Prwif mH» Pertog: »rßhl'lch- UniverEr-Such, mid Llktvdni-!-rki H. £ait?e in «ie»en. Sdjrtftleiiung und 6efd|5ftsMt: SOniHraSe 7. Dr. Slrcfcmann an bcn (Den f er Verhandlungen selbst teilnimmt Maßgebend für die Beteiligung Dr. Stresernanns ist. der ..Voss. Ztg.^ zujolnr. nidjt allein, ob Brianb und Chamberlain nach Genf kommen werden, sondern auch die Ta'fadie, baß der deutsche Vertreter den P o r f I h im R a I Nach to eiteren in Schanghai eingelaufenen Meldungen soll General Sun und seine Armee in T s ch a p u, etwa 60 QUeilen südlich von Schanghai. abgeschnitten sein. Nach anderen Mel- düngen sollen die Südtruppen Kiasching besetzt haben. Ein englisch-kantonesisches Abkommen. -au kau. 20. Febr. WD. (Heutet). Amt- »ich wird beranntgegeben, daß O'Malteh und der Minister des Aeuhern der Kantonregierung Tschen gestern abend ein englisch.chine ischeS Abkommen unterzrichnel haben, über das Einzelheiten noch nicht bekannt geworden sind. Aach Meldungen auS Peking sollen dort der britische Gesandte W. W. S a m p s o n und der Mi- nister des Auswärtigen der chinesischen Sen. trmregierung Wellington Koo ebenfalls eine Besprechung verabredet haben. Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertag» Beilagen Lietzener Familien blätter Heimat Im Bild Die Scholle Roiials»Bej6gf preis: 2 Reichsmark und 20 Rrtchspfenmg für Träger» lohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerRummerA infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112 Loschrist für Drahtnachrichten Bnjelger Gieße». Pattschrckkonto: grawfhirtam Main 1168t. Annahme von Mnjeiat» für die Tagesnummer oi» zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen do.i 27 mm Steile örtlich 8, auswart» 10 Reichspfennig, für Re- klameanzeigen von 70 mm Sreite 35 Reichspfennig, platzoorjchritt 20' mehr. Chefredakteur Dr Fnedr Mich Lange. Verantwortlich jür Dohtill Dr Fr Wich Lange, für Feuilleton Dr H Tdyrtot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein, für den Tin» zetgentetl i. Derir H. Beck, sämtlich in ©legen. Reichsfinanzminister Dr. Köhler: Ovationen wird man leicht ernten, wenn man einer Organisation verkünden kann, daß die Lasten ihrer Angehörigen in nächster Zeit vermindert werden. Wer aber zum Sparen genötigt ist. der must ganz nüchtern arbeiten und must i m kleinen anlangcn. Es ist nicht so. daß der Pessimismus meine persönliche Sache sei. die Derhältnisse liegen heute eben ganz anders als vor einem Fahre. Der Erat, den ich hier vertreten must, ist ja nicht mein Werk, sondern daS Vermächtnis meines Amtsvorgängers. Er hat mir noch ein weiteres Vermächlnis hinterlassen, er hat mir in einem ZeitungsartikelN ich t- I i n i e n mit auf den Weg gegeben. Ich weist nicht, ob Herr v. 6(blieben seinem Nachfolger auch solche Richtlinien hinterlassen hat. (Rufe: OleinI) 3n dem Artikel sagt Dr. Reinhold, er habe mit der Verminderung der Rcichseinnahmen den ersten Teil der Ausgabe erfüllt. Das war zweifellos der a n g e n e h m e re Teil der Ausgabe. (Heiterkeit.) Als -zweiten Teil der Ausgabe bezeichnet Dr. Reinhold die Notwendigkeit, die Staatsausgaben auf das Mast au reduzieren, das unser verarmtes Volk ertragen kann. Ich kann aber diesem zweiten Teil der Ausgaben nicht mj,t demselben relorischen Schwung und unter demselben Deisall lösen, wie es beim ersten Teil der Aufgabe möglich war. Im Gegensatz zu Dr. Fischer sagt Reinhold auch in seinem Artikel, dast wesentliche Reserven im Etat nicht vorhanden seien. Als die St Versenkung dorgenommen wurve. galt die Derwaltungsresorm als tbr integrierender Bestandteil. Dieser zweite Teil der Aition ist wahrhastig nicht in Angriff genommen worden. Den Abbau einiger Ministerialräte kann man doch nicht als Derwaltungsreform ansehen. Wenn hier gesagt würde, es könnten 150 Millionen am Etat gespart werden, so habe ich bisher noch keinen Antrag gesehen, der solche Ersparnis bewirken könnte. Wer die Reichsaus- gaben einschränken mutz, kann sich dadurch nicht populär machen. Ich sehe mein Amt nicht an ilS einen Poften zur Lobsagung meiner Per- on, ich möchte auj) keinerlei Fassatenpoli- !ik treiben. Der Etat erhält keinen Pfennig zur Sfftftulcrung der festen Zusage- an die Länder Jnö Gemeinden, dast ihnen vom 1. April ab >ic untecAützende Erwerbslosenfürsorge abge- lonunen werden mühte. Ich habe festgestellt, "»ast der Betrieb in den Finanzämtern nicht n Ordnung ist. Datz mein Amtsvorgänger den Betrieb in Unordnung gebracht hätte, habe ich oeber gesagt, noch irgendwie unterstellt. Was die Differenzen über die letzte Anleihe betreffen. Io steht fest, datz wir zur Abwicklung der von 1926 herrühren den Verpflichtungen einen Teil kieset Anleihe schon in den nächsten Wochen xanz bestimmt gebrauchen werden. Man darf richt Etat und Kassenzustand verwechseln. Mit kern fremden Geld der Post hatten wir kaffen- mäßig am 31. Dezember einen Lieberschuh von l eben Millionen. Nack Abzug des fremden Geldes wies aber der Etat ein minus von 93 Millionen auf. (Hört, hört!). Ich gebe hier die bindende Zusage ab, daß wir alles tun werden, um die reichsgefehliche Rahmcntegelung der Realsten etn Preußischer Landtag. Berlin, 20. Febr. Zu Beginn der Sams- tagsitzung teilt bet Präsident mit, daß ter kommunistische Abgeordnete Kelletmann wegen bet gestrigen Tumultszenen auf Beschluß des Ael- testentats auf acht Sitzungstage ausgeschlos- s e n sei. Bei den Abstimmungen zur Hirtsiefer» vetotdnung wurde u. a. ein Zentrumsantrag angenommen. wonach den Ländern die Möglichkeit gegeben werden soll, die Mieter von gewerblichen Räumen gegen ungerechtfertigte Kündigungen und wucherische Steigerungen einen Schutz zu bieten und gegen unangemessene Mietforderungen strafrechtlich einzuschreiten. Die Abstimmung über den kommunistischen Mihtrauens- antrag gegen den Dollswohlsahrtsminister Hirt- Tiefer wurde auf den 23. Februar vertagt. Vie polilik der Deutschen Vollspartei. Eine Rede des FraktionsfützrcrsTr. Tcholz Dess au. 20. Febr. (WTB ) Der Führer der Reichstagssraktion der Deutschen Dolkspartei. Minister a. D. Dr. Scholz, hielt heute auf der Handwerkertagung der Deutschen Dolkspartei einen Vortrag über die politische Lage. Er betonte die Außenpolitik liege bei Dr. Stresemann in besten Händen. Zwischen Deutschland und Rußland sei wirtscha tliche Zusammenarbeit notwe.big. Das nächste Ziel der deutschen Außenpolitik sei bie ^Befreiung deutschen Landes von fremder Besatzung, worauf wir rechtlichen und moralischen Anspruch hätten. Ohne die in- buftnelle Kraftquelle des Rheinlandes könnten tolc5 rr^ic J?Dn un$ geforderten Leistungen nicht erfüllen. Dr. Scholz trat für eine Zollunion aller europäischenRationen ein. damit Europa den schweren amerikanischen Konkurrenzkampf bestehen könne. Auf innenpolitischem Gebiete forderte Dr. Scholz unbedingt steuerliche Erleichterungen. Ser Mittelstand könne die neue .Regierung mit Freuden begrüßen: sein geschworener Feind sei immer die Sozialdemokratie Es fei der Wunsch der Deutschen Volkspartei ge- - wesen, in bie bürgerliche Koalition auch die D e m o k r a t e n mit einzubeziehen, aus wirtschaftlichen Grünten. Trotzdem die Demokratie leider zu den Sozialdemokraten hinneige. würde er den Eintritt der Demokraten in die Regierung begrüßen. Die W i r t s ch a f t s p a r t e i wolle außerhalb der Regierung bleiben, um ihre D r- l sprechungen gegenüber dem Volk nicht in die Tat umsehen zu müssen. Die Entschädigung der Ausländsdeutschen. Nerlin. 19. Febr. (WD.) Die Arbeitsgemeinschaft der Interessenvertretungen für den Ersay von Kriegs- und Derdrängungs- scha den veranstaltete heute eine Kundgebung 3U dem Haager Schiedsspruch und den Cntschadigungsfragen. Die Versammlung nahm ernstinunig eine Entschließung an, in welcher die Geschädigten und Verdrängten ihr Bebauern aus- sprechen daß das Haager Schiedsgericht die Einbeziehung der Liquidativnsenllchädigungen in die Dawesleistungen abgelehnt hat, und in der ferner betont wird, daß der Rechtsanspruch der Geschädigten auf S ch a d l o s h a l t u n g durch 2 c unt>etänbert fortbesteht, und oatz dte Geschädigten verlangen, daß ihre An- spräche rmt größter Beschleunigung eine gesetz- Il?ten- dierungsabkommen ähnlichen amerikanisch- französischen Uebereinkommens bestehe. Ein offizieller Vorschlag sei jedoch nicht gemacht worben. Anzeichen dafür, baß die amerika- msche Regierung ihre Stellungnahme zu bem Abkommen Mellon-Bercngcr geanbert habe, liege )wor nicht vor, jedoch Hölle man in gewissen flrei» sen den Eindruck, baß Frankreich Z u g e st ä n d . Nisse gemacht werben würben. Man Halle es für möglich, daß die amerikanische 'Regierung sich einer ergänzenden Regelung nicht wibersetzen werde, die es gestatten würde, provisorische Zah- tu n g e n zu leisten, bis bas Abkommen Mellon- Verenger c n b g u 11 i g r a t i f i 3 i e r t fc i. 3n offiziellen Streifen erkläre man erneut, daß jebe Regelung bie dieses Abkommen beseitigen würde, d e in Kongreß unterbreitet werden mußte, da die Schulbenregelungskommission nicht mehr bestehe. Rach einer Meldung des Journal aus Washington wird dort zugegeben, baß bas amerikanische Schatz, amt biskret davon in Kenntnis gesetzt worben sei daß Frankreich geneigt fein würde. *3 0 Mil-' honen Dollar als erste Rate zu zahlen, ohne damit der Ratifizierung des Schuldenregelungsab- kommens durch das französische Parlament oororei fen zu wollen. C o n b o n. 20. Jebr. (WIL.) Die Blätter brin- gen ausführliche Berichte über die Lage in Schanghai. die durchweg als er n ff bezeichnet wird. „Coe- ning Standard- berichtet. 3n Schanghai ff reif en unge,ähr 80 000 Arbeiter. An dem Ausstand sind insbesondere die Angestellten der Verkehrsmittel und der Dost sow.e der Warenhäuser und der Baum- wollsabriken beteiligt Zu Beginn des Streiks kam es verschiedentlich zu A u s s ch r e 11 u n g e n. So wurden von Straßenbahnangestellfen einige Straßenbahnwagen In der Rähe der internationalen Niederlassung zertrümmert weiter wurde da» Gebäude der Britisch-Amerikanischen Tabakjabrik ' »E i / e n d e n a n g e g r i f f e n. Die Menge, die die zenster mit Steinwürfen zertrümmerte, wurde schließlich von der Polizei zerstreut. Da» ausländische J r e i ro i III g e n r o r p s iss. wie „Eoening Rews" berichtet mobilisier t worden. Die Streikenden fordern u. a. Räumung der Stadt sowohl durch die brittschen Truppen als auch durch bie Truppen des Generals Sun-Ifdjuan-Jang. Britische Posten sind an allen wichtigen Plätzen in der Umgebung der Sladf auf- gcfleUl worden. Auch die Jromofcn stehen in ihren Quartieren in Bereitschaft. Während in der Internationalen Niederlassung und in bem französischen konzefsionsgebiet den Agitatoren der Rationalisten praktisch freie Hand griffen wirb, hat ber Berfeibigmigcfommlfiar von Sdjang- Jai General Lipaof schang, für bie Chinesen- ‘labt angeorbncl. baß alle, bie bie Arbeiter aus- Hetzen, h I n , u r i ch t e n seien. Drei Agitatoren würben bereits enthauptet unb ihre Köpfe am Postgebäube zur Warnung auigehängt 30 Personen wurden wegen verschiedener vergehen enthauptet. Der Steg der Kanionatmee. Vormarsch aus Schanghai. London, 19. Febr. (Wolfs.) Der Sonderberichterstatter der .Daily Mail" meldet aus Schanghais Demoralisiert entmutigt und ohne Of.iz ere treffen $dle der Armee Suntfchuan» sa n gs hier ein. Die Garnison von Ningpe. 20 Meilen östlich von Hangschau, gab am Mittlooch abend die Stadt ten Kantonesen preis und flüch- Köhler gegen Neinhold. -ortse-ung brr HaushaltSdrbatte. Berlin, 20. Febr. (DD Z^) 3n der forte g-letzten ersten Beratung deS Etat« für 1927 weift Abg Dr. Fischer (Dem.) daraus hin, daß ber frühere Minister Dr. Reinhold schon einen GesetzenNvurs vorbereitet und dazu auch die Zustimmung des Kabinetts erhalten hatte, durch den die ^riegsanleihealtbesiher wesentlich besser gestellt werden sollen. Die De- molraten würden einen Antrag in dieser Rich- hing stellen. Daß wir jetzt überhaupt über eine Senkung der Verbraucht» st euer reden können, verdanken wir den geschickten Verhandlungen des Ministers Dr. Reinhold mit dem Reparationsagenten. Der Redner weist weiter daraus hin, während die Verlautbarungen der FinarlzVerwaltung besagten, daß die 500-Millionen-Anleihe für 1926 keine Verwendung mehr zu finden brauche, erkläre der Fvnanzmimster. daß durch die Anleche nur ein Teil deS außerordentlichen Haushalts für 1926 gedeckt sei. Er erinnere an den 100-Millionen-Kredit. der dem Reiche bei der Reichsbank zur Verfügung stehe und an die 740 bi8 780 Millionen Vorzugsaktien der Reichsbahn. Es müsse die Möglichkeit bestehen, im Interesse steuerlicher Erleichterung für die Wirtschaft auf diese Reserven zuruckzugre.sen. Außerordentlich befremdlich fei die Zusage des Ministers, die Garantie für die Länder und Gemeinden auf 26 M b harten zu erhöhen. Für die Demokraten sei diese Erhöhung völlig unannehmbar. Den Ländern würden dadurch noch weit über 88 Mil- । Honen mehr gegeben, als sie bei ter Aufrechterhaltung ter Vmsahfteuergarantie erhalten tonnten. die der jetzige Finanzminister ablehne. Mit Riesenschriiten würden wir einer erneuten Aufblähung der Länder- und Gemeinde-Etats entgegengehen. Auch mit ter weiteren Verschiebung deS endgültigen Finanzausgleichs um zwei Jahre sei die demokratische Fraktion unter keinen Umständen einverstanden. Der Redner fordert die durchgreifende Ermäßigung des Cinkom- mensteuertarisS und Einkommenbesteuerung nach dem mehrjührigen Durchschnitt. Nr. 45 Erster vlatt^ 177. Jahrgang Montag, 21 Sebruar (927 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Der Generalstreik, in Schanghai. I Ernste Lage der Fremden. Eine denischc Initiative. tete zu Schiff nach Wusung. wo sie den Desehl öffrotHA.mn/n 2x % devffchnafionalcn Dcr- erbielt, wr Verstärkung ter neuen Verteidigungs- kröcr lirS n ^'^egirrung aufgc- stellen Suns diesseits Hangtfchau abzumarfchie- r B a I s I a g u n g ren. Sun versucht nun. feine Truppen zu einem ?0,e?iCu?nUJ’^ V- f. £• h" 3 uh-s rpifp > 0 o -o°’S3 ü »Mä.’» Zy3 h"ü smi & - - 2 •* Mi Unwillige Hebergabe und die Auslieferung der Schlüssel verweigerte, wurden die Kirchentüren mit polizeilicher Hilfe geöffnet. Es oesteht die Absicht, die Kirche, die auf Grund des Gesetzes über die Abschaffung der Stände vom Etaatsgerichtshof a l S S t a a t s- eigentum erklärt worden war, dem Konsistorium zur Nutzung yu überlassen. Kunst und Wissenschaft. Dos Vermächtnis huston Stuart Chamberlains. Der kürzlich verstorbene Schriftsteller Houston Stuart Chamberlain hat der Stadt Bayreuth, deren Ehrenbürger er war, seine sämtlichen Bücher und seine Marmorbüste vermacht mit der Bestimmung, daß die Bücher in der städtischen Bibliothek einen Baum erhalten und dort auch die Büste Aufstellung findet. Es handelt sich um rund 7000 Bände. Der Stadtrat nahm die Stiftung an. Das Urheberrecht bleibt den Chamberlainschen Erben Vorbehalten. Kunstversteigerung in Frankfurt. Bei der letzten Versteigerung von Gemälden neuerer Meister durch das Auktionshaus Rudolf Bangel in Frankfurt wurden im Durchschnitt für hochwertige Bilder anerkannter Meister sehr gute Preise erzielt, während der Kreis von Interessenten für mittelmäßige Arbeiten verhältnismäßig klein blieb. Wir bringen einige Beispiele aus den abgegebenen Höchstgeboten: Hans Thoma (Abendlandschast) 7000, Defregger (Das Kartenhaus) 6600, Trübner (Garten am Starnberger See) 6000, Liebermann (Blumengarten) 6000, Spihweg (Empfang einer Dame) 5600, Lenbach (Damenbildnis) 5200, A. Achenbach (Küstenlandschaft) 5000, Zügel (Beim Melken) 4400, O. Achenbach (Castel Ganbolfo) 4400. Stadler (Landschaft) 3800, Slevoat (Landschaft) 2650 und Eh. Schuch (211t) 1950 Mark. Aus oller Welt. Parade im Potsdamer Lustgarten. Der Potsdamer Lustgarten sah am Samstag zum ersten mal seit dem Jahre 1914 wieder eine Truppenparade: die Garnison Potsdam wurde vom Ch^ »er Heeresleitung. General Heye, besichtigt. Das militärische Schauspiel hatte eine große Zahl von Zuschauern angelockt, die in langer Front den Marstall umfäumten. Als offizieller Gast war in Begleitung von Offizieren des Reichswehrministeriums der amerikanische Botschafter S ch u r m a n mit dem amerikanischen Militärattache gekommen. Die Amerikaner verfolgten die Parade mit sichtlichem Interesse. Pünktlich um neun Ußr traf der Chef der Heeresleitung im Potsdamer Lustgarten ein. Die Truppen nähme* Paradeaufstellung, und unter den Klängen des Präsentiermarsches schritt General Heye die Front der Formation ab. 3n der elften BormittagSstunde war die Besichtigung beendet und General Heye kehrte nach Berlin zurück. Ein Aulounfall des Reichsfincmzministers. Das 2luto des Reichsfinanzministers Dr. Köhler,, in dem sich dieser Samstag nachmittag zum Schlittschuhlaus nach dem Grune- waldsee begeban hatte, ist am Ufer des Grüne - Waldsees beim Wenden auf den See hinausgefahren, wobei die Eisdecke plötzlich brach und die Räder dcS Wagens, den Dr. Köhler bereite verkästen hatte, einbrachen Der Chauffeur konnte sich durch Abspringen retten, während das Fahrzeug versank. Die Feuerwehr konnte, den Wagen nach angestrengter Arbeit wieder aus dem Wasser ziehen. Springflut an der Rordoskküsie Amerikas. Eine Springflut, wie sie sich in den letzten l 50 (Zähren nicht mehr ereignet hatte, hat an der ganzen Rordostlüste von Maine bis Delaware F Millionenschaden angerichtet. Das Meer steht an einzelnen Grellen s/< Meilen landein- '» w ä r t s. Der Schiffsverkehr ist völlig gestört. Kleinere Fahrzeuge sind der Springflut zum Opfer gefallen. Eine fiaaüerbfe als Todesursache. Ein eigenartiger tätlicher Unglnckssall ereignete sich während einer Faschingsfeier tu einer Stuttgarter Gaststätte. Einem 39 Jahre alten ^Peizzuschneider wurde eine Knallerbse in das rechte Ohr geworfen, deren Explosion das Trommelfell zerriß. (Zn der Folge traten innere Blutungen auf, an denen der Mann nach kurzer 3etr starb. Die Leiche wurde von der Georg Brandes f. Kopenhagen, 20. Febr. (TU.) Der groß« dänische Schriftsteller und Kritiker Georg Brandes starb am Samstagabend 9 Uhr, nachdem er die letzten drei Stunden ohne Bewußtsein war. Schm: am Morgen erklärten die Aerzte, fein Gebe« nicht mehr retten zu können. Brandes selbst hatte keine Ahnung, bah er sterben sollte. Er war wie immer geistreich, unterhielt sich am Morgen iwch mit der Krankenschwester und erzählte ihr Anekdoten. Indessen schwanden seine Kräfte mehr und mehr. Er wollte nichts essen, well et keinen Appetit hatte. 2lb und zu verlor er auch das Bewußtsein, und gegen Abend versammelten sich die Aerzte und die Familienmitglieder im Krankenzimmer, um den Tod abzuwarten. Sein Atem wurde andauernd schwächer. Um 9 Uhr starb er ohne Bewußtsein und ohne Todeskampf. Die Leichenverbrennung findet Mitte der Woche statt, auf Wunsch Brandes' in größter Stille. Sämtliche Zeitungen bringen heute von prominenten Persönlichkeiten des 3n- und Auslandes eine Reihe von Kundgebungen, die Georg Brandes als einem der größten geistigen Freiheitskämpfer huldigen. Mit Georg Brandes ist ein Mann dahingegangen, bzr feit langem der Geschichte angehört und treffen fruchtbare Wirkung auch auf unser geistiges Leben etwa dreißig 3ahre zurückliegt. Er hat gerade vor wenigen Tagen das fünfundachtzigste Lebensjahr vollendet und kann auf eine beneidenswert reiche, sehr früh ein- sehende und bis ins höchste Alter rüstig unb rühmlich fortgeführte Arbeit zurückblicken. Roch vor kurzem war fein Buch über Cäsar neben GundolfS gleichnamigem Wert ein Gegenstand der allgemeinen Beachtung. George Morris Cohen Brandes war jüdischer Herkunft: fein Baier Edvard ist der dänische Staatsminister und Herausgeber der radikalen Zeitung »Politiken". AIS „®r. Dathan" geht er, der unsichtbare, allmächtige Spiritus rector des jungen Dänemark, heftig befehdet durch die Seilen von Henrik PontoptddanS Roman „Hans im Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Der Fall wird ein gerichtliches Rachspiel haben. Die Breslauer THorbaffäre Hofen. Obgleich die Borunter.uchung gegen 3ahn, Strauß und Frau Reumann eröffnet worden ist, werden die polizeilichen Ermittlungen fortgesetzt. 3ahn soll nun sein Geständnis dahin erweitert haben, daß er die M o r d w e rkzeu g e nach der Tat nach 3 a u e r n i g k in der Tschechoslowakei gebracht und sie dort ineinenBrun- nen geworfen habe. Man hat diesen Brunnen bis auf den Grund ausgepumpt und zur größten Ueberraschung die Angaben des 3ahn bestätigt gefunden. Auch eine Waffe aus dem Besitz des Professor Rosen soll dabei gefunden worden fein. Steuerung im Depeschen verkehr. Rach der „Montagspost" wird die Reichspost im Verein mit der Firma Telefunken schon in wenigen Tagen den Probebetrieb einer neuen Art von Telegraphie aufnehmen, die darin besteht, daß man Stenogramme von einer St ationzuranderendrahtlosphoto- graphiert. Es scheine, daß diese Methode bedeutend schneller und wirtschaftlicher arbeitet als der gegenwärtige Maschinentelegraph. llebersall auf einen Bierkutscher. Der Bierkutscher Wilhelm Wessel aus Eberswalde wurde auf der Heimfahrt von einem an einer Wegkreuzung stehenden jungen Manne angefallen, und, als er rasch davonfuhr, durch einen Schuh in den Kopf verletzt. Der Kutscher verlor die Besinnung und die Pferde rasten bis zur nächsten Ortschaft Golzow, wo sie vor der Gastwirtschaft stehen blieben. Der Kutscher wurde in eine Dachstube gebracht, wo er wieder zu sich kam und den Vorfall erzählte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er unter den Händen der Aerzte starb. Die sofort eingeleitete Verfolgung des Täters blieb erfolglos. Aus Der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 21. Februar 1927. Beschlagnahme durch die Kriminalpolizei. 3n weiten Kreisen der Bevölkerung hält man die Macht der Polizei für unendlich viel größer, als sie tatsächlich ist. Das erkennt man so recht, wenn man in den Bureaus der Kriminalpolizei einmal gehört hat, was von den Beamten alles beschlagnahmt werden soll, und welche Gründe dafür geltend gemacht werden. Rur in einem Bruchteil dieser Fälle können und dürfen die Beamten einschreiten. Viele Ersuchen müfsen sie ablehnen, nicht aus ilngefätügteit oder aus ähnlichen Gründen, sondern weil das Recht der Beschlagnahme von Gegenständen feilend der Kriminalpolizei an das Vorhandensein ganz bestimmter Gesehesvoraussetzungen geknüpft ist. Leider versteht dies das Publikum oft nicht und macht der Polizei daraus einen Vorwurf. Die Kriminalpolizei darf nur Gegenstände beschlagnahmen, die als Beweismittel für die Untersuchung von Bedeutung sein können, ober die der Einziehung unterliegen. Der Einziehung unterliegen aber nur solche Gegenstände, die durch ein vorsätzliches Verbrechen oder Vergehen hervorgebracht, oder zu einem solchen gebraucht ober bestimmt sind. Das alles auch nur bann, wenn eine diesbezügliche richterliche Anordnung vorliegt, ober wenn Gefahr im Verzüge ist, b. h. wenn zu befürchten steht, daß die durch die Einholung der richterlichen Anordnung eint relen de Verzögerung die Durchführung der Beschlagnahme in Frage stellen würde. R i e - mals dagegen darf die Polizei in zivilrecht - lichen Streitigkeiten zur Beschlagnahme schreiten. Eine zivilrechtliche Beschlagnahme muß bei den Zivilgerichten beantragt werden, sie wird durch den „A r r e st be s e h l" ausgesprochen. Die Vollziehung des ArrestbefehlS erfolgt durch Pfändung seitens des Gerichtsvoll ziehe r s. Oft finden sich natürlich auch Fälle, in denen sowohl die strafprozessualen Doraussehun- gen einer polizeilichen Beschlagnahme, wie die einer im Wege des Arrestverfahrens erfolgenden zivilrechtlichen Pfändung gegeben sind. So wird z. D. häufig die Polizei bei einem Betrüger das zu Unrecht erlangte Gut beschlagnahmen, unabhängig davon hätte Der Betrogene seinen dementsprechenden zivilrechtlichen Arrestanspruch geltend machen können. Vornotlzen. — Tageskalender für Montag. Hessische Vereinigung für Volkskunde: 8.15 Uhr, Hörsaal 44 der Universität. Vortrag. — Sani- tätSverein: 8 Uhr, Kaufm. Vereinsyaus, General-Versammlung. — Lichtspielhaus. Bahnhof- straße: „23en Hur". — Astoria-Lichtspiele: »Der Schrei aus den Säften“. — Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Man schreibt uns: Der nächste Vortragsabend der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde am Donnerstag. 24. Februar soll eine Gedenkfeier für Prof. Koch-Grünberg bringen. 3n Gießen ist das Andenken an den berühmten Forscher Gemeingut der Stadt. Hier hat er seine Gymnasialzeit verbracht und einen Teil der Universitätsausbildung genossen, die ihm den Weg zu seinen Forschungsreisen bahnte. Vier große Reifen führten ihn durch weite Strecken Südamerikas. Aus der ersten ging er als Begleiter Hermann Meyers mit zum Tingu. Die zweite und dritte Reise galt den (Zndianer- ftämmen des nördlichen Brasiliens. Die vierte Reise, zusammen mit dem amerikanischen Forscher Hamilton Rice, füllte ins Gebiet der Ort- nocoquetlen führen. Von dieser Reife ist Koch- Grünberg nicht zurückgekehrt. Die Expedition hatte im September 1924 die erste Urwaldlichtung am Rio Dranco, einem Rebenfluh des Amazonenstroms, erreicht. Dort erkrankte Koch-Grünberg an dem gefürchteten Rio Brancofieber, einer besonders schweren Form der Malaria, unb erlag ihr nach vorübergehender Besserung am 8. Oktober 1924. Sein Zeichner Hermann Dengler hatte ihn in aufopferndster Weise gepflegt. Die Gesellschaft für Crd- und Völkerkunde glaubte, daß sie das Andenken an den Forscher, der seinem gefahrvollen Beruf zum Opfer gefallen ist. in seiner oberhessischen Heimat nicht schöner ehren lärm, als daß sie den Begleiter Koch-Grünbergs, Herrn Hermann Dengler, bat, über die Reise in den Urwäldern des Amazonengebietes vor der Gesellschaft zu berichten, und sie bittet ihre Mitglieder und alle Freunde Koch-Grünbergs, deren es in Gießen und in seiner Heimatstadt Grünberg nicht wenige geben dürfte, durch recht zahlreiches Erscheinen Herrn Dengler für seine Mühe zu danken. (Vergleiche die Anzeige in der Samstags-Rummer.) — Oberhesf. Gesellschaft für Ra- tur- unb Heilkunde. Rächsten Donnerstag abend im Physikalischen (Znstitut Hauptversammlung mit Vortrag von Prof. Dr. B ü r f e r. Roheres in der heutigen Anzeige. Wettervoraussage. Vorwiegend bedeckt. Temperaturen etwas ansteigend, iwch Riederschläge. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: minus 0,6 Grad Celsius, Minimum: minus 1,8 Grad Celsius. Riederschläge: 4 Zentimeter Schnee. Heutige Qltorgentemperatur: minus 3,3 Grad Celsius. • " DerWinter hat sich seit gestern abend wieder einmal zu einem Gastspiel bei uns eingefunden. Gegen 8 Uhr am Sonntagabend begann das feine Flockengeriesel, daS die ganze Rächt über anhielt und auch heute vormittag in der zehnten Stunde noch im Gange war. 3n Stadt unb Feld liegt eine ziemlich ansehnliche Schneedecke. Daß diese aber von längerer Dauer sein wird, kann man wohl bezweifeln. Oberhessischer Geschichtsoerei n. Man schreibt uns: Der dritte Vortragsabend des Oberhessischen Geschichtsvereins war in Anbetracht der mannigfachen gleichzeitigen anderen 23er- anstaltungen recht gut besucht. Zunächst wurden geschäftliche Mitteilungen gemacht, aus denen die Vorlage des neuen (27.) Bandes der „Mitteilungen", der soeben über 10 Bogen stark mit 12 Tafeln erschienen ist, unb einige Aufklärungen über das Verhältnis des Vereins zu „Volk unb Scholle" heroorheben möchten. 3m Laufe bes letzten Geschäftsjahres ergab sich für ben Verein bie Notwendigkeit, mit seinen auswärtigen Mitgliebern in engere Verbinbung zu treten, als dies seither durch seine 3ohresgabe, die „Mitteilungen" geschah. Dies konnte erreicht werben burch Begründung eines besonderen, mindestens vierteljährlich erscheinenden Blattes, oder durch Annahme einer be- stehenden und bereits cingefuhrten Zeitschrift als Vereinsorgan. Der erstere Weg war als zu kostspielig nicht gangbar. 3n „Volk unb Scholle" aber besitzen wir eine treffliche Monatsschrift, nn deren Verausgabe der Verein ja sowieso schon seit ihrem Be- stehen beteiligt ist. Es lag nahe, sie zu wählen unb Glück". Er ist innerlich irgendwie mit Ferdinand Lassalle verwandt: auch darin, daß er die Wirklichkeit nie aus den Augen verlor. Brandes ist hervorgegangen aus der geistigen Atmosphäre der nordischen Romantik in Kopenhagen, um sich dann bald um so entschiedener gegen sie zu wenden. Man ersieht aus feinen „Lebenserinnerungen", mit welcher universellen Energie er sich als 3üngling schon dem Geist ergab, von Goethe, Hegel, Spinoza angezogen. Sein Feld war damals und später wirtlich die Welt, und es gab im ganzen Bereich der menschlichen Kultur, in Vergangenheit und Gegenwart, kaum etwas, daS ihn nicht angezogen hätte. 3n seiner 3ugend stand das konservative und streng lutherische Dänemark, wie ganz Europa, noch unter den Rachwirkungen der Romantik, die hier wie in Skandinavien zu einer Wiederbelebung des Altnordischen geführt hatte. Man träumte von einer neuen Union des Ror- dens und einem neuen Wikingerzug gegen Deutschland. Der Sieg bei 3dstedt ließ diese Hoffnungen hoch anschwellen: erst 1864 oder gar erst 1871 ist Dänemark auS dem 3rrtum nationaler Größe erwacht. Damit erst wurde der Weg frei für die 3u- gend, die Brandes führte. Er hatte den unfehlbaren 3nstinkt für daS Kommende, den zukünftigen geistigen Wert. Als einer der ersten ist er auch für Rietzsche, den antiromantischen Europäer, eingetreten. Er wurde 1860 ein Schriftsteller. weil er empfand, daß die Welt sich in einer Krise befände: es war eine stille, tote Minute, und es fragte sich, wer den neuen Ton angeben sollte? Da trat er auf und sprach. 3a, was sprach er? Gr war einer der ersten Venünder des Realismus in Europa, ungefähr zu derselben Zeit, wo Zola und Flau- bert in Frankreich, Otto Ludwig und Fontane bei uns die Abkehr von der epigonalen unb unechten Schönfärberei predigten und für empirisch-psychologische und soziologische Erfassung des modernen Menschen in seiner Umwelt eintraten, dabei sogar eine Anleihe bei der Ratur- wisfenschaft nicht verschmähten Auf dem Grunde diese- Programmes traf Brandes sich mit Meistern der Qlnalbfe wie Tai ne nnd Rietzsche. Sv riß er den Rorden aus den romantischen Rebeln und stellte ihn in die Wirklichkeit Europas wieder hinein. Seine Wirksamkeit ergriff seit 1871 weitere Kreise durch die berühmten Vorlesungen über die „Haupt st römungen in der Literatur deS 19. 3ahrhun- derts", die aber auch die Zahl seiner erbitterten Feinde im Lande vermehrten. WaS er vertrat, war fein ästhetischer Realismus. Sondern mit der wahrheitsgetreuen Schilderung des Allzumenschlichen und Gesell- schastlichen sollte sich eine Kritik oeralteter Zustande und Anschauungen verbinden unb der Poet so zum Richter und Wegweiser seiner Zell bestellt werden. So forderte er eine politischsoziale Tendenzdichtung, in der die Anregungen deS jungdeutschen Kreises nachwirkten, bie bereits nach 1830 bei uns im Deist der Aufklärung daS rornantisch-rea'tionäre Wesen bekämpft hatten. „Licht übers Land, das ist'S, was wir ge° wollt", war die selbstgewählte Grabschrift seines Freundes und 3üngers 3. P. Oacobsen. Brandes war immer nur Kritiker unb Histo- rlfer, nie selbst Gestalter, aber eine ungemein anregende Ratur. Für unS lebt er am meisten in seinen Freunden wie Henrik 3 d s e n . der als kämpferischer Dramatiker dieselben ethischen und ästhetischen Lehren mit starrem Optimismus vertrat: vor allem aber in 3enS Peter 3 acobsen, dem Schöpfer des „Riels Lhyne", wo das ileber- toiegen deS Künstlerischen über die sonst oft aufdringliche Tendenz der Schule dem Werk eine bleibende Wirkung sichert. 3nbem die Jungen Dänen und Rorweger seit etwa 1890 auch auf unS einwirkten, ja fast Heimatrecht erlangten, hat Brandes auch unier Denken und Dichten geformt. Die damalige literarische Revolution bei unS mit ihrem realistisch-sozialen Einschlag ist ohne 3bfen, 3acobfen, Hermann Bang u. a. nicht denkbar. Manches von dem, WaS damals keck und neu wirkte, ist allmählich zu einer Selbstverständlichkeit geworden, so die freiere Stellung der Frau. Später ist die Wirkung dieses Kreises zurückgetreten, auch im Rorden. und die Lehre von einer kritischen Abschilderung der Außenwelt durch ein erneutes Gefühl für höhere Aufgaben des Dichters abgelöst worfle allen Mitgliedern zugänglich zu machen, wie bei ja auch der Historische Verein für Hetzen unb anbere beteiligte Geschichtsoereine tun. Auf diese Weise gelang es, gegen eine erhebliche Preisermäßigung jedem Mitglied die Monatsschrift zu liefern unb ihm regelmäßig einen im Arbeitsgebiet des Vereins liegenden Lesestoff zuzuführen. *• Rundfunk-Empfangsgerät für Dlinde. Don der Oberpostdirektion Darmstadt wird mitgeteilt 3m März unb April wird in Hessen gelegentlich der Einziehung dev Rundfunkgebühren eine Sammlung freiwilliger Gaben zur Beschaffung von RundfunkempfangS- gerät für Blinde — insbesondere für Kriegsblinde - veranstaltet. Die Spenden werden durch das Zustellpersonal der Postämter bei der Einziehung der Rundfunkgebühren entgegengenom- men. Die Zusteller sind im Besitze einer Zeichnungsliste, auf der eine beglaubigte Abschrift der Genehmigung für die Sammlung abgedruckt ist. • • Ein interessant es Karneval- ere i g ni s soll am Mittwochabend, veranstaltet von Mitgliedern der früheren Karneval-Gesellschaft, die vor dem Kriege den Karneval auch in unserer Stadt pflegte, im Cafck Amend statt- finben. Man will versuchen, dem Lgmeval in guter rheinischer Art auch in Gießen und Umgegend wieder den Boden zu bereiten. Zu diesem Zwecke sollen in einer Damensitzung mehrere Redner .in die Bütt steigen", die in ihrten Düttreden sich mit den lokalen D eg ebenheilen unb anderen bemerkenswerten Ereignissen recht ausgiebig beschäftigen dürften. • • Aus dem (Siebener Stand eü- amtsregister. Es trerftarben in der Zeit vom 1. bis 15. Februar: 1. Februar: Konrad Wagner. Gasmeister i. R.. 71 3ahre, Stephan- straße 53. 2. Friedrich Euler, Lehrer, 49 3ahre, Roonstrahe 16. 2. Ulrlle Magdalene Lehrmund, ohne Beruf, 71 3ahre, Hammstraße 16. 3. 3o- hann Georg Demmler, Zugführer i. R., 72 3ahre, Ostanlage 1. 4. Dina Rosenbaum, geb. Katz, Wwe., 83 3ahre, Alicestraße 18. 4. Ernst Otto Radtke, Schuhmachermeister, 44 3ahre, Sonnen- strahe 32. 4. Peter Lückert, Arbeiter, 28 3ahre, Frankfurter Straße 142. 4. 3ost Schneider, Schneidermeister, 75 3ahre. Steinstraße 78. 5. Katharine Offenbacher, geb. Schäfer, 52 3ahre, Kaiserallee 99. 6. Margarete Ranst, geb. Siegfried. 82 3ah re, Bleichst raße 18. 7. Hans Tränk» ner, Dankvertreter, 34 3ahre, Landgrafenstr. 4. 8. Liesel Scholz, geb. Drescher, 39 3ahre, Kreuzplatz 5. 8. Christine Waag. geb. Schneider, Wwe., 74 3ahre, Wilhelmstraße 13. 9. Ratalie Euler, geb. Best, Wwe.. 77 3ahre, Asterweg 15. 9. Maria Elisabethe Steinbach, geb. Linn, Wwe., 66 3ahre. Bahnhofstraße 41. 9. Philipp Klotz, Dchmiedemeister. 69 3ahre, Wehsteingasse 18. 9. Charles Louis Dah, Kaufmann, 48 3ahre, Seltersweg 23. 9. Wilhelm ©ruber, Mechaniker. 28 3ahre, Kaiserallee 4. 10. Christoph Mootz. Arbeiter, 18 3ah re, Löwengasse 17. 11. August Kalbfleisch, Wagenführer, 59 3ahre, Am Rodberg 1. 12. Mar Walter Qklfe, 6 Monate, Walltorstraße 25. 13. Emma Schultheiß, geb. Eichelmann, Wwe., 68 3abre, Licher Straße 74. 14. 3ohanneS Döckner, ohne Beruf, 83 3ahre, Ostanlage 38. 14. Antonia Hopfeld. geb. Roßhart, Gastwirttn, 50 3ahre, Friedrichstraße 4. 15. Margarete Kutzschrad, geb. Roll. 66 3ahre. Weidengasse 1. 15. Marie Schüttler, geb. Schaum, 67 3ahre, Erednerstrahe 45. * * Festgenommen wurde eine Frauensperson, die in einem hiesigen Konfektionsgeschäft in einem günstigen Augenblick ein wen volles Kleid unter dem Mantel verschwinden ließ. daS sie dann nach etwa vier Wochen hier loci ter- verkaufte. • • Ein kleiner Balkenbrand Infolge schadhaften KaminS entstand gestern mittag gegen 1.30 Uhr in dem Hause des Fuhrunternehmers Krack am Riegelpfad 56. Die alsbald alarmierte Feuerwehr konnte in etwa halbstündiger Arbeit daS Unheil beseitigen. • • Die Zahl der Rundfunkteilnehmer in Deutschland Hal sich im Monat 3anuar um 89 763 erhöht: die Gesamtzahl beträgt somit nach dem Stande vom 1. Februar 1 466 327. Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtvi.ehmarkt: 336 Ochsen, 56 Bullen. 422 Färsen. 331 Kühe, 89 Schafe, 5650 Schweine. den, zu deren Erfassung wir aber wohl kaum gelangt wären ohne jenen energischen Hinweis auf das Leben, der von Dänemark zu unS herübergekommen ist. Brandes wurde am 4. Februar 1842 in Kopenhagen geboren; er studierte 1859 bl« 1834 Philosophie und Aesthetik an der Universität feiner Vaterstadt und machte bann ausgedehnt« Reisen durch Europa. 1866 nahm er durch feine Schrift »Der Dualismus in unserer ncueften Philosophie" lebhaften Anteil an einem damals herrschenden Streit Über RaSmuS Riel enS Philosophie. nachdem er sich schon 1862 durch seine „Aesthetischen ©tuöicn" als Kritiker einen Rainen gemacht hatte. 1871 habilitierte er sich al« Dozent an der Universität Kopenhagen. 1872 bis 1890 erschienen in 6 Bänden die .Haupt- strömungen", sein auch bei unS bekannteste« Werk. Brande«, der 1902 ordentlicher Professor In Kopenhagen wurde, veröffentlichte weiter folgende wichtigere Schriften: „Sören K.rkegaard" (deutsch 1897); .„Ferdinand Lasalle" (Berlin 1877); „Moderne Geister" (Frankfurt a. M. 1881); „Menschen und Werke" (1883. deutsch 1894): „Moderne Bahnbrecher" (1883, deutsch 1897); „Ludwig Holberg" (1884, deutsch 1885); „Berlin als deutsche Reich«hauptstadt" (1885): „Aus dem Reiche des Absolutismus" (1888, deutsch 1896); „William Shakespeare" (1896); „Gestalten unb Gedanken" (1903); „Armand dar- rel" (1912, deutsch 1913); „Wolfgang Goethe", „Voltaire", „Rapoleon unb Garibaldi". „CajuS 3ulius Caesar", „Friedenschlüsse" (1919); „Michelangelo Buonarotti" (1921); .Homer' (1922); „Talleyrand" (1923). Drei Bände gesammelter Schriften erschienen 1919. Die von Brandes entfesselle Bewegung wird in der Literaturgeschichte als „Der Durchbruch" b^eichnet. Und wenn die von ifjm angeregten Dichter auch zum großen Teil über ihn hinaus- gewachsen sind, so wird doch mit Recht anerkannt, daß kein Kritiker auf die Kultur der nordischen Länder einen größeren Einfluß auSgeübt hat, als er. M. K. Gav-inen Stores .. 19.—, 14 50, 11.— 8.80, 5.50, 2.90 Garnituren.. .25.-, 20 —, 15 80, 9.50, 6.80 Dorhangköper (alle Breiten), 80 cm.... 1.40 <£. Höhe fc So. Bahnhofstraße 44 1748a ** Alsfeld. 19. Sehr. 3n einet außer- ordentlichen Sitzung beschäftigte sich unsere Stadtvertretung gestern mit dem Projekt der Erbauung einer Hnterstellballe für Dieb für den P r ä m i e n m a r k t, die aus den landwirtschaftlichen Ärelfen gewünscht wurde. Außerdem soll die Halle auch noch al- Reit- b a h n für die Hebungen deS AeitervereinS Menen. Aach den vom Stadtbaumeister vor» ffien Plänen wird sich die Halle in ihrer en Gestaltung der neuerbauten F e st h a l l e anschließen. Sie kommt auf den Festplatz als Abschluß auf dessen Hintere Seite zu stehen, in Ausführung mit 40 Meter Länge und 14 Meter "Breite. Der Stadtvorstand genehmigte den vorgelegten Voranschlag in Höhe von 14 500 Mk. Die für die Erbauung der Halle ausgeschriebenen Arbeiten wurden jeweils an den Wenigstnehmen- den vergeben. Mit der Errichtung der Halle soll sofort begonnen werden, damit ihre Fertigstellung biß zum nächsten Prämienmarkt ermöglicht werden kann. Sie wird so eingerichtet sein. das) sie eventuell auch bei größeren Festen al« Stftboöe benutzt werden tarnt — Verschiedene DiSpenSerteilungen für Vaugeluche wurden nach den Vorschlägen der Daukommislion befürwortet. — Bei der am Freitag abgehaltenen Maturitätsprüfung der Obexrealschule. der sich 21 Otxrprimaner unterzogen, bestanden 20. während ein Prüfling bat Arife- zeugni- nicht erhielt. Die Prüfung erfolgte zum ersten Male nach den neuen Vorschriften, wonach cs grundsätzlich keine Befreiung vom mündlichen Eromen mehr gibt. Die Prüfung wurde non Staatsrat Block geleitet Kreis Lauterbach. A Lauterbach. 19. Febr. Der Stadtvorstand beschäftigte «ich in seiner gestrigen Sitzung zunächst erneut mit dem Plane des Umbaue» bcs städtischen Elektrizitätswerke-, da das jetzige Werk veraltet ist. Der um ein Gutachten in dieser Frage gebetene Sachverständige, staatlicher Oberingenieur G u d e r n a t s ch-Darm- stadt wohnte der Sitzung bei. Aach seinen Ausführungen find für diesen Umbau zwei Wege gegeben und zwar 1 Anschluß an da- Heberland- werk der Provinz Oberßeffen unter Beibehaltung der im Derk befindlichen großen Dampfmaschine, 2. Umstellung auf Dieselmotor. Der Aedner erläuterte an Hand des von ihm au6- gearbeiteten Gutachten- die beiden Hmbaumftg- lichkeiten, sowie den in beiden Fällen entstehenden .Kostenaufwand, der sich im ersteren Falle auf etwa 27 000 Mk., bei einer Umstellung auf Dicfel- motor auf rund 43 000 Mk. beziffert. Au- seinen Darlegungen über die Wirtschaftlichkeit der beiden Svsteme war zu entnehmen, daß eine gänzliche Umstellung auf Dieselmotor zur Zeit am renk', reiften ist. daß aber auch durch die geplante Verschwelungsanlage des Heber!andwerk- eine bedeutende Verbilligung dcS Stromes bei diesem Werk erwartet werden kann. Da die Entwicklung dieser Anlage heute noch nicht vorauszusehen ist, wurde die Beschlußfassung über den beabsichtigten Umbau auf eine spätere Sitzung vertagt. — Der am 15. 3uni stattfindende Prämien- m a r f t soll, wie im vergangenen 3ahre. wieder mit einem Pferdemarkt verbunden werden. Es gelangen wiederum 10 000 Lose :i 80 Pf zum Verkauf. Die Verlosung soll, wie im vergangenen 3ahre. erst am Tage nach dem eigentlichen Prämienmarkt stattfinden, da sich diese Verlegung gut bewährt hat. zumal auch mit dem diesjährigen Prämienmarkt eine Kreisschau in Klauenvieh verbunden wird. — Sodann beschäftigte sich der Stadtvorstand mit der A e u - bautätigfeit im Sabre 1927. Aach dem Vorschlag der Baukommilsion wurde beschlossen, seitens der Stadt ein D o p p e l w o h n h a u « mit vier Zweizimmerwohnungen zu errichten. Außerdem werden der Heimstättcnbau- gesellschaft zur Errichtung weiterer Wohnungen 9000 Mark zu 3 Prozent einschl. Tilgung zur Verfügung gestellt Bürgermeister Walz wie- darauf hin. daß nun vor allem die private B a u t ä t i g f e i t einsehen und gesteigert werden müsse, zumal die Zinsen für evtl, aufzunchmende Gelder bedeutend ermäßigt sind und im 3ahre 1927 wesentlich mehr Baukostenzuschüsse seitens deS Staates mit geringem Zinsendienst zur Verfügung stehen. Aach feinen weiteren Ausführungen werden außer von der Bahn, der Post, vom Staat und Der Forstverwaltung auch von privater Seite etwa vier Wohnungen errichtet, so daß im 3ahre 1927 mit Dem Bau von insgesamt 15 neuen Wohnungen zu rechnen ist. Die Baukosten des geplanten städtischem Doppelwohn- Hauses betragen etwa 25 000 Am.: so Daß bei einem jährlichen ZinsenDienst von 1000 Arn. Die monatliche Miete einer Wohnung rund 21 Am. beträgt. Dem Ersuchen Des Landesfinanzamtes um Errichtung eine» DoppelwvhnhauseS für Aeichsfinanzbeamte steht man ablehnend gegenüber. Da das Aeich biS jetzt für seine Beamten in Lauterbach in Anbetracht der großen Wohnungsnot noch gar nichts getan hat. sondern Den Bau solcher Wohnungen unter ungünstigen Bedingungen stets nur von Der Gemeinde verlangt. Die Beschlußfassung bzw. Ab- ftimmung über diesen Punkt der Tagesordnung wurde zur nächsten Sitzung vertagt. — Der Bürgermeister berichtete hierauf über die Verhandlungen mit dem Verein für LeibeS- Oberhessen. Lanvtreitz Wiegen * Lich, 20. Febr. Seinen 80 Geb urts- tag feierte in körperlicher und geistiger Zrifche Steueraufseher i. A. Schäfer, als gewlsfen- hafter, gerechter, einstiger Beamter, hier und 'n der Umgebung sehr geschätzt. Der Jubilar machte im 115. 3nsanterioAcgiment den Feldzug 1870/71 mit und wurde damals mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet Steuerausseher Schäfer wohnt seit vier 3ahrzehnte in unserer Stadt und erfreut sich allgemeiner Beliebtheit Lich. 19. Febr. Am Donnerstag fand in den Distrikten St enkaute UntcrfpeierlingSkopf Münchköpse und Fichtenkopf deS hie igen Stadt- waldeS eine Autzholzversteigerung stall, bet der folgende 5)öd)ftgebote abgegeben wurden. Eichenstammholz 3. Klasse, je nach Qualität &5 biS 100 Mk.. 4. Klaffe 40 bis 50. 5. Klaffe 25 bis 30 6. Klasse 15 bis 20 Mk. Fichtenftamm- Holz 3. Klaffe 40 bis 50 Mk. 4. Klaffe 30 bis 40. öa-ÄIaffe 25 bis 30. Sb-ÄIaffe 20 bi« 24 Mk.. Flchten-Derbstangen 1. Klasse 25 bi« 30 Mk.. 2 Klasse 15 bi« 20 Mk. je Festmeter. Fichten- Autzreisia je Aaummeter 3 bi« 5 Mk. Bohnenstangen 100 Stück 5 bis 8 Mk. Die Versteigerung wurde genehmigt. — Dieser Tage haben Die Holzfallungen ihren Abschluß gesunden. Die hierbei beschäftigten Leute mußten größien- lcilS die Erwerbslosenfürsorge wieder in Anspruch nehmen. Durch bereitgestellte AotstandS- arbeiten ist diesen Leuten nach einer gewissen Wartezeit wieder Arbeitsgelegenheit geboten. flrde Friedberg Friedberg. 20. Febr Der Dieb, der in dreister Frechheit eS wagte, in Weylar während Der Turnstunde im Darderoberaum sich zu .betätiaen", scheint derselbe zu sein, der heute vor 8 Tagen auch hier in einer Turnstunde eine Gastrolle gegeben hat. Es war in der B ez i r k S - vorturnerstunde des Friedberger Bezirks im Dau Hessen. Er stellte sich in Die Aeihen der ausübenden Vorturner, was auch ganz unauffällig geschehen konnte, weil Die Gesichter in den Bezirkstumstunden ja des öfteren wechseln. Er brach aber früher mit den Hebungen ab und begab sich in den AuSkleide- raum. um sich dort anzuziehen. Bei der Gelegenheit nahm er einem Steinfurther Turner die Summe von 25 Mark au« der Tasche mit. ferner einem Bad-Aauheimer Turner den Betrag von 6 Mark. Die Bestohlenen merkten Den Verlust deS Geldes erst, nachdem der Dauner längst unbemerkt verschwunden war. Kreis Vüdingcn. * Nidda. 19. Febr. (Eine gemeine lat wurde in Den letzten lagen zwischen hier und Kodden verübt. In der schönen alten Ahorn- a 11 c e wurden 2 1 Stämme durch Asthiebe mehr oder weniger stark befchädigi. Zur (Jrmitte- hing der Baumfrevler hat das Kreisamt Büdingen 100 M k. Belohnung Demjenigen ausgesetzt, der den oder die Täter so namhaft macht, Daß gerichtliche Verfolgung möglich ist. Kreis viidingen. —Büdingen, 19. Febr. Heute nachmittag wurde Die gelegentlich des Petrimark - t e s in den Räumen der Landwirtfchaftsschule veranstaltete Kreis - DbftbauansfteHung in 'inwefenhelt einer großen Anzahl von Behörden und Obstbauinteressenten eröffnet. In Vertretung des Kreisbirektor» Dr. © a ß n e r begrüßte Obstbauinspektor Metternich die Erschienenen, besonders den Ehrenvorsttzenden des Vereins. Kreisdirektor Geheimrat B o e ck m a n n » Schotten, die Vertreter des Kreisamtes, des Landwirtschastsamtes. der Landwirtfchaftskammer, der Stadt Büdingen, des Marktkomitees u. v. a. m., und legte Zweck und Ziel der Ausstellung dar. 'Außerdem sprachen (Oe- Heimrat Loeck mann, Direktor Dr. G r i in m für das Landwirtschaftsamt, Baer- Rohrbach für die Landwirifchaftskommer, Rektor P e b I e r für die Stadt Büdingen. Die Ausstellung ist infolge der eifrigen Mitarbeit der Obmänner des Vereins und der großen Unterstützung durch die Landwirte und Obstzüchter glänzend beschickt: eine Fülle prachtvollen Obstes, wie es in dieser Zeit kaum noch möglich schien, bietet sich Dem Auge de- Beschauers. Die Arbeit der Preisrichter war daher sehr schaue- rig. Am meisten vertreten sind von Aeps,' die Sor- ten; Champagner Renette, Baumanns Renette, Schöner von Boskop, Goldparmäne D"»ken u. a. m.. Daneben eine große Zahl hervorragender Lokal- forten. Die ganz besonders bei der Bewertung bedacht wurden. Die ersten Preise für Diele Sorten erhielten: Fr. Hensel (Fauerbach». Eg. Hr. Deck- mann (Bleichenbach). König (Heegheim,. Karl Pracht (Büdingen), Bürgermeister Bach (Michel- nau). Außerdem wurden auf die bekannten obengenannten Sorten eine größere Anzahl von Preisen verteilt. Die Ausstellung soll vorläufig in ,edem Fahr wiederholt werden, um einige wenige anbau- fähige Sorten zu gewinnen, die imstande find, an Aussehen, Große und Geschmack mit der ausländi- fdjen Ware in Wettbewerb zu treten. Außer Obst sind auch alle zum Obstbau nötigen Maschinen, Bekämpfungsmittel usw. in schöner und praktischer Ausmachung oertreten. Die Ausstellung dürste wegen ihrer Schönheit und Reichhaltigkeit wahrend de» Petrimarkte, eine starke Anziehungskraft auf die Marktbesuwer ausüben. p- 2luS Dem AiDDertal. 19. Febr. Sr- kreultch war btefet Tage im 3ntereffc unserer werktätigen Bevölkerung von Dem raschen Aus- Awung Der Steinbruchindustrie Des 3s * e 1 * e 6 ‘n der Tagespreise zu lesen. ®lc.. ^alaltbrüche gehen in ihren Anfängen zurück bts zur Anlage Der Bahnstrecke Stockheim — Gedern, die Den Steinreichtum diese« Tals erst erschloß. An zwei Hamen knüpft sich seit ca. 35 3ahren die Entwicklung der Steinbruchindustrte um Lißberg. an Karl Haas und Franz S e i p e t t-Mühlheim a. M. Ersterer konnte Den von ihm aufgeschlofienen wertvollen Bruch nicht dauernd in Betrieb halten, während Der Bruch de« letzteren in jahrzehntelangem Betrieb nahezu ausgebeutet ist und Durch Den übcrliegenDen Friedhof leider auch nicht mehr ausgedehnt werden kann. Der Steinbruch Haas hingegen ist in zunehmendem Betrieb seine« Schwager« 6. H. Scherer- Büdingen und zeichnet sich bei geringem Abräume durch glctch- mäßigcs Vorkommen vorzüglichen Pflastermaterials aus. Der Haassche Steinbruch ist infolgedessen derart mit Aufträgen überhäuft, daß sein Besitzer zum Segen der Erwerbslosen Die 3abl seiner Steinrichter in Kürze verDoppeln muß. Man kann solche Hebung Der Harlstein- 3nDustrie zur Steuer Der Arbeitslosigkeit im Vogelsberg nur begrüßen. Ärcie Schotten. 8 Ul r 14) ft ein, 18. Febr. Hier ereignete sich ein Unfall, der leicht noch schlimmer halte werden können. Auf der vereisten Hauptstraße oberhalb de, Brunnenweg» kam da» Lastauto Der Gieße- ner Firma, Senner, Krumm & Sauer ins Rutschen und fließ mit einem Milchfuhrwerk zusammen. An dem Auto brach Der Achsenansatz zu IN rechten Vorderrad; Der Milchwagen roarD be- schäDigt, unD lei Der wurden auch die Pferde nicht unerheblich verletzt. Krei» Alsfeld. Übungen. Hiernach ist Dieter berth. Der schul- pslichtigen Jugend den Platz an der Dlrlammer Straße gegen eine jährliche Vergütung von 100 Am. als Zuschuß für 3nstandsetzungsarbeiten zur Verfügung zu stellen. Der Stadtvvrstand billigte Diele Abmachung — Die Schafweide wurde für 1927 an Die Schäfereigesellschaft gegen eine Pacht von 300 Am. verpachtet. An diele Verpachtung wurde jedoch die Bedingung geknüpft. Daß eine fremde Herde, sowie Gastichase nicht zugelassen werden dürfen Die Kopfzahl Der hiesigen Herde kann allerdings auf 350 Stück erhöht werden Preußen, ftveie Wcylar. -ö- Lützellinden, 19 Febr. Gestern fand im hiesigen Gemeindeoberwald Die diesjährige erste Brennholz Versteigerung unserer Gemeinde statt, zu der zahlr^che Steigerer aus der Hmgegcnd erschienen waren. Trotz de« starken Angebotes waren die Preise verhältnismäßig hoch, es wurden folgende Durch- schnittsangebote abgegeben. Buchenfchvilhrlz 42 Mark. Buchentnüppei 3d bl« 38 Mark je 2 Am. Buchenwellen 16 bis 20 Marl je 50 Stücks Sichen knüppel 20 bis 25 Marl. Sichennutzscheit <2 Meter lang) 20 bis 22 Mark je Am. Eichen- durchforstunaswellen 16 Mark. Fichtenwcllen 8 biS 9 Marl je 50 Stück. Fichtenstöcke 5 bis 6 Mark je 2 Am.. Weichholzwellen 14 bi« 16 Mark je 50 Stück L_ Groß-Rechtenbach, 19. Fedr. Bei Der jüngsten Brennholzoer ft eigerung im hie- Bgcn Gemeindewald wurden jolgenbe Preise er- Raummeter). Eichenreifer 10 bi» 14u, EN3AIS Zielt: Buchenscheiter 36 bis 40 Mk., Buck-enknüppel 32 bis 36 Mk. (je 2 rm). Buchenreiser 12 bis 18 (je 6 rm), «uck-enstockholz 3 bis 6, Eichenscheiter 25 bis 30, Eichenknüppel 16 bis 22 (je 2 rm). Eichen- reifer 10 bis 14 (je 6 rm). Flchtenknüppei 12 bi» 15 Mk. (je 2 rm), Fichtenreiser 4 bis 5 (je 4 rm), Kiesernknüppel 12 bis 15 Mk. (je 2 rm), Kiefern nutzknüopel (3 m lang) 15 bis 20 (je 1,5 rm), Fichtcnstangen 1., 2. und 3. Klasse 1 Mk. je Stück, Weichholzreifer 3 bis 8 (je 6 rm). Eichennutz- knüppel (2 und 3 m lang) 24 bis 30 Mk. (je 2 rm). Kreitz llfitiqcit. WSN. Ufingen, 20. Febr. Am Donnerstag- abenb kam, wie bas „llfinger itrcisblatt" mcIDct, Der aus Dem Rachbarorte Winden stammende Albert Walbruch aus Der russischen Gefangen- i d) a f t zu seinen Dort wohnenden Eltern zurück. Wnkbruch geriet 1915 In russische Gefangenschaft. Da seit 1918 fein Lebenszeichen mehr von ihm cingctroffen war, wurde er inzwischen für tot er- klärt. Walbruch war in Nauborn bei Wetzlar verheiratet und hatte Aroei Kinder. Seine Frau hotte sich nachher wieder nach Katzenfurt (Kreis Wetzlar) verheiratet. !- C 1 e c b e r g . 19. Febr. Bei Der am Freitag im hiesigen DemeinDewalD abgeßalicncn Drennholzversteige rung, die sehr stark von auswärtigen Käufern besucht war. toutDc für Den Raummeter Eichenknüppel 6 bis 7 Mk.. für 100 Sichenwellen 7 bi« 8 Mk. und für 100 Loh- schlag-DurchforstungsweUen 8 biS 12 Mk. gezahlt. Maingau. WSN. F r a n k f u r t a. M., 20. Febr. 3m Hause Wittelsbacher Allee 133 ereignete sich heute vormittag gegen 10 Uhr ein blutiges F a n, tlte n- b r a m a. Der 32jährige Schriftsetzer Wagner, ber Dort in einer Mansarde eine Notwohnung innehat, kam nach burchzechter Nacht in schwer betrunkenem Zustande um diese Zelt nach Hause, nachdem er seinen ganzen Wochenoerdienst in Alkohol umgesetzt hatte. Seine Frau, die krank ist, machte Ihrem Gatten wegen seine» leicht- sinnigen Lebenswandels Vorwürfe, worauf es zu Streitigkeiten zwischen Den Eheleuten kam. in deren Verlauf die Frau schwer mißhandelt wurde. 3n ihrer Verzweiflung ergriff sie ein kleines Bell und schlug es ihrem Manne dreimal auf den Kopf. Wagner mußte Ins Krankenhaus eingeliefert werden, dock, Ist fein Zustand nicht lebensgefährlich. Die Frau begab sich darauf nach Dem nächsten Polizeirevier und wurde vorläufig in Haft genommen. £er£eberid> ü berdmj3 . ' , _ iß bedrohlich itn Steigeru. In. dar Tat hat auch en 'n. Ein Mittel, TUrt jchwer. 'Und trotzdem, / ^Steuer-Termine" ’ 9 V aenan anjere hxca/te kaum mehr gewadyen Jtnd. Jdit ganz wen ugen .Ausnahmen, ringen alle urru ____,~er. forman fidt neue ErfMüfe, gute pidne, und das Eoban ßehte fuK nach, ihrem fynuß del leichter an, der Tterizonte'dl voller Sitberfireifim. Ttier Greiling-,Ausl&fe kann nie der 1)er2weij-lu.nc£ anheunßillen-,. if J 9utcßkn Äe x»{cft nocK vor der groxMcn XBaöc^ meßt medr ja eine,,Miele"! Jn den einschlägigen Geschäften zu haben. Auf Wunsch bequeme Ratenzahlungen. MielerwerkeAfi.,Gütersloh Vw. Unerwartet verschied unser langjähriges Aufsichtsratsmitglied Herr Hüttendirektor a. D Heinrich Kahlhöfer, Gießen Aufsichtsrat und Vorstand der Haioerer Hütte, Akt-Ges DJ 271 Haiger (Dillkreis), den 19. Februar 1927. ixaJJ Wilhelm Kreß Gießen (Schanzenstr. 16), den 19. Februar 1927. im 76. Lebensjahr. ”WD Die Beerdigung findet in aller Stille statt Ende 4 Uhr 1745D meinen innigsten Dank. Gießen, den 19. Februar 1927. 11734 V Lieh, den 19. Februar 1927. ♦ otn 13. Mel bl. 30. Mel 1027 POLARFAHR T 1927 und hoher Fihrp SKANDINA VIEN-OSTSEEFAHR TEN 1927 Gießen 491A Theodor Loos,Kirchenplatz13 Nomae. Hannover. 172888 t. Reil i. Reil F» b r p 5.75 6.75 Damen. Herren. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dein Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir innigsten Dank. lobeodimpfer cto-Regiiter-Tone Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elise Kliffmüller geb. Rusag. Größe22—2G 325 Größe 27-30 3.75 Größe 31-35 4.50 liefert stilrein und preiswert die BrOhl'sche Universität*. Druckerei R. Lange, 6le6e* Pelzschuhe fabelt», billig gso lack 10 jo DRUCKSACHEN in neuzeitlicher Ausstattung Morgen Dienstag Schlachtfest! Steinbach, Biebrich, Frankfurt, Lieh, den 20. Februar 1927. Die Beerdigung findet Mittwoch, 23. Februar 1927, nachm. 3 Uhr, statt 1752 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 23. Februar, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 012S7 Heute morgen 4% Uhr entschlief sanft nach längerem, mit großer Geduld ertragenen Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager Cid Onkel 01*76 W. Kutzschrad. im 57. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Elise Kreß geb. Schäfer und Kinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die Kranzspenden und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers bei dem Heimgänge meiner lieben Frau sage ich auf diesem Wege In tiefer Trauer: Frau Margarete Größer geb. Nicolaus Familie Adolf Hehmann Emil Ziemer Frau Elisabeth Ludwig verwitwete Größer NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN m i t Doppclicbr »Lützow« >7'6 Brutto-Rtgiit«r»Toni mit D o p p < 11 c b r e o b e o d « m p f c r »Stuttgart« I})<7 Brrutto-Rcpner-Toai * vom 22. Joli bl« 17. Aec-ot 1927 Stadttheater TicnStag,22 Frbr. 2O.Wi>6Wfl-!lÖ.-ljrfL von 7* 4 biS Ui Ubr Bum iepten Mole: Die ZilHiMlliZkW Cpciene in 3 Mien von Kalman. Restaurant Zum Krokodil Kaiserallee 27 LeiftungSkabige «vezialfabrik für Monteuraazüge und Joppen sucht tüchi. Vertreter für diele Gegend Mniter ca. 2 Pfund. Off. unL E. D. 26678 an Rudolf Fahrpreii: R. 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Scbruar, abends 8 Ubr, in der Jobanneskirckc Vortrag des Herrn Bundesdirektors Winkler aus Frankfurt a. 0. Thema: Erziehungsschlagwo-’le, ihr Recht und Unrechl Erscheinen aller Vittglteder dringend erwünscht. Gaste willkommen. 1735D mit Dop Madrid* «. R • i • t: 4. GUMMISCHUHE der beste Schutz gegen nasse Füße und Erkältungen I. R«ne: 30. JmU He IX junger Ulmin | IG Z ali. mit Real» schulbtldung u. gut. Sengn., bereits 1 I. in gröR. kaufm Beirieb gelerni., »ucht üir die restlose' wet ,lQbrp vaficndl LeHrsteUe. Sehr. Ang. u. 01282 an den Gietz. An». Einfach gebildetes •Jijnbno Mädchen aus nu:er .rnmilte iuchi b. 15. III. d I. Tielle als Hindcrfräulcin. xlcnnimfieinfimber» vliege u. tm 9, atzen. Wuie Ae»gn. voib. Stbrlftl -Ingeb. unr. 172011 q. d.Gles;. Anz. »Yorck* t,7< Bretto-Regiiter-Toni Pabrpreii: R. M. 230.— »ad höher KoiicqIoi« Ankunft ood Proipehte durch: ftötliog mit guter Echulbtl- düng tn diesige Drogerie zu Ostern gesucht. Schrift!. Angebote unter 01213 an den (Sieg. 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Die Beerdigung fand auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille statt Allen denen, die mir in der schweren Zeit Trost spendeten, danke ich herzlich. 01238 Frau Beate Marlzon Wwe. geb. Biink im 98. Lebensjahr. Gießen (Wetzlarer Weg 11), Bogenau, Bad Saarow, Berlin, Kraschmtz, den 18. Februar 1927. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Job. Kahle Wwe. In tiefer Trauer: Mathilde Kühne geb. Kurtz Lotte Kühne Karl Haas. Gießen, den 21. Februar 1927. lieber Sohn, Bruder, Schwager und Neffe Gerhard Kühne cand. mach. im 24. Lebensjahre. 3 •V - Heute nachmittag um 1,5 Uhr entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser lieber Sohn, mein guter Bruder, unser Enkel, Schwiegersohn, Schwager, Neffe, Vetter und Onkel Karl Häuser XIV. im Alter von 27 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karoline Häuser geb. Pfaff und Kind Familie Gg. Häuser XVI. Familie loh. Gg. Pfaff. Watzenborn-Steinberg, den 20. Februar 1927. Die Beerdigung findet Dienstag, den 22. d. M., um 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Heute morgen durfte nach langem Leiden, im 79. Lebensjahre, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Philipp Jung X. im zuversichtlichen Glauben an seinen Erlöser in die obere Heimat gehen. . Gebeugt im Schmerz aber getröstet in Hoffnung: Schwester Elisabeth Jung Philipp Rinn u. Frau Marg. geb. Jung Karl Schneider u. Frau Marg. geb. Jung mit 2 Urenkeln Wilhelm Schmidt u. Frau Christian Schmidt u. Braut und alle Angehörigen. Klein-Linden, den 20. Februar 1927. Die Beerdigung findet Dienstag, 22. Febr., nachm. 2 Uhr statt. 1751D nr.- Da IN Kie den ke Stände, limigeii ynkm nach den das Lek auigest« eine Lc genuslet feit, um noch flr [anunen Beamte Hinein I aui eig allein । wird. 6 meisten Sine we fultur m vielen 5 wähl. 1 Niger a und aus den ®e apug 'M , yi.ioi Srtver ungünstis in die ®( Beamtim lich. Sazt eine Dort bildung i möglich tt vielfach l wvNungS lauschen. Neal de Mutterb schiebt. ll Aorberei nach Ki legenheil kennen i nungSen! der Äinl gebung k WjfUflUI sie Geld und das stark beei teils nf)i feiten; sie tob sichen M und im 2 licht und erscheinet sozialen mußten.1 die Bol lich der heilen hl dernden i 34 1 gemeinen Familien ciqen|< Dolkes e nung ifL toir, dah iffl enbeint sich aus i Vorfahren ®bet Nit des Erstellung Mdtion i orn übliche, W Bar M. Aal Marburg Karl 5)0 ?"S ist. i hgten U ?ne K1)tä Am. Teil Qualität Smialde n panisch t n au S Aue Ss“ NS L»"-' iS. W £5- Hr. HZ Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheflen) Montag, 2b Zebruar <927 Vie bevölkerungspolitische Lage des deutschen Volkes. Das Aussterben der Führerfamilien. — Aktive Bevölkerungspolitik. — Schutz und Fürsorge den kinderreichen Familien. — Das Beispiel Frankreichs. voa JJrofeflor Dr. med. phllolelhe, Kuhn, Direktor des hygienische» Institut» der Universität Gießen. Den F Herstelte Millionen Franken vorgesehen, im Jahre 1923 vooaussichllich 15 Millio en Franken. 3. Bevorzugung der kinderreichen Eltern in bezug auf Gehalt und Lohn Slaats- bedienstete erhallen für die beiden ersten runder je 330 Franken, für jedes weitere Jtinö je 460 5ahnten Kinderzulage; ferner wird eine Teuc- rnygSzulage von 720 Franken jährlich den El- rerti mit Kindern bis zu einem Cehalt von 1ZJ20 Franken gewährt In der Verwaltung de/ Gesundheitsminifteriums werden Beamte mit zahlreicher Familie für jedes K nd im Dienstalter Der hessische Staalsvoranschlag für 1927. II.*) Slnzelheiten über die Gestaltung de» Staatsvoranschlags für 192? können an dieser Stel e nicht besprochen werden, eS wird dielerhalb auf die &em Voranschlag vorgeheftete ausführliche Denkschrift verwiesen. Olur eine Frage sei noch be- londerS herausgehoben: wie wird es mit der Steuerbelastung in 1 927? Die Belastung der Steuerzahler mit Reichssteuern ist von *) Dgl. Rr. 41 vom 11. Februar 1927 lammenfügt. Dann eine frühe Landschaft (1893) ganz ander« im Stil, hell, locker, duftig gemalt. Gegenüber eine andere, fesselnd durch die Weiträumigkeit des Ausblicks und die gedrungene Kraft der nach vorn gerückten Baumgruppe, die einen feinen Kontrast zum dunstig verschwimmen- den Hintergrund bildet. Schwerflüssig, fast düster nn Farbton eine Abendstimmung (1899); anschlie- DCTio der in Riederländerweise derbzugreisende, traf tig bewegte Kirmestanz mü feinen ganz eigen* Mailichen, aus Braun und Rostrot gemischten Donen, mit einer fahlen Himmelssläche im Hinter- grunbe, öle die schwingende Rhythmik deS leb- hasten Mittelgrundes beruhigend auffängt zu- sammenfaßt und abschließt. Roch zwei Freilicht- bttder sind zu nennen, ein durchbrochenes Wald- ftud, und eine unausgeführte, aber tn warmen und leuchtkraftigen Farben gehaltene Sommerlandschaft. Endlich Doerbecker im vorderen Kabinett, Der mit einer Folge von Steinzeichnungen eine qualttatt>olle Ergänzung zu den Radierungen von Katelhon blldet. Dörbecker, geborener Marburger ist Schuler des Dresdener Akademie, und frfkgt ne&en der Landschaft vor allem die Bildnismalerei. Aus seiner Hand stammen vortreffliche Sleinzeichnungen der Professoren Lohen, Ratorp u. a. m. In unserer Ausstellung finden sich nur Porträts, zwei ausgeführte, sechs Studienblatier die allesamt eine sichere Hand und Blick für» Wesentliche verraten. Don anderen technischen Voraussetzungen ausgehend, kommt Dörbecker, neben Katelhon, zu einer saft entgegengesetzten Bildwirkung Sein Dortrag ist viel lockerer^ge. lotter entehrt der bis ins Kleinste sich verlierenden Entzelbehandluna. Alle seine Blätter machen den Eindruck von Augenblicksbildern, toir- fen wie aus einer stets variablen Kette von Aus- ^Eh^osen herausgegriffen und fettgehalten. Das gibt Oen y'/cid)nungen Temperament, Hmriß- febarfe und Wirklichkeitsnähe. — 5ür den Oberhessischen Kunttverein hieß der erste Vorsitzende, Landgerichtsdireltor Bücking die zur Eröffnung Erschienenen willkommen und g06,,.1” [?n€t Ansprache einen kurzgesaßtcn He- bcrblid über den Lebensgang und das Werk der vier ausstehenden Künstler. —y— kl.*) Die größte Gefahr, die von feilen de» Geburt en rückganges droht, liegt in dem AuSster - ben derFuhrerfamilien innerhalb a'Ier Stände. Die tieferen Hrsachen für diese Erscheinungen sind tm wesentlichen folgende Durch unfern gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Siege 1870/71 fliegen die Ansprüche an bas Leben, die wirtschaftlich und gesellschaftlich aus gestiegenen Kreise empfanden Kinder tril» als eine Last und Beeinträchtigung ihre» Lebensgenusses. teils suchten sie deren Zahl einzuschrän- ken. um die Mittel für noch höheren Aufstieg und noch gröbere Lebensfreude der Rachkommen zu- sammenzuhallen Der Staat bezahlte zudem seine Beamten und Offiziere biS in» reife ManneSalter hinein fo schlecht, daß eine Frühehe den meisten au» eigener Kraft nicht möglich war. durch die allein eine ausgiebige Kinderzahl sichergcstellt wird. Sehr viele Beamte blieben eheloS und die meisten Ehen waren kinderarm oder kinderlos. Eine weitere Folge der gesellschaftlichen Heberkultur mit ihren verschrobenen Begriffen war in vielen Fällen eine ungeeignete Gatten« Wahl. Gerade die führenden Stände sahen weniger auf körperliche und geistige Gesundheit und auf den Willen zur Mutterschaft, alS auf den Geldbeutel der Frau. Der Staat zwang die Offiziere. daS Einkommen, das •nen vorenthielt, sich in Gestalt der - Di-Ion" als Mitgift zu verschaffen. Auch die Erwerbsarbeit der Frauenwelt hat ungünstig eingewirkt. Die jungen Mädchen gingen in die Geschäfte und in die Fabriken oder wurden Beamtinnen. Ihrem Berufe waren Kinder hinderlich. Dazu kam. fraß während der Erwerbsarbell eine Vorbereitung für den Haushalt, eine Aus- bilduna in Kinderpflege, in Krankenpflege, unmöglich war. Die jungen Mädchen hatten deshalb vielfach keinen Mut und keine Lust, ihre verantwortungslose Selbständigkeit mit der Ehe einzu- taufchen. 3n vielen Frauenkreisen wurde dem Ideal der Frawncmanzipation gehu'dtet. das den Mutterberuf al- überlebt und unwürdig beiseite schiebt. Manche- junge Mädchen blieb t oi bester Vorbereitung für die Ehe und starker Sehnsucht nach Kindern unverheiratet, weil ihr die Gelegenheit fehlte, einen ihr zusagenden Mann kennen zu lernen. Weiter erschwerte di? Woh- nungSenge in den großen Städten die Aufzucht der Kinder ungemein. Auch un erc soziale Gesetzgebung beseitig e für weite Kreise den Anr.iz zur Erzeugung zahlreicher Kinder. Früher brachten sie Geld ins Hau», biS der strenge Schulzwang und daS Kinderschuhgesetz diese ErwerbSguellen stark beeinträchtigten. Die Schulenllassenen anderseits erhöhen die Einnahme der Familien nur selten; sie werden bei gutem Verdienst oft allzu früh flügge und stellen sich außerhalb der elterlichen Wohnung auf eigene Füße Bei Krankheit und Im Alter stehen den Eltern Renten in Aussicht und lassen die Hilfe der Kinder entbehrlich erscheinen. E» sind da» Rebenwirkungen unserer sozialen Gesetze, die wir in den Kauf nehmen mußten. Reben die en wirtschaftlichen Dingen sind die DolkSseuchen nicht zu vergessen, namentlich der Alloholismu» und die Geschlechtskrankheiten haben einen verheerenden geburtenmindernden Einfluß. 3d) sagte bereits, daß innerhalb dieses allgemeinen Geburtenabfalls das Aussterben der Familien mit Begabung und Führer- elgenschaslen, Die für die Zukunft eine» Do.kes entscheidende, verhängnisvollste Erscheinung ist. Da die Erbmassen starr sind, wissen wir, daß Begabungen auf künstlerischem wie auf irgendeinem anderen geistigen Geb! tc nicht plötzlich au» dem Richt» entstehen, sondern von den Borfahren aus grauer Dorzeit her in den Keim- •) Dgl. Rr 42 vom 19. Februar 1927. um ein Jahr vordatiert. Die Altersrenten der Staai »Pensionäre werden bei Familien nut mehr al» 5 Kindern nach einem Staffeltarif um 16 bi» 200 Prozent gesteigert Ebenso werden den ODuiiärrcnlncrn für jede» Kind unter 18 3ab- rcji verschieden bemessene Zuschläge bi» zu 300 Staufen gezahlt. Für die sonstigen Gehalis- empsänger ist ein allgemeine» Ders>e. erung» c tz gcolanl mit einem täglichen Hn.erstühungsbei.rag lech» Wochen vor und nach der Geburt neben freier ärztlicher Hilfe auch für die Familie. 150 biS 1500 Franken Sterbegeld für jede» Kind uuö einer Erhöhung der 3npaliöitä'S- und iln- fallrenten um 100 Franken für jede» Kind nebst einer Ermäßigung der Arleitnehmerbeilräae nach der Kinderzahl. 4. Wohnungsfürsorge. Die Miete kann zugunsten kinderreicher Familien auf die Hälfte der zulässigen Wohnungvmiete herabgesetzt werden. Ferner werden besondere Beihilfen zur Herstellung von Wohnungen an bedürftige kinderreiche Familien gezahlt. Weitere Erleichterungen betreffen das Schulgeld, den Militärdienst. die Steuern und Ermäßigungen bei Benutzung französischer Eisenbahnen, Trambahnen. Dampferlinien, Museen usw. Für die Eltern .von Familien mit mindestens fünf Kmdcm ist vom französischen Staat eine bronzene, für die mit mindestens acht Kindern eine silberne und für die mit mindestens 10 Kindern eine goldene Medaille geschaffen. Innerhalb der Jahre 1921 und 1922 sind über 30 000 derartige Medaillen, davon 6600 goldene, verteilt worden. Reuer- dings wurde der Orden der Ehrenlegion an kinderreiche Mütter verliehen, welche mehrere Sohne im Kriege verloren haben. Ein ungemein wichtiger Gesichtspunkt darf zum Schluß nicht vergessen werden. Während bei einem allgemeinen Riedergang der Geburtenzahl, besonder» die wertvollen Elemente de3 Volke» au» allen Ständen zugrunde gehen, seyen die minderwertigen und verantwortungslosen Eltern Kinder in großer Zahl tn die Welt. Dagegen müßten besondere bevölkerungspolitische Maßnahmen von seilen de» Staates und der Gemeinden ergriffen werden. E» dürft« nicht geduldet werden, daß die gewaltige Masse der Psychopathen und verbrecherisch Deranlagien sich schrankenlos vermehren kann. Welche Möglich, keilen die Gesellschaft pat. um sich gegen da» Heberhandnehmen der minderwertigen Elemente zu wehren, davon soll in einem weiteren Auflat» die Rede sein. Gberhessischer Aunstverein. Gestern, am Sonntagvormittay, wurde im Hause des Oberhessischen Kunstvereins eine neue Ausstellung der Oeffentlichkeit übergeben. Die Kollektion ist zugänglich bis zum 20. März (zu Öen üblichen Zeilen) unb umfaßt Oelgemälde von Earl D a n y e r unö Heinrich Giebel (Marburg), Radierungen von Hermann Käte 1 hön (Marburg, jetzt Essen) unö Steinzeichnungen von Karl Doerbecker (Marburg). Die Ausstellung ist. wie schon auS den Samen der beteiligten Künstler hervorgcht. ebenso bodenständig tote repräsentativ und bewahrt als Ganzes in allen Zeilen eine einheitliche Lin.« künstleristher Qualität. Die hier gezeigten Arbeiten. Oelgemälde wie Graphiken, schließen sich zu einem organisch wirkenden Gesamtbilde zusammen. Die äußere, räumliche Anordnung ist mit der neuen Ausstellung verändert worden; man hat durch zwei Querwände drei große Kabinette geschaffen. In deren erstem die beiden Graphiker. Kätelhön und Doerbecker. gezeigt werden. K ä - telhon erweist sich In seinen Radierungen als ein Künstler von sehr persönlicher Handschrift und reifem technischen Können in der von ihm bevorzugten Darstellungsform. Geborener Hofgeismarer. kam er schon früh nach Marburg, wo er ebenso wie später in München unö Karlsruhe nachhaltige künstlerische Eindrücke empfing. Eine Reihe von Iahten lebte er in der Wil- lingShäuser Künstlerkolonie, unö ging öann nach Essen, wo er gegenwärtig noch anlässig ist. Aus den hier flüchtig angedeuteten Stationen lallen sich manche der verschiedenartigen Motive in den ausgestellten Radierungen zwanglos abtei- len. Hnmittelbar anziehende, lebendigste Wir- tung geht von den Bildnissen au». Hier ist Vortreffliches geleistet in handwerklicher Sauberkeit und peinlicher Korrektheit, wie in einfühlender Zharakler'sierung unö nachschallender Verleben- digung Öes mehr alS äußerlichen Bildes von einem Menschen. Bei den imposantesten Dieter 'Porträtblätter mag man sich eines gewiß über» weidenden, aber fein bemerkten Wortes von Max Liebermann erinnern. in einem guten Pot- rrät müsse nicht nur der Dargestellte selbst, fon- >em auch dellen Großvater, Mutter unö Sohn bahnen der Geschlechter ihre Wege ziehen. Durch günstige Heiraten können sich solche wertvollen Eigenschaften in den Rachkommen summieren und hervorragende Talente und gen ale Raluren h r- Dorrufcn. zumal wenn Hmweltsbedingungen die Auswirkung solcher Eigen'chaften zulassen. Ai^er wenn einmal der Prozeß de» AuSsterbens der begabten Srbstämme einen gewissen Umfang erreicht hat. dann macht sich Mittelmäßigkeit breit, die Armut auf den geistigen Schaf ensgebieten wird immer deutlicher, die politische Führung versagt und der Riedergang des Gesamtvvlke» ist nicht mehr auszuhalten. Ich gebe mich der Hoffnung hin. daß wir trotz vieler bedenllicher Erscheinungen während des Krieges und in der Jetztzeit noch nicht so weit gesunken sind. Hm da» drohende Schicksal abzuwenöen. müssen wir zunächst die Forderung erheben, daß unsere Bevölkerui.gSpoiitik wirkungsvolle Maßnahmen gegen den Geburtenrückgang ergreift.* Wir haben in Artikel 119 der Weimarer Verfassung die Bestimmung, daß kinderreiche Familien Anspruch auf auSgleichende Fürsorge haben. Wenn wir aber unsere Einkommensverhältnisse ansehen. so sind wir noch weit davon entfernt, dieser Verpflichtung nachzukommen. Es gilt hauptsächlich das Schlagwort „tote die Leistung so der Lohn". Die biologische Leistung eines Ehepaares, das Kinder für den Staat aufzieht, wird ganz unzulänglich bedacht. Staat und Gemeinen zahlen zwar Staren- unö Kinderzulagen, aber diese sind viel zu gering und den Lebensbedingungen der einzelnen Gehaltsstufen nicht angepaßt. Man hat auch in der Industrie versucht, in dem Derhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer das Schlagwort zu durchbrechen und einen Sozial- lohn einzuführen, aber diese Versuche sind immer wieder gescheitert, weil die Unternehmer auf der einen Seite früher Arbeiter mit kinderreichen Familien entlassen haben unö auf der andern Seite öie Arbeiter Öurch solche Ersahrun- fien stutzig geworben sind und Widerstand ge- eiftet haben. Hierzu haben auch die verschwommenen Anschauungen in den Marxistischen Parteien beigetragen, nach denen man durch Einschränkung der KinÖcrzall, durch den sogenannten Gebärstreik Kriege zu vermeiden glaubt. Allerdings ist festzustellen, daß in den letzten Jahren in den Hnternehmerkreisen ein Umschwung in Öen Anschauungen eingetreten ist. Viele Betriebe nehmen heute viel lieber kinderreiche Fami.ien- väter mit ernstem Willen zur Arbeit, als unverheiratete junge Burschen auf. ®» muß öarauf hingestrebt werden, öaß Ausgleichskassen geschaffen werden, zu Öen en Unternehmer und Arbeiter öie Mittel in gleicher Weife aufbringen, öie Frauen und Kinderzuiagen lind aus ihnen zu begleichen und am besten unter dem Rainen de» Mutt er lohn» an öie Frauen unmittelbar, nicht an die Arbeiter selbst, abzuführen. Auch Öie freien Berufe haben sich hier unö da schon ä'i solchen Ausgleichskassen entschlossen, so haben die Apotheker einiger preußischer Regierungsbezirke diesen Weg beschritten. Ein Blick In öie Steuergesetzgebung lehrt un» weiter, öaß Öurch sie in unserem DaterlanÖe nicht öie Ehe, sonöem hie Ehelosigkeit gefordert wird. Ein Beispiel: Bei dem ReichSnotopser wurden 1 000 000 Mark Vermögen mit 246 000 Mark besteuert, dieser Satz war für daS Gesamt vermögen eines Ehepaares und für das Vermögen eines Junggesellen gleich, wenn aber zwei ledige Personen in wilder Ehe miteinander lebten, zahlten sie nur 182 000 Mark, da» Reich erhob also auf die Ehe wiederum eine Sonderabgabe von 64 000 Mark. Solche Steuergesetzgebung muß in einem Volke allmählich zum unaufhaltsamen VolkStode führen. DaS gleiche gilt von allen indirek- 1 e n Steuern, soweit sie sich auf Gebrauchs- Wiederzu finden fein. Wenn man dies Wort ftT verstehen will, wie es gemeint ist. wird man öie Qualität öer Porträts von Emil Kirdorf. Fritz Winkhaus und Eöuard von Asten bestätigen. Besonders der letztgenannte Dildniskops zeigt eine glänzend erfaßte Prägnanz des Ausdrucks. Man erkennt öie „Richtigkeit" ober „Aehnkich- feit" solcher Bilder sofort an. selbst wenn man ihren Modellen nie begegnet ist. Auch beispielsweise ein faritiger. knorriger Hessenbauernkops soll in diesem Zusammenhang genannt sein, unb ein überraschend an 2R runter erinnerndes Männerbildnis, das sicher nicht ohne innere Beziehung einer wuchtig in Holz geschnittenen Gruppe von Derkleuten und einem Qndu st riemoliv benachbart ist. Man kann Im übrigen aus der Fülle der Arbeiten nur Einzelnes herausgreifen; vom Landschaftlichen etwa eine holz- schnilthaste Illustration zu Versen des mittel- h och deutschen Lyrikers Spervogel; zwei sehr schöne Heinere Stücke, welche die auf dem Tisch vereinigte Dilderfvlge rechts unb links außen flankieren; einige größer angelegte Waldinterieurs an der Eingangswand endlich, die durch chre ganz minutiöse Strichführung das Auge bestechen. Man fühlt sich bei einigen Blättern an sehr früße. deutsche Landschaften (meist unbekannter Herkunft) erinnert; unter den Lebenden müßten wir nur einen Künstler zu nennen, der die gleiche hauchzarte Feinheit landschaftlicher De- ^^^^b.^ubringen vermag: Ferd. Staeger. 3m Miitelkabinett findet man Oelbllder von Heinrich Giebel, der in Kassel geboren ist. bort seine erste Ausbildung an der Akademie erhielt. sich 1888 dem Willingshäuser Malerkrei» anschloß und seit 1905 in Marburg ansässig ist. Seine Arbeiten bilden sowohl stofflich wie technisch eine gute Heberleitung zum Hinteren Raum, der Sari Bantzer gehört. Schon bei Giebel ist alles bodenständig; seine Motive sind — ob er Frellichtbilder. Figürliches oder etwa Interieurs gibt — alle auf hessischer Scholle gewachsen und ohne den heimatlichen Quellgrund nicht zu denken. Die Landschaften stehen durchaus in einer Linie und charakterisieren sich durch eine oft wiederkehrende. eigentümliche Zusammensetzung her Grund- unö Lskaltöne. Ein Helles, schwimmendes Blau und ein in gewissen Schattierungen abgewandeltes, saftiges Grün bilden fast gegenstände erstrecken; sie treffen den kinderreichen Familienvater vielfach, während der 3unggefclle sie immer nur einmal zahlt; wir müllen sie darum bekämpfen, soweit sie nicht auf ©enußmittcl oder Lutusaegenstände gelegt werden, öie wir entbehren können Für alle Direkten Steuern fordert die Rall'nhygiene Die Durchführung der kopfleiltgen Steuer- forme l, sie lautet: ,.3e D e e ft euer bare Einkommen oDcr Vermögen i st in so vielen gleichen Teilen zu veranla- ?en. a I »_S a m i I i e n m i t g I i c D e r Davon eben müsse n". Rach Dieser Formel würde eine sünfköpsige ülie mit i'c.;; Vermögen von einer Million ein Reichsnotopfer von 130 000 Mark gezahlt haben, indem fünfmal der Satz von 200 COO Mark versteuert worden wäre. Diese Formel ist so Har und vereinfacht Die gesamte Steuergesetzgebung so sehr, Daß sie mit allem Rachdruck Durchgesetzl werden muß. Glücklicherweise ist Dem Rassenhygieniler ein wichtiger Bundesgenosse zur Seite getreten. Im Deutschen Reiche haben sich Die kinderreichen Familien zu einem großen Verbände zusammengeschlossen. der öie'c Forderungen vertritt. Die Bttnde Der Äinöetre ichen bilden immer mehr und mehr eine Macht, mit öer öie Parteien im Reichstage, in Öen ßanötagen unö in den Stadtverwaltungen zu rechnen haben. Ihnen wird es gelingen. Die Einkommensregelung unö die Steuergesetzgebung im ralfen- hhgtenischen Sinne zu beeinflussen Die Bünde der Kinderreichen verfolgen aber durchaus nicht nur wirtschaftliche Ziele für die einzelnen, sondern sie wollen in unserem Dolle auch die Achtung vor der Frau und vor der M u 11 e r wieder zu Ehren bringen, welche lief gesunken ist; schwangere Frauen werben von vielen unserer Volksgenossen verhöhnt unb wir lnüssen vor Scham versinken, wenn wir daran denken, in welch hoher Achtung bei dem chinesischen Dolke der Mutterberuf stehl. Die Bünte der Kinderreichen haben bisher n einzelnen in den Gemeinden mancherlei Erle.chte'.ungen für die Familien erreicht. Auf die gesetzlichen Maßnahmen ist ihr Einfluß bisher gering gewesen. Mer aller Anfang ist schwer. Der Verband wächst und wird sich durchsetzen. In Frankreich werden kinderreiche Familien mehr al» in Deutschland unterstützt und geehrt. Die nachstehenden Maßnahmen sind teil» bereit» getroffen, teils werden sie vorbereitet: 1. Fürsorge f ü r bedürftige kinderreiche Familien. Eine IahreSunter- stützung von 180 bi« 210 Franken für jede» Kind erhalten Familien mit mindestens vier Kindern unter 13 Iahren, fall» beide Eltern noch leben. Wenn nur öer Vater ober nur öie Mutter noch lebt, toeröen auch bedürftige Familien mit 3 bzw. 2 Kindern au» öffentlichen Mitteln (Staat, Departement und Gemeinde) unterstützt. Eine Erhöhung dieser gesetzlichen Bezüge wird durch eine Reche von Privatunterstützungen ermöglicht. Zur Hnierstützung von 90 armen Familien, Die mindesten» 9 Kinder haben, mit je 25 000 Franken jährlich Dient Die Stiftung Cognac Iay. Eine anDere Stiftung verteilt an hundert Familien mit mindestens fünf Kindern je 10 000 Franken jährlich. 2. Fürsorge ohne Rücksicht auf Die Bedürftigkeit. 30 französische Departements zahlen Prämien von mindestens 100 bi» höchstens 1000 Franken von jedem dritten Kinde ab, sobald Da» dritte Kind ein Jahr alt ist. Außer dieser eigentlichen Geburtsprämie kann eine besondere Dorsorgeprämie von 500 bis 1000 Franken gezahlt werden, um dem Kind eine Alters-, Lebens- oder Aussteuerversicherung zu verschaffen. Im französischen Staatshaushalt für 1922 toaren als staatliche Mittel für Prämien zwei regelmäßig die tonalen Komponenten in diesen Landschaften. Die besten Stücke sind aus ziemlicher Weite gesehen, geschickt komponiert, räumlich gestuft, mit Haren perspektivischen Hilfen. Die den Blick in» Dildinnere hineinführen. Gute Arbeiten sind auch die weiblichen DilDnisse, von Denen allerdings Das größte ein wenig hart im Ton und starr tn der Haltung erscheint; auch ein paar stimmungsvolle Innenräume seien nicht vergessen. Im letzten Raum hat Bantzer ausgestellt. In ihm sehen wir den repräsentarivsten. lebenden Maler de» Hessenlandes. von weitreichender Geltung aber über Die rotweißen Grenzpfähle hinaus schon heute, von breiter Anerkennung fest getragen, wie sie bei Lebzeiten wohl nur Dem viel zu früh gestorbenen Otto Hbbelohde beschieden gewesen ist. Was soll man nun noch über Bantzer und sein Schassen sagen? Muß man ihn. hier in Gießen, noch seinem Publikum vorstellen, muß man noch für ihn werben? Oder ist er nicht vielmehr seit geraumer Zeit guter Besitz, fester Begriff Der deutschen (nicht nur der hessischen) Kunstgeschichte ? Der Schöpfer des .Llbend- mahl»" unö des .Bauerntanzes' ist, wenn man so sagen Darf, ein hessischer Leibl. In seinen BrlDern finden Wesen und Welt, Landschaft und Menschenschlag des Hessentums gesammelten künstlerischen Ausdruck. Was kann man noch zum Lobe dieser lebensvollen, schwerwüchsigen Gestalten mit Den prachtvoll umrissen en Köpfen Vorbringen. Da» nicht längst gesagt unö gerühmt woröen wäre? Dielle cht Dars man aber nicht müöe werden, wiederum auf die eindringliche Kraft der so sparsamen Farben hinzuweisen, aus denen sich die Klrchgängergruppe zusarnmensetzl. oder auf öie weiche Verschleierung des weiblichen Profils durch ein bauschig vorstehendes, öurchschimmernd blaues Kopftuch, oder öie so reizvolle Wendung der (-yiguren tn» verlorene Links-Rechts-Prosill Mit dem anschließenden Bildnis zweier Bäuerir»» nen glauben wir einen (freilich stets gewagten) Vergleich rechtfertigen zu dürfen, wie wir ihn eben mit der Rennung Leibis gebraucht haben. Da» dritte Bild auf dieser Wand, absichtsvoll in gedämpfte Beleuchtung gehängt, ist eine von warmem Kerzenlicht überflutete Abendmahlsszene, Die sich mit den beiden anderen in wunderbarer Geschlossenheit gleichsam zu einem Triptychon zu- i.cr Landes Politik unabhängig Die — wenn auch 'angscune — Besserung der wirtschaftlichen Der- : öltniffe laßt gegen den vorjährigen Voranschlag ine Mehreinnahme au- Reichssteuern in Höhe von rund 2 Millionen erwarten. Die Grundsteuer und die Gewerbesteuer soll in ihrem bisherigen Ertrag unverändert bleiben. Wie sich die in Aussicht stehende Umschichtung der Steuerwerte auf Grund des ReichSbewertungsgesehes auf den einzelnen Steuerzahler auswirken wird, ist heute noch nicht zu erkennen. Der llmftanb, datz die neuen Steuerwerte auch nicht in ihrer Zusammenfassung bekannt finö, macht es unmöglich, heute schon die Steuersätze zu nennen, di« angewendet werden müssen, um das bisherige Gesamtsteuersoll zu erzielen Man wird ohnehin für den Anfang des Steuerjahres 1927 noch mit Vorauszahlungen auf Grund der bisherigen Sähe und Bestimmun- aen rechnen müssen, die bann erst im Laufe des Jahres nach vollzogener Aeuveranlagung den tndgültigen Steuerbeträgen Platz zu machen hätten Bei der Sondergebäudesteuer soll im ganzen eine Herabsetzung der Steuer eintreten. Die Grundlage hierfür sind in der Zusatzverordnung vom 1. Oktober 1926 sowie in dem dem Landtag vorliegenden Gesetzentwurf über die Sondergebäudesteuer, der weitere Ermäßigungen bringen wird, gegeben Die ziffernmäßige Auswirkung dieser Aenderung geht aus nachfolgender Zusammenstellung hervor: 1926 1927 das sind weniger Aufkommen 30600000.X 2450O0C0XT 6100000JC Ausfälle und Nachlässe 4590000, 1060000 , 3530000, Zuschuß an die Fürsorgever- bände zur Unterstützung hilfsbedürfti- ger, durch die Miete zu stark belasteter Personen 2601000 , 2500000 „ 100000, Bleibt Reito- auswmmen 23 409000.X 20940000.X 2469000X Hiervon vorgesehen für Zwecke des Wohnungs- baues 9807000, 10000 L00, mehr l 93 000 , Bleibt Ertrag für die Staats- käste 13602000.X 10940000.# weniger 2662000.X Der Wenigeransatz von 6,1 Millionen in 1927 gegen 1926 ist allerdings nicht in vollem Umfange aus die Ermäßigung der Steuer zurückzuführen. 2,5 Millionen dieses Betrages entfallen auf Steuerherabsetzungen, 3,5 Millionen auf die veränderte Verrechnungsweise. Der auf den Wohnungsbau entfallende Anteil dieser Steuer bleibt gegen das Vorjahr unvermindert, der hierfür aufgewendete Betrag erhöht sich um Kapitalbeträge, die auf dem Darlehenswege beschafft und auS der Sondergebäudesteuer verzinst werden sollen. Don Interesse ist eine vergleichende Ueber- sicht über die Steuerbelastung in Hessen. Die Denkschrift zum Voranschlag 1927 sagt hierüber folgendes: Was die Steuerbelastung in Hessen im Vergleich mit anderen Ländern anlangt, so beträgt im Jahre 1926 die Kopfbelastung an Einkommensteuer voraussichtlich in Hessen 23,8 Mk. gegenüber 34,5 Mk. im Reichsdurchschnitt: höher ist sie in Sachsen (47,1 Mk.), Preußen (34,5 Mk.), Württemberg (32,4 Mk.), Thüringen (29,1 Mk.) und Vaden (30.9 Mk.). Andere überwiegend agrarischen Länder haben geringere Ziffern, z. B. Bayern 23,7 Ml., Mecklenburg 23,7 Mk.. Wäh- rend das Steueraufkommen Hessens vor dem Kriege das der meisten übrigen Länder erheblich übertraf, auch das Preußens, steht es 1926 unter den genannten Ländern an sechster Stelle. Bis zu gewissem Grade mag hieran der Rückgang der auf die Landwirtschaft entfallenden Einkommensteuer allgemein und besonders in Hessen beteiligt sein. Zeigen dock z. B. reichsstatistische stkachweise, daß das Einkommensteueraufkommen in kleineren ländlichen Gemeinden auf 6,97 Mt. je Kopf sinkt gegenüber einem Reichsdurchschnitt von 35 Mk.: auch steht infolge vieler Steuerbefreiungen die Belastung der hessischen Landwirtschaft an Einkommensteuer von etwa 4 v. H. des Einkommens unter dem Durchschnitt des Reichs, Preußens und Thüringens mit je 5 v. H. und es ist in Hessen ein sehr hoher Prozentsatz einkommensteuerfreie Landwirte zu verzeichnen, der „Filmzauber". WohltätigkeitSfestderBnhnengenossenschaft Das war, um eS gleich zu sagen, ein schönes Fest. Ein wohlgelungeneS und gewinnbringendes. Mit einem Rresenbesuch, der zwar weder der Sitzbequemlichkeit, noch auch der Tanzlust besonders förderlich war, der aber den Obmann der Dühnengenossenschaft, der als Oberoperateur diesen Filmzauber angekurbelt hatte, vor Zufriedenheit über daS ganze Gesicht strahlen machte... Blick in den Saal gegen 3 Uhr morgenS: stampfender Tanzwirbel, kaum gelichtete Menge, unermüdlich schmetternde Musik, sehr dicke Luft, Stimmungsbarometer noch lebhaft im Steigen: was sich gewissermaßen farbig symbolisierte in den loSgerissenen Luftballons — blau, rot, grün, violett — die wie ein Häufchen bunter Pralines hoch oben über der tanzenden, wogenden, lachenden, von Papierschlangen umwickelten Menge Volkes am Plafond klebten. Sehr lustig anzuschauen. Weniger erheiternd um dieselbe Zeit ein Blick ins Foyer. Da stand die Tombola. Da hatte eine wilde und gierige Masse Mensch den armen Herrn Gehre und seine Helfer zwischen zwei Tische geklemmt, allworauf Sekt, PralinöS, Freßkorbe, Bücher, Roten, Wärmflaschen, Schuhe, Kristallschalen und hundert andere Gewinne auS- gebreitet lagen. Herr Gehre schrie unermüdlich mit lauter Stimme viele Lo-num.nem aus, die Menge raste und wollte ihr Opfer haben — wir möchten gern wissen, wann hier der letzte Gewinn in Empfang genommen wurde. (Uns hatte viermal daS Glück gelächelt: ein Bettvorleger, drei Frottiertücher, eine Schachtel Zigarillos, ein Blumenkörbchen. Wir zogen heim, mit Schätzen reich beladen, wie weiland die drei Weisen aus dem Morgenlande.) Dies war so gegen 3 Uhr. Gegen v,9 Uhr warS lcsgegangen. Die Festleitung hatten Hanke, Goll und Lenau. DeS FilmzauderS erster Teil war bald abgetan: Ouvertüre und Begrüßungsansprache durch den Obmann de- Lokalvecban- des. Dann erhellte sich die schön geschmückte Bühne auf alle Fälle auch den Reichsdurchschnitt übersteigt. Allein da Hessen keinen überwiegend agrarischen Einschlag hat (die Einkommensteuer der Landwirtschaft beträgt in Hessen etwa rund 5 v. H. des gesamten Aufkommens), so muß das Sinken der Einkommensteuer in der Hauptsache auf andere Ursachen zurückzuführen sein: es ist der Ausdruck des mehrerörterten Rückgangs der Wirtschaftskraft infolge Besetzung und Ruhrkrieg im besetzten und in den Randgebieten. Das gleiche Bild bietet das Aufkommen an Umsatzsteuer in 1926 mit 13,7 Mk. je Kopf in Hessen gegen 14,8 Mk. im Reichsdurchschnitt. Auch hier steht die Belastung in Hessen unter den obengenannten Ländern an sechster Stelle (Sachsen, Württemberg, Preußen, Baden, Thüringen^ 18,8 —13,7 Mk., Oldenburg. Bayern, Mecklenburg = 10,5 — 12,3 Mk.). Das Aufkommen aus diesen beiden Reichssteuern stellt sich in Hessen auf 37,6 Mk. je Kopf, im Reichsdurchschnitt auf 49,3 Mk., das in den fünf oben zuerst genannten Ländern auf 66,0 — 42,9 Mk., das in den drei zuletzt genannten mit stärkerer agrarischer Zusammensetzung der Bevölkerung auf 34,6 — 35,9 Mark. Auch in der Belastung durch Landessteuern steht Hessen keineswegs an der Spitze. Es bleibt bei der Grundsteuer (5,31 Mk. auf den Kopf) hinter Bayern und Baben zurück, es übertrifft Preußen und Württemberg um ein geringes, Sachsen allerdings in höherem Matz. Die Belastung aus der staatlichen Gewerbesteuer (Hessen 5,30 Mk. auf den Kopf) liefert keinen richtigen Vergleich. Diese ist z. B. nur in Baden höher, während sie in Preußen überhaupt nicht erhoben wird. Hier wäre jeweils die Gemeindeaewerbe- steuer hinzuzunehmen, die z. D. in Preußen vielfach höher ist als in Hessen Staats- und Gemeindesteuer zusammen. Beide in Hessen gleich hoch angenommen, ergäbe hier eine Belastung von 10,60 Mk. auf den Kopf, während in einigen preußischen Orten allein auf die Gemeinden 13 bis 20 Mk. erhoben werden. Bei der Gebäude- sondersteuer wird sich nach den nunmehrigen Erleichterungen in Hessen einschließlich der zur Förderung der Bautätigkeit erhobenen Beträge (auch der Gemeindebeträge) eine Kopfbelastung von rund 15,50 Mk. ergeben, welche die Kopf- zisfern in anderen Staaten etwas übertrifft. Die Gesamt-Kopfbelastung an Landes steuern wird sich nunmehr in Hessen auf etwa 26,20 Mk. stellen, die für Landes- und Reichseinkommen- und Umsatzsteuern zusammen auf etwa 63,50 Mk., eine Ziffer, die hinter den Ziffern für Sachsen und Württemberg mit 81 bzw. 71 Mk. und Preußen und Baden mit rund je 67,50 Mk. nicht unerheblich zurückbleibt. 3m übrigen muh auf daS Unzulänglich« solcher Statistiken hinaewiesen werden, solange nicht auch die Gemeiiwesteuerbelastung mit zugerechnet werden kann. Dazu wird demnächst wohl Gelegenheit gegeben fein, doch werden hierdurch zweifellos die hessischen Ziffern kein ungünstigeres Ergebnis zeitigen, da bekanntlich der Staat Hessen seine Gemeinden steuerlich mehr entlastet hat, als dies in den meisten anderen Ländern der Fall ist. Daher ja auch die verhältnismäßig höhere Inanspruchnahme der Realsteuern durch den Staat. Alles in allem: Die finanzielle Lage des Landes ist noch ernst und schwer, es bedarf noch mancher Anstrengung und ernster Arbeit, bis der wünschenswerte Rormalzustand — der allerdings auch in anderen Ländern vielfach nicht besteht — wieder erreicht ist, nämlich, daß der notwendige Bedarf durch regelmäßig fließende Einnahmen bei erträglicher Steuerbelastung wieder voll gedeckt wird. Die Entwicklung der letzten Monate läßt die Hoffnung als begründet erscheinen, daß wir uns wenigstens auf dem Weg zu diesem Ziele befinden. Strafkammer Gießen. * Gießen, 18. Febr. Eine Landwirtsfrau aus Alten-Buseck verfolgte Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Gießen, durch daS sie wegen vorsätzlicher Milchverfälschung zu 100 Mk. Geldstrafe verurteilt worden war. Rach dem Gutachten des Vorstandes des Ehern. Untersuchungsamtes hatte die von demGendarmen entnommene Milchprobe einen Wasserzusah von 16 Prvz. Die am nächsten Tag entnommene Kontrollprobe war einwandfrei. Die Angeklagte gab zu, in den „Kroppen", In dem sie die Milch der Maul- und Klauenseuche wegen abgekocht hakte, einen „Eßlöffel voll Wasser' getan zu haben: — überhaupt hatte man sich mit der Ausstattung große Mühe gegeben — und es erschien, nach langer Pause mit freudigem Beifall begrüßt. Herr Goll und eröffnete ansagen verweise den zweiten Teil: überschrieben: Bunter Abend. Oder: Kabarett der Komiker. Oder: Brettl mit Gesang und Tanz und unter gütiger Mitwirkung des ver- ehrlichen Publikums. Die Attraktionen: es wurde gelungen, Ernsthaftes und Heiteres: die Damen Gisela Wanner, Elsa G eff e r s . Kammersängerin S edl- rn a i e r leisteten Vortreffliches und ernteten großen Beifall. (Doch war von unserem Tisch aus leider nicht alles zu verstehen.) Es wurde getanzt: die kleine Waldtraut Lauschek mach!« den Leuten viel Pläsier: Alix K rahm er und Genau brachten eine waschechte Darietönummer: unS gefielen am besten die überaus graziösen Tanz- figuren von Ingebvrg Scherer und Anita G e f f e r s , zuletzt das sehr drollige Heinerle- Duett auS dein „Fidelen Bauer", das von Friedrich GefferS und Ingeborg Scherer zum Besten gegeben wurde. Es wurde — örittenÄ — gefilmt. Herr Goll erschien wiederum, schwang ein Filmmanuskript, holte sechs Personen aus dem Publikum auf die Bühne und dreht« mit ihnen eine — wie sagt man gleich? — eine .ergreifende Familientragöbie". Es war wirllich ergreifend. Pirandello auS der Brettl-Perspektive. Eine .tiefgefühlte" Huldigung zum 60. Geburtstage der lieben CourthS-Mahler. GS wurden viel« Tränen vergossen: schöne, runde, gesunde Lachtränen... Trompekenstoh! Antreten zur FilmpolonaiseI Jupiterlampen flammen auf, werfen grellstechen- deS Licht in die Gesichter, in rosige und weihe, braungetönte, geschminkte und ungeschminkte, auf Berücken und Zylinder und Fräcke und Krino- linen und Seidenbeine. Endlose Schlange, die sich langsam dem- Kurbellasten entgegen Windei. Unermüdliche Musik. „Bitte recht freundlich I" Und übermorgen gehen wir bin und sehen und an, waS wir für ein Gcficht gemacht haben. Oder wie ein korrekter Charleston getanzt wird (Tanzlehrer Bä ulk« nebst Partnerin): bei der Aufnahme war der Kreis der umstehenden 3n- tereffenten so dicht, dah wir lediglich einige konvulsivische Zuckung«» wahmehmen konnten der Gendarm habe aber bei der Milchentnahme daS Fläschchen mit der heißen Milch unter den Wasserkrahnen gehalten, um es abzukühlen, und dabei müffe Waller hineingekommen sein. Rach der beeidigten Aussage des Gendarmericwachtmeisters beruht diese Angabe auf freier Erfindung. Das Ergebnis der Verhandlung war - da auch die Staatsanwaltschaft Berufung verfolgte —, dah die Strafe auf 150 Mk. erhöht wurde. Rur dem Umstand, dah die Angeklagte noch unbestraft und der Wafferzusay nicht sehr erheblich war, hat die Angellagte es zu verdanken, daß nicht auf eine Freiheitsstrafe erkannt wurde, wie das bei Milchfälschern die Regel ist. Weil er an einen Fünfzehnjährigen, der seine Kameraden zu einer Geburtstagsfeier eingeladen hatte, von der er sinnlos betrunken nach Hause geschafft wurde, Schnaps verkauft hatte, war ein Gastwirt aus Laubach vom Amtsgericht daselbst wegen Vergehens g gen das Rotgeseh vom 24. Februar 1923 zu 200 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Auf feine Berufung wurde die Strafe auf 150 M k. ermäßigt, da das Gericht nicht mit dem Vorderrichter Vorsatz, sondern nur Fahrlässigkeit annahm. Die Begründung des ersten Urteils, wonach gegen Personen, die die Gesundheit der Jugend durch Verabreichung von Spirituo'en untergraben, energisch vorgegangen werden muß, wurde von der Strafkammer ausdrücklich gebilligt. Auf ihre Berufung freigesprochen wurde eine Frau aus Butzbach, die vom Amtsgericht daselbst wegen Diebstahls verurteilt worden war. Rach der Angabe ihres Hausherrn sollte sie ihm Bretter gestohlen haben. Dessen Bekundungen, die von seinen Angaben im Ermittlungsverfahren bedenllich abwichen, erwiesen sich als so wenig schlüssig, daß mit der Möglichkeit eines Irrtums um so mehr zu rechnen war, als der Diebstahlsvorwurf und die Anzeige erst auf einen persönlichen Zwist hin erfolgt waren. Schöffengericht Gießen. * Gießen. 18. Febr. Ein alter Betrüger mit 21 Dorstrafen stand in der Person des Kupfer- Putzers Josef Thelen aus Düsseldorf vor Gericht. Diesmal hat er einen Arbeitskollegen um einen Rock und einen geringen Geldbetrag beschwindelt. Strafe: 9 Monate Gefängnis. Wegen R ü ck f a l l d i e b st a h l s ist ein Schäfer aus Mäinzlar angeklagt. Er hat ein Schaf- lamm gestohlen, das zu einer anderen Herde gehört. Urteil: 6 Monate Gefängnis. (Beritbtsfaal. (Ein ungetreuer Oberstadtsekretär. WSR. Frankfurt a. M., 19. Febr. Unter der Anklage der Amtsunterschlagung und Urkundenfälschung hatte sich gestern vor dem erweiterten Schöffengericht der 41jährige ver- heiratete Dberftabtfetretär Robert Marx, der seit Auguft des Vorjahres in Haft ist, zu oerant- roorten. Bei einer Kontrolle ergab sich, daß Marx in feiner Eigenschaft als Wohlfahrtspfleger des Bezirks Bomheim-Oft Gelder in der Gesamt- hohe von 2 0 400 Markunterschlagen hatte. Weiter wurde festgestellt, daß die städtische Kontrolle und die Buchführung im Höch- sten Grade mangelhaft waren. Marx bestritt bis zuletzt die Veruntreuungen, gab aber falsche Buchunge in Höhe von 1380 Mk zu. Er scheint die unterschlagenen Gelder beim Bau eines Eigenheims verbraucht zu haben. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen erschwerter Amtsunterschlagung zul Jahr 6 Monaten Gefängnis, und erkannte ihm die Fähigkeit, ein öffentliches Amt zu bekleiden, auf die Dauer von fünf Jahren ab. Sechs Monate Untersuchungshaft wurden angerechnet. Turnen, Sport und Spiel Gießener Schwimmverein - D. f. B. 05-Kurhesfen. * Die Marburger Schwimmer, die allwöchentlich einmal im Gießener Hallenbad trainieren, haben es in kurzer Zeit zu recht beachtlichen Leistungen gebracht. Wenn sie auch dem G. S. V. noch nicht ge- wachsen sind, so sind doch, da die Marburger durch den Zuwachs einiger Studenten erheblich verstärkt wurden, morgen abend bei den Wettkämpfen im Dolksbad einige spannende Kämpfe zu er- Da gingen wir traurig fort und ließen uni von Frl. Krahmer durch ein GlaS Sekt stärken und von Luise Jüngling ein Butterbrot streichen, dieweil Herr V o l ck im Hintergrund als Koch, weihmühlg und geschäftig, feines Amtes waltete. Man konnte fernerhin bei Frl. Hehm und Frl. S che r« r einen Knallbonbon kaufen, bei Frl. Baumann einen Schnaps kippen, bei Frau M a r ck s einen Mokka (im ersten Stock). Ueberhaupt da oben! Da war noch ein Sektzelt, allwo wir bloß bis zum Eingang vordrangen, weil inwendig, wo Eisig, Geige spielend, die Jazzband dirigierte, ein geradezu gefährliches Gedränge herrschte. Dorn Text verstanden wir immer nur „August", aber auch das war sehr schön. Die Kostüme. Jetzt mühte, sachverständiger Würdigung halber, eigentlich bad kritische Referat einer in Modedmgen bewanderten Dame kommen. Wir begnügen unS kurzerhand mit einigen laienhaften Randbemerkungen. Zunächst: das Kostüm überwog: dos „Eivil" war im Hintertreffen. Im allgemeinen ist von der Kostümierung zu sagen, daß farbige Perücken, bunte Zylinder, Pfauenfedern, Straubfedern und Luftballons als Maskenattribute sehr geschäht waren. Bei den Damen bemerkte man eine entschiedene Vorliebe für Hosenrollen. Ansonsten fielen uns bei der Weiblichkeit auf. ein sehr hübsches Chinesenkostüm, eine blonde Biedermeier- demoiselle, ein stilisiertes Rokoko, eine Holländerin. eine HaremSdame (türkische Motive waren überhaupt stark bevorzugt), allerlei GirlS. Bei den Herren: mehrere Maharadschas, ein Genie- kavalier, ein Russe, ein Mexikaner, ein Romeo. Wer sich bei dieser Auswahl nicht vertreten finden sollte, sei nicht böse — eS sollen schätzungsweise etliche hundert Leute dagewesen fein. Haben wir noch etwas zu berichten? Haben wir etwa- vergessen? WaS nach 3 Uhr morgend vorgefallen ist, und wann die letzten Besucher aufbrachen, vermögen wir nicht zu sagen. Dah beim Eintritt männlgllch ein Festheft überreicht bekam, sei noch erwähnt. (Die Intendanz, die Dühnengenollenschaft. die Magdeburger Theater-Au-stelluna 1927 und die Presse sind darin zu Worte gekommen.) warten. Besonders gilt dies für die Herrenklasf«, In der Einzelwettkämpfe, Staffeln und ein Wasserballspiel ausgetragen werden. Pascoe wird natürlich im Brustschwimmen nicht zu schlagen sein, dagegen wird er im Rückenschwimmen einen harten Kampf gegen Riedel- Marburg auszutragen haben. Ebenso wird sich Dr. E ck sehr anstrcngen müffen, um Riedel im Freistilschwimmen zu schlagen. Die Herrenlagenstaffel und Herrenfreistilstaffel sollten von Gießen gewonnen werden, es sei denn, daß einer der Marburger Studenten mit einer Ueberraschung aufwartet. lieber die Jugendrennen kann man nicht viel sagen, doch dürften auch hier die Gießener allgemein überlegen sein. Einige interne Samen- und Knabenwettkämpfe und ein Schauspringen vervollständigen das Programm. Einen seltenen Ge- nuß wird den Zuschauern ein Lampionreigen bereiten, der von den G. S. V.-Damen geschwommen werden wird. (Man beachte die heutige Anzeige.) Kirche und Schule. -v- Großen-Linden, 20. Febr. Die Arbeitsgemeinschaft der Junglehrer deS Bezirks Lich-Hungen hielt am SamStagvor- mittag unter Leitung des hauptamtlichen Fort- bildungsschullebrers Wilhelm Dietz, Lich, im hiesigen Schulhause eine Tagung, ab. die sich mit der Behandlung hygienischer Fragst beschäftigte. In einer Unterr'chtslektion mit seiner Klass« gab Rektor Dach eine zusammenfassende Darstellung über daS Gebiet der Gesundheitspflege: Amtsarzt Dr. Orth, Dietzen. legte in einem ausführlichen Vortrag die Anforderungen dar, die in gesundheitlicher Beziehung insbesondere bei Gelegenheit eines ReubaueS an ein SchulhauS nach außen und innen gestellt werden müssen. AuS reicher Grsahrung wieS der Obmann des KreiSlehrervereins. Lehrer Sommer, auf manche Einzelheiten hin, deren Beachtung bet Reubauten dem Schulbetrieb nützlich sind. Sggieneausftenung in Frankfurt. WSR. Frankfurt a. M, 19. Febr. . morgen fand im Hause Werkbund die Eröffnung der hiesigen HhgieneauSstellung statt. Rach kurzen Worten der Begrüßung, von denen besonders hervorzuheben ist, daß man In den veranstaltenden Kreisen die ärzttiche Wissenschaft nicht als ein Mysterium betrachtet, daS man ängstlich hüten müsse, sondern dah man durch Aufklärung den breitesten Mas en die Mögllchkeit zu Vorbeugungsmaßnahmen geben wolle, nahm Stadtmebizinalrat Dr. Fischer-Defoh daS Wort. Die Ausstellung sei das Produkt 25jähri» ger Arbeit. DaS der Ausstellung zugrundes liegende Prinzip sei daS der heutigen Arbeitsschule. Der Besucher solle anhand Den Apparaten, die er selbst bedienen kann, sich über den Dau deS menschlichen Körper« und die wichtigsten Krankheiten unterrichten. Der zweite Teil der Ausstellung »Die Schau der Stadt Frankfurt auf der Gesolei" zeigt die Tätigkeit der Stadt auf sozialhygienischem Gebiet«. Das erwischte Aulo-Diebestrio. Frankfurt a. an., 19. Febr Bei einer Kontrolle, die gestern abend nach 10 Uhr in den Räumen deS Mannheimer Hauptbahn h o f S durch die dortige Fahndungspolizei vorgenommen wurde, stellten die Beamten drei Personen (zwei junge Männer und eine Frauensperson), die über ihr Reiseziel und ihre Cr- werbSverhä'tniss« widersprechende Angaben machten. Das Trio wurde vorläufig f e ft g e n o m • men. Bei einer Leibesvisitation wurden bei einem der Untersuchten verschiedene Rotizen und drei Automagnetstücke gefunden. Der Rotiz war zu entnehmen, daß die Festgenommenen auS Frankfurt a. M. stammen. Die dortige Polizei setzte sich daraufhin mit der Frankfurter Kriminalpolizei in Verbindung, wodurch feftgeftellt wurde, dah die beiden Männer, ein 19 Jahr« alter Kraftwagenführer und ein 21 Jahre alter Schlosser, seit einiger Zeit wegen verschiedener Autvdiebstäble gesucht werden. Die Festge- nommenen haben auch bereits ein TeilgeständniS abgelegt und angegeben, daß sie am PaulSplatz, in der Elbestratze und auf der Zeil in einem unbewachten Augenblick drei AuwS gestoh - l e n haben. Die Wagen haben sie dann in verschiedenen Städten bei Geschäftsleuten unter« gestellt und sich daraus größere Beträge erschwindelt. DaS Diebesgut konnte inzwischen den rechtmäßigen Besitzern wieder zugestellt werden. Der Ehronist schließt feinen Bericht mit dem Wunsche, es möchte allen Leuten gut gefallen haben, ein jeglicher auf seine Kosten gekommen fein, und daS charitative Ergebnis den Erwartungen der Veranstalter entsprochen haben. Trifft das zu, dann kann man ruhigen HerzenS sagen: eS war ein schönes Fest, an da- sich alle, die dabei waren, gern erinnern werden. Dr. Th. Taillen von einft und heute. Die Veränderung?« der Körpers, die In der Mode zum Ausdruck kommen, las'en sich ntrgrndS anschaulicher erkennen, als beim — Maskenver- leiher. Der Leiter des feinsten englischen MaSk^n- verleihgeschäfts. ein Mister Berman in der Green Street zu London, klagt beweglich biräber. datz bie alten prächtigen historischen Kostüme den Menschen von heute nicht mehr passen wollen. In den Tagen des Biedermeiers und der Krino- linenzeit und auch später noch während der Herrschaft deS Korsetts waren die Damen so stolz auf ihre schlanken Taillen, und die Kleider waren diesen natürlich angepatzt. Heute Ist die schlanke Taille verpönt, eS gilt nur noch die fchlank« Linie, und der scharfe Einschnitt um die Hüften findet sich nirgends bei unserer Damenwelt. Wie sollen da die alten Kostüme passen? .Die schönsten alten Kostüme werden wertlos ', seufzt Herr Berman, .sie müssen entweder umgearbeitet oder w g- getan werden. Es ist erstaunlich, daß ein Jahrhundert lang kein merkbarer Unterschied In der weiblichen Figur war. Den Damen vor 20 Jahren patzten die Biedermeier-, ja sogar die Rokoko- kostüme. In den letzten 15 Jahren hat sich alieS geändert, und die Damen gehen nicht mehr in die historischen Kleider hinein. Dieselbe B obachtung kann man auch bei den Herrenkostümen machen. Früher achteten auch die Herren auf eine enge Taille, trugen Korsett- ober hatten doch we- niastenS Fischbcinstangen eingenäht. Heuizu'age patzt kein Herr mehr in ein solch«- historisches Kostüm hinein, denn bie Zeit der schlanken Herrentaille ist längst dahin, und unsere Sports« leute von heute sind viel breitbrüstiger al- die Dandy- und Kavaliere vor hundert und vor 50 Jahren." b».b 0en lei” SN Witta? !QmPf "strengen rS"1 i zu (X, Wie. stes "tfS- JÄ.$S LLr? Mung irt. \19. ffrtt.. 1 '?b bie Mffnunfl Sr U n 0 ftatt Kng. bon bmn W ™n t" bei achtel, 6o< man bah man durch * dic Mgvchr.il Den Wolle, nahm t'Stjot) bat Produtt LM- ellung zugrunde heutigen 3t6eiiP ld von Apparaten, ch übn den Dau ld die tvichiigsten zweite Teil der Liadt Sianfhitt ätigklt der Stadt n -Diebestrio. 5e6r. Lei einer nach 10 Ufr in Imtr choup». fafrOungiDoüKi r Beamten bm und eine ^rau- Irl und ihre Är« de Anaaden mach« lifl tehgenom- atton Wurden bei ebene Doilzen und -n, Der Aoliz war stgenommnen ml ie fertigt Polizei Sranlfurlet Äri- Wodurch sestgelleUt net, «in 19 3ab» •in 21 Jahre aller xgcn oerlchiedener eben. Die Mg<- ein Teilgestandnil sie am Paulsplad, der Zeil in einem Auws gtffoP* oben sie öam in Msleuten unter- ihere Delräge er- inte inzwischen den ^ugflkffNtoerDen- i^ricbTrnir^m Uten gut flciaDcn Kosten gekommen rgebniS den Sr- sprachen ha^ F7NZ »** Ale. m r fÄ ln einem । l'^flen dar > insbesondere bei Ä” "«IW Obmami ' und heute. »hrperl, die In (afen sicb nltg-nM elm Lask.N' i wfl h fet®rfCfl daß irjffl Nün* bc° hi an.» IW. 85 <17 rtl 83) 5 18» 5 IM 166 n; 181 13'1.76 Et* 6 18« 118 9 1 ITO 166 V 'I4i,76 IW 16 13. .» 304 45 ^ 9 4 >01.76 l*N 5 ISO 13 l>8 5 n» 218 Z5 78.75 10 158.13 «23,75 140 Kälber 42-W 40-75 43-76 48-80 40-88 46-80 48-81 45-80 45-105 52-75 30-8? 38-75 24-62 46-59 35-60 224 tu tu :s V» 25 । 75.5 -t6.5 j 45-75 60-88 30-76 55-80 55-80 Ttlnber 22 60 28-58 17-59 20-57 30-61 22-61 25-63 20-62 30-63 25 62 20-62 20-62 45-55 33-54 25-65 20-63 69-73 58-71 42-65 60-72 62-71 58-70 62-73 54-70 58-67 50-70 56-67 IM 201 198.25 180 tÄ.75 30-64 46-58 33-60 44-63 bester Qualltä zu billigem Preis • Di, Die auf den ZU2..5 ID9 IbS । 179 .-38.5 137 5 IZS 76 3 h.-'3 79 20-60 22-62 19-51 20-63 25-53 20-58 15-59 15-58 15-56 15-60 15-54 ltfl.5 185 187 fti 5 zu.s ru 100 .'S 75 UM I« 75 KX 5 ru 10. 166 15# 170 'Berlin Bremen Breslau Chemnitz Dortmund Dresden Düsseldorf Siberieid Esten Frankfurt TH Hamburg Hannover Hu um Karlsruhe Kastel Rtel Ä6ln Leipzig Magdeburg Mannheim München Stettin Stuttgart Zwickau Zuckerkranke erhalt, wichtige Aufklärung kostenlos durch Fr. Löw, Walldorf F. 67 (Hessen). Schwein» 53-M 56-67 56-68 58-68 55-7. 58-71 60-71 51-71 58-70 52-67 50-66 Jronfferl a. HL. 21.Jebr. (IU. Vrahkmei- dung.) Bd dem Umbau eines hieflgen Hauses zu einem ßino stürzte heule gegen 2 Uhr nachmittags eine Mauer ein und begrub zahlreiche Arbeiter unter sich. Bis jetzt wurden drei I ole festgestellt, mäbrenb einvierterArbeiterim Sterben liegt Ierner wurden o ch t Schweroerlehle und eine Unzahl Oelchtoerlehtc In bas Krankenhaus gebracht. furchtbare ttasvcrgiftungüfataskrophc auf einem Rheinboot. Wiesbaden, 21. Jrbr. (TBS7T. vrahttnel- düng.) Line furchtbare und In ihren Einzelheiten noch nicht restlos au'geklllrte Sasverglslungskata- ftroplx bat sich gestern abend gegen 9 Uhr auf einem Motorboot auf dem Rhein abgespielt der fünf Personen — zwei Biebricher Herren und drei Mainzer Kinder — zum Opfer gefallen sind. Sieben weitere Personen mutzten mit schweren vergistungserfchelnungen In das Biebricher Krankenhaus eingeliefert werden. Drei von Ihnen konnten inzwischen wieder entlassen werden. Hur der Center des Bootes, der sich antzerhatb der Kajüte, in der sich das entsetzliche Unglück ab- splette, aushielt, kam ohne Schaden davon. Ls wird vermutet, dah das Unglück durch aut- strömende Gase des Motors entstanden IfL 96 6? IW '5 *55 d Cehte Nachrichten. Lchwcred Bauunglück in Frankfurt a. L * IU 136.5 Hl । «9.5 13 । 148 TS 171.5 IM.75 172.75 193.75 .14 m.9 169 5 535 v 4 18V 6 M 1*9.5 l-S tt>.s al 103 66-76 50-65 29-104 46-105 41-78 i IM,5 181,5 IW i l91.li 176 I <83.5 IH2 25 113.5 Wirtschaft. Von den Schlachtviel-märKlen. An den Lchlachtviehmärkten der vorigen Mache war der Marktverlauf im groben und ganzen unverändert doch war bei im allgemeinen langsamerem Gelchäst die Tendenz teilweise ab- geschwächt. DaS trifft vor allem für Kälber und Schweine zu. wo vereinzelt Preisabschläge auf- traten. Ader auch in Rindern gestaUeie sich der Markiveriauf nur langsam, und in Schien war das Geschäft nur zum Teil glatt. 3n den Au'- lriebs-ifsern sind wesentliche Aenderungen nicht eingetreten. Mir geben Im Anschlust untere übliche Tabelle. nach der auf den nachstehenden Märkten für 1 Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert wurden gewicht vollUettchige Schtreuie von ca 20? bis 300 'Bfunb Lebendgewicht 65 bis 66. vottiieijch ge Schweine von ca 160 bi# 200 Pfund Lebendgewicht 64 bi# 66. fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lci>endgewichl 62 bl# 64 Pf Marki- vcrlaus In Rindern und Kälbern langsamer Handel und ausverkauft. Schafe lebhafi und räumt, in Schweinen ruhiges Geschäft und ringer Heberst and ?, minus 6 Prozent. Siemens nur wenig niedriger. Von den variablen Werten Hanen stärkere Verluste: Zellstoff Waldhos minus 4 5. Dyckerhoii minus 25. Daimler minus 1.5 Prozent. MctallgefeUschaft minus 3. MetaUbank minus 2L. Holzverkohlung minus 3.65 Prozent. Heimische Anleihen stark oemachläfsigt. Anleihe-ribiöjung 30.5. Lchuygebiei 14,5 Prozent. Die neue Reichs- an leibe wird in Berlin nur mit 90 bis Ul gehandelt. Am Geldmärkte zeigte sich stärker« Nachfrage. Prioatdiskonten 4.25. Waremoechfei 4.5. Manatsgeld 5,5 bis 6L Prozent. lagesgeid 4,25 Prozent. 2m Deolfenoerkehr notierte Paris gsgen London 123,76, Mailand 112. Zürich gegen L'onbon 25.22. London-Kabel 4.85. Die Reichsmark stellte sich gegen das Pfund auf 20.4675. gegen Kabel auf 4,2195 BceUner t5 vfc Berlin, 21. Febr. Der Wochenbeginn war an den Aktienmärkten sehr verstimmt, und das Kurs- Niveau schwächer, für die Cpitzenpaviere de» Ter- minoerkehrs ausgefprochen matt. Das Pub'ikum Leigte sich völlig unlntereffiert, wahrend innerhalb ber Plaizlpekulation die Baisiepartei die Oberhand gewann. Die Abschwächungen, deren Umfang vorwiegend 4 bis 5 Prozent, vielfach aber auch 7 bis 10 Prozent betrug, sind In der Hauptsache auf eine ungünftige Entwicklung der Meld- Marktlage zurückzuführen, die neuerdings tat. sachlich undurchsichtig ersä-eint. Man neigt zu der Meinung, dah die jetzt fällig werdend-.t Einz-th- iltnaen auf die Rcichsanleihe dem Markte dach gröhere Beträge eiltziehen werden, und dah dadurch, wenigstens vorübergehend, eine Derknap- puna der flüssigen Mittel zu erwarten ist. Die 'Jlad)frage_ nach Tagesgeld war heute lehr stark, so dah die cäye auf 4.5 bis 6,5 Prozent anzogen. Da der Ultimo bevorsteht. glaubt man mit einer weiteren Steigerung ber (9 c I b f ä h e rechnen zu müssen. Monatsgeld 5.5 bis 6,5 Prozent Warenwechsel mit Grohbankgiro ca. 1,5 Prozent. 4m Privatdiskontmarkt war das Angebot beträchtlich. Im übrigen trug auch die ungünstig« Auhenhandelsbilanz Im Januar Zu der Realisationsneigiing bei. Nach Festsetzung der ersten schwachen Kurse stellte sich bei äußerst tust- losem Bekehr zunächst noch keine Erholung ein. Im Deoifenverkehr wurde die stärkere Befestl- gung der italienischen Lira beachtet. Mailand zog gegen London auf 109,40 an. London-Kabel 4 8503 Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,2187. Madrid-London 28,83. Srankfurtcr Getrc.scb^csc. Frankfurt a. M., 21 Febr. E« wurden notiert: Weizen, Wetterauer 29,25 bis 29,50, Roggen. Inhlänb. 27, Sommergerste für (Brau- »wecke 25 bis 26. Hafer, inlänö. 21.75 bis 22 50 Mais, gelb 18,50 bis 18.75, Weizenmehl, inlänb..' amte« betrua 135,5 geaen 135.8 am 9. Februar. Die Inderzisfer der Agrarstoffe hat sich gegenüber der (Vorwoche um 0.6 Prozent gesenkt. Die Inderziffer der industriellen Rohstoffe und Halbwaren hat weiter leicht angezogen, während die Inderzifser der industriellen Fertigwaren keine Deränderung aufweist. Der Desamtinder ist gegenüber der (Vorwoche um 0.2 Prozent gesunken. ’ Erhöhung des Diskontsatzes. Aus Berlin wird gemelöet: Der Privatdiskon! für kurzfristige Wechsel wurde wiederum um >« Prvz. auf 43>. ProA erhöht, der Privatdiskont für langfristige Wechsel blieb unverändert 4’ , Proz. ^rantittrtcr Börse. Frankfurt o. M., 21. Febr. Tendenz: still und matt. Die neu« Woche setzte mit äußerst stillem und unsicherem Geschäft ein und war ausgesprochen matt. Zunächst wurden die ungünstigen Gcldmarktverhältnisse besprochen, die keine optimistische Beurteilung fanden Der letzte Ausweis der Reichsbank mit einem weiteren Avnchmen der Devisenbestände, sowie die bereits merklichen Abflüsse von Geldern durch die Einzah- lungen auf die neue Reichsanleihe trugen weiter zur Verstimmung bei. Schllehlich wurde die Börse endlich auf die feit länaerem zu beobachtenden Lohnforderungen aufmerksam, die Immer weitere Greife ziehen und auf die auch der Reichsfinanz. rninister in feiner Rede hinwies. Bekanntlich wurden am Samstag bereits 150 000 Arbeiter der fachst - fchen Metallindustrie ausgesperrt. Das Publikum Rundfunk-Programm deck frankfurter EenderS. <2ws der .Radfo-HmsLau".) Dienstag, 22. Jcbruar. 3.30 bis 4 Uhr Die Stunde der Jugend 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters Reue Tanzmusik. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lefestunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: Uebertragung von Staffel. Direktor Herberg. 1. Vorsitzender des Stasteier (Geflügelzucht- Vereins, spricht über „Die künstliche und natürliche Brut". 6.45 bis 7.15 Uhr: Funkhochschule: „Der Aberglaube In der Gesundheitspflege und feine Be- kämpsung", Vortrag von Stadtmedizinalrat Dr. Fischer-Desoy. 7.15 bis 7.4-5 Uhr: Funkhochschule: „Altdeutsche Ta elmalerei XIX", Vortrag von Dr. Oswald Götz, A sistent am Städelschen Kunstinstitut. 7.45 bis 8.15 Uhr: „Thomas Alva E-dison", Vor- traa von Prof. Dr Wachsmuth. 8.15 Uhr „Die Wildente", Schauspiel In fünf Akten von Henrik Ibsen. Asbest- Platten. 1. 2. 8 4 u o mm, wieder am Lager 240 c Carl Schunck | Verkäufe Zchlitten au öetfaufen. ,T*D Huhn, ___Ritternaste.__ | Kaufgesuche | Zeichentisch und fNrifibrcttcr au kaufen aenichi. Schr. Ängeb. mit (Lröhrn' anaabe u Preis unt 0>275 n b (»len. ÄNA. [ Varschiedenes| Dunkelbr^ kuizbaar. Teckel ohne Halsbanb entlaufen. (Segen gute Belob' nuna abAuaeben Lledtattrahe 8U l | Vereine Schachklub Gießen Täglich 5-6 Uhr freier dmodrorrfehr im Caf^ Krämer. Dalellst Aufnabme neuer Mitglieder- Boni 22. tVebt. ab leben Tlkustan Lvteladenb i. (Sali Astorta, obere» Zimmer. Mei bet: Demoitstrations- u. gimunanfoiele. . .traetten e.W. ferttw i-Sle - sm* l-Ut-c. Äure S-Me». fcuro Ib'chc IK A tl 1- IS l. tl 1 anktx-eblctung «r I JOOOD •W A 14« S 44 n So St juan-eu >l*,5 ■ 4. 74 u- ,60 rfHf Sa*!c1u;ialrreb! *1 $1 4i i AI 4 Jfumt. «ewrytami. .tanutv. Tenritbt len ar Sn: — — 1« — ♦'. jjonturfrn......... 5*» 9. t6mrrttaner ..... 17.4 »4 41.« 17 4 44.1 — Märtyrer der Liebe. Roman von 3. Schneider-För st l. 5 Fortsetzung. Nachdruck verboten „Möchtest mich fragen und traust dich nicht, gelt, klein« Liese. Es weiß niemand darum, als ich und die Honda, die hat mir geschworen, zu schweigen." Er holte fein Taschentuch heraus und wischte von neuem über die Stirn. „Deine Mutter — einmal mußt du es ja wissen — also die Mutter war in erster Eche mit einem Professor verheiratet, einem alten Griesgram, der ihr das Leben sauer machte. Sie war lustig und jung und schön — viel schöner als du. Du hast zu viel von den Merkens abgekriegt. Kein Wunder, daß sie sich gern von mir den Hof machen ließ und nicht nein sagte, als ich sie drängte, meine Frau zu werden. Aber es hat einen Haken gehabt. Es war ein Junge da. Ein reizendes Kerlchen, so von vier Jahren. An dem hat deine Mutter gehangen mit ganzer Seele. Und wie sie nun 3_u ihrem Manne gegangen ist und ihn gebeten hat, sie frei zu geben, da hat der Alte nicht gewollt. Aber ich hab nicht aufgehört zu drängen. Ich wollte sie haben um jeden Preis. Der Professor ist schließlich mürbe geworden und hat sich bereit erklärt, in die Scheidung zu willigen unter der Bedingung, daß der Junge bei ihm bleibt. Herrgott, war das ein Kampf! — Deine Mutter ist ein ganzes Jahr hm und her gependelt zwschen mir und ihrem Sohn, hat mich geliebt und ihr Kind, und uns beide konnte sie nicht haben. Eines hat sie lassen müssen, und da hat sie denn das Kind gelassen. Ich hab' ihr das Blaue vom Himmel herunter versprochen und ihr geschworen, daß ich sie vergöttern will. Und ich hab s gehalten! Jawohl, ich hab's gehalten, solange sie gelebt hat. Aber sie ist nie ganz froh geworden, ich hab's gesehen und ich hab' gemerkt, daß sie sich heimlich immer nach ihrem Kind gesehnt hat. Nach sieben Jahren bist dann du gekommen. An dem Tag, an welchem du geboren würdest, und in der Stunde, in der sie dich mir und dem Leben schenkte, hat sie geweint zum Herzzerbrechen, so daß der Doktor das Schlimmste befürchtete. Ich hab' sie gefragt, ob sie denn für dich nicht die gleiche Liebe suhle, wie für ihr anderes Kind, da hat sie mir's gestanden, was sie fürchtete: Wenn unser kleines | Mädchen wüßte, welch schlechte Mutter es hat, | würde es gewiß sofort wieder aufhören zu leben! Die Hanna hat es ihr dann wieder ausgeredet. Deine Mutter hat dich keinen Augenblick aus den Händen gegeben und nachts immer bei sich gehöht. Auch bei Tag ist sie nicht von dir gewichen. Sühnen wollte sie, hat sie einmal zu Hanna gesagt, daß sie das andere Kind wie ein Judas verkauft hot. Es wurde allmählich eine fixe Idee von ihr, die ihr so nach und nach das arme Herz abdrückte. Und dann bin ich das geworden, was ich jetzt bin. Hab' alles oerjauchzt und verjubelt und dich zu einem armen Mädchen gemacht!" _ Elisabeths Hände zitterten in den seinen. Die schuld des Vaters war kleiner, als sie gedacht hatte. Sie drückte ihren Kopf ganz an sein Herz. »Was ist denn aus dem kleinen Jungen geworden, Vater?" „Möchtest es wissen, kleine Liese, gelt. Aber ich kann ich nichts sagen. Als deine Mutter im Sterben lag, habe ich an den Professor telegraphiert, er möchte das Kind unter sicherer Obhut nach Ludwigs- tal schicken. Aber es ist keine Antwort gekommen. Bis zum letzten Atemzug hat die Arme auf ihren Sohn gewartet. Vergebens! Ich hatte mir es übrigens nicht anders erhofft. Deine Mutter hat immer noch von ihrem Kind geträumt, aber der Junge war nach meiner Rechnung damals schon immer an die 18 oder 19 Jahre. Der hätte also auch ganz gut allein die Reise machen können. Der Professor wird ihn eben nicht davon unterrichtet haben. Ich habe ihm dann den Tod meiner Frau mitgeteilt. Auch daraus keine Antwort. Weiter hab' ich mich nicht mehr bemüht. Du siehst also, ich weiß so wenig wie du. Deinem Doktor kannst du die Geschichte meinetwegen erzählen oder nicht. Zu sagen hat die ganze Sache ja nichts mehr, als daß du irgendwo in der Welt einen Stiefbruder haft, der sich wahrscheinlich niemals um dich kümmern wird wohl weil er überhaupt nichts von deiner Eristeni weiß. Ist auch gleich!" „Wie hat sich denn der Professor geschrieben, Vater?" „Viala! — Egon Viala!" „Und das Kind?" „Natürlich auch Viala!" —w« ■--- -x>t. «viMsaHeHe ..Weißt du seinen Vornamen nicht?" „Nein, Liese. Ich habe ihn ein paarmal von deiner Mutter gehört, sie nannte ihn für gewöhnlich „Bubi". Ich hab' den Taufnamen des Jungen wirklich vergessen. So, und nun schlaf!" Elisabeth legte beide Arme um seinen Nacken, zog ihn zu sich herab und drückte ihre Wange an seine bärtige. Er tätschelte ungeschickt über ihr Gesicht und das feingewellte Haar. „Hättest einen oesseren Vater verdient, kleine Liese!" Sie legte ihre schmale Hand gegen seinen Mund. „Versprich mir's, Vater . . „Ja, ja", unterbrach er sie mit einem breiten Lachen. „Du sollst ihn schon haben deinen Doktor in vierzehn Tagen." "Nein, Vater, das hab' ich nicht gemeint. Du mufjt mir dein Wort geben, daß du dich nie mit dem Gedanken trägst, freiwillig aus dem Leben zu gehen." Er zog die Stirne zusammen und wollte sie von |ich wegschieben. Sie hielt ihn am Aermel fest und bettelte: „Versprich mir's, Vater!—Im Andenken an Mutter und wenn du mich ein wenig liebhast. — Bitte Ski ter!" „Meinetwegen also", murrte er. „Mach' ich halt weiter. Von dem Geld da," er zeigte gleichgültig nach den Scheinen, „kaufst du dir eine Aussteuer! Prunkvoll wird sie nicht werden! Aber etwas Wäsche und Kleider kriegst du darum. Ich will's haben", sagte er barsch, als Elisabeth abwehrte. „Willst mich wohl in Schande vor deinem Doktor stehen laßen? Und von den Möbeln kannst du dir mitnehmen, was du von dem alten Gerümpel noch gerne hast. Das t)ab‘ ich mir ausbedungen. — Und jetzt lösch das Licht — und schlaf auch und denk' nicht vom Hundertsten ms Tausendste. Deinen Stiefbruder laß ganz aus dem Spiel. Den kriegst du vielleicht dem Leben lang nicht zu sehen. Und wenn, wird er sich Öen Teufel um dich scheren. Solche Geschichten kommen dutzendweise vor. Das gibt sich im Leben so. 2st weiter nichts Romanhaftes dabei. Eine ganz gewöhnliche Alltagsfache. Nur, daß sie eben deiner Mutter das Leben gekostet hat." Er wandte sich hastig ab, stieß den Riegel der Nedenzimmertüre auf und verließ schweren Schrittes den Roum. Elisabeth hörte lhn ins Nebenzimmer gehen, aus dem gleich darauf Hannas Stimme klang. Der Later lochte dröhnend auf. Nun schwammen die beide Stimmen ineinander. Zuletzt schwiegen sie ganz. Hanna ging noch an die Außentüre und flüsterte: «Gut« Nacht, kleine Liefe!" „Gute Nacht, Alterchen!" „Es geht dir gut?" „Jo! Ja!" Der Klang der Stimme beruhigte Hanna vollkommen. Minuten später erlosch auch das letzte Licht im Ludwigstaler Herrenhaus. In Elisabeths Zunmer log ein breiter Silberstreifen Dollmond- hd)t€5 quer über dem Teppich. In die Träume der !engen Braut sah ein schönes, trauriges Knoben- geficht etc hone eine Kindersiimme, die „Mutter" ™r- ?,ann verschwamm alles ineinander. Verfloß! o6«? vierzehn Tagen, mein Höschen! ■üa? flüsterte eine andere Stimme darein. _ ®in verklärtes Lächeln glitt über bas Gesicht der oajlaferin und blieb darauf liegen bis in den frühen Morgen. Doktor Neichmann lief wie ein gefangenes Tier im Wohnzimmer feines Freundes, Les praktischen Arztes Dr. Hildertt, auf und ab und hieN sich beide Ohren zu, während dieser sprach. ,Lo! Ja! Jo!" fuhr er endlich aufs höchste gereizt dazwischen. „Hans Jörg, ich bitte dich, brüh' nicht die alten Geschichten wieder auf. Wie oft host du mich schon gefragt? Ein dutzendmol! Hundertmal! tausendmal! Ich sag' dir, ich hob's satt bis daher! Geh hin und sage ihr's meinetwegen! Es nimmt sich sehr nett aus, wenn du kommst und ihr anoertrauft: Baronesse, Ihr Verlobter hat einmal d>e Gutsherrin von Regendach geliebt. Seien Sie auf ter Hut! lieberroadjen Sie ihn, daß er hübsch im Geschirr bleibt und nicht über die Stränge schlägt. Wenn es dir eine Beruhigung ist, bann mach' es. Aber frag mich nicht noch einmal, ob ich wirklich nur meine Braut im Herzen trage. Jo! — Und noch einmal ja! Ich hab' sie lieb! Basta! Was geht mich jetzt noch bie Frau des Hüttenkönigs Nenkel an? — Gewesene Sache!" _____________(Fortsetzung folgt.) Singt, uxm Caang gtptbtn. Kaut, won P. K. g^gtboi Ww Leigt kaut. Wird langt lebte ML -5. l F Angenehm duftender Atem Ist ein sicheret Zeichen eines gepflegten Menschen — man kaue P. K.-Kau- Bonbons, besonders nach den Mahlzeiten und nach dem Rauchen und Trinken. Die Gewohnheit, P. K.-Kau-Bonbons zu kauen, sollte besonders auch bei Kindern unterstützt werden, weil es viel beiträgt zur Reinhaltung der Zähne und der Mundhöhle und zur Befestigung des Zahnfleisches. g H.a WRIGLEY A.G.FRANKFURTa.M KAU-BONBONS PK. MOMMeiom des Freiherr!. Schenck'schcn Reviers Wäldershausen (Obcrhessen) Am Samstag, dem 26. Februar d. I., werden von vormittags 10 Uhr ab, im Frankfurter Hof zu Homberg (Oberhessen) öffentlich meistbietend versteigert: 1. Nutzholz: Eiche 3. Kl. = 3,74 fm „ 4. „ - 11,16 „ „ 6. „ - 6,69 6. „ - 2,31 „ Birke 5. „ = 0,48 „ Nutzreisig: Fichten in Schichthaufen 20 rm. 2. Brennholz: Scheit-Buchen, eichen Werkscheit = 240 rm. Knüppel: Buchen-, Eichen-, Erlen-, Aspen- und Nadel- Knüppel 450 rm Reisig: Buche 375 „ Stöcke: Buche und Eiche 50 „ Tas blau unterstrichene Holz kommt nicht zur Versteigerung. Man beliebe das Holz vorher cinzusehen. Auskunft erteilt Förster Kehl, Wäldershausen. 16500 Schweinsberg, den 17. Februar 1927. Freihcrrl. Schenck'sche Oberförsterei. Berichtigung zur Anzeige des Hess. Kulturbauamts am 19. Februar 1927 betr. Vergebung von Wasserleitungsarbeiten. ES muß richtig heißen: LoS 2 Rohrnetz mit Hauszulei- tungen, zusammen 6300 kfd. m. Achtung! 5 Wroge 19 19 Billig zu verkaufen, auch auf Teilzahlung: Schreibtische, Diwans. SofaS, Chaiselongues, VertikoS, Kletderlchränke, Waschkommoden, Küchenilsche, Stühle, Akten- regale, Beiten, 1 Kinderbett, 1 Waschmaschine, Badewanne ufm., ferner Konfirmanden-, Kinder-, Burschen- und Vetren* Anzüge. Loden- u Gummimäntel, Herren- Normal- u. Einsatz-Hemden, Unterhofen. Damenschurzen, alle Sorten Schuhzeug. lÄr* Täglich geöffnet! H. Benner II. Kaufe jedes Quantum feinste Oberh. Molkereibutter sowie beste Qualitäten Landbutter Lausender Abschluß erwünscht. l7B8ss F. Dennenmene, Buttergroßhandlung, Frankiert a. HL-Md, DreletetmtreJe 89 Drucksachen allerArt Oefert in feder gewünschten Ausstattung stilrein onrf ereil wert die Brübl*eche Uatv.DmekcreL R. Laar« Holzsubmission. Kl. 1 St. — 0,87 fm Hainb.< Stämme 4. 36,5 rm Steuernagel. 1755D Birkenstämme Lindenstämmc Lärchenstämme Fichtenstämme Kiefernstämme Nicder-vessingen, 20. Febr. 1927. Hess- Bürgermeisterei Nieder-vessingen. -- 5,19 --- 9,55 --- 24,19 --- 0,24 = 0,86 = 4,34 -- 0,72 -- 0,42 = 0,69 =■ 10,85 = 59,80 -- 0,68 = 1,34 ” 2,67 = 23,28 == 11,28 - 0,09 - 1,95 5. 6. 6. 6. 5. 5a< 5b. 3. 4. 5. ?Dcht.-Derbstang.l. „ 2. , 8 , 20 , 102 , 1 , 4 . 28 , 3 , 1 , 4 . 26 , 280 , 1 2 10 215 242 1 171 3735 Die Gemeinde Nicder-Bessingcn verkauft im Wege schriftlichen Angebots folgende Holzsortimente: Eichenstämme 3. „ 4. „ 5. 6. Lärchen-Derbst. Ficht.-Reisstang. Bohnenstangeni Fichten-Nutzreisig DaS Holz ist mit Rinde gemessen. Auskunft erteilt Förster Keil, Ettingshausen. Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klassen pro Festmeter bis zum Frei- tag, den 25. Februar 1927, vormittags 11 Uhr, bei der Bürgermeisterei dahier einzureichen. Die Bedingungen, welchen sich die Käufer mit-der Einreichung ihrer An- geböte unterwerfen, liegen bei uns offen und werden im Termin bekanntgegeben. Uns- nnö BrennöoWeigerwig Mittwoch, den 23. Februar 1927, von vormittags 9% Uhr an, soll in dem Anne- röber Gemeindewald folgendes Holz versteigert werden: Nutzholz: 2 Stück Eichenstämme 4. u. 5. Klasse — 1,10 fm, 215 Stück Fichtenderbstangen 2. Klasse ---- 9,95 fm, & zerbröckeln Sie den Wurfei Weberz Carls ba der um/ mischen ihn mit dem frisch gemahlenen bfftffee. Dann bereden Sie das Getränk, wie Sie es gewöhnt sind.-- So, nun kosten Sie 'mal /— Vergessen Sie mir das„ Cadsbader" nie, es kostet 55 Pfq. und ist überall zu haben Sie sehen, der harte Geschmack unseres Idaus- haltkaffees ist verschwunden, und statt der dürftigen, graubraunen Farbe hat das Getränk nun ein vollkraftiges Aussehen und einen warmen. Goldbraunen Ton. 292 Stück FichtenreiSstangen — 3,85 fm, 4,3 rm Fichten-Nutzreisig, 370 Stück Bohnenstangen. Brennholz: 15 rm Kiefernscheit 15 „ Fichtenscheit 10,2 „ Eichenknüppel 5,6 „ Kiefernknüppel 52,2 „ Fichtenknüppel 140 Stück Eichenwellen 4710 „ Fichtenwellen, dabei 5000 St. Turchforstungswellen 3 rm Knüppclreiscr 48,4 „ Fichtenstöcke. Zusammenkunft auf der Grünberger Straße, Kreuzungspunkt Kreisstraße Sinne < rod—Großen-Buseck. Annerod, am 19. Februar 1927. Bürgermeisterei Annerod: Horn. 1754l) Holzversteigerung des Hofgutes Winnerod. Am Freitag, dem 25. Februar 1927, vormittags 9% Uhr, kommen folgende Mengen Buchenbrenn- und Nutzholz zur öffentlichen meistbietenden Versteigerung: 114 Rm. Scheit, 30 „ Knüppel, 102 „ Reisig, 55 „ Stöcke, desgleichen ca. 20 Fftm. Buchen- und Lärchcnholzstönnne und ca. 4 Fstm. Fichtenreisstangen. Tas Brennholz liegt an der Kreisstraße Wirmerod—Reinhardshain. Zusammenkunft an dem Gutshof s Straße Reinhardshain). 1727V Winnerod, den 19. Februar 1927. «utvverwaltung Winnerod. Bekanntmachung. Auf Grund der Reichsverdingungsord- nung sollen die nachstehenden Rohbauarbeiten für die städt. Wohnungsbauten an der Welkcrstraße in 3 Losen vergeben werden: 1. Erd-, Maurer- und Betonarbeiten, 2. Zimmerarbeiten, 3. Dachdeckerarbeiten, 4. Spenglerarbeiten, 5. Grobschlosserarbeiten. Tie Unterlagen liegen für Los 1 und 2 bei dem Architekten H. Fischer, Seltersweg Nr. 89 und für Los 3 bei Architekt Ernst Schmidt, Bismarckstraße Nr. 38 offen und sind die Angebotsformulare daselbst zu haben. Die Angebote sind verschlossen, versiegelt und mit einer entsprechenden Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin, Freitag, den 4. März 1927, vorm. 10 Uhr beim Stadtbauamt einzureichen und erfolgt die Lefsnung der Angebote im Beisein der etwa erschienenen Dieter. — Zuschlags- frist 4 Wochen. — Gießen, den 19. Februar 1927. Stadtbauamt Gießen: Braunbach. 17576 Nutzhotz-Derkam. Donnerstag, den 24. Februar d. I., vor- mittags 10 Uhr, wird im Gemeindewald Fronhausen (Lahn) das Nutzholz meist- bietend verkauft. a) 45 Nadelstämme von 15 bis 34 em Durchmesser mit 22 Festmeter Inhalt. b) 36 Eichenstämme von 19 bis 56 cm Durchmesser mit 25 Festmeter Inhalt. Zusammenkunft bei den Hainbuchen. Der Bürgermeister. Schnabel. 1732V O^erliess. Ge^i.’scbalt förNatur- u. Heilkunde Haupt-Versammlung beider Abteilungen DonnerStaa, 24. Fcbr., 8' , 11 br abdS. tm Großen Höriaalc des Pbnsikaltschen Jnst.tulco (^ieDüaniitaBe 24». L Bericht des Rechners 2. Vortrag des Herrn Prof. Dr. Karl Bürk er: Die Sunfiionen öes synWMlüen onö vlirosllliiMiMeli nercenfofiems. Gäste, auch Damen, willkommen. Ter Borstand. 1730V Bei Hämorrhoiden Stuhl Verstopfung, Darm erseh afhitig und Ausschluß, sowie zur Hlutreinlgung ist Stern-Engel-Tee ein alt bewährtes, wirksam . gift fr Mittel. Zu haben nur in den Apotheken, falls nicht vorrätig, wende muu »ich an Stern- Engel-Tee-Grolivert rieb. Bad Schandau (Elbe*, Beweismaterial, Prospekte gratis. Orangen-Import xttnl. blonde,in Stiften »u 16<». 200, 3W Lick. M 13.50 u. M. 14.50 balbblnt . M. 15.- 16.- 17.- bovvclblnt Dl 17 - 18.— interner zu billigsten TaieSoretsen Mandarinen, amer. Siebtel, Zitronen, Feigen, Zwiebeln. A. Grdnehanm Frankfurt a. M.. Windcckttr. 41 Carolus 42891 |l702ssl Hanla W78 Nr. 43 Drittes Blatt «■BUMW.W TI IUI ■--Hl HM Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) «■MKnwOMB'jaKl.. MWMMinMMMMMMMMBI Montag, 21 Zebruar 1927 ton D 77 (Butzbach ab 11.20 gültiges Mißtrauensvotum ausgesprochen Sie ie vielseitige Verwendung von maggis würze Vorteilhaftester Bezug in gro3en Originalflaschen zu RM. 6 50. Achtung auf unversehrten Plambenverachlufi. i«t mancher Hautfrau noch unbekannt. Nicht nur Suppen aller Art tondern auch Gemüsen, Sofien und Salaten verleiht ein kleiner Zusau feinen, kräftig?n Wohlgeschmack. Rumänien. Ion unserem S.-Berichterstatter Nachdruck auch mit Quellenangabe, verboten!) Bukarest. Februar 1927. Jn Bukarest sinv wieder einmal größere Lruppenausgebote zusammengezogen. Das kommt öfter vor bei Paraden — Besuchen fremder Fürstlichkeiten — Pr^nzessinnenhochzeiten — Reichs tagSwahlen - StudentenstreikS und Fahrplanwünsche der ProvinzOberhesfen Der Verkehrsbund Oberhessen an die RerchsvahndirekUon Frankfurt. Zur Befried.gung der abendlichen Berkchr» interessen Der Stab! öntzbach ist cs erforderlich, den nur versuchsweise für Örn Dintersahrplan vorgesehenen Halt des dem rumänischen Dolle ungeheuer wachsen. Troy aller Vorsichtsmaßregeln des Generals AvereScu. Troy des Widerstandes ker Liberalen. Weder das Berbot. die Äaroi rage oder den Beschlust der Bauernpartei innerhalo und außer- halb des Parlaments zu erörtern, noch die schärfste Zensur werden das Schweigen erzwingen. Auch die Wirkung des verstärkten Truppenauf- geboteS in Bukarest übt nur bedingte Wartung aus Auhcebem ist man solche Veranstaltungen von Studentenstreiks und ähnlichem her zu sehr gewöhnt 3m königlichen Schloß aber weilt ein belgischer Spezialist am Krankenbett des krebSlcidenden Königs, um ihm Duto Radium- behandlur.g Linderung zu bringen. Fürst W . k - Helm von Hohen zollern-Sigmarin- gen wird zum Betuch feines kranken Bruders erwartet... Und der älteste Sohn Köna Ferdinands? begnügen sich vorläufig mit der Erklärung, ihnen ächt erwünschte neue Gesetzentwürfe mit aller Entschiedenheit zu bekämpfen und dem Hinweis, im Bedarfsfälle auch zu Gewaltmastregeln entschlossen zu sein. Diese Drohungen zielten m der Hauptsache auf die Berhandlungcn Averescus mit Man. u, dem Führer der Rational-Zaranisten, die eine Einigung über deren Eintritt in die Regierung herbcifuhren sollten. Für ihre Mitarbeit forderten die Rational-Zaranisten als oberste Bedingung die Rückkehr deS Srkronprin» z e n Karol nach Rumänien. Die Berhandlun- qen sind daraufhin abgebrochen worden, weil 2lverescu diese 3ufage. infolge seines Wahl- vakteS mit Bratianu im vergangenen Jahre, nicht geben kann und darf. Die Gegensätze zwischen dem Exkronprinzen 'tarol und dem ehemaligen liberalen Minister- vräsidenten Bratianu sowie dem stummen Regisseur rumänisch-politischen Handeln-, Prinzen S t i r b e y. dessen Einflust bet Hofe, besonders auf die Königs n, ein außerordentlicher ist. waren schon vor der Abdankung des rumänischen Thronfolgers unüberbrückbar. Es spielen da bedeutsame persönliche Momente mit. Kronprinz Karol hatte anläßlich der lebensgefährlichen Erkrankung König Ferdinands im Jahre 1925, die feinen Regierungsantritt erwägen liest, nicht die nötige kroichrinzliche Zurückhaltung bewahrt. - Dieweil er dem damaligen Ministerpräsidenten Bratianu, ebenso wie seiner königlichen Mutter und deren Ratgeber und vertrautem Freund, dem Prinzen Stirbey kategorisch erklärte, dah er im Falle seiner Thronbesteigung eigene Entscheidungen au treffen beabsichtige und imstande sein werde — und keine Bevormundung dulden werde. Das haben ihm alle Beteiligten lehr verdacht und nicht vergessen. — Und die rothaarige Frau L u p e s c u, zu deutsch Wolf, deren Mutter einst in Jassy „ein kleines Hotel" verständnisvoll leitete, war ein geeigneter und willkommener Anlaß für den denkwürdigen Kron- rat vom 4. Januar 1£33. Jene Erklärung des Erkronprinzen haben aber auch Die Ra^ional-Zaranisten nicht vergessen. - Es ist nur zu begreiflich, dah sie den Kron- orinzcn in- Land zurückhaben wollen. — Um lo mehr, als die Beliebtheit des Erkronprinzen (seine „Drei Frauen" n;mmt ihm kein Rumäne ernstlich übel) feit feiner Abdankung im rumänischen Bolle ständig größer wurde. Seine Popularität hat er auch jenseits Der Grenzen seines Daterlandes recht klug zu steigern vermocht. Sein geschicktester Schachzug war der offene Brief tm März 1923 an Den Patriarchen von Bukarest Miron Ehriste. Dieses Schreiben wurde in allen groben Zeitungen des Landes veröffentlicht. Als ..guter Rumäne" ermahnt Der „Bürger" Karol Da seine Landsleute vor Den Parlamentswahlen zur Eintracht, Friedfertigkeit und vaterländi'cher Gesinnung. Wie standen die Augen feiner ru- mänilchen Landcskinder gerührt voll Wasser...! Der Bries wirkte lange und nachhaltig Das konfiszierte Kommunique der Rational-Zara- nisten vom 3. Februar 1927. worin auf Partei- deschlub zur Sicherung der gegenwärtigen Staatsordnung. der konstitutionellen Monarchie und des demokratischen Staatslebens Die gesetzliche Revision des Beschlusses vom 4. Januar 1923 verlangt wird, ist nur ein Beweis dafür. - Durch dielen Parteibeschluß werden Macht und Ansehen der nationalen Bauernpartei in fönen aus Ostpreußen abgewandert zum Teil in5 Ausland, zum Teil in Die westlichen 3nbuftriegtbttie, wv viele von chnen jetzt ev- «octbilor find. Dabei fei erwähnt, daß in den Jahren 1840 bis 1910 rund 750 000 Menschen au* Ostpreußen allein nach unseren westlichen Provinzen abgewandert sind, darunter viele Masuren. die in Rheinland-Westfalen in Bergbau und Industrie beschäftigt wurden. Aach dem Kriege hatte die Abwanderung aus Ostpreußen ganze Iahr hindurch ’efahttn meiden. Durch diese Züge wird eine ständige gute Verbindung mit Wiesbaden usw. also zwilchen Oberheslen und Rhcinhetten und Darüber hinaus nach Sndweften Norden und Rordosten geschliffen. Uebrigenb wies dieses Zugpaar immer eine sehr gute Be fehung auf. ähnlichem — — — Dann flattern von Den Bretterzäunen und Häuserwänden zerrissene Manifeste und Polizeiverordnungen im Winde wolDakn. deren Uniformen in ihrer Zerlumpt- ijtii sonst sehr viel zu wünschen übr.g lassen, patrouillieren im Glanze nagelneuer Monturen durch Die Stadt - atemlose Spannung erregt >vohlig Die Gemüter — Versammlungen find verboten - tausend Gerüchte schwirren durch Die Gassen - werden geheimnisvoll von Ohr zu Ohr geraunt. — Die Zensur wacht mit ArguSaugen — Unausgesprochener BelagrrungLzustand! Das alleS ist temporär und hat verschiedene Ursachen ... meistens ReichStagSwahlen oder •StuDcntenflmU — Diesmal ist der G r k Vie Not des deutschen Gstens. Zn Der Zeitschrift für D tt Arbeit und 2luf- bau .Die Räder' Berlin W 57. befaßt sich Der Direktor im Deutschen Ostvund S. G i n s ch e l sehr eingehend mit her heutigen Qlot des deutschen ästens Am Hand zahlreicher Einzelbeispiele schildert er Die bedrückenchen Verhältnisse, unter Denen zunächst Ostpreußens Landwirrschaft leidet und kommt zu Dem Ergebnis, daß eine Ertragssteigerung in Der ostpreuhilchen Landwirtschaft unmöglich vor sich gehen kann. Do Der MangelanDetriedskapitalund Kredit auf Der einen Seite unD Der ‘3er lüft an Hinterland auf Der anderen Seite Die hohen Frachten für ostpreußisches Getreide und die geringen Preise zu einer außerordentlich starken Schwächung Der Getreideanbauflächen in Ostpreußen geführt habenI Diese bedauerlichen Tatsachen erklären sich, wenn man erfährt, daß z. B. Der Diehumsatz vor und nach dem Kriege zwischen Ostpreußen und den jetzt abget ..men Gebieten von 190000 auf nur 872 Stück Dietz Aurüdgcgangen ist, und wenn man weiter hört, daß im Gesamtdurchschnitt ostpreuhischer buch- führender Gutsbeiriebe in Den letzten Iah^ ren nicht nur lein Gewinn erzielt wurde, sondern beispielsweise im Jahve 1924 25 Der durchschnittliche Derlust 66,2 Mk. je Hel la r betrug (gegenüber einem Gewinn von 46,9 Mk. je Hektar in den letzten fünf Dorkriegsjahren). 3n Masuren batten Die Güter sogar einen Verlust von 87.9 Mark je Hektar. Richt anders war es in Den bäuerlichen Betrieben. Hier hatten nicht weniger als 87 Prozent aller bua-führenden Bauern Verluste, während nur 13 Prozent Reinerträge hatten. Diese Reinerträge betrugen aber durchschnittlich nur 18,6 Mk. je Hektar. Ostpreußen lebte vor Dem Kriege geradezu von seinem Export nach Rußland. Don diesem hat es dadurch, daß es durch Die neu- gebildeten Randstaaten und durch Polen von Rußland getrennt worden ist, 90 Prozent ein- gebüßt, ilmgefebrt ging vor dem Kriege ein volles Drittel der Gcsamtaussuhr Rußlands nach Ostpreußens eine genaue Statistik für Die heutigen Verhältnisse liegt nicht vor. Cs ist aber sicher, daß auch diese Ausfuhr während Der landwirtschaftlichen Rotstände in Rußland völlig unterblieben und daß daS auch heute in Der Hauptsache noch Der Fall ist. Jedenfalls lind Die russischen Futtermtttel, Die früher Der ostprevßi- schen Diehwirtschast eine große Hilfe waren, heute nicht mehr zu haben. Die inbustrielle Gin- unD Ausfuhr zwischen Ostpreußen und Den jetzt zu Polen gekommenen Gebieten betrug vor dem Kriege jährlich 815 000 Tonnen. Sie beträgt jetzt nur noch Z6 000 Tonnen. Das bedeutet, daß Industrie und Handel nicht nur in Ostpreußen aufs schwerste gelitten haben, sondern auch in Den abgetretenen Gebieten, wo Industrie und Handel hauptsächlich in Den Händen der Deutschen lagen. Die holzverarbeitende Industrie Ostpreußens, die größte der heimischen Industrien neben dem Mühlengewerbe, hat durch die neue Grenzziehung ganz besonders schwer gelitten. Russisch-polnisches Holz kommt nur noch in geringem Umfange nach Ostpreußen, nicht zuletzt wegen Der nun schon jahrelang anhaltenden litauisch-polnischen Differenzen, Die Den früheren Holzhandel, der insbesondere auch Den Rjemen (Memel) benutzte, unmöglich gemacht hat, ganz abgesehen davon, daß man von Polen Ostpreußen einen scharfen Konkurrenzkampf bereitet. <&o liegt nicht nur die Landwirtschaft Darnieder. sondern. Da von Dieser in den vorwiegend agrarischen Provinzei; auch Industrie, Handwerk und Handel lebten, das ganze Erwerbsleben und infolge verminderter Steuerlraft somit auch Das ganze öffentliche Leben. Dafür gibt es sehr greifbare Beweise, wie beispielsweise die Kontursstatistik. Während im Gesamtreichsdurchschnitt 1925 Die Zahl der Konkurse um 20 Prozent höher war als 1913, waren in Ostpreußen 80 Prozent mehr zu verzeichnen. Dazu kommt, daß Ostpreußen, durch seine Lage weit entfernt vom Mittelpunkte des Reichs und geschieden durch den Weichselkorridor vom Vairrlande, allein rund 15 Millionen Mark jährlich an Frachten mehr zu zahlen hat wie andere Gegenden des Reiches, trotz zugestandener Frachterleichterungen. Diese Verhältnisse haben auch bevölkerungspolitisch außerordentlich ungünstige Wirkungen herbeigeführt. Mitten im polnisch- litauischen Meer liegend und von Den heftigsten Dogen nationalen Kampfes umbranbet, ist Ostpreußen in gewissein Sinne Darauf angewiesen, sich selbst zu schützen und zu verteidigen. Dazu ist erforderlich, daß es eine harte national zuverlässige Bevölkerung besitzj. Run ist aber gerade das agrarische lleberfchuy- gebiet Ostpreußen das am dünnsten bevölkert.'. Die schlechte Lage Der Landwirtschaft, Der Industrie, des Handels und des Handwerks hat leider, wie früher schon, eine große Abwanderung Aut Folge gehabt. Dom 1. September 1923 bis Mitte 1925 sind nicht weniger als 160 000 Per- prinz Die Veranlassung — Der ehemalige Kronprinz von Rumänien nacht Dem augenblicklichen Ministerpräsidenten AvereScu viel zu schassen. - Dem General war sicherlich überhaupt viel wohler hoch zu Roß an Der Spitze seiner .sieareichen Truppen" von Maraschesti als im Ministerpräftdenlenfesfel. ... Die ZÜgel der Regierung m die Hand zu be- kommen, wurde ihm vor nunmehr beinahe Iahres- *vift leicht genug, sie seither sest Darin zu halten, scheint ungleich schwerer. Obwohl et gleich nach »einer Ernennung das Versprechen abgab. am KurS Der inneren und äußeren Politik. Den seine Borfänger, Die Liberalen, eingeschlagen, nichts tu andern, sind Die Liberalen, die. kluge und geschickte Politiker, ihn als einen minder begabten und schwächeren Rachfolger Bratianu- 'cher Staatskunst ins Schlepptau nahmen, nicht mehr zufrieden. ... Sie finden (cs war übrigens für alle Eingeweihten vorauSzusehen), daß die ngenblickliche Regierung Rumänien um Iahr- ehnte zurückbringt. ... ,Zür weniger an Der rumänischen Politik Beteiligte ist Der llnterfchied wischen Einst und Jetzt allerd.nas schwerer feft» zustellen. ... Trotz ihrer Unzufriedenheit haben Herr Bratianu und seine Anhänger Dem Ministerpräsidenten Avercscu noch kein end- Uhr abends) zu einer ständigen Einrichtung zu machen. Die Benutzung Die e> Zuges durch Butz bacher Xc wird sich Die Inanspruchnahme dieses Zuges zur Rückkehr nach Butzbach gerade in den Sommer monaten noch verstärken. Der Beschleunigte Personenzug 770 muß zweckmäßigerweise an Sonntagen von Marburg ab bis Frankfurt verstärkt gefahren werden oder noch besser einen beschl u halten. Der AuSslüglerverkehr aus Dem Lahntal. Oberhessen und der Marburger Gegend ift. wie beobachtet wurde, mit diesem Zuge lo lebhaft. daß eine Ueberfüllung der Wagen häufig st und D;c in Bad-Rauheim zur Rückfahrt nach Frankfurt einsteigenden Fahr gäfte kaum noch Platz erhalten können Zwecks Schaffung einer täglichen Spätver binDung von Frankfurt a. M. nach Gießen ist es erforderlich, Den Personenzug 709, oder noch besser Den Personenzug 771, ab Frankfurt a. M 11 05 'i'v abends bzw li :: Uhr ib in Friedberg enden zu lassen, sondern täglich nicht nur (wie jetzt) Sonntags, bis Gießen durchzuführen. Dieser Zug ist für alle Diejenigen erforderlich, Die Die Frankfurter Theater besuche» möchten, wozu sie unter Den gegenwärtigen Zug Verhältnissen (letzte tägliche Abendverbindung nach Gießen ab Frankfurt a. M. 10.23 llhr abends n,ji 1* 77) nicht in Der Lage sind. Personenzug 709 bzw. Personenzug 771, könnten evtl, ab Fricdverc- volkorten Osten nach Dem übervölkerten Westen einerseits und Die AvwanDerung vorn Lande nach der Liadt anDererfeitS nicht nur aufhön, sondern Das; tm Gegenteil eine rückläufige Bewegung herbeigeführl wird. Als erster bcDeutfamer Schrnt tm Wirken Des Ende v. 3. gegründeten Verkehrsbundes Oberhessen liegt jetzt eine umfassende Hingabe vor. Die er am SamStag Dor ReichSbahndirektion Jranfurt a. M. überreicht hat Der Perkehrsbund Dem die Drovinztaldirekuon Oberhef'en, Die KreiSämter Stadtverwaltungen, Industrie und Handcls- fammern Handwerkskammer. Bad edt reit tonen, BerkehrSvereine. Der D H S ulw als Mttgl-e- Der angeboren — wendet sich in hiefem. Schriftstück gegen Das auherordentlicheFahr- Vlanelend auf Den oberhofsischen Eisenbahnstrecken, dessen Beseitigung eine Dringende Rotwendigkekt ist Die Eingabe hat folgenden QSortlaui: Grundsätzliches. Die außervrdenllich stiefmütterliche Dehand- lung, die Den Eisenbahnverkehrsinteressen Der Provinz Oberhessen im Vergleich zu anderen Strecken (z.B. Frankfurt a. M -- Fulda — Bebra) bei Der Festlegung Des Winterfahrplans 1926 27 seitens Der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. zuteil geworden ist. veranlaßt uns zu dem Ersuchen, vom Sommerfahrplan 1927 ab sämtliche gestrichenen Züge auf Den oberhessischen Strecken wieder in den Verlehrsdienft einzustellen. Grundsätzlich müssen wir mrs auf Den Standpunkt stellen. Daß die Streck« Frankfur! Kassel bei Der Ausgestaltung des Fahrplane mindestens in Dem gleichen Ausmaß zu berüc'idjtigcn ist. wie es bisher schon Der Strecke Frankfurt- Bebra zuteil wurde. Die wirtschaftlichen und 03er- lehrSinleressen Der Provinz Oberhessen sind genau so wicht" ü Der Frankfurt Bevraer Strrcke. Wenn die Reichsbahndirektion Die Mit el zum Verkehr zur Verfügung stellt, Dann wird Die Frequenz im Lause Der Zeit von selber komipen. Ferner ersuchen wir, darauf bedacht zu fein, daß die Anschlüsse von Oberhessen her in Rich tung Darmstadt und Mainz, wie überhaupt nach sämtlichen Anschluhstrecken Der Reichsbahn-Direk- tion Mainz besser als bisher gewahrt werden. Ltrccke Ziesten — Frankfurt. Wir erinnern an Die von Dem Fahrplan-De- zernenten Der Reichsbahirdirektion Frankfurt a. M. in Der Gießener Fahrplankonferenz am 18. September v. I. gegebene Zusage. Dem O-Zugpaar 191/192 neben Dem im Sommerfahrplan 1927 durchgeführten Halt in Bad-Rauheim auch noch Halt in Gießen zu geben. Für beide Städte ist Der Halt dieses Zugpaares von außerordentlicher Wichtigkeit. Personenzug 704, jetzt ab Gteßen 4,00 Ähr, an Frankfurt a. M. 6,25 ilhr. ist früher zu legen, oder mit größerer Fahrgeschwindigkeit zu fahren, damit er etwa 6,15 llhr spätestens in Frankfurt eintrifft und dort Anschluß an den Beschleunigten Personenzug 998 nach Darmstadt, Heidelberg und weiter nach Süddeutschland erreicht. Dieser Anschluß dürfte^ namentlich für den Sommerreisever- lehr nach Süddeutschland von größter Dedeuiung fern und denen sehr willkommen werden, die den Ausgaben für O-Zugbenuhung wirtschaftlich nicht gewachsen finD. Cvtl. Aufenthaliskürzung in Friedberg und Aeberholung des Personenzuges 704 durch D 192 in Rieder-Wöllstadt. 3m Interesse Der Kurfremden in Bad-Rau- hnm. welche Die in Frankfurt a. M. abgehenden Frühzüge nach^ Mainz oder Darmstadt benutzen wollen, ist in Erwägung zu ziehen, eine Verbindung zu schaffen, die etwa 6,00 Llhr früh in Dad-Rauheim abfährt und so rechtzeitig in Frankfurt a. M. ankommt, daß Der Anschluß an Die Züge D 2. ab Frankfurt 7 12 llhr nach Mainz, und D 134, ab Frankfurt 7.06 llhr nach Darmstadt, erreicht wird. Diese 'Verbindung muß als unbedingt nottocnDig bezeichnet werden. D 179 180 (Schnellzug Frankfurt a. W. — Kassel — Berlin, bzw. Berlin — Kassel — Frankfurt a. W.), die im früheren Fahrplan eine ausgezeichnete und u. E. ausreichend frequentierte Verbindung darstellten, müssen vom neuen Som- mersahrplan ab wieder im Dienstplan enthalten sein und das ganze Iahr über beibehalten werden, ilebrigcnä sah sich bekanntlich die Re.chsbahnvcr- waltung gezwungen, im Laufe des Winterfahr- pl^ns mehrfach diese Berliner Zugverbindung aus der kombinierten Führung mit Den Hamburger O-Zügen herauSzunehmen und selbständig zu fahren- in allen diesen Fällen waren die Züge sehr gut benutzt. Das Bedürfnis nach dieser Vervin- Dung Dürfte allo ausreichend erwiesen sein. D 76. ab Gießen 7L8 Uhr vormittags, ist auf Der Strecke nach Frankfurt a. M. überlastet Es emvsiehlt sich, ab Gießen Beiwagen zu stellen, falls nicht vorgezogen wird, dies schon in Kalsel ober Marburg zu tun. Die sogenannten Bäder-Schnellzüge. D 27 28. Die nach Dem gegenwärtigen Winterfahrplan erst vom 1. April 1927 ab wieder verkehren sollen müssen nach Den VerkehrSnorwendigk^ ten der Städte Frankfurt, Friedberg. Bad-Rauhe m, Buy- bach und Gießen, aber auch im berechtigten Der- kehrsintereffe Der anschließenden Strecken das ’ur im Sommer, sondern auch im Winter. Die Erfahrung hat gezeigt, baß dieser Zug an Sonntagen besser beseht war als an Werktagen. Durchgangszug 275 der Strecke Frankfurt— Gießen trifft nach dem gegenwärtigen Fahrplan (Frankfurt a. M. ab 5J2 Uhr) um 6,42 üßr abds. in Diehen ein. Eine Minute vorher, um 6,41 Llhr, fährt auf der Strecke Dietzen—Gelnhausen der lZersonenzug 512 von Dietzen ab, so datz Anwohner der Strecke Dietzen--Gelnhausen, die mit dem Durchgangszug 275 in Dietzen ankommen, hier den Anschluß nicht mehr erreichen, sondern - falls es sich um Reisende handelt, die überhaupt nur bis Hungen fahren wollen — bis 10,43 Uhr warten müssen. Da Personenzug 512 in Gelnhausen keinen Anschluß herzustellen hat. wäre es leicht, den Wunsch der Städte und Dörfer an der Strecke Dietzen-Gelnhausen, aber auch der Orte an der Strecke Ridda—Schotten, zu erfüllen, der dahin geht, den Anschluß des Personenzuges 512 an den Durchgangszug 275 herzustellen durch Späterlegung des ersteren Zuges um etwa i/2 Stunde. Auf diese Weise würde den Bewohnern der Orte an der Strecke Dietzen - Gelnhausen eine vorteilhafte Spätnachmitlags- und Abendverbindung mit Frankfurt a. M. geboten. Am Schlüsse dieses Abschnitts noch die Anregung, datz die oben erbetenen Personenzüge die großen Fahrplanlücken, deren eine in Richtung Dietzen-Gelnhausen jetzt zwischen 8,14 Uhr früh und 1,43 Uhr mittags, während die andere Gelnhausen—Dietzen zwischen 1,05 Uhr und 5,28 Uhr nachmittags liegt, ausfüllen konnten. Strecke Friedberg—Nidda. Zur Verbesserung des Fahrplans dieser Strecke ist es notwendig, einen besseren Anschluß vormittags ab Friedberg nach Ridda herzustellen. 3m Interesse der an dieser Strecke liegenden Orte, insbesondere auch des Bades Salzhausen, wird daher angeregt, im Anschluß an den Personenzug 773 (ab Frankfurt a. M. 10,14 Uhr vorm., an Friedberg 11,25 Uhr), und den Personenzug 774 (aus Richtung Kassel, an Friedberg 10,56 Uhr) einen Triebwagen oder sogenannten kleinen Dampfzug nach Ridda verkehren zu lassen, der selbstverständlich auch Halt in Bad-Salzhausen bekommen müßte. Diese Verbindung könnte mittags gegen 1 Uhr nach Friedberg zurückfahren und dadurch wieder Anschlüsse in Richtung Frankfurt und Kassel Herstellen. 3n beiden Richtungen würden Zugpausen ausgefüllt, deren Größe jetzt schon von der Bevölkerung sehr unnan- genehm empfunden wird. Die Schaffung dieser Fahrgelegenheiten ist zur Hebung des Fremdenverkehrs, wie auch des lokalen Verkehrs dringend erforderlich, denn der Fahrplan in seiner jetzigen Gestalt, der von morgens 8,15 Uhr bis nachmittags 1,47 Uhr in Richtung Ridda und von 9,43 Uhr bis nachmittags 4,25 Uhr in Richtung Friedberg keinerlei Verbindung aufweist, ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn die Reichsoahn- Verwaltung die Reigung des Publikums zur Auto- benuhung nicht noch verstärken will, muß sie eine Aenderung des jetzigen Zustandes eintrtten lassen. Für die Zeit vom l.Mai bis 1. Oktober ist die Einlegung eines Abendzuges oder eines Triebwagens von Nidda nach Friedberg mit Anschluß nach Frankfurt a. M. und Bad-Nauheim—Gießen dringend geboten. Der Umstand, datz man ichon um 4.25 Uhr nachmittags von Nidda bzw. Bad Salzhausen abfahren muß, wenn man die Strecke nach Friedberg benutzen will, ist der Hebung des Reiseverkehrs auf dieser Strecke nicht förderlich. Wir möchten anregen, den gegenwärtigen Personenzug 415b, der nur Sonntags 6.46 Uhr nachmittags ab Nidda verkehrt, auch täglich zu fahren: guter Anschluß in Richtung Frankfurt a. M. und Gießen wäre dadurch gesichert. Dringend erwünscht ist, daß das ganze Jahr hindurch alle Züge dieser Strecke in Bad Salzhausen halten. Da die von der Badedirektion und der Gemeinde Bad Salzhausen angelegte Parkbeleuch- tung in jeder Hinsicht ausreichend ist, werden der Reichsbahn keinerlei Kosten für die Beleuchtung der Station entstehen. Die Fahrkarten könnten, wie auch bei anderen Stationen, im Zuge ausgegeben werden, für Reisende über Friedberg hinaus mindestens doch bis Friedberg. Der Hessische Staat hat in den letzten Jahren erhebliche Aufwendungen gemacht, um das Bad Salzhausen in weitgehender Weise den Ansprüchen der Zeit anzupassen, seinen Ruf und das Ansehen zu heben. Diese Bestrebungen des Staates zur Hebung Bad Salzhausens werden aber nur dann vollen Erfolg bringen, wenn von der Reichsbahnverwaltung durch Verbesserung der Der'ehrsverhältnisse dem Staate geholfen wird. Die derzeitigen bzw. vorjährigen Cifenbahn-Verkehrsverhältnisse für Bad Salzhausen reichen nach der Ueberzeugung der Badedirektion zur Befriedigung der Verkehrswünsche der Kurgäste nicht aus. Rur dadurch, datz den oben erwähnten Fahrplanwünschen Salzhausens Erfüllung gewährt wird, kann die Reichsbahn dem Bade förderlich sein. Strecke Nidda — Schotten. Kenner der Verhältnisse bezeichnen es als dringend notwendig, daß auf dieser Strecke die neu eingeführten Triebwagen (Oelmotorwagen) alsbald Verwendung finden. Diese Wagen würden sich gerade auf dieser Strecke, die ganz besondere Geländeschwierigkeiten aufweist (Steigungen, Fahrt durch Ortschaften) gut bewähren. Auf der verhältnismäßig kurzen Strecke könnte mittels dieser Wagen leicht nach Bedarf eine notwendige Verbindung hergestellt werden und dadurch besserer Anschluß an die großen Strecken zu erzielen sein. Die Einheitsklasse in diesen Motorwagen dürfte für die Rentabilität von großem Vorteil fein. Es dürste sich empfehlen, einen dieser Wagen in Schotten zu stationieren. Der abendliche Anschluß Dietzen—Schotten muh angesichts einer einstündigen Wartezeit in Ridda als recht ungünstig bezeichnet werden. Es dürfte sich empfehlen, vom Gesichtspunkte des vorderen Vogelsberges (Schotten und .Umgebung) aus den PZ. 512, der jetzt 6.42 abends in Gießen abfährt, wie weiter oben ausgeführt, etwa eine halbe Stunde später zu legen. Auf diese Weise wäre auch der Anschluß von Frankfurt a. Main (D 275) sichergestellt, ohne dadurch den Betrieb auf der Strecke Frankfurt—Gießen zu beeinträchtigen. Für den Sonntagsverkehr von Gießen nach Schotten dürfte es sich empfehlen, etwa um 9.00 abends ab Gießen einen Leicht ug oder Triebwagen zu führen, der bis Schotten gehl oder aber ab Ridda abends im Anschluß an den PZ. 512 einen Motorwagen nach Schotten verkehren zu lassen. Auf diese Weise würde der unter den gegenwärtigen Verhältnissen bedingte vierstündige Aufenthalt in Ridda in Fortfall kommen. An Samstagnachinittagen wäre es erwünscht, wenn der PZ. 4185 in Ridda bereits kurz nach 3.00 Uhr abfahren würde, im unmittelbaren Anschluß an PZ 508 von Gießen. Diese Maß- nähme ist erwünscht sowohl im Interesse der arbeitenden Bevölkerung, die in Ridda beschäftigt ist, aber in Schotten und Umgebung wohnt, als auch vom Standpunkt der Touristen aus. die sicherlich auf den gegenwärtigen langen Aufenthalt in Ridda gerne verzichten werden. Für den Frühverkehr an Sonntagen, vom Standpunkt der Stadt Schotten aus ist es erwünscht. wenn- der oben gegebenen Anregung betreffend Schaffung eines direiten Zuges Gießen— Schotten bzw. Frankfurt- Schotten ftattgegeben würde. Evtl, wäre ein Sonderzug - ab Frankfurt etwa um 5.00 Uhr früh, an Schotten gegen 7.30 Uhr — in Erwägung zu ziehen. Aus diese Weise könnten die Ausflügler zu früher Tagesstunde in Schotten eintreffen und von hier aus ihre Ausflüge in den Vogelsberg unternehmen: das wäre im Vergleich zu heute, wo die Touristen erst gegen Mittag in Schotten an- I kommen, ein bedeutender Gewinn, der sich sicherlich auch für die Reichsbahn in Gestalt verstärkter Frequenz äußern wird. Die Abfahrt des Sonntag-Abendzuges von Schotten muß gegenüber dem heutigen Zustand später gelegt werden, evtl, auf 7.00 Uhr abends. Der Vorn'.ittogs-Personenzug 4183. ab Ridda 9.35 Uhr, wäre etwa 10 Minuten später zu legen, damit dieser Zug in Eichelsdors den Anschluß von dem Kraftwagen des Zweckverbandes Schotten—Hungen aufnehmen kann. Der PZ. 4182, ab Schotten 5.22 Uhr früh, an Ridda 6.03 Uhr, der jetzt nur werktags verkehrt, muß auch an Sonntagen gefahren werden, damit die Bewohner der Stadt Schotten und der an dieser Streck: liegenden Dörfer die Möglichkeit haben, auch Sonntags früh über Ridda—Friedberg nach Frankfurt zu fahren. Bei besonderen Festen im Vogelsberg (Hohe- rodskopffest usw.) müßte die Reichsbahn dem Verkehrsbedürfnis durch Schaffung von Sonder- zügen oder verstärkte fahrplanmäßige Verbindungen ausreichend Rechnung tragen. (Schluß folgt.) Vermischtes. Dreister Raubüberfall. In München wurde die Frau des Generalvertreters einer großen Zigarettenfabrik von zwei Burschen, die sich vorher telephonisch Gewißheit verschafft hatten, daß ihr Mann nicht zu Hause war, überfallen und durch einen Schlag auf den Kopf betäubt, so datz sie bewußtlos zusammenbrach. Darauf raubten die beiden etwa 10 000 Zigaretten. Sie hatten durch eine fingierte Bestellung auf Zigaretten sich Zutritt in die Wohnung verschafft. Zeitschriften. Aus dem Februarheft des „Kunst- wart" (Verlag Georg D. W. Callwey,München): Aloys Fischer deutet die Gestalt Pestalozzis aus seinem Erlebnis und seinem Werk heraus. Kurt Martin macht in Verbindung mit fünf Wiedergaben seiner Werke mit der künstlerischen Entwicklung des großen Rorwegers Edvard Munch bekannt. Rachdenklich weiß Arthur Bonus über die in „Alten Chroniken" der Monumente Germaniae sich findenden, für uns heutige Europäer aufschlußreichen Welt- und kulturpolitischen Lehren zu plaudern. Ueber den Stand der heutigen Jugendbewegung berichtet Emst Kemmer. Lothar Schreyer bringt uns den Mystiker Ecke- hart näher ufto. Die „Losen Blätter" bringen einen Abschnitt aus Carl 3. Burckhardts „Klein- asiatischer Reise" und Gedichte von Gerda von Below. Aus der „Umschau' sind zu nennen eine Abhandlung über den Kindersprechchor, über die Farblichtmusik von Alexander Laszlo. sowie Theater- und Kinoberichte Eine reichhaltige kritisch-ausführliche Bücherfchau macht den Schluß Außer den Bildern enthält das Heft noch eine kleine Gelegenheitskompofition von Theod. Storm, der bekanntlich ein guter Musiker war, und eine Probe aus Rich. Winters Oper y Gomez". — Daheim. Rr. 21. — Farbig leuchtet vom Umschlag dieses Heftes der viel umstrittene Kopf der Königin Rosretete. Es ist charakteristisch für die illustrative Führung des „Daheim", daß cs diesen Kopf nicht nur schwarz seinen Lesern vorführt, sondern in der Pracht seiner reichen Farbigkeit. Der Dildschmuck dieses Heftes vereint I die Rainen Peter Kalman. Otto Plaezek und Hans Harttg als Gegenwartskünstler mit dem des klassischen Meisters Lucas von Leyden, von dem eine seltene Radierung geboten wird. — Textlich finden wir: Roman, Rovelle, Pestalozzi-Aufsatz. Aufsätze aus dem Gebiet des Rechtslebens, deS Films, der Geschichte und des MarioneltenspielS. zum Teil sehr schön beblldert. Der Frauenteil bietet Plaud-reien über Spitzen, Glasbläserei. Strickkleider neben allerlei praktischen Ratschlägen. Bilder aus der Zeit fehlen nicht. — Ikarus. Herausgeber Dr. Erich Mehne. Luftfahrt Verlag G. m. b. H. Union Deutsche Ve?- lagsgesellschaft, Zweigniederlassung Berlin. Berlin SW. 19. — Aus dem Februarheft. (5: ne humorvolle Schilderung des Faschingstreibens im Rheinland von Sturm-Gundal: eine Skizze von Waldemar Deck über „Wolken, Luft und Berge"; packende Luftbildaufnahmen aus den Bergen schmücken den Artikel, die von dem bekannten Flieger Walter Mittelholzer aufgenommen wurden, der zur Zeit durch feinen Afrikaflug die Öffentlichkeit in Spannung hält. Ein Artikf von Fritz Schwiefert, „Rainer Maria Rilke", der mit seltener Einfühlung in das Wesen des Dichters einen Ueberblick über das poetische Schaffen des leider zu früh Verstorbenen gibt, sei der besonderen Beachtung empfohlen, ferner ein Gedicht von Kurt Goldschmidt „Der Flieger" und ein sehr origineller „Brief an einen Dichterling" von Guy de Maupassant. TANZ 01291 01279 gesucht. 8ung! 8ung erhoben. 1733D 8 Herren Konzert 8 Herren^ Stimmung, Gesang, Humor! Kurt Richter.' Um geneigten Zuspruch bittet: Sepp Paulus. 8ung! 8ung! 1746 D Leistungsfähige l,SID Henne übertreffende 174 ss 1744c IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIII Drucksachen aller Art liefert die Lrühl sch, Drntferei Sicht-Kartothek ibaö verlangte Oraants.-Mittet der Gegenwart' nefuebt. Bedeutender Verdienst. Nur nctuanbte, reviäs. Persönlich^ oraatttiat. beiabiflt. nut la Reser, wollen sich wenden unter F. A. ü. 130 an Badol! SZosse, Fraaktart e. BL Voranzeige! Samstag, den 26. Februar Großes Kostümfest Ui des Gießener Schwimmvereins gegen die Schwimm -Abteilung des V. f. B.05 Kurhessen-Marburg am Dienstag, dem 22. Februar, abends 8 Uhr im städtischen Vo'ksbad Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintritt für Erwachsene von 0.50 Mk. und für Schüler von 0.20 Mk. Wrls-MIM •mit Sitz in ©leben oder Wetzlnr- ffit hervorragende >D. R. P.> olles bis« — Cafe Astoria" Mittwoch, den 23. Februar Karnevalistischer Abend Astoria-lichtspiele Ab hentj bis elnschlieBlich Mlltwoob: Der Schrei aus den Lüften Gewaltiger Scnsationsfihn in 6 Akten. — In der Hauptrolle ,.Rin-Tin-Tin“. — Ein Film von herrlicher Pracht und wunderbaren Naturschönheit cu. W Ferner: Das lustige Beiprogramm. *V| Aachener Tuch-Grotzhandlung sucht nachweisl. rührigen, gut eingesührien Vertreter bei hoher Verdienstmöglichkeit. Angeb. u. A.H.159 an Ann -Exp. Th. Raus. Aachen. frankfurter hos, Gießen Dienstag, den 22. Februar Große llappen-Zitzung! Ab 8 Uhr | Vermietungen | Zimmer mit vollkommener Mtchenbenutzuna, am liebsten an etnz. Dante, ab 1. III. zu orm. Sehr Slnqeb. tt. U1281 a. d. Dien Anz. Mietgesuche | Itfer ntbt in autem, tubinen Haute von einer großen Wohnung , oder einem kleineren Hause, 2 leere Zimmer, toeii.Zitt.iil] zum 1 ob. 15. März? Auguste MarckS Schauspielerin, Goetheslr. 25. 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Tarlehnsschuld.. 27 006.65 Vorübergehende Schulden . . . 573.25 Aufwertungsfonds 139 860.67 168 970.57 Gewinn- und Verlustrechnung um 31.12. 1925 Soll Reichsmark Abschreibungen . 3 548.90 Geschäftsunkosten. 36.85 Betriebsunkosten . 5 121.23 Zinsen..... 193.71 8 900.69 Mitglieder Zahl der Mitglieder: Mitgllederzahl am 1. 1.25 201 Zugang im Jahre 1925 . 3 Abgang im Jahre 1925 . 4 Stand am 1. 1. 1926 . . 200 Reichsmark Mitgliederguthaben Ende 1924 ... 1 449.— Ende 1925 ... 1 531.— Gießen, den 19. Februar 19 Haben Reichsmark Mieten..... 8 685.20 Zinsen..... 120.01 Uebcrttagung v. d. Aufwert.-Fonds 85.48 Befand. Einnahmen 10.— 8 900.69 bewegung: Zahl der Gejchäjtscmtelle: Am 1. 1. 25 ...... 209 Zugang nn Jahre 1926 . 3 Abgang im Jahre 1925 . 4 Stand am 1. 1. 1926 . . 20« Reid-smart Die Haftsumme betrug Ende 1924 10 450.— beträgt Ende 1925 10 400.— Eisenbahner-Heimstätten-Verein c. (4. m. b. Gieße«: Weber. Schmidt. Döll. Müller. Röhmig. 1731D