Nr. 48 Erster Blatt tn. Jahrgang Samstag, 26. Zedruar (927 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Erich«,nr täglich,auhn Sonntag* und Jtiertag* Beilagen: Siegener {Jamtltenbltoet Heimat km Bild Die Scholl« Monat, 'vezngHpreis: 2 Beichsmarb and 20 R«rch»pf«nnlg fix Träger» lohn, auch bei -lichter» Meinen «inzelnerNummern infolge höher«, Gewalt. Fernsprrchanf chlüsse: 51, 54 anb 112. fln|d)rift für DraKtnach» richten: Anzeiger Oietzen. Annahme pon Anzeigen für die Tageonummer ois zum Nachmittag vorher. Preis für \ rom höhe für Anzeigen oo.i 27 mm Breite örtlich 8, au,wärt* 10 Neich*psennig, für Ne» fclameanteigen von 70 mm Breite 35 Neich*piennig, Platzvorfchrifl 20' , mehr. Chefredakteur Dr Friede Wilh Lange. Berantwortlich für Politik Dr. Fr Wilh Lange, für .Feuilleton Dr H.IHynot; für den übrigen leil (Ernft Dlumfchein: für den An« .yeigenteil i.Dertr H.Beck, sämtlich in (Biegen. Pefcld.'.dtonto: srcmitun °m m.u um. Croic Aussichten für die Arbeiterschaft seien denkbar ungünstig. Der Redner lehnt enffchieden jede Mietsteigerung ab. Darauf werden die Beratungen auf Samstag vertagt. Der Vorsitz in der Saarregierung. London, 26. Febr (DTB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" meldet aus Gens, in völker- bundskreifen wird erklärt, daß der Nachfolger des Kanadiers Stephens als Präsident der pari», 26.Febr. (WTS. Junffpnid).) Brianb hat dem „Petit parifien" über die französische Politik gegenüber Deuffchland Erklärungen abgegeben, die im wesentlichen folgendes besagen: „Die Jriebenspolttif, die mit Zustimmung des Parlaments fortgesetzt wird, wird in vollem Einvernehmen mit unseren ehemaligen Alliierten und unseren Freunden fortgesetzt. Sie hat den Zweck, nicht nur zwischen Deutschland und Frankreich alle S.onsliklsgefahren zu beteiligen, fon- dern will auch durch politische und wirtschaftliche Abkommen die beiden Länder so eng und dauerhaft wie möglich einander näherbringen, am nach und nach einen Za st and der moralischen Solidarität und der materiellen Abhängigkeit zu schaffen. Es handelt sich um einen na- türlichen Bau der Dinge, der den lebendigen Bedingungen der beiden großen Rachbarstaaten, die sich ergänzen und nicht voneinander trennbar sind, eine Neuorientierung herbeizuführen. 3ch habe immer gesagt, daß es ein Werk aus lange Sicht sein wird, das viel Blut und viel Kraft von beiden Seiten erfordert und dah der zu beschreitende Weg mit Hindernissen belegt ist. 3ch bin diesen Weg gegangen, trotz der Schwierigkeiten, haben wir nicht einen guten Teil des Weges bereits zurück- ?:elcgl, und sind die erzielten Resultate nicht schon ehr beachtenswert? Man muß zurückdenken an den Ausgangspunkt, an den Versailler Vertrag. Man muh sich daran erinnern, wieviel Schlechtes man von ihm in Deutschland noch mehr als in Frankreich gesagt hat. Dieser Vertrag ist seit Locarno eine freiwillig ;u- gestandene Abmachung geworden, denn das bedeutet doch Locarno: Freie Annahme durch das gesamte Deutschland, einschließlich des Reichspräsidenten von Hindenburg, der die Abkommen über die in Versailles festgesetzten Grenzen unterzeichnet hat. Es ist die freiwillig zweimal zu lesen: „Brot" zu schreiben verlangt untere Rechtschreibung feit mindestens 27 Jahren, und doch sind Verstöße hiergegen in jedem Stadtteil zu finden. Aber schließlich können alle diese Sün- der sich auf die Behörden berufen, die es ja auch nicht viel bester machen. „Packet-Annahme" heißt es schwarz auf weih an der Hauptpost. Ein buntbemaltes Gußeisenichild (durch wieviel Hände muß es nicht zwischen Auftrag und 'Abnahme gegangen sein?) kennzeichnet das 11. Haus der Kirchfttaße als Polizeistation des 3. Bezircks; der gleiche Fehler findet auch in der Liebigstroße. Berzeihuna: „Altebigöotraf«" heißt sie ja. Wir sind bereits so sehr Knechte der Gewohnheit geworden, daß wir gar nichts mehr dabei finden, an Dutzenden von -stellen „-Strasse" lesen zu müssen. Auch die „Bap. tisten-Gemeinde" verwendet ein Schluß-s mitten in ihrem Namen, und eine „Dirthschait" befindet sich in der Nähe der oberhessischen Bahnstrecke. Beide werden vorn Stadttheater übertroffen, das an feiner Ofrseite die ..Kassenstunden" bekanntgibt. Ihnen allen aber geht das Reich mit schlechtestem Beispiel voran, wenn es im Widerspruch zu seiner eigenen Rechtschreibung das stattlichste Gebäude des Land- gras-Philipp-Platzes mit weithin sichtbaren Lettern als .Leughauskaseme" bezeichnet. Das Cafs ist ein Raum, in dem fc-exjtaftec als Getränk verabreicht wird. „Konditorei und Kaffee" zu schreiben ist daher falsch; insbesondere bezeichnet „Kaffee Schwarz" am Bahnhof ein Getränk, das man bestellt, wenn man auf die übliche Milch dazu verzichtet. Will man verdeutschen, was nicht dankbar genug begrüßt werden kann, muß man schon „Kaffeehaus" schreiben, mas sich seiner Länge wegen aber nur schwer bei uns einbürgem wird, die wir uns künftig nur noch in Anfangsbuchstaben (DHC„ Hairaba!) unterhalten. „Caffee" oder „Cafe" (mehr- fad)) zu schreiben, ist natürlich allemal falsch. und nun der Bindestrich! Mit ihm wird in der kühnsten Weste jongliert. Was unter einer „Uni- versitäts-Biblio!hek" zu verstehen ist, ist ohne wei« teres klar: hier steht der Bindestrich au Recht. Da- gegen wird in dieser Hinsicht in manchen Geschäftsschildern schwer gesündigt; jedoch sei das hier mit wohlwollendem Schweigen übergangen. „Georg-Philipp-Gail-Sttaße" ist nur in dieser Form richttg. „Marburger Straße" ist dagegen ohne Verbindung und „Markt-Str." richttger in einem Wort zu schreiben. Wer aber auf den Bindestrich nicht verzichten zu können glaubt, sollte nickt wenige od)ritte weiter „Wettergaste" schreiben. Die Ber- kehrszeile, die an ihrem Eingang „Göthestr " heißt, zeigt vier verschiedene Straßenschilder. Die „Lud- wiastr." wechselt wiederholt zwischen dieser richtigen Schreibweise und der falschen „Ludwigs-Strasse". Bei „Damen-Frisier^Salon" dürfen die Bindestriche auch dann nicht fehlen, wenn die Wörter untereinander stehen. „Damen Friseur Salon" ist zudem auch sprachlich zu beanstanden, besonders bann, wenn er eine weibliche Inhaberin hat. Ein „Farbenspezial-Geschaft" in der Mitte der Stadt hat mit bewundernswertem Geschick gerade die falscheste Schreibweise herausgefunden: jede andere der drei weiteren Möglichkeiten wäre richtiger gewesen. Das neue (!) Lichtschild „Restauration Wies- Schloss" ist eine Musterkarte von Fehlern auf kleinstem Raum. Eine „Damen-Herrn Schneiderei" in der Nähe der Bahnhofftraße arbeitet offenbar nur für Zwitterwesen. Wer in jener Gaste, die am Anfang „Durchfahrt verboten", am Ende aber „Kaplans-Gaste^ heißt, „Kopfschmuck-Parfum", oder wer in einer Hauptstraße gar „Papier-Schreib- waren-Geschaftsbücher-Büroartikel" schreibt, der verbindet, was er doch wohl getrennt wissen will. Jedenfalls fei auf diesen Uebersluh an Bindestrichen die nahe gelegene „Emmericher Waren Expeditton" hingewiesen, bei der man sie mit Recht oennisten muß. Nicht Immer aber ist ihr Fohlen so gleichgülttg wie hier. Oder erinnert es nicht an die dunkelsten Tage der Sklaverei, wenn „Frauen und Kinderkleider" feilgeboten werden? Den Damen aber, die zu ihrem Leidwesen die schlanke Linie vermissen müssen, sei eine Firma O. empfohlen, die sich zum „Umpressen von Damen und Herrenhüten nach den neuesten Formen" öffentlich empfiehlt. Damit mag's genug sein des grausamen Spiels. Wer Gießen offenen Auges durchwandert, wird zu- qeben, daß diese wahllos aufgegrtffcncn Proben leicht um das Zehnfache vermehrt werden könnten. Mit ©errughiung dürfen aber auch Ansätze zur Besserung festgestellt werden, wie das neue Licht- schild ,Lns Lotze" neben dem unrichtigen „In's Lotze". Der Frühling naht und mit ihm die Zett, da manches Haus und manches Finneüschild ein neues Gewand anlegt Mögen diese Zeilen dazu beitragen, daß das äußere Kleid unserer Stadt allmählich auch bis in die kleinsten Einzelheiten rein und DasHnälitäls- Fafin-aö CLQC s ml atz Mm- Tuyt) 39 Jaljren Ins Jrrcngcsängvi» zurück. Sin zerlumpter, halb oc: haariger Mann ivrtangte Diefer 5c„ ' in Dte GefängniS-Irrenanstall Deti cnglilo tagt die toeicbättcü d?s Gietz-Anz. «4428 Kleines, gut mäbL Zimmer an ruhig, solid ‘beim zu arm. ifnbtoiflffr. 8, (»artenboua v. Schön M Zimmer nut cleftr. Licht io fort au uerm. ot4OS Ludwiavr. 30 11. | Mietgesuche | BefffliagnauniEftele 2-3-Zimmer- Wohnung mü Keller u. Suche, evtl auch mdbL tn (Sieben auf bald aesttchi. Schrtttlicbe angeb. unter 01450 an d. Gtest-slnz. erb. Luche: age (Stellenangebote Junges i»90D ordentliches ("Ibcuiolchc 7- bis 8-Ztmuicr Wohn. Schi. Vtngeb. unter 1904 Da.il t»iief;.Änz. für hsl;- beorbeiungL- Mafchinen Gleltro-mototeii zu vergeben. Lchri'lliche Angebote unter 1892V an den (Siebener Anzeiger erbeten. Suche i‘«‘D f. Mort einen tücht , durchaus zuvertäsi. Sattler und Polsterer der selbständig alle vorfomatenöe Arbeiten tn der Sanieret, hauvlfachlich Äummctban, aus- fflbrcn kann. Kost, Kaste und Wohnung frei. Lahn nach Leistung. 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[^1 allmählich wei Tage vor dem beabsichtigten LluSflug Dem Adsahriebahnhof unter Angabe Der voraussichtlichen Teilnehmer- zahl schriftlich oDer mündlich (auch fernmündlich) von chrem Vorhaben Kenntnis geben. Die Neichs- bahn ist dann in Der Lage, den in Betracht kom- menden Zug enllprechend zusarnmenzustellen. Die Unterlassung der B "..achrlchtigung Hal zur Folge, daß einmal die Reisegesellschaften au5cinanDcr- gerissen werden, und eine unerwünscht' Uebcr- füllung der Wagen eintritt, ia schließlich Reisende zurückbleiben müssen. Dies liegt nicht im Interesse Der Reisenden, wie auch nicht in dem der Reichsbahn. Es muß deshalb Den Veranstaltern von solchen Ausflügen im allgemeinen Interesse dringend empfohlen werden, dem AbgangS- bahickvf ein bis zwei Sage vor dem Antritt der Bahnfahrt Mitteilung zu machen. WS2k. Die Gisenbahnpaketkarte mit rotem Rand. Die Frist für den Aufbrauch der früheren Ellenbahirpaketkarte mit rotem Rand war am 3L Dezember 1926 ab- gclaufetL Da ein Teil der Versender noch im Besitz solcher Karten ist, hat die Reichsbahn nunmehr die Aufbrauchsfrtst der Kamen mit rotem Band bis zum 1. Juli 1927 und die der Gjpreßgutkarten mit grünem Rand bis zum 31. Dezember 1927 verlängert. Ser Evangelische Arbeiterver- c i n veranstaltete am Mittwochabend im Io- hannessaal einen Beethoven-Abend. Für den musikalischen Teil des Programms hatte sich das Streichquartett Franz Bauer freundlichst zur Verfügung gestellt. Das Quartett, daS bereits durch seine Mitwirkung bei Kammer- Oualitäts- yTeppkhe ■t Bunt Brotetakrui 1k nMn? drei bEkarntoc SretiilhZuMt AW Fraaidurt a ft, MuUtnrf, Berlin tn allen OnailtitM S besonders prelcweit In zenir. Lage sind 3 gimmer zu vermieten als Vurcau oder Wohnung (anna oder teiUvetfc möbl.) m.Mücbcnbcii. Dchr. 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Dabei verschlingen sich innen- und außenpolitische Gesichtspunkte. Die Campagne gegen die Sowjetregierung, di« in England geführt wird, geht schon längere Zeit. Wir brauchen nur an den bekannten Sinowjew-Dries zu denken, der bei den letzten Wahlen für die Konservativen als sehr ^schickt benutzte Wahlparole diente, der aber bekanntlich von russischer Seile als gefälscht bezeichnet wurde. Ramentlich der Innenminister Johnson Hiek« machte sich zum Führer einer immer schärferen Bewegung g$gen Rußland, nach ihm der Staatssekretär für Indien, Lord Birkenhead und außerdem der Schotzkanzler Winston Churchill. Es ist der schärfere rechte Flügel innerhalb der herrschenden Konservativen Partei, der aus Innen- und außenpolitischen ®e- lichtspunklen direkt zum Druch mit Rußland drängt. Der Ministerpräsident B a l d w i n und der Außenminister Lhamberlain haben in diesen Monaten immer versucht, im ruhigen Fahrwasser zu bleiben. Dann kam während de« Bergarbeiterstreiks der Konflikt wegen der russischen Unterstützungen. Jetzt spitzen die Dorgänge in China den Streit, der schon feit einer Weile in Deden der Minister und anderen öffentlichen Kundgebungen geführt wird, auf da« äußerste $u. Dabei verliert die gemäßigte Richtung Im englischen Kabinett immer mehr an Boden. Sonst wäre die Rote Thamberlains an Moskau vom 22. Februar gar nicht zu erklären. Sie ist ein Schriftstück, da- eigentlich unmittelbar dem Abbruch der Beziehungen vorangeht mit seiner sehr ernsten Warnung und in einem Ton, dem der andere den Willen zum Bruch anhören muß. Man fragt sich, waS das englische Kabinett mit diesem Schritt eigentlich will oder praktisch erreichen kann. Jedermann auf der Welt weih, daß die Sowjetregierung die chinesische Ralional- bcwegung mit größter Sympathie begleitet. Und niemand bezweifelt, daß sie ihr an Unterstützung angedeihen läßt, waS in ihrer Kraft steht und wo« die chinesische Südregierung annehmen will. Aber das englische Kabinett weiß so gut wie jeder ruhige Beobachter, daß russischer Bolschewismus und chinesische Bewegung auS dem Süden durchaus nicht in einen Tops geworfen werden kann, durchaus nicht rin und dasselbe sind. DaS englische Kabinett weiß noch mehr, weiß, daß, wenn nicht die eigentliche Kraft in der chinesischen Bewegung ruhte, die russische Unterstützung von außen wirllich »icht diese Schwierigkeiten für England schaffen könnte. Dazu ist daS heutige Rußland Idjledjter- dingS nicht in der Lage, nicht finanziell, nicht militärisch und nicht politisch. Man braucht doch rur die Streitfrage wegen der ostchinesischen Bahn mit Tschangsoiin anzusehen, die Rußland versumpfen ließ und in der e« sich von dem Marschall deS RordenS hat alles bieten lassen, bieten lassen müssen. WaS hat e« bei solcher Lage für einen Sinn, wenn daS englische Kabinett gegen Rußland mit dem Säbel rasselt? Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Rußlands find nicht gering, aber sie werden auch nicht katastrophal, wenn die ohnehin bisher ergebnislosen Verhandlungen zwischen England und Rußland abgebrochen oder gar die Beziehungen überhaupt abgebrochen würden. Das gewinnt England durch einen solchen Schritt? Die russische Politik behandell den Konflikt mit bemerkenswerter Ruhe und Zurückhaltung. Das fiel schon an der Litwinow-Rede auf und soeben ist auch vor dem Zentral-Exekutiv- Komitee eine Interpellation über die Beziehungen Rußlands zu England sehr vorsichtig und versöhnlich beantwortet worden. Welche Mittel hat England, da« sich zu seinen zahlreichen anderen Sorgen jetzt noch eine solche Verwicklung »it Rußland zuziehf, Rußland seinen Willen Lufzuzwingen? K a n n es überhaupt die Blockade de« Krieges wieder aufnehmen, und so in der ganzen Well als Störenfried erscheinen? Sicher nicht. Und die Rückwirkung auf die eigene Arbeiterschaft, auf ein Verhältnis. daS so wie so kurch den beginnenden Kampf um die Reform der Gewerkschaften von feiten diese« Staate« recht kehr gespannt worden ist? Wir können hier nur eine Nervosität erkennen. die fühlt, daß man dem eigentlichen Gegner, 6er chinesischen Südbewegung gegenüber machtlos ist, daß niemand auf der Welt England ^eisteht, daß allergrößte englische Interessen in Shina auf dem Spiele stehen und gefährdet sind riiü daß man daher nach einem Schuldigen sucht, den man bequem an Rußland findet. SS ist aber keine geringe Gefahr für die Ganz große Politik, wenn in solcher Weise extreme unb radikale Starrköpfe von der Art de« englischen Innenministers die Stimmen der Vorsicht Md Ruhe übertönen. Die kritische Lage, in der tue englische Politik sich im Augenblick befindet, «ird dadurch nur in ihrem Charakter verstärkt. W i r aber haben durchaus keine Deranlas- ring, in diesem großen Streit besondere Partei » nehmen. Sin Appell zu einem Kreuzzug gegen >aS bolschewistische Rußland im englischen In- •ereffe wird in Deutschland keinen Widerball irden. Indem wir das aussprechen, ist zugleich Jigebeutet. wie und auf welche Weise die eng- ich-russisch-chinesische Verwicklung doch auch an die deutsche Politik rühren und von ihr Snt- 'cheidungen verlangen könnte. Etwas ähnlich liegen die Dinge im Rahen Asten, im litauisch-polnisch-deutschen Verhältnis. Aus bekannten Gründen sind die Verhandlungen -wischen Polen und Deutschland aus Polens ^huld zum Stillstand gekommen. Grundsätzlich ixb taktisch ist dazu wenig zu sagen: ohne eine Regelung des Riederlassungsrechts, wie sie zwilchen Kulturstaaten üblich ist. ist ein Handelsvertrag auch unmöglich und hat es keinen 6hm, sich um einen solchen zu bemühen Aber man muß zugleich diese 6oüberfrage in dem ganzen Zusammenhang im Rahen Osten sehen. Da ist Litauen immer noch ein ganz unsicherer Sator. Seine neue Regierung will die alle Außenpolitik mit Rußland und Deutschland weitermachen. Aber sie steht zu beiden Staaten in einem nicht besonders freundschaftlichen Verhältnis. Andererseits ist bekannt, daß England seit einiger Zeit in Litauen, aber auch fönst im Rahen Osten, eine Aktivität wieder ausgenommen hat, die eS jahrelang dort nicht betätigte. Für England gehört auch daS in da« große Kapitel fchalllichen und großen politischen Gesichtspunlle gegeneinander abgewogen unb danach die Entschlüsse gefaßt werden. Was draußen im Fernen Osten vorgeht, berührt unS in seinen weiteren Wirkungen nur sehr mittelbar Aber was im Rahen Osten vorgeht, berührt uns direkt und unmittelbar. Daher ist eS in diesen Beziehungen mit der reinen Negation, mit der Ablehnung der Verhandlungen mit Polen, so begründet diese in der jetzigen Situation ist. allein gewiß nicht getan. Unb wir meinen, daß positive Entschlüsse in dieser Beziehung wahrscheinlich recht bald von der deutschen Politik erfordert werden! Preisausschreiben in der zweimal wöchentlich erscheinenden Unterhaltungsbeilage des Gießener Anzeigers Gießener Familienblätter offen für alle Bezieher des Gießener Anzeigers und für Neubesteller zum 1. März, sowie für deren Familienangehörige. Bedingungen Das Preisausschreiben erstreckt sich über die Ausgaben der Giehener Familien- blätter Nr. 17 bis einschließlich 22 in der Zeit vom 1. bis 19. März 1927. In jeder dieser Nummern der Gießener Familienblätter werden je zwe Ausschnitte aus den Werken und Briefen deutscher Dichter und Denker bet Vergangenheit veröffentlicht werden. Das Ziel der Teilnehmer am Preisausschreiben soll sein, die Namen der zwölf Verfasser möglichst lückenlos zu ermitteln und in der Reihenfolge der Veröffentlichungen aufgeführt schriftlich bei der Redaktion der Gießener Familienblätter, Gießen, Schulstraße 7, einzureichen. Die Anrahmezeit für die Lösungen beginnt am 20. März 1927. Der Schlußtag ist auf den 26. März festgesetzt. Spätere Eingänge bleiben unberücksichtigt. Sämtliche Lösungen müffen an der Spitze Namen, Stand, Wohnort, Straße und Hausnummer des Einsenders tragen. Die Beifügung der Mürzquittung über den Bezug des Gießener Anzeigers ist Bedingung. Die Teilnehmer erkennen die Entscheidung über die Preisverteilung als endgültig an. Preise Die Preisträger werden nach Vollständigkeit und Richtigkeit der etnlaufenden Lösungen ermittelt. Es kommen zur Verteilung die nachstehend aufgefühtten Werke zeitgenössischer Schriftsteller: Theodor Fontane, Effie Briest Theodor Fontane, Stechlin Bruno Frank, Trenck Gustav Frenssen, Otto Babendiek Ricarda Huch, Der große Krieg in Deutschland Ludwig Huna, Der Kampf um Gott Bernhard Kellermann, Das Meer Hans Leip, Godekes Knecht Hermann Löns, Der Wehrwolf Thomas Mann, Buddenbrooks Thomas Mann, Der Zauberberg Walter von Molo, Der Schiller-Roman Walter von Molo, Roman meines Volkes Alfred Neumann, Der Teufel Wilhelm Raabe, Der Hungerpastor Albrecht Schaeffer, Helianth Jakob Schaffner, Das große (Erlebnis Hermann Sudermann, Der tolle Profeffor Jakob Wassermann, Das Gänsemännchen Ernst Zahn, Die Hochzeit des Gaudenz Orell. Die Bücher werden nach auswärts Verpackung«- und portofrei zugestellt. Verlag und Redaktion des Gießener Anzeigers. eines Gegensatzes zu Rußland. Den Druck, bei Rußland auf Englands Position im Fernen Osten wenigstens nach englischer Vorstellung auSübt. glaubt man entlasten zu formen, indem man im Nahen Osten auf Rußland einen Druck aus übt. Das Mittel dafür wäre eine Verständigung zwischen Litauen und Polen unter englischer Führung, womöglich etwa eine Angliederung Litauens an Polen in irgendeiner für beide Telle erträglichen Form. UnS ist kein Zweifel, daß dergleichen Vorstellungen in den Köpfen englischer Politiker vorhanden sind und verfolgt werden. Ihre Gefahr für Rußland wie für Deutschland liegt so auf ber Hand, daß jedes Wort darüber überflüssig ist. Man soll hier die Ruhe nicht verlieren. Einer Verständigung zwischen Litauen und Polen m solch englischem Willen liegen ganz große Schwierigkeiten im Weg - c« fei nur an die 5rage Wilna erinnert. Unb noch mehr: Was England denen bieten könnte, die es so auf seine Seite gegen Rußland ziehen möchte, das tst im Augenblick fo riesiger Engagement« ber englischen Außenpolitik blutwenig. Man möchte keinem Politller des Nahen Ostens, welchem Staate er auch angehöre, raten, in solchen Kombinationen sich auf eine wirkliche und ernsthafte Hilfe Englands irgendwie zu verlassen. Aber gleichwohl müssen diese undurchsichtigen Vorgänge mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgt werden. Rur in diesem Gesamtzusammenhang ber deutsch-polnisch-lllauischen Verhüll- niffe auf dem Hintergrund der bekannten und für uns dauernd für notwendig gehaltenen deutschrussischen Beziehungen dürfen diese Fragen betrachtet werden. Nur in ihm müssen die tritt- Landeskarlell Hessen des Deutschen Beamtenbundes. OO Am Sonntag fand in Frankfurt a. M. eine Sitzung de« G e s a m t v o r st a n d c s deS Lan - deskartell« Hessen de« DeutschenBe- amlenbundeS statt. Verhandlung-lriter war der Vorsitzende Dr. E l a ß. Der erste Punkt der Tagesordnung: .Richt- linien für die Ortsklasseneinteilung 19 2 8“ wurde, seiner Wichtigkeit entsprechend, auSgiebig besprochen. Die Vertreter der Land- beamten wiesen nach, daß das jetzt beftehenbe Orisklassenshstem eine große Ungerrihtigkeit diesen gegenüber darstelll: sie forderten für ganz Hessen eine Ortsklasse, und zwar den Verhältnissen entsprechend die höchste. Die von dem DesoldungsauSschuh de« Deutschen Beamten- bundes vorgelegten Richtlinien gingen ihnen nicht weit genug, well darin gerade die abgelegenen Orte, die am meisten benachteiligt sind, am wenigsten berücksichtigt werden. In dieser Ansicht wurden sie von einigen Vertretern auS Städten, die daS Land kennen, unterstützt. Als Ergebnis der Besprechung stellte der Vorsitzende fest: Die neue Vorlage kommt den Forderungen der Land beamt en ein Stück entgegen, indem die Zahl der Ortsklassen von fünf auf drei verringert werden soll, außerdem soll der geldliche Unterschied zwischen der höchsten und der niedrigsten Ortsklasse innerhalb derselben Tarif- klasse vermindert werden. Bei der Berechnung der Wohnungsmiete soll von einer Normalwohnung auigegangen werden, und schliehlich will der Entwurf einen Ausgleich nach zusammenhängenden Wirtschaft«- und Teuerungsgebieten. Für Hessen wird, da eS im 'Bereich bet großen Industrie- und Fremdenftädte liegt und zu den teuersten Reichsgebieten gehört, durchweg gleiche Leben«- und Preisverhältnisle hat. die höchste O r t s k l a sfe gefordert. Diese Aus- sührunzen wurden einstimmig gutgeh ei* b en und al« Bcschluh angenommen. Der nächste Vertreterlaa wird am 11. und 12. 3uni in Bingen abgehoben. Weiter ber.chtctc der Vorsitzende noch über die Richtlinien für die neue Besoldung«- reforin und die Erziehungsbeihilfen. An diesen Bericht schloß sich eine ausgiebige Aussprache an. Sie hatte nur informatorischen Charakter, da die Fachoerbände in dieser Angelegenheit zu entscheiden haben Gbethessens Hahrplanwiinfche an die Reichsbahn. Am Montag und Dienstag haben wir eine umfangreiche Eingabe des Derkehrsbunbe« Oberhesfen an die Reichsbahndirektion Frankfurt über die oberhesfifchen Fahrplan wünsche veröffentlicht. V« ist ein großer Wunschzettel, der mit dieser Eingabe der Reichsbahndirektion überreicht wurde. Wer aber die EisenbahnvcrkchrSverhältnisse in unserer Provinz kennt, wird dem Derkehrsbund zu seinem umfangreichen Schriftsatz die Zustimmung geben Denn nicht nur auf den Strecken Gießen—Frankfurt, Gießen—Fulda und Gießen Gelnhausen bestehen nach dem gegenwärtigen Fahrplan große Mängel In der Zugfolge, sondern auch die verbindenden Neben st recken weisen derart weiträumige Lücken im Fahrplan auf, daß es höchste Zeit ist, auch hier die bessernde Hand anzulegen. Ein Gradmesser für die Dringlichkeit der Abhilfe kann wohl in dem starken Aufschwung des Automobilverkehrs erblickt werden. Wenn die Reichsbahndirellion der bisherigen Abwanderung von der Bahn zum Auto in Oberhesfen weiteren Vorschub leisten will, so möge sie den Fahrplan in der allen, außerordentlich mangelhaften Weise beibchaltcn; ist ihr aber daran gelegen, ihrem Unternehmen eine steigende Frequenz zu verschaffen, so wird sie um eine erhebliche Verbesserung der Zugfolge auf allen Strecken unserer Provinz nicht herutnlornmen. Auch wenn man keine übertriebenen Derkehrsansprüche stellt, muß man doch sagen, daß Zug pausen von 6. 7 oder 8 Stunden, wie sie auf oberhessischen Strecken jetzt bestehen, vorn Standpunkte des öffentlichen VerkehrSinteresses aus eine Ungeheuerlichkeit sind. Wir wollen unS nicht die vielfach geäußerte Ansicht zu eigen machen, die ReichSbayndircktion Frankfurt habe aus gewissen Gründen für Oberhessen kein besonderes Interesse, wir mochten aber der Reichsbahndirektion dringend nahelegen, im eigenen Interesse und zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung der eben angedeuteten Ansicht gute Taten bei der Ausarbeitung deS neuen Fahrplans zu vollbringen, an denen die Bevölkerung Oberhessens ersehen kann, daß auch ihre berechtigten Derkehrswünsche bei der ReichSbahndirek- tion gebührende Beachtung finden. Den Weg zu diesen Taten zeigt die Eingabe des DerkehrS- bunde« Oberhessen, die gestutzt wird von der einhelligen Zustimmung der ganzen Provinz. In verheißungsvoller Weife hat die Reich«- bahndirektion Frankfurt im September vorigen IahreS auf einer F a h r p la n k o n f e r e n z in Gießen persönliche Fühlungnahme mit den sachkundigen Vertretern der oberhessischen Bevölke- rung hergestellt. Jene Konserenz hat bei allen Teilnehmern einen guten Eindruck hinterlassen. Die Reichsbahndirektion wird wohl- beraten fein, wenn sie auch diesmal wieder in mündlichen Verhandlungen, auf einer Konferenz in Gießen, gemeinsam mit den oberhessischen Vertretern sich bemüht, für den neuen Fahrplan eine Regelung zu finden, die sowohl dem öffentlichen Verkehrs int ereffe Oberhessens, wie auch den Bedürfnissen der Reichsbahn gebührend Rechnung trägt. Nicht an schönklingenden Worten der Reichsbahn wollen wir in Oberhesfen unS erfreuen, sondern gute Ta - t en wollen wir jetzt sehen, auf die wir lange genug gewartet habens Gerichtssaal. Drei „schwere Jungen“. WSR. Frankfurt a. M.. 24. gebt. Wegen gemeinschaftlichen schweren Diebstahls in mehreren Fällen verurteilte das Große Schöf- sengericht den Gärtner Heinrich Würge« zu 1I a h r e n, den Hllssarbeller Heinrich Mett und den Schuhmacher Willi Bauern- schmidt zu 2 Jahren 9 Monaten Gefängnis. DaS Einbrechertrio hatte im Dörgen 3ahre in zahlreichen Wirtschaften nachts einge- brochen und größere Mengen Lebensrnittel und Tabakwaren in erheblichem Werte gestohlen. Amlsunlerfchlagung eines Beamten. WSN. Frankfurt a. M., 25. Febr. Da« hiesige Schöffengericht verurt-llte den 39jährigen Bureauassistenten beim Grundbuchamt Fritz Paul wegen Amtsunterschlagung in sieben Fällen. U r lu n be n f ä I f dju ng, Betrugs in drei Fällen, mehrerer Urkundenunterdrückungen und einfacher Unterschlagung zu zwei Jahren Zuchthaus und 450 rm Geldstrafe, sowie fünf Jahren Ehrverlust. Der Angellagte hatte in 31 Fällen bei der Briefannahme Gelder unterschlagen. Ferner eignete er sich Kostenmarken und sonstige Gelder an. Das Gericht sah das Verhalten deS Angeklagten als sehr frivol an. well et wissen mußte, daß die von ihm beseitigten Urkunden einen großen Wert haben Lpiclplau Der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag. 27. Febr.. von 8 bis 9<4 Uhr: Elektra. Montag, 28., von 7 bis 9. Hansel und Gretel. Dienstag. 1. März, von 7 bis nach 10: Eine Rächt in Venedig. Mittwoch. 2^ Don 7 bi« gegen 10: Der Freischütz. Donnerstag, 3m von 6 bis nach 10Vt: Tristan und Isolde. Sreitag, 4.. von 7 bis 10: Othello. Samstag, 5., Don 7 biS 10: Der Golem. Sonntag, 6.. von3 1x8 6: Mignon: von 7 bis gegen lOVri Carmen. — Schauspielhaus. Sonntag, 27. Febr.. von 31/* bis 6: Alt-Frankfurt: von 8 bis 10: Ein besserer Herr. Montag, 28., von 8 biS gegen 10: Der Diktator. Dienstag, 1. März, von 8 biS 10: 20 Jahre Rellon. Mittwoch. 2., von 6 bis gegen 9 : Der Diktator: von 10 bifl 12 Retson-Revue. Donnerstag, 3., von 5l '2 bis S1 Prinz Friede rich von Homburg: von 10 bis 12. Relson- Revue. Freitag, 4., von 7 bis 9: Vlpff; von 10 bis 12: Relfon-Revue. Samstag, 5., von 7 bis 9. Bluff: von 10 bis 12: Relfon-Revue. Sonntag, 6., von 31/» bü8 5’ ? Relson-Aevue: von 8 bis 10: Relfon-Revue. Oderhessen. Vom Gemsindeverband Wieseür-Atten-Buseck. em Griff schloß er sie ab. Er wagte es nicht mehr, sich auf sein Ruhebett zu leaen. AnaeNeidet wie er war, fegte er sich auf den Lehnstuhl neben Reichmanns Bett. Nun sollte sie nur noch einmal kommen! Dann würde er ihr den Weg weisen. Erft spät gegen Morgen schlief er ein. als die Sonne sich bereits im Osten hochschwang. Elisabeth von Merken aber stand am offenen Fenster ihres Jungmädchenzimmers und begrüßte den Tagesgott mit ausgebreiteten Armen. Wilhelm Lotz L. brachte Dem Jubilar eine Fülle von Beweisen der Liebe und Berehrung. Ihrem ältesten Kirchengemeindevertreter ließ die Kirche nach einer Ansprache des OrLsaeistlichen einen Wandspruch überreichen. Pfarrer Sattler verlas und übergab ein herzliches Glückwunschschreiben des Landeskirchenamts. — Anläßlich der goldenen Hochzeit der Karl Schäfer Eheleute liefen heute nachträglich Lei dem h iesigen Pfarramt in einem Schreiben des Ministers des Innern die Glückwünsche der Etaatsregie- rung und in einem solchen des Kreisdirektors die der K r e i s v e r w a l t u n g ein und wurden von dem Ortspfarrer dem Jubelpaar übermittelt. Ein früher geübter schöner Brauch wurde damit zur Freude Der Beteiligten wieder ausgenommen. £ Lollar, 25. Febr. Der Mangel an Bauplätzen hat dazu geführt, daß nunmehr Gelände „Auf dem Stein" zur Bebauung erschlossen werden soll. Siye entsprechende Vorlage hat kürzlich die Zustimmung der Gemeindevertretung gefunden und liegt gegenwärtig dem Ministerium zur Genehmigung vor. Es handelt sich hierbei um das Gelände, das begrenzt wird von der Bahnlinie Lollar—Grünberg, der rechten Häuserreihe der Straße Gießen—Marburg und der Werkmeisterwohnung der Buderusschen Eisenwerke. Vorgesehen ist die Führung einer Straße entlang dem Bahnkörper und einer Straße mitten durch das Gefäade, ungefähr gleichlaufend zur Hauptstraße. Diese neue Straße wird, da das Gelände dreieckförmia. mit Der Spitze an der Kreuzung der Bahnlinie Lollar—Grünberg mit Der Hauptstraße, ausläuft, etwa in halber Höhe des Gras- und Obstgartens des Maurermeisters Deibel rechtwinllig in Die Hauptstraße einmün- den. Durch zweckentsprechende Zusammenlegung und Derschleifung einer Hohl werden 3 9 Bauplätze gewonnen. Man hofft, hiermit unter Hinzurechnung des in Der Lumda- und Stein- straße noch verfügbaren Daugeländes den Bedarf für einen Zeitraum von etwa fünf Jahren decken zu können. Die Durchführung der Vermessung und Einteilung des Geländesd „Auf dem 61 ein soll nach Eingang der ministeriellen Genehmigung beschleunigt erfolgen, Da für dieses Gelände bereits eine Anzahl Baulustige vorhanden sind. ± Daubringen, 25. Febr. Die zweite größere Brennholzpersteigerung aus Den Distrikten Ober- und Rieder-Seilbach des Staatswaldes fand jetzt hier statt. Trotz der verhältnismäßig genügen Holzliebhaber von hier und Der Dörfer Alten-Buseck, Lollar ufto. bewegten sich Die Preise — von Den Geboten auf Buchenreisig abgesehen — in normalen Dahnen. So würben bezahlt für: Buchrnscheiter je 2 Rm. 34 bis 38 Mk., Buchentnüppel 28 bis 32 Mk., Kiefernknüppel 18 bis 22 Mf., Fichtenknüppel 15 bis 20 Mk.. Eichenknüppel 20 bis 25 Mk. Buchenreiser 10 Raummeter Durchschnittlich 45 b i s 52 Mk. und mehr, Eichenreiser 20 bis 25 Mk., Hainbuchen 40 bis 45 Mk. je 10 Raummeter, Buchenstöcke 18 bis 24 Mk., Eichenstöcke 15 bis 20 Ml. je 2 Raummeter, Derbstangen Der Festmeter Durchschnittlich 12 bis 18 Mk. — Die hiesige Schäfereigesellschaft, Deren hohe Mttgliederzahl das rege Interesse an Der Schafzucht beweist, hat ihre Rechnung für 1926 mit Dem ansehnlichen Guthaben von rund 1200 Mk. abgeschlossen: die Summe wird allerdings im Laufe Der Winter- nronate durch Die Gehaltsbezüge Des Schäfers zum Teil aufgebraucht werden. Die Schafherde hat sich Durch Den Ankauf von Schafen aus Der Rhön stark vergrößert unD beträgt jetzt 180 Stück, Die Lämmer mit eingerechnet. = Lich, 25.Febr. Jrn Verein für Handel und Gewerbe, der feit dem letzten Jahre eine äußerst rege Tätigkeit entfaltet, sprach gestern im sehr gut besuchten Saale des Hotels „Zum Löwen" Kaufmann Gustav Wolf aus Bad-Nau- Morgen war Polterabend, und übermorgen war sie sein. Wie zwei in schönster Eintracht lebende Geschwister liefen die breite, asphaltglatte Straße, die von Eisenbach ins Böhmische führte, neben dem flinken, murmelnden Flusse, der das Tal durchschnitt, den Hochwald entlang. Jeder Kiesel schien aus der ersteren wie weggefegt, dafür glänzten auf dem Grunde des Flußbettes ihrer Taufende und aber Tausende, Wellen und Wellchen hüpften darüber hinweg, und in deren nie ruhendes Plaudern mischte sich das Rauschen des Hochwaldes, der das gan^e Tal in seinem Frieden gebettet hielt. Die Wipfel der Weißtannen, die wie Vorweltriesen in den Himmel strebten, schaukelten bedächtig im Morgenwind. Waldesrauschen! Von Baum zu Baum, von Strauch zu Strauch wob es wie ein holdselig süßes Geheimnis. Stimmen wurden laut. Nicht Menfchsnftimmen! Nur Dogellehlen setzten zum Morgengruß an. Don den Bergen, die der Hochwald in kühnem Satze hinaufsprang, kamen die Glockenstimmen weidender Herden. Zu weichen Tönen gesellten sich Baß und Mittelstimme, so daß das horchende Ohr ein prächtiges, in Moll abgestimmtes Geläute in sich aufnahm. Höher hob sich die Sonne und höher! Triumphierend schwang sie sich über die Wipfel. Ein Goldregen riefelte zwischen den Stämmen in das Moos. Glitzernde Lichtpünktchen hüpften um Farn und Heidekraut, tanzten und schmeichelten um Glockenblume, Spätanemonen in feinster, blaß- blauer und zartrosa Toilette. Die öffneten verwundert die Augen. Sie hatten Holdseliges geträumt, von einem Prinzen, der gekommen war, ihre Blumen feelen zu erlösen. Waldquelle plauderte vergnügt und neckte sich mit der Amsel, die so spät erst die Augen sich helle wusch. Aber die pfiff dazwischen hinein. Ein bißchen aus Spott? Noch einmal tauchte sie ihr Köpfchen in das Quellwaffer. „Hab' Dank!" Und dann saß sie mit einemmal zu höchst oben auf dem Gipfel einer Blautanne im Regenbacher Parkrevier und Jang einem Kinde, das die peinlich sauber bekiesten Wege entlang eilte, ein Pfeiflied. Und Kind und Vogel hielten urplötzlich still, horchten, sahen sich an und fanden, daß sie die gleichen hellen Augen hatten. beim zu ikm Thema Was «ordert her deutsche Einzelhändler vom Staate, non den politischen Par; teien und von sich selbst?" Der Referent sprach von überparteiifd)er Warte aus und fand mit feinen sachlichen Ausführungen die allgemeine Zustimmung der Versammlung, die in Kaufmann W. Hahn einen umsichtigen Leiter hatte. - Lich. 25. Febr. Wie wir Horen, hgt Prinzeß Marie von Solms-Hohe n- solms-Lich, Die dem kqtholischcn Glaubensbekenntnis angehört, zu ihrem 9 0. Geburts " t a g auch ein persönliches Glückwunschschreiben des Papstes erfüllen. ch Trais-Horlosf, 25. Febr. Seit einigen Wochen herrscht in unterem Dorfe der steuch h u st e n. Er befällt vor allem die schulpflichtigen Kinder, aber auch viele kleinere Kinder werden von der Krankheit heimgesucht. Kreis ß-ricDbcrg WSN. Friehbesg, 25. Febr. Ein hiesiger Bankbeamter, der sich ein Motorrad gekauft hätte, ist vor einigen Tagen auf feiner ersten Ausfahrt schwer verunglückt. Bei Odcr-Rosbach erlitt er einen Kettenbruch: dabei geriet die Maschine in Den Chausseegraben, und der Fahrer wurde herausgeschleudert. Mit schweren Prellungen und Wunden an der Kniescheibe wurde er bewußtlos im Felde liegend aufgefunden. !?! Friedberg. 25. Febr. Die Kraft- wagenverbindunq Friedberg — Sta- Den erfreut sich im Wrntcr eines überaus starken Zuspruchs, so daß Die Wagen meistens stark überfüllt finD, währenD in Öen Sommermonaten ein großer Teil Der Bevölkerung Den Weg mit Dem FahrraD zurücklegt, was Den Ausfall von Wagen zur Folge hat. Infolgedessen sah sich Die Betriebsleitung genötigt, Durch Anschlag bekanntzugeben, Daß Der jetzt gültige Preis für Wochenkarten nur für Die Leute Gültigkeit hat. Die auch in Den Sommermonaten mitfahren. Die Bedingung gilt als erfüllt, wenn in Der Zeit zwischen 1. April und 1. Oktober mindestens 22 Wochenkarten benutzt worden finD. Im anderen Falle tritt für Die Wochenkarte ein Zuschlag von 1 Mk. ein. PaD-Rguhesm. 25. Febr. Einer Der letzten Veteranen von 1870 71 in unserer StaDt, Der LanDwirt Georg LangsDvrf 11.. ist im 8 0. Lebensjahre gestorben. Er machte Den Feldzug Bei Den hessischen Dragonern mit. Bad-Nauheim, 25. Febr. Heute früh um 2 Uhr ertönte F e u e r l ä r m. In der Hauptstraße (Altstadt) war in dem von der Schuhmacherswitwe Mink bewohnten Hause im D a ch st o ck Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr war sehr rasch an der Feuerstelle und griff mit der vorzüglich arbeitenden neuen Motorspritze den Brppdherd an. Die gefährdete Nachbarhofreite blieb so unversehrt. Das Haus sechst aber wurde durch Feuer- und Wasserschaden stark mitgenommen, so daß auch die unteren Räume nicht mehr bewohnbar sind, lieber die Ursache des Feuers hort man nych nichts Bestimmtes. pb. V u tz b a ch, 25. Febr. In der gestrigen ersten StaDtverorDnetensihung im neuen Jahre wurde zunächst an Stelle Des Durch Wegzug ausgeschiedenen Stadtv. Dreller (Soz.) der Modellschreiner Hans Ruppel in sein Amt eingewissen und verpflichtet. Dann beschloß die Versammlung, Die auch gleichzeitig Armenfonds- vorstanD ist, Den Verkauf von 67 QuaDrat- meter Land an Herrn. Bartel, Teichgasse, zum Preise von 5 Mk. pro QuaDratmeter: weiterhin Den Berkaus von 532 QuaDratmeter Land in Der Taunusstraße an Lehrer Anton Bach zum Preise von 6 Mk. für Das QuaDratmeter; ebenso Den Verkauf von 749 QuaDratmeter WeggelänDe an Gebr. Gerhardt zum Preise von 0,75 Mk. pro QuaDratmeter. Ferner tourDe Der Erwerb Der BenDerschen Scheuer am Kirchplatz zum Preise von 6500 Mk. beschlossen. Die Scheuer soll später „Pfeif wieder! Bitte!" sagte, die kleine Annemarie inbrünstig. Aber die Amsel hatte sich längst mit ihresgleichen verabredet. Ach Gott, wie konnten Menschen verstehen, was ein Vogel sang. Annemarie sah, wie er davonflog. Schade! Ein Zucken ging um das Kindermäulchen. Dann lachte es wieder. Ein weißer dtuffenfittti1 umschloß die zierlichen Formen des etwa achtjährigen Mädchens. Unten am äußersten Saum des Röckchens, das kaum die Knie i^rbarg, waren königsblaue Tupfen eingewirkt. Der schmale, geknüpfte Gürtel lief durch zwei Qssen und fiel in schweren Trollen an der rechten Seite herab. Im Springen schlugen diese luftig gegen die Schenkel, ebenso luftig flatterte seidenweiches, hellblondes Haar in dichten, langen Locken um das liebreizende Kindsrgesicht. Große dunkle Augen bsickten lebhaft in die Runde, leuchteten auf, und im nächsten Augenblick bog sich das schlanke Körperchen, daß der feuchtrote schwellende Kirschen- mund mit seinen schönen weißen Zähnen die Erdbeere, welche aus dem Grase blinzelte, mühelos erreichen konnte. „Gut!" Die Kinderhände lagen ganz in Andacht auf der Brust gefaltet. Noch einmal spähten die hellen Augen, aber es ließ sich keine mehr entdecken. Die Kleine lief sodann eine Strecke Weges zurück. bis der breite, poesievoll« Dau des Regen, bacher Herrenhauses vor ihr lag. Ihr Blick flog die Fenfterreihen entlang, erst über die Im Erdgeschoß, dann kamen die der oberen Etage an di« Reihe! Ein großer Teil der dunkelgrün gestrichenen Jalou- sien war noch Herabgelaffen. Man schlief also noch' Aus einem der Fenster des Hochparterres bog sich eine weibliche Gestatt. Dürr, mit fdjarfgeboaenei Nase, das Haar straff zurückgekämmt. Graue Äugen mit einem harten, herrischen Blick, suchten die Weg-' des Parkes entlang. „Annemarie!" Die Kleine [prang eilig vom Rasen aus den Weg, knöpfte hastig den gelosten Gürtel und entfernte einen Grashalm, Der an ihrem Kleidchen hängengeblieben war. nieDergclegi unD ein Teil Der 6taDtmaucr und Des Wchrgangs nach hem Herenturm zu frei» gelegt unD begehbar gemacht werben. Zur Errichtung Dec neuen Kläranlage würben von Moritz Bender 5000 Quadratmeter Wielen- gelänbe auf Der Albohn zum Preise von 0,80 Mk. für Das Quadratmeter erworben. Von David Grünebaum wurden 175 Quadratmeter Gelände zur Erweiterung Der Wallgasse ertootben. Rachträglich genehmigte Die Versammlung Die Wei hnachtsbeihilfen an Die städtischen Beamten unp Arbriler in gleicher Höhe, wie sie Den Reichsbeamten und Arbeitern zugcsprochep worden sind. Weiterhin wurde Dem A u t o - betrieb G. m b. H in Butzbach, Inhaber Gustav Freitag Die Ilebernahme einer Ausfallbürgschaft gegenüber Der Bereins- bank für eine Sicherungsbypolhek von 20 000 Mk. aus Das in Gießen. Plockstp. 10. belegens Wohnhaus Der Ehefrau Anna Freitag gemrhmigt. Die Uebernafome erfolgt, um Der genannten Firma es zu ermöglichen, für Den Butzbacher Autoverkehr einen, zweiten Autobus zu beschaffen. Die Firma verpflichtet sich anher Dem. diesen zweiten Wagen, soweit er ihr Eigentum ist, Der Stadt Butzbach zu oerpfänDen. lieber den mit Gastwirt Riefer vorläufig abgeschlosse' nen Vertrag über hie Verpachtung hei Schankbetriebs in Der Festhalte am Diehmarktplatz entspann sich eine längere Aussprache, Die sich schließlich zu einem Antrag Ioutz—Linkmann. es bei Dem seitherigen Zustand zu befassest, D. h. oen Vereinen die Wirtschafts- Verpachtung zu überlassen, verdichtete. Diesem Antrag stimmte Dann die Mehrheit Der Versammlung zu Für Den diesjährigen FaselmarIt, Der am 17. März ftattfinDct, bewilligte die Versammlung zu Prämiierungszwecken einen Zuschuß von 700 Mt., wovon 500 Mk aus Pserde, 100 Mk. aus Schweine und 100 Mk. aus Ziegen entfallest. Für Rindvieh ist im Voranschlag bereits ein Zuschuß von300Mk. vorgesehen. Weiterhin wurde Der Beitritt zum Ter» kehrsbunD Qberhessen. Sih Gießen, beschlossen. Zum Schlüsse wurde Dem Antrag her Stadtverwaltung auf Einrichtung h e 6 ununterbrochenen Ferns prech- und Telegraph-ndienstes beim hisigen Postamt zugestimmt, nachdem bereits über 1 ,t Der An- schlußinhaber Den Antrag unterzeichnet hat. — Anläßlich Des am 17. Martz ftattfinhenben Fasel- Marktes findet gleichzeitig ein Saatgutmarkt. her von her LanDwirtschaftSkgmmer veranstaltet wird, statt. — 3m Schulgebäude hielt der Verein ehernas. Schüler her l a n h - wirtschaftlichen Schule, her aus rund 170 Mitgliedern besteht, seine diesjährige Haupt- SM** Swwwfo» . tHo«. Otto ölnl«{)o|f 426D Tr.-,-. Zur Frühjahrsaussaat Blumen- und Gemüsesamen erster Züchter! 1910A । dann ble/ben J7e vor Enttäuschungen bewahrt. — Gut ringesührter Wer »meuter-* 6 feile«,« Sle4,Ke» an den toietzoner Anzeiger. Wiße denen er dann gröbere Geldbeträge abschwindelte 3n der Mainzer Landstraße wurde die Witwe Luise Knietsch in ihrer Küche tot ausgesunden. Sie hatte anS Unvorsichrigkei» den GaS- hahn nicht richtig geschlossen. - Heute vormittag gegen 10 llor wurde ein Arbeiter der Bahnmeisterei bei dem Bahnhof Frankfurt am Main Niederrad bei Arbeite naus dem Bahnkörper von der Lokpmvtive eines vinged erfaßt und a ist verheiratet und y berufsmübiaer entwickelt halte Durch gewandtes Auftreten Ueberreden gelang es tom. verheiratete Fra Bekanntmachung. Zn unier Handelsregister Ädt. B wurde heute bei der Firma Münnich, Altboff LCo., Mittsldeutsche Slektrizitäts-Sesellschuft mit beschränkter Hastunq in ließen, folgendes eingetragen: Tis Firma ist erloschen. Gießen, den 18. Februar 1927. Hessisches Amtsgericht. 1921C lbtQ>QUtt le«? AZ Ä >> juto, i» •ti*5 fS* !flW Tsuz. lnuTa ’PfljX Zuslüub N» Drt'unni. en'im. hntailaoe iwEit/Eu/t-Schul? M* sc ru* en Oft Eie 1 fr •- iieMitHocb-emellM. Toninousirit sah W\ thK! üin FtMs... ien vom staust! n den Fluh! ©eitern usw aus Niederkleen qnh ^ornhol^haussn und Ar« '»»lern aus (tleeberg vor. die an Stelle des Cleeberg über Aiederkleen erstreben. Die Frage. isherigen wöchentlich zweimaligen BerkehrS inen täglichen Verkehr aus der Strecke Butzbach h für die hier neu cinzulegenden Fahrten ein i^ller Wagen 4U beschaffen ist, spll tiger ehu KDenben Prüfung unterzogen werden Bolle (iin- »ätigfeit -errichte in der Veriaminlung darüber, ^5 das ins Leben gerufene neue Verkehrsmittel nHcht nur beibehalten, sondern noch immer weiter «mut sperden fp|l. Anüang fanst auch der lag eines Vertreters, lieber!d>üf|e, die auf Wler befahrenen Strecken erzielt werden, zur ?»,ckung etwaiger Fehlbeträge zu verwenden, 'iflb auf weniger benutzten Linien ergeben WS A. 5 der hiesigen Äi alte Hein Himburg, 25. Febr. Der tBeigmann Lodert Hramer aus Fehlritzhausrn. brr kürzlich vom Limburger Lchwuraerichl ruegen Mordes, begangen .in 'einer (beliebten 2lnna Henner, zum Tod« nerurieilt worben war, hat iipt gegen das Urteil durch feinen tWrteibigcr Neotflvn behn Reichsgericht itriammlunq ab, bu sehr aut betucht war Der Apfsitzende des Berems. Vanbmiri hurl ch a» 1»d ls -lirchgönS begrüßt« die Grschirnenen lkandwirischasisrat -r Dienst hielt rinnt bei» ällta aufgeiwmmenen Vortrag über .betrieb»- Dirischaftliche Fragen . Zum Abbau der hie» 'igen landw Schule nghm die B-rfamm. ung ebenfMs Stellung und fahle «in« an den refulchen Landtag gerichtete Sntschliehung von., zum Ausdruck gebracht wird dah die Aushebung der Schule eine starke Gesährdung Der Interessen des landwirtschqstlichen Berufs» Landes beöeuse und den jungen Üanbtnirien die Möglichkeit genommen werde, sich für ihr späteres Fortkommen guszgbilden- D- Wird gebclrn, den iprjäbrlgcn Landtaaöbcschluh aufzuheven und die Schule weiterbestebrn zu lgss^a. i Butzbach, 25. Febr («ehern nachmittag and im .Gambrinue' hierielbst ein« von der «utoverkehrsgefellschaft Butzbach einberufenc Versammlung statt die sich mit der 'BcrS.cU,tun8 l»« s zur Zeit bestehen» sen Fahrplanes, fvvie mit b«i Beschaffung «inet drillen Ausoomnibuffe- beschäl» itgh An der Versammlung die von Herrn rreitag von hier geleitet wurde, nahmen Bürgermeister Dr. Jansen, Vertreter der be- inehrt Du Aechnungsablag« ld)heht bei einem Umlab uen etwa Md 800.— mit einem lieber- schuh non Ml 16 ab. Der Lurnbericht weist cme sehr gute Beteiligung der Turner und Turnerinnen an den Turnstunden au». |lin der zad« lenmäf-.ig starken Damenriege die entsprechende Vertretung im Vorstand zu gcb l u f f e nach her Bahn in Abbau genommen werden. Kreis Atsfeld. »-* ti > «f ß l tz, 2b. Febr. Bei den gegenwärtig zu« AusNihrung foinmenden K a n a t i f a t i • onearbeiten in de» Altstadt machte man verschiedene interessante Funde. Bei der Kanalisation der Streck.' vor der Walpurgislirche fliest man mehrfach auf menschliche Änochenreste, di» offenbar daraus zurückzuführen sind, kürst der ursprüngliche Friedhof ^im die Walpurgislirche gelegen war, bevor dir Anlage auf dem Oel- berg erfolgte. Bei den Arbeiten in der Obergasfe fließ man in etwa einem Meter Tiefe mehrfach aus den befestigten Oberbau einer St raste wgS daraus schliesten lästt, dah die Slraste in ihrer heutigen Hohe aufgefüllt worden ist. Auch der Marttplatz soll aufgefüllt wprden sein. Ferner entdeckte man in der Obergasfe ziemlich nahe unter der Strastenoberfläche eine Holzröhrenlei» tung, die als Wasserleitung vcrweni)et wurde, und welche die Wasserzuführung aus dem Lieden- teich nach einem alten Drauhause gewesen fein soll das an der Stelle des vor für»em nieöep gelegten Spritzenhau|.'s gestanden hat Gs tnüve sehr zu begrüben, wenn der hiesige G e s ch i ch t s. und Allertumsverein diese Entdeckungen wissenschaftlich untersuchen würde, da sich hier rille seltene Gelegenheit zu geschichtskundlichen Studien bietet. SP -’t i e ö « r ‘ W e nt ü n b e n , 25. Febr. (Sestern wurden hier die Gemeinde» Aecier und verschiedene Wiefenstsicke auf weitere neun □obre verpachtet Die jährliche Pochl^umme erreichte durchschnittlich nicht die seicherige Höhe. Anschliestend wurden noch 35 Hiesern Brenn- undNutzhol i. aus den Gemeindewaldungen versteigert. Bezahlt wurden für Brennholz 8 bis 10 Ml., für Rundscheit 13 bis 15 Mt Die Preise sind für 2 Raummeter angegeben. O b f r - O b m e n . 25. Febr Der hiesige Turnverein hielt dieser Tage feine diesjährige Jahreshauptversammlung ab. Aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden ging hervor, dast der Verein im verflossenen 3ahre eine sehr erfreulich« Entwicklung genommen hat. Don zahlreichen Turnfesten konnten die Turner des Vereins preisgekrönt zurückiehren. Der Mitgliederstand hat sich in ansehnlicher Weise ver- eäemaftbinee Hackmaschinen Echrotmüblen Rübenschneider ferner L51D Ulmer Pflüge Mähmaschinen Pumpen Häckfelmat'chioen alle laadwirtich. Maschinen A. 3. Tröster, Busbach. Asbest- Platten, L 2, 3, 4 Q mm. wieder ata Lerer 24A« Gart Schunde Wasserleitung im Tale des 3 chdllenbachs sind so tatkräftig gefördert taprden, dast sie in etwa 14 Tagen bändigt fein werben. Hierbei kamen in einer liefe von 1 isis 1'. Meter Funde zu Tage, die zeigten. '»6 dus Gelände im Lause der Jahrhunderte I der angegebenen Höhe ausgeschwrnimt wurde fanden sich eine Anzahl von eichenen iri p s l ö ck e n, die in den Boden eingerammt waren, rirer ein W a g e n ft i f t zur Verbindung bet Verbot- und Hinlerwagens von aller Form, wie ; 1 e noch gegen Mitte des vorigen 3ahrhunderts , ;irt Gebrauch waren Der eiserne Stist hat eine - 15 str.timcier und an seinem ob i*.'ile einen hammerühnlichen Knops, der tat- chlich. wie Schreiber dieses von älteren Leuten ? bbrte, gelegentlich bei Fahrten als Hammer bc- tniht wurde. Ss steckt zu zwei Dritteln in einer 'itftarunben, in bet Mitt« durchbohrten Scheibe, tic zur Verhinderung bee Durchruckchens des krifted diente. Diese Funde sind an der Stätte Einmaliger persönlicher Dortrag 1Z Mk jflflö- üüö ZoMkl- MM.Skv s.Mi M. »»M zW.tzMMiAiiill e PT 1 c 4. < fp-s.cv.1 Karten zu Mk. 1.50, 1.—, o.LO in den Zlgarrengeschästen FrieSleben des Afrlkaforschers ahelllkUkk Uv ÖDOlellteD ßtÖleil AW X-*. X X^ Mitglieder bet Herrn Sonntag. Satten für Schüler bei Herrn Jung fjGTIS StyOITlUUTQn öurd) übet Bnnö öet goloniaineuntie k. v. glksglilvve sietzei. Gießener Konzertverein Sonntag, den^ 27. Februar 1927, nachmittags 5 Uhr / Universitätsaula / NEUNTES KONZERT /' Klavierabend ProfessorCarl Friedberg Klavierwerke von Chopin, Fantasie F-Moll, Sonate H-Moll, Impromptu As, Mazurka B-Moll, Walzer Ges-Dur, Etüden, Scherzo H-Moll Der Steinway-Flflgel ist ans dem Pianolager August Förster in Gießen. Eintrittskarten. 4, 8 und 2Mk. bei ErnstCballier und abends an der Kasse. Studentenkarlen Mk. 1.— bei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweiskarte. 1684c Cafe Ernst Ludwig Heute Abend 8 Uhr: Karnevalistischer Abend - Tanz Rosenmontag, 3^ Uhr nachmittags, das Kinderkostümfest zum letzten Mal die kleine Solo-Tänzerin WaltrautLauscheck Rosenmontag, abends 8 Uhr. Karnevalistischer Abend - Tanz Ueberraschungen — Verlosung erster Preise 1934c. LievigWWe Montag, den 28. Februar, nachmittags 3-7 Ubr im festlich dekorierten großen Gaale ■ Kinder-Kostümfest Um 4 Uhr großer Zestzug Konzert, Kinderspiele, Ueberraschungen (Antritt für Erwachsene Mk. 1.— (einfchl. Steuer) ■ oimo Kinder frei ■ Kein Preisaufschlag! Kein preieaufschlag! Vogtsche Handelsschulen Gießen Herborn Alsfeld Beginn neuer Kurse in allen Schulen am 2. Mai Halbjahres-, Jahres- und 2-Jahres-Kurse Möglichkeit der Befreiung vom Fortbiltfangssohnl- Unterrieht. Anfragen und Prospekte durch die Schulleitung I)r. Renk auf. Gießen. Oeetheatr. 38 ___1962D 05 I® Turn-Verein von 1846. UOwMliWeMM mit auserlesenem Programm am Sonntag, dem 27. Februar, in der Turnhalle. Beginn 4 11 Uhr. Oeffnung der Halle 31/. Uhr. Äuch Nichtmitglieder baden Zutritt. "MU i 1794c Schumann-Theater Lonntag >wei Vorstellungen Anna Pawlowa mit ihrem Enieuible. Nachmittags 3 Uhr und abends 8 Uhr. Nachm ermäßigte Prelle. Noleninontaa bleibt daü Theaier aeschlolien. DtenStag fvortietzuna des Gastspiels. 1896D 8ung! Jr 8ungl Heute Sai^ag, 26. Febr. 1927 SiWiMlO -KWMWUZ Anfang abends 7 Uhr 41. 8ung! oho 8ungl K, K. V. Maskenball Rosenmontag 8 Uhr | Kath. Vereinshaus | Vorverkauf der Karten für Mitglieder | und eingelad. Gäste nur bis Montag t nachmittag 5 Uhr bei ou?6 | Herrn Franz Bette, Mäusburg | Sonntag, 27. Zevrnac. n. Zafln.Dlenstag großer humoristischer KMS-NkSl! mit Konzert bis 4 Uhr wozu einladet Gastwirt Dechert ZW Wien SM Heuen Baue 5 imD Neuen Baue 5 Gesangverein Eintracht, Gießen SonoHg, den 27. Febr., abenda 7.53 Uhr, In MmtL Bäumen der <,Llehlgsh8he" Großer öffentlicher l32cD Maskenball Eintrittskarten zu 2.— Mk.im Vorverkauf Oberhees Volkszt&.Bahnhofsir., Gewerkschaftsbaus. Schanzenstraße, Zigarren-Genossenschaft, Walltorstr.. Friseurgesch.Klelnscbmidt.Neustadt. Wein* Hufe lä«ta Heute »bend Kappen=S$img Bis 4 Uhr geöffnet*. !! Ananas-Bowle Im Aueechank !! | Saalbau Sauer j |1ANZ-ABEND I Eintritt frei’ .v ■ | Fastnacht-Dienstag 8 5S Großer Maskenball Hfl Zu unserem, am Sonntag, den 19.. und Montag, den 20. Juni 1927 ftaltfindenden Sängerfeste des Horloff-Wettertal-Sängerbundes, verbunden mit WertungS,Ingen. sind die Platze für Karussell und sonstige Schau-u. Mucker- buben nebst Kestmusik zu vergeben. Difet ten sind baldigst zu richten an denSchrtstslibrer Adolf Hübner II., Langd. Rohrmöb«!, Blumentrippen ciegeftühle, Klofettftütjle Stühle, ttinderstühle Zlurgarderoben. "I,,s Gröhte Auswahl. Billigste Preise. PH. Henkel, Tonneußr. 14». 18 Siublschretnerei und -Flechterei SPIELPLAN DER GIESSENER LICHTSPIELE Ästoria-Lichtspiele SelterMweg Palast-Lichtspiele Lindenplatz Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Nur noch heute und morgen: HOOT GIBSON der berühmte Cowboy- Darsteller in seinem neuesten Sensations-Film In 7 Akten. HootderTeufelsreiter Aeflerflem: Dai lustige Beiprogramm 1 Ferner Filmzauber Der Gießener Lokalfilm vom Künstlerfest In den Klubrflumen. IVnr morgen Sonntag: MensGhen-Sclnniigge) 7 spannende Akte unter Mitwirkung der Amerikanischen - mexikanischen Grenzpolizei. Ferner: Das lustige Beiprogramm Rinr noch heute und morgen : Die letzte Schlacht des Kapitän Frank Der große Marinefilm in 8 Akten Ferner: Das lustige Beiprogramm Sowie; Filmzauber Der Gießener Lokal film vom Künstler fest in den Klubräumen. 1907c MITTAGESSEN 1927a zu Mk. 3.50 Krebssuppe Seezunge Colbert Huhn nach Wißmann Creme Rubanee, fein. Gebäck zu Mk. 2.20 Krebssuppe Kalbsmedaillon Maria Luuk>c Creme Rubanee, fein. Gebäck ABENDESSEN Mk. 3^6- Schildkrötensuppe Westmoreland Getrüffelte Gänseleberpastete Ochsenrippenstuck auf Försterin-Art Eis-Auflauf Alexandra Bahnhofs-Restaurant Gießen Sonntag, den 27. Februar 1927 qXFE A M E N D Heute Bunter Abend T anz iMk e Ästoria Heute Kroßes Kostümfest Rosenmontag - ZaschingSdienStag / Großes Faschingstreiben / Tanz 01463 Scbwarsbicr Bei kräfteverzehrender Arbeit muh eine (Energiequelle geschafft werden, die dem Körper neue Kräfte zufühtt. Trinken Sie darum täglich daö altberübmte Köstritzer Schwarz. bter, „da« flüssige Brot". SS führt infolge seiner wertvollen Bestandteile an Vitaminen und Bährsalzen den Genießenden all die Stoffe zu, die dem Körperaufbau und der Blut- btlbung dienen. Das echte Köstritzer Schworzbier ist erhältlich bei Emil Schmoll Biergroßhandlung und Eisfabrik, Karl Burhenne. Flaschen- bierhandlung, Gießen, Steinstr 63, Fernspr. 1169, Wilh. Wäller. .Zum Anker", Alsseld, Seb. Riedmann, Dierverlag, Grünberg. TD -orz. Bierverlag, Weilburg, und in allen durch Plakate kenntlichen Geschähen. 690ss yiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiniiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiHiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii^ Mainzer Aktien-Bierbrauerei Während der Karneoalslage: Fsstnsehts-Voek (hell) zum selben Preise wie „Doppelrad“ Emil Schmall, Biergroßhandlung, Gießen, Fernruf 83 18870 Nr. 48 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Samstag, 26. Zebruar 1927 Der kleine Franz. Sine Geschichte au# dem alten Schwabing. Don Friedrich F r e k s a. Einst faßen in einer bekannten Kneipe von Schwabing, deren Wirt vor Jahren selbst Künstler war. drei Männer, ein Bildhauer, ein Maler und ein Schriftsteller, traurig beisammen, denn der Monat war noch nicht zur Mitte gelangt, das Geld aber bereits bis zum neunundzwanzigsten vorauSgelaufen. ÄIS der joviale, mäcenatische Wirt die traurigen Gesichter der jungen Leute erkannte, schritt er auf sie zu. nahm an ihrem Tische Platz und erkundigte sich teilnehmend nach dem Grunde ihrer Traurigkeit. Den aber so einfach angeben mochten sie nicht, da sie alle bei dem wackeren Manne bereits hoch in der Kreide sahen. Dem Bildhauer kam eine Idee, er deutete auf den Maler und sagte abrupt: „Heute lst der Arme Bater eines prächtigen Knaben von zehn Pfund Gewicht geworden und weih nicht aus noch ein, wie er für das Kind sorgen soll!" Die Tränen traten dem Wirt bei diesen schlichten Worten in die Augen, er fühlte den ganzen Jammer der jungen Leute: .Ich kenne das," meinte er. .aber Kopf hoch, das werden wir bald im Lot haben!" — And er ging fori, holte eine Flasche deutschen Sekt, lieh das Kind, die Mutter und den Bater leben und legte noch zwanzig Mark auf den Tisch für die .Mutter" deS Kindes. Bald hatte sich unter den Kassiererinnen die Märe verbreitet. Eine nach der andern kam zu dem so plötzlich Bater gewordenen Maler und gratulierte ihm. Sie steuerten für daS Kind zusammen und versprachen. Hemdchen zu nähen. Jäckchen zu klöppeln und die Ausstattung 5u besorgen. Der Maler sah wie auf Kohlen, der Schriftsteller hatte tausend Flöhe der Nervosität in den Hosen, nur das Diech. der Bildhauer, sah ruhig Island, das Salpeterland der Zukunft. Don unserem O.-Mltarbeiter. Kopenhagen, Ende Februar 1927. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) I-lanb als Industrieland ist eine Erscheinung. die sich im Lause der letzten Jahrzehnte entwickelt hat. Die gewerbliche Betärigung auf Island Hal bisher handwerksmäßigen Lharakter gehabt und neben den HauplerwerbSzweigen. Landwirtschaft und Fischerei, eine Rolle zweiten GradeS gespielt. Nichtsdestoweniger ist stets mit der Möglichkeit gerechnet worden, durch intensive Ausnutzung der isländischen Wasserfälle die industriellen Produktion»- möglichkeiten deS Landes erheblich zu steigern. Die Wasserfälle werden nun tatsächlich zu Kraftanlagen auSgekxrut. und auf diese Weise wird billige Energie getpormen. Bei der Ausnutzung dieser Energie hat man an die in Norwegen ebenfalls auf Grundlage von Wasserkraft erfolgreich betriebene Gewinnung von Stickstoffdüngernitteln aus der Luft gedacht. Ähnliche Pläne sind schon vor zirka zwanzig Jahren erwogen worden, einerseits aber Daran gescheitert, dah eine zu diesem Zweck gegründete dänisch-norwegisch-i-ländische Gesellschaft die notwendige Konzession nicht erhielt, andererseits an dem Hmstand, dah die Stickstoffproduktion sich lange an einem Scheibepunkte befunden und sich noch nicht endgültig entweder für die ursprüngliche Methode oder für eine neue billigere Fabrikationsmethode hatte entscheiden können. Plötzlich sind diese Pläne jetzt wieder aktuell geworben. Da» kürzlich zusammengetretene islän- bische Alling wirb sich in nächster Zukunft damit beschäftigen, ob einer norwegischen Gesellschaft die Konzession zum Ausbau des Wasserfalles Hrrldasoy in Südisland erteilt werden soll oder nicht. Cs soll hier eine Energie von 160 000 Dferdekräften gewonnen werben. Zweck der Anlage ist Gewinnung von Salpeter unb Düngemitteln auS der Luft. DaS in 6er Nähe liegende Landgebiet wirb mit Elektrizität versorgt, und die Gesellschaft verpflichtet sich, eine Eisenbahn, die erste auf Island, von Reykjavik bis zur Kraftanlage in etwa 80 Kilometer Länge anzulegen. An 6en Kosten deS EisenbahnbauS (8 Millionen Kronen) soll der isländische Staat mit 2 Millionen teilnehmen. Die gedachte Bahn würde für die isländische Landwirtschaft von grober Bedeutung werden, denn die Bahn soll durch Islands fruchtbarstes Gebiet führen, wo schon jetzt eine großzügige Heberriefelungsanlage gebaut wird. An weiteren interessanten Einzelheiten mag hervorgehoben werden, dah die Bahn ihren höchsten Punkt in 6000 Meter Höhe erreicht. und dah man am Fuhe einer geplanten Brücke eine gang neue Stabt zu errichten beabsichtigt. Die Dahn mühte auch eine grobe Anziehungskraft auf Touristen aus üben. Weil nicht alle gewonnene Kraft in den 5abrifanlagcn angewandt werben könnte, ist vorgesehen, ein Starkstromkabel nach Reykjavik zu leiten, daS mit über 100 000 PS die Möglichkeit zum Betrieb mehrerer Fabriken Dort ergäbe. Die ®roß- Aügigfett deS ganzen PlaneS wird endllch durch da» Aktienkapital von 65 Millionen Kronen und Die für die Ausführung erforderliche Anzahl von 600 Arbeitern beleuchtet. Island ist durch Personalunion mit Dänemark verbunden. Zwischen Dänemark unb Norwegen herrscht eine gewisse Mißstimmung auf nationalpolitischem Gebiet, und in Dänemark sicht man Norwegens Gewinn an Einfluß auf Island nicht gern, obschon man norwegischerseits Dänemarks Anteilnahme an dem geschilderten Plan wünscht. Man mag freilich annehmen, dah dieses eher der Furcht vor einer möglichen Konkurrenz entstammt als skandinavischen Dru- Dergefüßlcn. Don Islands Seiten redet gegen die norwegischen Pläne die ungemein große Abneigung gegen fremde Arbeitskräfte. Obwohl neben norwegischen Arbeitern auch dänische unb isländische herangezogen werden sollen, wird von den norwegischen Interessenten doch betont, dah vornehmlich Norweger berücksichtigt werden mühten. Dänischer» feit» wird man wohl mit Recht darauf hallen, vor Norwegen den Borzug zu haben. Das wird aber hinfällig, wenn man zu spät kommt. Noch ist Die Konzession Der norwegischen Gesellschaft nicht endgültig übertragen, und Dänemark hat eine Reihe schwerwicgender ®rünDe für seine Bevorzugung in» Feld zu führen, wie z. B. Die eigene Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise. Bei näherer Hnterfuchung der Folgen, Die entstehen können, wenn Norwegen sich in Den Besitz Der iSlänDischen Wasserkräfte zur Gewinnung von Salpeterdüngemitteln setzt, muh man berücksichtigen, daß Der größte Posten auf der AuSgabenseite der dänischen Landwirtschaft gerade der Posten für Derartige Düngemittel ist. nämlich ca. 25 Millionen Kronen jährlich. Bei einer intensiven Ausnutzung de» Dänischen DodenS. wozu man Durch das Wachsen der Bevölkerung mehr und mehr gezwungen wird, müllen schätzungsweise bald gar viermal so große Mengen verwandt werden. DaS würde heißen: 100 Millionen Kronen! Die Hälfte der Salpeterdüngemittel wird augenblicklich au 6 Norwegen bezogen. Wenn dieses Land nun neben feinen schon vorhandenen Anlagen ,wch Den iSländis.en Plan verwirklicht, so kann eS zu einem großen Teil Die Salpeter- Wellproduktion beherrschen und Die Preise bestimmen. Wenn Dagegen dänis cheS Kapital statt norwegisches auf Island zur Gewinnung de» wichtigen Düngemittels wirken könnte, fo wäre nicht allein Der Nutzen für Die dänische Landwirtschaft ersichtlich, sondern auch ein Weg wer Amerika in Wilsons böser Geist. - Die 1 Botschafters gewiesen für Beschäftigung der zahlreichen arbeitslosen dänischen Ingenieure. Bezeichnend ist, dah gleichzeitig mit dem Auftauchen der norwegischen Pläne in großen Dersammlungen unb lebhaften ZeitungSaufsätzen in Kopenhagen erörtert wird, wie der katastrophalen Arbeitslosigkeit der dänischen Ingenieure abgeholfen werden könne. Da bei weitem nicht alle gewonnene Kraft in Den Salpeterfabriken fruchtbar gemacht Der überschüssige Teil aber nach Reykjavik geleitet werden kann, so meint man. an diesem Ort auch di« Bedingungen für neue Industrien geschaffen zu haben. Roch ist unbestimmt, waS toerDen wird. ES entwickelt sich ein dänisch-norwegische» Wettrennen. in Dem Norwegen seine Erfahrungen Im eigenen Lande auf diesem Gebiet und die schon früher auf 2-land zu ähnlichen Zwecken angewandten Kapitalien voraus hat, Dänemark dagegen seine vitalen Interessen und seine nähere Zugehörigkeit zu Island. Ein wesentlicher Faktor ist bei alledem Islands stark ausgeprägte Abneigung gegen alles .Fremde" — auch gegen dänische Arbeitskraft. In ihrer Großzügigkeit aber Dürfen Die plötzlich akut gewordenen Pläne europäisches Interesse beanspruchen. Öen Krieg führte. Berichte des amerikanischen . in London. Eine glänzende Gesellschaft füllte am 3. Juli 1923 den altehrwürdigen Bau der Westminster- Abtei. Im KapitelhauS wurde Dem Andenken Walter H. Pages, des Kriegsbotschafters der Bereinigten Staaten von Amerika am Hofe von St. James eine Tafel geweiht. Nach Der Ge- dächtniSreDe Lord Greys fielen kne Hüllen von dem Marmor und es zeigte sich die Schrift. Die Den Amerikaner als .den Freund 'Britannien» in Dessen bitterster Not" preist. Gin andere» Denkmal war Page schon früher in Dem zwei- bänDigcn Werke .Leben unb Briefe von Walter H. Page" gesetzt worden. Solange Wilson lebte, muhte Diese» Denkmal ein Torso bleiben. Erst nach dem Tode des Präsidenten war es möglich, auch den Briefwechsel deS Botschafters mit Dem Staatsoberhaupte zu veröffentlichen. (.Die Briefe des Botschafters Walter H. Page an Woodrow Wilson", eine von Else Baronin Werkmann besorgte ausgezeichnete deutsche Liebersetzung erscheint soeben im Derlag für Kulturpolitik, Berlin.) Nun erst steht Page in seinem Leben und Wirken, in seinem Tun und Lassen unverhüllt da. Diese öntßüllung ist eine» der erschütterndsten Erlebnisse für jeden, der den Weltkrieg und den ihn beenDenben Frieden mit wachen Sinnen erlebt hat. Sie ermöglicht einen Blick in die Werkstätte. In der die Wallen Der Bereinigten Staaten geschmiedet unb geschärft worben sind. Sie berichtigt weiter das Bild, da» man sich von dem Herrn im Weihen Haus gemacht hat. Wilson hat lange Zeit als Der Dämon gegolten, der die Union wohlbedacht (erst nach seiner Wiederwahl I) in den Krieg gesührt, der bann Die Mittelmächte durch Vorspiegelung eine» gerade noch annehmbaren Friedens Programme» äut Einstellung der Feindseligkellen verleitet und die „einfältigen Opfer" dann um Den Frieden der .unparteiischen Gerechtigkeit" geprellt habe. Schon Die verschiedenen Werke über die Pariser Friedenskonferenz haben Den Manen WilsonS insofern Gerechtigkeit widerfahren lallen, alS er uns seither nicht mehr als der raffinierte Rattenfänger, sondern eher al» Der von Den .Assoziierten" hinein- gelegtc Diplomat erscheint. Nach Dem ‘Be- mnnttoerDen Der vertraulichen KorresponDenz zwischen ßonDon unb Washington Darf Wilson auch kaum mehr als Kriegshetzer und -schürer ange* sehen werden, er war vielmehr einer Der wenigen Magistrate deS amerikanischen Bolle», Die, biS nahe dem traurigen Schluß, dem Treiben Der Industriellen unb Danken jenseits De» großen Wassers begegneten. Den Derführungskünsten von Männern wie Lord Dreh widerstanden und den von unneutralen amerikanischen Botschaftern gelegten Fallen auStoicßen. Page dagegen erscheint uns als der böse Geist. Der Amerika an Die Seite Der Entente Drängte, Der schon Partei genommen hatte, ehe noch irgendwelche Gegensätze zwischen der Union und Deutschland aufgesprungen touren. Der nunmehr zur Veröffentlichung gelangende Briefwechsel Page-Wllson (bei dem Wilson häufiger Der empfangende, seltener Der gebende Teil ist) beweist von Der ersten bis zur letzten Seite Die völkerrechtswidrige Parteinahme des Londoner Botschafters Der Bereinigten Staaten. Hier können nur einige wenige Belege geboten werden, aber schon sie Dürften überzeugend wirken. Den ersten großen Dienst leistete Page Der Entente, als er sich in Dem Streit wegen Der Anerkennung der Londoner Deklaration (betreffend die Seekriegführung) entschlossen an Londons Seite stellte unb feine Regierung zwang, ihren Standpunkt zu verlassen. Im wesentlichen handelte es sich bei dieser Kontroverse zwischen Washington und London um die Frage, ob Macht Rckll begründe, CnglanD verfügte über Die Herrschaft zur See: Durfte es Demnach Difti cren, was bei Der Seekriegführung rechtens fei? Unter Dem Drucke Page», Der mit Der Demission drohte, bekannte sich daS Weiße Haus — gegen ferne innere Ueberzeugung — zur Auffassung. Daß Macht Recht sei, toeim — England Die Macht Innehabe. Einer offenbaren Neutralitätsverletzung machte sich Page im Falle der .Daria" schuldig. Die „Daria" war eine» der zahlreichen deutschen Schiffe, die mit Ausbruch des Krieges in amerikanischen und anderen Häfen Interniert worden waren. Großbritanniens Seeherrschaft hielt alle diese Schiffe in fremden Häfen fest. Aber kaum war der Krieg auSgebrochen, als im Kongresse der Union ein Gesetz durch ging. daS auf fremden Werften gebaute Schiffe zur 'Keglftrierung In Amerika zulieh. (Sine von Mr. S. R. Breitung in Marquette. Michigan, geführte Gruppe kaufte nun die „Dacia", lieh sie in daS amerikanische Register eintregen, installierte auf ihr eine amerikanische Equipage, hißte die amerikanische Flagge, lud Wolle und bereitete die Abreise nach einem deutschen Hafen vor. — Würde die britische Flotte die .,Dacia" aufbringen unb als feindliches Eigentum wegnehmen? — Die amerikanische Regierung stellte sich auf den Standpunkt, daß die Eintragung eine» in Deutschland gebauten, ursprünglich Deutschland gehörigen Schifses in bas amerikanische Register keine Verletzung eines internationalen Gesetzes bedeutete, und schob die Dcr- antworilichkell für Die Anhaltung und Aufbringung eine» solchen Schisses demjenigen zu. der eine solche Maßregel ergriffe. Die Engländer hielten sich Dagegen für berechtigt. Das Schiff aufzubringen. Die Kontroverse nahm recht unangenehme Formen an. Es waren aber nicht Die Vereinigten Staaten, Die einen Bruch „befürchten" mußten. Hnb doch war es ihr Dot- Dabei und sagte: .Run haben wir schon fünfzig Mark pluS!" Jeden lieben Tag wurden nun die drei nach dem Kinde gefragt Jeden Tag mußten sie Geschichten erzählen. Hm sich Dem guten Wirte erkenntlich zu erweisen, nannten sie das Kleine nach ihm Franzl. Der Maler bekam jeden Tag ein Henkeltöpfchen mit Bouillon und Fleisch für Die Wöchnerin mit beim. Auf Die Dauer aber wurde e» für alle Drei ein Kreuz, Denn jcDen Tag Säuglings- geschichten zu erzählen, ist nicht leicht, einem vierten Durften sie es Doch nicht gestehen. Endlich kam Die eine Der Kassiererinnen Darauf, das Kind zu besuchen. Da mußte sich daS Modell de» MalerS ins Dell legen, und ein Kind wurde schnell gepumpt. Damit Die Kassiererin ihre Freude hätte. Es entwickelte sich wirklich eine sehr rührende Szene in dem Atelier, und am nächsten Tage waren in dem Restaurant Wunderdinge über das prächtige, kluge und überaus große und starke Kind verbreitet! In der Eile hatte man sich nämlich ein zweijährige» pumpen müssen. Endlich wurde e» den dreien zu bunt! Vierzehn Tage gingen sie schnöde nicht mehr in da» Stammlokal und kamen dann mit betrübten Mienen toiebet. Sogleich wurden sie na eß Dem Kinde gefragt Da erzählten sie. es wäre gestorben und begraben. Diphtheritis wäre es gewesen! HnD sie sahen sich melancholisch an. Doch wurde es ihnen scchr übel genommen, daß sie Den Tag und Die Stunde De» Begräbnisse» nicht mh- geteiü hätten. Die Kassiererinnen erkundigten sich Dann wenigstens nach Dem Grabe. Der Bildhauer gab auf dem Schwabinger Kirchhof einen frei erfundenen Platz an. Daran. Daß die Mädchen hinauSgehen würden, dachten sie nicht Aber die Mädchen hingen an Dan Heinen Franz, und zwei suchten an einem stillen Wochentage. als sie Ausgang Hattert Das Grab auf und fanden auch eines, das Der Beschreibung Des Bildhauers entsprach Das schmückten sie still mit Blumen und wiederholten es vier Wochen lang. Da aber trafen sie eines Nachmittags auf eine Frau, Die mit ihnen auf Das Grab zuschritt und patzig fragte: „Was sie da zu suchen hätten?" .Wirschmücken nur das Grab des kleinen Franzl I" gab Die ältere Kassiererin zur Antwort. Da kamen sie aber bei der Frau schön an — die schimpfte auf sie los und verbat sich das. — Es gab eine MordSszene auf Dem Friedhof. Die Kassiererinnen kamen aufgeregt in das Lokal zurück und erzählten: .Es wäre doch für den Herrn Kunstmaler und auch für den Heinen Franz gut, daß der Heine Franz gestorben wäre, Denn die Mutter de» kleinen Franz wäre so viel böS!" — Danach war der Heine Franz endgültig begraben. Frankfurter Theater. Jules Romain- erste» in deutscher Sprache erschienene» Schauspiel .Der Diktator" gelangte im Schauspielhau» zur Ausführung. Diese» Schauspiel ist unbedingt interessant: Der Dichter Hal Der Menschhell viel Dachdenlliches und Wertvolle» zu sagen, aber er sagt es im theatralischen Sinne nicht Dramatisch genug. Sein .Diktator" ist Kampf zwischen staatlich reformierendem Wollen (Denis. Der Diktator) und Der Shaos schaffenden Willkür (Fereol. der Re- Dolutionär). Die Tendenz spricht für Die Ordnung und staatSerhaltende Herrschaft, Die allein fähig ist. das Volk höheren Zielen entgegenzuführen. So siegt Denis, nachdem er das alte Parlament gestürzt hat, als Diktator über Fereol, den wilden, das Land mit Streiks und ®etoalttätigleiten mtterminietenDen Revolutionär. Höhepunkte des Schauspiels sind die Unterredung zwischen Denis und dem König, sowie Die beiden letzten Akte: hier wird Die Handlung blutvoller und beschwingter: trotzdem bleibt zu befürchten. Daß das Publikum Den Dichter nicht recht verstand und gegen Schluß Dem Spiel ein wenig hilflos schaster. Der ebensosehr einer Zuspitzung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten al» einer diplomatischen Niederlage ®rrßbri:annicn6 (I) entgegenarbeitete! Er gab den Briten Den Wink, daß eine Aufbringung Der .Dacia" durch ein französische» Schiff wahrscheinlich keinen .diplomatischen Zwischenfall" verursachen würde. Die Tat wäre ganz dieselbe, doch Die „Atmosphäre" würde eine andere sein. Da» Gefühl spiele bei Den Amerikanern eine große Rolle: Die Erinnerung an Die Revolution wäre noch sehr lebhaft und Die traditionelle Freundschaft für Frankreich noch immer eine treibende Kraft: so würde e» unmöglich sein, die öffentliche Meinung gegen einen von Der französischen Flotte begangenen .Raub" aufzuhetzen. Pages Rat wurde befolgt. AIS Die .Dacia" im Kanal erschien, brachte sie ein französischer Kreuzer auf. nahm sie mit sich in einen französischen Hasen und stellte sie vor ein französische» Prifengericht. Keine .Dacia" segelte mehr von amerikanischen Häsen ab. und eine große deutsche HandelSslotte blieb in den Vereinigten Staaten interniert, bis Die Regierung der Union nach ihrer eigenen Kriegserklärung davon Belitz ergriff. Am 7. Mai 1915 wurde Die .Lusit ania" torpcDiert Page sah seine Stunde gekommen. Nun würden Die Bereinigten Staaten an Der Seite Der Entente in Den Krieg ein treten! Alle seine Meldungen au5 dieser Zeit versuchten, dem Präsidenten Den Gedanken an eine Kriegserklärung zu suggerieren. So am 8. Mai: .Ich habe heute in gutinformierten Kreisen die Ansicht gehört. daß eine kriegerische Aktion der Vereinigten Staaten da» Signal für andere neutrale Nationen sein mürbe, deren Rechte Deutschland mißachtet hat, insbesondere für Die skandinavischen Staaten und tneUcidit auch für Holland." — Unb auf die Mentalität Wilson» abgeftimmt, dichtete er am 11. Mai: .DaS aristokratische Element in England. daS sich sozialer Privilegien erfreut, hofft bewußt ober unbewußt auf ein Untätigbleiben Amerikas, um fein Mißtrauen vor demokratischen Einrichtungen gerechtfertigt zu sehen. Dem Gefühle Der Aristokraten nach wird Großbritannien auS Dem Kriege mächtiger Denn je hervorgehen. und es würde ihnen sehr passen, wenn den Vereinigten Staaten in Der Welt ein möglichst gerin.ger Einfluß bliebe. Die Bemerkungen, daß die Bereinigten Staaten neutral bleiben werden, stammen von diesem Element der englischen Gesellschaft und unoffi- ziell auch von Regierungskreisen her." Aber schon Die ersten Tage Der Krise zeigten Har, Daß Wilson nicht in daS von Page aufgelegte Reh gehen wollte. Daß der Präsident sich einige Tage nach der .Lusitania"-Katastrophe sorgfältig von Der allgemeinen Erregung abschloß, verdient vermerkt zu werden. Er sah keine Mitglieder seine» Kabinetts, selbst den Herrn nicht, dessen Departement die Angelegen- fclt zu bearbeiten hatte. Mehrere Tage lang wartete Mr. Bryan auf deS Präsidenten Ruf, doch Wilson ließ ihn nickt zu sich kommen. Soviel man weiß, bestand Wilsons einziger Gedankens austausch mü seinem Staatssekretär vor Der Kabinettsitzung am 12. Mai tu Dem ebenso kurzen al» lehrreichen Brief, den er ihm auf Pages dringendes Telegramm vom' 8. Mai gefcbricben hatte. (Nach diesem Telegramm rechnete England auf eine amerikanische Kriegserklärung.) Dieser Dries, Der wahrscheinlich auch Der einzige Beleg für des Präsidcmten Geiftesversassimg während dieser Krise ist, lautet.wie folgt: .Mein lieber Herr StaatSsekvetär! — Rach allem gibt dieses (Page» Telegramm) nicht PageS eigene Meinwng wieder, sondern das, was er für die öffentliche Meinung Großbritanniens in diesem Augenblicke hält. Es ist eine sehr ernste Sache, daß.solche Dinge gedacht werden, weil alles, was die Meinung der Welt übet uns beeinträchtigt, auch unseren auf das Anfang Mär, werden trtrHmfer dem Titel: Zweites Vaterland mit der Veröffentlichung einer »Skiz^nfolge beginnen, in der Albert H. Rausch der Verfasser der „Güdlichen-^reise", die Ergebnisse seines letzten Ztattenaufenthctzts niedergelegt hat. gegenüberflanD. (Ser Diktator selbst erinnert an Die politischen Verhältnisse eines nicht sehr fernen europäischen Staates^) Fritz Peter Buch bemühte sich. Die Aufführr^ig so prägnant und bühnenwirksam wie möglich »zu gestalten Prachtvoll war Die Verkörperung des Diktators durch Taube, sein Gegenspieler, finiter, wühlend, unzufrieden Emst Sattlers Fereol. dazwischen Odemar in der nicht leichten Rolle des jungen Königs. Beifall tropfte vereinzelt nach den Aktschlüssen: das Werk und dstr Darstellung hätten eine verständnisvollere Abnahme verdient. — Ejn musikalische» Ereiwrls. durch die kraftvolle Interpretation von Klemens Krauß zu stärkster Eindruckskraft geftfcigert. geadelt durch den künstlerischen Emst und« Die Kraft der Aufführung, war Die Heueinfti#>ierung Der „Elek - t r a“ von Richard 61 r a u,ß. Die Frankfurt für das diesjährige große QHuRffeft benötigt. Denn dessen Rückgrat bilden Die Auffühmngen Der Straußschen Opern Hebet? die musikalische Bedeutung der Partitur ist Ächts mehr zu sagen Die Wiedergabe durch den Leiter Der Frankfurter Oper, Krauß, verdient grbßte Beachtung, denn hier gesellte sich zu der schöpferischen Kraft des Komponisten Die schöpferische Reproduktionskunst des Dirigenten HnD diese Zoar geleitet von einer fast stürmischen LeidenschaskKchkeit. ohne jedoch Die künstlerische Form zu spwngen So entstand eine faszinierende Aufführung. beherrscht durch Die Dämonie des tragischen Geschehens. Sehr eindringlich wirkten Die stimmgewaltige Elektra der Frau Sutter-Kottlar, Die Klytäm- nestra Magda S p i e g e les. Die Chrysothemis Diorica Hrsuleacs, Den Aegysth Otto Fänger- und der Oreft Robewt von Scheidts. Die besten künstlerischen Kräfte der Oper, das größte und beste Gtimmatdrial ward erfolgreich eingesetzt. Von düsterer Wwsht waren Die Bühnen- bilDer De» Malers Ludwig «Sievert, in welchem die deuffche Theaterkunst baute einen ihrer besten Szenengestalter besitzt: von elementarer Einfachheit und Größe war die IiPzenierung Dr. W a l- lersteinS, Der leider Framkfurt verläßt. L. Gute gerichteten Einfluß schädigt. — 3n Treue Ihr W. W." Der Mann, der so dachte, lieh es über die „Lusitania" nicht zum Kriege kommen. — Darüber zerriß das alte Freundschaftsband Wilson- Page. Grey und Page sprachen einmal über den Typ des Bindestrich-Amerikaners. Sie meinten den Deutschamerikaner. Sie kannten eben den zum Amerikaner gewordenen Deutschen so wenig wie den Deutschen, der in der Heimat geblieben. Eines Mannes Porträt haben sie aber - gegen ihre Absicht - - getreulich gezeichnet. Das Porträt des Binde st ri ch- Amerikaners Walter H. Page. Der Briefwechsel zwischen Wilson und Page hat diesem Gemälde noch viele starke Lichter aufgesetzt. R. Verkehr, Reklame, Kunst und Psychotechnik. Unter diesem Titel hatte die Stadt Braunschweig im Januar eine Werbepf hcholo- gische Woche veranstaltet. Der zufällige Ausgangspunkt war ein ursprünglich für sich allein ausgeschriebener Wettbewerb um ein künstleri- sches Werbeplakat für die Stadt Braunschweig. Es fanden sich dann die Reichszentrale für deutsche Verkehrswerbung, der Verband deutscher Reklamesachleute, der Bund deutscher Ge- brauchsgraphiker, das Pfychotechnische Institut der Technischen Hochschule in Braunschweig zusammen, um an der Lösung des Problems der modernen Reklame überhaupt, das durch den Wettbewerb aufgerollt worden war, mirzuarbeiten. Damit wuchs man in Braunschweig über den ursprünglichen Rahmen weit hinaus. Man beschränkte sich nicht auf den Plakatwettbewerb oder auf eine Belebung des örtlichen Geschäftslebens, sondern ging neue Wege, steckte sich ein höheres Ziel. Von der Tatsache ausgehend, daß der m o - derne Geschäftsmann ohne Reklame nicht mehr austommen kann, weite Kreise aber dem, was Reklame heute bedeutet, noch vollkommen verständnislos gegenüberstehen, hat Braunschweig versucht, Grundlage und Ziele der Werbung durch erste Redner auf ihrem Fachgebiet darlegen, und die Wöge, die zum Ziele führen sollen, aufzeichnen zu lassen. Wie ein roter Faden zog sich durch alle Reden der Grundsatz hindurch: Jede Reklame muß als Grundlage zwei Dinge in sich schließen, Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit. Ist Reklame auf irgendeinem „faulen Zauber" aus- gebaut, so verkehrt sich die Werbung über kurz oder lang ins Gegenteil. Richt umsonst ist deshalb „Wahrheit in der Reklame von den englischen und amerikanischen Reklamefachleuten jetzt offiziell zur Parole ihrer Berufsverbände gemacht worden. Das Ziel, welches eine gute Werbung vor Augen haben muh, ist ein mehrfaches. Cs ist durchaus nicht dadurch begrenzt, Kunden (ganz gleichgültig, ob es sich um Geschäfts- oder Der- kehrswerbung handelt) zu werben. Sie bedeutet auch Dien st am Kunden. Der Kunde, oder nennen wir es das kaufende Publikum, will wissen, was er Reues auf dem „Geschäftsmarkt" gibt. Das Publikum hat ein Anrecht darauf, stets auf dem Laufenden gehalten zu werden durch Mitteilungen der Geschäftsleute in erster Linie in den Zeitungen, ferner in Zeitschriften oder Katalogen u. dgl. Einzelne unserer großen deutschen Häuser haben diesen Dienst am Kunden außerordentlich ausgebaut. Die Reklame hat aber noch ein drittes Ziel, nämlich den Geschmack -des Publikums zu beeinflussen und zu bil» den. Immer mehr wehren sich deshalb die wirklichen Reklamefachleute gegen die Scheußlichkeiten, die leider noch immer reichlich genug auftauchen. Wie erzieherisch und befruchtend die Reklame auf dem künstlerischen Gebiet sein kann, hat unsere deutsche Plakatkunst zu Beginn dieses Jahrhunderts erwiesen, deren glänzende Leistungen den guten Geschmack bis weit über Deutschlands Grenzen hinaus förderten. Der Weg, der zu diesen Zielen führt, geht über die P s y ch o t e ch n i k. Die seelische Einstellung des Publikums, seine Aufnahmefähigkeit, -der Interessentenkreis, der durch die Werbung erfaßt werden soll, muh studiert werden. Dem Deutschen muh man eine andere Werbung bieten, als dem Amerikaner, dem Handarbeiter eine andere, als dem geistigen Arbeiter, der Frau eine andere, als dem Manne usw. Grundlagen, Wege und Ziele der Reklame wurden in der Derbewoche in Braunschweig auf eine praktische Weise, nämlich durch die Ausstellung, und auf eine theoretische Weise, durch die zahlreichen Vorträge gezeigt. Die Ausstellung war reich und viel- fettig beschickt worden. Die Plakate. Werbeschriften, Führer und andere Werbegegenstände füllten sechs große Räume des Braunschweiger Museums. Der erste Raum war den niedersächsischen Städten eingeräumt, dann folgten Süddeutschland. das Rheinland und das übrige Deutschland. Bemerkenswert war besonders die Auslandwerbung der Reichszentrale für Der- tehrswerbung. Ein ganz hervorragendes Material war in der Ausstellung vorhanden, wodurch manchem Besucher erst ein Licht über die Leistungen dieses Instituts aufgegangen fein mag. Ferner war Baden aut vertreten, ebenso aber auch Hessen-Kgssel. Erwähnt seien dann noch die Schiffahrtsgesellschaften und die deutsche Lufthansa. Raturgemäh war Braunschweig stark beteiligt. Im sog. Schulmuseum waren, die Ent- würfe zum Plakatwettbewerb aufgehängt. lieber 470 Entwürfe waren eingegangen. an denen man die Grundsätze des modernen Plakatstils und die Verstöße gegen ihn studieren konnte. Es ist an dieser Stelle unmöglich, über jeden einzelnen der guten Vorträge zu berichten. Die Hauptstichworte sollen aber doch wenigstens angeführt werden. 1. Reklame als internationales Werbemittel. 2. Reklame als lokales Werbemittel. 3. Reklame und Publikum. 4. Reklame und Kunst. 5. Reklame und Verkehr. Unter diesen Titeln wurden je zwei Vorträge gehalten und je ein Abend war einem Titel gewidmet. Zusammen mit der Werbe-Woche wurde ein Lehrgang für „Kommunale Wirt- f ch a f f* abgehalten als Auhenkursus des Deutschen Instituts für wirtschaftliche Arbeit in der öffentlichen Verwaltung. Reben verschiedenen Besichtigungen vorbildlicher Betriebe und kaufmännischer Bureaus wurden Vorträge gehalten über die Rationalisierung der kommunalen Betriebe und Dureauorganisatton, psychotechnische Eignungsprüfung und Berufsberatung, Pshcho- technik im Bureaubetrieb, Städtebau und Verkehr, Verkehrsregelung und Verkehrswerbung. Alles in attem: Braunschweig kann einen vollen Erfolg durch seine Werbe-Woche für sich buchen. Genossenschaftsbank für Hessen-Nassau. WSR. Wiesbaden, 25. Jebr. Gestern fand hier unter außerordentlich starker Beteiligung die 3 3. Generalversammlung der Genossenschaftsbank für Hessen- Rassau statt, in der auch die im nördlichen Teile des Regierungsbezirks, hauptsächlich in der Wetzlarer Gegend, gegen die Zentralverwaltung in Wiesbaden erhobenen schweren Vorwürfe ausgiebig zur Sprache kamen. Der Verbandsdirektor P e t i t j e a n , der übrigens mitteilte, daß et im Laufe dieses Jahres aus seinem Amte ausscheiden werde, erstattete dem Jahresbericht und äußerte sich eingehend über die gegen die Leitung erhobenen Vorwürfe. Er wies nach, daß die in der Oeffent- lichkeit aufgestellten Behauptungen von Direktorengehältern in Höhe von 50000 und 40 000 Mart unrichtig seien. Sein Gehalt betrage 30 000 Mark, das des Direktors Marx 24 000 Mark: letzteres werde mit dessen Einverständnis auf 18 000 Mk. reduziert. Das Unter» nehmen habe sich im letzten Jahre sehr gut entwickelt und sei durchaus gesund. Der Vorwurf der Bilanzverschleierung sei durchaus unberechtigt. Leider sei infolge der ungünstigen wirtschaftlichen Lage die Erzielung eines Gewinnes in diesem Jahre unmöglich gewesen. Der entstandene V e r l u st stehe buchmäßig noch nicht lfest, werde aber voraussichtlich den Betrag von 180 000 Mk. nicht überschreiten. Ein eittspre- chender Sanierungsplan, in dem hauptsächlich der Abbau des Lagerhauswesens vorgesehen sei, werde vorbereitet. Der Verlust, der der Bank durch die Manipulationen eines Weinhändlers in Hohe von 60 000 Mk. erwachsen fei, konnte wieder ausgeglichen werden. 3n der Debatte wurden von den Rednern den Rätsel-Ecke. Silbenrätsel. Aus den 36 Silben: a — cä — den — e — em — en — fe ge — ger — ha — ib — la — le — ling — lü — man — me — mi — mon — nau — nau — now — ri — ro - ruh — sa — falz — far — scheid — schlirf — sen — ftranz — tau ter — za — zc bilde man 15 Wörter mit folgender Bedeutung: 1. Lied, 2. Stadt in Westfalen: 3. deutscher Dichter: 4. Fluß in der Schweiz: 5. holländischer Seeheld; 6. Bad in Hessen: 7. römischer Staatsmann und Feldherr: 8. Stadt im Unterelf aß: 9. Hostienschrein: 10. Insettenlarve: 11. erzählendes Gedicht: 12. Stadt in Pommern: 13. nordischer Dramatiker: 14. Erzeugnis der Schlächterei: 15. Sakrament. Hat man die Wörter richtig gebildet^ ergeben die Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten, und Endbuchstaben von hinten nach vorn ein Zitat von Ludwig Ganghofer. .aftuniürträtfc« 5 13 Vo 8 Vt_ 17 2 6 1. Von links nach rechts: 5. männlicher Personenname: 6. römischer Kaiser; 8. Gattungsbegriff: 9. Fluß in der QHcrL 12. Stadt in Belgien; 14. Genußmittel; 15. Flächenmaß; 16. Frauengestalt aus dem Ribelungenlied; 17. tierisches Produkt; 18. Sumpfvogel; 20. Fluß in Sibirien; 21. Aufbewahrungsraum für Wertgegenstände; 23. Märchen gestalt; 24. biblische Person; 26. großer Schmerz; 27. Kartenblatt; 29. bergmännische Bezeichnung; 30. Rame eines bekannten Verlegers. 2. Von oben nach unten: 1. Abgesandter; 2. große Tür; 3. Rebenfluh der Donau; 4. Lebensgefährtin des Mannes: 5. weiche Speise; 7. männlicher Personenname; 8. Lebenshauch. 10. andere Bezeichnung für Eigentum; 11. Teil des Auges; 13. Göttin der Jugend; 18. weiblicher Personenname; 19. biblische Stadt; 21. Bruchstück; 22. Vogel: 23. Pelzwerk; 25. französischer Marschall: 26. Fluh in Italien: 28. französische Insel. Scherz-Bilderrätsel. Aitatenversteckrätscl. As 1. Des Lebens Mai blüht einmal und nicht wieder. I |M|N E dTo He E EIRI 1 lTeiö Kranz rätsel: — Liebeszeichen. — Dilderrälsel: Gerechtigkeit ist Weisheit. -BL3Q|3G13 :EIB bqi gBBmiylSQQQg 2. Stark ist des Menschen Arm, wenn ihn die Götter stützen. 3. O, hat der Himmel keine Engel mehr? 4. Gehorsam ist des Christen Schmuck. 5. Die Fabel ist der Siebe Heimatwelt. 6. Hoch über der Zeit und dem Raume webt lebendig der höchste Gedanke. Obigen Zitaten Spitlers entnehme man je em Wort derart, dah die entlehnten Wörter ein weiteres Zitat desselben Dichters ergeben. Auflösungen. Silbenrätsel: 1. Kobalt; 2. Erato: 3. Irnich: 4. Relson: 5. Minute; 6. Adjektiv: 7. Raphtha; 8. Reidhart; 9. Grande; 10. Ecuador. 11. Deichsel; 12. Elba: 13. Ichneumon; 14. Heupferd. — Kein Mann gedeiht ohne Vaterland. — Anfügungsaufgabe: Kleid; Arom; Ruhr; Rerz; Elias; Viper; Aar; Lotto. — Karneval. — Rätsel: _ _ — Treue — Reue — Kreuzworträtsel. saraimi IBBQB 0HBB Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionSttsch. Der Seehund. In der .Deutschen Rordsee" erzählt CarlDulcke diese idyllische Geschichte: Grünes, mövenüberffattertes Land. Gegend zwischen Jörn und Uhl. OheiligeRaturl Die Pferde wiehern, die Wildenten schnattern, die Hunde haben Flöh' und die Mücken beißen. Und der Mensch trinkt Grog. Die Sprinaflut im Juli hatte einen toten Seehund an den Strand gespült. Dott lag er nun, der tote Seehund, dicht am Deich, und die Leute, die Haus an Haus im Schuhe dieses Deiches wohnten, kamen, besahen stch das verendete Tier und sagten zu einander, daß es ein toter Seehund sei, der dort läge. Im August lag der tote Seehund noch immer da, und wenn Fremde des Weges kamen, so wuhten sie es zuerst auf einen Kilometer Entfernung, dann auf zwei, daß da im oberen Koog ein toter Seehund läge. O heilige Ratur, der Seehund stank grausam. 3m September traf ich bei Marx Tönnies in der Wirtschaft den alten Herrn Claudius Rissen und trank mit ihm Grog. Herr Claudius Rissen war der Strandpächter. .Herr Rissen,“ sagte ich, .Herr Rissen, wie soll das werden mit dem toten Seehund im oberen Koog? Der liegt nun schon drei Monate da und stinkt wie die Pest." .Tja," sagte Herr Rissen, „das wollen wir bald haben. Den holt im Rovembec die Springflut, darauf können Sie stch verlasten. Das hat alles feine Ordnung in der Ratur. Tönnies, schall ick nc . ?en Grog hebben?" Ich bin wieder zu Hause. Ich denke an Sommer und Herbst. Grünes, mövenüberflattertes Land, Gegend zwischen Jörn und Uhl. O heilige Ratur. du riechst nach totem Seehund. Opposition die gegenwärtigen Gehälter als völlig untragbar für die Genossenschaft bezeichnet. Für einen von dem Führer der Oppositton, Lehrer Gaß »Dutenhofen, ein- gebrachten Antrag auf Enthebung des Aufsichtsrates von seinem Posten stimmten 167, dagegen 127 Mitglieder. Da satzungsgemaß aber eine Dreiviertelmehrheit erforderlich ist, ist das M i ß- trauensvotum damit abgelehnt. Auch die beantragte Satzungsänderung verfiel der Ablehnung. Die Aitträge des Vorstandes bezüglich der künftigen Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat wurden dagegen mit einer Dreiviertelmehrheit angenommen. Dem Verbandsdirektor Petitjean wurde schließlich fast einstimmig das Vertrauen am>L svrochen. WA Anfang 28. Februar Besuchen Sie meine Ende 7. März Sieben billige Kleiderstoff-Tage Während dieser Zeit gewähre ich auf aa Versäumen die nicht von dieser günstigen diesen Artikel trotz meiner billigen Preise lU ■ iXdDdtli K a u fg el egen h e i t Gebrauch zu machen. Ludwig Stern, Giessen, ßahnhofstr. 2 M Beginn: Montag, den 28. Februar 1927 E Bedarisbalfestellen: Molkiehrake, Festhalle. Prolefforcneck. ,>alirvretS: Mt 0.40. Anneröder Cbaussce. 01427 Lich, den 23. Februar 1927. 187ID Hessische Bürgermeisterei Lich: Völker. Für Ihre neue Wohnung finden Sie L 2. WELLBLECH BAUTEN 1 WELLBLECH GARAGEN MIT HEIZUNG WOLf LETTER GJACOBI^q« BERLIN W IS-FimmENTROPVWESTF Oausrat fertr.: Emil Becher, üammstr. 43. GlefienJeL UM Mehrere Zimmer stets vorrätig Gemeinnützige MSbelversor^ng für dos Rhein-, Main- und Lahngebiet, G. m. b. 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Ihre Schaf- fung wurde von der Einwohnerschaft der Gemeinden. insbesondere von den beiden beteiligten Landorten und deren Nachbarschaft, al- Erlösung auS schlimmster DerkehrSnot freudig begrübt. Die Verwaltung der Reichspost hat sich in anerkennenswerter Weise bemüht, den Fahrplanwün- schen der Interessenten in weitgehendem Mähe gerecht zu werden. Dadurch hat sich die Kraftpost im ersten Jahre ihreS Bestehens schon manche Verdienste um die Gemeinden erworben. Dab trotzdem noch allerlei Wünsche hinsichtlich der Au-gestaitung der Fahrverbindung Gießen — Krofdorf usw. der Erfüllung harren, ist aber nicht zu verkennen. Wie die Dinge liegen, werden diese Wünsche von der Kraftpost wohl nicht erfüllt werden können. ES ist z. V. nicht zu bestreiten, daß die starke Uebcrfüllung der Kraftwagen in den Hauptverkehrszeiten. daS Rlngen um einen Platz, die Ungetolbbeit. ob man bei dem starken Andrang überhaupt mitkommen kann, geeignet sind, gar manchem die Freude an der Kraflpostverbindung zu nehmen. In diesen Betriebserscheinungen tritt eben zutage, daß die Auloverbindung für daS starke DerkehrSbedürf- niS zwischen Gießen und Krvfdors, darüber hinaus auch mit den benachbarten Orten deS Hinterlandes doch nicht ausreichend ist. Diese Heber* legung sührt dazu, den Gedanken der Erbauung einer elektrischen Heberlandbahn von ®leben nach Krvfdors und evtl, noch weiter binau- erneut in den Vordergrund der öffentlichen Ausmerisamkeit zu rüden. Die Schaffung der elektrischen Bahn Gießen— Krvfdors ist schon vor dem Kriege seyr eingehend erwogen worden. Leider ist man damals vor lauter Erwägungen nicht zur Tat gekommen. Projekte für diese Linienführung liegen ausgearbeitet vor. An diese Arbeit sollte man jetzt wieder anknüpfcn und sie nur noch um die Strecke nach Fellingshausen erweitern. ES gilt, hier wirtschaftliche Möglichkeiten zu entwickeln, die für Gießen und die beteiligten Nachbarorte von gleich hoher Dedeutung sind. Da« starke DerkehrSbe- dürsniS unserer preubischen Nachbarschaft des Hinterlandes noch ©leben kann nur durch eine öftere und bequemere Fahrverbindung völlig befriedigt werden. Zu dem Interesse am Personenverkehr kommt hinzu, daß auch für den Gütertransport auS der Krvfdvrser Umgebung und weiter drüben zur ReichSbahnslreckc allerlei Möglichkeiten gegeben sind, deren pflegliche De» handluna im Interesse aller Beteiligten liegen dürste. Die Linienführung einer Elektrischen von Gießen nach Krofdorf und Fellingshausen — wodurch auch die anschließenden Orte Krumbach, Frankenbach. Erda. Kirch-BerS, Alten-VecS usw. In engere wirtschaftliche Beziehungen zu unserer Stadt gebracht würden — begegnet feinen besonderen Schwierigkeiten: bi- Krofdorf könnte der Schienenstrang Im groben und ganzen der Landstrabe folgen, in Krofdorf wäre wohl eine Abzweigung nach dem Krcfdorfer Forst zu schassen. von Krofdorf nach Fellingshausen Ware vielleicht recht« der Landstrabe an dem kurvenreichen und relativ schmalen Abfall der Straße ein kleine- Stück Wold abzutreiben, um Raum für die Linie zu schaffen. Die dann weiter auf freiem Gelände ohne besondere Hindernisse ihrem Zielpunkt zugeführt werden könnte. Niemand kann sich durch eine Derartige elektrische Heberlandbahn von Dieben aus beschwert suhlen. Der Reichsbahn dürste eine solche Zubringerlinie sogar sehr willkommen fein. Denn wie die Lage der Reichsbahn heute ist und ihre Aussichten auf eine Reihe von Jahren einzuschähen sind, wird der schon seit Jahren angeftrebte Bau Der Hinter- landbahn von hier nach Gladenbach gar nicht zu erwarten sein. Die Biebertalbahn wirb in ihren Interessen gleichfalls nicht berührt, Da fie mit Der hier in Betracht kommenden Gegend nichts zu tun hat. Vor einigen Tagen hat das Bürgermeisteramt in Krofdorf bei der Gießener Stadtverwaltung angeregt, die Erbauung einer elektrischen Straßenbahn von Dießen nach Krofdorf erneut in Erwägung zu ziehen. Da Die Kraftpost auch nach Ansicht der Bürgermeisterei nur als eine Zwischenlösung anzusehen ist. Wir begrüßen diesen Schritt der Krofdorser Bürgermeisterei, Da er auf eine großzügige Lösung Der Frage abzielt. Hoffentlich findet diese Anregung bei der (Siebener Stadtverwaltung und bei den Stadtverordneten Die verDiente günstige Aufnahme und löst den Willen zu tatfroher Mitarbeit mit Dem Ziele Der balDigen Schaffung der elektrischen UeberlanDbabn Gießen—Krofdorf—Fellingshausen au-. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Die Effektenbörse unterlag* in Der ab- gelaufenen Woche ungewöhnlich starken Ausschlägen, zunächst nach unten, dann nach oben und schließlich von neuem in einer abwärts gerichteten Bewegung. Der Montag und Dienstag brachten empfindliche Kurseinbrüche bei Verlusten, die sich bis aus 40 Prozent beliefen. Den Anlaß zu den beiden Daissetagen haben wohl weniger effektive Verkäufe und schon gar nicht etwa Angstverkäufe gegeben. Dagegen hatte die Baissespekulation mit ihren LeerverkLüsen Den Hauptanteil an der Herbeiführung der starken Kursabschläge. Die eine allgemeine Mn- sicherheit und Nervosität hinterlleßen. Am Donnerstag war wieder ein Hausscansah zu verzeichnen, der aber bald in sich erstickte und neuen Kursrückgängen auf der ganzen Linie Platz machte. Man hat es bei allen diesen Bewegungen weniger mit solchen zu tun. die sich auf äußere Einflüsse stützten, sondern vielmehr zum großen Teil mit börsentechnisch begründeten 03ergangen. Eine interessante Motivierung sand. I ein Beweis für diese Angabe. Die unerwartet | | und recht scharf gegen W.tte Der Woche vorübergehende Haussewelle. Die stärksten Käufe sanden von chemischer Seite statt. Die :m übrigen ihre beflehenden Engagements am Hlt.mo Februar nicht zu prolongieren beabsicht.gen soll. Im Hinblick aus die Bestrebungen vdt Einführung de« Terminhandels an den westdeutschen Börsen sei vielmehr zu erwarten, daß daS Rhein- land die effektive Lieferung der Stücke zum Ultimo verlange, um diese an den Dortigen Plätzen zu deponieren. Bei dem im ganzen geringen DeschästSumsang besteht ohnehin schon ein erheblicher Stückemangel, der selbstverständlich durch diese Transaktionen verschärft wurde und die plötzlichen Kur-au-schläge nach oben zur Folge haben mußte. Die TaaeSspekulation nahm diese Do7merstag-Hausse allerdings mit wenig Begeisterung auf, waS schon daraus hervorgeht. daß noch an der gleichen Börse zum Schluß de- amtlichen Verkehr- wieder ein stärkerer Rückgang und neue Blankoverkäufe zu beobachten waren. Die Gesamtlage der deutschen Aktienmärkte muß gegenwärtig als außerordentlich unsicher bezeichnet werden, wozu in erster Linie die unllare Entwicklung der Geldmarkt- Verhältnisse beiträgt. Das Publikum wird deshalb richtig tun, sich vorläufig einige Zeit sehr zurückhaltend einzustellen, zumal vielfach immer noch Kur-Übertreibungen vorliegen. Zu über- ftür&ten Verkäufen scheint aber trotzdem kein Grund vorzuliegen, worin einem Rundschreiben zweier D-Banken an ihre Kundschaft durchaus oeizustimmen ist. Arn Geldmarkt macht sich der Ultimo jetzt stärker fühlbar. Die Einzahlungen auf die Reichsanleche haben den Markt zwar nicht so stark beeinträchtigt, wie die« vielfach befürchtet worden ist, aber trotzdem ein vermindertes Angebot vor allem öffentlicher Gelder herbei- geführt. Im gegenwärtigen Augenblick zeigen daher die Gelosätze eine ansteigende Tendenz. Der Privatdiskont ist in Den vergangenen Tagen mehrfach erhöht worden. DaS Angebot hat zugenommen, ebenso wie das her- auskommende Material an Warenwechseln mit Großbankgiro. Für Die letzteren toerDen Die Diskontsätze neuerdings ebenfalls ständig höher. Privatdiskonte mit kurzer Laufzeit stellen sich gegenwärtig auf 4*/j Prozent, mit langer Laufzeit auf 4V, Prozent, Warenwechsel auf 4s/e bi« 43/* Prozent. Für Tagesgeld schwanken Die Sätze zwischen 43/< und 6'/5 Prozent, während Monatsgeld nicht unter 6 bis 7 Prozent zu haben ist. Das stärkere Geldbedürfnis und Die Verringerung Der Gelddecke wirkt sich auch bei der Ultunoprolongat on aus. Die Sätze für Re- portgeld, die bei der vergangenen Liquidat on 6V4 bis 7'/« Prozent betrugen, sind jetzt auf 7 vis 7*/i Prozent Herausgeseht worden, wobei allerdings wichtig ist, daß eine Einschränkung der für Reportzwecke von den Banken bereitgestellten Mittel anscheinend nicht beabsichtigt wird. Immerhin stimmt diese Erhöhung der Geldsätze bedenklich. In der gleichen Richtung wirkt der Kurseinbruch am Kriegsanleihemarlt (jetzt Ablösungsschuld ohne AuslosungSrecht), wo Die Tagesspekulation ihre Engagements glcrttzu- stellen bestrebt ist. • • Rheinis che Stahlwerke. Wie der WTD.-HanDelSDienst aus zuverlässiger Quelle erfährt, wird DaS Angebot Der Rheinischen Stahlwerke über Den vorzeitigen Umtausch Der Anleihe von 1925 in Aktien Der Gesellschaft zu Beginn Der nächsten Woche veröffentlicht. DaS Angebot wird dahingchen, daß gegen nom. 1000 Mark Aktien mit DividenDenschemen für den 1. April 1927 Des beginnenden Geschäftsjahres eingetauscht werden tonnen. A. Schaaf f hausenscher Bankverein 2. - G. In Der Sitzung des Aufsichtsrate- De« A. Schaaffhausenschen Bankverein- A.-G. am 24. Februar und in der anschließenden Generalversammlung wurde Der Abschluß für Das Geschäftsjahr 1926 vvrgclegt und Die Verteilung einer Dividende von 10 Prvz. beschlossen. Der Reingewinn beziffert sich auf 3 803 345 Mk. Frankfurter Börse. Frankfurt a.M.. 26.Febr. Tendenz: still und weiter abgeschwächt. Der herannahende Ultimo führte zu weiteren Glatt st ellungen. wobei das herauskommende Material infolge der äußerst minimalen Umsatztätigkeit überwiegend Kursrückgänge brachte. Dabei verstimmt an sich, daß der Geldmarkt eine weitere Verknappung zeigte, wobei Tagesgeld auf 6.5 Prozent sich erhöhte und Monatsgeld mit 5,75 bis 7,5 Prozent gehandelt wurde. Wechsel Hieben angeboten: Wa- renwechsel 4,75, Prioatdiskonten kurzer Sicht 4,5, langer Sicht 4.4 Prozent. Auch heimische An- leihen wieder schwächer. Anleihe-Ablösung 25.75, Schutzgebiet 13,5. Fremde Renten fast ohne Geschäft. An den Aktienmärkten hallen auch die Spezialwerie nur geringe Umsätze und lagen schwacher, so Siemens minus 2 Prozent. Von den übrigen Elektrowerten verloren AEG 2,75, Schuckerl 1,75, Licht und Kraft 1,75 Prozent. I.-G.- Farben büßten 2 Prozent ein, ebenso Rheinstahl. Am Montanmarkt gaben stärker nach: Harpener minus 4, Mannesmann minus 3, und im Verlause weitere 1,5, Gelsenkirchen minus 2, Deutsch-Lux minus 3,5, Stahllrust minus 2 Pro;. Bankaktien schwächten sich um 1 bis 2 Prozent ab. Metallbank minus 3 Prozent. Schiffahrts - a ftie n etwas widerstandsfähiger. Von variablen Werten Autoaktien nachgebend, ebenso Maschinen- und Metallwerte etwas niedriger. Holzdestillationswerte behauptet, ebenso Vauaktien nur wenig verändert. Zellstoffaktien schwächer. Wald- Hof minus 6, Aschaffenburg minus 1 Prozent. Im Devisenverkehr nannte man bei stillem Geschäft Pans gegen London mit 123,95, Mailand 111,5, Zürich 25,22, Reuyork 4,8510. Die Reichs nwrf notierte gegen das Pfund 20,4625, gegen Kabel 4,2180. Berliner Börse. Berlin, 26. Febr. Die Samstogbörfe ließ sich l u st l 0 s und schwächer an, da die hohen Geld läge Ultimo- und Wochenschlug^Glattstellungen her- ei führten. Das Publikum hielt sich sehr zurück. Banknoten. AeichsbantdiSlont 5 Prozent. Levifenmartt Berlin-Frankfurt a. M. Telegraphische AuSaohiung. Lombardzinsfuh 7 Prozent. Berliner Produkten'^, rfc. Berlin, 25. Febr. Die Geschästsstille hält am Berliner Produktenmarkt im großen und ganzen an. Während sich der Weizen in Auswirkung eint per Deckungsfraae fast behaupten tonnte, mußte Der 'Roggen für vordere Monate im Hinblick auf die zu erwartenden Andienungen amerikanischer Ware um 2 Mark, hn übrigen bis annähernd 1 Mark erneut nachgeben. Auch sonst fehlt auf der ganzen Linie Unternehmungslust. Fullergetreide wird unnady- Aebia offeriert, doch besteht nur zu schwächeren Preisen und dann auch nicht dringlich einige Frage. ^ranftert a.M. 5<*l« .1 i.unr. tierHn S*iü5TiYrminfl I während die Tagesspekulation sich teilweise in | Leeroerkäufen betätigte. Die Aktienmärkte eröffneten 2 bis 3 Prozent schwacher, allerdings waren vereinzelt auch noch stärkere Verlust« zu verzeichnen. Die Stimmung hielt auch später an. Die Prolongationen beschäftigten die Börse in tärkerem Maße. Der Satz für Reportgeld stellte >ch nach dem liebeoeinfommen der Banken auf 7 bis 7,5 Prozent. Kurzfrlstiae Mittel blieben stark gesucht. Geld für einige Tage über den Ultimo erfordert 6L bi» 8,5 Prozent, wa» allerdings nicht Aanz der gegenwärtigen Marktlage zu entsprechen scheint. Man rechnet mit einer Entspannung kurz nach dem Ultimo. Im Deoifenverkehr lag das englische Pfund fest. Die Mark behauptete ihren Staitd von 4,2171) gegen Kabel. London-stabel 4B512, Mailand HOL Madrid 28,91. Paris 124. Börsenkurse. ________________Tahrw: ■nlrtlx ablöfnno Nr 1-30000 do St 30 001-60000 do ohne 8n6(ofung6rett)t Ternsche eparpramienanleioe Xeuridx Lend. Dollar-Lnl. <•/• yoatürfen......... 5*7« öctonunfaaei ..... Berliner OonbeHnekfllttgft. Kommen- and «rit>at-t»ant. TünnfL lind Vtadountoant . Deutsche Vank......... Diskonto lornmanbit . . . Dresdner Bank ‘•Metall ban! Mtiteldeutiche Lrediidank. . Cefidrcidnltit Lreditanstakt Sietchsdank. . «e«)inner öufi..... vuder J............ Deutsch Lurembuw Ckllenlirtbener Bergwerke. . Harpener Verabau...... Maliiocrfe «scherSlebe.t . . . «aNwerke 8Be(tere»cla. .... Laurohütte........... ......... ManL elder........... £ derdedart........... Pbonir Utero ban ..... Mbemlfdie Vraunkohketr. . . Rl-etnIiaOl........... Rtedeck ‘Montan TelluS Bergbau Bereinigte Stahlwerke.... Hamburg-Nmerika Paket. . . Norddeutscher Llvyo Hemeiuroerf Heidetderg . . . vuiliDP Hotzmanu...... Anglo Tont. Guano..... i' oldichmidt Hoizvenoblnng u W ^ar^en Industrie. . . 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Febr. 26 Febr. Amtliche (»e(b JZoti rang Briet 2ümHtfje Dotierung Geld Briet ÜmfL-tNon 168,68 1.767 169,10 168,58 idy.in Vuen.-Nlrei 1.771 1.771 1.774 Best- An Iw 58.5’5 »8.725 58.60 68,61 Cbemianto IUV.U5 109,83 109,06 109.34 Jlcpenbaotn 112.3) 112,58 112,30 112.58 Giotfbolm ,12.43 112,71 112,46 112.54 HetstngfoeS 10.6U 10,64 10,602 10,642 atollen . . 18.41 18.47 18.45 18.49 London. . . 2U.4öi 20.485 ZU. 439 20,492 V.’cnDor! . . 1.2125 1.2235 I.2I3-. 4,2235 Böel» . . . 16.485 16,521 16,495 16,535 Schwel, . . '1,03 '1.23 »1,03 01,23 Spanien . 70,75 70,03 70,75 70,93 yapan . . . wo de 3angc*3 e Gemeinden. Sonntag, Den xt. bruar Estomihl. Gießen. Stadtkirche. .; Pfr. Mahr. 11: Kin- DerlircbcL d.Matihäuügm.Pfr.Mahr. 5: Pfr.Decker. - IohanneSItrche 9' .: Plarrasiist. Schultheis 11: Kinderkirche für die LutaSgemeinde. Psr DechtvlSr Heimer. 5: Pir. AuSf-ld. Mitiwoch, den 2. Marz, abends 6 1. Palsionsandach. Psr. BechtolShe.mer. — L ch. 10: Sliflsdechant ^cnz. '/.l: Kindergoltee«' dienst. 2: SlistSpsarrer Schorlemmer. Mittwoch 8: Passionsandacht. «Vom März an beginnt Der Dot- mtstaqSgotkesdienst wieder bereit- um ' JO.) — Kirchberg. 10. 1'/,: Mainzlar. - Wieseck. ,10. II: Kinderkirche. - Watzenborn.Garbenteich. Watzenborn-Steinberg:! (Kollekte). Garbenteich: 10. Kä.yolisch« Gemeinden. Gießen SamSlag, Den 26. Februar. 4’/, u.7 Deichte. Sonntag, Den 27. Februar. Sonntag Qu nquagestma. 6',, Deichte, 7 Meße, Som. der Frauen 8 Kom., 9 Hochamt m. Pred., 11 Messe m. Pred.,5'/, Christenlehre unD Andacht. Mittwoch 7 Austeilung der geweihten Aiche- Donnerstag nachm. 5'/, Deichte. Freitag vormittag 7 SegenSmesse. Freitag nachm. 6'/, ist Fastenandacht. - Grünberg 97. Meße m, Pred. — Hungen. 97, Hochamt mit Predigt. — Sich Z1/, Messe mil Pred. Soiintaa Jöieiut o. .lerne u. Avotbeken am 27.2.27 Dr L. Klein. Dr Stuhl. Htrfchavoiheke. Zabnarzt: l'r Werlheun. 101D Svrcrtzstuiioeli der :HcOafiiou. 12 bis 1 Uhr mittags. 5 bl» 7 Uhr nachmikkag». Samstag nachmittag geschlossen. Jür unverlangt eingesondle TNanuskripte ohne belgesügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Herren haben fürs Shampoonieren höchstens 5 Minuten Zeit! Die reichen auch, um Haar und Kopfhaut gründlich zu täubern. Wollen Sie aber, daß gleichzeitig Ihr Haar lodeer wird und,,leicht za fritieren“, dann benutzen Sie nur Schwarzkopf - Kamillen • Haarwäzche. Wöchentl. einmal. Die 2M.-Flasche rvinicTTdu rrh Seife -kräftigt durch Kom Ille WWW |1“ E-X-’r'ä ur§ a .3 a F hil Z 1 3 5 tgBa =i^ nj z-L! tot । -HZ- all .- LL £E8S 2«2L Hä® W «8? htt-f ck> •So ■•* v ir** <|h« C J - . L 18 19 20,1 13 1901B 10508 zum 19028 Los Stück im, Gießen, den 24, ii, den 24. Februar 1927. Hessisches Kulturbauamt. fm. Los 15: LoS 1: St 0,96 rm: 8: 2,33 22: II 3,37 1 Fichtenstamm II. 23: 1 1 1957V Eichenstämme iU ist mit Rinde gemessen. Die evingungen werden ocim Er- Das Hol Reisftangen 3 6 9 IV. IV. V. VI. 1,56 7,09 18,37 12,02 14 12 BESTE GESCHAFTSPEKLAME IST STETS EIN INSERAT IM GIESSENER ANZEIGER 4. Kl 3. _ 4. „ 6- „ III. III. IV. IV. V. I I: 2; 3: 4: 5; 6: 7: 8: 9. 10: 11: 12: 13: 14: verkauft werden. 1 Stück Lärchenftamm III. IV. Va. 2,41 14,27 7,90 19,24 10,81 1,11 4:23 5: 12 6:42 7:37 7 47 212 3 12 145 5 5 18 ">1 1 12 48 51 56 38,4 2 37,3 32,8 8,8 870 2084 (Schnittholz) 2 Fichtenstämme (Schnittholz) 2 13 6,14 44,71 1,74 35,97 12,48 11,74 1,76 reichen. Gießen, den 22. Februar 1927. Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Rosenberg. Abt. 19 Los 5 Kiefernstämme 5. Klasse Stück 0,28 fm Bauholz Abt. 3 LoS 6 Fichtenstämme 3. Klasse Stück 1,54 fm Bauholz 1,57 fm Kiefcrnstämme 3 n 4. » 6. (Schnittholz) 1 Eichenstamm II. (Schnittholz) 2 Eichenstämme III. Stück 0,98 fm Schnittholz Abt. 19 Los 2 Kiefcrnstämme 3. Klasse Stück 0,94 fm Schnittholz Abt. 19 LoS 3 Kiefernstämm« 3. Klasse Hokzverfteigerung. Dienstag, den 1. März, von vormittags 10 Uhr an läßt Heinrich Graulich von Rein- vardshain im Distr. Lteinlaute, an der Brennbslzversteigerung. I Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen am Freitag, dem 4. März 1927, vormittag» SV, vhr beginnend, aus dem Distrikt Hangelftelu, Abt. la, 5a, I5b, 16b und 17 versteigert werden: -- 8,27 - 30,73 - 63,25 = 2,78 - 8,07 -- 47,47 = 10,26 -- 7,05 --- 13,52 --- 17,05 = 1,28 - 13,29 -- 36,82 = 21,64 4. Kl. da- „ 5b- „ 4. „ 5a- „ 5b- „ 3. „ 4. ,, 5a- „ 5b- „ 3. „ 4. „ 5a- „ 6b- „ 24: 7 25: 19 26: 23 — 1,02 fnj, = 1,40 „ = 7,73 „ = 2,76 „ -- 3,44 „ = 3,92 „ = 3,85 „ nung erfolgt. üeseck, am 25. Februar 1927 Schomber. Bürgermeist und Schwedenklec) ist zu vergeben. Ent- preckiende Angebote sind bis _ 10. März 1927 schriftlich bei mir einzu- 2 Stück 1,88 fm Bauholz Abt. 14 u. 19 Los 4 Kiekernstämmr 4. Kl. 10 Stück 6,70 fm Bauholz (Licher Straße), Haufen auf dem alten Fricdhvs, Haufen am Aulweg (bei Heyligen- staedt), Haufen in der Schubertstraßc, Ecke 8: 1 Kiefernstamm II. (Schnittholz) 9: 1 Liefernstamm II. (Schnittholz) 10: 6 Kiefernstämme III. (Schnittholz) 11: 3 Kiesernstämme III. (Schnittholz) 12: 9 Kiefernstamme III. (Schnittholz) 13: 2 Kiefernstämme Hl. (Schnittholz) 14: 4 Kiefernstämme III. (Schnittholz) 15: II Kiefernstämme III. Holzsubmission. Die Gemeinde Staufenberg verkauft im Wege schriftlichen Angebotes folgende Holzsortimente: Fichtenstämme Heide 62b und verschiedene: Lchetter 0,3 Buche, 368,2 Kiefer I. tL und 239,6 II. Kl., 3,8 Fichte I. Kl. und 3,8 IL ÄLr rand bei Abt. la (am Hölzernborn). Gießen, den 25. Februar 1927. Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Rosenberg. Borkaussbedingungen werden ocim Er- offnungstermin bekanntgegeben. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen, da spätere Reklamationen nicht berücksichtigt werden. Angebote sind nach Sortimenten und Klassen getrennt vro Holzsudmissivn. Aus den Waldungen der Gemeinde Röthges soll nachstehend verzeichnetes Lolz aus dem Wege des schriftlichen Angebots __(gez.) H. Steinbach. 1953V Holzftrbmission in den Waldungen der Gemeinde Aieseck. Hause Nr. 111 statt. Gießen, den 22. Februar 1927. Der Oberbürgermeister: I. A.: Dr. Rosenberg. Knüppel rm: 5,5 Kiefer II. Kl., 3,1 Ficht« II. Kl. «eisig 100 Wellt«: 0,9 Eiche, 88 Kiefer, 6,7 Fichte. Zusammenkunft im Distrikt Dachholdenheide 62 an der Knickschneise Kreisstraße Gießen—Steinberg. Vorgezeigt wird nur das Holz im Distrikt Wachholderheide 62b. Blauuntcrstrichene Nummern kommen nicht zum AuSacbot. Für bewe Versteigerungen wird empfohlen vorherige Besichtigung des Holze», weil nachträgliche Beanstandungen wegen Mangels und OJüte nicht angenommen werden. Weitere Auskunft erteilen das Forstamt und Herr Förster Menge» zu ForsthauS Baumgarten. 1903V Gießen, den 24. Februar 1927. Forstamt Schiffenberg. m- nnö VlMM-VersleigMW. ES werden versteigert in dem Staats- wald der Försterei Baumgarten: Donnerstag, den 3. März, vou norm. 9 Uhr ab, aus den Distrikten Lasenkopf 5a und 6, Schiffenberg 30c, Beunde 33, Brau- hofsderg 43, Tcmvtt 48, Rabenpfuhl 49a und b, Buchenberg 58 c: Rvyreistg 100 Wellen: 2,2 Birke. Scheiter rm: 0,4 Buch« I. Kl- 4,1 II. Kl., 0,9 Eiche II. Kl., 1 Esche, 1 Aborn, 7,9 Birke, 1 Erle, 6,7 Kiefer I. Kl., 9,2 II. Kl., 13,6 Fichte II. Kl. Knüppel rm: 0,4 Buche, 1,2 Eiche, 7,4 Esche, 18,6 Birke, 11,4 Erle, 5,8 Fichte. Reisig 100 Wellen: 50 Buche, 21,4 Eiche, 7,7 Esche, 4,4 Birke, 0,7 Erle, 8,8 Aspe, 4,5 Weide, 55,2 Kiefer, 8,2 Weymouthskiefer, 22 Fichte. Ltöcke rm: 2 Buche, 3 Eiche, 20,2 Esche, 115,2 Kiefer, 31,9Fichtc. Zusammenkunft im Distrikt Buchenberg 58 an der Krcisstraße Gießen— Hausen. Vorgezeigt wird nur das Holz in den Distrikten Hasenkopf 5 und 6, Schiffen- berg 30, Brauhofsberg 43 und Bucheberg 58. Blauunterstrichene Nummern kommen nicht zum AuSgebot Freitag, den L März, w* vor». 9 Uhr ab, aus de« Distritten Wachholdev- Bekanntmachung. Die Lieferung von 9% Zentner Gras- samen und 1% Zentner Kleesamen (letzterer in den Sorten Weiß-, Rot-, Gelb- M- M NemAlMrslelgekW. Donnerstag, den 3. März I. I., werden versteigert aus der Försterei Finkeuloch, Forstort Kohlplattenwald 1, Eschberg 2, 4, 6, 7, 8, 14, 15, 16, Finkenlocherhege 9 und 13, Krugenberg 17 und 18, Wann 10 und 12 und Stickes Nutz- und Brennholz, und aus Eschberg 3a, 3c, Kleiner Orlitz 21, Hainbach 24, 25, 27, Hainkohl 30, Sporn- wald 32a und 33, Gerstegrund 32b nur Nutzholz. Stämme: Eichen IV. Kl. 3 Stück 1,52 fm, V. Kl. 12 Stück 4,22 fm, VI. Kl. 4 Stück 1,59 fm. Eschen V. Kl. 4 Stück 1,06 fm, VI. Kl. 34 Stück 6,67 fm. Buchen IV. «I. 5 Stück 3,17 fm. Hainbuchen V. Kl. 0,23 fm. Bitten VI. Kl. 1 Stück 0,14 fm. Kiefern 1 Stück 0,79 fm, II. Kl. 2 Stück l.ul fm. III. Kl. 13 Stück 9,29 fm, IV. Kl. 13 Stück 6,90 fm, V. Kl. 5 Stück 2,94 fm. Lärchen II. kl. 2 Stück 2,68 fm, III. Kl. 9 Stück 6,94 fm, IV. Kl. 14 Stück 8,09 fm, V. «l. 28 Stück 11,25 fm. Fichten II. kl. 3 Stück 3,44 fm, III. Kl. 16 Stück 14,13 fm, IV. kl. 13 Stück 11,31 fm, Va-fll. 10 Stück 7,64 fm, Vb-Kl. 53 Stück 12,10 fm. Derb- stangen: Eichen II. Kl. 2 Stück 0,08 fm. Eschen I. KI. 4 Stück 0,18 km, II. kl. 11 Stück 0,22 fin. Buchen II. Kl. 3 Stück 0,07 fm. Lärchen I. Hl. 6 Stück 0,86 fm. Fichten I. kl. 98 Stück 12,97 fm, |l. kl. 293 Stück 19,61 fm. Rcwstailgco^ Fichten I. kl. 2110 Stück 30,00 fm, II. Kl. 800 Stück 4,40 fm, zu Obstbaumstützen und Bohnenstangen geeignet. Brennholz: Scheiter: Buchen I AI. 32 rm, II. kl. 54 rm, Eichen 3 rm. Knüppel: Buchen 248,7 rm, Eschen 7,8 rm, Elchen 66.8 rm, Kirschbaum 4 rm, kiefern 3,4 rm, Lärchen 56 rm. Knüppclreifig: Eichen 136 rm, Fichten l rm, Birken 4 rm. Reisig: Buchen 280 rm Ltöcke: Buchen 26 rm, Elchen JO rm, Fichten 2 rm. Zusammenkunft vorm. 10 Uhr in der Versteigerungshalle zu ForsthauS Finken- loch. Von den zum Ausgcbot kommenden Holz smd die Nummern blau uilterstttchen. Das Holz wird nicht vorgezeigt und wolle man sich dasselbe vorher ansehen, und werden nachträgliche Beanstandungen nicht angenommen. TaS Nutzholz kommt zuerst zunl AuSgebot. Nähere Auskunft erteilt Forster Bärenz zu Forsthaus Finkenloch, Poll Nidda. )87313 Konradsdorf, den 24. Februar 1927. Hessisches Forstamt Konradsdors. KretSstraße Reinhardshala—vclterS- Hain, nachstehendeSHolz versteigern: 1831V Fichten-Stämmeöb-Kl. 37 Et. 7,85 fm Derbstangen Larchenftämmc. 11 Stück 5. Kl. = 6,40 , 27:82 „ Vb-17,89 „ Tie Verkaufsbedingungen liegen auf rm Buchenscheiter, „ Eichenschcitrr, „ Fichtenschciter. „ Buchenknüppel. „ Eichenknüppel. „ Fichtenknüppel, Wellen Vuchenreisig, „ Eichenreisig (Durchfor- stungSwellen), rm Buchen-, Eichen- und Fichten« Nachverzeichnetetz Stammholz soll im Submissionswege vergeben werden. 1 Eichenstamm II. Kl. AlrbeitsverHebunft. Für die Wasf-rgeuossenschast Flur V Gemarkung Beuern sollen auf der Bürgermeisterei zu Beuern Drninagearbeiten zu 2100 Mark veranschlagt in einzelnen Losen vergeben werden. Tie Verdingungsunterlagen liegen auf tess. Bürgermeisterei offen, wohin die ngebote in Prozenten des Voranschlags, verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum ErbffnungS- termin, Donnerstag, den 3. März 1927, vormittags 9% Nhr, einzureichen find. Zuschlagsfrist 8 Tage. Bekanntmachung. Absallholz-versteigerung. Am Montag, dem 28. Februar 1927, nachmittags l’/2 Uhr beginnend, wird die Gesientliche Erinnerung Tie Zahlung der nachstehenden Steuern und Beiträge kann noch bi» einschl. 5. Marz 1927 ohne Kosten an die unterzeichnete Finanzkasse erfolgen: 1. Februar-Rate der Vermögenssteuer, 2. VI. Ziel Landessteuer 1926, 3. Brandversicherungsbeiträge 1926. Gegen Schuldner, die nicht binnen einer Woche Zahlung leisten, wird — ohne weitere Mahnung — die Zwangsvoll- tteckung eingeleitet werden. Die Kosten allen dem Schuldner zur Last. Unbeschadet dieser Kosten sind vom jeweiligen Fälligkeitstage ab 10% Verzugszinsen zu entrichten. 1949V Finanzamt (Finauzkafse) Gieße«. 16:51 17: 2 18:54 19:25 20: 87 21: 1 Fichtenstamm reisig. Fichtendervstangen I. Kl. 2,1lfm. Zusammenkunft: Am östlichen Wald- Angebote sind nach Losen, Sortiment und Klassen getrennt bis zum Mittwoch, dem 2. März 1927, nachmittag» 2 Ubr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei ein- zuretchen. Die BerkaufSbedtngungen können daselbst eingesehen werden, auch werden dieselben im Termin bekannt- gegeben. Nähere Auskunft erteilt Förster Braun, Daubringen. Staufenberg, den 24. Februar 1927. Bürgermeisterei Staufenberg. Meyer. Festmeter bis spätestens Freitag, den 4. März d. Z, nachmittag» 3 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Eröffnung der Gebote erfolgt Nähere Auskunft erteilt Förster Butteron in RötbgeS (Fernruf Amt Laubach Nr. 64). 1874V Hess. Bürgermeisterei Röthges. Metzger. 1. 289 „ 28,73 2. „ 519 „ 22,91 1. „ 310 „ 5,23 Abt. Berschicdenc Los 7 Fichtenstämme 4. Klasse 10 Stück 8,56 fm Bauholz • Abt. 8 Los 8 Fichtenstämme 5a-Klasse 40 Stück 18,59 fm Bauholz Abt. Verschiedene Los 9 Fichtenstämme äs-Klasse 53 Stück 20,83 fm Bauholz Abt. 8 Los 10 Fichtenstämme 5b-Klasse 114 Stück 26,43 fm Bauholz Abt. Verschiedene LoS 11 Fichtenstämme 5b-Klasse 46 Stück 13,97 fm Bauholz Abt. 5a Los 12 Fichten-Terbstangen 1. Klasse 184 Stück 15,20 fm Abt. 5a LoS 13 Fichten-Derbstangen 1. Klasse 183 Stück 16,50 fm Abt. 8 u. 4 Los 14 Fichten-Terbstangen 1. Klasse 56 Stück 6,73 fm. Angebote sind pro Festmeter, nach Losen, Sortiment und Klassen getrennt, bi» zum Dienstag, den 1. März 1927, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Eröffnung erfolgt. Tie Verkaussbedin- gungen werden vorher bekannt gegeben, auch liegen dieselben rvr dem obengenannten Zeitpuntt bei uns zur Einsicht offen. Vorherige Besichtigung deS Holze» wird empfohlen, da spätere Einwendungen nicht berücksichtigt werden können. Tas Schnitt- und Bauholz ist entrindet und ohne Rinde gemessen. Annerod, am 21. Februar 1927. Bürgermeisterei Annerod- Horn. 1787 D Stadt Gießen etwa 63 Haufen Abfallholz l Knüppel und Reisig, die Reisig, etwa 15 Hamen, eignen sich zu Erbscnreisern) öffentlicy meistbietend versteigern, u. zwar: Haufen in den Friedhofsanlagen hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Diesbezügliche Offerten sind pro Festmeter getrennt nach Klassen und Losen, verschlossen mit der Aufschrift „Holzsub- Mission" bis zum Donnerstag, 3. März, vormittags 10% Uhr, bei uns einzureichen, wo in Gegenwart etwaiger Bieter die Nutzholzversteigerung Aus dem Staastwald der Förstereien Treis a. d. Lda- und Alten-Bujeck werden Freitag, den 4. März, vormittag» 10 vhr, in der Willschen Wirtschaft zu IrriO e. d. Lva. versteigert: Schnittholz, Eiche: 1. Kl. 2 St = 2,15 Fstm. 2. Kl. 3 St. = 2,99 Fstm.. 3. Kl. 12 St. = 7,90 Fstm., 4. Kl. 4 St. = 1,80 Fstm.; zus. 14,84Fstm^ Kiefer: 3. Kl. 6 St. = 3,66 Fstm. Stammholz, Eiche: 1. Kl. 2 St. = 3,62 Fstm., 2. Kl. 4 St. - 3,63 Fstm., 3. Kl. 4 St. = 2,17 Fstm., 4. Kl- 7 St. = 2,48 Fstm., 5. Kl. 2 St. = 0,64 Fstm.; zu). 12,42 Fstnr. Buche: 3. Kl. 8 St. - 6,41 Fstm., 4 tl. 6 St. = 3,69 Fstm.; zus. lO.lOgfhn. Liefer: 3. KI. 4 St = 2,58 Fstm.; Lärche: 5. Kl. 2 St. = 0,26 Fstm. Derbstangen: Fichte 1. Ll. 273 Lt - 30 Fstm.: 2. Kl. 428 Ti. - 22 Fstm. ReiSstnngea: Fichte 1. Kl. 35 St = 1 Fstm. Nuyschctter: Rm: Eiche 6 (Gatten- Pfosten), 13 (Küferholz) Hainbuche: Rm. 5 (rund, L.25 m lang). Rutzrctsig: Fichte Rm. 2 (SMcht). Nummervcrzeichnisse über Schnittholz, Stamnrholz und Nutzscheiter werden auf Wunsch vom Forstamt zugestellt. Auskunft erteilen: Herr Förster Bing zu Treis 0. d. Lda. und Müller zu Alten- Buseck sowie das Forstamt 1940V btießcu, den 24. Februar 1927. Hess. Forstamt ftkfcew. Wilhelmstraße 56. Holzsnbmission. AuS den Waldungen der Gemeinde Annerod soll folgendes Holz auf dem Wege bei schriftlichen Angebots verkauft werden: Abt. 19 Los 1 Kiefernstämme 2. Klosse Frankfurter Straße. Die Zusammenkunft findet um iy2 Uhr in den Friedhofsanlagen am Eingang zum Alten Friedhof, um 3% Uhr am Aulweg bei der Hcyligenstaedttschen Fabrik und um 4'o Uhr in der Frankfurter Sttaße am 3nt}. Wilhelm Horn rtteuzplatz 15 Telephon 775 1954a llonfirmanden-Anzüge Anzugftoffe Liniatzhemden Sefirhemden Taschentücher Selbstbinder, holentrüger Meiderftosse Seidenstoffe Samte Waschseide Damen- und MSdchen- UnUrtleidung Lrftllasfige Qualitäten zu billigsten Preisen! Lin Posten Reste in Melder- und Anzugftossen, Weigwaren und vaum- wollzeugen weit unter Preis H.Aaeh Nachfolger Sir Konfirmation und ßrühsohr! MkM Blriötsiaili Cole a 1 Rm. nd in allen durch lokale keiin lichen ^'schäften zu haben. ijeneral-Berirleb Buchacker, Neuen Bäue 11. Taselbir 11 Lose Iüt 10 Rm. und 28 Cole für 25 Rm. 18J9D Zur Konfirmation und Kommunion empfehle: Mädchen-Taghemden 3.20,2.90,2.40,2.20, 1.50 Mädchen-Beinkleider .... 3.25,3.00,2.50,2.00 Mädch.-Prinzeßröcke 3.80,3.40,3.25,3.00,2.75 Strümpfe Wolle, Mako, Seidenflor, Mk. 3.00, 2.65, 2.25,1.95,1.75,1.60 und 1.22 Reform-Leibchen Seidenbänder I Buchtücher schwarz und weiß I mit und ohne Schrift Kommunion-Kränze Ferner: KNABEN-HEMDEN, Mako mit weißer Brust Kragen — Krawatten — Socken — Handschuhe In eilen Preislagen Frdr.Teipel be- Iid) kann der Saal an jedem Vormittag sichtigt werden. Bemerkt wird noch, daß der Saal auch als Turnhalle vorzüglich eignet. Nidda, 22. Februar 1927. Markt 16 Zweiggeschäfte: Bahnhofstraße 45, Hillebrandstraße 2 1625» Saaivau-Adbruch. Der von der Gemeinde Nidda seinerzeit erworbene Krafts Saalbau wird hiermit, da an dessen Stelle ein Schulhausneubau erstehen soll, zum Abbruch ausgeschrieben. Der Saal ist i. L. 20 m lang, 12,5 m breit, 5.50 m hoch und enthält eine von Holz eingeballte Querempore mit ca. 50 qm Bodensläche. Die angebauten Neben- räume umfassen Bühne mit Ankleideräumen ca. 50 qm. Garderobe, Büfett, Küche und Gastraume ca. 70 qm. Die Umfassungsmauern sind aus Backsteinen, die der angcbauten Nebenräume aus Holzsachwerk. Tie Fenster, Türen und Saaldachkonstruktion sind in gutem wiederverwendungsfähigem Zustand. Angebote sind bis zum 15. März l. I. an die unterzeichnete Stelle einzureichen. Dieselbe erteilt jede weitere Auskunft und Bürgermeisterei Nidda: Ringshausen.1855 V MW im Licher Ltaoiwalbe. Im Distrikt Klcinhäuserberg, Ettingshäuserkopf und Sauloch werden nach vorheriger Zufammenkunft am Kreuzungspunkt der Mittel- und Saulochschneise am Donnerstag, dem 3. März d. I., vorm. 10 Uhr, versteigert: a) Nutzholz. Nutzscheit rm: Eiche 8, Hainbuche 1. Nutzknüppel rm: Eiche 70, Hainbuche 3, Fichte 2. Nutzreis'.g rm; Fichte 130. Derbstangen: Fichte 10 Stück 0,62 fm, Esche 6 Stück 0,24 fm. Bohnenstangen: Fichte 560 Stück. b) Brennholz. Scheiter rm: Buche 125, Hainbuche 3, Eiche 7, Fichte 7. Knüppel rm: Erle 19, Fichte 5, Linde 2, Elsbeer 2. Reisig, Wellen: Buche 2420, Eiche 1890, Kiefer 1150, Linde 50. Stöcke rm: Buche 45, Eiche 40, Fichte 18. Günstige Zahlungebedmaungen. Lich, den 24. Februar 1927. Völker. 1909 D Die kernsKfe Üov denkriükn