esandt. unter dieser 2u6ri! itnmt die Ledaktion dem ’n-.n'i J3’ra.’isori;>n(|.) 8' >® ttaftsn der Stabt T'tchm rsn.chiri werben, ist sehr bene Herren Ltobtväter ten Detter letzten Sjetbft ao. Schade, dah sich diese 2 Ttraszenbild einmal an« Dürgersleig-, daselbst steht ®ie ©trabe ist durch das llen des Äultveges gründ« rchlamm. Wehe den Leuten, en knüllen, besonders bann, it. Und die atmen Haus- nlichkeit hasten, sind ge« ihre für andere häusliche fe Zett zum Aensterpuhen t nicht verstehen, warum s Äiegclpsades in dieser h behandelt, tzs wäre an bald wle nü>M Whllse lelcht hebe es sich errnög« ersteig ähnlich wie in der gelegt und die Strafte in j)e. Der augenblicsiiche Zu« nhallbar, wohnet des Aiegelpsades. r-Programin :urter Tender-. Radio-Umschau'.) i, ZUanuar: Die ö.unde der Iugeno, jaussrauennachmillag. .To« (Blumengarten". Vortrag 45 bis 6.05 Uhr: Die Ne« ähr: Funlhochschule. .Ucber -en und ihre Ursachen. M et med. Erich Stern« Mr: Italienischer Sprach« ; „Qlm Tectisch". 2uftlf,el arl" Sloboöa. . Nachrichten. je ©tmdnbtn. ,n,tt-zs.l.-.Synagoge Abends: 5.15 und 5^ r. VeligionSgeseMaN- S5&&*** anopn 6'leii ^g« 6 Lr Ä**«. L^ri"id)Qft 1 vielen ^lischen^lident ^xnmet, C ^^neKrecher flß ;u9, 4 nJ?onQi vu^ 8 £«5 6o" (inn 1 aus ben ’ die 'N- Da ToteÄbarten ten eine orn, reben kneten sie^^ ^et t. durch L ß ®eMt« İrA? J.frSgw’Sr '°n l cm L " re'ten, e kamen, liesi-i, ’n, lJP rf&üi T noch einen Bericht A, ^Krichten. feinen W arä^ S:»£S1» BrtfSEs “ SUMM Ä,14«£»l “ fiW HpriÄn'* ilel« » m. 17 Erstes Blatt 177. Jahrgang Ztettag, 21. Januar 1927 Erscheint lügl'ch.ouhe, Sonntags und Frienags Beilagen; Vietzener ^amtlienblättei Heimat im Bild Die Scholle tnonats-Cejugintts: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Iräget» lohn, auch lei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechanschlüsle: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten; Anzeiger Stehe». flolfd;. Konto: urtant Main 11688. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vnkS Mld versag: vrühl'sche Untversttälr'vvch. «nd Sttinörudercl R. tanze in Gießen. Zchristieitnng und Geschäftsstelle: Zchnfttraße 7. aenahme von Anzeige» für die Tagesnummer bi« zum Nachmittag vorher. Preis für 1 rom höhe für Anzeigen vd.i 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichsppennig; für Re- hlamean eigen von 70 mm Brette 36 'Reichspfennig, Platzoorschrist 20° , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr Wich Lange. Verantwortlich fürDolitik Dr. Fr Mlh Lange, für Feuilleton Dr tz Tkyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein: für den Anzeigenteil i.Vertr tz.Dech. sämtlich in (Bießen. Die Initiative des Reichspräsidenten. (Ein Handschreiben Hindenburgs fordert Dr. Marx zur Bildung einer Regierung der Großen bürgerlichen Koalition auf. - (Eine Entscheidung des Zentrums noch nicht gefallen. - Der zweite Alt der Regierungsbildung hat ungefähr ebenfo lange gedauert, wie der erste, und ungefähr auch ebenso geendet.- Reichskanzler Ular) hat den Auftrag, über die Ml- buna einer (Regierung der Mitte sich zu vergewissern, dem Reichspräsidenten wieder zurückgegeben mit der Begründung, daß eine reine Regierung der Mitte u n m ö g l i ch sei, weil die Widerstände dagegen zu stark seien. Nunmehr soll Reichskanzler Mar, den Auftrag erhalten, eine Regierung mit Hilfe der veutschnationolen zu bilden — dieselbe Aufgabe, die bereits Herr Dr. Curtius gehabt und der Vollendung ziemlich nahegebracht hatte. Dies« plötzliche Wendung hat in den Kreisen, Me sich von vornherein auf eine ganz bestimmte Lösung feftgelegt hatten, große Tleberraschung hervorgerufen, aber für den. der aufmerksam und unbefangen die Entwicklung unserer politischen Derhältnisse in den letzten Monaten verfolgt hatte, liegt gar keine so große lieber- raschung darin, denn eS war von Anfang an Ilar, daß alle Dersuche, eine Regierung der Mitte mit Anlehnung nach links aus die Deine zu stellen, scheitern muhten, da zwischen Deutscher DolkSpartei und Bayerischer Dolkspartei, samt einem erheblichen Teil des Zentrums aus der einen Seite und den Sozialdemokraten auf der anderen Seite eine zur Zeit unüberbrückbare St l u f t vorhanden ist. Die Führung in dieser Hinsicht hatte die Dolkspartei, die erkannt hatte, dah unter den obwaltenden Umständen die Hauptfragen der inneren Politik, nämlich die Erhaltung der iln- emtaftbarfeit unserer Reichswehr und der Erfüllung dringender sozialpoii ischer Aufgaben, mit Hilfe der Soz'aldemokraten nicht gelöst werden können. Wer sich d.e Torgänge vom 17. Dezember vor Augen hält, wo unmittelbar nach der verhängnisvollen Rede ScheidemannS selbst Reichskanzler Marr in llebereinstimmung mit dem gesamten Zentrum und den Demokraten erklärte, dah auf absehbare Zeit ein Zusammengehen mit den Sozialdemokraten außer Frage stehe, der mußte sich im Stillen wundern, dah so kurze Zeit Darauf auS denselben Kreisen der Ruf erscholl, eS könne und dürfe nur eine Linksregierung gebildet werden. Man must zugestehen, dah die Haltung der Deutschnationalen nicht gerade so geschickt war, wie man unter diesen Umständen hätte erwarten dürfen. Sie haben es bis in die letzte Zeit hinein Den Zentrumsführern nicht leicht gemacht, das Steuer so zu drehen, daß das Schiss Der Großen Koalition nach rechts sicher in Den Hafen gebracht werden könnte. Aber trotz allem war eine andere Lösung der Krise nicht denkbar. Denn eine reine Regierung der Mitte, ohne eine feste Mebrhelt hinter sich, konnte wohl vorüber- Seh end als letztes Aushilssmittel in Frage »mmen, nicht aber abhängig fein und bleiben ton Der Gnade einer einzigen grasten Partei. Nun beginnt der Dritte Akt des Spiels. Wie wird er ausgehen? Dr. Curtius war in (einen Be« mwhungen zur Herstellung einer Regierung Der Rechten bereits so weit gedieyen. dah gute Vorarbeit geleiftct worden ist. Falls Herr Marx, was man rnit Bestimmtheit sagen darf, Den neuen Au (trag des Reichspräsidenten, abermals einen Versuch in dieser Nichtuna zu machen, a n n e h m e n sollte, bann wird - nationalen auf Die Richtlinien des Zentrums gespannt fein. — Die Dem. .D oss.Zt g." betont,Daß es heute noch ein großes Fragezeichen fei, ob Die angestrebte Koalition zuftandekomme. Rur DaS eine stehe fest. Daß sich Die Demokraten an einer solchen Koalition nicht beteiligen toürDcn. — Der Dem. .Börsenku r." meint, DaS Zentrum sei in eine Gewissensnot gedrängt. Es bleibe zunächst kaum etwas anderes übrig, als Dr. Marr Die Ausführung seines neuen Auftrages versuchen zu lassen, unD zwar in der Weise, daß Die Parrtei Den Eintritt in die Bürgerregierung nicht vorweg ablehne, ihn jedoch unter Bedingungen stelle, Die Den Deutschnationalen eine klare CntscheiDung abforDere. Sei sie unzulänglich. Dann stehe Die Deutschs Dolkspartei unter einem Zwange, Der ihr nicht einmal unerwünscht fein sollte: der Weg zur Mitte, Der von links unterstützten Mitte würde ihr trotz aUeig noch einmal geöffnet fein. — Der „Vorwärts" schreibt: Der Reichspräsident hat Marx aufgeforDerL eine Regierung zu bilDcn, die ihrer Ratur nach eine Kampfvegierung ge en Die arbeltenDen, republikanisch gesinnten Dolls- maffen werden muß. Das Zentrum berät, aber ist Die Antwort nicht auch eine eigene persönliche Angelegenheit für Marr? Aideucusdebatte int Badischen Landtag. Eine historische Lektion des Staatspräsidenten Köhler. Karlsruhe, 20. San. tWolss) Sn Der heutigen Dorm.ttagsfitzung Des Landtages wendet sich ein Antrag Der Bürgerlichen Bereinigung Dagegen, Daß Die Regierung bei Dem Berwal» tungSrat Der Deutschen Rrichspost gegen Die FriDericus-Marke Einspruch erhoben hat. Zum gleichen Gegenstand wird seitens Der Deutschen DollSpartei eine Snterpellation begründet. Staatspräsident Köhler antwortete mit einer längeren Erklärung. Er erinnere an Die Ausführungen des badischen Dertreters im Der- toalturgärat Der Reichspost am 19. Februar 1929, die in keiner Weise Der Ausfluß irgendeiner Oe« ringschäNung her h'storischen Vergangenheit feien. Daß Friedrich II. zu Den größten Staatsmännern des 18. Jahrhunderts gehöre, daß er ein Förderer des preußischen Staates gewesen fei, werde von niemandem bestritten. »Aber," fo führte Der Minister wörtlich aus, „e3 will mir nicht in Den Sinn. Daß ausgerechnet in einem noch jungen republilan.schen Staatswesen die meist gebrauchte Briefmarke mit hem BilDe eines Monarchen Der gerade ausgeschieDenen Monarch e unD des ManneS versehen werden muß, DessenTätig- keit zugunsten Des Deutschen Bolkes umstritten ist. sowohl in seinem griamten Verhalten, wie auch in Den in seinem Testament niebcrgeleglen recht e genartigen Grundsätzen, insbeionDere hin ichelich Des Derhaltens zu Frankreich unD Des Besitzes von Elsaß-Lothringen. Hier in Dem Lande, in Dem man auch in her Zeit größten älnglücks alle Dersuche zur Untreue am Deutschen Reich entscylosien ab- gewiesen hat, hier/ wo hie Treue zum Reich, so wie es ist. kein leerer Wahn ist. hat man eint Recht von Deutschland und deutschem Wesen zu reden und wir machen von diesem Recht Gebrauch. wenn wir sagen, die deutsche Republik war schlecht beraten, als sie aus Dem , Zeitalter Der Deutschen Klas'ik" Den Preußenkönig FrieDr ich Dem deutschen Dolke a l s Repräsentant vorstellte. Für uns ist er nicht Der Ausdruck Der Ge'innung der deutschen Republlk. Wir halten Deshalb Das Dorgehen Des ReichspostministoriumS für verfehlt und mit Der Würde Des deutschen DolkeS für unvereinbar. Deshalb haben wir das Markenbild abgelehnt. Die Fraktionen des Zentrums und Der Sozialdemokraten Netzen Erklärungen abgeben, di« daS Einverständnis mit der Antwort des Ministerpräsident.^ bekundeten. Der Antrag der Koalilionsparteien, der die Regierungserklärung billigt, wurde angenommen. Deutscher Reichstag. Derk in, 20. San. (0333) Dei der zweiten Beratung des Gesetzentwurfs über die G e r i ch t S- kosten und Re ch t San w a l tsgebühren ersucht der Ausschuß in einer Enlscylftchung die Regierung um Vermehrung der beim Reichs» gericht zugelassenen Rechtsanwälte. In einer weiteren Ausschuhentschliehung wird die Aufhebung der Bestimmungen über die Borwegerhebung der Gerichtskostren verlangt. In seinem Ausschußbericht weist Abg. Dr. Wunderlich (D. V.) darauf hin, baß die Dorlage eine wesentliche Ermäßigung der Gerichtswsten besonders bei den Streit- gegen, änden von höherem Wert bringt. Abg. Dr. Rosenfeld (Soz.) beantragt, die Bestimmungen über die (Serichtskostenvorschüsse am 1. April 1928 aufzuheben. Staats,ekrelär I g.e l vom Reichsjustizministerium stimmt der Tendenz des Antrages Rosenfeld zu. Im Augenblick könne der Staat aber auf die Einnahmen aus den Gerichtskostenvorschüssen nicht verzichten. Abg. Dr. Frick (Doll.) bezeichnet es als unwürdig eines Rechtsstaates, wenn die Beschreitung des Rechtsweges übermäßig verteuert würde. Auch er beantragt Aufhebung der Ge- richtsvor^chüsse. Ein dcutschna'ienaler Aertderungsantrag wird mit 180 gegen 139 Stimmen im Hammelsprung abgelehnt. Äachdem auch die Aenderungsanträge Dr. Rosenfelds und Dr. Fricks abgelehnt worden sind, wird die Dorlage in zweiter und gleich darauf auch in dritter Beratung endgültig angenommen. Angenommen werden auch die Entschließungen des Ausschusses. Das Haus vertagt sich auf Freitag: Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Die Verschuldung der deutschen Landwirtschaft. Aus dem Haushaltsausschuß des Reichstags. Berlin, 20. Ian. (0333) Im Haushalts- ausschuh des Reichstags wurde begonnen mit der Beratung des Etats des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Don der Regierung wurde ein Heber» blick über die landwirtschaftlicheDerschuldung im Jahre 1926 gegeben. Die Gesamtnachkriegs- verschulduntz betrug am 31. Dezember 1925 3100 Millionen, im Herbst 1926 3500 Millionen, also mehr 500 Millionen. Maßnahmen gegen ein weiteres Anwachsen der Verschuldung bestanden namentlich darin, daß ein allmähliches Abfließen der Crnte^rzeugnisse in den Derbrauch unter Vermeidung überstürzter Verläufe gesichert würde. Zu diesem 3wecke wurde a) die Getreidehandelsgesellschaft gegründet, um überstürzte Getreideangebote aufzunehmen, b) seitens der Reichsbank Bevorschussungs- Möglichkeit für die Erntevorräte eröffne., c) den zentralen Kreditinstituten die Möglichkeit gegeben, Fälligkeit landwirtschaftlicher Verbindlichkeiten über die Monate Oktober und Rovember hinaus auf spätere Wintermonate zu verlegen. Andere Maßnahmen blieben der Heberfüh- tung von schwebenden Schulden in Realkredit. Weitere Bemühungen sind auf die Absenkung der Zinssätze der örtlichen Kreditftellen für die landwirtschaftlichen aus sonstigen Quellen her» rührcnden Kredite gerichtet. Die Konvertierung der lOproz. landwirtschaftlichen Geldpfandbriefe auf 7 Prvz. ist unter Führung der Reichsbank in Durchführung begriffen. Reue Emissionen von . 6proa. Briefen find im Gange. Besonders schwierig ist die Lage derjenigen Schuldner, denen wegen > ihrer Heberschuldung die Heberführung des erst fälligen Realkredits verschlossen ist, ferner die * Lage derjenigen Roggenwertschuldner, dir zu ungünstigen Kursen ihre Roggenschulden aufgenommen haben und für die bei den gestiegenen Kursen und Roggenpreisen sowohl die Verzinsung wie die Ablösung der Roggenschuld drückend ist. Auch über den Inlandabsah an künstlichen Düngemitteln gab die Regierung an Hand von Statistiken Auskunft. Abg. Dietrich »Baden (Dem.) begrüßte, daß bei den 3uwendungen zur Förderung der Erzeugung 350 000 Mark mehr eingesetzt seien, die in erster Reihe den Olbsatz fordern, dann ater dir Verbesserung der Produkte und ihre sachgemäße Ausmachung für den Handel fördern sollen. Der Kampf gegen die Pflanzenschädlinge und gegen die neuerdings wieder stärker auf» tretende Maul» und Klauenseuche werde erhöhte Mtttel erfordern. Die beiden größten Ausgaben aber, die dieses Jahr zu fordern seien, seien der Absatz an Düngemitteln und die Verbesserung Les Agrarkredites. Auf das schärfste müsse man sich gegen die Kreditpolitik der Rentenbankkreditanstalt wenden, die durch die Hypothekenbanken und sonstigen Kreditinsti- lute der Landwirtschaft Realkredit unter Bedingungen gede, die nicht mehr zeitgemäß feien. Cs sei Aufgabe des Reichstages, nötigenfalls durch Wiederinkrastsetzung der Bestimmungen des 2. G. B. hier Ordnung zu schaffen. Abg. Schmidt- Köpenick (Soz.) als M t- berichterstatter wies daraus hin, daß am meisten über die Rot der Wirtschaft, besonders der Land- wirtschast, geklagt wird. In den Berichten des Ministeriums über die Landwirtschaft wird der Versuch gemacht, bei Vergleichung mit der Vorkriegszeit die Lage der Landwirtschaft als u n» g u n ft i g blnAuftellcn, weil in der Landwirtschaft nidjt so viel Erzeugnisse hätten verkauft werden können, als dies in der Vorkriegszeit der Fall war. Dtcfe Darstellungen leiden aber an dem Mangel, daß Larin nicht die tatsächlichen Ernteergebnisse in den angelegenen Te- huben gegenuaergestellt werden. Der laisächliche Etntaettrag sei um mindestens 20 Prozent h ö - bie amtlichen Zahlen. Die sogenannte Rot der Landwirtschaft sei in Wirklichkeit nichts tociter als eine Klage der Interessenten über die Rot der Landwirtschaft. Mg Fehr (W. Vgg.) wandle sich gegen die Ausführungen des Vorredners. Es sei all- gemein bekannt, daß die Landwirtschaft nur infolge der abnormen Witterungsverhältn.sse des vergangenen Jahres ganz erhebliche Crnteausfäll e zu verzeichnen habe. Es se unbedingt notwendig, daß die deutschen landwirt^ schaf.lichen Produkte auf einer bestimmten PreiShohe gehalten würden. Wenn n cht der notwendige Schutzzoll diese Preishöhe sichere, lonn'en d.e landwirtschaftlichen Schulden kaum zurückbezahlt werden. Der Redner betFrankreichs vertraa mit Rumänien. Paris, 20. Jan. (Wolff.) Das „Journal Officid“ veröffentlicht den Wortlaut des zwischen Frankreich und Rumänien am 10. Juni 1926 abgeschlossenen Abkommens. Es handelt sich um einen Freundschaftsvertrag, ein Schiedsgerichtsabkommen und ein Zusahprotololl. In dem Freundschastsvertrag verpflichten sich Frankreich und Rumänien 1. keinen Angriff und keinenKrieg zu unternehmen. Diese Bestimmung gift jedoch nicht in Ausübung des Rechts der legitimen Verteidigung und der vom Vollerbund eventuell zu unternehmenden Aktion: 2. auf friedliche Weise alle die beiden Län- der betreffenden strittigen Fragen zu lösen, sei es burd) em von beiden bestelltes Schic ds- gericht, sei es durch eine Vergleichskommis- flon ue3 Dölkerbundsrats: 3- vorbehaltlich der vom Völkerbund zu fassenden Beschlüsse gemeinsam die Fragen zu prüfen, die geeignet seien, die äußere Sicher- 9®rantreichs und Rumäniens zu gewahrleiiten-, 4. im Falle eines nicht provozierten An- 9rii'.r Frankreich und Rumänien sich unverzüglich über die gemeinsame Aktion zu verstandlgen, die im Rahmen des Volker- bur -.ftatiiU zur Sicherung der Interessen der beweu Lander zur Ausrechterhaltung der durch die von ihnen unterzeichneten Verträge geschaf- fenen Ordnung zu unternehmen sei: 5. im Falle einer A.änderung oder des Versuchs (i er Abänderung despolitischen ? ! a-V V öec 2än6ct Europas , vorbe- halt.ich der m solchem Falle vom Völkerbund zu treffenLen Entscheidungen, eine gemein- famc Haltung ci zune men: 6. erklären beide Parte en, daß die Destim- mungen dieses Vertrages nicht entgegen den breitete sich bann über die Lasten, die der Landwirtschaft durch de hohe Verzinsungder Roggenrentenbriefe auferfegi würden. Hier müßte der Reichstag helfend eingreifen. Die Z.nsenlasten könnten sonst für manche landwirtschaftliche Betriebe ruinös wirken. Neuregelung der Grund- und Gebäudesteuer in Preustn. Berlin, 20. Ion. (DDZ.) Das Preußische Staatsministerium hat den Entwurf eines Grund- und Gebäudesteuergesetzes verabschiedet. Das Gesetz, das an die Stelle des vorläufigen preußischen Grundoermögenssteuergesetzes tritt, sieht die Einführung des bei der Reichskewertung ieftgeftellten Einheitswertes auch für die preußische Grund- und Gebäudesteuer vor. Der Steuersatz ist einheitlich für landwirtschaftliches wie für das übrige Grundvermögen auf 3,6 pro Tausend des Wertes vorgesehen. Bei Werten unter 100 000 Mark soll sich der Steuersatz auf 3 pro Tausend ermäßigen. Der ktalalonische Putsch. Tic Verschwörer vor (Bericht. Paris, 20. Jan. (WTB.) Heute nachmittag hat der Prozeß gegen den Führer der katalonischen Bewegung, Oberst M a c i a , und sechs seiner Anhänger begonnen. Gleichzeitig wird auch gegen den Obersten 'Jticciotii Garibaldi wegen Beihilfe verhandelt. Wie erinnerlich, wurden in den ersten Tagen des November 1926 in Perpignan und Umgebung etwa 40 Katalonier und mehrere Italiener verhaftet, die feldmarschmäßig ausgerüstet nach Spanien Vordringen wollten, um die Unadhängkeit Kataloniens auszurufen. Die französische Sicherheitspolizei war von dem Plan in Kenntnis gesetzt worden und konnte die Betreffenden festnehmen. Ein Teil von ihnen wurde über die belgische Grenze abgeschoben und gegen die übrigen ein Verfahren eingeleitet, das heute begonnen hat. Zu Beginn der Verhandlungen stellte der Verteidiger des Mitangeklagten Italieners Rizzo li den Antrag, den Fall Rizzoli von dem Fall Garibaldi zu trennen. Er begründete den Antrag damit, daß Garibaldi den größten Treu- bruch begangen habe, den die Geschichte kenne. Garibaldi habe seinen Namen und seine Geheimnisse verkauft, seine Partei und seine Freunde, ja selbst das Vertrauen gewisser Regierungen um erheblicher Summen willen verraten und selbst gesagt, daß er 400 000 Franken erhalten habe. Aus diesem Grund müsse Garialdi vor eine andere Gerichtsbarkeit gestellt werden, als vor den Gerichtshof, der über die katalanische Verschwörung zu befinden habe. Nach einer kurzen Entgegnung des Verteidigers Garibaldis beschließt das Gericht die Zurückweisung der Vorbehalte, da sie rechtlich nicht begründet seien. Es wird hierauf in die Vernehmung des Haupt- angeklagten, Oberst M a c i a, eingetreten, der erklärt: Dir sind Bürger eines Volkes, das frei gewesen ist und wieder frei werden will. Ein unabhängige katalanische Republik würde eine Macht im Mittelmeer sein, gleichsam ein Belgien in den Pyrenäen. Mir wollten unser Ziel mit Gewalt verwirklichen, denn allein die Gewalt kann unserer Sache zum Triumph verhelfen. Ricciotli Garibaldi stellt entschieden in Abrede, das katalanische Komplott verraten und dadurch seine Vergangenheit und die Tradition seines Ramens befleckt zu haben. Er habe von der Tatsache der Aufdeckung des Komplotts erst Kenntnis erhalten, als er bereits von der französischen Polizei in Haft genommen worden sei. Garibaldi gibt zu, daß er mit Oberst Macia verhandelt hat, will aber er ft mit Italienern und dann in letzter Linie mit Spaniern in Verbindung getreten fein. Eine Diskussion erhebt sich dann über die Frage geldlicher Entschädigung, ohne daß sie geklärt werden kann. Ein Beamter der Sicherheitspolizei, der die Voruntersuchung geleitet hat, erklärt, er könne über alle Katalonier nur günstige Auskunft geben: über Garibaldi jedoch habe die Hntersuchung ergeben, daß er ein agent provocateur der italienischen Regierung gewesen sei. Trotz des Widerspruches von feiten Garibaldis bleibt der Kommissar bei seiner Behauptung, die er dadurch bekräftigt, daß Garibaldi um polizeilichen Schuh seiner Person gebeten und während des polizeilichen Verhörs Geständnisse gemacht habe, die ihn zu seiner Behauptung berechtigt hätten. Garibaldi habe diese Erklärungen auch unterschrieben. Garibaldi ruft dazwischen, alles das sei falsch, muß aber schließlich zugeben, daß er mehr als 600 000 Lire von dem Italiener Salla erhal- 1 e n habe. Die Sitzung wird dann auf morgen vertagt. von Frankreich oder Rumänien bisher betreffend kie Europapo.itik abgeschlcs enen Verträgen aus- geiegt Lerben bür e.i und daß deshalb noch mit Drft en abzuschl c ende Verträge gegenseitig bekannt zu geben seien. Das Zu.ayprotokoll enthält die Erllärungen Dratianus auf der Konferenz von Genua, betreffend die P,licht Rumäniens, Rußland nicht anzugreisen, eine Pflicht, d.e Rumänien auch hinsichtlich aller seiner Rachbam anzuerkennen bereit sei. Rumänien interpretiert d^rseS Abkommen als eine Verpflichtung, Rußland nicht mit regulären Truppen anzugreifen, auch nicht die Bildung irregulärer Truppen, die Angriffsziele gegen Rußland verfolgen, auf feinem Gebiet zu dulden. Schwere Unruhen in futschou. London, 20. Jan. (TU.) Nach Meldungen aus Peking kam es gestern auch in Futschou zu schweren Unruhen, in deren Verlauf zwei englische Schulen, ein Krankenhaus, einige amerikanische Kirchen und die französische Missionsstation z e r ft ö r t wurden. Die chinesischen Militärbehörden gingen gegen die Unruhestifter erst vor, als die Zerstörungen erfolgt waren. Hierbei wurden zwei Personen getötet. Der englische Befehlshaber in den chinesischen Gewässern, Vizeadmiral T y r w h i 11, hat in 5)an- kau eine Proklamation veröffentlicht, in der er die britischen Staatsangehörigen auffordert, auf ihrem schweren Posten weiter auszuharren und ihnen gleichzeitig die Versicherung gibt, daß alles geschehen werde, um sowohl die britischen Interessen als ganzes wie die dos einzelnen sogut als irgend möglich zu schützen und zu verteidigen. Die Streikbewegung in Hankau hat weiter um sich gegriffen und umfaßt gegenwärtig etwa 10 000 Per- Ionen. Der jetzt in Liverpool liegende Dampfer der White-Star-Linie „M e g a n t i " (14 878 Tonnen) wird augenblicklich auf Anweisung der britischen Admiralität als Truppentransportscyiff für die Beförderung nach China ausgerüstet. In London sei man entrüstet darüber, daß Telegraphenbeamte der Kantonregierung in Hcmkau die Telegramme des britischen Gesandtschaftsrates Molley an die Regierung in London verzögern oder verstümmeln. Da entsprechend der englischen Tradition bei Eintreten einer ernsten Lage auf dem Gebiet der auswärtigen Politik der Führer der Opposition über den Gang der Verhandlungen auf dem Lausenden gehalten wird, wurde heute Macdonald von Chamberlain über die Lage in China unterrichtet. Auch der Führer der Liberalen, Lloyd George, wurde von Chamberlain zu einer Besprechung eingeladen. Auch spanische Missionen bedroht Peking, 20. Jan. (WTB.) Als ein aus Futschou kommendes Schiff mit spanischen Priestern. Rönnen und chinesischen Waisenkindern an Bord im Amoy ein traf, versuchte eine lärmende Menge die Mannschaft an der Weiterfahrt zu verhindern. Wie verlautet, hatten Studenten aus Futschou nach Amoy telegraphiert, daß Flüchtlinge einige chinesische Kinder getötet hätten. Als Beweis hierfür wurden die Leichen zweier neugeborener Kinder gezeigt. Die spanischen Missionsgebäude wurden bedroht. Mehrere Priester und Rönnen muhten sich auf ein amerikanisches Schiff begeben. Rach einer Havasmeldung aus Madrid hat die spanische Regierung be- schlofsen, den Kreuzer »Blas de Lazo" nach Schanghai zu senden, der bis auf weiteres dort stationiert bleiben soll. Ein bei Urr Regierung eingetroffenes Telegramm bezeichnet die Lage der spanischen Untertanen als e r n st. Mehr als 2 0 Kinder deS Futschouer Waisenhauses feien ermordet worden. Aus aller Welt. Schweres Grubenunglück. In Bochum ist auf der Zeche „Hannover 1—3" beim Flöz „Sonnenschein" die Kohle in den Streben eingelaufen. Dadurch ging die darunter liegende Strecke zu Bruch. Der Streckenhauer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die beiden Strebenhauer wurden verschüttet. Man vermutet, dah sie nicht mehr am Leben sind. 3n einer Gastwirtschaft erschossen. Durch einen tragischen Zufall kam in einer Gastwirtschaft in Schöneberg ein Kohlenhändler ums Leben. Die Gastwirtin hatte in einem anderen Lokal ihren Mann in Begleitung ihrer Freundin an- getroffen: als sie ihn mit dem Revolver b e - drohte, wurde sie aus dem Lokal gewiesen. In ihr eigenes Lokal zurückgekehrt, warf sie den Revolver in großer Erregung auf den Tisch, die ungesicherte Waffe entlud sich, und die Kugel drang dem Kohlenhändler i n s H e r z, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Die Gastwtrln, die nach der Tat Krämpfe bekam, wurde als Gefangene in das Stadtkrankenhaus geführt. Beim hochzeltsfchleßen tödlich verunglückt. In H a I e i b u r g v-aHibg.) ging Die Ladung eines Böllers, der anläßlich einer Hochzeit abgefeuert werden sollte, einem 19jährigen Jüngling aus nächster Entfernung in den Hnterleib. Er ist seinen Verletzungen erlegen. Ein zweiter Schütze wurde an den Augen erheblich verletzt. Durch eine Schirm spitze gelötet In Mettlach bei Tr.er gerieten zwei junge Burschen im Alter von 20 Jahren mit mehreren gleichaltrigen Burschen aus einem Rachbardorfe in Streit, in dessen Verlaus einer der jungen Leute von seinem Gegner mit der Stahlspitze eines Regenschirms in den Hals gestochen wurde. Der Verletzte, der sogleich ins Äranlen» haus überführt wurde, starb noch in derselben Rächt. Der Täter steltte sich der Polizei. Wettervoraussage. Wenig Aenderung des trüben Wetters. Temperaturen nachts um 0 Grad, im ganzen etwas hoher. Gestrige TageLternperaturen: Maximum 0,9, Minimum minus 1,6 Grad Celsius. Riederschläge: 2,1 Milimeter. Heulige Morgen- temperatur: 1,0 Grad Celsius. Bericht über die Wetterlage auf dem hoherodskops vom 21. Januar, 8 Hhr vorm. Windrichtung: Rordost. Windstarte: schwach. Lufttemperatur: minus 4 Gras Celsius. Höchst- temperatur der letzten 24 Stunden: minus 5 Grad Celsrus. Gesamtschneehöhe: 45 bis 50 Zentimeter. Höhe des in den letzten 24 Stunden gefallenen Reuschnees: 10 Zentimeter. Beschaffenheit der Schneedeck.: Pulte fö.m g Sp rt.nigliH.e t cu ßU an v.t 1 b den vorg^ ^ fSÄ Sic hre" wurden etn ®'*"K dann wurde bet< meindetea)N ÄnNE^m der bereit tm der über den 21mr Im verslos enen Gemeinderu waren meinM-ch" Sülung abgehall IdWe- . . L Diese amtlichen Menen Jahre Gebuclen sind 5< immerhin ein ®e nen. Gegenüber ber Geburten Qj Irgendwelche N lich, da die 3al Schwankungen u feststellbare Äüc allerdings auch' gen wurden im nommen. Hier sich sehr ftemrn t Treis c fügung des l Eberle, der Schule erfolgte lichen Fort Lollar fleht den beliebte von hier scheiden. im Alte Lollar, Die 3'/, Uhi Hf Leiden vater, 1 Hf 2. 5ii 3. 4. (Et 7 8V, Ufr, 5ini mitn ^ang-L Jwm. ’ebl|det bei M-iiu 1°°°' !! Acli Bei Krippegefahr tabieiten die 628l) SALEM Der Vorstand. >ü Punkt 1-4 hoben nur Mttglieder ßmric. ite Vergiss nicht — Deine Salem - Zigaretten! haust efitzer-verein L V., Giehen Sonntag, den 23. WM, oöenös 1 W, finöel nnf Der „lleülgaljälie“ Lohlleder I Summt- I absähe Schuhpuh ©inlege* sohlen empfiehlt Miller । Neustadt 79 nmCSroalbt*' flauen. .,»!> SALEM ROT EMs büDem- wurstsett wieder ctnaeitoffen. H Uli) Deisel Martlürane 14. 20. hWl-VrmllillllW * SALEM ZIGARETTEN mit dem goldenen Wappen auf der Packung Das Rauchen auf dem Wege zur Arbeitsstätte wirkt aufmuntemd und erfrischend und erhöht die Arbeitslust. Die neuen Salem »Zigaretten mit dem goldenen Wappen auf der Packung sind äußerst leicht und mild und sehr bekömmlich. Anschließend um 83/4 Uhr, aus Aniah des 20jährigen Bestehens, Familien- nbsnb mit musikalischen und gesanglichen Darbietungen und nachfolgendem Tanz. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage. 3. Bericht der Rechnungsprüfungskommission. 4. Ersatzwahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder. Fst hellen M Lebertran Leberlrao- Emu'iSiöii hewfthrre Marken Kreuz- Drogerie Bahnhofetr 51 576a Gesang-Unterricht erteilt Rosemarie Nölke ausgebildet bei Frau Kammersängerin Anna Kaeinpfert. [0446 Schrift! Anfragen: Erledrichstr. 35. Oamen- V Bedarfs-Artikel W Wochenbett-Ausetattungen M J sowie alle 1 hygienischen Artikel Gamml-Zettstolle / SämUicbe Ccmmiiareii k Drogerie Winterhoff 1 M. Qetrenntct Verkinfsraom Kl Stlndiee Damen- bedienung /Sy5*' 224a Statt besonderer Anzeige. Heute vormittag 9 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel HerrChristian Bischoff im Alter von 74 Jahren. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen. Frau Marie Bischoff geb. Holler. Lollar, Köln, Frankfurt a. M., Hanau, Rastatt, den 19. Januar 1927. Die Beerdigung findet Samstag, den 22. Januar, nachmittags 3'/, Uhr, statt 0441 WWk Vo'.dyrfen Bitterlinge wieder eingetioffen 6ag?3 sajeei, MäuSburg 17. !! Achtung!! Morgen Samstag trifft das gelbe Auto mit Orangen und Frifch'Gernüse am Brandplatz ein. 0447 St).: Zakob ßidiHoöf, Friikfiirt-M. rneval In Htssen. Der «3 Innern hat soeben t'.nc i, in der, wie Im Mjahre, : Treiben aus den Sirahen irüber hinaus werden vom überhaupt alle karnevalistischen iersagt. e xelegraphenamls' rr Hauptpost In der Dahnhvs- wärlig durch Derputzen des ;hte äußer« Hrrrichiung. DaS 2Rte äußere Herrichtung. Das cpuht, dann behält ee den des Daumaterials fei, ™ isiins wiederum rötliche « ilb des Gebäudes paßt M c Umgebung gut ein. rsnisanstalt am Sei em Geschäitshaur W De Die vir von zuständiger Selle ’te W -bd.-WV» 21 ' 1V<« iitbeutil ' 1#a ein D/Y.ac A b d I r SKS-A: WM "wlung öcft L Bereitungen und dem den Arbeitswillen ist auf ein eranstaltung zu hassen. rnotizcn. lender für Freitag. , „ouarej und Maximilian" laturheilverein: 8 Uhr. Aath. invorirag. - Lichtspielhaus intartf 1. Teil. - Altona- lande Hauö". töe/i-eroerekn ®te* Qlnicigcntei(flur20.§ausb am kommenden Gtw.o.^ Höhe stattsinden svU. iS Drama. bem ttoei sung« Menschen jnm Opfer fielen. Sin 24iäbrigcr Schupowachtmeister erschoh in der Wohnung feiner 6Item feine ISjabrigc "Braut und dann sich selbst. Da» Mäd- chen erlitt einen Lungen- und einen Brustschub, während der Mann sich einen Kopsschuft bei- brachte Beide wurden sofort infi ÄranL-nbaul eingeiiefert. wo jedoch nur noch der inzwischen eingetretenv Tod fcftgeftcllt werden konnte. • Darmstabt. 20. San. 3n der LandcS- Heil- und 'pflcgcanftalt Philippshospital in Goddelau fiel ein Rüchen rn ä dchen In einen groben Kessel mit heihemWas- f e r. Das Mädchen erlitt schweoe Brandwunden und muhte in das städtische Krankenhaus nach Darmstadt gebracht werden Preutzen. tircio t^cülnr. WSA. Braunfels, 20. Ion. In der vergangenen Aacht wurde das Anwe'en der Erben von Gilbert im QrtStcil Draunftls-St Georgen sum Teil durch Feuer vernichtet, und zwar Stallungen und Scheune, während da- Wohnhaus. in dem sich auch eine Gastwirtschaft befindet. schwer beschädigt wurde. Ein naher Verwandter der Besitzerin wurde unter dem Verdacht der Brandstiftung in Hast genommen. DaS Besitztum ist in letzter Zeit nicht weniger als dreimal vom Feuer beim- gesucht worden. Staötrat Dr. Lutsch zum Landeshauptmann gewählt. WSA. Wiesbaden, 20. Ian. Die heutige S.tzung Des Aaslauifchen Korninu- nallandtags befcfcäi'.ijte sich zuerst mit der Mahl des Landeshauptmanns. Nachdem ein Antrag der Arbeitsgemeinschaft, die Wahl bis zum D.enStag zu vertagen, mit 28 gegen 22 Glimmen abgelehnt worden war, erklärte Präsident ch o p f als Berichterstat.er, da st die sozialdemokratische Partei 6:abtrat Sch 1 os - s e r zurückgezogen habe, so dast also nur noch Dr. Dumps (Arleitsgemeinschasri, Dr. Lutsch (Zentrum). Stadtrat Ost er he Id (Dem.) und Kronenbitter «Komm.) kandidiert.n. Die demokratische Partei zog nunmehr ihren Kandidaten ebenfalls zurück. Del der Abstimmung erhielt Stadtral Dr. L u t s ch - Frankfurt (Zentr.) 31 Stimmen, während 16 St mmen auf Dr Aumpf und 4 Stimmen auf Krvnenbi'ter entfielen Damit ist ötaötrat Lutsch zum Landeshauptmann gewählt. Er dankte der Versammlung für das Vertrauen und betört vor allem, dast es für ihn in feinem neuen Amte keine Unterschiede, weder der Partei noch der Konfession, von Stadt oder Land, geben würde. Die Sitzung wurde daraufhin vertagt. Staubfreies F*tii per Ltr J* 0.60 Farbenhnus 0. lob'iiiski $ Co. Plnckstraße 10 Tel 1215. 0443 wachte, als man ihn auf ärztliche Verordnung hin in ein Wasserbad brachte. Während ter Geist r.c#) dnn Erwachen völlig klar war. machte sich doch an den nächsten Tagen noch eine gewisse allmählich schwindende Lähmung der Glieder bem nbar. Diese Aachwirkung ist aber jetzt auch fast ganz ver chwunden. so dast dr Erkrankte wieder feit einigen Tagen in Haus und Hof umhergrhen kann. Der Fall möge den Benutzern Don Schlafmitteln zur Warnung dienen. Oberhessen. lirtiiDtV-iO Mieden. CO Kirin-Linden, 20.Ian. Aus der Ge- meinderatssitzung vom Mittwoch ist als bemericnsweri zu berichten: In die 'Beratung über die Festigung uni) Erweiterung d^SQrtS- b a u p l a n e ö wurde nicht eingetreten. Da Dau- rat Schneider infolge Krankheit verhindert war. an der ßiflun.g teilzunehmen. Eine längere Aussprache fatZ. statt über den Antrag, für Die zu errich^ad? Kriegerdenk malSanlage auf bem alten Fr>ed)vf 5D3 Quadratmeter zur Verfügung zu stellcn. Ter Antrag wurde mit Stimmenmehrheit abgelehnt. Damit ist die ganze DenkmalSangclegenheit. die schon lange viele unserer Gemüter bewegt, vorerst als erledigt zu betrachten, zumal der auSgearbeitcte DenkmalSen'wu»f des KreisbauamteS G test en an den vorgeseher.en Platz aus dem alten ^rieöDof gebunden ist. Bezüglich der Errichtung der W a l - ferlcitung und Kanalisation wurde beschlossen. daS Kulturbauamt Giesten mit der Anfertigung eines Gesamtplanes zu beauftragen. Din weiteren Verhandlungen mit der Stadt Gießen wurden einer Kommission, bestehend aus sechs Gemeinderatsmitgliedern, übertragen. Sodann wurde beraten über den Antrag des G e - meinderechnerS auf Gestellung ein e 5 Amtszimmers durch Die 'Gemeinde. Wegen Der bereits Im Gang befindlichen Neuregelung der Defoldungen für die Gemeindebeamten wurde über Den Antrag vorerst nicht abgestimmt. — Im verflossenen Jahr 1926 sanden im ganzen 2 0 Gemeinderatssitzungen statt. Davon waren 19 öffentlich und eine nicht öffentlich. Gemeinschaftlich mit dem Schulvorstand wurde eine Sitzung abgehalten, die sich mit Schulfragen beschäftigte 1. Wiese ck, 21. Ian. Vach den st a n d e s- amtlichen 5 e ft ft e 11 u n g e n sind im verflossenen Jahre 1926 35 Personen gestorben, ©ebuiten sind 57 zu verzeichnen, es bleibt also immerhin ein Geburtenüberschust von 22 Personen. Gegenüber früheren Jahren ist die Zahl der Geburten allerdings stark zurückgegangen. Irgendwelche Vüclschlüsie sind aber nicht möglich. da Die Zahl der Geburten immer starken Schwankungen unterworfen war. Der allgemein feststellbare Vückgang der Geburten macht sich allerdings auch bei uns bemerkbar. Eheschliestun- gen wurden im abgelaufenen Jahr 32 vor genommen. Hi« Dürfte Die große Wohnungsnot sich sehr hemmend bemerkbar machen. f Treis a. d. CDa.. 20. Ian. Durch Verfügung deS LandeslilDungSamtes ist Lehrer Eberle. Der feit 21 Jahren an der hiesigen Schule erfolgreich wirkte, zum hauptamtlichen FortbildungSschullehrer im Bezirk Lollar ernannt worden. Die Gemeinde sieht den beliebten Lehrer mit großem Bedauern von hier scheiden. L'S-LZ SS «SS mbW’ d« ES öl. Sfr A nur dann (ic au3 säääsä hriBa;Ä^ ** pl ')* . I £ t filli«’®S-d«au. feÄ c»» afs qi. j o n t !• „nxiiuilc M y® Miaucy 1 »mm* IN dar r|[(rf ist. gghrea iE rat, W jjn w ^"g?M°rdnu^Lr wflt iztltchr y r tel febon 1° U einen 0^rO?& cn >lM ?cininnl if er könnc^ . er jerfieL zweier Lichtbildserien auS dem Wekt- riege. und zwar über die Flandernschlacht und Die Kämpfe in Der Champagne, stand Die Darbietung fand reichen Beifall. Gedern, 20. Ian. Eine auherordeut- liche Ge.eraloersammlung des Kriegerver- e inS beschä t g e sich mit der Gefallen en- Denkmalssrage. Die Arbeiten sollen in aller Kürze ia Angr.ff genommen n erben. Man Ifofft. den Dau üi Ende Iuli fcrüggcftellt zu hö^en La noch lange nicht Die erforderlichen Geldmitiel vorhanden sind, soll Die ©ammeltätig- lei: e.neut ausgenommen werden. BurthardS, 20. Jan. Die Arbeiten an Der neuen ©trabe Gebern—2uritz a r d S machen gute Fort'chritte. In den nächsten Tagen wird mit der Ausführung deS zweiten Teiles, ab der Burkhardler Grenze, begonnen. Die Arbeitslosen Der umliegenden Dörfer finden durch Den Strastenbau lohnende Beschäftigung, auch die hiesigen Pserdebefitzer haben dadurch guten Verdienst. — Auch in diesem Winter hat die hiesige Gemeinde wieder einen Teil ihrer Hutweiden meliorieren lassen. So verschwindet nach und nach ein Stück der alten Hutweiden mit ihrem ©telngcröH -s- Volkartshain. 20. Ian. Hier und in Sichenhausen treten die Walern ziemlich stark und zum Teil auch bösartig auf. In Dolkartshain mußte die Schule geschlossen werden, weil sämtliche Schulkinder erkrankt sind. In Sickenhausen wurden bis jetzt vorwiegend Jugendliche. auS Der Schule Entlassene von Der Krankheit befallen. Mrcie t'autcrbnrf). la. Landenhausen, 20. Ian. 3n den ersten Iahren nach dem Kriege hat unsere Gemeinde die Selbbcreinigung durchge ührt. Bun trägt sich die Gemeinde mit Dem GeDanken, eine Wasserleitung zu bauen. Eine sehr ergiebige Quelle ist bereits in der Aähe des Dorfes gesunden. Vach oorläu igen Messungen liefert die Quelle so viel Wasser, dast nur ein Zehntel für Die Versorgung des Dorfes nötig ist. Das Wasser enthält et oa 10 Proz. Kohlensäure, was wohl mit Der Vähe des Bades Salzschlirf im Zusammenhang steht Wegen Abgabe des Wassers an das Bad Salzschlirf Haden auch schon Verhandlungen (tätigei’unDen, jeDoch haben sie noch zu keinem Ergebnis geführt. Starkenburg. WSV. Darmstadt, 20. Jan Vach einer Mitteilung der hiesigen Polizeidirektion ist es gelungen, ein weitverzweigtes Diebes- unD Heh 1 ernest, das seit längerer Zeit unerlaubten Handel mit Arzneimitteln und Chemikalien getrieben Hal auszunehmen. Durch Arbeiter der Firma M e r ck in Darmstadt wurde ein größeres Quantum Luminalta- b I e 11 e n und Kokain und durch einen Angestellten Der Drogerie Schäfer g.öftere Mengen Betäubungsmittel und sonstige Chemikalien entwendet. Die bei Schäfer gestohlenen Gifte wurden durch zwei hiesige s e 1 b st ä n d i g e Drogist e n an Den Mann gebracht, während Die Merckschen Fabrikate durch die Täter selbst in Darmstadt und Frankfurt a. M. abgeseht wurden Ein größerer Teil des gestohlenen gefährlichen Gutes, wovon ein Teil in einem ©arten vergraben war, konnte wieder herbeigeschafft werden. — Gestern abend ereignete sich hier ein LiebeS- t. VeiSkirchen. 20. Ian Die Mauk- und Klauenseuche, Die leit Oktober vor. Iahres herrschte, ist nun bis auf ein Gehört, erloschen. Die Sperre wurde aufge^o.e.i, Dagegen bleibt -3© u:i(pTupx3a (peu uuq isq ^*41119^© hoste bestehen 3m ganzen sind etwa 30 Stück Vieh, me.stens Jungvieh. Der Seuche zum Opfer ge allen. : u t p D c. 19. Jan. Gestern feier.c Die ältcftc Einwohnerin unseres Dorfes. Die Witwe Karo 1 ine V a a b. ihren 89. Geburtstag. Die Greisin erfreut sich noch körperlicher Vüstigkeit unD einer ganz erstaunlichen geistigen Frische. Mrcie Zricdbcrg _= DaD-Vauheim. 20.3an. Wie bekannt, tritt am 1. Iuni Bürgermeister Dr. Kayser. nachDem er 24 Jahre mit großem Erfolge Die Geschicke unserer Stadt geleitet, in den wohlverdienten V u h e st a n d. Die Ausschreibung für die Veubetetzung des Bürgermeisterpostens dürfte schon in den nächsten Tagen erfolgen. Wie man hort, kommt für das Amt nur ein Jurist oder ein Volkswirt'chaftler mit abgeschlossenem akademischen Studium in Frage. Die morgige Stadtverordneten! iyung wird über die Ausschreibung Beschlaft fassen. Es ist wohl anzunehmen, dah eine starke Bewerbung um Die Stelle cinseyen wirk». Schon in Den letzten Tagen sink» in Der Stadt Vamen von Kandidaten genannt worden. Die Interesse für die Bürger- meistersteNe zeigen. Ar cis Büdingen • Hirzenhain. 20. Ian. Der hiesige Krieger» und Militärverein bot seinen Mitgliedern und Den Kameraden Der Vach» barDcrcine am vorigen Samstagabend im Bu- derus-Haus ein Konzert des MusikkorpS des 1. (H e s s.) Grenadier-Bataillons 15. 2 n s. - A g l v. aus Gieften unter Leitung des Obermusimieisters ß ö b e r. Der Dcrcins- vorsitzende. Kamerad E 1 e i n, hielt eine packende Degrüftungsansprache, die in einem Hurra auf Hindenburg ausklang und von dem Gesang des Deutschlandliedes gefolgt war. Die schneidigen Klänge Der Militärkapelle begeisterten die dankbaren Zuhörer in hohem Mafte, so daft es häufig zu wahren Beifallsstürmen kam. die Der Kapelle oft Anlaß gaben zu Einlagen. Professor Dr. Schmoll aus Gieszen hielt im Verlaufe des Familienabends eine eindi-ucksvolle Festrede über Bismarcks Werk Der Reichs- grün Dung, die bei allen Besuchern volle Zustimmung fand. Der ausgezeichnete Verlauf des Abends wird Den Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben. Kreis Schotten. )—( Ruppertsburg, 20. Ian. Der hiesige AaDfahrer-Verein em. ania" hielt unter Leitung feines Vorsitzenden. Wll- Helm P o r r V., feine Generalversammlung ab. Die sehr gut besucht war. Aach Erledigung Der ge- schästlichen Mitteilungen erfolgte Die Vor» standSwahl, wobei neu in Den VorstanD gewählt wurden Die Herren August Stein unD Hermann Worner. sowie Wilhelm SchneiD- m ü 11 e r als Schriftführer für Den nach Büdingen versetzten bisherigen Schriftführer Albrecht Marx. — Der hiesige Ziege n z u ch t v e r et n bot am Sonntagabend eine gesellige Veranstaltung. in Deren Mittelpunkt Die Vorführung yiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniLE dmeider 30 Marktstraße 30 äiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiüiiiiiiiiF Cafe Astoria Samstag Tanz-Abend l dieser Bekanntmachung an gerechnet, auf | 04V dem Stadthause, Bergstraße, Zimmer - Erstklassige Existenz 6336 die Einträge können nur während dieser Offenlegung^ Dieh. 7 fac-Expeiüii i Seltersweg 39. HKb ! 634c la Aufschnitt 624 D |Verschiedenes| F 6'91) Kaution etiDÜnfcUt 638D warnt. Lynker. Erlcng 7. RASSOL e Gießen. 635s 8 | Verkäufe WybertzTabletten lösen, lindern- IIIIIIHIHIUIIHIIIIIIHUIIIIIIIHIIIIIIHIIIIIIHHIIHIIIIIIIIII iiiniiHiinriiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiHiiiHnim Nr. 3, zur Einsicht offen. Einwendungen gegen wurden nach den Angaben eines beriihm* tcn Arztes Wybcrt'Tabletten angeführt seuchengesetzes aufgestellte Liste der beitragspflichtigen Pferde — und Rindoieh- besitzer der Stadt Gießen und der Gemarkung Schiffenberg liegt während acht Tagen, vom Tage der Veröffentlichung Die hervorragenden Eigenschaften der Wybert'Tablct' een machen diese zu einem vorzüglichen Vorbeu* gungsmittcl gegen Erkrankungen der Atmungsorgane. 1 gr. JJl. Mk. 1.75 V I mit einem monatlichen Einkommen von ca GOO Kelchsma- k nud mehr bie en wir tüchtigem Lnndreisenden. Es handelt sich um DauerpoKten. Bewerbungen unter Chiffre W. Z. 20 an I ’QAtschlieijfach D. 329 in Braunschweig, 1 Mark In Apotheken u. Drogerien Äacntnr der frankfurter Zeitung und drS illustrierten Blattes. ______S. Löb« Bavnbomraüe. KletucomöblicrteS Wobn- h. Scblai- zimmer zum 1 2. an Dauerm. z. uernt.ou« Gbelstr. 13 IL frist und nur von den beteiligten befitzern vorgebracht werden. Gießen, den 13. Januar 1927. Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Rosenberg. Zeitungsträger (in) zumAuStragen und Verkauf deöJUustrier- len Blattes für sofort gesucht. Wochenbeschststiguug, guter Verdienst. Zamtlte zum Austragen bevorzugt. Kleine Emmeric^er BCmÜSMfc Mk- 4.80 H B ee bis mk. 2.40 Ausgelegt sind RESTE aller Warengattungen meiner Lagen Kleider-Stoffe Hemden-Fianelle Damaste Slusen-Stoffe Hemden-Tuche Bett-Barchente und alle anderen Manufakturwaren ülmitiilo! Morgen abend 8.30 Uhr: Gffzl. Kneipe u. 21. s »Abend. „w Der Dorstand. eM k Lichtspielhaus Nur 3 Tage bin einschließlich Sonntag: Bismarck I.Teil Kinder zahlen In der ersten »aohm.-Vorstslluag halbe Preise: —.60, —.80, 1 — 30 Marktstraße 30 hi di. hi. liimniiiiiiiJiniiiiiii1'iiiiiiiiiiiiiliiiltn bei Jetfl & nnimiiiiiiiiiiiHiiihiiiniiiiriiiiiiiihiiiiiiiiiiiihiiiHiii Samstag, den 22.Ianuar1927, abends 87, Uhr, findet bei „Sauer" unsere diesjährige Maturum Vorbereitung in Kursen. |7«D Dr. Roese (loeihestraOe 34. Gebrüder Zalob 10 Neuenweg 10 Beugen auch Sie vor und nehmen Sie ft cts einige Wybert/Tablettcn in den Mund, sei es daheim, auf der Straße, bei der Arbeit, auf der Reise, im Theater oder bei Versammlungen. Achtung Betrüger! Es wird uns von Kunden wiederholt in den letzten Tagen berichtet, daß ein Mann, der angibt, in unserem Auftrag zu kommen, versucht, bestehende Zeitschriften- Abonnements umzuarbeiten, um so die Bestellung in seine Hand zu bringen. Er macht dabei schwindelhafte und betrügerische Angaben über Eingehen von Zeitschriften und spielt eine Zeitschrift gegen die andere aus. Anscheinend handelt es sich um einen Betrüger, der im Auftrag einer auswärtigen Firma arbeitet und seine ungesetzlichen Machenschaften ausübt. Geschädigte bitten wir, sich bei uns melden zu wollen. Um unsere Bezieher vor weiterem Schaden zu bewahren, bitten wir auch, falls er irgendwo auflauchen sollte, um schnellste Benachrichti- gung, damit wir seine Festnahme und strafrechtliche Der- folgung erwirken können. 637D pfeiffersche Buchhandlung walltorftratze 21 / Fernruf 1542 Aul dem Wege Glaubrectultrahe, KUmkstrabe Pake, LÜH vom Rollwagen abhanden gekommen Wiederbringer er- häl Belohnung. Bor Ankauf wird ge- ein enor* billiger Reste-Verkauf Bekanntmachung. Betr.: Die Ausführung des Beichsoieh- seuchengesegcs; hier: die Ausschläge der Beiträge auf Diehbe- sitzer und Viehhändler. Die in Gemäßheit des Reichsvieh. Ja CO Morg. 8 Uhr: Wcüflcislll mit firnut 60 Pf. — Abds.: Große Platte nur 1.30 Mk. — Don 4 Uhr ab: Iazzbandmufik. nritz Keßler, küsitvilt, Nnewc-. Nutzhoszverftsigeruug Aus den Waldungen der Gemeinde Hattenrod sollen versteigert werden Montag, den 24. Januar 1927, Eichenslämine: 3. Kl. 3,37 fm, 4. Kl. 27,50 fm, 5. Kl. 17,68 fm, 4. Kl. 12,30 fm ■ Fichtenstämme: 5b. Kl. 1,18 fm; Fichtenderbstangen: 59,47 fm; Fichtenreisstangen: 18,06 fm;’ Fichten-Schichthaufen: 129 rn>. Das Eichenstammholz ist schönes, aus- reiftes Werkholz, die Fichtenderbstangen meistens über 10 Zentimeter Durchmesser । (Soarrenholz usw.). 632V Zusammenkunft um 91 Uhr am Waldeingang nach Nieder-Bessingen. Bürgermeisterei Hattenrod. R e e b. 1 Schautteller- Wohnwagen zu verkaufen. Echr Angeb. unter 0455an den Gien Anz. erb 2$rttWea u. Stürtger Kleider- schrank, Natur bolz, bandgearbeuet, sehr schön, btlllq zu verk SsltarswsgTl I. Größeres Quautum Bettf&dern pretsivert zu rett Otto I.ud wlff. 613 ' Vnnnb. 3n Bubikopf- haarschneiden stopfwaschen Ondulieren und Masken-zrisieren empsiehlt sich "'v )ako'> Schäfer Herren- und Damen-Frisier-Deschäft Ludwtgstrahe 57. daselbst Verleihung ».Perücken u. Kostümen Nftitelschweres ' ‘i । Pferd linürtn, 1- ii. 2svänn. gefahren, zu verk. Helnr. ICartlu Eames Tori ^»lill £bctb. Acker S billig zu verka fcn. 2chr. Angeb. it. .__ Möbl.limmer mögt mit Tamvf- hetzuug, in guter Vnne ver 1. Februar gesucht. Cffer». nm. F. I». V. 1 131 nn Rudolf Mosse. 91 Ho besonders auch kränkliche, 3urüdtgebiiebeneunb solche mit steifen Deinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes Cafe Ernst Ludwig I Samstag, den 22. Januar 1927, 8 Uhr abends 630c Sonderkonzerf Ab 9 Uhr: TANZ. Fällt stets durch feines Aroma, kräftigen Geschmack u. seltene Ausgiebigkeit auf. Das macht unser besonderes Röstverfah- ren,in über SOJahren erprobt. Versuchen und vergleichen Sie! tapfer WM für Botank. Physik und (Lbemie mit Preisangabe von Student oefudit. Schrtttl. Angebote unter 6271) an den (Miefo. Anz erbeten. Bereinigung ij etierncl. 224er. Wem ütl'd)C<« flniouimcniiin «amSkag. 22. Qnn., abds 8 Uhr, Eisen- b n imbmcIEopteld. anvER.VEREIN GIESSEN O 623a G LS isr-fi weisende tm Zielen E leist' d°" “S den fr5 D; Zollten I S&ii, und Ä>6" rfudpt 2-» ff*6;1 «1 wesentlich. Hong übet 21« quer durch M an ben Wjc i fatlNflen iw östNchen &ir.a. Schanghal empor in die k wert bedeckte D Die Forsche logischer und c Löhlmd wurde lagerung de! i gebirce vor'ta bl-ben und Dc; den Takböden Löhlanü ist bi Kultur md b'1 zwischen dem £ geboren vorbei Leben lang mi beiten unb sch können manch« Ehlnesentum b; Lchon das SS itt bie Sche an alter, aber durch bie Wtr gelost unb in t iivhen lüh-er T Tale dej Hwai 3angilcschluchtei ba'ür, daß daS der ti d'.rchbri sollten vor all« schen ßhtbien schaitstypen di weit feuchter u das Land bei sich b?s ganze den Reisenden weisen- in g< Vortragende t und er konnte i listig des cf,k tasten. 3m 3:tn Zopf olles so wälirenö in dz ®tät>ten ein grr eingesetzt hat ■ymgrot! ^lstswn den na, BS» tch.'in D in t K t N 'ich Mten unb im ■' t«Mchchobrr u ^tot:!;nö?n sj ^E^Meng;, M L »'nem *4^ Was ist 3om s-h-i» Zeitalter 1 ttft; ^entern" Sfr den mS öcbanj iur äd?QiQt •3o M hn^! di MV ..............neiig TE «He, I er Lager; Z fe I ^blltz I Samstag -■Abend le | ehe i inte | iren waren | ll,ll,lll|imiiiiiiiiii| rle, Wtenjüuerbeicn. d MiWs =*\tWL 22te. M! en ab- Jene tast 6e Wcmülbditi' flniauimrnidn ramSiaa. L Stan» abds. 8 Ubr, (rticn* baanhonl Hepieli. er- m fchr. öan erb Maturum Votbereituo? in Kurien. mD Dr. Roese Goeihpslraße 34, W» MBotanl.Pbvnk und ßteuiie nut ^rtlßannabe von Stuheni gesucht. S" E'nk»«™,0, ^""«iniobrble n Lnudreisenden. Ei han- vüirrre li / on JMI29 in Branntchrpi? etbex- iboU . lebt beit B TI L llltUIII SitrtliL flnaeboie een- / unter 87 Ü an den mmen r er- la.T'or h ne- 6'9H cnn 7. Morgen abend 8.30 H6t: Gzl. Kneipe U. 2l. K-Abend. ,4„ Der Aorsland. 5 beruht' angeführt rWybert'T^' -lieben Verbeut Aunungsorg«“6 Sie fiets einig« ; 0 dabeim, wimTh01“ Nr. 17 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (<5eneral-H:i;eiij.er für GberlMn) Zreitag, 21. Januar 1927 Der Sammler aus Kuna uno 'mruenlchaft. Gesellschaft fürErd- undLölkerkunde Prof. Lchmitthknncr: „Reisen und Erfahrungen in China." 3m gut besetzten &aale der Heuen Aula sprach Pro*. Heinrich Schmitlhenner aus Heidelberg über seine .Reisen und Erfahrungen In China" und unterstützte seinen Vortrag durch zahlreiche eindrucksvolle Lichtbilder nach eigenen Aufnahmen. Die Reisen und Forschungen umfaßten ein recht au-gebreitetes Gebiet des inneren China. China. Allerdings mußten sie sich jeweils den politischen Verhältnissen und den Sicherhells- zuständen anpasfen. Aber trotz de- Kriegszustände- und der vielen Räuberbanden konnte der Reisende im großen Ganzen unbehelligt seinen Zielen nachg l-en. Von Peking au- ging die Reise zunächst in- Lößland nach Schansi. in die Hochgebirge im Rordosten der Provinz und an den lief eingefch Utten m Rordsüdlauf d:S Hwangho. Auf dem Wege nach Mittelchina wurden die bisherigen B vbacht rngen noch durch einige Touren in Honan ergänzt. Aber der auS- brechende xÄrieg machte die Reife nach Süden unmöglich, und der Reifende mußte nach Osten ausweichend die große Stromader deS Jangtse aufsuchen. Von hier au8 bereiste er in mehreren Stichtouren da- Hwaigeb rge. jene- Dergland zwischen nordchinesischer T esebene und 3angtfe- fiang, da- noch sehr wenig b2taiTTTt ist. Eine Tour tn die Ianglseschluchten oberhalb Itschang bereicherte seine geoqraph fche Anschauung ganz wesentlich. Weiter führte die R? se vom 3angtfe- Hang über Tschangsia nach Westhanin und denn quer durch diese und die Rachbarprovinz Kiangli an den Iangtsckiang bei Ki.ikiang zurück. Um die Forschimgen über dm Landschaftstypus des südöstlichen (Vi a abzeschliehen. ging d e R^ise über Schanghai au See nach Futschau und dcnMink ang empor in die seltsame mit Bambas und Buschwerk bedeckte Bergwelt Fallens hinein. Die Forsch ingen waren morphologisch-geologischer und anthropogeographischer Ar:. 3m Lößland wurde der Vers ch gnnacht. die Ablagerung deS LößeS mit de i kleinen, im Hochgebirge vorhandenen Gletscher p ren zu verbirden u d Dezi h'. ngen zu den a.'ten hochlieg n- den Talböden d:s Hwaegw aulzudeken. DaS Lößland ist dir Hrrkanf.'sstätte der chinesischen Kultur und d e Beobachtungen der Beziehungen zwischen dem Löß und d n Menschen, die auf ihm geboten werden. In Lößhöhlen leben, den Löß ihr Leben lang mH der Hacke und dem Pflug bearbeiten und sch'ießlich im ööß begraben werden, können manches zum tieferen Verständnis des Lhlnesenturn beitragen. Schon das Hwa gebirge ist ein anderes Land. SS ist die Dche dr zwjchen Rord- und Südchina, cin alter, aber jung zerbrochener Gebirgsrumpf, durch die Abtragung In seltsamer We se aufgelöst und in einzelnen. 1700 bis 1900 Meier »oben kühner Bergen gipfelnd. Aehnlich wie am Tale des Hwangho fand der Reisende an den Jangtseschluchten oberhalb 3tschang den Beweis dafür, daß das Gebirge jünger als der Fluß Ist, der er b1 rchbricht Di? Farich mgen in Südchina sollten vor allem dem Abschluß der rnorphalori- Idben Studien und zum Vergleiche der Land- schaststypen dienen. Mittel- unO Südchina sind weit leuchter und grüner als der Norden. Es ist daS Land des Drisbaaes und des Tees, In b'm ließ d-S ganze Leben des Menschen und. was für den Reisenden einschne dnrdn: ist, die Art des Reisens in ganz anderer Weise vollzieht. Der Vortragende war schon 1913 einmal in China, und er konnte daher die Fortschritte der Verwestlichung dcs chtnes.schen Lebens b sonders gut auf- sassen. 3m 3 mern ist bis a s den verschwundenen Zopf alles so ziemlich beim alten geblieben, während in dem großen, den Fremden geöffneten Städten ein großartiger Amer kan'sierr-ngSprrzeß eingesetzt hat. wie überhaupt die Amerikaner mit ihren gemalt gen Propagandam Nein und der Mission den nachhalt g'len Einluß auf China zu gewinnen scheinen. D c verwickelten politischen Zustände entstammen der chin fischen Revvlut on 1911. die zu keinem Ziele geführt bat. Der Süden hat sich a's eftr-m republikanisch abgespalten und im Rorde i ringen die großen MI.i- tannachthaber um die Vorherrschaft. 3n den aroßen Industriezentren der offenen Handels- Hälen hat eine Arbeiterbewegung eingesch', deren Auswirkungen sich m t der 3nnen- und Außenpolitik vennengen. Reben diesen inneren Kämpfen aber stets mit ihnen verflochten geht der Kamps des gesamten China geg.-n die fremden Mächte uni) dir ungleichen, fe.t 80 Jahren eßina aus- gezwc.n,zenc.! Verträge. Ls beleuchtet schl^giicht» artig die Weltsit. ar on. wenn man bedenkt, daß China, in Mie.n 3nnern das tollste D rche nunder bciikJ. ter e-ropä sch-ame. ikan scheu We.t Sluck ,ür Stuck ihre alle'. Dorrechie abriagr. Das Ansehen d.s weißen MarneS ist d. rch den Krieg in der ganzen Welt gesmrk n, und die anderen Mächte werden in China ebenso die Ausnahmestellung verlieren, wie sie Deutschland im Kriege eingebüßt bat. Für uns Deutsche ist China ein wichtiges Rohstoff- und Absatzgebiet. Der Deutsche ist bei den Chinesen wohl ang sehen Aber es wäre töricht, sich über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, d e gegenwärtig Erg and in China hat. zu freuen, da auch unsere Kaufleute unter Boykott und Streiks, wenn auch nicht direkt, so doch indirekt zu leiden haben. Rach dem Krieg, an dessen Ende die Dcutschm aus China ausgewi sen worden waren, hat sich das Deutschtum in CH na wieder stark entwicke t. uiib es ist zu hoffen, daß es sich auf dieser Höhr halten wird, trotz der ungünstigen wirtschaftlichen Z.iten. die gegenwärtig in China Herrscher. Denn das Chinefen- tum bedeutet der vierten Teil der Menschheit, und. wenn wieder Ruhe und Ordnung herrschen, muß ein gewaltiger, entwicklungsfähiger Markt entstehen. Verein für das Deutschtum im Ausland. Dr. Mann Hardt: „Volk nnd Ltaat in Rumänien". Eine rege Tätigkeit entfaltet die Gießener Ortsgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland, die am letzten Mittwoch wieder einmal zu einem interessanten Vortrag im Singsaal des Realgymnasiums eingeladen hatte. Dr. Mannhardt, Direktor des Instituts für Grenz- und Auslanddeutschtum und Leiter der Bursa in Marburg, ein gründlicher Kenner des Deutschtums in Rumänien, der, auf einer erst kürzlich i.r die dortigen Gebiete unternommenen Studienreise, eigenes Anschauungsmaterial sammeln konnte, sprach über .Volk und Staat in Qlumänien“. Rumänien als Staat hat keine historische Tradition, wie etwa Deutschland, da es noch vor etwa 100 Jahren einen rumänischen Staat nicht gab. Die- ist erst eine Deuschöpfung deS vergangenen Jahr- Hunderts. Kurz nur skizzierte der Redner den Gebietszuwachs des neuen Rumäniens und betonte die wett bis nach Ungarn verlaufende Grenze, die weder eine natürliche Grenze — die Karpathen — berücksichtigt, noch aber von vollS- polttischen Gedanken abhängig gemacht worden ist. Der Rame Rumänien wurde erst Im 19. Jahrhundert gebräuchlich, während früher andere Bezeichnungen, wie Walachen, üblich waren. Verschiedene Theorien bestehen darüber, was für ein Volk die Rumänen eigentlich seien, doch sind alle mehr oder minder nut Vermutungen. Die im Volke lebende Tradition allerdings will den Ramen auf die Römer und ihre Besetzung der Provinzen Dalien und Mö ien zurückgesiihri wissen. 3edenfalls ist es eine Mischbevölkerung mit stark thrakischem Einschlag, aus der der Kaiser Trajan hervorgegangen ist. Griechen- und Römertum haben gerade in diesen ©eJieten einen starken Kamps geführt und neben der Graecisierung tonnte sich in Rorden ganz deutlich eine Romanisierung durchsetzen, die sich einwandfrei in der rein erhaltenen Sprache der Hirten und Holzfäller des Gebirges nachweisen läßt. Die Völkerwanderung bringt dann Splitter slavischer Völker und später türkische Volkstri.'e. Seit dem 12. 3ahrhundert waren in Siebenbürgen Deutsche eingewandert, die sofort als Kulturträger auftraten und zunächst die Karpathenländer zu höherer Kulturentwicklung brachten, als die südlicheren Teile. Doch fanden auch diese allmählich Kulturanschluß und bildeten unter der Führung einzelner kulturell höher Entwickelter selbständige Fürstentümer, die jedoch später vielfach von den Bulgaren erobert wurden. Rach der Türkenherrschast knüpfte die Freiheitsbewegung der Romantik an und die 3Dee der nationalen Vereinigung verlangte eine eigene Staats- bildung. Dieses Ideal erlebte Rumänien 1836 unter Karol von Hohenzollern. Einer der besten Politiker seiner Zeit, gelang ihm der Erwerb der Dobrudscha, 1833 schloß er das Bündnis mit den Mittelmächten, wodurch er sich in den Wie- Was ist eine Erfindung? Dom Geheimen RegierungSrat Max G e i t c L Der Hochstand der neuzeitlichen Technik ist daS Ergebnis der sich durch die Jahrtausende hindurch aneinanderreihenden großen und kleinen Erfindungen. Die ungeahnten Erfolge, die uns das Zeitalter des Dampfes und der Elektrizität gebracht haben, find nur allzusehr geeignet, den Maßstab zu verschieben, den wir bei der Würdigung der technischen Leistungen unserer Väter und Urväter anzulegen haben, wollen wir diesen in verdientem Maße gerecht werden. Die Ramen derer, denen wir die Urerfindungen, wie der Rolle. deS Hebels, der Feuergewinnung, der ersten Werkzeuge, Waffen usw. zu verdanken haben, sind für immer in Dunkel gehüllt. Von einer dieser Urerfindungen, des die Kraft der geballten Faust vervielfachenden Hammers. sagt LazaruS Geiger in seinen Vorträgen zur Entwicklungsgeschichte dcs Menschen treffend: .So groß der Gegensatz einer Dampfmaschine unserer Tage zu dem ältesten Steinhammer immer sein mag, das Geschöpf, das zuerst seine Hand mit einem solchen Werkzeug betoaffneie. das vielleicht einen Fruchtkern zum ersten Male auf diese Weise einer harten Schale abgewann, es mußte, so scheint es, einen Hauch jenes Geistes in sich verspüren, der einen Entdecker unserer Zeit unter dem Aufblitzen eines neuen Äedankens befreit.“ England war das Land, das zuerst mit der Schaffung einer den Erfinder schützenden Patent- Gesetzgebung vorging und im Jahre 1623 das Statute of menopolies einführte. In den Vereinigten Staaten maß man dem Patentwesen in früherer Zeit einen solche Bedeutung bei, daß die Patenturlunde vom Staatspräsidenten eigenhändig unterschrieben wurde. Tretend äußerte äußerte sich Goethe über den Erfolg dcs engli'chen Patentschutzes. .Das Erkennen und Erfinden sehen wir als den vorzüglichsten selbst erworbenen Besitz an und brüsten uns damit. Der fluge Engländer verwandelt ihn durch ein Patent sogleich in Realitäten und überhebt sich dadurch alles verdrießlichen Ehrenstreites. Der Engländer ist Meister, das Entdeckte gleich zu nutzen, bis es wieder zur neuen Entdeckung und frischer Tat führt. Man frage nun, warum sie uns überall voraus sind." Liebig führt aus, daß die Erhebung des Menschen über das Tier wesentlich von feinem Vermögen abhängt. Erfindungen zu erzeugen, die zur Befriedigung seiner Bedürfnisse dienen, und daß ihre Summe in einer Bevölkerung den Begriff ihrer Zivilisation in sich einschließt. Rach deutschem Patentrecht werden Patente für neue Erfindungen erteilt, die eine gewerbliche Verwertung gestatten. Der Begriff der Erfindung ist im Patentgesetz nicht erklärt, und alle Versuche, eine brauchbare Beantwortung der Frage: »Was ist eine Erfindung?" zu finden, find bisher gescheitert. Dennoch bewegt sich die Rechtsprechung des deutschen Patentamtes hinsichtlich der grundsätzlichen Gesichtspunkte im wesentlichen auf einer einheitlichen Cime, und es sind, wie das Patentamt in einer Denkschrift ausgeführt hat, wenig grund'ätzliche Gegensätze zu Tage getreten. Die Schwierigkeit liegt nicht in der Fassung der Grundsätze, fonDern in deren Anwendung auf den einzelnen Tatbestand, denn beim Vergleich des Reuen mit dem Alten ist schließlich immer ein Urteil über die Erheblichkeit des deriesitz von Dessaraben. das d.e Russen 1812 genommen hatten zu fegen gedachte, ein Ziel, das aber erst Ferdinand nach icm Weltkrieg erlangte. Die Bla,ic der Bevölkerung. Kleinbauern und Hirten, zeichnen sich durch gesundes, kräftiges Voltsrum aus, dellen Ausdruck unsere volle Symparhie verlangt, während die Intelligenz westlichen Borbilbern gefolgt ist und durch Wis- sensvermittluna eine Halbbildung erhalten hat, die kaum zu überbietende Bürger- und Beamtendemoralisation und Korruption im Gefolge hat. Die Bojaren oder Großgrundbesitzer, früher die Träger des Staates, mußten wegen unverbesserlichem Optimismus das Heft aus der Hand geben und sind physisch, moralisch und polit-sch dem Untergang geweiht. Die Rechtsverhältnisse find, allem gs nur auf dem Pap er, nach französischem und belgischem Bluftvr geordnet. Eine gewaltige Umgestaltung der Berhäit- nisse hat die Agrarreform erbracht, wodurch das früher in den Händen der Bojaren bef ndliche Land für das Land- und Industrieproletariat frei wird. Eng damit zusammen hängt die Besiedlung deS nach Abmarsch von Türken und Tartaren nach Anatolien frei gewordenen Lande- mit der aus Mazedonien herbeigebrachten rumänisch sprechenden Bevölkerung — c.ne Kolonisation im großen Stil, die unsere höchste Bewunderung erregen muß. Großrumänien ist ein Rationalitätenstaat, der noch Ungarn. 850 000 Deutsche, die zahlenmäßig an zweiter Stelle stehen. Russen, Juden, Bulgaren, Zigeuner, Türken usw. umfaßt. Von großem Interesse ist das Iudenproblem in Rumänien. Scharf zu scheiden sind Ostjuden und assimilierte Juden oder Spaniolen, von denen die ersteren zwar rumänische Staatsbürger sind, s.ch aber als nationale Minderheit fühlen und somit Hand in Hand mit den übrigen nationalen Minderheiten, also auch den Deutschen, arbeiten. Da c n großer Teil dieser Ostjuden aus Oesterreich und Ungarn stammt, so sprechen sie deutsch und sind für die Erhaltung deutscher Art und deutschen Wesens von größter Bedeutung. Interessant ist auch die Wahrnehmung, daß die deutsche Sprache augenblicklich in Rumänien im Vordringen begriffen ist. da d e bukowinische Bevölkerung gut Österreich sch gesinnt war und noch heute deutsch spricht, weshalb die rumänischen Offiziere unb Beamten in dort ger Gegend sich ebenfalls zum Gebrauch dieser verhaßten Sprache bequemen müssen. Wie lange jedoch solche Verhältnisse gebulBet werden, bleibt abzuwarten. E.n Streiflicht auf die Lage der neuerworbenen Gebiete wirft die Tatsache, daß die bessarabische Bevölkerung, also meist Rumänen, w'eder unter russische Herrschaft zurückverlangen. Von den mit Deutschen bewohnten Gegenden Rumänien- zeichnen sich Siebenbürgen und das Banat durch die zahlenmäßig stärkste deutsche Besiedlung und damit verbundene höchste Kultur, sowie durch die auf Grund jahrhundertelangen Abwehrkampfes gegen deutschfeindliche Elemente beruhende Erfahrung au-, weshalb sie die geborenen Führer der deutschen Bewegung abgeben. Erschwert wird allerdings die Erreichung ihres Zieles kultureller Autonomie durch die religiöse Spaltung in Evangelische und Katholische. Wir hier in unserer Heimat aber sollten ihnen kulturelle und wirtschaftliche Hilfe (Kreditgewährung) angedeihen lassen, um so allmählich die Idee eines deutschen Gesamtvolkes — die Zusammenfassung aller in der Welt zerstreut lebenden Deutschen — der Wirklichkeit näherzubringen. Dr. W. Oderheffficke Gesellschaft fürNatur-undHeilkunde. Gch.-Nat Llt: Tas Zeichnen im natnrwissenschastlichen Unterricht. In der letzten Sitzung der Oberhessischen Gesellschaft für Ratur- und Heilkunde entwarf eingangs Dr. med. Martin- Bad-Rauhetm ein LebenSoild des einstigen Soodener Salinen- inspektors Franz Benjamin Rieß, eines gebürtigen Rciuheimers (1807), der enge Verbindungen mit Gießener Gelehrten unterhalten hatte und sich insbesondere mit milroskopischen Studien beschäftigte, ohne aber bei seiner großen Bescheidenheit mit ihren Ergebnissen öffentlich hervorzutreten. In seinem Rachlasse bat man aber nicht nur forgfält ge Lagebuchaufzeichnungen gefunden, sondern auch eine große Zahl höchst sorgfältig ausgeführter und rcg.strierter Zeichnungen mit Wiedergaben seiner milroskopischen Beobachtungen, die der Vortragende vorzuweisen in der Lage war. Anschließend an diese historischen Mitteilung gen hielt Gehc.mrat Professor Dr. Olt einen durch kunstgcwandte Darstellungen auf der Wandtafel belebten Vortrag über das Zeichnen im naturwiffenschaftlichen Unterricht. Ausgehend von dem Worte Kant-, daß Begriffe ohne Anschauung leer, Anschauung ohne Begriffe blinb seien, 'orderte er. daß jedes Vortrag über naturwissenschafll.che oder medizinische Dinge durch Anschauungsmittel unterstützt werde. Bei der allgemeinen Verbreitung von Projektionsapparaten könne dieser Forde- nmg heute mit Le.chiigkeit genügt werden: indessen darf man nicht übersehen, daß diese Art, Anschauung zu vermitteln, nicht selten den pädagogischen Zweck, charakteristische Erscheinungen der Grinnenmg einzuprägen, verfehlt, insbesondere wegen der oft großen Flüchtigkeit de- Eindrucks und infolge der Schwierigkeit, sich bei der meist im Dunkeln stattfindenden Projefiion Aufzeiehnungen machen zu können. Deshalb gebüßte der Zeichnung an der Wandtafel im Unterrichte ein ganz besonderer Vorzug. Wte dia Kunst des Malers grundverschieden von der deS Photographen ist, so ist auch die Darstellungsweise deS wifsenschaftltchen Zeichner- durchaus andersartig al- das photographierte und an die Wand geworfene L.chtbtld. Wird dort da- Wesentliche einer Erscheinung mit charakteristischen Strichen angedeutet, so wird hier auch alles unwesentliche und oft störende Beiwerk vorgeführt, wodurch die Erkennung de« wesentlichen Merkmale nicht selten beeinträchtigt wird. Die wissenschaflliche Zeichnung dagegen hat gewissermaßen die Bedeutung einer zweiten Sprache rind bildet eine organische Ergänzung des mündlichen Vortrages, Die insbesondere in solchen Fällen weiterführt als d e Projektlott, in denen beispielsweise die aufeinanderfolgenden Stadien einer Gcwebeentwickiung oder -Umbildung dargestellt werden sollen. Wer das Zeichnen an der Wandtafel mit Erfolg pflegen will, muß freilich diese Kunst üben und darf nicht vergessen, seinem Handwerkszeug sorgfältige Beachtung zu schenken. Da ist zunächst auf möglichste Gröye und gute Beschaffenheit der Tafel zu achten. Der Vortragende fand besonders gut bewährt einen Tafelanstrich mit schwarzem Lack, der mit Dimsst einstaub vermengt ist. Der trockene Aastrich erfährt durch Uebsr- reiben mit einem Stück Bimsstein eine leichie Abdämpfung und Aufrauhung, so daß daraus gezogene Kreidestriche gut und gleichmäßig decken, aber bei Bedarf auch leicht mit den Fingern zu unscharfen Linien verwischt werden können. Ein großer, beim Gebrauche stet- zu drehende« Schwamm Ist für gutes Gelingen ebenfalls wichtig. Auch mit der Kreide darf nicht zu sparfam umgegangen toerben. Sie soll in großen Stücken vorrätig gehalten werden. Dor allem können die Kreidestücke «Ine Zurichtung erfahren, die manche Zeichenausgaben außerordeicklich vereinfachen. Bringt mckn z. B. auf den Längsseiten eine- Kreidestückes mittels einer kleinen Laubsäge eine Reihe dreieckiger Einschnitte hervor, so gibt eine solche durch Kerben unterbrochene Kante beim Ze.chnen eine ganze Schar paralleler Ginicn, gestattet also Schraffierungen usw. mit Leichüg- keit auSzuführen. Im Handumdrehen entstanden so an der Wandtafel Zeichnungen emeS Wurmes, einer Muskelfaser mit mannigfachen Einzelheiten histologischer Art. Dabei gilt die pädag gi'ch- Regel, daß die Anfertigung der Zeichnung Leit Vortrag nicht unterbrechen, sondern ihn im richtigen Tempo begleiten soll. Gs ist nun leicht, durch Veränderung deS BildeS irgendwelche Veränderungen an dem Objekte gewissermaßen vor den Augen der Zuschauenden sich absp.eten zu lassen. Durch geschicktes Derw.schen, AüS- lupsungen mit dem Schwamm usw. lassen s ch so die verschiedensten Verwandlungen anschau- llch machen. Indem der Hörer d.e Entstehung der Zeichnung, die nur die notwendigen u;xt> charakteristischen Striche aus weißer und bunten Kreide ausweist, verstehend verfolgt, übt er zugleich die Fähigkeit zu genauer Beschreibung einer Beobachtung, zur eindeutigen Erläuterung gegenüber einem Fachmanne. An einigen seinem eigenen Arbeitsgebiete! entlehnten Beispielen bewies der Vortragende die große heuristische Bedeutung dcS wissenschast- lichen Zeichnens Im Unterrichte. So zeichnete er einen Schnitt durch die Haut mit ihren wesentlichen Organen und ließ die Veränderungen verfolgen, die etwa info^e eines SticheS über den Zu st and der HyperäWe, Entzündung und Kapillarenschwellung schließlich zur Eiterung führen, oder er ließ aus dem Rormalzustands Unterschiedes abzugeben, für das sich begriffliche Grenzen nicht auf alle Fälle festfetzen lassen. Auch über die Abgrenzung des Gebietes des Patentwesens gegenüber anderen Rechtsgebieten besteht, wie die genannte Denkschrift feststellt, im wesentlichen Einverständnis. Um nun die Frage, was eine Erfindung ist, zu erläutern, geben wir im nachstehenden einige Erklärungen des Begriffes Eriindung, die von hervorragenden Kennern des Patentwesens stammen: Rach Kohler ist die Erfindung .eine zum technischen Ausdruck gebrachte Gedankenschöpfung des Menschengeistes, die der Ratur eine neue Seite abgewinnt und hierdurch mit Erfolg darauf abzielt, durch Benutzung von Raturkräften menschliche Forderungen zu erfüllen.“ Eine .Umschreibung" im Sinne des Patentgesetzes — nicht eine Begriffsbestimmung der Erfindung — gibt Seligsohn: .als eine durch Benutzung der Raturkräfte hergestellte Schöpfung, die gegenüber dem bisherigen Zustande einen wesentlichen Fortschritt Darftellt und ein menschliches Bedürfnis befriedigt". Rach Gareis ist die Erfindung die Entdeckung einer vorher nicht bekannten Tatsache, daß durch eine konkrete technische Einwirkung auf einen Stoff der Außenwelt ein der Wiederholung an sich unterziehbarer Erfolg ery.eit wird. Rach Dambach ist die Crf.ndung .die Schaffung und Hervorbringung eines neuen, bisher noch nicht vorhandenen Gegenstandes oder Er- zeugungsmirtcls zu materiellen Gchrauchszwecken“. Zschimmer gibt folgende Erklärung: »Die Erfindung ist ein für das objektive technische Willen neuer Gedanke, durch den erkannt wird. wie durch einen vom Menschen herstellbaren Regulator eine in Der Ratur nicht von selbst vor sich gehende, wlllkürlich zu bewirkende Regelung von Raturvorgängen in bestimmter Form vorzunehmen sei." Reuleaux erlläri die Erfindung als .eine Einrichtung oder ein Erzeugnis auf gewerblichem Gebiete, das bezüglich e'incs Stoffes ober eines Werkzeuges oder eines Verfahrens oder der Zusammensetzung der zu technischer Wirkung vereinigten Teile von bestehenden Einrichtungen und Erzeugnissen durch weitergehende Wirkung ab- weicht'. Rach Hartig ist die Erfindung .die Lösung einer technischen Ausgabe, die nach ihrem technologischen Begriff neu und nach der Art ihrer Verwirllichung in mindestens einer AuSführungs- form vollständig dargelegt ist". Auch Goethe, der. tote bereits ausgesührl wurde, das damalige Uebergewicht England in Technik und Industrie in der englischen Patent- gefeßgebung erblickte, hat sich wiederholt mit dem Begriff der Erfindung beschäftigt und sich u. a. folgendermaßen geäußert: .Alles Erfinden kann als eine weise Antwort auf eine vernünftige Frage angesehen werden." — .AlleS. waS wir Erfinden, En'.decken im höheren Sinng nennen, ist die bedeutende Ausübung. Betätigung eines originalen WahrheitSgefuhles. daS im stillen längst ausgebildet, unversehens mit Blitzesschnelle zu einer fruchtbaren Erkenntni- führt. Es ist eine aas dem Innern am Aeußerea sich entwickelnde Offenbarung, die den Men'chen seine Gottähnlichkeit vorahnen läßt Es ist eine Synthese von Welt und Geist, die von der ewigen Harmonie deS Daseins di« seligste Versicherung gibt* 46. Fortsetzung Nachdruck verboten dem (Fortsetzung folgt) ihn oer» -DaSLn in q ^nen Mch; unö öie \ gegen bas widerstrebende Kapital auSzurichnm vermögen. Nahezu ohnmächtig wären aber sozly» list.sche Minister in einer Groben Koalition. — Der Landtagsabg. Leuschner erklärte, die Gewerkschaften legten entscheidenden Wert darauf, dah das Reichsarbeilsministerium durch einen Sozialdemokraten verwaltet werde. Cs sei eine furchtbare Verelendung der Arbeiterschaft in den letzten Iahren eingetreten, die wiederum eine starke Radikalisierung der Massen eintreten l eb. Eine Folge davon wäre wiederum d.e Radikalisierung Per Abgeordneten. Rundfunk-Programm. Samstag, 22. Ianrar. 3,30 bis 4 Llhr: Sie Stunde der Jugend. 4,30 bis 5,45 älhr: Konzert des Hausorchesters: „<}toei Seelen und ein Gedanke". 5,45 bis 6.05 Uhr: Der Briefkasten. 6,15 bis 6.45 Uhr: „Frankfurt, eine Hochburg des Radsports", Dortrag von Chefredakteur Budzlnski. 6,45 bis 7,15 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus für An an* ger und Fortgeschriitene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 7,15 bis 7,45 Uhr: „Sie einzelnen Zweige des kaufmännischen Berufs und ihre Aussichten", Dortrag von Erich Zimmermann. 7,45 bis 8,15 Uhr: „Stilwandlungen in der Sprechkunst der Bühne", Dortrag von Alfred Auerbach. 8,15 Uhr: Vortragsabend Robert Koppel- Berlin. Anschließend bis 12,30 Uhr: Tanzmusik. Oer Frosch mit d erMaske Roman von Edgar Wallace. $1- ff".*'* Älut au St & un°, ‘jöznn Jle Lungen, rn te Ivinl-rl L * etcfftoed)|Cl, Ausdauer c sich Organe un bald den § liche 2rbs>' srcudv-llen gir Daldlau! Gelänb-/" technik, h- 1 L n erfefit SclbMM auf Ä Zluh der $ kennt, verlar Messung c 3tbt Dodei technik »er. raschen lausen, Ackc wobei allcri ist. Steigunk mü Armorbi zu großen lvcrben. 311 Ursprüngen und der Echt Ansorderunge laus, sondern et vom Start und GeiM D im Mit' = Der Hebung« in Damsta der Kreist» Die Delprc lache aus sc amtlichen 1 gen über ßi amtlichen 2 tungen,' 4. 2 tümlidje Heb 2ln amtl statt: Die D Kreiser in i die »Mtüml Kreissest, ar die Ärelfii tümlicher lurnsesteS ii biederen am 11. Set Eine 6 läßlich des heim statlsin sportvrd 1600000 ®äfle In U 1 S?!S; dlatren §"« teert 7” »Soncoui Ä“; j->"S A.'r a$>* bob#» . -‘' gangene Vermögen zum Sehen — im Sinne naturwissenfchaftl.cher Beobachtungsgabe — wieder zu entwickeln. Wie notwendig dies aber ist. beweisen d.e Ausführungen die der Mediziner P. Ernst auf der diesjährigen Versammlung Deutscher Raturforscher und Aerzte in Düsseldorf gemocht hat: .Ich pflege die Menschen, insbesondere meine Zuhörer, in drei Klassen einzuteilen: 1. die große Mehrzahl derer, dje bas nicht sehen und in sich verarbeiten können, was man- ihnen zeigt; 2. die verhältnismäßig geringe Zahl derer, die das können, und 3. die sehr kleine Zahl derer, die etwas sehen, was ihnen nicht gezeigt worden ist." L- H pungen die Gemüter verwirrt. Ihre Ursache erblickt er in einer Störung des Derhäitniises zwischen dem geistigen Leben und dem politischen Wollen der Bölter, in einem MißklaNg zwischen Kultur und D o l i t i t. Dieser Mißklang ist es, der gerade den kulturell hochstehenden und eben darum auch für das politische Wirken des Staates unentbehrlichen Deutschen dem politischen Leben und seder Art von Parteipolitik entfremdet hat. Der politische Aberglaube von der „Bosheit der Macht", den Karl Boßler mit Recht geißelt, erzeugt ja nur spießbürgerliche Gleichgültigkeit. Aber der Mangel an Kultur in unjerm politischen Leben, dem auch dieser Aberglaube entspringt, schreckt den oeistigen Menschen von jeder Berührung mit der Politik ab. Die so entstehende geistige Verarmung dr Politik fuhrt zu jener Gleichgültigkeit, die der Münchner Rektor als die breiteste Gefahr des deutschen Volkes und als die schwerste Erschast vom alten Reich her bezeichnet. „Von Kaiser Wilhelm I., von Bismarck und seinen Beamten her gewöhnt, dah die Führung geschickt und zuverlässig, die staatlichen Emritchtungen gesund, unsre kritischen Bedenken aber überflüssig und nutzlos sind, haben wir unsre politische Unmündigkeit aus den Jahrhunderten des Absolutismus mit rührendem Biedersinn in die Neuzeit gerettet, haben sie gefüttert und geschmückt, bis uns der Weltkrieg die Zipselhaube um die Ohren schlug." Aber der deutsche Michel hat seine Zipfcl- haube wieder aufgesetzt. Unverantwortliche Berufspolitiker haben die Unmündigkeit des Volkes genutzt. sich in den obern wie untern Schichten wieg- lerisch betätigt und uns „allerlei alte und neue politische Mythen" eingeredet. Als solche „Mythen" nennt Doßler nationalistische und imperialistische, denen zufolae unser Volk auserwählt, unsre germanische Rasse zur Herrschaft über alle andern ae- borcn. unser Staatswesen allgütig und allmählich sein sollte, ober sozialistische Mythen vom Klassen- t'ampf als Erlösung, vom Generalstreik als Läuterung und Befreiung der Massen, von der Weltherrschaft des Proletariats, von der Allgewalt der wirt- ,chastlict)en Kräfte, vom Untergang der kapitalisti- sehen Gesellschaft u. a. Das Gefährliche dieses Aber- glaubens liegt darin, daß er das Verhältnis zwi- schen Mensch und Wcltenlauf verdeckt und fälscht. „Er redet seine Gläubigen die anaemaßte heillose Sicherheit ein, daß ihnen das Wagnis gelingen, ihnen das Schicksal Rede stehen und recht geben, ihnen die ewigen Mächte zu Diensten und zu beliebiger Verfügung sich halten müssen." So ist bei uns der politische Sinn, den man jedem Politiker nicht fein genug wünschen kann, a b g e ft u m p f t worden, ein Detäubungs- und Rauschmittel ist, zum täglichen Brot geroorb-n. Aus all dem zieht Karl Voßler für die Deutsche Hochschule die Nutzanwendung: sie muß zu s e l b = ftänbigem, kritischem und wahrhaftigem Denken erziehen. Wie notwendig das ist, das hat gerade die Reichsgründungsfeier ge» zeigt, bei der diese Rede gehalten wurde. Der frühere bayerische Kronprinz hatte sein Erscheinen abgelehnt, weil nicht ihm. sondern der Staatsregie- rimg dek Platz in der Mitte der ersten Reihe ein- geräumt worden war. Die Korporationsstudenten waren der Feier femgeblieben, weil der Rektor auch jüdische Verbindungen zum „Chargieren" zugelassen hatte. Eine Anzahl Professoren hatte die Beteili- gung abgelehnt und der ursprünglich vorgesehene Festredner hatte auf seinen Vortrag verzichtet, well an diesem Tage auf der Universität neben Schwarz- Weiß-Rot auch die Reichsfahne aufgezogen war. Und all diese Kleinigkeiten bei einer Reichsgrün- dungsseier, am Gedenktag der deutschen Einheit? Daß das [eine „deutsche Art" war, hatte der Rektor empfunden, und so hielt er denn seinen Vortrag über „Politik und Geistesleben". Mit tiefem Ernst wandte er sich im besonderen an die Studentenschaft. Ihr gab er zu bedenken, daß sie in den letzten Jahren zwar viel getan habe, den Alko- holismus aus ihrem Leben zu entfernen, daß sie aber seit einigen Iahren Gefahr laufe, s i ch „a n politischen Phrasen und Mythen gei- st i g zu betrinken". Und er wünschte ihr dringend, daß sie. nachdem sie aus der Menge politisierender Religionen ..so viel Wagemllt, Hochsinn, Nadikali-mus, Unduldsamkeit, sektiererische Abwegigkeit und so viel Starrsinn" übernommen, nun auch vom wissenschaftlichen Denken und von der Selbstkritik sich einiges mitteilen lasse. Man wird der „Köln. Ztg." zustimmen. wenn sie zu dieser Rede Karl Daßlers sagt, der Geist, der aus ihr weht, ist erfrischend. Zu wünschen bleibt nur, daß er an der Stelle, auf die DSA. Deutsche im Verein, trug an die ßörige, daru Frauen, 219 größte Keistaat) n Ugen. 3f Dittelrh! Brandenburg. J der ,Aord> d'e Reichs ^angehörig uud Turnerin vrn mü rund dem Bennett nun mit Hilfe einer Landkarte, die er des nachts bei einem Papierhändler gekauft hatte, den Weg nahm. Nach einer weiteren Stunde kam er in einen waldbewachsenen Hohlweg und als er feine Starte befragte, fand er, daß er fein Ziel erreicht habe. Alles was fein zufälliger Freund aus dem Zuge berichtet hatte, bestätigte sich. Er sah ein Hermelin, das einem erschrockenen Kaninchen nachraste, einen Habicht, der unaufhörlich mit ausgebreiteten Fittichen über ihm kreiste und plötzlich fand er, wonach er auf der Suche war: den kunstvoll versteckten Eingang zu einem Dachsbau. In den Jahren, in denen er feinem Steckenpferd nachging, hatte Bennett so manche Schwierigkeit befielt und dabei viel gelernt. Und heute wollte er beweisen, daß früheres Mißgeschick ihn die Kunst ge- lehrt habe, sich zu verbergen. Er brauchte lange Zeit dazu, um seinen Apparat In einem wilden Lorbeerbusch ouszustellen und war trotzdem darauf gefaßt, daß es nötig sein würde, eine lange Aus. nähme zu machen, denn er kannte den Dachs al» das scheueste Tier seiner Art. Es waren junge Dachs« im Bau. Bennett sah ihre Spuren und er wußte, dah ein Dachs, der Junge hat, doppelt scheu ist. Bennett hatte den pneumatischen Auslöser, der die Kamera zur Kurbeln brachte, durch eine elektrische Erfindung ersetzt, die ihm mit größerer Sicherheit zu arbeiten erlaubte. Er rollte die Schnur ihrer Sanzen Länge nach ab und nahm selbst auf dem dhang des Hügels, etwa fünfzig Meter entfernt, feinen Posten ein. Dort machte er es sich bequem. Er legte seinen Rock ab, der ihm al» Kisien dienen sollte und nahm seinen Feldstecher zur Hand. Er hatte eine halbe Stunde gewartet, als er eine Politik und Geistesleben. Ein großer Teil der deutschen Nation, so heißt es einem Ausiatz der „Kölnischen Zeitung", hat seit dem Zusammenbruch von 1918 fein seelisches Gleichgewicht noch nicht wiedergcfunoen. Seine Seele leidet, nicht nur aus wirtschaftlicher, fast noch mehr aus politischer, aus geistiger Not. Und seine geistige Not wurzelt weniger in der Not der Gegenwart als in der Not der Vergangenheit, die den deutschen Menschen in tausend Abhängigkeiten er- zogen und ihn nicht an selbständiges politisches Denken gewohnt hat. Diese Deutschen können immer noch tein inneres Verhältnis zum neuen deutschen Staatcgedanten finden: sie starren wie gebannt in die Vergangenheit, als ob es nicht auch in der Gegenwart manches Gute gäbe, als ob es nicht von der Zukunft doch Besseres zu erwarten wäre. Wenn es sich nur um ein absterbendes Geschlecht handelte, das für den Aufbau des neuen Staates wenig ober nichts bedeutet, könnte man es feinem Schicksal überladen. Aber dem ist nicht so. Wichtige Bolks- kräst«, die wir für die nationale Arbeit Deutschlands brauchen, können sich von einer überlebten Gedankenwelt nicht loslösen, und was das schlimmste ist: auch Teile der Jugend, im besonderen dcr akademischen Jugend, sind in ihr befangen. Es ist verständlich, daß Gesellschaftsschichten, die mit den alten Herrschaftsformen unlösbar verbunden waren, sich mit dem Wandel der Dinge noch nicht abzufii'.den vermögen. Aber daß auch junge Menschen, die die Dergantzenheit meist nur vom Hörensagen können, völlig in ihrem Bann stehen, das ist schwer zu begreifen. Die Jugend pflegt sich doch ihre Ideale selbst zu formen, und sie eilt in der Regel der Zukunft voraus. Was aber tut ein Teil der deutschen Jugend? Er steht fremd dem Geschehen der Zeit (tynüby; und spürt das Werden eines neuen Völlegefühls nicht, das über alle Klasfcnfchranken hinweg Ausdrucksformen eines neuen Gemeinschaftslebens sucht. «Hier rächt sich das schrankenlose Wirken der Parteiherrschast, die den Geist in einem Netz von Schlagworten gefangen hält. Hier rächt sich aber auch die Gleichgültigkeit, mit der der neue Staat bisher die Seeele des Voltes ihrem Ringen überlassen hat. Es ist ein erfreuliches Zeichen der allmählich fortschreitenden Selbstbesinnung, daß die zur geistigen Führung der Nation, namentlich der akademischen äugend, berufenen Männer anfangen, .gegen die Politik der Schlagworte, die unser ganzes öffentliches Leben vergiftet, entschieden Front zu machen. Nachdem im vorigen Jahr der Heidelberger Universitätslehrer 7 Alfred Weber in einem ausgezeichneten Vortrag die geistige Durchdringung der Politik als notwendige Voraussetzung des neuen deutschen Aufstiegs gefordert hat, ist dies jetzt auch bei der Neichsgründungs- feier der Universität geschehen in der der Gedenkrede ihres Rektors, Geh. Rat Karl Voßler, des berühmten Romanisten. Er sprach von der „politi- tischen Schwarmgei st erei", von der alten Unvernunft, die in immer wieder neuen Derpup- in Knightsbridge zurück. Am nächsten Tage regnete es und sie erreichten Valdock erst spät am Nachmittag. Unter dem Schutze einer Hecke öffnete Brady den Brief und las ihn, während fein Gefährte ihn erwartungsvoll beobachtete: „Du wirst von Baidock abzweigen und den nächsten Zug nach Bath nehmen. Dann gehst Du auf der Landstraße nach Gloucester. Im Dorfe Laoerstock wird Du Carter entdecken, daß Du mit Lola Baffano verheiratet bist. Du wirst ihn in den „Roten Löwen" führen und es ihm dort so herausfordernd wie möglich mitteilen, um einen Streit vom Zaune zu brechen. Aber unter feinen Umständen darfst Du ihm erlauben, sich von Dir zu trennen. Ihr geht weiter nach Jdbley Copse. Dort wirst Du einen Landstrich finden, wo drei abgestorbene Bäume stehen. Dort machst Du Halt, nimmst das Geständnis, daß Du mit Lola verheiratet bist, zurück und entschuldigst Dich. Du trägst eine Whiskyflasche bei Dir und mußt zu dieser Zeit das Schlafmittel schon mit dem Whisky vermengt haben. Nachde mer eingeschlafen ist, gehst Du weiter nach Gloucester, Hendreystraße Nr. 289, wo Du eine vollkommene Neuausrüstung finden wirst. Hier rasierst Du Dich und kehrst mit dem 2.19-Zug in die Stadt zurück." • Lew las jedes Wort, jede Silbe wieder und wieder, bis er sich den Inhalt eingeprägt hatte. Dann entzündete er ein Streichholz, hielt das Papier daran und sah zu, wie es verbrannte. „Was hast du für Instruktionen?" fragte Ray. „Dieselben wie du, vermute ich. Was hast du damit gemacht?" „Auch verbrannt", sagte Ray. „Weißt du, wohin wir gehen?" „Wir schlagen die Straße nach Gloucester ein. Das heißt, daß wir über Land geljen müssen, bis wir die Straße nach Bach erreichen. Dort können wir den Zug nach Bath nehmen." „Gott sei Donkl" sagte Ray inbrünstig. ,Lch glaube nicht, daß ich noch einen Schritt machen Fann." Um sieben Uhr abends fliegen zwei Vagabunden auf dem Bahnhof von Bath aus einem Wagen dritter Klasse. Einer, der jüngere, hinkte leicht und setzte sich auf eine Bahnhofsbank. „Komm weiter, hier können wir nicht bleiben", fagte der andere mürrisch. „Wir müssen in der Ltadt ein Bett kriegen. Es gibt hier irgendwo eine Hellsarrnee-Unterkunft." „Warte noch", sagte der jüngere. „Ich habe vom Sitzen in dem verfluchten Wagen den Krampf de- kommen. Ich kann mich kaum rühren." Der Zug, mit dem sie angekommen waren, fuhr zur selben Zeit wie der Londoner Zug in die Halle ein und die Passagiere hasteten die Stufen zum untern Durchgang hinab, während Ray ihnen neidisch nachblickte. Die hatten eine Heimat, wohin sie gehen konnten, reine, bequeme Betten, um darin zu schlafen. Der Gedanke daran verursachte ihm Pein. Plötzlich blieb sein Auge an einer Gestalt in der Menge hasten, einem großen, vierschrötigen Mann, und Ray fuhr zurück. Es war sein Vater. John Bennett ging die Stufen hinab und sein zufälliger Blick erfaßte im Vorüberstreifen die zwei schmutzigen Stromer auf der Bank. Er lieh sich nicht träumen, daß der eine von ihnen [ein Sohn war, über dessen Zukunft er gerade Pläne geschmiedet hatte. Er ging in die Stadt, holte seine Kamera in einer Schenke ab, wo er sie zurücktzelassen hatte, hob den schweren Kasten auf den Rücken und machte sich, mit seiner Reisetasche in der Hand, auf den Weg. Ein Polizeimann sah ihm mißbilligend nach und schien unschlüssig, ob er ihn nicht zurückhalten solle. Die Stärke und Ausdauer des grauhaarigen Mannes waren bemerkenswert. Er erstieg einen Hügel ohne feinen (Bang zu verlangsamen, erreichte den Gipfel und schritt auf der weißen Straße weiter. Unter ihm erstreckte sich das Wiejengelände von Somerset, weite Felder von Viehherden gesprenkelt und glitzernd von Licht, wo der Fluß sich durch sie hinwand. Der Himmel über ihm war leuchtend blau, hie und da mit weißen Wolken besät. Wie er so dahinging, ward sein Herz leicht. Alles, was schön und glücklich in seinem Heben gewesen war, fiel ihm ein. Er dachte an Ella und an all das, was sie ihm bedeutete und an Dick Gordon — aber, das war ein Gedanke, der ihn schmerzte. Und er flüchtete zu der (Erinnerung an die Zeitungs- tritifen feiner Filme zurück. Er fchrift stetig aus. Man hatte ihm gesagt, daß man In dieser Gegend Dachse zu sehen bekäme. Ein Mann, den er im Zuge gebrochen hatte, hatte ihm ein wahre» Paradies für Naturliebhaber genau bezeichnet und es war dieser schöne Flecken, zu „Ach Gott im Himmel," staunte Ray, als er die Stimme erkannte. „Lew Brady?" „Nichts davon!" fnurrt^ter andere. „Ich heiße Phenan und du bist Cart^DSetz dich ein bißchen nieder, ich bin todmüde. „Was soll jetzt geschehen?" fragte Ray, als sie nebeneinander sagen. „Zum Teufel, woher soll ich das wissen?" fragte der andere wild und zog mit vorsichtigen Bewegungen seine Stiefel aus, um die wunden Füße zu reiben. „Ich hatte keine Ahnung, daß Sie es sind!" sagte Ray. .Lch habe es ganz gut gewußt," sagte der andere. „Aber wozu man die Aussorderuna an uns hat er- gehen lassen, einen Ausflug in bie|e schöne Gegend zu machen, das weiß Gott? Nach einer Welle war Lew genügend ausgeruht, um den Weg sortzusetzen. „Es gibt da irgendwo eine Scheune, die dem Kaufmann im nächsten Dorf gehört. Er wird uns für ein paar Pence dort schlafen lassen." „Aber warum versuchen wir nicht ein Zimmer zu bekommen?" „Sei kein Idiot!" fiel ihm Lew ins Wort. „Wer wird ein paar Landstreicher aufnehmen? Wir wis.en, daß wir rein sind, — aber die nicht. Nein, wir müljen schon den Weg gehen, den Landstreicher nehmen. „Wohin? Nach Nottingham?" „Ich weiß nicht. Wenn man dir geschrieben hat, daß wir nach Nottingham gehen sollen, |o sage ich dir. daß es der letzte Platz auf der ganzen Welt ist. wohin wir gehen sollen. Ich habe ein versiegeltes Kuvert in der Tasche. Wenn wir Baldock erreichen, soll ich es aufmachen." Sie verbrachten die Nacht in der Scheune, einem zugigen Schuppen, der, wie es schien, von Hühnern und Ratten bevölkert war. Ray hatte eine schlaflose •nadit und dachte sehnsüchtig an sein liebes Bett In Maytree Haus. Merkwürdig genug, sehnte er sich feinen Augenblick nach feiner fürstlichen Wohnung er zunächst gewirkt hat, nicht so bald vergehe und daß er darüber hinaus das politische Leben in Deutschland befruchte. Es ist ja sicher so, wie der deutsche Reichsminister des Aeußern kürzlich in Dresden gesagt hat: Der deutsche Aufstieg wird ein geistiger jein, oder er wird nicht fein. Unter dem Zwang der Verhältnisse haben wir in den letzten Jahren uns vornehmlich mit unfern wirtschaftlichen Nöten beschäftigt und darüber der geistigen Not unseres Volkes zu wenig geachtet. Eine geistige Erneuerung tut allen Schichten des Volkes not, ganz besonders unserer akademischen Jugend, die einmal zur Führung der Nation berufen fein soll. Es wird Zeit, daß im Ringen um die deutsche Seele die geistigen Kräfte wieder die Oberhand gewinnen. 3ur Regierungskrisis. Die Stellung der hessischen Sozialdemokratie. Von unserer Darmstädter 2t chatt io n. Darmstadt, 20. 3an. Eine Landes- ausschuhsitzung der Soz.aldemolratischen Partei Hessens hat eine Entschließung angenommen, in der d e Erwartung ausgesprochen wird, daß die Re.chstcgssraktion das Zustandekommen einer nach rechts gerichteten Regierung mit allen ihr zu Gebote stehenden parlamentarischen Mitteln verhindert. Ferner wird in dieser En schließung die sozialdemolratifche Rcichstags- fraltion aufgefordert, energisch auf Anteilnahme au der Regier ungsgewal t hin- zuarbeiten. Der Annahme der Entschließung war ein Vortrag des Reichstagsabgeordneten und Reichsministers a. D. Dr. D a v i d vorausgegangen, dessen Gedankengänge in ihr niedergelegt sind. W.e dieser über die gegenwärtige politische Lage im Reich denkt, geht deutlicher aus einer Rede hervor, die er seht in Darmstadt vor Angehörigen seiner Partei gehalten hat. Die Rede ist besonders bemerlenswert, weil Dr. 'David Gedankengänge entwickelte, die zeigen, daß er in taktischen Fragen teilweise eine andere Haltung einnimmt, als manche Mitglieder seiner Partei in Hessen. Dr. David ist Anhänger der Anschauung, daß die Sozialdemokratie sich an der Regierung beteiligen müsse: er kämpft übrigens schon längere Zeit für diesen Gedanken. Er hätte es gerne gesehen, daß dies bereits geschehen wäre nach dem Ausscheiden der Deutschnationalen aus der Regierung nach Abschluß des Vertrages von Locarno. Er meint, es fei möglich gewesen, unter dem Demokraten Kcch eine Regierung zu bilden, wenn die Sozialdemokratie damals ernstlich gewollt hätte in die Regierung einzutreten. Durch den weiteren Verlauf der politischen Ereignisse wären viele sozialdemokratische Fraktionsmitglieder zu der Erkenntnis gekommen, daß es falsch sei, die Regierungsgewalt anderen zu überlassen. Dr David führte u. a. aus: „Der in den ersten Zähren der Republik von uns vertretene Standpunkt: .Keine Regierung ohne die Sozialdemokratie!" muß wieder Geltung gewinnen. Seine Amkehrung: „3ei)e Regierung ohne die Sozialdemokratie ist uns lieber als eine Koalitionsregierung, in der wir selbst die Verantwortung mitzutragen haben", verdient die schärfste Kritik. Unter dem jetzigen System bedeutet der freiwillige Verzicht auf Regierungsgewalt ein politisches Ve r sagen, das auf die Dauer die Wählerschaft abstoßen muß." Zum Schluß erklärte der Redner, daß es für ihn nicht entscheidend sei, ob die Große Koalition jetzt komme oder nicht. 3m Augerüdlick scheine eine Regierung der Mitte mit Anlehnung nach links als einziger Ausweg übrig zu bleiben. Aufgabe seiner Ausführungen sei es, jene psychologische Einstellung zu erzeugen, die den Willen zur Macht in den Vordergrund stellt. — Reichstagsabg. Q u e s s e l stimmte in einigen Punkten Dr. David zu, wandte sich dann aber gegen dessen .übertriebene Bewertung der M i n i st erp o st e n". Die Grundlagen proletarischer Macht seien zunächst die Anhänger der Sozialdemokratie, dann die Zahl der Mandate und ganz zuletzt erst die Ministerposten. Es sei eine gefährliche Politik, dem Proletariat die Minister als große Machtfaltoren hinzustellen. Sie führe zu einer großen Enttäuschung, sobald sich die Sozialdemokratie an der Regierung beteilige und die Proletarier bemerkten, wie wenig im Grunde die Minister Franz Neuberger f. Einer der besten Männer deö ungarländischen Deutschtums ist gestorben: Dr. Franz Heuberger, immer bereiter Bekenner seincS Volkstums. Als Sohn eines kerndeutjchen Heidebauern wurde er im Jahre 1383 in Zancgg geboren und seit 1910 bekleidete er das Amt eines Professors an dcr landwirtschaftlichen Akademie in Llngarisch-Altenburg. Auf poli.iichem Gebiet trat er erst nach dem Kriege, der ihn an der Front sah, im Jahre 1922 hervor, und zwar zunächst als der Vertreter der Einheitspartei im Reusiedler-Bezirk: nach Gründung des ungarländisch- deutschen Velksbildunasvereins wurde er dessen VollzugsausschußmltgUed und In den jüngsten ungarischen Parlamen'swahlen geffRinw er wiederum, diesmal als Vertreter des Altenburger Wahlbezirkes, ein Abgeordnetenmandat. Die Bedeutung des allzu früh Dahingeschiedenen liegt vor allem in seinem Clnstehen s ü r d l e Erhaltung des bodenständigen! Deutschtums in Ungarn, in der mutigen Bekämpfung der alten ungarischen Mlnder- heitenbchandlung, in der entschlossenen Forderung einer ehrlichen und aufrichtigen Rationalitätenpolitik. die das unveräußerliche Dolksrecht des siryal gesinnten ungarländlschen Deutschtum- nicht mehr antastet. 3n einer der letzten Vollversammlungen des Dolksbildungsvereines gab Reuberger dem Fühlen und Denken deS deutschen Volkes in Ungarn in folgenden Sätzen lebendigen Arcsdruck: „Untere Gegner mögen wissen, daß w.r bleiben, was wir waren, gute ungarische Patrioten, die im Verein mit unseren ungarischen Mitbürgern aufopferungsvoll, wenn es sein muß, mit der Hingabe unseres Blutes, unsere Pflicht dem Vaterland« gegenüber erfüllen. Wir wollen keine Privilegien, unsere Blicke sind nicht auswärts gerichtet. aber an unserer deutschen Kultur, an unserer Muttersprache wollen wir durch alle Höllen treu und stark fest- halten!" 3n dem Rachruf, welchen ein anderer Führer deS Deutschtums In Ungarn, Dr. Jakob Bleher. dem Verstorbenen im „Sonntagsblatt" widmet, ist die tiefe Wirkung, die Reuberger als Politiker und Mensch ausübte, in den schönen Worten zusammengefaßt: „Uns aber, seinem inniggeliebtcn deutsch-ungarischen Volke, soll sein ungarischer Patriotismus. soU aber auch fein deutscher Bekennermut ein mahnendes Beispiel fein und feine stolzen, aus der Tiefe feiner Seele entsprungenen Worte auf unserer lebten Vollversammlung ein heiliges Vermächtnis bleiben. Rur so kann und sein Geben und feine Arbeit zum Segen werden und fegenSrelch weiter wirken von Geschlecht zu Geschlecht. Ehre seinem Andenken unter unserem Volke immerdar!" Bewegung an der Mündung des Baues zu sehen glaubte und langsam seine Gläser danach richtete. Er sah eine schwarze Nasenspitze und ergriff den Ballen des Auslösers, bereit, die Kamera kurbeln zu lassen. Minuten folgten auf Minuten, fünf — zehn — fünfzehn, aber es kam keine weitere Bewegung In das Dickicht und fast war John Bennett froh darüber, denn die Wärme des Tages ließ ihn zusammen mit seiner Müdigkeit, wie er so auf Grase lag, ein Gefühl körperlicher Erschlaffung verspüren. Tiefer und tiefer wurde dieses wohlige Gefühl der Ermattung, das wie ein Nebel auf " herabsank, bis cs alles Sichtbare und Hörbare dunkelte. 'MÄ*. bl,V üS^** 6Ä^ Berger + b«?®‘ "s?“'1“^«« KrZL PW ?.uVolUiÄ?1* °> S?" iSiS’ÄJw •‘ÜÄ Unö linr W '- ?"beit-pa^.VÄLtz unbung ff”? "n jJ Hereins Lt? inM,d>* ? ft” Mh Mb ^LiW r'-^L S?S S uÄ8^ oü -“■a.“s -r.v-.-L io «n, die im Dneln mj S mkT ttlS %8flbe u* rnÄn6em,3a,er[ü^ "7Ir. sollen keine Ml- Imb nicht ausivarts fle, "er deutsch,, ÄB% Uersprache vollen toit -reu und start \^. welche ein anderer Wrer lngarn. St. stabb wieher, n „SvnnIagSblalt" widmet, 'ung, die Aeuberger al- ch auSübte, in den schönen esaht: ,Uni aber, seinem ungarischen Dolle, soll lein smus, soll abn auch bin ul ein mahnende- Deispirl zen. aus der Tiefe seiner Worte aus unserer khttn i heiliges Vermächtnis blei- uni fein Men und seine TÖen und legenSm'ch toeltet zu Geschlecht. Shre seinem em Volle \’fivmttbax'u Programm. ag, 22. vflnvat. Sie Stunde der Jugend. 4,30 >rt des HausorchestcrS: ,„>i idanle". 5,45 bis 6.05 116t; 5 bis 6,45 Uhr- »Zranl'uii. , Jadsports", Dorirag von zinski. 6,45 bis 7,15 115t: irtbildunaSkursut für An an- i;tene sSiltat von 80 öi ven z 7,45 Uhr: „Die cinMte« mischen TerusS und ihre Aus- ,on Erich ZiEemann. US ilwandlungen mderSprech Dortraa von Alfred Auer rriragaabend Robert Koppel' § K 12,30 llhr.LanzmM üf Aiif« -iner Landkarte, die er )achsb°u- gudenpferb » bein® nSierigfelt <• jdernl. U”H,ulehi fiun|t z» )on#1 D,rbsräe,ni„ einem *« n und war «uv [Qngt Au LZM |n» ch-e 6Ä„,« j»-u * S*i’*äS \ etna jüosM ich bequem. Dort „ Kii!'" w iobÄS''“' dana» k>°» rZL-K- , hlinfl solgt-> Turnen, Sport und Spiel. Winler-Waidlauf. Sine b:r schön' n ur.b wertvollsten Sport- Übungen ist d:r Winter-Waldlauf. Ec ist we cnS- gleich mit allen b.n op rlar.cn, deren Anhänger die Ratur auf'uchrn. D^r hauptfächlicvstc Reiz liegt mithin darin, daß der Ausübende von der ßeiflung selbst abgdenll wird und die Ratur genießt. Darum zieht ein sportmäßiger Dinter- Waldlauf auch jeden in seinen Dann, der ihn einmal verbucht hat. Das Gefühl der Ersrischung und Wiederbelebung ist schönster Lohn. Uno gibt eS denn ein besseres Reinigungsmittel für die Lungen, als die ir.it vollen Zügen eingeatmete winterliche Waldluft? DaS Herz, angeregt durch rasche und vielseitige Bewegung der Laus- anfetbetungen, folgt Willi n mit, Hautatmung und Stoffwechsel w rden lu -oht. Geschicklichkeit und Ausdauer errunaen. Allerdings gehört dazu ein sich steigerndes Training, denn ansangS versagen Organe und Muskeln b im Winter-Waldlauf bald den Dienst. E.st langsam S Gewöhnen, spori- hebe Arbeit an Körper und Geist, führen zum freudvollen G nutz Für den Kampfsportler bietet der Wtnter- Waldlauf ReucS in Fülle. Das verschiedenartige Gelände zwingt zum ständigen Wechsel der Lauftechnik, bi- taktisch? Einteilung der Kräfte wird durch Steigung und Gefälle auf der Strecke erschwert, der Waldläufer also zur genauesten SelbstcinfchäYung erregen. Während der Lauf aus der Aschenbahn oder der Straße den ruhigen Fluß der Bewegung a!S oberstes Gesetz anerkennt, verlangt der Winter-Waldlauf absolute Bewealichkcit des Körper«, Sprungvermögen und Anpassung an das überraschungsreich- Gelände. Jede Bodenart schreibt eine besondere Laustechnik vor Weicher Boden wird mit kurzen raschen Schritten auf der ganzen Sohle durchlaufen. Ackerfurchen immer auf den Kämmen, wobei allerdings die Zielrichtung zu beachten ist. Steigungen verlangen vorgeneigte Haltung mit Armarbeit. Gefälle soll mit elastischen, nicht zu großen Schritten im Schußtempo erledigt werben. Hindernisse müssen überlaufen, nicht übersprungen werden. 3e nach der Schneelage und der Schneeart erhöhen oder senken sich die Anforderungen. Winter-Waldlauf ist nicht Sauerlauf, sondern ein Tempo- und Kampflauf, weil er vom Start biS zum Ziel Kampf des Körpers und Geiste- gegen die Ratur bedeutet. Vom DolksMrnen im MUtelrheinkreis der D. T. — Der Kreisausschuß für volkstümliche Hebungen im Mittelrheinkreis der D.T. hielt in Darmstadt eine Sitzung unter dem Vorsitz deS Kreisvolksturnworts K r a m b -Kreuznach ab. Die Besprechung erstreckte sich in dec Hauptsache aus folgende Punkte: 1. Durchführung der amtlichen Veranstaltungen: 2. neue Bestimmungen über die Wettkampfarten: 3. Festsetzung der amtlichen Vertreter bei den Vereins Veranstaltungen: 4. Lehrgang für die Gauwarte für volkstümliche Hebungen. An amtlichen Veranstaltungen finden 1927 statt: Die Waldlaufmei st erschaffen des Kreises in Bad-Rau heim am 27. März, die volkstümlichen Aus'ch.idungskämpfe (für das Kreisfest) am 19. Juli In den Gauverbänden: die K r e i S m e i st e r f 6) a f t e n in den volkstümlichen Hebungen anläßlich des Kreis- lurnfestcS in Darmstadt am 30. und 31. Juli: die Vereinsmehrkampfmeister sch asten am 11. September in den Gauverbänden. Eine Sitzung des Kr:iSausschusses, die anläßlich des FrühjahrSwaldlaufcs in Dad-Vau- heim stat'.sindct. wird sich mit der neuen Krei S - sportvrdnung beschäftigen. 1600000TurnerundTurnerinnen in Deutschland. WSR. Am 1. Januar 1927 zählte die Deutsche T u r n e r s ch a f t 12 400 Vereine in 1777 DercinSorten. Die Gc'amtmitgliederzahl betrug an diesem Stichtag 1 600 025 VereinSange- hörige. darunter 1069 741 Männer und 173 327 Frauen. 219 343 Knaben und 137 612 Mädchen. Der größte deutsche Turnlreis ist der sächiische (Freistaat) mit insgesamt 257 637 Vereinsangehörigen. Ihm folgen der Größe nach der MittelrheinkreiS. Bayern, Thüringen und Brandenburg. Der kleinste deutsche Turnkreis ist der .Vordosten". Unter den Großstädten weist die Reichshauptstadt Berlin mit 37 541 Ver- elnScmgehörig^n die größte Zahl von Turnern und Turnerinnen auf. Es folgen Leipzig. Dresden mit rund 28 500 bzw. 20 000 Turnern. Die Olympiade „Amsterdam 1928.“ Das Terrain, auf dem 1923 die Olympischen Spiele In Amsterdam ftattfinben sollen, nimmt einen FlSchenraum von 16 Hektar (den Autopark und die Hebung-Plätze eingerechnet sogar 52 Hektar) ein und liegt im südlichen Dier el von Amsterdam. Viele Straßenbahnlinien befördern die Gäste in 20 Minuten vom Zentrum der Stadt biS in die unmittelbare Vähe des Stadions. Außer dem eigentlichen Stadion find noch ein Schwimmbad, eine Fechthalle, eine Bor- und Ringhalle und ein Krickctplatz voraefeben. Ferner wird e n aus drei Eentre-cour.S nebst 10 HebungS- plützen bestehendes Tennisstadion geschaffen. Wester werden ein eigenes Postgebäude und für das .Concours d'Act ein große- AuSstellungs- gebäude gebaut, wo auch ein Shrenhof zur Aufnahme von Skulpturen errichtet wird. Das vom Architekten 3. WilS entworfene Hauptgebäude bietet Raum für 40 000 Zuschauer. hiervon sind 20 020 Sitzplätze und davon wiederum die Hälfte, also rund 10 030 überdeckt. Das ganze Gebäude wird 263 Meter lang und 170 Meter breit. Bevor man den Bau in Angriff nehmen konnte, mußten 4500 Pfähle von je 13 bis 17 Meter Länge in den welchen Moorboden eingerammt, außerdem mußte daS ganze Gelände mit einer 2 Meter hohen Sandlage bedeckt werden, wozu für ca. 1 Million Mark Secsand nötig war. Die Mitte des Sportplatzes wird durch ein Fußballse'd von Internationalen Dimen'ionen au«- gefüllt: um dieses Feld herum läuft die 400 Meter lange und 8 Meter breite Laufbahn, und um biete herum ist die Radrennbahn vorgeleh-n. die ebenso wie das Haup'q-bäude in Eisenbeton ausgeführt wird. Eine Art Rinne trennt die Dahn von den Zuschauern zur Verhinderung, daß Was der Sonntan bringt. Vezirksligavorschau für Hessen-Hannover. 0. Trotz dcS Sieges des S. E. 03 Kassel über den Spielv. Kasfel-R. am Sonntag ist die Lage in der Rordgruppe noch verwickelt. Auch der Grvßkampf am kommenden Sonntag .Spor t" gegen 0 3 Kassel wird nur eine teilweise Klärung bringen. Unabhängig von den Folgen des Ergebnisse- auf die Meisterschaft wird diese- Sptel eines der hartnäckigst.n und spannendsten der Saison wrrd.-n. 3n Fachlrciten gibt man d-r größeren Wucht dcr .Sport -Els vor der manchmal etwas übertriebenen Kombination der 03er den Vorzug. Zu erwähnen ist noch, daß der Verlierer für die Meisterfchast nicht mehr in Betracht kommt. — Ein weiterer Meisterschaft-- kandidat. sogar d-r relativ noch am günstigsten stehende, Spielv. Kassel, hat d:e sichere Möglichkeit weiteren Punkterwerbs In einem Spiel gegen ö t n b e d, zumal auf eig rem Platz. Döttingen 05 und Münden find ungleiche Gegner, von denen erster- fast ein- Klaffe besser ind als bet abfteigenbe Tabcller.lctzte Münden. II. Dezirksklasse La^nkreis. tz. Gießen 1 900 geht nach Franken- b e r g nicht gerade einen leichten Gang. Franken- berg ist eine starke und energische Mannschaft, aber genau so wechselnd in der Form wie Gießen. Wenn Gießen 1930 den Anschluß an die Spitze behalten will, kommt nur ein Punktgewinn In Betracht, zumal am gleichen Tage im Spiel OderShaufen — Germania Marburg letztere sehr leicht gegen bi« zur Zeit in guter Form befindlichen Marburger Vorstädter eine Punkteinbuße erleiden kann— 3n Wetzlar steht bas Lokaltreffen an; B. C. gegen F. C. Man kann keinem zur Zeit irgendwelche Thancen auf Sieg einräumen, denn beide find eigentlich gleich gut, ober belfer getagt gleich schlecht. — De noch weiter argeleßten zwei Spiel« sind Positions- kämpfe um den Abstieg: Dillenburg-Rb. - Girmes gewinnt ersteres, Glabenbach — Butzbach wird letzteres mit ziemlicher Sicherheit für sich entscheiden V. f. B. Zum kommenden Sonntag ist für die Liga- mannschaft die .Germania" 94 Frankfurt zu einem Gesellschaftsspiel auf hiesigem Platz verpflichtet worden. Die Gästrntannschast steht seit etwa einem halben Jahr- unter der Geltung des ehemaligen Internationalen S ch n ü r l c. durch dessen erfolgreich« Tätigkeit als vollamtlicher Trainer sich die Spielstärke der Elf bedeutend gehoben hat. Schnürle gehörte früher zum V. s. B. Gießen. Man darf gespannt sein, wi« sich die Platzmannschaft gegen den Vertreter der Frankfurter Bezirksliga halten wird. Als Gegner für bi« 2 i g a r e f e r ü e war die erste Mannschaft von .Hessen" vorgesehen. Rach deren Absage kommt als neuer Gegner entweder die Llgarcserv« von F. C. 05 Wetzlar, ober „Germania" Frankfurt in Betracht. Auf eigenem Platz tragen außerdem noch erste und zweit« Iugenbmannfchaft Ihre fälligen Diplomspiele gegen Butzbachs Erste bzw. Dritte von 1900 aus. Die Dritte ist bei der Zweiten der hiesigen „Hessen" zu Gast, auf deren Platz auch die dritte Juaend- sowie erste Sckülermannschaft Freundschaftsspiel« gegen Butzbachs zweite Jugend- bzw. erst« Dchülermannfchaft austragen. Spielücreinigung 1900 Wetzen. ö. 3m weiteren Verlauf der Meisterschaftskämpfe unternimmt di« Ligarnannfchaft am kommenden Sonntag die Reis« zum Rüd- spiel nach Frankenberg a. d. Eder. Die .Vereinigten" werden höchstwahrscheinlich komplett antreten. Für brn Srlatzmittelstürmer vom vorigen 6onn:ag tritt zum erstenmal eine Reuerwcrbung vom Sportverein 1893 Darmstadt aus den Plan. Man verspricht s.ch dadurch eine wesentlich« Verstärkung der Stürmerreihe, da Mittelstürmer und Halblinks früher schon bei Darmstadt zufammenspielten. Auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe empfängt vormittags de Ligareserve die gleiche Mannschaft vom F. E. 05 Wetzlar im Gefell- schaftSspiel. Ein Interessanter Kampf steht da bevor. da beide Mannschaften ziemlich gleich stark sind. Das letzte VerbandStrefsen endete 1:1. Die 3b-Mannschaft I.cfert in Grohen-Bused ein Gesellschaft-sp cl. Rachmittags steht bl« 2. 3u g enb Im Diplomspiel ber 1. Jugend Leuns gegenüber. Die 3. Jugend weilt bei D a u br ingenS 1. Jugend im Geselischaftstpiel als Gast, während die 2. Handballelf nachmittags auf eigenem Platz ihr zweite- Gescllfchaftsspicl zum AuStrag bringt Sp. D. „Hessen" Gietzen. o. Die erste Mannschaft fährt am Sonntag nach 2 a u b a d) zur .Teutonia", um dort da- angefeyte Verbandsspiel der 2. Serie au-zu- Iragcn. 3m Vorspiel siegten die .Hessen" 5:1. diesmal ist ein scharfer Kamps mit knappem AuSgang zu erwarten. Die zweite Mannschaft trägt da- Rüd- spiel geg~n D. f. B. III. aus 3m Vorspiel muhte sie sich 4:2 geschlagen bekennen, diesmal wird cS nicht viel anders werden. Aus dem Arbeiler-Turn- und Sportbund. L Der nunmehrige Abschluß der KveiS- rneisterschaftsfpiele bedingt natürlich im Fuhball.» betrleb eine gewisse Atempause. Di« daran beteiligten Mannschaften gönnen sich zunächst einmal etwa- Ruhe, die übrigen Mannschaften versuchen in Gesellschaftsspielen, sich den letzten Schliff zu geben, um zu dem dcmnächstigen Wiederbeginn der VerbandSfpiele gerüstet zu sein. Gin besonders interessantes Spiel wird am Sonntag in Heuchelheim zum Austrag kommen. Der Plahvercin, der schon im Vorjahre mit ernstem Wollen der Meisterschaft zustrebte, wird in diesem Jahr« fein ganzes Können daransehen. um diese- Ziel zu erreichen. Dir 1. Mannschaft des Freien Turn- und Sportvereins Wlefed ist für diesmal d-r Gegner. Da beide Vereine über recht stabil gebliebene Mannschaften verfügen, so läßt der Ausgang dieses Spieles schon gewisse Rücischlüfs« über die Splelstärk« der einzelnen Mannschaften und den AuSgang dcS kommenden Kampfes zu. — Richt minder interessant dürfte das vorhergehende Spiel ber 1. 3 u - ge ndmannfchaften dieser beiden Vereine werden, die beide über recht ansprechende- Können verfügen. Die I d-Mannschaft Gießen- trägt ihr Rüdlpiel In Raunheim auS. nachdem sie daS Vorspiel 5:0 verloren hatten. Für das Spiel in Raunheim find die Aussichten dcr Gießener noch geringer, denn die Tücken deS dortigen Platzes, besonders bei dem gegenwärtigen Wetter, haben schon stärkere Mannschaften nicht zu überwinden vermocht. — Die II. Mannschaft Gießens tritt erstmalig gegen den Fußball- neullng Grohen-Bused I auf dem dortigen Platz an. Die Leichtathleten beginnen ebenfalls, kaum daß eine schwache Hoffnung auf bessere- Wetter besteht, sich zu regen. Für Sonntag ist eine T r a l n i n g S st u n d c nach Gießen vorgesehen, die ein« Fülle des interessantesten Hebungsmaterials bietet, das zur Eröffnung der Leichtathletiksaifon wertvolle Winke und Anregungen geben wird. etwa Regenschirme und sonstige ungewünfchle Gegenstände auf die Bahn fallen, während ein Gitter die Zuschauer gegen HnglückSsalle schützt. Beim Ziel ist die Leiln-Hmerlribüne. Auch für die Presse wird in hervorrugmder Weise gesorgt. Die Presfetribüne enthalt 630 Platze, während ein großer Saal zur Annahme von Depeschen nebst 45 Telephonkabinen im Bauplan ausgenommen sind. Obgleich das ganze Stadion in Eisenbeton ausgesuhrt wird, hat man um das Ganze herum eine Mauer aus rotem holländischem Backstein geplant. 3n eine der beiden überdeckten Tribünen sind die Königliche Loge und die Logen der offiziellen Gäste untergebracht, unter dcr andern befindet sich das Maratßon-Tor. Hier kommt auch der 45 Meter hohe Marathon-Turm. auS bem während der Dauer der F'ftsp'.ele eine Rauchsäule emporsteigt. Zur Linken d's Tores steht ein Denkmal an den verstorbenen F W. C. H. Baron van Tutzll van Serooskerken. dem ersten Präsidenten des Riederlandl'ch-Olym- pischcn Komitees. Arne Borgs (kuro>a-Neise. do. 3m Februar und März unternimmt der in Amerika lebcnue schwedische Weltrekord chwim- mer Arne Borg eine Europa-Schwlmm- reife, für die folgendes Programm aufgeftellt worden Ist: 19. 20. Februar: Magdeburg: 21. Februar: Berlin oder Leipzig: 22. Februar: Köln; 26-/27. Februar Amsterdam: 1. März: Amsterdam (Het Cß); 2. März: Rotterdam (E. D. Z.): 3. März. Den Haag (Hst P): 7/8. März: Gro- nlngcn; 9. bis 16. März: Reise durch Frankreich: 19.20. März: 30jährigcs ZublläumS- Ichwimmfest deS „Eercle Royal de Ratation Bruxelles" in Brüssel. Ob Arne Borg In Deutschland an den Start gehen wird, ist noch sehr srag'ich. da der S-w«de ungewöhnlich hohe Spcfenforderungen steNt«. Auch steht noch nicht fest, ob der Deutsche Schwimmverband seine Genehmigung zum Start in Deutschland erteilen würde. Der „Amateur" Arne Borg. vo. Zu diesem Thema schreibt im »Schwimmer", dem amtlichen Organ bei Deutschen I SchwimmverbanbeS. ber verbandSosfizlLse .Dio- I genes" wie folgt: »Für ben Besuch in Deutschland hat der „Amateur" Arne Borg durch fJnen Manager folgende Forderungen gestellt: Für einen Start in Magdeburg, Berlin und Köln in den Tagen vom 19. bis 22 Februar verlangt Borg 10 0 0 holländisch« Gulden, das sind rund 1700 (eintausendfiebenhunderl) RciHsmark. Ein Start in Magdeburg allein würde für 500 holländische Gulden also für rund 850 Reichsmark zu haben kein. Die Rcife 2. Klasse Amsterdam Berlin und zurück kostet ungefähr 125 Mk. Selbstverständlich haben die deutschen Vereine diese ungeheuerlichen Forderungen glatt abgelehnt, und bet Verband wird unter diesen Hmständen wohl schwerlich noch die Startgenehmigung erteilen wollen. Arne Borg hat wohl den Maßstab für europäische Verhältnisse und europäische Amateurbegriffe gänzlich verloren. Er hat in Amerika auSgelernt, wie man als Arnaleursports- mann sein Leben einrichten muß. Sehr gespannt muh man auf die Stellung fein, die dersch wetz i s ch e Schwimmverband zu dieser peinlichen Angelegenheit nehmen wird. Bisher hat er ja auf Verderb und Gedeih den Schild über Arne D^tg und seine Amateureigenschaft gehalten. Ob er eS auch diesmal wieder tun wird? Man hat in Schweden den reinen Amateurstandpunkt hochgchaltcn. Ob man bereit sein wird, einem Borg zuliebe von diesem allein möglichen Standpunkt abzugehen? Wenn man will, wird man alles vertuschen können, das ist klar. Da ist der Manager, dem man alle Schuld In die Schube schieben kann. Wenn man in Schweden will, wird Arne Borg rein und unschultzsvoll aus diesem Handel gehen: nur die Auguren werden sich zulächcln. Wenn man teil — daraus kommt es an. Der schwedische Sport könnte auch ohne Arne Borg existieren, er hätte eS ja müssen, wäre Arne Borg in Amerika geblieben. ES kommt daraus an. was mehr gilt: sportliche Ehre oder Erfolge. ES wird verlohnen, ben Fall im Auge zu behalten." Heuchelheim. Sportverein Hea-elhels 1920 I g«c«e F. 6. 0tarnen Frohnhausen (DlllkreiS) 3:1. d. Am Sonntag hatte die erste Mannschaft de- Sportvereins H uchelheirn ble in der A-ÄIaHe an ber Spitze stehenbe erste Mannschaft bei F. 6. Oranien-Frohnhausen (Dillkr.) zu Gast. Mit 3:1 mußten sich d'.e Gäste einwandfrei gefditagen bekennen Vorher spielte ble Zweite Heuchel- > eimS gegen F. G. Rassau Fleisbach erste Mai.n'chaft Auch hrer g:wannen d'.e Heu- chelhei.ner nach gleichwertigem Spiel 4:3. Handballpokalrunde um die Deutsche Hochschulmeifterschaft. Hniberfltät Marburg — Universität (Sieben. 2:1 (1:1). , . , , Bei ungünstiger Witterung fand dwfes Spiel auf dem Hnioerfitätospor:- und Sptelplah in (Sieben statt 3nfolg« schiech ec Platzl-eschafsen- >cit stand das Spiel nicht aus ber technischen Höhe, wie Lei sonstigen Spielen der beiden Mannschaften. Schiedsrichwr war Turnlehrer Mohr vom Männcrturnvereln Gießen. 3n der ersten Halbzeit ging Marburg bald in Führung: Gie- ;en führte aber den Ausgleich nach kurzer Zelt ; er bei Gießen hatte bis Halbheit unbedingt Gelegenhel!, die Torzahl zu erhöhen, jedoch der Sturm war vor dem Tor zu unentschlossen, und dir le chien Würic wurden eine sichere Beul« deS ohnehin guten Torma mcs ber Marburger. Stark einfrtzender Re en beeinflußte die Spieiwciie nach Hali zeit noch stärker. Marburg leitete nun recht gefährliche Angriffe ein. Gießen hielt trotz ber Hecerlegenhei' stand, und alle Angriffe gingen fehl. Cli DNßverständr.U der beiden Verteidiger verhalf Mariurg zum zweiten Erfolg. Rach einem geschickt eingeleite.en Durchbruch kam Dießen qul vor des GcgnerS Tor und Hütte den Ausgleich dort unbedingt verd.enl. Das Tor wurde von dem Schiedsrichter jedoch nicht anerkannt. Mit dem Resultat von 2:1 bleibt Marburg, wenn auch nur knapp, Sieger. D e Spielweife beider Mannschaften war unbedingt ansprechend. Dem Schiedsrichter uurde sein Ami dadurch sehr leicht gemacht. Gießen scheide! nun aus ben Reihen der Anwärter aus, weil die Spiele im Pokalsystem gespielt werden und der Verlierer auS- scheidet. ‘Buntes Allerlei. Wie den Vögeln der lisch gedeckt wird. Die fortschreitende 3ndustrtalisierung fügt unserer Vogelwelt schwere Schäden zu. und ber Vogelschutz wird immer wichtiger, um diese für die Landwirrichast so nützlichen Tiere zu erhalten. Die wichtigste Schutzmaßnahme des WintcrS ist die Fütterung. Solange der Boden noch offen ist, solange unter dem Laub noch Futter geholt und die Baumrinde auf Raupen und Eier untersucht werden kann, ist die Rot der Vögel nicht so groß. Wenn aber di« Rächte länger und kühler werden, wenn Eis und Schnee den Boden bedecken, bann beginnt ijjr stiller Kampf umS Dasein, und dann muß die Fürsorge deS Menschen den Pögcln übet die nahrung-arme Zeit Hinweg- Helsen. Die kalte 3ahr.szeit bringt der Vogel- weit schon an und für sich ungeheure Verlust«, die dadurch verringert werben können, wenn wir den Vögeln die Rahrungsbeschaffung erleichtern. Dor allem muh das Futter so gereicht werden, daß cs gegen Regen und Zersetzung geschützt ist. Deshalb sind wiche Futterstätten am besten, die durch ein Dach behütet werden. Vorzüglich bewährt hat sich die Futterglocke, bei der sich bic Körner in einem großen GlaSbehälter befinden, der unten in einen Teller mit aufgeklapptem Rand mündet. Die Vögel können vom Rand tzcS TellerS aus das Futter fressen, und von oben rutschen stets so viel Körner nach, bis der Seiler wieder bche.lt ist. Als Futter empfiehlt sich Hanfsamen. 3m Walde wird man am besten ein Futterhaus anbringen, eine bedachte, von allen Seiten offene Futtcrstelke, di« gern von den Vögeln besucht wird. Auch ber sog. Futterbaum Ist im Walde brauchbar, wenn er so ausgestellt wird, daß auf dem Futter kein Schnee liegen bleibt. Man übergießt einen Ratzelbaum mit einer Futtermifchung. und zwar ist diese am besten folgendermaßen zusammengesetzt: 150 Gramm getrocknetes gemahlenes Weißbrot. 100 Gramm getrocknetes gemahlene- Fleisch. 200 Gramm Hanf, 100 Gramm gebrochenen Hanß ICO Gramm Mohn, 50 Gramm Mohnmchl. 100 Gramm weihe Hirse, 50 Gramm Hafer, 50 Gramm getrocknete Holun- berbeeren, 53 Gramm Ameifenpuppen. Diese 1000 Gramm Trockenfutter werden mit etwa 1400 Gramm Rinder« oder Hammeltalg gekocht und da- Ganze heißflüssig über den Baum g'schüttet. Ein« wichtige Frage ist c8 auch, wann den Vögeln ber Tisch gedeckt werden soll. Die Vögel haben bekanntlich einen raschen Stoffwechsel, der den Magen sehr schnell entwert. *Während der Rächt nehmen sie aber naturgemäß keine Rahrung zu sich: finden sie am Morgen nicht gleich genügend Speise, so widersteht drr durch die Rächt geschwächte Körper dcr Kälte nicht, und die Tiere sterben. Kommen sie aber über die ersten Wintermorgenstnndcn hinweg, so find fl? für den Tag gerettet. Darum muß die Winterfütterung unbedingt am frühen Morgen einsehen, und zwar mit Futter, das j?d?n Tag frisch gestreut wird. Wie rasch der Stoffwechsel der Vögel ist. zeigen Füttcrungsvcrsuche von Prof. To'rig. Danach beträgt die tägliche RahrungSmenge bei den kleinsten Vögeln 33 Proz. ihres Lebendgewichte-, bei Blaumeisen und Rotfchwäirzchen 23 bis 24, bei Drosseln 10 bis 12 Proz. Bei einem Versuch, der mit drei Sumpf-, einer Tannen-, einer Schwanzmeise und zwei Goldhähnchen mit einem Gesamtgewicht von nur 65 Gramm angestellt wurde, ergab sich ein täglicher Verbrauch von 1876 Raupen de- Kieferspanner- mit 97,55 Gramm Gewicht. Daraus fi?ßt man, tote wichtig verfrühte Rekrologe. Die allgemeine Ansicht gaht dahin, daß ein verfrühtes T"tg:sagtwerd n daS sicherste Mi.iel zu einem recht langen Leben ist. Sobald der Rekrolog in die Zeitung kommt, w'rtz der Kranke wieder g.sund Als P.'pst Leo XIII. einmal schwer krank war, schrieb ein Brüsseler Journalist sofort den Rekrolog unb schickte feinen schönen Aussatz in die Druckerei. Kaurn war aber die letzte Zrile gesetzt, al- der Papst frisch und gesund aufstand und Audienzen abhielt. Der Artikel mußte Wied« heraus. Leo XIII. lebte dann noch zwölf Jahre, und al- er endlich richtig starb, wurde der alte Artikel aus dem Kasten geholt und endgültig verwendet. Der 3ournallst aber, ter ihn geschrieben hatte, lag schon längst un‘et dem arür.« Rasen. Dieser 3ournalist war aber wenigstens nicht so keck gewesen tote ein amerikanische- Vlatt. das eine- schönen Tage- ebenfalls einen Aekroloa für Le» XIII schrieb und die Druckbogen einfach nach dem Vatikan zur Korrektur schickte. Der Papst war ein Mann, der verst .nd. Er Uetz den Artikel von einem seiner Sekretäre kom- üieren, und schickte die Korrektur an den Chefredakteur des Bkat es mit einem Deglcitschr.iben, in welchem eS hietz, datz der Papst zwar den ihm gewidmeten Artilel nach seinem wahren Werte zu schuhen wisse, aber doch den Wunsch hege, seine Veröffentlichung zunächst noch hinausg.schoben zu sehen. 3m Jahre 1839 brachten eines Morgens die.Morning Post" und „Morning Chronicle" die Nachricht von dem Lode des berühmten Schrift- stellcrs und Politikers Lord Drougham. Der Nach- richt folgte ein spaltcnlanger Nekrolog, i.i welchem Lob unb Tadel. Anerkennung und Kritik lieblich gemischt waren. -Zwei Tage später kam ein wü-en- der Vries von Lord Drougharn. Cc sei leb.ndiger als je. schrieb er, und denke gar nicht ans Sterben. Man hat aber später behauptet, datz Droug- ham selbst die Todesnachricht in die Z itungcn gebracht habe, um zu Horen, was man von ihm sagen würde. Wirtschaft. Reichsbankpräsident Dr. Schacht. Der Präsident der Deutschen Reichsbank. Dr. Hjalmar Schacht, begeht am 22. Januar die Feier seines 5 0. Geburtstages. Schacht ist schon verhol.nismätzig früh in wichtige und verantwortungsvolle Stellungen gekommen. Nachdem er in den Jahren 1895 b s 1899 an verschiedenen Universitäten Volkswirtschaft und Finanzwirtschaft studiert hatte, wurde er 1900 Assistent an der Zentralstelle zur Vorbereitung von Handelsverträgen. und im 3ahre 1901. also 24jährig, GeschäsiSsührer des Handelsvertragsvereins. 1903 kam Schacht als Archivbeamter in die Dresdner Vanl, wurde dort bald Leiter des Archivs und schlictzlich stellvertretendes Vorstandsmitglied des Institutes, in dessen Diensten er bis 1915 stand. In diesem Jahre wurde er als Vorstandsmitglied an die Nationalbank für Deutschland berufen. Nach deren Fusion mit der Darinstädter Bank gehörte Schacht als Geschäftsinhaber der Darnn- städtcr und Nationalbank bis zum Jahre 1923 an. In der Zwischenzeit arbeitete er 1914 bis 1915 bei der Vankabteilung d's Generalgouvernements in Brüssel an der Errichtung der Notenbank und der Finanzierung der belgischen Kontributionen mit. Jin Herbst 1923, der Zeit der höchsten Währungsnot, trat Schacht aus der Leitung der Danat-Bank aus: er sollte zunächst Rcichssinanz- minister werden. Diese Berufung lehnte er ab, da er unter Vermeidung deS älmweges über die Rentenbank sofort eine Goldnotenbank aufbauen wollte. Er wurde dann für die ülmstellungszeit Reichswährungstommissar und kurz darauf, am 22. Dezember 1923, zum Reichsbankpräsident en ernannt. Die verdienstvolle Mitwirkung Schachts bei der Wührungsstabilisierung und der Sicherung der neuen Mark, sowie bei den vielfachen Maßnahmen zum Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft ist in breiten Volksschichten zu bekannt, als datz dieser Teil seiner Lebensarbeit jetzt hier im einzelnen aufgezählt werden mützte. Politisch steht der Rcichsbankpräsident den Demokraten na*e. In früheren führen setzte sich Schacht aktiv bei Wahlkämpfen für die Deutsche Demokratische Partei ein, der er im vorigen Jahre wegen ihres Verhaltens in der Fürstenabfindungsfrage den Rücken kehrte. Deutschlands Ausländsanleihen im Jahre 1926. Als Anleihenehmer kamen 1926 (3. Dawesjahr) in Frage das Reich, mehrere Länder, eine Reihe von Kommunen und Kommunalver- bänden, zum Teil auch deren Vermittlungsstellen (Landbank der Nheinprovinz, Deutscher Sparkassen- und Giro-Verband usw.), Eleltrizitätt.-, Industrie-, Warenhaus-, Berlehrs- gesellschas.en, tu Rentenbank-Krediianstalt für die Landwirtschast, Hypothekenbanken, kirchliche Verbände und Wohlfahrtseinrichtungen, die in der Hauptsache kleinere Hypothekaranleihen in Holland ausgenommen halsen. Rur der Bayerische Diozclanveraand ist mit zwei größeren Anleihen, nämlich einer 3 Mill.-Guldenanleihe und einer 5 Mill.-Dollaranleihe an die Oeffentlichkeit getreten. Wci.ec sind zu verzeichnen eine 2,5 Millionen Dollaranleihe für evangelische und eine 3 Mill. Dollaranleihe für katholische Wohlfahrts- einrichtungen. In vier Fällen haben Hypothekenbanken, nämlich die Sächsische Landeöpfandbries- bank zweimal, die Bayerische Veceinsbank und die Preutzische Hypotheken-Altien-Vank je einmal Dsandbriesserien im Ausland auslegen lassen, sonst aber haben fi* ihre Pfandbriefe bedarfsweise im Auslande verlauft. Von den bis Mitte De- zember 1926 aulgelealen Anleihen sind in dieser Ausstellung rund 133-ersatzt, die sich aus die einzelnen Wirtschaftszweige wie folgt, verteilen: in Millionen Mark Anleihenehmer Nom.-Petr. Emiss.-K.-W. Reich 962,5 885,5 Länder 388.3 365,2 Kommunen, Cinzelanl. 243,4 225,2 Kommunen, Sammelanl. 219,7 211,7 Rentenbanlkreditanst. 105,0 97*6 Hypothekenbanken 46.3 43,6 Katholische Kirche 53,0 51.3 Evangelische Kirche 10,5 10,3 Industriegesellschaften 1 241,7 1 189,1 Elektrizitätswerke 485,7 454,0 Teilt .^.Unternehmungen 90,3 86.7 Warenhausgesellschasten 25.2 24,4 Total 3871,6 3641,6 " 3n den lveitaus meisten Fällen lauten die Anleihen über Dollar. Indes,en sind von den Dollaranlcihen namhafte Beträge besonders in HoUand und England untergebracht worden. Bis Dezember 1926 wurden in Reuhork 2 409 Mill, tn London 491 Mill., in Holland 319. in der Schweiz 191. in Schweden und in anderen Ländern 204 Millionen Mark (immer Emisfionswert) untergebracht. Dabei lauten auf Dollar 2669 Millionen, auf Pfund Sterling 804 Mill, auf holländische Gulden 53 Mill., auf Schweizer Franken 63 Mill, und auf Goldmark 55 Mill kurswert der bis Dezember 1926 untergebrachten Mark. Insgesamt beläuft sich der Emissions- Anleihen auf 3 645 Mill. QHarL Davon sind bei der Daweö-Anlelhe noch 85 Mill. Mark für Provisionen usw. und Kursverluste in Abzug zu bringen. Bei den restlichen Anleihen entfallen aus Provisionen usw. durchweg fünf Prozent, so datz also nur etwa 3 400 Mill. Mk. "ach Deutschland geflossen sind, die zum Ro- minalbetrag, rämlich 3 762 Mill. Mark verzinst und amortisiert werden müssen. An der Gefaint- Anleihesumme ist die Privatinbustrle mit kaum TBrfCTtntfe. 1 924: Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. TL Telegraphische Auszahlung. Banknoten. Getreidebörse. 885,5 82 48.9 1 925: 130,5 58,2 4,0 40,0 0.3 8,9 94.7 37,1 206,4 85.6 230.1 312,3 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Total 1 926: 156,6 124,8 40,1 72,1 142,7 217,9 124,1 33,5 229,7 51,5 193,5 106,9 4,196 68.4S 111,89 20,415 16.81 168. Ifi 18,27 107.18 69.275 2.025 112,07 81.18 67,83 18.445 78.52 Frankfurt a. M., 21. Ian. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29.50 bis 29.65; Roggen, inländischer, 25.50 bis 26; Sommergerste, für Brauzwecke, 26 bis 27.50; Hafer, inländ., 20,75 bis 21,50, Mais, gelb, 18,25 bis 18,50; Weizenmehl, inländisches, Spez. 0, 40.50 bis 41; Roggenmehl 37 bis 37.50; Weizenkleie 13; Roggenkleie 13,25 bis 13,50. Tendenz: fest. 4.216 58,78 112.45 20,515 16.89 169.00 18,37 107,72 59.575 2,145 112.63 81.58 68.17 12.505 73. ?8 942,6 1 208,6 1 493,4 Anleihen wie folgt (Emissionskurswert Honen - Mark). 91mcrlf(inild)e Vi’oten . . . . . 9'clolf,017 ,i,037 3,047 Lissabon . . 21,645 .1,593 21,575 21,625 Danjig. . . 81,65 81,75 81,62 61.72 fionftauti». 2,122 2,132 2,122 2,132 Athen. . . 6,49 5,61 5.49 6.51 Canada 4,201 4,211 4.202 4.212 llru uay . 4.24 ' 4.255 4,245 4,255 Lairo . . • 20,9o9 21,001 20.904 21.016 Berlin, 20 Ian Geld Brief stellung von Betrieben für andere, besonder« Zwecke die dadurch entstehenden Unkosten als Einführungskosren zu verbuken, und sie im Verlause von mehreren Jahren aozuschreiben. Von dieser Gepslogenhe'.t ist in der Osthasen-Molkerei kein Gebrauch gemacht worden, sondern die unvermeidlichen Einführungskosten sind über Un- I o ft c n t o n t o gelaufen und in den Betriebs- ergebniffen zum Ausdruck gekommen. So ergibt auf Grundlage dieser Berechnungen dis Zwischenbilanz vom 30. November 1926, welche die Zeit vom 1. Januar 1926 bis 30. November 1926 umfaßt, eine Unterbilanz von rund 26 000 M k. ohne Abschreibungen auf Maschinen und Inventar Die Bilanz vom 31. Dezember 1926 wird nach ihrer Fertigstellung demnächst vorgelegt werden. Gerichtssaal. Eine betrügerische holzhandelsgesellschast. WSN. Frankfurt a. M., 20. oan. Vor dem grotzen Schöfs ngericht hatten sich die beiden Inhaber der Hessen-NassauischenHolz- handelsgescllschaf t, einer Lnslations- grünöung, Bornhagen & Kohlmann, wegen betrügerischen Bankrotts und anderer Delikte zu verantworten. Sie hatten zum Schaden württembergiicher, badischer uni) ober- bayerischer Holzlicseranten allerlei Betrügereien, Wechselreitereien usw. verübt. QUnji^in Mainz hatten sie ähnliche Geschäste getätigt. Schließlich flüchteten sie, konnten aber in Bingen erwischt werden. Insgesamt haben sie ihre Gläubiger um über 55 000 Mk. betrogen. Das Gericht verurteilte Bornhagen zu l’/z Jahren und Kohlmann zu zwei Jahren Gefängnis bei sofortiger Verhaftung. verurteilter Scheckschwindler. 1 WSN. Worms, 20. Jan. Vor dem Schöffengericht hatte sich gestern ein 27 Jahre alter Schlosser, der zusammen mit einem 20jährigen Volontär, der ins Ausland geflüchtet ist, eine hiesige Großbank durch falsche Schecks um 25 000 Mark betrogen hatte, zu verantworten. Er wurde zu zwei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt 3n der Berufungsinstanz milder daoongekammen. WSN. Frankfurt a. M., 20. Ian. Das Große Schöffengericht fällt? seinerzeit ein scharfes Urteil gegen den Expedienten Hugo Strauß und den in Offenbach ansässigen Schneider S ch l e w i e z k i. indem es ersteren wegen fortgesetzten Diebstahls, Urkundenfälschung und Urkundenvernichtung zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust, den Schneider wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu fünfzehn Monaten Zuchthaus verurteilte. Strauß, ter 30 Jahre lang bei einer hiesigen Firma der Herrenkonfeltionsbranche Expedient war und volles Vertrauen genoß, hatte Fertigware aus dem Betrieb zu schmuggeln verstanden, die auf Umwegen in den Besitz des Schneiders gelangten, der sie zum Schaden der Konkurrenz in seinem Geschäft billig verkaufte. Auf die Berufung der Angeklagten wurde das Urteil von der Strafkammer jetzt aufgehoben und Strauß zu zwei Jahren Gefängnis, Schlewiezki zu l1/, Jahren Gefängnis verurteilt. Letzte Nachrichten. Der Brief der Reichspräsidenten. Kein Durchbrechen der Tradition. Berlin, 21. Jan. (TU. Drahtmeldung.) Gegenüber der Kritik, die der gestrige Brief des Herrn Reichspräsidenten an den Reichskanzler Dr. Marx vielfach in der Prelle gefunden hat, wird von zuständiger Stelle an den Brief erinnert, den seinerzeit Reichspräsident Ebert am 26. Ollober 1921 an den damaligen Reichskanzler Dr. Wirth richtete und in dem Ebert eine Verbreiterung der Regierungsbasis forderte und zwar unter Hinweis auf die Notwendigkeit einer Stärkung der damals maßgebenden außenpolitischen Richtlinien. Ferner hat Reichspräsident Ebert am 14. Juni 1920 dem Staatsminister Heinhe den Auftrag zur Bildung einer Regierung einer Großen Koalition, am 24. November 1923 dem Volksparteiler v. Kar- d o r f f den Auftrag zur Bildung einer bürgerlichen Koalition und darauf dem ehern. Reichs- schahminister Albert den Auftrag zur Bildung einer parteimäßig nicht gebundenen Regierung und endlich Dr. Marx den Auftrag zur Bildung einer Regierung der Mitte erteilt. Im Dezember 1925 erteilte Reichspräsident von Hindenburg dem Demokraten 5>r. Koch den Auftrag zur Bildung einer Regierung der Grotzen Koalition, am 25. Mai 1926 hat Rei chS- Präsident von Hindenburg an den jetzigen Reichskanzler Dr. Marx einen Bries gerichtet, in dem er sein Einverständnis aussprach, daß das Kabinett nach dem Ausscheiden Dr. Luthers unter neuer Führung beibehalten werden soll. Noch keine Entscheidung des Zentrums. Berlin, 21.Jan. (TU. Drahtmeldung.) Di« Zentrumsfra'tion des Rech.tages ist heute mittag zu einer Sitzung zuiammengetreten. Nach der Plenarsitzung tritt die Zentrumsfraklion er» n c u t zu einer Sitzung zusammen. Eine Fühlungnahme des Zentrums mit den anderen politischen Parteien ist für heute nicht mehr zu erwarten. Von dem Verlaufe der zwei.en Sitzung des Zentrums wird cd abhä.igett, ob Dr. Marx tie Zustimmung feiner Partei erhält, d ie Regierungsverhandlungen im Sinne des Hindenburgbr ie f es durchzuführen. Sicherster Schutz gegen Chinosoi Grippe: Lindenpintz 5. V4ns Dreimal täglich mit Chinosollösung gurgeln und Nasenspülungen. Chinosoi ist in allen Apotheken und Drogerien vorrätig. Versuchspackung nur 60 Pf., große Packung (vorteilhafter) 2.— RM. Gebrauchsanweisung liegt bei. Alle Packungen sind bestimmt vorrätig in der Kaiser Drogerie ERNST NOLL.