Sreitag, 24. Juni (927 IT7. Jahrgang Nr. 145 Erster Blatt Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Dnid Derlei: vrühl'fche U»tversttülr Such und Steinöniderei L. Lauge tu Gietzen. rchnfiteiluug uud SeschäflrfteNe: SchulNrafze ?• SllA)B( Ml lljdltl |ü »le logeenxeimcr bl» iutn Viod)mittag vorder. Preis t»r 1 mm hthk fit Hnjeiqcn von 27 MM Breite Örtlich S, aesmärt» 10 Keich»psenn,g- |üt Be- hl«me*nteigen ron 70 mm Breite 36 Xeid)»Pfennig, platzvorschrift 20' mehr. Cbefrebaiiteu: Dr. ftnebr. Wild Lange. Berantwsrtsich tut Bclitt» Dr Jr. Will) Lange, für Feuilleton Dr H Ihyriot; für bei übrigen leti Ernst Blum'chein, für ben Rn» jeigenleil Hurt Aitlmane, lämtlid) in Giesten Erscheint täglich,-Mtz«' Seiartag» unb 3t Wenn dte Ruhe und der »rnfi. mit dem tne »rfiärung ©trete- manns im Reichstag aufgenommen wurde, ein Maftftab für den (Prob dec erreichten politischen Schulung M Volke» und des Parlament« find, io haben ttnr fchon einen bemerkens werten Stand dreier Entwicklung erreicht. Wn gewiffer örnft in der La« ist unverkennbar, unb die ohne feinen gewohnten rhetonfchen Schwung gegebenen Torleguiivim Pt. Sne'emanns. die aber dafür umsomehr Nachdruck auf fachliche Feststellungen .Men konnten, trugen von dem Bewusttsein dieses Jrnstes. «ein ikrsuch die Dürftigkeit der dies- maligen Genier Rat-ergebnilse zu verschleiern, kein Beriuch. durch Äraftmeiertum ober Unter- fkreichen dieser und jener Vtcblingiibee Beifall iu erringen schlicht und nüchtern werden an- einandergereiht der Verlauf und die Ergebnisse der Befprech>>ngen über da« Rustlandproblem. über die allgemeinen Friedens! ragen und die einzelnen Punfte der Genfer Ratstagung, um zu gipfeln In einer lehr deutlichen, wenn auch konzilianten Antwort auf die unerfreuliche Rede Poincar^s in Luneville. Sitzungsbericht. Die Tribünen finb überfüllt. 3n der Diplomatenloge wohnen die Vertreter der fremden Mächte den Verhandlungen bei. Präsident Lobe eröffnet bk Sitzung um 15 Uhr. . . Ä Auf der Tagesordnung steht hte Entgegennahme einer Regierungslrllärung über di- auswärtige Politik In Verbindung mit den 3nter- pellahonen der Regierungsparteien, der Sozialdemokraten und der Kommunisten über die aus- loärtlV Lage. Reichsminister Dr. Slresemann: Der Abbruch der diplomalifchen Beziehungen zwischen England und Ruhla nb ist ein Vorgang, der für die gesamte internationale Lage von größter Bedeutung ist Deshalb ist auch in Genf über dieses Thema zwischen den Derire- lern der beteiligten Regierungen und mir vertrauensvoll und offen gesprochen worden. 3ch habe schon in der letzten ReichstagSdebatte getagt, das, sich an unterer bisherigen Austenpolitik nichts ändern werde, die durch die abgefch!offenen Vertrüge, besonders die vertrüge von Locarno und Verlin. und den Eintritt in den Völkerbund charakterisiert ist. ?,Weisel darüber, ob wir im Ausland Verständnis für den Sinn unserer Politik gewinnen, sind trotzdem ausgetaucht. 3ch kann 3hnen auf Grund der Genfer Velprechiingen mit aller Bestimmtheit versichern, dah sich auf keiner Seite Veit rcbungen bemerfba1- gemacht haben, uns von dieser Politik abzudrängen. 3m Gegenteil haben die Genfer Verhandlungen dazu beigetragen, dah rvti Verständnis und Anerkennung finden. Ich kann aus das bestimmteste erklären, dah mir non einer Koalition gegen Sorojet- rublanb nichtS bekannt geworden ist. 3ch habe vielmehr die Ueberzeugung gewonnen, dah alle in Betracht kommenden Staaten volle Handlungsfreiheit erhalten wollest, ihr Verhältnis zu Ruhland seldstänNg und nach Matzgab' ihrer individuellen 3ntcremen zu bestimmen (Lachen bei den Kommunisten.) Sine 3nterven wn in die inneren Angelegenheiten des russischen Regimes kann für uns selbstverständlich nicht in Betracht kommen. Ebenso werden wir auch in Zulun!t allen Versuchen mit größter Snt- 'chiedenheit entgegentreten müssen, die sich etwa •on außen gegen unsere eigene Staats- ♦ o r m richten Darin beflnbrn wir un» in Uebetfinilimmung mit allen anderen Staaten, dast wir einer roeit- rroolulionären pro’,'jgu;i>a cntschicdencn Wider stand entgegensetze., werden Aber das ist nicht itra dir Folge c.ncr ausdrückiiä-en oder ftitl- ichw-igenden Vereinbarung, sondern die rein tatsKhsiche Jolge de» elementaren Gesetze» der Selbflrrbattung. Unter« Lage verlangt tu w.nschaflliche 3er- Inupfimg mit unseren Rachbarländern Wenn wir dam.t rechnen sollten dah ein grobes mäch- ligeS W'.rtschaftsgeNct von Deutschland etwa abgeschlossen werden sollte in den allgemeinen W i rilchastsbez ehungen. so wurden wir bann ine Gesährdung der Lage in ganz Europa er- licken Rur die Universal.tät der Beziehungen Her Völker, der Austausch geistiger und wirt« chistlicher Werte, kann für die Menschheit von Ruhen sein Von irgendeiner gegen e.nc Macht erichteten ?<..on würden alle Mächte Schaden oben Dieser allgemein europäische Standpunkt ist auch der spez ell deutsche Standpunkt. Zwei Spannungsmomente hat die letzte Zeit gebracht denMord an dem russischen ©e- sandten in W a r scha u und den Abbruch der diplomatischen Veziehungen zwilchen 3 u aofla - Wien unb Albanien. Es war zu befürchten, dah der Gefandtenmord in Warschau zu einer ausi er gewöhnlichen Spannung zwischen Ruhiand unb Polen führen könnte. Auf Grund unserer t.^r- reften und guten Veziehungen zu Sowjetruhland waren wir berechtigt und verpflichtet, in freunb- fchaftlicher Weile die Vertreter Svwjetruhlands darauf hinzuweisen, dah der bedauerliche Vorfall nicht zur Verschärfung der europäi- fchen Lage führen dürfe Wir wollen den Frieden und befinden uns damit in Ueberdnftimmune mit der Auffassung, die in den Genfer Ve- sprechungen einmütig zum Ausdruck gekommen ist. Wir haben inzwischen mit Defried.gung seststellen können, dah die Regierung von Sowjetruhland nicht die Abficht hat. Nelen Fall irgendwie au ver- scharf en. wenn die Haltung der polnischen Regie- nmg dieselbe bleibt, wie sie bisher gewesen ist. Beim Abbruch bet Beziehungen zwischen Ingo- slawien unb Albanien hat die Hcid)srcglerung auf Grund von Besprechungen mit England bc- schiosfen. jenem Komitee in Belgrad beizutrelen. da» im jalle von Grenzstreitigkeifen die lat fachen feststellen unb badurch zur Entspannung bei fragen soll. 3n ben Besprechungen in Gen» würbe eine Einigung darüber erzielt. Jugoslawien unb Albanien Vorschläge zur Lösung der Fragen zu machen, die zum Abbruch der Beziehungen geführt haben, and die normalen Beziehungen beider Länder wieder Herstellen zu können. Ich gebe der zuversichtlichen Erwartung Ausdruck, dah daS Zusammenwirken von Sngldüb. Frankreich. Italien unb unS dieses Ziel erreichen wird Der Völkerbundsrat hat in dem Sinne der von mir vorgelchlaqenen Snischltehung der Reichs reg lerung zur Durchführung der Beschlüsse ter Weltwirtschaftskonferenz entschieden. Inzwischen ist auch ba» Cumii-: e Vertragstreue zu bezweifeln. Er kann der beut- fchen Oesfentllchkeit ben Beweis sriner gut n Michten erbringen, weim er seinen arosien per- fönlichen Sinfluh dafür einfegt und brispicis- weise zunächst in der Frage der Truppenreduktion Genugtuung verschafft. (Lebhafter Beifall.) Wa» ist nun ba» Ziel polncarie? Ruhrpol.tik ober Locarno? Lin» ober ba» anbere Ist möglich, aber nicht ein» unb ba» anbere. (Sehr gut!) Die Geistesverfassung der überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes ist in dem Maste dem Geiste der Verständiaung gefolgt, wie die europäischen Verhältnisse sich entwickeln. Sie Hal der Ruhrinvasion Widerftand entgegengesetzt und daS DaweSabkommen angenoin nen. DaS deutsche Volk wünschte den Weg noch Locarno unb nach Gens, bearübte den Gedanken ber französischen Annäherung. *2Dcr einen Beweis dafür wünscht, rufe sich die Huldigungen ins Gedächtnis, die Herriot in Frankfurt am Main zuteil wurden. Das deutsche VolL ist bereit, bic Hand zu erfassen, aber nicht d i e Ha n d de» Siegers. (Sehr wahr! bei ber Mehrheit.) Immer spricht man unS von der französischen Sicherheit. ES gibt aber keinen verantwortungsvollen Menschen in Deutschland, der so verbrecherisch wäre, Deutschland in einen Krieg gegen irgendeine Macht nn Westen oder Osten zu hetzen. Wir tooflen aber endlich acht Jahre nach dem Kriege die Wieder- herstcllungderdeutfchcnSouveräni- t ä t. Wir toolkn ein friedliches aber ein freies Volk fein. (Beifall.) Gebe man auch dem deu.sch n Rheinland den Frieden, auf den eS einen berechtigten Anspruch hat! Unser Volk ist schwer enttäuscht, weil wir in bezug auf die Gesamt« lösung stehen geblieben, ja zurückge- w o r f e n worden finb. Unsere Stellungnahme ift Her, aber an Frank reich haben wir Die «Trage zu richtens Wohin acht dein Weg, Frankreich? Soll der Gellt der Kriegspsychose di-ig dauern oder wählt ihr die Devisen Für Stieben und Freiheit? Richt nur vir, sondern alle Völker. Ne den Frieden wollen, warten auf Antwort. (Stürmischer Beifall. ReichS.'anzler Dr. Marr reicht hem Redner glückwünschend die Hand.) rHbg. Dr. Haas (3 r.): Kein Doll kann er ertragen, dah fein Gebiet ron einer fremden Macht be etzt bleibt, nachdem die Voraussetzungen hierfür längst andern Der- hältnisfen Platz gemacht haben. (Sehr richtig I) Rach ber Annahme deS DaweS-Gutachtens. an- aetichtS feiner reibungslosen Durchführung, nach dem 2lbtchlust Nr Locarnoverträge und dem Eintritt in den Völkerbund hätte die letzte» Stunde fremder Befayuna auf deutschem Boden (ofort schlagen müssen. (Erneute Zuftim:..ung_- Richt einmal Die Verminderung Nr BelatzungStruppen ist durchsllubrl worden, auf Ne Deutschland einen unbestreitbaren Anspruch hat. Wie gedenken Ne Drei OkkupationeMächte eS mit Der Ehre NS gegebenen Wortes zu vereinbaren, dah Ne Zu ege vom Rovembcr 1925 heute noch nicht erfüllt ist? Mit stärkster Enttäuschung entnehmen wir aus Nr Rede des ReichSauhen»7cknistcrS, dah cs nicht gelungen ist. die diesem Ziel N nen* Nn Genfer Besprechungen zum Abschluh zu bringen. Dir erwarten bestimmt, dast eS Nr deutschen Außenpolitik gelingen wird. Ne Einlösung diel es längst fälligen Versprechens end- sich AU erreichen, und zwar ohne deutsche Konzessionen (Lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit.) Denn der Grift in der Rede P oincar^s tum beherrschenden Agens der sranzö'ilchen Po- 'urk werden sollte, dann arürde allerdnrgs di« Hoffnung auf eine vertrauensvolle Zusammen- rrbeit der beiden Rachbarmächte und «int dauernde Befriedung Europas auf gegeben Derben müssen, barm würde das Derk von Locarno -usammenbrechtn. nicht durch deutsche Schuld i Lebhafte 3uflinur jna bei der Mehrheit.) Die bedeutungslosen Beftbe^^änb‘, der Abrüstung können keinen Grund dafür abgeben. Deutschland in Verzug zu erklären Dir geben der Erwartung Ausdruck, datz bte Reichs reg'.erung sich auch weiter neben der traft- rollen Geltendmachung deutscher Recht' von dem ''rur.fcjebonfen der Bert ragst tue. e'-r sichern Ver- 'ländiaungs willen und loyaler Mitarbe k in den Einrichtungen der Völkerfolibarttät leiten läht. Trotz herber EnttäuschunTen ist Deutschland bereit. biete Politik tatkräftig fortzu letzen. Aur trenn dem guten Dillen Deutschlands b i e ® e- flnnung der übrigen Locarnonatio- nen entspricht, nur wenn auf dem innerlichen Festhalten an dem Locarriogedanken ohne längeren Verzug die Taten erwachsen. wrlche die übrigen Vertragspartner uns schulden, nur dann wird die zur Zeit bestehende Spannung, .die Är;f 6 des Locarnogedankens". bald Über- trunden und der Deg für die europäischen 'Bölter frei fein zu gemeinsamer und aufrichtiger Aufbauarbeit. (Lebhafter 'Beifall) Abg. Dr. Breltscheid (S03.). Als einzigen Erfolg haben wir in Gens die Beteiligung Deutschland» and er Mandatskommission erzielt Dir lehnen aber ganz entschieden ein Hineinziehen Deutschlands in die internationale Kolonlalpolitik ab. die gerade jetzt, wo die Böller der Kolonien erwachen, grofp Gefahren in sich bergen kann. Demi die deutschnatlonale Presse über bie 6r- folglosiakeit der letzten Genfer Tagung spottet, lo muh einmal gesagt werden, bah wir von dieser Genfer Tagung nicht mehr für Deutschland erwartet haben. Wir Sozialdemokraten brauchen nicht zu wiederholen, dah । ir den Anspruch aus die vollständige Räumung des Rheinlandes für ein Recht Deutschland« halten, bas mit der Frage der Ostfestungen nichts zu tun hat. Die Rede Poin- cares unterschied sich vorteilhaft von feinen ota- torilchcn Leistungen von vor drei Jahren, wenngleich fie höchst unklug war und den Gegnern der Verständigung Wasser auf die Mühle lieferte. Ein Staatsmann muh die Fähigkeit haben. Au vergessen. Diese Fähigkeit hat Poincare nicht, während unser Minister. Dr. 5ire|cmann doch feine Reden so gründlich ver- tesfen hat. iHclterte.t.) (Zu den Deutschnatio- ■lalcn). Sie lind als Regierungspartei Dort ver- .ntwortlich für die Auhenvolitik. für die Zer- lörung der Oftfeftungen. für die Verzögerung der Ryeinlandräumung. (Lauter Widerspruch bet den Deutschnationalen. Zuruf: VersaillesI). Warum zerreitzen Sie den Versailler Vertrag nicht? Weil Sie dazu nicht stark genug sind, machen Sie bie Locarno-Politik mit. Sie reden brausten anders al» im Reichstag. Die Austenpolitik Stresemanns verfolgt sicher andere Ziele alS bte der Sozialdemokratie. Aber wir unterstützen sie. weil wir von ihr einen möglichst langen Waffenstillstand erwarten. (Beifall bei den Sozialdemokraten.) Die Fortsetzung der austenpolitischen Debatte wird auf Freitag vertagt. DeamlenKundgebrmgen in Berlin Berlin. 23. Juni. (WTV.) Heute abend fand im Lustgarten eine Kundgebung statt, an der etwa 50 000 Mitglieder des Deutschen Be- amlenbunbes teilnahmen. um gegen die Verschiebung der Vesoldungserhöhung au protestieren. Rach den Reden wurde eine (3nt- fchliestung einstimmig angenommen, in der u. a. qcforb ri wird, dah die Besoldungserhöhung bie B< imten in d.m unteren Gruppen sofort erfolgt. Die Versammlung, die einen ruhigen Verlaus nahm.' wurde vielfach durch Kommunisten gestört. Auch der Bund der höheren Beamten plant eine Kundgebung, in der er darauf Hinweisen wird, bah die unhaltbar gewordene wirtschaftliche Lage aller Beamten eine weitere Hinausschiebung der Besol- bung-reform nicht zulasfe. Die höheren Beamten sind der Ansicht, dast sich parlamentarisch ein Weg finden lassen müsse, um die Besoldungs- refoun. die seit mehr aiS zweieinhalb Jahren versprochen sei. sofort durchzuführen. Jede Zwischenlösung müsse die höher? Beamtenschaft ablehnen. (Einigung in der Aufwertungsfrage. Berlin, 24. Juni Die Regierungsparteien haben sich mit der Regierung In der Frage der gestern in ist nbereingekommen, dah bei der Einsetzung in den vorigen Stand Erleichterungen Platz greifen teilen, dah ferner in der Frage der Anleiheauswertung ne Heraufsetzung der Bedürftig- citSgrenze von 800 auf 1000 Mark erfolgen. >"ah drittens die Verzinsung der ausge- rieten Hypotheken nicht am 1. Juli (. sondern am 1 April 1926 beginnen soll und . st viertens bei Restkaufgeldern aus dein Jahre 1921. soweit die ersten drciviertel Jahre in Frage kommen, eine Aufwertung im Höchstsätze von 400 v. H. und sobald tki< letzte V ierteljahr in Frage kommt, eine Aufwertung im Höchstsatz von 600 v. H erfolgen soll In Goldwert umgerechnet ergibt diese Aufwertung einen Satz von 25 v. H. Keine Verlängerung des Sperrgesehes. Berlin. 24. Juni. Die Regierung hat befchteffen. daS Sperrgesetz nicht zu verlän- -Ktn. Sie ist zu diesem Entfchlutz gekommen, nachdem sämtliche ehemalige Fürstenhäuser durch bre Bevollmächtigten haben erklären lassen, dah he bis zum 1. Dezember laufende Prozesse -licht aufnehmen und neue Proiesse nicht anhängig machen werden. Man nimmt an. dah Xe bis zu diesem Termin noch ausstehenden Streit:gleiten zwischen Ländern und Fürstenhäusern — es handelt sch um die Länder Thüringen und Württemberg - auf dem Wege des Vergleichs bei gelegt fe n wer- vn Die Regierungsparteien werden sch mit ' der Regelung wohl einverstanden erklären. Hindenburg und die Schweizer Sozialisten. Bern. 23. 3uni iDB> Ar.lätzlich der Beendigung des deutschen Hfl's wertes hatte im vergangenen Dimer der deutsche Gesandte Dr Müller einen Empfang vrran stallet. Hierbei gedachte Bundespräsident Motta les deur'cher Reichspräsidenten, in besten Barnen rertfciebencn IchIeizerischrn Persönlichkeiten zum Aufdruck des Dankes künstlerisch: VlaSlenster übergeben wurden. Bundespräsident Mo:ta verglich habet Hindenburg mit den allen germanischen He den und zollte ihm seine Verehrung. Diese Rede wurde von Sozial» demokraten kritisiert. »anenl.ich der Aufdruck .Verehrung'". Bei der Beratung deS Ge'chäsislxrichtes kamen mehrere Svzlakven o- traten auf diese Red? zurück Bun des Präsiden! Motta antwortete, Hinde.rburg habe den Fr r- den unterschrieben etn schönes Beispiel von Opferbereitschaft- Er let in 6teg und Biebttiy bei 'einem Heere gestanden und verdiene die gleiche Achtung wie andere Heerführer. z. B Aoffte und Foch. Er habe sich bann in schönem Eifer dem Vaterlande zur Verfügung geftellt. als bie Republik ihm die Prüsidentscha t an trug und fei auch hier seiner Pflicht getreu r.achge- kommen. Der an einer AchtungSbezrugung einen deutschen Manne gegenüber Anstoh nehme müsse von Feindschaft verblendet sein. Der deutsche Gesandte, auch Sozialdemokrat, habe nach der Rede dem Bunt es Präsidenten warm gedankt. Der Bundespräsident Motta habe seine Pflicht getan und weise bte Vorwürfe zurück. Vertreter der deutschen Auhenhandelskammern beim Reichspräsidenten. Berlin. 23 Juni. tWolff.) Der Reichs- Präs t d e n t empfing heute im Anschluß an die Hamburger Tagung des Deutschen Industrie- und HandelStages die Vertreter der deutschen Auhenhandelskammern. darunter bie Präsidenten der deutschen Handelskammer in Spanien, der deutschen Wirt- schastskarnmer für Oesterreich, der deutsch- italienischen Handelskammer in Mailand, den Delegierten deS deutschen Bundes in Batavia, der deutschen Handelskammern in Buenos Aires. Valparaiso und Rio de Janeiro und bie Vertreter der deutschen Handelskammern in China und Japan T>:r delegierte der deut'chen Handelskammer In Buenos Aires gab dem Reichspräsidenten gegenüber der besonderen Verehrung Ausdruck, die daS AuSlanddeutlchtum ihm entgegenbringt, der ein Vorbild dafür fei. wie man Vergangenheit und Gegenwart des Vaterlandes in der Arbeit und Im Staat ohne Rücksicht auf bie parteipolitische Einstellung vereinigen kann. Der Reichs- präsident erwiderte mit Worten deS DankeS und der Anerkennung für bie unter solch schwierigen Verhältnissen geleistete Aufbauarbeit be r beuts chen AuSlandkaufleute und der Auslanddeutschen überhaupt. Er gab der Hosfnung Ausdruck, dah die Tagung In Hamburg mit dazu beitragen möge, die Verbindung zwischen den AuSlandhandelskammern und dem wirtschaftlichen Band bet Heimat zu festigen unb dah der Arbeit der AuSlanddeutschen die verständnisvolle Mitarbeit der Heimat nicht fehlen werde. Er bat bie Vertreter, allen Deutschen brausten seine herzlichen Grütze unb den AuSbruck treuen Gedenkens zu übermitteln. Die Deutschen in Neuseeland. London, 24. 3unt (WTB. Funkspruch) .Daily Mail" zufolge hat bie Regierung von Reufeeland beschlossen, eine Gesetzesvorlage einzubringen, bie bie während deS Krieges gegen Angehörige feindlicher Staaten crlaffenen G' setze bezüglich Beschästigung in der Industr?. Erwerbung von Land. Einwanderung ufw. auf- hebt. Auch daS Ehescheidungsgesetz. wonach eine britische Staatsangehörige, bie mit einem feindlichen Ausländer verheiratet ist, sofortige Ehescheidung einleiten konnte, teil wieder abgeändert werben. Cosgrave wieder irischer Ministerpräsident Dublin, 2 Anlählich der Heu- tigen Parlamentseröffnung herrschte in der Stadt grobe Bewegung. Die Anhänger de Da- lerne trafen aus allen Teilen Irland» in Automobilen ein, die die Aufschrift truaen: Schafft den E i d ab!" (den Eid auf den König). De Da- iera und die anderen republikanischen Abgeordneten wurden alsbald nach ihrem (Eintreffen im Parlament in ein Kommissionsberatungszimmer geführt. Da sie die Ablesung des Eides verweigerten, gab der oberste Beamte des Parlamentsgebäude» Befehl, alle Türen zum Sitzungssaal zu fchliehen und zu bewachen. Um 3 Uhr begann die Sitzung des Parlaments. Cosgrave wurde zum Präsidenten der vollziehenden Gewalt w i e berge w ü h 11. Kurz nach 4 Uhr verliehen de Dalera und leine nächsten Anhänger da» Parlaments- gebäube. Der Balkankonflikt. Dir Demarche der Grossmächte in Belgrad und Tirana. Velarab, 23 Juni. m Gefärbten in Tirana bevollmächtigen, die vorgeschtagrnen Abänderungen in der von dec albanischen Regierung beanstandeten südslawischen Rote zur gleiche» Zeit vorzunehmen, wo D'arallrwllsch in Freiheit gesetzt wird. Von bie*em Auge: blicke an könne bte südslawische Regierung a«nehmen, dah bte Beziehungen »wischen den beiden Staaten wieberhergestellt sind Vertreter Englands. Deutschlands. Frankreichs und Italiens haben auch bei der albanische» Regierung eine Demarche unternommen, welche der am Rachmittag in Belgrad er*ob’, en entspricht. Hessischer Landtag. Darmstadt. 23. Juni Huf der Taaesordnung stehl ab erster Punkt eine Anfrage des ubg. Kindt aber bte Organ: all on der ft «frag (die oon Hessen unb Frankfurt in» Leben grrutene AktiengelelUchaft uir DerweNuna der Doller»hrnner Braunkohte). Ldg. Kindt (Dn.) erklärt, er balle bie grohe Anfrage stellen müßen, weil er au» »eine Fragen keine Antwort erholten habe. Der Redner verliest bann nochmal» teilte Anfrage, die im weientlichen eine Kritik Der Ernennung de» Ministerialrates Bin* disch 5um Leiter der ftefrag und der 8«rurur.a de» 2lbg. Lux zum Sufsichterottmitglied ist. Die schrist- lich- Antwort de» Finanzministkr» gehe gar nicht aus ferne Fragen ein. E» sei schon länaft ooraur- bestimmt g«wesen, dost D.. der bre Derhandlungen ftesien» mit Frankfurt tehrte. ben Poften erhalten werbe. Er (der Redner) habe erst einaegriflen. al» Hetzen benachteiligt wurde Jetzt sei Ministerialrat W. ganz von dem Frankt'uNer Oberbürgermeister abhängig; daß er hessische Interessen allein wahrnehmen wird, könne man doch nicht behaupten Abg. Kindt geht bann näher auf die Pertraasbestrm- mungen ein unb sucht nachzuwetfen. daß ftetzen durch W. aus Ko st en oon Frankfurt geschädigt worden sei. Absichtlich zwar hatte D. nicht gegen bie hessischen Interessen gehandelt, aber man hätte ihn nicht mit dem Abschluß der Verträge betrauen dürfen, da» sei unsauber. Der Finanz- Minister trage bie Verantwortung dafür Er (der Redner) wiße schon leit Dezember, daß W. Leiter des Unternehmen, arerden sollte. Es sei bekannt daß Ministerialrut W. al» Porteisreund de» Ministers in da» Ministerium berufen worden sei. jetzt habe er aus demselben Grunde die neue Stellung erhallen. Abg. Cut (Soz ) bemerkt, es let doch nicht zu beanftanben. hast ein früherer Minliterrvlboamter seine Kenntnisse »um Besten bes Wirtfchastslebens verwerte. Worin liege denn da eine Unsauberkeit? Richt Ministerialrat Winbisch. ionbern bet F i - nanzminister sei bem Landtag für bie Vorlage verantwortlich gewesen. Die Akten mühten einmal geöffnet toerben, um bas Vorgehen bes Abg. Kindt gegen Ministerialrat W flatzustellen. Abg. Kindt wolle im Lande ben Eindruck erwecken, «lS hätte W. die Verhandlungen nut gefördert, um Generaldirektor zu werden. Die Sache sei durchaus sauber und er (der Redner) fühle sich durch die Beschuldigungen durchaus nicht betroffen. Finanzminister Henrich erwidert, die Erklärungen des Abg. Kindt laufen darauf hinaus, dah Ministerialrat Wtndifch nicht mehr geeignet gewesen sei. ben Vertrag abzuschlietzen. Der Minister weist bie Anschuldigungen nachdrücklich zurück. Abg. Kindt habe auch noch nach dem Dezember mit W verhandelt, und zwar in dessen Eigenschaft als Ministerialrat: das lasse sich doch schwer in Einklang mit den gegen W. erhobenen Beschuldigungen bringen. Daß der Vertrag Rachteile für Hessen gebracht habe, sei doch nur die Meinung des Wg. Kindt, die Mehrheit des Hauses sei anderer Meinung. und das sei für ihn als Minister matz- gebenb. Der Vertrag sei von Sachverständigen fieprüft worben, denen man doch keine ,Un- auberteit“ vorwerfen könne Es stehe etwas andere - hinter diesen Angriffen; der Minister deutet in diesem Zusammenhang auf ein Schreiben hin, daS ein Bekannter des Abg. Kindt an ihn wegen Kessellieferungen gerichtet hat, er bebaute heute, nicht ben otaat^mtnalt deswegen an gerufen zu haben. Et müsse ben Landtag bitten, batz eine Kommission diese Akren prüfe. Zum Schluß seiner Ausführungen weist der Minister nochmals das Bestreben zurück, die Ehre des Ministerialrats Wtndifch anzu- greifen. Abg. Kindt (Dn.) stellt ben Antrag, batz eine Kommission die Akten prüft. St weist bie Unterstellung zurück, batz er persönlich an den Äeffellieferungen interessiert gewesen sei; er verliest bann Briefe, die sich auf diese Angelegenheit Lxveben. In der Debatte wirb öfters der Äame Eimer genannt — Es liegen zwei Anträge (Kindt unb Kaul) vor. die Angelegenheit der Lieferungen durch einen parlamentarischen Ausschutz prüfen zu lassen. Der Antrag Kaul, der ben Zweiten Ausschutz mit der Prüfung beauftragt, wird angenommen. Das Haus nimmt hierauf einen 3 bä n be • rungs antrag der Abg Kaul. Lenhart. Dr. von Helmolt. Scholz. Reiber unb Kindt »um Landtag-Wahlgesetz an. wonach Wahlvorschläge von mindestetts 7000 Wählern unter» zeichnet und 5000 Mk. beim Lanbeswahlleiter hinterlegt sein müssen. Eingaben des Htzpvthek.m- gläubiger- und Sparerschunverbanbes sowie bet Volksrechtspartei die dagegen Stellung nehmen. Herben für erledigt erklärt. Zu einem Antrag des Abg Schott zum Getetz über das Liegenfchaftskataster (Katastergesetz) vom 9. Januar 1926 hat der Aus- schütz Ablehnung empfohlen. Abg. Schott (D. Vp.) empfiehlt bie Annahme feines Antrages, der auf eine Aufhebung der Kataster adziell unb der verlangt datz der €lein,ao. wie bisher, durch die Feldgefchwv^men vorgenommen wirb. Der ablehnende Antrag des Au-schufles wird mit geringer Mehrheit angenommen. Ein Antrag des Abg. H e t n st a d t zum Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung der Canbgemelrbeorbnung Will verhindern, datz Personen, die gtrichtsich wegen ehrenrühriger Vergehen bestraft Und. den Posten eines Bürgermeisters oder Beigeordneten bedeiben lönnm. Es liegen hierzu auch noch Anträge anderer Parteien vor. sie nx.ben alle brr Regierung als Material überwiesen. Eine Regierungsvorlage zur Vereinfachung der Verwaltung der Landesabgaben wirb angenommen. Eine Anträge des Abg Dr. von Helmolt über bte ReichSzuwendungen an Hesse» unb wie fie verwendet worden sind, wird von Ministerialrat Schäfer dahin beanttvcNet, dah bie Anfrage ben einzelnen Ministerien unter- brütet worden sei. deren 2InWDrte» sedoch nrch ar-sstände». Die Regierung lei bereit dcm 3inan.fr- auL chutz 3i 6fur.f: jy geben. Ilm 12 30 11$r r. Sämisch und ®)aiee teilnahmen. Ferner au» einem ftaupttumier. an dem sich eine bedeutende Anzahl oon Amateuren beteiligte. Da» internationale Meisterturnier zeitigte nb nach 10 Uhr in Würzburg verübt. Buf bem Blönbof 3 i 11 e r a u sprang auf ben Wagen der elektrischen Srrasien- bahn während der Fahrt ein Mann auf. hielt dem Schafsner einen Revolver vor und verlangte die Herausgabe des Geldes Der Täter sprang mit le ner Brüte ab unb flüchtete. Der Vorfall Ihielte ich lo Ichnell ab. datz der Führer des Waqeno von brm Vorzang nichts be- merkte Als der Räuber oerlclgt wurde, gab er mehrere Revvloertchüf'e ad. Gr entkam. Vie meutert! in Canflnfl. Die 300 Ctrofgcfanqvnen des titaatägefäim» niflcs bie wegen der Verweigerung der Rauch- erlaubnis gemeutert unb sich In der, unter dem Slaatsaesängnis befindlichen Kohlengrube. In brr sie beschäftigt traten, verschanzt hatten befinden sich nunmehr über 40 Stunden In dem Stollen des Berawerks. Die Verständigung mit den über Tag befindlichen Gefängnis beamt en nahmen Ile zum erstenmal am Abend auf. indem fie verlangten, batz ben Frauen der Wächter, bie Ile unter Xa^ gefan-.cn halten, erlaubt werden möge, mit ihren Ehemännern zu sprechen Der Vorsteher des Grlängnisies lehnte ledoch jede Verbindung mit den Leute» ab. Dvcttervarairüsage. Wechleknd wolkig, ze «weife aufteiternft, für die Iahresze t mähig warm unb e. ^elne Regenfälle Gestrige Tagestemperaturen Haj mum 22,0, Minimum 4 8 Grad Eel'ius- Cc.r.nnii M.Mmeter. Heutige Vkorgeniempera:ur 13.4 Grad ftetfiuA. Wltterungsausf schien für Sonn- tag Bei »citWeikr ll^ngsabnahme in der Hauptsache trocken. boe H ' SitStt,», ! unb bt. nu t an «. »Ml** k" X , m;i tatst» LkS. mm itr i^triküiawle t V-golBo» ? i"i> tote küniin. an bm "deuten tat, itrjtrnjte I* 7 Puvstt, stg l y°'« ft. M Drbti) n Meijikin ja> >°Nr iokmbti . Morrison 5. em 3, Springt '•»Üb’ ij?®* ■ Ot» Ö" Cf. »Sä ^k*ÄC mtflafrifa. de ifl bis süb- lenben Ituridjtn Tiutterlcr.be da- Vorsitz dl, ®rt. Itafrila, -ItKr». Mt für Ne sschutz 6iöf. n ganyi *• Wen. tntuia Un- lich schwer bt« ihegau. 3« Doilen6n4arti# dcbwemmt. 3n )üä Dachgeschoß fort in $4m* ide eint duil« and gtltbL j wurden lerne 6taHung.il iS Lieh bndt das Sulen« tgcnb DOT &■ jnitii end* Laschdvlf wurde gen. Koubtrbanbe i in ter Ultamt in.’T 2ande. üw -ietPlünbe« .r lat aus der fctetc.wn i« 9 weitere erhm' slbereits voll« 19 * auf* « M*"' iir$B5 Ml1** 1.4 ?s7öonn' e n f U«L. in t*r »»W* n^traH*' nach 13 & ri'chn, Sann , wr un» t*er« daß der Fuh M i** * wurde, gab « »nttatiL '"em« n fitunutn •*•435 lt leinte 1 i ab. gn. Der Rechtsstaat foC nach brr 1M8 rrfrbie- r.caen Schrift sehr Cracn'.^mul. eine (tat- Ter Staat 2 ich jetzt harte FiLre. faltung de» Göttlich.n ihre Tattern «ine T e i f e o » o • trenn er bie Deutschen mahnte 4.8570. bil LtaatSausfassung Tot und verlchasste il ner lächelnd. „Na. die Verhandlungen Saxite Nachdruck verboten 15 ßortleßunfl fßortleBunp folgt) Tlreltort Colorado, wie aut Dr. 5). 3. Carpet. Tiefet Gelehrte hat. Beu Dort berichtet wird, eine Methode nung, datz wir müssen?" musikotuch literari.nzuweifen ist noch au, die feste Haltung der Ablöfunge'chuld. de mit 20 ledhaster gehan- helt wird. Am Devisenmarkt hört man Pans mit 124.02 dis 124.03. Mailand 84 60 bii 84.65. Madr.d 28 60 und das Pfund mit 4.6562 bi» weit in Dem »end hinein In bester Stimmung beilaTTanen Älter*kosteoe Dr Sander sprach dem voritand und ir.ebrionoirc dem Vorsitzenden va »- c o e Dank für bie ausgezeichnet verlaufene Feier au» — Militär konzer» Das 1 Xbonne- ^ents-Kon-er' unterer Reichswehrkopeste. unter Leitung von DbcrmuTihne-.ftcr Lbder. sand gestern abend auf der .Lieb.yschähe" st.it' Dic Kapelle batte zur l^rbstnung drr diesjährigen Lom- merkonzer.scrie ein vorzügliches Programm zu» tammengrsteNt. das in sio.ter TL« le zur R' irtck» lung gelangte Rus der M.i'ikfvlg« verdienc« besondere Srwahnung f t . Teil"-Ouvertüre Mr Bari," für Rioltne t-Herr IDanibecD Bolctt* Tvu'.k zu .Rokamunde '. die grobe Fantasie anb übers Gesicht „Ach ja. biefe Geschichte nimmt einen ordentlich mit. Es ist ja ein ärgerliche» Herumtappen im Dunkeln. Dir wissen nicht«, wir ahnen nicht». Hören Sie mal. lieber Krag, das Ganze kommt mir wie ein Spiel vor. Und wir beide iTiachen uns bei Gott vor der ganzen ®e|eU|tl>aft lächerlich. Dir wandern mit einer Binde vor den Augen herum. Ich habe heute nacht kein Auge zu- getan ' Ich auch nicht", erklärte Krag. „Das sollt' ich meinen'. Sie haben gelegen und gegrübelt und gegrübelt, nicht wahr*' „Rein, burdjau« nicht." ,,D>e' .Hch bin spazlereimegangeu." „Vie ganze Nacht'" .Iawostt Krag bat um die Meldungen, die am luae ein- gegangen waren, unD da» ganze Bündel würbe chm gebracht G» waren die gewichnlichen nichtssagenden Berichte über Ueberfälle. kleine Diebstähle und Un- glück fälle. Feuersbrünste usw. Aber Krug studierte Ile Papiere mit axsiallend starkem Interest. Der Polizeiches betrachtete chn überrascht „Dos t denn?" ries er. „Glauben Sie. in den Sachen do etwa» zu finden?" Krag antwortete nicht. Ur iah aus setne Uhr dann 'prang er auf: „(Xe ist Zeit. Wir wollen die Herren •a um drei Uhr treffen. Ich habe draußen ein Auto, es wartet.' ^un't drei Uhr betraten die beiden Herren das Vestibui des (Lontlnental-Hotels. Der Polizeiche! war hirr eine bckannte Persönlichkeit: und sobald der Portier >hn bemerkte sagte er. die lür zum Auszug öffnend .Bitte schon, ich höbe Anweisung, die • Herren in eine der Separatkabinett» zu fuhren." „Wer hat Ihnen diese Anweisung gegeben?" fragte Krag. Rothaarige ging fort. Als die beiden geblieben waren, sah der Polzzei« chef Kraa an und lächelte. „Wissen Sie was." sagte er. „das oehöri mit zum Allcrmerkwürdiasten, was ich je erlebt habe." Krag stand am Fenster und betrachtete mit er* sichtsickem Intereste das Treiben auf der Straße, vor dem Hotel mar em Halteplatz an dem vier Automobile warteten. Krag drehte sich schnell zu dem Polizeichef um. „Nein, antwortete er, „das finde ich eigentlich nicht. Da» Ganze scheint mir ziemlich klar zu fein. Es ist ein Glied in einem Plan. Nichts andere». Und indem mir an der Komödie teilnehmen. können wir mit in den Plan hineingezogen werden. Weiter nichts." .Ich habe den Verdacht," sagte der Polizeiches. ..datz Sie die Nacht und den vormittag doch gut benutzt haben. Ich glaube Ihnen nicht, daß Eie bloß ipaAicrer.gegangen sind. Ich glaube, Sie waren an vielen Orten. Eie treten |o sicher auf, wie .. (Er hielt inne. „Wie?" fragte Krag. „3a. wie ein Monn, der auf einmal ein paar Trümp'e in einem vorher sehr schlechten Spiel bekommen Hot " Es klopfte. .Herein." Ts war wieder der rothaarige Kellner „Die Herren haben geklingelt", fügte er. — „Nein." war die Antwort, „wir Haden nicht geklingelt. Der Kellner machte ein verblüfftes Gesicht und wollte sich zuruckziehen. Aber Krag hielt ihn durch eine fxinDbenxgung zurück. .Hören Sie mal." jagte er zu ihm. „fchlietzen Sie die Tür." Der Kellner tat es. Und dann erflärte Krag, feine Uhr hervorziehend: „Mein lieber Herr. Die Zeit ist verstrichen. Das haben Sie un» mitzuteilen?" Wirt rufen mitsamt allen feinen Kellnern. Da» werden Eie damit erreichen?" „Darüber können wir uns fpater unterhalten," erwiderte der Polizeiches. „Bonn Gerichtshof. Da» ist der rechte Ort dafür." „Sehr richtig! Ader da Sie sich hierher bemüht hoben, um mit u n» au sprechen (er betonte da» „uns") liegt es wohl In Ihrem Interesse, erst zu hören, was ich zu feren habe." Der Polizeichef sah Krag an. Dieser nickte AI» der Rothaarige mcrlte, dost tr vorläufig Bedenlzeit gewonnen hatte, fetzte er sich an den Tifch und bat die anderen durch eine Handbewegung. Platz zu nehmen. Krag legte die Uhr vor sich hin und behielt sie die ganze Zeit im Auge, als ob er erwartete, datz sich zu einem bestimmten Zeitpunkt etwa» ereignen werde. Der Rothaarige, der jetzt seine ganze Geiste», gegenwart wiedergewonnen hatte, fad Frag abermals anerkennend an. ,Hch will nicht behaupten, datz Sie mich wiedererkannt haben," sagte er. „Denn wuhclcheinlich haben Sie mich früher nie gesehen. Dagegen möchte ich sagen, datz Sie ein scharfer Auge für Einzelheiten haben." ,Lch möchte mir erlauben, Ihnen zu widerjpre» chen," erwiderte Krag in autzerordrmlich höflichem Ion, „denn ich habe oie wiedererkannt, da. ist da» Ganze." „Wirklich, darf ich fragen, wann ich zuletzt die Ehre gehabt Hobe?" Krag schüttelte unwillig den Kops „Dir sind ge« witz nicht hergekominen, um über diese Dmae zu sprechen In diesem Augenblick ist e» mir vollkommen gleichgültig, wer Sie sind, oder wie Sie sich an diesem Ort als Kellner haben verstecken können, vermutlich sind Eie an die Stelle eine» Ihrer internationalen Freunde getreten. Hier wimmelt es ja von ausländischen Kellnern. Um zur Sache zu kommen: Sie haben uns einen Brief geschickt/ .La.' ,Ln diesem Brief erbieten Sie sich, dem Poli reiches einige der gestohlenen Gegenstände zurückzu« geben." ,Lch bin entschlossen, die» Anerbieten aufrechtzuhalten." „Rein." Der Portier brachte die beiden Herren Stockwerk, wo die weitere Begleitung von einem rothaarigen Kellner übernommen wurde, der sie mit einer Verbeugung durch den Speisesoal in ein» der Separatzimmer führte. Der Rothaarige wartete an der lür. Ißüridxen die Herren etwas?" fragte er. „Rein, danke." Der Aus der provinMlhauptstadt. Gießen, den 24. Juni 1927 Die Reise-Apotheke. Denn uns Eisenbahn 2Luto oder ein Dump», btf! in entlegene Gebenden führen «ollen, in enen Li! und Apv:heker nur mit Schwier a- irr Le» am l. Just tz.I. in Wirksamkeit retend ö; ebener Artzecksgerickr, ward, Rechtsanwalt Raab in Gfesten. zu feinem Stellvertreter Regie- r :ng»rat Dr Krüger ernannt. Diese Regelung erstreck, sich zunächst auf die Zelt bi» zum 31. Dezember 1928. •• Etrastensperre Degen Tfi-(:. 3m Zu- fammcnhang m.t der starken ! turg tchen Bewegung Die heute durch ganz Deutschland und Darüber hinaus geht ist vor zwei Iahren in Hesien eine Liturgische ArLeitc^nne-.nIchaft in« Leben getreten. C : hat auf Wiebettolien Tagungen zahlreiche Pfarrer unseres Landes zu vertieftem Studium des gone-d enstsichen Ledens angeregt. Rm nächsten Montag 27. Iuni. beginnt ihre brrtc grvhe Iahrrskontcr.nz. die bis um 29 3un. in Iugenheim an der Berg- ft raste tagen wird Das Gesamtthema lautet: „Kirchliches Ge: et-leben Auster den M.tglie- Dem des Rrbe.tsausschulses. Der sich aus hesti- Ichen Pfarrern zusammenseht. werden d <«mal auch Die Herren Pros. D. Dr. $orDier- Giehen und Gersten meier- Friedberg Bor- träge halten. Zu einem ös'entsichen Gottesdienst. Der am Dienstag abend in Der Kirche zu Jugenheim mit Predigt deS BorfirienDcn Pros D. Dr. Frick- Diesten ftaltfinben wird, ist jedermann einaeldDen. au den übrigen Beranstaltun- gen insbesondere bie hessische Deistl.chleit ,e Das hessische Artilferie -Denkmal in Darmstadt wirb am 3. Iuli feier!ich enthüllt werden. Es wird mit dem Besuch einer grotzen Anzahl alter Artilleristen der Regimenter 25 und 61 und der aus diesen hervor- gegangenen Kriegssorma'ienen gerechnet In Inst rumenten Fieberthermometer. Schere, roschenmesier Schlietznaoeln und Pinzetie. letztere vor allem zur Entfernung von Stacheln bei tnlektenstichen. An Berbandszeug Matte Z.llstosi ' iutstillende Matte, Derbandmu l. Mullbinden 5 u'taperchapapier und Psllrster «Kauttchal-. eng- ches Heftpflaster Hühner lugen- und Senfplla- ■ er — letzteres gegen rheumasifche Beschwerden) 2ln Tabletten : 2'pirtn- oder Pyramidon- bletten gegen Kopfschmerzen. Bromkalitableiten .rgen Schlailofigielt. Tlatrontobletten bet 6^d- rennen und ?.:agenl<'chux-rDer. Ahabarbert.»- *d*ea »um ‘Xb’übven. Tannintabletien. um nach TÜndllcher 8nil erung den Darm wieder ruhig zu stellen. Salmiaktabletten gegen leichte Qrfältung~n Husten und Heiterkeit). An Salben milde Borsalbe oder toeitze Ba- leline bei Sonnenbrand. TDunDfalbe bei wundgelaufenen Aützen. 2n Flaschen mH flüssiaen Medika- menten: Salmiakgeist zum Riechen bei Ohnmacht sanwan dl ungen. zum Rus rupf en bei 3nfef- 'enstichen Hoffmann- und Baldriantropfen bet Schtvöche-ustanden. Ohinalinftur-balliffc Magen- tropfen bet Bauchkoliken und ßetbiaut die Munde nicht berührt, sondern nur mit trockenem sterilem Mull bedeckt werden darf Dewitz "crmag man mit Hilfe einer derartig zusammengestellten REiseapvtheke allerhand kleine Schmerzen und Beschwer den zu lindern Aber Det Laie mutz sich doch stets bewutzt bleiben, dasi es sich dabei nur um vorläufige Matznahmen hanbeln kann, und datz inan Fieber einmal zu viel als *u wenig ärztlichen Bat in Anspruch nehmen soll, da bisweilen auch anscheinend Beine ^efundheitsstbrungen - vernachlässigt oder falsch behandelt - ernste Folgen nach sich ziehen können. Vornotizen. — Iagt»falenbrr für Freitag. iHoribe-Bunb: 8 Uhr, Grotzer Hörsaal. Vortrag. — ichtspielhau, Wahnbosstrabe): „Der ßigruner- tmron". — Astoria Lichtspiele „Der Herr des lobe»". , — Der Goethebund bittet uns, an dieser Stelle nochmal» auf den heute abend sta«findenden ■ortrag de» Pros. Dr. vistor über „Goethe in Italien , sowie auf das morgen ödend stattsindcnde lanzgastspiel von Dera Donalie» und aus die Buntes Allerlei. Fische, die unsichtbar sind 2s gibt eine ganze Anzahl von Fischen die durch eine Art Tarnkappe, Wenn man es so nennen wül. vor ihren Verfolgern geschützt sind. Man hat beobachtet, datz Aale. Muränen. Plattsifche und andere, bie durch Strömungen aus den Flüssen ins offene Meer entführt werben, bauptfächlich im Iugendzustonde. allo als Larven, durch einen DlaSkbrrer unsichtbar für das Auge ihrer Feinde sir-d. Da sich im Meere keine Schlupfwinkel befinden, wären sie der Vernichtung preisgeaeben wenn bie Ratur sie nickt mit bielcm durchsichtigen Körper Lusgesiattet hätte Dieser Körper ist so giasllar, datz er >m Sonenschein keinen Schiiten wir t. Legt man ihn au* ein bedruckte« Blatt Papi sich durch den Körper hindurch die Schrift gut lesen. Dte gleiche Eigenschaft zeiaen auch einige Medusen Dünner. Strcble und Schnecken. Der Retter Der Meerschweinchen. Das Leben von Millionen von Meerschweinchen rtign Fichte zu stützen die ganze Menschheit im Auge. Die Reden enttver e i Den Plan einer von der Sr- ziehung des deulfchen Volles aus in Angriff zu nehmenden Deltres. rm Fichte war cito trotz ter 2kni erurg leine: Entwickelung dop immer reaktionär geblieben, wie dies nament.ich auai noch au» «einem Richlatz erfichtlich ist Auch ’613 glaub e er. datz eine Ginigle t nut möglich wäic bei einem Räcktrltt hcr Fürsten 3t hielt allo, wie Kant die repubsikao'fche Ltaats- form 'ür die geeignei'te. Weil in ihr der einzelne seine Kräfte am besten entfalten könne Der Dors.tzen^e Pro'e lor Hüter. Iprach im Flamen Der Zuhörer Dem Bortragenden Dank lür feine Ausführungen aus ee Der Beteln für Krankenpflege igegr 1882) hat fich bekanntlich Die Aufgabe gestellt die Barmheri aen Schwestern. b;e neben Dem Krankenhaus an Der Lieb:gstratze eine Station für ambulante Krankenpflege unterhalten, zu unterstützen. Da die Schwestern Kranke aller Jtonfet Ionen pflegen, gehören dem Bere.n auch ButfllicDer der verfchiedenen Bekenntn sie an. Der Bor stand hatte am Dienstagabend zu einet Tcrfammlung in den .Hessischen Hof cingclabcn. Die im Interesse Der guten Sache besser hätte betucht kill Dürfen. Rach Erledigung Der Tagesordnung wurde über Die Täk gkeit Der Schwestern berichtet. Diese verpflegten im Iahte 1924 in hiesiger Stadl 252 Kranke, wozu 634 Tag wachen. 533 Rachtrvachen. 2554 Tagpflegen und 124 Besuche und kleine Hilfeleistungen erforderlich waren. Im Iahre 1925 ergab Die Pflege folgende Zahlen 260 Kranke. 392 Tagwachm. 580 Nachtwachen. 3710 Tagpflegen und 215 Be udbe; im Iahte 1926 wurden 267 Kranke verpflegt, bie 743 Tagwachen. 562 Nachtwachen, 3130 Tagpflegen und 115 Besuche erforderte Rach dem von Herrn Klidinger erstatteten Kassenbericht betrugen Die Einnahmen (QMitglieDerbetiräge und freiwillae Zuwendungen» rund 3») Mk. denen Die gleiche Summ? in Aufgabe gegenübersteht. Zum Bor- sinenDrn wurde R,ck:SanWalt unD Rotar SchneiDer gewählt. Die übrigen Botstands- mitglieDcr verblieben in ihren Aemtern. * Die Fünszigervereinigung 1 86 7— 19 17 beging am mftag. Sonntag und Montag die Feier de» 60. Geburtstag»» ihrer Mitglieder. Ein Kommers cm Samstagabend ,m Schügenbaur »erlief bei Musik und Gesang in harmonischer Weile. Den Höhepunkt der Feier bildete der Fest« gotiti-6icnft am conntagoormittag in Der festlich ge- schmückten Stadlkirche, während die Angehörigen der anderen Konfessionen in Ihren Gotteshäusern des Ereignisses gteichsall» in würdiger Weife gedachten. In der Stadlkirche hielt Pfarrer Hertel die zu Herzen gehende Fesiorediat, währerck die Kapelle T oo p durch musikalische Darbietungen die weihevolle Stunde noch verschönerte. 3m Anschluß an den Gottevüienst oersammesicn sich die Mitglieder im Gasthaus „Hindenburg", wo Herr Curt Richter die geselllae Unterhalding durch einige Lieder bereicherte. Der Montag brachte eine Fainsiienseier im Saale de» „Philosophcnwaldes", der von Öen Fa« miHrn der Mitglieder bl» auf den letzten Platz gefüllt war. Die Kapelle Topp, der Heimatdichter Georg H e ß und Curt Rich . er sorgten auch hier für ausgiebige Unterhaltung. Irl. Amendt brachte einen von Alterskollegen Dittmar ver« faßten Prolog trefflich zu Gehör. Gesellige Darbietungen der oerfchiedensten Art hielten die Festgäste Todes-Anzeige i Qflud. W7O2 Frau Sophie Deibel geb.Henkel Jüngere Jüngere MM im Alter von 59 Jahren. Oießen (Neuenweg 50), den 23. Juni 1927. 04698 Vflbrn. S8S7D lolßl-ilMiietlflüf [ Mietgesuche Spannern. q heiße u hellßr J 75 empfiehlt «n. Elcü. Spanüensdi. * erkKnfe 12'" -u Baer & Bamberger Walliorftratze 18. Otrovtn" • «ttlmbflnlrr*. Giefien, 21UF Seltersweg 31 {Stellenangebote . Vahnhoffirohe 61. CH 705 Imker ÄvsOlag PorlWzemeiiKaiillerSfiiilildll in den «Kdska-Geschäften kaufen. toKJD Gcbr. Kahl. ^visiaUzuerev Sei svötzeren Abnahmen billiget!! 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Pendelverkehr mit Sommerwagen von dem Oswaldsgartcn nach dem Turnierplatz 1 Srettag, 24. 3uni 1927 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhessen) Rr. 145 Zweites Blatt riffen. Per für CüMlanxen Io tri. für frir QfcJgraber Regierung »lbamschen Seite unbehind«' die Lektüre Reichsversicherung sttägern wurde das Westdeutsche Tuberkulosen und die Annahme nahe luberfuloft- und Auf Anregung Kheuma-Forschungslastltuie. der Arbeitsgemeinschaft von standen linb seit bcm Sturz von Pangalos g» chr.gc Calomfi* Parlament nicht der Rheinprovinz 3n Polizei berichten lieft man recht häufig, bah der jugendliche Missetäter ein leidenschaftlicher Leser von Kriminalromanen sei. und schlechte * - inden ein ■■■'■ 11 ' 1 " Rerovsttä, in Beigrud steigt und allerlei tttihe Gerüchte im Umlauf sind 3n tiefer knnfchen Lail sieb« iich Set grub au' dem Balkan rech« isoliert. Die guteitz Beziehungen dre zrv'.'chen 'Belgrad und Griechenland noch im vorigen Jahr do- eum as vr s chu n g S in st it u 1 ge- Belgrads Albanienpolitik Do« unterem 8 -Dericht erstatt er Kunst und Wissenschaft. Ein bedeutsamer Römerfund In Heidelberg. 3n Heidelberg wurde gelegentlich der Arbeiten zu der dritten Drücke auf der Reuenheimer Seite deS Schlosses, nahe dem Reckar-Us«. ein gröbere- Wohngebäude römischen Ursprungs angeschnitten und durch den Dev- treler der staatlichen Denkmalspflege. Pros. Dr. Wahle, geborgen. Der Fund lässt daraus schlie- hen. das, es sich um einen vornehmen Privatbau gehandelt hat. Da» Fortschreiten der Erdarbeiten zu dem Drückenbau verhinderte eine vollständig« Bergung des Fundes. Rur Scherben, gestempelte Lieget und Proben deS gemalten Verputzes wurde« dem Kurpfälzischen Museum überwiesen. — Dr« Wände deS Baues zeigten sich sauber auS Handquadern ausgemauerl. herumliegende weiter» Steine dieser Art und D.-ckenvcn puh bekunden. Menschcnlennen gründen und begrü Schmutz- und Schundgesetz damit, daß d solcher Literatur die Jugendlichen auf verbrecherische Abwege bringe. AuS dem gleichen Grunde könnte man die Lektüre der Dibel und der Evan- aründet. Zu der G ^ändungsveriammlung waren Vertreter deS ReichsarbeitSministeriumS. deS preußischen WohlsahrtSministeriumS. der medi- »in.'chen Wissenschaft und der Städte und Kreis« der beiden westlichen Provinzen anwesend. Mit den Vertretern der Reichs- und Staatsbehörden erkannten die übrigen Kreise die Bedeutung der beiden 3nftitute für die DolkSgesundung an und erklärten sich zur Mitarbeit bereit. Da» Rheuma-Forschungsinstitut soll bei dem Lan- desbad Aachen errichtet werden, daS Tuberkulosen-Forschungsinstitut tn Düsseldorf. Die beiden Institute haben in der Hauptsache wissenschaftliche Arbeit ;u leisten und werden daS Ergebnis ihrer Tätigkeit den Heilstätten Krankenanstalten und Fürsorgestelle» miueileu. Heller, weih, daß er mit einem Maximum von origineller Erfindung und mit einem Minimum von origineller Psychologie arbeiten muh. Und möglichst ohne Mord und Totschlag, derm das würde unS sittllch erregen, würde uns Partei ergreifen lassen. Wir wollen aber garnicht bei der Seele, beim Gefühl gepackt werden. Sondern bei unserer Intelligenz, unserm geistigen Vermögen, die Schürzung eines Knotens zu verfolgen und dessen Auflösung. , lUdjbrud. auch mit Quellenangabe verboten' Die Beunruhigung. die seit Abschluß des Tirana-Vertrages die Qeffentllchke-., im Ulg<- . .einen und Belgrad un besonderen ergriffen bat, kann in ihrer politischen Bedeutung am x^ii verstanden ©erben, wenn man bebenh Mfi Südflawien dadurch feine Balkan-Mon- roe «Doktrin, d. h. der Balkan den Dalian- oölkern. erschüttert, dah eS sei» Hoffnungen, seinen Anteil bei einer ci'enlueUen Aufteiluna Albaniens zu erhalten, schwinden sieht und dah jeder Umschwung im Re.che Achmed ZoguS für die serbische Innenpvltt k ernste Gefahren mit sich bringt Alba men nut feinen etwa 703 000 Einwohnern umfaßt nur eine Minderheit des albanischen Volkes, da etwa 500 000 Albanier in 'remben Staaten leben, und zwar meist in Jugoslawien. hauptsächlich tn den mazedon 'chen Gebieten Diese Albanier tn der Grenzprovinz bilden für die Delgrader Regierung eine Quelle bet ständigen Beunruhigung Da nun Achmed Zog u aerobe unter den in Mazedonien leben- den Albanern zahlreiche Verwandte und An- Mnaer hat '0 glaubte Belgrad ihn dadurch zu gewannen, dah eS lernerynt seine Kandidatur gegen den Kandidaten Italiens Fan Roll uetterstützke. Ab« Achmed u bilden und zu bewaffnen. M die Truppen konzent rat io nsme lbu ng en an der Grenze sind offenbar auf den Ausbau dieser Selbstschutzorganisationen au» der örtlichen De- i'ölkerung zurückzuführen Italien kann gern al) dem § 1 de» Ber- laxae* von Tirana proktifch jederzeit mit bewaffneter Hmid in Albanien eingreifen. Die Grohmächte erkennen scheinbar ein solche» Recht iichi an Dos bedeutet aber nur. dah Italien bri seinen wetteren Schritten auf di« jeweilige internationale Laste Rücksicht zu .iehmen bat Mussolini ist es iedvch gelungen, den Sinfluh ItollenS an di« Grenze Ma,ze- doniens vorzuschieb«n. und das ist «in ernster Gesahrpuntt. der sich nicht so ohne weileveS burch Interventionen und diplomatische» Sin- greisen au» dem Dege räumen läht. So sind denn auch bisher alle DermittlungSver- luche mehr ober weniger erfolglos geblieben, ber Konflikt schwelt in latenter Form fort unb Durch die Löschungsversuche wird der Branb- berd selbst nicht au» der Welt geschasst. Der Plan einer UntersuchungSkornmillion. der zwilchen den Mächten erwogen worden war, muhte fallen gelaffen werden. Die englische Intervention zielte daraus hin. dah Belgrad die Rettunvverträae. die vor einem Jahr abgeschlossen. aber nicht ratifiziert wurden, annimmt unb bah Italien bafür dem Tirana- nertrage durch eine feierliche Sillärung oder durch Einbeziehung Jugoslawien», die unmittelbare Spitze nimmt. Ab« Mussolini dachte gar- nich» daran. Zugeständnisse zu machen. Und für Belgrad sind die Verträge von Rettunv. die Rttllschisch seinerzeit zur Förderung de» guten Verhältnisse» zu Rom adschloh. eine böse Erinnerung, denn sie hätten, im Fall ihr« Notifizierung. Dalmatien der italienischen wirtschaftlichen Grplotativn unb Deeinflullung seist ber erstrebenswerte Zustand, und von b efem Standpunkt au» betrachtet ist Spanien «in» D« am meisten bevorzugten Land« Ich brauche nur auf untere ridige Produktion an Früchten Weinen unb Gelen h.nzuweisen. von denen wir bereits grob« Mengen auifübren. Die bcfpiv bere Aufmerksamkeit d«s Auslände» mochte ich aber auch 4. B. auf bi« Möglichkeiten be» Daumwoilanbaue» h.n'.nken. Zwar lauft Spanien heute noch grobe Mengen von Baumwolle m 3u»Ianbt. doch könnten wir nach dem Urteil erst« Fachleute A n b a l u s i e n leicht in ein Baumwollgeb. er verwanbeln. ba» halb ebenso probukttv sem würbe wie etwa Aegypten Diele Pläne werden sicherlich einmal burchgefudr: werden, doch erfordern sie Zeit unb vor allen Pingen stabile politische Verhältnisse In gleich günstiger Lage befinbet sch Spanien bezug, ich Erschießung feiner Mi- neralschäye. Auch hier bleibt zwar noch -nel zu tun. doch tnc Vorbedingungen lind durchaus günstig. Wir besitzen genügend Kob len- unb Eise n vorkommen um uns vom AuSlanbe unabhängig zu machen Wir verfügen sogar ub« E r b ö l Vorkommen in unterem Land« unb unsere Industrie ist. 'owert sie vorhanden ist recht leistungsfähig. Ich wünfch« jedoch n.d)t bah Spanien etwa ein Inbustrielanb wirb. Pu* Gefahr groher Schwierigkeiten aus dem sich mehr unb mehr verschärfenden Wettkampf der Industrieländer untereinander, tm Zusammenhang .nit dem oben angebeuteten sozialen Problem oeranlaht un». unser Zukunftsheil vor allen Dingen in ber Entwicklung b« Landwirtschaft zu suchen. Auch wegeii unserer politischen Zukunft brauchen wir un» keine Sorgen zu machen. Spanien lornmk seine auherordentlich günstige geographisch« Lag« zugute. Zwischen dem Mittel- mrer unb dem Atlantischen Gzean gelegen, fo- zusagen als Bindeglied zwilchen Europa. Afrika und Amerika hat es den enormen Vorteil, dah es sich von den schwirr.gen Problemen fenthalten kann, die den übrigen fontinentol-euro* päischen Ländern oft da» Leben schw« machen Wir haben daher den Vllck frei für unsere spanischen Brüder in Amerika, mit denen wir durch die heiligen Bande gleicher Sprache verbunden sind, unb beten Religion. Kultur und Irabition wir teilen. Ohne die Sonderinteressen ber Vereinigten Staaten in Rord- unb Südamerika zu unterschätzen, werden Wit un» bemühen, unsere freundschaftlichen De- Ziehungen mit unseren Schwesterrepublilen in Südamerika aus kulturellem unb wirtschaftlichem Gebiete zu verstärken. Ein erst« Schritt in dies« Hub hing ist bereit» durch den Verlaus zwei« Kreuz« an Argentinien und die Gewährung einer Anleihe von 100 Millionen Peseten an dieses Land getan. SS erscheint vielleicht eigentümlich, dah Spanien anfängt, al» Kreditgeber aufzutreten: wir dürfen jedoch nicht vergehen — und daS ist für mich eine Quelle grober Befriedigung — dah sich Spaniens Finanzen in den Iahten meiner Diktatur erhcblich gebessert haben. Seine schwebende Schuld ist konsolidiert worden. Seine Schulden im Auslande sind im Vergleich zu beniemflen anderer Länder unbedeutend. Das Defizll ferne» Budgets ist wesentlich zurück- Sangen. und sobald einmal die Marokkosrage ist ist, wird dieses Defizit vollkommen ver« jtnben. Alles in allem ist die gegenwärtige Wirtschaftslage Spaniens durchaus günstig und geiund, und wir dürfen daher auf eine glückliche und aussichtsreiche Zukunft rechnen. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dah der latente Konflikt zwischen Italien und Jugoslawien. od« richtiger zwischen Jugoslawien unb 'Albanien, waS im Grunde dasselbe ist. in der einen od« in der anderen Form wieder auf- slammt, um Wied« beigelegt zu werden, ohne dah man dem Grundübel nähertreten kamt. Wegen her Verhaftung deS jugoslawischen DragomanS d« Gesandtschaft, der übrigens ein albanisch« Staatsbürger ist, und den Albanien zu befreien wort .Roman" für den Roman überhaupt tun. Es gibt innerhalb diel« Oattimg, wie auch sonst Schund und Richl-Schund. Weil ein Roman ein Kriminalroman ist, deshalb ist er nicht schon schlecht. Dell ein Roman kein Kriminalroman, sondern ein Familienroman ist, deshalb ist « nicht schon gut. Solches Vorurteil yerrichl auf vielen Gebieten, zumal ber Kunst. Dell etwa- eine Oper ist, ist'S nicht schon mehr und bell« als eine Operette. Ralüriich gibts, wie auch sonst in ber Literatur, weit mehr schlechte alS gute Kriminalromane. wie «S weit mehr schlechte als gute Gedichte gibt, weit mehr schlechte als gute Walzer. Man soll sich da nicht durch den .hohen Anfpruch" Irreleiten lallen, den ein Verfass« damit stellt, dah « Gott unb bie Welt bewegt, um sie tn sein Romanwerk zu bringen, das bei mangelndem Talent trotz alledem ein Schund bleibt. Der hohe Anspruch allein genügt eben nicht. Hätte sich d« Verfall« wenig« oorgenommen, wäre ihm vielleicht mehr gelungen. Jene Erzählungen Poes, in denen « als erst« unb mit größter Meisterschaft kriminelle Stoffe behanbelt. smb bie Musterbeispiele ihr« Art geblieben: scharfsinnig «dacht, spannend erzählt, überoaschend in der Entknotung. Darauf kommt e» an, nicht, wie der Lchundverfall« dieser Gattung meint, auf Ströme von Vlut auS gehäuften Morden. Kein« uni« den Heutigen versteht es Heller, einen Fall zu konstruieren, sachgemäh. neuartig, faszinierend, alS Slvestad. Mtt einem leisen unaufdringlichen Humor, der bei fernem LandSmann Hell« oft übermütigste Laune wird. Holl« ist sozusagen der Spaßvogel der Kriminalistik. Elve- stad ihr eigensinnig« Stratege. Ich nerme nur diele beiden alS die charakteristischesten tmb populärsten Autoren der serg^ältig c7uSgeti»hllen Re-he. die d« Georg Müll« Verlag in Zwei-Markbü- chern h«auSgibt. Die andern sind aus dem gleichen Riveau gewählt, Amerikan«. Deutsche, Eng- länd«. Ich bin nur ein sehr schwach« Ce1« d« schönen Lit«atur von heute. Ich bin mit mein«, an solche Lektüre hingegebenen Zeit etwa» grizia. Ab« ich lese mit Leidenschaft Marcel! Proust. Und mit größtem Vergnügen Kriminalromane, toerm sie fo gut sind wie dreie Reih«. Ja ben letzt« Wochen .st m b« spamscher. Presi« lebhaft bie Frage erörtert worden, au» »reiche De.se man a*obl am besten bie gege wärtige Diktatur di« ja doch nur aU t nc Zwi'chenlö'ung gedacht ist. N q » i d i e r « n könnte. Die Zenlur gestaltete b« Presse, bei b« D »- kullion bieftt Frage volle Kritik an b« Diktatur zu üben. . , Ich selbst gebe ganz offen yr, daß bie gegmwärnge Regirrungsform keinesfalls al» 0 nb I öf ung zu betrachten ist .früher ob« später wirb Spanien zu normalen Verhältnissen zurückzukehren haben. Dieie Rückkehr wird «ich aber ander» gestalten müssen al» etwa durch einfache Dieberein'ubrung de» »arid- mentar fchen Svstems. wie ich e» vor bet Mcber- akne der Regierung votfanb. Sm folch« Schritt j)ürbc nämlich keinesfalls gesunde Verhältnisse dringen, sondern neben d« Schwächung un»«« W.nfchast eine Rückkehr zur Unordnung unb ju inneren Spannungen bedeuten. In Span.en war ber Parlamentarismu» in d« Tat vor ber Hebern ab me meiner Regi«ung in Agonie Versalien und bildete eine ernste G«sahr für bas Lanb Denn -ch daher behaupte, bah Spanier, nicht auf ben Status quo zuruckkehren kann, tocu er die Griahr wirtschaftlicher unb nnerpvlltischer Schw-erigieiten mit sich iringen würde, so muh ,ch aus d« anderen Seite zugeben, dah ich noch nicht die Einzelheiten des neuen System» aus- gearbeitet habe, ba» ben Parlamentarismus « setzen soll. SS ist bähet möglich, dah e» noch ein. fle Zeit bauern wirb bi» ba» neue Parlament — bie Rationalversammlung ober xrrt sonst die neue Regierung heihen soll, in d« bie Dirtjchafti« eine große Rolle spielen to«bcn — ins Leben gerufen wird. Den ilngebutbigen in unserem Lande kann ich daher nur zurusen. dah eine Diktatur von wenigen Jahren nicht» bedeutet im Vergleich zu ein« Jahrhunderte währenden Anarchie. Eine untüchtige Regierung, die hundert Iahte lang bestand, sollte von einer starken Regierung abgelöst w«den. bie wenigsten» für 50 Iahte am Ruder bleibt Die wirtschaftlichen AuSfichtcn Spanien» hängen ron d« weieren Entwicklung seiner Landwirt s ch a s t und von d« Möglichkeit b« AuS- beutung seine» Minetalreichtum» ab. Man darf nicht vetgesten. bah Spanien verholtniS- inäß g bunn bevölkert »st. Es tommen etwa 43 Einwohner auf einen Quabtattilomet«. wäh- renb Frankreich, dessen Vevvlk«ung Spanien leicht «nähren könnte. 72 Einwohner auf ben üuabrattilomet« zählt. Sicherlich werben also noch viele Jahre occgchen. bevor wir die Bevölkerungsdichte Frankreich» erreicht haben, ein Umstand, der wohl am besten erkennen läht. dah wir noch längst nicht am Endpunkte unserer Wirtschaftsentwicklung angelangt sind. Dir haben nicht wie andere Länder ein Leberbevöl- fcrungtproblem zu lösen, wir leiden im Gegenteil an Mangel an Menschenmaterial. So unerfreulich diese Tatsache an sich ist, so hat sie aus ber anderen Seite doch den großen Vorteil, dah die Lösung der sozialen Frage, die allen anderen, insbesondere ben hochinbustri- ati fiert en Länbern große Schwierigkeiten macht, für un» erheblich erleichtert ist. Zum Glück befinbet sich unsere Lanbwirt- schast in Durchaus günstig« Entwicklung. Unser Voben ist genügend fruchtbar, um unsere Debütf- nisse an Zerealien licyerzustellen. 2m allgemeinen ist eS ja bas Ibeal eine» jeden Lande», soviel zu produzieren, als es selbst verbraucht od«. um mich sachwissenschaftlich auSzubrücken. die Autarkie Spaniens Zukunft. Bo« General Primv de Rivera Igl. spanftchem Min-.strrpräftdenten. ein»lullen es uy.xb keinen Gew^ilttvruch g«arn Italien tun uitb tun können fron all« Autteaung will man m Belgrad gewiß feinen Krieg Ichon au» dem Grunde nicht, da man ireb« loirtschaftllch, noch Niilttärifch vorbereitet ist. aber man befürchtet, daß raatk ohne es verhinderii zn können, in einen b* iDüffneten Zufammenstoh hereingezogen totrfX denn an ber maz«boni>chen Grenz« herrschen andere Begriffe üb« Krieg und Waffenaängtz, als in den Zentren Europas Ein flüchtiger Blick auf die Karte lehrt, daß die 2luSf-.cht«a ft alt 6. Helt der .Beiträge zur Schuldsrage' :m Berlage der .Deutschen Dertaatgelellschaft für Politik und Geschichte m. b. H. in Berlin er- schienen und enthält 490 neue Dokumente aus den russisch«» Staatsarchiven über den A ntritt der Türkei. Bulgariens Rumäniens und Italiens in den Weltkrieg. Entsprechend den vier umworbenen Staaten gliedert sich das Werk in. vier selbst-ndige Teile denen der bekannte russische Historiker Pokrowski einen eingehenden stommentor vorausschickt. 3n dem ersten Teil ..Rußland und die Türkei" ist besonders die Haltung E n v » r Paschas bemerkenswert, der im fluguft 1914 dem russischen Militärattache. General Leontjew, ein Bündnis anbot, wofür die Türkei Destthrozien und die Ägäischen Inseln zu ruckerhalten sollte. Trotz de» mehrfachen Drängen» de» russischen Dotschaster» in Ponftantinopei. Gier», den Aorfchlaa Envers an- zunehmen, konnte Safonow den Entschluß hierzu nicht finden: er wtes (Biere an, die Verhandlungen in die Länge zu ziehen und verpaßte den günstigen Moment. Dt« Ereignisse der nächsten Zeit, das Eintreffen der „(Botbtn* und „Breslau* m den Dardanellen, und die Erfolge der deutschen Waffen schufen bei der Pforte eine Stimmung, die weitere Verhandlungen für Petersburg aussichtslos er scheinen ließ Im zwetten Teil „Rußland und Bulga rien" zeigt sich die russische Politik bedeutend aktiver. Ste entbehrt aber der einheitlichen Richtung. Aus allslavischen Prestig gründen legte Rußland natürlich Wert qyf den Anschluß Bulgarien», der aber nur durch die feste Zusicherung, daß Maze- denien bulgarisch werden wurde, zu erreichen mar. Davon wollte aber Serbien nicht» wissen, Bulgarien sollte nicht einen Fußbreit mazedonischen (Bebielet erhasten Wahrend England und Frankreich mit asten Mitteln Serbien zur Nachgiebigkeit bewegen wostten, konnte Rußland sich nicht entschließen, aus den kleinen slawischen Bruder einen scharfen Druck auszuüben. Hierbei spielte auch die Befürchtung mit. ein gegen die Mittelmächte und die Türkei oorgehen de», durch den Erwerb Mazedonien» gestärktes Dul garien könne wie 1912 siegreich bi» stonstantmopel Dorbrinoen und die BerwirNichuna de» russischen Sehnfuchtotraumes — die Andrea-nagge über dem goldenen Horn wehen zu lassen — verhindern Die Niederlage der russischen Heere Im Frühjahr 1916 ließ die bulgarische Wasienhilfe aber doch so wün- schrnswert ericherrren, daß Rußland seine Bedenken beiseite stestte und mit weitgehenden 'Angeboten erneut an Bulgarien herantrat. Jedoch min war c» zu spät. Bulgarien halte sich bereit» für die Mittelmächte entschieden. War der Erfolg der diplomatischen Bearbeitung Bulgariens und der Türkei von vorn- herein sehr zweifelhaft, so lagen die Dinge bei Rumänien und Italien vom pii)chologi- schon Standpunkt aus ganz anders. Die Entente konnte hier mit einem gewissen Dillen gegen die Mittelmächte loszuschlagen, rechnen. Gs handelte sich nur Darum, den für die Entente günstigsten Zeitpurikt zu bestimmen, zu dem die beiden Staaten zur Beteiligung am Kriege ..zu- gelassen" werden sollten, sowie Darum. Den für die Dassenhilfe geforderten Preis möglichst zu drücken. Die Dokumente des dritten und vierten 'Teils sind daher für die Methoden der En- tentediplomatle besonders bezeichnend Die Ber- *jnMungen bestehen in einem würdelosen Feilschen um große, kleine und kleinste Gebietsteile und Inselchen zwischen Der Entente und den betresfenden Staaten einerseits und zwischen Den Ententemächten untereinander andererseits Die Interessengegensätze zwischen den Westmächten und Rußland treten besonders schroff bei den Berhandlungeu mit Italien zutage, dessen "Ansprüche auf die Adriagestade von England und Frankreich begünstigt, von Rußland mit "Rücksicht auf die Serben bekämpft werden. Durch nnverhüllte Drohungen haben Die Westmächte es verstanden. Rußland zum Rachgeben. sowohl Rumänien, wie Italien gegenüber zu bringen. Die Berhandlungen mit Rumänien und Italien enthüllen da- wahre Gesicht der Ententepolitik während deS Krieges: kein Wort non Gerechtigkeit. Bölkerbefreinng usw., nur in nackten, zynischen Worten ausgesprochener I m - Nächte bei Tieren. Bon Paul E i p p e r. I. Der Elesantenftall liegt unter Der Erde, im Keller Ruf schräger Rampe klettert man hinab Ieht Mitternacht ist schon vorüber ruht Der ganze Zirkus 3n keinem Wohnhaus Der Stadt kann solche Dunkelheit herrschen. Schwärze umhüllt unS. greifbare Finsternis, die von Der Kuppel herniedersällt. körperlich spürbar, wie Die roten Samtvorhänge, die Den Eingang verschließen, schalldicht und restlo» Der Baron, unser Führer, sagt, wir sollen seine Hände anfassen, nicht mehr sprechen und aus Zehenspitzen gehen Sonst würde es uns nicht gelingen, die Tiere im Schlaf zu überraschen Wir gehorchen, denn er. Der erprobte Elefantendresseur. muh es ja wissen. Ieht rieche ich am warmen Milchdunft, daß wir bei den ZebuS sind, und votii Loden her schimmert ein rötlicher Schein das Windlicht aus dem Elefantenkeller. Wir gehen im Zeitlupentempo, lautlos, und stehen Dann am Kopfe Der Rampe, die nach unten führt Verhaltenen Atems starre ich in Den Schacht hinab und erlebe den Augenblick, der Urwelt- wunder erschließt. Ski liegen sic, sechzehn graue Kolosse, formlos, in hochgeschichteten Strohschütten. liegen im weiten Kreisbogen und strecken die Beinsäulen seitlich hx die Lust. Die Elefanten schlafen Schwer und tret. Sie Ichnausen mitunter, so daß es tönt tote aus weiter Ferne. Die Leiber wölben sich in schwerer Run- huna auf; die Kopse aber und Die eingerollten Rüssel sind halb im Stroh versunken unD wirken kindlich sanft, gleichsam von Träumen umspielt. Wie Heilige schlafen sie, und ich schäme mich saft, daß wir sie in ihrer HUNollgseii belauscht haben, es kommt mir vor. als fiten wir etwas Schlechtes. Unkeusches. Wie der Gedanke in mir aufftexat. hebt laut- los Die große indische Elefantenkuh den Kopf aus dem Stroh. Schon ist auch Die Schriller hochgestellt; Der Rüssel stemmt sich wie eine Stütze periallsmus Kriegswillen und Eigennutz. Zutrefienö sagt Alfred von De« gerer in feinem Borwort zum Eriamnverk. Der ganze hier vorliegende diplomatische Schrift-- wech'el charakterisiert sch als ein .Feilschen der rüstischen Regierung mit Den Regierungen Der Länder, die e- in Den Krieg an feinet Seife h neinziehen wilL Unverhüllt ze aen Die vorliegenden Dokumente w c man Monate hindurch angesichts Der Verheerungen des Kfracs mit kühler Ruhe Darüber verhandelte unter möglichst günstigen. Bedingungen .zum Kriege zu- gelaßen' zu werden." Sur Krife in der Zigarettenindufttie. Aus .Fachkreisen werden w r um die Ausnahme fvlgenDer Ferien gebeten Seit enger Zeit befand sch die jiga* retlcnbuftrie Dem Re.chssteueri.skus gegenüber mit einer Steuerschuld von etwa 70 Millionen Mark im Rückstände Da sich die Industrie außerstande erklärte, diesen Betrag decken zu können, hat der Reichs', nanzministet auf Vet- anlasiung des Betbandes der Iigarettenindustrie ohne vorheriges Befragen des einschlägigen Handels kurzerhand eint Verfügung erlassen, die dem Handel eine starke Erhöhung Der Ziparetten-Elnkausspreise bei gleichzeitiger Kürzung Der Berdienstspanne auferlegt Die Verfügung läuft in Der Wirkung Darauf hinaus, daß Die Summe von etwa 7 0 Millionen Mark allein aus Handels- kreisen aufgebracht werden soll, ohne daß der Handel in der Lage ist. auch nur einen Pfennig Dieter Summe in seiner Kalkulation berücksichtigen zu können. Die Jahresproduktion der Figaretten-Industrie beträgt etwa 30 M llionen Mille. Rehmen wir die 5-Pfennigprc »läge als Rvrm an. so ergibt sch unter Berücksichtigung der durch die Verfügung festgesetzten Grundpreise eine Erhöhung des Elnkaufspre.'c- von 2.30 Ml. pro Mille -- etwa 70 Millionen Mark. Da der Kleinverkausspreis durch die Vanderole bestimmt wird, so besteht für den Handel absolut nicht die Möglichkeit. diese Mehrbelastung irgendwie wieder auszugleichen. ES durste allgemein bekannt sein, daß die biS jetzt uneinbringlichen Steuerschulden der Zigaretten- Industrie sich auf etwa 40 Millionen Mark beziffern. Durch biete Verfügung de» Finanz- mmifter.urrS würden diese bereits m Einern halben Jahre durch Den HanDel aufgebracht fein; von Da ab fließen die 70 Millionen jährlich als Liebesgabe DeS Reichsfinanzministeriums der Industrie zu. Fragen wir uns weiter: Woher kommt die hohe Summe von 40 Millionen Mark uneinbringlicher Steuerschulden Der Industrie?, so können wir antworten, lediglich von der wenig kaufmännischen Art, in der Zigaretten-Jndustrle und Staat gemeinsam große Kredite gewährt haben. Die Zigaretten-Industric hat Durch Ueberproduk- tion sich vn großem Umfangt einen Stamm Gelegenheitsgross ist en grvßgezogen der nichts mit dem Grossisten alten Schlage- M hm hat. Von Den großen Schlerrderzentren Berlin, Hamburg und einigen anderen großen Plätzen des Westens haben diese Grossisten ihre Tätigkeit über da- ganz« Reich erstreckt. Ihnen wurden durch die Industrie Sonderzuwendungen in Form von höhen Rabatten gewährt, so daß es nicht möglich war, trotz aller Anstrengungen Des Handels die Schleudtrei auszumerzen. Die entstandenen Insolvenzen haben Der Industrie große Verluste gebracht und so die Steuerschulden erzeugt, die heute der Handel bezahlen soll. Kann die Industrie durch eigene Kraft aus Den Schwierigkeiten herauskommen? Da muß man zunächst sagen, daß eS auch heute noch eint größtrt Anzahl solventer Zigaretttn-Industrie- Firmen gib. die allen Ze.tverhältnisien zum Trotz nicht beim Staate überschuldet sind Die Industrie muß sich aber auch den bewährten Methoden der VorlritgSzeit wieder anzupassen. Dareiche Deutschland fonfmnierte 1913 14 eine Konsum-Zigarette Die 930 Gramm per 1000 Stück wog. Das arme Deutschland fabriziert beute eine Zigarette in dieser Konsum-Preislage. weiche 1250 Gramm per 1000 Stück wiegt Mo liefert heute da- arme Deutschland trotz aller steuerlichen gegen Die Erde; ein Schwanken zittert über di« Walze des LeibgewölbeS: da steht da- Leittier auf Den Füßen, wiegt feinen Kopf im uralten Elesantenrbdtbmus und windet mit Dem Rüssel. Der Baron hat sich nieDergeTauert; er leitet unS pantomimisch hinter die Bohlenwand. Da- Durch sind wir au# Wind und Blick; nur noch da- afrilanische Elesantenkind sehen wir. daS sriedllch schnarcht und Dessen große Ohrflüchen den käfer- artig gebuckelten Kopf beschatten. Ruhe war wieder und Rächt II. Vierzehn Tage Davor hab« ich Du- Rächt Der VerzweiNung miterlebt, die Rächt. alS Der ToD die Tiere streifte und wir Menschen machtlos dabei gestanden sind. Der Dompteur Schilling war kurz zuvor aus Stellingen gekommen und hatte eine sogenannt« . gemischt« Gruppe" mit gebrach:, wie sie seit 40 Jahren HagenveckS Spezialität ist: Baren aller Farben. Tigerdoggen und Löwen, junge Burschen, die ich im Ma» alS kleine TterbavyS in Der Stellingcr Dresiurschule spielen sah. Die Gruppe arbeitete etwa 10 Tag« in Berlin Da überfiel Den einen Eisbären plötzlich ein böser Krampf Er ging an den Wänden hoch, verbiß fich in* Gitter und starb in der Rocht. In der zweiten Rocht fiel der nächste um. jäb und lautlos; und in der bar auf folgen Den starb das dritte Tier, nachdem es am Abend 14 Liter Milch gierig auf gelogen halt«. Welch ein Fteber- brand must in feinen Eingeweiden gewütet habenk Und Deute war nun di« vierte Rächt. Ein vierter Eisbär. Der letzte, lag röchelnd im Stroh Wird er kalt fein, wenn der Morgen kommt? Ich hielt es unter Den Menschen in Dee Kantine nicht mehr aus. ging durch den Heiter- gang nach hinten, zwängte mich am «ifernen Gitterwerk vorbei und staiid im Raubtierstoll. Auch hvr 6rennt nur ein kleines Rotlicht Mit vorgestreckten Händen tastend fetze ich Fuß vor Fuß. bis sich meine Augen an Die Dunkelheit gewöhnen und die Käfigwagen Form annehmen. Da sehe ich eine men'chliche Gestalt groß und grau vor Dem linken Wagen stehen, höre murmelnde Laute und ab und zu rin leises Klirren von Metall. Be-astung Der*. Raucher 25 Pro;--! Taeak mehr alS früher. Der Hande« hat hieran itin Inieretze D.r benötigen einer Jahresproduktion jetzt etwa 36 Millionen Kilogramm Tabak. Der 'är-.:- lich e.ngeführt werden muß Davon för. c- 25 V • Werten, tr e nr. n- a n 0 garetten n dem früheren G:tr cht lte'.'t Daergibt «ne •r<".ir- I wn rlj- 25 M t. 'nen Mark » Gs gibt weiter Zigarette, ’abrtler. die etwa 6 Prv-ent ihres Um atzes für Reklame aus- gebe- Gm Weiterer Teil etwa < 5 rotent Durch Einschränkung Der Reklame können ebenfalls Crfl-imiffe erzielt Werder Weiter« Ersparnisse können auSgerrchnet Werben durch den Fortfall der Sonderangebote und durch eine rorg- fältigere ÄrtDitgobe die Wir auf mind-stenS 10 Millionen 3Bdtf bez.llern. W'r haben in unteren Ausführungen die Möal chkeit Der Aufbt.ngung Der 70 Mill -'nen durch Die Industrie erbracht. ES kommt hier Weniger Darauf or. ob et fich um einige M.l- lionen mehr oder weniger handelt. a'.S um die Tatfache daß zunächst die Möglichkeit vorhanden ist. di« Ichuid.ger. Inbustriesteuerberräg« von dieser selbst herauSzuhvlen. Der gesamte Groß» und Kleinhandel erwartet von der. Reichstaas- abgeordneten sowohl als von allen Stellen, die im Wirtschaftsleben etwa» am lagen haben, bah n zu Wirken, daß eine sofortig« Aufhebung dieser Verfügung beantragt und nochmari Gelegenheit gegeben wird, alle e nfchlägigen Stellen, da» ist Ministerium. Industrie und Handel, an einen Tisch zusammen zu bringen. Krieg$:(EltcrnDeriorgung. Der ReichsbunD Der Kreas beschädigten. Kriegsteilnehmer und Kriegerhimcrvliebenen. Ve- zirksleitung Oberhessen. teilt uns mit Der Rel chs t a g hat anfangs April 1927 in Bezug aus Die Elternversorgung folgendes beschlossen: Die ReichSregierung wird ersucht, bei Gesuchen um Gewährung von Elternrrnt? Die Bestimmungen Des 9 45 in Hinsicht auf Die Frag« ob Der Gefallene der Ernährer gewesen ist ober geworden wäre, in wo hlwellen der Weite als bisher auslegen zu wollen. Dieser Entschließung kann um so mehr entsprochen werden, als Das ReichsversoegungS- gericht in Anlehnung an Aueiührungsbestim» munq l zu 8 45 nach einer grundsätzlichen Entscheidung einen Sohn Dann als Ernährer seiner Eltern ansirht. wenn er sie Dadurch, daß er zu ihrem angemessenen Lebensunterhalt regel’ mäßig und in erheblichem Maße bei steuert, vor Rot schützt. In Ergänzung zu AussührungSbestimmung 1 au § 45 soll Daher nach diesem Grundsatz verfahren und allgemein Di« Ernährereigenschaft Dann noch als gegeben angesehen werben, wenn Der an Den D. B.-Folgen gestorbene Sohn einen erheblichen Unterhaltsbeitrag. Der sich von Der Hälfte Des gesamten UMerhaltSbeitraaS nicht allzuweit entfernt bei geheuert Hal, oder bei- steuern tourte. Der für Den Unterhalt erforderliche Gesamtbetrag ist nicht gleich der Sinkom>nensgrenze deS Paragraph 45, sondern mufj unabhängig davon im Einzelfalle nach Lage der gesamten Verhältnisse beurteilt werden. Schwebende Rekurse sind in geeigneten Füllen zurückzuziehen, oder die Akten zur Rachprufung von Den Versvraungsgerichten oDei Dem Reichs» verTvrgungsgericht zurückzuerbitten. Am 3 0. Ium d I. läuft Die Frist a b für Die Stellung eines Antrags auf Umrechnung bereits bewilligter <31- ternbeihilfen Bekanntlich erhalten Eltern- beibtifeemffänger nicht ohne weiteres Die Erhöhung Der Teuerungszulage von 19 aus 22 Prozent mit Wirkung vom 1 April D. 3. ab. sonDern nur Dann, wenn sie die llmr«qynung beantragen. Wer dies erst nach Dem 30. Juni 1927 tut, erhält Die Erhöhung erst vorn 1 Des Antrags- monats ab Dagegen wird allen Denen Der erhöht- Betrag ab 1. April 1927 gezahlt. Die Diesen Antrag bis zum 30. Juni d j. stellen Wenn Dagegen Slternbeihilse erst nach Dem 1. April neu iigt toiiD. so hat Das An,t von sich aus Den erhöhten Betrag in Berechnung zu bringen Jetzt bin ich neben Der Gestalt Es ist Schilling. der Alte, der Dompteur mit den grauen Locken; der .Papa", wie er sich seinen Löwen und Däreii gegenüber selber bezeichnet ®r bemerkt mich Nicht und starrt unentwegt hinter di« Sisengitter. wo auf Stroh ein weißer Körper liegt, bewegungslos Der letzt« seiner Eisbären! Ich lege meine Hand auf Schilling- Schulter Dann warten wir. stumm, und plötzlich tönt um uns ein abgrundtiefe- Seufzen, urweltlich schwer, wie wenn ein Gigant erstickte Mich schaudert Ist da» di« Rächt, die so tönt? Ist es der Tot»? Der Eisbär konnte es nicht fein, das war mir klar DaS Tönen kam von hinten, aus der Rächt, und verging. Dann nahm Schilling eine Etlenstange schob sie durchs Gitter und berührte Den Eisbären Ganz Aar:, so wie ein« Frou ihr Kind mit Fingerspitzen befühlt. Erwartungsvoll blicken wir auf den Körper im weißen Fell Gr rührt sich nicht. Wieder tastet die Elsenftang« und jetzt schimmert ein trübes Aua«, fltberbaft verglast .Gottlob, er lebt noch . murmelte der Dompteur. .Wenn Der vierte auch noch stirbt, tue ich mit was anT Und in diese Dort Die unheimlich n der Lust stehen bleiben, dröhnt wieder auS her schwarzen Rächt um uns das Schaufen. das abgrundschwere ES wieherhoit sich gleich darauf, so daß ich von unhctmlidxnt Gr.- wortlos Wegaehe. ins Hell« und zu den Menschen DaS Dröhnen in der Rocht kam vom See» Elefanten, der int Waller schläft und in unterschiedlichen Paulen otembolenb noch oben kommt Der vierte Eisbär aber lebt. Er hält sich noch ein wenig schwach auf seinen Beinen und bekommt Krankenkost .Fieischbrühe. jede Stunde zwei rohe Gier und etwas Kognak. Schilling, der graugeivckte Hamburger, »st nach innen hinein glüälich Viertel stundenlang stehl er vor dem Wagen seiner vier Löwen, ruft btt .IungenS" mit seltsamen Knurrlauten, bis sie sich schmeichelnd gegen«r.kg über den Haufen schmeißen, und ertulbtt es mit Augen, dte vor Glücksgefühl feucht find. Daß Voöni der abelli- Obertzesien. Landkreto fricßai Aus Der Rabenau. 23. Jun D « Heuernte st i--m voriger Job« ftarl oufg.-r irne G ldroft am De zen »ann üu n n ■ dr-: 3d*?« Wieher beobachtet Werten. «Doch tritt et nicht i» gefährl chem Umfange auf. 2iui Recketn mit Klervorfru^t oeröunden mit starker PhosphrtsäureDür.guag .st ;ut Zeit nur •r -:vk geringer Ro' e,l »«‘»•□‘teilen währenb ter Vefa.» bet Kartv'set und D-ckwur» als Vorruch: Deutitchet beroomitt. D t Stand de» Roggen» »st fehr gut. er Dürfte allerdings -ller.iln.lben etwas dünnet f'^hen. Haler und Gerste oerlprechen ebenlall» gut "m* w.nien. GS -st mit einer gntrn Mittelernte zn rechnen " tlriinbcrfl. 21. Jom flnf dem beuir d«er abgtboltenrn Ferkeimartt waren II* Ferkel und tautet oufgetrirbm. ®-, de, Den vorherc den den. fo war auch bei dem heutigen Mort» em gro ße» Uederanqedot zu verzeichnen. Ioiolgt der in vollem Wange befindlichen H« ernte unb Dem ^rbien der ländlichen Kaufet kam diefer Urttrft.mb an Ferteln noch deutlicher zum Ausdruck. Ce murten de zahl l für 6 bi» b Woehen alte Ferkel 15 Mart, für R bi» 10 Woetzen alle 2»> Mark für 10 bi» 12 Soeben alte 25 Mark und für Läufer etwa 3D Sif. Der mit dem Atrfrtmarfl verbünd, n, strömer markt stand unter Dem seiden Zeichen Dar Geschäft war schleppend. 4 G 0 n g • (B ö n •. 25. Juni, flm nochften eonn- rog. dem 26. Jun», hält Ml's»on»inspektor Pfarrer Held <®ir»baDen), der durch seine EvanaetiiaNon»- oortrüge bekannt geworden ist. in Üang-wan» einen M I s s» o n »s o n n l o g Raw . iltag» spricht er über die Mohammedaner,m>s,on. Die Sudanpivniennisßon ist Die emsige Modammevaner,mfsion In DeutsMlanD und bat durch ihre Zulassung im cubon und die (fröffnung eine» neuen Mission»gediele» in Kubien «roße und schwe« Äufgabrn. »gie alle Mission»- aeiellschasien. hat sie die totfräftige Hilfe der ftei* mal heute nötiger Denn je. Mrcie tvricDbcrfl LPD. Vab-No u heim. 23. Juni In der Äerkzeugfabtrk Etnl am ktzuierbohnhof gehet rin Lehrling au» Nieder- Wöllstadt In eine Iranern, ff Ion. Dem Bedauernswerten wurde der linke Arm glatt abgeschlagen, rmer wurden ihm die stirider oom Leib« geritten Mrei# Büdingen • Hu» dem N , ddaio1, 2X Jun, Jetzt beginnt allmählich hier Die Heuernte, 14 lagt später al» in früheren Iohrcn. weil die Landivitte seither noch fiele mit Kartoffeln« und Dickwurztzocktn zu tun hatten. und auch da» Wettpr Aur Heuernte nicht günstig war. Obgleich Der Ertrag Der feuchten Miefen gegen do» vorige Jahr geringer ist und nur die Berg- wiesen eine volle Ernte bringen, find bie Preise für fteugra» bri den bi» letzt obgehaltenen «ra»verii»,- gerungen Der GememDen. der Forstärnler und an- derer Wiesenbesitzer gegen friiher Aurückgegangen. weil der Absatz für Heu Im letzten Jahr« im allo« meinen gedrückt war. Grund hierfür ist dte Zunahme bet Vast- und Personenauto», deren Ve'itzer früher alle Pferdefuhrwerke hatten und regel,.uißtge Abnehmer für Heu waren. Fenier fehlen die Pro« piantomter, die für die Äilitarpferbe große Heuvti" fäufe machten. Dtesetben Grunde find auch dte llr fache de» Rückgang» her Pferdezucht «ufs...tend ist noch in diesem Iahte her Ueberftanb an tungen Zuchtbullen. Auf allen größeren ÜÄörhen Ober« heften» sind mehr als 50 Stuck zum verkauf angetrieben, aber nur ganz wenige al» Zuchttiere verkauft worben. Kreitz Echokten. 6 dj otten, 23. Juni Die in nächster Wo» flattfinbenbe Sitzung Dee ft rel» tag» wirb siv u. a. mit her Feng« der Erhebung einer Blersteuer beschäftigen. Auch bie Errichtung einer Abbeckerei für brn Kreiv. übet bie bereu» seit Jahren verhandelt wirb, ist nochmal» fitegen- sianb ber Beratung E» ist beabsichtigt. Vsttm Bewilligung eine» Darlehen» einen Ptiootuntermdmer für ben Ausbau diese» Projektes au interessiee.n —(B e b e r n . 23. Juni. Trotz be» b,»hcr nicht besonber» günstigen Wanberwetier» macht sich im Bogel »berg ein zunehmenber «fremden- verkehr bemerkbar, der sich in erster Linte den Hauptorien de» Gebirgee- zuwendet. Einen besonderen Anziehungspunkt bildet bas Jugendheim auf nifche Wilvnislöwe. ihm mit rauher Zunge übers Antlitz fährt. Das Problem der TransozeanstÜge. Die „läglufce Rundschau" hat einen ber beiten- tenöften Fachleute auf Dem Gebiet« de» Siu®« wesens. Direktor Sachsen berg von den ?unket» werken über da» 'Problem der T, inSogean- slüge besragt Der die Flüge der beiden Amerikaner al» sportliche Leistungen ersten Range» bezeichnete. D,e von den beiden Amerikanern verwendeten Motoren hoben die an die Leistungsfähigkeit geknüpften Grwortungen voll gerechtfertigt DaS bedeutet aber keineswegs, baß Der Stand des FiugmvtorenwesenS in hrr Dell heute schon soweit geDieben ist. daß Wir tm Anschluß an diese Erfolae an einen regelmäßigen Verkehr über den Ozean denken könnrn Um dieses Ziel zu erreichen, ift noch sehr viel Arbeit vor altem In Der Motoren« ntWickln n g nolwenDtfl Ter Grund Dafür, baß die Ueberguetung Des Ozeans xuerfl von Amerikanern ausgeführt ift. liegt wohl in rrftee Vinte in den metereelogt- Ichen Ihrrbaltn Hen Ader auch die inlllche Ber- längtnmg des FlugeS. verdunden mit r,ner Weiteren Bean'vr-trung des MotorS. mit der bei einem Fiug . on Deutfchland nach Amerika gerechnet werden must, bedeutet naturgemäß eine Vergrößerung des Rzsiko». Trotzdem ist keine Veranlagung anzunehmen. Daß für deut Ich« Flieget Mit deutschen Motoren und deuts^n weniger Edancen »orhanden Wären, artr für die erfolgreichen Amerikaner Dir haben in Deuttchlaich bereits Die Flugzeuge, sowie iuch bie Motor« für striche Flüge Für den regel mäßigen Luslvertehr über ben Ozean bellen Aussichten für bie riutunft DurchonS günstig zu be- beurteilen sind, ist notütksttz der Bau anderer Mafchinen als bet. Die heute für die Flüge verwenbet werden, zu fordern. Die lange es bauern wtrt. bis bretes wirtschaftlich oufteterten?- lich aussichtsreiche Projekt technisch nnd betriebstechnisch verwirft icht werten kann, lädt fich beute noch nicht überleben Gtnige Jahr» Dürften Mich darüber vergehen btt Herchenhamer hob«1. Auch we in einem eeitrn- ►au des Gederner -chtolies uniergebrcd)te Ouaenb* herberge wurde in le&ier .Seit stark in »nlprud) »je ntmmtn, |o hast fie an manchen lagen binhd)thd) her Unterbringungxnäghdffeil nicht allen «niorbt rangen gerecht werden konnte und manchen Uirilef- tonten eine «biege erteilt »erden most,. —H erchen h a l n 22 «W. 3m T. r- laufe do» drängen 3obanntmQrfte» ereignete lut) ein Tulounglüct Der lederner I.eti J>r Jttüm m e( fuhr Dom TRarfi kommend mit 'einem 3uto die ablcbuffige Strafte noch Hari» mann«bat n *u Bei dem Bestreben THorftbr» 'uchern auvzuweichen net|a g:e anlcUetnenb bte Steuerung. Du« Auto durchfuhr henStreben» graben und rannte gegen das XranÄ’or» «atorenhaus Der Wogen wurde ziemlich beschädigt und De Ärütn Wiel erlitt ander 'onfHgen Serien ungen einen Ober Ich enkei- druch Or wurde durch ein anderes Auto nach Gedern ins Krankenhaus »erbracht. - lut dem Foh a nn i markt k Schweinern ark. aiertn 506 Schwei nc auf get neben Durch?chnlNlich wurden für da« Paar 8 Wochen alte $erM 30 Tfi. bezahlt Ts verblieb kaum Uebcrftnnb da der Hande! fixnt ging. Är *1)1 L, für 7 bis ft Wochen alte 25 Mk. und für 9 bi» 10 Wochen alte 30 Mark , (• Hu» dem streife Wetzlar. 23.Qum Da» tianbraleaml hol eine Neuregelung der Schulferien derart pargenommen, daß die lag. „Herbstserien" wegsallen und an ihre Stelle ..Som- mtrferien" treten, bie am 27.3uni beginnen und 31 Tage dauern. Huf Antrag der Schulvorstände können die Bürgermeister im Bedürsni»salle die Rerien ein ober zwei ®othen früher oder später beginnen lasten Von der Möglichkeit der Vorverlegung ist mit Nückficht auf die allgemein im Gange bcfinblidx Heuernte in vielen Gemeinden de» streife» Gebrauch gemacht worden. ÄrcU Marburg. ]( Marburg. 23. 3uni Der heutige Schwelnemarkt war mit 805 Ferkeln und 19 Läufern befchtckt Preise. Sechs Wocyen alte Ferkel 13 bis 20 TU . sechs bis acht Wochen alte 22 bis 25 TU. acht bis zehn Wvckxm alte 28 bU 30 TU. und Läufer 40 bU 60 TU. da« Strick. Der Handel war lehr flau. Maingau. WSN. F rankfurl a. M. 23. 3uni. 3m »erlauf der letzten Wochen traten hier wiederholt und aus verschiedene An Leute auf, die fld) al» Kriminalbeamte auegoben. In einem Falle ist e» einem solchen Gauner geglückt, einem jungen Manm- einige tausend Mark abzunehmen. — Gest.in nachmittag stieh ein Radfahrer an der lirfe ^ranfenaUee^SpetKrcr Straste mit einem (E in- fpänner-stohlenfuhrwerk zusammen; er oertefite sich durch die Scherenspitze be» Wagens heran, dast er ins strankenhau» verbracht werden mußte. CbcrtoefterlvalMreKi. WSN. Hachenburg. 23. Juni. Die im Nistertal gelegene 31 ft e r x I e n f e r o b t e I Mari e n st a 11 feierte am 21. Ium unter groher Anteilnahme der geistlichen und weltlichen Behörden den Tag her Errichtung vor 7OO Jahren. Der Bischof von Limburg und der Generalabi der Zisterzienser legten die Grundlagen de» Orden»: „Zurück zu Gott, empor zu Gott" In Festansprachen au«. Dberpräfibent Lckwander, ‘Regierung» • Präsident Ehrler und Landrat U l r ic i von We sterburg nahmen an der Feier teil. Auster dem Kölner Kardinal sah man acht Mitraträger und eine graste Zahl Prälaten. Amtsgericht Wetzlar. 0 Gin «begaar au« Wetzlar fast wegen Beleidigung. Widerstande« gegen die Staats» gemalt und Äötigung auf der Anklagebank. Bei den Angeklagten »ar der Ger chravvilztehr: er» «chenen. um bit Zustellung eine* Schuld. zu beeiden Da der Beanve bereits be einer irr Heren gleichen Amtsha idlung m:t dem 3n* gesagten einen «nltebfamen Tuftritt hatte, nahm er «.ch diesmal zu feinem Schutze einen Po. zei- beamten mit. Nachdem der Beamte aus einem Stuhl am Sairerbnfch Platz genommen hatte, um die ilrtuntf auigufüllen. hlest ihn der Angeklagte. von ' .inem Skub! a :• uneben. Worau« d.e Stau vottchlug. in die Auche *u tornr-f was auch a- ’-ab Dort trat der Angeklagte zu dem Ger.ch: «Vollzieher zrigtt ihm bw Geld» hörte mit angeblich über 100 AW Inhalt unb erklärte 3f könnte ja zahlen aber ich tue c-s mdbt* Der "Beamte erklärte buraul das Seid für gerundet doch der Angellagtr oer» weigerte die Herausgabe Der Oet.<*t. ollxieher unb der Polizeibeamke verbuchten nun unter Anwendung von Bewalt in den Besitz der Geldbörse zu gelangen, was ignen aber nicht gelang da der Angeklagte wie auch dessen fira-j durch .brr . nwehr dies oetbinhcrten. Schiie - lich gelang es der angrNagien ^esrau. d.e Geldttrfe ihrer Tochter zu übergeben, die damit eiligst das Haus rvrltefo. Die Jr.gdlagun be» stritten diesen Sachverhalt und Ichilderten chn wckcntllch milder. Das Urteil lautete gegen den angeklaaten Ehemann wegen Teleibiguna aus 50 TI I Selbst rase e"tl 10 Lage Gefäng- n-.s und wegen Widerstande« auf 3 Wochen E> efängnis. die Ehe rau erhielt wegen Widerstandes 30 TU. e t h ft r a 1 e, evtl. 6 tage Gesängni« Einem E.nwvhner aus Ä r o I b e r 1 war Hehlerei zur Last gelegt, da er ein tDtuMkbc« Reh während der Schon zo t von einem Lo ndw n aus Frankenbach ankaufte, obwohl er den Umständen nach annehmen must», dast es mittels einer strafbaren Handlung erlangt war Der Angeklagte wurde gelegentlich einer Haussuchung durch den zuständigen Landjäger überfuhrt ör vor geständig will aber nichts von einem un* rechtmäsiigen Erwerb des W'U>es durch den Ter- fäufrr gewustt haben. Das Gericht lab den An- getagten ale überführt an und etianntc auf 7 0 T TI Geldstrafe an 6teile einer verwirkten Gefängnisstrafe von 2 Dachen. Auch wurden dem Angeklagten die Kasten de« Ter- fahrens auf erlegt. Vermischtes. (bin Hirtenbrief gegen den Alkoholismu» Die Bischöfe der Fuldaer Bischofs- konferenz veröfsentixren einen gemein! amen Hirtenbrief der cm nächsten Sonntag von den Äan/eln verlesen werden soll. Die Bischöfe bebauten daS Ueberhandnehmen de« Alkoholverbrauchs befont-erS des Mkvbol- mihbrauchs. die in schreiendem Degensah stehen zur grohen Tot unseres Dolkrs. Zur Verhütung des Alkoholmistbrauchs soll vor allem d«s F a - mllienleben so gestaltet fein, dast man nicht außerhalb Zerstreuung und Aufheiterung zu suchen braucht. Da» Vereinsleben, überhaupt da» gesellige Leben, soll nicht zu Gelegenheit oder zu Anreiz zu unmäßigem Trunft ausarten. ElterichauS Schule und Kirche sollen aufflärenb wirken. Eine englische 100-2niUlonea-i4nlelbe für Berlin. Der Magistrat von Berlin hat in London bd der Aothschiid.Gruppe eine langfristige Tn» leihe von 5 Millionen Pfund (100 Millionen Mark) ausgenommen. Die Anleihe wird zum Kurse von 93V. Prozent begeben, mit 6 Prozent verzinst und ist nach 30 Jahren zum Kurse von 102 zurückzuzahien. Die Mittel der Anleihe sollen zur Ausführung der lesttbefchlollenen gröberen Projekte. Geländeankäufe. Schnellbahn» bauten ufw. verwendet werden Berlin Hal seine SommcrfSniflin. Die Sommerkönigin des Jahre» 1926 ist tot, es lebe die Königin 1927. 3m Lunapark wurde sie von einer ausgewählten Hurst unter Spannung und Beifall des PubliHrrns auserwählt und gekrönt. Zur Dahl hatten sich T a u s e n d e von Bewerberinnen au» allen Himmelsrichtungen Berlins eingefunden, jede mit der unerschütterlichen ileberjeuflung. die schönste des Sommers zu fein. Geputzt, geschniegelt und gebügelt. gepudert und geschminkt traten sie vor da» kritische Richterauge, das Mühe und Arbeit in Fülle hatte, um die richtige Wahl zu treffen. Rach vierstündiger Wahl Waren die 25 schönsten Bewerberinnen bei vieltausendköpfigen Publikum» aussortiert. Dann waren kaum die Stimmzettel zu zählen, die für d'e Königin abgegeben wurden ^ergetpeife häuften fie sich und erst nach Mitternacht war die Wahl getroffen. Mar - g t i 1 Äraemer wurde dann die Glückliche, der Purpurmantel und Zepter überreicht wurde. Sie ist eine 18 Jahre alte Manequin au» dem Modesalon Marbach, eine Bayerin Was werden die Wüncheii-r sagen, wenn lie erfahren, dast Berlin fick zur Königin eine .’>«.■ Stammes genommen hat? Sie werden sicher hocherireut lein über diese Tatsache und nunmehr da» Stteitbell wohl für immer begraben, da» oftmals zwilchen den Politikern hin und her geschwungen worden ist. Auf der 3agb ersckoffcu. Der i^agdpachter S*r. Blümoke und der Schmiede meister Tietz befanfcr. sich bem Dorfe Abtshagen zPommem» auf der Rehbockjagd Als bei*1 n et rennt ein .Kornfeld hur^pidatte • g-ib 2 ey aus ung 'ähr 33 Meter Entfernung ui ter Meinung, einen Rehbock vor s i ch zu haben einen Schutz ab. der P r Biämoke in d i e Schläfe trat Der Bcrung|üd;e h a r b Mach c ner Stunde Et» StmernecerNkT wm Jocfltr ettchostin 3m »reue Westdaott^u^ hrllie etn Fötteer au» deciv. ^erur.mnq zwei iniMm-et Manmr Al» »er Förster bie beiden mii’«rbertr h i < Hände tut den Tafmen zu n.frmrn. h1)tttep sie ihre Revolver aut .!>n. 3n her Notwehr griff nun der ixohler jur Waise und erIchotz einen bei Bur sch, einen uchth » Brande; dura entlassen m eben fmd. Ralzu» ewrDt dem Hathenomer Oknän^efängrH» tl^fePefert. Ein ungetreuer ftaWerer. Aul einem Polizeirevier in üoarloitenburg erschien ein Tlann. der flagte. dast er seit zwei lagen nicht mehr gegessen habe. Man stellte ihn al« einen Hillska iierrr vom Arbeit»« amt des Magistrats in Elfen fest, der voi her Kriminalpolizei wegen Unterschlagung gesucht er abliefern sollte, behaltet Qk wat dann nach Bei Iin gefahren, nm er gleich am ersten Tage 350? Mark ausgab Aach einigen lagen war bann ta» unterschlagene Geld au’Qebrau-Tt 85 000 Mark erschwindelt. 3n öd) n e i be m u h I bat ein jetzt «Vichnger Lchwmdler namens Buckwitz, her sick dort vorübergehend aufhielt, eine Bank buraj {rälidjungen von ; .ipieren um d5 '»00 Mark betrogen, ver- muthm hat . m Helfershelfer die erlordettichen. vor- luglitt) gefälschten öchreiben von einer anderen StaM hierhergesihafft. va» SeHgelage der Einbrecher. 3n einer TNohnung in Eharlottenburg. di» Aufwartefrau, dast Einbrecher f’.ngeOrungen waren, die die Mohnung buchstadl ch aus« geräumt hatten. D.e 2>.rirc-cher haben alles biS auf die nackten Möbel qc'roblen. sogar die Bettüberzüge. Da die öinbredrr ganz ungestört waren, veranstalteten fie ein C’lcn w t Sekt» griage Schwere» Explosion »Unglück In Amerika. Wie au« 3c r feb Gtttz berichtet trckrd. ist das proste Zeughaus des 1 T.qiment« durch 5euct<- brunfl teilweiie zerstört worden Der Schaden wird auf eine Million Dollar gelchäht. 40 000 .zeladene und ungeladene Patronentaschen erpichten en und gefährdeten durch umherfliegend' Teile die benachbarten Gebäude. Personen sink l ibe« nicht zu Schaden gekommen Meuterei In einem amerikanischen Zn Ethans. 3n C a n f I n n (Äan’aO hat die Verweigerung der Erlaubnis zum Zigarettenrauchen z» enter Meuterei im Staat Strafgefangene, die in einer unter dem Ctaat»- flefängni« befindlichen Kohlengrube beschäftigt sind, weigerten sich, nach der Erledigung ihre» Tage»pensum» auszulahren und verschanzten sich im Bergwerk, wobei sie 14 Aufseher gesangennahmen. Eine groste Anzahl der über Tag arbeitenden Strälling« wurde durch die bewasfneten Wächter überwältigt. Die Anführer der Meuterei wurden in Ginzel- Hast gebracht. Die ®efängni«b?amten haben keine Besorgnisse über da« Schicksal der als Geiseln im Bergwerk festgehaltenen Defangenenwärter. Sie erflären, dast da« Tauchen unter Tag wegen der damit verbundenen Feuer«gesahr verboten werden muhte. Auf dem Gelängni«hos ltnd. um die eimfüngc einzuschüchtern, zwei Maschinen ge wehre in 6‘ellunfl gebracht worden Wie man nach Diamanten reimt lieber da« grvhte Wettrennen von Diamantengräbern zur Gewinnung von Anteilen, davor kurzem aus den neuen Diamantenfeldern von Grassvnteui in Südafrika stattsand, ist in den ..Time»" eine au»führliche Darstellung zu lesen. Der Schauplatz diesem Wettrennen« war eine Farm von über 240 Hektar im Lichtenburg- Gebiet in Westtran«vaal. Das Land war nur wenig wert, well e« trocken und steinig ist: aber jetzt da man dort einen seltenen Diamanten- rerchtum gesunden hat, ist die 5atm Hundert- tausende, ja vielleicht Millionen Psund wert. Die Runde von diesen Schätzen halte sich bald verbreitet, und besonder« in den „Löchern", die durch den Teatn von Jahrhunderten gebildet '.ni\ finden lich a>oste D i’anantenmvagca Au« einem einzigen solchen Loch follen Edelsteine im Werte von 800 000 Mk hcrausgLholt worden fern. .Wan strebte daher besonder«. Anteile mit solchen „Löchern' zu . dangen, und gegen 27 000 Männer, Stnaben und Mädchen hatten sich an dem entscheidenden Tage schon vor Sonnen- aitfgang versammelt um an dem Lauf nach den besten Stellen tell»unehmen. Aus allen Himmel«- richtungen waren lie herbeigeströmt in Ärah- wagen und Pserde kutschen. :n Ochsen- und Esel- toaqen. Zusammen m.t den Zuschauern waren mehr al« 50 000 Menschen bekommen. Um 7 Uhr morgen- wurde eine lange Stange mit der englischen Fahne, etwa 200 Meter vor der Linie, von der au» aefaufen werden sollte, aufge- pttanzt, kv dast o.c Fahne überall sichtbar war. Um d.e Fahnenstange versammelten h Sübanlagti. Samstag, den 25 Zunt 1^27. Vorabd 7.45. morg. 8.30, Predigt, abds. 9.00 u. o <0. Gotteödlenst der tfr. Teligionsgefellschaft. ©abbatfeier, den 25. Juni 1927. Freitag abend 7.45. Samotog vonn. 8.00, nachm. 4 30, Sabbatou» gang 9.40. Wochengottesdienst: morgen« 8.15, adds. 7.15. Rundsunst-Prograimn des ^raaksurter EenderS. (TiK der .Tadlv-Umschau'.) Samstag, 25. Dnnl 15.30 di» 16 Uhr: Die Stunde der Jugend. 16.30 di» 17.45 Uhr Konzert de» Hau»orchefter»i ..Tusstlch« Musik". 17.45 bi» 18.05 Ubr; Die Urfeflunbc. 1h 30 bl» 19 Uhr; Der Dtteskasten. 19 bi» 19.30 Uhr: ,Dje Entstehung be» launu»*. Dottrag von Br. Walter Schuckmann. 20 Uhr: Uebcrtraguna au» dem Sebastian Äach-Saal der Frankfurter Musik-Au»- stellung: Konzert be» Salzburger Domchor»: Leitung: Generolmustsdtrekwr Wilhelm fturtwänaler. Anschlicstenb: Svätkonzert de» 5)au»orchcfter». Dar- auf: Tundfunk-Iozzband. Tprechstnnden der Redaktion. 12 bl» 1 Uhr mittag», 5 bl» 7 Ahr nachmittags. Samstag nachmittag gefd)loffcn. Jür unverlangt elngefanble Manuskripte ohne bdgefügte» Rückporto wirb keine (Ürwäht übernommen. ynjelgenaaflrägr find lediglich an bis Geschält» stelle zu richten. 'üerantwortlich für da» Feuilleton: L13. Dr. Fr. D. Lange. WNDERMEHL PmbedoM. iiLBrrKnarv über -nodeme »vglmg»- pnrge Itoehcnlp» u**d unveratndlicn. ,UNDA*-<$ESEL15CHAH BERLIN v)7 Haben SieJhrWiMi Gratismuster schon ausprobiert ■ Die früher anqekündigte Mufterverteilung ifi nun abgefdiloffen, und gewiß haben Sie fidi überzeugt, wie f ehr Ihnen VIM das Putzen und Sdieuem, das Reinigen all Ihrer Haus - und Küchengeräte erleichtert und Sie durch feine wunderbaren Eigen- fchaflen erfreut. VIM putzt und poliert alles. Verwenden Sie es ausfchließlich auf feuchtem Lappen. Sollten Sie hei der Mufterverteilung verfehentlidi übergangen fein, fo fchreihen Sie uns, damit wir Ihnen eine Probe fenden. SUNUCHT GESELLSCHAFT A.-G. 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Juni, abends 8 Uhr, Neue Aula: TANZ-GASTSPIEL Wera Donalies Solotänzerin am Opernhaus in Frankfurt. Sonntag, 28. Juni, vormittags IT . Uhr. Neue Aule: Musikal.-literarische Morgen-Feier Konzertsängerin Elisabeth Ohlhof! Pianist Romuald Wlkarskl Rezitator Dr. Heinrich Michaelis aus Berlin. Eintrittskarten zu Mk. 3.» und 2 - bei Challior und am Saaleingang. Mitglieder Eintritt frei. Mitglieder der Volkshochschule: Karten zu ermäßigtem Preise (Mk. 1.-) Vorzugs-Angebot in Einmachzucker cira (Rieften, Vahnhofstrafte 49 SMni) Weserstrafte 1, Ecke Nordanlage. mengen. Verlangen Sie nur echtes Staffol in Oriqinalstafchen u. weifen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Herstellern Engel, apothehe «letzen, gu hoben in allen Apotheken. Bankhaus Herz & Co GleBen, Neuen Blue 23 (Sonntag, den 16. 3uni, abends l/t9 Uhr Der Wann auf dem Kometen und lustiges Beiprogramm. ""0 mÜlen-Album einrukteben. Kamera* »owle Umthchc Phcto-Uten »illen in reich »ter Atuwahl k Pholohans Wlnlerhell j MMfca VM WlkÄS Niemand reralume an dlractn T*S< 5610a Warenabgabe nur an Mitglieder Mitgliederannahmen In allen Verteilungsstellen Konsumveiein Gießen u. Ifmg. e. O. m. b. H. Emmericher Kaffee Nr. U5 Drittes Matt Giessener Unjciger ' c:b: Sie Lusübung bev Sporte» ha! in unlcttr Zeil eine ganz andere Ikbcutung gewannen all in den Jahren . x dein Stiege Pa mal» ging noch 5er größte Teil von Deutschland» m:nn!i4)cr 3u- genb bunt) die Sport chule del T’ahtirDkr'..» letzt mich die re.n fporrl.chv Ausvt'.dung bdkn die Jugend lörperli zu erttidjugen und gesund» beillich zu fettigen. 2T Spor.'armen Haden ihre T-etf4>tigxrrg Tefcnter. doch a^ulchlagen tft in» be'fen die Tßirfur.g d.s Keil» und Fahrt pari- aut Geist und Körper Hier gilt ei nid)! nur körperliche Tüchtigkeit zu en'dallen. sondern die Be'djd1» ligung mit dem lebenden Ziere, das denk! und empsindet. zwing! den 2pvrt»mann sich mt*. bcsten Aharaklcr zu befallen, sich tn seine Denker: cinzu» fühlen, Aintichi zu gewinnen und Geduld zu entfalten Kichi der wird der bette Kelter, der gr- schicktefte Fahrer lein, der die krall gsten Muskeln und die größte Gewandtheit besitzt, «ondern der. dem jene zweite, schwerere Ausgabe zu lökm gegeben ist Kuder dem bet der Kett» und Fihrspon dem Vorteil, daß e' wett m:hr alv dx- Lporls- ‘ennen die i auiatübt werden, mit Bottes herrlicher Katar in engste Berührung bringt und ihm da Schönheit en erschlieht. die manchen anderen ein Buch mit sieben Siegeln bleibe? Cdmeftlidj ho. Mele Sportlerin noch eine hob- »irtldxiftlidK Bedcutu g. Seitdem beid^eer als Abnehmer bet Prodult.' der Warmblutzuchi so gut wie ganz .. -it bestand die Gefahr, bah Liefe Zucht, in es Deutschland zu einer hr.be ' Blüte gebracht hat ganz der Zucht des kaltblütigen Werbt* Platz machen muhte. 2Lb- g.tchrn davon, dah dies vom ideellen Standpunkt aus zu bedauern gewesen wäre, hätte dieser Umschwung zur Vernichtung grober wirtschaftlicher Werte geführt. Las Kulbluhen bei Reitsportes hat diele Gefahr abgeti-enbct. Klfmcnllid) in den ländlichen Keitervereinen. die Hundert tausende (I) von Keilern umfassen, sind ^reuncr des Wannblutes und Halbblutes erstanden, die Interesse haben für tle Haltung un^> P i - dieses cM.'rrn, in vieler Beziehung leiitui , »fähigeren, itn Futter b.-.' zlrbv'it schnelleren Gehilfen des Menschen bei her Verrichtung feiner Arbeiten Dazu lammt noch dah die Pferde durch die Benutzung und Schulung unter dem Keiler gängiger und dadurch leistungsfähige» tverdcn. Schließlich kann man noch beobachten, dah die LinsteUung des Menschen zu seinem Pferde et ne ganz andere wird, wenn et es auch zum Sport benutzt als wenn er In ihm nur ein Last- und Arbeitstier sieht Wer einmal aus seinem Pferde gesessen und die Schönheiten des Keilens fenncnoelem: hat. wird in seinem Pferd mehr al,* tie Arbeitsmaschne er wird den Arbeits- kemeraden leben, wirb es mit erhöhter Sorgfalt pflegen und nie mehr auf den Gedanken kommen, es mit Schlägen und lieberanfhmgun- gen rücklichtslos zu quälen Die 'Beobachtung kann man allerorts machen, dah die Mitglieder der Keitcroereinc die bcftgepllcgteften und lei- fh.naiifdbiflften Pferde Haden L'cibet ist es nicht jedem möglich, sich de Vorteile und Schönheiten des Keil» und Fährst-,ncs zugänglich zu machen, wer aber wirtschaftlich gezwungen ist. Pferde zu hallen, kann o'.ne ercheolichc bdonberc Ausgaben diesem Sp^rt hüll ten. auch wen.» er nur einen Kaltblüter bä!:. Ls ist erstaunlich. welche reiterlichen Fähig, lei.xr auch in diesen P'erden stecken. 5 er Keil- und Fahnoett bewerb, den der hiesige Keil* und FabrNub in Verbindung mit ländlichen Keitervereinen am nächsten Sonntag auf der Bahn am unteren Hardthof abhäll gibt allen Freunden die'es Sport» — Fachleuten und L'aien Gelegenheit. sich ohne grofr: Kosten von den Leistungen dieses Sportes zu über- Sugcn und sich einen schönen and genußreichen onntagnachrniltag zu verschaffen. Man beachte die heutige Anzeige K. Zugendspieltag des Deutschen 8utzballbunt»es. Seit Jahren bestehen in den Fußhalloereinen eigene Iugendelbieilungen. die unter l : anderen Bestimmungen dem Fußba'.llp el obliegen Um für die sportliche Betätigung unserer Jugend in weitem Au»m innerhalb dieser Vereine xu werbeii. oeramlalUt ter Deutsche ÄubbaUbunb am nächsten Sonntag in ganz Deutschland einen 3ugcnb|picltag. der beweisen soll dah auch im Sport ernste Arbeit zur körpe. chen Ortüchtigung der 3ugcnb ge» leistet wird Der Iugendspieltag ist in ein Zeil gelegt, in her sowohl für die Aktiven, wie für die 3ugenb Sp.e'.verbo: besteht Da bekanntlich der größte Teil der dem Deutschen Fußballbund ange'chlossenen Vereine als Keb nlpor. noch Handball. Sommertpiele und Leich:ath!:t k pflegt, so werden auher den Fuhballspie'.en an dem OugvnMpieltag auch die letztgenannl n Sportarten gezeigt werden Der Westdeutsche Spielverbanb al» Unterverband des D.ullchen FuhballdunteS hat seit Jahren nach Schaffung bestimmter Kicht- linicn für die Jugendarbeit innerhalb der Vereine gearbeitet, und er hat sich in erster Linie dafür eingesetzt, dah d.e sportliche Zuzenderzie- hung getrennt vom Seniorenb:trieb im Sinne des 'pvrllichen 3beaK. also frei von allen Brüderlichkeiten durchgeführt wird. 3n Verbindung mit SltemhauS und Schule soll d a » Z uß- ba11spieI Mittel zum Zweck sein. dH., es soll die Orziehung durch Atembaus und Schule dadurch ergänzen, dah die Zungen» der körperlichen Ertüchtigung zugesührt werden Koch ist das Arbeitsgebiet nicht erschöpft, noch ist der Verband nicht am Ziele feiner Wünsche, trotzdem aber bedarf er der Ante.Inähme we.ter Kreise. Die Jugendbewegung besteht erst wenige Zähre. Bisher hat man davon abgesehen, mit gröberen Deranstaltun.ien in die Öffentlichkeit zu treten. Der 3ugenbrpieltag am 26. Juni soll nun beweisen, dah man im D. F. B. auf dem richtigen Wege ist. Der Bezirk Hcsfen»Hannover räur- ich der gtr re Bezirk de» Westdeuf chen 2p e> c-erbanM. bat ebenialU seine B: .ve.x.tungen zum 26 3ur.i getr? *en. 3.n ganzen Bezirk werden an ben verschiedenste P ätzen enro 2300 jugendliche an der Bera.rstalrun^ :.iln:hmen Ls tn: trn cm Spie, lag antc.rn Der Kest ;»?n 18? Mann chatten perle ?. ch auf die C:a>:e H rr» 'eld Marburg Zulba. Morin.en un Gl ehen- Detzlor Auher den Fustöalllp .en fint.m Schlagba11 - Faust all» und Hand» b a l H p i e le statt. Dane, en werden St feilst u t e und Gr ostst aff ein ir Da * fütrung gebrecht Den ' elenden Mannschasten t‘t । i:ens des Deutschen Fuhballhu .r: als außer- Or- mneninfl an den i; < tag 1Ä em D rnpei zu- gedacht Möge bet 3u'orm.: B f. B Kirsten 2. Schuler -en 3p. yp. 19UU 2. Schüler 8LO Uhr B.f.B. Ki.'stei, 3ad. gegen op. 8g. 19(0 3 3gb. 1 ' Uhi B B Kiesten 2. Jgd. gegen L. f. K. Butzbach 2 3gb. 11,1U Uhr Spv. Hiukheiheim I. Schüler gegen V * K Butzbach 1. Schüler. 12 Uhr- B. s K Cid) Je tz gegen Sportklub Taubringcn 1.3pb Um 2 Uhr findet ein 6 t e r n I o u f aller beteiligten Mannschaften durch die S - ,en Kiesten» statt 3m Interesse einer glatten Abwicklung und eine» reibungslosen Berlausc dieser Beranstaltung lei hiermit das Kiestener Publitum. bcfonders aber Die Fa^rzeugfenker, um etwas Rücksicht auf die kleinen «portier gebeten. Die Einteilung ifl folgende: Co ui 1. Ceichtathlktische Abteilung der Spog. 1900: Kaiserallee (Volkshallef, Ludwig, platz, Neuenweg, Ifaplansgasse. Bab.ihofitroste, Neustadt X.' a u f 2, FustbaUabtriluna der Spog. 19*M): Marburger Straste sWiesccker Weg). DaUlorstraste, stirchenplatz. Kirchstr^ste. Orwcldegarten. Laus 3, Spv. Heuchelheun, V. s. B. Butzbach: Kobheimer Straste (Schlachthaus), Hammstraste, Westanlaae. Laus 4: V s B. Kiesten: Frankfurter Straste (Klinikstraste), Westanlage. Bahnhosstraste, Mühl- straste, Westanlage. Laus 5. Spv. Cid). Spkl. Daubringen, Spv. Caubach Universitätsbibliothek. Bismarckstratze. Eüdanlape. Goethestraste, Seltersweg, ttaplansgosse, Bahnhoistratze, Neustadt. Anschliestend erfolgt der gemeinsame Abmarsch faintlichcr Abteilungen von der Neustadt aus zum Epottplatz der Spieloereinigung 1900, wo dos Programm sich wie folgt abwickelt: Ansprache, an- schliestend gymnastisch« Dorlührungen. B. s. B. Kiesten l.Zgd. — D. s. N. Butzbach l.Zgd. Staffel Masse B, 4 X 100 Meter, B. s. B. Kiesten 1. Schüler — vpva. 1900 1. Schüler. Staffel Klasse C, 4X50 Meter, opog. 1900 2. Igd. — Caubach 1. 3gb. Staffel Klasse A, 4X100 Meter. 6pog. 190u 1. 3gd.— Spv. Heuchelheim 1. 3gd Gemischte Stössel Klasse C, 4 X 50 Meter, Klasse B. 4 X 100 Meter, Klasse A. 2 X 200 Meter. Zwischen den noch auszulragenden Spielen sinden Stasselloi.se stall, zu denen die Vereine in drei Klassen eingeteilt sind. Zur Klaffe A gehören Butzbach, D. f. B. und Spvg. Kiesten und Lich: zur Klasse B Heuchelheim, V. f. B und Spvg. Kiesten, 2. Mannsch.: zur Klaste C Heuchelheim, V. s. B. und Spvg. Oliesten 3. Nlannsch. A .stcrdem läuft nach eine gemischte Staffel der beiden Gießener Vereine und des Spv. Heuchelheim. Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ist frei. tReicf)sarbeiterfporttag in Giehen. L Zum erstenutal tritt der gefanuc Arbeitersport gelegentlich deS alljährlich stattfindenden Keichsarveitersportlages auch innerhalb de» 3. Bezirks geschlossen an die Ocssenllichkeit. um für seine Ziele und den Sportgedanken im besonderen zu werben. 3n ganz Deutschland finden an diesem Tage gleiche oder ähnliche Veranstaltungen statt, deren Sinn und Zweck fein soll, die dem Sport noch fernstehende Jugend jju gewinnen und bei der nichtfporttreibenden Devol- lerung Der'tändnis und Förderung zu finden. Denn nicht in letzter Linie ist e» ein Verdienst der Spvri.erbände. wenn die Tuberkulose und ähnlich.- Erkrankungen unter dem llinf^ust von L-uh und Sonne um ein beträchtliche» Mast herabgemindert werden konnten. Der Anspruch auf grostle Beachtung ist hier bered)t gt. da der 5iampf gegen die schädlichen E nwirb. ngen e n'cittger Berufstätigkeit immer er vlgversvrechcnder wird, denn immer größer wird der y.rei» der Sport anhänger. Am kommenden Sonntag warten d e Vr- be.terfport^er des hie'.gen 3. Bezirk» m:t einem Programm auf. bet dem alle Sportart Worte kommen Die Ketamtaltung findet auf dem Herr, ch gelegenen Walbfportplatz de» V. f. B.-Giesten statt. Den Kcigcn der sportlichen Darbietungen eröffnen die Kadfahrer des 4. Bezirk». Gau 13. da» Arbeiter-Kadfahrer- bundes, die in der Hau^. iaffe die Bezirks- Meisterschaft über eine Sirene vo 12 km ausfahren Die hierbei erzielten Ktfaltate sind um deswillen interessant a'.s d e Ar. e t^r Kad» fabrer das Kni)rennen erst fe t tur.em in ihr frortliches Programm anfnahmtn. Sin Kennen Hauptfahren an. Start und Z.el ist in beiden Fällen das Schüncnhau». 11. a. bringt btt Vormittag al» besonder» sehenswerte Veranstaltung einen Mafsenftillauf sämtlicher Sportler durch die Stadt, der LudwigSrlah wurde -um Start auScrfehcn Nachmittags findet zunächst ein Umzug aller Teilnehmer statt, dem sich auf dem V. f B »Platz die gemeinsamen Freiübungen der Turner und Turnerinnen an» sthliesten. Die hier gezeigten Freiübungen sind die 2Haff en Übungen ge legen tfich des demnächst staufindenden Krei»festes ,n Frankfurt. 3m An- fchlust hieran beanspruchen die Leichtathle- t e n den Play zu -hren Ausfcheidung-kä7Npfen um die Staffelten. Hierbei kommen »um Austrag: 3mal lOOö Meter und 4mal 100 Meter für Sportler. 4mal 100 Meter für Jugendliche, und 4ma. 75 Meter far S. xtler.nncn 3n de n a*> wechflungsre chen Programm ermitteln h eraus die Kadfahrer iBez elsmeiitericha'i im Langfa m fahren de:n ' q al» Be'ch.ust der Bera staltung en Fustballvettsvirl «weite Auswah.»!! : . nannfchaften anlchl clt D e l-esten Sr : t-e» Bezir.s steeen 'ich b er . vr. Cd..er ?*au:.b Vetzlar und Hea^ :.ir: auf der ar .re:; 3. ie oon Dreien Marburg und Wicseck M zen) der S .elpau'e wir) u . die Entscheidung n den S t a f < e 11 ä u » fen gelaufen d e Iran ende End kämpfe bringen werden. Spielücreimguiig 1900 ©ieben. ö. Km mrrcijen Samslagade.rd freien de .Alten Herren der Spieivere nigung 190 3 zum ersten Male in vec i" rz. tigen seh; spielstarken Au'stellung vor da» il)..stenerPublikum. und zwar infzrtjp der zur Zelt bestehenden Spielsperre .)cjia c ne Vereins-nann'c-aft. t Leh;maanfch-aft 1000» u.irb den Gegner abjeben Können vcr'ügen L.'.rieten d.e beiden S.ege in Kreuznach 7 2 und .n *. a! art 7 4 3n * em fefitjen ?raln n -« p el .'.r>en die Allen Herren erstm keiN-l i! a.v.r'tni. Die jungen 3;: 1er der . . nai.- 'chaft werden allo le nen leichten Sta"d haben Der Ausgang st völltg rffcn Man erwartet ein schöne» «vannendes Spiel Turnerschwimmen. Der Turngau Hessen (5). X.) unternimmt am Sonntag eine Schwimm fahr» nach Marburg. wo die Bortiirncrschaft des T.-u. Spv. ihr 50jährige» Jubiläum feiert Die Wande- beginnt ir. Kieder-Weirnar und fuhrt von da naJ> Warbura. roo auf d.m Marktplatz Kundgebung für da» Turnschwimmen veranstaltet wird. Vachmittag» sindct da» Zubiläums- unb Werb.schwimmen im älniverfitätsbad statt, womit auch da» Au-scheidungsschwimmen im Wasierball perbunden ist. Feldbergfest. Die größte turnerische Deranslallung des nächsten Sonntag» wird wohl das Feldbera- f e st fein, da» auf dem Drohen Feldberg im Taunus stallsindet. 1333 Wctlurner sind gemeldet, alle Gaue Deutschlands werden vertreten sein. Besonderem 3nteref,< begegne i wieder die MannschafiSlämpse Auch der Turngau Hessen wird alter ^Überlieferung getreu, wieder zahlreich an Dem Bergfeste teilnehmen Wiener Arbeilerfuhballer in Giesten. £. Für den übernächsten 6am»tag. 2. Zull, ist für Sieben ein beionderes sportliche» Sr- eignl» zu erwarten. An diesem Tage Habet ein Spiel her 1. Mannschaft des .W lener Sport kl utzE gegen die 1. Mannschaft der Freien Turnerschast Giehen statt. Da» Tressen erfolgt auf dem Waldsportvlatz des B. f. D. Da der österreichische Fustball aus einer ganz besonders hohen Stufe siebt, der österreichische Verband sicher keine schiechte Mann- fchast auf eine Deullchlandreise sch.ckt, und da da» Spiel in D ehen da» erste bi'fer Kundreise ist. kann man ein genußreiche» Spiel erwarten Die Ankunst der Wiener Vaste erfolgt wahrscheinlich bereit» am Frc.lagabend, toooa ihnen ein herz'icher Empfang bereitet to.-rkm wird, der den österreichischen Brüdern ein deutliches Zeichen sein muß. daß auch bei uns die künstlich geschaffenen Grenzp^ähle zwischen Deutschland und CeiieiTeid) nicht gellen können und daß die An- schlußbeftrebungen dieser sich einigen, aber zerrissenen 'Dolksstärnme auch in Gießen einen günstigen Bc>de- f)at>en. Denn k:e Wiener knmmen nicht allein al» Fußballer, sie kommen auch a!» Sendboten eine» Staate», dessen gesamte Bewohnerschaft innerlich längst mit un» verbunden ist. und die mit heißer Sehnsucht den Tag erwarten. an dem es kein Oesterreich und kein Deutschland, sontern ein Groß-Deut'chland geben wird. Die Weitersahrt der TDienc. Brüder erfolgt voraussichtlich am Sonntagmittag, so daß fie reichlich Gelegenheit haben werden. Gießen und seine Sehenswürdigkeiten zu betrachten. Heber dc» Sp.el wird noch einige» zu sagen sein, da» in einer der nächsten Kummern geschehen soll (ßießcncr Ruderregatta Zur Gießener Kuderregatta haben m ben erstklassigen Vierer- und Achterrennen Gießener ®. 77, Offenbacher 9i. G. Undine und Kölner 9t V. 77 gemeldet, in den übrigen Rennen noch Vereine aus Marburg, Cimburg. Wetzlar, Kassel, (siienach, Hanau, Bonn. Bad Ems. Domnunb, Gel fenkirchen u. a. Aus dem turngau Hessen (D. T.) Bezirkoturnt'n bcö 5. Bezirks. bpw. Der 5. Bezirk Im $urnqau Hessen hatte -u ‘einem diesjährigen volkstümlichen Be- zirkSwetturnen sich am Sonntag im Bad- Jloubeimer Hochwald, einer historischen Kampistätte der Hessenturner, verlamme't. 2ie von den Bezirksturnwarten Hartmann (Bal:- - leitete Veranstaltung wurde ohne jegliche feft- '.iche Beigabe durchzesührt. was ihren Wert und ihren-Eindruck wesentlich erhöhte. Sin WaldgotleSdienft in der Sonn- tagSfrühe leitete da» Wetturnen würdig ein. Pfarrer Knodt l Bad-Kauheim) hie'.t eine packende turnerische Predigt, d.e von ffcmein- famrn Gesängen und Vorträgen eines Po'au«n- chors umrahmt war. Da» Wetturnen. zu dem über 300 Bewerber angetreten waren, wickelte llch trotz e.niger störender Kc]enf4aucr flott ab und war schon um die Mittagsstunde beendet. Kachmittags boten dre Drtturner der Badestadt und den Kurgästen einen eindrucksvollen Werbe umzug in bester turnerischer Ordnung. Unter den altehrwürdigen Sichen de» HochwaweS verfolgte an'chließend dann eine grvße Zuschauermrnge da» Scha uturnen, das mit ben gut ausze'ührten allgemeinen Freiübungen und mit unvorbereiteten Stababungen der Schüler begann, weiter die Bezirk-besten cn den Geräten zeigte und mil schönen rhylß» mi'chen Darbietungen der lurneTÜmc.t de» .'ix. 181-. Bad-Kaufe m erfreute. ®tne «tu tur;. v 2»'pr..ck e vo- Stuh'.e .r^' 5" b i c t o l f iFriedberg in tk*r d.e ideelle Kcurang . .r turne« ril-icn Gcr.ieinschaltsoeranstal'in . sein is*» Jninbet wurde v> r von C.-.: t ?n ?. jen b.t ‘tfar.gtabieirang be* ?.» ’• 5a■'•Kau . m unter Ceitung vor. Cejre 3ie >'. umi. vit. Tum’piele und ftrle# Zuge, l dbc '. fallier, ben 2Iachmitlag r s ar Siegeraerfünb iung au.', die te. 2e- U.'inrns.ert Cang uang-Gi i») . rnatn. önräbntng verdient noch, b.-.f* mt dem b.c»,ä.r gen v. .k>tün.llchen Bezirks turnen erflmc? ] auch ein F r a u e >i - D i e , ka i p f txrbunT*r wer Au» der um'angreich.'n Liege rüste gaben wir nechstehenken Auszug Aktiv, Turner (4< yeuxrber. 43 Si. . 1 Sieg P Volz. Tgm St.ebberg. 98 Pun!.:: 2. R Vc.-nhatdt Tv Kieber-TMITtabt. 9> ® ; 3 H Sender. Tv Griedel. 93 P ö tz ?ccn- ge». Tv Stcinfurtb. 79 P 9 A Bücke l. ^"v Muschenheim. 73 P. 11. W. Teppler ?n. Cang-Göns 71 P. 12 K Grüncbaua. Lana-Göns, 70 P: 13. H Lobet, Tv G. el, 69 P . D Ktau'ch. Tv Duschen^eim, G .".r, Tv Gambach. S5 P. 16 2D D.e i T ' 9. 6ö P, 17 W Brückel. r'v. Lang-Göns Schm.bl. Tv. Lang-Göns. 2D. Mban. T.' <. furtb 64 P. 20. W Keßler. T> Lang». ». K Schwarz. Tv Mu'chenheim. 60 P. 22 j). 21hl. Tv Stcinfurtb. öS P. 23. H S.ser XDl 2?iu<4)cnbcim. öö P 24 H Hengst. To. Steinfurth. 54 P: 26. S Dietz. Tv. Griedel. 50 «1. Äugend-Oberstufe (35 Bewerbe i 2 Steuer). 1 L. Müller. Tv Griedel. 10 P.: 2. K. Wagner. Tgm. Fr.edverg. 103 P. ). Bietwitlo. Tv 1860 Bak^Kauyerm. 9o P 10. W Philippi. To Steinfurth. 81 P. 11 Dem. Tv Ling-Göns. 82 P.: 13 C Kküller, Tv Birklar. 80 P: 16. K Sieinhäufet Tv. Steinfurth. 74 P.. 17 K Weckmann. Tv Sber- stadt. 73 P.: 18 D Zeiß, Tv Gambach. 73 P.: 19. G Kumpf. Tv. Gambach 69 P; 23. 3. Well. Tv. Muschcnheim. 63 P.: 22. W Keitfch nidt, Tv. Oberstadt. 63 P, 24. (3 Gasche. To. )Ku» fchenheim. 63 P. 26. Hugo Müllet, Tv Dirslar. H. Keitz, Tv. Oberstadt, 57 P Tugend-Unterstufe (56 Bewerbe i 51 Sieger) 1. H. Müller. Tv. Holz.e.rn, 13' ; 2. H Müller. Tgm. Friedberg. 106 P. 3 V. Schwab, T u Spv Butzbach. 131 P 4 Q ck. Tv Lang-Göns. 103 P: 6 H. Harnisch - \ Birklar. 96 P.: 8. W Weisel. Tv Gni- q. 95 P.: 10. O. Merz. Tv. Lang-Gons, 87 P; 11. &. Diehl. Tv. Birllat. 85 P., 12. SS Oisen- huth. Tv. Stenfurth. 82 P: 14 K. Müll. Tv. Lang-Göns, 80 P ' 12. K Wirth, Tv. Birllar. K. Dender. Tv. Griedel. 79 P: 16 W. Dluum, Tv Holzheim, 77 P 18 H Weil, Tv. Mu'cl)en- beim. 75 P: 20 W Schnabel, Tv. B'tllar, H. Dürr. TV Griedel, Ä Wentzel, Tv. Lang- Göns. 72 P.: 21. W Zeiß. Tv Holzheim, 70 P., 26. L. Keitz, Tv. Holtheim, 64 P; 27. K.Web'r. Tv. Steinfurth. K. Keitschmidt. Tv. Oberst ll t, 60 P.: 0. Mörlet. Tv Holzheim, öS P, 31. G. Müllet. Tv. Griedel. 56 P Schüler (143 Bewerber. 128 Sieger) 1 K. Mohr. To. 1860 Bad-Kauheim. 113 P: 7 ?[. Spuck Tv. Kleder-Wölkstadt. 10S P. 3. F Be ], Tv 1860 Bad-Kauheim. 106 P: ö K. Dte r. To. Lang-Göns. 101 P: 9 F Doller 5 o. Gambach. 96 P: 10. A Weil. Tv Lang-Hön3. 95 P: 11. S. Tröster. Tv. Griedel. 0. Klull _'a. L m :-DönS. 93 P , 16. H Wedema!"' Oberstadt. 85 P.: 18 K Kühl, Tv. Stein'.;r>>. 83 P. 20. L Agel, Tv Steinfurth. 81 P /I. O. Fuchs. Tv. Lang-Göns. H Klöß Tv C e -- furth. H. Kumpf. Tv. ®ambad>, 83 P- 2 Ktaufch. Tv. Gambach. H. Sbring. Tv Cca» furth. 78 P: 21 Ä. Huber. Tv. Steinfurth. H. Sonn. Tv Holzheim. W. Alt Tv. Gambach, 77 P: 25 W Michel, Tv. Steinfurth. K. Vclp, Tv. Steinsurch, H Klee, To. Holcheim. K. Wentzel. Tv. Lang-Göne. H. Heiigsl, Tv. Steinfurth, 76 : 26. K Philippi, Tv. Stcinlur ). H Volp, Tv. ©teinfurtp, W. Phlllppi, To.S: i i- furth. 75 P: 27 H Thom. Tv. Lang-Götts. A. Dergk. Tv Lang-Göns 74 P . 29 PH - ban, Tv. Steinfurth. 72 SD ; 30 A. Kult Tv. Lang-GönS. K. Dalfer, Tv Steinfurth, K. He i.i, Tv. Holzheim. 71 P: 31. H Schmaud: To. Soerstadt. 70 P, 32. H Pfannkuchen. To >olz- heim. 69 P : 33 0. Keusch, Tv Canq-t.-3n», H Dötlach, Tv. Lang-Göns, 68 P : 34. K. T^ön- pe». Tv. Steinfurth. ®eor] Michel. Tv. Silln- furth, 67 P: 35 K K^n. Tv Gambach. 5t Henrich. Tv. Gambach. 66 P; 36. H 3ung, Tv. Steinfurth, 65 P. 37. W. Deppler Tv. Langgöns. 64 P 38. H Dörlach, Tv. Ober- stadt 83 P. 39. W. Falk. Tv. Steinfurth. 62 P.; >1 W Artz. Tv Lang-Göns. <5 Mattheiß To. Oberstadt. K. Thönges. Tv Steinfurth. L. Brod, Tv. Steinfurth. 59 P.: 43. K. Steinhäufer, Tv. Steinfurth. K. Ziegler To. Dteinnirth. W Klee. Tv. Holzheini. 57 P. 45. A Klee Tv. Holzheim. 2. Winkler. Tv. Holzheim, 55 P: 45 L. Volk. Tv Steinfurth. 51 P 47. 0 Brod, Tv. Steinfurth. 53 P. Turnerinnen 34 Bewerber 24 Si q?r): 1. Hanny Graf. T u. Spo. Butzbach. 66 P: 2. Minna Stoll To. 1853 Dad-Kauheim. 62 P.: 3. Toni Heldu'er T u. Spv. Butzbach, 56 P Brzirlvturncn des 4. vezirks. Unter fehr starker Beteiligung fand am Samstag und Sonntag das Bezirksfest des 4 Bezirkes der D T in G rebena u statt Fast fümt- liche Brreinr halten Turner entsandt. Am ScimS- tagabend war S 'mpfrichtersitzu''^ Der 1. CB?« zirkStum'rarl. Vafttan - Ale'eld. der die Leitung bei Weliumcn» hatte, teilte mit. daß die Beteiligung wieder eine größere sei. wie ,m mor gen Oahre. Das Turnen breitet flch in ur/rren Dogelsbergk-örfecn immer mehr aus 2Lben2i8 auf dem Festplatze zeigten die besten Geräte urnee des Bezirkes ihre schönen, flotten Hebungen an Pferd und Barren Oincn schön au» geführt en Keigm von Turnerinnen und Turnern zeigte der Tv. Grebenau. Da» Wetturnen, dos au» Weil Hochsprung. Wettsprung. Kugelstoßen, Laufen und einer Freiübung bestand, begann am Sonntagmorgen um 7 Uhr und erreichte um 12 älhr sein Ende Um 1 Uhr durchs? ein großer, prächtiger Festzug d.e Ori»ftvaßen. Kach Ankunft auf dem Festplatze hielt Lehrer Mor- genlhaler eine schöne Ansprache Sy.txatf rolgtcn die allgemeinen Freiübungen die unter der sicheren Leitung deS 1. Vezi^turnwarr- 'Sastran schön und erakt ausgeiahrt wurden, ■c boten einen prächtigen Anblick. Anschl.ehend . :'t 2r-ir!svcnreter G u n t r u m - Schlitz eine jegeiTterte Ansprache, die allgemein beifällig auf» rf. SDiF. StrtegJ, Lauterbach und Hermann Alr'eld. i? 64 P.. 9. Otto Henning. Lauterbach. 63 P, 10. Cmil Eckhardt. Schlitz und Lu !-tg Deubel, E.chelhain. it 61 P. Fugend-Ober st ufe (62 Turner. 42 Sie- ort). 1. Hermann Äühne, Lauterbach. 87 P t ' Audolf Dcb?r. AlS'eld. 82 P 3. H Helfen- dein, 7Ita;r. 81 P. 4. Dllly Otterbein. Ober» Ohmen. S) P. 5. Heinrich Roch. AlSfeld. 72 P. h. Rudoli Muller. AlSfeid. 71 P.; 7. Heinrich Dech-rt. Frifchbvrn und Richard Äoch. AlSfeld. je 68 'P.; 8. Johann7« Wetckert. Pfordt und anrad Schmidt. Pfordt, je 64 P t 9. Äarl rchwalm. AlSfeld. 63 P t 10. Äarl Menzdorf. .^ornb-ra, Han« Hainer. Storndorf und Willy strotz. 6tfa, je 61 P. Ougend-Unterstuse (74 Turner 49 Sieger). 1. Ludwig Lang. Lauterbach. 100 P t 2 Äarl Ink. Lauterbach, 93 P t 3. Ludwig Süctina. AlSfeld, 89 P t 4 HanS Reinheimer, '.'au’e-rbad). : 1 P. 5. Äarl Geling, Schlitz, 84P. •' Wilh. Philipp, Burg-Gemundtm 79 P t 7 Äarl Büdtnc. Alsfeld und Heinrich Stiehler, Lauterbach. je 76 P.. 8. Georg Hieronymus, Frischborn, 73 P t 9 HanS Seibert. Homberg und Heinrich Tüdinc, Altfefd. je 71 P t 10. Äarl Schlitt. Brauer schwend. 70 P. Schü le r t97 Turner, 81 Sieger). 1. Äarl Fink. Storndorf, 93 B.t 2. Willi MertenS. Grebenau. 96 P t 3. Heinrich Gerhardt. Bieder» Ohmei' 90 P: 4. HanS Link. Pfordt, 84 P.: ' Äarl Hannes. L luterbach. 82 P t 6. Äarl Scho t. Groh Felda. 78 P t 7. Willy Äehl. Hom» ber'. Ernst Bausch Lauterbach und Boll. Schlitz. Je 77 P t 8. Heinrich Groß, Grebenau. 75 P.. 9 Hugo Jäger. Drrst-F. Ida, 74 P: 10. Äarl Möller I., AngerSbach, 73 P. ReichswettKcimpfe der D. T. in Hannover. (Erfolge eines (Siebeners. Der QiigenDturner Erich Dilgcs vom Turnverein 1M6 in (tziesten errang bei den 'Reichswelt, tämpfevi jm f)inbeaburg>6tabion zu Hannover im '( u q c rfl o h e n 3uqenb V»U9 10 mit 13,92 Meter »nd mit über 1 Meter ‘Borlpnina den 1. bieg. Tilges turnte für den Mio. Braunschweig. Froitzheim in Wimbledon geschlagen. 3m Wimbledon-Tennisturnier stand am Mittwoch Froitzheim dem Franzosen Beug- non gegenüber. Brugiwn war in Höchstform und lieferte sein bisher beste« SpieL Lediglich der dritte Satz ging an Froitzheim verloren, weil er physisch erschöpft war und Froitzheim hn mit feinen langen Grundlinien-Bällen arg n Bedrängnis brachte. Der vierte Satze ging irdoch wieder an Drugnon, womit Froitzheim au« dem Wettbewerb ausscheidet Der Fran» -ofe siegte 6 1, 6:2, 4:o. 6:3. Die übrigen beut» , schon Spieler konnten sich in ihren Äämpfen weiter durchsetzen. So Hegte Äreuzer über den Engländer Lester 6:0. 6:1, 6:3 und Älein» schroth über Owen 6:2, 6:1, 6:3. 3m Damen» einzelspiel siegte Fr. Friedleben über Mitz Harvey- England 6:4. 8:6. Wirtschaft. EntwicKlungsmöqlichKeiten der Gasfernversorgung. Bon Dr. Hermann Großmann. Professor an her Universität Berlin. Wer die zahlreichen Berössentlichunaen in den letzten Monaten über die Versorgung Deutschlands mit Leuchtgas, da« in den großen modernen Äolereien de« Rhein- unb Ruhr gebiete« in .tuluntt im a.lcrgröfjten Mast stabe gewonnen werden soll, mit steigendem Interesse verfolgt bat. wird leicht zu dem Glauben hinneigen. bah Mer ettr 'S ganz Reue- und technisch unerhört ''rostartigc- in- Weik gesetzt werden foll Tätlich', ich aber handelt eS sich bet der Gassern- Versorgung keineswegs um bisher völlig luibcfc.nnte technische Probleme, sondern vielmehr um ein allerdings besonders grvhzügig geplantes Unternehmen, die GnergieauSnutzang der deutschen Brennstossvoiräte in möglichst ra- tion# kr Wcise durch^uführen. Aus diese Weise soll vor allem der bisherigen. vom technischen Standpunkt mtS immer noch al« unvollkommen tu bezeichnenden Verwendung besonder- der Steinkohlen von Rhetnland und Westfalen endgültig ein Ende gemacht werden Der grobe vlan der westlichen ötclnfobleninbuftne. wie er vorzugSiveise von der Aktiengesellschaft für Äohlen Verwertung in Essen vertreten wird, geht bekanntlich dahinaus, die GaSveriorgung der wichtigsten deutschen Der- brauch-gebkt«. selbst der viele Hunderte von Äilometer entfernten Gegenden von der Ruhr, bzw. von Oberschlesien und unter Umständen auch von den Mitte.deutschen Braunkohlenrevieren au« mit Hilfe von riesigen Rohrleitungen zu bewerkstelligen und auf diele Weise auch in Deutschland Einrichtungen zu schaffen, wie sie sich in den Bereinigten Staaten bei der Belieferung zahlreicher Städte mit dem natürlichen Erd- gaS bereit- bewährt haben Man wlll also in der Ga-wirtschalt ähnlich Vorgehen, wie in der Elektrowirtschaft, wo die zentralen Grohkra st werke sich bereit- soweit durchgeietzl haben, dast eine ganze Reihe von kleineren ElekinzitätSwerken fnngc;egt werben konnten. Es erscheint daher ohne weitere- begreiflich bah die meist in kommunalem Besch befindlichen Ga-N>rrkv zu den Plänen der Äohlenprodu.zenten eine überwiegend wenig freundliche Stellung ein- ?;?Twmn-cn haben, denn im Falle der D^rch- ührung jener g cfen Ges trr < turj^c^o : würden naturgemäß ^IretäK Gaswerk.' entweder völlig ftillgejtgt werden, odrr nur noch ach Bertel lungs stellen für die •'Serng^rnrngen in Betracht kommen. Zu die en Gebern der Ferngasversorgung haben (ich bere.:- verfch eben: Äom» munalr-ertt alrur.gen gesellt die auf de Einnahmen aus den Gaswerksbetrieben weder per» achten wollen noch können. SS muh auch berürf» fichtigt werden, dast de Ga-anstallen auher Leuchtgat groste Mengen an ÄokS. Teer und Ammoniak getir.nnen decen Verwertung bei der Gasfernversorgung in Zort'all kmmen würde. Erne weitgehende 2u»fcha.tung der Gaswerke wäre daher auch gleichbedeutend mit einrr monopolistischen Be.-errschung ke- ÄokSm^rkteS durch die Äohlenprvdu»enten. die bisher in dem stet- billiger abgegebenen Äo.'S der Gasanstalten für ihren eigenen Nokrre kok- eine recht unerwünschte ÄonfurrrnA erblicft Haden. 3e mehr aber t> : moderne Leuchtgasgewinnung in den Gasanstalten von den Retortenöfen ;u den Äammeröfen uberaegangen ist. um so weniger lassen (ich überhaupt noch wesentliche Unterschiede tn der technische-:! Betr.ebSwrife gegenüber den Äokreten fest stellen Xie modernen groben Gasanstalten zahlreicher deutscher Städte stellen heute jedenfalls vom Standpunkt der Wärme wirtschaft und der Stoff Ausnutzung auS betrachtet hervorragend geleitete Betriebe dar deren völlige Stillegung nicht nur einen grrhen Bereust an Äapital, sondern auch an technischem Äönnen darftellrn würde Sin Fortfall dieser Anlagen würde sich übrigen- gerade beim Äok- besonder- schnell unb unerwünscht bemerkbar machen. Hier mühte nämlich diese- unentbehrliche Heizmaterial für Zentralheizungen unb vie'e gewerbliche Betriebe dann stet- au- den entfernter gelegenen Äohlenbe- xirfen bezogen werden, was unter allen Umständen eine fühlbare Preiserhöhung bedingen würde, durch die selbst eine gearffe Herabsetzung der Ga-preise sehr an Bedeutung verlieren würde. Betrachtet man da- Problem der Gasfernversorgung endlich vom Standpunkt de- reinen Verbrauchers, so fragt es sich, ob in der Tat die GaSsemversorgung geeignet erscheint, der Bevölkerung ein viel billigeres Gas liefern au können. Die Unkosten de- Ga-werfsbeir:ebe- fehen sich aus den Herstellungskosten des Da eS biS zum DaSbehäller. den Äoffen für die Ber- teilunn de- Gales durch da- Rohrnetz an die GaSaoneymer und au- den allgemeinen Unkosten für Berwaltung ufw. zusammen. Früher rechnete man im allgemeinen auf jeden dieser Posten etwa der Gelamtkoften. Die Ge- siestnngskosten hi- zum Gasbehälter verschi gröberer Gaswerke kann man auf 4 Pf. und weniger bi3 etwa 5.5 Pf. pro Äubifmetcr Da- berechnen, wenn man die Arbeitswoche ^eS Werke- und die Berzinfung mit berücksichtigt. Die Ersparnisse der .Ferngasversorgung könnten sich daher allein auf diese- Drittel der ©e- samtkoften erstrecken, da die sonstigen Unkosten für die Verteilung de- Gases in den Städten unverändert bestehen blieben. Wenn man bann noch berücksichtigt, dah die Rebenprodukte der Gasanstalten beim Ferngasbezug ganz in Fortfall kommen würden, so ergäbe sich trotz der etwas billigeren Gestehungspreise des Lcmcht- gase- auf den Äofereien für entferntere Gebiete Infolge der erhöhten Aufwendungen für die Rohrleitungen und die bei dem erhöhten Gasdruck erforderliche Äompression-arbeit kaum ein sehr erheblicher, in- Gewicht fallender Betrag, um den der GaSpreis gesenkt werden könnte. Richt zu unterschätzen ist ferner auch die grohere Gewähr einer GaSbelieferung selbst in schwierigen Zeiten bei Aufrechterhaltung der leistungsfähigen Gaswerke, wahrend ein Ersatz der kleineren Anlagen durch Uebernahrne ihrer Produktion auf zentrale Anlagen durchaus vom technischen und vom wirtschaftlichen Griicht-Punkt au- gesehen, al- vorteilhaft erscheint. Es ist daher wohl anzunehmen. bah die Gasfernversorgung. die übrigens bereit- schon seit längerer Zeit vor dem Kriege von den Gaswerken verschiedener großer Städte aus in gröberem Umfange erfolgt ist, sich in den nächsten Jahren planmähig weiter entaxdcln wird Rur dürfte diese Beweaung voraussichtlich etaxid langsamer verlaufen als man auf Grund verschiedener Veröffentlichungen in der Tage-- und Fachpresse au glauben geneigt sein könnte Also nicht Gasfernversorgung um jeden Preis, sondern planrnähtger AuSbau der bereit* bestehenden Anlagen, soweit eS wirtschaftlich und technisch nach sorgfältiger Berücksichtigung aller Rkomente empfehlenswert erscheint I • Die Emissionen an der Berliner Börse Im Mai. Nach Mitteilungen der Deutschen Bank wurden im Monat Mai an der Berliner Börse insgesamt Wertpapiere im Betrage von 397,96 Millionen Mark zugelassen. Davon entfielen auf Staats-, Stadt- und Prooinzialanleihen 51,5, Bankaktien 18, Industrieaktien 103.59, Industrieodligatio- nen 60 und auf Sachwert, Goldmark oder Reichsmark ausgestellte Pfandbriefe 164.87 Mill. Mark. • Frankfurter Allgemeiner Ber - sicherungS-A. -®., Frankfurt a. M. Die Generalversammlung genehmigte 8 Proz. Dividende auf die volleinbezahlten unb 6 Proz. auf die mit 25 Prvz. einbezahlten Aktien. Ferner wurde eine Satzungsänderung beschlossen. wonach die Dividenbenbeschränktrng der nicht voll ein- bezahlten Aktien aufgehoben wirb. Ein Aktionär Xim Hinblick auf die Dividendenerhvhuna der en groben deutschen Versicherungsgesellschaften eine Erhöhung der Dividende um mindestens 2 Proz auf 10 Proz. an, waS von der Verwaltung abgelehnt wurde, da sie nicht von dem Grundsatz der Dividendenstabilität abgeben wolle Auch hätte die Gesellschaft ein wesentlich höhere* Äapital zu verzinsen alS die anderen Versicherungen Da- neue Geschäftsjahr sei bis jetzt dprch- auS zufriedenstellend verlaufen. e J) e l i o Allgemeine Büdotr* sich« rungs «. G. F r a n kf u r t a. M. Di« Generalversammlung dieser der Frankfurter Allg. Ikr- sicherungs L. G nahestehenden Geiellschaft geneh- mlgte den vorgelegten Iahresabschlutz nut 80 Mark Dividende auf die voll- unb 20 Mark auf di« nicht voll eingezahlten Aknen. Jrant. irtcr Vörse. Frankfurt a. M. 24. Juni Tendenz uneinheitlich. — Die Effeftenbörse lag vor- öörsllch eher schwächer, obawhl man die Lage de- Geldmarktes zum Ultimo we'enllich beruhigter ansieht. Teilweise glaubt man. dah die berliner Pfundan leihe schon zum Ultimo hereinkommt, wodurch naturgernäh eint wesentliche Erleichterung für den Geldmarkt ge- 85.13. waren amtliche Rotiz stellte sich auf Banknoten. fcTitn. B Thun «elv il.M N U W.SI iu.:i € angellchk- der Berliner Anleihe wesentliche Auf- zent. Wayh A Freytag pluS 43 Prozent. Am Bankaktien markt sprangen M:t:eldeut^che Eredit bei vollkommenem Materialmangel um 24 Prozent nach oben. Fest laaen ferner Zellstoff Waldhof doch glauoen wir. dah e n Dementi der Verwaltung über d.e jüngsten FuüonSgerüchte bald zu erwarten ist. 5. G Farben und ihre Äsniernwerte konnten leichte Äur-öelseranaen er» den. Das Geschäft blieb im allgemeinen auherordenrllch gering, so bah viele Papiere n.ch« zur Erst- noth gelangen konnten. Bankaktien lagen gut flehalten. SchiffahrtSwerte bagegcn etwas eichter. Auto-Aktien nur knapp behauptet Der Börfenverlauf wurde derart ruhig, dast daS Geschäft tellweise auSsetzle Da bas Publikum nicht mit Aufträgen am Markte erschien hielt sich auch die Spekulation zurück Die Kurse brodelten wieder ab. I -G -Garden stell en sich auf 282. Waldhof notierten 312.5 Prvz iminui 3 Proz.), ebenso Mitteldeutsche Eredit minus 3 Proz Bon heimischen Renten wurde AblösungS-Rcnte lebhaft umgesetz: Die eiste ceben ist D' kommt bie säch «ifche 15- i 11. e n e i etchSmark- Anleihe und de 2 5-Millionen-Dollar-2nlethe der Rentent^nk-Lreditanstalt. Auch schaeben SerbanMui fellschasien mit drm 3 mir erb in blieb Xcr.n.n j«Lb stramm ge acht zu 6.13 biS 8.75 Pro;ent Auch Tageszrnd etra» versteift mit 5'Prc rr.t Pri. a:diskon'm 5L4 Prozent. Waren^ech el 6 b:»6 23 Prozent. Zm De- vtfenoerkehr lag London lercht befestigt. Itanffen a.M 2* 3o 1 73 im Mf 3 do «r 3üUOi-«)or» ."'e.73 5 -03 do olne aulloluno rtl- 19.1 19 25 M 14 I c u t<<6t e oarpromKii'ir. in .r 5ennrö« t.-trtb Tollar fln; 30 «2| • — «•/. JoOturfni........ 13 » I« 23 11.» _ £•/, öcrtmmtauH . . . «0 * retllacr 6onbtl«qtftnf*aft. Gommerj- unk -ßrtDat -t’an' 175.1! 17».25 E1W 179 241 178 15 Türmt und ttjiwnaltant -tl »1.75 241.5 431 7.5 Trnii(t)f Bank. ... 161 1' 2 25 lei : 162 'i iSfonte ti'ommanbu IM 5 I6O.7Ü 161 161 Trtlbntr Bonk . ... 1KJ IM. 75 164 164.75 ‘Kf (aUbanf ...... '44 142 5 III 11.1,75 Thurlbfnt(d)r ffrrbifbant . .-04 TJ7 216 Ccftc.Tti4)tf6t Crebuanftatt htl<6«banf. 8.5 168.4 171 8 6 170 176.15 Fotbumrr IJbontr ^»roban...... 124 125 124 75 124.75 iHtxmiidx vraunlel)(<« . . . 264.3 «75 4,6.5 T7O Mxuma!)! ...... . . 197 3 199 5 IW 198.4 Stiebet 1 o irtan iGJ — 16! $4 — W - »Na. ffftrtrUhät»*11,7; 112,94 Ctodbolm •12.57 II3.IV <12.97 UI.U fxlftnaiort U.UI6 0.^6 10.»12 10.^4 fielen . 21.15 44.19 .6.15 V.'V London. . . D.471 40,511 0,474 .0.317 -rnrn ort . . 1.11" 1.224 «.»16 «,m Von»- . . '».2C5 14.345 •6.503 16.34 €.011 .u» .041 •.05,. ,Äabon • V.6V 8.7h 0,82 Tonita *l.»4 •1,83 '1.45 11,91 »onfl KHK IVO IV? .IM .16. Ätbtn. . .IN Ml ».«'»< lansva .41» '.277 '.ZU «.Bl Um u30 LiN «.Ml «17* 4.194 Öatr» LUU 1 M LW l.M berliner S3rfe. Berlin. 24 3unu D e heutige Börse begann in nervöser Haltung. Die Um»ah- -ngen. und Ne Spekulanrn übt ne er 3urüb altung da auch da- Pud'.llum nicht an den Markt he r an gehn De Laae drr einzelnen Märkte war ziemlich u n e i n h e 111 Äur'e schwankten im AuS- mcf»e vcn 1 b.S 2 Pro^e-: nach oben oder unten. Für Reubesitzanleihen war eine härtere Befest . gung zu beobach en. D^r amtliche ÄurS ''teilte (ich auf 2013. nindem vorbörslich br.< rs ein Äur» von 2025 zu hören war Rach Fest esutm der ersten Dotierungen machten sich geringe Äur*xfte."u igen bemerkbar, die bc» Oc'anuntDeau etwas &cb*n Manche Märkte lagen fast ganz still nur tr ein-eine^ Spezialpapieren ist etwas Ge'chä't zu beobachten. Die Lage an Geldmarkt ist unverändert Tage- eld 4ch0 bis 5.50 Pre^nt. Mo atSgeld 8 bi» 9Prozent Am Devi (en markt ne.gte Mailand eter zur Schwäche während Madrid uneinheitlich tendierte Die Iveich-marf li-gt unverändert liraatfurtcr >c;r».v,genmehl 3925 M 40. 2i>eiicun<.8 1325 b - 13.50. Roggen.".ne 16 bi- 1625. Tendenz matt Berliner X rodultcnbörjc. Berlin. 23.3uni CEs notierten (1000 tilo- fromm): Roggen 275 bi» 277 ®f.; ct mmergenw 241 bis 275: ’Siniergerft» 241 bi» 275; nulter« Herste 241 bi» 275: Aafer. märkischer, 253 bi» 239; Mai», loco Berlin. 1« bi» 190; (100 Kilogramm) Weizenmehl 37,25 b ■> 39 25; Äogoenmebl 35.0 bi» 37.40; We lenkleie 14.75; Roggenkleie 17 bi» 1725; 2hhonaerbkn 4.3 bi» 55: kleine Spelleerbsen 27 bi» 30; Ruttererbfen 22 bi» 2.). Pelufchken 20,50 bi» 22; Ackerdotznen 21 bi» 23: Dicken 22 bi» 24BO; Lupinen, blau. 15 bi» 16. gelb. 16 bi» 18; -iap»kuchen 15.40; bi» 15>*); Veinfutben 19 60 bi» 19,90; Trotfen* schnitzel 12.60 bis 1.3.20; Soyalcheol 19 bi» 19.60; Äartoffelflcxfen 33JJO bis 34 Mk Büchertisch. Paul Abt 0m Banne deS Zauderers Unheimlich.- ürlkbnisse in der Cübkt. 93 Seiten 5*. Mil 20 Abbildungen aut Tafeln. Verlag Strecker Schröder. Stuttgart. Geheftet 3.50 Mk.. Ganzleinen 5 Mk. — Fährt man von Reuseeland au- dem Aequator zu. fo kauchcn am fünften Tage aus der tiefblauen See geheimn.-volle Berge und Eilande, die im macileben L chk de- Monde- von feltsamem Reiz umflossen sind, auf: D.e Jnfcln der flüMet. die Stätten der Zauberer, phantastischer Tanze und spukhafter Feste Hier üben unheimliche den Europäer verwirrende Zauberkünstler ihr geheimnisvolle- Handwerk. Hier geschehen noch Dinge zwischen Himmel und Erde, die der Grell- weite deS Verstände- entrückt sind, und Ed. PoeS und ck Th. A. Hoffmann- Phantasien ttxrtxn Wirflichkeit. Paul 216< erzählt in diesen sech- Veschichten Erlebnisse, die so unglaubllch und phantastilch klingen, dast man sie für Ausgeburten einer mchterifch schweifenden Pbantalie halten möchte. 3n knappen Erzählungen von straffem Bau schildert Abt feine Erlebnisse, fo dast man die- kleine Büchlein »n einem Zug atemlos durchfliegt und am Schluss wie au- einem tiefen Traum erwacht. — Wandern, da- heistt Lebe»! Vm» M. Selter. Verlag Wilh. Stollsuh. Bonn. Gebunden 120 Mk. — Mit Vergnügen liest nun diese- lyrische Büchlein, da- von unseren älteren unb neueren Dichtern eine reiche Au-wahl von Liedern und Sprüchen enthält, die in immer wieder neuer Form fingen und tagen von Wandern und Singen, von Berg, Wald und Flur, von Sonnenschein und Regen unb der löt an der Ratur 284 — Der Sonn entgegen! (Gin Leitfaden für Wanderungen) betitelt sich ein Reine* Werfchen, da- Erich 'Babervwfkv im Verlag von Wilhelm Stolllust. Bonn, herau-bringt. 3h dem in hübscher Ausmachung un- vorliegenden Büchlein gibt der Verfasser nicht nur praktische Winke für da- Wandern, sonbern auch einen geschichtlichen Rückblick. Er behandelt dann die neuwit- licbe Entwicklung und den Wert von Wandern und Heimat Weitere Äapitel gelten dem ©eben, dem LandschaftSblld und feiner Beobachtung, dem Wald dem Pinterwandern ufw. Vorbereitung und Durchführung einer Wanderung sowie AuS- niftung llnd natürlich in dem Bändchen nicht vergessen. 284 — TS t c lese i ch Äarten? Glnsührung In da- Verständnis und den Gebrauch topographischer Äarten für Wanderungen von TJer- mesfung-rat E W. Schmidt, 8. biS 12. Taufend. Verlag Wilh Stollfutz. Bonn, 1 Mk. - Die beste Äartc nützt dem Wanderer nicht-, wenn er fie nicht richtig au lefen versteht. Da- will aber gelernt fein. D'.e hier nnrliegenbe Schellt eine- erfahrenen Fachmannes hak sich die Ausgabe gestellt, daS volle T3