!tr. 146 Erster Blatt UZ. Jahrgang Samstag, 25. Zunf (927 Erfcheinl täghd),«wt<: Sewwiags en» 5alt Ferefpeechonf chlllfse: 61, M nnb 112. Anschnll Hlr Drahtnach- richten Mf4«deifcl zu fetzen. 11m so mehr. alS wir in PonS sich jetzt bie deutliche Wendung von Briand z u Poincarö vollziehen schm Der Stern deS Mannes der Ber- siänbiaungS Politik verblatzi. Poincarö, her Vater deS Ruhrcinbrucho-. schickt sich an. erneut die Zügel her französischen Autzenpolitik zu ergreifen. Seine DonntagSrede von Luneville war ein Fanfare, laut und schneidend genug, der Welt ben Beginn einer neuen Aera anzukündigen. Potncare unternimmt ein gewagte- Cipcriment. Die politische Situation ist heute eine andere alS in ben 3anuarlagen deS fchicksalschwangerm IahreS 1923. Hnb auch Deutschland- internationale Stellung hat sich feit ben Dogen von Locarno und seit Deutschland- Gintritt in ben Dvl- kerbuiid sichtbar gewandelt DaS entwassnete, unter untragbaren Reparation-laslen schwer ächzmde Deutsche Reich ist politisch beute keine quantitö neßhßcablc mehr, hie man in feinen Berechnungen nicht in Ansatz zu bringen braucht, Deutsch- land alS Land der europäischen Milte, al# eine# der stärksten Wirtfchast-körper der Welt ist wie- der ein Faktor in der Weltpolitik. Wie sehr eS ha# ist. dafür legte StrefemamiS Bericht über die Grgebniffe der letzten Ratstagung und der Ministerbelprechungen in Dmf erneut Zeugnis ab. Auf der Abrüstungskonferenz sowohl wie aus der WeltwiNscha^tekon e:enz vertrat Deullchland ben Gedanken des Fortschritt- gegenüber ben rdarbierenben Äräften, bie vor allem in Frankreich lebendig sind Deutschland ist in der 2b- rüstungSfrage au# einem Schulbner zum Gläubiger getoorben. der. selbst bis zur Rackcheit cnttDaffnct - um mit Strefemann zu sprechm —. nun auch von ben übrigen Unterzeichnern deS Versailler Vertrage# da# Ablegen tönej ge- waltigeil Ruftung-kleide- verlangt Auf der Weltwirtschaft-konferenz haben sich bie deutschen Delegierten für ben Abbau der Zollmauern und für Förderung langfristiger Han- delSverträge eingesetzt uni) die Reichsregierung hat alS eine der ersten die Beschlüsse der Welt- wirtschafkSkvnferenz sich voll und ganz zu eigen gemacht. Luch bei der Behandlung der beiden Probleme, die den enropö»schon Frieden ernstlich bedrohen, hat man auf Deutschlands Mitwirkung nicht verzichten können. Deutschland» Stellung in Amt war heute stark genug, im dritifch.rusfischcn Äon- j( i f t an feiner durch die Pertrage von Locarno und Berlin befhramten Neutralität festzuhalten unö nach beiden Seiten hin einem Ausgleich in die Hände zu irbeiten. Such zur Beilegung der albanisch- erdischen Rontrooerfe erbet man in Kens Deutschlands Mithilfe. Schließlich ist noch die bevor- lohende Wahl Deutschlands in die Mandat«, r o m m i | f i o n des Pölkerbunbes als ein praktischer Stbenu* ber Lüge von den dcutichen Rolonial- grrxln nicht hoch genug zu werten. 8b Mitglied de« üdlferbunbsrai» und dank seiner gefestigten autzenpolitischen Stellung ist f« Deutschland auch gelungen. ab Sachwalter b r deutschen Minberhetlen im 6u»4and und ber bur den Dersailler Vertrag vom deutschen Staalskitp.^ lorgerissenen Gebiete beren Rechte wirkungsvoll zu vertreten. Such hier kann nicht alle« mit einem Schlage drirchaesc; t werden. auch hier bebari es oeduldiger. -ober Arbeit, aber wenn wir an de eben aba HAI offenen 33er- Handlungen mit dem lila i'dwn Ministerpräsidenten Dokdemara» über die Beschwerden der Memelländer denken, so steht man doch, dah es vorwärts seht. Deutschlands moralische Stellung in der Dell ist eine andere geworden Unb bas ist zweriello» ein Erfolg der Looomopcsitik. ben mir nicht unter* schätzen ober gar veraesten wollen in diesem Augenblick. wo wir alle Ursache haben, die unmittelbar Fmariischen Auswirkungen dieser Politik ab eine chmerzliche Enttäuschung zu empünben. Aber gerade diese moralische Stärkung Deutschlands ist vielleicht, mehr noch ab die veränderte politische Konstellation, ein wichtiger Aktivposten in dem lkrt)äUni.' zu Frankreich, wie es sich auch zwangsläufig entwickeln mutz, wenn bie Rede von Lunövtllc Richtschnur der französischen Autzenpolitik werben soll. Be.il'sichtigt Poincarö an die Stelle der Brianbskhen Verstand!- gungsbemühungen bie Mettzadrn de» Rubreinbru- che». wenn mich in dem durch bie Umstände gemilderten Formen zu setzen, so sei ihm bedeutet, dah Deutschland heute andere Mittel hat. im stampf um 'ein Recht seine Stellung zu matten. Deutfck . - .d verlangt endlich in Erfüllung feierlicher Peri: e. die Wiederher fiellung seiner Souveränität. es wünscht darüber mit Franlre.ch me friebliche SkritänJu^una zu erztc.en aber es w.rd sich auch rüsten, sein Ziel auf affberen li egen zu erreichen wenn Vomeart fortfährt, die .. dm-« pen von Locarno zu ignorieren unb an bie Stelle eines ehriickien Bersländigungswillen« ben Geist >es Sofies und be» iPiihtrauen» z:i fef en. Da» nächste Stadium in dem deutsch-srai". 'i chei, tterbal'-il« wird von Pari« bestimmt Da» deutsche Polt sor- bert Antwort auf bie Frage seine» Sn en- Minister«: „Quo vadis Galli a?" Das Echo der Stresemannrede. Die Pariser Presse PariS. 24. 3unL Jn französischen politischen Kreisen Hl ho* UrtciL über hie Rede StresemannS im Reichstag nicht abfällig; obgleich man bisher noch eine starke Zurückhaltung bewahrt. bis ber endgültige Wortlaut vorliegt. 6o viel steht jedoch jetzt schon fest, hast man in den Ausführungen L-tresemannS kein Hindernis für eine Fortsetzung her b u11ch-sranzösischen Politik erblickt. Man betont bisher, hast zwischen der deutschen unb französiichen Aufsasfung kein unüberbrückbarer Gegensatz besteht. MU jedem einzelnen Satz der Ausführungen Strese- mann- könne man fick naturgemäß in Frankreich nicht einverstanden erklären, irdoch wir> mit Befriedigung anerkannt, dah hort, wo bie Auslastungen auSernandergehen. map ben ruhigen und nicht verletzenden Don StresemannS fest st eilen müste. 3m einzelneil wirb auSgeführi. hast die Locarno^ vertrage und der Berfailler Vertrag sich nicht widersprechen. Sine Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich auf Grund deS Locarnover- trageS dürfe tne Friedensverträge nicht aufheben. Die Herabsetzung ber Rheinlanbbe- s atzung würde eine Folge der Annäherur.gS Politik fein. Der Friedensvertrag feinerfritS biete bie Möglichkeit der Truppenverrr.inderung. Auf französischer Seite sei man btr Anschauung. bcrtz Frankreich Deutschland eine größere Anzahl von Erleichterungen bereits gewährt habe. Aus ben Erklärungen Stresemanns sck>cine heroorzugchcn, dah sie veulfchland nicht genügten unb batz er ein schnelleres Tempo bei ber Befolgung bet Annöherungspolikik wünsche. Entscheftenb für beide Staaten bleibe nach wie vor die Geistesverfassung, mit der bie deutsch» französischen Beziehungen gepflegt werben. Der ruhige Ion unb bie sachlichen Ausführungen in ber Strefemann Rede werben mich von den Gegnern der Locarnopolitik in Frankreich anerkannt. Gerade das macht den Organen der Rechtspresse in Fmnkreich am meisten zu schassen. Sie btlcnen, dah die Rede StresemannS bei der groben Mass« des französischen Volkes gerabe durch ihre Ruhe unb Sachlich k e 11 einen nachhaltigen Eindruck erweckt habe. Daher versucht auch der „T e rn p s" heute zu erklären. daß Strefemann nur deshalb diese Art für seinen Dortrag gewählt habe, um die Angriffe feiner Gegner in Deutschland au* ein Gebiet zu lenken, auf dem sie ihm nur schwer wider- sprechen könnten. Was ben „Temps" am meisten empört, ist, daß Strefemann erklärt, ein formelles Recht zu besitzen, die Verminderung der rhei- Nischen Besatzung zu verlangen. Das Blatt meint, bah in diesem Punkt der Gegensatz zwischen ber französischen unb deutschen Austastung in ber Aus- leg.ing des Satzes „normale Anzahl der Effektiobestänbe ber Okkupation«, truppen" zu suchen wäre indem man deutscherseits unter normaler Anzahl die Garnison» ft arte vor dem Kriege verstehe. Strefemann könne cs nicht crnsl gewesen fein, als rr die Jraqe auswarf, ob die franiösischc Regierung die Politik ber Ruhr ober bie Politik von Cocorno verfolgen wolle. Denn Poin- carö habe in Lunöoille keinen Zweiset darüber gelasten unb In Narer Form entwickelt, dah Frankreich den Wunsch habe, mit Deutschland gute Brjlebungcn in tollem gegenseitigen vertrauen und ohne Oinlergebanfcn zu pflegen. Ctrcfimann hat daran erinnert, bah baS gegenwärtige Kabinett bei her Uebemabme ber Geschäfte feierlich ben formellen Verzicht auf jeden Revanchekrieg auSaefprrchen hat. Die örtlärung 6:r;fcmann8, hast kein verant- wcr'ungSvoster Mensch in Deutschland verbrecherisch genug wäre, um daS Reich im Westen oder Oft en in einen Krieg zu treiben, ist sehr beachtenswert und bte Lunoviller Rede Pvin- rare« wäre nicht nutzlos gewesen, wenn sie kein anderes Ergebnis gehabt hätte, als Strefemann Gelegenheit zu geben, dieses Dort im Reichstag auszusprechen Damit bestätigt ber deutsche Auyemninister. dah daS Reich keinen Krieg führen will, inn zu vnluchcn. die abgetretenen Gebiete wieberzugewinnen. Allorbinas bedeutet baS noch nich: ben moralischen Verzicht daraus, bei Gelegenheit die Revision der territorialen Bestimmungen deS Frie- bcnsvcrtrageS herbeizuführcn. Aber man kann von einem deutschen Minister, bet. vor einer deutschen Versammlung spricht, nicht mehr erwarten alS er leisten kann, jedenfalls liegt hierin eine beachtenswerte Kundgebung deS Willens ber deutschen Regierung, bie Polilck ber । Entspannung unb Verständigung. wie sie in Lo- I carno eingeleitet wurde, forizmetzen. jn dieser Hinsicht bat Stvesemann entschieden über seine tnnerpoliiifchen Gegner, bie bekanntlich Locarno und Dens seindlich gegenübersteben. aber bisher noch nicht zu reagieren wagten, einen Lieg davon getragen. Die Zukunft wird lehren, ob man hierin etwas Besseres zu erwarten bat. alS bie Wendung einer geschickten parlamentarischen Taktik und ob die Handlungen der Reichsregierung ben von Llrefemann gewünschten Eindruck eincS friedlichen unb verföhnlichen Deutschicmdbestätigen werben. — Der Eindruck in London. Conbon, 23. Juni. (WTB. FunkspruchZ Der diplomatische Korrespondent deS .Daily Telegraph" fchteibl: »LtrefemannS Reichstags- rebe hal>e insbesondere in bem Teil, der in ber Art einer biraften Antwort auf Poincarvs Ansprache gehalten ist. einen sehr guten Sin» brück in London gemacht. Seine Argumente waren fast durchweg, vorn britischen Standpunkt gesehen, ebenso einwandfrei im Ton wie dem 3n» halte nach, eine seltene Kombination von Festia- keit unb von Würde mit Mah. Seine Log.k taar ebenso uncuckechürnr. Leiber können de auf bem Spiele stehenden Streitfragen nicht burch oratorif che Wettbewerbe geregelt werben: lie werden jedoch immer mchr ein Gegenstand grosser Besorgnis in Europa. — Der Berliner Korrespondent der .T ime S" meint. eS habe feilen in einer Debatte über auhenpolitifch^ Angelegenheiten ein solches Bild ber Einmütigkeit gegeben, zrmächst einer Art resignierter Vinpimmigkeil und dann allgemeiner Zustimmung, als der Auhenminister zu einer nahezu leidenschaftlichen Grwsderung auf Pvincorös Rede überging. Vas Ende ber außenpolitischen Aussprache Tcr Reichstag lehnt die kommnnisfischcn Mitztranentzvolcn ab. Berlin. 24. 3uni. Präsident Löbe er- öffnet bie Sitzung um 14 Uhr. Die Aussprache über bie auswärtige Politik wirb sortgefeyt. Ab- georbneier Graf Bcrnftvrff (Dem.) gibt feiner Genugtuung Ausdruck, bah bie gegenwärtige auswärtige Politik eine fo starke Mehrheit im Reichstag gefunden hat. Es muh erreicht werden, dah möglichst daS ganze bcutfcheVolk fich hinter diese Auhenpolitik stellt. ES ist gar- nicht möglld'. heute eine andere Politik zu machen. Die Demokraten werden nur dann Opposition machen, wenn von der Heuligen Außenpolitik abgegongen werden sollte. Für unS war die Erklärung StresemannS eine große Drruhi- fung. daß sich die Beziehungen zwischen Sng- anb unb Runlanb nicht mehr verschlechtern. Für und ist her Völkerbunh bic Grundlage der nnn-.c:’ auswärtigen Politik 73.r begrüßen auch bic hculfchen Bemühungen, ben albanifch-jugo- llawifchcn Konflikt zu lofcn unb 6a^ Eintreten für hie Befchlüfc der Weltwirtschaftskonferenz. Wir müssen noch einmal an die Weltöffentlichkeit appellieren, um die große Aufgabe der Abrüstung endlich einen Schritt weiterzu- bringe.!. Das stärlstc HmderniS ist bie vielleicht unbegrünbete Furcht vor R u H l a n b. Die Rcichöregierung sollte heshalb ber Sowjetregie- rung ben freundschaftlichen Rat geben, an ber Abrüstungskonferenz tcilzunehrnen unb auw bem Völkerbund berzutreten. Wir rnüslen in der KolonialmandatSkornrnifNon mxtatbcüen, weil wir ein Omeresfe an der Stärkung deS Völkerbünde- haben. Die- Rhein- lanbbefetzung ist nach allem, waS geschehen ist. eine äl n m ö g (i d) l c 11. Inzwischen ist em MihtrauenSantrag der Kommunisten gegen ben ReichSauhenminister Dr Snefcmann etngegan.*,cn. Abg Dr. Brebt (Wirtfch. Dgg.jt Wenn jetzt baS Zentrum in bie schärfere Trompete stößt, fo zeigt daS. bah auch das Zentrum enttäuscht ist. 3n der Tat stehen wir an einem Wendepunkt in der Auhenpoltnl. Wir haben die großen Hoffnungen nie in dem llmsange geteilt. Die Räumung deS Ruhrgebietes hai>-n wir erkauft mit den Annahme des Dawrsplanes, die der ersten Zone mit bem Loca mosert rag Wir fstvchten, dah auch bie Räumung der zweiten Zone gekauft werden soll und lehnen alle solche Verhandlungen ab. Der Berliner Vertrag ist bas ganz notwendige Korrektiv für unsere Mitwirkung im Völkerbund. Die vollständige Rheinlandräumung muh selbstverständlich als notwendige Folge der ßoearnoab- machungen gefordert werden. Der Beitritt Deutschland- zur Kolonialnxandal^kommifsivn hat für unS nur r.nen probletnatischen Werl Bi. - her ist der Völkerbund kein Staatoitbund son em höchsten- ein Bund der Reg erun ten. Wir m .' ?n versuchen, einen wirklichen Bund der Völker zu schaffen ber ben Dentfchen ihr Recht in her Welt verschafft. Adg. Graf zu Reventlow «Rat -Soz.) br- zeichnet baS ErgebmS ber Genfer Derhandlu ;en als eine vollständige Niederlage D.ul'.k andS. Die Sntenle habe ihre Politik nicht g^ndre! S-.e habe Deutschland zvxir in Losarno Phr'fe i ge.ze- l>cn, Ql»er keine Gegenlei st ungenf ür bic deutschen Opser Ein verl rouen-volie.'. gleichbcrcchiiglc- 2lrb'it. sonst hätten sic nicht bic Machtposition, über bie sie jetzt verfügen. Die Deutschnatlonalen wollen jetzt im Bunde mit den kap talistischen Döllerbund-mächt. :i den EntscheidunaSkamps gegen das Proletariat u 'ch seine russische Vormacht führen. Selbstverständlich wird Deutfchland in b.e Bundesmmolsen'chaft gegen Ruhlanb gezwungen, trotz aller Beteuerungen StresemamxS. Der jetzige Bürge .ock ist nur bie Quittung für hie burch bie coxial- bemoh-aten verpfuschte Rovember-Revoluti?,- Abg. v Graefe (Völk.) nrnnt eS bez.ich- nenb, bah bte Deutfchnationalen fich nld)t durch einen eigenen Rcbner an der Debatte beteil *,t haben. Sie fürchten wohl, sich durch eine Bil I» gung der Ltrcfcmann-Politik in W.berfpruch zu fetzen zu bem, waS He brauhen im Lande vvebigen. Dr Strefemann habe in Genf alle Trümpfe verspielt, bte er in ber Hanb hatte. Damit schlicht bie AvSfprachc Der kommunistische Antrag gegen den Eintritt Dcutfchlan 's in bie KolonialmandatSkommifsion wirb abgelehnt. Da- kommunift fche Mihtrauenst'olum wirb in einfacher Abstimmung gegen bie Stimmen her 5emonftr Nachdem die Deukschnationalen daS ihnen von dem Min.sterpräsidenten Heldt cngcbotcne Wi rt• schafts Ministerium anzunehmcn beschlossen haben dürste dieser die Ergänzung seines Kabinetts ohii' wettere Derztgerung vornehmen. DaS neue Kabinett wird sich solgendcrmatzen zusammensetzen. Ministerpräsident Heidt (Ali- foAialiftk Mimst er des Innern und stettvertreten- der Ministerpräsident Dr. Apelt (Demokrat). Volksbildungsminister Dr. Kaiser (Deutsche Volk-Partei). Finanzmimfter Weber (Wirtschaft-Partei). Wirtschaftsmimster Dr. Krug von Viddo (Deutschnattonal), 3uRi)mmt(ter Dr. von Fumetti (Aufwertun^partei). Ar- beitsrninister Elsner (Altkozialtst). Aus aller Welt. Der Pons'WinNecke.Komel. 3n der Nacht -um 27. 3uni wird der Komet Pons-Winnecke. so benannt nach seinen beiden Entdeckern. den Astronomen Pons und Winnecke. in die nächste Erdennähe kommen. Jn dieser Nacht wird der Komet nur noch sieben Millionen Kilometer von der Erde entfernt sein, so das, er nut beobachtet werden kann. Da- HimmelSgcNiin besucht alle sechs Jahre einmal di« Erde Nach den astronomischen Berechnungen wird mit dem Erscheinen des Kometen eine große Zahl von Sternschnuppen- fällen zu beobachten sein 3m übrigen erwarten die Astronomen von dem Besuch des Himmel-- kdrpeis eine reiche wissenschchniNen sind, muhten die 'Bewohner sich vor den herein- breebenben hinten In die oberen Stockwerke der Däuser flüchten. Belm Spielen den lob gefunden 3u HermSdori (Schlesien) fanden der sieben- jährige Sohn eines Arzte» unb der vierzehn- lähngc Sohn eines Arbeiters beim Spie! mit einer Wäscheleine den Tod Die Kinder 'vielten .Erhängen", stiegen aus einen Bod und legten sich den an einem Baum be- festigten Strick In einer Schlinge gemeint am um den Hals 3n diesem Augenblick kippte der Bock um und die Kinder fanden, da niemand den Vorgang bemerkte, den Tob Ein Banderolendiebstahl. Aus dem Zollamt in Wattenscheid sind in der Nacht zum Mittwoch neben 3tgarrcnbanbe- rokn für 16000 Mark 3lgarettenbanberolen ge- ftoblen worden Die Arbeit der Siebe die die Tür zum Banberolenzimmer mit einem in 3ei- tungspapler rinaehü'.lten schweren Stein durch- kt’.ugen. Ist dieselbe wie auch in zahlreichen anberen Orten Deutschlands. Sa für zeugt auch datz der Kallcnschrank von den Dieven unbehelligt geblieben IE. Um ein neues Handelsprovisorium mit Frankreich. Stillstand der Pariser Wirtschaslsvcryandlungen. Eigener Drahtbericht des Etetzener Anzeigers' Berlin. 26. Juni E» war schon seit Tag^ kein Gedermm» mehr, bah die deurch.sran'.o^'chen Linschas.-oerhanbiungen oollkonunen pm «stell- flcnb gekommen waren, nachdem da» franko- „sche Parlament die weiter« Behandlung der Zoll- Vorlage auf die Herdstiession vertagt hatte. 3t\i der Genfer Lettwirtichastskonserenz such dir BerbanMunger überhaupt niemals wieder recht in glutz gewesen. 8i» zu einem sehr erheblichen Grade har dazu zweifellos da» Erqebn-z der D e l t w i r t - !chaft»konferenz fewft mit beigetragen. da» .Zronkreich und seine Hochschutz zölln« rische n len- oenjen ocliig isolierte und der jran.pfrcben OefsenUichkeit nut aller Deutlichkeit d«e Rotw.-.idig- feit einer Aenberung ihrer handelspolitischen Einstellung vor Augen suhnr. So erfreulich da» zrund'dtzlich »ft: für die deutfch-fran)of>'chen Her- Handlungen mutzte da» nottvendigerwene zu recht erheblichen Komplikationen führen. 3n der lat Haven bann auch praktisch die Pariser ’Mpre- chunaen leit Genf nur noch der Srüfunjj der 3rage g eg ollen, ob ein neue» Provisorium zweck- matzig sei oder nicht. Die deutsche Delegation hat dabei rrireulicherweise oon vornherein keinen Zwei fei darüber gefallen, datz sie an einer neuen kurzfristigen Verlängerung nicht da» geringste Interesse habe. Um aber Deutichtand» guten Dillen ju bekunden, machte sie «inen Dorschlaa der mit gewissen Modifikationen der geltenden Abmachungen einen vorläufigen Handelsvertrag mit Geltung bis zum Adichlutz de» definitiven, mindesten» aber auf d i e Dauer eine» Jahres, jum 3iele Halle. Herr Lokanow » ki. der 'ranzösische Handel-Minister, hat leider geglaubt, diesen Vorschlag ablehnen tu müssen und seinerseits nur eine nochmalige Verlängerung des beheben Öen Provisoriums auf drei oder sechs Monate Vorschlägen können, die ober, wie gesagt, nach unseren bisherigen Erfahrungen für Deutschland nicht in Frage kommen konnte. Nachdem nun die französische '.Regierung hat mitteilen lasten, datz mit einem Inkrafttreten ihre» Zolltarif» vor dem 1. Januar l'J28 nicht zu rechnen fei. sind die weiteren Verhandlungen in Pari» |o gut wie aussichtslos geworden, und man tut gut, sich auf das Eintreten eine» oertragelofen Zustandes vom 1. Juli ab einzu richten. Frankreich wird davon sicher erheblich mehr getroffen fein als Deutschland, da eS bisher aus dem provisorischen Abkommen stets mehr Nutzen au ziehen verstanbsn hat als Deutschland. 3ns- bel onbere sein Weinerport wird den Fort- fall der Zoll Vergünstigung stark »u spüren be- kommeii. Selbstverständlich wäre abe. auch der deutschen Wirtschaft mehr gedient gewesen, wenn es gelungen wäre, endgültige Wirtschasis- abmachunaen für den ganzen Komplet der beider- fettigen Erpvriinteressen unter Dach und Aach zu bringen Wenn das unmöglich war. so ist mit dem Wiederei ntreien eines vertrag-losen Zustandes von deutscher Seite her keineswegs die Eröffnung eines Handelskrieges beabflchtigt. Wir wollen die Schuldfrage im Augenblick noch nicht erörtern, solange die Pariser Verhandlungen noch nicht endgültig beendet sind. Soviel darf aber schon seht gesagt werden, datz di« deutsche Delegation bis an die Grenze des Traabaren in ihrem Entgegenkommen gegangen ist und dah Deutschland infolgedessen gar keine Veranlassung hat. einer Erörterung der vchuldsrage aus dem Wege zu gehen. Ucbrifl.-ni ift ein Vertrags loser Zustand zwilchen De-.'chland und Arankrrich ja nichts ablolul und grunützlich Neues. W^br.nd der Geltungs- dauer der rinf«i:igen Meistbegünstigungs- klaufel des Derfaitter Dittats bestand ia eben- fall» ein vertrag-loker Zustand, da sich für uns damals der Ablchluh von Verträgen von feldst verbot. Unb auch letzt hat da- am 30. 3uni ab- _ ick ende Proviforium hdchstens 20 bis 2 Prvzenr der bei beriet li gen OtportiiUerrfiro eriatzt während für die übrigen 80 Pro-, bereits ein vev :ragslo'er Zustand besteht. Di« Ergebnislokigkett der Pariser Verhandlungen braucht allo keineswegs alarmierenb auf die üeffctUli&kU tn be.den Ländern zu wirken. Ls ist denn auch offenbar einstweilen, auf deutscher Seite jedenfalls, nicht beabsichtigt, da- inteniartonale Stahlkartell. das ja ausdrücklich nur unter der Voraussetzung geschloßen war. dah es gelingen würde, die W.rt'ch.^. -bez.ebungen -wischen Deutschland und Frankreich endgültig zu regeln, zu kündigen. Auch hierin darf man m Paris getrost ein erhebliches Entgegenkommen des Netches sehen, da Deutschland innerhalb der Nohstahlgemein- schaft bisher stets der tablcnbe Teil gewesen ist. Sollte allerdings Frankreich der von Deutschland gewünschten Verlängerung der beiden Saarabkommen vom August und No» vomber v. 3- nicht zustimmen dann ergibt sich wohl auch für die Neichsregierung die ernste firagc. ob sie nicht von ihrem Stünbigung*- recht h.nsichtlich de- Sta-Uartell- Gebrauch machen soll. Angesichts der ohnehin nicht sehr er- freulichen po.it.schen Veziehung n zwi'chen Pari- und (Berlin hat es kicher keinen Zweck. Del ins 3euer zu giefjen, indem man das Eintreten des völlig vertraglofcn Zustandes zum Anlah von Äamtfmahnaomen auf wirtschaftlichem Gebiet nimmt. Klugerweise wird man auch zunächst ab- warten müssen, ob die sranzökische Negierung und ihre Kammer den Zolltarckentwurs fo umgestalten. datz et eine geeignete Derhandluna»- grunölage für spätere Vefprechungen abgeben kann. Da Deutschland für den Herbst d. 3s. eine Senkung feines Zollniveaus angekündigt hat, erscheint unS für den SaU einer Wiederaufnahme der deutsch-französischen Vespre- chungen eine ParaNelaktivn in Frankreich selbstverständlich Sollte man aber in Paris diesen Gesichtspunkten, die der Notwendigkeit einer Annäherung der Völker aus wirtschast- lichem Gebiete Rechnung tragen, fein Verständnis entgegenbringen, dann allerdings halten wir es im 3nterefle unserer Wirtschaft für notwendig, datz die Ncich-regierung aus der franzökischen Intransigenz die erforderlichen Äonfeguen- 8 en zieht. Ein Pariser Dementi. Pari», 24. Juni. (DB.) Da» französische Handelsministerium läht durch die Havaragentur erklären, datz die heute vormittag oon einigen Blättern verbreitete Nachricht, die deutsch-sranzösischen Handelsoeriragsoerhandlungen feien abgebrochen, nicht den Tatsachen entspreche. Im Handels- Ministerium feien heute vormittag die Verhandlungen in der gewohnten Welse fortgesetzt worden. Daraus ergibt sich, dotz die leit einigen Tagen geführten Verhandlungen über die Der- (ängerung des Handelsprovisorium», da» am 30. Juni abläuft, fortgesührt werden. Einzelheiten über die Verhandlungen sind nicht bekannt- gegeben worden. Die Mittel für die Beamtenbefolöungsreform. Trübe Aussichten. Eigener Drahtbericht de» ..Diehener Anzeigers". Berlin, 25. 3uni. Der Neichsfinanz- mlnifter hat irn Ausschutz gesprochen: was er mitzuteilen hatte, war für die Voarnten. alleS andere. denn tröstlich. Wie ein roter Faden zog sich durch seine AuSsührungen die Soroc um txe <3 r • schlichung neuer SinnahrnequeNen zur Ausbringung der für die Zulagen erforderlichen Summen. Die Länder haben nichts, auch das Neich hat kein Geld, die VesoldungSresorm >ott aber durchgeführl werden und dazu noch einiges midcre. was ebenfalls nicht billig ist. Trübe sind die Aussichten für di« Beamten. Denn wer kann mit Sicherheit Voraussagen, dah am 1. Oktober auch tatsächlich die entsprechenden Geldmittel vorhanden sein werden. Sollen mm neue Steuern geschaffen, alte erhöht oder erhebliche Einsparungen gemacht werden? Soll etwa ein Weg beschritten werden, der un- durch stärkere Anspannung unserer Steuerkraft allgemeinen Lohn- und Gehaltsbewegungen oder gar einer neuen Teuerung-quelle entgegenführt? Wir können es nicht lagen. 3etzt wird der Reichsfinanz- Minister Dr Köyler zeigen müssen, ob er den Beamten das geben kann, toorauf sie einen berechtigten Anspruch haben, ohne Er'-chetnungen auszu- lösen, die vir alle beklagen wurden. Aber eins wolle» wir nicht überleben. Unter normalen Verhältnissen würde es wesentlich leichter sein eine Besoldung-reform durchzuführen, wie fi< der Staat schon in fernem eigenen Interesse anstreben mutz. Doch heute gehen Hunderte von Millionen - bald werden es jährlich zweieinhalb Milliarden Gvldinark fein — an den Repara t ions- agenlen. 3ft es da verwunderlich, wenn die Kassen des Reiches und der Länder leer sind und Neu ausgaben oder Mehrbelastimgen den Finonz- minifter vor unlösbare Probleme ftetlen? 3m hau§haltungsau§schuh. Berlin. 24 Juni. Jn der heutigen Sitzung be* Hau »Hal t >»u »s chusse» be» Keichstoge» berichtete 'Keichssinanzminister Dr. Köhler über tue Besprechung, bie er mit den Lanbesfinanz- m i n I ft e r n in der (trage der Besoibungserhöhung der Beamten gehabt bat Al» Ergebe»» dieser Be sprechung konnte er folgende einmütige Entjchlie- fyung der ptnanjmmifter der Länder Mitteilen 1. Vie Vinan,Minister brr Länder erkennen bk Notwendigkeit der Erhöhung der Be- amtenbe)oge an und halten e» für onadwcis- bar. sich in der ttu,sckrutzia«iunq und im Zeitpunkt im wesentlichen dem Vorgehen de» Reiche» aniuschiietzen. 2. Vie Jinanjmlniner der Länder halten in Uebettinfhmmung mit bem Reidi- tinon immillrr eine Erhöhung der Beamtenbeiüge vor dem 1. Oftober ftMn0oJ nicht für tragbar. 3. Selbst wenn die Erhöhung der Bturntenbejüge erst vom 1. Oktober ab erfolgt, sehen sich die Länder autzer stände, die für die Erhöhung erforderlichen Mittel au» den ihnen jur Verfügung stehenden Einnahmen )u decken Sie erheben daher die Forderung, datz da» Kelch den Ländern neue Einnahmen jur Deckung der Besoldungserhöhung jur Verfügung stellt. Der Finanzminister wiederholt unter Bezugnahme auf diese Stellungnahme der Länder seine Vlahnuna an den Au-schutz, von jeder Abschlagszahlung vor dem ). Oktober Abstand zu nehmen. Die Wirkung dieser Vorauszahlung könne nur die fein, dah die Beamten bei der Gesamtregelung weniger bekommen, denn da- Reich veriuge nur über die Mittel, die die vor- aesehenen Erhöhungen ab 1. Oktober ermöglichen. 3n der Konferenz wurde auherordentlich nachdrücklich darauf hingewiesen. dah gar feine Aussicht bestehe, irgendwie diese neuen Ausgaben In dem Etat unterzubringen, sonst wären die Länder genötigt, eine Dcfizttwirrichast zu betreiben. 34) kann als Re.chsfinaiiznrnister elitären, datz gar feine Rede davon lein kann, datz ich aus der Grundlage von 1921 den Ländern irgendwelche wettere über die Gesetzgebung hinausgehende Ueberweisun- g e n zur Beringung stellen könnte. 3ch Hobe von einer Erhöbung gesprochen, die im Durchschnitt etwas mehr als 10 Prozent beträgt. Diele würde unter Hinzurechnung der Kncgsdrichädtg- ten für den eigentl.chen Reichsetat ohne Post und Eisenbahn eine Ausanbe von ungefähr 250 Millionen Mark tm 3ayre oeruriaien. W e man Adfchlagszahlu gen vom 1. Oktober an auf der Grundlage des Entwurfes der Regierung regelt. ist eine Angelegenheit, über btt man reden kann. Bayrilcher Gesandter Dr o. P reger legt bann Öen Standpunkt Bayerns v«r. eine Möglichkeit schon da- De^zit für 1-26 (60 Mil- (tonen> zu decken, sei in Bayern bisher nicht vorhanden. Für 192* feien die finanziellen Verhältnisse noch fchwieriaer Die bayrilche Regierung hofft, datz es nicht das letzte Wort des Reichsftnanzininisters fein werbe, dah Bayern keine Aufheiterung der Gehälter vornehme oder am Schluh in eine ungesunde Driizi Nrn Nichol I bindngeratc Ein Vertreter der Preuhifchen Finanz- Verwaltung erklärt, für 1983 werbe mit einem .Fehlbetrag gerechnet Es ist nicht adzu- ifben. wie es für 1929 ist Der Vertreter von Sachsen führt aus ®ad>rcn ist nicht imstande, aus eigener Kraft die Mittel eine brionderr Vrivl- ^ungsaufbeffenmg aufzubringen. Das Arich muh daher Hellen 3nzwllchen ist folgender Antrag der Regierungsparteien eingegangen: Die Regtmmg rrlrb ermächtigt den Beamte! tunlidrl bald, is-teilens aber am 1. Oktober und 1. Jloocmber Üdschlagszahiungev aus die Gestalt»- ertz-'houg zu ymdhrro. fall» die gesetzliche Ärge- lonq der neuen Besoldunzsordnunz bi» da hi» nicht erledigt sein sollte. Der ba di'che ^inanymnifter Dr^ Lchmidt richret an das Ae.ch die B.kt«. die Kosten für die Mchrhel-stung zu erstatten oder nur Auf- dellerunaen in tvtu Matze vortzunehme». dah Vade« die Kosten tr- jen könne. Der Verirrter Oldenburgs fchtieh fich Bayern an und bittet, be. den Ländern urch Umfrage festzustellen, wie bie Länder die Kosten decken wollen. Die Vertreter Bremens und H a m • bürg« fchli.tzen sich im aCgcmc.nrn Preuhen und Bayern an. Dr. Münze! erklärt für Thüringen. Thüringen habe noch n-cht einmal für 1927 feinen Etat erledigt, cs mülle mu einem groben Defizit abfchkiehen. Thüringen habe bereits den Reichsfparkommiffar um Durchprüfung der Staatsverwaltung gebeten. 1 Zuruf Hoffentlich folgen andere Länder d.riem Beispiel.) 3n der Aus'prache führt Adg HertztSc»z ) aus. die finanzielle Notlage des Rerches sei anHuerkennen. aber sie sei durch btt Zinanz- pollttk Zugunsten der Besitzenden ver'chulbet worden. Die Beamten dürfe man nicht dafür bützen taffen. Ganz unannehmbar fei der von den Regierungsparteien gestellte Ermächttaungsan- trag Wenn der Reichstag zum 1. Oh ober nicht auZwecke der lufflärung der ge1 amten Be- aintenfchaft und der Oefsentlichkeit bilden Dte Ent'chUestuna endet m.t einem Hinweis auf c«n Ernst der Lage und die drohenden staatspolitischen folgen angeichts der riefen Berfchul- düng der Beamtenschaft Gehaltserhöhung für die badischen Beamten Karlsruhe. 24 3unt WB.» Dem ba- bischen Landtag hat die Regieruitz; einen Ge- f ebtnttpur« über die Regelung der Beovtten- bejüge noraelegt Danach foHen die ptanmätztgen babikbm Beamten der Besoldungsgruppen I bis VI vom 1 Oft ober 1927 an zu ihren derzeitigen Bezügen einen Zuschlag in Höhe von 10 P r ozen t des Grundgehaltes erhalten Dir Bezüge bet Ruhestands beamten und der Hinterbliebenen Meter Gruppen werden .benfalls entfprechrtid erhöht Auch follen jene pianmitzigen Bra.ntei' Me nach der heutigen Befoldungs?rdnung ein geringeres Einkommen haben als sie es nach dem früheren badischen Grhaltskaris hatten, eine Ausgleichszulage ab I April 1987 erhalten Das Gri«y t| als llebergangsgeietz gedacht der Aufwand für die Rcuregeiung wird auf 1 1SOOCO 'Hart berechnet rLeikervoravsssgc. Vorerst noch unbeständig, wechteind wellig unb strichwefe Schauerregen, dann aufQarrnb und durchweg trodet Witterungsauss:chle» für H on • tag Zeitwe.se wollig mit Aufheiterung, langsame Erwärmung und meist trocken. ou* hi bem Sc'.tbttixrb *inb abend -m ktzewerdetz'u» Hauptversammlung. (Stehe bern. bte Rote zur Li^lingsblume des unter 15 bi» 20. ÄarloKdn 7 bi» 8 Kirschen 50 b;J 60 Ciacbrlbffrm 25 bli 30. Erdbeeren 6) bl| 90. junge Jahnen J30 bi» 120 Suppenbühner 100 bi» 120 PI. du» Pfund Säle 10 Stüd 60 bis 1*0; Sier 12 b;i 13. Blumenkohl 60 bis 120, Oalat 5 bis 10. Salzgurken « bü 60. Ob«. Kohlrabi 15 bis 25. Lauch 5 bis 10. Rettich 10 bis 15 P« bat öttitf; Radieschen 10 bis 15 P' das Bunt. Schule und Berufsberatung. in einen Beruf eintreten. 8. Wird ein Lehrer um Vermittlung einen Stelle gebeten, dann kann er wohl feinen Rat erteilen, foll aber glttch^,'itig an die zuständig« Berufsber^tungsstelle verweisen und dreier vom Geschehenen Mitteilung machen. 9. Der amtliche Verkehr zwischen den Schulen , - und den Darufsämtern geht über die zustandrgen *5n>iefti«wn zur jßenn M 2U>'< blüht, steht der Sommer aus der Höhe, scheint die Sonne br.fc die Rächte - — nrt—k , J“----- 'K***ten Direktionen und Schulämter. Iahresfest des Goethe-Bundes in Giehen. vieh-Mattt. am Mittwoch vchwttne- und Schl achtviebmarkt •• Woblfahrtsbriefmarken Di« Frankaturgülngkeit der für bte Dodisahrtshilfe von Nm Postämtern und beim StON >chen Dohl- fahrrsamt vcrausga'ten W ohl s ahrtsbvitt m a r kn enNt am 3 0. Juni Der noch Marken Ne-*r Das Iahressest des Doethe-DundeS lettete gestern abend ein Vortrag Professor Viktors .Goethe in Italien" ein Die Rede des fein- sinnigen ®e lehrten. den geiDomwm zu haben die Ludoviciana sich beglückuni nschcrn darf, bedeutete meisterliche Abwägung eine» leben Dor- ie» noch Sinn und Ziel, klarste Beleuchtung der künstlerischen Intuition und Aktivität Goethes in Italien. Der Dichter kommt in das Land, wo die Zitronen blühen, begierig, alles in sich auhn- nehmen. wa» ihn in traumhaft schönen Wanbelbil- dem der Landschaft, in geteig-rter Vunt^t ses Leben« unter den ewigen Trümmern der Antike umdrängt. Das Deien der Delt stellt sich ihm in neuer Formung bar. Die Berührung mit dem Land seiner Sehnsucht vermag die Totalität seiner geistigen Wahrnehmung.. ferner schöpferischen Straf: der Pfaueninsel bei Pots.>a,n wird die Ros« mit grohcr Sorgfalt gepflegt, bie Rosenau btt Äc- burg. da» Rosarium auf Monrepos in Genen- httm. der Rofengarten btt Worms, die Rosen- tnfol bei Kreuznach sind seltene, wunderbare öebentoürbiqfc'ten. aber auch die grohen Gar- lenanUgen für Rvfenkultur. wie in -'lieber- Dalluf. Trier und Luremburg. sowie ,d . Uhr. Dalddühnc. Daldfeft. - Reit- und Zahrklud Sicfien: 2 /, Uhr aus der Hardt Rett-. Spring- und Fahrwettdewerb. — Gemälde-Ausstellung von Hans Kraub-München. 11—1 Uhr. Botanifche-S Institut iBrandplah). — Lichtsptel- iheoter w.e Samstag. - Dolkskonzert. Dom Konzertoerem wird unS gcschrieben: Mehrere CI*1 fragen über bie Art bet verschiedenen Plätze für d.e Ausführung von Beethovens Reun ter v y m- phonie in der Voltshalle am Montag abend veranlagen un« zu folgender TH:Heilung: Sie numerierten Sitzplätze xu 3 Mark be- fiabtn f.ch sümtl.ch auf dem Ballon und find brr< 's au?.'ertaub Die r-Markplätze unten im cai. :ragcn «war le.ne Summern. doch werden ic.nFeJ 3nter- eise finden dürften. Gm zablrv.cher V.-such bitte« Kvnzcv.es wird wohl mit Sicherheit zu erwarten fein. — Gewerbeverein. Racksten Mittwoch •• Dann wird die Gisenbahnbrücke an der Reustadt um geb aut? Bekanntlich bat bie Siad.verordneten-Derfammlung fchvn vor längerer Zeit einen Zuschust von 40 WO Mark »u einem Baupläne der Reitbahn bewilligt, der den Umbau der öifcnba>nbrüde an der Reustadt voriieht Bei dieser Umgestaltung ter Brücke sollen die beben starken Stttnpsttlrr entfernt und dadurch die lichte Delle der Strahenburchsührung erheblich vergröbert werden. während die Bahn tn Dahrung ihrer Interessen eine Verstärkung der Brück' vornehmen will. Dah d.e S'adtverordne'.en. Versammlung sich zu einem solchen Zulcha Hopser bereitgcfunden bat. Iteal darin begrunbet. bah die muäjtiacn BrücLnp «iler ansttiDts des fünfen Verkehr« an dieser Stelle zu einem immer grtberen Verkehrs bi ndernis geworden sind. Wan sagt nicht zu viel, lucnn man behaupltt. bah der Verkehr durch bitten Gngpast zeinix-tte geradezu lebensgesül:rü.ch ist. Trotzdem die Dring- lichkett diele» Umbaue« unw'eiOcutlg zutage liegt und alle beteiligten Stellen davon Kenntnis haben, hört man sttt jenem, schon vor einigen Monaten gefallen Be'chluh der Stabt- verordneten-Versaini-' ur.g nicht« über den Zeitpunkt der Inangriif.iahmc des Umbaue-. 'S» dürfte sich empfehlen, das, die Bahnverwaltung in bitter AngelLa-m^.'tt nun baldmöglichst vom Projektieren zur Tat schrtttttl • Sine öffentliche Stadtvervrd- netcn»6i0ung findet am kommenden Dien«- tag im Stabihaus Bergstrahe, Stadtverordneten- SiNungSfaal. statt. Die Sitzung, die in der Saupt- | fache der Beratung und Verabschiedung des । liäbtlfAen Haushaltsvoranschlag- 1927/28 gcwid- nict sein wird, beginnt nachmittag- um 4 Uhr. Schülerbogen einzutragen 4. Den Schülcrn der letzten Älolfe. bi« zu Beginn bc« Winterhalbjahre« noch keinen Beruf gewählt haben, ist unter Hinweis auf die Bedeutung einer geordn :-n Bcrufsau-dildung dringend nahezulcgen. sich für die Ausbildung in einem bestimmten Beruf zu entschttdcm 5. Die Lehrer und Lehrerinnen der obersten Klaffen der Volksschulen übergeben den Schülern und Schülerinnen die vom Beruf samt unter Mitwirkung d'r Schulen aufgefteilten Frayttarten, um ihnen und ihren Eltern die zweckmähtge Entscheidung bei der Berufswahl zu erleichtern. D.e Schulen sorgen für genaue Bearbeitung der Karten und lenden sie an das B-rufsanrt zurück. 6. An Orten, an denen Arbeitsämter be- stehen, sind die Schüler und Schülerinnen auf diese hinzuwcisen, damit fie im gegebenen Salle eine Wei ter gehende Auskunft einholen kbnnm. 7. An den höheren Schulen ist der D'.rektov oder ein geeigneter Lehrer mit der Wahrnehmung aller der Berufsberatung dienenden Aufgaben im Benehmen mit dem Klassenlehrer zu betrauen. Sragclarten sind nur solchen Schülern zu übermitteln. die au« der höheren Schule vorbeitig st«n« r V< rkeb tigen Anzeigentttt----- nur Am.- cur: dotographen zu.iela'setr Sür das beste Bilder., lateria: hat der Vercin tt« nnd warm und am Abend sucht man tm irc Kühlung und Labung Der Rv'e. der Lieblinas- blumt aller gebildeten Boller der De.t. dittcr herrlichen, lieblich duftenden Z.rrdr un «r«r Gär- ;rn ^at der Mensch sttt den ältesten Zetten feine ganze Liek« und Sorgfalt zugewandt Das htth« Pettien heute noch ttn TluÄtn- lant>. wo alle Dänen und Hö^e mit Rosen über, füllt," alle Säte mit Rosentöpsen btttttt find, febeü Bad mit Rosen bestreut und alle« mit Rofendull umweht ist. gilt als die Heimat der Rote, die .->vn da aus nach Babplon verpflanzt wurde and u den ersten Blumenschätzen der berühmten 'rrragenbe*. So ist die Rose sttt den ältesten Zeiten bis auf den heutigen Tag fast bei allen Völkern und in allen Himmelsstrichen geliebt und gepflegt IDcnn auch im letzten Jahrzehnt, der schweren Kriegs- und RachkriegsMt. alles Eartenland für Eernüse- und Obstbau zur Verwendung kam. trenn selbst in den Vorgärten der Stadt Salat und Demute gezogen wurde, so hat doch 'n Rote überall ihren Platz behauptet, denn der Rien'ch wird neben dem Rot wend'gen und Aüy- '.ichen doch immer auch dem Schönen und An- >-.tehmen sttne Aufmerksamkttt tmb Pslege zu- tttl werden lassen. ®r. Mivijcnc t^ü(hcnu:(ivttprciic. Es kosteten auf dem heutigen Dachemnartt: Butter 150 bis 170. Maite SO bis 35. Wirsing 20 bis 30. gelbe Rüben 15 bi« 20. rote Rüben 10. Spinat 20 bi« 25. Römischkohl 15 bis 20. Bohner. 40 bi« 60. Spargel 70 bis 110. Srdsen 35 dl« 40. Mschgemüse 15. Tomaten 80 bi» 100. Zirbeln 15 bi« 20. Meerrettich 40 bis 60. Rhabarber - Die Sachwertbe^ügc im Kreise Sichen 3m Smverständnis mit dem Cber- verstcherungsamt ist mit Wirkung vom 4. 3 u 11 ab der Wcrt der Sachbezüge auf Drund der Rttchsoerlicherungsordnung und de« Angestell- tenvcrfickxrungSgesctzes für die ßanbgcmetnbeix bc« Kreise« wte folgt festgesetzt worden 1. Tages- kost mit Wohnung. Brand und Licht für mann- liebe und weibliche Personen 1,40 Rm. 2. Jahres- kost mit Wohnung Brand und Licht 450 Rm. Born c-ttamtwen der Sachbezüge entfallen: auf volle Derpslcaung 90 Prozent, auf Wohnung. Brand und Ächt 10 Prozent. Dom Gefamtwert der Verpflegung entfallen auf das erste Frühstück 10 Prozent, zweite Frühstück 10 Prozent. Mittagessen 40 Prozent. Vesperbrot 10 Prozent. Abendbrot 30 Prozent. Der Wert anderer Sachbezüge wird von Fall zu Fall festgesetzt. Ab- r^ei-tungcn von obigen Festsetzungen tn besonderen Fällen bleiben Vorbehalten •• D i e Lieferung von elektrischem Strom i m Ueberlanbjebiet link» der Lahn wird am morgigen Sonniagnadjnuttag infolge Vornahme von Bauarbeiten auf einige stunden unterbrochen werden. Man beachte die heutige Bekanntmachung des Elektrizitätswerks. •• Di e nächsten Diehmärktc in Sieben finden am Dienstag und Mittwoch kommender Woche statt. Am Dienstag ist Rind- An-, abl bedeutender Selbpretfe ausge'etzt. ferner sind für die weniger glücklichen 6 mknber noch nne Reche Trvfll rei'e vorgtt .ben Die Bilder trUl der Vcrein sür Zwecke der siebener Verkehrs- Werbung verwenden Die genauen Br^ingungeW des Detrbewerb« können von Interessenten in dem Bureau de« Verkehr-Vereins (Terbau» am Seitersweg > tn Omvfang aernrnmen werden. Ma» brachte dtc heutige Anzttge •• Der Ougenbtag unserer cdjulen wurde gestern Im ganzen ftefiev.ljnbf begangen Die K«ebener Sdtuten und edenio d:e E(buten be? Vanb» trete? machten unter Führung ihrer Lehrer Au», «lüge in die nähere und weitere llmgeduna In man- chen Lnen «anben unter Beteiliguna der Eltern und bei Mitwirkung der (BenwinVn Iugend'este statt. • 50 i ä b r t g < Di en st subilä um. Margen begeht der Lackftedemeister Ludwig Daupert au« Diefeck b i der Lack'abrik Dite hem Zurbuch S. m.d.H. 'ein 50.2bttges Ar- bekiiubl’äum ckr trat am 2 J. 3uni 1877 i > blt Tienste der Firma ein als Rawfolger setnes Vater« der bere.ts le : der Stundung im Jabr« ’.84i) Lei Der Luck abil! Zurbuch tätig war "2*ul Rnlast dc' Jubiläum« sand heute in den ®e- schä tsrc.unten der Firma eint Zeter statt, in deren Verlaus dec Jubilar von der Seschästs» teitung und seinen Mitarbeitern unter Heber* reichuns, vd.i D.schenken geehrt wurde Rüster einem Slückwur.schfchreiden de» Reichsprüsiderte ten ui.d einer Gbrenurlunbe de» Verband.s Deut* scher Lacksabttkanleii erhielt der Jubilar aus der Hand Dc« Rcgierungsrats Wolf im Auftrage des Kretsamte« eine Rnerk.nnu g«udintbe de» hessischen Minister« tür Arbeit und Wirtschaft. •• -21 licef rauenucrcin vom Roten Kreuz Anmeldunge > für das Kinderseft das am 10. Juli in der VvÜshai: Itaitfaiben wird, werden nur noch bis zum nächst"» Vlontag an* genommei. Dte trjeraren.---- Volke« unb fanb die treueste Pflege Auch m Ungarn unb Holland steht bie Role in hoher Achtung^ Don Holland au« "Bnirbe eine der beliebtesten Varietäten, bie Moosrose, nach 3nglant>. Deutschland und Frankreich «bracht. In Frankreich, wo viele Rvsenarten axlb wachsen. unter denen besonder» txe sranzö'ische Rose (Rota gallica) hervorzuheben ist. ba von ihr rinc Menge der herrlichsten Abarten stammen, war bie Role von jeher eine Lteblingsblume be« Volle«, unb bte sranzösischen Rofen.züchter Haven unsere Därten mit bewunbernswerten Raritäten ber mehrmals blühenden Hybryben unb Movs- rofen bereichert In Onplanb. dem Lande der Prachtgürten unb der hübschen, heimlichen Hausgärtchen. ist b-.e Zahl der Rosen lieb hader, bie zum Teil ausgedehnte Sammlungen besitzen. Härten Babylon« zählte Auch m ber »ibei werden bic Rosen des teeren erwähnt ebenso in ber Iliabe und ?dvffee Don ber Dichterm Sapphv (WO v. Ehr i. «lche bie Rote so häufig «pr.tten und vertzerr- -cht unb a[» Dleichnis stchoner Mädchm gebraucht Hal. ist ber Ra« .Königin ber Blumen :uf unsere Zeit vererbt Bet dem Fest- unb Blumenschmuck L.benben Volke der Griechen finden wir bte Roten überall verbreitet unb le Leben und Sitten so ver- llochten. dast bei feiner FestilchLttt. btt keinem Opfer unb bet fernen religiösen Gebräuchen bie Rote fehlen durfte Sie war der Aphrodite als Sinnbild der Jugend geweiht: fie war auch bie Blume de« Dionysos, ebenso ba« Sinnbild der Liebe unb bH Tode« auch ttn Zttchen der Ber- schwiegenhttt. Als Symbol der verichwiegenhttt biente Die Rose ber schonen, auch im nördlichen Snropa verbreiteten Sitte, btt gttellschafUichen unb anderen Bttfammlungen eine uxik Rose an bte De* zu hängen zum 3d- .g guter V.'der aus Gies e» und der ^ühcien Umgebuivg schrttbl der Oie- rs verein in ur’errn txu* autzeroebentlich grob . _ . In unserem Vaterland« erfreut sich die Rose von jeher einer besonderen Liebe. Kultur und Pflege. Treu gebeat und gepflegt wird der Rosenftock dttm Haus, im Park beim Palast, vor bem Fenster be« Haufe« im Dorf unb im Salon bet Villa in ber Stabt Auch an gröberen Anlagen, bie der Rosenkultur gewidmet sind, fehlt es bei uns nicht Die Sammlung tn Kassel stand früher in hohem An'ehen. im Rosarium au» ber Pfaueninsel bei Potsdam wird bie Rose mit nrnfu-r Sorafalt arpfleat. bie Rosenau btt Ko- m der Arznei verwandt. Als nach dem Verfall be« römischen Rttchcs bie V)«lt in einen Zu stand bet ‘Barbarei Der* anf wurden auch Gartenbau und Blumenzucht --rnachlässigt. aber doch blieb bte Rose, durch Vre Zarbmrpracht unb Ihren Duft auch dem rohen Menschen imponierend, tn den Gärten eimtsch. Karl der Grotze. der rifrtge Fdrderer be« Gartenbaues und ber Landwirtschaft in 5»euttchland. wandte auch der Ros» sttne Auf- nerflümtett zu und beftimmte. datz sie In seinen Härten gepflanzt werden mutzte Btt den Ara- Garten- und Blumenfreunde Das httsifche Landesamt für dos Bildung-- wtten (al nachstehende Richtlinien für die M 11» Wirkung der Schulen bet der Berufsberatung und Lehrstellenvermitt» l ung tm Vrllsstaat He »en hcrausge den 1. Bei dem immer schwierig :r wer denk en Sffistenzkampf ist es eine wichngc Aufgabe der Schule geworden. Schüler und Eltern au' bie B,deutuna ber Berufswahl dinzuwttlen md btt — Akademischer Turn- unb Spielplatz Btt bem ^niverfitütsiest am 1 IuU finden in btefem Jahre zu n ersten Male nachmittags von 1 4 bis r5 Uhr auf dem akade- mischen Turnplan Dvriüdrungen b-*r Stubcnten- schast statt bie ein*n Teil des osfittttien Programme« bilden Darin ist ttne Anerkennung der Leibes-Ueoungen der Skudenten'chcrfl gegeben ä« fei aus bie Anzttge htngewtefen Bedeutung der Berufswahl tz'n.uwetfen der Berufsberatung felbst mitzuwirken 2 Zu diesem Zweck soll im Rchnrn bei Unterrichts unb möglichen >ttfe auch bei Elternabend« eine UebeNicht über dir Lage der ver- Siebenen Berufe fekbst und ihre t^tl4>ahli/| bis 5*/i Uhr Dcek-end: von 8 bis 10*, Uhr Alloiria. Montag. 27.. v^n 8 bi« 10 Uhr Die Kassette Dienstag. 28 . von 8 bi« 103 , Uhr: Kolonne Hund. Mittwoch. 29.. von 8 bis 10'. Uhr: Der v*efanbte Sr. Majestät. Donnerstag. 30 . von 8 b. 10'. Uhr Der Ge- sandte Sr. Majestät. Steil , g. 1. Juli, von 8 bis 10»,; Uhr Kolonne Hund Samstaa. 2., von 8 bi» IO«. Uhr Der ©efmbte Sr. Majestät. Sonn- tag, 3.. von 8 bi« 10 Uhr Der Widerspenstigen Zähmung Montag. 4. von 8 bis 10*4 Uhr Dec Gesandte Sr. Majestät. Berliner Börse. Effkklen'Arühverkehr. Berlin 25. Juni. iD. 2.2. Funkspruch). 3um Wochen!chluh ist das Geschäft des heurigen Vormtti^gsvcrkehr« ruhig die Tendenz aber wttter freundlich. Man hat den Gindruck, als wenn fich bie Kundschaft wieder zu interessieren anfängt. Die Kurse der gestrigen Abendbsrse sind zumindest gut behauptet Am Devisenmarkt nennt man Pari« mit 124.02, Mailand 82.40 bi« 82.50. Madrid 28.65 biS 28 70. Das englische Pfund stellt sich gegen Kabel auf 4.6565. Unser lieber, guter Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter TheodorVogt Gießen (Marktplatz 17), den 23. Juni 1927. Beileidsbesuche dankend verbeten. WMD HerrTheodorVogt Sein Andenken bleibt uns für immer. Die Beerdigung findet Montag, den 27. Juni, nachmittags 3 Uhr, statt. 7.0)10 Gießen, (Hammstraße 12), den 24. Juni 1927. 00210 [Wohnungstausch Danksagung. Herrn Philipp Wolf II Treis a.d.Lda., den 24. Juni 1927. O47S: 2 Wl!k Mlllkl j Mietgesuche | in n Onufe au ocrrn. 1 ■ (Stellenangebote v'^immcr- Bataziiw I • :1725 0. b. Wie>i.9l it a (tfratid Neuheiten- llkte i Güt TanGaie. ‘.FolLMeitc l'DGluck»- brteie mit 100 Geschenken. wie Wecker uiro.. 10 x. 24 Seifen 80 •*. 50 Gleckieiien -X 1.2*1 Liliennntch- ietie mit .50"»-Auf- druck Ptz -*,2tk fltiv derieile TU- x !,»>, Gliegensanaer. auv »teilbar, iw Liück x*2,to u .«:i.40Nach nähme P. Helhcr, Brsslss Os. 481. , ..,A ^eereS Zimmer für 15 Mk. monatlich au mieten pef. Zu erir in derBeschöstSstelle d. (üteb. Anz 04728 Jüngerer Arbeiter wird gesucht 04750 Marktvlat» 81. Die Beerdigung findet Montag, den 27. Juni, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhöfe statt In der 1. Etage, auch iür ikbcpaar geeig^ da m. Kochgelegeng- für los. a. verm. Müblitrane 33. mit 2 anschl. 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'hiß, freund!, möbl. ist heute nach längerem Leiden für immer von uns geschieden. In tiefer Trauer: sagen wir allen Beteiligten auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Frau Christine Wolf geb. Becker. Stellengesuche] Neuenweg Lina Stiimiöl geh. Winter im 48. Lebensjahre. den Beerdigung findet am Montag, dem 27. Juni. Die nachmittag} 2* , I hr, auf dem Neuen Friedhof itatt. Danksagung. (ließen, den 25 Juni 1927. Verkäufe Annerod. 25. Juni 1927. 0A751 Hauvtftrafte 92. Zonrl., MM billig ab. '«22V ! erungen. bei voll in *ni1 । ,m 6en an* MlIW Kuficher zeiger« 0476H Cbrrfövteret und | Vandwirtsch k 1 Aalt u. Anstreicher 04744 gesucht. LüchiigeS 'Jlötinniüi^fii Tüchtige», nicht au Leibftündiger i unge» , , , , Bäcker Mädchen ^ ^ in fl Hau» gef ’.Herorrb- nut Zeugni»- abschriften erbittet für sofort gesucht für tagsüber in kl <4734 amilie L Personen» onnien. Zu ertragen in der ;amili O*eld)Ali»ueüe de» aefuchi 14727 itillbrimitr. 41 iL <* ffrtebr. 3eu |r.. L'larburger Ltr. unoerbeir.. absolut Menntntiifn d. fand- Wirtschaft eventuell Vanbiu - iLleve. für Ofciucht für bald cm tüchtig, jüng. Gießen. 24. Juni 1927. Bad LalAbauicn iCberbeüenl. » Heute mittag um 1 Uhr entschlief plötzlich. n folge einer schweren Operation, nn ^re li< bc Toch‘ r und Schwester qu» der Kolonialwaren- unb Delu ka:esien-Branche. ferner ein Keilender auSd. Kolonialw - Branche, d. tu der Neileta'.igkett er- ladren ist undiLr- folge nachw. kann. Nur durchaus tüch- ilge, brunche kund Herren woll schr. Angeb. unt.5746D a. d. (stfe.An^ einr N $ Ü-Molomi 500 c b c m. 28 v 11 n be t, tadellos ergaben u. guter Läufer, preiswert adAugeb weg. Anfchaffuna e.ne» Nagens. Näß. Für die Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Helmgange unseres Heben Entschlafenen dankt herzlich Herrenrad für 30 Mk. zu verkaufen torünbcrfltr Strafet 10. <4719 Wich. Ans. 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Gesandten am Hofe konnte, fo fanden wir un» lene Tiumän im u üben und eine fei. göttliche Gerechtigkeit en. er meiner Rumäniens war zu schließen. Hm .»Ungar, zu besprechen hatte Zwischen diesen beiden Daten lieg» ein Sostulate Hinweggeben irin. daß ich allein mit dem Äömg jufam- mentrrilen und verhandeln würde. Oester- natürlich die Derhanblungen. Die erste einschlägige Hnterrebung mit dem rumänischen Ministerpräsibenten DvareScu hatten her deutsche Staatssekretär Kuhlmann und ich am 24. Februar 1917 im Schlosse deS Prinzen 0ti rbch in Duslea. AIS Avarcscu au» Kühlrnan.i» Munde ha» ilubcnborffldie Diktat bftrte, erklärte er die Beranlworiung für einen solchen IHtiatfriebcn nicht übernehmen zu können und die Verhandlungen abzubrechen. Damit waren die Jriebensverhanblungen schon nach wenigen Minuten anscheinend gescheitert, und eS schien nichts al» die Fortsetzung deS Krieges ubrigzubleil*ibung derartige Differenzen -wischen Bolle rbundsmächtcn, und dieser Gerichtshof hat bereit» im Mai 1926 eindeutig und vermeintlich endgültig zugunsten Deutschland» entschieden und Polen auf erlegt, ba» Werk den Dvrbesitzern zurückzuerstaiten und für die Schäden Wiedergutmachung zu leisten Modekurven und Entgleisungen. Frau Mode schreibt ihren Untertaninnen vielerlei vor. sie bat die kapriziösesten Launen und sonderbarsten Ginfälle und ihre Diktionen find meist äußerst willkürlich. Die Mode spricht und den Frauen bleibt die mehr ober weniger geschmackvolle Umsetzung be» jeweiligen Riodegebankcns in die wieberum mehr ober weniger Dcibfame Tat selber überlassen. Unb hier stellt e» sich nun her- au», wer zu den Bugen unb wer zu den törichten (3ung)frauen gehört. Dom Erhabenen bi» zum Lächerlichen ist nur ein Schritt, bei ber Mode macht eine Deine Geste den Unterschied au». Erlaubt Ist. wa» gefällt, aber noch lange nicht gefällt alle», was erlaubt ist! Do sind eine ganze Menge sogenannter Kleinigkeiten. Wobenüancen welche bestimmend auf ba» ganze Aeuhere der Frau wirken. Es gibt Modekurven, an welchen manche schöne Frau scheitert, denn hier ist ba» Bremsen da» Wichtigste. Zur rechten Zeit am richtigen Platz den Motor abzustellen, ist eine Kunst, bte noch lange nicht jede Frau anzuwenden versteht. Sein oder Richtsein ist auch hier die Frage, nämlich elegant, oder unelegant sein! S» gibt sollen, bcimlüdiidx. boshafte Fallen, welche Tyrannin Alode den armen Frauen stellt Die grobe Linie ist ja mit ziemlicher Sicherheit nach bestimmten Richtungen festgelegt, aber da» bereits erwähnte .Drum und Dran-, wie steht e» damit? In den Kochbüchern heiht e»: man nehme: in den Modejournalen: man trage! Für beide Fälle gilt die AntwvN: .Denn igr » nicht fühlt, ihr werdet» nicht erjagen!“ Also, wie ist e» mit dem ominösen .man trüge“? Zum Beispiel, man tragt kurze Röcke. Im Kochbuch steht: man nehme soundso viel Sier, aber ba» genaue Zentimetermah des Rocke» ist nicht vorgeschrieben und damit nimmt schon ba» Verhängnis seinen Laus. Leider ist oft die energischste Frau, in Bezug auf ihre geliebte Persönlichkeit, unselbständig unb schwach wie ein Zögling de» Kindergarten». Aus Angst, unmodern zu erscheinen, trägt sie den Rock kurz, kürzer, am kürzesten. Sodann. Kalbfell ist Mode, die moderne Frau glaubt in diesem Felle auf der ganzen Linie zu siegen, folglich bringt sie e» an allen möglichen und unmöglichen Stellen de» Straßen- Rachdruck auch im Auszug verboten. Da» letztemal hatte ich den König aefpro- chen. al» ich in meiner Eigenschaft al» ofterr- ungot Gesandter am 26. August 1916 — am Tage vor der rumänischen RncgSerliärung — bei ihm in Bukarest in Audienz war. unb er mir dle wettere Neutralität 'eines Lande» versicherte Am 26 Februar 1917. allo genau sechs Monate später, sprach ich ihn wieder, weil ba» von Bukarest. e n Rächte.l für Rumänien. r.'2raus ich ripvstierte, dah er tben'ogut sagen könne, in Bessarabien herrsche fre iSuo’.cra und er wolle die Provinz deshalb nicht Der Boischewtrmus sei eine politische Krankhet. b.e vorapergeden werde. Der Äönig änderte sodann da» Thema und begann über dte .Greueitaten" unserer Truppen ;n seinem Lande zu klagen unb über die dadurch so .erregte L ttm n.mg" der 2\u nänen zu sprechen: unter diesen Bed.ngungen iretbe we er Äratianu noch irgenbcui anbei e. Minister für ben von mir vor geschlagenen Frieden zu haben sein. Ich wie» darauf hin. dah sich Ri ne Majestät tm letzten Punkte im Irrtum b tnde ich baue bereit» mit Rllarghil oman gesprochen, der bereit sei. aus dieser 'Basis die neue Regie- . , — La r p - auch bereit . dah "Brotui in nicht der Geeignete sei. sei auch unsere Anllchi llxa» unsere sog .Greuel taten" an belange, fo sei e» hielleiw ielfer, da» Thema fallen zu lassen, denn sonst müsse ich meine Rechnung präfcntieren und • ■ Kindern — aufgesührt hätten. Damit geriet die Hnterrebung auf einen toten Punkt. Der König oarixrtc das Thema .non der bereit» vor gebrachten Argumente die Hn- Möglichkeit meiner Vorschläge zu i^eweisen, woraus ich seiner Majestät eine 48ftünbigc Bedenkzeit gab. nach deren fruchtlosem Ikr» lauf der erste Kanonenschuh fallen werde. Wir trennten un». wie wir uns gesunden, mit gegen« feitigen stummen Verbeugungen, ohne uns die Hand zu reichen. 43 Stunden daraus nahm ber König unsere Bedingungen an unb ernannte das Ministerium Margytloman. wenige Wochen später schlossen die Mittelmächte mit diesem Ministerium den Frieden von Bukarest. Wenn auch kein Frieden auf ewig geschlossen wird, so muh doch zugegeben werden, dah dieser Bukarester Frieden eine abnormal kurze Lebensdauer hatte, denn die Tinte aus bem Vertrage war noch nicht trocken, so galt bulgarische Front, sodann die Westfront brachen zusammen, ba» ganze militärische Gebäude der Mittelmächte stürzte ein. und diese veränderte Lage befreite Rumänien au» feiner Situation. Heber Rocht wurde es Sieger, ihm gab» der Herr tm Schlaf Vor den Jahrtausenden ber Weltgeschichte ist es ziemlich ernerfd, ob ein Friede ein paar Wochen ober ein paar Iahre dauert zur Dahnstat.on P a b u r e n i fortgesetzt Dorr car ein S .ionwogen bereitgestellt n we.chem d c FohN r:i Hacaciuni fortgeSut wurde, wo tr.r noch 5 Hhr cintrasen. Der rumänische Hoszug traf einige Minuten später ein unb ich ging tos ort zum König hinüber. Meine Hnterrebung mit König Ferdinand dauerte beiläufig 20 M.nuten und war eigenartig genua Der König begann die Hntcr- rebung nicht. Wir standen durch die ganze Länge des Salonwagen» voneinander getrennt unb blickten un» schweigend an. Gs schien mir nicht passend, die Hnterrebung zu beginnen unb ich empfand auch keinen Wunsch, seiner Verlegenheit zu Hlse zu kommen, al» aber b.e brach, so erössnete ich doch endlich da» Feuer unb erklärte dem Könige, er möge sich über den Wunsch nach dieser Hnterrebung keinem Irrtum hingeb-en Mein Kaiser habe .n seiner hochherzigen Art den Beschluh gesaht. trotz de» Verrate» Rumänien» Milde und Schonung walten zu lassen unb ihn aus dem Throne zu belaHrn, wenn er sofort unter den von un» beschlossenen Bedingungen Frieden schlösse, tm entgegen- gefetzten Falle jedoch hätte ich ihm bekannttu- geben, dah er abgeseyt werden würbe. Wir seien genau über die Laye ber rumänischen Armee unterrichtet. Hnfere militärische Hebermacht fei evident. Rumänien habe auherdem keine Munition mehr unb könne sich auch keine neue verschaffen. in längsten» 6 Wochen allo würde ein weiterer Krieg zu unfern Gunsten entschieden sein. Ich entwickelte chm sodann in grchen Zügen die Zriebensdedingungen. ohne natürlich die Forberungen Ludendorfs» zu erheben. Der König erwidert« in der ihm eigenen Art und Weise unzusammenhängend, von einem Thema zum anderen übergehend, unb ohne klar auszusprechen. waS er eigentllch finde und wolle. Ungefähr entwickelte er folgendes: Die Bedingungen seien sehr hart, vor allem aber mühte er dagegen protestieren, dah ich al» Gesandter laut dem von meinem Amtsvorgänger veröffentlichten Rottmch nach Wien gemeldet hätte: ..(St — der König — set ein Werkzeug in ben Händen feine» Ministerpräsidenten Bra 1 ianu" — ba» sei nicht wahr: er habe seine eigenen Ansichten. Allerdings habe er den Krieg gegen uns sehr ungern begonnen und fei gctcnfkrma6cn nur dem Zwange Bra- tianu» gefolgt — kam Dann wieder auf meine Friedemlbasi» zu sprechen und meinte, über bte Abtretung der „alten“ Dobrudscha an Bulgarien liehe sich sprechen, aber ohne Zugang zum Meere feerne „Rumänien nicht atmen". Letzteren Satz wiverholte bet Stöntg mefrrmalfl. Meine Antwort war. dah meiner Ansicht noch zwischen seinen Thesen, er sei nicht abhängig von Brcrtianu unb er habe den Krieg unfreiwillig begonnen, ein Widerspruch bestände, es sei aber wohl zwecklo». jetzt hierüber zu streiten. Dah ber Friebensvorschlag hart sei, könne ich nicht finden, ich sei tm übrigen bereit, Rumänien einen Zugang zum Moeve zu garantieren, und unsere diplomatische Unter« stützung zweck» örlangung Bessarabien» anzubic- ten. Ich entwickette dah Rumänien bamu die Dobrudscha unb einen Streifen Grenzvektisikation an der ungarischen Grenze verlöre, dafür über ein grofceä Land (Bessarabien) gewänne, also mehr gewinne wie verliere — eine Vorgangsweisc, welche nach einem verlorenen Kriege immerhin nichck die Regel sei. barer die gänzliche Isolierung, in welche da» Land durch ben Sturz be» rullischen Zaren unb ben A.isbruch be» Bolschewismus geraten war. am fuchtbarstcn aber die tiefe Depression unb Hoffnungslosigkeit welche ganz Rumänien ergriffen hatte. Rumänien wollte ben Frieden. Auf ber andern Seite war die Lage der Mittelmächte nur eine scheinbar günstige Der Krieg mit Ruhland war beendet, wenn Rumänien ausschicd. so warb die gesamte Ostsroitt frei und gctpaltigc Truppenmatten konnten nach bem Westen geworfen werben, aber dafür war eine Macht am Kricgsschauplatze erschienen, welche schwerer wog als Ruhland und Rumänien zusammen : 2 m e r i I a. Die Leitungen ber österreichisch-ungarischen unb ber beutschen Armee schätzten bte Traa- weite biefen neuen Faktor» richtig ein. unb drängten auf raschen Abschluß be» rumänischen Frieden», um mit dem Abtransport der Truppen nach dem Westen beginnen zu können: babei machte sich General Luden b orss auch po- . lttisch bemerkbar, inbem er ein Jrieden-Prv- gramm entwarf, welche» weit von den Absichten der deutschen unb österreichisch-ungarischen Regierung abwich, vor allem badurch. dah er Gvnstanza al» beutschen ..Flottenstützpunkt" zu annektieren wünschte, unb barauf beftanb. daß Rumänien noch durch fünf Jahre von ben deutschen Truppen besetzt zu bleiben habe. Diese sinn- unb zwecklosen Bedingungen erschwerten das Monströse ihre» Aussehens, der Mittelweg ist der Beste. Das Gleiche gilt von einer kleinen Frau. Zu spielerische, nieoltche Dinge stören, zu groß gewählte Gegenstände fordern Vergleiche berau» und wirken knallig, die goldene Mitte ist immer, auch in ber Mode ba» Richtige. Von der Hüten kann man ein gleubllingeudev Lied fingen, auch sie bergen Gefahren, die zu (Begleitungen führen können. Der zu Große, ber zu Kleine, der zu Hohe, der zu Riedrige, nicht die Wirkung eine» solchen Modelle» hinter der Grkerscheibe ist maßgebend, sondern die auf dem Kopfe der Interessentin. Hier spielt wiederum die ganze Figur und vor allem da» Profil eine wichnge Rolle. Bei dem Kapitel ber Hüte darf auch die blitzende Schmucknabel nicht vergessen werben, die glihernbe Gesahr! Diese Rabeln können hervor- heben und unterstreichen, können einen raffinierten Effekt ergeben, man bringt sie auch an Kleidern an. Am verkehrten Fleck können sie die Gesamtwirkung gründlich verderben und einen aufdringlich schreienden Eindruck hinterlassen. Da» gleiche gilt von zu dicken Perlenketten, zu langen Ohrringen und zu bunten Armbändern. Manche Frauen sehen au», al» hätten sie den glühenden Ehrgeiz e» der Königin von Saba, dieser bekanntlich sehr reich geschmückten Dame, gleich zu tun. Auch ba» sklavische Hebernehmen von Wrdvfarben. ohne persönlichen Geschmack babei zu entwickeln ist gefährlich genau, wie bas Tragen ber wieder in Schwung kommenden Apachentücher Die Mode bringt die Idee auf. vielmehr die die Mode machenden (Elemente bringen die ständig wechselnden Einfälle und neue Linien- 'piele auf » Tapet, die Frauen aber sollten ihre Persönlichkeit stärker in den Vordergrund' rücken, nachdenllicher auf diesem Gebiete werben, sich nicht beherrschen lassen, sonbern die Idee beherrschen unb so ba» ewig neue Thema .Mobe" nach persönlichen Richtllnien und persönlichem Ge'chmack fiel» variieren. Allerdings kämpfen bte Götter leider auch gegen bte Geschmacklosigkeit vergeben», folglich kann man nur vor ben gefährlichen Kurven ber Mode warnen. Entgleisungen sind schwer zu verhüten! Zu beachten ist. im Falle der Mode heiht e» nicht, wa» bem einen recht ist, ist dem anderen billig, sondern ganz tm Gegenteil! L. W. ;ur Borgeschichte (Ä bemerkt bah baS Sttd» iofftot-r' Chorzow mit Reichsun c« rstützrmg im Rr ege err'.Htet worden war unb im Jahre 1919. also vor der Abtretung Oberichlefi«S unb bevor der Versailler Vertrag ratifiziert war. vom Reich an bie oberschlefifch« Stickst offwcrke XAB. unb die Vayerilchen St>cksr^!werke Qi ■9. gemein- -.ni verkauft wurde, ßoten HMk? nach dem Friedens« rtrag daS Recht Reichs« i g e ntu rr ■ u übernehmen; ei hat EhorzMo kurzerhand mit .)er Begründung in bai Staatseigentum ein» bezogen, bah der erwähnte Bepkaus ein 2 ch e-i n v e r t r a g gewesen sei. nur zu dem Zwecke, ben Besitz b«S Reiche« au verfchle em. Der Haager International« Genchtsbof hat nach langer Prüfung unb genauer Untersuchung frft- geftcllt. bah diese polnische Behauptung i n (einer Weise ftichhaltia sei. bat Derk demnach Privatbefiy ber beiden erwähnten Gesellschaften und die Beschlagnahm« widerrechtlich erfolgt sei Polen hat sich monatelang mcht gerührt, mündliche unb in Rol-nform überre cht« Aufforderung«. dem Spruch de» höchsten Deichte?. dem ei selbst sich unterworfen hatte, indem et dort feine Sach« plädiert' zu entsprechen. unoerückfichtigt gelassen, mit allerhand Ausflüchten unb Vertretungen die Sache hinausgeschoa« unb schliehlich «in Angebot aus Entschädigung gemach« dat ungefähr ein Drittel der Mindeftsumme auSmachte. die deutscherseits unter Berücksichtigung aller Umstände allenfalls hätte akzeptiert roerbm können können. Alt eine Einiguna nicht zustande (am, Polen indes die Durchführung bei Gerichtsbeschlusses verweigerte. muhte such Deut'Minb von neuem an ben Haager Gerichtshof wenden. um von ihm die Vollstreckbarkeit det Anspruch» — foteeit bai bei sperrigem Dechalten ein«4 Staates nach den derzeitigen Derhältnissen averhaupt möglich ist — zu erlangen. Ilunmehr wendet Polen vor dem Gerichtv- ')of. dessen Kompetenz et nicht nur ali Bölker- *>unb*mitflheb. sondern allgemein durch die Mitwirkung an der vorigen Verhandlung auch noch spi-i.ll anerkannt hat di^ Unzuständigkeit > e » G « r i ch t » h of e S ein. In der ersten Der- Handlung hat «S sein« Sachwalter auf marschieren »assen, um diesen Ginwand darzutun. Es ist freilich kein Zweifel daran, dah ber Gerichtshof so konziliant er im allgemeinen ün Anhören üud) der sonderbarsten G »wände ist. sich auf fee Manöver einlaffen wird, sondern un In- .resse seiner eigenen Autorität den polnischen f'nspruch o b4e b n t n muh. Wie weit dat zu oen notwendigen und wünschenswerten praktischen tionscguenz.n sichrt. muh allerdings vorerst dahingestellt bleiben. Die SMätigkeit in Siehrn. Dar da« Interesse ber hiesigen Bevölkerung am fxiuin schon immer sehr rege, io Hot es in Otu külen Jahren infolge de» WopnungS- mangels noch eine große Steuerung erfahren Der jetzt einen Gang durch bie Stadl unternimmt. der wird mit Freude feft(teilen, dah in diesem Jahre hier ein^grohe Anzahl neuer Bauten, vornehmlich zu ^vohnzwecken, errichtet werden, xltn östlichen Stadtteil, am sog Prose s s o r e n e ck. erbauen CRcaiftrator Dallbott unb Gisenbahnbeamtar R olte, sowie Der- messungSobersekretär Gröninger unb Bau- technikcr Merten zwei Doppeshäuser. Aich' weit davon entfernt, in der Parallel st caste z uc Straste Am Äugefbera'*, hat die Dohnungstlirsorge-Gefcllfchaft Darmstadt für bie Kriegssürsorge Gieß« mit der Ausführung von fünf Baugruppen, die 60 Wohnungen enthüllen, begonnen. Besonders lebhafte Bautätigkeit herrscht an der sicher Straße, wo bie Stadt Diesten zwei Wohn- unb Vef stäftshäuser errichten lästt. In unmittel- harer Rehe erstehen zwei große Giuppei-daulen unb Afcvl Einzelhäuser der Baugenosfen- schast 1 894 an der Lar l-Vogt-Straße, an der auch Bureaugehilfe Zimmer und Bankbeamter Jrle zwei Einzelhäuser errichten. An der G cr-r g. P h l l i p p - G a i l st r a ß e erbaut Hausmeister Bohl ein Zweifamilienhaus, an der Malier all ec ist ein Reubau für ben Uhrmachermerster V e u n i n g begonnen. de»i«nige deS StudienratS Dr. D a l t b e r geht der Dollen- bung entgegen DaS HauS Kaiscrallee 33 erfährt einen grundliihen Umbau nach neuzeitlichen Ge- sichtSvunlien. Auf dem Dege nach Dem südlichen Stadtteil finden wir zwei Rcubanten an der Hessen st raste für Pros Dr. U in in e I und Jusltt.nspctlor Bauer. Auch der Ausbau ber Gutenberg st raste macht Fortschritte; eS sind dort zwei Reubauten im Gange, ber eine für Bäckermeister Güler, der andere für General- agent Bischofs. Duich Errichtung cined Wohn- Kaufes für Mekizinalrat Dr. Sz udinski an her Goethestraste wird die daselbst seither nicht er Hohe wohnen wollen, bewel'i die Bauiäligkeit an der F r i e d r i ch st » n st c unb am Wart- weg An ersterer ifi ein Reubau deS Architekten D e h r u m im Ausbau begriffen, während ein weiterer vor einigen Tagen begonnen wurde. IbenfallS an der Friedrichstiaße erbaut Prof. Dr Herzog ein schönes Wohnhaus, und ganz In der Rähe ist her Reubau deS Prof Di G Ü n i h « r bereits im Rohbau vollendet. Ain Wartw.g, außerhalb deS AulwegS, wird mit Hilfe der Deutschen Bau- unb Sieb- lungS - G rni einschaft baS Wohnhaus deS OberpostichsffnerS Denzel auf geführt. daS ist der viert-' Bau. her hier mit zinslosem Gelte reichtet wird ^Ziemlich weit draußen an der Frankfurter Straße herrscht ebenfalls t Heu und an der Ecke Schubert- unb enstroße ein W^kmbauS fflr ben Der neue Strafgesetzentwurf. Bon Geh Justizrat Dr 2B. TKirtermaier.o Professor ber Recht« an ber Un oerfität Gießen II. Di«Grunbgedanien bei Entwurfs Die politischen Gelichtsp- sie. die starken E.n- fluh auf bie weitere Behauolun; bei Ärafgeiegen Nours«S im Reichstag haben werden, sind gründ- fäytub bie gleichen bie krnninalpolitifcheu. die für b:'* Grundgedanken unseres Entwurfes maßgebend waren. Die Grunkunsch^u-i.gen aller fceuayn an:würfe find mehr obre wenig-r fortschrittlich. sie sind aber so zw ngend. bat ( d) niemand ihnen oölUg entziehen kann Allerdings müssen fie den liberalen Parieren tudy: zusagrn. da sie une starke Rücksicht auf die soziale Schwäche beweisen und vielsach an die Stelle ber herrische Berge!lang bx genossenschaftliche Fürsorge treten Lndererfc tß ist nicht ju oa- kmrne- daß in den Gedanken deS neuen Straf- rechts ane ganz erheblich größere 9aergu' steckt die die Allg«neinh-it zu ihrem eigenen Schutz aufwenden soll unb will Diese neue Arbeit müssen sich alle klar machen die Richter unb ba» ganze Volk Ein neues Slrafreuji muh oiden An,ord»rangen gerecht werden 6;:unal soll es der Bergcl- tung. man fai.u auch ssge.i, ber Abschreckung dienen. So ist auch der neue Entwurf auf bem c- aebcnlen aus gebaut Dieser ist aber durch die Rücklicht aus die Umstande, die ben Dillen beein- Huf<«. äußere wie innere, unb burch die Anerkennung deS Gedankens. daß Ixi unverschuldeter RechtS.inkennt niz nicht gegrast werden soll. 20. erhebt cb verliest Damit leibet bie Strenge der B«rbrechtiu,h> lampfuna sicher »twaS Rot Die Bergeltung verlangt Anpassung ber Strafen an bie äußere Verschieberüeit unb Lchwcre ber Taten. baher sind grunblätzlrch bie ötrafarten noch danach unb nicht nach der Berfchiedenheit der Eharaktere der Täter gefteltet. Aber der Entwurf such' schon der großen Verschiedenheit der wirklich begangenen Taten dadurch gerecht zu werden baß er möglichst oft bem Richter mehrere Strafarten zur Auswahl läßt, ja sogar ganz allgemein bei mildernden Umständen ldie er aber nicht näher charakterisiert I § 74)^eine erhebliche Strafermäßigung ermöglicht, bei TodrSstrafe z. B. ein Herabgehcn dis auf drei Jahre >ZuchthauS. In bcsonk'erS genannten Fällen erlaubt er fooar ein völliges Ablehen von Strafe bei äußerlicher unb innerer Unbedeutendheit brr Tat, 6 76. Aber jedes neue Strafgesetz muß ber foaenann- ten Jnbivibualifierung der Strafe Platz schufen, b. h ber Anpassung bet Strafe an biePersön - lichkeit des Talers. DaS tut bet Entwurf toeitgehenb; er gibt in §60 dem Richter eine Anweisung für die Strafbemeffung. wonach Haupt sächlich bie verwerfliche Gesinnung oder DillenSrich- tung oder umgelehrt zu prüfen ist. ob nicht bie Uriaa,cn der Tal ben Lchulbvorwurf verringern, vor allem also die Beweggründe zur Tat. bic Geringe Hartnäckigkeit deS DlllenS, baS Rlah der Einsicht des Täters, sein Vorleben, die Person- liehen Verhältnisse, fein Verhalten nach der Tat. Handelt ber Täter MauS achlungswerten Bewcg- grünben", dann soll nach»? 72 anstelle von Zuchthaus oder Gefängnis die fogenmmte Einschließung treten, bie bisherige Festungshaft, die im Snlwurf deS Strafvollzugsgesetzes 8 171 ff. genauer geregelt ist. ur.b auch eine Arbeite pflicht kennt. Ob der Begriff der achtungswerten Beweggründe. bieS rein m.erliche "Jnomcnt, leicht festzupellen ist. bleibt rcilich fraglich. Die Geldstrafe kann bei Gewinn- ucht fiel- bis zu 100 000 Mark steigen unb allgemein neben Freiheitsstrafe aufacwendet werben, §38; fie foll den Ruhen des Täters aus ber Tat übersteigen, § 70. Die Individualisation wird im Strafvollzug fort gefetzt Bei Geldstrafen sind richterliche Fristen unb Teilzahlungen erlaubt. § 71. Schon immer hat das Strafgesetz unser ben Tälern vermiedene Gruppen gebildet, die verschieden zu bcbgnbcln sind. Diesen Gedanken entwickelt die Reuzeit immer entschiedener. Sie wendet bann auf Die verschiedenen Gruppen besondere Maßregeln bessernk^r ober heilender ober uch.rndcr Art neben ober statt der Strafe an. Schon das JugendaerichtSgeieh von 1923 hat die Jugendlichen vis zu 18 Jahren auS dem gewöhiüichen Strafrecht herausgenommen; bei Lokomotivführer Ebler Am Hause von Sbm. Richter, Ecke FranksuNer Straße und Dll- hclmsliaße. wirb ein Laben eingebaut und das Ha-is selbst im Erdgeschoß durch Einbau zweier Läden in weitgehendem Maße umgebaut. Gastwirt Sied an der Hammstraße vergrößert seine Gelchäf'siöumc durch Um- und Anbauten. Im Stadtteil Über der Lahn finden w c an der Straße „Hinter den Schieß- gürten . uie rechts von der Aodheirner Straße aozweigl. zwer Doppelbäuser im Bau, unb zwar für die Herren Weichsel und Röhm auf der einen und Becker und Rochlitz aus der anderen Seite. Weit draußen am Öleiberger Weg sind die Cähnc deS Landwirts Valentin daran, sich auf dem von den Eltern ererbten Bodeil Wohnstütien au errichten. Da« Haus deS Gärlnernie.sters ?iug. Valentin ist bereits fertig, aasienig« des Karl Valentin ist ün Rohbau uoiknbet uiü) an dem für Ott? Valentin wird ui einigen Tagen das Dach ausgefchlagen. Zwischen dem linken L a h n u f e r unb dem W t ß- iil a r e r Weg laßt die Firma Konrad R ü b - f a m e n eine Kieswäscherei mit Ferkleine»ungs- mafchinen errichten. Richt weit davon eiUsernt Regiiliecung des LatznuferS ro.genommen. Auch nach Wiese ck zu erfahrt die Stabt eine Erweiterung; Bauunlernehni-'r Karl Weh- r u ui erbaut an der füdlichen Seite bei W e'ecker WegS ein Doppelhaus mit 12 Wohnungen Im Innern der Stadt ist bie Tätigkeit nicht minder rege. DaS Gießener Brauhaus erweitert feine Mälzereigedäud« burch Um- uni) Auf bat ^n in erheblicher D'ise. an der Johannesstraße ckt der Bau des Kuliff en- Kaufes für das Ltadttheater begonnen. Kaufmann Fuhr in der Sonnen st raße vergrößert feine GefchäflSräume durch «inen Anbau, das Prozel- lan- und GlaswarcngefchLft Mettenh imer beginnt in Kürze. nad)ban ein Anbau im Hof fertiggestellt ist. mit dem Umbau de« Ladens Juwelier H a m m « r m a n n erbaut an Stelle e neS nicbergclegtrn Hauses an Der KaplanS- gaffe ein neues Wohn- und Geschäftshaus, desgleichen Kaufmann Franz Bette an der Detter- aaste. DaS Geschäftshaus von Bingel er lädrl durch Um- und Aufbau e.ne Vergrößerung Bäckermeister Keil in der Reustadr ist im B<- griW. feine Bäckerei räume zu vergröfiern, ein Anbau am Geschäftshaus von FrenSdorf. ihnen foll die Strafe erst bann herar.gezoga. werden, wenn Erziehungsmaßregeln, die be: Richter vvr^chreibt mchi auSreichen. und auch die Strafe foll möglichst er-iehlüben Eharakier haben Allerdings wirb z. B. bei einem ^jährigen Foc:bilduna-r chuker der bie Schule Ichwänzt regelmäßig doch Ut Geldstrafe da« ErziehungS- rr tlel tlftber Reden den Unzurechnungsfähigen iwb bie vermindert Zurechnungsfähigen bi« Minderwertigen ©*•.- steStchwach^ erwähnt Paragraph 13. bu beute fchon bem S ruf rech: fchn ere Rätfel auf geben. Sie w.rden. uulder bestraft, im Lira Vollzug unter Umstand« befand«rS bebanbdi. oder vor allen' wegen ihrer Gefähr'.'.chkeit vor.: Richier ut «ine Herl- oder PllegeanstaU verwiesen, rtev.to wie die Geisteskranken. Paragraph 5t Defähttiche schon zweimal rückfällige Gewohnheitsverbrecher können mit schwerer Zuchthausstrafe belegt unb daneben von drei Jahnen cb. fv^ur lebenslänglich verwahrt werden Paragraphen 78. 58 6me derartige Maßregel ist jebensaU« n»ttt>enbig und überall ui ber Delk anerkaimt; ob fie im Entwurf praktisch gestaltet ist. bleib; adzuwarier. -- Eine andere Grupp« bilden bie mchr havmloten wiUens'chwachen sozialen €d)äb(ir-g i .e man. meist oerk.br;. allgemein die Arbeitsscheuen nemu Al» allgemeine Gruppe teniii sie der Entwurf nicht aber bie Bettler Landstreicher unb Dirnen sollen als Gemeioschädlrche streiig bestraft und daun in ein AroeitShau» ceaelmafüg für zwei biS drei Jahre gebracht werden Ob biefc Regelung praktischen Erfolg Hai. ist zu bezweifeln, vefon- ber» eine Gewöhnung an ein regelmäßiges Leben wirb daS Arbeitshaus nicht zustande bi gen. ba folche Menschen meist vvn Ratur schlecht veranlagt unb. unb da die Maßregel zu spät rin- feßr unb bisher wenigsten» nicht richtig ausgebildet ist -Diese Menschen sind bic sogenannten Affozialen für bie schon «tu defon- dercs Dewahrungsgesetz vorgeschlaaen ist.s Endlich schickten wir bte ungefährlich« Zutal l s 1 ä t e r ab. bei denen bit Strafe zwar auSgefprocheu. aber vom Richter für eine Probezeit von zwei InS fünf Jahr« aufgefchoben wirb, um bann vielleicht erfaffen zu werden § 40ff. Ebenso können andere Maßreaein wie die Heiloder bie Trinkeranstalt 'iusa?'etzt werden, wenn man erwarten Darf, daß der Täter sich auch ohne ihren Bollzuq bessert. Aber hier foll meist eine Schutzaufsicht eingenchtet werben § 61. eine neue außerovdeiÄich wichtige unb schwere Maßregel, die ein hingebungsvolles Mitarbeit« vieler Helfer erfordert DaS Strafftzstem ist nicht geändert, auch ist bic Todesstrafe für ben Mord bet- behalten; fie wird Wohl eine sehr scharfe Gegnerschaft find«. — Auch bie einzelnen Tatbestände bieten recht viel Reuerungen wichtiger Art; aber hier kann noch manches verbesfcrl werden, z. B. bei Taten gegen den Staat; viele Tatbestände find Die allen geblieben. Bon Neuerungen mögen bie Aufforderungen. Verleitungen unb Verabredungen zu Verbrechen ls- D. in ben sog. Ferne- organifatiouen) erwähnt werden. §§ 196 biS 198, 249 bis 251. 176, die ausdrückUch« Freilaffuna aewiffenhafter ärztlicher Heilbeßanblungen, auch bei der Abtreibung (bic fonfi aber durchaus nicht freigegeben ist!) §§ 254. 263, bann die Reuregelung der Sbro.'r(et)ungen, dir scharfe Verfolgung des MißbrauchS von Rauschgift« und bie Neuregelung der ilebertretungen, bie mir allerdings nicht voll Gelungen scheint. Prostitution unb Kuppelei sind wie im neuen Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheit« geregelt. Alles in allem; ber Entwurf ist eine höchst beachtliche Leistung; man bars ihn nicht einfach grundsätzlich adlehn«. sondern muß sich ernsthaft kritisch mit ihm auseinandersetz« unb ihn au fördern such«. Er enthält btxfc so viel gute Vorschrift« unb entschiedene Fonschritte, daß er eine ganz erhebliche Verbesserung unseres Strasrechts bebeutet Allerdings muß auch bic Anwendung bem Geist deS Fortschritts dien«! Ecke Bahnhofstraße unb Reustadt, ist un Rohbau vollendet. Am Seltersweg erbaut Sattlermeister Kühne ein neues Wohn- und Geschäftshaus Aus dieser Heberlig ist -u ersehen, daß -. Z. hier eine Vaulätigkeit herrscht, wie nie zuvor. Außerdem stehen noch weitere Reubaul« m Aussicht, auf die wir gelegentlich zurückkom- nien werden. Oderhesfen. Landkreis Gietzen. I—! Lollar, 24. Juni Wieder einmal wird ben (Eltern unterer cd)uHinber und allen Inter- efl'enten (fklegcnbrit geboten, Einblick in ein wichtiges Unterrichtsfach Dir Volkjchiile, ben Hand gsheit»unterricht, zu tun. Die Erzeugnifie de» neuzeitlich gcftoUcten Handarbeitsunterricht» ftr-b nämlich morgen. 26. Juni, iai Lchuidaufe zu Lollar und Sornitag. 3. Juli, im Lchulyuiifc zu Daub ringen zur freien Besichtigung für ieber« mann ausg.lcgt. t ® r ü n b c r g , 24. Juni. DaS Basalt- werk auf betn Hellkovf. daS ber Gießener Eisen- unb Betongesellschaft gehört, hat eine bebeutenbe Erweiterung erfahr« öe- g«wärlig wirb ber Betrieb in zwe; Schichten durchgeluhrt, wobei baS Werk von morgens 4',, biS abends 8' > llhr ununterbrochen im Gange ist. DaS Unternehmen, daS Pflastersteine. Klops- steine unb BasaltgruS herstclli. bringt täglich etwa 15 Waggon feiner Erzeugnisse »um Versand Die Butzbach - Lich G rü nverg er Ei sen- bahn hat auS biricr Steigerung des Fracht Verkehrs. zu ber auch bie Strinbrüchr bei EtlinsS- haulen unb Qllünftcr ansehnlich beitrag«, bedeutende Fracht« l iw ahmen. Kreis Büdingen. „T" Ridda, 24. Juni. Der Fußdulljport acmiRnt auth In d« rein landwerrichaftüch ringt- ftcBien vberhrififchen Ort« immer mehr Boden Neben 6en bestehenden wilden Vereinen bat sich »ttzi .n der Umgebung von Büdingen und 4t id a eine ganze Hnuibl eifriger Sportvereine dem Ser* banb -i igrickilofs«. Damit ift bw ,-iaht der in der Mitte Overhesiens grieg«en Verbanösoereine so «rotz geworden daß rin neuer (Bau oer (Bau dberhesfen. in der Y'iibung begriff« ist. — Der hi«f»tze Sportplatz Hot durch 3 imeifang von (Be- metnbegdenbe eine wesentliche (? r tn< M e» r u n g er obre '.l~ ö? i tz trocken ;u legen wird ;etzi eine gru..ülid)c Drainage rorgeno'..men. Außerdem ift die E rrichtung einer Halle VJm Umf'eib« und Waschen sow-.e tut Anlage von -ausbahnen u. bgt. ins äuge grabt Die Seid- niNel axrteu durch An echschrine (wer sinssvse Darlehen am geb rocht Ärtie Lchotteu. =.= (B e ö < r n . 24. 3um. Die Gemeinde (Be- Dern bat m dir em Jahre ein« großen Ausfall un Heugrasgeldern zu verzeichnen. Da viele Landwirte noch über einen groß« ntuportur verfüg«, ward« bei den »her fiai 96xidtei süunliche Dachst an der. unb die Stnxnzufüdrung ersoigt jetzt nach ben einzelnen Häusern bedeutend tiefer, von einer Wandle.;e au#. Man hofft damit dem Sturm nicht mehr so viele Angriffspunkte an der Lichtleitung zu bieten. Wenn diese Uebcr- leaunticn auch al» riajtia augufefKn linb. und sicherlich auch orößere Betriebsficherh.'it gewährleisten. so muh doch betont werden, dah jeHt noch eine Hauptqueile deS UebeU unberührt bleibt DaS ist bit etwa 800 Met« lange Zuführung vom UmformerhauS bis zum Ortsnetz Die meist« Störung«, bi« an Versag« der ganzen Lichtleitung zur Folge hatten, lag« blther hier Folgerichtig müßte daher entweder ein Reubau eine* lhn« Iporilub« Anforderungen findet aunmshr in ber gofamltn Bevölkerung einmal.ge Anerkennung 3u dem sehr guten Besuch trägt nehm der günstig« Lage in unmittelbarer lähe der Stadt auch ber von ber Stadt festgesetzte sehr niedrige Preis für bie Benutzung ber Badeanstalt bet. es kostet ein Bob für Lt-achfene 20 Pf., für Kinder 10 Pf . daneben werden auch noch J. -tlart« für eilte Badefaison auSaeaed«. bk für ck wachsene dMk. für Kinder 3 BW. kosten. Auch das In her neu« 3 ibeanftalt etnq... bteu* Easi- *ric«ut f»ch eines w^cn Zuspruch. 8in Laufe Xi> Monats Auguu foll ein Schwimoif« i veranstaltet werden. Das bon eii.er Fronk' urt« r Theater- g e f e l l s ch a f t hier im . Brutfchen Hause ver- anlt^Ueu Opern-Gastiptel mtl ber Oper .Martha' war ein finanz'cller Äll'u-rfolg. Der Besuch teer schwach auch bunten bw gebotenen Leistungen nur zum gering« Teil« bdriebigrn. Die Ehorparti«« hatte nan völlig bxggdalltn, aroS bt. oerabe hier ' bet. »rem »Sdcmüptr# kung der Ausfuhruna 'ehe b itträchrigl« Auch daS in Aussicht gefüllte Orchester fehlte wieder. Nosenausftellung in Steinfurth» ß Steinfurth. 24 Jum. Anschließend an die Comracdagung o«S Landesverbandes Hesf«-Darmstadt veranstaltet der Gärtner- Verein Steinfurth bei Bad-Rauhe im am 10. und 11 Juli eine große Aofen- auSsteklung. AIS Ausstelluugsro»», ift der neue groß« Saal des Gastwirts Amon Hengst, am Bahnhof gelegen, voeacfehen. Hier ist «S möalich, die große Anzahl von etwa 20 000 Roten der verichtedenft« Sorten und Irtee zu zeig«. Besonders erwähnens wert ist daß bte Qiof« b.rekl aus den O^artui« in bie llusstrilungsräume gelang« unv baß hierdurch die Belucher Ox seltene Gelegenheit haben durchaus lrixnSfri' ;.ij rtn- Geber flreiue ttnrf) in den Biebe rbach ein Wehe et n geba ul 5 Meter breiter Graben geschaffen, in den ander Richtung vom Ohlenberg kleinere Sntwösse- rung-gräben einmünden. An der Gemarkung-- die Keine Herzklopfen Keine beädiweT- Arbeiten sollen fo beschleunig di- zu dem am 3. 3uli hier fta fest ferripgefteltt find. breje »mupiil*tP GbersaSns. 24. 3uuL Der hiesige Bahnhof, der bisher noch nicht an daS elektrische Orteten angeschloffen war. soll nunmechr ebensall- elektrisches Licht erhalten. Der Verputz de» Rathauses. der an vielen Stellen schadhaft ist, erfährt zur Zeit eine Erneuerung. Die "Arbeiten an dem Ausbau einer Leilstreae nacht Airei hiesige Autos gegeneinander und gingen in Trümmer. Die Insassen tarnen mit dem Schrecken davon. Wie lieblich wirkt 6P ein Gesicht wenn es von vollem, seiden - glänzenden Haar umrahmt wird. Saldi schönes Haar ist der Erfolg regelmäßiger Kopf- • wasche mit dem unübertroffenen „ Schwarzkopf-Schaumpon" Xchaumpon mit dem schwarzen Kopf Pudern Sie im der Zwischenzeit öftere Ihr Haar mit dem neuen „Schw arxko pf -T rocken- Schau mpon", der Haarwäsche ohne Wärterf Im 3 Minuten ut Ihr Haar wieder locker and duftig I Bertrifleruna de. rate der KittchdauM- 3ur unseren Baialtbruch im Tillkrets suchen wir sofort einen energischen Bruchmeister ber mit der Herstellung von Wasserbau- armen, ftieinpflaiter und Ltelnichlag voll unb aani vortraut iit Terielbe muh Nachweisen können, gröbere Betriebe mit Er wlg geleitet au haben. Ecbrtstliche Angebote unter 5906D an den Äieh. Anzeiger furch heran gezogenen Hofen geben sondern auch ,«n Liebhaoer -eigen, dast hm noch sehr viele chäne Sorten in fe.nuu Jarten fehlen Liern- urtb ist ab Bad-Vauheun mit der Weltertal- ubn zu erreichen Die Betriebsleitung ber Danach sicher ^.senbahn wird Tsstra»üge euUgper Lor mit der Bahn kommt t>otr wer den Hust- Oon Bad-Aauheim au» benutzt vor dessen Augen wirt' sich bald ein enuuef—3 - "”,K entroll er. t»e malerisch in die Gemärt jefltiuam 'Xofenklber von Steinfurtb Befudxr der Bolen'hau hat an Den Aus- Gesucht redegewandte Damen und Herren für leichte SteifetätlflleiL räaltchc Set» blenstmöglichkeiien 'S.- Kj Mk. Boraustelle« von st—1 Uhr, nachmittag- 3—5 Uhr. Walther. Pcnnlon Kfthel »abnbosstrabe 48, Zimmer 4-*. Intelligente Herren ! itb. 5tanbc» von altelnae fübtter Äirmn •är leichte Werbearbeit gesucht. Br nchel mb flauüon nicht erforderlich. C netzen iuu 'ifeferenacn an A. Becher, Leipaig, Zalotnonttrabc 18. 5677»» 2B€<2L Bingen. 24 3unt. dimae haldwüch- lipe Burtcheii badeten im Ahein m der Aähe der Druf'.' S brücke. Einer der Jungen, der sich eine» Achwimmblase bediente hatte sich m die Mitte bei itromc» gewagt, al» plötzlich ferne Schwimm- blase platzte und er unterging Gin jun- 4e» "TnaMxnt ave Bmgen. Jri Li»berh 8 t ei - del. hdrte d c Hilferufe ber übrigen Knaben und eilte für» entschlossen in einen Äabn, um den Jtna- ven au retten, tna» ihr auch nach lurtev Zeit gelang Die junge Lebensretterin ha: schon mehrere Kinder vom lobt de» Ortrinfen» gerettet WSV. Worms. 24 Juni Die 18 Jahre alle Tochter eine« btefiflen Mühlenbefitzers war mit hem Entschwefeln von • in m a 4) g lä f e rn befchäfilgt. al» ihr tmbemerkt ein Hunke aus da» Kleid liel und diese» sich tu Brand fetzte. Lichterloh brennend Ipcaug da» Mädchen, das stch allein im Haufe betonb. auf die Strafte, uw Vachdaröleute auf die Hilferufe berbeieüten .gib d.c Summen ersticktem 3n schwer verbrann- an Zustand wurde du» Mädchan in da» Kraute«, bau» einflehefert. wo es gestorben ist WSA Guntersblum, 24. 3uni. Ginem BZotorrabunglüd fiel der 13 Jahre alte Junge hc» hier wohnhaften Arbeiter» Metzger qvm Opfer. Der Junge lief auf der tzaupt- strahe in ein Motorrad hinein toobei 'hm beide Beine überfahren und schwer verletzt wurden. Es erscheint fraglich, ob dem Zungen die Beine erhalten werden können. Austerdem .-ffliti der bedauernswerte Knabe schwere Der- letzungen am Kopfe 3n sehr bedenklichem Zustande wurde er in» Kranlenhau» gebracht Der BorfaU ift um so tragischer, als den bedauernswerten altem erst vor kur-er Zeit eine 10 Jahre alte Tochter starb. Preußen. Mrcio Biedenkopf. “X ob b eim a. d Bieber. 25. Juni. Am morgigen Sonntag finbet in unserem Orte das ©au turnt eft des Turngaues Lahn-Dünsberg statt. Die Detttämpfe beginnen morgen» um 6 Uhr. nachmittag» 2 Uhr wirb sich ein tzestzug durch die OrtSstrahen bewegen. Anschkiehenb finben auf bem Festplatz die Darbietungen verschiedenster Art statt Der folgende Montag ist bet Geselligkeit getoibmet. Aahere» im heutigen Anzeigenteil? Mrtio Wetzlar. / ~ Kinzenbach. 24. 3imL 3nfolgc ber Zusammenlegung der Aodheimer Feldmark sind umfangreiche Grenzregulierungen erforderlich geworden, in die auch ein Teil der zentralen _ .. , „ Aur Beeitoigung ber Zusammenlegung zurückzustellen Vorarbeiten sollen jedoch insofern fchon jetzt geleiftct werden, ah in den Sommermonaten Met- ArciS Marburg. sch. Marburg. 24 3unL Beim Abbruch eines Gerüste» kam der Anstreicher Preis auS Cappel. Kreis Marburg, zu Fall. Er zog sich so erheblich- innere Äe rleyunaen au, dah er sofort in eine hiesige Klinik üversührt werden mubte, wo er in ber Aacht verstarb )l Marburg, 24. Juni. Aus ber 2a nb- -iuinten Dornboiibuu|«i und Auuutkcn um#*. Ldtzadr de» bon uber'ch^ sigen ..baffer» iür Jir Bpnfung der hwr geplanten Skiürrintung ergrbni> Io» oertduffn ftn». dt d-e «-meind. nunmehr dazu geichrittea «ohrunge, im c»a>emaiiauO der »'altoben m ber *ahe öt» Dor e- m 131mdunen Die c. rangen sind dem Ikiuingmieur OerI» ch zu IbfHlur über.rag«und öurm öteiei. bereit» in du griff genomnitn Nach Dein Urgrtmie der tn» zetzi i>org«unnnuru:-. Sobrungen steht zu era>onrii. dav sich oorau»stchtlia, Wasfer in der zur Verforgung bei One» erforderlichen Jlenge teaxnnen loffra um cd V< weiterem günjiigtu -'erlauf der Bohrungen wird aller Wahrscheinlichkeit nach mit bem Bau der ‘SaHerteituna begonun loiröen i (tzroßrechienbuch. 24. 2um Die Lier zur Zeit im liang briinbiid,.- unilschaftl chc 11 m legung ber <8 rundstücke hat auch di<- irnage der (Erbauung einer Wafserlettung für die hie fige (Bemeinebe in den Vordergrund der noch au losen den größeren (tzemeind. 1 gaben rücken lasten. In ‘Berbinbung mit bem UniKguugoveqabren wird ber ..Weimerbach" verlegt und dadurch den Bewohnern der „fjinirrgaffe" die Mo^ichken der Entnahme von Quelluxtss.r zu Ian logen. Dider Ted der Ori . inwohner ioie and) die übrigen (Semetnbeeingeiefknen würden e: be^rü» heu wenn die (tzemeindc mit bem Bau einer Wasserleitung nicht mehr lange auf sich märten liehe Die Zu'animenlegzmg ber Grundstücke stellt ledoch fo hohe 'Infprbe-'uiiflen an dir Gemeinde, dah > a»lommcr' eingrnchlei nxir eine L'^nyir.!:anlbe.. zuaezoa«u tz^abe betwuyu-' bei Segenwetlu * n. jtiagenn wirst dem Beklagten ialfdK r ehonbiung vor. bi« ihren Zustand .er'chiimmei! die -fteilung verzögert ..11b n>r durch die nunmehr notwendig gewoidene Operation erhebliche edtiiwryn . IUI Nicht hab. wie torben .Inckzaii. tag bc» grzahittn ))i>norurv mit 15n Mark Erstattung ber Operation»- und Sran- kruhau»kosten. .’-HOO iMart -chm«rzrn»gei? örftai- tung be-:> entgangenen istehalte» uub ce'ifteUuna ber ticrpjliduany be* Beklagten zum llriutzr alle» weiteren Echadcii. Da» Landgericht erklärte den Anspruch der stlagerin ztt zwei Dritteln bem Grunde »ach iur gerechtfertigt da. Ober Ian de»ge 1 icht D r c » • den erkannte voUftänbifl auf tibioetfiuig der Klage. Die gegen das Urteil des Dberlanbct jerirbt» beim Aeich»gencht ein gelegte Revision ber Alogerin wir von (irjoifl. Der Hl. Zivilfenat bc* vicichsge- richt» hat ba.> Urteil de- Obnl inbiAgf.iditi) aufgehoben und die cad>e zur unberuxiten Verhandlung uub Entscheidung an da» DberLnbe»gend)t Dresden zue ruck verwiesen. Die rei.i ein ‘Verfdiui- und eint;. Schaden, tvie ihn bie Wäger in behauplet. herbeigeführt hat. Sbaxifung der Mtage Aus d»e beim Reich »ße richt arg. legte vvifion der Mlagers bat bei Zivilpnat bev höchsten i-crichl^hoir da» 2 -1 - Oberlandesgericht» Darmstadt autgeboben; _. I—-- ist zur aaderroeiien Verhandlung .mbCntz'cherdung an einen andern Senat des Oberlo.rdesgerfchtr >u- rott Stzieiftchusten nicht stehen- ?Ktein iMninbe iit der Sttogrnn Schaden» iug< pi i>a><-n worden. .. ...u. rg. ri.n, ohne »•. J: de h r . dem Men Oberwacht» Mir den stark an» rch andere Mit.ei gegebenen >aUc 3-n; -aichdern bie | i e r un hiefiücn Uk- • e r iebni-. hallen und den be.rachb-rten C6e- 1 geiaht aber auch da» ingi. der tun: zweiten» ckeilunastag^n (Mc^nbet* viele vtelgeruhmten m ersten Flor ftebelxn Aofenfelder ihre: lunger. Farvenprach: unb SchönheU |u beaiun örrn. Dos Dulten unb Blühen rings um Stein lüdixreiuKU Li.» den reichsgerichtl.cheu Entfche, dungsarunden dt hierzu iolgenbe» nutzt.teilen Da» Oberlai'de»aericht legt be-onbean Aeri auf die tieft- jicQung datz bei Inn andern ‘Beamten, die nut bem magt-f m de.u Packwagen arbeiteten, lene ähnlichen Ä a m in c r - geeicht zu Berlin den Anspruch der Klägerin auf 'Junten jaIjluna für die Zeit vom 1. Mai 1925 bi» 8. Juni 1952 dem Grunde nach zur Hälfte für berechtigt an. Ebenso hat das Reichsgericht ent- schieden unb u. a. folgendes zur Begründung seiner Entscheidung ausgeführt: Der Erlaß des preußischen Ministers des Innern vom 15. Dezember 1921 er- -urtf). sowie der Anblick ber Kustidiitua mit den grvften Stet, ander Anlagen au»- gesuchten Rosen wird für jeden Selücher ein Erlebnis e nziger AN fein. Rheinhessen. ödjürfungen nach zx - atrinbemeiö fein beiriebtflenb. auch D e Jertwnblangrn mit hiesigen Gemarkung mit einbezogen worden ist. Gegenwärtig werden in den oberen Bieberwiesen große Erdbetoegungsarbeiten aus- gesuhtt. die den 3to?d haben, einerseits ver- Wiefen troden zu legen, andererseits für §)ochwasser deS BieberbacheS zu mergericht luunxibfutig van Hu »druck brr 3 ben löblich, i cd ß nicht mir 0 iMdud iandern auch Hibteftis schutdha - Beeeit*gung - — _ . ohee Umbeu - ”Carl -W|M>r.6«UimE. WEBER f .uti m Bendweg • • Tel. Carolue *6W W ■ Ve-eid »<*••*•••«*ientt*eeer Beiirtsspartasse Dieken *71 D Während der Reisezeit empfiehlt »ich die Aufbewahrung von Wert-Paketen In unterem feuersicheren Panzerraum Giehener Konzert-Verein Volks-Konzert MoDta6.27.Jani 1927. abends 7 . Chr. in der Volkshalle Beethoven Nennte Symphonie Hessisches Landeslheater-Orctiester Solisten: Ria Ginster (Sopran). Ruth Arndt (Ah). Alfred WUde (Tenor). Joh. WUly (Bah); Chor: Der Akadem der Bau ersehe und der Evang. Kirchengesangverein, der Sängerkranz sowie der Chor des Lvceums und der Studienanstalt. Schülerinnen des Fröbelseminars und der Alicesdrale. Eintrittskarten: Balkon numeriert 3 Mk., Parterre L PL 2 Mk, 11. PL 1 bei Ernst Challier und abends an der Kasse. UUIUJDIUUI M6Sc Leitung: [Biveniiitt-MuiWireUir Dr. Teeesuri $ünf Preise aus. Gießen — Therese Kutscher Verlobte Lollar, im 3uni 1927 dOlHD Verlobte Ruttershausen, im Juni 1927 die ©am Gießen, Sahnhoffiraße ft Alten<öuseck — müssen angemeldet werden. 5961D Ucberfdiub Lich, im Juni 1927 6009c WtWD Die erste fjoljgefbrate 9 Goeihe-Vmvd Heute abend 8 Uhr. dleuc Aula Tanzgastspiel Hessische Bürgermeisterei Lich. Böller. Lich, den 25. Juni 1927 von Oiarteninlpeftot WebnelL WttD Eintritt freil M712 HflUSStHUIQMM WBD Frieda Schön Carl Schwarz Für die zahlreichen Glückwünsche anläßlich unserer Vermählung danken wir herzlichst Wilhelm Naumann und Frau zu Mk. 2.20 Königin-Margot-Suppc Roastbeef Oärtnerin-Art Pfirsich Melba Koblenz-Nürnberg 25. Juni 1927 Photographischer LVettbewevb. Zur (Erlangung der schönsten und charakteri'hschsten Ausnahmen von Gießen und nächster Umgebung l(?mzel- und Gcsamtanstchten, auch Stimmungsbilder) schreiben wir hiermit einen Jhre Verlobung beehren sich anzuzeigen Else Mangelsdorff Wilhelm Katterbach Ole reichhaltige Festfolgt, deren Einzelheiten noch bekanntgegeden werden, steht u. a. vor: Afrikanisch-samoanische Tanz-Szenen, einen Llchtbildervortrag, tumerische Vorführungen von Negerknaben, Tumübungen einer Marineriege, Tropenbüfetts, Tanz im Foyer. Jn einer reich ausgestatteten Tombola gelangt auch ein Freistug Frankfurt/Main oder Kassel zur Verlosung. - Ole Bürger- schäft in Stabt und Land wird heute schon zu diesem Fest fteundlichst eingelaben Preise der pläke: Logen, 1. Vang Nr. 1-ZZ, Sperrsib Nr. 1-174 Mk. 2.-; 1. Vang Nr. 34-119, Sperrsitz Nr. 175-417 Mk. 1.-; 2. Vang Nr.i-lftZ, 2. Vang Loge Mk. -.50 / Kartenverkauf: Jm Vorverkauf ab 28. Juni bei der Musikalienhandlung dhallier, Gießen, Neuer Weg. An der Theaterkasse eine Stunde vor Vegirin der Aufführungen Für den Fest-Ausschuss: Frau Provinzialbirektor Graes Groteske in 2 Akten. Außerdem: „Felix als Hypnotiseur“. Stuttgarter LeveilsmWrWSlWlA.-G Zrautmq: Sonntag, ben 36. Juni 1927, 3 Ubr, In her ©tabtfinftt che Belastung «nfchi e st ch des s:adtischen Dariehe ,, n;..: mehr als 75 Prozent der 8e anubaukosten beträgt tBe Mark. Lis Gkiamtbaufohen gelten d,e (Brunb* erwerb:koi.c.".. d.e reinen Bau!osten und d?e Ztr.: ßer.b.. losten. Für den Fall, bei« Baugrunbüud vom Bauherrn von der Eta!: im . ■:. -uredn oder zu den obengenannten erb hrten .abtun ed.n- ■i erworben worden ist. so wird «... r.chnung der Belcihingsgrenze von 75 Pro ent d- r Wert dec Grunds: cks an der 0 . . douko . n ob- gezo:.n E» ift also Bora -: ; daß 25 Prozent der tSesamtbauko;en vom Bauherrn selbst auiae- bracht werden. Die Finanziert na wurde sich für obige» Beispiel darnach etwa folgendermaßen gestalten: Gesamtbau'osteu — Grunderwerbskosten 8400 plus reine P^mkosten = 25"00 plu: Straßen- kosten 12"" — i Die Finanzierung und die daraus sich e: ,;eben- den Zinsverpflichtungen g stallen sich folgender* maßen: Mk. Gcfamtbaukostrn 34600 Finanzierung Zins a) 1. Hnpoth.k. 4<* Prozent der ®< samtdaukoften von einer Bank zu 8 bis 10 Prozcnt (hier bc- Mk Mk. rechnet mit 10 Prozent) 13840 1384 b) 2. Hypothek zu 12 Prozent 111" 133 c) Dari hen der Stadt J'J ' Prozent 3inkn und 1 Prozent I :mg 11‘>k) 440 e) Kdliclb des Bauherrn (kligen- lapital = 25 Prozent der Ge- (amtbaufoflen 8tz'»< 432 (Dastir ist der Zinsoerluft gegenüber anderweiter Inoeftie- rung mit ca. 5 Prozent ju rech* nen. also 5 Prozent aus 8650 M . = 182 RI ______ Zusammen 346"" 2389 Da'u die Kosten, welche nicht als Gesamtherstellungskosten gerechnet werden unter la Zisfer 2, 5, 6, 7 und 8, die als Eigenkapitai zu rechnen sind mit Zinsverlust von 5 Prozent = 600 plus 50 plus 50 plus 25 plus 250 = 975 Mk.) 975 48 35676 2437 Amtsgericht Gießen. • © i c 6 c n . 23 3uni. Der Ehinese Tfcheou < f)ou Chuen auS Lfcheki ang erschien als MntcrfudjungSßefangener vor den Schranken deS Gerichts Er hat in Dem sch! and hergestelltes Porzellan als .echt chinesisches" verkauft und dadurch (Betrug begangen. Der Student Wang San 6 en g war als Dolmetscher zugezogen. Die Verhandlung mit dem Angel lagt en gestaltete sich etwa- schwierig, zumal et .plattchinesisch" und der Dolmetscher .hvchchinesisch" sprach Strafe: 3 Wochen Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft verbübt sind. 3m übrigen warf die Verhandlung ein eigenartige« Streiflicht auf gewisse (Berliner Firmen, die nach- gemackües Ehina-Poi^ellan durch Ehinesen in Deutschland vertreiben. Die Firma bestreitet, ihre Verkäufer auS dem Reich der Mitte veranlaßt zu haben, die Ware als .echt" zu verkaufen. Für das nichtfachverständige Publikum liegt jedoch eine Täuschung schon dadurch nahe, day ein Chinese chinesisch auSsHendeS Porzellan ihnen anbiet et Als vor einiger Zeit zwei Polizeiwachtmeister einen verhafteten Bettler über den Drandplah führten, widerletzte sich der Verhaftete heftig. Die Wachtmeister waren genötigt, dir Hilfe umstehender Passanten anzurusen. Don diesen griffen drei ein und standen damit unter demselben strafrechtlichen Schutz wie die Polizeibeamten. Der Kaufmann W. 71. aus Dieben, der den ganzen Vorfall beobachtet hatte, rib den einen Zivilisten zurück, da dieser den Tkrbafteten, der sich sehr wild gebärdete, geschlagen habe. Der (Angriff gegen den Zivilisten geschah in einem besonders kritischen Augenblick. TL war deshalb wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt. Da er schon mehrfach vorbestraft und gerichtsbekannt ist als ein Mensch, der zu solchen Delikten neigt — er ift insbesondere wegen Wider« stands gegen die Slaatr. ewalt schon mehrfach verurteilt — wurde er zu einer Gefängnis- ftrafc von zwei Wochen verurteilt. Die beiden Studenten H. TJL un.> P. Sch. hatten un letzten Acre aber v xen näa?:ii4xn Zu« lamacr. io® mit yini ». l.zciwach. elftem, von deren |ie wegen Ruhe rung rtiert Word wa.»n. i'abei inaa ■ n ’tc ven i . n <..•« gegen die Beamten e* * * * scbrau.* Tie beiden An fiagten wcr.n v A ber Tat angetrunken Da • Ne noch nicht vorbestraft lind, wurde ieber in eine Geldstrafe von 150 Mk. ger.m en. die t:n Sa.le der Nneini'r .glichkeit mii 15 Tagen SesängniS zu verbüßen ift. Kleine Strafkammer Gießen. • Gießen, 24. Juni. Zl > > b.csige Skibbinter waren oom Ünusgendii zu (Belbflrafen von l< "" Mark oerurtetlt morden, veil fie r. en .lüeihbtnöenraifier. p 'en bar aus standurr.- zr.eid. nächtlicherweile überfallen und miszhai.r^lt halten. Einer der verurteilten legte gegen feine yerurtr* g Berufung em. bte aber .em if ig ein mit der -egrundung. c; habe re« xittq er* abend geboten, es könne ihm aber mit Rücksicht auf d>e besonderen Aerhäitnisl? des Nauheimer Fre u- benbetriebs nicht zuaemutet werden, seine Gaste durch Zwangstnittel (wie Lichtausloschen, Huf -bai der Stuhle u.a.) gum Serlaher. leine» Lokal» zu bewegen Die Strafkammer >ck(oß sich dieser *21 .il* s.issung nicht an imd wies dir Beruiung turütf. Eine Ausnahmestellung könne nicht anerkannt wer* den: da nachgewiesenermaßen die Gäste über zwei Stunden geduldet worden seien, so fei gegen das Gesetz verstoßen. Wirtschaft. 213ocf)enberid)t von vor Frankfurter Börse. ■Sie an die allgemeine Befestigung der Sssc-k- tenbörfe in der vorigen qL.u.n Hoffnungen lind nicht ganz in tfriuliung n gangen. Dco höbe« Kur^niveau konnte -war ün ganzen ziemlich behauptet werden, vereinz U stellten sich sogar für Spezialwerte weitere .Kurssteigerungen ein. aber von einer allgemeinen weiteren Defestigung der Kurse, die man erwartet hatte, kann keine Rede sein. Fast tagtäalich setzte die Vörie etwas höher ein. aber die anfänglich erzielten Kursgewinne, die übrigen- sich immer in recht bescheidenen Grenzen bewegten, gingen Im Laufe des Börsengeschäftes fast regelmäßig wieder v. r- loren, weil sich die zweite Hand nicht einsteli'.a und die professionellen Dörsenlreise auf der ausgenommenen Ware nicht sitzen bleiben formen. D es« wird vielmehr zur Sicherstellung selbst der ki r nst en Gewinne immer wieder rasch auf den Markt geworfen, so daß jeweils zum Borlv-nschlusi die kleinen KurSbesserungen wieder volikommen ausgezehrt waren UebrigenS lagen auch in der De- ricptswoche keine anregenden Momenie vor. abgesehen von der AuLlandSarckeihe für die Stadt Berlin und den Rachrichten. die von weiteren Ausländsanleihen für verschiedene deutsche Staaten und Städte etwa- wissen wollten. Im übrigen war der Geldmarkt einer Befestigung des Marktes sehr hinderlich. Der Privatdi^kont muhte von Tag zu Lag um 0,12 bis 0,25 Pr • . .1 Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlosstn Für unverlangt eingcsondte IN a n u f k r i p t e ohne belgelügtee Rückporto wird keine Gewähr übernommen MtaMieftßOüMe Roman von Sven Elve st ad. Copyright bei Georg Müller, München. 16 Fortsetzung Nachdruck verboten Der Rothaarige zog eine Brieftasche hervor, und entnahm ihr einen dichtbcscbriebenen Bogen Papier. „Hier,' criiuterte er, „habe ich die gestohlenen Gegenstände ausgeschrieben. Es sind viele hudlchc Sachen darunter.' Und nun fing er an auizuzähien. „Ein Spiegel mit venezianischem Glas. Richt ganz heil...' Der Polizeiches trommelte nervös mit den Fingern auf den Ti|ch. „(Er war vollkommen heil,' erklärte er. Der Rothaarige rief: „Ganz richtig. Der Umzug ift außerordentlich schnell vor sich gegangen. Ferner haben wir in unserem Besitz---“ Der Polizeichef unterbrach ihn zornig: „Das ist nicht nötig. Sie haben ja alles genommen, in Bausch und Booen.' Und der Rothaarige machte wieder eine Derbeu* Sung, ganz wie auf dem Theater, und gab zur ntwort: ..Sehr richtig. Und was wünschen Eie nun zurückzubekommen?' ..Behalten Sie das Ganze,' sagte der Polizei- chef. „Das ist ja eine widerwärtige Komödie. Ich deabüchtige nicht, mich daran zu beteiligen." Asbjörn ftrag warf ein: „Sie dürfen den Herrn Polizeichef nicht mißverstehen. Et meint nur, ent- .veder müssen Sie das Ganze behalten oder alles „Das ift ein starkes Ansinnen", erwiderte der Rothaarige. „Ich bin nicht bevollmächtigt, darauf zu ontmorten." „Sie sind also nicht der Dieb?' .Lisch, einer von ihnen.' „Aber nicht der wichtigste?' Der Rothaarige lachte: „Meinen Sie den. der stiehlt?" „Ich meine den geschickten Menschen, der alles in Szene setzt." „Der läßt sich nie sehen." „Dann sollte er Leute mit genügender Dollmacht an feiner Stelle senden!" Krag stand auf, öffnete die Tür und winkte einem Kellner. „Was beabsichtigen Sie, zu tun?' fragte der Rothaarige. „Ich möchte doch eine Erfrischung bestellen", tagte „Ich finde die Unterhalt C-bncn nicht gerade anregend." Er erteilte dem eintretenben Kellner einen Befehl, und dieser entfernte sich wieder. Kurz darauf kam er mit Flaschen unb Gläsern zurück unb setzte beibes auf ben Tisch. Sobald er bamit fertig war, legte er bie Hände um bie Änne des Rothaarigen mit ben Worten: „Mein Herr, gestatten Sie" In bemfelben Augenblick zwang er bie Arme hintenüber, unb ein deutliches Knacken gab au erkennen. baß ber Rothaarige sich in einem Schraub- stock befanb. Der Kellner sah fragenb nach Asbjörn ftrag, bet ihm bloß zuwinkte, er solle gehen. Der Polizeiches unb ftrag blieben allein mit dem Rothaarigen, der merkwürdigerweise nicht im mindesten nerblüfft ober wütenb darüber war. plötzlich gescl'elt worden zu sein. Er scherzte unb lachte sogar. Er behauptete i cd och. erstaunt zu sein. „Welches Mißverständnis'.' rief er. „Run sind Ihre Mö- bei flötengegangen. Herr Polizeichef. ,,‘Jlein, nun dürfen Sie uns nicht länger em- schüchtern wollen", sagte Asbjörn ftrag zu ihm. ..Da Sie zetzt für hoffentlich lange Zeit von Ihren Kost legen getrennt sind, kann ich Ihnen mitteilen. bah bie Lande sich bereits verraten hat.' „Wirklich!" entfuhr es dem Griesselten. ..Dors ich fragen, wann meine Freunde sich verraten haben. Lielleich: in der Betrunkenheit heute nacht auf dem Drammen 5 weg?" Asbjörn ftrag merkte die Finte und belächelte sie liebenswürdig. „Rein," erwiderte er, „da wußte ich noch nichts. Aber schon da war ich entschlossen, bie Einladung ins Lontinenral-Hotel anzunehmen, obschon ich ahnte, was für eine Absicht dahin'.ersteck.e. Schon um neun Uhr heute morgen habe ich alles verstanden.' „Dann haben Sie eine gute Rach' verbracht. „Jawohl, bc'onders nachdem mich einer der Herren Diebe seiber im Automobil der Bande nach Hause gefahren hatte.' Der Polizeiches und ftrag konnten beide 'ehen. daß diese Thieiltmg Eindruck auf ben Rothaarigen machte. Er stutzte. „Run werden Sie einiehen." fuhr ftrag fort, „daß ich heute nacht nicht tnei geschlafen habe. Erstens mußte ich ja bas Auto wieder zurück zur Statt begleiten — und das war eine anstrengende Sache, ich mußte hinten dran hängen, mitten im Benzingestank. Aber ich fand mich in die unvermeidlichen Leiden, weil sie mir einen kleinen Einblick in Ihre neue Arbeitsmethode und Ihre Pläne verschafft haben.' „Auch in unsere Pläne?' fragte der Rothaarige ironisch. „Auch Pläne!' anttoortcte ftrag. „Sie können ja zum Beispiel schen, daß ich mich schon jetzt gut vorbereitet aezeigt habe. Und was die übrigen Pläne betrifit, so weiß ich, daß Sie, mein Herr, zum Opfer ausersehen worden sind." „Wie?" Der Rothaarige wurde offenbar immer erstaunter. „Eie sollten geopfert werden. Brauche ich noch mehr zu sagen? Bon ihren Kollegen oder richtiger: den Dieben. Sie haben einen allmächtigen, allwissenden Ches unb Besehlrhaber. Er Hut einen schönen Handstreich geplant, ber heute erfolgen soll. Der Plan ist erstaunlich frech in feinen Doraussetzungen, aber gcrabe darum hat er Aussicht zu gelingen. Da- mit ber Coup vor sich gehen konnte, war es von Dichtigkeit, daß ber Polizeiches und ich in ber Zeit zwischen brei unb vier Uhr vom Totyeibureau fern- gehalten wurden. Darum ist biefe Zusammenkunft festgesetzt, unb barum sind Sie als Opfer auserkoren worden, als berjenige, ber am entbehrlichsten war. Lus diesem Grunde ist unsere Zusammenkunft auch nicht so interessant, wie mun hatte erwarten können." In steigender Verblüffung hatte ber Rothaarige zugehört. Sein Gesichtsausdruck war Beweis genug barür, daß ftrag die Wahrheit sprach. „Angenommen, daß das richtig ift," sagte er, „so wißen Sie doch nicht oteL* „Ich weiß noch mehr. Gehen Eie von ber Tür weg!' befahl ftrag plötzlich, „es ift uns nicht damit gedient, daß Eie ftlopsiignale im Hause versenden. Ich letze voraus, daß Sie im Einverständnis mst noch mehreren hier stehen. Aber wie Sie sehen, habe auch ich meine Leute aufgestellt." ftrag wandte sich nun zum Polizeichesi und, wieder auf seine Uhr sehend, sagte er: „Ich denke, die Zeit ist jetzt um. Es ift vier Uhr. Denn Eie in Ihr Bureau telephonieren, werden Eie eine gute Reuig, feit hören." Der Polizeichef legte bie Hand auf das Telephon. „Fragen Sie den Wachhabenden,' sagte ftrag, „wann Sie das Bureau verlassen babenl „Wie? Das ist doch eine sonderbare Frage! Ich bin ja vor gut einer Stunde fortgegangtm." „Fragen Sie trotzdem" Der Polizeiches klingelte an und rief ben Wach, habenden. „Herr Eoendsen," sagte er, „haben Eie sich vielleicht gemerkt, wieoiei Uhr es war, als ich da» Bureau verließ?' Die Antwort, bie der Polinichef erhielt, überraschte ihn aufs höchste. Er legte das Hörrohr hin. „Was hat er gesagt?" fragte ftrag lächelnd „Er sagt, ich wäre eben, vor kaum fünf Minuten, zur Tür hi naus-gegangen." Der Rothaarige war während des Telephonie- rer.s unb ber letzten Repliken auffallend nervös ge» worben. Er rückie unr chig auf dem Stuhl hin unb her und verspürte offenbar bie größte Lust fort- zurennen. Aber am erstauntesten war doch ber Pott- »eiche' Mit der Hand auf Dem Telephon blieb er ssi'en, seine Finger zitterten schwach, und seine Augen hotten einen Ausdruck von (Erbitterung unb lieber» raschuna angenommen. Er sich ftrag an unb fragte: „Dünichen Sie. daß wir uns noch länger von diesen Buben nasführen lassen sollen?" ftrag lächelte. ,Hch kann Ihren Merger verstehen," antwortete er, „aber ich fmbc bie Situation nicht so schlimm. Sie müssen doch zugeben, bah sie etwas Unterhaltenbes hat." Aber währenb wir hier sitzen unb diesen rothaarigen Burschen festhalten, wandert also wahr- scheinlich ein Mensch in meiner Gestalt in der Stabt umher. Sie werden mir zugeben müssen, daß das seine Gefahren bat.* .Zugegeben," erwiderte ftrag, „aber ohne Risiko können wir nicht» erreichen.' „Unb nun h-ben Sie eine Erfrischung kommen lasten. Finden Sie, daß wir Zeit dazu Haven?" ,Va, es ist mir ein Fest, etwas zu mir zu nehmen. Ich bin seit acht Uhr tätig gewesen." „Gestern abend?' „Rein, gestern morgen, Herr Polizeiches. fest acht Uhr gestern morgen. Mir tut eine kleine Erfrischung not. Wahrscheinlich auch unterem lieben Freund hier. Soviel ich verstehen kann, muß er heute nacht schlecht geschlafen haben.' (Fortsetzung folgt) Zeit bie Mögllchkeiten brt Ausbaues und die Äa;.:21bJ^2f _ - j ’ür d c'rs dedruru.^-volle Prszcl: gereute. E- feil an bi ttidubning i c. C4j brr öedte Drar 5 r Regulär en. 3n Anbetracht er guren Betchäftgunz und des glatten Der- ioulil ter neuer L'Jit 2gcrxfiK>en könne bie 6ni- T.s.ung vir Delell'chaft aU befriedigend bezrich- nct werden. Krank rtrr Börse Frankfurt a ’JJi. 25 3unl. lenden; ‘rit. Der Uochenfchtuv brachte ar in ver'chicdenen Ttzchen für den Blumen- ‘reunb. die Hausfrau, den CbHfre-nb und den und lonstta« Ausstattung find mit Sorgfalt behandelt. 251 - Wertarbeit Im Klassenzimmer. Heeausgegeben von Hotrat F. Hildebrand in Demeinschafl mit M. Rattner DberstuMenrat £ Lindemann und Siubtenrat 9. S tehler 4. erweiterte Auflage 159 Seiten mit 6 Dateiiv Dt- heftet 360 Mk In veinendand 4.60 7HL 'Bet* lag Quelle u. Meyer in Leipzig — Das Werk zeigt einen gangbaren Weg. tme bei den geringen errügbaren ©elbmltteln, die die Einrichtung von Werkstätten fast unmöglich machen der Werkunterricht in dem sinngemäß ausgestalteten Klalferuim:::«r stattfinden kann. Als Ziel der Werkarbeit stellen die Berfarier die Unterordnung der einzelnen Tätigkeiten unter JHe grobe Sinheit kes werk gerechten Schalten» hin. Sm «ic.cn den Weg vom Spiel zur Arbeit, von der Le'chäft.guna zur Gestaltung, von der Jrarbei* lupg zur Beherrfchu ig der das Kind zum Leben reif machen soll 266 D i t Bergeistlgungdes Sports. Bon iAeheimrat Droseffor Dr A. Vyrvkf Uhr Ronurt des Hausorchesters: Rette TauMusik. 17.43 bis 18.05 Uhr Die Vekf-unbe. 18.15 bis 18.45 Uhr „Ibsen". Bortraa von Dr. Ludwig Marcuse. 18.45 bis 19.10 Uhr: ..Probleme der modernen Opernbüt)ne". Vortrag von Obersptelteiter Dr. Üchardt, 5t-:ftgart 19.15 bis 19.30 Uhr Englische Literaturproden. 19.3n bis 20 Uhr Englischer Sprachunterricht. 2'i Uhr: UÜbertragung aus dem groszen Saale des Saalbaues: Stznagogemiitisik. ausgeführt von den Chören der drei frankfurter Oterrwtnörinnogogen. 2lnfch(iesiend: Frankfurter Mundart Abend. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 26. 3uni. 2. Sonntag n. Trinitatis. Liehen. Stadtklrche. 8: Pfarrvikar Hertel. Zu- qletch Gl-ristenl. für die Reukonttrmterlen aus der ’Mattbdui«:b r. Adam ”D 66 bi6 69. a2 61 bi» 85. bl unb b2 a 52 bis ineslrifch 73 bis 80. ®efner- 110 biS 115. Markt belasten, so dah bei m ■ । 115.14 III IS IM 15 18?,5 25 stuni ZI. Juni iflmft.- Wol Sn»' und 1130 standen 50 wurde pro Zentner Lebendgewicht Ochsen al 210.5 315.5 60. 59. 55 55 38 50 60 192.75 131 179 177 87 95 75 62 bis 63. b 58 dis 04 75 bis 33. c 68 bis 74. 184.13 474.13 129 122. V 179 5 I« 75 IM 7 1M 142 M 75 197 IKJ 118 141- 177 9 85 IW.4 1Z9 44 150 IVM an 171 85 1*3 129 {j U» 4 105 169 75 IW 161 5 141 bis bis bis dis bis 49. Cchw-einc bis 58. d 56 b c c d m 164 167 Beb Isen markt Berlin-Frankfurt a. M. Xelegra phtIche Ausaahluna 122.25 72 25 .82.4 91 «3.75 17» 25 117.75 199 2M '1. 176 I*. c 50 bis 54. Bullen 2 60 bis 62 Kühe a 53 bvi 5ü. b 45 bis 52 177.h2 18; 57. 67. Beichsdankdiskonl 6 cotnbardzinsfust 7 * Oin Dementi der 114 80.5 208.75 114 25 174 176,75 194.75 197.75 fleifch Rindfleilch Borderviertel 46 bis 50 und Hinterpienel 54 bis 58. Börsenkurse. «3.25 132.75 Ul. S a» 177.5 »I 4 162 73 IM - 164 I4U S 16. 62 124.75 92.5 127 73.6 .86 1A 25 INI,9 IW.5 , 174.5 196 65 184.25 I 273.75 129.75 . 122,24 115.8 | - M 25 - 299 219.5 111.28 | 313 25 118 177.5 um ■ II».. - IM 75 109.4 I2K 27* 198.9 164 141 62 141.75 145 UU 25 TS.S 47 Färsen a Kälber b 242 111.75 234 143 3 141.5 197.2' 144 Prozent Prozent. I is. Farben Schafe a 50 bti 55. b 42 bis 55 b 55 bis 57, c 56 MS •spenbaetv etodbolm Atoll,11 . . London ■ Vieunorf . . •Uan». . . Schloti4 - . Evauitn staonn . ’N Io te ftüii Ultn tn I C der Prtvatdiskont konnte ichliehlich unverän- dert belassen w -rden bet 5 84 Dtrser Satz ist aber zu hoch, um eine größere Unternehmunflsluft an der Börte auskorn nen zu lorien. Das (Geschäft erreichte zeitweise eine noch nie beoba chtete Lustlosigkeit. Die Umsätze waren sv klein, dah «ehr häufig die. variablen Rotierungen aus- gefetzi werden muhten. Obwohl man sich darüber Har Ist. dast angesichts der KredUrin'chränkunas- mahnahmen. die wohl auch bribeh^rlten werden bürfs*n. vorläufig an eine Belebung des Termin- geschastes nicht mehr zu denken Ist. erwartet die Börfe doch mit Ungeduld eine Wendung in den vorigen Woche waren 3«» Rinder. 470 Kälber ©Auxine weniger angetrieben, dagegen 0 Schafe mehr zum Berkaus Bezahlt _________Banknoten. Versio. 24 Joni I gegenwärtigen Berhältniisen Sv erwartet man für den Monat Juli eine flü'ltqer? Geldmarktlage und dar.nl eine neue Belebung des Geschäftes. Auch wird erklärt, dast die Vorbedingung für eine Belebung und Befestigung des Marktes dadurch gegeben sei. dast durch dir Krrditeinlchrankung das fceigetoorbrnc If ertenmaterial In sestrre. d h finanzkrättigere Hände gekommen sei. Me es nicht so schnell wieder auf den Markt brächten. weU diele Hände c* nicht zu spekulativen Zwecken ar- kauft hätten, sondern zur Kapitalanlage. Dieles Material würde also in Zukunft nicht mehr den 1 An gebot eine 142 75 I 14) 5 152.25 F-rltn« O«n*' «fldtdidlah TarrnH. uno 'Xaaaaal^ant - #ut'*r Sank, titeento iko«WandU Inlctur Bank ... «rtoltbank. .... ixmel&rm'tte Crrbtitanf . . C'rntr »rraWerte - Harpenrr feraban . Rafirotr?/ zJttxr-ilebed . - Rattroerte Orfttresdn. . . . .... anitf4inana . ..... U7an9'r(6er CtxrtxBarf .......... flink I'-rqbae w!affrnbHT9 .4tQn6,f Valdvok Industrie Die I. ®. Fardenindustrie A D teilt mit: Durch die Presse geht die Rachrtcht. dast in der G. D der Koningklijke Petroleum Maatfchappy. Amsterdam. Herr Deterdtng getagt habe dte «Arzeugung der I. V Farben- inbuftrie von Kunstbenzin werde durch eine gewaltige Subvention" unterstützt Wir können nicht feftflellen. od Herr Deterding wirklich diese Aeusterung getan hat. Aul alle Fälle erklären 'ah wir weder bei der Errichtung noch für den Bertned unserer Kunstbenzinanlagen irgendwelche Subvention en verlangt oder erhalten Haven. * Norddeutscher Lloyd Bremen. Die Zulas'ung der 60 Mill RM Stammaktien des Rorddeutsch^n Lloyd. Bremen, zur Kotierung an der Frankfurter Börfe wurde genehmigt. ' 3k i e d e r f ch i e s i f ch c S t . a st 0 s s p l ä n e. Wie die ..Bott Ztg" erfährt, beschädigt sich eine Gruppe niederfchlefitcher Steinklch'.engruven (Waldenburger Bezirk' mit dem Plane, m ihren Kokereien die Stickstoffgcwtnnung aufzunehmen. Rach Informationen des Blattes werden zur bis 53 unb c 52 dis 55. 3m Vergleich tu den Rot.crurgen der vorigen Woche waren Rinder und Schafe k^um verändert, während Kälber 2 Mark anzirhen konnten Schwe'ne muhten da- gegen 3 bis 1 Mark nachgeben. Du Fleitchzrv^- handelSprrife wurden wir folgt fe'tgri.yi t?ch.n unb Rtndflcilch I 100 bis 105 II 90 bis ICO. Bullenttei'ch SS bis 105. Kuhflei'ch I 75 bts 85 II 60 bis 70 und Hl 45 bis 55. Kalbflri'ch II Befestigung bei nur mastiger Kaufnetgung die Folge sein müsse. Gegenwärtig erwartet man mit Spannung daS Ergebnis der Im Reichstag begonnenen auhen politischen Debatte. Man ist heute geneigt, anzunehmen, dast eine innerpolitilche Krise, Me man in der vergangenen Woche noch für sehr wahrscheinlich hielt, als abge* wendet d.zeichn-t werden kann, und holst auch, dast Me uustenpoliti'che Situation, dte man m>ch dem Genfer Ergebnis als wenig zusriedensleilend bezeichnete, fich wieder bessern wird- Lebhaft war in der Berichtswvche das Geschäft nur für die Zeilst 0 f f a k«i e n , und zwar in erster Linie für 3dl- te wollen nicht oerftum- men, obu-ohl sie bereits verschiedme Mal' dementiert worden sind, dast eine Fusion Zellstoff- Waldhof-Esianzstoff Elberfeld kommen werde. Dabei werde ben Aktionären der Zellstoff Waldhos A.-V ein U.rtauschanflebol von 2zul gemacht. Da Glnnzltofl Elberfeld 680 stehen und Waldhof •er: 01. 315. fo argumentiert man. tofj Fettstoff Woldhcf immer noi) anziosten könnt m. Diese Be- toegunfl ist natürlich stark spekulativ; d2 die Gerüchte aber immer wieder seit einem Jah-e auf- doch Vtele Gläubige gefunden .tellstofs Waldhof gewannen gegen die bernanaei c Wtxhe 20 Pr.-zent Aus allen anderen TUärllen sind die Kursveränderungen gegen die nergengene Woche ganz unerheblich, und es genügt feftAuflellen. dast im allgemrinen die Kurie behauptet blieben, von Neinen Schwankungen nach oben und unten abgesehen. Entgegen der stillen Haltung aus dem Sfsekten- marfte entwickelte sich auf dem Anleihemarkt für deutsche Renten eine feste Tendenz. Besonders interessierte man sich für die Reichsablö- sungSschuldenanlethc, und es hietz, dast sich in Berlin ein Haussekonsoriium gebildet habe. Bon 17.70 In der vergangenen Woche stieg der Kurt allerdings unter Schwankungen bis aus 19,10, bekundete aber gerade Ende der Berichtswoche eine sehr feste Haltung. Schutzgebietsanleihen, die man anfangs der Woche stark anbot. waren schliehllch auch wieder fester und konnten ihren Beriust auS- gleichen. Dagegen bleibt die R ' r.mlrihe von 1927 weiter angeboten. In a\ ändischen Renten ist die Tendenz r<\ uneinh?itllch. Oesterreicher und Rumänen sind 'ehr still unb kaum verändert. Mexikaner gaben im Lause der Woche etwas nach, aber für Türken bestand Interesse Brianders unifizierte Türken und auch Zositürken konnten fich im Kurse befestigen. Der Veldmarkt war febr ftrif Der Satz für tägliche» Veld pastte sich stark der Feslfehung des Privatkon.s an und die Befchaffung der benötigten Kapitalien war vtelsirch von der Adresse ab- hängig. MnnatSgeld war nur im beschränktem Maste zur Terfügung und der Satz dafür 8,5 bis 9,5 Prozent. Rus dem Devisenmarkt ist die Befestigung der italienischen Währung das bemerkenswerteste. London-Mailand besserte sich von 86,84 auf 85.84 um einen ganzen Lire für das Pfund. Dollar unverändert, aber Pfunde schlossen die Woche etwas schwächer. Mark fest. Wochenbericht vom Frankfurter Produklenmarkt. War schon in der vorigen Woche das De- schäft auf dem Frankfurter Produklenmarkt austerordentlich still, so gilt dies in noch verstärktem Maste von der gegenwärtigen Berichis- in dieser Woche nicht behaupten konnten und die günst aeren Witterungsverhältnisse Me allgemeine Zurückhaltung eher noch verstärkten, konn'.en sich Im Laufe der Woche die Preise nicht ganA behaupten. Gröstere Preisrückgänge konnten aber perblntteri werden, da das 3nlanb- angebot nach wie vor äuherst knapp ist. Trotzdem die Drunfutteremie wieder in vollem Dange ist. bleibt Me Rachfrage nach Kleie unvermindert grost. RameiUlich Xoggenflete auf spätere Termine wird aus dem Jllarfte genommen. Roggen war ziemlich angeboten, besonder» vom Riederrhein lagen sehr preiswerte Angebote vor. Berglichen mit den Rotierungen der vorigen Woche erfuhr Roggen eine Preisermässigung um 75 und ausländischer Hafer eine solche um 25 Pfennig Dagegen konnte Deinen- kiele 25 Pfennig anzieden. Alle übrigen Rotierungen blieben unverändert. Wochenbericht vom Frankfurter Diehmarkt. Da man bei dem wannen Sommerwetier Hamit gerechnet Halle, dast der Ikbarf an fri- tchem Fleifch nur gering ist. stand in Mefer Woche am Frankfurter Schlachtviehmarki ein wesentttch Ausiried r auch biefc kleinen Viehbestände ko mit en nicht ausver- kaust werden Der Oefamtauftrieb der Woche bestand aus. 291 Ochlen. 80 Bullen. 663 Kühen. 24 Färien. 1320 Kälbern 227 Schafen und "679 Schtveinen. Berglichen mit dem Auftrieb der Arankten a.T< 6«rtu s<8e-- kir» 1 Utz,. "«» - ‘ h* Per» *11114 l« T aieer :4 4. iS 4. 44 4. 25 6 enktte-lblö'une «r l-X>«X) ?n5.4 3C4 ds Hl X«uüi*'.oo n»; »0 ohA« ■dälrineg kkch! ZlUtt^^pcc,; ,-T.UKi.n ' y 19.75 — 19 9 ItadAr ..-nä 4. afl-t-ZU —• — — — <*, SeOtiitfre Sh« dclotnollana . . 14.75 39,75 — 14.1 E Amtliche ’JJoti rang rfmt(i't)- •.’Jotterna i^cld Brie' '^klb 'M-- " '6il.V2 IUU,.b 168.Vt Ü57-. 1.78, 1,799 1,7 iu. 1,90 41.54 6,68 J.1,54.. 4.16J 11», 19 IVJ.49 i'N.W 199..1 .12.74 12.94 IUJ2 112,94 12.97 14.1 - 112,97 litt,19 0,418 0,6 >2 .0,612 10,6... 0,l4 6.19 A.U -4.5 <1,471 0,818 3.171, ••o.jlt. 1.216 '.224 1,2135 4,22.' 10.605 16.848 16. .0 16,8: U4 I.3U *1.135 »1.29 71.541 71,64 71, U 71,27 l.WJ 1,997 2. UU 3.0'4 .968 .497« ,4M2 1.4984 A.T» 49.91 *9,31 Jl.4'' IZ.44V ,Z.uli9 >3,48'.» 12,501' 7.415 ■. 42'J 7,4I<) 7,421 78.45 .3.59 • 3,4u 71,8’3 .044 .u6ü .1)41 ».965 dl, 7 6 .1,82 0,73 .0,77 61,04 •1,81 *1.71 91.97 .‘.IM ,18? 1*5 .!«• 7.0*4 -.106 ,694 i,70l 4.213 ..221 l.Xl i 4.17b 1.184 ,.176 4.1*4 41.90 1.04 l.vv 1.04 «mmfanilttif 9ioin..... 4,201 4.224 <*.ud iv». 4; ■ •9. bl 4lumaiiil.*tdn und Otbenma- n»mu» A.'ierrn reinen #herenletbea ^lalenkeinro. t'lr.len« foattb e .ub.ur t 'topiun.i vauionbolbcit ncfriftanrbcu, lu.iften v*nttu:i»!insen. miffli* und verdianf ei en Mi*ph -»jierc c (biails'iaieiL feibitiinbeu **tippe «nl&ivtllun. cn. 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Man sieht' 3n Deutschlands Kurorten und Sommers rischen läßt ei sich wieder billig leben I __________________________ Gegen Gicht, Stein- und Sioffwechselleiden! / Ermäßigte Pauschalsuren (mindestens) 3 Wochen: Pauschalpreis Mk. 189.-. 3m Kurhaus: WochenpauschalprciS Mt. 80.50, im Badehof: Wochcnpauschale 0)lt.l05.-. / Auskunft auch über Hauskuren durch die Badeverwaltung. werden Pensionspreise von 4 Mk. 4.50 Mk. und 5 Mark, sogar schön oon 3.50 Mk (!) genannt. 3n den gröberen .ytctr.benrrten liegen die Pr naturgemäß etwa- höher 8lnfambe. NAG Waferi M»lt Lutne-Fuhreerk. ' iroS« AutohaUca imd Tank- vtailL.a Petutoo mU Zimmer u. Nachm Kalfrc von 4 Mk. an für Monat |unl 4419D dankengänge. Wirtschastliche Mogiichke.tcn be- eins lüsten ausschlaggebend d.e UVibl t.2 2.‘..2 Persönliche Liebhabereien. H.nbli' möglichketen, Rücksicht aus Äinbcr lassen je nachdem Gebirge, Ibalbgegcnb, See vorz chen. Vesunbheitliche Fe-rderung bedeutet sreilich schon allein die iailacbe: überhaupt s ortzugehen. Wohin sie gehen, ist darum sür die Gesundheit vieler Menschen ziemlich gleichgültig. Luftveränderung. Bewegung im 5re.cn. körperliche Regsamkeit, Sonne und Licht, reine Waldlust, gänzlicher 11 mgebungt>wechsel, Ausspannen von gewohnter geistiger Tätigkeit. — alle diese Dinge lassen jeden Vesunden gewistermasten von selbst wieder .gesunden", lassen die Staubschicht von Rervosität und Unbehagen verwehen, die aus Luftkurort Biedenkopf Waldhotel Tannhäuser Angenehmer Aufenthalt herrliche Lage anerf. gute Verpflegung Bonjcrfe / Reunions A Tennisplatz / Sfufogarage V Pensionspreis Mk " Prospekte: Verkehr Sbüro (Sieben,C-eltereoeg Sturgäftcn und Pasianten hält sich bestens empfohlen Hospiz Bad-Nauheim Telephon 2096 «Dir. Armin Hanlei Dcnekestr. 6-8 Vollkommen neuzeitlich eingerichtet. 80 Zimmer, 100 Betten. Beste Kurlage. - Vorzügliche Verpflegung. - Mähige Preise. DaS ganze Jahr offen. 3I58D reine •t'öUenlufc wei ic Waldungen. Ohne bürgerL Milrtje, vier reicht. Mahlzeiten, Milchkur miial. 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Malbeck und das Obenr Jergibie! umsaht, bcraulgegcbcn. der neben allg. meinen fachtien« lichen 2fngal>ri auch die Preise für Un!crfun!. und Derpflegi ng enthält. Mer Kassel zum Ausgangspunkt feiner Reife macht findet dort in den ersten Häusern Zimmer von 4 InS 6 RIk. durchschnittlich. Einfachere Hotels und Gasthöfe her ebnen t>a tür 2 bis 3 Alk., in einzelnen diel er Haufer ist auch schon volle Pension sür 5 Mk zu erhalten. TBer nich: in der Stadt wohnen will, findet in MilhelmShöhe in einfachen Häufern Pension von durchschnitiiich 5 Tlf; in ersten Hotels wird Derpslegung und Hntcrfunft für 7 Mart und auch darüber geboten. 3m oberen Fulbagebiet liegen die Bäder Heesfeld, Orb und Salzschlirf. HerSteid. bekannt durch seine Dlaubertalzquclle. kündigt in seinen Hotels Pensionspreise von 6 Mk tKginnenb an, 7 Mk und 10 Mk. sind hier die höchsten Preise. 3m KurhauS in Bad Orb bewegt sich der Pensionspreis zwischen 9 und 10 Mk Auch ein Aufenthalt in Bad Salzschlirf ist billig. 6.50 und 7.50 Mk. werden als Penfionspoeife genannt Die Zimmerpreise bewegen sich in diesen genannten drei Bädern zwischen 3.50 Mk. und 5 Mark. 3n Bad Cooben a. d Werra fordern die Hotels 5 biS 6 Mk. bexto. 5.50 biS 7 Mk. der höchste Preis, der in dem Prospekt genannt wird, ist 8 Mart Die lleinen Städtchen an der Obettoefer. zwischen Hannoversch-Münden und Hameln, dem schönsten Wandergebiet im Tale deS Flusses bieten sehr billige BerpflegungS- und UnterkunftSmög- lichkeiten. — 3n Hann.-Münden, dem romantischen allen Städtchen an Werra- und Fulda - , Luftkurort, Sommerfrische )agdhau5,, Hubertus" zusammensluh. fordern die Hotels für ein Zimmer mit einem Bett 130 biÄ 3 Mark und 4.50 Mark Dolle Penlion ist in einzeinen Häutern ichon für 5 Mark zu haben. 3n Hölter tsorveo Holzminden. Polie und auch Bvderrwerder. dem etcmmtln des Frei Herrn v Münchhau'en. finden wir Prei'e in ungefähr gleicher Höhe Pensionspreise im dtllqäu. Wir ergänzen heute unsere Zusammenstellungen über die Preise in deutschen Kurorten mit einer Hebert,chi auS dem 201 gOv öin Dast- stältenführer für das Bayerische Allgäu enthäll die Preise nahezu aller Sur- und Erholungsorte de- Dein et es Rach M.-tem Führer find in ben Heineren Orten fchon für wenig f^eid Unterkunft und Derpslegung zu finden. So ne men Altstädten. Turfltxrq Nllteiberg Ottobeuren. Rvhhaup- ten und andere Bettprei'e von 80 Pfennige oder 1 Mart bti 1.50 Mark. 3n diesen kleinen Orten verbilligte Reisegelegenheiten. Dah die Reichsbahngesellfchast mit Erfolg bemüht ist. alS privates Bertehroinstitut Prak- tifche Berte hr» werbe Politik zu treiben, zeigt ein Ueberbltcf über die für die bevorstehende tommer- liebe Reise-» DcntwchlttndNgröUtee Jod-Bxid bei Arterien vcrkalkunit. Nerven-, Stoffwechsel- und Frauenleiden. 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Cncfuloft, ÄachUiS ula HrblealaatcboUtec «Solautflca V ibtam . «stail- a. ®st eS noch möglich, nach dest-mmten ^e .chtSpunNcn zu wählen. 3etzt noch läßt sich das fchl.m.re «Ae- heye einer cknllche.dung im letzten .. i. iM.rf vermeiden Man ist noch nicht angewiesen auf einen zu teuren, einen ungeeigneten Piatz. den man aufsuchen must, weil n d>id anderes im Drang ber letzten Stunde mehr zur Verfügung steht 3ctzt vor allem hat mar. die Möglichkeit. In Ruhe d.e Freude der Wahi^und tv£- Pläne- machei.s zu geniesten. Diese r.reube ist eint seelische Hllse. die auch über schwere Wochen hinwegbringt, und die nicht verloren ist. selbst wenn — nichts auS den gesponnenen Plätren werden sollte. Die Freude der Erwartung, die daS Äinb wochenlang vorher von Weihnachten träumen läßt, ist ;m gle.chen Mast - nur aus anb.Tc Ziele gelenkt — auch beim Srwachlenen vorhanden ?lud> er must, um zusrieben zu sein, etwa» vor sich haben, r er auf er sich heuen kann. Unb wenn eS wohl hcistt: to.rtii4> schön sei an einer Reise nur die Vorfreude und die Erinnerung, so ist die Bortreude sicher nicht da« kleinere d.eser beiden ®uUr. Die Wahl deS LommcrausenihalteS hängt im allgemeinen erst in zwe ier Vinte von gesundheitlichen Desichtepunkten ab. 3u erster Linie leiten meist andere Ueberlegungcn die tSe- Badeschriften sowie Angabe billigster Bezugsquellen für das Mineralwasser durch die Kurverwaltung Hrut an unD für sich gthmben Aatur im | eaufe des Lt^drjahres anflefimmrl: ho: Allen 1 liefen Menschen farm man, Venn sie fragen, wohin 'ie im Sommer gehen sotten, nur am- ! Dorten: gehet hin. wo es euch gefüllt: Demi nur daS Moment de» subfektiven Behagens iß hier auZichlaggebend In zahlreichen anderen Fällen find Lieber- legungen gesundheitlicher Aatur vonnöten. jxim i ichk ein Miherfvlg des Sommeraufenthatte» sich cinstetten soll. Äcfcrt jemand vom Sommer- aufenthalt heim, nervöser al» er fort ging konnte er dort die Luftveränderung nicht vertragen, keinen Schlaf hnötn, hat sich der richtige Appetit nicht eingestellt ufto.. fo tft Daran häufig die 'Dahl eines gesundheitlich nicht geeigneten Aufenthaltsorte» schuld Der Ärarfe muh diele wichtige Frag« — denn ein ganzes Jahr Wohl- behagen Mngt davon ab mit dem 2Irjt ve- fprechen, der ihn kennt. Aber auch der n cht eigentlich Äranle, der Erholungsbedürftig« muh vermeiden, waS ihm nicht gut tut. II Die beiden ®jtre:ß«. Gebirge und Verden von vielen Gesunden in glercher Weis« gunftig empfunderu Die Dahl ist oft eine örtlich« Frage, in Dem Da» näher Gelegene bevorzugt ro:rh. Sin Aufenthalt im Hocha^br^e erfordert von vornherein eint gewisse Anlnengung. die zarten und KLnkliche-a Tlaturen nicht immer gut lut. Die dünnere, d. h die fauerftoffärmere Lust de» Hochgebirge« ruft Veränderungen Im Blut ► erfror. Sie bedürfen einer gewissen Zeitspanne. Ki« sie sich au-gealichen haben. Daher die Sr- cheinung. daß sich jemand Die erfte Zeit im HochgZ'irge recht ungemütlich fühlen kann, und das, Dann erst eine günstige Wirkung De» Aufenthalts zu Tage tritt. Auch viele Leute, die an Den Besuch des Hochgebirges gewöhnt sind, ziehen e» vor. nicht sog lei- bedeutendere Höhen aus- zusuchen. sondern er ft einig« Zeit aut ömge- wöhnung in Den Vorbergen zu bleiben. Sie werden Dann auch eher von den Erscheinungen 'eichlerer oder schwererer Bergkrankheit verschont. SS ergibt sich also von selbst. Daß Hoch- gebirgsautenthalt von kurzer Dauer für sehr \arte. sensible, nervös« Menschen in Der Hegel nicht zu empfehlen ist. —- wenn auch andererseits nicht geleugnet werden soll, bah manchmal in bet Ortnartcn eine gute Wirkung eintritt. DaS ist ja bei nervösen Störungen häufig so. datz geruix ha» Unerwartete und Unvorhergesehene rrfolg bringt. Leute mit ausgeprägter Arterio- 'klerof«'. oder anderen Gesätzerkrankungen. schwe» .en nicht völlig ausgeglichenen Herzfehlern. ae- hören nicht in» Gebirge Für Menschen. Die ihre leicht zu Katarrhen neigenden AtmungS- organc abbärten wollen, kann Da» Gebirge Ausgezeichnete» leisten Für Lungenkrank: uftn. kom- i.'n aber nur die winDg.Ichühten. lonnmbe- firaHten Kurorte In Bet rächt TAe Sonne spielt wie tm Hochgebirge fo auch an Der See eine hauptsächliche Rolle für Die Wiedererlangung der Gesundheit. Man kann Dort im Sommer ungleich mehr Sonne vertragen al» in Der Stadt oder auf Dem flachen Land, weil Die betoeatrre kühlere Luft eine HmsempsinDung nicht au ff om men säht. Die viele Sonne oder wenigsten» Da« uneingeschränkte Licht übt auf die Seele De» Bedrückten einen erhebenden und . > • in gleichem Mahr vielleicht nur noch Die Sonne De» Hochgebirge«. Die Seeluft mit ihrem stetigen Feuchtigkeitsgehalt, ihren» vollkoinmenen .Freisein von Staub und Ruh und Rauch, wir'» besonders günstig auf ReizungSzustände in Den Luftwegen. Die Schleimhäute der Atrnung»ovgane werden ebenso abgehärtet tote auf der anderen Seite Da» Rerven- shstem eine Kräftigung erfährt. Eine anfängliche GetoichtSabnadme. die an der See oft zu beobachten ist. Darf niemaaDen erschrecken: bei rasch gesteigertem Appetit toirD das ursprüngliche Gewicht unD mehr in wenigen Sagen wieder erreicht. Vorzügliche» leistet ein Aufenthalt an Der See bei Rekonvaleszenten von schwer:» oder langandauernden Krankheiten, bei Skrofulose und Rha- chiti». bei Blutverlusten und ErschdpsimgSzustan- btn. Reuerdings ist man mit Erfolg Daran gegangen. die Sonnenwirkung, die bet der Tuberkulose- beha.'.dlung im Hochgebirge so ^lu-geAcichnete» bewirkt, auch am Meer erhöht zur Behandlung der verschiedenen Tuberkulofeformen zu benühen. Die Seeluft erweist sich auch für solche Menschen günstig, für die Seebäder nicht geeignet sind. Seebäder stellen infolge ihrer Aeizw rlung, die auf den Salzgehalt Den Wellenschlag. die niedrig: Temperatur zurückzufuhren ist, grobe Ansprüche an Den Körper. Bei gesunden Personen reagiert der Körper auf den Reiz durch Festiaung seiner Widerstandstraft. QIbb düng gegenüoer Witte- rungSUnslüssen, elastisch«» Spielen der Hautgesähe. Für schwächliche Leute 0.. legen. Herz- und Gefast- leidende, Gicht- und ltterenkranke. Leute mit Vungenertoeiterung, gewissen Mageneriranktmgen, mit grober Eiupiindlichkeii deo RervensyslemS sind Seebäder nicht zu empfehlen, zum Teil direkt zu verbieten. Auch ganz gesund: Leute freilich können durch Den tn-•nyjbjd)haten bieltr von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn gelesen, ein Zitat von Leopold Lchefer Äretqntoiträifel 9 16 Vt c 0 LP Sn in 15 25 *4^9 1. Bon link» nach recht« : 2. tfrbfenhmg; S. Teil des Hagre; 8, sibirischer Strom; 10. florperoraan; 12. „lächenmaß, 13. Lebensende 15. weiblicher Personenname. 16. Schweizer Kanton, 17. Gedichtform; 18. englische« ‘Bier, 19. Naturerscheinung; 21. Berg in Griechen- tanb; 23. Flust und Gebirge in Rußland; 24. griechische Göttin; 26. ^lebenflust be« Rhein»; 28. grd- fiere Anzahl von Tieren. 3". wie 10; 33^ elternloses Kind; 34. Stadt in Schweden; 36. Fluh in ifrantreid); 3tz. russischer Politiker (t). 2. Don oben nach unten: 1. Kraftmaschine; 3. Bergweide. 4 biblische jreuengeftaU; 5. rumänische Münze. 6. 'Bolls- stamm: 7. Thijifinflrumcnt; 9. Nebenfluß der Saale: 11. Lebensmittel; 12. iiestsaal 14. türkischer Herr- schertüel; 16. Herrschertitel, 20. Teil des Flusses: 21. Draht- oder Zwirnschlin«; 22. Tafelsisch; 23. Pa pst na me. 25. deutschr Strom; 27. Gärungsmittel; 28. Raubfisch; 29. Aggregatzustand des Was- ier<; 31. Hoherpriester; 32. Ansturm, (ö = ein Buchstabe, LrdnungLrätsel. Aroma — Afone — Knote — Kokon — Meran Vorstehende fünf Wörter bringe man in eine andere Reihenfolge, es ergeben alsdann die zweite und vierte Buchstabenreid«. beidemal von oben nach unten gelesen, eine andere Bezeichnung für den htini. Ablrennrälsel. Pferd - Ischl — Flaez — Asten — Abend Wenn man jeden Wnfanas- und Endbuchstaben vorstehender fünf Wörter sauen läßt, und die verbleibenden je drei Buchstaben bann richtig anein- kmdersestt. ergeben diese einen Kalendertag Im Juni. Leistenrätsel. Werden die Buchstaben in obiger Figur ander« in diese eingestellt, so ergeben die Querleiste eine Stadt in Palästina, und die drei Längsleisten je eine stad: in Schlesien. Brandenburg. Äctflert^rg und Thüringen. Die lauten diese' Vexierbild W» ist der große Bruder* stuflöinngcn Kreuzworträtsel HUH mra n Sllbenrätfd. 1. Lotus. 2. Ehe, 3. Rüpel. 4. Nudel 5. Esra; 6. Base; 7. 3bar, 8. Eule; 9. Lasso; 10. Sittich. 11. Ahnung; 12. (Balmei; 13. Erwin; 14. Ware — Lerne oiel, jage wenig, höre alle? — Rölielfprung Last ab. mein Herz, von Klagen und Sehnen. E» scheint die Sonne durch Regen und Tranen trs ist kein Leden davon befreit: Lin jede» bat seine Regenzeit, Und Tage, trüb und traurig. UongfrflotD. Ausziehrätset. Wanderbursch — Geländer — Pfingsten — Pastete — Lager«, Bruchstückaufgabe. Eden. Rain. Dau«, Brei, Ewer, Emir, Ried. Belt, Oak. Wind. Lohe. Eibe — Erdbeerbowle. — Anagramm. Lampe — Ampel Die Narrenkappe. Splitter unD Sparren vorn ReDakttonStisch. Die ersten weißen Haare. Veronika Walz wühle di« Ehre wohl zu schätzen, Haushälterin bei dem berühmten Dichter Gregor Mayer au fein- Sie war Überzeugt, einst in Der Biographie ihres Herrn Seite an Sette mit Ihm genannt zu werden. Seit einiger Zeit fand st« des Morgen» beim Aufräumen De» Schlafzimmer» stet» einige weihe Haare auf dem Tottettetifch De» Dichter». Sie fand e» ganz in Der Ordnung, bah er ste sich au»rupfte. Richt ohne Rührung betrachtete ste die ersten Alter»« boten ihre» Herrn, die ste in der Folge stet» sorgfältig auf la 4 und tote ein Heiligtum in einem Kästchen verfchloh, um ste der Rachwelt zu erhalten. Weniger forgfam verfchloh ste ihren Mund. Und fo er'nhr der Mufcum»direktor Müller, ein glühende Verehrer de» Meister», hiervon und kauft« ihr die Hälfte de» schon ziemlich ansehnlichen Haar- vorrcl» ab, der ste nicht widerstehen konnte. Halte Mayer davon erfahren? Wie dem auch fei: Sines Tage» war die Quelle verstegt und kehrte nicht wieder. Auf dem Toilettetisch des Gefeierten fanden sich keine weihen Haare mehr. DaS war von dem Tage an, al» er sich einen neuen Rasierpinsel gelauft hatte. E W. Strahensperrungen mltgetellt vom Oberhessischen Automobil.Tlub E. v., Gießen. Welche Strecke wird gesperrt? In welchem Strafoenjug liegt bie Strecke? Für welche Fahrz. erfolgt die Sperrung? Voraussicht- llche Dauer der Sperre Umleitung Ortsdurchfahrt vder-Roßdach Friedberg - Homburg alle Fahrzeuge bis 10. 7. Fauerbach - Bruchenbrücken - Niederwöllstabt Robheim 0. d. H. - Köppern Niebcrschelb - Burg Wehlar-Dillenburg-Siegen M 22.6.-28. 6. Burg - Donsdach - Dillenburg viNenburg - Sechshelben n tf 24.6-2.7. Dillenburg - Donsbach - Haiger Unterfeibertenrob - Ober- feibertenrob Ruppertenrod - Ulrichstein N 28.6. 3 Wochen über Stumpertenrod Wölfersheim - Wohnbach Wölfersheim - Cangsborf 99 20.6.-28. 6. über Berstadt Abzweig Dors - Gill Abzweig Münzenberg L*i