Nr. 66 Zweites Blatt Das Ergebnis von Genf. Außenpolitische Umschau. Don Professor Dr. Otto Ho eh sch, W. d. R. AlS wichtigstes Ergebnis bet Genfer Bestätigung bezeichnet die AuslandSpresfe die Wiederanknüpfung der Verhandlungen zwilchen Deutschland und Polen. Dabei fei nachdrücklich unterstrichen. baß eS sich da nur um Gespräche über daS DiederlassungSrecht und Deutschlands bekannte Forderungen handelt. an die dann vielleicht HandelSvertragsverhandlungen angeschlossen werden sollen. Wenn in der Auslandspreise Driand und Thamberlain so geflissentlich als .ehrliche Maller^ zwischen Deutschland und Polen bezeichnet werden, so soll das dieser Dcrhand- lung eine -Folie geben, die sie für unS nicht hat und nicht Haven darf, nämlich der Einordnung der deutsch-polnischen Derständigung in die bekannten Ideen Englands gegen Rußland. Wir lehnen dies abl Für Deutschland dreht eS sich nur um die konkreten Ginzelsragen von Vertrag-Verhandlungen mit Polen, bei denen unsicher ist, ob sie zu einem Abschluß führen können. Mer diese Sache war ja gar keine Völker- bundSsache. Sie wurde daneben und hinter den Kulissen behandelt. Aus der Tagung selbst stand, ohne bah damit die Bedeutung deS oberschlesischen Konflikte- herabgemindert wird, die Saarfrage im Mittelpunkt, und innerhalb dieser Saarsrage wieder die jahrelang ohne Erfolg vom Saargebiet und Deutschland erhobene Beschwerde dagegen, doh gegen den Wortlaut deS Versailler Vertrage-, der (Teil IIl. Abschnitt 4, Anlage § 301) nur von einer örtlichen Gendarmerie zur Aufrechterhaltung der Ordnung spricht, eine französische MilitSrbesahung gehalten worden ist. Der Kampf da- Siegen war nicht nur der Kampf gegen die kästen einer solchen Besatzung. Er richtete sich darüber hinaus gegen die darin zum Ausdruck kommenden Bestrebungen Frankreich-, den Charakter des Saarprvblems, wie der Versailler Vertrag e- gefaßt hat, zu verdunkeln und mehr und mehr schon da- Saargebiet al- einen Teil Frankreich- erscheinen zu lassen, wofür das französische Zollsystem und die französische Währung sowieso schon arbeiten sollen. Darin lag die große Bedeutung deS Kampfes um daS Saargebiet, wie er in Genf jeht ausgefochten wurde. Darin liegt auch die Bedeutung des Kompromisses, zu dem sich schliehlich die deutsche Vertretung verstand. Darin ist die Kritik an der Haltung der deutschen Vertretung in Genf begründet. Lange Jahre haben sich Saarbevölkerung und Deutschland ohne Erfolg auf das Recht des Der- trages berufen. 3m Marz 1925 hat der Völkerbundsrat beschlossen, daß die französischen Truppen abziehen mühten. Aber da waren Türen offen gelassen: e- fehlte ein Endtermin und man versuchte, die französische Wilitärbesatzung zur anderen Tür wieder hereinkommen zu lassen, indem man auf die 3bce kam, eS müsse ein besonderer Bahnfchutz hergestellt werden. Die Regierungskommission hat im 3uni auf- tragge^SH Vorschläge für diesen Bahnfchutz vor- aelcgt. Dabei erhärte schon damals der Präsident, der Kanadier StephenS. einen solchen Schuh gar nicht mehr für nötig. Zur Erledigung kam die Sache weder im Juni noch bet der Versammlung im September, noch im Dezember. Aunmehr aber lag vor ein neuer Vorschlag der Aegierungs- kommission auf einen Bahnschuh von 800 Mann. DaS war der Vorschlag zu einem Kompromiß, das die sranzösischen Truppen nominell ganz beseitigt, aber gegen den Wortlaut des Vertrages eine militärische Formation unbestimmten Charakters noch aufrecht erhielt. Dagegen ging Deutschland vor. Der Standpunkt Strefemanns war jedoch, als die Erörterung vor den Völkerbund kam. in sich brüchig. Mit Recht unterstrich er, daß diese Frage nicht länger vertagt werden dürfe, daß fast die Hälfte der 15 Jahre BesahungSsrist im Saargebiet mit provisorischen Lösungen hingegangen seien. Er hielt grundsählich am deutschen Vertragsrecht fest. Aber er hielt zugleich nicht daran fest, indem er Die Beethovenfeier des Gießener Uonzertvereins. Mit der Beethovenfeier stieg die Reihe der künstlerischen Erfolge des Gießener Konzert- vereinS zu steilster Höhe an. War das Programm schon innerlich gesteigert durch seine Anordnung, so wurde es durch die Ausführung zum großen Erlebnis. DaS C o r i o l a n - Drama wurde in seiner innersten Erregung. Spannung und Tragik erschöpft, die Themen in ihrer Herbheit und im «esanglichen Gegensah charakteristisch herausge» eilt; der Schluß erklang wie ein Requiem für den Helden, voll Weihe und Schauer. Des Violinkonzertes nahm sich Anton W i t e k an. Den älteren Generationen ist er kein Unbekannter mehr durch fein langes Wirken in Berlin an erster Stelle im Philharmonischen Orchester. 11 nb das. was ihm damals als Solist seine Erfolge sicherte und ihm stets neue Freunde und Verehrer gewann, sein eminentes geigerisches musikalische- Können, das hat sich 'im Lause der Jahre, wo er im andern Erdteil weilte, noch verstärkt. Wir haben unter den jetzigen Geigern eine Reihe sehr tüchtiger und leistungsfähiger Könner, aber wir haben nur sehr wenige, die imstande wären, wie Anton Witck das Violinkonzert so vollendet und durchgeistigt zu gestalten und zu meistern. 3hm wohnt die künstlerische Gewissenhaftigkeit der zurückliegenden Geigergeneration inne, und je mehr der Mensch heranreift, desto edler und abgehärtet erklingt das. was er leistet. Technisch ift Witek auf dem Boden erwachsen, auf dem auch das Konzert erstanden ist. und so vermag er dieses Werk in vollster Reinheit des Stiles zu erschöpfen. Die Derfiärt entschwebende Kantilene, das perlende Passagenspiel, -sein prickelnder Humor im Rondo, die Entfaltung seines Gestal- tungswillcns in den Kadenzen, die fesselnd aufhorchen liehen, well hier geigerisch etwas Außerordentliches gc'agt wurde; es war. als hielte er Zwiesprache mit seinem 3nftrument Dem begleitenden Frankfurter Symphonie- Orchester war in dem Konzert reichlich Gelegenheit gegeben, fein Können zu zeig.m. Die Holzinstrumente insbesondere erllangen in seltener Weichheit und Schönheit. Vornehmlich im Larghetto mischten sich das Klarinetten- und Fagottsolo in edelstem Verein mit der Solovioline. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mtt der ^-Dur-Symphonie ließ das Orchester seine bisherigen Leistungen weit hinter sich und erhob sich zu Höhepunkten, die schlechthin nicht zu überbieten waren. Der Orchcster- llang war gesättigt, abgerundet, im einzelnen dynamisch fein abgestuft, voll Zartheit im Verklingen. Das Krefcendo war voll innerer Spannung und weitausladender Kratt und fand seinen Gipfelpunkt in dem ekstatischen Taumel des letzten Satzes. Da gab jeder das Letzte her, denn Dr. Stefan TemeSvarh zog alles in seinen Bann. Dieser Abend hat es restlos erwiesen, welche starken Fähigkeiten in ihm ruhen; wie er alles mitzureißen vermochte mit seinem Feuer der Begeisterung. daS war zu bewundern, und bei aller Hingerifsenheit war er sich immer wieder der vielen Feinheiten bewußt, um sie zur Geltung, zum Erleben zu bringen. Hatte er schon der Ouvertüre eine persönliche Rote gegeben, dem Orchester im Violinkonzert seinen Anteil am Erfolg gesichert, die Symphonie l eß ihn in feinem Innersten erkennen. Da gab er sich ganz und bewies, welch großer, überragender Momente er als Dirigent fähig ist. Die Deethovenseier wurde so zu einem Beet- hovenfest. Mögen auch größere Orte umfangreichere Veranstaltungen zu der 100. Wiedetk^t von Beethovens TodeStag unternehmen, an innerem Wert die Geßener Veranstaltung zu ü e « treffen, wird ihnen schwer gelingen. -in- Hochfchulnachrichten. •3ut Wieberbcsctzung des Lehrstuhls der Pädagogik an bet Universität Frankfurt a. M. ist ein Ruf an ben orbenllichen Professor Dr. Theodor Litt an bet Universität Leipzig ergangen. — Der ordentliche Professor der Medizin unb der Direktor der Medizinischen Kll- nik an der Universität Halle F. D o l h a r d hat einen Rus in gleicher Eigenschaft cm die Hni- versllät Frankfurt als Rachfolger des nach Berlin gehenden Prof Gustav v. Bergmann erhalten. — Zwei neue Privardvzenten haben sich in der medizinischen Zakuliät der Universität Frankfurt a M. habilitiert: Dr. meb. Gustav liebel, Assistenzarzt an bet Klinik für or- thopäbische Chirurgie, für das Fach der Orthopädie mit einer Antrittsvorlesung über das Thema „Der Wert der Gymnastik für die Orthopädie". unb Dr. Gustav Berberich, Der Giehener Fememordprozetz. Am kommenden Dienstag beaimrt, wie wir in unserer gestrigen AuSgabe schon kurz meldeten. vor dem oberhessischen Schwurgericht in Gießen der Fememord-Prozeß gegen den Chauffeur Schwing unb den Leutnant a. D. von Salomon, beide auS Frankfurt a. M. sowie den früheren „Stahlhelm"-Redakteur Heinz, z. Z. in Magdeburg. Der Prozeß wird den Gerichtshof voraussichtlich eine ganze Woche beschäftigen. Gs sind etwa 80 Zeugen unb zwei Sachverständige geladen. Heber bie Vorgeschichte der Tat, bie hier zur Aburteilung steht, unb diese selbst ist auS ben seinerzeitigen ausführlichen Zeitungsberichten folgende- m Erinnerung: Der Oberleutnant a. D. Wagner aus Raumburg. gegen ben bie unter Anllage stehende Tat unternommen wurde, war zu Anfang 1922 in die Befreiung deS in Raumburg in Strafhaft befindlichen Oberleutnants a. D. Di11mar verwickelt. Wagner hatte damals ben Kraftwagen gelenkt, mit dem Dittmar auS dem Gefängnis entkam. In der gleichen Afsaire war auch der Oberleutnant zur öee Erwin Kern führend tätig; letzterer wurde bekanntlich al- Mtttäter bei der Ermordung bes früheren Außenministers Rathenau verfolgt und von Kriminalbeamten auf der Burg Saaleck erschossen, alS er sich mit der Waffe in der Hand feiner Verhaftung widersetzte. Sein Genosse Fischer verübte damals Selbstmord. Wagner eilte nach der Befreiung Dittmars. von der Polizei verfolgt, unstet von Stadt zu Stadt und kam dabei auch nach Frankfurt a. M.. wo er. ohne Beschäftigung zu finden, in eine sehr mißliche Vermögenslage geriet. Von hier aus suchte er sich, um sich über Wasser zu halten, bei feinen Gesinnungsfreunden Geldmittel zu verschaffen; diese Meßen aber bald aus. Er soll dann in dringender Weise, die von der Gegenseite als Drohung aufgefaßt wurde, um weitere Mittel ersucht haben, da er sonst der Polizei in die Hände fiele. Sein Vorgehen wurde von Kern und Genossen als Drohung mit Verrat angesehen. Wagner sollte deshalb unschädlich gemacht werden. Kern warb zunächst von Salomon als Helfer zur Ausführung der Tat. Auf der anderen Seite soll auch der jetzige Ange- klagte Heinz daran interessiert gewesen sein, in gleicher Richtung gegen Wagner vorzugehen; Heinz soll sich zur Erreichung seines Zieles an Schwing, der als Chauffeur in Rauheim tätig war, gewandt und ihn zur Teilnahme an dem Unternehmen angestiftet haben. Rach einem kurzen Zwischenspiel in Frankfurt a. M., wo v. Salomon:. Kem und Heinz mit Wagner zusammentrafen. fuhren Kem und v. Salomon am 4. März 1922 — einem SamStag — mit Wagner nach Bad-Rauheim, um sich hier, wie sie dem Wagner vorspiegelten, zu .amüsieren". Heinz blieb In Frankfurt a. M. zurück, v. Salomon suchte zunächst den Angeklagten Schwing auf unb soll mit diesem vorbereitende Besprechungen gepflogen haben. Rach der Kneiperei in Bad-Rauheim haben sich dann Kem, Salomon unb Schwing mit Wagner in später Rachtstunde durch ben Rauheimer Kurpark an den Teich begeben, an einer entlegenen Stelle sollen Kem, v. Salomon und Schwing über Wagner hergefallen sein in der Absicht, ihn zu töten. Sie schlugen Wagner zunächst zu Boden und warfen ihn bann zu britt in den Teich nachdem sie ihn mit einem schweren Stein beschwert hatten. Auch würbe noch mehrmals auf Wagner geschossen. Die Täler hätten sich hieraus entfernt. Wagner gelang eS jedoch, sich aus dem Wasser herauSzuarbeiten und zum Wasserwerk zu schleppen, von wo er in das Rauheimer Krankenhaus verbracht wurde. Während Schwing sich wieder in feine Dienststellung zurückbegab, verschwanden Kem und v. Salomon noch in derselben Rächt schnell aus Bad-Rauheim. Einige Tage später hat sich Wagner ebenfalls unauffällig auS Bad-Rauheim entfernt, da er wegen feiner Teilnahme an der Dittmar-Defreiung Entdeckung fürchtete. Wagner wurde bann befannt- lich erst lange Zeit später toieber ermittelt, während v. Salomon wegen Beihilfe bei der Rathenau-Mordsache noch im Jahre 1922 zu einer längeren Zuchthausstrafe verurteilt wurde, die er gegenwärtig verbüßt. Schwing unb v. Salomon find des Mordversuchs an Wagner. Heinz der Anstiftung und der Beihilfe hiezu angellagt. Der kommende Prozeß dürfte wohl Klarheit in die bunfle Sache bringen unb auch ein Licht werfen auf bie Beziehungen der Tat unb der Täter zu ben damaligen Verbänden, namentlich ben Geheimbund .Organisation Consul". Der Gerichtsverhandlung sieht man nicht nur in unserer Stabt, fonbern auch im Reiche mit großer Spannung entgegen. Auch hohe auswärtige Behörden sind an dem Verlauf de- Prozesses stark intereffiert. So werben, dem Vemehmen nach. u. a. ber Österreichs an- walt in Leipzig unb ber Polizeipräsident in Berlin Vertreter zu ber Verhandlung entsenden, ferner werden bie örtlichen Polizei- behörben durch Beamte vertreten sein. seinerseits ein Kompromiß vorschlug: bestimmte Termine für ben Abzug bet französischen Truppen. Besatzung in einem vernünftigen Maße (etwa einige hundert Mann), Internationaler Charakter deS Bahnschutzes, Verwendung nur in außerordentlichen Fällen. Von diesen vier Punkten wurden angenommen der Endtermin (die französischen Truppen ziehen in spätestens drei Monaten ab) unb die Unterstellung de- DahnfchutzeS unter bie Regierungskommission. sowie ihre Verwendung nur im Rotfalle. Die Kopfzahl aber von 800 Mann, auf die man abkam. geht über ben deutschen Wunsch stinaus, toenn auch die RegkrungSkvin- mission eine weitere Verminderung anregen kann. Und waS bie Hauptsache ist, bk Internationale Zusammensetzung deS Bahnschutzes ist nicht durchgesetzt werden. So ist eben tatsächlich da- Ergebnis. daß zwar formell bie französische Militär- befutjung abzieht, aber auf der anderen Seite in Gestalt eines nominell Internationalen, tatsächlich aber französischen Dahnschutzes wieder hereinkommt. Wer da weiß, was eine solche Eisenbahnformation für bas Rheinland bedeutet, wer daran öpnft. baß in ber französischen Erörterung über bie Rheinlandräumung bereits von etwas ähnlichem wie von Bahnschuh im zu räumenden Rheinland gesprochen wirb, ber empfindet mit Recht dieses Kompromiß als einen bedenklichen Präzedenzfall. Wir verkennen nicht, baß xum ersten Male bk Saarfrage vor dem Forum des Völkerbundes nachdrücklich und so autoritativ wie möglich von Deutschland vertreten worden ist. DaS hat seine Wirkung in bie Welt hinaus, unb eS ist so ber Charakter ber Saarfrage als eines europäischen und nicht französischen Problems ganz Har herauS- gearbeitet worden. Aber gerade bann durfte vom Recht. daS ber Versailler Vertrag auSspricht, von Deutschlanb nicht abgegangen werben. DaS ist doch bie einzig wirkliche Waffe, die daS machtlose Deutschland gegenüber ben Siegern hat. das Recht deS Versailler 'Vertrages. Läßt Deutschland in dieser Frage mit sich handeln, so wird die andere Seite mtt Recht annehmen. daß Deutschland überhaupt in bezug auf das Recht mtt sich handeln lasse, wirb Frankreich in seinem für uns unmöglichen Standpunkt bestärkt, sich die Anerkennung deS von iym verletzten Der« tragsrechteS immer wieder durch ein neues deutsches Zugeständnis abkaufen zu lassen. Das empfindet die Saarbevölkerung unb bie deutsche öffentliche Meinung im ganzen! Darum wirb an ber Haltung ber Delegation unb dem unbefriedigenden Ergebnis kritisiert. Stand aber Dr. Stresemann auf dem Standpunkt. daß bie Auseinandersetzung Deutschland — Frankreich, bah bie ganze große Frage im Hinter- grunb ber Genfer Bestrebungen ein Versteifen Deutschlands auf dem Rechtsstandpunkt nicht ge- Assistenzarzt an der Klinik für Ohrenheilkunde, für das Fach ber Ohrenheilkunde und Rhinologie mit einer Antrittsvorlesung über: „Cholestinstofs- wechsel und Gehörorgan." — Der Professor für Anthropologie unb Geschichte ber Medizin an der Universität Frankfurt a. M. Dr. med. et Phil. Richard R. Wegner ist vom Kultusminister für die Durchführung der Expedition der Frankfurter Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte nach Bolivien zunächst bi- 1. März 1928 ab beurlaubt worben. — Professor Dr. Hans Mayer in Wien Hot ben Ruf auf ben Lehrstuhl ber wirtschaftlichen Staat-Wissenschaften an ber Universität Frankfurt a. M. als Rachfolger bes Geheimen Rats 2ll Voigt abgelehnt. — Rektor unb Senat ber Technischen Hochschule Darmstadt haben auf einstimmigen Antrag ber Ab- teilung für Chemie Geheimen Regierungsrat Professor a.D. Dr. phil., Dr. jur. h. c. Richarb Anschütz in Darmstadt in Anerkennung seiner erfolgreichen Tätigkeit als akademischer Lehrer und Forscher, zugleich in besonderer Würdigung seiner Verdienste um bie Geschichte der Chemie bk Würde eines Dr. ing. h. c. verliehen. — Dem Geheimen Daurat Prosessor O. 2 e r n b t an ber Technischen Hochschule Darmstadt wurde die Würde des Dr. h. c. von ber Tech- nischen Hochschule in Karlsruhe verliehen. — Der ordentliche Professor für römisches unb deutsches bürgerliches Recht, sowie Rechtsphilo- sophie. Geh. Iustizrat Dr. Alfred 21 an ig l in Breslau hat einen Rus an die llnivc^sität Marburg erhalten. — Der ordentliche Pro- fessor und Direktor ber mebizinischen Klinik in Würzburg. Dr. Erich Gräfe hat einen Ruf an die Medizinische Akademie in Düsseldorf als Nachfolger des Gey. Mebizinal- rats QL Hoffmann erhallen. — Der durch die ‘Berufung deS Professors Jos. Bürgers nach Königsberg an ber Medizinischen Akademie in Düsseldorf erledigte Lehrstuhl ber Hygiene ift dem Mitglied des Reichsgesundheitsamtes. Oberregieiungärat Professor Dr. med. Paul Manteuffel angeboten worden. — Der Lehrstuhl für mittelalterliche unb neuere Geschichte an ber Universität Köln ift dem ordentlichen Professor Dr. phill et jur. Gerhard Kallen an ber llnioersität Münster angeboten worden. — Zunr ordentlichen Professor der Zoologie und vergleichenden Anatomie, sowie zum Direktor deS zoologischen Institut- an der Universität oamstag, I*). lliarz 1927 statte, in einer Frage, die diesen großen Problemen gegenüber allerdings als Frage zweiten Range- erscheint, stand er auf dem Standpunkt, ben er ja auch eingehallen bat. bah darum Deutschland stchnicht überstimmen lassen dürste, sondern lieber ein Kompromiß schließen müsse, bann war auch seine Taktik nicht erfolgreich. Dann bürste bie Frage eben nicht zum Gegenstand einer großen Debatte zwischen Brianb und Stresemann gemacht werben, bei der von Anfang feftftanb. daß sie mit einer Riederlage Deutschland- enden mußte Der unbehagliche Eindruck über dies Ergebni- tourbe aber noch stärker dadurch, haft eben in jenen großen Fragen für Deutschland noch gar nichts herauskam. Die Rheinlanbräumung im großen ist überhaupt nicht erörtert worben, geschweige vorwärtsgekommen Wo aber find die versprochenen Leistungen Frankreich- ander früheren Zeit? Die Herabsetzung der Besatzungsziffern in der zweiten und dritten Zone des RheinlanbeS? Die Reuordnung und Revision ber Ordonnanzen? So ist nicht zu verwundern, baß in Deutschland dieses Ergebnis ber Bölker- bunbstagung als dürftig empfunden wirb Beamte, Staat,Wirtschaft. 21an schreibt uns: Der Kampf gegen ein eingewurzeltes Vorurteil ift so schwer wie der gegen die neunköpfige Hydra. „Die zu hohen Beamtenaehälter". „bie Mebcrlaftung des Steuerzahlers durch bie übertriebenen Staatsausgaben für bie "Beamten» befolbung", so oder ähnlich Hingt es. teil- leise, teil- offen, an den Stammtischen, in Versammlungen, ja sogar gelegentlich auS dem Munde eines Abgeordneten in den Parlamenten. Die wiederholten Hinweise auf die völlige Haltlosigkeit ber in diesen Schlagworten zum Ausdruck gebrachten Ansicht haben bisher leider nur wenig gefruchtet. Den Kampf gegen da- verderbliche und zwietrachtsäende Vorurteil führt nun noch einmal auf ganzer Front eine um die Jahreswende im Schrittenverlag deS deutschen Philologenverbandes Berlin unter dem Titel „Beamte — Staat — Wirtschaft" erschienene Broschüre. Auf 32 inhaltsschweren Seiten ift in rücksichtsloser Offenheit und mit klarem Zahlenmaterial ber wahre Sachverhalt der Beamten» befolbung bargelegt. Der Staat ist alleS andere als freigebig In ber Vergütung für bie Dienstleistungen feinet ‘Beamten; er betreibt im Gegenteil eine unsoziale Ausbeutungspolitik. Denn waS ist eS anders als Ausbeutung, wenn die Gesamtbezüge eines verheirateten Beamten ber Gruppe li einschließlich Kinderzulage bie Bezüge eine- Erwerbslosen mit gleichem Famillcn- ftanb nur um 20 Pf. täglich übersteigen, der Staat also bie aufopferungsvolle Dienstleistung eines Menschen am Maßstab ber Besoldung gemessen sozusagen überhaupt nicht wertet? Wie sehr ber Realgehall aller Gruppen der Staatsbeamten gegenüber 1914 zurückgegangen ist. zeigt eine lehrreiche Tabelle. laut ber nach Abzug ber bezahlten Steuern ber Beamte bet Gruppe II heute nur 89 Prozent, ber Gruppe V 75 Pro- zent unb bet Gruppe X (akad. Beamten) gar nur 65 Prozent seines FriedenSgehaltes bezieht. So sehen die hohen Deamtenbezüge in Wirklichkeit auS.' Die Folae dieser Entwick- luna ist eine offenkundige unb zunehmende Verschuldung. bk sich nicht etwa auf bie unteren Beamtenaruppen beschränkt, sondern bis weit in die Kreise bet höheren Beamtenschaft hineingreift Die unteren Beamten hält der Staat geradezu unter dem Existenzminimum; die oberen erreichen bei weitem nicht daS kulturelle Cxi- ftenyninimum, das der Staat ihnen gewähren müßte, weil es erst die Möglichkeit zu einer wirklich vollwertigen Berufsleistung des höheren Beamten gibt. Reben bet drohenden wirtschaftlichen Verkümmerung erhebt sich infolge dieser Zustände bie schwere Gefahr für die moralische Zerrüttung. Die Echlußbetrachtungen der Broschüre beschäftigen sich mit der Einstellung der Kreise dec Wirtschaft zu der Frage der Staatsbeamten- bcfolbung. Sie stellen mit Bedauern fest, daß Münster i. W. ist der a. o. Professor Dr. jur. et Phil. Leopold von Abi sch von der Unwetfität Würzburg in Aussicht genommen. — Der Vizepräsident des Provinzialfchulkolle- grumS in Koblenz. Dr. Ma? Siebourg tst zum Honorarprofessor in ber philosophischen Fakultät der Universität Bonn ernenn: morden. — Der ordentliche Professor der Religivns- wifknschasten in ber Kullurwissenschaftllchen Ab- teilung ber Technischen Hochschule zu Dres- b e n , v. Dr. Paul Tillich ist zum orbenllichen Honorarprofessor für Religionsphilosoph.c unb Kulturphilosophie in ber theologischen Fakultät ber Universität Leipzig ernannt worben. — Leute, die nichts lesen wollen. Daß gerabe bie größten Bücherschreiber zugleich die größten Bucherseinde sein können, hat eine Anzahl berühmter Schriftsteller bewiesen, was Eainte-Beuve durch bie Bemerkung zu erklären sucht: .Sobald die groben Schriftsteller zu Ruhm gelangt sind, lesen sie nur noch sich selbst und nichts anderes als sich selbst." Tatsächlich aber lesen sie häufig auch nicht einmal sich selbst, indem eS vorkommt, baß sie alles andere eher unb lieber als gerade Bücher um sich dulben. Schon bet beredteste Schriftsteller des 18. Jahrhunderts. Jean IacqueS Rousseau, hat in feinem berühmten Buche über bie Erziehung ben bent- wutbigen Ausspruch getan: .Ich hasse die Bücher weil fie unS nut lehren, von dem zu reden, was wrr nicht verstehen." Eine geradezu unübertoinb- h$e Abneigung gegen alles. WaS .Buch" heißt, *on't f° vielseitige Chateaubriand, ber gleich darüber war, baß es in seiner Pariser Wohnung keinen Raum unb keinen Platz für eine Bibliothek — in seinen Augen „Motten- so'^ger' -- gab, weshalb er sich genötigt sah. im Bebarfsfalle sich ber allgemeinen Büchersamm- nxngen zu bedienen, um etwas nachzuschlagen. Sagt man doch, daß er nicht einmal eine vvtt- cu Ausgabe seiner eigenen Werke besessen habe. Richt viel anders machte es Lamartine, der ein so ausgesprochener Feind des Lesens war, bah er selber zugab, er habe überhaupt nicht vor feinem 50. Jahre begonnen, sich mit Lektüre zu beschäftigen. Auch Viktor Hugo sott so wenig gelesen haben, bah von ihm behauptet wirb, er SKibe nicht ein einzige- Büch fein eigen genannt. in jenen Kreisen die wichtige Erkenntnis noch nicht Boden gefaßt hat. daß die Wirtschaft aus ihrem eigenen Dorteil heraus an einer ausreichenden Beamtendesoldung lebhaft intereffiert ist. Die Wirtschaft follte bei der Beurteilung der Frage an die große Bedeutung des Beamten als Konsumenten denken. Eine der Wirtschaftslage angepatzte Entlohnung der Beamtenschaft erhöht ihre Kaufkraft und ihren Kaufwillen. während der mit Unterbezahlung entlohnte Beamte seine Bedürfnisse auf das -um täglichen Leben unbedingt Notwendige beschränken muh. Die lleber-eugung von dem engen Zusammenhang -wischen der Besoldung dec Beamten und dem Warenumsatz der Wirtschaft muh sich endlich Bahn brechen. Oberheffen. Som Gemeindeverband Wieseck - Alten-Buseck. £ 3n den letzten Tagen erfuhr der Wagenpark des Gemeindeoerbandes Wieseck-Alten-Buseck eine Bereicherung, die es möglich macht, den vielfach an die Leitung herangetreienen Wünschen nachzukommen. Durch die Neuanschaffung eines sechssitzigen geschlossenen Personenautos t'önnen auch Gesellschaftsfahrten kleinerer und kleinster Personenkreise ausgeführt werden. Die bereits lebhafte Inanspruchnahme des Wagens zeigt, wie stark die Notwendigkeit der Anschaffung vorlag. Die Lieferung des neuen Omnibuswagens ist ebenfalls in greifbare Nähe gerückt: gegenwärtig wird im Karosseriewerk in Mainz der Aufbau der Karosserie, die nach eigenen Plänen zu diesem Wagen ausgeführt wird, vorgenommen. Mit diesen Neuanschaffungen bedingt ist eine Ä e r g r ö ß e - r u n g der bestehenden Autohalle in Wieseck, in der sämtliche Wagen stationiert werden. Von dem Plane, einen Wagen in Altcn-Buseck unterzubringen, ging man ab, da man sich eine zweckmäßigere Pfleae und Behandlung der Wagen von der Zentralisation versprach. Die Ausschachtungsarbeiten zum Erweiterungsbau sind bereits ausgeführt, gegenwärtig werden die Betonierungsarbeiten begonnen. Die gesamte fialle wird sodann innen mit einer Holzverschalung versehen und für den Winter eine Dampfheizungsanlage eingebaut. Durch die Einrichtung einer Reparaturwerkstatt mit den notwendigsten Apparaten hofft man, dem größten Teile der unvermeidlichen und unliebsamen Zwischenfälle im Autowesen zu begegnen. Wie in der letzten Sitzung des Verbandsvorstaudes festgestellt wurde, ist die Benutzung der Wagen von beiden Gemeinden eine durchaus zufriedenstellende, ein Schmerzenskind ist nur die Art und Weise, in der die Flickarbeit an den Kreisstraßen ausgeführt wird. f)ier wäre etwas mehr Rücksichtnahme auf ein im öffentlichen Interesse liegendes Verlehrsmittel sehr vonnöten. Mit etwas Geduld hofft man auch dieser Schwierigkeit Herr zu werden. Im Fahrplan wurden einige unwesentliche Aenderungen vorgenommen. So fährt der Wagen, der in Alten Bujeck abends 7.37 Uhr anfommt, nicht mehr — wie seither — um 8.20 Uhr, sondern bereits um 7.38 Uhr in Älten-Duseck ab. Um einen besseren Anschluß an den Frankfurter Früh-v°Zug zu erreichen, fährt der im Sonntagsfahrplan verkehrende Wagen, der seither in Alten-Duseck morgens 7.20 Uhr absuhr, 5 Minuten früher, also bereits um 7.15 Uhr Dadurch trifft der Wagen am Bahnhof bereits 7.49 ein, wo durch genügend Zeit zur Erreich!',ng des uielbfr nutzten V-Zuges nach Frankfurt bleibt. Diese Aenderungen treten vom Montag ab in Kraft. Landkreis Gießen . <£. Wieseck, 19. März. Schon seit geraumer Zeit sand der Dneftaubensport in hiesiger Ge- l meinde eine Anzahl Anhänger, die sich nunmehr unter dem Namen r i e s t a u ben - K l u b V Wieseck" zusammenschlosfe,.. Zum Borsitzenden wählte man den Bäckermeister Karl Staut» ' manu. Durch den organisierten Zusammenschlutz und die damit verbundenen besseren Zuchtziele verspricht man sich eine bedeutende Förderung des Brieftaubenwesens. die durch den zu vollziehenden Anschluß an die über ganz Deutschland verbreitete Organisation der Brieftaubenzüchler eine weitere wirksame Unterstützung erfahren Wird. s. Droh e, 18. Marz. Dor einigen Wochen richtete die Bezirkssparkasfe Gießen ein Rundschreiben an die Schüler des Kreises, in dem sie zur Hebung des Sparsinnes der Jugend aufmunterte und Heim sPa rbiichsen anbot. Sn unserer 45 Kinder zählenden Schulklasse baten 15 Schuler um Tleberlassung einer Sparbüchse. Ein schönes Zeichen erwachenden Sparsinnes! Die im letzten Herbst von Der Kasse kostenfrei abgegebenen Lesehefte über Sparsamkeit und Berschwendung haben auch ihr Teil dazu beigetragen, daß sogar Kinder Erwerbsloser kleine Einlagen bringen. bz. Rödge n. 18. März. Sn der Dacht auf Montag wurden an der Straße von hier nach Gießen eine Reihe gemeinster Roheiten tycrübt: F u n f j u n g e O b st b ä um e w u r i> e n a b g e - b r o ch e n. die beiden Keadelrohre an dem elektrischen Transformatorhäuschen des Flugplatzes abgerissen und an den Gärten am Trieb etwa 15 bis 20 Meter Lattenzaun niedergelegt. Der Wegweiser an der Straßengabelung nach Annerod widerstand anscheinend dem Heldenmute der Täter, denen man auf der Spur ist. ± A ü s dem mittleren L u m d a t a l, 18. März. Der Stand der Saaten kann diesmal in unseren Gemarkungen durchweg als gut bezeichnet werden. Im Gegensatz zum Vorwinter konnte diesmal die Aussaat infolge der außerordentlich milden Witterung vollständig zur Keimung kommen, auch hat sich das junge Korn reich- lich bestockt. Auswinterungsschäden, wie sie im Vor- lafjre besonders bei tiefgelegenen Aeckern in größerem Umfange zu beobachten waren, sind bis jetzt nur !?anz selten festzustellen. Besonders gut über, winter hat der Wintersamen oder Raps, der zwar nicht mehr in dem Umfange wie in der Kriegs- und Nachkriegszeit angebaut wird. Vereinzelt haben die Ackerschnecken geringen Schaden angerichtet: jedoch Meint der Mausefraß, der besonders auf den Klee- ackern zu beobachten ist, größer zu fein, als man anfänglich vermutete. Kreis Friedberg ö Friedberg. 18.März. Don der Industrie- und Handelskammer für die Kreise Friedberg und Büdingen ist beabsichtigt, versuchsweise zunächst für den Kreis Friedberg eine Handelsschule ins Leben zu rufen, und zwar mit zweijährigem Lehrgang. Diese Schule soll eine theoretische Bor- und Ausbildung für den Beruf deS Kaufmanns. deS Dureauangestellten bei Behörden und Privaten ufto. vermitteln und von dem Besuch der Stauf- männischen Fortbildungsschule befreien Der Die Erweiterung der Den steigenden Erfordernissen der wissenschaftlichen Forschung und der klinischen Heilbehandlung Rechnung tragend, hat die Haut- klinik unserer L a n de s - L n i v e r s i t ä 1 seit dem Herbst 1925 eine neue Erweiterung, die -weite im Laufe der letzten Sabre, erfahren. Rechts der Gaffky-Straße, gegenüber der Lupus- Heilstätte. die ja bekanntlich sowohl in der Heilbehandlung. wie auch in der ärztlichen Oberleitung in enger Beziehung zur Hautklinik steht, erhebt sich der neue Klinikbau in imponierender Gestaltung. Das Bauwerk, vom Hessischen Hochbauamt als obere Baubehörde und von Regierungsbaurat Deibel als örtlichem Bauleiter aufgeführt, zeigt nicht nur im Reicheren, sondern auch in der inneren Ausgestaltung, daß hier der Baumeister im engen Einvernehmen mit der Kli- nikSleitung ein Werk geschaffen Hal. das der Wissenschaft und den Patienten zum Segen, dem Klinilviertel aber zur Verschönerung gerochen wird. Die Verbesserung gegenüber den frühren Verhältnissen tritt in eindrucksvoller Deutlichkeit zutage, wenn man sich den früheren Umfang der Hautklinik und bart Zustand der vorübergehend dazu gehörigen Patientenbaracken ver- gegentoäriigt und auf der anderen Seite den Blick über und durch das jetzt gefchaffene Werk streifen läßt. Der sog. Alkbau wurde im Jahre 1914 in einem Umfang von 36 Patienten-Betten in Betrieb genommen. Reben der Heilbehandlung wurde damals schon mit Recht das größte Gewicht gelegt auf die Schaffung von Einrichtungen für Sturnenzwecke zur Bekämpfung der Haut- und Geschlechtskrankheiten. 3m Jahre 1918 und folgende Jahre suchte man den allerdringendsten Erfordernissen durch die Errichtung einiger Baracken gerecht zu werden, die natürlich vom Standpunkte der Wissenschaft, wie auch unter dem Gesichtswinkel der Patientenversorgung außerordentlich viel zu wünschen übrig ließen. Der Staat wurde daher einer dringenden Rotwendigkeit gerecht, als er im Jahre 1923 die vom Hessischen Hochbauamt ausgearbeiteten Pläne zur ersten Erweiterung des Klinik-Alt- baucs trotz der damaligen wirtschaftlichen Be- drängnis durchfuhren ließ. Die erste Erweiterung schuf öen von der Gaffly-Str^ße aus sichtbaren westlichen Querbau mit 40 weiteren Betten, wodurch sich die Gesamtbettenzahl auf 76 erhöhte. Außerdem.wurden hier die dringend notwendigen Räume für die Zwecke der wissenschaftlichen Forschung geschaffen.' u. a. Laboratorium, Röntgen- raum, Belichtungssaal, Behandlungszimmer, Ent- lausur.gsannstalt ufto. Die Benutzung der Rotbaracken fand nunmehr ihr Ende, die dort unter- gebrachten Patienten . wurden in das Kliniksgebäude selbst verlegt. Die Ausnutzung der durch öie erste Erweiterung geschaffenen Raummöglich- keiten stellt sich nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge, wie wir vor einigen Tagen bei einer Besichtigung bemerkten, wie folgt dar: Im Sockelgeschoß sind an der nördlichen Stirnseite des Baues die Daderäume und die Entlausungseinrichtung untergebracht. Daran anschließend sind einige Zimmer mit männlichen Patienten belegt. 3m Erdgeschoß befindet sich trat allem die Poliklinik, deren raumtechnische Unterbringung zu wünschen übrig läßt, da die auf Behandlung wartenden Patienten entweder im Flur herumfitzen oder in dem Dorraum zu den ärztlichen Anterfuchungsräumen aus Abfertigung warten müssen: dieser Zustand wurde von der Klinikleitung schon seit langer Zeit sehr unangenehm empfunden. Ferner befinden sich im Erdgeschoß einige Laboratorien und der Belichtungssaal. 3m ersten Obergeschoß haben die männlichen Patienten Unterkunft gefunden, das zweite Obergeschoß dient zur Aufnahme weiblicher Kranken. Im Dachgeschoß sind die weiblichen Angestellten der Klinik untergebracht. Wenn man die Räume heute durchschreitet, so drängt sich dem aufmerksamen Beschauer die Erkenntnis auf, daß auch durch den ersten Erweiterungsbau eine Lösung der Raumnot nur für einige Jahre geschaffen wurde. Die zuständigen Stellen erkannten diesen Sachverhalt natürlich schon bei dem ersten Erweiterungs- Unterricht wird in 30 bis 32 Wochenstunden erteilt und läßt selbstverständlich für eine Tätigkeit in irgendeinem Wirtschaftszweig wahrend der Schulzeit keinen Raum. Es sollen junge Leute beiderlei Geschlechts nach Entlassung aus der Dolksschule oder nach dem Abgang von einer höheren Schule vor Erreichung der Reifeprüfung in diese Schule aufgenommen werden. Das Schulgeld, dessen Höhe noch nicht feststeht, wäre von den Schülern zu tragen. Als Schulort kämen Butzbach. Friedberg oder Bad-Rauheim in Frage. Es verlautet, daß sich die jederzeit schulfreundliche Stadtverwaltung Bad-Rauheim bereits zur Aufnahme der Anstalt bereit erklärt habe. Sie soll sich mit dem Gedanken tragen, im Falle der Verwirklichung des Planes einen Reu - bau f ü r d i e Schule zu errichten und darin außer den benötigten Unterrichtssälen auch zwei Dienstwohnungen zu schassen. Der Bauplatz, von dem man spricht, liegt am Ernst-Ludwig-Ring, in unmittelbarer Rähe der Stadtschule. WSN. Friedberg, 18. März. Ein f r ü h e = r e r D b e r ft e u e r f e r r e t ä r 2)., her trotz Nicht ablieferung von Steuergeldern nach seiner Entlassung vom Finanzamt für das Kreisamt Hilfspfandmeisterdienste verrichtete, ist erneut in seine früheren Fehler verfallen. Es sollen bereits erhebliche Beträge feftgefteUt fein, die nicht zur Ablieferung gekommen sind. .^'Bad-Rauheim, 18. März. Das Gausom m e r s e ft des Bundes Deutscher Radfahrer Lahngau 7 3 findet in diesem Jahre in unserer Stadt stall. Als Festtage wurden die Tage vom 6. bis 8. August bestimmt. Man rechnet damit, daß sich der Lahngau mit über 2000 Radfahrern am Preiskorso beteiligt. Die hiesige Radfahrer-Dereinigung 1892—96 Kt mit den Vorbereitungen begonnen. Die Festausschüsse sind bereits gebildet. In allen Kreisen der Bevölkerung zeigt man schon jetzt lebhaftes Interesse für die große sportliche Beranstaltung. — Zu dem Bericht über die jüngste Stadtverordnetensitzung ist noch nachzutragen, daß die A n j ch a f - fung von zwei Elektrokarren für die Müllabfuhr zum Preise von je 4369 Mk. beschlossen worden ist. Kreis Büdingen. nb A1 dd a, 18 März. Gestern nachmittag »and hier eine Konferenz der Reli - gionSlehrer des Dekanats Nidda Eichener lMttlinik. bau, sie mußten sich aber im Hinblick auf die finanzielle Lage des Staates damit abfinden und einen zweiten Erweiterungsbau auf günstigere Zeiten verschieben. Dieser Zeitpunkt mar im Herbst 1925 gekommen. Nachdem Negierung und Landtag im Sommer 1925 die Erweiterunaspläne genehmigt und die erforderlichen Geldmittel bewilligt hatten, wurde im Herbst 1925 der jweite Erweiterungsbau in Angriff genommen, der im Dezember 1925 unter Dach war, dessen innerer Ausbau in den Jahren 1926 und 1927 erfolgte, während die innere Einrichtung in den nächsten Monaten vorgenommen werden wird. Durch diesen zweiten Erweiterungsbau werden die für die wissenschaftliche Forschung dringend be- nättgten weiteren '.Räume geschaffen, außerdem wird die Gesamtbettenzahl auf rund 160 erhöht. Hiernach stellt sich die Steigerung der Delegungs- Möglichkeit wie folgt bar: 36 Betten im Altbau, insgesamt 76 Betten nach der Vollendung des ersten Erweiterungsbaues, schließlich rund 160 Betten vorn Zeitpunkte der Inbetriebnahme des zweiten Erweiterungsbaues ab. Das ist im Lause weniger Jahre eine Leistung des Staates, auf die er mit Recht stolz fein kann. Im Sockelgeschoß des zweiten Erweiterungsbaues werden Zimmer herge- richtet, in denen 21 Patienten Unterkunft finden können, anschließend die erforderlichen Bäder, der Behandlungsraum unb die notwendigen Neben raume. Ferner befindet sich hier ein Raum, in dem die technischen Einrichtungen für die Versorgung des Neubaues mit Warmivasserheizung Ausstellung gefunden haben. Gleichfalls im Sockelgeschoß ist die Dauerbabeanlage mit Beobachtungsraum vorgese hen. Das Erdgeschoß enthält mehrere Behandlungsräume, den Hörjaal, das Sprechzimmer und die Behandlungsräume des Direktors, die Garde- roden, zwei Vorbereitungsräume für solche Patienten, die bei den ärztlichen Demonstrationen im Hörsaal vorgestellt werden, ein Bibliothekzimmer, nach neuzeitlichen Gesichtspunkten in einwandfreier Raumtechnik ungeordnete Wartezimmer, das Zimmer des Oberarztes unb andere Diensträume. Im ersten Obergeschoß besinden sich weitere Krankenzimmer, von denen ein Teil als Privat- klinik gilt, ferner die Bäderanlage und eine Tee kiiche. Insgesamt kann das erste Obergeschoß mit 24 Patienten belegt werden. Im zweiten Obergeschoß ist Raum vorgesehen für 28 Patienten. Weiter ist hier ein Arztzinnner geschossen, ebenso eine Bäderanlage und eine Teeküche. Das Dachgeschoß enthält die Wohnungen der Schwestern, ferner ein Sonnenbad, das zwei Brausebäder zur unmittelbaren Nachbarschaft hat. Weiter wird im Dachgeschoß des neuen Baues eine kleine Kapelle für die katholischen Schwestern geschaffen, eine solche für evangelische Schwestern wird im Dachgeschoß des ersten Erweiterungsbaues im Rahmen der jetzigen Bauarbeit mit hergerichtet. Die Raumgestaltung und -Anordnung im zweiten Erweiterungsbau ist unter Zugrundelegung aller Erfahrungen bet Neuzeit oorgenommen worden. Die Räume machen schon heute im noch unfertigen Zustand einen sehr guten Eindruck und stellen der Baukunst des leitenden Baumeisters das beste Zeuanis aus. Auch auf dem Gebiete des Transportwesens innerhalb der Klinik weift der neue Bau eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem ersten Erweiterungsbau auf; während in letzterem Patienten und Gegenstände über die Treppe getragen werden müsfen, bient Im neuen Bau ein Aufzug dem gesamten Transportdienst. Ebenso hat in der technischen Gestaltung des Fußbodens eine wesentliche Verbesserung stattgefunden: man hat im neuen Bau für den Fußboden Torfisothermplatten als Bestandteil des Bodens mit« verwendet, wodurch ein leichteres, angenehmeres Gehen als auf dem harten Fußboden des Altbaues erreicht wurde. Mit der liebergabe des zweiten Erweiterungsbaues an die Klinikleitung ist im Herbst dieses Jahres zu rechnen. Bis dahin wird die Bauleitung noch ein reiches Maß von Arbeit zu bewältigen haben, aber sie ist doch der zuversichtlichen Gewißheit, daß der ins Auge gefaßte Termin für die Inbetriebnahme pünktlich eingehalten wird. Man kann jetzt schon sehen, daß der Staat unb bas Hessische Hochbauamt Gießen mit biesem Erweiterungsbau unseren Universitätskliniken ein neues, höchst wertvolles Werk anfügen werden. statt, die von Dekan S c r i b a - Eichelsdorf einberufen und von über 60 Religionslehrern, Pfarrern und Lehrerinnen besucht war. Als Gäste waren Oberkirchenrat W ag n e r-Gießen und Kreisschulrat Kinkel- Schotten erschienen. Die Kreisschulräte Gockel- Büdingen und Fischer- Gießen waren dienstlich an der Teilnahme verhindert. Die Berhandlungen wurden durch Schriftlesung. l.Kor. Kap. 13, und Gebet von Pfarrer Köhler hier eröffnet, worauf Professor Dr. Koch- Gießen einen tiefgründigen Vortrag hielt über: .Pestalozzi, die Bildung und das Volk'. Einleitend erläuterte der Redner die literarische, ästhetische und idealistische Bildung, die Einfachheit. Menschlichkeit und den Wirklichkeitssinn des Volkes als die drei Elementargesehe der Bildung, die sich in ganz hervorragender Weife bei Pestalozzi in Einfalt, Menschenliebe und Demut bewiesen hätten, und die jeden wahrhaft Gebildeten dazu führen, es ernst zu nehmen mit der Stimme des Herzens, der Seele der Mitmenschen und der Wirklichkeit des Lebens. Der mit großem Beifall aufgenommene Vortrag führte zu einer längeren Aussprache, an der sich Pfarrer Wolfs- Ranstadt, Lehrer Strößinger - Ober-L -is, Lehrer Ganz- Ober-Widdcrsheim und Ooerkirchenrat Wagner besonders beteiligten. Dekan Scriba dankte zum Schlüsse dem vortrefflichen Redner und tiefgründigen Forscher. )( Ortenberg. 18. März. Dieser Sage veranstaltete der Evangelische kirchliche Frauenverein einen Vortragsabend. Der Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Rach einem gemeinsam gesungenen Lied und einem Degrüßungswort deS Ortsgeistlichen hielt Mis- finav Lauck« Frankfurt einen cinftünbigcn Vortrag über das Frauenleben in China, der hochinteressante Einblicke in Charakter und Leben der chinesischen Frau, sowie in die Missionsarbeit an den Frauen gab. Eine für die Mission erhobene Sammlung ergab 21.25 Mk. Mit Choral und Gebet wurde der schöne Abend beschlossen. — Gelegentlich der Generalversammlung des V e t e - ranen-undMilitärvereins wurden folgend Auszeichnungen verliehen. Gerichtsvollzieher a. D. Mever und Lehrxr i. R. Kraft erhielten das Hassia-Ehrenkreuz, die Kameraden August Fahrenbruch, Karl Walther und August E i ß n e r das Hassia-Abzeichen für 25- jährigeMitgliedschaft und eine Ehrenurkunde. Letzterer hat 25 Jahre dem Verein als Fahnenträger gedient. Im nächsten Jahr soll das Bezirks- I r i-e g e r f c ft verbunden mit der Fahnenweihe des Vereins hier stattfinden. zrreis Schotten. WSR. Schotten. 18. März. Wie jetzt feststehl, hat auch der vergangene Winter den Wäldern des Vogelsberges große Schnee- s ch ä d c n gebrach: Unter der Wucht der ge- toaUigcn Schneemassen sind mitunter ganze Bestände zuiammengebrochen. Die Bäume liegen stellenweise kreuz und quet durcheinander. Zahlreiche Holzarbeiter sind mit den AusräumungS- arbeiten beschäftigt. Besonders schwer ist wieder die Gegend bei Herchenhain betroffen, namentlich in der Gegend des Jugendheims des Vogelsverger Höhenklubs. § Ulrichstein. 18. März. Die hiesige Spar - und Leihkasse hat in anerkennenswerter Weise begonnen, den übet 65jährigen, durch die Inflation geschädigten Sparern, soweit sie nicht in auskömmlichen Verhältnissen leben, auf den ihnen zustehenden Aufwertungsbetrag eine Abschlagszahlung zu leisten, die sich nach der Höhe der Spareinlage richtet. Gar mancher Hochbetagte erhält Hochelheim. 18. März. Mit den Arbeiten zur Errichtung einer Autohalle in der hiesigen Gemeinde für die K r a f t p o st l i n i e Gießen — Niederkleen ist dieser Tage begonnen worden. Die Autohalle wird am Dorsaus- gang nach Dornholzhausen neben dem Köhlerfchen Wohnhause errichtet. <> Niederkleen, 18. März. Die hiesige Kirchengemeinde besitzt im Distrikt ..Kasten- berg" eine mehrere Hektar große Rieder- walds lache, die sie in periodischen Zeitabschnitten hauen läßt. Auch in diesem Jahre sand wieder eine solche Hauung statt, die durch die Mitglieder der Kirchengemeinde unentgeltlich ausgesührt wurde. Es wurden über 600 Raummeter gemischte Reiser 2. Klasse gehauen die dieser Tage zur öffentlichen Versteigerung kamen. Bei der Versteigerung wurden für 10 Raummeter Reiser durchschnittlich 10 bis 13 Mark bezahlt. Der Erlös wird von der Kirchengemeinde zur Ergänzung der kirchlichen Inventar i e n. wie z. B. Beschaffung einer neuen Altardecke ufto.. verwandt. Tillkrcis. , d Breitscheid, 18. März. Mit der Verbesserung der hiesigen Viehweiden soll, wie im Vorjahr, in kommender Wache begonnen werden. Dabei finden die letzten Arbeitslosen der Gemeinde wieder Beschäftigung. — Die hiesigen Holzoer st eigerungen sind jetzt zum Abschluß gekommen. Es wurden trotz geringer Be teiltgtmg verhältnismäßig hohe Preise erziett 4 Raummeter Buchenjcheiler 45 bis 6" TOL. Buchen- knüppel 35 bis 45 Mk., 5 Raummeter Buchenreiser 4 bis 6 Mk.. 1 Festmeter Fichtenstammholz (Durch jchniltspreis) 28 bis 29 Mk., Zichlenstongen 1. AI. 1.50 bis 2 M?, 2. AI. 1 bis 1,50 Mk., 3. AL 0,75 bis 1 Mk., 4. AI. 0,50 bi» 0,75 Ml je Stück. Maingau. WED. Frankfurt a. M. 18. März. Die I. -G. -Farbenindustrie hat vor einigen Tagen s.ch ein gröbere» Gelände an der Bürger- straßc Zwilchen der Guileutstraße und dem Main- kai. gesichert. auf dem die Gesellschaft ein Hochhaus von 15 Stockwerken zu errichten gedenkt Die Baukosten werden mit ungefähr 9 Millionen veranschlagt. D-e Geseilfchaft beabsichtigt, in dem Gebäude ihren gesamten kaufmännischen und technischen DerwaltungZapparat für dos ganze Reich unterzubringen. Bei der ausgezeichneten finanziellen Lage des Zarben- trusts ;fl als sicher anzunehmen, dab das 15- ftockwerkige Hochhaus auch unter Dach und Fach kommt und nicht - wie beim „Bogel-Hochhaus" in der Hohenzollernstraße — vorzeitig eingestellt werden must. Die Voruntersuchung gegen den Installateur und Fuhrunternehmer Johann Friedrich S ch u l t h e i st aus Wisselsheim weg?n Ermordung desIuwelicrs Grebenau ist nunmehr abgeschlossen. Es wurde seitens der Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn wegen Morde», Raubes und verbotenen Waffenbesitzes erhöbet. Rechtsanwalt Zugehor wurde zum Offizialverteidiger deS Schultheist bestellt. -- Die in der Äannengießer- flraße tonhnenbe 64 Jahre alte Ehefrau Schilling versuchte, da sie ihre Schlüssel vergessen hatte, durch einen Luft schacht In ihre im dritten Stockwerk gelegene Wohnung z u Heftern. Dabei scheint die alle Frau einen Schwindelanfall erlitten zu haben und stürzte in den Hof hinab, wobei sie ein Glasdach durchschlug. Sie mustte mit schweren Schnittwunden und inneren Verletzungen im Krankenhaus eingeliefert werden, wo sie schwer darniederliegt. Man hosst jedoch, sie am Leben erhalten zu können. — Gestern nachmittag stürzte an einem Hause in der Stallburgstraste der 61 Jahre alte Weißbinder Anton Bar- gon aus Dombach bei Äamöerg während der Arbeit von einem hohen Gerüst ab. Er erlitt infolge des Sturzes so schwere Verletzung gen. daß er sofort tot war — Gestern nachmittag wurde in einer Gartenkolonie zwischen dem Bahnhof Bonames und dem sogen. Hlmenrid ein männliches Skelett beim Graben in einer Tiefe von 40 bis 50 Zentimeter aufgefunden, das schon längere Zeit dort gelegen haben muß. Kreis IvulOo. WSR Fulda, 18. Marz. Gestern nachmittag um i .4 Ußr rannte ein mit zwei Personen besetztes, von Kohlhaus kommendes Motorrad in der Frankfurter Straße gegen eine G ar- teneinfriedung. Dabei wurde der auf dem Soziussitz mitfahrende Rangierer Karl R o ß - seid gegen einen Detonpfosten geschleudert und erlitt einen schweren Schädelbruch, an dessen Folgen er aus dorn Transport zum Ätan- keichaus verstarb. Der Führer des Kraftrades, etn hiesiger Lokomotivführer der fernen Führerschein hatte, blieb unverlem Frühlingsanfang. Am 21. März, um 3 ilbr 59 Minuten nachmittags, durchschreitet die Sonne in ihrer fcaan- baren Rordwänsbeweaung. die ja nur ein Spiegelbild der wahren Erdbewegung ist. den Ac-gua- tor und tritt von der südlichen auf die nördliche HimmelShälfte über, um nun auf dieser, bis zum 22. Juni immer hoher steigend und dann w.cdrr absinkend, ein halbes Jahr lang, bis zum 24 September, zu verweilen. Am 2 1. IBär,, an dem also die Sonne über dem Aeguator se.ilrccht steht und für alle Orte auf der .Linie" mittags durch den Zenit gebt, sind auf der ganzen Erbe Tag und Rach: gleich lang, wir haben Aequinoktium. und der Frühling beginnt auf der nördlichen, der Herbst auf der südlichHalbkugel der Erde. Der Kalender verzeichnet an diesem Datum nach althergebrachlem Brauch den Liebertritt bei Sonne aus dem Tierkreis-Zeichen der Fische in das des Widders, obwohl der tatsächliche Stand der Sonne zu gleicher Zeit etwa 30 Bogengrade weiter westlich, nämlich im westlichen Teile des Sternbildes der Zische ist. Um einen solchen Delrag haben sich die beiden Schnittpunkte der Sonnenbahnebene Iber Ekliptik« mit der Ebene des Aequators seit der Zeit, als noch Tierkreis- Zeichen und Tierkreis-Sternbilder identisch waren, seit etwa 2000 Jahren, durch die Wirlung der allgemeinen Präzession, des Vorrückens der Sternbilder parallel zur Ekliptik, bis jetzt bereits nach Westen verschoben. Man nennt die Schnittpunkte Frühlingspunkt und den ihm gegenüberliegenden Herb st punkt! beide wandern in einem Jahre um 50> , Bogensekunden weiter und vollenden den ganzen Kreis in 25 800 Jahren, ein Zeitraum, den man „platonisches Jahr" genannt hat. Wenn daher der Frühlingspuntt gegenwärtig in den Fischen liegt und um 350 vor Ehr. im Widder lag, so befand er sich um 1600 vor Ehr. im Walfisch und um 3250 v Ehr. im Stier. Um die Zeit der Tag- und Rachlgleichen ist die scheinbare Bewegung der Sonne am größten, die Sonne steigt daher auch jetzt am schnellsten nordwärts, täglich dts zu 23.7 Bogenminuten, entsprechend 0,Z des Sonnenscheibendurchmessers die Mittagshöhe der Sonne über dem Horizont nimmt demgemäß sehr stark zu und beträgt am Frühlingsanfang im nördlichen Deutschland (Breite von 54 Grad) 36. im mittleren Deutschland (Breite von 51 Grad) 39 und im südlichen Deutschland (Breite von 48 Grad) 42 Dogengrade. Die Strahlen deS Lagesgestirns fallen bann alfo, namentlich im Süden, schon sehr steil ein. besitzen daher bereits eine stark wärmende Kraft, die die Pflanzenwelt mit Macht aus dem Boden hervorlockt. Mit dem astronomischen zieht auch der klimatische und mit diesem wieder der phäno- logische Frühling ins Land, der Frühling des Sprossens und Blühens in der Ratur, der Lenz. Lenziamanoth, Lenzmonat, nannte darum Karl der Große in seinem, viele Jahrhundert« lang im Gebrauch gebliebenen deutschen Kalender, den März. Strafkammer Gießen. Gießen. 18 März. Sin Ehautteur aus Heldenbergen hatte sich von einem bärtigen Kaufmann ein Fahrrad geliehen und dieses einem Gastwirt in Frankfurt a. M. verpfändet für ein Darlehen von 50 Mk Er war deshalb vom Am!r-gericht wegen Unterschlagung zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden. 3n der Berufungsinstanz wurde die Strafe auf 50 'M L herunter.cletzt. da der Angeklagte weg n Eigen- tümsvergehcnS noch nicht vorbestraft ist 3n Schotten hatte ein Anhänger der internationalen Bereinigung ernster Bibelforscher Schriften uertrieben. Dabei hatte er im Haufe eines Arztes au sdessen Frage, ob er eine Empfehlung vom Schottener Pfarramt habe, beleidigende Acußerungen über die Pfarrer gemacht, von denen er keine Empfehlung brauche. Ein Pfarrer aus Schotten stellte daraufhin Strafantrag. der zur Bestrafung des .ernsten Bibel- forscherö" führte. Seine Berufung gegen diese Bestrafung (100 M k. Geldstrafe) wurde verworfen. Degen Körperverletzung war ein Ober- aesreiter von 2. K. 15. Rgts zu 1 Wochen Gefängnis verurteilt worben. Er hatte in einer hiesigen Wirtschaft mit mehreren Gästen Streit bekommen und im Verlaufe desfelben drei Biergläser nach seinen Gegnern geworfen, von benen einer am Kopf verletzt wurde ferner hatte er sein Seitengewehr gezogen und einem Gast Stichwunden an der Olafe und der Stirn beigebracht. Seine 'Berufung, die «ine Herabsetzung der Strafe bezweckte, wurde mit Rücksicht auf sein rohe- Verhalten zurückgewiesen. Ein früherer Znsassc des Landeszuchthaufes Marienfchloß hatte schwere beleidigende Vorwürfe gegen einen dortigen Werkmeister erhoben. Diefer habe ihm u. a. eine Schere sowie iorte. Aepfel und belegte Brote zugesteckt, sich auch entgegen der Hausordnung bei ihm in der Zelle ausgehalten, über andere Beamte geschimpft, un- schickliche Redensarten geführt und alle» mit den Gefangenen durchgesprochen 3n der Haupt- Verhandlung vor dem Amtsgericht stellte sich heraus, daß sämtliche Behauptungen von dem Angeklagten „wider besseres Wissen" erhoben waren, um dein Werkmeister eins auszu- wifchcn, eS wurde deshalb auf 3 Monate Gefängnis erkannt. Seine Berufung wurde zurückgewiesen. Schöffengericht Gießen. • Gießen, 18. März. Ein 26jähriger Sabril Arbeiter von Ober-Ohmen, der zu Besuch bei feinem Vater, einem Posthalter in Nieder-Genuin- den weilte, sah auf dem Schreibtisch seines Vaters einen irrtümlich dorthin gelangten, zur Weiterbeförderung bestimmten eingeschriebenen Brief liegen und entwendete ihn. Der Brief enthielt einen für den Adressaten bestimmten Scheck über einen betracht lichen Geldbetrag auf die Bezirkssparkassc „Malhil- dcnstist" in Friedberg. Mit diesem Scheck ging er in ein hiesiges Aleidergeschäst, gab ihn für gekaufte Kleider in Zahlung und erhielt den Best heraus; auf die Rückseite der Urkunde setzte er den Namen des Empfängers, für den er sich ausgab. Seine Annahme. er werde nicht ermittelt werden, war Irig; er wurde nicht lange danach verhaftet und gestand angesichts der Beweise seine lat zu. Wegen Dieb st a h I s und schwerer Urkundenfälschung erbiat er eine Gesamtgefangnisstrafc von 6 Monaten Ein dtgahriger Zigarrenhersicllcr von Watzenborn erhielt wegen Verfälschung einer öffentlichen Urkunde eine Gefängnis- ft r a f e von .3 Monate n. In einem von dem HanptzoUamt Gießen aufflcnommenen Bestandsverzeichnis hatte er die Mengenangabe über den bei ihm feftp stellten Rodiabak von 54 Allogramm in 81 umgeändert. Ferner fehlten bei der Bestandsaufnahme etwa 2" Ailogramm Nahtabak den er zu Zigarren verarbeitet, unversteuert verkauft hatte Biegen dieser Steuerhinterziehung erhielt der zum drittenmal rückfällige Angeklagte die gefetz liche M i n d e ft ft r a f < von 2861,60 M a r k. Schließlich wurde auf eine Ordnungsstrafe von 50 Mark erkannt, well der Angeklagte einem anderen als dem von ihm angemeldeten Raum lagerte. Turnen, Sport und Spiel. (Bau Hessen der D. T. Gauoustvahlsplel Im Handball. Dem Beispiel vieler Gaue untere» Mittel- rheinkreifeS folgenb, stellt nun auch der Gau Hessen eine Gaumannschaft für Handball zusammen. Der rührige Gaufpielwurt hat im Verein mit dem GaufpielauSschuß die nottoenbigen Vorarbeiten geleistet und hat auS den ersten -Mannschaften der Handball spielenden Ikrrme zwei Mannschaften ausgewählt. Es entfenden zu der A- bzw. tt-Mannschaft Spieler: der Turn- und Sportverein Butzb -1L1 l'F-.1 ----- (AVALIER Oo FABRIK UNION AUGSBURG 01917 nngeschlofsen. 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Erster Offizier der Emden, !LÄ?Jeu?au wj.th iT'nf/0". Bücke, der berühmte Kaperoffizier der Emden. Kapitänleutnant Lauterbach. Kor- \ettenkapitän H. Witthoeft, Oberleutnant a. D. Dietrich Benelcr. Obermaschinistenmaat Erfurth, Obermatrose K. Werner Obermatrose A. Bydnors, wirken persönlich in diesem Film mit. Weitere Darsteller Louis Ralph, Fritz Greiner, Jack Mylong-Münz. Maria Minzenti. 2969c (Statt Karten Gießen (Asierweg 60), 20. Mar; 1927 GroßenLinden, 19. Marz 1927 den 19. Marz 1927 (Statt Karten! 2622D Düsseldorf Gießen 2618D Kräftiger Stammhalter heute angenommen Äad-Nauheim (Zrnst-Ludwig-iRing 32 Gießen Balltorstraße 77 1 Hedwig Gesundes Mädel angefommen! Armgard Hoos Ernst Oreischmeier Verlobte Inh Fuhr und Frau Henny geb. Meininger Norbert Mildenberg Drude Mildenberg geb. Siesel Vermählte Dr. Emil Mackb Elfriede Mackb geb. Iormhals Vermählte ~ — Eberhard Egner Martha Egner geb. Klein Vermählte 20. März 1927 Trauung: Sonntag 1 Uhr Synagoge Südanlagr Erbach i. 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Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Nur noch heute und morgen das hervorragende Doppelprogramiii, das auch den allerverwöhntesten Ansprüchen gerecht wird. 1. Schlager Die keusche Susanne nach der bekannten Operette von Jean Gilbert. — In den Hauptrollen: Lillian Harvey. Willy Fritsch. Ruth Weyer. 2. Schlager: Der neueste und beste Ernst-Lubitsch- Schlager In 6 Akten: So ist Paris Spielplan der GieBener Lichtspiele Bahnhofs-Restaurant Gießen Statt Karten Verlobte Watzenborn-Steinberg 01910: 2037a 2552D 1900 2M2D 2620 D Der Vorstand. Kaiserallee 45. Telephon 1248 2.15: B.f.B. 1. Jugend — Spiel. Berg. 1900 i. Jugend 1.30: V.f.B. 1. Schüler — Spiel Berg. 1900 1. Schüler. 2. Wahl des Ausschusses. 3. Beratung von Vereinsangelegenheiten. Gießen, März 1927. Erna Schulte .'Dr. Hermann Jabel zu Mk. 2.20 Kraftbrühe mit Eierstich Huhn nach Stanley mit feinen Erbsen Ananas-Molitor lvberhessische viehversicherungs- Anstalt. Außerordentl.Mitglieder-versammlung Freitag, den 1. April 1927, nachmittags 2 Uhr, im tzotel „Deutsches Haus" in Friedberg. Tagesordnung: 1. Neudruck der Satzung und Beratung über die hiermit verbundene Satzungsänderung. Beginn des neuen Schuljahrs 2 Prospekt kostenlos ■ ■»■Cll Anmeldung täglich Sonntag, den 20. März 1927 MITTAGESSEN ABENDESSEN Mk. 3.50 Schwedische Vorspeise Ochsenlende Wellington Savarin mit Apfelschaummasse Oie ^Verlobung ihrer Tochter Ömd mit dem praff. Arzt Herrn Or. Hermann Fabel geben bekannt Pfarrer O. Schulte und Frau geb. Weber WilWoiUdg MMMWdllM- MM Im Want. Sonntag, den 20. März 1927, abends 8 Uhr, im großen Hörsaal der Uni» versität. Eingang Ludwigstraße. Für die Besucher des letzten Lichtbildervortrags sei bemerkt, daß diesmal durchweg andere Bilder vorgeführt werden. Jedermann ist freundlichst eingeladen. Eintritt frei. -?46D Boltsdunoaeuififiegtiegsarütierfütfotge SttsgkiiM Sietzen. zu Mk. 3.50 Kraftbrühe mit Eierstich Seezunge Doria Schweineiendchen in feiner Kräutertunkc Tomatensalat Ananas-Molitor YR Gießener Tmnerschaft SandbaU- xvcttsviel r Auswahlspiel des Gaues Hessen auf dem M.-T.-D.-Spielplah (Gchiffenberger Weg) am Sonntag, dem 20. März, 9 nachmittags 3.30 Uhr | < .n1»Yz^rel.821 Gießen '^-**26470 Bahnhofstr. 60 Achtung! Aillätzltch des am 10. und 11. Juli 0. I. stannndenden 2»jäbrigcn Ltif- tnngsfeftcs sollen nm Sonntag, dem 27. d. M., nachmittags um 2 llbr. im Beremölokale bei (Äastwir, Wilbclm Hinter Ww. die Plätze für Karuwsell, Verhau festiinde a. Buden öfTem- lich vergeben werden. Jniereneitten wollen sich an bestimmiem Termin ein» finden. 02047 Gesangverein Germania, Burkhardsfelden. LeipziyerSolgquarleltfürKirdiengesang i Freitag, den 25.März, abends 8 Uhr: KonzerlinderJoliauDeskirche | Karten zu Mk. 2.— und Mk. 1.— im Vorverkauf bei I E. 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ÄuS die Keime bildung ettvc heitslriegen die Einigung hanL der 5 meniariftze^ die 1811 u Dartburgf« tionallibera heute in 1 KvndgebW schließlich ti «»ü weiß "Ma dir F, Ad drückte Ih dackchen. . ^nt Ant % w mdntun "2 nein! -Das jf --Liebhob _ Mash ?esiel und r Hie nn gehaltene; lo regen . arsgesteM ©inne (A 13 950, jo 10652. 32$ 3ffl5n der Kreis versain-nlun Jorirag,h'^ Sd Ditgl'ek Richt u b-ch-Li- gestrigen 1 je einen > Mlchenheii nach Hoß Züge wäre etwa Iw Anlogel trieb durch am gestrige ken wurden uad Spätn 900 Person Bei dem - dem Ostbahi Zur Hc waren von Mlhildensii verschiedener p r e i s e ges 1 Preisen t a) für Shrist. W aussay, PH. 20 M.; A 20 Mk. b) für Rieder-Wei Häuser HL, c) für Hrch. Konr eine Tasch Weisel, 1. i Weisel, 1. d) für . Herrn. Dei stalliorasse e) Sinn meir.de Tri' erwaltung gelehnt. Der Antrag wird angenommen. 20 30 40 50 60 70 80 Prozent Prozent Prozent Prozent Prozent Prozent Prozent Prozent Prozent Prozent Prozent Prozent rozent rogent Steuer, Steuer. Steuer. Steuer. Steuer. Steuer, Steuer, bis bis bis bis bis bis dis bis der mit mit mit mit mit der der der der der der der 15 20 25 30 35 zu zu zu zu zu zu zu zu SO und mehr Prozent Wertsteigerung mit Hälfte als Steuer in Anspruch genommen wird: der Wehrertrag gegenüber der Vorlage der Stadtverwaltung in irgendeiner Form den Der Ausschuß-Berichterstatter Stadtv. Leop. Mäher weist daraus hin, daß die meisten hessischen Städte die Einführung dieser Steuer beschlossen haben. Der Mindeststeuerlatz soll 10 n. Sy betrogen, die Höchstgrenze sollen 30 v. H. sein bei Wertsteigerungen von 200 v. H. und mehr. Diese Steuer sei gerechtfertigt, deshalb sei ihre Annahme zu empfehlen. Die sozialdemokratische Fraktion legt folgenden Antrag zur Beschlußfassung Dor: Wir beantragen, den Steuertarif der Wertzuwachs- steuerordnung dahin zu ändern, daß der Wertzuwachs bis zu 10 Prozent mit 10 Prozent der Steuer, Gietzener Stadtparlament. Wertzuwachssteuer in Gießen. - Noch keine Verkehrsregelung im Seltersweg Der Butzbacher Fasel- und Pserdemarkt. pb Butzbach, 18. März. Der gestrige Fasel- und Pferdemarkt war ein voller Erfolg. Seit dein Trachtenfest ist eine derartig große Menschenmenge hier nicht wieder zusammen., gewesen. Schätzungsweise dürften es etwa 7000 bis 8000 Menschen gewesen sein. Die aufgetriebenen, zur Prämiierung gemeldeten Tier« waren durchweg von guter Qualität. Es waren gemeldet rund 200 Pferde, rund 200 Rinder und 65 Eber und Schweine. Zur Bullen- Auktion waren 115 Bullen angcineldet Ferner war an Händlervieh etwa 60 bis 70 Stück und an Händlerpserden ebenfalls 70 Stück aufgetrieben. Der Schweine markt war überbesetzt. Die Prämiierung, bei der sich acht Kommissionen beteiligten, begann 8,30 Uhr vormitlags und war kurz nach 12 Uhr beendet Bei der darauf folgenden Dullen-Auktion wurden 22 Bullen von verschiedenen Gemeinden ange- kauft. Den Höchstbetrag erzielte Landwirt Julius Weiß aus Riedergemünden mit 1500 Mark. Heinr. Müller II - Birklar setzte einen Dullen für 1260 Mk., Landwirt Jak. K r a u s g r i l l VIII, von Riederweisel einen solchen für 1200 Mk. ab. Bon den Ebern (veredel es Lanüschwein) wur- den zehn Stück verkauft. Vach der Prämiierung Sitzungsbericht. Anwesend. Oberbürgermeister Keller, die Beigeordneten Dr. Seid, Dr. Frey, Dr. Hamm. Zustizrat Dr. Rosenberg, Kommerzienrat Kling sp o r und 38 Stadtverordnete. 2m Zuhörerraum haben nur einige Personen Platz genommen. Erhebung einer Wertzumachssleuer. Der Finanzausschuß beamragt: 1. Es wird der Erlaß einer Ortssatzung über die Erhebung einer Wertzuwachsfteuer in der Stadt Gießen nach der von dem Herrn Minister des Innern entworfenen Mustersahung beschlossen. Die Ortssatzung soll am 1. April 1927 in Kraft treten. 2. Gs wirb beschlossen, mit der Verwaltung der Wertzuwachssteuer die Reichsfinanzbehörden zu betrauen. Spierplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag. 20. März, 6.30 bis 10.15 Uhr: „Dec Rosenkavalier". Montag, 21.. 6.30 bis nach 10: .Tannhäuser". Dienstag. 22.. 7 biS nach 10: „Manon". Mittwoch, 23., 7 bis nach 10. „Margarethe". Donnerstag, 24., 7.30 bis nach 9.45: „Ariadne auf Raxos". Freitag. 25.. 8^>is 10: „Don 2uan". Samstag, 26., 7 bis 9.45: „Fidelio". Sonntag. 27.. vorm. 10: Beethovenfeier: abds. 7.30 bis 10.15: „Der Troubadour". S cha u s p i e l h a u s. Sonntag. 20. März, nachm. 3.30 bis 5.30 Uhr: „Weihnochtseinkäufe", hieraus „Ollapotrida": abds. 7.30 bis 11: .Bona- Parte". Montag. 21., 8 bis 10 „Ein 'besserer Herr'. Dienstag, 22., 8 bi- 10: „Der Diktator" Mittwoch. 23., 8 bis 10.30: „Hamlet im Krähwinkel". Donnerstag, 24.. 8 bis 10: „Din besserer Herr" Freitag. 25.. 8 bis 10: „Der Diktator". Samstag. 26.. 7 bis nach 10: ..Florian Geyer". Sonntag. 27.. nachm». 3 bis 6: „Kabale und Siebe"; abö. 7.30 bis nach 10.30: „Florian Geyer". Vergebung des Diez-Preises. Zur Vergebung des Diez^pr^.ses wird ein jährlicher Kredit von 180 Mk. zur Verfügung gestellt. Findet in einem 2ahve eine Vergebung nicht statt, so wird eine ^Übertragung des nicht verwendeten Kredit- nicht vorgenommen. Sfrafoen-Benennung. Es wird beschlossen, die Straße zwischen Georg-Philipp-Gailstraße und Lanomannstraße nach dem hessischen Vertreter in der Vational- versammlung in Frankfurt a. M., dem bekannten Professor der Vaturwissenschaften „Karl Vogt", zu benennen. Bildung eines Farslbetriebsstocks. Für diesen Zweck sollen die Reinerlöse aus außerordentlichen Holzfällungen und fünf Prozent der Brutto-Einnahme aus den übrigen Holzverkäufen beiseite gelegt und sichergestellt werden. Der Fonds fängt mit einer Rücklage von 42 000 Mark an, er soll bis zu 300 000 Mark anwachsen, wobei Zins und Zinseszins dem Kapital zuzuschreiben find. Wenn der Fonds, der nicht unter 50 000 Mark sinken soll, bis auf 300 000 Mark gekommen ist, kann die Stadtverwaltung über die Zinsen anderweitig ver- fügen. Bestimmung des Fonds ist, eine Rücklage für Zwecke des Waldes zu schaffen und der Stadt in den Erträgen aus der Waldwirtschaft eine größere Gleichmäßigkeit zu geben. Der vorgelegten Ortssatzung wird einhellig zu- gestimmt. Zwei Polizeioerordnungen. Dem vom Polizeiamt vorge.egten Entwurf einer Polizeiverordnung über die Verkehrsregelung in der inneren Stadt kann heute noch nicht zugestimmt werden. 2m Bauaus- schuh hat man mit vier gegen drei Stimmen beschlossen, den 8 3 der Polizeiverordnung. den Kernparagraphen, der das Radfahren und den Verkehr mit Krafträdern und Autos im Seite r et to e g von ' rl2 bis ' ,2 Uhr mittags und 6 bis 7 Uhr abends verbietet, zu streichen und im übrigen der Verordnung zuzustimmen. Die Stadtverwaltung ist damit nicht einverstanden, sie beantragt Annahme der Verordnung in der vom Polizeiamt vorgelegten Fassung. 2m Hause neigt die Ansicht sehr stark zu Gunsten des Standpunktes der Stadtverwaltung, da jedoch heute erneut Abäuderungsanträge einge* bracht werden und eine Einigung nicht zu erzielen ist, wird die Sache noch einmal an den Bauausschuß zurückverwiesen. rungSanlagen im Großkraftwerk Berlin-Rum- melsburg zu verwerten. Die neuerdings viel erörterten Verfahren zur Behandlung von Kohlen mit Wasserstoffgas unter Druck, die sich an den Rainen Friedrich Bergius knüpfen lBerginverfahren), haben ihre wirtschaftliche Brauchbarkeit in dauerndem Großbetriebe erst noch zu erweisen. Möglicherweise gelingt es aber bereits in absehbarer Zeit den vereinigten Bemühungen der bisherigen 2nteressenten der Bergius-Patente mit der 2.-G.-Farbenindustrie, der neueren Besitzerin dieser Patente, die wirtschaftliche Rentabilität dieses Verfahrens auch tatsächlich zu erzielen. Das gleiche gilt naturgemäß von den ebenfalls sehr viel versprechenden älteren eigenen Arbeiten der 2.°G.°Farben- industrie, die bereits zu dem Ergebnis geführt haben, daß man aus Kohlenoxyd und Wasserstoff tWasfergas), d. h. praktisch aus Koks und Wasserdampf synthetischen Methylalkohol (Methanol) im größten Maßstabe herzustellen vermag. Endlich erscheint auch das neuerdings großes Aufsehen erregende Verfahren von Professor Franz Fischer, Mülheim (Ruhr) und Dr. T r o p s ch einen gangbaren Weg zur Lösung der gleichen Frage zu bedeuten. Auch diese beiden Chemiker gehen vom Wassergas aus. Sie hoffen jedoch im Gegensatz zu den Patenten der Farbenindustrie ohne die Anwendung extrem höherer Drucke mit Hilfe geeigneter Katalysatoren die synthetische Herstellung von Benzin und anderen flüssigen Kohlenwasserstoffen im großen mit wirtschaftlichem Erfolge durchführen zu können. Wenn man bedenkt, daß die deutsche Mineralölbilanz eine recht ungünstige ist, da bei einem Gesamtverbrauch von 1,67 Millionen Tonnen im Werte von 250 Millionen Mark nicht weniger als 1,06 Mill. Tonnen im Werte von etwa 180 Millionen Mark durch Einfuhr aus dem Auslande gedeckt werden müssen, wobei auf Benzin und Treiböl 100 Mill, und auf Schmieröl 57 Mill. Mark entfallen, so versteht man ohne weiteres das große allgemeine 2nteresse an der Kohleveredlung. Reben den bereits erwähnten Unternehmungen arbeiten auch noch verschiedene andere große Werke der deutschen Kohlenindustrie z. T. in Verbindung mit den Forschungsinstituten in Dortmund-Swing, Mülheim fRuhr), Freiberg i. Sa. und Breslau an der Lösung des gewaltigen Problems der Kohleveredlung, die man nicht allein mit dem Schlagwort der Kohleverflüssigung bezeichnen, darf. Auch die bisher erzielten Resultate, die ja erst einen Anfang darftellen, stellen der un- geschwächten deutschen Forscher- und Erfindertätigkeit ein glänzendes Zeugnis aus, und es ist zu hoffen, daß man auf den verschiedenen Wegen, die jetzt in Wissenschaft und Technik beschritten werden sollen, schließlich doch zur Lösung dieses bedeutungsvollen Weltproblems gelangen wird. Aber die,e Arbeiten müssen und werden stets im Zeichen der technischen Dreieinigkeit: Zeit, Geduld und viel Arbeit stehen. Man schädigt die deutsche 2ndustrie und damit die deutsche Wirtschaft, wenn man, wie es leider vielfach geschehen ist, technische Erfolge, die hoffentlich auch aus diesem Gebiete ähnltch wie seinerzeit beim Stickstoff im Laufe der nächsten 2ahre heranreifen werden, allzufrüh als bereits völlig gesichert vorwegnimmt, denn man ruft dadurch unter Umftänben große Enttäuschungen hervor, die im 2nlereffe einer ruhigen Weiterentwicklung unbedingt vermieden werden müßten. 3n dieser Anschauung befinde ich mich auch in voller lieber» einftimmung mit einem der besten Sachverständigen auf dem Gebiete der Kohleveredlung, Dipl.» 3ng. F. zur Redden, Berlin, der in einer längeren Äufsahreihe ebenfalls das Problem der Kohleveredlung behandelt hat und nachdrücklichst htarauf aufmerksam macht, daß sich die Entwicklung erst ganz im Anfang und zum größten Teil 1 erft im Stadium des Versuchs befindet, daß half 6 er noch manche Verzögerungen eintreten werden, bis wir laufend im rentablen Großbetrieb Kohle »in solchen Mengen in Oel umwandeln können, daß eine fühlbare Entlastung unserer Außenhandelsbilanz eintritt. Durch Zusammenwirken der Rohstoff- und chemischen Industrie wird es sicherlich in Zukunft möglich sein, das große Ziel zu erreichen, aber nicht, um noch einmal mit Herrn zur Redden zu sprechen, mit „Sensationsnachrichten und Vorschußlorbeeren", sondern in stiller, ernster Arbeit durch die Aufwertungsgesetzgebung geschädigten Kleinkapitalrentnern zugewendet wird, indbefon- auch den Altbesih der städtischen Anleihegläubiger. Von dem sozialdemokratischen Sprecher wird zur Begründung seines Antrages ausgeführt, daß die in dem Antrag geforderten Steuersätze getragen werden könnten. 2m übrigen richte sich der Antrag nur gegen die Spekulation. Die Steuersätze würden sich ja auch ermäßigen, je länger ein Grundstücksbesitzer sein Grundstück behalte. Der Außschuß bericht» erstatt er und verschiedene Redner der Deutschen Volkspartei, der Wirtschaftlichen Vereinigung und der freien Vereinigung wenden sich gegen den sozialdemokratischen Antrag. Sie erklären, bei solchen Steuersätzen werde der Grundstücksmarkt völlig lahmgelegt und manchem jungen Geschäftsmann die Möglichkeit zur Schaffung einer selbständigen Existenz von vornherein genommen; von einer Grundstücksspekulation könne in Gießen gar nicht gesprochen werden; auch Hauskäufe zu reinen Wohnzwecken' kämen bei den sozialdemokratischen Steuersätzen künftig wohl kaum noch in Betracht. Die Redner sprechen sich übercinstimmend f ü r den Antrag der Verwal» tung aus, der das Aeußerste sei was der Grund- stücksmarkt tragen könne. Selbst Offenbach habe nur Wertzuwachssteuersätze beschlossen, die den von der Verwaltung vorgeschlagenen entsprechen. 2n der QI b ft i m m u n g treten für den s o - zialdemokratischen Antrag nur die Sozialdemokraten ein; der Antrag ist damit ab- Emer Polizeiverordnung über die Reinhaltung und Wegsamkeit her Straßen und Plätze wird zugeftimmt. 11. a. soll nach dieser Verordnung verboten sein, daß Frauen mi' Kinderwagen sich auf dem Bürgersteig zu- fammcnfteltcn zu ihrem Schwätzchen und dadurch den Verkehr behindern. Das Schulgeld am Lyzeum und an der Studienanstalt. wird entsprechend der vor einigen Tagen bereits gemeldeten Reuregelung an den staatlichen höheren Schulen mit Wirkung vom 1. April ab neu festgesetzt, d. h. erhöht. Elektrizitätswerk und Straßenbahn. Der in Titel 17 des Voranschlags des Elektrizitätswerks für das Rechnungsjahr 1926 vorgesehene Kredit wird um 100 000 Mark auf 150 000 Mark zu Lasten deS Erneuerungsstockes erweitert. Für die Erneuerung von Teilen der Gleisanlage der Straßenbahn wird ein Betrag von 8500 Rm. zur Verfügung gestellt. Die Lieferung der erforderlichen Ersatzteile wird den Vereinigten Stahlwerken übertragen. Zum Einbau einer öchleifenanllrgc an dem Endpunkt der Straßenbahnhaltestelle VolkShalle wird ein Betrag von 23 000 Mk. bewilligt. Die Lieserung des Gleismaterials wird den Vereinigten Stahlwerken in Duisburg-Ruhrort übertragen. Die Schleife soll in das Waldstück beim Sportplatz des Vereins für Bewegungsspiele gelegt werden. Auffüllarbeiten am Kugelberg. Die Auffüllungs- und Planierungsarbeiten für die Straße unterhalb der Straße „Am Kugelberg", und zwar Pos. 2 und 4 des Ausschreibens, werden der Finna Weimer in Gießen auf Grund ihres Sonderangebots freihändig übertragen. Kulissenhaus für das Stadttheater. Die Zimmerarbeiten für das Kulissenhau» des Stadttheaters werden an das Sägewerk Gießen zum Angebotspreis von 3875 Mk. vergeben. Verträge mit dem Staat und der Reichsbahn. Dem zwischen Staat und Stadt vereinbarten Vertrag über den Fluchtlinienplan in der Brandgasse wird zugestimmt. ES handelt sich hierbei um die Auswirkung des Umbaues der Zehnt- scheuer zum Polizeiamtsgebäude. Der Vertrag mit der Deutschen Reichsbahngesellschaft (Reichsbahndircktion Frankfurt a. M.) über die Eisenbahnüberführung an der Ederstrahe wird genehmigt. Baugefudje. Die nachstehend verzeichneten Daugesuche werden antragsgemäß erledigt: Prof. Dr. S. Günther für den Reubau am Wartweg, Burschenschaft Alemannia für Gutenbergstr. 29. Firma Hermann Mettenheimer für 11m- und Reubau Kreuzplah 3. Firma A. und W. Denninghofs für Umbau des Mälzereigebäudes Rordanlage 38. Edmund Richter für Um» und Anbau Wilhelmstraße 2, L. Schmidt für Einfriedigung Kaiserallee 19, Franz Bette für Umbau in der Wettergasse. Schankanzeffionsgefuche werden befürwortet für Otto Rahnefeld, Walltorstraße 36 38 (6afe Leib). Gustav Trinkaus jr.. Seltersweg 50, Robert R o h l, Ederstraße 6, 2ofef Paulus. Lindengasse 2 (Frankfurter Hos). Gustav Weinbrenner, Drandgasse 8 (Zum Taunus). kleine Vorlagen. Die Rechnung des öffentlichen Arbeitsnachweises für Rj. 1925 wird nicht beanstandet. Zur Verteilung des Schristchens „Pestalozzis Leben", für dic Fugend erzählt von Ernst Luckow an rund 11 000 Volks- und Fortbildungsschüler wird ein Betrag von 230 Mk zur Verfügung gestellt. Der öffentlichen Verhandlung folgt eine nichtöffentliche Sitzung. mit 40 P mit 45 P ' Gießen. 18. März 1927. Aus der Tagesordnung Der heutigen Sitzung des Stadtparlaments standen in der Haupt ache Vorlagen, über die kurz und bündig entichieden werden konnte. Rur bei einigen gab eS eine Aussprache. Die Erörterung über die neue Wert- xuwachs steuer ging sehr in die Breite, es tarn aber doch nur der Erfolg heraus, der schon von vornherein außer Zweifel stand. Die Vorlage wurde in der Fassung des Verwallungs- antrages angenommen, ein sozialdemokratischer Antrag aus Abänderung der Steuerstaffelung dagegen abgelehnt. Dieser Entscheidung der Mehrheit des Hauses können auch wir unsere Zustimmung geben, denn das Ausmaß der Steuer in der von der Verwaltung vorgeschlagenen Festsetzung ist weit genug bemessen. Die Gründe, die von der Mehrheit gegen die sozialdemokratische Forderung ins Feld geführt wurden, sind überzeugend. Gerade im Hinblick auf die in absehbarer Zeit zu erwartende Wiederbelebung der privaten Bautätigkeit muh alles vermieden werden, was geeignet ist, zu den bisherigen auch noch neue hemmende Schwierigkeiten zu schaffen. Ein sehr bedauerlicher Beschluß wurde hinsichtlich der Verkehrsregelung im Selter sw eg gefaßt. Es wurde zwar keine Ablehnung ausgesprochen, jedoch verwies man die Angelegenheit noch einmal an den Bauausschuß zurück. Seit über einew 2ahre ist diese Sache nun in der Schwebe, ohne vom Fleck zu kommen. Liegt hier Mangel an Zivilkurage vor, eine Entscheidung zu fällen, die in der guten Absicht der Stadtverwaltung liegt? Anscheinend müssen erst Menschen im Seltersweg zu Krüppeln gefahren oder gar durch Uebcrfapren getötet werden, bis man sich dazu entschließt, in dieser engen und am meisten benutzten Straße unseres Geschäftsvic-rtels wenigstens in den Hauptverkehrsstunden den Radfahrer-, Kraftrad- und Autoverkehr zu verbieten! Wir müssen sagen, der großen Mehrheit der Bürgerschaft ist dieses ängstliche Zaudern des Stadt- parlainents in einer Angelegenheit, die außerordentlich dringend ist, einfach unverstäud- l t ch. Die Kraftfahrer, die doch meist nut glatt durch den Seltersweg hindurchfahren, können den kleinen Umweg über die Südanlage, durch die Bahnhofstraße oder über die Westanlage mit Leichtigkeit fahren, und die poussierenden oder im Kunst- und Schnellfahren sich übenden Radler haben in den belebtesten Stunden auf dem Seltersweg ebenfalls nichts zu suchen. Der Vorschlag des sog. Einbahnfahrens, d. h. des Fahrens nur in einer Richtung, bedeutet auch keine Ausschaltung der Gefahren, da die Korso- fahtet dann eben doch wieder ganz n liegende Auswege finden werden (die wir hiev absichtlich nicht nennen), um auf den Seltersweg immer wieder zurückzukommen. 2etzt ist es schon oft so, daß der Fußgänger in dem Gedränge zur Hauptverkehrszeit auf dem Seltersweg seiner Gesundheit und seines Lebens nicht mehr sicher ist und, wenn er angefahren wird, schließlich von dem Fahrer auch noch allerlei „Liebenswürdigkeiten" zu hören bekommt. Wenn die Stadtverordneten sich von der Mit Verantwortung bei Unglücksfällen der hier in Rede stehenden Art freimachen wollen, dann mögen sie nun endlich, allen Quertreibereien zum Troy, sich auftaffen und d i e Entscheidung treffen, die von der Stadtverwaltung und der Polizei in der vorliegenden Derkehrsordnung gefordert wird! Hoffentlich sehen wir diese Tat schon in der nächsten Sitzung! Wenig glücklich ist ferner der Beschluß, die neue Straßenbahn-Schleifenanlage bei der Bolkshalle in das Waldstück beim B. f. B.-Platz zu legen. Warum führt man das Gleis nicht gleich die kurze Strecke bis zum sog. P r o f e s s o r e n - E ck an der Straßengabelung Rödgen Reiskirchen? Es handelt sich hier nur um ein paar hundert Meter Wegstrecke, die man doch in das Straßenbahnnetz gleich mit ein» beziehen sollte, wenn man dort schon einmal ändert. Spaziergänger und Sonntagsausflügler würden zweifellos gerne bis dort hinaus fahren, und außerdem würde man auch dcr weiteren De- ländeaufschließung förderlich sein. Man mache doch dort oben wieder fein Stückwcrk, sondern gleich ganze Arbeit! Auch diese Entscheidung ist dringend revisionsbedürstig! ien zfßnni^ruchteil für den Kilometer darf der Fahrradreifen kosten — so dauerhaft soll er sein. Zugleich muß der Reifen leichtlaufend und geschmeidig sein. Wollen Sie vollen Genuß des Radelns bei niedrigstem Kilometerpreis, so fahren Sie nur solche Reifen, d. h. die unverwüstlichen xcelsioi* Fahrrad-{Reifen. wurden sämtliche ausgezeichneten Tiere unter Borantritt einer Musikkapelle durch bve Stadt geführt, damit auch die Stabt- und Landbevölkerung sich an dem Anblick der Tiere erfreuen konnte Nicht unerwähnt toll bleiben, baf) auch der von der LandwirtschostStammer veranstaltete Saatgutmarkt sich regen Zuspruchs erfreute. 3m Hotel ..Deutsches Haus' sand um 2 Uhr ein Festessen sür tu Ehrengä te, Preisrichter. Zasclmartt-AuSs^utz usw. halt. Hierbei begrübte Bürgermeister Dr. Jansen namens der Stabt und deS Faselmartt-Ausschus es die Gä'te ES waren erfchie. en: Ärei6bire.'tor Gebhardt, b.r Vorsitzende der ßanbtoirtld a leiammcr, Oelono» mlerai Hensel- Dorlelwci', ter Vorsitze b: deS ^andwirtschastskammer-2tuSIchus>ev für Obe:hellen, Oetonomierct Bretdenbach» D^röeim. die Vertreter des Lanke. p'erdezuchiveleinS C<*)- nomierat Müller- Ne.chof und LandeSstall- me'ister, Oberstleutnant S ch ö r k e . die LandtagS- abgeordneten Prozessor Dr Werner. Fcn- ch e l und Weckler usw Die im kleinen Saal des .Hell. Hofes abgehaltene Verlosung erfreute sich eines eben- Io regen InterefleS. wie dir in der Turnhalle ausgestellten Sachgewinne. Die zehn ersten Gewinne (Ttinber) sielen auf die Nummern 3194, 13 950, 14 314, 1021, 3327. 13 104. 11 357, 11 761. 10652. 3235. 3m Singsaal der Turnhalle hielt nachmittags der KreiSrinderzuchtverein feine Hauptversammlung ab. wovei Prof. Dr. Knelk einen Vortrag hielt. Die Versammlung war von etwa 80 Mitgliedern betucht Nicht unerwähnt soll bleiben, das) die Butzbach—Licher Dahnverwaltung am gestrigen Vormittag entgegenkommender Weite je einen Sonderzug von Oberkleen und von Mutchenheim. sowie am Nachmittag einen solchen nach Hof- und Dorf-Gill eingelegt hatte. Diese Züge waren alle sehr gut besetzt. ES wurden etwa 15CO Personen befördert. Ebenlo hatte die Autogesellschaft Freitag ihren Betrieb durch Gmttellung von weiteren drei Wagen am gestrigen Tage verstärkt Die einzelnen ©♦retten wurden durchweg b biS 8 mal am Vormittag und Spätnachmittag befahren und ca. 700 bis 900 Personen in beiden Nichtungen befördert. Bei dem NeichSbahnhof wurden 58 und bei dem Ostbahnhof 5 Wagen Vieh abgefertigt Zur Hebung und Belebung d's Marktes waren von der Geschäftswelt, beit Banken, dem Mathildenstist. dem Gewerbeverein und den ber- verfchiedenen Innungen insgesamt 11 Ehren- preise gestiftet worden. Mit Ehrenpreisen und 1 Preisen wurden ausgezeichnet: a) für Simmentaler Rinder über 1 Jahr: Thrift. Häuser, O?.heim, Ehrenpreis, ein Tafelaufsatz. PH. Hildebrand III . Nieder-Weisel, 1. Br. 20 Mk.: August Häuter. Nieder-Weisel. 1. Pr 20 Mk. b) ükr ©immcQtaler Familien: Ami». 'Bill, Nieder-Weisel. Ehrenpreis. 1 Wanduhr: Fr. Häuter III., Nieder-Weisel, 1. Pr. 30 Mk. c) für Kühe mit drei oder mehr Kälbern: Hrch. Konr. Görlach. Ober-Hörgern. Ehrenpreis, eine Taschenuhr: Ambr. Jak. Dill. Nieder- Weisel, 1. Pr. 25 Mk.: Konr. Hasser HL, Nieder- 'Weisel, 1. Pr. 23 M! d) für Kühe mit 1 2 Kälbern in Milch usw.: Herrn. Wedeniann. Eberstabt. Ehrenpreis, Krt- ftalUaraffc mi* 6 Gläsern. e) Simmentaler Bullen über 2 Jahre: Gemeinde Griedel 1. ^reis 30 Mk. Vogelsberger Vieh. a) Ninder über 1 Jahr Otto Schneider, Hörns^eiM, Ehrenpreis 1 Tafelaufsatz, b) Küh« a:t drei oder mehr Kal dem: Karl Franz, Hocdcl- ricnn. Ehrenpreis .Kaffee- und Sahnen-Serviee. "-ullen über 18 bis 24 Monate: Heinrich Vach 'otnaffenbeim. 1. Preis 15 Ml. d) Bullen von 12 bi» 18 Monaten: Ioh. Schäfer, Hörnsheim, 1. Preis 15 Mk. Pferde (Oldenburgers. a) Stuten mit jährlichem Fohlen oder mehreren Nachkommen Ludwig Konr. Lud. Lang- Göns. Ehrenpreis 1 Wandunr und Plakette vom Warmdlutä>^«er-Verband h) Tragende Stuten Gg tzch Bender. Dorf-Gukl. 1 Preis 30 Ml. c) Dreijährige Stuten- und Hengstsohlen Friede. Fauerbach. Eberstadl. Ehrenpreis 1 Tatchcnuhr: Gg Wittel. Griedel 1. Preis 15 Mk Belgier ai Stuten mit jährigem Fohlen ober mehreren Nachkommen Gg Vitt I., Bi eher wild. Ehrenpreis 1 Tafelservice Wilh. Wagner II., Kirch-GönS. 1 Preis 30 Mk. hl Tragende Stuten: Gg. Kitzler, Niederwei- sel. Ehrenpreis 1 Wanduhr t > 3jährige Stuten- und Hengstfohlen. Jakob Häuser I. Niederwettel. Ehrenpreis, eine Ta'chen- uhr. d) 2jährige Stuten- und Hengstfohlen Wilh Konrad Müller. Griedel. 1. Preis 15 Mark Händlerpscrde. .i) Belgier, einzeln vorge'uhrt Julius Kaufmann. Niederwei'el. 1. Preis. 10 Marl. b) Belgier paarwei'e vorgeführt Zuliu» Kaufmann. Niebenveilel. I.Pr^iS 15 Mark. c) Oldenburger einzeln vorgeführt. Zulius Kaufmann. Niederweitel. 1. Preis. 15 Mark Schweine a) Ober, über 12 Monate. Schweinezucht- verein Lang-Gons. 1. Preis. 15 Mark. b) Zuchtsauen iMuttertchweinei. über 1 Jahr Anton Mütter 32.. Langgöns. Ehrenpreis, eine Standuhr: Artur Nompf Lang-Göns. 1. Preis. 15 Mark c) Zuchtsauen (Mutter!chweine) unter 1 Jahr. Anton Mütter 32.. Läng-Göns, 1. Preis, 12 Mark Ziegen. Otto Kullmer. Münzenbberg, 1. Preis. 20 Mi Zeitziegen. Heinrich Dreudt II. Gri.^el. 1. Preis. 20 Mark Kunst und Wissenschaft Die Dresdener Richard-Skrciuh-Voche. Die Dresdener Nichard Strautz-Woch« brachte an ihrem zweiten Abend eine Neueinstudierung der „Frau ohne Schatten", jener Oper, die bisher sich nicht entfernt in dem Matze durchzufetzen vermochte, wie die übrigen Bühnenwerle des Meisters und die man hier feit Zähren n'cht mehr gehört hatte. Es war alfo interessant. da:t jetzigen Eindruck mit dem damaligen zu vergleichen. Weit stärker als früher traten die grotzen musikalischen Schönheiten der Partitur zutage, nicht minder aber auch die Unzulänglichkeit des TertbucheS. in das der Verfasser Hugo v. Hof- mannSfal so viel hineingeheimnitt hat. datz k n Mensch sich in dein Gewirr von Symbolismus und Mystizismus auskennt. So bedauerlich eS sein mag, so offen muh gesagt werden, bah das schlechte Textbuch die Auswirkung der oft • fo wunderschönen, aber an sehr vielen Längen leidenden Musik in Zukunst wohl ebenso verhindern wird wie bisher. Darüber kann auch die beifällige Ausnahme diesmal nicht 'veatäuschen. 6u galt dem Tondichter, der sein Werk meisterhaft leitete, der Mutik im ganzen und den Darstellern, von denen Barbara Kemp zwar gesanglich vortrefflich war, aber durch gan^ mangelhafte Text- aussptache enttäuschte. Neben Anni Noselli ragte Eugenio B u r f a r b t durch eine in jeder Hinsicht grandiose Leistung hervor. 3n den männlichen Hauptrollen zeichneten sich P lasche und Taucher in erster Lime aus. Negieführer war alS Gast der für nächste Saison verpflichtete Dr. Otte Erhardt. der wohl nicht genug Probemöglichkeiten gehabt hatte und die technischen Ersordernisse beß HauseS noch nicht genug kannte, so datz man übet seine Fähigkeiten bittigerweise kein Urteil fällen kann. Das Orchester spielte herrlich, und Strauh tourbe schon nach dem ersten Akt mehrfach gerufen. Die Darmstädter Dnlcnbanfenfragc noch nicht gelöst. Wie uns aus Darmstadt gemeldet wird, ist die 3ntenbantenfragc am Hessischen Landes- theater noch immer ungelöst. Eine zustimmende Erklärung des Schauspielers Karl Ebert vom Staatlichen Schauspielhaus in Berlin steht noch aus Ebert hat hx Berlin eine gesichertere Stellung und auch wohl (durch Gastspieles höhere Bezüge, als sie ihm der Darmstädter 3nten- dantenposten bieten kann daraus ist wohl lein I Zögern mit der Antwort zu erklären Nächst Ebert gilt der Dramaturg des Landestheaters j Zakod Gels als aussichtsreichster Kandidat. Buntes Allerlei. Das ideale Helratsaller Zwei amerikanische Gelehrte. Hornel Hart und Wllmer Schtelbs. haben tzch wieder einmal mit dem besten Liter für die Ehe befähigt und eingehende Studien aut Grund der statistischen Angaben des SlandeSamles und der Ebeberatrngsstelle von Philadelphia veröstent'icht Das Ergebnis, dem sie grvhe Bedeutung zusprechen, besteht darin, dah das ideale Heirat Satter für den Mann 29 Jahre und für die Frau 24 Zähre beträgt. Abweichungen um 4 Jahre nad) obcn oder nach unten für den Mann oder um 2 Zahre für die Frau sind nichs con grefjer Wichtigkeit. Aber Ehen, in denen die Braut unter 21 Zähren und der Bräutigam unter 24 Jahre ist. wer de-1 um Io gefährlicher, je länger die Partner sind Chen, in denen beide Teile 19 Zähre oder junger ' e werden 10 bis 100 mol fo leicht dem Bruch aufgesetzt, als solche, die in idealem Alter geschlossen lind. Ehen von Personen, die über 38 Zähre find, können 2 bis 5 mal so leicht und schnell auSeinandcrgehen als Ehen im idealen 21 Her. Diese Folgerungen beruhen auf Berechnungen, die an mehr als 1000 vollkonnnen unparteiisch auSgewühlten Ehefällen in Philadelphia angestellt sind. Die beiden Forscher haben herausbeiommen. datz von den sämlichen untersuchten Ehen nur 19". im idealen Alter geschlossen wurden; von ihnen suchten nur 5 „ bei den Eheberatungsstellen Hilfe in ehelichen Nöten Ben den anderen Eben aber wurde in 1* „ die Eheberatungsstelle ausgesucht. Was die Ehescheidungen anbctrifH, so ist der Prozentsatz bei den nicht im Zdealalter geschlossenen Chen um ein Vielfaches gröber als der htr idealen Heiraten. Zn Philadelphia bedürfen »u junge Ehepaare einer Erlaubnis der Eltern. Um dem pennsylvanischen Ehegeseh zu entgehen, machen diese allzu jungen Heiratslustigen einen kurzen Ausflug nach Elkton in Maryland, wo sie ohne weiteres getraut werden. 1772' Chen wurden 1922 in Philadelphia geschlossen, während derselben Zeit wurden 1 581 Paare, von denen der Bräutigam als feinen Wohnort Philadelphia ausgab. in Elkton v rhe ratet. Davon waren in 894 Fällen oder 56.5°, d'e Bräute unter 20 Zähren. Bei den Ehen in Philadelphia waren nur 12,4 ' . der Bräute unter 20. Bon den in Elkton geschlossenen Ehen wurde ein dreimal so grober Prozentsatz geschieden. Heber die Grunde für das .ideale Heiraisalter" bestehen zwei QHöglidjlciten. Entweder ist daS vorzeitige Heiraten das Zeichen von Charalteren. die für das Familienleben ungeeignet sind, oder die Leute, die die urtcT 21 Za ren in die Ehe eingehen, haben noch nicht genügend Lebenserfahrung für eine glück- liche Ehe gefammdt. Wenn das letztere richtig ist, dann ist eine gesetzliche Bestimmung, nach der ein Mairn nicht vor 24 und ein Mädchen nicht vor 22 Zähren heiraten dar . von autzerordentltcher Wichtigkeit für das eheliche Glück. Die beiden Gelehrten verlangen jedenfalls, dah ihre Ergebnisse in allen Schulen, mitgeteilt werden sollen, dah Geistliche, Aerzle. Lehrer, Eltern und andere Natgeber der Zugend diese vor einer allzu frühen Ehe warnen und dah di? Behörden stch ernstlich mit dem Problem beschäftigen. Die in Philadelphia beobachteten Zustände sollen in anderen Orten nachgeprüst werden. Grausamkeit gegen Vögel. Eine neue preußisch« Polizeiverordnung, die soeben in Kraft getreten ist, schränkt den Vogelfang noch mehr als früher ein. verbietet besonders die grausamen .Pfahleisen" und läßt auch die Verfolgung der Vögcl mit sog. .Ha- bichtslörben" nut für eine bestimmte Zeit zu. Diele Verordnung bcfceulet einen neuen Fort- schritt im Kampf gegen die Grausamkeit, mit der man so lange die gefieberten Bewohner der Luft verfolgt und vernichtet hat. 3n dem Krieg deS QHenf<5en gegen den Vogel wird immer wieder seine <3d)äblühteit angeführt, aber diese ist sehr zweifelhaft und wird von feiner Nüh- lichkci: weit überwogen. Auch die Naubvögel Jehören dazu um das aufs feinste abgewogene steichgewicht des Naturhaushaites ausrechl zu erhalten, und sie sind es. die am ld4Ücft:n bem Menschen zum Opfer satten, weil sie gegen ihn kaum eine Waffe besitzen Die Naubvögel find am leichtesten durch Fallen zu fangen, weil sie im offenen Lande nisten: sie mürben früher zu Taufenden mit Falken auf die grausamste Weite umgebend». Der englisch* Ornithologe Oliver G Pt ko wendet sich mit etndring! .chen Worten gegen diele Vernichtung der Naubvögel. die viele Arten auf den Aussterbeetat fetzt. .Zn früheren Zähren war das gicrifle Eierkuchen für die Abnahme vieler unterer schönsten Vögel verantwortlich zu machen", schreibt er .Vor 25 Zähren fand ich. dah die Gal>elwe!he bis auf drei Paare und einen einzelnen Vogel in Grotz- britannien ausgerottet war. und es schien fast unmöglich, dast dieser stolze Vogel sich noch erhalten könnte. Aber nachdem ich mich in einigen Büchern und Aussätzen an die Sportsleute und Bogd'reunbe gewandt hatte, gelang es- doch, die wenigen überlebenben Mitglieder zu erhalten, und se-tdem haben die Gabelwethen wieder beträchtlich zugcnommen. Zu Shakespeares <)eit war die Gabelweihe einer der Haupistrabenrrimger in London und anderen Stählen; ganze Scharen fd>u>änuten über der London-Brüae und fliesten von Zeit zu Zeit herab, um sich die Abfälle zu holen Jetzt sind alle die grosten und schönen Naubvögel in einsame Winkel verdrängt unh fristen ein mühseliges Dasein, to dast nur ein gröberer Vogelschutz diese »Könige der Luft" vor dcm Untergang bewahren kann " Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 20. März. Otuli. Giesten. Stadtkirche. 9' ,: Psr. Vrcker.ll: «in» derkirche ). d. MarkuSgm. Pfr. Becker. 6: Pfarrvikar Hertel Mittwoch,den 23. März, abends 6. 4 Passionsandacht. Psarrvikar Hertel. - IobanneSktrch«. 9' ,: Psr AuSseld 11: Kinderkirche für die Zvban- ncSgm. Psr. AuSseld. 2: Vorstellung und Prüfung bet zu konfirmierenden Mädchen a. d Lutasgm. Psr BechlolSheimer. 6; Pfr. Müller. 8: Btbclbe- tprechung im ZohanneSfaal. Ptarrassist. Schultheis. Lich. '-10: Stistsdechant Lenz. ,1: Kinder :ot- tesdienft. 2: StiftSpsarrer Schorlemmer. Mittwoch 8: PassionSandacht. — Kirchberg. 10. 1’,: Lollar. DienSlag, 22. März, abends 8',,: LollarBibels'.unde. Donnerstag. 24. März, abends 8' ,: Daubringcn Bibel stunde - Wteseck. 10. £. hokisch« Gemeinden. Diesten. Samstag, den 19. März 4'lt u.7 Beicht«. Sonntag, den 20. März. Dritter Fasten-Sonntag. 6' , Beichte, 7 Messe, Korn, der Zungsrauen u. Hausangestellten, 8 Kom., 9 Hochamt m. Pred. 11 Messe m. Pred . 5' Ehristenlehre und Andacht. Dienstag und Freitag abends 6'/, ist Fastenandacht. - Drun- berg. 9' , Messe m. Predigt. — Hungen 8 Messe nu Predigt. — Laubach. >0 Messe mit Predigt. - Lich. 10 Hochamt mit Predigt- — Watzenborn-Steinberg: 1; 7: PassionSandacht. Garbenteich: 9: Beichte an- schließend Gottesdienst und Abendmahl der Alten. eonntm»t>ie'ifi x tente«.‘ICuotbeten am 20.3 2.7 S 'fst- Dr Cchliephake. Dr. ©temreld). Htrschnnvih. «$abnnr’,t: Dr Buchinger D Sprechsittiiden der Nedakkion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bl» 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen. 16 krüm& durch Kamille . Diese verkaufe ich, solange der Vorrat reicht, weil unter Preis. Auf Tapetenreste gewähre ich einen Rabatt von auf die regulären Preise. - Maler, Weißbinder und Tapezierer erhalten ihren besonderen Rabatt Tapetenhaus Heine. Kreiling Gießen, Mühlstr. 3 / neben Lederhandl. Plank / Tel. 238 / Gießen, MühlfTr. 3 FDle stets beliebten „7»a avorit-Alben u. avorit-Schnitte sind wieder erhältlich Seltersweg 81V.. Haus der Handarbeit (3M Lieferant des hessischen Bcamtenbundes Inh. A. 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Dicht vewegungen iagrmarl Ein Michi lein, dah Toldpsandb mark nom. beträchflichc weil in & 2000 Deich von 2000 1 repartierunl eine Annäh 1925 erfolgt Dauerstagna heitsmarkt f lustlosen All ziehen. So; zur Seit we Anregungen von den uni werden. SS Immer sä freien, ß ?ne OfMi Mers Au .^'°use bt SkJ?’ Dr 8k? ^-Aktien bau.R Se ZK 'Barm 2er Barmer wn l. April he Derteilm 2703000 Ai Ähnliche C S” 3uwachi bie Dozent b elbeuth lurt a.M r.enerolvers otammaffie: Ur. 66 viertes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen) Samstag, 19. März (92Z • Barmer Bankverein. Düsseldorf. Der Barmer Bankverein, Düsseldorf schlägt der am 1. April stattfindenden Generalversammlung die Berteilung einer Dividende von 10 Prozent (8 Prozent) vor. Der Reingewinn beträgt 2 703 000 Mk. Die Bilanzziffern ergeben eine ansehnliche Erweiterung des GeschästLumsayes. Der Zuwachs an fremden Geldern beträgt 65 Prozent, die Liquiditätsziffer 52 Prozent bzw. 79 Prozent bei Einrechnung der Vorschüsse gegen Wertpapiere und Ware und eigene Wertpavi.'re. • Generalversammlung der Mitteldeutschen Creditbank in Frankfurt a.M. sDrahtbericht.) Auf der heutigen Generalversammlung waren 16,69 Mill onen Ml. Stammaktien mit 834 676 Stimmen und 29 000 Mk. Vorzugsaktien mit 20 000 bzw. 300 000 Stimmen vertreten. Eingangs der Generalversammlung trat eine Opposition auf, die als Vertreter des Berliner Aktionärs Ringel der Frankfurter Rechtsanwalt Dr. Kann führte. Er verlangte besonders Aufklärung über das Verhältnis der Mitteldeutschen Creditbank zur Jlsc-Bergbau» A.-G.. bei der bekanntlich soeben grobe Inter- cssenkäufe beendet sind, die zur Gewährung von zwei Aufsichtsrats-Mandaten der Ptt'chck-Gruppe führten. Dr. Kann wollte y. a. wissen, ob die Mitteldeutsche Creditbank mUgcwirkt habe, daß Petschek in die Ilse-Dergbau-A.-G eintreten konnte: ob sie aus ihrem Bestand Aktien an Petschek verkauft habe: ob sie Petschek bezüglich der bei thr im Depot liegenden Ilse - Aktien ihrer Kunden bestimmte Zusicherungen gegeben habe und ob sie vor allem Vorsorge getroffen habe, dah die Il'e-Derg- bau-A.-G. auch künftig selbständig und unabhängig bleibe und nicht in erster Linie Händler- Interessen von Petschek unterliege. Die Verwaltung führte einen Generalversammlungsde- Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Immer mehr tritt für die Börse eine Frage in den Vordergrund, die geeignet ist. die Tendenzbildung in der nächsten und weiteren Zukunft mahgcbend zu beeinflussen: Die Situation am offenen Geldmarkt. Wir haben hierauf schon mehrfach hingewiesen und können heute seststellen, dah auch die Monatsberichte der Großbanken das Geldprvblem In den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen stellen. In diesen Berichten wird ganz mit Recht darauf hin- gewiesen, dah der Aktien- und Anlagemarkt im letzten Iahr mahgebend von Auslandkrediten, die noch nicht verwendet waren, und kurzfristi- gern Auslandgeld alimentiert worden UL Die Hereinnahme ausländischer Mittel war bekanntlich 1926 so stark, dah bar n ohne Frage gleich eine Vorratsbeschafsung mit enthalten war, die noch eine geraume Wecke auSreichen dürfte. Inzwischen hat sich hierin eine wesentliche Aen- derung vollzogen. Ausländische Gelder strömen nur noch in geringerem Umfange nach Deutschland, weil sich die ZinSverhältnisse bei uns rasch umgestaltet haben: die Aufnahme von Ausland- anleihen hat neuerdings so gut wie ausgehört. Auhcrdem scheinen die inländischen Nskalischen Mitte» dem Geldmarkt nach und nach entzogen zu werden. Die Konjunkturbelebung wird dazu in absehbarer Zeit gleichfalls von Rebenwirkun- gen auf dem Geldmarkt begleitet sein. Damit gestaltet sich aber die Situation für die Börse grundlegend anders. Die Geldabundanz früherer Monate ist vorüber und dürfte auch sobald nicht wieder eintreten, durch diese Tatsache aber wiederum ein entscheidendes, anregendes Moment für die Efsektenmärkte in Fortfall kommen. Während wir noch vor einer Woche ein Ringen Sülchen der Baisse- und Haussepartei seststellen nnten, kann heute gesagt werden, dah die Haussegruppe an der Berliner Börse im gegenwärtigen Augenblick wobl recht klein ist. Allerdings wagt sich aus der anderen Seite auch die Baissespekulation kaum hervor. Das Geschäft ist damit in einen stagnierenden Zustand geraten, der voraussichtlich- noch wenigstens bis zum Ultimo anbauem bürste. Per Ultimo März laufen umfangreiche Stellagen und Prämien, aus denen schon jetzt teilweise Glattstellungen erfolgen, während andererseits die Geldversorgung der Börse möglicherweise wegen der zum Quartalsultimo gleichzeitig von anderen Seiten benötigten Mittel kritisch werden kann. Diese Erwartung läht nicht die geringste Unternehmungslust aufkommen, bis eine Klärung der Verhältnisse erfolgt ist. Man sagt zwar für den April bereits eine Aufwärtsbewegung an. halt es aber für richtig, bis dahin nur geringste neue Engagements einzugehen. Es läht sich erkennen, dah Reportgelb und anderes Ultimogeld diesmal besonders teuer werden wird und für die kleine und mittlere Spekulation evtl, gewisse Schwierigkeiten bei der Geldbeschaffung überhaupt eintreten können. Diese Erwägungen find eS, unter deren Druck die Umsätze in der letzten Woche fo zusammenschrumpften, dah die Akttenbörfen jetzt täglich ein sehr monotones Bild geben. Richt einmal die sonst gewohnten Spezialbewegungen kommen in Gang Selbst der An - l a g e m a r k t hat eine starke Einengung erfahren. Ein typischer Beweis hierfür dürfte der Fall fein, dah an der Donnerstag-Dörfe in einem Goldpfandbrief eine Rachsrage von 4000 Reichsmark nom. vorlag, die zu einer Repartierung bei beträchtlicher Heraufsetzung des Kurses zwang, weil in Öen Maklerbüchern nur Limite über 2000 Reichsmark nom. Vorlagen! Ein Umsatz von 2000 Reichsmark führt also jetzt eine Kurs- repartierung herbei. Damit ist sehr rasch wieder eine Annäherung an den Zustand des Iahres 1925 erfolgt, in dem die Dörfe bekanntlich eine Dauerstagnation zu überstehen hatte. Der Einheitsmarkt kann sich den Ausstrahlungen dieser lustlosen Allgemeintendenz naturgemäß nicht entziehen. So bietet die Börse in ihrer Gesamtheit zur Zeit wenig Interessantes, zumal bedeutsame Anregungen nicht vorliegen und Teilanregungen von den anderweitigen Besorgnissen überschattet werden. schluh herbei, auf diese Anfrage keine Auskunft zu geben, ba fie nicht im Interesse der Mitteldeutschen Creditbank und ihrer Aktionäre liege. Der bekannte ausführlich mügetetlte Abschluß mit 9 Prozent Dividende wurde sodann einstimmig genehmigt, gegen die Stimme deS Opponenten und eines Betriebsratsmitgliedes. Der Vorstand und AufsichtSrat wurden gegen die Stimmen von Rechtsanwalt Dr. Kann einstimmig entlastet. Reu in den Aussichtsrat wurde an Stelle des verstorbenen Generoldirekwrs Dr. Groebler der Buderusschen Eisenwerke In Wetzlar, der Kommerzienrat Dr. 21b. Köhler (Buberus'sche Eisenwerke in Wetzlar) gewählt. Die turnusmäßig auSscheibenben Aussiwtsrats- Mitglieder wurden wiedergewählt. Der Aktionär Dr. Kann gab gegen die erste drei Punkte der Tagesordnung Protest zu Protokoll. Börsenkurse. (Ohne Gewahr.) ftrenffen a.M. Berlin S4le *\ i»Ubt» SdiluV ftnfaag pur» ! Amt» Abt» t«ix Tfltwn: »nlctde ALlo'ung «t.1-30000 do. Nr. 30 001-60000 do. ohne NatlofungSrcchl Trullldc fc oa nmimtencnltiix TeuNchc tijertb. Dollar-Lol. *U Hontürfen......... We öolbmtnfantr ..... Brrltnrr Hande Isaesrllschaft tfoinmtrj und Privat-Bant. Tarmft. und Narionaldauk . Deurlcde Bank......... TWfonto Commandit .... TrrSdner Bant........ Metallbau!........... MUlcldeollchc Kreditbank CcficntidiifctK Kreditanstalt. Reichtdank.......... Bold inner Guß Buder.iS............ leuilch Luremburg Gelsenkirchener Bergwerke . - Harvrner Brrabau...... «anwerke ÄlchcrSlcbcn. . . . llaliwerte rvcsteregetn. .... Laurohntte ........... 'Ji.nnntSmann ........ ManS'rldrr........... L bcrdrdarf ...... Sonic Bergbau tiniftfcc Braunkohlen . . . Slhetnstahl........... tHwbcif Montan TclluS Bcrabnu vereinigte Stahlwerke.... Hamburg.Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovo..... Zementwerk Heidelberg . . ■ Philipp Holjmann...... »nglo Conl. Guano ..... o oldflbmidt Holevcrlohlung. ...... 3 G ^a:ben-Industrie. . . RülgerSwerke....... Schctdeanstall Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Elektr. Lieferungen...... Licht und Kraft........ Mainkraftwerke Schlickert........«... Siemens k Halöke ...... Sdlerwerke Kleycr ..... Daimler Motoren. ...... Heyligensiaedt Meguin............. Mannheimer Motoren.... ffrankfuncr Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgescwchaft Frankfurt. Pct. Union A -G Cchub'abrit Her» . ■ . . . . Sichel.............. Zellstoff A'chafsendurg. . . . Zellston Balbhof 18.3. 19.3. 18.3. 19. 3. m — 820 3.0 319.5 — 320.5 321 43 23,25 23 23,2 - —— 99 — 100 — 16,25 16.3 16 — — 43.3 45 — 250 — 253.5 _ 206.5 210.5 208 210 — 275 272,75 275 185 5 186 183.5 186 178.75 179 178.25 179,75 179,5 181 179 181 152.5 157 150,5 155.5 238.5 238 46 8.75 8,75 — 8.85 183 — 181.5 185.25 182 — 181.4 —- 116.25 118 117.9 IIK.75 184,25 — 182 61 184,75 182 1M.5 182.62 184 75 221 222.5 220 222.5 195 199 197 19'.9 196 200 197,25 199 91 91.5 91.13 92 11 WS. 25 207.5 201,5 207,75 145.75 117 5 115.25 146.H 119 116,5 116 9 131 133,4 131,5 132,75 282 2*6.75 283 .8.. 75 218.21 .'19 5 217.4 119.75 165,75 106.75 165.25 166 127 — - — 1'5,25 — 145 145.75 _ 145.5 149 140.25 142,5 140 142,75 160 161,5 - - 18 j.75 189,25 184,75 189 — — 110,25 — 144.25 — 144,13 156,75 71.5 — E» 294,62 298 294.5 296.5 134 138.25 134.75 118 221 — — — 157.5 159 158 159,25 179 181,5 178.5 181 25 d 192 194 5 192.5 196 193,18 195,25 135 — — 170 173 169.75 171 251,5 257.25 251.5 357,5 127.25 126.26 125.25 114 115 113,75 US 32 33 e* — 54,25 55,5 53 — — 34 19 ___ — 76 — — 183 185 5 * — 122.5 — — 76 — 78 — 5 — 172 175 170.5 — 252,5 259,25 '53,62 258,5 Frankfurter Börse. Frankfurt, 19. März. Tendenz freundlich. — Zum Wochenschluß zeigte die Börse ein recht freundliches Bild. Das Geschäft bewegte sich jedoch weiter in engen Grenzen, da das Publikum dem Markte immer noch fern blieb. Die Tendenz war gehalten, teilweise leicht befestigt. Am Mon - lanmarft waren höher Buderus und Phönix, plus je g Proz., Mannesmann plus j Prozent, dagegen verloren Riebeck und Rheinstahl je t Proz. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf 3. G. I a r b c n , die bis 4 Proz. anzogen. Am B a n k e n- markt waren Commerz 0,5, Darnat 1,5 und Me- lallbant 3,5 Proz. höher. Don K a l i a k t i e n ae- wannen Westerregeln 2, Aschersleben 1 Proz. Die Metallban'gruppe lag freundlich. Scheideanstalt plus 3 und im weiteren Verlauf noch plus 2 Prozent. Schiffahrtsaktien um 0,5 Proz. befestigt. Don Autoaktien verloren Kleyer 1, Daimler 0,5, dagegen RSU. um 1,5 Proz. gebessert. Bon Elektrowerten zogen AEG. um 0,25, Bergmann um 2, Licht und Kraft um 7/e und Siemens um 3 Pro,,, an. Ba uaktien fester. Hohmann plus 3,25, Zement Heidelberg plus 0,75 Proz. Bon Maschinenwcrten Karlsruher um 7, Proz. höher. Der Anleihemarkt lag freundlich. Anleiheablösung 23,2-5. 3m Deoisenverkehr stellte sich Paris gegen London auf 124, Mailand auf 105,50, Zürich auf 25,24. Die Reichsmark notierte gegen London 20.4625, gegen Kabel 4,2140. Der Geld- markt blieb unverändert. Der weitere Verlauf war freundlich gestimmt. Siemens & Halske konnten erneut 1,5 Proz. gewinnen. Berliner Börse. Berlin, 19. März. Die Samstagbörse brachte eine freundliche Tendenz bei Heinen Kursbesserungen, die bas Publikum verein- zelt zu neuen Anschaffungen veranlaßten und weitere Deckungskäufe der Spekulation zur Folge hatten. Besondere Anregungen fehlten allerdings, so daß der Geschäftsumfang noch außererben! • lich gering war. Es genügten schon kleine Kaufaufträge. um die Kurse in freundlichem Sinne zu beeinflussen. Interesse zeigte sich besonders für Mitteldeutsche Creditbank und für Spritaktien. Auch I. G. Farben fanben lebhaftere Beachtung. Das Kursniveau lag im allgemeinen 1 bis 2 Prozent über den gestrigen Schlußkursen. Die Geldverhältniffe haben sich nicht verändert. Tagesgeld war weiter reichlich angeboten, während sich Monatsgelb weiter auf 7 bis 8 Prozent stellt. Die weitere Entwicklung Rätsel-Ecke. Silbenrätsel. an — berst — boldt — bau — be — bi — e — en — h: — he — hum — kam — kv — korb — tue — la — la — laS — leu — fing — liS — b — tu — mund — mütz — ni o — ol — or — pfer — fchle — ft — fper — strand — te — va — vvl — wal — wan — fu8 Aus den vorstehenden 40 Silben find 20 zweisilbige Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. niedriges Ruhebett: 2. weiblicher Personenname: 3. Steinfrucht: 4. Schweizer Kanton . 5. Stadt in Mähren: 6. Raturforscher: 7. Salzbrühe. 8. Gewebe. 9. zeitlicher und räumlicher Schluß: 10. Vogel: 11. rasche Wendung. 12. militärischer Dienstgrad: 13. übertriebener Aufwand. 14. scharf riechendes Harz. 15. ae- fehliche Gemeinfchatt: 16. geflochtener Ruheplatz am Weeresufer. 17. Getreidespeicher: 18. andere Bezeichnung für llnicrtoelt; 19. flüssiges Gestein: 20. gute oder böfc Rachrede. Hat man die Wörter richtig gebildet, so ergeben die Anfangsbuchstaben von Dom nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn ein Zitat von Cicero Äreupvorträtfrl. 10 11 13 Vf 15 16 21 28 35 \2«f s 7 ti zu 5Ö 1. Don links nach rechts: 1. andere Bezeichnung für Schicksal: 5. Papiermaß: 7. buddhistischer Priester: 10. militärischer Rang. 12. Geschäftsbuch: 15. Rachlaß: 16. Sehne des Gehirns und des Rückenmarks: 17. seemännischer Ausdruck: 18 nordische Göttin: 21. biblischer Frauenname: 22. Vermächtnis: 24. Stadt in Südtirol: 26. Kampfplatz im alten Rom: 27. Abschiedswort: 29. Titel: 30. Sänger: 31. Hochwild: 32. Verwandle. 33. Schlingpflanze. 2. Don oben nach unten: 1. Stadt in Marokko: 2. Teil des Baumes, 3. burschikoser Ausdruck für Scherz: 4. Denkzeichen: 5. Wein- ranke: 6. DolkSstamm: 8. englische Insel: 9. Geburtsstand: 10. fettige Flüssigkeit: 11. deutsche Großstadt, 13. deutsche Hauptstadt, 14. weiblicher Personenname: 18. griechische Göttin: 19. Stadt in Böhmen: 20. geographische Bezeichnung: 22. Erquickung: 23. chinesische Münze: 24. Körperteil: 25. Stadt in Belgien: 27. Papageienart: 28. gesetzlich« Gemeinschaft. Bilderrätsel. . Tclegrammrätscl. --...--Öffentliche Zusammenrottung. —...— Teil des Kopfes. ----...--Böser Junge. --... Deutscher Strom ---. Stadt in Württemberg. ...-- Halbedelstein —.. — Münze. Punkte und Striche stehen an Stelle von Buchstaben. Sind die angedeuteten Wörter gefunden und die aus di« Punkte entfallenem Buchstaben aneinandergercihl, so ergeben diese einen Torgang in der Ratur. Auslösungen. Silbenrätsel. 1. Lofoten. 2. Udine: 3 Detlev: 4. Waterloo: 5. Irtisch: 6. Gehöft: 7. Derben«: 8. Arkade. 9. Rabob. — Ludwig van Beethoven — Rätsel. gezogen, angezogen, vorgezogen, zugezogen, beigezogen, au-gezogen, wobIgczo^en. abg« og:n. un- gezogen. aufgezogen, blankgezogen. Bilderrätsel. m 5ülltätfel. Schneeglöckchen blühen wieder, der hold« Frühling naht. AnfügungSaufgabe. Ahn M M See Kreuzworträtsel. Mus - Spa Tor — Ohm Ala — Log — GaS — Abo IDI II I ■ IR1 — Agnes Gorma. — Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonStisch. Am Telephon. In die unbeaussichtigt gelaßene Wohnung einer reichen Dame in der Rühe des Berliner Kurfürsten« dammS sind Einbrecher eingedrungen und packen gerade alles Wertvolle zusammen, als eS plötzlich am Telephon klingelt. Der Anführer der Bande geht an den Apparat und fragt ganz dreist .Hier Frau Rentiere R. wer ist da?" GS meldet sich ein Kaufmann P. und erkundigt sich, ob er jetzt der gnädigen Frau feine Aufwartung machen könne- Worauf bann der Bandenchef zurückgibt: .Kommen Sie lieber etwas später. GS wird jetzt gerade aufgeräumt.“ Das cvrpuS delicti. BurnbeS, der größte Elefant eines englischen Wanderzirkus, öffnete feinen Käsig, spazierte durch die Stadt und kehrte nach einigen Stunden wieder heim, wo man ihn im Käsig mit Freuden empfing. Bald darauf lief eine Klage ein auf Schadenersatz: ein Obsthändler behauptete, Der Elefant habe seinen ganzen Laden demoliert, was der Zirkusbesitzer bestritt. Zeugen waren nicht aufzutreiben, doch bc^.ab sich die Polizei in den Käsig, um den Bösewicht zu untersuchen. Man entdeckte nichts Besonderes, nur an dem Ohr vom Bumbes klebte eine felifame Masse, die man nicht ohne weiteres desinieren konnte. Der Gerichtschemiker ward geholt, er kratzte einen Löffel voll ab, betrachtete sich daS blaue Etwas eine Weile und sagte dann: ,ES ist Pflaumenmus." Der Attentäter war überführt. der Geldmarkljage wurde etwas optimisttscher beurteilt. Im D e v i s e n v e r k e h r traten nennenswerte Veränderungen nicht ein. Mailand liegt weiter sehr fest. Berliner Produktenbörse. Berlin. 18. März. Dem ziemlich beträcht- lich ermäßigten Ucberiee, dem sich auch der Liverpooler Anfang anschloß, vernwchte sich der Berliner Markt nicht zu entziehen Bei anhaltend Heinen Umsätzen, die ihre Begründung in der Unsicherheit der we.teren Gestaltung der Zölle für landw.rtschast.'.che Produkte haben, wurde die Tendenz neuerlich schwächer. Letzte Nachrichten. Jur Bürgermersterwahl in Bad-Nauheim. Bad-Nauheim, 19. März. (Eigener Draht, bericht des „Gieß. An;.) Die '3 ü r g c r m e i ft erfrage ist, wie wir erfahren, soeben in ein ganz neues Stadium getreten, das ein wesentliches Vorankommen in der Angelegenheit bedeutet und die Lösung schon in den nächsten Tagen herbeiiühren bürile. Die bürgerlichen Stadtverordneten von den Deutschnationalcn bis zu den Demokraten einschließlich haben sich in ihrer Mehrheit auf einen Kandidaten geeinigt, den sie dem Finanzausschuß und der Stadtoerordnetenoerfammlung Vorschlägen und auch wählen werden. Man nennt als Kandidaten, den die Rechte von Anfang an in Vorschlag brachte, Regierungsrar Ahl in Darmstadt. Ursache zu dieser raschen Einigung gab der Antrag der sozialdemokratischen Stadverordnetensraktion, den Beigeordneten Kling noch nachträglich als Kandidaten zu- zulasten. Rundfunk-Programm. Sonntag. 20. März: 8.30 bis 9,30. Morgenfeier, veranstaltet von der zweiten Gemeinde der Evangel. Gemeinschaft Frankfurt a. M. 11,30 bis 12,00: Ueberlragung von Kassel: Clternstunde. 12 bis 1: Mittagsständchen. 3 bis 4: Die Stunde der Iugend. 4 bis 5,30: Konzert des Hausorchefters: Die Oper der Woche. 6 bis 7: ,Volkstümliche Schwankerzähiun» gen aus Frankfurt a. M. und Hefsen-Rassau". Vortrag von Rektor K. Wehrhan. 7 bis 8: »Wettstreit berühmter und unberühmter Violinisten". Vortrag mit Phonogrammbemonftrationen von Dr. Wilhelm Heinih. 8,30 bis 9,30: Vortragsabend Hedwig Wangel. 9.30 bis 10,30: Konzert des Harmonieorchesters des Frankfurier Orchestervereins. Darauf bis 12,30: Hebettragung vn Berlin: Tanzmusik. Montag, 21. Mar;: 3.30 bi- 4. Die Stunde der Iugend. 4.30 bis 5,45: Konzert des Hausorchesters: Reue Operetten. 5.45 bis 6,05: Die Lesestunde. 6.15 bis 8,30. Ueberlragung von Kassel: Die Stunde der Frau. 6,30 bis 7,30: .Maurische Sehnsucht und spanisches Lied". Dorrrag mit Phonogramm- Demonstrationen von Dr. Wilhelm Heiniy. 7.30 bis 8: Englischer Sprachunterricht. 8 bis 8.15. Englische Literaturproben. 8,15: Alte und neue Chormusik. "■--—--------------■■-=----'S Oer neueste, fuwi gerttuwchlowe MM ts? Wimpal Ratenzahlung Hk. 5.— pro Woche. — Näheres 03085 ..Hhelnelektra“. Lauterbach. sratl. ,Volksbank Gießen, e. G. m. b. H.“ zu ändern. 2631D die Haftsummen der Mitglieder betragen Uhl. chlagsfrist 3 Tage. 26660 02029 « 2 Kasha-composö Kasha-Angora Kr.ss5 9-80 Mk. Mk. Tönen, 140 cm 1 0 cm Mk. 140 cm Gebr. Imheuser 1. Das Haus der guten Qualitäten 2. 3. Z Samen D 243A Metallbetten Stahlmatratien, Kinderbetten nünst anPnv Röt al. 254 fr. 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Reserven und eingezahlte Geschäftsguthaben betragen rund 40.000. — SLK der neue W- WMeitilaiiWOiig Jilustra weiches, fließendes Jersey- Gewebe, für Kleider Vigoureux moderner Kleiderstoff, in vielen Farben Seltersweg 8T/10 1*50 Haus der Handarbeit Z 26126 Markt-1 erteilt | Bezüglich der in der Nähe des Platzes vorhandenen Stallungen Herr hoflohnkulscher Huhn Auskunft. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiierung des besten Pferdematerials ver | Volksoank Gießen eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Unserer seit einigen Jahren hier bestehenden Landwirtschaftlichen Kredit- u.Bezugsgenossenschaft gehörten anfangs nur Landwirte an. In den beiden letzten Jahren sind infolge günstiger Zinsbedingungen für Kredite und Einlagen auch Beamte, Handwerker, Kaufleute usw. aus der Stadt und aus Nachbarorten beigetreten. Um nun allen Berufen Rechnung zu tragen, hat die letzte Generalversammlung einstimmig beschlossen, die Firma in gribiütir^lVtrieniflrn zu meßen Am Mittwoch, dem 30. Mär; 1927, vormittags von 1 Uftt ab, findet auf den städtischen Rlarktanlagen an der Rad- Heimer Strafte PserdeinarKr Stores aus Tüll und Etamine, mit schönen imitierten Filet- Einsätzen, Spitze und Volant, gute Qualitäten Mk. 5—, 3.25, ■V'1 Carl Siückraih.Möbelfabrik Asterweg 47 Haltestelle der Elektrischen (grüne Linie) Asterweg Torfstreu Torfmull l ab Lager und wa.gon weise liefern Gebr. Kahl / Teleph. 87 Zn z c c c Mit dem neuen Ventzkl-Süddeutsch!.-Pflug ist ein Solbst- gänger-Pflng von bislang unerreichter Einfachheit in der Handhabung geschaffen,durch dessen Bauart die Schwachen der mit zwei Ketten versehenen Selbstführerpflüge vermieden sind. Er wird in den verschiedensten Größen und Körperformen für die schwierigsten Bodenverhältnisse geliefert u. hat folgende Hauptvorzüge auf tu weisen: Hartmann. Jung. Jäger. 83/ VA Kveniarversieigemng Am Donnerstag, dem 24. d. M., vormittags 9 Uhr, und nötigenfalls am folgenden Tage, versteigere ich in meiner Hofreite zu Grebenau, Kreis Alsfeld, Station der Bahnstrecke Alsfeld-Hersfeld, folgendes lebendes und totes landwirtfchl. buoentar. Die Abgabe erfolgt gegen bar oder zu den vorher bekannt zu gebenden Bedingungen. 2621D 10 erstklassige Pferde (zwei schwere hannoversche 5jährige Wagenpferde, eine iOjährige schwarze Stute, eine 3jährige belgische Fuchsstute, 1 schweren 6jährigen br. Wallach, einen 5jähr. Fuchshengst, einen 3jährigen angehörten Fuchshenast, einen 9jähr. dto., eine 2'/,jähr, oftfnef. Fuchsstute, eine 1'/,jähr. dto.), 35 St. ostsries. Rindvieh, teils hochtragend oder mit Kälbern, teils Jungvieh, 3 St Ijähr. schwarzb. Bullen, darunter einen Original Ostfriese bester Abstammung, 30 Schweine, davon 6 Mutterschweine, 2 Eber, Best starke Läufer, sowie sämtl. zu einer 350 Morgen graften Landwirtschaft gehörenden Maschinen und Geräte, darunter eine komplette Dreschmaschine (25 Itr. Stdlstg.) mit fahrb. Motor usw. Kaufliebhaber ladet Höst, ein u o <ö = ' Aeußerst günstiges Sonder-Angebot in Gardinen ergibt eine Garantiesumme von 180.000 - JLJI Unser Geschäftszimmer befindet sich Friedrichstraße 8, vereinigt mit der Geschäftsstelle der Landesgenossenschaftsbank Darmstadt. Der Vorstand Bekanntmachung. Die städtischen Tennisplätze ans der Liebigshöhe und hinter dem Lchühenhauä sollen für die diesjährige Spielzeit vermietet werden. Anmeldungen sind unter Angabe der gewünschten Tage und Seiten im Stadthaus Bergstraße, Zimmer 29, einzureichen. — _ Tie vorjährigen Mieter erhalten tunlichst ihre alten Plätze wieder zugeteilt, falls sie bis zum 25. März 1927 entsprechende Nachricht dorthin gelangen lassen. Gießen, den 12. März 1927. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Seid. 2487V ! N s läli* 6pih LZ 8 - Itoras-Samlturen Stores hell, Steilig, indanth., moderne Muster, in vielen Q 7 C aus glattem Etamine, reich mit Handfilet-Motiven, Farben Mk. 6.50, 5—, Ue I U Hohlsäumen, Klöppeleinsätzen und Spitzen ausge- HM stattet, solide Verarbeitung Mk. 6.75, 5L0, ■ eUU rund 140.000.— „ Nutzholzversteigerung Dienstag, den 22. d. M., vormittags 10 Uhr, kommen aus dem hiesigen Stadtwald m verschiedenen Forstorten zur Ber- steigerung: Stämme 17 Stück Eichenschnittholz II.; III., IV. Kl. = 15,23 fm. Stämme 1 Stück Kiefernschnittholz II. Kl. = 0^i5 fm. Nutz- scheit und Knüppel: Eiche 130 rm, 3 und 4 m lang. NutzknüppelreiS: Fichte 250 rm; in ganzer Länge zu Baumstützen, Leiterbäumen, ßlerüftftangen usw. geeignet. Nutzreisig: Eschen 10 rm. Das Eiche-Nutz^ scheit und -Knüppel, 3 und 4 m lang, eignet sich besonders als Wagnerholz, Gartenpfosten, Wagendeichsel und Langwieden und dergleichen. 2672 D Hess. Bürgermeisterei vrünberg. Wilhelm Moser, Gießen Gärinereibesitzer und Friedhofs-Gärtnerei Wiesecker Weg 10 * Kernruf 1614 empfiehlt sich im Anlegen, Äepflanzen und Unterhaltung üon Grabstätten auf dem Neuen Friedhof bei reeller Bedienung unter kulanter Preisberechnung Pflanzendekorationen bei rrauerfeierlichkeiten in der Friedhofskapelle Kranz- und Bulettbinderei LZ a'C'C GefMaMse Möbel in allen Holzarten zu billigsten Preisen unter günstigen Zahlungsbedingungen tieserungsvergebung Die Lieferung des Iahresbedarfs im Rj. 1927 an Fleisch- und Wurstware«, Backwaren, Butter und St-, sowie des Bedarf- an sonsttgcn Bcrzehrang-gegen- ständen und an Reinigung-material (Seife usw.) für ein halbes Jahr soll 1. für die medizinische Klinik, Francn- llinik und Hautklinik, 2. für die chirurgische Klinik nnd Cftiee- klinil, 3. für die Augcullinik und Kinderklinik, 4. für die Klinik für psych. nnd nerv. Krankheiten vergeben werden. Für die unter 1. und 3. genannten Kliniken ist ausserdem die Abgabe des tsespüls und für die Kliniken unter 1. bi- 3. die Entleerung der Müllgruben zu vergeben. Die Lieferungsbedingungen und die Bedarfslisten können bei der Verwaltung jeder Klinik nachm. von 3—5 Uhr eingesehen und die Bedarfslisten gegen Erstattung der Selbstkosten daselbst bezogen werden. Angebote, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind an die zuständigen Verwaltungen bis zum E» össnungStermin, Montag, den 28. März 1927, vorm. 10 Uhr, einzureichen. Zu- Veloutine » a für das elegante Nachmit- * A 11 er\ tags-Kleid, beste Qualität | I orx I I .DU 100 cm Mk. II.80 -------- f feines Gewebe, für Mäntel, für Kleider, Kostüme und Kostüme, Kleider Komplets, in vornehmen 130 cm Mk. 9.80, C/-OU Farbstellungen.. .10.20, 6.40, bunden, wofür über 2000 7Nk. zur Ver-, fügung stehen. Der Landwirtschaftslam- mer-Ausschuft für Oberhessen hat 300 Mk.1 und der hessische Landespferdezuchtoerein 1 100 Mk. für die Prämiierungen bei den Gießener Pferdemärkten gestiftet. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Rentner August Schwan in Gießen er- hältlich. Die Prämienverteilung erfolgt nach Beendigung der Prämiierung. Die Ziehung der Pferdemarttlotterie mit wertvollen lebenden Gewinnen sowie Einrichtungs- und Gebrauchsgegenständen oller Art findet am 31. März 1927 statt. Hauptgewinn ein Pferd mit Geschirr und Lauterbacher Wagen. Gießen, den 15. März 1927. Die städtische Pferdemarkt-Deputation. K l i n g f p o r, Beigeordneter. Bekanntmachung Die Lieferung von 300 Zentner Hafer ist zu vergeben. 2579C Bedingungen können bei der unterzeichneten Verwaltung eingesehen werden Angebote find verschlossen und versehen mit der Aufschrift „Angebote für die Haferlieferung" mit dem Muster bis zum 5. April 1927, vormittags 10 Uhr, einzu- reichen. In den Angeboten sind die Bedingungen anzuerkennen Zuschlogsfrist 6 Tage. Das einzureichende hafermufter, 1 kg enthaltend, muß getrennt von dem Ange° bot verpackt mit der Auffchrift „Muster mim Angebot für Haferlieferung- versehen sein. Gießen, den 16. März 1927. Verwaltung der Veterinär-Institute. Der Voranschlag der Gemeinde Reiskirchen für da» Jahr 1927 liegt 8 Tage lang auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. Einwendungen können schriftlich Koller zu Protokoll auf hiesiger Bürgermeisterei vorgebracht werden. Die Ausmärker werden zur Umlage herangezogen. "2656 D Reiskirchen, den 18. März 1927 Hess. Bürgermeisterei Reiskirchen. Schomber.___ 4 Eine lehr niedrig gebaute Karre, die auch bei Kurier Wendun nicht nmktppt. Er ist deshalb in seincrWirkungs- weise derweitausvollkommenste Beetpflug der Gegenwart! FM- Aal Wannet! Probelieferung! Günstige Preise. — Vorteilhafte Zahlungsbedingungen! Kg. Schieferstein Maschinenfabrik. Lieh (Oberin. 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