Nr. 143 Erster Blatt 177. Jahrgang Mittwoch. 22. Juni |927 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen DmdMXb Dtrlag: vrLhpjche Untoerßlülr vuch und Sieinörnderei H. Lange in Sietzen. Zchnfiletlnng und Seschäfirjtelle: Zchnlftrafze 7. .1nnal)ee von Snjetae» für die lugfinunimrr bi» jum NachmiNag vorher. Preis Ur | mm YSbe Ur Anzeigen von 27 n-.nj Breil« . rthd) 8. ausmärt» 10 Reichspicnnig: für Re« klamean eigen von 70 mm Brette 35 Rtikd»Pfennig, Platzvorschnst 30* mehr. Chefrebdtttkur Dr. ftnebr. Wild. Lang«. DerantworUich für Dohttii Dr Fr. Wilk. Lange: für FeuiNelon Dr >Y2bi.uoi; Ur den übrigen l«i| Ernst Blumschein. für den An- zeigenleil Aurt HiNmann, lämtlid) in Giehen Erich«,ni iagh*,ayfe<: Sonntag» und Feiertag» Seil» gen: Giehener FamilirndlLNer Heimat >« Bild Dr« Scholle m»iels«8t3ifi|rels: 2 Reichsmark nnd 20 Reich»pfennig ftr Träger, lohn, auch bet Richter» scheinen einjelntrTlummtrn infolge höherer ®« bis auf zwei Ausnahmen wörtlich mit den m1rigen. Die Aufnahme war nur eriordelich. weil die österreichi'che Verfallung die Todesstrafe u.. V. licht. 3m übrigen werden aber jetzt beide Völker do# gleiche S rafrech' erhalten. •xi5 tft ein lu>öne# Zeichen der untrennbaren 'lulturgcmeinldbaft beider Böller So gehen bei er Beratung dieses EntwurieS unsere (?rühe nach Bien hinüber, begleitet von dem Wunsche dah inch weiterhin die-'e schön: erfolggekrönte U.'bcr- instimmung bestehen möge und dah das Schicksal der iSntmürfe hier wie dort ein gleiches Grgeb- i# sein möge, zur Pflege eines jeden Landes für ich allein, zur Pflege des Deutschtum» im ganzen. Beifall.! Wir begruben es belond rs dah letzt -uchdeutsche Frauenander @ ! über ihre gemeinen Verbrechen und Schandtaten zu nertjf yen oder zu verhindern Wenn die Ausstänkifchen brohen nun. dann mun de Warschauer Regierung einschwenken. D e r A u s- st ä nd i s ch e i »t der Herr der reberer de# tonst unerreichbaren Ofirberfd lcfi:n# 3n be. fünf Jahren. seit dem Ost- und -jj; Vber- schlellen getrennt ’inb. haben die Auf.ändischen in dem Tälern und 1 ergen Oftobersch.eflens weit ärger als die Pest gehaust. Ein Bandenüberfall reiht sich an den andern. Zeier Deut'ch? der auf fein Minderheitenrecht besteht, ,-t teine- Lebens nicht mehr ficher. Dec Ausfall der Gemeindewahl -n bä te international wie ein War- nungefignai wirken müssen. 3n bem Völker- bundsrertrag gibt eS feiersiche Hw.tchreioun. en Soweit eS sich um die deutsche ..Minderheit' in Oftoberschlesien handelt d e aoer schon seit Zahr und Tag zu einer deutschen Gesinnungsmehrheit geworden ist. weiden ihre Rechte in den unterschiedlichen Genfer Abkomiren noch einmal ausdrücklich belrältigt. Wie die Polen trostdem mit diesen Rechten verfahren sind, wissen wir Die deutschen Eltern wurden mit Gewalt gezwungen, ihre Kinder in polnische Schulen zu schicken, deren Lehrkräfte minderwertig sind, deren Lehrplan er't recht minderwertig ist. Der Oberkommissar, der Schweizer La Ion der. setzte sich für da# Recht der deutschen Eltern e n D i Polen wenig oder gar nicht darum, ohne dast eine der Vertragsmächte sich bemüßigt gefühlt hätte, über die Verletzung der seierlich beschworenen 'Ser- träge sich zu empören. Wv in Ostvberschlesien Deutsche sriedlich beieinander wohnen, c.itschlvssen und gewillt, der Heimaterde treu zu bleiben, sind lleberfällc durch die Aufständischen unvermeidlich. Da# ehemals blühende Oftoberschlesien. in bem unter deutscher Herrschaft bie Hochöfen ununterbrochen alühten, die Essen rauchten, die Hämmer im Gleichtait der Arbeit Tag und Rächt schlugen — in diesem ehemals so gesegneten Lande droht heute alles au zerfallen und zusammenzubrechen Gewiß, e# find Kohlenlchäye und reiche Erzvorkommen tn der Srde. Aber die polnische Kraft reicht nicht au#, sie zu mobilisieren. GS ist emgetroffen, was Kenner bet Verhältnisse vor sechs Iahten vorausgesagt haben, dast, wenn Oberschleficn oder nur ein Teil unter polnische Herrschaft geriete, würde e# ein Gesahrenzentrum für alle Rach barn werden. Die ostoberschleiische Kohle kann heute nicht mehr verkauft werden, weil e# im Inland und Ausland an Absatzmärkten fehlt. Die polnische Statistik, die gewohnt ist, au# schwarz weist zu machen, die daraus los schwindelt, kann doch die harten wirtschaftlichen Tafachen nicht umbiegen. Und diese bekunden, dast die Förderunä eingeschränkt werden muh, dast die Arbeitslosigkeit wieder steigt. Run ist die Arbeitslosigkeit rn einem rein agrarischen Lande, wa# Polen trotz der geraubten ostoberschlesischen Industriewerke ist, immer ein Zeichen sozialer und wirtschastlicher Zersetzung. Das mag sich Jahre hinziehen, ändert indessen nichts daran, dast Polen alS Staat nicht über die Eigenlrast be# sittlichen Wachstum# verfügt, den eine Ration nicht entbehren kann. Pilsudm hat da# offen bestätigt, al# er da# Dekret untcr- Acichnete, ba# den ober schlesischen Sejm auf Verlangen der Aufständischen schlost. Da# Einverständnis des schlechten Gewissens. Vas Ergebnis der Untersuchung. Tie polnischen Bchördcn schwer fom» promiiticrt Berlin. 21. Juni DaS Äoriaatnblatt _P o - Ionia“, das ausführlich d i e Ergebnisse de# Untersuchungsausschusses des es Sejm zu verlangen Einem solchen Ersuchen, bi# von ber Mehrzahl der Sesmmitglieber unterschr-.eben ist. muh nach der Verfassung ber Staatspräsident innerhalb von zwei Wochen stattgeben. für richtig halten wenn der ehrlose Verleumder mit Verlust bei bürgerlichen Ehrenrechte bestraft wird ;gen ‘Ikrbreaxr sind immer noch in ber Minderheit. Mit ber Verschärfung ber Bestrafung solcher Elemente (inb wir aber durchaus unverstanden. Wir fürchten nur. dast bie Richter sich vor ber Verantwortung scheuen werden. gegen r.nen GewohnheitSverbrecher die lebenslängliche Sicherheitsverwahrung en,uord- Da# Mast richterlichen Ermessen# ist in dem Entwurf doch ü 5 e r F . i g c r t. Da# ist ein Danaergeschenk für die Achter in einer ceil. wo bie Oifiemsichkeit so wenig geneigt tft. Ger-chtSurteile auch Iachl . ch zu beurteilen. Wir bog ruf; m die Recht-tangle o,ung an Oesterrech. Für ebenso wichtig aber halten wir den Anschluh an die alten Leut chen Rechtsgüter. — Weiterberatung Mittwoch. 14 Uhr. Das hessische Wahlyeseh. Darmstadt, 21. Juni. Der Gesetzgebungs- ausschuh bei ’ äftigte sich geftem mit einem von säst allen Fraktionen des Landtags unterzeichneten Antrag auf Abänderung des Landtags» Wahlgesetze« vom 16. März 1921 in der Fas, «und vom Hl Ott ober 1724, rocnc* künftig Dahl- Mh'faläQt von mindestens 7000 Lahlern unter «chnel fein müHen. Am Tage der Einreichung der ^^dloor'chüige sind bei dem Landeswahlleiter OÖO Mark z u hinterlegen: dieser Betrag j'A verfallen raenn kein Bewerber des D-Hioor- hlaas gewählt wird. Bei Parteien, die bisher •n Landtag vertreten waren, bedarf es der Hinter- jung des Geldbetrags nicht. Der Antrag richtet '*) gegen öle Splitterparteien er .iurbe einstimmig angenommen. $orfteUur Dolsi.i 3n Grganzung her Mitteilungen stber Die HinDenburglpende wird zur Kenntnis aebrach: datz auf er Den bereit* mit- geteilten ,'aSttd.en Der Reichs bank 'Lmtliche Reichsbankanftaft n alle Privatbanken und Sparkassen mit ihren Sieben ft eilen. Die Kaffen her Raiffeisen srgantfativnen uJö Beiträge entgegre-nehmen. Mit Dirkun.: vom 1 Juli treten ais weitere Annahmestellen alle Postanstalten unD die durch Austzang gekennzeichneten Dienststellen Der Reichsbahn tr Tätigkeit. Das Reich wendet gegenwärtig für Die Versorgung Der f rü Deren Heeresange- hörtgen und ihrer Hinterbliebenen nmD 1,3 IHiniarikm Mark auf «ohne die Ber- wal'ungskvtzen). 3ud. br D r besten -5e.a iDobrenb der Durchiahtt durch Dis Kuhrgctatt einem URisartwiter Des . B «nr Unter.»düng gewabtt. in der er u. a. .rueftchrte. datz Dir guten mgen Üvc chen Deutschland und Baien dem Abdou der politrdKn Gegensätze in Europa und bet Festigung Des Frieden- Dienen wrfim. Das aktuelle Schwer gewicht der beuftch-potnischen Beziehungen hege bei Den handelspolikischen 23erXmMyr 3er. Ut /Mn nuft-.e der schwebenden Sn-ndx:;tsoerbunMun- aen infpriMfin Der Schwier,tzkeit eines In:erejfer. Ausgleichs der in ihrer wirk« 'ch°ft!:che.-> Stt siur '? grunboed^.ebenen Länder. tzten eifo in beiden Ländern Zuge st and- nisfe von ganz verschiedenartigen Sirtfdjaitfgruppen 'cht werLen. 2n diesem Hir/: *nd? Ue^e Der £en «ei werde sich Die praktische Lo'ang der HanbelHoertraa^ rage Ziem- sich finiad) otflaiien; sie brkde eigentlich nur em Problem der -ibemartf und der ct-r hif. Aus Ne •'rage, wie der Ti mfler die vorauesichci.che E lang der Loge im Dfirn beurteilt, ero. e Die «nt» wcn Durchaus 0 pti m i st i s ch" jalefft führte hierzu wcrtlich aus: Ich 'eh- letnrrtri u t*rn nh» siche Intereflengeger-jätze zwftchen Poier und R tz- land.' Huf Die Staat a>e sich Ne voimlche Ke< r- rung gu der flnreguna nach .'nem Locarno , m Osten ein teste cr:ax>nete ^ateski „tiis wäre im Interesse Europas, ja. Der ganizn Lett. Dunrous pj wünschen, wenn man zu einer Erneute Die -hnung he» mit. Munch, n stamm enden beschäfsigunaOlosen eHqen tri! *SenZ>etm* be» ÄBtbfrt nM04|ai Stand errr.4)t Dir Haden deine bee längften Tag und die taryhe Rächt her isttvnomt'ch. Sommer beg nnt und damit hie otmalerwell' wärmst, ungemein verchc bungSooll g nnu auf den Tag. im 1. Marz, einkgt: hat uns in seinem Werteren Verlauf lebte.t enttäu'cht. Die Monare Apt.l lnd Mai liefen so gul wie aUe* ku «pun’axn ;briO, der Aprtl war tn we len Landesteilen. Das kaum je zuvor da gewesen ist 1411 *r als der März und aus den drei Tagen der S.Shrilig n wurden drei Wc-chrn hdchsi uwfrtunM.chcr Mai- Witterung Led glich die erde Mat-Dekade und die erste Jun.-Woche haben ganz Mitteleuropa gutes Melker gebrach:, wohl war im Meilen und 3üben die warme Jun.-Witterung von etwas längerem Bestand als in den anderen Landes- leUen, aber auch dort ift dann die nafttahe IDIiterung mit aller Macht zum Durchbrach gekommen, und die frelae der anhaltenden Trübung und der niedrigen Temperaturen macht sich tat iurüdbkiben der Feid- und Gartensrüchte bereits unliebsam bemerfbar Wenn In diesen endlosen kühlen Begenwochcn iber so oft gesagt worden Ift. daft ein solches Frühjahr und ein derartiger Borsommer noch lischt hagctreten sei. so ift das doch recht übertrieben. Während bet lebten drei Jahre, bc- 'onberf tn bvn Jahren 1921 und 1925, war das Detter während dieses Zeitabfchnitts allerdings wesentlich gnnft.ger und sommerlicher' im Jahre 1023 dagegen hatten wir den schlimmsten Vor- i ommer seit Menschen gedenken und eine ununterbrochene Perioden trüben, auhervrdentlich kühlen Wetters von zweimonatiger Dauer. Die Schlecht- vetterperiode erstreikte sich vor vier Jahren vom 2ade bet ersten Mai-Woche bis in die ersten Juli-Taae. und es war damals um die Zeit der Sommerionnenwende so falt, dah man ohne Heilung kaum auszukvmmen vermochte. Wenig erfreulich wenn auch nicht ganz io schlecht waren frriibling und Borsommer In den Jahren 1919 und 1918. In letztgenanntem Jahr hatte sich besonders ter Juni als ungeme.n rauh und unfreundlich erw den. "Am allerübelsten war jedoch der 3uni von 1921. dem bann von bet zweiten Juli-Dekade ab der unvergessene htifte und lange Sommer gefolgt war Schon daraus ersieht man. das» l^h ans dem WitierungSverlaus des «Frühlings und Bvrsomm.rs krinesw gS sichere Schlüsse auf das Wetter des eigentlichen Sommers ziehen lassen. Weit richtiger wäre zu sagen Das Sommerwetter wird im Winter gemacht Denn man kann sich nach den Untersuchungen Hellmanns mit ziemllch grober Ge- wihheit darauf verlassen, bah ein Sommer um •o tr«inner werben wird, je Würmer der voran- «gegangene Winter gewesen ift. (Jin zweiter ßr- fabrungsfad lehrt, dah schon im Frühling eintret en be Sommerhih. ein ungünstiges Bvr- ieichen für die eigentlichen Sommermonate bildet, und die Erfahrung der letzten Jahrzehnte hat diesen Satz fast ausnahmslos bestätigt. 04 betagt für das Hochsommerwetter wenig ober nichts, bah die erste Juni-Hülfte nach einer kurzen Hitzcpeno>. die am intensivsten In Süd- deutschfanb zur Auswirkung gekommen ist. erneut einen Rückfall in kühles Regenuxtter gebracht bat. Denn der Juni ist in unseren Breiten der un- ficherste und wetterwendischste unter ben drei Sommermonaten, der in der Mehrzahl der Jahre verregnet und In der zweiten Monatsdekade mit so grober Aegelmähigkeit Adltcrüdfänc bringt, dah die von Mitte Januar bis (Jnbe Juli ständig ausste gende Temperaturkurve zu dieser 3cit c nen lebarf ausgeprägten 5tnid nach unten zeigt. Das schon angezogene Beispiel des Jahres 1921 erwe'st. wie wenig the Juni-Kälte für den Verlauf des Hochsommers zu bedeuten hat. Ist sie erst einmal überwunden, und daS scheint wohl nun der Fall zu sein, so nimmt die Witterung gewöhnlich anen ganz anderen Tha- raher an. manchmal, wie 1921. erst Im Juli, häufig aber auch schon in der zwc.ten Imst- Hälfte. und zwar vor allein in dem Sinne, dah die immer wiederholten Kalt lüft e.nbrüche damit endgültig überwunden sind. Damit verlagert sich der Schwerpunkt des Luftdrucks vom kalten <2torb- westen des Erbteils nach Südwesteuropa ober gar nach den mittleren und nordöstlichen öetnelen des ÄontinenM; die Herrschaft der Volarfront ist beendet. und an ihre Stelle tritt mit Luftzufuhr aus niederen Breiten die Aeguatorialsroni. Damit Ist noch nicht getagt, dah nunmehr der Hochsommer besonders helft und trocken wird' die Biedertchläge unb Gewitter können fwar recht häufig sein: aber frost vorwiegender Unbeständigkeit sind solche Sommer ihrem ganzen Eharaktzer '»ach doch sonnig unb warm. Will man aus dem Dorangegangenen un- .ewöhnlich kurzen unb auch nrilocn. wenn auch nicht normal warmen Winter ’ottne auS dem fehlen grober Hitze während des Frühlings "«tlüHe auf den Hochsommer ziehen fo wirb .an legen dürfen, bah die Wahrscheinlichkeit »ne» kahlen 'Reqentommeri gering ist. unb bah vi mit VcmliCKT Sicherheit auf warme wenn 4' etwas unbeständige Hochsommermonatc wird *4 nen können 'e Arbeit des Goethe-Dundes im Jahre 1926 27. ’Vm Vorstand des Toethebundes werden wir die Aufnahme der folgenden Ausführungen ubvten. Unter der Auswirkung ter immer ungünstiger «ch gestaltenden Wirtschaftslage in den Rich- IHegelJ^ren unb unter ben frolgen der durch die Inflation verur'ach:en Enterbung unb Bctcrmung unseres Volkes die die geistig interessierten Schichten am härtesten traf, war auch bas litcrari- lche Vortragswefen in unterer Stadt zusammen- gebrochen. Gs hat mehrere Jahre innerer Arbeit unb Crganifation bedurft, bis sich der Goethe- Sund wieder stark und gewappnet fühlte, um die Wahrung der literarischen Interessen unterer Stab' durch die Veranstaltung von öffentlichen Dichter- und literarischen T'ortragüabenbcn zu übernehmen. In biekm Bestreben war der Bund getragen von dem Bewuftttata daft er damit eine für untere deutsche Gtifteskultar wertvolle und I 'ruchtbate Arbeit und Au'gabe ta Angrfsi nahm I die Li. mevlchen über i«en Alltag zu erhebe» unb I - des Le. | sie mi bcbexUnben unb fübrmber Geistern und I mü ’±jf‘cnbcn I n',lern mi: unteren deutschen I rii trm und Denker 1i- Berührung r ngen wvll e Eröffnet wurde che Reihe der ntercrif6mT*r- I an . Jtimger. durch enter, literarw.'<<-n'chattlich I uxrti o-lkr V. nrag des Weimarer Dichters D r. | Heinrich C 11 ienf etn über _C±.Ucr unb die j deutsche Gegenwart" Gs folgte nn? Voriri ang des bekannter Darm tädrer Dialekt'chnflstrii.rs Ao - I b< r t Schneider, der nach c.nem kurzen ttm- I leitungsrorlrag über das Wrien unb ben Wert I brr Mundart durch seine köstliche unb humorvolle I Dichtung feiner. »Jubbrem einige hob? Stunden I 'chtnk'e Blonderes Jnteref>e sand sodann brr j ♦ ur Altted Her. f f e>. brr trilbru’ Iretdekr iS" I sich dir kvuttche' Büdner er-bett h'tte unb bc- mal3 durch bir frankfurter Uoauttührung feines Pramd» .Die brennend- ilrbe" tat HBt?fltamft des litrrartfcten Interesses stand l . • tragsl.'uchem eine feine und besinnliche Stunde, «fine cbg.-richteten Vereinigungen im Reich zusammenzuarbelten unb diesen ihre von Arichs- unb Staatsminifterien ideel wie finanziell rnach- drücllichst geförderte Kulturarbeit zur Verfügung zu stellen Dank dieser Unterstützung wird der I Sund fein Programm immer wertvoller ausbauen und immer stärker sich in ben Dienst der lultu- rellen Belange, unserer Stadt zum Wohle, und zur geistigen Erbauung der Bürgerschaft stellen tön- j nen. In biefem Zeichen steht die freier seines vom 24. bis 26 Juni ftattfinbenben IahresfesteS. zu bem ein auserle'eneS. vielgestaltetes frcftproarcni.n ausgestellt worden ist tn diesem Sinnc beschü-stt bet Goethe-?unb mit feinem Icchresfeft feine Vortragstätigkeit, um in wenigen Monaten mit erneuter Tatkraft an seine kulturellen anb schöngeistigen Ausgaben unb Ziele heranzutreten. Dr. H. Sonnenroenöfeier der Giehener Studentenschaft. Vom schönstrn Sommerabendwerter begünstigt, beging gestern abend die Giestener Studentenschaft am Bismarrftumi eine eindrucksvolle Sonnenwendfeier, an die sich ein ^ackelzug durch die Hauptstrotzen der Stadt anschlo'V Aegcn K3() Uhr traten die Korporationen in Ätchs unter Mitiuhning ihrer oohnen, 6e. Magnifizenz ben Rektor an der Spitze des Zuge», bei flothr Marschmusik den Ausmarsch nach dem Bismorckturm an, habet begleitet von einer zahlreichen Menschen menge. Nachdem die florporationen nor dem Bismarck türm in einem großen Halbkreis aufmar- schiert waren, sprach als erster der Borsitzende de» ÄUgemeinen Studeutenausschufses der Universität (Rieften, »tud. 'Bo ft, in kurzen, markigen Worten über den Zweck und den Sinn der Feier, und erinnerte Dabei an das hehre Vorbild der für das Vaterland im grasten Kriege gefallenen Sommili- tonen 'dnfd)ltcbenb fang die Bersammluna das Freiheitslied ..Der ®ott der Eisen wachsen lieft". hierauf erinnerte 6e. Magnifizen; der Rektor, Professor Dr. Zwick, in einer kurzen Ansprache an ben tiefen Gehalt der öonna>enb:eirr für bas deut ich. Gemüt und ermahnte die Jugend gerade an dieser. Ikin grasten deutschen Stoatsmanne Dito von Bismarck geweiften Statte den Glauben an Deutschlands Zukunft neu zu festigen unb mit zu- kunstrfroher iio'inung alle,.il Arbeit für das deutsche 93atcrlanb zu leisten. Während dieser Ansprache mar der Hokzstoft inmitten des Kreises der ^eftteib nehm.r in Brand gesetzt worben; mächtig loderten bie Flammen zum nächtlichen Himmel empor, unb kraftvoll ertönte aus Hunderten junger, friicher Kehlen das Feueriied „Flamme impor'. Es war ein wunderbares Bild, das man hier schauen konnte; Drunten im Tale die immer stärker in das Dunkel Der htreinbrednnbcn Rächt versinkende Stadt, aus der zahlreiche Lampen herüberblinkten, ringsum die schlafende Ilandschafi. unmittelbar zu unseren Fügen das lodernde Feuer, das den (frinncrungsturm an ben großen deutschen Staatsmann mit leuchtendem Flammen rot -dergoß. und rings herum das viel- farbig- Bild der aufmarschiertcn Korporationen. Äährcad die Flammen, vorn leichten Abend- winde angriacht. luftig praffdten. hielt and. med. Masert die Fcuerredc Er erinnerte zunächst an die Sdwnad). die dem deutschen Dolke mit der immer noch andauernden fremden Besotzung im Rhemlande jugriügt wirb, rief die deutsche Jugend zur nationalen ®cftnmmg auf und ermahnte, immer davon zu devkev wo» dem rvtzdriv^en de».it*a angetan mur>e unb auch heute noch w ' • ahrt * der Irgend. m»b. ndere auf der at'rir chen C end ruhe r.ne ar oste Berantwor tang für die Z;i^.mst de» deutzchev. li-ueriorrbes Man solle uerrgi. reden befto mehr aber arbeiten für bc» Borertand unb w ganjem l^erzen an dessen Z v.r.tt. ffLiuk - Tui'dXanS werbe mct.t pirch ^.•krrbtr. beircit r.dern nur bürd' zähe, stille Hebe-! durch Ermgk< : und burd) der. Ballen zur Beto ing des deutschen Straberg*3nfeiw an iede:n la;. und an jebeni Del I» Teu* (bk.nh ffl setzt mcht dte Zeit für l'crteier. '."dem olle Z'e-.tftacn müßten «e : V -m.-r.enftrt>en und in Eintracht für btt Dieder- ctri na t . de Bo tertander arbeiten. Die ’ojiorten Un er ^ebe müßten überbrückt werden. Die atobe m -che Jugend ftnde dem Arbeiter gern dte Aonb entgegen w ernernsamern Schossen unb Dirken für ba :■ rattoncle »hl töochmut da de beiseite zu Mei- be nur switcht » bei.tidwr Sr*m unb otaeebereittr Dienit für l«s Bolksganze bäikr. yi gelter. Denn fo alle Deutichen einig unb geschloffen vfommen- ftünben. bann werde auch der Segen dieser Arbeit nicht auobkiher dann loerbe der Zag brr nah»- nalrn Frecheil für das deche Vaterland bald wieder anl'rechen. .Inlchileftend an diese ausgezeichneten Worte de» ituderUijche:' SR ebner» erkling d.geistert die .'lationalh.-)mne :oettt>m über bo« 'rille iieftt. Hierauf wurde der N.ickmarsch nach der Stabt angetrelen, nachdem die Zugteilnehmer am Fufte der Hardt erst noch die Fackeln in Brand geletzt betten. (Fiter riesigen Feuerschlange gleich bewegte sich t.r ,)ug der Stadt zu txe er biinn in fern Hauptstrasten, wiederum beglritet von einer zahl- reichen Menschenmenac. durchschritt Erft gegen 11 -3i» Ubr endete der Fackelzug am D»walb«garten mit bem Zusammcnwcrsen oer Fackeln bei den mächtig emporbraufenden ftlängen des „(Baubeomu» I igitur". (klnc Feier hotte damit ihr (Fnbe erreicht, an die man immer gern zuriickdenken wirb ’Somotijcn. — Tage! kokender für 'S i 11 m 0 d). Deutscher Republikanischer L'ehrerbunb: 6.30 Uhr. Singsaal '.Realgymnasium, Dorteng. — iliditfpiri- hau» lBahnhofstrafte): „Dater werben ist nicht schwer". — 2lstoria-vichtspiele: .Lippenstift unb Bubikopf". — Vom ^cnzertverein wird uns geschrieben: In bem Volkskonzert am Montag. 2^. Juni, werden in Beethovens Aeunlcr 6t)m- phvnie die Damen Aia Ginster unb Auth A 1 ndt. sowie die Herren Alfred Wilde unb Johaimes Willy das Crloquartctt stellen. Mit Ausnahme des Herrn Wilde aus Berlin haben die Aünftlei im Aon*ertverdn bereits tn früheren Konzerten mitflcwirft und. wie uns versichert wurde, aufteroldeutlich gefallen. Das .Frankfurter 6 o 1 0 q u a r t e 11“ — so nennt es sich ist gerade auf diese, wenngleich kurze, fo doch überaus schwierige Partie besonders ein- gefungen. so daft es auch in Frankfurt selbst mit Vorliebe engagiert wird. Das St entert beginnt am Montag um 7 « Uftr abends. Die Ston- zerlleitung weist, daft der frühxeittge Anfang einem Teil der BZucher sehr unbequem ist. und hat ihre Entscheidung nur schweren Herzens getroffen. Allein das Darmstädter Orchester, das in dankenswerter Weise auf feinen ersten Urlaubstag zu unseren Gunsten verzichtete, must noch vor 10 llftr heims ähren unb vorher den InstrumerUentranSport überwachen, so daß ihm pünktlicher Dchlust unter allen Umständen gewährleistet werden muft (Siner fo aufterorbent- lichen Gelegenheit unb einem so bedeutenden Konzert zuliebe ein Opfer zu bringen, werden alle um diese frühe Abendstunde schwer abkömmlichen Besucher gebeten. • • Siebener StudentenhauS. Der Afta der Llntverfität Giesten hat tn seiner jüngsten Sitzung folgenden Beschlust gcsasti. Die Studentenschaft hält den Bau eine® ©veftener Studentenbaufes für unbedingt notwendig Ta< StudentenhauS soll den wirt'chaftlichen Einrichtungen bet student schen Seloftftilfe dienen, vor allem aber auch den (7en e.nlchaft.^ndanken unter den Studenten noch vertiefen. Die Ltudentenschakt wirb alles, soweit cS bei ihr liegt, tun. um die Errichtung doS Etudentenhauses zu beschleunigen. Sie banlt der Stadt Tieften für bie ileberlaf- fung des Bauplatzes und hosst auf ihre Weitere Unterstützung. Sie hofft aber ferner auf tatkräftige Unterftütjung von feiten der Reichs- regierung, des hessischen Staates, des Streife8 unb aller hessischen Städte. Weiterhin erwartet sie Beistand von der WirtschastShille der D. 6t. zu Dresden. • • D i e Licher Strafte von der „Stahl L’id)“ bis zur Provinzial-fteil- unb Pftegeansiall, die in jüngster Zeit befonbers durch ben starken । Fuhrwerksoerkehr gelegentlich der grvften Woh- I nungsbauten Äm ftugelberg empfindlich mitgenommen war, wirb gegenwärtig wiederhergestellt. Dos I Strahenstück wirb neu beschottert unb mit ftaub- bindender 3r.n.nieerung verieben. • • Ausbesferungsarbeiten am Lchuraraben. In der Ostanlage sind gegenwärtig Arbeiter damit beschäftigt, die (kinfasfungs. mauern des Schurgrabens, bie ziemlich verwittert waren, gründlich wieder in Ordnung >u bringen. Es wo t ben neue (Finfaffungefteinc angebracht: gleichzeitig wirb auch die zementierte Sohle des Grabens ausgebesiert. " Der Giestener Polizeiberichl melde Einen rohen Scherz leistete sich am Abend des 21 d. M. Mischen 11 und 12 llftr ein Student indem er aus dem 3 Stock deS Hau'eL Moltkestraste 20 einen Stuhl nach der eleftrilchr 1 braljl der öffentlichen Straftenbeleuchrung, wr- durch die Lampe verlo'chte. Der Stuhl lag -er- trümmert am Bürgcrsteig Scke Moltke- unb Roonstraste Durch dirien Aobeit-akt war nicht allein die S1 rastenmündüng noch der Aoonstrahe in Dunkel gehüllt. eS konnte auch eine vorübergehende Person durch den Wurf so getroffen I werden, haft sie für immer Schaden an der Gesundheit nehmen tonnte. Ein gerade vorüber- kommender Polizeibeontter nahm sich der Sache I an. der Täter verdient eine empftn^liche Cträfe. I — Aus einem Borgarten der Kaller aller verschwanden in letzter Zeil übet Nacht öfters die Blumen, sogar auf dem Ballon Waren sie nicht I sicher und wurden geplündert, -um Lcidwefen des I Züchters Doch endlich wurden die Frevler in der Perivn von Stu'xmken bei ihrer Aachtarbc t betroffen und angezeigt — freftgen-mmen tourt# eine von mehreren Behörden ausgeschriebene Person — Aus dem Sch-nallschen Besitztum an I der Lahn sind wiederholt junge, vier Wochen alte Gmen unb -um Brüten urtergelegte Gier gestohlen Worben. Für die Ermittelung der Täter ift eine Belohnung ausgesetzt worden. I " D H. $. Cm< Begehung feine# Werk^der tchtvar^en P tmkkm arkiermrg. unternahm am Cknrn- teg der BH T Trotz des -vetsekdaktm Wetters battci'. '.ch 76 Trilnehmer am T^e'spunft c.nodun» lieber bcr. Wettenberg, von de'fen höchster ilrtxb-jr^. der ‘oj Aapvleo.'.Z.'.ase. man bei klarer Luft eine e:nzückende Aussicht hat ging es durch den ausgedehnten Krvidoe-er §or t Auf die von den frubrerr. vor.iZrhene Aast INI lieblichen Wismarbachtal das burchguert würbe muftt* leider ver'iwtel werben, da ein v olkmbruch» r iflcr biegen um bie Mittag tunbe alles mtfgeweicht batte So ging es denn rastlos weilet an der .Dra.rbu4><* vorder über ter. rich'prung" nach der im fchb- nen Salzbödctal ■.b:V.W*' gd -genen .Schmelz", wo bet fteiletr. Sonnenlchein cm au»g:ebifl>* Erholungspause itdUanb Der Weg zum andzicl Frvnhaufen ging über einen Höhenrücken mit hub- (cheni Rückblick In der .Linde" wurde be roher Stimmung XuK bis zur Heimfahrt gemacht *• Sisenbahner-Ausflug n a d> t e- fien. Der -'isenbahnverein 5re. .1 machte am Sonntag leinen S?m -craus'lug nach Diesten Der etwa 550 Perivnen starke Bere u begab sich nach 'Besichtigung der oerich'-ebenen €ebcnf'.-?ui ‘ • feiten in der Stadt nach der Lieb»gsh?he XIlern eine Auln.ers'ainkeit erregten eine Anzadl lunger Mädchen aus dem Schwalmgrunb in ihrer reizende,'., malenschep Tracht. 2laL Civi'c und Trank briuchttn etwa 350 Personen die Scwerde- aueficlluny die in allen Teilen bei den Besuchern grofte Zusrickenftci auslöste Der Best vergnügte sich bei Frohsinn und Tantz 'Am Abend erfolgte wieder ble Aück^ahrt nach 5reyfa. Alle Teilne^ne: i:>oren voll des Lobes über da» 0Mebene und die allerorts rmofanaene Verpflegung Der »weite Ausflug für die dienstlich Dervinderten soll am 26 d M an gleicher Stätte stattfinden, und zwar diesmal noch bem Philosophenwold Tagung der Synode Wetzlar in Atzbactz. > Adbach. 21 3.ini Am Sonntag und Montag versani' iclte sich die Svnode Wetzlar zu ibier diesjährigen Tagung in unlcrat gastfreundlichen Mauern Aus allen Teilen des Bezirks waren die Pfarrer. Aeltesten und sonstigen Vertreter zahlreich erschienen, mid mit Freuden wurden sie von den (Zlnwohn.'rn des Dorses ausgenommen. Die SonntagSarbetl wurde begonnen mit einem gemeinsamen Doti^bienft in der mit Blumen geschmückten Kirche her sehr stark besucht war Die frestpredigt hielt hier Psarrer Dr Schmidt- Aei6k,rchen über Hebräer 12. Bers 2 Al'ends versaminelle sich bie Synode mit her Gemeinde erneut in b^r 5ri>dx zu einem Gemeinde unb BegnüftnngSabenb. der cbensallS einen sehr guten Besuch au'zuw llen hatte Hier begrüfttc Superintendent Wieder die Grtchtcneneu. befvnbers auch den K*rtretet deS rheinischen Konsiltoriunw Konsi .. rialrat Dr ©rccrcn. Hieraus erfolgte die Berichterstattung über verschiedene kirchliche Organisationen. fo den Gustav-Adols-Berein durch P'ar- ret 5t a p ei l» Rechtenbach den evangel Bund durch Pfarrer Schmidt- Wetzlar unb den Mis- sionsverein durch Pfarrer H e i d e r - Dorlar Gern einsame Lieder mit Orgclbealdtun 1 unb r cht aute Darbic.ungen des KirckienchorS Ar>!-ach gaben dem Abend einen erbebenden Verlauf Der »weite Tag war tn erster Linie Inneren Angelegenheiten der Synode gewidmet und war ebenfalls sehr stark auch von Demeindegliedern des Dorfes besucht. Die Beratungen sanden in dein geräumigen und schönen Gernetadefaale statt. Aach einer Morgenan dacht gab Supertntenl12 Lichtipieihaus, ßahnhofftra&e 34 Abonnements sind an der Kaffe zu haben .'**€> D ru verleihen! In der Hauptrolle: Lilian Harvey. pro Biunb« 0 30 -4, |Verschiedenes 6 Kräuterhautz, Gletzen, Schulstr. 5. Or. med. Ma; Diedrich Paula Diedrich geb. Köhler / < \ / > f 6(m»<92Z Jugend und Hochschule. Schule und Körperstrafen Bon Geh Regierungsrat Bohnstedt Stettin. Unsere neue Schule ih bt« Arbeit-schal? Ihr Unrerr.cht ist gruntifäcbd) . Ittdiiunicr- rrch," ent e» die amUichen Bestimmungen fassen Sie ttt sreilrch nicht vom Himmel gefallen. Do» die Vesten unserer Lehrenden feit Jahrzehnten ft,U für sich mit her Jugtnb ihrer Klaffen trieben, wenn sie immer weniger ol» gebende und zum Lernen zwingende Schulmeistere ulori- täten und immer mehr al» leitende Arbeitsge- nollen dieser Jugend sie felbsttätia Bildung-werte und Arbeit»sormenwene in Stofs und Wci'e der Schulpenten hd> anelgnen liehen - da» lfi nun aller Pflicht geworden Ulan könnte I? heute mehr al» von einer Arbeitsschule von einer Arbettskamcradfchalt-tchulc sprechen. So gcfaht. leuchtet wohl ein. daft jene» alte 3ud>nmttcl der Körperstrafen, mit dem der bloft autoritative Lehrer gegenüber dem Diderftond der Jugend durch DeWalt erzwang, dost sie tat. wo» sie sollte, und lernte, wo» he mustle. in ein neue» Licht kommt Die viele Anlässe zu Diderstand in äusterer Unart und innerlicher Ablehnung etwa de» Gleichgiltigen. Oberflächlichen. Flüchtigen. Faulen müssen da einfach wegsallen, die ernst unmer den Stock al» bequemste, nächste, herkömm- lrche ultima rat io herbei riesen. Freie, eigene geweckte Lust am Tätigsein, wachsendes Kralige- fühl dabei, do» mit der Lust erfüllter Ptltcht auch sandig mühsame Strecken im Schulwerkcltag tapfer überwindet wieviele trübe Quellen von Zwang und Strafe müflen do versiegen. Rechte Arbcitsftimmung. Bildungswerterlebnis und der Lehrer habet immer möglichst nur der au»gcrctfle. weilerblickende Arbeit-karnerad lst in solcher Lus' die körperliche ZwangSerekution de» Stocke» jugenderziehlich Überhaupt noch denkbar? Aon solchen Gedanken au» hat denn auch die Staal»regierung und manche Lehrertagung sich veranlastt gesehen, die Frage, ob Körperstrase und 2rbeit»schule sich überhaupt noch vertragen, ernstlich zu erwägen. 3m doppelten Sinne, ob beide» sich überhaupt verträgt, und wenn, ob nicht doch SchuloN. Alter und Geschlecht der Zöglinge, Züchligung-sorm und -anlast dabei andere, engere Grenzen für die Zulässigkeit dieser Strase ziehen, al» di»her. Der diesen Gedanken nachgeht, wirb zunächst alle» da» von neuem durchzupnisen haben, was besonnene, jugenbkundige. sich ihrer persönlichen und der in Den Bildung-werten und Arbeit»- sormenwerleii der Schularbeit liegenden Äräfte bewusste Pädagogik von jeher gegen die Prügel- strase in Hau»- und vchulerziehung einzuwenden gefunden hat Die meisten Schläge, Püsse. Änüffe, Iagdhiebc usw, mit denen die Prügelerziehung m Hau» und Schule wirtschastet. sind ja überhaupt nicht au» überlegt gewissenhasler Erzie- hererwägung erwachsen Sie sind weithin nur eine bequeme, immer handliche Abreaktion für allerlei Aerger und Reizbarkeit de» Erzieher- (Jr steht sich durch den Widerstand der Jugend gegen seinen Willen In seiner Autorität, wohl auch seiner Herrschsucht. Würde. Bequemlichkeit bedroht. Gr merkt etwa auch, wie wenig an innerlich gewinnender Kraft seine Art und sein Lehrer aus die Jugend wirksam zeigt. All da» »usl Assekle wach, und die entladen sich bann in Schlägen Manchen täuscht dabei auch die Eitelkeit. 3e weniger er die Autorität de» inneren Gewinnen» in seinem Umgang mit der 3ugenb zu üben vermag, um so mehr entschuldigt kommt t,ch do» schlechte Gewissen dabei vor, wenn e» nun schneidig die Autorität de» dufteten Schrecken» mimt, praktisch übt unb theoretisch mit lärmender Geschäftigkeit vertritt, die Antiprügel- pädogogen weichlich oder himmelblaue 3dealiften schilt. Dagegen ist zu lagen, daft e» eine lliuabl von Lehrern und Erziehern und nicht eben schlechten gibt, die für sich längst den Stock verbannt haben und die auch mit mutwilliger und selbst Vom nordamerikanischen Hochschulwesen. Bon Dr. Sark Müllet Al» im Ansang bei 17. Jahrhunderts sich in dem von puritanischen Engländern besiedelten Osten Rordamerikai da» Bedürfnis nach einem höheren Schulwesen geltend machte, gründete man nach dem DorbUde der englilchen Universitäten Oxford und Samoridge die ersten Hochschulen in Boston (Massachusetts» und in Reto-Haven (Sonneftilut) Der Grundstock dieser Hoch'chulen war zunächst nur eine theologische Fakultät, der sich jedoch später andere Fakultäten äugeteilten, wie sie dem englischen Borbild ein'prachen. Heute behfcen alle 45 Staaten bet Union ihre Hochschulen, von denen die meisten im Westen „States Colleges" sind, die aus Staatsmitteln unterhalten werben und an denen das Studium völlig kostenlos ist. Daneben bestehen SlislungS- Hochschulen amerikanifcher Mäzene, mit deren prunkvollen Einrichtungen wohl keine deutsche Universität in Wettbewerb treten kann. Aber die Abhängigkeit dieser SlislungShochfchulen vom Industrie- und Bankkapital kann auch manche Schattenleiten haben. Wenn DibeliuS von den norbenglischen Stistungsuniverliläten lagt: .Die kapitalistischen Gründer her Universität denken lich unter der Wissenschalt etwas handareislich Nützliches da» sich in kurzer Zeit in höheres Einkommen umfefjen soll. Sie haben Geld sür Laboratorien, aber n.chi für Bibliotheken, für Brouetcifunbe. aber nicht für Philosophie", und wenn er berichtet, daft bei der Ernennung von Sbrcnbota>ren und bei bet Besetzung von Pro- sesfuren Rücksichten genommen werden müssen, die von Universitätslehrern mit starker eigener Heber- zeugung recht peinlich empfunden werden, so zeigt es sich, wie hoch die Anforderungen an Takt und Schmiegsamkeit des Bizekanzlers oder Prinzipal» dieser St.ttungshochschulen sein müssen. Die Zulassung zum Hochschulstudium wird dem jungen Amerikaner sehr erleichtert. Wenn er die Public School, die Elementarschule, und später die High School, die Mittelschule, durchlaufen hat. deren Unterricht kostenfrei ist und deren Schulverwaltungen vielfach noch Schulbücher und Schreibmaterialien liefern, fo hat er die Möglichkeit, sich einer Staats- ober einer Stistungshochschule zuzuwenben. Da die Der- zuchtlofer Jugend ander» fertig werden. <8» geb' wirklich in bet Iugendschulercehung auch mit den IBunferhöhen des Lehrgri check» und der Periönlichk« l 3nb.*rerleit» wird man gerade, wenn man telche Fälle studier, doch lagen muffen e» gehört zu solch einet Disziplin wie btt neue Schule sie fordert doch eine ganze andere Kraft und Mühe der Perfönlichkeii. der Lehrweise. brr lebendigen Umgangsformen mit der 3ugenb in und auycr der Lehrstunde, al» die Disziplin der Strafen, de» dufteren Schrecken», sie auhubringen hat. wo einfach da» Rechi de» Stärkeren mit Furcht und Schande der Körperstrafe sich durchsetzt. Soweit bei bet körperlichen Zücht gung die Mädchen überhaupt noch in die Erörr.rung gezogen werden sind Wit heute doch woh. soweit, daft wir zugeben: sie ha: unter allen Umstünden in der Schule »u unterbleiben. Zunächst, kerne durch die Sitte für körperl che Ltrafwirtung aui Mädchen mögliche Körperstelle ist gefundhe llich unbedenklich. Selbst die übliche Form der Schläge auf den Oberarm hat schon gefährliche Schwellungen und Entzündungen folaen lassen Man kann nach langer Erfahrung auch ruhig lagen. Schläge bei Mädchen zerstören erzieh! ch in jedem Falle und Wertvolleres mehr, ul» d c Ptugelsrucht im einzelnen Falle leistet Bei der Körperstrase der Knaben ist ein Widerspruch noch durch keine Sttastheotie aue der Welt geschasst worden: wir sollen und wollen sie doch zur Tapferkeit ergehen Da» ist die chataktetielle Widerstandsfähigkeit gegen Un- luftreue und gegen die Scheu und Furcht davor Der Körperschmerz *• •- Schläge rechnet nun doch mit dieser Furcht Wie nun. wenn der Junge gerade stolz ist. sich uuS sclchen Schmerzen nichts zu machen? Wenn er. reifer, jenen erziehlichen Widerspruch auch selbst schon durchschaut: wenn der rieluiietcnbe Lebtet mt: Sirufafsekt und stvikbewebrter Hand ihm n|te» und Vollsliedem. Bilder Lchr- and Lieder vere-.n - -. ' ch -u -xm Zweck auSlanDdeulschee Bollstum ar. • ha u l i ch zu machen und da- Interesse der Fugend dafür auch von der ©emütdfeüe her ebend-g zu machen. Ich will verbuchen zu zeigen, wie ich mir etwa eine Unterrichtsstunde mit diesen Hilssmikteln denke, z V eine über d e Lochien in Liebenbürgen. Bilder und Hefte hierzu f.nd bereit- erschienen und von der Dresdener Stelle zu belieben. An der Wand hangt larbig ausg.fuhrt D s Bitt einer öiebenbüraer Kirchenbura Der Lehrer erzählt, wo die Cieoenbürqer Lachsen Herst am- men. und warum sie Sachien heißen weil im Mittelaller noch von der Zeit der großen lachsi- lchen Äatler, der Heinriche und C Honen her im europäischen Osten .Sadj’e* soviel war w«e Deutsch r" Au- welchen, Teil Deutschlands flammen die Deutschen in Siebenbürgen her? In Ar. 3 der Srldulerungebefte zum .Ausland- Deutschtum im Unterricht finden sich nebeneinander zwei Äarten (auch einzeln für ein Billiges zu beziehen», von denen bie eine da- Gebiet von der Saar bi- zur Auhr zeigt, die inöece Dagegen Siebenbürgen Auf beiden st?hen eine Menge Hamen. Der Lehrer läßt die Schüler suchen und vergleichen, und sie erstaunen immer mehr, wenn sie finden, wie dieselben Hamen sich hier in Siebenbürgen. Dort in der Gegend von Metz. Luxemburg. Aachen. Koblenz. Bonn,. Ä6ln. Düsseldorf finden. Man kann eS greifen wie Die Leute von Honigberg. von Gießhübel von Lchel- lenberg, von Scheuren, von Diirrbach, von Langenthal von Flandersbach vor ZOQ oabren aus- zogen dem Ause de- ÄPnig» von Ungarn folgend Der ihnen Aller in Fülle in feinen Gre iz- landen versprach und wie sie nicht nur ihre Karren und ihre Ainder. ihr Saatgut ihre Pflüge .hre Spieße und Aerte mit sich nahmen sondern iud) Die Hainen ihrer Heimat. Wenn Dann nach Monaten Der Wanderung Der Siedlerzug zum letztenmal seine Wagenburg um sich geflogen halte wenn Die Leute de- König- Die Ankömmlinge in da- neue Land eingewiefen hatten wenn bie Wehrkirche gebaut und Die Höfe gegründet wurde. Dann waren e- wieder Honigberg und Flandersbach und Groß»cheuren rhet Kleinscheu ren. Die Da entstanden Warum waren di- Leute Darnal- so bereit- Dillig, in da- ferne Ostland zu ziehen? Weil in hei, westlichen Teilen Deutschland« beim Damaligen Stande Der Landwirtschaft die Aolk-dichte schon so groß wurde, daß die jüngeren Söhne keine Wirtsch iN-hufe mehr bekamen Wollten sie eigene- Land, so mußten sie in Die Ferne Da mal-, um 1200 cntstanD auch da- OftlanDlieD. Ni- von den Auswanderern von der Sch.'lde und vom Biederrhein gelungen wurde Hart Ooftland Wille an robe.i Nun wird Der Lehrer Vorschlägen Wir wollen Höven, was für eine Mundart Die Deutschen n Siebenbürgen sprechen An Witfr.i hadd ün Jti. awwer nei Ständer. Wa- heißt das? Sine Witwe hatte eine Kuh. iber neun Kinder! Wo in Deutschland wird Id gesprochen? Uebernll Dort, wo mofelfrän- kische Mundart herrscht An Der Mosel würde e- heißen Sn Witifr.. hadd en 5V». awwer nei KenDer So merkwürdig gleich hat sich bei den Aus- ac Wanderten und bei Den Daheimgebliebenen die Sprache entwickelt, und wenn jetzt, nach sieben Jahrhunderten. ihre Rachkominen sich besuchen. Io sind sie gegenseitig verwundert, wenn sie sich in der Mundarl so gut verstehen, al- ob sie Aachbam wären Gut. nun wollen wir einmal em sicben- dürgisch-sächsische- Bnll-märchen hören! S- heißt: . Der BÜr. her Wolf. Der Fuchs unD der Hase iin Margarelenlag aus dem Marit in Mediasch." Der Lehrer wird noch nicht mit Dem ersten Der Fürst - des Bösen. 3u Macchiavellis 430. Todestage am 22. Iuni Bon 5>r Anselm Hu« ft. Soli man es nr.ünM finden, bah heute wo Italien das 400jährige Iubiläum feine» ebenso berühmten wie berüchtigten Renaissancephiloso- vhen begeht, sein Geich ck wieder einmal in Den Händen eines .Duce zwar nicht eine- ..Principe". aber ganz in teilen Hoile sich Fühlenden zu ruhen fcheinl? (?s ist bemerkenswert, wie manche Landstriche mit ihren volklichen Eigenarten immer wieder auch zu ihren alten ge, eng eben leben Formen zurückstreb n f-i.- nun einmal io möcht man schließen ihrer .Seele" am meisten liegen Hieraus hat besonder- Hippolyte Taine hinge wiesen, wenn er z. B da» Sharakterbild seines Aapolcon fast pbi'holoqild) genau noch zu jenem Itollenischen Zweig der Bonaparte aus Sarzana zurückverfolgt, der sich (so lagt eri gerat*- Im Iahre De4 ,?lotcniinl,d>en Btrfall» (153J- und dee nun folgenden .Zeitalter- der Derweich ichung gewissermaßen rechtzeitig nach Dem unw.rtllchen Sorslca begibt, wo er seine rauben Sitten, fein ilonbotlleretuin" in ganzer Urspninglichkeit durch die Jahrhunderte bewahren ro.riV Diele Art Der Geschichtsbetrachtung hat natürlich einem .Friedrich II . S,ponent eines Zeitalters Der . Aufllä- rung" und allumfassender 3muinftbetragtung. In seinem .Anti-Maechiavell" (1T39) noch völlig femgelegen. Der im Gegenteil Die über jede 3eit und Berschicdeiil>c:t von Menschen und Ländern erhabene Gültigkeit des Sittengebots auch für D.c Hochgestelltesten zum klaren Maßstab seiner Jtritif erwählte Hingegen war »och einem Friedrich Aletzlche erst vor kurzem wieder echter Macchia - velli-mu- bekanntlich ein höchster Ruhmestitel, ölnnuil zählt er ihn zu den . Höhepunkte,, der Redlichkeit (I), und ein andere- Mal wünscht er sich leibst einmal .ein böse- Luch zu machen, 'ch'.iminer als Macchiavell und Mephistopheles" (dies also Die Äateaoriefi. — Seine eigentliche Meinung über Macchiavell- .31 Principe finden wir freilich In feinem .Willen zur Macht . Teii l: .Är.n Philosoph, sagt er dort. .Wird Darüber im Zweifel sein, wa» ter Tnpu> der Vollkommenheit in der Politik ist. nämlich der Macchiavell.-mus." Freilich .ein Macchia- vellt-mu- - • pur. ein göttlich transzendenter Der von Menschen nie erreicht, höchstens geftreih wird Da haben wir Rietz sch cs 3Deal er meint ja nicht bloß exn scheinbare - »ontern ein w.rkliche- .3 en feit- von i^ut und 1161c. »mit jedoch unausweichlich wieder ein mehr Instlnktib-fchicksalhafte- Handeln bei allem etwa wie der Natur leibst — der man zweifellos als .bloßer Msnlch" auch .teuflischste Grausamkeit' Vorwerken konnte! Aber nun find wir doch bloße Menschen. Dritte! der Geschützte fertig sein (in Hrchteut'ch natürlich', fo werden sich alle Finge: in Der Äialk heben Die Bremer Ltadtmuf, kanten.' Wenn fie aber zu Ende ist. so wird man leicht von Den Schülern Die Antwort darauf bekommen warum die 'lebenbürgifche Form des bekannten Ticrkchwanks ursprünglicher ist als die uni ge- läufige. Wer sich an die .feit erinnert, wo er selbst auf Der Schulbank faß. den wird man nicht erst zu überzeugen brauchen, daß jetzt die richt zt Grundlage g schaffen ist. um Da» Unteren. der AinDer auch weiter beim Siebenbürger Sachlenvolk zu halten, 3um ,Auslanddeullchtum ;m Unterricht gehört auch ein firne» Heft .Da- aus landdeutsche Lied". Das bereit- erschienen und vom Reichs- außenmlN'.ster Dr Slrefemonn mit einem Bot- sprach versehen ist. Es enthält 40 Bolle- und Hationallieber Der Auslanddeutschen mit zwei- flimmqem Satz Gleich Da- erste Stück ist das OftfanDlieD mit zwr wunderbaren Melodien Zum Schönsten, wa- es bangt, gehören Dte sieben- bürg'lchcn Lieder Wundervoll ist das markige .Sache halte Wacht!" frür Den Lehrer wird e- leichi fetn. mit seinem Kollegen vom Gefangö- uPterady zu Berat reden. Daß tr.de Lieder gleichzeitig in der Gdangstunde geübt werden 5hc Kinder werden ihre helle Freude daran haben' Wenn da- erreicht ist. dann kann man auch rutz'.g von dem Bande erzählen in dem das Sachtcnpotk wohnt von seiner Ge'ch ch'.c von feinen Städten von leinen Hel De Liest Der Lehrer aus Den Heften ein Stück vor tt e jenen ergreiferiDen Bars Des Mefchenet Pfarrers Stephan Ludwig Roth Der 1843 von Den ungarischen Ärrcluticnären in Klausenburg erschollen wurde, an feine zurückblei den Den Kinder ’o wird er es erfahren, wie ,edc» Ohr und jede* Auge bei ihm ist Zuguterletzt kann er Den Kindern noch Adam Müller Guttenbrunn- .Kleinen Schwaben Hand geben bie Ge r chie eine- 'Banater deutschen Dünger, in S.cbenbürge». Die in Die Jugendbücher Des . Auslanddeutsch- lum* tm Unteracht auf genommen ist Dann kann er kicher sein. Daß von nun an das Deutschtum in Siebenbürgen nicht als bloßer Gedächtnis- floM. sondern als ein Stück erlebter Deutscher Bvll-gemeinschaft m Den Kindern bastel 'Der neue Strafgesetzentwurf. Bon Geh 3ustl-rat Dr W THiitt rmaitt, 3 Professor der Aechte an Der Universität Gießar I. deutsche und au-landtjchc Dicjurin. Dem Reichstag ging Der Entwurf eines All- gemeinen Deutschen Strasgefetzouche- zu. Bor 25 Jahren begann die Arbeit: 1909 kam der erste lastende Borentwur» heraus, dem weitere (Jntttürh 1913, 1919 und 1925 folgten. Seit 1919 beteiligt Nch Deutlch-Oefterreich an Der Arbeit, da es das deutsche Siiafgefetzduch womöglich zu Dein feinen machen will 3n Oesteiieich ist Die Heforrr arbeit an Dem veralteten Strafgesetzbuch schon über 60 3ahrc im Gange Heue 6ntn?fitfe haben Die Schweiz 1918 (Der erste Entwurf von 1393 war Die Grundlage für alle heutigen Entwürfe' Dänemark 1924 Finnland 1921. die af. 1926 Polen 1922 und mehrere Xandftaaien Italien arbeitet an einem neuen Strafrerte Derwir?ltchung finde. — MU dem Straf- gefehbud) wird die Arbeit nicht vollendet fein; Denn DuhenDe von wichtigen Hebengesehen harren dann noch der Anpassung — AuS altem erkennt man schon die Schwierigkeit der Reform. — Aber wann tnirb da- Strafgesetzbuch erscheinen? Welche Derhälinisse bestimmen seine weiter« Entwicklung? Wahrscheinlich in sehr starkem Maße politische den einen Palleten ist Der FoNschriit zu rasch und zu radikal, anderen ist die Sicherpeit de* Einzelnen vor richterlicher Willkür zu wenig gewährleistet Um die li'fhtn Grundlagen des Strafrecht- wird man noch lange ft reiten, denn sie gehen auf schwer berechenbare ® rwndei n» ft «Hungen der menschlichen Seele zurück; soll einfach die eine äußerlich erkennbare Tat ohne wesentliche Rücksichi auf die allgemeine Persönlichkeit dee Täter« vergolten, gebüßt werden? oder soll ein Mensch, der sich als sozial schwach oder gefährlich Durch eine Tat erwiesen hat. energisch nacherzogen, unter Umständen unschädlich gemacht werden' Die Entwicklung und alle Eniwurfe neigen zum Zweiten da Dte alle Ber- &e 11 u n g etwas roh ist und 'cheinbar wenig rfolg Halle Aber gunz wird kaum lemand das Beigeltuna-gesühl los' Der Snlwurf wagk nicht recht Stellung zu nehmen und zeigt deuilichen Kompiomißcharakter. wenn er vom Schuld- und Bergellung-gedanken aus geht, so fucht er doch lreilhin die Perfönlichketl zu beuchten Leine Tenden* ist Nicht klar genug zu erkennen 's »st zu ♦ui<£ten daß die Anwendung eine unkdxrrc wird l>abei überläßt bet önttnurf viele- ber richterlichen Entscheidung schon durch eine gewollte und oft gai nicht zu vermeidende Unfchärfe de- Ausdruckes bei ber Der Aichler feinen sicheren Anhalt ha: und Die oberrichterliche Aachplüsuna erschwert ist. Auch bei den einzelnen Tatbeständen ist die Hasfung oft sehr toeft um neue Ericheinung-formen der Taten mit zu umfassen dadurch wird aber Der Kid)* : I i u IN z w eiten Gcsezgeber Bei Dieser Schwierigkeit wirD Der Entwurf kaum jemanDeii voll befriedigen. Aber ob nicht Diele Schwäche heute noch unoermeiDbar i’i da wir mitten in Der Umwälzung unlerer Auffassungen und mitten in der belferen Erkenntnis bei menschlichen Batur stehen? 3 lebendig fein könnte Für uns Deutsche zunächst bleibt es wunderbar, daß diele- Werk überhaupt einmal auch einem wirklichen Fürsten und praktischen 0taat«manne Macchiaveklis aktive Deltstefiung blieb ja (zum Glück mochte man sagen! bl- ans Ende klein imd ohnmächtig! zu tieffteu eigenen Meditationen über das Wesen wahren Hen-schertum- Anstoß und Anregung gegeben hat 3a. vielleicht ist es interessant, zu erfahren, daß die frühesten, verbreiteteren französischen und deutschen Au-goben des Macchiavell er ft fett dem Borangang Friedrichs. gleichsam al- seines Editor-, erschienen find (feil l<40 41), her nämlich fein .Anti" In gleichlaufenden Kolumnen neben Dem Text De- ..Principe" selber Drucken ließ, was Dem ganzen Buch- in kaum Drei 3ahren nicht weniger al- zehn französische und -wei deutsche Auflagen eintrug. Danach fchclnt die Behauptung nicht zu kühn, daß wenigsten- in Deutschland bie erste Bekanntschaft mit dem Macchiavellischen .Gift" mcisten- gleichzeitia mit dem Friebrichschcn .Gegen- gift gemacht wurde wovon aber die Folgen nur fiute sein koimten. denn der fielet sah h erburd) ogleitn alle Selten der Sache. Ander- mag eil freilich vorher und zumal in ben romanischen Ländern gewesen fein. Da Denn Macchiavellis Ruhm In der Tat noch b - auf Voltaire (in ddfen Ludwig XIV.). unb zumal unter den kleineren Prteiitalen und ehrsüchtigen Duodezsürsten staat-chaotischer 3ahrhundeNe. unbestritten war und sicher auch schlimmen Einsluß gehabt haben dürste Aber dies« burchgäng ge Beziehung be- .Prlncipe" auf einen irotz Rena ffanct, oder grabe Ihietwegen? -- noch ganz m tielalierlichen Begrlfs von Fi.hrenum uito Hcrifchberecht.gung da Ma» chiavell Durchaus nut wie e. i damaliger Tage-polik kct et schreibt zwischen 1500 unb 1515. allo zur Zeit Der Ssorza unb Borgia' > jene* höher« Haubrincrtum Italienischer Stadtstaaten und Abel-samilien zu bedenkcii scheint, müßte ja cigentllch — fo denk! man wenigstens — die glelchzeitiae enabegtei^te Gült.gleit feiner Lehren nämlich Grausamkeit einuxllohgfeit, Furcht- nicht fiiebettxtfuncL ufto.l, sogleich immer haben erkennen la'sen. Aber wenn dem tolrfl.d) Kun- bi gen icner Zeilen schon Ne Widmung an Lorenzo bi Medici, sowie bas letzte (26.) Kapitel brt Buches ein genügendes Licht auszustccken scheinen. - Direkte Aprstrophe nämlich an bieten Mediceer, jetzt endlich selbst die Gelegenheit zu ergreifen und sich zum Herrn gan» 3taliens zu imichen. (Der des Schmollwinke'.- allzulang über- drüHige Verfasset hofft ebenfalls auf seine Rechnung tu kommen') — fo greift doch andrerseits Macchiavell auch immer wieder zum Beweis feiner Theorien auf die Alten, auf Stadtstaaten Wie Athen. Sparta. Theben oder Syrakus. Desgleichen auf (Saefar oder Hannibal zurück, und vermag fo natürlich auch gefährlichste Täuschung zu erzeugen. Dies aber lag ja auch gerade im Wesen de« wiedeterwachlen .Humanismus", daß er. gleich als ob noch niemals von einer Revolutionierung der Sitten und De- Geiste- Durch Das Shristentum überhaupt Die ReDe gewesen sich mit kühnstem Schwünge von Den Helden All- roms zu Denen Pisas und Florenz immer leicht über ein 3a6rtaufenD hinwegschen zu können meinte! Allerdings und Ne- war steUich erst späteres Dissen. Ursache der größten Umwälzungen bi- heute! — wie wäre auch Die- nur je möglich gewesen, wenn nicht eben dqs Edtisten- tum selbst zur Zeit. In feiner äußerlich-höchsten Vertretung damals durch Das Papsttum eines Slstu-IV., eines Aleranders VI auS dem Gs- zu fe ner sittlich-tiefsten Siu' herahgefuicken wäre. Das dies« Päpste andrerseits noch weiter mit dem Rimbus göttlicher Weihe zu umgeben, alfo schlau zu benutzen perftanden So sehr hing und hängt demnach dieser .Principe" mit wahren Ausnahmezuständen unter Menschen und Zeiten selbst zusammen, daß schließlich auch ein Friedrich, obwohl gar nkh! zu historischer Betrachtung oder gar Rechtfertigung bereit, zuerst auf diese völlig überwundenen äußeren 'Bedingungen Macchiavelllfcher Perspektive hinsulenkm nicht umhin kann, weil der Verfasser ofsenbar die GrunNagen größerer Reiche und in sich gefestigter Länder wie Staaten noch überhaupt nicht zu kennen scheine Run. an dieser Stelle — denn Macchiavelli h a r fie gekannt mußte sie kennen hätte vielleicht auch schon ein Friedrich stutzig werden, viel'eicht Doch einer. Moment lang zauDern können ob cs wirklich angebracht wäre, höchste- ethi'che- Geschütz auszufahren um Da- eigentlich fchr unverhüllt Häßliche. Tückische Grausame Des Renailfance- ilalienere an Den Pranger zu stellen Der H allerdings einem Damaligen Orsini, falls er an die Spitze träte, nur raten wollte läm liche Colonnas, einem Colonna im umgekehrten. Fall natürlich auch sämtliche Orsinis beiwilcn imi di« Ecke zu bringen' So dürfte Denn n.öattcher- weise der Wert Mcfrt .Anistrnbuches . Dte A etzsch« schreibt — .die Deutsche Sprache vermag mch«. Da» Tempo Macchiavelli» nachzuahmer Der In feinem .Principe" Ne trockne feine fiuft von Florenz atmen läßt unD nicht umhin kann Ne ernsteste Angelegenheit mü einem unbändigen allegitffimo vorzu»ragen" — möglicherweise auch wo anders liegen etwa auch in solcher Richtung zu suchen fein, wie schon sein großer Zeitgenofie Bacon ondeutete .Wir find Macchtavelst Dank fchuldig weil er uns off«« und ohne Umfchweife getagt hat. wie dte Menschen gewöhnlst nötig, um D:t ©ek—.«^onc zur Tat werden zu Iahen Die tätige Mitwirkung Des ganzen Bolles, fein freihändige» Entgegen- ;or. un Strafgericht und in der .xünorge- längt eil. Das Slrafge'cruch ist nur eines Der M :el zur BekLmp fu-.q des Verbrechens Allerdings mjf» es al Mtttelstück dos großen System» der Verbreche ns bekämpf ung durch Staat und Ge» lellfchc-f». b:efingunq wurde besonder- hervorge- hoben. An h.n äußerst lehrreichen Von rag schloß sich eine lebhafte Au-Iprache. in der vom Vortragenden, unterstützt von dem ebenfalls an» KcXaXa uoditethte de» Gie^ner Obti- und Senenbauremn« Lehrer B« der ein< grobe Re Kragen deanrwori.' wurde She r.ut diesem Vortrag begönne., c Lehr- und Aus klar u.ig»- tätigkei! 'oll •n «geimästigen Zwischenpaufei fongesetzt werden. Der Besuch d.v Abend» hätte in Anbei rachk der B^.chtigkeit Dee Dd?mae em r^^erer fein könne Ne drängend. Arbeit in TcU> und 2bte4c mag »der o*dM manchen ab- gehalten babm. - Kodgen 21 3um 3n diesem Lamin.i ivei brr. e» \id^av . 3an 1 abu orr chodrn uvrber bie ein neue: Pfarrer ernannt unb t rr em- S-P»arn ist. L ch 21. 3uui Am Ssnntag betrieb in Darmstadt nach langem fchwerem Leiden der Oberiandwtrtfchallsra: Dr. Heinrich Man Der Verstorben.- bet vor dem Kriege fchon lange 3ahre in hefsifchen Diensten gest anbei hatte, war Der. :919 bt» 1924 Direktor de» Hci'.fchen llandwirifchast-amie» Lich «Landw. £ 4)ui .* und hatte 'ich t .)r.nd bu'.r Zeit durch fe.n 1 eben»- würtige» hill-de reite» B>efei in reichst cm Maste da» Vertrauet, der landwirtschastllchen Bevölkerung erworben Mit grdstlem Bebaue: . ^ah mur ibn daher au* feinem htefigc M.rkui g»lreile scheiden afi des Ministerium» für Arbeit unb 'Äirt- ichas! berufen wurde 21 jd> Dort fetzte er sich mit grober Um(idN and sclvstlofer Hingabe für die Be.ange der Lanbwirischafi eit Leiber war c« ihm nur noch kurze Zen vergönnt, fe in unv fassende Sachkenntni» und reiche Erfahrung zum Wohle der Gesamtheit in den Dienst der Landwirtschaft zu stellen Ein.' h.iintuckifch« Krankheit ermcgl-chlo ihm in letzter Zeit d.e Ausübung feine» Berufe- nur unter grober Selbstüberwindung Sein Dod bedeutet für bic hcsfifche Landwirtschaft einen schweren Ierlust All. die hm im Leden näh er getreten sind, werken seiner stet» in Anerkemiung und Danlbarkeit gedenken D Ltch. 21 Juni Der hiesige doi einigen 3 m A u »l a n b e erbrachte hier bic schöne Summe von KW Mark Ärcio Büdingen. Ober-Wider »heim 21. 3uni Die starke Aachs rage nach Kleinpsl^sterfteinen und Basaltschotter zwingt das Basaliwcrk Lupp unb la täglich in »wel SchichtSn arbeiten zu lassen. Gleichzeitig wurden wieder zwöls Arbeiter eingestellt, so dast es hier, wie auch m den Bachbardörseni keineSrwcrbsloscn mehr gibt. Kreis Alsfeld. ö" Dannenrod. 21. Juni Nachdem der ge- - im< Schieststand be» Kriege« und Gchützenv ereine Dannenrod aur der Tonnenplatte in den letzten Tagen durch Bcton cinbati in den 2Injeigcr|tanb hergerichtet worben war, hielt erster Verein am Sonntag fein Preis- schiesten ab, bas trotz der kalten Witterung recht gut auch von auswärts besucht war. Mit den Wehr- mannsbüchlen rourbc recht statt geschossen. Die is besten Schützen erhielten Preise in Haushaltung» gegenständen und landwirtschaulicheu Geräten, tf» schassen :t5 ‘.Hinge i)d). Schmitt, hier: 34 Ringe ltzcarg Schl- Appenrod, Constantin Koch Rie> berflem. Wilhelm Klein Riedcr-O'leibcn, Wilhelm Ä ü st c r - hier, Wilhelm Graulich- hier. De[Hlflnii,öe[öie5tflö(Dltinöetle Roman von Sven Elve st ob. Copyright bei Georg Müller, München. 13 Fortsetzung Nochbrud verboten. ,3ch hasse, dast da» nicht so weitergehf, war b Welchen meinen Sie? 3ch lebe, offen gehandelt, keinen einzigen. Ich fetze nur Hoffnungslosigkeit und Finsternis." . Dann vergessen Sie, wovon wir eben sprachen", erwiderte Krag während er auf stand ui* seinen Ueberzieher zuknöosle. „Vie eptone? Jawohl, die Spione Bisher Haden wir nicht an die Möglichkeit geglaubt, dost ber Angriff sich aus uns erstrecken folltc, auf Die Kriminalpolizei selbst! Eine solche Riesenkühnheit konnte man diesen Herren doch schwer )utrauen. Und nun haben sie sogar die unerhörte Frechheit gehabt, eine äusammenkunft mi: uns in einem öffentlichen Restaurant für morgen zu verabreden. Diese Menschen muffen wissen, dost sie sich damit einer großen Gefahr aussttzen Und das tun sie doch nur. wenn ein sehr gewichtiger Grund ovrliegr. Sie verfolgen einen Pion barnh wenn ste uns morgen ins Continental-Hotel locken. Das kann man c s^ffcstvr D r. Selber wie» u a. au r: richt "vd.ubearbeiiung, Dui.g.mg Laai- ar......chatte,.r ... ,d Svnenwadl sowie aus bie yclärr.iMung von Unkräutern unb Lchädl ngei hin. Sin vom LandwirllchaftsaM Grunberg aNttc'egler ? : u n I a ä t d c r I u 4) z u Hafer wurde ^emcm- . nert und an Ort und Stelle die Vorteile der D i n s o a i oder S p a r s a a t unb bic Rach eile 4 itr zu bi !. .i ?;..>> it ’.nlpr»st.. Den Au»tüh- ru-Di < -er« wurde mit grvsiem 3n- tereHe gefolgt Preuhen. Srcie Wcylar. i Wisimor 21 3un Der tztriige Volks- b i l b u n g » d e r e 1 n I v dilofi an den schönsten €te!!en der Umgebung .uimenth* am Rande un- ere» Halde» Ruhebänke aufzusteUen Der Gea.rinderat bewilligte die Abgabe her nötigen Hol;menge Die Srt.chlung und Unlcrhaltung der Banke wird huTdi die einzelnen Ort »vereine die 'amtlich N 2tolk-b,ldung-verrin angehören, er- tvlge, 3n den beider lenken 3ahren herrschte hier rege Bautätigkeit Auster f en Heu* bauten, küe in dem )iauptbaugriäntze zwilchen der Strafte na^> Rutter»! ai.'en und kkn .Baa'gärten" entstanden link- ih noch eine Reihe Hauser an den verschiedenen ClJlrn de» Dorfe» errichtet worben bezw ui ber Aufführung begriffen. L Lützellinden. 21 3uni Der hiesige Mannergesangverein friert am 31 3mi ‘ein 5 0 j n b r i g c « Bestehen Der Verrin hofft mit Rücklicht auf die Erhaltung unh Pflege Dee deulsche.i Dolksltede« bic ei sich leit feiner Grunbung stets bat angelegen fein lassen durch die Berleihung der Ltaatsplakette au-a< dnel zu werden t Lutzrllinben, 21. Juni Unsere Okm..nbe be«mt an bei zwischen Lützellinden und Klein- Linden bctcgcncn Holzburg eine Kirsch- b d u i.i a it l a g c . die in diesem 3ahre einen verhältni-mäßtg guten Sriraa liefen Da kurz voi der Ernte die Gefahr des Diebstahl- in vrf)chie:n 721 affe befiehl und hierbei auch oft die Kirschdäume stark in Mitlridenlchast gezogen werden !>at btr Geineinde einen ftänbtjen Bewachung-dlenft eingerichtet 00 Grost-Rcchlendach. 21. Juni Die B-rdindungsstra-e von hier nach Vüt- AClli nben wird zur Feil auf einer in der Gemarkung Lützellinden bei egen en Teilstrecke mit einer neuen Decke versehen Wie bet allen dtvaBenbauten, die der Kreis Wetzlar ausführen laftt wird auch hier Kleinschlag aus hestikcheii vafaltsteinbrochen herwanbt Infolge Lp, der Ltraste fflr den ^uhrverketzr fällt auch der Postauloverkehr auf der Xeilftredc Hörnsheim Abzweigung Grrsi-Rechtenbach — Lut- zrilli.dcn und umgridtri bis zum 27. Juni ein* id)lilid) au». Da» Postauto verkehrt in dieser Zeit von Hörnshrim über Grosten-Linben nach Lützellinden und umgekehrt. Nrcio Marburg. sch Bla r bürg. 21. 3uni. Rach lebhaft er Werbetätigkeit wurde hier in einer stark besucht en Versammlung der Marburger Museum-verein gegrünbet Der Verein hat ftch die Förderung ber hessischen Kunst tn itik-i Hinsicht und In Verbindung bannt die Förderung be» neuer bauten Marburger llniversitül--Kunsttnsti- tulS zum x3id gesetzt Der Vorstand letzt sich zusammen au» Prof Hamann als erster Bor- Iihcnber, Dr. Klipvenbera al- zweiter Bor- iitzender unb Schriftführer, ferner au- einem Schatzmeister unb vier Beisitzern, unter ihnen alt Vertreter dar ©labt Oberbürgermeister Müller. Maingau. WLJi Hanau. 21. 3uni. Wie ber.Hanauer Anzeiger" berichtet, spielte sich gestern mittag irn Walde bet Hanau eine blutige Tragödie ab Ein be. bei Obersörsterei Hanau tätiger Hils-sörsdcr cijuAk den beim Holz- b i e b ft a b l erwischten Arbeiter Schwab aus Hanau um Angabe be* Ttameii» Schwab flieh jeboch dem Förster vor bie Brust unb versuchte ihm bas Gewehr zu entreihen. Bei hem sich nun „Run können Sie mich hinouslasscn", sagte er. zir Schutzmann öffnete die Tur, unb ft rag schlenderte gleichgültig die breite Treppe hinab, wobei er sich Zigarre onzundcke. Als er auf ber Slraste war, lieh er sich out Zeit, ehe er mritrrging, steuerte auf dos Rathaus hin unb knöpfte fangt am und sorgfältig feinen lleberztetzer zu. Dann üderfchritt er die Möllerstrotzc nach der Karl^fahnnn-Siraste. Er hatte noch nicht viel Schritte getan, als er eine Autohupe hinter sich hörte. Aber er brotzle sich nicht um. Dos Auko rollte langsam an ihm vorbei. Es war ein geschloffenes Mietsautomobil. Der Taxameter ffanb auf „Frei!" Als dos Automobil dorbriglitt, mastigk der Chauffeur dos Tempo. ft rag war sich gleich über bk Situation klar. Er ruh das Auto an, unb btr Chauffeur hielt ausfallend schnell unb bereitwillig. Krag flieg ein. Er gab bem Chauffeur ferne Abresic. unb ber Wagen fuhr. Sirofl beobad)kk ben Chauffeur durch do» Wa- gcngkas. Es war ein junger Mann, kaum breißig Jahre alt. Er hatte einen ganz neuen Fahrer- anzug an. Die ßuhrt bis zum Haufe Krags dauerte nur wenige Minuten, ft rag flieg ad unb stellte sich neben den Chaut'eur. um zu be^hlen. (fr sucht, fange in ieinem Gelbe herum und benutzte diesen Anlast dazu, ben Cheutseur zu deodochlen. Soweit er bei der schwachen Beleuchtung sehen konnte, war Der Monn nicht maskiert. Der Etzausieur fas lfte Taxe ab: „Neunzig Der." — „Das ift doch nicht möglich", sagte Krag. .Ffaben Sie nicht eine Laterne. Damit wir ordentlich sehen können?" — Nein, ber Chauffeur hatte keine Laterne. Krag bczcchlle mit einem Fünfkronenschrin. unb ber Chauffeur mußte wechseln Das dauerte auch eine gantze 3elt. Der Detektiv sah sich auf der Straße um. Sie war völlig öde unb menschenleer. Endlich einigte man sich mit bem Bezahlen, unb Krag ging durch seine Haustür, nachdem er kurz guten Astend 9*fa«t hatte Sobald Krag in bem dunklen Portal war, warf er ben Ueberzieher ab unb schleuderte ihn in rineu BtnteL (Fortsetzung folgt) V entspinnenben Äanurf um ta6 Gewehr brikft: tvr Dörfler ab unb traf den 3 d> a> a b Jo schwer, bar, er kurz Dana- per ft a r b. Ein in der Bähe weilender ,yrcunb deS Örf4)ofknen, der den 'Borgang mit angesehen hatte bekundete. baß der (f 6f ö r her in Aotwehr gehandelt hab:. Der Erschossene war aU äuftedt rabiater und gewalttätiger Mensch bekannt, der schon wegen Beteiligung an einem Aaubmorb erheblich vorbestraft war. Turnen, Sport und Spiel. 1. Gauverband des MittelrheinKreises der D. T. Ausscheidungskampfe im Bolköturncn. sEigene Meldung des _®tefj. An-."). • Frankfurt a.M.. 20. 3um Der erste Vauverband des Mittelrheinkreifes 0er D. T. (Gaue Hessen, Frankfurt. O'lfenbach- Hanau. Main und Kinzig« Dercnftaüctc am bamstag und Sonntag in FranksuN a. M. aus ?em 'PIü!)c der Lachsenhäus« Turngefellschaft •eine Ausscheibungskämpfe im Bollstumen. Die Beteiligung war schwach Sturm und Beaen be- ^nlrachtigten stark di.- Leistungen. Da aber nur die allerbesten ‘Bolfiturner des Berbanben an« wesend waren, konnte trotzdem -um Teil vorzüglicher Sport gezeigt werden. Erwähnenswert ist das gute Lausen ix» Bockenh. imer» Schemmel, der die 100 Bieter bet starkem Gegenwind in 113. die 200 Bieter in der guten Zeit von 23 Sek. bewältigte Die 400 Bieter gewann der aus früheren Kämpfen bekannte Schauermann vom Platzverein in der in Anbetracht der Witterungsverhältnisfe ebenfalls günstigen Zeit von 53.4 Sek Die langen Streifen zeigten den bekannten Reuter von der Tgm. Sachsenhausen in Front. Bei den Wurf - und Stoßkonkurrenzen dominierte wieder der erfolggekrönte Wengenroth Dom Frankfurter Tv. 1860. Den Sechskampf gewann Duchardt (Tgm Eintracht FranksuN). den Zehnkampf Schal l iFrkf. Tv. 1860). Bei den äußerst spannenden Staffel- kämpfen sah man in den Sndläufen die Frankfurter Bereine siegreich. Die 4X100-Meter- Staffel gewann die Tgs. Sachsenhausen in 46 Sek Brustweite vor Dem Frankfurt« Tv. 1660. während die 3x 1000-Bleter-Staf f el der Frks. Tv. 1860 überlegen in 8 Min. 33,9 Set an sich bringen konnte. Die 4 400-Bleter-Staffel gewann Po lizeisportverein Frankfurt in 3 Min. 43,8 Sek sicher, da die zuerst führende Biannschaft der Tgs Sachsenhausen das Staffelholz fallen lieb. Die G a u st a s s e «'(Kh 200 Mir ny den Gau Frankfurt siegreich (4 Blin. 11,3 Set) vor der kombinierten Mannschaft der Gaue Hessen und Blain (4 Min. 19 Set). Unser Hei ma tgau Hessen, der bei der starken Konkurrenz au» anderen Gauen auf feine Erfolge mit berechtigtem Stolz zurückblicken darf, war durch die folgenden Vereine an den 'Wettkämpfen beteiligt Bit». Gießen, T v. G r. • Linden, T v. 1 860 Bad-Rauheim Der M t v. Diesten war allen voran und trat auch in der Desamtveranstaltung neben den Frankfurter Vereinen besonders hervor Wir nennen zuerst die sugenbliche Turnerin Else Bickel Haupt, die in den Frauenwettkämpfen des Tage» am besten abschnitt, konnte sie doch den Weitfprung mit 4.63 Bieter, den Hochsprung mit 1,40 Bieter und den Bierkampf (381 Punkte) überlegen als erste Siegerin gewinnen und austerdem im 100» Meter-Lauf um Handbreite hinter der 1. Siegerin Horn (Tgs. Sachsenhausen) den zweiten Plah belegen. Oberleutnant Münch vom M t v. Diesten, der bekannte 10-Kampsmeister. der D. T . der gerade von einem Olympiakursus der D. T. in Köln zurückgekehrt war. zeigte sein ausgezeichnetes Können wieder, indem er die 110- Blcte r - Hürben ganz überlegen in 17,5 Set und den Weitsprung mit 6.49 Bieter gewann und außerdem im 100«Bieter-Lauf d.n dritten Plah belegte (11,8 Set). Ludwig Bla Home- 11u » . ebenfalls vom Bl t v. Diesten, setzte sich Im Bierkampf mit 475 Punkten an die 4. Stelle, während sein erfolgversprechender BereinSbruder Albert Weigel im beidarmigen St einst osten hinter 'Wengenroth dritter Sieger wurde. Dritte Siege errang i ch Dom im Hochsprung der Turnerinnen (1,29 Bltr.) und im T urneri nnen-Bierkampf. ebenso wurde ihre BereinSschwefter Erna AithauS Dritte im 'Weitsprung (4,41 Bieter). Besonders hervor» heben darf man die Turnerinnen Else Bickel- ~illn VL c pa ch. Sma ?! • und Eharlotte Amendt vom Mtv. zu ihrem schönen Staffelerfolg, gewannen sie die 4.-.100-Bl«ter- Damenstafsel in der Zeit von 55,7 Sek. doch sicher vor Tgs. Sachsenhausen und Tgm. Eintracht Frankfurt a. Bl. Boni Tv. 1860 Bad-Aauheim bot der Kreis- meister Kuno Bl a y im 800-Meter-Lauf eine besondere Leistung, indem er den bekannten Frankfurter Schupomann Wüstner in der guten Zeit von 2 Blin. 5.7 Sek. im Endkampf schlug. Wüstner blieb nur 1 ',0 Sekunde hinter Blau zurück. 'Weiter waren von Bad-Bauheim noch her Turner A. Langsdorf und die Turnerin Anna Bl ö r l e r erfolgreich Ersterer wurde im beidarmigen Kugelstoßen mit 19,88 Bieter zweiter Sleger, letztere im bestarmigen Kugelstoßen mit 9,51 Bieter dritte Siegerin. Born Tv. $ r oft en • ß i n ben gelang es Wiih. Bl agiius. sich im Schlagball-Weltwersen mit 84.55 Bieter den dritten Platz zu sichern. Purdj diese schönen Erfolge haben sich die genannten Turner und Turnerinnen unseres Heimatgaues Helsen die Teilnahmeberechtigung auch an den Bolksturnmeisterschasten des Blittelrheln- kreises erkämpft, die aelegentiich des Kreistum- festes in Diirmstabt st alt finden. Außerdem sind zu diesen Kämpfen noch zugelassen die Turnerin Alt Haus (Bitt’. Diesten) im Hochsprung und Turn« Langsdorf (Bad-Aauhelm) im Diskus und Schleuderball. da sie in den bet ressenden Konkurrenzen an vierter Stelle lagen und die We11kampsbestimmungen dte vier Besten jeder Konkurrcn.z aus den einzelnen Dauverbänden zu den Kreismeisterschaften zulassen Handball im (Bau Hessen D. T. O Aoch kurz vor der Atempause, der Spiel- 'perre. die die Haiibball« von Wettspielen beireit, hatte sich der Blännerturnoercin Heften die I Mannschaft des Dillenburger Turnvereins zu einem Freundschasts- plel verpslichtet. Pie Dillenburger Tum«hand- i’dller spielen zwar noch keinen Handball in Hochkultur, doch gefielen sie durch ihren großen 4i|i. da eine solche Maßnahme das Wirtschaftsleben stark bedrängen müßte Warenwechsel stellten sich auf 6Prozent An dm Terminmärkten ftan- dm Eifen- und Kvhlenwerte etwas im Bordergrunde Auch 3 D Farben wurden lebhaft« umgesetzt da hier angeblich noch ein arvsies Decvuvert glattzustellen ist. 3 G Farben dlus 1.25 Prozent Am Montanmarkt zoom Geilenkirchen 1,5 Prozmt an Mannesmann behauptet. Braunloblen eh« schwächer Ahemifche Braunkohlen minus 4.25 Prozent Bankaktien uneinheitlich im Ausmaße bis zu 1 Prozent Freigabe we r t e freundlich Hapag plus 1 Prozent. Borbllonb plus 2.13 Prozent Auch Zellstoff aktie n gut befestigt Waldhof plus 4 Prozent Aschaffenburg plus 2 Prozent Ma - schinen - und B a u a f t i e n kaum verändert Anleihen fest Ablofungsrente 18L Schutz, gebiet 9,15. Drr Devisenverkehr war sehr still unb kaum vmänben Ser Börfenowlauf blieb äußerft ruhig unb burchweg behauptet tVrantfurtcr oorfe. Frankfurt. 2 3um Vs wurden noti«t Weizen (Wetteruurr 3125 bt» 31 50 Mk, Borgen -inL) 28B5 bis 28.75. Has« uni) 26. Hafer (ausl ) 24 bis 26LO Mais igelb) 19. Weizenmehl ünL. Spezial 0) 42. BoggennwW 3925 btl 40. Weizcnklere 1325 ^^en/leie 16 bis 16.25 Mark — Tendenz Stetig. Börfentidc. 'rufhm a-K <*erU- »an 1-uc*. sw- tz» *-s • bt» trrct r..™? 1:» 177.1 177 l-tte l *3» . 31 m a ;.i U» 71 T< r-int. . . 1*1 1« 1 1*1 71 i V.y.'i. v I8U — Hi r 1*1 U Ttrlearr A:3f It» 10.1 IC.» 1*1 . ... 10.3 ui » ui rl ic linbtftcef . r> . Ml Cc*tr rtit «i.-r 6 ifisftel- e.tti _ ».0 10 IC.» IC s IC tt t A-mri * * — *aNrt» ........ III s 111 II) IU4 Inrt«®.«rrmu*er3 .... — — lö IW 4 !• XR IM IF7 IM.l V- -frtf Ä'ar.-Ilcbre . . 17» ITT 171 17V 4 Dinf n tnwTt peidelderg . . iie.Ti E, — rcthpD OeUmone ..... IM • I<7.4 — Itnjtc Cent >aane..... -clb^mrkr ..... 10 1 * z Os:ptr?ob:Hne....... ;i * — :71 41.1 :1t !71 S .'o*T»axrf* »0 — ■R - tf.VMI nffabon .•u.vj tn.wi .O.K» Tonpg . . 61,W 61.71 61.11 tl.il Uenn-nrin !,IM 4, IC i.l* t, IM Älben . . 5.7H 1,716 1.7H 1.7 M 4 arra ha 4.an 1.117 i.r*» • 117 llniuau «.l% i.»'l 1.17» «.IM 6atrt* n 1 03 n.vi 1 m Banknoten. iserlin. 11 3 nm flklb Vr tzmerstani'ch* *J7*re ..... 4,-vk 4.ia fpi'täc 1 trn ....... 119.« Tänn'cb.- fielen ....... «11.47 •TlI'iIA* TLjt-B ........ ß,44. W.W1 U.6u ^rnru^(if<6* '.Nofra...... 11.14 Lclläudüche 'Raun..... l*M.b3 14». Id . > L.Iunüdif J. un ...... .•J.tJ n.m Qetrn . . . IUB.M iM.r M.W Trut,d? Cr,!trT . 4100 frmni w.x ‘HiPttänMtöf 9?cirn...... 3.1'1 3.5» - Mid.r 'i ttita..... ii.ll € Heute vormittag erschoß im dritten Stock des Hauses Aohrdachstratz« 45 M» 17.4.'» Uhr Ronjert de«, Hausorchester» Alte Tanzmusik. 17.45 bi» 18.05 Uhr: Die Vddlunbt. IMS bi» 15.45 Uhr Uebenragung von Kassel Vortrag von Postinspektor Heerdt iwer ..Di' lechnck der Rundiunkudenragung'. 1H 45 di» 19.15 Uhr Funk- Hochschule: ..Aelundheiiliche Erziehung in Schule und Hau»', l'ortrag von Pros. Erich sterTi-Gietzen. 19.15 bi» 19.45 Uhr Stenographischer Fortbildung»- kurfus für Anfänger und r»ona<'*nttrne (Dfktat von 80 Silben aufwärt»). 20.15 Uhr. Spanisch« Abend. BercntwortUA f*r da» Feuilleton: L B. Dr. Jr. B. 9 < n f t