!** IS L - fit •n jÄh, -Kz l9tem gfi * uab nS SV0»« S’-AS '°°ÄÄ r^L ■jSSj gsÄJS pxt kündet S 1 ^t. mrint n dn« 'klein Lächeln. lm Mffwr tben sbetg, J 2m Sonn» M DrrfcvW, Nörbtn» lenten an bet 'i^-Siod. Regierung-, n beschäftige ungen mir bn 'rplanver- >erbach-Slock» ndigen Dera» r Kommis. nbiTthion mwünsche der irg Vorbringen Degiming-rat nblagsabgwrb« Hör Debet« lz «Lauterbach rn, Landwirt Df. Cßenbet« des S. Ob« rfach vor allzu > bringend emp' der biShmgen g die Hoffnun- laubl man doch, gen der Korn« en befriedigen. MW [fielt. bau'.) aat jung von Kassel, zlapelle. 3.33 bi6 b. 4.30 biS 5.45 ri: Heue Ope« Äe Lesestunde, [[rat Sr. Setting >1 spricht übet Ml". 6.45 biS schöflichen Kom« Born Sinn beer Girren«, t.» [chunlerrichl. LI) 15 bis 10.15 H6r. •er Abend. ,2uS biS 12.30 Hr: rtfltüo». Ht nachinikkag-- Ianü|,l'Pxht feine G«wW lediglich gebung wäre nicht nötig gewesen, wenn die Richter rechtzeitig den Grundsatz »Mark gleich IRarr auf gegeben hätten. Aber das war eben niajt möglich. Deshalb liegt in dieser Feststellung ketn Vorwurf. Auch von einer Polltischen Vertrauenskrise kann man nach dem Kasseler Beschluß der Richter nicht mehr sprechen. Wenn die Anwendung des Hochverra'sparagraphen nicht dem allgemeinen Rechtsempfinden entspricht, muh eingetreten, nachdem sich der Verleid:gunas- krnmnissar dem Drud der ausländischen Mächte gebeugt und feine Blücher rfchaft eingestellt hat. Die Köpfe der von chm enthaupteten Revolutionäre. die seit Sonntag auf Schandpfählen dem Volke zur Warnung gezeigt wurden, sind heute abgenommen worden. Die beiden chinesischen Kreuzer, die gestern abend die Stadt beschossen haben, sind heute, nachdem die Besatzungen sich vorher in Sicherheit gebracht hatten, von den Suntschuansang unterstehenden Lv- kalbehörden in Besitz genommen worden. Wie verlautet, hat zum mindesten eine Granate in der internationalen Riederlassung eingeschlagen, die aber nicht explodiert ist. Die Hinrichtungen in der Eingeborenenstadt haben abgenommen, jedoch verlautet, daß im chinesischen Hauptquartier zahlreiche Hinrichtungen irn geheimen stattsinden. 30 000 Fabrikarbeiter haben die Arbeit wieder aufgenommen. Froniwendung TschangtsolinS? Paris. 23. Febr. (WTB.) Die Agentur 3ndo Pacific meldet aus Peking, Wupeifu habe in Beantwortung eines Telegramms TschangtsolinS diesen ersucht, mit feinem Einzug in das Honangebiet noch zu warten. Den Mukdentruppcn fei jedoch Weisung erteilt worden, diese Ditte unbeachtet zu lassen. Eine Schlacht zwischen den Truppen Wupeifus London. 24. Jebr. (IlL) Die der amtliche englische Junkspruch meidet, ist gestern dem rufst- schen äftsträger in London die Protestnote der englischen Regierung gegen die fortgesetzte anti- britische Propaganda der Sowjetunion überreicht worden. 3n dieser Rote weist die britische Regierung daraus hin. daß die Sorojetrcgierung in dem am 4 Juni 1923 unterzeichneten Handelsabkommen feierlich zugesagl habe, jede a n 11- Hot am 24. Oktober 1924 dem damaligen Sowjetoer- Ireter in London die Nichteinhaltung des ttbkommens vor Mugcn führen wüsten. Rach 21n- sicht der englischen Regierung könne die Sowjet- reglerung tatsächlich nicht ihr Abkommen sowie ihre besonderen Berfprcdxn halten, solange Mitglieder der Sowjetregierung gleichzeitig dem p o l i 1 - bureau angehdren, das in Wirklichkeit In der Sowjetunion herrscht und ihre Auslandvertreter beeinflußt. Die englandseindliche Haltung hoher ru||ifd)er Staatsbeamter sei gar nicht in Einklang )u bringen mit den privaten Beteuerungen der Sowjetoertreter in London selbst, während Krassin noch im letzten Oktober den guten willen der Sowjetregierung zu sreundschostlichen Beziehungen Hi England auf Anweisung seine» Auhcnwini - Her» in London zum Ausdruck gebracht habe, habe sich dieser selbst an der öntibritischen Hetzkampagne in Rußland beteiligt. Die Rote wendet sich dann gegen die „fixe Idee, unter der Herr Tschitscherin und viele seiner Kol- Itgen leiden", daß Großbritannien beschäftigt sei, lomplotfe gegen Rußland zu schmieden nnd erhebt Einspruch gegen die übelwollende par- leillchkeit, mit der die Somjetbehörden tendenziöse Jlachrichten und falsche Gerüchte über die englischen Absichten zur Stütze ihrer Politik machten. Die englische Regierung halte es für nolwendig. Rußland Aachdrücklichst darauf hinzuweisen, daß die Fortsetzung oon Handlungen, wie die, über die hier Beschwerde geführt werde, früher ober später die Aushebung de» Handelsabkommens unvermeidlich machen müsse, dessen Bestimmungen fo offenkundig verletzt worden sind, und daß ebenso die Lösung der gewohnten diplomatischen Beziehun- Sni eintreten wüste. Die Rote enthält dann noch einen Anhang mit Auszügen aus englandfeindlichen Reden der führenden Bolschewisten. Sie bemerkt ftmer, daß die russische Regierungspresse nach diesen Direktiven der Außenpolitik arbeite. Line russische Zeitung sei sogar soweit gegangen, Chamberlain in der Pose eines IRanncs darzustellen, der ben Kommunistenhinrichtungen i n L l- lauen applaudiert. Londoner Presseecho. London, 24. Febr. (W. T. D. Funkspruch) Die Konnnentare der Morgenpresse zur britischen Protestnote an Rußland stimmen insofern überein, alS keine- der Blätter erwartet, daß sie eine Aenderung in der Haltung der Sowjetregie- eung herbeiführen wird. Die Klugheit des Schrittes wird von dem Arbeiterblatt „Daily Gerald" bestritten, von den Liberalen angezwei- fftlt und von Den Konservativen hervorgehoben. (Ein russisches Memorandum? Riga, 23. Febr. (TU.) Aus Moskau wird gemeldet, dah die Sowjetregierung beabsichtige. In den nächsten Wochen der englischen "Regierung ein Memorandum zu überreichen, deS Jn6aÜ6, daß die Grundlinie der russischen Po- Litll im Osten den englischen Interessen vurchau s nicht -uwiderlause. Es soll erläutert werden, dah Die Sowjetregierung stets bestrebt sei, mit der britifdxm Regierung z u - s'ammenzuarbeiten und Konflikte zu ver- rreiDcn. Das Memorandum soll der britischen Regierung durch den russischen Geschäftsträger u London überreicht werden. Die rustischen G e - Werks ch aften beabsichtigen, mit den engli- phen in gleichem Sinne die Verbindung aus- Mlnehmen. Englands Ostpolitik. Riga, 22. Febr. (TU.) Die Sowjetpresse rammt eingehend Rotiz von Der Reise des englischen Gesandten in Warschau, Wood, nach Litauen und betont, daß diese Reise eine Annäherung zwischen Polen und Litauen bezwede. Die Sowjetpreise macht Pftner auf die Gründung cincS Vereins für die Annäherung zwischen Polen und Litauen aufmerksam und meint, Polen hege Die ernste Ab- I cht, sich mit Litauen zu verständigen. Die Sow- i ctprefse erwartet, daß bei Der ersten Gelegenheit neue polnisch-litauische Verhandlungen aufgenom- nren werden. Die Lage in Schanghai. London. 23. Febr. (TU.) Es bestätigt s ch, dah Die Truppen des Generals Suntschuan- s«cng die Stadt K a s ch i n g. ihr letztes Bollwerk i» der Provinz Tfchekiang. aufgegeben ha« bm. Heute find die Kantontruppen in die Eradt tngccüdt. Die unter den Plünderungen Der Sunt- schuanfangtruppen ungeheuer gelihen hat. Der- vahrloste Soldateska erpreßte nicht nur von Den Kaufleuten der Stadt 300 000 Dollar, sondern tedte sogar Teile Der Stadt in Brand. 3n Shanghai selbst ist eine gewisse Beruhigung das Gesetz geändert werden. Die Richter haben alles getan, aus der Krise herauszukvmmen. Deshalb gebührt ihnen ein Dertrauensvotum. «Beifall rechts und in der Mitte.) Wir treten für die Sunultanzulassung der Rechtsanwälle nur in solchen Fällen ein, wo die Rechtsprechung dadurch nicht in Gefahr gerät. Die Ehenot sehen auch wir, aber mit dem Wegfall der wirtschaftlichen Schwierigkeiten werden auch die Eheschei- dunasgründe Wegfällen. Die Erleichterung der Ehescheidung widerspricht unserer christlichen Ethik, die mit der natürlichen Ethik in Einklang ist. Diese Erleichterung der Ehescheidung wirkt zu ungunsten der Frau. Die Schematisierung der Großstadtmoral lehnen wir ab. 3n sozialer Beziehung wollen wir gern an Verbesserungen Mitarbeiten. Aus der Rentnerfürsorge muh z. B. ein Rechtsanspruch werden. Länder, von denen Gebietsteile beseht sind, hoben einen Anspruch darauf, daß ihre Sleuer- krast vom Reich wiederhergesteut wird. Die Gnade des Finanzausgleichs genügt nicht. Dos befehle Gebiet duldet nicht, daß feine Bewohner kulturell und in ihrer Steuerkraft hecuuterkommen. An die Regierung richten wir den dringenden Appell, alles ;u tun, damit die deutsche 3ustizhoheit im besetzten Gebiet wiederhergeskellt wird. Abg. Dr. Kahl (D. Dp.) Die Angriffe gegen Staatssekretär 3 o ei persönlich bedauern wir tief. 3m Ausschuh hat man ihn sogar als eine Gefahr für die Republik bezeichnet. Konstruieren Sie (nach links) doch nur nicht so viel Gefahren für die Republik. Llebrigens hat Staatssekretär 3oel oft genug Beweise seiner absoluten politischen Zuverlässigkeit gegeben. Das Thema von der Vertrauenskrise fängt an. l a n g w e l l i g zu werden. Das 3ustizmini- sterium darf in die Rechtsprechung gar nicht ein- greifen, und vor Verallgemeinerungen sollte man sich hüten. Meine Sorgen richten sich übrigens Szu große Milde, z. B. bei Kindermih- ungen. 3ch bin kein Llnitarier. aber ein U ebergang der 3ustizhoheit von den Ländern auf das Reich ist unbedingt notwendig. 3n Verwaltung und Gesetzgebung sind wir zu Entgegenkommen an die Länder bereit, aber die 3ustiz muh unbedingt vereinheitlicht werden. £ür die grohe Strafrechtsreform ist es Zeit, endllch die aeschäftSordrtungsmähigen Vorbereitungen zu treffen. Die Ehescheidungsreform ist noch nicht reif für die Behandlung im Plenum. Richt leugnen kann man aber die tiefe Kluft zwischen Recht und Geschehen. (Unruhe im Zentrum.) 3ch rufe die wahrheitsliebende, ihrer Verantwortung bewußte Presse auf zum Kampf nicht gegen, sondern für die deutsche 3 u st i z. (Beifall bei der D. Vp.) Abg. Dr. Rosenberg (Konrm.): Man hat iuiS gefragt, ob wir nicht auf den Boden der Erfassung treten wollen, dann könne das Reichsgericht uns freundlicher behandeln. Ein solches Versprechen können wir nicht geben, denn der ganze Vorschlag ist verfassungswidrig. W i r bleiben die Alten. Der Redner bleibt bei der Behauptung, dah Kommunisten nur wegen ihrer Lleberzeugung verurteilt würden. Staatssekretär 3oel erklärt, Sprengstoff sei zentnerweise entwendet und Hand- granatenfabriken übergeben worden. (Zuruf bei den Kommunisten: Wo war das?) 3n Baden, z. D. beim Lörracher Aufstand. Von den Hamburger Vorgängen habe der Abg. Korsch selbst zugegeben. daS wäre eine Revolution gewesen. (Lärm bei den Kommunisten.) Das Reichsgericht trete den Komnrunisten durchaus vorurteilslos gegenüber. 3n wellest em älmfang habe es ihnen den politischen Charakter ihrer Tat zugebilligt. Kein Staat könne dulden, dah an seinem eigenen Ruin gearbeitet werde. I ------------ f Die Groh-Hamburgfrage. Ministerpräsident Brann im Preußischen Landtag. Berlin, 23. Febr. 3m Preußischen Landtag wurde die Beratung der Gesetzentwürfe über die Groh-Ha mburg-Frage mit einer längeren Red« des Ministerpräsidenten Braun ein- gelellet, in der er gegen die Rede des Hamburger Bürgermeisters Petersen polemisierte und crllärte, es handle sich nicht darum. Hamburg in Preuhen einzuverleiben, sondern hamburgische Cxpansionsbestrebungen gegen Preuhen zurückzuweifen. 3ch habe bereits mehrfach erklärt, führte der Minister aus, dah Preuhen gar nicht daran denkt, auf irgendwelche Kleinstaaten einen Druck auszuüben, um sie zur Aufgabe ihrer Selbständigkeit zu veranlassen und ihren Anschluß an Preußen zu erzwingen 3ndessen steht die preußische Regierung auf dem Standpunkt, dah 6tefc Länder, wenn sie sich ihre staatliche Selbständig« kell erhalten wollen, in Zukunft nicht mehr darauf rechnen können, dah ihnen Preuhen diejenigen Einrichtungen zur Verfügung stellt, die sie sich aus eignen Mitteln nicht erhalten können. Preuhen ist daher auch nicht bereit, es sei denn, dah ihm gleichwertige Gegenleistungen gewährt werden, preußisches Gebiet an solche Kleinstaaten abzutreten, um sie in ihrem selbständigen staatlichen Eigenleben zu stärken. Kommt die Bevölkerung dieser Staaten unter solchen Umständen schließlich zu der lleberzeugung, daß es für sie zweckmäßiger ist, fichPreußenanzu- schließen, so wird Preußen sich dem nicht versagen. Auch mir scheint der deutsche Einheitsstaat. besonders im Hinblick auf unsere Verarmung, ein erstrebenswertes Ziel. 3ch stehe auf dem Standpunkt, daß Preußen, das etwa drei Fünftel des Reiches darstellt, in seiner Geschlossenheit und Größe unbeeinträchtigt aufrecht erhalten werden muh, da es zweifellos den Kern für einen deutschen Einheitsstaat bilden wird, wenn dieser einmal Wirklichkeit werden sollte. Ministerpräsident Braun (fortfahrend): Wenn der Hamburger Bürgermeister nun ober gar er- Härt, das Ziel Preußens gehe dahin, Hamburg zum Aufgehen in Preußen zu zwingen, so entspricht auch das keineswegs den Tatsachen. Der Hamburger Senat hat in einer Denkschrift nm 7. April 1919 ^gesamt an preußischen Städten und Landgemeindegebieten eine Fläche von 137 238 Hektar mit rund einer halben Million preußischer Pewoh- iier verlangt. (Hört! Hört!) Das hätte die Vergröße- nmg Hamburgs um 190 Prozent an Fläche und »3 Prozent an Einwohnern bedeutet. Innenminister Grzefinski betonte, daß nach dem Scheitern oller Derständigungsverhandlungen mit Hamburg die Stoatsregierung es als ihre selbst- oerständliche Pflicht ansehc, nunmehr mit eigenen Mitteln und an« eigener Kraft den preußischen Randgemeinden im Unterelbegebiet soweit wie möglich zu Helsen. Die Slaatsregierung könne die Ver- antmortung für eine solche Lösung aber nur übernehmen, wenn Gewißheit darüber bestehe, dah andere Gemeinden sich auf diesen Vorgang nicht berufen können. 3n der Aussprache erklärt Abg. M i l b e r g tDn.), die Rede des Hamburgischen Bürgermeisters Petersen habe außerordentlich störend gewirkt. Dankbar sei seine Partei dem Ministerpräsidenten für die Betonung der preußischen Belange. Abg. Kriege (D. Bp/! erklärt, daß seine Fraktion, die an sich in der Opposition stehe, sich in diesem Falle hinter die Regierung stellen wolle. Rach weiterer Aussprache wurde die Borlaae einem besonders gebildeten Groh- Hamburg-Ausschuh überwiesen. Bei fren zwischendurch erfolgten Abstimmungen über die kommunistischen Mißtrauensvoten gegen die Minister Hirtsiefer und Dr. Becker wurde ersteres mit 224 gegen 47 Stimmen, letzteres mit 210 gegen 194 Stimmen abgelehnt. Rachdem noch der Entwurf über die neue Grund* und Gebäudesteuer dem Hauptausschuh überwiesen worden war. setzte das Haus die Beratung des Haushalts der landwirtschaftlichen Verwaltung fort und vertagte sich dann auf Donnerstag. Aus dem Finanzausschutz des Hessischen Landtags. Darmstadt. 23. Febr. Der Finanzausschuh beendete die erste Lesung des Grund- steuergesehes. Beanstandungen und Bemängelungen zu einzelnen Artikeln wurden von der Regierung beantwortet und erledigt. Bon den einzelnen Fraktionen wurden Abänderungsanträge bis zur zweiten Lesung in Aussicht gestellt. Zu Artikel 19, Absatz 2 legte die Regierung folgende Abänderung zum Grundsteuergefetz vor: „Die Regierung wird ermächtigt, statt des in Artikel 7 vorgeschriebenen Hauptfeststellungszeitpunktes einen früheren zu bestimmen und dieser Regelung die Borschriften dieses Gesetzes anzupassen." Cs folgte hiernach die erste Lesung de« Gewerbesteuergesehes. Kapitel 1 bis 12 wurden besprochen: Abänderungsanträge wurden auch hier bis zur zweiten Lesung in Aussicht gestellt. Zu Artikel 5 der Bestimmungen trifft, wer von der Gewerbesteuer befreit ist. wurde bezüglich der Befreiung der Sparkassen von mehreren Seiten deren erhebliche Betätigung in bankmäßiger Weise beanstandet: sie sollten wieder aus ihre Tätigkeit in der Vorkriegszeit zurückgeführt werden. Die Regierung widersprach dem Borbringen und erllärte hierzu, daß viele der hessischen. Sparkassen und die Girozentrale mit ihrer Tätigkeit sich von rein bankmähigen Geschäften verhältnismäßig am meisten zurückgehalten haben. Auch fand über die Frage der Befreiung der Konsumgenossenschaften von der Gewerbesteuer eine eingehende Debatte stall. Zu Arllkel 11 legte die Regierung folgende Abänderung zum Gewerbesteuergesetz bei Artikel 34, Absatz 2, mit folgendem Worllaut vor: .Die Regierung wird ermächtigt, statt des in Artikel 11 vorgesehenen Hauptfeststellungszeitpunktes einen früheren zu bestimmen und diese Regelung den Vorschriften des Gesetzes anzupassen. Macht die Regierung von dieser Ermächtigung Gebrauch, so ist der Feststellung des Ertrags nach Art. 15 das Durchschnittsergebnis eines früheren Zeitraumes zugrunde au legen. Für das Rechnungsjahr 1927 ist in diesem Fall der Ertrag des Kalenderjahres 1925. für daS Rechnungsjahr 1928 der Durchschnitt der Kalenderjahre 1925 und 1926 maßgebend. Art. 15, Abs. 1, Sah 2 und 3, gilt entsprechend." Lieber Artikel 12 fand eine eingehende Aussprache statt, in deren Verlauf anderweitige Vorschläge über die Besteuerung des ermittelten Gewerbekapitals gemacht wurden. Bei der grundsätzlichen Dedeu- turig der gemachten Borschläge behält sich die Regierung ihre Stellungnahme bis zur zweiten Lesung vor. Neue Lohnabkommen. Berlin. 24. Febr. (Wolffbureau.) Für das Bankgewerbe wurde ein Schiedsspruch gefällt, der den Manteltarifvertrag bis zum 31. März 1928 verlängert. Für die gleiche Zeit ist eine Gehaltserhöhung von 7V, Prozent und für den 15. Dezember die Ausschüttung eines halben Monatseinkommens vorgesehen. Außerdem sollen Verbesserungen der Ueberstundenbezahlung und einige Aenderungen der Llrlaubsbestimmun- gen eintreten. Die Erilärungsfrist läuft bis zum 3. März. Der Schiedsspruch wurde von dem unparteiischen Vorsitzenden allein gefällt, da sowohl die Vertreter der Arbeitgeber, als auch die der Angestellten ihn ablehnten. * Die Abstimmung der Leipziger Metallarbeiter hat etwa 80 Prozent aller Stimmen für die Annahme des am 21. 2. in Dresden vereinbarten Vertrages für die Leipziger Metallindustrie ergeben. Die Aufnahme der Arbeit wird jedenfalls am Freitag erfolgen. * 3n einer Funktionärversammlung der Berliner Brauereiarbeiter wurde das Angebot der Arbeitgeber, ab 1. 2. eine Lohnerhöhung von 2.50 Mk. pro Woche zu bewilligen und ab 1. 7. bis 30. 9. eine weitere Zulage von einer Mark mit 146 gegen 104 «Stimmen angenommen. Eine Kundgebung der deutschen Mittelschicht. Berlin, 23. Febr. (WTD.) Bei einer vom Reichsausschuh der Deutschen Mittelschicht veranstalteten Kundgebung der verschiedenen Mittelstandgruppen. zu der sich zahlreiche Bertreter der Reichs- und Staatsbehörden eingefunden hatten, betonte der Präsident der Handwerkskammer. Luderst, die ungeheure wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung, d«e dem Mittelstand innerhalb der hart aufeinanderstoßenden wirtschaftlichen Extreme zukomme. 5ür das Handwerk sprach der Vorsitzende des Reichsverbandes des deutschen Handwerks. D e r l i n n - Hannover, der die unbedingte Rotwendigkeit betonte, daß Reich. Länder und Kommunen bei allen ihren Maßnahmen den Art. 164 der Reichsverfassung im Auge beb alten, der dem gewerblichen Mittelstand Schutz verspreche. Der Vorsitzende des Reichsschuhverbandes für Handel und Gewerbe, Lie- b a l d. forderte eine gerechte Steuerpolitik, die den felbstäirdigen Mittelstand vor Lleberlastung schütze. Pros. Dr Stein-Berlin forderte als Anwalt des Deutschen GenofsenschaftsverbanbeS den wirtschaftlichen Zusammenschluß zur Wiedergewinnung der Selbständigkett in der Genossenschaft. Für den Haus- und Grundbesitz sprach der Borfihende des Zentralverbandes. Stadtrat D u n a r - München, der betonte, dah 80 Prozent des deutschen Hausbesitzes dem Mittelstand an- gehöre und daß die Wohnungswirt- schaftssrage vvr allem ein mittelständisches Problem sei. Dem Hausbesitz werde durch die Zwangsgcsetze im deutschen Wohnungswesen sein gutes Recht vvrenthalten. Der Geldentwertungsausgleich bei bebauten Grundstücken. Berlin. 23. Febr. (WTB.) Durch das Gesetz über den Geldentwertungsausgleich bei bebauten Grundstücken vom 1. 3uni 1926 war die gesetzliche Miete bis zum 31. März 1927 a uf 100 vom Hundert der Friedcnsmiete be- grenzt. Rach § 3 dieses Gesetzes letzt die Reichsregierung mit Zustimmung des Reichsrots die Mindesthöhe der gesetzlichen Miete im Reiche einheitlich fest. 3n Anwendung dieser Bestimmung hat das Reichskabinett in seiner heutigen Sitzung dem Entwurf einer Verordnung Augestimmt, wonach die gesetzliche Miete vom 1. April 1927 um 10 vom Hundert und vom 1. Oktober 1927 um weitere 10 vom Hundert erhöht wird. Die Verordnung geht sofort dem Reichsrat zu. Aus aller Welt- vor der Rückkehr des Kreuzer, „Hamburg". Der Kreuzer .Hamburg" hat leine Rückkehr nach Wilhelmshaven für den zwanzigsten März angekündigt. Das Schiff wird noch seiner Weltreise sofort aus der Marine-Werft in einer längeren Liegezeit gründlich überholt werden. Der Kommandant. Kapitän z. S. Dr.b. c. Groos. hak vom Präsidenten der griechischen Republik bei seinem Besuch in Athen daS G r o ß- kreuz des Erlöser-O rbens erhalten. Das große Los. 3n der Preußifch-^uoaeutfchen Klassenlotterie wurde das große Los gezogen. Es fiel auf die Rümmer 239 783. Der Gewinn von 500 000 Mk. fiel in Abteilung 1 nach Essen, in Abteilung II nach Breslau. Zu den Gewinnern gehören Witwen, mittlere Beamte und Angestellte. Das Urteil in dem Pariser Ordensschtebrr- prozeß. Die Strafkammer in Paris hat das Urteil gegen die drei Angellagten gesprochen, denen zur Last gelegt wird, die Ehrenlegion bzw. den Titel.Auhenhandelsattache" gegen Geld 3 n- teressenten verschafft zu haben. Der Bürochef im Handelsministerium, Ruotte, ist zu drei 3ahren Gefängnis und 95 000 Fr. Geldstrafe verurteilt worden. Der Annvncenakquisi- ieur Dumoulin erhielt eineinhalb 3ahre Gefängnis und 120 000 Fr. Geldstrafe, und der Generalsekretär einer Pariser Zeitung Chamuset ein 3ahr Gefängnis und 35 000 Fr. Geldstrafe. Line dreiköpfige Familie unter dem (Elfe ertrunken. 3n dem Dorfe Z i 11 o w bei Schwerin war der zehnjährige Sohn des Lehrers Charmon zum Schlittschuhlaufen nach dem Langenbrüher 6ee gegangen. Plötzlich vernahmen die Eltern aus der Richtung des Sees Hilferufe. Der Vater eilte sofort zur Rettung seines Kindes herbei. Auch er brach ein und geriet unter daS Eis. Dos gleiche Schicksal traf auch die Mutter, als sie einen Rettungsversuch unternahm. Dor einigen 3ahren war die Tochter deS Lehrers in der Warnow ertrunken. Eine Familie butd; Deckcnelnsturz begraben. In Nothberg bei Aachen stürzte die Decke eines Hauses, an dem Bauarbeiten vorgenommen wurden, nachts ein und begrub eine in dem darunter befindlichen Zimmer schlafende Familie. Zwei Kinder wurden getötet, der Vater verletzt, während die Mutter unverletzt blieb. Aus -er Provinzialhauptstadt. Gießen, den 24. Februar 1927. GewerbeausstellungGiehen 1927 Der Ortsgewerbeverein Gießen hielt am Dienstagabend eine Mitgliederversammlung ab, die in der Hauptsache der Genehmigung des Vertrages zwischen dem Volkshalleverein und dem Ortsgewerbeverein: und der Festsetzung der AuSstellungS- bebingungen galt. Sowohl der Vertrag als auch die Ausstellungsbedingungen wurden mit einer lleinen Arnderung einstimmig genehmigt. Rach dem Vertrag find die Arbeiten für die Durchführung der Ausstellung, die den Ramen „Gewerbeausstellung Gießen 192 7" führen soll, zwischen den beiden Vereinen streng geschieden. 3eder Verein regelt das ihm zugewiesene Arbeitsgebiet selbständig. Der Orts- gewerbeverein übernimmt den rein tech - n i s che n Teil der Ausstellung, wie Zulassung zur Ausstellung, Plahanweisuno, Festigung und Einziehung der P.atzgebührcn, Bewachung u. a. m., während es Sache des DolksballevereinS ist, den allgemeinen Teil burck^uführen. Hierher gehören: die während der Ausstellung abzuhaltenden Vergnügungen, die Ausstellungslotterie. der Wirtlchastsbetrieb, die Herstellung des AuSstettungs-Katalvgs. die Beschaffung der Ausstellungsräume, die Beleuchtung u. v. a. Beide Vereine haben getrennte Kassen- und Rechnungsführung und sind ausschließlich aus die ihnen einzeln zufallenden Sinnahmeonteile in ihren Ausgaben angewiesen. Die Ausstellung wird am Mittwoch. I. 3 u n i. also vor Pfingsten, eröffnet und dauert bis einschließlich Sonntag, 1 9.3 u n i. Rach den Ausstellungsbedingungen wurden zur Ausstellung zugelassen: a) selbstgefertigte Erzeugnisse des Handwerks und des Kunsthandwerts, außerdem Fertigfabrikate. deren Verwendung durch handwerkliche Leistung vermittelt wird (z. B. 3nstallationsarbei- len aller Art). Ausstellungsberechtigt sind für Den ersten Teil der Ausstellungsgegenstände nur Gewerbetreibende, die ihren Gewerbebetrieb im Vollsstaat Hessen haben. b) Maschinen, Werkzeuge. Betriebsmittel und Geräte des Kleingewerbes, die im Handwerk Verwendung finden, ebenso deren Verwendungsart in praktischer Vorführung. Ausstellungsberechtigt für diesen Teil sind ohne Einschränkung deutsche Hersteller. Firmen un6 Geschäfte, sowie sonstige Gewerbezweige durch Dorsührung der Herstellung ihrer Erzeugnisse. c> Gewerbliche Fachschulen des Dolksftaates Hessen durch Vorführung ihrer Derkstätten- belriebe. d) Erzeugnisse der Gartenbaubetriebe. Die Anmeldung der Ausstellungsgegenstände hat bis zmn l.März 1927 an Direktor Dr. Dunnlngs. Gießen, Gewerbehaus zu erfolgen. ES folgen weiter Bestimmungen über die Einlieferung der Ausstellungsgegenstände, über die Deriichnung derselben, über Bewachung. Reinigung unb Räumung der AusstellungSräume. über dos Schiedsgerichtsverfahren u. a. m. Direktor Dr. B ü n n i n g s konnte mitteilen, daß die Ausstellungsflächen fast ganz vergeben sind; er berichtete außerdem übet den ilmfang der bis jetzt vorliegenden Anmeldungen und ihre Verteilung auf die einzelnen Gewerbezweige. Aus seinen Ausführungen war au entnehmen, daß die Ausstellung etn ganz besonderes 3ntecesse wohl dadurch erhalten wird, dah einmal sehr viele Ausstellungsgegenstände, wie Töpferei. Schuhmacherei. Schneiderei. Weberei ufto. im Betrieb vorgeführt werden, zum andern kulturgeschichtlich interessante Zusammenstellungen. z. B. die Entwicklung der Beleuchtung ufto., Platz finden sollen. Fahrplanwünsche aus dem Busecker Tal. Man schreibt uns: Dieser Tage sind aus den Dörfern des Busecker Tales zahlreiche Kinder für die höheren Schulen in Gießen zum neuen Schuljahre angemeldet worden. Die Eltern dieser Kinder beschäftigt nun die Frage: Wird der neue Sommerfahrplan der Reichsbahn der Rotwendigkeit einer g ü n st l g e n Schülerbeförderung Rechnung tragen. - oder werden die üblen Zustande des Fahrplans aus dem Vorjahre wiederkommen? Für unser Tal lagen die Verhältnisse bisher so: 3m Sommer beginnen die Gießener höheren Schulen ihren Unterricht 7,45 Uhr und endigen ihn 12,10 Uhr. Um zu Veginn der Schule rechtzeitig zur Stell« zu sein, muhten die Schüler auS dem Busecker Tal den Zug benutzen, der 6,20 Uhr früh in Gießen einlief. 85 Minuten mußten sich die Kinder vor dem Unterricht — morgens nach 6 Uhr! — in den Anlagen, im Bahnhof oder im .Auswärligen-Zimmeri' aushalten. Körperliche, seelische und sittliche Gefahren sind damit verbunden gewesen. Jeder Einsichtig» mag sie sich durchdenken. Man sollte meinen, daß die Zusammenarbeit aller Beteiligten eine günstigere Beförderungsmöglichkeit schaffen könnte. Genau so ungünstig lagen im letzten Sommer auch die Morgenzüge für Lehrjungen, Beamte. Hausangestellte u.a. Der Frühzug ging zu früh, der zweite Zug zu spät. Es wäre prate tisch, wenn der zweite Frühzug nach Gießen ab Grünberg ohne DetstärkungSwagen fahren würde. Es ist dringend notwendig, daß ein leichter Dampfzug eingelegt wird, der 7.20 Uhr vormittags in Gießen eintrifft. Er kann den Zug 7.50 Uhr an Gießen entlasten und Schüler. Lehrjungen. Hausbedienstete, Marktfrauen, einen Teil Arbeiter, Angestellte und Beamte rechtzeitig zu ihrer Beschäftigung in Gießen bringen. Man würde eS begrüßen, wenn der Ber- kehrSbund Oberhessen sich dieser Sache annehmen würde. (ES unterliegt Wohl keinem Zweifel, daß der Derkehrsbund gerne im Sinne dieser Zuschrift an zuständiger Stelle der Reichsbahn wirken wird. D. Red.) Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenrnarlt: Butter 150 biS 170, Matte 30 bis 35, Wirsing 20 biS 30, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 biS 20, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10. Spinat 30 bi- 40, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25. Rosenkohl 45 biS 50, Feldsalat 150 bis 200. Zwiebeln 10 bis 20, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 35 bis 50, Kartoffeln 6. Aepfel 30 bis 50, Birnen 15 bis 25. Hüffe 70. junge Hahnen 100 bis 110, Suppenhühner 100 biS 120 Pf. das Pfund: Käse 10 Stück 60 biS 140 Pf.: Eier 13 bis 14, Blumenkohl 60 bis 140. Salat 35 bis 50. Endivien 80 bis 100, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 15, Sellerie 20 bis 40 Pf. das Stück. Wettervoraussage. Bei wechselnder Bewölkung Temperaturen wenig verändert und vorwiegend trocken, höchstens vereinzell noch leichte Riederschläge. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 7,2 Grad Celsius, Minimum minus 0,9 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: mlnuS 2,4 Grab Celsius. Bornotizen. — Tageskalender für DonnerS- t a g. Gesellsibast für Erd- und -Völkerkunde: 8’ , Uhr. Reue Aula, Vortrag. - Deutschnational« HandluicgSgehilfen-Verband. 8'-. Uhr, Kauf«. VereinshauS, Lichtbildervvrtrag. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: .Den Hur". — Astori» Lichtspiele: »Hool der Teufelsreiteri'. — Aus dem S t a d t t h e a t e r b u r e a« wird uns geschrieben: Auf die Aufsuhruna der Posse „Gießen wird Großstadt" oder die .,A b e fi- teuer des Herrn Eusebius Nörgelmeier" am kommenden Sonntag sei nochmals ausdrücklich hingewiesen. Nach dem Eindruck, den sämtliche Mitwirkendc von den Proben haben, stehl ein lustiger und anregender Abend zu erwarten. Dazu werden nicht unwesentlich die hübschen Tanz- arrangements der Frau Lina O l d i n i und die Musik, gesetzt von Herrn Kapellmeister Weller, beitragen. — Dom Konzertverein wird unS geschrieben: Am nächsten Sonntag. 27. Februar, findet das vorletzte Konzert in diesem Winter statt: Ein Chopin-Abend Prof Karl FriedbergS. Es bedarf für unsere Musil- kreisr keiner Dorstellung, da sie den Künstler von früher her kennen und fein schlechthin vollendetes Spiel rwch in bester Erirmerung haben werden. Auch in der Pianistenzunft mit Friedberg nicht nur als Berufener, sondern sogar als Auserwählter. Der Künstler ist erst in den letzten Wochen von einer großen Tournee durch die Bereinigten Staaten zuruckgekehrt und wird von hier aus nach Süd-Deutschland, Holland, Rord- und Ost-Deutschland gehen und rn größeren Städten, wie Hamburg. Berlin. BreSlau, konzertieren. Rach feiner eigenen Wabl toirb daS Programm ein ganz einheitliches, durchweg auf Chopin eingestelltes sein. Das verleiht ihm einen besonderen Reiz, well Friedbergs durchgeistigter und poesieerfüllter Bortrag die Wer« so zu Gehör bringen wird, wie man sie in gleicher Schönheit kaum vorher vernommen hat. Friedberg ist ein Apostel der Kunst und zweifri- los einer der ersten und vielleicht der intefr essantesten Pianisten der Gegenwart. nit« I» :r«8 L :i*fi ”r t-richle ' öer Md gtgcngsb prltonu Ä1' ™,8trren »ftnj n 'n ordne auf pornritta lagen erteil irt ben e «end' fr 6 t« einer rf die ■ Mrntzo batikntä bricht, w LÄ er sich IT M die - -nchr M «ragen, d hol. 64 tai hE 3"< alM! Teil se'" en-lnnd in Z-oeii s " U. t Set enti < st 00II5 Ar nnter M PHMI Anffor a I • 1* nat 'äSi Ä- SpflOfigi i* QubtrU8eti Ä'KZ PLZ *W 6« T«. !uch auj k_ 5;--Är Ü'Ä** L? jftg ^".SNen^ta *䣰ä tn Mttn sch btz ' ~ morgent noi £hS®S **ta fr?"»«'- U'Äe ®t|ahr«i J 2«dn Smschi« Sion loQlt neinci fer 3rteiliüti d2 Wf^olftnftatft J 'm legioi Coronet *! Lehrjungn, ®« Trchug flinj |>ot ®4 toät? frtaV 'ühzug nad) ®i» irtungltoagtn |a$rei ntifl. dah ein hi fr toith, bei 7.20 Uh» Et 8t lärm fa itlaM unb Lchkli-r > Worltsrauen. eines und *Btamle refr- 3 in viehm bringen en, Venn bet Deren sich dieser Sache leinen, Zdeisel. tal Sinne Meier Zuschich AeichÄachn wirf« wrftyrtilt. ligen IMmnvarV 30 M L, Wut Al 1fr, 'Kolttmü 3 । 12, tote Hüben 13, iltabi 8 bi- 10,®riii- 45 bi- 50, JtlMalJ ii8 20, MemeUich $ bis 50, flüdoHcln I, 15 bi- 25, Hüllt :0 ), Suppenhühner 1X1 Xfife 10 Siüd 60 W lumenkohl 60 bi- IW 80 bis 100, Lauch - 15, Sellerie 20 fr« ussage. °IlM, W*" ycitb trocken, -ä-neai dcrschläa«. . .. tuten; ■ minuS 2.4 SM tn. für Donners- nb Dolleriundr- d. DeuischnLlwn^ ^Ls S Friedberg ird. ^rnom^i r*ss» Vegen°" — D l e Sortraflesereiniflung bringt noch einen sechsten Vortragsabend am kommenden Freitag; fie bat dafür Obedtubienrot etiler in einem (‘id.ivtttaroorfrag über „Reiieeinbrihfe in CngUiNd" eingeloben. Nachdem her -lebner im ersten Teil feiner Ausführungen politische, wirtschaftliche 0peile, rtllgiöfe und kulturelle Gegcnivart,fragen In (in^anb und msbesondere auch die Stellung de? ifnglänbcr» ju uns behandelt haben wird, will er 'm zweiten Teil leine stelle ichildern und durch eine üaldidie Anzahl von Lichtbildern seine Neiseerleb nifk iftuftderen. (Siebe heutige Anzeige.! -Dreiwirtschaftsbund, Ortsgruppe Glest en. Freitag abend im Saalbau Bauer Bat trag „Das goldene Zeitalter". Nähere» in der Heu- iflen Anzeige L. 31 Don der LandeduniverfitSt. Die medizinische Fakultät unserer ßanbeiunitvdi* tdt hat dem Banitätlrat Dr. Otto Duchhold in Darmltadt, .dem hochverdienten Prak iker. her 'n vorbildlicher segen-reicher Arbeit die schul- > rötliche tteberwachung der Heranwachsenden lugend Darmstadts erganilierte, durch wer'volle Beiträge und regelmäßige schulärztliche Jahresberichte die Literatur diese- wichligev Zweiges der Medizin bereichere und allen Fortschritten der Medizin stet- da- lebhastefte Interesse ent- gegengebracht hat", zu feinem heutigen goldenen Doktorjubiläum da- Diplom erneuert. ' Die Sprechstunden de- Beigeordneten Dr. Hamm sind di- aus weiteres aus Mittwoch und Freitag von 10 di- 12 Uhr vormittag- anberaumt worden. An den übrigen Tagen findet keine Sprechstunde statt Man beachte die heutige Bekanntmachung ** Wei den- und Hafelkätzchen. die . rsten Öen w# boten de- noch kahlen Waldes, locken in den ersten sonnigen Dorsrühling-tagen Tausende der wiedererwachenk^n Insekten an. die hier einen gedeckten Tisch finden. Besonder- sind e- die Bienen, die tn Scharen kommen, tun Blüten staub und Honig einzuheimsen. Wer gedankenlos gan^e Bündel von Weidenkätzchen bricht, um fte al- Dasenschmuck mit nach Hauke «1 nehmen. begeht dadurch einen 3tnqdff in oa- Leben der Aatur. über dessen Tragweite er sich meist nicht klar ist. Man sollt« bedenken, hast die Bienenzucht Deutschlands allein an Honig mehr Wert erzeugt, al- die Millionenlasten betragen. die das Dawesabkommen un- auserlegt hat. Gs ist Pflicht jedes denkenden Menschen, den hungrigen Bienen die Nahrung tn einer 3eU nicht zu schmälern, wo es andere Rahrung noch nicht gibt. Man lasse darum die dustenten Palmkätzchen ruhig da stehen, wo sie gewachsen lind! d. Städtische Holzversteigerung. Bei der aeftngen Brcnnholzversteigerung der Stabt Dietzen wurden folgende Preise erzielt. Riefernschclter 12 Mk.. Sichcnknüppel 930 Mk. Rlefcrnknüppel 10.30 Mk.. Ricsernstöckc 3 Mk.. Fichtcnstöcke 2.80 Mk Je Daummeter: Eichen- reilig 16 Mk.. Fichtenreisig 12 Mk je 1OO Dellen. Rleiderschau Ein überaus buntes und bewegtes Bild brachte die Rleiderschau, dre di« vereinigten Meiderkünstlerinnen Leni Meyer und Anni Heinzmann am Dien-tag nachmittag tn der Diele des Gesellschaft-Hauses boten. In überraschender Fülle zogen die sehr hübschen, stilbetonten Kleider an den Augen der ntcressierten Gäste vorbei. Don besonderem Reiz war eS. datz die beiden jugendlichen Meisterinnen fast ihren sämtlichen Erzeugnissen al- Trägerin dienten. So zeigten sie den Besuchern einlache Hau-kleider, tour tage Trachten für ältere Damen, entzückende Abend- und Tanzklcidchen und schlief,ltch — dem Geiste beS Fasching«- monat- entsprechend — eine Anzahl von bizarren und phantastischen Maskenklecdern Die Düste freuten sich der geschmackvollen und eigenartigen Darbietungen, und dankbarer Beifall belohnte die schöne und anregende Schau. Sin sinniges Geleitwort, das in vorzüglicher Weise die Ziele der persönlichen ZraueiÄleidung betonte. wurde von Frau Roes« gesprochen und leitete die gen.'',reiche Stunde em. Ihr freundlicher Rommen rar begleiten unb erläuterte jede- einzelne se>#t»anh und schloß die Darbietung Biele Besucher dürften überenslimmen tu dem Wunsche, dost diese entzückende und eigenartige Äldhcr- fd>au sich recht bald w-ederholrn möge, um den Gedanken der persönlichen Frauenkleidung der für viele eine Erlösung vom alten Zwang bedeutet, weiter zu be'ruchren und auszugrstalten. ** Austrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtvieh' 743 Ääl^r 388 Schafe, 406 Schweine Preuhen. Streife W^rrkar. _ OO Lydach. 23. 6#br. Unsere Gemeind« vertagt im allen Amt-Haus kjcylge Schule, über einen geräumigen Saal der bisher wenig benutzt jetzt der Dolk-bildung dienstbar gemacht und *u diesem renoviert werden ioll Der 'Drld'lufo der Gememdevertreiung ist lehr erfreulich und darf als Beweis dafür angesehen werden datz den Bestrebungen zur Förderung der Bvlksbtlbung auch auf dem Lande immer grötzere- DerstandnI- enfg;gengebrad)t wird. X Salzböden, 23. Febr Unsere Gemeinde hat eine Biehwage ausgestellt und damit den Biehbesiyem Gelegenheit gegeben, ihr Bieh nach Gewicht zu verkaufen. 2 Dornholzhausen. 23. Fedr Einen Deutschen Abend veranstaltete dir Bruderschaft „chüttenberq" de» Jungdeut- scheu Ordens am Sonnlag in der hiesigen Turnhalle. Die Feier war von Ordensbrüdern an» nah und fern lehr stark besucht. In dem gottesdienstlichen Teil des Abends sprach Pfarrer Dr. Schmidt (-keiskirchen) über „Dteligiöfc Fragen ber Vergangenheit, Gegenwart unb Zukunft". Ein an,chli,„euder Semeindegefaug bildete den Ausklang dieses Teiles. U. a. hielt dann Grostmeister Meuter von hier eine Hcfgrünbige Ansprache im Sinne des jungdcutschen Gedankens, ferner hielt 'hauptichrisileiter des .Iungdeutschen", Ordensbruder Pastenari (Berlin) linen längeren Vortrag über den „Deutschen Dolksstaat der Zukunft". Dr- densschwester Maletzkl, Statthalterin der jung- deutschen Frauenbewegung, sprach über da» Thema „Iungdeutsche Frauenarbeit . Diese Hauptpunkte de» Abend» waren von einem reichen Kranze roei« terer gediegener Darbietungen umrahmt. Die Der- anftaliunfl war ein Höhepunkt der jungdeutschen sach? in unserer Gegend, der noch lange fruchtbar fortwlrken wird. T Diederkleen, 23. Febr. Auch die hiesige Schule kann nunmehr zu ihren Lehrmitteln einen Lichtbildapparat zählen Gs handelt sich um ein von der Firma Ernst Leitz-TScylar dieser Tage geliefertes S p i d i a s k 0 p. Di e Feier des 35jährigen Bestehens des Gesangvereins wurde benutzt, um den Lichtbildapvarat jum ersten Male vorzuführen. In einem Dortrag jeigle Iugendpfleoer G n g e l s - Wetzlar eine Deise aus dem Dampfer .EolumbuS" nach Amerika. Die Dersammlungslellnehmer hatten hierbei Gelegenheit, auch einmal daS Innere eine» solchen Schiffe- kennenzulernen. Dem Schuh» machermeister Konrad Haub wurde aus Anlatz seiner 25jährigen Mitgliedschaft alS aktiver Sänger ein Diplom überreicht. Mehrere Lieder trug der Derein unter Leitung seines bewährten Dirigenten, Lehrer Q u e n z e r, vor. — Am Sonntagnachmittag veranstaltete der Kriegerverein an Anlatz seines 30iährigen Bestehen- einen öffentlichen Lichtbildervortrag. in dem Dlajor a. D. Lindenau - Dietzen Bilder auS dem Aarpathenfeldzuge vvrführte. Der Dachmittagsveranstaltung folgte am Abend ein Bor- trag im geschlossenen Dahmen für die Mitglieder des Kriegervereins. i e de r k I e e n, 23. Febr. Einer schon lange bestehenden Gepflogenheit gemäß verkaufen bie Gemeinden 71 ieberHeen . Oberkleen unb Cbersgon» ihr N u tz h 0 I z auf einer gemein- schaf11ichen Versteigerung die in diesem ^^hre gestern auf dem hiesigen Rathauje flafftanb tf» wurden im allgemeinen folgenb« Vreise erzielt Etchenstämme 1. 91. 100 Mk, £ Äl. M Mk., 3. Äl. «" Mk 4 RI. 2.5 bi» SO Mk . 4- RI 20 Mk., 5. Ri. 18 Mk . 5- 16 Mk., 6 Äl. 15 Mk. je Festmeter: Eichennugscheitrr (1 Meter lang) 25 di» 30 Mk., je Raummeter: Sichenstanaen 1. Äl. 2450 bis X Mk. unb 2. RI. 1,30 bis 2 Mk. je Stück. Vuchenstämmc 3 Ri 27. bis 30 Mk. und S Äl. 3n bi» 40 Mk. je Felimeter Buchennutzlcheiter t Felgenholz) 15 bis 1a Mk je Raummeter: Rielemltaminr 2a fll. 15 bis 2" Mk. 2b-RI. 20 bi» 25 Mk., 3a-JH. 25 bis 30 Mk.. •3b'Rl 30 bis 35 Mk.. 4a-Ri V» bi» 40 Mk und 4b Ri. I" bis 45 Mk. je Festmeter Riefern Nutzholz (3 Meter langt 35 bi» 40 Mk |e 3 IRüummeicr; (kichrnftämmc la-Äl. 10 bi» 12 Mk.. Ib-Äl. 12 bis 15 Mk., 2* RL 15 bis 18 Mk. 2b-«l. 18 bis 22 Mk. Sa-fil. 2.3 bi» 27 Mk.. 3b Äl. 28 bi» 32 Mk.. 4a Ri. 3-3 bis 37 unb 4b*Ri. .38 bis 42 Mk. je Feftmeter, Funtenstangen 1 fl. bis 8 Mk und 2 ÄL I V» bis 2 Mk. le Stuck: Fichtennutztnüppel il^l Meter lang, 8 Mk. >e ‘Raummeter. <> Oberkleen 23. Februar. Die hiesige Dorsch-ust- und Rreditkasse bi?lt Meter Tage ihre diesjährige Generalversammlung ab Den Kassenbericht erstattete her Bor- sitzende Äarl Schütz I. Jhr Gelchästsumsang der Ralle hat auch im obgelaulenen Jahre bedeutend zugenommen. Bon regem Sparlinn zeugten die bedeutenden Ginlagen, die im abgelaufer.cn Geschäftsjahre gemacht wurden Dem Vorstand wurde Gntlastung erteilt An die Versammlung schlotz sich eine kleine Feier in der Gastmirtschast Schütz Der «usgebrochene Löffeirchlucker. 2߀lt 5 r a n M u r t a. M.. 23. Febr Dem 27jährigen Monteur Erwin Ernst ist es schon zweimal gelungen, au* gerichtlichem Gewahrsam »1 entweichen. In der Strasanstoll in Preurtges- 5eint, wo er eine längere Freiheidsftrase zu ber- bützen hat, hatte er in letzter Zeit wieder Löffel und Bügel und andere Gegenstände verschluckt, die feine lieber» sührung ins städtische KranketchauS zwecks Dor- nahme einer Aöntgenuntersuchung notwendig machten. Obwohl Emst von einem Beamten an der Schliehke11e geführt wurde und bereits in dem eigentlichen Aöntgenzimmer des Rrankenhauses war. vermochte et sich l 0 szu - reihen und zu entfliehen. Cr überstieg einige Gartenzäune und durchquerte die Parkanlagen der Besitzung Mumm. Trotzdem ihn der CMängniÄbcamte und Passanten verfolgten, gelang es ihm. in der Buhe der bürgerlichen Schietzständc feinen Verfolgern zu entkommen. Ernst ist trotz seiner Jugend ein au ter Bekannter der Polizei. Beben einer Freiheitsstrafe, die er nod> zu verbüßen hat, ist thm noch Aburteilung für eine Beihe non Gin- brächen gewärtig Turnen, Sport und Spiel. Gießener Schwimmverein - D. f. B. 05-Kurhessen, Marburg. Die Wettkämpfe am Dien-tag abend im städtische» DolkSbad ergaben eine derartig hohe lleberiegenhtit der Gietzener Schwimmer, datz saft kein einziges (Hennen von besonderer Span- nung war. Dies war um so bedauerlicher, als sich trotz des ficinen Rahmens, in dem die Ter an fl al hing von vornherein aufgezogen worden war, eine große Zuschauerrnengc emgefunden hatte Die Marburger konnten kein einziges Ren- nen zu einem Sieg für sich gestalten. Immerhin warteten sie in Anbetracht der Tatsache, datz sie erst feit einem halben Jahr den Schwimmsport betreiben und nur wenig Gelegenheit zum Wmieriramlng haben, mit einigen recht schönen Leistungen au? Starker Beifall ward den Gietzcner Springern zuteil. die gleich Gutes boien, am stürmlichsten war aslcrdings der Bcilall. den M e rt e n < mit feinem Sprung „Reue Dege zu Kraft unbSchön- heir" erntete Auch der von den ebener Da- men gefchwomme. Lampionreigen war eine totlUommcne Abn^chfelung. die die volle Anerkennung der Zuschauer fand. Den Schluß bildete wie gewöhnlich ein Dallerdallfpiel. Die Srgebnrsie lind tolgcnbc fBobnlünge 15,70 m. Starriprung. Dr.ou.ende' Herrenlagen staffel, V 6 Dahnen 1. @*1* wn 5 10,4 Mmu en. 2 Marburg aufgegeben ÄnabenfreiftiH4)tolinmfn. 6 Bahnen 1. Hartmann (®-ef.tn) 1:18,6 Min.. 2. Gg Herbert .Dietzen) 1 21.4; 3 Rafch «Marburg) 1.23,9 Minuten ©in fehr fchönes Rennen eilt guten Zeiten Iugendbru st schwimmen. 6 Bahnen 1. W Zimmer «Dichen) 1 23.4 Min.; 2. Tkols ^taft .Dietzen 1 25. 3. Holzige! «Gictzcni 1 34 5 Recht gute Zeit des Siegers, der auch den besten Stil schwamm Herrenfrei st rlschwimmcn. 6 Bahnen 1. Dr Sck «Dietzen) 1:11,6 011 In . 2 Ricbel «Marburg- 1 16.4. Der erwartete scharfe Ramps blieb aus Dr. ijd gewann überlegen, fo dost auch feine Zeit nicht ixionders gut wurde Herrenbrustschwimmen, 8 Bahnen 1. PaSeve (Dietzen) 2 01.4 Min.; 2. Seiler (Mar- bürg) 2:08,7. Dieses Rennen gewinnt, wie vor- auszufehen war. Pascoe überlegen ohne Anstrengung. Iu gen d s re i ft i Ist a 1 fe l, 3x6 Bahnen 1- Gietzcn 4:08,2; 2 Marburg 4 18,7 Minuten Herrenseitefchwimmen. 6 Bahnen: 1. Stahl «Diesten) 1:21,3. 2. Schewe (Marburg) 1:25,4 Minuten. Auch hier farm Marburg den erhofften Sieg nicht erringen. Damenbrustfchmimmen. 6 'Dahnen «Ginlage) 1 Schüler «Diesten) 1:38,2; 2 Rei'- fcher «Wiesbadener Sp. Kl. v 1911) 1:38.4; 3 Jäger «Dietzen) 1:39,5 Minuten. Das spannendste Rennen des Tages, in dem Frl Schüler Während des ganzen Rennens knapp führte. Sehr gut hielt sich grl. Jäger, die übrigens den besten Stil schwamm und auch bic 'Wendetechnik am besten beherrschte. Frl. Reuschcr hätte mit besserem Wenden gewinnen lönnen. Iugendlagenstasfel. 3x'6 Bahnen I. Dietzen 4 36,3. 2. Marburg 5 04,4 Minuten Knabenbru st schwimmen, 6 Bahnen, (Intern) 1. Schunk 1:42; 2. Herbert 1:51; 3. Datz 1:54,9 Minuten. Jugendfrei st il, 6 Lahnen: 1. Rau «Sieben) 1:11,4: 2. Weist (Dietzen) 1:19.4; 3. Bickel (Gietzcn) 1:19,8 Minuten. Die Zeit des Sieger# wäre wohl noch besser, wenn er nicht so überlegen gewonnen hatte. Interessant ist «in Vergleich mit den entsprechenden Zeiten der Herren und Knaben; Marburg kam nicht aus Platz. Herrenrücken, 6Bahmm 1 PaSeve «Siesten) 1:21; 2. Stütz (Gießen) und Ricbel (Mar- bürg) totes Rennen in 1 ;22,5 Minuten. Sin schöner Ramnf über die ganze Strecke. Freistilstafsel. 6x4 Bahnen: 1 Diesten 4:09,6; 2. Marburg 5:30 Minuten Wasserballspiel: Diesten:Marbura 9 2. Die Marburger Mannschaft war zum Schluß sehr abgelämpst. Man merkte ihr deutlich den Mangel eines regelmäßigen Trainings an. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemelubea. 3fr. ReltglonrqemelndL. SotteLX t. d.Synagoge «Südanlage). Samslag, den 26. Fcbr. 1927.Doradta' 5 45. morgen-: 9.00 AbendS: 6.05 unb 6.45. Gottesdienst der ifr. 2 eligionSgefellschast. Sabbatfcier, den 26. Febr. 1927. Freitag abend 5 30. Samstag Dormittag 8.30. nachm. 3L0, Sabbatauü- gangS.45,Wochengottesdienst: morgen-7.V0, abends Jbior HunckLeruvk >8230 Elegante Maskenkostüme im Preise 0 8-15 .X »u verleiben. Genfenhaner, Wtlbelm'traße s »t PKLVI1KHK: hamtlng. den 26. t e’>r.. 7* . Ihr: Anffordernnc »um Tani. Billett in einem Akt Musik von C. M. v. Weber Popreefee. Ballett in 2 Snenen. Musik ▼. I. Baver (Elegante Masken- kofiüme zu verleihen. Löderjtr. 11 p. Ab 26- febrnar bla 6. Ware, abend« Uhr; Schumann-Theater Dai grille Ereignis der Saison 1926/271 Anna Pawlowa unter Mitwirkung von 40 TAozer und Tänzerinnen Voranzeige! 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Reisig, rm: 796 Buche (teile Stammreisig), 554 Eiche (teils Stammreisig), 20 Birke, Esche, Aspe, 10 Kiefer, 669 Fichte (in Schichten). Stöcke, rm: 86 Buche, 34 Eiche, 136 Kiefer, 5 Lärche, 297 Fichte. Die zur Versteigerung kommenden Holz- nummern sind rot unterstrichen. Am ersten Tage kommt das Nutzholz, das Buchen- und Hainbuchenscheit- und Knüppelholz, das sämtliche Knüppelreisig und Reisig, am zweiten Tage das übrige Scheit- und Knüppelholz, sowie sämtliches Stockholz zur Versteigerung. Nähere Auskunft durch die Herren Förster Müller zu Mücke und Edelmann zu Merlau (Post Mücke), sowie die unterzeichnete Stelle. 1816D Grünberg, 22. Februar 1927. Hess. Forstamt Nieder-Ohmen. Arbeitsvergebung. Für die Feldbereinigung Lindenstrnth soll auf unserem Bureau, Frankfurter Straße 29, die Errichümg zweier Eisenbctonbrücken über die Wieseck von 4,90 m und 4,60 m Spannweite vergeben werden. Angebotsvordrucke sind auf unserem Bureau zum Preise von 1,50 Mk. zu er- halten, woselbst auch die Verdingungsunterlagen offen liegen. Angebote sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Eröffnungs- Stellenangebote ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Rübrenbe Firma sucht zwecks Zuweisung von Jn- icressenien für kl. SveAlalmafchine ge- iUQUbte und liiüiligr fierten die mit allen Geschäftskreisen Fühlung baden, gegen angem. Prov.-Verg. Suche ein In allen Haus- arbeuen erfahrenes WM Mit Zeugnissen au melden. Bit etir. in d. Geschäftsstelle de» Elles;. An, 18461) Ordentliches MWo gesucht Schäfer, 15201) L>ch r L tr. 9. Zimmer-. Alleis- iBfiö$en. fiöüün für b er und Bad- Nauheim gesucht. Rrau Herr, Sonnenitr. 6. l*136* [Stellengesuche 3nn?er ton erttklrff. Verkaufs- latent, mit Führer- fdiem 111b. sucht Stellung al« Reisender-tato. Lchrifft Angeb unt. 01370 a. d. Gten.AuA. Suche für meine 17jäbttne Tochter Stellung in kl. 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Er. 81. 1813c | anfertlgung w^»****'^ Innerhalb 24 Stunden Fränkel »Ä lst tage Ss run! in I nd rad min M nina So rotg gie Öd6. tM gesch ler weg eig« fein ist Si/ t M sein wcf< floiy dem Der nah juni von dem Kup F jene für ddr i galt Haber den i werd« Deckt gesttr W zur' gab romr 21 b I ausz werd diese Sion nw aber beiüfi wie fi der 2 fltfrag wachset 3t hngest aus € Die d mögen 6212 daß e sind t sahst ei geschä 534 C brauch schätzt diese steuer 128 : diese Höher Aeichs für bi, grnde i ousglei besienfo von 8Zi Regien 900 21 ^eichSv honen die 2 schliche Mn e Sefeier montac d-, l,( Oer QU von D Me Zellen ^weitet S 7'lg Q; » von ’Jbtnbe Ht. 46 Zweites Blatt - - Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 24. Zedruar 1927 Der Reichshaushalt 1927. Don Prof. Dr. Bredt, M. d.R. Die diesjährigen Etatsberatungen im Reichstage standen in einem ganz besonderen Zeichen. Es ergab sich der seltene Fall, das, eine Regie- rung in dem Augenblick die Geschäfte übernahm in dem der Trat von der z u r ü ck ge t re t e • nenRegierung s e r t i g g e ft e l l t war. Gerade die Panei, in deren Händen da- Finanz Ministerium gelegen hatte, war nunmehr au- der Regierung auSgesch.eden und die Parier, welche bi- ba in staNer Opposition gestanden hatte, war nunmehr di« stärkste in der neuen Koalition. So ergab sich daS merkwürdige Dilb. bah der vorgelegte Etat keineswegs vonallenRe- gierungSparteien vertreten wurde, bah er aber b!S zu einem gewissen Grade ver- lerdigt wurde von den Parteisreunden des auS- geschiedenen FinanzministerS Reinhold. Die Rede des neuen FinanzministerS Köhler war auch in diesem Sinne gehalten. Keineswegs legte der Minister den Stak vor al- sein eigene- Werk, sondern er hob in erster Linie sein« Bedenken gegen den Etat hervor. Es ist wohl noch niemals vorgekommen, daß ein Finanzminister m dieser Weise selbst den vor- gelegten Etat kritisiert und beurteilt hat. wie eS hier geschehen ist. Mit vollem Rechte aber hat der Minister im Reichstage eilten guten Widerhall gefunden, denn seine Bedenken waren leider nur aU-u richtig Es ist sogar die groß« Frage, ob sein« Beurteilung nicht noch zu günstig gewesen ist. Das Jahr 1926 hat finanziell unter einem ganz besonder- günstigen Stern gestanden, denn es standen austergewöbnliche Reserven zur Dersügung. Der Finanzminlster Reinhold übernahm von seinem Amt-vorgänger v. Schlieben zunächst einen ausgespeichcrlen Ueberfchuß von rund einer halben Milliarde Mark. Auster» dem war au- der Ausprägung von Silber- und Kupfermünzen noch der letzte mögliche Gewinn Aur Dersügung (Schlagschay). endlich kamen lene Rachzahlungen der Vermögenssteuer für 1925 und 1926, mit denen man im Dolke gar nicht gerechnet hatte und die manchen Haushalt In dieser Zeit in schwierige Lage gebracht haben. Mit diesen Mitteln konnte man 1926 den grosten finanziellen Anforderungen gerecht werden. Für das Jahr 1927 muhten andere Deckung-mittel gesucht werden und nur der ous- aesproä.en groste Optimi-mus deS Finanzminister- Reinhold hat hier wohl eine Möglichkeit zur Dalanzierung gesehen. Der jetzt vorgelegte Etat bringt Mchraus- ?I a b e n so gut tote in jedem einzelnen Etat. Dazu ommen die La st en aus dem Dawes- Abkommen. die jetzt in voller Stärke sich auszuwirken beginnen. In den nächsten Jahren werden wir mit immer höheren Lasten aus diesem Abkommen zu rechnen haben, so dast schon aus diesem Grunde mit einem weiteren Anwachsen des Etat- zu rechnen ist. Außerdem aber trägt ossenkundig der eigentliche innere deutsche Etat die Tendenz zum Anwachsen in sich, wie sich aus dem ganzen Aufbau uns insbesondere der Begründung ergibt. Es muh daher frühzeitig gefragt werden, ob wir ebenso mit einem Anwachsen der Einnahmen rechnen können. 3m Etat für 1927 ist die Balance kurzerhand hergestcllt worden dadurch, dost die Einnahmen au« Steuern höher geschäht worden sind. Die direkten Steuern — Einkommensteuer. Vermögenssteuer und ähnliche — sind kurzerhand um 627 Millionen Mark höher geschätzt worden, ohne dah ein Grund dafür ersichtlich ist. Umgekehrt find einige Steuerarten, insbesondere die Umsatzsteuer. im ganzen um 93 Millionen niedriger geschäht worden, so dast also ein Mehr von 534 Millionen herauslommt. Zölle und Verbrauchssteuern sind um 533 Millionen höher geschäht worden und eS ist kein Zweifel, dast auch diese Schätzung keine bestimmten Unterlagen hat. Bemerkenswert ist die Höherschähung der Bier- steuer um 100 Millionen. Run hat der R e i ch s r a t noch weitere 128 Millionen Ausgaben mehr eingesetzt und diese Mehrausgabe wiederum gedeckt durch Höherschähung der Steuern. Hier hat sogar die Reichsrcgierung Einspruch erhoben. Bezeichnend für die ganze Art der Schätzung ist dabei folgende Einzelheit. In einer Vorlage zum Finanzausgleich sagt die Regierung, dast für 1927 bestenfalls mit einem Ertrage der Umsatzsteuer von 836 Millionen gerechnet werden könne. Die Regierung selbst hat aber die Umsatzsteuer mit 900 Millionen in den Etat eingesetzt und der ReichSrat hat d.ese Echäyung noch aus 930 Millionen erhöht. Man kann daraus ungefähr auf die Bedeutung der übrigen Höherschätzungen schließen I Run kommt noch etwas weiteres hinzu. 3m ?- /■ 1^2° waren 40? Millionen notwendig für Erwerbslosensürsorg« und für 1927 wird mit noch höheren Beträgen gerechnet. Ss find ober nur 50 M.llionen in den Etat eingesetzt. DaS übrige hosft man zu decken auS der neuen Arbeitslosenversicherung, für deren Ausstattung 200 Millionen eingesetzt sind, die Summe dient aber auch noch anderen Zwecken. Sa nun aber die Arbeitslosenversicherung besten- fall- 1927 in Gang gebracht werden kann und ! bestimmt noch nicht über eigene Reserven verfügt, kann sie höchsten- dadurch di« Beiträge auf- bringen, dast sie «ine Aeichoanleihe dafür -ur Verfügung bekommt. Ob nun aber die Bei- träge auS dem Etat gedeckt werden oder auS einer Anleihe, bedeutet Im Endersolge keinen Unterschied. ES fehlen für die Crwerbslo'en- sürsorge auf alle Fälle mehrere hundert Millionen Mark. Alles da- sind trübe Aussichten und der Finanzminifter hat aus seiner Besorgnis keinen Hehl gemacht. Irgendein AuSweg ist auch noch nicht ersichtlich, wenn es nicht gelingt, durch ganz gewaltige Abstriche den Etat in die Balance zu bringen. Doch weitere neue Steuern sind für da- deutsche Doll untragbar. Genau so untragbar ist es aber, wenn etwa durch noch schärfere Veranlagung im Rahmen der bisherigen .Steuern auS dem Volke herausgczogen werden soll. Ucberhaupt sind nur ganz bestimmte Steuerorlen heute beweglich, und zwar für die Finanz» bcbütlniffc der Länder und Gemeinden, nämlich die Gewerbesteuer und die Grundsteuer. Dast dieser aber einer Steigerung nicht mehr fähig sind, ist allmählich zur Genüge bekannt. Alles das ist im Reichstage offen aus» gcsprochcn worden. Ramentlich die nunmehrigen Regierungsparteien haben keinen Versuch ge» macht, hier die Lage zu verschleiern. Die Sozialdemokratie hat den Hebel in erster Linie angesetzt beim Wehretat. aber hier weniger au- finanziellen, als aus allgemein > politischen Gründen. 3m übrigen ist der Wehretat auch garnidjt so groß, dast man bei ihm die erforderlichen Streichungen in genügender Höhe vornehmen könnte. Wie nun die Dinge sich gestalten werden, ist einstweilen noch kaum zu übersehen. ES steht nur fest, dast Deutschland sich kaum jemals in einer so schwierigen Lage befunden hat. Und das schlimmste ist das Verhältnis zum A u s l a n d e, das immer noch glaubt, aus Deutschland die Summen des Dawes-Abkommens ohne Schwierigkeiten herausholen zu können. Es wird daher nicht möglich sein, hier noch viele Partei-Rücksichten walten zu lassen, es must vielmehr versucht werden, durch Zusammenwirken der Parteien, die in der vorigen und der nunmehrigen Regierung vertreten sind, eine Lösung aus der mehr als schwierigen Lage zu finden. Italienische Politik. Von unserem römischen Korrespondenten Gustav W. E b e r l e i n. Rom, Ende Februar. ES ist immer mißlich, wenn der Satte den Halbsatten auffordert. nun aber endlich einmal Messer und Gabel wegzulegen, um der allgemeinen Gesundheit willen. Wenn der Sieger den Besiegten beschwört, doch ja nicht mehr zu rüsten, um des allgemeinen Frieden- willen. Um so mißlicher. wenn der augenblicklich Stärker« zum augenblicklich Schwächeren spricht. ES kommt dann gewöhnlich zu einem faulen Kompromiß, zu einer notgedrungenen Einwilligung mit knurrendem Magen. Wer satt ist, nichts mehr zu gewinnen hat. meint eS sicherlich ernst mit seinem Friedenswillen' wer aber verloren hat. trachtet nach seinem früheren Besitz. DaS ist menschliches Recht. England, dem der Weltkrieg mehr in den Schoß geworfen hat, alS die kühnsten Imperialisten es jemals träumten, darf daher als ehrlich pazifistisch betrachtet werden. Auch Frankreich, denn der gegenwärtige Stand der Landkarte sichert ihm mehr, als eS in einem neuen Krieg erwerben könnte. Wenn aber zum Beispiel Deutschland versichern würde, es gebe sich ein für allemal mit feinen Amputierungen zufrieden. so wäre das nichts anderes als eine fromme Heuchelei. Jedenfalls würde lein europäisches Kabinett daran glauben. Riemals wird das deutsche Volk auf Straßburg und Danzig, aus da- Saargebiet und Westpreuhen. auf die Vereinigung mit seinen österreichischen Brüdern verzichten. Das ist ein Axiom, mit dem der Politiker rechnet wie der Astronom mit dem Gravitationsgeseh. Sin Grundsatz ohne Diskussion für die Diplomaten. Uebrigens steht er Locarno und Gens nicht unüberwindlich im Wege, werden doch Karlenveränderungen nicht ausschliestlich mit Blut eingezeichnet. Wußten die Höse früher mit Heiraten zu manövrieren, so di« heutigen Kabinette mit Kompensationen 31 a (i« n rechnet sich selber zu den $ a l b • satten zu den Friedfertigen und Kriegsbereiten. E- glaubt weder an Locarno noch an Gent, obwohl es bei solchen festlichen Gelegenheiten immer dabei ist und regelmäßig seinen Mitglieds- beitrag zahlt. Aber alles hat seine Grenzen. Loolidge hat zu viel verlangt Gerade weil daS gemeinsame Aufhören mit der Mahlzeit lediglich einer Partei, und zwar der des vollen MagenS. zustatten käme, uuf der Apenninenhalbinsel dagegen. die schon in Versailles lediglich die Brosamen zugcworsen erhielt, ein Gefühl der Leere zurücklassen wüde. darf Mussolini auf einen solchen Vorschlag nicht eingehen. Er will sein Volk satt machen, so satt wie die andern. ES ist sonderbar, dast man darüber trotz feiner doch wirklich nicht unklaren Worte in manchen Hauptstädten noch im Zweifel zu sein scheint. Rief er nicht vorige Woche aus, Italien müsse entweder sich au-breiten oder explodieren? Und nun antwortet man daraus so unlogisch wie möglich: A b r Ü st e n? Müßiges Wilsonspiel. Zum erstenmal seit feinem nun schon mehrjährigen stillschweigenden D ü n d n i s m i t England. ein Pakt, der zwar niemals in Gens registriert wurde, auch sonst im Buchhandel nicht ju haben ist, aber an Stelle der abstrakten Paragraphen so vieler Verträge einen konkreten 3 nhall setzte, befindet sich Rom mit feiner Ablehnung nicht in Einklang mit London Das ift jedoch lediglich eine sozusagen technische, durch die unvergleichliche Ueberlcgcmheit der britischen Flotte ohnehin auSscheidende Meinungsverschiedenheit. die Chamberlain weniger krumm nehmen wird als die deutsche Reutralitätserklärung in den Chinawirren. Dort, wo es auf eine maritime Prestigeunterstützung ankam. hat Italien sofort die Trikolore neben dem Union Jack gehißt und es wird nötigenfalls auch seine blauen Jungen marschieren lassen. England kann sich in allen Dingen auf seinen Mittelmeerfreund verlassen, solange sie den Flug der römischen Adler nicht hemmen. 3m fernen wie im nahen Orient, in Albanien wie in Abessinien versteht sich Italien ausgezeichnet mit seinem stillen Teilhaber, weit besser als seinerzeit mit seinen öffentlichen Drci- bundSpartnern — denn die Downingstreet verlangt wenig und hat immer etwas zu bieten. Aber auch wenn sie heute nichts zu geben hätte, muß ihr der Palazzo Chigi in Treue verbunden bleiben, denn er rechnet mit morgen. Mit dem Tage, wo das englische Wohlwollen im Mittel- meer für Italien dasselbe bedeuten tpirb. wie vor zehn Jahren das amerikanische für Frankreich. Wer den italienischen Kurs verstehen will, der scheinbar oft im Zickzack verläuft und auch tatsächliche taktische Täuschungsmanöver durch- zusühren weiß, muh dem britischen Kielwasser folgen. Die Augen starr auf den Rhein geheftet, tappt die sonst so bewegliche französische Politik wie im Dunklen. Unausgesetzt in Atem gehalten durch den falschen Alarm der deutschen Pazifisten und Sozialisten, die auS Verdienst- und Parteirücksichten die kleine Reichswehr zu einem Popanz aufblasen, sieht sie nicht, was im Mittelmeer vorgeht. Jeden Tag fällt zwar die Doulevardpresse über daS angeblich schon mobilisierende Italien her, wagt aber kein Wort gegen England! AIS ob eS nicht bereits ein offenes Geheimnis wäre, daß England den Felsen von Gibraltar zu schmal gefunden hat. Es will sämtliche Säulen des Herkules, beide Torflügel. Es will, nüchtern gesagt, ein Malta in Marokko. Und das wird eine der kleinen Gelegenheiten für Italien werden, sich zu revanchieren. Wie Katzen schleichen heute noch die Mittelmeermächte um den heißen Brei des Tangerstatuts herum, nur Italien hat der still- chweigenden Unterstützung seines großen Bruder- gewiß, deutlich sein« Ansprüche angemeldet. Für einen Politiker ist es reizvoll, aber bvch auch peinlich, zu sehen, wie sich Frankreich bemüht, die lateinische Schwester von einer interessanten Lebensromanentwicklung abzulenken, indem sie ihr fortgesetzt die .deutsche Gefahr an die Wand malt. Dieser Tage hat daS .Pariser Observatorium" der römischen Tribuna dies« Bemutterung unwillig abgeschüttelt und ist seinerseits so deutlich geworden, daß sogar — Wien eine Ueberraschung erlebte. Höre man doch endlich auf. uns mit dem „21 n- fchluß" ängstigen zu wollen! Was will denn Frankreich eigentlich damit? Doch nichts anderes, als unsere Politik mit dieser Drohung auf immer an d i e seinige binden, damit es ruhig schlafen könne! Frankreich möge doch endlich ein- mai aufhören zu glauben. Italien werde ihm stet- wie ein Hündchen an der Seine zu folgen und sich nöt gensallS auch aus lauter Lieb« aufess «n lassen. Italien tue alles, um Frankreich e nzukreisen? SS habe am 7. Oluguft mit Spanien, am 17. September mit Rumänien, am 17. Rorcrnl'cr mit 2lban.cn und am 29. Dezember mit Deutschland abgeschlossen? Und daher wende sich jetzt die Heine Entente dem Balkan zu? 3a. fragt der Pariser Beobachter der Tnbuna dagegen zunick. wohin solle sie denn schauen? Habe vtclleicht umgekehrt Frankreich anS Einkreisen gedacht? Der Anschluß Oesterreich- hat also für 3talicn alle seine Schrecken verloren. . beste 'chme S um einen Ueberblid über die Verbreitung Stärke unserer Wildstände zu bekommen, hatte sich gezeigt, daß unsere Kenntnisse diesem (Jebiet teils lüden-, teils fehlerhaft (rnjtaHi uerei bau zi t/rab wirt Provti Obsiba bäume men. k einem vsrovst neueste strauH geübt. 1 hin« wvrö pff' Jt'rit iiirnf reit ei ger«D 6an< reguni dies« Jähr' ichlvsi 23. W und gar Mle le gemeint jede Fa 8etke Mer Sofie 3c toe Dochen Ak* ffic r" iur v KsolS Jesun Hcönc nerfta dem 1 lmger werbt Leid len mQl ! er n0 Mt fltiff, >/° Id): «inen Mi - 8 Qn (fin , ßtibt j) .>ot Mit! ;nb bebe, J»unB fa Mit st •Srin „ sie q Net i uE ihm. Äotfta^ Win. ■-Ith _ 8e »Mi i -N l'^'isch, Was an Sie c Et la Verein der Kreunde des humanistischen Gymnasiums. Prof. Dr. Morgenstern: „Braucht unsere heutige Fugend noch Griechisch und Lateinisch?" Die Beschäftigung mit dem klassischen Alter- lum bedeutet die Versenkung in eine Welt, die längst nicht mehr die unserige sein kann. Rur wenn diese Versenkung in den Geist entschwundener Zeiten und zu einem besseren Verständnis der Gegenwart führen kann, werden die Beschäftigung mit jenen und ein auf ihr sich begründende humanistische Schul- und Bildungsform ihre Bedeutung für unsere Zeit erweisen können. Der angesehene Berliner Schulmann Prof. Dr. Otto Morgen st ern beantwortete die Frage: ^Braucht unsere heutige Jugend noch Griechisch und Lateinisch?" in seinem Vortrag vom 20. Januar mit überzeugenden Darlegungen: Die Beschäftigung mit dem klassischen Altertum ist und bleibt auch in unteren Tagen eine unerläßliche Forderung für denjenigen, der die Grundlagen der deutschen Kultur verstehen lernen, sein Urteil in ästhetischen Fragen läutern und an den Vorbildern aller staatsbürgerlichen Tugenden fein Empfinden erziehen und stählen will. Richt immer werden allerdings solche Ziele das Studium der alten Sprachen voraussehen. Dem Nachweis der geistigen Güter, die uns dieser zu bringen vermag, war der Hauptteil des Abends gewidmet. Die Schulung unseres Denkens. das die Erlernung einer fremden Sprache wertvoll macht, wird namentlich durch die Beschäftigung mit einer so klar aufgebauten, in ihrer Formenlehre und ihrer Syntax von der unserigen so weit unterschiedenen Sprache gewährleistet wie die lateinische oder die griechische es ist. Der Sinn für Geschichte und Quellenstudium wird nicht besser entwickelt werden können, als durch die Lektüre der griechischen und römischen Historiker. Dem Studium der EnUvicklung des Christentums und der Geschichte des deutschen Mittelalters kann man ohnö Kenntnis der alten Sprachen nicht nähertreten. Die Sprachen des klassischen Altertums sind überdies nicht tot, sondern leben fort in den romanischen Tochtersprachen, in dem groben Vorrat der deutschen Sprache an Lehn- und Fremdwörtern, in sehr vielen unserer üblichen Vornamen, in der wissenschaftlichen, zumal der naturwisfenschaftlichen Terminologie und in der Sprache des katholischen Gottesdienstes. K. ren. Da6 Ergebnis der Umfrage wurde den Hörern auf Karten hlr die einzelnen Wildarten im Lichtbild vorgeführt. Solche Karten existieren heute für Rot-. Dam». Schwarz-, Auer-. Birk- und Haselwild, Fafan und Trappe. Sie wurden der Oefsentlichkeit durch ein Merkblatt der Gesellschaft zugänglich gemacht. Dagegen lieft die Verschiedenheit der Rehwildbestände in nahe beieinander liegenden ©ebic en eine Zusammenziehung der Angaben in einer Karte als untunlich erscheinen. Interessant ist, daft das Rotwild zwar gegen früher allenthalben stark zurüdgegan- gen ist, daß aber feit der Rachkriegszeit eine Zunahme sestzustellen ist. Die Gesellschaft arbeitet z. Zt. mit Erfolg an Mitteln zur Verhütung von Rotwildschaden, um so unser edelstes, aber kulturfeindliches Wild zu erhalten. Vermehrt haben sich auch die Sauen, vor allem im deutschen Westen durch Zuzug aus dem sauenreichen Frankreich in der Kriegszeit. D e .fkiteseilig stark auftretende Schweinepest scheint sich totgelaufen zu haben. Bei Auerwild dagegen ist ein Rüd- gang trotz ausschließlichen Hahnenabschusses unverkennbar, während das Birkwild sich als äu- fterst unstet erweist, bald aus einzelnen Revieren verschwindet, um in anderen neu oder wieder aufzutauchen. Eine Zunahme zeigt dagegen der Fasan, seitdem ihm wieder mehr Pflege zuteil wird. Gleichbleibend ist trotz aller Schonung der Bestand an Haselwild, das nur im Westen und äufterften . Osten auftritt. Von Raubwild, das die Rutzwildbestände beeinflußen kann, kommt vor allem der Fuchs in. Frage. Der Redner ist kein Freund seiner rücksichtslosen Bekämpfung, wenn er auch glaubt, daft seine Bedeutung als Mäusejäger und Verbesserer der Art bei Rutz- wild durch Wegfongen schwacher und kranker Stüde überschätzt wird. Er kann sogar bei manchen Krankheiten durch Verschleppung verseuchten Fallwildes zum Seuchenverbreiter werden, — Unterstützt wurden die Ausführungen noch durch Vorführung von Schallplatten, die das Röhren des Brunfthirsches und das Geheul des WolfeS Wiedergaben. Der zweite Teil des Vortrages galt der W i 1 d h e g e. Ihre Kenntnis und Durchführung kennzeichnet den Weidmann. Sie seht voraus, daft er alle Hauptgebiete der Iagdkunde in ihren Grundzügen kennt und daft er sich bet der Iagdausübung von den Geboten der Sittlichkeit leiten läftt, um dem Wild alle Qualen zu ersparen. Alte ungeschriebene Gesetze der Weid- gerechtigkeit mahnen ihn: Sprich das Wild vor Abgabe des Schusses sorgfältig an! — Schieße nicht auf übermäßige Entfernungen! — Halte gründlich Rachsuche, auch wenn der materielle Wert des Wildes gering ist! — Zur Rachsuche gehört der gute Hund Wer Ihn nicht führen kann, verdient ihn nicht. Wer ohne Hund jagt, verdient nicht den Ehrennamen des Weidmannes. Vielfach kann beobachtet werden, daß Revierinhaber vom besten Willen zur Pflege ihrer Wildstände beseelt sind, sich aber in der Wahl der Mittel völlig vergreisen. Die Gesellschaft für Iagdkunde vertritt den Standpunkt, daß bei richtiger Behandlung die Wirtschaftlichkeit eines Reviere- bet aller Rüdsicht auf die Bodenkultur wesentlich gesteigert werden kann, und sie betrachtet es in der heutigen Zeit geradezu als eine Rotwendigkeit. Der Dilettantismus auf diesem Gebiet ist z.T. so ungeheuerlich, daft er mehr schadet als alles Wildererium. Durch Festlegung der wichtigsten Grundlagen in Gestalt von Merkblättern ist sie bestrebt, jedem Jäger die nötigen Hilfsmittel an die Hand zu geben. Sie enthalten die Behandlung der Abschuftfragen (Reh-, Hasen-, Rebhuhn-Abschüßmerkblatt), der Wildfütterpng, der Geweihbildung, der Wildverwertung u. a. m. An ihrer Abfassung ist zum Teil auch Geh. Rat Prof. Dr. Olt- Gießen beteiligt; einzelne Punkte daraus würden gestreift. So empfiehlt der Redner wärmstens das Aussehen von Fasanen als wirtschaftlich lohnend. Allerdings sind nur Tiere aus wilden oder halbwilden Fasanerien geeignet. Er warnt dagegen vor dem Aussehen von Hasen. Es besteht die Gefahr der Seucheneinschleppung. Sind die Hasen aber gesund, so sind bei uns selbst vielerorts so viel Seuchen aufgetreten, daß die im Gegensatz zu den seuchenfest gewordenen einheimischen Hasen eingeführten Fremdlinge der Ansteckung ausgesetzt sind. Man soll lieber die einheimischen Bestände pfleglich behandeln, um ebenfalls Erfolg zu erzielen. Alle Wildarten der Riederjagd leiden vor allem am Mangel an Deckung. Heute verschwindet jede Hecke; jeoeS Stückchen Unland soll genutzt werden. Wenti jahrhundertelang in der Landwirtschaft tätig gewesen waren. Roch eine andere schwere Sorge drückt den katholischen Teil der Donaudeutschen, die Befürchtung einer Entfremdung der ihnen Lebenselement bedeutenden Religion durch die vom Papst bestätigte Einführung der altslawischen Kiiichensprache. Zutritt der Deutschen zu den katholischen Priesterseminaren itfl ihre spezielle Forderung. Mit Den deutsch-evannelifchen Vevölkerungskreisen stimmen sie überein in dem Verlangen nach nationaler Selbstbestimmung und kultureller Selbstverwaltung — nach einein wohlwollenden Gewährenlassen seitens der Regierung und einer angemeßenen Bei st euer wie in Estland. Seit etwa 6 Wochen ist jedoch ein erfreulicher Umschwung zum Bestem eingetreten. Bei den vor 3 Wochen ftatfgeftabten Wahlen der Sölbstverwaltungslörper forderte die serbische Partei die Deutschen zu einem Wahlkompromift auf, der von den Deutschen als taktisches Hilfsmittel gewertet und angenommen wurde. Doch scheint auch eine sachliche Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen. Jedenfalls wurde der Kulturbund "it in der sind. Größere Ansiedlungen von Deutschen finden sich im Banat und in Slawonien. In Bosnien haben sich sogar regelrechte Deutschinseln ge- bilöet, wo die Deutschen in geschlossenen Siede- fungtfh zusammen wohnen; in der Woywodschaft — zwischen Theiß und Donau — machen sie gar ein Drittel der ganzen Bevölkerung aus. Die Gesamtzahl der in Jugoslawien lebenden Deutschen ist allerdings leider nicht einwandfrei sest- zustellen, da einerseits die jugoslawischen Bolts- zählungen überhaupt als ungenau abge.'tfjnt werden müssen und andererseits infolge Einseitigkeit der ZählungSmethode, sowie durch Fahrlässigkeit oder ünorientiertfteit der Bevölkerung selbst Viele der in den früher zu Ungarn gehörigen Gebietsteilen wohnenden Deutschen als Ungarn registriert sind. Doch wird man nicht zu hoch greifen, wenn man ihre Zahl auf etwa 700 000 anseht. Die ersten Einwanderungen von Deutschen gehen ins 12. und 13. Jahrhundert zurück, doch scheinen die jetzigen Siedelungen aus den Zeiten Prinz Eugens, der Maria Theresia und Josephs H. zu stammen. Zwischen den Jahren 1717 bis 1820 sind ungefähr 12 000 Familien eingewandert und haben unter unsäglichen Mühen das Sumpfland kultiviert. Fieber, Entbehrungen und andere Krankheiten forderten zahlreiche Opfer, so daß der Volksmund ganze „Schwabenfriedhöfe" nennt. Die allgemeine Bezeichnung für die Deutschen war „Schwaben", obwohl die meisten aus Hessen, Elsaß und Thüringen stammen. Jedes Dorf hat noch heute feine eigene Sprechweise, die an die ursprüngliche Heimat erinnert. Die dortigen Deutschen wehren sich gegen die Benennung .fremdsprachliche Fremde" und fordern Anerkennung als bodenständige Bevölkerung. Ihre Beschäftigung beschränkt ''ich vorwiegend auf Landwirtschaft und Mühlenindustrie, und nur Hessische Vereinigung für Volkskunde. Metropolitan Lic. Dr.’Soctfe: Ler Humor des Volkes. Auf Einladung der Hessischen Vereinigung für Volkskunde sprach in der Universität Metropolitan Lic. Dr. Werner Boette aus Marburg über den Hstmor des Volkes. Der Vortragende hat das Thema bereits früher in literarischem Zusammen- bang behandelt, in der solkloristischen Studienreihe „Aus einer vergessenen Ecke". Unter Verzicht auf historische ober etymologische Entwicklung des Begriffs Humor gab der Redner im ersten Teil seiner Ausführungen eine Charakteristik vorn Ideallypus des echten Humoristen, und zwar des Humoristen im Ichlichten Volke; nur um den Humor des gemeinen Mannes, vorzüglich der Landbevölkerung, handelt es sich in diesem Zusammenhang. Es würden die Beziehungen des Humors zur Moral und Religion dargeleat, und hieraus die Betrachtungsweise urtb Weltansicht des Humoristen abgeleitet. Auch^ die mannigfachen Spielarten des humoristischen Temperaments wurden gestreift. Anschließend hieran beschäftigte sich der Redner mit der Beantwortung der Frage, welche Zustände und Begebenheiteit der Humorist wahrnehme und verarbeite. Unter Hin- beiten sich daher keine Bauern im Baltikum an. denn der Landmann wanderte noch nicht über See aus. Preußen wurde in einem Heldenkarnpf sondergleichen von 1233 bis 1300 von dem deutschen Orden unterworfen. Auch Westprrußen, das damals zu Ostpommem gehörte, wurde erobert. 1310 kam Danzig in die Hand der Ritter. Das Land wurde in kurzer Zeit germanisiert. In Mecklenburg. Sommern und Schlesien haben die slawischen Fürsten sich sehr schnell eingedeutscht und ihr Land dem Deuischtum erschlossen. 'Die Slawen werden nicht vernichtet, aber in die unfruchtbaren Landstriche zurückgedrängt. Auch hier entstehen zahlreiche Rittersitze, Dörfer und Städte, so in Mecklenburg 50. in Pommern 72, in Schlesien 63. Auch in Böhmen haben sich an den Rändern zahlreiche Deutsche im Waldgebiete ange- siedelt. doch finden sich auch im Innern deutsche Sprachinseln. In Polen hat das starke Rational- gesühl verhindert, daß die Deutschen zzir herrschenden Macht wurden. Doch sind zahlreiche deutsche Dörfer, deren Einwohner leider später polnisch geworden sind, und fünfundzwanzig deutsche Städte entstanden. Ebenso ist es in Ungarn nur zur Entstehung von Stadt- und Bauerngemeink^n gekommen, so in Siebenbürgen und der Zips. Die deutschen Siedelungen im Banat sind erst 1783 entstanden. Von Erfolg ist die Kolonisation nur da gewesen, wo Geistliche, Ritter'. Bürger und Dauern zusammensied eiten. Dr. W. Gesellschaft für Grd-und Völkerkunde Gießen. Pros. Dr. Braun: Reisen und Studien in Lappland. In der Reuen Aula der Universität sprach Pro^ Dr. Braun, Greifswald, der Direktor des Geographischen und des Instituts für Finnland- kunde der dortigen Hnioerfität, über seine Reisen und Studien in Lappland. Lapv- land ist ein weiter Raum in Rordskandinavien und Finnland, der vpn Lappen bewohnt ist und der Renntierzucht dient; er tff ein Rückzugsgebiet des Volkes und darum wie alle_ derartigen Räume auf der Erde schwer zugängrg. Das sehr kontinentale Klima, die Mückenplage der heißen Sommer, die Sümpse, im Winter Kälte und Schnee hindern den Zutritt und das Eindringen der Kultur. So reist man denn auch noch im Sommer meistens mit Boot aus den Flüssen, mit Pferde- oder mit Trägerkarawanen, im Winter mit Renntierschlitten, doch ist diese Zeit natürlich für wissenschaftliche ilrtteriudjun- gen nicht verwendbar. Große landschaftliche Schönheiten im landläufigen Sinn sind in Lappland im allgemeinen nicht vorhanden, det Reiz des Landes besteht in seiner Einsamkeit, in der Klarheit seiner Lüft und seinen bunten Farben, die besonders im Herbst ausleuchten. Immer wiederholen sich einige einfache Landschaststhpen, der. lichte Flechtenheidewald mit silbergrauem Renntiermoos am Boden und vereinzelt stehenden Kiefern, die unendlichen Moore, besonders weit verbreitet die Birkenwaldsteppe mit bis mannshohen Dirken, die im Herbst goldig aufkeuchten, während die mit Zwergbirke überzogenen Moore rot erglühen; darüber die ganz kqhlen Tunturi mit ihren runden Formen. Wirklich großartig ist der Gebirgsrahmen der skandinavischen Außenseite, der 1000 bis 1500 Meter Höhe erreicht. Der Universität Greifswald ist bei der Reuorganisation der Auslandstudien in Preußen, wie sie der jetzige Minister Decker inauguriert hat. als einer ehemals schwedischen Hochschule die Pflege der Verbindungen mit dem Äörhen 3U- gefallen. In diesem Rahmen wieder hat sich der Redner, der die »Nordischen Saaten" vor zwei Jahren in einem grundlegenden Werk wirtschaftsgeographisch darstellte, der Erforschung Lapplands gewidmet. Die Fragen, die zu lösen sind, liegen aus dem Gebiete der Morphologie, betroffen dabei die Entstehung des skandinavi- schen Gebirges und das Ende der Eiszeit. Von allgemeinerem Interesse ist die Erscheinung des Roniadismus der Lappen, den der Redner aus dem Zwang erklärte, den Wanderungen des Renntiers zu folgen, das durchaus ein noch halb wildes Tier fei. Da nun Lappland auf drei Staaten aufgeteilt ist. und die Wanderungen hin und her über die Grenzen führen, zeigen sich schwere zwischenstaatliche Probleme, die durch ein sorgfältiges Vertragswerk der Beteiligten ihrer Lösung zugeführt werden müssen. Mit einer eingehenden Schilderung des Lebens der Lappen schloß der Vortrag, der von eindruckSvvUen Lichtbildern begleitet war und von den zahlreich erschienenen Hörern sehr beifällig aufgenommen wurde. scheint auch ausgeschlossen. Jedenfalls wurde der su wieder erlaubt, der Religionsunlerrich Muttersprache wieder eingeführt und oberen Klassen sogar fünf deutsche Stunden eingelegt. Siner Zeitungsmeldung zufolge soll sogar Stephan Kraft als Handelsmmister vorge chlagetz worden fein. Wie dem auch sei, hoffen wir, daß das erwachende Kulturgewissen und Die wachsende Einsicht der Staatsmänner diesen erfreulichen Wandel weiterhin bestehen lassen wird. Ist einigen Beispielen zeigte hierauf der Redner die Hochachtung des Serben vor deutschem Fleift und deutscher Tüchtigkeit. Das deutsche Vaterland hat Ursache, stolz zu fein auf seine Sohne im fern eit Osten Europas. — Anhaltender Beifall bann* Verein für das Deutschtum im Ausland. Dr.Gratzl: Jugoslawien und seinDeutschtum Einen hochinteressanten Vortragsabend über das Thema „Jugoslawien und s s i n Deutschtum' veranstaltete der Verein für das Deutschtum im Ausland, Ortsgruppe Gießen, im großen Hörsaal der ilnioerfität. Es war gelungen, als Redner ein Mitglied, der' deutschen Fraktion im Parlament zu Belgrad, Dr. Georg Grafts, zu gewinnen, der nicht nur durch Geburt, sondern auch aus Ueberzeugung, feit Langer Zeit ein treuer Verfechter des Deutschtums in Jugoslawien ist und sowohl durch Begründung des schwäbisch-deutschen Kulturbundes 1920, als auch durch eine Reihe politischer Schriften diese seine Gesinnung bekundet hat. Ist anschaulicher Weise gab der Redner zunächst ein Bild der geistigen und seelischen ilntoctt der in Jugoslawien wohnenden Deutschen, indem er ausführte. daß das Königreich Jugoslawien durchaus nicht als eine Zufallschöpfung des Weltkriegs anzusvrechen sei. sondern das Sehnsuchtsziel langer Jahrhunderte bedeute, das sich auf politische Zusammenfassung und innere Wiedergeburt aller von Serben bewohnten Gebiete gerichtet habe. Denn wenn auch dieser neue Staat Serben, Kroaten, Slowenen, Bulgaren und noch andere Völker umfaßt, so gehören sie doch alte den Südslawen an. deren geistige Oberschicht die Serben sind, die heute auf dec Hohe ihres epischen Heldenzeitalters stehen, was Volkslied und Erzählungen deutlich genug beweisen und aus diesem Gedanken heraus als die eigentlichen Schöpfer des jugoslawischen Staates anzusehen weis auf die Unzulänglichkeit der literarischen und philosophischen Formulierungen beantwortete der Vortragende seine Frage dabin, der Humorist sehe das Unvollkommene in den Ereignissen und ihren Gegensatz zu der oorgestellten Idee. Kurz: in der Spannung zwischen Idee und Erscheinung ist das Wesen des Komischen begründet. Auch eine kantische Definition der Urteilskraft wurde herangezogen, und eine kurze Abgrenzung des Humors gegen die Erscheinungsformen von Ironie, Satire, Persiflage und Mystifikation gegeben. Beobachtungen über die Stosfwayl des Humoristen und das aufnehmende Puvlikum wurden mitgeteilt und unfeiner Reihe gutgewählter Beispiele erläutert. Die Frage, welche Horm humoristischer Geschichten das Volt bevorzuge, führte zu einem Vergleich der deutschen Bauernschnurre mit dem altgriechischen Witz, die manche Ähnlichkeiten miteinander haben. (Trotzdem braucht man für diese Erscheinung w^der Entlehnung noch. Motiowanderung anzunehmen, sondern einfache Wiederholung aus gleicher schlichter Wesensart.) Im allgemeinen liebt das Volk den kurzen Witz des Scharfsinns oder der Dummheit. Doch scheinen die knappen Geschichten, die den Bauern gefallen, nur kurz zu sein; tatsächlich setzen sie allerlei beim Zuhörer voraus, gewisse Erfahrungen ober einen erläuternden Kommentar. Auch dieser Ab- schnitt wurde, wie der ganze Vortrag, reichlich mit Proben des Volkshumors zur Erläuterung des Gesagten durchsetzt. In einem weiteren Abschnitt besprach der Redner die Entwicklung und Veränderung gleichbleibender Stoffe in der Darstellung und stellte zur Verdeutlichung eine hessische und eine niederdeutsche Fassung der gleichen Anekdote gegenüber. Am festesten bewahren sich in der Erzählung etwa eingesetzte Reime Der Redner schloß mit dem Hinweis, der Humor des Volkes fei ohne Absicht, zu quälen ober zu verletzen, er sei harmlos. Satire und Ironie kennt das Volk zwar auch, weiß aber den Humor wohl davon zu scheiden; die religiöse Wurzel bäuerlichen Humors bestimmt seine Grenzen und seinen Respekt vor dem Ernst des Lebens. Rach einer kurzen Diskussion wurde die sehr beifällig aufgenommene Veranstaltung geschlossen. Gberhesiischer GesMchisverein. Priv.-Doz. Dr. Varftcs: „Die Kolonisation des deutschen Lstlandes". In der letzten Versammlung des Vereins hielt Priv.°Doz. Oberftudiendirektor Dr. Barges einen Vortrag über die Kolonisation des deutschen Ostlandes, in dem et lichtvoll und klar und die Zuhörer bis zuletzt fesselnd, etwa folgendes ausführte. Durch die wunderbare Tat der Kolonisation des deutschen Ostlandes ist es dem deutschen Volk wenigstens teilweise gelungen, Gebiete wieder für sich zu gewinnen, die schon in der Bronzezeit von Germanen besiedelt waren. Erst nach Abzug Ser deutschen Stamme haben sich die Slawen im Lande links von Elbe und Saale, in Schlesien, Böhmen und in der Main- und Regnihgegend niedergelassrir. Karl der Große hat die Elb- und Saaleslawen feiner Oberherrschaft unterstellt, die Mainwenden deyr Reiche einverleibt, aber erst im 10. Jahrhundert findet eine Reubesiedelung deS Landes statt. Dom Main zogen dann deutsche Siedler ins Egerland, das erst 1322 an Böhmen verpfändet wurde. Kirchlich gehörte es bis 1787 zu Regensburg, Heinrich I. unterwarf Daleminzier und Milzener, Otto !. die Sorben, und Gero und Hermann Billing dehnten die deutsche Herrschaft bis zur Warthe und Oder aus. 983 gingen aber alle diese Vorteile verloren. Die Wenden warfen das deutsche Joch ab. In dem treu gebliebenen Sorbenland beginnt die Besiedlung im 12. Jahrhundert. Die Deutschen siedelten friedlich neben den Serben. Erhalten haben sich die Wenden im Spreewald. Seit Lothar beginnt ein neuer Vorstoß gegen die Äldslawen. Albrecht der Bär, Adolf von Schaumburg-Holstein und Heinrich der Lowe unterwarfen Brandenburg, Wagrien und Mecklenburg, und siedelten deutsche Ritter, Bürger und Bauern an. Die Slawen wurden meist vernichtet oder in weniger fruchtbare Gebiete gedrängt. Ost-Mecklenburg bleibt wendischen Fürsten, die Heinrichs Lehnsleute werden. Blutiger sind die Kämpfe mit den Ureinwohnern in Livland und Preußen. Das erstere Land wird am Ende des 12. Jahrhunderts entdeckt. Um 1200 begründet hier der Bischof Albert von Appeidern den deutschen Staat Livland, der 1207 zum Reichslehn erklärt wird. Stützpunkt wird die neu angelegte Stadt Riga. Der Schwertorden, den Albert schuf, vereinigte sich 1237 mit dem deutschen Orden. 1307 wurde Estland erobert, wo schon die deutsche Stadt Reval entstanden war. Leider könnte das lithauische Samogifien, das Preußen und Livland trennte, nicht unterworfen werden. Es sie- Verbreitung und hege unserer wichtigsten Nutzwftbarten Ueber dieses Thema sprach Geh. Rat Dr. phil. Ströse , ehrenamtlicher Geschäftsführer der Gesellschaft für Iagdkunde in Berlin-Zehlendorf, im ..Hubertus, Verein weidgerechter Jäger", Sitz Gießen, vor zahlreichen Zuhörern. Der Vortragende berichtete im ersten Teil seiner Ausführungen über das Ergebnis einer Umfrage, die die Gesellschaft in den Jahren 1925/26 an alle jagdlichen Vereine, Forstbehörden usw. richtete, der Banat kennt eine gesunde soziale Gliederung mit seinem wohlhabenden Bürgerium. Zwei Jahre dauerte es, bis die formlofe Masse der deutschen Bevölkerung nach den Keulenschlägen des Weltkrieges erwachte und ihr Schicksal selbst in die Hand nahm. Die Frage, ob die Gründung einer eigenen politischen Partei oder Angliederung an eine schon bestehende slawische zu bevorzugen sei, wurde zugunsten der ersteren entschieden und Dr. Kraft zum Führer gewählt. Die beiden großen Organisationen: der im Juni 1920 gegründete schwäbisch-deutsche Kulturbund, sowie der mit ihm Hand in Hand arbeitende Deutsch-schwäbische Kulturverband haben sich die Zusammenfassung aller in den Dvnauländern wohnenden Deutschen zum Ziel gesetzt und auf ihre Fahne ge- schrieben: „Vaterglaube, Heimat, Muttersprache." Anfangs fand die Staats- und Heimattreue der Deutschen in Jugoslawien volle Sympathie bei der Regierung. Doch trat bald eine Wendung ein, die Unterdrückungen aller Art, politische, ethische und wirtschaftliche, im Gefolge hatte. An Stelle der Selbstverwaltungskörper wurden staatliche Beamte mit absolutistischen Machtbefugnissen ausgestattet, eingesetzt, die Gemeindeschulen verstaatlicht, die deutschen Schulen ganz aus gehoben, und ihr Vermögen eingezogen. Die Schrckbehörden bestimmen höchst selbstherrlich über das geistige Schicksal der Kinder, oft sogar entgegen dem Willen der Eltern. Ein schwerer Schlag war die Aufhebung deS schwäbisch-deutschen Kulturbundes, angeblich als Repressalie wegen der unwürdigen Behandlung der Slowenen in Kärnten. Auch auf wirtschaftlichem Gebiet traf die Deutschen ein harter Schlag — von dem an die Kleinbauern verteilten großen Latifundienbefey erhielten die Deutschen nichrs. obwohl doch gerade sie als Arbeiter und Pächter 5ebt. Die Au 8 Fortsetzung Nachdruck ncrboten. ittelte ffe Emmal er an der Haus alte Bedienerin kam hinauf- sie dem und H. Ein Zucken durchrann feinen Leib, sie iah auf. Beide Hände vor das Gesicht geb hl (ff, meinte er leise. Ohne Mantel und Kopfbedeckung jagte 'Akigen nach „Raus!" schrie er von Entsetzen gepackt. „Du mußt raus!" Wirtschaft. Aussichten der deutschen Gasversorgung. werden? Dann winkt Weidmann streu de Weidmann-heil? Märtyrer der Liebe Roman von I. Tchnside--A^rstl. Hilberrt fuhr ein fohr mäßiges Tempo. war er überhaupt nicht für Schnellsahren, und dann . ? Aus dem Niddatal. N Denn auch unter der Sinw.rluna einer neuen 3cu|irömvng Sitten und Gebräuche, die Jahrhunderte überdauert, langsam ver - d lass en und bald nur in der Dol. Stunde fort- leben werden, fo ist eS doch ein brauch der noch wenig von ferner einstigen Bedeutung »er- Loren hat das sog. Strick en gehen der trauen im Februar. 3n den IBarteTälen. oügcn. auf den Landstrastet konnte man in diesem Monat die bekannten @t;Meinungen der .Liricker- 'chen an dem am Arm hängende'' .'Körbchen ertcnnbar, wieder recht zahlreich beobachten Die afbctiäruhc im Februar gestat'et ihnen, ihren Besuchr'pjlichten nachzukommen. alte Bekatsntschat- ien aufzufrischen und Tteuigki'cn auSzutauschen während die flc fugen Hände den Strickstrumps längen. InFbesonaere sind es die Dörfer des Dogelsbergs. die an dem Brauch deS SkriaengehenS iesthalten. zumal die in der letzten Zeit geschaffenen Luroverbindungen mit dazu beitragen, bequeme Veisemöglichleiten zu schassen. - 3n Verbindung mit der Grippe tritt in unserer Gegend bei der 3ugcnb vielfach ter Mumps (Schwellung der Ohrfpeicheldrüfenl auf. Mrcio Lchottc t. Webern, 23. Fcbr. Am Sonntagabend ocr anstaltete der hiesige Kriegerverein im Saale des .Löwen" einen gut besuchten Theaterabend. Zur Aufführung kam das vieraksige Oden walder BolkLslück „Knäächt Baldin" von Löffler. Di.' treffliche Einstudierung und die geschickte Rol lenoertcilung verhalfen dem Stück zu'einem vollen Erfolg. Anschließend sand Tanz statt. wg. G eb e r n. 23. Sehr. Kirchliche Liebestätig keil der evangelischen Ge- meindc Gedern im 3ahre 192v. An Gaben für die evangelisch.christliche Liebeslätigkeit wurden im 3ahre 1926 gespendet an Vereine und Anstalten evangelisch-christlicher Liebestätigkeit 793 Mark, durch Dorge-fdjriecen«. allgemein erhobene Kirchenkollekten 384 Mark. Opfer und Gaben für die Ort-armen 199 Mark, sonstige freiwillige Leistungen für kirchliche Zwecke 1079 Mark, insgesamt also 2455 Mark, so daß auf den Kops der evangelischen Bevölkerung der Betrag von 1,38 Mark entfällt. n. Herchenhain, 23. Sehr. DaS von dein V. H. C. auf dem Südwestabhang der Herchen hainer Höhe errichtete Jugendheim, da- zu Ehren seines Gründers den Varnen .Vater Bender-Heim" srhielt, erfreute sich bei den guten Schneeverhälrnissen und infolge seiner günstigen Lage dauernd eines regen Zuspruchs. 3m letzten Quartal des 3fjareS 1926 wurde die mit 90 Betten ausgestattete Herberge von 376 3ngend° lichen aus Frankfurt a. M., 210 aus Worms, 131 aus Offenbach a. M. und 106 aus 0 i e - 6 c n für Nachtquartiere in Anspruch genommen. Don der 3ungwanderern waren aus Mittelund Hochschulen 260 männliche und 329 treib* liche. au5 Volksschulen 311 männliche und 235 weibliche, sonstige Besucher 208 männliche und 76 weibliche. Selbstredrmd ist das Heim wie alle anderen Jugendherbergen alkohol- und nikotinfrei, es ist aber in allen feinen 'Räumen heizbar und sehr behaglich eingerichtet. )— ( Ruppertsburg. 22. Febr Am Samstag abend fand die diesjährige Generalversammlung unseres Kriegervereins statt, die gut besucht war und von dem langjährigen Rechner Wilhelm Lehr II. geleitet wurde. 3n seiner Eröffnungsansprache gedachte „Georg!" wimmerte sie erschüttert. Mit beiden Händen zog sie feinen Stopf herab mb bedeckte sein Haar mii Küssen. Er schüt 7 ad und sab mit abwesenden Augen über sie hinweg. ZAKNCREME MOUSONSSS^ OliüiiHKUia luiniLniimniiinininnaiBBmiiifVTm 1U>UUMC tvMZc&u kalt und glitt, freigelassen, an besten Körper herab. Blitzschnell warb Hilbertt Klarheit. — Vergiftet' — Sa schlief ein Mensch nur, wenn er Opium genommen hatte. um ungefähr 18 Prozent größer als in den Städten mit 103 000 bis 200 000 Einwohnern. Aus diesem Grunde erklärt sich auch die Tatsache, daß in Gegenden mit wohlhabender Bevölkerung, die nicht so sehr auf sparsam^- Haushaltsführung angewiesen ist. die Gasentnahme höher ist als im AeichSdurchschnitt Aus dieser Sachlage ergeben sich interessante Rückschlüsse aus die Gestaltung der deutschen Gasversorgung im Fall« der Durchführung der Femgaspläne. Zunächst erscheint die Feststellung wichtig, daß grundsätzlich durchaus die Möglichkeit gegeben ist, den Gasverbrauch durch Zur-Ver- fügungftetlung beliebiger Gasmengen zu billigen Preisen, durch Ausklärungspropaaanda, durch geschickte Tarispolitik usw. erheblich zu heben. Geister der Heger einfetzt und künstliche Remisen wie lie im Lichtbild aus Kuhkohl ofccr Zobtnam- bur vorgesührt wurden, anlegi, wird er vollen Erfvlg sehen. Beide Pflanzen liesrm 6äbet auch Zcfung für den Winter Schließlich warnt der Redner noch vor dem leider vielfach völlig mißverstandenen Begriff der Hege mit der Büchsi Vern eine Wenge von hoffnungsvollen ..3üng< lingen' zum Opfer fäLt. Laßt 6:c Böcke ah .Kaffee! — Schwarzen! — So stark als möglich! Gan; heiß! Rasch, jebe Minute ist kostbar. Rich ten Sie ein Bad, ein Schaff kaltes Wasser daneben!" befahl er und lief an ihr vorüber in Reichmanns Sprechzimmer. „Belladonna — wo hat er nur sein Belladonna?" M>: hastenden Fingern griff er danach, als er es in einer Ecke des Medikamenten- schrankes stehen sah, und rannte wieder nach dem Garten. Er stieg in den Wagen, hob Reichmanns Kopf etwas hoch und zwängte mit seinem flachen Taschenmesser dessen Zähne auseinander. „Eins — Zwei — drei", zählte er mit starren Auoen aff er ihm von dem Belladonna einflößte. Zehn Tropfen--fünfzehn Tropfen. Tin Licht flackerte auf, armselig in feinem Glimmern gegen die Majestät der Scheinwerfer. Am Ein heiseres Schnarchen kam von Reichmanns Platz her. Aller sonst blieb es ruhig wie zuvor. Hilbertt öffnete den Schlag und beugte sich in den Fond. Er faßte nach Reichmanns Hand. Sie war * Londorf, 23. Febr. '21m Samstagabend veranstaltete der Ländliche Reil- und Fahrverein „Rabenau" im Hojfmannfchen Saal- bau zu Geilshausen einen wohl gelungenen Rei - i e r a b e n b. Der Bereinsoorsitzende, Rittmeister a. D. Freiherr Röder von Diersburg, legte in einer 2Infprad)e die Ziele und Zwecke dieser iportlichen Bewegung der Landjugend dar. Einige flott gefpielk Theaterstücke erfreuten die Zuschauer m hohem Maße, ebenso bereicherte Streichmusik die Unterhaltung auf« beste. Die Geilshäufer Gastgeber bewirteten die (stöste in schönster Weise. Zu der Veranstaltung waren auch Abordnungen der Reiter oereine in Gießen und Grimberg erschienen, dar- uiter Diele alte Gardedragoner, die in Ansprachen ihrer Befriedigung über den Abend Ausdruck gaben. Cm bester Geselligkeit verlebte man einige angenehme Stunden. AuS 6 e in mittleren ß u m 8 a t a (, 23. Febr. Die, Hausschlachtungen find im großen und ganzen beendet und dadurch die Schweineställe leer geworden Da die Ferkelzucht im allgemeinen in unserer Geaend nicht zu Hause ist. jede Famile aber jetzt schon den Bedarf an Ferkeln decken will, so ist die Nachfrage äröhep als bas Angebot. Die Folge ist, daß tne fer fei preifc sich in ziemlicher Höbe bswegen. •e werden durchschnittlich für sechs bis acht Wochen alte Tiere 32 bis 35 Mark, ja mit- Mit beiden 2lrmen schüttelte er den Körper des Freundes. Seine Gestalt erbebte in jeder Fiber. Die Äugen traten blutunterlaufen aus den Höhlen. Doch fein Bemühen, Rcichmonns schweren Körper ans dem Wagen zu heben, war en'olglos. Mit ein paar Sprüngen stand türc und zog die SUingei. Die alt.......... verschlafen in Pantosteln und Morgenjacke. Oberhessen. Landkreis «icfcert Lollar. 23. Febr Bor e.ntjcn Tagen wurde von hier berichtet, die hir'ige Sänger- Vereinigung fiabc sich aus Anregung des Krieger- und Veteranen -Vere i n s tur akiiven Mitwirkung bei der Gefall enen- Gedenkfeier am Volkstrauertage bereit erklän. Aus dem Vorstandskreise der San- aer-Bereinigung wird hierzu bemerkt, daß die Gänger-Vereinigung nicht erst auf Anregung des Krieger- und veteranen-Vereins an dieser Feier teilnünmt, sondern schon im vorigen 'm rr aus eigenem Antrieb sich ent- 'chlossen hat. die .ycicr am Volkstrauertag durch GesanaSvorträge zu unterstützen. '--! Do ubringen, 23. Febr. Gestern hielt der De kein K le i n k i n de r f r e u n d" jtine diesjährige Jahresversammlung ab. Aus dem Jahresberichi des Vorsitzenden, Dekan (B u st mann, fei folgendes entnommen: Der Verein „Steh auf!" Mit fteiien Knien erhob sie sich. ..Bring wir Wasser!^ Sie ging nach dem Teettsch in der Ecke und gpß Wasser in ein yochgeschsisfenes Glas. Das brachte sie ihm. Er goß aus einem Fläschchen, das er feiner Rocktasche entnommen hatte, einen Großteil davon hinein. „Trink!" sagte er barsch. 5ie griff danach, zog ober in unbeftimnrter Furcht die Hand wieder zurück. „Hast 6u Furcht vor Gift?" frag er mit Jromc. Menschen wie du sind immer feige, wenn es auf bas Letzte ankommt , spottete er und wollte ihr das Glas an den Mund zwingen. sie wich zurück. Er lachte auf. Ehe sie es hindern konnte, hatte er das Wo sie r dis auf den letzten Tropfen geteert. De. Schrei, den sie ausstoßen wollte, erstorb in einem hilflosen Ton, denn seine Hand lag über ihres Mund gedrückt. „Du weckst das gan^ Haus", zürnte er. Sie glitt an ihm herab wie eine Wahnsinnige. „Ich habe es nicht gewollt' Ich habe es nicht ae wollt." Er machte sich los und knöpfte den Mantel zu, den er noch nicht abgelegt hatte. Als er nach dem Hut griff, schwankte er. Da schrie sie gellend auf. , Einen Ärzt! Man -oll einen Arzt holen!" Er schob sie beiseite. ..Mach' keinen Lärm!" schalt er zornig. Taumelnden Schrittes ging er die Terrassen stufen hinab ganzen Körper zitternd, brachte die Haushälterin schwarzen, dampfenden Bohnenkaffee. Hilbertt bog Relchmanns Kopf zurück und goß ihm von dem- selben zwischen die auseinandergezwängten Lippen. „Laß — mich — schlafen!" lallte Reichmann. „Gott sei Dank", entfuhr es Hilbertt. „Aus?" befahl er. .-Laß mich--schlafen." ..Rein, du mußt raus!" fchrie Hilbertt ihn an. .'Helfen Sie mir, Fraulein 'Jlories! Er darf nicht schlafen! Schlafen ist Tod für ihn. Er wird niept wehr erwachen. Er hat Opium mit Pepsinwein verwechselt", log er, um sie von der rechten Fährte ob- zubringen. Reichmanns hühnenhafter Körper taumelte, als er von Hilbertt und der vollständig kopflos gewordenen Haushälterin aus dem Wogen gezerrt wurde. Mit Mühe schleppten sie ihn in den Flur und von dort in das geräumige Bad, in dem schon alles nach Hildertts Anordnung bereitet war. Das Master dampfte. Die Dusche funktionierte. „Ich werde nun allein fertig," sagte Hilbertt, „ballen Sie für ihn nachher noch heißen Kaffee bereit." (Fr riß Reichmann die Kleider mit größter Hast herab. Aks er ihm das Hemd abff reifte, fuhr dieser ihn an: „Was machst du denn? — Schlafen will ich, sonst. — nichts!" „Du darfst nicht! Raff dich auf? Opium hast du genommen! Wenn du schläfst, bist du verloren. — Und übermorgen ist dein Hochzeitstag!" Er begann Reichmonns Körper zu massieren, dann folgte ein warmes Bad und kalte Dusche und wieder warmes Bad abwechselnd, unter ständigem hUflosem unverständlich tttngendem Räsonieren Reichmanns. Allmählich bekam besten Blick wieder Ausdruck. Die Pupillen wurden normal. Ein heftiges Erbrechen stellte sich ein. „Trink, Georg!" bat Hilbertt und hielt chm die Taste mit Kassie an den Mund. .'Laß mich", wehrte er gequält. Hilbert nahm ein Stück Zucker von dem Tassenteller, zahlte Belladonna daraus und schob es ihm zwischen die sich widerwillig öffnenden Lippen. „Jetzt laß mich schlafen! Ich will Ruhe haben! Verstehst du", begann Reichmann zu poltern (Fortsetzung folgt) 'Hella Renkest stand noch gegen die Parkmauer qebrücft, als die Lichter längst Die Straße gesprungen waren. genden Ecken, die Eifenbach charakteristisch machten. Das Einfahrtstor zu Reichmanns Garten, an den sich ein Hof lehnte, stand offen. Langsam überwand her Wagen di? geringe Steigung und hielt fast ohne jeden Ruck. Hilbertt sprang heraus und trat, als Reichmann leine Miene machte, auszusteigen, an den Schlag. „Du schlafft wohl, mein Lieber?" Schweigen. Rur der Nachtwind rann wie rieselnder Kiesel über den steinigen Boden des Hofes. „j)ör* mal, Georg, du mußt raus! Hier kannst du unmöglich weiterschlafen!" unter noch höhere Vreife bezahlt. Sehr viele Ä"n bis in die Kasteler Gegend andere in b-.e UMtejau und erstehen sich dort cbcaroläk r. Die Flug - wissenschaftliche Bereinigung am hiesigen Bolytechnikum hielt gestern eine Versammlung ab. in der u. a. beschossen wurde, etwa Mitte 3 u n f eine Flugwoche in Friedberg abzuhalten. Geplant ist eine AuS- stellung Port Flugmodellen. Motoren u. a.. die mit Vorträgen über die Bedeutung der Segelflic gerei, Filmvorführungen usw. verbunden sein wird. Als Abschluß wird auf dem Johannisberg bei Bad-Aauheim ein Segel- und Modellfluglag statlfinden. Au^rdem wird im neuen Semester mit dem Bau von zwei weiteren Avparaten begonnen werden C Gambach, 23. Febr. (Sine ff dH besuchte Einwohner-Versammlung unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Bock beschäftigte sich mit der Frage der Schaffung einer Wasserleitung in unserem Orte. Vach den vom Bürgermeister mitgeteilten Berechnungen deS KulturbauamteS erfordert der Bau der Wasserleitung einschs. der Kanalisation eine Summe von etwa 250 000 Mk. Die Arbeiten könnten alS produktive Erwerbslosenfürsorge ausgeführt werden. so daß der Staat eine bestimmte Summe dazu gäbe. Weiterhin stelle der Staat ein Darlehen -um verbilligten Zinsfüße von 4 Prozent zur Verfügung. Der noch verbleibende kleinere | cr der m letzten Jahre verstorbenen 5 Mit» gu, der. insbesondere der beiden trüberen OJor- sitzenden, Friedrich Wagner I und Lehrer C d) e l m a n n. Letzterer hat den Verein zwanzig 3ahre lang geleitet. Dem 3adresbericht war zu enntebmen. daß ter Bereu» zur Zeit 61 aktive. S vas'.ve und 5 Ehrenmitglieder zählt Aach der Erledigung der üblichen geschältlichen Ange.e- genheiten schritt man zur V o r st a n d s w a h l. Gew^nlt wurden als 1 Vorsitzender W i l« hc!m Lein, an Stelle des zum Ghrenvor» standsnulgl.eds ernannten Heinrich Stork der Maurernunst, r August Stein Die beiden andern Vir^icder WUH?ln, Lehr II und Wil- beim Barr III wurden einstimmig toieber- Ktybi: 3n ein.t feiner letzten S»Hungen .e'chaitigte sich der Gemeinderat mit der Anstellung einer Gemeindeschwester. ES würde einem dr senden BedunniS und langjährigen Wunsche Rechnung getragen wenn der v'einem berat feine die.'bezugsichen Herab ngert zum Beschluß erheben wollte AUciS «ls-sld. I Nieder Gemünden. 23. Febr. Am oonntaqabenb veranstaltete der hiesige E vange- > i f w e F r a u e n v e r e i n seinen bie-: jährigen T3 i n i e r f a in i l i e n o b e n b. Die Jugend de» Dorfes hatte sich willig in den Dienst der Sache gestellt, um durch, schauspielerische Darstellungen den Abend zu bereichern. Unter der Leitung de-. Pfarrer» und der Diakonie,chwester hatte die Schuljugend ein Mörchenspiel eingeübt, das in seiner Weise ge geben wurde und ein voller Erfolg war Weiter ging ein altdeutsches Spiel in Szene, dadurch die hingebendc Darstellungskunst der jugendlichen Spieler uim Glanzpunkt des Abends mürbe; die einzelnen Akte wurden mit Liedern aus dem ..Zupsgeigenhansel" eingeleitet; das ganze war auf den Arbeilsgedanken des Biihnenvoltsbundes ringe stellt. Nach einer Pause wurde noch ein I u n g - madchenschwank nufgeführt. Sämtliche Darbietungen verdienen volles Lob und sanden leb hasten Beifall. Bei Kaffee und Kuchen verlebten die Teilnehmer einige sehr genußreiche Stunden, an die man gerne znrückbenken wird. Ruppertenrod. 23. Febr. Die Ar« beiten zum Bau unserer Wasserleitung haben jetzt begonnen. Gme Baufirma in Ober- Ohmen ist feit einigen Tagen mit der Fassung der Quellen in der dortigen Gemarkung beschäftigt. Die Arbeiten schreiten rüstig vorwärts. Sie folgte ihm und schrak zurück, als an dem Parktor ein Mann austauchte. Ein Kraftwagen stand weiter die Straße zurück. Beide Scheinwerfer brannten. ,.Du kommst spät", ließ sich Hilberits Stimme YSkiln. „Warum hast du mir kein Signal gegeben?" ,Lch tat es zweimal!" ,Lch habe nichts gehört. — Fahr du, Hans Jörg! Ich bin müde' „Ja!" „Georg!" flüsterte eine Stimme neben ihm. „Sie werden sich verkühlen, gnädige Frau!" tagte er mit einem abwesenden Lächeln. ..Hans S, wir könnest fahren! Meinen Handkuß, Gnä- I!" -----.... dem Hessischen inberpHege. Die Rechnung? „ . „ . — dem Rechner oks Bcreins, Herrn Albert, schloß mit einer Einnahme von H16 Mark und einer Ausgabe oön 104.3 Mark. 2)(*r 'eitherige Vorstand wurde wiedergewahtt. Saubringen, 2d. Fedr. Der Land - lnirtschaftSkammerausschust für die 'Provinz Oberhelsen hielt durch seinen Fachmann, Obstbauinspektor WieSner. hier einen ffur « f u s ab. in dem besonders der Schnitt der Obst- bäume gezeigt wurde, und zwqr an den Bäumen. die im vergangenen Jahre ebenfalls irt einem Baumpflegc- und Dexedelungskursus gepfropft worden waren. Anschließend wurde Der neueste Schnitt der Weinstöcke, sowie der Beercn- ftruudtet im Garten praktisch vorgeführt und geübt. wat' auch die Sommernacht so verlockend, daß er die Hai-geschwängerte Lust des Hochwaldes noch gern einige Minuten länger genoß. Ms sie am Ludwigs- taler Herrensitz üoruberglitten, wandte er sich nach Reichmann um, ihn fragend, ob er feiner Sraut einen Gtttsnachtgruß bringen wolle. Es kam keine Antwort. Hilberrt glaubte den Grund zu kennen. Georg mochte wohl von feiner Jugendgeiiebten weg nicht jeiner Verlobten in die Augen j'ehen. Die Unterredung muhte stürmisch verlaufen sein, denn er börle, dm_ Parktor stehend, deutlich einen unter- brürf-.ea Schrei Nellas. Aber es schien nun end gültig Schluß zu sein zwilchen beiden. Und das war nur zu wünschen. Denn Elisabeth seine statt des Freundes Braut wäre, er würde nicht oorübergefahren fein, ohne sich einen Kuh von ihren Kinderlippen zu holen. Aber es gehörte alles dem Manne, der, ohne sich Zu regen, schweigend im Fond saß. $ie ersten Strahenlichter Eifenbachs vermischten sich mit den grünweißen Refleren des Kraftwagens. Hilbertt oenvandte feine ganze Äufmerk'amkeit auf die engen Windungen und scharfen, weit oorjprin Bist muffe zu den üblichen bankinäsi gen Zinken ausgenommen werden. Das Wasser fo.l von d.m GbTLrrn oder Sd.lLrunnen im AltstädX'r Feld, der den Berechnungen nach etwa 150 Kubikmeter IPaJler täglich liefert genommen werden Zur Verstärkung bi?Qr Dafseomena?n toll der Dorsch- born der täglich etwa <0 Kub.kineier Daffer gibt h nzugenommen werden. Di.- Versammlung diente zunächst der 3nsormat.on. 3n 14 lager. fol! in einer neuen Versammlung dieses The'm.i weiter behandelt werden flreie Büdingen. Hand der Erzeuger- und Abnehmer statistik der deutschen Gas- und Elektrizitätsversorgung läßt sich feststellen, daß die Steigerung der Elektrizitätsentaahme in den letzten xtahren hauptsächlich im industriellen Verbrauch erfolgt ist, während der Gasverbrauch mehr bei den HauShaltungei, zUaenommen hat. 3nterefsant ist zum Beispiel, dach der Gasverbrauch mit der Tröste der kommunalen Bezirke stark zunimmt. Die Zahl der HauSanfchlüsfe, auf je 100 Häuser berechnet, ist z. B. in den Millionen-Städten zahlte im letzten Jahre 134 Mil-'.iedcr. An freiwilligen Spenden erhielt der Verein 200 Mark von X-r Gemeinde, 80 Mark von der Reichsbahn. 50 Mark oom Frauen verein, .50 Mark von der Firma stinn & Cloos, Gießen, 100 Mark von der Firma ^cheldhauer & Gießina. Mainzlar, 50 Mark oön Huderus, Lollar, und 200 Mark von dem Hessischen verband evangelischer Kinderpfle! ibfage, ausgestellt von f wisse Llnterschiede sind allerdings je nach Art der Abnehmer vorhanden. So z. D. scheinen die Möglichkeiten, Gas auch im industriellen Betriebe in größerem als dem bisherigen Umfange verbrauchen zu können, recht erheblich zu sein, da Gas der am leichtesten zu regulierende Kraftstoff ist, wenig Schmutz erzeugt und deshalb im Verbrauch sehr sauber ist, hohe Wärmeeinheiten hat usw. Vicht so günstig sind die Aussichten für eine Steigerung des Gasverbrauches für Beleucht ungszwecke. Für die Straßenbeleuchtung find sie allerdings gut, da für diesen Zweck Gas für zuverlässiger ato Elektrizität gilt. Dagegen dürfte sich auf dem Gebiet der Wohnungsbeleuchtung das elektrische Licht auf die Dauer dr>ch w^hl als Siegerin erweisen. Sehr erhebliche Möglichkeiten ergeben sich jedoch auf dem Gebiet der stärkeren Gasentnahme für die häusliche Wärmewirtschaft (Küche, Waschküche, Bad, Zentralheizung usw.), da Haushaltungen, die sich auf Gas umstellen, zweifellos ihre Wärmewirtschaft komfortabeler als jetzt gestalten können, sobald sich der Gaspreis vorteilhaft stellt, woran bei der Ferngasversorgung nicht zu zweifeln ist. Die bequeme Handhabung, das schnelle Anzünden und Auslöschen der Gasfeuerung usw. ermöglichen es, mit der Gaswärme ohne Mehrausgabe freigiebiger umzugehen als mit der Kohlenwärme. Es wird also dadurch der Gasverbrauch gehoben, daß mit Wärme weniger gespart wird. Das gilt auch für eine bessere Durchheizung der Wohnräume, mx der jetzt wegen der Umständlichkeit der Kohlenfeuerung. der Gefahr des Beschmutzens usw. vielfach noch stark gespart wird. Die Möglichkeit einer Steigerung des Gasverbrauchs besteht an sich zwar jetzt auch schon. Hindernd wirkt aber — wenn man einmal vom Preise absehen will — die Tatsache, daß bei den kommunalen Gaswerken, (die Gaserzeugung Deutschlands erfolgt zu über 90 Prozent immer noch in kommunalen Gigenbetrieben) mit einer Steigerung des Gasverbrauches automatisch auch eine Steigerung der Erzeugung von Gaskoks einiritt. Gerade dieser ist aber wegen seiner relativ schlechten Qualität nur schwer absatzfähig, so daß die kommunalen Werke an einer Steigerung des Gasverbrauchs ein uneingeschränktes Interesse nicht haben. Im Falle der Einführung der Ferngasversorgung fällt dieser Grund aber weg. Gleichzeitig ergibt sich der volkswirtschaftlich recht bedeutsame Vorteil, bah die für die Wärme-, Licht- usw. Versorgung aus Gas gebrauchten Brennstoffe hauptsächlich aus der gerade besonders gutgehenden hochwertigen Stück- und Vuß- kohle bestehen, die in Zukunft in viel stärkerem als dem jetzigen Maße zum Vertrieb auf dem für diese Sorten sehr aufnahmefähigen Weltmarkt freigemacht werden könnten. Alles in allem steht von der Durchführung der Ferngasversorgung eine wesentliche Steigerung des Gasverbrauchs zu erwarten, die gegenüber der jetzigen Entnahme als zusätzlicher Verbrauch anzuseh^i ist, deshalb nicht zuungunsten irgendeiner anderen Wärmequelle geht, sondern im Gegenteil zugunsten der Volkswirtschaft Möglichkeiten der Steigerung des Absatzes wertvoller Kohlensorten auf dem Weltmarkt erhoffen läßt. Börsenkurse. Frankfurt a.M. öerlin Sdjta,. f>.un l.Ubt. Nur» Schiuh- Änfang Kur» 'Ur:. Tattmr. a. 4 24.2. 23. 2. 21. 2. Anleihe-Lblosung 0h. 1*30000 336 33 — do- fRr. 30 001-60000 337 335 337,6 do- ohne AuSlosungSrechi <6.62 27,45 26,2.5 -7.2 Trurlchc eparpramttnanl.-.tx 0,425 —— — T rutsche Äenb Tollar-Snl. — — — —— *=!» Zolltürkeu......... 10,62 16,5 — 5% Toidmeritaner...... — — Berliner Haudrleacsellschast. Commerz- und Pnvat-Bank. — 388,5 285 287 :13 416.5 213 216.5 Tonnst. und Nanooallxmk ixt — 282 291 Deutsch: Pank....... 195 196 193 196 5 DiSkonto Loyrmandil 184 188.9 184 5 ISO Dresdner Bank . ■ . . 180.75 184,5 181 185 25 Metalldank. ... 162 167 180 5 168.9 Mitteldeutsche Treditbank. . — 227 211 224 Oesterreichische Trrd.tanstall ReichSbank. . . 9.4 '.15 9.3 186,25 9 4 190 Bochumer Suh . BudcruS....... 182 123 l'.T, 18-3,25 120,5 188 125 Dcutsch-Luremburg..... 183 187 183 5 188 Gelsenkirchener Bergwerke . 183 187 »5 183.5 188.5 Harpener Bergbau ... Kaliwerke LscherSlebeu. Z19 209.5 225 217.5 217.V 207 425.5 218.75 Kaliwerke Westeregeln. . . - 213.25 219 212 220 9 Laurahütte.......... 95 99,5 95 25 i')0 wiauncSmann ...... 220 75 224,76 218 -25 ManStelder. ....... 149 156 149 155,5 Oberbedarf........... 122 — 124 12 — Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen 131 25 298 I3ö.7u 304.5 13t 297 134.9 306 Rbeinsrahl.......... 214.5 227,75 211 228 IHtcbtd ‘Montan........ — 182,«5 175 TeUuS Bergbau........ 128 — — Bereinigte Stahlwerke. . . 117 148 145,5 148.25 Hamburg-Amerika Paket Norddeutscher Lloyd . - - 163 148.25 164,75 151.25 162 148 25 163.5 150.75 Zementwerk Heidelberg . 164 168 Philipp Holzmann . . . 181.75 187 183,5 187 Analo Tont. Guano . . 128 120 — Goldschmidt..... IM •53,75 159 164,75 Holzverkohlung. • - ■ 90.25 V2 * — H (S. Farorn-Jnduftne . 316 25 318 12.5 518.75 Rütgertzwerke . - 131 75 137 5 133 137,5 Scheideanstalt........ 242 252 — Sllg. Elektrizitäts-Gesellschaft 165 5 107.5 165 167 Bergmann........ 179,25 185.75 175.15 185,5 Elcktr. Lieferungen...... 190 25 2'2 196 202,9 Licht und Kraft........ 191 195.25 190.12 w Mäinkraftwerke...... . 132 — Schuckert...... . 169 75j 175.5 170 175,4 Siemens & HolSke .... 231 239.5 235 2:.S,75 Adlerwerke stleyer . . . . 129 132 128 131,6 Daimler Motoren....... 120.5 124 119 124.6 Hehliyenstaedt ....... 35,75 — — * Megmn.......... 72 70.5 Mannheimer Motoren — — 36 Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun Metallgesell'chaft Frankfurt. Pet. Union ».-(!».. . . 75,5 — - - — - 198.5 127,25 202 127.25 — Schubiabrik Herz Sichet............. 79 — 80 — — — — Zellstoff Aschaffenburg 173 180.5 175 75 178 Zellstoff Wald^o^ i67 276,5 267,5 276,25 Berliner Börse. Berlin, 24. Febr. Die Börse eröffnete in fester Haltung. Die Kursverluste der letzten Tage wurden zum erheblichen Teil mit einem Schlage wieder eingeholt, da umfangreiche Rück - und Deckungskäufe stattfanden. Gestützt wurde dieser Stimmungsumschwung durch eine in Spezialwerten eingetretene lebhafte Haussebewegung, in deren Mittelpunkt die Atrien der R h e r n st a h l - A. - G. und I. G. Farben itanbe- Man hörte wieder die alten ^lmtauschgerüchte für Rheinstahl, die sehr günstig lauten. Die übrigen Montanaktien wurden von der Rheinstahl-Dewegung in erheblichem Umfange beeinflußt. Unabhängig hiervon notierten ferner höher. Werftaktien auf die neue Schisisbau-Kred.taktion, ostoberschlesische Montan- werte. Elektrowerte. Bau- und Zellstoffattten, Spritwerte und Autoaktien. Am Bankaktienmarkt holten Mitteldeursche Credit üjren empfindlichen Kurssturz mit einem Sprung wieder ein. Das Publikum verhielt sich zunächst abwartend. trat aber später ebenfalls mit Kaufaufträgen hervor. Am Geldmarkt sind die Einzahlungen auf die neue Reichsanleihe weniger fühlbar als zunächst angenommen wurde. Tages- gelb stellte sich auf 4,5 bis 6 Prozent, Monats^ gelb auf 5.5 bis 6,5 Prozent. Prolongationsgeld soll zum Ultimo in der bisherigen Höhe zur Verfügung stehen. 3 m Devisenverkehr schwächten sich Mailand. Oslo und Madrid etwas ab. London-Mailand 111.75. Oslo 18.75. Madrid 28.75. London-Kabel 4.8512 fest. Aranksnrter Börse. Frankfurt. 24. Febr. Tendenz: Ruhig, doch weiter erholt. — An der Sffeftcnbbrfe schoben sich Rheinstahl wieder stark in den Vordergrund mit einem Anfangsgewinn von 7,25 Prozent. Wie mitgeteilt wird, besteht in manchen Rheinstahl-Aktionär-Kreisen das Bestreben, das Umtauschverhältnis von Rheinstahl von 6:5 in 1:1 zu erhalten. Daneben dürften neue starke Sicherungskäufe des Farbentrustes erfolgen. I. G. Farben wurden hierdurch naturgemäß mit angeregt, waren aber nur 1 Prozent höher. Beide Bewegungen gaben einer Erholung der G esamtbörs e eine kräftige Stütze, wobei Kurserholungen von teilweise 6 Prozent eintraten. Am Elektromarkt blieben Siemens lebhaft gefragt und lagen 3,5 Prozent höher: Schuckert plus 1,5 Prozent. Bergmann plus 6.25 Prozent. Am Banken markt schlugen zunächst Mitteldeutsche Credit den Rekord mit einem Gewinn von 11 Prozent, waren im Verlaufe jedoch etwas leichter. Darnat plus 3.5 Prozent, Disconto plus 2,5 Prozent. Am Montanmarkt zogen Riebeck in Verbindung mit Rheinstahl und der 3. G. Farben um 4 Proz. an. Die Werte der Rhein-Elbe-Union waren um 0,5 Proz. befestigt. Harpener plus 2 Proz., Mannesmann plus 2,75 Proz. Kali- werte lagen sehr freundlich. Aschersleben glichen sich mit einem Gewinn von 5,5 Proz. wieder stärker an Westeregeln an. Oberbedars plus 4,75 Prozent. Schiffahrtsaktien mäßig befestigt. Rordd. Lloyd plus 0,75, Hapag plus 1,25 Proz. Deutsche Erdöl plus 2,25 Proz. Von Auto- werten Kleyer plus 0,5 Proz.. Daimler plus 1 Proz. Holzdestillationswerte fest. Holzverkohlung plus 2 Proz.. Vereinigte Chemische Frankfurt plus 3 Proz. Zellstoff- aktien plus 0,75 Proz., Scheideanstalt plus 5 Proz. Der heimische Anleihemarkt lag ruhig, konnte jedoch seine Erholung in mäßigem Umfange fortsetzen. Anleihe-Ablösung 27,45. Der Geldmarkt zeigte eine weitere Verknappung, sowohl für Tagesgeld wie auch für Wonatsgeld. wobei allerdings Ultimovorbercitungen mitspre- chen dürsten. Tagesgeld 5 Proz.. Monatsgeld 51 , bis 7 Proz. Privatdiskonten 43 . Proz. 3m Devisen verkehr zeigten sich gegenüber dem Vortag keine wesentlichen Veränderungen. Der weitere Börsenverlauf unterlag mehrfach leichten Schwankungen und wurde sehr still. Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M. Telegraph > I ch e Auszahlung. 22. Febr. 23. Febr. Amtliche Noti run .Imilickic ‘Jlotitrun- i^cld Brie' 1.235 >1,035 81.235 Spanien . 70,96 71,40 70,75 70.93 Japan . . . .'.058 2.063 2,058 2.062 •Hlo de Ian Dien in D - >.i98 ..500 -.498 ' 59,35 59.45 >9.35 -9.49 Prag . 12,476 .2,516 12,477 12,517 Leitrad . 7.399 7.41 J 4.39" 7.419 Buoavett 73.65 73.83 74.19 Bulaarien □,045 d,05s >.03 -.06 -i'ssabon .1.545 21.595 21,555 21,60j Danzia Si ,70 81,9 > 81.70 81.90 .flonfiintin 2,145 2,155 .. 137 ,14: Hlhtn. , . 5.47 5.49 5.49 Tanada L2O6 4.216 4,206 4,216 Nrn nan 4.255 4,265 4.253 4.265 Calrr 20.96»i 21.018 .0.964 *1,016 frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 24. Febr Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 29,25 bis 29.50, inländ. Roggen 27, Sommergerste für Drauzwecke 25 bis 26. inländ. Hafer 21,75 bis 22,50, Mais, gelb 18,50 bis 18,60, inländ. Weizenmehl, Spezial 0 40 bis 40.50, Roggenmehl 37,75 bis 38,25. Weizenkleie 14 bis 14,25, Rogqenileie 14.25 bis 14,50. Tendenz: ruhig frankfurter Lchlachtvichmartt. 5 r a n ff u r t a. M.. 24. Febr. Auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt waren aus- getrieben: Rinder 50 Stück: Kälber 772, Schafe 397, Schweine 406. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 70 bis 76 Mk.: mittlere Mast- und Saugkälber 60 bis 69: geringe Kälber 53 bis 57 Mark. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast): 50 bis 54; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 45 bis 49; fleischiges Schafvieh 40 bis 44 Marl Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 62 bis 64 Mark; vollfleischige Schwei.>e von ca. 240 bis 300 Pfd Lebendgewicht 62 bis 64; von ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 62 bis 64; von ca. 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 62 bis 64; fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebend gewicht 60 bis 62 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schafe bei lebhaftem, Schweine bei schleppendem Geschäft ausverkauft. la Orangen reif und süß 3 Pfund 0.85 aus frischen grünen Heringen cy. et. Fichten-Stämmeöd-Kl. 37 St. Derbstangen 1. „ 289 „ Reisslängen la Weinbrand, garantiert rein la Weinbrand, garantiert rein '/.Flasche 2.80 Flasche 1.50 7,26 fm 28,73 „ 22,91 _ 5,23 , Pfund 0.50 3 Stück 0.20 la amerikanische Aepfel Zitronen la Marinaden Brat-Heringe Rollmops............... Bismarck-Heringe....... Gelee-Heringe........... Sardinen................ Bahnhofftrahe 49 _____________ 1843 D 1-Liter- Dose 0.80 WMM-MlM erfttiaffige, stramm gepackte Fabrikate auS 1926er Ernte in reicher Auswahl zu billigsten Preisen! Bahnhofstrahe 49 Gießen «mW o 35 Echter Schweizerküse im Ausschnitt Pfund 1.48 bei Abnahme von 1 Pfd. 1.40 Holzversteigerung. Dicnötag, den 1. März, von vormittags 10 Uhr an läßt Heinrich Graulich von Stein- hardShain im Distr. Steinlaute, an der KreiSstratze Reinhardohain—Bcltcrü- Hain, nachstehendesHolz versteigern: 1831D Bekanntmachung. DaS int Hofe der ehern. Zehntscheuer lagernde Brennholz, bestehend auS Abfällen von Rundholz und Tannenholz- brettern, soll Montag, den 28. d. M., vormittags 11 Uhr, an Crt und Stelle öffentlich meistbietend versteigett werden. Gießen, den 22. Februar 1027. Hess. Hochbauamt Gießern I. B.: Kuhlmann. 1815 C 2. „ 519 I. „ 310 Eigene Schokoladen Kakao uZuckerwarenfabrik Eigene Keksfabrik und NdhrmiHelwerke Bis auf weiteres jeden Freitag und Samstag erhält jeder Käufer beim Einkauf für 1M. ausgenommen als Empfehlung-Geschenk einige Koslproben- Schokolade oder Bonbons oder Keks Verkaufsldden in allen Teilen Deutschlands Gießen, Seltersweg 6 WM M Cafe Ernst Ludwig Snmstae. den 26. Febr. 1927 8 Uhr abend« Karnevaiist. Abend TANZ i ftintaötl Wolkengasse 26 Freitag, den 25. Februar Metzelsuppe ab 9 Uhr Wellfleisch mh Kraut soMSWÄM Freitag und Samstag MüiW jW Telephon 183 Vortragsvereinigung (Goethe-Bond :: Kaalmännischer Verein Ortsgewerbevereia) Am Freitag, dem 26. Febrnar 1927, ebenda 8 Ohr, la der Neuen Aula der Universität Lichtbilder-Vortrag des Herrn Oberstudfenrat Seiler aas Gleflen Aber: '''"e Reiseeindrücke in England Mitglieder Eintritt Irrt, Abschnitt Nr. 6, Be karten sn Mk. 0.60. - Nichtmitglieder Karten sa Mk. 1.0) an der Abendkaise. WMsM fff Qrtsaruvvc (Sieben. Am ftreitaa, 25. Acbruar. abend» 8 llbr, im Laalbau Lauer, furidjt Schrillstelier Pctcr Bender: 101321 „DrtltaeZeiltir“ Segen und Fluch des Goldes! «freie Aussprache! Eintritt 30 Vf. Alle Wahrheitsliebenden erscheinen MMMiilelNeiiii885e.ö. Fastnacht-Dienstag, den 1. März 1927 f Großer Masken-Ball in sämtl. Räumen der Liebigsh he Anfang 7.57 Uhr abends i835c Ausweiskarten für Gäste und Mitglieder rechtzeitig bei unserem Mitglied Adolf Deibel (Firma Wilh. Klee Nachf.), Marktstrahe 2, abholen Nk. ttV 5om Dl 2 9 Nrb loh" toi trtfoi 5tr rck M' 0 heil biet« die dec Slim beschl fraty ihre ( veckes scha! im 6 soll. ■ «rvc« gehok jede alle Die d edlen reitst zum 2 stellen, reich t mehr g dmonsl seine G Ääumu zu emb Sens s Melle« begrüß' len jey Scbatti lichte die jed' berl G löt de den 1 sivn 1927 ü portcä rntttdi. bahn! arbeiten Gebiets durchsül herigen Ttrfone 2. Saari Zusamn Die Ä« Zurvers des Ä! Streitkr . Ävecke, Porte bahn> nicht Otiinun und @ü vendig 2bzeichi 8» Da 3. : Jcfem k Nerven ländische Dvmcnt auch der Saf ubernch iaillv Dvchaj 2utv> mit sie den kör Di« Aorschl, und T ®ifenba uchern »nCinJ d>e La Dind vaargek Eff.W M»erij s 18 Da L °er Z Siel Mons ®iest 1