Nr. I\ Erster Blatt 177. Jahrgang Sreltag. 25. MSrz 1927 tr|d)etm tägltcb,oußn Sonntag» und ^tienog*. Beflogen: •tefcener Familien blätter Heimat tm Bild Die Scholle Äoeau-Bejngsprels; 2 fRti Der Preußische Landtag setzte die allgemeine Aussprache zum Innenministerium fort. Minister des Innern, Grzesinski), erklärt: Die preußische Regierung arbeitet mit der neuen Reichsregierung bis her genau so einträchtig zusammen, wie mit jeder früheren. Das liegt zum Teil daran, daß auch die neuen Herren im Reick-e wissen, daß nur mit Wasser gekocht wird und bann, daß jeder sich im Rahmen s e i n e r Z u st ä n d i g k e i t hält. Unb jo wird es auch bleiben. Preußen niacht mit seinen parla inentarischen Körperschaften seine Gesetze, führt die Reichsgesetze aus unb fuhrt seine Verwaltung und Personalpolitik im Sinne ber beftebenben Reaierungs toalition. Es geht hier wie die ganzen Jahre in Preußen dank der politischen Einsicht ber bisherigen Regierungsparteien alles ruhig seinen Gang weiter in der Richtung der Festigung ber heutigen republikanischen Staatsform im Interesse ber Wie- Derausrichi mg unseres Staates zum Wohle des ganzen Volkes. Unser Volk bat in seiner Mehrheit nun einmal die Ueberzeugung gewonnen, daß die Republik dtc Staatsform ist, die allein heute die v'-ewähr für innere Ruhe unb Ordnung bietet und damit die Voraussetzung auch für den wirtschaftlichen Aufbau DeutschlcmDs ist. Ich muß die llntcrfrellung zurückweisen. daß hier in Preußen lediglich das Parteibuch bet der 2krnmenuefei)ung entscyetdek. (Gelächter rechts, j Mir ist ein charaktervoller tüchtiger Beamter lieber als einer, der aus Besch vceungs- grünben feine politische Uebergcugung wechselt. Ich lest« in erster Lime auf die Tüchtigkeit des Beamten. Der Beamte fann im übrigen denken was er will. Ich muß über von ihm verlangen. daß er in seinem öffentlichen uf tret en den ‘Satt und die Zurstckhai'ung an den 5og legt die von ihm als Beamten fett öftere ber verlangt Worden ist. Ebenso wie bei den Offizieren der Schupo, muh ich bei den politischen Beamten verlangen, dah bei der dienstlichen Betätigung die staatsbejahende Einstellung des Beamten zum Ausdruck kommt. Der Staat unb seine Einrichtungen stehen fest. Schließlich haben ja auch die Kreise der Wirtschaft eingesehen, daß es sich in der Republik ganz gut verdienen läht. lind nachdem die Drutschnatisnalen im Reiche die Verfassung beschworen haben und ihren Schwur halten werden, haben sie vorerst mit ihren Wählern zu tun. um chnen ihr Tun plausibel zu machen, statt an etwas anderes, etwa an den Umsturz zu denken. Abg. Severing lSoz.): Ich wollte die große Koalition, damit wir Versassungs- reformen durchsetzen konnten, denn mit einer Stimmenmehrheit kann man ein so großes Werl nicht fördern. Die D. Dp. sollte in die Regierung einbezogen werden, aber sie ist draußen gs- blicoen. Dir Bereitschaft der Sozialdemokraten zu einer großen Koalition und zu einer Unterstützung ber Regierung der Mitt« fei lediglich durch das Verhalten der Volkspartei nicht zur Auswirkung gelangt. Roch heute seien in der preußischen Regierung die deutfchnationalen Beamten in der Mehrheit. Zweifellos müsse man immer mehr dahin kommen, nach der Qualifikation eines Beamten zu fragen. Die Verwendung der Mieterhöhung in Preußen. Berlin, 25.März. (WTD. Junkjpruch) Laut „Germania" ist in Preußen zwischen den Regierungsparteien über die Verwendung der Mieterhöhung um 10 Prozent eine Vereinbarung zustandegrlommen. wonach die Zinssteuer nur bei den Häusern, die vor dem Kriege mit mehr als 45 Prozent ihres Wertes hypothekarisch belastet waren, um 2 bis 8 Prozent erhöht wird. Aus diese Weise wird aus der Erhöb'ina am 1. April ein Betrag von nun« lettene 120 Millionen tut Jahn für die öffentliche Hand sichergestellt. Von dem Mehr- t: trag der Hauszinsskeuer sollen s . für den Wohnungsbau verwendet toerben. während 1 den Gerne i üben überwiesen tverden feff Das Rsichsschuigesetz. Tic Horderimgeu der evangelischen Kirche. Berlin, 24. März. (Wolfs.) Zu chut Aussprache über dos Reichsschulgeseh hatten üch gestern abend aus Einladung des Evangelliichen Pressederbandcs für Deutschland eine große Anzahl von Parlamentariern, ferner die Mitglieder des Dcuttchen evangelischen Kirchenauslchusfes und Vertreter der Lehrerschaft und der Berliner theologischen Fakultät im „Rbeingold" eingesunden. Der Reichsminister des Innern Dr. v. Keudell und der preußische Minister jur Wiisenschaft. Kunst und Volksbildung, Dr. f_>. Becker, waren persönlich zugegen. Die Aussprache über das Reichsschulgesetz wurde eingeleitet durch den bayerischen Kirchenpräsidenten. D. V eith - München, der betonte, daß das Mißtrauen endlich verschwinden müsse, als ob es in den Beziehungen zwischen Kirche und Schule um irgendwelche Mochtsragen gehe. Es Handke sich um eine gemeinsame Arbeit im Geiste gegenseitigen Vertrauens. Die Kirche sei die letzte, die den Fortfall der geistlichen Schulaus,icht bedauert. Für das kommende Reichsschulgesetz lautet die Forderung der evangelischen Kirche: Für evangelische Kinder evangelische Schulen, nicht im Sinne der Unterdrückung der anderen verfassungsmäßigen Schularbeiten. Es solle den Eltern unbenommen bleiben, sich ihrer zu bedienen. In der geschichtlich gewordenen chr ist - lichen Simultanschule sei, zumal in Gegenden besonders starker Konfessionsmischung, etwas Wertvolles zu erblicken: aber wo immer die Vekenntnisschule gewünscht werde, müsse ihr freie Bahn gegeben werden. Die angeregte Erörterung brachte bei mancher Verschiedenheit der Auffassungen den Millen zur gegenseitigem Achtung und zur Lösung der Fragen im Geiste gegenseitigen Vertrauens zum Ausdruck. (ßeldftraje für einen Führer der Reichsbankgläubiger. .Berlin, 24. März. (WTB.) Wegen unbe- fügtet Geldfammlung ist hier ber Prooin- ziallanbtagsabaeorbnete Beer, einer ber Führer ber sog. „Reichspartei für Aufwertung unb Recht", Deren Angriff« a u f b e n Reichsbankprä- f i b e n t e n zu verschiebenen Verurteilungen wegen Beleibigung geführt haben, zu 600 Mk. Gelb' ft r a f e verurteilt worben. Beer hatte nach ber Verurteilung des Vorsitzenben ber Organisation in einer am gleichen Tage abgehaltenen öffentlichen Versammlung sowie in dem Organ des Verbanbss bie Mitglieber aufgeforbert burch Gelbspenben ben Strafbetrag oufzu bringen, eine Aufforberung, bie nach ben strafgesetzlichen Bestimmungen u n ; u l ä s s i g ist. In ber Begründung heißt es, bas Gericht habe lange geschwankt, ob nicht ber Angeklagte mit Gefängnis zu bestrafen sei: denn es seien bei ihm k e t n e i b e a le n Gesichtspunkte vorhanden, fonbern es hanble sich um einen ber Fälle, m Denen aus eigennützigen Motive n bie Unruhe in ber Bevölkerung infolge Des Ausganges ber Inflation weiter aufrecht erhalten ;mb nerffär'i mürbe? Gewerkschaften und Arbeirszeilnolgesetz. Berlin, 25. März. (Priv.-Tel.) Reichs- arbeitsminister Brauns empfing heule nachmittag die Vertreter der freien Geweillchaften unb des freiheitlichnationalen Gewerkschafts- ringes, um ihnen Kenntnis zu geben von den Abänderungsvorschlägen der Reichsregierung zur Arbeitszeit Verordnung vom Dezember 1923. Wie das Rachrichtenbureau des VDZ. hört übten die Vertreter der Gewerkschaften an Dem vorliegenden Entwurf lebhafte Kritik und erklärten, daß daß der Entwurf der Reichs- legicrung für die Arbeitnehmerschaft keine befriedigende Lösung des Arbeitszeitproblems k-arsteNe. Eine Rundfunk„predigt" Crrspiens. Berlin. 24. März. : vttv.-Tsl des G. A., Die vielfach in ber Oeffentlichkeit stark Irüifterte Predigt". Die der linkssozialistifche Abgeordnete <2 r t f t> i e n am vergangenen Sonntag bei der Morgenfeier der treireligiöfen Ge » in eind c im Berliner Rundfunk hielt, und die sich -hier parteipolitischen Provngandarede «k- stattete, ist Gegenstand einer Aussprache im interfraktionellen Ausschuß der Regierungsparteien im Reich gewesen. Ein Beschluß ist in der Angelegenheit noch nicht gefaßt worden. Man gIB.) Der hollän bisch-belgische Vertrag über die Sdjehemanbung würbe >c>n ber niebs'-iändifchen Ersten Kammer in namentlicher?1bstimmung mit 33 gegen 17 Stimmen I abgelehnt. Außenminister 2khi van Karne - beek. ber Baler des Bectrages, hat ber Königin seine Demission angeboten. * Die Ablchnuna des Scheldeverrrages durch die holländische Erste Kammer hat in amtlichen Kreisen Belgiens lebhaftes Bedauern ausgelöst. Man beklagt insbesondere, daß die so zustande gekom- menc Entscheidung zur Folge haben muß, daß für die Zu kirnst eine weitere Entwicklung in Der Zu- iainmenaroeit ber beiden Länber auf Dem Gebiete Der internationalen Politik unD insdesonbere im Rahmen Des Völkerbundes unmöglich gemacht wird. Die öffentliche Meinung Belgiens äußert sich für Aufrechterhaltung ber belgischen Ansprüche in ooUem Umfange bes Vertrages, da es sich um Lebensfragen handele, von denen bas wirtschaftlich« Bestehen des Lanbes abhangt. Kleine politische Nachrichten. Der Herr Reichspräsident empsing gestern nachmittag den Rcichsminister der Finanzen Dr. Köhler zum Vortrag über finanzpolitische Fragen, sowie den Reichswehrminister Dr. Gehler, ferner den deutschen Botschafter in Rom, Freiherrn v. R e u r a t h. und den? deutschen Gesandten in Helsingfors, Dr. Hau - schild. Entsprechend der allgemeinen Erhöhung der Mieten ist der Wohnungsgeldzuschuß für die Beamten jetzt ebenfalls um 10 Prozent erhöht worden. In Preußeii erhalten die Staatsbeamten den Mehrbetrag bereits zum 1. April. 3m Reiche wird der Mehrbetrag Den Beamten zum 1. Mai gezahlt werden., da der Reichshaushalt noch nicht verabschiedet ist. * Der Kaufmann Albert He y d e n r e i ch aus Ludwigshafen wurde vom französifchen Kriegs- a e r i ch t in Landau unter Ausschluß Der Ooffont- lichkeit wegen Berrates militärischer Geheimnisse und Pahvergehens zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten verurteilt. Heydenreich soll angeblich in den Jahren 1923 bis 1925 in Mannheim und München militärische Geheimnisse der französischen Besayungsarmee verraten und Die Rheinbrücke rn Ludwigshafen ohne im Besitz eines Personalausweifes zu fein, pasfiert haben. ♦ Der „Demokratische ZeitungSdienst" verbreitet eine Meldung, wonach der Vorstand der Deutschen Studentenschaft 15 000 Mk aus einem Fonds, der als Grundstock der „Ge- sallenen-Gedenkstistung der Deutschen Studentenschaft" bestimmt war, für feine Geschäftsführung verwendet habe. 3n den Dlät- lern, die diese Nachricht abdrucken, wird Der Vorstand der Deutschen Studentenschaft aufgefordert. sich zu diesen Behauptungen zu äußern. Von Der demokratischen Reichstagssraktion wird geplant, einen Gesetzentwurf einzubringen, durch den Der Schutz vor gesellschaftlicher Aech- tu n g politisch Andersdenkender gewährleistet werden soll. Kunst und Wrsie Fchast. wie Beethovens Geburtsslabt den hunbeitjährigen Todestag des TNeisters begeht. Die bedeutendsten Beeethooenseiern. Die aus Anlaß des hundertjährigen Todestages des großen Meisters begangen werden, wird bas A11g« meine deuts ch« Beerhovenfest — 21. bis 26. Mai — in ber Gcburtsstadt Beethovens in 'Bonn. sein. In Bonn wurde Beethoven am 16. Dezember 1770 geboren. Roch heute fann man das Zimmerchen besichtigen, in dem feine Augen das Licht biefer Well zum ersten Male iahen Man wirb von einem eigenartigen Gefühl ergriffen, wenn man diese niebrig«. kleine Dachkammer betritt AiaW unb büfter finb Sie Wände ausgetreten und morsch die Dielen des Fußbodens. Aber Dort au dem kleinert Fenster ber Kammer stehr eine Marmorbüste bes Meisters gerabe an ber Stelle, an ber damals seine Wiege stand. Und vor unb neben ihm liegen große, feierliche Ruh rrev'ränze. Der Besuch in dieser Meinen Dachkammer ist einer der gewarrigsten Einbrücke, b’f man je an historischen Stätten in Deutschlanb hat. Gerade diese ärmliche Einrachheit des Raumes, bieir unenbliche Nüchternheit ber kahlen, falten Wände wirkt ro eigenrumlich gegensätzlich zu ber strömenden menjchKchen Wärme, mit ber jene Marmarbuste bes Genies bie nübrige Kammer zu erfüllen scheint. Das Becthovenhaus enthalt auch ein Beethoven- archiv, bas am Tobestag feierlich eröffnet wirb, dazu kommen. Fast alle Bilbnisie unb Büsten, die von unzähligen beutjchen und ausländischen Kunst lern angefertigt wurden, sind in Originalen ober Kopien bzw. Abaüssea in biesem Museum zii sehen. Auch bie Handschriiten, bie Briefe, bie M isikinstru- mente bes Schöpfers ber 9. Sinfonie unb ber Oper „Fibelio" kann man betrachten. In biesem Jahre bes hunbertstcn Todestages Beethovens werben es sicherlich Unzählige jein, bie sich bie Geburtsstätte des großen Genies anschen werden unb bie ber be- beutenben Feier beiwohnen werben. Deutschlanb auf ber Lyoner Beethooen-Gedenkseier. Auf Einladu.ig d«S iranzosi chen Unterrichts- Ministers Herriot in feiner Eigenschaft al3 Bürgermeister von Lyon begibt sich der Bon n e r © t r. D11 a t Bädors nach Lyon zur Teilnahme an der Beethoven-Feier Der Stadt Lyon Der Bonner Oberbürgenneifter hatte Herriv zunächst mit geteilt, daß die Tei^nahnv Bonns im Hinblick auf die fortdauenide ^e schlag- nahme der Goethe-Andenken aus dem Frankfurter Archiv, die im Jahre 1914 zu der großen Ausstellung nach Lyon geliehen wurden nicht angängig fei. Den Bemühungen Herriot^ ist es nunmehr bekanntlich gelungen, die Zurü c* gäbe der Goethe-Andenken durch bie franzö fischen Behörden durchzusehen. Bcethooenkeler in der deutschen Gesandtschaft Kopenhagen. Der deutsch» Gesandte und Frau v. Harfe! gaben aus Anlaß ber 100. Wiebcrkehr des Lobes tage» Ludwig van Beethovens in ber Gefanbl schürft einen musikalischen Abend, zu dem etwa 150 Geladene erschienen waren. Unter den Gästen befanden sich Prinz und Prinzessin Vig- g o von Dänemark mit zahlreichen Damen und Herren der Hofgesellschaft. Ministerpräfident Madsen-Mygdal. die leisten Minister mi' ihren Damen, ferner Vertreter der Ministerien iowie die Damen und Herren des diplomatischen Korps. Mitglieder der Gesellschaft für deutsch- Dänischen Kulturaustausch. Vertreter der dänischen Musikwclt und schließlich Vertreter ber dänischen und der deutschen Presse. Das Programm bestand ausschließlich aus Beethovensche. Mukik. Gustav Jrenjfen in Oslo. Der Dichter Gustav Frensfen wellte einige Tage als Gast des Deutschen Geschäftsträgers Dr. Jordan in Oslo, um deutsche und nor- wegifche Freunde zu besuchen. 3hm zu Ehren gab der Geschäftsträger ein Essen, an dem u. a. der Prä iv-mi der norwegischen Rationalversamm- lung, E. 3. Ha m b r o , und der Vorsitzende des norwegischen Schrißstellerverbandes. Peter Egge, teilnahmen. Am gleichen Sage fand ein 5anriltenabcnD der deutschen Kolonie statt, auf dem Frenjsen launig und schlicht von feinen Eindrücken und Erlebnissen bei den Deutschen in Amerika erzählte. Der Besuch schloß mit einem Abendessen beim Pfarrer Der deutschen Gemeinde. Dr. Günther, ab. auf dem zahlreiche Vertreter der Universität Oslo und der akademischen 3u- genb Gelegenheit ha'len. den Dichter zu begrüßen. Aus aller Welt. Schulslreik in Schwedt a. d. 0. 3n Schwedt hat ein Schul streit eingesetzt. Die Stadtverordneten hatten vor einer Woche das Gymnasium in die Räume der Mädchen- Volksschule zu verlegen' beschlossen, well die jetzigen Räume d4s Gymnasiums für den Schul- betrieb nicht ausreichten. Da das Gebäude der Vollsschule aber neuzeitlicher und besser ist. als die jetzigen Gymnaiiumsräume. sind die Eltern der Bolls chülerinnen mit dem Tausch nicht einverstanden, weil sie für die Gesundheit ihrer Kinder fürchten. Um ihrem Protest mehr Rachdruck zu verleihen, haben die Eltern die Kinder .vom Schulbesuch ferngehalten. Der Schulbelrieb ruht vollständig. Etwa 450 Kinder find von dem Streik betroffen. Der Minister ist von dem Streik durch ein Telegramm benachrichtigt worden. Der Streik soll vorläufig einen Tag Dauern, wenn nötig aber für längere Zeit wiederholt werden. Di« Revision des 3uroelenräu6ets Spruch verworfen Der zweite Strafsenat des Reichsgerichts beschäftigte sich mit der Revision des Angestellten 3ohannes Spruch, der wegen De3 aufsehenerregenden Raubüberfclles auf ein 3uwe!engeschäft am 25. September 1926 in der Tauentzien-Strahe in Berlin vom Dortigen Schöffengericht am 17. Rv- vember zu fünf 3ahren Zuchthaus unb fünf 3ayren Ehrverlust unb wegen unerlaubten Waffenbesitzes z u einem 3ahr Zuchthauverurteilt worden war. Gegen die Verurteilung wegen unerlaubten WaffenbefiyeS hatte Spruch Revision eingelegt, die aber vom Strafsenat verworfen wurde. Schweres Fuhrwerksunglück — 3 Personen getötet. Bei Elmshorn (Holstein) scheuten die Prerde eines mit 6 Personen besetzten Fuhrwerkes. Die Insassen, die von einer Sonfinnationsfeier zurückkehrten, suchten sich durch Ab pringen zu retten. Dabei erlitten eine Frau und ein Ehepaar so schwere Der letzungen, daß sie kurze Zell darauf ftarben. Der einen Frau waren bei dem Sturz die Haarnadeln in die Schädeldecke gedrungen. Daldbrand Im Spessart. In der Gemarkung Röllseld bei KlinHenberg entstand am Dienstagnachmitiag ein größerer Wald brand, dem infolge des herrichenden scharfen West windes drei bis vier Hektar Wald zum Opfer fielen. Der Schaden ist sehr erheblich. Es wird vermutet, !xiß Der Brand infolge fahrlässigen Ab brennens einer Hecke entstanden ist. Ein unmensckflicher Batet. 3n Stetten am Kalten Markt fiel es dem Leichenbefchaucr auf, daß ein Maurer innerhalb dreier 3 ahre das dritte Kind bv.rd) den Tod verlor unb daß die Leiche jedes Kindes bis auf Haut und Knochen abgemagert war. Durch ärztliches Gutachten wurde festgestellt, daß der Va:«r. ein notorischer Trinker, das Kind buchstäblich verhungern Heß unD auch schwer mißhandelte ^'2tzcrVirraüoiage. WechjelnD bewölkt, etwas wärmer und stellenweise Niederschläge. Gestrige Tagcsiempetaturcn. Maximum 10,6 Grad Celsius. Minimum: 3,5 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: 1,2 Grad Celsius. Wder - ZJ5 StMhetUer nuten" für fiirW Saalbau Saue ä; lafliibinö a u laazbühne in dm grohe ftauÄ die Sä - Der E stattet am 3or mtttenabcnd. r Strfen |"prid)l. $er »i'6‘L »i«I SÄ' j s ? ® ■'lJA Ml'chu i ? 'eben. Das l 'umer w> bis b-u'e nach nerlehr auf d sicher " Berfa ajiH6 -düngen, wurde aui |eim hr. Aus d Lnsuche, die bi lifästn Stier; angefteiH hübe, zuipnchen. ®e am Sonntag J rufenen Äünftii gelungen, roieö kitchenmuf Sonntag Loeta StoMfird)«), 31 Übend von de der Mallhäusg 3amtn Hedwig iopron), 3. S ^ammermuftfq 'm. unb jun., der Organist bi 3um Vortrag Duette von B Mes Nähere if yn Umgang e M bofan, d roü 'm zur würdig«, Dßolh Mrz, vo! bienslete Ehr iahr. Tiehl ^iegsteililehr -amte er fein ®wre Altvet. ’wrbe im 5>er g Aüdd mtigen Un Onbet durc ♦Sinder mit ^0, eine Srs Sczanftaltsna tooxf* eti großem an»- gcnommm Kreis Marburg sch Marburg. 2* März. Der Hau»- daltSplan der Stadt Warburg für 1-27. der in der nächsten Ätzung zur Beratung ftehen wird. schließt in Tiima-mc und Ausgabe mit 3 016 0& Mk ab während sich der Bvranschlag für 1926 in Einnahme und Ausgabe auf 2 576 Oto Mark stellte Dorausfichßftch schlicht die Einnahme 1926 mit 2 847 616 und die Ausgabe mit 2 846 770 Mk. ab. An Ausgaben sind un Dvranfchlag 1927 vorgesehen Allgemeine Verwaltung 126 300. Polizeivenvaltung 17500, Bau- ixnoaltuna 82 640. Betriebe und Unternehmungen 128 180. Schulen 773 015, Zäunst und QD.ffen- schäft 21 675. Wob'.sahrt-psleg« 626 000. Finanz- Verwaltung 700 6-0 Besoldungen 540 000 2RT TiUfrcie. bl Hörbuch (SHllfrn»». 24 Marz Mit der Welioration unserer D-ehtoeiden wird tn aller Kürze begonnen werden. SS handelt sich um ein Gebiet von rund 14 Hektar, da« unter Inanspruchnahme von Mitteln auS der probul- titxn Lrwerbeiofenfürforgc meliorifiert werden soll. Dabei Hnben alle untere Arbeitslosen Beschäftigung. Maingau. WSD. Frankfurt a. Ul., 24 Mära Au» Boppard a. Rh. wird gemeldet: Wie erst jetzt belannt wird, fuhr der Personenzug Frankfurt Mains-Köln tn der Dacht zum Dienstag gegen auf d i e Schienen gelegte eiserne Schwellen. Das Hindernis wurde von der Lokomotive beiseite geschleudert. fo dah der Personenzug mit einer kleinen Verspätung seine Fahrt sonsetzen konnte. AI» Urheber des Anschlags kommt ein junger ©tu* dem au» Koblenz in Frage, der trotz Leugnens sehr stark belastet ist. WSD. 5tanlf url a. M.. 24. März. Wie wir erfahren, bat das Landgericht nunmehr das Haupt verfahren im Fall Grebenau gegen den Installateur Schultheis eröffnet, und eS ist damit zu rechnen, bah der Fall noch die kommende Schwurgerichtsperiode beschäftigen wird. Sturm im Frankfurter Stadtparlament WGN. Frankfurt a. M., 24. März. In bet heutigen Stadtverordnetenversammlung kam e» bet der Beratung des stapftet) ,,W o h I fahrtsaint" im Bericht des Stiftungsauefchuijee zum Haushaltsplan 1927 28 zu erregten Sze n e n. Es toinnit zu einer Keschästeordnungsdebatt« in deren Verlauf die bürgerlichen Parteien, unter lautem Lärm der Linken, der durch die Präfidentenglacke und das Boschhorn übertönt wurde, den Saal verlefien. Nur einige Mitgltedei des Zentrums blieben. Da tue Beschluyfähiakeit de.- Yauscs angezweijett wird, folgt eine Auszählung, die jedoch die Beschluhfähigkeit des Kaufes ergibt. In- zwijchen versuchen die Bürgerlichen, die noch im Saal befindlichen Mitglieder des Zentrums herauszuholen. Wiederum erheben sich Bedenken über die Beschluhfähigkeit. Bel der nun folgenden Auszählung wird ieftgeftcllt. dah das Hau» nicht mehr de- schluhfähig ist. Der Stadtverordnetenvorsteher vertagt daraus die Sitzung und beraumt eine neue Sitzung In einer Biertelitunbe an. Nach Eröffnung der neuen Sitzung teilt der Vorsteher mtt, dah laut Geschäftsordnung zur (Einberufung einer neuen Sitzung mindestens eine Frist von zwei Werktagen gegeben sein muß und die Einladung schriftlich zu erfolgen hat. Cs wird daher eine neue Sitzung auf Dienstag, den 29. März, nach- mittags 5 Uhr anberaumt und die heutige Sitzung geschlossen. Oslo. Wen tNÜlt einig- ' Vesch^ststtägm deutsche utfi not- ’• Ihm zu Lhm ihm, an dem u. a. AalivnÄverlarim- *• Persona 1 lc. Der Lorsteher des Finanzamts jungen. Begierungsrat Hermann May wurde auf feinen Antrag in den Ruhestand versetzt, j hr Aus der M a 11 h ä u s g e in e i n d e. Die Versuche, die die Stadtkirchengemeinden mit musikalischen Feier- und Andachtssiimden in der Kirche angeftslst haben, sind als recht gewinnbringend an- zufprechen. Gerne denken wir noch an den Abend am Sonntag Kantate 1926 zurück, da uns von berufenen Künstlern Bestes geboten wurde. Es ist nun gelungen, wiederum hervorragende Kräfte für eine kirchenmufikaltsche Feierstunde am I Sonntag Laetare, 27. März (abends 8 Uhr in her ®tnbtrird)e), zu gewinnen: veranstaltet wird der Abend von der Männer- und Frauenoereinigung der MaUhäusgerneindc. die Ausführenden find die Damen üedwia Gunderloch - Darmstadt (Mezzo- fopran), 3. Stammler (Alt), das Bauerfche Kammermusikquartett der Herren Franz Bauer sen. und jun., Aug. Bauer und I. Franz und der Organist der Stadtkirche, Lehrer j)ch. Slmo n. Zum Bortrag gelangen Streichquartette, Arien und Duette von Aeethoaen u. a., Orgelpräludien usw. Alle» Nähere ist den Proarammen zu entnehmen, die a„i Eingang erhältlich sind. Der (Eintritt ist frei Wir hoffen, dah der Abend gleichstarken Besuch erfährt wie im Vorjahr, und so die tnusica eacra zur würdigen Geltung bringt. (€. morgige Anzeige ) Oberhessen. Landkreis Wichen D ß o IIa r, 24. März. Kommenden Sonntag, 27. März, volleirdet der ehemalige Sisenbahnbe- dienstcte Thristtan Diehl sein 80. Lebensjahr. Dichl ist einer der beiden noch lebenden Kriegsteilnehmer von 1870 71. Dor zwei Jahren konnte er seine goldene Hochzeit begehen. — Der andere Alt Veteran. Ludwig HeibcrtShaufen. wurde rm Herbst 1926 80 Jahre alt. g. AüddingShausen, 24. März. Bei der heutigen Untersuchung unserer Schulkinder durch Dr. Orth wurde festgestellt, daß 4 Kinder mit vergröberter Schilddrüse behaftet sind, eine Erscheinung, die man seit dem Kriege überall an Jugendlichen findet, die aber im allgemeinen nicht besorgniServDgend ist. Wstiere neun Kinder such einer längeren Erholungskur dringend bedürftig, ter fie im Lau'e des Sommers zugeftihrt werden tollen — Unter Mitbürger Peter Schmidt feierte dieser Lage in verhältnismähiger Frische feinen 8 7. Geburts- l a g. Er bekleidet immer noch da» Amt de» Kir- chetchiener», das er schon lange Jahre inne hat. g. K e s s e l b a ch. 24. März Da» hiesige Dalaltwcrk hat in letzter Zeit die Zahl feiner Arbeuskräfte bauet ; 0 vermehrt, so dast jetzt über 200 Leute beschäftigt werden. Cr werden hauptsächlich Pflastersteine hergestellt, die Abfälle werden Straheufchotter und Kies weiter verarbeite:. Die Aufträge sind eben so dringend, dah zur Erledigung sortwährerch Aacht- fchichten eingelegt werden müllen. g. T c u c r n . 23. März. Don dem Arbeiter- gesaugverrin Druderlclte und der Freien Turnerschaft wurde dieser Tage im Saale der Germania gemeinsam ein Unterhaltung^- abend abgebalten Die Deteilißung war ftarl Die Darbietungen sanden allgemeinen Deifall. i». Steinbach. 24. Mär; Der hiesige Spar- und Kreditveretn hielt dieser Tage feine 15. ordentliche Generalversammlung ab. Au» dem Geschäftsbericht ging hervor, dah der Verein sich im verflossenen Geschäftsjahre weiterhin günstig entwickel: hat. Die IahreSrech- nung betrug in Aktiva 98 000 Mark, der Reingewinn 2200 Marl. Don demselben werden an die Mitglieder auf Dorschlag de» Auslichtsraies und mit Genehmigung Der Generalversammlung eine lOprozenUae Dividende uerkilt. Der Dell wurde dem Aefervefonds und der DetriebSrück- lage. sowie dem Auswertungssonds überwiesen. Die Mitgliederzahl beträgt gegenwärtig 141. Da» ausscheidende DorslandSrnitylied Heinrich Kehler ll. wurde wiedergewählt. In den Aufsichtsrat wurde Heinrich A i I o l a u 6 ll neu gewählt. iS. Steinbach. 24. März. Die einzige Güterversteigerung innerhalb eines Jahre» fand dieser Tage statt. Die Preise waren ziemlich hoch und lagen weit über dem Dorkriegswert. Außerdem muh der Steigerer noch die entstehenden 10 Prozent DerichtSlosten mit übernehmen. Während die Dezahlung der Kauf- schillinge früher immer in drei Jahresraten erfolgte. ist die» nunmehr auf zwei Daten geändert. Don einer Dentabilität kann bei diesen Preisen keine Dede mehr fein. Don Landwirten ohne Nebenverdienst wurde auch kein ®eb6t abgegeben. Alvci» Büdingen. rl. Dlerchenbach. 24. März. Unter lebhafter Teilnahme der ganzen Gemeinde, sowie des Turn- und Gesangvereins wurden heute die drei Opfer des Unglücks in der hiesigen Kalkbrennerei zur letzten Duhe bestattet. Die gerichtlich angeordnete Untersuchung hat. tote bereit» berichtet, als Todesursache D e r- giftung durch Kohlenoxyd feftgeftellt. Der Tod muh danach in der Zeit zwischen 12 und 3 Uhr eingetreten fein. Kurz vorher wurde der Dater von einem von einer Hochzeit heim- kehrenden Sohn noch in der Küche beim Kaffeekochen angetroffen. Dermutlich haben die Der- unglückten die ersten Deschwerden der eingetretenen Vergiftung falsch gedeutet uni) sich durch Kaffee. Pfefferminztee usw Linderung zu verschaffen gesucht. Das Gas ist hier auch nicht mit Kohlen dunst vermischt emgedrungen und war also weder durch das Auge, noch durch Geruch wahrnehmbar. Sech» Söhne im Alter von 12 bi» 22 Jahren sind die schwer geprüften Hinter- bli ebenen. # DvrSdorf. 24. März Um die hier herrschende Wohnungsnot zu mildern, hat die Gemeinde im Dvrwinter ein Diersami- lienhaus im Aohbau errichten lassen. Aun- mehr sind die Arbeiten des Innenausbaues zur Dergebung ausgeschrieben. Man hofft, bi» zur Grnte das HauS bezugsfertig zu haben. Älvcie Schotten. Laubach. 24. März In seiner gestrigen Sitzung beschäftigte sich her hiesige Gemeinde- r a t sehr eingehend mit der Frage her Aufwertung der st ä dt. Schuldscheine. Man hatte eine Auswertung von 15 Prozent vor- geschlagen Dieser D^r'chlag wurde jedoch von der oberen Dehörde nicht genehmigt. Der De- meinderat beschlotz nunmehr eine Auswertung von 20 Prozent bei Darabfindung vorzuschlagen. eventueN 25 Prozent bei Abtragung der Schuld innerhalb 30 Jahren. — Don Seiten der Dahn- Dertoaltung trat eine Erweiterung der Tctterbtüde am Kriegerdenkmal vorgeschla- worden zwecks besserer Deförderung rwn Langholz. Da indessen hierzu lern dringende» De- dürfniS vorsieat. erfolgte Ablehnung de» Vorschlags. Autzerdcm wurde tn verschiedenen Straf'en eine Au»defteruna de» Dtratzenpslaster» beschlossen. - Die gestrige D r e n n h o l z v erst e i g c r g,n g der Gemetnde ergab tm aNgemei- ncn die Preise der letzten Derfteigerung. zeigte jedoch am Schlüsse einen Abschlag. Mreie «loscld. Ober-Ohmen. 24. März Gestern fand tn den hiesigen ®emcinbetoalbungcn die diesjährige Brennholz Versteigerung statt. -1* Fabriklagen Jalta« Briz, Frankfurt am Mein, OOnth-nburgaflet 38. 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Llbfabrt: 1", Ufer. ,Hessischer Hos". 21b 4 Uhr: Familicn- zusammcnkunst »Schützendauv". 28,,c Der Vorstand Gießen (Gnauthstraße 1), am 24. März 1927. Die Beerdigung findet am Montag, dem 28. März, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Heute vormitlag r , Uhr entschlief sanft in seinem Heiland nach langem, mit großer Geduld getragenem Leiden im eben vollendeten 53. Lebensjahre mein lieber Gatte, Vater, Bruder, Schwiegersohn, unser guter Onkel und Schwager An 2 Sorlntagen vor Ostern, am 27. März und 3. April 1927, ist mein Geschäft von 12 Uhr mittags bis 6 Uhr abends für den Verkauf geöffnet Arthur Römheld evang. Pfarrer i. R. Die trauernd Hinterbliebenen: Ottilie Römheld geb. Feldmann Marie Römheld Elsa Follenius geb. Römheld unter Mitwirkung von Hans'! Kraft» bayrischen Oberlandler Kapelle 12 Personen - Blae« und Ltretchmusik Humorist. Einlagen, Schubvlattlcr «.Watichentäuze Die Kapelle spielt zur Messe mit täglich neuem Programm. 02104 Farben - Spezialgeschäft Obermann & Co G. m. b. H. gegenüber der Stadtpost muß das an sich wenig erfreuliche Schahpurzen sein. Tragen Sie die Creme hauchdünn auf. lassen Sie die Schuhe einen Saalbau Sauer Morgen Samstag: MkMWkjl Für den Osterputz bieten wir an: Streichfertige Del-und Lacktortai gestrickte Knaben-Anzüge und T. 1.1.18«. Lonntag: Meng. Zusammenkunn 1 Ubr an der alten Slot hol. Mirdic. ^‘yc Damenmäntel auch für Backfische, in allen Grützen und Farben von Mk. 6.— an. Sport-Kostüme von Mk. t.— an. Gebrauch!» Abzüge, noch sehr gut erhalt., von Mk. 10.— an, Frack-, Smoking-, Schrock-, Culaway-Anzttgo sehr billig, Ho83u ioioic Kellnorwonten autzerst preiswert. Ein Versuch lohnt! AneiWlMM'tzM £. Bofemroeig Sieben, seileisiveg 58.1 lievoe. ” Nachruf. Wir betrauern das Ableben unserer lieben Philister Studienrat Peter Ahllxeim (Gi 07) Heppenheim a. d. Bergstraße, f 7. III. 27. 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Der schärfste Gegner der Rheinlandräumung ist der Pensionsminister Marin, der ein"!: noch intranttgenteren Standpunkt alSPoin- cau einnimmt, während die Minister Tar- d i e u und D o k a n o w s I i mit Poincare über- dnftimmen dürsten Auch der Kriegsminister P a i n l e o t, der seiner Vergangenheit und politischen Ueberzeugung nach durchaus nicht zu dieser Gruppe gehört, sieht gleichfalls auf einem ablehnenden S'andpunkt. be.influht durch die Generäle feiner Umgebung GS wäre aber durchaus lalsch, in den übrigen acht Mitgliedern dks Kabinetts Anhänger einer Räumung--Politik zu erblicken. Die lind vielmehr, unter ganz bestimmten Doraussehungen, die bei den einen weiter, bei den anderen nicht so weit gehen, imr für einen langsamen Abbau der Besatzung zu haben. Da ein Mehrheitsvotum des sranzösischen Kabinetts aus einen deutschen Antrag in derRäu- mungslrage des Rheinlandes kaum in Frage kommt, wird man sich stets vor Augen halten müssen, dast die Reichsregierung mit der bis heute verfolgten außenpolitischen Taktik nur geringe Aussichten auf Erfolg hat, solange daS sranzösische ftabtnelf in seiner jetzigen Zu- samrnen'ehung fortbesteht. Poincare bleibt aber am Ander, bis der Franken stabilisiert ist, da in Frankreich von allen Parteien den inneren und finanzpolitischen Problemen grö- fkre Bedeutung beigemessen wird, als den au- tzenpolitischen. Die Stabilisierung scheint Poin- carc aber andererseits hinausschieben zu wollen, bis er die R e n w a h l e n gemacht hat. D r i a n d wird daher einen schweren Stand haben. Gr wäre noch am ehesten zu einem Entgegenkommen bereit, um seine Lieblingsidee einer deutsch- französischen Annäherung zu retten. An seinem ehrlichen Willen, zu einer Verständigung zu gelangen, braucht nicht ge,zweifelt zu werden Denn er die deutsch-sranzö'ische Verständigungspolitik an der Weigerung der Rheinlandräumung wird scheitern sehen welchen Ausweg wird dieser gewiegte Politiker dann suchen? Aber nicht nur das Pariser Kabinett hat Su entscheiden Auch die Stimmung in den beiden Kammern ist von größter Vedeutung. Es unterliegt keinem Zweifel, daß eine große Mehrheit deS Senats gegen d i e Räumung -ft. In der Deputiertenkammer find nur die Sozialisten und die Stommuniften ihre Befürworter. Bereit- die Radikalen sind sich durchaus nicht einig. Für sie alle, die einen entgegenkommenderen Standpunkt einnehmen, ist die entscheidende Frage, ob Frankreich vor einer Rcuorganisation des Heeres und dem Ausbau feiner östlichen Befestigungen die Frage der Rhemlandräumung ernstlich diskutieren darf. 3,' vielfach geht man so weit, auch für P o - len eine ausreichende Zeitspanne zum Reubau von .nodernen Besestigungsanlagen an der deutsch-polnischen Grenze zu verlangen. Denn Sic Befürchtung iit sehr allgemein, daß nach einer Räumung des Rheinlandes Deutschland sich gegen Polen wenden werde Hier must gesagt werden, dast weite Kreise selbst gernäßtg- icr Richtung immer wieder betonen, die französische Rheinlandbesetzung fei eine Garantie des Friedens für Frankreichs Verbündete an den O-d ren Grenzen deS Reiches. Da man ernstlich Knofpenwunder. Don E. Dorrn. Berlin. Auch die strengste Winterkälte vermag das Pilanzenleben nicht gänzlich stillzulegen: es pulst langsam und in unmerklich feinen Rhythmen weiter. Es lebt in der Wu' jd, die auch im winterlichen Erdboden nach Rahrung lucht, es strömt m den feinen, nur einen fünfzigsten bis einen hundertsten Teil eines Blillimeters im Durchmesser fassenden Zellschläuchen und sammelt in den unscheinbaren Knospen die Stosse, die im Frühling die Blätter- und Blütenpracht aus den Hüllen sprengen sollen. Bereits im vorigen Herbst hat die Ratur die Knospen ausS sorgfältigste vorbereitet und darum kann schon im Oktober jeder Obstzüchter sicher Voraussagen, welcher Baum im nächsten Jahre „gut" und welcher „lchlecht" blühen wird. In der stillen Vorbereitung auf den Frühling vollzieht sich das große Wunder: Während im Winter die Ratur zu schlafen scheint, bereitet fie schon das groste Entfalten im Frühling unsichtbar vor. Was ist nun eine Knospe? Mit einem recht scharfen Messer schneiden wir eine Kastanienknospe (eine dxr prächtigsten Knospensormen!» der Länge nach von der Spitze bis zur Anwachsstelle auf. In einem weihflaumigen Haarbettchen wohlver- Vüci. auf den allerkleinsten Raum zusammenge- hrängt. erkennen wir mit Hilfe eines gewöhnlichen Bergröherungsglases die winziglleine Blüten- anlage. umgeben von den werdenden Blättern, kunstvoll aufgebaut auf dem zwar stark ver- fürsten, aber deutlich zu erkennenden Zweige. Ordnende Raturkräfte haben schon in der zweckmäßigen Anordnung ein zweites Wunder ge- fchassen und die einzelnen Teile so angeordnet, daß es nur des Frühlings bedarf, um Blätter und Blüten hemmungslos zu entfalten! Troy grimmigster Kälte erfriert die .ruhende' Knolpe nicht, obgleich sie bis ins Innerste durch- kältet und dem unbarmherzigsten Frost schutzlos vreisaegeden wird, denn die Ratur hält in weiser Zweckmäßigkeit das Waller in der Erde zurück. Wollte die Pflanze die Knospen jetzt schon mit Säften füllen, allo „treiben“ lallen, so würden beim Gefrieren die zarten Zellwände gesprengt und ba$ lebentragende Protoplasma würde zerstört werden. Darum sammeln sich in den Zweig- spitzen jetzt nur solche Stoffe, mit denen der Frost in dem feinen Lebensgetriebe der Knospen fein Llnheil anrichten kann Sreitag, 25. März 1927 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) die militärische Lähmung Deutschlands auch m dielen Kreisen nicht bestreiten kann, darf man wohl behaupten dast der Hauptgrund dieses Widerstandes gegen die Räumung die Befürchtung ist bet- Deutschland umschlichen de sran- zölische Bündnissystem beim Verschwinden des letzten französischen Soldaten aus dem Rbeinland zusammenbrechen zu leben. Wie wenig es den Franzosen au' die ccd-t- liche Lage anlommt hat die Behandlung der Saarsrage vor dem Dölkerbundsrat bewiesen. Wenn man nicht will, dann will man eben nicht Di' Sicherheit Franlreichs. die nach dem § 429 deS Versailler Vertrages vor der Räumung deS Rheinlandes gewährleistet fein muh, und die b?n Franzosen, trotz des völlig abgerüfteten Deutschlands noch immer nicht ausreichend erscheint, wird eben immer und immer noch zu wünschen übrig lassen". HeereSreform und Feftungsbau werden vorgelcaützt und die Verschleppungstaktik wird angehender werden. Man wird mit den militärischen Vorbereitungen niemals fertig sein. Das Odium. daS auf Frankreich als WeltfriedenSstörer fallen wird, nehmen die Franzosen auf die leichte Achsel. Letzten Endes werden eS wieder die Deutschen sein, die durch ihre ..unberechtigten Forderungen" den Weltfrieden stören. Welchen Standpunkt kann Deutschland dieser sranzösischen Haltung gegenüber einr.ehmen? Die Reichsregierung ist im Begriffe, durch einen für Frankreich nicht ungünstigen Handelsvertrag die beste Waffe au# der Hand zu geben. AIS eines der wenigen Druckmittel bleibt unS nur noch der ernste und nachdrückliche Hinweis darauf, dah eine deut'ch-französische Verständigungspolitik nur unter der Voraussetzung fortgesetzt werden kann, dah fie als erstes greifbare# und positives Resultat die Rheinlandräumung bringen müffe. Der Hinweis, dah es für Deutschland nach seinem Wiedereintritt als gleichberechtigte Grohmacht in den Kreis der übrigen europäischen Staaten auch andere politische Orientierungsmöglichkeiten gibt es sei nur auf Italien und Rußland hingewiesen — wird auf Briand seinen Eindruck nicht verfehlen, und ihm den Rücken für seine Verständigungspolitik stärken. Die Franzosen glauben leider immer noch, dah Deutschland nur als Bittender zu ihnen kommen könne, dah für Deutfchland die deutsch-französische Derstän- bigung die einzig mögliche und gangbare Politik sei. Gerade diejenigen Deutschen, die die deutschfranzösische Verständigung am wärmsten befürworten, sollten Frankreich klar zu machen suchen, dah am A n s a n g aller Verständigungspolitik die Lösung des Rheinlandproblems steht und dah wir Deutschen, wenn Frankreich sich ihr widersetzt, uns andere Freunde zu suchen gezwungen sind! Die deutschen Generale im Weltkriege. Von Henn. v. Detten, Major a. D. Wer die Ehrenranglifte, die vom DOD. her- ausgegeben wurde, zur Hand nimmt und die Listen der Regimenter, naturgemäß vor allem der Infanterie, durchblättert, dem wird man vom Sterben deS deutschen Ossizierkorps für das Vaterland kaum noch etwas zu sagen brauchen! Bei flüchtigem Durchblättern in bezug auf die Regiments- und selbständigen Bataillonskommandeure fand ich allein unter diesen mehr als 300 Gefallene. Aber diese Rangliste berichtet nur über Tod unb Leben. Was es dazwischen an Kriegsopfern gibt im alten Ossizierkorps, die infolge Verwundungen und Krankheiten noch heute nicht leben und nicht ft erben können, muhte dieses Buch verschweigen. Die Gegner der alten Armee haben sich in ihrem Kampfe besonders mit den hohen Führern, unseren Generalen beschäftigt. Es ist eine Pflicht zur Feststellung der geschichtlichen Wahrheit, wenn wir in bezug auf untere hohen Führer, die gesamte deutsche Generalität, einmal die Tat lachen sprechen lassen! Unser Generalfeldmarschall von Hindenburg wurde be- Welche großen Verschiedenheiten zeigt doch das Aeuhere der Knospen unserer Gehölze! Schon in der bescheidenen Knvspenform entwickelt die schöpferische Ratur einen großen Formenreichtum, bei dem sie sich nie wiederholt. Es bedarf schon einiger Kenntnisse, um das Rätsel zu raten: Welchem Baum gehören diese und welchem Strauch jene Knospen an? Da finden wir alle Niedergänge von fchlantfpindeligen Formen (Rot- buche) bis zu den fast kugeligen (Weißdorn Linde'. Dann die Stellung der Knospen: Hier stehen sie paarweise genau sich gegenüber, oft kreuzweise wechselnd (Flieder. Esche» dort scheinbar regellos, meist aber gleichmäßig verteilt zu Spiralen angeordnet. Alle Farben vom tiefsten Schwarz (Esche) bis zum leuchtenden Rot (Linde» sind vertreten. Ferner die Haltung der Knospen Einige legen sich dicht an den mütterlichen 'weig (Pappel. Weide), andere sind sparrig abiteheno (Rotbuche). Sin kleines Wunder für sich ist der verschiedenartige Bau des Schuppenkleides. Da besitzt die Eiche etwa 20 trinzigkleine Schuppen, während sich die Linde mit zwei großes begnügt, und beim Faulbaum. Holunder und Schneeball unserer Parkanlagen und Gehölze stehen die Meinen Blättchen nackt und bloß da ohne die schützenden Knospenschuppen. Immer sind sie hart, dachziegelartig fest aneinanderzelegt und bei der Pappel und Roßkastanie mit einem dicken Harz- Überzüge fest verklebt. Er schützt den Trieb ebenso vor lüsternen Schädlingen, wie es die abscheulich schmeckenden Bitterstoffe in den Fliederknolven und die gummiartigen Schleimstolle in der Lin- denlnofpe tun. wovon wir uns durch das Zerbeißen leicht überzeugen können. Aber neben der tiefsten Winterruhe gibt es in der Knolpenwelt auch lvrühend-Moll-Sonate (Herbst 1801). Sie erwiderte auch seine Liebe und aus Briefen Beethovens an Wegeler aus jener Zeit geht hervor, daß et sich ernstlich mit Heiratsgedanken trug. Aber fein Gehorleiden, Das damals fein Leben zu verdüstern begann. Familiensorgen und andere Konflikte lähmten seine Kraft zu solchem Entschluß Ein neuer Stern ging an seinem Himmel auf, Therese Malfa11i. Sie war neunzehn Jahre alt, die Tochter eines Arztes und vielseitig begabt. Musikalisch so sehr daß Beethoven ihr im Briese täte, ihr schönes Musiktalent Doch ja zu pflegen, „ich wünsche Ihnen alles, was gut und fdjon“. Diesmal verdichten sich des Künstlers Heiratsgedanken bis zu einer Werbung. Aber et erhält Durch ThereseS Schwagen einen zwar schonenden, Doch abschlägigen Bescheid UnD wie Der fällt ein bitteres Beet- hovenwon: „Für dich, armer Beethoven, gibts fein Glück von außen. Du mußt dir alles selbst schassen." Ein warmherziges, schalkhaftes Menschenkind schmeichelt sich nun in Beethovens Herz Amalie Sebald, eine junge Berlinerin, die er in Teplitz kennen gelernt hatte. Sie war sehr musikalisch. Solosopranistin Der Berliner Singakademie unD auch von Weber geschätzt. „Liebe, gute Amalie", nennt Beethoven sie in seinen Briesen unD .waS träumen Sie, daß Sie mir nichts sein können? Mündlich wollen wir Darüber. liebe Amalie, reden, immer wünschte ich nur, daß Ihnen meine Gegenwart Ruhe und Frieden einslötzte und daß Sie zutraulich gegen mich wären —Auch diesen Faden schnitt bald eine unbarmherzige Parze ab Amalie heiratete einen Juristen. Eine besonders liebenswerte Frauengestalt in Beethovens geistigem Leben war Bettina von Arnim ober, wie sie damals noch mit ihren Mädchennamen hieß. Brentano. Sie, die Goethesreundin. die tm lcidenschastlichen Kamps für alles, waS ihr hoch, schön, gut erschien, selbst vor Fürstenkronen nicht Hall machte, wie ihr Dem ihr geneigten Kömg FrieDrich Wilhelm IV. geweihtes Buch bewies: Dies Buch gehört dem König. Sie hat das Verdienst, die Mittlerin zwischen Beekhoven und Goethe gewesen zu fein. Mit heißem Bemühen, wenn auch nicht glückhaft. Eine Frau, deren Auswiicking auf Beethovens musikdramatifches Schaffen entscheidend war und die wir gleichwohl fast nie in Beethovens Umwell erwähnt sinden, war Wilhelmine Schröder-Devrient, eine der größten Opernsängerinnen des vorigen Jahrhunderts, über deren Leven wir viel von ihrer großen Freundin Klara Schumann hören Sie ist es. die als Urbild feiner Leonore den Fidelio kine viel geschloßen, vorausgesetzt, daß Die Gießener Monn schäft einen ganz anderen Eifer ^nD Siegerwillen zeigt, als in den beiden letzten spielen, und vor allen Dingen komplett, d. h. in bester Besetzuim, am tritt. Leiter des Spieles ist Schiedsrichter N u p p e l - Kassel, der auch in Gießen nicht unbefannt sein durfte. Aus dem Arbeiter-Turn- und Sporlbund. Vie kreisklasfe. L Am kommenden Sonntag beginnen Die Spiele Der Kreisklasfe. bei Denen aus Dem Dritten Bezirk Gießen unD Heuchelheim mit ihren ersten Mannschaften beteiligt sind, auf Deren Plätzen auch die ersten Spiele ftattfinDcn. Au' Dem vorderen Trieb fDitit Gießen nui Frank- furt-Praunheim. Jedenfalls gibt dic'ro erste Treffen für Gießen ein Minusfpiel. den Praunheim gilt mit als eine Der besten Krci» Mannschaften. Heuchelheim hat ebenfalls infofern Pc»- als es fein erstes Spiel mit einem besonders befähigten Gegner durchführen muß. Franksurv Bockenheim gibt den Gegenpai^, ab. Zudem liegen in diesem Fall die Aussichten noch ungünstiger, als Heuchelheim zwar einen recht guten Fußball spielt, aber über die erforderliche Spielerfahrung solchen Gegnern gegenüber kaum verfügen Dürfte. 1. Klasse, 1. Mannschaften Gießens Ib-Mannschast tritt Den Marburger Männerturnern in Marburg gegenüber und wird die Heimreise jedenfalls mit einer Niederlage antreten. In Lollar treffen sich zwei Sieger des ersten Spielsonntags Lollar und Wetzlar. Sei Kamps wird hartnäckig werden, der Ausgang ist ungewiß. Alsfeld hat zu feinem ersten Spiet Wieseck als Gast, das nach heftiger Gegenwehr am Sonntag zwei Punkte abgeben muhte. Ob der Schaden nächsten Sonntag wieder gutgemacht werden kann, hängt von der Spielstarke der Alsselder ab. die noch unbekannt ist. 1. Klosse. 2. Mannschaften Marburg II und Gießen II treffen sich in Marburg, hierbei hat Gießen Aussichten, abermals die Punkte zu erringen. Wetzlar empfängt als Gegner Leun und Dürfte als Platzverein sicherer Sieger bleiben 2. Klasse, 1. Mannschaften. Burkhardsfelden I und Rodheim I werden in Burkhardsfelden die fpielerfohrenen Rodheimer als überlegene Sieger sehen. Ein interessantes Spiel werden sich Daub« ringen und Fronhausen in Daubringen liefern. Zwei gleichstarke Gegner treffen hier aufeinander. bei denen die Aussichten geteilt sind Vie Jugendklasse. 3m Spiel Wetzlar gegen Leun in Wetzlar werden die erprobten Wetzlarer Sieger bleiben. - Heuchelheim beabsichtigt, die Naunheimer, zumal aus eigenem Platz, abzufertigen Dies wird allerdings Mühe kosten. — Klein- Linden geht im Spiel gegen Gießen einer sicheren Niederlage entgegen -- Ebenso wird cs F r o n h a u f e n gegen Lollar gehen, die ßollarer stellen eine sehr energische Mannschaft Marburg wird sich die Punkte in Hach vorn holen, während sich Steinbach und Oppenrod ein Spiel mit unbestimmbarem Aus- gang liefern toerben. Vie Schüler Sie Kleinsten Wetzlars muffen nad.' Lollar, beide Mannschaften haben Siegesaussichten -- Saubringen hat Gießen als Gast und dürste nach dem guten Abschneibc gegen Heuchelheim den Gießenern eine bart. Nuß geben. — Heuchelheim hat im Spiel gegen Wieseck kaum Aussichten auf Gewinn Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag'.- Samstag nachmittag geschloffen Für unverlangt eingefondte Manuskripte ohne beigefügles Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Anzeigenaujträgc sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. umstrittene, anfangs oft abgelehnte einzige Oper zum endgültigen Siege führt. Sie fang das Hohelied von der erlösenden Frauenlieb« so erschütternd. daß da Werk von da an unsterblich ward. Sa auch das Häßliche sein Anrecht auf Oft- stenz besitzt, sonst wäre es eben nicht da. müssen wir. flüchtig nur. zwei Frauen streifen, die auch in Beethovens Leben eine Nolle spielten, wenn auch keine erfreuliche. Die eine, seine Schwägerin Mutter seines Messen und Adoptivsohnes Karl, die er die „Königin der Nacht" nannte, nicht um sie mit der Mozartschen zu vergleichen, sondern um anzudeuten, daß diese „intrigante, übelbeleumundete Person" ihm das Leben verdüsterte. Das gleiche geschah, wenn auch harmloser, durch seine Haushälterin, Frau Schnaps. Zum Glück nahm er diele mehr komisch. Auch hatte ein gütiges Geschick grabe diesem häuslichen Nachtalb ein Wesen lichter Natur ent- gegengesetzr QTannette Streicher, Gattin einet» Klavi erfahrt kanten In Wien. Sie war sein guter Hausgeist. Die lange Zeit ihre schützenden, sorgenden Hände über den Alternden hält der auch sie, wie so oft feine besten Freunde, tief verletzt durch feine, gegen seinen guten Willen infolge Der ererbten Reizbarkeit abstoßende Art: .ver zeihen Sie mir," schreibt er an sie. „wenn ich Sie vielleicht durch meine heutige Mission b." leidigte. Meine Kränklichleit, meine wirtlich fr traurige Lage lassen mich nicht, wie sonst, alle* erwögen ... ich hoffe, Sie bald zu sehen. Ihr Freund Beethoven. Ich bitte Sie um daS Bettzeug. Verzeihen Sie einem Erschöpften." So gehts durch etwa fünfzig Briefe. An sie tnenbor er sich in all den vielen Irrungen und ODirrui. gen seines Haushalts doS nie ein „Heim" war „Wo sind meine Bettdecken." und scherzhaft fügi er die zwei in Musik gefetzten Worte hinzu „Wo. wo?" Sie war feine letzte gütige Fee Und es ist nicht aufgeklärt warum wir diesen guten Hausgeist in BeethovcnS letzten Lebensjahren schmerzlich vermissen müllen. Beethoven starb in einer schlcchtgeheizten Wohnung, infolge mangelhafter Pflege und Nichtbeachtung eines alten Leibens am 26. März 1827 zu Wien Kunst und Wissenschaft. tarf tmag ist nunmehr endgültig abgesrhlotsen worden Der neue Intendant beginn» seine Tätig- keit mit der kommenden Spielzeit Karl Sbert war früher viele Jahre am Frankfurter Schauspiechaus tätig, dem Darmstädter Publikum ist er durch ^wei Gastspiele bekannt geworden 6r gastierte hier in Unruh« Drama .Stürme" als Fürst und in Schillers .Maria Stuart" als Gras Leicester und gefiel damals sehr in diesen Hollen. 3n Bersin war Obert als Schauspieler tätig, auch leitete er eine Schauspielschule und unternahm Gastspielreisen. Die Intendantenkrise am Hessischen LandeSthealer begann bereits im Januar, als der Voranschlag ausgestellt wurde, und Generalintendant Legal für das Landestheater einen jährlichen Zuschuh non einer Million verlangte. Als er dann auf Widerstand stieh, erklärte er. nach Ablaus seines dreijährigen Vertrages nicht mehr in Darm- ttaht zu bleiben. Am 3. Februar teilte die Ver- n»altunaskormn'ssion des Landest Heaters mit, dah leine Bemühungen, den Generalintendanten Legal zum Vleiben zu bewegen, erfolglos waren. Von ve^chiedenen Seiten wurde weiter versucht, ibn an Darmstadt zu sesseln. doch sein Sntlchluh blieb unabänderlich Der Verwaltungskomnnsswn lagen Bewerbungen in groher Zahl vor, nach langem Suchen fiel schliesslich ihre Wahl auf Ebert, etwa am 8 März, indessen bat sich dieser eine Bedenkzeit aus und hat erst am Mittwoch die 3ufagc erteilt. Die Wahl wird im allgemeinen in den Kreisen, die dem Theater nahestehen, günstig ausgenommen, kritische Stimmen machen daraus aufmerksam, dah Ebert noch nie ein Theater geleitet bat und gerade Darmstadt eine Bühne hat. die sich in besonders schwieriger Lage befindet. Wirtschaft. Der deutsche Außenhandel im Februar. 3m Februa r zeigte der deutsche Auhcn- handel im reinen Warenverkehr einen Sin- f uh rübers chuh von 339 Mill. Mk. gegenüber 295 Millionen im Januar. Die ®e- samleinsuhr im Februar stellte sich aus 1142 Mill. (Im Januar 1153 Mill.) die Ausfuhr aus 757 Millionen (im Januar 800 Mill.). 3m reinen Warenverkehr Februareinfuhr 1094 Millionen (I. 3an. 1093 Mill.), Aussuhr 756 Mrll. (i. 3ar 799). — Der deutsche Auhenhandel im Februar zeigte in der Einfuhr bei einem Gesamtwert der reinen Dareneinsuhr von 887 Mill. (L 3an. 888) keine erhebliche Veränderung trotzdem der Monat zwei Arbeitstage weniger halte. Dagegen ist die Aussuhr weiter aus 568 Millionen (i. Ian. 606 Mill.) -urückgegangen. Darrn st ädter und Aationalbant. 3m Anschluß an unseren vorgestrigen Bericht über das Ergebnis des DeschästsjahreS 1926 ist noch initzulcilen. dah sich der Reingewinn von 9 123 512 Mk. ün Jahre 1925 auf 20 957 952 Mk. im Jahre 1926 erhöhte. Auf neue Rechnung werden 2 277 952 Ml. (i.D 2 263 512 Mk.) vorgetragen. Die übrigen Beschlüsse des Aussichts- rates sind schon vermerkt. Franksurtcr Börse. Frankfurt a. W., 25. März Tendenz: Fest, später unsicher. — An den Effektenmärkten konnte sich heute eine einheitlich freundlich? Stimmung nicht mehr durchsetzen. Die Vorgänge am Geldmarkt, die auf starke Vorbereitungen *um Ullimo schlichen lo^ra und bereits eine Verknappung in Tagesgeld bei einem Sa/c bis zu 5 Prvz^ verursachter gäbe der Spekulation zu Gewinnmitnahmen Anlast, die durch die erneuten Verwicklungen am Balkan noch verstärkt wurden. Die Eröffnung war schon nicht mehr ganz einheitlich. Aur Kaliwerte lagen auherordentlich fest auf günstige Absannachrich ten und die Beurteilung der Lage in der Kaliindustrie. Westeregeln plus 4,75 Proz Am Montanmarkt waren Harpen er weiter befestigt plus 2,75 Prvz.. ferner Mannesmann plus 1 Proz. Die Werte der Ahem-Elbe-Gruppe lagen kaum verändert und still Buderus konnten tron der Dividendenlol'gkeit um 1.75 Prozent anziehen Bankaktien lagen weiter eher schwächer nur Milteldeutsä^ Credit hatten einen neuen Rekordgevinn von 7.25 Prozent zu verzeichnen Farben-At- l i e n wurden lebhafter umgeicht und lagen ein Prozent höher, im weiteren Verlaufe schwankte jedoch der Aur* um 309 (minus 1 Pro§ ' Von Elektroaktien lagen Siemens ruhig aber behauptet. Autoaktien, von Daimler ausgehend, lebhaft. Stiener zogen im Verlause um 7,5 Prvz an. Holzdestillationwerte 1 bis 2 Prozent schwä- chcr Bingwcrkc minus 2,25 Prozent Heimische Anleihen unverändert. Anleihe-Ablösung 24.5 bis 24.38; Schutzgebiet 12.25 Ws 12,50. Fremde Lenken still. Talonserben 25,25; Eisenbahn-BvSnier 45. Am Geldmarkt zeigte sich eine leichte Verknappung in Tagesgeld. Der Sah zog auf 5 Prozent an. Monatsgeld 6 bis 7,75 Prozent; Privatdiskonten 4 5 bis 4.75 Proz 3m Devisen verkehr notierte Paris gegen London 124.—; Mailand 106,25; Zürich 25 2450. London-Kabel 4,8565 Die Reichsmark notierte gegen den Dollar 4,2140. gegen das Pfund 20,4650 Der weitere Vörsenverlaus unterlag mehrfach Schwankungen, doch traten Derände> tun gen in größerem Auvmaste nicht ein. Die Haltung blieb aber unsicher. Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M Telegraphische Auszahlung. Banknoten. 24. Wär». 2.5 Mär». ÄmiliLe ViotimnG flmilidjc 'Jlotiermia t»db ipnrt 'Bild ■Z'ncr Mmft-.'Jloii I6K.H l&s.KA 16«.4- 16*. 8.5 Bukn-Atrc: 1.1*1 1.7K5 1.781 1.785 Brtt Än«w s- 1*5 58.625 58.495 58,635 Ehnttianio 109.bi 110,29 109,76 110.01 .Vtiftenbnaen 112,21 112/5 112,31 112.5'’ Stockholm 112,7.' 112.9* >12.14 113,112 HltsingsorS IU.-V 10,635 .0,501 10,637 Sialitn . . 19,375 19.11 19,25.5 19.29' London. . . ÄI.IjK JO, IW zu,l;i.i JO. 4*7 'JicuDorl . . I.2U85 1.21*5 1,21125 1.2195 Port;.... iu,4t<5 16,125 I6.4S5 16,525 3d)rotu . . eti.935 '1.135 5 t.«10 el, 20 Svauten . .5.24 75,52 75,01 75,19 Japan . . . *,070 2,071 2.01.1 2.077 •Klo bt Han .197 V.19U '.,97 1.499 @im In D-- Ctft. abatü 4V.ZI ti.-j j9.«> 19,-7 Prag . . 2.15* 13, W 12.465 : 12,502 Brtrrad . .,397 7.417 7.39.5 7,415. •Babayal . .3.15 73, b., 13.11 73,6, Boleortrn J.04J 4,062 „04- 4,052 Vifiabon ;i,5ib -1.56a 21.520 71,575 Danzig. . . K|,72 *1.92 *1,77 81,97 Sonftmhn t.vtt 2.132 2.131 2,141 *ail Täniid) 'JZofcn . ...... 111,92 112,4^ itnfliifcbr Noirn ...... 41.404 241.50' tyromohfebe .Von« ...... üoUandtlctx ‘.Voten ...... 16.503 18.5K. ’bSU: 168.0. sttoklcnlsibe Solen ... 19.525 19,6? «orweailche Roten . ... I*utlrf> efirrr .1100 *mn SRamänlftbe IHotrn 109,68 59.10 110,22 59.4" 2,545 2.38.5 titbroebildK Noten SdlTüfiier Nölen ; 12,37 *0,78 .12.9 81.1* ftraniitb-' Noten .... 75.XI 76.19 Iftbetboilorocnidg Äoten 12.120 Unaarlfde ‘Aotes ' 73.26 TI.62 Börsenknrfe. «nkndr Sdlö<-Mg Jir 1-»ono de »oni^oaoo ebne ÄullMunalrtd: Jcur'ix örtirtramirnanlrtät Ttnriitt dymt. Lollar Anl * • eiollkürlca......... 5% ÜDrbmrnfofwr . . . tzrrUnrr Hankci^elellstban. v ornmrr- und Pnvak . famfL und tRrtonalDeaf . LeuNcht Äsnf........ 1 iMrnio LommandN Irtibnrr Sauf...... yj/riaUbanf........ ik'tiu;Mutier »ndttbauk T'etze.r-itvilis: CredtraotzaN Rctch^daok 31» '"ii 4 4 rtu 329.5 .4 2.1.5 j n 4.« ■B • ■■ — — 99.2 — 13.« 13.75 15.3 — * * 42.3 — — 233.75 tu 906.5 W 7.3 3JT 207.5 K7 2W 271 251.5 t<4 IW 9 IW.3 1*1 9 IW 9 1*1 IW. *4 1*1.23 iS 7 > 183.35 IM.5 1*1,5 l«1 160.5 159.9 161.3 237.15 44 15« R.75 — R.95 8.9 18».73 — IW.*5 UW. 75 Bochumer (Sui...... Buder 4 . Irurftt i-urembura .... iS'Hcaflnfcmrr fcerüiwrfe . . 6'rtriut t*rrvbai! . Malnverft Si6icr4lebcn.... Vültwcrtt tBt;;enNLc Bnumlovten . . . !kbctnfta|j| ... ...... Stictee Montan IcUuS Pnabnu berrmigtt fetabimerft . . . ßftmburo-tlmfrifo Pak« «orddculiitxr ttlono Zementwerk Heidelsera ■ Phttivv Holtmann Anglo teont Ouano..... <*p(b(mibt........ f-.-lwrlofttung........ att Bergmann ......... EIcltr. ^iefernnaen...... und Least Tiotnfrn'ttoerft ....... €d>udert.......... ßitnirnS k Hall!le...... ?1blcrnxrfe Ä lener ..... Taimler Motoren. ...... 6et)Hgenftcebt . . ...... Mrgmn............ Mann Helmer Wotoren Jtroiiffurttv Unnaturen - - • konservensadrik Brann ■ • Metallorlell cha't ffranffurt . Tet Union H.-O etbubiabrif Herr Sichet........... • ZeUstoss «ichasienbnra - - - JeOfto-t v-'tdd.>' 1*5 — 1*345 186.75 120 121.75 120.9 121.62 184-5 1*7 1*4.73 186,75 IM 75 11.5 185.13 1*7.25 217.33 238.25 s CC.73 WJ.3 — 20173 y »1 -5 207 93.5 * 93.7.S — 21*.62 219.5 217.75 118,75 117.5 — 147.0 119.75 — 117.5 119 75 134.25 136.5 Ui IM.25 M 801 297 XU.5 224.75 216 5 113 5 216 170.5 174 170.3 17» 12« *• — 146.5 '«.25 146,25 148 151) 143.3 ISO — HS 146 9 144.6 — 1* .25 191.5 189 191,75 —» * 120 — 151 148 151,75 *0 7» 304 310 205 510 144 144,3 114.25 — 240 — E — 162,75 164.3 161.9 164 — 190.5 188,25 191.75 200 199.73 201.75 199.75 202 5 IW 2N!,75 133 — —< — 178 184.5 177,13 IM 170 41,5 270 273.4 131 115 Ul 13245 116,4 121.6 116. 25 120 75 31 — — 30 — 60 — 20 — ■ ■ 75 3 1 — • — 194 5 • -* 123.6 76 —- 78.5 •— 2.5 5 - 179,5 177.75 565.75 1 26*.5 2M.9 Berliner Börse. Berlin. 25. März. Die Tendenz der Effektenmärkte hat sich während der ersten Hälste des heutigen Verkehrs fehrsreundlich gestaltet, bei Kursbefestigungen von 2 bi» 3 Prozent Gefragt find vor allem Montanwerke unter Führung von Kohlenaktien auf grohere rheinische Anschaffungen, Kaliwerke auf günstige Absatznachrichten. SchissahrtSaktten auf Heinere MeinungStäufe. Mannesmann unter Anregung des DezugSrecht es. Schultheih und Ostwerke auf fpekulative Anschaffungen, ferner Zellstoffaktien. Dauerte und Siemens-Aktien. Der Kreis der lebhaft gc&anbelten Spezialwerte hat sich Damit erneut erweitert. Dagegen trat der Bankenmarkt in den Hintergrund nur Mitteldeutsche Credit bei anhaltenden Käufen plus 4,5 Prozent und Bank für Brau-Industrle in Nachwirkung der Steigerungen bei den Braue- retafticn plus 425 Prozent Berliner Handel Sben 3 Prozent nach. Der Elektromarkt g ruhig, aber trohdem freundlich. Schlickert pluS 4 Prozent. Eine Anregung gab der Börse vor allem die optimistische Beurteilung der bevorstehenden IHtimoabtoidlimg. DaS Publikum beteiligte sich wieder etwas reger am Geschäft und die Spekulation bleibt bestrebt, die noch bestehenden Baisle-Enqagemrnte Ichleun.glt einzu- Deden Am Geldmarkt Var Tagesg.ld reichlich a"geboten zu 3 bis 5 Prozent. Monalsgeld stellte lieb auf 7 bis 8 Proz. >u Aeportgt'.d wird aut 7.5 bis 5 Prozent gelchitu Warenwechsel m ctira 4 8S Prozent 3m D . - vlsenverkehr hatte de rumänische Währung gegen Zürich eine beträchtliche Steigerung erfahren Während der Letz gestern gegen Zürich noch 2.60 notierte stellte er sich heute aul 3.35. Man bringt diele Bewegung mit rumdnii4)en Anletheverhandlung«« in Zusammenhang. doch 'chenu es sich auch um ^Interventionen zu handeln London gegen Sabel sehr fest mit 4.8570. Vka.land gegen London 106 75 Die Reichsmark notierte gegen Äabd 42135 Frankfurter Qk. o.Urok. Frankfurt a M. 25 März. wurden notiert. Weizen iWetteraui Meine Wäsche ist mir zu wertvoll, um sie durch scharfe Waschmittel zu zerstören. Ich schütze mich vor Schaden und nehme nur noch Suma, das neuartige Waschmittel der Sunlicht- Gesellschaft, Mannheim, das so mild wie reinste Seife ist, und doch so viel ausgiebiger, waschkräftiger und sparsamer. Suma enthält nur wasch wirksame Bestandteile, es ist frei von Füllmitteln, wie Wasser und Soda. Suma bildet im Kessel einen lebendigen Strom von Millionen Suma-Seifenbläschen, die allen Schmutz in sich aufnehmen. So erfolgt die Wäschereinigung auf die müheloseste und schonendste Weise. Mit Suma behandelte Wasche wird schneeweiß und bleibt lange wie neu. SUMA wäscht weisser"^ - o. und schonender! oooo \*O o° o o GO'o °oO o 01 iSunlicht“ Mannheim Sa 109 ■ ■ WM | den armen ntLi I Krüppel-Kindern > » a W Viele Hundert warten auf Heilung! | Erwerb eines Loses der Krtippelheim Baulotterie! Günstiger Gewinnplan Wertvolle Gewinne Lospreis RM.1.- Ziehung am 7. April 1927. 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Salomon Zeuge Wurster, vom Vorsitzenden sehr eindringlich zur Wahrheit ermahnt, sagt über Schmidt aus. Dieser habe Koloin genommen, weil er .ohne das nicht mehr leben" könne. Seit 1923 habe Schmidt seinen Lebensunterhalt durch Handlaschcnraub im Tiergarten bestritten: er (Zeuge) hält den Schmidt auch für fähig dazu. Für die .Schwarze Reichswehr" gesammelte Gelder habe Schmidt für sich selber verbraucht. Das sittliche Leben Schmidts sei ebenfalls sehr schlecht gewesen. Schmidt habe seine Feme- Sachen durch einen Mittelsmann an den Reichs- kommissar für öffentliche Ordnung verkauft. Das sei in den letzten Tagen im Berliner WilmS- Prozeß durch Antworten des Schmidt auf Fragen von Justiziar Hahn in der Gerichtsverhandlung fcftqcftcllt worden. Von einer ,Ra- tionalen Armee" sei ihm (dem Zeugen) nichts bekannt. Hierauf richtet der Staatsanwalt eine lange Reihe von Fragen an den Zeugen, die auf dessen frühere politische Tätigkeit Bezug haben. Es kommt dabei mehrfach zu lebhaften Szenen zwischen dem Zeugen und dem Fragestellung in glu