleiderbürsten ... Glanzbürsten ..... Auftragbürsten... Handwaschbürsten Abseifbürsten .... Waschbürsten.... Tassenbürsten.... Sdimutzbürsten .. Wurzelbürsten ... Klosettbürsten ... Schrubber........ Gießen, den 24. Oktober 1927 (j. 3t ktath. Schwesternhaus) FreiwilligeGail'sche Feuerwehr Samstag, 29. Okt, abds. 8, Im Caf6 Leib 72. Stiftungsfest Konzert,Gesangsvortrfige des Gesangvereins „Heiterkeit", 1 beeter und Ball. Nur Mitglieder und eingeladene Gfiste Genaue Angaben über Inhalt der Kurse, Kursgebühren usw. in dem In den ^uch'tand- lungen kostenlos erhältlichen Programmheft. beginn: Montag, den 31. Oktober 1927. Oie Oiens tagsfurse sanaen wegen des Dolks- kunstabends erst am 8. November an. Ort: Oberrealschule (ViemarckstraAe). Jcit; 2u Uhr. .... Garnitur 6.20 . . . 0 80. 1,10, 1.25 .... 0.15 und 0.20 .... 0.15 und 0.20 .... 0 35 und 0.40 0.25. 0.28 und 0.32 ............0.20 ............0.40 .... 0.40 und 0.80 ............0 85 .... 0.65 und 0.75 Vortrag, musikalische und literarische Darbietungen (Stundenplan VEshoMOtUe LrösWngsabelld des Wintersemesters 1927/28 am Samstag, dem 29. Oktober, 20 Uhr, im Singsaal des Realgymnasiums Matthäus-Gemeinde »Zreiiag, den 28. Oktober abend- 8 Ubr. im DiallbäuSiaal Roiifirmanbcniiuiibcn für t besprschung der Laien- fpfelgruppt am 3. November Gymnastik und DolkStänzc Gietzener Anzeiger (Genernl-Anzeiger für Gberhcffen) Donnerstag 27. Oktober 1-27 Nr. 252 Drittes Blatt uttf feine i Amiibeit**rfuiih .Hülle* Die noch lebenden Bismarcks willkommenen icchbibttochek^romaua bildete fle wurde Ift?» in Ikrlui t-.r 3tau de» vom tn feinen BräutiQarntbr :tcn tärtlKh die fahren der in uch> hantierten. ehe sie Aus nahm. fanden, junge €4>ipcitcrn bot Srau Kerl ha »lahK ift Dillerinnerte mehr all Bismarck ft oben, und cs toärc auch öintpcnbimgen sind w-rftoben. in wirklich viel Phantasie tyonnMm, EinefjeinenKafljee hfl von lehörben b«|iätlgt! Ohne Operation, ohne Verufrstörun,! Ohne Operation, ohne Berufsstörung! 1 1 Sdiun creme otcl C«nj- Llmrfchiich furWafrhe die beste Kernseife lebenSsprüh ende Sybille von Arnim, die Tochlc neu Bismarks Schwester Malwine in d.m eMxIob^eHcncn Ade!' hat der .3unfcr" Bismarrk nie* Auch die Obftausstellung ? Ortmberfl, die in Metern Jahr rnll .irks arft Itter, des Ltc theol. awe. iur 3cit Prv- v Wilke. ersten Äan^kv*. der schwarzhaarigen Johanna. »dal als ehrsame »Ne und Schere Hauslehrers und Dt. phd. Zwei ®. IN. d. H. Hamburg, (ffplanabe 6. Dr. H. L « ■Utefk» an» grflfctn äritHdxe DafHnn Htier Irt zvgtum PvMN , iiicrtf start' a's dellen weichen Zügen eine lehr moderns dunkle Hornbrille eine entfernte Achnlichkeil mit dem 600-Zahrfeier des Kalten AlattleS zu Oilenberg 3 u b 11 ä u m des Ä a ft e n Tt a tt t e # 30. Oktober bis 3. Rovern ber gefeiert werden mH dem tabelhalten Do*»cn -Öffner Toter leine- Datrrs vcrw 'ckn. in der "Rolle eines Verschwörers und Umstürzler- au-zum ulen. Don den beiden jüngeren Söhnen Herbert D ömarcks ist der ältere. s Rittmeisters a T Grasen Herbert vo: 2 in sie del und Mutter mehrerer Äinber ihren Mohnöl in Potsdami die |ünqetc, Totothea, geborgt 13^2 wurde l -20 nach e'.i-- iähriger Ohe geschahen von dem ebemaligen Reserve-Obe rlcut.iant des niUt!4rtn Leibgarde- dragoner-Regimenls Grrfen Rcinhold vrn Red* bin der. dem sie ein Hähnchen. Otto Magnus (.Otto der Grvsie > geschenkt Hatto. Sie hat Ihren Dohnsltz in TleubobcMerg Bismarcks einzig« 7nchter Marie, war mit dem Cegation#Mr.tär Grafen Mend zu ®ulenburq verlob k her je doch vor der Hoch- zett einem Leiden erlag. Sie wurde dann die Srau eines anderen diplomatischen Untergebenen ihres Vater-, des Oraler Äunn zu X d n h a u . der. zuletzt preusti cher Gesandter In München, den Diplomaten frack an den Vogel hing, und nach dem den 6einen nach Friedrich-ruh *og. um dem Vereinsamten die HäueUchtoit behaglich zu gestalten und aufzuhellen durch das muntere Treiben seiner drei Knaben. Oin-'r von ihnen ist nur noch am Leben, und dieser Snkc' Blenarcks. Tas Fest wird durch einen histori'chen §est- zug am Sonntagmittag 1 Mr eingeleitet. Dem Festzug werden drei Herolde mit der allen Stadt- sahne und Trompete vvranschreiten. es 'olaen die vchr/dei ^ilk^ und die Markttrvmmler in alter historischer Tracht, dann eine Gruppe von Männern und Frauen tn der alten Ortenderger Kleidung. die übrigen Gruppen werden von den Ortender,-»er Velinen aeftel!' Kaufmann Meister hat die Ari'ssellung und Geltung des Zuges übernommen Thi Festakt mit Festrede von Lehrer He u s v h n. Lorbach. wirb sich am Marktplatz ar- • ♦lieben. Als Festgabe hat die Gemeinde mit -inem Kostenaufwand von etwa 15 000 Mark . m Marktplatz vdllig neu Herrichten lassen, so Mi der berühmte Marktschmutz wohl in diesem -.chr ieibst bei schlechtoni Wetter beseitigt ist. . erbunden ist. wird bereits am Sonntagnoch- irittoq nach einer Neinen Eroffnungsteier für die allqcTnne Besichtigung frei gegeben werden. Am Montag und Tienetag hnbef Pferde- markt am Dienstag Rindvieh* Schweine- und Krammarkt statt levterer bauert bis zum Ton- nerifag; den Abichluh bildet die Jubiläum s- lotterte, die selbstverständlich in diesem Zahr besonders reich mit Gewinnen ausgestattet ist. Selbstverständlich Haise Orlcnberg in früheren Zeiten noch andere bedeutende Märkte, fo z. D. den Johannimarkt, an dem die Kirchweih gefeiert wurde, den THarten m arft (8 September Maria CMnirt) und den Andreas- r her AdventSmarft. der noch heut» als Schwein.nnarkt gehalten wird, doch haben fie . Ile ihre Bedeutung mehr ober weniger verloren Aur der Kalte Markt Hal sich durch alle 3ahrbunberte behauptet und trvtz Krieg und Inflation auch heute noch nichts r*an seiner herverragenden Bedeutung für daS wirtschoft- tiche Gctxm der gan-en Gegend einacfrüfjt. hn Gegenteil, gerade tn den letzten Zähren ist chi bedeutender Ausstieg wahrzunehmen. Zn früheren Zeiten, In denen der Weinbau in unserer Gemarkung noch in voller Blüte stand, und der bekannte .Ortenderger Aote" in .den TDi narrten den Cenlmg-n. den Aofen. dem Wippenbacher Weg, am Galgenberg und anderen Fluren" gut gedieh, ging «s an den Märkten Y rd> her Slreitigfriten blieben bei den durch den Wein erh.ntcn Köpfen nicht aus, die Strafen, die r-er b^be Rat über solch.' Ruhestörer aussprach, bestanden in der Lieferung von .Stras- uxnn". der dann am kommenden Aschermittwoch herkönunllchcrweise auf dem Märktplah verzapft nnitf* Tic Mengen, die bciafeft werden muhten, waren nicht g?r hj Tie Frevler muhten ihre 7a1cn mit ' 1.2 und noch mehr Ohm (1 Ohm - 1.6 Hektoliter) bezahlen. Mit dem Jahre 1634 hörte dieser me^.r-urdige Brauch aus. Ueber- haupt edubr mit dem Gnde des 30jähngen Krieges ba£ Markt leben wobt infolge der grshen Verarmung eine ollenfichllichc Abnahtne. um dann im 19 Zahrhundert wieder mächtig emper- ,ublühen So bb.eb es. abgesehen von den Kriegs- und Vachkriegsiahreir. bis aus den heutigen Tag. Herbstsängei-iaa des Lumdotal'l^änqerbundes 5 Climbach. 26. Oft Am Sonntag fand hier im Saale der Gastwirtschaft Römer der diesjährige Herbstsängertag des .Lumda- tal-vängerbundes" unter dem Vorsitz von Lehrer Ziegler «Kesfelbachl statt. Tie Der- freitcr aller Bun des vereine waren anäxfcnb Zuitächft befchästigto man sich mit dem diesjährigen Bun de-fest, das am 3. und 4. 3tfi in GeilShaufen stattgefunden und tm groben und aanHen einen recht 1 honen Verlaus jvnxxnnien hat. Ö4 wurden dabei verschiedene VHststände gerügt, die sich hort gezeigt haben. Rach Be- schtüssen des Vorstandes haben sich alle Dereine llwstighin mit Ihrer vollen Sär.^r»ahl an den Massctschö vrn zu betoifigm; kein Verein darf sich vor Beendigung der ofsizieürr. Feier entfernen Auch m Mefem Iahro hat der Bund Atoar Icchr schöne Crf olgc aufzuweisen: zwar ist er .nlolge Austritts eine» Vereins zahlenmäbia zurüa- gegangen. dafür aber stehen einige Reuanmel- oinrgcn in Aussicht. Augenblicklich zählt der Bund acht Verein.' Dei der Rechnungsablage führte der Bunde«rcchper Reinhard aus Allendvrl a.d.Lda lebhafte Klage über schlcchte7, Gingang brr Beiträge usw E« wurde Besonders der Kalte Markt spistt im mir* fchuftt chen Leben der ganzen Gegend ins weit in Ukrtercu und Vvgr.sberg hinein eine grobe Rolle Schon wochenlang vorher werden Mc Tage nexh bem .Raicn Mert" t errchevt bxc Ge schäftsleute füllen ihre Lager au*, tse Gasthäutor sorgen für des Lerves 2Z^bru * Vekann.? und Freunde verabreden ein Lt.ild.chein für einen oder mehrere der Markttage, b r Landleute freuen fich das) noch der harren Arbe.t des Lahors, besonders des anstrengenden aber auch beit Beutel füllen.'-ei. Herbstes, einige *r.• u.:g< winken. Derr ts liege-, zahlreiche Qtanictoungri tut den Pferi-emarkt vor ein.je Händler ha m—, angc'- landtlchaftSfekr^ar her dei^chen Gesandtschaft in Stockholm gugeteilt worden. Tie deutsch« Gesandtschaft in Stockholm erhält einen neuen Sekrttär. b*r einen grp( cn g?schcch!' lichen 01 amen trägt: Otto Für t von Bismarck. Enkel des ersten Kan Vers des T.utfchen Reiches, unb Erben feinest fürstllchm Titels (bic Würde eines Herzog» von ßauenfrarj. n.m der cr nie Gebrauch machte, war Bi-marck bei feiner 'Jntlalfung nur für feine Per'ott verfiehen worden). Grt»en auch leine- ausgedehnten lauen* ln'rgitchcm Befif.es Schwarzetibrk sowie des Stammgutes Schönhausen in der Altmark. Fünf Kinder, erst zwei Töchter, bann drei Söhne, entsprossen dcr 1892 zu Dien geschlossenen Ehe des damals bereits ?,welu,tdvier;igiähr!aen Grasen Herbert Dilmarck mit der 1871 ieborenen Gräfin Marguerite Hoyos, einrr Tochter des österreichisch-ungarischen Korvettt Dienst der Republik als etatSmästig sestanaeacNten Deamten enuu- gliedent Tast andererseits der jung? Fürst Der Gffistenz eines unabhängigen GrandleigncurS auf cig<-ncr Scholle das Wirken tn einer bescheidenen, ziemlich untergeordneten Pvsitton vorzi.'ht. gereicht ihm zur Ghre. So verzögerte sich die Beförderung des früheren Attach'» zum Desandt- •chast-sekvetär nicht unwesentlich. Tie mehr grgen feinen Hamen, als gegen seine Person erhobenen Aulo-Gelegeoheilskaui! 12 34 P.S. 1 t Adler Wagen m Spezial- karosserlc für Milch* *i Flaschenbiertransport geeignet ilAht »Ich auch für ander« Zwecke leicht umarbdten) 9 30 P. S. Opel-Viersitzer mit elektr. Licht und AnUsaer (Phaeton). 616 P. S. Adler-Wagen, rlersitzige» Phaeton mit elektr. Licht zu äußerst günstigen Preises sofort zu verkaufen. Solvente Käufer erhalten günstige Zahlungsbedingungen. 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Für SvenkaS unb Schade-Aktien bestand weiter Interesse, erstere konnten um 22 Mark, letztere um 9 Mark anziehen Andererseits lagen Berger mit einem Verlust von 5,25 Prozent erheblich schwächer. Auch Dessauer Gas gedrückt. Heimische Anleihen rußig. Ausländer behauptet, teilweise etwas fester. Pfandbriefe eher schwächer. Am Geldmarkt zogen die Sätze im Hinblick auf den Ultimo an und zwar für Tagesgeld aus 6 vis 7,5 Prozent, für Monats- gelb auf 8 bis 9,5 Prozent. Warenwechsel 7,25 Prozent und darüber. Rach Festsetzung der ersten Rotierungen zogen die Kurse bei etwas lebhafterem Geschäft bis zu 2 Prozent an. 3m Verlaufe wurde es aber wieder rußig, und diese Gewinne verwandelten sich zumeist in kleinere Verluste. Elektrowerte blieben biS auf Gesfürel und Siemens relattv aut gehalten. Es tauchten Befürchtungen auf, daß der Privatdiskontsatz erhöbt werden könnte, was in Anbetracht deS bevorstehenden Zahltages erklärlich wäre. Urantsurtcr Börse. Frankfurt a. M.. 27. Ott. Tendenz: uns icher. — An der heutigen Börse blieb bte Grundstimmung ziemlich unsicher. Bei allgemeiner Zurückhaltung der Spekulation und dem Fehlen deS Publikums bewegten sich die H in s ä tz e i n engsten Grenzen. Die Hltimo- Positionen dürsten größtenleils gelöst sein, so daß zum heutigen Prämienerklärungstag nicht mehr viel Material herauskam. Immerhin genügte das wenige angebotene Material, um bei der herrschenden Ausnahmeunlust einen Druck auf das Kursniveau auszuüben. Auf dem ermäßigten Kursniveau zeigte die Spekulation dann eher etwas Reigung zu Deckungen, zumal die Meldung. wonach die chemische Industrie eine gute Beschäftigung aufweist, eine gewisse Anregung bot. Stimulierend wirkte auch die Rachricht über den Plan der Stadt Berlin, eine 120-Millionen- Anleihe im Auslande aufzunehmen, doch herrscht in Börsenkreisen bei der zu beobachtenden Emis- sionsmüdigkeit im AuSlande über den Erfolg einer berart.gen Anleihe eine gewisse Skepsis. Den optimistischen Ausführungen des Finanzministers Dr. Köhler begegnete man nicht ohne Zweifel Das K u r s b i l d gestaltete sich bei Festsetzung der ersten Rotierungen nicht einheitlich, doch überwogen Abschwächungen von 1 biS 2 Prozent. Am Elektromarkt. wo die Deckungen ein etwas größeres Ausmaß annahmen und auch Auslandkäufe vorgenommen worden sein sollen, überwogen die Kursvefesti- »ungen. Bergmann plus 2.25 Prozent Die übrigen Slchrotoertc blieben gut behaupt«. Monlanwerte e.5 fneter. durchschnittlich 1 bis 2 Prozent niedriger, nur Klöckner plus 1 Prozent. Minnesmann behauptet. Scheideanstalt waren erneut angeboten und 4 Prozent schwächer. Don Bau-Hnternehm ungen tonnten Zement Heidelberg 0.5 Prozent und Wayft & Frey- lag 1 Prozent an ziehen. Am heimischen Anleihemarkt blieben Ablösungsschuld behauptet Im weiteren Börfenverlaufe oerßärtte sich das Angebot, und die Kurse gaben allgemein nach. J -G -Farben verloren 2 Prozent. Rheinstahl minus 3 Prozent. Gesfürel wurden wieder stark in Mitleidenschaft gezogen und gaben 6 Prosen: nach. Der Geldmarkt war infolge des Ultimos angespannt, doch konnte da- Angebot in T^gesgcld der gesteigerten Rachfrage glatt genügen Der Sah blieb unverändert Im D e - Visen verkehr waren Devisen wieder stärker angeboten, fo daß sich die ReichSmar^auf 4 1330 gegen Kabel und 20.391 gegen London beseitigen konnten. London-Kabel schwächte sich auf 4 8696 ab. Paris gegen London 124 04 Mailand 89.20. Madrid 28.46. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 27 Oft. Die Marktlage ist ziemlich unverändert. Hafer in guten Qualitäten ist gesucht und wird auch über den notierten Preis bezahlt. Futtermehle liegen sehr ruhig, dagegen Kleie, btfonbert Rvggenkleie. besser gefragt. DaS W.'izcnmchlgcschäft blieb bei starker Zurückhaltung des Konsums weiter sehr still. Es wurden notiert: Weizen. 1 Qualität 25.50. 2. Qualität 24 25. Wetterauer, geringere Beschaffenheit 22.75 bis 23.50 Roggen, inländ 25 bis 2555. Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 28, Hafer, inländ. 22 75 bis 24. ausländ. 24.50 biS 25. Mais, gelb 19 bis 1925. Weizenmehl. inländ.. Spezial 0 37.75 biS 38. Roggenmehl 34,25 biS 35. Deizenkleie 12.75. Roggenkleie 13,75. »Frankfurter Lchlachtvicliinarkl. Frankfurt a. M. 27. Oft. Auftrieb 41 Rinder, 730 Kälber. 810 Schafe. Schweine Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 78 bis 82. mittlere Mast- und Saugkälber 71 bis 77, geringe Kälber 62 bis 70. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel Weidemast 45 bis 48, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schaf i8 bis 44. fleischiges Schaf- Vieh 33 bis 37, gering genährtes Schafvieh 25 bis 30. Schweine: Boll fleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 64 bis 65. von ca. 200 bis 240 Pfd. 63 biS 65, von ca. 160 biS 200 Pfd. 62 bis 64. fleifchige von ca. 120 bis 160 Pfd. Lebendgewicht 58 bis 61. Sauen 52 bis 59 Oljarttverlauf: Kälber und Schafe ruhig ausverkauft. Schiveive schleppend, nicht ganz geräumt. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publiki'm gege ' * t ” n 'm hmg.) Mangelhafter Zustand der Alinlfffraße. Die Hlinifftraße oberhalb der Frankfurt,i Straße befindet sich zur Zeit in einem sehr schlechten Zustand. Schwerkranke, Die über die hochstehenden Schnchtdeckel und die unebene Straße befördert werden, sind nicht zu beneiden. Könnte nicht diese Zu- fußrftraße asphaltiert werden? Der Dank vieler Schwerkranken wäre der zuständigen Verwaltung gewiß. K. ®. Rundfunkprogramm. Freitag, 28. Oktober. 13 bis 14 Hhr Schallplatt en-Konzert Fortsetzung des Wunschkonzerts. 15.30 bis 16 Ubr: Die Stunde der Jugend. 16.30 btS 17.45 Hhr Hausfrauen-Rachmittag. veranstaltet vom Frank- furtcr HauSsrauenverein. Programm u. a .Knigge und die Hausfrau". Vortrag von Dr Dora Edinger. 17.45 b.S 18.05 Hhr: Die Leie« stunde. 18.30 bis 19 Hhr: Stunde des Südwest- deutschen Radiollubs. 19 biS 19.30 Hhr: Steno» graphischer Fortbildungskurses für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben auswärtSi. 19.30 bi» 19.50 Hhr: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 19.50 bis 20 Hhr: Film-Wochenschau. 20 Hhr: Hebertragung auS dem großen Saal deS SaalbaueS: Dritte» FreitagS-Konzert der Frankfurter Mu» seumsgesellfchaft. Anschließend: Hebertragung von Kassel: Heitere Stunde. Daraus biS 0.30 Hhr Hebertragung von Kassel: Tanzmusik. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angc'ührten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7 Prozent. Lornbardztnsfuh 8 Prozent. » Frankfurt« M. Brrtin Srbluß* 1 Ubr- §d)hih- flnfaiq Rur» Nur» Aur» Aur# Tatum: 26. 10. 87 10 26 10. 17. 10. Ff, Dk 9kf unrunbbdt di-t ISJ.’ 18,8 11.75 11,5 12.76 % • . 'JibiinHitc 6od -Bank t'iqu OiotbDf fl v al-a iPortrlrgt-Cb 74,11 — — iiafiiiencn. rudyiblbar 193* — — 4 Schwru. Bundred-flnl. W.5 « . CthrrtldfHitc Goldrtr Mi. 5 .0,5 6JÖ*/» Cchcrr ich- € itbrmt «'/, Odkrrd* rtnbdtl. 9h< 4', Ungarlschr ütolbrtc i —- 4.9 — — 87.75 — 187,IK. 27.4 Unganfchk Siool»r v 1910 84 5 <*/,*/> d»S<>! Den 191J Unganjch, Srontnrir . .4.« — — _ —■ _ turf Zellanltlbe v 19> 1 4». lurf ^^gdaddabn An! errtr l 11.9 11 9 11.4 11,6 ■■ 14.7u 14.9 45- »Hot- Gerte II. ... «•» Rumänen roiieetf Äk 11.75 11.5 5,4 — • V tRunuirtcn Selbem ren 1913 . . . 14.25 — 14,5 — flQc Doirlchc ENkndabn 4', — — — e-ambura-HmtrltQ . 6 z'-.lmd Snr-am FamrHft) s 138.5 U4,7j 133.5 136 — 195.’.* 197 Oanfa Tonwf<6t)irt 6 A? 407 Horddtulichrr üleub . > ito.j tro.25 136,55 138 VlUg Truifitt SrtMtcnR.. .0 . M. ' — t:e.:. 133.26 ifann r Vanhwrtin 10 138,15 130 ui ir9 wrlincr H^nk-ktkg^tlpch. — * 883.5 122.5 aonnjwrj- und "Pnooi U»f. I> 141 *60 161 160 rcrrnft. u ?tauonaldant. 18 210 .10.5 M .10 D«ut'cht iPanf 10 154.4 154 154 . I5u 5 Dittonta-Ärttaschasi »nt. 10 Drrildntr . . 10 147.5 150 146.15 146.4 147,4 141* 144..' 147 WrntR-runt»« Sabubant 9 .01.4 .07 IRttonbant ......b RS !?T 1 ft Ncichsdant । > !66.75 147 krrenflirt e.Tl Berlin S Aloitnrnrrrte innrlmann ■ .,. l.'t I 4 ‘*Rdn»'db«r...... Cbeddltf Lite ad- Bedori Cbrrttb'.cl Äotinxrfc i) i'bcntr Brradau t ", I 3 HLru:tftt Vea»ukod!kli . >0 Abniiuabl . - Rikdeck wontan.... eerrtnifltt Ctablip. f. g Ctapt Urtncu ... li «all »fchrr4!kdeii . . . 1c SahörfterrgtlH . . .1 »cfhgtrf CaUbetfanb . l 0 ® Sartki, Indo-rt« i» lon-imit -X'ode! .....u €2><:?öe: u'tar.iRjft i — »71 57» e'rmixts - • s — — 4« 442 - Bclbbol • .64 . :6^ XrCftorf Lschaflmt^i i !*■: , Tbartom-nbmqtr Pirftr «»1.25 IW • fncut: r*a$ » — —— 187.75 165.5 7 atm Ur ‘li otonn.....« IW 1'0.25 >Ö0 100.5 I tmaj .......... 71 70 65 Hbkrtverft ÄTttxt ... o M 85.5 14 »5.75 Vnb®. üoeirc...... 1 • 09.5 «3.25 ’-at automobil . . . . e ■ — l*N* 5 * ÜTtnftrtn k Äocrtl .... 4 — — 116 116 ^tntr tzotnann . o — •* * 1‘ronbarb Iiry....... * — • 154 152 t*amac- !■ caum ...... v Tranks, v,' ichwrn .... o 6:.d 44,75 *> 61 _ ‘•nenn .....: 11 11.’. 75 * <-■ 5» ' Num5nt(ch< •A’otrn...... J.W 4 echwrdüchr Norm..... in.6? II SLtrnur ‘Jtotrn...... ->,74 M ' < Lranffch« Wctm....... richrchrilowaNIch« Norm . . Nn-ortfch« ftorrr - - • 71.51 71.79 U.3V 12.4 15 73.12 71.42 Devisenmarkt Berlin -Frank7»rk a. TL Lktdr.I .-7. Cftbr. Amtlich« ’.'iort nm; flmtNchr *#lb lonrrnnj Oki» rnr‘ nmn-'iHor ftitn flirt '• l*e.7u 1.7*) 6i,i>4 '.7-9, U'4 frtl^flBtro 54,535 -*,45j »4,24 tfbntumL: 110,31 110,5, 110.14 10.16 ervro^-zio 112. ) *12,51 111. IJ 12.5/ StockLolm H2.M I13,IU 112.60 114,9/ Hrtnna'or». 10,551 10,17 I 10,511 19.35. .froltfit. . a.Ki <1.91 2. M Eaabca. . . J4.4Ü ■0,14 5 -4.41 r. arg ort . 4,l«r>5 4.1W5 4.111'1 ■ 6,44 16.4Z 16.415 14,455 CAwj - ~".kU *0.96 *.64 71.71 71,65 71,64* Üill •. 95*» 1951 1.952 »"3. .VC Btm tn I CrtL aber 54,13 59,25 >9,01 *9,17 Vraa . FftKit* ■ 2.41 . u.u.; 7.M5 12,-9» 12,419 '.371 7.77*1 7,1 M -3.26 ■1.49 73,16 71.20 »nl.-