Frankreichs Truppen bleiben im Saargebiet DölkerbundSrates war. Gegen die jetzt geplante gierung Umwandlung der französischen De- Vorvcrt Der englisch-russische Konflikt -umroanoiung Der französischen Be- Ja tz un g i n einen Eisenbahnschutz hat sichre deutsche Regierung schon früher grundsätzlich gewandt, da sie nichts weiter alS die bauernde Anwesenheit französischer wechsel schon zu einer Zeit nieder, ist, al- Deutschland iwch nicht Truppen im Saargebiet nur unter an Metern Damen bedeute. Die deutsche Re- J wird jetzt versuchen, in diplomatischen Vorverhandlungen ihren Rechtsstandpunkt zu vertreten. damit diesmal in Gens eine endgültige Entscheidung in der Frage getroffen wer- den kann. London. 25. Jebr. (IDIB. Funkfpruch.) Ein um Mitternacht abgesandtes Telegramm des Son- derbenchterslatter» der „Chifago Tribüne" in Schanghai besagt: Die Sdjantungtruppcn unter dem Befehl des Generals Tschangtsungtschang haben das Hennen nach Schanghai gewonnen. 2000 von ihnen find heule abend mit der Bahn aus Nanking eingcfroffen. Die Truppen wurden sofort nach Sungfiang, 20 Kilometer von Schanghai, gebracht, um Marschall Sunschuangfangs bemorali- flertes Heer, das sich vor den Kantonheeren zurück- ,ieht. )u verstärken. Rach Berichten aus Nanking hat General Tschangtsungtschang endgültig den Befehl über die nördlichen alliierten Streitkräfte übernommen und wird hier mehr als 30 000 Mann innerhalb der allernächsten Tage zusammen haben. Ls ist so gut wie sicher, daß Marschall Sunlschung- sang jetzt tatsächlich ausgeschaltet ist. Die 2ln- kunst des Generals Tschangtsungtschang in Schanghai kennzeichnet seine Absicht, die Stadt zu halten. In Schanghai herrschte gestern abend grotze Spannung. Die Ausländer, die außerhalb der Niederlassungen leben, wurden um 6 Uhr nachmittags durch Boten aufgefordert. sich bereitzuhalten, um sich unverzüglich in die Niederlassungen ,u- rückzlehen zu können. Vorkehrungen für ihre Erscheint täglich,anbei Sonntage und Feiertage Beilagen: Metz euer FamUienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monat», vezugsprelß: 2 Reichsmark und 20 Reichepfennig ftr Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 61, 64 und 112. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Lietzen. Poßschcckkonto: 5ra»ksutt am Mal« liest. vor den Toren Schanghais 2n (Erwartung der Entscheidungsschlacht. ihrer Guthaben aus britischen Danken in Höhe von schätzungsweise 2.5 Millionen Pfund Sterling hervor. Litauisch-polnische AerftändLgung? De r l i n . 25. Febr. Wie die Morgenblätter aus Riga melden, sollen die durch England vermittelten litauisch-polnischen Geheimver- han'oluogen bereits zu einem Abschluß ge- fuhrt haben. Für die Wilna frage soll eine provisorische Lösung gefunden worden sein. Danach soll Polen theoretisch auf die Souveränität über Wilna verzichten, während Litauen in die Fortdauer der militärischen Dcsetzung Wilnas durch Polen einwillige, solange sich die Der- hältnisse in Rußland nicht entscheidend geändert haben. Ein Wahlerfolg der Labour Party. London. 25. Febr. - winn bei den Lieferungen während des Kriege- an Frankreich erzielt. Er frage, welche gebiete- rischen Gründe die Regierung veranlaßt hätten, vorzeitige ZahlungSangebotc sowohl an England, wie auch an Amerika zu machen. Die amerikanische Regierung dürfe nicht denken, daß Frankreich die Schuld anerkenne, wie sie in dem Mellon Berenger-Abkommen festgesetzt sei. 62 3ahre lang drohe Frankreich eine finanzielle Sklaverei. Man sage, daß Deutschland auf Grund des DaweSplanes mehr an Frankreich zahle, als die französischen Schulden betrügen. DieS sei aber keineswegs sicher. 3m übrigen müßten die deutschen Zahlungen r?fUoS für die KriegSschäden verwendet werden Ministerpräsident P o i n c a r € verlas h erauf eine längere Erklärung, in der es h cß: Er habe ausdrücklich Vorbehalte gemacht, daß in keine Weise das provisorische Abkommen eine Ratifizierung präjudizieren könne. Man leiste lediglich infolge der Disponibilität, übet hie man verfüge. Vorschußzahlungen ohne dadurch die Höhe der Schuld und die Zahlung." Modalitäten anzucrkennen. Die französische Regierung habe geglaubt, daß es nicht länger würdig sei, sich mit verbundenen Augen a u f bas Wohlwollen ihrer Gäubigcr zu verlassen. Sie habe eine positive Dcrslän- b-.gung vorgeschlagen, da daS Schatzamt über genügend Pfund Sterling verfüge. Frankreich habe ein 3ntereffe daran, weitere Qlbfd)Iaqj- Zahlungen zu leisten. Es habe dank des Dawcs- planes über die notwendigen Devisen verfügen tonnen. Niemand wisse, wie Frankrelch im nächsten 3ahrc ober in 60 Fahren transferieren tonne. AIS man den amerikanischen Generalagenten für die Reparationszahlungen gefragt habe, was Deutschland im 3ahre 1929 transferieren könne, habe er geantwortet, niemand könne daS wissen. Der sozialistische Abgeordnete Vincent Auriol erklärte, er werde eine Entschließung einbringen, durch die bte Reg.erung aufgefordert Werde, sobald als möglich den: Parlament die Schuldenregelungsabkommen und alle Dokumente zu den Verhandlungen über diesen Gegenstand zu unterbreiten. Poincare wandte nch gegen diese Aeußerung und erklärte, die Reglerung werde vor dem Ausschuß die betreffenden Dokumente unterbreiten, fie könne aber nicht zulassen, daß die Frage der Cchulden- regclung aufs neue aufgerollt werde Die Regierung werde die Vertrauensfrage stellen gegen kne Diskussion dieser Entschließung. Die Tangerdebatte. Frankreich lehnt die spanischen Forderungen ab. P aris, 24. Febr. (TL1.) 3n der französischen Antwort auf bai spanische Tangermemorandum, bas heute der spanischen Delegation überreicht worden ist, wird erklärt, daß die französische Regierung keinerlei Dernu n f t g rü n de fände, die für eine Aenderung der Vertrag-sowohl von Algeciras als auch von Tanger 3m übrigen sei das Tangerstatut von 192s auch von England unterzeichnet worden, so daß eine grundsätzliche 2lentenmg nur durcy eine allgemeine internationale Konferenz erfolgen könne, die ein* obereren aber zur Zett keinerlei Grund vvrliege. Die französische Regierung könne daher einer völligen Aenderung des Tangersta lutes nicht zustimmen, soweit sie sich, sei es auf die heutige Tangerzone oder auf einen Teil von t bas Hinterland der Stadt ober auf den Hasen von Tanger bezögen. Trotzdem iei bie französische Regierung zu allen notwen- mgen Zugeständnissen bereit, soweit sieimRah- Tantzerstatuts durchführbar seien. — Da bie französische Rote dem spanischen Ministerrat nach Madrid zur Beratung übermittelt xr toltö in den spanisch-französischen Verhandlungen eine Unterbrechung von einigen Tagen eintreten. Don der französisch-belgisch-tschechischen Mehrheit in der ReglernnaSkommissioN deS Saarge- bietcS ist ein neuer Plan auSgeheckt worden, um die französischen Garnisonen an der Saar vor Nk. 47 Erstes 177. Jahrgang Srettag, 25. Zebruar 1927 GietzenerAnzeigerW w Dr. Friede. Wilh. Lange. General-Anzeiger für Oberheffen MZZ Dlumschkin; für den An. OnfuniPerlofl: vrühl ,ch« U^rMU.V.ch, BWt Stetnöruderel B. lang« In 4le»en. Sdjriftklhing und S-schäftE: MWy 7. veutschnationale AutzenpoliM. BcdeutsameAußerungenProfessorHoetzschs Paris. 24. Febr. (WT2.) Der Sonderberichterstatter des „Soir" in Berlin veröffentlicht Erklärungen, die Professor Dr. Hoetzsch von der deutschnattonalen Reichstagsfrakttvn übermittelt hat. Meine Partei, so erklärt Professor Hoehsch, ist für die Annäherung aller europäischen Staaten. Graf Westarp hat sich nicht gescheut, im Reichstage zu erklären, es wäre vorzuziehen, alle europäischen Grenzen zu behalten, als einen neuen Krieg au führen. Die Deutschnationalen haben keine feindselige Empfindung gegenüber Frankreich. Aber mit der Besetzung des Rheinlandes kann sie sich nicht absinden Diese feindselige Maßnahme ist nicht vereinbar mit den pazifistischen Erklärungen der französischen Regierung. Die deutsch-französische Annäherung ist unerläßlich für die Stabilität in Europa. 3n bezug auf die Entwaffnungsfrage erklärt Prof. Hoehsch: Meine Partei nimmt sie an und ist außerdem glücklich, feststellen zu können, welchen Fortschritt der Gedanke der Abrüstung in der öffentlichen Meinung der Welt gemacht hat. Was man aber nicht zulasfen kann, ist, daß eine große Ration wie Deutschland behandelt wird wie ein unter Mandat stehender Völker st a m m. Die Deutschnationalen wollen entschlossen für die Entwaffnung eintreten unter der Bedingung, daß die deutsche Entwaffnung der allgemeinen Abrüstung vorangeht, und daß die Entwaffnung dem deutschen Volke nicht alseineStrafmaßnahmeaufgezwun- g c n wird. Zu den Daweslasten übergehend, erklärte Hoehsch. daß der endgültige Verfalltag noch in weiter Ferne liege. Es müsse aber schon heute darauf hingewiesen werden, daß die Daweszahlungen seit 1924 mit dem in Amerika geborgten Gelde geleistet wer- den. Die Zahreszahlungen würden drückend werden und sich für Deutschland zu einer unerträglichen Last auswachsen. Der Dawes- plan muß. wie alle Abmachungen über die Regelung der Schulden zwischen den Staaten, die im Krieg gegeneinander gestanden haben, revidiert werden. — Zur deutsch-polnischen Spannung erklärte Prof. Hoehsch, daß Deutschland das Opfer brutaler Vergewaltigung durch Polen sei. Seine Partei werde niemals einem deutsch-polnischen Locarnovertrage zustimmen. Rach der Stellung der Deutschnationalen zur Weimarer Verfassung befragt, erwiderte Hoehsch: Die Republik ist eine Tatsache, die wir nicht bestreiten. Wir haben nicht die geringste Lust, die Regierungsform durch einen Gewaltstreich zu ändern. Gs ist Sache des Volkes, zu sagen, wie es von dem Regime denkt. Wenn es der Verfassung treu bleibt, können wir es nur nachahmen. Die Arbeitszeit. B e r l i n . 24. Febr. (WB.) Die heuttgen Der- Handlungen des Interfraktionellen Ausschusses über die Reuregelung der Arbeitszeit haben noch nicht zu einem Abschluß geführt. 3m wesentlichen stehen sich zwei Vorschläge gegenüber: Die Deutsch« DolkSpartei verlangte, daß di« Einschränkung der Möglichkett von Lleberar- beit nicht auf V o rb e r« i t u n g S - und Ergänzungsdienst« bei wichtigen Anlässen ausgedehnt, wird, wenn ein« Schädigung des Betriebes damit verbunden sein würde. 3m Zentrum ist man offenbar bereit, hierin entgegenzukommen. Die Gewerkschaften verlangen aber, daß di« 25prozentig« Zuschlags- b e z a h l u n g , die für die behördlich genehmigte Plehrarbeit vorgesehen ist, auch auf die tarifmäßig zulässigen Üeberstun- »den ausgedehnt wird. Die Deutsch« DolkSpartei , hat nunmehr «irre neue Sitzung beantragt, um eine Einigung in diesem Punkte herbeizuführen, und zwar unter Zuziehung des Reichswirtfchafts- Ministeriums der Post und der Reichsbahn. Schwere Erkrankung des Neichstagsprästdenten. Berlin. 25. Febr. (DDZ.) Reichstagspräsi- dent Löbe ist von einer Blinddarmentzündung befallen worden. Sein Befinden machte eine Operation notwendig, die gestern nachmittag im Beisein des Abg. Dr. Moses von Geheimrat Borchert vorgenommen wurde. Sie bestätigte die Diagnose der Aerzte in vollem Umfaiwe. Es handelt sich einerseits um innere Verwachsungen. andererseits um eine frische, aber sehr schwere Entzündung des Blinddarms mit eiterigen Belägen. Es war auch schon eine kleine Durchbruchs stelle vorhanden. Die Operation, die 3 ,t Stunden dauerte, nahm einen guten Verlauf. Der Patient hat eine ruhige Rächt verbracht. Sein Besinden ist zufriedenstellend. Der deutsche Einheitsstaat Ein Vortrag des preußischen Ministerpräsidenten Braun. Berlin, 24. Febr. (WB.) Auf Einladung der Vereinigung sozialdemokratischer Studenten hielt der preußische Ministerpräsident Braun heut« in der Berliner Universität einen Vortrag über den deutschen Einheitsstaat, in dem er aus- sührte, cs sei der Rattonalverfammlung gelungen, gewisse Einrichtungen unseres öffentlichen Lebens für das ganze Reich einheitlich zu gestalten. An der Gliederung des Reiches in Einzelstaaten jedoch habe die Verfassung nichts geändert. Der Schaffung eines idealen Jöderativstaates ständen vor allem die Größenunt er schiede der deutschen Länder im Weg« Dieser abnormen Gestattung habe auch im Reichsrat Rechnung getragen werden müssen. Auch in der Weimarer Verfassung blieb die Bestimmung aufrecht ermatten, daß Preußen nicht mehr als zwei künstel der Stimmen im Reichsrat hab«. Dadurch sei der politische Einfluß des preußischen Volkes in der Reichspolitik erheblich ve r- sälscht. Auch in der finanziellen Lei - Üungssähigkeit prägten sich diese Intern» U ensurablen Größenverhältnisse aus. Bon Preu- ßen werde immer die weitestgehende solidarische Unterstützung verlangt, aber an Gegenseitigkeil werde nicht gedacht. DaS völlig verarmte und von hohen Kriegslasten bedrückt« Deutschland l mm« sich den Luxus eines so teuren und unzweckmäßigen Staatsaufbaues für die Dauer nicht leisten. Wir hätten in Deutschland außer dem RcichSminisreriurn 18 Ministerien mit insgesamt 5 8 Ministern, zu denen noch je 42 Senatoren der drei Stadtstaaten kommen, ferner 17 Landparlament« und 17 Reichsrats- tx rt r« tun gen. Da« alles kostet dem deutschen Dolle etwa 15 Millionen, ferner ein Mehr an Verwaltungsausgaben, das mit dem Zehnfachen dieser Summe fast zu niedrig geschäht sei. Ob die Länder als Zwischenstufe noch weiter notwendig seien, das sei die Frage, die entschieden werden müste. AlS einzig praktisch durchführbarer Weg schwebe ihm das folgende vor: DaS Reich müsse all« Möglichkeiten, die ihm die Reichsverfassung auf legislativem wie administerativem Gebiete gibt, restlos ausnutzen, waS allerdings in einer die Länder finanziell befriedigenden Weis« geschehen müsse. Dann würden die Länder allmählich ihrer Eigen st aatlichkeit entkleidet und beträchtlich zu Verwaltungsorganen herabgedrückt werden. Sollte die Umgestaltung Schwierigkeiten machen, so würde eine Volksbewegung gegenüber allen lleinlichen Parti- kularisten entfacht werden können Das Deutschland der Zukunft müsse nach einem Worte des Reichsministers Dr. Preuß ein deutsches Deutschland sein. Deutscher Reichstag. Berlin. 24. Febr. (D.D.Z.) Die zweite Lesung des Haushaltsplans wird fortgesetzt beim Iustizetat. Iustizminister Hergt beantwortet die kommunistische 3nterpellatton. die eine Amnestie für die wegen Abtreibung Verurteilten verlangt. Eine Rundfrage bei den Ländern Anfang 1926 hat ergeben, daß die verhängten Strafen zum weitaus größten Teil an der unteren Grenze des Strafmaßes bleiben. Dom Gnadenrecht haben die Länder weitestgehenden Gebrauch gemacht. Eine erneute Anfrage. beim preußischen Justizministerium ergab, daß die Staatsanwälte nach Inkrafttreten der milderen Bestimmungen angewiesen wurden, zu prüfen, ob Gnadenerweise zu beantragen seien. Gnadenerweise sind in weitestem Umfange ergangen. Danach liegt für eine Amnestie kein Bedürfnis vor. Den sozialdemokratischen Antrag, das Reichsgericht von allen Sachen erster Instanz (Hochverrats zu entlasten, lehnt der Minister ab, weil das die Rechtseinheit stören würde. Auch die Wiederherstellung der Schwurgerichte bekämpft er, und alle Länder mit Ausnahme Hamburg« hätten sich für das erweiterte Schöffengericht ausgesprochen. Abg. Brodaus (Dem.): Wir haben nicht krittsiert, daß die Richter die wirtschaftliche Umstellung zu spät berücksichtigt haben, sondern nur. daß sie sich nicht auf den neuen Staat ein« stellen konnten Die Vertrauenskrise der Justiz kann man nicht mit einer Handbewcgung abtun, denn das Mißtrauen aller Republikaner in die Rechtsprechung ist nicht etwa künstlich in das Volt hineingetragen worden Die Staatsanwalt- schast ergebe Anklage immer nur gegen das Reichsbanner, nie gegen den Stahlhelm, selbst wenn nachweislich die ersten Tätlichkeiten von den Hakenkreuzlern ausgegangen seien. Bezeichnend sei, daß Marx erklärt habe, er sehe von Anträgen auf Strafverfolgung gegen Beleidiger ab. nachdem er so schlechte Erfahrungen mit ber Justiz gemacht habe. An der Unabhängigkeit der Richter will der Redner allerdings nicht rütteln Entpolttisieren dürfe man sie aber nicht. Mit dem Antrag auf Wiedereinführung der Schwurgerichte kann sich der Redner nicht befreunden. Dr. f) a m p e (D.-Hann.) fordert die Wiedereinsetzung der Schöffengericht« an Stelle der Ein^el« richter. Er lehnt jedoch die Wiedereinführung der Schwurgerichte ab. Ilie Recht sanwaltsgebuhren- ermäßigung sei zu weit gegangen. Weiterberatung: Freitag. — Ehe die Sitzung geschlossen wird, spricht Vizepräsident Esser den Wunsch aus, daß Präsident Lobe die Operation mit gutem Erfolg« überstehen und baldigst seine volle Gesundheit wieder erlangen möge. (Beifall.) Der Marineetat. Berlin, 24. Febr. Der HaushaltSouSschuh des Reichstags beschäftigte sich mit dem Marine - etctt. Berichterstatter Abg. Stücklen (Soz.) gab eine Ueberficht über die Mehrforderungen in Höhe von 25 Millionen Mark, die in der Hauptsache auf die notwendigen (Erneuerung« - bauten entfallen. In der Marine würden nationale Vereine im Gegensatz zu den Gewerkschaften gegründet, die anscheinend von der Ma- rineDertoaltung gefördert würden. Abg. Er sing (Zentr.) wies auf die große Zahl der Störungen der Maschinen hin und erklärte es als rationeller, solche überalterten Schiffe lieber außer Dienst zu stellen. Der Beamtenapparat im Ministerium erscheine ihm zu hoch. Mit zur Beratung gesteltt werden zwei Entschließungen der Demokraten, die sich gegen das künstlich geschaffene Monopol einiger weniger Fabriken für Herstellung von Waffen und Munition wenden und durch internationale Verhandlungen die Schaffung einer auf dem Miliz- s tz st em beruhenden Wehr fordern. Abg. Dr. Schreiber (Zentr.) wie« darauf hin, daß die A u s l a n d f a h r t e n unserer Kreuzer einen hohen Wert für die Mannschaft und für die deutsche Weltgeltung hätten und forderte weitere Entwicklung des Schulwesens an Bord. Abg. Rönneburg (Sem.) bat das Reichs- Weh rministerium um Auskunft, welches Ziel e« mit seiner Flottenpolitik überhaupt nerfolg:. Angesichts des außerordentlich geringen Kampf- wertes unserer Marine, und im Hinblick auf die erschreckend hohen Kosten, müsse man sich die Frage vorlcgen, ob die bisherige Flottenpolittk richttg sei. Von Sparsamkeit fei im Marine- Etat nichts zu merken. Die neuangeforderten Admiralstellen und die des Ministerialdirektors wurden die Demokraten nicht bewilligen. Die Preise der Monopolfirmen seien unerträglich hoch. Daher oertauge seine Fraktion, den Preis dieser Monopolfirmen zu durchbrechen und Konkurrenz zu schaffen, ileberau« bedauerlich fei die planmäßige Verminderung der Stabsoffiziere. Diese haben der Republik die größten Dienste geleistet. Man komm ■ auf die Frage, ob sie vielleicht deswegen jetzt beseitigt werden sollen. Äbg. Treviranus (Dntl.) stellte fest, daß der Anteil am Desamthaushalt deS Reiches in hen Jahren 1925 1927 mit 2,6 Prozent konstant geblieben fei. Die hohe Zahl der marinetechnischen Behörden sei durch die Gigenatt der Kriegsschiffe bedingt. Sr empfahl eingehend, die Anregung hinsichtlich der Indiensthaltung aller Schiffe zu prüfen. Re i chS weh rm i n i st « r Dr. Gehler betonte. daß ein großer Teil der Aufwendungen, die für Heer und Warin« gemacht werden, doch toie- der der allgemeinen Volkswirtschaft zufliehen. Der Ausschuß vergesse also nicht, daß er bei Bewilligung der Marineetatsgelder auch ein gutes Stück sozialer Arbeit leiste. Der Minister wandte sich dann gegen d«Lärm- presse, die seinerzeit den unbedeutendn Zwnchen- all der .Hamburg", wo ein Steward gegen die Anordnungen seiner Vorgesetzten einmal eine Flasche Bier verkauft habe, derart aufgebauscht habe, als seien durch diese Kleinigkeit die guten Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika gefährdet worden. Preußischer Landtag. Berlin, 25. Febr. (Dolfs.) Im preußi- chen Landtag wurde trotz der Mahnung des Präsidenten Bartels, die Beratung des Land- wirlfchaftsetats zu beschleunigen, auch die Donnerstagssitzung mit der Beratung dieses Etats ausgefüllt. Es wurde hauptsächlich das Sied- lungsproblem behandelt. Hier teilte ein Regierungsvertrcter mit. daß bisher 26 000 Hektar Siedlungsfläche zu Lasten des Reichskredits und über 15 000 Hektar zu Lasten d?'- preuhi- chen Kredits angekauft worden seien. Landwirt- chaftsminister Steiger teilte u. a. mit. daß die Angelegenheit wegen der rechtselbischen Moore soweit gefördert sei, daß alsbald ein Anleihegesetz kommen werde. Hessische Politik. Aus dem Finanzausschuß. Darmstadt, 24. Febr. Die erst« Lesung des Gewerbe st euergesehes wurde beendet. Bemängelt wurde bei Artikel 14, daß in den Gesetzentwurf nicht di« wichttgsten Grund- ätze der reichsgesehlichen Regelung über die Abzugsfähigkeit hineingearbeilet worden sind: das bedeute ein« Veranlagungserschwerung. Eine doppelte Veranlagung müsse vermieden werden. Abgeordneter H a u r h beantragte zu Artikel 14, Absatz 2, Ziffer c und e zu streichen. Gin« ausgiebige Debatte entstand bei Artikel 16, der den der Besteuerung unterliegenden Srtragswert kaffelt. Ein Abgeordneter wünschte u. a., daß für Familienmitglieder, die unentgeltlich im Gewerbebetrieb mitarbeiten, ein Steuerabzug gewährt werden müsse. Don einer Seite wurde angeregt, das Verhältnis der Besteuerung von Gewerbekapital und Gewerbeertrag im Gesetz selbst in gewissem Umfang, etwa »/5:’/5 sestzulegen. Von anderer Seite wurde dem entgegengehalten, daß das Verhältnis sich erst nach der ersten Veranlagung übersehen lasse und daß die beteiligten Kreis« (Handwerk, Handel, und Industrie) sich mit einem Verhältnis 50:50 einverstanden erklärt haben. Bei Artikel 23 wurde über die weitverbreitete unzulässig« Ausübung des Wandergewerbes Klage geführt. In der morgigen Sitzung soll das Gemeindeumlagengesetz in erster Lesung beraten werden. In der nächsten Woche soll von Mittwoch ab mit der Beratung des Etaatsvoran- schlags begonnen werden, während die übernächste Woche für di« zweite Lesung des Sondergebäudesteuergesetzes verwendet werden soll. Aus dem Gesetzgebungsausschutz. D a r in ft a ö t. 24. Febr. Der Gefehgebungs- ausschuh beriet gestern den Antrag des kommunistischen Abgeordneten G a l m über die Internierung des Ingenieurs P l a u e l n zu Offenbach a. M. Es wurde di« nachstehende Entschließung einstimmig angenommen, welche besagt: I. Daß zwar eine strafbare Verletzung der Dienstpflicht bei der Behandlung des Falles Plaueln keinem Beamten zur Last gelegt toer- dden kann, jedoch kann das Festhalten und die Unterbringung im festen Dau nicht gebilligt werden. II. Daß eine Ergänzung der Dienstanweisung seitens des Ministeriums des Innern bzw. des Ministeriums der Justiz in der Richtung angebracht erscheint, daß 1. die zwangsweise Verbringung eines auf freiem Fuß befindlichen Beschuldigten oder Angeklagten z w e d i Untersuchung auf seinen Geistes- ä u ft a n ö auf Grund richterlichen Beschlusses nur dann erfolgen darf, falls der Betreffend« di« freiwillige Gestellung in der Anstalt auf Ladung verweigert: 2. daß derartige Beschuldigte oder Angeklagte im festen Bau der Gießener Anstalt nur dann untergebracht werden dürfen, wenn deren Gemeingefährlichkeit auf Grund der Akten oder ärztlichen Beobachtung hinreichend festgestellt ist. (Ergänzung der Dienstanweisung in Reg. 3 L Ar. 35 vom 30. 12. 1911); 3. daß vor Beschlußfassung des Gerichts über di« Anordnung der Anstaltsuntersuchung die verantwortliche Vernehmung des Beschuldigten oder Angeklagten durch die Staatsanwaltschaft zu beantragen ist. Parlamentarische Ansragen. Darmstadt, 24. Febr. Dem Hessischen Landtag sind mehrere neue Anträge zugegangen: bemerkenswert davon sind folgende: Abg. Kindt (Dn.) beantragt: Wenn ein Beamter vor feinem 60. Lebensjahr wegen Krankheit oder besonderer Umstände halber in den Ruhestand ber- setzt wurde und sich dann wieder verheiratet, muß im Falle seines Todes Witwen- und Waisengeld nach Maßgabe der geiehlichen Bestimmungen über die Hinterbliebenenfürsorge gewährt werden. - Die Zentrumssraktion beantragt. für rückständige Steuerbetrug« im Betrage bis einschließlich 25 Mk. Verzugs- zinsen nicht zu berechnen und für Beträge über 25 Mk Verzugszinsen, solange sie den Betrag von 30 Pf nicht erreichen, nicht in Ansatz zu bringen. Ferner soll bei der Reichsregierung auf die Erweiterung der Steuerzinsverordnung hingcwirft werde.' Die Zentrumsfraktion beantragt ferner, bei der Reichsregierung vorstellig zu werden, daß alle von der Rentenbank- kreditanftalt gemachten Reingewinne, soweit sie nicht zur Speisung der gesetzlich vor- geschriebenen Rücklage und Sonderrücklage notwendig sind, zur Tilgung von Renten- banklcheinen verwendet werden, um dadurch raschelt möglichste Liquidierung der Renten- bankgrundschuld herbeizuführen und somit eine fühlbare Entlastung der Landwirtschaft zu erreichen. aller Welt. Tcr Jürgen sprozctz. Vor dem Schwurgericht des Landgerichtes III "Berlin begann der Prozeß gegen Landgerichtsdirektor 3 ü r gc n i unö seine Frau wegen Meineides, Hehlerei und Dersicherungsschwindels und zahlreicher ,Sä Ile des Kreditbetruges. Ss wird üesem zunächst vorgeworfen, in einem *21 a * laßftreil mit der Mutter d«S verstorbenen ersten Mannes der Frau Jürgens wissentlich einen Meineid geleistet zu haben. Frau 3ür» gens ist ferner angeilagt, zahlreich« K r e d it - fchwindeleien beim Bezug von Waren bei Stargarder Bürgern verübt zu haben und der Mann, sich teilweise aktiv daran beteiligt zu haben. Unter falschen Vorspiegelungen soll au- jerdern Frau 3ürgen8 sich Darlehen von Stargarder Kollegen ihres Mannes und anderen Bekannten verschafft haben. Schließlich wird dem Ehepaar 3. Dersicherungsschwindei durch Fingie- rung von Einbruch in ihre Wohnung vorgeworsen. Rach Verlesung des Eröffnungsbeschlusses betonte der Angeklagte 3ürgend. daß er sich nicht als Angeklagter, sondern als ein Mann fühle, dem chwerstes Unrecht zugesügt worden sei und dem daran gelegen sei. dieses so schnell wie möglich aufzuklären. Sine unwahre persönlich« Hetze, vielleicht aus durchsichtigen politischen Beweggründen, vielleicht in der Absicht, der 3ustiz etwas am Zeuge zu flicken, habe ein Bild entworfen. das mit den Tatsachen im krassen Widerspruch stehe. Mit Politik und feinem Dienst habe dieser Prozeß nicht das geringste zu tun. Ss lägen schwere 3ustizirrtümer vor, die im Interesse der Rechtsidee wiedergutgemacht werden müßten. Im Verlaufe der Vernehmung betonte der An- geHagte Jürgens immer wieder, daß seine Frau in allen Geld- und Wirtschaftsangelegenheiten vollste Selbständigkeit gehabt habe und daß sich feine eigenen Konten sämtlich in bester Ordnung befunden haben. Seine Frau fei chm stets äußerst sparsam erschienen. Ss fei chm schleierhaft, woher die großen Verpflichtungen gestammt haben. F r a u 3 ü r g e n i gab auf Befragen des Vorsitzenden an, daß sie selbst nicht wisse, wie das Anwachsen der Schulden zu er- flären fei. Heber ihre Schilden habe fie ihren Mann nicht alles gesagt, weil sie ihn nach Möglichkett habe schonen wollen. welhylalkoholvergiftungen. Die .Magdoburgiiche Zeitung" meldet auS Bitterfeld: Der Rechtsanwalt undRotar Men de ist an einer Methylalkoholvergiftung gestorben. Vor einigen Tagen wurde gelegentlich einer Gesellschaft in ber Wohnung des Herrn Mende Likör gereicht. Am Tage daraus trat bet Mende eine starke Schwächung des Sehvermögens ein. Die Vergiftung führte jetzt zum Tode. Auch bei weiteren Teilnehmern der Gesellschaft soll bereits Erblindung eingetreten fein. Bei anderen find schädliche Folgen bisher nicht zutage getreten, da kurz nach dem Genuß des Likörs Erbrechen eintrat. Frecher Raub auf einem Berliner Bahnhof. Ein dreister Kaffenraub wurde auf dem Potsdamer Bahnhof beruht. 3m Dor- raum bet Fahrkartenschalter hatte sich bereits fett längerer Zett ein Mann in verdächtiger 'Weis« bemerkbar gemacht und die Aus merks am- kett der Bahnhofsbeamten auf sich gelenkt. Dieser Verdächtig« schlug plötzlich mit dem Schaft eines Revolvers vor den Augen zahlreicher Passanten eine Schalterscheib« ein und raubte den Kassenbestand der Fahrkartenausgabe für den "Fernverkehr. Dem Täter fielen mehrere Hundert Mark in die Hände. Auf die Rufe „Haltet den Räuber!" richtete der Täter auf seine Verfolger den Revolver. Ss gelang dem Burschen, nach dem Potsdamer Platz zu flüchten und hier im Gedränge zu verschwinden. Zuchthaus wegen Aktenbeseitigung. Zum vierten Male hatte sich ein Berliner 3ustizinspektor wegen mehrmaliger Altenbeseitigung und Bestechung vor dem Großen Schöffengericht Berlin-Mitt« zu verantworten. Mttange- tlagt waren zwei Händler aus der Zentralmarkthalle, sowie eine Frau, deren Strafakten der Iustizinspektor gegen Zahlung von mehreren Hundert Mark beseitigt hatte. Er erhielt eine weitere Strafe von einem Jahr und sieben Monate Zuchthaus und 300 Mark Geldstrafe oder weitere 30 Tage Zuchthaus und drei 3ahren Ehrverlust. Ein Angeklagter erhielt ein 3aht Gefängnis und die beiden anderen sechs Monate Gefängnis. Eine Hochzeitsgesellschaft unter Derfentrümmere begraben. Ein anatolisches Dors wurde von einem schweren Unglück heimgesucht. Eine größere Hochzeitsgesellschaft saß gerade beim FestschmauS, al« die Decke des Zimmers einbrach. Aus den Trümmern wurden sechs Tote und zehn Verletzte hervorgezogen. Eine Million für einen Rembrandt. 3n Neuyort veranstaltet« die American Att Galleries eine Auktion von 37 Bildern der Sammlung Stillmann, die insgesamt 716 950 Dollar ein- brachte. Etwa 1200 Personen füllten den Auktionsraum. Rembrandts „Titus nn Lehnstuhl" c Hielte den höchsten Preis ber Versteigerung von 270 000 Dollar. Schneefälle in Rorditaiien. Die Blätter melden ständige Schneefälle in Qlorbitalien In Bergamo und in den umliegenden Tälern liegt der Schnee so hoch, daß die Sisenbahnzüge mit größeren Verspätungen eintrafen. Auch auf den Bergen und in den Tälern von Lecco und Pacenza liegt der Schnee 30 bis 70 Zentimeter hoch Wettervoraussage. Wolkig biS bedeckt. Temperaturen ansteigend, auch nachts über 0 Grad, vereinzelt RiLderschläge. Gestrige Tagestemperaturen' Maffimmn 9.7, Minimum 3.7 Grad Eelsius. Heuttge Morgen- temperatur: 2 Grad Eelfius. Wetterlage auf dem hoherodskops vom 25. Febr.. vorm. 8 Uhr: Windrichtung: Ost. Windstärke: Mittel. Temperatur, minus 1 Grad TelsiuS. Gesamtschneehöhe. 40 Zentimeter. Beschaffenheit der Schneedecke körnig. Dportmöglichkett für Ski. gut Sauerland (Winterberg). Temperatur: minus 0,5 Grad CelsiuS. Schneehöhe: 35 Zentimeter. Gefallener Reuschnee: 6 bii 10 Zentimeter. Sportmöglichkeit für Ski gut Win gen. Temperatur: 0 Grad LelsiuS. Schneehöhe ch Höhenlagen über 700 Meter: 60 bis 80 Zentimeter. Ski bahn: gut. Aus der Provinzialhauptstadt. Vieh en, den 25. Februar 1927 FrühNcht. Da- Licht nimmt zu leis. leis. von $ag au Tag um einen Hahnenschrei um einen Pendelschlag Der strebt und sehnt dem küßt es kein« Ruh. noch Heister hossl er. denn da« Licht nimmt zu. Alles Sorgenvolle, bat düstere Wintertchwe" üen wird von uns hinwegg^nommen. wenn ein ivnniger Borfrühllng-moraen hereinbricht in die graue Alltag-schwere und unsere Sinne um. langt mit FrühltngSwehen und FrühlingSzaul:.. Mir innerem Frohgefühl nehmen wir plötzlich eir'i Tages gewahr, wie schon so diel früher d.e ersten Lichtstrahlen die Erde erhellen. Mu stillem Sehnen haben wir darnach verlangt ossend hab de» Winters lange 2^ächte bald ein . nde nehmen, und nicht mehr oft drückend auf »i.is lastcten. Da- Schauen nach dem Licht, nach der Sonne, da- ist es. waS unS nun froher macht — rt hranqt uns vorwärts, und die Hoffnung aus neueu Leben in der Aalur läbt viele Alltag-. Ichwere vergessen. Wir lieben darum da- Früh- licht. weil ihm die ersten Sonnenstrahlen folgen. hin diesem Wintersemester hat die Anstalt die größte Schülerzahl an sämtlichen technischen Lehranstalten Hessens. Gegenwärtig sind 404 Tagesschüler vorhanden, die sich wie folgt verteilen: Maschinenbauschule leinschl. Inoenieurkursus) 139, Bauabteilung 136, Schreinerfachschule und Maler 81, Schuhmachersachschule 25, HeereSsachschule 23. An KurSteil- nrhmern sind 260 vorhanden, und zwar 20 im Kursus für Flugzeugbau. 43 im Kursus für Elektrotechnik (einschl Laboratorium), 41 im Kur- fuß für Meisterprüfung. 14 im Kursus im Holz» malen. 24 im Eisen bewnkursuS, 60 im Maschinen- kurfus für Schreiner. 40 im SonntagSzeichenkurfuS. 18 in der Schornfteinfegerfachschule. Insgesamt wirken an der Anstalt einschl der gewerblichen Fortbildungsschule 32 Lehrkräfte. Dem Lehrkörper der Gewerbe- und Maschinenbauschule gehören an: 1 Direktor. 15 hauptamtliche Lehrer, 7 nebenamtliche Lehrer (hiervon 6 hauptamtlich an der gewerblichen Fortbildungsschule), 4 Meister für den Unterricht in den Lehrwerkstätten. An Lehrwerkstätten sind vorhanden: Schreinerei, Töpferei. Schlosserei und Schmiede. Elektrotechnisches Laboratorium. Schuhmacherei. Im umgekehrten Verhältnis zu dieser großen S ch ü l e rz ahl stehen dieRaumverhält- nisse. Man war gezwungen, da in der Gewerbeschule gleichzeitH auch noch zahlreiche Klassen der Fortbildungsschule unterzubringen find. Räume außerhalb zu mieten, und zwar in folgenden Gebäuden: Kaufmännisches Verein-Hau-, I Habcrfasten, cJnoLpaf- Konsir nandensaal kLic- b'gltrab.e T hat zur Foü . daa di: O^erwal- tung der Anstalt. ocr cr.aj d> q?w?rblicye Fori» bildungss« Älafkn b.x Qtalali find also in 10 r- r- >chi«denen Oraäuhen unttrq-erach: ein Umstand der schultechnllch unerträglich ist und aut hu- Dauer den mühsam erworbenen Ru» der Anstat, aus das schwerste schädigt '■Betonteres 3n:«refle verdient eine oerglti* rtjenbe Statistik über Die icchnischen l'ebran» halten Hessen» nach dem Stanbt des Winirrseme- iters 1925 T« Zusammenstellung gibt foloenbe Aufichlüff« Bdjiileruibl oiaat» luschüste Mk. Darmstadt Baugewerkfchul, 24#* üb loo noo.no L irmstadt Gemerbe- und Majchinensauichule IW Bingen 202 Ottenbach 23Ö 74 497,95 Mainz «' 44 743.4b Erbach 65 30 249,03 Lauterbach 20 I 1 .7 M),8u Bensheim 135 5 709,09 Milhelstabt 35 3 224,45 «Isfeld 83 5 823.83 Bübingen 50 3 257,45 Friedberg 72 6 914,38 Gießen 295 5 595.05 Nidda 73 3 320,13 Vl)ey 37 Worms 98 11 360.9s Denn man den Staatszuschuß auf den Äo|>f des Schülers umrcchnet. so schneidet Gießen trotz der höchsten Schülerzah! am schlechtesten ab. Es erhielten nämlich in der Berichtszeit pro Schüler: Gewerbe- und Ma- schinenbaulchule Darmstadt 91 Mk.. Bingen 103.14 Mark. Offenbach 323 90 Mk.. Mainz 559.29 Mark. Erbach 311,52 Ml.. Lauterbach 725 Mk Sensheim 42,28 Mk.. Michelstadt 92,12 Mk Alsfeld 72.33 Mk.. Büdingen 75,14 Mk.. Frieds berg 96 Mk.. Gießen 19 Mk. R.dda 45.47 Mk Alzey 118,66 Mk., Worms 116 Mk. Dieser Durchfchnittsberechnung ist die Fahl der Voll- schüler zugrunde gelegt. Mit Recht forderte Dr. BünningS. daß der Staat auch für die Gießener Gewerbe- und Maschinenbauschule künftighin weit mehr als bisher tun müsse. Die Förderung der Anstalt darf nicht auf die Stadt Gießen allein in ber Hauptsache beschränkt bleiben. Im Anschluß an diese aufschlußreichen Darlegungen hielt der zuständige Fachlehrer für die Keramik-Abteilung einen kurzen Vortrag über die Tätigkeit und die Ziele dieses neuen Arbeitsgebietes der Anstalt Oberster Gesichtspunkt sei. die in der engsten Heimat reichlich vorhandenen Rohstossvorkommen für das Keramikgewerbe auch unterrichtlich zu verwenden unö dadurch einen gediegenen Handwerkerstamm heranzubilden. Die vor den Augen der Besucher ausgestellten Erzeugnisse der Abteilung sanden starkes Interesse und lobende Anerkennung: für Me breite Öffentlichkeit ist eine Auswahl- fchau dieser Fabrikate und einiger Arbeiten au« anderen Abteilungen bei Dach im Selters- Weg zu sehen. Hieraus wurde in mehreren Gruppen eine Besichtigung der Lehrwerk st Stten ber Anstalt vvrgenommen. wobei man den Eindruck erhielt, daß hier mit Elser und Smst nach hohen Fachbildungszielen gestrebt wird, daß dabei aber die räumlich ganz unzulänglichen Verhältnisse ein sehr schwere- Hemmnis lind. Allgemein war der Eindruck sicherlich der, bah hier recht bald und tatkräftig Abhilfe geschaffen werden muß, im Interesse deS Handwerks und Gewerbe» und auch zum Vorteil der Stadt. Hoffentlich siebt man bei diesem Desse- rungswerk auch den Staat kräftig mit in her ersten Linie Besichtigung der Goetheschule. Im Anschluß an den vorstehend berichteten Besuch in der Gewerbeschule begaben sich gestern nachmittag die Vertreter der Stadtverwaltung, der Stadtverordnetenversammlung und der Presse in die Goetheschule (frühere BezirkSschule- an der Westanlage, um dort den Um- und Erweiterungsbau einer eingehenden Be- fichtigung zu unterziehen. Unter Führung der Herren Stadtbaudirektor Braubach. Oberbauinspektor Wett la user und Architekt Klein fand ein sehr uUeteffanter Rundgang durch das Gebäude statt. Heber die Einrichtung des rr.nMtch modern : herum Schulhau'es haben wir trüher 'chou lehr eingehend berichtet so daß ixr uns beute mit einer summarischen Feststellung des Besichttgungsergebniffes begnügen rönnen. Sie Schulhauseinrichtungen entsprechen in allen Teilen den neuzeitlichen Anforderungen i.» ma. tarnt he getrost als vorbildlich für viele andere Städte von der Größe Gießen« bezeichnen. Allgemein fanden d.e Einrichtungen den vollsten befall der B fucher Die Stadrorrwaltung. die Sta ^verordne: eilver« :mmlung, die Bauleitung. Handwerker und Arbeiter Haden hter in ge- meinramem Streben nach Gutem und Fweck- nmßigrm ein Werk geschallen, auf da« sie mit daher Befriedigung blicken Knnen. Die Schule kann sich in Metern Helme wirklich wohisühsen *«Hornoti$en. TageSkalender für Freitag Stadttheater: 7* , Uhr, .Der Geizige' und .Die Matrone von Ephesus' «Lnde 10 Ubr.i — Vortrags-Vereinigung 8 Uhr Reue Aula. Licht- bllder-Dortrag. Obcrhesßsche Gesellschaft für Aatur- und Heilkunde 8' , Uhr. Gr Hörfaal de« Phyfikalischen Instituts «Stephe.nstraße 24). Versammlung und Vortrag. Frc>wirtschaft-l'und Ortsgruppe Gießen 8 Ubr. Saalbau ©euer. Aortrag Lichtspielhaus. Bahnhofstraße »Die letzte Schlacht des Kapitän Frank" Ästoria Lichtspiele' .Hoot der Teuselsreitcr". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: In der Lokalposs« „iSiehen wird Großstadt", die bekanntlich am Sonntag ihre Uraufführung erlebt, liegen die größten, stuck- tragenden Rollen in den Händen der Herren Toll. Dolck und Oven Jüngling: weiter sind mit großen Aufgaben betraut die Damen Ä r o b m e r und Scherer sowie die Herren lelefp. Schu - bert, Hanke. Lenau. Tehr«. Stichel und Linkmann. Auch fast das gesamte übrige Personal ist in Epifoden-Ausgaben beschäftigt. Die Inszenierung leitet der Intendant. Markusgemeinde. Man schreibt uns. Sonntagabend 8 U&r veranstaltet die Marku«- gemeinde einen Gemeindeabend in der Stadt- ttrche. der dem Gedächtnis Pestalozzis gewidmet ist. Prosessor Dr. Koch von der Universität-- bibliothek spricht über daS Thema .Was hat Pestalozzi einem christlichen Volke zu sagen?" Frau Dr. Müller-Bangert Unat einige Lieder, der Organist der S'.adikirche. Lehrer S i - m o n, spielt die Orgel. Die Hamen der Mitwirken den versprechen einen Abend mit reichem Inhalt. Jedermann, auch außerhalb der MarkuS- gemeinde. ist herzlich eingeladen. (Siebe heutige Anzeige. > •* Sitzung des ProvinzialauS- s ch u s s e S. Dm morgigen Samstag, vormittags 8'/» Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude zu Gießen eine öfsentliche Sitzung des Provinzialausschusses statt Auf der Tagesordnung stehen folgende Angelegenheiten: Gesuch des Wtlhelm Kretschmar II. in Atzenhain um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft. — Die Zwangsinnung für das Friseurgewerbe in den Amtsgerichtsbezirken Friedberg. Vilbel und Dad-Rauheim: hier: Beschwerde dieser Innung gegen den Beschluß des Kreisamts Friedberg vom 20. Rovember 1926 i.S. Ordnungsstrafe des Hans Gisenreich zu Friedberg. — Klage des Ioh. Jak. Freitag in Butzbach gegen di« Verfügung deS Bürgermeisters der Stadt Butzbach vom 5. Januar 1927 wegen Beschlagnahme einer Wohnung in der Griedeler Straße 32. — Verkündung des Urteils in Sachen: Berufungen der Gemeinde Hain- Gründau und des Gemeinderechners zu Hain^Gründau gegen das Urteil des KreiSausschusses deS KreileS Büdingen vom 18. September 1926. — Klage des Karl Lehnhard in Petterweil gegen das Kreisamt Friedberg auf Aufhebung deS Bescheids vom 9. De- zember 1926 wegen Versagung deS Wander- aewerbescheins. -- Klagen der Johanna Braden in Gießen gegen das Kreisamt Gießen auf Aufhebung ber Bescheide vom 16. Oktober 1926 und vom 19. Januar 1927 wegen Versagung des Wandergewerbescheins. ** Morgen nachmittag Rückkehr unserer Garnison. DaS 1. (Hessische) Gre- nadier-Batl. Ins.-Regt. 15 trifft nach Beendi- Sung seine- Winterschießens vom Truppen- bungsplatz Ohrdruf i. Thüringen am morgigen Samstagnachmittag 4.14 Uhr wieder in Gießen ein. *• GewerbeausstellungSießen 1927. Die AusstellunASleitung der Gewerbeausstellung Gießen 1927 gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt. daß der endgültige Meldeschluß am 1. März ist Dieser Termin muß eingehalten werden. um den nötigen Raumbedarf für Ne Erstellung der Hallen überleben zu können. ** Die Auszahlung der Militär- rerlorgung-gebührnisse für Monat THärj findet bei den Postanstalten bereit- am Samstag. 26. Februar, statt X rauerfeier für die Opfer bes Unglücks i m Evang Schwesternhause ^b^rn nachmittag fand unter großer Beteiligung auf dem Reuen Friedhof Me Beerdigung d[onne und eine große Zahl von Diakonissen, sowie viele Mitbürger aus allen Ständen der ömtoohnerfebaft bemerkten. AIS Vertreter deS Mutterhauses in Darmstadt war der Präsident deS Vorstands vom Dia- konissenhauS Elisabethenstift, Staatsminister a D. Grzellenz von W u s s o w erschienen. ''Stabtlheater-Abonnement. Die Einlösung be- sechsten Abschnitt- muß am kommenden Montag erfolgen. Man beachte die heutige Bekanntmachung. •* Der neue städtische Stratzen- sprengwagen ist vorgestern hier eingetroffen. Gestern und heute wurde er zunächst in allen Teilen gründlich durchprobiert. Der Wagen erregte bei seinem Erscheinen in den Straßen natürlich lebhaftes Aufiehen. DaS Fassungsvermögen des Wafferkessels beziffert sich auf 5000 Liter, das A)asser kann sowohl ber Wasserleitung entnommen, wie auch durch eigene Saugvorrichtung des Wagens aus der Lahn aepumpt werden. Die Wurfweite des Wasserstrahls beträgt 22 Meter. Mit Hilfe dieses Wagens wird eine ausreichende Befeuchtung der Straßen an den heißen Sommertagen möglich sein. Lronsirmanden- Hemden: 5.50 4.25 Kragen: 0.60 0.55 <£♦ Aöbr & Go. Äahnhdfstraße 44 I85C. -■r - . Emmerichen Kaffpp Mk- 480 HailCv bis Mk. 2.40 Fällt stets durch feines Aroma, kräftigen Geschmack u. seltene Ausgiebig- _______keit auf. Das macht unser besonderes Röstverfah. ren, in über 50Jihren erprobt. 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Eichbladt seu. auS Mainz. 01405 F Kein Laden. Eingang Ecke VolkSbad. Wogsv Lrsparais hoher Lademnieto 1 Trepp» hoc? ■ W Otto Siegfried. Laabach i. Hess. l634D Beerdigung: Samstag, 26. Febr., nachm. 1lt2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus. Verkaufe einen 21 Monate alten, erstklassigen, sprungfäb. Heute nacht 12 Uhr entschlief nach langem Leiden unser lieber Altcreverelnicung 1872—1922. Wirerfüllen hiermit die traurigePflicht,unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Alters- Garneeten, Zischmehl Lrissei, Muscheltalkic. Eugen Scheel, MäuSburg l7 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, besonders dem Chef der Firma J. B. Noll, unseren innigsten Dank. Familie Bender. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannes Faber. Anläßlich des schweren Unglücksfalles ist uns so viel tatkräftige Hülfe und herzliches Mitgefühl entgegengebracht worden, daß wir bitten müssen, uns zu gestatten, nur auf diesemWcge allen von Herzen danken zu dürfen für ihre treue Teilnahme, die uns in den schwerenTagen sehr wohl getan hat. Besonders gilt unser Dank der Sanitätskolonne unter Führung des Herrn Kratz, der Feuerwehr, unsern treuen Nachbarn und all den anderen, welche die erste Hülfe leisteten, aber auch all denen, die uns mit Rat und Tat beigestanden haben und die entstandenen Lücken ausfüllen helfen. Für die Hinterbliebenen: Johanna Adam geb. Lucius. Lißberg, den 24. Februar 1927. SamStaa mittag am Kreuzplatz und Schulstratze Seltersweg 81 im Hdör Handarbeit Sonntag. 27. Febr.: Wanderung Oianfcburn, Lvven- rod, Steinbach iDeu- cker>. Abmarsch 2 Ubr nm., SchiitzeichauS. DienStag. 1. Mär;, abends 8 Ubr: ***c Familienabend Kim.VcreinSbauS. Gestern morgen entschlief unerwartet unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Carl Haas, Zugrevisor im Alter von 54 Jahren. Danksagung. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Georg Haas. Herrn Carl Haas in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Samstag, den 26. Februar, nachmittags V-2 Uhr, auf dem Neuen Friedhöfe statt. Wir bitten um recht zahlreiche Beteiligung. Der Verstand. Evangelisches Schwesternhaus Ausfeld. Aäbe d. Klinik ln,38U niintübl. MM evtl. in. Kiichenben., Alt ucrm. Zu erir. in d (»eichst. d.Gst An;. Wir erfüllen hiermit Jjs. die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unsres Kameraden @ □ undlangjährjigenVorstands- mitglieaes 1K86D Herrn Karl Haas geziemend in Kenntnis zu setzen Die Beerdigung findet Samstag nachmittag um */»2 Uhr statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand Tüchtiges Mädchen das schon tn besserem Hause gedient bat, für tagsüber ob. für ganz gesucht. Sehr. Angeb. unter 1854D an d. Giest-Anz. erb. Kirchliche Einsegnungsfeier am Samstag, dem 26. Februar, nachmittags 4 Uhr, in der Kirche zu Lißberg. is78D Möbl. Zimmer für 15Mk.m elektr. Vicht an berusöi.Dame zu ucrm. Buerfr tnder Geschst.d.G Anz.°,«o Frdt. Zimmer grost, 1 ob. 2 Belt., Sonne, cl. V., z urm. oiw« Bleichstr. 8 II. Giehener B. D. R. vereine Rad-Club „Germania" — Radfahrer-Verein „Fortuna". Sonntag, den 6. März 1927, im neu hergerichteten Saale des Tafs Leib, Waütorstratze. WWW des UlWM iS SMW-SMM! BormittaaS 9 Ubr: Dor-Wetlbewerbe. - DachmittagS 3 Uhr: Entscheidungs-Wettbewerbe im Abend« 8 Uhr: Preisverteilung, Saalsportfest: Schul-, Schmuck-. Glühlicht-, Kunst- u l2er^Retgen ler-und 2er-Kunstfahren, 6er-Kunstreigen, 2er- und 3er-Radball, Jugend-Radball. ,877D Während der Mittags- u. Abend-Deranstaltung Konzert. Festabzetchen u. Festbuch Mk. 1.00 Ehrliches, flethtgeS Mädchen sucht f. einige Stunden uormttt. Hauö- arbeil, evtl, auch bis mittags 3 Ubr. Schr. Angeb. unter 01384 an o. Giest. Anz. ^rb. Mädchen (25 I.», mit guten Zeugnisten, d. einen Haushalt selbständ. führen kann. sucht Stelle z.lü.März als Stütze oder Haushälterin Schr. Angeb. u. 01390 o. d. (Vien- Anz erb. Ein In Müche und Hausarbeit ersaor ififiöfljen s< sucht Stelle zum 15. 3. in fletnen ruh. Haushalt. Schrift!. Angeb. unter 01391 an d. Gtest. Anz. erb. Rodheim a. d. B., 25. Februar 1927. 01378 Ä Zimmer mit separ. Eingang, Heizung und eleftr. Licht ab 1. März zu vermieten. Zu erfr. bei Herso. (01393h j Mietgesuche | leer? Zimmer für Bureau z. mieten gesucht. Schrtsilichc Angeb. unter 01382 an d. Giest-Anz. erb. Alle Schweine, zurückgebliedene?nd solche mit steifen Beinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes RASSOL mengen. 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B. eamiitaa,26 .'.ehr. abendS 8 Ubr, in der Stadt Lick: Herren- Lumpenabend. TerVergniigungS- auSschnst. teeeeeeeeeee Bayern- Verein. Morgen abd. 8 U.: Kegeln im Bereinslo'al frankfurter Hoi. Interessenten will- kommen. 01403 Ter Vorstand. WAMS a f f Gießens. Man wäre versucht, Wieseck die meisten SiegeSaussichten zuzuschreiben, Gießen» I b. wird jedoch in wesentlich verstärkter Ausstellung aus Der 1. Mannschaft antreten, und so wohl bestrebt sein. Wieseck die Wage zu halten. Das Spiel gilt als Rückspiel für ein vor einiger Zeit auf dem ©ieftener Platz auSgetrageneS Spiel, das die Wiesecker damals in überzeugender Weise gewinnen konnten. Beide Mannschaften sind zu- tunfhge Gegner der 1. Klasse bei Den demnächst beginnenden Derbandsspielen. ein Abtaften Der Chancen und Möglichkeiten ist daher für beide Mannschaften gegeben. Lollar plant eine Reise nach Friedberg zu dem Meister des 6. Bezirks, der in Der letzten Zeit an Spielstärke sehr gewonnen hat. Die Aussichten Lollars sinD ja nicht gerade rosig, aber trotzdem wird Der Vertreter deS 3. Bezirks in Friedberg nicht Den schlechtesten Ein- Drud hinterlassen. Heuchelheims Erste ist infolge mehrerer Krankheitsfälle zur Ruhe gezwungen. Die Jugend spielt auf eigenem Platz gegen Die Jugend des Männerturnvereins Marburg, und dürfte wohl ehrenvoll aus dem Kamps hervorgehen. Sronbaufen I trifft sich im Gastspiel mit Leun I. Derbe Mannschaften werden sich ein Wer ist der Krokodilwächter? Der „Vater der Gcschichtsschreibmrg" Herodot erzählt bereits von einem Vogel, der Den schlafenden Krokodilen in den Rachen krieche, ihn von Schmarotzern reinige unD Die Echsen vor dem Ichneumon warne. Mit diesem Vogel hat sich Die Wissenschaft schon viel beschäftigt unD einer Drosselart sogar Den Ramen .Krokodilwächter" verliehen. Der Vogel, Der schon auf den alt- ägyptischen Wandgemälden häufig dargestellt ist, wurde von Drehm anschaulich beschrieben, und sein Zusammenleben mit dem Krokodil gilt al» ein Musterbeispiel Der .Symbiose", bei Der Der Vogel feine Rahrung findet, das Tier aber durch feinen Rus gewarnt wird. In neuester Zett sind aber scharfen Beobachtern schwere Zweifel darüber aufgetaucht, ob Der sog. Krokodilwächter auch wirklich diese Rolle bet Den gefährlichen Echsen spielt. Dr. O. Herr berichtet Darüber und weist auf Die Beobachtung eine- französischen Raturforschers des 18. Jahrhunderts. Paul Lucas, hin. Der den eigentlichen Krokodilwächter in Dem Sporenkiebih vermutete. Der ©nglänber Cook hat dann eingehend die Lebensweise dieser Kiebitze beobachtet. Die von Den Eingeborenen Kroko knl- vögel genannt werben. Der Svorenkiebitz hüpfe in bas geöffnete Maul be» Krokodils. Da» darauf die Kiefer schließe; durch die Stachel seiner Flügelsporen zwinge er bann bie Echse, ihren Rachen zu öffnen, nachdem er bie Reinigung vollführt habe, unb spaziere vergnügt au» der merkwürdigen Wohnung heraus. Auch der nordische Reiseschil- berer unb scharfe Tierbeobachter Bengt Berg behauptet, Der sog. Krokobilwächter finbe sich niemals bei den Krokodilen. Dagegen seien die Sporenkiebitze überall zur Stelle, wo KrokoDil« find, und lassen ihren scharfen Rus al» Warnungszeichen ertönen. Die Frage, welcher Vogel der eigentllche Krokodilwächter ist, wird jedenfalls noch genauer beantwortet werden müssen, und die Stellung des sog. Krokodilwächters ist stark erschüttert. Es gibt übrigens zahlreich« DögÄl, die den Rücken von Tieren nach Schmarotzern absuchen, unb auch bei un» beobachtet man vielfach Meisen, bie auf Damhirschen, Stare und Dohlerr die auf Schafen die Insekten vom Fcll tocgfciden. offenes Spiel liefern, bei dem man Frvnhausen ein geringes ßluä zusprechen fann. Dir Tücken des Leuner Platzes lassen allerdings auch des Gegenteil wahrscheinlich werden. Oberhessen. Landkreis Gietzen X, Wieseck. 24. Febr. Zu einer eindrucks- vollen 5 e i e-r ft u n b c versammelten sich am Mittwoch die Hörer der D o l k s h o ch s ch u t e Wieseck, um fcamit ihre diesjährige Winter- arbeit abzuschliehen. 3m ersten Teil des Abends führte ein Lichtbildervortrag in das Wunderland um Salzburg-Berchtesgaden-König- ?ee. Selbsterlebtes und -geschautes des Dortra- qenhen machten den Vortrag besonders interessant. zumal Entstehung und Geschichte von Landschaft und, Städten eingehend gewürdigt wurden. 3m Anschluß hieran gedachre der Leiter der Volkshochschule. Rektor Dr. Rein, rückblickend der in diesem Winterhalbjahr geleisteten gemeinsamen Arbeit. Er konnte für Wieseck ein sehr starkes Anwachsen der Volkshochschulbewegung sestsrellen: hier habe sich eine recht zahlreiche Anhängerschaft im Laufe der Jahre herauskristallisiert. die dem Gedanken der Volkshochschule auch in Zukunft die Treue halte. Aus dem Hörerlreis wurde Dr. Rein herzlicher Daul ent gegen gebracht. Manche wertvolle Anregung und sehr viel Verständnis für ferner- liegende Dinge vermittelte er in leichtverständlichster Weise Dem Umstand, daß er die gesamte Dozent en-Tätigkei» unentgellltch ausubre, verdantte die Volkshochschule Wieseck hie Möglichkeit. sich einen der modernsten Lichibildappa- rate anzuschaffen Ihrem Dank an ihren Leiter und Lehrer gab die Hörerschaft durch Heber- reichung eines Bild-Werkes »Deutschland" Ausdruck Dem akademischen Teil der Schtußfeier schloß sich, wie üblich, ein kurzes Beisammensein an. bei dem Geibe Ische und andere Dialektdichtungen zum Vortrag tarnen, und manche recht netten Pläne für die Zukunft geschmiedet wurden. ck. Heuchelheim. 24. Febr. Nachdem die Gemeinde in der letzten Woche mit dem Grundeigentümer einig geworden ist. konnten nunmehr die Arbeiten zur Reuanleg ung der verlängerten Heine st raste vergeben werden. Die Ausführung wurde der Firma Wilhelm RinnVIII. als Demgstnehmender übertragen, die mit den Arbeiten schon begonnen hat. Gleichzeitig hat die Gemeinde auch das Gelände erworben. das zur Vergrößerung des Sportplatzes bis zu der neuen Straße nötig war. Wenn diese Vergrößerung bis zum Gausest. das bekanntlich auf dem Sportplatz und dem dahinter- liegenden Gelände abgehalten wird, fertig werden >oll. dann must ungesäumt mit den Planierungä- arbeiten begonnen werden. Zu begrüßen ist, daß die Heinestraste endlich angelegt und fertig aus- gebaut wird, denn seither führte keine feste Straße gach dem Sport- und Festplatz — v— G ro h en - L in den. 24 Febr. Die Frühjahrs-Ausstellung des hiesigen Kaninchen- und Geflügelzuchtvereins „V o l k s w o h l“ am vorigen Sonntag hatte sich eines äußerst regen Besuches zu er« freuen. Sie war unter Leitung des Vereinsvorfitzenden Philipp Zimmermann in dem geräumigen Saal des Gastwirts Phil. Schaum IV. aufgebaut und ließ aus Menge, Auswahl der Rassen und Beschaffenheit erkennen, daß Züch- tung und Pflege 6er Tiere auf beachtlicher Hohe stehen. Aus der Wertungsliste, die von den Preisrichterin Ulrich (Gießen) für Kaninchen und Rern (PohlgönS) für Geflügel aufgestellt wurde, geben wir im Auszug die Ehrenpreise und ersten Preise. In der Abteilung Kaninchen (6 Rassen) erhielt für Weiße Riesen" Will). Stein den Ehrenpreis, für .Graue Silber" Hch. Würz den Ehrenpreis und Philipp Raumann den I. Preis, für .,Schwarzloh" Wilh. Sommerlad den 1. Preis und für .Hermelin" Hch. Stein den Ehrenpreis und I. Preis. 3n der Gruppe Geflügel (Hühner, 16 Rassen) errang für „Brahma" Wilh. Weder IV. den Ehrenpreis und 1. Preis, für .Plymouth Rocks" Wilh Weber IV. den 1, Preis, für ..Schwarze Miuorka" Frau Sp ruck, Bauermnühle. zwei Ehrenpreise und den 1. Preis, für „Gespeicherte Italiener" Eduard Rosenbaum den 1. Preis, für .Redhuhnfarbige Italiener, O. Hoffmann den 1. Pr. für „Schwarze Italiener", Karl Schupp den Ehrenpreis, für ..Schwarze Rheinländer" Philipp P i c r V. den Ehrenpreis Gustav Schrader einen Ehrenpreis und 1. Preis, Hans George einen Ehrenpreis und 1. Preis und Hch. Schaum einen 1. Preis, für .Homburger Schwarzsack" „Dorothea Angermann". Gerhart Hauptmanns neues Drama. Es wurde schon wochenlang vor der Premiere geräuschvoll angeiiinbigt, dieses neue Schauspiel des Dichters Gerhart Hauptmann, es ward auch viel und geheimnisvoll davon gemunkelt, und eS war ein Ereignis, als das Stück an zahlreichen guten deutschen Bühnen gleichzeitig die Feuertaufe erlebte. Ein Ereignis, obschon nach »ast allem, was man darüber lesen konnte, diese» Feuertaufe ziemlich schlecht bestanden wurde. Run ist es ein wenig still geworden. Wir haben keine Aufführung gesehen, aber wir haben das Buch gelesen, das inzwischen (140 Seiten 8°. bei S. Fischer in Berlin. 850) erschienen ist Der Eindruck einer Aufführung kann täuschen; der Eindruck der Lektüre selten, da« Buch ist Ieiner ganzen Art nach viel weniger dazu angetan, den Aufnehmenden zu bestechen, ihm seine Arbeit — wenn man so sagen darf — zu er* Ittchtern. ihm Hilfen und Stützen zu geben; und es ist in diesem Zusammenhang sicherlich iiicht ohne Interesse, daß die einzige kritische Betrach- mng (soweit wir sehen können), die öem Drama treuöig zustimmte und überall mit dem Dichter mitging, die Bemerkung nicht unterdrücken tonnte: dem Regisseur sei die Streichung von zweieinhalb Fünfteln des Ganzen sehr au empfehlen. Mit kurzen Worte,': die Hälfte ist überflüssig? Eine andere AuSleging ist doch wohl auch bet einem Sühnenwerk nicht zulässig. Dies ist aber das Stichwort für eine kaum >u vermeidende Feststellung, gegen die eben jener Beurteiler den Dichter hartnäckig und mit erstaunlicher Beredsamkeit verteidigt die Feststellung, daß Hauptmann mit diesem Stück zu einer Form zurückkehrt, die er. wie viele glaubten, längst verlassen oder überwunden hatte, zum Stil des Raturalismus. Man fommt obschon es gröblich klingt vielleicht auch nicht immer qc- Wilh Sommerlad einen Ehrenpreis, für .Weiße Zwerg-Wyandortes" Wilh. Weber IV. Den Ehrenpreis, für Zwerg-Langschans" Phil. Pirr V den 1. Preis, für ..Schwarze Barn am" Hch. Schaum den Ehrenpreis und für ..Japanesen" Wilh Weber IV den Ehrenpreis. Bei Tauben Hl Rassen! wurden ausgezeichnet ..Altdeutsche Kröpfer" (blau) mit einem Ehrenpreis an Hch. K r a h l. Hessische Kröpfer" weiß) mit einem 1. Preis an Karl Meier, 'schwarz! mit einem Ehrenpreis und 1. Preis an Richard Dem, (saht) mit zwei Ehrenpreisen an Hch Wagner. ..Steiger Kröpler" (tot) mit einem 1 Preis ar Richard Dem und „Brünner Kröpfer" (weiß' mit einem Ehrenpreis an Hans George. Für Enten. ..Weiße Peking". erhielt Frau S p r u ck. Bauernmühle, den 1 Preis, für „Indische Laufenten" iweihi Karl Schupp einen Ehrenpreis. Die ganze Ausstellung umfaßte 12€ Äummern und war sowohl von Landwirten als auch aus Arbeiter- kreisen beschickt. A Wirderg. 24. Febr. Zn Reinhards Hain wurde letzte Woche der Obcrlinfilm p rechen de Hände" vorgeführi. Der Be- ind) des Films war in beiden Orten gut. Die Ve- l'umer waren alle befriedigt von dem Film, der die Arbeit an den Taubolinden gut veranschaulicht. Als (Ertrag tonnte eine schöne summe an die Evangelische Bildkammcr in Berlin-Steglitz abgeführt ■uerben. D tiid). 24. Febr. Rach langer Pause, verursacht durch Sperrungen wegen Seuchengefahr, findet am kommenden Montag. 28. Februar, wieder der alljährliche Fastnachtsmarkt in Äch statt. Er besteht aus Schaf- marft, Schweine- und Krämermarkt. Die hiesigen Ferkelmärlte erfreuten sich bisher allgemeiner Beliebtheit, auch der Schafmark: verspricht gut zu werden. Zum Markt zugelassen sind nur Tiere aus unverseuchten Gemeinden der Kreise Gießen, Friedberg und Schotten. Steinberg, 24. Febr. Der Gesangverein „Eintracht" beging am vorigen Samstagabend fein diesjähriges Winterfest. 3m ersten Teile her Vortragsfolge wurden unter Der Leitung des Chormeisters Harnisch einige Chorgefänge und Musikstücke in schöner Weise zu Gehör gebracht und von den Zuhörern mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Der zweite Teil des Abends brachte die Aufführung zweier Theaterstücke, die gleichfalls eine beifällige Aufnahme fanden. Gegenwärtig rüstet sich derSängec- chor zur Teilnahme an dem Gesangwettstreit in Hochelheim. I Hungen, 24. Fedr. Die hiesigen Schulkinder haben am 100. Todestag Pestalozzis im Schulhose eine Peftalozzi-GedächtniS- linde gepflanzt. "f Hungen. 24. Febr. 3n der „Traube" hielt der Kriegerverein seine diesjährige Generalversammlung ab. Es wurde beschlossen, das Dezirkskriegersest in diesem Jahre zu übernehmen. Dabei wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, das Fest im Rachsommer zu veranstalten, damit es der Stadtverwaltung möglich gemacht werde, noch vor dem Feste das geplante Gefallenendenkmal seiner Vollendung entgegenzuführen. 3m Laufe des Sommers soll innerhalb des Vereins ein Preis- schießen veranstaltet und auch das Klein- taliberfchießen gepflegt werden. Auch an der von der Hassia für die Provinz Oberhessen geplanten Rheinfahrt wollen sich Mitglieder des Vereins beteiligen. Der seitherige Präsident und die ausscheidenden DvrstandsmitglieLtzr wurden wiedergewählt. : tltphe, 24. Febr. Eine Abwechslung in das dörfliche Leben brachte am Sonntag der Gefangve rein „Lorelei", der im Saale der Wirtschaft Tag einen Theaterabend veranstaltete. 3m Mittelpunkt stand ein gutes Bauernstück, das von allen Darstellern mit vollster Hingabe gespielt wurde und deshalb auch seine Wirkung auf die Zuschauer nicht verfehlte. Weiterhin gelangten zwei flott gespielte Einakter zur Ausführung, die humoristischen 3nhalts waren. Zwischen den einzelnen Ausführungen trug der Verein mehrere Chöre vor, ferner erfreute ein ausgezeichneter Komiker durch feine Vorträge. — Da in letzter Zeit die Erkrankungen an Grippe und bösartiger Halsentzündung unter den Kindern stark zugenommen haben, mußte auch hier der Schulunterricht für acht Tage geschlossen werden. Mit wenigen Ausnahmen nimmt die Krankheit aber einen raschen und gutartigen Verlaus Kreis Friedberg y. Wölfersheim, 24. Febr. 3n der jüngsten hiesigen Gemeinderatssihung wurde zunächst über die Besoldung des recht sein mag. kaum darum herum: dieses Schauspiel wirkt nicht wie aus nächster Gegenwart, sondern so, als ob es vom Dichter aus alten, vergessenen Manuskripten spät ans Tages- und Rampenlicht gebracht worden sei; man hat das Gefühl, als ob Hauptmann dies alles, oder Aehnliches schon vor langer Zeit einmal vor uns ausgebreitet hätte, etwa in den vergessenen Tagen der »Rose Bernd"; ja »och mehr: es ist un£ oft zumute, als ob die ergreifende Gestatt dieser frühen Tragödie hier, fdtfam verwandelt, zu einem neuen, flüchtigen und trügerischen Leben erweckt worden sei. Gewiß, vieles ist anders, vieles ist neu; aber das Eigentliche, — der innere Mittelpunkt und die äußere Einkleidung — das ist von damals .. und es ist schmerzlich, zu sehen, um wieviel stärker, wuchtiger, notwendiger, um wieviel lebensnaher jenes Alte war, als dieses Reue: das Schauspiel in fünf Akten „Dorothea Angermann". Es ist keineswegs immer erfreulich, ooch aber wohl unvermeidlich, den 3nhalt (im Gröbsten) wiederzugeben. Dorothea, die Tochter des bürgerlich-strengen und unberechtigt-unduldsamen Pastors Angermann. besucht die Kochschule eines schlesischen Gasthofes. Ihr Lehrer ist ein Küchenchef von üblem Ruf und dunkler Vergangenheit, namens Mario Mallonek. Dorothea lernt zwar kochen bei ihm, aber er bringt sie auch in diesem einen kurzen Sommer um das Glück ihres Lebens: Dorothea verscherzt sich die Liebe eines stillen Gelehrien, Dr. Herben Psannschmidt, der sie säst vor seinen Augen den Lockungen des brutalen Kochs verfallen lieht. Rach der Heimkehr folgt das unvermeidliche Geständnis des Mädchens; der Vater, furchtbar ausbrechend, zwingt den Mallonek, das Mädchen zu heiraten, hinterher beide zur eiligen Abreise nach Amerika. Drüben wird die älngluckliche durch alle Riederungen eines erbarwungslofen Daseins gehetzt; findet schließlich HerbeNs Bruder und Herbert, den srüh Geliebten selber, wieder. Herbert will es trotz allem noch einmal mit ihr versuchen Da taucht Feldhüters verhandelt Das Aroisamthatte anfänglich 1500 Mk. fiu diese Stelle festgesetzt, dann aber, als es in Erfahrung brachte, daß unsere Gemarkung wesentlich die Größe von 500 Hektar übersteige, 100 Mk. bestimmt. Die Mehrzahl der Gcmrindcrcne konnte sich auch jetzt nich: enkfchliehen, mehr als 1500 Mk zu gewähren. L M e l b 'a cy. 24 Febr. Der We : terau - Sängerbund, Sih Melbach, hielt am Sonntag seine Generalversammlung in Friedberg-Fauerbach ab. Amrahmt wurde sie von Chören des Gesangvereins .Einrrach t"- Fauerbach Rach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden. Lehrer Schenk- Melbach, wurde dec Jahresbericht erstattet, in dem des wohl- gelungene.i Bund^s'eftes in Bellersh:im uid) des großen Festes in Mainz besonders gedacht wurde. Ein erfreuliches Bild bot der Kassenbericht, erstattet durch den Bundesrcchner Heil- Fauerbach; ihm wurde nach der Rechnungsprüfung Eiu- laftung erteilt und für seine vorbildliche Arbeit gedankt. Der gesamte Vorstand wurde in feinet bisherigen Zusammensetzung durch Zuruf einstimmig wiedergewähtt 3,. diesem 3ahre sott anläßlich des 80jährigen Bestehens des Gesang- Vereins .,Germania"-Dorheim ein Wertungssingen stattfinden. Verschiedene Anträge wurden einstimmig genehmig» oder dem Vorstande zur Regelung überwieseia Der 1. Vorsitzende gab noch verschiedene, den Hess. Sängerbund bc- treffende Angelegenheiten bekannt Kreis Alsfeld. Alsfeld. 24. Febr. Gettecn hiett der D. H. C Z w e»g v e r e i n Alsfeld, seine ordentliche Mitgliederversammlung ab. Aus dem Jahresbericht des Vorfitzrnden, Bürgermeister Dr. V ö l s i n g . war $u entnehmen daß die Wander- und Vereinstätigkeit im ab* gelaufenen Jahre sehr rege war. Aus Antrag des Vorstandes genehmigte die ^rsammlung die schon feit mehreren Jahren beabsichtigte E t - richtung eines Aussichtstempels auf dem Völsingsberg. Ser hierüber üorgelegtc Voranschlag in Höhe von 600 Mark wurde bewilligt. Man hofft, unter Hinzurechnung freiwilliger Spenden mit diesem Betrage auszukommen. Die Einweihung soll »roch in diesen» Iaht stattfinden. Die Ausführung ist in Rundholz in möglichster Anpassung an den landschaftlichen Charakter der Gegend vorgesehen. Am Schlüsse Der anregend verlaufenen Versammlung entspann iich eine lebhafte Aussprache über den CB anher la n . bei dem insbesondere die Einlage von drei mehrtägigen Wanderungen kritisiert wurde. & Mücke, 24. Febr. Eure Pfarrvereins Versammlung (and am Montag hier statt. Nach dec Eröffnung durch den Dekematsvertrauens- mann, Pfarrer Döll (Wirberg), wurden zunächst durch Pfarrer Georgi (Ermenrod) einige Strom kenkafsenangelegenHeiken besprochen. Aus der demnächst stattsindenden Lertrcteroersammlung der Pfarrer kranken fasse soll über einige Satzungsänderungen entschieden werden, die Versammlung nahm Stellung hagu. Hieraus sprach Pfarrer Doll (Wirberg) über „Pftrrrwitwen und Emerirenhänser". Die ißerfammlung trat nach dem Vortrag in eine ausführliche Erörterung des Planes ein. Einmütig wurde der Plan gebilligt und, wie in der Derfomm- lung m Hungen, für die Hauptversammlung des Pfarroerems in Frankfurt ein Referat und Ve- schlußfastung über den Plan gewünscht. Dekan Schmidt (Grünberg) dankte dem Referenten für seine Ausführungen. Hierauf mürben noch Vereinsangelegenheiten besprochen. Die Versammlung n>nr von den Mitgliriren» der Umgebung besucht. mu. Merlau. 23. Febr Gestern zog unser neuer Geistlicher, Pfarr Lic. Dr. Stumps, hier ein. Abends bewegte sich ein Fackelzug zum Pfarrhaus, die eigentlich« Begrüßungsfeier fanb dann wegen der Um gunst der Witterung in der Kirche statt. Das Gotteshaus war stark beseht, sogar von einigen Rachbarorten hatten sich Besucher eingestellk. 3m Auftrage der Gemeinde leitete Lehrer Dönges die Veranstaltung und hieß Pfarrer Stumpf mit feiner Familie willkommen. 3n seiner Ansprache betonte Lehrer Dönges u. a.. daß dieser Abend für die Gemeinde auch deshalb von besonderer Bedeutung wäre, daß eben zum ersten Male wieder die gesamte Einwohnerschaft sich nach monatelangen, schwersten innerpviitischen Kämpfen zu einer gemeinsamen Tat zusammenaefunden hätte. Das seitherige Zerwürfnis innerhalb der hiesigen Bewohnerschaft war« Wohl auch haupt- sächttch schuld daran gewesen, daß man Männern, die lange Jahre hindurch in der Gemeinde gewirkt hätten, zum Abschied nicht »roch ein liebes Dankeswort gesagt hätte. Gr wolle das hiermit noch nachholen. Während der Feier wechselten Orgelspiel, Gedicht- und Gesangsoorlrag durch jedoch der Mallonek plötzlich abermals auf, will sie nicht hergeben, wird von den Brüdem tätlich angegriffen, — und Dorothea stellt sich besinnungslos wieder neben ihn, der sie schlimmer behandelt hat als einen Hund. "Ihm kann sic niemand mehr retten, jetzt kommt nur noch das trüb-traurige Derdämwem und Erlöschen der Kranken und ganz vom Leben Zerschlagenen... in dem Gärtchen bei Hamburg das Herberts Bruder nach seiner Rückkehr in die alte Heimat sein eigen nennt Dies begibt sich. Man lieft und lieft und bleibt am Ä»de ungerührt: Hauptmann zwingt einen mit diesem Mädchcnschicksal nicht entfernt so zur Anteilnahme, zum Miterleben, zum warmen Mitleid, wie damals — es ist schon so lange her - mit der Geschichte der unglücklichen Rose Bernd und mit so vielen andern Geschichten von damals. Schon technisch, handwerklich wirkt das neue Drama merkwürdig ungleich. Manches (im zweiten Akt z. B.. in der großen Auseinandersetzung zwischen Pastor und Koch, zwischen Vater und Ber- führer des Mädchens) ist in alter Meisterichast gefügt, dramatisch, zündend, vortreibend. 3n anderen, größeren Teilen vermißt man selbst diese imponierende Fertigkeit uni) Sicherheit Pes äußerlichen Zuwerkegehens, die noch in den schwächsten Stücken Hauptmanns bisher bestechend blieb und nicht zu übersehen war. «Der .Peter Brauer" ist ein gutes Beispiel hierfür.» Schwerer wiegen die im 3nnern des Werkes haftende»» Mängel. Da ist vor allem die Gestalt im Mittelgründe, um die es sich für Hauptmann ja doch in erster Linie handelte: ein ganz unbewegtes, undramatisches, passives, getriebenes De- schövf, das nur leiten einmal (im vierten Akt) 3mpuls uno Antrieb in den Gang der Dinge bringt. Eine Gestalt, die — vom Drama aus gesehen — nichts „tut" (innerlich), sondern der es geschieht. Wie jener Rose Bernd — gewiß; wer aber den sich aufdrängenden Vergleich zieht, wird spüren, um wieviel echter, gesünder, klarer. die Schüler. Chorgesang des Geiangoereins ,6än* gerlranz" unter Leitung von Lehrer Dönges und Gcmeindegefang begleitet vom hiesigen Musikverein, miteinarider ab. Zum Schluß dankte Pfarrer Stumpf in herzlichen Worten. Rheinhessen. WSR Mainz. 24. Febr. Die Stadtverordnetenversammlung hoi in ihrer gestrigen Sitzung ein großes Schwachstrom- vroiekI im Gesamtbetrag von 870 0&) Mark genehmigt. Danach sollen eine Feuermelde- und Volizeimcleeanlage sowie eine elektrische Ährenanlage uno eine aulomattsch^ Fernsprechanlage für die städtischen Dienststellen errichtet werden Ferner hat die Stadt verordiierensitzung dem Mainzer-Karrrevalverein für Den Rosenmontag- zug einer. Zuschuß von 5000 Mark bewilligt. Preußen. Kreis ÄZctzlar ? Oberkleen, 24 Zrbr. Der hier gelegene Kalkofen, bet bisher im Besitze ber Overheffischen Kall- und Steininduftric war. iß durch Kauf vom 1. April d. 3. an die Butz- bacher Firma 3. W Küchel ^läsner R Co übergegangen Kreis Marburg . Ri a r b u r g . 24. Febr. Rach flaiidesauu- lichem Ausweis wurden im Jahre 1926 hier 162 Ehen geschloffen. Die Zahl der ®eburtcn. die Anstalten rnitgerechnei. betrug 887. nämlich 470 Knaben und 417 Mädchen, ortsfremd waren hiervon 559. Zwillingsgeburien wurden 15. Totgeburten 25 gemeldet. Gestorben sinh, ebenfalls bic Anstalten mitgerechnet. 487 Personen, und zwar 230 männliche«: und 257 weiblichen Geschlechts ortsfremd waren hiervon 275 Personen Tillkrcis bl. Schonba ch, 24. Febr. Durch herab- ftürzende Gesteinsmassen oerunglücktt dec Arbeiter Alben. Beul von Rehe derart, daß er »rach der Einlieferung in daS Herborner Kranke»»haus verschieb. Kreis Ufingen. ! Cleeberg, 24. Febr. Auch hier tritt in der legten Zeit hie Grippe sehr stark auf und hat in wenigen Tagen zwei Todesopfer gefordert. So starb der hier allverehrtc Forstuntererheber Johannes Höhn im Atter von 72 Jahren. Als Forstuntererheber hatte er dem Fiskus 38 Jahre lang treue Dienste geleistet. Segensreich war er auch im Kirchenvorstand zum Besten ber Kirche tätig. Das Andenken an diesen trefflichen Mann wird hier in hohen Ehren fortleben. — Am Montag wurden infolge Reuschnees im fiskalischen Walde zwei Sauen s e ft g e m a ch t. von denen Forster Schneider aus Cleeberg eine zur Strecke brachte. Das Ende des Hess. Lehrerseminars. ss. F r i e b b c r g , 23. Febr Eine stattliche Anzahl ehemaliger Schuler und Freunde de« Lehrerseminars hatte sich heut mittag eingefunden, um zusammen mit den Schülern der Aufbaufchule DaS Ende des Hessischen Lehrerseminars zu Friedberg zu begehen. Chorgesänge und Musiktror- träge leiteten die Feier ein. Studienrat R u h n fang die „Heimkehr", komponiert von dem ehe* mattgen Musikdirektor Höcker. Dann sprach Se- minarist Sommer über das Thema. ..Das deutsche Kulturgut alS Grundlage der Schul- arbeit". 3m Anschluß daran sprach der Sprecher der letzten Seminarklasse: Als vor über 100 Jahren die ersten Schüler bic Anstalt verliehen, schenkten sie der Anstalt als Zeichen der Dankbarteit ein Bild Johannes, des Lieblingsjüngers des Herrn. Es sollte wohl Sinnbild sein dafür, daß sie, wie dieser hinaus- ziehen wollten ins Land, um zu lehren. Tausende sind seitdevi hinausgezogen. Run sind s die letzten. Sie schenken der Schule ein künstlerisches Bild der St. Georgskapelle mit der berühmten riesigen Linde. DicS verschwundene Wahrzeichen FriedbergS soll Erinnerung wecken an das verschwundene Seminar Rach weiteren Musikvorträgen ergriff Oberstudienbrrektor Dr. Faber da« Wort zu feiner Echlußansprache: Es ist zu Ende mit bem Seminar. Reicher Segen ist in HO Jahren von hier ausgegangen für Volk, Staat und Lehrcr- stand. Am 2. Rovember 1817 fand in der Burg- kirchc die feierliche Eröffnung mit 34 Schulern durch Herrn Kirchenrat Wagner statt. Seit 39 notwendiger dieses heiinalliche Wesen aef(baffen war. als das rätselvolle Innenbild der Dorothea, die eher einen psychologischen, wenn nicht pacho- logischen Fall und Sonderfall in sich darzufiette« scheint, während jene ein ergreifende- und sehr menschliches Schicksal erleiden mußte. Auch sonst kann man ber Charakterführung un> inneren Bildung der Handelnden nicht immer folgen. Sicher sind Gestalten tote dieser verkommene. seelisch verluberte, halbitalienische Koch Hauptmanns scharsem Menschenbl'ck im Leden begegnet. Aber schon bei der Figur dr< Pastors und noch mehr bei ber des Doktors Pfannschmibt hat man schwerwiegende Bedenken. ilnb endlich auch in der Motivierung und inneren Glaubwürdigkeit der Vorgänge wehrt sich unser Empfinden mehr als einmal gegen das, was Hauptmann hier entwickelt. Die große Kampffzene im vierten Akt ja. dergleichen mag haarscharf einer unbarmherzigen Wirklichkeit entnommen und was wichtiger ist — innerlich möglich und begründet sein. Ader die Vocausschungen zu dem Zusammentreffen dieser vier Menschen drüben im weiten Amerika . . gerade aufs Stichwort dieser vier, gerade in diesem Augenblick, gerade in diesem Hause das hatten wir für eine verstimmende Willkür, eine Wendung, der man — beim Lesen, und wohl auck vor dem Vorharig — die Gefolgschaft verweigert Der letzte Aki versickert, nerhämmert, verläuft und verwischt sich ... alles wie »rüher. Typischer Stil des RaluralismuS. Damit sei nicht« gegen das Stück gesagt. Die Rückkehr zu dem. was 30 oder 40 Jahre zurückliegt. berechtigt unserm Gefühl nach nicyt zu einer Verdammung nur um solcher Rückkehr willen. Ob die einstige Leuchtkraft und menschliche Tiefe im Werk wieder erreicht wird - daraus allein scheint eS uni anzukommen. Wir wagen aber nicht, diese Frage zu bejahen, und uns gerade zu diesem Wert eines Dichters zu bekenne»», den man In letzter Zeil oft genug mit mehr Ternperameut ak- Sachlichkeit bekämpft und verurteilt hat. —y-“- Äreufl aus tDcifecm Tagungen, am 7. März mehr stundenlang das Iris, ■rogeriea. Stulft 8 $ F-Marmeladen 1861 Schade 8 Füllgrabe Lichtspielhaus Kaffee-Tee-Werbewoche Ä Telefon 1414. 10 Uhr. von Samstag, den 26. Februar, bis elnschl. den S. März Beachten Sie unser Schaufenster! 18»la fl«f < Lieh er leben und Derk, de war der Redner im das älteste Pfund 48 H Pfund 54 Pfund 60 Pfund 72 $ in 2t a i n- in Wöl - folgen, so jetzt Pfund 60 H jetzt Pfund 76 jetzt Pfund 90 H ÄiZhiwxvxxredit in faketen müder Auf schliff " und dem Namenszug Dreifrucht-Marmelade Zwetschen ■ Latwerg Apfel - Gelee Aprikosen■ Konfitüre .. 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Dreiffrucht-Marmelade Zwetschen - Latwerg Apfel-Gelee Aprikosen - Konfitüre Bin glücklicher (»ebanft war eS Fleisch, brühe in konzentrierter trockener Form herzustel. len. wie mir sie in den Maggi - Fleischbrühe würfeln haben. Dun brau" *' * OfflaM Bismarckheringe, Rollmöpse, ■ ■■■<11 lläaUCBl Brat- u. Geleeher, I-Ltr.-Dose Eingesandt. (5ut Form und Jr.vUH aller unter dieser Jiubrtf stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber • m-r .. Verantwortung.) Die IPrflonlagr. E» ist sehr zu begrüben, d-'h die Ltadtoerwai- —„ —-----...--schände» lung dieser heiligen Stätte. Eine lehr rege Besprechung Ichloh sich an. n der besonder- der DeNreter des Ärexdomte Dcgierungsrat 5)c 2Ueher - Friedberg beherzig^ ns wert? Minke gab und grche- Bcrständn.s für diese wichtiae Fraae Kirche und Schule. ) Die Hessische Landesvereinigung bei xn Evangelischen GemctndelageS veran. einen poetischen gefühlvollen Donrag über tut ""eher Umgebung der Kirche und .riedhosS 6r zeigte, wte der Zustand des M edhof« die Seelc des Dorfes A?igt, irxldbr Gefühlswerte der Friedhol in sich birgt unb bay ks heilige Pflicht der Kirchenvorsteher ist, für eine würdige, stimmungsvolle Ausgestaltung des Friedhofs zu lorgen. Geeignete Dege hierzu w>eS er an Beilpicken nach und warnte vor wurde, beendete bi« bedeutungsvolle bie c ü b a n I a g c, nahe der Iohanneskirche. muftergültig hrrrichten lästt. Dielen Einwohnern, alt wie jung, wird diese Anlage nadi ihrer Fertig firUung ein« Freud« und tliijoluageiiatk (ein. Die Westanlage — vom O»wald»garten bis zur Le^irkosch.ile — bietet dagegen ein traurige» 'Bub. Ware e» nicht möglich bi«|e Anlage in her gleichen Weile wir an der eübanlagr umyi arbeit en" Man würde der Allgemeinheit sowohl als auch den Anwohnern dieser 5träne sicher eme ’lniubmlidifeii bereiten. Ändere etäbte finb in dieser Beziehung uns weit voraus, dort wird dem Bewohner Erfreu- Uches geboten Man betrachte nur untere Nachbar- ftabt Bad Nauheim. -öffentlich zeigt sich die Stabt- Verwaltung dieser Anregung geneigt. \X . Pb. Vertrauen wecken für daS neue ein ergreifender Augenblick, alt Damen der Hessischen Regierung Lehrerseminar und die ... .2-Pfund Bildereimer 105 H 2-Pfund-Eimer, rund 100 H 2-Pfund-Eimer 150 3 uiuy« ivegvn au*8uiiKDcn. rxr utamc Blagg, und die gelb-rote Packung bürgen jederzeit für Qualität rod bei Schotten und am 14. März serSheim bei Friedberg, werden daß allen Kirchenvorständen bequeme Gelegenheit gegeben ist. en einer Tagung teilzunehmen. Jahren waren bereits Pläne für die Eröffnung erörtert worden, die Srr. . tung seit langem verfügt, aber wegen Mangelt an den nötigen Mit- tem zurückgestellt worden. 1811 wurde daS erste Gelände gekauft für 2200 Gulden. DaS Geld wurde von privater Seile dem Staat geliehen, da er selbst zu arm dazu war. Der .Redner gab bann einen interessanten "Rückblick über die Entwicklung der einzelnen Un:errlchtSfächer. Don besonderem Interesse ist die Ste.lur.gnahme des LehrplanS zu den Industriezweigen, dem heutigen Werkunterricht, den er ausdrücklich ablehnt. Die Ausbildung im Unterrichten sand zunächst in der Stadtschule statt, doch wurde bereits 1820 eine besondere Seminarschule gegründet, die im Jahre 1840 bei der Deuorganisaiwn her Friedberger „Musterschule- wieder au'gelöft wurde. 74 Jahre später wurde sie wieder gegründet und im vorigen Jahre geschlossen. DaS Seminar ist seiner Aufgabe immer ae.echt geworden. Die Lehrerschaft hat chre Pflicht in hervor- ragender Welse getan. Di« Grundlage zu den reichen Erfolgen wurde ihr auf dem Seminar gegeben. Der Redner wandte sich gegen die herabsetzende Kritik an der Arbeit des SemmarS. Das Wissen ist fein unfruchtbarer Ballast, sondern die Grundlage der Wissenschaft. Aus jeder Schulgattung muh vor allem gelernt werden 4mfte Mahnworte gab der Direktor leinen letzten Seminaristen noch mit auf den Lebensweg. Oberschulrat Friedrich überbrachte die prüfte der Hess Regierung und deS am Erscheinen verhinderten MinistenaldireltorS 11 r ft a b t. Der heutig. Tag bedeute das Ende eines mehr als lOOjäyriaen Teilabschnittes, • der einen ungeheuren Auffchwung deS Schulwesens gesehen hat, der der Lehrstätte zu verdanken ist, deren Ende heute begangen wird Da« Sterben sei jedoch auch ein Werden. Dank und Anerkennung sand der Redner für daS alte Seminar, und die besten Wünsche für seine Rinder, für Aufbauschule und Pädagogiio)«-» Institut. Der alte Geist solle wei- MagnetmehL ... Pfd 30 H Auszugsmehl... Pfd. 27 H Blütenmehl Pfd 23 H in die Entschließung aus daß die Regierung gebeten wurde durch einen Gese i- cntwurs sestzuleaen, dast an Dcnre er deS Kirchenoorstande« Mitglied der FriedhosSkom- misfion fein müsse. Eine kurze Besprechung deS ersten BvttragS schlob sich noch an, in der besonders noch die Abgrenzung zwilchen KindcrgottcSdienst und Religionsunterricht betont wurde Mit herzlichen. Dank für alle, die zmn Gelingen des Tage« beigetragen haben, konnte der Leiter der Tagung, her Borsitzende. Dekan Scriba -E ichelSdors um 1 ,5 Bekanntmachung. Ter Voranschlag bet Gemeinde Cber- Bessingen für 1927 liegt von Samstag, ben 26. b. $L ab, eine Woche auf dem Amtszimmer deS Bürgermeister- offen. Einivcndungen können während dieser Zeit schriftlich ober mündlich vorgebracht Werdern Es in die Erhebung einer Umlage befchlos- ien, zu der auch die AuSmärker beizutragen hoben. Lber-Besjmgen, den 24. Februar 1927. Bürgermeisterei. Sei' 1S64D Samstag. 26. Scbt. 1927 rersielaerr Ich im „tötu.u“, 3ieuenn.cn 2fcL ab J Ubr: 1 docheleaonteS. heirlchasiliche» Schlafzimmer. 1 Hütte. 2 Sofa». 1 gut erb. Klavier. Herren-u Tamer»-«',ahrrader, 1 Kommode. mehrere Betten, 10 Watz- u. glekir. Leuchter, 2) Paar Ätbetiöfcofen, 15 Herren- und «onnrrnanben- Anzüge. Herren- und Damen-Wafche, Reformhofen, in Lchube. mehrere Leien u. Herde, 1 «leiderschrank. 1 Zither. Serftctgeruna behimmu Ubr die Dersammlung schliesten. Sie war von über 150 Mitgliedern der Kirchenvorstände besucht. Das plötzlich einfehende Winlerwetter hatte eine Anzahl Angemeldeter noch in letzter Stunde vom Erscheinen abgehalten. Die benachbarten preußischen Gebiete hatten nur wenige Vertreter gesandt, da andere Tagungen in dieser Woche mit der Dorskirchentagung kollidierten. dum erstenmal wohl im Hessenland wehte vom Kirchturm die neue Fahne ber evangelischen Kirche: ein violettes Lehrerbilbungsart s ü r erklärte. DaS gemeinsame Ack bleib mit deiner Gnad«", daS stehend staltek am 6. März tn Butzbach einen Ober* Ptjfdcben Kitchengvmei.detag Vormittag« 10= z Uhr findet Sehgotteibicr.ft statt in dem Hof- Prediger W i d m a n n - Gedern als Fcstprediger amtieren wird. Die weitere Sehfolge sieht vor um lli, iiyt einen Vortrag des LandeSjugcnd- Pfarrer- Lic. von der Au-Darmstadt über .Kirchliche Mitarbeit der Gerne indeg.ieüer ali ßenioren in dve. Iahrhundene. stesfrscher Kir- chengeschichte". nachmittags um 2 Uhr einen Vortrag von Dekan Guhmann - Kirchberg-Lollar über .Praktische Gerneindearoeit in industreilen Landgemeinden S. Dorskirchenvorsteherlagung im südlichen Oberhessen. b Im südlichen Oberwellen, wo vor fünf Jahren in Dallernhausen bei Aidda bie erste Dorskirchenvorsteherlagung stattfand, konnte am 21 Feoruar bie 9. Tagung in Bü - d e S h e i m bei Vilbel stattfinden 'Die gewöhnlich, stand auch diesmal der Tag vorher, der Sonntag, ün Dienst der festgcbenden Gemeinde Pfarrer Walbeck vom Eii'abcthen- ftist in Darmstadt predigt-? im FestgotteSd.enst am Vormittag über weibliche Diakonie und gab am Abend im flkmeinbeabenh Bilder auS dem Leben deS DiakonisfenhaufeÄ in Darmstadt. Beidemale zog er die Gemeinde die ttie Kirche und den grüßten Saal de« Dorfes füllten durch seine warmherzige Art in seinen Bann Ehöre DCt Der eine verschonten beide Feiern Der eigentliche Festtag war ernster Beratung gewidmet. Als die Züge einliefen, zog eine lange xette Teilnehmer durch das Schneegestöber und daS verschneite Dors Rasch füllte sich die Kirche bis auf den letzten Platz, um in feierlichem (Ir- öf f nungSgotteSdienft dem Tag die rechte Weihe zu geben In Vertretung bei erkrankten Prälaten predigte Oberkirchenral Wagner über Pfalm 46. 4 5 und zeigte in warmen Worten, wie die Kirche unsere Heimat ist und damit eine Quelle der Kraft und des Friedens. Auch hier stellte sich der Kirchenchor in den Dienst der Sache. Dann füllte sich rasch der Saal zur Vera- lung. Pfarrer Waldeck zeigte' die Aot der Kinderwelt und legte den KindergotleS- Dienft als ein Mittel zur Hilfe warm an« Herz. Still und gespannt lauschte die Versammlung den aus einem frommen, von der Sache begeisterten Herren quellenden Worten. Rach der Mittagspause. tn der die auswärtigen Teilnehmer die Gastfreundschaft der Büdesheimer Familien ge- niehen durften, hielt Pfarrer K ö h 1 e r zu Ridda Anfänger und Fongefchntiene Silben aufwärts). 7.15 bis bichter IN". .Der Spiker 2icw“. Vor:rag ooe Ällreb Auerbach 7.45 bi« 8 15 Der Hnnmek ie Alarz . Vertrag von Prof. Edmund einig. 8.15: Vumer Abend An'chliefiend bi« 12 30 Xoää- muslk Heute bis elnschl. Sonntag: Die letzte Schlacht des Kapitän Frank Der große Marinefilm In 8 Akten. Fernen Das lustige Beiprogramm Außerdem: Prima ttierltecli emrneblt OlJOü £oü!5 Bogt 9ieucntoc8 19. Telephon 1806. 'Zvrcrhflniifcrn der Nedaktio i. 12 bis 1 Uhr «ittogp. 5 bis 7 Uhr nachmittags Samstag nachmittag geschlossen. Jfir unverlangt finge,anbk Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewahr übernommen. Geschäftliche». 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Guano..... _ 124 _ oldschmidt . .... 154.9 154 91 312 154,9 317.25 154 312 Holzverkohlung....... J G ^arben-Indiiflrie. . 90,25 317.25 Rutgers wcrkc ...... 136.5 136 138.25 137.5 Scheid anslalt . . 248 242.5 All«. Elektrijithlr-Gesellschaft 167 165 167 165,5 Bergmann ....... 182.6 183 185 183.25 Glektr. t'ieicrmiqtn..... 2 0 202 193.5 200 litt 194 5 Licht unb Krall........ 194 75 134.5 1 175 238.75 I Matnkrattwerlc........ Schlickert............ 175 241.75 176 239 174.5 41 Siemen» & Halske...... Adlerwerke Äleyrr...... 133 1 131 132 । 132 Daimler Motoren....... Heyligensiaedt ........ 123.5 35.25 70 — I 119,75 123,12 120,5 Meguin............. Mannheimer Motoren . . . —. 36 | — Frankfurter Armaturen — — — — Konservenfabrik >6raun 75.5 * * — Melallgesell'chast Frankfurt. 2V0 197 * ■ 129 5 SS Schuhfabrik Her, . . . . 81 9 — — 2 irtjrl ........ 2,1 5 Zellstoss Aschaffenburg. . . Zellfton Waldiros ...... 179 5 274 270,5 173 274,5 1 269 Berliner Börse. Berlin, 25. Febr. Am G eldmarkte ist heute eine erhebliche Verteuerung der Sätze eingetreten, womit eine Verknappung des Angebots verbunden war. Die Rach- frage erstreckte sich nicht nur auf Tagesgeld, baS mit 5,5 bis 7 Prozent gesucht wurde, sondern auch auf Reportgelder, die zu 7 biS 7,5 Prozent verfügbar waren. Für Geld auf einige Tage über den Ultimo verlangte man 7 bis 7,5 Proz., für Warenwechsel 4.75 Prozent. Diese Situation am Geldmärkte mußte am Effektenmärkte eine Verstimmung auslösen, die sofort bei Beginn den Verkehr beherrschte. Bei lustlosem Geschäst gaben die Kurse a u f der ganzen Linie nach. Auch später blieb die Tendenz auberordentlich unsicher. Die bekannten Spezial- werte wurden von der matten Tendenz am stärksten in Mitleidenschaft gezogen und erlitten Märtyrer der Liede. Roman von 3. Schneidc'-Förstl. 9 Fortsetzung Nachdruck verboten. Ohne daraus zu hören, frottierte Hilbertt dessen Körper, bis ein stöhnendes Bitten kam: „Hans Jörg, bu reibst mir die Haut vom Fleisch, ich verbrenne." Während des Ankleidens kam wieder die Anwandlung zum Schlafen. Hilbertt brachte ihm Hut und Mantel und öffnete die Haustüre. „Du bist wohl nicht ganz normal?" kochte Reichmann gezwungen. ,,3d) hab' mir’s wohl verdient, daß du mich begleitest!" sagte Hitberft ernst. Er wollte sorgen, daß Reichmann vor einer Stunde nicht zum Schlafen kam. Die Gefahr war noch nicht ganz überwunden. Draußen an der Ecke des Zaunes lehnte eine Frauengeftalt, das Haar wirr und ungeordnet, die Hände auf die Brust gedrückt. Die beiden Männer kamen dicht an ihr vorüber. Mit unsicherem Schritt trat sie heran. „Georg!" „Was willst du?" „Dich sehen!" Er schüttelte ihre Hand, die sich der seinen bemächtigen wollte, mit einem merklichen Ekel ab. ..Sie haben wohl gehofft, einen loten zu finden, gnädige Frau?" sagte er ironisch. Ein leises Schluchzen klang den beiden männern noch. Zwei volle Stunden führte Hilberft sein armes Opfer, wie Reichmann sich ausdruckte, durch alle Gassen und Gäßchen, durch den Stadtpark, den Fluß hinab, an den duster dräuenden Zuchthausmauern vorüber, welche nur Schwerverbrecher umschlossen. „Hans Jörg, laß es gut fein, meine Füße tragen mich nicht mehr", murrte Reichmann. Nun erft schlug Hilbertt den Weg zu Reichmanns Wohnuna ein. Dort sollte dieser die Nacht über bleiben. Ihn allein zu lasten getraute sich Hilbert nicht. Er brachte ihn in seinem eigenen Bett zur Ruhe und legte sich selbst angefkibet auf die Ottomane seines Studierzimmers nebenan. Die Türe stand weit offen. Nach kaum zehn Minuten kamen regelmäßige Atemzüge zu ihm herüber. Er erhob sich noch einmal, trat an Reichmanns Bett, horchte aufmerksam, befühlte den Pulsschlag und war zufrieden. Dann erft streckte er sich erschöpft aus dem Ruhebett aus. Aber an Schlaf war nicht zu denken! Seine Gedanken wanderten Irrgänge. Er kam nicht hin- durch durch das Chaos. Alles tanzte in feinem ermüdeten Gehirn durcheinander. Immer wieder fuhr er empor. Mit bloßen Füßen schlich er in das Zimmer, in welchem Reichmann lag. Der schlief fest und tief. Kaum legte er in seinem Studierraum den Kopf wieder auf das Kisten, jagten die Gedanken schon wieder unter- und durcheinander. Eine ganze Kette von Vermutungen schloß sich daran. „Warum batte Georg sich vergiftet? — War es Absicht oder Zufall oder unglückseliges Verhängnis? — Weshalb stand die Frau des Hüttenkönigs zu nachtschlafender Zeit an Reichmanns Gartentüre? — Arme Elisabeth! Wenn dieses zarte, engelhafte Ge- schöpf unter Reichmanns Händen zerbrach? Wenn er sie warnen dürfte! Nur einen Wink geben, der sie zur Vorsicht mahnte! Nein, das wäre Schurken- arbeit, und sie würde ihm nicht glauben. Sie liebte ihn, und die schöne Regenbacherin auch. Ein Weib aber, bde zwei Wegstunden nachts den Hochwald durchlief, um zu sehen, wie es einem Manne erging, ein solches Weib liebte bis zum Aeußerften. Wenn sie ihn aber liebte, warum hatte sich Georg dann oergiftri?" Die Augen brannten. Ein Streifen Mondsilber rann über den geblümten Teppich und tauchte bas Zimmer in ein weiches, phosphoreszierendes Licht. Das Leben war ein einziges Rätsel. Nur bas feine war so klar wie ein Bach. Jeder Kiesel lag bann sichtbar. Schlafen zu können wünschte Hilbertt und schloß die Augen von neuem. Aber immer wieder sah ihm Elisabeth von Merkens tränenüberströmtes Gesicht unter den geschlossenen Lidern entgegen. Und sie war seines Freundes Braut und würbe übermorgen seine Frau fein. Und er mußte sich bescheiden und würde es können, wenn er sie nur glücklich machte. Der Silberftreifen auf dem Teppich verblaßte. Dunkel erfüllte den Raum. In den Zweigen der Bäume, welche das Haus umschatteten, erhob sich vielfach Kursverluste von 6 b.S 10 Prozent. Die illtimotorbcrciiunflcn kamen auch im De visenverkehr zum Ausdruck, wo Mc Banken größere Dollarverkäuse Vornahmen. Die Reichsmark befestigte sich daher gegen Kabel auf 4.2180. Die übrigen Valuten waren nicht wesentlich verändert. Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. W. Telegraphische 2uS,a h I u n a 24- 8«dr 25. tzebr. Smtliche '.Von rung ÄmTiiAt «oneruna • *e 1 b «rtt» '*rn> fltn'i ^ti>!> 168,5- ifiTTiö 168,08 >0 kuen Airc 1.765 1.769 1.767 1.771 »8.725 Br" -3nnr M.f,i M.74 58.5-5 ffbnOiania 108.9t. 09.24 109.05 Iii9.33 Sep.-ndag? 112.31 .12.59 112.3) 112.58 Stockdolm 112.43 H2.73 112.43 112.71 Hellingior-: ■0.604 lü 644 10,GU 10,64 giaiu.i. . 18.35 18 39 18,43 18,47 London. . . A.437 A.48'.' 20,4 ■ 1 20.485 Neuvork . . 1.2133 1,2235 4,2125 4,2225 Tari5. . . 16.49 16.53 .6.485 16,52» Schwei, . . -1,035 61,235 '1,03 '1,23 Spanien . .0,75 70,93 70,75 70,93 Japan . .•,058 2.062 2.061 2,065 •Hio bc Jan Dien in D - .498 0.500 '.498 1.500 C 28; Rapskuchen 1620 biS 16,50; Leinkuchen 20,70 bis 21; Trvdcnschniycl 11.70 biS 12; Soyaschrot 19.75 biS 20.30 Kartoffelstöcken 28.50 bi» 25,70 Mark. IHalnjer Frühjahrs-Pferdemarkt. DLR. Mainz, 24. Febr. Dem ersten Mainzer Pserdemarkt nach dem Kriege im vorigen Herbst folgte heute der Mainzer Früh- lahrpferde markt, der aus den umliegenden Gebieten, besonders aus den benachbarten preußischen Landesteilen, gut beschick: war 365 Tiere, die meist einen vorzüglichen iSinbrud machten, waren aufgetrieben. Das Geschäft ist angesichts der immer noch gedrückten Wirtschaftslage als mittclmäßia bis gut zu be id)ncn. Erzielt wurde für erstklassige Tiere bis zu 1600 Mk. für Tiere zweiter Klane 1000 biS 1200 Mk. Fohlen wurden je nach Alter biS zu 700 Mk. verkauft Buntes Allerlei. „Hysterische" Hunde. Eine rätselhafte Krankheit sucht seit einigen Wochen die englischen Hunde aller Rassen heim. Die Tierärzte stehen vor einem GehetmniS und haben keine Erklärung für daS Aus treten dieser Erscheinungen, gegen die sie keine Heilmittel kennen. Man bezeichnet die Krankheit alS „Hysterie"; sie äußert sich bei allen Hunden, die über zwei Monate alt sind, in derselben Weise. Die armen Tiere werden von surchtbaren Schmerzen gepeinigt, reiben ihre Köpse gegen eine Mauer oder sonst einen festen Gegenstand, und in vielen Fällen haben die Hunde auf diese Weise Selbstmord verübt. Die Augen entzünden sich und sie werden zeitweilig blind. Die Tierärzte glauben, daß diese Krankheit zuerst vor etwa zwei 3ahren auS Amerika eingeschleppt sei; sie tritt aber erst seit 2 Monaten massenhaft auf und wurde von den Besitzern der Hunde vielfach für Tollwut angesehen. Biele Tiere sind deswegen getötet worden. Sektionen nach dem Tode ergaben keinen Anhaltspunkt für den Erreger der Krankheit, und man hat auch noch keine Behandlung gesunden, durch die man dieser furchtbaren Seuche zu Leibe gehen könnte. Frösche als Hauskapelle. Der eintönige Orgelchor der Frösche kann an heißen commerabenben vielleicht ganz stimmungsvoll sein, aber niemand wird ihm so Hove musikalische Reize beimessen, daß er gerade Frösche zu seiner Hauskapelle ausersehen würde. Dennoch gibt es eine Dame, die diesen seltsamen Geschmack besitzt. Es ist Lady Byng, die Gattin des früheren GeneraIgouverneurS von Kanada. DaS besonders melodische und tiefe Geguake der kanadischen Sumpf-Baumfrösche hat es ihr so angetan, daß sie sich jetzt eine Anzahl dieser Tiere auS Kanada schicken läßt, damit sie in ihrem prächttgen Heim zu Thvrpe Hall in Essex die Hausmusik übernehmen. Der große Garten ihre« HeimS ist ganz im kanadischen Stil angelegt und mit kanadischen Pslanzen auSgestattet. 3n dem See, der den Romen „Kanadische Bay" führt und von kanadischem wilden Geflügel bevölkert wird, sollen auch die Frösche ihr Heim erhalten. Sie machen die Reise über den Atlantischen Ozean in Zinnkästen, in denen sie in nalleS MvoS gebettet sind, und man hofft, daß sie sich ihre Stimmgewalt, nach der sich die Herrin des BesifeS so sehnt, in vollem Umfang bewahren werden ejn Raunen und Rauschen. Ein Blitz zuckte für eine Sekunde hellfarben auf. Donner rollte finster nach. Sich blähend, flatterten die Vorhänge auf und nie- der. Leise, kaum hörbar, tippten die Regentropfen auf die Blätter der Bäume und Sträucher und schlugen gegen das weiße Fenstersims: deng-deng-deng. Dieses gleichmäßige Fallen schläferte Hilbertt rin. Die Türe, welche von feinem Zimmer in den ©arten führte, stand nur angelehnt. Ein Windstoß legte sie offen zurück. Doll und ftisch strömte die Nachtlust herein. Der einsetzende Sturm rüttelte an dem Gestänge der Spaliere, welche das Haus um- Zogen. Ein Apfel fiel! Ein dürrer Ast brach knackend. Leise knirschte der Kies. Eine Frau, ganz durchnäßt, kam die Stufen herauf, tastend, daß sie nicht strauchle und an nichts stoße in dem undurchdringlichen Dunkel. Ein matter Blitz erhellte für einen Moment den Raum. Leise rann der Regen. Wolkenfetzen jagten am Himmel hin. Nun trat der Mond aus einer dunklen Wand hervor. Der breite Silberstreifen floß wieder den Teppich entlang. -schleichenden Schrittes ging die Frau zu dem Ruhebett. Sie beugte sich tief herab. Nein, dos war er nicht, das war der andere. .^Elisabeth", sagte Hilbertt traumbefangen. Sie schrak zurück. Sic verhielt sich noch einen Augenblick reglos. Dann tastete sie weiter zu der geöffneten Türe. Schritt um Schritt, bis an das weiße Bett, das an der Fensterfeite stand. Dos hier war er, der Mann, den sie liebte, wie nur ein Weib einem Manne zugetan fein konnte. — Unb er lebte. Das Mondlicht lag weiß und still auf feinem Gesicht. Sie fuhr fachte über feine Brust, d'« das Hemd fest umschloß, und berührte nach kur- zem Zögern seine Lippen mit den ihren. Er erwachte nicht. Für eine Sekunde legte sie ihre Wange an die seine, dann an sein Herz, ob es schlüge. Der Duft von Flieder, welcher ihren Kleidern entströmte, sog sich in dem Raume fest. Reichmann atmete schwer. Er regte sich. Lautlos trat sie von 'hm wea. Sie roagte nicht ein zweitesmal den Weg durch Hildertts Zimmer au nehmen. Gewandt schwang sie sich auf das Fenstersims und verschwand im Dunkel. „Hans Jörg?" Hilbertt hörte es im Traume und antwortete lallend. „Hans Jörg!" Da sprang dieser auf. Das Licht flammte hell in der großen Stehlampe. „Was ist, mein Lieber?" Er stand bereits vor Reichmanns Bett. „Hast du sie nicht gesehen?" „Nein! Du hast geträumt." „Trag den Flieder hinaus, Hans Jörg!" Hilbertt fah ihn besorgt an und blähte die Nasenflügel. „Der Duft kommt vom (harten!" ..Nein!" — Jetzt blüht kein Flieder mehr. Sie war da! — Leg' dich schlafen, Jörg! — Ich bin Der- loren. Mich rettet feiner mehr!" „Denk an dein junges Weib morgen!" „Es wird zugrunde gehen an mir!" „Nein, ihre Liebe wird dich reiten!" Ein Zucken der Achseln, schmerzlich und hassend zugleich, war die Antwort. , Hast du dich Nellas wegen vergiftet?" frug Hilbertt zögernd. „Wenn du Elisabeth warnen willst vor mir!" fagte Reichmann langsam, „bann tu’s, solange es "och Zeit ist! Ich werde dir nichts nachtragen." Hilbertt wehrte leicht mit der Hand. ..Willst du mir Antwort geben auf meine Frage von vorher?" ,La!" Reichmann sah ihm voll in die Augen. -Es war nicht Absicht! Warum sollte ich dich be- lügen! Dü könntest es ruhig wissen, auch wenn es anbers gewesen wäre. — Ich wollte 'Hella einen Schlaftrunk geben, benn sie war furchtbar erregt, unb ich hatte Sorge, sie könnte noch einmal von einem Herzkrampf befallen werben, wenn sie nicht in Bälde zur Ruhe kam. Wahrscheinlich habe ich zuviel von dem Opium erwischt. Nur ein Glück, baß fie nicht baoon getrunken hat. Sie wäre g?ftorben daran. Dann würbe Elisabeth niemals mehr meine t'rrau geworben fein, benn an einen Mörber hätte sie sich nicht gekettet!" „Wer weiß!" sagte Hilbertt in lautem Denken. , Glaubst bu?" Hilbertt würbe jeher Antwort enthoben, benn Rrichmann schlief bereits roieber. _________________(Fortsetzung folgt) Aufarbeiten von WMMeln u. Betten sowie alle lapeileroröeilen in bekannt guter Ausführung. Heimo Material, anae- mesfene ■Steife. M,D Franz Bock, Polsterer u. 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Ferner Sologesang und Orgelspiel — Ge« fangbuch miibringen! — Jedermann ist herzlich eingetaden. Eintritt frei ,M0D Aür den Kirchcnvorftand: Becker, Pfarrer. Spanische und ; portugiesischeWeineff^M.tÄ' Handarbeiten zu fabelhaft billigen Preisen Abends von 8 Uhr an: Großes Faschingstreiben Original - Jazzband Schürzen Massenauswahl für Damen 2.«,.». 0.95 für Mädchen it 0.90 für Knaben. 45,i 15,0.65 Schlupfhosen Zladttheater-Abonnement Die Einlösung des sechsten Abschnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag hat am Montag, den 28. Februar 1927, in der Zeit von 3 bis 6 Uhr nachmittags an der Kasse in der Vorhalle des Stadttheaters zu erfolgen. Die zu zahlende sechste Rate beträgt für: Milchträger 2 Liter. 1.25 Konsole mit Maß, weih 1.15 Verschied. Artikel Brotkasten n rn schwere Qualitätsware ... O.üU Brotkasten n.n»„ 2.75 Gebäckkasten 1.75 Isolierflaschen 1.15 Nachthemden aus haltbarem Kretonne. Biberhemden aus Kar. 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