Nr. 246 tat« Biofl xn. W9«rt«g» Mtofte; Blt^mrr 3omtHtxbl6t1er Hdmot im 8ta THe Sd)oCt Ifioaati»F doch irmnettw Beiläufig zur Dts- f ul fixen ycfteHl worden war. Qlun hat die Z«n - ttumlfraftion deS Reichstag» noch altern abend, wie bereits gemeldet, eine Interpellation eingebvacht. tn der di« Rdchsveaierung gefragt wird, ob ft« bereit sei. einen Otefehentunirl, bet das Dahl verfahren zur Besdtigung der zahl- reichen Mängel, btt I ch bei dein bisherigen Dahi- Ihfban gdicnb gemacht haben, umgeftaltet, etn^ubr ngen, so hab er noch von dem fetzigen letchstag verabschiedet werden kann. Zu der Interpellation bemerkt heut« di« .Oermanl a" erläuternd u. groben und i'Kihqelx-i . ' Partei im Reichstag dazu angetan sein, endlich lüese sür die Gesundung unserer inner- und parteipolitischen Verhältnis« grrabnu lebenswichtigen Frage ins Rollen zu bringen. Di« von der .Germania" gchegten Zweifel hinsichtlich der Derabschtednng einer durchgrei- Ienden Dahlrechtsveform noch von dies em Reichstag werden auch von anderer Veite geteilt, So hält bte .Deutsch« Al lg«meine ll« i tung es kaum für möglich dast eine grohe Dahlrefcnm — also etwa Rückkehr jum öincr- Wa bl kreis. Reue nteilung des Reiches in kleine Daylkreise, Abschaffung der Reichs listen — von dem geyenwärngeii IdchStag noch durchgeführt werden kann. Das Blatt weist darauf hin, dah durch kein« gesetzgeberllche Arbeit da S egoistisch« Dachtinteress« i«der Partei so kehr berührt wird, wie durch eine Dadlivforiu, und dast hier Kompromisse zu finden viel schwrn- riger sein wird, als tn anderen Fragen. Bie!* tt kamt man barm > enken. eine kleine . - u’rnn noa- ;. B. ohne Schwierigkeiten die DLHlerzifser. >te für «tn Rlonda: notwendig ist, von 60 000 iuf 80000 oder 100 CXX) Summen herauf* «eben unb dadurch den Reichstag verkleinern. Vlan faim ferner die Zulasfungsbo- '•inflimotn für Dah'.vrrschläge verschärfen, um di« unerträgliche iersplitterung der Stimmen zu verhindern und die Zwerg* oa rieten unmöglich zu machen. Allerdings würben freche Äorrvftur.m di« Gefahr in such tragen, bah man sich später auf sie beruft und ein« grobe Reform überhaupt unterlaßt. Zentrum unb ZesoldungSresorm. Ter Streit um die Tcrfunp.ofrnflc. Berlin, 20. Oft. (^rm.-IeL) Im Anschluß in die Plenarsitzung dc.- Reichstages fand gestern wend eine Sitzung der Zcntrum-fraktion statt, iber die aOrrbing» nur da» T. zu berichten ueist. Es sei die Befoldungsreform de- prochen worden, und zwar sollen hier innerhalb der 3«ntrunicfraftlon starke Meinungsnerschie- ) e n h 111 r n entstanden sein. Ev soll zu sehr ftar- en Angüssen aui1 den Reihen der Zlrbriterabgf- »rdneten de» Zentrums gegen den Reichsfinanz- ninister Dr. Köhler gekommen sein, der sogar vegtn dieser Angr.ffe eine sehr ernste Unterhaltung nit dem Parteworsttzendcn, Reici^kanzler Dr. Rarx gehabt habe. Nach einmütiger Auffassung ter Zenttumsftaktton loll eine Lenderung des Finanzausgleichs nach den Wünschen der bayerischen Dolkspartci aus innen- und auftenpoli- ischcn chründen unmöglich sein E» soll eine Aktion der Reichsregierung in Verbindung mit dem sparfommiHar de» Reichs hinsichtlich einer V e r- valtungsresorm bei den Ländern bc- sorstehen. Die (Einbringung M ^eichsbeomtenbesoldungsgesetzes. Berlin, 20.0(1. Da» Iicich»finanzministcrium lat den Entwurf de» Beamtenbcsoldungsgcsehe» dem Reichstag In der Jorm zvgeleitei, die sich au» der »erschiedencn Auffasjvng zwischen dem 'icichrsinanzmiuisierium und dem Reichsrat über ine Reihe von Bestimmungen der neuen Beiol- ungsorbnang al» notwendig erwiesen hat. Die Va- agraphen. über die eine Uebereinstimmung nicht Erzielt worden ist. sind in der Vorlage in Doppel- iaffungen geführt. 3n der Begründung der Regierungsvorlage betont der Reich»finanzmfnister die «nvermeidliche Rückwirkung der Neuregelung EU f Länder und Gemeinden, lehnt aber Aenderung de» Finanzausgleich» ab. Auch eine So Währung von Reichsdotaiionen an die länbcr aus Anloh der Besoldungsneuregelung wird entschieden abgelehnt. Oie liberalen Parteien zum Vollsschulgeseh. Berlin 19.0h. iDDZ.) 3m Reichstag wurde beut' die erste Beratung des Reichsschul- grsetzeS fortgesetzt. Abg. Dr. Runkel (O. V p.) stellt fest, bah die volksparteilichen M i - nister ausdrücklich für «trüge Punkte ihre Stellunanahme Vorbehalten hätten und diesen Bvckehalt mit Einverständnis der übrigen Minister tn der Oeffentlichkeit bekannt- gegeben hätten. Darüber hinaus hätten di« beiden Minister sich hie Stellung der Fraktion zu dem Gesetzentwurf ausdrücklich Vorbehalten. Di« Fraktion erkenn« den Gesetzentwurf als brauchbare Grundlage für Bcrbanblungcn an. fei ol er in her Sicllung von AbänderungSanträgen und somit in ihrer Stellungnahme zur endaultigen Verabschiedung deS Entwürfe- völlig frei. Die Fraktion fet grundsätzlich damit einverstanden, dah der 03«- tenntniSschule die verfassungsmäßige Stellung gegeben werde, ba sie vom rein erzieherischen Standpunkt aus eine der wertvollsten deutschen .^ulturerzcchung.schulen Id. Ihr« Ausgestaltung dürfe aber nicht auf Kosten anderer, ebenjo Verfassung-mäsiig berechtigter Schulsormen geschehen. (2-i» durfte kaum dnem Widerspruche begegnen, dast die für alle gemeinsame Grundschul« nach der Derfassung die Volksschule ift und dah diel« Volksschule der alten Simultanfchule gleich fein und eine Vorzugsstellung haben soll. Sie soll also die Regelschule sein. Theoretisch wird in dem Entwurf diese Vorzugsstellung anerkannt, di« praktische Ausführung macht diese Anerkennung wieder zunichte. In biefcnT Falle würde der Vorwurf der Verfass u n g sw i d ri gkeit ein« nicht zu verkennende Berechtigung haben. Die Deutsche Volkspartei fordert daher, dost alle Schulen, die fett Jahren Gemeinschaftsschulen find, auch solche bleiben, trab dah ave neuerrich tetrn Schulen, wenn kein rechtsgültige» Antrags verfahren auf Einrichtung einer Bdenntnt»- fchnle vorllegi, ohne wettere» ebenfalls Gemein schaftsschusin sind. Der Redner fordert weiter den christlichen Charakter der Gemeinfchaktefchute, so wie er in dem alten Simultan schulen fest- gelegt fd- Die tn bm Sluniltanlänbem «tngebürgerte Rorrn- fchul« solle gdebüht werden vor bem Antrags- verfahren bet GrziebungsberochtiateTr. deren Will« nach ber Verfafsung nur möglichst zu berücksichtigen sei. Die Deutsche Volkspart er beartirane the Deibebalttrng des b‘#b?r icn Rochtszustcrndes tn den Ländern, wo b;e christliche S.Tmukanschtlle allgemein aneriannt bestehe. DaS gelte auch für ehuclne Gebiete der Länder, in denen die Simultanschule geschichtlich geworden sei. Auf jeden Falt könnten aber nur tue Länder selbst darüber bestimmen, wenn sie das Schulgesetz in ihren Bezirken zur Durchführung bringen wollen. Der Redner lehnt weiter eine Auslegung ab. wonach jede Schulform ein geordneter Schulbe- trieb sei. Bestitmnend müsse die Leistungsfähigkeit bleiben, die abhängig sei von Zxrr wirtschaftlichen und kulturellen Eigenart eines Orte». Die Schaffung von Zwergschulen würde die Zertrümmerung ber Schule und einen dauernden Schulkcnnpf auch In den kleinsten Orten zur Folge halxn. Zum Schluß betonte der Redner. dast für fdne Partei auch der BLeg des ©ixt* wuds in der «Frage der Einsichtnahme in den Religionsunterricht nicht aan ibar sei. Sine V> ederkehr der geistlichen Schulaus!ccht müsse vermieden werben, nicht als Abneigung vor der Kirche, sondern um ber Kirche w.llen. (S.nct eingehenden Prüfung bedürfe deKostenfrage. Trotz aller Bedenken fei der Entwurf dne brauchbare Grurchlage für weitere DerhoTxd* lungen. VoraxxSsetzung für einen Erfolg sei aber Verständnis für die Sonderiage cin^emer Parteien. Da» Schulgesetz tzx-rbc entipcber *u einem Leichenstein für die deutsche Kultur, ober aber ein VIvtvr zum An- und 3v.ftrieb neuer deutscher Kulturentwickdung. Abg. grau Bäumer (Dem.) erklärt. eS bestehe gar kein Zweitel darüber, dah der Vorstegende Entwurf verfassutxgSwid- r i g fei. Denn d e demokratiföx' Fraktion der Aus'chustüberwestung $ufhmmc, dann tue Ite daS nur aus Rücksicht auf b« Gepflogenheit des Hau'eS. Sie halte den (Rxnrur* für denkbar ung.xignet, um daraus ein Gefey zur Ausführung der VerfallungSbestimmung zu schassen Durch die Voriag« würden weit anschauliche Gegensätze gewaltsam und über das natürlich: Bedürfnis unb Gefühl der Mehrheit des Volles b;niiu8 verschärf t unb versteif :. Aus ui.lerer ge.st gen Lage heraus habe sich die rrelta-'bauliche Erstellung der höheren Schule als Gemeinschaftsschule mit getrenntem Rc.igionsunterrtcht zwangirs ergeben. Ts fei nicht e-nzutehen. worum das in der Volksschule grundsätz i ch anders fein solle. Die höhere Schule bleibe ein« Schule bet Vermittlung und Zusammenführung. Di« Volksschule wolle man zu einer Schul« der Trennung unb Itoliertrag machen Die Demokrat sche Partei lehn« diesen Rist im Ausbau und Desen der Einheitsschule grundlätzlch ab. Sie werde sich nachdrücklich dafür ein Netzen, hast in allen Ländern, in denen die Schulenttoiettung die Simultan schule in irgendeiner Form verwirDcht hat, biete S.multawchule vor der Zerftörung durch das Gesetz geschützt wird. S.e sehe auch in der weltlichen S chule als Antrags schule «in« ebenso gtvst« Gefahr grill ger Isolierung breiter Dvllvschnchten, bic eine Kluft von Jugend auf betest gen werde. Staat und Gemeind« würden durch den Entwurf feder Ver- faflungsmöglichseit über bi« Schul« beraubt, das Schicksal ber Volksschule werde dem Kampf der Kulturparteien Demokratstche Partei relpd.ier« die elterliche Verantwortung für die weltanschauliche Erziehung des eigenen Kindes Das Gesetz gebe aber der Elternschaft da» Recht, durch Mehrhcits- abstimmung auch über bic Kinb«r anderer au entscheiden. So werde neben der Demokran« der bürgerlichen Deme.nde eine zweite Denrokoa tie der Er^iehungsberecht, gl en eingebaut. Abg. Hfrau Zetkin (.Rom.) führt aus. notwendig fei die Umwandlung der jetzigsn Drill- und Prügelschule in eine Erziehui^'chul« auf der Grundlage deS produktiven 2kbeitAmter- richcs Die Dendenz des vorliegenden Gesetz* enfttnirfa ziele ab auf die Förderung des neu- deutschen kapitalistilchcn ImperialiSmu».' Verlangt werden müsse eine Iu genderzieht n' zur revolutionären, hxtentattonalen Solidarität der Proletarier aller Länder Abg. Dr. Bredt (Wtrtfch Dgg.1 zieht aus den bisher gehaltenen Reden den Schlust, dcch in der Schulfrage allgemeine Verwirrung unter den Parteien herrsche und «itto klare Linie nicht zu crfcxv.ic.i sei. Jeder müsls bte Freiheit haben, bl« Schulform zu wähstn. die seiner llteltanfchauung entspricht Die christliche Erziehung werde sich schon sdbst durch eilt. Rur fei unbcl-ntat erforderlich dast durch ein Schulgesetz allen Staatsbürgern bic Vkög11ch- telt der chri stl »che n Erziehung ihrer Äinbcr gvTräbrfciftet wird. Scl'^i^rstäichstch mülle die gleiche Sicherung für bic übn.ien Schul- formen bestehen Ein Abbau ber Simultan- schalen werde vorn Hebel sein denn hier handel« es sich um christliche Schulen Der Redner erklärt zum Schiust, dast sein« Fraktion den vorliegenden Entwurf al» ein« brauchbare Grundlage betrachte und mit seiner Tendenz einverstanden sei. Abg Frau Lan g-'Br u mann (Bayer V.) bezeichnet den Entwurf als ein« geeignete Grundlage für weitere Verhandlungen. Tter gegen den tvrliegenden Entwurf anführt, baf) er das Schulrecht des Staates an die C-ltern abtrih, der vergesse, baf) daS Recht der Eltern auf Erziehung der Kinder dein Recht des Staates und ber Gemeinden ooirangcbcn müffv Um 19 Uhr wird bte ‘IDciterbeiatung auf Donnerstag, 13 Uhr. Dervagt. Unveränderte Sireiklase in MtieldenWand. Dor Beginn der Gchttchiungsverhandlungen. Berlin, 30. Okt. Rach den neuesten Meldungen hat sich die Lage im Strdkgebiet ht- fofern verschärft, als sich bi« Zahl ber Streitenden wesentlich erhöht hat. Trotzdem dürst« aber der Streik noch nicht an Intensivität zugenommen haben, da vor allem die Rotstandsarbeiten hn allgemeinen durchgeführt werden. Selbst verständlich besteht nach wie vor die Gefahr, dast auch hier eine Verschärfung der Situation «intritt. Zunächst aber erwartet man das Ergebnis ber für heut« angefetzten Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium, bte, wenn auch vielfach versucht wird, von vornherein ein negatives Ergebnis zu verkünden, voraussichtlich doch zu einer Klärung führen werden. Die Verhandlungen werden wieder von Professor Drahn geführt werden. Der Schlichter ist bekanntlich in seinen Entschlüssen vollkommen selbständig. Ein Eingreifen des Reichsarbeitsministeriums würde stch nur auf eine Verbindlichkeitserklärung des vom Schlichter gefällten Schiedsspruches beschränken. Dah eine Enügung sehr schwer sein tmrd, geht aus den in Berlin vorliegenden Hallenser Melknmgen hervor, wonach beide Parteien nach wie vor auf ihrem Standpunkt verharren und keinerlei Reigung zum Rachgeben zeigen. Von Arbeitgeb. rteite wird kein neuer Vorschlag gemocht werden. Die Braunkohlcmindusirie sieht nach wie vor auf dem Standpunkt, dah eine Erhöhung der Bergarbeiter! ohne solange nicht in Frage kommt, als der Reichsw.rtschattsminisler nicht eine Preiserhöhung lugeben will. Rach einer Erklärung der Streikleitung werde beim Zustandekommen einer Einigung mit der Wiederaufnahme ber Arbeit aue rem techn^chen Gründen vor Rlon- tag kaum zu rechnen sein. Sollte bei den Berliner Verhandlungen eme Einigung erzielt werden, so würden bte Vertreter der Gewerkschaften sofort in das Streikrcvier ztrrückkehren unb eine Deicgiertenversammlung einberufen, bic über Annahme oder Ablehnung zu entscheiden hätte. Oie (Sfreiffage im Kasseler Revier. Kassel, 19 Oki. (TU.) Am Mittwoch, dem dritten Streiktage, Hai sich im Kasseler Revier an der Streik- lage im wesentlichen nicht» geändert. Roch immer macht sich der Streikterror an allen Stellen außerordentlich empfindlich bemerkbar. Aus der Grube „Altenburg" in Borken kam es zwischen Arbeitswilligen unb Streikposten zu einem Zwischenfall Die Gewerkschaften hatten in der Nacht annähernd 100 Leute mit Autos zum Streikposten- stehen nach Borken gebracht unb so errc-cht, dah ungefähr die Hälfte der Belegichast die Arbeit nicht ausgenommen hat Es trifft jedoch nicht zu, dah he Prüde „Altenburg- vollständig ftiUgetegt worden ist, vielmehr wird ber Betrieb mit 50 Prozent her Arbeiter und sonstigen Hilfskräften, wenn auch unter Schwierigkeiten, voll aufrecht erhalten. In Frielendorf sind einige Handwerker von der Arbeit fortgeblieben, wodurch jedoch der Betrieb in keiner Blei le beeinträchtigt wird. Die Zeche „Roter 6 toll en" auf Wilhelm sh he hat die Forderung in beschränktem Umfange wieder aufgenommen. Rückwirkungen des Kohlenfl?eik6. Berlin, 19. Oft Der mi'.idbeullche Derg- arbciterstrdk wirkt sich heute schon in her Halle- lchcn Industrie aus D.c Ammenborfer Papierfabrik X ®. sowoh. wie die Sröllwcher Akrien- Papierfabrik haben ihren Betrieb wegen Kohlcn- mangeü erheblich «inschränken mütfen. Die 3udcrrafftnene Halle X bic bide Doch« ihre Kampagne eröffnen wollte, hat ben D^eb einstellen mu'Ien, d.e Koniollbi.r:7N Alkallwerke Westeregeln haben gleichfalls ihren Betrieb still- legen müssen. Infolge Kvhlenmangels ift bte Dessauer Zuckerraffinerte, eines ber ar'Ist,n Unternehmen MittelbeulschlanvS. zum Erliegen a- kommen. Heber 2000 Vlann müssen feiern, Teil ber Belegschaft wirb mit Xotflanbearbcite» beschäftigt. Die Technische Rothilfe. Die 1 id, er [feil trog brr Dtromvrrforziing für bk Scbdllrrnng. Dir.eben, 19. Oft. lWB) Heute fand im sächlichen WirtfchastsnMinisterium eine Verhanb- tuno mtt Vertretern der Leitung b«s Braun- k^lenarbeiterstreikS statt, welch« bte Forderung erhoben, es Mächte bte LechnischeVothilfe und bte zu ihrem Schutz eingesetzte Sicher- heitSpol tzei aus k>en Betrieben brr Sächsischen Werke tu Bähten unb in Hirfchfclbe zurückgezogen werben. Da bte Vertrete ber Streikleitung erklärten, bah ft« nur tK tlt seien, als QladtanbAarbetten bte Versor^zung ber Wasserwerke, 5Tranfeubäufer unb ähnlicher Anstalten mit Strom zvzulasseTt, Me Ötroim'er!ar- i - - tb lanbwirtlcha triebe sowie Strahewbahnen aber cruSbrücklich abl^ntcn unb auch die Stromversorgung her Haushaltungen n t d) t i ;t erfvr berlichen Umfange sicherste!- len wollten, war ber llvirtschc^tsmmilter nicht in ber Lage, bte technische Rothitte, bte nur für Me Aufrochterhalrung bes Betriebes tn ben elektrischen Kraftworten eingesetzt ift, zurüchu- z iehen, ba er nach ber Verordnung bes Reiche- Vrafit-cnten vorn 10. Itox-mber ISzO verpflichtet fei, bic Stronr r org^mg ber Bevölterung fall» sie gan» ober teillollfe ve lvoht ist, sicherzustellen. Ein Einsatz voi Technischer Rothllse für die Förderung von lohten zum Absatz und für die Briketterzeugung ist nirgends erfolgt. Oie Lage im rheinischen Brannkohlenrevier. Köln. 19. Okt. Rach Erkundigungen der „fijlnifd*.i 3dtung* fru3 bie Berte de» Rheimictzen Braunkohlemn- >.katbt» an di e hoch st - grenze ihrer Leistunassähigkert bc- (d)äftigt Der täglich« Absatz beträgt zur Zeit ungr^hr 4 000 Tonnen Bnkett», wahrertd da» Mitteldeutsche BrauAkohiensyndikat al» grämte» Syndikat einen tägitehen Üersand von unaeuhr 45 *.«') Tonnen Briteds hatte. Au? bieten Zahlen geh: auch ber durch den Steelk entstandene täglich« ’Jerluft in aller Deutlichkeit hervor Die Preise de» skHenriIchen Brauillohlensynbikate» sind bisher im hmbilck auf ben Streik in Mittel- deut'chfaird nicht heraufge-setzt worden. C» besteht auch nicht di« Absicht, die greife wegen de» Streik» in Tli-elbeulftbljnb xu erhöhen. Die lange allert-.r.g» d,« tteerfe infolge Der gesteigerten Selbstkosten beibcbalten werden ’annen, könne n cht vor- ausgcschen werden. Abgesehen von d«m erhöhten Materialkosten fpickn die in der letzten Zeit : 7 genommenen Lohn st eigerungen «me .•.alle. Der Höchst lohn brträZt zur : nr rheirn- 'chen Revier ungeicuzr ti Mark -ür die Ärjr.ü-jnben- schlchi- Een« (Erhebung ber rheinischen Produktion ift u> ' n der vr-^ev Defchä una .-«er zierte zur l?.t nicht mögluf). Die Idneh-mer des Rheinischen Braunkohten'nndi' tr.s werden weiterhin das erhalten. was i bisher beyj-xn haben. Eine Steil- gefahr für das rheinische Revier besteht nicht. Oie Lohnbewegung im Ruhrgebiet. Essen. 19. Ott. »llvLB) Die Berg, arbetterverbänbe hatten ben Zechen- Derbanb schriftlich um Verhandlungen über eine z w i schen tar i fliche Lvhnregelung erfucht. Der Zechenverband bedauert m seiner Antwort dem Ersuchen nicht entsprechen zu Simen. ba er eine grundlegende Aenderung der Verhältnisse nicht anzueriennen vermöge. Im übrigen habe sich die Wirtschaftlich« Sage des 17ltttnxxh'deri 19 Oh tob 27 ?*eö?nds di ff * ( irr. 3m n< ltdjtm eil btt NMfff M Dmdai Mte bd jtnf €4nd >intf Dffh frid Bort hol. M t •Tjute 3id frnil* Herr Tv.i ja" k 'o?rrvig° Seite B*ir il w*«* Mocgtu v rV'.yi faf lÄtB Umet bti •■Men C ffmfltt 2u Mim forübt unb fte b fffltn Schr in allen A wrnloun und beüei 'frstno, trt to hi' idbhgctmml todm drüc W Dff ted) not : r« im D dünke vers - ja. der Md ßcnfoi bchcglich b meindc. die mb Ehrer -etm gtto* rten Tagen iberdltnii !tnn mSge Der für i der Lchän M harte doch schon c •'."A-n HaÄ —7^ mch' L ”eB. r 3»*fl - jrjuen Jk-rtra^1 *.£«« z 9t»W &, Schn- '* Wn ur. eigene 7 '5» 1 -. rreö das ll^gesui ii tzj 5 Mi WOtlU' ■ fJf feiLh "'Ger, /. u? fla» ! 7°- rieft -"ar«„Eeri, - - ;,n'ieb.u Si;^! l-x\2Ä0h S^nefn E&?rf [jyfnietu, & 3in u Rieten Die TmpyenvemindeMg am Rhein wo die Mitwirkenden eigenen A b- on erseht durch Die Misthandlun franMungen de# Berliner Shrchoars ihrem Kinde bHfrvten schent einmal Ä ubf d) an bet Tlabonnabttt> ba* grobe# Aufsehen an# Qaiu) geschwemmt, deren 3öentit6t jvdoch nicht feftgeftollt werden tomrte. Ss wurde dann eine zwoit-e Leiche an den Strand getoorfcn und anS den bei ihr Vorgefundenen Papieren konnte feftoeftefft werden, dast e# sich um die deutschen Aus aller Welt. Vie IragöMe eines Kinde, erregte, ö# war eine 'Überaus wertvolle Plastik, reim Teil mit Gips überlegt. thc Maria mit dem Leichnam in Öebcn#grn6e batftvllte. Schon HCItc die Skulptur nach Amerika zuwafchun, vielmehr zeu^ in die sie sich verwickelten, von der Verdorben• Erklärungen sind hieraus nicht abgegeben roor- öcn. Ls ist zugesagt worden, die Dünsche dem fran- zösischen ftnegsminiieriam weiterzugeven. ich aber weder der Mann noch Me Frau Dein* gten die Widersprüche. die Maschinenaewehr-Mblcilung, wogegen zwei 3n- anferie-BatalUone dorthin gelegt werden. 3n Speyer wird ein 3äger-Batai(lc * '/ ein 3nianfcde-BataiUon. Demnach werden die I-openkonlingrote der Belgier um etwa 800, der Engländer um etwa 1050, der Franzosen tun etwa 6500 flöpfe ver- mlnbert Die w e i l e r o e r m i n d e r u n g des zösischen Kricgsmini ieriom weiterzugeben, inzwischen ist dem Generaldelegierten der Reich»- opt einigen Monaten Gegenstand des k-s enilichen Cfntereffe#. al# das Ehepaar vor dem Gericht stand und zur Verantwortung gezogen werden sollte. Der vroeef) muhte seinerzeit vertagt wer* den, weil einer der Hauptgutachter nicht an- wetend war. Tun standen Ne grausamen Ehe* leute, die ihr Kind zu Tode geprügelt Bitten, erneut vor dem Richter. Dabei wurden die ganzen traurigen Vorgänge, d e sich in dem Kubschscken Hause zugetragen batten, noch einmal aus gerollt und die Roheit der beiden Sllern auf gezeigt. An dem Körper der Kindesle che bat man überall Merkmale von Züchtigungen feü- actitUl, blau und rot unterlaufene Striemen. Jlarben aus der Kopchaut, über der Stirn am Halse. Hautabschürfungen und btutuntcrlaukne Flecken an den Stinibohlen. am Ratenrücken, an den Vkundwinkeln. Wangen, am Stifter unb am Hal# Verletzungen und Ri'le wie von Fingernägeln waren hinter den Ohrmuscheln und im Racken. Alle diese Verletzungen deuteten aus eine ungewöhnlich graus ame Züchtigung hin. die die Eltern an ihrem Kinde begangen halten. Mit Abneigung und Abscheu konnte man vernehmen, tote Mann und Frau sich gegenseitig reinzuwaschen versuchten und einer aus den an* deren abzuwälzen versuchte, dah er sein möglichste# getan habe, um den anderen an seines Grausamkeiten zu verhindern. Dabei vermochte Berlin, 20. OfL (Dolfs.) 3m Reichstagsaus- schvtz für die besetzten Gebiete gab Staatssekretär Schmid auf Mn frage oan deutschnationaleu and Zentrumsabgcorör.cteu vor Eintritt in die Tagesordnung Auskunft über die Stärke und Bet* Minderung der Besahungstrappen. 3m Muflrage des Reichsmiuisters für die besetzten Gebiete hat sich der Reichskommissar zu General G u i l l a u m a t nach Main; begeben, um dort die deutschen wünsche oorzulragen. Bestimmte Landwirtschaftliche GiedlungSversuche in Italien. Rom, 19. Ott. (WB.) Aus Veranlassung des Ministerpräsidenten hat die Bank der Lombardei eine Anleihe von drei Millionen Lire ausgegeben AUT Errichtung von billigen Wohnhäu - fern in der Nabe von Cagliari aus Sardinien. wo durch die Trockenlegung von Sümpfen große Bodenflächen sürden Ackerbau frei geworden sind, Hundert Familien werden aus der Lombardei nach Sardinien übersiedeln. um dort in der Landwirtschaft tätig zu lein. Dies ist der erste große Versuch, den die saszistische Negierung macht, um aus den Provinzen, die licbersiuß an Arbeitern haben, die überschüssigen Strafte in diejenigen Provinzen zu leiten, die Mangel an solchen Arbeitskräften haben. Vermögensverwaltung eine Mitteilung zugegangen, nach welcher am 2 5. Oktober die Truppen Verschiebung der Bcsahungsarmeen so vor sich gehen wird, daß die einzelnen Kontingente solgendermaßen vermindert werden: a) Mus der belgischen £ o n e werden etwa 800 Mann aus den Orten Geilenkirchen und Lindern zurückgezogen. b) Die britlfcheRheinarmee räumt 3b- sleia vollständig und zieht aus Königstein einige Kompagnien zurück; (Befainlabgang etwa 1050 Mann. c) Die französische Rheinarmee nimmt aus Düren einen Dioisionsflab, sowie eine Mrfilterie- Mbtcllung zurück. Dagegen wird ein 3ägcr-Balaillon hierher gelegt. Mus Euskirchen wird ein 3ägcr- Zalaillon zurückgezogen. Mus Koblenz und Lhrenbreitsiein werden zwei Maschinengewehr- 3äger-BataiUone und ein 3nfanterie-Bataillon mit zusammen 1470 Mann zurückgezogen, aus (Ems verschwindet ein 3nfanterie - Bataillon, das aber durch ein anderes erseht wird. Mus Die; werden zwei Bataillone mit zusammen 1496 Mann zurückgezogen; aus Kreuznach wird ein 5lab zurückgezogen. in Trier verschwinden der Stab des 33. M.-ft. mit 342 Köpfen, eine Telegraphenabteilung, eine Train-Lskadron, ein Muto-Train und eine plonier-Mbtcllung, dagegen kommen ein Dloi- ionvslab und drei Mbtcilungcn Mrtillerie neu hinzu. Mus Main) wird eine Pionier-Kompagnie zurückgezogen, in Worms wird ein ab ziehender Truppenteil durch einen neuen erseht. während Dorms-Pfisflighelm von einem Jnfan- (erie-BafaiUon mit 800 Mann befreit wird. 3n Landau werden zwei Truppenteile mit 1280 Mann erseht durch zwei andere, die 758 Mann um- assev, so daß ein Mbgmig von 522 Mann feslzu- lellen isi. Mus Germersheim wird eine Mr- tillerie-Mbteiluna mit 190 Mann zurückgezogen. 3n Neustadt verschwindet das Flieger-Regiment und luagen über eine Lohnherabfehung al# über eine Lohnerhöhung bebrnget tot In den letzten Tagen fanben rm Ruchrgetnet eine Reihe von Äonferen^en unö ^ammlunflen ix# »ewerkverein# «V'e' »l, cher Verg. ar bet ter statt, in denen angenommen wurde, tu der c# fyrtz Ruhrgeb.et tagenden 3eriraum#mannetfonteren* -en^ch-en an tue Rea^rung da# drmgende 6t- iuchen, hie den Vertretern de# Deutschen des toietxr au^unehmoL Dte 2 u f beUerung ber Dergarbeiterlohne muh g^.chze.tig mn dem Inkrafttreten der ^esoldungs^hohung erfolgen. Die Rot der VergarbeUer ist grob und schnelle Hilfe tft de#hcckd dringend nottoentng. Englische Stimmen. London, 19. Oft. IWTD.) Die Corning Post- ichreibl, wenn der Streik in den deutichen jtohlcnbergmcrken anbauere, werde er einewohl- tuen be Wirkung auf den britischen Kohlenhandel ausüben. Aber abgesehen davon sei ber Streik auch deshalb für den britischen Kohlenhandel bemerkenswert, well er als Beweis angesehen werbe, daß die Nationalisierung der Zodustrie weder niedrige Löhne noch industrielle (=iric Liberalen wollen hinter den Konservativen, die auf dem Wege über da# WirtschaftSkomttee der konservativen Fvattion und be# SparkomiteeS be# Kabinetts einen größeren Dell de# verlorenen politischen Terrain# zurück- Ennen hoffen, nicht zurückstehen. Das libe» lanifest, das von dem Präsidenten der na- iberoten Vereinigung, der Fcaueuvereim- gMnn unb der Olga der 3imgltberalcn unter* zotchnei ist, bildet die Drundlape unb den Aus- taf' zu neuer liberaler Aktivität, für die aegtit- wÜrtig nach Ansicht Weiler politischer Kreise der Augenblick sehr günstig ist. Znnerpvlitisch steht das liberale Landprogramm im Vordergrund, austenpolitisch Abrüstung# - und Gchied#gericht#fragen. Obwohl c# nicht an Ctimmcn sehlt, die da# liberale Programm nicht weitgehend genug finden, wird eine Polttik aus der Grundlage be# Manifeste# al# der bedeu- tatbfte Beitrag für die Erhaltung des Frieden# bezeichnet, den Drohbritannien seit dem Kriege brachte. Der Vorsitzende der nationalliberalen Vereinigung. Sir Eharie# Hob House, erklärte, dah die Liberalen al# Partei nicht die zweite Geige nach der Arbeiterpartei spielen könnten. Er glaube, bah der Llberali#muS jetzt eine einzigartige Gelegenheit habe, seinen Ginfluh auf dem Oanbe auszudchnen. Es habe noch niemals ein Parteinumisesl gegeben, da# in so geringem Matze von Parieiwünschen und Pqrteibestre^m- «n diktiert gewesen sei, wie da# jetzige liberale Manifest. bau unb die Verschlechterung ihrer eigenen wirtschaftlichen Verhältnisse herbeiführen sauen. Es ist eine gewisse N e s i st e n z der militärischen Stellen gegen ihren eigenen Abbau bemerkbar. Das ist menschlich begreiflich, wird aber blc Erfüllung ber übernommenen Verpflichtungen nicht hindern dürfen. ($in neuer Zwischenfall im besetzten Gebiet. Kusel, 19. Oki. Wie jetzt durch Zeugenaussagen einwandfrei festgestellt ist. wurde vor einigen Tagen der schtoerkriegsve'letzte Landwirt und Fuhrmann Seiler au# Pfeffelbach bei Baumholder bei der Durchfahrt durch die Stadt Kusel von dem Führer einer durchreitenden französischen Truppe schimpflich mihhan* d e l t. Seiler hielt mit seinem Pserdegespann auf der rechten Strahenseite dicht am erhöhten Fußsteig, um die französische Truppe horbei- zulalsen. Einer der Führer der Truppe ritt an seinen Wagen heran unb bat Seiler, ihm seine Peitsche zu geben, was dieser auch ahnungslos tat Darauf schlug ihm der Franzose m i t der Veitsche mitten ins Gesicht. Die französische Truppe begleitete diesen Vorfall mit höhnischem Gelachter. heit ihrer Charaktere, die In blinder Wut über eheliche Zwistigkeiten oder geschäftliche Mih- erfolge diese an ihrem Kinde auslieben, bi# e# an deren Folgen zugrunde ging und starb. Eine phsychologische (Miänmg für diese Grau- amfeiten vermochten sich selbst die Sachverständigen nur schwerlich zu geben, sie nehmen nur an. dab völlige moralische Mindertoertigkeir, ver- tnrnben mit hochgradiger Rervofität der Eheleute zu ihren Mibhandlungen geführt bat. — Rach etwa einstündiger Deratung erkannte da# Gericht gegen Frau Kubfch tocaen gefährlicher Körperverletzung auf zwei Fahre Gefäng- n t S unter Anrechnung von vier Monaten imb drei Wochen verbüßte Untersuchungshast. Der Mitangeklagte Ehemann Kubfch tourbc, wie auch der Staatsanwalt beantragt hatte, frei- gefprochen. Bombenanschlag auf einen mexikanischen Perscmenzug. Au# Mexiko ein getroffene Reisende berichten, daß mexikanische Aufständische vor einigen Tagen einen Dombenanfck^ag auf einen Personen- zug südlich von San Loui# Potofi ver* übt haben. Der ilebetfall, an dem sich etwa 100 Rebellen beteiligten, ereignete sich am Diens- taamorgen. Die QtebeQen legten zwei Dyna- mitbomben aus die Schienen. Die eine explodierte unter einem Personenwagen, die andere ritz die Schienen auf. Die Reisenden der ersten Klasse Hieben unbehelligt. Die Rebellen erbeuteten bei der Plünderung des Gepäckwagen etwa 10 000 Pesos. Acht Personen wurden getötet, ftehn verwundet. Der Konsul der Vereinigten Staaten benachrichtigte da# Staatsdepartement, datz bei dem Bombenanschlag der Prit sche Deneralvertoalter der Vergwerke von Amajac in dem Distrikt Raharit gefangen genommen wurde. Die Aufstand.schen verlangen ein Lösegeld von 5000 Pesos, torb- rtgcnfall# sie den britischen General Verwalter 1 Men würden. Abbruch des „Germania"-Fluges? Noch einer dem Berliner Vertreter ber '21 f | o •, c i a t e b Prest zugegangenen Information soll ber Begleiter Könneckes, <Ä r o f Sotms-Laubach, sich in dem Flugzeug eine B e r l e tz u ng zugezogen haben. Äonnerfe habe sich daher entschlossen, Graf Solms mit dem Flugzeug nach Bagdad zu bringen. von wo aus ernachDeutschlandzurück- befördert werden soll. Es wird mit ber Möglichkeit gerechnet, dost diese Verletzung des Grasen den Abbruch des „®ermania"-tiluges zur Folge haben wird. 5rod deutsche Faltbaotiahrer im Schwarzen Meer ertrunken Zwei Deutsche namrn# Johann Martin und Heinrich Leopold Vogler au# Bruchsal, die in einem Faltboot die Reise um Europa untern ebnen wollten, sind aut trogt kfx Weite um# Leben gekommen. Am 17 Oftober brocken st« von Konstanza auf. um rjrtikfcft r.ixb I flaut in Opel zu tähren Vald darauf I tt*rt* in der Rühe von Konstanza cne Leiche 71 o flau bang eines TTerkehrsstugzeuges. Da# Verkehrsflugzeug D 1137 mutzte auf der Strecke Hannover—Kassel in der Rähe von Hamroverfch-Münden tnfotae unsichtigen Wetter# eine Rotstntdung vorncymen. Da da# Flugzeug auf unebenen Boden geriet, brachen hierbei der Propeller und da# Fahrgestell. Der Pilot und die Insassen blieben unverletzt. Der Apparat wurde nach Kassel gebracht. Die Opfer von Affing geborgen. Nach angestrengten Bemühungen rourtfen die bei dem Schlostbrovd in Affing verschütteten fünf Toten geborgen. Die Leichen, die sämtlich furchtbar oerstürnmeft sind, wurden gegen Abend im gemeinsamen Trcmerzug von der Unglücksstätte zur Dorf- kirchc gebrackst, mo sie bis zur Beerdigung am Freitag aufgebahrt bleiben. Der Besitzer des zerstörten Schlosses, Freiherr von Gravenrech, hat ficb bereit- erklärt, bie Kosten der Beerdigung der Todesopfer zu übernehmen und außerdem den IstTtterdliebenen weitestgehende Unterstützung zuteil werden zu lassen. Als bliade Schiffspassagiere fast verhungert. In Nizza hat man auf einem aus Algier ankommenden Dampfer zehn halbverhungerte Araber entdeckt, die mit Hilfe eines Matrosen, dem sie 5000 Franken bezahlt hatten, nach Frankreich verschifft worden waren. Der Mattose hatte sie unterwegs ohne jede Nahrung gelassen. Er wurde festgenommen. Die fünf Koffer des reisenden Einbrechers. Aus dem Anhalter Dahnhos in Berlin wurde ein aus ber Tschechoslowakei gebürtiger 24 Jahre aller reisender Einbrecher Ernst (9erftenber- ger feftgenommen, der die Lagerscheine für fünf Koffer mit Diebesgut bei sich trug. Ger- ftenberger, der dreimal den Beamten zu entschlüpfen nenuchle, hat zuletzt in Quedlinburg unb Nordhausen Einbrüche verübt, von denen er zwei zugibt. Nach Annahme der Polizei ist er ober für die letzten acht Einbrüche in Quedlinburg und für 14 auf genau die gleiche Art verübte D.llen- einbrüche in Nordhausen verantwortlich. Wahrscheinlich hat er auch in Frankfurt, München, Stuttgart, Raffel und Halberstadt „gearbeitet*. U. a. fand man bei ihm ein Verzeichnis der Bankiersvillen in Frankfurt a. M. Das Urteil geacn den früheren Direktor der Dünelborfer kunfihalle. Der frühere Direktor der Düffeldorfer Kunst- Halle. Marrin Hackenbroich, wurde wegen fortgefetzter Untreue und gewinnsüchtiger Privat- urkundensälfchung in zwei Fällen zuneunMo- na ten Oefänani# und zur Tragung der Kosten des Dersavren# verurteilt. Das Gericht bezeichnete die Unrerfchlagungen Hackenbroichs als eine infame Tat. die die notleldenden Künstler während des Ruhckampfe# ihrer kargen Unterstützung beraubt habe. Rur tocil Hackenbroich nicht vorbestraft war. wurde von einer Zuchthausstrafe abgesehen Cine gestohlene Madonna wieder entdeckt. Aus einer Erfurter Ausstellung wurde vor wahren em aus dem 15. Jahrhundert ftammen- franjöfifdyen Kontingents soll dadurch erreicht werden, datz einmal die Manufchaften, die feit der letzten Einstellung in Mbgang gekommen sind, nicht wieder erseht werden, datz ferner iw Hauern- ber roeoiaer Betreten eingestellt werden und dan die Berroaltangsbienft- ft e 111 e n entsprechend der Verminderung der Truppeniiärke verkleinert werden. Zusgesamt fall die Befahungsstärke sich tünftig auf 60 000 Mann stellen. Ob die vollen 10 000 Mann Verminderung erreicht werden, kann heute nach nicht abfchlichend gesagt werden. 6» liegt indes bisher kein Grund vor, an der loyalen Durchführung der gegebenen Zusage ju zweifeln. Damit hat also endlich der Staatssekretär des Tliniftenums für die besetzten Gebiete in die Diskussion der Presse über die Durchführung der Truppenoerminderung etwas Ordnung gebracht. Obwohl eine ganz bündige Erklärung über die tatsächliche Zurückziehung der genauen Zahl von 10 000 Mann auch jetzt nicht erfolgt ist, während andererseits die Gesamlz.ffer ber Besatzung mit 60 000 Mann ausdrücklich bestätigt wird, kann man aus dem Plan der Truppenblslozierung entnehmen, daß die Gegenfeiie gewillt ist, die neuerdings übernommenen DerpfUchtungen einzuhalten. Insbesondere aber wird damit die Behauptung entkräftet, die von einer französischen Zeitung ausgefprengt wurde, daß nämlich die Absicht bestanden habe, die bereits im Juli, also vor dem neuen Abkommen zurück- genommenen 4000 Mann auf die neue Truppen- Verminderung anzurechnen 2s geht natürlich mit dieser Transaktion wie mit so mancher anderen. verkauft toerfet. doch die 'Berfrmbfungai zerschlugen sich und das Bild wurde nach feinem llrfprungsvrt. der Kirche voa Vrohball- Hauser bei Erfurt, wieder zu rück gebracht. Qei» her müssen nun inzwischen D.eor auf bk wertvolle Plastik aufmerksam aewvrden fein, denn eine# Raches wurde die Kirche erbrochen unb das Madonnenbild geraubt Durch einen Zufall wurde es wieder aufaehmfren. ®# war durch Hehler zu einem Kasseler Kunst- Händler geraten, der von dem D-.ebstabl nichts wutzte und das Objekt dem Hexischen Landes- mufexnn anbot too man Wort die Skulptur er* kannte. Leider gelang es noch nicht, auch be# Einbrecher# Habbast zu werden. Auch Prenzel boxt sich aus der Ehe. 3n den Dvxerehen scheint eine öp.bemee ausgebrochen zu fein. Nachdem erst vor kurze« Vreitensträter das Ehejoch zu drücken begann und er die ShescheidungSllage gegen feine Frau eingereicht hatte, ist jetzt auch Prenzel in feine Fuhtapfen getre en unb hat toegm eh?» widrigen Verhaltens ferner Frau, Zern 2 n - dra, die Scheidungsklage gegen f e eing^reicht. Fern Rndra beabsichtigt übr gen», demn.chst zur Sprechbühne überzugehen. Sie wird noch in der kommenden Saison im Klanen Theater, Unter den Linderr, auftreten. Brrefeoermittlang für ausfcheidende ffecres- unb polizciangehorige Der Äeidjspräfibent hat das Protektorat über eine Reichsorganifatton für eine perfomube Berufsoermittlung übernommen, die als die hierfür bestimmte 6p>tzenorganifation der deutschen Wirtschaft die Unterbringung der aus dem Heere und der Polizei Ausscheidenden zum Ziele hat. Zum Vorsitzenden des Berwaltungsrates wurde der frühere Rcichskanzlsr Dr. Cuno, Vorsitzender des Direktorium» der f)apag, in Hamburg gewählt. Die Leitung der Geschäfte liegt nach rote vor in den Händen Direktor Otto R o m b e r g «, der seit der Gründung im Jahre 1915 Vorstand der Organisation tft. 1t Pfund Lifen im Magen. Ein 17jährige» Mädchen, da» schon längere Zett an Magenbeschwerden litt, wurde im Lkrankenhaus m Idar operiert. Dabei fand man im Magen Nägel, Stopfnadeln und fiaarnabele im Gewicht von etwa H Pfund. Da bas Mädchen sich nicht erinnern kann, derartige Dinge gegen*® zu Haden, ist anzunehmen, datz sie sich schon fett frühester Kindheit im Magen befinden. Eine neue italienische 7lordpolexpedttton. Die italienische Rordpolexpedtlton. von bet schon feit einiger Zeit gesprochen wurde, ist nunmehr desinittv gesichert. Die Stadt Mailand wird aus eigenen Mitteln die Kosten auf- bringen, die auf mehrere Millionen Live veranschlagt werden. Die Regierung stellt ein Lustschiff zur Perfügung, ein Schwellerfchifs der .Rorge". mit dem Amundsen und Rvbile den Rordpvlflug 1926 unternahmen. Venera! Rvbile wird voraussichtlich die Fübrung übernehmen. Robife begründet die Ttottoendigkett einer neuen Pvlarext^ditivn damit, dah die not* toegisch-itallenische Expedition de# vorigen Jahve# nur da# Ziel hatte, festzustallen, ob zwischen dem Rordpol und Alaska offene# Meer ober Festland sei. Für weiteroeh.nde geographische Beobachtungen und wistenschastllche Forschungen habe weder die Zett gereichr, noch seien die notwendigen Vorbereitunaen rochtzeitta getroffen worden. Die neue itttienitche c^rpedition habe sonst bedeutende geographische Aufgaben. Die Wetterlage. Owcetruvs • ***» • oewm ♦ Sclm-e ftC-wM'n wRt6^ X w.whtÄ<. O> * «rKtitr- \ MonwH» te, tn,n, n irr C* r—K'iiwwP't i«*» wrtMflt» Orl« M> r rf:vr - ja, der lebt auch noch Dort, wo Malven und Levkojen hinter dem grünen Danenzaun fo behaglich hervor lugen, hat ihn» die banfbre Gemeinde. die unter feiner sicheren Hand in Jucht und -er an gewachsen, ein freundliches Heim geschaffen, erbaut tn Deutschlands dunkelsten Tagen als Beweis dafür, daß doch nicht überall tn unserem Ikitcrlanbe Treue und Biedersinn ausgestorben und die Ehrfurcht vor dem Alter für rückständig gilt Und tn schier rührender Anhänglichkeit nimmt sich der gute Hirt« auch heute feinet einstigen x^ögling» an, die doch schon ein Menschenalter hindurch seiner lenkenden Hankesiicht mehr bedürfen. Seines Dreisen» :unuB nicht achtend, führt er fte selbst durch die holperig« Dvrsslr^sten nach dem Pfarrhaus«, da» ihrer Sehnsucht hauptsächlichstes IWl gewesen. Geborgen unter den weitaus ladenden Ä tonen riesiger ÄaÜantenMumc schmiegt es sich in unveränderter Traulichkeit an die cfruurnfpoimme Mauer des Keinen Dotte»rnkerS der schon fv manchen Geiwsien froher Jugendstreiche zu ewiger Bube umschließt. Doch keine Zeil bleibt zum Drübeln ein Dink des gütigen Pfarrherrn und sie betreten das Haus, au» dem sie die ersten Schrvtte in die Dell toten, das HauS. das in allen Stuben, ja in jedem Dinkel feiner Kammern so unendlich viele Erinnerungen birgt, ernste und heitere, all, aber umwoben von jener Patina, wie sie drei Jahrzehnte um alles 23er- aängliche legen. 2vie einst fällt auch beute die Sonne hi schrägen Strahlen durch die niedrigen Fenster, aber fW spiegelt sich nache mehr in N» Hanf polierten Mrlenmbbetn. die der Urahne ganzer Stolz grüner., und verschwunden ist der zart« Lavendelduft jener guten alten Jrtt ha der Großvater He Dvotzmurier nahm. 23on den Bäumen an Dorten, di« chrr sorgende Hand gepflanzt lachen rotbackige Dplel und saftige Ämri zum rebumranflen .yen'ier herein kaum ist die gern gegebene GrtauHns erteilt, bo v«rfchvnnden sie in den Taschen, den fernen jüngsten ein Grub aus der allen Heimat zu lein. Da mahnt auch schon der müde Jtlang der Klrchenuhr zum Aus- bruch Sin letzter Händedruck, ein letzt cs Tuchc-r- schwenken und bald ist das siebt alte Best in den Aebeln der Biederung verschwunden, durch die allein noch die AbendgloWn den L chetdeechen «n Lebewohl nachrufen. Dgdn. Die Bautätigkeit in Giehen. Da die Ausführungen im Anz." Br. 239 vom 12. b.TJl. nur die Zahlen derjenigen Dohnungen wiedergeben. bW in diesem 3ahr mit Hilse städtischer Darlehen geschassen wurden, soll heut« eine möglichst genaue Zusammenstellung aller tm letzten 3aßr hier erbeuten Dohnungen der C< sentlichkeu be- kannigegeben ©erben. Ds wurden rrrfc. G» kosteten aut dem heutigen DvchenmarA Dotier 200 bis 210. JKaiic 30 Hs 35. 5UW (10 Stück) 60 bis 133. Deitzkrout 10. Botkruut 12 bis 15. gelbe Otüben 15 rote Hüben 10 bis 12. Spinat 30. Bömsichkohl 10. Unter-Kohl raH 6 Hs 10. Bv»en!ohl 40. Feldsalat S0 bis 100, Tomaten 40 Hs 50. Zwiebeln 10 Hs 15. Meer- retuch 40 Hs 80. Schwarzwurzeln 40 bU 50. KürHs 8 Hs 10. Kartvlleln 5 bis 6. 2fcp‘H 10 Hs 15. Birnen 10 Hs 15. Zwettchen 15 Hs 18, Honig 45 Hs 5? 2UHe 40 junge Hähne 100. Suppenhühner 100. GänW 103 Pf de» Pfund Sier lo Hs 17. Blumenkohl 20 bi» 133. Snb.tncn 10 Hs 23 Ober-Kohlrabi 5 bis 10. Lauch 5 bis 10. Bettech 10 Hs 20. Sellerie 23 bis 40 Ps das Stück. Badieschen Bö 13 Pf Hor»otizeu. Tageskalender für Donnerstag. 3oßanne<1aal brr Zobarrnessirche. 8 Uhr: 2k>r- trog. Palast-Lichtspiele . Faust". 2lftvrta-L>cht- fptele: .Fred, der Defürcht,-te' ee Neue Schulbezeichnung. Da» hessische Landesamt für da» 'Bilbungemelen gibt bekannt, daß die Landeabougewetklchule Darmstadt fortan die Dezeickmung .Jj.’herr Landesdaufchule" fuhren wird, (»tlcichztitig ist die Baugewerkschulc zu Bingen in hessisch« Höhere Bauschule" umbenannt worden Der Beubau des Direktorwohn» Haus«» beim Elektrizitätswerk ist nach nur sechswöchiger Bonität »gleit schon so weil gediehen. dab gestern Bichtfest gefeiert werden konnte. 3m Laufe der nächsten Doche soll da» Dach eingedeckt werden, hierauf will man teilweise mit den 3rmcnarbeiten b.ginnen, jedoch soll der 25au im Dinter in der Hauptsache gründlich zum Austrvcknen gelangen. •• Die ReichtbundKrleaerfiedliing teilt uns zu unserem Bericht über die Bautätigkeit am Kugelberg berichtigend mit: von der Siedlung werden „Am Kugelberg" 20 Wohnhäuser, insgesamt 60 Wohnungen, erbaut Die Innenarbeiten sind letzt schon in Angriff genommen. Die Beziehbarkett der Wahnunaen erfolgt nicht tm Sommer 1928, sondern Anfang Januar 1928. •• E i n Maikäfer wurde uns gestern oon Herrn Nitter, Ludwtgsplatz 4, überbracht, ber ben braunen Gesellen gestern morgen in der Sandgrube bei der Liebigshöhe vorgesunden hatte. ee Der Dau M ain-B Hein-Lahn- Zu l da d«S Derband«» sür deutsche Jugendherbergen hielt, einet Stnladung der Gietzciier Ortsgruppe fotgeird. am 15. und 16 Oktober auf dem HoHerodskopf eine Ikruxil- tungsauSfchtibsitzung ab. Die Tagung war lehr aut besuchte etwa 40 Teilnehmer au» allen Teilen des weiten Gaugebietes waren der Dinladung gefolgt. Der Samstagabend war einer geschäftlichen Sitzung gewidmet, tn der wichtige Fragen de» Ausbaues deS HerbergSvetze» und der Ausbildung vvn Dandersühvern besprochen wurden. Sin Bericht über Obefßeffen ergab, dab in diesem Gebiet jetzt 13 Jugendherbergen vorhanden sind, di« im vergangenen Jafrre insgesamt mehr alS 6000 Aebernachnmgen auszuwe.sen hatten, ein« Zahl, btc nach den bi» jetzt vorliegenden Drgeb,nssen in 1928 toefentlkb übertroffen werden durfte. Der Zustand dieser Herbergen ist im allgemeinen uefriebigenb, einige (5) sind sehr vollkommen au»geftattet. bei einer kleinen Zahl wird eS Aufgabe des DerbandeS fein, bis zum nächsten Frühjahr durch 2keuher- richttmg und Beschul I sirng anf-erer BäumllchLeiten gute JeichÄtnisie zu schaffen. Der Geschäftsbericht über doS erste Halbjahr zeigte, baß in allen Teilen deS DaueS lebhaft am Ausbau der Herbergen gearbeitet wird und daß das Derk rüstig voranschreitet. Am Sonntag führte ein 23ortrag von Dr. Flörke ein tn die önttoiefiung der 23 gelsberglattbschaft. Daran schloß sich die Be- sichtigung der von der Ortsgruppe Dießen ausgebauten HoherodSkopfherberge, bie vor fast genau drei Jahren, nämlich am 12. Oktober 1924, ihrer Bestimmung übergeben werden konnte und seitdem bereit» fast 3000 jugendlichen Wanderern Obdach gewährt hat. X(gemein wurde trnntamif. üwf <■# dem o«w gut verlaufene X^ping gegeben hatte, im 2to- veitsgediet des «nur. nm unvirk« zu lassen. Der Historisch, Verein ’ür Hessen bo! in seinen er len dieSwinr rllch« 23ortrofl in Darmsiad: einem hochli.!«- Klonten 25c,frag zur Geschichte unserer ober» befsischen Heimat Psarrrr Dr Iannasch aus Lübeck sahrte mit feinen fesselnden Ausführungen über .Zinzendvrs und die Herrnhuter in der 2De tierau" «in sefsKndes Siück o »er» hesi «scher Kirch«- und Kulturgeschichte i>or Augen. Danach war Ztnzendor'. der Stis er ber Herrnhuter Brudergcvieind. 1130 dem Rus« d.'s .Propheten" Johann Friedrich Avck au» H i m- bach gefolgt, um kurze Zeit bei ben .3nlpir.ee» ten" tn der TBctterau zu tneilcn. Die enhgühlge Hebertieblung Zinzendorts in He Bükst»ger Gegend erfolgte 173o nach der Betreibung aus Sachfeni Das duldsame Büdtngrr Drasenhaus nahm die ganze Pilgrrgemrtnde auf, deren erste Biederlasiung d,e Bonneburg wurde Dirte mußte aber nach kürzester Zeit a.-räum: werden, und da» Meerholzllche Schloß Marienborn wurde jetzt der Mittelpunkt der Bruderg.-mcinde. 1741 zählt« die arbeitsam« Demrtnde bereit» 300 Seel« Das ben Grafen von Büdingen und Bkeerholz gewährte Darlehen eines Holländer» tn Höhe von 330 003 Dulden enn»>g! chte die Abrundung der Güter in M arienb orn und den Srwerb bo» Geländes .auf dem Hag . wo die neue Siedlung Herrnhag n\t- stand. Dirtcr Ort wurde bald da» H.iuptquartier der Brüder, das von Zinzendvrf begründete theologische Seminar verblieb in Marienborn Bon dem Detrerauer Zentrum aus entfalteten Me Brüder eine großzügige, toeltumfbanntnbe Mls- sionstäkigsitt. B.H-utsame Synoden wurden h.ec abgcßaltcn. die aus all« Wellgegenden brtchlckt waren. Mi» dem äußeren Glanz kam aber unvermerkt eine innere Krisis, die dazu sühr c. datz 1750 die Auswandenmg aus dem Büdlnger Lande durch Gras Gustav Friedrich angeordnet wurde, nachdem the'-er 1749 gelegmtlich einer ihm zugedachten Huldigung an« Absage an Zinzendvrs verlangt hatte, die aber von den Brüdern abgelehn! worden war. 1753 waren die Büdingcr Orte der Brüdergemeinde, bte au lammen etwa 1000 IkübcT zählten, geräumt. '2}tartenbom hirtt sich noch Hs 1769. in welchem 3aßet dort letztmalig eine Synode statt fand, von der der junge Goethe nachhalfige Dindrinke mlinahm. Be- katmtltch bat der bekannte obe^essifche Dvlks- Ichrtftstrtler O. Dlaubrecht sPfarter Budolf Oder, geb Dießen 31. Oktober 1807. feit 1335 Pfarrer tn Lindhetm, woirtbst er am 13 Oktober 1859 starb) ein fesselnde» Buch über .Ztimendorf tn der Detkerau" geschrieben, dellen 2leubeTau6gabc vor einigen 3aßren tm Brunnen- Berlag Dietzen und Bafel erfolgte. Berliner Börse. Berlin, 20. Oft sWTB. Funkspruch) Die freundliche Stimmung, bie sich an ber gestrigen ‘Zlbenbbrrfe burchgesctzl hotte, erhalt sich auch heute vormittag Don feiten ber Spekulation fchelnt bas Deckungsbeburfni» fortzubestehen, doch fehlt do» Pu- dltkum gänzlich am Markte Die nur gesprochene!» Kurse halten sich aus dem Niveau der letzten ssronk- furter Notierungen Farben härt man mit 2M,5, Schultheiß 420, Oftrocrfe 400, Nhetnstahl 193. Am Deoisenmartt nennt man Landon gegen Paris mit 124,08, Mailand 80,10, Brüste! 34,9-, Madrid 28,40, London gegen Kabel 4,871 ä Henke] ___ [Stellenangebote 1 WlMW 07581 gelach' pro Woche schaffen. 0544A Bewerbungen unter W.K.W. 182 an den Gießener Anzeiger. Verkeile»!eile «sitz. P.Helfter.BreelaiVk Huche für folort Vnwe 1 AMklüier 1 Murer und 1 Millas. Koarad Lauer. Maurer und Weih- bin der. Maiiular. Kräftiger, ehrttcher Bäckerlehrling sofort gesucht. Bäckerei und Konditorei Karl Lei», Wie leck. Alicestr. 7. 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Ivichtiger als die lanteoirtschaft- ltchen Mdgiichie.ten aber sind ebenso wie in Cub- und Sstdwestasrika die mineralischen Raturschühe in fast allen Teilen de« Lärche« Vie Bezirke von Loti, Bulawayo und Salisbury besitzen grobe Vorkommen an Bold, Silber. 5>.a- manten, Kupfer, Blei. Zitm u. a_. die zum Teil schon tot >iahrhu:'.dert." «uSgebeulet wurden und deren Jabre»ertrag heute fünf Millionen englische PI und erreicht. Die Mehwahl der UliMn befindet sich in den Händen der Chartercd Company vf South Asrica, welche auch nad> Urfwrgabe ?ll-otesien« an die englische Krone noch bas entscheidende Mort in allen w.rlschaft- lichen Jragen zu sprechen hat. Der Reichtum an Mineral en hat e« ermdg- llckt, daß au« einem machtpol irischen ein wirtschaftliche« Unternehmen von groben Ausmahen geworden ist, da« in kurzer Zeit das Land durch Dahnen unb Skrähen wirtschaftlich erschlossen hat. Die 1893 von Dryburg in der Kapkolmiie l^egvnn ne Eisenbahn erreichte 1897 den Tati-Gol Distrikt und Dulawahv, zwei Zähre später wurde der Minendistrikt von Salisbury mit Beira am indischen Ozean. 1W2 Buliwatw mit Salisbury verbunden. Die l'lbsicht. eine Linie i»on Salisbury zum Tanganjika See cl« Zwischenstück der grohen Kap Äairo*9bue zu bauen, wurde wegen der hohen Kosten und toepen des deutschen Äiderstandss auf ac geben. und die Dahn über den Sambesi nordwestwärts in den belgischen Minendistrikt von Katanga vorgetrieben, den sie 1909 erreichte. Rach Dollendung der Lodito-Batz-Bohn wird Rhodesia nut dem 3ndi- Ichen unb Atlantischen Ozean durch eine di rekle Bohnllnte verbunden unt> der verkehrs- technische Rlitlelpunkt Zentral asr.- f a « fein Rhodesio ist fafl ausschliestkch von Jingo« kuwohnt Do> erflärt sich ebenso sehr auS der Art und Geschichte ter Gründung wie aus der Persdnlichteft bte Gründers. Die politische Gegnerschaft gegen da« burische Südafrika ist unev- HSrt scharf und macht einen politischen Anschlust .^bodv-iens an die Union, zu der es geocsraphisch gehdtt zur llnmbglidiMt. Sine 1923 in Südrho- befta nattgrhmtene Absttzmnnnw über die Po» l Irische 3rfunft bet Kolonie hat ehw große chrhetk gegen den Anschlust an Südafrika ergehen Richt geringer ist die Gegnerschaft gegen Deutschland. Seil vielen 3ohöm ntanmt die oMi-deutfche Hetze in Südafrika regelmäßig ihren AuSgong in Rhodesia: nitgenteJo hat man tm Weltkriege dem Deutschen so übel nrttgeipielt. und in feiner britischen Kolonie ist man nut ähnlicher Begeisterung in den Kolonialkrieg gezogen Rhodesia hat mit 5200 Mann bei 25 0&3 Anwohnern einen höheren Pronentsatz an Truppen al« irgendein britische« Land gestellt, 40 000 schwarze Hilfskräfte für den Kolonialkrieg ausgerüstet unb beim Dormarsche gegen Deutsch-O'ttsircka eine ganze Heeresgruppe Tüt sich gebildet. Don riwdef.lcher Seite begann auch die Hetze gegen t*e .deutsche Masieneiw- Wanderung" in Sudwestafrika. Die H.auptgeg- nettchaft sreillch r chtet sich heute, nachdem die deutsche Gefahr beseitigt ist. gegen die burifchcn Bestrebungen Rhodesia tfl ja nur eine einzelne, freilich Me wichtigste der DrtHicbrr.cm britischen Des. Zungen Süd.'rikes llncrtftr'tKte in Me Union ringe- sprengt sind die direkt un-rr ber bntildx-n Krocae stehenden ®ingebon-TK-n-OV''telr Basuto- und Swazt-Land mtf zusaknm n fist rnrr Million dintoobnet, die 'ich freilich auf tee Dauer nicht werben hallen fitem en »graphisch w.ch- :igcr ist der Fort: e'rand de« gewosi-.^n Landgebiete« von Betchuana-Land da« zwar zum grüßten Teile von der Kalahari-Düste aus- gefüllt tt*tb und nur tn temtn östlichen Teilen einige Form- und Mlnendist ritte besi tzt das aber geopolitisch als Drücke zum Arlanlischen Ozean von grober B teutung ist. lieber diese« Gebiet hinweg soll die Rhodefio-Bal-n nach Dalli s ch b a l) fübten, dem eingeschlossenen Biniten- lanbe eine neue Ausfall Pforte zum Atlantischen Ozean geben und den ilcbcrgang Sü dwest - atrifa« in britische Hande nahelegen, an Plan, gegen den sich die Union nach Kräften fträuW. Rhodesia befindet sich tn einer kmgtam.- - aber Äi. i j • a>ä n*-.: tri if. : n a De emgrborene •nma hat sich in 20 3obren um bc: Dop» p'-r < • V- da« tM0t - . -.1 | 12 000 aus 39 000 vermehrt Dte Siedlet stammen teil« au« Dritisch-Südafnka teils au# erg- lanb, nur wenige Buren und Deutsche sind dar» unter. Wegen her waten Derkchrs'vege und der teuren Frachten versprechen war Orofn:nten-- H- mungen Grsolg. und Me zur Siedlung erforbec- llchr Mindert summ« wrd auf 100 003 Mark veranschlagt. Der Handel ist fast erbt englisch. 15 S3rr-*crrf gehen durch amerikanische Hand. Deutschland kommt mit 2.6 Prozent an hrit- ter Steile duder Mais, Kaffee. lXau nvolle sind die wichtigsten Pffanzungser-e.:gnisse, die Diehausfuhr nach Katanga und Südafrika rammt merklich zu. 3m übrigen w rd es lange dauern, bis Rhodesia landw.rtfchaftiich Bedeutung gewinnt. denn noch gibt es viel aünütger gelegenem Siedlung«land in den KüsteUoc; rlen, da« n.cht genützt wird. Reichsschulgesetz und deutsche Zukunft. Don Oberstudtenbirefrot Dr. F. Wuess Ing. Die pädagogische Wtsienschaf: der Gegenwart hat un« bte ausgezeichneten Erkenntnisse der Typenpsychologie unb Strutturlehre geschenkt. Klar sind durch sie u. a. herausgoarbeilei die WesenSzüge de« sindlichen Menschen mit seiner Asseklbetontheit, feinem Drang zu unmittelbarer motorischer Umfetiung seelischer Dorgänge, seiner Ichbezogenheit unb Zchringeschl slcntze t. der Der» wurzelung seine« Denken« Im Anschaulichen al« Ausgangspunkt und der Rückziehzmg aus da« Gegenständliche, seiner unbedingten Diesseiligkeit und seinem naiv-gutmütigen Materialismus. Die pädagogisch interesiierte Well weih allo heule hinreichend genau, wie Lehrplangestaltung und Dildungözlel beschaffen sein müssen, damit die Anlagen und Fähigkeilen de« Kinde« tn den ersten Schuljahren organisch sich entfa’ten können, damit es vor Berfrühung r nerlcit« und zum anderen vor Derkrüppelung der Totalität seine« werdenden ©eelentum« geschützt bleibe und damit bei Anerkennung der Polarität alle« Lebendigen seine Entwicklungsstufe nicht bloß Im Hinblick auf da« Srwachsenenalter. sondern auch in seiner Eigenständigkeit gewertet wird. Run aber sollen nach dem ReichSschulaesetz- enkwuri die abstrakten nur auf das Transzendente gerichteten Formeln höchst gesteigerter Dialettik antiker Phllosophie unb mittelalterlicher Theologie in den Mittelpunkt de« ilnler- richt« und de« B:ldung«we!en« unferer Kinder gerückt werden. Kann die Liebe von Batet und Mutter zu ihren frischen unverbildeten 'Buben und Mädel« e« wirllich al« AuSflust ihre« Tlternrecht« fordern, dah die Gesetze aller CTu- gendpspchologic. die Freude und Fruchtbarkeit in den Unterricht e>nziehen lassen wolien, sp gröblich vernachlässigt werden? Die Rattonalstaaten sind auf adfchbave Zett lebenskräftiger denn je. Mer sogiale und kulturelle Fortschritt vollzieht sich wefentllch tn ihrem Rahmen, auf ihrem Boden Mit ßhrem Bestände ist ihr gegenseitiger immer mehr wachsender Wettsireit gegeben, trotz aller gleichzeitig zunehmenden Internationalisierung der MDiu’atar'fdwn Lebensformen. Oh* Ration, die die char>akterltchen. werkdaften und rntellettuellen Fähigkeiten ihrer Jugend nicht in allen Schulgattungen bis zur höchsten Aufsteigerung pilegr, kommt bei br.n Tempo aller heutigen Onttrnd» lungen reihend schnell in« Httrtertreften. Haben wir nun nicht schon eme Volksschule. die grundsätzlich vorzertig entblutet und gekSpsl wird, die allenthalben in Dörfern unb kleinen Städten eine viel zu geringe Klassen» differenzierung auf weist, haben wir nicht sc^on eine höhere Schule, die durch zu früh» .zeitige radikale Trennung von der Volksschule mit falschberatenem Schü^erballast beschwert wird, die In ihrem OnzvklopädismuS zur Oherslöchlich» feit erziccht, die in ihrer starren Topen^iiederung wertvolle Kräfte txrrfürrmem lästt. unlustig macht und verbittert, weil ihre Absolventen die Harmonie zwischen der Struktur ihre« geistigen Charakter« und der ihr auf genötigten B ldung-güter nicht finden können? Diese höhere Schule züchtet zu einer intellektuellen Sinfcitlgfeit heran, al« bestehe der Sinn der Welt im Primat des Verstandes und in der Scheidung unseres Dolles in hochmütige. inteUeltudU’ Aristokratie unb herabla'send behandeltes, seelisch verkümmertes Handarbeiter-.wn nut all seinen jer- setzenden Ressenlimenterf cheinungcn. Wenn deshalb nicht schon da« pädagogische unb soziale Gewissen d es alS bie der Stunde bcgrei’en lehn, dah wir auÜbung«ibcal« de« Intellektualismus unb der invividualistischen DrsvlgSanbetung im Drwerl'S- lAen einigermaßen auszugleichen darf ein Reichsschulgesetz, das sich feiner kulturellen und nationalen Verantwortung bewußt ist. nur eine« bringen: die Volksschule für daS gan»? Doll, die soziale Kulturschuke, die daS allen deutschen Kindern gemeinsame deutsche unb meT-'chheilllche DWungSaut tn sindilch« Ar. gemessen Perl in den Mtttetpuntt ihves Gr» 1 bui e »werke« stellt, m der em Wer wsien» • r WahrheitAfinn. tn der bte 1bf* V >>n tbargermnstel tr. «hl bit i.onbent twlle hr» Mzeprn identen ter beffifAc n c nar e • 11jchen stirchcnreaierung ongetragen worden fei. trifft in dllirr Fonn mchi ml Dr Ähl stehl ober^umer den Perttmsichkeiten. bte ter bte Stell* in Frage kommen, in engster 'tu .1 h ! T\i- mit «st alio mit einer gewissen 1 hrfchcmiui • b«e Möglichkeit gegedrn bist Tr. «hl oon ter y< t rrn- Denretung gewählt wird Bevor diese Wahl n.cht erfolgt ift. sind alle weiter an di,d- tinflekgenhnt geknüpften Folgerungen jalsctz. In^i.fondcte . ' .» oosurd. dnflcem Kleinkaliber-Schießsport huldigt- Bei einem Preis^ch eßen konnten Frau 21 i del - Ober-W ^dersh^.m. Frl. Häuser und Frau Pfeifer zu Bidda de brd ersten Preise em- h-mfen. Die Aachf rage nach Kelterobst ist auch in dies« Woche noch groß, so daß der Prt"S pro Zentner um 20 bi« 30 P-. anzog. Die großen Apselweinkellere en der StälMc ziehen e« vor. ' ch über Jahresverbrauch hinaus elrtzu- heden. Zki anzunehmen ist. daß da« kommende Obstjahr weniger ergiebig wird und Z>ie Obst- preife um so höher sein werden. — Die freigewordene zweite Psarrftelle muh bi« zu ihrer Wfederbeseyung von den benachbarten 'Pfarreien mitvettehen werden, da to'gcn Mange! an Pfarrverwallern keine andere Vertretung möglich ist. Arcis Schotten. ± Gedern, 19. Oft Zu Zwr hier veranstalteten WiedersehenSfeier warn die hier geborenen Fünfzigjährigen von nah und fern herbeigeeilt und vereinigten sich mit den hier wohnenden Schulkameraden zu erheben- den Feierstunden. Den Höhepunkt der V ranftal- tungen bildete der in der festlich geschmückten Kirche und durch Ehorgescmg des Kirchengesangverein« bereicherte Festgottesdienft. in welchem Pfarrer Weber (Dietzenbach) pr-.digie: er gedachte der gemeinfain verlebten 3ug ndzeit. der alten Heimat, der in gutem An!>enl n steh enden einstigen Lehrer Fenchel, fetzt T. f‘or in Bieder-Florstadt, und Bei nheimer. jetzt in Arheilgen, sowie deS ehrwürdigen, hier fast vier Jahrzehnte tätig gewesenen SecksorgnS. Hos- predigers Heinrichs. Bach der Predigt wurde in einer besonderen Gedächtnisfeier her im Kriege gefallenen Kamerad.n gedacht und ihnen zu Ehren ein wundervoller Kranz am Altar nieöergctlgf. Am Bachmillag erfolgte ein gc- meinsamer Spaziergang der Fünfzigjal-ri-'en mit ihren Familien zum Großen See. wobei viele alte 3ugenderinnerungen ausgefrifchl tourben. AbendS fand dann noch im Gasthaus .Zum Löwen" ein Familienabend statt, bei welchem Frau Pfarrer Weber die Begrüßungsworte sprach, während der Ortsgeistliche die Glückwünsche und Grüße der Heimatkirche überbrachte. Pfarrer Weber hicckt darauf die Fest- re!^, Me von tiefer Heimatliebe und echt kameradschaftlichem Geist durchdrungm war und dem Wunsche Ausdruck gab, man möchte in 10 (fahren wieder eine Zusammeniunft der Alt tsgenofsen veranstalten. Zwischendurch erfolgten musikalische Darbietungen tnird) Lehrer Biedel (Klavier) und den jungen Violinisten HanS Wagner. Große Freude erweckte das von Pfarrer Weber zusammengestellte Familienblatt, in welchem sämtliche Fünszigjährigen imfer Mitteilung ihrer Lebensschicksale aufgesührl waren. Die Feier hat daS Zusammengehörigkeitsgefühl trtr ehemaligen Schulkameraden aufs neue gestärkt und ließ in unvergeßlicher Weise in den Herzen der Teilnehmer die Kraft der Heimatliebe fühlbar werden. Kreis AlSscld. • * Alsfeld, 19. Oft. 3n der gestrigen nichtöffentlichen Sitzung des Etadtvorftandcs wurde Bürgermeister Dr. völstng, besten Dahlzeit am 1 Dezember d.3 abläuft, zum drittenmal als B ü r g e r m e t st er der Stadt Alsfeld gewählt. --er. Gomberg a. d. Ohm, 19. Oft. Zur Zeit sind m Hombera zwei Dreschmaschinen tm Gange: außer der Hornberger drischt noch die von Bieder-Genrünbrn. Einigen Landwirten Zknierte es zu lange, biS sie mit dem Dreschen an die Beihe kamen, und sie holten sich deshalb Mo Dreschmaschine von Bieder-Gemünden, um endlich den reichen Körnersegen auf dem Speicher zu bergen. Die Hornberger Dreschmaschine hat im Laus« des Sommer« noch im benachbarten Dedenbach gedroschen — Dem VerfehrSverein ist e« gelungen, den zweiten Post-Destellgang am Bach« mittag in miferem Städtchen zu bekommen Wenn diese Beueinrichkung auch nicht direkt auf fe r.c Eingabe bei der Ooecpo »direktion in Darmstafh erfolgte, so hat er doch indirekt Ne Veranlassung zu dieser Einrichtung gegeben Wegen des Verkehr« eines Personen-uge« oder Stieb- wagens auf unterer Strecke am Bachmi tag wird er im Laufe des Winters nochmals bet der BeichSbahndirektion vor tellig werden, da auf ferne erste Slngabe hier bekanntlich eine Absage erfolgfe. Unser Verkehrs ver.-in ist dem Ober- hessischen Derkehrsbund mit dem Sitz in Gießen angeschlv'fen * Merlau, 19. Oft. Zu dem Bericht über die Weihe des hiesigen iöefollenendeak- mal» ist noch nachzutragen, daß da» Modell für die Plastik von der Zntereffengemein- ichaft Gießener Kunstbildhaue.- ge- schaffen wurde Starkenburg. Lpd. Darmstadt, 19. Oft. Dor kurzem fand man im Woog einen Mantel, als dessen (Eigentümer nunmehr der 24 3ohre alte Mechaniker Specht ermittelt wurde. Specht hatte eine Feier mitgcmocht und war in angetrunkenem Zustande in den Woog gefallen und dort ertrunken Lpd. B üs se l Sh e im. 19. Oft. Au« bisher noch nicht bekannter Ursache entstand gestern nachmittag in der Lackierwerkstatt der Fohr- raöabteilung in den Opelwcr ken Feuer, das alsbaw mit Handfeuerlöschapparaten bekämpft werden konnte. Bei dem Brand «rplo- öferten einige Lackspritzösen. wodurch eine solch« H'che entwickelt wurde. Z>ah die Dachkandeln schmolzen 3nsolge der starken Baucheniwicklung und der großen Hitze konme die Fabrikfeuerwehr nur mit Bauchmasken arbeiten. Preußen. Kreis Vicdcnkopf. 4k Ä onl o« bc r q . 19. Oft. Wie vor einigen Tagen berichtet, ist die hiesige vakante e r st e S ch u l st e 11 e dem Lehrer Wenk von Bkuüen- bach (Westerwald) übertragen worden Leiber bereitet die Regelung der Wohnungsfrage dem neuemarnttCTi Lehrer noch große Schwierigkeiten. da sein Vorgänger die im Schulhaus befindliche Lehrerwvhnung zum größten Teil noch innehat. Da für den früheren Lehrer eine andere passende Dohngclegenheir im Orte vorhanden ist. darf wohl erwartet werben, daß im allgemeinen Interesse den jetzigen Woh- mungsschwierigkeiten für den neuen Lehrer ein baldiges Ende bereitet wird. Maingau. WSB. Frankfurt a. M. 19. Oft Der Magistrat hat beschlossen, für Wohnungen von fünf und mehr Zimmern ttie Vergebung durch MietberechtigungSsch-eine einzusühren Wohnungen von fünf und mehr Zimmern werden danach künftig nicht mehr im Wege der Einweisung durch das Wohnungsamt vergeben, sondern eS werden für diese Wohnungen Mietberechtigungsscheine ausgestellt. - - Zu der gestern gebrachten Meldung über daS finanzielle Ergebnis der Frankfurter Mu- sikauSstellnng wird von zustänk^ger Seite mitgeteilt, daß dies« Meldung nicht zutrfeft, schon deshalb nicht weil da« Ergebnis der Abrechnung erst in ca. vier Wochen zu erwarten ist. Auch feum die Verhandlungen mit Preuhen und dem Beich noch nicht beendet. ZHe bisher gintüig verlaufen. Jedenfalls würde sich der Fehlbetrag niemals auf zwei Millionen Mark belaufen. — Bachdem der Magistrat sich schon zu Anfang de« (fachreS grundsätzlich für den Abbau des Systems der Gewährrrng von Prämien für die Freimachung von Wohnungen auSgesprcxhen hatte, ist in der gestrigen Sitzung beschlossen worden. Prämlen für di« Freimachung von Wohnungen künftig nicht mehr zu gewähren. — Heute morgen gegen ’//> Uhr ist im Erlenbruch am llcchergang nach dem Batsweg der 96 Jahre alte Fuhrmann Heinrich Beun auS der Rittergasfe von Z>er Stra tzenbahn überfahr«» »nb ge« tötet worden Beun. der Epileptiker war. hatte fle r *rn 1-nne Wohnung verlassen und war abcrdX nicht nach Haufe zurückgekehrt Der Mann hott, im Laufe des Tage« einen Litt all gehabt, und man nimmt an. daß sich der Anfall an des ilnglüdfltdle wiederholte, wobei er auf btt Schienen zu liegen kam. Der Trambahnschäffnee bemerkte den Mann zu spät so daß der Ber» ungli d:e trotz energ ^xn Bremsen« noch etwa 50 Bieter weit mit geschleift wurde 3m Freiballon von Darmstadt nach Vußland. ÄclorbflMfi über 2000 km Lpd Darmstadt 19. Oft. Don den am, Sonntag bei dem Darmstädter Hatto* na len Ballon Wettbewerb gestarteten acht Ballon« lagen bisher von ffeben Ballons Bachrichien über die Landung tr»r. Lediglkh der Ballon .Leipziger Mess«- ftmü> noch au«, über desfen Verbleib man tn Darmstadt , jähriger Disqualifikation geahndet wird. Desfe^- ungeachtet bleibt aber die Leistung bei Ballon» dne der größten tn der Geschichte der deullch« Ireiba llonf ahrerei. WSN. Darmstadt, 19 Okt Der beim Bal- lonwettbewerb am Sonntag gestattete Bal» lon „Ä ö l n" (Führer (ElieQ ist in der Tscheche»» slowafel bei Hermannstadl gclandtt. Der Balle« ^Osnabrück- (Führer 3esinghau») landete glatt bei Görlitz. Mord auf dem Westerwald. WSR. Hadamar, 19. Oft Heute mittag um 12 Uhr wurde die in der Reu gaste wohnhafte Frau v. Borstel, geschieden« (Bunte, in ihrem Bett mit mehreren Messerstichen tot aufgefunden. lieber die Tat werden folgende Einzelheiten gemeldet: Die ermordete Frau v. Borstel, die seit 3ult vergangenen 3ahrcs geschieden ist und bereite zweimal Witwe war, lebte seit einigen Monaten mit dem kraktwagensiihrer Harth, geb. z» Deißkirchen im Taunus, zusammen. Zwilche« beiden ist es tn letzter Zeit wiederholt, meist auf finanziellen Gründen, zu Streitigkeiten gekommen. Der Mann muh die Frau des öfteren drangsaliert haben, fe daß vor einigen Wochen di« P o l i z e l v e r ro a 11 n n g ihn schot» einmal verwarnte. Auch heute morgen kam e» zu einer erregte« Aoselnandersetzung zwischen dem Paare, Ne sich In dem unteren Telle de» Hauses abspielte. Der Monn und die Frau begaben sich daraus tn da» Im ersten Stock h-* Haufe» gelegene Seblafzimmer Da» sich hier im etrydnen abgespielt hat, stedt noch nicht fest. 3eben- soll» bat Hatth schließlich die Frau durch einen Stich in die Brust getötet. Die Entdeckung der Tat erfolgte bald daraus durch den 1 7 j ä h • rig c n Sohn der Ermordeten. Al» dieser gegen mittag nach House kam, traf er in dem unteren Stockwerk nur Hatth und nicht feint Mutter an. Al» der Junge fragte, wo die Mutter sei. erhiell er zur Anttvott, er solle tn der Küche Raffer trin- ken. Der Junge tat die» auch. Hatth begab sich darauf wieder tn das Schlafzimmer Aks schsieh- sich der Zunge eine Zeitlang vergeblich gewartet e« dgenklich nicht sein, daß der Zylinder wieder beim Premiovenpublikum und in her •Dftrfomatfe auftaucht: sonst wärt es nicht zu erklären. warum diese Kops bedeck ung. die viele MoZ>ckenncr vor wenigen (fahren als überlebt und nie wicderkehrend bezeichnet haben, nicht nur in Deutschland, sondern glcnchzcitig tn London, Berlin, Rom, Pari« und Bmchork zu sehen ist. Die Mod« wird fast diktatorisch festgesetzt. Ebenso wenig freilich, wie einige Pariser Modesalon« die Länge de« Rockes ober die Modefarbe der Frau bestimmen, ebensowenig haben einige Londoner Schneider die Macht, die Abweichungen von der traditionellen Hcrrerttracht. die man dann als modern bezeichnet. festzusehen. Die besten Herrenschneider Deutschland«, Frankreichs und ber Vereinigten Staaten begeben sich alljährlich nach London, um xu sehen, wa« bi« neue Mode bringt. Sie besuchen aber in ber Hauptsache rächt die groben Schneideratelier« der britischen Hauptstadt, sondern gehen zu den Rennen, den vornehmen Fünf- llhr-TetS in den großen Hotels, den Theaterpremieren und. so weit es ihnen möglich ist. zu den Gesellschaften, in denen man Diplomaten trifft Wem, sie eS aus irgenbeine Weife erreichen formen, versuchen sie auch, «inen Blick auf btc Garderobe des Prinzen von Wales und ferner Begleiter ekleibung nicht täglich bügeln lassen tonn, entsetzlich um bfe Knie schlenkern muffen Den Studenten von Cambridge fern ei ab« nur darauf an, durch ihre Extravaganz aufzüsallen, und sie hatten richtig gerechnet Man bewunderte allgemein dies« Hosen, die weit wie Kanallfakirms» röhren waren, man photographiert« bi« Studenten für die Modejournofe und schrieb üb« ihre Sackhosen langt Artikel in den amerikanischen 3cttungen. Es bauerte nicht lange, bis man auch auf dem Broadway bieEambribge- bofen. bi« in DeutsiÄand sälschluh .Orford- fyefen” benarott werden, bennmbem konnte. Wurden die ersten Träg« der entsetzlich weiten W kleider noch al« Märtyrer ange staunt, so galten wenige Monat« darauf die letzten Amerikaner, di« ihre Vernunft behalten hatten und normale Hofen trugen, al« rückständige Menschen. Schließlich tauchten bi« Bernröhren auch kn Europa auf, unb sogar In Deutschland soll e« Mänivr ge- »cben haben, die sich in dieser Modetorheit besonders schön vorkamen. Bormai Zfenfenbe Menschen werden sich hüten. Schckferhvsen anzuzieöen 3st es doch der Vorzug ber neuen Herrenmode, unauffällig zu fein. 3n London gilt zur Zeit ber Mann al« be- fonders elegant. Zer trotz der Vornehmheit feines An-ugoschnirie» und trotz der hervorragenden Düte ferne« Stoffes bei feiner Geiegenheil auffällt. Denn man soll e« dem Mann nicht anfehen, daß er über feine Kleidung nachdentt. 3n Deuttch- land hat ja ber Mann von jeher verhältnis- mäßig wenig Zen für moderne Ängelegenh«-en gehabt; höchstens ttmtzte «t. ob Zn« Krawatte Streifen haben ober gemuttert fein soll. 9i fei tfrn verraten, daß Streifen dieses (fahr wenig « fegen fein werden. Auch bei der Krawatte hebt man da« .Fischgrätenmuster" ob« eine andere Zeichnungoarr, tne .Granit" ge- nanm wird. Doch soll man deshalb gestreifte Krawatten nicht fortwerfen, ertten« find sie nicht ganz unmodern, und zweiten« ist die Mode iär einen vernünftigen Mann, desfen Gedanken feinem Berus«feb«n gehören, nicht fo wichtig. Hochschulnachnchien. Der durch die Emeritierung be« ordentllchen Professor« der Theorie unb Geschichte ber Musik an der Wiener Universität Dr. Guido Abi« erledigt»' Lehrstuhl ist nunmehr durch die Berufung von zwei Professoren wied« befetr. und zwar wurden d« autzerorkientliche Proieck« der vergleicherrden Musikwissenschaft. Mustkpfvcho- Ivg'.e und Aefthetik b« Tonkunst an der Universität Wien Dr. (Robert Lach zum ordentlichen Professor der QEuflhmftenfd>aft unb der außerordentliche Professor für Musikgeschichte an her Universität 3nn«bruck Dr. Rudolf Ficker zum auherordeniNchen Professor für Musihe- schichte ernannt. — Der Historik« Professor Dr. phil. Franz Schnabel ist auf fein Ansuchen von der Führung ber Dirvfttrmigelchäft« des ®encral lanbeßa r chiv« tn Karlsruhe enthoben und an fern« Stelle der Ob«archivrat Dr. Hermann Baier bis auf weiteres mit der Führung der Direkticmsgeschäste dez General- lanZ>e«archtv« beauftragt worden. Prvf. Schnabel gehört zugleich dem Lehrkörper ber Karlsruher Technischen Hochschule al« Ordinarius für schichte an. — D« bisherige Brbliotheksrot an d« Bibliothek der Technischen Hochschule tn Aachen Dr. Karl Walther ist tum Direktor bet Bibliothek bet Technischen Hochschule tn Berlin ernannt worden. — Der bisherige Bist» liothekSvot an der Univettitätsbibliothek in B o n n Dr. Ale^mdet S ch n ü t g e n ift zum Abteil ungSdtrektor an ber Preußischen Staatsbibliothek ht Berlin ernannt warben. — D.e für rtnm Deutschen frei gehaltene Stelle al« Pro- feffot b«s Völkerrecht» an btt nrugegrünbtiB ®«nfer Völkcrbundunivettirät (Institut Ud- versitiire de haute» etudes internationales) Ist bem Völle rrechtsgelehrten Dr. Han« Weh berg. Berlin, angeboten worben. Die Derhandlunsen zwilchen Professor ULntfout. bem Direktorssr Umv«fttät. und Dr Wehb.-rg haben jedoch Xu keinem Ergebnis geführt. — Die Ernennung des al« Bachfvtg« des verstorbenen Professor» 3aksch- Vfart«7chottt al« Orbtnariu« für bmcrc Medizi» unft Leiter der zweiten medizinischen Klinik htftot Dr. Fttebrich BergiuS zum Ehrerrdoktor ernrnnt. weil er al« erst« Fsttcher entscheidend an d« Berwaridlung ber Kohle in ilüsftge Stoffe, der größten chemischen Aufgabe tmfer« Zdt. ge- arbeitet hat. batte, fern tfrm Ne Sache wrbädyttg wr «nb er begab sich nach dem Schlafzimmer, delle« Ur er aber verriegelt ianö Kurt entschioften brach er die Tür auf und fand leine Mutter und den Oartb mit ben Sleibem im Veite liegen. Bf« die Mutter jef ben Tuf de« Jungen n chl antwortete, ging er an da« Bett heran und ft.eh einen Schrei au», al« er in ba - Gesicht einer loten schaute Bus ben Zchrei eilte eine Hau »dcwoh nenn herbei Bi» die Iran die «leider der Ermordeten gelöst und den Mefserftich in der Brust feflgefteü, barte, war der Herber heimlich verschwunden Die lach richt oon ter schrriklichen Bluttat hatte i chneU verbreitet unt bald legte eine Jagd hinter na Vorder durch ben Eldboch ein. an der sich ftotUei und Publikum beteiligten. Der Mörder lief -chlietzlich auf ben Bohnbamm ber Strecke i>aba«ar—Niederzeuzheim und nahm eine drohende MiiUuna gegen die Verfolger an. Bl« Darauf ein golizeweamter zwei Schreck'chüfse gegen ihn ab» ■idb, wars er sich auf die Schienen, um sich von cinrm herannahenben Güterzug übersah» ren zu lasien. Or konnte aber noch rechtzeitig fort» gensien und sestgen.ommen werden Hm Nach» mittag traf Die tiimburger Staat«anwaltfchaf1 an ber Mordstelle ein Der Titer wurde am Bbenb nach dem Limburger Landgericht»gefängni« übergc» fuhrt Er sieht Im 51. Lebensjahre, während die Ermordete sich anfang» ber Oer Jahre befindet. Sie hinlerlSsik acht unmflnblge St in ber au« ihren früheren Chen (Stiaffammer Gießen. • Glesien 18. Oft. Der frühere Bolontär etmer hl es gen Buchhandlung war vom Schöffen- gert4X Dietzen wegen Diebstahls und Unter- Ichlagung zu einer CManttfirafe von 10 Tagen Gefängnis verurteilt wvrden Nach umfangreicher Bcweisaufnähme hielt das Berufungs- geeicht für erwiesen, dasi ber Angeklagte In einen Falle mehrere Bücher und etwa 100 Postkarten entwendet und verschenkt, sowie dasi er tn einem zwe ien Falle sieben Bacher zum Httnebenen betcftgelegt habe. De Strafkammer erachtete ferner für feUgefldll, dasi er einen Betrag von etwa 17 TL, den er in zwei Taten von einem Kunden zur Ablieferung an den Delchälts- inhaber erhalten hatte für sich verbraucht habe. 'wegen eines Diebstahls, eines Versuch» eines solchen und einer Unterschlagung wurden Veld- st rasen von insgesamt 250 TL erfarmt — Unter Ausschiutz der Oefsentlichfcit wurde gegen ein The paar von hier wegen Kuppelei mw Hehlerei verhandelt. Da» Gericht hegte 3toetfel an der Wc« brr Aussage des nicht beeidigten Haupt bei asiirngg^eugen und spr.'.ch deshalb bie Angeklagten Mangels ausreichenden Bewe Ises frei Der Dagenmcifter. Unbemerkt von der OetleTUlichleit. imbclaimt ber groben QHa’Ie der TeT enden üb: der TSagcn- tneisier der Teichs' wonungsvvDen Dienst aus D-.e Te lenden kommen zum 3ug. nehmen P.ah und machen es sich für Mr Teile bequem. Keiner von ihnen ahnt, welche Fülle von Arbeit vorder geieisiet werden muhte Die Dagen werben tag für Tag gerein g'.. tn ben Aborten sind die Se fenfpenDer geküll: und frische Handtücher aufgelegt, die Dasicrlannen und Da'serbehäl:« grfü.lt. In der falten Jahreszeit werden die öäjc aus e ne Temperatur von 15 bis 18 Grad vorgehech'. Im Sommer werden die Dagen ordentlich geiüfte*. damit sich der TrJenbe hx der großen H he aus der Teile wvhlfühl:. Die Be'eucheung in ben Dagen. Gas und elektrische BeLeuchtung sind inftandgcsesit und müllen sich in musiergült ger OrLmmg bc^uiden. Jeder Dagen .si mit e nem Tichtxmg^ch.id versehen. Damit es dem Teik-nben sofort möglich ift. den für ihn bestimmten Kurswagen aufAafinbcn. Für alle diese Arbeiten, die dem Teilenden den Tufenthalt tn den Augen angenehm vorbereiten. isi der Dagenmeifter verantwortlich und er lorg: dafür, dasi dicke Arbeiten sachgemäsi ausgeführt werden. Deine Hauptaufgabe lsi jedoch die technische Unter^uch-.inq der Fahrzeuge: das Aus finden der durch den Betr.eb entstandenen Schäden, sowie die Prüfung der Luftdruckbremse im 'SctHcbe. Obe der Teilende zum Zug fommi. Hal der Dagenmeifter seine Trbe.ten schon beeil.»?:, die Lufidruckleitung geprüft. Derrn er isi es. der für das ordnungsmäßige Arbeiten der durchgehenden Luktdrucksinemte verrmtwon-sich ssi. mrd iptntt Mnai dir Sicherheit der Züge in erheb'.tchem Mabe auch von Der Auf merkt a ml eil des IDagen- meifters ab Durch seine Ausbildung isi er >edoch in der Lage, sämtliche an ihn heranrretenden Ausgaben »u lösen und darm: an fernem Teil für die grosttmöglichste Sicherheit der Textenden zu sorgen. Tuch in den Oütetbabnbäfcn isi der Da- Otnmeiftcr Tag und Tech, bei Dind und Detter tätig. H er ift leine Tätigkeit ebenlo verantwortungsvoll. Die technisch Untersuchung der Süterwägen, die drems:cchn sche Untersuchung der Züge muß gewisienhast ausiZuhrt werden, da sich d.e Defchwindigkett der (dulerzüge infolge der *n- 'uhrung der Kunze- K il?tt -<5> ü terj u g brem k dis auf 60 Km in der Stunde «höht hat. Da musi noch eine verschobene Ladung. Ixtr ein schar'« ober loler Tadreisen. ob« em sonstiger gefährlicher Schaden, der beim Tang «gcfchäst entstanden isi. aboesiell: werden. Auch hier verl ebt Der Dage i mein er unbement von bet Oeffenllich- feil seinen schweren und verantwortungsvollen Dien ft. Möge der Teilende, wenn « bequem und sich« im Zuge durch die Lande sähr:. und möge her Da venverfracht« beim Versand feiner ®üt« daran denken, das, der Dagenmeifter im Teichsbahnbetrieb ein wichtiges Amt zu erfüllen hat. Sin Märtyrer seines Berufs. Hin bekannter Arzt von Manchester. Dr. Sidney Tawson Dilsvn. der als Kenn« von Betäubungsmitteln einen besonderen Tuf besasi, wurde dieser Tage in feinem Arbeitszimmer tot aufgefunden ®r Halle eine Maske vor dem Besicht. und cs ift kein Zweifel, bah er bei dem Einatmen eines neuen, betäubenden Gases bat er erfunden halte, gestorben isi. Dilsvn pflegte seil Jahren mit Betäubungsmitteln zu «perimen- Straßensperrungen mltneteilt vorn Oderheffifchen Automobil.Tlud E. D.. Gietzen. Welche Streckt wirb gesperrt? 3n welchem Strafen 3uq liegt die Strecke? Für welche Fahrz. erfolgt die Sperrung? Voraussichtliche Dauer der Sperre Umleitung Kraatgarlenftr. in Burgsolms in Richtung Burgsolms — Oberndorf Die Strabenlpmung Oberndorf- Burgsolms - Oberbiel der Strecke Al»se für sämtliche Fahrzeuge d-Romrod isi a von 10. OkL- ■> Tiovtmder 15. Oktober 192 Albohausen 7 wieder aufgehoben Heren. Dr war oft von fttiwn Bekvnntax gewarnt worden, ab« « tagte nnm« es besiehe ferne Gefahr, denn « habe ftns noch genügend Ära ft. um d-.e Betäubung aus'u'chalicu. bevor « vollkommen das Bewusitfein verloren habe. Diesmal gelungen m letn Arbextstnnm« zuruckaezogen, und niemand i» Hause achtete Darauf, dasi « lange Zett ein- acfchtc'kn blled. dis ein dringend« ^elevhvnruf nach ihm verlangte. Dann ersi rief man ihn erbrach da» 3ime«. als keine Antwort kam und 'and ihn tot in seinem Stuhl, als Märtyrer «eines Berufs, dem « sein ganzes Leben gewidmet harte. Oie Hessisch Kirmeß o(n)m Tlor&ftcftranb. Aich titsche baai vom Stuhl erunner. 0» gibt, weisi Gott aach deut noch Turnier: Die Kirmesi au» dem HesiZand Doard ,ezz verplanet am T.^rMetflranbl So könnt rnr'fch In de etdung lese: An Dillemshavc ipmi ch gewefe Do seien dr e Hefteschoar Die Kerb, wie le bebaam siets woarl Des nenn ich Merklich breue Helfe Do brausi bie Heimat net vergesse. Bei Quetschekuche. Danze D< n. 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Denn so brr Matz- ftab nkbt von au'.en, w e bei dem ^inzelwett- tumtr, frnbrm von innen her an die reweisige Leistung gelegt wird, bann tommm b e tüd> t.gen, strebsamen Verein»turnwar «. Me Uebung»- sreubiglet ihrer Turnerschar und bte Mann e- falngte.' unb Abwechslung der CtotffnHI« wieder wr Geltung. Damit oder werden die wesentlichen Grundlagen für den Bestand eine# Verein» unb der tiefere ö.nn der Leibesübungen überhaupt g?pflegt unb letzten Endes auch der Mutter- boten gesthafsen, au» dem heraus sich der her- ötTragmte Gin;r.w:ttu.-ner entwickeln lann. Jin erfreuliche» Zeichen für da» Anwachsen der Spielbewegung im Dau tommt dadurch zum Ausdruck, bah nunmehr auch di« Dahl rc-n Spielwarten in den Bewirten not wend, z geworden ist. 3m ganzen ge.e Dinge ebenso, unb da» diesjährige Frauen- turnen tu -i.rchhain batte mit über 3CC Z ummnnm ein'n Umfan i erreicht, wie er ntxh rwr gar nicht langer 3«it bet den Gaufesten üblich war. In der antchliestenben Hebung*- lunbe de» um-Austchutt« zu der auch M« Breiten VezirkOturnwaNe lugcwgcn und vvti- •ablij erschienen tr.iren, wurden die Arbei'»- grline für die Sezi rtsvvrtu merstunden erschlvf» fen. die brtdeit» im Laufe te» Winter» die VerNnSn'rnwarle mehrmals versammeln unb so den Uo e» sich auf eine Entfernung von 5 Kilometer einem Hasen de» englischen Weltreiche» nähert. Großwflbjagb mit Maschinengewehren. Di« neuen Iagdgesetze, die jetzt in Oftafrita in Kraft getreten lind, bedrohen jeden Vimrod, der in diesem DrohwildparadieS unerlaubte Methoden der Tötung anwendet, mit schweren ©trafen. Aber aus den merkwürdigen Iagdformen, bi« unter Strafe gestellt werden, erkennt man, wie furchtbar gewiffe Vimrode in der letzten Zeit gebairft haben Ieder Groß Wildjäger in Uganda, her die Antilope, die er an brr Küste de» Virto- ria Ayanza ausgespürt hat, in da» Wisser treibt unb dann mit einem Motorboot verfolgt imb erlegt, wird mit 100 Pfund Geldstrafe oder sechs Monaten Gefängnis ober auch beiden Strafen be- Mit einem bitteren Geschmack auf ben Sippen setzte sie sich an den Tisch. Sie fühlte, bah bie Buhne ftärter war als sie, unb baß sie in diesem Stampf unterliegen wurde Ern zweite» Palet mit Briefen, Büchern, Zei- tungen kam aus Wien. Der Agent bot ihm eine Tournee für Ende August bis Ende September durch die großen österreichisch-böhmischen Kurorte an, der sich eine hoUandische Gastipielfahrl mit einem deutschen Ensemble anschlicßen sollte Er erzählte es Isa lachend, als sei er frft ent- schloffen, dieses Anerbieten abzulehnen. An einem nervösen Unterton der Stimme, unb da er immer wieder auf die günstigen Bedingungen zurückkam, merkte sie seine Unentichlossenheit: Donnerwetter — in Holland könnte ich mit der Garantie und dem Anteil ein Aermögen verdienen .. und schließlich,konnte ich es verlängern, wenn ich auf die Wiener Gage verzichte." „Warum nimmst du es bann nicht an?" fragte sie sanft, nach einer kleinen Dause, in der er stumm, mit gerunzelter Stirn im Zimmer herumwanbrfle. Er dsickte verwundert auf: „Das ist doch ausgeichlosien — schon deinetwegen!" „Auf.mich brauchst du keine Rücksicht zu nehmen, Joseph " „Unsinn!" erwidert« er leicht erstaunt „Degen des bißchen Mammons unter en herrlichen Aufenthalt aufgeben!" „Run, Piel Geld verdienen ist nett — Ich wünschte, ich könnte es so leicht wie du. — Uebr gens warft du noch niemals tn Holland. Dein internationaler Ruhm würde sich dadurch —* „Tas sieht ja aus, als möchtest du mich los- werden, Madonna?" unterbrach er sie gereizt. „Ich möchte nur nicht, daß du es später de- dauerst." Sie wunderte sich selbst, bah sie alles so ruhig besprechen konnte, während ihr rterz blutete Als ahne er etwas davon, blickte er sie lange an unb zog sie sanft an sich, mtt einem'Suß, der fie beben machte „Meine schöne Madonna — ich bin lehr glücklich hier. Ich werbe dem fler! morgen odschrechen. — Io — wenn du mich begleiten könntest!" ... JZhi weist, daß das nicht gebt Ich wäre bann für bi« Theaterwelt und olles, was chr nahe steht. legt. Betreibt er biete Art be» 3agerai mehrere Blalc. so steigt Me Deldstra>« auf 230 Pfund unb die Grtängniestrafe auf 18 Monate. D.e Verfolgung von WUb in /traftu>ivxn ist überhaupt verboten, unb damit wtrt> endlich einem beliebten .Spiel' «in Ziel gesetzt, Antilopen, Zebra». Büffel. Giraffen und ander« Ziere zu Hunderf.m nlederzun.etzefn ftold« Iagderpediiionen tn Kraftwagen, bie mit Drahtverhauen gegen jeden Angriff gesichert wurden, waren eht beliebter Sport in Uganda und zur (Jrlegung der Zlenc bediente man sich schnell feuernder Mafchinen- gewehre, die auf den, Kraftwagen eingebaut waren. Auf diese Wei^e formte solch ein .Vimrod" mit größter Bequemlichkeit unb ohne jede Gefahr eine riesige Jagdbeute nach Hause bringen, denn ba» Wild in diesen ®ebl:ten wirb durch da» Heraiinahen eine» Kraftwagen» iwch nicht beunruhigt. sondern umgibt ihn neugierig ht großem Bogen. Di« Ziere, die ba» .metallene Ahino- zerr»" anstaunen, kSnnen also der Reihe nach niebergemäht werden. Die neuen Iag^esetze verbieten auch bie Verwendung von örplolion»- geschrsien und von künstlichem Licht bei rer Jagd Manche Jäger in Hganba hatten sich mit Äugeln ausgerüstet, die wie Bomben ober Granaten explodierten, wenn sie trafen Alm ganz sicher zu geben, bedienten sie sich außerdem bei der Iagd auf Löwen, Leoparden und andere gesährüa-e Bestien bei Aacht de» Blitzlicht». Sicher geborgen auf einem Baum ober hinter einem Dickicht verbarrikadiert, warteten fir auf ihren Löwen, brannten bann ba» Blitzlicht ab. blendeten damit bie Ziere unb schossen sie ab. Das verschluckt« stuckucksrt. Der Kuckuck hat durch seine merftrmrbig« Gewohnheit, sich seiner 3ungen zu entledigen unb sie anderen in» Heft z i sch.eben, unter ben Vogelstrnnern eine seit lang.an behandelte Streitfrage aufgeworfen Aachdem bereit» früher durch eine Filmaufnahme feftgeftettt war. daß der Äuckuck erst ba» Di legt und e< bann blif^ schnell in ba» fremde 2lest bringt, ist jetzt von einem englischen Ormthologen eine neue überraschende Beobachtung gemacht worben. Mn bekannter Vogelkenner. Pery F. Buntxrrb. bat in der Britischen orntthologischen GeseNlchaft fchoto- graphifche Aufnahmen vorgelegt, die er am 28. Iuni um 5 Uhr 50 Min. nachmittag» gemacht hat. Sr beobachtete, wie ein Kuckuck fein Ei tn ba» Nest eine» Rotkehlchen» legte, imb zwar durch blitzschneiieS Aus,stoßen au» seinem Schnabel: er muh ba» Ei vorher verschluckt unb bann wieder von sich gegeben haben Der ganz« Vorgang vollzog sich innerhalb von 8 Sekunden, während welcher Zeil der Kuckuck, nachdem er sein Si ausgestoßen hatte, zugleich eins der Rot- kehlchen-Dier mit bem Schnabel fort nahm. Bütthard hatte sich ein Versteck hergenchtet. ba» nur 8 Fuß von bem Nest be» Rotkehlchens entfernt war. unb beobachtete von dort au» zusammen mit einem anderen Omühologen, George 3. Scholey. Man behauptet, bah der Bau be» Schnabels unb Schlund« be» Kuckuck» besonders dazu geeignet ist. seine Eier zu verschlucken und dann wieder herauSzuflohen. nicht mehr di« Sängerin Isa Mengers, sondern nur noch bie Geliebte Joseph Lenzen»." „Wäre da» so schlimm, kleine PhiUstertn?" „’&enn ich dir an Ruhm und Rang ebenbürtig wäre — nein. Jetzt wurde e» mich erniedrigen und am Aufstieg hindern." „Wie ehrgeizig meine Madonna ist! — Bah, im Grund« lohnt der Preis nicht den Einsatz. Rur die Liede ist das Leben. Und schließlich- — er lachte spöttisch — „liebt jeder im andern nur sich selbst, (fin ftranjofe nannte es: Vt^oUme » deux. — Ja, wir Menschen sind drollige Zweibeiner." ... In den nächsten Tagen kühlte sich die Lust ab. Die Brise wehte — der Himmel bezog sich. Sie fuhren wieder, zur größten Freude Giooannis, zum Fischfang hinaus: und Lenz gab sich diesem Sport vergnügen mit einem Liier hin, als gäbe c» da draußen kein Theater und feine lockend« Welt. Jia war wieder glücklich. Einige Tage spater, beim Morgenkaffee — Gio- rannl hatte fjerafe den „Caiarelio", das Genuaiche Blatt, das sie abonniert hatten, oon der Post im Dorfe gebracht — schrie Len; erstaunt auf: „Die Düse spielt ja in Genua?! ... Ich muß das übersehen haßen. Dollen wir für einige Tage hin- fahren?" „34 nicht! Es werden dich die Reporter überfallen: cs werden Notizen erscheinen ... man würde uns schließlich auch hier auffpuren." „Du konntest ja nach mir fahren — in einem anderen Hotel abfleigen " ..Rein! — Ich habe sie m Berlin gesehen Aber du kannst ja auf einige Tage htnübcrgehen. Die Abwechslung wird dir gut tun." Und ba er widersprach, redete fle ihm eifrig «. SI? werde derweil fleißig studieren. Scysiestttch entschloß er fich. „ober nur, well do es wünschest." ,^ch wünsch« es, west mein großer Junge mal wieder «in Vergnügen, eine kleine Zerstreuung haben muß in diesem (Einerlei." „Run, wenn du durchaus willst! sie spiest übrigens Rollen, in denen ich si« noch nicht kenne — die Cleopatra und ein neues, modernes Drama." Am Nachmittag fuhr er mit einem kleinen Köfferchen, das Giovanni trug, zur Station. Bon der Veranda aus winkte sie ihm mit dem Taschentuch nach. Roch einmal grüßte er mtt seinem Stroh. folge beim Rretsf.ft in Darmstadt wiederum wetchin rrfnrwtxir geworden rst Diese titt'fTyvgung kam brttnb.T» zum Aa»- druck bei der ^rrjammluiifl der VcrciNtzvorfitzcndcii bie am Sonntag im Las- Letb tjg!e. Ginleitend atb. 4Nr der erste Gauvertr.ter Arthur Pfeiff er (Wetzlar» de» Zage», an dem i*rr 75 Jahren zu Fleoburg an der llnftrut Friedrich Vuttrig 3abn a.'iotbm ist, der gr?fk* B?lf»- erzieher. besten babndrew nd r 3.nfluh auf Ne Ontwiiflunfl unb Pflege ber XJ- rechi» bei Theater und Mulik u. ä Gegen 2ftäft»fubrcT Pfarrer Baumann (Schwickartshausen). bet au» Gesundheitsrücksichten fein Amt nietet legen mutzt« Sein Rachsolgcr wurde Pfarrer Laub zu Ridda. Da^ Dc-lanat zählt in 20 Pfarreien mif 3- \ n tn JQ25 1Q22ö. in 1926 : 20 245 evangei lch« Einwohner. Bon tet Landeskirche getrennt lebten 1926 34 Personen Au» der katholischen Kirche trat eine Person zur evangelischen Kirche über. Austritte aus bei- cvang Kirche waren 13 zu verzeichnen Der Kirchenbeluch unb Me Beteiligung am bril gc-n Abendmahl haben sich auf ter alten Hohe gehalten. Der Bericht beklagt lebhaft Me geringe Rücksichtnahme der Sportbewegung auf Me gotle»dienstlichen Zeiten, unb die Zunahme be» Wirt»hausbesuche« brr Iugendlichen, befonter« Hut zurück — bann verschwand bas Wägelchen an einer Biegung bes Wege». Sic setzt« sich auf bte Deranba Die Sonne strahlt« — Lammerwolkchen, Denen fle nachstarrte, zogen über ben azurblauen Himmel. Die erste Trennung — die erste Trennung! Unb er hatte lachenb von ihr Abschieb genommen — er konnte lachen. Rein, fie wollte nicht meinen. Sie griff nach einer italienischen Zeitung — aber ihre Gebanken irrten ab. «Die erste Trennung — die erste Trennung!" ... Sie las: „Domenica — Eleonore Düse — Antonias et Cleopatra“ — eine groß«, schwarz ringe- rahmte Anzeige. — Die erste Trennung? — Und er lachte beim Ab- schiebnehmen. In diesem Augenblick haßte sie bos Theater — bie Düse ... Dos Abendessen rührte sie kaum an; unb Anita hatte doch 'o im prachtvolles „pollo" gebraten — unb ..Risotto a la Milanese“. „Warum ißt bie Signora nicht? Der Herr kommt boch in brel, vier Tagen wieder .. ." Sie ging früh zu Bett unb schlief mit chllsc einer AbalinpastiUe «in. D" Sonne glitt schon durch die Vorhänge, als sie aufwacht« — Pochte es nicht an ihrem Zimmer, rote manchmal am frühen Morgen? Dar cr boch zurückgekeyrt^ Aber nur Giovannis Stimme fragte sie mtt leisem Schmeichelton, ob die Signora nicht zum Segeln unb Fischen mit hinaus fahren walle. Sie lehnte ab. Auch im Boot wäre er unsichtbar mtt- gefahren. Wie leer bas Haus war — wie leer! vom Garten, wo sie sich zu schaffen machte, hörte ske Anita ein italienisches Liedchen trällern. Sie wollte auch singen. Ihre Kunst, die fie so lange vernachlässigt, würde sie oon allen Gedanken ablenken. Sie übte leite Skalen und Läufe, bann ichlug fie eine ihrer Opernpartien auf: aber bie Stimme klang dumpf unb matt. Sie fühlte (Sr- mÜbung in der stehle . . Auch ein beutfches Buch, ein Rovellendand eines bekannten Autors, lenkte fie nicht ab, machte sie noch trauriger: eine Jugendliebe — 5»ei junge Leute, die die BerhSltniste au* einander brachten. Und fie brach pldtzsich te Tränen aus, bie ihr Erleichterung schafften. (Fortsetzung folgt) i fürH Xr.ZS agung und Untreue zu neun Mo» iiu6)ug c Devisen von 50,1 Prozent e Auslandgrldre nach Deutschlai gerade heu Teil unserer 2lu> von Lehrer Ä. Stricker. 17.45 bis 18.05: ftui» flur» >xr» flure Tamm: 19 10. 2V. tu. Datum: 19. 10. 20. 10. iS. 10. :u. ix Taiuor 19. 10. 19. IC. ,m 10 77T 179 8 61.76 Ittu 'Pf Devisenmarkt Berlin—Iran kfAri a. 7ÜL Telegraphische Ausnahlun«. Riii eSD.2- IC 10» 95.5 f. % s 6 M 13 e».n 16 90 145.5 iitura-flntcnta Jokrt IM .6 IM.6 10 ist, irt- i» in trug Mül wegen 41 65 14.7 87,5 51 8 14.5 und deckungsfähige auf 53,1 Prozent. 176 15.* 1*1 135.3 151 267,5 127 IM i m Lahn-Dill- Die im August ver» o v 7 0 r, Das Mi iriier. Der 8 0 0 0 148 14» 139.5 1W.» 219 i 51 U7 sie 151,6 51 65 14,5 .7 . 8 lo lü ■ 6 1U 10 . 8 10 . 7 16 .8 .9 . U .6 .8 .8 Die Ausl des L*anbmii ein Mitglied Es find wählen: in der P in der P in der P 423 413 Vil Wählbar bd)ülthd) öer nofknidjaitsn «nn \\t tri toi. 2 ter gieichehend^ 6.0 136.5 179 129.75 • Der Erzbergbau gebiet im September. «9. io. \ *o. io? 115 91 U6.3 117.:. 1-6.73 IM.75 299,5 184.5 Letzte Nachrichten. Gn verurteilter Rechtsanwalt. DSR. Frankfurt a. M., 20 Oft. Oma Die Lescsiunde. — 18.30 bi- 18 45: Uebertraguna von Kassel. Die Stunde ..Haus und ®arten » IM 76 411,5 8 1 148 65 140 233 16» 217.4 ISO 15 IM M.6 »34 II 97,"5 107.5 12*.35 168 31.6 114.75 $0 1 t» i;** 25.5 25.13 8.7 12.9 16.6 13,9 TT M n.w i A.78 k.84 6.5 H1.33 .41 •l.M 7.'.95 □Denn man auch die Zwangslage der Reichs- dank anerkennen must, so braucht man gleichwohl nicht den weiteren Früchten unserer CQMrt- schoftSpolitik mit gröberem Optimismus als fett- her entgegenzusel-en. Senn ein Diskont von 7 Prozent, der das Doppelte von den in Holland, in der Schweiz und den Vereinigten Ötaa- . ken behebenden Sätzen bedeutet, wird ganz zweifellos eine erhebliche Summe kurz triftiger Auslandgelder nach Deutschland locken und so '^/v5 Mrtftt 31. .a,-5. ®^n **{ S ,finm ' f«°°n r^r % ’,dt fr, r°n mir» Büchertisch. - Trichter der deutschen Rechtschreibkunst. Rach der Häufigkeit der Wörter Mlu'. 1-Ubr. | Sf.iul-. Mufanp Nm* Ue.-o 146.25 U9 5 U .9 2>6 168 217 4 lie.: 150 5 154.5 -34 119 4 146.75 119.7' L6.I 169 216.64 167.75 150 155.26 136 18*» ?rtr.: Dir ' land* W 13 5.4 sx 116,8 : 636 112.71 Oie Dai tmioungen i Dtefcn uorf Dir Dal 3*ilpunft ö fünften flak Die Wah Kahl nach । üurchzuführer Der Sorfj «aWeiler te brs Ausschuss« tmrikn. 20.05: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissen^ schäft und Technik. — 20.15: Ueberttagung au« dem Mannheimer Belprechungoraum: Kammer- mulik-Konzert. Anschließend: Ucbertragung von Kassel: Heiterer Lieder- und Duett-Abend. Darauf: Ucbertragung von Kassel: SpätkonHert sUnterhaltungsmustt). der Mädchen An kirchlichen Äafwn wurden auf» gebracht 1725. 21 584 Ml. 1926: lS53o Ml. 6r- sreultch ist da« rege kirchliche Vereins leben, worüber Psarrer öaut-Ridda * Deianats- ^rzieknmgsverein), Pfarrer Mernmert-Ober- WldderSheim firner? Mission-. Pfarrer Groh- Langd lAeustere Mission) und Pfarrer Dr. Heyman n - Rodheim «Gustav-Adolf-Bevern- berichteten. Pfarrer Rau- Wallernhausen wurde zum Dekanatsjugendpfleger bestellt. Rach den Rechnungsprüfungen für 1925 und 1926 hielt Pfarrer Vock von Ober-Mockstadt einen Vortrag über ,M oder na Sekten?. Rundfunkprogramm bei Frankfurter Senders. (AuS der ..Radio-Umschau"^ Arritag, 21. Oktober. 13 bis 14 llpt. SchallplattenKonzert, italienische Opern. - 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. — 16.30 bis 17.45: Hausfrauen -Rachmittag, veranstaltet vom Frankfurter Hausfrauen- verein. Programm u. a.: ..Die Gemütsarten unserer Kinder und ihre Vehanblung", Vortrag »28 »6.6 HU lU?fc tzchnckkn . . . ElkmknS L Holst» Irantrabh..... tiabnitotr Mo. . . H'utxrui . . . . , .' rut'dx itrbSl . . tintner S ^utohle CMfrnftnbtntr . ßatpencr..... borft iHkn . . . . al't Ytrgban . . . 915,'z Milliarden furjhnftige noch rund 5 Milliarden langt riftige Aus land schulden auf, die, besonders seitens zahlreicher öffentlicher Körperschaften, in hohem Maste alles andere als produktiv verwendet wurden. Kein Wunder, dah seit einiger Zeit das Ausland den deutschen Kreditwünschen gegenüber etwas vorsichtiger geworden ist. was auf den Grad der Inanspruchnahme der Reichsbank natürlich nicht ohne Folgen bleiben konnte. So ist bekanntlich tn einer einzigen Woche (letzte Septemberwoche) allein der Wechselbestand der Reichsbank um 510 Millionen auf über 2 7 Milliarden Reichsmark hinaufgeschnellt und der Vanknotenumlaus der gleichen Woche um 635 Millionen auf knapp 4,2 Milliarden gestiegen, so dah unser gesamter v-jahlungsmittelumlauf die bisher noch nicht erreichte Summe von 6,15 Milliarden Reichsmark aufwies. Das war In währungspoli tifcher Hinsicht Alarm im höchsten Grade. Run war allerdings dem Reichsbankpräsidenten auher der Diskonterhöhung noch das Mittel der Krediteinschränkung in die Hand gegeben; aber nach den Erfahrungen, die man im Zahne 1925 damit gemacht hatte, enlschloh man sich zur Erhöhung des Diskontsatzes. natcn Gefängnis verurteilt worden war, beleuchtete die Verhältnisse. in Denen sich der Angeklagte in d:r letzten Zeit feiner Anwalts- und RotaritätStätigkeit befunden hatte. Müller vertrat im Jahre 1925 vor dem ReickBentschäkn» gungsamt eine Putzfrau, und er behielt die an ihn auSgrzahlte Entschädigungssumme von 1200 Mark, dir zur Hälfte der Putzfrau, zur andern deren Manne zustand, für sich zurück. Seine Klientin vertröstete er über ein Äahr lang. Endlich erkundigte sich die Putzfrau beim Vormundschaft spricht nach dem Stand ihrer Sache. Hier erfuhr sie dann, dah das Geld längst ausbe»ahlt war. Müller gab ihr später in kleineren Beträgen 330 Mk. zurück. Bei der (Erörterung des Betrugssalles fanden auch Die Beziehungen de« Angeklagten zu dem , Finanzier' Sippach. der kürzlich zu einem Jahre Gefängnis verurteilt worden war. Erwähnung. Müller hatte sich von Sippach eine Reihe Gesättigte.tsak-cp:« auSstellen lassen. Einen solchen Wechsel lieh sich Mütter von seinem Schneider diskontieren, wobei er den Aussteller als »prima, prima" bezeichnete und die Bedenken des HandwerkSmTisters mit der Bemerkung zerstreut dast er. Müller, ja schliestlich für die Wechseliummr hafte. 3n Wirklichkeit aber waren die BrrmögenSv.-rhältnittr des Angeklagten zur Zeit der Ausstellung dcs Wechfels die denkbar ungünstigsten. Ser Ange- llagte war in dem Falle der Unterschlaguna geständig. Wegen des Betrugs verteidigte sich Der Angeklagte damit, dah er über die wahren Vermögens Verhältnisse des Sippach nicht unterrichtet gewesen sei. DaS Gericht u:rurt.HItc den Angeklagten unter Einbeziehung d.-r neunmonatigen Gefängnisstrafe wegen alntreuc und Betrugs $u einer Gesamt aefängnisstrase von einem 3 o 6 r. Die Fähigkeit, ein öffentliches Amt zu belleiden, wurde dem AngeVagtcn auf fünf Jahre aberkannt. l£ «...... trrnmann ..... ClTtr. üufminaen . t'idlt unb Rrjft . . . V- Urn .t (Viudtaume ®f , \ah des rttI’ unf< auf 2013,3 Millionen Mark zugenommen: die Zunahme entfällt auf die Bestände an dcckungs- sähigen Devisen, welche um 5.6 Millionen auf 161,7 Millionen Mark angewachsen sind, wahrend die Goldbestände sich um 242 000 Mark auf 1851,6 Millionen Mark verringert haben. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 46,2 Prozent in der Vorwocl>e auf 48,8 Pro- Kent, diejenige durch Gold ' ' ' SHSm Huf 0nini Sraosstnich^ un) foriunirtp r. jaiiung > Sirtlduh m jndjnti? Mrd) usn Dahllnl- y Urner Ser schnstm über ®irtid)aititd)en tvmnigiNeii bis pn» 5fllT tertd)tiflk Dr< «reinterenter flut die 1 wif# ich h'" 1 WSSl'I-n J 3n ter P> »frwmmlunfl SltfllltÖ unb «chlagslisten is Siehen Der Dahil i? W-tcry.acrf! Wr-cnst- •. d gcrace_ den Teil unserer Auslmidverschuldung, der währungspolitisch am allergefährlichsten ist, noch weiter ausblähen und die deutsche Kredit- luslativn wachsend verschärfen. Somit also wird einesteils das gerade Gegenteil von dem erreicht, toa« Dr. Schacht erreichen wollte. Aber wie gesagt, sein Weg nxtr ihm gewiesen. Zu kupze Kapitaldecke, v.-rschwenderische Schuldenpolitik, steigende Zinssätze, Verteuerung der Pro- durtion, steigeirde Preise, sinkende 5 die tebtrerige. oft unlogische deutsche Recht »chretdung aemetNe« werden kann. 3m Gegensatz zu fast allen orthvgraph-'chcn Büchern, die sich fast aus- schüeb'.tch mit den Defonderheiten der deutsches Schrift! prachc befassen, ist hier eine Aiethode befolgt, welche die Häufigkeit der einzelnen Wör, ter untrer Scheiftt'vrache berücksichf.gt Dir erfahren die verblüftende Lattache, dah 10 SOmer« un'eres gesamten Lprachgutes durch mrt bwi * Heine Wörter bezeichnet werden. 25 Prozent machen zwölf weitere Wöner au«, und die 66 häutigsten Wörter stellen bereit« mehr als die Hälfte der täglich angewandten Rede dar. Diele neue Methode nimmt dem Lehrenden eine bedeutende Bürde ab und hilft dem Lernenden, 'ich die komplizierte, oft geänderte deuttch? Orthographie test und unvergehlich einzuprägen. Ohne Zweifel wird durch die Benutzung btefc« Wecke« viel Zeit. Verdruck und mancher 3rrtum erspart, 509 ^ranffurta. 11. Schlich Uhr. Kur* Hurt Verhandlung vor dem Drohen SchSsfengertcht, die sich wegen Unterschlagung und Bern den RechlsanwaU August eie, der vor einiger Zeit schon D» •Rfi(tj#vv -Bant uii)it •doibff fl V W abQ 6orfrtral-Cb. Frankfurt a.M.^ Berlin bi Cbcrf<6ltl. ÄotiBcrfr . . .e vbftnr tkrjtau f >/, I 3 Bt^uvkodkrn . i iHbriimahl .......v ^ilrbtd -Kontin.......« ^frrint^CtJbUD. f. I 2 Äcli fl^tbertltb^u ... *. io .1^htlkr!cr*grln .... lt> «alltjxrf ecutxrtimb . . inbuftru . tü >klei ilrtmkfurta D) t Uhr- Wut» flurt hältnismähig günstigen Absatzoerhältnis'se für die Eisenerze aus dem Lahn- und Dillgebiet einschließlich Oberhcssen haben auch wahrend des Monats September zum Teil noch angehalten. Jedoch macht sich schon bei der Förderung und dem Versand eine schwächere Nachfrage geltend. Der bevorstehende Ablauf der Staatshilfsaktion erfüllt die Bergbautreiben, den mit großer Sorge, da noch nicht abzufehen ist, ob und welche Sicherungen für die Erhaltung der wiedergewonnenen Absatzgebiete bis dahin erreicht werden können. Die bisherige grundsätzlich ableh- nende Haltung der Retchsbahnhauptverwaltung, dem Bergbaugebiet an Lahn, Dill und in Oberhcssen wei- tcrgehende frachtliche Erleichterungen zu gewähren, läßt in dieser Richtung nur wenig Hoffnung. 'EisenwerkeBuderus, Wetzlar. In der Auffichtsratssitzung der Buderusschen Eisenwerke berichtete der Vorstand über das Ergebnis des ersten Halbjahres 1927, dessen Abschlußziffern befriedigten. Die (tzesellschasl ist zur Zeit in allen Abteilungen ausreichend beschäftigt. Es darf, soweit sich die Ver- hältnisse bis jetzt übersehen lassen, für das gesamte Geschäftsjahr 1927 mit einem befriedigenden Ergebnis gerechnet werden. . Mitteldeutsche Ereditbank. In der Aufsichtsratssitzung der Mitteldeutschen Ereditbank wurde der Abschluß für das erste Halbjahr 1927 vorgelegt. Die Entwicklung des Geschäfts und die Ergebnisse waren befriedigend. Berliner Börse. Berlin, 20. Oft. Die Haltung der Börse ist heute sehr uneinheitlich. Im Vormittagsver- kehr war sie ziemlich freundlich, die Vorbörse zeigte überwiegend jchwächere Tendenz, und der offizielle Beginn brachte eine recht geteilte Haltung, war aber eher befestigt. Die seit gestern eingetretene Ln t - 'tft’tttrr OfUncrtn . C'eibffbtrjtr Uemtaf . . utmrut .'rdk>kuttch.r tlocb . . 6 511J I cuilch, Sredtlanft.. io arm r B .ii.lv« rein io nali.-ur Ha-^! 'i.,ftonbanf Nd<ß#banf vir s 16 17" IM ) 1 V'4 .■> :J Uü 120 IC 17,4 7.9 161.25 174 — 171.5 — • »4,24 «4.^ S0.35 -C< 134 118.5 119 119 87 *» «.5 IM. 2'h 19. C-hbr. M». Cftbr. LmtUchr r.cti.rauj taultchc .'.oturuaä t*ruf v-10 #.l* un.y; 113.19 no.M HU.*4 •loixnbcatn HZ.' 3 «12, .-7 112,19 m.ii etcTiolm «IC.M »12.78 112,71 ii.,* f 0.391 0.448 ’.'lanxrt . . 4.179U 4.187'1 l.llk* 11.423 <.i»a Yarifl.... Lchwrit . . -6,40 16.44 1 ■9,62 0,7° •0.71 1: Ctkirtrn . 71.61 7132 71.99 73.(1 ^>!van . . - •Nu d< Jar i.*43 1.917 1.745 ••-J15 C.3W3 ..5015 Fütra in T - Ccft. aiflt- Vrcd . . . 69.09 IX.407 *,95 13,403 .TA t'fnaf - 7.37.' 7.M6 7.873 7.M- Sti-artQ . 7*. 10 73,24 7t, 17 r-,71 »Pnl.iarwn -.021 5.03-1 3.V27 -^.73 J.77 .0,79 -u.'Z 2--1-Q. • - r- *1.37 51,43 *1.41 21,* Äi r.ttS :,eu 2..Y 5.406 5.544 ..M (Lrr -.fra . 4.184 6.112 .-.s O.W llram«, - (Lain . . 4:ät 4-M4 M.925 -Ä '6-rlm. »9 fr 1,1 K *nt- Wrn nian.loW;» »telackche Äotm , . . | 47H3 M.U uiilet Xtrtea . , . . . 7*. . . | ütt