Nr. 225 Erstes Blatt 177. Jahrgang Aeilag, 25. September <927 Erscheint täglich,außer Sonntage und Feiertags. Beilagen: Gießener Familienblätler Heimat im Bild Die Scholle. monats-Bejugspteis: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für TrSger- lohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe«. Postscheckkonto: -ftankfurt am Main 11686. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vnick und Verlag: vrühl'sche UnwerfitSts-vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gietzen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Giehen. Eine einheitliche Flagge. Ein Appell an den Reichspräsidenten. ' Don Dr. Fritz Mittelmann, M. d. R. „Oluf uns lastet das Verhängnis, daß wir staatlosen Deutschen die Idee des Vaterlandes nicht mit Händen greifen an den Farben des Heeres, an der Flagge jedes Schiffes im Hafen, an den tausend sichtbaren -Zeichen, womit der Staat den Bürger überzeugt, daß er ein Vaterland hat. Nur im Gedanken liebt dies Land, erarbeiten, erleben mutz der Deutsche die Idee des Vaterlandes." Als Heinrich von T r e i t s ch k e in seiner wunderbaren Abhandlung über „Fichte und die nationale Idee" diese Worte niederschrieb, konnte er noch nicht ahnen, dah bereits sechs Jahre später der Traum ixrc besten Deutschen in Erfüllung gegangen sein würde. Am 1. November 1868 wurde zum ersten Male die schwarzweihrote Flagge, die aus der Vereinigung der schwarzweitzen Preutzen- flagge mit den weitzroten Hansafarben hervor- aegangen war, auf den Schiffen der Norddeutschen Bundesmarine gehißt. Genau fünfzig Jahre hat die schwarzweihrote 'Flagge, die mit der Kaiser- Proklamation von Versailles nicht das geringste zu tim hat, auf dem Weltmeere und in der Heimat stolz geweht. Es ist tragisch, dah genau ein halbes Jahrhundert nach jenem 11. November 1868 die Matrosen der Marine es waren, die die ruhmreiche Flagge herunterholten, um an ihre Stelle die rote Fahne zu sehen. Es wird tief bedauerlich bleiben, dah die ruhmgekrönte schwarzweihrote Fahne, die das Symbol des Deutschen Reiches war, wie es Bismarck geschaffen, von der Mehrheit der Verfassung gebenden Nationalversammlung in Weimar a b g e s ch a f s t wurde. Kein geringerer als der erste Reichspräsident, Friedrich Ebert, hat das Verderbliche dieser Handlungsweise eingesehen, und es stand zu hoffen, dah er bei längerem Leben die einigende For - m e l gefunden hätte. Hatte er doch beim Deutschlandliede, das durch seine Der- fügung zur Nattonalhymne erklärt wurde, bewiesen, dah er für diese nationalen Lebensfragen ein sehr feines Verständnis besah. 3te*oi Wochen vor dieser Verfügung hatte dos Deutschlandlied bekanntlich noch wie ein rotes Tuch auf die breiten Massen gewirkt: heute haben sich die weitesten Teile im Lager der deutschen Sozialdemokratie längst mit dem Deutschlandliede abgefunden. Warum ist dies bei der Flagge nicht möglich? Warum ist bis zur Stunde in dieser wichtigen nationalen Lebensfrage unseres Volles noch immer nicht die einigende Formel gefunden worden? Einzig und allein aus dem Grunde, weil aus dieser Frage von Anfang an eine reine Pirteifrage gemacht worden ist. Heute stehen die Dinge doch zweifellos so. dah sowohl die alte Reichsfahne Schwarzweihrot wie die neue Fahne Schwarzrotgold zu Parte isymbolen degradiert worden ist. Bereits der letzte Reichstagswahlkampf im Dezember 1924 stand im Zeichen des Kampfes zwischen Schwarzweißrot und Schwarzrotgold. Die unliebsamen neuesten Vorfälle in dem Flaggenstreit zwischen den Berliner Hotelbesitzern und dem Magistrat Berlin bzw. der preußischen Regierung beweisen, dah diese Parole auch bei den nächsten Wahlen gelten soll. Muh dieser Zwist, der unser Volk in zwei feindliche Lager spaltet, wirtlich weitergehen? Ist es nicht traurig, daß wir in bezug auf diese Frage wieder so atm geworden sind, wie zu Beginn der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, als Heinrich von Treitschke die oben wiedergegeöene. aus tiefstem Innern kommende Klage onstimmle? Aber w i e A b h i l f c schaffen? Mit gegenseitigen Dorwürfen und geschichtlichen Feststellungen kommen wir in dieser heiß umstrittenen Frage zweifellos nicht weiter. Auch der Ausweg eines Volksentscheides scheint heute kaum noch gangbar zu sein, denn ein solcher Volksentscheid würde eine derartige Aufregung und Verbitterung auslösen, daß das Schlimmste befürchtet werden müßte. Nur ein Mittel bleibt übrig: Der Reichstag muß mit der verfassungsmäßig vorgeschriebenen Zweidrittelmehrheit den Artikel 3 der Reichsverfassung im Sinne einer Kompromißlösung abändern. Einen äußeren Anlaß, wie er gewichtiger und schöner niemals wiedertehren dürfte, ist der 8 0. Geburtstag des Reichspräsidenten von Hindenburg. Es ist bekannt, dah wohl niemand in deutschen Landen unter dem Flaggenstreit so leidet wie gerade Hindenburg, den Reichskanzler Marx kürzlich unter dankbarer Zustimmung von Millionen den ..Vater des Vaterlandes" genannt hat. Das schönste Geschenk, das ihm das deutsche Voll am zweiten Oktober dieses Jahres machen könnte, bestünde zweifellos darin, daß sich Die Mehrheit des Reichstages und des deutschen Volkes auf eine einheitliche Flagge vereinigte. Hindenburg ist die einzige Persönlichkeit, die über eine so große Autorität verfügt, dah ein von dieser Seite ausgesprochener Wunsch auch wirklich die entsprechende Beachtung finden würbe. Wenn Hindenburg mit einem einigen Den Vorschläge an die Parteien herantritt, kann erwartet werden, daß sie seinem Rate und seiner Bitte Folge leisten. Wie dieser Vorschlag im einzelnen auszusehen hat. Darüber zu entscheiden, wird allein seine Aufgabe fein müssen. Eile tut jedenfalls not, denn D e Zerrissenheit unseres Volkes in dieser Frage d oht zu e ner Katastrophe zu führen. Andererseits steht Der 80. Geburtstag des Reichspräsidenten vor der Tür, Der unser Volk in bezug auf Die Flaggen- Der Kampf um das Reichsschulgesetz. Deutschnationale und Reichsschulgesetz. Mcichsminister von Kcndett für die Gleichberechtigung der Bekenntnisschule. Königsberg, 22. Sept. (WB.) Auf Dem Deutschnationalen Parteitag sprach heute nachmittag R ei ch s i n n e n rn i n i st e r Dr. v. Keu- dell zum Schulgesetz. Er führte u. a. aus: „Betrachten Sie den Kamps um Die Berechtigung Der Bekenntnisschule unter Dem Gesichtspunkte des Ringens um Die Gewissensfreiheit in unserem neuen Staate. Nachdem nun einmal diese Frage in den Sturm der Meinungen hineingetragen worden ist, wird sie auch diese Regierungskoalition überDauern. Wir werden nicht ruhen, bis dieser Gedanke — ohne Rücksicht auf die Parteiverhältnisse — zum Siege getragen worden ist. Darin beruht das Recht in Der aus Not geborenen erhöhten Freiheit, Darum zu kämpfen, Dah unsere Kinder erzogen werden gemäß Der alten Art und dem Ruhm unserer Väter. Hiermit treten wir ein in den Kamps um Die Gleichberechtigung der Bekenntnisschule, in den Kampf um Die wahre Gewissensfreiheit auch auf diesem geistigen Gebiete und wir fühlen uns getragen in diesem Kampfe von dem Bewußtsein Der freiwilligen Unterordnung der selbstbewußten Bildung unter das Ewige, unter den Begriff, in dem wir die wahre Freiheit umschließen." Nach Minister v. KeuDell richtete Graf Westarp ein Schlußwort an Den Parteitag. Er betonte, Dah Voraussetzung unseres gemeinsamen Ausstiegs Die Einigung Des Volkswillens zum Glauben an eine nationale Zukunft Des Deutschen Volkes fei. Die Parole Der Deutschnationalen Volkspartei sei Die alte: „Hin zum deutschen Idealismus I" Die lebhafte Teilnahme, Die das Deutsche Volk Dem Schulgeseh-entwurf entgegenbringe, sei ein erfreulicyes Anzeichen Dafür, daß in aller Enge wirtschaftlicher Not Der deutsche Idealismus noch lebendig geblieben sei. Der deutsche Idealismus bedürfe aber in seinem Blute des freien preußischen Staatsbewuhtseins und des Staatswillens. Ein Volk, das die Freiheit seines Staates verloren habe, Dürfe, wenn es gesund bleiben wolle, kein Ideal haben, das ihm höher steht, als die Befreiung seines Vaterlandes. Preußisch-konservative Staatsauffassung leite die Deutschnatio-- nale Volkspartei in der politischen Arbeit. Aus Der unbedingten Hingabe an Den Dienst des Staates ergebe sich der Will? zur Wehrhaftigkeit. Heiße Vaterlandsliebe und opferwillige Wehrhafttgkeit, Zucht und Ordnung, Pflicht und Ehre seien die idealen Kräfte, Die in unserem Volke zu neuem Leben erweckt werden mühten, auf dah es sich im Innern von undeutscher Art und wesensfremder Staatsform, nach auhen vom Joche Der Knechtschaft befreie. Dahin weise Die Partei deutscher Idealismus und preußisches Pslichtbewuhtsein. Mit Dem Gesänge des Liedes „Ich hab mich ergeben" wurde sodann Der Parteitag geschlossen. Eine Entschließung des deutschen psarrertüges. Berlin. 23. Sept. (Priv.^Tel.) Die Abgeordnetenversammlung des deutschen Psarrer- tages nahm zum Reichsschulqesehentwurf eine Entschließung an, in Der es heißt: Der Pfarrertag gibt Der Dringenden Erwartung Ausdruck, daß der jetzt gemachte ernstliche Versuch, Die in Der Reichsverfassung gegeoenen Grundsätze betreffend Freiheit Der christlichen S ch u l- erziehung gesetzlich auszugestalten, wirklich gelingen möge. Das in der Reichsverfassung gegebene Recht der Eltern, für ihre Kinder Schulen ihrer Weltanschauung zu fordern, muß folgerichtig den Eltern, die die evangelische Bekenntnisschule fordern, voll gewährleistet werden. Dabei verkennt in llebercin- stimmung mit der einmütigen Kundgebung des deutschen Kirchentages zu Stuttgart Der deutsche evangelische Pfarrertag nicht das geschichtliche Recht der von der Gemeinschaftsschule des Entwurfes grundsätzlich verschiedenen christlichen Simultanschule, soweit sie sich in Den einzelnen Gemeinden eingebürgert hat. „Eine Wiederkehr Der sogenannten geistlichen Schulaufsicht wird ausdrücklich ab- gelehn t.“ preschens Abänderungsanträge. Die Limultanfchule für Frankfurt und Hanau. B e r Li n, 22. Sept. (WTD.) Wie der Demokratische Zeitungsdienst meldet, sind die Ab- änderungsanträge der preußischen Regierung für Die Beratung des Schulgesetzes im Reichsrat nunmehr formuliert worden. Nach diesen Anträgen wird im § 2 d i e Gemeinschaftsschule an er st er Stelle genannt und bestimmt, dah Die Schulen Gemeinschaftsschulen sind oder nach näherer Bestimmung dieses Gesetzes Bekenntnisschulen oder weltliche Schulen. Nach Den Abänderungsanträgen zu § 18 sollen solange alle Schulen Gemeinschaftsschulen sein, solange nicht ein Drittel Der Erziehungsberechtigten Die Dek.nntnis- schule oder Die weltliche Schule verlangen. Verlangt ein Drittel Der Erziehungsberechtigten Die Umwandlung in eine Bekenntnisschule und ein zweites Drittel etwa die Umtoanölung in eine weltliche Schule, so entscheidet bei Abstimmung Die absolute Mehrheit. Berlin . 22. Sept. (Wolff.) Im H a u s h a l t s- a u s s ch u h des Reichstags wurde nach Ablehnung weitergehender Anträge der Linken einftimmig folgender Vorschlag des Reichsfinanzminifteriums über Vit Vorschußzahlungen an dis Beamten angenommen: Mit Wirkung vom 1. Oktober bis zur Verabschiedung des neuen Besoldungsgesetzes sollen an monatlichen Vorschüssen erhallen: Die Beamten der Besoldungsgruppen 1 bis 4: verheiratete 25 Mark, Ledige 20 Mack. Gruppe 6 bis 8: verheiratete 30 Mark, Ledige 25 Mark. Gruppe 9 bis 11. verheiratete 50 Mark. Ledige 40 Mark. Gruppe 12 und darüber: verheiratete 70 Mark, Ledige 60 Mark. Die außerplanmäßigen Beamten erhalten 20 Mark. Wartegeld- und Ruhegehaltsempfänger, ferner (Empfänger von ftinterbliebenenbezugen erhalten zehn Prozent der Wartegelder ufw. unter Ausschluß der Frauen- und üinderzuschläge. Offiziere und Soldaten der Reichswehr sowie Polizeibeamte des Reichswasserschuhes erhalten in Besoldungsgruppen 1 und 2: 5 Mark. Besoldunggruppen 3 bis 8: 15 Mark. Besoldungsgruppe 9: 30 Mark. Besoldungsgruppe 10: 50 Mark. Besoldungsgruppe 11: verheiratete 50 Mark und Ledige 35 Mark. Besoldungsgruppe 12 und höher: verheiratete 70 Mark und Ledige 60 Mark. Als Der Reichs.ag im Sommer auseinanDer- ging, bevollmächtigte er Den Haushaltsausschuß, Die Höhe Der Vorschüsse an Die Beamten sestzu- setzen, falls es nicht gelingen sollte, Die Be- soldungsreforrn vor Dem 1. Oktober unter Dach zu bringen. Immerhin befianD Doch kein Zweifel Darüber. Daß von Diesem Tage ab erhöhte Gehälter zur Auszahlung kommen sollten. Lknverständlich ist es Deswegen, wie Die Reichsregierung sich auf neue Vorschußzahlungen einlassen konnte, Da Die Vorschuß- Wirtschaft für keinen von Vorteil ist unD Denjenigen. Der sich Teile seines Einkommens vorauszahlen läßt, schließlich Doch nur in Schul- Den stürzt, so Daß Die Wirkung Der Besol- Dungsreform wirkungslos verpufft. Man glaubte aber, Den Beamten einen Vorschuß schulDig zu Ein weiterer preußischer Antrag besagt. Daß Die Feststellung eines geordneten Schulbetriebes Den CänDern überlassen werben soll. DaDurch würde Die 6 i m u l- tanschule in Den SimultanschuLändern gerettet werden. Preußen beantragt, Daß Frankfurt und Hanau als S i rn u 11 a n s ch u l - länDer erklärt werden. Hinsichtlich Des Religionsunterrichtes wird eine Art Der Einsichtnahme der obersten kirchlichen Instanzen oder ihrer Vertreter zugestanden. In Der Finanzsrage ist Preußen mit Den übrigen LänDern Darin einig, Daß Die Mehrkosten Das Reich zu tragen hat. Die parlamentarische Behandlung. Berlin, 23. Sept. (Priv. Tel. Des G. A.) In parlamentarischen Kreisen toirD Der Erwartung Ausdruck gegeben, daß Die Stellungnahme Der Länder zum Reichsschulgesey- enttourf bis Ende des Monats Dorliegen toirD, so daß Die Ausschußberatung Des Entwurfs im Reichsrat bereits in den ersten Oktobertagen beginnen kann. Man hofft, diese Beratungen in etwa zehn Tagen zu Ende führen zu können, so Daß das Plenum des Reichsrats Die Verabschiedung Des Entwurfs am Donnerstag, Dem 13. Oktober, vornehmen könnte. Unter diesen Umständen würde Dem Reichstag die Vorlage noch vor dem 17. Oktober zugestellt werDen können. Es verlautet ferner, daß einige Kultusminister der Länder Die Absicht haben, bei Den VerhanD- sein und hat jetzt im Haushaltsausschuh Die Höhe Der zur Auszahlung zu gelangenden Beträge festgesetzt. Es ist ja nicht viel, was der Ausschuß bewilligt hat, das ist auch gut so, weil Diese Summen nachher Den Beamten nur fehlen. Aber einen Vorschuß von fünf Mark an Reichswehr- und Polizeiangehörige hätte er sich Doch ersparen können. Die Beamten, Die hier in Frage kommen, konnten auch bisher ohne Diese Riesensumme auskommen und werden auch Wohl noch warten können, bis Der Reickstag geruht, Die Besoldungsvorlage zu verabschieden. Die BefoIDungsreform in Creußen. Eine Erklärung Finanzminister Höpker-Aschoffs. Berlin, 23.Sept. (TU.) Wie die „Voss.Ztg." meldet, ging der preußische Finanzminister ch ö p- ke r-Aschoff in einem Interview näher auf die neue Besoldungcordnung und ihre Rückwirkung auf die Gesamtheit ein. An eine Preissteigerung, die die neue Besoldungsordnung zur Folge haben kann, denkt auch der Minister, jedoch wies er darauf hin, daß doch ein großer Teil der Gehaltserhöhungen zur Bezahlung von Schulden verwandt werden wird. Auch das Dawes-Gutachten habe die schlechte Besoldung der deutschen Beamtenschaft anerkannt. Die Gehaltserhöhung bringe keine Belastung der Wirtschaft, so daß auch aus diesem Grunde keine Preiserhöhung erwartet werden kann. Das Reich und Preußen seien sich in der Frage der neuen Besoldungsordnung einig gewesen. Die Deckung der Mehrausgaben werde dem Reich wie Preußen nicht leicht werden. Da im preußischen Etat die Ausgaben für die produktive Erwerbslosenfürsorge gedrosselt werden konnten, sei zu hoffen, daß ein Teil Der Mehrausgaben aus laufenden Mitteln gedeckt werden können. Der Minister betonte, daß die Zeitungsmel- dungen falsch seien, nach denen er erklärt haben soll, Preußen werde 1928 die Mehrausgaben aus eigener Kraft tragen. Das Reich müsse allen Ländern gleichmäßig helfen, damit sie 1928 ihre Beamten nach Der neuen Besoldungsordnung bezahlen können. Sie Vorschüsse aus die Sesolduilgsreform frage in Einigkeit sehen muh, wenn Die Dem ReichspräsiDenten zugedachten Ehrungen einen tieferen Sinn haben sollen. Möge es Dem ReichspräsiDenten v. Hindenburg, Der in einem langen Leben in beispielloser Hingabe an Das große Ganze im Kr eg und im FrieDen seine besten Kräfte Dem Vaterland« widmete, gelingen, unser Volk in Dieser heiß umstrittenen Frage endlich zu einigen ! Der erfte Reichspräsident hat unserem Volke Die Nationalhymne gegeben, möge derzweite Reichspräsident, Der Vater i?es Vaterlandes, und Die einheitliche Flagge geben! Dar gemeinsame Zttafrecht. Neichsjustizminister Hergt berichtet über seine Wiener Meise Berlin, 22. Sept. (Wolfs.) In der heutigen Sitzung des Reichstagsausschusses für die Strafrechtsreform berichtet: Reichsjustizminifter Hergt über die erfreulichen Eindrücke, die er bei feiner Teilnahme an den Verhandlungen über den Strafgesetzentwurf im Wiener Nationalrat gewonnen habe. In den Beratungen sei klar hervorgetreten, daß alle Parteien, auch die Oppositionsparteien, mit der österreichischen Regierung in Dem Wunsche einig sind, die Arbeiten an dem Strafgesetzbuch zu fördern und sie, wenn irgend möglich, zum erfolgreichen Abschluß zu bringen und die Rechtseinheit mit Deutschland auf diesem wichtigen Rechtsgebiete herzustellen. Der Ausschuß verhandelte alsdann über einen sozialdemokratischen Antrag, einen, der jetzigen Zusammensetzung des Reichstagsausschusses für die Strafrechtsreform entsprechenden Unterausschuß einzusetzen, der die Aufgabe haben sott, mit einem entsprechenden Ausschuß des Rechtsausschusses des Oesterreichischen Nationalrates über den Strasgesetzentwurf zu fortlaufenden gemeinsamen Beratungen zusammenzutreten. Nach längerer Aussprache wurde die Abstimmung über diesen Antrag zunächst zurückgestellt, dagegen wurde in Aussicht genommen, daß einige Mitglieder des Reichstagsausschufses zunächst mit entsprechenden Mitgliedern des österreichischen Nationalrats Fühlung zu nehmen suchen, um einer ersprießlichen Zusammenarbeit hinsichtlich der Strafrechtsreform die Wege zu ebnen. Die Ruhrenlschädigung. Essen, 23. Sept. (Priv.-Tel.) Die gestern in Essen tagende Mitgliederversammlung des rheinisch-westfälischen Kohlenshn- d i k a t s befaßte sich mit Dem Bericht des Reichstagsausschusses über die Ruhrentschädigung und nahm eine Entschließung an. in der das in dem Bericht enthaltene Votum, wonach Tkeberzahlungen an den Ruhrbergbau stattgefunden hätten, a l s f a l s ch bezeichnet wird. Der Beweis hierfür liege in dem Material, das mit dem Bericht des Ausschusses veröffentlicht worden sei. Der Ruhr- bergbau habe nur etwa 7 b i s 8 Prozent der Gesamtausgaben des Reiches für Den passiven Widerstand beansprucht, während Die Belegschaft des Duhrbergbaus mit chren Familien 2 0 Prozent der Bevölkerung des besetzten Gebietes umfasse. lungert ves ReichSratS die Wünsche und Anträge ihrer Regierungen persönlich zu vertreten. (Entgegen anderslautenden Meldungen darf man annehmen können, daß das preußische Kabinett vorläufig die Frage, ob der Reichsschulgesehent- wurf verfassungsändernd ist, offen lassen will. Die Gntscheidung über diese Frage dürfte erst bei den Beratungen im Reichsrat erfolgen. Der Neichselternbund für die christliche Volksschule. B e r l i n, 22. Sept. (WB.) Unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten Radtke fand heute in Berlin ein aus allen Teilen des Reiches besuchter Führertag des Reichsbundes der evangelischen Eltern - und Dolksbünde statt, auf dem einstimmig die Entschließung gefaßt wurde, in der es u. a. heißt, die Tagung sehe nach wie vor in dem Regierungsentwurf die Grundlage, auf der jetzt endlich das R e i ch s s ch u l g e s e tz Zustandekommen muß. Rur so kann unserer Schule die unbedingt notwendige Rechtssicherheit wiedergegeben und die Lösung der Schulfrage durch Konkordate vermieden werden. Wir verwahren uns geaen eine planmäßige Irreführung der öffentlichen Meinung, die die Tatsache verhüllt, daß die rechtlich mögliche einzige deutsche Volksschule bisher die ch r i st l i ch e war. Unsere evangelische Schule muß erhalten bleiben, wenn das Grundrecht, das die Reichsverfassung den deutschen Eltern gibt, ihnen nicht wieder entrissen werden soll Aus den öandtaysausschüffen. Don unserer Darmstädter Redaktion. Darmstadt, 22. Sept. Der Gesetzge- bungsausschuß des Hessischen Landtages beriet eine Regierungsvorlage, die sich mit einer Strafanzeige gegen den Landtagsabgeordneten Wilhelm Weber aus Offenbach befaßt. Die Abstimmung darüber wurde zurückgestellt. Ebenso wurde ein Gesetzentwurf über das Aufsuchen und Gewinnen von Schwerspat zurückgestellt. Ein Antrag des Abgeordneten Schreiber und Gen., eine Reusammlung der gültigen hessischen Gesetze zu veranlassen, wurde angenommen. Anträge der Abgeordneten Haurh und Gen., Dr. Werner und Gen., Dr. Büchner, Dr. von Helmolt und Gen. und Lautenbacher auf Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft wurden a b gelehnt, weil dieselbe Materie bereits vom Landtag beraten worden und eine nochmalige Behandlung nach der Geschäftsordnung nicht zulässig ist. Ein Antrag des Abg. Houry und Gen. zur Berdingungsordnung für Bauleistungen wurde mit einem Antrag des Abgeordneten Mann auf Abänderung dieser Ordnung der Regierung zur Berücksichtigung empfohlen. Ein Gesetzentwurf zur Abänderung des Gesetzes über die Umlegung von Bauland vom 6.Rovember 1920 wurde mit einigen Abänderungsvorschlägen des Abgeordneten Dr. Riepoth angenommen. 3m Petitionsausschuh wurde ein Antrag Dr. Werner, daß die hessische Regierung sich darum bemühe, eine Reichswasser st raßendirektion nach Mainz zu bekommen, angenommen, ferner 'ein Antrag Ritzel, daß die Regierung für eine Verbesserung der Postverbindung zwischen Berlin und dem östlichen Odenwald eintritt. Die Regierung bat dies bereits zugesagt. Engländer über die Unterdrückung Tirols. Die Schule als Mittel zur Entdeutschung. London, 22. Sept. (Wolff.) „Manchester Guardian" veröffentlicht einen Artikel eines Mitglieds der Quäker-Gesellschaft über die erneuten Versuche der faszistischen Regierung, Südtirol zu italienisieren und über die Verfolgung, der die dortige Bevölkerung seitens des faszisttschen Regimes ausgesetzt ist. Die Schule in Südtirol ist, wie es darin heißt, das Werkzeug zur Zerstörung der Muttersprache geworden. Kinder, die in einer Sprache unterrichten werden, die sie nicht verstehen, lernen überhaupt nichts. Außerdem werden Kinder von ihren italienischen Lehrern als Spione benutzt, um Belastungsmaterial gegen die Lehrer Tiroler Ursprungs oder gegen ihre eigenen Eltern zu erhalten. Ein aufmerksamer Beobachter erklärte: Von allen Ergebnissen der italienischen Besetzung Südtirols ist das Schlimmste die Demoralisierung des Charakters der Kinder. Sie werden bestocken, um Lügen zu sagen. Eine Ration von Lügnern wächst auf. Unseren Kindern wird gelehrt zu betrügen; sie werden schamlos für Zwecke der Verfolgung benutzt. Der Verfasser des Artikels bemerkt, Prä seit Ricci setze mit ungeschwächter Rücksichtslosigkeit die ganze blinde, brutale Politik des faszistischen Italiens gegen seine deutschsprechenden Untertanen fort. Der belgische Vasall. Erweiterung des französisch-belqischen Militärbündnisses. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers' Berlin, 23. Sept. Das belgisch-französische Militärbündnis ist in den letzten Tagen erheblich e r wei tert worden. Belgien hat sich verpflichtet, sein Festungssystem beschleunigt auszubauen, es hat einem gemeinsamen Mov.tmachungsplan zugestimmt, das belgische Aufmarschgebiet ist weiter nach dem Osten verlegt worden, alles in allem ist es dem französischen Generalstab gelungen, die belgische Landesverteidigung so in dos eigene System einzubauen, daß Belgien eigentlich für Frankreich nur noch eine Flankendeckung und einen Schuh für die französischen Rordprovinzen darstellt. Ueberhaupt muß man nach dem neuesten Abkommen den Eindruck gewinnen, als sei Belgien heute mehr denn je ein Vasall der Franzosen. Daß die Abhängigkeit vom französifchen Rachbarn in der Rachkriegszeit von Jahr zu Jahr größer geworden ist, ist längst fein Geheimnis mehr. Das Fallenlossen des Eupen-Malmedy-Projckts und des Vorschlages einer deutsch-belgiichen Untersuchung auf Einspruch von Paris her ist der beste Beweis für die Ausgabe jeder pol tischen Selbständigkeit, der zur Seite die militärische Bevormundung Belgiens durch Frankreich steht. Die Belgier dürfen sich unter diesen Umständen allerdings nicht Wundern, wenn ihr Ansehen in den Augen der anderen Rationen immer m:hr sinkt und wenn man nicht zuletzt aus des em Grunde sich veranlaßt sah. Belgien nicht wieder Pilfudsltts Kampf gegen das polnische Parlament. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 23. Sept. Herr Pilsudski, der sich mit Hilfe eines halben Staatsstreiches zum Gewaltherrscher Polens machte, aber gleich — wegen seiner sozialistischen Antezedenzien — bemüht war, seinem Vorgehen ein demokratisch-parlamentarisches Mäntelchen umzuhängen, sieht sich, je länger er an der Macht ist, desto mehr gezwungen, seine ganze Vergangenheit zu verleugnen und die Allüren Mussolinis nachzuahmen. Die Volksvettretung ist ihm unbequem, also hat er sie nach Hause geschickt. Er kann sie vorläufig aber noch nicht ganz entbehren, weil er schließlich noch ein Budget haben muß. Er hat deshalb vor einigen Tagen versucht, den Sejm wieder zusammentreten zu lassen, hat aber dabei die Erfahrung gemacht, daß die Mißstimmung der Abgeordneten gegen ihn, eben weil er sie mundtot machen will, in bedenklichem Maße gewachsen ist. Das erste, was der Sejm tat, war, daß er einen Beschluß annahm, worin die Beseitigung der Presse-Dekrete Pilsudskis gefordert wurde; jener Presse-Dekrete, die erfunden und verfaßt worden waren zu dem Zweck, den letzten Rest von öffentlicher Meinungsfreiheit zu beseitigen. Darüber hinaus lagen noch ein halbes Dutzend mehr oder minder bedrohlicher Interpellationen und Mißtrauensanträge vor, die ihm angesichts der Verschiebung der Mehrheitsverhaltniste unbequem waren. Er hat also wieder kurzen Prozeß gemacht und bereits nach der ersten Sitzung den Sejm nach Hause geschickt, um tags darauf auch den Senat den gleichen Weg zu schicken. Verfassungsmäßig hat er die Möglichkeit dazu, da der Staatspräsident das Recht besitzt, den Sejm einzu- berufen, aufzulösen und zu „sistieren"; sistieren, d. h. vertagen, und bis Ende Oktober ist Herr Pil- sudski nun jeder parlamentarischen Kontrolle frei. Er könnte das Spiel beliebig oft wiederholen, wenn nicht Ende Rovember die Legislaturperiode überhaupt zu Ende wäre und wenn nicht außerdem die erforderlichen Etatsmittel- bewilligt werden müßten. Aber er ist ein findiger Mann und vielleicht hilft er sich damit, daß er nach nochmaliger „Sistierung" den Sejm auf löst und dann die Neuwahlen wie auch die (Einberufung des neuen Parlaments möglichst lange hinausschiebt, um aus diese Weise wieder einige Monate Zeit zu gewinnen. Die polnische Linke schäumt vor Entrüstung über wegen dieses diktatorischen Verhaltens und droht Herrn Pilsudski, daß die Amerikaner ihn schon dafür strafen würden, indem sie nun seine Anleihe nicht bewilligen, die sie sicher nur einer ordnungsmäßig parlamentarischen Regierung zur Verfügung stellen wurden. Das ist ein holder Traum; den Dankmännern von Wallstreet ist es völlig gleichgültig, wie die Regierungsform des Landes aufgezogen ist, wenn sie ihnen nur hinreichende Sicherheit für Verzinsung und Amortisation ihres Kapitals verspricht. Und da seht allerdings der Hebel ein. Wäre es Pilsudski gelungen, in Polen wirklich Ordnung zu schaffen, dann könnte er über die Volksvertretung zur Tagesordnung übergehen, tatsächlich aber hat er in der inneren Politik völlig versagt. Es stagniert alles, die Unzufriedenheit greift unterirdisch weiter um sich und die Wirtschaft erlahmt langsam. Das, möchten wir annehmen, wird für die Geldgeber jenseits des großen Teiches hinreichend Anlaß fein, ihr Portemonnaie zuzuhalten und den Polen die Anleihe ebenso zu verweigern, wie im vorigen Jahre. Ohne die Anleihe aber kann Polen sich aus die Dauer finanziell gar nicht halten. Auch Herr Pilsudski dreht sich also im Kreise. Und mit ihm versagt so ziemlich das letzte Mittel, das die Polen überhaupt noch befaßen, um ihren bankerotten Staat politisch, finanziell und wirtschaftlich lebensfähig zu erhalten. Die Unterdrückung der deutschen Schule in Obersch!esien. Deu 1 hen, 22. Sept. (WB.) Die deutsche Minderheitsschule in Riewiadom (Oft ober- schlesien) ist am Montag auf Anordnung der Woywodschaft geschlossen worden, angeblich weil gegen den Minderheitsschullehrer Pyttel aus politischen Gründen ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden ist mit der Begründung, daß er den Kindern ein deutschsprachiges Kinderblatt zu lesen gab und daß er dem Verein Deutscher Lehrer in Polen angehörte. in den Rat des Völkerbundes hineinzuwählen. Aber die Mehrzahl des belgischen Volles fühlt sich in der Abhängigkeit von Frankreich anscheinend sehr Wohl, so daß es auch alle Unbequemlichkeiten, die damit verbunden sind, wird in Kauf nehmen müssen. Neue Unruhen in hankau. Japan landet Truppen zum Schutz seiner Konzession. Hankau, 23. Sept. (Havas.) Ueber die Stadt wurde der Belagerungszustand verhängt. Die Straßen, in den Barrikaden errich - t e t wurden, werden von starken Patrouillen durchstreift. Diese Maßnahme wurde ergriffen, weil vorgestern abend in einer der belebtesten Straßen eine bewaffnete Bande das Feüer auf eine Militärabteilung eröffnete, die einen Gefangenen, einen an Bord eines japanischen Dampfers verhafteten angeblichen K v m m u - nistenführer, eskortierte. In der Verwirrung konnte der Gefangene entkommen, mehrere Mitglieder der Bande wurden jedoch verhaftet. 2m Laufe eines weiteren Zwischenfalls zwischen 2apanern und Chinesen wurde eine japanische Schildwache mit dem Bajonett angegriffen. Als sie mit Eewehrfeuer antwortete wurde von Maschinengewehren Gebrauch gemacht. Ein Chinese wurde getötet, mehrere andere wurden verwundet. 3n Hankau wurden 20 0 j a - panische Matrosen gelandet und ein Zerstörer, der auf dem Wege nach Schanghai war, autTiefberufen. Der Kommandant des japanischen Geschwaders in den chinesischen Gewässern hat seine Abreise nach Japan verschoben. 2n japanischen Kreisen erklärt man, daß für die jüngsten Schwierigkeiten Chinesen verantwortlich gemacht werden müßten, da dies nicht das einzige Beispiel der Gewaltanwendung gegenüber Japan in Hanlau sei. Aus iSIer Welt. wirtschaft und Reklame. Vom 15. bis 20. September hielt der Ver- bandDeutscher Reklamesachleute E.V. seine diesjährige Hauptversammlung in München ab. Die sachlichen Verhandlungen dienten im wesentlichen der Steigerung der Wirtschaftlichkeit in der Reklame und dem Ausbau der internationalen Beziehungen im Werbewesen. Eine Reihe von fachlichen Vorträgen aus wichtigen Einzelgebieten der Reklame bot auch weiten Kreisen des Erwerbslebens Gelegenheit, Rutzen aus der Arbeit des Verbandes zu ziehen. Durch die Gründung von Fachgruppen innerhalb des VDR. wurde die Arbeit auf den einzelnen Teilgebieten der Reklame praktisch stark gefördert; auch die wissenschaftlichen Fragen wurden in einer besonderen Veranstaltung behandelt. Bemerkenswert ist, daß auch das Ausland eine Reiche von Delegierten entsandt hatte und daß wichtige Verhandlungen über die Gründung eines europäischen Distrikts der internationalen Reklamevereinigungen stattgefunden hatten, die dem Verband Deutscher Reklamefachleute E. V. und damit dem deutschen Werbewesen eine gebührende Stellung auch im Wett-Reklameverband sichern. siönnecke startet am Freitag nach Basra. Angora, 23. Sept. (W. T. B. Funkspruch.) Könnecke hat seinen Weiterflug nach Basra auf Freitag früh 5 Ahr festgesetzt. Dav Schicksal Nungessers. Ein Priester in Glasgow teilte dem dortigen französischen Konsul mit, daß er während seines Urlaubs in Da useway in der irischen Grafschaft Kerry von dortigen Bewohnern gehört habe, daß sie den „Weißen Vogel", das Flugzeug Rungesfers und Cotts, der ersten französischen Ozeanflieger, in nordwestlicher Richtung fliegend gesehen hätten. Am folgenden Tage sei das Flugzeug gesehen worden, wie es von Westen zurück- tehrte und in der schweren See versank. Als ein Boot die 'Stelle erreichte, habe keine Spur mehr von dem Flugzeug gefunden werden können. Die Meeresobersläch. fei von großen Mengen von Petroleum und Oel bedeckt gewesen, während keinerlei Flugzeugteile gesichtet worden wären. Der Priester erklärte weiter, daß die Bewohner des Bezirks keinerlei Zweifel hegten, daß das Flugzeug der „Weiße Vogel" gewesen sei. Folgenschwerer Flugzeugabsturz in Bad Blanienburg. Ein Verkehrsflugzeug der Rordbayrischen Verkchrs-A.-G., das mit drei Damen und dem Piloten beseht war, geriet auf dem Wege nach Leipzig Über dem Flugplatz Saale (Schwarzatal) beim Durchfliegen einer Kurde in eine Fall- böe, wodurch der Apparat absackte und, da er sich noch in geringer Höhe befand, z u Boden schlug, wobei der Propeller zersplitterte. Die linke Tragfläche brach durch den Anprall. Der Führer des Flugzeuges, der Pilot Schnabel, war sofort t o t, ebenso eine der mitfahrenden Damen. Die beiden anderen Damen wurden so schwer verletzt, daß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. Zusammenstoß zweier Militärflieger. Aus bem Militärflugplatz Eger ereignete sich ein schweres Unglüd. Zwei Flieger, ein Oberleutnant und ein Zugführer, waren mit ihren Flugzeugen zu einem Ülebungsfluge au'geftiegen. Als der Oberleutnant eine Kurve flog, ging der Zugführer, der sich mit seinem Apparat genau über dem des Oberleutnants befand, nietet und zertrümmerte mit dem Propeller dem Oberleutnant den Schädel. Beide Flugzeuge wurden vollständig zertrümmert. Der Oberleutnant wurde auf der Stelle getötet. Der Zugführer erlitt schwere Derletzu-gen. Dom BUH getötet Ein über Mannheim hinweggegangener Gewittersturm erreich!« die außerordentliche Stärke von 100 Stundenkilometer. Die innerhalb fünfzehn Minuten gefallene Regenmenge betrug fünf Liter pro Quadratmeter. Bedauerlicherweise ist auch ein Todesfall zu verzeichnen. Ein Blitz schlug in die Tribüne des Phönix-Sportplatzes ein und tötete einen dort vor dem Unwetter Schutz suchenden 15- jährigen Knaben auf der Stelle. Seine beiden Spielkameraden, wurden durch den Blitzschlag zu Boden geworfen, kamen jedoch mit einigen Prellungen davon. Einige Meter von der Unglücksstelle war eine Schulklasse unter Führung ihres Lehrers Zeuge des Unglücks. Großfeuer in Saarbrücken. 3n der Donnerstagvacht brach aus bisher noch unaufgeklärter Ursache im Karvss erie- Werk Krämer Feuer aus. das in kürzester Frist zu einem Großseuer sich entwickelte und das etwa 1000 Quadratmeter große Werk bis auf die Umfassungsmauern vernichtete. Als die Feuerwehr infolge Versagens des Alarmdienstes etwa 20 Minuten zu spät an der Brandstätte erschien, war das ganze Werk bereits in ein riesiges Flammenmeer eingehüllt, das die große Halle in ein gewaltiges Trüm- merfe'.d verwandelte Sämtliche Werkstätten imb auch die Bureaus brannten vollständig aus. 3m 3nnem der Halle gingen die dort befindlichen Benzintanks mit gewaltigem Getöse in die Luft. 3nsgesamt wurden 20 dort stehende Kraft- wagen völlig vernichte', darunter ein wert votier Bibliothekwagen der S adt Saarbrücken. Der Schaden beträgt weit über eine Million Franken. Explosion in einem '(mformerroerf der Berliner Elektrizitätswerke. Infolge Explosion eines Oelfüllschalters in dem Umformermerf der Städtischen Elektrizitätswerke am Bahnhof Reinickendorf — Rosenthal brach Großfeuer aus, das nur unter Zuhilfenahme sämtlicher „Feuerlöscher" der Berliner Feuerwehr auf seinen Herd beschränkt werden konnte. Mehrere bewußtlos gewordene Arbeiter wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Die Ursache der Explosion ist noch unbekannt. Da derartige Explosionen in letzter Zeit häufiger vor- gekommen find, sollen nunmehr sämtliche Löschzüge der Berliner Feuerwehr mit solchen „Feuerlöschern" ausgerüstet werden. Starkstrom in ber Radioaniennc. Der 27jähr'ge Sohn, des Iungmann aus Rengertshausen bei Kassel rerungti/.-tie bei einer Reparatur einer Radioantenne dadurch, daß der Antennendraht mit der elektrischen Lichtleitung in Berührung kam. Der junge Mann hing stundenlang an dem durch Starkstrom durchpulsten Draht und konnte erst aus seiner schrecklichen Lage befreit werden, nachdem der Strom abgesteltt war. Inzwischen war bereits der Tod einselteten. Die Vandcrolcnfälscher. Donnerstag haben Untersuchungsrichter, Kriminalpolizei und Zollfahndungsdienst einen neuen entscheidenden Schlag gegen die Zigaretten- und Banderolenfälscher geführt. Es ist gelungen, in Dresden den Hersteller der gefälschten Banderolen, Kügler, zu verhaften und seinen Betrieb zu schließen. Ferner wurde auf Grund eines Hastbe fehl des Untersuchungsrichters und mehrerer deutscher Gerichte der 3igarettenfabritaht Benno Bandt, der schon einmal im November o. I. festgenommen worden war und sich vorübergehend in Untersuchungshaft befand, verhaftet. Wahrend Bandt feftgenommen wurde, kam einer seiner Hauptabnehmer, der Zigarettengrobhändler Westenberger aus Westfalen, hinzu und wurde gleichfalls festgenommen. Bandt hat seit Mitte August in Berlin in einem Geheimbettieb mindestens 280 000 Mk. unversteuerte Markenzigaretten gefälscht, von denen der größere Teil sichergestellt werden konnte. Schließlich entschloß man sich, auch den Zigarettenfabrikanten Poscharsky, der in seiner Fabrik in der Reichenburger Straße gefälschte Zigaretten hergestellt hatte, festzunehmen. Die spinale Kinderlähmung in Leipzig. Die Gesamtzahl ber Erkrankungen an spinaler . Kinderlähmung ist dis zum 21. September von 84 auf 95 gestiegen, darunter 27 schulpflichtige, 61* vorschulpflichtige Kinder und sieben Erwachsene. Die Gesamtzahl der Todesfälle hat sich um einen, auf sechzehn erhöht. Die Kinderlähmung ist nun auch im Bautzener Bezirk aufgetreten. 3m Bautzener Landkreise ist ein 13jähriges Kind erkrankt. 3n der Stadt selbst ist Krankheit noch nicht ausgetreten. Wahnsinnstat einer Mutter. Eine Bauersfrau aus Hehbach bei Regensburg warf in einem Anfall geistiger Umnachtung ihre vier Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren in einen mehrere Me er tiefen Brunnen; daraus sprang sie selbst in den Brunnen. Cs gelang den herbeige eilten Leuten, die Stau sowie ein lOjähriges Kind zu retten. Die übrigen drei Kinder konnten nur noch als Leichen geborgen werden. Die Frau wurde in die Kreisirrenanstalt Regensburg cingcLe'ert. Abschaffung der Sklaverei im Protektorat Sierra Leone. Der Gesetzentwurf über die Abschaffung der Sklaverei im Protektorat Sierra ß.-one wurde in einer Sondersitzung des gesetzgebenden Rates des Protektorates Sierra Leone angenommen. Am 1. Januar 1923 werden alle Sklaven frei- gelassen werden. Die Tatsache, daß die Besitzer von Sklaven wegen der bisher vorhan- benen Lücken in der Gesetzgebung des Protektorats Sierra Leone flüchtige Sklaven enthaupten lassen konnten, hatte in Eng - land scharfe Mißbilligung erregt, was zu der Annahme des erwähnten Gesetzentwurfes führte. 38 Räuber gehenkt. Das Personal eines in Guaymas im Staate So nora angekommenen Zuges berichtete, es habe 38 Leichname von Männern gezählt, die an Bäumen und Telegraphenstangen an der Eisenbahnlinie im Staate Nayarit gehenkt waren. Es wird angenommen, daß es sich bei den Gehenkten um kürzlich ge fangen genommene Räuber handelt. Die Wetterlage. 35ZC 19 m- c 95 Seydisf.— ’ 1 1 \O5»> 4m Mayen- Donnerstag, denZlRzk paber ds. ’•? ° Q i(°iW 0wolkenlos.O neuer Q neio oeoeext ®woikiq. •Gedeckt. »Regen * Schnee Graupen* e Ne Del K (irritier .©windstille. O» sehr leichter Ost £ massiger Südsüdwest Q stürmischer nordwesl hie Pfeile fliegen mit dem winde Oie Denen Stationen stehenden Zahlen geDen die Temperatur an. Oie Limen verhmden Orte mit Gleichem, auf rt/eresnn/eau umaerechneten Luftdrucn terrorausjagc. Ein kräftiges Störungsgebiet liegt heute über der Nordsee, dessen Zentrum einen Barometerstand von unter 740 Millimeter aufweist. An seiner Rückseite dringen polare Luftmassen südwärts bis England vor. Die Kaltlustzufuhr gestaltet die Wetterlage unbeständig. Neben veränderlicher Bewölkung, verbunden mit einzelnen Regenschauern tritt zeii weises Aufklaren ein. Die Temperaturen ändern ihre gegenwärtigen Werte wenig. Wettervoraussage: Veränderlich, wechselnd rool kig mit Aufklaren, kühl, strichweise Schauerregen und um West drehende Winde. Witterungsaussichten für Sonntag: Fortdauer des veränderlichen Wetters Lufttemperaturen am 22. September: mittags 25 Grad Celsius, abends 18,8 Grad Celsius; am 23. September: morgens 13,5 Grad Celsius. — Erd- temperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 22. September 18,5 Grad Celsius: am 23. September 14,4 Grad Celsius. Marimum 25,2 Grad Celsius, Minimum 12,5 Grad Celsius — Niederschläge 1,1 Milli meter. — Sonnenfcheindauer 5% Stunden. ! Katalog auf Wunsch gratis »M5rt Ws M,» Gelbe Dose mit schwarzem Streifen FLIT vernichtet K Fliegen Schnaken Wespen. Mo tten. Wanzen, Schaben. Ameisen samt Brut. foultet. >M bei Leaenö- ftifler UnnwQtung titer dm 4 bis icrtitftn'Btun« in den ‘Stürmen. Leuten, die Frcu> iu teilen. Die iur noch als Lei- ‘ie Frau wurde in itj cingeleert prokflotal Sierra ie Abschaffung der rrra C:otc wurde setzgeb.'nden Aales eene angenommen. iHc Sklaven frei* lache, dah die Seer bisher vschan- ebung des Prvkl- itige 6flaDen tten, Halle bi fcj« rregt, vaS zu der ehenlvursee Wck. nft aas im &aatt Go chlele, es habe Sb i, die an Numn ^endahntinie im Es wird angenom tten um kürzlich ff adelt. ,NenlLUn° Mltn ® “5 an ln^ltettn 3r* her. 55? ää ? "'»ÄL UH- xFÄ • ■ÖQnbt haj । j( em NeiM Teil ffi. Sä*».» ? f°kchat>tn Ä,r Strafe« '“e- festzunehmen. In Leipzig. Analer. : ^«nbet vm £2( lchuWch. 7l der Todes- sechzehn erhöht, auch im 2a>t. 2m 2clchener ninb erfranft. Sn rnf^l noch nicht 15 60"*^ er Jo S.'P^Ai!>>' *15- -iS--- 0 i* srK S » «L ÄÄ * KüchensachverstanJige zogen Statt Karten 06340] Gießen, den 22. September 1927 z. 3- llnlo.'Frauenttivik 8561D1 „ Garaeelen.Fischmeh! Aja in FleischkrisseS, Na£ut 9T Engen Scheel / MfiHS&arg 17 Tel. 802. MscMmerfanische Petroleum-Gese'Ischait/AbieilDng Sp-ziaipredokle/Bamhurg 36 Oie Verlobung unserer Tochter (5mmt) mit Herrn Dr. Phil. Willy Wallenfels beehren wir und anzuzeigen Architekt Philipp Nicolaus und Frau Flora geb. Kunz Meine Verlobung mit Fräulein Emmy Nicolaus zeige ich an Gießen, Marktplatz 21 Obstversteigetung. Montag, den 26. b. 2TL, wird im Anschluß an die fiskalische Obstversteigerung das Obst aus den Freiherrlich von Rabe Mrchliche Nachrichten. 3fr. Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 24. Sept. 1927. Vorabend 6, morgens 8.30, abends 6.25 u. 7 Uhr. Gottesdienst der isr. ReligtonSgesellschaft Sabbatseier, den 24. Eeptbr. 1927. Freitag obd. 5.50, Samstag Dorrn. 8.00, nachm. 4.30, Sabbatauegana 7.05. Wochengottesdienst: Sonntag morg. 5.15, Won. lag morg. 5.C0, abends 5.30. Die ^Palmin-Post“ (D. R.G. M.), eine Kinderzeitschrift, wie sie noch nicht da war, liegt künftig jeder 1-Pfund-Tafel Palmin bei. Die .Palmin-Post“ bringt künstlerische Abbildungen in Form von Sammel kart en. Or. phil. Willy Wallenfels Studienreferendar EHirae in großer Auswahl, zu billigen Preisen. Se-miH Sack, MW in prima Qualität empfiehlt billigfi W.HaM, Neuen Baue 1. Teleph. 612. «jo'd abrikverka ufs teile WZ Gießen, Neuen weg 4 Leiter: J. P. Mono Wggg 59 - 64 - 79 - 90 - 100 M pTST usw. Bequeme Wochen- and Monatsraten -fitaJdlaWMd dihfik^ aß TURIN, GRAND P R I 16. 9. 27, Sieger: Kaufmann auf FWks A Sommer-^ grossen J Auch in den hartnäckigst. Fällen werden in einigen Tagen unter Garantie durch das echte unschädliche Teint- Verschönerungsmittel Venu« Stärke B (gr-s. gesch.l beseitigt. Keine Schälkur. Preis Mk.2 75. 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Man verlange aber Inder Drogerie ausdrücklich daS Dlreu-Lavaren, von dem schon nruiA geringe Mengen zur Haarwäsche genügen- Nach einer solchen Lavarenwasche, die böchnenS 5-6 Pfennig kostet, Ist daS Haar glänzend, seidig weich »nd von prachtvoller Fülle. [6.-,«A Stellt« g-StoMtocrtbeo fvr MO M. an Do metnde Rubinashcrusen; Defttzrr irrtb Züchter Hcch Jacobi U.-alnterseibertenrvd für 900 Mk. an Gemeinde Lardenbach bei Schotten; Besitzer und Züchter Dersuchsgut der Landwirtschafts- kammer Selgenhof für 900 Mk. an Gemeinde Bieder-Biel (Kr. Wetzlar); Besitzer unb Züchter Sebastian Schmidt-Reiskirchen für 940 Mk. an Gemeinde Treis (Oumba); Besitzer und Züchter Hch Garthe II.-Bodenbach für 850 Mk. an die Bullenstation Kirtorf der Landwirtschaftskammer; Besitzer und Züchter Heinrich Graulich- Beinhardshain für 810 Mk. an Gemeinde Wingeshausen bei Schotten; Besitzer und Züchter Eduard Ling- n e r - Wingershausen für 800 Mk. an Gemeinde Oberndorf bei Braunfels; Besitzer und Züchter Joh. Decker- Fronhausen für 780 Mk. an Gemeinde Rordeck; Besitzer und Züchter S). Ruth- Bieder-Walgern für 775 Mk. an Gemeinde Oden- Hausen, Kr. Wetzlar; Besitzer und Züchter 3of). Peil- H es kam für 740 Mk. an Gemeinde Alten- hain bei Schotten; Besitzer und Züchter H. Kornmann- Wermertshausen für 740 Mk. an Gemeinde Ealdern; Besitzer und Züchter Hch. Hch Göbel- Hartershausen für 720 Mk. an Gemeinde Erda, Kr. Wetzlar; Besitzer und Züchter Genossenschaft Ober-Weimar für 710 Mk. an Qlug. Weber-Dutenhofen; Besitzer Qlug. Antschbach-Bermershausen für 700 Ml. an Gemeinde Salzböden; Besitzer Bürgermeister O p p e r - Wehrda für 730 Mk. an Gemeinde Stockhausen (Lahn); Besitzer uttd Züchter K. Dvlp Wtw.-llnter-Seiberlenrvd für 630 Mk. an Gemeinde Simtshausen bei Marburg; Besitzer und Züchter Jak. Bastian, Ober-Weidbach, für 680 Mk. an Geimeinde Hunstadt (Kr. Ufingen). Besitzer und Züchter K. Meißner, Rieder-Horlen. für 800 Mk. an Gemeinde Oberbiel (Kr. Wetzlar). Besitzer H. Göbel, Banse, für 650 Mk. an Gemeinde Boßdorf (Kirchhain). Besitzer Jak. S e i b e l 2., Breidenbach, für 630 Mark an Gemeinde Waldgirmes. Ferner erwarben Bullen: Gemeinde Heuchel- ,eim für 610 Mk., Gemeinde Waldgirmes für 580 Mk., Gemeinde Rieder-Lemp für 590 Mk., Gemeinde Straßebersbach für 450 Mk., Gemeinde Münchholzhausen für 570 Mk., Gemeinde Kölsch- Hausen für 610 Mk., Gemeinde Krofdorf für 590 Mk. und Gemeinde Ockershaufen für 570 Mk. Das teuerste weibliche Tier, ein trächtiges Rind, kaufte H a n k e l, Wilsbach, von dem Züchter K. Meißner, Rieder-Hbrlen für 550 Mk. Jede Fleisch- und Gemüseart hat - ähnlich den Früchten - ein besonderes, empfindlich-feines Aroma, auf dessen Erhaltung der Kochkünstler sorglich bedacht ist, zur Freude jedes Feinschmeckers. Er wählt darum grundsätzlich nur Zutat en, die im Geschmack neutral sind oder die sich dem Aroma des jeweiligen Gerichtes harmonisch anpassen. sicherlich recht zahlreichen Besucherschaft vm> führen — Am Donnerstag nächster Woche, gleichfalls nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr, wird das Mvdewarenhaus Imheuser, ebenfalls in Gemeinschaft mit einigen anderen Gießener Firmen, im Easö Leib eine Modeschau der an st altem Auch dort sollen den Besuchern, insbesondere den Damen, die neuesten Modeschopfungen wirksam vorgeführt werden. “ Der Verband d e r Bauvereine in Hessen hält seinen diesjährigen Derbandstag am nächsten Sonntag in Gießen ab. Vor der Erledigung der Tagesordnung werden folgende Vorträge gehalten: Regierungsrat Enes vom Landesfinanzamt Darmstadt spricht über „Die verschiedenen St<" krgesetze und ihre Bedeutung für die gemein- nüzige Bautätigkeit". Staatsanwall Dr. Brauns (Worms) referiert über „Das Erbbaurecht". Im Anschluß an die Tagung ist ein gemeinsames Mittagessen und eine Besichtigung der Bauten der Gießener Baugenossenschaft 1894 vorgesehen. 10. Ausstellung und guchlviehversteigerung für rotes Höhenvieh. —.— G i e ß en, 22. Sept. Die heutige Zucht- viehoersteigerung des Verbandes mitteldeutscher R o t v i« h z ü ch t e r stand unter sehr günstigem Zeichen. Prachtexemplare dieser Rasse waren aufgetrieben, und zwar in einer bisher noch nicht erreichten Zahl von 107 Tieren, davon 97 Bullen und 10 Kühe und Rinder. Die Vertreter der Landwirtschastskammer, der Behörden und zahlreiche Liebhaber und Käufer aus fast allen Zuchtgebieten des Verbandes waren erschienen. Der Auftrieb sand auf dem Viehmarktplatz an der Mar- garethenhülie statt. Das Interesse für die Rotoieh- zucht wächst dauernd, zu den ursprünglichen Zucht- gebieten gesellen sich immer neue. In verschiedenen Teilen Oberhessens und in den Kreisen Wetzlar und Biedenkopf haben sich Zuchtgebiete mit hochwertigem Material gebildet, z. B. Zwiefalten, Göbelnrod, Selgenhof, Obermockstadt, Seibertenrod, Hörnsheim, Atzbach, Lützellinden und Klein-Gladenbach. Die Versteigerung brachte für gut gebaute, wüchsige Tiere mit guter Abstammung teilweise sehr hohe Preise. Der teuerste Bulle kostete 1520 Mark. Die Zuchtviehversteigerung hatte folgendes Ergebnis: Besitzer K. Belten L- Göbelnrod (Züchter Altbürgermeister Deubel- Rudingshain), Käufer Gemeinde Lützellinden für 1520 Mk.; Besitzer und Züchter Fr. Spahn- Selters verkauft für 1400 Mk. an Gemeinde Hörnsheim; Besitzer und Züchter Dr. Ai t gen- Wormeln verkauft für 1360 Mk. an Freiherrlich Aiedeselsche Gutsverwaltung in Eisenbach; Besitzer und Züchter Ph. Debus III.-Aeiskirchen verkauft für 1160 Mk. an Gemeinde Göbelnrod; Besitzer und Züchter Hch Münster-Hatten- rod für 1120 Mk. an Gemeind« Kinzenbach; Besitzer und Züchter Dr. A i t g e n - Wormeln für 1060 Mk. an Gemeinde Wißmar; H Lvh- Womn.st cin kleines Plus zugestehen muß, vermöge ihrer härteren und massiveren Spielweise. M. T. V. zählt sich heute zu den besten Mannschaften des Gaues Hessen, doch werden ihm Die 46er einen Sieg nicht allzu leicht machen. D. f. D. Die Ligamannschaft fährt am kommenden Sonntag nach Kassel, um dort gegen B. C. „Spor t“ zum Kampf um die Punkte anzutreten. „Sport" nahm im Bezirk Hessen-Hannover schon immer eine hervorragende Stellung ein und brachte es auch schon zu Meisterschafts- ehven. Lieber seine diesjährige Form läßt sich noch kein bestimmtes Urteil abgeben, da die beiten Unentschieden gegen „Borussia" Fulda und „Tura" Kassel zwei gänzlich verschieden- wertige Leistungen darstellen. Für die D. f. B.- Mannschaft besteht wenig Hoffnung, gegen diesen Gegner einen oder gar beide Punkte zu gewinnen. zumal das Spiel auf dessen Platz stattfindet und sie dadurch den Rachteil der langen Reise hat. Den Erfahrungen des vergangenen Sonntags gemäß hat die Mannschaft einige Umstellungen erfahren, durch die der bisher schwächste Mannschaftsteil, ter Sturm, verstärkt sein sollte. Die Umgruppierung bedeutet ein Experiment, von dem erst nach dem Spiel gesagt werten kann, ob es sich bewährt. Es sollte nicht unmöglich sein, daß durch die zu erwartende größere Durchschlagslraft des Angriffs doch ein bescheidener Erfolg errungen wird. Die erste Voraussetzung für ein einigermaßen günstiges Abschneiden ter V. f. B.-Elf ist, daß sie mit ter nötigen Energie und Ausdauer bis zum Schluß durch- kämpft. Die Ligareserve hat sich, da ohne Ver- bandsspiel, die Erste von „Oranten“ Frohnhausen (Dill) zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet und wird sich sehr anstrengen müssen, wenn sie gegen die als recht spielstaä bekannten Oranier gewinnen teilt. Zum Derbandsspiel auf eigenem Platz tritt die Dritte gegen die Erste von Fronhausen (Lahn) an, und sollte Mühe haben, knapp zu gewinnen. Rach ihrem großen Diplomspielsieg am vergangenen Sonntag hat sich die erste Jugend- Mannschaft für kommenden Sonntag die erste Jugentelf der bekannten Frankfurter „German i a 9 4“ zu einem Freundschaftsspiel einge- laten. Di« Germanenjugend hat schon immer einen sehr guten Fußball gezeigt und sollte im V. f. D. einen ziemlich gleichwertigen Gegner haben. Di« erste Schülermannschaft beginnt nun ebenfalls mit den Diplomspielen und hat auf eigenem Platz Heuchelheims erste Schü- levelf zum Gegner. Dritte Jugend- unD zweite 6 c. ül e r- Mannschaft treten in Großen-Buseck gegen die dortige zweite Jugend- bzw. erste Schülerelf an. an sich zu reißen und alle Mittel der Technik in den Dienst der Sache zu stellen. Heute sind rund 4000 Menschen alljährlich draußen auf dem Walfang, dessen günstigste Zeit in den südlichen Sommer fällt, also wenn es bei uns Winter ist. Die Schiff« verlassen Rorwegen im Rovember und kommen erst im Mai oder Juni heim. Eine solche Flotte seht sich aus den eigentlichen Walfangbooten und aus Stationsschiffen zusammen. Die norwegische Flotte, die sich in Händen einer ganzen Anzahl von Reedereien befindet, hat allein 23 Stationsschiffe mit einem Raumgehalt von etwa 127 000 Bruttoregistertonnen. Die Fangschiffe sind kleine, äußerst wendige Dampfer, einige 30 Meter lang und 6 bis 7 Meter breit. Sie erreichen dank ihrer starken Maschinen Geschwindigkeiten bis zu 12,5 Knoten. Ihr Bug ist ähnlich ausgebildet wie bei den Eisbrechern; auf einer Spitze steht die Harpunenkanone, die meistens vom Kapitän bedient wird. Als Sonderausrüstung haben di« Fangschiffe besonders schwere Winden zum Heraufholen des harpunierten Wales sowie ein besonderes Schleppgeschirr, an tem ter erlegte Wal zum Stationsschiff gebracht wird. Die Besatzung eines solchen Bootes beträgt zwölf Mann. Im Gegensatz zu den Fangschiffen sind die Stationsschisfe geräumige Dampfer von 3000 bis zu 17 500 Tonnen Tragfähigkeit. Sie sind ihrem Zweck entsprechend so eingerichtet, daß der ganze Wal an Deck gebracht und dort zerlegt werden kann. Da das Hochwinden ter schweren Tiere eine überaus mühselige Arbeit ist, sind neuerdings bei einigen Schiffen am Heck oder auch am Bug schiefe Ebenen angebracht worden, auf denen der auf der Wasseroberfläche schwimmende tote Wal hochgezogen werten kann. Beim größten, erst vor kurzem aus einem Tankdampfer umgebauten Schiff, erhielt der Bug hierzu einen Tunnel von 6 Meter Durchmes.er. der durch Hochklappen eines rund 63 000 Kilogramm wiegenden torförmigen Telles des Vorderstevens geöffnet werden kann. Von dem auf tem obersten Deck liegenden Wal werden die Speck stücke mit großen Metern abgetrennt und durch Rohre in den darunterliegenden Raum in verschiedene Äeft«i geworfen, wo der Tran mit Dampf ausgekocht wird. Das Rohöl wird in einer Reihe Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Der kommende Sonntag sieht Die L i g a e I f im Kampf um die Punkte gegen den Sportverein „Hessen" 1911 Frankenberg. Gestützt aus die Ersahrungen ter letzten beiden Spielsonntage hat die Ägamannschast nunmehr eine weitgehende Aenterung erfahren; nur die junge Läuferreihe ist unverändert geblieben, Offenbacher hütet auch weiterhin das Tor. Der ©türm wird nach wie vor rwch das Schmerzenskind 1900'6 bleiben; große Leistungen sind von ihm nicht zu erhoffen. Die Reuzusammenstellung für den kommenden Sonntag verspricht jedoch immerhin eine bessere Ausnutzung der sich bietenden Torchancen, insbesondere da der Halblinke nunmehr wieder an den Spielen teilnimmt. — Wenn auch Frankenberg bei seinen bisherigen Spielen Nicht schlecht abgeschnitten und diesmal sogar den Vorteil des eigenen Platzes hat, so ist trotzdem mit einem Erfolg ter Gießener Els zu rechnen, wenn diese mit vollem Ernst an die Aufgabe herangeht. Die Ligares erbe muß zu der gleichen Elf des Sportvereins 1920 Herbo rn. Ein Sieg ter Blauweißen liegt im Bereich der Möglichkeit, wenn auch der tückische Herborner Sportplatz und ter Sieg der Herborner über den Gießener Lokalgegner, Verein für Bewegungsspiele, zu allerlei Bedenken Anlaß geben. Die 3 b - Elf fährt zur 2. des Vereins für Rasenspiele Lich. Die Mannschaft, die erstmals wieder mit ihrem Sturmführer antritt, hat die besten Aussichten auf den Sieg und bamit Gelegenheit, bi« Scharte vom Vor- sonntag auSzuwetzen. Die Jugenb- unb Schülermannschaften sind sämtlich spielfrei. Die Derbandsspiele im Arbeiter-Turn- und Sportbund. Die kreisllasse. £ Am kommenden Sonntag greift die 1. Mannschaft ter Freien Turnerschaft Heuchelheim zum erstenmal in die Spiele der Rachrunte der Kreisllasse ein, und hat aus eigenem Platz Friedberg als Gegner. Diese Mannschaft bot, von guten Einzelleistungen abgesehen, am vergangenen Sonntag keine überzeugende Leistung und verlor verdient gegen Gießen. Allem Anscheine nach wird die Mannschaft gegenwärtig von den unruhigen Geistern befreit, eine Maßnahme des Krersspielausschusses läßt dies wenigstens annehmen Das Spiel in Heuchelheim verspricht aus diesem Grund« angenehmer au werten, bedeutet aber aus eben diesem Grünte eine ernstere Gefahr für Heuchelheim, das am Sonntag eine der wenigen Gelegenheiten hat, die Punkte zu behalten Friedberg wird sich äußerst zäh gegen eine nochmalige Riederlage in Oberhessen wehren und von vornherein auf Sieg spielen Ob dieses gelingt, hängt davon ab, ob di« Hintermannschaft Heuchelheims ruhige Rerven behält, der Sturm sich zu einheitlichen und geschlossenen Aktionen zusammenfintet und seinerseits alles versucht, ein möglichst günstiges Ergebnis für sich herauszuholen Von den weiteren ©fielen • ter Kreisllasse ist vor allem das Zusammentreffen ter beiten Tabellenführer der ersten Grupp«, W e fte n b unb Praunheim, von Interesse, bei dem. Westend mit seinem anertannt guten Spiel di« meisten Aussichten auf den ©iep hat. InBvckerotz e i m nimmt Dorheim emen aussichtslosen Kampf auf. Die I. Klasse. Giehen hat gegen Wies« ck immer versucht, die widerstandsfähigsten Mannschaften zu- sammenzustellen So dürfte es auch am Sonntag werden, wo die Gießener I b ter ersten Mannschaft Wiesecks gegenübersteht. Daß sich die hohe Riederlage wie am Sonntag gegen Alsfeld nicht wiederholt, dafür hat Gießen auf eigenem Platz eine Reihe Möglichkeiten. Auf ter anderen Seite hat Wieseck allen Anlaß, zu verhüten, daß sich ter Vorgang wie bei ter Vorrunde wiederholt, wo Gießen ter weit besseren Mannschaft ein Unentschieden aufzwang. Rach tem Stärkeverhältnis beider Mannschaften muß Wieseck Sieger bleiben, andernfalls würde die Mannschaft versagen. Ein zäher Kampf wird sich in Raunheim entwickeln, wo Raunheim, der Tabellenführer, mit Alsfeld zufammeattrifst. Raunheim hat bis jetzt noch nicht einen einzigen Verlustpunkt erlitten, damit beweist Die Mann- schäft ihre Beständigkeit und Fähigkeiten. Der Ausgang ist hier mit einiger Bestimmtheit vorauszusagen, denn Alsfeld wird gegen die rei'ere Spielweise Raunheims einen sehr schweren Stand haben, und zum Schluß sich als geschlagen bekennen müssen. Ungewiß ist ter Ausgang des Spiels Lollar 1 und Marburg I in Lollar. Lollar muhte seit Beginn der Rachrunte bereits drei Niederlagen einstecken, und sieht seine sichere zweite Stelle arg ins Wanken geraten. Dieser Umstand dürfte der Mannschaft einen besonderen Schwung und Siegeswillen verleihen. Rach seinem sehr guten Abschneiten gegen Raunheim überraschte Marburg mit einer hohen Niederlage gegen Wetzlar, und einem schwachen Spiel gegen Gießen. Die Marburger Männerturner tun also gut, den gefährlichen Loklarer Sturm nicht zu oft in Tornähe kommen zu lassen, denn aus eigenem Platz hat Lollar immer verstanden, die Spiele für sich erfolgreich zu gestalten. Bei den Spielen ter 2. Mannschaften ter 1. Klasse stehen sich in Naunheim Alsfeld II und Naunheim II gegenüber. Naunheim wird wohl Sieger werden. — In Heuchelheim messen die 2. Mannschaften Heuchelheims und Wiesecks ihre Kräfte. Der Ausgang dieses Spiels ist bei der unsicheren Spielstärke der 2. Mannschaften ungewiß. Di« H. Klass«. Alt«n-Dus«ck I hat Daubringen 1 als Gast. Das Spiel wird für die Einheimischen wenig Gewinnaussichten bieten, denn Daubringen verfügt über eine ausgeprägter« Spielweise, tec ter Mannschaft auch diesmal den Sieg bringen wird. Leun I hat gegen Frvnhausen I auf deren Platz anzutreten und sollte auch ter Sieger bleiben. Durch ihren Punkt Verlust infolge Richtantretens gegen Burkhardsfelden ist Leuns Spitzenstellung stark ins Wanken geraten, so daß die Mannschaft sich sehr strecken muh, will sie ihre Positton behalten. In Großen-Linten treffen sich Großen - Linden I und Burkhardsfelden I. Die Frage nach dem Sieger ist leicht entschieden, denn Großen-Linten wird wohl, ohne sich sonderlich ausgeben zu müssen, Sieg unb Purckte an sich bringen. Großen-Linden als Reuling hat es bei seiner ersten Beteiligung an den Der- bandsspielen fertiggebracht, sich beretts an die zweite Stelle zu setzen. Die Jugendklasse. Heuchelhei m wird im Spiel gegen Leun mit einem hohen Sieg abschneiden, denn die Leuner Jugend scheint über ihr primitives Spiel noch nicht hinausgelonrmen zu sein. Interessanter verspricht schon daS Spiel zwll schcn Wetzlar und Klein-Linden in Wetzlar zu werten. Den Wetzlarern muß man als tem Spielerfahreneren auf eigenem Platz ein Plus zurechnen. Gießen und Wieseck werten sich, tote immer, in Gießen ein spannendes Spiel liefern, bei dem die Gewinnaussichten beiter Mannschaften geteilt sind. Steinbach wird gegen bi« gute Lollar« r Mannschaft kaum bestehen können und die größere Spielerfahrung ter Lollaver in einer höheren Torzahl anerkennen müssen. Hachborn als Führer der Gruppe Ost wird auf eigenem Platz seinem Gegner Fron- Hausen wohl ebenfalls das Rachsehen geben, wobei der Torunterschied nicht allzu hoch werden dürfte. Als einzige Schülermannschaften treten am Sonntag Daubringen und Wetzlar in Daubringen an. Beite Mannschaften zeigen recht hübsche Leistungen, bei denen Wetzlllr eine Kleinigkeit voraus haben dürfte. Heuchelheimer Fußball. Kommenden Sonntag treffen sich auf tem Heuchelheimer Sportplatz die erste Mannschaft vom S. C. Riedergirmes und die 6 r fte vom Heuchelheimer Sportverein im fälligen Der- von weiteren Kesseln gereinigt und dann in großen Tanks gespeichert. Der von seinem Speck befreite Körper wird auf dem Hinterdeck weiter ausgeschlachtet; die Knochen werden gemahlen und ebenfalls ausgekocht. Die Stationsschiffe sind Schlachthäuser größten Stils mit bis zu 250 Mann Besatzung. Sie sind mit allen erdenkbaren Einrichtungen unb Vorräten für eine zweijährige Abwesenheit ausgerüstet, da man wegen der Gefahr des Einfrierens damit rechnen muß, über einen Polarwinter im Eise festgehalten zu werden. Ein Teil der Stationsschiffe ist mit drahtlosen Rachrichtenmitteln ausgerüstet, die die Schiffe in den Stand setzen, nicht nur mit ihren Fangschiffen und der übrigen Flotte, sondern auch vom südlichen Eismeer mit Europa in Verkehr zu treten. Bei ter planmäßigen Ausgestaltung des Krieges gegen die Walfische nimmt es nicht Wunder, wenn die Ausbeute in den letzten Jahren außerordentlich gestiegen ist. Die Ror- toeger haben allein durchschnittlich jährlich fast eine~ Million Hektoliter Walöl im Wert von annähernd 100 Millionen Mark heimgebracht. Dazu kommen die nicht unbeträchtlichen Sieben» erzeugnisse. Die geeignetsten Jagdgründe behüten sich bei den Südshetlandinseln unb bei ©üb- georgien, die fast zwei Drittel des gesamten Ertrages liefern. Die Ausbeute eines Tieres ergibt im Durchschnitt etwa 110 Hektoliter Oel. Das größte Tier von 28 Meter Länge brachte dagegen 485 Hektoliter im Werte von rund 33 000 Mk. Die Oelpreise schwanken sehr nach ter Güt« des Oels; eine Tonn« allerbesten Oels kostet etwa 700 Mk. Obwohl in der Walfischjägerei erhebliche Gelder angelegt sind, die fast die Hälft« des Jahres über brachliegen, lohnt sich das Gefchäft, wie man aus den Dividenden ter einzelnen Gesellschaften ersehen kann: Einzelne von ihnen verteitten bis zu 45 vom Hundert I Zur Zeit ist von einem Abnehmen der Walfänge noch nicht viel zu spüren; wie lange aber wird es dauern, bis sich die Folgen der plan- mäsigen Ausrottung bemerkbar machen und das Geschäft nicht mehr lohnt! Dann wird wieder eine jener vorsintfiulllch anmutenden Tierformen tem Aussterben nahe sein. Die Zensur im heutigen Ruhland Schere und Blaustift ter Zensoren, die im Rußland der Zaren so eifrig an der Arbeit gewesen sind, dürfen auch in der heutigen Sowjet- Republik nicht feiern. Der einzige Unterschied besteht in den Motiven, aus denen damals unb heute ein Werk tem Verbot« anheimfällt. Gin« interessante Zusammenstellung solcher von Sowjet-Zensoren gefällter Verdammungsur teil« von Buchern findet sich in dem Manchester-Guardian. Wahrend früher unter dem Zaren Rikvlaus I. Seneca als „Republikaner" verboten tourte, verfallen heute Plato und Kant dem gleichen Schicksal, weil üjre Werke „in tem Geiste einer idealistischen Philosophie" abgefaht find. Earlhle, Ruskin, Maeterlinck, Tolstvt unb Kropotkin sind nur in großen Bibliotheken zu finten, während sie den Lesern kleiner Bibliotheken vorenthalten werten. Manche Rovellen Dostojewskijs werden wegen ihres „mystischen" Eharatters mit dem Bannstrahl belegt, und bi« Werke Ljeskows, dieses unabhängigen Geistes, ter zu seinen Lebzeiten von Revolutionären und Reaktionären gleichermaßen verdammt tourte, erfahren das gleiche Los. Die Evangelien; der Koran unb ter Talmud sind nur in kleinen Bibliotheken, populäre religiöse Schriften überall verboten. Es ist amüsant, zu erfahren, daß die Werke Rietz- sches und Canon Farrars dem gewöhnlichen Leser nicht ausgehändigt werten, und daß auch andere für literarische und wissenschaftliche Ar- ♦ beiten unentbehrliche Bücher nur dann verliehen toeröen, wenn ter Bibliothekar persönlich die Verantwortung hierfür trägt. Auch vor den Werten der Chemie, der Astronomie und Mathematik macht die Arbeit des Sowjet-Zensors nicht halt, sondern untersucht alle Setten nach verdächtigen Stellen. Ein besonders v^rchsaincs Auge hat der -Zensor für alles, was das antireligiöse Gefühl ter Lcser ver ehen könnte. So fiel jüngst eine Szene in der Rovcll« „Dec An- tläget“ von O'Flaherty seinem S.iste zumOp'e-r. well der Held in einer Kirche stirdt. In der russischen Lleterledung mußte d es? schö"« Siegle uingeöntert werden, da in cn'r Kirche i:erben, ein schlechtes Beispiel für einen Sowjet- Helden sei. bandSspiel. Wollen tne Heuchelheimer noch sine Rolle in den Derbandsspielen vertreten, dann müssen sie unbedingt dieses Spiel gewinnen. Medergirrnes. das im Vorjahr in der Liga gespielt hat, ist ein sehr starker Gegner; vor allem ist der Tormann ganz erstllassig. Die Mannschaft ist durch ihre Spiele in der Liga an schwere Spiele gewöhnt. Die zweite Mannschaft fährt nach Klein-Linden und dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach die Punkte mit nach Heuchelheim nehmen. Die S ch ü l e r m a n n s ch a f t. die ihre beiden Verbandsspiele bisher gewonnen hat, geht nach Gießen zum V. f. V. Ob sie dort gewinnen toirb, muh abgewartet werden. Leichtathletische Schu Wettkämpfe. Arn gestrigen Donnerstag fand ein leichtathletischer Wettlampf der höheren Schulen Otestens auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1930 statt. Es beteiligten sich: Oberrealschule, Realgymnasium und das Pädagogium. Die Mannschaft des Gymnasiums nahm nur an einigen Wettt cwerbcn außer Konkurrenz teil, da ihre beste Kraft. Voell er, am Erscheinen verhindert war. Trotz nicht allzu günstigen Wetters wickelten sich die Wettkämpfe glatt ab, und es wurden zum Teil recht gute Ergebnisse erzielt. Hervcrzuheben ist das vorzügliche Laufen von Müller (Oberrealschule), der den 100-Meier- Lauf in der guten Zeit von 11.8 Sekunden gewann. Erwähnenswert ist ferner die glänzende Leistung von Müller (Realgymnasium), der die Kugel 12,78 Meter weit warf. In der Gesamtwertung ging die Mannschaft des Realgymnasiums als Sieger aus den Kämpfen hervor; die Punkte verteilten sich folgendermaßen: Realgymnasium 64''2 Punkte; Oberrealschule 55 P.; Pädagogium 22' 2 P- Rachstehend bringen wir die Ein^elergekmisse: 100 Meter: 1. Müller (Oberrealschule) 11,8 Sel. 2. Lohnes (Oberrealschule) 11,9 Sek. 3. Maus (Realgymnasium) Brustbrette zurück. 4xl00 Meter-Stafette: 1. Oberrealschule in 48,3 Sek. 2. Realgymnasium 49.7 Sek. 3. Pädagogium. Schwedenstasfel (400, 300. 200, 100): 1. Realgymnasium in 2:19.4. 2. Oberrealschule 2:20,1. 3. Pädagogium. 1500-Weter-Lauf: 1. Ray (Oberrealschule) 4:53. 2. Roth (Realgymnasium) 4:59,2. 3. Wols (Oberrealschule). Auster Konkurrenz liei Vaubel (Gymnasium) in 2:57.8. Hochspruna.: 1. Loh (Realgymnasium) 1,54 Meter. Wolf (Gymnasium) sprang außer Konkurrenz 1,57 Meter. Weitsprung: 1. Hölscher (Realgymnasium) 5 42 Me!ec. 2. Maus (Realgymnasium) 5,03 Meter. 3. Koh (Oberrealschule) 5,00 Meter. Kugelstoßen: 1. Müller (Realgymnasium) 12,78 Meter. 2. Wolf (Gymnasium) 11,08 Meter. 3. Holzigel (Pädagogium) 9.89 Meter. Speerwerfen: 1. Müller (Realgymnasium). 2. Vrose (Oberrealschule). Die Vox-Wellmeisterschast Tunney als Sieger. Chicago, 23. Sept. (WTV. Funkspruch) In Dem Box-Weltmeisterschaftskampf Dempsey — Tunney hat Tunney einen Punktsieg errungen. Mm 8 Mhc hatten mehr als 100 000 Zuschauer ihre Plätze eingenommen, und trotzdem dauerte txr Menschenstrom in die Arena urrunterbrochen! fort, so daß die volle Besucherzahl von über 160 000 Zuschauern erreicht sein dürfte. Da betrat Dempsey (192,5 englische Pfund), mit tosendem Beifall begrüßt, den Ring. Kurz daraus folgte Tunney (159,5 englisch- Pfund). ?er im Gegensatz zu Deinpsey einen bedeutend frischeren Eindruck machte. Die erste Runde ging mit geringem Vorsvrung für Tunney zu Gntze, und auch die zweite Runde beendete Tunney klar für sich In der dritten Runde hatte Dempsey die harten Treffer von Tunney noch nicht überwunden. Er stand unsicher auf den Füßen. Die vierte Runde eröffnete Tunney mit einem rechten Schwinger, und befolgte weiterhin seine von Anfang an eingeschlagene Taktik, Dempsey durch Kopstreffer zu zermürben Dempsey toantte am Schlüsse der Runde, die Tunney überlegen gehörte, in seine Ecke In der 5. Runde übernahm Tunney die l—l! imh- III——Bll......■ >!■»BI w w 'IIrMTWirmu^m Rolle des Angreifers. Dempsey hatte aber trotzdem noch mü einigen schweren Haken Erfolg. Die Runde war daher als ausgeglichen zu werten. Die 6. Runde sah Dempsey wieder in Angriff. In der 7. Runde muhte Tunney unter atemloser Spannung der Zuschauer nach einem bei Eingang der Runde geführten Schlagwechsel zu Boden. Er blieb bis 9 unten, aber mehr, um sich wieder zu erholen Dempsey, der seine große Chance nicht unausgenuht lassen wollte, zwang Tunney zum Rückzug. Trotz aller Energie und guter Treffer tonnte aber Dempsey seinen Gegner nicht zum zweiten Male zu Boden bekommen Die Runde gehörte aber dem Ex-Weltmeister. Die 8. Runde war unentschieden Beide Kampfer schienen müde und fielen wiederholt. Auch in der 9. Runde führte Tunney. Die 10. und letzte Runde zeigte Dempsey zunächst noch widerstandsfähiger, als man erwarten tonnte. Tunney landete Kinn- und Kopfschläge in großer Zahl, aber Dempsey konnte immer noch rechtzeitig in den Flinsch gehen. Tunney beendete auch diese Rmcde über» legen. Sein Punktsieg ist überaus hoch ir.o einwandfrei. Dempsey hatte in dem für ihn so schweren Kampfe nur zwei Faktoren; seine große Energie und seine übermenschliche HLrte im Rehmen. Dem großen boxerischen Können seines Gegners konnte er aber nichts Gleichwertiges entgegenstellen. Dempsey will Einspruch erheben Chicago, 23.Sept. (WTB. Funkspruch.) Das deutsch-amerikanische Blatt „Chicagoer Herold" hat von dem Manager Dempseys erfahren, daß Dempsey sich durch die Entscheidung der Schiedsrichter benachteiligt sichle und sofort bei der Boxbehörde von Jllionis die Aufhebung dieser Entscheidung beantragen werde. ADAC-Feldbergrennen im Taunus. Der Termin für das ursprünglich am 25. September angesetzte ADAC- Feldbergvennen im Taunus für Motorräder, Touren-, Sport- und Rennwagen ist nunmehr endgültig auf den 16. Oktober festgesetzt worden. Der 03eranftalter, der Gau III a des Allgemeinen Deutschen Automobil- Klubs, Frankfurt a. M., erläßt jetzt die Ausschreibung. Das Rennen wird auf reine Geschwindigkeit gefahren Der Start beginnt am Restaurant „Hohe Mark" bei Oberursel und führt über acht Kilometer zur Paßhöhe „Sand- placken", dem Ziel Kilometerstein 4,9. Die durchschnittliche Steigung beträgt 8 Prozent. Zuge- lassen sind Motorräder, Motorräder mit Seitenwagen, Sport- und Tourei wagon, sowie Rennwagen. Den Siegern winken wertvoll.» Wauder- und Ehrenpreise, die sowohl vom Klub als auch von Privat- und Industriekreisen gestiftet wurden. Nationale ^reibd^cn-Lettsahrt m DarmfiaLL. Der Hefsenfliegerverein für Luftfahrt in Darmstadt veranstaltet am 16. Oktober auf dem Darmstädter Flugplatz eine nationale Freiballon- Wettfahrt. Der Wettbewerb ist als eine unbegrenzte Weitfahrt vorgesehen. Die Ballons starten in drei Klassen, von 1200 bis über 1600 Kubikmeter. Es ist mit einer Beteiligung von über zehn Ballonen zu rechnen, zumal eine derartige Veranstaltung seit J914 nicht mehr in Süddeutschland stattgefunden hat. Der Wettbe-- tixrb gewinnt dadurch an besonderem Interesse, daß ec als unbeschränkte Wettfahrt durchgeführt wird, und nur im Falle ungünstiger meteorologischer Verhältnisse eine beschränkte Wettfahrt ober eine Zielfahrt ungeordnet würde. Neuer We^rckord rm ierk. Einen neuen We.trekord im Rückenfliege.i: . hat am Mtttwechnachmittag der Donner Flieger Fieseler ausgestellt, indem er einen Rückenflug von Köln nach Bonn aussührte. Kurz nach 16 älhr startete er auf dem Kölner Flugplatz und stieg ans 700 Meter Höhe empor. Er ging über der Aachener Straße in Rückenlage und flog den Rhein entlang nach Bonn Hinter der Stadt Bonn führte er noch eine Schleife aus, flog dann immer noch aus dem Rücken zum Flugplatz Hangelar, wo er nach zwei Stunden glatt landete. Die Slugbauer aus dem Rücken betrug, 15:24 Minuten. Zur Kontrolle flog ein Flugzeug von Köln aus mit, in dem sich der Flughasenbetriebsleiter des Flughafens Köln, 5jauJ?imann Zwischen W«O sieben! Roman von Liesbet Dill. Copyright bei Morawe & Scheffelt Verlag, Berlin. 21 Fortsetzung Nachdruck verboten. „Herr Balentin junior ober senior?" „Herr Edgar ..." „Der ist verreist." „Verreist? Wohin denn?" „Das kann ich nicht sagen." „Seit wann ist er fort?" „Seit heut' morgen." „Seit — heute — morgen? Eine ... geschäfüiche Reise?" „Das kann ich nicht sagen." „Und wann kommt er zurück?" „Das wissen wir nicht ... Herr Valentin verreist viel. Soll ich etwas ausrichten?" „Nein, nein ..." „Und Ihre Nummer? Mit wem spreche ich denn eigentlich?" Sie zögerte. „Na, denn nicht", brach die Stimme das Gespräch ab. • Verreist. Er verreiste, ohne Nachricht zu hinterlassen--. Hatte er ihre Briefe nicht mehr erhalten? Auch den Eilbrief nicht ...? Ein Auto fuhr die Straße herauf. Sie flog ans Fenster, ihre Hände umklammerten das kalte, marmorne Fensterbrett, während sie im Morgennebel das Auto die Straße heraufklettern sah — —. Es kam näher, glitt vor das Gartentor ... es hielt .. Er war's? Ihr Körper begann zu zittern, die Knie brachen ihr ... Da ... der Schlag öffnete sich, ein stattlicher Herr im Pelzmantel stieg umständlich aus und half einer alten Dame heraus." Das Ehepaar, das im Unterstock wohnte, kam von einer Reise zurück. Ein Koffer wurde abgeladen und in den ©arten gestellt ... Ein Läuten durchschrillte das Haus. Es regnete sacht. Sie hörte Tropfen auf das Dach der Rampe fallen. Nichts — nichts. Die Zeit verrann ... Die Uhren schlugen ... Der Diener meldete: „Der Herr Intendant will die gnädige Frau sprechen .. " I „Sagen Sie, ich sei nicht wohl, ich läge zu Bett.. ." Er ging, kam aber gleich wieder... „Es sei sehr dringend, sagt der 5)err. Es handelt sich um ein Konzert..." Sie stand auf und ging ins Studierzimmer. „Ah, Sie, Herr Hofrat.. Guten Morgen ... was gibt's" „Ich hab' mich um Sie geängstigt, gnädige Frau ... Ich begegnete Ihnen gestern im Wald.. Sie sahen so blaß aus, und gingen vorbei, ohne meinen Gruß zu beachten... Was ist denn los? Ich höre, Sie wollen nicht fingen in meinem Konzert nächste Woche--haben abgesagt?" „Ich hin tatsächlich nicht wohl genug, um zu singen ... ich reise nach dem oüben, morgen ober übermorgen ... meine Koffer sind gepackt..." „Aber das ist unmöglich, daß Sie uns verlassen! Unmöglich, liebste Frau Melitta! Ich flehe Sie an, wir haben keinen Ersatz für Sie...!" „Jeder Mensch ist ersetzlich." „O nein. Es gibt Menschen, die nie ersetzt werden können . . ." „Das bilden wir uns ein." „Was ist das denn mit Ihnen . . . Gehen Sie wirklich fort?" „5a . . ." „Doch nicht etwa ... für immer?" „Vielleicht... für immer .. Woher wissen Sie, daß ich fortgehe?' „Das weiß die ganze Stob» und jeder fragt nach den Gründen. Gibt es beim hier Gründe?" „Nein . . . aber Stimmungen sind oft mächtiger als . . ." „Versteh' ich nicht ganz..." „Das sollten Sie eigentlich verstehen. Oder hätten Sie es je bereut, Stimmungen nachgegeben zu haben?" „Wenn Sie es wert waren, gewiß nicht... Sind sie das?" „Das weiß man nie ... vorher." „Ach ja, bas große „Nachher" ..." „Von dem wir noch gar nichts wissen." JDas wir aber meist .ahnen ..." Sie schwieg. „Also, schöne Frau ... verschieben Sie die Stimmungen bis nach dem dritten Dezember und fingen a. D. v. Hachenburg, befand, außerdem der Fluglehrer Schellhammer von der Flug- schule von Hangelar. Oberhessen. üanNreiö Gießen. cf. Heuchelheim, 23. Sept. Am Mittwoch wurde hier bas Gemeindeobst versteigert. Da in diesem Jahre die Obsternte eine sehr gute ist, so waren auch die Preise dementsprechend. Für gute Birnen wurden 2 bis 3 Mk. pro Zentner bezablt, Aepsel kosteten die geringeren Sorten 1 bis 2 Mk., während Tafelobst mit 5 bis 6 Mk. pro Zentner bezahlt wurde. X Klein-Linden, 22. Sept. Die Arbeiten zur inneren Instandsetzung unserer Kirche schreiten gut vorwärts. Man hofft, die Kirche in den nächsten Wochen wieder ihrem Zwecke dienstbar zu machen. Obgleich kühles Wetter herrschte, konnten in der letzten Zeit die Gottesdienste am Sonntag stets im Freien ftattfinben. An Stelle der Orgelbegleitung wirkte der hiesige Posaunenchor unter Leitung des Dirigenten Germer mit. Die Christenlehre für die Jugend fällt vorläufig aus, sie soll später nach Fertigstellung der Kirche nach- geholt werden. £. Wieseck, 23. Sept. In der Rächt zum Mittwoch hat ein Einbrecher hier eine Gastrolle gegeben. In dem einen Falle erwachte die Frau eines Eisenbahnbeamten, der sich im Rächt - dienst befand, durch Geräusche im Rebenzimmer. Im Glauben, es handele sich um Familienangehörige, erfolgte feiten^ der Frau ein Zuruf, und durch die offenstehende Tür sah sie einen Mann dmrch das Fenster das Weite suchen. Beim Rachsehen konnte nun festgestellt werden, daß der Herr Spitzbube sehr sorgsam zu Werke gegangen war. Durch Einsteigen durchs Fenster war er in die Wohnung gelangt, hatte aber vorher die auf einer Blumenbank stehenden Topfpflanzen sorgsam beiseite gestellt, jedenfalls um sich seine Arbeit durch störende Rebengeräusche nicht zu erschweren. Bei seinem Besuch hatte er es allem Anschein nach in der Hauptsache aus Geld abgesehen, denn die Unordnung, die, er in allen Schrankfächern und Schrrbladen crnrichtetc, läßt darauf schließen, zumal er auch die auf- gehängten Kleidungsstücke einer gründlichen Prü- fting unterzog. Sehr zu seinem Leidwesen mußte er durch das vorzeitige Erwachen der Frau unverrichteter Dinge auf dem gleichen Wege, den er gekommen, wieder verschwinden. Für die Betroffenen war dies jedoch die angenehmste Seite des unfreundlichen Besuches. Allem A?.- schein nach derselbe unliebsame Geselle beabsichtigte auch den Bewohnern eines neuerbauten Hauses in der Gießener Straße einen nächtlichen Besuch abzustatten, hier fand er aber keine Möglichkeit, in das Haus zu gelangen. Also mußte das Tätigkeitsfeld verlegt werden Diesmal suchte er sich das Anwesen eines Schreinermeisters in der Gießener Straße aus, und jetzt hatte er mehr Glück, denn hier erbeutete er eine Armbanduhr und eine neue Artenmappe. Aber auch jetzt (obwohl sonst immer aller guten Dinge drei sind) muß sich eine Störung bemerkbar gemacht haben, beim Bruder Langfinger vergaß seine fein säuberlich vor der Haustür abgestellten Schuhe mttzmrehmen, die ihm nun hoffentlich zum Derräter werden. Wie man weiter hört, soll es sich um zwei Vertret er vpn der Zunft der Diebe gehandelt haben. : G r o ß e n - B u s e ck, 23. Sept. Seit einiger Zeit bestehen hier Differenzen zwischen * *er Kirche und der politischen Gemeinde. In der Angelegenheit handelt es sich um den Anteil der Gemeinde an dem Defizit der Landeskirche. Die politische Gemeinde hat sich geweigert, den Anteil auf ihren Voranschlag zu übernehmen. Der Plan, diesen Betrag durch Erhebung einer örtlichen Kirchensteuer arrfzubringen, scheiterte an dem Widerstand von Gemeinde-' und Kirchenvorstand. Vor kurzem weifte der Prälat von Darmstadt hier, um mit den zuständigen Stellen einen gangbaren Weg zur Beilegung der Streitsache zu suchen. Aber auch da konnte kein Ergebnis erzielt werden. Man spricht nun davon, daß die Kirchenbehörde beabsichtige, die Pfarrei eingehen zu lassen und die Orte Großen-Buseck und Beuern den benachbarten Pfarreien zuzuteilen. : © r ü n b e r g, 23. Sept. DieStrahevon hier nach Gießen ist durch den starken Autoverkehr hart Sie mir wenigstens vier Lieder, von Brahms, von Manfred oder von wem Sie wollen ..." „Ich ... kann nicht ... es geht nicht ..." „Schade ... Sehen wir uns noch vorher?" „Ich glaube nicht, ich bin schon in Reisestiefeln." „Dann leben Sie wohl, Frau Melitta, und vergessen Sie uns nicht ganz ..." „Adieu, lieber Freund ..." Und sie hängte rasch ab.--- * Sie hielt es zwischen den gepackten Koffern und zusammengestellten Möbeln kaum mehr aus ... Sie wagte nicht auszugehen, aus Angst vor Begegnungen ... Sie hörte Manfred sich in seinem Zimmer räuspern ... Er spielte etwas auf dem Flügel ... Sie ertrug ferne Nähe nicht ... seinen fragenden Blick ... Wie? ... Immer noch nichts gekommen? Bei Tisch, als der Diener den Kaffee gebracht und hinausgegangen war, sagte Manfred: „Du wirst gut tun, die Möbel, die du behalten willst, beiseite zu stellen. Es sind doch sicher Stücke darunter, die du gern um dich hast ..." „Ich danke dir ... ich möchte nichts mitnehmen ... Laß alles wie es ist ..." „Und die Bilder aus deinem Elternhaus, Melitta?" „Sollen hier bleiben ... Bis später vielleicht : ... ober stören sie dich?" „Durchaus nicht ... ich meinte nur ..." Er sah sie an. Sie schaute fortwährend nach der Uhr. Sie wartete auf den Briefboten ... „Es ist heut' Feiertag", erinnerte er, „dann kommt keine zweite Post." „Feiertag?" fragte sie verstört ... „was für ein Feiertag?" „Buß- und Bettag ..." „Ah, deshalb läuteten heute schon so früh die Glocken." Sie stand auf und trat an das Fenster. Nebel und Regen ... Tag für Tag. Dieser nicht endenwollende Winterregen mit seinem melancholischen Rauschen-- „Wann willst du eigentlich reifen?" Sie zuckte zusammen. „Morgen abend. Ich hab' noch manches zu ordnen ... ober ... soll ich gleich fort?"-- mitgenommen worben. Dazu kommt, daß in bem nassen Sommer die Straße stark aufgeweicht war, und so sitzt an manchen Stellen Loch an Loch. Diesem Uebelstande soll durch Teerung abgcholfen werben. Kies und Teer sind bereits an gefahren, die Arbeiten sollen in aller Kürze ausgeführt werden. Zunächst soll die Strecke bis nach Lindenstruth in Angriff genommen werden. r. Hungen, 22. Sept. Einer Einladung des Vorstandes des Kreis-Lehrervercins folgend, versammelten sich gestern nachmittag saft sämtliche Mitglieder des Bezirksvereins Hungen im Saale des „Solmfer Hofes" dahier zu einer heimatkundlichenTagung. Professor Blecher aus Friedberg, der schon mehr als 30 Jahre in der Heimatsorfchung tätig und auf diesem Gebiete Autorität ist, hielt einen Vortrag über Heimatforschung, der nicht nur den Kenner der engeren Heimat kennzeichnete, sondern der ganz besonders geeignet war, schlummerndes Interesse für die genannte Forschung zu wecken. Gleichzeitig zeigte der Redner, in welcher Weise eine ersprießliche Arbeit geleistet werden kann. Eine zwanglose Aussprache bewies, daß die Worte des Redners nicht aus unfruchtbaren Boden gefallen waren. Kreiöschul- rat Fischer- Gießen, der sich ebenfalls rege an der Diskussion beteiligte und manche Anre gimg durch seinen reichen Erfahrungsschatz bieten tonnte, sprach zum Schlüsse dem Referenten ben Dank der Versammlung ans und gleichzeitig die Bttte, Professor Blecher möge vielleicht im kommenden Jahre trotz reger Tätigkeit noch einmal Zeit finden, der guten Sache durch einen weiteren Vortrag zu dienen. # Hungen, 23. Sept. Der 24jährige lebige Arbeiter Heinrich Meckel aus Wetterfelb, der auf der Gewerkschaft Konstanze über Tag beschäftigt war, verunglückte auf seiner Arbeitsstelle im Jnheider Gründ durch Verschütten berart, baß er bereits nach einer Stunde verstarb. Meckel war erst seit einer Woche bei der Firma tätig. —; Die Erneuerungsarbeiten am hiesigen. Bahnhofsgebäude sind vollendet. Der neue1 Verputz ist in seinem Farbton sehr gefällig gehalten.. Angenehm fällt die in großen deutschen Leitern gehaltene Bahnhossausschrist auf. # Inheiden, 23. Sept. Sin Unfall, der leicht ernste Folgen hätte haben können, ereignete sich auf dem Kreuz der Straße Inheiden- Atphe. Ein Eierhändlcr aus Berstad kam mit dem Fahrrad von Trais-Horloff, al- gerade ein Auto von Utphe heranfuhr. D: Radfahrer wurde von dem Kraftwagen ai Hinterrad gefaßt und in den Graben ge schleudert. Mi: zerbrochenen Gier, einem ziemlich beschädigten Fahrrad und de Schrecken tarn der Händler davon. r Obbornhosen, 23. Sept Bei t Versteigerung des Gemeindeobstes wurden sehr mäßige Preise erzielt. Cs stellt sich der Zentner Aepfel am Baum auf etwa 1 Mark. Rach Dirnen war gar keine Rachfrage, so daß einige schwerbehengene Bäume mit je mrhreren Zentnern S)onigbirnei nur 20 bis 50 Pfennige kosteten. Die Preise für Zwischen waren etwas höher als für Aepfel. Im ganzen wurden über 100 Vcrsteigerungsnummern auggeboten, woraus der Gemeindekasse ein Erlös von etwa 400 Mk. erwächst. Kreis Friedberg. # Friedberg, 23. Sept. Zum erstenmal veranstaltet die Stadt Friedberg mit Unterstützung des Obst- und Gartenbauvereins für den Kreis Friedberg eine Wetterauer Ob ft- Ausstellung mit Obstmarkt. Die Ausstellung findet vom 2. bis 4. Oktober in der Turnhalle statt und ist mit ' Wetterauer 26,25 bis 26,50, Roggen, inländisch 24,75, Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 23. Hafer, inländ. 22,50 bis 24, Hafer, ausländ. 21 bis 25, Mais, gelb 19 bis 19,25. Weizenmehl, inländ.. Spezial 0 39 bis 39,25, Roggenmehl 35 bis 35,50, Deizenlleie 13 bis 13.25. Roggenkleie 13,75. Der Arumpsretter kommt. Die gestern an dieser Stelle veröffentlichte freudige Nachricht für jede feinbestrumpfte Dame hat sicher allseitig Beachtung gesunden. Der gesetzlich geschützte »Nur- Strumpfrelter* macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Gr ist eine ganz neue Errungenschaft, auf die heute in der Zeit der seinen Strümpfe keine Dame verzichten kann. Das Herunterlaufen der Maschen wird aus eine ganz verblüffend einfache Art (durch das Auftupfen eines Tropfens der geheimnisvollen Flüssigkeit) im Augenblick au'gehalten. 18560a Morgen erfahren unsere Leser mehr darüber. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Berlin, 22 Sevtdr. Damm- a. M. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt Telegraphische Auszahlung. Bantnofen. io -i'ut.22 2cvtbr. Diskonto-Gesellschaft Ank. 10 C6clb TreSdncr Bank lo NIuteldeutlche Kreditbank 0 Metallbau! ■ . lieichsdank ■ . Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinssuh 7 Prozent. die Die hi den der io 12 .8 tu 4.182 58.18 112.03 20.392 Amcrckmmche Noten Belgische Noten . . Däuiiche Noten . . Englische Noten AUg. Deutsche Credilanst.. lu Barm r Bankverein Berliner HandelSqesellsch. Commerz- und Privat-Bk. Darmst. u. Naitonaloank Deutsche Bank...... französische Noten...... Holländische Noten.... Italienische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch-Testerr.,Li00 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten • . • • • Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . - Ungarische Noten • ■ 6% Dt. NcichSanlethe v. 1927 T' Anl Adlos Schuld mit Aurlos -Rechten . . . D .ägl. ohne AuSles.-Rechten 7* > Franks. Hyp.-Bl. Eo.dpf unkündbar bi« 1932 .... Wo Rheinische Lkw -Bank t'iqu -Goidps .... A E. G abg Dorkricgs-Ob- Ugalionen. rückzahlbar 1932 4° > Schweiz. Bundesb.-Anl. 4% Lesteretchische Eoldrte 4,20°/« Oefterr. ich. Silbcrrte . « o Oesterreich, tinocul. Rte 4" > Ungarische fflolörle 4" Ungarische Stoaler. v.1910 4«/,% deSgl. von 1913 . . . 4% Ungarische .«ronenrte . . 4°/ Türk, üollanleihe v 1911 4% Türk Bagdadbahn. Anl. Serie I...... 4°, o dcsgl. Serie II . . 4°0 Rumänen convcrt. Rte. 41 ,°/0 Rumänen Goldanl. . von 1913........ Alla Deutsche Eisenbahn .4'/, Lamburg-Amcrika Patel. . 6 H.imd.-Südam Dampjsch .8 Hansa Dampfschiff . . . .6 Norddeutscher Lloyd . . 6 Brie' 4.202 58,42 112.47 20 4*2 Geld Brief 16.424 16.507 167.76 168.44 22.87 22,97 110,38 110,82 58.95 59,19 2,595 2,615 112,42 112,88 80,66 80.98 73,05 73,35 12.38 12,44 73.26 73.56 Frankfurt a.M. Berlm S-ranffurta. 9)f.| Berlin Schlug, fiurs 1-llbr. fiuro Schluß Anfang Kur» 1 -iure Schluß Kurs -Uhr. Kurs Scylub- Knrs Anfang Kurs 22. 9. 23. 9. 22. 9. 23. 9 Datum: 22. 9. 23. 9. 2 t. 9. 23. 9. 87.25 _ 87.5 - ......7 184 182.75 183.» 184 Bcrgmaiin ........8 195 196 196.5 197.4 54,75 — 55 65 Slcftr. Lieferungen . . . 10 - 187 186,75 15.25 — 15.9 15.4 Licht und iirart......10 211 21i 210.25 210,5 Fclleir & GuM aume .... 6 1375 — 137 137,5 - —— - — Ges r. Elck.r- Urnern . . 10 Ha nb. Elektr. Werke . . 10 278 279 277.5 279.5 — 165.75 165,25 78.75 — — Rhein. Elektr .... 8 — 162,75 162 163.5 Schief. Elektr........lo — 171,5 171,5 84 — Schlickert . ...... 7 203,5 202,25 203 201,5 Siemens & Halske .... 16 .96,5 294 75 296.4 297 29,75 6.5 29.75 Tran radio.........8 — — 132 131.25 Labmever L Co. .... 9 179,5 — 180,75 182,4 — _ Buder ö ......0 108.5 108 108 26 8 — 27 27.25 Deutsche Erdöl........ 141i — 148 6 24.13 — 24.13 24.75 Essener Steinkohle.....8 —- — 155 156 24.9 —• 24.75 — Gelsenkirchener . f. »/« I. 4 151,6 I48.75j 151,25 (.'0.13 2.925 — 2.4 2,9 Harvener .....8 202,5 203 203 203 - — 14,5 — Hoesch Eisen ■ ....... 5 — — — — Ilse Bergbau........8 —- 246,5 — 18 Klocknerwerke ...... .5 — 159 158 15.25 15,5 — skölu-Nenefsen ... 51/» — — 176 177 - - — Mannesmann .f. V, I 4 171,75 171 172 172.2! Manselder.........7 — 127 129,25 128.65 19 - 18,5 — Oderschles. Eisenb. Bedarf 0 — 109 107 87 87.5 149 7,i Oberschles. Kokswerke . . . 0 — — 102.5 102 149.75 149,7; 150.4 Phönix Bergbau f '/, I 3 109 65 09.25 110 110 2:3.75 230 25 Rheinische Braunkohlen . 10 247 242 .-46 244.13 23C 15t 5 144,25 Rheinstahl . o 193 191 192,5 191,5 Riebeck Montan ......6 176 6 173 144 144.75 145,5 249 174 75 230 5 Bereinigte Stahlw. f. Vi 9 3 Otavi Psinen . . . . 1 sh 124 — 124.5 33,9 34 246 75 liali Aschersleben ... 10 171.5 171.5 170,25 174.25 231.7 173 '27 KaliWestereqetn . . 10 Kaliwerk Salzdetfurth . . 12 182 183 182 182 229 245,5 166 156.75 165 155,5 166,75 157,13 165.5 156.5 I E Warben Industrie. io Dynamit Nobel ..... o 295 293 295,5 141 294,25 163.5 162 163.75 162.5 Scheid-anüail........8 — .08,6 — — — 242.5 ^38 Goldschmidt ■ .......5 129 129 5 129 139.13 17? 139 (>9 25 95.5 95 95 75 172 171.6 Merällgeselllchaft . .... 10 19V — Frankfurt a M Berlin Schlus; Kurs j l'Uhr. ' Kurs Schluh. Kurs Anfang 1 Kurs Datum: 22. 9. | 23. 9. 22. 9. | 23. 9- Blulwv Holzmann . . . Heidelberger Gement . . 198 197 S 197 19? 8 — — Gement Karlstadt..... - 8 191 — - - Ü'flDB 8,495 »8,41 18,53 Ehristiania 110,64 10,86 110,49 110,71 Kopenhagen 112,28 ,12, .0 112,26 112,48 Stockholm . 112,72 112,94 112,69 U2,9i Helsingfors. >0,56 >0,585 10,60 10,58 Italien . . 22,855 .2,895 22,843 22,885 London. . . -'0,397 10,437 41,3.4 <0,43 Neuyork . . 4,193a 1,2015 4,190 4,198 Paris.... 16,44 16,48 16,465 16.50a Schweiz . . "0.83 )ü,99 50,79 10,95 Spanien . . 73,30 73,44 72,98 73,12 yapan .. . Rio de Jan. Wien in D - 1,956 1,960 1,957 1.961 >.4995 1.5015 1.499 9.501 Ccft. abges: 39,11 »9,23 »9,09 59.21 Prag .... 2,429 12,449 12,422 12,442 Belgrad . . 7,387 7,401 <,386 7,400 Budapest. . Bul'orieu <3,35 .3,49 <3,33 73,47 J.U24 3,030 3.032 3,038 1'iüabon W,51 20,55 >0.58 20,62 Danzig. 81.3: 81.48 81,27 81,43 Konst..ntin. ,140 2,144 ->,143 2,149 Silben. . . ,491 5,506 5,544 5,556 Eanada «.196 4,204 4.195 4.203 llruonat) 1.22b 4.2.(4 4.206 4,214 Tatro 0.015 20.955 20.945 20-985 jrr. 224 < BeiW1 -DU Sch° wv»'W' «1 s4s J 51,6^ richten: pMA treteriT^ort' Auf^h» «wer BLL»». Sie StäÄn- da, lÄag Jl Ni( W T öle i * Deutschland« schattet von dem Tamil wild ach tischt" Schaft beeinslus,-" gesunden Stetitzt man unter m bea* P’1 abjäM zujamn unbernttn^t™- dem Termin der blmt unserer «mit betrachtet Wahlagitation ' vielleicht liegt ■ der Seite der vierten Kabinet Und die Dppo Schuld, wenn d Deutschnationale, Seinerzeit ko lesen, tafc man d Üch ausjumitten beste Hflftations bei den Dahl« Opposition zu i nicht länger nx Sommerftrien licheo Spiel, da mngskoulition gen wurden aus Len über Nach! glaubte, in ih Sprenguna der Vorgeschichte d und Deutschnat genug Blößen, werden braucht das Leben schw die berühmten Sommermona« Linken immer man glaubte, ix wo einmal eint' redftn USea abf] W der Kali,. owoyl bei den I große Teile der Inbrunst diese ( gar nicht au mit der ihm ei' erklärt hat, das noaiition seiner aachen. Aber h die Parten Wspolitit näh 5_r wohlwollend Me. Und es i Lebensfähigkeit iS? 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