Nr. U4 Lrster Blatt 177. Jahrgang Donnerstag, 25. Juni (927 Erscheint tägltd),ash«! Sonntags in» Stintac» StUeye: Wegener ^o-wtlienblällf j^nmcl i* Bild thc Scholl, »oiets«B 5kr (Bcncralrat der englischen Gewerkschaften und der geschäfts- führende Ausschuß der Arbc-.terpartel haben eine Snttchlicoung angenommen, in der cs u. a. hecht' Unter Anerkennung der außergewöhnlichen Schwierigkeiten, die die politische ©itu- ,.r Rus-'.and mit Ld) bnngt und in 1'2*1 ter QSürbigunfl der gerechiserttgten Empörung der Sowjerreg.cruna über da- Attentat auf Wo . kow halten sich doch die Delegierten für genötigt, gegen eine Politik zu protestieren, die eingestandenermaßen an der Ermordung Wo.- kows unbeteiligte Personen al# Repressalien gegen diese Ermordung hmrichren läßt Sie sind der Anl.cht. daß eme solche Politit nur verh ängnisvvlle Folgen für Goto- jetrußland haben kann und geben der Hoffnung Ausdruck, baß die in Sowietruftland grüble Justiz der H r.r .chtung von Perfon.m. die f^ch politischer Delckte schuldig gemacht haben eingestellt werden wird. Die gukunft der deutschen Wirtschaft. Reichswirtschaftsminister Dr. Turtius auf dem Industrie- und Handelstag. (Eigener Drahtbericht de» Gießener Anzeiger*' Berlin. 23. Juni. Daß der Reichowirtschafts- Minister Dr. C u r t i u » gerade die i'oQoerfammlung de» Deuridxn Industrie- und Handelstoge» in Hamburg wählte. um eine höchst bedeutsame program- mansche Rebe zu halten, ist gewiß kein 3uk)Q. Da» Bernerfcn»roen Rotwendigkri en. unabhängig vom Ehauvini-mu- und Parrikular^-mu- zur Geltung bringen. Al- letzter Redner sprach Reich-mtn. !e D. Hamm, erste- yeschäst-führende« Praftdie U» glied de- Industrie- uno Handel-tage- zur .. ie .Staat und Wirtschaft", indem er zugleich eine Entschließung vorlegte, die die gruntlflDlidx Auffassung des Deutschen Industrie- u. Hand. t?g. S von ben wichtigsten Gegenwartsfragen zu!am en- fassen soll. Die Entschliehung wurde einstimmig angenommen. Der Präsident richtete einen Appell an die deutsche Wirtschaft und in-befondere an die deutschen Handel-kammem. der vom Reicl)s- fabinelt beschlossenen Hlndenburgspen. e zum Erfolge zu verhelsen. Es folgte die Uat)! von Holz- Mainz. deS GeneraldiiektarS H ' > f - mann-Oppeln und von Oskar Bcrifer- Pforzheim zu Mitgliedern k: ß ie Tagung. Bor einer neuen Aera Poincare (Von unterem Pariser XI/. S.-Äonefbonbenten.) Par iS, den 21. 3unl 1927. Als man am Montag die Pariser Presse- lom.r.entere zur neuen Hetzrede PoincaräS laS. konnte man auS zweierlei Gründen irregeführt werden. Einmal muß man wissen, daß die großen Pariser Zeitungen in manchen Fragen ihre eigene Politik treiben, nicht aber, wie in Deutschland, die Auffassung ihre- Leserkreise- vertreten. Zum andern aber konnte man von vorneherrin nicht ganz flar erkennen: Inwieweit waren diele Blätter richtig informiert, wenn sie sämtlich -- bis auf zwei Ausnahmen (Volonte unb Soir> — mit fliegenden Fahnen sich von Briand abwandten unb in- Lager deS .Regierungschef-" abfchwenkten. Gerade dah'.naehende. genaue Informationen sollten in Deutschland noch viel mehr zu denken geben als die Rede PoincarLS an sich. Wir können auf daS bestimmteste versichern, daß Poincare seine Rede in Luneville nicht gehalten ha', ohne seine Ministerkollegen. und vor allen Dingen ohne auch den verantwortlichen Ressvn- miniftcr, Briand also, vorher genau von dieser Rede zu informieren. Unb daS gesamte a- b i ne 11. die ganze französische Regierung, h a t diese Rede gut geheißen. DaS ist daS Wesentliche. Gewiß. Poincarö berauscht sich gern an feinen eigenen Phrasen und mag ftch von seinen lochringischen Landsleuten haben bin- reihen lallen zu einigen besonder- scharfen Ausdrücken. Das ändert jedoch nicht das mindeste an ber feststehenden Tatsache, baß Deutschland in dieser Rede die offizielle Stellungnahme Frankreich- zur Locamo-Politik zu erblicken hat. Hier haben wir die Quittung auf Gent. Wir sind genau so weit, wie vor drei Jahren, auch nicht einen Schritt weiter Dann beginnt man also in Deutschland allgemein zu erkennen, daß der französische Generalstaö und die chauvinifttschen Rrcite um Poincars Herren der Lage sind, ganz gleich, wer auch immer der nominell verantwortliche Leiter der französischen Auhenpolitik ist? Ter ..Temp»" mag immerzu schreiben, Deutschland wollte nun einmal Poincarä nicht verstehen. Rein, wir verstehen ihn nur zu genau. Wir haben den amtlichen Bortlaut dieser Poincaräschen Rede ganz genau und mehrfach durchgele'cn. Wir wollen auch zugeben, daß Poincars zum ersten Male einige genaue Unterscheidungen macht zwischen „dem deutschen Volk" und „bem telserlichcn Deat'ck/i^nd". Seine Schlußfolgerungen aber bleiben d>e gleichen: nomlid): Deui'chland soll uns neue Pfänder, neue Garantien, neue Sicherheiten schaffen. Wir wollen foflar noch einen Schritt weites j.n und nicht verschweigen, daß die oerantwort.ichen Berliner Stellen in einigen Fragen, mir z. B in ber der Dflbcfeftigungen — von hier au» betrachtet — sich taktisch recht ungeschickt benommen Haden. Auch ionjt sind in der letzten Zeit von Berlin aus an die diplomatischen Aubland Vertretungen Anweisunpen und Instruktionen ergangen, die aus bebaucrliche Regtesehler sehfießen lasten. Aber ttotzalledem: Eine derartig „einteilige“ Auslegung von Locarno, wie sie Frankreich bel ebt, ist auf die Dauer unmöglich, |a noch mehr, sie bedeutet schon jetzt dasFias'o jegllcherloi)o- len, vernünftige n Annahe rungspoli- t i k zwischen Deutschland und Frankreich Denn man einmal nach Deutschland tomirt, soll man immer wieder die Frage beantworten: „Io. wie kann Poincars denn so etwai überhaupt sag." y Deshalb läßt sich ein Mann w;? Briand denn jo etwas überhaupt gefallen?^ Mit Verlaub: .Hatte 'zrianb denn die Macht, gegen den Stachel zu löten?- Darauf erschallt dann die Antwort: ,^o, dann soll er eben zurücktreten!- — ,La, und bann?" Leider betrachtet man in Deutschland r elfach d.e gesamte deutsch fran;.' I che Annäher m.^-- Politik unter einem ganz schiesen Gesicht^wir.kel. Man hat nach Locarno allzusehr in Osti- rni-rnus ..gemacht" und ein Tnnpv m bet Annäherungspoftrik ..vorgeleat", das fchwindel- cnxgenb war. Das muhte fxb über kurz ober lang rächen, unb h a t sich bitter gerächt. ES wurden gar viele Illusionen zerstört, auf b e man anscheinerrb In Deutschlanb übere frigft unb allzu oertrauendfetig gebaut hatte Man über» liegt in Deutschlarrb offenbar stets bie inner- politische Lage in Frankreich in all ihren Zusammerchängen und Folgerungen, als da s.nd TDähruiw-sragen. Wahlrechrrreivrm. Ent- wasfnungsfeinbscha't. Hcrresorganifation, Schul- benbebatten. Enlenlerücksichten, Bertrag-bindun- gen ufto. Man Datoelte in DeuU^ümb Diel •,u lange bet Einzelheiten Der*ette(te sich rn '■tfetntgf eiten unb ueh sich oon der ®e gefeite allpi leicht Don der grvhen Lin e aus Daymdtc /lecentDtfl; abmanövnaen Man vafotgtr le.ne clare Do-u:-Des-Pol.tik mehr und bestand nicht mit gaügenbem Rachdrud von Qfafeng an darau», in ®af auch wirtlch intet pare » -u fern. Man TxrHr.ht sich auf öirudftoga. Deriwf) sich auf etnyrne eigene jurist^cye Gutachten, ra- lot damit Dia unndtige Zeit. Arbeitskraft unb Sympath < unb toimberte sich bann in ‘ierün. wenn die Behandlung da großen Fragen taktisch und strategisch fuf> aL8 falsch erwies Dafür könnten wir ene gante Reih« oon Beifp^ elen anführen. Aber toonu? ®tne wirklich aktive deutsche, klare unb zielbewuhte Auhen- polltik sollte sich jetzt endlich aufraffen, eine bestimmte Linie e n-uschlagen und zu Der» folgen. Da« A unb O einer solchen Zweck- rnähiake tsvolil k ist nun nicht awa ausschließlich Paf s Dieimeht muh auch anderswo, und zwar an mehreren Stellen zugleich der -edel energisch angefeyt werden. Die deutsch-französische Annäherungspolitik stagniert, fie stagniert schon Diel zu lange. Dieser Zustand beginnt gefährlich zu werden. Die Rede Polncare» in Luneville sollten wir uns daher zur eindringlichen TDamung dienen lassen und handeln. In der Pari'a Presse scheint die Frage, ob das Kabinett, insbesondere Briand als verantwortlicher Auhenminister, von dem Wortlaut da Rede von Lunövllle vorha In Kantni» gesetzt wurde, nicht so eindeutig mit 3a beantwortet zu waden. wie da Br.ef unsaes Parisa Korrespondenten glauben machen will. Vielmehr wird im Gegensatz au ba von da offiziöfa Presse oabrdleten Behauptung in parlamentarischen Ärafen versichert. dah Briand Weda von ba Tlbsicht Pvincar^», in Cundoifle au sprechen noch von den Grundgedanken da Rede Kenntnis gehabt habe. Bekanntlich wird die sozial.stische Kammagruppe sich morgen herüber schlüssig waden. ob sie wegen der Cunötnlla Rede eine Interpellation üba die Auha- polit'.k ba Regierung e'nbrtngen soll. Der radikale hält eine öffentliche Aussprache in da Kammer für notwendig, ober gefährlich, denn wenn die Kamma. arte es wahrscheinlich sei, dem Redna von Luneville ihre Billigung ausspreche, bann b « s - avouiere sie In gewisser Weise den ilnta- hündler von Locarno. Ausserdem kötme Briand selbst nicht an der Diskussion teilnehmen, und wenn er abwesend sei. hätten seine Gegna leichtes Spiel. Diese wollen übrigens glauben machen, dah Pvlncarf- sich mit Briand über den Tat 'einer Rede verständigt habe. Sie wissen, so fährt das Blatt fort, dah ba S Gegenteil wahr ist. Sie wissen, bah der Auhenminister den Text da Rede erst durch die Zeitungen fennemgelernt hat. unb sie wissen auch, dah Poincarö die Absicht hat die Leitung unserer Auhenvolitik wieder zu übernehmen. Die groye Frage ist also, ob Briand sich Damit zufrieden gibt, dah durch die aggressive Haltung Poincarüs die edle Bemühung um den Frieden, die a seit Jahren entfaltet, in Frage gestellt wird. Wa ihn und seine Ansichten kennt, kann versichert fein, dah er zur Rede von Luneville nicht seine Zustimmung gegeben hat. Spanien und langer. Madrid. 23. Juni. (WTB. Funkspruch.) Der König reifte gestern abend über Paris noch London in Begleitung des Herzogs von MI • ranba. Auf dem 'Zahnboi übergao Primo d e Rivera brn Herioa von Miranda Die Antwortnote ber fp - Ischen Regierung auf die legier, fmr chcn Vorschläge betr. Tanger, die ber Ministern i gestern gebilligt hatte. In blefer Note iviist unter Berufung auf ble militärischen Erfolge ble (Erfüllung ber spanischen Forde- rungen oerlangt. denn es fei bemiefen, dah Spanien Oie Poitzeigervait in seiner Zone durchzusühren in ber Lage sei. Die Note wird in Mabrld für so cciüichhfl geballten, Dah die künftige Fortführung ber lungeröerbanblungcn von der Aufnahme in Frankreich avhängen werde. Nach einer <‘>aoa»ing. Dr Dell (Zentr.) erllärt, grobe Anerkennung müsse den QRännan «zollt werden, die bei ba Strasrechtsreform Tn angestrengter Arbeit tätig waren, vor allem dem M'nlstaialdirektor Dumke vom RelchSfustizministaium und dem Altmeister Dr. Kahl. Wir hoffen, fo fährt der Redna fort, dast es Dem Abg. Dr. Kahl, diesem bewährten Kapitän des RechtsauSschusfes, gelingen wird, mit lunbiga Hand das Schiff rechtzeitig In den Hafen zu bringen. (Beifall.) Bei Da Besprechung da Einzelheiten des Entwurfes äustert Da Redna Bedenken wegen einer zu weitgehenden Freiheit des richterlichen Ermessens. Der Schutz bet Gesellschaft gegen Gewohnheitsverbrecher müsse verstärkt waden. aba anderafeits Die Sicherheitsverwahrung mit Kautelen versehen Waden, die ihre zu weitgehende Anwendung ausschllesten. Wenn ba Entwurf beiHoch-und Landesverrat schwere Strafen Dorf lebt, fo könne daS Im Interelle Der Festigung Da deutschen Republik nur begrübt waden. Da» Zentrum halle nicht nur aus religiösen, sondern auch aus Gründen da StaatSahaltung und daVolkS- gefunbung an da Strafbarkeit da Abtreibung fest. Zu verurteilen sei da Deschlust deS ReichsrateS. da Die Bestimmung»- Mensuren praktisch straffrei lallen will. Andererseits fei ein verstärkter Ehr ens chutz notwendig. vor allem auch bei hochpolitischen Beleidigungsprozessen. tote es da Magdeburger Prozeb war. Abg. H a a S (Dem.) schließt sich Dem Danl an Dr. Kahl an. Die Tatsache, dast an dem Werk da Strafrechtsreform Männa aus allen Parteilagem mitgearbeitet haben, sollte für die fetzige Generation eine Lehre fein im Sinne der politischen Toleranz.Bedenken sollte man haben, ob jetzt schon der richtige Zeitpunkt für die Verabschiedung de» Entwurf» gekommen Ist. Im österreichischen Parlament kann da Entwurf ast in einigen Monaten zur Beratung formnen. Wir hätten gewünscht, daß auch die Ausfchubarbeita gemeintem mit unseren österreichischen Brüdern durchgeführt werden. Dagegen hat man außenpolitische Bedenken geäußert, die wir nicht teilen. Trotz de» Versailler Der- traue» haben wir das gute Recht, in Deutschland und Oesterreich gleiche» Recht zu f(baffen. In da jetzigen Zelt de» hochgespannten politischen Fanat-Smu» fällt die Entscheidung Darüber schwer, ob man Uebazeugungsverbrecher milder bestrafen kann, ob man Beleidigungen il 11. streisfrel lasten kann, ob man den Richtern die grobe Souveränität geben kann, die ihnen der Entwurf gewähren will. Wir müllen sehr sorgsam prüfen, ob wir dem Richterstand, wie a jetzl vor uns stehl, eine solche Macht- Dvlllommenbe.t anbertrauen können. Ver - trauen»krise ber 3 uft i) und Strafrechtsreform haben doch sehr viel mtteinanber zu tun. denn wenn die Vertrauenskrise ein Dauerzustand ist. dann wäre bet jetzige Entwurf der Straf- rechtSreform unbrauchbar. Wir Haven nicht die Gewähr, daß auf den Hochschulen Richter heran- geblldet werden, die ohne politischen Fanatis- mu» mit voller Objektivität ihr Ami verleben und bewußt auf dem Boden der republikanischen Detsasfung stehen. Wenn wir Den Richtern Die im Entwurf vorgesehene Machtfülle in die Hand geben wollen, dann müllen wir fie vorher weit besser besolden al» bisher. Sin fo all- mächttger Richter darf nicht durch rnihliche ötn- kommensvahältnisie verbittert fein. Abg. Emminger (Bayer D.) weist Darauf hin. Dab schon das Scrafrecht von 1871 Dem richt al ichen Ermessen einen g rohen Spielraum gewähre Da llnkaschieb zwischen Da gellenden Rechtsprechung unb Dem neuen Strafgesetzbuch fei allo nicht so grob, wie es auf den alten Blid scheine. Der Entwurf bedeutet aber durch bie allgemeine Zulassung milbemba Umstände einen groben Fortschritt Ein grober Forkfchritt sei auch bie Aufhebung des Zustandes. das» bisher gefährliche Vabrecher frei Herumlaufen konnten, weil fit wegen geistiger Unzurechnungsfähigkeit auf Grund des z öl freigesprochen waden mufuen. Der Re.chs- rat habe leiba die entsprechende Bestimmung des ersten Entwurfes verschloplal. Auf Die Todesstrafe als letztes Mittel könne ba Staat nicht verachten Hinsichtlich Da Abtreibung kbliefrt sich Der Redna Den BeX*nkn des Abg Dell an. Im ganzen aber handele es sich bla um ein wvhlgelu ngenes Wak. bei'en Verabschiedung nicht län ter oer'.t^ben werden kön ? Abg. Dr. Feld (Rat^-Soz.) bezweifeU. daß unsere heutige gärende, von inneren Gegensätzen eaegt? Zeit geeignet fei. dah grobe Werk r.ntr Strafrechtsreform zustande zu bringen. Der Ent- wur' br.r.ge wesentliche Verbellaungen gegenüber Dem geltenden Recht. Die im Entwurf vorgesehene grotze FreiheU des nchtalichen Errnllsens könnte man nur einem Richtastand geben, ba vollkommenes Vertrauen g«n eht. Dieses Dertrauen könnten bie Hatumal,08lallSen aba ba. Richtern n cht atgega.bringen, vor allem nicht den Richtern ju» Dtföa Ralle Abg. v. Graefe iDölk » fchlleht stch hn wesentlichen ba Dom Abg. Dr yr.d an dem Entwurf geübten Kritik an. Besonders bedenklich fei ba § 180 üba d e Beschimpfung einer Religions- t) b .c De Dor. Gebräuchen mit Gefängn,» bedroht, bie. wie das jüdische Schächten, nichts toeita als eine bat- bansche terguälaei feien. Damit schließt die Aussprache. Die Vorlage wird einem be'onDeren Auslchutz von 29 Mitgliedern überwiefen Zteifptuch im Kaffeler Zstatzenbahnptozeh. Sanltätsrat Dr M ö h r l n g gab sein Gut- achten üba die K ra f t ve r hä 11 n i s s e Da Angeklagte Dahingehend ab. dast die Versuche an feinen Apparate weit höher aewefen feien, als es Die Strahenbahnbremfe erforbae. Da Vorsitzende stellt.- dann die scharfformullerte Frage an die Sachverständigen .Geba Sie Ihr Gutachten dahin ab. daß d'.e Angellagten bd den Äräfteverhültnillen. die Re bet Dr. Möhring gezeigt haben. denWagen pfllcht- g em ä 6 gebremst haben, und zwar 1. bei ba Annahme, dast die Hintere Bremse vollständig gelöst war. 2. dast sie nicht gelöst toar?” Von Den Sach- vastänk'iqen w-rd Frage I) verfchteden begutachtet. Frage 2) wirb Dagegen von allen bejaht ; wenn bte Hintere Bremse nicht DoUftänbtg gelöst war. bann genügt die vorne geschehene Dremfung. Die zweite Frage, bie Da Dvrsttzende Den Sachverständigen vvrlegt. lautet: .Rach § 19 ba Dienstanweisung Darf ein Wagen niemals ohne Aufsicht sein. Da Schasfna nimmt an. bast ba Wagen genügend gebremst war. Durfte a sich nun so aufstellen, wie a tatsächlich neben dem Wagen geftanben hatte?" Drei Sachverständige bejahen Die Frage, ein viert.: : fie. Da Vorsitz en de erklärt hiaauf bie Hauptfragen für genügend geklärt und schliestt die Beweisaufnahme. Da Slaatsanwalt untersucht Dann ;n feinem Plaidoyer eingehend bie Ursache des Unglüds und kommt zu dem Schluffe. Dah be.de Angellagten überfahrt seien, durch <5abrläregiert den Tod von 9 Menschen, bie Verletzung von 23 Menschen herbeigeführt und einen E-senbahn- tranSvort gefährdet zu haben. Den Schaffner Hentrich treffe die größte Schuld; gegen chn beantragt da Staatsanwalt 7 Monat« Gefängnis. gegen Den Führer Gerlach öWonateGefängnis. Beiden könne Strafaussetzung ohne Buh« gewährt werden Nach Den Neben ber Verteidiger zieht stch ba» Gericht zur Beratung zurück unb verkündet nach 15 Minuten folgende» Urteil: Die Angeklagten Ger- lach und Hontrich werben jreigesprochen. Da» Gericht nimmt als feststehend an, bast ber Unglückswagen genügend gebremst war und bie Bremse auch au » r « ichte. 6vb|rftio rft dem Angeklagten Gerlach zugute zu halten, dast er entsprechend seinen Äorperfraften bte Bremsung vorgenommen txit. (fr konnte nicht annehmen, bast tn diesem einen Fall bie wie sonst oorgenommene Bremsung nicht ausreichen werde, nachdem er in jahrelanger Tätigkeit immer in gleicher Weise gebremst hatte. Bezüglich des Anaeklag- den .'Vntrief) war zu prüfen, ob er Der Aufsicht genügt hatte-, das Gericht nimmt an. dast kein Dersio, hiergegen vorliegt, inibefonöere, dast Hen- trid) den etnxiigen Erfolg einer Fahrlässigkeit, wie er hier entstand, nicht voran »sehen konnte. Er fei darum freizusprechen. Hessischer Landtag. Darmstadt, 22. Juni. Präsident AdoUing eröffnet Die Siyung um 10| Uhr. Abg. ö e u f d) n e r richtet an die '.Re<4erung die Anfrage, wann sie dem Landtag edn neue» Polizetaeseg oottegen wird. Die Anfrage wird spata dahin beantwortet, dast dies kn Herbst geschehen wird. — Abg. Dr. Müller bringt Beschwerden vor wogen Bchinde- rung Der Landwirte bei ber Derwertungoon selbstaeschlachietem Vieh. Tttnifla Naab bezieht sich in feiner Antwort auf eine frühere Erklärung und fugt hinzu, bast die unteren Verwaltungsorgane angernteten werden, die entsprechenden gesetzlichen Bcsitrnmunyen nicht pm Nächtest der Lanow,rte au»zu legen. Hieraus wrrd in die Tagesordnung eingetreten. Ein Antrag des Abg. Kindt zur Befoldung der Sekretäre am Staaksarchiv wird, nachdem Abg. Kindt (Dn.) dazu gesprochen hatte, ber Negierung al» Ma ter,al für die Tesollmngsorbnung überwiesen. E» folgen Anträge ber Demokraten unb der Deutschnationalen zu den Landtagswahlen ufro.; bie Anträge auf Verlängerung Da Landtags- Dauer von drei auf vier Jahre find vom Lusschust angenommen worden, dagegen wurden die Anträge, soweit fie sich auf andere Forderungen bezogen, ab St. Die Aba. edjül und Eberle erstatten Bericht er, Abg. v bette auch über einen Antrag Dr. rr jum Mimsterpenstonsgesetz. Der Ausschust beantragt, die Pettstonen i 3. 4 und 5 de» Anträge» abzulehnen. Abg. Dr. Werner bemerkt, dast bie Anträge ber Demokraten nicht» andere» seien al» Kittchen au» dem Gatten ber Deutschnationalen. Die Anträge auf Verminderung der Mandate waren früher gerade oon den Demokraten stet» zurückgewiesen worden, und mit Genugtuung hätten sie bte» immer fest- gestellt Am 16. Oktober 1925 hätten bie Demokraten förmlich beschlossen, einer entsprechenden Antrag mederzusttmmen Im vergleich zu Ttzüri^. tn und Württemberg dürste fxffen nur 40 Abgeordnete haben. Bei 5) Abgeordneten würden In Hessen etwa 50 000 Mark gespart. (Widerspruch linke.) Die soz. „Winker voAszestung" hätte eingestanden dast zuviel Abgeordnete da seien. Die Negierung batte immer erklärt, ba» Nrich müsse mit einem Minister- p.niionsgesetz ooranaehen. aber viele Länder hätten tchon längst rin solche» Grietz. Ohne Den Druck ber Koalitionspa rieten hatte bte Ney e rung auch heute noch nicht ein M?n's'ervension»aeietz vorgelegt: hier mache sich die Nahe der Wahlen berrurfber Zog. Schreiber Dem > verirtt den CianDpunft daß nur in Berb nbung mit etna Reform des Wahlrechtes Mc Zahl ber Lanbtagsabger'rDnLtai gelenkt werden törrrtfe. Abg. Dr. Werna gaukele ber Masse vor. datz Durch die Derrmgeruitg Der AbgeorDneten^ahl rin nennenswerter Baraz gespart werden könne. Abg ® a l m lÄonun ) erklärt, dast die Kom- munlRrn den Anträgen auf Verringerung Da Abgardntte nzahl und auf Verlängerung Da ßar.btagibaua nicht zust atmen E’-rDen. Abg. • l a I e r iBöd ) sprich« b c Befürchtung aus. dah bei eina starken Verminderung da Abzardnetenzahl die Landbewohner zu kurz kommen, und mand* Teile Des Landes überhaupt nicht mehr an Landtag vertreten seien. Die Xbgeorbneten l« en in ba Mehrzahl Ber- treta stabt sicher Interellen. Denn man zwei 7!iin:.fterialb.rtflonm ein'pare. komme m-n f.nan- -iell gerade so weit wie nU Da Mandats- Verringerung Da Landbunb wade Deshalb den 'Antrag, die Zahl da Abgeordneten zu Färingern. ablehnen. Abg Kaul lSo^l bezeichnet bie Demvkra- Nlchen und deutschnationalen Anträge als nicht ehrlich gemeint, denn bei eina Verminderung der Abgeordnetmzahl um 20 würden weder Demokraten noch Deutschnativnale wieder in den Landtag einzietzen Die Anträge wären nichts als Lchaumschlägerri Das Hellüche Parlament wäre das billigste, bei eina Berrinaaung da Ab ga>rdn er «n^ahl blieben die sachlichen Kosten dieselben und die Eriparungen an periön- lichen Kosten machten auf den K?pf der Bevölkerung nur 2 Pfennig aus Es fei ganz zweifellos, bah bei eina Mandarsveaingeruna das flache Land die Kosten tragt Die Viftenver- btnbung fei. wie schon Aba Scheriba ge'agt habe, nichts andaes als ein Versuch, den W l r t* s cha s t s - und Ordnunasblod wiedaher- Auneuen Die Zahl der Mtnista zu bestirn ten sei Sache da regierenden Parteien, nicht des Dasallung: die Haab'etzunz der Zahl Da Ab- firorbnetm sei eine Verfasfungsänderung. aba üt Verfollungsänderungen sei die Sozialdemokratie nicht zu beben Ein neues Minister- penslvnsgesetz sei schon längst von des Svzialbemokratie geforberi worben. Abg. Dr. Werner (Dntl. > ertrrtbat. wes Qlbg. Kaul hier vorgeführi habe, fei ein Eiertanz übelster Sorte gewesen Abg Schrriba hätte allen Anlah, sich mehr um bte Koalition zu kümmern unb um beren Zutan-mahalt. als um den Wiri- fchasts- unb Ordnungsblod. Der Stcnbounh des 2lbg Glasa fei nicht zu vast eben. Je ber Pfennig im Staatswria müsse gttpari werden darum sei es unbedingt notwenkig. die Abgeord- netertzahl zu vermindan Wenn Abg Kaul behauptet. schon lumrr eine Revision bei Minis!a- pasionsgesetzes gefordert tu baba, ’o müll« man sich mürbem, bah a als Führa ba aröh- ta Regierungsvanei nicht feinen Willen burchgefetzt bot. Der Antrag des Abg. Schreiber auf Schaffung von Einztltrahlkreifen wirb a b gelehnt. Bei Der Abstimmung über ba Antrag auf Vermtnberung ba Abgeordneten-ahl ergibt sich Stimmengleichheit: ba Antrag gilt als abaelehnt. x)er Antrag Schreiber über bie Landtag-daua (trta anstatt Drei Jahre) wirst angenommen. Die anderen Anträge Waben aernäsi ba Ausfchuhbeschlülla erledigt Dem Antrag Dr Waner unb G-n auf Wieberderlelhung ber Rettung»- mcbalUe Ittmmt da» Hau» zu. In ba trri- tera Beratunga werden etwa brtifjig P»mkt« ba Ta^esvrbnung erledigt, von baa bie meisten keme allgemeine Bebeutung baba. Bemerkenswert ist, bast ein Antrag des Abg. Dr. Werna auf nachträgliche Gewähr»mg tvr fcaenannt n Weibnachtsbeihilfe abgelehnt wird, und zwar aus einem sormala Grund Sin einmal abgekbnter Antrag Darf in derselben Landtagsperivde nicht nochmals be- rata Werda, wenn nicht vorder bas Haus beschlossen hat ob e» wieder in ble Erörterung de» Antrages eintreten will. Eine Mehrheit de» Landtag», die sich vorwiegend aus Sozialdemokraten unb Baue rnbsnb lern zusammen setzte, kbnle dies ab. Der flelttfltnral De» frisischen Landtag» hat Dem Abg. Dr. oon j) e l m o 11 gegenüber einstimmig Den Wunsch geäuhat. dah er trotz der Infolge de» Uebertritu de» Herrn Abg. Dr. Veh- linger vom Hessifcha Landbunb zur Devtfcha TolNpartei verursachten verfchlebuna ber Kräfteoerhälinifs, zwischen ber Fraktion be» Lanbbunde» unb derjenigen der Deutsches Bolk»partel da» Amt al» st eil vertretender PräfIdent be» Landtag» beibehalten möge. Herr Abg Dr. von Helmolt hat sich mit diesem Wunsche einverstanden erklärt Minister Kirnberger. Ueba ba neuaiwmnfa Minister ohn« Pvrteseuille Kirnberger schreibt t* .Darmstäbta Zeitung" Fabtnanb Kimbaga würbe am 12. Januar 1875 als Sohn des TUekrt- rinalrates Dr Kimbaga in Mainz geboren 3m Frühjahr 1896 legte a Die Fakullätsprüfung tn Dietzen ab und tm Oktober 1M1 bestand a die Staatsprüfung mit .gut". Er war zunächst als Regierungsassessor bei Da Kreisämtern Mainz. Grosser au und Darmstadt unb tm Ministerium des Innern tätig. H>36 wurde a Kaisamtmann. Als solcha vafah er bi» 1912 da» Ami eine» Felbvereinigung»- komrniffar ». Dann wirkte er am Kar samt Offc-nl'ach bi» zum Ausbruch des Kriege», ba er a.» Hauptmann ber Landwehr bei dem Feld- artillerie-RegimerU Rr. 27 mUmachte. Im Jahre 1917 wurste a als ständiger Hilssarbeiter in da» Ministerium be» Innern beruf a. 1920 erfolgte feine Ernennung zum Ober- regierung»rat bei bem LandesanAhrungs- amt Rach einer kurza Tätigkeit bei ba Poo- trtn8lalbi.refhon Mainz kam a 1921 al» Vortrag e n ber Rat In bas Ministerium für Arbeit unb Wirtschaft 1922 wurde a unta Beförderung zum Ministerialrat trteba in das Ministerium be» Innern übaiwmma Minister Kirnbager ist 'S 11- filieb ber ZentrumsPartei und Bor- itzenda des Katholischen Akabattöervabandes von Deuttchlanb Wettervoraussage. Zeitweise wolkig mit Aufheiterung, noch mähig warm, in ba Hauptsache trodm Gestrige Tagesiemperatura Mari-.-m 19,8 Grad Eelllus. Minimum Grab M'iu». Svnnrnfcheindauer: neun Stunden Riederschläge 0.1 Millimeta Henttge Morgen.empaatur 12.6 Grab Selilus. Witterungsausiichta für Samstag Im allgemrina trmig Aaderung Sus der Proviilzialhauptftadt. ®lebe». Öen 23. 3uni 1927 Ein modernes Märchen. Unter all freu aktuellen. Interrflanim. lunft- lnisch «chönen oder grofjartigtit QMbern. die kürzlich dluftriertc Zellschrckfen brachten, f.ei mit neulich ein garu einfache» auf. da» Die Unter» scheel trug: .Gr oh kraft werk Äling?nfxrg. Der Schaltraum. von dem au» ganz Berlin be- herrscht wird" TDte gesagt ein ganz einfache» Er Öen oberflächliche-/ Beschauer rrUoIrt und nichtsfag.-rrde» Bild ein ,rotziger Baum, an beflen Wänden hell beleuchtete tleine Schalt- platten zu leben ftnö. und in dem an ztret Tischen zwei TRänner in weihen A tteln sitzen Dennoch (teilt e» ein Dundee dar. ein Dundee der Technik einen Höhepunkt menschlichen 8r- finden» und Schaffen», ein BlLrchen mit all ,'rHen übermenlchlicher. übernatürlichen Arüsten. Zum echten Märchen gehört ein Zauberer, and wenn er lehr mächtig und böse ist (unb er ift eigentlich immer mächtig und böse- dann besitzt er ein Zauberpserd. dessen ungeheure Lchnelliakeit unb Araft er nach feinem Willen leiden kann, ca» er meist zum Schaden der zwei guten, unglücklichen Aönigsllnder tut 3n unlerm modernen Märchen gibt es zwei Zauberer. Und diese modernen Zauberer verfügen über mindesten» 325 000 'pfcrMr-Utel Aunn man sich da» überhaupt t*orftellen? 2lber diele beiden Machthaber lind nicht böse Gottlob nicht. Denn e» trotz nicht auszumalen. wa» für e<£abcn 'IC tun fbnnlen. allen A-nlg»kindern der Welt zulammen. 3m Gegenteil haben sie ihre ganze Arbeit»» und Aonzentrationtzkrost und die Araft mm 325 000 Pferden in den Dienst der Menschen, in den Dienst der Berliner gestellt. Sin leiser Fing er druck auf die Schallplatte» genügt, um einen Araststrom autAulfcfen. dec Morchenwunder vollbringt ur W Du elektrischen Bahnen durch die Strotzen rollen, die Untergrundbahn unter bet <5rbe und über dir Häuser bintocggldten er bef&r- beet hundert to ulende Hei big er Menschen zur Arbeit und zurück an ihre Wohnstätten. et setzt die Räder der Fabriken in dröhnenden, lausenden Schwung, er lützt blendende» Licht aufflammen aus den Vrmtzen und Platzen, in Schaufenstern. Aino». Theatern, in Festsälen und Arank.nhuusern, der Zauberstrom lauft bi» in die kleinsten, fernsten Wohnungen, erleuchtet dort den Schreibtisch be» grstoelnden Gelehrten, strahlt über dem Efttisch, um bin die fröhliche Familie vereint sitzt, wirft gedämpfte» Licht in da» Schlafzimmer. 8r Hilst der Hau-frau beim Bügeln, saugt den Staub au» Teppichen und Möbeln, trocknet lange», flattern- de» Frauenhaar und kurze Bubenköpfe. er treibt Nähmaschinen und kocht den Tee und da» Mittagessen und. und. und — so. wa» tut und treibt er eigentlich nicht? Xag unb Nacht sitzen zwei Zauberer in weihen Ailtetn im Schall raum be» © ;ofrfraitu>erfe» Alin» genberg und beherrschen die Aräfte von 325 (KX) Pferden und mit ihnen tki» Wohl unb Wehe von 4 Millionen Men'chen! Gab e» je ein großartigere» Märchen? 8- v. M. Wtcfccnc. Dochenmaritprcise. 8» kosteten auf dem heutigen Dochenmarkt da» Pfund Butter 140. Matte 33 bi» 35. Wir- ling 25 bi» 30. gelbe Ruben 15 bi» 20. rote Kuben 10. Spinat 20 b » 25. Abmischkohl 15 bi» 20. Bohnen 40 bl» 50. Spargel 70 bi» 100. ®rblen 40 bi» 45. Mischg^nüse 15, Tomaten 80 bi» 100. Zwiebeln 20. 'Rhabarber 20. AartoffcLn 7 bi» 8. Aepsel 120. Airlchen 55 bi» 60. Stachel- beeren 25 di» SO. örbbetrtn 50 bl» 80. Honig 50. junge Hahnen 100 bi» 120, Suppenhühner 100 bi» 120, 10 Stuck Aase SO bi» 140; da» Stück: Gier 12, Blumenkohl 60 bl» 100, Salat 5 bi» 15. Salat gurken 40 bl» 60. Ober-Kohlrabi 20 bi» 25. Lauch 5 bi» 10. Rettich 10 bi» 15; da» Bund Radieschen 10 bi» 15 Pf. in Da rin- gepflegtem Zusta verein hat berct t» vor einigen Wochen n einem Sin Einwohner der Srednerftrafte. in schwerer Not ult Hilfe gebracht Um so freudiger wird sich denn auch der Empfang unserer Landsleute im Heslenlande gestalten wenn sie nach ihren Besuchen von Hamburg. Berlin. Mün- " Die Gelände ft reifen der Reichsbahn i n de r Bahnhof strafte gegenüber dem Hotel Auhne befinden sich schon seit längerer Zeit in einem Zustande, welcher der Dlsiten- karte unserer Stadl, die für jeden Fremden bereit» dort oben am Badnhof wirken soll, nicht »um Borten gereicht. Die miserable Derfassung vieler ® Jänbeftüde wird dadurch besonder» un- Verantwortlich für da» Feuilleton: i. D. Dr. Fr. W. L a n g e. angenehm bemerkbar, dah gegenüber, vor dem Hotel Auhne. die städtischen Anlagen in wohl- gepflegtem Zustande sich befinden. Der Berkehrs- Marthäus Maier tn Bad-Aauhelm um Erlaubnis xum Betrieb einer Schankwirt'chaft tn dem Haus« Ludwigüraf^ Ar. 19. — Beschwerde der Zwangömnung der Schneider unb Sp-v.darinnen de» Aveile» Fredberg in Hessen geg.m die Äntltbetbung de» Arctoamt» FnEdberg vom 22. April 1927 in Sachen. Zugehörigkeit der Schr. .denn Anna Langmann zu Affen heim *ut Zwangs.nnung der Schnn^-er und Schneiden 'nen im Amte Friedberg. - Beru'ung der Gemeinde Aieder-Mör'.en gegen da» Urteil de» Arcttau»- fchuste» be» Areite» Friedberg vom 21 März 1927 in Sachen die Besoldung de» Rechner» der Gemeinde Rieder-Mörlen •• Auftrieb auf hem heutigen Frankfurter Ert)la frü e.«n Groi Herzogtum» Hellen und deren Haxkmmen. Während der Ber- ein früher hauptsächlich gesellige Zweck-, verfolgte und die Sitten der alter. Heimat pflegte, hat er sich beknbet» seit Ausbruch de» Artegc» fast ausschltetzlich wohltätigen Bestrebungen gewidmet und vielen in der hessischen Heimat Schreiben an die Reichsbahnbehörde diesen Mttz- stand zur Sprache gebracht und um Abhilfe ersucht, die Bahnverwaltung hat e» aber bisher nicht für nötig gehalten, dem Uebd ein Ende zu bereiten. 8» wäre wirklich an der Zeit, dah die Dahnverwaltung hier ihren Anteil zur Ber- schönerung de» Stvaftenbilde» beitrügt, denn c» gibt auch für die Reichsbahn gegenüber der Stadt und der Oeffentlichkeit gewisse moralische Berpflichtunacn. deren Erfüllung unabweisbar »st Wir hoffen lehr, dah die ?.eich»bahn dem Publilum den jetzigen unschönen Anblick dieser Grundstück« schleunigst entziehen wird. •• ©trafeenbauarbeiten am Dlese ck e r Weg von ber (semartungsgrenze bl» an das Weichbild ber Stabt sink» gegenwärtig in vollem Gange Die Strafte wirb neu beschottert und gewalzt. 11 an hofft, ble Arbeiten bi» Ende dieser Woche abschliehen zu können. Der Verkehr wird für die Dauer dieser Dieberheiftellungsarbeiten über den Johannesberg umgeleitet. •• Zur Schaffung «ine» Gefallenen' Ehrenmal» im Lanbgraf-Ludwig»- G v m n a f I u m Ist ber vor kurzem gegründete (: Ilern rat mit einem guten Vorschlag an die (Eltern ber Schüler herangetreten. Auf seine Anregung hin haben sich zahlreiche (Eltern bereit erklärt, allmonatlich neben dem Schulgeld noch einen Sonderbetrag von 50 Pfennig zu zahlen. Diese Sondcrbeiträge sollen angesammelt unb bei dem Vorhandensein einer gewissen Summe zur Schaffung eine» Eyrenrnol» für die im Weltkrieg gefallenen Lehrer und Schüler der Anstalt verwandt werden. Wenn die Sonder« zc hl ungen darüber hinaus nach fortgesetzt werden, will man in lobenswerter Weise auch der Schüler- bücherei, die jetzt schon au» den Sonderzahlungen 3um Teil gesördert wird, weitere Vervollkommnung ongedeihen lasten. ” Das Bauvorhaben der .Gag- sah", über da» wir am Montag berichteten, ist bereit» Gegenstand einer Besprechung gewesen. Dabei wurde allgemein bedauert, daft baureife» Gelände zu annehmbaren Preisen in der Gemarkung (Sieben vorläufig nicht zu haben ift und die für diese» Jahr vorgesehenen Baudarlehen vergeben sind. Rachdem das Bedürfnis der erforderlichen Wohnungen innerhalb der einzelnen Derbünde feftgeftellt fein wird. hefftlcher Städte aufsuchen werden. Heber art trifft man Dorbereitungen zu ihrem Empfang., und Gteften wird in der Wärme der Begrünung nicht zurückst ehcn, wenn dte aincrdanildxn Gäste am 15. 3 u 11 zur MtttagSzcit hier eintreffen, um mit Dertrctcm der Stadt unb der Universität im GefeilfchastLveretn da» Mittagessen ein- zunehmcn und sodann die Stadt zu besichtigen Dabei wird vor allem auch den Einrichtungen ter Siebener Ltukentenhilfe ein Besuch abgekartet iverben, deren Bestrebungen der Hessen- Darmstädter Dollsseft-Derein schon leit Jahren warme» 3ntcrelle cnlgegcnbringt. " Die Aufwertungsans prü che von Spargläubigern betrifft eine Bekannt« machung der Bezirkssparkasse Tieften im heutigen Anzeigenteil. Interesienten seien auf diese Der öffenthdjung besonder» hingcwiesen. "DerProvinzialau»schuft der Provinz Oberhesfen wird am nächsten SamStag xu einer öfsentltchen Sitzung, bic oormittag» 8.30 ilhr beginnt, im Regierungsgebäude zu (Dieben 8u lammen treten Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände Berufung deS Minister« des 3nnem gegen da» Urteil de» AreiSauSschufle» be» Areife» Dietzen vom 18. Dezember 1926 i. S.: Alagv des Georg Zabel zu Geilshausen wegen Entschädigung für Derluste an Maul- und Alauenfeudw. - Berufung de» Minister» de» 3n- nem gegen da» Urteil de» Areis ausschusse« de» Aretfe» Giessen vorn 13. Rovernber 1926 L 6.. Alagc de» Peter Erb VI. in Geilshausen wegen Versagung der Entschädigung für ein an Maul- und Alauenseuche emgeaangene» Rind — Berufung de» Ministers de» Innern gegen da» Urteil des AreiSauStchusse» des Artilc» Dietzen vom 22 Dezember 1926 betr: Wage de» Heinrich Urhahn IV. in Sich gegen Festsetzung der Entschädigung für zwei wegen Lungen seucheverdachtes abgelchlawteten Aühe. — Antrag de» Friedrich Bonhvf In Liftoerg auf Sntfchädigung für eine wegen Maul- und Alauenfeuche verendete Auh. hier. Berufung de» Minister» de» Innern gegen da» Urteil de« AreiSauSlchusfe« de» Areife» Büdingen 19. März 1927. — Alage de» Aart Weife! 111. in Mufchenheim gegen den Bescheid der Sci)ä tzungSkvmmistivn wegen Gewährung einer Entschädigung für eine etngegangene Aub, hier Berufung deo Alägert gegen da» Urteil de» ArelSauSlchussev de» Areife Gletzen vom 22 Rovernber 1926. — Berufung de» Minister» des Innern gegen da» Urteil des AreiSauSIchusses de» Areife« öcbotten vom 9. März 1927 in Sachen: Alagc be« Philipp Bert i ng zu Sichenhau- s e n wegen Biehentschüdigung. — Gesuch de« Vovnoti;en. — Ioge»!alenber für Donners- tag: L^ebigShöhe, 8 Uhr, M.lrtärlonzert. — Oberhesi.lche Gcfclllchaft tür Sa tut- un) Heck- künde: 61 , Uhr Botan:sche» Institut. Dortrag. — B f B. 8* - Uhr U 8. Luhervrdent. che Oer.e ralpetfammlung. — Gieftener Radsahnr- Ber . .lüfix TZerk, Velbert ist nur dasfäestß gerade gut genug deshalb nur .SUNUCHT- MANNHEIM. SEIFENFLOCKEN fürJeuuedsdie O.fx o w O 0 Oko rt o 0 0$ »0» °o.<) Pa Q & plante billige Rhein fahrt mm gleichen Preise (Rm. 9. - pro Person) am Sonntag, dem 21. August burchgeiührt unb zwar: Honberzua 0lepcn ab 6.30, Dlainj-Aaftci an 8.45. - (Jonbcr« bampfer AaHel-Aoblenj. - €onbcryug noblen- ad 12JM), Gießen an 21.40. - llnterwegS ist Gelegenheit xur Einnahme eineS Mittagestcnö tum Preise von Am. 2.— pro Person geboten. Änrnelbungen unter Anzahlung oon Am. 5.- fflr jede Person bei Serso-Äkllamen, Ließen, plockstr.5, Te'.1335 Der Restbetrag ist spätesten» bi» jem 5. August ju entrichten. ***” »MIM»»»» 9 T4CM " »MMK • »»MM»»»»»»» 2t6einfa6d! Vielfachen Wünschen entsprechend wirb die für ben 26. Zuni gc-1 |/r|L Grau-und K ü ! W Wei8 • Stück UM <*£ 8 von bester Qusli- U M MU U UM ' und irrößter i M WWW WUM EnrlebU'keit eu Mil Preis jC. Rübsamen, Gießen «F ernsorechpr 16Si ’4c Sparglüubiger, die ihr Guthaben, aus dem sie Auswertungsanfprüchc geltend machen, auf eine der in § 3 des Auf« wcrtungsgesetzes näher auigejührten Ar ten erworben haben, z.B. tm Wege ber Erbfolge, ber ehelichen Gütergemeinschaft, ber Erbauseinanberfetzung, als Ausstattung von Vater und Mutter, als Schen- ! kung ufw., werden bei der Sparguthabenaufwertung mit dem Goldmarkwert ber ursprünglichen Einlage berücksichtigt. Di« Sparglüubiger, die Aufwertungsan. fprüche solcher Art geltend machen können, werden hiermit in ihrem eigenen Intereste ersucht, diese Ansprüche bis ipä« 1 testen» 31. Juli 1927 schriftlich ober münd« ' lich am Schalter unserer Sparkasse unter Vorlage der Nachweisungen anzumelden. Gieften. den 18.Juni 1927. Bezirkssparkasse Dietzen. 587 ID Men kocht pro Person 1 starken Eß!Wut voll Knorr Haferflocken '/«Stunde in Milch oder Wasser und salzt oder zuckert je nach Geschmack. Das Gericht wird durch etwas braune Butter verfeinert „Knorritsch“ das Rohkost-Frühstück. Für jede Person werden ebenda 2-3 gehäufte Eßlöffel Knorr Hafertlocken, 1 schwacher Eßlöffel Zucker mit 3 Eßlöffel Milch zusammengeröhrt, damit das Ganze Ober Nacht ziehen kann. Am an deren Morgen reibt man 1 Apfel samt der Schale und dem Gehäuse hinein, gibt den Saft e ner viertel Zitrone und nach Belieben 1-2 Kaffeelöffel geriebene Haselnüsse, Mandeln, oder beides hinzu. Der Apfel kann auch durch Apfelsinen, Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen usw., je nach Jahreszeit, ersetzt, bzw. ergänzt werden. i a 1 Verlange nur 5Wm 6rrt Haid Holländerin Buttermilch-Seife nur sie er hält Dir Deine Schönheit! Ueberell xu haben I Riale 39 Pf. per StGeh Alleinige Hersteller i Günther & Haußner, A.G., Chemnitz-Kappel Vertreter. Iriet Beyer ACi.I.atl., Freak!vt a_ R. FrteOeraertulatrUe IM Toltphaa Hau M Dilsiam A. Christian Magdalene Christian geb. Schaffer geben ihre Vermählung bekannt Colorado Spring# ftlcpcn (Go(.) ll. €•. SL Zobonnesfiraße 15 ben 23. Juni IW G600D Die glückliche Geburi eines triftigen und gesunden Jungen zeigen hocherfreut an Apotheker Ma; Dornberger und Frau Gertrude geb. Gtephany Gießen, ffreuzplatz 2, den 20. Juni 1927 0*661 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahm, und zahlreichen Blumenspenden bei dem Hin- scheiden unserer unvergeßlichen Entschlafenen In tiefer Trauer: Heinrich Schmidt, Ständehaasinspektor i. R. nebst Kindern. Geschwister Herr. Frau Christina Schmidt geb. Köhier Gießen. 22. Juni 1927 tagen wir allen Beteiligten auf diesem Wege unseren Innigsten Dank. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme -owie für die reichen Blumenspenden beim Heim -ränge unserer lieben Mutter sagen wir allen au* Wege unseren innigsten Dank. Gießen (Stephanstraße 53), Essen und Rauxel, den 22. Juni 1927. Die Beerdigung findet in Gießen auf dem Neuen Friedhof in aller Stille statt 5908D Statt besonderer Anzeige. Nadi kurzer Krankheit entschlief sanft in Essen, wo sie zu Besuch weflte, am Dienstag, dem 21. Juni, unsere gute, treusorgendc Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Katharine Michel Witwe im nahezu vollendeten 82. Lebensjahre. In tiefer Trauer namens aller Angehörigen: Adolf Nickel. I^ingsdorf. den 23. Juni 1927. 5010D S094L tonnen Einwendungen oorgcbradit den. Ts (ft eine Umlage beschlösse wer Masesteid u. a > 5912D en. zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. 5886D Diwan, 1 Ohuflfautomat. 5896D Kebbel, VerichiSvollzi«h«r In Diehen Dammfirahe 24 I. Telephon 239. Zigaretten. 5903D Tüchtiger, lunger »u acfuctt 04671 3« Offl Hliölfa 20. Versteigerung bestimmt. Ludwig -artmetz Auktionator und Taraior Tlbuentpeg 28, Telephon 1414. «■**—*.. * ■ ■ ----- Badewanne rveflAUflvbolbet i verk Lchr ring. (MflfiR an 6 (K « 2Iimmer Kabinett, Küche Im Zentrum her Stabt mit lieber- nähme der Möbel, gegen Dringlich- kelt»bescheintgungsii vergeben. Schriftliche rinneboie unter WtK» an den unebener rinzelger erbeten. im Aller von 20 dis 25 Zähren mit prima* reise und kaufmännischer Dorbttdunq zum sofortigen Antritt gesucht. Stenographie und Maschinenschreiben Bedingung. Schriftliche Angebote unter 5887D an den Gießener Anzeiger erbeten. SuchefürlSjährigen Deutschschweizer, der in Paris ausgewachsen ist: Mn in guter Hile für Monat (August) oder September. 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Juni 1927, nachmittags 3 Ute, statt Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Bavaria 1. ö. DfrcaoO ono Budo. LamStaa. L» .Juni abenM h1-, Uhr Yfib. —D Man verlange ausdrücklich Gießener Brauhaus-Pils Freiwillige Versteigerung. Freitag, den 24. Juni, versteigere -ich im -Sbwen", Aeuenweg 28, ab 2 Uhr: 20 Mille Zigarren und 8 Mille Bandtag 'N i *” Srifööfni-noDiifiin Äbf.: 2am.‘tag 17", Sonntag 8”. Sonntagskarte artedderg. Vrlininaen. den 20. Juni 1927. Hesstsche Bürgermrisierei. ___ Euler.______ Freitag, den 24. Juni 1927 nachmittags 2 Uhr versteigere ich im „Löwen", Aeuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 2 stgstenlchränke, 1 Schärlmaschine, rin Cola, 8 Tisch«, 2 AegulaiorS, 2 Schreib- lisch«. 1 Bild, 1 Mä'chrichrank, 17 Dänd« ArvckhauS ZtonoersalionS-Lerikon, rin Damensahrrad. I Aülrit, 1 Kredenz, 1 Lbaisslongu«, 1 Cchreibladcnkaste, rin Arit, 3 Stühle, ca. 72 Ztr Terrazzo- fötnung, 1 Herd, 1 Marenschrank, rin •Mtbhiue! 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Im Namen aller Angehörigen: Frau Katharina Balser Wwe. fi •* a - n S fr ■t 4. !ri 5 31 Dviir.irstdf 23. 2nni 1027 not .. r b.. ic crtiau.t - . ^.irb yb !•: , n unmöglicher Leine« >er CMm» . n (eine* Uanbes. Shin fommt her »othj ?t de jtoiituDu xa» -rt.il n ni Halle au* t rdi :c,rui.bcn cncia .tw .icbätbcti getan. Eine interne und recht nnpksähr- rnbnt. 6* haue oder auch ha* lahlofe 'treten de* er., i dxn M. ..r .. Mb< und .mtrr anderem bx Brjtrajung |.i r-. ki ci*oorstehsr*, ?«e' br :e nuftcr |idt f. raten (ein. er b- .. r"\ a; «u röchen, in t er Wefe. die man > Gerade \ilr rerr.rn kann, u r nahm nämlich den Lntraa eine: pcrla» •nenian t\n lUltrrau*fd'u -..i! ^treicstu. .v* rHcb.'l!e* tur den rr.flli Cbertr i?en .'er enaujchen Armee, con rx'i^m er tr.ixr > i ofH» 2r 'Heil' ng erhaNen *”?tc ir Cerar'.flO. rg, eine Drs!--.»le - n die o - .»nn: .Sc «. :• • tu ten und hdi gleich',ei: de ; fmonltrnimn engti ( chfr k r ic g* f 4)H t e in den ägy, nfche« • nv chen Ourope r dedtodt feit. Die 21n:ieleocnheil ist jo gilt wie denn vicht. 'len engtifchen Argumente ?hir d e Leid, te» nn i der legnpicr oeqenuder En, land dm Id) o • ip c 11 oder lieft e* (ich nicht nehmen, dem Lord in einem Interview. axlcher er c.nem Redakteur br* „flbram* gewahrte, eine hörbare Maulschelle tu perletten. Er erklärte bdfi er die Würde und die Fäh.gkeit de* ägyptischen Parlament* schätze und dast er keinerlei (Befahr für die rrem» den, deren Interessen und Eia. nium fede. Tj* mar brau von dem alten Munn. Wenn er paf ir and) b;c Bcichimpfi'nnen der englisd-n Lokalpre'ie einftetken mi'fjte. ;eiiungsia)ct Die „Leipziger Reueften tachrich« • tionalllberalrn zuzöhlen kann, schreiben im Anschluß an ba' Memoirendi ch de* l rinzrn M • von $a\ n über die große A e r t r a u e n r k r i f e. die mH. rei'd des Äricac» in Fmnlreich einen ganz anderen, glücklicheren Verlauf nahm als ein 3 ihr Ipäter In Deutschland. Das Blatt schildert bann die ©entlang des Generals Oroentr nach Berlin in den ersten Rnoembertagen 1918 und schreibt: ..Die den Geist des alten Heere» erblich gepachtet zu haben glauben, find von Nroener in der i^olqe abgerutft. Die einen haben'* Ihm mehr verdacht, haft er als Erster dem fiaifer in Spa die Wahrheit zu sagen gewagt Hof, die anderen h-nnen'* ihm nicht vergeben, dast .r, als es um die Unterzeichnung des lkr|aiUer Diktats ging, seine ftameraben bestimmt hat. der Republik lieber nicht den Dienst auszusagen. lieber das eine wie über dos andere zu urteilen ist nicht befugt, wer nicht die Schilderung des Prinzen Max von den zwei Tagen, die Groener damals in Berlin verbracht hat, vorurteilsfrei auf sich hat wirken lasten. Groener ist am 5. November nach Berlin gekommen, ganz Mann der alten Schule ein General, für den die Frage der Abdankung des Kaisers außerhalb feder Erörterung stand. Man hat ihn am folgenden Tage mit den Führern der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften zusammengebracht, mit denen er al* Leiter br* Kriegsamts vertrauensvoll zusammengearbeitet hatte. Das alte Vertrauen ist auch gleich wieder da- gewesen, aber es reichte nur, um zu erkennen, bah man nicht weiter gemeinsam zusammengehen könne. Auch die ehrlichen Sozialdemokraten wie Ebert, David, Südekum Hütten es oorgezogen, die Man- archie zu erholten — der helldunkle Scheibemann spielt wie immer eine zweifelhafte Rolle. (Ebert verlangte die Mithilfe de* General* dazu, den Kaiser zur Abdankung zu bewegen und einen der jüngeren Prinzen mit der Regentschaft zu betrauen Groener hat da* schroff abgelehnt, und man ging ohne Ber- stondigung auseinander. WovonMder General ,etzt allein noch Retttmq vor der drohenden Revollition erwartete, daran läßt Prinz Max keinen Zweifel: von einer freiwilligen Opfertet des Obersten Ärieav- Herrn, wobei er fein Leben wenigstens einmal so Ur. ',44 5n):ites Blatt Gietziner Anzeiger (2enrra!-Anzeiger für Gderhefseni ■ — » ■ - . i i- — ~ am ■ in ——i ' mi ■ ar iwxi ■■■ ■■■■ in i-u». E Kanonen aus die Brust ae e^t .... Pan unferm J. 8 -Korrespondenten Kairo Juni 1VZ7. dt sind nun wieder einmal englische ! Kriegsich,'te vor Bleganbrien erdyte- nen. Grone „Äampfrinbeitrn*. imt RiesenkLnonen. | scheinbar nur au« ein eichen awrterb am to*pi- brüllen Ma i schw gi. die Loge ;.:-ohnt r. „erncy (einen Weg. Rur . die encl Idxn colbozen sind e*. die die neuerschie- I -lenen tElutter r.;t - chtlicher Neugierde aus der Straf',r lesen 3n Alexandrien betrachtet da* sich am Meererstrand badende Publikum die engst chen Rie- senschiste mit unerhörter Ruhe und firaiHc Wie wenn da* Erschemcn der Koloste zum Tagespro- . qramm geboren würde, und bie Leute eher^ ubrr- nfdjt waren wenn jte morgen*, durch do* Fenster guckend, zu ihrem Frühstück keine englischen Mord- nftrumentr \um Hintergrund serviert bekämen Alfa rnglisch« st eg-ichisfe im Hosen Hieran- brien* und 4 ort Saids Lsro Lloyd, der Ober» tonunificr ha: einen Konflikt — nicht mit der agyp- uschen Regierung, sondern mit dem ägyptischen — Parlament Run wird zum allen, vewährten Rezept pegrislen Kriegsschiffe, Aeeoplonparade usw. Und da 5e\epl wirkt wie immer, auch diesmal. Roch merunbiuaatiM Stunden kann man schon in I den 3eitun,jen leien: ..Die ägyptische Regierung nahm , die rmchtipfr.n /orderungen der Lngtonder an...' i Wie bei einem wirklichen Krieg mub man in diesem st. 'stikt zwischen Ursachen und Veranlassung untersck/eiden. Lu den Ursachen gehören bas stark gefiinlenr Vertrauen der agypstschen Rattonalisten iu ihrem greifen Aphrer. 3a gl ul Pascha, welches m legier Zeit wieder durch einen Presseprozesz, der .Saglul von schwere-, Sntlaper, insbesondere de» Doppelspiels m englisch ägyptischen Fragen, nicht gerade reimgte. erschüttert wurde. Zu den Ursachen U hör. n serner das gesunkene vertrauen der ägnp- tuchen Bevölkerung zum Parlament, welche* ,5ofllul Paicho in allen Dingen blindling* folgte. Mr-< ■ Vertrauen wieder zu gewinnen, haben sich die üZofbifien mit ihrem Führer an der Spitze, tn jüngster Zeit entschlossen, den Engländern gegenüber in ben zahlreichen streisrogen. an welchen kein Man- ael ist. mehr Widerfocnstigkeit, al* bisher, xu xeigen Die Fra en der Bisetzung der DiirgermeistclltcÜen. '.er Nationalbank, de* Oberkommandos der ägypti- chen Armee usw. waren und sind alle* Dinge, bezüglich weicher die ägyptischen Politiker, tue Umnogstch- kett ernlien Widerstande* erkennend, von vornherein zu einer weitgehenden Resignation bereit waren, wenn diese Fragen auch gelegentlich von voreiligen ertrcniistijchcn Ihbgeorbnckn gegen den Willen ihres Führer* unzeitg.müfz oufgrroorftn worden sind. Fitzt aber, ton die bekanni-m Angrisse gegen ben toofd und 3aglut Pascha der Stellung denetbon gesährlich schien, erschien e* notwendig, sich nicht allzu widerst.,ndslo* dem englischen Diktat zu beugen. Fn dieser Io grschastcnen «tmofphare sind die ur- sachlichen Von.u setzungen dc» neuen Konslikte» zu sehen. Die Veranlagung des Auie,nanderpraUens der Gegensätze ,edoch liegt vorzüglich in der Person de* englischen l')ifb Eommissionär* Lord George Lloyds und feiner CH?rn(d>af1en. Man muh den Mann gesehen haben. Uebergroh, mager, eckig, mit einem Gesicht, au* welchem als auffallendste Eigen- .chast masilojer 5)ochrnut sorichl. Keiner seiner Vorgänger Hot sich eine der (einen ähnlichen Art de* Auftreten :■ in der VeffenUichkeit ongemaht. Wenn her Äonifl durch die Ströhen von Kairo in rafenb dohinschief endem Auto aus dem Schloß fahrt, werden die Strafzen polizeilich abgefperrl und vor wie nach dem kuniglidien Auto sichern Motorfahrer und von Polizisten besetzte Autos den Weg. Dac-ielbe Recht r.-.mrr.: der -än* der wohl wollenden Zu: •orge te* — rna* 'cher. 8c ng* oeriichen. Und der ngelchüchterte '. orsteh.r von M:n,e lieh »ch oer- | leiten, d e lehk't Rede in* Arabische |u . t rriegtn Senr nun die Fragen von grund-usicher Bedeut ng. die w-r oben brr nrte ■ nur gel crrstch und mit dem sichtbaren Bewußttein de* norwend, ; qtn KapllMleren» ar her Gem-st im Parlament, | berührt wurden, so hatte mc-n hier eine mehr alt gut funb.frte Bi reck :>gun Prinz p.enfragen ous- zuwer'ei' in wr'chem udi Lord Lloyd -weis,No: in» Unreck: a,letzt h-tte Em br’cnnter ägyptischer Journal,fl charakter rte mir d'e Lage kurz und ire ld. ß w r pt stnch n.chl unabhang sind, ’onber- unter der Diktatur einer item den Militärmacht fieber, wisien wir. Wen, | man unt d, llr.a>bär.gtal,i( nur d, r For n, i n gegeben l. *? soll man nbehrn* dl, Form und menr auch nicht- al* die Forrr^ u ä t , n. aram hat d,r ftiat Eoin-ust-oi-.ar dr. ä ließlich nur der . iplomausch, venreer der DHu ?ativnvnachi ist. niemc!* t: ''önig lern Begiaubi- ..ng- ichr, b,n überreich', r. . andere Diplc ater Warum reist e.n Mann, von dem wir formell n,cht -visi,:,. wer er tst im L'-nbe umh: nub b lt An- jprachen cn unsere 2R;rt*argrr. c'* ob sie Ilntf-ianer. eines König* wa.en 6* sträubt sich da* Rechtem,- - Cum len emen d.e echt oeeidenfle Un- s ', :• luge. Ein arabischer Journalist erwtder.e auf die : Frage eine* aurlandisihen Kollegen, wer in Argr ten regier, der Ä*n.>a* Parlame"!. vd : Lord Lloyd ..Der en alifche (font* Das geh: dem ‘ . m*n m the Street* ir.rbr in die Nerven als in:r , Geschichten aus aller Melt. Lachdruck auch mit Quellenangabe, verboten! Nachruhm. (—) Pari». .Luhrn ft A gcnbogenlicht. Sonne, d.e sich in Tränen bricht". — lo singt Tllctandcr Petö'i. Ungarns bedeutendster ^»et. der wohl ir.e kein anderer mit sc -em Lasern tie Wahrheit feiner Verse belegt bat. Die meisten Men'chen haben nichts von ihrem Rrihm. da er. das ist eine alte D.nscllwahrhe.l. erst dann zu erstrahlen beginnt, wenn ihre Augen sich für immer die Eriche.nang.-n dieser Welt geschlossen haben. G.n guter Teil von ihnen geht verbittert und mit der ganzen Menschheit ver- Ic.ndet zu Grabe, ohne auch nur entfernt zu ahnen, daß um Ijren Äamen nach Jahrhunderten einmal die Gloriole der Unsterblichkeit schimmern wird. Die Lach'ahren der undankbaren und nerstLndniSlosen Mifwelt suchen die vergangenen Unterlasiung-sünden durch Denkmäler ir cOer gut zu machen, und so kommt mancher zu einem Monument, den zu seinen Lebzeiten von den Großen der TDelt eine Unendlichkeit trennte, wie etwa kürzlich erst wieder in Frankreich die brave Madame tz a r c I. die Erfinderin des tbft- iichen Camembert-Ääfe#. Aber wohl noch niemand ist in der ganzen Menschheitsgeschichte Io e.genartig zu einem Denkmal gekommen, Vie Larcisle Quellten, dellen Harne jetzt plötzlich durch d.e ganze französische Preise geht und dem die tiesstempfundenen E>edenkartikel geweiht werden. Der war Aarcisse Quell.cn, was hat er für die Menschheit getan, welche Tat hat seinen Hamen unsterblich tn die Geschichte des Geisteslebens eingegraben, welche Entdeckung, Erfindung. Theorie oder dergleichen oerdanlt ihm die W:ll? Da ist vor allem einmal feslzuftel- len. daß Aarcisse Quellien von Beruf Dichter gewesen ist. ein vertrauter Freund Ernest Hö- n a n S. des Versassers des ..LebenS Jesu" und der „Apostel", ein halber Dohämien, der einen guten Trunk und die Mädchen liebte, dessen Talent aber der Nachwelt gerade keine großen dichterischen Qfsenbarungen hinterlassen hat. zu- mindesten- nicht solche, die daS heute so auffällig laute W.cderaufwachen frned Gedächt- nisieS auch nur annähernd verständlich machen tbnntcn. Hein, als-r Harrifse QutHlenl Verdienst liegt auf einem ganz anderen Gebiet: er war daS--erste T ode So pfer eine» Automobils in Frankreich: vor gerade 25 Iahrcn wurde er beim Uebetquercn einer Straße von einem dieser allerersten, unS heute schon prähistorisch enmutenben Benzin-Deh.kel überfahren und getötet. D a S ist sein unbestreitbarer HuhrneStitel, dafür soll ihm jetzt durch ein soeben begründetes Komitee in Pari- ein Denkmal gesetzt werden-- Und so haben w.r denn, e.n ur.er chopfl.cher i Trost für d.e Ehrget-igen unter un«. eine ! neue A r t von Ruhm neben dem akt-ven. - u dem mmerhin irgend etwas Vie Geist. Gen.e. Denkkralt ulw gehört den p a f s . v e n. den man dadurch erringt, daß man im günstigen Augenblick sich von einem neuen, de Welt erobernden "Verkehrs nstrumen: die Knochen zermalmen läßt ... Ein Sowjet-Gesängnisdirektor. (ui Higa. Ganz verlchömi und versteckt melbcn die Moökaue, Sev'jctblätter einen Vorgang, der wieder einmal ein bezeichnende« Lichi aus 1 den gegenwärtig in Rußland gradiere nden .H o v l i g a n i S m u S". d. h. da« gewerv -mäßige Verbrecher- und Strahenräubertum. wirst. Seit Jahren schon wird die ziemlich abgelegene Gegend von Seraw-Aschamk, von einem unbekannten Haubgefellen heim icfucht und unsicher gemacht auf bes'CN Konto unzählige . Qtaubübcrlülk -.mb . zen find. Stets gelang eS dem Uebeltäter. unerkannt mit einer belrächllichcn Beute zu entkommen. und die Polizei verzweifelte fchier ob ihrer Ausgabe, des Derbreä'erS hadhast zu werden. Aber der Krug geht Io lange zu Wasser. biS er brich!, und kürzlich gelang «s durch Zusall. dem gesährlichen Räuber, als er eben wieder ein Bauernhaus auSgcplündert und in "Brand gesteckt hatte, einen H"verhalt zu legen, in den er auch schnurstracks hincinlies. Zum Erstaunen der Polizisten entpuppte er sich al« ein focinalter, eisgrauer Marm mit langem ©reifcnbartc. der feiner Festnahme keinerlei Widerstand entgegen- feyte und sich willig abführen ließ. AIS man ben "Beibrcdx:.- inS GesängniS von Serawtfchamki tinlleferte. lieft man ange'ichiS der "Bebeutung beS Festgenommeiien den G e s ä n g - niSblrektor. Herrn Kobschajin. rufen, et war aber nirgends zu finben, trotzbem eS mitten in der Hach! war. Auch am Morgen war Herr Kobfchajin noch nicht eingetroffen, ebensowenig am Mittag. Man würbe stutzig, man begann ihn überall zu suchen, er wat imb blieb spurkoS Der- fchwunben. Da machte plötzlich einer bet Polizisten in ber Wachstube be« GesängnisscS. wo auch ber Räuber sich biS zur Drlcbigung ber vom Direktor vorzunehmenden Ausnahmesormalitülen aushielt, bie Entdeckung. Baft sich der Bart unter bem rechten Ohr beS Verbrechet- eigenartig gelockert hatte, mit einer jähen Bewegung rift er ihn unb bie weifte Perücke ab. und — ber GesängniS- b i r c f t o r . Herr Kvdschajin, ber so schmerzlich Dermiftte, in höchst eigener Person präsentierte sich ben in Schreck unb Überraschung erftarrten Polizisten. Die nun baS Ausnahmezcremoniell geregelt würbe, verschweigt schämig die Sowjetpresse. auf jeden Fall. Herr Kobschajin sitzt sest. Veethovens „Neunte". Zur Ausführung br« «icßrncr Konzert-Hrrrinh. Wohl kaum hat ein Derk ber MusiNiteratur erft so seine überragende Stellung erkämpsen müssen wie Beethoven- 2kunle Symphonie. Geht man den Okuftcrungvn bet Zeitgenossen "Bcet- hovena nach, ’o zeigt sich ohne weiteres, bah dieses Derk über sein, Mitwelt hinaus in die Zukunft weist .Es ist. als ob die Musik auf bem Kopfe gefx.i feilte unb nicht auf den Füßen. Der letzte Satz fpiclt in den unglücNeligen Doh- nungen derer die vom Himmel gestutzt find. E« tft al« ob die Geister der L efe ein jeft deS Hohne« über alles. waS Menfchenfreude heiftk. feierten." 11325. .Allgemeine Mufik-Zeitun^".i Spodt äußert fich nicht minder abfällig .Ja. ichon die vielbewundeNe neunte Lymphome tmift ich zu dielen rechnen, bereu brei erste Sätze mir trotz einzelner Gen.eblitze schlechter Vorkommen, als sämtliche der acht früheren Lymphomen, deren vierter Latz mir aber so monströs und gefchmack- lo« unb in feiner Auffassung ber Siy.Iler!4Kn Ode Io trivial erscheint, baß ich immer noch nicht .'cgreifri kann, w c ihn ein Genius wie der Veet- hvrensche nlederjchreiben konnte." Selbst die "Begeisterung bei der Dienet Mr- auffüftrung (7.Mai 1824' hielt nicht lange an; bei der Wiederholung de« Konzerte« glaubte man. eine Rossini-Ane mit auf« Programm setzen zu müllen, um da« Publikum anzulocken. — Die Tcifau« sorgfältigste Aufführung erfuhr daS Wetk I82d in Par.S, wo Habeneck naa> zweijähr.gen Borbertilungcn c« zum Erll.ngen brachte und zum Erfolge führte. Habeneck fällte aber damit van Bahn£rodKr und Degweifer werden. Richard D a g n e r erhalt von ihm die enlfcherdende Anregung für feine mufikalifche Zukunft .Die« ge- fdwb durch meine Anhörung der Heunien Sym- vhonie "Beethovens, welche ich nun von diesem berühmten Orchester mit dem Erfolge eines beispiellos anbauemben 5tub.unt« in so vollendeter und crgrcifcnbct Weise borge tragen horte, daft, wie mit einem Schlage, bas in meiner Jugenb- schwärmerci Den mir geahnte Bilb von de<4em wunderbaren Werke, nachdem es mir durch bie Hinrichtung deSfekben burch da« Leipzzger Orchester unter be« biederen Polen- Leitung gänzlich verwi'cht worden wat. nun sonnenhell, tme mit Händen greifbar, vor mit stand. Dv tch früher nicht« als mystische Konstellationen unb klanglose Zaubergestalten vor mir gesehen hatte, strömte jetzt, wie aus zahllosen Quellen, der Strom einer nie versiegenden, daS Herz nht namenloser Gewalt dad in reißenden Melodie entgegen." Und erst Richard Wagner verhall bem Derkb zu seiner völligen Anerkennung, in seiner Dresdener Zeit wurde die Aussühtung am Palmsonntag 1846 zu einer Dieder Geburt süt die Deltgcllung ber Hcunten. - Dte Feier der Grundsteinlegung deS "Bayreuther Festspielhauses wurde mit einer erlernen Aufführung der Hcunten gefront, und einer der Mllfpielenden im Orchester, der jugendliche Arthur Hi fisch, wurde zum Träger ber Trabition tn unsere Zeit hinein. Die Schwierigfeiten. bie sich bem "Befannl- werden ber Heunien entgegenfledlen, lagen sowohl in ihrer Eigenart, als auch in bet Unfähigkeit bet Mitwelt, sich barauf umzustellen. Denn im Gegensatz zu ben Dorangcgangmcn Werken, bie m^>r ober minber durch irgendwelche gegebene Anschaulichkeit etwuchfen. ist die Heuntc auf dem Boden bet Reslektion erftanben. Sie kann al« bas geistige Resümee eine* Lebens voller KarTlpf gegen das Schicksal in seiner Härte unb Unetbittllchkeil angefeften werden. daS im Ausblick zu bem letzten Grunde des SeinS seine Verklärung findet, ein Rückblick des Heber- winbetS von hoher Warte mit den im Kampfe gewonnenen LebenSerkenntnifsen. Einer solchen 3bec beS Werkes konnte die bisherige Form ber Lymphome nicht mehr restlos zur KünbuTzg verhelfen Die Musik sollle ja nicht rndhr Realität veranschaulichen, sie muhte zum Träger gcist.ger Symbolik, eine« Denkprozelles. werben unb bamit einen neuen. refleftionÄgebun- benen Stil prägen der da- sentualiftische Moment ganz auSschalteie und nur bem abstrakten Geistigen sich zuwandle. DaS Erfassen beS zugrunde liegenden geistigen Momentes in der Ton- syrnbvlik lonnte erst das Derk völlig erfchliiften; wie es das "Beispiel Richard Wagners zeigt. Man möchte zu "Beginn deS ersten Satze« an eine Geisterbeschwörung denken gleichsam auS dem brodelnden LhaoS der leeren Quinten zuckt ba« Thema, wie züngelnde Flammen unheimlich aus. bU es sich mit Unerb-ttllchkeir im Unisono des vollen Orchesters verdichdet. Selbst bas Seitenthema der Holzbläfer (arm sich nicht mildernd ausstrahlen, bie Streicher tragen Unruhe hinein, eine hoffnungverheißende Wendung wird von bem Bernichtungsw.il en überwacht. Die Durchführung bringt das in den aufgefteilten Themen geburtfvnc Problematische zur Auswirkung, ein Ringen mit bem Schicksal, daS im Gewoge des Kampfe« zwischen Hofsnung, Trostlosigkeit unb Sehnen schwankt, bestärkt burch ben unerschütterlichen Dillen zum Siege. D.e Cnt- fdx'ibung füllt; im Unisono stürzen Holzbläfer unb Streicher herab; die Pauke donnert in die Dleber- Ichr ber Themen hinein, alle« ist entfacht. Fast möchte man tn der Loba doch noch auf eine bejahende Löfung hoffen ba bricht nach zweimaligem Ritarbando um so bebrohlicher unb aus- bäumenbft bie Unerbittlichteit hervor und leer im Unisono, ohne die SchcckfalSsrage zur Lösung gebracht zu haben Hingt ber Satz starr in riesenhafter Größe au«. Der Kampf ber .nach Freude ringenden Seele gegen ben Druck jener feindlichen Macht, die fich zwifchen unS unb daS Glück ber Erde stellt" CK Wagner-, hat noch nicht zum Sieg geführt; noch heiftt e«. .Entbehren sollst du! Selbst entbehren!". Um nicht burch die Trostlosigkeit der Verzweiflung zu Versalien stürzt sich ber nach bem Glück Strebende in ben Taumel be« Genusie«. Wild ausgepeitscht führten die EinleltungS'alte ben zweiten Satz ein. In einem Fuaato steigert sich bas Thema, ein zwc.ter ber Holzbläser wachst au« ihm heraus. Die Durchführung verkleinert die Vicrtaltigkell beS Themas ;um breileifigen Grvßtalt (Ritmo di tre battutc); immer heftiger, grotesler wirb bet bachav.tllche Wirbel, bem bie hämmernde Pauke ba« Gepräge gibt. Da löft f'ch mit plötzlichem Taktwechfel ber brei- teilige Rhythmus in einen zweiteiligen be« TnoS. bas schon eine Wendung zum Haturhaften bringt und fast einen Untergrund zeigen möchte, auf bem bie Zreube erwachsen könnte. Aber es ist mir eine Episode. — DaS Scherzo wiederholt sich — mir am Schluß ber Loba erscheint ba« Trio-Thema als kurze Reminiszenz Da wendet sich der Blick :n Hinsicht ber unüoerwinblichen Lch.ckfalsgevalten nach innen zu religiöser Einkehr Tiefer Friede unb Berüärtb: t strahlt auS ben Themen be- br.tten Satzes Möchte man nicht an bie Worte in den Konverfat.on«heften deS ertaubenden Meister« (1819 20) benkn. . Sokrates unb Iefus waren mir Muster", bam das moralische Gesetz in uns unb ber geb r te Himmel über uns. Kant!!!" — DaS Gefühl der Kraft erwächst schon eröffnen ft raffe Akzente des Orchester* die Aussicht auf einen Sieg; dre Hoffnung auf Erfüllung ist zur Gewißheit geworben. Der Schlußsatz bringt die Entscheidung durch bi« geistige "Auseinandersetzung. Dem wilden Aus- schrei be* Orchesters treten R«itative der Kontrabässe imb Eelli gegenüber: alS Träger der Reslektion vollen sic nicht mufikallsch an sich wirken. sondern einen bestimmten geistigen Gehalt in der Stellungnahme betonen. Die Themen ter Dotaußgeganflenen Sätze werden refobituliert und abgelehnt Die Skizzen Veethovend geben Aufschluß über ben Sinn ber Rezitative Hach b m Finaleansang; „Hein, biese Wirrnisse ermiiirn an unsern verzweislungSvollen Zustand, heut ist ein seicr'icher Tag. dieser sm gefeiert durch Gesang." Dar* Thema deS ersten SaheS Jagt nicht zu: ..O. nein, diese« ist eS nicht, etwas andere« ist eS. waS ich forbcrc." DaS Lc-xr-ochema hübet keine Billigung: ..Auch dieses ist es nicht, e« ist nur Possen, nur Geplauder." Hachdem er dem Adagiorhema nicht beipflichten kann (».... eS ist zu zärtlich, etwas Aufq wecklcS muß man suchen".) ergreift er selbst die Initiative: „Ich selbst toerte fingen. — fie muß unS trösten, Mu>if unS er- heitern." Die Melodie de- Sreubtnbexß wächst au« dem Unisono der Bälle unb Gelli zu Immer größerem Glanz heran findet aber noch nicht ihre llangliche Krönung. Hoch einmal bricht ber strumentale Reslektion vermag nicht mehr zum entfch-.ebenen Äünber de« D.llenS zu werten, so deutlich sie auch ihren Sinn in der Gebärde ausprägt, mir allein bie menschliche Stimme lann h er bie Lösung geben. DaS Baritonfolo führt hin zum Hymnu« an bie Freude, der In seinem Jubel vom Ehor unb öoioquarteti ausgenommen wirb. Ein yeldischr« Kampsl'.cd (Tenvr- folo), vom 2Hännetd)or beantworte:, bildet baS Kampsesspiel in einem Orchester ugato ab. DaS Hochgesühl der Freude führt mit seiner feier- ..chen Erhabenheit zum Welten'töpfer: ..Seid umschlung^.i. W.llionen."; und Gotiesgedanke und Freudenhymnus binden 'iyzur Einheit in einem Doppelfugato der beiden Themen. "Roch einmal kündet sich der Frieder, m Gedanken an die Verbrüderung der Menschheit durch die Freude lSvloquartett) unb mit bllhyrembischem Rausch bricht bet Satz eistat ich ao. d:e große Variation übet ba« Freudenthema. Schon in stützet Zeit hatte Sck/.llct« Freuden- hymmis ben Meister gesef'elt. 1793 zeugt ein Bries eine« Wieners an Schiller- Gattin Charlotte von einem bie-öezügl. großen Plane Bett» Hoven«. Und diese« Dcti ist zu einem der größten geistigen McnschheitSerlebniffe geworden: „Alle« wird zugrunde gehen, nicht- w.rd mehr ble.ben, nur eine« wird nicht vergehen und übrigbleiben, bie Hcunte Symphonie". -in- aufs Spiel oe'etzt hätte, rot- Tlintonrn beuHdjer Soldaten bas seit Jahr und log täglich loten JJnru Mar bemerkt dazu ,xsih war überzeugt davon, bafl die Umgebung seiner Majestät noch «her der 8b- dankunq zustimmen mürbe.' Der General aber sah im Obersten stneqrherrn eben immer noch die Figur, die der alte Lilhelrn. mit Bismarck» Beistand, bar- ius gemacht hatte. In dieser Täuschung, das» wir noch n den Verhältnissen der Bismarckzeil lebten, waren die Militärs p mehr oder minder alle befangen. So dubenborif, wenn er es im Grunde für iclbltver- itändlich hielt, bah der Reichskanzler em uberlraener Staatsmann fein müsse, dem auch er sich mit gutem Gewissen hatte unterorbnen können. So alle andern, wenn sie in der Befürchtung lebten, bte Abdankung des Rotier» könne zur isolge haben, bah das tetr auseinanbertaufe. 2he hohen Militärs, die da dicht oorm Feinde standen, ihr oollgemessenes Tagewerk iu erledigen und ihre ganze ’JhrDen'rar: aufzubieten palten, um sich von der wachsenden Sarge um die Front nicht unierfneflen zu lallen, die halten kaum bemerkt, wie der Begriff de» ..Obersten Kriegsherrn" m bieiem Kriege von Anfang an nicht den Inhalt gehabt hatte rote in der Bismarck-Zeit. Sie dachten immer noch in den überlieferten Farmen weiter und suhlten kaum, rote sich auch im Heere die Vorstellungen gewandelt hatten, wie da», was dies abgekämpfte Heer zufammenhielt. nicht da» formale Ber- . hältnis zu einem Obersten Kriegsherrn war. zu dem die überwiegende Mehrheit ein inneres Verhältnis nie gehabt hatte, «andern die gemeinfame. schier übermenichlichc Üeiflung, die da» Heer vier Jahre lang vollbracht halte und täglich von neuem voll- i bringen muhte das Vaterland vor dem Einbruch * des Uanbesfeinbes zu bewahren Luch (Broener hat. ; als er am Abend des 6. Novembers von Berlin ms | Grahr Hauptguartier zuruckreiste. den Obersten Kriegsherrn wohl nach so gesehen, wie Bismarck ihn gewollt hatte als den Inhaber de» ehrenvollsten ’/lertrauensamle». bas da» deutsche Volk zu vergeben hatte, bereit, wenn e» not täte, „mit dem Degen in der Faust auf den Stufen de» Thron» für sein gutes Recht zu fallen " In Spa muh bann (Broener irgendwie tun Damaskus erlebt und unter Schmerzen — die em Mann nicht auf den Markt trägt, sondern mit sich selbst abmacht — erkannt haben dah die Zeit der Frieder,che. die stets bereit waren, auch das eigne Leben für den Staat in die Schanze au schlagen, vorbei lei. Cr h.il kurz entschlossen die Folgerungen aus der neu gewonnenen Erkenntnis gezogen und — rote Hindenburg — dem Staate, der von der Monarchie im Stiche gelassen wurde, seine Kraft zur Ber« fügung gestellt. Die im Schmosswinkel verharren und ihren Lebensberuf darin erblicken, dem neuen Staate au grollen, hatten roobl kaum da» Recht, deshalb oen ersten Stern aus ihn zu werfen." Da» Blatt fragt bann, warum eine Rrieg»politi( unmöglich war, die den Zusammenbruch hatte ab« wenden und einen erträglichen Frieden der Verständigung Herbeisuhren können E» kommt zu dem Schluh, so wie wir in den Krieg hmeingegangen sind. n Gc irnjäiicn kreuz und q-.cr «ei Hüftetee Volk, das unfähig gewesen war — in oen Tiefen sowohl wie in den hohen —, den Willen zur zeilgemahen Reform seiner staatlichen Berbaltnijte aufzubringenso waren wir eben untauglich. die furchtbare Kraftprobe biefe» Kriege» mit Ehren zu bestehen Dav soll man nicht verschleiern, denn da» könnte iur die Zukunft noch einmal verhängnisvoll werden' Die erwählten Vertreter dieses Volkes sind Im Grunde herzlich zufrieden mit dem Zuslande. d.-r dem .Dberlten Kriegsherrn" der Form nach die letzte Entscheidung und damit der Obersten Heeresleitung fachlich die alleinige Verantwortung zuschiebt. Der Generalstab ist im wohlgeordneten Deutschland die Behörde, die dasür angestellt ist, daß wir siegen. Die sie da» macht, ist ihre toodjc, eine ehrwürdige lieber« liefrrunq verlangt jedenfalls, dah man ihr in das Geschäft nicht brrlnrebe, auch wenn man zufällig Reichskanzler ist. Als bann die Widerstandskraft des Generalltabv vor der übermenschlichen Ausgabe versagte, brach der Staat mit reihender Geschwindigkeit nulten entzwei. Und nun schieden sich auch die erwählten Volfeoertreler in zwei Gruppen: die eine vom Tppu» Friedrich Ebert, dachte immer noch zuerst an das bedrohte Vaterland, roenn auch mit einem Seitenblick auf die ..Massen" der Partei: Sie andere, vom Typus Philipp Scheidemann. dachte nur mehr an die Äcclut'feiten. d,e der Parte, aus einer Niederlage de» Staates erwachsen mühten — wenn sie e» nicht, wie Hugo Haase, von Ln'ang an getan hatte Zwischen beiden tänzelte Matthias Arzberger hin und her. der noch dicht vor der Rataftropbe im Verhandlungswege" Lo.ngwy und Brie zu oeanr.nen hoffte und den Matrolenaulruhr in Kiel mit Gewalt mederlchlogen wollte — und der bann leichten Herzens alles unterschrieb oder zur Annahme empfahl, was der oerr.id) hingt nriinat Feind von uns verlangte Typen dieser Sri entstehen nicht über Rächt, die werden gezüchtet. Bei uns lind sie in den Jahrzehnten vor dem Kriege gezüchtet worden. Daran wallen wir denken, wenn wir daran gehen — beispielsweise durch ein Reichsschulgesetz — Da» Verhältnis des Volke» zu feinem Staat auf neue Grundlagen zu stellen, hier die Lehren der Vergangenheit mihachten. heiht. künftige Vertrauen»« friien mit sehenden Luaen oorbettiten. Oderhesien. fatiDfrcte Wiefcrn O Rutter»hausen. 22. Juni. Ende des Vorzahre« haben 'Beamte te« Kulturbauamte* Dietzen m.t Vertretern unserer Gemeinde auf der Suche nach Quellen für die Wasser - Versorgung unserer Gemeinde ün Gebiet de« Toten Mann'. 3> - Kilometer vom Orte entfernt. Quellen gefunden, von denen man erwartete, dah sie ausreichend Wasser liefern würden 3m Austrage ber Gemeindevertretung arbeitete daraufhin da« Ku.turbauamt Dietzen Entwurf mit Kostenvoranschlag für die Anla^ au« Eine Vüraerversammlung. die sich mit der Frage befaßte, deschlvft mit g roher Mehrheit de Durchführu na der Wasserleitung s- anlag e. 2m Montag hat nun da« Kuüur- bauamt durch einen Beamten zusammen mit Bürgermeister Schwarz und Beigeordneten Erdmann Messungen an den Quellen vorgenommen hierbei stellte e« sich allerbing« heraus dah die beiden Quellen zusammen bei der heutigen Witterung täglich nur 33 Kubikmeter 'Wasser spenden, währen!) der tägliche Bedarf für unsere Gemeinde auf 40 bi« 45 Kubikmeter geschäht wird. Da weiterhin Da nut zu rechnen ist. datz die Wassermenge bei einer längere Zeit anhaltenden Trvckenperiote noch geringer sein wird, kann dieses Projekt nicht zur Ausführung kommen. Um jedoch dem dringenden 'Bedürfnis zu Entsprechen, soll die Frage dadurch gelöst werden, datz in der Aähe des Dorfrandes, hinter den Hosgärten. ein Brunnen mit Pumpstation errichtet wird 8 2lten-Bu|ed. 22. 3uni. Die Stelle ÖH hiesigen Orts- und Polizeidiener«, die infolge Ab'.ebenS de« seitherigen Inhaber« längere Zeit unbesetzt war. wurde durch Ge- meinderatsbelchlutz dem Arbeiter Heinrich Schmidt dahier übertragen. Hm die Stelle hatten sich 10 Einwohner beworben. t Grünberg. 22. Juni. Der Gemeinde- r a t beschloß in seiner jüngsten Sitzung die Erhebung einer Gemeindebier st euer in Höhe von 7 Prozent nach der vom hessischen Ministerium bcrau«gtgebenen Wustersatzung. 3n dieser Sitzung dankte Bürgermeister Jäckel dem anwesenden Deutsch-Amerikaner Härle, eirem Sohne unserer Stadt, für feine Spende von 300 Dollar zur Anschaffung einer neuen Kirchenglocke in herzlichen Worten. Herr Härle erwiderte, bah er auch in Zukunft gerne an seine Vaterstadt Grünberg denken werde. — Aus Veranlassung de« Feuerwehrkommandanten Sei- s a r t h ist jetzt der ehemalige Musikverein, der wegen Hnstimmigleiten längere Zeit dem öffentlichen Wirken entzogen war. wieder neu in« Leben gerufen worden. Den finanziellen Rückhalt hat der neue Verein an der Freiwilligen Feuerwehr beten musik treibende M tglieber und e.n grober Teil ber Angehtr.gen trt früheren B-rein« de Haupcktütze der neuen Ctgom’anon find. Mrcte ,'fricbbcrg «s Friedberg. 2L 3 um. Aus der jüngsten Stadtverorbnetensitzung Zweck« Be- ebung der Bauwirt chaft werden Neubauten für te'chränkte Zeit von der Grundsteuer befreit bleiben Zur Anbr.ngung de« Friedberger Doppeladler« a m neuen ID a I- ’ er türm wurden 2530 Mk. genehmigt. Durch die Asphaltierung der Kalserstrahe enrb r.rx we.rere Häher legung de« Fuhsteige« notwendig, cdc« ca. 5OÖ.' bi« 6OX Mk Mehrkosten verursacht Drohe« Bc-remten erregte die Pre :tr.ur.g von der beabftcht rten Gründung einer Oberhessischen 3 u t o l i n i e n 2L-W da zu der Besprechung m G.ehen weder die Stadt, noch ber Zuvckve rband Wetter au m- geladen waren Hierauf trat die Bcrlimmlung in he Beratung des Voranschlag« für 192 7 ein Bürgermeister Dr Send führte hierzu au«, weite Kreise litten wirtschaftlich 'chwere Hot. roorau« der Stadt dauernd neue Ausgaben erwüch'en lei deshalb äuherfte Sparsamkeit geboten 3mmerhin mutzten gewisse kulturelle Aufgaben erfüllt werden Der Vor- an'chlag de« städtischen Armenfond« wurde mit 430 COO Dk. genehmigt An Einkommen- und Kärperfcha'tSsteuer werden in b’.e'cm 3ahre vom Reich 33 000 Mk mehr übertxden werden, im ganzen etwa 114 000 Mk. Dieter Mel?rbetrag soll nach den Au« uhrungen von Dr. Leucht- g e n« eigentlich zur Senkung der Aealsteuern verwandt werden. Die Umsatzsteuer beträgt wieder 30000 Mk. Die vom hessischen Staat über- toiekne Son der st euer im Betrage von 38 000 Mk. wird zu Zinsen für da« zu Baudarlehen aufgenommene Kapital verwandt werden Sine au«- Gedehnte AuS'prache entspann sich über Mc Ernährung einer Biersteuer. Während die Vertreter der V echten sie fchon um deswillen forderten. weil fönst der Krei« die Hand darauf legen wird, sprach sich Stabtv 3hl für die Sozialdemokratie dagegen au«, da sie eine einseitige Belastung de« neinen Manne« sei. Während in anderen Städten die Linke für die Bierftmer eingetreten ist. wurde sie hier gegen ihre Stimmen ml 17 gegen 7 angenommen. Äe städtische Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz wird 135000 Mk ein- bringen. Die Gewerbesteuer wird von 70 auf 100 000 Mk. erhöht. Stabtt» Ferber erklärte diele Erhöhung für da« schon so schwer leidende Handwerk nicht tragbar. Die Steuer fand jedoch, trotzdem die Vertreter de« Gewerbe« ge'chlvsien dagegen stimmten. Annahme. Da« städtische Licht - und Wasserwerk wird einen Gewinn von etwa 120000 Mk. abwerfen. dabei ur.rb im Herbst eine Senkung de« Strompreise« -urch^eführt werden können. Für Erweiterung bet §riedhvf«anlage wurden 7000 Mark bewilligt. Ein kommunistischer Antrag auf allgemeine kostenlose Bestattung wurde abgelehnt, ebenso der A-.trag auf to'tenl* Überlassung. Die Anlage einer Zentralheizung in der Volksschule wurde vorläufig ^urückgestellt. da eine Erweiterung der Schule durch die Räume be« frei werdenden Polytechnikum« erfolgen wird. Der Voranschlag de« Polytechnikum« schlieht mit einem Betrag von 170 000 Mk. in Einnahme und Au«oabe. An die Freiwillige Feuerwehr wird im lausenden 3abre ein Mehr bei trag von 4000 Mk. geleistet. An den Feuermcldestellen werden besondere örfen- mmg«latenten angebracht werden. Die Summe für Wohlfahrtspflege wurde bei einem Mehraufwand von 42000 Mk. mit 212 000 Mk. insgesamt genehmigt. Die Kosten für allgemeine Verwaltung betragen 138 030 Mk die benötigten 5ti4?ital3 n'en etwa 80 000 Mk. 3n der Ber» mäqeniredmung tourte ein Betrag von 2000 Mk. bewilligt für Pläne zu einem etwaigen Heu• Jähn Rotz. Zur Erinnerung an feinen 150 Geburtstag am 24. Juni. Bon Dr Eberhard B i r f b a u «. Der Mime des Aordpolfahrer« John Boft ist unL*h?bar verknüpft mit dein Kampfe um die nordwestliche Durchfahrt, und es ist sein Schicksal, dah sie ihm In dem hinsichtlich der Eisverhältnisse übermt« günstigen Sommer 1918 wahrscheinlich gelungen wäre, wenn er nicht, wie von einem dunklen Fatum beherrscht, im Lancestersund plötzlich Kehrt gemacht hätte, obwohl er freie« Meer vor sich hatte imb seine Offiziere, vor allem W. 3. Parrv. der später so erfolgreiche Forscher, bringend für die Weitersahrt eintraten. Umsonst, 3ohn ob behauptete, eine Landbarriere zu sehen imb kehrte um. Weshalb, ist eigentlich niemals ganz ausgeklärl. denn es wäre doch leicht gewesen, den Wünschen seiner Of'iziere zu folgen und wenigsten« bl« an die Gi-drucke heranzusegeln. Auch in feiner Selbstbiographie klärt sich b.cfer feltfame plötzliche Rückgang nicht auf, man gewinnt im Gegenlc'I den Eindruck, als ob der alt erprobte Seekapitän einem blinden übermächtigen Gefühl gefolgt sei. Schon 1743 batte da« englische ^Parlament für die erste Umfaorung Amerika« im Borden, von der man sich vor allem auch Handelsvorteile ver- 'prach. die grobe Summe von 200» Pfund Sterling ausgesetzt, ohne datz sie bi« in die Zeit der ’ ■ lt«friege gelungen wäre. Die Acter gung AapoleonS gab dem in den schweren Zeiten der Kontinentalsperre lehr abarflautcn 3ntereffe wieder einen neuen Anstotz. und die Summe wurde 1817 nicht nur auf« neue bestätigt, sondern auch ein Prei« von 5003 Pfund für die Erreichung de« 110. Längengrade« ausgesetzt Mitwirkend war hierbei der Umstand, datz die 'Muffen sich an der Horb- west ecke de« amerikanifchen F stlandt« einzunisten begannen und von dort au* ihre Windel-schiffe In« Eismeer vertrieben 3n 3ohn Barrvw. dem Sekretär der Admiralität, fand bic 3tee der nordwestlichen Durchfahrt einen unermüdlichen Vorkämpfer. Ai« nun beimkehrende UNalfifcbfängtr berichteten, datz buc Sommer 1815 bl« 1817 im Vor den sehr milde gewesen feien und daher die Es-verhältnisfe auf'erordentlich günstig wären, ruhte er nicht, bi« am 18. April ISIS der am 24. 3uni 1777 in Schottland geborene Kapitän 3vhn Rotz mit zwei Schiffen, der Isabella und dem Alexander die Dhem'e verlletz. um die nordwestliche Durchfahrt zu entdecken. Der Marineleutnant W. 3. Parrn befehligte den Ale, cm der. stand jedoch unter Avtz. fo datz er nicht seldständia handeln durste. Da« war da« Unglück, al« die Schiffe am 30. August in den völlig eisfreien Lancestersund segelten. Mit vollen Segeln und unter lautem Hurra der Mannschaft toor man ein» gelaufen, plötzlich aber lieft Botz, vielleicht durch eine Luftspiegelung getäuscht, von einer Tlebel- banf wenden und segelte wieder nach England zurück. Wenn bic Ervedition auch reiche wissenschaftliche Ausbeute mit nach Haufe brachte, fo war ihr eigentlicher Zweck doch keineswegs erreicht. trotz der günstigsten Gelegenheit, und dieser Fehlschlag, dessen Verantwortung sicherlich ganz auf 3ohn Rotz fällt, hat dem Äamen deS sonst sehr verdienten Forscher« überaus geschadet. Um fo mehr, al« Parrv, ber in England unverhohlen feine Meinung äuberte, schon \m nächsten 3ahr mit zwei unteren Schissen auSfuhr. und die Hal'- losigkeit der Ao ft scheu Umkehr dadurch bewie«. dah er den Lancestersund bi» zur Barrowftrahe durchfuhr. Er erreichte die Melville-3nfel und konnte feiner Mannschaft neun Tage nach Einfahrt in den Lancestersund die Mitteilung machen, dah sie den Prei« von 5000 Pfund gewonnen habe, da der 110. Längengrad überschritten sei. Aach einer mit einfachen Mitteln musterhaft auSgeführ- ten Uebettointerung. die ba» Vorbild aller späteren geworden ist, kehrte er nach England zurück. John Aoh zog sich in die Stille zurück, staatliche Aufträge waren ihm verfchlo'fen: aber er ruhte nicht. Er richtete Eingaben an die Admiralität, aber an feinem Barnen haftete ter Makel jener ersten willlürlich unterbrochenen Beile, und feine Gesuche wurden abgelehnt. Da trat ein mit Aotz befreundeter Branntweinbrenner Felle Booth auf. bewilligte die gewaltige Summe von 17000 Pfund, und Aotz rüstete damit einen Raddampfer, die Viktory. au« und verli^ mit einer Besatzung von zweiundzwanzig Mann und feinem Helfen 3. »L Aotz al« Offizier, am 22. Mai 1829 England. Der Lancestersund wurde diesmal, obwohl die Unbrauchbarkeit ter Aaddampfer sich sogleich zeigte, glücklich durchfahren, und Aotz entdeckte westlich davon eine grobe Halbinsel, die er zu Ehren feine« Gönner« Boothia Feit» nannte. Aber auch hier verfolgte ihn wieder ein vielle cht nicht unverschuldete« ANtzgefchick. in dem er. obwohl er die Küste von Boothia absuchte, bk Bel- lotstratze die ihm den Weg nach Westen geöffnet hätte, nicht entdeckte. Zwei Winter tourte die Erpedition im Wfe fest gehalten, viele bedeutende gevgraphitche Entdeckungen gemacht, vor allem aber an ter Südweftküste von Boothia Fell ff der magr. • unlerteften zum Segelschiff umgebaute Viktory fum dritten Male vom Ei« einaeschlolfen wurde, ad der Forscher d-e Unmog.I-chbnt b; -1-r k Ueberwinterung ein. Er faftte den oeoroeifeiten Entfchlutz. datz Schift zu verlallen und den Versuch au tragen, die Mannschaft auf Schlitten noch s au retten. Am 23 2k'r I 1S 2 S-.i die Fahrt und kam nach groben Schwierigkeiten au dem 2torrat«tepot. da« Parry auf der Som« merfettnM an ter Untergangsstelle feine« Schiffe« .Fury" hatte. Al« sie im August ihre Boote flott machten, um nach Grönland zu gelangen. trieben Stürme und Eismasfcm sie in ihre Hütte auf ter Sornmerfetntfd zurück Ein vierter arktischer Winter mutzte ertragen werden. Endlich im 3uli 1833 trafen die Schiffbrüch-gen Im Lancestersund auf ein Schiff, da« fic als Me einst von Avh auf seiner ersten Erpedition geführte 3TabeUa erkannten. Al« ter Steuermann sich den 'Rordpolfahrem nahte, wollte er zuerst gar nicht glauben, datz John Aotz mit ihm spreche, weil er doch schon feit zwei 3ahren amtlich für tot erklärt fei. Die Auckkehr ter kühnen Forscher nach Siigland gestaltete sich zu einem Triumph, und wenn auch die nordwestliche Durchfahrt nicht entdeckt war. fo ehrte Regierung und Volk doch den Leiter der Beile. 3hn selbst aber ehrt cs am meisten, datz er sich, al« fein tapferer Mitkämpfer 3ohn Franklin im nördlichen Ei«meer verschollen war. troh feiner oienmbfiePAig Jahre im Jahre 1850 noch einmal mit zwei Schiffen aufmachte um nach dem Ver- mitzten zu suchen. Er gelangte bi« in den Wellington-Kana! nordwestlich omi tem Lancestersund und kehrte bann, ohne et ne Spur John Franklin« gefunden zu haben, nach England zurück. Die Admiralität würdigte feine opferfreudige Unverdrof- f en beit durch feine Ernennung Aum Eontreadmi- ral Er lebte bis zum 3ahre 1856 und veröffentlichte noch ein 3ahr vor feinem Tote ein wertvolle« Derk über die Franklinerpeditivnen. wie er auch fchon vorher feine eigenen Reifen in ansprechenden Darstellungen beschrieben und bemerkenswerter Weife aU Vorkämpfer für Benutzung der Dampfkraft für Seeschiffe em getreten war Giehener Stadttheater. Lothar Lach«: ..Lchach dem Mann". Herr Lothar Sach« wird tem geehrten Publikum von G'.etzen und Umgegend auf tem Theaterzettel al« Mitverfasser von .Meine Frau, die Hoftchaufprelerrn" worgestellt. Er schenck diese aptatio benevolentiie sehr nötig zu haben, denn nach den Erfahrungen de« Dienstag zu urteilen, ist er offenbar an ter Autorschaft te« zip.erten Stücke« nur sehr bedingt beteiligt Man wird Herrn Lothar Sach« empfehle« dürfen, bei feiner künftigen literarischen Produktion lxb wieder ter tatkräftigen Mithilfe 'eine« alten Kompagnon« zu verf-chern. er könnte sonst Gefahr laufen, dah auch tetm nächsten Stück fein Publckmn mcht bei der Stange bleibt ohne dah gerate ein mulenstädtlcher Fa.kelzug der Scwnmerbfibne Kenfurrvnji zu machen braucht Die Ehe al« Schachfp^l, bet tem — natürlich — ter m t Unrecht aU .schwache« Geschlecht" firmierende Teil den gutmütigen, leicht bau der SchNlerfchulL Die Errichtung ctne« Licht- Luft- und Sonnenbade« mutzte au« Mange! an Mitteln «uifgegebm werter doch wird .m näch ten 3ah» bestimmt eine entsprccherte Summe em gefegt und mit den Brr arbeiten bereit« im Winter begonnen wertem Wegen eint« SchlachthauSneu baue« wird mit ter -lachdarstadt Vad-Vaute m oerbantelL Der Defamtvvranfchlag mit einer Endsumme vor. rund 2 Millionen Mark wurde wie gestern schon terz gemutet, mit allen argen eine Stimmt genehmigt. 3m Anschluß hieran regierte Be geordnete- Dr Leuchtgen« über ein S-re den teS Zweckverbande« Wette rau. ter '«ither die Fahrplariwünsche te« Verkehrs verein« be*r.etegt habe. Jetzt verlange er zur Einstellung e ne« ©eiteren Wagen« einen Zuschuh ter Stadt ,m Betragt von 14 000 Mark H er.egen wandte fich rn Schreiben te« VerkehrSverein«. ter eine Friedberger Verkehr «gefellfchaf t unter auS- sch lag gebendem Einllutz ter Stad: jr.e^berfl grünten will. Beigeordneter Lang - horf trat in längeren Au«'ührun^e. für den Zweckterba.rd ein. da die'er ter Stadt seither nur Vorteil« gebracht habe Die Frage wurde einet Kommission zur Weiterteratung übergeben, ter In aller Kürze Bericht erstatten soll. «f. Friedberg. 22. 3unl Auf tem heutigen Schweinemarkt war ein *rtr starker Auftrieb. Die Preise bewegten sich infolge te« Uebcr- anqcbcte* m mäßigen ®rtr.Acn. Für sechswöchige Ferkel wurden ca 15 Mark befahlt, für ältere Tiere 20 Mark. pb Butzbach. 22. 3unL Unter dem Vorsitz von Rittmeister a. D Le t pr> ld-Mün»enberg fand hier die Gründung te« Län blichen X e t i - und Fahrverein« Butzbach und Umgebung statt Zu tem Verein gehören die Orte Ateterw^isel. Aod>tDet,eL Fauerbach v. d H. Münster Ostte'm b. Vunboch Gnetell Aocken- berfl. OpperShofer Kirchgvn« und Pohlgön«. Vach Annahme te« Sayungsentwurs« edolgte die Vor stand« wahll E« wurden gewählt al« 1 Bors Ainmeister a. D Lei pol b. 2. Bod. Landwirt Heinrich Fenchel- Griedel. Schriftführer Dr Wilhelm Vern-Butzbach Rechner Landwirt Karl M v h jun.-Butzbach, fow-.e 12 Beisitzer Ausertem gehören noch tem Vorstand an ter Reitlehrer. Pollze'kc>minissar a. D Stroh, und von jeder Beilabtr/ung ein Obmann. Dem Verein traten sogleich 22 Mllzlleter bet Seiten« ter Stadt Butzbach tourte tem Verein b c lanb- che Halle V? .i UebungSzwecken zur Verfügung gestellt. 3n ter Aula der Stadllchuls sand eine Velpr.'chung über die WiederherstellungbetzLNarkt- brunnen« in feiner früheren Gestalt statt. Bürgermeister Dr. Jansen begrübt» die Erschienenen. Der hessische DenkmalSp'leger Deh. Rat Prof. Dr Iba l b e entwickelte bann vom Standpunkt te« Kunsthistoriker« feine Ansichten und machte entsp-eck-ente Vorschläge für t*e Wiederherstellung te« Brunnen» Er riet, da« Brunn en decken au« Vuntfandstein t"*’ ’k und bic allen Aödr . s ■ . hau« aufbewahrt werten, durch neue kunstvollere zu ersetzen, da sie Linen besonderen historischen oder Kunsiwert hätten. Stadtdauineister Scherrer legte dann im eurtzeinen den ki. -■ i Umbau te« Brunnen» klar und nahm insbv« sondere zur Platzfrage Stellung Stadffv. 3ontz wünschte möglichst Wirterberstellung in ter früheren Form wobei auch die früher vorhandenen Kettenpf vfstm wiederher --stellt werten mühten. Die Wieterherstellungjl^ten belaufen sich auf etwa 5000 Mk. wovon bi« jetjl durch eine freiwillige Sarmr ung 3500 T.lt au gebracht wurden. Seiten« der Stadtverwaltung ist tereü« im Vorjahr und auch wieder im neuen Voranschlag dn Betrag für die Wieder per sb.'llung eingesetzt worden, so duh man hofft, in eint ren Vlonaten mit tem Umbau te« önrnnen-i beginnen zu können. Butzbach« alter schv.vr Markt- phlearnati chen Partner ständig .In Schach durch den Gedanken, er fei nur dann ferner angetreuten Frau sicher wenn er sich fortgesetzt mit ihr tes«yäflige diese Grundfemet« ist zwar nicht neu — ba« kann man heute auch nicht mehr verlangen immerhin reizvoll genug. um Stoff für einen witzigen Dalog und eine a vwechll ung«r c.che Handl ung«fuhrung au ged.m Der Bcr’a 'cr macht auch verhcisiuna«.>vlle Ansätze dazu, ater sie bieten ein’a.n und verlassen wie einzelne traurige Fettaugen auf einet im übrigen nxljt rtagcrcn Schwanktauce. 3ntoietoctt bk Regie te« Herrn Bold ihrerseik« 'ich bemüht hat. ter Ausführung einen eindeutig schwank in aftigen Tharakker zu geben, cntzieht sich der Kenntnis te« Referenten 11 fber die Berechtigung diese« 'Versuche« kann man immerhin streiten, aber e« war ein Versuch am untauglichen Objekt, wenn man tem zweiten Akt untere Rezepte verschrieben hatte, al« den beiden andern. Bei Geheimrat« in ber Provinz war alle« auf grobe« Kaliber «inaestellt. recht sinnfällig 4 b Katelburg oder Mattern-Zmpekoven: ter rothaarige RevolutionSmann Gehre« Im unmöglichen Frack, wie ihn 1927 wohl fetec sozial-frische Stadtverordnete verichmähen tourte, die adlige Spknatwacht.l Mofe van Malten« mit .Oraufeitenem" bl» *uri Halse und Lorgnon. Luise Züngling« Frau Prv4ellor. Hin« K u r fr- hof f « Portier, ter jedem Schwank Ehre gemacht hätte. 3ngcborg Scherer« Küchenfee mit ihrem köstlichen. ATcifebttvi urwüchsigen Dialekt: dazu noch kühn gef4>trungener Jugendstil, von tem auch der Herr Kommerzienrat nach tem Grundsatz .Wo» du ererbt von deinen Vätern * einige verehrung-würdige Rud mente tn seinem Berliner Äeim konservierte Ansonsten verbucht? man jedoch bei Kon»- » mit Erfolg da» Aiveau ui beten, geistreiche Konversation au machen und die Handlung lebendig zu gestalten. Friedrich G elfer« al« geschiedener Ehegatte, »war O'-lcgerul'ch mit allzu betonter .fragbtenänte, Maryela Baumann al« .ansta d-,p- Frau, anfangs aftektiert üternervä« «Väter in flottem, au» geglichenem Spiel. Han« X a n n e r t al« grfähri'.che^ Hausfreund und — jede nabelirgente Hebert reibung geschickt vermeidend Rudolf Goll al« erfahrener Ehrprakuler ten 2Un Krammer al« feftche« Mädel von heute mit Bubitopf und Reitgerte zu einem vierten Versuch im Oroyattei ter Ehe begeistert, nach-em fle ten streberischen Assessor au» der provinziellen Schwankatmv- sphäre Willi Hanke) ubrrrafchenb plötzlich an die Luft gesetzt har. So bleiben bei allen Schwächen de« Stück« doch eine genügende Portion Komik manch guter Einfall und witzige Seiueru, die ten Besuch ber Ausführung gu einem amüsanten Abend machen. -e. platz Wirt» bann wieder ein« schöne Kerbe er- ßaUfn. Sreie Büdingen. A Aidba. 22. 3unL 3n der letzten Zeit ha! Ilch die Gefchäft-lag« In den beiden größten hiesigen inhuflmUen Unternehmungen g 2 nzbedeutend gebessert. fo daß mit Heberstun- bei und vermehrt en Schichten gearbeitet wird Srlreul.cherwc.te haben dadurch wieder viele Arbeitswillige Arbeit gesunden. Die IHöbtlfcbnf von 0. Ring-Haufen hat neue Arbeiter cnpmommm und das 6äjc-rrf vor Him m e l « ba ch arb.it et D-n S Uhr 'ruh vis »um nächsten Morgen 2.15 Uhr —Der Stad Vorhand Hai m seiner längsten Sitzung bic Errichtung mehrerer Kleinwohnungen. von denen ,ed« aus «inem grvhen Zimmer, einer Wohnküdte und zwei M^nlardenrüumen bestehen soll, beichlvi- len. 3m Zatcreile der zahlreichen Wohnung«- «uchenden ifl dieser Be'chluft zu begrbh-n. -/. Ortenberg. 22 3uni Hn er Teilnahme der ganzen BevoUeruirg sand am Sonntag und Montag das dies ährig« Haupt'chießen des Lchützenveretns statt. Das Fest wurde ein- geleitet durch einen Festkommer« am Samstagabend. bei dem Äaufmcnn Meister und Prinz ö r n ft z u Stolberg-Avhla Ansprachen hielten und di« Feuerw-chrkopelle lon^r.irrte. Der erste Festtag wurde mit einem Fruhkonzett der geuerwehrfapel'e an verschiedenen Plätzen des tüdtcherts eröffnet. daraus r.cßm der Verein geschlossen am Gvnes dienst teil, den die Kapelle durch ihre Mitwirkung ver in diesem 3ahte einen be'onder« guten Ertrag erbringen, wird der auffallend gute Stand loch- gemäß gedüngter Wielen vielen dito itetlfdb wirtschaftenden Wiefenbe'ihem den Wert ter D'.efen- düngung befonder« eindringl-ch vor Augen führen. Mrcie Lauterbach. • Lauterbach. 22. 3uni. Bekanntlich hc»t der hiesige Gemeinderat vor einigen Wochen beschlossen, dem hessischen Staate Die Säume des Amtsgericht« im hiesigen Aathau« zu kündigen, und dem Staate nahegelegt, hier ein eigene« G e r i ch t s gebS u de zu errichten. Aunmehr w rd dem .Lauterbacher Anzeiger" auf Anfrage an zuständiger Stelle in Qauicrtxxß bestätigt. bah die Aegterung eine Verfügung an das Amtegericht Lauterbach erlassen hat, nach der dieses all# Vorbereitungen zur Auflösung de« Amtsgericht« Lauterbach treffen soll.'Die Regierung plant, die zum Amt«gericht«- bezirk Lauterbach gehörigen Orte den Gerichten der Aachbarlchafi zuzuleilen, fo Mj also die Kreisstadt Lauterbach künftig ohne eigenes Amtsgericht sein würde Diese Entwicklung der Dinge Hot in der Stadt und im Äreife außerordentliche Deunruhigunfl geschallen, uiid es wird nun mit Aachdruck gelordert, dast der Lauterbacher Gemeinderar seinen RündigungSbe- kchluh zurüdzicßen soll, damit der Stad: das eigene Gericht erhalten bleibe. — . — Lauterbach. 22. 3um. Heute sand hier eine Zuchtviehversteigerung von Bullen Simmentaler Rasse durch die LandwirtschastSlammer statt. ES waren etwa 50 Tiere von hervorragender Güte auf getrieben, doch war die Aachfrage nur gering, fo dah die Zahl der Verkauf« mcht fehr grob war. Der Durchschnittspreis für einen Simmentaler Bullen bctn-i 835 Mk. Von den abgeschlossenen Der- lausen seien solgende erwähnt: Züchter Heinrich Schäscr X I.-AngerSbach, Preis 1010 Mk., Räufcr Gemeinde Freiensteinau: Züchter Ried- e sels che G u t»v er w a lt u ng - Sickendorf, 1000 Mk.. Käufer Bullerst atton Riefeld: Züchter Hch Renier Xlll.-AngerSbach. 1000 Mark. Räufcr 3ungViehweide Warthof bei Grünl'era; Züchter Hch. Rodemer Vl.-OIngeu- doch. 800 Mk.. Käufer Geme.nde AöSbertS; Züchter Frd. S e i m - Zeilbach. 740 M' Käufer Gemeinde Rinderbügen; Züchter Th Dö 11- Lichenrvd. 725 Mk.. Käufer Gemeinde Herbstein: Züchter Fr. Möller l.-AngerSboch. 700 Mk., Käufer Gemeinde Mittel-Seemen: Züchter Gg. Stürz Il.-WsklofS. 710 Mk. Käufer Gemeinde Fauerbach. Starkenburg. • Darmstadt, 21. 3unl Durch Blih - schlagist inSllenbachim Äreite Heppenheim die Ziegelei Zeih in Brand geraten und vollständig eingeäschert worden Drei Kinder bei lebendigem Leibe verbrannt. WSA Offenbach. 22. 3uni. Gestern nachmittag verbrannten Drei Äinbtrbci lebenDigem Leibe in einer Holzhütte in der Drenzstraste. die dem .Rufer Peter Aull gehört Die Mutter hatte die Rinder im Garten beim Raichen von Erdbeeren überrafcht und fie zur Strafe In die Hütte gesperrt. Die Rinder singen mit einer dort gefundenen Schachtel mit Streichhölzern an zu spielen, wodurch der Brand entstand. Man bemerkte den Brand erst, als di« Hütte bereit« in hellen Flammen stand. Die herbeige« rufene Feuerwehr und ReitungSmannfchaft konnte nur noch die verkohlten Leichen der Rinder bergen. Preußen. Mrno rSctzlar. Rölschhaufen. 22. 3uni. Bee zahl- reicher Beteiligung der E.nwohnersch^t- und der Sanzen Umg. genD wurde am conntag das 1 ü n g 11 n fl • - und Po'aunenchacsest de« Reelle« Wetzlar in unserem Ort# gefeiert Aachdem morgens di« Prob« der aus allen Teilen de« Rrc.'es eingetroflenen P.-sauncn- chöre ftattj-funbtn hatte, versammelten sich bu Teilnehmer zum Festgotlesd nfi. bei dem Wii- sivns nspektor Pfarrer Held- D. sbaden die Festpr-digt 61 eil. Aachmittags S'tngtc sich ein statischer Festzug unter Posaaaenllüngen nach dem Festplatz wo der Ort «geistliche Pfarrer Daul ch da« Fest ml: Geb t und Begrühang eröffn.le Hiernach hielten Millionär Schlou- D r a f f - Giesten. Mi lionSinfpektc r H e l d-D:es- baden Pfarrer D 0 m e l • Rodheim a. d. Bieder, 'owic der RreiSprüf.'S der 3ünfllmfl«twrein«. Pfarrer Roch- Liüzellinden. Ansprachen über da« Generalthema .Ui (erc Jugend und di« Aot unseres Volkes". Die Vorträge wurden durch GefangSvoNräac der Vereinigten Männevchöre würdig umrahmt, tiefe Eindrücke hinter!iehen auch die Darbietungen der Po'aunenchöoe Oberkleen. 22 3uni. 3n dem neuen R a l k steinbruch« von Rüchol. Gläfner utto ist nunmehr eine zweite Prestluftbobr- anlage geschaffen worden Die dadurch erheblich gesteigert« Förd«rung bedingt eine torterc Einstellung von Arbeitern. Eben'o werd n für die Aufräumungsarbeiten im alten Steinbruch Arbeiter gesucht Mvci^ Marburg. Jl 2H c r b u r g . 22 3uni. Ein cigcnorttfler U n fl l ü d 6 I a 11 verursachte heute früh in Der Aähc Des Runstinstitutes einen groben Men- schenauflaus. Sin junger Mann, Der einen Tops mit einer scharfen Flüssigkeit in Der HanD trug, hatte sich durch An'tosten damit begossen und rief im nächsten Augenblick auch schon nach Hilfe. Es stellte lich heraus. Dah er schwer verbrannt war und die Rleider ihm in Fetzen am Leibe hingen. Der Unglückliche muffte vom Platz geführt werden Artilleristentagung in Herborn. Unter außerordentlich starker Beteiligung der Rameralten au« nah und fern begingen hie ehemaligen Angehörigen der beiden n a f s a u 1 f ch e n Feldartillerie-Regimenter Ar. 27 .Oranten" und Ar. 63 .Frankfurt" in Herborn eine stimmungsvoll verlaufene W i e- derfehenSfeier. Zur Einleitung des kameradschaftlichen Treffen- sand am Abend vor dem Hauptfesttag eine 'Begrüßungsfeier in dem geräumigen Fest- zelte statt, bei der Dürgeimeister Riederich u 11 < als Vertreter der Stadt Herborn und Vorfihender deS Festausfchuffes. sowie Mil- kämpser der feiemTten Truppe die Gäste herzlich begrüßte und mit besonderer Freude die An- toelenheit der Generäle von Dallwitz und P«y e l hervorhob. Der Redner wies darauf hin. daß die Wiodertehen«feier ehemaliger Regimentskameraden Die Erinnerung an manche ernste, aber auch frohe Stunde bringe, Erlebnisse in der aktiven Dienstzeit und im Kriege wieder lebendig würden. Bande der Freundschaft sich auf- neue festigten. Heldentaten an der Front würden neu ins Gedächtnis gerufen und dabei auch das Gedenken an die auf dem Feld der Ehr« gebliebenen Kameraden wieder lebendig. Heber allem aber leucht« hellstrahlend di« Liebe äuth Daterlande und die Hoffnung auf eine bessere deutsche Zukunft. Mit einem Hoch auf das Vaterland schloß der Redner feine eindrucksvollen Worte, denen der begeisterte Gesang des Doullchlandliedes leigte. 3m weiteren Verlaufe des Abends brachten die Mannergesangverein« .Sängervereiniflung" und .Liederkvanz" vortreffliche TrsangSdarbietungen, während der Turnverein uiid der Ra dl ahrerverein mit ausgezeichneten sportlichen Leistungen den Abend verschön len. Sine besondere Heberraschung wurde den Festieilnehmern schließlich noch durch die De- leud/ung des Schlosses bereitet. Am 6crmtag nrorgen fand großes Wecken durch Die Kapelle deS Gießener 3nf.-Batl. unter Leitung de« Obernw’ifmeiftert Loder statt. Di« Ichneidigen Marschklänge lockten im Au die Einwohner uiid alle ihre Gäste an die Fenster und aus die Straßen, wo sich bald rege« Leben entfaltete. Hm 3.30 Hhr begaben sich die Festtcil- neßmer zum FeldaotteSdienst in den naßen Wald am Schuheichaus Die Predigt von der Feldkanzel hielt ein Frontkämpfer, dem die Herzen aller Teilnehmer 'chrrn nach den ersten Worten geßönen: Professor Deidt - Herborn, der früher als Pfarrer an der PaulSkirch« in Frankfurt a. M. wirkte. Die feierliche Stunde fand mit dem Liede »Sine feste Bury ist unter Goll" ihren AuSllcmg Hieraus marschierten die Teilnehmer nach dem Kriegerdenkmal, wo die Militärkapelle unter der Leitung des Obernwrilnuifter6 LSbcr zunächst den Regiment-marsch dec 63er .Ate-Frankfurt" und dann den Regimentsmarsch der 27er .WilßelmuS von Aassau'^ spielte. An schließend legte General P e tz e l mit einer zu Herzen gehenden Ansprache zu Ehren der gefallenen Kameraden einen Kran- nieder, desgleichen Oberstleutnant von Redow einen Kranz für die 63er. Sodann begab sich der ^ug zum Festplah, wo Die Kamera den bei ausgezeichnetem Frühkvnzen ihre Tagung abhielten Am Aachmittag bewegte »ich ein großer Zestzua duich Ne Straßen Der S:adt. in den u a. v.oti komplett bespannte ü'cschi.ye imt Dagagewa -en. sämtlichen decugehörigen MaTmIchoften undilhar- aen m;tflc1uVr: uurden an Die sich dann >te Fr matIonen urD Ne zahlreichen anderen Verein« arJ-^rVen. Auf dem Festslatz hielt S»cllcntz Petze! ein« bege:stemdc Ansprache, in Der er aul Grur.d des au^ezeichncten Bvrbcunar'cheO Die Dr ziplin der alten Soldaten lobte, die lich auch im Bürger rod immer nrch bemerkbar mactz«. Hierauf entwickelte sich allenthalben frohe, fo» n eiad chaltliche Gefelligkeit. die dis in den späten Abend andauert t. Am Montag o^rmiiiag reinigten i;4) bi« Fcsttciln«hmer ju einem Frühschoppen, mittags fand noch etnm.-l ein Festzua statt, der Rest des Tage« war wiederum der öetelTigMt gewidmet. Die eindrucksvolle, von echt kamerad'chaft- lichem Geist« erfüllte Tagung wird fä nlichen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben Kunst unö Wissenschaft. Kent frankfurter „Sommer der Musik". Aachdem am Samstag dem 11 3um durch einen Festakt im Opcmßau« die International« Ausstellung .Mutik im Leben der Völler" und der damit verbundene .Sommer der Musif' leterluß eingeleitet worden nur, erschien als erstes Gasiens.m.-. >- • \ r c. ,O r c h c > t r e de Conservatoire* mit zwei Rmuerten im Saalbau und im Opern hau» Die 'Bortrag*» |o‘gen der beiden Dastiviele boten einen muHfr geschichtlichen Helterblid über das symphoni'che Schaffen Frankreichs von Acrtor Berllvz und Florent Schnntt. Philippe Gaubert, der Leiter des Orchesters, weiß Ungeahntes au« d.tern etwa bun?*:rt 3nflrumente zabsenden Tonkörper herauözußalei, Es steht ihm eine Schar Künstler C Gebote. Me in technischer Bollkommenbeit. tn r seltenen Kultur de» Klanges tooßl txm kaum einem anderen europäischen Orchester erreicht werden. AI« öohft toirftc Prof. A (Sorto t mit Man lernte in tßm einen Pianisten Tennen, der in der Bravour feiner T«hnik. tn der Tiefe seines musikalifchen Empfinktens. In. der Zähigkeit der restlosen AusdrudSmöglichkeit desselben durch die — hier nur scheinbar tote — Tastatur ohnegleichen genannt werden darf. — 3m Johann Sebastian Bach-Saal aaßterte dann der tschechische Shvr .H la hol" aus Prag, der unter Jaromir Her le nationale Sböre vortrug Bemertensivert ist bte glänzende Syor- Disziplin und Die fabelhafte Klangreinheit -- Das Konzert der .Franksurter Sänger- vereiniaung". da- ebensall- im Bach-Saal stattfand, brachte unter Oberleitung des Wiren» bundesdirigenten Musikdirektor Earl Specht Deutsche Eborwerke in ausgezeichneten Wiedergaben durch versclnedene Frankfurter GesaniZsvereiiii- gungen zu Gehör. Die tiorwegische Staats- regrenmg in Oslo hatte ein .norwegtfches Konzert" veranstaltet, das im großen SacU- haufaal unter Leitung von Generalmulikdtrekcor 3ofc Sibenlchutz-Os^ Paradtaniata ältere- und moderner norwegischer Musik bot. — 3m H ppo- brom brachte Der .Frankfurter Männerchor des Darmstädter Kompvnilteii Arnold Mendelssohn Oratorium .Pandora" unter Dem Stab des Herrn Fntz Otte zur Erstausführung, wahrend im großen Saaibausaal gleichzeitig die katholische Rirchenrnusikwoche mit einem 6t)nq>boniefoTTjert iveihe -oll eingeleilet wurde, tn welchem Rlaus A «ttftrüter mit dem Opemßausovchester die JL Symphonie" von Joseph Meßner und ein Thvrwerk von Franz Philipp auffübrte frankfurter Theater. Dem Reuen Theater ist e« wieder gelungen. Maria Orfla für eine Reche von Gastspielen zu verpslichten. Als erste« StÜd brachte sie George« de Porto R'-Hes Komödie: „Germain c'^ (deutscher Xitel: „Verliebt') Warum diese« Stüd ausgerechnet „Komödie" genannt wird, ist nicht recht erklärkich, da die Vorgänge, welche sich mit dramatischer Schürte in Der Ehe Germaines abspielen. eigentlich durchaus nicht lomvDienhast anmuten Germaine und Andrs, sind acht 3ahe verheiratet und sie liebt ihn wie am ersten Tage chrer Ehe. ja. sie plagt -hn mit ihrer grenzenlosen Verliebtheit derartig, Daß er sich in seinen wislenschasilüchen Arbeiten qcftErt und gehemmt fühlt So fährt er, von chrer reizenden Verliebtheit angestekt, rm letzten Augenblick nicht nach Florenz zu einem wich- t gen Wissenschaft, iäun Kongreß. Selbst verständlich erfolgt Die Zrnüchtevung unD eine brutale, Germaine au« allen Himmeln stürzend« AuseinanDersetzuna, Die in der vollkommenen Ao- leßnung ihrer Liebe endigt. Die verzweifelte beleidigte Germaine betrügt ihn und wieder erfolgt eine äußerst DramaNfche Szene zwischen beiden, aber Diesmal muß Andri- Doch ganz zum Schluß eingeftehen. baß er sie trotz allem liebt. Vorhangs So ähnelt dieses Spiel in seiner ganzen Konstruktion mehr einer Ehe-Tragodie aU Komödie. Der Orfla gab Die Rolle Der Germaine wieder große Entfaltung^möalichlelten chrer fesselnden Darstellungslunst. aber mitunter merkte man hinter ihrem pulsierenden, mitreißenden Spiel eine leite, tonlose Wüd aleit aufDimmerr. Paul Günther und Karl rnchS hotten al« ’ßee Parmer leinen leichten Stand. Der Be fall des Publikum- war ft erb Man feierte den Gast lebhaft. Maria Orsla wird chr Gastlvlel in „Kameraden" und ..Theater" fortseyev. L. W. Auxoux denn die Wissenschaft gibt uns die Mittel lange jung zu bleiben. Vor allem die richtige Pflege Deines Haares lässt Dich jünger erscheinen und hier hilft Dir Gi*er Konzert-Verein Volks-Konzert Mnia8.27.ln1 1927. abeati T L »r. Ii der Volkshalle Beethoven Neunte Symphonie Solisten: kl» Ginster (Sopran). Ruth Arndt (Alt). Alfred Wilde (Tenor), Job. Willy (Bah): Chor: Der Akadetn-, der Bauersehe und der Evanfl. Kirchenßesangverein. der Slngcrkram sowie der Chor des Lycexnns und der Studienanstalt, Schülerinnen des Fröbelseminars und der Alicesdrale. Eintrittskarten: Balkon numeriert 3 Parterre 1 PL 2 Mk-, II. PI. 1 Mk-, bei Emst Challier und abends an der Kasse. Hessisches Landesiheater-Orchesler Darmstadt Leitung [iiienitln-MuiiaiirekiGr Ir. Teaemrj öillig L gründlich Jtjre Masche rein öutrtr die weißeKernseife ött ömktnöcn fiougfcau 7—Schwksut— In SUb-Sayern mit Ober 800 Tgw. ffirunb, davon 100 Tgw. Wölb, meislens älterer Lestanb, wunderbare Loge, mit Vorwerk, Gäqewerke, Drennerei, (^chmiebgebäube, Turbinenonlage usw., sämtliche neuzeitliche Maschinen, sowie reichlichem lebenden und toten Inventar. Preis nur Mk45OOOO. - b.Mk.ZOOOOO. - AnzaHlungs^apltalauswels) Geveschattsgut mit 300 Tgw., davon 120 Tgw. 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Juni, von norm. 1 ,10 bto mittanl 1 ,1 Uhr. Ter Erfinder und alleinige Hersteller .'ÄKiA Hermann Spranz, Unterkochen (Württbg.). Eisenbahner - Heimstätten - Verein e. ®. m. d. H., (Bteben. Bilanz für das Jahr 1926 Aktiva Passiva Jkubauhonto 82343.67 JUl MieihSuser 160373.40 , Inventar 143 75 , Dank Guthaben 19139.22 , Geschäftrguthaben der Mit- qlieder 2652.50 JUl Reservefonds 14007.- „ hllfsreservef. 120410.96 , (u. Ausweriungs- fonds) vorüber- gehende Schulden 4544.28 , Hypotheken, u. Darlehenssch 120157.34 , Gewinn 227.96 , 262000 04 JUl 262000.04 JUl Gewinn- und Soll Mschreibungen 3624.25 JUl Geschäftsunkosten 58.30 „ Detriebsunkosten 7878.50 Jins. f. aufg. Hap. 1582.31 Gewinn 227.96 13371.32 JUl Mitgliederbewegung Zahl der Mitglieder: Am 1.1. 1926 200 Zugang im Jahre 1926 1 Abgang im Jahre 1926 4 Stand am 1. 1. 1927 197 Mitgliederguthoben Ende 1925 1531.- JUl Ende 1926 2652.50 , Gieszen, den Eisenbahner.HeimsiSiien.7 Weber. erlusirechnung Haben Mieten 12659.90 JUl Zinsen 563.42 , Desond. Einnahm. 148.— 13371.32 JUl Zahl der Geschäftsanteile: Am 1. 1. 1926 208 Zugang im Jahre 1926 1 Abgang im Jahre 1926 4 Stand am 1. 1.1927 205 Die Haftsumme betrug Ende 1925 10400.- JUl Ende 1926 10250.- , 22. Juni 1927. srno erein e.G.mb.H., Gießen. Schmidt. SAMSTAG und Seidenflor Pastellfarben Kunstseide. Kunstseid i. gut Florsetd , üßsere Banimarte er edelste Seidenflor i reicher Farbenauswahl...... Preisabschlag! Zucker, fein ... 40 Pf. 9C J minus 4* . RCckrerflOtung PL Zucker, Kristall 38 Pt ff minus 4* . Rdckvergflhmfl HI. Warenabgabe nur an Mitglieder! 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Ta# echte Raffeier Gimonsbroi ift da» wirkliche andern gemahrm i' nnv körn berat':, tfloonni volikornbrok tie em- bdlt die io irden Vitamine u. ^nbrfnUe des Geireidekorns unAtrftilrt in auige- schloliener Aorm. daher für die ßabnbil* buiin und '(rrbaltung, sowie Ädrperaufbau besonder- wertvoll. Bon vielen fletAten emoiohlen bei faimicaabriL Magen und ‘’.udetfrantbfii. Dimonsbrol sollte auf keinem ftrübiiUtfiJ- und Abendtisch fehlen (Lchi und frisch erhältlich bei Wörisboler Hrdutcrbau», (frnäbtane»rcfermban» (dienen, edjulltralir 5. .'iMHZA Die kluge Hausfrau verwendet jetzt unsere 1 Marmeladen Konfitüren - Gelees Z-Bfl.-fJinrr IhiDO I DieiftnflUlianneloöe 1.00 0.40 I aroetfden-töliöerQ^maJJO 0.54 B Mikofen-MMMe - 0.70 | ^dlofen-WttireÄl.50 - | Aolel-Selee aareenrri m» 1.20 0.60 1 | JoBmltieer-ffitleeL70 0.80 Schade&Füllgrabe Filialen In allen Stadtteilen mx Nr. U4 Dritter Blaff Gießener Anzeiger für Gberhcsicn) -n - —rr er* । »i ■ i — - i— —n ——— i—■■ _ i»j i _■ t irrw— -- -»-«n■-*- i-tw-xs-w Donnerstag, 25. Zuni 1927 muffen ftö auch auf bie De Die Bürger» folbung#ncrbältnifft ObrrTrpirrvng*rat Der Se .lierw" -J m rtrur I übe 3w tflcn 'Beamten, berm q ftnb. und eine trofft ‘ ung Nachdruck verboten 14 Fortsetzung Wie lange war er hier? anlroortelc die erschrocken« ein lall aut« neweit de- Jfontan von Sven Stu« ft ob Copyright bei Georg Müller, München. inb schränken. Sie waren völlig unbeschädigt. Dann schloß er die Schubladen aus und untersuch» den Inhalt. Er hielt seine Sachen so gut in Ordnung, daß es ihm nicht schwer siel, sestzustellen, daß die Sachen kürzlich durchwühlt worden waren. Aber sowei! er (eben konnte, fehlte nichts. In einer der Schubladen lagen ein paar hundert Kronen in bar. Sie waren immer noch da. In einer anderen Schublade bewahrte er zwei wertvolle Revolver aus. Sie waren vorhanden. Er öffnete die Magazine. Die Revolver waren noch wie vor geladen. Nichts fehlte. ma nb •?«!.*<«brtwomtrr 'ft unb wte ferne Bechts- verhält niff« gneaelt find ft im ’HrtUtf i 2U>» lay II eine Besi'.inmung vorgeichen. bah hcir. Beamten ein« AnsteUungs irkand. au4«udänbigen ,ft. (re seine Beamtenegertchaft au* pcibt unb seine Ar '."lung-verhaUnilfe klarftellt Acu unb „Line Stunbe", Summe der Wirtin. Stodirat ober ®ewurinberat im E nahmSweis« eine Unftdluno auf i Die Rechtsverhältnisse der Cemeindebeamten in Hessen Run berechnete «rag. dah der «chucher au der- selben Zeit gegangen sein muhte, al» er fribft do» Polizeibureau verlieh Plötzlich kam chm ein wedaule. (Er ries wieder: „War ter Mann groh und blond?" „3a", erwiderte die Wirtin von innen. ..War er in Gesellschaftskleidung?" — ,La." — (inten. bi« möa! ichft einheitlich für bat gerne Land fein müssen auch bei brr künftigen Regelung de rGeholts- verhällnisf« nicht adgeher wirb- sich ihre Beamten erfolgen beiden Lösung herauf "Ün den Bonru chtoh s'ch eine tnty und f • b a tt: t n der gefallenen Landsmann« I * a f t r r i rr dem ?■ nfr ein y v r.e des Burgberges an. D e Tagung unter der Leitung der Lands- mannichaft tMieber>'ia zu Halle und des iorsiftcnden des Gelamtverb<*ndes >' cr L'nnbtmannitboftrr. ..Pelz?" - „3a." Ininn schloß Krag die Tür. Sonnte no< inbtbeamten werben Stellung in die Selbstverwaltung ein- muh unb bas, die Defscrttellung der nicht aus ftoften ber Selbstverwaltung bar’ Hoffentlich gelingt eine diesen Gesichtspunkten Rechnung tragende da* aus Grund jahr'nmdertelanger mit ber deutschen Sprach.- unb auf Grund enger legt »unöchtt un Gen-'.nden feft. ul • etuttrnrl. beschäftigte meine Wirtin krank, überlegte er. oder der Ches der Kriminalpolizei hal mir etwas Neues zu erzählen Oder ich habe ihm morgen etwas Neues zu sagen Di« Wirtin öffnete ihm selbst die Tür. .Ah." rief sie au5, als sic ihn erblickte, „mm ist er fort gegangen'" „Ist er sortgegangen?’ „3a, «r habe keine Zeit, noch länger zll warten, sagte er. Vor mehr als einer halben Stunde ist er gegangen “ ftrag zog ruhig den großen Ulster aus und hangle ihn an einen Haken im Korridor ..Habe ich Ihnen nicht oft gesagt." erklärte er. daß Sie nicht auf mich zu warten brauchen. Wissen Sie wieviel Uhr es ist. yrou Soendsen? Halb vier." „Ja. aber Hotter, der RriminaWeamte, erzählte Mir, es sei etwas Wichtiges im Gange " „So. der Mann, der hier war, nannte sich Holter?" ..Ja", «rinderte bi« Wirtin zogernb See wurde auf einmal blaß unb verwirrt denn cs fiel ihr ein. daß sie melleicht wieder etwas verkehrt gemacht hatte. ..Er kam von der Striminaiabteihing und jagte, er muffe Sie imbedingt sprechen." Ärag riß die Tür zu seinem Arbeitszimmer auf uns blieb auf der Schwelle stehen Sein Blick ichwc.'ie sonchend im Zimmer mfx: soweit er iehen fonntc fehlte nichts. Dann wandte er sich roieber ber Wirtin zu. Er war pollfommcn ruhig und nicht im geringsten aus. aercqr. . Und da haben *oie ihn natürlirb nicht ein- arfaffen." sagte er. .Henn S>e hoben so Anwcftiinq non mir es nicht zu tun. nicht wahr" Jo. jo" — sie zupfte nervös an ihrer großcn Sckwrze — aber dann zeigt« er mir die Polizei- marke Unb da mußte ich ja onnehmen, daß--" ft rag lächelte .Vch verstehe unb ich kann Ihnen erzählen, daß ber Marrn, der hier gewesen ist. a-ir nichts mit der Po'.i'ei zu hm hat." . Und die Marke, die Pokzeimorke?" Die hat er gestohlen." „Du großer Gott!" ,0ine Tlaty“, sagte ft tag, sich m jerneen Arbeits rimmer eim'chsießend. Zuerst unteri'uchtc er alle 'chlieftt. auf 'öib.’mxl ange'tellt (2Lrt. c bc» Snt- wurik । Ferner gibt ber (Sntttnirt. unb hierin liegt ein großer ivdlchritt gegen seither, auch ben auf CSibcmi* anacftelltci Beamten einen Schuh gegen eine willkürliche Sntsaslung Sie haben nämllch fünf Irhue nach ihrer widerruf- Uchen Ank cllung in jedem Falle ber Gnttafsung bas 2e m3gc ber Sprachverein zu den Gütern, die er pflegt, auch die deutsche Schrift rechnen. Bon feiner Gründung an bis in die jüngste Ze: war der Sprach» .-rein der Meinung. zur Schiiftfrage dürfe er aus Bückstcht auf late.nfchristl che Anhänger keine Stellung nehme- V'tttlerweile ist aber die E.nficht in den Schdnhelts- und Dvlks- tumswen unlerer deutsch?n Buci staden so erheblich gewachsen, daß bif heurige Hauptversammlung tm Sinne des Dirmftädter Antrages mit überwältigender Blehrheit folgende Entschließung faßte .Die deutsch. Schrift ist e.n hohe.* Gut. erörtert. Für die weitere n auf allen dielen Teilgebiet n bcs land^ n.!-nfchaftlichen und nnterilrbi- s.ven l*ebene sch-.f sich der verband ein« neue. -c nächst.n Irdre oedc . ma-. voll.«- Organisator sch« (strundlagc. Für die ftraft de-.- landimannschaftlichen v lpricht die Talsoche der flufnabmr vier angesehener ne irr Lande Mannschaften, deren St"'ingcdicle fast durchweg bte Grenzmarkcn des '.Re che sind Den ♦lbfA!i:-a!'« rerenftoltrtrv. in allen Teilen gdlinaene* Mshlifttigksllslest zum Besten der Notierenden im Eobl-rn.' Lande auf der herrlich gelegenen Beste. Die »adlreiche Beteilt- gur.g ber L'anbf inannldxtller an diel em F. te trug, wte auch die anderen ftabmeni'erarhaltu'i • n dazu bei, d freund'ch<"!liche B.inb brr ? .Hfd •• i iitibe- mannsch»ist zur Eoburs" Bevölkerung fester zu knüpfen Anpassung an deutsche Sprachbedürlniste das deutsch.' Bolk verpslichtct. Der Sprachverein Ik- fenr.t sich au dem in weitesten Greifen aehegten IDunschc. diele deutsche Dolksschrist ertbiHen. ge- pflegt und geförberl zu Iehen." Wenn die Feinde des deutschen Bolkstmns. die in der deutschen Schrift ein auffallendes Wahrzeichen des Deutsch- tum6 und eine seiner besten Stühen erblicken, in Tirol, Böhmen. Polen unb anderswo diese Buchstaben verboten, so konnten sie sich bisher leider darauf berufen, dah sogar ber Deutsche Sprachverein die deutsche Schrift nicht zu den wertvollen Dükern des deutschen DolkStumS zähle. Dieser Behauptung ist nun der Boden entzogen, und der 'Darmstädter Zweig kann sich freuen, dah er den Desamtverein zu einem klaren Bekenntnis veranlaßt hat. Auch daS hestische Blit- alied des Gesamtvorstandes. Univerfikätsprosesfor Geheimerat Dr. Behaghel. bat jene Kundgebung gebilligt. ft rag ging an die Tiir und rief in bic Gemacher feiner Wirtin hinein. „Wie lange war er hier?" Zweifel beftehrn? D-.r Mann, der ihm einen so ge- hrimnifrnoUen Besuch abgestattet hotte, unb ber Mann, ber in bas Haus in ber Nathausftraße gegangen war, mußten em unb biesridc Person fein. IV. vm nächsten Tage wartete ber Polizeiches zunächst vergebLn; auf ein liebenszeichen mm Vie- björr. Mr.'.g Sic hatten chrc Zusammenkunft ichon aus adr. Uhr feftcejept Aber Äroq war nicht er- ichicne- Dagegen telephonierte feine Wirtin, ber Herr Polizeichri möge mcht ungeduldig werben, ft rag werbe nr Ifaufe des vormittags kommen. Ter Ch?f wurde immer unruhiger Es wurde zehn, *. zwölf Um drei Uhr sollte ja die ftonfererrz im Hotef ftotifinxn. Endlich, gegen halb eins, tarn 21^'orn ftran. l* r rr ja einen Sportanzug unb war ruhig wie gewöhnlich. ,,'Z-o haben Sie beim gefleckt>" fragte ber Poll- Seicht Ich war spazieren", erroiberte »rag. „Nichts anderes Ist eine neue Meldung gekommen?" (Fortsetzung folgt) Inzwischen drehte brr Chauffeur das Auto. D»> Uarm bi.- Motor» war fo stark, daß brr Ehatfteu. gar nicht hören konnte, ob ftrafl die Treppe hinaui ging ober unten stebendlicb. Das Huto fuhr ben gleichen Weg zurück, den es gelommcn war Sobald cs sich in Bewegung gefetzt hatte, stürmte ftrag zur Hau sw r hinaus unb hängte sich hinten an ba:- Automob l. Er war ber reine Akrobat in solchen Manövern und konnte da fest bangen bleiben wie Ürijm Die Dunkelheit und ber Schatten des Autos verbargen ihn lwlisttmdia. In ber Weidcnstraße riefen mehrere Nacht'chwärnxr den ffiittuffeur an, ober er hielt nicht, steigert« vielmehr Die Geschwindigkeit. Tie Snhrt dehnte sich au». Erst ging e» noch «in Onbe den Drammensweg entlang, dann blieb das Auto in bet Nahe von skillebak mit einem heftigen Ruck stehen. 'hon |einem Versteck aus hörte ti»-’iorn Mn den alten ötabtterl Vor einem JXtufe in der Nathausltrasie hielt d 2futo an. und die Herren gingen hinauf beiiönbig miteinander munnelnb Der LhauHeur erhielt einen Bescheid und siihr weiter, ftrag sprang m der Troßen Strandstroße ab. bbeb sieben unb schäme dem Vuto nach. Es bog nach dem Eifenbahnplatz ein und ft etile sich m die Reihe der wartenden Wagen. Es trug die Rümmer 232. ft ran flingelte an einem Hotel in ber öKxuib- straße Er hatte große Eile und lächeste Es gebt alles glatt Der Nachrvorti.r des Hotels, der ftrag e-nließ. erkannte ihn sw ort. Der Detektiv wohnte häufig in i'ch mit den inneren Ängetegenhe !. n br* Verbände» .'-d feiner Ulrtieit am Bollsnun In Zahlreichen Bor» traoen und Nrbeitsai »fchük en ewrbvn die geistigen !betten bei Deuttchen ^.'ond' "..annschoft cuf dem 'Gebiete ber ftult, : und ber National olttik ttoch- 'chulposiu'. de» (tzrenz- und Buslandsbeutschlumo. Ebrereerichtswelens und ber Leid' .ibungen tief- ibebcrmler Rundsunst-Programm. Jrdtag, 24. 3unl. 16.30 bis 17.45: Haussrauen-Aachniittag: Programm u. a : .Butter unb Käse'', Borirag von Studienrat ft Wagner 17.45 bis 18 05 Die Lesest und« 18 15 bis 18.45: .Indien, eine volkskundliche unb wirtschaftliche Skizze", vorgetragen von Deneraltonsul Müller-Beeck. 19.15 bis 19.45 Italienischer Sprachunterricht 20.15 bis 21.15: Diolinsomrten. 21.15 b.s 22 15: Ueber- tragung von ftassel ftonzert des 1. ftasseler Ulan- bolinen-Orchesters 1913 unter Leitung von Hermann Hungerland Anschliesiend Spätkonzert des HausorcheslerS Anion Bruckner Anschlbes)enb: Uebertraguiig von ftassel: UnterballunaSmuslk unter musikalischer Leitung von Arthur Wifotzky. von grvs'.r Tragweite für bie Demclnb beamten st die Dorlchnft. dasi dielen Stellen dauernd notwendig Arbcitekraft erfordern, auf Lebenszeit an» gestellt werden muffen. Alle übr.ien Iahreslagung der Deu1s6)en Landsmannschaft. Die Deutsche Landsmannschaft, bie gegeniDÖrtig über IfWi Londsmannschaftcn an allen reiche- und ousierreichsdeutschcu Hochschulen umfaßt, veranstaltete in diesen Tagen ihre 59. Iahrestagung in Coburg unter regster Beteiligung alter und junger Lundetnannschaster aus allen (Bauen Deutschlands und begeisterter Anteilnahme der Bürgerschaft. Den Auftakt der Taaung bildete ein S p o r l ■ scsi, das von etwa 160 Teilnehmern besucht war unb trotz schlechten Wetters hervorragende Ergebnisse Iwt'tc. Unter anderem wurde derHochschul- rckord i in 5000Meter»Lauf (mit 16:05,6) unterboten. Am folgenben Morgen sand die Cröss- nung der Tagung im Coburger Lanbestheater stall. Der durch fein« Tätigkeit in der Studenten» und Akademiker-Bewegung bekannte langjährige Iührer der Deutschen Landsmannschaft. Dr. L‘ i n bemann- Berlin, hielt einen tiesdurchdachten. form vollendeten Vortrag über landsmannschaftliches Wesen unb Wollen. Er stellt« als das Ziel der Deutschen Landsmannschaft in scharf umriffener norm bie Auswirkung ber von dem Verband Im Wahlspruch geführten Ehre zum Nationalgefühl unb ber izrcundichaft zum sozialen (Bebanten im beutschen Volke zum f)eUe be:- großen beutschen Vaterlandes meister in ben Landgemeinden er- strecken, ixe begreifl^b auch tn dem neuen J-.truri nicht a's Ee»7»e,nt«i 'Bedauerlich tft. daß ber tm Ent» beamxn über ein h. ^'ches lArru.**.nbebeawtn:- gekb trorgvkbere S rnebägerichr».'gedanse feine Annahme geiunder. hat A*t i*rb.n!c alle etreiitgft’tt» aus dem Denst ernättris ber td«- mrinbcbrainirn in erst-r Jnftdr.-, vor r.n Pro- vcnz: alich.ebagericht in zweiter Instanz '.'er das Vante»,d: enm AezierungSentr.>urf werd n sicherlich, falls er noch von btclcin Landtage beradfchiedet werken sollte, lebhafte ftämpfc entbrennen da zweifellos daS Gemeinbebeamtcn- recht einer bet wichtigsten Abschnitte in der hefsifchen Berwaitt ngsrelorm und für das öffentliche Leben von in'chneidmder Bedeutung ist Die Schwierigkeit liegt darin, daß auf ber einen Seite bie lDemtnndebeamten in ihrer Aechts- ftciluag gegenüber ber bisherism Regelung wesentlich verbessert werden sollen, uxi» eine unbcbing.’e Aotwenkigkeit ift. daß aber auf der anderen Seite nicht überleben werden bart, daß qrunbig bargrkg» Vcrue'i.nq der 2 Vernein de beamten durch Ortsfatzung zu regeln. Die Besoldung aller übrigen Beamten der Landgemeinden (allo aller Beamten in t*n Landgemeinden bis xu 2000 Einwohnern unb der .widerruflichen" Beamten in den größeren Landgemeinden ift auch fernerhin durch Gemeinde- ratsbcschluß festtzufehcn: jedoch ift hier bie grundlegende Aeuerung vorgesehen, daß den Beamten gegen bic Beschlulle des Gemeinberots dieftlagc im Bcrwa'.tungsstreirvertahien zustehen soll. Daneben überwacht auch wie seither das ftreisamt die Angemessenheit der Besoldung der Gemeinde- beamten unb kann gegebenenfalls auch von Amts wegen ein Der wa lt ung« str e i wert ahnen einleiten. Anch der Anspruch der Beamten auf Adeiter- gewährung ihrer Besoldung bei Erkrankung und Beurlaubung wird in dem Gesetzentwurf feft- fldegt. Die Frage der Besoldung der Beamten in den Landgemeinden ift wohl eine der schwierigsten Materien des GemeinbebcamtenrechtS. Di« im Aegierungsentwurs vorgesehene Aege- lung kann letber als eine befriedigende nicht angesehen nx*rb«n. Namentlich die widerruflichen Gemeindebcamten. und dies wird bk größte Zahl der Beamten fein, werden auch in Zukunft einer gewissen Bbillkur bei FefiseNung ihrer Dergütun- aen ausgesetzt sein, bie sich bei wechselnden Mehrheiten in ber Gemeindevertretung besonder» bc- merklich machen wird m;e gerade die Derhaltnifse in ober Hel fischen Gemeinden in letzter Zeit bewiesen haben. Jedenfalls wird man sagen dürfen, dah es ohne Ausstellung von Aicht- bieicni bescheidenen Logierhau», wenn irgendeine Aufgabe tm Stadtzentrum ihn beschäftigte, ftrag liebte cs stets in der Nähe seiner Operatton-basis zu sein, wie er andererseits in einer ruhigen Gegend >n wohnen wünscht«, sobald der Ariedenozustand eingetreten war. Heute wollte er sich bloß einen Ueberzicher tm Hotel leiben. Er Hane ja seinen eigenen abgcworten, um sich an das Automobil zu hangen. ftrag echielt einen mächtigen Ulster, den ein Ocsterdalsdaiter oergesien hatte. Er schlug den Kragen dis über die Ohren auf und war »ept ganz un kenntlich Zuerst mochte er einen (»tong über den Eisen babnplatz. Don warteten drei Xlnlomobile. darunter dasi-nige. mit dem er oorbtn gefahren war. Jetzt Dann tehne ftrag um und Der ne j« sich oon neuem;in den allen Stadtteil. Als er an dem Hause oorbniam. in das die beiden geheimnisvollen Nackn- nxinbenr gegangen waren, bheb er stehen um sich iciiu Pfeife anzusiccken. Er gebrauchte ein Streich! Ez nach dem nbrren. ohne Zeucr in der Pfeife zu bekommen. Cs blieb ihm nichts anderes übru — er mußte in das Portal treten, wo er norm Winde gefchüsit iwr. Das Haus- lor war au« Esten und oerlchtosicn Wahrend «r hier ftcnb unb Streichhölzer an brannte und an der verftixten Pfeife joq. tauchte neben ihm eine Bestatt auf. Es war rin Marm im Prtz. der oon der Straße kam ftrag stand unb fluchte über die P'eife. Der neu gleichzetttg antcheinend g!nchgiilt,g. Als er seinen Pel^ nistknöpite. um ben Schtüstel hervorzunehmen sah ftrag. baß er in Geiellichaftskleidung w^r. Es ivor rin Mann in den Dreißigern, groß ziemlich muskulös, blond Der Mamt schloß atri. ging ins Hau: und oer- ichwoi-b im D mkel de- Treppenfchtunde- «rag bi ounn zu zählen Erster Stock . . zweiter Er iaufchtc ber Schritten . . . Dritter Stock Jetzt horten bie Schritte aus Also der ftrernbe ging ins dritte Stockwerk Aber wer war «s^ ftrag ging weiter. Als er an tue nächste Halt« stell kam. nahm er «in Auto und juhr nach Haufe. Von d«r Straß« aus iah der D-etekttv. d>rß Licht in feinem Zimmer war Er lächelte. ffntmÄer ist bte für die orbnurg^.n jf?. je Durchführung her Arme rlervrjxj t tung ertr;S'rti>.-n und gerig- netrr. Beamte« anjufifllrt' 5*feen 0- mag bat $«lxUr t*il er ob es ruh’- 4J ttt eine- so w-ch: »em B«l anN: der Ivf -nenden neu« hessttche» •eme-nheorf- ung vorweg zu ru-l m-m und b^onders zu regeln. D«.c Um e. jng gib: ir. ihrem Bvrwvrt zu der allgc --. ‘Uegrünbur j de» chnckwurts leist an. das B°am -recht nicht als Svnderge««- behandelt werden Ircht bet Leg •»nrng nicht bcermrüch: g: wirk' wenn man das Aemeindebenrntenreckst jent schcm besonder« regelt, ohne die Grundzüq- brr n ure E^Meindeverf- flung und Gemeinde^ertvaltau^ auch gl«td>^ra mifuter. In bzw rrorjtMkjen Don dem 8tatfröunft aus. daß Ne zu fchattenk« schrillen her ,etzt beftehrnbrn Stüdtevr^nunq und Landgemeinde rdnung in einem neuen Erlest der ®etnfinhcnrfymmg zu lammens assen will wäre Hütte dos chemeindebea:«'en recht zugleich mit den noch nicht trorgelegten übrigen Teilen des 8nt- wurts herausgebracht 3nbrrerteil« dort sreiftch nicht verkannt uerben. daß bie Irfbenge Acar lur.g des Een> • chls für die Beamten der Landgemeinden ööllifl unwkir.fllid) ist. unb daß ihre Rechtsstellung uerbeffert vx-r- ben muf« inSbesenbere must ihnen ein ausreichender Schun gegen eine willkürlickx Snt- laflung und fortwährend Aenderung tl r-; Bc- foldung gewährt werden wie zablr.-.che Dor- kommnifse ber letzten Zett beenlee. ®mc ge- wisse Dnngllchkeit ber Schaffung eines neuen Gemetnbebea! 'enrechts wird daher unter diesen Umständen anerkannt werden müssen, und man wird ■ < auch ttroM d au beantrage'i daß bie neue Q)cmetntvL<.i nten- recht erst mit den übrigen Teilen ber neuen Demeindevrkniing zi.r Bet tung unb Verabschiedung kommen soll zumal ber Zeitpunkt ber Seriigltellung unb Vorlage der übrigen Teile metudevcrwaltung» nod) völlig unbestimmt ift. ba bie wichtigen Abschnitte über die Verwaltung des iAemrindevermögens. ‘Soranfdjlafli- unb Aechnnng^wrten im ^Internusfchust für bic hessische Verwalt ungorrtvrm überhaupt noch nicht burd*rratcn find 3m allgemeinen wäre zu dem vvrgetegtcn Ontuniri ber Regierung über bie Rechts Verhältnisse der Eftnneindebeamten zu bemerfni. daß ber Entwurs b« ben Eemeindebeamten unb den Bürgernsiftern der hessischen Landgemeinden eine gewifte Enttäuschung berr*orrufen wird. Dor allem muh daraus hingewicten werden daß bic Regierung in dem Entwurf« zum Dell von ben Be'chlü'fcn bes Unterausschtstles für die Ber- waltungsresonn abgewichen ift und dort gegebene tracht siche Anregungen nicht berücksichtigt hat. 0o ist z. B der einstimmige Beschluf? des Ausschusses. dasi auch die Sntlatfung ber Gemeinde- iechner b'i Genehmigung der Aufsichtsbehörde bedürten soll, im Artikel f Absatz IV des Entwurfs nicht auf genommen urorhen. Aach die im Aus'.hust nach langunergjen Derataiigeu au- Itanbe gefomntene Definition, wer al» Demeinde- beamter künftig gelten foll. entspricht nicht ber Fassung bc* Artikels a des Sntwurts. insbe- lonbctr ift bic im Ausschuß beschloffene Gliederung der Gen.eindebeantt?n in sog organisch. Tteamte bic ohne weiteres kraft Gefetzcs als Gemeindebeamte gelten (ölten. &. D Dc- meindevcchner >poliAeibicner ^elbfchützcn, nicht in dem Entwurf ausgenommen, worden, was als bedauerlich im Interesse der Gemeindebcamten bcttichnet werden muh D.e Deivcrffchalt der hessischen Gcmeindebeamteii hat einen Entwurf eines hessischen Gemeinbebcamtcnacfetzes borge- legt der jedoch in leinen wescittlichen Teilen von der Regierung abgefeimt worden ift. weil er Erweitertes Schöffengericht Giehen. Eia Jahr Gefängnis für eine« fahrlässigen Motorradfahrer. • (Stehen. 22. 3uni. Ende April d-, 3t- 'ut)v brr Lhousfeur Hermann Wetzler au» Alfeld auf seinem zwei Monate zuvor fiegen Abzahlung gekauften Motorrad durch die Ort»- straßc von Ober-Ohmen. Aura hinter einer Wegtrünnnung überfuhr re den siebenjährigen ^ohn De« Bäckerme'sters Heinrich Euler von Obrr-Ohmcn. Dao Aind. das sich aus der linken Strahenseite befand wurde von dem Mviorrade mehrere Meter weit fortgrtchleift und mit schweren Aopf- und Brustverletzungen in die Alinit nach (Stehen gefchass'. wo es noch in der Aacht starb Der wegen fahrlässiger Tötung angeflagte Ehausseur bestritt heute jede Schulde durch die umfangreiche Beweisaufnahme wurde aber festg.stellt. daff er sich in einer geradezu unglaublich leichtfertigen Weife vergangen hatte Er fuhr trotz Einbruchs der Dunkelheit ohne Beleuchtung, er fuhr in rasender Geschwindigkeit, die er auch in der Aurve nicht mäffigte. er fuhrt ohne Wamungssignale abzugeben, und er fuhr statt auf der rechten Strahenseite auf der linken. Angesichts der Schwere der Lat erkannte da» Gericht, dem Antrag der Staatsanwaltschaft enl» Iprechend, auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahr. Ser Arbeiter Aarl Lohfink aus Friedberg erhielt wegen vollendeter Notzucht in zwei Särlen eine (Sesam tgesängn, »strafe von einem 3ahr sechs Monaten der (Särlncr Albert Haase von Friedberg wegen SittlichkeilSverbrechensan einem Ainde eine Gefängnisstrafe von sieben Monaten. Gsrichtssaal. Sieben Jahre Zuchlhan» wegen Totschlags Frankfurt a. M.. 22. Juni (15621 ) Das hiesige Schwurgericht verhandelte gestern und heule gegen den Arbeiter Stephan aus Dübel, der unter der AnNage stand, seine frühere Geliebte. die Ehefrau Siebter, in der Heuen- Hainer Straffe zu Frankfurt a. M erstochen zu haben. Dach umfangreicher Beweisaufnahme lief) der Staatsanwalt die auf Mord lautende Anklage fallen und plädierte dafür, den Angeklagten wegen L v t s ch l a g s zu 10 3ahren Zuchthaus zu verurteilen. Auch der Derteidiger war der Ansicht, daff Mord aus'cheide. und plädierte für eine milde Bestrafung wegen Aörperverlehung mit tödlichem Ausgang. Der Angeklagte beteuerte in seinem Schluffwvrt, baff er nicht mit Ueberlegenheit gehandelt habe, und brach alsdann in Meinen aus. Aach mehrstündiger 'Beratung verurteilte das Gericht den Angeklagten wegen Totschlag- zu sieben 3ahren Zuchthaus und fünf 3ahren Ehrverlust. Die Untersuchung-Hast wird in Anrechnung gebracht. Der Angeklagte nahm die Strafe an. auch der Staatsanwalt verzichtete auf Decht-mi.'tel. Wirtschaft. Steigende Passivität des deutschen Auhenhandels. Der deutsche Auffenhandel zeigt im Mai, wie aeftern schon berichtet, im reinen Warenverkehr einen Einsuffrüberschnff von 340 Millionen Mart gegenüber 299 Millionen Mart Im Dormonat Sic Einfuhr zeigt insgesamt eine Zunahme gegenüber dem Dormonat um 77 Millionen Mart, an der Lebensmittel mit 20. Doh- stosse mit 37 und Fertigwaren mit 20 Millionen Mart beteiligt sind. Aus der anderen Seite weist die WarenauSsuhr eine Steigerung um 37 Millionen Mk auf, an der Lebensmittel mit 5 Millionen Mart lhauptsächlich Doggen), Roh- stosse mit 6 Millionen Mark (5,2 Millionen Mark Tertilrohstosse) und Fertigwaren mit 25 Millionen Mark hauptsächlich beteiligt sind Mit der stark gestiegenen Passivität im reinen Warenverkehr hat der deutsche Auffenhandel da» bisher ungünstigste Aussehen erlangt. Der Bin» suhrüberschuff für die c r ft e n fünf Monate des lausenden 3ahres beträgt mehr al» l.5 Milliarden Mark Wenn der Reparation»- agent in seinem lebten Bericht die Passivität des deulschen Auffenhandel- als Beweis dafür an- fübrt, daff die Gesundung der deutschen Wirtfcl>aft durchaus noch nicht abgeschlossen sei, so bestätiyt -der MaiauSweiS diese Ansicht. So erfreulich dte Steigerung der Fertigwarenaussuhr, die in den letzten Monaten zu stagnieren drohte, an und für sich ist. so dars nicht überleben werden, daff um den gleichen Betrag die Einfuhr ausländischer Fertigfabrikate zugenommen hat. Obwohl die (Rertlgnxircnauefubr gestiegen ist. so ist doch ihr Anteil an der GcfarntauSfuhr gegen den Dor- inonai leicht zurückgegangen. ein Beweis dafür, daff fich d.e Stellung un'ere- Absatzes nach dem AuSlande wiederum verschlechtert hat. Ss wäre verfehlt, von einer Gefundung unsere- vrport» aus Grund der Steigerung der Fertigwarenaus- fuhr au sprechen. Der ungünstige Eindruck der Malbilanz kann nur durch die Ve tere Steigerung der Dohstosseinsuhr. die zum gröfften Teil auf Teriilrohstofse entfällt, e:was . bgrschwächt tver- den denn dies Deutet zweifellos auf ein An- haNen der Belebung in der Wirtschaft und der 'BeHcrung In der Aonjunkturtage bin Die Folgen des l.d-l.'lllliarden-Einfuhr-Ueberfchusse- von 3a- nuar bis Mai auf dem Gefd- und Dewseumarkt haben bereit- in der Diskonterhöhung unb in der Abnahme des Devifenportefenüles der RrtchS- bank um 1 Milliarde Mart ihren Ausdruck gefunden. Jedenfalls ist Deutschland von dem Ziel, da» allein die Gesundung bringen kann weit entfernt nämlich t-urch die Ausfuhr feiner 3n- dustrie feinen Devisenbedarf zu decken und durch Mehrerzeugung der Landwirtschaft Devisen entbehrlich zu machen Die internationale Rohstahlgemeinschaft. rhe von deutscher Seite an den Abfchluh der internationalen Aohstahlgemeinschaft geknüpften Hoffnungen find - besonders hinsichtlich einer günstigeren Preisentwicklung auf dem Weltmarkt- nur zu einem Teil erfüllt worden. Deutschland bat allein im ersten Dierteliahr dS. 3s eine Otrafe von ungefähr 3.75 Mill. Dollar entrichten müssen, unter Abzug der Rückvergütung machte Inder Betrag auf bte Tonne Produktion eine Belastung von rund 220 Mark aus Die ixm Deut'chland gezahlten Summen sind in der Haupt- fache Frankreich zugute gekommen, das leit Bestehen der Rohstahlgeme-nlchalr noch nie feine viel zu hoch gefetzte Quote hat ausnützen lonnen: unter Berucdichkigung der Vergütung für Minderproduktion und der hauptsächlich nur von Deutschland entrichteten Strafen bekommt Frankrerch aus Die Tonne Produktion eine Dergütung von rund 3 Mart. Rechnet man. daff von der französischen Erzeugung rund ein Drittel in das Ausland geht, so erhält Frankreich auf die Tonne AuSsuhrstahl eine Dergütung von beinahe 10 Mart, so daff Deutschland in der Höhe dieses Betrages feinem schärfsten Aon kurrenten eine Art Stpvrtfubven- tion zahlt. Belgien und Luxemburg bekommen Vergütungen von rund 2 Mart je Tonne Dieser Zustand einseitiger Belastung war natürlich auf die Dauer unhaltbar. Auch die anbe- ren an der internationalen Rohstahlgemeinschaft beteiligten Länder haben fich dieser Erkenntnis nicht verschlieffen können 3n Zukunft soll nunmehr die deutsche Quote zerlegt werden in eine 3nlands- und in eine AuslandSguote. Für die Ueberfchreikung der Quoten soll Deutschland eine Strafe von 2 bezw. 4 Dollar zahlen: da die deutsche Ausfuhr zur Zeit relativ gering ist. wird in Zukunft praktisch genommen nur eine llebertchrei- tung und damit auch nur eine Abgabe auf Grund der InlandSquote in Frage kommen Mit einer derartigen Regelung allein ist den deutschen Interessen aber nicht gedient. Deutschland- Bestreben muff sich vielmehr nach wie vor auch daraus . ritrv/ca daff in Zukunft Die quartalsweise fest- Auschenden Fabrikation-Programme den tatsächlichen Marttverhältniffen bezw. Absatzmöglichkeiten besser al« bisher angepafft werden. Zur Zeit ist auf das 3ahr bezogen mit einer Produktion«- bezw.Abfahmöglichkeit von rund 32 -33 Millionen Tonnen zu rechnen: da- Fabrikationsprogramm war aber nur auf der Grundlage von 29,278 Mill. Tonnen festgesetzt, fo daff Deutschland zur Deckung seines dringenden Inlandsbedarfes zu den Quo- tenüberschreitungen sich genötigt sah. die automatisch zu den Strafen geführt haben. Die Bildung der Derkaufsverbände, die in gewisser Weise eine Ergänzung und Welterentwlck- hing der '.stohstahlgeineinschast abgeben sollen, hat wesentliche Fortschritte in der letzten Zeit nicht gemacht. Fast alle beteiligten Länder haben für die Derkaufsverbände Quoten angemeldet, die über ihre bisherige Produktion weit hinausaehen. denen Deutschland daher, um den beim Abschluß der Roh- ftahlgemeinschast in der Quotenfrage gemachten Fehler bei den Verkaiifsverbänden nicht $u wieder- holen, keinesfalls zuftimmen kann. Wirklich weiter- gekommen sind die Verhandlungen bisher nur bei Walzdraht. Für Träger unb Halbzeug ist man sich letzthin im Grundsatz über die Basis der Quoten- bemessnng nähergekommen: von einer (Einigung ist man jedoch noch weit entfernt. Für die Erweiterung der internationalen Rohstahlgemeinschaft durch den Hinzutriit anderer Länder kommen praktisch nur England und Polen in Betracht. Die englische Quotenforberung ist sehr hoch gesetzt: sie könnte, praktisch betrachtet, in der Praxis nur auf Kosten von Frankreich genehmigt werden, dessen Quote viel au hoch ist. Polens Forderungen zielen auf einen Inlandschutz für polnisches Eisen unb auf ein ziemlich hoch bemessenes Einfuhrkontingent nach Deutschland ab, beibes Sortierungen, für bereu Erfüllung mancherlei Schwierigkeiten bestehen. Di« deutsche Eiseninbusirt« will zwar im Grundsatz an der internationalen Rohstahlgemeinschafi fefthalten; es müssen aber diejenigen Vertrags- beftimmungen, die sich bisher fast ausschließlich zu Lasten Deutschlands ausgewirkt haben, in Zukunft gerechter geregelt werden. Berliner Börse. Berlin, 23. Juni. Die Börse eröffnete in sreundl i che r Haltung. Die ersten Aurfe brachten fast überall Besserungen. Die sich im Rahmen von 1 bi- 2 Prozent bewegten Speziakwert« konnten sogar stärker anziehen. Bereinigte Glanzstoff plu« 13 Prozent. Bem berg pluS 10 Prozent, Zellstoff Waldhof plu« S Prozent. Schultyeiff pluS 5,5 Prozent. In der Hauptsache dürften Die Besserungen auf De k- kung »käuse Der Spekulation zurückzu- führen sein. Da- Geschäft bewegte sich aber noch in mäßigen Grenzen, trotzdem blieb die Grundstimmung freundlich Man verwies auch auf Die zunehmende Entspannung deS Geldmarktes. Günstig wirkte sich auch Der Abschluff von deuts che n Anleihen im A u -lande au-. Tages gelb f teilte fich auf 4.50 bi- 6.50 Prozent. MonatSgeld auf 8 bi- SBro- Aent. Im Devif enve rkedr find bet ruhigem Geschäft keine nennenswerten DerärtDenmaen ein- getreten. Madrid lag gegen London mit 23.48 ettr-c» schwächer Die Reichsmark stellte sich gegen Aabrt auf 422X Am Anleihemarkt lagen heimi'che Anleihen anziehend Anleibe-Ablö'ung 1875. Dörte»k»rfe. V gar möglich ist, in kleinerem Umfange Aeueinstetz langen vorzunehmen. Hier ist e- aber da» Saison düng von den Essener 'Betrieben nach Den Rhein Reichsbankdiskont 6 Pro;enl. combardjlnsfuff 7 Prozent. da- AuSbauprvgramm in vollem Dange. ES handelt sich hauplfächlich um Verbesserungen der Zechen- und Hüttenanlagen, sowie um Ausbau Der AokSprvduktion Die Firma Arupp hat eine höhere Quote für AokS beim Rheinisch-Westfälischen Aoh- lenfyndikat beantragt. Auch Die Essener Betriebe der Gesellschaft find den Umständen entsprechend zusrieden stell end beschäftigt, so daff es teilweise so- ungen vorzunehmen. Hier ist eS aber daS Saifvn- aefchäft. vor allem in Landmaschinen, da» Bele- nung zeigt. Ein Durchbruch-plan für eine Derbin- 4,201 58,57 111,52 fl)Jl 16.51 188.6u 23.M 109.13 58.31 1.505 111.« 81,11 71.86 12.452 n.u BrlHSt Hllihrae 9h 1-30000 d: v? 3007’^0000 fr", tfret 8<4(e9.75 91.5 M).l M — — 176 178.25 •78.82 I7M.75 177 — 179 1*2 —- — 171.25 * i/j 1» 5 191 IM 131 * — 176 180.5 175 179.75 .58,5 «2.9 2.S.4 K2 IZ6.75 1» 127.15 128.75 117.5 1« t18.25 121.5 e—- e* 47 * —■ - — — 6.» * * Hl 184 — w 115 — 115 — 80 — 81.5 — 1,8 ■— —■ - ro 20» — 800 114 299.61 3U 22. Juni. 23. Juni Amtliche ‘Rott'runo Seid Briet Svulichr Rotteruna _______find___ EmiL» Üiott 8uen^Hlrtl vrfs^tzolw tWftidnla Soptnbaocn etckflolm . fretfingfort. y falten . . London. .. Waioort . . «art«.... eäwwu .. Spanten . . I -v nt ... *lo d« Jan Sten tn D-- C^ft- obgtfi Vrag.... Belrrad . . Vodapes« . . ©ulaarwn f'flabon . . Danltg. . . Konstantin Athen. . . Tana da . . Ununat) Tatro . . 1,791 A.w 109,29 112,71 111.» 61,105 l.W >.«96 69J1 42,49 7,413 5,714 4.209 4,17b <0,99 D 169,27 l.W 58,87 109,51 111,20 io.-;,. 18.545 61,285 1.997 >.498 59,43 7,425 l.OKJ to,K> 81,78 2,192 5.7« 4.217 4.184 <1.03 anknote 168.93 1.789 58,55 102,24 10,816 24,15 40,471 18.506 61,15 1,998 •J.496 69,11 12.49 T.ll 73,45 4,844 40,80 81,69 2,193 LM 4.N • 4.178 41.80 n. T» IwJ.4 112,94 113,19 Ä.5II 4 15,M 71.9.' 2,Oi; 0.498 68,43 Ss 71,59 1.860 U.U 6,70h 4,22? 4.184 N.84 verltn.» Juni | ö