« Naieh ft,™ ' 1 mS"'!;''“9'“ tnc^r. 3n g . tll Proben ^menbucy frHJ in6Se.TMfformbon in Mrt beim". Die Hm. Slrri^len6 un6 ■ &le .DuchrMau" 3« von Popp werben ein? ’fhget Dildbnspiele von cnnenraumlunft beige. Mw jenen tzrslesMn Mendr Suite Ur Ria- M meinen lieben ©oll“ Wtn Otgehnufilers DiÄ. 07 als Organist her Ä- arb. hest der .Koralle' (M MS Lchostlier. - Der 3n - ynbianerleben am Hma. der Zukunsl. - Die enb Die Aussätze des festes sind anter Naturaufnahmen illu- rKstzr -s in9>'«!«Ä* ZZtz d-- ^3 um m?rV'n ^ebsamrr Wen u.c m. ein out nntn, ■ •' erründigungsblatt. ertünbigungsblott ’ntf/ält: GeMtsMg bei Vertilgung der Manie. - in ßbent)aw\e\\, kosten cchen utä Mar.—Dienst- ichrogramin nrt?r Lendtrs. iadio-Umschau".) 1,25. Januar. Stunde der Jugend. -* 4.3» les Hausorchesters: Friedrich 5.05 Uhr: Die Lesestunde. - Beamtensartbildungsturlus: hen Strafrechts VIII. Aar- richtsrat Dr. Ascha fenburg. Funlhochschule: ..Altdeiilschc rtrag von Dr. Orivald Satz, n Äunltinfliüil-M5» [e: „Altgermanischer Man Proseisor Dr. Naumann. - magoge. hebräische und I«d' i bis 10.15 Uhr: WB- I achrichten. in bet Statt Mar' 1 Kreirverband. t 3» m Höhe für Anzeigen ov.i 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig. für 'Xe« klamean'eigen von 70 n ra Breite 35 Rechspfennig, Playvorschntt 20 . mehr. Chefredakteur Dr Fnedr WUd Gange. Verantwortlich für Volütb Dr Fr Wilh Gange, für Feuilleton Dr fj Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumlchein: für hen Anzeigenteil i. Venr Sy Bedt, lämtlid) in (Biesen Erich» ini täglich,suher Sonntag» und Feiertag» Beilage«. Gietzrnei Familiendlätt« Heimat im Bild Die Scholle Msnat»-rezrg§krel>: 2 Reichsmark und 20 Reich,Pfennig für Träger» lohn, auch Ui Nichterscheinen einzelnerNummerA infolge höherer «Bttoatt. Fernfprechanichlüssa: 51. 54 und 112 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger •lebte. Poft sch . ckkonto: firanffim om Main 11688. Motive der internationalen Sojialpoiitif. von Dr. jur. Fritz Tünzler. Dir haben in bei tat jetzt eine internationale Sozialpolitik. Bvr dem Kriege bestand sie nicht oder nur in geringem Umfang, trotz der anerkennenswerten Arbeit der internationalen Bereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz. Erft der Krieg, ober vielmehr da- Kriegsende stellte sie auf eine große organisatorische Grundlage. Teil 13 dcS Versailler Vertrages und die gleichlautenden Teile der übrigen Pariser Vorverträge schufen die „Internationale Arbeitsorganisation" als einen Teil der Böller- bunMorgamfation. Ihr gehört Deutschland seit 1919, also noch vor seinen Eintritt in den Völkerbund an. Seit dieser Zeit wirken seine Vertreter mit im Ber- toaltungOrat der Organisation, sitzen deutsche Herren im ArdeitSamte in Ölens, arbeiten deutsche Dele- gierte auf den Arbeitskonferenzen mit an den zu fassenden Beschlüssen. Jetzt, nach dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund, wird sich Deutschlands Mitarbeit zweifellos noch enger gestalten. Damit erhebt sich die Frage, was bedeutet diese internationale Zusammenarbeit, waS nützt sie und aus welchen Gründen ist sie notwendig und nützlich? Tie internationale Sozialpolitik bezweckt die Angleichung der Sozialpolitik in den verschiedenen d. h. in allen Ländern der Erde. Dabei ist Sozialpolitik hier zu verstehen nur al8 die sozialpolitische Gesetzgebung, d. h. nur al- die Sozialpolitik, als deren Träger der Staat in Frage kommt. Die Sozialpolitik deren Träger der einzelne Betrieb über die gesetzlich vorgeschriebenen Einrichtungen oder Vorschriften hinaus ist, die Sozialpolitik, die von Betrieben oder Organisationen betrieben wird, bleibt hier außer Ansatz. Aeußerlich ist dieJnternationaleArbeitsorganisation wohl in der Lage, eine solche Angleichung möglich zu machen, denn der Rahmen, den sie bietet, istsgroß, er umfaßt 66 Staaten der Welt, davon 27 in Europa, 19 in Amerika, 3 in Afrika, 5 in Asien, 2 in Australien; dazu kommen noch die Kolonien der angeschlossenen Staaten. Wenn auch zwei große Staaten, die Vereinigten Staaten und Rußland, drei Mittelstaaten, Mexiko, Türkei, Aegupten und eine größere Anzahl kleinerer Staaten noch fehlen, so ist doch diese Organisation nächst dem Weltpostverein die größte jemals erreichte. Also äußerlichlkann man dieVoraussetzungen einer solchen Angleichung für gegeben erachten. Wie fleht eS aber mit den innerlichen Voraussetzungen für die Wirksamkeit der Organisation? Ein Aufdrucken der Beschlüsse im Wege der physischen Gewalt kommt nicht in Frage, es kommt hiernach auf den freien Willen der angeschlossenen Staaten an, ob sie einen Beschluß oder Vorschlag annehmen ober ihn ignorieren wollen. Tie innere Einstellung bei Staates zu der ganzen Organisation ist also das Maßgebende. Je nach dem Maße, in dem er von der Bedeutung und dem Werte der Zusammenarbeit überzeugt ist, wird sich seine Mitarbeit und seine Stellung zu den Ergebnissen bestimmen. Tas bestimmende für die Haltung jedes Staates sind also die Motive, auS denen eine internationale Gemeinschaftsarbeit auf dem Gebiete der Sozialpolitik für zweckmäßig und nützlich erachtet wird. Welches find nun diese Motive? Sie werden für die einzelnen Staaten nach ihrem jeweiligen Verhältnisse vielleicht verschieden sein und sonach das „Interesse" jedes Staates verschieden beeinflussen. Tie Ver- taffer der Bestimmungen des Friedensvertrages hatten das dunkle Gefühl, daß fic der neuen Institution eine theoretische Begründung beigeben müßten, daß sie die Motive darlegen mußten, aus benen bie Gründung hervorgehe, öie sind freilich in der Formulierung dieser Motive wenig glücklich gewesen und haben diese Motive eher verdunkelt als erhellt. Tie sogenannte Präambel zu Teil XIII des Versailler Vertrages lautet: „Ta der Völkerbund die Begründung des Weltfriedens zum Ziele hat, und ein solcher Friede nur auf dem Boden der sozialen Gerechtigkeit aufgebaut werden kann, da ferner Arbeitsbedingungen bestehen, die für eine große Anzahl von Menschen mit soviel Ungerechtigkeit, Elend undEntbehrungen verbunden sind, daß eine den Weltfrieden und die Dclt- eintracht gefährdende Unzufriedenheit entsteht, und da eine Verbesserung dieser Bedingungen dringend erforderlich ist, zum Beispiel hinsichtlich der Regelung der Arbeitszeit und der Arbeitswoche, der Regelung des Arbeitsmarktes, der Verhütung der Arbeitslosigkeit, der Gewährleistung von Löhnen, welche angcmcifcnc Lebensbedingungen ermöglichen, des Schutzes der Arbeiter fr-*gen allgemeine und Berufskrankheiten sowie gegen Arbeitsunfälle, deS Schutzes der Kinder, Jugendlichen und Frauen, der Altersund Jnvalibenuiiterstützung, des Schutzes der Interessen der im Ausland beschäftigten Arbeiter, der An» erlcnnung deS Grundsatzes der Freiheit gewerkschaftlichen ZusammenschluffeS, der Gestaltung des beruflichen und technischen Unterrichte und ähnliche Maßnahmen, da endlich die Richtannahme einer wirklich menschlichen Arbeitsordnung durch irgendeine Regierung die Bemühungen der anderen, auf die Verbesserung deS Loses der Arbeiter in ihrem eigenen Lande bedachten Nationen hemmt, haben bie „hohen vertragschließenden Teile", geleitet sowohl von den Gefühlen der Gerechtigkeit und Menschlichkeit als auch von dem Wunsche, einen dauernden Weltfrieden zu sichern, folgendes vereinbart" . . . Immerhin gelingt es, aus dem Gedankengestrüpp dieser Vorrede zwei Leitgedanken herauSzulesen, die nebeneinander hergehen. TaS ist zunächst der Gedanke mit der Gründung der Institution der „Begründung des Weltfriedens aus dem Boden der sozialen Gerechtigkeit" zu dienen. AIS Motiv des Staates für sein Interesse an der neuen Organisation wird fein Jntercffe an dem Weltfrieden angenommen, Marx und die Deutschnationalen. Günstiger Stand der Verhandlungen. Berlin, 24. Ian. (7DIB.) Reichskanzler Dr. Marx nai.m heule vormittag die Verhandlungen über ein Regierungsprogramm mit den In Betracht kommenden Fraktionen des Reichstags auf. Zunächst wurden in Gegenwart des Reichsarbeilsiuinifler» Dr. Brauns und des Reichvaußenminsiers Dt. Strefemann die Vertreter der deutfchnationaien Fraktion unter Führung Grafen Westarp zu einer eingehenden Besprechung empfangen. Heber die Besprechungen kann das Rachrichtenbureau des VDZ. mitleiien, daß bereits in einer Reihe von Dunklen eine weitgehende Einigung erzielt worden ist. Die ausführlichen Elnzel- befpredjungen über die Sozialpolitik, in der auch keinerlei Hindernisse zu erwarten fein fallen, werden in der Jorlfehnng der Verhandlungen am Dienstag flaltfinörn. Ebenso besteht in der Schulpolitik zwischen den Deutfchnationaien und dem Zentrum die weite st elleberein st immun g, da beide Parteien auf dem Boden des christlichen Bekenntnisses stehen. Im Laufe des Rachmittags hakte der Reichskanzler nacheinander Besprechungen mit dem Vorsitzenden der Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei, Dr. Scholz, und mit den Vertretern der Wirtschaftlichen Vereinigung Drewitz und Alpers. Abg. Drewitz erklärte, daß feine Partei sich an einer bürgerlichen Regierung beteiligen würde. Die Stellungnahme zu dem Programm und jur 5 rage, ob feine Partei selbst mit ITC I n I - ft e r n im neuen Kabinett vertreten sein werde, behielt der Abg. Drewitz der Fraktlonssihung am Dienstag vor. In der Fortsetzung der Verhandlungen zur Regierungsbildung empfing Reichskanzler Dr. Marx Im Lause des heutigen Rachmittags auch den flbg. 7N ü l l e r- Franken (Soz i. Die Unterhaltung trug nur informatorischen Charakter; der Reichskanzler unterbreitete Herrn Müller das Re- gierungsprogramm und unterrichtete ihn über den Stand der Verhandlungen. Eine bestimmte Jrage über die Beteiligung der Sozialdemokraten an der Regierungsbildung wurde vom Reichskanzler bei dieser Besprechung nicht gestellt. Der Reichskanz- ler wies ausdrücklich darauf hin, daß sein Auftrag begrenzt sei. • Aach den Avisierungen der Blätter zu schließen, scheinen sich die Verhandlungen Dr. Marx' aus gutem Wege zu befinden, lieber daS von Dr. Marx vorgelegte Gerippe eines Regierungsprogramms ist, wie der „LokalanzeiiZer" schreibt, gerade zwischen Zentrum und Deutschnationalen ziemlich reibungslos verhandelt worden. Die „D. 2L Z." erklärt: 3n parlamentarischen Kreisen betrachtet man die Einigung als faktisch vollzogen. Es wäre daher wünschenswert. wenn man die einwöchige Pause der ReichstagSverhanblungen ab Mittwoch Preisgeben und bis Samstag durchtagen würde. Die neue Regierung könnte dann sich noch in dieser Woche dem Parlament vorstellen und an die Arbeit gehen. — Die ,.T ä g I. Rundschau" schließt aus dem lakonischen De- ridt über die gestrige Sitzung der deutschnationalen Reichötagsfraltion, daß die Mehrheit der Fraktion auf der Seite der Unterhändler steht, und eber.fo wie diese einen günstigen AuS - gang der Verhandlungen anstrebt. — Die ..Germania" schreibt: Aehnliche Töne. wie sie die Liberale Vereinigung anschlägt, sind schon seit Tagen in den Spalten der „Tägl. Rundschau" vernehmbar. So erheiternd diese Klagen wirken könnten, sie haben jedoch für uns einen ernsten Hintergrund. Zeigen sie doch, wie wenig Verlaß in kulturpolitischen D.ngen auf die Deutsche Volkspartei ist, und wieviel von dem alten Kulturlampsgeist in ihr noch vorhanden ist. — Rach dem „V. T." sei gestern vormittag bereits, wenn auch inoffiziell, die Personen- frage des neuen Reichslab lnetts erörtert worden. Als dculfchnationale Kandidaten für die lief et-ung der Reichsministerien des Innern, der Justiz und der besetzten Gebiete werden von dem Dlatt bie Abgeordneten Wallraf, von Dtaussenberg und Trevi ranuS genannt. (Eine Warnung der Liberalen Vereinigung. Berlin, 24. Ian. (VDZ.) Der geschästS- führende Ausschuß der Liberalen Vereinigung Hal am Montag die politische Lage eingehend besprochen, wie sie sich durch den jetzigen Stand der Verhandlungen zur 'Bildung ein-'s neuen Kabinetts ergibt. So wünschenswert schon auS außenpolitischen Gründen daS Zustandekommen einer gesicherten Mehrheitsregierung ist, war man sich doch in der Erkenntnis der schweren Gefahren einig, die durch ein Zusammenwirken des Zentrums mit den Deutsch- nationalen in Fragen der Schul- und Kirchenpolitik heraufbcschworen werden. Da die Vormachtstellung des Zentrums auf der Spaltung des Liberalismus beruhe wurde beschlossen, in allen liberalen Kreisen die Aufmerksamkeit aus diese dem freien deutschen Geistesleben drohende Gefahr zu lenken und auf eine einheitliche Abwehrfront hinzu- arbeiten. Zeitungsfchau. Die überraschend schnelle Schwenkung des Zentrums nach rechts hin veranlaßt in der „Tä a l. Rundschau" Heinrich Rippler zu folgenden Betrachtungen: Das neue bürgerliche Kabinett ist noch nicht gebildet, aber kein Mensch zweifelt, daß es in kurzer Zeit zuftandelommen wird. Das Zentrum, das noch vor einer Woche erklärte, daß es auf eine Regierung der Mitte mit möglicher Bindung nach links beharren müsse, und auf keinen Fall mit den Deutfchnationaien in einer Regierung zusammen- sitzen könne, hat sich über Rocht die Sache anders überlegt und feinen Führer Dr. Marx ermächtigt, den Auftrag des Reichspräsidenten zur Regierunas- bildung zu übernehmen. Was, solange Minister Dr. Curtius die Verhandlungen führte, für dos Zentrum ein Greuel war, der kaum in Worte zu fassen, ist jetzt eine alatte Sache, über die man mit einigen für die Wähler notwendigen Zeremonien, einem Programmentwurfe, einigen Verhandlungen und einer Ansprache an das Volk unbedenklich und stillvergnügt hinweggleitet. Die Demokratie, die sachte beiseite geschoben ist, steht im starren Erstaunen ob solchem Wandel der Dinge und reibt sich verwundert die Augen, ob sie in den letzten Wochen geträumt, oder wirklich all die grundsätzlichen und heftigen Artikel gegen rechts in den Zentrumsbiät- lern gelesen und in den Reden der Zentrumsführer mit angehört hat. Sie weiß sich so wenig in die gänzlich neue Lage zu finden, daß sie ihren Zorn bald argen die Deutsche Volkspartei, bald gegen den Reichspräsidenten kehrt, dessen Brief dem Zentrumsvorstande den Anlaß gab, eine Total- reoision seiner Anschauungen in beachtenswert kurzer Frist vorzunehmen . . . Wir glauben nicht, daß der Brief Hindenburgs, der übrigens schon vorlag und den Deutschnationalen sogar schon bekannt war, als der Führer der volksparteilichen Reichstagsfraktion, Dr. Scholz, feine letzte Unterredung mit Dr. Marr hatte, den großen Wandel in den Anschauungen des Zentrums her- vorrief. Er mag ihn gefördert haben und für die widerstrebende und etwas zerfahrene Fraktionsgefolgschaft bestimmend gewesen sein, aber die Füh- rung des Zentrums mar sich des Weges nach rechts bewußt, als sie die Mission des Dr. Curtius zum Scheitern brachte und mit der Sozialdemokratie über eine, wie sie wohl wußte, nicht durchführbare Links- binbung verhandelte. Wenigstens kann man das am nehmen aus der bewundernswerten Entschlußkraft, mit der der Vorstand des Zentrums in kaum einer Stunde den Zeiger von links nach rechts stellte, und mit der wohl nicht ganz improvisierten Zielsicherheit, mit der er dann auf den Bürgerblock losmarschierte, ohne dabei die bisherigen Linksgeföhrten, die armen Demokraten, auch nur eines Blickes zu würdigen oder sie etwa gar zu Mitraten oder Mittaten auf- zufordem. Offenbar haben die kirchlichen Mächte, die hinter und über dem Zentrum stehen und die Entwicklung feines linken Flügels ins balbjojial- demokratische Lager längst mit Sorge betrachteten, ein ernstes Wort mitgesprochen, und offcnlar sind die Verhandlungen zwischen Zentrum und Deutsch- nationalen schon seit geraumer Zeit im Gange gewesen, wenn man es auch bestreitet und natürlich auch in Zukunft bestreiten wird, da für solche Geschäfte nun einmal traditionell das Halbdunkel vor- geschrieben ist. Erklärlich wird letzt die gemeinsame Front der Zentrums- und deutschnationalen Pres>e gegen Minister Curtius, obwohl Curtius, wie jetzt auch die deutschnationale Presse Augibt, „mit großer (Energie und Sachlichkeit" den Boden für die bur- ?erliche Mehrheitsregierung vorbereitete und ins- cfonbere bewies, daß eine sachliche (Einigung zwischen den Deutschnationalen und dem Zentrum möglich sei. Das Zentrum wollte nach rechts, wollie die Hereinnahme der Deutschnationalen, aber es wollte, da es nun einmal auf sachliche und rein staatliche Politik eingeschworen ist, seiner Partei die Führung sichern und das Parteigeschäft nicht zu kurz kommen lasten. Man weiß, daß das Zentrum so kann und auch anders: aber diesmal konnte es noch so ganz anders, daß selbst starke Männer, wie etwa Geßler, vor solchem Werke der Wandlung in andächtigem Staunen und fachmännischer Verwunderung stehn. Leicht kann es dem Zentrum immerhin nicht gefallen fein, diesen selbst in feiner (tzcfchichte bemerkenswerten Telemakiprung zu machen. Die Politik ist ein rauhes Handwerk. Wie schwer mag es Herrn Stegerwald angekommen sein, in Köln vor seinen Wählern zu versichern, daß die Große Koalition die einzige Rettung aus dem jetzigen Wirrwarr sei, während er doch wußte, daß man nebenan im erzbischöflichen Palais eine noch bessere Lösung, den Bürgerblorf, In Bereitschaft hielt. Und wie mag Herr Dr. Wirth, der sich an der Redigierung des neuen Programms fo eifrig beteiligte, als künftiges ein- geschriebenes Mitglied des von ihm fo geschmähten Besitzbürgerblocks Arm in Arm mit Löbe, aber auch Arm In Arm mit Westarp mit tapferer Unverzagt- beit und Unversehrtheit für seine allein echte svzia- listisch-demokratische Republik fechten." Deutscher Reichstag. Berlin. 24. Ian. Aus der Tagesordnung steht die Einzelberatung deS Gesrtzes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Abg. Frau Dr. LüderS (Dem.) bezeichnet die unentgeltliche Behandlung der Geschlech'.S- krankhriken für erstrebenswert. Da das infolge des Widerspruchs des Reichsrats nicht zu erreichen sei, müßte wenigstens für eine Verbilligung gesorgt werden. Abg. v. Ramin (Völk.) protestiert gegen daS in der Vorlage enthaltene Behandlungs- monopol der approbierten Aerzte. Wenn daS Gesetz die Patienten zur Behandlung zwinge, müsse das Reich auch bie Behandlungskosten tragen. Abg. Dr. Stegemann (0.) ist gleichfalls gegen das Dehandlungsmonopol der appr . bier^en Aerzte, wahrend Abg. Dr. H i 1 s e r d i n g (0.) als Redner eineS TellS der sozialdemolratisch n Fraktion für die Regierungsvorlage eintritt, die das ärztliche Behandlungsmonopvl für alle Geschlechtskrankheiten vorsieht. Auch Abg. Dr. Bahersdörser (Bayer. Vpt.) empfiehlt die Wiederherstellung btt Regierungsvorlage in der Dehand'ungsfrage. Unter Ablehnung der soziallxmolratischen und kommunistischen Abaniterungsanträge werden die Paragraphen 2 und 3 in der Au-llchußsas- sung angenommen. Zum Paragraph 4. der die Zwangsbehandlung betrifft, wird ein Antrag der Regierungsparteien angenommen, der besagt, daß anonyme Airzeigen nicht berütlsich- tigt werden dürfen und daß in den- übrigen Fällen der Anzeigende über die Dedachtsgrün' e vernommen werden muh. Die Paragraphen 5 und 6 werden in der Ausschußsasfung angenommen. Beim Paragraph 1 wird aus Antrag 03ide6 (Dn.) die Regierungsvorlage wieder als Mittel hierzu die soziale Gerechtigkeit an- gesehen, die das ideale Ziel des neuen Wettverbandes sein soll. Und im zweiten Absatz wird dieser positive .deale Gedanke der Menschenbeglückung im Sinne des Völkcrsricdens durch den negativen, realeren, Gedanken der Furcht ergänzt, nämlich den, daß die „Ungerechtigkeit" mancher bestehender Arbeitsbedingungen den Weltfrieden „gefährde" und daß es also im Zntercsse des Staates liege, durch das Mittel der Zusammenarbeit diese Gefährdung zu beseitigen. Zm ersten Absatz ist ein reines Üultur- ibcal, im zweiten Absatz das Solidaritätsinteresse der Regierungen zum Ausdruck gebracht. Cb die Befürchtung gerechtfertigt ist, daß aus ungerechten Arbeitsbedingungen heraus eine elementare Bewegung entstehen kann, die nicht nur den betroffenen Staat, sondern darüber hinaus auch die „Delt- cintradit" und den ^Weltfrieden" gefährdet, das ist für jeden einzelnen Fall und für jeden Staat besonders zu prüfen, theoretisch denkbar ist es. Rur scheint mir, das praktisch in dieses fiulturmotio da» zweite Motiv hineinklingt, das die Präambel bereits etwas umschrieben und verschämt andeutet, nämlich das der Konkurrenzfähigkeit der Staaten untereinander, der Gedanke, daß der fremde Staat dem eigenen durch ungünstigere, aber billigere Arbeitsbedingungen Konkurrenz macht, der Gedanke, der in den Worten der Präambel verborgen liegt, daß ungünstige Arbeitsbedingungen eines Staates die Bemühungen des anderen auf Verbesserung der Arbeitsbedingungen kommen. Hier entsteht nun sofort eine ganze Reihe von Zweifelsfragen. Wird unS nicht immer von neuem vorgcführt, daß die sozialen Einrichtungen gar keine „Belastung" bedeuten, sondern auf dem Doge über den besser befähigten Arbeiter zur Verstärkung der Produktion und Hebung der Rentabilität führen? Und ist, wenn dies zutrisft, nicht gerade der sozial fortgeschrittene Staat dem s z rl zurückgebliebenen io voraus, daß er vor Dem sozial inferioren auch wirtschaftlich den Borteil hat, sodaß er dem letzteren „Konkurrenz" macht und nicht umgekehrt der sozial zurückgebliebene dem sozial überlegenen? Zn der Tat wird derjenige, der solchen Standpunkt vertritt, logischerweise zu dem Schlüsse kommen, daß hieraus ein Argument für die internationale Behandlung der Sozialpolitik nicht abgeleitet werden kann, daß dies vielmehr ein Argument gegen die internationale Sozialpolitik ist. Aber freilich zwischen dieser abstrakten Logik und dem praktischen Stand der Tinge ist immer noch ein Unterschied. Und so kann ich wohl den Standpunkt vertreten, daß sozial günstig gelagerte Arbeitsbedingungen auch ein ökonomisches Verbesse- rungsmittel sind,ohne damit auf dasÄonkurrenz- argument zu verzichten. Tenn die ökonomische Verketzerung wirkt sich erst aus lange Sicht aus, während die Konkurrenz im Wirtschaftsleben der Böller akut ist, d. h. also, solange nicht die ökonomische Wirkung tatsächlich eingetreten ist, ist die soziale Einrichtung noch eine Belastung zu Ungunsten des sozial fortgeschrittenen Staates und hiernach das Üonkurren,)- argument wohl am Platze. Allerdings wird man nicht umhin können, beim Vergleiche der Wirtschaft der einzelnen Staaten die gesamten Produltionsbe- bingungen in Rechnung zu ziehen, ein mit glänzenden natürlichen Wirtschaftsbedingungen auegefiatteict Staat kann seine darauf aufgebaute überragende Sozialpolitik nicht dem unter ungünstigen wirtschaftlichen Bedingungen arbeitenden Staat auf* zwingen, das würde ein soziales Imperium barftclkn, daS das Gegen teil von Sozialpolitik bedeuten würde. Gerade Deutschland muß ja für sich in Anspruch nehmen, daß es durch die auf ihm lastenden Repara- tionsvervflichtungen den anderen Staaten gegenüber ungünstiger gestellt ist und daß diese Tatsache wohl bei den Vergleichen der Internationalen Sozialpolitik in Rechnung gestellt werden muß. hevgestellt. Da« ärztliche DehandllmgSmonopvl erftrerit sich also nidjt nur auf die ansteckenden, sondern auf alle Geschlechtskrankheiten. Der Rest der Vorlage wird nach Ablehnung sozialderiwkralischer und kommunistischer Anträge in der Ausschußfassung cmgenommO Das Gesetz foß am 1. Oktober 1927 in Straft treten. Wirlschastssragen im HaushaltsausZchuh. Berlin, 24. 3an. (DDZ.) Der Haushalt«. auSschuß des Reichstages setzte die Beratung des Etat- des Reick^wirtschastsministeriums fort AlS Beitrag zur Hebung der Wirtschaft- lia-keit der gewerblichen und industriellen Produktion sind im Etat 1 200 000 Am. anaesordert. Bon der Regierung wurde hierzu erklärt, daß die weiteren Arbeiten zur Hebung der Wirtschaftlich!« it für öle Verbilligung und Berbesserung der deutschen Produktion von größte-. Bedeutung seien. Di« Industrie wird sich, wie in den früheren Jahren, auch 1927 mit namhaften Mitteln beteiligen. Die bisherigen Ersah» Dingen der Vereinigten Staaten von Rordame- rika haben bewiesen, daß durch planvolle Erzeugung die gesamt« Wirtschaft eineS Landes verbilligt und damit gehoben werden kann. Die Aögg. Dietrich-Baden (Dem.) und v. Raumer (D.Vpt.) verlangten Verdoppelung des im Etat ausgeworfenen Betrages. Abg. Le- jeune-Iuna (Dntl.) wollte die Sache mehr der Privatinitiative überlassen. Abg. Schlack (3.) war der Ansicht, daß in erster Reihe die 3 n ö u ft r i e selbst die Kosten aufbringen würde. ReichSwirtschastSminister Dr. Eurtius erwiderte, daß tatsächlich bi« Industrie den zehnfachen Betrag wie daS Reich für di« Hinan- Aietung aufbringe. Der Antrag auf Dcrdoppe- Lung deS Postens wird dem ^Unterausschuß zur Beschlußfassung überwiesen. Jur Förderung deS deutschen Außenhandels. ingbe; entere zur Zinsverbilligung für Darlehen an deutsche Exporteure sind lm Etat neu 750 000 Rm. angefordert. Dir Beschlußfassung wurde ebenfalls dem Unterausschuß überwiesen. Der Barmatprozetz. Berlin. 24. Jan. (TU.) Im Baramatprozeß wurde heute Geheimrat R u g g e , der 1924 stellver tretender Staatsbanlpräsident war, als Zeuge ein- gehend vernommtti. Er schilderte das sichere Auftreten der Barmats, die schwer zu überzeugen gewesen seien, daß sie die Kredite auch einmal z u • rückzahlen mußten. Sie meinten im Gegenteil noch höhere Kredite beanspruchen zu können. Von einer Wciteroerleihung der Gelder durch die Anexima habe der Zeuge nichts gewußt. Barmat habe ihm einmal geraten, sich von der Ausdehnung und Sicherheit seiner Unternehmungen selbst zu überzeugen. Damit wurde aber Dr. Böttger. der Schwiegersohn des Zeugen, betraut, der alsdann den Posten eines Barmatschen Dertrauensmannes gegenüber den verschiedenen Konzernunternehmungen inne- batte. Die pariser Verhandlungen. Kriegsgerätcgesctz und Vstfcstungcn. Berlin, 24. 3aru ($11.) LegationSrat Dr. Elodius, der in Berlin die Verhandlungen über baS KriegSgerätcgesetz mit den Sachver» ftänbigen der Interalliierten Militärkontrvll- kommission geführt und abgeschlossen hat. hat sich nach Paris begeben, um dort an den abschließenden Verhandlungen teilzunekmen, die zwischen dem Reichskommissar, General v. Pawel s z, und der Botschafterkonferenz über deck' Gesetzentwurf stattsinden. Ferner schreibt man, daß die Botschafterkonferenz dem Gesetz z u st i m m e n wird. Gleichzeitig mit den Verhandlungen über baS KriegSgerätegeseh gehen ■ in Paris die Besprechungen über bie Frage 'ter Ost fest ungen weiter, bie in den letzten fragen ins Stocken geraten sind, trotzdem über ihre juristische Seite bereits eine Einigung cr- .zielt worden ist. Wahrscheinlich wird man in wenigen Tagen schon so weit sein, ein fertig ousgearbeiteles und von den Beauftragten der streitenden Parteien unterzeichnetes Abkommen der Botschafterkonferenz unterbreiten zu können, so baß diese noch vor dem 31.Januar Gelegenheit hat, ihre Zustimmung zu erteilen, womit dann die letzten beiden »Verfehlungen" auS der Welt geschafft wären. Wie das Ostfestungsabkommen aussieht, wissen wir nicht. ES wird aber ebenfalls auf Kompromissen aufgebaut sein. Um Zugeständnisse werden wir nicht herumkommen, schon deswegen nicht, weil wir ein starkes Interesse daran haben, den Weg für Verhandlungen wichtigerer Ratur fveiftubdommen. Die Feinde einer T^rständigung jenseits unserer Westgcenze wissen natürlich sehr genau, welches Ziel die deutsche Außenpolitik in Zukunft mit noch schärferem KurS als bisher anfteuem wird. Ihre Massenversammlungen für die Aufrechterhaltung der Rheinlandbesatzung bis zum Ausbau der französischen Festungen können wohl di« Lösung dieser sehr wichtigen Frage hinauSzogern, aber nicht unmöglich machen. Denn die Erkenntnis, daß die Besetzung deutschen Gebietes an Frankreichs Finanzkraft zehrt, bricht sich immer mehr Dahn und muß und wird eines -tage» dazu führen, daß unser« Dolitik der 'Befreiung der Rheinland« von Erfolg gefront wird. Die Wirtschaftslage Frankreichs. Steigerung der nationalen Produktion. Pari«. 2t. Jan. (WTB.) Ministerpräsident Poincars prüft gegenwärtig in seiner Eigenschaft alS Finanzminister bie von den Ministern deS Innern, für öffentliche Arbeiten, der Landwirtschaft. des Handels und der Kolonien auäg:arbei- leten Pläne für die Entwicklung der nationalen Produktion. GS soll sich im Prinzip darum handeln, den Einkauf im Ausland zu verringern und so zur Stützung deS Franken, zur Besserung der Handelsbilanz sowie zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beizutragen. Der Minister für öffentliche Arbeiten, $ ar dien, erklärte, in seinem Ressort käme in Frage bie Rutzbringung der elek- irischen Kraft und der Transportmittel, und zwar In der Hauptsache die Kohlengruben, die Salzaruben, die Kaligruben, bie Elektrifizierung der Eisenbahn, ber Ausbau der Straßen und dec SchisfahrtSwege. Was die Düngemittel betrifft so will man Die Förderung ber Kaligruben und die Produktion deS synthetischen Ammoniaks steigern. Die französische Handelsflotte habe seit dem Waffenstillstand um 1800 000 Tonnen zu- genommen. Sie belaufe sich gegenwärtig auf 3.5 I Millionen Tonnen. DaS Ziel sei, 5 Millionen Tonnen zu erreichen, denn Frankreich zähle noch jährlich 500 Millionen Frank Gebühren für den Transport französischer Waren durch das Ausland. Dor dem Generalstreik in Schanghai. Paris, 24. 3art (WTB.) Nach einer Meldung des „Neuyork Herold" aus Schanghai scheint der unmittelbare Ausbruch eines General- st r e i k s in Schanghai lm Bereich der Möglichkeit zu liegen, nachdem es den Straßenbahnern gelungen ici, nunmehr auch das Personal der Autobusgesell- schäften zur Niederlegung ber Arbeit zu bewegen. Zwischen streikenden Straßenbahnern und eingeborener Polizei sei es bereits zu blutigen Zusammen- ftößen gekommen. Am Montag wurden die britischen Banken und Geschäftshäuser in Han kau auf Ersuchen der britischen Behörden wieder eröffnet, in der Hoffnung, daß eine solche Aktion einen beruhigenden Einfluß haben werde. Infolge der Niederlage Sunlschuanfangs in der Provinz Tschekiang haben die britischen Behörden den Mis- sionsstationen lm Bezirk von Ningpo Weisung erteilt, diesen Bezirk zu räumen. In Amoy und Sroatau entwickelt sich eine antibritische B e - w e g u n g. Alle ameritanifd^en Missionsstationen aus dem Innern des Landes lind vorübergehend nach Sroatau übergesiedelt. Ein Manifest der Kanton-Regierung. Paris, 24.3an. (WB.) Wie Havas aus Hankau berichtet, erk art die Kanton-Regierung in einem längeren Manifest, daß ein wirkliHer Friede solange nicht bestehen könne, a.'S Ehina seine Unabhängigkeit nicht wieder gewonnen habe. 3n dein Manifest wird weiter erk ä.t, daß die R e ch t e d e r ausländischen Staaisbürger ebenso wie die ihnen schuldige Gerecht gleit nicht außer acht gelassen werden dürften, daß aber ihr Schah nicht von den aus» ländischen Dajonet'en und Den ausländischen Kanonenbooten abhängig gemacht werden könne. Die Rcg.erung würde es daher vorziehen, wenn alle schwebenden Fragen durch Verhandlungen anstatt durch bewaffnete Interventio- nen gcrege.t wurden. D e Kantonregierung erbiete sich, mit jeder der Mächte auf der Grundlage der wirtschaftlichen Gleich- he t und der gegenseitigen Achtung und der politischen und territorialen Souveränität zu verhandeln. Englands Rüstungen. London. 24. Jan. (TU.) Rach Meldungen aus Malta haben das vierte Bataillon des Bedford-Regimentes und das zweite Dataillon des Vordcx-Regimentes Befehl erhalten, sich für den Abtransport nach China bereitzuhalten.. 3nsgesamt stehen rund 14 000 Mann britischer und ind.scher Truppen mit Panzerwagen bereit, um nach Schanghai zum Schutz der dortigen britischen Staatsangehör gen und Interessen befördert zu werden. Ihr Abtransport wird erfolgen, falls die chinesischen Behörden die Herrschaft über die Massen verlieren sollten, wofür bereits Beispiele vor! eg en. Der .Star" meldet, daß die britischen Streitkräfte nicht zur Verteidigung von Schanghai, sondern lediglich zur Abwehr von Angriffen auf britische Staatsangehörige und britische Interessen eingesetzt werden sollen. Die Deutschen in der Tschechoslowakei. N e i d) e n b e r g, 24. Ian. (WTB.) Aus dem Kreispartcilag des Bundes der Landwirte erklärte Arbeitsminister Dr. Spina: Die gerne infame wirtschaftliche N o t hat die deutschen und tschechischen bürgerlichen Parteien in wirtschaftlichen Fragen zusammengeführt. Ein Schutz unseres Volkes und eine Besserung der Lage unseres Volkes in diesem Staate ist nur durch aktive Mitarbeit am Staate zu erreichen. Der Eintritt der Deutschen in die Regierung soll aber auch die Grundlage sein für einen endgültigen Ausgleich zwischen beiden Bölkern. Wir Deutschen geben dem Staate und dem tschechischen Volke, was beiden gebührt, und wir verlangen nichts anderes, als unser Recht, aber unser ganzes Recht. Wir müssen gleichzeitig unsere tschechischen Landsleute aus dem tschechischen Negativismus herausführen, und das kann nur durch Zusammenarbeit der beut- schen mit den tschechischen Positivisten geschehen. Die Durchführung der mexikanischen Landgesetze. N e u t) o r t, 24. Ian. (WTB. Funkspruch.) Nach einer Meldung der Associated Preß aus Washington wird die Aufhebung der Bohrrechte der amerikanischen Oelgesellschaften, die sich weigern, die neuen Gesetze anzunehmen, durch die mexikanische Regierung vom Staatsdepartement als gleichbedeutend mit der Konfiskation von Privateigentum betrachtet. Die diplomatischen Vertreter der britischen, französischen und nieberlänbb schen Regierung haben sich informell über die weite- ren politischen Absichten ber amerikanischen Regierung unterrichtet. Ueber neue Schritte ist bisher kein Beschluß gefaßt worden. Aus aller Wett. BcrbandStag der deutschen Post, und Telegraphenbeamtcn. Unter Leitung des VerbandSvorsitzenden C u r w y wurde Montag nachmittag die erste Dollfitzung des Verbandes deutscher' Post- und Telegraphenbeamten eröffnet. Die Vertreter der einzelnen Ober-Postdirekl.onsbezirke betonten die Rotwendigkeit eines Konzentrations- Pro z e f f e s ber Pochbeamtcn. da gerade eme Reuordnung des Besoldung-- und BeförderungSwrsens geplant fei, und hierbei die Gruppe der mittleren Beamten vernachlässigt werde, obgleich sowohl die unteren Druppen wie die höheren Beamten in letzter Zett in chcen Bezügen verbessert worden seien. Durch zuviele Prüfungen werde den mittleren Beamten die AufstiegSvröglichkeit sehr stark erschwert, obgleich man bei ihrer Einstellung außerordentlich hohe Anforderungen hinsichtlich verwaltungscheoretischer und allgemeiner Schulbildung stelle; auch feien gleichwertige Gruppen in anderen Ministerien wesentlich besser dotiert, obgleich sie in bezug auf die Berufsausbildung keinen höheren Anforderungen zu genügen hätten. Zu gleicher Zeit wie der Deamten-Verband hielt auch der Bund der Post» und Telegraphenbeamten (Zivilanwärttr) eine Delegiertentagung ab, bie sich mit den gleichen Fragen beschäftigte. Deutsche Legler in Paris. Seit einigen Tagen hat auf ber Seine In der Rähe der Brücke Alexandre III. ein deutsches Segelschiff von 16 Meter Länge, 4.20 Meter Breite und 2 05 Meter Tiefgang Anker geworfen. Es ist das Hamburger Segelschiff Blankenese 2, dessen Kapitän und Besitzer Erich v. D r a n c o n i ist. Die Besatzung besteht aus vier Mann und einem Belgier, der sich in Zeebruggc der Fahrt angeschlossen hat. Das Segelschiff, das auch mit einem 23-P. 8.-Diesel- hilssmotor ausgestattet Ist, hat am 23. Oktober 1926 Blankenese verlassen und sich über Hoek van Holland, Vlis ingen, Zeebrugge, über die Schelde die französischen Rordkanäle nach Paris begeben. Von hier aus wird das Boot nach Reparaturen an dem Motor seine Fahrt nach dem Mittelmeer fortsehen. Botschafter v. H o e s ch hat dem Kapitän einen Besuch abgeftattet und bet Besatzung feine Anerkennung für ihre sportliche Leistung ausgesprochen. Die D.'sahung erklärt, daß sie von allen französischen und belgischen Behörden mit der größten Zuvorkommenheit behandelt worben sei. Universität and höhere Schule. Wie man uns schreibt, hat die Universität München gelegcnllich ihrer Hundertjahrfeier dem Vorsitzenden des Bayerischen Philologenverbandes, Dberftubienrat Wahrer, die Würde eines Ehrendoktors verliehen. Dieser seltenen Auszeichnung kommt zu einer Zeit, wo der Wert der verantwortungsvollen Arbeit des Philologen in manchen Kreisen immer noch verkannt wird, eine ganz besondere Bedeutung zu: Die Universität MÜN- chen bekundet durch Jie ihre hohe Achtung vor der an den höheren Schulen geleisteten Blldungs- und Kulturarbeit. Rücktritt de» Mainzer Iheaterintendanten. WSN. Mainz, 24. Jan. Der Intendant des Mainzer Stadttheaters, Hans I s l a u b , hat aus Gesundheitsrücksichten um Versetzung in den Ruhestand nachgesucht. Der mit Ende dieser Spielzeit aus dem Amte ausscheidende Intendant steht ini 60. Le- bensjahr. Nach langjährigem Wirken als Opernsänger und Regisseur hat er die Mainzer Bühne fast 13 Jahre lang geleitet, zuerst als Pächter und feit Uebernahme des Instituts in städtische Regie als beamteter Intendant. Explosion einer Höllenmaschine in Straßburg L E. In der Rächt zum 24. explodierte in Straßburg in ber Rähe dec früheren Kaserne Rouger be l'Isle eine Höllenmaschine. Personen kamen nicht zu Schaden, dagegen wurden mehrere Häuser schwer beschädigt. Es soll sich um den Racheakt eines Mannes handeln, der kürzlich aus seiner Wohnung ausgewiefen wurde. Die Explosion war so gewaltig, daß die seiSmo- gcaphischen Instrumente auf dem Straßburger Observatorium auf die Erschütterung reagierten. Neuer Dauunsall in Rummelsburg. Im Berliner Großkraftwerk Rummelsburg ereignete sich Montag abend ein schwerer Betriebsunfall. Ein 19jähriaer Schlosser war auf einer acht Meter hohen Kranschiene mit der Verlegung eines Starkstromkabels beschäftigt. Der Kranführer nahm in fahrlässiger Weise plötzlich den Kran m Betrieb und der Kran drückte den Schlosser mit voller Kraft gegen eine Wand. Mit schweren inneren Verletzungen und einem doppelten Beckenbruch wurde der Verunglückte in hoffnungslosem Zu st and nach dem Krankenhaus gebracht. Lisenbahnkalaslrophe in den Karpathen. In den Karpathen fuhr ein Pers'onenzug gegen einen Güterzug. Vier Eisenbahnbeamte und ein Passagier wurden getötet, 10 Personen schwer und zahlreiche andere leicht verletzt. Die Schuld an dem Zusammenstoß tragen Lokomotivführer und Heizer des Personenzuges, die beide betrunken waren. Sie befinden sich unter den Toten. Erdbeben in Schottland. Montag früh kurz vor 5 Llhr wurden in verschiedenen Teilen Schottlands und auf den Orlneh-Inseln heftige Erdstöße wahrgenommen. die unter dumpfem Getöse von 20 Sekunden biS V/i Minuten andauerten. Wenn auch kein Schaden angerichtet wurde, so ergriff doch die Bevölkerung große Unruhe. Viele Menschen verließen die Häuser und hielten sich einige Stunden im Freien auf. Erdrutsch in 3lallen. Rom, 25. Jan. (WTB. Funkspruch) „Po- polo bi Roma" berichtet, baß infolge ber starken Regengüsse der letzten Woche bei Spezia sich ein Erdrutsch ereignet habe, ber eine Fläche von etwa 1 qkm. umfaßte. Eine große Reihe von Bauwerien wurde zerstört. Menschenleben sind nicht zu beklagen. 3n einem Dorfe bei Cosenza wurde durch Aeberschwernrnung einegrone Anzahl von Häusern so schwer beschädigt, baß sie geräumt werden mußten. Große Kälte in Rumänien. 3n Rumänien ist durch den strengen Frost der Verkehr fast völlig lahm gelegt. Die Telephon- und Telegraphenverbindungen sind empfindlich gestört. Aus ber Donau mußte ber Schiffsverkehr wegen Eisganges eingestellt werden. Das Hochwasser der Ober. Die Oderhochwasserwril« hat jetzt bie 01etil n e r Gegend erreicht. Von Schwedt bis Stettin sind alle üferfeen überschwimmt. In den Oberstädten oberhalb Stettins reicht daü Wasser vielfach bis an die Häuser. Mehrere Landstraßen sind überflutet Bei Ripperwies« durchbrach die Flut einen Schuhdeich. Drei Grippe-Sterbefälle in einer Familie. In der Familie eines Schmiedes in Heinrichsau (Schlesien) starben drei Familienmitglieder, die Ehefrau, die Mutter und der Vater des Schmiedes an der Grippe. Wettervoraussage. Derhältnismäßiy milde, ohne Nachtfrost. meist bedeckt, südliche bis westliche Winde und leichte Niederschläge. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 2,3 Grad Celsius, Minimum: 1 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: 1.4 Grad Celsius. Aus der Provinzialhaupifiadt. Gießen, den 25. 3ai|aar 1927. | Tierseuchen im Kreise Stehen im Jahre 1926. Die Viehbestände unseres KveiseS sind im Laufe des vorigen Jahres oft von Seuchen heim^ucht worden. Insbesondere war eS die Maul- und Klauenseuche, die start verbreitet war. Um ein Bild über bas AuSmaß der S e u ch e n « r k r a n k u n g au bekommen, haben wir unS an zuständiger Stell« erkundigt und dort folgende Mitteilungen erhalten: Maul- und Klauenseuche. Bei Beginn dcs Iahr-s 1926 herrschte sie in 7 Ge- memden (14 Gehöfte verseucht). 3m Lause deS 3ahres wurde die Seuche in weiteren 49 Gemeinden amtlich sestge,teilt, so daß amtlich insgesamt 70 Prozent der Gemeinden des Krci'eS Gießen ver eucht waren. In Wirkiichtett dürste der Prozentsatz ein höherer sein, da Verheimlichungen feilend der Landwirte nur zu ost vorkommen, weil vielen von ihnen die große votts- wirtschastiiche Bedeutung der Seuche und die Wichtigkeit ber Te ämpsung nicht klar zu machen ist. Von den 56 Gemeinden waren 19 zweimal, 3 dreimal, eine viermal (Ritthgos) und eine fünfmal (Oicßen) verseucht. Die Zahl der als verseucht genreldeten Gehöfte .-'rüg “356. Am stärksten war der Kre.s im ersten und letzten Vierteljahr von der Maul- und Klauenseuche heimgesucht. Die direkten Verluste waren am größten in den Mona.en September, Oktober urb Rovember. Hauptsächlich betroffen würben bie Gemeinden Burkhardsfelden (70 Gehö>te verseucht, 2 Kühe, 23 Iungrinder. 5 Kälber und 2 Ziegen verendet, 2 Iungrinder notgeschlachtet): Reiskirchen (70 Gc^ö.ie verseucht: 21 Iungrinder, 7 Kälber und 1 Ziege verendet). Hattenrod (49 Gehöfte verseucht: 2 Rinder und 19 Kälber verendet). Stein- heirn (bei der zweiten Verseuchung 26 Gehöfte betroffen; 2 Kühe, 3 Rinder. 11 Kälber verendet; 1 Dulle notgeschlachtet). Der Ge- farntverlust an Tieren im Kreise Gießen beträgt: 2 Kühe, 70 Iungrinder, 75 Kälber und rund 100 Ferkel verendet: 7 Bullen, 21 Kühe, 7 Rinder und 2 Kälber notgeschlachtet. Lungenseuche. Die Hein.tückische und gefährliche Seuche wütete unter den Rindvieh- beständen in Lich. Betroffen wurden 24 Gehöfte. 135 Rinder wurden auf polizeiliche Anordnung getötet, 47 von ihnen waren mit 2un# genscuche behaftet. Die Tilgung ist noch nicht abgeschlossen. Milzbrand wurde in drei Gemeinden sest- gestellt. 4 R nder sind der Seuche zum Op,er gefallen. Bei ber Roi'chlachtung des einen infizierte sich der Metzger an den Armen, wurde aber geheilt. Rotlaus ber Schweine trat 1926 sehr stark unb auch bösartig auf. Genaue Zahlen lassen sich nicht angeben, da ber gesetzlich vorgeschriebenen Anzeigepslicht nur In den wenigsten Fällen nachgelommen wird. Es kann den Besitzern von Schweinen nicht dringend genua «ns Herz gelegt werden, ihre Schweine fchutzimpfen zu lassen. Rur so können empfindliche Verluste vermieden werden. Schweinepest. Gemeldet ist die Seuche nur aus drei Gemeinden deS Kreises, in denen zusammen 12 Schweme verendeten. ES steht jedoch fest, daß die Seuche viel weiter oerbrei.et ist, als man allgemein annimml. Häu ig tritt sie auch zusammen mit Rotlauf auf. Die Gefährlichkeit ber Seuche erfordert im Derdachls- fall sofortige Benachrichtigung des zuständigen beamteten Tierarz.es, damit rechzri.ig Maßnahmen zur Abwehr getroffen und Impfungen vorgenommen werden tonnen. Dem Sleroen ber Ferkel ist größere Aufmerksamkeit zu widmen. Schafräude wurde in zwei Wanderichaf- berden festgestellt. 6t. Gieszcncr Wochenmarktpreisc. SS kosteten auf dem heutigen Wcchenmarkt: Butter 140 bis 150, Matte 30 biS 35, Wirsing 12 bis 20, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 12 biS 20, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 25 bis 40, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20, Rosenkohl 40 bis 45, Feldsalat 120 bis 200; Zwiebeln 10 bis 20, Meerrettich 35 biS 60, Schwarzwurzeln 35 bis 50, Kartoffeln 6, Aepfel 15 biS 30, B.rnen 10 bis 25, Russe 60, Honig 50. junge Hahnen 100 biS 120, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund; Käse 10 Stück 60 bi« 140 Vf.: Eier 17 bis 18, Blumenkohl 80 bi« 150. Lauch 5 bis 15, Retttch 10 bis 15, Gelierte 20 bis 40 Ps. daS Stück. Äornotizcn. — T a g e S t a l e n D e r für D ienStag, Stadttheater: 7Vt üfjr, „Boccaccio" (Ende gegen 10 älhr). — Bezirksverband Gießen des Hess, Vaterländischen Blocks: 8 Ahr, Kath. DeretnS- haus, Reichsgründungsseier. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ^Bismarck", 2. Teil. — Astocia- Lichtspiele: .Sumpf und Moral". — Reichsgründungsseier. SS sei nochmals aus die heute abend seitens der vaterländischen Verbände veranstaltete RcichS- gründungsseier hingewiesen, zu der die vaterländisch gesinnte Bevölkerung eingeladen ist — Gießener Konzertverein. Mittwoch, 2. Februar, abends 7.30 Uhr, in der Stadtkirche, zum Gedächtnis an Professor Gustav Trautmann ein deutsches Requiem von Ioh. Brahms. (Siehe gestrige Anzeige.) — Konzerte zum «Besten ber hiesigen Schwesternhäuser vecanstaitet die Klavierschule von Minna Korner am kommenden Samstag und Sonntag. Räheres ist au« der gestrigen Anzeige ersichtlich. — Der Goethe-Bund hat zu seinem nächsten Dichterabend am kommenden Samctag Walter von Molo eingeladen. Der Dichter wird aus feinem Roman „Im ewigen Licht" vor- lesen. Waller von Molo gehört bekanntlich dem Arbeitsauöschuß der jüngst gegründeten Sektion für Dichtkunst der Akademie der Künste an. (Siehe heutige Anzeige.) *• Eine öffentlich« Stadtverord- neten-Sihung findet am Freitag dieser Woche im Sitzungssaale der Stadtverordnelen. Stadthaus Bergstraße, statt. Di« Tagesordnung wird noch mitgeteilt. ’• Militärische Winterübung. Da« hiesige Bataillon 15. 3ns.-R«gt. wird heute, Dienstag, nachmittag zu einer Winterübung in Gemeinschaft mit den Garnisonen Marburg, Kassel und Göttingen auSrücken. Die Hebung findet in ber Gegend von Wabern statt. Das !'**n f-rei|e r,j' - 1926 Öe&en IM t M 3u «„eelb«iw DÄtz Jw in 7 ™ ®y«'5 Zd« in«. '"nL"KL *«• Witali. $ne” di» ,?.6'1 Dor. 9 ö?t ©cui.^* u[8 nicht?„ N> tu nfl^n toQten l/Ä» Cföt&aw idrunai < «Actine ffte ?,ÄK^ -L 7?L-Ä Uen Scrlutf !n4t teg L--KL- JiafSr taÄ ??K fcrf %% « «aftTJaik )ie Wn.M(flf|tr chiachlung deS einen m- E un den Armen, wurde hweine trat 1626 lehr >g aus. Genaue Zahlen n. da der gesetzlich vor« slicht nur In den wenig« nen wird. ES lann den 'n nicht dringend genua iHre Schweine schutzimpten en empfinMifr Verluste meßet 1(1 blt Seuche , des Rteiiei, v\ den« verendeten. LS lieht je» ge wi iDtit.'T verbrei.et annimmt. Häu'ig mit l Rotlaus aus. Die Le* ersorderl im Verdachts« chligung deS zuständigen damit rechtzci.ig Mast« aelrossen und Impsungen sonnen. Dem Eteroen der ismerlsamleit zu widmen. :be in zwei Danderlchas« St. chenmarktprcisc. m heutigen WcchenmarN; Halle 30 biS 35, Wirsing t g bis 10, Rotkraut 12 0 rote Rüben 10, Spinat abi 8 bis 10, Grünkohl 20, Feldsalat 120 M 2Ö0. Meerrettich 35 btj ft $ 50, Kartosseln 6, 3epM y 25, Rüsse 60, N>fl *• ! 120. Suppenhühner 100 lh. »ZI- io Stuck 60 bi SW ss i rbnnö S» « 8 Är, ^W,, °Hametag am bmm^r Wr llkadeone * [6-) h, GM ; flfllt DdJ -•sSä * &onc$®^ 3ataUIcn marschiert um 3.15 Uhr vvn brr Käsern» ab. bie Abfahrt Don her Verladerampe erfolgt um 5,25 Uhr nachmittags. Die Uebung bei Wabern beginnt am heutigen DienStaa- abend aegen 9 Uhr. sie dauert die aanze Nacht hindurch an und endet voraussichtlich am MiN- wochnachmittag gegen 2 Uhr. Hieraus geh'.6 nach Wabern zurück, wo unsere 15er gegen 5 Uhr verladen werden. Am Mittwochabend um 9 Uhr trifft das Bataillon hier wieder ein. •• Personalien Ernannt wurde der ordentliche Prof. Dr. mcd. vet. Johannes Nörr in Sos a mit Wirkung vorn 1. April 1927 an zum ordentlichen Professor für innere Beterinär- Medizin an der LandeSunivrrsität in Gtehen; der Lehrer Friedrich Dengnagel an der Volksschule zu Burg-Gemünden. Äie.6 AlSselb, zum hauptamtlichen FortbildungSschullehrer an der For'bildungSschule zu Orünbcrg; der Lehrer Hermann Schmidt an der Volksschule zu Obrr- Mo--s. Kreis Lau'.erbach, zum hauptamtl chen Zortbildunguschullchrer an der Fortbildungsschule zu (Grebenhain. Kre.s Lauterbach, und Umgegend: die Lehrerin Amalie Stroh zu (Sieben zur hauptamtlichen Fvrtb ldungSsch 'chrerin an der MLdche sor b ldungsschule daselbst: der Schul- am Sanwürter Hans 2mig auS w.ehen zum Lehrer an der Volksschule zu SIbcnfiabt. Kreis Friedberg: b r provisorische DtplomhanbelSlehrer Nikolaus Rück zu D eben zum Diplomhondels- lehrer an der kaufmännischen Abteilung der Fvrt- bildungS'chule daselbst. •• DtrigentenkursuS In Dieben. Der Hessische Sängerbund veranstaltet am 5. und 6. Februar in Sieben einen Dirigenten- turfui. 5)k Teilnahme ist unentgeltlich. Quartier wird vermittelt. Näher«- in der heutigen Anzeige. •• Daraüsindungen an bedürftige Personen, die ihr Ne chSnolop'er in Kriegsanleihe entrichtet haben, betrifft eine Bekanntmachung der F . an^ämter unseres Bezirks im heutigen 2l-aeite.iteiL Interessenten seien daraus besonder- hingewielen. • S i n Autounfall ereignete sich in ber letz.en Nacht gegen 1 Uhr auf bet Land- strabe bei Allendors (Lahn). Dort kam in ber Nähe der Mühle ein Auto inS Schleudern, stürzte, sich mehrmals überschlagend, die Böschung hinunter und wurde stark beschädigt. Don den beiden Ansassen, die auS Dieben stammen, wurde der Fahrer mit Beinquetschungen von dem Krankenauto der Zreiw. Sanitätskolvnne vom Roten Kreuz in Dieben der Chirurgischen Klinik zugesührt. Der andere Mann kam unverletzt davon. 1 Musikoorträge in der Chirurgischen K l i n ik. Am Sonntagvormittog zwischen 10 und 11 Uhr bot der Verein „W anderlust" Gießen mit zwölf sugendlichen Mitgliedern den Insassen der Chirurgischen Klinik musikalische vortröge von Zups- und Streichinstrumenten. Die Pa tienten. die in der Lage waren, das Krankenbett zu verlassen, lauschten mit großer Aufmerksamkeit den zarten Musiktlängen und hielten mit ihrem Beifall nicht zurück. Alle waren von Dankbarkeit erfüllt für die schönen Vorträge der jugendlichen Wanderer. War eo doch für die Patienten eine Stunde der Erholung, in der sie einmal Abwechslung fanden in ihrem täglichen Einerlei. " Das hessische Artillerie-Denkmal. AIS Termin für die Enthüllung deS hessischen Artillerie-DenkmalS in Darmstadt wurde Sonntag. 'S. r>u l t, bestimmt. DaS grobe Tonmodell ist. wie man unS auS Darmstadt Ichreibt, jetzt fast fertig; die Kampseshaltung deS Kanoniers hat gegen die ersten kleinen Entwürfe erheblich an Natürlichkeit der Bewegung gewonnen. Die Geschütztrümmer und die Geschoß- körbe mit den Geschossen werden genau nach Vorbildern nachgebildet, um späteren Geschlechtern naturgetreue Bilder der Feldkanvnen des Weltkrieges mit ihrer Munition und WunitionS- verpackung au geoen. Zu ber EnthüllungSfeier werden Taufende von alten hessischen Artilleristen erwartet. Preußen. Alrcid Wetzlar. —t>— Lützellinden. 24. San. Der hiesige Turnverein, welcher der Deutschen Turner- schaft angeschlossen ist, veranstaltete am Samstag und Sonntag In der Gastwirtschaft von Franse einen wohlgelungenen Theaterabend. Während bke e/te Daranstaltung den Schulkindern und Angehörigen galt, »ar die zweite Veranstaltung für die Qeffenüichle't bestimmt. Beide Abende, di« mit Verlosung bzw. Tanz abgeschlossen wurden, waren sehr stark besucht. flreii Biedenkopf. e» Radheim a. d. Lieber. 24. Jan. Am Samstagabend beging der hiesige Kriegeroer- ein sein Stiftungsfest im vollbesetzten Ben- berschen Saale. Von dem Bruderoerein in Bieber waren zahlreiche Mitglieder erschienen. Nach einem Borspruch de» Kameraden Schmidt hielt der Vorsitzende, Kaufmann C. Höhn, eine Ansprache, in der er auch kur; auf die Dereinsgeschichte einging. Den Höhepunkt des Abend» bildete das vortrefflich aufgesüHrte und sehr beifällig aufgenommene Schau spiel „S ch o l l e und Schwert". Darbietungen des Iungsrauenchors unter Leitung von Lehrer Jäckel, Sologesänge. Deklamationen und inftru- mentale Darbietungen eines Orchester» der Gießener Reichswehrkapelle füllten den weiteren verlaus des Abend» in bester Weise aus. Maingau. WSN. Frankfurt a. W.. 24. San. Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, hat Stadt« rat Dr. Schlotter In feiner Eigenschaft als Dezernent bei ber A r b e l t S z e n t r a l e für Erwerb-beschränkte bei der Negierung in Wiesbaden die förmliche Eröffnung eines Disziplinarverfahrens gegen sich selbst beantragt. Ob die Negierung diesem Ersuchen entspricht, war bisher noch nicht zu erfahren. WSN. Frankfurt a M.. 24. San. Ein Sekretär deS 6 t ä b L BestattungSamteS. bet als Kassierer tätig ist. hat zwei Unterschlagungen im Gesamtbetrag« von 1750 Mk. begangen. D e Qkrunircuu.t c.i wurden lehr bald entdeckt D.e Ang« egenheit ist dem Revi>ionSamt zur we.teren Verfolgung übergeben worden SS bandelt sich um «inen euS dem Sisasi autgemie- l«n«n Beamten, dessen F:au zudem erbi.ndet ist. — Sn letzter Zeit sind in den Frankfurter Vororten und der weheren Umgebung zahlreiche Geflügel di eb stähle verübt worden. So wurden in der Nacht zum 19. Sanuar in Hanau 17 Hühner verschiedener Rassen, in der Nacht zum 13. Sanuar in Vilbel 15 Hühner, am 3. Sanuar in BonameS 12 Hühner und 7 Enten, am 30. Dezember in Ntederursel 6 Hühner und am 18. Dezember in Ecken heirn drei Paare Hühner gestohlen. Es wird vermute:, daß die D'.ebe da- geftoblere Ge lüg«! m Frankiurt veräußert haben. 5»rctS ll'fftcrbnrr,. CO Westerburg, 24. San. Sm Staatswald bei Srmtraut wurden am Donn«.Stag drei Säue ausgespürt und festgemacht. E.n gröbere- Aufgebot von Schützen rückte ihnen alsdann auf den Leib. Nachdem die Schwarzkittel nach groben Anstrengungen au- der schützenden Deckung herausgebracht waren, konnte ein junger Keiler zur Strecke gebracht werden, während b.e beiden anderen in bie Nachbarsag t, entfliehen konnten. Der glückliche Schütze war Schulrat Stählet aus Westerburg. Turnen, Sport und Spiel. Spieloereinigung 1900 Gissten. ..Hessen" Jranfenberg (Clga>—5p. Bgg. 1930 Gießen (Ciga) 1:4 (halvieit 1:1). Lckenoerhältnls 4:6. ö. Die lSl)0-Mannschaft lieferte am Sonntag In Frankenberg ein ausgezeichnetes Spiel, besonder- nach Seitenwechsel. Zunächst war ausgeglichenes Spiel. Trotzdem verschaffte der Halblinke durch schönen Schuh den Giehenern die Führung. Erst kurz vor Halbzeit glich Frankenberg durch Verwandeln eines Elfmeter- auS. Mit 1:1 (EckenverhältniS 3:3) ging es in die Pause. Nach dieser muhte die Frankenberger Mannschaft vor Den Blauweihen kapitulieren, deren bestechend schönes. flachrS Zusammenspiel den Gastgeber ganz aus dem Konzept brachte. Frankenberg wehrte in der höchsten Not mit der Hand. Den dafür verhängten Elfmeterstras- stoh verwandelte der rechte Verteidiger der Gäste unhaltbar. Ein prachtvoller Alleingang deS Mittelstürmers. alle Gegner umspielend und dann den Ball uneigennützig dem Halbrechten überlassend, ergab durch letzteren den 3. Treffer für 1920. Auf eine Flanke von linlS fiel durch den Nechtsauhen durch Kopfball das 4. Tor zugunsten der Giehenet. Als nunmehr noch ein Spieler ZrankenbergS wegen ülnsportlichkeit vom Spielfeld verwiesen wurde, klappte die Mannschaft deS Plahvereins vollständic, zusammen. Ein weitere- Tor wurde wegen Abseits nicht gegeben, eins verhinderte di« Querlatte, während unzählige Schüsse darüber und daneben gingen, oder In den Armen des sicheren Torhüter- endeten. Mit diesem Sieg errang 1900 wiederum den zweiten Platz in der Tabelle. Heuchelheim. V.f.B.-Kurhessen 05 Marburg ll — Vpd.1920 Heuchelheim I 1:1. ck. Sonntag weite die 1. Mann sch. des Spv. 1920 Heuchelheim zum fälligen Nückspiel (Ge- sellschaftSsp el beim B. f. B. Kurhe'sen 05 in Marburg. Heuchelheim gelang es, trotz zwei Mann Ersatz ein unentschiedenes Resultat (1:1) herauS- zuholen. Heuchelheim stellt augenblicklich eine recht spielstarke Mannschaft, die mit den besten Hoffnungen in die zweite Nun de der BerbandS- spiele geht. Die Zweite Heuchelheim spielte vorher gegen die dritte vom V. f. 2. - Kurhessen 05. Mit nur 10 Mann angetreten, muhte sie eine knappe 2:1 Niederlage einstecken. Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund. Frei« lumerfdjafl Heuchelheim. £ Am Sonntag hatte Heuchelheim wieder einmal einen Gegner aus Dem eigenen Bezirk als Gast, dem gegenüber «s seine Ueberfegenbeit etwas reichlich hoch zum Ausdruck brachte. Der Platzverein stellte sich komplett. W i e s e ck muhte ohne seine ausgezeichnete Verteidigung antreten. Dieser Umstand drückte dem Spiel den Stempel aus, denn der Mannschaft fehlte dadurch der erforderliche Rück- halt. Zudem erlitt der Tormann Wicsecks bald nach Spielbeginn einen Unfall, der ihn in der Folge stark in seiner Beweglichkeit hinderte. Bis zur Paule führte Heuchelheim 3:0, darunter ein einwandfreies Abseitstor und ein verwandelter Handelfmeter. Vach dem Seitenwechsel spielte Heuchelheim energischer, mit dem Erfolg, vier weitere Tore zu erzielen. Die hohe Niederlage Wiefecks ist auf da» mitunter recht hilflose Schuhtrio zu setzen. Ein wesentlich anderes Bild bot das Spiel der Jugendmann schäften Wiesecks und 5) e u ch e l h e i m s, in dem die technisck>e Ueber- legeni-eit der Wiesecker Juaend augenfällig in Erscheinung trat. Wenn die Heuchelheimer bas Spiel trotzdem mit 2:2 remis gestalten konnten, so verdanken sie dies einem fabelhaften Glück. Jrcle Turn erschuft Gießen. Nichts Gutes ahnenb, hatte Gießen seine ld- Mannschaft zur Hälfte mit Spielern au» der ersten Mannschaft verstärkt, aber auch diese Vorsicht nützte nicht olel. Naunheim ist eben eine Mannschaft mit sehr gutem spielerischen Können, die sich aus eigenem Platz ganz besonders schwer schlagen läßt. Mit 4:1 mußten sich Die Gießener geschlagen bekennen. Die Gießener Jugend hatte auf eigenem Platz Driedorf 1 zu Gast, welcher nur mit neun Mann antrat. Die Westerwälder mußten die technische Ueberlegcnheit ihres Gegners bei einem 9:0- Refultat anerkennen. Die Fustballergebnisie vom Sonntag. Main-Dezirk. Fußballsportverein Frankfurt — Tennis-Do- rufsia Berlin 2:2. Eintracht Frankfurt — Stuttgarter Kickers 2:4. Union Niederrad — Rot-Weiß Frankfurt 2:3. v. f. R. Neu-Isenburg — F. D. Fechenheim 6:5. Bayern. 6. 23. 1860 — Bayern München 5:2. ASD. Nürnberg — Wacker München 0:2. 23. f. 9t. Fürth — F. C. Fürth 0:2. Dürttemberg-vaden. Freiburger F. C. — S. C. Freiburg 4:3. Stuttgarter S. C. — D. f. B. Stuttgart 1:3. Union Bückingen — V. f. R. Heilbronn 0:0. Karlsruher F. D. — Phönix Karlsruhe 9:2. Kheinbezirk. 3m Rheinbezirk fiel die Entscheidung um die Meisterschaft. Der 23. f. L. Neckarau besiegte Phönix Ludwigshafen 7:1 und sicherte sich dadurch ein- drucksvoll die diesjährige Meisterschaft des Bezirks Rhein. D. f. L. Neckarau — Phönix Ludwigshafen 7:1. 1903 Ludwigshafen — S. v. Mannhcim-Wald- hos 6:2. v. f. R. Mannheim — F. L. Speyer 4.< F. C. Pirmasens — Sp. vg. Sandhofen 6:0. Rheinhessen-Saar. 3m Bezirk Rheinhessen-Saar ist setzt nach hartem Kamps die Entscheidung um die Meisterschaft gefallen. Der Sportverein Mainz 05 hat sich durch seinen Sie« gegen Alemannia Dorrn» und durch die Niederlage von Wonnatia Wann» in Saarbrücken die Meisterschaft gesichert. F. 23. Saarbrücken — Wormatia Worms 6:1. Alemannia Worin» — F. S. v 05 Mainz 0:L Borussia Neunkirchen — S. v. Wiesbaden ^:O. Berliner JufjboQ.^ 3n den Derbandsspielen des Sonntags blieben die Favoriten für die Meisterschaft weiter siegreich. Die Ergebnisie waren: Henha B S. C.— Meteor 06 8:1; Wacker 04 — Preußen 6:6; Potsdamer Sport- Union — Polizei 6.23. 3:0. 1. F. C. Neukölln — S. C. C 4:0; lasmania — Union 92 6:1; Minerva 93 — vorwärts 90 3:1; Abt. B: Schöneberger Kicker» — Union Ob. 3:2; Spandauer S. 93. — Norden-Nordwest 5:2; Viktoria — B S. V. 92 5:1. Der westdeutsche Fußball (ab am Sonntag in den Ausscheidungsspielen den Nheinbezirks-Gruppenmeister Kölner C. f. R. mit 5:0 über Odenkirchen 07; ß. 23. Ncuendors mit 3:2 gegen Sülz 07 siegreich. 3m Bergisch Märkischen Be- sirk schlug Fortuna Düsieldors den S. C. eonnborn 2:1; 23. s. L. Denrath tonnte gegen Düsieldori 04 nur 1:1 spielen. 3m Niederrheinbezirk siegten Duisburger 6.23. mit 3:0 gegen Duisburg 99; Union Krefeld mit 3:1 gegen Osterfeld, Duisburg 08 mit 3:1 gegen S. v. Weiderich. 3m Ruhrbezirk schlug Schwarz.Weih Essen die Preußen 6 2, in Westfalen Arminia Bielefeld den v. f. K. Hamm 5:1. 3n Sud- Westfalen blieb Hagen 05 4:0-6ieger gegen Hagen 72, während Sportfreunde Siegen gegen Plettenberg 2:4 unterlagen. Kassel 03 und Sport Kassel spielten In H e s s e n - H a n n o o e r 1:1; Sp. vg. Kassel — Einbeck 9:2; Göttingen 05 — Sp. vg. Münden 5:4. Der Deutsche Fußballmeister In Dresden. Am Sonntag weilte die Spielvereinigung Fürth in Dresden, um gegen den Mitteldeutschen Meister Dresdener Sportklub ein Gesellschaftsspiel zu liefern. Die Gäste aus der Fußballhochburg Nürnberg-Fürth zeigten ein ganz hervorragende» Spiel, das sie in der ersten Halbzeit mit drei Toren In Front sah, während die Dresdener leer ausgingen. Nach der Pause konnte Dresden durch großen Eifer zwei Tore ausholen, mußte sich aber durch ein viertes Tor des Internationalen Mittelstürmers Sei ber er mit 4:2 geschlagen bekennen. Handball Kassel - We1z!ar. 3n dem Handballspiel Kurhesien-Pollzel Kastel gegen F. C. 05-Polizel Wetzlar am Sonntag siegte ersterer mit 3:2. Skimeisterschast von Thüringen. vl>. 3n Lauscha in Thüringen wurde am Sonntag bei prächtigem Schneelaufwetter die Meifterschast de4 T^ürinaischen Wintersport-Verbandes auSgetragen, die sich diesmal wieder Kröckel-ÄeuhauS mit der Note 16275 holte. Der zusammengesetzte Laus um die Meisterschaft brachte folgende Crgebnisf«: 1. O. Wahl- Zetla- MehliS Note 16,250 ; 2. Srich Necknagel Note 14,736. Den weitest gestandenen Sprung vollführten Frank-Bock und Teich mit 40 Meter aus. Die beste Zeit deS TageS im Langlauf erzielte Otto Wahl, der die 18 Kilometer lange Strecke In 1:13:24 beendete. Lcrder ereignete sich hierbei ein bedaur- licher Unfall Der Läufer Eberhard- Neu- hauS kam bei der Abfahrt so unglücklich zu Fall, daß er an den Folgen eines SchÄdel- bruches kurz darauf verstarb. Oberharzer Meisterschaft im Skilauf. Ungezählte Zuschauermengen zogen schon am frühen Sonntag vormittag den Wurmberg hinauf, um dem großen Sprunglauf deS Oberhar^r SkiklubS beizuwohnen. Vormittags leiteten 3ungmannen aus Braunlage usw. den Wettbewerb ein und zeigten fich mit Sprüngen von 30 Meter ihren älteren Kameraden würdig. Um die Meisterschaft sprangen in drei Gängen 23 Bewerber, von denen man Sprünge von 38' ?, 41 und 42'/, Meter sah. Der Norweger Sverre-3enf«n bot die Bestleistung. Leider nahm er an dem Langlauf, der Bedingung für die Meisterschaft war, nicht teil. Wilhelm K u e r t stand sicher drei Sprünge von 35 , 35' und 37'/• m und errang damit im Verein mit seiner ausgezeichneten Leistung im Lanalauf am Freitag zum dritten Male die Meisterschaft vom Oberharz. 3n dem Konkursverfahren über da- Vermögen der Firma Mar Baer Nachf. und deren Inhaber S. Bensinger in Drehen soll eine weitere Abschlagsver- lellung erfolgen. Dazu sind Mk. 11381,79 verlügbar. Zu berücksichtigen sind Mark Z53?9,22 nicht bevorrechtigte Forderungen ober 15 /,. DaS Verzeichnis der zu berücksichtigenden Forderungen lann auf der Verichisschreiberei deS Hessischen Amtsgerichtes Gießen eingefeben werden Gießen, den 24. Januar 1927. Hch. Friedrich Konkursverwalter. 772D holzversteitzekimg. ” SamStag, den 29. dS. Mts. von morgens 10 Uhr an sollen in der Wirtschaft Sarder zu Odenhausen au» dem Gemeindewald von Otzenhausen folgende ^olzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: a) Nutzholz. 12 Fichtenstämme von insgesamt 2,15 fm 27 Fichtenstangen 1. ftl. 123 F schienst an-'en II. Kl. 370 Fichtenstangen III. fll. 40 Fichtenstangen IV. Kl. b) Brennholz. 252 rm Buchenschelt 168 rm Vuchenknüppel 860 rm Buchenreiier 235 rm gemischte 91 eifer Da- Rutzhol; kommt zuerst zur Ser- steigerung. Tas Holz liegt in den Distrikten 1, 2, 3a, 4b, 4c, 6, 7, 8a und 9a. Tie Zahlungsbedingungen werden tm Termin betanntgegebcn. 756D Krofdorf, den 24. Januar 1927. Ter Bürgermeister holz-Versteigerung. Donnerstag, den 27. Januar 1927, von vormittags 9' , Ahr an, sollen in dem Anneröder Gemeindewald in den Abteilungen 2Oa, 23b und 26a folgendes Holz versteigert werben: Nutzholz. 229 Stück Fichten-Derbstangen I. Kl. 18,65 Fstm. 167 Siück Fichten-Derbstongen 2. Kl. 6.77 Fstm. 107 Stück Fichten-NeiS- Rangen 1,99 Fstm. Brennholz. 46 Nm. Kiefernscheit. 55,6 Nm. Kiefernknüppel. 7,3 Nm. Fichtenknüppei. 6 Nm. Flchtenknüppelreisig. 680 Stuck Kiefern- wellen. 25,7 Nm. Kieiernstöcke. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Straße, Kreuzpunkt der KreiSstrahe Annerod-Grohen-Buseck. Annerod, den 22. Januar 1927. Hessisch« Bürgermeisterei Annerod ______________Horn.___________717D Berichtigung. 3n der Anzeige bezüglich der Holzversteigerung am 27. Januar 1927 ist ein Versehen unterlaufen,e8 muß nicht 362Rm. Kielern-Stock, sondern 99 Nm. Kiefern- Stock heihen Allendorf a. d. Lda.. 24. Januar 1927. Hesi. Dürgecmeisterei Allendort a.d.Lumda _______________Rein.______________ Zagdverpachtung. Tonnerstag, den 27. Januar 1927, nachmittags 2 Uhr, soll die der Gemeinde Ruttershausen zustehende Jagd auf ber alten Schule auf weitere 6 Jahren verpachtet werden. 759D Ruttershausen, den 25. Januar 1927. Bürgermeisterei: Schwarz. flinöcrfränlrin ober KiickWrtmi» für nachmittags von 1-7 Uhr au AiDCi Slinbetn gesucht. Borzuft. Molike- strafte 20 ll. |7R10 Gesucht In herrfchasil Haushalt etfabreneo Mädchen das lochen u Miuber mit Vleoe »uverlalsis beaulfidniflen kann, «yuier Vobn. Borstg. zw. 2 u. 4 Uhr ltll* Mrdorgec Str. 13 o. Heller, nioöffira rnttguienZeugnlsien und «ochkennintsien lucht »nm I. Febr. 27 gute Stellung für ganz ob f. «agSlider. Lchr. Angeb. u. 0541 an b toten An», erb. Holzsnbmission. Montag, den 31. Januar 1927 vormittag- 11 Uhr, werden auS den Waldungen der Gemeinde DVendors-Lumda. Distrikt .3m Thal" und .Slrettkvppel" (Forstwanei II), folgende Holzfortirnente in Submission vergeben: 2 Fichtensiämme mit 2,39 Fstm. 3. Kl. 10 , . 10,48 . 4. . 31 . . 22,76 . 5a . 48 . . 11,12 . 5b. Kiefernstämme: 2 6t mit 1,37 Fstm. 2. Kl. Schnittst., 3 St. mit 3,66 Fstm. 2. Kl.. 3ö St. mit 27,66 Fstm., 110 St. mit 74.37 Fstm. 4. Kl., 439 St. nut 177,73 Fstm 5. Kl. u. 590 6t mit 107.35 Fstm. Grubenholz Angebote sind sortiment- und klasien- weise biS zum Termin pro Festmeter bei diel. Bürgermeisterei einzuretchen. An- geböte mit zusammengezogenen Klasien oder Bemerkungen und Vorbehalte versehen, bleiben unberücksichtigt. DaS Holz wird auf Wunsch von Förster 6imon zu Treis - Lumda vorgezeigt. Vorhenge Besichtigung des HolzeS wird empfohlen, da spätere Nekla- mahoneu nicht berücksichtigt werden. Das Holz >st mit Nind<5 gemessen und ist entrindet. Die DerkaufSbedingungen liegen auf hiesiger Bürgermeisterei offen und werden im Termin nochmals bekannt gemacht. Allendorf • Lumda, 23. Januar 1927. Hesi. Bürgermeisterei Allendorf »Lumda Nein. 729D BESTE GESCHÄFTSREKLAME IST STETS EIN INSERAT IM GIESSENER ANZEIGER Bom 1. April 1927 ab find für jeben Fernsprech-Hauptanschluß in Großen-Du- seck nach § 16, I I Absatz 4 der Fernsprechordnung vom 21. Juni 1924 monatlich mindestens die toebuhrcn für 30 Ortsgespräche, also 4 JfJC 50 Pf. zu entrichten. Die Teilnehmer sind berechtigt, ihre An- schlüssc bis zum 28. Februar auf den 31. März zu kündigen. 761D Darmstadt, 22. Januar 1927. Oberpostbirektion. | Vermietungen | 5-6 -Zimmerwohnung am liebst, oarierre, bnlöiah au mieten gesucht neuen andern. Abstnoung. Schrilrl Angeb. um 0Z30 an den toten. An», erb ilöbl. Zimmer UeiAbar, mir elefrr Licht a oernL ,,, Marktvlay 17 ifl | Mietgesuche | 8-10=5immer Wohnung gesucht. Tauschwohnung »orbanben i7 Zimmer mit tiab und Mansarbent Echrtttl Angebote unicr U4M an den (Wien. Hin. eroeten Weitete» finberlofcfl Ehepaar lucht beimiagnabmeireie Wohnuua 3 Slmner mit KM ob. 2 pr. 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Moll und Angehörige. 3 Jahre verteilt nur Im 2 U JUier gL(,4bQ=|onF°liht vcriamm ung am 2V. Ian. 1987, avdS. 8'/, Ubr, l«aft- boi Hindenburg. Becheigerun und eventuell I aus beuttner Pfund 0.32, Wir betrauern den Tod unseres lieben Ehrenphilisters Eduard Scriba W Entschl für Arbeit und n Hals bei Verschleimung, bei Heiserkeit. Bon Dr. \ >4 in 8uk| ßg”P* oiel P^'bejrachtitsc m dir fidle 5 über dar ( votoien. $alii(fae Ster Jbii!5alrn,r£roncn- Dr°gcrle, Gebr. Michel Wilhelm Römer III. Witwe, Heuchelheim; und wo Plakate sichtbar. Familie Justus Frank Lollar, den 25. Januar 1927. (L 82, E 84, Gi. 02) ev.-luth. Pfarrer zu Wetterfeld Cafe Ernst Ludwig Samstag, den 29. Jan., 8 Uhr: Karnevalistischer Abend Als Gast Herr C. Hermann Hauth aus Mainz mit seinen kamevalistisch.Vorträgen TANZ Auch Kostüme u.Masken sind gestattet Operettenabend mit verstärkter Hauskapelle 7 Herren Todes-Anzeige. (Statt besonderer Anzeige.) Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute vormittag Vf2 Uhr unseren lieben Vater, Schwiegervater und Großvater Albert Beuermann im Alter von 75 Jahren in die Ewigkeit zu sich zu nehmen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Reinheimer. Odenhausen, den 24. Januar 1927. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch, den 26. Januar, p dulden ii ,1jli^trn fdjönfie Danksagung. Für die vielen Beweise innigerTeilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Kaufmann sucht 3-5« Bll. nenen bobe Lerzm- fuMfl oder Gewinn- beteilinunflAu leiben Sicherheit kann eutl. aestelll werden Schr- Angeb. um. 0531 an den Gteh. Anz. erb. Paket 40 Pf., Dose 90 Pf. Zu haben bei: Pelikan-Apotheke, E. Dornbcr- Gießsn / Seltersweg 91 _______ 764a Bekanntmnchnng über Gewährung von Barabfindungen an bedürftige Personen, die ihr Reichsnotopfer in Kriegsanleihe entrichtet haben. Der Reichsmimfter der Finanzen ist er- mächtlgt worden, an beoürftige Personen für das von ihnen seinerzeit in Kriegsanleihe entrichtete und noch nicht erstattete ReichsnotopferBarabfindungenzu gewähren. UMKlMMO Babnhofstr. L7 Iernipr. 1631 765a unb mit welchen In Kriegsanleihe entrich. teten Betragen die einzelnen Personen in Frage kommen, werden zur Stellung eines Arbeitsvergebung. Für Gut Neuhof in Gemarkung Leih- gestern sollen LamSlag, den 29. Januar 1927, vormittags 10 Uhr, auf unserem Amt Drainagcarbciien zu 1444,80 Mark veranschlagtem zwei Losen vergeben werde. Die Verdingungsunterlagen liegen bei uns offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, post- frei bis zum Eröffnungstermin einzu- reichen find. Zuschlagsfrist 8 Tage. 760D Gießen, den 22. Januar 1927. Hessisches Kulturbauamt: ______ H. Steinbach Danksagung! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Maria Hahn nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranz u. Blumenspenden, für die trostreichen Worte de» Herrn Pfarrers, sowie allen denjenigen, die unsre liebe Entschlafene während ihrer Krankheit mit milden Gaben unterstützt und erfreut haben, »agen wir nn»em herzlichsten Dank. Familie Wilh. Nesseldreher. Die Beerdigung findet Mittwochnachmittag 4 Uhr vom Sterbehause aus statt Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. netto 5 Pfund 1.50. Rollmops Bismarckberinge Dole O.9o Lardinco und Vratberinge die Dose O.b5. Sauerkraut 6o»f«in. selbst eingemacht 0.15 Apfelsinen feinste voll- saftige Arfidjte. daSDvd. 1.80, 1.50, 1.20 und 0.90. Der Gießener Wingolf I. N. u. A.: <2//? F. Dietrich X MiMWiVW mit allem Zubehör in Neubau gegen Baudarlehen preiswert zu vermieten. Darlehen wird d. Hypothekeintragung gesichert. Schrift!. Angebote unt. 736D an den Gießener Anzeiger erbeten. Mittwoch früh 9 Uhr etntreffenb: Prima Schellfische im Ausschnitt Pfund 0.65 Feinste Nordiee-Lchellfischc ca. bpiünbifl, Pfund 0.40 ff. Cabliau o.5lopf Piund 0.35, tut Aufschnitt Pfund 0.40 Pa. Seelachs o.St. Pfund 0.30, im Ausschnitt Pfund 0.35 ttzoldbarich o.Kopf Pfund O.sv Grüne Heringe Pfund 0.24, 8 Piund 0.70 Frische Fiich ttotclettS Pfund 0.40 und 0.45 Bücklinge Danksagung. FGr die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgang unsrer lieben Entschlafenen Frau Johannette Hollmann Witwe sagen herzlichen Dank ans Bsrlln-Zsklendor! liest aus eigenen Werken. 740c Mitglieder Eintritt trof, rote Karten. — Hlchtmligllerier Karten zu Mk. 2.— und 2.50, Vorverkauf Challier. Stud.-Karten zu Mk. 1.— bei Herrn Sekretär Ritter Saalbau Sauer Morgen Mittwoch Großer Kappenabend OT Eintritt frei! *W Für Stimmung sorgt meine beliebte Hauskapelle. 0538 Bis 4 Uhr nachts geöffnet! Tabakwaren-Branche gut eingeführt, wird zum Verkauf von JO B-Zigaretten papier gewacht. l.udwigGuthelm. Frankfurt M. Zeil 9L — General-Vertreter der Job- Ziznretteu-Papierfabrik in Toulouse Kaisers Brust- Caramslien mit den „3 Tannen" helfen hier. Wie listig, wie quälend ist der Husten, wie rr»f4hrliok «4». IZ____Li____* _ , . . ' Morgen Mittwochabend 8 Uhr Großer Kräftiger Mer-Milel gewandt im Pavierzäblen IBuchvtnderi. sofort gesucht. Näheres In der Geschäftsstelle des Gichener Anzeigers. 741D Eiwerbsunfähige oder am 31. Dez. 1926 mindestens 60 Jahre alte Perwnen, die auf dasReichsnotopfer Kriegsanleihe hingegeben und hierfür eine Erstattung in Kriegsanleihe oder Ankeiheavlöfungsschuld nicht oder nur ZU einem Teil erhalten haben, wenn nach der letzten Veranlagung ihr Vermögen nicht niehr als 1 ) 000 NM. und ihr Einkommen nicht mehr als 3000 NM. betrug Die Anträge sind spätestens bis zum 31. März 1927 bei dem Finanzamt einzureichen, das für die (Einkommen- und Der- Mögenssteuerveranlagung Oes Antragstellers zuständig ist. Sollte bereits ein Antrag gestellt oder abgelehnt sein, so ist auf Grund dieser Bekanntmachung ein neuer Antrag einzureichen. (Es empfiehlt sich, im Autrage die Finanzkasse anzugeben, an die das Not- opfcr gezahlt ist. Vordrucke für den Antrag sind beim Finanzamt erhältlich. Die Entscheidung, ob und welche Barbeträge ausgezahlt werden können, wird später getroffen «"»rben. Dietzen, T Grünberg, Hungen ben 24. Uunuar 1927. Die Finanzämter. Dirigentenkursus in Biegen am 5. und 6. Februar 1927 Beginn: Samstag nachmittag 3 Uhr im Postkeller. Meldungen wegen Freiquartier bei Sangesbrüdern bis zum 3O.d.M. an den Provinzialoorsitzenden, Herrn F. Gengnagel in Grünberg. (Sonstige Kurse können diesen Winter in der Provinz nicht stattfinden.) ------ ------------------- 7480 Statt jeder besonderen Anzeige. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute früh 8'/, Uhr meinen innigstgehebten Mann, unseren treubesorgten Vater Herrn Fabrikdirektor Dr.Wilhelm Megerle nach kurzer Krankheit im Alter von 52 Jahren ins Jenseits abzurufen. Um stille Teilnahme bitten im Namen aller Hinterbliebenen in tiefster Trauer: Frau Frieda Megerle geb. Rapp und Kinder Wally und Antonie. Stadttheater Mittwock,2v. Jan. LS.Mlw0lVAd.LkN. o. 7*, b. mich 10 Uhr Mills. Tragödie in 5 Auf- zügen(7Bildern»von Hebbel. M« Vrennholzverfteigerung. Freitag, den 28. Januar 1927, werden in der willschen Wirtschaft zu Treis an der Lumda von 9 Uhr an aus den Staats« walddiftrikten Hege und Scheid versteigert: Scheiter rm: 131 Buche, 30 Eiche, 2 Sie« [er; Knüppel rm: 96 Buche, 54 Eiche, 41 Kiefer, 8 sichte: knüppclreisig rm: 4 Kiefer: gew. Reisig rm: 212 Buche, 165 Eiche, 10 Fichte: Stöcke rm: 41 Buche, 18 Eiche, 9 Kiefer, 17 Fichte. Auskunft erteilen: Herr Förster Bing 3U Treis a. d. Ldo. und das Forstamt. Tieften, den 20. Januar 1927. Hessisches Forstamt (Ziehen. 3 Läuferschweine »u verkaufen. 0520 LöderS Hoi 5. (£i:i neues Ehaiselougue 1 wenig flebr. Diwan, fluic eigene Werkstattarbeit, sehr billig abzngeb. 735D Franz Bock. Licvlgstrane 93. D. n. O. A. V. Sektion Gießen LamStag, 29. 1„ nhenö6 8 15 Ubr, iin blrosteu Höeiaal des VorlemugSge« bäudeö. Vubtut.v »ratze 23 11. Ltvck. Lrchtbilder- vortrag des Herrn Univ.» Proieff Dr v. Nie- belobera >i)nn - brück' TbeD Das Gebirge Peter d. Gr. (Zentralasien). Taste aus allen alvin Inicielfintcn Streifen mtU.oinmcn. VerkchrS-Vcret» e. P. (S etzcu. Ter Eniwurf für eine neue Satzung über dessen Annahme m der demnächst sta lsindenden Iah- reS-Ha»piversamm- lunn Beschlutz gesaht weiden soll, lieg, in unserer Geschäftsstelle, SefteröwegiS iTorhänScheni zur Einsichtnahme auf. Etwaige Abänderung: vorichlaae Idie neu bon aüneoeben lucibeik Gleich^eing bitten wir uns Mitglieder, ben Borirag b. tyiaucnöeicinö o. No cn MiefiA f Deutsche Ueberlce, der am Donnerstag, 27 1., in ö. Aula bet Unioctf. stausinboi,recht zahlreich zu besuchen. 743D Der Vorstand. ^Verschiedenes) Nachhilfe iür 13jahr. Mädel, Via-, gesucht. Schr. Anfragen unt. 0535 an den Gietz. Anz Statt Karten Danksagung. Für die zahlreich n BeweiseherzlichsterTeünahme bei dem Heimgnn unseres lieben Verschiedenen sagen wir auf diesem Wege unsern allerberzlich- sten Dank. | Kaufgesuche Eeül. AllMh 100 kg, 1 Feldsebmie- de z. kauf. ges. Schr. An geb. mit Preis u. 0542 an ben G. 91m, lu Zentner gu:es Heu ah kauten gesucht. Ooon.'Dlatburner ©traue 40. 0537 tiiöertroni. Nächste -”C SimfiiiiKie Donnerstag. Rflhn Kreuz. Wir machen unsere Mtiglieber auf den am 27. b. 'Ul, nbbb. 8 Uhr ftatifinöenben Vortrag des Ma- ioiS flöht tiber: „Des IBupöeiloüö Hnanöü“ besonders aufmerksam und Innen um icdn zahlreichen Beft.ch. 737 D V. f. B. Wir machen untere Mtiglieber darauf aufmerksam, bau die unierin 8. bS. MiS. stbetsandten Einla- dungöllsiennunme. r bis zum 1. Fevr L I. bet Mitglied Henkel einzureicheu sind. 9lut mituinlnbiinflS- larlen versehene Gäste erhalten Ein- lagkarteuinbenBor- Verkaufsstellen. 7MD Ter Vorstand. D. O. B. Die 'Mitglieder werden aut Den Donnerstag, den 27. L, s Ubr abends, in der g rotzen Aula der Universität statt- findenden Vor:rag deS H. Viajor Höbt über ^Das und erlaub Mliinnba" aufmerksam gemacht. Eintrittspreis 50 Pf. Um Zahlreichen Besuch wird gebeten. Qrtögruvvc 743D (üicHcn. im Feitzaal des frlheren Boten Einhorn (Klrcaenplatz). Walter von Molo Nr. 20 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, 25. Zanuar 1927 Kanossa. Sine Erinnerung an den 25. bis 28. Januar 1077. Don Alberi Raetz. 850 Jahre sind vergangen, seil daS gewaltige Hingen zwischen dem mittelalterlichen Papst- und Kaisertum in Heinrich» IV. Kirchenbuhe zu Äa- noffa seinen berühmten Gipfelpunkt sand. Wie fommt es zu dieser Entwicklung? Roch Heinrichs Vater, Heinrich HL, ist einer der machtvollsten deutschen Kaiser. Die deutschen • Fürsten sind sest In seiner Hand: seine Ober- । Herrschaft über daS Papsttum wird allgemein anerkannt. Zu früh stirbt er. Seine Witwe 2lgnes. die für ihren sechsjährigen Sohn Heinrich t».e vormundschaftliche Regierung übernimmt, ist i )rer schwieriaen Ausgabe nicht gewachsen, linier IJr erstarkt die von Heinrich III. niedergehaltene Bistliche und weltliche Fürstenmacht wieder. Erz- schof Anno von Köln raubt der Mutter dm i Lohn: von ihm, später vom Erzbischof Adalbert von Bremen wird der junge Heinrich erlogen; mit 15 Jahren wird er mündig gesprochen. Den -rstrn zehn 3ahren feiner Regierung geben feine -kämpfe mit dm Sachsen daS Gepräge. 3hr wech- lvoller Verlaus findet durch deS jungen Kaisers ; Fänzmdm Sieg bei Hohenburg an der Unstrut ! in Jahre 1075 seinen Abschluß. Rach dieser Schlacht ist Heinrich IV. Herr in Deutschland und ’ürebt nach der Wiedererlangung der Macht- (Teilung seines Vaters: die Fürsten dagegen sürch- lm die V^ieterlehr der Tage Heinrichs III. Dm ersehnten Vorwand, von Heinrich abzu- •idlm, bringt ihnen Heinrichs Kamps mit dem Tapst- Seit 1073 hat Gregor VII. dm päpstlichm Stuhl inne, nachdem er schon vertrauter Berater Mner vier Vorgänger gerne kn ist. Ec ist eine ^--deutende Per'onlichkeit, klug, zielbewuht, von ,-ferner Energie. Der toskanische Bauernsohn Hildebrand ist einst Mönch in dem burgundischen Rotter ttlugnt) getoefm und hat es sich zum Htel gesetzt, die cluniacmsischm Reformen burch- » führen. Er gebietet durch Edikte die Ehelosig- hrit der Priester, daS Eölibat, und verbietet dm Maus geistlicher Aeinter. die Simonie. Darüber h nauS strebt er nach Beugung der Kaifermacht i' ater die päpstliche Gewalt, nach der päpstlichen Ulniversalherrschast. 3m 3ahre 1075 beginnt er b*n Kamps gegen Heinrich IV., indem er das Verbot der öaim-3nt>eftltur erläßt. Der Kaller tarf danach also nicht mehr die Bischöfe einseyen. Oie gelstlichm Fürsten in Deutschland haben ba- imals aber gleichzeitig die weltliche H-errschast iKber mindestens ein Drittel des Reichsbodens i: ne. Heinrich IV. ist nicht gewillt, sich durch , fcen Papst die Verfügung über ein Drittel des KelchcS entziehen zu lassm, und nimmt den € >i:mps auf. Als Gregor ihm ein anmaßendes SHreiben schickt und die römische Synode ihn Bugen Simonie vor chr Forum lädt, ruft er die deutschen Bischöfe zu einer deutschen Synode noch WormS zusammm, auf der Gregor für iTgcseyt erklärt wird. Als Antwort schleudert Gregor auf der W ^astenfynote in Rom im 3ahre 1076 dm Dann- tLuhl gegen Heinrich und alle Mitglieder der Dormser Synode, erklärt dm Kaiser für abgehetzt und entbindet alle seine llntertanm „fraft ipostollscher Vollmacht" von Eid und Gehorsam. , ist der erste Fall der Bannung eines Kaisers ! lunch einen Papst, und bald zeigt es sich, wie fc nLchtig und verwirrend diese durch dm Miß- t. >rmch noch nicht abgestumpste geistige Waffe auf T tl« Gemüter wirkt. Die deutschen Fürsten erheben ff sich gegen Heinriche die Sachsen empörrn sich aufs ■ reue; auch die meisten Bischöfe fallen ab und ge- ‘ (»cchen dem Banne: die allgemeine Dolksstim- I ruung Ist gegen den Kaiser. Rach kurzer Zeit steht ß Heinrich Tw völlig isoliert da. Der Fürstentag Iiu Tribur beschließt, daß der Kaiser abzuschm Li, wenn er sich nicht binnen 3ahrcSsrist vom Bonne löse. Gregor schreibt den Fürstm, daß er iam Frühjahr nach Deutschland kommen wolle, mit ihnen in Augsburg über ihren gebannten König endgültig zu entscheiden. Dies persönliche Eingreifen des Papstes in I'eilten Streit mit den Fürsten will Heinrich unter iUen Umständen verhüten und beschließt, vorher bit Aushebung des Bannes herbeizuführen. Da Me Fürsten die Tiroler und Schw i;er Pässe durch L wippen veripcrrt haben, begibt ec sich von Bur- gunb aus mit seiner Gemahlin Berta, seinem lUnchen Konrad, den gebannten Bischöfen und ’J reuigen Dienern durch Savoyen, das Land seines v't* r 26.0flfl JO*5 0 £rflÄ||wt»l5 ix'übT äj; MAS NSS WD Nächste -c 01* agfes 'S will*—"Te Bai. Bon Dr. Philipp Kramer, Darmstadt. ÄlS ich in Bulelcng landete, sand ich alle Schilde- jungen Balis viel zu schwach, zu farblos. Ganz mit Bläue befraditet fährt der tu ei fee gazellenartige Dump- in in dis stille Bucht. DaS gelbe Licht der Sonne (fallet über daS Gebirge und vergoldet die grünen Valmen. Balische Männer, die schönsten des Ostens, n 1 feinen, diskreten Bewegungen kommen an Bord. Eit haben die reichste Frau Balis an Bord, die eben h Landung auf Java bei der großen Tuchmesse für fPOOO Gulden in ihrem Hause gefertigte kostbare tzrwngS, Sains und Decken verkauft hat und nun Mmkprt, es aber nicht verschmäht, vor den mit- rijmben Arabern und Chinesen niederzuhocken und nn ihren schönsten Tuchen ihnen zum Verkauf an- töteten. CS ist Mak Palimah, im ganzen Osten be- tint, die Balische Prinzessin, die als erste Witwe eit der Art des Landes brach und sich mit dem toten Butten nicht verbrennen ließ, und die nun im Innern hxÜÄ sich nicht mehr sehen lassen darf. Denn erst leiben“ jenseits des Gebirges, über daS sie vor zwan- r>I Jahren in der Bollmondnacht mit zehn anderen rauen des Fürsten nach Buleleng geflüchtet ist, in im Schutz der holländischen Negierung, drüben erst (tg.nnt Bali. Ter Süden ist das Kulturzentrum, der keim undurchdringlicher Urwald, in dem der Tiger l'.ufL 2ber was hat es auf sich mit diesem Voll, das sanft - toic ein Reh und doch zerfleischende ftriege geführt lit> WaS hat es auf sich mit diesen Dörfern, die in den l'rib oder die Reisfelder eingebettet liegen wie Hlein- - und in denen eine Kunst gepflegt wird seit Jahr- Linderten, die zur Bewunderung einfach zwingt? es das sonst noch auf der Welt, daß jeder Bauer »im eigner Steinmetz ist und HauSmauem meißelt .410 Tore, von einer stilistischen Klarheit und einem recht um der Motive, in denen das Auge schwelgt? Gibt eS das sonst noch, daß, wenn vor dem Tempel das Cchmspicl stundenlang gedauert hat, und ein Schau- freier ermüdet ist, irgendein andrer Torfgenosse, kn ihm gerade zunächst steht, für ihn einspringt und Schwiegervaters, auf beschwerlichen Wegen über den Mt. EenlS nach Italien. Gregor, der schon auf dem Wege nach Deutschland ist, wähnt ihn an der Spitze eines HeereS und sucht auf der Burg Kanossa bei der Markgräsin Mathilde von Tuscien, seiner treuen Anhängerin. Zuflucht. Am 25. 3anuar 1077 erscheint Heinrich vor Kanossa. Er hat dm erbiferten Entschluß gefaßt, -dem Papst durch sittlichen Zwang die Lossprechung abzudringen". Er begibt sich auf das Gebiet der kirchlichen Bußdiszlpl.n, auf dem er den Papst in feinen Handlungm gebunden weih. Mit rückslchtslofer Energie unterwirft er sich der schärfsten persönlichm Demütigung. Die Schulter, die Purpur und Hermelin das Kaisers getragen, bedeckt härenes Büher- aewand. Barfuß in Eis und Schnee steht der kaiserliche Büßer — wie ihn daS bekannte Gemälde von Eduard Schwoifer im Maxlmilianeum in München zeigt — drei Tage und drei Rächte im Burghof von Kanossa und ertrotzt sich so die Lösung vom Banne. Acußerst ungern und nur auf die Fürbitte der Markgräfin und deS Abtes von Elugny gibt Gregor am 2 8. 3 a n u a r nach und löst dm Bann. Hätte er cs trotz Heinrichs Buße nicht getan, fo wäre damit aller Well erkennbar geworden, daß der Dann zu politischen Zwecken mißbraucht worden fei. Aus einem Bries Gregors an die deutschen Fürsten aus dieser Zeit gehl deutlich hervor, daß Gregor selbst Kanossa als einen Mißerfolg feinzr Staatskunst betrachtet hat. Und tatsächlich legte Heinrich IV. dadurch, daß er dem Papste den Rechtsgrund zu seiner Absetzung nahm, das Fundament zu seinem end- llchen Sieg — zwar nicht über das Papsttum, aber über die Person Gregors VII., der. 1381 von Heinrich abgesetzt, ein 3ahr später in Salerno In der Verbannung starb. Aeußerlich gesehen ist Kanossa aber dennoch eine unerhörte schmachvolle Demütigung für das deutsche Kaisertum. Rach Schäfer eröffnet Kanossa einen neuen Abschnitt der Weltgeschichte. .Der länderreichste Herr der Christenheit hatte vor ihrem geistigen Oberhaupt: im Staube gelegen. Daß so große Autorität geübt werden konnte, ohne unmittelbar von Waffen gestützt zu werden, bedeutet einen gewaltigen Wandel der Anschauungen. . . Die christliche Weltauf- fassung hatte sich in die Herzen gelenkt bei hoch und niedrig.“ Seit das deutsche Volk Im Vertrauen auf die .14 Punkte" im Herbst 1918 die Waffen nieber- gclcgt hat und schmählich betrogen wurde, ist sein Weg mit Schmach und Demütigungen aller Art überiät worden. Besonders markante Stationen auf seinem Kanossa-Wege sind der .Friede" von Versailles, die Ruhrdes.tzung und neuerdings daS Schandurteil von Landau. Das Schicksal Heinrichs IV. lehrt auch uns Deutsche der G summart allerlei. Zum ersten: die VorauS'etzung für ein Kanossa ist immer das alte deutsche Erbübel der HneimgkU, der P.'rieilucht. Zum andern: Wie Heinrich müssen wir in zäher Energie suchen, dem Feinde „durch fittll^en Zwang die Lossprechung abzudringen". Manches ist barm schon gc an. tote z. B. die Oefsnung der deutsch m Archive, die Sammlung von Material zur Kriegstchuldsrage u. a.; manches bleibt noch zu tun. Mit der unbeirrbaren Ziel icherh it cir.cS Gregor VII. und der leidenschaftlichen Verdis e.chcit eines Heinrich IV. müßte jeder Deutsche an seinem Teile — statt sich in Innerpolitische Zänkereien zu verlieren — auf das allen gemeinsame Ziel Einarbeiten Baldigste Befreiung der deutseten Brüder am Rhein von fremder Besatzung! Sodann: Rückgabe der Kolonien! Wied rgu machung deS ilnrcd t5 von Ob.-r chl.sicn.' Fort mit der Kriegsschuldlüge! Und endlich- Revi'ion deS nunmehr seines Fundamentes b raubte i Versailler Vertrages! Erst dann wird für eine wirkliche Versöhnung zwischen dem deutschen und dem französi- schm Volke die Bahn frei fein! Friderieus, Schiller, Pasteur und das Ausland. Von unferem römischen ll-Korrespondent Rom, 3anuar 1927. Erst zaghaft und vereinzelt, flattern l e uns nun in Schwärmen ins Haus, die lieben Voten aus der Heimat. Die neuen Briefmarken wie man sie dort heißt, sachlich und kühl. Und aber sind sie mehr. Wie uns die Flagge mehr ist. Sagen läßt sich das nicht, wieso und warum. das weiß nur der, kann nur der nach- sühlen, der nicht ständig von Heimat umgeben, für den sie folglich mehr ist als Alltäglichkeit. Will man's unbedingt in die Zeitformel der Parteizugehörigkeit zwängen, so kommt das Bekenntnis heraus: Der Ausländsdeutsche kennt nur eine Parte.: die deutsche. 3ch habe mir daher weiter nichts dabei gedacht, als mir Friderieus, der König, zum erstenmal von meinem postino vorgestellt wurde, präsentiert, man muh wohl sagen, aus terPrä- smtlerplatte eines Brieses, den mir ein deutscher Verleger schrieb, ein guter Republikaner und Demokrat Es war die erste neue Briefmarke und meine italienischen Freunde rissen sich darum. Erst später erfuhr ich durch die deutschrn Zeitungen, daß sich daS nicht schickt. Von, dm Italienern alS Ausländem nicht, vom Postminister Siingl, meinem enge.en Landsmann nicht, und von einem deutschen Verleger nicht. Dies den 3talienem begreiflich zu machen, den Schweizern, Engländern und Franzosen, den Demokraten, den So^iallsten und Mllartel.em der deutschrn Linkspresse, wie sie in meinem Hause als Gäste verkehren, habe ich mich seither redlich bemüht. Aber weiß der Himmel, woran es liegt, ich habe keine ileberrebungSfunft. Wie sie auch verschieden sind nach Raße, Ralion, Religion und Partei, sie finden den Friderieus ganz in der Ordnung. Einer, der in der linlesten Ecke des deutschen Reichstages eine gute Figur machen würde, brummte sogar etwas von „Hanswursterei da droben." Ach, die ewig bibLernten Lämmerschwänzchen! Schlotterten ihnen die Knie, als der Kronprinz nach Deutschland zurückkehrte: fiel ihnen das Herz in die Hosen, als Hindenburg gewählt wurde: sahen sie den Feind schon am Branten- bie Rolle zu Ende spielt? Gibt cs noch Tempelfeste ohne Priester, weil a le Priester sind, und bas Laien- Priestertum das Selbstverständliche »st? Und fängt bie große LanbcSurkunbe, die Magna Charta Balcs nicht mit dem Satz an: Die Erbe gehört Gott, bie Tessagenosjen haben sie nur von ihm zur Verwaltung? Der Osten ist reich an bunten Geweben, aber bie Basischen Stoffe sind aus tausend Stücken sofort her- auszufinden. Tie Chinesen sind kaum zu übertreffende Holzschnitzer. In Mitteljava, im Palast des javanischen Residenten von Temak, sah ich eine holzgeschnipte Saalwand, die ihresgleichen auf dem Archipel sucht. Aber eine balische Figur, ein Wandschirm, den ich beim Punggawan von Ubub sah, bie Gamelange- ftelle in Gjanjar und Bangli, verraten eine unnachahmliche Gehaltenheit, eine Zucht selbst noch in der Groteske, einen Erfindungsreichtum der Motive und eine Rückbeziehung zur Geschichte, die sie bald zu den gesuchtesten Kunstwerken europäischer Völkermuseen macken werden. Und welche Literatur? Wie lebt das Sanskrit hier noch. Mit tiefer Bewegung sah ich in der Bibliothek zu Ubub, einem Balischen Petit Trianon, inmitten eines kleinen Teiches gelegen, den man auf einem schmalen Bambusstamm überschreiten mußte, die auf Pisangblötter geritzten heiligen Texte die am Abend reihum gesungen wurden mit einer Melancholie, bie alle religiösen Urgefühle mächtig erregt. Tic ganze Kultur Balis i" nur religiös zu vcr'lehern ES hegt eine eschatologische Stimmung über der Insel, nicht die av.alnolle Melancholie Vorderindiens, sondern eine schövferische, eine vita activa erzeugend, die alle Märchen von der reinen vita contemplativa deS Ostens entschleiert. Bali ist die Insel der Feste. Zwanzig Schauspiele sah ich in einem Monat. Und wenn wir abends, oft tief in der Nackt, von einem Schattentheaterspicl nach Gjanjar zurückfuhren, dann kamen wir durch fünf ober sechs Dörfer, aber in einem davon gewiß war dac-Bolk unter den großen SSaringin- bäumen versammelt, von Fackelschein überstrahlt, bie eine Rembrandtische Bildwirkung erzeugten, der Gamclan erüa.ia, b,e Tänzerinnen drehten sich im Tanze dazu, und die gewaltige Flöte von süß klagendem Ton erfüllte denPlatz, und das Volk saß lauschend. Klunkung^st der kulturell reichste, fiintamani der X\ bürget Tor, als Fcitericus auf ter Briefmarke erschien, älm Oot.e5ro.Len, was würde nur das Ausland dazu sagen! Run, daS Ausland hat gar nichts gesagt. Die lronprinzliche Liebers-ed'.ung war eine Ci..tagssenfation. nicht der „Anfang vorn Ente". 3n 5)1 Öen bürg begrüßt: die ausländische Presse „den würdigsten Deutschen", n.cht die brutale Verkörperung des preußischen Militarismus", und di: Fridericusmarke tourte, al.e.dings, erwähnt, aber nur als Reuerscheinung in der Rubrik „Für Briefmarkensammler". Selbst In Paris konnte sie die Volksseele nicht zum Kochen bringen. Leiter, leider gibt es aber in Deutschland Leute, die, zeige sich das Ausland angelichts ihres Hasenpaniers noch so höflich, partout daraus bestehen, sich lächerlich zu machen. Also umrahmen sie Zridericus, kleben ihn verkehrt, werjen Papierp,eile gegen den Lehrer Stingl und was solcher Schülerstreichc noch mehr sind. Darüber nun, das ist freilich wahr, quittiert das dankbare Ausland mit herzlicher Heiterkeit. „Als Reuestes haben die deutschen Republikaner jetzt ausgeheckt — —", so kann man in der Lustigen Ecke ter internationalen Presse lesen. Sage man nicht, die Briefmarken verdienten keine^Kritik. O nein, cs läßt sich sogar manches darüber sagen, wie wir gleich sehen werden, nur daß die Kritik gerate am verkehrten Ende aufgezäumt wird, diese Dotwendigkett leuchtet nicht ein. Sie Hütte bei Schillern einsetzen sollen. Verzeihung, bei von Schiller. Alm Verwechslungen zu verhüten. Die Ausländsdeutschen sind durch die Bank reaktionär, sie wollen nämlich einen ft ar len Staat, aber sie sind demokratisch bis auf die Knochen, wo fie Vorrechte der Geburt wittern. Llnd sie sind so ungeschliffen, daß sie das Atelsprädikat vor ihrem Schiller nicht als Verzierung empfinten. 3fenen genügt das eine große Wort, das rund um den Erdball Halit. Auch unter dem Kopf ter französischen Propagandamsarle steht einjach Pasteur. Propaganda — da stehen wir den Köpfen landwirtschaftlich schönste Platz auf ©alt. An ben Flüssen, im Walde, sind die herrlichsten Badcplätzc. Tort geben die Menschen ihre schönen Leiber, diese ungriechischen, von weickerer Plastik geformten malaiischen Leiber, dem Wasser und dem Lickte preis, und die Männer spielen mit ihren stampfhahnen, die sie waschen und streicheln, während-adonishaste Änaben mit bronzenen Leibern den Fischen nachjagen. Tie Mädchen und Frauen haben ihre eigenen Bade platze, die sic täglich aufsuchen. Wie gehen die Frauen in Bali aufrecht und stolz- Tie Lasten, die sie auf dem Äopfe tragen, haben sie zu einem schlanken Aufrecken des Körpers, zu einem federnden Gang und zu bestrickendem Spiel der balancierenden Arme erzogen. Hintereinander gehen sie auf den Straßen, ec. ist die letzte Erinnerung an den Urwald mit seinen schmalen Pfaden. So schreiten sic >oie Priesterinnen allabendlich in der kurzen Tämme- rung mit Blumen im Haar und Opferfrüchten auf dem Kovf zu den Tempeln, im Gebete niederkniend vor den Altären und Tabernakeln, von keinem Priester betreut. Und die Jünglinge kommen mit weißen unö bunten Schirmen. Und am Ende ordnet sich das Ganze zu einer Prozession durchs Dorf zu den Häusern, in denen einer nach dem anderen verschwindet. Tiese Hindus sind die konservativsten, die sich denken laf'ca. Sie haben allen Missionkerungsversuchungen widerstanden, und seit Jahrzehnten hat kein christlicher Missionar mehr den Boden Balis betreten. Ja, er darf es nicht, im Volksrat in Batavia ist ein Gesetz darüber angenommen worden. Bor 500 Jahren, als der Islam wie ein sengender Brand über Java fegte und die alte aristokratische ftultur dieser Insel von Grund aus zerstörte, da sind die heutigen Balier aus Lstjava ausgewandert und haben mit einer Zähigkeit ohnegleichen die alte Tradition aufrecht erhalten. Bali ist, was Java hätte werden können. Und alle Bestrebungen von Jung-Java können das Berlorene nicht wieder Einbringen. Der Balier fühlt sich dem Eurooäer gegenüber ald bet freundlich Ueberlcgene und läßt tick nicht imponieren von ihm. Tie Bohrnehmheit seiner Umgangsformen beschämt ben Westen. Seine Religiosität ist echt und kindlich. Göttliche Offenbarung ist für ihm das selbstverständliche. Als 19P zum letztender QSkltumlcglet Aug« in Auge. Glccchgültig, ob die Post Verwaltung an dir gute deutsche Sache gedacht hat ober nicht, als fie sich von dem gerupslen Adler lossag:e. iebenfalls wirke» sich die Marken propagandislifch au». Sie (mb für daS Ansehen des Reiche» nicht nur, sondern bcÄ gesamte' Deutschtums von weit größerer Wichtigkeit < iS die Zusammenletzuna einer r übergetenten Berliner Regierung älnb da ra : eS sich wieder einmal, daß daS Ausland sei.. in seiner gegebenen Vertretung durch daS Aus- landsteutfchtum nicht gefragt zu werten Pflegt. Sonst wäre man bei ter Auswahl tez in jede Hütte dringenden Vertre er teS Deutschtums sicher z.T. auf andere Männer verfalle i. Hand au's Herz — wer weiß in Deut:ch- land, den Durchschnitt genommen. etwaS von Leibniz? Ober, um sinnfälliger au (ragen, v. . Hume oder DeScartes? Wao allo kann umgekehrt dem Richtteutschen Leibniz fein? Fridericus. gut. Wie nun aber, wenn die Franzosen jetzt bergefeen und Rapolcon auf ihre Marken setzen? Gewiß, ter Große schnitte neben ich! schlecht üb, er brauch! v.'ülit« lich keinen Vergleich zu scheuen, jedoch wir gerieten auf diese Weise mit einer Aktualltä', wie sie nun einmal die Briefmarke sein soll und ist, in zurückliegende Zriten, die unS svöttisch anfdjaucn: 3hr Heutigen habt wohl kei e Kövse auszuweisen? Lind wenn man sich un:<,t ca.nscher Schüler, auf die Schre bt.sche malayckcher Würde..t.ä^,er, inS Teehaus ter Geisha, in die Morgenpost ter Oelbatone toi? des Sch.e bec.elns, Eyainlerla.nS und Poincarcv zu schmuggeln? Ob fein Besitzer will oder nicht, in manches kunstfeindliche Gedankenreich tritt Plötz ich ungesagt Dürer. Beethoven tönt, es orgelt Bach — Deutschlands Atem weht über die Erbe. Ri«, nie, den werdet ihr n.c zu Boten zwingen! Begreisl ihr nun, warum ein Auslands- deutfcher die Hand aufs Herz preisen kann vor Erschütterung, wenn so ein kleines buntes Ding dahergeflattert kommt? DerRaubmordinFrankfurLa.M. 2 000 Mark Belohnung für die Ermittlung der Täter. WSTl. Frankfurt a. M, 21. 3an. Der Polizeipräsident von Frankfurt a. M. ha! auf die Ergreifung der Täter, die den 3uwelier Grebenau in der Kaiserstrahe ermordet haben, eine Belohnung von 2000 Mark ausgesetzt. Arn Tatort wurde wählend b:8gan.,eit Tages die Untersuchung fortgesetzt. Die an Öen Kassenschränken vorgefundenen Fingerabdrücke wurden genau ausgenommen, und man hofft, daß es dadurch ermöglicht werde, die Verbrecher, in denen man gerichtsnotorische Spezialisten ihres Faches vermutet, zu entlarven. Der Gesamtwert der geraubten Sachen wird auf 48500 Mark angegeben. rwmm — wi 11 mal der Götterbcrg ausbrach und viel Unheil an- richtete, da zog die Prozession zum Baturtempcl, betend, singend. Der glühende Lavastrom machte vor dem Tempel halt. Es war ein sichtbares Zeichen. Bor einer Schauspielaufführung in Ubub sagte mir der Punggawan, daß es am Schluß des Spieles regnen werde, wenn der Tjauk erschiene. Ich war nut dem ganzen Rationalismus des Westens gefeit. Aber als der Djauk erschien — man möge cs glauben oder nicht — beyann ein leichter Regen zu fallen. Und man erinnere sich, was Regen in ben Tropen in der regenlosen Zeit bedeutet. Zu ben herrlichsten Erlebnissen religiöser Art, bie ich auf Bali hatte, zähle ich bas Tanzfest in einem Totentempel. Die beiben, mit erlesenen Gewändern geschmückten, mit goldner «tone gezierten Tempeltünzerinnen,zierliche jlinber von höchstens 14 Jahren, knieten vor dem Altar. Es war Nacht . Das Volk fang einschläfernde Weisen. Ter Ranch stieg aus Weihebecken. Tie Tänzerinnen beugten sich darüber und atmeten ben Weihrauch ein, bis sie betäubt waren. Nun waren sie im Trance. Auf vergolbete Tragsessel würben sie gehoben. Und nun setzte sich der Zug inBewegung nach einem benachbarten Tempel durch die fternfunfelnbe Tropennacht, beim Fackelschein, sodaß die Tragsessel über ben Köpfen der singenden Menge dahinschwebten wie goldne Gondeln. Und dort, in dem anderen Tempel begann der Tanz der Mädchen zum Gamelan, zu Gesängen von Männerchören, von Lnabenchören, von Frauen. Und sie tanzten, immer im Schlafzustcmd, immer verzückt, die ganze Nach hindurch, den folgenden Tag noch und länger, bis sie wie tot zusammenbrachen und ihre Seele aus der Ewigkeit wieder zu ihnen zu- rückkehrie, m der sre während des Tanzes geweilt hatte. Und nun werden sie nie mehr tanzen m ihrem Leben. Sie sind geweiht. Zweifellos: Bali ist ein jtulturphänomen ersten Ranges. Ein Sletnob. Aber es ist ein gefährdetes Kleinod. Ist es nicht wie eine Mahnung an daS Weltgewiisen, hier etwas zu tun zur Erhaltung dieses Slleinote? Bali ist eine Forderung, ein Kulturprogramm für Holland. Was wird es tun? Ich fordere nichts weniger, als diese Insel unter Naturschutz zu stellen. #> MW m H C Wan findet Wer wurde verurteilt?" ich gar nichts gelesen/ unge- stattet als die ondeern. Re ftanb em einfacher Tisch, ein „Dieser Carter, der einen Vagabunden in der Nahe von Gloucester ers" " ...... „Carter? Von dem „Sie wollen wohl Nachsehen, was die schwänzten Amphibien machen, was?" Elt sah verdutzt auf. „Die Frösche", erklärte der Amerikaner. Das Gefängnis von Gloucester. Es gibt eine Zelle im Gefängnis von Gloucester, die als allerletzte am Ende eines langen Ganger liegt. Tür an Tür mit ihr gibt es noch einen anderen Raum, aber dieser wird aus ganz besonderen wenig besser ausgestattet als die anderen. Es stand Die VjtiUfc, in der Ray Bennett saß, war ein wenig besser auogeftattet als die andeern. Rs ftani) «ine eiserne »eltftclle darin, em em facher Tischt ein bequemer Windsorstuhi und zwei andere Stühle, auf deren einem Tag und Nacht der Wörter saß. Die Wände waren rosa getüncht. Eint großes Fenster nabe der Decke war schwer oerg^tert und als Geschäftsanteil eingezahlte eine Million Mark sei mit IOC Prozent ausgewertet worden: die Gemeinde habe also nichi das geringste verloren. Zu bedenken sei ferner, daß sich die Gemeinde mit ihrem Geschäftsanteil bei der Bauhütte einen um das mehrfache höheren Betrag als Der- rnögensanteil erworben habe. Aach dec mitunter recht lebhaften Aussprache wurde in namentlicher Abstimmung der Antrag auf Austritt aus der Bauhütte abgelehnt. Dafür stimmten 5 Vertreter bet Rechten, 3 weitere enthielten sich der Abstimmung, g Stimmen der Linken und die deS Bürgermeisters wurden dagegen abgegeben. — öincrn Gesuch der Anwohner der Marburger Straße um Herstellung eines Fußpfades im Lichtenauer Weg wurde in der Weise stattgegebcn, daß die Ehaussierungs- arbeiten so schnell als möglich in Angriff genommen werden sollen — Gegen die neue Gehaltefestsetzung der ' Gemeindebeamten und Angestellten hatte das KrelSamt Gießen vor längerer Zeit Einspruch erhoben. Rach einem Antrag der Rechten soll der Gemeinderat beschließen, daß er auf feinem oamals gefaßten Beschluß beharrt und verlangt, daß die herabgesetzten Gehälter ab 1. Februar zur Auszahlung gelangen. Der Kreis- auSschuß hat durch ein kürzlich ergangenes Urteil die notwendigen Unterlagen geschaffen, die bei Abfassung des Schreibens des Kreisamts noch nicht vorhanden waren. Dadurch ist jetzt eine Rechtsgrundlage geschaffen. Diesen Argu- menten tonnten sich die Antragsteller nicht ver- fcpltepen, und sie zogen ihren Antrag zurück. Um in dieser Frage endlich zum Ziele zu gelangen, wurde eine Kommission, aus den öc- meinberäten Lang, Schmidt und Werner bestehend, beauftragt, mit dem Kreisamt in Verhandlung zu treten. — Abgelehnt wurde ein ®efud) um einen Zuschuß zum Besuch einer christlichen Schule. £ aSicfed, 24. 3an. Am Samstagabend hielt der Arbeiter - Gesangverein »Sängerkranz" in seinem VereinLlokal seine gutbesuchte Generalversammlung ab, die mit einem mustergültig vorgetragenen Lied eröffnet wurde. Aus dem Geschäftsbericht des Vorstandes ist zu entnehmen, daß die Mit- gliederzahl auf 286 gestiegen ist. Die aktive Beteiligung ist gut zu nennen. Das im Herbst veranstaltete Konzert war für den Verein ein voller Erfolg. Die Einnahmen im Berichtsjahr beliefen sich auf 2283 Mark, die Ausgaben betrugen 1825 Mark. Der seitherige Vorstand wurde wiedergewählt, die passiven Mitglieder beanspruchten einen Sitz der Beisitzer, der ihnen zugestanden wurde. Als Jahresbeitrag an das Kulturkartell, , das alle auf gleichem Boden stehenden Vereine Wiesecks umfaßt und ein gedeihliches Zusammenarbeiten der einzelnen Vereine bezweckt, wurden 30 Mar! festgelegt. Dadurch soll, da die übrigen angeschlosfenei Vereine ähnlich verfahren, das Veranstalten bildender und belehrender Vorträge mehr als seither gepflegt werden. Schließlich wurde Noch eine Kommission gebildet, die der nächsten, im April stattfindenden Generalversammlung einen Entwurf der ab geänderten Statuten vorlegen soll. ? Rödgen, 24. San. Am Samstag fand die erste Holzversteiaerung im Rod- gener Gemeindewald statt. Die Preise lagen im Durchschnitt etwas unter denen tm Vorjahr. — Die Maul- und Klauenseuche ist hier fdft erloschen. Rur übet ein Gehöft ist noch Ge- höftsverre verhängt. Fünf Ställe waren von der Seuche heimgesucht worden. Zwei Stück Jungvieh sind gefallen. ± Lollar, 24. San. Gelegentlich der 3. staatlichen Stenvgraphielehrerprü- fung am 17. und 18. Sanuar in Darmstadt bestand auch Lehrer Schädel von hier diese Prüfung in der Einbeitskurzschrift. 1° Treis a.d. Loa., 24. San. Der hiesige Raiffeisen-Verein, der 1925 gegründet wurde und z.Zt. 80 Mitglieder zählt, hielt gestern abend in Wills Saal einen gut besuchten Familienabend ab. Rach der Begrüßungsansprache dcö Vorsitzenden, Kaspar Euler, hielt u.a. Lehrer Eberle einen Vortrag über Leben und Entwicklungsgang Raiffeisens und seines Werkes. Daran schloß sich ein Lichtbilder- vor tra g von Pfarrer Do chm er über „£. Z. 126" und seine Siegesfahrt nach Amerika. Sn einer darauf folgenden Pause wurden den Anwesenden Kaffee unZ) Kuchen gereicht, die aus Vereinsbeständen bereitet waren. Zur Belehrung und manchmal auch zur Erheiterung dienten die von Direktor Hv o ck-Gießen auf dem Filmapparat des RaiffeisenVerbandes vorgeführren ßauffoilöer über Aderbestellung, Düngung. Kartoffelernte auf einem bei Berlin gelegenen Rittergut und Hilfeleistung der Müffellen- geTwfsenschaft bei Landwirten, die in Ducherhände geraten sind. Die Docträge waren von gemeinsamen Gesängen und allerlei erheiternden und ernsten Ansprachen umrahmt. Den Dani der Anwesenden für alle Darbietungen sprach zwn Schluß der Vorsitzende des Aufsichtsrates aus. * Reiskirchen, 24. Jan. Die hiesige Spar- und Darlehnskasse wird demnächst an die früheren Sparer, die das 60. Lebensjahr überschritten hoben, eine Teilzahlung auf die Auswertung teilten. Die Höhe der Aufwertung der Ein. lagen läßt sich zur Zeit noch nicht genau angebcn. Sm allgemeinen werden die hiesigen Verhälmisse gegenüber vielen anderen Koyen 'n.-- günstig bc- zeichnet. Die Kaste zählt jetzt 25" Mitglieder und hat einen flotten Geschäftsbetrieb. Rübbingshausen, 24. San. Der hiesige Gesangverein „Mannerchor" hielt am Samstag seine Jahres h au pt Versammlung Der Rechnungsbericht schloß mit einem anfehn« l'chen Ueberschuß aus dem letzten Jahre ob, der bei der biengen «par- und Leihkasic hinterlegt wurde In ben Dorstand wurden gewählt: Dan. Fahrt 1.Vorsitzender: Förster Kalberloh, ^Vorsitzender: Iohs. Koch, Rechner: Will). Kaufmann Äohs Pfaff Peter fcfa ff. Wich. Pfaff als Beisitzer. Der frühere Präsident wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. f 2ißi SÄ’? 'N.Lptr§! SW S S! * - & xie SOlöfN ! rf» nlffi toebttietX« Ozm Äinb to Ja «UM“ middle Äiw Sine Derlekm ibtt Schlag! vrseu. Die « geben, ob in oder vorsok Pie Mlive ja ihrer Heileren ttanen, ott tatii toar. dat △ Iibb< tiettiR beÄ vambrurui sei >«ichvukgS 3tW «sw jerflet Uluntrt spielt, W nehme Unter Abends bildet 1 Ty 5. &''Brü ?eteiliMg a I Jahres. + ilnt Stasselschi -eyt ein vol Teil der durch denen ist noch l jngtbulbig auf OerFrosch mit öerMaske Roman von Edgar Wallace. 49. Fortsetzung Nachdruck verboten. „Wo liegt sie?" fragte Dick. „Zwischen Newbury und Didcot. Al« die Fabrik noch unter Regierungskontrolle stand, mußte sie einen jährlichen Beitrag für die Newbury Feuer- wehr leisten, und als die jetzige Gesellschaft sie übernahm, hat sie auch den Kontrakt mitübernommen. Sie hat der Feuerwehr oftmals versichert, daß sie bereit wäre, aus den Alarmbienst zu verzichten, aber diese, die im Vorteil ist und während des Krieges durch bas Arrangement viel Gelb verloren hat, weigert sich, den breijährigen Kontrakt zu annulieren. /"HE rm geringsten an bem Streit Zwischen Loschbrigabe und Fabrik interessiert, aber öte Stunde war nahe, ba er Elk für dieses Gespräch unendlichen Dank schuldete. Etwa vierzehn .tage nach bem Verschwinden oon Ray Bennett nahm Elk Joshua Droads Ein- ladung zum Mittagessen an. Elk, bei bem ble Zeit feine Rolle spielte, kam w,e gewöhnlich eine Viertelstunbe zu spat. feln'r aIl€n- Es sind jetzt im Bureau Io viel Geschichten mit meinem neuen Safe gemacht worden das man neulich erst angebracht hat hÄni'V öt?£ct uichl in Ordnung iino sogar der Mechaniker weiß nicht, was los ist% „Können Sie es nicht offnen’“ HHh'Tni? nLCb^ ?iesVVd)k' kann ec nicht nodi beute Akten herausnehmen. die von allergrößter Wichtigkeit sind. Ich dachte eben, wäh- renb ich htechergmg. daran, ob Sie, der Sic doch eme so große Erfahrung in allem haben was Der- brecherkategorien betrifft, nicht von einer Methode gejort hatten, durch die man dieses verfluchte Safe offnen konnte? Eigentlich braucht es einm Snqe H und wenn ich mich recht entsinne, so haben Sie einmal gesagt, daß Sie Ingenieur sind Herr Broad?" ' ' „Da läßt Sie Ihr Gedächtnis im Stich," wate der Amerikaner ruhig, inbem er feine Serviette ent. faltete unb ben Detektiv mit seinem luftigen Augen- zwinkern onsah. „Nein, bas Oefsnen oon Safes | gehört leider nicht zu meinem Beruf." f .. * Queckborn, 24. San. Der Mühlen- befujet Christ von der ^Rcurnühle" bei ®rün* berg hatte vor einigen Tagen ein ungewöhn- li ch es Jagdglück. Er brachte cn tat Aeschersboch ein in unserer Gebend sehr seltenes Wild, eine Rohrdommel, zur Strecke, und zwar ein sehr schönes Exemplar. Die Rohrdommel (Bota-irus) ist eine Gattung Jet Familie Reiher. Sie hat eine erstaunlich starke Stimme, die wie fernes Ochsengebrüll Hingt. Sie halt sich in großen Sümpfen unb am Rande großer Landseen auf. Angeschossan nimmt sie den Saget und Hund an, stößt nach den Augen und ist durchaus nicht ungefährlich. Sie hat einen kürzeren, dickeren Hals und niedrigere Ständer als die gewöhnlichen Reiher und ist gegen 90 Zentimeter hoch. t Lich, 24. Ian. Am Samstagabend hielt der hreftge Zweigverein des Vogelsberger Höhen! lubs fein Winterfest in der festlich geschmückten Turnhalle ab. Rektor Erb wies in setaer Ansprache auf die hohe Bedeutung des Wanderns hin. während der 1. Vorsitzende, Su- strzinspektor Ritter, die Wanderauszeich- nungen verteilen leimte. SS wurden 25 Erwachsene unb 2 Jugendliche mit Auszeichnungen bedacht. Ein Trio für Violine. Harmonium und Flügel fand großen Beifall. Ein Theatcrstnckchen wurde recht flott gespielt und brachte rechte Stimmung in die Versammlung. Der hiesige Zweigverein zählt jetzt 114 Mitglieder. Die Sugendgrupp- des Vereins mit mehr als 40 Teilnehmern wird von Lehrer Wori geführt. bf. Langsdorf, 24. San. Samstagabend hielt der Turnverein im RatI mit durchscheinendem Glas bedeckt unb lieh ba« bleiche Licht herein, bas von einer elektrischen Birne am gewölbten Plafonb verstärkt würbe. Er führten drei Türen aus der Zelle. Die eine auf den Gang, die andere in ein kleines Gelaß, bas mit Waschschüssel unb Badewanne ausgestattet war, die dritte in eben diesen teeren Raum mit hölzernem Boden, in besten Mitte eine Falltür sich abzeichneie. Ray wußte nicht, wie nahe er der Behausung des Todes war, aber hätte er es gewußt, so wäre ihm nichts daran goteaen gewesen. Dir Tod war der geringste aller Schrecken, die ihn bedrängten. Aus seinem betäubenden Schlafe aufoewacht, hatte er sich in der Zelle des Lanbgefängnifses befunden unb völlig verwirrt vernahm er die gegen ihn vor« gebrachte Anklage auf Mord. Er konnte sich an bas Geschehene nicht erinnern. Alles, was er noch wußte, war, daß er Lew Brady um Lolas willen gebaut hatte und ihn hätte umbringen mögen, epäter sagte man ihm, baß Brady tot fei, und daß man die Waffe, mit welcher der Mord begangen worden war, in seiner Hand gesunden hatte. Ray zerquälte sein Hirn, ob er wirklich diesen Revolver mit sieh geführt habe. Lew hatte ihm etwas Enttetz» liches über Lola gesagt, und er hatte ihn erschossen. _ Es befremdete Ray selbst, daß er so ganz ohne Sehnsucht Lolas gedachte. Seine Liebe zu ihr war erloschen. Er dachte an sie als an etwas Unwichtiges, das der Vergangenheit em gehörte. Einzig dies lag ihm am Herzen daß fein Vater und Ella nichts erfahren sollten, llrp jtben Preis wollre er ihnen diese Schande erfroren. Er hatte vor Um gobukd gezittert, bis der Prozeß zu Ende war. unb er aus der Oeffentlichkeit zu verschwinden vermochte. Glücklicherweise war her Mord nicht einmal intet* eifant genug für die ländlichen Zeitungephow- qraphen gewesen. Ray wünschte nur, bah alles schon vorbei wäre, und er unbekannt au« bem Leben icheiden könne. Er war Jim Carter unb besaß weder Eltern noch Freunde. Und wenn er al« Jim Carter sterben wollte, so mußte er auch die letzten Tage als Jim Carter verbringen. Der Wärter, der bei ihm saß, hatte ihm verraten, daß nach dem Gesetz zwischen Todesurteil und Grehüten drei sanntage vergehen müßten. Der Kaplan besuchte ihn täglich, ebenso rote der Gefängntsbirekror. ein Klopfen zeigte ihm die Stunbe des Besuches an und Ray erhob sich, als der grauhaarige Beamte eintrat (Fortsetzung folgt) „6e gibt eigentlich keinen Beweis. Carter hat sich geweigert zu gestehen ober den Advokaten zu mftrulercn. Unb es muß gerabezu ein Schnellte- kettsrekorb unter den Mordprozcisen gewesen sein. Es hat wenig Darüber in den Zeitungen gestanden. Ee war eigentlich auch kein interessanter Mord und merkwürdigerweise war keine Frau im Spiele." Elk faltete die Zeitung zusammen, unb während ber übrigen Mahlzeit sprachen sie von den Polizeimechoden ber bereinigten Staaten, ein Ge biet, auf welchem Herr Broad eine Autorität zu sein |ch:en. Der Zweck der Sinfabung war ein sehr durchsichtiger. Immer wieder versuchte Sroob das Gespräch auf Balder zu bringen, und so geschickt er aud) die Rede auf den Gegenstand brachte, immer wußte Elk abzulenten. „Sie sind verfchlofsen wie eine Auster, Gif,“ sagte Broad und rointle dem Kellber, Die Rechnung 5u bringen. „Und doch könnte ich Ihnen ebenjooiel über Balder sagen, als Sie selber wissen." „Nun also, in welchem Gefängnis ist er?" fragte Inspektor Elk. "Er ist in Pentonvillc. Aufseher 3er. 7, Zelle Nr. 84," tagte Broad sofort und setzte sich terzen- gerade in feinem Sessel auf. „Sie brauchen sich aber nicht die Mühe zu nehmen, ihn irgendwo anders hinzuschaffen, ich wäre cbenio informiert, wenn er in Brixron. Wandrworch, Holloway, Wormwood Scrnbvs. Maidstone ober Chelmsford wäre." XXXII. ] „Es ist mir auch nicht eingefallen, das zu behaupten", versicherte Elk herzlichst. „Aber es ist mir immer aufgefallen, bah Ihr Amerikaner viel fie- schicktere Hande habt als meine Landsleute. Also, Sie können mir keinen Rat geben?" „Ich werde Sic mit meinem Lieblingseinbrecher bekannt machen", sagte Broad ernst, und dann lachten sie beide. „Was halten Sie eigentlich von mir?" fragte der Amerikaner unerwartet. „Ich verlange nicht, baß Sie mir eine Uebersicht meines Charakters ober meiner äußeren Erscheinung geben sollen. Aber was vermuten Sie eigentlich über meinen Auf- enthalt in London, wo ich nichts als ein bißchen Amateurpolizeiarbeit leiste?" .Lch habe niemals lange über Sie v.achgebacht". jagte Elk unaufrichtig. „Aber, da Sie Amerikaner sind, erwarte ich auch, daß Sie etwas Ungewöhnliches sind." „Schmeichler!" sagte Broad. „D, ich würde nie so weil gehen, Ihnen zu Ichmeicheln", verwahrte sich Elk. Er entfaltete mit einer Entschuldigung sein mitgebrachtes Abendblatt. ff Generalversammlung ab. ES zeigte sich, daß der Verein auf den im Jahre 1926 besuchter turnerischen Veranstaltungen rechi schöne Erfolge zu verzeichnen und daß die Turnstunden besser besucht wurden, als e8 manchmal den Anschein hatte. Der erste Sprecher, Bürgermeister Kneipp, ermahnte die anwesenden Turner, in Zukunft die Turnstunde fleißig zu besuchen, schon im Hinblick auf das im Zahre 1928 stattfindende 25jayrige 3ubiläum des DereinS. Der seitherige Vorstand wurde Wiedergewählt, zum Zugendturnwart Paul Krämer ernannt. d Langsdorf, 24. Zan. Am 16. Oktober 1898 beschloß der Senrcinderat unter dem verstorbenen Bürgermeister. Land- und Reichstags- abgeordneien Köhler, die schon seit Jahren bestehende Schulbibliolhel in eine Volks- biblivthek umzuwondeln. Zum Bibliothekar wurde der damalige Lrhvec Lei dich ernannt Die Einrichtung entwickelte sich im Laufe der ^rHre dergestalt, daß sie heute über 1300 Bücher ihr eigen nennt. Besonders in den Wintermona- ten erfreut sich die Bücherei eines regen Zuspruchs, und eine recht ansehnliche Zahl unserer Einwohner verschafft sich aus ihr eine gute und gleichzeitig billige geistige Anregung und Llnter- haltung. Deshalb unterstützt auch die heutige Oberbeffen. Landkreis Grrften £ Wieseck, 24. Ian. Nach langer Pause trat oet Gemeinderat zu feiner ersten Sitzung in diesem Jahre zusammen, und et hatte gleich eine Tagesordnung mit einer Reihe wichtiger Dünkte zu erledige?. Schon seit ber Beratung des letzten Voranschlags zeigte sich die Rotwendigkeit, an eine Neuregelung bet ®emci nDc" < chäferei zu denken, da diese gegentoörti^ Zuschußbetrieb ist. Die Finanzkommission schlug vor, von einer Aufhebung der Gemelndeschäferei in diesem Zahre abzusehen, da die Einnahme-- ziffern des oder der letzten Jahre für die Rentabilität des Unternehmens nicht maßgebend sein können. Die nach Abschluß der Felübereinigimg im Herbst vorgenommenen Zuteilung der Grundstücke brückte den Erlös aus dem Pferch ganz empfindlich herab, so daß das Detriebeergebnis ein anormales ist. Dieser Tatsache konnte sich niemand verschließen, und es wurde deniAemäß beschlossen, die Angelegenheit bis zum nächsten Jahr zurückzusteUen. 2n Zukunft ist für zuge-- triebene fremde Schafe pro Stück und Jahr ein Beitrag von 3 Mark zu entrichten. Der landwirtschaftlichen Kommission wird die Kontrolle über die Zahl der zugetriebenen Schafe übertragen. — Die gemeinnützige Baugenossenschaft sieht in ihrem diesjährigen Dau- programm die Errichtung von 16 Wohnungen in acht Zweifamilienhäusern vor. Der vorgelegte Finanzierungsplan fand die Zustimmung dec Versammlung: eß wurde beschlossen, die hiernach erforderliche Bürgschaft auf die Gemeinde zu übernehmen. DaS erforderliche Baugelände soll ebenfalls sichergestellt werden. Bei der Vermietung dieser Wohnungen können selbstverständlich nur Mitglieder der Baugenossenschaft in Frage kommen. — Für die Volkshochschule Wieseck, die ihren Hörerkreis von Iahr zu Iahr vergrößert (in diesem Winter 120) wurden 200 Mark Zuschuß für den neu angeschafften modernen Lichtbildapparat gegen wenige Stimmen der Rechten bewilligt. Dafür steht der Apparat der Volks- und Fortbildungsschule unentgeltlich zur Verfügung. — Die Holzhauer- löhne wurden in diesem Jahre alle 14Tage ausgezahlt. In einem Gesuch baten die Holzhauer, mit Rücksicht auf ihre besonderen wirtschaftlichen Verhältnisse die Stäglge Lohnzahlung durchzuführen. Der Gemeinderat erkannte die Berechtigung dieser Forderung an und beauftragte den Bürgermeister, mit der Oberförsterei diesbezügliche Verhandlungen zu führen. — Rach 61jähriger Che ve rstarb kürzlich die Ehefrau eines hiesigen Einwohners, die in einem Reihengrab beerdigt wurde. Der überlebende Ehegatte ersuchte den Gemeinberat. daß daneben liegende Grab für ihn frei zu lassen, um auch nach dem Tode mit seiner langjährigen Lebensgefährtin vereint zu sein. Trotz oller prinzipiellen Bedenken (nach der Friedhofsordnung ist dies nicht zulässig), soll diesem Gesuch ausnahmsweise stattgegeben werden, da es sich hier um einen ganz besonderen Fall handelt und der Derneinderat sich von einem pietätvollen Gefühl leiten lieh. — Der nächste Punkt, der auch von den zahlreichen Zuhörern mit Spannung erwartet wurde, betraf den von- der Rechten beantragten Austritt der Gemeinde aus der DauhütteGiehrn-Wehlar. Der Antrag- steller Kümmel erklärte, die Bauhütte habe der Gemeinde noch keinen Nutzen gebracht. Die eingezahlte eine Million Mark sei nur mit 200 Mark aufgewertet worden: die Bauhütte müfte sich ihr Betiebskapital dort holen, wo es die Privatunternehmer hernehmen, von der Dank. Die Zugehörigkeit zur Bauhütte habe der Gemeinde nur geschadet. Die Gegner des Antrags machten geltend, daß der Antrag von einem . Vertreter der Gewerbetreibenden eingebracht fei, unb gerade diese hätten das größte Interesse an einem Verbleiben der Gemeinde in der Bou- ; Hütte. Die angeblichen Nachteile der Gemeinde 7 ließen sich an Hand eines Auszugs aus dem Ausgabenbuch der Bauhütte nachweifen, wonach ■ eine Reihe hiesiger Gewerbetreibender 11 bis 12 000 Marr Verdienst durch die Bauhütte erhalten hätten. Da könne doch nicht von einer Schädigung der Gemeinde gesprochen werden, Da diese Einnahmemöglichkeit im anderen Falle für diese Gewerbetreibenden nicht vorhanden wäre. > Die dadurch bedingte Erhöhung der Steuerkraft : . liege doch sicher im Interesse der Gemeinde. Die alle Brunnen im Oberdorfe leer, so daß noch mehr als seicher der Bau einer Wasserleitung notwendig wird. Die Verhandlungen, die zwischen Staat unb Gemeinde bevorstehen, müssen vom Geist gegenseitigen Verständnisies getragen werden. Die Gemeinde selbst hosst jetzt in den Besitz einer Wasserleitung zu kommen und Darüber hinaus eine 'finanzielle Erleichterung durch die OUSgabe des Wassers an den Staat zu erreichen. MvciS Friedberg X Bad-Nauheim. 24. Ian. Die Post- aut overb indung von hier über Usingen nach R v b a. d. Weil erfreut sich fed^rzeit guten Zuspruchs. Die Postbehörde ist ben Wünschen der täglichen Mitfahrer nachgetvinmen und hat eine Frühfahrt zwischen Bad-Rcacheim und Ober- Mörlen — allerdings nur werktags — eingelegt Durch diese Fahrt erreichen die Reisenden bequemen Anschluß an die Hauptfrühzüge nach Gießen unb Frankfurt. m. Butzbach, 24. Jan. Die hiesige Ortsgruppe ber ß t g a ä u m SchutzeberbeutfchenKul. t u r veranstaltete im „Deutschen Haus" einen ichc interessanten Vortragsabend. Herr W. von Heine, ein Deutscher aus der Ukraine, erzählte in außerordentlich fesselnder Weise über seine Erlebnisse in Rußland vor unb während ber Kriegsjohre. Zum Schluß sang ber Gast einige Volkslieder zu der Balalaika. Die Darbietungen bes vortrayenbcn fanben lebhaften Beifall. WSN. Ober-Mörlen, 24. Jan. Gestern nachmittag hantierten einige junge Leute an einem geladenen Revolver herum. Plötzlich ging ein Schuß los, ber bem in ber Nähe ftehcnben 15 2ahre alten Sohn eines Maurers in ben Bauch Drang. Der Verletzte wurde sofort bem Krankenhaus in Bad»Nauheim zugeführt, roo eine Operation Dorgenommen wurde. CO NieberFlor stabt, 24. Jan. Am Sonn« tagnormittag wurde zwischen Staden und Ober- Fterstadt Die Leich.- des 66 Iahre alten Arbeiters Heinrich Zimmer von Staden auf* gesunden, der um 8.30 Llhr Staden verlassen hatte, um seine Schwester in Nieder-Florstadt zu besuchen. Wahrscheinlich hat der Mann unterwegs einen Schlaganfall erlitten. Die Gemeindeverwaltung die Biblioryek durch einen namhaften Zuschuß. Mit diesem und der Aln- terstützung durch die Kreiskasse, sowie mit ben Lefegeldem ist es Denn auch möglich, alljährlich größere Anschaffungen zu madjen. Eine recht 'chöne Bereicherung erfuhr die Bücherei, welche leit 1924 von Lehrer Glück geleitet wird, beim Wegzug des Plärrers K l i n g e l h ö f fe r. Er lchenktc ihr 43 gebundene Bände .Daheim" aus den Iahren 1869 bis 1875 und 1892 bis 1912. 3m vergangenen Iahre wurden 1654 Bücher ausgeliehen. ds. Obbornhofen. 24. Ian. Schon mehr- mais ist über die Bohrungen am hiesigen O b o o r n berichtet worden, die von bem Kultur- j.iuamt Gießen ausgeführt werden. ______ näm.tch nia)t nur hier, sondern in den benachbarten Dönern Wohnbach und Wölfersheim ergiebige Quellen. Wohl die älteste dieser „Epaltquellen" ist der hiesige O b - b s r n. Wie bei vielen Werterauer Dörfern, so ist auch diese Quelle für die Entstehung und Anlage der Siedlung von gern «fr tiger Bedeu - tuna gewesen und hat ihr den Namen gegeben. Ruch heute spielt der Brunnen hier noch eine le- beutfrrme Rolle. Das Wasicr ist besonders wohl- schmeckend und zeichnet sich durch gleichmäßige Kühle aite.. ein Beweis Dafür, daß es aus ziem- >ick>er Tiefe kommt. Unbeeinflußt von Tcocken- heit und Hitze bleibt seine Dasser menge annähernd gleich. Zur geplanten 'Erweiterung und Umfteltung des Kraftwerks Wölfersheim werden nun erhebliche Wassermengen benötigt. Die geführten Verhandlungen zwischen Der Wasserwerks-Direktion unb der Gemeinde hatten das Ergebnis, daß erstere auf ihre Kosten im Quellbszir! des Obborn» Bohrungen vorgenommen hat. Die unter Leitung des Kulturbauamtes durch die Bohrsirma Su^n in Inheiden ausgeführt werden. Zwei in einiger Entfernung deS Qbboms abgeteufte Bohrlöcher «eins davon 45 Weier tief) hatten guten Erfolg, und man ging daher Daran. Den Obborn selbst anzubohrcn. Seit Monaten ist hier eine elektrische Bohrmaschine an der Arbeit: mühsam arbeitet sie sich in die Tiefe, teils bedingt durch die Härte deS Basalts, teils durch starken ..Nach» fall- ins Bohrloch. ES sind etwa 1800 Kubikmeter täglich erbeutet worden. Allerdings find fast „Nein, ich sehe nicht gerade der Frösche wegen nach, tatsächlich ist jetzt sehr wenig in Den Zeitungen über diese interessanten Tierchen zu lesen. Aber, es wirb schon kommen." „Und wann?" Dic Frage klang rote eine Herausforderung. ,/2Benn wir ben Frosch fangen." Herr Droab zerkrümelte ein« Semmel in ber Hanb. , -»©laubcn Sie, daß Sie Frosch Nummer eine Mer sangen werben als ich?" fragte er ruhig, unb Elk blickte ihn über die Brille hinweg an. ,/Das würbe ich schon lange gern wissen", sagte er ""d beider Augen trafen sich sekunbenlang. Dann senkte sich Elks Blick auf bic Zeitung, unb plötzlich rourbc lerne Aufmerisomkeit burch einen Absatz ge- sesselt- ..Rasche Arbeit" sagte er. „In dieser Beziehung sind wir Euch Amerikanern über’" .Hn welcher?" fragte Broad. „Vierzehn läge*, rechnete Elk. „Unb das bat gerade gereicht, um von ben Assisen zum Tobe oer- urteilt zu werten. h -KO * Mi» a; fl5? an» R;J^- ün»i| J*1® Döi' > titffcv le hir J.^cr jux 11'- nG tz^tL«n l- m S^Ä8"« -ri z tju n01 vier nt - ‘'w*- d^r V Siei-nU' Ö hn« icU« planten $ 51 a^- ^8 dr« *1 fe t u n e erden nun JarSI^u! ‘c Se^ühtten wr^;tef(jJ*j5anl4un(JeT llbrzir! tto fL^10 6«t die unÄ“ H : 'vndn. JL •'n '» ff«» ISE X aÜ 6ci(‘ 2toiZ' ih^0" H 3'*?ä«tau Km? 83 «-Ä «ÄtM *L?ÖU einer ®flner, Wird. gujJig’JJ* und Gemeinde tetotfÄ* JWf«iftgen Verküi-M^ .AHeckitun- ju (oetmn 5 ^^'ers on den Zaat z! tfticbbcig. 9emt, 24. Jan. L:e Pv8- Ö ton hier über U,MM l! sich iefap rite nbessrde ist bcn Luwchv lyiei nachgekvmmen und ha: hea Zad-Aauheim unö Ota- ;s mir Werktags - eingriezt erreichen die Aasenden > in die Hauptfri-ftzüqe ncj ircf. !. M Sie (ueftge Ortsgrupy /freier beutf^tn Jtul< .Deutschen haue" einen \$ ltzLübend. i)tn ’ß. vv : aut, btt Uhavnt, trzihlle u bet Mse über seine Grt* und während der Snegsscht er Tast einige Lolkliedn... larbietunfltn der Sortrooniti fall. -Mörlen, 24. 3m. Tchrr i einige junge Leute an einer olver herum. Plötzlich R lern in der Nähr sichenden I 5 ihn eines Mamers in de» Verletzte wurbt |ofort dm ).Nauheim zugeführl. wo fhv nommcn wurde. Vorstadt, 24.3m. Lmoom . -wischen Olafen unhüfe» he des 66 Jahre alten Ar- Zimmer von Staden E 8,30 Ähr Gtafen verlass« chroestcr in 2iefer«Swmari scheinliä) hat Mm ilaaavfall erlitten. De 1 PW» . V-, VS von ättt elektnschen »^ id verstärkt wurde. E- ^ oM. Die eine aus «" * w. »® "'S s?»* r*«**re Etü^ÜfZ es Landgesangm^ ' „or. enrahm er die M Q ö us D°rd. k ’r nt>4 erinnern. willen •ä?S?ääg r'-HLT ■ ihn erschoß ;gt, und er fN an jeM-.^^-he ju ihr ®? L Seine •; unajii *Ä«3 ’SSb'ÄK in ®uSnnt flUt bä w°r iwnn/JV AHM ^nwarmene ttxrr sofort gut Stelle Da« De» r^t, M* ntm Hiebet-g-orftabt aut gleich be- - achrichtigt wurde, nahm den Tatbestand aut. Mrcie Büdingen. ef* 2 idda. 24. Jan. Der Realschul- rtnbau, der bereit« vor 2 Jahren grHant war. ..5er infolge der al gemeinen wirtschaftlichen Hot- ligc zurückg«stellt werden mu^te. ist jetzt wieder ■i den Dvcdergrund de« Interesses gerückt und wird den Stadtvvrstand im Laufe vieler 'Loche beschäftigen. Es zeigt sich, daft alle be» t«{f«mät eichnung «fest ab. das sich eine« guten Sesuche« erfreute. Zwei Theaterstücke. in Rogels- erger Mundart, von jungen 2. H. L.ern flott lpleU. Musik, Gesang und Tanz boten ange- tt bme älnterhaltuna Den Hauptpunkt des ?ibends bildete die Auszeichnung von 46 13. H L.-D rudern und Schwestern für rege vlciltgunfl an den Wanderungen de« vorigen wahres. llnter-Dchmitten. 24. Ian. Die Staffelfche Papierfabrik dahier steht c-.^t ein volles 3 a b r still. Der allergrdhte rril der durch den Stillstand arbeitslos Gewordenen ist noch hier ohne Deschäftigung und wartet ingeduldig auf die Wiederaufnahme der Arbeit. Die Syofhtnng bi« zu einem gewissen Termine die Fabrck in Betrieb zu se,' n erwre« sich bl«lan^ immer al« trügerisch und auch jetzt sind keine Anzeichen vorhanden, die auf baldig.'ArceitSmöglich- feiten Hinweisen. Man ist vielfach sogar geneigt, überhaupt nicht mehr an die Diederautnahme bc# Zabrikbetriebes zu glauben, zumal die Fabrikleitung tn Wihc nhausen bei Kassel femerki zuverlichUichc Zusicherungen zu machen weih. Die dortige gröbere Fabrik arbeitet mit zwei Papiermaschinen ohne jeglichen Stillstand. y. Ä a n ft a b t, 24. Ion. Pfarrer Dolf von hier, der Mitglied eines Vereins zur Errichtung von Eigenheimen ist, Hane das Glück, dah ihm bei der Verlosung der in bielem Jahre zu erbauenden Wohn häuf er ein solches zufiel. Dein Der- nehmen nach gedenkt Pfarrer Wolf sich ein Haus in stürze in ©leben erbauen zu lasten. »freie Schotten. n Laubach. 23. Ian. Gestern eröffnete der hiesige DereinfürGeflügel - und Vogelzucht lRorsiyender Bäckermeister Pitz) im „0Dlmfer Hof' feine erste Geflügel» Ausstellung. Die Menge de« Zier- und Wassergeflügel«. der Hühner und Tauben ist über alle Erwartung reichlich ausgefallen. Man sieht einzelne Prachteremplare. Die Ausstellung steht unter dem Protektorat de« Grafen Georg au SolmS-Laubach Behö.den und Private stifteten eine stattliche Reihe von Ehrenpreisen: die Gemeinde Laubach stiftete 25 Ml. zu einem Ehrenpreis. Wit der Ausstellung ist eine Verlosung und eine Preisverteilung verbunden, über deren EraebniS wir noch berichten werden Die Ausstellung, die aus unserer Stadt und Umgegend sehr gut besucht wird, dauert drei Tage. — Wie wir berichteten, hatte der Demeinderot beschlossen, eine die hiesige Wasserleitung im QucLgebiet de Schöllenbach ergänzende Rohr'e tung hrrzustellen. Diese Erweiterungsarbeiten sind jetzt Lpenglermeister DSU übertragen worden und sollen demnächst, sobald die Witterung eS erlaubt, in Angriff genommen werden. Weiter hat der Gemeindcrat in seiner letzten Sitzung in dieser Woche beschlossen, die We11erbrücke und die Straße am Kriegerdenkmal zu verbreitern, um für die Langhvlzfrachten die Zufahrt zur Station zu erleichtern. — Die Hälfte des Steigerpreise« auf den städtischen Holzversteigerun-» gen. die in dieser Woche begonnen haben, soll bis 1. Juli bezahlt werden, der Rest bis 11. Rvv. )—( Lauda ch. 24. 3an. Gestern nachmittag tagte dahier im Saale de« Hotels vchützenhof unter dem Dorsitz des ersten Präsidenten 3ak. D ö ch r r - Ruppertsburg di« ordentliche Der- treterversammlung des Horlvff-Wetter- tal-Sängerbundes. Dem Jahresbericht entnehmen wir, dah der erst im vorigen Jahre gegründete Bund zur Zeit 11 Dereine mit insgesamt 386 Sängern umfahr. Kürzlich traten die Ehöre von Rodheim und Altenhain bei. Die Rechnungsablage durch den Bundesrechner W i n ge fe ld-Wetterseld ergab einen Kassen- vorrat von 28 Mark. Es wurde beschlossen, im Vorsommer tu Langd ein WertungSsingen abzuhalten. Der Einladung de« Bun des Vereins A l t e n h a i n zu einem Waldsest soll nach Mog- lichkcU entsprochen werden. Die ErgänzungSwahl zum Dorstand hatte folgende« Ergebnis: Friede. Rudolf Stotz-Laubach, 2. Dors.: Lehrer Dietrich- Rodheim, Bundesdirigent; Lehrer Debu « - Ruppertsburg, Stellverrreter bet Di- ngenten. Mehrere schöne ^hör« der ..Wrntradu*1 Laubach, unter Leitung ihre« bewährten Dirigenten Lehrer 3lge-Groh-Eichen trugen zur DerfchSnerung de« geTnütlichen Teil« wesentlich bcL >—< Ruppertsburg. 24-. Jan. Scu zwet Jahren besteht dahier eine Schulfparkasf« nach dem System ReinickenS-Esion. Sie ist an die Bezirkssparkasse Laubach angeglieden und hat sich auch im letzten Iabre gut «u wickelt. Am 31. Dezember 1925 betrug da« Sparguthaben 687.50 Mk. Im Jahre 1926 wurden eingelegt 957.20 Mk. ZurückgezahU wurden 228.30 Mk. Das Sparbuch weist somit am 31. D»emder 1926 eine Einlagesumme von 1416,40 Mk. auf. — Der hiesige Forster Karl Steinbach konnte am 14. Januar auf eine 30jährige 21 m t fr- tätig t e i t im Dienste unserer Gemeinde zurück- blicken. Der wackere Forstmann hat sich als Rachfolger feines Grohvarers in dieirr langen Zeit die Wertschätzung seiner Dorge'ehten und der Gemeinde RuvperrSl'urg erworben. * Freienfeen. 24. Jan. Dieter Tage hielt der hiesige Gesang verein .Liederkranz" in der Turnhalle seine Generalversamm l u n g ab. Der seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Trop gesteigerter 'Au-'gaben wic:> die Nechnungsablage einen stattlichen Ueberfchuß aus. Die Tätigkeit des Vereins im abgelaufenen Jahre war sehr befriedigend. Der Verein mhlt gegenwärtig insgesamt 90 Mitglieder, davon 45 aktive Sänger und sieben Ehrenmitglieder. 0ber-6q> mitten, 24. Jan D'.e Generalversammlung des hics'.gen Männergrs ang- verein« ernannte b:n 1. DoEenden. Bürgermeister Mantel, der zwei Jahrzehnte an der Spitze de« Vereins stand und nun toep.cn Arbeit«- überläufung fein Amt niebcrlcgte, zum Ehrenvorsitzenden. Sein Rachsolger wurde der Prokurist Michel, 2. Vorsitzender Beigeordneter Schn abel. Kreis Alsscld. >♦ AlSfeld, 24 Ian. Am Sonnlagvor- mittag gegen 91', Tlhr ertönte die Feuer- f irenc auf dem Turm. Es war in dem Keller- raum des Spielwarengeschäftes I o h s. H e l - big in der Mainzergasse Feuer ausgebrochen. Als die rasch hccbeis,eeilte Freiwillige Feuerwehr an der Brandstätte erschien, drangen dicke Rauchschwaden aus allen Kcllerösfnungen heraus. die das Eindringen in den Keller zunächst sehr erschwerten. ES blieb nichts andere« übrig, al« den Keller durch mehrere Schlauchlinien unter Wasser zu sehen. Da« Feuer sand an den im Keller lagernden Kisten mit Spielwaren reichliche Rahrung. Erst nach angestrengten Bemühungen war es möglich, mit dem Dauchhelm bis an den Brandherd vorzudringen. Rach Verlauf von l1/, Stunden gelang es. da« Feuer durch die in den Keller eingelassenen Wassermasfen zu löschen. Verbrannt ist ein gröberer Vorrat an Spielwaren. Der Besitzer des HauseS. Kaufmann H e I b i g. der nach Entdeckung des Feuers in den Keller eindringen und da« Feuer löschen wollte, erlitt habet nicht unerhebliche Brandwunden im Gesicht und wurde in halb bewußtlosem Zustande aus dem Keller her» ausgeholt. Die Ursache des Feuers dürfte vermutlich auf die im Keller befindliche Feuerungsanlage der Zentralheizung zurückzufuhren fein. V Grebenau, 24. 3ar Rochbem die Gelbbeichattung für Bauzwecke tn diesem Jahre üchtliw erkidbtert ist. plant eine 2lnzahl hie» liger Einwohner langgehegte Baupläne tu verwirklichen 0« dürsten mSgesami fünf Wohnhäuser, sowie eine Scheune in Angriff genommen werden. Da im abgelaufenen Jahr drei Häuser mit Wohnungen für vier. Familien errichtet wurden, so bütfte mit Ablauf de« IahreS 1927 hier keine Wohnungsnot mehr zu verspüren ktn. = Ober-Ohmen , 24. 5\on. (Gestern abend brachte der hiesige Ttirnocrein Meyer-Förster» Schauspiel „2111 • A e i b e I b c r g" zur Ausführung. Die diesigen Vereine, Einwotzner und zahl- reiche Gäste aus der Umgegend füllten den Krebs- fchen Saal bis auf den lebten Ptog. Den Leistungen der Darsteller wurde lebhafter Beifall gezollt, al» Dank für den genustreichen Abend, aus den der Verein mit Befriedigung zurückdlicken kann. Mrci« t'nntcrbnd). la. Maa r. 24. Ian. Die Stadt Lauterbach sühn zur Zeit die Zeldbereinigung durch. Dabei erstrebt unsere Gemeinde zwm bedeutende Verkehrs Verbesserungen AIS vor 20 Jahren in unferrr Gemarkung die Felddereini zung durchgesührt wurde, hat man schon Vorkehrungen getroffen, eine direkte Strafte nach dem Rordbahnhof zu führen. Durch diese geplante Straste toiri) der bisherige Verkehrsweg, der durch die Stadt Lauterbach führt, um die Hällte kürzer. In der Gemarkung Maar ist der Weg bereits bi« zur De- matfungSgreme durchgesührt Das Bestreben der Gemeinde geht nun dahin, bah bei der Durchführung der Feldbereinlgmm in der Gemarkung Lauterbach dieser Weg x u m Bahnhof weitergesührt werden soll. Man hos t, dah der KrciS die neue Strahe übernehmen und fit zur Kreisstraste ausbauen wird. 2llS zwe.ie Verbesserung wird ein neue« Strahe n stück der DogelSbergbahn entlang erstrebt. Die jetzige Derkehrsst raste zum Südbahnhos Ireuxt vor der Stadt die Dahn, führt hinunter in, Ir.c Stadt und dann wieder bergan in einem spitzen Winkel zurück zum Südbahnhof. Runmehr soll eine etwa 200 Meter lange Strafte bet Bahn entlang gelegt werden, und so wird der Süd- bahnhos auf bequemer Strafte in bedeutend kürzerer Zeit erreicht. Durch diese Verlehrsver- besserung wird die (Entfernung nach dem Düd- bahnhof um etwa 2 Kilometer kürzer. Starkenburg. • Darmstadt, 24. Ian. Zur 3eU sind 27 Theaterangestellte an Grtppe erkrankt; davon sind in 17 Fällen Anoehörige de« technischen Personals betroffen. du den Aufführungen muffen auswärtige Gäste herangezogen werden, um die Vorstellungen überhaupt zu ermöglichen. WSN. Offenbach, 24.9an. Qün 18 Jahre alter Kaufmann, der eben feine Lehrzeit oe- endet, hatte für seine Firma 35 0 Mark von der Lank abgehoben und verslbwond mit dem Gelbe. Wie sick nun herausstellt, yat er im Laufe sein« letzten uehrjahre» nicht mir einen weiteren Betrag von 80 Mark unterschlagen, sondern auch Scheck» in Höhe von 4000 Mark gefälscht. Da» Gelb hat er in einer Frankfurter Damenkneipe ocr» praftt Er wurde fe ft genommen. Die Fabrikation : Die gute Mischung der Eckstein Gold, beruhend auf reichlicher Verwendung naturreiner, edler Tabake von spezifischer Leichtigkeit, ist durch wichtige Neuerungen in der Kartonnagenherstellung möglich geworden. Lange Zeit hat man geglaubt, daß weitere technische Verbesserungen bei der Zigaretten- Fabrikation und somit Einsparungen beim Produktionshergang nicht mehr durchführbar seien. Das nicht rastende Bemühen aller Beteiligten hat das Gegenteil bewiesen. Man kann jetzt auch für die billigen Zigaretten feste, haltbare und ansehnliche Schachteln h erstell en. Mit Recht kann der Raucher eine Verpackung fordern, die sich auszeichnet durch Zweckmäßigkeit, also die Zigarette sauber und gut verwahrt, und durch ein angenehmes Äußere. Die neuen Eckstein Gold - Schachteln erfüllen beide Bedingungen und sind, wie em flüchtiger Blick schon zeigt, mustergültig. Daher Raucht Eckstein Üold 25 Stdczu IMk für/4$ eine gute Zigarette! Ziehen* farent. eirwi- derrefrirh 4. Febr. 1827 Nehmen Sie 1. (Macher ßeiö-Lo» M wl M- zu unst. des onenoacher trir mw$6um$ 1315 Geldgewinne and । I Prämie zus. RM. j 9,000 MOchSt end Rrjplgewinnt 5,000 ! 1,000 loseiiYl.^SS emnhehlt a. DmHiimtna. warma Pcs.ich. Frtf. Woll-Mützen für Kinder, gestrickt und Flausch, für jedes Alter in vielen Farben fi Efi Wert bis Mk. 3.00, jetzt U.üU Zipfel-Mützen f. 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Oktober 1 iigten Sriegi berechtigten heut das H schädigte und beweisen bei 'negei, sie n >ur seine Cf D°s Ler Sreiie Aizs, (stobt und Marburg (£ Marienberg bürg und $ "ach der le 7602 Beschä ter letzteren Ralfen, 629 1 Posten Wäsche-Stickereien, ganz besonders preiswert, aus gutem Madapolame oder Cambric, hübsche Ausmusterung, in 2*/i fi DE bis 5cm Breite, p.Stele = 2,30 m, Mk.0.5', U.4U Besonders schöne Glanz-Stickerei, auch Träger, in 3 bis 6cm Breite, Stück = 3,05 oder fi 7C 2,30 m, Mk. 0.95................... U J 0 sind mit bestem Heischextrakt und feinen Gemüseauszügen auf das sorgfältigste hergestellt Man achte beim Einkauf auf den Namen MAGGI und die gelb-rote Packung. ____ MAGGI1 Wrüh. Würfel - yA i ’-Yl ! Nr. 20 Drittes Blau Bedeutung und Umsang des Derjorgungswesens. Bom Bersorgung-amt Gießen wird un» ge- schrieben: Die Oeffentlichkcrt ist noch viclsoch im unklaren über die Bedeutung und Aufgaben der Ber- jorgungSdlcnslsteiten. Unter „Bcrsorgung- wiro in der Gejetzersprache die geldliche Versorgung der früheren Angchbngen der Tcutfchen Wehrmacht und ihrer Hinterbliebenen und die HeUsürforge für erstere verstanden: diese einfachste Formel bezeichnet den Umfang de- BcrfortzungSwesenS allerdings nicht erschöpfend. Zur Durchführung der Versorgung hat oa» Reich sich eigene ÄersorgungSdienslstellen qe- schaffen, die im Zusammenwirken mit den Versorgungsgerichten, von den Ländern eingerichteten Fürsorgevcrbanden und Trögern der Sozialversime- rung (namentlich den Krankenkassen) ihre Aufgaben erfüllen. Tie oberste Leitung de- Bersorgung-- wesen- hat der Reich-arbcit-nnnister. Tie Versor- gungsdienststellen gliedern sich in die Verwaltung-- behörden der Reichsversorgung (Hauptvcrsorgung-- ämter und Bersorgung-ömter) und gewisse sonstige Stellen, die, wie die Bersorgungskrankcnhäuser, BersorgungSkuranstalten und orthopädischen Vcr- sorgungSstellen im wesentlichen der Heilbehandlung dienen. Mit den Lerivaltungebehörden der ReichS- versorgung vereinigen sich die Spruchbehördcn (Bersorgunasgerichte und ReichSversorgungögericht) zur geincinsamen Bezeichnung „Versorgung-behör- den", sie sind also mit Äu-nahme der Versorgungsgerichte Reich-behördcn. Ten Versorgung-behörden obliegt die Durchführung des ReichsoersorgungSgeseves vom 12. Mei 1920, da- Altrenlnergeseves vom 18. Juli 1921 (da- die Versorgung der vor Beainn de» Weltkriege- au» der Wehrmacht auSgeschiedenen Still* tärpersonen und ihrer Hinterbliebenen regelt) und der früher ergangenen Militärversorgungsgesetze, sie versorgen ferner die Empfänger von Ruhegehalt oder UebergangSgcbührnissen der neuen Wehrmacht, die früheren Kolonialbeamten, frühere Angehörige der Schutzpolizei und gewisse andere Personeilkreise. Neuerding» wirken Beamte der Versorgungöbehör- den auch al» Mitglieder in den Ausschüssen und Lbcr- au-schüssen für BorzugSrenten. Ten weitaus größten Srci» bilden die Kriegsbeschädigten und Krieger- Hinterbliebenen, sodann die früheren aktiven Effi* ziere, Sanitätsoffiziere, Hcercsbeamtcn usw. mit ihren Hinterbliebenen. Ten Verwaltungsbehörden der Reichsvcrsorgung kommt die Prüfung, Fest- stellung und Befriedigung der erhobenen Ansprüche zu, wahrend die Spruchbchörden über die Rechtsmittel der Berufung und der Rekurse zu entscheiden haben. , „ . Welche Bedeutung die HauptvcrsorgungSamter und BersorgungSämtcr innerhalb der Reichsbehörden besitzen, zeigt am besten die Tatsache, daß sie rund 1,15 Milliarden Reichsmark, d. i. ungefähr 30 v. H. der Ausgaben de» ordentlichen Haushalts, für ihre Ausgaben benötigen. Hierbei sind die BerwaltungS- kosten, d. L der Aufwand für die persönlichen und sächlichen Bedürfnisse der Behörden selbst mit 4,36 v. H. besonder» niedrig. . Zur Zeit bestehen im Deutschen Reich, entschließ- sich Saargcbiet, 15 HauptversoraungSärnter und 104 VersorgungSärnter. Die BersorgungSämter sind als aussührende Behörden grundsätzlich zuständig für die Bearbeitung und Entscheidung aller Ber- sorgung-angelegenhciten, sowie zur Au-kunft-- erteilung; sie unterstehen den Hauptversoraung»- ämtem. Diese sind al» ReichSprovinzialbehörden in der Hauptsache Aufsichtsbehörden, die das Ber- sorgungSwesen kür ihren Bezirk leiten und die Gleich- rnaßigkeit der Gesetzesanwendung überwachen; ihnen obliegt ferner die Entscheidung über Kapitalabsin- düng für Siedlungszwecke, die Bewilligung von Kuren und die Vertretung dcS ReichSsiSkuS tm Spruchverfahren. Sie find dem ReichSarbcitS- minister unmittelbar unterstellt. Der Bereich deS Hauptverf orgungSamtS Kassel umfaßt die Provinz Hcsscn-Rassau, sowie die Länder Thüringen, Hessen und Waldeck. Ihm unterstehen die Bersorgungsämtcr Kassel, Gießen, Frankfurt a. M., Wiesbaden, Darmstadt, Mainz, Meiningen, Gotha, Weimar, Gera-R., die Ber er- aungsknranstalten Bad-Rauheim, Bad Homburg v d H. und Helsa, da» PcrsorgungSkrankcnhaus Hanau, die versorgungSürztliche Untersuchungsstelle in Kassel, sowie die orthopädischen Bersorgungs- stellcn in Kassel und Frankfurt a. M. und das ^n* validenhauS in Carlshafen. Rack der Zählung vom ,5 Oktober 1924 betrögt die Zahl der rentenberechtigten Kriegsbeschädigten 720908, ihrer versorgungs- berechtigten Hinterbliebenen 1597125; hiervon bc- treut daS Hauptversorgungsamt Kassel 67425 Beschädigte uiid 144111 Hinterbliebene. Diese Zahlen beweisen deutlich die sirchtbaren Folgen des Weltkrieges, sie mahnen die Allgemeinheit an die -sorge für seine Opfer. . Das VersorgungSamt Gießen umfaßt die Kreise AlSfeld, Biedenkopf, Dillenburg, Gießen (Stadt und Land), Kirchhain, Lauterbach, Limburg, Marburg (Stadt und Land), Weilburg (Oberlahn), Marienberg (Oberwestcrwald), Schotten, Westerburg unt) Wetzlar (Stadt und Land). Es betreute nach der letzten Zählung am 20. Oktober 1926 7602 Beschädigte und 16783 Hinterbliebene. 11 n- tet letzteren befanden sich 4380 Witwen, 8624 Halbwaisen, 629 Vollwaisen und 315h Eltern. Gerichtssaal. Line jugendliche Linbrecherbande. 2ßS9L Hanau, 24. Ian. Vor dem hiesigen Schöffengericht hatten sich vier j u n g e B u r • leben i.i Alter von 19 bis 20 Jahren, sämtlich aus Hanau, wegen 4 2 größtenteils zur Vollendung ae- tommener E i n b r u ch e d i e b ft ahle im etabt- und Landkreis Hanau und der näheren Umgebung zu verantworten. In mehr oder weniger großen Zwischenräumen statteten sie Fabriken, Ladengeschäften, Bureaus, Kasten usw. Besuche ob und hatten dabei fast überall Erfolg. U.a. verübten sie Einbrüche in das Bureau der Deutschen Dolkspartei, Dienstag, 25. Januar 1027 Liepener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Schach-Ecke die M. u-0 Partie starken h . Aufgegeben. Richtige 17. 18 TcS-e7 Df5-ß5 die 14. 15. 16. 17. 18. 19. II. L)j . -e8 .2. DeSxe7 11. SeöxiO 12. ScOXe7 + 13. Sc3*d5 14 Sd5-f4 (Weist, nun d e Weitz. Schwarz führt feinen 1. 62-64 2. Sgl-f3 3. c2-c4 4. Lei -g5 5. Sbl-c3 6. e2-e3 9. Ltl-bä 10. Lb5 - cö: (D-e Pc inte der ern erobert). Posten 19. 20. 21. 0-0 Lgbxf0 Tal -cl Ddl-c2 Sf4 - 63' 1. 67-65 2. Sg8-(6 3. e7-c6 4. Lf8-c7 5. Sb8 —67 6. b7-b6? (tim den 19. ... 20. h2-h3 21 S63-e5 Bearde11ei t Alte für die Redaktion befHmmtcn Mittel- Lösungen zum Problem Rr. 94 cr- von den Herren: Lehrer Dreidecker, ‘— Ä. Kappes, Langs- e5 einzunehmen.) S.6- g4? Sß4 - ho TaS-e8? (Der moderne und auch beste Zug ist hier...c6; der Textzug wird von Weist sofort kräftig ausgenutzt und führt zu Dauernveclust für Schwarz.) 7. C4X65! 7. c0Xd5 8. Sf3-e5! 8. Lc8-b7 Spielweise. wcld>e einen Bau 10. Lb7xc6 (Din entscheidender Tempover.ust, wie die starke Antwort zc.gt) 22. Dc2 — a4!Droht l>x7! <. -c5 23 Se5-f3 23. Dg5-f5 24. c4Xc=> 24. bixcö (Der Schlust bedarf keiner weiteren Anmerkung.) Die Narrenkappe. Splitter unD Sparren vom RedakttonStifch. Die kleine Kirche. Fremder: .Hier gehen doch unmöglich alle Pfarrltnder herein!" .Ja, wenn sie alle reingehen, gehen sie nicht alle rein. Aber, wenn sie nicht alle reingehen, dann gehen sie alle rein. Sie gehen aber nicht alle rein!" 25. 20. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39 40. 41. 42. 43. 44. 45. 46. Ke4-f5 Prcisproblem Nr. 2. Don D. Przepiürka. Schwarz. v c 6 • xf5+, Ke5xf5 5. Kc2-62, Kf5-t4. gewinnt nun den Dauern h3 und h-CBauem zur Dame. im Wehrbel.tz eines Dauern, fuhrt zielbewustt zum Ende.) 14. Ti8-e8 15. De4-f5 16. S67xf6 Weist zieht und fetzt in drei Zügen matt. Weist: 9 Steine Kal; Dc7; Leb, Sa8, 68; Bb2, 66, e7, f4. Schwarz: 5 Steine Ke8; Lb6; Bb3, bl, 67. Partie Nr. 69. Die nachstehende Dartie wurde im Wanderpreisturnier deS Schachverein „Anderssen" zu Frankfurt a. M. am 2. Dezember 1926 gespielt. AbgelehnteS Damengambit Weist: W. Orbach. Schwarz: Pros. R. Mannheimer. Gestern morgen sand im städtischen Ausstellungs- Haus auf der Mathildenhöhc ein F e ft a k t aus Anlaß des 50jährigen Bestehens statt, dem die Minister d. Brentano, Henrich und Raab beiwohnten, ferner Ministerialdirektor Urftabt, Ministerialrat Wagner von der Bauabteilung, Professor Meißner von der Technischen Hochschule, Reichsbahndirektionspräsident Lochte usw. Auch der erste Direktor der Anstalt, Pros. Herrn. Müller, war anwesend. Die Feier war umrahmt von musikalischen Darbietungen und brachte dann Glück- wunschansprachen. Ministerialdirektor Urstadt teilte mit, daß der Anstalt die Bezeichnung „Höhere Landesbauschule" verliehen wurde. 3m Verlause der Ansprachen wurde auf Professor Hermann Müller, der kürzlich seinen 85. Geburtstag gefeiert hat, ein dreifaches Hoch ausgebracht. Der derzeitige Leiter der Höheren Landes- bauschule, Prof. Wienkoop, hielt die Festrede, in der er sich mit den Bestrebungen über eine Neuorientierung der Baukunst und des Kunst- gewerbes auseinandersetzte. Er ging den Ursachen dieses Kulturproblems nach und zeigte, wie die Anstalt in ihrem Lehrplan mit der Vergangenheit, der guten Tradition in der Baukunst, enge Fuhluna zu halten suchte. Ein Beweis für dieses Streben biete die gegenwärtige 21 usHeilung von Schüler- arbeiten auf der Mathildenhöhe. Das Unter- richtsziel bleibe aber nicht in die enge Formel der heimischen Bauweise gebannt, sondern strebe vor- warts, lehne aber die modernen Bestrebungen nach Mechanisierung und Typisierung ab ober übernehme nur das Gute an ihnen. Durch die Entwicklung der Landesbaugewerkschule in eine Höhere Landesbau- Lösung deS Prcd.'rmS Dr. 94. Don W. A. Echinlman. 1. Tal -a5!, Kb6xa5 2. Dc2-c6, a7-a6 3. D c6-c5 matt. „ 1. , Kb6-b7 2. Ta5-b5+, K bei 3. Dc2- c6 oder c8 matt 1..... a7-a6 2 Dc2-e8! K 6eL 3. Dc8-c5 oder Ta5xa6 matt. Lösung des Endspiel» Rr. 27. Dou H. Taro. I. .. c3-c2! 2. K63xc2, Tf4xf3! 3. g2xI3. e3-e2 4. Kc2-62, L64-t3+ und gewinnt 4. Tg5 Gbertzesfifches Schwurgericht. • Diesten. 24. Jan. Unter dem Vorsitz de« Landgcrichssd.rcttorS Cramer wurde heute die erste diesjährige SchwurqerichtS- Periode eröffnet. Angeklagt waren der Gastwirt Gg Herdt, der Weder Hrinr ch Weitzel, ber Weder Heinrich Jäger und der Wagner Herrn. Andr. Spahn, sämtlich aus Altenburg (5tr. AlSfeld); ersterer wegen Anstiftung zum Meineid, die drei letzteren wegen Meineid«. Die Anklage vertrat Staat-anwalt K n a u st . Derteid.ger waren die Rechtsanwälte Dr. Aaron, E n g i f ch - G ehen, Donnseiff - AlSfeld. Dr. Rosenthal, Dr. Wämser- Gießen. Der Anlast zu der Verhandlung war geringfügig. Das Kreisamt Alsfeld hat'.e In den Jahren 1922 und 1926 gegen den Gastwirt Georg Herdt Strafbescheide über eine geringe Geldstrafe erlassen mit der Beschuldigung, dast er in feiner Gastwirtschaft in Altenourg öffentliche Tanzbc- lustigungen abgehalten habe, ohne die behördliche Erlaubnis einzuholen und die vorgeschriebene Etempelabgabe entrichtet zu haben. 3m 3ahre 1922 sand auf Antrag dcS Herdt, der gegen den Strafbescheid gerichtliche Entscheidung beantragt hatte. Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Alsfeld statt, in der die Angeklagten Weitzel. Säger und Spahn als Zeugen auftraten und beschworen, es habe sich damals um geschlossene Gesellschaft gehandelt, auch seien sie nicht von Herdt zum Musizieren aufgeforöert worden und hätten auch nichts von ihm erhalten. Auf Grund dieser Zeugenaussagen wurde Herdt damals freigcsprochen. Am 15. Oktober v. 3s. fand eine neue Hauptverhandlung gegen Herdt vor dem Amtsgericht in Alsfeld wegen des im 3ahre 1926 vom Kreisamt Alsfeld erlassenen Strafbescheids (wie oben) statt, in welcher der Angeklagte Weitzel als Zeuge vernommen wurde. Er gab unter seinem Etde die Erklärung ab, dast es sich an den in Betracht kommenden Tagen (16..-24. und 30. Mai 1926) stets um geschlossene Gesellschaften gehandelt habe und dast er selbst von Herdt niemals bestellt worden sei, auch niemals etwas erhalten habe. Dem amtierenden Richter in AlSfeld erschien diese Angabe höchst unglaubhaft und er machte Weitzel energische Dorhalte, so dast im Verlaufe der Hauptver- handlung Weitzel feine anfangs gemachten Angaben als unwahr widerrief und zugab, dast er von Herdt zu einer falschen Aussage angestiftet worden sei. Dieser Tatbestand führte zur heutigen Anklage. Herdt wurde außerdem noch beschuldigt, alS Gemeindevechner sich rechtswidrig 7000 Mk. amtliche Gelder aus der Gemeindekasse angeeigiiet zu haben. Weitzel war, wie auch in ber Darunter- suchung, heute in vollem Umfange geständig. Herdt hatte ursprünglich bei seiner Verhaftung ein Geständnis abgelegt, dies aber später mit der Begründung widerrufen, er sei damals in Angst und Verzweiftung gewesen und habe ganz unter dem Eindruck der drohenden Verhaftung gestanden und deshalb etwas gesagt, was er nicht aufrechterhalten könne. Spahn und Jäger bestritten, unwahr ausgesagt zu haben oder von Herdt an- gestiftet worden zu sein. Zur Klärung des Sachverhalts wurden 15 Zeu- gen gehört, insbesondere die Gerichtspersonen des Amtsgerichts Alsfeld. Die Zeugenvernehmung zog sich bis in die späten Nachmittagsstunden hin. Darauf begannen die Plaidoyers des Staatsanwalts und der Verteidiger. Der Staatsanwalt beantragte: gegen Herdt wegen Anstiftung zum Meineid und Anstiftung zum versuchten Mein- eid, sowie wegen Amtsunterschlagung eine Gesamtzuchthausstrafe von 1 Jahr 9 Monaten, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und Ab- erkennung der Eidesfähigkeit; gegen Weitzel wegen eines vollendeten und eines versuch- t e n Meineids eine Gesamtzuchthausstrafe von 1 Jahr 1 Monat, Aberkennung der Eidesfähigkeit und der bürgerlichen Ehrenrechte-, bezüglich Jager und Spahn stellte er die Entscheidung in das Er- messen des Gerichts. da durch die Beweisaufnahme nicht mit Sicherheit erwiesen sei, daß sie an die Unrechtmäßigkeit ihrer vor dem Amtsgericht Alsfeld gemachten Angaben geglaubt hätten. Die Verteidiger des Spahn. Jager nub Weitzel beantragten Freisprechung. Der Verteidiger des Herdt beantragte, diesen nicht wegen Anstiftung zum Me neid, sondern wegen Der- gchens gegen § 160 EtGD. (Verleitung zu einer objektiv falschen Aussage) zu bestrafen, und zog in Zweifel, ob der Angeklagte bei der Entnahme der Gelder aus der Gemeindelasse das Drwustt- sein der Rechtswidrigkeit gehabt habe; Insoweit beantragte er Freisprechung. Der Gerichtshof zog sich erst gegen Z1/* tihr abends zur Beratung zurück. Das gegen 9 tihr abends verkündete ti r - teil lautete gegen Herdt auf ein 3 ab r sechs Monate Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust, 'gegen Weitzel auf sechs M o - nate Gefängnis und 1 3ahr Ehrverlust. Iager und Spahn wurden freigespro- ch e n. (10..., Sxe5 würde zu Qualitätverlust führen.) hielten wir t T Lehrer E. Simon, hter; H. Dorf; Dr. in ©.. D. O. - Schm. wo ihnen lOuO Mark in die Hände fielen, die Dun- kopsche Fabrik (hier sogar mehrmals), in den Kasten- raum der Deutschen Werke in Woligano bei Hanau, die Gemeindekasse in Groß-Auheim. Außer Geld- 5.45 Uhr Konzert des Hau-orchesters: Neue Tanz- Gcnuhinittel mitgeben und vergaß ferner nicht, das Mobiliar stellenweise fürchterlich zu demolieren. Das Gericht verurteilte einen der Burschen zu drei Fahren drei Monaten, einen andern zu drei Jahren, die uoei übrigen zuje 2 j Iah - ren Gesängnis. Außerdem wurden ihnen die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von je drei Fohren aberkannt. hingen, Lösungen usw. find zu richten an Schachrcdak ion des ..Gießener Anlegers" Problem ö ungsTournier. PreiHproblem Nr. 1. Don 6. Lvhd Schwarz. ? o n W Orbach «Die Fortsetzung 8.. M SxeS wurde zum Rach teil des Schwarzen au-fchlagen). 50 Jahre hessische Landesbaugewerkschule * Darmstadt, 23. Jan. Gestern und heute feierte die Hessische Landesbaugewerk- schule in Darmstadt mit einer Reihe von Festlich- feiten ihr 50jähriges Bestehen. Einer aus diesem Anlaß erschienenen Festsck^rift ist zu ent- nehmen, daß die Landesbaugewerkschulen aus Hand- werkerzeichenschulen hervorgegangen sind, die als Lehrziel die Meisterprüfung hatten. Auf einer Hauptversammlung des Hessischen Gewerbevereins in Büdingen im Jahre 1875 wurde beschlossen, die Darmstädter Handwerkerzeichenschule in eine Baugewerkjchule umzuwandeln und demgemäß auch das Unterrichtswesen umzugestalten. Im folgenden Jahre trat die Anstalt unter der Bezeichnung „Großherzoaliche Landesbauaewerkschule" ins Leben, zunächst nur mit einer Klasse, der bann in den nächsten Jahren weitere folgten. Leiter der Schule wurde der Architekt Professor Hermann Müller, der heute noch hier im Ruhestände lebt. Sein Nachfolger wurde im Jahre 1906 der heutige Direktor Profestor A. Wienkoop. Im Laufe der Jahre gliederte sich der Anstalt eine Abteilung für Ma- fdjinenbauer und eine Tiefbauabteilung an. In erster Linie werden jedoch auf der Anstalt Architekten augebilbet, unb im Lehrplan nimmt bie hei- matliche Bauweise eine bevorzugte Stellung ein. Die Anstatt hat ftänbia an Umfang zugenommen; ie wirb heute von mehreren hunberi Schülern beucht. Sie hat seit bem Jahre 1906 ein schönes statt- iches Heim unmittelbar neben bem Gewerbemuseum in DarmftabL Weiß. Weiß zieht und seht in zwei Zügen matt. Weiß: 6 Steine Kh3; Db2; Tg5; Lh6; Sc5, e6. Schwarz: 3 Steine Kc3; Tg8. Bg7. Da 4 - c2 Dc2xt5 25. le» -c7 26. Sh6xl5 Tfl-61 27. g7 — gö Tel -c4 28. IcB-bS b2-b3 29. Kg8-18 T61-C1 30. 11)8 - c8 b3-b4 3i. Kt8-e1 Tc4xc5 32. 7e7xe5 TclxcS 33. TcSxcS b4xc5 34. 17-fo Sf3 —64 35. Ke7-67 Kgl-Ü 36. 815-«7 Kfl-e2 37. Se7 - c6 S64xc6 38. K67xc6 e3-c4 39. Kc6xc5 Ke2 —63 40. h7 — h5 h3-h4 41. g6-g5 e4-e51 42. g5xh4 c5Xf6 43. Kc5-66 16-f7 44. K66-e7 K63-e4 45. Ke7xf7 n u n fl der Ausstellun 23 bvä 24,50 1.9475 0.9325 0 > ti 0.95 1H4 182 Janlnoten. HO 181 HO. i Epidemie Chinosol s. 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Es folgten ein Fe st abend im städti- lehr zahlreicher Beteiligung in der Höheren Bauschule ein Ehrenmal für die im Weltkrieg Ge* igllenen enthüllt. Gebrauchs, un) Luxus-Gegenstände, zu Ge- schenkzwecken sehr geeignet, empfiehlt billigst ISS bis 190: (100 Kilogramm): Weizenmehl 35 bis 37,75; Aoggmchl 31,75 bis 36,75: Wetze..l e e 14,50; jiog^e heiz 14,50; Hi.to.icecvlei 52 Lis 66; kleine 6p:i"c:ib"en 33 bis 32; F.:t.er- 178 9 187 183 209 ■80.25 218 122.5 108 65.4 40 Drucksachen aflerArt Meter! In jeder ^ewünKhlen Auictettung stilrein und ordswert die BrAbl'cchc Ueiv. Dfeckcrei. R. Leu«» 2 g 10- 180 76 . 130 | 166 102 75 I «1 146 2a | 272 ! 1789 19,1 185 Zill 157 181.5 219,25 ' 126 108.25 41 68 Elegante Maskenkostüme zu verleihen. Löberstr. 11 p. 420 2*7 I9.J 186 185 180 ft 1 - '3 -U'.z 188 lü 119 148 Katalog kostenfrei von dieser Stelle oder direkt durcbMifa-Werke Nfederineuner fürWe-t<7.7.. 202,75 Päckchen — 4 Stück — 10 Pf. 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War Buriitfn Ob planl'ne und Honigvl riaud ^Werder-.Werder -5 an der Havel (In'', Rraii Vcbrer a. T. (5 Aikcherf. flllllllllllllUUllllllllllllllllb Die Gewohnheit P K.-Kau-Bonbons zu kauen» sollte besonders auch bei Kindern unterstützt werden, weil es viel beiträgt zur Reinhaltung der Zähne und der Mundhöhle und zur Befestigung des Zahnfleisches. Angenehm duftender Atem Ist ein sicheres Zeichen eines ge- , pflegten Menschen - man kaue r.K.-Kau-Bonbons,besonder? nach den Mahl-.eiten und nach dem Rauchen und Trinken. crbsrn 22 bis 25; Peluschken 22 bt3 23; Ackere bohrten 20,50 b s 21,50: Wicken Lupinen, b.au, 15,50 bis 16,50; Lupinen; gelb; 17 viS 18: Serradelle, neu, 32 bis 34; Aaps- kuchen 16 20 bis 16,30: Lei tuchen 20,70 bis 21, Trock mchnihel 11.60 bis 12; Soyaschrvt 19,20 bis 19,50; Kartofselsloaen 30,30 bis 30,60 Mark. Berliner 6-Tage-Rennen LORENZ -TONANI ■ ff SIEGER aufMlta fc :: Echter schweres Bteittittall schöner tiefer Schliff Mtfa-Fabrik-Vorkaufsstelie: Gießen, Neuen weg 4 S^s»'C:a c y-M ImIm ist laut Zeitungsnachrichten von Südwesten hier im Anzuge. Beste Schutzmaßregel : Dreimal täglich mit Chinosollösung gurgeln und Nasenspülungen. Chinosol ist in allen Apotheken und Drogerien vorrätig. Versuchspackung nur 60 Pf., große Packung (vorteilhafter) 2 — RM. Gebrauchsanweisung liegt bei. Alle Packungen sind bestimmt \ 01 rrttifr in der Kaiser Drogerie ERNST NOLL. Lindeunlatz 5. U4m Haben Sie Grippe und wollen Sie die Aneteckungs- gefahr nahezu unmöglich machen, dann helfen Ihnen bestimmt 5% TeuHcfie Reichsan cil>e . 4% Deutsch«: Rcichsanlciye . 37»% Teutsch.- Reich anlet-ie Tratsche Mkictid mleine ■ Tcuhche ^varpr.nniciianlcide 4'7O ivreuvischr JloiifoU . . . 4uo Hellen 3'/■?/.. Hellen 3% Hessen . Deutsche ^ertb. Dollar Ani- dto.Toll Schatj^nneiing. 4°/u «iolltnrlen . 5% ÜMtiiicrtfaner...... 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Linde, Berlin W 10, Wien I. — Das Werk behandelt nur die den Schuhmachermeister betreffenden Bestimmungen aus h n verschiedenen Steuergcsehen in kurzer, gememverständlicher und boc) in erschswfender Welse. Eingefugte Erläuterungen und Bezugnahme zwischen den eiazelnci, Gesehen erleichtern dem Schuhinad-erm.i.er das Bersländnis. Gine übersichtUche Tace l' für ben Steuerabzug vom Arbeitslohn nebst vielen Bei- spielen ermöglichen die rasche Berechnung dcS Steuerabzuges auf einfachste Weise. A. fchliehend enthalt das Werk eine Anleitung zur Buchführung, die in beigefügten Mustern einer Kassenbuches, Kundenbuches, Lieferanten- und Lohnbuches klar veranschaulicht wird. Das aus der Praxis eines Handwerter-Teeaters für die Praxis geschriebene Buch will den Echu^mach.r- meister in den Stand sehen, aus dem wichtigsten Gebiete ihres Geschäft s in der Buchführung und beim Berkehr mit den Finanzbehörden, selbständig zu wirken. 13 Frankfurter Artreid.bFrse. Frankfurt a. «DL, 25. Jan. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,50 bis 29,75 Mk.; Roggen, inländischer, 26 bis 26.25; Sommergerste für Brauzwccke 26 bis 27,50; chafer, inländischer, 21 bis 21,75; Mai», gelb, 18,25 bis 18,50; Weizen- mehl, inländisches, Spezial 0, 40 bis 41,50; loggen- mehl 37,50 bis 38; Weizenkleie 13 bis 13 25; Roggenkleie 13,25 bis 13,50 Mark. Tendenz: fest. Brrlrner Provuktenlr^rse. Berlin, 24. San. Sm Berliner Getreide- markt gestaltete sich bei Wochenbeginn die Tendenz für Weizen ruhig bei etwas gesteigerten Forderungen für Snlandsware und auf leicht erhöhte Eifmeldungen. Die besseren Liverpoo- ler Anfangskurse liehen die Kaufneigung In stärkerem Matze hervortreten, während sich Abgeber vorsichtiger verhie.ten. Lie erung wurde durchweg 50 Psg. übet letztem Stand notiert. Für Roggen zeigt sich anhaltender Bedarf der hiesigen wie auch der Provinzmühlen, so batz das kleine Angebot die heutigen Steigerungen von etwa 1,50 Mark vollauf rechtfert gt. Gerste ruhig. L.'digiich Brauware leöha ter gefragt. Hafer fest. W.'izenmehl still. Bon sonstigen Ar- titeln behauptet Kleie ihre Fesilgkeit. Es no- l erten (1000 Kilogramm): W.izei, märkischer 204 bis 268; Roggen 247 bis 251; Sommergerste 217 bis 245; Wintergerste 194 bis 207; Haler märk.scher. 183 bis 194: Mais, loco Berlin. Nnndfunll-Programm bc.t ^rank^irtrr ScuderS. (Aus der.Radio-Umschau-.) Mittwoch, 26. Januar. 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Fugend. 4.30 bis 5.-15 Uhr Moniert d-s Ha irorchesters: Neue Tanzmusik. 5.15 bis 6.05 Uhr: Dle 25üd;erftunbe. 6 30 bis 7 Uhr: „Nietzsches Idee von der Umwertung aller Werte", Vortrag von Pfarrer Clemens Taecler. 7 30 bis 8 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 8 dis 8 15 Uhr: Senckenberg Viertelstunde „Tagesfragen und D-antwortung von Briefen", Referent Professor Dr. Drevermann. 8.15 bis 9.15 Uhr: Violinkonzert. 9.13 bis 10.15 Uhr: Uebcrtragung aus Mannheim: Pfälzer Mundart-Abend. ~ tl 6 s 280 221.5 2*8,2» 19.;,7ft ISj.ft l!?5 i 1 ix: 1 IM 1U ßi IH1J5 195, ü I« 195.7 . i9H 76 212.5 161,9 93 .'.’6.25 Ifti 4 12' ZS 1 '48 » 272 75 ’ 223,5 195 25 — 1162 75 174,62 = SoA0' Eg B ■C>< CB «, E u' W aut 161 ttnb charpener auf 210 Prozent zunick Die übrigen Akiienwerte schwächten sich durchschniitlich um tiroa 2 Prozent ab. Der Geldmarkt blieb wciter außerordentlich flüssig bei vollkommen unveränderten Sätzen. 2m Devisenoerkehr stellte sich die Neichsmark gegen das Pfund auf 20,4775 und gegen Kabel auf 4.2185. Die übrigen Valuten waren nicht wesentlich verändert. Mailand gegen London schwächer. Börten karte. Farbenhaus ö. Minski & Co. Ploc-ketraßü 10 Tel. 1216. Wirtschaft. • D i e neue Reichsanleihe. Die der Demokratische Zeitungsdienst erfährt, ist beabsichtigt, insgesamt 500 Millionen neue Reichsanleihe aufzulegen. 200 Millionen sollen auf die öffentlichen Kassen verteilt werden, während 300 Millionen auf den Markt gebracht werden sollen. • D i e Grotzhanvelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 19. Sanuar berechnete GrotzhanlxlsinLexziffer deS Statistischen Acächs- amtes beträgt 136.0 unb ist ge.ienürer ter Borwoche um 02 v. gestiegen. Die Sndexziffer der Agrarerzeugnisse yat bei steigenden ©:tre'"De- und Kartosfelpreiscn um 0.6 v. H. auf 140.2 angezogen. Die Sndexzisfer für induftr';elle Rohstoffe und Halbwaren hat sich weiter leicht auf 129.1 erhöht, während die Sndexziffer der industriellen Fertigwaren mit 141.6 keine Veränderung erfahren hat. • Wachsender Außenhandel In deutschen Bureaumaschinen. Line rcch t aktive Außenhandelsbilanz weist die deutsche Tu- reaumaschinen-Sndustrie aus, die allerdings erst seit dem Sahre 1924 aktiv ist. Während nämlich diese Sndustrie in 1913 6810 Dz. Bureau- ma sch inen exportierte — für 1913 ist die Stückzahl der Maschinen nicht zu ermitteln — gelang eS ihr, den Export in 1924 auf 11 902 Dz. und 75 655 Stück, in 1925 aus 11 920 Dz. und 74 769 Stück und In den ersten 11 Monaten 1926 bereits auf 11 454 Dz. und 81 097 Stück zu erhöhen. Die größte Anzahl und das höchste Gewicht beanspruchen dabei jeweils Schre'.b- mafchinen. Frank' rrtc _.>rse. Frankfurt a. M., 25. San. Tendenz: abge« schwächt. — Nach festem Dorbörsenvertchr war der imtllche Beginn bedeutend ruhiger und ü 0 e r w i e» q e n b zur Schwäche geneigt. Die noch cor* 'legenden Publikumskaufaufträge wurden durch die >iealisationsabsichten der Spekulation, die tereits in den letzten lagen stärker heroortraten, verdrängt und brachten auch an den Hauptmärkten ituias a.'geschwächte Kurse. Besonders heimische Anleihen unterlagen stärkerem Druck, da nach einer ruhigen Betrachtung die Neubesitzcr von Kriegsanleihen und den übrigen Reichsanlcihen na* :urlich nicht durch einen evtl. Umtausch ihrer 2ln- leihen in dis neuaufzunehmende 5proz. Neichsanlcihe berücksichtigt werden können, Kriegsanleihe ging von n,975 auf 0,920 zurück. Am Montanmarkt verstimmte, daß die Haltung Englands in der Frage des kontinentalen Eisenpaktes ernste Schwierigkeiten erwarten liäßt. Buderus und Harpener je minus 3, Mannesmann minus 2,5 Prozent. Nur Phönix auf Dividendenhoffnunaen plus 1 Prozent. Von Bankaktien büßten Darmstädter 8, Commerz 2 und Dresdner 1 Prozent ein. Die Metallbankgruppe schwächte sich um etwa 4 Prozent ab. E l e k t r 0 a k - tien uneinheitlich und auf Realisationen über* wiegend schwächer. Fest lagen nur AEG., Felten und -vchuckert. U.*®.* Farbenindustrie ruhig und eher abgeschwächt. Scheideanstalt minus 2,5 Prozent. Von variablen Werten schwächten sich Auw- aktien ab mit Ausnahme von NSU. Bauaktien uneinheitlich, Wayß & Freytag plus 2,5 Prozent, Holzmann minus 1,75 Prozent. Für Maschinenwccte verstimmte die Kündigung des Lohnabkommens im Frankfurter Bezirk. Deutsche Renten durchweg schwächer. Fremde Renten noch lebhaft und teilweise höher, besonders Türken. Der weitere Börsenverlauf brachte eine allgemeineAbschwächunq. Am Montanmarkt gingen Rheinstahl auf 221, Stahltrust Brrlincr Börse. Berlin, 25. Jan. Die Tendenz war, da eine nennenswerte Unternehmungslust nicht aufkam, u n - einheitlich und eher schwächer. Eine Aus* nähme bildeten Bank für Brauindustrie, die sich unter Hinweis auf die Hsherbewegung der Brauerei- aktien um 7 Prozent befestigten. Trotz zahlreicher Entlastungsabgabeu, die wohl im Hinblick auf den bevorstehenden Ultimo vorgenommen wurden, war ein widerstandsfähiger G r u n d t 0 n unuerlennbar. ) 9675 u 91 0.965 9,91 ■1.9625 I 11 95 1.01 | 0,93 lllsf es ea L ha a.E P=c= Frankfurt a.M. Berlin *| l'übr. für» fiur« si)tub.|?infana tt-rs 1 q't-- Tittr-n: a. t j 25 1 24. 1. 2: 1. <4 Jan. rS Ian. X«nitlid)c "Jlori ranj Ämttnhi? V2otienni.; "eid VrtCT flntft - Mi du 168,14 168,1-6 I6N.44 I6.s,b6 Bun-^liret 1.741 1.745 1,741 I..46 '^ris. .Nntm 59,011 -8.:i 04.2,05 .56.735 tibriitiinh 1117.45 ii'7.; 1 i'17.67 l"7.».i Jlov.’i'bno.i 112,31 112..9 112.30 ll2..',U Ctockbolin 11;. 4 5 112.73 112.44 112,71 £ielfntafor>5 Citatifii. . 10,69 18.21t 10,64 IN. 24 10,505 19,1155 10,6715 18 I" > Vonboit. . . .0.451 20.501 0.447 .0.499 cunork . . 4.2135 L22.15 4.2135 4.22'.. PiuiS. . . 16.715 16.745 '6 fiN 10,72 Eldw.Ui . . >1.165 et. 6. 1, ft ■>1.35 Svn i.'N . ssavnn . . . >8.55 31?..53 19.04 2.1154 .'.053 2.057 ■hto be st-in XJici in T '■405 -■4V7 494 0.496 Ceft. abgci: 69,47 J9.M »'•'. 47 59. «| Praa . . . 12,475 >3.5,5 '2.477 12,514 Bclirad . <.ll . '.4>3 7.413 7.4.3 Vudav.''t. 73 67 <3.NJ 23.67 73.85 Bul arten ■ ."37 3,1147 3.015 4,055 i'illabon ^,'6. .1,61 21 66.i 1.61 . Tanuq. . 81,. 9 ->1.79 61.59 61,78 .Ho 11 ft ntin 2.12.5 2,135 .125 .-,135 Silben. . . 5.41 5 50 5.11 5,50 Canada 1.262 4.212 4,2'61 4.212 Um uan 4 2 4) 4.2.i> 1 24 Cairo 20.161 21.016 .0.964 21,01« Berlin, 24 Inn Wen? Bne' ?imcrtranifrt)f *JZo:ee..... 4.199 4,219 ^rlaische ‘lloun ....... iÖ.A 2 H2 Tnni'rflf '.Voten ...... •11.97 112.53 ffnnlifdv Olpifrt ...... 20,4 ii <0,513 Frnn;oniche 'toten ...... 16.74 16 »2 vollcindllche Violen...... 16» 1.3 Ito»; italienische Meten...... 13 34 16.44 'lioriveqi'che Noten..... • 18 107.72 Deutsch r.efterr .5100Kronen 19.3» Jti.65 Num-iniiche Noten . , . -.20 2,24 Schwedische '.'toten . . . . ,12,12 HZ.to Schweiler Woreit..... »1.10 61.66 Lvan'sch- Noten....... 66.11 60.43 Tschechoitowolischc Noten . ■ 12.453 12.613 Ungaitfdjc Noten 79.61 7».-7