1 Dienstag, 19. M1927 177. Jahrgang Rr. 166 Erstes Matt Die Krisis in Oesterreich Das Spiel mit dem Feuer 18. Auli- Was Wien und was auch die österreichische Regierung hinter sich hat, ist ein Ritt über den Bodensee gewesen. Es hatte nicht Diel gefehlt, dann wäre dieser ganze Staat zusammen- aebrochen unter den Hammerschlagen. die von der sozialistischen Partei gegen ihn geführt worden sind. Die Sozialdemokraten fühlen die moralische Verantwortung, die sie an dem Blutver- gießen tragen, selbst sehr wohl, sie geben sich deshalb alle Mühe, die Schuld auf die Kommunisten abzuwälzen. Das mag für d8,66 «,8b 12,13 12,86 10,62 2,933 i),466 1,216» 6,51 4,1 72,1’ 1,98« o.B 69,37 .2,593 7 422 73,4? Ä 5,606 !'.Ä Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vn Tr für Justiz in Oesterreich". Auch er W Deutsch- also die Analogie der Fälle, die sich er* cvelde | geben kann. Sie liegt ja auch zu nahe, da die selbst am meisten beklagte Folge des durch den Vertrag von Versailles vorgeschriebeneii Berufsheeres bezeichnet, das seine Waffen zudem von einer ganz kleinen Anzahl konkurrenzloser Fabriken beziehen muh. Im übrigen ist Herrn de Broqueville auch dabei ein recht erheblicher Irrtum unterlaufen. Das Budget der Reichswehr für 1927 beträgt nicht 6/10 der Heeres- ausgaben von 1913, sondern nicht ganz 1/3. Schließlich wird in der Antwortnote noch erwähnt, daß die wesentliche Erhöhung des Marinebudgets von 1927 gegenüber dem von 1924 sich aus dem Charakter des letzteren als Rote tat erklärt, der am Schluß der Inflationszeit mit einer auf die Dauer nicht möglichen Knappheit ausgestellt worden war. Vor allem sind aber die Ausgaben im neuen Etat tesweg n besonders hoch, weil die Deutschland belassenen Schiffe s ch on im I ah r e 1 9 1 8 r ö l_I i g u berat tert waren, so daß nunmehr für megiere Kreuzer Bauraten angefordert werden mußten. Diese Schiffsbauten blieben aber vollständig 1 m Rahmen des Versailler Vertrages. gestiegen. Die Einberufung des Nationairats. Wien, 19. Juli. (WTB. Funkspruch.) Amtlich wird mitgeteilt: Lieber den Zeitpunkt der Einberufung des Rationalrates ist noch feine Entscheidung getroffen. Der Bundeskanzler hat mit dem Präsidenten des Rationalrates, der gestern nachmittag bei ihm' erschienen war, verembart, daß nach der tatsächlichen Wiederaufnahme des Verk^hrsdienstes mit den Parteien Fühlung genommen werden soll, um den Tag für den Zusammentritt des Ra- ttonalrates festzusetzen. Zahlreiche Verhaftungen in Wien. Wien, 19. Juli. (WTB. Funkspruch.) Die „Reichspost" meldet: Gestern wurden von der Wiener Polizei zahlreiche Leute verhaftet bei denen festgestellt wurde, dah sie mit den Aufreizungen am Freitag und Samstag in mittelbarem oder unmittelbarem Zusammenhang stehen. Darunter befinden sich auch b u l g a r i s ch e S t u- ö ent en, die sich offen als Anhänger der kommunistischen Partei bekennen. Lieber ihren Aufenthalt während der Demonstrationen machten sie widersprechende Angaben. Unter den Verhafteten soll sich auch ein preußischer kommunistischer Landtagsabgeord- neter befinden, weiter angeblich ein Vertreter der Berliner Sowjet-Handelsagentur, der zur Zeit der ungarischen Räteregierung eine Rolle spielte. Der Kommunist Pieck in Wien verhaftet. Berlin, 19. Juli. (Priv.-Tel. des G. A.) Der kommunistische Reichstagsabgeordnete P t e ck ist gemeinsam mit drei Parteigenossen m i t einem Flugzeug der Lufthansa nach Wien geflogen, wo er aber bald verhaf - t e t wurde, so dah er nicht in Tätigkeit treten konnte. In der Presse wird diese Vorsorge, der Wiener Polizeibehörden begrüßt, andererseits wird aber gefragt, wie die Lufthansa, ein vom Staate subventioniertes Privatunternehmen, Kommunistenführem ein Flugzeug zur Verfügung stellen konnte, damit diese auf dem schnellsten Wege nach Wien zur Anfachung des Aufruhrs eilen tonn len. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lufthansa gegen diesen sehr berechtigt scheinenden Vorwurf verteidigen wird. Die Schäden im Iustizpakast. W i e n, 18. Juli. (WB.) Die durch den Brand des Justizpalastes obdachlos gewordenen Gerichte und Behörden haben sich im Gebäude der früheren Oesterreichisch - Ungan- sügt wurde, daß die Gemeindeschutzwache be etwaigen Vorkommnissen nicht etwa selbständig vorgehen kann, sondern sich an die Polizei wende«' soll. Heber die Verfassungsmäßigkeit dieser Einrichtung wird später zu sprechen sein. Allerdings sei es eine Tatsache, daß nach der Verfassung tei Gemeinden die Haltung einer Gemeindepollzci zusteht. Weiter wird aus dieser Quelle erklärt, dah in der nichts ozi a l dem0 kr atischeu Bevölkerung durch die Bildung der Ge meindepolizei Beunruhigung hervorge- rufen worden sei, weil man darin einen Versuch zu sehen glaubt, um auf Umwegen zur Bewaffnung desrepublikanrschenSch uh- bundes zu gelangen. Die Beunruhigung habe auch auf die Polizei übergegriffen. Deshalb habe die Polizei ihren Organen zur Kenntnis gebracht, daß der gesetzmäßige Aufgabenkreis der Bundes- polizei in keiner Weise beeinträchtigt ist. -Maa.) einer Meldung des .Vorwärts" aus Wien ist die Gesamtzahl der Todesopfer in Wien auf 87 Oesterreich geführt haben. . .. schaffen halsen, in der eine solche Explosion möglich war. Sie haben mit dem Feuer gespielt, solange bis die stammen schließlich über Wien und den Justtzpalast zu- sammenschlugen. Änd das ist die Warnung, die sich nicht nur die österreichische Sozialdemokratie, sondern auch ihre deutsche Schwester aus diesen unheilvollen Tagen ziehen sollen, dah es nicht geht, dauernd die Massen aufzuhehen um politischer Ziele willen, in der Erwartung, daß man nachher stark genug sein würde, die, Bewegung in der Hand zu halten. Eine Kugel, dw den Lauf verlassen hat, vermag auch der uartj.e Mann nicht mehr auszuhalteii, und Die Voltsleid enschaften, die durch die systematische Verhetzung einmal zum äleberfließen gebracht sind, reißen alle Dämme der Vernunft hinweg. Der .Vorwärts" dagegen will aus der Erregung der Wiener Arbeiterschaft eme Mah- 0 0 . . zr> • r. 1 t___am Xah Vir> iwyrr 168,52 1 1,786 । .18,48 । 108,59 112,54 \ 112,64 10,593 22,82 10,4! |>5 ' 16,1» •0,991 71.8' 1 l,98o >9,14 |2,4< 7,3« i 73.34 J.O« jfl.lS 41.44 .,158 a,6Ü !,zO«J 1.13’ 0.95 von einer .....v v _ tenj des erweiterten Parteivorstandes und der ®e- werkichaftskommission ist dem Vorschläge des Partci- vorstandes auf die Einstellung des Verkehrsstreiks beigetreten. Der Abbruch des Verkehrsstreiks ist, den Weisungen der Sozialdemokratischen Parte, und der Gewerkschaftskommission entsprechend, um Mitternacht in vollem llmfangedurch- geführt worden. Die Arbeitsaufnahme vollzog sich überall glatt. Rach den bisherigen Meldungen ergaben sich nur in Tirol Schwierigkeiten, wo die Eisenbahner auf einigen Bahnhöfen den Dienstantritt verweigerten, weil die Landesregierung diese Stationen von Militär und Gendarmerie hatte besehen lassen. Ls ist aber anzunehmen, daß diese Verzögerung nicht von langer Dauer ist. In einer Mitteilung der Generaldirektion der Bundesbahnen wird ausgeführt, daß von Dienstag r ü h a n alle fahrplanmäßigen Schnell- und Per- onenzüge wieder verkehren. Natürlich ist der Ansturm, namentlich auf Telephon und Telegraph, zuerst außerordentlich stark. Trotzdem wickelt hdjf der Verkehr den Verhältnissen entsprechend recht gut ab. In ter gestern abend erschienenen Extraausgabe der „Arbeiterzeitung", die von dem Parteivorstand ter Deutschösterreichischen Sozialdemokratie und ter Gewerkschaftskommis- ion unterzeichnet ist, wird ausgeführt, daß ter Beschluß der Arbeitsaufnahme in den Verkehrsbetrieben. ohne dah irgendwelche Vereinbarungen mit ter Regierung abgeschlossen waren, gefaßt worden sei. Der Verlehrsstreik sei nicht nur zum Zeichen tes Protestes, sondern vor allem auch deswegen proklamiert Worten, um ter Reaktion zu zeigen, daß die Arbeiterschaft kampffähig sei. Seither habe sich die Lage geändert: .Der eintägige Proteststreik ter übrigen Arbeiterschaft ist beendet. In den Straßen Wiens ist seit Sonntag wieder Ruhe eingekehrt. Die Schießereien haben aufgehört. Die Wiener Gemeinteschuhwache ist formiert. Wir erachten daher die Fortführung des Verkehrsstreiks nicht mehr für notwendig." Als Grund der Einstellung des Derkehrs- streiks wird noch weiter angegeben, daß bei längerer Dauer des Streiks infolge des Stockens der Rohstoffzufuhr viele Betriebe eingestellt werden müßten. Ferner erfordere Die Sicherung gegen weitere Pläne der Reaktion ten Zus ammentritt des Parlaments, ter erst nach der Beendigung tes Verkehrsstreiks möglich ist. Der Aufruf spricht schließlich noch die Erwartung aus, daß der Beschluß der Ar- teitsaufncchme ebenso diszipliniert d rhgeführt werte wie der Beschluß zum Streik, und dankt ten Eisenbahnern, Donauschiffern, Post-, Telegraphen- und Telephonangestellten für die Beweise von Solidarität und Disziplin. Die Lage in Wien. Regierung und Gemcindeschutzwache. B e r l i n , 18. Juli. Heute vormittag herrschte in den Straßen Wiens ziemlich normales Leben. Die Geschäfte sind wieder geöffnet. .Die städtischen Gebäude sind von der neugebildeten republikanischen Schuhwache beseht. Streikleitung, So- zialdemokratte und die Gewerkschaften haben iede Demonstration abgeblasen. Von den 252 während der Unruhen Verhafteten sind die meisten der Widersählichkeit angeklagt, ein Teil wegen Plünderung oder schwerer Kör- perverlehung; vier Brandstifter wurden auf frischer Tat festgenommen und zwei Aufrührer, als sie auf Bahnpolizisten schossen. Unter den Verhafteten befinden sich viele Kommunisten, darunter auch eine große Anzahl russischer und ungarischer Emigranten. Die Verteiler kommunistischer Flugblätter wurden verhaftet. Die Polizei beanspruchte bisher keine Unterstützung durch Truppen. Wie der Sonderberichterstatter tes Wolffburo von Regierungseite erfährt, ist die Gemein de- Dah die Kosten für ten Unterhalt der Reichswehr sehr erheblich sind, wird anerkannt, aber als eine von der deutschen Regierung 'sten beklagte Folge des durch von Versailles vorgeschriebenen S 8 biAaui ? A Mo fr U »ÄJ ■av.fai'ft lnmus 2 "W bchucke/i' .M bohlte den, S'n ic-T d°s * m ^icegt? * 23,50 bi/26 tfe mKnü,, ealp-ro *W 31,15 b>3 v S-'° 14«®,rnbfaaö 'Uä'.3/’ Sm' * J Kilogramm. flachtvjehularkt, iik1LM 8o Ochsen, ?8 430 Kalber; 54 Schaft -dvllfleischigr, ausge- Dects lung-re 63 bis 63 | jüngere w5l’uJBu en: längere, chlachtwertS 58 bis 63 er ausgemästete 54 bis Wm höchsten Schlach'- e dollsleischige oder aus« Wge 38 bis 44. gering irfen (Sülbinnen, tzung- ausgemästeie, HWen vollfleischige 55 bis 61, älter: test? Mast- und ittlere Mast- und Saug» 15c Kalter 55 bis 64; d jüngere MWmmel, Stallmast 40 bis 4<; ter 300 Pfund Lebend- öchtoeinr von 200 bis l 58 bis 60, dollsleischige is 200 P'strad Lrbendg> ge Schweine von ca. 120 ewicht 51 bis 59. Marit- ig rege, zum S^uh ab- Kleinvieh langsam. Me 'auft ■r Börse. mHvetkchr. WIL. Funkspruch.) !te j ist die GninHimEnc is melier freundlich. .Di. leinen sichtbaren Einfluß rben eher eine Sieinigieil >n (ca. 320) und verwand!: 'Interesse zu bestehen. Am 1 Paris 124,02, Mailand mb 4,8550 Üs 4,8555. ertifd)« istorisch-poUtilche 1926. (Stuttgart, tei im 19. Jahrgang fete Z ter sich mit Politik tel« $ Dort zu wrheren lJ velde gehabt hat. die zweifellos beide ihm nahe- aelegt haben, sich scharfer Ausfälle geaen Deutsch- land zu enthalten. Ramentlich Van der velde . ----- ------a. . ... Tnat soeben erst Mühe genug gehabt, Entglmsun- Mittel, mit denen dre deutsche Sozratoemokratre aen des belgischen Kriegsministers de Bro q u e- arbeitet, ganz ähnliche srnd. Denn auch wrr smd ville in echt Voincargschem Geist mit Materral, ja heute schon so wert, daß in Deutschland kern Has seine Herkunft ans der Umgebung Porn- Richterspruch mehr möglich ist, ohne daß, Wenn er car<5s nicht verleugnen konnte, einigermaßen aas- form Willen der Sozialdemokratie, nicht gefallt, zugleichen. Und gerate während die Feier rn heftige Angriffe gegen die Klasftnzustiz und die Laeken statttand. war die zweite deutsche Rote reaktionäre Meinung der deutschen Rrch^r er Darüber unterwegs nach Brüssel. Unter diesen folgen. Mit dem Ergebnis, daß das T^rtrauen Umständen ist die Rete Poincarßs im Vergleich 8ur Rechtspflege in Deutschland zrelbewuht unter» n, feinen sonsttgen oratorischen Leistungen ziem- graben worden ist. Gewiß, auch Richter srnd ?ich zahm ausgefallen. Er hat sich sogar unter Menschen, auch Richter können sich rrren sie dem ^starken Eindruck, den die Reden Strefe- sind in ihrer Urterlsbrldung von den Einflüssen manns in ter ganzen Welt und bei ihrer geistigen Entwicklung und ihrer Umgebung vernünftigen Franzosen gemacht abhängig, aber der Wille,zur Obiektrvr- batten zu ter Erklärung veranlaßt gesehen, tat ist doch ganz sicher bei ihnen vorhanden. Frankreich und Belgien wollten ihre Politik der Sie tragen ein schweres und verantw^tungs- Annäherung der Völler fortsetzen und ihre Ern- volles Amt, uick) dieses Amt verpflichtet fte stellungzur Politik von Genf und Locarno habe Mdu, ohne Ansehen ter Person und ohne Mick- fich nicht geändert. Daran schloß er Bemerkungen^ sicht auf die Folgen tes Utteil zu frechem die er wahrscheinlich für ganz außergewöhnlich Was aber m Wien geschehen und was auch friedfertig gehalten hat. Er begrüßte es nam- ^ei uns angestrebt wird, das ist die A us lich als ein Zeichen der Entspannung, daß Deutsch- schal tun g der unabhängigen Rechtspfl^eund land durch das Schleifeii der Ostbefeftrgungen ^re Beeinflussung durch den Terror der Massen, seinen Verpflichtungen nachgekommen sei. Sie Wiener Arbeiterzeitung ist daran ge- Hier also liegt die eig entliche Ant- gangen, die Geschworenen, die daS verhangnis- . wort auf die rethorische Frage Stresemanns — volle Urteil von Schattendorf gefallt haben, nach freilich eine Antwort, die so dürftig ist, wie nur ihrer sozialen Stellung zu gruppieren ^d zu irgend tentter und die in ihrer ganzen Ge- analysieren. Sre uberfteht dabei aber doch daß zwungenheit der ganze echte Poincare ist. Man es sich um ein V 01ksgerich t handelt um kann chm fast aus der Entfernung nachempftn- ein Volksgericht zudem m einer Stadt, wo die den 'arie schwer ihm dieses geringe Entgegen- Sozialdemokratie die absolute Mehchett hat. Wenn kommen geworden ist. Viel echter und aufrich- das Ergebnis solcher Vorbedingungen eine blu- tt^^>a? ter ftanzösische Ministerpräsident in tige Revolte ist, nur weil die Straße rmt einem ter Foriietzung diese« Teils seiner Rede, wo er Urteil nicht einverstanden ist, dann wird damit bttonte teh Frcmkreich eine geregelte Z ah- indirekt nur bewiesen, wie notwendig es ist lung der Reparationen und Garan- daß die Beruftmg und ore Amtsfuhming tes Ee. $£mitftoarCer ^iete? ^in ftinem^ichtigm ^gmd^elchen Einwirkungen Der' Masse. ge^met,^ als er dazu übergehen konnte. Es ist Abbruch des Verkehrsstreits, also eine Antwort auf die Stresemannsche Fra^e, 18 Juli (WTB.) Wie der Sonderbe- keines falls -in- ^oifbuKau. erW. bat »er Bor- irgendwie genügen k0nntL Man muß Sozialdemokratischen Partei der Sitzung vielmehr nun erst recht von neuem und m erweiterten Parteivorstandes und der Gewerk- größerem RachDruck fragen: „Quo vadis Fran fchnftskomrnission vorgeschlagen, den Streik dec Ver- Die eigentliche Veranlassung hierzu gibt der u»_rJ" .........— erste Teil der Poincar6schen Rete. Da wandte er r hör sich mit seiner ganzen Leidenschaftlichkeit gegen zäher Arbeit bedürfen wird, um ^e Eusi cht der das Ergebnis der sttllen Arbeit, die in den letzten Menscyhett so weit zu bringen vatz1 ihr di<: U n Jahren von verschiedensten Seiten in der Er- s i n n l g t e 11 teö Vertrag«?J>on. fnrfäuna der wahren Ursachen des all seinen unsagbaren Folgen klar vor Augen Weltkrieges geleisttt worden ist. Die Ameri- steht. Dann wird die Weltgeschichte ub?- emm Zner Barnes, Johnston, Borah u. a. haben soviel kleinen^Gerst- Material zutage gefördert, daß unbefangene dann wird das Werk der Revision jener 4>er Leute heute nicht mehr den geringsten Zweifel träge vollendet werden. Bllitv'ergieß ens ^heißen: Belgien und die Reichswehr. c6aerr sichS?Tic Antwort an «roqucbUk. Paris in der Entfesselung des Weltkrieges zu- eiflenet Drahtbericht des .Gießener Anzeigers", fanimengefunden hatte, von einer Legende zu 1Q ~uli belgische Kriegs- sprechen die sich allmählich zu bilden begonnen! Berlin, 19. >auii. e-er oeig 1 , . ° hate um mit ihrer Hilfe die Grundlage ter Ber- Minister be Dr 0 quevi11e battevor krnze träge (Versailles. Trianon und St. Germain) zu bei der Begrundung tes belgischen Heer erschüttern. Er fühlt aanz genau, dah die Welt- reformgesehes in d^^^usseler Kammer erklär, aeschichle nicht stehen bleibt und daß dereinst der daß bei der Reichswehr ^sttmmung. Tag kommt, an d-m diese Verträge zusammen- des FriedLnsvertrages m vielfa^r Bez^ h g^. stü^en Das moralische Fundament des Vectra- namentlich durch v vrzerti g e Entlass ges^von Versailles^bildet für Leute vom Schlage gen, umgangen wurden. D^tschland sck^ffe sich ^ieincarcs noch immer die Legende von Deutsch- auf diese Weise große auSgeteltek , lanbä Schuld qm Kriege. Das ist die eigentliche bestände Die Re'chs^gierung hat darauf du ch schuhwache ohne Zustimmung der Re gierung aufgestellt Worten. W^in von einem Einverständnis mit der Polizei die Rete ,5oet prooirn eingeiauitu ,...u ....u ift, fo b-dcutet die« l°Liglich datz di- AuM-llunc ent. — ' (McitT — —iöTäT 168,76 22.93 1118,43 59.18 2,605 112,42 80,90 71,80 12.451 73.14 I Nothilfe Personenzi den. Die Heimwehr in S Innsbruck vollzog sich heute nackt folgendermaßen: Um 2.15 Uhr marschierten auf dem Bahnhofsplatz Alpenjäger mit Maschinengewehren, Gebirgsartil- leris und eine Kompagnie Heimatwehr auf. Der Bahnhof wurde u m st e l l t und unter dem Schutze des Militärs rückten ungefähr 100 Gendarmen auf dem Bahnhof ein. Die Streikleitung sowie die Mitglieder des Republikanischen Schutzbundes, die den Bahnhof bieder beseht gehalten hatten, zogen widerstandslos ab. In ähnlicher Welse vouzog sich die Besetzung aller übrigen Bahnhöfe des Landes vollkommen reibungslos. Bereits in den ersten Vormittagsstunden konnten mit HUfe der Technischen ,en und poetischen Gaben gewannen ihr bald die Zuneigung der Gesellschaft. Später verbrachte sie drei Winter in Paris, wo sie ihr zeichnerisches Talent ausbildete. Sie machte hier gute Fortschritte, und in der Tat hat sie sich chater mit Erfolg als geschickte Malerin und vor allem als witzige Karikaturenzeichnerin belangt. 3n Paris lernte sie auch einen polnischen Maler, den Grafen Markiewitz, kennen, der in Paris ein Atelier hatte. Bald darauf wurde sie seine Frau. Als gereifte Frau kehrte fie nach Irland ecfr iln 3ahre 1908 trat sie in die polnische Arena ein. und von dieser Zeit an stand Maoame Martiewitz, wie die Gräfin in Dublin genannt wurde, im Mittelpunkt des politischen Kampfes. Je länger sie in Dublin lebte, und je tiefere Emblicke sie in das unsägliche Elend nS 6cwann, desto energischer äußerte sich ihr Wille, den Armen zu helfen und der Sache oer Freiheit eine Gasse zu bahnen. Daneben suchte sie das Elend, soweit es in ihren Kräften Ranö, zu lindern, und im Jahre 1913, dem ^0^ 063 LarttnstreikS, der über die Frauen unK?lnI>cr Arbeiter grenzenloses Elend heraufbeschwor, hat sie sechs Monate hindurch 600 Ander aus eigenen Mitteln Tag für Tag be- xomgt Empört uoer die britische Ausbeutungsund älnterdruckungspolitik war die Gräfin schließ- öu den Srnn-Feinem, der nationalistischen ^ampfparte', übertreten und focht hin- mer Obersten Reche der Feinde Eng- . ©tum auf die Festungswerke opn Dublin in denen sich die Sinn-Feiner gegen die stürmenden britischen Truppen verteidigten, war die Gräfin die letzte, die sich übergab Als von. Kopf bis zu Fuß in Grün gekleidet, fd^.tt fie an der Spitze üdv 120 Mann, nachdem oje Verteidigung der von ihr gehaltenen Vo^° ->on unmöglich geworden /war, zrun Tor- ''pr Fe ung heraus utd übergab sich und ihr 2e ic" na.pem fie ihren Re-einer gekü t hat .- • scheu Dank in der Herrengasse vorläufig em- , gerichtet. Durch die Vernichtung vieler Strafakten wr Iustizpalast sind auch viele Revisions- anträge gegen Urteile vernichtet worden. Die in Frage kommenden Verhafteten laufen nun Gefcchr, übermäßig lange in Haft zu bleiben. Die Regierung wird daher dem Rationalrat ein R 0 tgesetz vorlegen, mit dem alle noch unerledigten Straffachen einer beschleunigten Behandlung zugesührt werden. Das Gesetz dürste auchiieAufhepung derälntersuchungs- haft zulassen. Der Schaden, der durch die Un* ruhen der letzten Tage verursacht wurde, läßt sich nach Auskunft der amtlichen Stellen ziffernmäßig nicht angeben. Zum Glück ist es gelungen, die Registratur des Grundbuches unversehrt zu erhalten, so daß die Aussicht besteht, das neue Grundbuch bald wieder herzustellen. Die Stellung Italiens. Maßnahmen an der Brenner Grenze. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". Berlin, 19. Juli. Die in der europäischen Presse aufgetauchte Nachricht über Jnterven- tiouspläne Italiens im Zusammenhang mit den Unruhen und dem Streik in Oesterreich ist zwar von amtlicher Wiener Stelle dementiert worden, und auch die Agenzia Stefani hat die Meldung von der italienischen Drohung, den Transitverkehr von Italien nach Deutschland unter militärischer Bedeckung erzwingen zu wollen, richtiggestellt, allerdings in einer sehr lahmen Erklärung. Richtig ist, daß nicht die italienische Regierung mit berf militärischen Intervention in Tirol gedroht hat, dafür hat aber das italienische Armeekommando am Brenner eine derartige Drohung in einer Verlautbarung des italienischen -Kommandanten in sei- | nem Korpsbereich ausgesprochen. Das Eingreifen der Tiroler Landesregierung in den Ver- kehrsstreik unter Hinzuziehung der Tiroler Heimatwehr und der Technischen Nothilfe zur Sicherung des Transitverkehrs ist darauf zurückzuführen, daß' man Mussolini auch nicht den gering st en Vorwand geben dürfe, billige Lorbeeren durch einen Einmarsch in österreichisches Gebiet zu ernten. Daß sich die Besetzung der Tiroler Eisenbahnen und die Aufnahme eines Notverkehrs reibungslos vollziehen konnten, ist ein Zeichen dafür, daß auch die j Führer der Sozialdemokratie in Wien die Gefahr : erkannt haben, die von feiten Italiens droht. fie' zu lebenslänglichem Gefängnis begnadigt, nach einem Jahre aber bereits amnesttert. In der Hast war die Gräfin nicht versöhnlicher geworden; |"V setzte vielmehr den Kampf fort und erlitt des öfteren erneute Gefängnisstrafen. 3m 3 ah re 1918 wurde sie als erste Frau in das britische llnterh aus gewählt, nahm aber ihren Parlamentssitz nie ein, weil, "sie dem Erbfeind ihres Landes keine Konzessionen machen wollte. Die neuen Postgebühren. Annahme der Borlage im Arbeitsausschuß. Berlin, 18. 3uli. (Wolff.) Der Arbeitsausschuß des Derwaltungsrates der Reichspost begann heute die Beratung der neuen Post- gebuhrenvvrlage. Reichspvstminister D r. Schätzt hielt eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: Es geht nicht mehr weiter an, daß die Reichspost für ihre gewaltigen Ausgaben 100 Prozent bezahlt und dafür Gebühren bezieht, die im Durchschnitt nur etwa 60 P rv- zen t des Friedenswertes darstellen. Der größte Teil des ungedeckten Bedarfes der Post ist durch die Erhöhung der Beamtenbesoldung, Mietpreissteigerung und Lohnerhöhungen erforderlich. Die Behandlung der Postgebührenordnung in der Oeffentlichkeit läßt den gerechten Maßstab vermissen. Auch Reichsbahn, 3ndustrie, Handel und Mittelstand haben inzwischen oftmals ihre Preise in ganz anderen Zahlengrößen erhöht. Man versucht, einen Keil zwischen mich und den Reichstag zu fretben. 3ch habe das Bewußtsein, nichts versäumt zu haben, was meine Stellung als parlamentarischer Minister vorschreibt. Der Reichstag wußte, daß per von ihm eingesetzte und hierfür zuständige 'Verwaltungsrat die Einbringung einer neuen Vorlage in kürzester Frist gefordert hatte. 3ch habe dem interstaktionellen Ausschuß und dem Hauptausschuh leinen' Zweifel darüber gelassen, daß ich aus zwingenden finanziellen Gründen die Vorlagen sobald wie irgend möglich einbringen müsse und werde. Dies erfordert die Finanzlage der Reichspost gebieterisch; jeder Tag des Wartens bedeutet für die Reichspost einen Verlust von 700 000 Mark. Der Arbeitsausschuß hat dann die Gebührenvorlage der Post erledigt. Dabei hat er die Erhöhung der Ortsbriefgebühr für Orte mit über 100 000 Einwohner auf 15 Pf. abgelehnt, dagegen das Ortsbriefporto allgemein aus 10 Pf. (anstatt der vorgeschlagenen 8 Pf.) festgesetzt. Er hat ferner beschlossen, dem Plenum des Verwaltungsrats folgende wichtigeren Gebühren vorzuschlagen: Briese im Ortsverkehr bis 20 Gramm 10 Pf., Briefe im Fernverkehr bis 20 Gramm 15 Pf.; Postkarten im Ortsverkehr 5 Pf., Postkarten im Fernverkehr 8 Ps.; Drucksachen in Form einfacher Karten 3 Pf., Drucksachen bis 50 Gramm 5 Pf.; Geschäftspapiere, Warenproben und Mischsendungen bis 150 Gramm 15 Pf.; Päckchen bis 1 Kilogramm 40 Pf. Für Pakete werden an Stelle der bisherigen drei Zonen fünf eingeführt. Erste Zone bis 75 Kilometer; Gebühr bis 6 Kilogranmr 50 Pfennig, für jedes weitere Kilogramm 10 Pfennig. Zweite Zone über 75 Kilometer bis 150 Kilometer; Gebühr 60 Pf., für jebes weitere Kilogramm 20 Pf. Dritte Zone über 150 Kilometer bis 375 Kilometer; Gebühr 30 Pf., für jedes weitere Kilogramm 30 Pf. Vierte Zone über 375 bis 750 Kilometer; Gebühr 80 Pf., für jedes weitere Kilogramm Q Vs. Fünfte Zone über 750 Kilometer; Gebühr 80 Pf., jedes weitere Kilogramm 50 Pf. 3m Postscheckverkehr sollen die Gebühren betragen: für Einzahlungen mit Zahlkarte bei Beträgen bis 10 Mk. wie bisher 10 Pf., von mehr als 10 Ml. bis 25 Mk. 15 Pf., von mehr als 25 Mk. bis 100 Mk. 20 Pf., von mehr als 100 Mk. bis 2d0 Mk. 25 Pf. 3n den folgenden Stufen bis 1250 Mk. bleiben die Gebührensätze unverändert. Die -Uebertoeifungen von einem Konto auf ein anderes bleiben gebührenfrei. Die Ausza.i.ungsgebühren bleiben unverändert. Die Wortgebühr für gewöhnliche 3nlandstele- g ramme soll im Ortsverkehr 8 Pf., im Fernverkehr 15 Pf. betragen. Kleine politische Nachrichten. Reichsaußenminister Dr. S t r e s e m a n n ist in Bad Wildüngen, wo er seinen Urlaub verbringen will, eingetroffen. * Nach einem Beschluß des preußischen Staatsministeriums sollen Ernennungen und Beförderungen , die um die Zeit des Verfassungstages liegen, in Zukunft gesammelt werden und am Verfassungstage erfolgen. Die preußische Llittsdrichtsverwaltung hat an den Reichsminister des 3intern einen Protest gerichtet, der sich gegen die Ausschließung der Unterrichtsverwaltungen der Länder bet der Vorbereitung des Reichsschulgesetzes richtet. Die ^Interrichtsverwaltungen den Lander sind inzwischen in Beratungen über die Frage eingetreten, ob der Reichsschulgesetzentwurf als verfassungsandernd anzusehen ist oder nicht. Der Gouverneur des Memelgebiets gibt als Termin für die Reuw ah len zum Landtag den 30. August bekannt. Aus -atüer Welt. Nene Wolkeubrnchkatastrophen in Tachscn und Schlesien. Montag abend um 18.30 Uhr ist über Berggießhübel ein neues heftiges Gewitter mit wolkenbruchartigen Regenschauern niedergegangen. Innerhalb weniger Minuten stieg die Gottleuba erneut von 55 Zentimeter auf 1,30 Meter. Die ge- famtc innere Stabt ist erneut überschwemmt. Die Rotskeae und Rotbauten wurden ;um Teil weg- gerissen. Die Erregung der Bevölkerung ist aufs äußerste gestiegen. Gegcmvärlig ist das Wasser im langsamen Sinken begriffen. Die Gefahr einer Epidemie besteht nirgends. Alle erforderlichen Vorfichlsmaßregeln sind getroffen. Auch über das sa)lcsi;che Eulatal ist am Sonntag ein neuer furchtbarer Molkenbruch niederaegangen, dessen Folgen die unheilvolle Katastrophe vom 9. Juli bedeu- »enö übertrefjen. Biele Baulichkeiten sind vollständig venchwunden. Aus einem Hause in Obereulau. das muicn in den Hochfluten stand, konnlen die Insassen nur mit Leitern gerettet werden. Ein Haus in Eulmr, das beim erflcn Hochwasser teilweise zerstört wurde, -.st v 0 l l ft ä n b i g verschwunden. Eine Papierfabrik wurde zum größten Teil w e g gerissen. Der obere Mauerdamm des Eulaubaches ist vollkommen zerstört. Im Bodenbacher Stadtteil Schmelze muhten die Bewohner den Weg über die Dächer nehmen. Die Ortschaft Böhmen gleicht einem Steinhaufen. Das Los der betroffenen Gemeinden ist verzweifelt. Die deutschen Schützen an den Reichspräsidenten. Bei dem in der Münchener Kongreßhalle abgehaltenen Münchener Abend des Deutschen Dundesschießens gab Oberbürgermeister Scharnagl unter stürmischem 3ubel der Versammelten folgendes Begrüßungstele- g r a m m an den Reichspräsidenten be-annt: „Dem hochverdienten Präsidenten des Reiches, dem hohen Protektor des 18. Deutschen Bundesschi eß ens in München, senden Tausende deutscher Schützen aus allen Gauen des deutschen Sprachgebiets ergebenste Grüße mit der Zusicherung, in unverbrüchliche rTreuezur deutschen Heimat zu stehen, für sie zu arbeiten und alles daran zu setzen, die Rot der ^Ration und der Volksgenossen durch einiges Zusammenstehen zu überwinden. Festleitung des 18. Deutschen Bundesschießens: Oberbürgermeist'r Scharnagl." Begeisterter Empfang Set Ozeauflieget In Neuyork. * Die Ozeanflieger, an ihrer Spitze CH am - berlin und Byrd, find in Reuyork festlich empfangen worden. Oberbürgermeister Walker und Staatssekretär Wilbur fuhren den Flie- gern, von Lindbergh begleitet, entgegen. An Dord der „Leviathan" fand die erste Begrüßung statt. Auch die deuffche Fliegerin Thea Rasche wurde herzlich willkommen geheißen. Unter ' Sirenengeheul und Wasserfontänen der Feuerlöschboote ging die Fahrt zur Dottery. Ein Ehrensalut von neun Schüssen wurde abgefeuert. Es folgte eine riesige Parade unter Teilnahme aller Reuyorker Truppen den Broadway hinauf bis zur City Hall. Die Straßen waren ^^warz von Menschen. Der Oberbürgermeister hielt die Begrüßungsansprache und überreichte den Fliegern Erinnerungsmedaillen. 3m Ramcn der Ozeanflieger sprach Byrd Dankeswvrte. Unter ' den Flaggen, Die auf der City Hall wehten, wutde neben der französischen auch zum ersten Male die schwarz-rot-goldene Reichsflagge . gezeigt. Chambertin hat nochmals in bewegten Worten für die herzliche Aufnahme Tn Deutschland seinen Dank ausgesprochen. könnecke fliegt von Berlin nach Washington. Die „Tägl. Rundschau" erfährt vo bcst- unterrichteter Seite: 3n kürzester Zeit wird das Ozeanflugzeug der Rohrbachwerke zum Ozeanflug startbereit sein. Wegen der Gewichtserleichterung ist der Anstrich weggelassen Der Führersitz wurde überdacht. Die vom Rumpf nach den Tragflächen führenden Spannkabe' wurden durch besonders starke ersetzt. Die „Rohr bach-Roland" soll von dem Piloten K ö n n e ck < gesteuert werden. Damit der Flug in aller Stillc durchgeführt werden fann, soll der Apparat nachts von Staaken zum Tempelhofer Flugplatz abgerollt Wersten. Man rechnet mit dem Start ßum Fluge Bettln — Reuyork — Washington bereits für einen der nächsten Sage. Das Erdbeben In Palästina. Nach dem amtlichen Bericht über das Erdbeben in Palästtna und Transjordanien haben in Palästina 200 Personen den Tod gefunden, während 356 schwer und 375 leicht verletzt touroen. Die Zahl der schwer beschädigten Häuser im ganzen Land wird auf 1000 geschätzt. Der Re- grerungspalaft hatte etwas gelitten, doch find im allgemeinen die ösferttlichen Gebäude wenig beschädigt worden. 3n Tr a nsj 0 r d a n i e n zählt manx67 Tote und 170 Verletzte. Schwere Unglücksfälle in Holland. Auf der von Smilde nach Meppel führenden C-l-aussee fuhr ein Auto gegen einen Baum und stürzte in bas dicht dabelliegende Wasser der Smildevaart. Alle fünf Insassen ertranken. Auch auf der von Leyden nach Hillegom führenden Chausiee ereignete sich ein schweres Autounglück. Als der Chauffeur eines in schneller Fahtt befindlichen Personenautos einer Radfahrerin ausweichen wollte, fuhr das Auw gegen einen dort liegenden Stapel Kanalisationsröhren, überschlug sich und wurde zertrümmert. Eine junge Dame wurde g e = tptet, während die drei anderen Insassen schwer verletzt wurden. Die Radfahrerin erlitt gleichfalls schwere Verletzungen. Eröffnung des deutsch-norwegischen Luftverkehrs. Der deutsch-norwegische Luftverkehr ist eröffnet worden. Damit ist auch der dritte Staat Skandivaviens an das mitteleuropäische Lustverkehrsnetz ang-eschlossen, nachdem nach Kopenhagen und Stockholm seit langem Luftwege von den deutschen Flughäfen aus führen. Die Deutsche Lufthansa befliegt die Strecke Berlin — Stettin mit Landslugzeugen und zwischen Stettin und Oslo mit Zwischenlandung tn Kopenhagen und Gotenburg mit Dorni er-Wal- Flugbvvten. Fünf Waldarbeiter vom Blitz getrpssen. Der Blitz schlug bei Schwerin an der Warthe in eine Gruppe von Waldarbeitern. Zwei wurden schwer, drei leicht verletzt. Großfeuer im Aschaffenburger Hasen. 3tn Zvllschuppen des neuen Aschaffenburger Hafengeländes im Dorort Leider entstand aus bisher noch unaufgeklärter Ursache ein großes Schadenfeuer, das an den dort lagernden Woll- und Lumpenbeständim, einer Sackhcmdlung gute Rahrung fand. Die Aschaffenburger Feuerwehren sowie mehrere Fabrikivehren hatten drei Stunden zu tun, um des Feuers Herr zu werden. Der mittlere Teil des Schuppens ist völlig ausgebrannt, während die beiden durch Detonwände abgetrennten Seitenflügel gerettet werden konnten. Der Schaden ist sehr beträchtlich und soll nicht durch Versicherung gedeckt sein. Romersunde bei Aernkabcllegung. Das von Berlin bis Rom führende Kabel für den direkten Telephonoerkehr zwischen Deutschland, der Schweiz und Italien wird zur Zeit auf dem badischen Gebiet bei Donaueschingen verlegt und restauriert. Das Kabel enthält 196 Drahte und umfaßt etwa 2000 Kilometer Erdstrecke. Da das Kabel'an der alten über Schaffhausen führenden Röm er st raße entlang läuft, sind bei1 den umfassenden Erdarbeiten bereits sehr zahlreiche Funde aus der Römerzeit gemacht worden. Auck jetzt sind Erdarbeiter wieder auf ein altes römische- Bauwerk bestoßen. Es handelt sich bei den Funde" allem Anschein nach um die Fundamente eine alten römischen Kastells. Die Grabungen lverden unter größter Vorsicht fortgesetzt. ff» \ Saute ■Blm- J1 Sn beut. %« dr ’Ä ss?ä?W; t®«rt> d7-MK« L'y «°i /S®.’«i JEJo tdr ■?® rL?°K«L te&s£ "•-aäs ’n in PaWnn. ! Bericht über das Erd- lind d, -bürKM > begfeiKt^ »• (JKÄ? 2° ®w«»?Tb Minen nrtJEL ^Äntanoi hl <2^® 22 M Datiert, ?S‘*S6E *Mta Ä jSlt 5#ffÄ at«4 M ersten Ivldene Reichssl^ge 1 nochmals in betveM -e Ausnahme 7n Deutsch. Krochen. IV Berlin nach Dch^-n. W ersähst vr büb ; kürzester Zeit &;□ das iohrbachwer!« zum lt fern. Degen der De. « Anstrich tveggelassen. «dacyt. Die vom Aumps führenden SfrannW starke erseht. Die .Rohr- dem Piloten Äonnedt i der Flug in aller Stillt am, soll der ApparcI m Tem-elhoscr Fluadlatz n rechnet mit dem Aart StanSjorbanim haben in rten den i?oö gefun- er und 375 leicht verletzt hwabesWHmtzLuler n$ lM geschaht. Der Re- Das gelitten, doch sind m iichen Gebäude toemg be> ransjvrdanien zählt berlehte. iksfälle in Holland. » nach Meppel führenden ) gegen einen Baum nnd dabeiliegende Wasser der Insassen ertranken. Auch nach hillegom führenden ein schweres Autounglua. ; in schneller Fahrt besmd- rer Radsahrerm oiisweichen gegen einen dort senden ”n, **» W “b L junge Dame wurde g e rci anderen Insassen JjNr K«in 3 #*65 «* ** M S“rtL 6M«t "is-uch ter « S - r"i MW £ ^JJ £n. 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Ob sich die an der Spätnachbörse in Frankfurt eingetretene leichte Erholung im heutigen Frühverkehr behaupten kann, läßt sich noch nicht übersehen. Das Geschäft ist zu klein, und außer für Farben (ca. 312) werden noch keine Kurse genannt. Die Spekulation bleibt zurückhaltend, die Tendenz ist abwattend. Geld ist weiter steif. Am Devisenmarkt hört man Paris mit 124,02, Mailand 89, 65 bis 89, 75, Madrid 28,42 und das Pfund mit 4,8550. Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlosien. Jür unverlangt eingesandle Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewahr übernommen. Anzeigenausträge sind lediglich ou die Geschäfts st elle zu richten. MWzafien/rejnenleint • ■ schont die Wäsche ’Äj MW WM laetriAX Laim) Ä on S145 ohne Waffen die Süß- und Sauerkirschen 6731V Wetterauer MAilttosW gelbfleifd)ifl,3ir. 6.A mit Sack. ncg. Nachn. ab Echzell. Ludwig Erb, Echzell. Tel.: Reichelsheim «Wei- ternu) Nr. 21. 1,7,ZD ßlllllHIHlllimillllilllllllllD Hess. Bürgermeisterei. Albert. Zusammenkunft am Kirschberg, rechts " ' " ' -Winnerod. hofgut Winnerod, Station Reiskirchen (Kreis Licßen). Jüngerer' hochvämech^iter gesucht. Bewerber müssen gewandt im Zeichnen und Veranschlagen sein. Auf Ersabrung in Ballführung wird Wen gelegt Schriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeugnissen sind bei unter- zetchneter Behörde alsbald elnzureichen. läeKNlaches Hochbau amt Gießen. Donnerstag, den 20. d M., nachmittags 4.30 Uhr, wird der Behang einer größe- ' [ von Bäumen 6723D Größeres industrielles Werk d. Eiien- branriie in Gießen sucht zum los. Eintritt Vullenverkauf. Freitag, den 22. d. M.. vorm. 11 Uhr, wird im Hofe des Gemeindefaselstalles ein fetter, 2ijähriger, zur Zucht untauglicher Vogelsberger Bütte öffentlich versteigert. Queckborn, den 18. Juli 1927. Zlrbeitsversiednng. 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Weltumspannend ist die Gefahi des intei nationalen Mädchenhandel Wir bringen ab Donnerstag den 21. Juli, m den I?a J9tl^JtsPie£ einen Film über den „Mädchenhandel . mit UnteiStützung aes National-Komitees zur Bekämpfungde,s Mädchenhandels, Wirkung der türkischen und griechischen Polizei, der eindnngncns vor den Gefahren der Mädchenhändler warnt Beachten Sie unser morgiges Inserat. — Heute und morgen nochmals: „Es war in Heidelberg in blauer Sommernacht - 6706c Tüchi. Reisende für den Verlauf von Silber-, Alvak»- und Hornbesteckew sowie sämtl. Nickelsachen an Private zu günst. Bedingungen gesucht. Hohe, sofort zahlbare Provision. Versönl. Vorstellung Mittwoch, den 20. Juli, nachrn. von 1—6, Donnerstag, den 21. Juli vorm. von 9—1 im Hotel Köblcr in Giehen, Westanlage. Schriftliche Angebote an GroznKa & Triesch, Werue Kr. Bochum. Ev in einem Los vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hess. 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Die ioldfullhalter früher mit einem Tro' 6207D Verschiedenes 700 der ins die langen der Prima Horazverse, es wirklich schärfer Hal: aus ihm heraus bestreiten die zahlreichen aus der Erde geschlossenen Restaurants und Teeräume ihr Dasein. Für das heutige England ist auch der Geburtenrückgang bezeichnend. Vielköpfige Familien, Ivie sie ehedem die Regel waren, werden immer seltener. ..Wir haben keinen Platz für viele Kinder, und ihre Erziehung kostet zu viel", sagen die Jungverheirateten. Schwierigkeit der Dienst- botenbeschasfung tritt hinzu: Köchinnen verweigern die Annahme von Stellungen in Haushaltungen, wo Kinder sind. Viele dieser Erscheinungen haben, wie gesagt. einzelne Etagen aufgeteilt. Auch heute noch gibt es natürlich einige sehr reiche Familien, aber die Reichen von heute sind nicht mehr die Reichen der Vorkriegszeit. Die Hocharistokratie, die ehedem ein oder zwei Landsitze unterhielt Und ein Wohnhaus in der Stadt, hat vielfach ihren Landbesitz verkaufen müssen. Devonshirehouse, früher die Stadtresidenz des Herzogs, ist von dem Erdboden verschwunden: GrosvenoUhvuse, einst Besitz des Herzogs von Westminster, ist verkauft und in Mietsetagen aufgeteilt: Staffordhouse, die Residenz des Herzogs von Sutherland, ist Museum geworden und viele andere einst berühmte Privat- häuser sind heute Klubs, lind dieses Schicksal haben viele der in der Gesellschaft einst berühnrten großen Landsitze geteilt: sie sind heute Schulen, Sanatorien oder Klubs. Selbst die Gärten, früher ein besonderer Stolz der Besitzer, ftnD großenteils verwildert: wo Gartenpflege fortbesteht, ist sie recht bescheiden geworden. Sn den Schlössern, die ihren Besitzer nicht gewechselt haben, sind ganze Flügel oder viele Zimmer geschlossen: Die Lords, die früher in Pfund dachten, haben es lernen müssen, in Schillings zu rechnen. Auch die Beamtenwelt und dre Geschäftsleute fühlen die Rot der Zeit bitter: sie alle haben eine Einengung ihrer Verhältnisse erfahren. Rur von der Arbeiterklasse läßt sich sagen, daß sie ihren Lebensstandard behauptet und vielleicht sogar in mancher Beziehung verbessert hat. Sedenfalls hat sich ihr Luxusbe- dürfnis erhöht, und in bezug auf die Kleidung wird ihm jedenfalls mehr Rechnung getragen als früher. Freilich, Armut und Leid sind damit nicht verschwunden, schon die schlechten Wohnbedingungen sorgen dafür. Auffällig bleibt, wie das Unterhaltungsbedürfnis der Frauen sich gesteigert Wer England vor 1914 kannte und es heute wieder besucht, wird eine tiefgreifende Wandlung spüren. Schon auf der Bahnfahrt nach London erregt die ungewöhnlich große Anzahl sehr kleiner Häuser und Bungalows Aufmerksamkeit: sie scheinen wie Pilze aus der Erde gesprungen, und ihr Dasein beleuchtet den Woh- n u n g s m a n g e l, der heute England beherrscht. Gewiß wird der wohlhabende Besucher in zahlreichen neuen Luxushotels Zimmer mit Bad heute und Wollen, lauter und schimmernd weiß wie die Ewigkeit. Hier den Abend verleben, sehen, wie der schmale Mond hinter den Föhren aufkommt und die Rächt ihre Lampen anzündet. Unten kramt die Frau noch mit ihren Milchschüsseln, meckert die Ziege im Stall. llnb dann die große, heilige Stille, in der alles um einen versinkt. Rur das Summen der Telegraphendrähte. Wie Sterne hängen die Signallampen in der blauen Luft. Langsam kriecht von weitem ein Zug heran, wächst mählich inS Große, rattert und stampft, daß das Haus erbebt und das Wasserglas auf dem Tisch hinter mir llirrt. Run ist er vorbei, und eine blasse Wolke von Dampf, die er hinter sich gelassen, hängt unschlüssig in den Wipfeln, weih nicht, wohin, und zergeht darüber in dem zagen Winde. Ilm Mitternacht kommt der letzte O-Zug. Er rast unter meinem Fenster vorbei, als müsse er das Dunkel, das auf den Schienen lastet, zerschmettern und zerstampfen. Fliehende Lichter unter meiner Zimmerdecke wie huschende Arme, mit denen er ins Dunkel langt. Dann, langsam, wie die Ringe eines Wassers verebben, in das jemand einen Stein geschleu- dert, kehrt die Stille zurück, schwingen die Stunden wieder ihren lautlosen Reigen. lind je länger die Stille dauert, um so tiefer wird ihre Sehnsucht nach dem, was ihr Erfüllung gibt. Denn alle Stille will Klang, will Rhythmus, will Gesang. Aber hier ist niemand, der chre Sehnsucht Einrichtung geworden, im Dchul-Landheim verbringen die Kinder ganze Wochen draußen im Freien. Aber das Bleigewicht der Schulwissenschaften ist bisher nicht kleiner geworden. Wir müssen den Mut gewinnen, namentlich in Grammatik und Mathematik die Anforderungen zu vermindern, damit mehr Raum gewonnen wird für die Tätigkeit im Freien und für Handarbeit. Die Folge wird nicht nur fein, daß die Kinder gesunder heranwachsen, es werden auch viele Lust gewinnen, dauernd bei der Arbeit zu bleiben. igoe »MD 93 HI- Kein 'w is-re'le- D cil un, lK— aiiiin- :rd Die Uebersüllung der höheren Berufe. Bon Prof. Dr. G. Sunge. Deutschland hat seine besondere Form des sozialen Aufstiegs. Die Schule entscheidet darüber, wie hoch der Mensch später auf der sozialen Leiter gelangen kann. Sn jungen Sahren wird der „Marschallstab im Tornister" erworben. Späterhin ist der Berufswechsel in allen gehobenen Stellungen schwierig, der Aufstieg nur innerhalb enger, genau fest gelegter Grenzen möglich, und diese Grenzen hängen hauptsächlich von den Schulzeugnissen ab. Dieser Zustand hat für die Schule selbst höchst unerwünschte Folgen. Der Andrang zu den höheren Schulen wächst in beängstigender Weise, die Besucherzahl im Verhältnis zur Devöllerung hat sich in den letzten 50 Sahren vervierfacht, Und was erwarten die Zöglinge und ihre Eltern von den höheren Schulen? Richt etwa wirlliche Ausbildung der Persönlichkeit, sondern die Bescheinigung, daß dies und jenes Wissen erworben fei; nicht echtes Wachstum an Leib und Seele, sondern Berechtigungen. Kürzlich auf dem Philologentage in Dresden ist von diesem Grundübel unserer höheren Schulen auch die Rede gewesen. Leider hat man kein anderes Heilmittel gefunden als weitere B er - lf& ,213 erhaü- ten- erl K 0532V am eindrucksvollsten auf der Austellung einige Landschaften von Marcell W. Richter, Darmstadt, und namentlich von Gottfried Richter, Offenbach. Künstler der Gruppe, wie Georg Breitwiese r, Karl Deppert, Ulrich H a l - lerstede, Willi Hofferbert und Lothar Toller sind durchweg mit guten Werken vertreten; sie stellen sich auch in ihrer Eigenart dar, die schon öfters an dieser Stelle charakterisiert wurde. Unter den Gästen der ausstellenden Künstler befinden sich Paul Arnoul, Offenbach, R. Restor Diehl. Darmstadt, Anton Hartmann, Darmstadt. Ali Lichtenstein, Darmstadt, Heinz Michel, Worms, Hermann Rettberg, Darmstadt, Gertrud Ulmann, Darmstadt, Richard Walter, Darmstadt, Kurt Werth, Leipzig, und Richard Werner, Offenbach; der bemerkenswerteste unter ihnen ist Anton Hart m a n n, der Entwürfe zur Ausmalung der Kirche St. Swetts in Darmstadt darbietet, die eine großzügige Auffassung erkennen lassen. E. B. 3m Bahnwärterhäuschen Don Wilhelm Scharrelmann. Copyright by Manuskriptkanzlei Der Kreis, Bremen. Es waren Sommertage, die wie ein einziges Lächeln Gottes waren. Wochen und Monate hatte ich über meiner Arbeit gesessen und kein Auge für die Schönheit des Sommers gehabt. Der alte Birnbaum unter meinem Fenster rauschte vorwurfsvoll im Winde unö die Wolken wanderten unter dem Himmel hin, hell und licht wie selige Geister. Aber die Rächte! Sene hellen Sommernächte, die voll von tausend Geheimnissen durch Gassen und Gärten gehen und in uns eine Sehnsucht wecken, die ruhelos und schwebend ist wie der Flügelschlag eines Reihers. — Und eines Morgens, das erste Sonnenlicht spielte seinen brausenden Morgenchoral, hielt mich's nicht länger. Sch mußte hinaus und fcft. Aber wohin nur? Wohin? Meine Träume schweiften bis in die nordischen Fjorde, kreisten mit sehnsüchtigen Flügeln um die Tirols. Denn Träume und ungestillte Wünsche sind eigensinnig wie Kinder und wollen ihre Freiheit und ungehemmten Flug. Aber sie werden auch müde wie Kinder und kommen von selbst zurück. , , , So wurde es wiederum nur eine kurze Fahrt in die Heide, eine Wanderung an schweigenden Fohrenwäldern entlang, durch summende Einsamkeiten, wahllos ins Blaue hinein. Aber mit mir die Wolken, mit mir die Sonne, mit mir der Wind. — „ r , 3n einem einsamen Bahnwärterhäuschen blieb ich nach einigen Tagen zur Rächt. Ein Giebelzimmer, drei Schritt im Geviert, Kammer und Stube zugleich. Ein Fenster, bequem mit den Schultern auszufullen, dahinter der Garten: ein bunter 3ibfel im braunen Äleibe der Heide, ein grüner, leuchtender Wimpel. Unter dem Bahndamm Sonnenblumen, Rittersporn und Feuerlilien in unerhörter Pracht Daneben die Schienenstränge wie ein Paar gleißender Schlangen und dahinter Wald, dunkel uiw,ernst Ucber Gflem aber der leuchtende blaue Sommerhimmel DRUCKSACHEN aller Art liefert d ® Rrühl'ache Druckerei England von heute. Bon C. S. Peel, O.B.E., Präsidentin der brit. Hausfrauenvereinigung. herstellung von den Folger :s halte Ich wieder regel Sprechstunden ab. Uss W iuen B&ne U. n: Dienstag, Donnerst: g iametag 9-11 Uhr. 05301 5)oN ErS &rfir. Situ- geschlossen! . Haubach, Dr. Fischer. MM :dk, Weltbank M!» a*. Weg», itihien : bis 16. August uni IkM eilkundiger. Sommerausstellung der Darmstädter Gruppe. Darmstadt beherbergt seit Sonrckag, 17. Süll, drei Kunstausstellungen, deren Besuch sehr lohnend ist. Das Landesmuseum bietet die Ausstellung Alte Kunst, auf der Mathilden- höhe ist die Ausstellung Reue Kunst 1927, Berlin- Darmstadt - München, untergebracht, und die jetzt eröffnete Ausstellung in der Kunsthalle enthält in erster Linie Werke der Darmstädter Gruppe. Es ist dies eine kleine, aber sehr strebsame und rührige Künstlerschar, die im Darmstädter Kunst leben seit einigen Sahren bedeutsam hervortritt. Sfjr Führer ist Alexander Posch Ein Beweis für die Lebens- Gewis) wird der wohlhabende Besucher in reichen neuen Luxushotels Zimmer mit Bad . leichter erhalten, wie ehedem, und das äußere Dill» der Straßen im Westen, die Restaurants, die Läden verraten nichts davon, daß wir Engländer ein ärmeres Volk geworden sind. Es ist sogar viel gebaut worden; ein großer Teil des westlichen Londons ist von Reubauten durchsetzt. Sn Regentstreet begrüßt den Gast ein Mischmasch der verschiedensten Bauarten, und im Bereich des ehemaligen Devonshirehvuse sind sogar Wolkenkratzer von 8 bis 10 Stockwerken entstanden. Die Zahl der Hotels und Pensionen hat sich vervielfäliigt; Gegenden, in denen früher ein Privathotel als Unmöglichkeit galt, sind von Pensionen besät, und in vielen großen oder mittelgroßen Häusern hausen heute mehrere Parteien, und sogar Zimmer werden vermietet, alles Dinge, die im früheren England unausdenkbar die gegenwärtige Ausstellung, die in dieser Wei^e ursprünglich gar nicht hier geplant war, sondern die Mitglieder der Gruppe wollten in Florenz ausstellen; da dieses Vorhaben jedoch Schwierigkeiten auf italienischer Seite begegnete, so eni- schlotz man sich, während der Monate Suli und August eine Ausstellung in Darmstadt zu veranstalten. Da die Gruppe erst vor nicht langer Zeit an derselben Stätte vor die Öffentlichkeit getreuen war, und außerdem die Mitglieder die Ausstellung auf der Mathildenhöhe beschickt haben, so werden in der Kunsthalle fast nur Werke aus der jüngsteit Schaffenszeit der Künstler gezeigt. Die Darmstädter Gruppe stellt ein fortschrittliches Element im Kunstleben dar, aus diesem Grunde spiegeln sich in ihren Schöpfungen die Cntwicklungs- gedanken der modernen Malerei wieder. Alexander P o s ch, der diesmal etwa ein Dutzend Werke ausgestellt hat, zeigt sich in seinen Porträts und Landschaften wieder als Vertreter der Sachlichkeit, die eigene Wege wandelt und frei ist von jener übertönten Gegenständlichkeit, wie sie das modische Schlagwort verlangt. Starck in den Vordergrund der künstlerischen Leistungen tritt Posch insbesondere mit Porträt-Kreidezeichnungen, die eine außerordentliche Sicherheit und vor allem eine glänzende Beherrschung der Technik dieses Gebietes verraten. Rächst diesen Bildnissen wirken wohl ihren Zusammenhang mit dein Wohnungsmangel, den die in den letzten Sahren entstandenen man- I nigfachen sozialen Einrichtungen nicht zu besei- tigen vermocht haben. Die Ernährungsweise des Engländers hat sich in manchem vereinfacht; aber es bleibt traurig zu sagen: der Standard des Kochens hat sich nicht verbessert. Die Ernährung einer Ration muß stets eine Angelegenheit von größter Wichtigkeit sein. Trotzdem wird in Engand fast alles versäumt, um den Frauen Freude und Verständnis für die Kochkunst zu übermitteln. Wenn sehr viele Familien sich in England schlecht ernähren, liegt das nicht an den Nahrungsmitteln, sondern an schlechter Wahl beim Einkauf und am schlechten Kochen. Richt nur für die Heime der Armen trifft dies zu, auch viele wohlhabende Familien essen schlecht, und die Ernährung in den Krankenhäusern, Kinderheimen und Schulen läßt außerordentlich viel zu wünschen übrig. Die Engländerin von heute hat vielfach zu wenig Sn - t er esse und in jedem Fall zu wenig Kenntnis vom Haushalt. Schulung in haushälterischer Praxis unterbleibt; man bescheidet sich mit dem Glauben, derartige Kenntnisse müßten der Frau angeboren sein. Der Gedanke, daß die Erfahrung und die Kenntnisse der Hausfrau für die Gesundheit der Rallon von ausschlaggebender Bedeutung sind, beginnt sich nur sehr langsam | durchzusetzen; noch immer trifft man berufstätige Frauen, welche die Hausfrauenarbeit über die Achsel 'ansehen: wohl eine der größten Dummheiten, welcher ein Land fähig ist. Sn Deutschland wird es interessieren, daß wir auf dem Wege zur Hausfrauenorganisation das deutsche Vorbild uns zu eigen gemacht haben. Eine britische Haussrauenvereinigung ist im Entstehen und in vielversprechender Entwicklung. Sie wird dazu beitragen, das heute noch allzu sehr brachliegende Verständnis der Engländerin für Wesen und Kunst der Haushaltsführung zu erwecken und damit dazu beitragen, ähnlich wie x in Deutschland der Trägerin der Einzelwirtschaft ihre Bedeutung und QUitberanttoortiing gegenüber der Gesamtwirtschaft fühlbar zu machen. schärfung der Anforderungen. Wir wollen uns zunächst Rar machen, was man hierunter versteht. Vor einigen Sahrzehnten gab es noch eine Reihe von Berufen mit akademischer Vorbildung, für die das Zeugnis von Prima ausreichte: vom Apotheker, Zahnarzt und Landmesser wurde das Abitur nicht verlangt, heute ist es der Fall. — Die Revolutionszeit wollte die Volksschule heben und als ein geeignetes Mittel erschien die Forderung des Abiturs von allen Lehrern und Lehrerinnen, auch von benen für Zeichnen und Turnen. Wollen wir wirllich diese Entwicklung sortsehen? Die mittleren Beamten denken schon ernstlich an das Abitur, unter den Kaufleuten wird es immer allgemeiner verlangt, die Danken werden nicht zurückbleiben. Wenn die Schulbildung nicht mehr erhöht werden kann, so wird das Studium ausgedehnt: vor einigen Wochen haben wir erlebt, daß diel Studienzeit der evangelischen Theologen von Drei auf vier Sah re heraufgesetzt wurde. Und was ist die Folge? Alle Gehaltserhöhungen der Beamten sind wirkungslos, sowie mehrere Kinder da sind: die Ausbildung ist nicht zu bezahlen. Und wie geht es den Bemühungen um die Volksgesundheit, um Spiel und Sport, um besseres Wohnen? Sind es bei den sozial tieferstehenden Schichten Rot und Unwissenheit, die doch immer wieder den einzelnen und die Familie gesundheitlich schädigen und abwärts zichen, so ist es bei den höheren Ständen die selbstgeschaffene Mühseligkeit der Vorbereitung auf den Beruf. Lernen, immer wieder sitzen und lernen, und das in den Wachstums- und Entwicklungsjahren, wo Körper und Geist sich nach eigenen Gesetzen weiten sollten! Aber was soll denn anderes geschehen, um den Andrang nach den sogenannten höheren Berufen abzudämmen? Wir möchten zwei Mittel Vorschlägen: Auslese während der Berufsausbildung unb höhere Wertung der Handarbeit auf der Schule. Gegenwärtig ist die Auslese Aufgabe der Schule. Wer als Siebenjähriger die schwache und starke Deklination spielend bewältigt, wer Rechenaufgaben im Kopfe löst, bei denen Vater und Mutter ein Blatt Papier zu Hilfe nehmen: der erweist sich als fähig für späteres Studiüm, wer es nicht kann, der scheidet aus. Und das Verfahren wird all Schuljahre hindurch fortgesetzt: in sind es die sphärischen Dreiecke und die die „Majorsecke" bilden. — Hat Sinn, diese scharfen Ecken noch zu machen? Soll wirllich auf der Schule noch mehr Rervenkraft verbraucht werden, damit nur ja recht wenige „es schaffen?" Uns scheint, im Snteresse der Volksgesundheit sollte man die Schule etwas freundlicher, natur» und jugendgemäßer einrichten und es der H o ch- schule überlassen, ungeeignete „Füchse" wieder nach Hause xu schicken. Dieser Vorschlag mag zunächst fremdartig erscheinen, die deutsche Hochschule für Leibesübungen hat ihn aber bereits verwirllicht. Hier sollen die jungen Mädchen im allgemeinen das Abitur haben; wer nur das Zeugnis für Prima hat, kann, wenn ungeeignet, nach einem Säfjre wieder entlassen werden. Marburger Iubiläunisbaulen. Dom 29. Suli bis zum 1. August d. S. feiert die Universität Marburg ihr 400jährigeS Bestehen. Es gibt Wohl kaum noch eine deutsche Universität, die in solchem Maße der Stod! Form und Charakter gibt, wie die Marburger. Und es gibt Wohl nur wenige Hochschulen, die von Stadt, Provinz und Staat mit so ungeheuren Stiftungen bedacht worden sind, wie die Marburger zu ihrem Subiläum. Rahe der alten Universität erhebt sich jetzt der gewaltige Bau eines Universitäts- kunstinstitutes, das etwa 60 Meter Im Quadrat als Grundfläche hat. Seine Bestimmung ist eine zweifache: Kunstinstitut Und Museum zu fein. Der vordere Teil wird in den beiden Hauptgefchoffen reinen Mufeumscharakter tragen. Es ist ein Museumsverein gegründet worden, der sich bald über ganz Hessen verbreiten wird, um die hessischen Hinstgegenstände jeder Art so weit wie möglich zu sammeln und hier unterzubringen, um hier Kunstausstellungen zu veranstalten und Publikationen, die den Snter- essen des Kunstinstituts dienen, zu fördern. Sn dem zweiten Obergeschoß werden Räume für die musikalische Seite der Kunstwissenschaft geschaffen, vor allem ein großer Saal für das Collegium musicum. Die Snftitut feite des Baues wird im Hocherdgeschoß die christlich-archäolo- logische, die kunstgeschichtliche und die photographische Abteilung, im ersten Obergeschoß die archäologische und prähistorische Abteilung mit ddi zu ihnen gehörenden Seminar- und Biblivthekräumen enthalten. Sm zweiten Obergeschoß schließlich werden Oberlichtsäle und Räume für Sammlungen eingerichtet. Der Plan eines solchen Baues, der zugleich Landesmuseum und Universitätskunstinstitut ist. ging von Prof. Dr. Hamann aus, dem Dircl- tor des kunsthistorischen Seminars. Sogleich setzte sich der Universitätsbund mit allen Kräften für die Sbee ein. Stiftungen aus privaten Kreisen, der Provinz Hessen und der öffentlich-rechtlichen Korporationen bildeten den Fond zum Subi- läumsbau, zu dem am 9. Mai 1926 bereits der Grundstein gelegt wurde. An der Gesamtentwicklung der Universität haben ferner pon alters her die medizinische Fakultät und chre Snstitute, insbesondere ihre Kliniken hervorragenden Anteil. Sm Mittelpunkt der 400-Sahrfeier wird daher auch die feierliche Uebergabe von zwei Speziallliniken stehen, deren Bau ebenfalls durch Stiftungen ermöglicht wurde. Zu der Chirurgischen und der Medizi-' nischen Klinik, der Frauen- und der Augenklinik ist nach dein Kriege der Reubau'der Rerven- klinik gekommen, ferner wurde noch eine Klinik für Haut- ynb Geschlechtskrankh eit m erbaut und in Betrieb genommen. Zum Subiläum macht nun der Staat der Universität eine Hals-, Rasen- und Ohrenklinik zum Geschenk, einen wahren Prachtbau mit den modernsten und vollkommensten Einrichtungen. Ein zweiter Dau zum Subiläum, der einer Kinderklinik, wurde ermöglicht durch private Stiftungen, vornehmlich durch die eines hochher^gen Deutschamerikaners, Dr. h. c. George Horst, Reading Pa, U. S. A. Die Kinderklinik ist einer der schönsten und größten Anlagen dieser Art. Der mit Rücksicht auf die Elisabethkirche flachgehaltene Bau bildet in seiner Gesamtheit ein geschlossenes gewaltiges Viereck, das Liegehallen, Garten und Spielplätze in sich schließt. Das Subiläum kommt ferner einem Gebiet , zugute, dem man in letzter Zeit wachsende Auf- AsK W» Kan^f vo8e'(0 17. ten kveist. Der Mond ist höher gekommen. Deutlich erkennt man in seinem blassen Licht den Weg durch die Föhren, die lautlos im Dunkel stehen. Schöner kann der Himmel auch über den Tiroler Bergen nicht sein, schöner nicht über den Fjorden des Rordens, tiefer nirgends die Stille, geheimnisvoller nicht der Wald und demütiger nirgends die Rächt. Plötzlich singende Stimmen, Gitarrenklänge, Gleichschritt von Füßen. Wandervögel, die eine Nachtfahrt machen und auf der fernen Landstraße vorbeiziehen. Und dann ist alles wieder mein: Rächt und Weite, Himmel und Erde, die Stunde jetzt und die Stille, die wie ein ruhender Glockenhammer wieder schweigend unter der Kuppel des Himmels hängt. Wie die Schienen im Dunkel gleißen. Denken, daß sie durch das Dunkel der Rächt bis in die Berge gehen, an Wäldern und Hängen vorbei, an Gletschern und Strömen, über rauschende Schluchten hinweg ünd mondlichter- füllte Wasserstürze, von einer Einsamkeit in die andere reichen, die alle das Land schweigend in seinen Armen hält, fest und ruhig, wie eine Mutter ihre Kinder. Run unser zweiter Vorschlag. Die Schule verfährt so, als wenn unsere Sagend ein unwiderstehliches Streben nach geistiger Arbeit und den höheren Beruf hätte. Sn Wirklichkeit ist dies gar nicht immer der Fall. Auch die Geschlechterfolge hat ihren Rhythmus. Waren Großvater und Vater geistige Arbeiter, so ist es nicht selten, daß in dem Sohn die Sehnsucht nach dem Landleben erwacht, etwa nach dem Berufe des Försters oder Gärtners; oder der Sohn hat geschickte Hände, er würde lieber Schlosser oder Tischler werden als studieren. Von den Einflüssen und Vorurteilen innerhalb der Familie wollen wir einmal absehen. Wir behaupten nur: die Schule müßte öiel mehr tun, um ihren Zöglingen die Schönheit und den Wert der Handarbeit zu zeigen, viel mehr auch ihnen den Segen offenbaren, den Leben und Arbeit in freier Ratur den Menschen bringen. Gewiß sind Anfänge vorhanden. Der Zeichenunterricht hat immer das Geschick der Hand gepflegt, wir haben auch hier und da Werkunterricht; der Schulausflug ist zu einer regelmäßigen schienen. Der Grund zu dieser einschneidenden Wandlung liegt in der allgemeinen Verteuerung der Lebenshaltung. Steuern, Lebensmittel, Feuerung und die Löhne der Hausangestellten sind bis hart an die Grenze der Unerschwinglichkeit herauf geschnellt; der härteste Druck aber geht aus von der jähen Steigerung der Mie- t e n. Ein Haus mittleren Umfangs, wie es früher für den wvhlsituierten Mittelstand gang und gäbe war, ist im Vergleich zur Vorkriegszeit unbezahlbar, und bezeichnend ist, daß trotz der bitteren Wohnungsnot zahllose größere Häuser aus den achtziger und neunziger Sahren in London heute großen Familien, die sie , _.jß t>on Bedienten bewohnten, sind feiten geworden; Bediente kosten heute doppelt so viel wie vor dem Krieg. Diele große Häuser hat man, da Mieter nicht inehr zu finden waren, in Privathotels umgewandelt oder in nur Q WS Serin ™-Seife Schönheit! SnR1Pers,Ock ' Chemnitz-Kappei •“•M-.Fraakiula.lB. ?al»phoi Bömer $20 Der Klang einer Flöte könnte es vielleicht, eine dunkle, weiche Melodie ... Aber die Ratur weih besser, was in diese Stille paßt. Ern Ziegenmelker beginnt zu spinnen, fast wehmütig llingt's, immer die kleine Terz, geheimnisvoll als hätte die Stille selbst Stimme bekommen und sänge ins Dunkel. . .. Da, über mir, plötzlich em silberner Streif. Eine Sternschnuppe. Als löste die Rächt einen der Sterne aus Flut ihres dunklen Haares und würfe ihn Uferlose hinab. Wieder eine — jetzt dort — schon wieder eine — mehr — eine königliche Verschwendung HypoWn- Von Priv°'-nM WL ne.£8„ fljjudit de« unter “l.i.h. an Schönheit unb schimmernder Pracht — und fähigkeit und die Tatkraft dieser Künstler ist schon doch mcrDrosamen von dem Ueberfluh an Licht .......—f»» m -- und Glanz da oben. Wie Blätter von dem Blütenmeer des Himmels, das auf dunklen Flu- auch Das sein jam- bezirks Alsfeld die Begrüßungsansprache hielt. Die Glückwünsche der Stadt Alsfeld zu dem Jubiläum überbrachte Bürgermeister Dr. Döl- sing, der dem Bezirk und dem feftgebenden Verein weiteres Wachsen, Blühen und Gedeihen wünschte. Die Festrede hielt Direktor Stumpf- Buhbach, der über die Zwecke, Ziele uird Aufgaben des Kriegervereinswesens sprach. Namens des Präsidiums der Kriegerkameradschaft Hassia überbrachte Oberregierungsrat Linden st ruth- Darmstadt Grüße und Glückwünsche. Alsdann folgte die Verleihung des Hassi a-K reu« zes au mehrere besonders verdiente Mitglieder des Krieger- und Veteranenvereins Alsfeld. Den sämtlichen, am Zuge teilnehmenden Vereinen wurde zur Erinnerung an den Tag eine Fahnenschleife überreicht. Damit hatte der offizielle Festakt sein Ende gefunden. Darnach fanden großes Militärkonzert uni) allgemeine Volksbelustigung mit Tanz, sowie Wettspiele für die Jugend statt. Die nach vielen Tausenden zählenden Festgäste füllten die beiden Festhalleü vollständig. Ein großes Feuerwerk beschloß das in allen Teilen schön verlaufene Fest, das vom schönsten Wetter begünstigt war. Inzwischen blieb der Alte stehen und inerte: „Die Juwelen meines Herrn!" ~ ®ra9 'Uhcke sich seltsam erleichtert, als er den schmuck betrachtete. Es fiel ihm keinen Augenblick em, baß es etwas anderes als Diebesbeute ' rönne. „Ach, jetzt besinne ich mich auf Sie", rief er. Sie ,nb’a J« ""wem Herrn 3« Gast gewesen An "dem fürchterlichen Abend, als ..." Krag fühlte in diesem Augenblick die Enttäuschung unb fernen Fehlgriff wie eine sengende Flamme durch feinen Kopf schlagen. Er zog schnell den alten Mann tn eins der Nebenzimmer und winkte dem Portier, sich zu entfernen 3 6 * Also es war wirklich der Diener Jean und nirfu der- verkleidete Herr d'Albert! Ö W „Was tun Sie hier im Hotel?" „Ich hatte eine Besorgung für meinen Herrn zu machen. ' ö .» Men P-rl-n? W->- rooltten Sie dnmit?" „Ich habe sie geholt. „Bei wem?" h’or'Ä auJ Zimmer Nummer 24, Herrn d Aibert. Er ist ein Freund von meinem Herrn." Der Alte sperrte die Augen auf. „Komöbien- : Piel? murmelte er. „Was wollen Sie von mir: Ich ; bin ein alter Mann, hab' ich etwas Unrechtes I getan? Da packte Krag den Bart des Dieners hart an. Jörnen ou? das Zeug da weg!" befahl ep. Dem Detektiv wurde es dunkel vor den Augen, denn der Diener stieß einen Schmer,zensrus aus. Der bart faß fest. Es war ein wirklicher Bart Der : Mann, der vor Krag stand, war also kein Be- : lruger . . 1 ^^dlölZlich riß Krag dem Alten das Kästchen aus ixn Händen und öffnete es. Es enthielt Perlen, eine num verschone Sammlung Perlen. Oderhesfen. LttttdkrerS Gießerr. : Aus dem Busecker Tal, 18. Juli. Die Heuernte kann im allgemeinen als beendet angesehen werden. Die Bearbeitung» usnd Trocknung des Heues war in diesem Jahre sehr schwierig und zeitraubend, da die Wetterbeständigkeit sehr gering ist. Der Ertrag kann als gute Mittelernte angesprochen werden, und es haben besonders die trockenen Feldwiesey reiche Sri rage geliefert. Die warmschwüle Witterung und die häufigen Regenfälle haben das Grummetgras auf den' abgeernteten Wiesen derartig hervorgetrieben, daß auch Aussicht auf eine gute Grummeternte besteht. Auch die Halmfrüchte zeigen einen.vorzüglichen Stand. Korn stnd Weizen sind gut her aus gewachsen, und auch die Sommerfrucht, welche anfangs etwas zurückgeblieben war, hat sich infolge des feuchten Wetters der letzten Zeit recht gut entwickelt. Die Ernte dürfte dieses Jahr in unserem Tal spät werden. Auch sieht man hier und da viel Lagerfrucht. Zur Zeit sind die Leute eifrig am D i ck w ur zhacken beschäftigst einer Arbeit, die auch dieses Jahr wieder viel V^ühe macht, da manche Grundstücke derart mit Llnkraut überwuchert sind, daß man die Kulturpflanze kaum noch sieht. : Beuern, 18. Juli. In der letzten G e-- ineinderatssitzung stand als erster Punkt die Beschaffung von Baugelände zur Beratung. Diese Frage ist sehr schwierig, da der Gemeinde keinerlei Gelände zur Verfügung steht und für einen Bauplatz oft zwei bis drei Eigentümer in Frage kommen. Da Die nach dem Kriege neu errichtete Straße, „Scheibengasse", soweit ausgebaut ist, und bereits wieder zwei weitere Baugesuche vorliegen, beschließt der Gemeinderat, die Plätze an der Hauptstraße am Ortsausgang nach Großen-Buseck zu >rwerben und hierzu einzuteilen. Die Lage dieser Platze hat den Vorteils, daß Wasser und Licht nur angeschlossen zu werden brauchen, da die Hauptleitungen bereits vorhanden sind. — Als 2. Punkt stand die Beschaffung eines Bade- Platzes zur Debatte. Da unser Dorf in dieser Beziehung seither nichts aufzuweisen hatte und der Frage des Sportes und der Körperpflege eine immer mehr wachsende Bedeutung zugemessen wird, war die Schaffung einer derartigen Anlage geradezu ein Bedürfnis für unser Dorf, ganz besonders für die Schulen. Der Gemeinderat hat sich dieser Notwendigkeit nicht verschlossen und zu iKefem Zwecke ein Grundstück in der Weichelbach angekauft, wo eine Art Staubecken errichtet werden soll. — Auch die Frage der Schaffung eines Sportplatzes hat ihre : endgültige Erledigung gefunden. Nachdem nun !ck)vn seit vergangenem Jahr Bestrebungen dieser Art im Gange sind, ist nunmehr geplant, am Elrmoa^er ■ Weg 2 bis 3 Morgen Wald ab- zutreioen und hier den Sportplatz anzuleaen. Seitens der Oberförsterei wird, wie man Art, wchts im Wege stehen, da die Gemeinde bereit ist als Ausgleich aus dem Steinerberg einige ötucte Land m dieser Größe anzukaufen und auszuforsten. Die Herstellung des Sportplatzes konnte im Winter nach der Fällung des Holzes Angriff genommen werden, so daß dann die „Wie kommt es, daß die Perlen in den Händen des Herrn d'Albert waren?" „Er sollte sie untersuchen. Es sind korinthische Perlen, und ihr Glanz hat sich in den letzten Jahren verloren. Herr d'Albert ist Spezialist in Schmuck- jachen und hat sie zur Untersucksting gehabt. Kranke Perlen lassen sich wieder frisch machen, behauptet der Herr. Er sammelt schöne Perlen." Kraa betrachtete die Perlen kritisch. Sie waren unzweifelhaft echt. Dann gab er dem Diener das Kästchen zurück. "Das ganze ist also ein Mißverständnis", sagte er. „Aber wir müssen in den Hotels aufpaffen, denn m der Reifezeit werden hier oft Juwelendiebstähle begangen." Der Diener entfernte sch mit seinem Perlenkästchen, etwas verwirrt und sehr erstaunt. Krag kehrte auf sein Zimmer zurück. Aus dem Korridor begegnete er Herrn d'Albert, der ausaohen wollte. Herr d'Albert lächelte. Es war das erstemal, daß Krag ihn lächeln sah. X. Sils Krag nach dem unglücklichen Zusammenstoß mit dem Diener m sein Zimmer zurückkam, fühlte er sich wie geschlafen. „ ,, x ia d^ser Auftritt von ganz unter« a.ordneter Bedeutung, das Erscheinen des Dieners hing vielleicht gar nicht einmal irgendwie mit der übrigen merkwürdigen Sache zusammen, aber Krag f0nrter-I5 unterlassen, den Vorfall als persönliche Kränkung zu empfinden. Als er fetzt näher nachdachte über das Zwifchen- ssuetz machten ihn zwei Umstände stutzig. merkwürdige Zusammentreffen, daß SSL? 9 4.?ie,1A l'ch 'n dem Hotel aufhielt nnC^ ?rag in d'Alberts Zimmer die (^,b59imstande — Perücke und Bart — C’ zweitens das Telephonieren des Herrn Verbl^ni^kS'A beiden Tatsachen miteinander in ihn^.J?hr e' gelangte er zu einer Lösung, 'hn verblüffen mußte, weil sie eine so überlegte N7Nte er5 DCrri£L wie er sie noch U Dachte er an die Möglichkeit, daß Herr d'Albert ! bei seiner Rückkehr bemerkt hatte, daß sein Zimmer | Roman von Sven E l v e st a d Copyright bei Georg Müller, München. 34 Fortsetzung Nachdruck verboten I.nd nun hatte er ndlich den Beweis, den einzigen entscheidenden Beweis. Herr d'Albert, der Verbrecher und Gelehrte, wollte also auf eine neue Expedition ausgehen und hatte es für zweckmäßig gehalten, abermals in die Verkleidung des alten Dieners zu schlüpfen. Wahrend Krag hinter der Gestalt herging und olle diese Betrachtungen anstellte, mußte er gleich- woh. das einzigartige Verkleidungstalent des Mannes bewundern. Wie dieser jetzt über den Korridor ging, war er der alte Mann bis in die kleinsten Einzellfeiten — die Schritte, die gebeugte Haltung Krag gab im stillen zu, daß es ein'Meisterstück war — und er freute sich bereits darauf, ihn am zirm zu packen und zu entlarven. Der Alte hatte einen kleinen Kasten unterm Arm, em ^iasierelui oder einen Jnwelenbehälter. ..trag ahnte, daß dieser Kasten Geheimnisse ent- greifen*1 ‘^n *n Fingern, danach zu Aber erst wollte er den Mann in die Portierloge kommen lassen, denn er wünschte, bei der &"nllar= oung öes Verbreä-ers Zeugen zu haben. mder Verfolgte und der Verfolger sich in der Nahe des Portiers befanden, trat Krag ne n den ^gte auf Französisch: „Mein Herr, ich mochte m.t Ihnen spreaien." Zugleich winkte er dem Portier. Dieser narrte sich, ein wenig erftaimt. t; Krag packte den rechten Arm des Dieners und hielt ihn fest. Der Diener, wandte sich dem Detektiv zu und sah ihn rmt seinen verglasten Greise,i- augen an. em Stich des Unbehagens durchzuckte Krag, als er diese Augen sah. Du großer Gott, kann der Mann auch seine oeele verändern? Das sind nicht seine „3d) verstehe Sie nicht," antwortete der Diener m norwegischer Sprache, „was meinen Sie?" „Wir können auch Norwegisch zusammen sprechen, sagte Krag und faßte den Arm des anbem efter, „aber hören Sie auf mit dem Komödien spiel. Krag sah ihn an und konnte nicht umhin sein Haar anzufassen und daran zu zerren' Haar faß fest. Jetzt wurde der Alte ganz blaß vor Scham und -schmerz. Er wollte ru en, stockte aber, als sein Auae auf dem Gesicht des Detektivs haften blieb 9 Em Ausdruck des Wiedererkennens und außer- desÄem" neberratounS ^igte sich in den Zügen Herzen gehende Gedächtnisrede -ter des Präsidiums 'der Kriegerkameradschaft Hassia, sowie der Vertreter des Kriegervereinsbezirks Alsfeld und der Vertreter des Kroger- und Veteranenvereins Alsfeld legten Kränze nieder. Sin schön vorgetragener Chor der beiden hiesigen Gesangvereine „Harmonie" und „Liederkranz" verschonten die sehr sttm- mungsvolle Feier. Mittags setzte sich der große üestzug vom Hersfeldertor aus in Bewegung, der mit drei Musikkapellen beseht war. Der Fest- zug enthielt sehr hübsche historische Gruppen welche den deutschen Mann in Wehr und Waffen darstellten. Man sah z.B. Gruppen von Landsknechten, Wallensteinern, Gardisten, Reitern aus der Zeit des 30jährigen Krieges, Dragoner und Husaren aus der Zeit um das Jahr 1700 und Artilleristen. An dem mehr als 1 Kilometer Ian» 6'm Zuge nahmen insgesamt etwa 80 Vereine teil: es war ein buntes, schönes und erhebendes Bild. Auch aus den benachbarten preußischen Ortschaften nahmen die Kriegervereine am Fest- ö.ug teil. Aus dem Festplah angekommen, stellten sicy die gesamten Festzugteilnehmer mit der Front nach der Festhalle auf, worauf Oberlandmesser bcha d e - Alsfeld namens des KrieaervereinS- merksamkeit gewidmet hat: dem studentisch-sozialen. Hoch oben am Schloßberg, dicht unterhalb des Schlosses, liegt halb im Grün verborgen unter ein paar dunklen Tannen ein ehrwürdiges, altes Haus mit hochragendem Dache und schiefergedeckter Vorderwand, der F o r st h o f von Marburg. Als Savi mh 1803—1804 in Marburg außerordentlicher Professor war, versammelten sich um ihn im Forsthos, seinem Wohnsitz, die Brüder Grimm, Achim von Arnim, Clemens und Bettina Brentano. Für die wunderbare romantische Schönheit des Hauses zeugen wohl am lautesten die Worte Clemens Brentanos: „Das Haus mitten in den Berg gebaut, aus allen Stockwerken in den Garten, selbst aus dem Keller. Wenige Schritte oben das Schloß und die Eichen und alles. O ich möchte noch einmal närrisch werden/ da ich's einmal bin." Diesen malerischen, durch seine Vergangenheit so lebendigen Hof haben die Landeskirchen von Kassel. Frankfurt und Wiesbaden dem Marburger Studentenheim e. V. zum Jubiläum gestiftet. Das Haus dient bedürftigen und würdigen Studenten aller Fakultäten, besonders Studenten der Theologie aus der Stipendiatenanstalt, die damit wieder Sih und Haus erhalten hat, als Wohnraum. Ein zweites Heim hat sich in dem Karl- Duisberg-Haus den Marburger Studierenden geöffnet durch die hochherzige Stiftung eines Mannes, der sich seit Jahren um die Förderung der studenttschen Gemeinschaftsarbeit, sowie um die Förderung der Wissenschaften auf das Höchste verdient gemacht hat, des Präsidenten des Reichsverbandes ' der deutschen Industrie, Geh.-Rat Prof. Dr. Karl D u i s b e r g , Vorsitzender des Vorstandes und Aufsichtsrates der J.-G.-Farbenindustrie. Sein edelmütiges Geschenk ermöglicht es, daß 40 bedürftigen Studenten ein Heim geboten wird. In Frage kommen vor allem Studierende der „Studiensttftung des deutschen Volkes", durch die jährlich 200 befähigten, aber mittellosen Abiturienten das Studium ermöglicht wird. Das Haus grenzt an den Forsthof, ein herrlicher Bau hoch am Scyloßberg gelegen mit einem wunderbaren Ausblick ins weite Lahntal. So ist Marburg durch sein Jubiläum um manches reicher geworden. Llnd die mannigfachen Stiftungen werden dazu beitragen, daß Has schon bestehende Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen llniberfität, Stadt und Provinz noch inniger wird. , L. Sch. Bszirkskriegsrseft in A!sfe!d- Alsfeld, 18. Juli. Am Samstag und Sonntag fand das Bezirkskriegerfest des Bezirks Alsfeld der Kriegerkameradschaft Hassia hier statt. Mit dem Fest wurde die Feier des 50jährigen Bestehens des Bezirks Alsfeld zugleich gefeiert. Die Veranstaltung begann am Samstagabend mit einem sehr gut besuchten Militärkonzert in der städtischen Feschalle am Lindenplatz. Die vorzüglichen musikalischen Leistungen der Kapelle des Thüringer Bataillons des Reichswehrregiments 15 in Eisenach fanden stürmischen Beifall. Am Sonntag- Vormittag fand auf dem Friedhof ein Fest- gottesdienst zum Gedächtnis der Gefallenen statt, wobei Dekan Dr. Unverzagt eine tiefempfundene, zu Herren gehende Gedächtnisrede hielt. Der Vertreter des Präsidiums 'der Krieger- Inbetriebnahme nächstes Frühjahr erfolgen könnte. )( Großen-Linden, 19. Juli. Anläßlich der Feldbereinigung wurde hie«».der krumm laufende Kleebach teilweise gerade gelegt. Infolgedessen wurde auch die Brücke am Hörnsheimer Pfad abae- brodjen und einige Meter westlich neu errichtet. An den beiden Seitenwänden wurde je ein ll-Eisen senkrecht eingemauert. Die Gemeinde ließ jetzt kantiges Langholz in jene lk-Eisen legen, hierdurch wird das Wasser gestaut und zur großen Freude der Schulkinder ein seither sehr vermißter Badeplatz apf billige Weise erstellt. D Lich, 18. Juli. Am gestrigen Sonntag beging unsere Stadt ihr diesjähriges Jugend- s e st. Morgens um 6 Dlhr zog die Kapelle der Freiwilligen Muerwehr Lich zum Wecken der Langschläfer auf. Eingeleitet wurde das Fest durch einen Festgottesdienst in der hiesigen Marien- stistskirche, an dem sich die verschiedenen hiesigen Vereine beteiligten. Für die Kleinsten unter den Kleinen fand um 11 ill)r einte hübsche Feier in der Kleinkinderschule statt. Am Rachmittag ordnete sich ein recht stattlicher Festzug unter Beteiligung aller hiesigen Vereine, voran die blumengeschmückte Schuljugend mit ihren von der Stadt gestifteten Brezeln am Arm vor dem Rathaus und marschierte unter den Klängen der Feuerwehrkapelle durch die festlich geschmückten Straßen unserer Stadt nach dem Festplah auf dein Hardtberge. Rach dem Absingen des gemeinschaftlichen Liedes „Brüder reicht die Hand zum Bunde", hielt Lehrer Stein die Festrede, die mit dem Gesang des Deutschlandliedes ihren Abschluß sand. Hieran schlossen sich-die Spiele der Schuljugend, turnerische Vorführungen, Konzertstücke der Feuerwehrkapelle und Gesangsvorträge der hiesigen Gesangvereine in bunter Reihenfolge an. Jung und alt tummelte sich in fröhlicher Feier bis zum Abend. Leider störte ein am Nachmittag niedergehender leichter Regen die gewohnte volle Bewegungsfreiheit der Kinderspiele für kurze Zeit. Nach gemeinsamem Rückmarsch in die Stadt beschloß der Bürgermeister am Rathaus mit einem herzlichen Schlußwort an die Bevölkerung das schön verlaufene Fest. # Langd, 18. Juli. Der Zweckverband Hungen- Sch otten hat in den nunmehr 3/4 Jahren seines Bestehens gute Fortschritte gewacht. Während man bei Eröffnung der Linie dgmit rechnete, daß sie sich nicht selbst zu tragen vermöchte und die Ggrantiesummen der Verbandsgemeinden Hungen, Langd, Rodheim an der Horloff, Rabertshausen, Eichelsdorf und Schotten in Anspruch genommen werden mußten, haben bis jetzt die Einnahmen die Ausgaben gedeckt. Wohl hat mit Einsetzen der besseren Witterung und dem Beginn der landwirtschaftlichen Arbeiten der Verkehr nachgelassen, die Morgen- und Abendfahrten zu den Zügen sind nach wie vor gut besetzt, während die Mittagsährten weniger benutzt werden. — Den Anstrengungen des Schul- und Ortsvorstandes ist es bis jetzt noch nicht gelungen, daß die dem Abbau zum Opfer gefallene 2.^ Schul st elle wieder errichtet wird, obwohl die Schülerzahl der nunmehr einklassigen Volksschule auf 59 gestiegen ist, wvzu noch 32 Schüler der landwirtschaftlichen Fortbildungsschule kommen, die alle von einem Lehrer zu unterrichten sind. *1* Allertshausen, 18. Juli. Landwirtschaftsassessor Dr. Selz er vom Landwirtschaftsamt Grünberg hielt gestern nachmittag in unserer Gemeinde einen Feldrun dgang ab. Zahlreich hatten sich hierzu die Landwirte eingefunden. Der Rundgangsleiter wies zu Beginn des Rundganges auf Die Bedeutung derartiger Veranstaltungen hin und gab feiner Freude öärüber Ausdruck, daß so viele Landwirte' sich an Dem Rundgang beteiligten. An Hand der praktischen Beispiele, draußen auf den Aeckern. wurden die verschiedensten Fragen erbte t. Insbesondere wurde auf Saatgutauswahl, Saatgutwechsel, Saatgutreinigung und eine Dünnere Saat aufmerksam gemacht. Gleichzeitig wurden die verschiedensten Pflanzenkrankheiten eiwähnt und die zu ergreifenden Bekämpfungsmahnahmen besprochen. In Der Aussprache tourDen Fragen aller Art gestellt usth von Dr. Selzer beantwortet. Besonderes Interesse wurde der beabsichtigten Feldbereinigung geichenkt und Fragen aus diesem Gebiet näher behandelt. : Vom der Rabenau, 18. Juli. Bei der in den letzten Tagen erfolgten Heugrasversteigerung von den Freiherr von Rabenauschen Wiesen im Eichwald usw. wurden außerordentlich niedrige Preise erzielt. Flächen von zirka 1 Morgen, Die in den Vorjahren 30 bis 40 und 50 Mark gekostet haben, wurden mit 5 bis 10 Mark zugeschlagen. Diese niedrigen Preise, Die man fast von überall hört, sind einerseits auf die ausgezeichneten Futteraussichten! zurückzuführen, die zur Zeit vorherrschend sind, und haben andererseits ihren Grund darin, daß viele Landwirte noch über Vorräte von 'Dürr- futter aus dem Vorjahre verfügen. t Treis a. d. Cum Da, 18. Juli. Unter großer Beteiligung einer über 500cöpsigen Versammlung von Missionsfreunden aus nah und fern fand heute nachmittag auf dem Platz vor der hiesigen Kirche das alljährliche Dekanats- fest für Innere Mission statt. Pfarrer Waldeck vom Elisabethenstift in Darmstadt, der auch schon im Vormittagsgottesdienst die Gemeinde durch eine Herzand ringende Predigt über den herrlichen Beruf einer Diakonissin erbaut hatte, redete in packenden Worten von unserer Christenpflicht, ein Salz der Erde und ein Licht für Die Welt zu sein. Darnach sprach der'-Vertrauens- mann des Dekanats für die Innere Mission Pfarrer W ah l-Lang-Göns, über die mannigfachen Arbeitsgebiete der Inneren Mission und bat um fleißige und treue Mithilfe aller Evangelischen an dieser wahrhaft sozialen Arbeit. Das Schlußwort sprach der Ortspf-arrer. Die Reden waren von gemeinsam gesungenen Liedern der Festgemeinde und einigen schönen Chören des hiesigen Kirchengesangvereins und der ersten Schulklasse, beide unter Leitung von Lehrer Walter, umrahmt. Krcis Büdingen. A Bad Salzhausen, 18. Juli. Das in diesem Frühjahr hier von Der Gesellschaft für Kriegsblindenfürsorge errichtete Erholungsheim für Kriegsblinde weist eine gute Besetzung auf. Während es zu Beginn der Badezeit nur 12 bis 15 Insassen zählte, ist jetzt die Zahl der Gäste auf 33 gestiegen. Aus allen Teilen Deutschlands stammen diese ärmsten Kriegsopfer, und sie sind des Lobes voll über die nervenstärkende Luft, Den Quellenreichtum und Die Auhe unseres Bades. Nur ein Teil Der Kriegs- blmDen ist stockblind, mehrere haben noch einen Lichtschimmer, alle aber haben den mit Dem roten Kreuz versehenen Führerhund bei sich. g. O b e r - M o ck st a D t, 18. Juli. DieserTag st.ü r z t e bei einem hiesigen kleinen Landwirt ein Teil der gewölbten Decke des Vieh st alles ein. Die mittlere Schiene war durchgervstet und sieb herunter. Nachbarsleute halfen schnell das Vieh retten; eine Kuh und ein Rind haben Verletzungen Dabongetragen. # Echzell, 18. Juli. Zum letzten Schweinemarkt waren 212 Ferkel und 14 Läuferschweine aufgetrieben. Bei flauem Geschäftsgang wurden ..mpp Die Hälfte abgesetzt, die meisten Bauemfuhrtverke mit Eigenzucht nahmen Die Jungtiere wieder mit nach Haus. Die Preise betrugen für bis zu 6 Wochen alte Ferkel 10 brs 13, für 6 bis 3 Wochen alte Ferkel 12 bis 16, für 8 bis 10 Wochen alte Ferkel 18 bis 27 Mk. Läuse:fchweine wurden je nach Alter und Qualität mit 30 bis 50 Mk. pro Kopf bezahlt. — Hier ist man bereits seit einer Woche mit Aus- machen von Frühkartoffeln beschäftigt. Der Ertrag muß als gut bis seh? gut bezeichnet toerDen. Faule Kartoffeln sinH selten, nur an feuchten Stellen hört man Klotzen. Die Preise, die zu Beginn Der Ernte 9,50 bis 10 Mk. pro Zentner betrugen, sind auf 7 Mk. zurückgegangen. Rian rechnet mit weiterem Preisrückgang. # Borsdorf, 18. Juli. Zur Verschönerung des Dorfbildes hat bk Gemeinde den Weih.er im Dorf zulsgen lassen. Auch aus hygienischen Gründen war es erforderlich, geworden, da das stehende Wasser bei großer Hitze einen unangenehmen Geruch verbreitete und eine Brutstätte für Schnaken war. — Das im vorigen Monat am Bahnhof an- gefangene Zweifamilienhaus der Gemeinde ist im Rohbau vollendet. Die Jnnenarbeiten sollen so beschleunigt werden, daß es bis zum 1. Oktober bezogen werden kann. Außer den sechs von der Gemeinde errichteten Wohnungen ist hier noch ein Einfamilienhaus errichtet, ebenso sind verschiedene Anbauten an Wohnhäusern erstellt worden. Kreis Schotten. „?" Schotten, 17. Juli. Ein heftiges G e - Witter ging am Samstag zur Mittagszeit über die hiesige Gegend nieder. Hier schlug der Blitz verschie. dentlich in Gebäude, ohne zu zünden. Ein Birnbaum wurde durch Blitzschlag vollständig zertrümmert. In durchsucht worden war, so hatte er damit die Verbindung. Allerdings hatte Krag die Sachen mit der größten Vorsicht an ihren Platz zurückgelegt, aber er mußte ja trotzdem gefaßt Darauf fein, daß die scharfen Augen d'Alberts eine Veränderung entdeckten. Was mußte der Gelehrte dann denken? Daß er entdeckt war? Und was mußte er dann tun? Er mußte die Gntbecfimg auszugleichen und ihre möglichen Folgen zu vereiteln fudjen. 'Das batte er getan, indem er an den Konsul Birger telephonierte'/ nun könne der Diener die Perlen holen, die d'Albert zur Prüfung erhalten hatte. Er wußte, daß Krag, sobald ein Mann mit diesem Aeußeren oder mit dieser Maske im Hotel auftauchte, einen Fehlgriff begehen ober mindestens in große Verwirrung geraten werde. Beides war über Erwarten eingetroffen. Erstens hatte Krag sich einen Fehlgrift geleistet. Ferner waren seine Sd-lußsolgerungen wirklich in Verwirrung geraten. Außerdem hatte d'Albert ein paar ergötzliche Augenblicke erlebt, die auf Dem Gesicht des sonst so ernsten Mannes sogar ein Lächeln hervorqelockt hatten. Krag gelangte zu dem Ergebnis, daß er der verlierende Teil in diesem kleinen Gefecht war. Mißvergnügt kehrte er in seine Wohnung zurück. Er war unzufrieden mit sich selbst, unzufrieden mit der Sage der Dinge, unzufrieden mit allem. Nun hatte er mehrere Nächte gewacht und hatte nicht das geringste erreicht — und doch hatte er Die ganze Zeit Das widerwärtige Gefühl, daß irgend etwas in der Luft liege —, daß im Dunst-l um ihn her gearbeitet merbe, und daß er jeden Augenblick Gefahr laufen könne, daß eine Explosion erfolge. Gr schlief erst gegen ein Uhr ein, und als er auf= wachte, stand die Sonne hock) am Himmel. Er sah lofort auf seine Uhr. Es war acht. Er war merkwürdig nervös, was er nach einem festen Schlaf sonst nickst zu fein pflegte. ®r klingelte seiner Wirtschafterin und ließ sich den Kaffee und die Morgenzeitungen bringen. In fieberhafter Hast durchblätterte er die Zeitungen, in dem unbewußten, sonderbaren Gefühl, daß etwas geschehen sein müsse. Er fand aber nur die gewöhnlichen Artikel, Telegramme und Tagesneuigkeiten. (Fortsetzung folgt.) ;ar« A. bequem.' Wenn in Weih. Zuge gewinnt. Se8; Bb6. Weih am Steine Ka5; Se8; 2 Steine Ke4; Td4. - Lösung des Problems Nr. 115 wurde das Transformatorenhaus amerikanischen Londons. Der Weih zieht und Weih: 11 Steine matt. Shl; Ba5 Herde und Guchenhain zerstört. sehr groß rst. an der Rück- Chauffeur des kann passieren, fahre!" Weih: 3 Schwarz: höfliche Bitte. einer Straße Hunderte von Auto Weih. setzt in drei Zügen Kcl; Dh8; Lf2, f3; ii schau „Aber ja! ich es mir Endspiel Nr. 36. Don W. und M. Platoff. Schwarz, d günstig! durch schönes Wetter, seinen Abschluß gesundem Während am zweiten Festtag der Besuch in den Rachmittagsstunden nicht so stark war und erst in den Abendstunden wegen des Feuerwerks anschwoll, brachte der Sonntag einen be» ängstigenden Verkehr, besonders auch von allen Teilen der umliegenden Dörfer. Die Polizei war machtlos bei dem Ansturm auf die Verkehrsautos, obwohl dauernd Wägen der Stadt und der Post liefen. Der-besondere Anziehungspunkt bildete der für Sonntag erstmalig festgesetzte Festzug, der sich um 2 Uhr vom Bahnhof in Bewegung setzte und gleichfalls große Massen Zuschauer angezogen hatte. Während früher städtische Vereine usw. mit geschmückten Wagen den Zug bildeten, waren es diesmal fast ausschließlich die Bauernschaften, die mit teilweise äußerst originell und geschmackvoll hergerichteten Wagen die Masse bildeten. Zwei Musikkapellen waren aufgeboten unb brachten mit ihren Märschen die richtige Stimmung in alle Teilnehmer. An der Spitze des Zuges ritten rempeln, sich gewissermaßen ins Sn Reuyork, wo die Automisere findet man i^uerdings Schilder wand der Wagen, lesbar für den nachfolgenden Autos: „Bremsen Sie rechtzeitig! Es daß ich auch mal hinter Ihnen Amerikanisches. Don Z. Mach. 1. Db3-a2! usw. Ein Engländer zeigte .einem Besucher die Sehenswürdigkeiten Amerikaner fand alles recht klein. „Was sagen Sie denn hierzu?" fragte der Engländer, auf ein großes Gebäude zeigend. . „Ach," lautete die gleichgültige Antwort, „es ist kein unebenes Gebäude, aber Sie haben hier nur eins. Wir haben deren Taufende in Reu- Preußen. Wetzlar, 18. Juli. Das Kreislier » fest hat mit Lein gestrigen Sonntag, be- Krcis Lauterbach. fl. Lauterbach, 18. Juli. 3n einer am letzten Sonntag stattgefundenen Dienenzüchterversammlung hielt Lehrer Weber-Maar einen sehr interessanten Vortrag über die Ger- stungsche Futtersaftlehre. Es tst wohl die beste Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedattionStlsch. Der große Zwerg. Zwerge sind klein, müssen klein sein. Und jener Mann, der in einer Schaubude einen Zwerg sah und behauptete, das sei gar nichts, er habe schon viel größere Zwerge gesehen, war sicher nicht ganz im Bilde. In Paris lebt ein Zwerg namens Delphin, der nicht nur sehr klein, sondern auch jung und hübsch ist. So kam es, daß ein junges Mädchen sich in ihn verliebte und ihn kurzerhand in seiner Wohnung aufsuchte. Aus Versehen klingelte sie eine Treppe tiefer; es öffnete ein breiter, großer junger Mann, der sie um mehr als einen Kopf überragte. Sie konnte sich das nicht erklären und fragte schüchtern: „Entschuldigen Sie. aber Sie sind w o h i n i ch*k der Zwerg Delphi n?" Doch der junge Mann, der die Situation auszunutzen verstand, nickte ernsthaft: ' ’ Rur zu Hause, wissen Sie, mache Lheorre oer -c.cneiioucpt, Die auo> von allen be- I deutenden Forschern der Reuzeit anerfaimt wird. I Angesichts der Wichtigkeit der Dlütenstaubnah- rung für die Bienenzucht und damit für die Allgemeinheit hat der Bienenzüchterverein em Gesuch an das Kreisamt gerichtet, das Abreihen der blühenden „Kätzchen" durch eine Polizeiverordnung zu verbieten. Rheinhessen. Mainz, 13. Juli. (TU.) Der bei der hiesigen Bürgerschaft hochangesehene Beigeordnete und Ehrenbürger der Stadt Mainz, Geheimer Sanitätsrat Dr. Heinrich Ludwig Müller ist in der vergangenen Rächt im Alter von 80 Jahren gestorben. Dr. Müller übte über 50 Jahre seine Praxis aus und stand über 40 Jahre als Stadtverordneter und Beigeordneter im Dienste seiner Heimatstadt. Mainz, 18. Juli. (TU.) Ein furchtbares Hagelwetter ging am Samstagmittag über einige Gemarkungen Rheinhessens nieder. So wurde bei Stadecken in einer halben Stunde die ganze Ernte vollständig vernichtet. Die Getreidefelder liegen wie gewalzt am Bodtn, kein Fruchtkorn findet man in den Aehren und dazwischen liegen Hagelkörner in der Gröhe eines Hühnereies. Die Weinberge bieten einen wüsten Anblick. Entblättert stehen die Reben an den Stöcken, die Trauben sind abgeschlagen und liegen am Boden. Die Bäume sind ihrer meisten Früchte beraubt. Hasen und Feldhühner liegen tot auf den Feldern. Junge Bäumchen sind von den Hagelkörnern glatt abgeschlagen worden. Am Sonntagnachmittag konnte man stellenweise noch Hagelkörner fußhoch in Feldern und Weinbergen liegen sehen. WSR. Mainz, 18. Juli. Ein 19jähriger Maurer aus Bretzenheim wurde dieser Tage von einem giftigen I nsek t gestochen, was eine schwere Blutvergiftung zur Folge hatte. Gr mußte zwecks- Operation im Krankenhaus eingeliefert werden. MONDAMIN SMs 'Feinste für echte Flammeris und. echte rote Qrutzel tPahele tu 35 und. 65 niemals loset AN« für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 118. Don O. Duras. (1. Preis in einem Prager Turnier 1926.) Schwarz. Stellen im Dorfe ein, ohne jedoch zu zünden. Auf dem Felde schlug der Blitz tn eine Ziegen- tötete vier Tiere. — Im nahen mobilen hintereinander fahren, und irgendwo eines von ihnen plötzlich abstoppen muß, dann kommt es vor, daß sich einige von hinten an Kreuz fahren. b4, d2, e3, e7, g2. Schwarz: 7 Steine Kfl; Lf8; Sg7; Ba6, a7, 17, h5. York." „Das wundert mich nicht," erwiderte der Engländer, „das ist eine Irrenanstalt." M. R. KLZ ^rafonii|in LUDer den > sprech L.Sfut dir für die •’SÄä Tübingen. **%%&?*« errichtete » in iegt lammen diese ärnE Lobes voll über bie en Qvellenretchtum und die ^ur em Teil der S&Z -wch L Ml dem roten cerhund bei sich. - «M, 18.3uli y,S*n ueinen Landwirt em '.ecke des Diehstallez 'E War durchgeroftrt und rrsleute halfen schnell dar und M Ämd haben Der- 1 ragen. 18. 9uli. 3um lehien ’aren 212 Ferkel und 14 eben, (bei ilaumWchW- die hölfle abgckeg!. Sie i; mit Eigenzucht nahmen nii nach Haus. Die Preise 6 Wochen alte Ferkel 10 vchen alte Ferkel 12 bis 16, alte Feriel 18 bis 27 Ml i je nach Alter und Qua« M. pro Kops bezahlt. - leit einer Woche mit Aus' rt off ein beschäftigt. Der i bis sehn gut bezeichnet iffeln sind selten, nur an men Klotzen. Sic Preise, mfe 9,50 big 10 OSil pro auf 1 M. zurückgegangm i arm Preisrückgang. 8. Juli. Zur Verschönerung Gemeinde den Weiter im Luch aus hygienischen (Brün- h geworden, da das stehende he einen unangenehmen Se- >ine SrJtftäüe für Schnaken -en Mnal am Vahnhof an> ilienhaus der tonie « Die Snnenarfeiten sollen , daß es,bis jum l.Ditober Außer den sechs von der Te- mmaen ist hier noch em ibn- eben jo stick» verschiedene An> em e.'i-cüt worden. SÄetken. LMtoSellig«'®1; w i*er3iS Je iS er damit die W t* * is «*;“ 5 ch-< * auszugleich^ „ t getan, r e' . ^er der vel' LASS Ä-M ‘lxa>^n Aus der Schachwett. Internationales Schachturnier zu kecskemet. In der ^-Siegergruppe des Kecslemeter Turniers siegte erwartungsgemäß Aljechin, Paris, + 12; den 2. bis 3. Preis teilen Steiner, Budapest, und Rimzowitsch, Kopenhagen + UVa". 4. wurde Asztalos, Serajewo + 91/«; 5. bis 6. bis 7. Dr. Vajda, Budapest; Kmoch, Wien; Ahues, Berlin, Sl/2-, Gilg, Mährisch-Ostrau, mit 8 Punkten steht an letzter Stelle. In der B-Siegergruppe gelangte Tartakower, Paris, mit 9*/, Punkten vor Grünfeld, Wien. + 8l/2 an die Spitze; 3. bis 4. Preisträger wurden Jates, London, und Takacs, Miscoles, 4- 8; es folgen: 5. Dcrndtson, Kopenhagen, 4- 7Vr! 6. bis 7. Vukovics, Zagreb, und Colle, Brussel, + 6VS; an letzter Stelle steht Brinck- mann, Kiel, + 51/«. Im internationalen Hauptturnier gewann den 1. Preis und somit die Meisterwürde des ungarischen Echachbundes Regctschinskh 4- 6. den Gemarkungen Wingershausen, Rainrod und Eichelsdorf wurde durch Hagelschlag großer Schaden an dem Getreide angerichtet. Ein wolkenbruchartiger Regen begleitete das Unwetter, so daß Heu, Brenn- und Nutzholz wegoeschwemmt wurden. Auf dem Felde beschäftigte Leute wateten kniehoch im Wasser, das ihnen den Heimweg sperrte. Die Nidda stieg in kürzester Zeit um etwa lj Meter, so daß der M ' nungsdienst Ueberschwemmungsgefahr meldete. An gefährdeten Stellen fetzten Räumungsarbeiten ein, die sich aber als überflüssig erwiesen, da die Nidda ihre Ufer nicht überstieg. Wo das Unwetter am heftigsten wütete, ist alles Bindematerial von Chausseen und Wegen weggespült, daß sämtliche Steine freiliegen. — Etwa 5 0 Kuraäste aus Bad-Nau- Heim unternahmen am heutigen Sonntag mittels Autos eine Besichtigungsfahrt durch den Vogelsberg, die sie über Lauterbach, Schotten und Gedern führte. Auä) verschiedene Ausländer nahmen daran teil. Es ist begrüßenswert, daß auch in dem Weltbad Nauheim sich das Interesse regt, den kaum gekannten Vogelsberg kennenzulernen. Schotten, 18. Juli. Etwa 50 Studen- ytatuHyi, m ---------- —' bl. Herbornseelbach (Dillkreis), 18. Juli. Neuerung des am meisten in Frage kommenden Samstag unb Sonntag weihte unsere Gemeinde Teiles des Ortsleitungsnehes vornehmen zu las- £>te neuerbaute Turnhalle ein. Samstagabend sen, wobei die Eisendrähte durch solche von fanb unter reger Beteiligung der Einwohner Kupfer ersetzt werden. Die Arbeiten werden in tote auch auswärtiger Vereine die Weihe der Kürze in Angriff genommen werden. | Halle statt. Die Feier nahm in allen ihren Aus dem Kleebachtal, 18. Juli. Teilen einen erhebenden Verlauf. Sonntagmittag Gleichzeitig mit der Heuernte hat man in gruppierte sich ein stattlicher Festzug im Ort. unserer Gegend in diesem Jahre die Winter- Die Weihe klang mit einem allgemeinen Volks- «erste geschnitten. Obwohl die Heuernte durch feste aus. Die Halle wurde 1925 begonnen. ungünstige Witterung unliebsam in die Länge bl. Driedorf (Dillkreis), 18. Juli. Bei gezogen wurde sind doch die Erträge bei kaum dem am Samstagmittag über unsere Gegend nennenswerter Einbuße an Qualität als sehr I gezogene Gewitter schlug der Blitz an drei ObcrttchttLreis. Ems, 18. Juli. Es ist seit einiger Zeit ausgefallen, daß die Lahn durch das Ablassen von Ammoniakwasser verunreinigt wird. Reben den gesundheitlichen Schädigungen, die dadurch für die unterhalb des Wehres Badenden entstehen können, wird auch die Fischerei in der Lahn dadurch bedroht. Wenn auch die größeren Fische nicht davon zugrunde gehen, so macht sich doch bei den gefangenen Fischen ein sehr unangenehmer Beigeschmack bemerkbar, der die Fische ungenießbar, wenn nicht überhaupt den Genuß für die Gesundheit gefährlich macht. 2lbhilfe wird besonders aus Fischerkreisen gefordert. Kreis Limburc.. WSR. Limburg, 19. Juli. Der Bierverleger Jakob K n ö g e l wurde beim Füttern eines Pferdes von dem Tiere in den Unterarm gebissen, der ihm dabei glatt abgerissen wurde Er mutzte sich im Krantenhause einer Operation unterziehen und ist jetzt an den Folgen g e - storben. WSR. Diez. 17. Juli. Beim Mähen auf einer Wiese holte im benachbarten Herschbach ein Schnitter zu weit aus, wobei er ein auf der Erde liegendes 13jähriges Mädchen so unglücklich traf, daß ihm die Halsschlagader geöffnet wurde. Ehe ärztliche Hilfezur Stelle war, hatte sich das bedauernswerte Mädchen verblutet .viainflau. WSR. Frankfurta. M., 18. Juli. Zwischen Berkersheim und Breungesheim geriet gestern nacht ein Auto ins Schleudern, überschlug sich und begrub den Führer unter sich. Er wurde schwerverletzt im Krankenhaaus eingeliefert. — Bei Mainkur rannte gestern ein Motorradler in vollem Tempo infolge eines Steuerfehlers gegen ein Lastauto. Schwer, verletzt mußte er ins Krankenhaus eingelieferl werden. Das Fahrzeug wurde völlig zertrümmert. WSR. Bad Homburg. 18. Juli. Heute abend gegen 9 11 br ereignete sich auf der Saal' burg-Chaussee zwischen Saalburg und Dornholzhausen unmittelbar am Zollstock (der ersten Kurve hinter der Saalburg) ein schweres Automobilunglück. Ein von der Saalburg form» te i und Studentinnen aus Marburg statteten am Samstag und Sonntag dem Vogelsberg einen Besuch ab. Es handelte sich um das Botanische Institut der Universität Oltar- barg, das zum Studium der interessanten Pflanzenwelt unseres Heimatgebirges in unsere Berge gekommen war. Die Exkursion, die von Prof. Dr. Claußen geführt wurde, ging von Freienseen aus und führte über Altenhain zunächst nach Ulrichstein, 'wo übernachtet wurde. Der zweite Tag brachte die Teilnehmer durch den Oberwald nach Schotten. Die meisten der Teilnehmer weilten z' erstenmal im Vogelsberg; sie waren überrascht nicht nur von der reichen botanischen Ausbeute, sondern auch von den landschaftlichen Schönheiten, die der hvhe Vogelsberg bietet. 0 Groß »Eichen, 18. Juli. Zu dem Bericht in Rr. 160 des „Gieß. Anz." über das Gauturnfest in Heuchelheim wird uns nachträglich geschrieben: An dem Musterriegenturnen beteiligte sich auch die Schülerriege des Turnvereins Groß-Eichen. Mit 106 Punkten war sie die beste Schülerriege, die da war. Es ist dies um so mehr anzuerkennen, als es sich um einen kleinen Landverein im Vogelsberge handelt, wo leider unser deutsches Turnen noch wenig festen Boden gefaßt hat. Möge dieser schöne Erfolg dazu beitragen, der edlen Tum- sache auch im Vogelsberge neue Freunde zu gewinnen. Altenhain, 18. Juli. Hier und auch sonstwo im Vogelsberg beobachtet man an den Stachelbeersträuchern zum Teil einen Schädling, der in manchen Gärten größeren Schaden anrichtet. Es handelt sich um den ameriloni« sch en Stachelbeerpilz, der die Früchte und Blätter befällt, mit einem graubraunen Farbton belegt und unbrauchbar macht. )—( Ruppertsburg, 18. Juli. In der abgelaufenen Woche überzogen fast täglich sehr schwere Gewitter unsere Gemarkung. Ganz besonders am Samstagmittag hielten die Un- weiter, die mit äußerst starlen, wollenbruchartigen Regengüssen und heftigen elektrischen Entladungen verbunden waren, stundenlang an. Die Horloff stieg an manchen Stellen fast einen Meter hoch. Gewaltige lehmige Wassermassen, in denen Latten, Reisig, Ballen, ja sogar Stallhasen und Hühner schwammen, kamen von dem Rachbarorte Gonterskirchen her, wo anscheirrend ein Wolkenbruch niedergegangen war. Hier haben die Gewitter keinen bedeutenden Schaden angerichtet. )—( Gonterskirchen, 18. Juli. Herr Johs. Gilbert, Kesselheizer von hier, steht 53 Jahre lang im Dienste des Vereins für chemische Industrie, Fabrik Friedrichshütte. Reichspräsid:nt v. Hindenburg hat ihm auf. diesem Anlaß ein in herzlichen Worien gebabe eö Anerkennui'ss- u .d Gl'ckwu.ischschr?ii en zugehen lassen. Der G. ehrte ist noch sehr rüstig. — Der Arbeiter Johs.'Ludwig hat vor kurzem sein 25 jährigcS Arbeitsjubiläum gve c t. Er erhielt an diesem Tage ein Anerlennungs- diplom von Seiten der Direktion und das Übliche Geldgeschenk. Kreis Alsfeld.' L Alsfeld, 18. Juli. Das Werbeschwimm- fest des Gietzeirer Schwimmvereins hat gute Früchse gezeillgt: Am vergangenen Freitag wurde in einer gut besuchten Versammlung im „Deutschen Haus" der „Alsfelder Schwirnm- verein" gegründet und der Bertritt des Vereins zum Deutschen Schwimmverband beschlossen. Der Verein wird bereits im August mit einer Schwimmveranstal'.ung an die Öffentlichkeit treten und 'Dürfte dadurch dem Schwimmsport in Alsfeld neue Anhänger zuführen. 6 w Nieder- Gemünden, 18.Juli. Gegenwärtig werden Turm und Dach oer hiesigen Kirche einer gründlichen Reparatur unterzogen. Sehr schwierig und gefährlich gestellten sich die Ausbessernngen am Turm und Turmknopf. Hrer mußte um die Arbeiten leichter bewältigen zu können ein besonderes Gerüst angebracht werden Auch das auf der Turmspitze stehende Kreuz mit Wetterfahne wird erneuert und mußte zu diesem Zweck ganz heruntergeholt werden w Büßfeld, 18. Juli. An der großen Reite r v e r a n fl a l t u n g in Fulda am Sonntag beteiligte sich auch die Reitabteilung Dutzfeld- Hombura mit den Reitern Dock- Schadenbach, B e'ck e r - Maulbach, Becker- Rieder-Gemun- den Dörr- Bleidenrod und Weber- Gonters- bau'en Die Reiter wurden am Samstag in j Ehringshausen gemeinschaftlich mit Reitern der Abicilung Kirdorf—Ober-Gleen verladen. Die Ein- auartierung der Pferde und Mannschaften er- -■ claie in der Artilleriekaserne Fulda. Die Reiter '■mnien bei verhältnismäßig starker Konkurrenz , trüge Preise erzielen. Insbesondere gilt dies - Bock-Schadenbach, der mit seiner schönen \ enburger Stute einigemal preisgekrönt wurde. Die Abteilung insgesamt konnte bei der Reiter- prüfung den vierten Preis erzielen. die Mitglieder des Wetzlarer Reitvereins in schmucken Jockeittachten, dann folgten die Mitglieder des Vorstandes und Festkomitees in geschmückten Landauern. Ihnen folgten die Wagen der einzelnen Bauernschaften aus der weiteren und näheren Umgebung. Wir sahen Wagen der Bauernschaften Wetzlar, Aßlar, Leun, Burgsolms, Albs- hausen, Groß-Rechtenbach, Garbenheim, Oberb'el, Hof Altenberg usw. Sie alle stellten mit teilweise großem Geschmack und Witz Bilder aus Landwirt- I gut ,u bezeichnen; das gleiche gilt von der Win- schäft und Viehzucht aus alter und neuer oeit dar, tergerste. Rach dem jetzigen Stand der übrigen und konnten mit ihrer oft äußerst humorvolle^ F,> los rächte zu urteilen, stech dem Landwirt in Art so recht eine Stimmung ocrbereiten, toie ste Jahre eine überaus reiche Ernte bevor, sich dann später auf dem Festplatz in bester Art Winterroggen und Weizen sind in Halm und zeigte. Hier entwickelte srch alsdann bis wert nach Aehre prächtig gediehen, die vorjährig stark in Mitternacht ein fröhliches' Treiben, wie man es Erscheinung getretene Rofllrankheit des Weizens eben nur bei einem von allen Schichten der Be- nur gan?/ vereinzelt festzustellen. 'Auch volkerung getragenen Volksfest gewöhnt ist. Kin- Stand der Sommerfrucht ist ein sehr derspiele, Tanz und andere Vergnügungen, Buden günftiger; das oft mastige Wachstum derselben aller möglichen und unmöglichen Gattung halfen ^at bisher noch zu keinen größeren Lagerungen! mit, die Stunden auf dem schönen Festplatz rasch geführt. Hackfrüchte und Kartoffeln verfließen zu lassen. Sv ist das Ochsenfest auch in haben sich bei der feuchten Witterung gut her- diesem Jahre seinem Charakter als eKtes Volks- abgetan, erstere zeigen oft eine starke Ver- fest treu geblieben. unkrautuna, während bei den Kartoffeln ver- —ö— Wetzlar, 18. .Juli. Durch einen befon- einzelt infolge Verwendung fehlerhaften Saat- beren~ Zuschuß der Rheinprovinz in Höhe von gutes Klagen über lückenhaften Stand laut wer- 8000 Mark war es der hiesigen evangelischen Ge- den. Der erste Schnitt des Rotklees und der meinde auch in diesem Jahre möglich, die In- Luzerne brachte solche hohen Erträge, daß standsetzungsarbeiten an ihrem Got- der Klee zum großen Teile gedorrt werden t e s h a u s, der alten fnifjeren Franziskanerkirche mußte, und die niedrigen Heugraspreise wesent- am Schillerplatz weiterhin forizusetzen. 11. a. hat lich beeinflußt wurden. man die alten, vielfach durchlöcherten Fenster Kreis ' ■ieöCttfoVb durch neue ersetzt, die, aus Heinen Scheiben mit m • n ; ir nm; n„ hör orhnrt- W Ä??* 7 feHu? durch Anlage einer Grünanlage durch die Stadt- wie das Kmd m die Aborignlage ^mmen tf ÄS L S ä tesdienstliche Benutzung der Kirche in absehbarer C l o o s ^'eßen übe . sssäöRä«” -skä»; jäm ~18‘ Umgebung eingefunden. Es tarnen 450 Bäume r l€Ltrel-l$CÖ zum Ausgebot. Durchschnittlich kam das Pfund bet Einführung des e^ktttschen L^cht^ m Etsm Qm Q3numc ,u 35 Pfennig. Es wurden Bäume mit erbaut. Da sich in den letzten Zähren starre gg unb ntehr Mark bezahlt; für die Gemeinde Betriebsmänael, ttne «Heblrche Stromverluste, dne Einnahme. zuckendes Licht und ahnltche llebelstande heraus- gebildet haben, sieht ssch die hiesige Gemeinde | «lUirei». genötigt, in diesem Jahre eine gründliche Sr- h g 8 5 g e 6 6 2 h b mendeS Auko, beschk mit zwei Herren und Chauffeur, nahm mit mäßiger Geschwindigkeit die Kurve. Der Führer tonnte jedoch beim Rehmen der Kurve den Wagen nicht genügend nach rechts drücken, angeblich weil die Bremse versagte. Infolgedessen geriet der Wagen gegen einen Sandhaufen, überschlug sich zuerst nach vorn und legte sich dann auf die Seite. Beim Lieberschlagen flog der hinten im Wagen sitzende Heinrich Brabant, Automobilvertreter aus Frankfurt Verkehr von Bureau zu Bureau sehr-schwach: Stimmung geherrscht hatte. /Besonders war Juli roggen am Samstag sehr schwach veranlagt g- wesen. Es kamen Llmsätze zu 245,50 Mr. zustande Heute waren die Forderungen für Westernrogge etwas erhöht, und daraufhin konnte Iuli-Rogoe mit 246,50 Mk. und die Herbstsichten ungefäh auf Fveitag-Riveau eröffnen. Weizen war - 1 bis 1,50 Mk. — befestigt. Bei den Provinz mühten hat sich das Mehlgeschäft e^was gebesse:' und daher findet Auslandweizen bei etwa höheren Preisen Beachtung. Reuweizen ist sei schwach offeriert, da die Abgeber Befürchtungc hegen, hinsichtlich der Qualität auf die gleichem Schwierigkeiten zu stoßen wie im Vorjahre. In landroggen findet auf Medionotierung bei de in der Provinz gelegenen Mühlen HntcrTunft Reuroggen findet gute Abnahme. Das Mehl geschäft ist immer noch sehr ruhig. Hafer ist immer noch gut offeriert und vom Konsum gut gefragt. Gerste hat weiterhin ruhiges Geschäft Es notierten (1000 Kilo): Weizen, märt., Jul: 294,50 bis 294 Mk., September 271, Oktobe 269,75 bis 269,25; Roggen, märk. 240 bis 255 Juli 246,50 bis 245,25 bis 245,50, September 231 Oktober 231; Wintergerste und Futtergerste 192 bis 193; Hafer, märk. 252 bis 260; Raps 315 bis 325; Mais, La Plata 186 bis 188; für je 100 Kilogramm: Weizenmehl 35,75 bis 37,75; Roggenmehl 33,75 bis 35,50; Weizeniteie 13,25; Roggenkleie 15 bis 15,25; Diktoriaerbsen 44 bis 48; kleine Erbsen 28 bis 32. Vermischtes. Woher stammt die Bezeichnung Dollar? Man will wissen, daß die Bezeichnung „Dollar" als amerikanische Geldeinheit von einem Manne eingeführt wurde, der aus der Stad'. Dollar in der schottischen Grafschaft Clackmannan stammte. Dieser Mann wanderte im Jahre 1790 nach Amerika aus und soll es angeblich durchgefetzt haben, die amerikanische Geldeinheit nach seiner Vaterstadt zu benennen. Andere wiederum meinen, daß die Bezeichnung Dollar von dem deutschen „Taler" abgeleitet worden sei. Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus der „Radio-LImschau".) Mittwoch, 20. Juli. 15.30—16.00 Llhr: Die Stunde der Jugend — 16.30—17.45 Llhr: Konzert des Hausorchesters: Rossini. — 17.45—18.15 Llhr: Die Bücherstunde. - 18.30-19.00 Llhr: „Zur Charakteristik des Schin- derhannes", Vortrag von Dr. Walter Diener. — 19.00—19.25 Llhr: Die Schachstunde. — 19.25 bis 19.30 Llhr: Wirtschaftsmeldungen. — 19.30—20.00 Llhr: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene. —20.00 bis 20.15 Llhr: Senckenbergviertelstunde: „Die geologische Ausnahme der Llmgegend von Frankfurt", Vortrag von Dr. Franz Michels-Berlin. — 20.15 Llhr. Gastspiel der Sander-Graef-Bühne: „Alt Wien", Operette in drei Akten von Gustav Kadel- burg und Julius Wilhelm. Verantwortlich für Lokales, Provinz und Wirtschaft i. V. Dr. Hans Thyriot. Sommerkur fUr MerwesaBermieB«« und Nervös-Erschöpfte. Spezlalkuranslall Hofbelm Ira Taunus bei Frankfurt a. M. — Prospekte durch Dr. M. Schulze - Kahleyss, Nervenarzt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Deichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuß 7 Prozent. Frankfurt a. M. Berlin Schlich Kurs -Uhr- Kurs Schluß- Kurs Anfang Kurs Datum: 18. 7. 19. 7. 18. 7. 19. 7. 6°/o Dt. Rcichsanlcihr v. 1927 D'- Aul. Ablös. Schuld mit — — 86.5 21 US los -Rechten . .... TcSgl. ohne Ausl^s.-Rechten 7°/a irixmtj. Hyp.-Bk. Gotdvf unkündbar biS 1932 .... 295 18,75 295,5 295,5 17,5 295.5 — - - - 4Wo Rheinische Hhp-Bank Liqu -Äoldps .... 81 E- G nbg. VorkriegS-Ob- — - — - liganonen, rückzahlbar 1932 — — _ 4% Schweiz. Bundcsb.-Anl. _ 4% Oesteretchische Goldrtc. . — 1,5 4.20°/, Österreich. Silberne. . 4"'/o Oesterreich, cinhciil. Rte _ 5,9 _ 4°/o Ungarische Solürlc. . . ______. _ 25,9 25 8 4°/o Ungarische Staattzr. D. 1910 — _ 22,65 4‘/»°/n desgl. von 1913 . . . 24 SH 4% Ungarische Kronenrte . . \ — __ i 9 4°/> Türk. Zollanlcihe v 1911 4°/0 Tuck. Bagdadbahn-Anl. — 14,13 14,26 14.25 Serie 1....... 4u/„ desgl. Serie II..... — - 18.76 16,1 17,76 4° o Rumänen convert. Rte. _ 413°/o Rumänen Goldanl. . von 1913 ......... —» — _ Allg Deutsche Eisenbahn 4‘/3 — 87.5 Hamburg-Amerika Pake' . . ü 147.75 148,25 148.25 148 Hamb.-Südain Dampisch. .8 — — 329,5 2J0 Hansa Dampfschiff . . .6 - — 228.25 229 Norddeutscher Llond . . 6 Allg. Deutsche Eredilanst.. 10 148.75 148,5 148.75 148,25 110,2b 151.25 150,5 Barm r Bankverein . . io 157 155 155 154,75 Berliner HandelSgesellsch. 12 - — 251 250 Commerz- und Pnvat-Bk. 11 182 181 182 180 Darm st. u. Rationalbank. 12 241 242,75 243 242 Deutsche Bank......10 167.75 166,75 168,25 167 Diölonto-Gesellschafl Aut. 10 163.5 163 163,6 163 Dresdner Bank......10 171.5 172 173 Mitteldeutsche Kreditbank . 9 255 256 252 wtetallbank..........t> Ri-ichvbanl.........10 146,75 170.5 147,25 146 148 Frankfurt a SEQ. Berlin Schlich- Kurs l'Uhr. Kurs Schluß. Kurs Anfang Kurs ___________ Datum: 18.7. 19. 7. 18. 7. 19. 7. A. E G............ 185,5 186.75 187,25 186.75 Bergmann ..........g — 194 197 194,5 Elektr. Lieferungen . . . . io — 187 188.25 187,5 Licht und .Kraft ...... io 198.5 196.5 198 196 Felten.t Guilleaume ... .6 Ges. f. Elcktr. Untern. . . lu 140,25 142 142,75 142 242.4 Hamb. Elektr. Werke . . . io — _ 165 165.13 Rhein. Elektr. ......8 Schles. Elektr........io Schucken...... .... 7 168 199 284,5 180 196,75 197,75 .'85,5 182 167 188,5 200 286,5 l 8,25 167 167 Siemens & Halske .... 16 Tran:radio..... 8 Labmcttcr L To. ...... .9 198 287,5 138 182 BuderuS........... 122,65 122,5 123 122 Deutsche Erdöl ...... .s, 158.25 158.75 159 158,5 Essener Steinkohle.....8 — 178,5 174 5 Gelsenkirchener . f. I. .5 172 172 172,5 17L5 Harpener... ...... .8 Hocsch Eisen ........ .5 '09,5 110 211,76 — 168,75 183 274 169,25 181 195 131,75 Ilse Bergbau . ........ — _ 272 Klöcknerwcrke ....... .5 Köln-Ncuessen ......5'/, — 170 17U5 — 183 5 Mannesmann . . .f. I. 4 Mansleldcr..........7 Oberschles. Eisenb. Bedarf 0 195 >32 104 194,13. 132 106,75 195,75 132,5 105.13 Oberscoles. Kokswerke . . .0 Phönix Bergbau. f. V« I 3 >28.5 128,75 103 130.25 102.75 129 272 223 Rheinische Braunkohlen . 10 Rheinstahl.........0 Riebeck Montan.......6 .'81,5 .17 272 220 179.5 283,5 220 178.5 140 25 36,9 Bereinigte Stahlw. f.S 3 Otavi Minen......1 sh >10 139,75 37 179 140.2a 37,75 Kali ÄschcrSlcben ... .10 _ KaliWestercgeln..... 10 IböüP 187,5 19] 9 188.5 241.5 Kaliwerk Salzdetfurth. . 12 I G Marien-Industrie. 10 Dynamit Nobel ......0 310,5 14,25 314.5 152.25 3>9,5 152,5 Ccheideanstalt..... . .8 212.25 .17 Goldschmidt..... 5 Rütgerswcrke ........ 0 137.6 101 136 101 137.5 136,13 Metallgeiellichaft.....10 189 — Banknoten. Frankfurt a.T?.| Berkrn Schlag» Ku,s 1-Nhr- Jhir» SchlutzN Anfang fcnt« , Kars 18. 7. 19. 7. 18.7. Philipp Holzmann . . . . y> 201 201 201,6 200 Heidelberger Gement . . 158,25 158 Gement Karlstadt......k Watch & Freitag ..... 10 174,25 174.5 — Schultheis Patzenhofer. . 15 Ostwerke........... — — 460 431,5 7. 1,6 460 439.75 729 Der. Glanzstoff . .... 15 Bemberg.......... $ 1 1 1 — Zellstoff Waldhof.....12 Zellstoff Aschaffenburg . . 10 Charlottenburger Wasser. 7 J25,5 325,75 327 325 210 208 158.9 158,5 Dessauer GaS ...... 8 Daimler Motoren.....0 Demag............ Adlerwerke ökleyer. .... 0 131 127,75 117,75 129,5 118 210,25 130 130 210,25 128.25 99,25 Ludw. Loewe . . ..... lf Rat. Automobil....... — 280,85 280.25 _ 127.13 129,5 Orenstein & Koppel.... 4 —. — 141,9 Linke Hofmann ...... 0 —- -- Leonhard Tietz. . . . . . x Bamag-Meguin...... 0 _ _ 170,5 171 - 46,6 Franks. Maschinen .... 0 Gritzner ........ . ; 80 122 — 80.25 — Hehliaenstaedt ....... ö 24 —■ —. — Junghans...... . e — 124 — _ Lechwcrke....... . x Mainkraftwcrke ...... s — 128 _ _ — — — Mmg...... 10 Nekarsulmer ........ r 144,5 145 145,25 _ 124.5 123 125.25 —— Peters Union ....... z Gcbr. Roeder ....... ir 122,5 123 122 — Voigt & Haeffner ..... 6 Sndd. Zucker........ 136,5 152,5 138.25 151.5 137,6 153,9 — Berlin. 18 Juli. I "Seid Brie'. Ämerikanilche Roten..... 4 ,88 4.208 Belgische Nöten ....... 58,53 58,77 Dänische Noten ....... 112,29 Englische Noten....... 80.385 20,465 Dedrseamartt Drrlm -Frankfurt a. TL Berlin. 15. Juli- Geld «rief Z-ranzoftsche Noten...... 16,64 16,6 1 Holländische Noten...... 168,18 168,86 Italienische Noten...... Norwegische Noten...... 22.85 108,43 22.95 'M 2.69 Deutsch-Ocsterr.,5100 Kronen Rumänische Noten...... 59.15 2,57 Schwedische Noten...... 112,37 112,83 Schweizer Noten....... 80,97 81.24 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . 71 61 71,89 12.45 12,61 Ungarische Noten....... 73,20 73,60 Telegraphische Auszahlung. 18. Juli. 19. Juli- Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Brief Amft.'Roti Buen.»Aires 168,62 1,«86 168,86 1,790 'M 168,66 1.788 Brss.-Antw 38,48 58,60 58,365 58,485 Ehristiania 108,59 108,81 108,37 108,59 Kopenhagen H2,54 112,76 112,84 112,56 Stockholm . 112,64 16,593 112,86 112,48 112,70 Helstngfors 10,585 10,605 Italien. . 22,82 22,815 22,855 London. . . 20,42 20,46 <0,19 <0,43 Neuhork . . 1,2065 4,2145 4,200 4,208 Paris.... 16,46 16,50 16,44 16,48 Schwei; . . f0,995 bl,155 80,835 80,995 Spanien . . 71,84 71,98 71.83 71,97 Japan .. . Rio de Jan. 1,985 1,989 1,973 1.977 .495 0,497 0,496 0,498 Wien in D-- / Ceft. abgest >9,14 39,26 59,13 59,2» Prag .... '2,47 '2,49 12,45 '2,47 Belgrad . - 7,398 7,412 7,390 7,404 Budapest. . Bulgarien . 73,34 .,042 73,48 0,048 73,25 3,037 73,39 3,043 Lissabon . . 20,78 20,82 20.78 20,82 TanUg. . . -Konstantin. 81,44 81,60 81,30 81,46 .,158 2,162 2,151 2,165 Athen. . . 5,634 5,646 5,594 5,606 Canada . 4,200 4,208 4.19t 4.19' Uruguay . . Tatro • 4.136 4.144 4,136 4.144 1.0.95 20 99 20.917 20.957