Nr. 18 Erster Blaff 177. Jahrgang Samstag, 22. Januar 1927 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen VrvffmtdVerlag: vrsibl'sche Unioerfitüfr-Vuch. und Steinöruderei Klange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchnffttahe 7. Er Ich« »ni »ü glich, außer Sonntag» und ^tirrtogn Betlogtn; Bietzen«! ^amilifnblfttter Heimat im Bild Dt» Scholl« monafi-L« jctsrrcls; 2 7itt(t)»marh und 20 1Reid)»pf#nntg für Irägtc« lohn, auch Lei Richter» scheinen «inzelnerNumme^n htfolg« hüherei Gewalt. 5ern|pr«d)an|d)lfl|jt: 51, 54 und 112 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehe«. PoÜ|d)Cu!onto: fitaittfurtam Main 11688. Lnttahme von Anzeine» für bte lagtsnummft bis zum Nachmittag oorbtt. Preis für i mm höhe für Anzeigen oo.i 27 mm Brett« örtlich 8, ausmärts 10 Rochspsennig, für tKe» klamtanieigtn von 70 u ra Br«it« 35 Reichspsennig, t>lai$Dor|d)rih 20' , mehr. Chesredadteur Dr Fnedr Wilh Lange, verantwortlich fbr Politik Dr Fr Dtlh Lange, für Feuilleton Dr H Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst vlumichein: für den Anzeigenteil i.D«rtr H.Bcck. färnthd) m (Biegen. Sithc H* •erW iini wurden M KtW tie N= “ST abend drang hnachtsma"" bei « eins La de" ie TageS alle Iam je» . zu entgehen- - unj ■Ä! Jly und « Jtii'? ntnfaH 8“K R-ÄÄ .. ■* F 1* LOZ R-B-L *®SS: ßä&’Ä hfi »J !ÖBi'U4o Ul8«"*5, TM ML .---Ml IKK nllart: Bei bet ht» S^8 allgemeinen A LL.i6n -n »-I- s«su '»I®«.) twtanfll. sür Bienenzucht z, '..Mk) besürwortet eine 'S zur Unterftüßung 'nücher Bestrebungen um .^renenzucht >u Hntschlichung. lan> und BerusSbildung teson- ntschliehung deS Zentrums, rzucht zu vereinheitlichen, ltschi'.ehung, die eine Denk- ad, der bäuerlichen Dir!« , eine deutschnativnale Gnt- e im vorliegenden Haus- ie Berbesserung drr Pernächsten Jahre fortgesetzt itschliehung der Deutsche )tm zu Helsen und eine ßum Sie 'ftotflanMtablie iö DitteSetrieöe Äs auf ordern, wenn \\i tM erb- >mg der Beinche gesähr- Schutz vertagte sich auf Aus der Provinzialhauptstadt. G t e h e n, den 22. Januar 1927. Das warme Stübchen. Tanner machen einige gute Menschen zusammen ein warmes Stübchen aus. auch ohne Ofen. Dach und Fenster. Gottsr. Setter. Da lebte irgendwo ein treffliches, altes Ehepaar. Der Mann hotte sich durch vorbildliche Treue und zähen Fleiß emporgearbtiiet und nannte nun ein großes Derk mit vielen saufenden Maschinen sein. Ein schönes, schlicht-edles Hau» hotte er sich bauen lassen. Die Raume waren von Gediegenheit erfüllt Ueberall merkte man die große Wohlhabenheit; aber e» war nirgends etwas Aufdringliches. Die beiden Alten waren schlicht geblieben in ihrem Wesen, ihrer Gewandung, in dem ganzen Manschen. So suhlte man aber, daß sie zur Umgebung nicht recht paßten. Wenn sie nun einen wahrhaft vertrauten Freund zu Gast hatten, dann 'aßen (ie mit dem in ihrem „Stübchen". Da» log beinahe versteckt in dem großen Hause, war mit altem schlichtem Hau-.rot aurgestattet, zum Teil mit Möbeln von den Eltern her. Besonders dos alle Soso war ein prächtiges Stück. Mit diesen Dingen waren die beiden verwachsen: in ihnen waren sie wirtlich zu Hause. Sie gaben sich ganz anders in ihrem Stübchen als in der „kalten Pracht" des übrigen Hauses. Und es war ein Zeichen großer Zuneigung, wenn man ins ..Stübchen" eingeladen wurde. hort strömte auch ein richtiger großer Kachelofen winters eine wohlige Därme aus. Was war all der Reichtum gegen die Heimeligkeit dieser Stube' Man fühlte gerade in der Gegensätzlichkeit wie wenig der Mensch braucht um glücklich zu fein: ein warmes Stübchen, ein fröhliches Herz! Sind wir in unserer Zeit nicht zuviel Sklaven der „kalten Pracht?^ Ist nicht manch eine „Gesellschaft" trotz überheizter Säle am treffendsten mit biefem Ausdruck bezeichnet? Und ebenso manch bien- dender Monnevgeist, manch schönes Frauenantlitz? Der Mensch der peripherischen Eristenz ist Trumpf! Cs muß olles in» Auge flecken! Und das wird dann oft zur verhängnisvollen Wertgcbung an Dingen und Menschen. .,Do» warme Stübchen, dos einige gute Menschen zusammen ousmachen! Trägt dieses Wort nicht elaKifl von dem Zauber des Weihnachtlichen an sich! Blüht nicht aus ihm die wundersame Einfalt eines feinen Herzens! Gottfried Keller, der Um- hergetriebene. Entsagende immer wieder Enttäuschte hat e» geprägt! Das Wort ist wie Anker- werfen, wie das WIcderfühlen der Mutterhand, das danz Daheim fein in anderen Seelen. Das Wort mußte einer sprechen, der sich hindurchgelitten hat durch die Erscheinungen der Welt, der nach vielen Irrwegen auf den rechten Weg kam. Es ist das Leuchten aus einer tiefen Weisheit, ist Kipfel und ein weiter gesegneter Blick, ist ganz Strom des Inwendigen. Ein Stück des Evangeliums von der reinen Menschlichkeit? Der Schlußsatz aus der Pre- tilgt vom Heimfinden, oder von der königlichen Ar- mut oder von den unsichtbaren Schätzen, oder wie ihr sie nennen wollt! Es ist ein Ton aus dem Preisgesang des wahren Lebens! Müßten wir nicht dahin kommen, das „warme Stübchen" bei federn Bcieinanderfein zu erreichen! Müßte es nicht der Maßstab werden für da» Leben unter denen, die sich lieb haben, sich Freunde nennen, die aus derselben Straße wandern, durch das gleiche Heimweh miteinander verbunden! Io, do» Wort bedeutet Höhe der Kultur im Sinne der echten Seelenpflege! Wenn wir das „wanne Stübchen" in uns selbst und untereinander erreichen, dann sind wir auch auf dem rechten Wege ins Glück! Und manche» Schwere ist nicht mehr so schwer. i Verbesserung der Straßenbeleuchtung. Nachdem vor einigen Tagen die allerdring- lichsten Bedürfnisse nach verbesserter Straßen- beleudjtung ihre Erledigung gefunden haben, ist nunmehr eine planmäßige größere Erweiterung unserer städtischen S t r a - ßenbeleuchtrtngSanlage in Angriff genommen worden. Insgesamt werden im Lause des Frühjahrs und Sommers rund 15 0 elektrische Strahenlampen neu aufge- hängt werden, wodurch zweifellos mancher Witzstand der bisher.gen Abend- und Rachtbeleuchtung behoben wird. Der Arbeitsplan ist in vier Abschnitte eingeteilt. Zuerst werden folgende Straßen mit weiteren Lampen versehen Bahnhofstraße. SelterSweg. Liebigstraße zwischen Frankfurter Straße und Bahnhofstraße. Südanlage, Oftanlage von der Gartenstrahe bis zur Woltkeftraße. Marburger S.ratze, Wetzstein- straßc. Als zweiter Abschnitt folgt die >ft« anlage, Reustadt. Walltorstraße. Licher Straße. Brauaasse und Senckenbergstraßc. Der Teil drei des Arbeitsprogramms enthält den Schiffcnberger Weg. die untere Licbigstraße nach dem Aulweg zu, Leihgesterner TDcg. Wartweg. Der vierte Abschnitt umfaßt die obere Fraillfutter Straße, nach Klein-Linden zu. und die ©afffhftraftc. Außer diesem Programm sind noch weitere rund 2 0 0 Lampen projektiert, die in den anderen Straßen In den Beleuchtungsdienst eingeschaltet werden sollen. De Mtt.el zur AuS- führung die'es Planes lind bisher aber noch nicht bereitgestellt. Man darf jedoch wohl hoffen, daß dir erforderlichen Beträge von der Stadtverwaltung in den nächstjährigen Boranschlag eingesetzt Herben, damit das lo'enswer.e Werk der Beleuchtungsverbesserung ohne Unterbrechung fortge'ührt werden kann. Beranlatzt durch die Beschwerden über mangelnde Beleuchtung der Riegelpfades haben wir unS mit der Leitung deS Elcltrizltäls- Werkes in Berbindung gesetzt und dabei auf die bringende Aotwendigkeit einer beschleunigten Ber- be(|erung der Beleuchtung im R egelpfad Hintz erriefen. Aus Grund d'.e'er Unterredung können wir mitteten, daß die Leitung deS Elektrizitätswerkes den Wünschen der Riegelpfad-Anwohner volles BerständniS entgegenbringt, und daß sie bereit ist, dem zuständigen Ausschuß die als- baldigeGenehmigung weite re rLam - pen für den Ricgelpfad vorzuschlagen. Aach der Zustimmung deS Ausschusses, an der man Wohl nicht zweifeln kann, wird das Werk die Berbesserung sofort in die Wege leiten. Gießener Wochcnmarktpreise. ES kostete auf dem heutigen Wochenmarkt daS Pfund: Butter 140 bis 160, Matte 30 bis 40. Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 15. gelbe Stäben 10, rote Rüben 10, Spinat 25 biS 40, Llnter-Kohl- rabi 8 bis 10. Grünkohl 20. Rosenkohl 40 bis 45, Feldsalat 120 biS 200. Zwiebeln 10 bis 20. Meerrettich 30 bis 60. Schwarzwurzeln 30 biS 50. Kartoffeln 6. Aepfel 15 biS 30, Dirnen 10 bis 25, Honig 50, junge Hahnen 100 bis 120. Suppenhühner 100 bis 130. Gänse 1O0 bis 140. Aüsfe 60; daS Stück: Eier 18 bis 20. Blumenkohl 30 bis 150. Endivien 80 bis 90. Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 15. Sellerie 20 bis 40 Pfennig. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag. Bayern-Berein: 8'/, Uhr. Saalbau Sauer, Generalversammlung. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: .BiSmarck" 1. Teil. — Astoria-Lichtspiele: .DaS rollende Haus". — Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 7 Llhr .Die fünf Karnickel". (Ende 9'/» Uhr.) — Gießener Konzertverein: 5 41hr nachm., Reue Aula der Universität. Wendling- Quartett. — Hausbesitzerverein: 7 Uhr, Liebigs- höhe. Hauptversammlung und Familienabend. — Westdeutscher Spielverband: 2’/t ühr nachm., Waldsportplatz des D. f. D, Freundschaftsspiel. — Lichtspielhäuser wie DamStag. — Palast-Lichtspiele: »Wilhelm Tell". — Der G o e t h e - B u n d, der sich die Pflege des literarischen Lebens in unserer Stadt durch Deranstaltung von Dichter- und DortragSabenben zum Ziele setzt, hat — so schreibt man uns — für die kommenden Monate wiederum einen vielversprechenden Dichteradend- zyllus aufgestellt. Am ersten Abend, am 29. Januar, wird Walter von Molo aus feinen neuesten Werken vorle en. Am zwei e r Abend spricht Rudolf Herzog ein abwechslungsreich zufammengestellteS Programm auS feinen Werken. Herzog ist daS große Derd.enst nicht abzu- sprechen, zur Hebung des literarischen Aiveaus des ilnterhaltungsromar.es in Deutschland wesentlich teige tragen zu haben. Für den 10. März ist Frank Thieß gewonnen, der mit seinem stark ausgeprägten Dtchlertalenl heute im Mtt.elpunlt des literarischen Interesses steht. Trotz der wertvollen Ausgestaltung, dir der Bund anerfanntcr- todfe leinen BortragSprogrammen zuteil werden läßt, ist er bestrebt, der bedrängten wirtschaftlichen Lage weite Kreise unterer Bürgerschaft Rechnung zu tragen. Gegen einen sehr geringen Mitgl edsbeilrag haben die Dundesmitglieder mit ihren Angehörigen auf zwei Plätzen an jedem Vortragsabend freien Eintritt. Men muß nur wünschen, daß alle, die an dem geistigen und namentlich literarischen Leben unserer Stadt Interesse haben, nicht nur die Dichterabende besuchen, sondern auch durch ihre Mitgliedschaft den Goethe-Bund In feiner kulturellen Arbeit unterstützen (Siehe heutige Anzeige.) e D ie Amtstage deS KreiSamtS Gießen sind bekanntlich nur auf Dienstag und Freitag vormittag jeder Woche festgesetzt. DaS Kreisamt gibt im neuesten Amtseerkündigungs. blatt wiederholt bekannt, daß Personen, die außerhalb der Amtstage vorfvrechen, keine Aussicht auf Abfertigung haben, soweit es sich nicht etwa um Fälle allerdringlichster Art handelt. We- sich also unnütze Wege, Zeit- und Geldverlust ersparen will, richte sich nach dieser Destimnmng des KreiamtS. •• Teilweise Geländesenkung auf der Landstraße Gießen— Li ch. In den letzten Tagen hat sich auf der Landstraße nach Lich in der Rähe der Heil- und Pflegeanstalt unmittelbar vor dem Beginn der Pflasterung eine teilweiseGeländesenkung verkehrSerfchwerend bemerkbar gemacht. Der Schaden dürste aus unterirdisch fließende Wassermengen zurückzuführen sein, die wohl in dem wasserreichen Grund des anllegenden WaldeS ihren Ausgang haben. Eine Rachprüfung der dort durchführenden städtischen Wasserleitung hat ergeben, daß die Leitungsrohre völlig intakt sind. Die Llnterspülung war so stark, daß zwei beladene Lastautos an der Schadenstelle einbrachen und Beschädigungen erlitten. Die Wiederherstellungsarbeiten werden voraussichtlich im Laufe des heutigen TageS DoIIenbet Ob eS allerdings gelungen ist, einer Wiederholung dieser Erscheinung für immer vorgebeugt zu hab: -ln». erb A \ !Hflbl. Zimmer hetzbar, au venn. m. elekir. Licht 04-S; Markwl. 17 HL öesibchnboto geocu olctctwcvtme Woditnna in ruhiger, fonnfnrr Vacie zu inufdjen nelurfiL ©dirifiltdie ilnpeb. unt 783i> nn den Gieß. Anz. erb In Tuben M. 0.50 — M 0.75 — M. 1.00 In Dosen M. 0.90 — M. 1.60 Creme Mouson-Seife, unter Zusaft von Creme Mouson herßestelli, M. 0.70 V V. V. mÄ'.Zimmer k 1 Aebr A- vrm. «« Ebelftr. 2 II. r. 20'7, Provision. Zum Verkauf von $lanee.Tee,Änrao u. Lwotolade on lhi> onte tütfct. Tamc ob. Herrn gesuchi Lckr. Anaeb. unter 0507 a b. Giest Änv 5 : feböne 4 «Zimmer- 4 | 2tlobno. neq. 4* bi# 2 । « Zimm. W. Räbe Labnboiob.Lcllers» *4 1 wen Schr. 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Amerikas unvere ■ an dem Wetlrü । Buller den Tri ihm versicherte, die außer den v Kreuzern, von Stiff genommen Skr Vorsicht, h »ühung. Die üne.Vruppe im wlcmmt sie abe dahier. - , Deseh, 6( 7t|6*' ße! jedoch KJ?? iu treten billig, ist. Die W" Rttiyet von ft«1 <20 3en.tif ^ -vausust bis: geladen wird, sich abermals zur Beratung zu- sammcnzutun. um eine neue -äera allgemeinen Wettrüstens zu verhüten. Sr fordert zu .moralischer Abrüstung" aus. denn weder Verträge noch Abkommen allein genügen, die Völker in das richtige Verhältnis zu einander zu setzen. Die Freunde des Völkerbundes freilich erklären. was Herr Coolidge bezüglich der Notwendigkeit, .zum Besten einer gemeinsamen6adbc Opfer zu bringen", zu sagen habe, passe recht gu: zu ihren allgemeinen Theorien über gemeinsame Arbeit der Böller, und während man in Genf die Formeln suche mit denen sich dies bewerkstelligen lasse, stünden die Vereinigten Staaten abseits und der Präsident mache in seiner jüngsten Bede auch nicht die leiseste Andeutung über den Weg. der einzuschlagen wäre, um die Rückkehr zum alten Argwohn, zur alten .balance o f powci* zu verhüten. QHan muh zugeben, das, die G.nfer Vorkonferenz zur Welt- Abrüstungskonferenz wenig erreicht bat; gleichzeitig aber darf man nicht in Abrede stellen, baß Amerika sich jener Dorbespreeyung gegenüber sehr lauwarm gezeigt hat. Der Präsident mag einen aggressiven Schrill in dieser Richtung planen, ähnlich dem. den die Vereinigten Staaten unternahmen, als sie in Washington in so dramatischer Weife daS 5:5. 3-Siärke- verhältnis der Flotten vorschlugen. Vielleicht ist somit die ganze .Kreuzer-Sonate" nur ein Vorspiel A n m. d Red.: Den Schluß dieses Vorspiels hat inzwischen der Draht gemeldet: Coo- lidge hat mit ganz knapper Mehrheit feine Wunsche in bezug auf die Verzögerung deS Kreuzerbaues im Senat durchgefeht Damit aber ist der inneramerikanische Kampf um die Flottenverstärkung nicht beendet. Vor allem jedoch dürfte nun hie internationale Flottendebatte in Angriff genommen werden, sobald Coolidge die drängendsten m e r i k a n i- s ch e n Sorgen los geworden ist. Und an diesen Abrüstungsbestrebungen hat Deutschland ein ebensolches Interesse, wie an der Arbeit zur Rüstungsbeschränkung in Gens. zur Entgegennahme li.|.r Sachen als nächster rechtmäßiger ErÄe- Hurter nlein KS1) izert nd rr, 'tn t» uns unser Herr Jesus Christus bewahren möge, der die Iahrhurrderte der Jahrhunderte lebt und herrscht! beschränkung hinweisende Geste, die seit her Washingtoner Konferenz gemacht worden ist. Unb sic ist nicht nur als Aufforderung an die Amerikaner gedacht, sie gilt der ganzen Welt, die vom Oberhaupt der großen Republik ein- uebt. dt 50. in« Seele in die Hände des Versuchers, vor i'lcn schlauer Bosheit unb boshafter Schlauheit begebt, baß sich her beseitige Kreuzerbestand bet (;qnatarmäd)tc zum Washingtoner Vertrag wie *:[gt stellt: en. !ei- tt inel- „issues“ her nächsten Kampagne um bentschafts-Nomination. wenn nicht Wahlkampagne selbst werben wirb. Iebenfalls ist Herrn Coolibges Rebe bie bebeutungsvollste auf Auserlesene Anekdoten und Schwänke. Desammell von Hilarius Iocosus. „Sie Schuhe des Teufels", so heißt eines der tm Albert Wesselski in einem ausgezeich- jrtdn Buche gesammelten Märchen des Mittel- ^tucrä: Ci i D eö Halle einen dienstbaren Geist, und Jkr begleitete ihn bei jedem Siebstahl, und so oft e ergriffen wurde, befreite er ihn aus dem Itfer. Dadurch wurde der Sieb so dreist und ermutig unb vertraute auf bie Hilfe des Teufels Teßr, baß er eine Missetat nach bet anbem ver- ! c und schier unverhohlen stahl unb morbete, b so trieb er cs eine lange Zeit. Schließlich m wurde er gefangen, unb man führte ihn zum »chgericht; und er wartete, daß der Teufel ge- fntermaßen kommen unb ihn befreien werde. » Teufel kam denn auch, aber nicht eher, als i der Sieb unter dem Galgen stand, so baß es MM aeg. flu e Gitteret zu leiben ocmm. Lchr. Angeb. u-Oti? m den Geh. Anz. Hcirat! «eheunbeica. stbr lütbufle» Mdchui nn Liellunfti 2 d- nlt nm ßiaor Smb, für bnS die 0»OB eitern iornrn, u» einen WlB ,,e„ Win'- Mfitikiu^'miiing unö niffe poi'bonb. idijrl. duicbtl'l"«nL iiil2 nn at, bie Ausmerzung bet Bewtlllgt „ *3(111 dreier weiterer Kreuzer, die schon 1924 vom U-igreß genehmigt worben waren, sowie den ^■(äufigen Ausschub der Erbauung zweier Riesen- .j^pcline für bie Marine mit bem Hinweis auf he derzeitigen Genfer Abrüstungsunterhanblun- liiei» u. GAU lio werde» evnlierl nn. U in- Hel ibeni fn begründete. Kaum lag das Budget dem Jmfc vor, Da machte sich der pennsylvanische Ab- Srbnctc Butler als Vorsitzer des Marine- sschusses, bis an die Zähne mit Säten und ?k legen bewaffnet, auf den Weg nach bem 3*ißen Hause unb ließ vor bem Präsibenten in t Reihe Ziffern aufmarschieren, aus der her- J-ften? Herr Coolidge scheint aber von diesen Ziffern tfy hinreichend „beeindruckt" worden zu sein, i restand darauf, daß es mit der Friedenspolitik Jltri.rikas unvereinbar fei. wenn b eRegierung sich ■er. bem Wettrüsten beteilige, gab aber Herrn 3utier den Trost mit auf den Weg, daß er ihm versicherte, seine — Butlers — Dorlage, Ke außer den vor zwei Jahren betoilllgten acht l:suzem, von denen drei noch nicht in An- jiifft genommen sind, wei.ere zehn schnelle Kreu- k: vor.ieht, habe seine volle Unter- Hü Dung. Sic drei Kreuzer bekommt die Ma- rtL-Druppe im Hause vorläufig nicht, dafür hlcnimt sie aber weitere zehn — auf bem 's «Pi er. Ein Gesetz, das ben Bau eines Schiffes gut- {tilüt, hat jeboch die Eigentümlichkeit, erst bann u Äraft zu treten, wenn das dazu nötige Geld hnDiOigt ist. Sie Dutler-Dill „autorisiert" die tie Kreuzer von je 10 000 Tonnen, mit einer L «ndengefchwindigk.it von 35 Knoten und acht- *[l?.gen (20 Zentimeter) Geschützen unb beraumt Le Baufrist bis 1931 an. Gleichzeitig ermächtigt sie aber auch ben Präsidenten nach eigenem Ermessen die Surchführung des Programms ganz oder teilweise zu suspendiere n. Samit gibt sie Herrn Coolidge einen starken diplomatischen Trumpf in bie Hand, sie setzt ihn in bie Lage, andere Mächte Darauf auf- rnerbam zu machen, daß er ermächtigt ist. aufK einem Gebiete das durch den Washingtoner Vertrag von 1922 nur hinsichtlich der Tonnage, nicht aber der Zahl der Schiffe einer Beschränkung unterworfen ist, in ein solennes W e t t r ü st e n cinzutreten. Aber jeder Zweifel daran, baß der Präsident gewillt ist. cs auf eine Kraftprobe mit den Befürwortern einer starken Flotte ankommen zu lassen, mußte durch seine anläßlich der 150- Jahrseier her Schlacht bei Trcnton dort gehaltene Rede zerstreut werden. Abermals appellierte Calvin Coolidge an das amerikanische Voll, jene „Opfer zu bringen, die nötig sind, um ein Zurückgleiten in das alte Wettrüsten jur See zu verhüten". Man kann nicht umhin, in diesem Appell eine Herausforderung an d i e Flotten-Enthusiastcn im Kongresse unb außerhalb zu erblicken, vielleicht sogar die Srohung. daß er, sollten sie sich mit seinen Plänen nicht zufrieden geben, die Freuzer-Frage zu einer Frage her nächsten Präsident- schaftskampagne machen werde. In den Augen des Präsidenten hat sich sein Standpunkt dadurch, daß er der Butlcrschen Vorlage seine Zustimmung gab. in keiner Weise geändert, und er kann nicht einsehen. weshalb man ihm vor- Werse, er sei von seiner allgemeinen Politik, bie er in der ganzen Angelegenheit von allem Anfang an eingefchlagen und bis heute bei- behalten hat. abgcwichcn. Ob er allerdings eine Marine-Dewilligungs-Dill mit seinem Veto belegen wird, ist eine offene Frage. Vielleicht wird sich ihm Gelegenheit hierzu bieten. Senn auch im Kongreß gibt cs harte Köpfe. Sie Ueberzeugung aller Flotten-Sachverstän- bigen geht einstimmig dahin, daß in bezug auf Kreuzer-Tonnage bie Der. Staaten heute an dritter Stelle liegen, während das Washingtoner Abrüstungsabkommen ein amerikanischenglisch-japanisches Stärkeverhältnis 5—5—3 fest- sehte. Sogar Frankreich wird Amerika in dieser Schiffskläsfc überflügeln, wenn es feine gesamten Pläne verwirklicht Präsident Coolidge glaubt jedoch, daß entweder bei der Völkerbunds- Abrüstungskonferenz oder bei einer von ihm selbst einzuberufenden etwas herauskommen wird, unb daß es daher töricht von feiten bet Der. Staaten wäre, wollten sie jetzt versuchen, England oder selbst Japan einzuholen. Er scheint sich dem Glauben hinzugeben — her allerdings durch die Tatsachen in keiner Weile unterstützt wird — daß auch die anderen Mächte in der Verwirklichung ihres Seerüstungsprogramms ein langsamer.es Tempo cinschlagen werden, wenn sie sehen, daß Amerika nicht mittut. Unö schließlich ist Calvin Coolidge nicht danach veranlagt, jetzt eine Reihe Schiffe bauen zu lassen, bie unter Umstänben später von einer weiteren Konferenz in Acht unb Dann getan werben. Im Senat wie im Repräsentantenhause dürften etliche fünfzig Prozent der älteren Republikaner zugunsten einer starken Kriegsflotte sein, für die ja bekanntlich alle republikanischen Präsidenten mit Ausnahme Hardings eingetreten sind. Theodore Roosevelt würde sich im Grabe umdrehen, erführe er, daß einer feiner Nachfolger aus seiner eigenen Partei bem Canbe zumutet, ben anderen Seemächten nicht zu zeigen, was die Amerikaner für Kerle sind. Wie das Volk im allgemeinen sich zu bem in Aussicht stehenben Kampfe zwischen Coolidge unb ben „big navy men" im Kongreß wie in ben Zcitungsredaktio- nen stellen wird, bleibt abzuwarten. Bislang hat er bie Unterstützung des größeren Teiles her Presse gefunben, seitens her Demokraten ist ihm sogar zum Vorwurf gemacht worben, er habe bamil, daß er den Bau weiterer zehn Kreuzer autorisierte, vor ben Flottenenthusiasten den Rückzug angetreten. Wenn erst im Kongreß die Debatte über bie brei noch zu bauenben Kreuzer erhebt, wirb auch bas Publikum von sich hören lassen, unb bie Möglichkeit liegt nahe, baß bie straße- i 1403- Stadttheater ÄW eww'C von *■ WZL ' Ws xr««ätni'lin *28 ANN» 15.3! ".W- «ft ÄS Trance. >”|1Derni Patten, | <>, ^LSchunck * B* in unmöglich gewesen wäre, noch Buße zu tun ,|'t: zu entrinnen, unb ba erschien er ihm. und ii hatte eine Menge abgenützter und an den V£lcn zerrissener Schuhe bei sich. Unb baß ■jt’reut, sagte her Dieb zu ihm. „Warum hast bu Vnigc verzogen unb meine Befreiung hinaus- ittioben?“ Sa wies ihm her Teufel bie vielen ]ütr Schuhe, bie allesamt abgenützt unb zer- öch«:rt waren, unb sagte: .All bie Schuhe habe ich »ckkraucht, inbem ich mit bir ging unb bich immer ir. i'er rettete, auf daß ich dich sicher machte unb ik>ch> zu biefer Etunbe führte unb bich in eine brächte, daß bu nicht mehr entweichen !k<-rsl. Sas genügt mir. unb ich habe bich sicher *irb brauche nicht mehr zu besorgen, baß ich bich Amerikas „Kreujer"=Sonate. Don unserem .VN.^.-Berichterstatter (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) 2 euyork, im Januar 1927. Prälibent Coolidge hat in der Marinepolllik m Bereinigten Staaten einen Ton angeschlagen, u bem der amerikanische Kongreß ober hoch zu- iibeft eine einflußreiche Gruppe im Repräsen- crlenßaufe, die nötige Harmonie nicht zu finden vimag. Don Tag zu Lag wird ofiensichtlicher. it bie Sparsamkeitspolitik deS J e i ß e n HaufeS unb des Präsidenten ehr- Bestreben, der Well mit „gutem Beispiel" -j mnzugehen unb sich nicht an bem Wettbewerb i Ba" schneller Kreuzer zu beteiligen, auf den »kvar stärksten Wiberstand seitens her ’arme^cutc stoßt, die daraus bestehen, baß Vereinigten Staaten, bie jetzt schon in biefer chisssklasse so weit hinter England unb Japan unid sind, die für Neubauten nötigen Bewilli- j gen unverzüglich ins Budget aufnähmen. Es ist dies in verhältnismäßig kurzer Zeit ; i > dritte Mal, daß der llnterhauSausschuß für !> .rineangelegenheiten einem Präsidenten den ^idehandschuh h.nwirst. Das erstemal geschah c3 zehn Jahren, als Präsident Wilson die Er- äck-f.gung zum Bau von zehn Schlachtschiffen erlangte. DaS zweite Renkonlre spielte sich ab, ls 5) a r h i n g in Liebereinstimmung mit dem ö-tshingtoner Abrustungsvertrag die Qlbtoradung «mrr Anzahl Schisse forderte. Ser dritte Anlaß lot sich, als Lo o l i d g e in dem Begleitschreiben, Ein großer Herr baute einmal ein Kloster, und als ihm bann das Geld ausging, sagten ihm feine Räte, er solle den Abt dieses Klosters um einiges fragen und sich von ihm. wenn er keine Antwort wisse, ein großes Stück Geld zahlen lassen, llnd die Fragen, die der Herr stellte, waren, welche sechs nichts taugten, welche Steine die drei besten, und welche bie drei schlechtesten seien, welche vier niemand halten könne und wie weit Glück und ünglüd voneinander seien. Da aber der Abt nichts zu antworten wußte, riet man ihm. den Schäfer zu fragen und Frist zu verlangen. Das tat er. und der Schäfer mußte den Abt machen. Unb als her Herr tarn, faß der Schäfer in der Kutte auf bem Stuhl Des Abtes und sagte. „Sic sechs, bie nichts taugen, sind Salz säen unb Kiefdftcine mähen, aus leerem Decher trinken unb einem Blinden Winken, vom Tische auf- stehen mit leerem Magen unb in her Mühle Harfe schlagen." Und er antwortete, die drei besten Steine feien der Taufstein, her Wetzstein und her Mühlstein, die drei schlechtesten der Hagelstein, der Stein im Auge und der Blasenstein. Unb er antwortete, die vier, bie niemand halten könne, seien die: niemand kann halten den Wolf an der Braue. Den Bären an den Klaue, bie Schlange am Zagel. ben Habicht am Schnabel. Unb er antwortete, Glück unb Unglück seien voneinanber so weit wie heute unb gestern: unb um ben Grund gefragt, antwortete er: „Weil ich gestern Schäfer war und heute Abt bin." Unb her Herr, der bas Kloster gestiftet hatte, sagte: „So sollt Ihr benn immer Abt sein." o f'ecke billig51 billifl »u oetleicen. hinter brr ffictl* fliilflflt 5 II. 0'1 Masken« kostüme Alt oeileibtn. (4® Friedl Btrilulunir Wilbrluislr. 8 V. 1927 werben milflonimil' tobet 'l0n neheiert bet eMtrbeiioleiftiin/t. I 2djt Ünlran. u 'WS 11 Ion ben fltth. 1 M‘* \ Xtt\^a6tcnloitünic SSNi 'Stz8 ML uUI nrünöh(itB Nachhilfe, unterricht btn S. «int 2ln Privat- Mitlagstisch *n niiirm Hous, Wimen Snrnen ober gnen -ich billig. Ü11» d W yiny «M MW LlöenbutQtr Stuie, mmm »u m- aufen füll o.egcn illteS SÄlotin ju lauidjen. Schr. 8n- ’vnoen unter 0473 on den (sieh, «ny Win Land Anzahl Tonnage Der. Staaten 10 75 000 England 40 194 290 Japan 19 102 005 Frankreich 3 16 731 Italien 8 30 784 3m Dau befindliche Kreuzer Gefechtsllnie: der ersten Land Anzahl Tonnage Der. Staaten 2 20 OOO England 11 110030 Japan 6 54 200 Frankreich 6 53 619 Italien 2 20 000 ?.'billigte, aber noch nicht tm Dau befindliche erstcku ge Kreuzer: Land Anzahl Tonnage Der. Staaten 3 30 000 England 3 28 000 Japan —— — Frankreich Italien 1 10 000 häufig nicht au der verabredeten Zett ein. Rot- wendige Leite fehlten, stellenweise lasse auch die technische Ausführung der Arbeit zu wünschen übrig. Alles Dinge, die man vor dem Krieg bei deutschen Warensendungen nicht gekannt hätte. Der Rückgang deS Absatzes deutscher Fahrräder im Osten sei wohl ausschließlich auf solche Wängei zurückzuführen Die Bemängelungen erstreckten sich keineswegs nur auf die vorgenannten, fon- dern auch auf andere Waren. An der unpünktlichen Lieferung mögen die durch den Raub der deutschen Flotte wesentlich versch lechterten Schiffsverbindungen wesentlich mit Schuld tragen. Seitens der deutschen Exporteure ist mehrfach geklagt worden. daß die englischen Reedereien die ihnen übergebenen Eolli zurückstellten, um erst später eingelroffene englische Frachtstücke noch mit dem abgehenden Dampfer zu befördern. Das deutsche Stück gelangt dann erst acht bis vierzehn Tage, manchmal auch noch später zur Abfertigung. DieBernögerungen erfolgen aber auch bisweilen in den deutschen Häfen. Weigern sich die Berlade- arbeiter Lieberstunden zu machen und muh das Schiff zur bestimmten Zeit abfahren, wie das bei Linienfahrten nicht anders geht, so wird die Sendung um viele Wochen verzögert. Der deutsche Fabrikant gerät dadurch unverschuldet in den Ruf der Unpünktlichkeit. Der deutschen Wirtschaft erwachsen daraus schwere Schäden, der Arbeiterschaft Arbeitslosigkeit. Schwere Unzuträglichkeiten zieht bisweilen eine unzweckmäßige U e be rv r g a n i s a t i vn nach sich. So wurde mir dieser Tage berichtet, daß die Derkaufsabteilung einer großen Fabrik Motoren verpackt und versandt habe, ehe sie die Prüfstelle der Fabrik passiert hatten. Kein Wum der, wenn dann das deutsche Fabrikat seinen guten Ruf einbüßt! Vielfach ist auch die Güte der Leistung des deutschen Arbeiters — namentlich des nicht schon vor dem Krieg ausgebildeten — zurückgegangen. Der Unfug, daß in den ersten Zähren nach dem Krieg die Spanne zwischen dem Lohn des gelernten und dem des ungelernten Arbeiters minimal war, lieh den Anreih vermissen, etwas Ordentliches zu lernen. Machte sich das doch nicht bezahlt, denn der Lehrling verdiente weniger als der gleichaltrige ungelernte Arbeiter. DaS massenhafte Einströmen der letzteren in die Gewerkschaften und ihr turbulentes Auftreten zwang diese, eine so verkehrte Lohnpolitik zu vertreten. Sozialdemokratische Gewerkschaftssekre- täre haben mir damals ihr Leid Über diesen 'Unfug geklagt, den sie mitzumachen gezwungen wurden. Heute fehlt es unserer Industrie wie dem Bergbau an gelernten Arbeitern, während von der Arbettslosigkeit in erster Linie dieUn- gelernten betroffen werden. Aufträge können vielfach nicht übernommen werden, weil es an gelernten Arbeitern fehlt. Die Lohnspanne hat sich inzwischen zugunsten der letzteren wohl etwas erweitert. aber noch nicht genug und es wird Jahre dauern, ehe wir die Schäden der zu geringen Spanne überwunden haben. Unsere Waren müssen nicht nur gut, sie müssen auch billig fein, sollen wir unsere alte Stellung auf dem Weltmarkt wieder gewinnen. Die kräftig fortschreitende Rationalisierung gibt uns die Möglichkeit dazu. Aber freilich nur dann, wenn sie sich nicht nur im Unternehmergewinn. sondern in erster Linie in der Verbilligung der Ware auswirkt. Und davon ist bisher noch zu wenig zu merken, wenn auch der amtliche Großhandelsindex für industrielle Fertigwaren im Verlauf des Jahres 1926 von 158 auf 143,5, b. t um 9 ». H., zurückge- gangen ist. Man soll gewiß nicht verkennen, wie unsagbar schwer es für das «verarmte, mit Steuern überlastete Deutschland ist, seine alte Welthandelsstellung wiederzugewinnen-, auch nicht verkennen, was darin bereits erreicht ist. Aber es muh noch ganz anderes geleistet und wenigstens im Innern alles weggeräumt werden, was hindernd im Wege steht. Oberhesfen. Landkreis Gietzen. X Wieseck, 20. Ian. Die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Bau - und <5ie» öelungS-Vemeinschaft hatte für gestern o&enb zu einer öffentlichen Versammlung im Saal von Bierau eingeladen. Den Vorsitz.führte Weihbindermeister F r i e d r i ch D e i b e t III. Der Br- zirksleiter von Oberhessen. Essinger- Butzbach, hielt einen längeren Vortrag über »W o h - nungsbau mit zinslosem Geld". Den parteipolitischen Standpunkt gegenüber dem Wohnungselend ablehnend, Öen wirtschaftspolitischen hervorkehrend, schilderte der Redner an Beispielen den alten Weg des Zinsendienstes unter Beleihung von Objekten mit 30 Proz., mit den Gefahren de« Zwangs- oder Rotverkaufs beim Unvermögen, die Zinsen aufzubringen: ihm gegen* über biete der neue Weg zinslos Darlehen für 23 Jahre: in dieser Zeit leiste die D. B. S. G bei einem Verwaltungskostenzuschlag von 10 Proz. öie Verwaltungsarbeit. Die Löschung derHvpothek und de« Vorkaufsrechts trete ein bei Abtragung der Schuld. Die Pflichtrückzahlung betrage mindestens 4 vom Tausend im Monat. Seit ihrer Begründung am 1. April 1925 konnte die jetzt 24 500 Köpfe zählende Gemeinschaft 402 Darlehen au 10 000 Mk. begeben. In der Aussprache wies Pfarrer Sattler auf die von der Kirche auf dem Gebiete des städtischen und ländlichen Sied- lungswesens unternommenen Schritte hin. Die Frage nach einer Beteiligung der D. B. S G bei kirchlichen Gemeindehäusern, Klcinkinderschulen u. a wurde von dem Vortragenden dahin beant- wo tet, daß eine solche nur möglich sei, wenn in öen betr Hamern zugleich ein Teil als Wohnung emgcnchtei werde. Der Vorsitzende gab bekannt daß die Ortsgruppe, die noch weitere Versammlungen hier plant, demnächst die Ge» m *1 n.h c öur Anmeldung ihrer Mitgliedschaft auffordern wird. r ' 1 CD 3 o U a r. 21. Jan. Die gestrige Sitzung des ^>mmffrTnR C ra 16 befaßte sich wiederum mit dem Erlaß einer neuen Friedbossord. nung. Rach längerer Aussprache stimmte die Mehrheit für die Annahme in der vom Kreisamt Gießen ausgearbeiteten Fassung. Aus den De- .^s ^°^oben. daß spätestens 60 Jahre nach Schließung des jetzigen Friedbo»« sämtliche Erbbegrabnisplähe in den Besitz der Gemeinde zurückkommen und daß nach Inkrakt. treten der neuen FriedhofSordnung sämtliche Zeichen innerhalb 24 Stunden, ärztliche Leichs schau vorausgesetzt, nach der Leichenhalle verbracht werden müssen. Zustimmung fand eine gleichzeitig mit der Friedhofsordnung zu erlassende Polizeiverordnung, wonach Vergehen gegen die Bestimmung der Leichenüberführung mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. bestraft werden können. Die Friedhofsordnung kommt jetzt 8 Tage zur Offenlegung. — Auf der rechten Seite der L u m d a st r a h e hat die Gemeinde einen schmalen Geländestreifen liegen. Durch dessen Zusammenlegung mit einem Geländestück des Otto Franl und Zukauf von etwa 300 Quadratmeter von Karl Verlach Witwe ist es möglich, drei Dauvlätze zu gewinnen, davon einen als Gemeindebesitz. Die Vorlage fand Zustimmung. Der Kari Gerlach Witwe sollen für den Quadratmeter 2,50 Mk. geboten werden bei Uebernahme der Vermessungs- und Gerichtskosten aus die Gemeinde. Der gewonnene ®c- meindebauplah wird beim Zustandekommen der Zusammenlegung dem Ernst Frank zugesprochen. — D:e Miete für die Rotwohnungen wurde auf 10 Mk. für die Dreizimmer- und auf 7,50 Mk. für die Zweizimmerwohnung festgesetzt. Da noch einige sehr bringende Wohnungsanforderungen zu befriedigen sind, wurde die Erbauung einer toeiter en Baracke angeregt. Beschlüsse hierüber jedoch nicht gefaßt. • Watzenborn-Steinberg. 21. Jan. Der Gesangverein „Germania", der älteste am Orte, wird die Feier der 60. Wiederkehr seines Gründungstages in diesem Jahre durch Abhaltung eines S ä n g e r f e st e s am 18.. 19. und 20. 3uni begehen Mit dieser Veranstaltung ist ein Gesangwett st reit verbunden. Da der Verein sich wiederholt erfolgreich an auswärtigen Gesangwettst reiten beteiligt hat und dort reiche Erfahrung sammelte, dürste es ihm nicht schwer fallen, die Veranstaltung so zu treffen, daß sie von den teilnehmenden Vereinen als mustergültig anerkannt werden muh. Die Dole- giertenversammlung findet am Sonntag, 20. Februar statt. T Allendorf a. Ö. Lahn. 21. 3an. Die Feldbereinigungsarbeiten in unserer Gemeinde sind in letzter Zeit soweit fortgeschritten, daß nun die Versteigerung der Massengrundstücke vorgenommen werden kann. Als Versteigerungslag ist Montag, 31. Jan., vorgesehen. Zu der Versteigerung werden auch viele auswärtige Steigerer erwartet, die seither schon Landbesitz innerhalb unserer Gemarkung ihr eigen nennen konnten. Kreis Friedberg. sf. Friedberg, 21. 3an. Die heutige Stadtverordnetensitzung beschloß u. a. die Errichtung eines neuen Reun-Retor- teno sens im Gaswerk zum Preise von 24 000 Mk. Eine lange und teilweise sehr erregte Debatte eni'pcmn sich um die Frage des Reu» baues eines städtischen Wasser- türme;, da die Rechte und die Linke aus Ersparnisgründen die künstlerischen Anlagen um den Turm nicht ausgeführt wissen wollte. Schließlich wurde ein Antrag mit 22 gegen 2 Stimmen angenommen, der eine teilweise Ausführung der Anlagen oorsieht. Weiter wurde ein Antrag Leuchtgens einstimmig angenommen, für den Bau des Wassertumrs einen öffentlichen Wettbewerb auszuschreiben. Die Frage der W a h l eines Slternbeirats wurde dahin entschieden, daß eine Wahl nicht ftattfinöet. Bad-Nauheim, 21. Jan. Mit dem vor bald Jahresfrist vom Hessischen Landtag beschlossenen Bau des balneologisch-medizini'- schen Instituts wurde jetzt begonnen, nachdem der ursprüngliche Termin, der den Baubeginn für vergangenen Herbst vorsah, aus verschiedenen Gründen nicht eingehalten werden konnte. Das Gebäude, das nach dem neuesten Stand der Wissenschaft eingerichtet wird, kommt in den Park zu stehen, und zwar in unmittelbarer Nähe des Sprudelhofes. !?k Vilbel, 21. 3an. Auf ein 25jahriges Bestehen kann die hiesige Bolksbiblio- thek zurückblicken. 3m Jahre 1902 trat eine Gruppe bildungssreundlicher Männer zusammen, gründete den Ausschuß für Dolksvorlefungen und legte damit den Grundstock zu der heute reich aus- gestatteten Bücherei. Die Mittel wurden zum größten Teil durch freiwillige Spenden aufgebracht. Zum ersten Bibliothekar wurde Lehrer Burk ernannt der das Amt bis auf den heutigen Tag in gewissenhafter Ordnung führte. Da der Ausschuß für Volksvorlesungen während des Krieges seine Tätigkeit einstellte, wurde die Bibliothek statutengemäß der Schule als bildungsforderndem 3nstitut ungegliedert. Hoffentlich bleibt sie von dem parteipolitischen Gezänk verschont, so daß ihr eine ungestörte Weiterentwicklung auch fernerhin erhalten bleibt. Me Bürgermeistersteve in Bad-Nauheim. sc B a d - Nauheim, 21. Ian. Die Stadtverordneten beschlossen in ihrer heutigen Sitzung die Ausschreibung der Bürgermeisterstelle, die im Juni dieses Jahres frei wird. Die Meldefrist läuft schon mit dem 15. Februar dieses Jahres ab. aufen, 21. 3an. Studien- _ , . , -----> der schon längere Zett hier wohnt, aber an der Realschule Ridda angestellt ist, hat von Landwirt Wilhelm 11 h l l. in Ridda an der Sallhäuser Straße einen Bauplatz getauft, um sich ein Wohnhaus in Ridda^uen zu Kreis Büdingen. △ Ridda, 2L 3an. Die beiden hiesigen Geldinstitute, die Bezirkssparkasse und die R i d d a e r Bank, haben für jede der 32 3um Sparkassebezirk gehörigen Gemeinden einen Tag bestimmt, an dem die Auswertungsgläubiger ihre S p a r k a s s e b ü ch e r vorlegen können, damit die Eintragung der Aufwertungsbeträge der früheren Einlagen erfolgen lann. Durch diese Maßnahme wird jeder Gläubiger genaue Kenntnis über die ihm Anstehende Aufwertung erhalten, und eine Angelegenheit erledigt, die schon zu vielen Fragen und Vermutungen Anlaß gegeben hat. △ Nidda, 21. Jan. Die hiesige l a n d w. Bezugs- und Absaggenosscnfchaft hatte gestern abend zu einer Dersamlung im „Darm- ftaöfer Hof" hier eingclaben, in der zwei sehr lehrreiche Vorträge gehalten wurden. Zuerst sprach Landwirtschafterat Dr. S ch a d , Direktor des Land- wirtschaftsamts Nidda, über „Steigerung der Boden- durch Düngung und Bodenbearbeitung-, «eine Ausführungen wurden durch fchemaiifche Abbildungen auf großen Tafeln unterstützt. Der jedermann verständliche Vortrag wurde sehr beifällig aufgenommen. Als zweiter Redner sprach Landwitt- 50 c ’or 2)r Günther von hier über „Schweinemast- Der /Vortragende redete ganz besonders der Ruhlsdorfschen Fütterungsmelhode das Wort, die er u. a. ausführlich beschrieb. Auch dieser Redner erntete großen Beifall. y. Bad-Salzh tat- Brauuewell, lassen. Der Quadratmeter kostet 2 Mark. Ferner hat sich der Käufer auch das Vorkaufsrecht für einen zweiten anliegenden Bauplatz des gleichen Besitzers Vorbehalten. Das Baugelände liegt zwischen den Bahnstrecken Ridda—Gießen und Ridda —Schotten und mißt beinahe 3000 Quadratmeter. ' Echzell, 21. Jan. Am Donnerstag ereignete si chhier ein schwerer Unglücksfall. Ein zehnjähriger Iungc hatte sich an einen Müllerwagen gehängt und rourde beim Abspringen von einem Auto überfahren. Er erlitt einen so schweren Unterfchen kelbruch, daß er ins Friedberger Krankenhaus gebracht werden mußte. — Die Zahl der Erwerbslosen beträgt zur Zeit hier etwa 50. — Vom 2 chulvor fianb wurde in seiner letzten Sitzung, in der auch die neugswählten Mitglieder verpflichtet wurden, eine Feier des 100. Todestages Heinrich Peska- l o z z i s beschlossen. — Der Krankenpflegeoer e i n hielt eine Hauptversammlung ab, in der über die Weilerführung des Vereine beraten wurde. Der Verein, der im letzten Jahre 230 Mitglieder zählte, ist in der Kriegszeit zur Unterstützung des im von Harnierschen Schlosse eingerichteten Lazaretts entstanden. Er ermöglichte dann nach dem Kriege eine geordnete Krankenpflege in der hiesigen Gemeinde. Nach Wegzug des Pfarrers Strack, dessen Tochter in den letzten Jahren als Krankenpflegerin gewirkt hatte, ergab sich die Notwendigkeit, für eine neue Pflegerin zu sargen. Diese fand sich in einer zur Zeit hier bei ihren (Eltern weilenden Schwester Fräulein Bocher. Sic hat si chbereit erklärt, die Pflege der Kranken, die vom Arzie als pflegebedürftig bezeichnet werden, zu übernehmen. Als Ziel wrude öie Daueransiellnng einer Schwester des Darmstädter Diakonissenhauses ins Auge gefaßt. Zu den Mitgliedsbeitrügen, die man durch freiwillige Beiträge jolcher, die den Segen der Krankenpflege genießen und zu einer Mehrleistung imstande sind, zu erhöhen hofft, bat die Gemeinde einen erheblichen Zufchuß in Aussicht gestellt, so daß der Verein außer den laufenden Ausgaben noch ein Kapial wird an= sammeln können, das die feste Anstellung einer Schwester ermöglichen soll. Kreis Schotten. O 2 a u b a ch, 20, 3ait. Heute fand Die erste Holzversteigerung der Stadt Laubach statt. Es tarnen im Durchschnitt der Raum > meter Buchenscheit auf 10 bis 12 Mk., Knüppel 6 bi« 8 Mk.. Stöcke 5 bis 6 Mk.. Astreiser 1 Mk. Sehr verschieden war der Preis der Knüppel. Es kamen Stammknüppel bis 9Mk!, die übrigen Knüppel wurden schon von 5 Mk. an versteigert. Was an Ruhholz versteigert wurde, ist nicht nennenswert. Das Brennholz war fast durchgängig erste Qualität. -s- Hartmannshain. 20. 3an. Die Straßenverwaltung des Kreises Schotten hat durch eine große Zahl von Arbeitern sämtliche Straßen im oberen Vogelsberg für den Auto- und Wagenvertehr wieder frei- gemacht. Der Auto- und Wagenveickehr konnte fetzt überall wieder einsehen. Auch der enteilte Schneefall kann vorläufig nicht hinderlich im Wege stehen. Kreis Alsfeld. „ Obcr-O§men, 21. 3an. Einen empfindlichen Verlust erlitt der Landwirt Lud- wig Müller Hierselbst. Der Mann hatte feinen Äofhund, um ihn vor Kälte zu schützen, in den Schweinestall gesperrt. Als die Hausbewohner am anderen Morgen den Stall betraten, fanden sie die beiden Läuferschweine im Gewicht von 80 bzw. 100 Pfund tot vor. Der Hund hatte in der Rächt den Schweinendie Kehle durchgebissen und daraus begonnen, stch an dem Fleisch des einen Schweines gütlich zu tun. Starkenburg. =!= Offenbach a.M., 21. 3an. Aus der Stadtverordnetenversammlung: Die Stadtverwaltung ist an die Stadtverordnetenversammlung mit dem Antrag heran getreten, den Stadtbe b auu ngsplan einer lieber» Prüfung durch den Städtebauer der Darmstädter Hochschule, Prof. Roth, unterziehen zu lassen, was 3000 Mark kosten soll. Die Kommunisten zeigten dafür keine Reigung. und zwar aus Sparsamkettsrücksichten. Trotzdem gelangte der Antrag zur Annahme. Man verwies darauf, daß die gerade gegenwärtig durch die Siebe- lungsbauten hervortretende bauliche Ausdehnung der Stadt, die auch sonstige zeitgemäße Fragen, so namentlich her Bau großer Au - to mo b i 1 f er nst ra h en , es dringend geboten erscheinen lassen, den Gesamtbebauungsvlan von einer Persönlichkeit beurteilen zu lassen, die frei von den örtlichen Details die ganze Sache von einem neutralen großen Gesichtspunkte aus betrachtet. Rheinhessen. WER. Mainz, 21. Ian. Das Stähl. ®e- lunbhettsamt teilt mit: Rach den bei der Ortskrankenkasse erstatteten Meldungen befindet sich die sog. Grippe ini Rückgang. Die Krankheit hat den milden Eharakter beibehalten, und es besteht nach wie vor keinerlei Anlaß zu ir- gerchwelcher Beunruhigung. Es ist anzunehmen, daß mit der Aenderung der Wetterlage die Zahl der unter dem Sammelnamen Grippe begriffenen Erkältungskrankheiten in Kürze sich weiter erniedrigen wird. Preußen. Kreis Wetzlar. WSR. Wetzlar, 20. Jan. Die landwirtschaftlichen Organisationen des Kreises Wetzlar hatten beim Regierungspräsidenten die Einsüh- führung einer Quarantäne al« Schutz gegen die im erheblichen Umfange wütende Maul- und Klauenseuche beantragt. Der Bund Deutscher Viehhändler hat gegen diese Maßnahme Einspruch erhoben. An sich wäre auch diese Maßnahme wirlungSlo«, solange die Landwirte nicht selbst Disziplin üben und nicht gegen die Anzeigepflicht und öie angeordneten Bekämpfungsmaßnahmen verstoßen. Die Regierung hat daher den Antrag zunächst abschlägig befrieden. ~ ©leiberg, 21.3an. Unser Bezirks- Vorsteher W. L a u ch t muhte wegen fortgesetzter Krankheit sein Amt niederlegen. An seine Stelle wurde fern Sohn. Wllh. Laucht gewählt. Kreis Kirchhain. WSM Kirchhain, 20. 3ait Sic Vieh. w i r t sch a ft im Kreise Kirchhain, die ourch d»e Kriegsmaßnahmen und ihre Folgen ftorE reduziert worden war, scheint jetzt wieder auf der alten Höhe anac kommen zu sein. 6p wurde dieser Sage in Schweinsberg von der dortigen Fleckviehzuchtgenossenschaft ein neuer Zuchtbulle mit einem Gewicht von 18l/; Ztr. aufgestellt. Er dürfte der schönste unk» stärkste im ganzen Kreise sein. Kreis Biedenkopf. J[ Friedensdorf, 21. Jan. 3m westlichen Teil des Kreises Biedenkopf und im angrenzenden Dillkreis machen sich in der leh- tpi Zeit Wildschweine bemerkbar. Die Schwarz. littet stammen jedenfalls au« den Dickichten bei ^chelderwaldes, ober sind auch von oben aui dem Rothaargebirge hierher gewechselt. Bei einer S reib jag b, an der Qirfelöer und Frcchen- Ijäufer 3äger tellnahmen, mußte ein Schütze, al« ein angeschossener Keiler auf ihn einstürmte, auf einem Hochsitz Zuflucht nehmen, und mit ansehen, wie das wütende Tier seinen Hut und Mantel unten in Stucke riß. Bei Münchhausen im DillkreiS zeigten sich bei einer am gleichen Tage abgehaltenen Treibjagd fünf Sauen auf einmal, wovon ein Keiler zur Strecke gebracht wurde. Auch hier muhten einige Treiber aut Bäumen Zuflucht suchen. Bcinerlt sei. daß seit dreißig Jahren in diesen Gegenden nicht« von Wildschweinen bemerkt wurde. Maingau. WSR. Frankfurt a. M., 20. Jan. Fest- genommen wurde gefterft -nadmüttag in Wiesbaden von Frankfurter und Wiesbadener Kriminalbeamten der angebliche Schriftsteller Friedrich K o n h aus Querscheid bei Saarbrücken, her in Frankfurt a. M. unter dem selbstzugelegten Titel und Rainen eines Regierungsrats a. D. Dr. jur. Friedrich Wilhelm K ontze groh- angelegte Betrügereien und Schwindeleien begangen hat. Er hat mit verschiedenen Bausiedlungsgenossenschaften Verbindung gesucht, um Bestellungen auf sein angeblich später erscheinendes Werk über bas Siedlung«toefen in Deutschland zu erhalten, und sich Anzahlungen auf bas Honorar geben lassen. Kirche und Schule. Dekanatskonferenz in Gießen. >< Die erste Dekanatskonferenz des Dekanats Gießen im neuen Jahre fand am Dienstag im Markussaal in Gießen statt. Außer den beiden Vortragenden war Oberkirchen- rnt Wagner als Gast zugegen. Da der Dekan am Erscheinen verhindert war. leitete Delan- stellvertreter, Pfarrer Groth. Rödgen, die Verhandlungen, die er mit Schriftlesung und Gebet eröffnete. Unter den amtlichen Mitteilungen waren von weiterem Interesse zwei Eingaben der Dekanatskonferenz Ridda an das Can- deslirchcnamt. Die auf Schaffung eines einheitlichen KonfirmationstermtnsamSvnn- t a g nach Ostern für ganz Hessen abzielendc wurde vom Landeskirchenamt bereits für erledigt erklärt: verschließt man sich auch bn Dekanat Gießen nicht den zutage getretenen Mängeln der Oftertonfirmation. so hält man hier doch eine Aenderung auch aus sozialen Gründen für ausgeschlossen. Einig ging inan mit dem Dekanat Ridda in der Ausfassung, daß der hie und da einreihenden Unsitte, kleine Kinder als P a t e n anzunehmen, die bis zur Konfirmation durch Erwachsene vertreten werden, energisch gesteuert werden müsse. Ein Vortrag von Pfarrer zur Rieden, Huhdors, über die nach dem Krieg mit neuer Kraft wieder aufgelebte Organisation zur Ausbreitung des Evangeliums unter den Katholiken fand ein Korreferat durch einen Laien, den Konvertiten Schultes, der als früherer Angehöri ger der katholischen Jugendbewegung sehr anschaulich aus dem modernen religiösen Katholizismus zu berichten wuhte. Dckailatökonfcrenz in Lchotten. wg. Schotten, 21. Ian. Unter dem Vorsitz von Dekan Volv, Laubach, tagte hier die erste diesjährige Konferenz der Geistlichen de« ©banget Dekanats Schotten. Rach der üblichen Eröffnung mit Schriftlesung und Gebet berichtete Dekan Volp über die kürzlich in Gießen stattgehabte Konferenz der Dekane Oberhessens, und teilte sodann mit, daß im Laufe des Jahre« wieder ein Dekanatstag stattfinden werbe. Die Konferenz nahm dann Stellung zu n. Nervös-Erschöpfte. SpeziaIkoranelalt Hof heim I. Taunn* bei Frankfurt a M. Prospekt^ durch Dr. M, Schulze-Kahleys»« Nervenarzt. «rag?jrche"be ÄK * Ä 5i’f *•15* -nen 4 Evange' » vorgesehen irr Sti&lc tu LA m "Mui •,eitn rn d« fS. SA 9 L,e Kirche (Ses sX-i Ä- U Deriammlm die in den i ollen. Sie Aw Teilnehmer ölrD orte erbeten. ® bi ei bei allen r elfen lMdn §ie Sorffn ta deutschen Ä ren geistiger 3 jeitschnst ^ie Jahrgang Hera 3odlird)enircuni tet: Selon Sc, 192 den Dedani qcu und veran ObNhesien und boulen. 1923 f> Reichelsheim ui Mcnstadl und I rehmerzahl nö düngen in ver .uhällen. Trot Mgsotte dichl hid 300 Xeilnel Die Dorsi unserem Tebik bieten sie doch I 1 1 dann wich mit i Gttui h 51» o tei Bi Bewef MahJzi dion | Ne WUM! Di, Ubtiu tiugege l» i BBUI1 Fil Dro( Wie wir Ihre Rück grat verkram mang Sin Anwohner. zugewandt? X Ortender lichen 6 t a «ningan. Glocke verwandt wurde. neuen i'norhrnq 1 MIT HEIZUNG WOLF NETTERSJACOBIwedm qerlin w 15 • Finnentrop '/westf Verlr,: Emil Becher. Oammslr.43. Gieflen, Tel. 1190 Klein $ Steinl Wieder itändige Damenbedienung. 449a Fulda i. I. In ZAtttditi llpSperrhol | Jk ■ ■ 1 ar Ä ■ 3 ■ a m tStdte. (Bnboon u. Ätefer 3-25 | |T S* Ör B ? d w all ? « » " Breuer und Dielen aller Llär | v v ~ 22 'diroeöiidje I nd bam rische Co 4624 D £■25 mm Stätten. Co bei- Sämtliche Mo Br Schreiner. Wagner und evtl, hei len, zeigt um Buch mit 50 Abb. Zu beziehen geg. Nadinahme von 1.— M- von FRANZ MENZEL Frankfurt a.M.95 Windmühlstr. 3 Ihre Nachbarin hat kein Geheimnis, denn auf Wunsch erzählt sie jedem, dass sie zur Zubereitung ihres guten Kaffees nur den wohlschmeckenden und wohlbekömmlichen „SccBg’s kand. Kornkaffee“ gemischt mit einigen Kaffeebohnen verwendet. Ueberall zu haben. Pfundpaket nur 50 Pfg. Eingesandts ( Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Metallbetten 2m Stahlaa tralien, Blad, r bei Ito uünft anBriv Katal.254 fr. Elseamöbellahrik Sihl (Tktr.)1 Publikum ncacn keiner'? Ensen M & Go.. Siegen Televboa 149. oefter Qualität, unter LvndilaiSvretö C.Rübfamet, Giesten fternfpre klier Bericbtssaal. Dcrurtei'.ter LandeSterräter. WSA. Kassel, 21. Jan. DaS Droste Schöffengericht verurteilte den Privatdetektiv Emil Strohe aus Rerngen, der nährend mehrerer Jahre mit dem französischen Rachrich - tenbureau in Verbindung gestanden hatte, wegen Vergehens gegen § 6 des Strafgesetzbuches (Verrat militärischer Geheimnisse) zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren sechs Monaten. i-snts . unt« dem eines ^ugel.g,v Beteten unb «l*c M ÄSte ‘■».r.’iYäi: und Schult m 6i,6ei MZ- rortragenbenivorO^Lrch^ H Da der Ä hindert war. leitete mü SA'f-nbflen'bic ,m„lt Ablesung unb (Sehet t amtlichen ÜitteilimQen w Interesse zwei Singaben tr •tenj Oltbba an das ßar- au) Schaffung eines eichet- ttonsterminsamSonr n für ganz Hessen abzielend esluchenamt bereits für eile hlicht man sich auch im Tt- t den zutage getretenen M.- tsirmation, so hält man hin (ng auch aus sozialen Gründe- ■ Einig ging man mit Nr ta Auffassung, daß der hü 'n Mitte, kleine Ktndcc Konten, die biß jur Amfir- hsme vertreten werden, eueren müsse. Tin Dvrtiag w den, tzuhdvrf, über ine nai litt Arast wieder ausgeteb zur Ausbreitung d«i unter den Katholik-' it durch einen Laien, den Äor’ s, der als früherer Angchör irn Jugendbewegung sehr air i modernen religiösen Kathvli' :en Wußte. onfcrenj in Rotten, 'N. 21.Jan. Unter dem Aorsü > Laubach, tagte hier die erste irenz der Geistlichen de« kanats Schotten. M nung mit Schristlesung und Gr- -kan 2alp über die taM ehabte Konferenz der Dekane teilte sodann mit, daßiw0wck er ein Delanalstag ftatthnDcn erenz nahm dann Stellung zv flnterkur lür 31,255 enkranke iSgHg.**"* Er schläft wie ein Kind! Ein guter NerbUchlat ut die beste Medizin de* Welt. Wenn Sir ooeb so müde sind, so angestrengt von Unger Tagea-cbelt and denn sieben »de* acht Stunden gesunden und festen Schlat haben kbouee, dann waches Sie frisch und gekräftigt auf. Der gesunde Mensch schlaft «mmei gut; mit anderer Worten. Wenn Sie nicht schlafen Winnen, das» nter sollen ün südlichen Oberhessen drei 3»orfkirchenvorstehertagungen ftatifln- tsn, und zwar am 21. Februar in Düdes- fittm bei Vilbel, am 7.März tn Aainrod ■et Schotten und am 14.März in WölferS- । Hm in der Vöetterau. Die Tagungen werden rwfsnel durch Gottesdienste, in denen Prälat !" Dr. Diehl. Darmstadt, oder Oberk.rchen- rd Wagner. Giesten, Festprediger sind. Daran »schliehend werden im Saale behandelt: 1.11 n» irer Jugend A o t und A i 1 f e. (Kinder- etteSdienst ein Weg dazu.) Aedner: Pfarrer L a l d e ck vom Slilabethenstift in Darmstadt. 2. D i e Pflege der Umgebung der Kirche (de- KirchhosS) und deS Friedhofs, t’bnet: Pfarrer Köhler, Aidda. Hie Tagungen finden an Montagen statt. Am Sonntage orher finden in den Tagungsorten, deren Ge- > oi Bindeglieder am Montag in vielen Fällen aus Platzmangel weder am Gottesdienste noch an her Versammlungen im Saale teilnehmen tönen, FestgotteSdienste und Gemeindeabende statt. in den Deist der Montagsarbeit einführen io len. Die Anmeldung der Zahl der Tagungs- e-ilnehmer wird an die Pfarrämter der Tagungs- I cte erbeten. Die Auswärtigen sind wieder, wie l-i.es bei allen Tagungen üblich war. zum Mittag- tllen Gäste der Familien des Ortes. Die Dorstirchenvorsteherlagungen sind aus bet deutschen Dorslirchenbewegung erwachsen, de- 'irtt geistiger Führer Hans von L ü p k e die jEilschrift nSie Dorfkirche" nun schon im 21. idhrgang herausgibt. Die „Vereinigung der 1 5) orfkirchensreunde im südlichen Oberhessen" (Lei- lei: Dekan Scriba in EichclSdorf) übernahm I4W den Gedanken der Dorfkirchenvorstehertagun- acn und veranstaltete eine solche, die erste in j O btzrhessen und Hessen überhaupt, in Wallern- hciukn. 1923 folgte Eichclsdors. 1924 Ulfa, 1925 ^-ichelsheim und Dillingen, 1926 Grosten-Linden, » Lltenstadt und Langsdorf. Die wachsende Teil- . hmerzahl nötigte dazu, jährlich mehrere Ta- Qtmgen in verschiedenen Teilen Oberhessens ab* ^halten. Trotzdem fanden sich, obgleich die Ta- irmgsortc dicht beieinander lagen, mehrmals 200 ntl 300 Teilnehmer zusammen. Die Dvrskirchenvorstchertagungen haben in unserem Gebiete längst Heime!recht erworben, htrtcn sie doch dem Dorflirchenvorsteher Gelegen- WELLBLECH BAUTEN WELLBLECH GARAGEN statistikdes KirchspielsSichelSdorf- Ober-Schmitten entnehmen wir irlgendes: Eichelsdorf hat 884. Ober-Schmitten 503 evan- gelilche Bewohner. Taufen wurden in Eichrls- Dorf 21 (gegen 1925: —2), in Ober-Schmitten 13 (-1-3) vollzogen. Die Zahl dec Konfirmanden betrug in EichclSdorf 20 (-s- 4). in Ober-Schmitten 9 (~r 1). Trauungen fanden in EichclSdorf 2 (—101), in Ober-Schmitten 5 (4-1) statt. Beerdigt wurden in Eichels- bors 5 (—4). in Ober-Schmitten 12 (4-91) Personen. Die für den AbendmahlSbesuch ermittelten Prozentzahlen sind für Eichelsdors 190 v. H. (-417 v. H ) Ober-Schmitten 134 v. H. (— 9 v.H.). Die Zahl der Kirchenbesucher weist eine leichte Zunahme auf. An Gaben kamen auf den Kopf der Bevölkerung 1,24 Mk. (—0,16 Mk.). Dazu kommt eine Spende auS Amerika in Höhe von 1173,93 Mk. (Karl Braun geboren zu Obcr-Schmittcn, verstorben zu Morys- ville in Aordamerrka). die zur Anschaffung einer inechnikumlaae Ingenieur-Schule IJLSS. • Miscmrenoaa Eietlrfr Hcou.nifüiu, ■ rT^s ToninauSiriZ Seueeet« ■ ’iftt hierher "UH b°n 2? bet KOL MM-r i b c r g, 21. Oan. Aus der kirch» t i sl i k unserer evangelischen Gemeinde ist folgendes von Interesse: In 61 Gottesdiensten wurden 7798 erwachsene Kirchenbesucher gezählt d. h. etwa 21 Prozent. Am Heiligen Wendmahl nahmen 448 Gcmeindeglieder. ober 50 Prozent teil. An Gaben gingen ein 3140 Mk. oder 3.46 Ml. pro Kopf der Bevöllerung. Eine lehr segensreiche Tätigkeit entfaltete die Kran- kenschwesternstation. Die Diakonisse machte in Ortenberg in 125 Familien 4411 Besuche. in SeltcrS in 20 Familien 853, in Listbcrg in 19 Familien 446. in Wippenbach in 3 Familien 11 Besuche zusammen also 5721 Besuche, und hielt 4 Tagpslcgen und 9 Aachtwachen. Die Station wurde auS freiwilligen Beiträgen unterhalten. * EichelSdorf. 21. Ian. Der Iah res- vie verkehrsjuständ« im vorderen Riegelpfad.. Es vergeht wohl kaum ein Abetrd, an dem nicht in Der Zeitung über Instandsetzungs-, Ehaussierungs- und Umpflasterungsarbeiten, ober Verbesserung von Strastenbelcuchtungen in Gissten berichtet wird. Auch fehlt eS häufig nicht Die Asthmakur von Dr Alberts bat nachweisbar NU- übertroffene Ccilrriolnc bei ueialieiem Aitlima unb ttntarrücu. Acr^tl. Svrech- i ftnui'cn in (Eichen, Q4a!inboidbotel Lenz, ! jeden "iontaq. ><'-S Nbr__________277«! . ~ । 11 Kirchliche Nachrichten. Svangel'fch« Gemeinden Sonntag, den 23. Januar 3. nach Epiphanias. Gtesten. Stadtkirche. 9' , Plarrast Hertel. 11: windet lrchef.d. Mat tuSgemeinde.Pfarrasstst.Hcrtel. 5: Pfr. Mahr. - IohanneSkirche 9'.:Pfr. AuS- fcld, zugleich MilitärgotteSdienst. 11 Kindertirche für die JobanneSgemeinde Pfr. AuSfeld. 5: Pfar- ralstst. SchuttheiS 8: Bibelbefprechung im Iolran- ncefaaL Pir Müller. Ronftrmonbenlnal Liedigltr. 56 2: Taubsiummengottesd. Pfr. BechtolSbe rner. — Kirchberg. 10, nachm. 1 Daudringen nach«. 1 ,: Lollar. — Wieleck. 10 und abends 7' .. — Woherborn-Gardenteich Watzenborn-Steinberg. 10. Garbenteich: 1 -olifche ®cmeinbcn Gletzen. Samstag, den 22. Januar 4‘ .u. 7 Beichte Sonntag, den 23. Januar. 3. Sonntag n. Epiphan. 6- . Deichte, 7 Messe, Rom. der Frauen. 8 Rom.. 9 Hocküimt m. Pred.. 11 Messe m. Pred^ 5'#, Andacht. - Drünberg 9'/, Messe m. Pred. — Hungen 9'/, Hochamt mit Predigt- — Lich. 7‘/, Messe mit Predigt.___________________________ Lo intnisbienft s. Uertre n. Avotaeken am 23.1.27 Dr 2dilicvbafc. Art Dr Olürtln. Dr D) Klein- peltkanavotheke. Zabuorzt: Dr- Konter. ,MD 6eü, sich über Fragen des dorfkirchlichen Lebens zu unterrichten und an feiner Ausgestaltung mitzuarbeiten. ÄtrchensttUlstil. an guten Anregungen, wo und wie manche noch vorhandenen Ucbefltänbe gbgestellt werden können Es fcheim hier ein recht guter Beobachter am Werrke zu sein, dem so leich: keine von der Stadtverwaltung getroffene Mahnahme zu ent- geben scheint. Unb doch must man sich rounbem, bao chm bie DerkehrSzuflände ün vor.eren Aie- gelpsad — zwilchen Ludwig- und !?iebigstraste. Der als Durchgangsweg zu dem Bahnhof und südlichen Stadtviertel austerordenllich stark benutzt wird — bis jetzt scheinbar aanz entgangen sind. Man kann bei den hier herrschenden Wege- Verhältnissen nachts kaum noch von einem Durchgehen, sondern nur noch von .Durchstolpem" reden, und es ist gewiß keine SeUenheit, bah hier Passanten zu Fall kommen. ES ist eigentlich auffallend, dast man sich an den verantwortlichen Stellen bis jetzt noch nicht bazu «ntschliehen konnte, in den betreffenden Strastenaafchnitt mehr als eine Laterne auszuhängen. Wer haftet fiter für etwa entstehenden Personenschaden? Gin zweiter Uebdftanb ist daS Geländer längs des Eisenbahndammes, das in feiner jetzigen geradezu unglaublichen Verfassung kaum noch als eine Absperrung des Eisen» bahillörpers angesvrochen werden kann. Ganz abgesehen von dem trorstlosen Anblick, der sich fiter dem Beschauer bietet Man kann häufig, sehr häufig, eine größere Anzahl spielende Kivder auf dem Gleisbau beobachten, die nicht feiten an den hier ausgestellten Signalanlagen fier- umhantieren. Tragen die verantwortlichen Stellen der Stadt- und Bahnverwaltung nicht eine graste Schuld mit daran, wenn eines Tages ein heran- nahender Zug tn eine solche Schar spielende Kinder fährt? Stellen diese unglaublichen Zustände nicht eine auherordentttche Gefährdung von Eisenbahntransporten dar? Hal die EisenbahnverwaUung mit Rücksicht auf die sich immer mehr häufenden Fälle, wo Kinder den Eilenbahnverkefir gefährden. kein Interesse daran, dast hier schnellstens unb durchgreifend Abhilfe erfolgt? Warum legt man die im Laufe der Zeit erheblich in den Riegelpfad vor» gedrungene Dammgrenze nicht zurück in die Strastenfluchtlinie, wo sie übrigens hingehört? Durch eine kleine und nicht besonders teuere Stützmauer kieste sich die- leicht ermöglichen. Unb der Effekt wäre, bah eine Verbreiterung deS Fahrdammes bis zu 1,50 Meter und mehr erzielt wurde, was vom verkehrstechnischen Standpunkt auS jedenfalls sehr zu begrüben wäre. Dast auch durch die Verwirklichung dieses Vorschlages eine recht günstige Beeinflussung des Strastenblldes erzielt würde, bedarf wohl keines besonderen Hinweises. Der idealste Plan wäre jedoch, wenn der ganze verkehrshindernde Eisenbahnbamin aus dem Stadtbild verschwinden würde, ein Wunsch, der jedoch mit Rücksicht aus unsere allgemeine Wirtschaftslage auf lange Zeit hinaus seine Verwirklichung nicht finden Dürfte. Wenn man allerdings Daran denkt, dast die Stadt Frankfurt sich mit Dem Gedanken trägt, ihre gesamten Bahnanlagen aus dem Stadtinnern herauszuleaen. so erscheint der Wunsch nach Verlegung der Oberhessischen Eisenbahnen in Giesten gar nicht so ungeheuerlich. Vielleicht wurde nur von seifen w»a © Gießen, den 22. Januar 1927 0506 NWK Statt Karten! |Ö Bahrenfeld G. m. b. H.. Altone-Behrerrfefd ta8meieiiii.lIo:e!itozi.Beiii$eiiilitaS88 Am Donnerstra, dem 27. Januar, abends 8 Uhr in der Großen Aula der Universität: 646 D talmin HehwarZbier 666C Lorch am Rhein. 66Ubs Rudolf JloMNe. Leipzig. Inserie: en orlngt Gewinn I Ästona-Lichtspiele 683c SelterRweg 30 cm M.5.50 25 cm M.3.75 Für die uns anläßlich unserer Vermählung so zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank Ernst Stritter und Frau Marie geb. Weiß Zum Karneval für Vereine, Familien, Cafis, Ball-Lokale Cl Preis RM. 30.- ■ Man verlange Jazz-Piospekt 49 Auch gegen Teilzahlungen! Georg Dernhird'.Ul.zIjCl *z-M I Auf Wunech Bszuge- |',z* quelien-Naehwds durch 1 Sternwoll-Spinnerei Mit den Elsässer Künstlern stellt weiter aus Professor Karl Wach - Düsseldorf a) 4 handgearbeitete Gobelins aus seinen Kammerburger Werkstätten, b) Originalmodelle und Zeichnungen seines Entwurfes für ein Reichsehrenmal auf den Inseln bei hergestellt nach dem neuesten amerikanischen elektrischen Aufnahme Verfahren, auf dem Spezialvertreter der Deutschen Grammophon A.-G. Offizielle Verkaufsstelle der Deutschen Grammophon A.-G. und autorisierte „Electrola“-Verkaufsstelle „Hassia“ Vorführung bereitu)Hilfst In offen Offizieren Vor kaufsstetten der Deutschen Grammophon-Aktiengesellschaft Für die uns anläßlich unserer goldenen Hoch zeit erwie'enen Aufmerksamkeiten sagen wir t)ier durch allen unseren herzlichsten Dank 3- Paulus und Frau Gießen, den 22. 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Tclevb 743 2:391) Xar noch heute und murgen: SAIALY O’.VEILL die neuentdeckte Seusations - Schauspielerin aus dem wilden Westen, in ihrem neuesten Aoenteurer-Drama in 6 Akten Das rollende Haus Einige Szenen aus dem Film: In der Gewalt der Banditen — Die Jagd um das Leben — Blutrache im Wilden Westen - Die Zugentgleisung des Nord Expreß — Das Ei:-enbahn- attentat auf der Prärie. Ferner Das lustige Beiprogramm D. Kaminka Marktplatz Nur noch heute und morgen: Der Film der Deutschen Bismarck 1. Teil Ab Montag: Das gewaltige deutsche Film werk: Bismarck S.Teil Schirn herr: Reichspräsident General- feldmarschall von Hindenburg. Der Bismarck film ist überparteilich Der Bismnrckfilm ist kein Tendenzfilm. Der Bismarckfilm vermeidet das po- liti ch Trennende. — Schüler unter 11 Jahren zahlen in der t. Nachmittagsvorstellung ermäßigte Preise. Biersuppe von Köstritzer Schwarzbier ist ebenso nahrhaft wie wohlschmeckend. Friedrich der Große kannte schon den Wert der Biersuppe und sagt darüber: »Ich bin tn meiner Jugendzeit von Biersuppe aufgezogen und unsere Däter kannten nur Bier, und das ist das Getränk, das für unser Klima paßt." In der kalten Jahreszeit ist eine wärmende Biersuppe von Köst- ritzer.Schwarzbier ganz köstlich. Kein anderes Bier eignet sich so gut hierzu. Rezept: 7, Liter KöstritzerSchwarz- bier mit einem Stückchen Zimmt, etwa« Zitronenschale, 2 gehäuften Eßlöffeln Zucker und einer Prise Salz aufkochen lasten, dann 2Eßlöffel voll Grieß tn daS kochende Bier verquirlen. V, Liter kochende Milch dem KüstritzerSchwarzbier langsam unter beständigem Umrühren zusetzen. Das echte Köstritzer Schwarzbier ist erhältlich bei Emil Schmoll, Biergrvhhandlung und Eisfabrik, Kari Burhenne, Flaschen- bierhandlung, Gießen, Steinstr 63, Fernspr. 1169, Wiih. Möller, .Zum Anker-, Alüseld, Seb Riedmann, Bierverlag. Grünberg, W. Horz. Bieroerlag, Weilburg, und in allen durch Plakate kenntlichen Geschäften. 690ss DER GIESSENER L Palast-Lichtspiele Llnde-’plate HTSPIELE Lichtspielhaus Bahn ho Tut raße 34 Voranzeige Radfahrer-Verein ,Fortuna1 Samstag, den 6. Februar 1927, abends 6.59 Uhr großer Maskenball in sämtlich. Räumen der Liebigshöhe Prämiierung der schönst. Masken Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse. Vorverkaufsstellen werden noch bekannt gegeben. Reichsgründllngrseier am Dienstag, dem 25. Januar, abend» 8 Uhr, Katholisches Dereinshaus Gedenkrede: Pfarrer Deidt-Herborn (früher an der Frankfurter Paulskirche) Der 18. Januar Schauspiel in 4 Aufzügen von Püschel. Musikalische Darbielungen: Kapelle Topp. Die vaterländisch gesinnten Kreise Gießens sind herzl. einge. laden.-'Programm am Saaleingang zum Preise von 50 Pf. Der WMellMv MW öes Seil. Bfllerl. 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Streichquartette: Max Reger op. 74 d-Moll. — Franz Schubert op .161 g- Dur. Eintrittskarten: 4.—, 3.— und 2.— Mk. bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten 1.— Mk. bei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweiskarte. 466c WMMlW des Herrn Major Köhl aus Würzburg — Mitkämpfer von Lettow-Dorbeck — über M Minim imir Eintrittspreis : 0.50 Mk. Karlen sind im Vorverkauf bei Herrn Ehallier, Neuenweg und bei Herrn Obera sistent Ritter, Universität, sowie an der Abendkaste erhältlich. Apparate und Platten Ernst Challier vorrätig bei Musikalienhandlung, Neuenweg 9 MOD 692D Samstag, 22. Januar 1927 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) M. 18 Drittes Blatt Die städtische Wohlfahrtspflege in Gießen untDcfentlid) 20 Gegenständen Gegenständen 42 mit Gegenständen mit 9 Gegenständen 511 mit 176 mit 828 Gegenständen mit 4 Gegenständen 202 Gegenständen 563 frei von ßauck Genick unJDuß. Gegenständen Gegenständen 120 der gebiet des Wohltat) r.? i erweitert gcbäußeficucr 52856,67 QHL. auf die städtische Sondergebäudesteuer 25 461,23 Ml. Durch diese Ausgaben wurde da- Arbeits- 4 Sitzungen mit Fugend-Wohlfahrt s.Deputatton im Monat April . . Mai . . Juni . . 2uli , . August . , September , , Oktober , . Rovember , . Dezember 1274 Empfänger 1293 1353 1410 1415 1 29 1472 1'63 1492 von 80 Gramm. Außerdem erhalten noch Kinder in der Kleinkinderbcwahranstalt in Diezstraße eine Tasse Milch täglich. Mietunterstühungen WietanterstützungS- 2lu sschuß 18 Sitzungen mit Mietunterstühungs-AuSschuß (Oddachlofert-Fürwrge) 1 Sitzung Befchwerdc-Ausschuß zusammen 12 634 Empfänger oder im Durchschnitt monatlich 1430 Empfänger. Die Gesamtaufwendungen an Mietunterstützung betragen für die Zeit vom 1. April 1926 bis 31. Dezember 1926 : 81 317,90 Mi. oder im Durchschnitt monatlich 9035,32 Mk. Don dem Gesamtbetrag entfallen auf dir staatliche Sonder- 4 Sitzungen Wohlfahrts-Ausschuß 6 Sitzungen Rentnerfürsorge- Ausschuß 17 Sitzungen Kriegerfürsorge-Ausfchuh 10 Sitzungen 12 Sitzungen mit Ausschuß für DorzvgSrenten 17 Sitzungen mit infolge Erhebung der EondergebäuLesteuer. Aach der Hessischen Verordnung vom 10. März 1926 wird Sondergebäudesteuer im alleemeinen seit 1. April 1923 nicht mehr erlassen. Mer nach Artikel 10 der genannten Verordnung Anspruch auf Mietunterstützung hat kann bei dem Bezirks- fürsorgcverband einen Antrag auf Mietun^er- stützung stellen. Anspruch haben nur hilfsbedürftige Personen, die dauernd oder vorübergehend eine Mieterhöhung, soweit sie durch die Sondergebäudesteuer b dingt ist. nicht tragen können und eine entsprechende Mohnungsänderung vorzunehmen nicht in der Lage sind. Der Begriff Hilfsbedürftigkeit richtet sich nach den für die Gewährung öffentlicher Unterstützung maßgebenden Gesichtspunkten. Die Leistungen sind lediglich Unter st ühungSlei st ungen und haben mit einem steuerlichen Begriff nichts mehr zu tun. Bei dem Wohlfahf samt Gießen erhielten seit 1. April 1926 die Mietunterstühung: Höhe kkizjraß abbzwäkrfr Jpb Gauber. billig er ®a$ städtische Wohlfahrtsamt ist bekanntlich diejenige Dienststelle unlerer Stadtverwaltung, die den umfangreichsten Etat aufweist und auch den größten Zuschußbetrieb der Verwaltung darstellt. Weiter ist es das Amt. das wohl die stärkste Inanspruchnahme durch die Bevölterung zeigt und das eine Arbeit zu leisten hat, die unter den schweren Verhältnissen der RachkriegSzeil von außerordentlicher Bedeutung ist. 3m Hinblick daraus erscheint es angebracht, nach Ablauf des Jahres 1926 der Gießener Bürgerschaft einiges über die Haupt aroeitsgebiete des Städtischen Wohlfahrtsamtes au berichten, damit sie sehen kann, welches große Ausmaß von Arbeit von dieser Dienststelle geleistet wird und welche Der- wendung die zur Versagung gestellten Mittel finden. Auf Grund von Erkundigungen an zuständiger Stelle können wir folgendes mitteilen: Tätigkeit der Deputttionen und Ausschüsse im Bereiche des Wohlfahrtsamtes. 3m Kalenderjahr 1926 fanden folgende Sitzungen statt: WohlfahrlS-Deputation Die Lahnkanattfieruny. WSR. Wiesbaden, 20. 3an. Der Landes auSfchuh des Regierungsbezirks Wiesbaden hat in seiner letzten Sitzung dem vorgelegten Entwurf eines Vertrages zwischen dem D e - zirksverband des Regierungsbezirks Wiesbaden und den an der Lahnkanalisierung interessierten Kreisen und Städten zugestimmt. Die Finanzierung soll bekanntlich derart durchaeführt werden, daß die beteiligten Kreise und Städte ein Drittel der noch auszubringenden Kosten übernehmen. Der Beschwerde-Ausschuß hatte nach dieser Uebersichi in 12 Sitzungen über 202 Beschwerden zu entscheiden. Don diesen entfielen auf das Kriegerfür ergeamt 13, Aentnerfürjorge- amt 39, Armenamt 2 und Angelegenheiten der Mietunterstützung 148. Von den Beschwerden wurden 94 abgelehnt. 3n 86 Fällen wurde der Beschwerde statlgegeben. Bei 19 Fällen wurde die Beschlußfassung zurückgestellt, und in drei Fällen wurde die Beschwerde durch den Beschwerdeführer vor der Entscheidung zurückgezogen. Kinder-Erholungsfürsorge. 3m 3ahre 1926 wurden insgesamt 285 Kinder zum Kuraufenthalt entsandt. Davon befanden sich 95 in Solbädern. (Dad-Rauheim. Bad Kreuznach, Bad Orb. ) 81 Kinder waren wieder in dem Kindererholungsheim auf dem Heuberg untergebracht. An der Ostsee (Arendsee) befanden sich 59 Kinder. Weitere 30 Kinder waren im Kinderheim DarSberg am Reckar und im Kinderheim Waldheim, Lindenfels, im Odenwald. untergcbracht. Die Kurkosten betragen für das Wohlfahrtsamt ca. 23 000 Mk. Die Landesversicherungsanstalt Hellen in Darmstadt leistete Zuschüsse für solche Kinder, von denen ein Elternteil der Derficherung angehört, die hessische Hauptfürsorgestelle in Darmstadt für Kinder von Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbllebenew Die Eltern selbst haben nach ihren Derhällnissen einen Beitrag zu den Kosten zu leisten. Klnderspeisung. Die Kinderspeisung konnte infolge des Umbaues der Goelheschule im 3ahre 1926 nicht voll durchgeführt werden. 3m Sommer wurden in der Pestalozzischule 258. in der Schillrrschule 211 Kinder gespeist. Seit Mitte Dezember hat die Speisung im vollen Umfange eingesetzt. 3n den Drei Schulen werden jetzt insgesamt 890 Kinder gespeist. (Schillerschule 335. Pestalozzischule 324. Goelheschule 231.) Sie erhalten, wie im 3 ab re 1925. ca. ein Drittel Liter Milch und ein Brötchen Hessen -Nassauischer Provinzial- Landtaq. WSR. W i ^s b a b e n. 21. 3art Der Provinziallandtag der Provinz Hessen- Aas s a u wurde heute nachmittag durch den Oberpräsidenien Dr. Schwander eröffnet. 3n seiner Eröffnungsrede gedachte der Oberpräfi- dent des rerfiDtbenen Landeshauptmanns W o e II und gab dem neuen Landeshauptmann, Stadtrat Lutsch, ein hetzkicheS .Glückauf" aus den Weg. AIS wichtigsten Punkt für die Tagung des Pro- vinziallandtagS erwähnte Der Oberpräsident die Stellungnahme zu der von Der Stadt Marburg erstrebten Loslösung vom Landkreis Marburg. Aufgabe des Provinzial- landtageS sei es. sachlich zu prüfen, ob der Wunsch der Stadt Marburg mit Den 3ntereffen von Hessen»Ras|au vereinbar ist. Zum BorsitzenDen wurde Durch Zuruf Hopf- Franksurt a. M. (S.) wiederaewählt. Zum zweiten Vorsitzenden wird Dr. Becker-Kassel bc- ftimmt Der Antrag der Stadt Marburg, aus dem Landkreis Marburg auSzuscheiden. wurde einem besonderen Ausschuß von 13 Mitgliedern überwiesen. Weiter wurden die Anträge betr. die Genehmigung der vom Provinzialausschuß tiufgeftel.tcn Besoldungsordnung für Die Beamten Der Provinzialverwallung nnD bett Aenderung Det Bestimmungen über die Heranbildung des Beamtenpersonals der Pro- »inztaloerwaltung, sowie Die Prüfung der Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben der Provinzialverwaltung Dem Beamten- und Ausgabe-Ausschuß überwiesen. Ein kommunistischer Antrag auf Einsetzung einer sozialpolitischen P rovinzial- to m m i H l o n wurde Dem Aellestenausschuß überwiesen Ein weiterer koimnunistischer Antrag, der gegen das Singreisen deS Reichspräsidenten in Die Regierungskrise p ro - testiert, wurde, nachdem das Haus die Dringlichkeit verneint hatte, auf die Tagesordnung der morgigen Sitzung gefetzt, desgleichen kommünisti- »He Anträge, die eine Amnestie für stimtlichr tolitischcGe sangen e, besonders für H ö l z. foröern und gegen Die beabsichtigte Mietpreis- «rhöhung Einspruch erheben. DaS Haus vertagte sich Dann aus SamStag- nachmtttag. Schöffengericht Gießen. • Gießen, 21. 3an. Wegen s chwer er Kuppelei zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt wurde ein Ehepaar aus Fried- 6erg. Die Verhandlung sand hinter verschlossenen Türen statt. Eine Frau auS Homberg a. d.O. hatte in einer Apothekerrechnung, für die sie anderweit Ersatz verlangen konnte, die Zahl 4,63 Mk. in 14.63 Mk. abgeändert. Ehe ein Schaden entstanden war, wurde der Schwindel cnt'cli. Die Strafe Lautete wegen Urkundenfälschung und Betrugsversuchs aus eine Woche Gefängnis. Gleichfalls eine Woche Gefängnis wegen Urkundenfälschung und Betrugs Versuchs erhielt ein junger Schreiner ous Saasen, der eine Bescheinigung seines Arbeitgebers über Die Dauer feiner D.'schäftigung bei ihm verfälscht hatte, in Dem Glauben, daß ichrn oieS zur, Erlangung Der Arbettslosenunter- ßiüHung — die er auch ohneDieS erhalten hätte — förderlich sei. Schöffengericht Wetzlar. 2 W e tz 1 a r. 21. 3an. Ein in Untersuchungshaft befindlicher Arbeiter aus Wetzlar stand wegen Blutschande, begangen an seinen beiden Töchtern von 17 bzw. 13 3ähren in fortgesetzter Handlung, unter Anklage. Die Der- tanblung. Die unter Ausschluß der Ocfsentlich- Eeit ftallfanD, endete mit Der Verurteilung des Angeklagten zu vier 3ahren Zuchthaus. Lpielplan der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag. 23. 3anuar, von 8 biS gegen 10*, Uhr: „5>er Ring des Ribelun- ?en“. erster Tag: Die Walküre. Montag. 24.. von i/, bis nach 10 Ubr: Der Waffenschmied. Dienstag. 25.. von 7 biS nach 10 Uhr: Margarethe. Mittwoch. 26.. von IV, bis nach 10 Uhr: Madame Butterfly. Donnerstag. 27., von iv2 bis nach 10 Uhr Der Eoangelimann. Freitag. 23., von 6v« biS 10 Uhr: Carmen. Sarnstag. 29.. von 3 bis 51/; Uhr: Peterchens Mondfahrt: von 7 bis 9 Uhr Hänsel und Gretel. Sonntag. 33.. von 5Vt LIS gegen 10>., Uhr: Der Ring des Ribelungen. -Wetter Tag: Siegfried. — Schauspielhaus. Sonntag. 23. 3anuar. von 3 ois 6 Uhr: Minna ton Barnhelm: von 8 bis 10'2 Uhr: Hamlet in Krähwinkel. Montag, 24., von 8 bis 10 Uhr: Die zwei Abenteurer. Dienstag, 25., von 8 biS 10 Uhr: Der Sturm. Mittwoch, 26., von 8 bis 10i/2 Uhr. George-Gastspiel: Der Kammersänger, hieraus: Fräulein 3ulie. Donnerstag. 27.. von 8 bis 10 Uhr. Sin besserer Herr. Freitag. 28.. von 8 bis 10 Uhr: Der Sturm. Samstag. 29.. von 8 biS 10J 2 Uhr: George-Gastspiel: Der Kammersänger: hierauf: Fräulein 3ulie. Sonntag. 30.. von 3i', bis 6 Uhr: Alt-Frankfurt: von 8 biS 10 Uhr: Ein besserer Herr. ________ Buntes Allerlei. Kostbare Bäum«. Wenn man an einem schönen Rachmittage einen Spaziergang am Flusse unternimmt, wird jeder wohl achtlos an Den unscheinbaren Weidan vorbeigehen und sich höchstens sagen, daß sie nicht viel wert seien. Allerdings nimmt man Die langen biegsamen Zweige Der Bruchweide zu mancherlei Flechtwerk, Die Kohle der Salweide gibt Die wertvolle Zeichenkohle und wird auch zur Bereitung von Schießpulver verwendet. Die Rinde dieser und der weißen Weide dient zum Gerben des dänischen Handschuhle^erS. sowie zum Färben. Aber außer zu Schnittholz für kleineres Küchengerät findet Die Weide bei unS sehr wenig Verwendung. Welchen Rutzen man aber aus einem Weidenstamme ziehen kann, zciyt folgende Tatsache: 3n der Grafschaft Essex in England wurde kürzlich eine Weide gefällt Die. einen Fuß über dem Erdboden gemessen, einen Umfang von 5,6 Meter hatte. Diese Weide schätzte man auf etwa 55 Fahre. Der Käufer des Stammes, ein Fabrikant von Cricket-Schlag- hölzern, verfertigte nicht weniger als 1153 dieser Hölzer aus einem Stamme. Setzt man Den Preis dieser Schlaghölzer nur mit 2 Mk. daS Stück an. so ergibt sich ein Rutzen von 2300 Mk. allein für die Schlaghölzer. Die Kosten für Deren Anfertigung konnten auS Dem Erlös für Rinde, des übrigen AftholzeS und ReifigS bestritten werden. Was daS Eichenholz betrifft, so steht es jetzt lange nicht mehr so hoch im Preise wie früher, wo eS noch ausschließlich zum Baue von Schiffen Verwendung sand. Doch bringt ein gesunder autgewachsener Stamm immer noch ganz annehmbare Summen ein. * So wurde z. B. eine Eiche, Die einen DurchschnittSumsang von 7 Meter und ein Gewicht von 400 Zentner hatte, von einer Möbelfabrik mit 3303 Mk. bezahlt. Bedeutend wertvoller alS diese Rieseneiche war ein Rotholzbaum. der kürzlich in Kalifornien gefällt wurde. Sielet Riesenbaum maß 9 Meter im Durchmesser und konnte nur durch Anbohren mit riesigen Stahlbohrcrn zum Fallen gebracht werden. Diese Arbeit wurde von fünf Männern innerhalb 24 Tagen zu Ende geführt.- Der Stamm gab zerschnitten 520 003 Fuß einzölliges Holz und brachte ohne Reisig und Rinde 53 030 Mark ein. DicS ist vielleicht die größte Summe, die jemals für einen Ruhholzstamm gezahlt wurde. Unvergleichlich höher aber find die Summen, Die für Bäume gezahlt werden. Deren Holz ausschließlich zu Schmuckzwecken DertoenDei wird. ES find dies hauptsächlich. Zirbelkiefer. Walnuß, Mahagoni und die Obsthölzer. Das beste Rußbaumholz ist das deS schwarzen WalnußbaumeS, Der in Amerika vorkommt. Welch fabelhafter Wert oft in einem solchen Baume steckt, beweist folgender Fall: Ein Landwirt in Tennessee verkaufte an einen Händler eine Anzahl Walnußbäume. Für einen besonders knorrigen alten Stamm, Den der Landwirt zuerst gar nicht mit angeboten hatte, weil er ihm zu verwachsen und unansehnlich schien, bot Der Händler 703 Mark. Ein solches Gebot für einen Stamm, Der nicht einmal besonders gerade und außerordentlich astreich war, machte Den Farmer stutzig. AIS der Holzhändler im weiteren Verlause sogar das Doppelte bot, weigerte er sich, Den Baum überhaupt zu verlaufen, ehe er einen Sachverständi- gen um Rat gefragt habe. Dieser schätzte Den Stamm auf 4000 Mark. Für Diese Summe gab Der Farmer schließlich Den Baum auch ab. Dieser wurde nun gefällt, nach Reuyork gebracht unb hier von einem Foumierhersteller für Die annehmbare Summe von 60 030 Mark erstanden. Dabei machte dieser aber noch ein glänzendes Geschäft. Denn das Holz dieses alten knorrigen Stammes erwies sich als wundervoll gemasert, wie man es nur höchst selten antrifft, und Die Fournierplalten, Die aus Dem Stamme geschnitten tourDen, erzielten einen sehr hohen Preis. 3m Jugendamt. Die Gesamtzahl Der biS jetzt geführten Dor» luundschaftcn (ein'chl. Pflegschaften) vom 3ahre 1912 ab beziffert sich auf 2021. Beendet oder abgegeben wurden in der Zwischenzeit 1220 Sachen, mithin umfaßt Der heutige Stand 801 Fälle. Die Zahl Der in Gießen geborenen unehelichen Kinder betrug im Rechnungsjahr 1924: 237, 1925: 270. 1926: 193 (b-S heute). An Zahlungen für die Mindcl gehen monatlich 6—7000 Mk. ein. Bei Der hiesigen Bezirkssparkasse sind für Die Mündel seit Befestigung Der Währung insgesamt rd. 40 030 Mk. angelegt. Unter Fürsorgeerziehung stehen heule 133 3ungcn und 96 Mädchen, insgesamt also 226 Zögllngc (1913 62 Kinder). Die Unterbringung D r F irsorgezcglinge verursachte im Rj. 1925 39 014.73 Mk. Kosten. 3n früheren 3ahren wurden diese Kosten zur Hälfte von dem Minister des 3nnem ersetzt. Rach einer neuerlichen Verfügung ist für das Rj. 1926 mit einen: Staatszuschub in Höhe von 33* 3 Proz. der Gesamtaufwendungen zu rechnen, vorausge'etzt. daß Die Kosten des Rj. 1923 nicht höher sind als Die DeS Rj. 1925. Wenn man berücksichtigt, daß durch Die bekannten wirtschaftlichen Verhältnisse der Ersah seitens Der Unterhaltungsverpflichteten nur noch gering ist. so macht sich diese Einschränkung DeS Staatszuschusses für Die Stadt in doppelt fühlbarer Weise unang:nehm bemerkbar. Von Den Zöglingen und Mündeln sind untergebracht auf dem Lande in Oberhesscn (ausschl. Gießen): Kreis Alsfeld 21, Büdingen 3. Friedberg 4. Gießen 43, Lauterbach 41. Schotten 23, insgesamt also 135. Die Verteilung auf die kirchlichen Dekanate ist folge.ide: Dekanat AkSfcld 3. Büdingen 3, Gießen 4, Grünberg 59, Lauterbach 43, Schotten 23, insgesamt 135. Don den Zöglingen und Mündeln sind in Anstalten und Heimen insgesamt 102 unteraebracht. 3m Rj. 1926 wurden bis jetzt 53 Unter- haltsklagen gegen Die ‘Bätet von unehelichen Kindern angestrengt. Hiervon konnten bis jetzt 37 mit Erfolg Durchgeführt werden. 3n zwei Fällen erging Klageabweisung. Der Rest der Klagen schwebt noch. An Forderungspfändungen wurden im gleichen Zeitraum 34 auf Veranlassung des Jugendamtes Dorgenommen. Unterstützungen für €ta* lärme. Die Tätigkeit auf diesem Gebiete Der Wohlfahrtspflege hat im Laufe deS Kalenderjahres 1926 erheoliche Mehrarbeit gebracht. Waren im Kalenderjahre 1925 insgesamt 2766 lausende und 2149 einmalige Unterstühungsfälle zu bearbeiten, so stieg Die Zahl im Kalenderjahre 1926 aus 2917 lausende und 2947 einmalige Unterstützungsfälle. Der Monatsdurchschnitt erhöhte sich von 230 lausende und 179 einmalige Fälle im 3ahre 1925 auf 243 bzw. 245 im Fahre 1926. Die finanzielle Gesamtauswendung für diese Unterstützungen bezifferte sch im 3ahre 1925 auf 100 382,50 Mk., im Kalenderjahre 1926 stieg sie auf 125 218,80 Mk.. der Monatsdurchschnitt erhöhte sich von 8 365,20 Mk. auf 10 434,90 Mk. Von 3ntercffe ist eS, einen Blick auf Die Entwicklung Der Ausgaben in Den einzelnen Monaten zu werfen Es waren erforderlich (an erster Stelle steht Die Ziffer von 1926, in Klammer beigefügt ist die entsprechende Monatsziffer von 1925): 3anuar 10 280,95 (10 698,71) Mark, Fe- bruar 10 122,30 (10 444,44) Mk.. März 13 516,18 (10 255.28) Mk.. April 9 684.35 (9 788,64) Mk. Mai 9451 (7 827,27) Mk., 3uni 9 257,64 (7 350,85) Mark. 3uli 12 425,14 (6 872.47) Mk., August 8 484.83 (5 809.60) Mk.. September 8 823,20 (8 949.85) Mk.. Oktober 8 819,39 (6 021.96) Mk., Rovember 9 874.95 (6 758,02) Mk., Dezember 14 478,86 (9 605,40) Mk. Auffällig ist in dieser Zusammenstellung daS starke Emporfchnellen Der 3utiau6gabe von 1925 gegen 1926. Diese Tatsache finDet ihre Erklärung Darin, Daß diesen Monat ein sog. Verrechnungsmonat ist und außerdem DaS Wohlfahrtsamt eine ganze Anzahl Mietrückstände. Die von Den Empfangsberechtigten monatelang anhängig gelassen tourDen, in Diesem Monat begleichen mußte. Klinikpflege toar vom 1.3anuar biS 31. Oktober 1926 für Erwachsene un/ Kinder erforderlich: StaDlarme 728 Fälle mit 14 561 Tagen bei 46 326 Mk. Klinikskosten und 9 538,54 Mark für Verbands- und Derbrauchsmaterial. Ortsfremde: 708 Fälle mit 17 803 Tagen bei 57 568,15 Mk. Klinikskosten und 14120,45 Mark für Derbands- und DerbrauchSmaterial. Fn dcrP r 0 v i n z i a l p s l e g e anstal t waren vorn 1. Januar bis 31. Dezember 1926 insgesamt 23 Pfleglinge untergebracht, für Die 12 232,40 Mk. Pflegekosten zu bezahlen waren 3n Den Heil- unD Pflegeanstalten befanden sich in Der gleichen Zeit 81 Pfleglinge, für Die 95 139,65 Mk. Pflegekosten aufgebracht wurden Mandtrarmcn'ürsorge. 3m Fahre 1926 wurden inSgcfamt 7566 (1925 — 6691) Wander arme vorn Wohlfahrtsamt unterstützt. Davon waren 1341 (1925 — 1232) Fugendliche und 6225 (1925 = 5459) Erwachsene. Der Monatsdurchschnitt Der Unterstützungsfälle stieg in 1926 auf 112 (103) Jugendliche und 519 (455) Erwachsene, insgesamt also aus 630 (558). An Mahlzeiten wurden verabreicht: Mittagessen 1926 = 2060 (1925 = 3041), Abendessen 7350 (6672), Frühstück 7394 (7135). Rachtlager wurden gewährt 6593 (6450). Die finanzielle Gesamtleistung für diesen Zweck bezifferte sich im Fahre 1926 auf 7058.20 Mark gegen 5563.14 Mark im Fahre 1925; der Monatsdurchschnitt stieg 1926 auf 588.19 Mark gegen 464.01 Mark im Fahre 1925. HesstscherDerkehrsverband. WSR. Mainz. 21. Fan. 3n Gegenwart von Vertretern dcr staatlichen und städt.schen Behörden fand hier gestern die Dritte Tagung des Hessischen DerkehrsverbandcS Natt. Dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen daß dem Verbände fast sämtliche Spivcnbchörden, sieben Handelskammern, jablrvtOK Bürgermeistereien und verschobene Berus-Vertretungen angeboren. Für Die Vermehrung und Verbesserung der K ra f t p 0 st l i n i e n werde Der Verband nach wie vor energisch tätig sein Verschiedene Verkehrsschristen feen in Bearbeitung bzw. bereits herauSgegeben Auf Antrag des Oberbürgermeisters Dr. Külb-Ma.nz wurde einstimmig eine Entfchließung auf Errichtung Dc8 Reichsehrenmals am Rhein angenommen. Regierungsral Dr. KrebS. vorn hessischen Innenministerium sprach über .Wege künftiger VerkehrSenttoicklung". wobei er betonte, daß die Reichsbahn Den Ausbau Der Kraf wcgcnlinien nicht als Konkurrenz emp- iinben Dür(c. E.ne Angleichung beider Interessensphären liege im Fnteresse deS Volkes. Reichsbahnoberrat Schmidt sprach über die .wirtschaftliche Bedeutung des PersonenverlehrS im Re chsbahndircktionSbezirk Mainz". ES wurden s6)liehllch einstimmig Dr:i Entschließungen auf Förderung und Finanzierung der Kraftpostlinien angen mmen. Die nächstjährige TaguTig deS VerkehrSverbandeS findet in Gießen statt. am Geldmarkt nicht die g?' die Ser' ganzen erhielt der 3erHelfet für seins Platten 240 000 Mark, also fast eine Viertel Million. Und das als Erlös aus einem einzigen Baum! Der »nasse" Shakespeare. Die Amerikaner, die rnoD:r.".ea Beschützer der Moral und Vorkämpfer der .Trockenheit", machen mit ihrer Kritik auch vor dem Idol der angelsächsischen Rasse, vor Shakespeare, nicht halt. Auch der große William wird vor das Forum des amerikanischen Standpunktes ziti.rt, und er besteht dabei schlecht. Auf eine solche strenge Kritik deS Dichters macht Alois Brandl in Der „Deutschen Literaturzeitung" bei der Besprechung einer Sammlung von Shakespeare-Auf ä.^en auS der Feder des Chicagoer Literatur-Professors Albert H. Tolman aufmerksam. Wie konnte der edle Dramatiker es über sich gewinnen, eine Gestalt wie Falstaff zu zeichnen? fragt der amerikanische Gelehrte lief bekümmert, und wie er zu- geben muh. dah diesem Saufbold im „Heinrich IV." eine der wichtigsten Rollen eingeräumt ist, so kommt er überhaupt bei einer Untersuchung über die .Trunk uchl in Shakespeares ö.fielen" zu höchst betrüblichen Ergebnissen. Er muh feststellen, dah die Menschen des .Old merry England" durchaus keine Freunde des alkoholverbie enden Evangeliums waren, und schaudernd erwähnt er d:n Philosophen Hobbes, der sich rühmte, 100 Schwipse gehabt zu haben, und Dabei 92 Jahre alt wurde. Der einzige Rettungsanker, an den er sich in dieser von Shakespeare heraufbeschworenen Sintflut der starken Getränke klammern kann, ist Hamlets Rede gegen das .schweinische Trinken". Grade weil diese Verse im Rahmen der Handlung entbehrlich sind, glaubt er, dah sie von Shakespeare sehr ernsthaft gemeint waren. Aber es ist doch ausfällig, dah die Stelle in der Folio-Ausgabe der Werke fehlt, dah also das Publikum augenschenlich kein Gefallen an dieser Ermahnung gesunden hatte. ringste Veränderung erfahren haben. Lagesgeld ist einfach nahezu unanbringlich. Der Privatdis- konlsatz ist bereits aus 4 Prozent gewichen, und immer noch entwickelt sich kein irgendwie bedeutendes Geschäft in Diskonten, da kein Material herauskommt. Die Aeichsbank hat die Abgabe von Solawechseln der Golddistontbank, durch Die vorübergehend wenigstens einige Limsätze erzielt wurden, wieder eingestellt. Solange diese Situation am Dörsengeldmarkt andauert, wagt es die Spekulation nicht, zu einem Baissevorstoh überzugehen. Die Grundstimmung ist trotz der vielfachen Kursübertreibungen in ihrer Gesamtheit nach wie vor durchaus zuversichtlich, und es ist ein bemerkenswertes Zeichen für dir Widerstandsfähigkeit des Kursniveaus, daß selbst Rra- lisationen in einem stärkeren Umfang ohne nennenswerte Beeinflussung der Kotierungen erfolgen können, da die täglich einlaufenden Kauf- vrderS das Material glatt aufnehmen. Auher- 6em werden die Verkäufe hoch limitiert, so dah auch hierrin eine gewisse Sicherung gegen Rückschläge liegt. Die Großbanken scheinen nach ihren Monatsberichten der Auffassung zuzustimmen, dah der Schlüssel für die kommende Kursbewegung in der Gestaltung des Geldmarktes liegt. 3n unterrichteten Kreisen befürchtet man vorläufig noch keine Wendung, die zu Besorgnissen Anlaß geben könnte. Die Rachfrage nach Pfandbriefen bleibt ungemein rege, die neuaufgelegten Pfandbriefemissionen sind bei drn Hypothekenbanken innerhalb weniger Tage ausver» kauft, die Herabsetzung der Reichsbankrate hat keine spürbaren Abflüsse von Auslandsgeldern gezeigt und zudem erwägen die Rotenbankm Englands und Amerikas ihrerseits D'iskonter- mäßigungen. um Der Flüssigkeit. Die den gesamten internationalen Geldmarkt kennzeichnet, Rechnung zu tragen. Man wird dennoch in Der nächsten Zeit bei C f f e 11 e n c n g a g e m e n t 6 eine vorsichtigere Auswahl treffen müssen. obwohl Die Geldmarktlagr eine gewisse Gewähr für Die Stabilität Der Aktienkurse, soweit fic nicht zu starke Uebertreibungen enthalten, bieten Dürfte. ' Der AuSgabekurS der badischen Anleihe. Wie mitgctcilt wird, beträgt der AuSgabekurS für die neue 6proz. bad.schs Anleihe in Höhr von 33 Millionen 93.75 Proz. Die Anleihe soll freihändig zum Verlauf kommen. * Eine Reugrfindung der 2. -G. - Farbenindustrie in Riederländisch. Indien. Wie aus Amsterdam gemeldet wird. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Ein wahrer Heißhunger der Bankentundschast nach Anlagewerten ocranlaßte sie auch während der letzten Lage zu derartig umfangreichen Käufen, dah daS Geschäft an den Termin in ä r k - t e n zeitweise wild bewegt war. Kurssprünge bis zu 35 Prozent an einem Tage sind in verschiedenen Papieren zu verzeichnen gewesen. Die Liquidationsiurse vorn 17. Januar haben für eine ganze Anzahl von Altienwerten Kursbe- fc itlgungen innerhalb zwei Wochen um 25 bis 35 Prozent ergeben. Den Vogel schossen aber Die Aktien Der Vereinigten Glanzstoffabriten ab. Die in Diesem Zeitraum um über 150 Prozent anziehen konnten. Damit wirft sich noch stärker als bisher die Fräge auf, ob Die Kurse Der Spitzenpapievr auf ihrem gegentoär. igen Riveau noch berechtigt sind. Zweifellos ist dieS nicht in allen Fällen zuzugeben. Die am Börsengeschäft interessierten Kreise sollten sich Darüber klar sein, dah Kurs- fbrünge von solchen Ausmaßen notwendigerweise den Kem eines Rückschlages in sich tragen. Vereinzelt ist dieser bereits auch erfolgt, insbesondere am Einheitsmarkt, wo während der letzten Haussetage selbst Die Kurse Der non valeurs infolge Materialtnappheit und auherordentlich starker Nachfrage schar e Befestigungen erzielten. Man kann Dies nur Damit erklären, Daß sich die Käufer aus dem Kurszettel einfach Die billigen Papiere aussuchten und Dann Darauf loskauften, ohne die Inneren Verhältnisse Der Unternehmungen zu kennen. Für eins Reihe von Standardpapieren haben allerdings, das muß zugegeben werden, bedeutende Anregungen Vorgelegen. So erregten der Jnteressenkampf um die Mannes- mann-Röhrenwerke, Die Aktiengustauschtrans- altion Rheinstahl-J. G. Farbenindustrie, das außer ordentliche günstige Produktionsergebnis Der deutschen Eisenindustrie und des Kohlenl^rgbaues, ; Die flüssige Bilanz Der Kruppwerke, Der glänzende 'Abschluß Des Schultheiß-Ostwerke-Konzerns, dir ^internationale Arbeitsgemeinschaft der Kunst- seidenindustrie unter Hinrinbeziehung der Vereinigten Glanzstossabriken und einige weiters Motive Die besondere Aufmerksamkeit der Spekulation. Zu alledem kommt noch hinzu, daß Banknoten. Devisenmarkl Berlin-Frankfurt a. TL Telegraphische Auszahlung. hat Die I.-G.-FarbeninDustrie A-D in Frank- furt a. TI. in R ederländisch-Indien eine neue Firma unter Dem Tarnen R. V. I G . St.ckstosf- ver.aufs»Gesellschaft, errichtet. D.e Finna toirD ihren S.h in Semarang haben und sich hauptsächlich mit Dem Verlauf des stickstoffhaltigen Kunstdüngers Der FarbeninDustr.e-A.-G. befassen. Börsen kone. , 4.1W to 45 HZ.01 20.424 16.7o 16».(3 H.t? IU7.30 69.33 112.13 81.17 67.88 IZ.14 73.52 cÄeld | Brrei Berliner Börse. Berlin, 22. Ian. Die Samstagbörse zeigte das jetzt schon gewohnte Bild. Eine Anzahl von besonders festen Papieren, die auf Grund umlaufender Gerüchte und Gewinnhofsnungen der Spekulation einen Anreiz bieten, zogen stärker an. Don diesen Werten ging wieder eine günstige Deein - flussung der Gesamttendenz aus. Der amtliche Verkehr eröffnete für den Wochenschluß außerordentlich fest und lebhaft. Die Anschaffungen aus der Provinz haben sich kaum verändert und veranlaßten die Baissespekulation, die sich gestern zu Börsenbeginn etwas vorgewagt hatte, zu Dcckungs- käufen. Steigerungen von 4 bis 5 Prozent erfuhren einige Bankaktien unter Führung von Darnat, Dresdner und bayerischen Instituten, von Manta n a k t ie n Mannesmann und Braunkohlenwerte, sämlliche Kaliaktien auf die günstigen Absatzmeldungen, Dessauer Gas in Zusammenhang mit den schwebenden Projekten, Sarolliaktien und einige Metall- und Maschinenaktien. Bereinigte Glanzstoffe, die weiter sehr stark gefragt blieben, konnten erneut 10 Prozent gewinnen. Fest lagen auch Text il werte unter Hinweis auf die günstigen Situationsberichte aus der Textllindustrie. Die Werte dieser Gruppe konnten sich um etwa 3 Proz. befestigen. Am offenen Geldmarkt bestand nach wie vor überreichliches Angebot in kurzfristigen Berlin, 21 Ian flmcrifanfltbe ‘J.'otea . . . •. Nclaische 9?oten . ...... Dänische '.Voten ...... Enalischc Noten........ $ran;öiif(fic Noten ...... Holländische Noten...... 5t lienische Noten ...... Norwegische Noten . . . . . Demird Oesteer ,5100 Kronen Numöniiche 'Noten...... Schwedische Noten...... Schwester *Jloren...... > Spanische Noten....... Tschechotlowaktsche Noten . . Ungarische Noten..... 1,216 68.75 112.6) «.621 16.81 168.87 18.37 197.84 60.63 in 68 61.57 68.22 IZ.5J 73. »8 fftantfuri a.M. Berlin >ain - l-UCt-l Lnfcma furz fcure | Rur» Ct-'. LI. I »1 21. 1. 22. 1. 57, DcoNche 9teichkan'elde - >.Mii U.9» 0.94 >2 9.95 <" Teullch« NcicdSauleihe . — — 0.94 > 0,915 3Tculsche R.ich.anleloe — 9.931)7 " 935 3% Deutsche NetchS^nlci >e . — — 0 98 9,935 DcuilLc «Svcrorclmicnanuihe 0,61 — 0 to — 1°/Q Preußische gcusolS . . . > .93 — i 9307 4° o Hessen........... 0 95 U.95 3Hencn.......... — — — •• 3*/o Hessen........... — — 0,91 Deutsche dend. Dollcr^Änl — — 102 6 d»o. Doll^Schaij'Aukreiurg. * — 4°/0 .Honiürfm......... 5% öklDuieritanCT ..... 17.2 17.5 17 — 45 5 45.75 Berliner HandclScrclcllschaft. 280 «— 280 286.9 Comnier;- und Privat-^onk ?l« 221 218 223 Xanmt und Na>ionaldauk . 287.5 294 75 »8 291,5 Tcutiche Bank. .... 19 .3 5 196 193 195,5 TiSkonto l»ammandtt . . . rr> 186 75 186 188 Dresdner B.uk ...... 187 189 185.5 188 1 MciaUdauc.......... 192 185 191 187 *U0 81.34 Spanien . 68 04 68.22 68,23 68,11 Japan . . . ’Hio de Jan 2.054 2.058 2,055 2.059 0.491 0.496 0.494 0.496 Wien in D-' CeH- abgcsi 59,43 59.57 59.43 69.57 Prag ... 12,473 122.5 i 3 12,413 12,513 Belirad . 7.412 7.433 7.413 7.433 Budapt't. 73 7 1 73.79 73.6) 73.84 Bulnaricu 4.937 -i.047 4.0)7 4,047 Lissabon . 21,575 21,9'20 21.575 .1,625 Tanya. . . 81,.'2 81.72 81.55 BI.75 -Honst ntin 2.122 2,132 2,1'22 2.132 ANien. . . 5.49 5 51 5.61 6,63 Sanaoa . 4.202 4.212 4,262 4.212 11 ru uau . . 4.245 1.255 4.245 4.255 Cairo ■ • 29,904 21.016 20.961 21,916 Dlcncfaa j * AL 'Srm$i6 1» " Eiü wo: 403 ' Zuc 160 " 5600 e..?ud ’IS'» Der H* 5«ltag, vormittag Saale drs, aus den 31 berg 2a u. Zahlenbeig dir börste« stöck la, 3' 8 u 9, Cd Der Förste! Kobädet 4, lb, Id, 3a Schwarz, Ku fjtibbetg lb Ärsierei &l< echnillholz \\. RI. 10: lV.Ki.i6- HUUl 11. Kl. 58 Stamm 5 VI. SL 9< VI Kl. ' 3 = 0.90, 1 = 0.92 IV. Kl. 1( Lärche I 18chk, V. 4 -- 6.67. 45-33' unter ca. Derbstangl Elche U 078, -äi 4 = 0.12, rüstslange 2ei6ßonge 3.87, II «j Dahscheiter Uuhlnuppc 253, Lär-j Auhrrlfig A Dar im 3t ««fern, und mchlenstamm wn übrigen Rirunggti mit tote lörn ponbemunte je Stüd bty Die tztan S^tehol Sebok, das "ach (Sinkefl eWlen,t anjusehen.d Men Wen Mgun, ft Aen die tz. $u”ner und *u schwarz. Isfeld, Hessisch gtnöi 3*,®» r - borti SÄT»? St“ an ie ssfl -Je > Siri ur-6 z« Mn a Ms P1 2etD. .Zein andern' ,Senn 5 flirt „Laß 1 Le°> flin oom Wlin‘X M ju hach bann trollt Lew befiel Portionen tu „Das ist schluckte das erstickte. °>er gchen kann, Jaar*10te beerährt. I ro^pekte kost en los durch Oitö k Co. ehern -ph-trm. Lnb. Frankfurt a..M.-t>üd. ,,vid Vorzügliches Vorbeugungsmittel gegen Grippe. Rundfunk-Programm. Sonntag, 23. Januar. 8.30 bis 9.3J: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgvercin granifurt a. M. 11.30 bis 12: ElternstunDe. 12 bis 1: Konzert des HauSorchc- sters: Die Oper der Woche. 3.33 bis 4.33: Vie Stunde der Äugend. 4.33 bis 5.33: »Achim und Bettina von Arnim". Eine Vortragsstiuche, veranstaltet vom Univeriitäislektor RoeDemeher. 5.30 bis 6: »Die Bedeutung des Dichters Lernet- Holenia für das Theater", Vortrag deS Dramaturgen Chmelniyky vom Frankfurter Reuen Theater. 7.30: Übertragung aus dem großen Saal des Saalbaues: Siebentes Sinfonie-Koiizert des Frankfurter Orchestervereins. Daraus bis 12.30: Uebcrtragung von Berlin: Tanzmusik. Montag, 24. Januar. 3.30 bis 4: Die Stunde Der Jugend. 4V3 bis 5.45: Konzert des Frankfurter Harmonie- Orchesters. 5.45 bis 6.05: Die Lesestunde. 6.30 bis 7: »Die beiden letzten Kaiserkrönungen in Frankfurt a. M. (1790 und 1792)", Bortrag von Professor Dr. Richard Echwemer. 7 bis 7.30: Die Schachsturide. 7.33 bis 8: Englischer Sprachunterricht. 6 bis 8.15: Englische Literaturproben. 8.15: Heiterer Abend Senff- Georgi. Anschließend: Iazzkon^ert. Mitteln. Tagesgeld 3 bis 4 Prozent und darunter. Jin Devifenverkehr behielt der Dollar gegen die Reichsmark feinen festen Stand von 4,2190. Paris-London kaum verändert 122,50. Mailand eine Kleinigkeit fester. Frankfurts Bvrse. Frankfurt a. M., 22. Ian. Tendenz: ruhig, doch fest. Zum Wvchenschluß war die Gesamthaltung der Börse ruhig, wobei die Spekulation tellweisc Glattstellungen vornahm, da auf der anderen Seite die Regierungsbildung mit einiger Zurückhaltung erwartet wird. Immerhin lagen die bekannten Spezialwerte noch fest, zu denen sich heute noch I.-G- Farben gesellten, die um 2,5 Prozent anzogen. Montanwcrte waren gut behauptet, teilweise erneut stärker befestigt. Die Inter- essenkäufe in Mannesmann hallen an — plus 1 Prozent. Buderus plus 2L Prozent. Don reinen Kohlenwerten Harpener auf 210,5 Prozent befestigt. Rheinische Braunkohle^ plus 3 Prozent, fi a I i a f t i e n sehr fest. Aschersleben plus 6, Westeregeln plus 2 Prozent. Bankaktien gut behauptet, nur Commerzbank zunächst etwas jchwä- cher, im Verlaufe wieder erholt. Deutsche, Dresdner und Darnat bis 1,5 Prozent fester. Schiffahrts- a f t i e n uneinheitlich. Für Elektroaktien bestand nach wie vor größeres Interesse bei weiteren Kursgewinnen. Licht und Kraft plus 2,5, Bergmann plus 3, Siemens plus 1 Prozent. Die Werte der Metallbankgruppe lagen gut behauptet. Metallgesellschaft plus 1,75, Metallbank plus 1 Prozent. Scheideanstalt nach vorübergehender Abschwä- chung um 2,5 Prozent erhöht. Holzdestillationswerte unverändert. Von B a u a 11 i e n Wayß & Frcytag auf den gemeldeten Drückenbau in Heidelberg bis 3,5 Prozent höher. Zellstoffaktien in Verbindung mit I.-G.-Farben und Scheideanftalt bis 1 Prozent befestigt. Maschinenaktien ruhig. Der weitere Verlauf der Börse unterlag mehrfach Schwankungen, wovon besonders die Spe> zialwerte betroffen wurden. Die Börse schloß infolge von Wocher.schlußglaUstellungen abgeschwächt. Am heimischen Anleihemarkt waren Schutzgebiet stärker befestigt auf 18,3. Anleiheablösung 377. Auch hier brachte der Dörsenschluß eine Ab- schwächung. Der Geldmarkt blieb unverändert sehr flüssig. Tageegeld 3, Monatsgeld 4 75 bis 6 Prozent. Im Devifenverkehr lag Paris gegen London mit 122,50 und Mailand mit 112 kaum verändert. London-Kabel 4 85374. Die Reichsmark stellte sich gegen das Pfund auf 20,4770, gegen Kabel auf 4,2180. Letzte Nachrichten. Dr. Marx nimmt den Auftrag zur Regierungsbildung an. Berlin, 22. Januar. (TU. Drahtmcldung.) Amtlich wird gemeldet: Reichskanzler D r. Marx begab sich heute vormittag zum Herrn Reichspräsidenten, berichtete über die gestrigen Beschlüsse der Zentrumsfraklion und erklärte, daß er in diesem Sinne den Auftrag des Herrn Reichxpräsidenten zur Regierungsbildung übernähme. Natfel-Ecke Bilderrätsel. nach rechts: 1. Von links 7. mann An Stelle Wörter soll Wort gesetzt dieser ergeben Sportgerät. Wurden müssen zwei und vierte, lesen, einen Synonym. eines jeden der nachstehenden ein synonymes, sinnverwandtes werden. Die Anfangsbuchstaben alsdann, aneinandergereiht, ein 1. now: 1. ehrlich: 2. eigenartig: 3. keck: 4. hurtig: 5. kindisch; 6. hager: 7. reizend: 8. dauerhaft; 9. träge; 10. beharrlich; 11. brauchbar; 12. gewichtig; 13. aufgeblasen; 14. schuftig. Silbenkapselrätsel Tschardas — Eheglück — Hoboist — Dietrich — Lieferant — Habedank — D.einen — Liebfrauen- Buchstabenrechen, und zwar d.e erste beidemal von vorn nach hinten ge- bekannten Bibelspruch ergeben. Kreuzworträtsel. neun — nin — rich — ro — Angelow — Hagenow — Rogener — Reujahr — Kreuzworträtsel. FdUpI RLTlI I7U7 deutung haben: 1. Hfi.sen rucht; 2. Joni che Insel; 3. Fisch: 4. andere Bez ichnung für Seuche; 5. Burgruine im Harz; 6. Suppenschüssel: 7. männlicher Personenname: 8. europäi ches Gevirge: 9. englisches Hohlmaß; 10. Verwandter; 11. deutsche Hauptstadt: 12. Muse. Die Wörter richtig gebilDct, so 1. biblischer Ort; 4. Stadt in Italien; Trinkstube; 8. Rebenfluß der Saale: 10. Vorfahr: 11. Tonkünstler; 13. Stadt in Südtirol; 14. Stadt in Brasilien: 15. japanische Münze. Auflösungen. Elchenrätsel. Massoto: 2. Sxaudi: 3. Haase; 4 Rathe- 5. Altai: 6. Logger: 7. EophoNeZ; 8. Elegie; 9. Ruyter: 10. Warnow; 11. Oh o. 12. Rosegger: 13. Bienenkorb; 14. Dovelle: 15. 6'iion: 16. Schweinsurth: 17. Gerda; 18. Inka — lo — mie — ne — ne pen — Pi — ra — re — ri sau — se — stein — ter sind zwölf Wörter zu bilden. Die solgenDe D« tha — to Dexirrbild. Bild nach rechts Drehen, Dann ist Der Heger in Der Mitte zwischen dem Kopf des Fasan- und dem Strauch am Rande zu sehen. e — ei — erb — gal — ge Silbenrätsel. Aus Den 34 Silben: a — au — Dam — De — De — 16. Fluß in Sibirien; 17. Haustier; 19. tierisches Produkt; 19a. andere Bezeichnung für Streit: 21. Gegenstand einer Abhandlung; 23. spanische Münze; 24. weibl.cher Personenname: 26. Tonzeichen: 27. Verdauungsorgan. 2. Von oben nach unten: 1. indische Bezeichnung für Herr; 2. Fluß in Italien; 3. wie 13. wagerecht; 4. Bedrängnis: 5. Erdformation: 6. Baumgang: 7. Adelstitel; 9. krankhafte Steigung; 12. Gasthaus im Riesengebirge; 17. japan scher Staatsmann; 18. griechische Göttin: 19. Wild: 20. Haustier: 21. alkoho.isches Getränk; 22. Raine einer Königin; 23. Fluß in Italien; 25. Flächenmaß. Verbindungsaufgabe. Aus Den 22 Wörtern: Art — Bein — Bella — Eck - Hof - Isa — Rot — Ohr — Pack — Preis — Rast — Rauch — Ring — Rot — Stift — Strick — Tag — Tanz — Trost — Weih — Wehr — Zeug sinD 11 neue Wörter zu bilden, in der Weise, Daß zwei von ihnen immer ein neues ergeben. Sind Die Wörter richtig gebildet und richtig geordnet, so nennen die An sangsbuchstaben, zu einem Wort vereinigt, eine gesund« Liebhaberei. Gleichklang. Man tufs mit dem Munde, Man tufs mit den Händen, Um jemand zu schaden Uni) um Lob ihm zu spenden. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch. Augusl der Starte, der Hofnarr und die Sfeuern. August der Starke hatte einen witzigen und kühnen Hofnarren, namens Kyau, besten gelltoolle Einfälle ihn und seine Tafelrunde oft zum Lachen brachten. Einst fragte der König bei Tisch, wie «5 wohl angehe, daß die vielen Steuern, die er ausschreibe, ihm so geringen Ertrag brächten. Da nahm Kyau aus einem Wcinkfihlcr ein Stück Eis und reichte es seinem Nachbar mit der Bitte, das Eis- stuck weiterzugeben, bis es zu dem Herrscher gelangen würde. So ging nun das Eis rund herum um die Tafel durch die Hande der sämtlichen Minister und hohen Beamten, die an dem Bankett teilnahmen. Nur ein winziges Stückchen kam zu August. „Da sehen Eure Majestät," sagte der Hofnarr, „wie Ihre Steuern zu Master werden!" Der verkannte Reuter. Ein bei feinen Pfarrkindern sehr beliebter mecklenburgischer Seelsorger gibt einem alten grüblerisch veranlagten Bauern Reuters „Läuschen un Rimels" als eine Art Gegengift zu lesen. Als er sich später bei dem Alten erkundigt, wie ihm denn das Buch gefallen habe, erwidert ihm dieser: ,Ia, Herr Poster, wenn ick nich mußt hedd, dat bat Gott's Wurd wier, denn hedd ick mi krank lacht!" . ,4Ö1RIGIE. 1LIA|TIT ELJmLÄTR 10|D|EnH|E|Urh milch — Egoist — Iuvas — Glückstister — Chaos — Missionar — Gesvlei Drn vorstehenden 14 Werlern entnchme man je ci-.e 6;I5c. Areinanderge figt ergeben dtese ein Zitat und Den Hamen des Dichters. dischgelb: 19. Lawine, 20. Termin. Mehr als Erworbenes gilt, wie toTTfr-trtoocbai haben. Hälfet Tieft — Bst Scharade. Immergrün. Fehlanfgabe. Hagetier — Ergebung — Ungetüm — Iage- Des — e — gen — i — Jo E R EiR G L JA G A a|x E L n B Qtiöfi ra BBB OB BGlti Kopfschmerz Migräne Neuralgie Zahnschmerz bas _ L°r _ Mchift« rätfn »taiin ZU^-'-L ßllt> bie , ihen, ^tootbtn üfeL ~ 2st ittic «grün. 1 "T Nttüm - ". ^ager-oto - uiahr^ ™WW tootttifftL irrbilb. ehen, dann ist der fyw ; to\N>\ bei ZaiL 1 Dandr zu Ubtn. Tentzappe. en vom LedaktionSNsch. r hofuarr und dir Steven». > hatte einen witzigen und mens Äyau, besten geilloolle 1 Tafelrunde oft zuin Sachen der König bei Tisch, wie es vielen Steuern, die er our- n (Ertrag bradüen. La nahm itüt)ter ein StM Ci» unb ar mit der Sitte, das Ceres zu dem S)ttx\6)tx gr- 1 MN bM tU runb herum e S)tobe btt samttichen Mimten, bie an dem Saniert winziges Stückchen tarn zu ire Majestät," sagte der fjoj« em zu Master werden!" Mute Reuter. irrtinbem sehr beliebter m«k- >r gibt einem alten grüblerisch tcuters „Auschen un Nimelr' st zu lesen. 211s er sich M liql, wie ihm denn dar Buch t ihm dieser-, ,Aa,-err Paster, dd, dal bat Soll'» Wurd oier, Ua41!^^weeeewB tachrichtern mmt den «frag ungsbiloung an. ff,SÄ’; S'te ’ito £ « s 5*&*w -Programm. hflO •r‘njittel rÄ ai- Achim und m egfSiw* „6” ; 6.05; ®« Änu»«“ “ i lM"L - Utz LS OerFrosch mit-erMaske Roman von Edgar Wallace. 47 Fortsetzung Nachdruck oerboien John Benneti schlief ein. und wie er schlief, trLwr.te er von Erfolg und Frieden und Freiheit, von g liebem, was jein f)crj zerbrochen hatte. Er hörte Stimmen im Traume und einen scharfen Ton, wie einen Schuß. Aber er wußte, daß es kein Schuß fei, und schauderte. Er kannte diesen Ton und ballte im Schlaf krarnvshajt die Hände. Der Auslöser war noch in seiner Hand. An jenem Morgen kamen um neun Uhr zwei hinkende Vagabunden nach Leoerstock. Der größere non ihnen blieb an der Tür de» ,.Roten Löwen" sichen und ein unfreundlicher Wirt beobachtete die neuen Gaste hinter dem Vorhang hervor, welcher hen HabituLs der Schenke eine halbe Abgeschlossenheit gab. ..fiomm herein!" brummle Lew Brady. Nay war froh, folgen zu können. Die Gestalt de» zöirles blockierte den Eingang. „Was wollt ihr?" fragte er. „Wir möchten etwa» trinken." „Hier gibt es keine GratlsgctrSnke," sagte der Wirt und sah die zweideutigen stunden von Kopf zu Füßen an. „Was plappern Sie da von gratis?" fauchte Lew. „Mein Geld ist grab so gut wie das von wem andern." „Wenn's ehrlich erworben ist. schon." sagte der Wirt. „Laß einmal sehen?" Lew zog eine Handvoll Silber heraus und der Wirt oonk „Sloten Löwen" trat zurück. „Na, kommt herein." sagte er. „Aber glaubt nicht etwa, daß ihr da zu Hause seid. Ihr tonnt etwa» trinken, aber dann trollt euch!" Lew bestellte brummend, der Wirt goß die beiden Portionen ein und brachte sie an den Tisch. „Das ist deiner, Earter," sagte Lew. Und Nay schluckte das feurige Getränk hinab, an dem er fast erstickte. ,Zch wend' auch sehr froh sein, wenn ich zurück- gehen kann," sagte Lew mit leiser Stimme. „Euch Junggesellen macht es ja nichts aus. aber uns Der. | heirateten fällt da» Herumoagabur.dieren schwer. Auch wenn die Frauen grab nicht Io sind u> sie I sein sollten." „Ich habe gar nicht gewußt, daß du verheiratet bist," sagte Ray mit schwachem Interesse. „Es gibt eine Menge, was du nicht siewußl haft!" höhnte der andere. „Natürlich bin Iw verheiratet. Einmal hat man dir'» schon gesagt, aver du hast nicht genug Hirn gehabt, um es zu glauben!" Ran blickte den Mann voll Derblüfiung an. „Meinst du vielleicht da», wa» Gordon gesagt hat?" Lew nickte. „Du willst doch nicht etwa sagen, daß Lola deine Frau ift?* ,La natürlich ist sie meine Frau," sagte Lew falt. ,Lch weiß nicht, wie viele Männer sie schon gehabt hat, aber ich bin ihr gegenwärtiger." „Du lieber Gott!" flüsterte Ray. „Nun, was ist denn mit dir los? Glotz nicht so dumm drein. Ich habe ja nichts dagegen, daß du in sie verkracht bist. Mich freut'», wenn ich seh. wie man mein Weid bewundert. Sogar bei einem solchen Milchbart wie du." „Deine Frau?" sagte Ray wieder und konnte er nicht fassen. „Unb sage, gehört sie auch zu den Fröschen?" „Warum nicht?" antwortete Brady. „Und kannst du nicht ein bißchen leiser sprechen, was? Der alle dicke Schuft da hinten am Ladentisch hört angestrengt zu. Natürlich ist sie eine Verbrecherin. Wir sind doch alle Verbrecher. Du auchl Und fo muß man Lola kommen, denn Verbrecher mag sie am liebsten. Vielleicht hast du bei ihr erst die richtigen Aus- sichten, wenn du ein ober zwei Arbeiten gedeichselt hast---" „Du Bestie!" zischte Ray und schlug den Mann mitten ins Gesicht. Noch bevor Lew Brady wieder auf den Füßen war, stand der Wirt zwischen ihnen: .Jjinaus mit euch beiden!" brüllte er. Und zur Tür stürzend, rief er ein halbes Dutzend Männernamen. Er kam zur rechten Zeit zurück, um Brady wieder auf den 'Beinen zu sehen, der die Faust vor Rays Gesicht schüttelte. „Das wirst du mir büßen, Earter!" sagte er laut. „Mit dir werde ich auch noch eine» Tages abrechnen!" „Und bei Gott, ich auch mit dir! Du Hund'" sagte Ray ratend Ab.-r im Zeichen Moment faßte ihn ein muskulöser Hausknech. am Arm unb warf ihn im Schwung aus die Straße hinaus. Er roartete auf Brady, der den gleichen Weg nahm. „Mit dir bin ich fertig." sagte er. Sein Gesicht war blaß unb feine Stimme zitterte. „Mit der ganzen verdammten Bande bin ich fertig! Ich fahre nach London zurück." „Das wirst du nicht tun," sagte Lew „Hör doch zu. Junge. Bist du denn ganz verrückt? Wir müssen nach Gloucester komme,-, und unsere Ausgaben er- l.'digen. Und wenn du nicht mit mir gehen willst, kannst du ja ein bißchen vorausgehen." Lch gehe allein!" sagte Ray. „Sei kein Narr!" Lew Brady kam Ihm nach unb ergriff seine Hand. Eine Sekunde lang schien bie Situation gefährlich, aber bann duldete Ray Bennett achselzuckend Bradys Arm um die Schultern. ,Lch glaube dir jetzt nicht." sagte er, nachdem sie schon eine halbe Stunde vom „Roten Löwen" entfernt waren. „Warum solltest du vorhin gelogen haben?" „Mir ist deine gute Laune schon zu dumm geworden. das ist die gante Wahrheit. Ich mußte dir was vorlügen, um dich ein bißchen verrückt zu machen. Sonst wäre ich selber verrückt geworden." „Aber ist das wahr, bas mit Lola?" „Aber natürlich nicht," sagte Brady verächtlich. „Glaubst du, sie macht sich etwas aus fo einem Kerl wie ich es bin? Nicht das geringste! Lola ist ein braves Mädchen. Vergiß die Dummheiten, die ich gesagt habe, Ray." ,xkf) werde sie seiber fragen, mich wird sie nicht belügen," sagte Ray. „Natürlich. Dich gewiß nicht." stimmte Lew bei. Sie näherten sich jetzt dem vorbestimmten Ziele, einem baumbestandenen Einschnitt zwischen den Hügeln, nntz Bradys Augen suchten nach den drei weißen Baumstümpfen, die der Blitz getroffen hatte. Plötzlich sah er sie. „Komm dorthin und ich werde dir alle» erzählen," fagte er. „Ich werde heute nicht mehr weitergehen. Meine Füße sind so wund, daß ich kaum einen Schritt mehr machen kann." Er führte Ray zwischen den Bäumen über einen Teppich von Fichtennabeln hin. „Da setze dich her. Junge," sagte er. „Jetzt werben wir trinken und räuchern." Ray setzte sich nieder und verbarg den Kopf ht den Händen. Er sah so entsetzlich elend au», daß jeher andere als Lew Brady Mitleid mit ihm gehabt haben würde. „Die ganze Wahrheit ist," begann Lew langsam. ..daß Lola dich wirklich gern hat. Junge." „Warum haft du mir denn da» alle» gesagt? Horch!" Ray Iah sich um. „Was war das?" fragte Lew. Er selber war am Rande seiner Nerven. „Ich glaube, ich habe etwas sich bewegen gehört." „Es ist ein Zweig abgebrochen, — es kann ein Kaninchen fein. E» gibt ja Tausende hier," sagte Lew. „Nein, nein, Lola ist ein braves Mädel." Er fischte da» Fläschchen au» feiner Tasche hervor, zog den Becher vorn Boden ab, schraubte den Stöpsel auf unb hielt die Flasche gegen da» Licht „Ein braves Mädell" wiederholte er geistesabwesend. „Und sie soll nie etwas anderes werden." Er schenkte den Becher voll. „3d? werde auf ihre Gesundheit trinken. — nein, — Ray. trink bu zuerst!" Ray schüttelte den Kops. J3d) mag da» Zeug nicht," sagte er. Der andere lachte. „Für einen Kerl, der Nacht für Nacht eingcpufelt war, ist das eine luftige Ansicht! Wenn du nicht einmal einen Tropfen Whisky vertragen kannst, sobald wir auf Lola» Gesundheit trinken wollen, bann bist du ein recht armer--' „Gib her!" Ray riß ihm den Becher fort, vergoß dabei ein wenig, trank aber den Rest in einem Zuge hinunter und warf den Becher feinem Gefährten zu. „Uff! — Der Whisky schmeckt mir aber gar nicht. Ich glaube, mir liegt überhaupt an Whisky nicht». Unb e» ist nichts schwerer, al» vorzutäuschen, haß man gerne trintt, wenn man e» in Wirklichtest so ungern tut wie ich." ,Lch glaube, feiner mag ihn zuerst gern, — e» schmeckt jo wie Tomaten. Ein sehr feiner Geschmack." Er beobachtete feinen Gefährten scharf von der Seite her. „Unb wohin gehen wir von Gloucester au»?" „Von Gloucester nirgenbwohin. Wir bleiben dort einen Tag, bann wechseln wir unsere Kleiber unb fahren nach Hause." (Fortsetzung folgt.) Masken-KostümemXX’nX^lfl011 Mk.25.-, 15 -u.Mk IU6n. sasomon NutzholMrsteigerung Freitag, den 28. lsd. M1S. werden von vormittags 81', Uhr ab, im kleinen Saale bc8 .Deutschen HauseS" in Alsfeld aus den Zorstorten Hardtkopf 4, Ziegenberg 2a u. 2b, 'Beerberg 2a, 2b u. 5. Zahienberg 2a u. 3a, Sanbrüd 1 u. 2 der Försterei Aainrod, Sandrück 4a, Kohl» stöck 1 a, 3 u 5, Äohlhaupt 3a, Auerberg 8 u 9, vcheuernwald lau. BaaSwald der Försterei Auerberg, Tiergarten 6, Aodäcker 4, Heidtwaid 2 a, Tannenwald 1 b, Id, 3a u. Struth 7 der Försterei Schwarz, Hahlgarten 2 u. 4. Rohenberg 2, Heidberg 1 b, 2, 5 u. Eisenstrauch 2 bet Försterei Sila versteigert; Schnittholz Fstm.: Eiche I Äl. 1 = 0.85, II. RI. 10 - 9 50. III. Äl. 12 = 11.77, IV. ÄL 16-16.19, Buche II.Äl. 1-1.43, III. Äl. 11 - 859. Kiefer I. Kl 7-7.13, II. Äl. 58 - 38.48, III Äl. 73 = 4680. Stämme Fstm.: Eiche V. ÄL 4 = 1.29, VI. ÄL 94 = 24.05 lWagnerholz), Esche VL ÄL 2 = 0.18, Hainbuch- IV. ÄL 3 0.90, V. ÄL 3 = 0.54, Birke IV ÄL 1 = 0.92, Äiefer III. «I. 16 = 22.32. IV. ÄL 102 — 111.63, V. ÄL 100 = 76.26, Lärche III. ÄL 4 - 4.87. IV. Äl. 18 --- 18,57, V. ÄL <60 -- 89.36, Ftchte III. ÄL 4 = 667. IV. ÄL 17 = 20.51, Va. ÄL 45 - 33.92. Vb. ÄL 231 = 63,27 (hierunter ca. 15 Fstm. Sparren). Derbstangen Fstm.: Eiche LÄL 70 = 4 35, Esche I. SU. 6 = 0.23, Buche I. ÄL 19 = 0.73. »ärchc 1. ÄL 30 = 2.15, II. ÄL 4 = 0.12, Sichle I. ÄL 276 = 29 16 (®e- rüststangen), II. Äl. 692 — 28.50. !Bel6ftangen Fstm.: Fichte I. ÄL 227 — 3.87, II ÄL 542= 1,71 (Bohnenstangen). Duhscheiter Rm.: Eiche 3.5. Biitzknuppcl 2 m lang Rm.: Siche --- 25 5. Lärche = 25 Vutzrelstg Rm.: Fichte (In Schichten) 200. DaS im Forstort Tiergarten 6 lagernde Äiefcin- und daS in Sandrück 2 lagernde Fichtenstammholz wird alle versteigert, in den übrigen Forstorten ist daS zur Versteigerung gelangende Schnitt- undStamm- hoh mit totem kreuz versehen. Hummer- auSzüge können, solange Vorrat reicht, von dem unterzeichneten Amt für !.—AW je Stück bezogen werden. Die Stangen unb daS in Raummaße gesetzte Holz kommen zuerst zum Auö- gebot, das Schnttt- und Stammholz erst nach Eintreffen der lO-Uhr-Züge. Es wird cmp'oblen, daS Holz vor der Versteigerung anzusehen, da nachträglicheEinwendungen gegen Menge und Güte keine Berück- sichtigunz finden. Nähere Auslünite erteilen die Herren Förster Schaaf zu Eifa, Büttner unb Schanz zu Rainrod, Stumpf zu Schwarz. AIS seid, den 19. Januar 1927. Hessisches Forstamt AlSseld. ÄeubeL 655D Orennyolzverfteigerung Dienstag, Öen 1. Jtbruar 1927, vormittags 10 Uhr anfangenb werden im „Deutschen Haus" dahier folgende Mengen Holz öffentlich verkauft: Distrikt 38, 46, 49 (Weidenhain): 54 rm Eichenjcheiter, 40 „ EichcnknuppeL 13 „ Eichenreiferknüppel. 500 „ Buchenscheiter, 403 „ Buchenknüppel, 160 „ Duchenreiferknüppel, 5600 Stück Buchenwellen, 24 rm Eichennutzscheit, ILO m lang (Küferholz). 569Ü Bronbobernborf, den 19.Januar 1927. Der Bürgermeister. StahL Geffentiiche Erinnerung! | Die Zahlung bei 4. u- 5. Ziels Landessteuer für Rechnungsjahr 1926 kann noch bis einichließlich 31. Januar 1927 ohne Äoftcn an die unterzeichnete Finanzlaffe erfolgen. 657c Gegen Schuldner, die nicht binnen einer Woche Zahlung leisten, muß - ohne weitere Mahnung — die ZwangSvoll- streckung eingeleitet werden. Die Äosten lallen dem Schuldner zur Last. Finanzamt (Finanzlaffe) Gießen. Nutzholz-Versteigerung. Au» den Waldungen der Gemeinde Beuern, Distrikt Heegwald, soll nächsten Mittwoch, den 26. dss. Mts., vormittags von 10 Uhr an nachoerzeichncte« Nutzholz versteigert werden. Zusammenkunft auf der Krelsstraße Deuern-Geilshaufen am Waldetngang. 1. Duchen-Stämme 1. ÄL 60 u. mehr Dchm. 7 St. 10,09 Fstm. Duchen-Stämme 2. Äl 50-59 Dchm........32 St. 50.91 Fstm. Duchen-Stämme 3. Äl. 40-49 Dchm........ 26 St. 38,02 Fstm. 65 St 99,02 Fstm. 2. Eichen-Stämme 2. Äl. 50 - 59 Dchm. 1 St. 0L5 Fstm. Eichen-Stämme 3. AL 40-49 Dchm........ 10 St. 10,03 Fstm Eichen-Stämme 4. Äl. 30 - 39 Dchm........ 13 St 11,03 Fstm. Eichen-Stämme 5. ÄL 25 - 29 Dchm........ 7 St. 3,11 Fstm. Eichen-Stämme 6. ÄL unter 25 Dchm....... 5 St. 1,72 Fstm. 36 St. 26,84 Fstm. 3. Fichten-Stämme 2. ÄL 40 - 49 Dchm. 4 St. 12,33 Fstm Fichten-Stämme 3. Äl. 30 - 39 Dchm........20 St. 39,08 Fstm Fichten-Stämme 4. ÄL 25-29 Dchm........ 6 St 7,13 Fstm 58,54 Fstm. Die Derkaufsbedingungen werden vor der Versteigerung bekanntgegeben. Deuern, den 20. Januar 1927. Heff. Bürgermeisterei Deuern Lindenstruth. holzversteigerung. im Fürstlichen Forstrevier Hungen am Mittwoch, dem 26. Januar d. 3-, vormittags 10 Uhr, im Saale der Gastwirtschaft Strack zu villingcn. 684D Zum Ausgebot kommen aus dem Distrikt vietrichsderg bei Dillingen: Buchen rm: 25U Scheiter, 250 Knüppel, 13 Stöcke, 600 Ast- und Stammreifer. Eichen rm: 40 Knüppel, 280 Stück Gar- kenpfosten, 2 m lang. Fichten rm: 380 Stück Reisstanaen. Gleichzeitig kommen zum Ausgebot aus dem Distrikt Tiergarten bei Hunaen: Buchen rm: 27 Scheiter, 26 Knüppel, 270 Stammreifer 1. und 2. Durchforstung. Elchen rm: 9 Knüppel. Fichten rm: 13 Knüppel unb 300 Stück Reisslängen. Für bie auswärtigen Käufer steht am 7-Uhr-Zug vormittags am Bahnhof DU- lingen ein Führer zur Besichtigung des Holzes zur Verfügung. Das Holz sitzt 3 bis 4 Kilometer vom Bahnhof Hungen unb Dillingen. Das im Distrikt Ditrichsderg mit ein- geschlagener 0 bezeichnete Holz kommt nicht zum Ausgebot. Braunfels, den 21. Januar 1927. Fürstliche Rentkammer. Forstabteilung. Brennhoftversteigerung. Freilag, den 28. Jebruar 1927, werben in ber willschen Wirtschaft zu Trel» an der Lumda von 9 Uhr an au» den Staats- walddistriktcn Hege und Scheid versteigert: 6750 Scheller rm: 131 Buche, 30 Eiche, 2 Kiefer; Knüppel rm: 96 Buche, 54 Elche, 41 fer; gern. Reisig rm: 212 Buche, 165 fer; gero. Reisig rm: 212 Buche, 165 Eiche, 10 Fichte: Stocke rm: 41 Buche. 18 Eiche, 9 Kiefer, 17 Fichte. Auskunft erteilen: Herr Förster Ding zu Treis a. d. Lda. und da» ForstamL Gießen, den 20. Januar 1927. _______Hessisches Forstamt Gießen. Holzversteigei «ng in den Freiherrlich von Nordeck zur Rabe- nauschen Distrikten Hörnes 36 unb Noll 16, 20, 21 unb 23 672V Dienstag, den 1. Februar 1927. Versteigert werden: rm Scheller: Buche 1. Klasse 372, 2. Klasse 18, Eiche 43, Kiefer 4; Knüppel: Buche 341, Eiche 38, Birke 4, Aspe 2, Kiefer 4; Knüppelreisig: Eiche 70; Reisig: Buche 1128, Eiche 20; Stöcke: Buche 204, Eiche 30, Kiefer 2. Zusammenkunft am Hofgut Appenborn um 9 Uhr vormittags, daselbst Versteigerung. Das Holz wird nicht oorgezeigL Die blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Londorf, den 21. Januar 1927. Hessisches Forstamt Rabenau. Wersörsterei Krofdorf fioljoerftelgerungen I. am Dienstag, dem 1. Februar 1927, II. am Dienstao, dem 22. Februar 1927, jeweils in Odcnhau^en (Wirtschaft Lahn- brücke) von 10 Uhr vormittags ab. Zum Ausgebot gelangen: I. am 1. Febr. aus den Distrikten 60, 62, 63, 65, 71-73, 75, 81: Eichen: 7 rm Scheit, 133 rm knüppel, 740 rm Reis. Duchen: 96 rm Scheit, 226 rm knüppel, 1700 rm Reis Nadelholz: 4 rm Scheit, 13 rm knüppel, 50 rm Reis. II. am 22 Febr. aus den Distrikt 65 66,69: Eichen: 3 rm Scheit, 23 rm knüppel. Buchen: 270 nn Scheit, 177 rm Knüppel, 900 rm Reis. Außerdem die in den einzelnen Distrikten angefallenen kleinen Nutzhölzer, und zwar: Eichen: 2 5t., ÄL 2 und 3 mit 1,18 fm (Distrikt 75). Eichen und Buchen: 5 rm Nutzscheit .Distrikte 65, 69). • Fich'en: zirka 50 St., ÄL la bis 3b mit zirka 15 fm (Distrikte 7', 73), zirka 100 DbsL I. - III kl. (Distr. 71, 73). Allgemeine Zahlungsfttst 20 Tage. Während der Versteigerungen werden keine Zahlungen entgegengenommen. Arn 22. Februar erhebt der Forstkaffen- beamte rückständige Zahlungen aus dem Termin vom 1. Februar uud zwar vor und nach der Versteigerung. 651D Bekalnmnackzntig. Donnerstag, den 27. d. Monats, werden im Staufenberger ©emembcroalb 164 Festmeter Fichte Derbstangen I. und ll. Klaffe von 20 bis 25 Meter Länge, vorzügliche Qualität, versteigert. Zusammenkunft vor- mittag» 10 Uhr auf der Hachborner Straße am alten Pflanzgarten. 6500 Staufenberg, den 20. Januar 1927. Bürgermeisterei Staufenberg: Meyer. Hl Ih 'Wir alle hier verwenden stets nur KAVALIER das beste Lßdevputzmittel '■ FABRIK UNION AUGSBURG. Bekanntmachung. Die im Torbaus am Selterstor neu eingerichtete öffentliche Bedürfnisanstalt wird vom Montag, dem 24. d. Ml», ab für die Benutzung frei gegeben. Die Anstalt ist täglich geöffnet: 3m Winter von 7 Uhr morgens bis 9 Uhr abends; 3m Sommer von 7 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. Für einmalige Benutzung eines Abortes ist eine Gebühr von 0,10 RM an die Warte- frau daselbst zu entrichten. 6426 Stadlbauamt Gießen: Braubach. Brennholzversteigerungen Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: 687B 1. Dienstag, den 25. Januar 1927, vormittags 91 Uhr beginnend (Abt. 11, 18, 19, 20, 23, 24, 28 und 29, Bezirk des Försters Brück, Rödgen): 10,0 rm Elchenscheiter 4.4 rm Kiefernrundschelter 61,5 rm Eichenknüppcl 73,0 rm Kiefern knüppel 22,2 rm Fichten- und Efchenknüppel 9,8 rm Buchen- und Ulmenknüppel 1955 Wellen Eichenreisig 2355 Wellen Riefern- und Weymuths- liefernreiflg 875 Wellen Fichtenreijia 372 Wellen Ulmen-, Eschen- und Zy- preffenreisig 14,1 rm Eichen- und Klefernftöcke. Zusammenkunft: Weggabel Grünberger Straße— Krelsstraße nach Rödgen (am lieb). Das Holz aus den Abt. 18, 19 und 20 (Philosophenwald) wird nicht vorgezeigt. Vorherige Besichtigung wird daher empfohlen. 2. Freitag, den 28. Januar 1927, vormittags 9j Uhr beginnend (Abt. 81, 84 und 90, Bezirk des Försters Arft, Forfchaus Hochwart): 116,6 rm Buchenscheiter 44,6 rm Eichenscheiter 2,0 rm Fichtenscheiter 24,0 rm Buchenknüppel 29,7 rm Eichenknüppel 4.0 rm Fichtenknuppel 2410 Wellen Buchenreisig 850 Wellen Eichenreisig 920 Wellen Fichtenreistg 350 Wellen Weiden-, Linden- und Hainbuchenreisig 24.2 rm Duchenstöcke 19,6 rm Eichenstöcke 9,0 rm Fichtenstöcke 95 Fick'enreiLslangen 1. Klaffe 1500 Fichtenbohnenstangen. Zusammenkunft am Forfchaus Hoch- wart, Licher Straße. Gießen, den 2LJanuar 1927. Der Oberbürgermeister. I. v.: Dr. Rosenberg. Holzversteigerungen der Fürstlichen Dberförfterei Lich. Dienstag, den 25. Januar, werden Im fürstlichen Walddiftrikt Schwarzwald und Höler versteigert Rrn. Scheith. Buche 200, Eiche 9 (dabei Gartenpfosten u. Nutzrund- scheit), Birke 2; Knüppel Buche 110, Eiche 40, Fichte 9; Stockh. Buche 70, Eiche 12; Fichte 18; Reish. (z. T. gute Forstmellen) 3500, Eiche 500, Birke 130; Schnittholz Eiche 38 4 = 0,45 Fm. 4751) Zusammenkunft 9$ Uhr vorm. am Siedlungsabtrieb, Nähe der Straße Lich- Steinbach. Montag, den 31. Januar, werden in den Distrilten Höler, Kellersberg und Schmeryülte versteigert: rm Scheich. Buche 140, Elche (Gartenpfosten) 21; Knüppelh. Buche 20, Eiche 63, Birke 2, Erle 1; Stockh. Buche 65, Eiche 46; Wellen Buche 2400, Eiche 2600, z. T. gute Forstwellen; 5 Eiche Deichseln. 702D Zusammenkunft 9t Uhr vormittag» auf der Straße Lich—Garbenteich: Waldanfang. Dienstag, den 1. Februar, werden in den Distrikten Meilbach und Riedwold versteigert: rm Scheith. Buche 4 Eiche (Gartenpfosten) 20; Knüppelh. Buche 4, Eiche 10, Fichte 21; Stockh. Buche 20, Eiche 3, Fichte 40; Wellen Buche 2000, Eiche 1300, Fichte 1500 : 2,88 fm Eiche Schnittholz; 3,20 fm Eiche Wagnerholz. Zusammenkunft 10 Uhr vorm. auf der Straße Lich—Hattenrod: Dicke Eiche. ünßu.Brennho^oeineigeiung int Licher-Ltadtwald. 3n den Distrikten Siienkaute. Dickstelle unb Kronau werden nach vorheriger Zu- fammenlunft am KreumngApunkt der Viederbclsinger- und Wiesenlchneise am Donnerstag, dem 27. Januar dsS. JS^ vormittags 10 Llhr, versteigert: A. Brennholz. 70 Vm. Buchen - Änüpvelholz, 17 Um. Hainbuchen-Knüppelholz, 20 Rm-Weich- bolz. 9000 Siück Buchen-Wellen (Durch. lorsiungS-TDellen). 1100 Eichen-Ttzellen, 140) Linden-Dellen, 435 Srlen-Wellen, 200 Stück Iichten-Wellen und 43 Rm. Tichtenstockhvlz. B. Nutzholz. 15 Rm. Fichten -Vutzknüppel, 135 Stück Fichten > Bohnenstangen unb 25 21m. Fichten-Vutzrerfig. Günstige Zahlungsbedingungen. Nächste Holzversteigerung am®Mme* tag, den 3. Februar 1927. Lich, den 19. Januar 1927. Heff. Bürgermeisterei Sicht 649D Völker. BESTE OESCHAFTSREKLAME IST STETS EIN INSERAT IM GIESSENER ANZEIGER J. Pfeffer, Gießen, Marktplatz 6 Geschäfts-Eröffnung Perser-Teppiche Pianos Gebr. Zimmermann Rudolf Bangel Frankfurt am Main Gegründet 1869 647 D zu Diensten. 6701 iRSSSn prompte und reelle Bedienung zu. Achtungsvoll ? 'i Generalvertreter. 644D Telephon 102 SchlfTenberger Weg 50 678a können vereinbart werden. Für Maskenbälle MotrMng 643c Anerkannte Qualitätsware Aparte Modelle Niedrigste Preise Bequeme Teilzahlung 659a Blätterteig-Pastete, Toulouser Art Mandelsulz mit feinem Gebäck Pianohaus Schönau BESTE GESCHAFTSPEKLAME IST STETS EIN INSERAT IM GJESSENER ANZEIGER Die preiswertesten u.schönsten Klaviere In wohlfeiler Preislage m. voller Sjährlger Garantie kaufen Sie gegen kleine Monatsraten auf Watzenborn Ratenzahlungen G.m. b. H. Küchen u. Einzelmöbel Diwans, Chaiselongues Klubmöbel in Stoff und Leder, Matratzen usw. Kalksalpeter « Amm.. Superphorph. Superphosphat Thomasschlackenmehl Kali und Kainil Speise-Zimmer Herren-Zimmer Schlaf-Zimmer Nltrophoska Schwefels. 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