des «» 'ung c künftig, S»3 Ls and der ?^ 8^6 5.5B 'n Terda L Kennen ei^ Hvr, üß^ T* 5*« K Z«d. ekt? M und 5 ^yGom? ^leuchtet bo» rf?ll?w İS 'U"< diZ 1 ?"en 2t|5 feiner rM-. dlaczek und dem des y. von t>cm P; ~. TezUi- webm, btt inonttten’piefg Frauenieij ' ®W|ertf, «nAatWgeii, Erich Mhnt. Deutsche D-p I Berlin, Zer. uorhesii S« igstreibens im ne 6Rw von t und Berge" -, den Bergen dem btlannint enommen tour* Asrilaslug die l. Ein Artikel Maria Litte". >as Wesen bei daS poetische rftorbenen gibt, chfvhlen, ferner : »Der Flieger" i einen Dichter« ;nnt 927 heute ein r 'otz 27 > **168 97Ö-öT 12.1»25 . Zieichsinan 8 68Ö.2J ' ' 120.01 ir!925 Keichim«! E isi-- L «*■* lde 573.25 v- d- 85.48 onds „Dantes yßte 19^ ' 4 vh-e^ ; 208 1J lid^d w giöhW'S'^zll) Nr. 44 Erster Blatt 177. Jahrgang Dienstag, 22. Zebruar 1927 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen lenahae oo» &■}er Abschluß deS deutsch-italienischen Handelsvertrages schien diese Hoffnungen reifen zu lassen, äumal Mussolini nunmehr mit großer Geste Vie rrlchtung einer besonderen »Provinz Bozen' ^efrctierlc, was die Trennung Deutschsüdtirols von Trient, der Zentrale der faszistischen Ent- deutlchungSpolllik, yi bedeuten schien. Ist der ..neue Kurs" in Südtirol tatsächlich die Rück- kchr zu menschenwürdigen Zuständen in diesem L------- Volksdeutschen Lande, il v der italienische Staat E c Haltung der polnischen Behörden gegenüber tzatsächl ich gewillt, den Südtirolern ihr kul- deutschen Untertanen seststellen müssen. Die turelleS Lebensrechl wenigstens Schritt fiir Schritt ^uStectfung von vier deutschen Ingenieuren aus Durückzugeben? Polntsch-Oberschlesien habe die Regierung ge- Derhastung und Verurteilung des Salumer Zwungen, Maßnahmen zu ergreifen, die Polen Rechtsanwalts R oldin und des Lehrers Riedl $Qtt.cr verhindern können, wenn es mit mehr Auf- Tramin sollten die faszistische Haftttng gegen- lnerk.amkett die wiederholten Proteste Deutsch- über Südtirol nunmehr genügend geklärt haben * ücgen die Verletzung deS DöllerrechteS zcigt beides doch, daß der FaszismuS nicht ^rch Polen ausgenommen hätte. Roch unberech- kraran denkt, in Südtirol in irgendeiner Weise c^, toc.nn m?.n in der Haltui g Deutsch- lein gewaltsames Rationalisierungsprinzip auf- ^ands die Anzeigen für einen aggressiven ©eist pgebtn. Was hat Roldin (und ebenso Riedl) erblicken wollte. Wenn er. der Reichskanzler, «ctan. daß ihn der Präfekt von Trient Vaccari polcvnnnen wollte, konnte er leicht zeigen, auf ibrigens ein ganz junger Mensch, der kürzlich -F ® S *lc , .r Mangel an Herz - nroch alS kleiner Beamter an der Lokalbahn I itchke11 zu suchen sei. Lrient-Sardanga tätig war und nur dank seiner r^dikak-faszistischen Einstellung zur Höhe seines letügen Amtes emporgetragen wurde) in Ketten g a!>sühren ließ und von einem geheimenfaszi- fLischen Gericht als »Feind des Vaterlandes" I angewandt wurde, obwohl sich das Deutschtum Mr Deportattonshochststrafe von fünf Jahren ver- Südtirols niemals an der Auseinandersetzung urtetlen lieft? Roldin ließ deutschen Kindern in der italienischen Parteien beteiligt hat vielmehr -alum Privatunterricht in der deut - ^Neutralität und Loyalität in vollstem Maße be- ' 4) e n Sprache erteilen, der ordnungsgemäß wiesen hat und lediglich sein Volksrecht auf . "gemeldet war und vom italienischen Gesetz Sprache und Kultur fordert) wird sich die gesamt- .überhaupt nicht verboten worden ist. deutsche Oeffentlichkeit wiederum geschlossen zu- Mo ein lokaler Aebergriff des Trientiner sammensinden müssen, um für das Recht Süd- 'Srasekten? Mag fein, daß dieser rechtswidrige tirols zu zeugen, ohne dessen Wiederher siel- JE?« 3'iari‘‘ cmcd salzisillchen ilnterbeamtcn lung kein erträgliches deutsch-italie- >>« Zentra^ in Rom nicht übermäßig wlllkommen n i s ch e s Verhältnis möglich ist. Ge- a?CTk ^cnft nicht daran, dieses schicht das nicht, so hat die Errichtung der »Pro- w C. ■< • r,6,38 8fum ctftcn. Male das vinz Bozen" im italienischen Sinne insofern ihren ain 11 f a f z t st e n g e s e tz aus e i re n Deut- ersten Erfolg gehabt, als eine leere Geste des »".ovg^andt wurde, aufzuheben, llnb „Succ“ fälschlich als die Tatsache wirklichen Ver- .irö pjlar. „vaß auch die Errichtung der ständigungswillens Eingenommen wird. Mit Sym- .y>rpDin3 Boftcn nicht das ist, was es nach pathie oder Antipathie gegen das faszistische / UP? vach Auffassung System hat das nichts zu tun. Auf Süd! irol. emeö großen -^eues der de-itschen Oesfentlichkeit und sein ihm nach wie vor vorenthallenes Dolks- 'rm sollte: der^Anfang^etn« gerechteren Re- recht kommt cs anl eines im Volksdeutschen ©cbiet Tirol. Die neue ^wvinz Bozen umfaßt nämlich keineswegs das panze geschlossene deutsche S edlungLg:bict Süd- litold; dreizehn ©emcinten des B.zirks Reu» Hungen für den Fall anttrofcn, daß Ne Propaganda nicht sofort eingestellt würde. Mehrere gemäßigte Minister, unter ihnen Austen Chamberlain, würden einem solchen Dörnchen Widerstand entgegenstellen, da nach ihrer Ansicht die Sowjetrigerung nicht für jede kom- monistische Propaganda verantwortlich sei, die nach Abbruch der Beziehungen nicht auf - hören würde. Dislang ist noch keine Rote an die Sowjetregierung abgefaht worden, da das H a n - lauer Abkommen einen neuen Grund bieten dürste, leine weiteren Schritte zur Abfassung einer solchen Aote zu tun, bis sich herausgestellt hat, wie daS Hankauer Abkommen beachtet wird und wirkt. Die Lage -er Kriegsbeschädigten. Der Bersorgungshaushalt im Reichstag. Berlin, 21. Febr. (035)3.) Die zweite Beratung des Haushalts für 1927 wird fortgesetzt beim Bersorgungshaushalt. Abg. Soßmann (Soz.) weist darauf hin, daß entgegen den Erwartungen die Zahl der versorgungsberechtigten Kriegsbeschädigten in den beiden letzten Iahcen nicht zurüclgegangen, sondern von 720 000 auf 736 800 gestiegen ist. Trotzdem sei der Etatsansatz, der rund eine Milliarde ausmache, wiederum um nmD 97 Millionen vermindert worden. Der Aeichstagsbeschluh, daß in einem Olachtragsetat eine Besserstellung der Kriegsbeschädigten eintreten sollte, sei von der Regierung nicht aus- geführi worden. 5>ie Sozialdemokratie verlange, daß die Renten endlich auf eine ganz neue Grundlage gestellt werden. Es sei beschämend, daß ein großer Teil der mit wertloser 'Papiermark abgefundenen Kriegsbeschädigten mit der Drehorgel im Lande herumziehen müsse. (Hört, hört! links.) Damit vergleiche man die Tatsache, daß gesunde Offiziere, die gut bezahlte Stellungen haben, daneben Pensionen bis 28 000 Mark jährlich beziehen (Hört, hört! links.) 5>ie Deutschnationolen hätten seinerzeit eine 5>ent- schrist über die Pensionen beantragt, weil sie damit beweisen wollten, welche hohen Bezüge die pensionierten Staatsmänner der Republik beziehen. Die nun erschienene 5)enkschrift beweist im Gegenteil, wie ungeheuerlich die Republik belastet wird durch die hohen Pensionen der ehemals kaiserlichen Minister und Offiziere. Die Kreise, die am meisten über die Futterkrippen- wirtschast schreien, sind hier als die privilegierten Futterkrippenaspiranten entlarvt. (Lebhafte Zustimmung links.) 5)ie jetzt im Pensionswesen bestehende Bevorzugung der Offiziere vor dem Beamten mutz aushören. 5>iesclben Offiziere, die als Richtstuer 17 000 Mk. und mehr 3ahres- penfion von der Republik beziehen, verhöhnen jetzt die Republik und putschen gegen sie. Der Redner verlangt eine Reuregelung der Ministerpensionen und ein Pensions- kürzungsgefeh, durch das hohe private Einkünfte den pensionierten Beamten zum Teil angerechnet werden sollen. Abg. Laverenz (Dn.) betont, die Versorgung der Kriegsbeschädigten sollte verbestert werden, soweit die Reichsfinanzen es zulasten. Den Versuchen flur Pensionskürzung würden sich die Deutschnakio- nalen mit aller Energie widersetzen. Aus diesem Grunde würden die Deutschnationalen auch die Ausschußentschliehung ablehnen, in der eine Pensionskürzung bei den Empfängern hoher Pensionen angeregt wird. Ob ein Pensionsempfänger der Republik freundlich oder nicht gegenübersteht, sei gleichgültig, denn die Republik sei nur eine Staats- form, nicht der Staat selbst. Die Pensionsdenkschrift habe viele Uebertreibungen der Linken widerlegt. Rur ein halbes Dutzend Prinzen befinde sich unter den Pensionen. (Rufe links: Roch viel zu viel!) Notwendig fei die Wiederherstellung der Tropenzulage bei den Pensionen. Abg. B r ü n i n g h a u s (D. B.) wendet sich gleichfalls gegen jede Art einer Pensionskürzung. sijewitz könne es aufreizend wirken, wenn in der Zeit der allgemeinen Not des Vaterlandes einige Offiziere sehr hohe Pensionen beziehen. 'Aber ein Pensionskürzungsgesey würde keine wesentliche finanzielle Wirkung haben. Ein solches Gesetz werde auch nicht angenommen werden, weil es als oerfastungsändernd eine Zweidrittelmehrheit erfordern würde. Der Redner fordert eine bessere Zioilversoraung der aus der Reichswehr ausscheidenden Offiziere und Mannschaften. Abg. Gerig (Ztr.) bedauert, Satz die in wiederholten Entschließungen verlangten Auf- besscrrmgen für die Kriegsbeschädigten noch nicht geklärt worden sind. 3m Ausschutz werde geprüft werden müssen, wieweit solche Aufbesserungen möglich sind. Dann könnten bei der dritten Lesung entsprechende Beschlüsse gefast werden. Solange noch große Härten für die aller- bedürftigsten Kriegsbeschädigten bestehen, kann man nicht Tropenzulagen und dergleichen wieder einfuhren. Darum mutz bei der Reurege- lung der Pensionsverhältnisse der Minister auch der in der Ausschuheirtschlietzung enthaltene Gedanke verwirklicht werden, datz die Erfassung der Rebenbezüge anzustreben ist. Dabei darf zwischen Beamten und Offizieren kein Unterschied gemacht werden. Abg. Ziegler (Dem.) schließt sich den Beschwerden des Abg. Roßmann über die unzulängliche Versorgung der Kriegsbeschädigten an. Besonders übel sei es mit der Heilbehandlung der geisteskranken Kriegsbeschädigten bestellt. Hier schiebe das Reich seine Versorgmigspflickt einfach auf die Krankenkassen ab. 1,7 Millionen hätten die Krankenkassen an Mehraufwand gehabt für eine Aufgabe, di« das Reich zu erfüllen hatte. Abg. Lucke (Wirtsch. 03er.) führt auS, die Pension sei ein Geh alt Steil des Beamten, der ihm vorher nkfrt aus gezahlt wurde. Darum sei es verständlich, toerm in der Ausschuß- cntschlietzung eine gewisse Kürzung der besonders hohen Pensionen verlangt wird. Angesichts der Rot des Vaterlandes sei es wünschens» wert, auf diesem Gebiet Ersparnisse zu machen. Der Redner wünscht eine Erhöhung der Bezüge der Altpensionäre und die Wiederherstellung der Tropenzulage. Abg. Tiedt (Komm.) weist darauf hin. datz arbeitsfähige Offizier«, die ein Gehalt von 10 000 Mark erhalten, daneben noch 10 000 Mark Pension beziehen. Diese Pensionen mühten zugunsten der betrogenen Kriegsbeschädigten gekürzt werden. Das Haus vertagt sich aus Dienstag. Die deutschen Sachliererungen. Berlin, 21. Febr. (Wolff.) Die Anzahl der für Frankreich im Januar 1927 genehmigten Verträge ohne Kohlen- und Farbstofilieserungcn beträgt 200 im Gesamtwerte von 14,9 Millionen Reichsmark. Am 31. Januar 1927 stellte sich damit der Wert sämtlicher seit Inkrafttreten des Dawes- plones genehmigten französischen Verträge auf 387,2 Millionen Reichsmark. Für Belgien sind im Januar 113 Verträge im Werte von 7,5 Millionen Reichsmark genehmigt worden. Der Gesamtbetrag der seit Inkrafttreten des Dawesplanes genehmigten belgischen Verträge erhöht sich damit auf 88,7 Mill. Reichsmark. Die Sabotage des Datoesplanes. Dernburg gegen die Behauptungen Nobinsons. Berlin, 22. Febr. (TU.) 3m »Berliner Tageblatt" veröffentlitcht Staatssekretär Bernhard Dernburg eine Antwort an den amerikanischen Bankier Robinson, der bekannllich vor einiger Zeit die Behauptung aufgestellt hatte, Deutschlands Finanz- und Wirtschaftslage sei derart gefestigt, daß es den normalen Dawes-Reparationsbetrag von 2500 Millionen Mark jährlich unbedenklich leisten könne. Dernburg weist auf die Beweisführung Robinsons eingehend nach, daß es überaus gewagt sei, auS einer 15 3ahre zurückliegenden Periode Schlüsse auf die heutige Entwicklung zu ziehen. Robinson dürfe nicht vergessen, daß der Dawesplan ein Versuch sei. Reparationen könnten durch Warenexporte beglichen werden. Das Ausland habe sich aber bisher nicht als aufnahmewillig erwiesen, sondern dauernd versucht, den deutschen Export durch Zölle und Handelserschwerungen fernzuhal- t e n. Das sei aber die große Llnbekannte in der Gleichung. Deshalb scheine die etwas primitive Deweismethode Robinsons den Notwendigkeiten der Situation nicht zu entsprechen. Agrar debatte im Preußischen Landtag Berlin, 21. Febr. Der Preußische Landtag begann die zweite Beratung des Haushalts für landwirtschaftliche Verwaltung. Abg. Dr. H o e s ch -Reunkirchen (Dn.) wies insbesondere auf die steigende Verschuldung der Landwirtschaft hin und erörterte u. a. die Frage der Roggenpfandbriefe, die Höhe der kurzfristigen Schulden und die Kreditnot der Landwirtschaft. Zu warnen sei aber vor einer weiteren Auslandverschuldung. Es sei sehr zu bedauern, datz noch immer so viele Millionen für Einfuhr von Lebens - und Genußmitteln ins Ausland gingen. Abg. Peters- Hochdonn (Soz.): Rotwendig für die Landwirtschaft sowohl wie für die Konsumenten fei eine Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion auch mit Staatshilfe, damit wir von dem großen Lebensmitteleinfuhrüberschuß freikommen. 3n Deutschland sei es leider vielfach noch so, datz man das, was der Herrgott wachsen ließ, mit der Mistgabel auf den Güterwagen lädt unD verschickte. Mehr Mühe müsse sich der deutsche Landwirt geben, wenn er konkurrenzfähig fein wolle. Rolwendig dafür sei vor allem eine bessere und gründlichere Vor- und Durchbildung aller landwirtschaftsichen Faktoren. Qlbg. v. Plehwe (Dn.): Aufgabe der Landwirtschaft nach ihrer Gesundung müsse sein, die inländische VolkSernährung sicherzustellen Die Steuern müssen nur aus dem Einkommen und nicht, wie bisher aus der Substanz gezahlt werden. (Sehr wahr! rechts.) Reben den auf das Sechsfache der Vorkriegszeit gestiegenen Steuern ständen die auf das Dreifache gestiegenen Soziallasten. Die Schullasten seien in einzelnen Gemeinden bis auf das Zehnfache gestiegen Höhere Kredite und älmwandlung der Steuerrückstände in langfristige billige Darlehen seien notwendig. Lohnbewegungen. Berlin. 21. Febr. (WB.) In einer Besprechung zwischen den vertragschließenden Arbeitnehmerorganisationen über die Kündigung der Lohntarifverträge für die Arbeiter der Reichsbahn- gesellschast, der Reichspost sowie der übrigen Reichs- und Staatsbetriebe haben die Gewerkschaftsvertreter beschlossen, ihren Vorständen die Kündigung der Lohn- und Arbeitsbedingungen mit Wirkung vom 1. April d. I. zu empfehlen. Die Verhandlungen zur Beilegung des Konfliktes in der sächsischen Metallindustrie führten zu folgendem Ergebnis: Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 48 Stunden wöchentlich. Olbweichend hiervon kann für einzelne Arbeitergruppen im Einvernehmen mit dem Betriebsrat die Arbeitszeit bis zu 51 Srunden wöchentlich verlängert werden. Für die über 48 Stunden hinausgehende Arbeitszeit ist ein Zuschlag von 10 Prozent zu zahlen. Es ist mit der Zustimmung der Parteien zu rechnen. Rach erfolgter Zustimmung hat die Aufhebung des Streikes und der Aussperrung unverzüglich zu erfolgen. Watz- regelungen dürfen nicht vorgenommen werden. Nach einer Meldung des „Vorwärts" haben die schlesischen T e r t i l i n d u st r i e l l e n nun» mehr beschlossen, die Aussperrung, die bereits für die Bezirke Görlitz und Reichenbach ausgesprochen worden war, auch auf alle übrigen Bezirke auszudehnen, und zwar soll die Ge- samtaussperrung am 5. Marz in Straft treten. Von dieser Aussperrung würden etwa 63 000 Personen betroffen werden. Rücktritt des spanischen Autzenmin.sters. Madrid. 21. Febr. (Wolff.) Rach einer halbamtlichen Mitteilung ist der R ü ck t r i t l des Außenministers Banguas dadurch ver» anlatzt worden, daß hinsichtlich der Schritte, die in den marokkanischen Angelegenheiten zu tun sind, namentlich- hinsichtlich derjenigen, die Gegenstand internationaler Besprechungen sind, und über die eine Verständigung nicht erzielt werden tonnte, Meinungsverschiedenheiten bestanden. Das Portefeuille des Acutzeren wurde Primo de Rivera übertragen. Aus aller Welt. Tie Biebrtchcr Gasvcrgiftungskatastrophe Ein von dem Mainzer Schiffer Markowski gesteuertes Rh^i.unotorboot unternahm Sonntag- nachmittag von Diedrich aus mit 17 Passagieren eine Fahrt in den Rheingau nach Erbach. Die Rückfahrt wurde erst nach Eintritt der Dunkelheit angetreten, wobei nach kurzer Zeit die in der Kajüte befindlichen Passagiere einschliefen. Einer derselben wachte plötzlich auf und bemerkte, daß die Kajüte mit einem süßlich riechenden Gas angefüllt war. Er schlug sofort das Fenster durch und alarmierte den Boots- fuhrer. Dieser steuerte das Fahrzeug so schnell wie möglich nach Biebrich. Dort zeigte sich aber, daß sämtliche 3nsassen bis auf drei bewußt- l o s waren. Sie wurden sofort in das Krankenhaus geschafft, wo man feststellte, daß bei fünf Personen bereits der Tod eingetreten war. Ob es sich, wie man annimmt, um eine durch Benzingase verursachte Okrgiftung handelt, muh die von der Wiesbadener Staatsanwaltschaft eingeleitete Untersuchung ergeben. Die T)ten find die Biebricher Herren Dock, 23 3ahre alt. und Schneidermeister Schepers. 69 3ahre alt. sowie drei Kinder aus Mainz namens Blews und die Geschwister Markowski, Kinder des Steuermat' Die im Krankenhaus befindlichen Personen sollen sich sämtlich außer Lebensgefahr befinden. 6ine Deutsche Gesellschaft für Krankenpflege ist soeben in Berlin auf Anregung und unter Mitwirkung angesehener Mediziner und von Vertretern der beruflichen Krankenpflege. Gesundheitsfürsorge und Wohlfahrtspflege errichtet worden. Die Gesellschaft, die nicht im Gegensatz zu bestehenden (z. B. wirtschaftlichen) Vereinigungen steht, will die u. a. schon von Ernst von Leyden erstrebte engere Verbindung zwischen Medizin und Krankenpflege Herstellen, indem sie die medizinische Wissenschaft und Praxis für die Ausübung der Krankenpflege, Gesundheitsfürsorge und Wohlfahrtspflege nutzbar machen hilft. Zum ehrenamtlichen Vorsitzenden dieser Okreini- gung wurde das Mitglied des Reichsgesundheits- rats und des preußischen Landesgesundheitsrats Georg Streiter gewählt, der wohl allgemein als einer der besten Kenner der beruflichen Krankenpflege gilt. Der Rhein, sein Werden und Wirken. Die Stadt Koblenz Deranftaltet im 3uk- August dieses 3ahres eine Ausstellung, bte unter dem Romen „Der Rhein, sein Werden und Wir- ken" veranschaulichen will, wie der Rheinstrom ie dausschlaggebende Triebkraft bildet für die natürliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung aller seiner älferländer von der Quelle bis zur Mündung. Unter Mitarbeit von zahlreichen Behörden, wissenschaftlichen 3nstituten und wirtschaftlichen Verbänden aller Ufer floaten wird dort ein Bild geschaffen werden vom Rheine als dem Gestalter der Landschaft und Bildner der Wirtschaft an feinem Laufe. Die geographischen und geologischen, klimatologischen und hydrographischen, botanischen und zoologischen Besonderheiten des Stromgebietes werden anschaulich gezeigt. Weiter gelangen die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen diesen natürlichen Gegebenheiten der Stromlandschaft und bem Strombau. der Forstwirtschaft sowie der Chemie zur Darstellung. Vor allem aber stehen die Zusammenhänge zwischen Rhein und Wirtschaftsleben in Theorie und Praxis im Vordergrund. Auch wird eine zusammenfassende iieberfidjt über die Rheinlandschaft in der Kunst aller Zeiten zu sehen sein. Tabakschiebungen und Banberolenbefrug. Hamburger Kriminalbeamte der Zollfahndungsstelle kamen umfangreichen Schiebungen mit unverzolltem Saba f und großen Banderolen-Detrügereien auf die Spur. Der Haupttäter, der Händler B in g, der in Hamburg ein Kontor unterhielt, wurde in Kowno fest genommen Außer Bing sind zwölf Personen verhaftet worden OBeitere Festnahmen stehen bevor. Schwere Zuchthausstrafen wegen Brandstiftung. 3n dem Glaher Brandstifterprozth wurde die Witwe 3 u n g wegen vorsätzlicher Brandstiftung, der drei Personen zum Opfer fielen, und wegen Versicherungsbetruges zu 11 3 ahren Zuchthaus, der Wirtschaftler H ö tz e l wegen Anstiftung zu dieser Tat zu 15 3ahren Zuchthaus und zehn 3ahren Ehrverlust verurteilt. Die 3ung hatte am 19. 3uli 1926 ihr Besitztum in Reyersdorf auf Anstiftung ihres Liebhabers, des Wirtschaftlers Hötzel, in Brand gesteckt, wobei ihr Schwiegervater und ihre beiden Töchter im Alter von 6 und 11 3ahren in den Flammen um- f a men. Schwere Schneefälle in Montenegro. Aus Montenegro wird berichtet, datz dort seit zwei Tagen fürchterliche Schneestürme herrschen. Gestern ist über einen Meter hoher Schnee gefallen. Der Verkehr nach allen Richtungen ist eingestellt. 3n vielen Ortschaften, die seit mehreren Wochen von der Außenwelt vollkommen abgeschnitten sind, herrscht Lebensmittelmangel. Cs wurde um Hilfe ersucht. Grotzfcuer in Breslau. Ein großes Schadenfeuer brach in den Gebäuden der ehemaligen Oelfabrik in der Paradies- straße aus. welche Eigentum der Stadt war. Die Löscharbeiten dürften noch bis morgen früh an« dauern. 3n den Gebäuden fielen große Papierlager und Getreidespeicher und außerdem das MobilarvielerHundertevon Flüchtlingsfamilien den Flammen zum Opfer. Pinedo ;um Ozeanflug gestartet. Rach einer Meldung aus Saint B.ncent auf den Kap Derüischen 3nfeln ist d italienifcbc Flieger de Pinedo Montag abend um 11.30 Uhr bet gutem Wetter in Porto Braia gestartet, um den Ozeanflug zu wagen. Er gedenkt an der Küste Brasiliens in Port San Martinho zu landen. Mittelholzer in Kapstadt. Der Schweizer Flieger Mittelholzer ist in Kapstadt wohlbehalten eingetrotfen. Eine englische Ehrung für Geheimrat Hofsmann. Das Royal Institut« of British architects in London hat den Berliner Stadlbaurat a. D. Dr. Ludwig Hoffmann zu feinem korrespondierenden Ehrenmitglied gewählt. Seit 21 Zähren ist dies die erste Ehrung eines deutschen Architekten durch englische Künstler. Dr. Hoffmann ist auch Ehrenbürger der Stadt Berlin. Aus der provinzialhauptstadt. Gießen, den 22. Februar 1927 Aether-Explofion im Evang. Schwe ernhaus. Ein tragischer ^Inglücksfall ereignete sich gestern nachmittag gegen 1 '25 älhr im Evangelischen Schwesternhaus in der 3o- hannesstrahe. Die beiden jungen Schwestern Liesel Egelhof aus Mainz und Leuchen Brandau aus Klein-Heubach. die erst seit einigen Monaten im Schwesternhaus wirken, hatten in einem abgefihlolfenen Raume des Kellergeschosses Aether a&gefüllt Rach Beendigung dieser Arbeit wollten fie den Aether- ballon (ganz ausnahmsweise mußte die Leitung des Hauses einen kleinen Ballon Aether beziehen, während sie grundsätzlich den Ölether nur in flcinften Zlaschenabfüllungen lonst erwirbt, die aber gegenwärtig bei der Bezugs stelle nicht zu haben waren) wieder an seinen Platz verbringen. Olls die Schwestern auf diesem Wege an dem Dügelzimmer im Kellergeschoß vorbeikamen, entglitt ihnen offenbar infolge Reihens des Korbgeflechtes der Aether-Ballon und fiel zur Erde. Der 3nhall drang -rusch unter Entwickelung starker Dämpfe in das Bügelzimmer ein, wo man wegen Bügelarbeiten den Ofen geheizt hatte. Hier entzündeten sich infolge der Erwärmung im Ru die Aetherdämpfe, die mit einer starken Detonation explodierten. Schwester Liesel Eaelhof ist dabei anscheinend von dem Schlag der Explosion betäubt worden und infolgedessen in der riesigen Aetherflarnme umgekommen. Schwester Leuchen Brandau konnte sich mit einem entschlossenen Sprung durch das nahegelegene Fenster aus dem unmittelbarsten Gefahrenbereich begeben und wurde von rasch hinzugeeilten Herren der nebenanliegcnDen Bezirkssparkasse in Sicherheit gebracht. Die in dem Bügelzimmer mit Bügeln beschäftigten Hausgehilfinnen liefen bei dem Bemühen, sich zu retten, durch die starken Flammen hindurch. Hierbei erlitten die schon seit mehreren Jahren im Schwesternhaus« tätige Frieda Haas au- Günterod und die seit kurzem aushilfsweise im Schwesternhaus beschäftigte Frieda Steinbach aus Ober-Seemen so schwere Brandwunden, daß sie noch im Laufe der Rächt gleichfalls verstarben. Die übrigen Hausgehilfinnen (Elisabeth Weih aus Heim- boldshausen. Luise Friedrich and König, Sophie Decher aus Kirtorf und Hanny Melchior aus Lich) tarnen zum Glück mit leichteren Brandwunden im Gesicht und an den Armen davon, sie und auch Schwester Lenchen werden binnen kurzem wiederhergestellt fein. Die Feuerwache und die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz (diese mit zwei Tragen für Öen eventuell erforderlichen Transport von Kranken- waren wenige Minuten nach der Explosion an der Llnfallstelle. Hier hatte Oberschwester Minna Stephan mit Hilfe der beiden Feuer» Löschapparate den Flammen mit bewunderungswürdiger Geistesgegenwart kräftig entgegen bewirkt, so daß die Feuerwehr den Brand sehr schnell ablöschen und damit jegliche Gefahr für das Haus in kürzester Zeit endgültig beseitigen konnte. Eine Gefährdung der Kranken kam in keinem Augenblick in Frage, zumal die ilnfall- stelle am äußersten westlichen Flügel des Gebäudes liegt, so datz weder die normalen Ausgänge noch die Krankenabteilungen in irgendeiner Weise von dem Vorfall berührt wurden, Mitglieder der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz unter der Leitung ihrc- Kolonnenführers L. Kratz brachten im Verein mit den ebenfalls sofort an die Llnglücksstelle geeilten Aerzten, den Medizinalräten Dr. Szubin s k i und Professor Dr. Walther, den Verletzten tatkräftig und umsichtig erste Hilfe: das rasche Eingreifen der Sanitäter, ihre opferbereite Tätigkeit an der ^Inglücksstelle. sowie ihre außerordentlich sachkundigen Handlungen, die sie bis zum Eintreffen dec är\tr Sn" Sps L?Ob|iJ|J ^ffa* in btt °°dau tonnt, tun9 durch bai tQl* * ®ie in bä “fafltai W> iich ju ttta »ndurch. Ayu : Jen Jahrn ie )a Haat aui ’Qem aujhÄz, ifaöfe ;5ritb« ? Jo ichlotre b im Saufe btt L Die übrige ih aui Ä 4 auä fönij d Sanni) Hel« ! üd mit leicht« an den 2na Lenchen totän lein. Die utätSblonne m Tragen für fc Port bon St» b derErplo'ino te Oberschrttn der beiden 3t*» lit betouiwrai'ji» affig enigtp'» den Staub Ich gliche Stützt für »gültig beleilign Traufen tarn in mal die Unfall' Slüfttl der Dr> normalen 'lul- mgrn in irgend' berührt wurde?. eanitätüc1?-"! er Leitung chd rächten im Ana die Undüdit:- alräten Dr. Cs* Walther, ia 'tchtig erste S£ litäter, ihre orb iglüdäftcüc. kn ।igelt HmdlusiN er är>Lchen V )en Men. » bet beiden Tri den Merton* entstanden, fe« der UngluW Personal trcrp ahl üs Scbauöe uma aeMieben. Io M Len Teilen sfr k und SaniM. bstünöiger 2roe« nslperlen Opfer* irlhMn herzlich« Ssagk» irftvrcnt* gen WcheMS ) H'L 35. . 15 Äotkraul 0 tüte * 1« purzeln *> .. u 50 Dirnen Pf. das etnl **'., 5len4',1 erbeotrem-J' SS 5S»i,ii: i ^*W** 3 « ü9 bö ol 9l*-52 sicher Anleihen vom 16. Juli 1925 sieht in §27 die Gewährung von WohlfahrtS- renten an Anstalten und (Jin> richtungen der freien und kirchlichen Wohlfahrtspflege vor. die Aufgaben der öffentlichen Wohlsahrtrpllege erfüllen. Die Liiere Verordnung zur Durchführung biete» Ge'ctzcs vom 4. Dezember 1926 enthält in den §§ 1 bis 24 die näheren Vorschriften über die soziale Wohl- sahrrsrente, insbesondere über den KvriS der Gläubiger, die Höhe der Rente und daS Verfahren. Aach § 15 dieser Verordnung wirken bei der Entscheidung der Anträge auf Gewährung einer sozialen Wohlfahrts rente die Anschüsse für die soziale Wohlfahrtsrente mit. Die Aus- lchulse bestehen nach § 16 der Verordnung aus ic einem Vertreter deS Reichs und der Obersten LandcSbehdrde. Vertreter deS 2^ichs ist ein Beamter deS HauptverforgungSamleS. in bellen Bezirk der Vertreter der Obersten idanDeebcfjörDe seinen 6it) hat. Die Ausschüsse führen die Be- zcichi.ung .Ausschuß für die soziale Wohlsahrls- reine" mit dem Zusatz der Orisbezeichnung ihres Sitzes. Für die Provinz H e s s e n - A a f s 0 u hat der Ausschuß für die soziale Wohlsahnsrente leinen Sitz in Kassel lOberpräsidium'. Für Hes- f e n: Ausschuß für soziale Wohlfahrtsremc in Tarmstadt, €ifi in Darmstadt tAkinisterium für Arbeit und Wirtschaft». •• Schwerer U nglücksfall im Bahnhof. (Sestern nachmittag verunglückte im Rangier- gülerbahnhof der Hemmschuhleger Hch. Baumann aus Allendors a. d. C. Baumann war im Begriff, den Hemmschuh kurz vor einen herannahenden Magen aufzulegen, wobei er von dem Wagen ersaht und zur Seite geschleudert wurde. Der Mann irug innere Verletzungen und Verletzungen an flopf und Schultern davon und mußte der hiesigen Chirurgischen Klinik zugesührl wurden. Stenographisches. Der Bezirk Gießen im Hessisch - Aassauischen Kurzschrift- verband GabclSberger lDerband für Siiihetts- kurzschrift) veranstaltet in Gießen am 3. April erstmalig ein Stenolypistenwettschreiben. Der FruhjohrsbezirkStag findet ebenfalls in (gießen statt, und zwar am 14. und 15. Mai in Verbindung mit dem 30jährigen Stistungssest der „1. AeichSkurzfchristgeie.l!chast Gabe.'sberger und Damenabteilung" zu Gießen. Der große Verbandstag des Hcss.-Aass. Verbandes findet im August in Warburg statt. " Bfarrfrauentagung. Wan berichtet unS: Am 15. Februar fand in Gießen, im Saale der FohanneSkirche, veranstaltet von der Ober- hessischen VolkSmission, eine Pfarrfrauentaaung statt unter dem Thema: .Wir und unsere Auf- aobe". Die geistvolle Rednerin, ^yrau Pfarrer Heiles uß - Warburg (früher Haiger) verstand es. ihren Schwestern die hohe Aufgabe ihres Bfarrfrauenberuss vor Augen zu führen und diesen ihnen ausS neue lieb zu machen. Sie zeigte natürlich auch die Kraft, die folcheS vermag: die Gemeinschaft mit Ehristus. Alle Teilnehmerinnen waren sehr erfreut und dankbar für die Darbietungen. Am Rachmitlag desselben Tages waren außer den Pfarrfrauen auch Frauen und Mädchen aller Stände eingeladen. Dieselbe Rednerin sprach über das Thema: .Wozu ist 3cfu8 gekommen?" in fesselnder Weife. Die Tagung wird jeder Teilnehmerin unvergeßlich fein. WSA. 5 1 000 Handtücher gestohlen. Bekanntlich ist die Reichsbahn vor einiger Zeit wieder dazu übergegangen, in den Wäschelegens beiten der 0-Züge Handtücher bereit zu halten. Allerdings muhte sie dabei eine unangenehme Erfahrung machen. Allein in den Monaten Mai dis September des Vorjahres sind nicht weniger alS 51 000 Handtücher von insgesamt 1,1 Millionen — also 4.62 Prozent — .verloren" gegangen. Am größten war der Verlust im Hauptreisemonat 'Uli, in dem nicht weniger alS 15 000 Stück abhanden kamen. 3m 3ahreSdurchschnitt ist mit einem Verlust von 10 Prozent zu rechnen. Auf diese Weise erstehen der Reichsbahn nicht un- crhebliche Kosten. Sie wird trotz dieser unangenehmen Erfahrung nicht von der Einrichtung abgehen, Handtücher bereit zu hallen. Aber der größere Tell deS Publikums wird eS begreifen und für richtig finden, wenn die Erwartung ausgesprochen wird, daß die Reichsbahn in dieser Hinsicht mehr alS bisher die -Unterstützung des Publikums findet. Oberhefsen. Landkreis Gießen. ♦ Klein-Linden, 21. Febr. Am LamS- tag feierte der hiesige Turnverein in feinem Heim daS diesjährige W i n t e r f e ft Der Abend wurde auSgcfüIIt mit Turnübungen jeglich« Art. 3n feiner Begrüßungsansprache fchild«le Satt- lermcifter Weiß den hohen Wert der Turnvereine und forderte zum fleißigen und regelmäßigen Besuch der Turnstunden auf. Große Erfolge errang die Samenabteilung des Vereins mit ihren Volkstänzen. Die Barren- und PserD- übungen der Samenriege, geleitet von Turner M 0 rneveg, zeugten von guter Durchbildung der Turnerinnen. Aach einer Verlosung schloß der übliche Tanz den wvhlgelungenen Familienabend. t TreiS a. d. Lda. 21. Febr Aach Be- fchluh deS Gemeindcrates foll im Lause dieses Sommers im sog neuen Schulhause die Zentralheizung cingeführt werden. waS im Znlerefse der Ge'undbrit für Schuler und Lehrer zu begrüßen ist. - Hier hat sich in den letzten Monaten ein Klelnkaliber-Schühen- verein gebildet, der bereits 40 Mitglieder zählt unb sich dem hiesigen Kriegerverein angliedern wird. ‘i Treis a. d. Lda.. 2L Qebr Der Krieger- verein ,® e r ir a n 1 a“ htett gestern in Dills Saal seinen diesjährigen Familienabend ab. Aach einem von Kam. Euler wrgetragenen Prolog hielt der Vorsitzende Förster Bing, die Begrüßungsansprache. Anschll^ßend berichtete Kam. Friedrich aus Lollar in packender Rede feine Erlebnisse in der Schlacht am Skagerrak und gab eine anschauliche Schilderung von beten Verlaus. Reicher Beifall lohnte den Redner. Hieraus htelt Pfarrer Vöchner einen Licht- bilöerporirag. nach dem die Verleihung von Ehrentafeln an die Mitglieder, die bereits 25 3ahrc dem Vereine angehören, erfolgte Zwischen die einzelnen Vorträge traten heitere Vorträge und einige Lieder des Gesangvereins .Lieder» kränz" eingcftreuL Bei ÄaHce. Kuchen unb Tanz faßen die Kameraden und deren Angehörige noch lange beisammen. Watzenborn-Steinberg, 21 Febr. Am 18.. 19. und 20. 3uni begehr der hiesige Gesangverein .Germania" die 60. Wiederkehr feines GrüirdungstagS durch ein Sänge r f e st. mit dem ein Gefangswettstreit verbunden ist. Gestern fand die Delegiertenversammlung zu dem Wettstreit statt. Unter der Leitung des verdienstvollen ersten Vorsitzenden Karl Polmer nahmen die Verhandlungen einen flotten Verlauf. Es meldeten sich zu dem Wettstreit insgesamt 24 Vereine an. Die unter Leitung d?S langjährigen bewährten Dirigenten Georg Harnisch vorgetragenen Ehöre bewiesen, daß der festgebende Verein mit seinen Leistungen auf einer gesanglich ganz beachtenswerten Höhe steh? is. Steinbach, 21.Febr. Eine solche Krank' heitsziffer, wie sie unser Ort gegenwärtig auf- zuweilen hat. ist lange nicht dagewcscn. Ganze Familien liegen an der Grippe darnieder. Außer- dem herrscht hauptsächlich unter den Kindern der st e u ch h u sl e 11. J Lich, 21. Fcdr. Am Freitagabend veranstalte- ten in der Turnhalle unsere V 0 l k s s ch u l - klassen ihren diesjährigen Elternabend. Rektor Orb begrüßte die zahlreich erschienenem Eltern. Lieder der einzelnen Klassen. Gedichte und kleine theatralische Ausführungen wechselten inn bunter Reihenfolge. Besonders erwähnt seien die mehrstimmigen Ehorlteder der oberen Klassen unter Leitung der Lehrer Stein und Dörrn er. Aber auch die turnerischen Ausführungen und die Reigen der Mädchen, eingeübt von Lehrer Schön und Frl. Bach, fanden allgemeine Anerkennung. Die Klasse I. E. spielte den Schwank ..Das Kälberbrüten" von Hans Sachs und erzielte damit einen großen Erfolg. Vei dieser Gelegenheit wurde von Lehrer H i l d in einem Dortrage auch des großen Pädagogen Pestalozzi gedacht. Den Sazluß des wohlgelungenen AbertdS bildete die Verteilung der Ghrermrlunden an die Sieger bei denReichS- jugendwcttkäntpfen 1926. T Steinhcim bei Hungen. 21. Febr. Am Samstagabend hielt der hiesige Krieger- verein seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Ludwig Hofmann erstattete den Jahresbericht, der Rechner Berk verlas die Rechnung, wonach sich ein kleiner Ueberschuß ergibt. Durch die Lieferung des „Hess. Kamerad" an die Mitglieder muß der Jahresbeitrag um 1 Mk. auf 2,30 Mk. erhöht werden. Ts wurde beschlofsen, noch vor Eintritt der Frühjahrsarbeiten einen Famllienabend abzuhalten und damit einen Lichtbildervortrag über ein Thema auS dem Weltkriege zu verbinden. Kreis Friedberg. e. Butzbach. 21. Febr. Am 17. März wird der über 50 Zahre alte, auch in der Umgegend sehr beliebte Fafelmarkt dahier abgeyallen. Zum erstenmal werden mit ihm ein Pferbemarkt, eine Fohlenschau und eine Bull en- a u 11 i 0 n verbunden werden. Ferner findet eine Prämiierung von Pferden. Fohlen, Kühen, Rindern, Schweinen und Ziegen statt, zu der 2500 Mk. zur Verfügung stehen. Die Verlosung, bei der recht namhafte Gewinne zu erzielen sind, wie Rinder. Schweine. Hühner. Haushaltungsgegenstände, findet am 17. März statt. — Bei der Vergebung der Maurerarbeiten eines hiesigen Wohtchauses traten eigentümliche Submissionsblüten zutage. Sie Angebote. die noch nicht einmal die Materiallieferungen enthielten, zeigten ca. 3000 Wk. Unterschied. DaS niedrigste Angebot von nicht ganz 4030 Wk. machte ein auswärtiger Maurermeister, der als recht tüchtig gilt und auch den Zuschlag erhielt. Kreis vüdingcu. nb. Aidda. 21. Febr. Gestern fand die im laufenden Schuljahr abgehaltene zweite Gesellenprüfung des hiesigen O r t S g e - werbeverernS durch Ueberreichung der Gesellenbriefe an die 3ungaeleUen in der Gewerbeschule ihren Ab'chlutz. Zu der Feier waren außer den Prüslingen deren Mcister. Eltern, die Mitglieder der Prüfungskornmisiwn und sonstige dntcrd'cnten erschienen Rektor Bitt, Vorsiv.n» der der Prüfungslommission, erläuterte zunächst die jetzige theoretische Ausbildung der Lehrlinge und die Rotwenbigkeii zweier Desellenpru- fungen jährlich, weil die Lehrzeit für mehrere Handwerker von 3 auf 3* , Zähre gesetzlich erweitert worden ist. Hierauf richtete er ernste Mahnungen und gute Ratschläge an die 3ung- gc*eilen. Set Prüfung hatten sich 13 Lehrlinge unterzogen, die alle bestanden. Dem Berufe nach waren die meisten 3unggdcllen Schreiner, ferner ein Weißbinder, ein Buchdrucker, ein Elek.ro- tcchniker zwei Spengler, zwei Metzger. 3m Hamen des Ortsgewer^everemS dankte Spengler- meister Wolf von hier ber Prüfung.^kvrnmisiion und beglückwünschte bic neuen Velellen. Die HbgaugvorJung a.t Der Gewerbeschule findet vom 14. bis 19. März statt. Ridda 21. Febr Qlm Sarnstagnachmtt- tv.z gegen 3.30 Uhr brach auf dem hiesigen H i in ni c l s b a ch ' ch e n Sägewerk Feuer auS. dem zwei Haufen Bahn schwellen zum Opfer fielen. Zum Glück waren noch alle Arbeiter auf dem Werk befchäftigt. Mit Hilfe eines Minima r' Feuerlöfch-Apparates gelang eS den Arbeitern, das Feuer zu löschen. Wä'-e der Brand nach Arbeitsschluß, also eine halbe Stunde später, ausgebrvchen. fo hätte großer Schaden entstehen können. Die Ursache des Brandes war das jetzt so häufige Anzünben von Hecken und dürrem Grase im Felde in der Aähe des Werkes. Das Feuer war rasch bis an den Holzlagcrplay wettergelaufen. — Unter sehr großer Beteiligung wurde hier der 62 Jahre alte Färbermeister Heinrich Ruppel 1. zur lebten Ruhe bestattet Er war sein Leben lang ein eifriger Förderer deS Turnvereins und bekleidete in diesem lange 3ahre mehrere Ehrenämter, weshalb er vor zwei Fahren zum Ehrenmttglied ernannt wurde. Auch im Kriegerverein gehörte er seit 1887 zum Vorstand und versah längere Zeit das Amt deS Schriftführers. Aidda, 21. Febr. Ein hiesiger junger Mann verschluckte in der Rächt zum Samstag wahrend des Schlafens sein Gebiß. Es blieb in der Speiseröhre stecken, so daß die Uebersührung in die Klinik notwendig wurde. Hier gelang es. den Eindringling in den Magen zu befördern. Es muß sich nun zeigen, ob der Fremdkörper auf natürlichem Wege sich entfernen kann, ober ob eine Operation notwendig wird. KrciS Alsfeld. Rieder-Ofleiden, 21. Febr. 3m B a - saltsteinbruch der Witleldeutsa-en HarlftLin- inbuftrie gingen plötzlich größere Gesteinsmaffen hernieder, von bci.cn der Arbeiter Echepp aus Deckenbach verschüttet wurde. Der Mann mußte in schwer verletztem Zustand nach Hause befördert werden. Preußen. Krcis Wetzlar. <> Hochelheim, 21. Febr. Bei der im hie- sigen Gemeindewald Uaitgcijcbten Autzh 0 1 z - Versteigerung wurden folgende Preise erzielt: Eichenstämme ÄL la, 1b und 2a durchschnittlich 20 Mark: Fichtenstangen 1., 2. und 3. Kl. durchschnittlich 30 Mark: Kiefernstämme Kl. la, 1b, 2a, 2b und 3a durchschnittlich 20 Mk. je Festmeter. Für Kiefernnutzholz Kl. 2 (drei Meter lang) wurden im Durchschnitt 10 Mark je Raummeter bezahlt. Katastrophaler Hauseinsturz in Frankfurt. Frankfurt a. W.. 21. Febr. Heute mittag gegen 12 Uhr hat sich hier (wie gestern in einem Teil unseres Blattes schon kurz berichtet. D. Reb.) in der Mainzer Landstraße ein katastrophaler Hausein stürz ereignet, dem drei Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Ein früherer Getreidespeicher, der zu einem Kino umgebaut werden sollte, stürzte aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache ein. Anscheinend wurde die Dachkonstruktion infolge der gestern und heute niebergeganqenen gewaltigen Schneemassen eingedrückt, so daß die Deiten- wände hcrauSgeworsen wurden. Bauunternehmer ist eine Firma Stroh & So . Architekten sind die Herren Kaufmann und Günther. Die Eisenkonstcultion, die, soweit sich bis jetzt feststellen läßt, die Hauptschuld an dem Einsturz hat, wurde erstellt von der Firma R 0 n st a d t unb Zweigle. Die Leute sind dadurch um- Leben gekommen, daß sie, alS sie im Erdgeschoß, wo sie sierade arbeiteten, den Krach hörten. ^rspru.igcn sind. 3n diesem Augenblick stürzte die Giebelmauer ein, wodurch sic erschlagen wurden. Die sosort an der Unglücks^elle eingetroffen c Feuerwehr, sowie die Rettungswache arbeiteten sieberhast an der Bergung der Opfer. Die endgültigen Feststellungen Haven ergeben, daß bei dem Dauunglück in der Mainzer Landstraße 155 brei Tote, neun Schwerverletzte und außerdem noch mehrere Leichtverletzte zu betlagen sind. Die Aamcn der Toten sind Philip Sols auS Frankfurt a. W. 3osef Betz auS Seil ft ein bei Fulda und Mar Bruder aus Vilbel. Schwer verletzt wurden die Arbeiter Karl Geisler, Hermann Mohr. Otto Korbach Joses Zöller und Rodert Kleine, tan.ilich aus Frankfurt a. W. Karl Pfann müller und Karl Hacker, beide auS Oberau bei Büdingen, Heinrich Rack aus Rommelshausen unb 3oses "Sindel auS Drei- eichcnhain Bon den Schwerverletzten mußten zwei, die völlig zwi chen Gi:cngcriifien eingeklemmt waren, in mebrstündiger angestrengter Arbeit auSgeschwcißt werben. 3hie Verletzungen sind fo schwerer Hatur. baß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. Der Leiter der Dauarbciten. Architekt Kaufmann, wurde in Haft genommen. Als Bauherr kommt die Firma Winck ck Könemund in Betracht. Heber Die tatsächlichen Ursachen deS Unglück» kann vorläufig noch nichts Bestimmtes gesagt werden. Die Ermittlungen find noch im Gauge An dem Sau waren eiwa 50 bis 60 Leute beschäftigt, die Eifenträger einbauten und Rabthwänbe einzogcn. Kurz nach 1 Uhr. nachdem die Arbeiter die Arbeit wieder ausgenommen hatten, stürzte das Gebäude unter donnerähnlichern Getöse eut Schreckensbleich ftürzten öle Leute aaS dem Gebäude heraus, wobei einige entkamen, andere von den Schutt- massen ersaht und begraben wurden. Ein Arbeiter, der über einen Stale.enzaun Heuern wollte, kam mit dein elcitrischen S^rom in Berührung und wurde sofort getötet. Durch den Einsturz wurden auch die an dem Gebäude vor- bedaufenöen Ltraßcncahiilchienen Pillig zugedeckt. fo daß die Dort verkehrenden Straßenbahnlinien etwa drei Stunden nicht mehr verlehren tonnten, da die Oberleitung herunlergerisien wurde. Die Aufräumungsarbcilcn Dauer 'en Den ganzen Tag über unD Dürften auch noch morgen fortgesetzt werden. Lüchertisch. Ernst 3 a c o b i. Anleitung aus Anfertigung von Zivjlurteilcn für Studenten und Referendare. Ein Zivil- prozeßprallikum an der Hand von besprochenen Rcchtsfallen in Altenform. Berlin 1927, Bcrlaa von Otto Liebmann. DaS kleine, in Größe unb Format den im selben Verlag erschienenen Praktika entsprechende Büchlein des bekannten Münsterer Dozenten wird sicherlich, zumal in der Studentenichast, auss herzlichste begrüßt werdet». Denn das. wozu dem öiuDentcn bei Benutzung anderer Praktika beim Selbststudium meist keine Gelegenheit gegeben wird, das selbständige Rachprüfen der Richttgkelt der von ihm erarbeiteten Lösung, ist ihm hier in reichlichem Maße ermöglicht. Richt nur eine Musterlösung wird von jedem Der fünf Fälle, Die das Büchlein be- har.Delt. gegeben. fonDem icDet Fall wird auch eingehend nach den verschiedensten Seilen hin untersucht und besprochen, das Falsche dem Richtigen entgegengesetzt. Zur Veranschaulichung Der Zivilprozeßmaterie wird das Werkchen jedem Studenten ebensalls willkommen sein. Man kann dem Büchlein nur wünschen, daß es unter Studenten und Referendaren eine möglichst große Verbreitung erfährt, wozu auch seine Handlichkeit und der geringe Preis Beitrag leisten mag. — Deutscher Rhein unb deutscher Wein ist da» Leitmotiv der neuen Sondernummer ber ..duftigen Blätter" (Verlag Dr. Eysler & Co., 'Berlin). Mit überlchäumendem Humor tobt sich die fröhliche rheinische Muse in diesem Hefte au». Der Leser wird mitgeriffen von dem Temperament der flotten Zeichnungen und dem rheinischen Witz, den auch keine Loreley trüb stimmen kann. Rudolf Presber gibt als Rhapsode seiner Heimat Gedichte unb Prosa von echtem rheinischen 'Blut, Gestwicki, Ehrenberger, Trier, Finetti unb Eichen berg haben das Hest sehr hübsch illustriert. — „Koralle" (Ullstein, Berlin) 3nS Wunderland Der bunten Papageien, inS 6lc- fanten-3agDreDier Des Königs von Siam, zu Den Rauschkakteen Mexikos, in Die Rtesenhöhlen von Plcsivetz unD in die tropischen Zikadenländer führt das neue Heft der .Koralle". Wo immer sich Die schöne Welt von ihrer schönsten Seite ■ ?igt. Dort ist Das Bilder-3agbrevter Dieser Zeit- fchrist für FreunDe Der Ratur. holzverfteigerung. Tic Gemeinde Cbcrwribbad) versteigert «ittwoch, dcn 2. Mürz, vormittag- 11 Ulir mfangenb, in der hiesigen Gastwirtschaft ^nderttzal folgendes Ruytzolz: fridwn: 1. Slaffc 34,60, 2. 83,40, 3. 84,13, 4. 43,79, 5. 16,63, 6. 9,90, 8. 1,75; zus.-. 274220 Film. Stangen 112 I., 10 II. Llasic. - uk: 2. ffL 3,02, 3. 30,10, 4. 14,25, .5. 11,89, 6. 8,30, 7. 3,84: zus.: 71,40 Fstm. YLa: 2. -3. ril. 3,22 Fstm. . u: 2. Sl. 1,80 Fstm. uszüge sind von Valdwärter HermMin ■- iuer zu beziehen. Äm Samdlag, dem 26. Februar, und tieitetag, 1. März, finden bic hicsitzen 3iiun!;oljvcrficigcrui«gcn statt. Diese erben in ben Trstrckten abgehalten unb beginnen jedesmal um 10 Uhr. I7T9D Tderweibbach, den 19. Februar 1927. Ter Bürgermeister. Runzheimer. j Vermietungen | Zimmer au vermieten. Lckr. änged. umer 013i6 en ben Gieß. Anz. ▼▼▼▼ VW V W Vv SteifiöesDfiiiioD Süöel cuiDfiebl: aat einaevilbtete Fremdenzimmer für jede Zen dauer. Tel. 240/. l»tiu NutzholzverfteigerMg Mttivom, den 23. d. M., vormittags 9 Uhr anfangenb, koinmen im Södeler Olemeinberoalb folgenbe Holzfortimente zur Versteigerung: Eichensrammbolz 5. uub 6. Hlafic 60 fm Holzsttümission. Tie Gemeinde Chcnfjasicn verkauft auf dem Wege schnftlichen Angebots nachstehend ausgefülirtes Holz: 9 2L Fichtenstämmc 3. Ml. — 10,20 fm 9 St. „ 3. LI. = 6,83 fm Buchennammholz 1. bi» 3. Klage 22 fm Sticfcrnflihnme, 3 Stück Fichtcnsiämmc, 65 Stuck 31 fm SeiBtanncnildinme, 41 Stück 10 fm Fichienberbstangen, 181 Stück 13 fm Scintanncnbert)itan.]c >i, 46 Stück 5 fm Reisslängen (Fichten, Fichteiunitzremg, 105 rm xiefcuuiuöTcijig, 57 rm. Säbel, ben 20. Februar 1927. Hesi. Bürgecmeistere,: __Dillenburger._____1773V Drucksachen aller Art Udert hi jeder gewünschten Ausstattung st.Iren unC «weiswert die BrOrsefae U»i». ttrw«tcrel. t. Um Bureau und wohuräume 4 Vorterrrräume, in zentraler Per kebrolane aui 1: ch- rerc Jahre zu vermieten. Sdirif; liebe Angel), unter 013 4 a. b. Gieß. An», erb. | Mietgesuche \ Garage gesucht möflL mir 2—3 Zimmer Wobn. Tausch- roojnun \ 3 Zimmer mit Zlivehör, Dort). Schnitt. 2tna- unser 01296 a. b. Gieß. Änz. 15 St. , -5a Äl. — 7,61 fm 15 St. „ 5b »L = 4,62 fm 11 5t dtiefernstämme 3. MI. — 11,81 fm 15 St. n 3. ÄL so 10,35 fm 59 St. 5. Ll. — 16,10 fm Tas Holz ist mit Rinde gemessen. An- ?ebote iinb gi trennt nach Mlagen pro fm is spätestens ben 26. Februar, nachmittags 2 Ubr, bet der unterzeichneten Bürgermeisterei clirzureichen, wo anichließcnb Die Eröffnung der Gebote erfolgt. 1785D Hess. Bürgermeisterei CDceheufcn. Nachtigall. [Wohnungstausch ffioaBüsaiiflüifi Biete: 3 3ininu r, Sammer unb Suche. Luche: 2—3 Zim met.inddL oatierrc Lchnnl Anz. uUlSO a d. Oien Snv erb. (Stellenangetatej Tüchti«es, selb ftänbiflCc MSW für den Hauöhatt gesucht. Mohr, «ne« Seilersweg 59. Volontärstelle ,. Vluöbtlbg. v. itrebi. vodibamcdinifcr neu Stör, flngeb. u. 01307 an b. e 4'.. fürs Büfett gel. Caf6 Amend. ■ rCXX'XrXXXÄ XTXTXXI Besseres, kinderlieb. Mädchen iür 1. Avril geb Stau LL. Ameud. Bahiihontratze ih:. Stellengesuche! Einfach gebildetes 20jahi,ge-Mädchen inchi stelle bis 15 III. als Sinötrjrüulein. Senmniffc u Stinber= ost ege Ra-en. '8ute Zeugnisse varhand $ dir vinneb unter 01294 a.,d. > uen Anz. MMMWllII!« WM 19 Fahre. Lo,eumS> bilbunfl unb 1 Fahr HauShaliunqs schule, sucht enisvrechende Stelle. Lchr. Ana u. 0H13 an den Gieß. Bn*. 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Ernst Fleck fleuaemelftet, SchÜtzenstr. 8. rje Am 2L Februar entschlief sanft meine herzensgute Frau Marie Köhler im 84. Lebensjahr. Heinrich Köhler. Gießen (Wolfstraße 13), den 22. Februar 1927. Die Beerdigung findet am Donnerstag, 24. Fehr., nachm. 2 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 01314 Evang. Arbeiterverein Frl.MarieLüdeking ist gestern vormittag 11 Uhr nach kurzer Krankheit sanft entschlafen. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Hermann Hopfner Wwe. und Töchter. Güeßen (Teufelslustgärtchen 8), 22. Februar 1927. Die Beerdigung findet Donnerstag, 24. Februar, nachmittags 3 Uhr, auf dem Alten Friedhof statt. Unterfertigte betrauert das Ableben ihrer 1b. A. H. A. H. Dr.nMvet. Gottfried Schaefer Kreistierarzt a. D. aktiv S. S. 1868 ,MtD Regierungsrat Robert Bangel aktiv S.S. 1889 Die G. B. „Germania“ i. A.: Werb x Unsere liebe, gute Verwandte Mittwoch, den 23. lfv. Mts., 8 Uhr im Iohannessaal (Gingang Südanlage) Beethoven-Abend Mitwirkende: Streichquartett Franz Dauer Frau Dr. Fischer (Klavier), Herr Studienrat Dr. Krauß (Vortrag), sowie der Frauenchor deS Vereins. Gäste können eingesührt werden. Der Vorstand. Deutscher Bund s.Christlich-EvangelischeLrziehung in Haus und Lchulc (Ortsgruppe Wieben) Familien - Abend Mittwoch, den 23. Februar, abendS 8 Ubr, in der Fobanneskirchc (Eingang nur durch das Hauptvortal) Vortrag des Herrn Bundesdirektors Winkler aus Frankfurt a. 0. Themm Erziehungsscblagworte, ihr Recht und Rnrechi Erscheinen aller Mitglieder dringend erwünscht. Gäste roiQlommen. 1737)D Kaule jedes Quanium feinste Oberh. Molkereibutter sowie beste Qualtiäten Landbutter Laufender Abschluß er wünscht. ITiBss F. Daanenmann, Buttergrosthandlung, Franktorl a. ID.-Süd, Dreislehstrafle 39 Eintrittskarten für den Bad Nauheimer Großen Kurhausmaskenball am Samstag, 26. Februar, abends 8 Uhr 11. 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Genoss. 1 461,91 „ Eintrittsgeld....... 8,50 „ noch zu deckende Verwaltungskosten ....... 1 387,04 „ Kreditoren....... 32,71 „ Reservefonds....... 436,61 „ Reingewinn..... . 2 763,55 6 090,32 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1925 ........ 154 Zugang im Jahre 1926 .... 20 Abgang im Jahre 1926 .... 8 Stand Ende 1926 ....... 166 Höhe der Geschäftsguthaben Ende 1925 ......... 1 096,61 Zugang im Jahre 1926 . . . 365,30 Abgang im Jahre 1926 . . . --- Stand Ende 1926 ...... 1 461,91 Gesamt-Haftsumme i. Jahre 1925 7 700,00 Zugang in Jahre 1926 ... 1 000, - Abgang im Jahre 1926 . . . 400,— Stand Ende des Jahres 1926 . . 8 300,— Steinberg, den 22. Februar 1927. Konsumverein e. G. m. b. H., Ltciubcrg : B. Häuser XIV. Balth. Maid. Georg Häuser XVI. 1770D Nützhorzversteigerung Montag, den 28. Februar d. I., von vormittags 10 Uhr ab werden im Gemeinde- wald Wilsbach versteigert: 99 Eichenstämme 2.—4. Kl. — 51,95 fm 25 Buchcnstämm.3.—5. Kl. — 18,20 „ 216 Ficktenstämmel.—4. Kl. = 103,45 „ Hierunter eine größere Anzahl Sckmittstäm. 279 Kiefernstämm. 1.—1. Kl. =» 198,10 fm Hierunter eine größere Anzahl Schnittstäm. 2 Eschenstämme 2.-3. Kl. — 1,47 fm 60 Nadelholzstangen, 1., 2. und 3. Klasse 7 rm Eiche-Nutzknüppel 22 „ Nadel-Nutzknüppel 8 „ Nadel-Nutzscheit. Das Holz lagert zum großen Teil an der Gladenbach—Gießener Straße. Zusammenkunft im Ort. Wilsbach, den 19. Februar 1927. Seibert, Bürgermeister. 1772D Wieder so ein Paar! Da soll ich nun helfen, wenn derStiefel mit schlechter Schuhcayne verdorben isl Hier hilft nichts mehr als eine gründliche Behandlung mit Budo Mit Büdo wird das Schuhwerk geschont das Leder erhalten und Risse verhütet Drum höre auch Du meinen Rat Nimm Büdo Jngeborg Margarethe Luise Die glückliche Geburt einer gesunden, kräftigen Tochter zeigen hocherfreut an Dr. med. Ludwig Schmidt und Frau (Emilie geb. Setter Wieseck, 18. Februar 1927 1774 0 Für die anläßlich unserer goldenen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Philipp Schmidt III. und Frau Katharine geb. Schmidt Großen-Buseck, den 22. Februar 1927 01300 Voranzeige! Auf vielseitigen Wunsch findet am Montag vor Fastnacht, den 28. Februar (Rosenmontag), im großen Saale der =ßiebigshöhc= nachmittags 3—7 LIhr, großes Kinder-Kostümfest statt. — Um 4 Uhr Umzug tm großen Saale. Hierbei sind erwünscht: Geschmückte Wägelchen, Fahrräder, Holländer usw. Konzert, Kinderspiele, Ueberraschungen Eintritt für Erwachsene Ml. 1.00 einschl. Steuer, Kinder frei. Kein Preisaufschlag 1 01801 Kein Preisaufschlag! ÄeliFtaer tal-MstM m isTl Mittwoch, den 23. Februar 1927, abend« 8 Uhr in sämtlichen Räumen des Lass Amend: MM SM - WWW nach rheinischer Art Erstkl. Büttenreden • Neueste Tarneval-Lieder Witz - Humor - Sotyre Einzig derartige Veranstaltung in Gießen m6c während der Tarneval-Saison 1927 s Anschließend Tanz • | DerVorslaniiilerGigßengrCaFnaval-fiesellsGlianvBnWn Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abi. B wurde beute bei der Direktion der Dis- contogesellschaft, Zweigstelle Gießen folgendes eingetragen: Die Prokura deS Richard Kowalski ist erloschen. i?68c Gießen, den 12. Februar 1927. Hessisches Amtsgericht. Mittwoch, den 23. d. M., versteigere ich tm Löwen. Neuenweg 28, ab 2 LIhr: 1781D Damenuhren, einen Kastenfchrank, eine Äckeregge, 1 Wiesenbobei (neu), einen Herd (sehr gut), 2 Oefen, drei Kleider- schränke leintürig), 1 Kommode, zwei Sofas, 18 Veiten. 1 Aachtschrank. ein Büfett, 1 komplette Küche (neu), einen Tisch, 1 Badeofen mit Feuerung, einen Petroleumofen, 1 Flaschenfchrank, eine Zentrifuge, 1 Grammophon mit Platten, w. Schuhe, Herren- und Damenwäsche, Strümpfe, komplette Anzüge, Teddybären, getragene Herren- und Damen- mäntel, gut erhaltene Herren- und Damen-Fahrräder u. n. v. a. Versteigerung bestimmt. Ludwig hartmetz Auktionator und Taxator Deuenweg 28 Telephon 1114. K* Mein Auktionslokal ist zu jeder Tageszeit geöffnet. Bon fleih'ocn Bienen flcmmmelter ! nUen QunL, 10'iob.» Büch'e Mk. 108-*, balue DlLfLk-rtonfo Nawn.. nanz Leiter Kleebonig 1' t i — nicht. Provepäck- dien Al* Ufo. nc:io II k 1 V|ifrf neu \!:or* eins <«at. Zurnckn. Qb ivlant 'ne u d Honigv riaub „Werder", Werter 45 an der Oavel (In'u. JVrnn Vcbrer a. D. tf. kvi scher). Schwarzer Sobellvillill (Hiindirn nm Don- nerö-ag entlaus n. 2lbiuneben genen iielohnunn 01299 l,einrich Bnrk, Stnufiimnn, B)ald« girmeS bei Wevlar. Stadttheater Mittwoch 23. gfebr- 7ll.MMwoL-Ab.lksI. v 7' ,u nackt luViUbt Elllsome menfmen Diarna in 5 Akiea v. Ger h. Hauptmann- la hehlender HONIG Nr. §4 Zweites Blatt Ieitungsschau. 3n bet .Vofsischen Zeitung" antwortet Georg Bernhard auf einen Aufsatz de« Staatssekretär« in der Retchskanzlei Dr. Pünder. der den Kurswechsel de« ZetUrum« und de« Reichskanzlers Dr. Marr begründete. Bernhard schreibt: .In dem. was Dr. Pünder al- Prophet und Jünger seines Reichskanzlers will, fudt der Gedanke deS .Burgfriei'enS". der da- eJ^agtoort von der .Einheitsfront" gezeugt hat. Derartige Schlagworte ,;nb feit dem Kriege in Deutschland gang und gäbe. Sie find verständlich. wenn ein Volk gegen eine Welt von Gegnern um seine Existenz kämpft. Und trotzdem fängt man heute vielfach doch schon an. darüber nachzudenken, ob nicht zum Teil Biederlage und Zusammenbruch deS deutschen BolkeS durch die Friebhossruhe deS .BurgsriedenS" und durch den Homunkulus .EinhcttSsront" verschuldet worden sind. Auch in der auswärtigen Politik, und gerade in kritischen und in Krieg-zeiten, ist d.e Möglichkeit für eine Regierung, mit Anhängern verschiedener Anschauungen bald hier, bald da Anknüpfungspunkte finden zu können, viel wertvoller al- eine .Einheitsfront", der zuliebe die Vielgestaltigkeit der Meinungen und der Temperamente geknebelt und außer Kraft gefetzt wird. In der inneren Politik aber ist der Kamps notwendig. um eine richtige Ausbalancierung der Kräste und der Interessen zu Erzielen. Und so wichtig die Herüberztehung der Deutschnationalen zur Mitarbeit am neuen Staat sicher ist, fo bleiben daneben doch andere Interessen mindesten- ebenso wichtig. Und die Aufgabe, diese Interessen zu vertreten, bleibt der Opposition. Die Deutschnationalen sind wahrscheinlich nicht schlechter, aber sicher auch nicht besser al- andere Parteien. Und die Mehrheit der Führer der Deutschnationalen. die sich entschlossen haben, in die neue Staat-ordnung einzuschwenken, haben daS doch nicht getan, weil sie in dem Reichskanzler Marr ihren Seelenhirten sehen, der sie nun xu anderen Idealen bekehrt hat. sondern einfad) deshalb, weil sie glauben, in dieser neuen taktischen Position ihre besonderen Parteiinteressen besser vertreten zu können. Sie haben sich davon überzeugt, daß sie im Borzimmer der Republik zwar schreien, aber nicht praktisch wirken tonnen. Sie wollen nicht mehr schreien, sondern sie wollen wirken. Und wofür sie wirken wollen, darüber besteht doch gar kein Zweifel. Ein bißchen verfällt vielleicht der Reichskanzler Marr auch in den Fehler, den man früher der deutschen Außenpolitik Immer nachsagte. Der Deutsche ist nur allzu geneigt, aus Verbrühe- rungSdinerS den Schluß zu ziehen, daß nunmehr zwischen den Dinerteilnehmern keinerlei Gegensätze mehr bestehen, und dah jeder, mit dem man die Sektpoinle hat zusammenklingen lassen, nun auch deutschfreundliche Politik zu machen verpflichtet ist. Weil wir an ziemlich robuste Formen de« politischen Kampfe- gewöhnt find, und weil e- nach gar nicht so lange her ist. das» in Deutschland sich niemand mit seinem politischen Gegner zu Tisch setzte, betrachten wir Deutschen unsere Tischnachbarn nur allzu leicht als unsere Freunde. Daher denn auch immer wieder die Enttäusckung. die sich hinterher nur allzu leicht in zügellosen Beschimpfungen unö Klagen über Treulosigkeit entlädt. Wenn deutfchnattonale Politiker sich nun jetzt willig um einen republikanischen Miniftertifch rnttversamrneln. so darf das doch darüber ntüht hinweatäufchen. dah sie sich die Republik wefentllch anders denken, al- weite ihnen politisch entgegengesetzte Schichten des deutschen BolkeS. Und wir nehmen ihnen daS nicht im mindesten übel, sondern halten ihr Mitregieren für ihr gutes Recht, nur wollen wir unS hinterher nicht, weil wir unS vorher über ihre wahren Ziele täuschten, enttäuschen und womöglich zu Anklagen gegen sie hinreihen lassen, die minstenS so ungerecht wären, wie die Täuschung von vorher verhängnisvoll war. Und deshalb bleiben wir demokratisch Gesinnten in bet Opposition, solange die Deutschnationalen mitregieren. — — — ES herrscht eben bei uns noch immer die ganz veraltete Auffassung, dah Opposition etwas Regatives. Destruktives ist. Rein: in jedem parlamentarischen System ist die Opposition etwa- Fruchtbares. Und gerade das Zentrum sollte der Demokratischen Partei besonder- dankbar dafür fein, dah sie nicht der Sozialdemokratie allein die Rolle der Opposition überlassen hat.---In einem irrt sich Staatssekretär Pünder: die Opposition denkt heute gar nicht daran. daS Kabinett zu ftür^cn. Die neue Regierung soll zeigen. waS sie leisten kann, bair play auch für die deutschnationalen Minister. Aber die Opposition wird als getreuer Merker jeden Fehler aus die Tafel kreiden. 8s sollen ihr mehr als sieben Fehler .vorgegeben" werden. Denn In langen Jahren hat die heutige Oppo» fltion gelernt, dah nicht ganz leicht ist. zu regieren. Aber die Opposition wird jederzeit bereit Fasching im Stadttheater. „(Sichen wird Großstadt" Wie eS kam, weih ich nicht, aber immer wieder ging mir der lateinische Spruch: .ultra possc nemo onli^atur“ durch den Kops. Ich framte in meinen Schulerinnerungen und übersetzte — eS ist mit nachträglich zweifelhaft geworden, ob ich die richtige Gehirnschublade aufgezogen habe — daS „ultra posse nemo obligatur8 mit: .Zu mehr als einer Posse ist niemand verpflichtet." Ich schloh logifcherweise: Eine Posse sollte der Mensch aber anstandshalber schreiben, und setzte mich hin und schrieb: .Diehen wird Grohstadt", Lokalposse mü Gesang und Tanz tn 5 Bildern. Ich verspreche aber schon jetzt, eS wird bei dieser einen Posse bleiben, beim ich bin nicht bösartig. im Gegenteil, ich bin harmlos, sogar sehr harmlos. Diese Harmlosigkeit erhellt auch daraus, dah ich nicht den Titel .Revue" für das Stück gewählt habe, sondern .Posse". Revue Cingt ja moderner, klingt ja prickelnder, erweckt die Perspektive auf weitgehende Ungezogenheit — Verzeihung — Ausgewogenheit; ich bin aber der Meinung, dah die Racktkultur sich belfer im Familienbad einet Stadt entfaltet, als auf deren Bühne, selbst toenn es sich um eine Stadt handelt, deren Einwohnerzahl jid> dem ersten Hunderttausend nähert, denn Gießen wird ja — in der Posse — Grohstadt! DaS wird die Zeit unserer Kinder oder Enkel sein! Da werden die Gießener Dienstmänner drei Sprachen sprechen, die Schuldiener werden ihre Gespräche mit Zitaten würzen, da sie sich Eietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Dienstag, 22. Sebruar (927 sein, die Regierung-Verantwortung wieder zu übernehmen, wenn eS sich zeigt, dah für das Hous der deutschen Republik die Deutschnationalen eine Inneneinrichtung anfertigen wollen, die der Mehrheit deS deutschen BolkeS nicht besagt. Darüber werden die nächsten Wahlen entscheiden. .Bei Philippi sehen wir unS wieder" Zum Kapitel .KulturkriliS" schreibt die .Kölnische Zeitung" folgende, gar nicht ernst genug zu nehmenden Sätze: ES läßt lich heute noch nicht abschätzen, wie weit der Weltkrieg die Gesamtkultur der Menschheit zurückgeworfen hat. Sine- aber ist sicher: eS wird jahrzehntelanger Arbeit bedürfen, um feine schädlichen Folgen zu überwinden. Sie zeigen sich bei Siegern und Besiegten und auf allen Gebieten. im geistigen wie im sittl:chen Zustand der Böller. Unser deutsches Volk hat mit am schwersten gelitten, die Verirrungen der letzten Jahre waren groh. nur langsam schreitet die Selbstbesinnung fort. Wir stehen mitten in einer Kulturkrise. Aus dem Zusammenbruch unterer Macht haben wir zwar das einige Reich und mit ihm die Grundlaaen unserer Kultur gerettet. Aber die Kultur deS Geistes, durch die wir groh geworden sind, wird zur Zeit in den Schatten gestellt durch eine Kultur deS Lebensgenusses, wie sie die deutsche Geschichte kaum jemals gesehen hat. Unser Boll ist von einem Krampf gepackt, der im chroffsten Gcgenfah steht zum Ergebnis deS Krie- icS und doch gerade darin auch feine Erklärung indet. Auch die an sich erfreuliche und als Erfah ür die militärische Schulung notwendige Kultur deS Körpers droht zu einer Gefahr für die Kultur deS Geiste« zu werden. Zu der einfeitigen Geistesbildung, die schon vor dem Kriege durch das Uebermah menschlichen WisscmS erzwungen war, gesellt sich heute eine weitverbreitete Geringschätzung der geistigen Leistung überhaupt. Sine Umwertung aller Werte hat eingesetzt. In der Presse, dem Spiegelbild der Dolksseele. zeigt sich das am deutlichsten. Wenn eine Deutschamerikanerin den Kanal durchschwimmt oder ein Landsmann in einem internationalen Boxkamps den Sieg erringt, dann gerät die Dolksseele — und zwar nicht nur die ungebildete - - außer Rand und Band, und ihre ZÄtungen feiern den Triumph der Muskeln als eine grohe nationale Tat. Wenn aber ein deutscher Gelehrter ein Berfahren zur Verflüssigung der Kohle erfindet oder gar den chemischen Stoff entbehr der vitaminarmen Rahrungsmitteln volle Rährkraft geben kann, wenn also im Reich ber ©enter wirklich Gröhes geschieht, was die Lebenskultur des ganzen Volkes angeht, bann erscheint es im Werturteil der öffentlichen Meinung als eine kleine Rotiz „unterm Strich". Rur ein philiströses Ge- nrüt hat keine Freude an der sportlichen Betätigung unserer Jugend, an dem frischen Gebaren. dem leiblich unb meist auch seelisch gesünderen Heranwachfen eines frühzeitig reif werdenden Geschlechts. Aber was nutzt es. wenn mit mit bet Kraft unserer Arme die ganze Welt gewännen und nähmen Schaden an unserer Seele! lieber der Körperkultur darf die Geisteskultur nicht vergessen werden. Ein gesundet Geist im gesunden Leib, daS war ber Wahlspruch ber alten Griechen unb Römer in ihrer höchsten Blütezeit; ein gesunder Körper ohne Geist ist gewiß keine erstrebenswerte Kulluverscheinung. GS sieht jedoch fast so auS, als ob wir diesem ®r- ziehungSideal zusteuerten. Achtlos geht die Menge an ber Rot ber geistigen Arbeit vorbei; sorglos sieht sie ben gebildeten Mittelstand versinken, ber einst ber Träger unserer nationalen Kultur war. Ja, wenn ein neuer Kulturträger an seine Stelle träte, wenn auS ben Ruinen wirklich neues Leben erblühte — man formte sich abfinden mit dem schmerzlichen Verlust. Aber das Ist ja keineswegs der Fall. Die Kultur ber Sechstagerennen, ber Revuen unb Riggertänze Ist kein Ersah für bie Geisteskultur, die eine ohne eigenes Verschulden zum langsamen Absterben verurteilte Volksschicht fast xtoei Jahrhunderte lang mit größtem Erfolg gepflegt hat. Und wie wollen wir den neuen Lebensgenuß, der doch nichts anderes ist alS eine Entartung ber Kultur, wie wollen wir ihn rechtfertigen angesichts ber oft entsetzlichen Rot weiter Volkskreise? Die Gefahr besteht, daß wir toicber in jenen Kulturzustand zurücksinken könnten, wo die breite Masse deS Dolle« mit Zugang hatte zur religiös-sittlichen Kulttir, aber auSgeschlssen war vom schöngeistigen, wissenschaftlichen unb künstlerischen Schaffen ber Zeit. Es geht um mehr, als Regierungen unb Parlamente zu glauben scheinen: es g^ht um Sinn und Inhalt unsere« nationalen Lebens. Und es geht um unsere große deutsche Kulturgemeinschaft. bie auf bie Dauer bie vielen Millionen Deutsch: im Auslanb nur bann an sich zu ziehen vermag, wenn sie selbst neue Kulturwerte schafft unb bie alten sorgsam hütet. Das ahnen heute schon mehr Deutsche, al« sich unsere Regierungsweisheit träumen läßt, unb vor allem ahnt es baS Ausland. Dorläusig zehren wir noch vom Ruhm der Der« gangenheit. Wie lange wird c« dauern, bi« un- andere Döller den Rang abgclaufen haben? Wer auf einen neuen Aibelungenenkel warten will, .daß er die Zeit, den toll gewordenen Renner, mit eherner Zaust beherrsch unb ehernem Schenkel". ber wird feine Zeit verpassen, unb wir habe- doch keine Zeit mehr zu verlieren. Sin Volk, da« feine Kultur nicht wahren unb mehren kann, geht zugrunde. Fördert das ländliche Siede ungswefen! (Sine Munhqcburq landwirtschaftlicher Organisationen. erlln, 21 L) Die Gesellschaft zur Förderung der inneren Kolonisation, ber Deutsche Landwirtschaslsrar. die preußische Haupt- landwirtschastsfamnicr. derReichSvcrband der deutschen Industrie, der Reic^landbund. ber Deutsche Bauernbund, die ^Bereinigung der deutschen Bauernvereine, ber Reich«verband landwirtschaftlicher Klein- und Mittelbetriebe und der Verband der preußischen Caobgemeinben veröffentlichen folgende Kunbgebung zur Frage ber ländlichen Siebeluna: Im Jahre 1926 hat das Reich namhafte Beträge für bie länbliche Siede lung her eil gestellt. Preußen hat sich dem angeschlossen. Dieser Schritt wirb in allen Kreisen des deutschen Dolkes lebhaft begrüßt, sind doch in ber Voraussetzung, bah Siedlung Eigentum bedeutet unb daß bei ber Durchführung de« SieblungSwerkes der RechtSgrunbfay de« Eigentums voll gewahrt bleibt, an einem umfassenden ländlichen Sied- lungswerk Landwirtschaft. Industrie. Handel und Gewerbe. Städte unb Canbgemeinbcn in gleicher Weife interessiert. Die Lanbwirtschaft braucht für ihren Bevölkerungszuwachs neuen unb a j 6 - reichen ben LebenSraum, auch bie in ben Canbfrcifen unb Canbgemcintcn zusammengefahtc Selbstverwaltung kann nur gedeihr.r. wenn der länbliche RachwuchS dem flachen Lanbe möglichst erhalten bleibt. Die In- buftrie erstrebt angesichts ber geschmälerten Aus- fuhrmöglichkeiten durch Vermehrung ber bäuerlichen Stellen eine Stärkung ber Aufnahmefähigkeit bes lanbwirtschaft- llchen Markte - für ihre Erzeugnisse. Hanbel unb Gewerbe, ins besondere in den mittleren unb kleineren ßtäbten werben burch die In ihrem Umkreis neu entstehenben Bauern gemeinden erfahrungsgemäß stark belebt. Sie Städte ebenso wie bie großen Landgemeinden in den Industrie- gegenben können ihrer Wohnungsnot unb Erwerbslosigkeit unb ber bamit zusammenhängenden Folgeerscheinungen nicht Herr werden, mit deren Bekämpfung nicht zugleich die Quelle des Hebet« — bie übermäßige ländliche Abwanderung — durch eine starke ländliche Ansiedlung verstopft wird. Wenn trotzdem eine großzügige ländliche Siedlung bisher nicht in Fluß gekommen ist. fo liegt der Grund darin, daß wesentliche, fachliche Voraussetzungen für eine umfangreiche Siedlung auch jetzt noch nicht erfüllt sind. Die unterzeichneten Organifationcn fordern deshalb. 1. Wiederherstellung einer ausreichenden Rentabilität der Landwirtschaft als der sinngemäßen Vorbedingung für bie Gründung lebensfähiger neuer Dauern stellen. 2. Zusammenwirken aller öfsentlichen Faktoren zur Förderung der Siedlung nur nach sachlichen Gesichtspunkten. 3. Verwendung nut sachkundiger, leistungsfähiger und genügende Sicherheit bietenbet Sied- lungSträger für die praktische Durchführung bes Siedlungswerkes. Die Möglichkeit bet Selbstfieblung burch ben Grundbesitzer muß Daneben gegeben fein. 4. Ausschaltung aller bureaufrati- schenEingtiffeindie SiedlungStätigkeit. Die wirtschaftliche Selbstänbigkeit unb Beweglichkeit ber Siedlungsträger muh vielmehr zur Sicherung eines wirklich wirtschaftlichen, billigen unb schnellen Verfahrens un» a n g e t a ft e t bleiben. 5. Reben einem ausreichenden Zwischen- f r e b i t für ben ©ieblungSträger weit gehenkt en unb billigen öffentlichen Dauetkte- bit für ben einzelnen Anfieblet als unerläßliche Voraussetzung für eine umfangreiche Reusieblung. Sie Zwischen- unb Dauerkreditmittel sind nach gesetzlich festgelegten Maßstäben zu gewähren unb von bet frebitgeben- ben Stelle auf Grund des Gutachtens der Landeskulturbehörbe ohne Einschaltung weiterer Behörden entsprechend dem Verfahren der Vorkriegszeit unmittelbar zu bewilligen; nur dann ist cS dem SieblungS- träger wieder möglich, planmäßig auf Jahre hinaus sichere Maßnahmen zu treffen. Eine schleunige Regelung des SiedlungSverfah- tenÄ nach diesen Vorschlägen ist notwendig, toeim nicht auch noch daS Jahr 1927 gleich den Vorjahren für den Beginn einer großzügigen ländlichen Siedlung verloren gehen soll Staatliche Kunftföröcrung in Hessen Der kommunistische ßanbtag#abgcorbncte Dr. Daniel Greiner hat an die hessische Regierung folgende Anfrage gerichtet, bie auf bi« Kunstpolitik bet hessischen Regierung ein eigenartige« Licht wirft: Anfang Oktober 1925 erhielten bie Herren Maler Prof. Kurt Kemp in. Darmstadt. Maler O. F. Kutscher- Bad-Rauheim unb Maler Prof. R. T h r o 11 - Offenbach a. M vom Hochbauamt Friebbetg eine öinlabung. sich an ton engeren Wettbewerb für bie Ausmalung be« Konzettfaales in Bad-Rauheim zu beteiligen. Genannte Herren sandten trotz der sehr kärglich bemessenen Frist von kaum zwei Wochen ihre allen gestellten Bedingungen entsprechenden Entwürfe unb detaillierten Ko''envor- anschläge zum verlangten Termin ein. Don da ab hörten sie fünf Vierteljahre lang nicht das Geringste über daS weitere Schicksal ihrer mit großer Begeisterung für daS Ob ekt unternommenen unb j. T. recht umfangreichen Arbeiten. Erst am 15. Januar 1927 erfuhren sie. fast durch Zufall - gelegentlich ber Drünbuogs- verlammlung be« ReichSwirtschaftSverbanbe^ bif- benber Künstler. Gau Hes en — von dritter Seite, daß ber Wettbewerb schon längst entziehen, daß der Auftrag für 28 000 M k. an eine Frankfurter Firma (Prof. Linnemanns vergeben. baß die Ausmalung deS KurhausfaaleS bereits weit vorgeschritten fei. Die von bi'fcr Mitteilung außerordentlich überraschten Künstler erhielten drei Wochen später vom Hochbauamt Friedberg folgende denkwürdige Rachricht Friedberg, den 4. Februar 1927. Zu Rr. H. 2. F. 11. 35 Detr. Ausmalung des Konzertsaales in Bad-Rauheim. Wir beziehen un« auf den seinerzeit von Ihnen eingereichten Entwurf über die Ausmalung deS Konzertsaales in Bad-Rauheim. Wir haben in der Elle übersehen. Ihnen seinerzeit mitzuteilen, daß Ihnen die Arbeit nicht übertragen werden konn e. Indem wir die- hiermit nachholen, bitten wir unser Der» sehen gütigst zu entschuldigen. In der Einladung zum Wettbewerb sind weder die Ramen der Preisrichter, noch der Termin der Entscheidung bekanntgegeben. Eine Benachrichtigung der Beteiligten über ben Ausgang bes Wettbewerb« erfolgte erst nach reichlich fünf Vierteljahren, offenbar unter bem Protest ber Grünbungsversammlung be« RWDBK. Auch in biefem Schreiben fehlt bie Bekanntgabe Der Ramen ber Preisrichter; außerdem sind keinerlei Gründe ber Ablehnung mitgeteilt. Auch erfolgte keinerlei Ausstellung der eingegangenen Entwürfe, bie zunächst ben beteiligten Künstlern unb bann ganz besonder« der Öffentlichkeit Gelegenheit gegeben hätte, in bie eingegangenen Entwürfe und Vorschläge Einsicht zu nehmen. Ich frage nun an: 1. Sind ber Regierung dies« Tatsachen be» lärmt? 2. Wie stellt sich die Regierung dazu, daß ein« ihrer Organe in einer nicht nur Die hessische Künstlerschast, sondern Darüber hinaus bas ganze Land IntereffierenDen künstlerischen Angelegenheit so geheimnisvoll unb selbstherrlich verfährt unD unter Mißachtung aller sonst bei Wettbewerben üblichen Gepslogen Hellen i n aller Stille ihre Entscheidungen trifft, ohne die Wettbewerbteilnehmer und Die Öffentlichkeit ihre EntscheiDung wissen zu lassen? 3. Was hat die Regierung dazu au sagen, bah bei Vergebung großer künstlerischer Ausgaben hessische Künstler von Rus, Die man doch für fähig hielt, eine solche Aufgabe zu be» wälttgen, einfach überging unb Den Auftrag einer nichthessischen Firma zuerkannte? 4. Wie kann e« die Regierung rechtfertigen. Daß bei Der bekannten Finanzlage des hessischen Staate« trotz DeS um Die Hälfte niedrigeren Angebote« hessischer K ü n st l e r (durchschnittlich 13030 Mk) Der Auf- trag für Die mehr alS doppelte Summe von 28 000 Mark an eine nicht hessische Fir- m a vergeben würbe. 5. Ist bie Regierung bereit, sowohl Die Ramen der Preisrichter, sowie auch Die Entsetzei- bung Der Jury unb bie künstlerischen ® r ü n b e , welche bie Vergebung des Auftrags für bie doppelte Summe an eine nichthessische Firma nach Meinung ber Jury rechtfertigen, bekanntzugeben? 6. Ist bie hessische Regierung bereit. Den Drei genannten hessischen Künstlern wenigstens Da» gewissermaßen mit der Literatur verschwägert füljlen, im Zoologischen Garten im Philosophen» waid wird Der im Innern Borneos neuentdeckte Menschenaffe, der Pithekanthropus Giesscniensis zu sehen sein und auf den Gänsewiesen steht Dann Das neue StaDion im Betrieb; Die oberhesfischon Bahnen — Doch halt, Da hätte ich balD zu viel verraten und es fällt mir ein. dah neben meiner Harmlosigkeit Die Diskretion eine meiner Haupt- eigenfdjaften ist. Diese Diskretion verbietet mir, hier ausführlich zu erzählen, wie Die Ankunft de« hundert- taufenDften Einwohners in Der Posse gefeiert werden soll; sie verbietet mir auszuplaubem. daß Deputationen aus allen deutschen Mittelstädten zu Dem Feste eintreffen werden. Darunter Herr EusebiuS Rörgelmeier unD sein Freund Dliem- chen aus Sachsen; sie verbietet mir. Ihnen anzu- vertrauen. was der Herr Eusebius Rörgelmeter bei seiner Ankunft hier, bei einer Feuerwehr- Übung. im Theater, im Flughafen unb beim Dollssest auf dem Schiffenberg für Abenteuer zu erleben, welche Himmel- unb Höllenfahrten er burchzumachen hat. Rur das eine kann ich Ihnen unter dem berüchtigten Siegel der fogcnannien Verschwiegenheit noch ins Ohr sagen, daß in der Posse neben aktuellen Couplets und Liedern ein niedlicher Tanz ober hessischer Kinder Vorkommen wird. Mehr sage ich um keinen Preis, denn wie schon erwähnt, darf ich neben der Harmlosigkeit Die Diskretion zu meinen — wie sagt man in solchem Falle gleich? — .schätzenswerten" Eigenschaften rechnen. Zu diesen Eigenschaften zählt schließlich auch ein unausrottbarer Optimismus. Ich glaube fast. Optimismus ist eine chronische, unheilbare — aber merkwürdigerweise nicht schmerzhafte — Krankheit. Denn au glauben, daß nach all Den karnevalistischen Veranstaltungen Der letzten Zeit, Den zahlreichen Oöerettenauffüfjrungen, einem großen Operngastspiel unD einem ausverkauften Künstler» fest noch ein Mensch in Gießen am Ende De« MonatS BargelD oder Interesse für Das Theater übrig habe, läßt beinahe auf nicht ganz intakte Vehimsunktionen schließen. Aber ich halte es mit dem Kehrreim eines Couplet« aus der Posse: .Ein Optimist läßt sich Den Glauben, e« nah ein Maximum, nicht rauben!*4 Ein Maximum würde e« in unserem Falle bedeuten, wenn Die Lokalposse .Gießen wirk) Großstadt" nach Der vorauf gegangenen VergnügungS- hochflut noch eine Anzahl voller und animierter Häuser erzielen sollte. Jedenfalls würde ich einen solchen Erfolg bereitwilligst al« .groß städtisch«" Anzeichen buchen. Hermann öteingoetter. Hindemiths „Cardillac" in Darmstadt. Bkll lebhafter Spannung sah man der Erstausführung von Paul Hindemiths neuer Oper .Cardillac" am Hessischen Landes» t b e a t e r in Darmstadt entgegen; es wohnten ihr zahlreiche auswärtige Besucher, namentlich Theatersachleute bei, denn das Landestheater ist die zweite Bühne Westdeutschlands, die das anspruchsvolle Werk nach seiner Uraufführung in Dresden (im Dovernber vergangenen Iahre«) herausgebrachl Hal. Der jetzt im "Vordergrund der jüngeren Generation deutscher Komponisten stehende Paul Hindemith war eine Zeit lang ein Schüler von Professor Arnold Mendelssohn in Darmstadt, und einige seiner Schöpfungen auf bem Gebiete Der Kammermusik fanden hier schon sehr früh ein interessiertes Publikum. Cardillac, der Held der neuen Oper, ist ein Goldschmied m E T. A HoffmaimS bekannter Rovelle .DaS Fräulein von Scudery", der Die Käufer feiner von ihm verfertigten Geschmeide tötet, um wieder in Deren Besitz zu kommen. Dahinter steht Der Gedanke Der engen DerbunDenheit deS Künstlers mit seinem Werk. Hoffmanns Erzählung ist von außerorDentlich starker dramatt.scher Spannung, von Der aber sehr wenig in das Textbuch von F. Lion übergegangen ist. Einzig CarDillac vermag Teilnahme zu erwecken. Die übrigen Gestalten Der Oper sind seelenlose Schemen geblieben. Die Mufll Hindemiths steht im Vordergründe; sie geht oft ihren eigenen Weg neben Der Handlung her. stellenweise ist sie jedoch von starker suggestiver Kraft und trägt manche geniale Züge, Die auch wohl Der Hörer anerkennen muß. Der sonst kein Freund atonaler Mufik iß Die Ausnahme de« neuen Werke« in Darm- ftaDt war zwiespältig; Der Beifall am Schluß überwog, aber er galt zweifellos in hohem Maße Generalmusikdirektor Rosenstock.der Die Aufführung musikalisch leitete, Generalintendant L e* ga U Der die Regie führte und Schenck von Trapp. Der die Bühnenbilder gestaltet hatte, sowie allen Darstellern. DaS Landestheater hat mit dieser Aufführung eine hervorragende Arbeit geleistet, die hohe Anerketmung verdient. E. B. durch eine Genugtuung zu geben, daß sie schleu- n.tgft eine öffentliche Ausstellung in Darm- iladt oder in Bad-Rauheim oder in beiden Orten aller in diesem Wettbewerb eingeforderten und eingegangenen Entwürfe und Doranschläge veranlaßt, eine Ausstellung, die es der hessischen Künstlerschaft sowie der breitesten Oessentlich- (eit möglich macht, zu der Entscheidung der 3u- roten Stellung zu nehmen? 7. Was gedenkt die Regierung zu tun, daß in Zutunst bei Vergebung öffentlicher künstlerischer Aufträge in allererster Linie d i e hessische Künstlerschaft berücksichtigt wird, aus der auf?er dielen drei genannten noch eine weitere Anzahl zu diesem Wettbewerb hätte herangezogen werden können? 3. Oft die Regierung bereit, in Zukunft bei Q3e ran Haltung solcher und ähnlicher künstlerischer Wettbewerbe dafür Sorge zu tragen, daß die vom Reichswirtschaftsverband bildender Künstler in jahrelanger ernster Arbeit aufgestellten Bestimmungen sorgfältigst beachtet und eingehalten werden, damit eine Wiederholung solcher zum schärfsten Widerspruch herausfordernden Vorgänge ein für allemal ausgeschlossen erscheint? Fahrplanwünfche der Provinz Oberhessen. Der Verkehrsbund Oberhessen an die Rerchsbahndireklion Frankfurt. (Schluß.) Strecke Friedberg — Hungen. Der Zugverkehr auf dieser Strecke erscheint besonders dringend verbesserungsbedürftig. Personen, die aus der mittleren Wetterau mit dem Personenzug 4253 nach Hungen reifen und dort 8.55 .Ufjr vormittags eintreffen, können, wenn sie Geschäfte von mehr als einer Viertelstunde Dauer haben, erst mit dem Personenzug 4260 5.33 Ahr nachmittags nach ihrem Wohnort zurückkehren. Auch die Reichsbahndirektion wird zugeben müssen, daß dieser Zustand in keiner Weise auch nur den bescheidensten Ansprüchen an die modernen Verkehrserfordemisse gerecht werden fann. 3n üebereinftimmung mit den Städten Hungen und Friedberg, sowie mit den an dieser Strecke gelegenen Landgemeinden beantragen wir daher eine Verbesserung des Zugverkehrs etwa nach folgenden Gesichtspunkten: Es muh hier noch ein Zugpaar eingelegt werden, bei dem der Personenzug 4270 der Strecke Mücke—Hungen seine Fortsetzung findet auf der Strecke Hungen—Friedberg dergestalt, daß er etwa 2.45 Ahr nachmittags im Anschluß an die von Gießen und Gelnhausen eintreffenden Züge in Hungen abfährt, etwa 3.45 Ahr in Friedberg eintrifft, dort etwa um 4.00 Ahr abfährt und um 5.00 Ahr nachmittags wieder in Hungen ist. Hierauf würde dann der Personenzug 4260 folgen. Strecke Hungen — Laubach — Mücke. Allgemein ist hier zu sagen, daß eine Besserung der Verkehrsverhältnisse auf dieser Strecke insofern erstrebenswert ist, als die Züge über Laubach—Mücke besseren Anschluß auf der Strecke Gießen—Lauterbach erhalten müssen. 3m besonderen ist zu bemerken: Gic Verhältnisse auf der Strecke Laubach— Mücke liegen zur Zeit so, daß man, um nach Laubach zu kommen, entweder morgend den 7-Ahr-Zug ab Hungen bzw. Mücke, ober den Rachmittagszug gegen 2 Ahr benutzen muß. Der letzte Zug von Laubach nach Mücke geht bereits um 3.29 Ahr nachmittags von Laubach ab. Schon im Örüereffe der Besucher des Krankenhauses in Laubach ist eine Verbesserung des Fahrplans dringend notwendig. Die Stadt Laubach und mit ihr der Verkehrsbund Oberhessen halten cs für notwendig, den Schülerzug 4267 morgens gegen 8 Ahr von Laubach nach Mücke weiterzuführen Hierdurch würde auch ein besserer Anschluß nach Fulda erzielt. Dieser Zug müßte dann auch werktags (nicht nur an Sonntagen wie jetzt) gegen 11 Ahr vormittags von Mücke nach Laubach zurückfahren Ferner wird beantragt, den Personenzug 4273, ab Hungen 7.55 Ahr abends, an Laubach 8.18 Ahr abends. I der jetzt in Laubach endet, nach Mücke weiterzuführen und von dort zurückfahren zu lassen f 3m vorigen Sommerfahrplan wurde dieser Zug , an Sonntagen schon so gefahren. Außerdem ist ' es nötig, daß der Sonntagszug 4271 aus Richtung Hungen nach Mücke, der 3.20 Ahr nachmittags in Laubach abgeht, auf Station Laubacher Wald Halt bekommt: Zeit dazu ist genügenb vorhanden Strecke Gießen — Fulda. Grundsätzlich ist auch für diese Strecke die Einführung von beschleunigten Personenzügen zu fordern, damit endlich auch hier zeitgemäße Verhältnisse für den Durchgangsreiseverkehr ge- schasfen werden Märtyrer der Liebe. Roman von I. Schneider-Förstl. 6 Sortierung. Nachdruck verboten Er Ueh sich in einen Stuhl neben dem runden, weiß gedeckten Eßtisch fallen, steckte sich mit nervösen Fingern eine Zigarette in Brand und sah dabei finster zu Helbertt hinüber, welcher scheinbar der ganzen Sache keine Aufmerksamkeit geschenkt hatte, denn er schrieb in aller Ruhe einen Posten Rechnungen, die toüiq waren, aus seinem Buche. „Nun?" frug Reichmann gereizt. Hilbertt wandte sich langsam um und sagte ohne Hast: „Ich habe alles gehött und werde alles befolgen." Er klappte fein Buch zu und kam an den Tisch herüber. Wie er so im Lichtkreis der Lampe stand, machte et den Eindruck eines etwa vierunddreißlg- bis fünsunddreißigjährigen Mannes. Lollschlank! „Äa- pellmeistersigur" pflegte Reichmann spottend zu sagen. Das schwarze Haar halblang geschnitten, in einem tadellosen Linksscheitel geordnet, ein feines, dunkles Bärtchen, das kaum die Oberlippe befählt- tete, ein Paar tiefdunkle Augen, das schmale Gesicht etwas ms Blasse spielend, mit einem Kindermund und zwei Rcil)en tadelloser Zähne. Er war der AW goh der Damenwelt des kleinen Städtchens, ein tüchtiger Arzt, ein glänzender Gesellschafter und ein Dielbegeljrter Bewerber. Von den Müttern betrachtete ihn jede als ihren Schwiegersohn. Aber er wollte nicht Feuer fangen. Das einzige Mädchen, für das sein Herz in Liebe geschlagen hatte, war Elisabeth von Merken gewesen. Seit sie die Braut seines Freundes geworden, suchte er Herr dieser Liebe ou werden. Aber es wollte nicht glücken. Reichmann wurde darum immer wieder von dem anderen gefragt: „Liebst du sie auch wirklich in dem Maße, wie sie es verdient? Wenn du sie nicht glücklich machst, bist du der größte Schurke, den die Welt trägt!" Das hatte Reichmann allmählich zur Verzweiflung gebracht. „Lassen wir's also!" sagte Hildertt. ,3ch werde nie wieder fragen. — Willst du teil essen oder roarm? — Willst du Bier haben oder sonst etwas? Bier! — Also gut." Weiter sind auf dieser Strecke die folgenden Verbesserungen als dringlich und notwendig zu bezeichnen: Der Zug 3901, Gießen ab 5.20 Ahr morgens (Güterzug mit Personenbeförderung), der jetzt 8.40 Ahr morgens in Rieder-Ohmen eintrifft, müßte bis Alsfeld als Leicht-Dampfzug durchgeführt werden. Dafür könnte der Güterzug mit Personenbeförderung Wegfällen. Am Anschluß von Kirchhain aus nach Burg- und Rieder- Gemünden zu bekommen, könnte der erste Zug von Kirchhain ohne Bedenken etwa 30 Minuten früher gelegt werden. Dieser Leicht-Dampfzug würde einem großen Bedürfnis entsprechen, da der Abgang des ersten Zuges in Gießen auf der Strecke nach Fulda um 8.24 Ahr vormittags entschieden zu spät ist (Personerrzug 553). Die Rückfahrt dieses Leicht-Dampfzuges könnte so gelegt werden, daß dieser in Alsfeld Anschluß an den morgens von Fulda kommenden Triebwagen 570 erhält: er könnte etwa zwischen 8.15 und 8.30 Ahr vormittags nach Gießen zurück- fahren. Damit wäre eine durchgehende Verbindung von Fulda bis Gießen ohne besondere Mehrkosten geschaffen, die als eine außerordentlich wichtige Verbesserung zu bezeichnen wäre, der Zug dürste dann gegen 10 Ahr vormittags in Gießen ankommen. Auch wäre zu prüfen, ob nicht bei dieser Regelung Personal gespart bzw. frei würde gegenüber der jetzigen Fahrt des Güterzuges. Der Personenzug 557, Gießen ab 3.56 Ahr nachmittags, muh auch im neuen Fahrplan für den täglichen Verkehr unbebingt erhalten bleiben. Der Personenzug 562, ab Fulda 1.20 Ahr nachmittags in Richtung Gießen, fährt Sonntags nur bis Alsfeld. Es ist notwendig, diesen Zug auchSonntags bisGiehen durchzuführen, da hierfür dringendes Bedürfnis besteht. Strecke Alsfeld — Hersfeld. Hier erscheint es dringend notwendig, mor- genä einen Zug nach Grebenau zu fahren, der Anschluß nach Hersfeld bekommt. Gegenwärtig ist ein Anschluß auf der Strecke Fulda—Hersfeld - Bebra nur erst gegen 1 Ahr möglich. Gleichzeitig erscheint es dringend geboten, daß morgens ein Zug von Grebenau nach Alsfeld gefahren wird, der um 7,00 Ahr in Alsfeld sein muß. damit die Arbeiter und Schüler zur rechten Zeit in Alsfeld ankommen können. Gegenwärtig kommt dieser Zug im Sommer erst um 7,47 Ahr in Alsfeld an; dies ist viel zu spät, sowohl für die Arbeiter, wie für die Schüler, da die Schule im Sommer bereits um 7.25 Ahr beginnt und die Arbeiter um 7.00 Ahr an ihrer Arbeitsstätte fein müssen. So. wie der Zug jetzt fährt, hat et praktisch überhaupt keinen Zweck. Strecke Lauterbach—Stockheim. Auf dieser Strecke sind die Verkehrsverhältnisse ganz besonders trostlos. Rach dem Sommer- sahrplan 1914 verkehrten auf der Teilstrecke Lauterbach—Gedern 5 Zugpaare, denen sich für die Teilstrecke Lauterbach—Grebenhain an Sonn- und Feiertagen noch ein weiteres Zuapaar zugesellte. Der derzeitige Fahrplan weist für die Teilstrecke Lauterbach—Gedern an Werktagen nur zwei Personenzugpaare und ein Paar Güterzüge mit Personenbeförderung aus. An zwei Tagen der Woche wird noch ein weiteres Personenzug- paar gefahren. Hiernach steht fest, daß diese Strecke in ganz besonderem Maße gegenüber den Vorkriegsverhälmissen benachteiligt ist. Er drückte auf die Klingel neben seinem Schreib^ tisch. Eine ältere Frau erschien und nahm seine Wünsche entgegen. Geräuschlos entfernte sie sich wieder. „Es ist wirklich nicht wert, sich wegen einer solchen Lappalie in die Haare zu fahren", sagte Reichmann und ließ sich eine neue Zigarette geben. „Aber du bist einer von den Menschen, die einen zur Verzweiflung bringen können!" „Und gerade du mußtest dir die Last eines solchen Freundes aufhalsen", sagte Htlbertt mit einem verdächtigen Zucken um die Mundwinkel. „Laß das Spotten! Ich vertrag's nicht! Ich vertrag' überhaupt nichts heute! Ich möchte am liebsten die ganze Wett beim Schopf nehmen und sie umgekehrt stellen." Dabei streckte er seine beiden Arme und schüttelte an den Ecken des Tisches, daß Hildettt erschrocken nach Tellern und Gläsern griff. Und dann entlub sich das ganze Ungewitter. Reichmann bediente sich dabei eines Stimmaufwandes, daß Hilbertl eiligst anfftanb und die Fenster schloß, welche nach i? Sttaßenieite gingen. „Abfahrt hat es geheißen vier Wochen", schalt Reichmann. „Und nun ist die gai.,;: Reise auf unbestimmte Zeit verschoben, weil so ein verrücktes Gehirn von einem Engländer sich von einem Franzosen weismachen ließ, wir könnten als oedappte Spione kommen! Nun ist natürlich alles Essig, und ich hatte schon mein Testament gemacht." „Testament?" frug Hilbertt und legte die Gabel beiseite. „Warum nicht! Es hat schon manch einer auf Wiedersehen gesagt und ist nicht mehr zurückgekommen. Dich hab' ich auch bedacht gehabt." „Mich?" „Frag' nicht immer hintennach! Da fribbclt’s mir in den Fingern. Ich hatte bestimmt, daß ich dir meine Frau . . . Ist ja alles Unsinn jetzt! — Also ich hätte dir meine Frau vermacht samt Praxis, Auto, Haus und Garten. Doch schön, was?" „Warum beleidigst du mich?" fuhr Hilbertt auf, „warum . . ." „Du bist köstlich! Ich geb' ihm mein halbes Leben als Erbe, und er macht eine Geste wie mein — na, wie sag' ich denn — sag' du es!" .Ich weiß es nicht", gab hilbertt zurück. Er war verstimmt und wandte, zum Fenster tretend, Reichmann den Rucken. Zur Verbesserung dieser geradezu unhaltbaren Zustände ist es erforderlich, daß der Personenzug 4138, ab Lauterbach 5,43 Ahr norm., unbedingt für den täglichen Verkehr erhalten bleibt. Ebenso auch der Güterzug 8392 mit Personenbeförderung, Lauterbach ab 7,57 Ahr Dorrn.; schließlich muß auch der Personenzug 4112. ab Lauterbach 3,08 Ahr. erhalten bleiben. Rotwendig erscheint ferner, den Personenzug 4108, der jetzt ab Gedern nach Stockheim vermehrt, schon ab Lauterbach zu führen; dort Abfahrt etwa 11,45 Ahr vormittags. Sehr erwünscht wäre dieser Zug auch Sonntags, da bis jetzt an Sonn- und Feiertagen von dieser Strecke aus überhaupt nur eine Früh- und Spätverbindung nach Frankfurt a. M. besteht. Der Personenzug 4116. Lauterbach ab 5,40 Ahr nachmittags, muß nach der Ansicht der über die Sachlage unterrichteten Amtsstellen an dieser Strecke täglich bis Stockheim durchgeführt werden, da von hier aus Anschluß nach Frankfurt a. M. über Gelnhausen zu erreichen ist. Weiter wäre täglich noch ein Abendzug erforderlich, dessen Fahrzeit den Anschlußzügen der Strecke Gießen— Fulda anzuvassen wäre. Als Aösahrtzeiten in Lauterbach kämen in Betracht: Werl.ags außer Samstags 7.20 Ahr, an Samstagen 8,03 Ahr. an Sonn- und Feiertagen 11,40 Ahr abends. 3n umgekehrter Richtung wären folgende Verbindungen erforderlich: der bisher nur werktags gefahrene Zug 4133 ab Gedern 4,49 Ahr, muß täglich verkehren, der bisher nur Mittwochs, Samstags und Sonntags gefahrene Zug 4103, ab Gedern 10,39, mutz ebenfalls täglich im Dienst fein; ferner täglich wie bisher, aber mit Anschluß auch an Sonntagen von Frankfurt a. M., der Personenzug 4147 jetzt ab Gedern 8,13 Ahr abends. Strecke Bad Salzschlirf—Nieder-Aula. Zu einer durchgreifenden Verbesserung des Verkehrs auf dieser Strecke ist es notwendig, einen vermehrten Triebwagenverkchr zu schaffen, wozu nach Ansicht der Sachverständigen alle Vorbedingungen gegeben sind. Die Abfahrtszeit des Personenzuges 2511, ab Bad Salzhausen 3,07 Ahr legt den Reisenden aus Richtung Fulda bzw. Gießen einen unnötig langen Aufenthalt auf. Wir beantragen, die Abfahrtszeit dieses Zuges auf 2,50 Ahr sestzuseyen; trotz dieser Früherlegung bleibt auch den Reisenden aus Richtung Gießen genügend Zeit zum Amsteigen. Personenzug 2510, ab Schlitz Sonntags 2,34 Ahr, an Bad Salzschlirf 2,57 Ahr, hat jetzt weder nach Fulda, noch nach ©teilen Anschluß. Es wird beantragt, diesem Zuge un‘er allen Amständen in Bad Salzschlirf Anschluß zu geben an den Personenzug 555 der Strecke Gießen—Fulda, ab Bad Salzschlirf 2,43 Ahr. Für die Strecke Schlitz- Riederjossa ist der Anschluß in Bad Salzschlirf wichtiger als der Anschluß nach Hersfeld. Ferner ist es notwendig, den Zug 2502 — werktags ab Schlitz 4,55 Ahr morgens — auch Sonntags verkehren zu lassen. Strecke Gießen — Lollar — Grünberg. Die Einlegung eines Zugpaares am Vormittag ist auf dieser Strecke dringend notwendig. Der Frühzug 2553 ist, da er dem Arbeiterverkehr dienen muh, ständig sehr überfüllt, ferner liegt er für das übrige nach Gießen reisende Publikum auch zu früh. Dem Aebelstande wäre abzuhelfen durch ein Zugpaar wie vor dem Kriege, etwa ab Grünberg 8,00 Ahr, an Gießen 9,15 Ahr täg- l i ch, zurück ebenfalls täglich im Plane des jetzigen Sonntagszuges 2552, ab Gießen 9,48 Ahr. an Grünberg 11,00 Ahr. Hierdurch würde auch der Anschluß des Lumdatales an den beschleunigten Personenzug 763 der Strecke Gießen—Frankfurt, ab Gießen 9,42 Ahr, erreicht, ferner wäre es der Bevölkerung möglich, in günstiger Weise die Amtsstellen in Gießen und Grünberg aufzusuchen. Dringend wünschenswert ist es, den Per» sonenzug 2569, ab Grünberg 8,45 Ahr abends, der jetzt nur bis Londorf gefahren wird, bis Gießen durchzuführen. Endlich sei der Reichsbahndirektion auch im eigenen Interesse eine Verbesserung des Sonn- taysverkehrs von Gießen nach dem Lumdatal drtngend empfohlen, da hierdurch der Ausflügler- verlehr mir gefördert werden kann. Strecke Wetzlar — Lollar. Zur Verbesserung des Sonntag -Abendver- kehrs ab Gießen über die Strecke Wetzlar—Lollar regen wir an, im Anschluß an den Personenzug „Du kannst schon wieder ein bißchen Luft her- einlässen!" sagte Reichmann. „Ich bin fertig." Im selben Augenblick schrillte aus Hilbettts Arbeitszimmer das Telephon. Während dieser an den Apparat trat, streckte sich Reichmann auf dem breiten Diwan des Eßzimmers aus und sah den Rauch, ringeln nach, die er in die Lust blies. Er war schon wieder ganz zufrieden, denn sein Gesicht zeigte einen vollkommen ruhigen Ausdruck. Ein paarmal horchte er nach dem Gespräch, das Hilbertt führte, dann griff er nach einer Zeitung, die neben dem Diwan auf einem kleinen Tische lag. Er war in den letzten Rächten fast regelmäßig aus dem Bett geholt n)or den und sehr übermüdet. Die Zeitung glitt raschelnd zu Boden. Die Ruhe schläferte unbewußt das Den» [en ein und er war gerade im Hinüberschluinmern, als Hilbertt wieder eintrat Ein Lächeln ging über sein Gesicht. „Hast dich müde gepoltert! Schlaf nur!" sagte er freundlich. „Was war's denn?" frug Reichmann mit unvsr- stecktem Gähnen. „Ich muß nach Regendach zu einer Geburt. Scheinbar etwas nicht in Ordnung. Du kannst ja bleiben, bis ich wicderkomme!" „Sehr nett von dir! Uebrigens schlafen kann ich zu Hause auch. Fährst du mit dem Rod'?" „Rein! Ich werde nach einem Mietauto tele- । phonieren." ,,'Jhmm das meine!" sagte Reichmann und ermunterte sich. „Mein Chauffeur hat zwar Urlaub, kann aber möglich sein, daß er zu Hanse ist Wenn nicht, fahr' ich dich selbst." „Rein, mach dir keine Mühe!" „Nimm deine Tasche und komm!" sagte Reich- mann, ohne auf den Einwand zu hören. Zehn Minuten später glitt Reichmanns Kraftwagen über die mondüberflutete Landstraße, die Richtung nach dem Hochwald nehmend, von dem Regendach umschlossen war. ,Zch danke dir", sprach Hilbertt, als nach kaum einer Viertelstunde Fahrt der Wagen vor einem kunstvoll geschnörketten eisernen Parktor hielt „Fahr' nach Haus, Georg! Den Rückweg mach' ich zu Fuß!" „Schon gut", gab Reichmann zur Antwort „Ich warte hier auf dich! — Mach', daß du weiterkommst! 707, ab Gießen 6.19 Ahr, der von Lollar nach Wetzlar leer zurückfahrenden Lokomotive einen Personenzugwagen anzuhängen, damit die Bewohner der Strecke Lollar—Wetzlar von Gießen bis zu ihrem Wohnor? zurückfahren können. Schlutzbcmcrkungen. Allgemein möchten wir noch^ die Anregung geben, der Wiedereinführung vonT riebwagen auf den oberhessischen Strecken zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisfe zwischen den Fahrzeiten der Hauptzüge das größte Augenmerk zu schenken mit dem Ziel, diesen Erfordernissen schnellmöglichft Rechnung zu tragen. Zur Besprechung der hier vorgebrachten Fahrplanwünsche erfdieint es uns zweckmäßig, ttaft die Deichsbahn-Direktion Frankfurt a. M. auch diesmal wieder — wie im September 1926 — die oberhessischen Fahrplan-Interessent.-n zu einer Fahrplankonferenz in Gießen auf am* menruft, um hierdurch Gelegenheit zu geben, im mündlichen Meinungsaustausch schnell und gut zu einer Regelung zu kommen, die sowohl den berechtigten Verkehrsinteressen der 'Scvöfferung, wie auch den wirtschaftlichen und betrieblichen Erfordernissen der Reichsbahn-Direktion in ausreichender Weis« entspricht Bauernfänger" — auf der Reichsbahn. WSR. Frankfurt a.M., 21. Febr. Hier wurden vor einigen Tagen zwei Bauernfänger. die das bekannte Bctrugschiel nÄ ü m- melblä11chen" tätigten, fest genommen. Die Betrüger haben in der letzten Zett ihr Betätigungsfeld auf die Reichsbahn verlegt Sie bereisen vorwiegend vom Publikum stark benutzte Fernstrecken. um ihrem gemeingefährlichen Gewerbe nachgehen zu können. Die Sach« vollzieht sich ganz unauffällig, indem in ein Abteic zwei anscheinend ganz unbekannte Herren einsteigen. Auf der Fahrt beginnt nun einer mit dem Spiel, entweder mit seinem Komplizen, oder, toenn es gelingt, gleich mit einem Mitreisenden, dem sich dann später der Komplize anfchließt Bekanntlich muß bei dem Spiel eine Karte von dem Mitspieler erraten werden. Anfänglich vollzieht nun der Gauner das Mischen der Karten so, daß das ausersehene Opfer gewinnt. Auch bei eingetretenen Verlusten läßt man ihn, sobald er mutlos wird, wieder gewinnen, bis man ihm schließlich ein schönes Stück Geld abgejagt hat Reisende, die solche Burschen in den Zügen beobachten werden gebeten, die nächstbeste Gelegenheit wahrzunehmen, die Burschen der Polizei zu überweisen. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichteit der Schristlettung.) An unsere Herren Mitarbeiter. Es ist uns leider nicht möglich, von den in großer Fülle aus allen Teilen unseres Verbreitungsgebietes eingesandten Berichten über Pestalozzifeiern im einzelnen Gebrauch zu machen. Daß diese Festveranstaltungen in Oberhessen unb im benachbarten Preußen in würdiger Weise verlaufen sind, haben wir am Samstag in einer zusammenfassenden Betrachtung bereits berichtet. Rundfunk-Programm. Mittwoch, 23. Februar. 3,30 bis 4: Tüe Stunve Oec Jugend 4,30 bis 5,45: Konzert des Hausorchesters: Ehopin. 3,45 bis 6,05: Die Bücherstunde. 6,45 bis 7,15: Die Schachstunde. 7,15 bis 7,30: Senckenbergviertelstunde: „Das Gehör'. Vortrag von Dr. T. Edinger. 7,30 bis 8,00: Funkhochschule: „Reue Seelenforschung III“, Vortrag von Dr. Hans Prinzhorn. 8,15 bis 9,15: Opern-Abend. 9,15 bis 10,15: üebertragung von Kassel. .Das fatale Ei". Fabelgroteske in einem Art von P?rdcs-Milo und Georg Runsky, Musik von Walter Schütt. Sprechstunden der Acdaktio.i. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne deigesügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Anzeigenausträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten. Einen in dieser Stunde unnütz warten zu lassen, ist Grausamkeit." Das Zucken, das dabei nm seinen Mund ging, gab Hilbertt während des ganzen kurzen Weges, den er noch zurückzulegen hatte, zu denken. Du bist die Ruh', der Frieden mild! Die Sehnsucht du und was sie stillt. Du bist das Grab, in das hinab Ich allen meinen Stummer gab. Auf sammetweicl-en. sehnsuchtsschwcren Flüaelst zogen diese Worte in die Rächt, schwollen an. ebbten ab und verschwommen im Rauschen des Hochwaldes. Aus dem nachts'.illen Herrenbaus auf Regendach rann ein weiches, weißes Licht in den schlafenden Park. Die Fenster des Terrajsenzimmers waren weit geöffnet und ließen die Töne des Liedes ungestört in die Weite ziehen. Das Echo gab den letzten Klang hauchkeise zurück. Reichmann klinkte das Gittertor auf, horchte, bog von dem Kiesweg und schritt über den Rasen der Terrasse zu. Dott horchte er wieder. Aber es kam fein Laut mehr aus dem Zimmer, das im Hochparterre lag. Mit sachten Füßen nahm er die steinerne, breit ausbiegende Treppe. Die beiden Flügeltüren, welche ins Innere führten, standen weil offen. Die Seiden- Vorhänge blähten sich kaum merkbar in dem leichten Wind, der vom jluffe herauf strich. Reichmann spähte mit Dorgebogencm Oberkörper durch eines der Fenster, mit den Händen zerwühlte er die Kle- matisblüten. die ihn am Sehen hinderten. Seine Sippen kniffen sich ein, wurden schmal und zeigten scharfe Ecken. Blitzschnell trat er zurück. Eine Frauengestalt von wahrhaft königlichem Wuchs trat eine Sekunde später auf die Terrasse. Wenn je ein Weib schön war, dann durfte Rella Renkell das von sich behaupten. Dieser tannengleiche Körper, der trotz seiner Ueppigkeit das köstlichste Ebenmaß aufwies, war von einem Hauskleid aus malvenfarbener Seide umhüllt. Tiefblondes, ins Rötliche sprühendes Haar bauschte sich zwanglos um eine femgemeißelte Stirne, die das eigenartige Puderweiß aller nicht mit Sommersprossen behafteten Rotblonden zeigte. Rur der Blick tru$ eine fröstelnde Kühle zur Schau. Wer sie zum ersten Male sah, fragte sich, ob er täuschen wollte ober Wirklichkeit zeigte. (Fortsetzung folgt.) Turnen, Sport und Spiel. Verbandsvorturnerstunde des 1. Gauverbands Main-Lahn. O 3m Henne der Turngesellschaft Sachsenbausen in Frankfurt a. M. sand die Frühjahrs- Vorturnerstunde des I. Sauverbandes iMam- Lahn), zu dem auch der Sou Hessen gd)6ti. statt LerbandLsrauenturnwan Fleck hatte sich mit der Gauwariin Friedel Kasten in die Ar- beit geteilt. Besondere Aufmerksamkeit wurde den neueren Bestrebungen aus dem Gebiete des Frauenturnens geschenlt. Die Hebungen für daS Ärciefeft in Darmstadt standen natürlich im Mittelpunkte der Erörterungen. D.e Tagung, die sich über zwei Tage erstreckte, war außerordentlich flut besucht. Sogar Turner und Turnerinnen von außerhalb des Verbandsgebietes waren erschienen. Der Sau Hessen war von den Llb- teilunqen de- Turnvereins Treis a. d. Lda.. deS Männer-TumvereinS Geßcn. der Turngemeinde Friedberg und des Turn- und Sportvereins Buhbach vertreten, im Hinblick auf die graste Zahl der Abteilungen im Sau wahrlich keine erhebende Beteiligung. An die rein turnerische Arbeit, die an die Teilnehmer recht groste Anforderungen stellte, schlost sich eine Besprechung an. die manche Zweifel behob, wertvolle Anregungen gab und die vor allem in der Frage der Turnkleidung der Turnerin eine allen Teilen gerechte Lösung brachte. Alle- in allem: eine gut vorbereitete und gut verlaufene Tagung, die sich sicherlich nuhbringend auSwirken wird. Aus dem 1. Bezirk des Turngau Hessen DaS Frauenturnen ist in unserem Turnflau vorwiegend ein Arbeitsgebiet des Gaues und seines bewahrten GaufrauenturnwartS Paul iGiesten). Don den einzelnen Bezirken ist cs in erster Linie der 1. Bezirk, der durch besondere Frauenturistunden die Arbeit des Gaufrauen- turnwartS zu unterstützen sucht So fand in Marburg wieder eine Bezirks-Frauen- turn stunde statt, die von den Leitern der -Turnerinnenabteilunflcn des Bezirks und außerdem von etwa 50 Turnerinnen besucht war. Unter Leitung des 2. Bezirksturnwarts K. Keh - l e r (Marbach) und Fraucnturnwarts H. A h l e n- b o r f (Tgm. Marburg) wurden die für dieses Iahr festgeschten Freiübungen gründlich durchgeturnt. Austerdem fand der Volkstanz besondere Pflege. Aus dem Tutngau Hessen D. T- Dom Schwimmen. o Diesten. 2t. FeVr. Der Einladung de» Sau>a)wimmwartes Sauer (®iv'.en) zu einer Vorschwimmer stunde am Sonr.tagvvr- nüttaq waren die Abteilungen der Turnvereine zu AlSseld. Bad-Aauheim. Friedberg Siesten, Mtv. und Tv. 1846. Grünberg. Lauterbach und Wetzlar zahlreich gefolgt, d?r benachbarte Lahn- Dillgau war zu Suffe mit Vertretern seiner Abteilungen zu Braunfels, Dillenburg. Eibelshausen, Elz, Herborn. Odersbach und Weilburg, fo dost sich in der Schwimmhalle unseres Städtischen Bollsbades bei einer Beteiligung von über 50 Schwimmern und Schwimmerinnen dato e n frisch- sröhlicheü B.ld cmftcr ilcbungDarbeit un' rirher- lieb er ErfolgSfreude entwickelte. Zunächst unterzogen sich zwei Turner und eine Turnerin der Prüfung für daS Turn- und Sport- a b z e i d) e n. vier Turner bewarben sich um den Gcundschein der Deutschen Lebens» rettungsgesellschaft; der PrüfungSauS- schuft konnte sämtliche Prüflinge für bestanden erklären. Die Einführung in den reichhaltigen UcbunflÄftofL der auch der Gauoberturnwart Wilh. Will (Gieftcn) beiwohnte, begann mit den sog. Trockenubungen, die als einfache turnerische Borübungen an Land dem Schwimmen und Springen vorausgeheu und auch bei Dem Gau- und K reisse st als Malsenubung zur Vorführung kommen. Von den einzelnen Schwimmarten wurden daS Brust-. Rücken-. Seit-, Hand über Hand- und Beinschlagschwimm^n genau nach Bewegungen und Aimung-L^echnik durchgearbei et und bis zum StiUchvimmen h nausentwickelt. Der für den Wettkampf so wichtige Ltartsprung erfuhr eine aufmerfiame Behandlung, ebenso das Wenden in der Schwimmbahn. Beim Streckentauchen und Austvagen von Staffelkämpsen kam eS zu beachtenswerten Leistungen. Aach eingehender Vorbereitung durch die entsprechenden Freiüoungen an Land wurde die sachgemäfte und gefällige Form verschiedener Sprünge herausgearbeitet und dabei vom Fuftfchlnftsprung vor- und rücklings, dem Hock- und Fusthechrsprung zu schwierigeren Aufgaben geschritten. 3um Schlaft vereinigte ein Ballspiel die .Wasserturner' zu echt turnerischer Fröhlichkeit. Südwestdeutsche Ho $d)u:.nK&fter?cha$ten. stm Samstag und Sonntag wurden in Darmstadt die Südwesi deutschen Hochschulmeistersck)aslen zum Austrug gebracht. Die Schwimm wettkämpfe brachten folgende Ergebnisse: 4X50 m 5 r e i ft i I ft a f f e l: 1. Darmstadt 2:06.6. 2. Freiburg 2:10,9; 3. Krank- iurt 2:25 5. — 100 Meter Rücken: 1. Koch (FrankfuN) 1:28,8; 2. Riedel (Marburg) 1:29,4. — springen: L Herbert (Darmstadt) 25 Punkt«. 4 m (i l 5 0 Meter Brust stoffel : 1. Darmstadt 2:37,6; 2. Freiburg 2:38,1; 3. Tübingen 2:40,8. — 10'0 Meter Seite: 1. Löwenstein (Tübingen) 1:22,8; 2. Schmuck (Darmstadt) 1:23. — Wasserball: T. f). Darmstadt — Frankfurt Universität 15:0 (5:0). Waldlaufmeisterschaft über 5 km: Einzellauf: 1. Gaß-Darmstadt 15:59.2; 2. Hoffmann-Freiburg 16:07; 3. Schilgen-Darmstadt 16:07. Mannschoftslauf: 1. Techn. Hoch- Darmstadt 16 Punkte. 2. Universität Marburg 27 Punkte. Florettfechten: 1. Brauns - Frankfurt, 8 6tCqC. 24 Treffer; 2. Zimmermann-Darmstadt 6 Siege. 20 Treffer; 3. Hamberger-Stuttgart, und Bürtte-Tübingen je 5 Siege und 19 Treffer Säbelfechten. 1. Brauns - Frankfurt. 5 Siege, 25 Treffer; 2. Zimmermann-Darmstadt 4 Siege 25 Treffer; 3. Hamberger-Stuttgart. 3 Siege. Degenfechten: 1 Ham verger-Stuttgart. Sojen: W llergewicht: 1. Duüle-Tübingen. Mu e.'gichzicht: 1. Suler-Marburg. Kleinkaliberschießen: Mannscha'ts- kampf: 1. Lnwersität Frankfurt; 2. 2. H. Hohen- heim: 3. Universität Tübingen. Geräte»« hnkamps: 1. S eger und Ärei»- meifler: Ebel - Frankfurt 192 Punkte; 2. Lei- ninger-Darmstabt 141 P. 3. Schrefertächer-Darm- stadt 178 Punkte Sieger und Kreismeister am Leck. Gbcl-Frankfurt und Leininger-Darmstadt, beide 58 Punkte; Sieger und Kreismeister am Barren: Schcllhase-Warburg 60 Punkte; Sieger und ÄrciÄmcifter am Pferd: Ebel-Frankfurt und Leininger-Darmstadt. beide 56 Punkte; Musterriegenturnen: 1 S ezer Techn. Hochschule. Darmstadt 2. Universität .Frankfurt: 3. Umt>ct- sität Tübingen. Das letzte Meisterschaftsspiel der Lahnkreisliga in (Siesten. Spog. 1900 Gießen — J.C.05 Wetzlar 3:1 (1:1). ö. DaS Spiel am S nnlag auf dem Sportplatz an der LicbigShöhc brachte den Einheuni chen einen glänzenden Erfclg. 800 Zuschauer wohnten dem von Anfang bis zum Schluß spannenden Treffen bei. Direkt mit dem Anstrh der Gaste entwickelte sich ein energisches Lingen um die Führung. Hin und her wogte der äuyerft scharfe xambt Die Spieler waren, angefeuert durch Die Zuschauer, so aufgeregt, daß mehrfach bte besten Torchancen ausgelaffcn wurden. Besonders 1900 war deS öfteren sichllich vom Pech verfolgt. Der Seitenwechsel näherte sich schon, als Wetzlar durch haltbaren Schuh an 0:m unentschlossenen Gießener Torhüter vorbei die Führung errang. Lun erwachten die Platzbe itzer. Ihre flache Kombinationsmaschine kam in Dang. Angriff auf Angriff rollte auf das Wetzlarer Lor zu. Aber immer wieder war die hervorragende Wetzlarer Hintermannschast der letzte Letter in Lot, konnte aber nicht verhindern, daß der Gießener Halblinle auf Flanke des Lechtsau en flach plaziert in die rechte Ecke unhaltbar einfchoft und damit den Ausgleich erzielte. Mit 1.1 wurden die Seilen gewechselt. Die zweite Spielhälfte stand vollständig im Zeichen der ileberfegenbcit der „Bereinigten". Die Blauweiften lieferten eins ihrer besten Spiele. Biele schöne Angriffe wurden auf das Gästetor vorgetragen. Unter ungeheurem Bnsall erz.elle der nach innen gegangene LechtSauhen im Alle.ngang den Führungstreffer. dem bald darauf der Mittelstürmer im forschen Lachdrängen ein drittes Tor anreihte, womit der Sieg fichergestellt war. Eine zahlreiche. oft regelwidrige. Abwehr der Gäste verhinderte weitere Erfolge der Platzvereinself. einmal rettete die Querlatte. Gegen zirka 10 von Dießen erzielte Ecköälle, hatte Wetzlar nur 2 entgegenzustellen. Leider wurden diese günstigen (Sclcyznbeitcn von 1900 nicht ausgenuyt, da alle Eckstöße zu schwach nach innen gegeben wurden. Bei Gießen taten all. ihre Schuldigkeit. 3n der ersten Hälfte waren Torwart, linker Verteidiger und Halbrechts reichlich nervös, lieber- ragend spielte bie Läuferreihe, der man auch den Hauptanteil an dem bedeutungsvollen Sieg zusprechen kann. Der Ersatzschiedsrichter von Staffel war nicht gerade überragend. Seine Bewegungen und seine Entscheibungen waren reichlich langsam für einen solch lebhaften Kampf. Anschließend an das Ligaspiel betraten die 1. (Zugendmannschaften von „Giehen- 1900" und .Warburg-OckcrShausen" das Spielfeld. öin gerechtes Unentschieden (1:1) trennte die beiden nad) friedlichem Wettkampfe. Die L i ga r e s e r v e - llla-(Lehr-> und Illb- Mannschaft gewannen ihre Spiele sämtlich kampflos. da die Gegner auf die Austrag'.lng der Spiele als Meisterschaftsspiele Verzicht leisteten. D. f. B. D. s. D.-Mzttksliga—Oclershausen-Kreisliga 6:1. V. s. B.-L:gareserve- Ld.-Girmes-Ligarcs. 2:0. D. s. B. 1. Schüler Heuchelheim I. Schüler 5:0. Die am Sonntag hier weilenden Gäste auS Ockershausen-Marburg stehen in der Tabelle der Lahnkreisliga an dritter Stelle, und haben sich, obgleich erst im Vorjahre aus der ä-Klasse aufgestiegen, auch gegen ihre Ligagegner glänzend geschlagen. U. a. gelang ei ihnen, gegen ihren Ortsgegner l.,Germania"-Warburg) einen einwandfreien Sieg und g.’gen Die hiesige Epielverein ganz ein Unentschieden hcr- auszuholen. Man war deshalb gespannt, wie sich der Kreisliaavertreter gegen die G eßener Bezirksligamannschaft halten würde. Der 6:1- eieg der V. f. B.-Manuschaft war zwar vollauf verdient, da sie ihrem Gegner stets überlegen war und die weitaus bessere Gesamtleistung bot, ohne daß man sagen könnte, das sie in Hochform gewesen toure. Während der Sturm, durch Pietsch glänzend geführt, recht erfolgreich tour, war die Läuferreihe, besonders Mittel- und linker Läufer, nicht aut der gewohnten Höhe, Dagegen Die Verteidigung, einschließlich des wenig befdtfftigten Tormanns sehr sicher Unangenehm fiel auf, daß D. f. 2.. zumal noch als Platzmannschaft, die ersten zehn Minuten nur mit zehn Mann spielte Der als (Stfag für Den Halblinken aus Der Dritten Mannschaft ein- gerrungene Adler bewährte sich recht gut — Der Anfang war für Oüershaufen recht verheißungsvoll; so'vrt vom Wittelanstoh an ging der ©aftefturm in forschem Angriff bis -um Giehener Tor vor. verpaßte jedoch im letzten Augenblick eine selten günstige Gelegenheit zum Torschuß. Der bald Darauf folgende Gegenbesuch der Einheimischen ergab für diese Durch Stöger das Führungstor Wiederum Sieger und Henrich erhöhten innerhalb einer Viertelstunde letzterer durch Elfmeter, das Lesultat auf 3:0. Ockershausen gelang es nicht, einen ebenfalls wegen Handspiels zudllticrten Elfmeter zu verwandeln. Trotzdem lieh es sich keineswegs entmutigen und kämpfte unverdrossen um Verbessern na des ungünstigen Le'ulkates tocuer, was ihm denn au ch durch seinen vor- zügl'.chcn Mittelstürmer gelang. Durch die- fen Erfolg angespornt, verbuchte er unter Aufbietung der ganzen Kraft zu weiteren Erfolgen zu kommen, so dah die Verteidigung Der Platzmannschaft dies nur mit Mühe zu verhindern vermochte. Äur) vor Halbzeit schloß Adler einen Gegenangr'.sf des D. f. B.-SturmeS mit einem weiteren Torschuß ab. Halbzeit 4:1 für V. f. B. Die zweite Spielhälfte sah Gießen bis au* wenige Ausnahmen dauernd im Vorteil, ohne dah der Kampfgeist der Gäste auch nur für einen Augenblick nachgelassen hätte. 3m weiteren Verlaus des bis zu Ende interessanten Spiels schossen Pietsch und Adler noch zwei weitere Tore für ihre Farben, so das Ergebnis auf 6.1 stellend, an Dem auch der energische Endspurt der Gäste nichts mehr ändern konnte. Trotz seiner Liederlag«, die es übrigens oorblldlich ruhig und fair kämpfend ertrug, hat Ockersdausen einen sehr guten Lindruck hinterlassen. Die Ligareserve setzte ihren Sügeö-ug fort, und gewann ihr vorletztes SerbanMfpid in Lieder : rr.it 3 2: 0. Die 1. <_ <* ülermannf(j)oft zeigt« in einem «ehr ansprechenden Spie! g?gen Heuchelheim» Schüler, dah sie in den letzten Monaten, sehr viel hinzugelemt hat, und gewann überlegen mit 5:0. Aus dem Arbeiler-Turn- und Sportbnnh. Gießen 1 — Vilbel I Ick). L Besonders eindrucksvoll war der Lieg des Gießener Bezirksmeisters in Vilbel nicht. Man hatte sich dort von den Leistungen der Gäste mehr versprochen, die auäj gegen das Spiel vom Sonntag vorher nicht Wiederzuerkenncn waren. Befriedigen konnte eigentlich nur die Hintermannschaft. Die sich mit viel Glück und Geschick der zahlreichen Angriffe der Vildeler erwehrte und (o wenigstens ihre Mannschaft vor einer Liederlage bewahrten. Lach Dem Anstoß legte sich Vilbel gleich mächtig inS Zeug, konnte aber trotz teilweiset Lieber legen beit zu keinem ckrfolg kommen. Aus Der Gegenseite war es nicht and.rs: Der Gießener Sturm könnt: sich zu keiner einheitlichen Aktion aufraffen, er lieft seinen sonst so forschen Angriffsgeist völlig ver- misfen. TorloS wurden Die Seiten gewechselt. Lach Dem Wiederanstoß versuchte Vilbel noch energischer. Tore zu schiehen. Die aufmerksame Gießener Verteidigung machte aber alle Anstrengungen zunichte. Immer mehr lieh sich Gießen in Die Defensive drücken, nur einmal flammte der Sicgeswille auf. Der Erfolg blieb auch nicht aus. Gin flott und taktisch richtig durchgeführter Durchbruch brachte den Gießenern das erste und einzige Lor des Spieles. Dabei sollte es bleiben; zufrieden mit Dem mühsam errungenen Erfolg verfiel Dießen wieder in fein tust- und hilfloses Stürmerspiel. seiner Hintermannschaft Den Löwenanteil Der Gegenwehr üle.las end. Die die Belastungsprobe auch giu bestand. Lach dem Spielverlauf erlitt Vilbel eihe unverdiente Liederlage; in Der Mannschaft tat jeder feine Schuldigkeit Die Id-Mannschaft Gießens konnte die zweite Mannschaft Vilbels ebenfalls mit nur einem Tor Unterschied schlagen. Auch hier zeigten Die Vilbeler ein recht ansprechendes Spiel, ohne verhindern zu können, daß am Schluß Dieben bei einem Torverhältnis von 4:3 Der glückliche Sieger war. Das geplante Jugendtreffen zwischen Gießen und Vilbel kam nicht zum Austrag. Un- begreiflicherweise zog es Gießen vor. nicht anzutreten. und hinterließ Damit nicht gerade Den besten Eindruck in Vilbel. Freier Turn- und Sportverein Ivieseck. Butzbach war mit zwei Mannschaften zum Lückspiel nach Wieseck verpflichtet, lieh aber Die Hiesigen im Stich und blieb zuhause. Fronhausen 1 — Marburg II 4:2. Lach einer etwas reichlich lang aus gefallenen Erholungspause halte sich Fronhau,:n I Die zur Zeit als recht spielstark bekannte Zweite des Männerturnvereins Marburg verpflichtet. Bald nach Spielbeginn übernahmen Die Gäste mit einem Treffer Die Führung. Fronhausen konnte bald Darauf ausgleichen. Beim Stande 2:2 wurden Die Seiten gewechselt. Lach dem Wiei'er- anstoh hatte Fronhausen Den Wind im Lücken und konnte bis zum Schluß obiges Lesultat Herstellen. Um die SüDdeukfche verbandsmeisterschask. 3m zweiten Verbandsipiel um Die Süddeutsche Derbandsmeisterschaft standen sich am Sonntag in Sprendlingen V. f. L. Bornheim (9. Kreis) und Hagsseld (10. Kceis) gegenüber. Bornheim zeigte sein schlechtestes Spiel wahrend Der ganzen Derbandsspiele und verlor verdient. Die Hauptschuld trifft Den unglücklich zusammengestelllen Sturm, dcr völlig versagte. Auch Hagsfeld zeigte im Vergleich zu Den sonstigen errungenen Resultaten ein unbefriedigendes Spiel. Die größere Energie verhalf der Mann- schäft zu einem knappen Siege. Die erste Halbzeit sah nur HagsfelD einmal erfolgreich. Lach Dem Seuenwechsel glich Bornheim aus, Die Gäste konnten aber bald Darauf abermals in Führung gehen und Damit ihren Sieg, der verdient war. sicherstellen. Heuchelheim. S. v. 1920 Heuchelheim I — T. L. Dramen Frohnhausen I 2:2. Heuchelheim trat am Sonntag seinem stärksten Gegner üi der A-ÄIafle e itgeg^n. Der vorjährige 2L»ister Dieser Klasse (Frohnhausen« stellt eine überall gleichmäßig gut besetzte Gif. die sehr schwer zu plagen ist. Um so größer ist der Erfolg, den Die Heuchelheimer auf dem Platze des Gegners mit. dem Unentschieden 2:2 erringen konnten. Wetzlarer Futzba2. S. L. LieSrrgirmrs — 6. D. Herborn 3:2 (2:0). h Am Sonntag empfing Der Tabellenletzte ®. E. Liedcrgir..irs auf eigenem Platz Die erste Tlani’üoaft des SpvnverciuS Herborn. Auf einem Sieg des Vlayvereins regnete wohl nie- manD. Wider alles Erwarten mußte Herborn jedoch mit einer 3:2 Liederlage Die Heimfahrt antreten. Um die Süüdeulscl e Fußballmeisterschaft. 2>e Spiele in der Süddeutschen Meisterschaft am Sonntag brachten sowohl in der Runde der Ersten als auch in Der Runde der Zweiten keinerlei lieber raschung. Höchstens könnte man Das unentschiedene Spiel' Der Frankfurter Eintracht gegen Saarbrücken als solche verzeichnen, da man Der Frantiur.er Mannschaft einen Sieg ytgetraut hatte. Daß Fürth gegen 2k L B. Stuttgart, Die eine sehr energische Mann'chaft ist. auf eigenem Platze schwer zu famp- fen haben würde, war ooraaszusehen. jo Daß Das unentschiedene Ergebnis keinerlei Ueberraschung war. Line solche ist auch nicht Der knappe Sieg Der ■^rn^$c®er' nunmehr Die Tabelle vor Der Furcher Spieloereinigung führen, gegen Den JB. f. L ’Jl.darau Mannheim lieferte sich mit Karlsruhe den erwarteten harten Kampf und unterlag mit 5:4 knapp Den glücklicheren Restdenzlem. Der Fußball- iportueiein wußte sich in Mainz eine Schlappe von 2:3 holen und bekam hie Spielstarke Der Mainzer zu spüren. Die tkrgednisie: Runde bet Listen. D. i B Stuttgart — Spielvg. Furch 3:3. !.?.(£ Rurnverg — B. s. L. Reckarau 1:0. F. S. 1L Mainz 05 — F. S. B. Frankfun 3:2. Knabe Der Zweiten. A ' R. Mannheim — »arkruh.r F. P. 4:5. (kin:racht Fran tu,N — F. P. Saarbrücken 1:1. Vcrvandpolalsviekc. Bezirk Banern. 21. S. L. Rürnder,. — ’&f.JL Furth 3:2 nach 2kriänaerung. Bayern München — Schwaden Augsburg 7:0. 1. 5. C. Bayreuth — F. C. Fürth 3:2. TDürMemberG-BaDen. 1. F. 0. Freiburg — D. s R. cheildronn 1L. Phönix Karlsruhe — S.0. Freiburg 2:4. Union Bückingen — Sportfreunde Stuttgart 4:3. INainbezirk 3. Ö. 1893 — Diktoria 94 Hanau 4:1. (Rermania Frankfurt — Offenbacher Kickers 1:0. Union Niederrod — Rot-Leiß Frank'-.rt 2 A Viktoria Aschaffenburg — B. f. L. Reu-Iset». bürg 3:2. Rheinbezirl. J. (f. Vitmasens — Phönix Ludwigshafen 1:1 (nach zweimaliger Verlängerung). Phanir Mannheim —- S. D. Darmstadt 1:5, Mannheim-Waldhof — F. B. Speger 3:1. l»03 Ludwigshafen — Sandhosen 4:1. Rheinhessen-Saar. Worinalia Worms — S. V. Wiesbaden 1:0. Saar (»5 Saarbrücken—Borussia Neunkirchen 2:1. 1. F. T. 3Dar — Hassia Bingen 6:0. Fuhball in Westdeu!schland. Lim Die meftDeutfy.en FuhbaU-BczirkSmeifter- fur». Tatam: 21. 2. 22.2. 21.2. 22. 2 ilnleihe Ablösung Nr. 1-30000 341 — 43 5 338 5 do. Nr- 30 001-60000 42.5 — 341 5 342 do ohne Auslosungorcchi .0.4 29,3 30.8 29 4 Tcutfefje epQrpränuenanlcioe 0,51 — — Tcutsche L-rrlb. Dollar-Anl. — — < ZoNrilttcn......... 17.25 17 25 17.25 — y/o Goldmcxitaner...... — 44 9 44.5 —- Berliner Handelsgesellschaft - 284 — 290 287 5 üommeri und Privat Bank- 118 216.62 220 216,12 Tannst. und Nationalvanf - 290 289 290.5 290.25 Teutlch.' Bank....... 200 j 198 75 200 199 Tiskoino Kommanbit . • - 189 5 184 190.75 190 TreSdner Bank....... Melallbank........... 186 184.75 l»4 75 183.5 >66 165 5 167 164 12 Mitteldeutsche Ereditbank. . 236 234 238 230 Lesterrcichische Kreditanstalt 9,4 9.4 9 4 9.3 Neichsbank......... 189 — 189.75 188,5 Bochumer Guß........ Buden, s............ 187 127 125,75 186,5 126 185 5 125,5 Tcutsch Lurcmburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. - 185,5 186.5 186,75 187 187.25 185 186 75 ■23.5 214 5 Harpencr Bergbau...... sialiwerkc Aschersleben.... ?22 5 212.25 214 212 Kaliwerke Westeregeln..... Laurcchürte........... Mannesmann......... 211 99 231 75 150 217 230,5 150 219 <5 99 75 2:,1 150,12 216.13 99 .-29 25 150,5 Lbcrbedarf........... 126 — 127 126 Phönix Bergbau....... Rheinische Braunkohlen . . ■ 132 5 303 133.25 3i)3 133 304 5 1,2,25 301.25 Rheinstahl........... 226.5 223,25 224 223 25 21. Febr. 22. Febr. Amtliche Geld »ott rung Brici Amtliche Notierung Geld 1 Brief Amst.-Rou Bucn. ?lire« 168,65 1.762 169,07 1.766 168.71 1,766 169,13 1,770 Brss.-Antw 58.59 58.71 u8,GO 58,74 Christiania. 108,34 108,62 109.28 109,56 Kopenhagen 112,27 112,55 112,30 112,88 Stoikholni 112,44 112,72 112,4, 112,72 Helsingfors- 10.602 10,642 10,603 10,643 Italien. . 18,64 18.68 18,48 18 52 London. . . •!Ü,4_>5 20,48. 40,431 20.4,6 Neuyork . . Paris. . . . 4,213 4,223 4,213a 4,2235 16.49 16,5.1 16.49 16.53 Schwei» . . 81,04 "1,24 61,03 61,23 Spanien. 70,77 70.95 70.71 70,89 Japan . . 2.058 2.063 2.058 2,062 Nto de Jan ).<97 1.499 .495 0.500 Wien in D C2,5,6 12,474 12,514 Belgrad . <.420 7,422 7,393 7.419 Budapest. 73.69 73,87 73.66 73.84 Bulgarien 3,047 5,057 d,04j 3,055 Lissabon . 21,545 21,595 21,54j .'1,59a Danzig - - - 81.24 "1,44 61,55 81.75 .ftonft.üitin. 2.148 2,158 :.148 .,15s Athen. . . 5.49 5-51 5,-8 5,50 Sanaba 4.207 4.217 4,206 4,216 llru uat). . 4,255 4.26» 4.25a 4.26a Cairo . . • 20,969 21.016 20.986 21,018