m. 281 erst« Bidf ITT. Z«strsd|tf RXtario*; lüt ben tbrigeii Tdl kr»fi BU.irL*nn: ftr tea Hi« jelgtntr.l Muri Atltrkvit, «WtlH») tu ®tv*ffL Oie Vorgeschichte der Denkschrift Gilberts n<iet. Auch die arten. in beten teitenben Streifen An- arr hingewiesen totrb. 5ffefe Gingahe, tHe gefbern cingegangen ist. enthält die Feststellung, bah die 2eben»baltung6fofhrn seil Beginn bet 3ahres gegen Itc einlcntc unb ber BeuntuhiMma ber dsftntlichm. Meinung wntinbem fbimen Der 6M Menschen ertrunken? Rlob«3an«iro. 26. DU. (WIB. Funkipruch.) Bach hier eingegangenen Funksprüchen ist der italienische Passaglerdamp- f« r „P t i n c i p c f f i Mafalda" auf der höhe ooq Bahia gef unken. Der Dampfer Hcrtmirf bleibt ai!:» auf ihr sitzen, bah durch ihre &l)uU> die Gerüchte um ben RcvaratioirS- agenten einen solchen Umfang annehmen formten Die Reichsregierung verurteilt unb bedauert. Berlin. 25 Ott. IWB.) Wie da» Wosts- buteau txm untcrrichteter parlamentarischer Veite erfährt, steht sowohl der Ttepatatlon«- a gen t. al» auch die Reichsregierung ben Indiskretionen, durch die da- Memorandum be« ReparationSage^tten bekannt würbe, vollkommen fern. Das Memorandum tst inan sich mit der gegentt>rrt:geT. Teuerung be- sch^tigl. wollen be Min ster .beim 'Bort nehmen”. -K wirb bnbei darauf frnc^ efen. dah die Arbck.tnehmerschaf: kein Sntcrrite an einer nominellen Erhöhung der Serbienfte habe, irtfd>aft6ffebiet< II mit beai Wirts- oericht ist Dege-nstand zahlreicher Aussprachen zwischen dem RmchSfmanzmtnrstemum und dem ReparatfvnSaaenttn gewesen Sie wurden während bet Ferienzeit unterbrochen, aber gleich nach der Rückkehr Parker Gilberts von 'einer Amerikareise wieder aufflenommen. LS ist anzunehmen, bah sich diese Unterhaltungen auch im ReichSetat für 1928 au-wirlen werden, bet in ben nächsten Wochen bem Reichstag zu geht. Bei all diesen Befprtdyunoen trotb« nMstMch auch die |d)tnebenben GesctzenrwOrk behandelt. Dabei wurde auf Wunsch de» !Reid)»ttncnyntnifterf pcreinbart, da» ber ’Jlfparütioneagcnt seine Huf- fafsungen einmal schriftlich zusammenfttllen sollte und dah diese Luizcichnimgen bann al» Unterlage hir die axeikren Besprechungen unb Matzmchmen Dienen sollten, schon au« d eien Fufarnmenhängen ergibt sich, daß die Angriffe, bk m der Presse gegen den Repa rationvagen ten laut wurden. nlcb: am Plaste sind. Rei chsregiernng unb Tteparati oneaaent bedauern die 3nbiskretionen gleichennasten. um so mehr, als die '.Nor.teichichte ber Denkschrift ja ein Beweis rnr das fadjtiriK Zusammenarbeiten des Reparationsagen- icn mit dem isteichsiinanzminislerium ist. Bedenken gegen eine Pol-chk steigender Ausgaben har der Re- ?»ara.ionsagcnr belannttich schon in seinem Juni- bericht ymi Ausdruck gebracht. Sie jepten ’n dem Augenblick ein. wo der stachtragsetat für 1926 ein- gebracht mürbe, unb wurden bann verstärkt durch tne Regelung des Amanzau-gleiches. 3n parlamentarischen Kreisen wirb Darauf hinaermesen, daß in diesem Jahre wtsächiict, mehr ö el r V r 5 d o r • lagen zu verzeichn en find, al» im Vorjahr, unb daß diese ßntroür’e naturgemäß eine Auswirkung auf die Finanzgea.rurvi Haden. Diese Vermehrung der Vorlagen hat ihren ('>runb darin, daß die Rot- Wendigkeit für sie mit der Seit immer dringlicher mürbe und dab man m ft re i'en der Reicher.- ue- rurg ihre Erledigung für wünschenswert hielt, bevor der iRcparutioneplan beim Eintritt seiner stärkeren Auswirkung alle fträ’te in Anspruch nahm. Die Besprechungen, die der Reichsjinanzminister mit dem Reparationcnaenten hatte, Dürften oll dieie Stagen mubehandel: haben. Die letzte Be'preckun i fand am heutigen Dien-taa statt. Es ist an;unehmen. daß die nächste Unterhaltung noch im Laufe dieer Woche durch die angekünd.gte Unterrichtung ber Oeftentlich keil ber Schleier endlich aufgezogen wird. 3n unrerrich- trten ftrecken 'pr.chr man übrigens davon, baß Dr. ft ö h l e r das Schreiben Parker G : l b e r t S ebenfalls au« fchriftl.chcm Dege beantworten will. Sollte btere§ Gerücht ben Tatsachen entsprechen. Lmröoi des 8uum*ortntil*nun< nett bcui iXtpo- rdttömijflcnien bilden werde Dr ft ö h l e r tohf> dem Hauptausfchilß des Reichstag» keine tv-Isf- Lxureau aus parlnmeinarische., .ftreifen erfffert, hielt das Re.chskabtnett heute abend eine Sihun g ab. d'.e der Vordere 11 ung des 3 , pof 6« galt, tn dem der Reichst inanz- Minister in der morgigen Sitzung kes Haupt- ausfchuffes des Reichsta,ws über dre nrc^um. mit bem Memorandum d:S Reparatioasagenlnr zusammenhängenden Finanzfragen t?ettchten wird. so totrb Dr ftdhier feinem vchrvib« die Aus- fühmmgen gugrunX' legen, bk* er am Mittwoch bem Haupt au ?tchust des Reichstags onterdre ten will. Oie Besprechungen mit der Opposition. Berlin. 25 Oh gele i. sie hat ihn durchftubiett und sich un <,errn Parker (Hilbert gewandt, um sich mit ihm auszusprechen und Mißverständnisse zu be seitigen bie nach ihrer Auftastung bei ihm obroal leten. Ta» ist den ganzen Juli hindurch gegangen, unb al* Herr Parker Eiilbett auf Urlaub ging, wurde September wieder ausgenommen werden sollten: wa» auch geschahen ist. Auf Wunsch de, Finanz m I n i ft t r , . der hier ja feberhihrenb tst, hat ber Reparationsaaent versprochen, die Bedenken, die er hatte, unb die Gesichtspunkte, bie nach feiner Meinung ausschlaggebend sein müßten, in tVorm eine* Memorandum* nkderziilegen da* er bem steich,lmanzmlnlsterlurn dann zuleiten wollte und zugeleitet hat. Tur<> eine Undichtigkeit, tne •'-jenbrpo tm Burenu des Reparation-igenten vr-rnanden fein must iri davon ctoox durchgestckerl. natürlich in mlffenx-r Hon:, ist nach Amerika gekabelt, ve" der: wieder jurfi-fßdämmen unb bei "N- ols Mn’bare# Cb:c!t zu Angriffen gc trn den Reichs- iinanzn intfter au'geschliht,-! wordcn Was S’j-rr Park -r Gft'.>ert im einzelnen au. Milanen bat. hanilwr will die Regierung nicht sprechen, dos kann fie wohl auch nicht gut. da es sich schliefff nch um eine diplomotilche Rote b.Tnbelt. bie nur tm bei decke.tigen ^niverstänbnis vervssentlicht n^erden k.im, immerhin, tm wesentlichen wird man sich fa toeim in in den 3u'i-Bericht durch- itclt. ungefähr den'en können, was Herr Gilbert auf bem Herzen hat Sorge macht ihm unsere, wie er mehlt etwa« un!lare Finanzpolitik Sorge mcAt »fern da« starke An'chwellen der Ausgaben bee Re. i>es. Sorge macht ihm endlich auch, wie Me Au-ga' finanzier? werben sollen, wenn tm kommenden 3ahre bi? Kck.eg." entfchädigung in ihrer bellen Hobe von 2' , Mil- Harden gc»ahlt ©erben must D,e ReichLrcg,'- nmfl kam dem m ancherlei er.lgcgcnbaltm; sie fann vor allem d.'rauf Hinweisen, daß gerade, betmr der .T‘jtpc-\bian endgültig etnfent bevor also bie Schonzeit die un» damals zug'billigt wurde, vorüber ist. das Reich reN''lichtei war Ordnung zu ich assen und eine Reihe von Problemen, dt? bisher immer < ruckgestellt waren endgültig zu bereinig™. Dazu gehön *■ c ArbeitSlofenversicherung. beyu gehört ber Finanzausgleich wen.g- ftenS tn seinen Atsäng.m. dazu gehört die önt- lchädtgung der Auslanddeu tschen. iar n ich dem B.-ckailler 'Bcrtrag i'erpslichtet find, und dazu gehött endlich auch die Beamtenbefoldung. deren Rvlwendiq- fdt Herr Gilbert bet srüh?rer Gelegenheit schon anerkannt hat. Die Beträge, die dafür in Rechnung gestellt werden nriHkm, i.nd leider recht hoch Die Belastung dr» Reichsetats mit der Beamtendefol- ?,mg und der dazu gehörigen Befferstelltrng der .ftck.easbckchäd-.Tien hcläu?: lich auf weit über ,kX) Tiini-nen. das Lfguidattomö'chaden<-?fctz w für die nächsten 3ahre '.cher mit IX' bi» 150 Millionen eingckettt werden muffen, das 2t ei er • fchulgefrh ist tu feine, finantieUc’t Jöirhnwc:. gar nicht zu 'chLtzen. dazu tritt tie tSrhäbung der ftriegsentschädiguag. so dost tatsächlich der R e i chs e t a t in den nächsten 3ahren m i t mindestens einer Milliarde mehr celaftct wird: selbst wenn man davon adsieht. dah rnelleicht doch das Reich in tegatbeinev Form den Cüni^m noch unter bie Arn.e greifen must, wobei die Dela'tuna der BolkStoirtsch»ckt tm ganzen noch sehr o.el höher ist. w:il bet der Beamtendefottung zu den ftosten des Reick?s die der Länder, der Gemeinden, der Post rmd ter Sifenbahn tritt Begreiflich last dar Repa- rationsager.t darüber Auskurrst zu erhaUen wünscht, wie der Smanynini'ter sich ,-ie ^mav.- AteniTtd dieser Mehrausgaben denkt. Unb c5 ist srermdschaftlich von ihm. uxnn er sich bevor er feinen Berich: cbfar t. darül»er mit der deuckchrn Regierung unterhält, weil sie wahrscheinlich im- üanbe fern t?;r>, einen grasten Teil seiner Bedenken auSyaräu—cn durch die Borlage der lln» Verordnung des 3ah res 1923 erblickt, unb daher die Fordern ig arstellt. unvrrzüalich an den Abbau ber Zölle zu gehen. TEMr glauben xu wissen, daß diese DeTckfchrist derfxn Immer tautet und dringlicher. Bvu allen Veit« totrb etn ««argifches Eingreifen gefordert, und feit Ian . n, uUtutteren fa cnrch schon die Führer ber L.. : enverbände bet Wirtschaft und ber Gewerkschaften über die etnzuschlagenden Wege, um der Teuerung entgegenflutreten, ohne dah es jedoch bisher zu pojmrxm Entschlüssen gewannen wäre. Statt die Preisfrage tn ben ‘Sörbetgtunb des 3nte*f1el mu rüden, wird das Harlptaugenmerk auf die Lohnsragen geteuft und formt indirekt Immer wieder der Prckssfti- Lerrit ist. übet die O r t S l ohn zu l a gc i, zu vechandelrn Sie sprechen i>arüber Ujr tiefes 'Bedauern aus. da die Ortslohr^ulagenregeiung nur eine unzuiän-i'iche Mastnachme zur Behebung be» fti, erklären sich aber bereit, daran mitUUarbeiten. preußische Beamtenbefoldung und Spihenorganisatiioaen. Berlin. 25 Oft lBDZ.) Der Haupt- auSschußdes Preußischen Landtage- härte beute vormittag di« Ansicht der vpitzen- organtfötlonen der Beamten! chaf t. ,^tnüchst (?gtv der Geschäftsführer be3 Preußischen Beaintenbundes, Franke, dar. bah bie jetzige Vorlage grgenul'?i in all?rv Hst er Seit zur, Gegenftcr.5 ner e.ngebenben Beratung bi Gckamtkabmett zu machen. Beso'.dungSordnung und Schulgesetz. Berlin, 25 Okt «Dolft.) Ire ^-enBlättern Tuitgetrilt wird. beaL-'ichtiat die ReichsrezieruTig nicht, tote in er-. Dratte behauptet wurde, die Befoldungsvorlage zu ändern tn der Richtung einer geringeren Deiatzung de- Reichs unb Der Länder. Damit ist natürlich nicht gesagt, dah die Vorlage nicht geändert werden tonnte, aber soviel steht fest, dah sie nicht nach oben geändert werden kann. Eine Zurückstellung deS Schulgesetzes ist von keiner Seite beabsichtigt. fjg ?rss. VZ’A Gespannte Lage in Rumänien nachdem Millionen Mark für Me Kosten des Reichs- a n Hand-Arbeiten fein, bet dem sich ge beiden Völker nach Möglichkeit das Prä- i n Da» logen werden beschältigt, tote sich da» R eichs- am viel schuldig cinlegen zu wollen. Srohseuer in einem taadschlaß. schulgesehe» werden jetzt schon a» ph taftisch bezeichnet. ,eilig die )ldial er Flugplatz Gonsenheim zu nol Mainz al» 3\'fhmg nicht i' rika Nischen Privatkapitalanlogen im Auslände un- gesühr 12 Milliarden betragen banmter über eine Milliarde In Deutschland. Die Gesamtheit aller Aue- landanlagen sei eine reine Bagatelle im vergleich mit 'smerila-? Gc'amtrelchtum. doch glaube er. daß e» ."'Vinderttausende amerikanischer Burger gebe, beren -,'ll'stcrhaltungstrieb und deren Ansichten über die Eigentumsrechte sie etwa veranlassen könnten, di« Pargünge in der übrigen Welt zu beachten Die Eigentumsrechte amerikanischer Bur- a e r seien nicht ost durch das Bargeben fremder Regierungen gefährdet worden nber angesichts der Reaktion, die aus einen derartigen Versuch in einem den Bereinigten Staaten im Süden -enachbanen (kinbf erkolat sei. könne man sich den acitniinft vorstellen roo nicht nur ein kleiner Bruch, teil bf> amerikanischen Volkes sich für die Vorgänge in anderen Ländern interessieren werbe, sondern auch dürfe. Oie Kosten des Schulgesehentwurfs. Berlin. 26 Oft. (XU.) Die ein Morgenblatt meldet, ilt da» ReichSlnnenmimsterium mit ißauempartri. in Fühlung zu treten, um eine »irrigunfl mit diesen Parteien herbetzusühren. Sratianu bei prinzesfln ßtlene. den mit her Begruivdung. daß der fr.mzösischr unb hab Der Berliner Kriminalpolizei gelang e» DienStaq. nach längeren Bemühungen eine» gesuchten Dcheckschwindler». M 44 Iahre alten Diener Kaufmann» ttmft Franke, habhaft zu werden. Der Verhaftete war schon im Jahre 192t in seiner Heimatstadt verhaftet '.vorden. al» sich heran» stellte. bah er bei einem Aufenthalt in Brasilien eine Bank in Rio he Janeiro um 63 000 Dollar betrogen hatte. 1926 Die AuSlandanlogen des We!lbankfers. Houston (Texas). 25. Oft. fDTD) Der leichtern und wirtschaftlich politisch, rechtlich uni) kulturell die letztenReste jener trennenden tiln le beseitigen, die mit der klein - deutschen Lösung des alten deutschen lSinheltstraum» zwischen ihnen ausgerichlct toorben war. 0» ist besonder» erfreulich, in diesem Augenblick zu ersahren. dah der österreichische Ve'andte in Berlin. Dr. Feliff Frank, seine schwere Operation glücklich überstanden hat und zur Zeit he» deutschen Betuch» in Dien Wohl schon ganz wlederhergestellt sein wird. Bukarest. 25 Ott. iXlL) Dach der «st gen Mmisterr-t-li ang bat Min.ste.porf hent Sratianu dir Prinzessin Helen e un an Ort auf der , U".g«N darauf bestehen werde, dah die Regierung der Per- lchulgefetz finanziell auSwi rken einigten «waten ebenfalls non solchen Totgängen 1 werde Die vielfach genannte Summe von 600 tauchte er in Berlin auf, und seither beging er eine Reihe von Scheckschwindelelen, denen auch ausländische Banken zum Opfer f eien. Sr wurde am Dienstagmorgen von Kriminalbeamten aus dem Bette geholt, wobei er noch versuchte, sich mit Hille einer Schußwaffe dem Zugriff der Polizei zu entziehen. 3n letzter Zelt hatte er auch versucht, auf dem Wege he» Heiratsschwindel» au Deld zu kommen wa» erst jetzt durch die bei ihm Vorgefundene Korrespondenz bekannt wurde. von einer stürzenden Litfaßsäule schwer verletzt. Am DienStaga'oend wurde in Berlin an der Ecke der Friedrich- und bet Behrenstraße ein (Seschaftsauto von einem Omnibus von hinten ungefähren und auf den Bürgersteig gegen eine V i t f a f) f ä u I e geschleudert. Der Anprall war so heftig, bah die Säule umstürzte Sie fiel auf einen Passanten den Obcrftleut- r.ant a D. Grafen Han» von Pfeil au» Lieg- nltz, der fo schwer verletzt wurde, dah er Aufnahme in der Klinik finden muhte. vreitensträlers Lhc geschieden. Dir Ehe des früheren Mcifterbozer» Han» B r eite n ft r ä t e r wurde laut „B 3 “ am Dienstag nach kurzer Verhandlung unter Ausschluß der Deffentlid)« feit geschieden Beide (Zbegottcn wurden für erttärt bi« erklärten, keinerlei Berufung vernichtet. Starker Schneefall im Riefengebirge. Sn der Rocht zum Dienstag hat es im Riefen gtbirge. wie aus ch 1 rfchberg gemeldet wirb, stark ge i chn ei t. Der Schnee ist bis zu einer Höbe van *rbes, dah der König des 2 r a k sich zur Zeit in London befindet und dah die Ausnahme bee Irak» in den Völkerbund Gegenstand geheimer Dechand- hmgen sein soll. Wie verlautet, ividersetze sich England der Ausnahme des Irak mit der Begründung, dah sie unmöglich wäre, so lange nicht Aegypten In den Völkerbund aufgenommen werde. Auch der Wunsch Syrien, nach Aufnahme in den Völker- bunb gestatte Me Dechandbmgen schwierig. Die Mandatskommission hat bekanntlich Un Sommer 1926 in Rom getagt. In der Folge Hot die Bundesversammlung des öfteren Einspruch gegen Reifen von Teilen de» Völkerbundes zum Zwecke der Abhaltungen von Sitzungen erhoben. Es mühten somit zwmgende Grunde sein, die die Mandatskommission veranlassen würden, ihre Me«- jährige Session in London abzuschlietzen. Bolschewismus und AaszismuS. Pari», 25. Oft. (WTB.) Der .5einp»" beschäftigt sich heute tn einem Leitartikel mit dem f af zi stischen Regime und stellt Der- gleiche zwischen dem Bolschewismus und dem FafzlSmuS an. Er schreibt: Der Bolschewismus und brr HafziS- mu» haben die gleichen Grundsätze. Tie arbeiten mit den gleichen Mitteln, um ihre Herrschaft auszu-wlngen. Der eine wie der andere bildet eine improvisierte Macht durch Gewaltmethoden zuaunslen einer Partei, die sich zur privilegierten Klasse aufw.rft. De de g>deir durch Zwang und systematische Unterdrückung aller moralischen oder politischen Kröste vor. die ihnen nicht direkt dienen. Der BvllchewiSmuS ist für die proletarische Diktatur da», was der FasziSmus für die nationalistische und imperialistische ist. 3a e» gibt sogar feit- 'ame Aehnlichkciten zwischm dem Sowjetstaat, beherrscht durch den Zentralaus chuh bnr Partei, und dem durch den Faszi-mu- beherricht n Ä'4- lektivstaat, wie man an Italien erkennt. Die fasztstifcde Welle wird durch die kom- Munistische Welle hi nveggeschwe mm t werden, weil im Stadium der Evolution, zu dem die Menschheit gelangt ist, e» krine mob.rne Gesellschaft geben kann, die sich austerhalb der Freiheit bilden, leben und entwickeln kann. HeuerMe» Zluaverl'ot im besetzten Lebtet Mainz, 25. Oft. (Wolfs.i Rachdern die an» Anlast der Taaung der Wissenschaftlichen Ge'ell- schaft für Luftfahrt geplanten Schauflüge, i ic der Propaganda für den zu errich^ndci' Flugplatz Main» Wiesbai'-en in ©rbenbeiiu dienen sollten, von der Rheinla.rd'ommisslon mit der Begrimdung verboten worden waren, bah durch sie die ei^gliichen Manöver gestön werden könnten, hatte sich bw Firma Junkers neuer- ding» nut einem Gesuch um Genehmigung dieser Schauflüge an das französische Oberlr- ;imcn\> gewandt Da» Ge'uch. da» vc>n der Stadtverwaltung Marnz aut» wärmste befürwortet worden war. ist wiederum abgelehnt wer- Aus aller Wett. Eisenbahnunglück bei Fürth. Nürnberg. 26. Oft. iWTB. Fmrkfpruch.) Heute früh 5.05 Uhr fuhr der v - Z ug Ber- lin — ötuttgart bei der Station Bach in der Bähe von Fürth einem Vüterzug in die Flanke. Der Schluhbremser de» Güterzuges wurde getötet, von den Reisenden jedoch niemand verletzt. Der Güterzug hatte die Station Bach verlassen, war jedoch austerhalb bet Station infolge Platzens eines Bremsschlauchcs zum Stehen gdomir.cn. Bon Bach aus hatte man den Zug nicht mehr bemerkt und dem heranbrausenden D-3ug die Durchfahrt freigegeben. Ein Posffack mit 60 000 Mark Wertsendungen verschwunden. Aus Köln wird gemeldet: Ein Postfack. in dem sich für ungefähr 60 000 MarkWertsenbun- gen befanden, wurde hier auf der Straßenbahn, mit der er vom Postamt im städtischen Schlachthof zum Hauptpostamt befördert werden sollte, mit einem anderen Sack vertauscht, der alte Zeitungen und Steine enthielt. Der leere Postfack wurde später Im Stadtgarttn roiebergefunben. Lin zweiter Fall Marek. In Düffelborf wurden ein Kaufmann und seine Ehefrau verhaftet, die eine Versicherungsgesellschaft um über 75 000 Mark geschädigt haben sollen. Der Kaufmann soll seiner Ehefrau und einem seiner Brüder, nachdem er sie gegen Unfall hoch hatte versichern lasten, den Daumen abgeschlagen und sodann von der Versicherungsgesellschaft Beträge von 20 000 und 55 000 Mark einkassiert haben. (Ein altertümliches llmcnfelb bei Potsdam entdeckt. Au» Berlin wirb gemeldet: Auf der Plötziner Gutsfeldmark, etwa sechs Kilometer von Drost-Kreutz entfernt, fliesten Arbeiter beim Ai- trolcn auf ein grobes Urnenfeld, da» nach sachverständigem Urteil etwa 2000 Jahre a l t ist. Die Urnen enthielten Beigaben aus Bron.ze und Eisen, die zum Teil sehr gut erhalten sind. Lin lange gesuchter Schwindler verhaftet. E» fei wohl anzunehmen. da st der inzwischen ein- tretende hellende (Einfluß bee ^rieben» und der 'Beruhigung ohne Schwierigkeiten allen Interessierten eine gerechte Regelung In einer "(tmofpbäre der Gerechtigkeit und Billigkeit ermöglichen werde. Taylor wie» darauf hin, datz die ame- tun, um die natürliche Entwicklung her Dinge zu forcieren und dadurch politische Schwierigkeiten zu provozieren. 3n diesem Sinne ist auch der bevorstehende Besuch, den AeichSkanzler Dr. Mar» und Aeichsauhenminister Dr. S t r e ] e - mann In den Tagen vom 14. bl» 16. November hvr österreichischen Bundesregierung in Wien abstatten werden, nicht etwa als eine deutsche Initiative zur Aufrollung der Ansckluhfrage aufzufassen. Formell handelt e» sich habet um hie Erwiderung he» Besuch», den vor zwei Iahren der damalige Bundeskanzler Hamel in Begleitung mehrerer höherer Beamter der Wiener Qlegierung in Berlin abstattete. Aber es ist selbstverständlich, hast auch bei dieser Gelegenheit hie Schicksalsverbundenheit her beihen deutschen Bölk« r, die durch die Gewalt her FriedenSdiktat« von 1919 voneinander geschieden sind, tn ber Art unb Weise zum Ausdruck kommt, wie sich hie führenden Staatsmänner ber beiden Länder persönlich und sachlich zufammensinden. Die Signav^r he» at die Vage noch bedeutend verschärft Eine Bewegung ist im Gange, alle Oppositionsparteien zu einer Einheitsfront gegen die Regierung zu vereinigen. Da ManoileScu rin Anhänger be» früheren Ministerpräfidenten AvereScu ist, hat dieler mit verjchrebenen Iuriften der DolkSpartei die Bertrldigung be» Berhasteten vor Gericht übernommen. Dk Regierung will ein Stempel statuieren. Der Prozeß soll bereit» Ende dieser W che seinen Anfang nehmen. Mano.leScu soll, wie m Re- ateranß»?rcifcn verlautet, wegen Gefübraung ber Staatssicherheit zu einer Strafe von fünf Iahren Gefängnis verurteilt werden. In Bukarest wird morgen der Führer ber nationalen Bauernpartei. Manin. erwartet. Dieser wird am Donnerstag her Kammer die Regierung wegen der verschärften Zensur Interpellieren. Die Lage Rumäniens ist nicht nur gespannt, fonbem oelorgni»- erreaenb. Die Berhaftung ManvileseuS hat die Bewegung für Carol nur verstärkt. _ ni , „ Rach einer Meldung be» „Tlh-etKnu soll Ministerpräsident Bratianu angesichts der ge- Ibannten politischen Lage unb oer bevorstehenben wichtigen Ereignisse, womit die Earvl-Frage gemeint sein hürite. beabsichtigen, mit den Oppositionsparteien, namentlich der nationalen folgen. £ ir ist praktische Amchtuharbeit, Me in keiner Weise mit den Hemmungen ber gririxnenerträge kollidiert unb die doch geeignet ist. Me brüderliche Gemeinschaft der beiden Völker weiter zu vertiefen und ihren Zusammenftbluh oorjuberti- ten, diesen Zusammerrschluh. besten Unabweisbarteil wider Willen auch immer von neuem da» anfchluh- feindliche Auslant» beftätigen muh. So hat vor kurzem der „Figaro" einen feiner sichernden Journalisten. den durch fein Dorkrisgsbuch über Deutsch- land bestens bekannten Georae Bourdon, nach Oesterreich entsandt, um die Wahrheit über die An- fchlutz'raae fest.zustetten. Der Beiitzer be» „Figaro", ber ParTÜmfabrikant und Abgeordned» C o t y , erwartete dabei offenbar Material gegen den An- fchlutz, denn er schrieb einen außerordentlich ent- rüsteten und ebenso auherordentlich kenntnis- losen Arttkel gegen den Anschluß, er zuvor ein Duhenb sorgfältiger, unb Stelle geschriebener und Grundlage eingehender Unterholtunaen mit allen Bevölkerungsschichten verfaßter Berichte Bourdons au» Oesterreich verösfenlllcht hatte. Richt ein einziger von diesen Berichten und nicht ein einziger der Gewährsleute, Me der frantzösische Journalist auf- gesucht hatte, vermochte Ihm irgerrdwelche» Material gegen den Anschluß zu liefern — alle, selbst die grundsätzlich ablehnenden, vereinzelten Anhänaer ber habsburgischen Dynastie lieferten bewußt ober unbewußt Beweismaterial für Me zwingende Jia tu r dieser Forderung des S e l b ft b eft im • mung»red)tce der österreichischen Bevölkerung. Trotzdem wird man auf deutscher Seite nicht» Mn sch 'vrlch: i Sooft, . Äftnig»! Teuiktri Watin sicher Li krieg itr Stampf b /i/chen .<1 Parrt'üla berg' öim er b halb der kersprichi ?eu'.'ch.j i rag- nu otobttbea 9.45 Uhr; tag». Et luDWcu’ir heroerfan Strohe. Sh-ma ;i V.e MUvg ijgte. am Roch tm. nmdcSem 'S V IM- " I 71 < u ft a teilt mit: bit Lahn Üohnbrüc sperrt. . " Si Sperrung ber Klinik wieder au arbeiten b "A Trigen Vieh und bet bis Seeluft 1-Cualü 500 Dk. Machtk bchlächis »evicht. Al gei Tkotb gt L baues | Mraieftei KÄlv r;eaelt iflilv • llach> ttiti 'pikg^ n>r tot unb. nid)t tw)l Lp'^el? -patte vr i^Kreden- Mi M. jefrogt J lalltet- ® Sr fod all da« 6 wahr b- tanischen G.trten auf Iava eine braungesärble Sidech'e mit mächtigem Schwanz und riesigen Grabsüßen entdeckt, die nach einem Bericht tn ber Zeitschrift .Der Aalurforicher" 6 bi» 7 Me er lang wird. Die größte bis.-er bekannte Si^echse. ein indischer Waran, erreicht dagegen nur b et Meter Länge. DaS neuentbedtc Xie’ent.er vermag mit seinem Schwänze Äiebe auszuteilen, die einem Pf erbe ohne weitere» die Bein« brechen. Auch ba» Gebiß ist lehr kräftig, ko baß die'« Landeibech'e einen gefährlichen Gegner für den Meirichen barstellt. Bon dem Leb«m dieser Gibechsen weiß man bisher nur. baß He In Rubeln in dem zerklüfteten Lavagestein des alten Komedo-Bulkans leben unb 'ich von kiel -en Säugetieren ernähren. Bei Gin tri N der Dunkelheit ziehen Me mächtigen Tiere Hch tn selbst- gegrabene Höhlen zurück öine brionNre Merkwürdigkeit besteht darin, baß sie völlig taub find'. Amerckanifche Grpedittonen haben auch lebende (Sternklare erb-utet, unb jetzt ist diele Art auch lebend In ba» Berliner Aqua mm gelangt. Da» zur Schau gestellte Tier hat eine Länge von 2,10 Meter Oie Wetterlage. Dienstagden 2.' Jfjiibendi itag: Zettwelfe ten für « I w 5 nhrits onfurmtA die natürlich tm Sinne der ®cr chketen >e u>'en trat Denn wo iH d e »rau die da« G-gen teil von 4tet Uc^r- zrugung vahr had n mitt>trV Dm den AU ab- iflQtf auf dem d»e C tclhu chr« Geliecht» liMtf Roch tm Mbl।«dH» Liter, da« man deute ja um minderten« »bk: Ven* malerisch vcr.ün-en kann Licht zuletzt mit ftdft bet Spt«g«ls. d:r ftch ebenfalls dis auf M«daulongi?»ft« t>er.ür\gt hat und der treuetie .irnmt) der »rau von deute, •fcr ftänb:ger Degleiter in der 5>andta'ch« g«- worden ist 3*Nt«.l bereit aU Mtschullnger ium minMkn nicht ganz wahre Dinge twu- 'rugeln Weil nichrv grh'.rlt t*T tft. al« da» wein, H da« Bild der WtrÜ,chk«it 'pieaclt. Licht bloft bei .den Schönsten im Rachdrrn man galant den Damen den Dortritt gclal'en Hal nun zu den Herren der Schöp- lang' Hand au'« Herz! Der hat keinen Tofch.'n- 'plegel? Ich lebe tm Seifte nur ganq iventge i*ot die Front der ..herrlichen" StleUmt treten llnb Der hr chelt brxm faikur mit dem TSUd nicht wohlgefällig sein allrrliebstr« C^gcnübcr im Spiegel? Und w.e oh muh die Deite zurecht- gezuplt dte »r.'ur revidiert, der Sch der Äta- watte korrigiert werden tm — Spiegel. Lber lelbftredenl mir dieser Dinge wegen Beileid« nicht, we-l der Spiegel die Angewohnheit hat, da« gleich w eder zu erzählen. um wa« man ihn befragt. Und weil hit Antwort ja doch immer laufrl; Wir soll mal «inert 8e toll fcmtrl Denn der Spiegel wird immer als da« genommen werden, wa« man an chm wahr haben möchte' da« liebe Ich Im Feiertag»- gewand Denn wie Kleider Leute machen. !v wollen sich bic Leute im Spiegel m den Kleidern sehen die nach threr »asson gearbeitet send. Der eine bedauvtet. es läge am „Schl.ff. wenn 'ein Konterte konve» vergrößert prvyt. der andere tagt da« (Gegenteil. Und Mid« haben tatsüchl'ch rocht ®« liegt nämlich nur am Schliff Aber nicht N« Spiegel«, sondern — de« Men- schen Um die« e nwandsrei festtzellen zu können. hat man den unparteiischen — Spiegel erfunden Bornottzen. — ragest.'lend,r für Mittwoch StadNdeater 7.30 Uhr. ..Madel von heute' (6nh eit p richt nwn4>c* neue über di« Kümpfe um Deut'ch-Ostafnka. Daher tft der Besuch des Vortrag« nur zu empfehlen. (Siehe heutig« Anzeige.) •• D ie Bahnunterführung an der Neustadt wieder gesperrt? Da» Polizeiami teilt mit Wegen Fortsetzuno der Bauarbeiien wird lu« Bahnunterführung von L»wald»garten nach der Lahnbrucke für allen verkehr bl» aus weitere» ge- " Ausgehobene Straftenfpcrre Die Sperrung der frankfurter Strafte zwischen der Kiinikstrah. und der Strafte ..Arn ©leg' ist jetzt wieder aufgehoben worden, da die Neubefestigung,, arbeiten beendet find. -Rindermarkt In ® i cfteit Auf dem gestrigen Rindvichmorkt waren 8kb Stück ®roft- vleh und 307 Kälber aufgetrieben Der Aant-el wgr bi« zum i3nh« flau, e« wurden Käufe mit Verlust abgeschlossen. Bezahlt wurden für Kühe 1 Qualität 550 di« bOO Mk. 2 Qualität 400 bi« 500 Ml 3 Qualität 250 Mk. und mehr. Beste Schlachtlalber lofteten bl« 70 Pf., weniger gute Schlachtkalber bt« cO Pf. da« Pfund Lebend- gewlcht Dt« Rachfragc nach Schlachtvieh war >eh« gering Jrtra gute Tier« wurden über Tlotta gehandelt •• Vollendung de» Erweiterung» baue» ber fiautfllnlf Zu Beginn de» Wintersemester» unserer ßanbeeuniPerfttat wird der Hörsaal In der Aaulfllnif den Studierenden jur Verfügung gestellt Die Wohnung de» Direktor» wurde bereit» be'.vin, ebenso die Schtvestemw.'bnui g,n im Dacbaelchch Ferner wurden die Btahonen tm 6oefelqr d?oft belegt Im €poibertf! ’oflen dl, trän- fenflaticnee im zweiten CrtMterungbau belegt werden 3m flau*« de» Sinter» wird der Umbau der Räume dr» alten Saue» erfolgen " ffntflleifungeineeStreftenbabn- wagen» Wie wir bereit» in nn,m leite d. r gestrigen Auflage berichteten, entaleifte gestern m i tag fi.-qtn 1 Ubr in ber Licher ©traft« ein Dagen brr Elektrischen 6trafter.bat" Der Unfall verlies luiglrisu''»arbeiten konnten rasch durchgefuhN werden, so baft der Betrieb sich ball) wieder orb- nung»maftifl abwckette ” Da« Lichtspielhaus Bad nHoltz r a h e hat k^urch hen nun:i*rt>r c»sl!end.':en Um- oau rim gründliche Umqr*u .g und ®rv>'ie- rung «rfatr.TT* Ven dem 'rüder n Lichefpirf- bau« ist kaum etwas mehr üdr.g «biteaen. aU brr ®mgdr4j und bas oocNe« Treppenhaus Durch tvn Srweitenunashau itz Raum ge'chasten worden für rund 1000 Be'ucher. die in ausge-e. anoeordnEten Sitzanlagen tm Saal- parterre in Sm auf brr O npeme unter gebracht en Logen und in 5em «rnfchlie''enden Arng gut Plan ♦tnbm tonnen Vorführung«l • e tft ht-n sämtlichen Plänen aus m eintot dreier Weif« sichtbar Die Lrvffnungsvortzel.ung In dem neuem ^ul« Habet morgen nachmittag. 4 Uhr leginneiib, ftatt. '• Hohe Auszeichnung eine« Ar- beU«t»eteranen. 3» unterem gestrigen Bericht über die Ehrungen die dem HausdteTier Konrad Lenzel anlählich seiner bOjährwen Tätigkeit in der hieHgen chirschapotheke tutet! wurden, ist noch nach«utragen, bah auch der Oberbürgermciter tn einem Handschreiben amen» der Stadt den Jubilar beglück- wünscht« ur> th . z'.eichzeittg tim Spende übermittelte währ. > Pfarrer Mahr die ®.ud- toürH: e d r Ättv engmtiebt persönlich üb«:- bracht« und t l aderen Veteranen ber Arbeit «in "uch al» Andenken an ben IudUäumstag überreichte. " Die Zißigkeit itz wichtiger al« die A t ch 11 g k e t i' So benlt Sfienbai ber -rr- aubaeber i ,:wr neu n PreHekorrefpvnbenz tn (?i< ren. StHer .gewissenhaft»" Bench- crstaNer bringt es nämiiQ l.'rtig über M am morgigen Prmner»! ■ j albend hier tzattsinb«nbe Svmphviiie-Konzer. d»A KonzeN-Ber.nns bereit« I am vorgestrigen Montag in her ,® e - . herner 3eItung in Gebern lolgenben Beuch« erscheinen za lallen .Am Dr in.rstag wartete ber btrüge KonzeNoerrin mit e ncm Svn.- pho ie-Krnz»rt he» yraaffurler Symphonie- Q-chester« au« Al» Solist nxir Prof. 3riebr ier-A)ien Älatnen gewonnen worben. 3ur Tiirbielurg kamen 'Zierte von Ded r. Schumann unb Brahms. Tie Veranstaltung brachte einen aaliervrdcnllichrn Kuntzgcnuh." Zu dies«: Xeforb- 1 eilrung «ine» Acporier». her nächsten« auf dem _®eherner Anzeiger' nur ar ttulieren. Ob aller- btne« die Le'rr diese« Blatte« mit einer solch .zuverlässigen Benchterstattung »ulriehen fein werden, da« steht aus einem anbem Blatt. Äfler Nürnberger über die ZenlmmspoM. Di« ® leftener Zentrumspartei eröffnete am Monlaga^cnä mit einer gut befucht.-n Versammlung tm Katholischen Ver< u.hau» ihre Lahlbetr?gung zur bevorstehenden Landtagswahl. Der DorfiYenb« h.r ®;cftener Zentrum«- Ortsgruppe Landgerichivral Keller, betonte in seiner 4.nfflftrungbiin1 pradx, das Zentrum sei keine konseffionelle. sondern e.n« politisch: Partei. Auch Angehörige anderer Kvnfe,i?nen g.'hörten ber Partei an, richtig sei alleriMng«. haft bi« Kacholitv-n hier in erster Linie ihre Snierefscn gewahrt sähen. Was da« (Zentrum eine, sei die Idee der christlichen Dollsgememschaft. Da« Zentrum wolle bie’m Wahlkampf mit Würbe führen, immer müsse In fe ncm Verlause.daran aedacht werben, haft ein grosser Teil unsere« Hessenlan"e- von sremdeii Trupp.rn besetzt sei. Ministet des Innern und der Justiz ftirnberger ergriff nunmehr al« Zentrum« krech«: t.» Won. ör be oute einleitend, er wolle fe ne der üblichen Wahlag tationSreden ballen, denn derart gc 'leben 'eien unwürdig be« Aebnec«. aber < ) unwürdig der Zuhörer. Bei der Ab st ung treib« jeder Wähler Politik im höchsten Sinne de« Wortes, übe er wesentlichen Sinflutz auf die Belange de« Staate« au«. Deshalb fei da« Wahlrecht Wahlpflicht, benn al« Staatsbürger sei jeder verpflichtet, am Wohl be« Staate« mitzuwirfen. Der Aedner ging bann kurz auf b.e Geschichte der Zentrumspariei ein. die vor vielen Jahren eine Abwehrpartei der Katholiken gewesen sei. Im Lause her Jahre sei b.e Zentrums- Partei aber über bie’e Abwehrpol tik -nett hin- au-gegangen. sie sei heute eine Staatspartei in eminentem Sinne geworden. Da« Zentrum wolle dafür Sorge tragen, baft jedem 4hristen di« Möglichkeit her AeligionSau»Übung gegeben und haft der Kirch« zum Wohle de« i-aazen ein Lebensipielvauni gegeben werde, ber ibr zukomme kraft götilichen und menschlichen Aecht«. Politik sei 2nbeit xum Wohle de« Staate«. Da« Zentrum wolle alle politischen fragen al« moralisch relevant lösen vorn Standpunkt de« christlichen Moralgeseye« au«, es wolle alle diese fangen betrachten und beantworten nach dem De'ste der chriftl'chen Moral, der Gerechtigkeit und mit beni Ziele ber Volksmvh!- fahrt. Diejenigen, die bte'e Fragen rein materialistisch lösen wollten, mühten scheitern. Zu den verschiedensten ragesfvagcu über- gehend, betonte her Redner fobann. das Zentrum let weder eine Link«- noch eine Rechtspartei, icnbem e» fei eine Mittelpartei, die Die Wahr- fteit überall such? und nehme und b;e Mitarbeiten wolle an dem Wieder aus st eg unfere« Volke«. Durch W-l'ons l'ekannte 14 Punkte feien wir beim faiedenSschluft 'chwer getäuscht worden, untere Kriegsgegner hätten da ihre Tk: 'Mvebun- gen uns gegenüber nicht gepalten Trotz dem mache Deutschland »ine Politik de« Frieden«. Stresemann mache eine sehr gulc au « wärtige Politik, aber fie fei genau diefelbe w.e die seinerzeit von Wirch und Ra» chenau betriebene. Wir müftlen toi'kn, baft all« Völker ber Welt eine von Bott gefehte Aufgabe hätten, wir rmiftten mtl den anderen Völkern u. nnnen. denn ber Krieg kn heute so furchtbar und so entsetzlich haft ein christlicher Vlonn e« ni^i nerantux rten könne «' -en Krieg zu- /Hdull.-H Deutftchland trage furchtbare Lasten c u • dem verlorenen Krieg« D^e Leistung nach dem D a w « « p l a n. dte von im« zu leistende Knegsentschä biguna fei fo hoch haft, wenn to.r sie nur «in Iah« nite zu zahle. brauchen, unsere dringendste Wohnungsiiot in ganz Deutschland mit einem Schlage behoben toerten könne, lieber den Ratto nali«mus fegte der Xcbner, felbskverstündlich sei. ba4) jeder Mansch sein Vaterland liebe, aber man dürfe in seinem Dai.rland auch keinen Bott sehen, man dürfe nicht glauben, baft alle«, was wir tun. red j sei. und alle«, wa« andere tun. unrecht se. Zur Flaggensrage Ivmertie er, jeder christliche Mann habe die Pf'.ich», die ge» fet...^'n Reichs!arben <,u ve pektieven Die Her- faffuna fe. un *r Grundgesetz, sie müsse un« heilig sein Antkel. bi* man nicht billige, mülle man perfu n auf aesetzlichem Wege zu löfen. Alle Defuhlssachen hätten hier aus dem Spiele zu Minister, es müsse eine Lösung gefunden werken, die Staat und Kirche befriedige. lieber da« Derhältni « zwischen H ef- fen und dem Reich« sagte der Aedner: Wir müssen hohe Steuern zahlen und unser Voran chlay hat ein D«ftzit Richtia ist. daft wir mit die höchsten Landes- und Kommunalsteuern in Deutschland bezahlen. Richtig ist. daft wir vor dem Kriege relativ da« zweithöchste ®in- lomn. n n Dcuvchland hatten und heut« da« zweitschlechteste Durchichnittseintommen tn ganz Deutschland Kein Wunder, baft sich unser ®in- fomrr.cn *o verschlechtert hat wenn man bedenkt. Mft un'cr Land zu 42 Prozent beft®t ist. darunter b.e w rt'chastlich besten Teil«. Schuldlos sind wir in diese finanzielle Rot geraten. Sollen toir aus dieser Rot heraus staatsrechtliche faaoen lösen? Wir ft eben nicht vor dem Bankerott Wir müssen vom Reich verlangen, daft uns. weil wir für da« ganze Re ch leiden, auch vom Reiche geholfen wird Da» ist kein Almosen für un». sondern e« ist ein Rechtsanspruch, den wir haben. Diefer Standpunkt wirb auch vom Reiche anerkannt d» todte ganz falsch, au« unserer letziaen Hot herau« zu staatsrechtlich ganz anderen Verhältnissen au kommen. Wir todocn bann in unserer Rot n»cht mehr Sudiekt. sondern Objekt. Sine ganz anber« ^raae ist b.e, oö die fleinen Staaten heule noch eine Sristen-l-erechtiaung haben. Daricher kann man sich ruh.g unterhalten, aber darüber v.rhandeft man auch nur. wenn man gle chberechttat ist Wenn toir f nanziell klar- unb gleichgestellt I nb, können toir lagen: toir wollen uns einmal überlegen, ob e« anher« werben kann Voraussetzung für eine Reuglieberung be« deui'chci Reiche« ist aber, daft Preicher, 'ich selbst aufteilt und wir unter ber neuen Regierung ein« eigene Selb st Verwaltung haben. Zur Beamt«nbesoldung«srage bemerkte der Redner, da« Reich könne auf Grund erfordern heute «tn« sorgsLltltz« lefUcbüM und SutzauLststlnntz. Gute Satzlelünngen sind nur erreichbar, wenn dl« Anzeigen iril)j?itig leniig oftegföe« meiden Der BnnOhmeschluft kür alle Anzelqen tm Gietzenei AnJeiger entfällt aus den Rach« mittag tot der Ausnahme. Smplehlung». anzeigen müsten, se nach Umfang und Satz- ichwterigbeiten. zwei dl» drei läge vorher bestellt fein. Rur mit Sorgfalt und dem notwendigen Zeitaufwand gesetzte Empfehlungen Wern öen ermiNlen ßrfolfl! des für da« Reich günstigen Ä.n, >..usgleichs feine Beamten höhrr des olden, xMnb.T und Gemeinden seien nicht altlid)er Belange könne nicht rdn roirtld} Hilidun Parleiei' »beitrogen werden. D>e auf di, rwur Wirtichöffparlei gesetzten ^„sfnungen ro ir- den sich nicht erfüllen, auch die fteisilche W'etichast»- Partei werde viel. Pflöck, zurücksi,cken mästen 3n unserem Parlament sei kein Platz für Minderh, n die Wählerschaft, auch bei den kommenden Wahlen zur 8entrum»part,l zu stehen, schloft der Redner |rlne mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Aueführungen Da eine flu»lprod)e nicht beliebt mürbe, find die Versammlung mit einem kurzen Schluftworf de» 'lierlommlungelewr», vondgericht»rat steiler, ihr CTnbe. Mein wundervolles Haar erbnnfe ich einer fostematifchen vstege mit lür eine tinftbunfl gentifli eine Vdiun-, non > ur in kt Waller Soürliche» Oaar wird danach von nachhaltiaer .'»äkle gefchmeibig und indH trister dar l®BA Wir wissen, was man von uns erwartet....... Und wie wir's immer gehalten haben, acht Jahrzehnte hindurch, so soll es bleiben: Weg» weiser des guten Geschmacks müssen die Eckstein »Zigarenen sein. — Was Eckstein leistet, das zeigt Ulmenried! die vollkommene JPfg.-Zigaretle aus Deutschlands ältester Zigarettenfabrik AM- Eckstein & Söhne - Dresden Tüchtige > mehl' vergessen! Lrdeuieude Fabrik 9747D Si!zum Bieichen« ohnegleichen! Ohne Qhtor! Modehaus Salomon Pfarrern erbeten. 2 MN Der Vorstand. 07718 Vermietungen | getroffen c [9750D kaufen. Plockstrafte 1) v. t. bnft bet V425D lert. ab 31 Täglich frifchl Größte Auswahl! 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Oktober 1927 Nr. 25 Zweites Blatt Kameraden preieiromon des Schweizer GchnftstellerS wollen Me Gvan u m • It batte, bic an Baukasten und schon stark nzyfferbm. Hessische Lande» DaS TtcubeffeOer für d«n Monat irovember erhalten den Gießener Anzeiger bis zum Monatsende kostenlos ins Haus gebracht. Bestellungen nehmen entgegen in Gießen die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers, Gchulstraße Ar. 7, und die Träge» rinnen, auswärts die örtlichen Dertncbsstellen und die post Äulturtämple ®laubtn tXr Mrdf» her Heinen belasten ohnehin her Nr Völker u, a Unser M und bbe cheistliche Lehre. tx«i DottStheater in ‘Berlin al» Dost engt Hm* Digk. da er aber verbinden war, übernahm (Benetali ntenhanl öbert diese Bolle, die er bereit» bei den 5eftffielen in Heidelberg inne* gehabt hatte Sein ®raf Strahl war ein Stabi- nettstück. Dicht von Vorteil für die gesamte Au|- iübmnfl war e». dah man sie in ein vällig un vom an tische» SKenengswand gekleidet unb Do- lorat innen zur ®r.nneninfl an den 1b? GecrurrSlag Heinrich von .Kleist» (ein Ritterfchaukptel .Da» Kä thchen von Heilbronn" «nifgefübrt. da» m Darmstadt feit vielen Jahren nÜÄ mehr gegeben worden war. Sntotgebeffen war da» Hau» stark besucht, und die lebendige Aus- ‘ rechrstNTtiqte Da» Inlevesse, namentlich durch die Öeifhm^m der Darsteller Da» Äätb- chcn von Ä;tth Stengel war ganz daS naive, sconuue und kcuschc De'en, wie e» der Dichter gcxndbnet hat. 2C3 Dr^s Strahl war D. Man» Strauh wieder in den Spielpian ausgenommen sehr eindrucksvoll. oolkspoiiti|chr, aber auch eine scha|t»pollti|chc Noirorndigkeil. 3n feinem Schlußwort sagte Buraerrnecher ■* • ~ baftild». n Faktoren :rotz ihrer vielfachen Verflechtungen mit ausländischem Kaoital nur noch dieser Losung zustimmen tonnen. IM# Ueberleguna ist sehr einfach Senn Wien erst wieder D U h a f e n de» Reiches ist und Oesterreich und das Gleich eine Wirtschaftsein, heil bilden, dann find die Staaten der Älrlnen die Holzöl? von DpieUeugfchachleln erinnerten. Stembeim» Lustspiel .Die Hofe" war ebenfal'.» in erster Linie ein Sarjtdlunneertoig, bet befonbet» von Paul Mal» hkh lUUurte-. Aoberr Klu pp (Ccarron» unD Hugo Keßler Mandelrtam- fow'e Bestie Hoffarth (2uHe Ma-ke > bestritten würbe Aus Dan Gebiete ber Operette hat das Landettbcater mit dem ,3ifleu nerbaron“ einen vollen Grsolg er* rangen. Darstellung. Regie ik'ivektor Dr Böhm knüpfte an die besten Traditimvn bietet Konzerte an; Bru cknerS 7. Symphonie erfuhr eine geradezu glän-ende ‘IS ebetflohe. 3m großen Hause deS Land-eSrheoter» veranstaltete auch die Städttfche Rkademie für Tonkunst khr erste» die»winleren nm Unter», chnung de» Wahlvorfchlage» der Svangelkfchen Bolf • • getneinschast. waren:ndustrie «geben, die ursprünglich nur hetm sche. jetzt aber auch Seemuscheln verarbeitet. Der Begru"her dieser Industrie war der Buch- Urauffübruna im Hessischen ianbeelieakr. Da» Hessische Lande»theater in Darmstadt bot an einem Abend die 'Bin- leSke von Igor Strawinsky ..Reineke FuchS", ten Sketsch von Marrellu» Schiffer .Hin und »iTucf4. Musik von Paul Hindemith, ha» Märchen von Benno Slkan .Die Prir- yeflm auf der Grb'e . Mustk von Ernst T vch unh die Pantomime von (Käte Eckstein .Oben unh unten Musik von Poulenc. Allen Einaktern ist die atonale Musik gemeinsam. im Grunde genommen fiang sie bei ben verschiedenen Komponisten nicht we'entlich anher# Sie entbehrte her Ch gen art und ist wohl am einfachsten durch die /Feststellung charakterisiert, daß sie höchst langwellig war. 'S* handelte sich um Htrnarbeit, am eine Musik, die (ich nur an ben Intellekt wende: Mit den Testen sah e» nicht besser au», fie krankten an der ®dtn- dung-armu: ihrer Berfas'er Am erträglichsten war rrxf) der S-inakter von Loch, doch auch hier fühlt man fich auf die Dauer gelangweilt. Da» letzte her Stücke, die Pantomime .Oben esflert w e Oesterreich Wie wenig Aeißung gerade aber die Nachbarn Oesterreich- zur (Erfüllung dieser liarberungen hoben, zeigen tu BonNungen de- e» Oesterreich nicht gelang, wesentliche Sneichtcrun- fen für fein< Ausfuhr, sondern nur Lrschwerungen ür die tich.'chifihe Einfuhr zu erreichen. Und dies, obwohl seit der Ioachtmstboier Konferenz ter Siel- nen Enterte ein neues Serben um Oesterreich, be- anders leitens der Tscheche, zu spuren ist am stärksten, feit Ungarn, dessen enge Verbindung mit Italien der Kleinen (Entente lehr unangenehm ifl. ihr die falte schulter zeigte Die tstrur.de für das Angebot einer engen wirtschaftlichen Bindung durch Einraum ing von SorAugs^üen liegen einwandfrei auf politischem "cbiete Frankreich sied: mit Sorge bas Bündnis zwischen Ungarn unh Ito bauten Frankreichs soll mit Hilfe Oesterreich:-, bas man gern, allerdings gegen einen Verzicht auf den Anschluß in die wirtschaftspolitische Front einreiben möchte, Ungarn tfofleren w* eflbpmDtm gegen Stehen stärken Frankreich kämpft den Kampf um den siidofteuropalschen Raum, In dem Italien sich fest- setzen will, heute auch gcaen England, gegen helfen Mitlelmeerpohtik es höchst empfindlich gewor- den ist Dem tschechischen Auhenminister kommen die sran-itzsisch n Wünsche sehr gelegen. Ein Nachgeben Oesterreichs, dem man dafür eine neue Anleihe ge- wahren würde, hieste einen wirtschaftspolitischen Block der Donauländer schaffen, die berühmte Donaukonföderation in anderer Gestalt mit der Spitze gegen Italien und das Reich. So kommt es zu der eigenartigen Konstellation, daß in bieiem Kampfe um den südosteuropäischen Wirt schaflsraum Ungarn.Italien und b a s R e i ch perlen, die in Deutschland wachsen. Bon Arthur Frank Kaufet Für ben Laken schmelzen bic Begriffe Perlen. Austern. Orient ,u einem zusammen^hörigen Ganzen zusammen. Cr kann sich bie Perle qar nicht ander» al» den südlichen Meeren entstammend vorslellen. und er ahnt nicht, dafi er gar nicht so weit in die Ferne schweifen muh. um Perlen suchen und finden zu können, dah. wenn er Deutscher ist. er d.e« sogar in feinem Vater- land erreiche i kann. Diese kostbaren Juwelen kommen nümlich nicht ausschlichlich in verschalen- tierm. wie j. B der Seeperlmuschel, der Lister und der Mlee-mulchel vor. S» haben auch einige Sühwassermulcheln. vor allem die ziuhpeiLnu- schel deren Heimat Deutschland ist. dir sonderbare Gewohnheit. Fremdkörperchrn d.e zufällig zwilchen Schalen und Tier geraten, mit kon- Zentrischen Schichten aus den llvfonderungen be» Mantels zu umgeben und fo im Laufe der Jahre die begehrten Perlen zu schaffen. Defe ^lust- perlen finb zwar nicht allzu häufig, können aber in solcher Vollkommenheit vorkommen und weilen manchmal einen solchen Schmelz und Schimmer auf. das, sie selbst ein gewiegter Kenner von oriental.lchen nicht unterscheiden kann. Allerding» enthalt nur ein sehr geringer Prozentsatz der gefif4r.cn Flustperlmulch ein Perlen von fo guter Qualität. 3n der Regel f nd unter 1000 gefischten Flustperlmuscheln bödmen» zehn .periträchtig', da» waven also ein Prvien: Das ^ahlenverhältni» zwischen geftfchten Muscheln und erbeuteten guten Perlen ist aber noch viel ungünstiger, da grüne, rote, gelb^ braun: und schwarze Perlen lehr häufig Vorkommen Diese Haven aber einen weit geringeren Wert. Jedoch hat man beobachtet, dah üch farb.ge Perlen. wenn man Die Muschel samt Inhalt wieder in» Wasser setzt, im Laufe der Jahre in weihe verwandeln. Ein sicheres. äuheieS Kenn.zeichen. aus dem man auf das Vorhandensein von Perlen schlie- hen kvmlle. ohne Die Muschel zu offnen, gibt cs nicht, doch erklären die Perlfischer, dah Die .Weißrinne", eine charakteristisch geformte Vertiefung an der Auhenfeite Der Schale, auf die Anw: n".elt von Perlen Deuten soll. Sic Zluhperlmuschel und ihre Perlen sind schon seit Jahrtausenden bekannt, doch wurde in Entente o • ■ Meter «ckchängtg und nicht gekehrt. Such Vie rfterrrtmlld)cn Dittschaftler sehen klar und denken nüchtern. Sie sehen, wo ber öslerreichische Vorteil liegt unb werben keiner Losung zusttmmen, welche die Diplomaten wollen, bie aber oer österreichischen Wirtschaft abträglich ist. (Eine Do- naukonföderotton nach Frankreichs unb ber Tschechei geheimen Wünschen m3 re so ober so ber Strohtob ber österreichischen Volkswirtschaft Benesch mag sich noch so gegen den Anschluß strauben unb selbst bie Unterstützung gewisser subeienbeutscher Politiker her- anziehen, um nicht in eine Zange zu geraten — ber Anschluß kommt zwangsläufig als eine und unten" von Poulenc erlebte ihre Urauf* lührung. f.e ist ein geistio'.e» Machwerk Ausstattung und Trr^tcy.un.) waren aber au»ge- »ittchner ihnen galt auch nur der Beifall de» Publikum», Da» sonst nicht mit MlhfallonS- äuf" mmge: über den Abend während der Pausen zurückhielt. Seranige BübnenerDer merte wie die Wrhl der vier $:natter. die nur einem Kreise intellektueller zuliebe gdQcb Ine Finanzen De» LandeStheaterS, die qab in einstündiger Rede die Aniwon auf die Stage .Darum grimbefva wir vor ach: Jahren tn Der - chweiz eine evangelische Par- : e i? ®» sagte u a.: Der Vl. «erialismu« und die Dewimlluch« wirkten sich nach dem Weltkriege voll au». Wir wollen Die Lehre Öfcriftt aui d e Pollttk anwenden und bat» Thn'trnru.n zur Tat werden laften Büvgeriiche iowohl iric auy Sozialdemokratie Unb r.uiter.ell: Park' ie i. beide i>edeigen i.ur winfchaftliche Probien«. Die in vre llmflefidliung De» Volköll'rpen» IV ■ i;:xnMg. He verlangt Opfer und -nt'aguna, de» einz Inen, loyale -11) iDeutlcbnalionai) glaubt. Das» die evangtb1 be Sache Durch lewe Partei genügend Dtrtr« ten fet und bttztichnet DU Aufwertung al» ein *2-.erf Der hiicrnationalcn Hochfinanz Kreisfchulrat Fischer wandte Ilch gegen letztere Behauptun-i. da wir in sener Seit deutschnational'' Vl nist -r Lprcthftondcn der Redaktion. 12 bi, 1 Ufer mittags, 5 bie 7 Uhr nadjmillagt. Samstag nachmittag geschlossen Jür unverlangt tingefundle 2TI a n u | f r l p I f ohne brlgefüglt« Rückporto wird keine Gemäht übernommen Untelgenaef träge find lediglich an die Geschastsstellc zu richten. früheren wahren au-gefprochene Raubwirtschaft getrieben Man machte c» genau fo. nrLe man e» noch heute Iti der Gewinnung der Seeperlen macht, t Stete die Muscheln und untersuchte dann erst die töten Viere Da» war natürlich so un- wirtschaftlich wie möglich unb ganz dazu geeignet, die Muschelkolvnien vvllstän>g zu vernichtrn. Leit imqcfäbr fünf Jahrhunderten werden aber Die Flustverlmulcheln ;n Deutschland, d. h. nämlich in den in Betracht kommenden Gebieten w.e Badern. Oberfranken. Sachken. systematisch gehegt und Und -Rron. gentum besser gesagt Staatseigentum de» betn’ftcnbcn Lande». Man erfanD ein Verfahren Die Muscheln mit geeigneten Instrumenten zu offnen unD ihr die Per.en zu entnehmen. ohne dabei da» Tier zu verletzen, und setzte die gelcecte Muschel wieder au«. Die dabei verwendeten Instrumente sind mehrere Jahrhunderte alt und haben sich merkwürknaerweife In fast unveränderter Form bi» auf ben heutigen Tag erhalten. Der Vorgang bei Der Perlenfischerei ist sehr einfach. Die Muscheln werden vom Fischer tn ein nr.i Dasier gefüllte» Defäh gesammelt, mit der Perlenzange geöffnet. Die Perlen herauSge- nommen, mit dem JHunD von dem ihnen anhaftenden Lchlcim gereinigt und dem Kontrolleur übergeben. Die Schalen der untersuchten Muscheln versieht man mrt einem Zeichen und fetzt dann dir Muschel wieder tn den Bach Die Perlgewäsier sind in eine Anzahl Reviere e ■.geteilt, deren jede» alle 12 bi» 15 Jahre einmal adgefifch« ttnrh Oefter ist hie» nicht an- gängig da Die Muschel nur in kalkarmen Gewässern lebt und daher lange Zeit braucht, bi» der Mantel die zur Perlenblldung erch>teutich, zu iD.rben. Jlod) in keinem Sommer traf man ir zi'tcn wie m ten «Ipenfäntern soviel «äN- au» dem .R Land, die den Städten diese Aufgaben aufbürden, überdies, ohne ihnen die Einnahmen zu gewähren, die xur Deckung dieser Ausgaben erforderlich sind. Aach den Berechnungen deS Deutschen StädietagS sind 85 Prozent aller kommunalen Ausgaben zwangsläufig. Unter den öffentlichen Aufgaben steht in der finanziellen Auswirkung heute die Wohlfahrtspflege weitaus an erster Stelle. Die hier erscheinenden Zahlen zeigen deutlich, wie ungeheuer groß die Lasten sind, die alS Kriegsfolgen von ber Städten >u tragen find. 3n Gieren betrugen die Kosten der Wohlfahrtspflege im 3afyre 1914 — 83 000 Mark unö 7 Prozent der Steuereinnahmen, im Jahre 1927 dagegen - 999 900 Mk. und 60 Prozent der Steuereinnahmen. Die Ausgaben stiegen also um 1103 Prozent Schon die durch das Vorhandensein eines beträchtlichen Fehlbetrags geminderte finanzielle Leistungsfähigkeit, sowie die besonders in den erheblichen Kosten ter Wohlfahrtspflege sich auswirkende Belastung der Stadt Gießen mit öffentlichen Ausgaben haben die Stadtverwaltung zu der Erkenntnis geführt, daß eine andere Aufwertung, als die vom Gesetz als Regel angenommene, nicht vertreten werden kann. Das Gesetz bestimmt für die Ablösung der Gemeindeanleihen als Regsl die Rückzahlung mit dem fün- fachen Betrag deS Rennwerte- (12,5 Prozent) und die Tilgung in 30 gleichen Jahresraten. Die Stadtverwaltung hat selbstverständlich die Frage einer höheren Auswertung eingehend geprüft und Berechnungen darüber angestellt. Der Aennwcrt der Ablösungsanleihe betragt rund 600 000 Mk. Gr ergibt sich auS folgender Berechnung^ 1. Anleihen gegen Ausgabe von Inhaberschuldverfchrei- düngen bis 1. Januar 1919 2. Anleihen gegen Ausgabe von Schuldverschreibungen auf den Inhaber von 1919-1923 3. Darlehen gegen Schuldschein usto. biS 1. Januar 1919 4. Darlehen gegen Schuldschein usto. vom l. Januar 19tt) ab zusammen Aomtnalwert tPapiermark) Umgerechnet auf Goldmark nach reich-gesetzlicher Vorschein 20 400 200,- 270 500000,- 600 000,- 575 431 218.50 20 400 200.- 2392 167,79 489 600,- 753 613.31 | 866 931 418.50 24 035 581,10 lllmmt man nun für die Goldrnarkschuld von 24 035 581,10 AN an, daß nur Auswertung nach dem Gesetz über die Ablösung öffentlicher Anleihen und nut Altbesitz oder Behandlung al» Altbesitz in Frage kommt und läßt man unberücksichtigt, daß AblösungSanlcihestücke nur bei einem Besitz von 500 Goldmark auSgehändigt zu werden brauchen, so ergibt sich folgende Berech- nung: Für 24 035 581.10 Mk. Schulten ist eine Ablösungsanleihe von 2 5 v. 55. auSzugeben. Die» ergibt einen Aennwert der AblösungSanleibe von 600 8 89.5 2 Mk. oder rund 600 000 Mk. Die Gesarntaufwenbungen an 3 1 n - s«n und Tilgung betragen bei Tilgung in 30 3ahr«n unh bei Rückzahlung de- fünffachen Renn- werte- (Aufwertung 12,5 Prozent) - 5 325 000 Mark Id Rückzahlung des 7.Aachen Aennwert» lAu>.rertung 18 Prozent), wie fie die Be^irkS- sparlafse Gießen vorniinmt. würden die Gesamt- ' c c-^003 T.lt. betragen Ein« Auswertung von 18 Prozent würbe somit die Stabt Gießen verpflichten. 2 3 4 3 00 0 Mk. mehr aufzuwenben. Die Stadtverwaltung mtobte diese Mehraufwenhung von 2.3 Millionen Reichsmark der Bevölkerung nicht zumuten. Sin geringer Bruchteil NM Betrage», zum Bau eine» RentnerheimeS für alte, ruhebedürfttge Gießener Kleinrentner verwendet, würde eine zweckdienlicher« G«!daufwen düng frar- ffellen. Wer eine höhere Aufwertung vornehmen Will, muß sich mit größtem Srnste die Frage stellen, und sie auch beantworten, auf welcye Weife die durch eine höher« Aufwertung entstehenden Mehrausgaben gedeckt werden können. Diefe Deckung kann felbstversiändlich nur innerhalb der Betrieb-rechnung erfolgen da eine Deckung au» BermögenSrnttteln unzulässig ist. Die Stadtverwaltung, der e» nicht leicht gefallen ist. nur die regelmäßig« Aufwertung vor- zuschlagen. bat genau erwogen, ob eine Deckung er Mehrausgaben für erhöhte Auswertung im °aufe der kommenden Jahre möglich i>l; fte ist dabei zu eitern verneinenden Ergebnis gelangt. Die Deckung könnte nur erfolgen 1 durch Steiaerung der Einnahmen ober 2 . durch Beschränkung der Ausgaben. Zu 1. (Bin« Steigerung der innah mm in nennenswertem und vertretbarem Unsang ist nicht möglich. Eine wesentliche Erhöhung der Betriebsüberfchü'se der städtischen Betriebe erscheint ausgeschlossen, wenn nicht eine unhaltbar« Finanzwirtschast bei den Betrieben etntreten soll. Sn den Krieg-- und AachkrieaS- jähren konnte eine Erneuerung der Betriebsanlagen. Maschinen, Gerate usw nicht vorgenommen werden. Aunmehr sind diese Anlagen derartig verbraucht, daß größere Erneuerungen unaufschiebbar sind, wenn nicht die BetrieoS- sicheeheit gefährdet werden soll. Diese Erneuerungen sind nach gesunden kaufmännischen Grundsätzen vorzunehmen durch Abschreibungen, d. h. durch Rücklagen, die auS Betriebsmitteln in einem SrneuerungSstock gesammelt werden. Wer- den diese Rücklagen zwecks Erzielung größerer Betriebsüberschüsse beschrankt, so fehlen eben die Mittel für di« erforderlichen Erneuerungen und Ergänzungen, und e- tritt, abgesehen von dem Mangel an Betriebssicherheit, der Fall eine- unwirtschaftlichen Arbeiten- der Betriebe ein. Del dem raschen Fortschreiten der Technik, dos Umstellungen und Aeueinrichtungen technischer Betriebe jeden Tag erforderlich machen kann, dür'en die Betrieb« k«ine.'fa!lS ohne ErnenerungS- fttoke gela'fen werben. Ein« Beschaffung der für Erneuerungen und Ergänzungen nötigen Mittel durch Kapttalausnahme würde bei den heutigen hohen Zinssätzen die Wirtschaftlichkeit erheblich gefährden, Höhere Betrieb-überfchü'se durch Sr- vöhung der Preise der Erzeugnisse (Gas. Wasser, Elektrizität zu erzielen, wird sich keineSfall- empsehlen. Da die Zurstcksührung dieser Preise auf den FnedenSstand wesentlich zur Belebung des DirtschastSlebenS unserer Stabt beigetragen bat. n-dtv eine Unterbrechung dieser Emwicklung nut bedauerlich. Auch au- dem umfangreichen städtischen Gebäude«. Grundstück- - und Waldbesitz können höhere Erträgnisse in den nächsten 3ahr«n ntd)t «Noartel Mieten für Aeuwohnungen ist ausgeschlossen. Ob bie Altwohnungen in Zukunft höhere Mieten erbringen werden, vängk von der Regelung ab. die da- Reick trifft; etwaige Mieterhöhungen würden überdies durch die stetig steigenden Unterhaltungskosten für Altwohnungen zum großen Teil wieder aufgetoogen werden. Eine Steigerung der Einnahmen aus dem Grundstucksde'itz erscheint ausgeschlossen. 3m Gegenteil bei allen Verpachtungen gehen die Angebote zurück, der Erlös auS Grasnutzungen finkt bei der Umstellung der Fährbetriebe auf Kraftfahrzeuge immer mehr. Bei den in den letzten 3ahren im 3nter» effe der 6laötertoeiterung notwendig gewordenen ErundstückSanküufen überschreiten fast durchweg bic Kapitalzinsen für die Geldbeschaffung die Erträgnis ‘e Auch eine Steigerung der Einnahmen au- dem DaUtbefitz ist kaum zu erwarten; es steht fogar sehr dahin, ob die Holzpreise auf ihrer jetzigen Höh« verbleiben werden. Sonder- fällungen für den Schuldendienst find gesetzlich unzulässig. Auf dem Gebiete der Steuern ist eine Erhöhung der Einnahmen nur sehr bedingt möglich. 3n welcher Höhe die Anteile an der Reick-- dnfommen- und KörverschaftSsteuer den Siäd:en überwiesen werden, hängt ganz von der Gesetzgebung des Reiche- unb des Lande- ab. Da diese Gesetzgebung sich biS jetzt den Städten wenig geneigt gezeigt hat und ««Ibst die eindringlichsten Forderungen der Städte um Erhöhung ihrer ©teueranteile nur Abweisung erfahren haben. so ist die Aussicht lehr gering, daß durch erhöhte 3utoetfung von Reichs steuern die Einnahmen der Städte gesteigert werden, so notwendig diese Erhöhung auch er'ch int. Die Re chS- regierung hat vor wenigen Tagen erklärt, daß der gegenwärtige Finanzausgleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden bis an die Grenze gehe, die das Reich noch vertreten könne. E- bleibt daher den Städten nur der Zugriff auf die Realsteuern lGrund- Gebäude-, Gewerbesteuer), obgleich auch auf diesem Steuergebiet« durch das im Entwurf vorliegend« Skeuervereinheitli- chungSgesetz starke Bindungen und durch den Einbruch der hesfifchen Lande-gefetzgebung in diese bisher den Kommunen ausschließlich vorbehaltene Steuerquelle große Beschränkungen den hessischen Städten erwachsen. Grund- und Gcbäudebesitz. 3ndustrie. Handel und Gewerbe über die Grenze der Leistungsfähigkeit zu belasten, lehnt die Stadtvcrwalttma ab. Die Realsteuern sind in Gießen in den letzten Jahren so bemefTcn worden, daß sie unter dem Durchschnitt der übrigen größeren hessischen Städte geblieben sind. Diese Maßnahme hat. insbesondere in Berbindung mit der Zurucksührung der Preise für Elektrizität, Gas und Walser, dem Wirtschaftsleben unserer Stadt einen Antrieb gegeben und feine Entwicklung gefördert. Diese Aufwärtsbewegung durch eine notwendig werdende allzu starke Anspannung der Realsteuern zu hemmen, wäre bedauerlich. Immer wieder aber muß betont werden, daß auf dem Gebiete des SteuerwesenS nach Lage der Gesetzgebung die Realsteuern den Städten die Hauptmöglichkeit bieten, Einnahmesteigerungen vorzunehmen. Bei Untersuchung der in den nächsten Jahren $ur Verfügung stehenden Einnahmen fallt stark ms Gewicht, daß die Sondergebäudesteuer in den nächsten Jahren gesenkt und später ganz abgebaut werden wird. Das vorliegende Gebäude- Entschuldung-steuergesetz sieht bereits vor, daß die Werterhaltungssteuer vom 1. April 1931 ab auf die Hälft« ermäßigt wird und vom 1. April 1934 ganz fortfallen soll. Mit diesem Fortfall müssen di« Kapitalzinsen für Woh- nungdbauten, soweit fte letzt auS der Sonder- fteucr abgedeckt werden können, auS allgemeinen Steuermitteln bestritten werden. 3u 2. Sine Beschränkung der Ausgaben erscheint kaum möglich. GS sei zunächst wiederholt daran erinnert, daß nach den Berechnungen des Deutschen StädtetagS 85 Prozent aller städtischen Ausgaben zwangsläufig« fmd. Di« Stadtverwaltung ist in den letzten 3ahren bei Ausstellung der Boranschläge nach dem Grundsatz äußerster Sparsamkeit verfahren, und die Stadt- verordneten-Bersammlung hat dies bei Verabschiedung der Voranschläge auch stets rückhaltlos anerkannt. Selbst dringende Verbesserungen sind zurückaestellt worden und zahllose Wünsch« aus dem Kreis« der Bevölkerwig unerfüllt geblieben. 3m Haushaltsplan der Stadt Gießen stellen die höchsten Ausgabeposten dar die Ausgaben Wohlfahrtspflege. Schulwesen, allgemeine Verwaltung, Straßenunterhaltung. Straßenreini- gung und -beleuchtung, sowie für den Kapital- und Schuldendienst. ^Bezüglich der Wohlfahrtspflege beruhen die Äuswendun;cn für Klein- und Sozialrentner, Kriegsbeschädigte, ÄriegerbinterbtiebeiK usw. auf gesetzlich e Verpflichtung. Wenn die wirtschaftlichen Derhält- niffe keine rasche und fefyr entschiedene Besserung erfahren, wird mit einer wesentlichen Verminderung der Ausgaben für Wohlfahrtspflege kaum gerechnet werden können. Arich die Ausgaben für das Schulwesen muffen fowohl bet den höheren Schulen wie bei den Volks-, Fortbii- dungs- und Fachschulen von der Stadt auf Grund gesetzlicher Verpfllchlung geleistet werden. Wie groß die 3urfkfbaltung in den Ausgaben hier attoefen ist, erhellt au- der Tatsache, daß da- feit vielen 3ahrvn allgemein und dringend emp- sundene BedüriniS nach Verbesserung der Raum- verhältnisfe für Volks- und FortbildungSfchule bis heute noch nicht befriedigt ist. 3n den Ausgaben für allacmcine Verwaltung treten hauptsächlich die Besoldungen und Vergütungen, sowie die Kosteit für Materialbeschaffung in Die Erscheinung. Hinsichtlich der Besoldungen folgt die Stadt dem Borchen von Reich und Staat, und fie wird die- auch fernerhin tun müssen, um sich einen brauchbaren Personalbestand zu Nchem. Dabei hat auch auf d.efcm Gebiet die Stadtverwaltung äußerste Sparsamkeit geübt, so daß die PersonalauSaaben in der Stabt Gießen, auf den Kopf der Emwvhnerzahl berechnet, ziemlich erheblich unter den Pcrsonal- auSgaben der übrigen größeren hesfifchen Stäb!« verbleiben. Die Straßenunterhaltung konnte während deS Krieges und in bcn ersten Jahren der RachkriegSzeit nur äußerst mangel- hatt erfolgen Hier>uret) sowie durch di« wesentlich stärkere Qtonutyung durch di« Lastkraftsahrzeuge sind di« Straßen in einen Zustand geraten, der dringend der Abhilfe bebar*. Einsparungen auf diefem Gebiete sind daher ht Zukunft schlech- terö ngS unmöalich D^ih die Aufwendungen der Stadt für 6traDenreinigung und -beleuchtung s>ch nur im Rahmen deS Allernotwend'.gsten halten, bedarf keiner weiteren Ausführung. Die fast täglich auS dem Kreide der Bevölkerung vorgebrach- ten Wünsche nach vermehrter Tätigkeit der Stadtverwaltung beweisen, daß Ersparnisse bei diesem Be rtDc I t un gS zweig e nicht verantwortet werden können. Eine B«sä)ränkrmg der Ausgaben für Kapltalzinsen und Schuldentilgung ist selbstverständlich unmöglich 3m Gegenträ ES werden hierfür in den nächsten 3abrri bedeutende MehruufWendungen unumgänglich fein. Für Beschaffung weiterer Schul räum« hat di« Sradt- v«rvrdn«tm-Berlammlung 2 Million« Mark he willigt- Diefe QLuftonbung rst di'kngetiv not- wendig und erfordert allein schon eine M^r> auSgabe an Zinsen von etwa 180 003 Mark. Die unaufschiebbare Erschließung weiteren bau retten Geländes, die Herstellurrg neuer Straßen und deren Versehung tmt Kanälen, GaS-. Watterund Weftri >:tät*ir.nmgcn erfordern gletchtallS einen erhöhten Aufwand für den Kapitaldienst. SS wird vielfach zu Llnrecht behauptet, bi« Lage der Städte habe fich gegenüber der Vorkriegszeit auf Grund des Wegfalls oder der Ermäßigung der für Zinsen und Tilgung von Anleihen auf zutoendenden Beträge wesentlich verbessert. Do» Gegenteil ist der Fall. Allein bw von der Stadt zu tragenden Lasten auS dem verlorenen Krieg betragen mehr, tote der Ausfall an Kapitalzin'en und X Igung auSmacht. Rachsteher de Zahlen mögen dies beweisen 3n 1914 waren von der BetriebS- rechnung für Zinsen und Tilgung au!te si« insbesondere auch in einer freiwilligen höheren Aufwertung liegen, fotocit Wit nur irgend möglich zurückstellt. Die Ausweriung-fvoge kann, wie all« Finanzfragen. niemals vom Standpunkt de- Gefühls. sondern nur von dem Standpunkt der ösfentlich-wirüchaftlichen und privatwirttchaft- lichen Mögliä>ke ten au- gelöst werden. E- muß dabei die gegenwärtige und künftige Lage de- öffentlichen Gemeinwesen» ebenso geprüft werden wie die Möglichkeit, ob diejenigen, welche di« Lasten einer erhöhten Aufwertung zu tragen haben, hierzu auch imstande find. Alle Absichten höherer Aufwertung finden ihre Grenz« an dem Wohle der Gesamtwirtschaft, das den 3ntrrt*fcn einzelner Gruppen vovanzugehen hat. Die obige Darlegung der gegenwärtigen und künftigen F.nanzlage tor S adl, in-befondnee d^r Umstand, daß der vorhairdei« Fehlbetrag unter allen Umständen aus laufenden Rkitteln vor Uebemahme weiterer freiwilliger D rrf ich.ungen demnächst abgedtckt werden muß. führen di« Stadtverwaltung zu der unabtocUbaren Heber- -euguna, daß eine höhere Aufwertung. alS di« vorgeschlageTie, von ihr nicht verantwortet werden kann. Di« Stadtverwaltung richtet daher an die St adl verordnetMi-Versammlung daS dringeud« Ersuchen, wegen der AuSwlrNlng auf die Zukunft die gestellten Anträge besonders ehtg herb zu prüfen und ihnen zuzustimmen. Zu den weiteren Anträgen wird foigentoS bemerkt: Roch den Bestimmungen des Anleiheablö- sungSgesetzes besteht ein Anspruch auf Umtausch alter Ailleihen tn AblbfungSanleiheftücke nur. soweit der zu gewährende Betrag der Ablösung San leihe 12,50 Mk. ober ein VielfackeS di- von auSmacht. Da die Ablösungsanleihen Im 21 ermbetrag von 2.5 v. H. des Goldwerte-, den die umzutaufchenden Markanleihen zur Zeit ihrer Begründrmg hatten, zu getvähren sind, besteht ein Anspruch auf Aushändigung von Anle.he- ablöfuiiddftuden nur beim Besitz von vollen 500 Mk.. 1000 Mb. 1500 Mk.. 2000 2HT usw SS fällt also Besitz unter 500 Mk. aus vt ' 0 sollen au» die Betrüge zwischen 500 W., 1000 Mk.. 1500 Mk. usw.. weil sich die gesetzliche Anvrdnurtg sv auSwirtt, daß auf voll« 500 Mk. nach unten abzurunden ist. Diese Regelung bedeutet für den Kleinbefitz eine aufl- r- gewöhnliche Härte. Die Stadtverwaltung fchläit deshalb, dem Vorgehen vieler Städte folgend, vor. bcn Besitz unter 500 Mk. tn bar ab*u- finden. Ebenso hält eS die Stadtverwaltung hir nicht angebracht, die Zwischenbeträge zuungunsten der Gläubiger von der Auswertung gaiu au-zu- fckließen. Wenn jemand z D. den Besitz von 700 Mk. angemeldet hak. so (arm er nach der gesetzlichen Regelung nur 12,50 Mk Anleihe- ablösungSstücke erholten DieS entspricht etvem Belitz von 500 Mk. alter Anleihen. Der Betreffende würde alfo mit 200 Mk. Wert aus- sallen. E» wird deshalb vorgeschlagen, auch Mete Zwischen bet räge in bar abzufinden Um weiter hin den bedürftigen Anletbebcsttzcm Geiegenhert zu geben, möglichst bald auS der Aufwertung bares Geld zu erhalten, wird vorgeschlagen, daß auf Antrag beim Belitz von mcht mehr als 1000 ML alter Arlcit>n und einem ZahresZnkommen. dns 1500 Mk. nicht übersteigt. Barabttndung getodbtt werden kann. Diese Barabftndungen können aber nur erfolgen, lvw«'t Altbeiitz In Frage kommt. Die Barablökung foll nach Aufsnttung der Stad'vcrwoltuna höchstens 12.5 Pro«, betragen. Biele Städte hoben nur mit 10 Proz tn bar abgdöft. Die foforti-Te ^etzahlung von 12.5 Prvz. in bar bedeut«« ^genüber der gesetzlichen Regeluna ein wesentliches Entgegenkommen. Eine Ueverschre>tung dieses Satzes wäre nicht gerechtfertigt. Dr. Keiler. Aus bem Amtsvei-kündigungsblatt. • Das AmtSverkündigungsblott Rr 76 vom 25. Oktober enthält Der Gefchätt-- gang bei dem Kreisamt Giel rn. Di« Wahlen zur Honöw«rkskammcr im 3 ab re 1V27 Dienst- nachr chtcm Rundfunkprogramm. Donnertlog. 27. Of1ob«r. 13.30 bi» 14 30 Uhr Uebertragung von Rastel: Äitlaiskonzert der Ralteler Housk«peUe. 15.30 bl» 16 Uhr: Die Stunde der Jugend. 16.30 bi» 17.45 Uhr: Konzert de» -ousorchester». Nkdert Lortzina. 17.45 bi» 1RQ5 Uhr: Die -escftunde 18 30 di» 19 Uhr: Uebertragung von leflef: „Stondordisierun- non Milch und Molkereiprodusten'', Vortrag oon Vr Sprenger. 19.30 Uhr: Uedertroguna au» dem Staat theaker Darmstadt .Kultus Casar , Oper von Händel. Vnlchlleßend: Schubert und Goethe. m t>of2rw •9 m trta ßa|! ’flt Leif! »MM, vtz ' freiwilligen hvh> lt Vie nur irgend Ihttow SS8 •3*5 MZ und ta* b» ^ge toriSS • Sa^Mdrr» Stilen: itttt*. ^gung Mk, 630 005» 77^-A nd für ich» auten) 999830 "«»fwii ö bet,«i Ke Ä“! * inn, wie oHt ». anüpunkt M 3t» n Ltandpunk? da Privatwirtschaft- H werden. Ss mu| Nti» Lage H m't> YYM wtt .-a Migen, welche bw weriung ju tragen lind. Alle W'ich.en ihre Drenje an de« das den 3nitrt,lfli hat. c gtgenvänigrn unb löt, InJWonb’K trx ne Fchibetraa unsn tnden Mitteln ooi liget D.rpf/ch.unarn i mch, führen bii abwcisbaren Hebe* lufrx'Ttunq, all btt oaranttD.T.cl werden richtet daher an die ng Mi bringet* rrung auf bit Ju» WmifrM* mg-fotf* nmvn. jen M W’k* a bei i-mch auf Umtr.-'i ngsanleihcftüct- m-r. « Betrag der D» er ein Maid da« lblöfungsanlcihen n des VvldwcNes. b n währen ftnb, bc.^i digung von 2nie.. - a W fo" M. 200) MM xö M aus ...o fischen . 5*35« äSS; ^rvalwng 'ch-2-r MSM.e ^; M. in b« adp- Htadlvervallung n« enbettäy i ____ - nach der 'i *® ■ 2Inl(iN-J' «I-. 2«® ^„4 M* g&5 'ahr2ä?e®y ISS&JS io* x*r geikd Dr. ünbi^^att ^thLtt' % Sok« E K. , 5ahr^ „aran«n- SU-« e modernste REEMTSM A-WERK ALTONA-BAHRENFELD Cigarettenwerkstatt der Welt (Lieferantin vieler ausländischer Monopole und Staaten) bezeichnet als ihre Spitzenleistung die CIGARETTE REEMTSMA OVA. 4 M. LI i Et WK yS-t Mi 736D eine Ladeneinrichtung, bestehend au» Theke mit Glasaufsay, drei Schranken mit Schiebetüren, einen sileiderjchrank. ein Dcrllfo, ein Sofa mit zwei Sesseln, einen Waschtisch, einen Schreibtisch, zwei Trumeauspiegel. einen Zimmerspiegei, zwei Zimmertische, mehrere Stühle, drei Sthreibmaldjinen, eine llahmasthine. nne Ständerlampe, komplette knchen- schränke, mehrere gut erha lene Offen, einen fall neuen Dauerbrenner, iwl Badewannen mit Ofen, einen Vritschen- wagen, ein Büfett, eine ftrebenj, einen Au»ziehlisch, mehrere Vellen, Herren- und Damenräder, einen Sattel mit ftan- dare. ein Vferdegeschlrr, mehrere Herren und Damenmäntel, Herren-Hemden, Hasen und Strümpfe (neu), warme Schuhe. Zigaretten, einen Ltnoleumlep- pich (3 X 2 Meter», einen krassenschrank, Holzriemenscheiben in allen Größen und noch verschiedene Hau»- und Gebrauch»- gegenstände. Versteigerung bestimmt. Ludwig Hartmetz Auktionator und I oraler Neuenweg 28 Telephon 14M Athener Anzeiger (SenerabXnjcigcr fS: Tderhessen) Nr. 251 Dritter Blatt Mittwoch 2b Mobtr 1921 Für den Büchertisch. Neue Nomane und Novellen. — Wilhelm von Polen,: T alb UeOtOe. Olrtt «tnffl Tlochwort nm 3‘BiNto> tbcf 1t 5^ *> TUdom, INWrt t**1 P' 5areb 1-20 JW. — IMbdnt von Paten», Nr allndntb SJetftottaw und teibrr freute nicht mehr genügen? Beachtete. gefrbr unÄWrMbaft zu Venen, bte nicht mir ihrer eigenen 3rtt enra« •u fogrn bat.'m, 'tmdern immer einen '-3Lin tm dttgui deutscher Mbimg twbaltm mu'ten Jn der eealiftifchen Ttocnant**tunfl der neunxlger □afrw de« oongen 3afrt$imNTt« stehen fr- • ILVrte mu an einer Stelle. Die tetzt in die Unt- verfal-Btblrvtfrek aufgenrmmenc Lovelle .Wald" 16 bdtmbert kenTizetchncmd für die AN des fh^tcr« er sah die Metal Vie es wirtlich tW. kchne rede Schönfärbern oder Stimmungsmache •baralirt und Umwelt sind di« Saftecm die das Schicksal frinrr Gestalten bilden Raturmn- wendig und von dramU'icher Wb ift dirie Ge- schichte erres ©bedruckte metfterbaft die vchll- bmmg der früheren Waldemfarnkrit, in der 1 die Tragödie Gbfomlt. Dor der Urerfrtttlutfe.t des Schicksals, da« die Mensche« dieser Geschichte b#»tr> njt, erscheinen all« irdischen <>r fronten von Schuld unb sitillchmn Vergehen klein und nichtig. Ergriffen legt man das Biäch aus der Hand. 464 — .Peter Beunnkant^. Roman von Hermann Sins Busse. Mit einem Vorwort von Äermaim Stehr Erschienen bei der Deutschen Buch^demeinschatt. Bersin VLSI 2SZ Seiten. S°. — Hermann Stehr sagt u. a in seinem Paten von zu diesem Karie« und lebensvollen Boman .Der Peter Brumckant" von Hermann Jrii Bade ift der Avni an einer Siebe, deren einzige ^rurht die Siebe ist. Da Hingen so Mr fcebtitemd«beten aus. dir. von einem schweifenden lunaen Menschen eingefangen. gerade tief genug hnb. um das Her» »u verwirren doch zu schwach, das T-'etn ku meistern. Dies« Sucht noch solchen gedanMche« Sicherheiten nötigt Nch aus dem Schicksal seines Boters unb dem Deien seiner Mutter einem Menschen auf. der alles re Ke und Sichere der Veben«1übrung scheut und in fernseliger 3nbrunft doch anstrebt Aus diese Delle wird sei« Üusteres Leden voll bunten Reichtums. Wie es llch innei> lich verspielt tum Dluhenben Klingenden. 3i* L.-ben-htnein-staden. Ser Heid ist der grüne Heinrich der Aachkriagstzen trotzdem nichts des Greuel vollen und Finsteren der vchlachtenjatzre binctnlhngt Obwohl da» wehmutsvoll-selige und tragische Lingen zweier Menschen umeinander und um sich in den Daslen. Kirchen und Plätzen der Breisgauer Münsterstadt. den Ldlern unb Bergen des Schwarz Waldes, am Rhein und an den Gestaden des traumgesegneten Bodensees sich abspielt, so greif bat deutlich, daft man bte Block« Ringen, den Wald rauschen hört, daft sich die Dege unb Jrrwegr vor un sichtbar dehnen und txTfcbimgcn, Porter unb CtJbte in der Sonne des beit eren Landes aut steigen Denn man mtt der Vdimg des Buches am •nbt ist. so hat sich doch alles in Aval an ereignet, auf einer selig- unselig-verhangenen 3nlel Tm Weltall, wo zwei Menschen mit berauschtem, doch zitterndem Herzen um ein Glück ringen, das größer ift als sie seihst.' «1. — Hans Lvselleb: Der Barbar. Die Geschichte eines Stieres. 46 Seiten 8*. Illustrationen von Karl Drerup. Benno Aiiler. Augsburg. 1927. Titan kennt Loselieb seit langem als eigenan gen, färbens rohen, bluttwlten Schil- bcrCT irxin'.fcher Wanderungen, spanischer Landschaft. fpan.'chen Wesen«. Was er hier gibt, in diesem schmalen, gut ausgestatteten Bande, ist eine leiden'chastliche. eindringlich unb über- zeugend gestaltete Impvellion. cm Ausschnitt aus dem Kulturleben dieses merkwürdigen Volke« da unten im Südweften; die Vesch.chfc eines Stiers wird auf wenigen Seiten in knappen. gutsi«enden, da« Bildhafte und Wdentnche treffenden Strichen :or uns auigebrritet d.escr Sner ist der größte, schönste, stärkste, stattlichste und tlugfte seinesgleichen, und man kann hier feinen Weg veriolgen von der stillen, befriedeten Wlrie Inner 3ujrnb und seiner Freiheit durch die staubigen, l'untslimmemden Strasten des Landes, durch BUu'fen.Kügc und Menfchenwirrsal hindurch y.« in die Kampsarena hinein. Und hier »riebt man nun dieses uns Äoichiändern fremde, seltsam erregenbe. färbengl.henidc, atanraubenb grau'a:nc Fechterfpiel eines St.erkampses... der mit dem Tode des prächtigen Barbaren endigt und endigen must, nach dem Dillen deS Volkes, k«« jubelnd, henend und geübten b das Weite, schwingende Lund des fonrenüberf luteten Zirkus erfüllt. — Man lieft ha« Buch leicht und an- gribannt in einem Atem zu Snde: eingefangen von China* unb Sarbirfeit eines Sprachstils, der stet« Periönlich todwohi md>t immer glücklich), doch lebcnfa.L» stets so überzeugend Wirkt, daß man der leicht bmgeworienen, mit bejahter utbrt ftkyierten Beg c rzeichnungen de« Illustrators Drerup kaum bedarf, um ein vom Wirk'.tchen Geben erfülltes Bild aus Span en vor sich »u sehen. ** - Roman von Rudolph Strad Heßen- kessei. (Verlag Scherl. Berlin. Debeftri 3,50 Mark, Ganzleinen 5.50 Mk > — Der .Heren- kessel' ist das Berlin der Inflationszeit. aU Abenteurer, Flüchtlinge und Dalutabtzänen aus der ganzen Del: in immer größeren Mengen sich in der deutschen Leichs Hauptstadt f estle-ten. um hn trüben zu fischen In btricm .Heren- kesse!" treffen zwei Men'chen aufernander, um schliehlich doch von seinen Dogen nach entgegen- gefefiten Richtungen gefr.tll äu werden: tfr. ein unverdorbener, junger deutscher Derkstudent. einer von denen, die zu jeder 'ich btctenNn Beschäftigung greifen, um das Leben Irrten 10x0 da« Studium fort len en zu können. Sie, eine Deutsch-Lus'in, deutsch der Herkunft nach aber fremdartig im Charakter ein Luster.ich zartes und schönes, aber inner!-.4) von Leiden'cha'lmi gejagtes Desen, die nach Berlin gckomnten ist. um an einem der dort schmarotzenden Riffen ihren ermordeten Deriobten zu rächen. 'Bernd Vollbrecht per liebt 'ich mit dem Enthusiasmus feiner Iugend in ßuja Bünner. d:e ihn als Derkzeug nrer Rack* zu benußen ruax Al« er ihre wahren QB' i4en erkenn!, Überla .1 er die Russin ihrem Schicksal, das ihr den beabsichtigten Mord gnädig eripart. sie aber aus Deutschland fort als Frau eines ungeliebten Mannes nach Amerika hübet Der 3extfnti!rr und der Men 'chentchllder er -.n Strotz haben ’ xb hier zu einer überragmden Oritu-g tw . -tÄ *38 - Otto 3tit« IuppVranb Lrma». 1. bis 8 392 Se- en d . Bucha, s a:. Rudolf Sck Bühnerv^iks?untoeri«g. -'27. — Man kennt m ienaen Rhe nländrr. bereit« als ffoam ’.!er und vhr ker oder als Beriaffor kleinerer epischer Schriften Mit .Iupp Brand'' tritt er zum ersten Male als Rom and. Hier hervor. Das Buch ist «in Zeitwerk, •in Roman tr nt Menschen der (beoer r. jrl. In ihm verkörpert sich der tei Kriegserlcdn s innerlich Bewachsene von Berarnwor'.ungsw'.llen 8r- ’j.Ue. der bewußt Ne verwirrende und zerre,» flrtbe 31ut moderner Probleme :n sich einstr men läfjt. und. sie in ihrer Bedeu!ung für Gemeinschaft und Persönlichkeit erfa^er.* ge g durchdringt. Mit Ösfenhei'. und Objefribität wettvn fast alle uns heute bewegenden Frag .1 argen aus gerollt, herunter auch manches 'chwierige. Den Inneren Ullen’Aen au'tvühlende ethische Problem. Veröde btrr ist da» Derk von fernster Menfch- llchkeit durchstrab'.t von dem klaren Derani- Wortangsw'.llen !ämblenbn Iugend. erstarrtes vrin aufeudeckm und in neues, erwachtes Mei" schentum umzu'ctzrn. Sine 3ufanmenLxiUang blr’er Fülle von 3rcgcHeilungen hat Briies mit künstlevschem Weitblick vermieden. kl*«nMg sind sie in Seicheden verflochten. Ne sich organisch aus einer Deutschlandfahrt des jungen Brand herouslk'en. — Die Ausstattung des Werkes ist A->et 472 Georg Munk Dte Gsste. Cttben Geschichten. Ul Crttm 9*. 3m Ir-sri-Berl-g zu Leipzig IC. De Dichter. Nr Ne«es Buch 'ch"i»> Ist kein Unbriair.:er mehr .Irregang" .Die unechten ÄtnNr Adams'. .Sankt •ertrau- den TRirne* Heiden die Gr«-H!ungen. Ne leinen Korne■* berühmt gemacht Haden. Unb wenn mar fürder von der b-mltchen Krait der Feinheit und Otaerarl spricht, bte von feinen GestaltU77gen ausstrahll denn tv-.rd man auch Neles new. jüngste Buch nicht verae'fen dürfen - .Die Göße" — heben Gesbtchten. Ne gar nicht wie 9rxut>lunaen un'erer *i: iu tri en Hnb. ’pnbem bi« vom Duft m tb edeln Glanz ni:r'.altrrl*d>rr Legenden erfüllt sind, und die wie in einer lehr allen und krausen und vergilbten HanNchnft an« grelle Licht der legenden'ernen und mvtden- fremben Gegenwart gezogen scheinen Da« Munk In der schönen und n- alten 3 inne) einfältigen Prrfa seiner Geschichte hier entfaltet, was er z B von Nr .Weidenmutter", vom .Venediger" oder von einer brabanti'chen Heiligen schildert, kann in Nr schmucklosen Form eines knappen Buch- derichtes nicht vermittelt oder nacher^ählt werden, man must, es f«kber Irien. mit Andacht und Muße in einer stillen StunN. und man wird feine Öeit. d e man ans Lesen wendete nicht verschenkt hat. 334 Aus fremden Literaturen. — Francois Mauriac- Die Ginöde der Liebe. Gin Roman. Uebertraqen von CT Gramer 177 Seiten 8°. Im Insel-Beriag S Lripz g 1W27 - Der Roman des Francois auriac W;rb in Frankreich auhergewöbnllch hoch bewertet er ift miz dem Groden Preis der Franzollschen AfoNmie 192d ausgezeichnet worben. 3u einer abfchllohenden Beurteilung unb zum Berstendni« her Auszeichnung, die dem Werke Der schnell bekannt geworbene am- rikanische Schriftsteller gibt hier eine Geschichte seines Lebens, die weit über baA rem Biographische wegen der ausgezeichneten SchilNrung amerikanischen Lebens unter Inforeste beansprucht. Ramentlich die wirifchaslliche Gntw.ck- lung der Union ist. wie schon in den früheren Romanen, schari und plastisch dargestellt. (Sin Buch, das neben dem rein literarischen Interesse, da- es verdient, uns zur Erkenntnis Amerikas Hilst. 301 — Frank Harris: Die Bombe (>J Laubsche Verlagsbvchhandlunz S m. b. H Berlin Vl Z0 Der brruhmt: 9-glänNr. drit n Autobiographie erst vor kurzem berechbgte« Aufsehen erregt hat. bat hier einen Inner frühesten Romane Nm deutschen Publikum zagäng'ich gemacht Das Buch schllNri die eritm Kämpfe der Arbeiterschaft /unb namentlich der ausländischen, tprch deutschen Arbeiterschaft» gegen ein slrupei- Irses Üntemebmeru i in den amerikan schon Großstädten. In den achtziger Ial-rrn fanden die cr':m Bombenattentate d r AnarListen fcaU. D.r Roman schildert nicht nur die tatsächlichen Vorgänge. sondern such: auch die pfychofozischen CbrünN des Anarchismus aufzuzrigm. *54 ist rin Buch das in dem Iahre Nr Hinrichtung Sacro unb Banzritis doppelte Dichtung verdient. — Rlmrod« Tochter. Roman von P. B. Wodehouse. Au« dem <5ngli chen uNnrcgen von Franz Fein (Romane Nr Welt, Th Knaur Rach- . Verjag Berlin W 5? In Tanzleinen gebunbe-’. 221. 2.85 L — Aus bie’em Buch: klingt dos übermütige Gelächter eines lustig began nen unb beitet durch ^führten Lebens Ein ungewöhnlich shmpathi'cher jimger Mensch - e n richtiger .Iunge" flink, munter genncr*. stürzt (ich in Ke Gege wart unb schwimmt mu bezaubernder Leichtiglcu unb crir.,±cn>-m ?mj>o durch alle Zährlichkeiten des Dafe-rts. Als fpor:- licher Rekorbbrecher. als Ioumaiist und Abenteurer. tn all den tau’enb schwirr gen C.:l : - tienen. die Ihm oufall unb -. Ide des Obsekks bescheren, bewahrt er sich lein unb:k - mmerteS unb s.earüches Drauigängerium Bas gute unb erauickliche LnN der b.ngewirbelten ckrzählung ist «v 'elvstverständiich wie das verg-ate Lachen, nut Nm der Le er seinen Held.m entläßt <13 — Astri bc Alew. Da« Tagebuch berRanbi 6inarf on. 2. -Ingelhorns Rach e:uttgart. 134 Seilen 8 Okm8letr.cn 1.75 Mk. — Pa* B-ch rner unglücklicher L' cbe — e n le ' r- schafll'.ches. dabei zartes und keusches ^va. cnbuch Im 2t? unb 2L5 eines Iah res er. brit wir r • der Heldin bas jähe Ausslam-en heihcr 2■ ebben nagnben Schm?rz et-es Iah ras der Tre-.- ramg unb die ü bliche Tenr. ‘. .mg -Nr den Bruch. $/te Parforflu-.g ist m : echt weid' cher G-- füblungügcbe und fe-nem C'.:.gcfüblgrr -'ter. B völliger Selbständigkei: gehört b.cs Srstl -r<-uch der hochbegabiett, jungen ‘3eri::1erin in die ’t- Iriche Atmosphäre der ,'Bririe, die ihn n.cht erreichten- oNr Nr glühend. > Schilderungen von Richard Bvh. Diese» Buch ist ni*t eines jener tnel»utnden {entimmtolrt Tag^R-cher. sondern das keusche Bekenntnis schmerzlich tiefen Grieb- mlses. <43 Der Despot. Roman von George L h a 11 i s. Aus Nm Amerikanischen übertragen von Paul Raudlsch. «Romane Nr Welt Th Knaur Rachf. Berlag Berlin NX 50. In Ganzleinen geb 2J5 CKl ) Die «Deschlchte eines kanadi'chen DrostgrundN'itzers. tme# dämonisch- egoist'.ichen Menschen groben Aormats. der durch üNrschäumendc LeNnskraft da« VeNn bet Seinen zerstört. Unerbittlich in Nr «öharakterzeichnung. erfüllt von sich überstürzenden cheschehntsfen. grost ün gelftiger. Lusmast. tim Buch da« keine Raufen, keine leeren UeNrgünge kennt unb feine Spannung bis zur letzten Seite durchführt. 418 Heimatgcschichte. — In der Bücherreihe .DeutscheStadl — Deutsches Land", welche von dem kürzlich »erworbenen Schriststcller Drich K öftrer gegründet und geführt wucke. ist (in Nr l>eutf$en ‘Ber- lags- 21it«.'ngeipr.r städter Sch. .<* b.t IPe « t r trüber geben. Einer ersten ck triuhrun,'. in die ('WirtenWeh Kev'er.mg« dien: da« '.crlU^'nN Buch des •t-Nr.rr ibfol.'j.'n unb Phile'eptzen. das auf knappem Raum nicht nur eine JSjritc.lang Nr arttgrt Entwicklung und Nr «Philosoph ■ tetofer- Nn^s bringt, sondern auch • n.- Ward ging der 6h ..jna Key«eri Catcher debantwrirtt zu den übrigen B v. und ein« tantelhmg der Sinnpdtlvfovd e durch den Berfafter Das Büchlein .ft in pfasttlchcr ReNwrite arichrteden und wird iieraN durch Mete Art der Dar'tellana der tSb-.lotovd'e des 3raten gerecht. D e tfeftüw der Schritten selbst wUl es und kann es natur- aemä' nicht erietzen. Setne HauptausgaN must Me- tentgnt. die iBetchmack an der Slnnphckofophie finden, zum Studium der Werke ieldst anzu- rcffcn. Ieder. der zu der letzteren Gruppe üthdrt. Wird sich N; der Auswahl gerne Nirch die gedrängte InhaltsangtzN der nreelren Werke auf Seite 21 anletten la’ten D e .Wsederaehuri" von 1927. die Kevsrrl.ng felbft als fein drittes Haupkwerl bezeichne:, konnte letber nicht mehr beru.k'ich: g: werden, -ng- 3Ä — Dürers Kupfersttchpasslon L.ch- zeftn Blätter. Mit einem tPriritwort von Rlho- lau» Schwarzkopf Preis 3 Mark. - Tit ‘Blatter der berühmten Kupferftichpallion Ns Rürnberger Meister« vom Iahre 1512. sechzehn Miniaturen nab den Originalen Nr ^r.'.rbUchen Sammlung in Mlinch r.. smd hier • ■. Kupfertiefdruck. unter Beibehaltung des ursprünglichen ncinen Avrmates. ganz auogeieichnet reprrdu- zlert. Sin Meifterioert alldeutscher «^i iphlt. minder belannt Im großen Dürer werk als die zahlreichen Immer wieder r,produzieren Haupt stücke, aber von köstlicher .Reinheit Nr v.iuen'ubtung und andachng.liebevoller Vertief»mg in die be- lubmie latrale Motivrrihe Schwar^kvpt, der bete llfche Dichter, unfern Wem als feinfinniger »r- »ühlcr wohlvertraut, bat eine knappe, aber alle« Wesentliche erschöpfende Einleitung zu Nr sorgfältig au«gefta:feten. auf gutes >papi' ch v tz. 31 Seiten. 8*. 9Xtt einem bunten Streifen im Tert .mb einer Tatet Lkademttche Lter1ca«get«U'chait m.d. H., Leipzig lv27. — Tie Broschüre wird eie ?ur«gefchte. von einen Fachmann verständlich ge- «chrieoene Cinsührung m em m ,längster Zeil otei- besprochene» Thema willkommen sein. 501 Politik und Geschichte. — Frankenberg. Kicharh: Tie Richierneuerung de» deutsch.rtzlfi- tchen Kückverjicherung»vertrages 1 tp Fahre 18“''. Ber Im Deutsche vertagegrsetl. -cha't 'ür Polittk unb Ge'chichte m. b. H. 1927. Prei» steif lart. Mk. 7^0. — 3um ersten Male wird hier ein geschlossene» Bild btr deutsch-r. 'lichen Verhond- iungen 18’ei auf Otrunb der ornttidKn flftenpubli« für. oi unb zayt regster Memoiren werke cnriDorfen. Tie dämm de (Uririlt de» Barons Fritz von Hol- ’trin. de» geheimen Lteiter» ber Nunchen ckustrn- Politik tn der nachviomarcktfchen Zeit fleht tm Jlltieipunh Nr Untersuchung. *?oU von dramatischer ^par.n -ng ist Nr verzweitel.e stamp bei Btemerck m die Erneuerung Ns flertraae» führt, unb die oetzeime Subtarteit unb die a>.tfjna»r?fl» fjetze, t alten 1 r ichte erdxutt. tnlbet den erfdtüttemNn Lioh.punkt tkr Darstellung. Die ver^'senUichung Drrmittrtt bte bittere, be.- zum Verftändni« jnierer unglücklichen Gegcnwansll rot®mbt(r «Zrfenntnf*. dost die Nutidte volittk, bte ühr 15 2chre lang In Nn nandcn eine» Herrn von Holstein lag. zwangrtsufig ju einer Katastrophe fuhren mustie. 42V — Ideen zur Staat« - und Kultur« ’ d 8 i o (0 g t e. Br r. Brof. Dr Allred Weber. Problemc Nr Staats- unb Kullurioriologie.) Brv'ch. 6JO Dk. Karlsruhe. 'Sericg © Braun. — Die hier zufominengtfo"Nen Arbeitrn des HeiNl- berger Soz ologen »eigen e.nc Art des wissen- chaftlichen Sorgetter.» d e von rnem fetzr lebendigen unb für bte Probleme der Gegenwart oberen ©.ist grtrajm -ü Das zrigt sich zu-^chst :n den melhodolog Hen Unter uchungen, in taten ein neuer und fruchtbarer Weg gewfrien _ .rf>, um r.r S nb'..ck n das De' rnlliLe des ©t- 'amtzrich'-chtsverlau«s | gdr twa. Trmil Wird der Sozioivqie der und schicksalhafter Gehalt aegebe - ';.niergründ gedrängt wird gegenüber staatsbürgerlichen Erwägungen Die'e letzteren in besonderem Mähe 3U fördern ist ein Buch geeignet. daS soeben bei Lari Srüninger Vachs. Ernst Aletl in Stuttgart (geb. 3.30 Mk.. in Leinwand oebd. 4.30 Mk.j er- schienen ist: Deutsche Bürgerkunde'. Was der 'Bürger von sein .n Staat wissen muh. von Dr. Müller-Paher. Weil entfernt von trockener und akademischer Dar cllung. versteht ei der Verfasser, nicht nur alles Wesentliche knapp und klar zu sagen, sondern auch dem Stofs alles Spröde zu nehmen und ihn in leicht faftlicher, lebendiger Darstellung zu bieten. 501 — 2. Grvftherzoglich Hessisches Feldartillerie -Regiment R r. 91. 1914- 1918. Bearbeitet und heraus gegeben von den alten Offizieren des Regiments. Mit 8 Karten und Skizzen und 31 Abbildungen. 151 Seiten 8°. Band 213 der Lchristensolge ..Erinnerungsblätter deutscher Regimenter". Verlag Gerhard Stolling, Oldenburg. Berlin 1927. — Die wechsel- vollen Schicksale des Regiments, dem auf der weiten 'Front von Flandern bis Verdun kaum ein Kampffeld unbekannt blieb, sind anschaulich und fesselnd aus eigenem Erleben heraus dar- gestellt. Zwischen der Feuertaufe in der Schlacht Bet Reuscha'eau und den opferreichen Rückzugskämpfen im Herbst 1918 liegen die Schlachtfelder der Marne, von Reims. Ehemin des Dames. Roye, Arras, Royon, Laon, Somme, St. Quentin. Tambrai. Ancre. Champagne, um nur die bekanntesten au nennen. In der Angriffs- und Mwehrschlacht, im Stellungskrieg und in der Verwendung als Heeresartillerie, im Kamps gegen Franzosen, Engländer und Amerikaner werden dem Leser die prächtigen Gestalten der unermüdlichen hessischen Artilleristen in die Erinnerung Aurückgemsen. Wer in den Reihen des Feldartillerie-Regiments 61 gestanden, oder wer einen Angehörigen unter den Gefallenen des Regiments hak. wird mit Stolz die Aufzeichnung seiner Ruhmestaten lesen. 437 Oberheffen. Laitvkrcio Wiebrn. V Mainzlar, 25 Olt. Unsere Gemeindejagd wurde im Januar 1926 auf die Dauer von 9 Jahren für 1000 Mk. an Kommerzienrat Lud - w i g Scheer zu Höchst a. M. verpachtet. Herr Scheer ist nun im vorigen Jahre nach München übergesiedelt. Er trat daher unseren Jagdbezirk mit den ebenfalls von ihm gepachteten Gemeindejagden von Staufenberg und Daub- ringen an zwei Herren aus Frankfurt a. M. ab. Die Bezirke gingen dieser Sage mit dem in unserem Gemeindewald prachtvoll gelegenen Jagdhaus« an ihre neuen Besitzer über. — Bei einer Geländeverpachtung waren die Pachtpreise ziemlich hoch. Es wurden bezahlt für 1 Meter gutes Land 2 bis 2,5 Pf., geringwertiges hingegen konnte man den ganzen Morgen für 5 bis ti Mk. haben. Die aus den Grundstücken lastenden Steuern und Abgaben trägt der Verpachter. : Burkhardsfelden. 25. Olt. Beim Transport der Dreschmaschine von Linden- struth nach Burkhardsfelden brach kurz oor unserem Dorfe an dem Dampf wa gen die Vorderachse. Die Maschine muhte mitten auf der Strafte stehen gelassen werden, um nicht ein Unglück herbeizuführcn. Mit Winden und Dalken wurde sie dann auf die eine Seite der Strafte geschoben und der Vorderwagen abmontiert. So ruht der schwarze Koloft einsam auf der L a n d st r a h e. Erst wenn eine neue Vorderachse beschafft und auf montiert ist. kann die Maschine die Heimreise in ihr Winterquartier beenden. gr. Röthges, 25. Oft. Allgemein wird zur Zeit die Hebung der ländlichen Geflügelzucht empfohlen. Auch in unserer Gemeinde ist diese gegenwärtig im Aufblühen begriffen. Seit dem vorigen Jahre find bereits Drei gröbere Farmen dieser Art entstanden, in denen folgende Raffen gezüchtet werden: Weifte amerikanische Leghorn, weifte deutsche Reichshühner, deutsche Barnevelder u.ib Rhodc- länder. In Leistungs- und Raffezucht wird von den Züchtern viel auf geboten. H. a. erhielten dieser Tage auf der 55. Hannoverscpen Jung- geflügelfchau in der Stadthalle zu Hannover unter 5275 ausgestellten Tieren Bürgermeister Dl etzger von hier für deutsche Barnevelder die Bewertung .sehr gut", sowie einen ersten und Ehrenpreis imb einen Zuschlagspreis, gestiftet vom Verein deutscher Bameoelderzüchter. Mühlhcn n; Gemeinderechner E milch auf weifte deutsche Reichshühner ebenfalls die Bewertung .'ehr gut", sowie einen dritten Preis. Kreis Ariedberg. WSR. Friedberg. 25. Oft Der heutige Pferdemarkt dürste die auf ihn gefetzten Erwartungen nicht erfüllt haben. Der Auftrieb lieft stark zu wünschen übr.g. Um’ar, gering. Dcr Markt wurde et^as belebt durch eine Prämierung, zu welcher die Stadt und die hiesige Geschui.-welt Pec. e gestiftet hatten. Am Montag fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Mathilden ft ist statt. Aus dem Gefchäcksbec.ch» geht ^crcor, daft die Spareinlagen im Jahre 1926 eine erfreuliche Zunahme zu verzeichnen haben. Es wurden eingelegt 1 ..73 970 Mark, zurückgczahlt wurde-.. 853 166 Mk., so daft sich die Spareinlagen um 920 804 Mk. gegen das Vorjahr erhöhten, und zwar auf einen Betrag von 2 049 519 Mk. Der heutige Bestand an Spareinlagen beträgt rund 3 Millionen Mark. An Sparbüchern ist eine Zunahme von 1267 Stück au verzeichnen, insgesamt find gegentoätiig 5800 Sparbücher im Umlauf; auf jeden achten Einwohner des Bezirks lomml ein Sparbuch Im Scheck-. Giro- und KontokorreTttveekehr betrugen die Umsätze in Einnahmen 21 Millionen Mark, in Ausgaben 20 500 000 Mk. DiS zum 31. Dezember 1926 waren im getarnten aud- geliehen für Hypotheken, Kaufschill.nge. Gemein dc dar le h en und Schulvscheindarlehen 1 899 756 Mark. Ein groftcr Teil dieser Gelder wurde für Reu bauten verwendet. Der Reingewinn für 1926 beträgt 30 803,94 Mk.. welcher dem Reservefonds zugeschrieben wird. Die Aufw.rtuug der Sparcinlag.n beträgt 15 Prozent. i Steinfurth, 25. Okt. Wahrend in anderen Orten dic Bauern ihre Felüsrüchte c..igc:ratet haben und Cie Winterausiaat nun mit gröftter Ruhe bewcrl3eiligen können, müssen die (Stein- surther Rosenzüchter, die neben ihrer Rosenzuchr auch noch Ackerbau treiben, nun wieder doppelt schwer arbeiten und sich beeilen, denn es gilt, möglichst rasch die Busch- und Hochstammrosen von den Rosenfeldern noch vor dem Frost nach Hause und zum Versand zu bringen. Seit etwa zehn Tagen hat der Spaten angesetzt, und in mühevoller Arbeit werden täglich Tausende von Rosensträuchern einer nach dem andern mit allen Wurzeln aus der Erde gehoben. Anfangs war das Ausgraben der Rosenpflanzen sehr schwer und auf manchen Aeckern schier unmöglich, weil der Boden sehr hart und trocken war. Der -mittlerweile eingetretene Regen hat nun den Boden wieder ausgeschlossen und damit die Arbeit erleichtert. Die frisch und gesund aussehenden Pflanzen zeigen durchweg gute Bewurzelung und kräftigen Wuchs. Mancher Eisenbahnwagen voll Rosen- st r ä u ch e r rollte in den letzten Tagen schon vom Steinfurther Bahnhof. Der Versand hat aber erst begonnen. Er erfolgt den ganzen Winter hindurch bis ins Frühjahr und wird nur bei Frostweiter eingestellt. Erfreulicherweise befindet sich die Kurve der Versandziffer von Jahr zu Jahr im Steigen und wird die Höhe der Dor- krieasjabre bald erreicht haben. ö 21 {Jen beim, 25. Ott. Ein Pionier der Wetterauer Landwirtschaft, Oekonomie- rat Georg Heil in Wickstadt. wurde am Sonntag zur letzten Ruhe getragen. Der Verstorbene war Pächter au- Hofgu: Wickstadt. das unter seiner Leitung sich zu einem Musterbetriebe entwickelt hatte. * Assenheim. 25 Okt Hier ist die M a u stund Klauenseuche ausgebrochen. Kreis Alsfeld. (=) Ermenrod, 25. Oft. Die Kreis- Kochschule unter der Leitung von Frl. Pauli (Eberstadt) hat in unserem Dorfe mit einem Kursus begonnen, an dem 16 junge Mädchen teilnehmen. Von den Lernenden sind 11 aus unserem Orte. 3 aus Zeilbach imb 2 aus Harnbach Kreis Schotten. I O b e r - L a i s. 25. Oft. Die beiden Roh- faftanienbäume in unserem schönen Schulhofe haben ihre Kronen in den letzten Jahren derart ausgedehnt, daft die Schulsäle sehr stark verdunkelt wurden. Run werden die Bäume auf Anordnung des Kreis gesundheits- amtes gefüllt, damit die Säle wieder ihre normale Belichtung erhalten können. Es ist sehr schade, daft der Schulhof hierdurch seinen charakteristischen Schmuck verliert, zumal auch eine Linde gefällt werden muh. Gesundheitliche Erfordernisse gehen jedoch vor. Es ist beabsichtigt, die gefällten Bäume durch Kugelakazien zu ersetzen. — Dieser Tage kam ein hiesiger Land- I wirt beim Aepfefpflncken fo unglücklich zu Fall, daft er auf daen — glücklicherwecke abgestumpften - Holzzaun aufschlug und uu hrere Kopfverletzungen baronti ug. Auch eine Verletzung der Lange schein' er ficb zugczogen zu haben. Zum Glück find die Der- letzungen nicht lebensgefährlich. Wirtschaft. * Herabsetzung der Courtage an der Hamburger und der Frankfurter Böcfc? Zwischen tea Dorstäiidey der Frankfurter und i«f Hamburger Wertpapierbörsen weiden, der .Kölnischen Zeitung" zufolge, seit einiger Zeit Besprechungen über ebne Herabsetzung t'r Eourtagesätze gepflogen. Diese Besprechungen. die von Hamburg angeregt worden sind, liegen im Rahmen ter von den Privai- bankiers lebhaft befürworteten Bestrebungen, durch ebne allgemeine Herabseyuiig der Unk ft en eine gröbere Verbreitung der Börsengeschäfte Herd«Zufuhren. Ob eine Herabsetzung beschloßen werden wird, steht noch nicht fest. Disoer ist Der den Maklern hiergegen lebhafter Widerspruch erhoben worden. ' Einrichtung von Sparkonten. Wie der WTB.-Hantelsdieiist hört, hat im Interesse der Förderung des Soatbc.riebet, anlählich des Weltspartages am 31. Oktober die Vereinigung von Berliner Banken und Bankiers (Stempel- veveinigung) ihren Mitgliedern vom 1. November 1927 ab die Einrichtung von .Sparkonten" freigegeben, für welche der Zinssatz 5 Prozent p. o. beträgt und Einlagrbücher ausaegeben »erben. auf welchen auch die Einzahlungen und Abhebungen in bar unter jedesmaliger Vorlegung des Einlagebuches zu erfolgen haben * D i e K o h l e n f y n d i k a t c gegen d i e Zechenhandelsqelellfchaflcn. In den Jahren 1923 25 löaroe.i geg.-i den Lilien einer groften Minderheit oon syndikaiszeci-en sogenannte HandelsgejellsclMen zugelassen, d. h. stöhlen- Han5^lsgejell.schaften von großen und kleinen opn- dikaisbeteiligten, die sich das Recht ausbedungen haben, im Auslände und auch im bestrittenen inländischen Bebiei neben den Syndikaten und den syn- dikalshandelsgefellschaften die Erzeugnisse westfali- cher Zechen zu verkaufen. Die Zechenhandelsgeselt- chasten haben später auch den Handel in auslänbi- cher Kohle aufgenommen. Wie die „Köln. 3tg.“ hört, h ein Telegramm aus R e u h o r k, wonach der a n> e r i k a n i f ch e Markt für deutsche Anleihen nicht mehr aufnahmefähig sei. Die ersten Kurse lagen daher erheblich unter den gestrigen Schluftnotierungen. Aus der Provinz trafen üoerwi egend Derkaufs- aufträge ein, zu denen noch Prämienabgaben kamen. Man rechnet ferner mit einem groften Angebot am Kasfamarkt zu Geldbeschaffungszwecken, da diesmal die Differenzen beträchtlich fein werden. Jlfe, Elektrische Lieferung. Spritwerte Mitteldeutsche Credik. Feldmühle. Gessürei, Dessauer Gas ufto. gaben 5 Proz. und mehr nach Heimische Anleihen behauptet. Ausländer schwächer. Für Rumänen war kein Kurs zu hören. Auch der Lei liegt aasgesprochen schwach. Der Geldmarkt blieb unverändert. Im Verlaufe gaben dic Kurse weiter nach Gegen Schlutz trat auf leichte Deckungen der Börse zu den ermähigten Kursen eine minimale Befestigung ein. frankfurter Börse. (Eigener Drahtbericht des ..Giehener itnjtiger»*.) Frankfurt, 26. Okt (Eigener Draotbercch: Xs G.eftener Airzeigers.) Tendenz: schwach — Ruch heure konnte sich die Bärsenfituation nicht bessern. Die Tendenz erfuhr eine weitere betrag Nia^e Ich'chwächu.rg, ic das in '2inbe- rrackr des bevorstehenden Llll-.mvs heiauska.n- mende Material be: der herrschenden älnjicher- heit nur sehr schwer und zögernd aufgcnomr.iui werden konnte Run scheint auch das Pr.vat- publikum. durch bie Vorgang« der testen Tage rvranlatt. seine no® bestehenden Positionen zu löten Daneben wurden von der Baiffe- fpekulat .on Blankoabgaben vorx.iom- men. um t.e Abwärtsbewegung der Kurse zu beschleunigen. In erster Linie verstimmten bie -nnerpvlitifchcn Unfthronigfeircn im x)u,anu;«n- banq mit der Finanzpolitik Dr Köhlers. Denig beachtet tourte der ReichZbankausweis der einen Rückgang des Rotenumlaufes um 200 Millionen Mark und der Lombard bestände um t3 Millionen Mark zeigt Dagegen lArften die auf der Tagung der deutschen S:fcn- und Stahl- Industrie gsäufterten Desorgnck'e über bie Lage ber deutschen Ecken- und Stahllndustrre verstimmend. De» Festsetzung der ersten Kurie ergaben sich durchschnittliche Rückgänge von 2 bi» vProzent Am Farbenmarkt war bas Angebot sehr groft. 3. G. minus 7 Prozent Auch Gesfürel stark angeboten und minus 7 Prozeni Sehr start aogefchwächt waren ferner Zellstob- Waldhrf. minus 11 Prozent. Don Autower - t e n blieben Klerxer knapp behauptet Am h e i - m i sch e n Renten markt lagen Ablösung fdÄrädier. Ausländische Renken überwiegend rückgängig. Im tncucten Verlaufe schritt bie Spekulation verschiedentlich zu lie.iu-n Deckungen. so daft sich die Kurse etwas erholen konnten Am Devisenmarkt blieb die Reichsmark start angeboten und schwächte fich auf 4.1932 gegen Kabel und 20.422 gegen Lonkwn ab. Pari» gegen London 124,05, Mailand 89L0. Madrid 28,45. London gegen Kabel 4,87. frankfurter (*ktrcil>cbärfc. Frankfurt a. M 26. Oft. Die Stimmung ist allgemein fester. Die Weizenansuhr ist Nein. Roggen ist kaum erhältllch bei steigenden Preisen. 2n Mehl hat bedeutendes Geschäft eingesetzt, besonders Roggen-AuszugSn-ehl ist knapv. Biertreber sind sehr gesucht. Die übrigen Futtermittel sind gut gehalten Es wurden notiert: Weizen 1. Qualität 25.50, 2. Qualität 24.25. Welterauer, geringere Bescha,senheit 22.75 bi# 23,50. Roggen (inl.) 25 bis 25.25. Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 28. Hafer » 19 - 19 IS * 1C .-6. 10 Tcnm- 10 !* 10 25 10 M 10 Vie Dt Rttckrsanlkidt v. im D» Inl. VlbliM Schuld ui" ■uliof -Rechten . . DeSol. ebne Nust-'s-Rechten 77, ffeantf Hop -Bt. dp' unkündbar M« IS83 . Un«an(chr gronrnrtr . . «7. IflTt Honanlrib# v 1911 v rmd -^udam Damvlch 8 vanta T-iuu MdUft . . e ViorddeuNchrr VlfUb . . 6 Äll« Drurschr Lrrvriallft.. 10 Barm, r Vonkverrin lu Gruner HaiidrU'aeleHlch. 12 Demmer;- und Priva, Bk. H TanttfL u. NaNonatdank. 1? Dronchr Bank iu Distonil'vrtrMchaü 8nt. iv DrrSdnrr Bant . . . . iu SKuicU-eullchr Lrrdttdant 9 ptrtalldant ... n «etchSdant la -2 IJ.W M 74.13 82 91.4 -0.5 27,76 M.35 24.25 12 IM 5.73 15 139,5 133 5 ISO 212 153.5 146.75 - . i jl. i i g । i_________। ■ > > i i . । i ' > > 51.. >1,14 12 » 9.25 4,5 - 1.66 24.5 - 2.13 - 11,76 15,5 - 12.1 15 133.5 111.25 ISS 195,5 2« 1216.25 138 136.5 135 133..' U2 5 13f t.«8.75 771 159 157 ros zv; IM . 15? 145.75 'lU 7. 147.5 116 XII S. 13« 1'9.75 117 5 107 fl.ee ..........7 evrpTucTrn ........| iflrfrr. iheftnmgrn . .10 nnt Vrc1* . . . ir> Ke Nrn e ffiriC'r. jn« • . r ad ' f'-hr llntmt . 10 d«nb. t'.cti: . 1( Atzdn- eutn ... » erntet etrftt.......io Schacken ........7 etanra? L Oelrtt ... 1« Ir.in^rabio...... f Kabmrötr a To.......9 Buder^S . . ...... 0 Deorlche Erdöl......... Essener errtnkohle...... ükOaiftntiaicr k. y < Larven,r - . . .... 8 v-'-sch GNen......... utlc Srradou..... . ..« Qli'drwnorrfr........5 ttsln-Neorffell .....5,/l ^nneSmann .k. < ManS'rtdrr.......7 cdedchui «fftnb. ükMrl 0 L bfrltfilff ÄcfJTDerfc . Q l'b5ntr au f , I 3 ^deiniichc rrannfobtoi .0 tNtxitrt .'.tl . . c Niedert Mo Man.......e Ffrrmtjfr Sradür. f. S3 3 l kor! I' tBtn . . 1 ü> Äali fl1 .....10 « . . ic JrMttwrf SaUdeckurkd . . i: €>old«chnndl.........5 WuteerfW-rfr...... ,o MeeaNor-'N-chnf,.....10 l»l.N 15*.* IM >79,5 itl 195 191.5 :s US. 5 -fr im 141 IM IM * tie M 144.5 1« 94 128.2. 124 >47 135 i«.: IM 184,*5 117.1 41.5 :09 'J.S3 ■Ü.i :L US 5 179 171 151 - I« 3 155 150.75 165 70 .-60 151.95 15* tll.13 1177.1> f 1.4 1 1*_» ni 1191,.5 U* I1I4.2J -50.74 k-W.?- tw ' M3.. 14, 5 U* 157 170 : ’«7, 86- ih V#.r H18.7 IM HC. 19 9! . 95.75 IM.’ U41.75 118 > ÜK 75 195.j 17l.8o 174 149 145 2K 818 U«. > 135.5 148.13 115 i H4.25 143 109.1. 109 M7 56 58.73 97 9C.7 2= 148. 175.5 1 73.; 148.5 Hl 109 5 106 . j »95 .4 75 153 15ktd«rgrr Itfmeni . . s «men! .tforffton . . . s t-aö6 t Rrfboa ic 6*e .fa*enbeftr . u r<; Clcnifleff .... i Pemberc . . 4 Salddoi . • . 1) yr.itp*1 Vü*ef1njnrD >•) Hcrfer B3cr.--: 7-scher f -fjene- Cie« z Tehn'-r Vio4«en.....r ieaai ..... o ebL-rtwrft Ätroer ... C deoro äoeie» .... 10 "'.uijm.Vd . . . . •- Drnrt.-te _t ffovotl .... 4 t?nrfr ßenitar . . . . i LeonbarÜ T«y......i Vcmca- ...... c cratff. T;:** IRrtrtr oft nxrft ...... f gya. ...... ic XArrfniarr 6 8-ftr; Ur-'n ....... n •ebr ......K 1 ta .... - esrr Surfn......c Ban IM.» 1 .4 Ml 142 1)4.5 IT» iöä a » ji a 113 W* 114 129 i». IOC 135 l» Voten. 130 285.! 144 99 87.6 ,43 44 j ■72,7' 170 11.7! 174 5 94 74 48.» M 4 III ifi 11.73 45 114 M IM IM. 5 Itt 1» • ii> ' s 111111 iS» ii 11 - 3 134 Itl.7 Nterlt" t5 C ftbr. i •efb em- 13" 16* 129.5 190.5 Itl w :* 17* 174.95 109,5 ' 107 77.5 ' 75.) Ämrrlcnt'ie J?oten..... kets!'ch» 9t»tee • • ... &Ü51 4J71 68.11 1 5i tti 8,15 1.5- Lombardzinsfuft 8 Prozent. Telegraphische AR«aahi»ng. _^er(h- n Chtr *tv - tirarnr^i* Moren . . . . BoQär Rotrn 14.«« •M.r A. j* yiahentftt ?.our..... tl.r ti r v?onx>enfft' Skoern...... r«n:<(6'CdfrTT i" r rrner « r ».• t.4** 114,4. 59.n - Kllmäniiche tiMta...... V Schwedische "Jioiru...... Schwel,." ?krn ...... Spanisch, *Nct?n....... Tschtcho-lowaNiche Roten . . ui.«. t iri.fr- ■» 94 71.71 ;i3» 11.415 Ungacksche .toten .1.41 71.31 Devisenmarkt Berlin —5teeHutf 6.Vi echioe a .. ».t iv.10 •0.9t. eecn-n . 71.► 72,Oi 71.71 71.15 x>«r-c- 1 H 1.94* 1 »10 1.464 *9.VT *.IS 49.13 69.33 VTC-l <2,415 41.41- 12.4*- FeUtah . 7.77. 7.171 7.M- 73.17 -