llr. 22 Erstes Blatt UZ. Jahrgang Donnerstag, 27. Januar 1927 druck vnd Verlag: vrühl'lche Universttülz.vuch- unö Steintruderd rr. Longe iu Sieben. Schrlftleitung UN) Seich.iftrstelle: Schulkttobe 7. Einigung über die Richtlinien vch nicht behandelt worden. Sie öürftcn erst Icflienmgicrtlurung abzugeben, ist fallen kf[cn worden. Der Reichstag wird morgen gc- nur Bar» Staats« Reichs- Provinz tagspräfibent Löbc, Landtagspräsidenl rels, Staatsratspräsidcnt Adenauer, sekrctär Meißner. Staatssekretär der kanzlci P u e n d e r. der Dbcrpräfibcnt der Hindenburg bermMinisterpräfidenlen Braun. Berlin, 26. Ian. (WB.) Der preußische Ministerpräsident hatte zu Mittwoch abend zu einem Abendessen geladen, zu dem der Reichspräsi« Livahmc von Anzetae» für die Tagesnummer bl» zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen dcm 27 mm Breite örtlich 8, auswart» 10 Reichspfennig- für Re» Klameanzeigen von 70 mm Breite b5 Rcichspfennig, Platzvorschriit 20 , mehr. Chefredakteur Dr Fnedr Wtlh. Lange. Verantwortlich für VoliNk Dr. Fr. Wilh Gange; für Feuilleton D: H.IKyriot; für den übrigen leü Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil L Derlr S5. Deckt, ifimtlid) in Gieren Berlin. 26. Jan. (Amtlich. DIB.) Nachdem der Reichskanzler um 10 Ahr vormittags dem Herrn Reichspräsidenten über den Slanb der Regierungsbildung Bericht er- stattet hatte, fanden gegen Mittag die Verhandlungen über die Richtlinien des Herrn Reichs- I«aller» für die künftige Regierungspolitik mit den dentfchn a 1 ionaI en Unterhändlern nach eingehender Erörterung ihren 11 b - 141 u b- Die In dieser Besprechung vereinbarten l>7undsahe über Außenpolitik. Verfassung, Reichs- ivchr, flullurfragen sowie Sozial- und Dirtschasts- polltif wurden sodann feiten» de» Herrn Reich»- f «aller» den Fraktion »sührern de» Zen- Icem», der Veutfchen vottspartci, der vemokra- li schon Partei, der Dirtschastlichen Vereinl- aung und der Bayerischen voikspartei mitgeteilt. Der Herr Reichskanzler richtete an die genannten Veafffonen das Ersuchen, sich nunmehr sämlllch aus fltunb bet gesunden en Grundlage an der Regie- tungebtlbung zn beteiligen. Da während str weiteren Rachmittagsstunden sich die Jraftlo- ücti mit bet Beratung der obenbezeichnelcn (Drunb- utze besahten. mußten die weiteren Verhandlungen «nentlich über die Personalsragen auf morgen »»mittag verschoben werden. 4. Kulturfragcn: ES wird angeregt: Erlaß eine» Reichs- schulgesetzes unter Wahrung der Gewissens- srcihcit und deS Elternrechtes. Grundsätzliche Gleichstellung der im Artikel 146 der Reichs- verfassung vorgesehenen Schularten. Sicherung Religionsunterrichtes. (Artikel 149.) 5. Sozialpolitik: Tatkräftige Förderung der Sozialreform. AuSbau und Vollendung des ArbeitsrechtZ. Der nächste Schritt aus Liefern Gebiet soll d:e Schaffung einer umfassenden Arbeiterschutz- gefctzgebung, unter besonderer Derücksich- tigung der Bergarbeit, fein. Darin ist — ausgehend von den deutschen Verhältnissen — die Arbeitszeit einschließlich der Sonntagsruhe im Eintlang mit den internationalen Vereinbarungen zu regeln. Auf Grund einer solchen Regelung ist die deutsche Regierung zur Ratifizierung deS Wafhtngtoner Abkommens gleichzeitig mit den anderen westeuropäischen Industrieländern bereit. Vis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes sollen durch Niedergangs- und Rotmaßnahmen Mißstände auf dem Gebiet der Arbeitszeit beseitigt werden. Die im Artikel 165 der Reichs- Deriaffung vorgesHene Mitwirkung der Arbeiter und Angestellten in der Wirtschaft ist im Sinne der im R.ichswirtschastSrat zustandegelommenen Einigung weiter auszubauen. Dringlich ist die Verabschiedung einer Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Damit im Zusammenhang stehen Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitsnachweises; Ausbau und Verfahren der Sozialversicherung sollen nach Möglichicit vereinfacht werden. Die verschiedenen Dersicherungszweige bedürfen einer organischen Verbindung und Ausgestaltung. Die Lage der Erwerbslosen muß verbessert werden. Für Seeleute ist eine Kranken Versicherung zu schaffen. Entschlossene Dekämpfung der Arbeitölofigleit und Fürsorge für die Erwerbslosen mit allen zweckdienlichen, Wirtschafts- und sozialpolitischen Mitteln. Die Sozialresorm ist auch international, insbesondere im Zufammen- toirlen mit dem internationalen Arbeitsamt, zu fördern. Amtlich wird hierzu folgendes mitgeteilt: Die beabsichtigte amtliche Bekanntgabe der in den heutigen Verhandlungen des Herrn Reichskanzlers mit den Parteiführern feslgestellken Vorschläge über Richtlinien einer künftigen Rcgierungs- politik. die übrigens nicht alle für ein Regierungsprogramm in Betracht kommenden Fragen umfassen, tonnte noch nicht erfolgen, weil noch nicht sämtliche in Betracht kommenden JcaE- tionen ihre Zustimmung zu den Erklärungen der Partci'ührer gegeben haben. Alle über den Inhalt der vercinbarungen erfolgenden Veröffentlichungen können nicht als authentisch angesehen werden. Die Haltung der Demotraten. Noch keine Entscheidung über ihre Beteiligung am Kabinett. Berlin, 25. San. (D.D.Z.) Reichskanzler Dr. Marx empfing um 21/, Llhr die Vertreter der demokratischen Reichstags!raltion. Koch, Erkelenz und Dietrich- Baden, um die Möglichkeit eines Eintttlts der Demokraten rn das Kabinett zu erörtern. Die Fraktionssuhrer behielten sich die Entscheidung der Sitzung der demokratischen Fraktion vor. Die demokratische RLichstagsfraktion beschäftigte sich nun zwar am Mittwoch abend eingehend mit den Richtlinien Brandenburg, Meier, und Oberbürgermeister B o e ß. fr Id) e in t täglich, außer Sonntag» und Feiertag» Beilagen; Otehener FamilienblLttei Heimat im Bild Die Scholle Menot»«vezng»pret»; 3 Reichsmark und 20 Reich»pfenntg für Träger» lohn, auch bei Nicht er« sheinen emjelnerülummtm infolge höherer Gewalt. Fernsprechanf chlüss»; 51, 54 und 112. Unfchrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen, poftschrckkonto: Sranffurtarnmaln 11686. b e n t erschienen war. Außerdem nahmen an dem Essen teil. Reichskanzler Dr. Marx. Reiche Minister Stre[emann, Nuntius Pacclli. die preußi« schen Staatsminister und Staatssekretäre, Reichs« vch deshalb zusammengehalten, damit die Fraktionen bei der Klärung der Personalfragen noch in Berlin anwesend sind. Für den M, daß auf diesem Gebiete noch Schwierig- Men auftauchen, haben die Fraktionsführer sich wbtfjalten, ihre Fraktionen vorzeitig zu'ämmen- Kberusen. Die angeblichen Richtlinien. Hne Indiskretion der Bosnischen Zeitung. Berlin. 26. San. (WB.) Die „Vossische veröffentlicht in ihrer Expreßausgabe die Richtlinien, wie sie von Reichskanzler Dr. Marx gearbeitet worden seien. Das Blatt bemerkt dc?u. daß ihm die Aenderungen, die eventuell eh den heutigen Besprechungen daran vorgenommen worden sind, nicht bekannt seien. 1. Außenpolitik: Fortführung der bisherigen Außenpolitik im Sinne gegenseitiger friedlicher Verständigung. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Wttenlatspiäne gegen Tschitscherin? Berlin, 27. Ian. (Wolff.) Der russische Volkskommissar Tschitscherin, der sich feit einiger Zeit in Frankfurt a. M. in ärztlicher Behandlung befindet, erhielt vor einigen Tagen die Rach- richt, daß einAttentat gegen ihn beabsichtigt sei. Als angebliche 2Ittentäler wurden ihm zwei russische Offiziere genannt. von denen der eine Miansarow, der andere Lamburieff heißen sollte. Lamburieff sollte feinen Aufenthalt in Baden-Baden genommen haben. Die Frankfurter Kriminalpolizei gewährte dem russischen Minister sofort ausreichenden schütz. Der Berliner Polizei ist es am Dienstag gelungen, Miansarow fest zunehmen, bet kd) seit längerer Zeit unangemeldet in Berlin ausgehalten und in Spieler- und Hochstaplerkreisen eine Rolle gespielt hatte. Er ist bereits vor längerer Zeit aus dem preußischen Staatsgebiet ausgewiesen worden. Bei seiner Vernehmung bestritt Miansarow jede Attentais- absicht. . , , ,v , . Deutschlands Dank an die Schweiz. Bern, 27. Ian. (511.) AuS Anlaß des Abschlusses des großen deutsch-schweizerischen Hilfs- Werks in der Kriegs- und Rachkriegszeit veranstaltete der deutsche Gesandte in Bern. Dr. Müller, am 26. Ianuar einen Empfang für den schweizerischen Bundespräsidenten Motta, die Mitglieder des schweizerischen Bundesrates sowie für die Vertreter der großen schweizerischen Hilfsverbände. Der Gesandte Dr. Müller brad)te in seiner Ansprache im Auftrage des Reichspräsidenten von Hindenburg den tiefsten und herzlichsten Dank des deu tschen Volkes für das große Hilfswerk der Schweizer V.rbände zum Ausdruck. Sodann übergab der deutsche Gesandte dem Bundespräsidenten Motta ein Glasgemälde als Andenken. Bundespräsident Motta lobte in seiner Rede den OrdnungS- und Ar- beitSsinn des deutschen Volkes und entbot dem Reichspräsidenten von Hindenburg, dieser gewaltigen weltgeschichtlichen Gestalt, die dereinst wie ein Held der allen deutschen Sage im Dewutztsein der deutschen Ration sortlebcn wird, den Ausdruck der Verehrung. Aus dem Reichstag. Berlin, 27. Ian. Der Aeltestenrat des Reichstages hat beschlossen, am Donnerstag noch eine kurze Sitzung abzuhalten, in der das restliche BeratungSmaterial aufgearbeitet werden soll. Dann wird sich baS HauS mit Rücksicht auf die Thüringer Wahlen vertagen und erst wieder Anfang der nächsten Woche zusammentreten. um dann vielleicht schon in der ersten Sitzung die Regierungserklärung ent- gegenzunehmcn. Am Mittwoch wurde noch in kurzer Beratung der Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Geschlechlskrank he it en angenommen. ES gab zwar eine Herne Debatte, die jedoch zu nennenswerten Aenderungen der Vorlage nicht führte. Der Entwurf touibo gegen die Stimmen der Völkischen, der Kommunisten. der Wirtschaftlichen Vereinigung und gegen die Minderheiten aller übrigen Fraktionen in der Schlußabst.mmung genehmigt. Den Rest der Sitzung füllte die zsptile Beratung der R o - Delle zum Grundschulgesetz aus. Hierzu hatte der Ausschuß beantragt, daß dort wo eine baldige Auslösung der pr Daten Vorschulen oder ein bald ger Abbau erhebliche wirtschaftliche Härten für die Lehrkräfte oder die Hnted)alt6t.?;gcr mit sich bringen würde, die völlige Auslösung aufgeschoben werden kann. Gegen diesen Antrag sprach sich lediglich der Sozialdemokrat Löwenstein aus, worauf die Beratungen aus Donnerstag vertagt wurden. Um die deutsche Schule in Obersch'esien. Berlin, 27. Ian. Wie die Morgenblätter aus Kattowitz melden, hat der Präsident der gemischten Kommission Kattowitz auf die Beschwerde des Deutschen Boiksbundes wegen Nichteröffnung d er deutschen Minderheitsschule in Bo- b r o w n s t i« Piekar-Rudne eine Stellungnahme verkündet, nach der die Minderheitsschule unverzüglich zu eröffnen ist. Es sind in den Gemeinden Bo- brownsii-Piekar und Rudne neue Anme!- dungstermine von angemessener Dauer durch öffentliche Bekanntmachung in beiden Spra« ch e n anzufetzen. Diese Anmeldungstermine sind der gemischten Kommission bekanntzugeben. Diejenigen, die für die Minderheitsschule nicht angemeldet wer« den, fin doon Amts wegen in die Schule zu überführen. trtgen in Angriff genommen werden. Der Ge- tonte. im Reichstage vor der Vertagung eine des Reichskanzlers 'ührte üjre Beratung aber nicht zu Snbe. sondern vertagte sich auf Donnerstag vormittag, ^evoch wurde Koch beauftragt, bereits am Donnerstag dem Reichskanzler mitzuteilen, daß die schulpolitischen Teile der Richtlinien in dieser Form für die demokratische Fraktion nicht annehmbar feien. Ein konfessionelles Schulgesetz könnten die Demokraten nicht mitmachen. Dem Kanzler soll weiter mitgeteilt werden, daß die Demokraten die Sicherung einer exportfordern- ben Handelst)er tragspol itik verlangen sowie die energische Forderung der Siedlungspolitik durch das Reich. Das Urteil der Presse. Berlin, 27. Jan. (Wolsf.) Durch die vorzeitige Veröffentlichung der Richtlinien für die Regierungsbildung geschaffene Lage wird von den Blättern verschieden beurteilt. Nach der „Deutschen Zeitung" ist durch die Veröffentlichung, die das Blatt auf eine Persönlichkeit der linken Zentrumsseite zurück- führt, eine oö11ig neue Lage geschaffen. Die Deutjchnationalen feien nicht mehr bereit, die Verhandlungen in der bisherigen Art wciterzuführen, und sollen beute oormittay Dr. Marx erklären, daß man für die neue Regierung neue Grundlagen werde suchen müßen. — Die „Kreuzttg.", die von einem groben Störungsoersuch spricht, schreibt: Wir verraten kein Geheimnis, wenn wir berichten, daß in den Kreisen der Pressevertreter die Namen der Abgeordneten Dr. Wirth und 9 o o 6 mit der Assäre in Zusamenhang gebracht wurden. — Die „Deutsche Tageszeitung" hebt her- vor, daß die veröffentlichten Richtlinien nur einen Teil der Regierungserklärung darstellen und deshalb nur einen ganz unvollständigen Ein- druck von dem Programm der kommenden Regierung geben können. Eine Reihe positiver Ergänzungen, auch durch ganz neue Punkte, namentlich auf dem Gebiete der Wirtschaftspolitik, würden von den Deutschnationalen beantragt werden. — Die „D. A. Z." teilt mit, daß neben den Richtlinien ein Protokoll fixiert wurde, das wich- tige Ergänzungen für die künftige Regie- rungspolltik enthält. Infolgedessen werde erst die endgültige Regierungserklärung ein richtiges Bild von der Gesamtheit der Vereinbarungen gewinnen lassen. — Die „lägt. Rundschau" bc- merkt zu der deutschnationalen Fraktionserklärung: Man wird nicht daran zu zweifeln brauchen, daß die deutschnationale Reichstagesraktion endgültig zu- stimmt, wenn über die Zusammensetzung des Kabinetts selbst eine Einigung erzielt sein wird. — Die „Germania" nennt es einen Vorgang von nicht zu unterschätzender Bedeutung, daß die Deutschnalio- nalcn sich ohne Vorbehalt zur Weimarer Verfassung bekennen und deren Rechtsgültigkeit anerkennen. Das Zentrumsorgan verlangt, daß das, was gestern als Grundlage für das kommende Kabinett festgelegt worden ist, ehrlich und offen in bi e lat umgesetzt werden muß. — Das „B.T." spricht von einem gefährlichen Experiment, das das Zentrum mit den beiden Rechtsparteien unternimmt. Die Demokraten werden in aller Ruhe abwarten können, bis ihre Zeit kommt. — Die -Voss. Ztg." interpretiert die Verlautbarung der deutschnationalen Fraktion dahin, daß diese ihre Entscheidung nicht von dem Regierungsprogramm, sondern von der Erfüllung der deutschnationalen Porteseuilleforderungen abhängig mache. — Der „Vorwärts" nennt die veröffentlichten Richtlinien eine „peinliche Maskerade". O e üolfspatiei an bas Zentrum. Berlin. 28. Ian. (VDZ.) Die „Ratio- nalliöerale Korrefpondenz", der par- teiamtl.che Pressedienst der Deutschen DolcSpartei, schreibt: Die Zentrumsfraktion des Reichstages veröffen! licht eine Erklärung, In der sie sich gegen die Darlegungen vollsparleilicher Blätter über Verhandlungen zwischen den Deutschnationalen und dem Zentrum wendet und sie als tcnueTuiod zurüclweist. Wir verstehen nicht, was die RcichstagSsraktion des Zentrums veranlaßt, in dieser Form gegen Auslassungen der Presse zu polemisieren. Wenn die Reichstagssraltion der Deutschen Dolkspartei sich in derselben Weise gegen Meldungen der Zen- trumSpresfe wenden wollte, wurde siemehrals einmal dazu Veranlassung gehabt haben. Wir nehmen von der Zentrumserklärung alt. Wir werden es der lünstigen Entwicklung überlassen, llarzustellen, ob kulturpolitische Aktionen derart erfolgen, wie sie in einem großen Teil der Presse, nicht etwa nur der Deutschen Vollspartei. als möglich hingesteltt wurde. Die Stellung der Deutschen Volkspartei zu den kulturpolitischen Fragen ist gegeben. Sie wird die Wahrung der Rechte des Staates und der Schule mit der Wahrung der Elternrechte zu verbinden wissen. Eine Polemil über diese Frage erscheint u.'d in der gegenwärtigen politischen Situation ebensowenig angebracht, wie die Erörterung der Art und Weise der Regierungsb ldung. Die Deutsche Vollspartei hat hier jedenfalls eine gradlinige Politik geführt, die sie jederzeit vor dem Lande vertreten wird. Anerkennung der Rechtsgültigkeit des Qkriraga- werkeS von Locarno. Loyale gleichberechtigte Mitarbeit Im Völkerbunde 2. Ltnatssorm: Anerkennung der Rechtsgültigkeit der in der Verfassung von Weimar gegründ« en republikani- scheit Staats,orm. Unbedingter Schutz dieser Verfassung in ihrer Gesamtheit sowie der verfassungsmäßigen Reichsfarben (Art. 3 der Verfassung) gegen alle herabsetzenden Verunglimpfungen und rechtswidrigen Angriffe, vor allem gegen alle Vereinigungen und alle Bestrebungen, die den Älm- stürz der bestehenden Staatsform bezweckend Verbot an alle Beamten, sich an solchen Vereinigungen oder Bestrebungen zu beteiligen. Die verfassungsmäßig gewahr.eiite.en Rechte der Beamten werden hierdurch nicht berührt. 3. Reichswehr: Bezüglich der Reichswehr wird der entsprechende Teil in der Rede des Reichskanzlers vom 16. Dez. 1926 als maßgend anerkannt. 1. Die Verordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 31. Dez. 1926 ist strengstens durchzuführen. 2. Den Angehörigen der Reichswehr ist die Zugehörigkeit und das Zusammenarbeiten mit politischen Verbänden aller Nichtunyen, zu denen die sogenannten Wehrverbände a.ler Richtungen und Form in erster Linie gehören, verboten. 3. Es wird eine Rekrutierungsverordnung erlassen, die Vorlehr tri, ft, daß keine versassungsseindliche Personen im S.nn« der Ziffer 2 in die Reichswehr aufgenommen werden. Wie baS WTD. aus parlamentarischen Greifen erfährt, ist man bei den Parteien, deren beteiligung an der neuen Koalition bisher fest- Mt der Auffassung, daß die Entscheidung über die weitere Entwicklung der Regierungsbildung iunmeljr bei der demokratischen Fraktion liegt, die sich auf Grund der Richtlin.en ch« ihre Beteiligung schlüssig werden muß. Don mterrichteter volksparteilicher Seite wird uns ttfläri, daß die Deutsche Dolkspartei «tschieden darauf besteht, die Demokraten zu fielet Koalition hinzuzuziehen. Dr. Scholz hat wch In der interfraktionellen Besprechung von tcute mittag daraus hingewiesen, daß die Einbe- jiehung dieser Partei auch im Auftrag des Reichspräsidenten enthalten ist und lef) auch die Sicherung der Mehrheit im 'Reichslage, die mit 243 Stimmen die Hälfte aller Ab» ciorbnetcn nur um eine Stimme übersteigt, eine solche Derbreiterung der Koalitionsbasis wünschenswert mache. Die Deutschnationalen haben sich hiermit einverstanden erklärt. Die in parlamentarischen Kreisen im übrigen krzöhlt wird, enthalten die Richtlinien keines- te$8 alle Punkte, die in der Regierungserklärung ichandelt werden dürsten, sondern nur die strii- t.gcn fünf Materien über die z. T. durch proto- bHarische Interpretationen eine letzte Einigung «czielt worden fei So wird z. D. in den Richt- Inicn nichts über d i e Steuer- und Dittel st andSpolitik der neuen Regierung «sagt. Hierüber seien vielmehr bereits vorher Vereinbarungen herbeigeführt worden. Es lege im Rahmen dieser Verständigung, daß dem Mittelstand durch eine Aendrrung und stärkere llL-einanderziehung der Staffelung in den 6teuerfäl)cn eine wirksame Hilfe geleistet reiben soll. Die größte Schwierigkeit bei der Br- lanölung der Richtlinien lag, wie man im Reichste weiter hört, in der Frage, ob die Aner- lernun g der Loeamoverträge durch tw Deutschnationalen sich nur auf die volker- vchtliche Seite bezog, ober ob die Deutschnalio- ti£m nunmehr auch den Standpunkt einnchmen, kctz das entsprechende Gesetz, das, wie crinner« lc>, keine Zweidrittelmehrheit auf sich oerc.ntgcn bxitc, staat-politische Rechtsmäßig- Icit besitze. In den Besprechungen ist es schließ- Ixf) gelungen, Klarheit darüber zu Ichafken, daß euch diese Rechtmäßigkeit von den Deutfchnatio- ufm anerkannt wird, und zwar ist sie durch tr.e Interpretation festgelegt worden. Die teeitere Entwicklung ist nun so beabsichtigt, daß die k-ciligtcn Fraktionen dem Kanzler offiziell ihr Einverständnis mit den Richtlinien mit- lulcn lassen. Personenfragen sind bisher • er w c f) 3? > 9 >. r> r L 0*0 W • c 3 ->' - » r53 fl« 3Dg er 2. s LsH & ) ro « «s »v j 3 ) W ' ff.s- • 8’ 5 o WU billig r* ■ 5?^«° i "35*' MO N<0 NN N- W'J’ N-—WWW iCCCO-'jlsJUl i*-C0O-‘NN to. *0 3 - r 9| | Z St- N to« ia • - 3- • 3 N Vie Haltung der Dominions Nirgends Asyl für Garibaldi. Paris, 26. San. (WV.) Riccio tri Gari- baldi, der heute vormittag Paris verlassen wollte, um sich nach Le Havre zu begeben, von wo aus er die Ueberfahrt nach Amerika an- treten wollte, hat diesen Plan nicht auSgeführt. Cs ist ihm bekanntgegeben worden, das; die Per- einigten Staaten ihm das P a f' i * u m stand und Gemeindevertretung, sowie die Organisationen der Manne.- und Frauenvereine und der Gemeinde-flege besonders zur längen Mithilfe berufen wä.en. Die für die Gefangenen- und Ent.a,'encn'Ü7sorge bestehende öffentliche Organisation, der Hessische Schutzverein für ent» laj e.e Strasge.'ange.".e (G.schä täftelle Darmstadt, Mathildens, az 13) wird besonders empfohlen, Wecker Herden in dem Ausschreiben sechs Punkte miigeteilt, dir der Verein den Geistlichen der besonderen Beachtung empfiehlt. t DaS diesjährige Kircheng e- s a n g v e r ei n s f e st. Sestern nachmittag tagten im Gasthof Hindenbura daliier hie Das Urteil der Presse. London , 27. San. (WTD. Funkspruch.) Die liberale „Daily RrwS" schreibt, beunruhigende Anzeichen deuteten darauf hin, dah Groß- Dt.-amüen in die Lage kommen werde in China Au§ -er provinzialhauptsta-t. Gießen, den 27. Sanuat 1927. Blumen im Winter. Die Lage in China. Günstiger Stand der Verhandlungen in Hankau. London. 26. San. (Reuters Wie verlautet, ist in den englisch-chinesischen Verhandlungen in chankau dadurch eine wichtige Wendung eingetreten, daß die englische Regierung konkrete Vorschläge unterbreitet hat, die zur Ergänzung der in dem englischen Chinamemorandum gemachten Vorschläge bestimmt sind und sich auf die Frage der Bürgschaften und Sicherheiten beziehen. Sn unterrichteten englischen Kreisen wird erklärt, es beständen sehr große Aussichten dafür, daß der positive Teil der englischen Chinapolitik Erfolge zeitigt, noch ehe die britischen Truppen in China eintreffen, und daß, sofern die chinesischen Behörden nicht entschlossen sind, die engltsch-cyinesischen Beziehungen unmöglich zu machen, kein Grund bestehe, dah ein befriedigendes Ergebnis nicht erzielt werden sollte. Die englischen Vorschläge wurden auch den chinesischen Behörden anderer Landesteile mitgeteilt. feine isolierte Politik zu verfolgen. 3a» I van beabsichtige nicht, Truppen abzusenden, und in Amerüa werde gefordert, daß die Bereinigten Staaten eine selbständige und versöhnliche Politik betreiben. Sogar innerhalb des britischen Reiches gebe es scharfe Meinungsver» schiedenhei.en. Sn Austra irn seien Proteste der Aröeitcrscha t zu verzeichnen, Kanada werde sich nach den vorliegenden Erklärungen abseits halten und in Snoien wachse die Erregung unter den QZaliora'i'ten. Das Blatt fordert unzweideutige und eingehende Mitteilungen über die von der Regierung ver'olgten Politik. Auch „Daily Erpreß" fordert eine solche Erklärung. Das Blatt hebt hervor, daß die Unruhe in der Oesfentlichkeit durchaus nicht ge» ring sei. Mit Recht oder Unrecht be'ürchie der Mann auf der Straße, daß viel mehr geschehe, als er erkennen könne. Dolle Offenheit sei die Pflicht der Reg erung. — Die konservative „Time s" betont in einem Leitartikel, Last Großbritannien unter den Mächten mit dem Anerbie en grohherzicer Konzessionen auf dem Wege einer Revision der Verträge mit China führend vorangegangen sei und bemängelt die Haltung der Führer der Liberalen und der Arbeiterpartei, die sich ihrer Derantwortung bewußt sein sollten, aber in ihren öffentlichen Aeußerungen Unsicherheit und Schwäche zeigten. Das Blatt sagt: „Es ist darüber geklagt worden, daß die Regierung es tatsächlich gewagt habe, Truppen nach China zu senden. Es wird die schwächliche und feige Andeutung gemacht, daß wir durch dieses Borgehen die Gefahr eines Krieges Hervorrufen. Angefichts der Tat» fache, daß wir aus einer Konzession durch die Gewalt.ä.igkeit des Pöbels in Verbindung mit miiiiätljcber Bedrohung hinauSgetrieben worden sind, erscheint es nicht ganz unangemessen, daß Großbritannien ausreichende Vorsichtsmaßnahmen trifft, um eine Wiederholung dieser Vorgänge in bem viel wichtigeren Handelszentrum Schanghai zu verhindern." verweigert hätten. Die Einreise nach der Schweiz ist ihm bis jetzt ebenfalls verweigert worden. Gr hat dann die Ueberfahrt nach England angetreten unb ist heute nachmittag in Folkestone gelandet. Da er aber anscheinend von den Einwanderungsbehörden daran gehindert wurde, sich direkt nach London zu begeben, blieb Garibaldi in einem' Fahrplanverbesserung. Der Personenzug 562 Fulda-Gießen (Fulda ab 1,20, Gießen an 4,27 Uhr nachrn.), dec seither an Sonn» und Feiertagen nur zwischen Fulda und Alsfeld verkehrte, wird vorn Sonntag, 30. San. ab, biS Gießen durchgeführt und widerruflich für die Personenbeförderung freigegeben. " Personalien. Auf Grund des Altersgrenzegesetzes tritt der Oberstudiendirektor des Land- graf-Ludwig-Gymnasiums in Gießen, Dr. August Baur, am 1. Februar in den Ruhestand. Ebenfalls auf Grund des Altersgrenzegesetzes scheidet der Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Gießen, Medi- zinalrat Dr. Ernst W a l g e r, am 1. April aus dem Dienst. Der Kreisarzt Medizinalrat Dr. med. Wilh. otnfeer in Alsfeld wurde zum Kreisarzt des Kceisgefundheitsamtes Gießen unter Belastung seiner Amtsbezeichnung als „Medizinalrat" mit Wirkung vom 1. April 1927 ernannt. ** Straßensperre. Zwecks Vornahme von Hausanschlußarbeiten hat daS Polizeiamt die Straße Am Kugelberg zwischen Licher Straße und Kaiserallee auf die Dauer von vier Wochen für den Durchgangsverkehr gesperrt. WER. Gräberschmuck am Volks» trauerte g. Angehörige und Vereine, die zum Volkstrauerlag (13. März) die fernen Gräber unserer Gefallenen zu schmücken beabsichtigen, wollen diesbezügliche Bestellungen bis spätestens 10. Februar an daS Sekretariat des Dolksbun- des Deutsche Kriegsgräbersürsorge. Frankfurt am Main, Münzgasse 3, gelangen lassen. Postscheck- Jonta Kriegsgräberfürsorge 55900 Frankfurt am Main, Kranzpreise für Frankreich 10 Mark, Bel» .men 6 Mark, Polen und Rußland 8 50 Mark. An Unterlagen sind erforderlich Dor- und Zuname des Gefallenen, Geburts- und Todestag, letzter Truppenteil, Grablage. - Betriebsunfall im Wiesecker Autobetrieb. Gestern vormittag gegen 11 Uhc entstand, wie wir in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe bereits berichteten, in dem Motor eines im Dienste des Zweckoerbandes Wieseck- A l t e n - B u s e ck laufenden Autoomnibusses aus bis jetzt noch nicht festgestellter Ursache in der Nähe der Ludwigsburg zwischen Wieseck unb Alten-Buscck ein Vergaserbrand. Dem Chauf feur gelang es, durch entschlossenes und zlelbewuß- teo Eingreifen der Flammen Herr zu werden, so daß eine Ausdehnung des Brandes über Öen Bereich des Motors hinaus verhindert wurde. Der Wagen wurde im Laufe des gestrigen Nachmittags zur Reparatur gebracht. Personen sind bei dem Vorfall nicht zu Schaden gekommen. Von heute morgen ab wurde der Fahrdienst in vollem Umfange bereits wieder aufgenommen, so daß der Unfall keine nennenswerten Störungen im Betrieb brachte. Dieser Vorfall zeigte übrigens, wie notwendig und richtig es ist, solche Wagen mit Feuerlöschapparaten auezurusten. " Die Hegezeit für Enten beginnt in diesem Sabre laut Verordnung des hessischen Ministers des Snnern, erst mit dem 1. März. •• Gefangenen» unb Entlassenen- für sorge. Das Lanbeskirchenarnt hat an die evangelischen Delanate und Pfarrämter ein AuS- schreiben gerichtet, in dem ben Geistlichen unb Gemeinden die ernsteste unb sorgfältigste Mitwirkung bei ben Aufgaben der Gefangenen- unb er.t affenenlurforse erneut a's Herz gelegt wirb. Dtee Mitwirkung zu feilten fei leine Organi alon & ,verpflichtet wie die christliche i f;c tatkra lig zu leisten fei aber gerade in der Gegenwart bringend geboten. Zunächst komme es immer wieder baiauf an, in Predigt und Gebet der in den Gefängnissen sich offen» pichen ^ot 3" gedenken, fo'.ann sei Die WltbetettiLu^g der Geistlichen bei ber Unter- btr.gung und AröeitSvermi te ung für die 0nt- laf.enen, sow.e die Tätigkeit alS Deistand und bei der Schutzaufsicht von großer Wichtigkeit, wobei die Organe der Gemeinde. Kirchenvor» ‘Bürgern und ihren Snterefsen 'gesetzlichen lind rechtlichen Schutz zu gewähren. Die Vereinigten Staaten hätten niemals eine.imperialistisckx Haltung gegenüber China" bekundet. Freude erhält jung und nicht zuletzt die d'reube an Blumen. Das bewies diese Frau, in chrem jugendlichen, jugendfrvhen WefenI — Mehr Vlumen hinein in unsere Heime, besonders im Brnterl Lieber ein paar andere Dinge lassen, von denen wir doch fooiele unnütz kaufen und verbrauchenk Und dafür eine Blume geschenkt! •* Offene SchulsteNen in Mainz. An der Volksschule zu Mainz sind zwei Stellen mit katholischen Lehrern, zwei Stellen mit katholischen Lehrerinnen, vierzehn Stellen mit evangelischen Lehrern, eine Stelle mit einer evangelischen Lehrerin und zwei Stellen mit freireligiösen Lehrern zu besetzen. Wohnungen werden von der Stadt Mainz beschafft. Die Maul» unb Klauenseuche ist jetzt in Sandlofs unb Pfordt (Kreis Lauterbach). Heegheim unb Effolderbach (Kreis Büdingen) ausgebrochen. Sn Großen-Linden (Krei» Gießen), Rieder-Mörlen. Dorheim, Wickstadt, Petterweil (Krcis Friedberg), Leidhecken. Höchst a. d. R., Hof 2rcrdenhai.de (Kreis Büdingen-, ZeU (Ärcid Alsfeld), Weidenhausen, Garben» teich, Krofdorf. Kinzenbach (Kreis Wetzlar) und Kehna (Kreis Marburg) ist die Seuche erloschen. ** Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtvlebmarkt: 80 Rinder, 157 Kälber, 550 Schafe und 433 Schweine. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" schreibt, die weitverbreitete Meinung, daß die britischen Truppen sich einem Einrücken der tfantonefen in Schanghai sich nicht wider- > e tz e n würden, sei In dieser Form irreführend. Sn die Vorgänge in d e r chinesischen Snnenftabt und der Provinz Schanghai werde - - o , sich Großbritannien nicht einmischen, aber der Ge- Foltestoner Restaurant, danke, es würde geduldet werden, daß die Kan- ionesen die internationale Niederlassung überrennen unb ben ausländischen Gemeinderat absetzen könnten, müße unbedingt zuruck- ge wissen werden. — Die Räumung des Kanton-Deltas durch die ausländischen Missionare wird für ratsam erachtet. Man erwartet, daß die Flüchtlinge demnächst in Hongkong eintreffen werden. Amerikas poMlk fn Mexiko. Lchiedsgericht oder Krieg. Aeuyork, 26. San. (SIL) Die mehrfach geänderte Resolution Robinsons, die ber Regierung empfiehlt, den mexikanischen Konflikt einem Schiedsgericht zu unterbreiten, ist vorn Kongreß einstimmig angenommen worden, weil die Republikaner in ber Resolution keine zwingende Verpflichtung für die Regierung gesehen haben. Zur Resolution erklärte Robinson, daß außer der schiedsgerichtlichen Beilegung des Konfliktes nur noch zwei Wege offen standen, der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Mexiko, was einer neuen mexikanischen Revolution unb dem Sturz Ealles gleichkäme, und der Krieg, durch den die ^amerikanischen Truppen gezwungen werden würden, für immer in dem unruhigen Mexiko zu bleiben. Sn eingewechten Kreisen nimmt man an, dah sich die Regierung von der Resolution des Kongresses nicht beeinflussen lassen wird. Sn Mexiko hat die Haltung des ameti» kamschen Kongresses im Mexiko-Konflikt große Genugtuung hervorgerufen. Die Lage im mexikanischen Oelgebiet hat sich jedoch dadurch verschärft, daß die Regierung ben widerspenstigen Erdölgesellschaften die Bohrungserlaubnis entzogen hat. i g v e r ei nsfest. Gestern nachmittag tagten Gasthof Hindenburg dahier die Dirigenten und Vorsitzenden der evangelischen Kirchenge- langDcreine des Dekanats Gießen, um über die Abhaltung des diesjährigen Kirchengesangver- einsfestes zu beraten. Es wurde beschlossen, das Se,t am Sonntag Exaudi in Alten» Vuseck ao^uhalten. Der Feftgottesdtenst. in dem Pfarr- abiftent Gobel - Klein-Linden ptedigen wird, beginnt nachmtttaas 2 U&r, die Rnchversamm» Lung um 4 ilbr. Außer sämtlichen Vereinen des Dekanats wird auch der Bläserchor des Pfarrers Kalbhenn - Grohen-Buseck mitwirken. Sm (Zestgottesdienst werden drei Massenchöre, in der Rachversammlung einer gesungen. Außerdem werden die einzelnen Chöre in der Rachver- fammlung zwei selbstgewählte Chöre Dortragen. WSR. Ungültigkeit Don Rentenbankscheinen. Die RentenLanLcheine zu fünf Rentenmark ohne KopfbildniS, mit dem Ausfertigungsdatum 1. November 1923. können bei ben öffentlichen Kaffen mir noch biS 31. 3a- -Zahlung gegeben, bei den Kassen ber Reichlbank aber biS 14. April 1927 gegen andere Rentenbankscheine ober gegen gesetzltthe Zahlungsmittel umgetauscht werden. Mit Ablauf des 14. April 1927 werden die aufgerufenen Rentenbanlscheine kraftlos. A ,, Deichsgründungsfeier des Hess. Vaterländischen Blocks, Bezirk Gießen. Am Dienstagabend veranstaltete der Bezirksverband Gießen des Hess. Vaterländischen Blocks im Kath. DereinShaus eine Reichsgründungsfeier, die sich eines sehr zahlreichen Besuches zu erfreuen hatte. An Stelle des ursprünglich vorgesehenen Redners. Prof. V e i d t - Herborn, der am Erscheinen verhindert war, hielt der Landtagsabgevrdnete Kindt die Gedenkrede, in der er. ausgehend von dem Mahnwort „Gebente. daß du ein Deutscher bist", die großen Aufgaben unserer Zeit und die nationalen Pflichten des deutschen Volkes darlegte. Stets müsse unser Volk sich vor Augen halten, daß eS seine höchste Aufgabe sei. sich im Wettstreit der Völker durchzusetzen. DaS könne aber nicht mit dem Marxismus, ber Internationale deS Goldes ober der Gesellschaft bet Friedensfreunde geschehen, sondern nur in dem aufbauenden nationalen Geiste Bismarcks und Hindenburgs, unter Einsetzen der ganzen moralischen, geistigen unb wirtschaftlichen Kraft des deutschen Volkes. Disziplin unb Einigkeit in klarer Erkenntnis der Rotwendigkeit. daS Sinzelfchicksal dem Wohle deS Volkes unterzuordnen, feien die Grundlagen, auf denen die vaterländische Aufbauarbeit zu leisten sei. Daß der Redner einen Zuhörern auS dem Herzen gesprochen jatte, bewies der außerordentlich starte Beifall, mit dem die Ansprache aufgenommen wurde. Anschließend wurde ein vieraktigeS Schauspiel -Der 18. Sanuar“ gegeben, in dem ber Gedanke ber nationalen Volksgemeinschaft. deS hingeben- den Dienens für das Vaterland in ausgezeichneter Weife dem brutalen EgoiSmuS der 3ch- Menfchen gegenübergestellt wurde. Die Avffsch- rung, um die sich Herr Fritz Dunkel al» Leiter und Hauptdarsteller hervorragend verdient machte, die aber auch in den übrigen Mitwirkenden eifrige Stützen fand, hinterließ bei den Zuschauern einen starken Eindruck. Schneidige musikalische Darbietungen der Kapelle Topp füllten den übrigen Teil des Abends in bester Weise aus. Sn einem alten, verträumten Städtchen des Harzes war es. Sch war Gast einer KaufmannS- familie vom guten, alten Schlage. Alles atmete patriarchales Wesen: das Haus, die Möbel, der ganze Zuschnitt des Lebens. Aber was das Besondere dieses Hauses war, das waren die Blumen - , und Pflanzen in den Zimmern unb auf den it Treppen. UeberaU Grün und die Fülle von , | Bluten. Sn jedem Zimmer, jedem Winkel in Starkenburg. • Darmstadt, 26. San. Sn ber Dacht zum 22. Sanuar ist in die G v e t h e s ch u le und in die Mornewegschule ein gebrochen worden. CS wurden sämtliche Behältnisse mit Stemmeisen geöffnet und im ganzen mehrere hundert Mark Bargeld gestohlen. Rheinhessen. MSR. Bingen, 26. San. Die Gemarkung Büdesheim bci Bingen hatt: In den letzten Jahrzehnten ber Zucht von Burgunderreben besondere Aufmer-samkett gewidmet unb große Gelände mit Burgunderreden bepflanzt. Da die Erfahrungen damit gute Erfolge zeitigten, hatte man geplant, den ganzen Weinbau darauf umzustellen. Snfolge der schlechten Ernten In ben letzten Sahren und die noch schlechtere Lage des Weinbaus haben nun aber die Winzer beschlossen, fortab keine Weinberakul- turen mehr vow,unehmen und an Stelle der nicht absolut rentablen Lagen (das find fast alle) Spargelkulturenanlagen au bauen. da dieses Frühgemüse besseren Verdienst abwirft. Preußen. Miete Wctzlerr. -Z- Wetz I a r, 26. San. Die Zwangslnnung für das Maler, und Anstreichergewerbe für den Kreis Wetzlar soll aufaelost werden. Die zu diesem Zweck auf den 12. Februar einberufene Versammlung ist laut Statut endgüllig beschlug fähig. -2- Kinzenbach, 26. San. Die im Vorjahre dreimal in unserem Orte aufgetretene Maul, unb ötn HauS ohne Blume ist beinahe so wie ein HauS ohne Buch! And beides gibt es, unb in briien Fällen kann man untrügliche Rückschlüsse auf die Bewohner ziehen! Wer in einem rechten Verhältnis zu Blumen und Pflanzen steht, wird auch mit den Menschen gut fertig werden unb in ben meisten Fällen gut zu ihnen stehen! Wo eine Blume im Hause blüht, kann nie ganz die Hoffnung schwinden! — Blumen im Winter! Die glückliche Hand! DaS schenkende Herz! B. Jk'ener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 160, Matte 30 b s 35, Wirsing 10 bis 20, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 12 bis 20, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Sp'.nat 25 bis 40. Unter-Kohlrabi 6 bis 10. Grünkohl 20, Rosenkohl 40 bjs 45, Feldsalat 120 bis 2C0, Zwiebeln 10 bis 20, Meerrettich 35 bis 80 Schwarzwurzeln 35 bis 50, Kartoffeln 6, Apfel 15 b.s 30, Dirnen 15 b.s 25, Rüsse 60, Honig 50, junge Hahnen 100 bis 120, Suppenhühner 100 bis 120 Pfennig, Gänse 100 bis 120 Pfennig das Pfund. Käse 10 Stück 60 bis 140 Pfennige (Sier Stück 17 bis 18, Blumenkohl 60 bis 14o’ Endivien 80 bis 90, Lauch 5 bis 15. Rettich 10 bis 15, Sellerie 20 bis 40. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Frauenoerein vom Roten Kreuz für Deutsche über See: 8 Uhr, Große Aula der Universität. Vortrag. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „Bismarck, 2. leir. — Astoria-Lichtspiele: „Zigeuner im Frack". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Freitag, 28. San., ge^t als Erstaufführung das interessante Lust- sptel ..Dover »Eg la iS" von SuliuS Berstl rn Szene. Dieses Werk hatte schon vor der Uraufführung einen Erfolg, wie er nur ganz wenigen Stücken beschielten ist; es wurde an über 40 Bühnen als Uraufführung für den 23. Dez. 1926 angenommen. Die Spielleitung des liebenswürdigen Lustspiels liegt in den Händen deS Herrn Dolck, in den Hauptrollen sind beschäftigt Fräulein Krahmer und die Herren Geffers, Goll. Lenau und Gehre. — Der Goethe-Bund hat für kommenden Samstag abend den bekannten Dichter Walter von Molo ans Berlin-Zehlendorf zu einem Dichterabend gewonnen. Es ist sicher ein inter- efjanter literarischer Abend zu erwarten. (Siehe heutige Anzeige.) — Die Famikienabende der Lukas- gemeinde, die sich seither eines regen Besuches zu erfreuen hatten, sollen in diesem Sahre fortgesetzt werden. Am kommenden Sonntag wird Frl. Helene K r u g e r an der Hand von Lichtbildern einen Var- trag über „Potsdam und feine Schlösser" halten. Weitere Familienabende sind für den 6. und 27. Februar vorgesehen. (Siehe heutige Anzeige.) Sohannisburg, 26. San. (WTB. Funk- jpruch.) Der nationale Vollzugsausschuß des südafrikanischen Gewerkschaftskongref- ! e s anerkannte in einer Entschließung das Recht aller Völker auf Frecheit, erklärte restlose , A^.... ... pathie mil den Chinesen in ihrem Kampf ihnen wurde man woblig empfangen. SS war, als um die Beseitigung des Soches der aueländischen ob eine feine Melooie um einen schwang, dir . Ausbeutung und verurteilte das Vorgehen I Don Treue und Zufriedenheit fang. derjenigen Regierungen, die eine Politik mili- -Sie hat eine glückliche Hand, meine Fcaul" torischer Intervention begonnen haben, lagte der Hausherr zu mir. Mit welchem Stolze in der Absicht, die Ungerechtigkeiten, unter denen und welcher schier mütterlichen Freude erzählte die Chinesen gelitten haben, zu verewigen. — Rach oiefe Frau mir dann von ihren Blumen, von einer Reutermeldung aus Ottava bringen die ka- pjmen sie die meisten aus Ablegern und Keim- nadischen Blätter ausführliche Berichte über “n0en selbst gezogen hatte. Sch habe so etwas an die britischen Maßnahmen, verhalten sich aber in Schönheit felbstgezogener Pflanzen nicht wieder den redaktionellen Aeußerungen neutral und brin- erlebt. qen keinen Hinweis auf eine Möglichkeit einer Be- , 2l" dem Tage meiner Ankunft hatte schweres teillgung Kanadas an einer miutärijchen Expedi- Schneetreiben eingesetzt. Der Sturm schlug ganze hon. — Die „Times" meldet aus Delhy Die Er- Schwaden Schnee gegen die Fenster. Die Stadt tremisten In der gesetzgebenden Versammlung Sn- JQ9 bald tote in Schnee begraben. DaS war ein bien s machen heute den Versuch, das Recht der seltsames Bild: Draußen der wütende Schnee- indischen Regierung, ohne vorherige Besra- sturm, zugeschneite Scheiben und hinter ihnen in gung des Hauses Truppen nach China zu ent- pen Stuben das lachende Grän und Blühen wie senden, in Zweifel zu ziehen. Die Regierung erhob m einem hergezauberten Frühlinge. Einspruch gegen eine derartige Erörterung und er- ?QE toie in eine feine Mütterlichkeit klärte, der Antrag könne nicht zur Beratung kam- Q^unt. Zuspruch und Trost kam von den Blumen, men, ohne daß schwierige Fragen der Außenpolitik des Lebens! »Herz, was kümmerst du hlneingezogen würden, was verhängnisvolle Folgen M! Warum so sorgen! Rur blühen! blühen! haben würde. Da der Antrag von der erforderlichen Änderen Freude machen!" — Sch war bas erste Zahl von Mitgliedern unterstützt wurde, erklärte der .^st des Hauses und fühlte sogleich beim Präsident, die Geschäftsordnung zwinge ihn. ben ©jntritt: Hier ist gut fein! Hier wohnen Men- Antrag zuxulasfen, wenn auch der General- mit Herzen. Man fühlte, hier in diesen gounemeur das Recht habe, die Erörterung zu ver- Ztmmern werden keine harten Worte gesprochen bieten. Hierauf wurde eine Botschaft des General- ^ler wird alle« bebutfam zueinander fein! Die gouvemeurs verlesen, in der das erwähnte Ver- ^Iumen künden es! Hier wird man Sinn für bot tatsächlich ausgesprochen wurde, mit der A"le und Poesie haben! Und so war es auch. Begründung, daß die Erörterungen dem ö s f e n t - ^ch schaute in eine Ehe voll innerster Harmonie, lichen Sn t e re ss en zuwider wären. lag wie eine stille Verklarung über den AU Menschen. Eine Ruhe ging von ihnen aus trotz DlC des bewegten Grichäststreibens im unteren Stock- der Vereinigten Staaten, Scfcnsuni> fDnR tocit ausladenden Haus. lon* 3an- lWTB. Funk- Hier in den Zimmern aber waren Dedämpst- SruchZ J5™ .lange erwartete Erklärung des heck, Maß. Frieden. Man kam in das Reich der Staatssekretärs Kellogg über die Politik der grünen Stille. — herein;gtcn Staaten gegenüber China wurde »Sie hat eine glückliche Handl" Sa die olück- £eufc abend hier veröffentlicht. Sie besagt, dah liche Hand der fraulichc die amerikanische Regierung 1----- ---- neue Verträge mi dein, ..... , - -------jen Treue, der echten. bereit sei, über warmen Mütterlichkeit. Es sprach ein Stück -,ina zu verhan- Lebenskunst aus den Blumen und Pflanzen. Wie wobei sie nötigenfalls unabhängig mußte diese Frau ihr Tagewerk einzuteilen willen nb^o^en Mächten austrcten werde, dah sie bei dem großen Hauswesen! Denn die Pflege V6en?e Verträge nicht aus- der Blumen muhte eine gute Zeit in Anspruch tonne, bevor em neuer Vertrag unter- nehmen. Unb man merkte der Pflege die Gründ- zeichnet und ratifiziert worden ist. D:e Srfiärung llchkeit an, das feine Verständnis für die Eigen- betont Wetter bie amerikanischen Sympathien art einer jeden. Und die Frau war eine von ^attonallltischen Erwachen". Die denen, die tapfer mit zusassen im häuslichen onet Regierung Wunsche unverzüglich Alltag. r ?tc.tEi,tD.tiQlltät 8u ver- Von dieser Frau konnte man von vornherein handeln, sobald ^Ehlna^bereit sei, amerikanischen | sagen, dah sie keine von den oberflächlichen übermodernen ihres Geschlechts war. Und so war es auch, ich war wieder einer echten deutschen Frau und Mutter begegnet, einer gütigen, tiefen Seele. — -(#u6e O flütOD kieen bie W tinfi Preußische 6h furter Kaufina aus Lebensgef am Bande fannlet 6chwii etwa Iahressr durch Oberilal von lldine toä ^uien des Tl des noch aus i m fiunbtnlangei lobe bei 6 Schwur, • Giehen, \ standgerichlsdirrlt Verhandlung gr, 3ung von ®air ZnHage vertrat Verteidigung fü lohn. Der Anllag grunbe: 3m Olt 3ung, der bamal einem Kriegskan seiner Stau eini in seiner Dvhnu seine Gaste bei Ker einer Gas! aligen Seit nannte. Ms dar legenheit tvor, vieder verlieh, »tertoäfjnte 3aq die Eheleute W. Magien in Auh 25 Susammen 1 «y'äsal des Sagt er kein Gel Sund mit. 3unq f Die Sri] ff ®. Januar ^hbach wegen $ Men hatten Mrafen belegt 3ung ®tttt anderem a- te’?* D T dann i bekam, J^en Deines 3 SS Sielt der ^rv/.aen den C S [. vabe. Mnieits an »orli« »'S Gellest Dien, b°n '"iS?!81 ‘ ben -5r n Cln( tot toZJWeit «7. ‘tlr c-^'Vt* °L«K^ 9,i,1‘^ SSWte T ®ÄB1 «fe? tff k^L-WL E'O-Z r<6*s£ s i* Äfe ÄftÄ ft'Ä’ä ^ gegeoenX^L Z V* < i<ä lu «feS: «iV.V'jft« d.. L-KK ‘Ä^bS *Ä »teS *-. x-Sschmd tonöt* M du ein DLllchtt bUT SWsfiä ^U a^L?18 ^xr MiAMst dn fiutta* Ä«.ur ln dem auf. DeW MmarckS unö 2Sr!? ttortillM Etlichen Straft H S E und Einigkeit in Hara penbigkit, bai «nzels^ öolW unterzuordnen, kia i] Denen die daterlündil- tfkn sei. Dah der Mnr us dm -erzen «sprvcho ^bewrdentlich stark Deis^ rache ausgenommen toutbt ein vteraktigeS SchauspÄ geben, in Sem Ser Gedankt Meinschaft, -es tynfltfav Qktatcmb \k cm-gezeich atatax SgtAfcuuf der Ich stMi touibe. Die luffüb hm Zrih Dunkel alt Mer hervorragend verdien ich In den übrigen Mtdio en fand, hinterlieh bei ba lürfen SinbruL Schneidig« ungen der spelle Tods Teil beS Abends In beste« ulstellen in Mainz, fr Dlainz sind zwei Stellen mb zwei Stellen mit katholischer^ n Stellen mit evangelische, mit einer evangelischen Lehre« mit freireligiösen Lehrern yi werden von der Stadt Ratig [, und Alauenseuch« und Pfordt (ÄwU 2auto ! M« Selen, Dochelm, MM »JäS iZist Die Seuche «W ’ÄÄ® > 433 Schweine« —-—' tenbutg. »©•s azen m<9t,K * 31Ü b-»> Ä M«. »«iitgt* tm «®Mn Sn*”»,! MIM ceutzen- --Ketzlak. , nnni Klauenseuche isr nunmehr erloschen. In der letzten Seuchenperiode sind dieser Krankheit in»- gesamt 1 SStuckD iehzumOpfer gefallen. -5- Hörnsheim, 26. Ian. In unserem Drw itndel gegenwärtig eine Evangelisation»- aroche flau, in der Missionsinspektor Hofmann oon der Rheinischen Million in Barmen (^.ingeliki- lionsvorträge hält. Die Versammlungen werden sehr ftart belud)t. <> Niederkleen. 26. Ian. Die Bug. wacher Au to verk« h rsg es ells cha f t hat nunmehr aus der Strecke von Bugbach über Fiederkleen nach Cleeberg vier Fahrten singerichtel. die bis aus weiteres am Dienstag und Freitag jeder Woche ftattfinden. Da» Aura kährl an diesen Tagen hier ab: nach Cleeberg 8.30 Uhr vor« mittags und 2.30 Uhr nachmittag- nach Buhbach 130 Uhr vormittags und 3JO Uhr nachmittags. Die Beni'gung ist nach wie vor gut. — Unter den Schulkindern der hiesigen Gemeinde ist die Mumps außerordentlich stark verbreitet. so daß eine vorübergehende Schließung Der Schule zu erwarten steht. Auch schulentlassene Jugendliche und erwachsene Personen sind von der Arankheit befallen. In ebenfalls starkem Umfange lind Grtppeerkrankungen in der Ge mrinbt zu v'rAeichnen. Die Krankheiten nahmen Arher einen leichten verlaus. Mainga«. L_^2L Frankfurt a. M. 26. Jan. Aach Mährtg Ln ärztlichen Wirken in Frankfurt a. M. ft a r b heute der weit über die G.^enzcrn Frankfurt» hinaus bekannte 6anttät«ral Dr. Hanau. <3t war erster Dorsltzender bei Tlerztlichen Vereins und hat sich um die städtische Gesunb- hcit-p»ll«g« tzroße Verdienst« erworben. — Gegen Den früheren Geschätissührer DeS Miet er - lchuhwereinS Gustav Hammer, der kürzlich wegen Hehlerei zu einem Iabre Zucht- Hau» verurteilt wurde, ist nunmehr auch Än- tlagc wegen Meineid- erhoben worden. Hammer wird zur Last gelegt, in einem Verfahren wegen Erpressung einen Meineid geleistet zu haben. WSA. Höchst a. M. 26. Ian. Gestern nachmittag wurde in Kelkheim der 15jährige Obertertianer de- Höchster Gymnasiums. Willy Weyrauch, im Hause feiner Sllem erhängt aufgcfunDcn. Das Motiv der Tat ift noch unbekannt. Man nimmt an, Dafi der ivnflt Mann au- Schwermut über ein törper- llcheS Leiden (ec soll an Zuckerkrankheit gelitten haben) in den Tod gegangen ist. Auszeichnung eines viersachen Lebensretters. WSA. Frankfurt a. M. 26. Jan. Da# preußische Staatsministerium hat dem Frank- Mirter Kaufmann Karl Feucht für Aettung chsgt|undheit»amts mürbe gulgeheißen und empfohlen. die Bevölkerung über bie besondere Gefährlichkeit bes r ücksI cdt»los en Ä n- hustens und Annie lens aufzuklaren. Beion- bcrc bchörbliche Maßnahmen, mic flnylgepflidjt oder Derkehrsbeschrönkung. mürben ali nicht trfor- berlich erachtet. Die Grippe in Cnglanö. AuS 105 der größten S.ädtc in England und Dales find in der vergangenen Woche infolge Grippeerkranlung 6 6 7 Todesfälle zu verzeichnen. In der Vorwoche war die Zahl Der Todesfälle 328. Lin Nachspiel zur Muggeifee-Iragödie. Die der „Lokalanzeiger' berichtet, hat die älteste Tochter des Krimii^alassistenten Weber, dessen zwei jüngere Töchier gemeinsam mit einer Freundin im Müggelsee Selbstmord verübten. bei der StaatSanwaltschast Strafanzeige gegen ihren Dar«r toejen schwerer Körperverletzung und Beleidigung erstattet. Sie begründet die Anzeige Damit, daß durch ihren Vater die Schwestern schwer mißhandelt wurden und ihre Schwestern wohl nur au# Angst in« Wasser gegangen sind. Wie das Blatt weiter meldet, schwebt zur Zeit gegen Weber auch bei seiner vorgesetzten Behörde eine Disziplinarvoruntersu- chu n g. ES wurde ihm vorgeworfen, daß er ?cm trinkt und in diesem Zustande zu Tätlich- ciicn neigt. Diese Angaben werden auf ihre Dichtigkeit geprükt. Aamtlicntragödie. In 6f f en wurden in Der gcmti.nl amen Wohnung eines 55 Jahre alten CDurcauangcfteilten Dessen 84iährige Mutter unD seine beiden 45 unD 42 Jahre alten Schwestern in ihren Betten liegend t o t aufgesunden. Ossenbar liegt Gasvergistung vor Er beging Selbstmord durch Erhängen. Der Marrn sollte zum 1. Oktober abgebaut werden. Er befürchtete Aah- rungsforgen und war schon in Den letzten Tagen vollständig verzweifelt. BiS jetzt tonnte noch nicht sestgestellt werden, ob er mit oder ohne Einwilligung feiner Angehörigen gehandelt hat. Tic Vorgänge im Neuköllner Finanzamt. Berlin. 25. Jan. (Priv.-Telll Wie bereits gemeldet, ist Der 12jährige Aolf Ha ck bufch an Den Folgen Der Schußverlehung. Die er auf Dein Finanzamt Aeukölln von feinem Vater erhielt. gestorben. Der Vater. Der unter Der BefchulDigung DeS MorDverfuches verhaftet toor- Den war. ist Im übrigen inzwischen aus Der Haft entlassen worDen. Da kein Flucht- verDacht vorliegt. Obgleich von Der Leitung Des Finanzamtes bei Der Polizei Der Antrag aus WieDerverhaftung HackbuschS gestellt worDen war. ist Dieser aus freien Fuß gefetzt worDen. GS ist inzwifchen erwiesen worDen, Daß Hadbusch bereits vor längerer Zeit versuchte, sich eine Waffe zu kaufen, um Damit einen Beamten DeS Finanzamtes beifeite zu schaffen. Die heutigen weiteren Llnterfuchungen werden ergeben, ob Hackbusch in eine Irrenanstalt überführt werden soll, da stark an feiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt wird. 3m Zusammenhang mit dem Ae° volveranschlag nimmt Der Verband Deutscher TreuhanD- unD AevIfionS - gesellschaften zu Den Maßnahmen bei Der Steuerkontrolle Der Finanzämter Stellung unD betont. Daß aus Der Tat Hadbuschs tiefer liegcnDc GrünDe hervorgingen Die Den Betriebsleiter zu feiner unglüdfeligen Tat veranlaß len. Diese GrünDe, betont Der BerbanD, liegen Darin, Daß DaS System Der amtlichen Buchprüfung bei Den Steuerzahlern als ein schwerer, saft unerträglicher Eingriff empfunDen wird. Dies käme schon allein daher, well Die amtlichen Buchprüfer stets nur. einseitig Das 3nter- esse DeS Finanzamtes wahrnehmen unD bemüht sinD. auf jeDen Fall Steuerhinterziehungen fest zu st elfen. Der DerbanD bemerkt weiter, Daß trotz Der wiederholten Erklärungen des Aeichsfinanzministers Dr. Reinhold die Schärfen und Härten, die durch Die Einrichtung Der amtlichen Buchprüfung entstehen, nicht gemilDett worDen feien. Zum Schluß wirk) erklärt, Daß Die Verzweiflungstat Hadbuschs bercDte Worte Dafür spräche. Daß DaS RtichSfinanzmini- fterium schleunigst Die vom Reichs?inanzmlnister angdünDlgte Reform Der Steuerkon- t roll en in Bearbeitung nehmen müsse. Der Kaufmann Hadbufch tourDe übrigen# am Mittwoch auf AnorDnung Der Staatsanwaltschaft wieDer Dem P olize lgewa hrf am zuge- führt Er soll Der heute vormittag statt! inDcn- Den O o D u 11 i o n Der Leiche feines Kinde# beiwohnen. Aach Beendigung Der ObDuktion werden der Untersuchungsrichter und die Staatsanwaltschaft darüber beraten, ob nunmehr gegen Hadbusch Haftbefehl zu erlassen ist. ob er auf freien Fuß gefetzt oDer als gemeingefährlicher Geisteskranker einer geschloffenen Irrenanstalt zugeführt WerDen soll. Gegen die Aegertäuze. Das Wiener Divezesan-Blatt erinnert daran. Daß die österreickische BischofSkonfe- r e n z neuerdings ein Verbot Der moDemen internationalen Tänze erlassen hat. Die Be- schosSkonserenz verbleiet nach wie Dor alle moDemen Tänze, Die erotischen Ursprung haben unD Dem ausschließlichen Zweck Dienen, Die Sinnlichkeit zu erregen unD zwar offen» funDig Durch Die Haltung Der Tänzer, Durch Die KltiDung Der Tänzerinnen und Durch einzelne Tanzfiguren. Unter Da# Verbot fallen nicht jene Tänze, Die frei von solchen Figuren finD unD Die ohne aufrtizenDe Jazzmusik al# vornehme Gesellschaftstänze bekannt werden. Das Aschaffenburger Schloß als Museum. DaS vor 300 Jahren Dura? Den Straßburger Georg Rid.nger am Mainufer im Renaissancestil errichtete, früher kurfürstlich Mainzer Schloß von Afchaffenourg, DaS auS Dermal# Wittels- bachlchein Besitz an Den Staat Bayern gelangt ist, soll wieDer eine feiner historischen unD architektonischen BeDeutung angepaßte VerwenDung finDen. DaS SrDgeschoß am Schloßgarten wird für Kunstausstellungen heraenchtet. und Die altberübmie Schloßbibliothek, Die u.MCitteU)O(jwr» von letneot großen Trans-Afritaflug ist vor zwei Wochen aus Iinja In Zentraiafrtka tingetroffen. Scitbem fehlt jede Mclbung. Der „B. Zrg. zuiolge berechtig! das lange Stillschweigen jedoch nictzi zu Brsorgnisten, ba t« durch Schwierigkeiten ber Bre,nstoffverforauag txrurfattit sein kann. Di« nächsten Tage muhen aber ®erolfib«it über den Dcrbieib ber Expedition bringen. Beim Spielen erdrosfett. Ein tragischer UngludsfaQ ereignete sich in Leipzig-Lindenau. Die beiden Kinder eine» Arbeiter», Knaben im Atter von em bi» zweieinhalb Jahren, spielten in Abwesenheit der Eltern mit einem Bindfaden, den sie an ein Bett geknüpft hatten. Es bildete sich eine Schlinge, In bie der allere Knabe den Kops siedle Ai» die Mutter zu- rückkehrte, fand sie ihr Kind tot vor. Line Westindier!reife Jlosft». Oberpräßbent Noske bot von Hamburg au» «ine Rette nach Westinbien angetreten. Als fein Vertreter führt Vizepräsident Dr. ftneger die Geschäfte. Aufführung der „Walküre" in Madrid. In ber Königlichen Oper In MadrIb fanb in Anwesenheit der königlichen Familie vor ausoerfauftem Hause die erste Vorstellung des beutschen Overnensemble» mit ber Ausführung der „Walküre" statt, bie einen großen Erfolg für bie beutfebe Musik bebeutete. Die Hauptdarsteller, Gertrud Binbernagel, Bella Forthner Halbert, Lydia Slinbcrmann, Martin Hbenbrotb, Erik Enberlein, Arthur Fleischer unb ber Dirigeni Szenkor (Köln) erhielten vorn Publikum he geisterten Beifall. Eine (Ehrenrente ber Stabt Hamburg. Auf Antrag des Senats bewilligt« der Bür» gcrausfchufi der 7 7jährigen Enkelin des russischen Generals v. Tettenborn. d«r am 24. April 1813 nach ber 'Befreiung Hamburgs von der Franzofenherrfchafl zum hamburgischen Ehrenbürger ernannt wurde, eine Rente von 100 Mark monatlich. Die Greisin, hie wie ihre ganze Familie völlig verarmt ist. lebt in Leningrad Zusammenschluß her postbeamlenorganisatioaen In einer gemeinsamen Tagung des Verbände» Deutscher Poft, unb Telegraphenbeamten und bes Bundes der Post- und Telegraphenbeamten (Zivilanwärterbund) wurde einstimmig der Zusanimen- schluß ber beiden Organisationen beschlossen. Der neue Spitzenbund wird den Namen „Deutscher D o st b e a m t c n b u n b" erhalten unb sich aus den Mitgliebern der bisherigen Verbände zusammen setzen. Lin jeltfames Glockenspiel. An der Küste Kaliforniens findet sich ein eigenartige# Glockenspiel, und zwar auf Der Insel Catalina, saft hunDert Meter übet Der schönen Avalon-Bucht. Die wie Orgelpfeifen auSsehenDen röhrenförmigen ®loden flnD in einem turmartigen Bauwerk untergebracht. DaS Die ecbt amerikanische Eigenart besitzt. In Der Dunkelheit zugleich als Leuchtfeuer für Die Küstenschitfahrt zu Dienen. Die 20 Glocken ftnD natürlich sorgfältig abgestimmt unD auS einem befonDerS wetterfesten Material, einer Stahllegierung, hergestellt. Sie lassen nicht nur In jeDer Viertelstunde musikalische Akkorde ertönen, die bi# fünf Meilen hinaus auf Dem Meere zu hören finD, fonDem mit Dem Glockenspiel WerDen auch täglich befonDeve Konzerte veranstaltet, Die von Der nächsten Rundfunkstation verbreitet werden, mithin ähnlich wie mit Zeit an jedem Mittwoch ba# Glockenspiel Der Berliner Parochlalkirche. Dem Antrieb Des Mechanismus Dient ein in Den Glockenturm eingebauter Elektromotor von Drei PferDekrästen für Die VetblnDung zwischen Den Glocken und Der unten Im Ort ausgestellten Klaviatur wurden etwa zehn Mellen Draht verbraucht. DaS merkwürdige Instrument bilDet naturgemäß eine große Sehens- und sozusagen „HbrenSwürdlakeit" für bi« vielen Sommergäste der 6atalina-3nfel. wie schnell der Mensch spricht? Der Franzose spricht bekanntlich swneller als der Deutsche. Kommt der Deutsche nach England, so wundert er sich, hört et beispielsweise einen her Dolksredner vom Hydepark, über dessen langsames Zeitmaß im Sprechen. Bei politischen Reben ist in Deutschland die Geschwindigkeit im Reden seit der Staatsumwälzung bedeutend gestiegen. Bemißt man die Schnelligkeit nach Silben, so beträgt das DurchschnlttSmaß der Reden in den deutschen Parlamenten rund 250 Silben In der Minute. Dabei sind alle Pausen eingerechnet und das Mitt«! auS langsameren und schnelleren Rednern genommen. Del manchen Rednern steigt Die Geschwindigkeit aus weit über 330 Silben; darüber hinaus wird her Redner freilich schon schwer verständlich. Bei stenographischen Wettschreiben wird im. Folgen" — wenn auch nur für kurze Zeit — zuweilen noch eine höhere Geschwindigkeit erreicht. Der freie Wettbewerb Der Systeme hat Defchwln-lg- ktiten von 400 Silben unD Darüber gebracht Unter Den VlerhunDertfllbcnschrtibem finDen sich Anhänger Der verfchleDensten Systeme; Leistungen von 500 Silben gehören Dagegen inS Reich der Fabel — schon auS Dem GrunDe, Da dann Die Möglichkeit Deutlichen Sprechen- aufßört Kirchliche Nachrichten. Israelitische Semeivdea. Oft.Henglongqemeln")-1. ?ottesö. t. ».Synagoge (Sübanlagc). Samstag, bei- 2) Ion. 1927.Vorabend: 5 00, morgen#: 9.00. Predig'.. AbendS: 5.25 unb 605. Gottesdienst ber isr. ReltgtvnSgesellschaft Sabbatfeier, Den 29. Ian. 1927. Freitag abend 4 50, Samstag vormittag 8.30, nachm. 3.30, Sobbataus- gong 6.05. WochengvtteSbiensl: morgend 7.00, abends 5.00. Rundfunk-Programm. 3re'tag, 28. Jan. 3,30 biS 4.00 Uhr: Die Stund« der Jugend 4,30 biS 5,45 Uhr: HauSfrauen-Aachmittog. Programm u. a.: „HauSbrandfrag«n", Dortrag von Ing. R. Knobllch. 5,45 bis 6,05 Uhr. Funkhoch- fchu.« „Wilhelm Dilthey", Vortrag von Privatdozent Dr. Heinemann. 6,15 bi# 6.45 Uhr: .,D.« Angestellten bewegung". Vortrag von Hermann Hempel, Vorsitzenden des AsabundeS; 6,45 bi# 7,15 Uhr: Stenographischer Fortbildungs- hirfu# für Ansänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben auswärts» 8,15 Uhr: „Warta Magdalena", ein bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Hebbel Anschließend bl# 12J0 Uhr Tanzmusik. Gießen, Settersweg 6 620D SW s / nachmittags 3 Uhr, statt. 0179 Hpiffliirnnnin- Fräu ein i verkaufe wetzenftroh billig zu ver- ' mtö guter Familie, ~ ... . ' und einen veredelten kaufen, auch auf ie euuns -ünus« ^ründiale Tiella, dunkel- Mnwg ^ Teilzahlung: !r6eItC ‘‘iihprnmV Ulcht ver 15 Februar armier 2 Herren - Scheib- >>n v5"s- Eber »«<»- »«, die arbeit sofort gesucht. ren Herrn, billig ab» Diwans, 4 Cdatse- balt bei dies besserer Näheres in der Q8L OSH Handlung 0583 Gießen, Neuenweg 15 (Gelb. Laden) Pianos Mau, »-LL Gebr. 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Jau., lu1 , Uhr vormittags» infolge dec Renovierung des Bicrlnn- neis im Brarrftiibel, SBolfenaaffe: Heringssslat mit Backobst (LS laden ein “;e Die Harmlosen AkSnzel,Sernikui.üeitil Bekanntmachung. Stadtlhsater - Abonnement. Die Einlösung des fünften Abschnittes der Abonnements für Diensiag, Mittwoch, Freitag und Sonntag hat am Montag, den 31. Januar 1927, in der Zeit von 3 bis 6 Ahr nachmittags, an der Kaste in der Dorhalle des Stadttheaters zu erfolgen. Die zu zahlende fünfte Rate beträgt für: Stadttheater «vrettnn, 28. Ja»., ISZkk.Wg-All.'voM. von 7*, bis !>'. Ubr: (Lrstauffub ung: Booer—Golois Lustsvtel in 3 Aust AÜnen von Berstei. Verschiedenes] Dame s. z Bollendg. ihres Bernies Dar«' '^7 209 Ulf. a 'f ein Jahr gegen Berzg. u. Sicherheit. Schr. Angeb. u 0538 an den intest. Antz. Nutzholzversteigerung im Gemeindewald Waldgirmes. Am Montag, dem 31. Januar 1927, vormittags 10 Ahr beginnend, kommen an Ort und Stelle zum Verkauf: Gichen: ca. 123 Stämme und Abschnitte mit 57,- Fstm. 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Wevlor______ Mtea. i»L' lü' ’ *»r ?Kenofu A'L §olkena°"t. . SU«»* SMS "M. ut. 22 swetres Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Donnerstag, 27. Zannar |92Z Aus Natur und Technik. 8000 Eignungsprüfzeuge. Bon Lari Ammon. (Nachdruck verboten.) Senn ein Mensch geboren wird, so pflegt man ihm einen Namen -u verleihen, und so geht es ahn- lich in der Technik nach der Geburt irgendeiner neuen Vorrichtung: Leider wählt man dann häufig eine möglichst gelehrt klingende, frenidländische Bezeich- auny, die nur dem Sprachkundigen etwas sagt; erst lm Laufe der Zeit kommt man gewöhnlich dazu, die betreffende Errungenschaft so zu benennen, daß sich auch ein gewöhnlicher Sterblicher unter dem Namen etwa- vorstellen kann. So nannte man da- Fahrrad zuerst Beloziped und das Flugzeug Aero- plan, was dann viele Leute auch noch Äroplan aussprachen, ehe man aus die schönen deutschen Bezeichnungen kam, die sich heute vollkommen eingebürgert haben. Aber manche solche fremdländischen Namen erben sich wie eine Sündefort:Soheißen die Vorrichtungen, mit denen man die Eignung eine- Men- fchen für irgendeinen Beruf sepstellt, immer noch „psychotechnischeApparate", obwohl ja damit nicht nur die Psyche, die Se-le, sondern auch mancherleire in körperliche Eigenschaften geprüft werden sollen. Nun, wie dem auch sei: Vir glauben, mit der Ueberschrist gezeigt zu haben, daß es auch für die „psu- ^-technischen Apparate" einen bezeichnenden deutschen Au-druck gibt. ftillstehe. Vir erleben dieselbe Täuschung ja so oft auf Bahnhöfen, wenn der Nebenzug fährt: Sir glauben dann, wir führen und der Neben,ug stände still, bis wir unS an den feststehenden Bal uhoss- gebauden vom Gegenteil überzeugen. Tobet wtrkt das Bild auch m seiner Tiefenwirkung durchaus richtig; denn da die Lichtstrahlen zu dem vor dem Prüfling liegenden Tischende einen weiteren Weg zurückzulegen haben als zum Hinteren Tischende, so wird ihre Winkelösfnung nach ihm zu breiter. Straßen, Bahngleisc usw. werden daher nach der Ferne zu immer schmaler; alle Gegenstände wachsen bei ihrer Annäherung an den Prüfstand in ihrer Größe — genau wie dies auch in Wirklichkeit der Fall ist. Tie Täuschung ist vollkommen. Ter Prüfling hat nun seinen Stand zu bedienen, wie er das auf einem Kraftwagen, auf einer Loko- motive oder auf einem Straßenbahnwagen zu tun hätte. Damit ober steuert er nicht da- Fahrzeug, Eignung-prülzeug. Strafpunkten. Will man die Geschicklichkeit verschiedener Prüflinge vergleichen, so kann man da- einsach nach den Fehlerzahlen tun, die untrügllche Ergebnisse liefern. Tie Bedeutung der Lignungsprüfzcuge gebt aber über die Eignungsprüfung weit k-inaus. Sie sind nämlich auch ein äußerst brauchbare? Lehrmittel. Man kann wohl dem Anfänger alle Fahrrcgeln und 'Vorschriften theoretisch beibnngen und sich durch Abfragen auch überzeugen, daß er sie kennt. £b er sie dann aber auch richtig anwendet, wenn er aus seinen Posten gestellt wird, das ist immer noch die Frage: Gerade da- aber kann man am Eignungsprüfzcug eine Güterzugsahrt aus dem Ruhrgebiet dis nach Hamburg nur noch 12 Stunden. Auf den anderen Hauptstrecken ist sie in ähnlicher Weise verkürzt. Aehnlich sind die Fortschritte bei den Schnell- zug-lokomotivcn, welche schwere D-Züge bis za 15 vierochsige 'Sagen mit über 1OO km Stunden- Seschwindigkclt befördern und z. B. eine Fahrt von öln bis Berlin aus 8 Stunden verkürzen. Bei Reubeschaffung von Personenwagen herrscht der Gruud- satz: leichtes Gewicht, möglichst viele bequeme Plätze, Stablgerippe und verbelsette Puffer zur Erhöhung der Betriebssicherheit. Alle Wagen, selbst die vierter Klasse, werden in Zukunft nur noch elektrische« Licht erhalten. Dadurch wird das scuerge- fübrlidic Gas nach und nach völlig verdrängt werden. Die neuen V-Zugsioane» werden so auSacstattet, daß sie den höchsten Ansprüchen genügen. Bei der Beleuchtung möge hier der Wunsch auS- fesprochen werden, daß sie in Zukunft 0 hell sein möge, daß man auf jedem Platz und in jeder Klasse bequem lesen kann. DaS ioar bisher selbst in den besseren »lassen oft nichtdcrFall. Heute hat jeder Reisende ein Recht, zu verlangen, daß er in jeder »lasse lesen kann, ohne sein Augenlicht zu schädigen. Im Güterwagenpark sind nicht nur die ersten Großgüterwagen, welche bisher nur zwischen wenigen Stellen regelmäßig liefen, eingestellt, sondern auch seine Ausstattung durch Spezialivagen für die verschiedensten Zwecke weiter Prüf sitz für einen Straf tfatzrer. Lisch, auf dem das Bild der Fahrvapn sichtbar wird. Bildwerfer mit dem Btldstteifen. Lausbild für di« Pruiung eines Araftiahrer-. Laufdild für die Prüfung eines VotomoiiDiuvieio. , j &Jl\ ■1 ti.\ Ma I ■’<- t ‘M- L kuVi - ■ 1 * vi li’pii Laufbild für die Stufung eines Stravendahnwagenfuhrers. denn sein da- Fahrzeug vorstellender Stand steht ja fest, sondern er regelt mit seinen GeschwindigkeitS» reglern — im Krastwagenstand also z. B. insbesondere mit den Schalthebeln, aus dem Fahrerstand eines elektrischen Wagens mit der Kurbel — die Geschwindigkeit des laufenden Bildstreifens, also des aus dem Tisch aus ihn zu laufenden Bildes. Ten AuSlauf naej dem Ausschalten kann er durch die Anwendung der Bremse verkürzen, und wenn diese zu seiner Ueberraschung unvollkommen wirkt, mit dem Sandstreuer nachhelfen; dieser streut natürlich keinen Sand, sondern wirkt ebenfalls aus den AuSlaus des Bildstreifen- bremsend ein. In allen Fällen sieht der Prüfling ein Schattenbild seines eigenen Fahrzeug- auf dem Lausbild dicht vor sich, als dessen Insasse er sich fühlt. Dieses Schattenbild bewegt sich in der Fahrtrichtung nicht fort; seine Borivärts- beioegung wird aber durch die Bewegung des Bildstreifens vorgetäuscht. Beim Kraftsahrerprüfzeug wird dieser Schatten durch Drehen des Steuerrades nach rechts und links verschoben, was in Verbindung mit der Wanderung des Lichtbildes aus dem Tisch den Eindruck hervorruft, als wände sich dieser Schatten auf der Straße fahrend um alle Hindernisse herum. Nun ist die Feststellung von Fehlern des Prüflings aber nicht in das Belieben des beobachtenden Lehrers gestellt: Das Eignungsprüfzeug zählt an einem Zählwerk alle Fehler vollkommen selbsttätig, sei es, daß ein Kraftwagen in den Straßengraben führt — dabei ertönt auch ein Warnsignal —, sei es, daß der Lokomotivführer geschlossene Signale überfährt, sei eS, daß Hindernisse nicht beachtet werden oder Verstöße gegen die Fahrordnung oder andere Polizeivorschriften vorkommen: Alles belegt die Vorrichtung ganz gewissenhaft und unparteiisch mit die Forschung gerade erst in den ersten Anfängen. Zunächst ist aber das eine sicher, daß fast alle Stoffe, namenllich die unserer täglichen Gebrauchsgegen- stande, aus Kristallen bestehen. Eine Ausnahme machen hierbei nur Stoffe wie leer, Leim, Glas, diese- auch wenn es sogenanntes Kristallglas ist; aber selbst Glas hat die Neigung zu kristallisieren, zu „entglasen", und dadurch undurchsichtig zu werden, wa- gerade wieder bei Kristallglas nicht vorkommen darf. Insbesondere sind die Metalle durchweg Kristalle. Wenn sie äußerlich nicht so regelmäßige Formen zeigen, wie wir dies von den bekannten Kristallen, etwa dem Berakristall, dem Diamanten, dem Alaun, gewöhnt sind, 10 liegt das daran, daß sich die kleinen Kriställchcn nicht wie bei einem einheitlichen Kristall ganz regellos aneinanderschließen, ähnlich wie wir dies etwa beim Zucker leicht sehen können. Dann aber dürfen wir die inneren Kristalleigenschastcn, nämlich die, daß sich der Körper in einer Richtung anders verhält als in einer anderen, nicht mit der äußeren Form verwechseln. Eine äußere regelmäßige Form kann ohne irgend welche inneren Kristalleigenschaften vorhanden sein, wie etwa bei den Similidiamanten, die einfach auS Glas geschliffen werden und nichts weniger als Kristalle sind. Umgekehrt können sich die Einzelkriställcken, aus denen die meisten Stoffe bestehen, regelmäßig anordnen, ohne daß die äußere Form eine solche Regelmäßigkeit erkennen zu lassen braucht. In diesem Fall spricht man von einem „Einkristall". Aus den meisten Metallen lassen sich durch ganz vorsichtiges Auskristallisieren der Metalle aus einer Schmelze Einkristalle erzeugen. Man braucht sozusagen nur dafür zu sorgen, daß die lleinsten Teilchen in ihrer natürlichen Neigung, sich ganz regelmäßig Einkristalle. Bon Professor Dr. Weilburg. Der alte Sokrate- erhielt bekanntlich den Nobelpreis für Philosophie oder den Dr. h. c. oder sowas Aebnliches für seine Erkenntnis, daß er nur eins wisse, nämlich daS. daß er nichts wisse. Die heutige Wissenschaft läßt sich diese Erkenntnis, die der alte Herr nur so aus dem Aerme! schüttelte — falls er einen hatte —, etwas saurer werden. Es ist nicht selten, daß daS Ergebnis langer Forschungsarbeiten die Verwunderung darüber ist, wie unglaublich kindlich man bisher die Dinge angepackt hat, und daß man fast mit jugendlichem Leichtsinn Fragen über- sehen hatte, an deren Beantwortung nunmehr ganze Geschlechter von Gelehrten zu arbeiten haben werden. So glaubte man vielfach bisher, daß man einen Stoff vollkommen kenne, wenn seine chemische Natur bekannt sei. Bei Flüssigkeiten und Gasen trifft die- im großen Ganzen auch zu. Wirllich reine- Wasser, aqua destillata, ist, wenn feine Temperatur bekannt ist, und wenn keine besonderen Bedingungen, Druck, elektrische Spannungen, Strömungsgeschwindiakei- ten und dergleichen dazu kommen, wirklich immer dasselbe. Ebenso etwa auch reiner Alkohol, Stickstoff oder Wasserstoff. Bei festen Stoffen aber steht die Sache im all- gemeinen ganz anders. Man kann hier keinesfalls sagen, daß etwa ein Kupferstab, auch wenn er auS chemisch reinstem Kupfer besteht, einen anderen Stab auS gleichfalls reinstem Kupfer von gleicher Form und Größe wirllich gleich sei: Zwischen ihnen sind Unterschiede möglich, sozusagen wie Tag und Nacht. Woher das kommt, und wie man diese Unterschiede für die Technik nutzbar machen kann, darüber steht Mit goni besonderem Geschick sind z. B. die Verkehrsprüfzeuge gebaut, die Prüfzeuge für Kraftfahrer, Lokomotiv- und Straßenbahnwagenführer: Der Prüfling kommt auf einen Prüfstand mit allen den Vorrichtungen, die in Wirklichkeit von ihm bedient werden müssen; der Krastsahrer sitzt hinter seinem Steuerrad, hat seine Schalthebel und die Fußtritte wie auf einem Kraftwagen zu bedienen. Der Lokomotivführer muß alle Hebel und Handräder wie auf der Lokomotive handhaben. Der Fahrer eines elektrischen Wagens steht hinter seiner Kurbel und hat außerdem eine Bremse zur Verfügung, einen Sandstreuer, kann ein Klingelzeichen geben usw. Tie notwendige Beobachtung und Bedienung von Hilssvorrichtungen, wie Druckmessern unb dergleichen, sorgt für die auch in der Wirklichkeit erforderliche Teilung der Aufmerksamkeit. Vor dem so ausgestatteten Führerstand befindet sich ein niedriger, länglicher weißer Tisch, der nacb dem Prüfling zu etwas geneigt ist. Auf diesen Tiscy wirft ein dahinter stehender Bildwerfer — auf deutsch heißt et „Episkop" — ein Bild, wie es vom Führerstand in der Wirklichkeit zu sehen ist: für den Kraftfahrer also eine Straße mit allerlei Verkehrshindernissen, für den Lokomotivführer eine Eisenbahnstrecke mit Signalen, für den Straßenbahnfahrer die Gleise der elektrischen Bahn mit ihren Haltestellen und ihrer Umgebung, selbstverständlich ebenfalls mit den verschiedensten Fahrterschwerungen. Run stehen aber diese Bilder nicht still. Im Bildwerfer wird ein bunter Bildstreifen von einem Deinen Elektromotor fortbewegt; da- Bild diese- Streifend wird so auf den Tisch geworfen, daß es auf den Prüfling zuläuft. Tas erweckt in ihm die Täuschung, daß er selbst sich bewege und daß daS Bild erkennen und man kann immer noch ohne Gefährdung belehrend eingreifen, wo Verstöße vorkommen. Gerade die längere Prüfung gelegentlich de- An- lernens an solchen Vorrichtungen macht eS möglich, den Prüfling wirklich kennen zu lernen. ES ist eben verschieden: Mancher reißt sich bei einer einmaligen Prüfung zusammen und taugt nachher doch nicht so viel wie ein anderer, der vielleicht zuerst aus übertriebener Gewissenhaftigkeit befangen ist, sich aber hinterher dem ersten überlegen zeigt. Die technischen Zortschritte bei der Deutschen Reichsbahn. Bon Dipl.-Ing. Mangold. (Nachdruck oerboten.) Wir find heute in der Lage, aus Grund von Mitteilungen des Generaldirektors Dr. Ing. Dorp- müller der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft einen kurzen Uebetblid über die Fortschritte, Leistungen und Ziele der Deutschen Reichsbahn, welche ja bekanntlich daS größte wirtschaftliche Unternehmen der Welt darstellt, zu geben. Im vergangenen Jahre hat die Zugkraft der Lokomotiven weiter zugenommen. So ist heute eine der modernsten Güterzugslokomotiven tm Stande, bis *u 3000 Tonnen in einem Zuge und mit einer Stundengeschwindigkeit von 40 km (also eine- Personen- zugeS) zu schleppen. Dadurch wird die Laufdauer für die Güterbeförderung, insbesondere für die regelmäßig zu befördernden Massengüter in einer früher ungeahnten Weife beschleunigt, und der Güterwagenpark viel besser au-genutzt. So dauert heute aneinander zu schließen, nicht gestört werden. Ist dies geschehen, so kann man aus einem solchen Stoff selbst eine Kugel drehen. Sie ist und bleibt ein Kristall, wenn auch nur ein sogenannter Einkristall. Ebenso lassen sich Drähte auSziehen, rechteckige Stäbe gewinnen und andere beliebige Formen Herstellen, bei denen zunächst kein Mensch an einen Kristall denken würde. Uno doch zeigen sich bei einem solchen Einkristall schon bei flüchtiger Betrachtung merkwürdige Eigenschaften. Zunächst in der Zurückwerfung des Lichtes, auf der ja das Aussehen der Körper überhaupt beruht. In bestimmten Richtungen zeigt sich ein hoher Metallglanz, dem dann wieder Mattstellen folgen. Es sieht beinahe auS, als ob künstlich einige Streifen poliert seien; aber man erkennt natürlich sogleich, daß das unmöglich der Fall sein kann. Ja, man erkennt häufig die geometrische Grundform de- zugrunde liegenden Kristalls, siebt also z. B. ganz deutlich durch die Art der Licytzurückwerfung auf der Kugel das als häufige Kristallform verkommende Lktaeder. Werden solche metallenen Einkristall- körper geätzt, so zeigen sich ähnliche Aetzfiguren, die ganz deutlich die Kristallform, die dem Körper zugrunde liegt, erkennen lassen. Ungleich wichtiger sind freilch die FestigkeitSeigen- schaften der Em.ristalle. Im allgemeinen weisen sie eine weit geringere Festigkeit auf als gleichartige Metallkörper, bei denen die Kristalle unregelmäßig angeordnet sind. Auffallend ist folgender Versuch: Von zwei völlig gleichen Einkristallkupferstäbchen wird einer an einem Ende eingeklemmt und am andern Ende um 360 Grad herumgedreht, wodurch natürlich seine Einkristalleigenschaft großenteils zerstört wird. Klemmt man nun die Stäbe an einem Ende ein und belastet sie am freien Ende, so zeigt sich, daß verbessert worden. Sehr wichtig für den Güterverkehr sind die Fortschritte in der Rangiertechnik. Wenn auch hier zur Durchführung deS Betriebes in maschineller Arbeit noch viel zu tun ist, und auch wir erst in den Anfängen hierzu stehen, so besitzt die DeutscheReichSbahn hier doch Einrichtungen, welche sie an der Spitze aller Länder marschieren lassen. Wir weisen u. a. auf die zentralen Gleisbremsen hin, welche den Laus der vom Ablaufberg rollenden Wagen so regeln, daß sie an den gewünschten Stellen in den Rangiergleisen stehen bleiben, ohne daß wie früherMenschenhände mühselig und unter ständiger Gefahr mittels Hemmschuhe, sie »um Stillstand bringen müssen. Dadurch wird die Leii.unaSfähig- keit der Rangierbahnhöfe so gesteigert, daß selbst in den Zeiten des Rekordverkehrs infolge des englischen KohlenstreikS noch Rangierbahnhöfe stillgelegt werden konnten. Durch die zcnttale Gleisbremse toirb nicht nur Menschenkraft gespart, sondern auch daS rollende Material viel mehr geschont. In der Zugbremsung für Güterzüge ist jetzt in wohl allen Wagen die Kunze-Knorr-Bremse eingebaut; sie gibt die Möglichkeit, die Güterzüge mit erhöhter Geschwindigkeit laufen zu lasten, wodurch nicht nur ihre Laufdauer vermindert wird, sonder» auch die den Betrieb so störenden Ueberholungen durch Personenzüge in den meisten Fällen wegfallen. Dadurch sind Strecken und Bahnhöfe let> stungsfähiger geworden. Nach wie vor legt die Deutsche Reichsbahn größten Wert auf höchste Sicherheit. ES sind hier einmal verbesserte Zug- und Stoßvorrichtungen und dann ganz besonders das Signalwesen $u nennen, dos in den letzten Jahren ein Schmerzenskind der Reichsbahn war. Auch die Reichsbahn ist sich darüber Dar, daß der Stab, der die Drehung erfahren hat, dessen Ein- kristalleigenschaft also aufgehoben ist, etwa die -wanzigfache Belastung verträgt, ehe er eine größere Durchbiegung erfährt als der Einkristall. Wird auf einen Einkristallstab auS Kupfer vorsichtig ein gleichmäßiger Zug auSgeübt, so läßt er sich saft auf bte doppelte Länge auSdehnen: bann endlich reißt er, aber in einer ganz bezeichnenden Weise, nämlich so, daß an der Rißstelle scharfe Schneiden entstehen. Solche und ähnliche Versuche zeigen, daß die Festig- leit der Metalle keine chemische Eigenschaft ist, also nicht etwa von chren Atomen ober Molekeln herrührt, fonbem nur von ber Art, wie sich diese aueinander- schließen. Manche Metalle, wie z. B. Blei, zeigen nur eine geringe Neigung zur Verfestigung. Es ist die Frage, ob man durch tiefere- Eindringen in die Bedingungen dieser Verfestigung schließlich auch lernen wirb, solche Metalle in größerer Festigkeit ober in härterer Form herzustellen. Der ganze Zweig ber Wissenschaft, von dem wir hier sprechen, steckt noch in den ersten Anfängen unb stellt noch kein geschlossenes Gebiet dar; aber seine Bedeutung kann kaum überschätzt werben, denn keine Rohstoffe spielen in der Technik eine so überwältigende Rolle wie die Metalle. Tie neueren Arbeite« haben gezeigt, daß wir gerade übet ihre Eigenschaften unb insbesondere über eine so wesentliche Eigenschaft wie die Festigkeit bisher noch ziemlich im Dunkeln tappen. Erst langsam beginnen bie Früchte bet neueren Untersuchungen zu reifen. Man hat z. B. schon gelernt, wie man daS lästige Reißen ber Metallfäden unserer Glühlampen, daS auch auf Einkristalleiaen- schasten beruhte, vermeiden kann. Ungleich größere Ergebnisse sind von der Fortführung der arbeiten für die Zukunft zu erwarten. früh späteren sprachliche Oberhessen. Landkreis Giessen Die Spieler durften sich mehrfach -eigen und den Beifall des Hauses «ntgegennehmen. Dr. Th. betrag alter Sparguthaben, auch Derjenigen der Inflationszeit. VS ist ferner beschlossen worden, den Einlegern über 65 3 a ß r e Abschlagszahlungen au) den Auswertungsbetrag schon Giessener Stadttheater. Hebbel: „Judith". Denn diese Tragödie wiederum vor uns auf* steigt, wenn man sie abermals liest und abermals im Innersten bewegt aus der Hand gibt, dann kann man sich vorstellen, was die Welt in jener Zeit nach Goethes Tode empfunden haben mag, die noch bestrahlt und verklärt war vom Glanze deutscher Klassik und Romantik, und die dennoch schon nach neuen Propheten eifrig zu suchen begann — als dieser sehr unbekannte, arme Mensch niederer Her- ku-nft aus dem Norden Deuffchlands erschien und das Wunder seines ersten Werkes aufrichtete — groß. edel, tief menschlich und ohne Nachvarschaft unter den Lebenden, soweit man zu schauen und Namen zu nennen vermochte. Das Wunder: denn mit seinem Judith-Drama Während Hankes Ephraim und L c n a u S Achtor reichlich deklamatorisch wi-kten. (Bei hrn hohen Aufgaben des Werl«s. von denen oben die Rebe war. hatten wir nicht zuletzt an die Auch Geffers als Holofernes befriedigte nur teilweise, obwohl er in einer ausgezeichneten MaSkr erschien und eine imposante, äusserlich sehr angemessene Erscheinung zur Schau stellte. Aber eben auch hier eine äusserliche, theatermässige Wirkung. Die Dämonie des Barbarenfürsten Holofernes wurzelt keineswegs in der Gewalt der Stimme, in der Pracht der Muskeln und in den berserker^aften Gebärden eines gemalten Wüterichs. (Daran hat drr selige Aeftroy mit dürftigen Scherzen seinen parodistischen Witz zu üben versucht.) Sondern in der unheimlichen, in Menschengestalt verkörperten Kreuzung zwischen Tier und Halbgott. Dergleichen war im Sinne des Dichters hier nur spärlich, in ein paar halben, gedämpften Tönen und verhaltenen Gesten au spüren. Innerlicher, leiser und geistiger muss der Holofernes gegeben werden, als es hier gffchah- denn auch er trägt wie fast alle Gestalten Hebbels ein Teil vom grüblerischen Vermächtnis seines Schöpfers, der Zeitlebens an den grossen Rätseln der Welt geraten hat. Ueberhoupt war die Aufführung, die Je» leky leitete, merkwürdig lau und nüchtern und stimmungslos. Grosse Teile des Dramas gerieten zu geräuschvoll, zu eilig und äusserlich. Man wollte offenbar die Entfaltung eines grossen Theaters und spielte mehr als einmal (im 3. und 5. Akt) am Dichterischen vorbei. Glücklicher wirkten die ersten Bilder und der vierte Akt. Die szenische Gestaltung (Löffler und Keim) war im ganzen lobenswert. Doch war das Spielfeld in Dethulien erheblich zu klein und gestattete wenig Enthaltung und Gliederung der Bolksmasfe. 3m 4 Alsfeld, 26. 3an. Aus bet Stadt- Vorstands)ttzung: 3n der gestern stattgehabten Sitzung, welche eine umfangreiche Tagesordnung aufwies, wurde zunächst über dir Aufwertung, der Markanleihen und Schuldscheindarlehen der S'adr verhandelt. Es wurde entsprechend den Vorschlägen der Finanzkommission beschlossen, die Schulden der Stadt nach dem Vorgehen anderer Städte mit 121 's Proz. des Goldmarkbetrags aufzuwerten, und Atoar gleichmässig sür Alt- und Reubesih. Die Golhmarkbetrage unter 303 OHL sollen gleichfalls mit 12*/, Proz. ohne Anerkennung eines Rechtsanspruches aufgewertet und bar abgelöst werden. Die Verzinsung und Tilgung der Ab- lösungsfchuld erfolgt nach den Bestimmungen des Anleiheablösungsgesetzes unter Beteiligung an der Ko:nmunal-„Sammel"ablösungsanlethe deS deutschen Sparkassen" und Giroverband.'s mit dreissigjähriger Laufzeit. — Errichtung einer Badeanstalt. Hierzu wurden von dem Stadtbaumeister die Pläne für die Ausbauien vorgelegt. Diese wurden nach Erläuterung durch den Stadtbaumeister wie vorgefchlrgm angenommen. Es sind 40 Dinzelkabinen und 4 Sammelkabinen als An- und Auskleideräume vorgesehen. Die Anlage soll bis zum 1. April fertiggestellt fein. — Die Angelegenheit betr. Bauten einer Unter- stellhalle für Vieh wurde auf Antrag des Vorsitzenden von der Tagesordnung abgrietzt. da noch Angebote eingelaufen sind. — Für Öen 6 aal bau n$um Deutschen Haus" wurde die Anschaffung eines weiteren Klaviers beschlossen, welches von der Stadt Den Vereinen und sonstigen Interessenten gegen eine Abgabe von 5 Mk. für jede Veranstaltung zur Verfügung gestellt wird. Der vorhandene STflget soll nut für Konzertzwecke Verwendung finden. — Verschiedene Einsprüche von Anliegern wegen Heranziehung zu Stratzen- b a u k o st e n in der Wallgasfe. am Dalkmühlen- Weg und in der Siedlung Rambach wurden als unbegründet zurückgewiesen. Den Schuldnern soll jedoch auf Antrag gestattet werden, die Betrüge ratenweise mit angemessener Verzinsung abzutragen. — Die Herstellung deS fettner noch nicht benutzten Teile- des jüdischen Friedhofes soll entsprechend dem Voranschlag des StaÖtbauamtS vorgenommen werden unter Teilung der entstehenden Kosten zwischen Stadi und jüdischer Gemeinde. Der erforderliche Kredit wurde bewilligt. — Eine von dem Vorsitzenden gegebene Anregung wegen Verlegung des Krämer Marktes vom Marktplatz aus den Lindenplah wurde abgelehnt, nachdem sich von feilen der Kaufleute hiergegen ein starker Widerstand geltend gemacht hatte. — Aus Anlass einer Beschwerde eines Mitgliedes der Rechten Äreis Friedberg. Friedberg, 26 3an. Die diesige Aufbouschule wurde, ta ü e: die HLlstr b.r Schüler (im ganzen 65) a.t Dr ipp< edrantt tft, für vor äusig acht Tage geschlossen. 7" V a d - R a uh e i m, 26. 3un.' Zu einem gut besuchten Steuervortrag hatten die Industrie- und Handelskammer Friedb rg und die HanÖwerkskammer-Rebenst.lle Friedbe.-g ringe- laben. Dr. Göbel (Friedberg) behandelte das zeitgemässe Thema .Einheits-Bewer- tun g". Er besprach insbesondere die Einheits- betoertung zwangSbewirtschafteter und nicht- zwangsbewirtschafteter Grundstücke, wobei ec nachwies, dass Der zum Ausgangspunkt der Bewertung gemachte Wehrbelltagswert mttun er zu recht unglücklichen Ergebnissen führe. Die Handelskammern Hessens und Hrssen-OTassaus hätten deshalb eine Eingabe an das Reichs - sinanzministerium gerichtet und gefordert, dass bei der Bewertung von Grundstücken neben Der allgemeinen B.schafsenheil auch dir Verkehrslage berücksichtigt werde. Es sei dies auch in Den Richtlinien Des Landesfinanzamts Berlin gestattet worden, während c.genariiger» weife Das Landessinanzamt Darmstadt sich bisher dieser Einsicht verschlossen habe. Die interessanten Ausführungen fanden Ergänzung in Der recht regen Aussprache, an der sich u. a. Beigeordneter und Olotar Stahl, Kaufmann Gustav Wolf, Kaufmann R i ck e l. Oberstenerinspektor P l a a g und die Stadtverordneten Kraus, Etzel und Rosenthal beteiligten. Einzelne Unklarheiten konnten durch Die Diskussion noch geklärt werden. 3n seinem Schlusswort legte Dr. Göbel nochmals die Vor- und Rachteile einer zu hohen und einer au niedrigen Bewertung Dar, empfahl aber, int allgemeinen gegen zu hohe Bewertung Einspruch zu ergeben. — Um Den Ausbau der neuen Kläranlage, D. h. um Die Odeton- arbeiten und Öen Damit verbundenen ErDaushub, haben sich insgesamt 10 hiesige und auswärtige Firmen beworben. Bei Der Eröffnung Der Angebote zeigte sich zwischen dem höchsten und niedrigsten Voranschlag eine Differenz von rund 80 Prozentt Das höchste Angebot hat hie Firma Dickerhof L Widmann A. G. für Betonbau in Biebrich a. Rh. mit 133 911 ML, während eine Friedberger Firma mit 73 586 Mk. Die niedrigste Forderung stellt. Auch zwei Gießener Daufirmen befinden sich unter den Bewerbern. — Trotzdem zahlreiche Erwerbslose zur Zett bri den großen Kanalisationsarbeiten in der Stadt Beschäftigung ffnben, ist die Zahl der Arbeitslosen noch verhältnismässig gross. Die Zahl Der Unterstützungsempfänger Betrug EnÖe voriger Woche nahezu 2 0 0. K Steinfurth, 26. Jan. Dem hiesigen sehr rührigen Turnverein wurde eine Schüler» a b t e l l u n g angegliedert, deren Leitung Lehrer Hirsch übernommen hat. 0 Bodenrod, 26. Jan. Zur Zeit finden in den großen Waldungen des hessischen Tau» nus die Holzoersteigerungen statt. Die Preise sind dabei schwankend. Bei der hiesigen Der- stelgerung paßten sie sich dem staallichen Tarifprels an. Es können folgende Durchschnittspreise für den Raummeter mitgeteilt werden: Buchenscheit 12 bis 13 Mark; Eichenscheit 7 bis 8; Duchenknüppel 10 bis 11; Eichenknüppel 5 bis 7; Fichtenstockholz 2 Mark. Durchweg niedrig waren die Preise für Reisig. L Dross« n-Duseck, 2S 3an. Heute . . entglelste auf unserem (Lahlchof beim Rangieren die Maschine eines GÜterzugeS. üaeböem Der Geräle'.ug von Giessen heroeigeholl worden wax. konnte die Maschine wieder in das Geleise gehoben werden. Der Zug tonnte nach etwa einständiger Verfpäruna weltctfahren. * Beuern. 26.3an, Die hiesige Spar- uhö Dorschusskasse e. G. m. b. H. hat Öle 2ruftoetlung her Spareinlagen nach O^aftcase der bestehenden Auswertungsvorschrff-- ten beschlossen. Aufgewertet wird der Goldrnark- Wenn man vergleicht, so findet man, vielleicht überrascht, daß Hebbel In manchen Teilen fast wörtlich der biblischen Ueberlieserung folgt. Aber alle diese Stellen sind für die Dichtung und künstlerische Formung belanglos, sie könnten so ober anders heissen: cs bleibt gleich. An zwei Stellen aber hat Nevbel entscheidend in die Quelle eingegriffen und das Uebcrkommene umgebogen: die jüdische Witwe (die bei Georg Kaiser zur grotesken Komddienflgur wurde) war für ihn eine unmögliche Voraussetzung; er hat ausführlich bargetan, wie seine Judith ein Geschöpf sein musste, das gleichsam in der Mitte zwischen Weib und Jungfrau stand — auf halbem Wege zwischen Kindheit und Mutterschaft. Nur eine solche, nicht jene Tochter Meraris und Witwe Manasses, war reif und geschaffen dazu, die Tragödie einer Frau in sich zu fassen, die ein Schicksal darin findet, aus der Befreierin ihres Volkes zur Rächerin ihres Weibtums zu werden. In der Vertauschung der Motive, von der eine Tagebuchslelle Hebbels spricht, beruht das Schwergewicht der Dichtung, wurzelt der tragische Ausklang. „Das Faitunt. das ein verschlagenes Weib vorzeiten einem Helden den Kops abschlug, liess mich gleichgültig ..." Und: ..Rur dadurch wird die Tat der Judith menschlich, dass sie sich leibst rächt, daß sie Mord gegen Mord fegt! Hätte sie nicht ihr Selbst an Holofernes verloren, fo würde ihre Tat durchaus abscheulich sein!" In der Bethulierin, die Hebbel bei Lulyer sand und die er aus der nationalen Begrenzung einer kriege, rischen Episode Ine Zeitlose hob, wandelt sich Aus- Sabe und Berufung, wächst Elnzelschlcksaf und igenes über die von überirdischen Stimmen geforderte Pflicht zur Gemeinschaft. Selten ist eine Tragödie so stark und gerad» linig zum notwendigen Ende geführt worden, wie dieses geniale Jugendwerk, das den erbitterten Widerstreit zweier feindlicher Völker im tödlichen Zweikampf der zwischen Haß und Liede ewig schwankenden Geschlechter gipfeln lässt. Hier «cheint der spätere Hebbel des „Gyges" und der „Mari- amne“ schon ebenso sich anzukündigen, wie in dem vrachtooll klar gefügten dramatischen Aufbau, in der stell ansteigenden inneren Linienführung de» Gan» zen und dem Uebermaß der beiden Gegenspieler, die aus der Menge der Nebensiguren gewaltig heraus» wachsen. Bedeutsam ist endlich noch dies: Entscheidung und Höhepunkt des Dramas liegen ganz am Ende, im fünften Akt. Das zwingt die zitternde, nach Ent» ladung drängende Spannung in die Szenen hinein und treibt bte Creignfffe fo unausweichlich dem Ende HM-rnr- brsrichlgtt ■ In einer auWlV 'eine impofonte, *' itidyeinung zur Sch°- hier eine Nl* Sie SZmon.e des Bar pLruii seinen paw» Äl) oonfcm tu ßSSs W- . °"-h fit als wj? 0<üd* Aschen oft. yide und Mng (W'ljft Dar WÄsu lien ^hVl^verW altunS Top» *Jtf* ® im Ensemble AM U g Ä1 ÄW LWbrl!^ üä^6 Wen. “««rħ HM W M f°nb im Ta«, !Äj V'S § M«) Sfcjf 6 J^QUerot?1’ guf teKSh^i L-ZL: ftfe et s^^hauern ,rit sfeld. m. Aus h* Ä ' umfangt l^öy ;«*Wt hin. - Äe einer Unter- wurde auf Antrag des esordnung abgrsqt. da en sind. - Für den scheu -aus" wurde deren Klavier» be- ötadt den Vereinen und !gen eine Abgabe von ilümg zur Verfügung tdene Flügel soll nur bung fmbn. - J.r- Don ZnlicgetR 0 zu Stmt** M, am TMMb’tn- Lambach winden al» t Den Schuldnern soll !t werden, die Beträge mer Berzinluna abju- lung bei seither noch jüdischen Fried- dem Boranschlag dr» icn werden unter reiten zwischen Stadt und t erforderliche Kredit von dem Dorsihenden n Verlegung des ii Marktplatz aus den ■fint, nachdem sich von rgen ein starker Mer- mite. - Aus Anlaß Mtgliede» der Bechtm in der »erlebten Sitzung wegen bet spott» Heften Veranstaltungen aus dem ftädft- lchen Sportplatz onöenn-unb Feiertagen wurde nach de n Vorschlag der Finanzkommrlsion gegen die Stimmen der Linken beschlossen, baß am -tottnionntag der städtische Sportplatz für sportliche Teranüoltungen nicht zur Verfügung gestellt Wird. Während der iSot.esdi nfte an Sonn- lag-Xormittagen sollen die sport ichen Vrranstal- tungen unterbleiben. — Zu den kosten der Drucklegung der Gemeindearchive im iXteie Alsfeld wurde ein Beitrag von 100 TEIL bewilligt, da die Stadt mit ihrem großen Archiv hieran in hervorragender Weise beteiligt ist. — Der Landwirtschaftlichen Winter- schule in Alsfeld, welche in di.'em Winter ihr SOjähriges Jubiläum feiert, wurde zu der heraus;ugebendrn Festschrift ein Bel.rag von 103 Wt. bewilligt — Ä taf tftoft AIß - seld-MeicheS. Die von der Oberdostdirek- tion genehmigte Linie soll am 1. Februar in Betrieb g.srtzt tocr'en. Die Bedingungen der Obrrpo'tdlreltion vom 9. Juli 1223 für die'e Linie mit einem DewährleislungSsatz von 83 Pf. sür jeden gefahren:» JtUomc er wurden angenommen. — Sin vorgelrgter Vertrag mit der Ol er -Gesellschaft tce; n Errichtung einer Strahen-Bcnzin-Tankstelle vor dem Hause des Fahrradhändlers Oesterreich in d r Volkmerstrabe wurde genehmigt. — Die jährliche Anerkew- nungsgcbühr wird auf 330 Ml. festgesetzt. Arcie Lauterbach. O Mus dem Schlitzerlanb, 26.Jon. Hier herrscht augenblicklich sehr stark die Maul, und Klauenseuche. In Schlitz selbst scheint sie langsam nadHulaffen, aber sie ging ihren Weg in mmer rncyr Dörfer. Zum Teil richtete sie groben 2 chadenan. So fielen einem Landwirt in Hutz - )o rf vier Stück Vieh. (^Hartershausen, 26. Jan. Die hiesige ü^farrstelle war seit Anfang November vakant. Sie wurde von Psarroerwalter Schm i d t in Schlitz ifo Soezialvikar seitdem versehen. Nun ist auf Prä. entatlon Sr. Erlaucht des Grafen von Schlitz gen. >on Görtz Psarroerwalter Lantbelme, bisher in Albig in Rheinhessen, hierher versetzt und ihm Die Pfarrstelle übertragen worden. An einem der nächsten Sonntage wird er in seinen neuen Dienst durch den Dekan des Dekanats Laurerbach, Orkan Schlösser, eingeführt werden. Wirtschaft. Die neue Reichsauleihe. Seit der Befestigung der Währung hat daS Kelch den inneren Anleihemarkt noch nicht wieder in Anspruch genommen. Während der Ins la - tion-zelt kam eine solche Anleihe überhaupt nicht in Frage, da die Äotenpresse den Bedarf deckte. Der Versailler Vertrag hat Deutschland Überdies die finanzpolitische Handlungsfreiheit genommen, insbesondere hinsichtlich der Begebung von An- leiben, llnö eS wird eine der nächsten Aufgaben der deutschen Politik sein, diese Handlungsfreiheit zurückzugewinnen, weil ohne sie eine gesunde und ausgeglichene Finanzpolitik des Reiches nicht möglich ist. Wenn der Generalagent Parker Gilbert in seinem zweiten LlahreSverichl Über den Dawesplan kritische Be- merlungen über die Finanzierung der Erwerbs- losenfürforge machte, so hätte er eben auch nicht außer acht lassen dürfen, baß Versailler Vertrag und Dawesplan das Keich dazu zwingen, zur notwendigen Deckung außerordentlicher Ausgaben sich aubergewbhnl cher Mittel zu bedienen. Auf die Dauer kann daS Reich nicht auf den Anleihe- markt verzichten, da es sonst große und werbende Anlagen gar nicht ausführen könnte. Der Betrag von 500 Millionen Mar!, der nun durch die neue Anleihe aufgebracht werden soll, ist Verhältnis- mäßig hoch. Indessen ift er durch die Derweir- hung begründet, die Im wesentlichen im Ausbau des KanalneheS besieht, waS unbedingt als werbende wirtschaftl.che Anlage anzusprechen ist. ES ist aber auch ein Beweis für die Produktionskraft Deutschlands, baß drei Jahre nach der Inflation, also nach dem Zusammenbruch der Währung, der Kapitalmarkt stark genug ist, die An- leihe glatt auszunehmen. Der (linsfust von 5 v. H. wird kein Hindernis sein, im Gegenteil, er ist der Beweis dafür, daß die Verhältnisse auf dem Geldmarkt wieder normal sich cinzurenken beginnen. Die volkswir.schriftliche Bedeutung der Anleihe liegt darin, daß sie mit der bisher gc- OerFrofch mit derMaske Roman von Edgar Wallace. 51. Fortsetzung. Nachdruck verboten Sie bereitete den Tee und begann einen langen, glücklichen Brief an Dick zu schreiben. Etwa hundert Meter von der Straße entfernt war ein Postkasten angebracht. Ella entschloß sich, den Brief sogleich aufzugeben. Es war eine schöne Nacht und die Leute standen vor ihren Haustüren und schwatzten, als sic oorüberging. Sie warf den Brief in den Kasten, kam in das Haus zurück, versperrte und verriegelte das Tor und fej^te sich mit ihrem Arbeitskorbe nieder, um die Stunde bis zum Schla« fengeften auszusüllen. Während sie nähte, kehrten ihre Gedanken immer wieder ju Nay zurück. Die einzige Beleuchtung des gemütlüfttn Speisezimmers war eine mit einem Lampenschirm bedeckte Petroleumlampe, die auf dem Tisch neben ihr stand und ihr genügendes Licht zur Arbeit gab. Außerhalb ihres Lichtkreises lag alles im Dunkeln. Ella hatte soeben die Socken ihres Vaters fertla- gestopft und stach mit einem glücklichen Seufzer die Nadel in das Polster, als ihr Blick die Tür streifte, die in die Küche führte. Sie hatte sie vorhin aelchlosien. Aber nun öffnete sie sich langsam, Zoll für Zoll. Einen Augenblick sah Ella starr vor Schrecken da, ehe sie auf die Füße sprang. „Wer ist da?" rief sie. Da erschien im dunklen Türrahmen eine Gestatt, deren bloßer Anblick den Schrei In ihrer Kehle erstickte. Sie schien riesengroß in dem engen schwär- ’.cn Mantel, den^-sie trug. Gesicht und Kopf waren hinter einer scheußlichen Maske von Gummi und Glimmer verborgen. Das Lampenlicht reflektierte auf den großen Augengläsern und erfüllte sie mit unheimlichem Feuer. „Schrei nicht und rühr' dich nicht!" sagte der Maskierte, und die Stimme klang hohl unb weit entfernt. „Ich werde dir nichts tun." „Wer find Sie?" ftammclie Ella. „Ich bin der Frosch", sagte der Fremde. Für die Dauer einer Ewigkeit stand sie hilflos, jeder Bewegung unfähig. Er begann von neuem zu sprechen. übten Methode der Srwerbsloienfurkorge Schluß zu machen sucht. Deutschland ist doch nicht reich genug, um aut laufenden 6f1cntV(ft wurden zur Frankfurter Börse 8 Mill. Mark 7proz. zum Venn- toert biS 1961 rückzahlbare, hnpothekarisch ficher- gestellte retlschuldverlchreibungen von 1926 der Main-Kraftwerke A. G. in Höchst a. M • Starke Heber zeichnung der ersten Tranche der 6proz. Deutschen Kom- munalanleihe von 1 927. Wie der DHD. erfährt, ist der erste Teilbetrag der insgesamt aus 50 Mill. Marl sich belaufenden bproz. Deutschen Koinrnunal-Goldanleibe von 1927. der gestern vormittag in Höhe von 10 Mill. Mark zum Kurse von 96* 7 Pro-, zuzüglich 6 Droz. Stückzin'en ab 1. Januar 1927 bis zum Zaylungötage aufgelegt worden war. rakt) überzeichnet worden, fo daß die Zeichnungslisten geschlossen werden mußten. ES ist eine etwa sünsfachc Lieberzeichnung sest- zustellen. 'Verwoltungs.at ber Veichsbahn- g e s e l l s ch a f t. Vorn 24. biß 26. 3an. hielt in ’ .crUn der Verwaltung-»«: d«e Deutschen VeichS- bahngesellschast seine regelmäßige Sitzung ab. Der vorläufige Lleberblick über Einnahmen und Ausgaben des Lahres 1926 läßt einen befriedigenden Abschluß erhoffen. Alle Au; träge, die eine Io- fotlig? 13elcju,.g des Arbeit sm arlt es herbeisüh« ren lönnen, follen baldigst ausgegeben werden. Die neu zur Verfügung gestellten Mittel ermöglichen die Bestellung von weiteren 200 Lokomotiven. zirka 1000 Personenwagen und 2000 Güterwagen. Der Derwaltungsrat nahm davon Kenntnis, daß es nicht mehr nötig fei, den PerfonaIsland der Reichsbahn allge.nein weiter zu senken. 3n den Werkstätten wird jedoch noch eine Derrinycrung um etwa 5000 Kopse nach dem 1. Aprrl 1927 notwendig werden. " Veuer Auftrag an die AEG. Die Stadt Altona hat den Dau einer Elekirizi'.äks- zentrale im Werte von 15 Mill. Mark an die Allgemeine SlettrizitälS-Gesellschaft in Berlin vergeben. Die AEG. liefert Maschinen und berät die Stadt bei der Errichtung des Werks gegen ein Entgelt. Berliner Börse. Berlin, 27. Jan. Die Hauffewelle der Spezialwerte nahm an der heutigen Börse ihren Fortgang. Die führenden Papiere des Mon- tanmarftes, ferner Elektrowerte. Deutsche Erdöl, Oskmerke, Dessauer Gas und einige andere Papiere wurden bei sprunghaft steigenden Kurse n in großen Beträgen umgesetzt. Die Interessen- läuft in Mannesmanil und die anhaltenden Käufe in Hamburg-Süd und Hanla-Dampsjcksisfahrt, ferner die großen Projekte her Kohlenindustrie, die optimistische Beurteilung der Wirtschaftslage und die große Fliifsigr^it be» offenen Geldmarktes, die neuen Aufträge der Reichsbahn ufw. gaben dem Börsenverkehr einen beträchtlichen Aufschwung. Die 23er- Täufer der letzten Tage nahmen Deckungen vor, da man zur Ultimo-Liquidation Ueberralchungen kaum befürchtet. Heimische Anleihen lagen ruhig. Kriegsanleihe 0,901. 3m Devisenverkehr loa der Dollar International lehr fest. London-Kabel 4,8502. Paris gegen London etwas schwächer mit 122,90. Madrid befestigt auf 29,58 gegen das Pfund. »ßrlatlsflc. Strrtttfsti o # 116 IW III iOJ.25 161.24 1.15 V 162 181,5 ISO 1Ä 116,5 161,36 ill) i».6 -tutftriabrlt ^ranteniUi Budrrfobnf ttaobaefrl 10 na 40 163.25 I8t.<6 IHN IW 202. j «0 «6 6 CTI.4 t32 5 Kl IM 165 RS 5 HZ 76 151.5 W i IS6 197.25 14*.5 |2.’> 75 145 119 »4 I6U.25 »2.25 IW I» >r t» NU 10,1 l*l IM 135 1*7 ISN 214.12 IM.ti 194.35 : ez.5 178,25 i-1 110.9 IM 149.» 2*3.12 128 192,5 I7H.5 120.i 104 119 1'4.6 169.7» 6,25 181.5 I ki ZÄ 120.5 I6U 214 121 180 216.5 126.7$ liys,25 181.8 145 224.5 ItS 12.1 169.63 176,62 1K2 Ih ' 195 184 182 75 149 Ti -8 193.5 194 2ii7.o 176.5 18* 75 ■JU.4 , 186.3 270 24 .05 ' 129 . 76 i .,75 1 182 i 26.'..', j 120.25 ! 149,75 tllftoff 71((bafT«iibure ctlflou Balbljof. . . ucftn’abrlf 3ranfentt 179. ä 193 |6| z2> 175,5 161,25 157.6 1UÜ 141.7 • «69.75 151.5 I 141 26? 25 177 5 । I« , 182 75 196.75 1 129.75 187 268 124.5 151 M.9 4l e*i -5 1*2.75 135 114 75 1*1 179,6 216.6 124 107.5 UN 75 IC 3 IM.5 1*8.76 Berlin fr Haodr!4iiflkMchan tfommtrr- uns YTtMt t*cnt j jrm't. im» 8tc:i»naiöenl Dcunchk igaut. ..... TKIome Commanbtt . *. Z ri-ebnrt Bitt! - Wfiaiibam ..... • • • Wiiirlt»atlrib;onfialt....... All«. LlctknjitärS-Seiellschafi Btramann ülrttr. «itlfrunatn V'tbf und .Uralt...... • • Wainfrarttwrfe . duidcrt - - - ........ Lifmcits i: Halste ..•••• Siblerrwrtf Mimer ...... Daimler Motoren- ..... fcenh(unfto«’bt..... ... wrouln........... . l'iflnnbetmrr Motoren . .. granlfurter flrm.iturcn A6cn rtär .93 VU • 6 *1 <•. Trust ' # 16'. H lU5.NI 168.43 uw.rl Bu.-H. flirrt 1.73- 1.14 1.7 8 l .41 BrV *3 tun? st. VI 06.26 ".76 Ctnfiidin.i 101.67 Kl.»» 107.98 "•».38 flPBfnMani 118.rt IU.M 11«.21 ill.ei ^iMfbo'.m 111,45 113.73 113.17 113.74 Arl'moiort 10,6'3* ja.tJ.» IU.f-0 II ,i 4 $to!t.-.i . . 18.111 16.H 18.18 1" Ct Bonbon • . . :U.4i< «.4* .0.44.' tu,«*! '.'.'ennort . . «.21 1.213 4 .tia PfN».... 10.uo lü,7J 16.6« ih.kh 6»rvfl< . '1.115 il.iO M.Mi €p- ten . b*.94 6'3.7« bh...< Javan . . . .-.057 r.w.l 2.1'57 2.Ml Wto t>; tftin • - IW .4X» ..«% '3.498 Kien Inf . Ceft- ebat't a'J.U- 69.M -9,4«. .9.60 Vraa .• 13.476 18.6,6 13.«it 1X518 Bflirob . • .41 T.4. 7.41 7.4» ftrtiwl . 13.*1 13.59 13.21 Bu; jruii .,045 a.955 u.01.5 .uM l't'Tabon .1,665 $1,61- 11.654. -I.öjA Taristo. . M.I4 61.61 61.3» »1.56 Konsi r.tin 1,13 .14 4.141 .',155 Tuben. . . 5.41 6.5u 5,47 5.19 ttanaba 4.2V4 1.2'1 «.8'4> 4.216 llru uav 4.34.1 4.25» 1.344 1.2a* Cairo *n.Mi <1.UH ili.969 21.Ult Berlin, 20 3 an Briet 4.101 4.21? S’eloiSdK Poirn ....... YjiuLVc 91 etcii 58,45 111,82 58,16 112,48 CnflliltUf Noten ...... 4U,4I eU.M (VrnmohfAe tleirn ...... Hokländst'-c MiPieii...... illliierIfetic ‘.'loten ...... '.Vcrroraiidje 9lotcn...... Teustch-Oc'lrrr. ä tvü Krone.'i 18,73 167.98 ti.15 10,8t 168.8t 18.25 IU7.87 107.» 59,41 ‘9.71 9himinlfd)? iVotrn...... eöioeöllrtif 91oteil...... 112,IU • r.'.fi» Sdiroeuer Noten ...... tzpanilchr «Jloteu....... 2fct)cIIIIIM7 Prompter Versand nach auswärts 2.90 II Geschäfts-Uebernahmel liest [813c über: 834D Friedrich Waldmann 0597 Lichtspielhaus Die Wanderer 826D Deutsch 829D (Biebener Radf.-(Sesellschaft v.1896 83te 832c tiiiiiiiKiHiiiiiiiiiiiiiiuiiririiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiuiiiiiiniimiiinii iniiiiniihiiiniiiiiiiiiifiiiiiiiiiriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinmiiiiiiiiiiiHii iiinniiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii(iiiii>iiiiiiiiiiiiii(iiiiiilinniirfni(iitiiiniifiiri;iiiniiiiiiiiiiiiiii iiiniiiiir»(jiiiiiniiiiiiiiiijuiiiiiiiiiiiiiiiiiiunniiiiiiniiiiiiiniiiiiiiiiiiniiiiuiiiiiimiiiii] M;' 1.45 1.75 3.75 3.90 4.90 0.65 0.85 1.55 2.25 2.90 3.50 1.30 2.90 0.75 0.90 1.15 3.50 3.90 5.90 5.90 AH i V Damen-Taghemden la Kretonne............... Damen-Hosen feste Kretonne, offen, mit Stickerei Damen-Nachthemden Kimono mit schöner Stickerei ca. 274 Fstrn. Fichtenstammhol- RL la—5. Diederweidbach, den 26. Januar 1927. Der Bürgermeister: Lang. Damen-Unterziehstrümpfe reine Wolle mit Doppelsohle Damenstrümpfe la künstliche Waschseide, moderne Farben Dam en Strümpfe welche Wolle, besond. solid, mod Farben Dam en Strümpfe Wolle mit K’seide, moderne Melangen Herrentücher weiß Linon, mit farbigem Rand Damentücher weiß Linon, mit Hohlsaum 1.15 1.75 3.90 a. Main Ht. 10833 erfolgen. Gieße», den 26. Januar 1927. Hin kler, Lechner. Flanell- 9 OO Sporthemden Kragen Einlaßkarten für Nichtmitglieder im Vorverkauf bei: W. Tränkner, Neuen Säue, Anton Betz, Schul- strahe. Carl Muhl, Bahnhofstraße, Aß mann & Schneider. Kaiserallee, und an der Abendkasse. Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen Stadt. Die rückständigen Beiträge zurKranken- käste, Invaliden- und Srwerbslosenver. ficherung für die Zeit vom 6. Dez. 1926 bis 2. Jan. 1927 können noch dis zum 1. Febr. 1927 ohne Rosten bezahlt werden. Dach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung u. evtl. Beitreibung. Die Ginzahlung kann DienStagS von 8 bis 1 Llhr bei unserer Kaste oder aus unser Postscheckkonto. Amt Frankfurt „Potsdam und seine Schlösser“ Nutzholzversteigerung Die Gemeinde Diederweidbach verkauft am Freitag, dem 4. Februar 1927, vormittags 10 Ähr in der Gastwirtschaft Damen-Trikotagen Schlupfhosen aohwere Kunstseide, moderne Farben Schlupfhosen gestreifte Kunstseide, gut verstärkt, in den neuesten Modefarben .......... Hemdhosen geslreilte Kunstseide, Windelform, nur neueste Modefarben.................................... Herren-Trikotagen Herren-Hosen la wol gemischt, Gr. 4-6 Herren-Einsatzhemden krUt. Trikot mit waschechtem Einsatz, Gr. 4-6 Herren-Hemden la wellgemlsohi, m. Doppelbrust, extra schwere Qualität.................................... Herren-Socken Herren-Fantasie-Socken solide Qualität, neueste Muster.... Herren-Fantasie-Socken la Saliienllor Herren-Socken Halbwolle, grau, gestrickt Herren-Fantasie-Socken reine Wolle, feinste Qualität, extra billig Goethe Bund Am SamaUg, 29. Jen., abäs. 8 Uhr, Einhora Handschuhe Damen-Handschuhe Trikot, innen dick gerauht ....... Herren-Handschuhe Leder-Imitation, grau, beige, braun Damen-Handschuhe Leder-Imitation mit Riegel, moderne Farben Damen-Handschuhe Wolle mit Seide, moderne Farben Damen-Waschleder-Handschuhe weiß, mit 2 Perlmutterknöpfen Damen-Nappa-Handschuhe kräftige weiche Qualität................... Herren-Nappa-Handschuhe kräftige welche Qualität ............... Damen-Strümpfe Damenstrümpfe la Mako, Doppelsohle, schwarz und farbig Selbstbinder Selbstbinder moderne Muster ...... Hosenträger Hosenträger la Gummi, mit fester Lederpatte. Rolleder Walter von Molo anglisier Eintritt frei. - Mlchlmitgl oder zu Mk. 2.— und 2.50 im Vorverkauf bei Challier und Abendkasse. Sonntag, den 30. Januar, abends 8 Uhr im Lukas-Saale Familienabend der Lukasgemeinde Lichtbildervortrag von Fräulein Helene Krüger Gießen Dahnhofstr. h 822» Wollwaren Kinder-Pullover mit Kragen und Gürtel. Wolle mit Kunstseide, moderne Muster, Gr. 4U Kinder-Westen mit Kragen. Wolle mit Kunstseide, moderne Muster, Gr. 40..... ..... Pullover Wolle .............................. Sportwesten Wolle ......................................... oas ©C( ma s ich of M « mit lä0.2n"U,‘“'“ tonnen.“ 1 Das En Uatls, 27. Jqfallet dez „1 «ne, der sich befindet,^ 3 w° Ihm o ein9' eriäo '^Nkm ilthtei i l»t die befl 'WKW? h’arfe st, uni en ( e Änsen 5401 ,.SL Gasthaus Württemberger Hof Bahnhofstraße 15 Einer geehrten Einwohnerschaft von Gießen und Umgegend zur gefl. Kenntnisnahme, daß ich am Freitag, 28. Jan. 27, nachm. 5 Uhr, obiges Geschäft nach vollständiger Renovierung neu eröffnen werde. — Küche und Keller bieten das Beste. scher, ISJt» fänfliui mit Dr L un- non mt| 50 000 W 1 hierbei, dah er handele. Der 2 wih ö«yod, mente, bw_a kauf an Lu Kurz nach 1 2000 Ma» Der weitere fallend viel I erwies sehr i politische wiher Oegnj und den 2ns das Seutschi aber einen I Dr. Lukasche! rend der Anx Elndrud ma schriftlich M< Vr. Mar, habe ihm fü eine Belohn, erflätle er ir rungen, es st gewesen, die Regierung u schädigen, großes Ünret Aus der daß daS tProi WÜ« au un nify eigene « naJ} den D den Polizei Allgemeine Bet Angel legte in 1 er aus der An! die gesamt« er habe doch Thomas aU ' ausgesühr vor Gericht mi ten geleistet hl Sustellen. 5 Plädoyer aus gar nicht ein. i sich um die P treibenden Fak begründung hx dem Angeklagt. testen Umfange polnischen ( geleistet Hal Das Urteil wer tlmtlan dHlcmalischer € drei Jahre Zuc Ein Fetaler von Iboeo war es, zur 0593 Fasehiijs-Eröl.'ooflis-Iedinle nicht erschienen zu sein. Um Ihnen die Reue zu ersparen, findet auf allseitigenWunsch die 2.Maskenredoute statt, am Mittwoch, dem 2. Februar im Saalbau Sauer Vorverkauf dortselbst Täglich 4, 6 und 8.15 Uhr Bismarck II.Teil 5reibaut. Freitag, den 28. Ian., von 8Ubr oormillags ad WD MMklM. heirat. Junger Kaufmann, will sich geschäftlich vergrösiern. Dazu fehlt ihm eine Le» bensgesöhrtin mit Geld. nicht unter 5000 Mk. Barverm. Zu diesem Zwecke suche ich Frl..das gc- schäftlich bewand, u. nicht über 20 Jahre alt ist, zw späterer Heirat. Schr. Ang. mit Bild, daZ zurückgesandt wird, u. 0581 an d. G. Anz. Samstag, Jgj 29. Januar 1927 tyjjgS# auf der Liebigshöhe öon abends 8 Uhr ab er ft er großer Blasfcnball Herren-Wäsche Oberhemden - weiß, mit gesireiftSB oder karierten Batist- 4k *J|| Einsätzen and Maaecheiten......... . Oberhemden Qfi la Perkai,m.Kragen, gar. waiehetiit,mod.Mu6ter leVU Smokinghemden 7 Qfi la Hemdentnoh m. Batisteinsatz u. 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