Nr. 42 Erstes Blatt 177. Jahrgang Samstag, 19. Zedruar 1927 €f täglich,anher Sonntags und Art erlog». Beilagen; Gtehener Familien blätter Heimat im Bild Dir Scholl, WoeatuBejUfirreli: 2 Reichsmark und 20 Relchspfenntg fit Träger» lohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerflummeni infolge höherer «Brwatt Fernspk«chon|chlk|s«: 51. 54 und 112 Lnschrift für Drahtnach» richten; Bnjdger Oie he». Polfd} ::Dcn ist. soweit seine Persönlichkeit in Frage kommt. OBir hoffen, daß sich ein Weg finden läßt, um StephenS im Amte zu halten. Der Konflikt mit Polen. Zaleski erwartet neue deutsche Vorschläge. Warschau, 18. Febr. (TU.) Der Deutsche Gesandte in Warschau. Rauscher, hatte heute mit Marschall P i 1 s u d s k i eine Unterredung. Die über eine Stunde dauerte. Rauscher hat sich informiert, ob Die polnische Regierung bereit fei. Die Verhandlungen mit Deutschland wieder aufzunehmen, und zwar auf der Grundlage, daß zuerst Verhandlungen über die Riederlasfungs - bzw. Auswe.sungSfrage geführt würden. Pilsudski lehnte diesen Vorschlag entschieden ab und erklärte, Pv.en könne diese Frage nur im Verlaufe der allgemeinen Verhandlungen erledigen. Während Rauscher bei Pilsudski weilte, erklärte Außenminister Zaleski der polnischen Presse, er wolle den Ausdruck Abbruch der Verhandlungen vermeiden und nur von einer Unterbrechung der Verhandlungen sprechen. Rach Ansicht der polnischen Regierung stelle sich Die Ausweisungsfrage alä ein Bestandteil Der inneren Gesetzgebung des Staates dar' eine Bindung in Der Ausweisungssrage durch internationales Recht sei aus Gründen der Rech's- souveränität zwecklos und unangebracht. Die Richtlinie der polnischen Politik sei der Wunsch, die deutsch-polnischen Beziehungen günstiger zu gestatten und hierzu könne in erster Linie die wirtschaftliche QJerftänDigung führen. Die polnische Regierung werde aus der Unterbrechung Der Handelsvertragsverhandlungen weder politische noch wirtschaftliche Konsequenzen ziehem Eie werde die wettere Entwicklung in vollster Ruhe ab warten. Polnische Rüstungen im Korridor. Berlin. 19. Jebr. Den Morgenblättern werden aus Königsberg nähere Einzelheiten berichtet über bic Organisation ber polnischen Gren zwehr in Pomerellen zu einer sog. zivilen Grenzwehr unter Führung bes West- markeno e r e i n s. Den Stamm bilben bie 3u- genb- unb IHilitäroereine unb auch bie Vereine ber Aufständischen und bte Sokol find beigetrelen. hinter der Organisation steht die polnische Regier ung, die bei den Vezirkskommandos Stammrollen anlegt, Waisen liefert und Offiziere und Unteroffiziere der Armee als Instrukteure für die militärische Ausbildung ivr Verfügung stellt. Tin polnischer Hauptmann, der herumreist und in den landwirtschaftlichen Schulen Vorträge über die Notwendigkeit der militärischen Ausbildung hält, teilte mit, daß im inneren Polen bereits an sämtlichen höheren Schulen durch Will- tärinstrukteure praktischer und theoretischer Unterricht erteilt wird. Auch in den polnischen Schulen Pommerellens hat man damit begonnen. haushalts-ebatte im Reichstag. Berlin, 18. Febr. (DDZ.) 3n der fort- gesetzten ersten Beratung des Haushalts für 1927 stellte Abg. Brüning (Ztr.) fest, daß die Bede des neuen Reichsfinanzministers auf allen Seiten eine verhältnismäßig günstige Aufnahme gefunden Hobe. Trotz der geringen bisherigen Erfolge sollte das Arbeitsbeschaffungsprogromm möglichst schnell durchgeführt werden. Die Senkung der Deal st eu ern liegt auch im Interesse der Arbeitnehmer, auf die diese Steuern vielfach ab- gewälzt werden. Die Löhne müssen nicht nur um den Betrag der Mietsteigerungen erhöht werden, sondern wir brauchen eine Steigerung der Rcallöhne, um den inneren Markt zu stärken. Die Entwicklung des Finanzkapitals zeigt, wie recht baS Zentrum mit seinem Widerspruch gegen die vom Minister Dr. Reinhold vorgenommene Senkung der Börsenumsahsteuer hatte. Wenn man durch höhere Zuweisungen an die Länder diesen die Möglichkeit zur Senkung der Realsteuern geben will, dann kann man nicht zugleich die Senkung der Einkommensteuertarife fordern. Die Besteuerung der Großgrundbesitzer muh anders geregelt werden. ES geht nicht länger an, das; Grohgrundbesiher jahrelang keine Einkommensteuer zahlen. Der Finanzausgleich wird das Kernstück der politischen Probleme der nächsten Iahre bilden. Der endgültige Finanzausgleich wird voraussichtlich zusammenfallen mit der Höchstbelastung durch die Dawes- Verv f l i ch t u n g e n. Ein Etatsgrrmdgesch, wonach Ausgaben nicht ohne Deckung beschlossen werden dürfen, wäre für unS nur dann annehmbar, wenn dadurch nicht die Erfüllung notwendiger sozialer Ausgaben verhindert wird. Wir wünschen eine Finanzpolitik, die ausschließlich vom nüchternsten, sachlichen Standpunkt diktiert ist. Abg. Bredt (Wirtsch. Vgg.) bezeichnet die Einnahmeschätzungen im Etat als viel zu hoch. Das sei, vom auhenpolitischen Standpunkt aus betrachtet, ein schwerer Fehler, denn dadurch werde der falsche Eindruck erweckt, als könnte Deutschland noch weit höhere Lasten tragen. Der Entwurf ds Finanzausgleichs geht an dem Kernproblem der Finanzwirtschaft vorüber. Die Steuerhoheit der Gemeinden führt dazu, dah die Mehrheit der Gemeindevertretung Steuern beschließt, die die Minderheit zu zahlen hat. Wir müssen vom Reiche aus bie Einkommensteuer herabsetzen und den Gemeinden daS Zu» schlagsrecht geben. Der vorliegende Etat ist em Scheingebilde und nicht tragbar. Wir übernehmen die Verantwortung für ihn nicht. Abg. Merk (Bahr. VolkSp.) tritt ferner für das Recht d?S R e i ch S r a t S ein, Aenderungen an den EtatSansäyen vorzunehmen, und fordert, dah den Ländern die Realsteuern gelassen werden. Abg. Schröder (Völkisch) tritt besonders für Erhöhung der Bezüge der Kriegsbeschädigten ein. Er fordert höhere Entschädigung der Ausländsdeutschen und anderer Geschädigter. Die Steuersenkung Reinholds sei richtig gewesen. Rur die Auswahl der Steucrart sei verfehlt gewesen. . Er begrüßte die Mitteilung de- Minister-, dah die Mittel für die DaweSzahlungen fehlen, und l schlägt vor, die indirekte Belastung dadurch össentllch sichtbar zu machen, dah die ver- F schieden en Waren mit einer bei ohberen Da » wesabgabe belegt werden. » Abg. B e st (Hospitant der Völl. Arbeitsgemeinschaft) verlangt eine Revision der .Aufwertungsgesetze zugunsten dcr Gläubiger. Die Hauszinssteuer müsse schleunigst auf- gehoben werden. Gleichzeitig damit müsse aber auch den Hpothekengläubigern eine gerechtere Befriedigung ihrer Ansprüche gewahrt werden. -Die neuen Reichsanleihen würden jetzt aufgelegt auf den Rücken der alten Gläubiger. Das Auf» wertungsgeseh sei Gesetz, aber nicht Recht. Der Fürst von Fürstenberg, einer der reichsten Männer Deutschlands, habe für 50 Millionen Mark Obligationen ausgegeben. Er könne nach dem Aufwertungsgeseh zum Schaden der vielfach verarmten Obligationsinhaber von dieser Schuld 38 Millionen streichen. (Hört, hort!) gur Ren^nerversorguny. Berlin, 18. Febr. (BDZ.) Vom Rentnerbund wird mitgeteilt: In Sachen der vom Deutschen Rentnerbund geforderten Versorgung der früheren Kapitalrentner an Stelle der jetzigen Fürsorge fand im Reichstag eine interfraktionelle Besprechung unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten Esser statt, die von Abgeordneten sämtlicher Fraktionen sehr stark besucht war. Auch Vertreter der Reichs- und der preußischen Regierung waren anwesend. Die Aeuherungen zahlreicher Abgeordneter liehen auf eine sehr wohlwollende Beurteilung schließen. Die Forderungen des Bundes sotten noch am gleichen Tage dem Herrn Reichskanzler vorgelegt werden. Außerdem gab der Vertreter des Reichsarbeitsministers die Erklärung ab, daß eine radikale Beseitigung der noch in Der Fürsorge vorkommenden Härten erfolgen werde. Aus dem Finanzaus'ckutz des Hesst'chen Landtags. Darmstadt, 18. Febr. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags setzte die Beratungen über die vorliegenden Steuergrsetzentwürfe fort. Zunächst wurde beschlossen, daß die Gesetze üb:r die Grund- und die Gewerbesteuer sowie da- Gemeindeumlaaengesetz erst nach Herbeischafsung der vom Ausschuß gewünschten noticenblgen Materialien übet die Wirkungen der Gesetze, wie sieinThüringenundSachsen bereits eingesührt sind, zur Erledigung kommen sollen. Dann wurde in die Einzelberatung des Gesetzes über die Sondcrgebüudesteuer cinge- Ireten. Artikel 1 bestimmt, daß 1927 zur Förde- rung der Bautätigkeit und des Wohnungswesens eine Sondergebäudesteuer erhoben werden soll. AIS Zubehör der Gebäude werden der Hosreite- gründ und die eine wirtschaftliche Einheit bildenden Grab- und GrnSgärten angesehen. In jr Der Kampf um die ohnungszwangswirtschaft in Preuhen. Berlin, 18. Febr. (D.D.Z.) Im Preußischen Landtag wurde unter großen Tumult- szenen, an denen sich insbesondere auch die Tribünenbesucher beteiligten, über die Anträge zur Verordnung deS Wohlfahrt-Mini- st e r S über die Lockerung der Woh - nungSzwangswirtschaft beraten. Als erster Debatteredner hebt Abg. Häse- Wiesbaden (Soz.) hervor, daß Sozialdemokraten entschiedene Gegner der Hirtsiefer-Derordnung feien. Diese Verordnung bedeute volkswirtschaftlich nicht nur für Ladenmieter und Gewerbetreibende eine starke Belastung, sondern für da- gesamte Werktätige Doll, denn zweifellos würden infolge der teureren Mieten auch die Lebenshaltungskosten steigen. Diel ältere, bisher selbständige Kaufleute, die die höhere Miete nicht mehr zahlen können, würden das Heer der Erwerbslosen noch vermehren, ein weiteres skandalöses Merkmal für diese Verordnung, die verschwinden müsse. (Händeklatschen auf den Tribünen. Präsident Bartels droht mit der Räumung der Tribünen.) Den kommunistischen Antrag, dem Volkswohl- fahrtsminister das Vertrauen zu entziehen, würden die Sozialdemokraten ablehnen, weil sie nicht ins Schlepptau der Kommunisten geraten möchten. Abg. St ein ho ff (Dn.): Meine Fraktion steht geschlossen auf den grundsätzlich unveränderten Standpunkt der Rotwendigkeit einer in vollem Umfange freien Wirtschaft. Gerade im Interesse der Mieter liegt es, daß da- Wohnungswesen in allmählicher planvoller Weise von den Fesseln der Zwangswirtschaft befreit wird. Die deutschnationale Dolkspartei und ihre Fraktionen vertreten Mieter- und Vermieterkreise in gleicher Weise. Im Sinne dieser völlig objektiven Einstellung ist denn auch der Antrag gehalten, den wir mit einem heute eingebrachten Zusatz dahingehend gestellt haben, die Verordnung des Herrn Ministers für Dvlkswohlfahrt vom 11.11.26 dahin zu ergänzen, daß durch geeignete Maßnahmen die Gewerbetreibenden vor einer skrupellosen Mietbewucherung geschützt und Schiedsstellen vorgesehen werden. Dem Hausbesitz muß mit allem Emst mit Rachdruck bedeutet werden, daß die Hausbesitzer, die durch ihr skrupelloses Vorgehen Existenzen gefährden oder vernichten, die Schuld daran tragen werden, wenn der planvolle Abbau der Wohnungszwangswirt- schast ins Stocken geraten würde. Wir bedauern, daß in der Verordnung keinerlei Härteparagraphen eingefügt sind, und müssen deshalb den Herrn Minister für Volkswohlfahrt für die Unruhe und Verwirrung verantwortlich machen, die durch diese Unterlassung entstanden ist. Abg. K ö l g e s (Ztr.) erklärt, Handelskammern, Einzelhandel und Handwerkskammern hätten sich für die !3erortmung des Minister» und für Abbau der Dohnungszwanaswirtschaft eingesetzt. Wolle man die Zwangswirtschaft etwa bi» in alle Ewig« feit erhalten? Die Zentrumsfraktion wolle einen allmählichen Abbau und Förderung des Wohnungsbaues. Wenn die Gesetzgebung nicht ausreicht gegen Ausbeutung, fo müßen die Wucherbeftim- mungen verschärft werden. Einmal muß aber die Stunde der Freiheit des Eigentums schlagen. wohlsahrtsmivssker hlrtsieser: AuS dem Mieterschutz werden ja durch die Verordnung nur diejenigen Räume herau-ge- nommen, die nicht mit einer Wohnung verbunden sind. Ie länger wir die Unterbindung der freien Entwicklung ausrechterhalten, desto größer werden die Schwierigkeiten. Gegen eine Fristverlängerung muß ich mich mit allem Rachdruck wenden. Durch eine Hinausschiebung der Kündigungsfrist würde eine erhebliche Rechtsunsicherheit eintreten. Es muß einmal zu einem Termin die Loslösung von der Zwangswirtschaft kommen, und es gibt jetzt nur einen Weg: entweder bleibt die Verordnung unverändert bestehen, oder sie wird aufgehoben. Wie das Haus auch entscheiden möge, ich werde meine Konsequenzen daraus ziehen. Der sozialdemokratische Antrag, die Verordnung vom 11. November 1926 betreffend Lockerung des Mieterschutzes aufzuheben, wurde mit 222 gegen 142 Stimmen der Sozialdemokraten, Völti- schen und Kommunisten bei drei Enthaltungen a b - gelehnt. Der demokratische Antrag, das Staatsministerium zu ersuchen, die Verordnung vom 11. November 1926 dahin abzuandern, daß sie sich nur auf die Vorschriften des Wohnungsmangelgesetzes bezieht, Kündigungen und Tlietsjteigerun- ?en, also ausgeschlossen bleiben, wird mit 204 gegen 63 Stimmen der Demokraten, Kommunisten, Sozialdemokraten und Völkiscben bei einer Stimmenthaltung abgelehnt. Bei den Abstimmungen kam es zu großen £ umultfxenen. Präsident Bartels ordnet die Räumung der Tribunen an. Kommunistische Abgeordnete veranlassen jedoch die Tribünenbesucher, die Tribünen nicht zu verlassen. Da sich der Tumult auf den Tribünen forlfeßte und Kriminalbeamte mühsam nur einzelne Besucher entfernen konnten, verließ Präsident Bartels seinen Präsidentensitz, und die Beratungen mußten auf Samstag vertagt werden. Der demokratische Aenderungsantrag, die Kündigungsfrist vom 1. April auf den 30. September zu verschieben, war mit den Stimmen der Links- Parteien bei Stimmenthaltung der Deutschen Volkspartei angenommen worden. bet Aussprache wurde gewünscht, die Grab- und GraSgärten au- der Besteuerung ßerauszuneh- nehmen ober einen genaueren Begriff bavon zu geben. Artikel 2 führte zu einer lebhaften Ansprache über bie Bestimmung, wonach die Sonder» ^ebäubesteuer nach dem gemeinenWert er- )oben werben soll: man war allgemein -der Auf- assung, baß der Ruhungs- bzw. Ertragwert zugrunde zu teg:»i sei. wie dieS in Sachsen und Thüringen der Fall ist. Auch wurde die Anlegung von Mietkaiastern von verschiedenen Seiten verlangt, um die Steuer auf den Rut» zungswert auf bauen zu können. Artikel 3 fand keinen Widerspruch. Zu Artikel 4 wurde von einer Seite beantragt, Oekonomiegebäube der mittleren und größeren landwirtschaftlichen Betriebe in die Sondergebäudesteuer einzubeziehen, im Hinblick darauf, daß gewerblich« Räume auch al- Steuerobjekte gelten. Kleine politische Nachrichten. Die deutsche Delegation für die am 4. Mai in Genf zusammentretende Weltwirt- schaftSkonferenz setzt sich wie folgt zu» jammen: Staatssekretär Trendelenburg, Reichstagsabg. Lammers, Karl Friedrich von Siemens als Vertreter der Industrie, Gewerkschaftssekretär Eggers vom ADGB. als Vertreter der Arbeitnehmerschaft und der frühere ReichSfinanzminister Dr. Hermes als Vertreter der Landwirtschaft. * Die Eisenbahnerorgan Nationen treten am Montag zu einer Besprechung zusammen, um zur Kündigung der Lohnbestimmungen des Tarifvertrages Stellung zu nehmen. Wie der „Vorwärts" annimmt, dürste eS zur Kündigung kommen, da ein Ausgleich zwischen den Löhnen und der seit den letzten Lohnabmachungen weiter gestiegenen Teuerung al- eine Selbstverständlichkeit betrachtet werden muß. Bei den Verhandlungen zur Beilegung der Lohnstreitigkeiten in der rheinisch-westsäl,- schcn Metallindustrie wurde gegen die Stimmen der Arbeitgeber ein Schiedsspruch gefällt, nach dem die Stundenlöhne der Tagarbeiter von 70 auf 76, die der Hilfsarbeiter von 55 auf 59 Pf. erhöht werden. Der feste Zuschlag für Akkordarbeiter erfährt eine Erhöhung von 14 und 16 auf 19 Pf. Die Vereinigung der Sächsischen Metallindu- striellenoerbände beschloß die Metallarbeiter in Chemnitz, Zwickau, Plauen. Dresden usw. am Samstagmittag mit Arbeitsschlust auszusperren. Von der Aussperrung werden etwa 150 000 Arbeiter betroffen. Am 4. September soll gelegentlich eines Volksfestes in Straßburg die weiße Fahne verbrannt werden, bie 18ZO auf bet Turmspitze der Ka hedrale gehißt würbe, um die Kapttula- lion der französischen Garnison anzuzeigen. Rach dem Testament d?S Besitzers dieser Fahne sollte diese bet S abt Straßburg zurückgegeben werden, sobald Straßburg wieder zu Frankreich gehören werde, um bann auf einem öffentlichen Platz verbrannt zu werben. e Die Kommunistische 3. Internationale veröffentlicht einen neuen Aufruf gegen die 2. Internationale. Insbesondere werden di« deutschen Sozialdemokraten auf das schärfste angegriffen. Der Sozialdemvkra rischen Pa riet Deutschlands wird vorgcworfen, eine falsche Politik gegenüber den Arbeitern zu betreiben. E» wird gerügt, daß in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands die bürgerlichen Elemente die Führung übernommen haben. Eine Zusammenarbeit zwischen der 2. und der 3. Internationale sei nicht möglich. • Die afghanische Regierung hat russische Offiziere für den Militärdienst in der afghanischen Armee verpflichtet. Die Sowietregie- rung beabsichtigt, eine Gruppe russischer Offiziere aus den sibirischen Truppenteilen nach Afghanistan au entsenden. Zwischen der Sowjetregierung und der afghanischen Regierung schweben zur Zeit Verhandlungen über die Errichtung von zwei Fabriken zum Bau von Flugzeug- und Automobilmotoren. Gleichzeitig werden Verhandlungen über die Gründung einer russisch-afghanischen Dank mit einem Grundkapital von fünf Millionen Rubel geführt. llus aller Weit. Der „Tannhäus?r" in Barcelona. Im ~>atre bei Liceo fand eine von seinem Leiter Inan Re st res zu Ehren bcS deutschen Generalkonsuls und der deutschen Kolonie veranstaltete Aufführung des „Tannhäuser" in Form einer großen Galavorstellung unter Leitung von IuliuS Prüwer statt. Die Vorstellung war ein voller Erfolg. Das Theater war insbesondere von den Deutschen stark besucht. Im Laufe des Abend- stattete der deutsche Gencrattonsul mit einigen Herren der Kolonie Restres den Dank für diese besondere Ehrung ab. ES ist das erstemal, daß eine derartige Vorstellung in Barcelona zu Ehren des Vertreters einer ausländischen Macht gegeben wurde. Restres, der sich seit Iahren um die Pflege deutscher Musik besondere Verdienste erworben hat, bewics mit dieser Aufführung abermals in aller Deffent- lichkeit fein großes Interesse für bie deutsche Kunst. Lin Pilgerschiff bei Como gesunken. Am Freitagabend ereignete sich in der Rähe der Schiffslandungsstelle in Como ein schwerer Unglücksfall. Ein Schiff mit etwa 70 Pilgern an Bord, unter denen sich auch der Bischof von Conw, Msgr. P a g a n i, befand, war D?n Lecco her nach Como unterwegs. Als das Schiss sich dem Ufer näherte, begann daS Schiff rasch zu sinken. Viele Pilger sprangen ins Wasser und suchten sich schwimmend zu retten. Der Bischof, der an Bord geblieben war, konnte im letzten Augenblick noch gerettet werden. Etwa 20 bi- 30 Pe^onen sind ernstlich verletzt worden. Ein Toter wurde bisher geborgen. Die Ursache bet Katastrophe ist unbekannt. Der Kapitän wurde verhaftet. Schneestürme in Sizilien. Die Morgenblättcr bringen sowohl aus Sizilien wie auch aus Calabrien Nachrichten über Käite und große Schneestürme. In Sizilien Hot der Schnee- sturm in den Olioenpslanzungen großen Schaden angerichtet. lieber 33 Opfer des Wirbelsturmes in Amerika. Durch den Wirbelsturm, der d.e Geriete von Louisiana und Missis.ippi heimgcsacht hat, f;nb 33 Pesonen getötet worden Die Zahl der Verletzten ist sehr groß, ebenso der angerichtete Sachschaden. IHiQionenrdub in einem italienischen Fuge. Beim Eintreffen des Turiner >;uge£ in Mar- land würde von der Bahlchofspolizei festgestellt, daß 2c im Postwagen befindliche Gelbsäcke, in denen sich große Summen ausländischen, nach dem Orient bestimmten Geldes befanden, auf- gerissen und beraubt waren. Von den Sieben, die eine Millionenbeute gemacht haben, fehlt bisher setze Spur Au§ der provinMlhauptstadt. Gießen, den 19. Februar 1927. Baumsrisur. Wer hat nicht schon den wunderbaren Zauber der Wälder, aber auch den Reiz unserer Bäume in der Stadt empfunden? Die Schönheit der Bäume bietet dem naturfrohen Menschen immer einen hohen Genuß, denn sie bleibt sich auch im Wechsel der IahreSzciten ewig gleich: zartgrüne Schleierwesen im Frühling, vollausladende Pracht und Reife Sommers, flammende, ergreifende Agonie im Herbst, zierliches Filigran deS Ast- werks in der dunklen Zeit des Iahres. Rur die Gefangenen und bie Kasernierten, die Bäume in den Städten und an den Straßen, brauchen einmal im Iahre eine Toilette. Ieht in diesen Wochen, nicht mehr fern von der Schwelle des Dorfrühlinas. Roch haben die gärenden Lenzsäfte, die Künder eines neuen reichen Leben-, nicht begonnen, in den Stämmen hochzustei- gen und sich wohltätig in die abertausend Wege des Gezweigs zu verteilen. Roch wird die Operation mit Säge und Messer am lebenbaa Baum keinen tödlichen oder verderblichen Blutverlust herbeiführen. Und deshalb sehen wir jetzt in den Anlagen, in den Baumstraßen und Alleen der Stadt oben am Geäst die Gärtner stehen und hocken, um morsche Aeste -zu— beseitigen, die dem Baum unnötige Rahrung wegnehmen, die ihre Rachbarüste an bet Entfaltung Hinbern, beim ersten Len-sturm vielleicht auch eine Gefahr für ben zufällig unter ihnen Wandelnden bilden. Mit Geächz und Gepolter stürzen sie, von der scharszähnigen Säae bezähmt, auf ben Rasen ober da- Pflaster hernieder, Helle Wunben leuchten von bet Höhe bes Stamme-, um in bet Witterung, fast Mer Rächt, zu verwachsen und zu verharschen. In ben Wohnstraßen ber Stadt ist bas Leben beS Baumes vielleicht zu üppig geworben. Hier ist ihm und seinen Kameraden ein enger, begrenzter Zirkel für die Entfaltung seine- Daseins gezogen. Vielleicht hat er im letzten Sommer schon in den Häusern bie Stuben im zweiten Stock zu sehr verdunkelt, tHrf- leicht auch in ber schöpferischen Freude seiner Kraft in den Lebenszirkel seine- nächsten Genossen derart übergegriffen, daß bieder sich beengt unb beschränkt fühlt, vielleicht auch, im Zeitalter ber Technik, legen sich seine Zweige jetzt zu nahe an bie Drähte ber zu seinen Füßen verkehrenden Straßenbahn. — — da muß die Säge Remedur schaffen, und man schneidet dem ' Baum, wenn nicht gerade einen Bubikopf, fo doch die Frisur, bie im Gemeinschaftsleben einer geregelten Staatsordnung unb unter gesitteten Staatsbürgern Rorm fein muß. Unb so frisiert man ihn allenthalben wie zu einem bevorstehenden Fest. Möge dieses, ber Frühling, nicht mehr allzuweit entfernt sein! 24-Slundenzeit der Reichsbahn WDR. In den Vorbemerkungen zu dem biesjährigcn Sommerfahrplan. bet in ber Rächt vom 14. zum 15. Mai 192? In Kraft tritt, wirb zum ersten Male folgender Vermerk stehen: »Die Zeitangaben beS Fahrplanes entsprechen bet Stundenzählung von 0 b i s 2 4. Die Abfabrtzeit genau um Mitternacht wirb mit 0.00, Sie Ankunftszeit genau um Mitternacht mit 24.00 bezeichnet." Dei der Deutschen Reichsbahn wird also vom 15. Mai ab, wie e- in verschiedenen Ländern seither schon geschieht, nach bet 2'.stündigen Zeit gerechnet werden. Seither wurden in den Fahrplänen die Rachtzeiten von 6 llßr abends bi- 5.59 llßr morgens durch Unterstreichung der Minutenzifsern kenntlich gemacht. Wenn also ein Zug um 6.32 Uhr abend- abging, so war die Minutenzifser 32 unterstrichen. Bei ber neuen Zeitangabe wird die Zeit, bie seither mit 6.32 bezeichnet war. 18.32 heißen. 1.15 heißt In Zukunft 13.15 usw. In der ersten Zeit wird diese neue Zeitangabe, besonders für Menschen, die wenig reifen, unbequem erscheinen. Sobald man sich aber an die neue Zeitangabe von 0 bi- 24 gewöhnt hat, werden die für den Reisenden so mißlichen Verwechslungen in ben Ankunft- und Abfahrzeiten nicht mehr Vorkommen. 2ttcr Wochenm arktprcise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Das Pfund Butter 150 bis HO Pfennig. Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 143. Wirfina 15 bis 20. Weißkraut 10 bis 15. Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 12. rote Rüben 10, Spinat 25 bis 35, Unterkohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25. Rosenkohl 45. Feldsalat 153 b.S 230, Zwiebeln 10 bis 20. Meerrettich 33 bi- 60. Schwarzwurzeln 30 bi- 50, Kartoffeln 6. Aepfek 15 bis 50, Birnen 10 bis 25. Rüsse 73. Honig 45 bis 50, junge Hahnen 103 bis 110, Suppenhühner 100 bi- 123; da- Stück Gier 14 bis 16, Blumenkohl 60 bis 140, Salat 33 bis 43. En- divien 80 bi- 100, Lauch 5 bi- 15, Rettich 10 bi- 15, Sellerie 20 bi- 53 Pfennig. Vornotizen. — Tageskalender für Samstag. Künstlerfest bes Stabttheaters: Saal bes Gefell», schaftsoereins. — Altcrsoereinigung 1870—1920: 9 Uhr, Aquarium Hauptversammlung. — Licht- spieihaus, BahnhOiftraße: „Den Hur". — Astoria- Lichtspiele: „Hulch unb bie Whiskyschmuggler". — Tageskalender rut Sonntag. Stadttheater Z llßr „Der Geizige" und .Die Matrone von Ephesus". (Ende nach 9l, llßr. — Geflügel- und Vogel'ucktvercin für Gießen u. 11mg.: 3 Uhr nachm, .Pfälzer Hof", Generalversammlung. — Christi. Bereinigung deutscher Eisenbahner: 3 Uhr nachm. Stadtmission lLöberstr. 14). BezirkSkonferenz. — Turnverein 1343: 2,33 llßr nachm. Waldsportplah des D. f. 2, Handball- Gesellschaftsspiel. — Artillerie-Verein: 12 Uhr mittag-, Hessischer Hof. Vortrag: Z llßr abends, Saalbau Sauer, Lichtbildervorlrag. — Leibdragoner: 3 Uhr, Vercinslokal, Generalversammlung. — Lich:fpielhaus, Bahnhofstraße und Palast-Lichtspiele: .B:n Hur".—Astoria-Lichtspiele: .Hutch und die Whiskifchmuggler'. — Aus dem S t a d 11 h e a t e r b u r e a u wird un6 geschrieben: ES fei darauf hingewiesen, daß in den folgenden Aufführungen von Wo- liöres „Der Geizige" und Lessings „Matrone von Gphcfus", daS LessinascheStück, entgegen dem Theaterzettel, den Abend eröffnet. — Der Sonntag, 27. Febr., bringt etwas ganz Reues für unsere Bühne: eine Lokalposfe mit dem Titel: „Gießen wird Großstadt" ober Die Abenteuer des Herrn Eu- sebiuS Rörgelmeier" von Hermann Stein- goetter. In Gestalt eines lustigen Schwankes wird hier für Auge und Ohr so viel deS Im» tereffanten. und für die Gießener Einwohner- ’ehnlithe n r t d) Giebel und cschmerzen, Mig BFfUflOOl] Stricklumpen l'nlloU \'* ^p hat einen schmerzlichen Vcrlust zu verzeichn n. Der Herausgeber Erich Köhrer ist auf dem Gipfelpunkt eines erfolgreichen Lebens, kaum brcl- undvicrzigjährig, einem schweren Leiden erlegen. Rundfunk-Programm des frankfurter Erndera. (2Iu6 der.Radio-Umschau'.) Sonntag, 20. Jcbruar. 8.30 bis 9.30 Uhr: Morgenfeier. 11.30 bi» 12 Uhr: Elternstunde. 12 di» 1 Uhr: Uebertragung von Kassel, Konzert des Kahseschen Mödchenckiors unter Leitung von Georg Otto Kahse. 3 bis 4 Uhr: Kon- jert de» Hausorchesters: Italienische Opern. 4.30 bis 5 Uhr: Die Stunbe der Jugend. 5.11 Uhr: Uebertragung aus der Stadthalle zu Mainz: Frem- densitzung des Mainzer Karnevaloerein». Daraus bis 12.30 Uhr: Uebertragung von Berlin: Tanzmusik. Montag, 21. Jebruar. 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Frankfurter Haus- orchesters. 5.45 bis 6.45 Uhr: „Spinoza, zum Ge- düchtnis feines 250. Todestages am 21. Februar", Dortrag und Vorlesung von Dr. Eduard St rank. 7.15 bis 7.45 Uhr: Englischer Sprachunterricht. 7.45 bis 8 Uhr: Englische Literaturproben. 8.15 bi» 9.15 Uhr: Diolin-Sonaten. 9.15 bis 10.15 Uhr: Beethoven-Konzert. Graphik bereit» weithin bekannter Künstler, zeigt eine gtesiere Anzahl von Radierungen, welche sich größtenteils ebenfall- mit der hessischen Land» ichast und ihren bäuerlichen Bewohnern befafsen. o" diesen Dreien tritt noch dec in Marburg Da» in Tert und Bild tntereflante zweite fc- bruarheft ist ein posthumer Beweis für den Getchmack und die ordnende .«traft seines zu früh verstorbenen Herausgeber». Da» Heft bi?ltl im übrigen eine Füll« von wertvollen Thealer- brictcn und betont besonder» den iniernattonalen Eharakter der Zeitschrift. Reich illustrierte Berichte au# Darmstadt. Breslau, Baden-Baden. Treg. Düsseldorf, Maadedurg (TheaterauSftel- lung) und dem Ruhrgebiet geben vieisttttA.' Auskunft. — Da» Heilandsleben. Eine Dichtung von Marg. Welnhandl. 11. Auslage. Kart. 2 Mk. Ferdinand Acker Verlag, Dolsach in Bjden. — Sehr schlichte, volksliedhaste Verse verkünden die uralte, immer wieder erzählte Geschichte vom f)eb lanbskben, da» in Bethlehem beginnt und in Got- gotha sich verklärt. schäft besonder» Amüsanten geboten bah der Falchingstimmung vollauf Rechnung getragen wird Die fünf Akte mit ihren wechselnden Buh- nenbildern bringen «ine Anzahl hier noch nicht gezeigter Dekorationen daneben Eouplet». Lieder, Märsche, einen vorzüglich cinstubierten Tanz oberhcfsischer Kinder, kurz alle». waS man von einer grosten Poste mit Gesang und Tanz erwarten darf. Wettervoraussage. Vorwiegend heiter, nacht# leichter Frost, tagtzüber Temperaturen über 0 Grad, trocken. Gestrige Tage#tcmp«raturen: Maximum 42 Grad TelfiuS. Minimum, minu» 4.4 Grab Gellius. Heutige Morgentemperatur minu# "• Grad Telliu» n gehören zu den Wil- . Ersterer stellt 13 Otl- «' ■ r.Llbe au», deren Motive au» Marburg und -Im,regend, dem Schwalmgrund und dem ZLnüll- ßcLirgc herrühren. Kätelfrön, em durch seine 211. Don der LanbeSunlversität Dr. Phil. QL Sommer, der sich für da» Fach der wirtschaftlichen StaalStmllenschaften zu habilitieren wünscht, wirb am Montag. 21. Februar, 3 Uhr, in der Kleinen Aula ein« Probevorlesung über .Di« politischen und ökonomischen Urteile von Adam Smith" halten. *• Pestalozzi feier in be r Provinz. Au» zahlreichen Stabten und Landorten der Provinz Oberhessen und der angrenzenden pveustischen Kreise liegen unS heute Benebte über Pesta- lozzifelern vor. 3m Hinblick auf die starke Inanspruchnahme unserer Spalten ist e» unmöglich, alle dies« Bericht« einzeln abzubruckm; wir müllen un» daraus beschränken, in großen Zügen ein G e s a m t b i l d de» Verlause» aller dieser Feiern zu geben. Ueberall wurde de» groben Schweizer» in würdigen Ansprachen gedacht. Instrumentale und aesangliche Darbietungen von Qkreinen bzw. Schulklassen umrahmten Sie gehaltvollen Dorträge, in denen der Jugend und vielfach auch den Erwachsenen ein umfassende» Bild de» Lebens und Dirken» Pestalozzi», de» Bahnbrechers auf dem Gebiete der Pädagogik, gegeben wurde. Besonder# hervvrzuheben ist eine Erinnerungsgabe, die in Bad-Rauheim den Kindern überreicht wurde- dort lieh die Stadtverwaltung jedem Schulkind« ein Exemplar der Festschrift von Ernst Luckow .Der Erzieher Pestalozzi' auShänbigeiu Die Feiern werden allenthalben in guter Erinnerung bleiben. G Versuchsfahrten mit einer Diesellokomotive (Oclfcucrung) fanden an zwei Lagen dieser Woche auf derStrecke Lollar— Wetzlar statt. Der jörebejug, der am ersten Tage mit 130 Tonnen Belastung fuhr, zusammen» gestellt auS Personen- und Gepäckwagen, überschritt die fahrplanmähigen Fahrzeiten um zwanzig Almuten. Diese Belastung entspricht der bei den gegenwärtig verkehrenden Personenzügen mit Besetzung vorhandenen Tonnenzahl. Sin daraufhin am folgenden Tag« mit auf 100 Tonnen verringerter Belastung verkehrender Prvbezug benötigte immer noch vier Minuten mehr Fahrzeit, al» Der zur Zeit bestehende Fahrplan zuläyt. ** Der oberhessische Kunstverein eröffnet morgen, Sonntag 11 Uhr. eine neue Ausstellung, die schon im Hinblick auf di« beteiligten Künstler ein besondere» Interesse verdient. In erster Linie sei Carl Banher genannt, der dem Siebener Publikum hinreichend bekannt sein dürfte, so bah sich ein nähere» Eingehen aus seine künstlerisch« Bedeutung an dieser Stelle wohl erübrigt. Banher bringt neun große Oelgemülde zur Schau: Hessische Landschaften, Frauen in der Kirche, ein KirmeSabend, gebetene und letzend« Karl Dvnöeckee mit einer Reih« trefflicher Steinzeichnungen bekannter hessischer ^rlbniichkeiten. Di« von Herrn B a n tz e r selbst zusammengestel.te Ausstellung bildet ein« harmonisch« Zusammenfassung an- gesehener Künstlet unterer Rachbarprovinz zu Darbietungen heimatlichen EharakterS Ihr Besuch sei an dieser Stell« warm empfohlen. (QTä- h*r«S in der gelingen Anzeige). — Die noch nicht abgehaltenen Lotteriegewinn« können noch an der Kalle empfangen werden. WSR. Sicherung der Eisenbahn- Übergänge. Die sich häufenden Unfälle an Eisenbahnübergängen haben dem Generaldirektor der Deutschen ReichSbahngefelllchast Deranlafsung gegeben, sofort auhetordentliche Maßnahmen einzuleiten. Zunächst soll dem Sttenbahn» überwachungspersonal noch einmal di« öuherste Aufmerksamkeit emgeschärft werden. Besondere Kommissionen sollen dl« bestehenden Sicherung»- cinrichtungen prüfen, ob Schranken. Läutewerke und Bahnsignale geeignet Und, hi' Gefahren- momente der Eisenbahnübergänge herabzumin- dem, und evtl. Anlagen von Zwangslarven. Auch zusammen mit den Automobilverbänden soll ge- btüft toerben, ob nicht eine bessere Unterrichtung der Kraftwagensührer erfolgen kann, um ein Ueberfahren von Schranken und tchrankenlvten Uebergängen zu vermeiden. " Kriegervetein Diesten. Man beachtet un». Unter zahlreicher Beteiligung feiner Mitglieder und deren Angehörigen hiet der Krie- geroertin Diesten im Saale de» .Postkeller feine dteSsährige Hauptversammlung ab. In seiner Be- grühungSansvrach« wie» der 1. Vorsitzende. Land- gerichtSrat T r ü m p e r t, auf die Ziele de» Ber- cin» hin, bemerkte besonders, hast Ne Mittel be# Verein» vorweg zur Unterstützung bedürftiger Mitglieder bercitgeftellt würden, und gab dann dem 1. Schriftführer Albin Klein da» Wort zur Erstattung de» Iahresbericht» In großen Umrissen gab Kamerad Klein ein Bild der Tereinsgeschichte au# 1926. Die Mitgliederzahl ist um 36 gewachsen und beträgt jetzt 422. Hierauf Verla» der Rechner W a a » die IahreSrechnung, die ein günstige» Ergebnis auswie». Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der zur Dorlage gebrachte Voranschlag für 192? fand Genehmigung. Bei der hieraus stattgehabten Vorstandswahl wurden die seitherigen Mitglieder wiedergewählt und für drei auöae'chiedene Mitglieder die Kameraden Konrad Bender, Emil Kinkel und Dr. RuckelShausen neugewählt. Dem Kameraden Karl Bischoff wurde No KttegSdenk- münze mit Schwertern des K;fshäuserbundes durch den Vorsitzenden mit geeigneter Ansprache übergeben. Hierauf überreichte der Vorsitzende au» Anlast seiner 15jähr. Tätigkeit al» 1. Vorsitzender dem Verein einen sehr schönen silbernen Fahnennagel. der mit grober Freud« entgegengenommen wurde Da» Kleinkaliberschießen, an dem sich besonder» die Iugend, Söhne von Kameraden und deren Freunde, beteifigen können, wurde eingehend besprochen, auch wurde Mitteilung über die Hassiasterbekass« und Ne Hasstaversicherungen gemacht. Zugunsten bedürftiger Alweteranen und Kriegerhinterbliebenen ist für Ende März ein Konzert mit Theater im .Eafö Leib" geplant. Auch eine Rheinfahrt ist für den Sommer in Aussicht genommen. Im Mittelpunkt de» Abend» stand cm Dortraa de» Kameraden Oberzollinspektor Heb übet seine Erlebnisse in Deutsch-Ost- afrika. Mit grobem Intereise wurde den lehr fesselnden Ausführungen de» Vortragenden gelauscht, dem die Anwesenden groben Beifall zollten Der Abend verlief in schönster Weise. •* Oberhessischer Heimatabend. Der Vorstand dcr Ortsgruppe ®ief;en des Deutsch- nationalen HandlunaSgehllfcn-Verbanke^ war gut beraten, al» er sich entschlost, seine diesmalige Vortragsreihe am Donnerstagabend mit einem Vortrag der Heimatdichterin Frau Martha Frvhwein-Büchner abzuschlicsten. Wer Sinn hat für echten, urwüchsigen Volkshuinor. Freude am Volksleben und Vollswitz, der kam bei der Dichterin der „Hesse-Späst" voll auf fein« Kosten Stunden der Fröhlichkeit wollte sie schenken, zu herzlichem Lachen bewegen so versprach sie in ihrem einleitenden VonraaSstück dem .Grub an bi« Gtehener Heimat" Si« hatte nicht zu viel versprochen Ihrer zahlreichen Zuhörer- schalt schenkte fit, btt ihre Werke in vortreffticher Weise vorzutragen ver lost, «men Abend seinstcn Genüsse». es wurde viel und herzlich «lacht. Mi: dem Dortrag be» Gedichte» .Mei Hesfeland* begann sie den ersten Teil ihrer Darbietungen. Mi: köstlichem Humor erzählte sie darin, wie sie gar bald cingesehen habe, .dast Hochdeutsch mir net meglich iS," sie vielmehr sprechen müsse, .wie der Schnawel ihr gewachte . Ein längere» Prosastück .Ferienkind", da» dann folgt«, führte in die KriegSzeit zurück, in da» 3abr 1917, wo Kinder au» Sachsenhausen ihre Ferienzeit in einem oberheslischen Dorfe verbrachten. Die Erfahrungen, die die .Frau Doktor" mit ihrer zwar unverdorbenen, aber unerzogenen Sachsen Häuser Anna machte, die ..dem Deuwei aus der Ki« gehippt war", schilderte die Dichterin mit viel Humor. Al» nach einer kleinen Pause der Vorhang stch wieder hob, sah man eine hessische Bauernstube und darin die Dichlerin al# Bäuerin verlleidet mit ihrer kleinen Tochter, sede mit einer Handarbeit be- schästigt Dem Ncinen Hellenmädchen befragte da» Etillesttzen nicht, die Mutter sollt« ihm ein Märchen erzählen. Die war auch bereit und erzählte ihm „Da# Märchen vom vorwitzigen und naseweisen Engelchen" Di« Streich« dieses ungeratenen himmlischen Wesen», da» in der Werkstatt des Ehristkind» aus Schabernack den Esel falsch zufammensetzte. da» dem hl. PetruS den Himmclsschlüssel versteckte, die Frau Holle im Vorbeisllegen mit dem Flügel an der Rase kitzelte, da» Ehristllnd mit Schneebällen warf und noch vielen anderen Unfug trieb, wurden mit so viel natürlichem Witz und erquickendem Humor geschildert, dah die Zuhörer au» dem Lachen nicht herauSkamen. Zum Schluß trug die Dichterin noch eine grobe Anzahl kleinerer Gedichte vor, die all« herzlich erfreuten. Stürmischer Beifall belohnte die Dichterin für die genußreichen Stunden, die sie ihren Zuhörern bereitete. •• Der Landesverband Hessen der Deutschen LebenSrett ungögeseH- schast hielt dieser Tage in Osfenbach seine Hauptversammlung ob. die au# allen Teilen Hessen» stark besucht war. In den Verhandlungen wurde die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz betont und die Einführung de» obligatorischen SchulschwimmunterrichtS verlangt. Den Schulbehörden sollen geeignete Persönlichkeiten für die Erteilung diese# Unterricht» namhaft gemacht werden. Der Trockenschwimmunterricht sollte als Freiübung in den Turnunterricht aufgenommen werden, da dann nur noch wenige Ergänzungsübungen im Wasser notwendig linb; auch habe sich der Mafsenschwimmunterticht bewährt. Eine Sntschliebung, die eine Reihe von Forderungen in diesem Sinne ausspricht, soll der Regierung zugestellt werden. Der Vorstand be» Landesverbände» wurde wiel»ergewählt; er setzt sich aus Vertretern der Turn- und Schwimmbewegung zusammen. 1. Vorsitzender ist Roth (Deutsche Tür- nerschast), 2.Vorsitzender Dr. Friedrich (Deut- scher Schwimmverbands. Al» Ort der nächstjähri- gen Tagung wurde Mainz gewählt. "Ein hessischer SchÜtzenbund. In Darmstadt tagten kürzlich Vertreter hessischer Schüt- zenoereine zur Gründung eines hessischen Schützen- bundes. Der Bund soll alle Sitten des Schiestsportes umfassen: Iagdschicben, Kleintaliberschiehen und Zimmersiutzenschieben. Die Gründung kam zustande. Bundesvorsitzender wurde Knapp, Darm- stadt (Polizeisportverein). Mit der Slu&arbcitung der Satzungen wurde der Vorstand bcauHrnat. Briefkasten der Redaktion. lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit bet Schriftlett.mq ) Pio. fi. F. A. Kapitalabfindung können nur reuten beziehende Kriegsbeschädigte, das sind solch«, die in ihrer Erwerbsfähigkeit um 25 v. H. und mehr gemindert sind, beziehen. Mgesundene Kriegsbeschädigte haben keinen Anspruch auf Kapitalabfindung. Karmelitergeist kt ein vrirtcung-volies Maus- und 2 Einreibemittel bei Nerven- und > Erk3>tungMchmenen - Rheuma, Ischias, Hexenschuß, Kopf und Zahnschmerzen — belebend und anregend - auch bei Massage und Sport-Mund-u-Rasierwasser «bewährt m Apotheken und Drogerien erhlltiich. Amol-Versand vonVollrathWasmuth Mambura, Amotoosthof fzj erholten em« M nem re ä/ ii 4* e_ o ■ i V ;c<’5$varynx jp'cqelglon* । kaufen. 01217 Eduard Otto [ Verkäufe | verei 21 u« im 68. Lebensjahre. friial-bilz Pferd QrdeutllcheS 01233 Lohn. HerrKasparMüller 01241 ntioevö. Gießen, den 19. 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Kahlhöfer Dr. Berthold Müller Heini Kahlhöfer, Diplom-Ingenieur Margot Weinholz. Gießen, Bartenstein i. Wttbg., Duisburg-Hochfeld, Zschornewitz. Die Einäscherung findet statt: Montag, den 21. Februar 1927, nachmittags 2l/_ Uhr, auf dem Neuen Friedhof. MlliW mit guter Schulbildung in hiesige Drogerie zu Ostern gesucht. Schrift!. Angebote unter 01213 an den (fließ. Anz. erbeten Lehrlinge Abteilungen SAM- moföMilfe gesucht. Architekt Nikolaus 17:aD Siidanlagc HlÖMltO mit gutenZeugntsien »um L März t esucht. 01242 Walltorttr. 5 MötzAl! Nur foldje mit guten Zeugnissen wollen nch melden. [01267 3roa BantDirettor ^önla. fonpilr. 17 Säuleobobmiasciiioe moderne Bauart, wie neu erhalten 125 Mark Schiniedebobrniaschjne 85 Mark Ambos verkauft olMI II. Thoma« Schtssenbeig.Wea39 QJ Üm । ^Schreib SS ,er 6a< feuettote lttrcen R .4 r1' urU) rack lauf ^eidei, alles schlank. Baby-Korb mit Mail atze, alles w>e neu. preiswert zu verkaufen. 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Schwager und Onkel Wilhelm Wellerl., Landwirt nach kurzem schweren Krankenlager im Alter von 66 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Harle Weller geb. Müller nebet Angehörigen. Klein-Linden, Königsberg, Alten-Baseck, den 18 Februar 1927. 01219 Dio Beerdigung findet Sonntag, den 20. Februar, nachmittags 3 Uhr statt [Stellengesuche] Beschäftigung in Waschen, Hausarbeit usw sucht ig tüchiige i>rau. Schr. Angebote uni. 01272 an den Gien. Anz. Süt Jungen IimjD Lehrstellen bet tüchtig. Meistern gesucht, die Kost und Wohnung geben. KreiSamt (fliehen iKretslugendnmti. oüt einen Jungen aus guter Jamilie. mit höherer Schulbildung wird eine Gesucht 2 leere Zirnntsr mit Küche ob. Koch getegendeit u. Keller in gutem Hauke von ah., alleinstehender Krau iVebteTdiutro 1 zum L III. od 1. IV. Schr. Angeb. unter 0tl9< an den (flieg. Anzeiger erbeten. Gröbere 3)lengc Eartkll-Biichs zum Einfasicn von Wegen abAiineben. PsarrbausRödgen 'l-oll (fliehen. 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Bon Professor Dr. med. yhllal-the, «ahn. Direktor de. hygienische, Institut, der Nntoersttät Gießen. L Die ba« einzelne Menschenleben werben auch die Dolksschicksate durch die beiden Mächte der Dererbung und Umwelt bestimmt. Hierüber herrscht nun in weiten Kreisen noch große Unklarheit. Manche Geschichtschreiber glauben, bah ein unfaßbare«, zwang«läuftges Schicksal den Gang der Geschichte bestimme, wie z. B Spengler, andere, wie Ranke, lehren, baß bewußte«, planvolles Handeln die Geschicke deS Staates meistern kann. S« wird immer wieder die Frage erhoben, welche von beiden Anschauungen recht habe, und es wirb der Befürchtung Ausdruck gegeben, bah Schwarzseherei und Niedergeschlagenheit Platz greifen muffe, wenn die Rationen der Spielball unfaßbarer Mächte feien. Die Frage ist falsch: es darf nicht gefragt werden, welche von beiden Mächten bas Geschick einer Ration bestimmt, sondern die Ausgabe ist. festzustellen. In welchem Ausmaße beide Mächte an dem Geschick eines Boltes Anteil haben. 3n erster Linie kommt es auf die Summe der Erbmassen an, die in den einzelnen Menschen eines Bolles nach seiner raslenmäßigen Zusammensetzung ruht. Diele Erbkraft ist die Grundlage, in deren Tiefen auch das Geschick eine- Bolles verborgen ift. lieber viele Inneren Kräfte kann ein Bolt nicht hin- auSwachsen. Dazu kommen Im Dölterlcoen die Ginflüsse der Umwelt, welche die AuSlesewirkun- gen Hervorrusen und dadurch die Entwicklung und das Geschick einet BollSgemein'chast tnner- 6alb des vorgeschriebenen Bereiches In bestimmte Bahnen lenken. An der Hand dieser Auslastung wollen wir uns einmal einige geschichtliche .Lehren" ansehen. 3d) las einmal den Saß: .Staaten und Rationen Gleichen einem Walde, der Berwüstungen er- Men kann, auf dessen Boden sich aber Immer wieder neue Bestände an frischer Lebenskraft erheben." Diese Anschauung ist falsch, wenn wir von einem Bolte mit einer bestimmten vererbbaren Eigenart ouSgchen. daS einen Staat bildet. Eine Devöltetung kann für eine lange Zeit trotz mancherlei Verwüstungen durch GegenauSlcfe, wie z. B. durch Kriege, feine Eigenart und seine erb- geborenen Kräste bewahren, aber eS kommt im Leben eines Bolkes nur allzu schnell die Wende, von der an der Berlust des BolkSbluteS nicht wieder wett gemacht werben kann. Dann strömen f rembraf f ige Bestandteile ein unb höhlen das Volkstum auS, während der Staat mit der Sprache deS Urvolkes noch lange Zeit erhalten bleiben kann. Eine andere Lehre, der Marffismus, besagt. daß das Leben der Böller durch wietschaft- liche Fragen bedingt ist. und daß Rossen- verschlechterung auf wirtschaftlichem Massenelend beruht. Diese materialistische eeschich «auffasfunq berücksichtigt die Erbkräfte eines Bolkes überhaupt nicht, und von den Um- velteinflüsfen greift sie nur einen einzigen bereu«. wenn auch einen sehr wichllqen: f l e i st einseitig unb barum irreführend. Endlich möchte ich noch einer schiefen Auf- faffung in der Geschichte entgegentret?n. da« ist der Glaube vom Altern der Bölker. ES Ift eine weitverbreitet Anschauung, daß daS Leben jedes Bolk.'S wie da« be« einzelnei Men- Ichen ausblüht und über einen Höhepunkt herab /2 Jahrtausende vor Christi Geburt erstaunliche Leistungen auszuweisen: trotz dieses hohen Alter« sind sie heute noch wie vordem ein jugendsrisch S Doll von erstaunlicher Lebenskraft, weil ihnen die Ahnenverehrung heilig ist und jeder Chinese die unverbrüchliche Pflicht fühlt, durch eine reiche Nachkommenschaft die Reihe der Ahnen fort- zuführen. 3n Peking ist es Sitte, daß eine Familie 5 bl« 6 Kinder hat. wohlhabendere Frauen gebären noch mehr: der Chinese heiratet so früh wie möglich, um möglichst viele Kinder besitzen zu können: au« dein gleichen Grunde ist auch die Mehrehe in China erlaubt. 3n der Lehre de« Konfuzius steckt eine ungeheuere völkische Kraft: sie stützt den einzelnen wie die gesamte Rasse. Der Chinese blickt nicht mit Grauen auf fein Alter, sondern er weih, daß die Liebe seiner Kinder unb Enkel ihn biS zu dem letzten Augenblick hegen und pflegen wird, ganz im Gegensatz zu der Bitterkeit im Herzen, mit der mancher bei un« an fein Alter denkt, well er weiß, daß ihn Kindesliebe nicht umfangen, sondern daß man auf den Tag warten wird, an dem er die müden Augen schließt. Wir müssen darum verlangen, daß unsere höheren Schulen, die eine humanistische Bildung gewähren wollen, eine Bildung, die von der Menschheit ausgeht und die Menschheit umfaßt. nicht nur die edlen Gäter vermitteln, welch? die Böller an den Gestaden deS Mittelm crc« Im Altertum geschaffen haben, sondern auch mit rücksichtsloser Klarheit lehren, wodurch sie Versalien sind. Wir dürfen über den unrühmlichen Niedergang dieser unS verwandtschaftlich nahen Böller auf den Schulen nicht den Mantel des Dergefsens werfen, sondern müssen zeigen, daß sie vergehen mußten, weil sie ihre bevölkerungspolitischen Pslich'en auf da« schmählichste versäumt haben. Sodann haben wir zu fordern, daß die Welt der O ft a , l a t e n unserer Jugend näherßebrächt wirb, ble ihre biologische Ausgabe erfüllen unb bie Sicherheit ihres Volkstum« für Jahrtaufen de. für alle ausdenkbare Zukunft unerschütterlich sicherstellen. liniere Jugend hat gelernt, die Weltgeschichte al« eine Felge von Kriegen und Herrfcherzei en starker oder schwacher Maner anzusehen, al« Zukost wurde eine Heber,ießt über bas Schrift- tum unb bie Künste geboten, auch der Einfluß der Grbgcftaltung und der wirtschaftlichen Kräfte wurde ihr näßer gebracht, dagegen wurde in der Schule viel zu wenig Menschenkunde getrieben. Wir müssen daher in Zukunft eine iologische Geschichtsbetrachtung fordern. Wenn wir un« nun die fo naheliegende bange Frage verlegen, ob wir denselben Weg wie unsere alten Verwandten abwärts wandeln werden. so müssen wir un« mit Bevölkerung«- Politik befallen; sie fußt auf der Bevölkerung«- lehre, der Wissenschaft vom Werden unb Vergehen von Bevölkerungen, sie muß sich ber Rassenhygiene. der Lehre von der Gesunderhaltung der menschlichen Rasse unterordnen. Letztere hat außer dem lebenden Geschlecht auch noch alle lommenben im Auge. Die DevöllerungS- polltit ergreift auf ihrem Grunde bie praktischen Maßnahmen. E« ist keine Schwarzseherei, wenn wir die Befürchtung hegen. baß uns ba« gleiche Schicksal nicht erspart bleibt Leit bem Jahre 1876 hat bie Zahl der Geburten in Deutschland bauernd abgenommen, weil bas Zweikindersystem in den führenden Ständen unteres Dolle« überall Eingang fand und durch bafl Beispiel der Gebildeten allmählich alle Schichten unsere- Dolles bis zu den Bauern. Handwerkern und Arbeitern angesteckt wurden und ihre Kinderzahl einschränkten. So hat der Name Proletarier, das ist ber Mann der großen Nachkommenschaft, in den Städten seine sprachliche Bedeutung besonders In den Kreisen verloren, die ihn so gern in Anspruch nehmen. Während aus 10CO0 Menschen im Jahre 1876 423 Lebendgeborene kamen, sanken die Zahlen seitdem dauernd: 1904:352. 1914:276. 1917:144, 1919207, 1920.267, 1921:260. 1922:210. 1924211. Angesichts dieser Zahlen sprechen wir mit Recht von einem Geburtensturz. Wenn wir auch jetzt noch einen Heberschuß an Geburten haben, ungefähr 82 auf 10 003, fo verdanken wir daS, wie vor dem Kriege dem Rückgang der Sterblichkeit infolge ber Fortschritte ber GesunbheitSpslege. Die Zahlen auS unseren Großstäbten, wo die Arbeitslosigkeit, bie Not unb der Hunger gegen ba« kommensollenbe Geschlecht besonders wüten, geben un« noch mehr zu benken. 1923 entfielen auf 1000 Einwohner z. B. in Oberschlesien noch 12.2 unb in Ostpreußen 10. in Olbenburg 11.6 unb in Westfalen 12.1 mehr Geborene al« Gestorbene. währenb bie entsprechenden Zahlen für Sachsen 5.5 unb für Hamburg 1,8 betrugen. In Berlin überstieg sogar 1923 ble Zahl Der ©e- ft erben en umgekehrt die ber Geborenen um 2.5 Köpfe, gegenüber einem RrichSdurchschnf t von 7.1 mehr Geborenen. 11 nb währenb in Berlin 1923 auf 10CO Einwohner überhaup' nur 9.4 Geburten entfielen, betrug bie entsprechende Zahl für Paris etwa 18 unb für Lonbon etwa 2v Köpfe. Schon vor Lern Kriege war bie Zahl ber Lebend- geborenen. die In Berlin auf 1003 Frauen tm Filter von 15 bis 45 entfiel, in ber Zell von 1878 biS 1912 von 149 auf 73 gefunfnu IP Lebendge- botene aber wären nötig gewefe . wenn ble Bevölkerung Berlins ohne Zuwanderung hätte auch nur gleich groß bleiben sollen. Wenig bekannt ist, baß der Dwölkerungsrückgang innerhalb ber verschiedenen Bekenntnisse sehr verschieden stark in Erscheinung tritt So stammten in Preußen von 1CC0 ehelich Geborenen 1901 550 aus rein evangelischen. 379 aus rein katholischen unb 6 Geborene aus rein israelitischen Chen. 1914 aber betrugen die entsprechenden Zahlen 503. 424. 4.9. Gegenüber diesem Berlust von Menschenleben werden Stimmen laut, es sei daS eine Folge unserer Heberbevölkerung. unb sei ein heilsamer Vorgang. wir würben auf biefe Weise bie ArdellSlosigkeit überwinden, die Reibungsflächen mit den andern Dölkern würden geringer werden, weitere Kriege würden wir vermeiden. ES sind das die gleichen Kreise, die von dem Pazifismus daS Heil erwarten. Diese Anschauungen haben den Schein für sich, sind aber außerordentlich kurzsichtig unb gefährlich. liniere Arbeitslosigkeit rührt nicht von der llebet- völkerung. sondern abgesehen von andern Gründen. wie z. B. bet Flucht vom Lande in die Städte, bei ander« von dem verlorenen Kriege her. Wir können ihr nicht dadurch begegnen. daß wir unsere Geburtenzahl einschränken ober gar bie Abtreibung freigeben. Schon jetzt stellen sich schwere Schaben in der Zusammen'etzung des Bolle« ein. Der eine ist z. D. die D e r g r e i s u n g unterer Großstädte, sie besteht nach Berger darin, daß die Zahl ber alten Leute verhältnismäßig viel zu hoch ist. Die übet 60 Jahre alten Personen machten z. 2. in ©reiben vor bem Kriege im wesentlichen gleichmäßig nur 7.8 vom Hundert au«, schon 1919 betrugen sie 8.5 vom Hundert. sie werben 1930 10.7 unb 1940 sogar etwa 13 vom Hunbert auSmachen. Außenpolitische Umschau. Don Professor Dr. Otto Hoetzsch. M. d. R. Das englische Parlament, ba« am 8. Februar toiebet Äufammengetrctcn ist. steht vor un» ersteulichen unb schweren Ausgaben: bie unabsehbare Verwicklung btaußen in ber Welt, ber große Kamps tm Innern (um da« GewerkschastS- gesey. um staatliche Refotmeingrifse in bie Gewerkschaft). baS brüte Dubget Churchill« mit ben Rückwirkungen bei langen Streik«. So kommt England, aus« stärkste engagiert unb beschäftigt, für Europa nur al« Zuschauer In Frage Frankreich kämpft immer noch mit ber Finanzfrage unb jetzt mit ber Wahlreform dazu. Mit dem Beschluß der .Federation rebublicainc“ (der ber Minister Marin angehört) gegen ble KreiSwahl. ber Poincarö heute freie Bahn gibt, spitzt sich die Loge toicber einmal zu. Die $ a (j»n c r f r a g e erleichtert sie von außen für Frankrüch auch nicht. Spanien verlangt bie Einver'eibung ber neutralen Zone in fein Protektorat ober wenigstens starke Veränderungen de« Im Vertrag von 1923 festgelegten Statu«, droht mit Zurückziehung feiner Truppen au« Nordmarokko und findet für feine Ansprüche ble Unterstützung Italien«. Frankreich dagegen lehnt jede Veränderung ber Verträge von 1923 unb von 1912 ab unb kann auf Unterstützung Englanb« zählen, da« tm Hinblick auf Gibraltar natürlich keine Veränderung im Sinne Spanien« zulafsen will. Dieses, ba«. wie erinnerlich, letzte« Jahr den Tangervorstoß mit ber Frage des RatSsihes verquickt hatte, hat an Position stark verloren. Weber England noch Frankreich wollen eine Internationale Diskussion über Marokko zulassen und Italien blickt jetzt mehr nach Osten. Aber bie lang hingezogene 2hi«< einanberiehung schafft Schwierigkeiten, verschiebt und durchkreuzt bie Konstellationen, lenkt ab unb steht auch immer vor ber Gefahr, schließlich doch ba« ganze Problem Norbasrika« unb des westlichen Mlltelmeere« auszurollen. In biefe Lage ber europäischen Politik kommt etwas überrafdjcnb bie neue Anregung bes amerikanischen Präsibenten (10. 2.) in bezug auf bie A b r < ft u n g. Er schlägt nunmehr vor. nach längerer Pause, in ber sich Arne» rika nur auf theoretische Mahnungen beschränkt hatte, bie Verabredung von Wa h'ngton über die Festlegung ber Seerüstunq einen Schritt weiterzuführen. Gr sagt mit Recht, baß bie Flotten- rüftungen nicht, wie bie zu Lande unb in der Lust, regional geregelt zu werden brauchen, unb baß sie daher nicht ben barau« entstehenben Schwierigkeiten ber Auseinanberfetzung zwl'chen ben Machten ausgesetzt sind Er argumentiert mit Recht, baß ba«. was für bie Linienschiffe 1922 in Washington zwl'chen Amerika. England. .Frankreich, Italien unb Japan festgelegt worben ist. ebenso gut auch für bie HilfSfchiffe. allo bie Kreuzer. U-Doote unb Zerstörer feft- gesetzt werben könne. So ist feine Absicht sehr einfach unb praktisch bas Verhältnis 5 (Nordamerika) :5 (England) : 3 lJav m : 1.75 l Frankreich unb Italien) auch auf biefe Hillsschi e anzu- wenden und somit bie Seeabrüstung in dieser Februar. Von Anton Schnack. Au« ihm glüht ein große«, rotes unb leicht- I irriges Herz: Fastnacht. Das Herz gehört met übermütigen Colombine, unb biefe Colom- t»ne lockt mit ben Augen unb ruft: Nimm es. toionbcc Page, diese Nacht gehört dir mein HerzI Manchmal ist der Page ein geduckter, fcyüch- t tmer Schreiber auf einem überstaubt n Bureau: unb er wird viele Monate an ben AbenXm an t»3« feuerrote Herz denken, das ihm in ber Nacht tetr Narren für ein paar Stunden geschenkt wurde. L'nt) ble Erinnerung baran bedeutet ihm Glück u.ib Trauer zugleich. Und Colombine war rf.e'.- laicht eine Deine Wäscherin mit jungem Mund ob heißen Wangen. Unb leise schleiche ich mich fron meiner hochmütigen, kühler u.ib raffinierten Same in Brokat. Silber unb Edelsteinen hinwrg. um auch mir eine Deine Wäscherin zu suchen, öcren Munb jung ist unb beten Wangen heiß lub... Zuhause aber sitzt der alte Gärtner, dessen Abenteuer Kalender. Wetter und die Blumen am Fenster und in den Glaskästen des Zimmers nib. unb blättert im Lahrer Hinkenben Boten. Onnut unb Derzicht wohnen in feinem Herzen awb sein Gesicht lächelt leise über das Feiern ö«r Jugend unb die Musik ber Feste. .WaS sind wir gegen diese?" ist die Philo- i>shie feiner Abendstunden und seiner Nochr- betrachtung. wenn er ben Sternenhimmel üb:r bin Giebel erglänzen sieht. Mitten bn Nleridian tonnt daS Sternbild des Orion in rätse.haftcn urb gläsernen Ferne i aus. Ueber ihm erstrahlt bas Sternenpaar Kastor unb Pollux. Eie haben bi< Unvergänglichkeit und Ew:gleit auf ihren bi tmantenen Stirnen. Die huldreichen Götter jmben sie zu glühenden unb niemals sterbende i CÜtften ber Nacht gemacht. Der große Löwe mit bem königlichen Stern Regulus im Herzen duckt 'i* zum Aiesensprunge, um durch ben Feaerreif perlmutternen Milchstraße zu springen. Der Gärtner, ber bie Sternbiiber ber Jahreszeiten versteht, weiß, baß ber Frühling fein Slernenschild in die Nacht gehängt hat. Leise und kaum merklich werden die Tage am Abend länger. In das Reich seiner Töpfe. Schalen unb Kästen horcht er mit lächelnte.n Gesicht unb gespanntem Ohr: er hört hundert kleine Dlumcnherzen In der warmen Erde erwachen und schlagen. • Der Gärtner ist ein Dichter. Er nennt den Februar Hornung unb zum ersten Sonntag sagte er nicht Sexagesima wie ber gelehrte Herr Plärrer in ber Predigt, sondern E i s w a l b. Und wahrhaftig draußen, wo daS Dergland beginnt, liegt der Wald noch unter hartem Eis unb tiefem Schnee. Unb den zweiten Sonntag nannte er nicht Ouinquagefimä, sondern d eser Tag war bei ihm Freias Blick. Zu solchem Phantastischen war er geneigt. Wo war es zu sehen, bas rätselhafte Auge der heidnischen und guten Germanengöttin? Im Haus unter ben Blumen vielleicht? 3m Hof. am Waldrand? Glänzte es am Ackerstein, glühte es am Anger? Starrte es aus einem sickernden Erdloch, in das der Schnee eingefunten und verschwunden war? War es abends ba« Licht, das schwankend wie eine Dauernlateme den Hügel- weg entlangging? Es mußte schon etwa« warm geworden sein unter diesem Blick: beim bet Atem dampfte nicht mehr so sichtbar, ben wir morgen« in bie Luft bliesen. Oh bu geliebter Haselstrauch, was war bas für ein Vogel, der auf deinem Ast faß und eine glitzernde Strophe über dich warf? Schon eine Drossel? Eine frohe Ammer ? Ein heimgekehner Fink? Unb für ben dritten Sonntag hat der Gärtner einen Namen, ber wie ein Jubel anfängt und wie die selig-schüchierne Strophe ein:« Volksliedes: Alle Brünnlein. Auf dem fremden Kalender aber stand groß, rot unb unlcbenbig: Jnvocavit. Ist bas nicht Dichtung, wie der Gärtner diesen Tag benennt? Freude unb Seligkeit tanzen In den Worten. 3a, aus allen Tälern fließt es wieder, au« allen 'Brunnen in ben Hosen unb an ben Gasfenecken kommt wieder das alte schöne Rauschen, aus allen Felsspalten bringt ba« Quellen, in allen Wiesengründen läuft eS wild und überschießend zu Tal. Den vierten Sonntag segnet der Gärtner mit bem Namen Mutter Erde. Er ist Trost und Lobpreisung zugleich. Er glänzt wie mit Golbbuchstaben auf Elfenbein geschrieben. Hoffnung unb Zuversicht glühen in den Worten, bie bie schönsten ber Sprache sink). Für ein Gebet ein gewaltiger Anfang. Für eine Hymne ein jubilierenber 'Beginn. . Segen. Fruchtbarkeit. Wärme. Blut, Glut. Frühling unb Sommer umschließt ber beglückende unb königliche Name wie eine Schale: bald wird eS Frühling fein und au« dem unscheinbarsten Grunde und Bühl wird Mutter (frr te aufstehen mit GraS. 'Blumen, Knospen in ben Händen unb wird Kränze in die Haare der Kinder setzen und tausend Doge (wollen In ble Lüste. Dir aber dürfen nicht mehr leben, ohne an ble ‘Buße unb an bie Trauer denken zu müssen. Hinter dem roten unb ausgelassenen Liebes- Herzen ber Fastnacht steht wie rin büstereSBranb- mal bad schwarze Kreuz des Aschermittwochs. Und toenn bie süßen unb lärmenden Nachtseite verrauscht sinb. unb Colombine, Zerline unb Viertelte wie Spuk verw.'ht find, unb die frühe und regen feine Aschermittwochsluft um die erhitzte und glühende Stirne streicht, wird wahrhaftig Trauer fein über alle Küsse, über alle Worte, bie man einer schönen Maske ins Ohr geflüftert über bie Gelächter, bie man über die Tisch: gelacht und übet den Wein, den man selig hin- untertrank. Das ist ber Februar: Freude unb leise Trauer. Eine Wanderanekdole. Dem Wesen der Anekdote entsprechend, bie, wie ber Name besagt, etwas »nicht Heraus- gegcbencS', b. h. nicht schrlstlich Veröffentlichtes und dadurch Fcstgellgtes ist, wird sie im Lause ihres Daseins öfter« ihre Gestalt verändern, ihre Helden wechseln. Wer kennt nicht die erfundene — nicht einmal besonder« gut ersun- bene — Geschichte von dem großen Geschichtsschreioer Theodor Momm'en, er habe feine eigenen auf der Straße spielenden Kinder nicht erkannt und sie nach ihrem Hanr*n gefragt. Dem Schreiber dieser Zeilen ist d e'elde Geschichte vor langen Jahren von dem einstigen Reichsbank- Präsidenten von D.'chend erzählt worden. In der Einteilung zu seinen ..Gelehrten Anekdoten- nennt aber Dr. W. AhrenS den Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall In Wien alS Hel- den dieser Anekdote. Dor allem aber wechseln ble Geschichten, die von Dümmlingen erzählen, welche die Pointe von W Yen. Rätseln u. bgL ma,t begreifen und sie beim Weitererzählen verquatschen — wobei z.D. bet Kranke mit brri Füßen, nämlich feinen beiden Füßen unb bem TyPhuS zu einem mit drei Deinen, feinen bei» ben und dem Nervenfieber wird, — mit Vorliebe ihre Träger und Helden. 3n meiner Kind- ßeit wurde mir von einem Berliner Herrn ev- zählt, dem der Rcbu« mit dem Häuschen Bohnen und der einzelnen Dohne unb der Losung „Bonaparte" aufgegeben worben war unb bet bet nächster ©cteaenfreit In einer Gesellschaft von ber Hausfrau fich Erbten geben läßt, nach bem gegebnen Dorbtlbe verfährt und sich sehr ver- wundert, daß keiner ..Napoleon" rät. Unb nun tete ich zu meinem großen Erstaunen in bem kürzlich erschienenen zweiten Bande der Lebenserinnerungen" des Romanschrlltstellers Rudolph Stratz von dem Freunde seines Vater« einem Großkaufmarn, Millionär und Stadt- verordneten in Odessa, ber aber, ein Selfmade- n?on, mit ben Fremdwörtern auf bem Kriegslast stanb und z. D. durch den Phophorus ! lal* Bosporus) nach Konstantinopel gefahren trt, baß er auch den verquatschten Bonaparte- Reous aufgegeben habe. Hier haben wir also ein neues Beispiel einer Wanderanekbote vor E R.B. Weise vorläufig abzuschließen. 2llS technischen Weg schlägt er vor: Vollmachten für Die Delegierten der betreffenden Mächte zu einTr b e - sonderen Konferenz in Senf neben der vorbereitenden Abrüstungskon.erenz, die am 21. März wieder anfangen soll. So würden die Abrüstungsbem Hungen nach der Idee von Covlidge nebeneinander herlau'en, au enander wirlen. einander nicht stören und doch in der gleichzeitigen Erörterung dem Gedanken nützen und ihn vor- wärtsbringen. Das ist durchaus zweckmäßig überdacht und nicht nur in dem Wunsche Eoolidgcs begründet, wieder einmal einen Erfolg zu haben, den er für sich und feine Partei natürlich auch braucht, wenn er selber an seine Wiederwahl 1928 dcnlt. Es ist vielmehr ebenso in den allgemeinen Grundsätzen und Gedan'en zur Abrüstung in Nordamerika begründet, mit denen jede europäische Politik rechnen muh. Das) E nglond dcm zustimmt, begre.ft man ohne weiteres. Die vorgeschlagene Regelung ist in fcinerh Sinne und gibt den Gen'er anderen AbrüstungSsemühuntzen einen Stoß vorwar S. Ebenso freilich versteht man. warum Frank- reich und Italien dagegen und Japan doch ^emllch ablehnend find. In ihrer gemein^ samen Stellung hierin spieae't sich zugleich auch etwas wider: die Aufstellung der Machte im fernen Osten. Aber durchschlagend sind andere Gründe zunächst für alle drei. De vorge- schlagcne Lö'ung ist ohne Zweifel vor ollem im Interesse der angelsächsischen Mächte, deren Hebergewicht dadurch fritgeleg* wird und denen die schwächeren Länder bann eben zur See ouS- gelicfert sind. Für Frankreich kommt noch hinzu, bah es seine eigeftcn Pläne dadurch empfindlich gestört sieht. Es bereitet die allgemeine Völker- bundslonferenz über die Abrüstung vor. und seine Ave an Covlidge stellt auch in den Vordergrund, daß es doch richtiger sei, im großen und allgemeinen Rahmen den AbrüstungS- aedanken im ganzen weiter zu behandeln, wofür der Völkerbund die einzig zuständige Stelle fei, als ein Stück hcrauszubrechen. DaS klingt gut, aber verschleiert schon nicht mehr die französische Tendenz. Frankreich ärgert sich, daß Rordamerika den Teil herauSnimmt. der praktisch vorwäris zu bringen ist und sein Gewicht dahinter legt, und natürlich kann Frankreich seine Interessen auf einer Völkerbunds onferenz besser vertr trn als auf einer Spezialkonserenz, bei der die Vereinig'en Staaten den Ausschlag geben. In dieser Ablehnung hat man nun in Frankreich gleich etwas unvorsichtig die Karten ausgedeckt, indem man aller Welt zu erkennen gibt, daß Rordamerika die Abrüstungsbewegung wirklich vorwärtsstößt und Frankreich sie mit seinen anscheinend allgemeineren und durchgreifenden Vorschlägen tatsächlich, wie es auch der Fall und Absicht ist, sabotiert. Das ist für Frankreichs Stellung um so unangenehmer, als ja Covlidge damit indirekt auch in die französische Finanz - und Schuldendebatte hereinstößt. Es wird der französischen Politik etwas schwer fallen, gleichzeitig diese neue Anregung CoolidgeS abzulehnen und die Ratifikation beS Schuldenabkommens auch, da man doch von Rordamerika in der Finanzfrage bekannlermahen abhängig ist. Für den, der immer aufmerksam diese Zusammenhänge verfolgt, ist es aber durchaus keine Ileberraschung, daß Covlidge j et) t damit kam und Europa die abschließende Ordnung der finanziellen Kriegsliquibation seinerseits sehr bestimmte Forderungen in Punkto der Abrüstung erhebt, und daß es eben nach der ganzen Situation in der Lage ist, solchen Forderungen auch Rachdruck zu verleihen. Wir können in Deutschland dieses neue . Vorgehen nur begrüßen. An sich ist Deutschland an diesen See'brüstungsfragen ja nicht beteiligt. I Aber es begr. '». wenn Rordamerika so an der europäischen Politik tcilnimmt, wenn es in Genf F mdirekt neben den Abvüstungslonserenzen des Völkerbundes mitarbeitet, in denen ja die * deutsche und amerikanische Vertretung fast durchgängig gemeinsam gestimmt haben. Und tvenn Coolidges Vorschlag behandelt wird, so muß Deutschland alles tun, was ihn vorwärts bringen Hilst. Hoffentlich erhalten dadurch auch die Arbeiten der vorbereitenden Abrüstungskonferenzen, die nach der Ratssitzung am 21. März wieder - beginnen sollen, einen Anstoß nach vorwärts. Denn hinter den Ausführungen Coolidges in seiner Botschaft an den Kongreß, die dort mit Begeisterung aufgenommen wurde, und seiner Denkschrift eben an die Mächte der Washingtoner Konferenz, ist der Deutliche Hinweis Rordamcrikas darauf zu erkennen, daß die Art. wie die aKiierien Militärs in Genf die Abrüstungssrage behandelt haben, genau das Gegenteil einer positiven Förderung dieses Gedankens ist. Das macht Frankreich jetzt eben mit dem Widerspruch gegen Covlidge reichlich plump erkennbar, indem es wieder mit seinen drei Forderungen kommt, daß sich die Abrüstung zu richten habe noch: 1. Sicherheit des eigenen Landes. 2. den sogenannten „potentiellen" Gesichtspunkten (Lage des Landes, Bevölkerungszahl, wirtschaftliche Kräfte u. dgl.) und 3. nur im gleichen Verhältnis der Rüstungen zu Land, zu Wasser und in der Luft und gleichzeitig erfolgen könne. Dieses Programm ist so wunderschön geschlossen und gründlich. daß zu seiner Durchführung eine sehr lange Zeit gehört, abgesehen von dem guten Willen, der ja gerade bei Frankreich eben nicht da ist. In Coolidges Anregung klingt hörbar eine Warnung in dieser Beziehung durch, und wenn man in Paris Ohren hat. zu hören, so muß man darauf hören! Denn schließlich haben die Vereinigten Staaten von Amerika heute die Macht und die Mittel, der Welk und damit auch Frankreich ihren Willen zu diktieren. Ss iclplan der Zranksurtcr Theater. Opernhaus. Sonntag. 20. Febr, nachm. 3' ,. bis nach 6 Uhr: Tiefland! 7*/. bis 10'/, Uhr: Der Opernball. Montag. 21., von 7 bis 10 Uhr: Don Juan. Dienstag, 22., von 7>,e bis 10 Uhr: Die Bohöme. Mittwoch, 23., von 7>3 bis nach 9 i Uhr: Elektra. Donnerstag, 2-1., von ZV» bis gegen 10' , Uhr: Der Troubadour. Samstag, 26., von 7 bis gegen 10' _> Uhr: Die Zauberflöte. Sonntag, 27.. von 8 bis 9- 4 Uhr: Elektra. — Schauspielhaus. Sonntag. 20. Febr. vorm. von 11 bis 12'? Uhr: Erste Oltatinet Der Witz in der Weltliteratur', von 7 bis gegen 11 Uhr: Bonaparte. Montag, 21., von 8 brs 10i2 Uhr: Der Kammersänger, hierauf: Fräulein Julie. Dienstag. 22., von 8 bis 10 Uhr: Ein besserer Herr. Mittwoch. 23., von 8 bis 10' ? Uhr: Der Diktator. Donnerstag, 24., v^n 8 bis 10'/» Uhr: Der Diktator. Freitag, 25.. von 8 bis lO'/e Uhr: Der Diktator. Samstag. 26.. von 8 biS IO' » Uhr: Der Diktator. Sonntag. 27., von 3> _• bis 6 Uhr: Alt-Frankfurt! von 8 bis 10 Uhr: Sin befleret Herr. Preußen. Kreis D-cijlar. n Oberkleen, 18. Febr. Auf Dem hiesigen Rathause fand dieser Tage eine Güter- versteigerung statt. Die Zahlungsbedingungen waren entgegen den allgemein üblichen so gestellt, daß Der dritte Teil deS Kaufpreises jeweils am ll.Rovemöer 1327, 2L 3un> 1923 und am 11. Rvvember 1223 zu zahlen ist. Trotz der geringen Kauflust wurden gaiu annehmbare Preise erzielt. Das Höchstgebot aus einen Aaer von 22.11 Ar Inhalt betrug 2030 Mk. gleich 0,93 Mk. je Quadratmeter, für 33,13 Ar Ackerland wurden 1200 Ml. gleich 0,35 Mk. pro Quadratmeter geboten, für 23.51 Ar Ackerland 1740 Mk gleich 0,85 Mk. für den Quadratmeter, für 19,97 Ar Ackerland 775 Mk. gleich 0 39 Mk. pro Quadratmeter, 6,03 Ar Ackerland 305 Mk. gleich 0,50 Mk. für den Quadratmeter: 2.68 Ar Baumgrundstück 200 Mk. gleich 0,75 Mk. pro Quadratmeter; für 31,90 Ar Acker (geringer Qualität) 250 Mk. gleich 0,08 Mk. pro Quadratmeter. Für eine Wiese, 13.95 Ar groß. lautete daS Angebot auf 770 Mk. gleich 0,55 Mk. für den Quadratmeter. Die Preise können als angemessen bezeichnet werden. Zwei andere Besitzer erteilten für eine Wiese von 13,49 Ar und einen Acker von 18 Ar infolge zu niedrigen Gebotes keinen Zuschlag. _ - . Vollnkirchen, 18. Febr. Bei Der Ruy- und Brennholzversteigerung im hiesigen Gemeindewald wurden sehr hohe Preise erzielt. Es kosteten Fichten-Derbstangen 1. Klasse 25 bis 30 Mark je 10 Stück, 2. Klasse 17 bis 22 Mark je 10 Stück, 3 Klasse 6 bis 9 Mark je 10 Stück, 4. Klosse 30 bis 40 Pfennig je 1 Stück. Für Brennholz wurden folgende Durchschnittspreise gezahlt: Buchenscheithvlz 34 biS 36 Mark [c 2 rm, Buchenknüppel 25 bis 30 Mark je 2 rm, Eichenscheiter 22 bis 26 Mark je 2 rm. Buchen- reifer 12 bis 14 Mark je 6 rm, Eichenknüppel 16 bis 20 Mark je 2 rm, Eichennutzscheiter (Küferholz) 45 Mark je 1 rm. Kreis Bievcnkops. WSN. Biedenkopf, 18.Febr. Der Rennfahrer Horts, der am letzten Marburger Berg- rennen teilnahin, fuhr mit seinem Motorrad, auf dessen Soziussitz ein Lehrer aus Dem Kreise Biedenkopf faß, bei Gladenbach einen Berg hinunter. Dabei stieß er mit einem zweiten Motorradfahrer zusammen. Während Horts unter das Rad zu liegen kam, wurde der Lehrer im hohen Bogen auf die Straße geschleudert. Die Verletzungen des Lehrers find ernster Natur, während Die beiden Fahrer nur leicht verletzt wurden. ~ Biedenkopf, 18. Febr. Rach langen und nicht immer leichten Verhandlungen mit der Unterrichtsverwaltung ist es unseren Stadt- Vätern gelungen, für den 1. April den Ausbau des Realgymnasium« zu einer Dollanstalt auf Kosten der Stadt durchzusehen. Oberschulrat Prosessor Dr. Zühlke unterzog kürzlich Die aufblühende Anstalt einer Revision ~ Gladenbach, 18. Febr. Auch hier im Hinterlandkreis stand einst die Schweinezucht in Blüte. Ueberall in den Ortschaften gab es viele Sclbstzüchter, und große Herden wurden auf die Weide getrieben. Reben der Schafzucht ist aber besonders die Schweinehaltung hier sehr in Abgang gekommen: die meisten Landwirte kaufen ihre Jungtiere von Händlern. Tierzuchl- inspektor Dr. Tornede ist es nunmehr gelungen, zur Förderung der Schweinezucht die Selbstzüchter unseres Bezirks, etwa 25 an der Zahl, in einen Vereinzusammen- zuf assen. Er wies in einer gut besuchten Versammlung Darauf hiit, daß die günstigen Verhältnisse auf Dem Gebiete der Schweinezucht und -Haltung eine tatkräftige Mitarbeit der Landwirte in züchterischer Hinsicht erfordere, damit endlich ein einheitliche- Zuchtziel geschaffen würde bei Verwendung von nur erstklassigem Zucht- materlal. T Waldgirmes, 18. Febr. Durch Den Ausfall Der Kraftpost von hier nach Frankenbach abends ist auch Die Morgenfahrt um 8.30 Uhr von hier nach Wetzlar ausgefallen. Das wird hier und in Raunheim mißlich empfunden. Gerade dieser Wagen war immer beseht von Leuten, die in Wetzlar und Gießen Geschäfte zu erledigen hatten. Die Fahrt um 7 Uhr ist dazu zu früh. Wenn Die Post morgens um 8 Uhr eine Rundfahrt Wetzlar, Garbenheim, Dorlar. Waldgirmes, Raunheim. Wetzlar einlegen würde, käme sie sicher auf ihre Rechnung. Abgesehen davon, daß die Postsachen für Garbenhetm, Dorlar und Atzbach Damit befördert werden könnten, wäre auch für Dorlar. Atzbach und Kinzenbach eine Fahrgelegenheit nach Wetzlar geboten, da zwischen 7 Uhr morgens und 1.30 Uhr nachmittags auf Der Lollarer Strecke Irin Zug nach Wetzlar fährt. Hoffentlich hat eine diesbezügliche Eingabe an diePo st Erfolg. Kreis Marburg. )( Marburg, 18. Febr. In dem idyllisch am Schlohberg gelegenen Forsthof, der bekanntlich von dem Studentenheim vor einiger Zeit käuflich erworben wurde, soll ein Heim für Theologie-Studierende eingerichtet werden. Die in Frankfurt abgehaltene evangelische Landeslirchenversaminlung beteiligte als Jubiläumsgabe zu diesem Zweck 10000 Mark. — Der jetzt wieder hier abgehaltene Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von rund 700 Ferkeln und Läufern zu verzeichnen. Bezahlt wurde pro Stück: 4 biS 6 Wochen alt 25 biS 30 Mark, 6 bis 8 Wo. e., alt 35 biS 40 Mark, 8 bis 10 Woa^en alt 40 bis 50 Mark: Läufer 60 bis £0 Mark. Bei langsamem Handel nahezu ausverkauft. ftrctd Kirchhain. WER. Kirchhain, 18. Febr. 6m j u - gendlicher Strolch versuchte auf der Straße von Echweinsberg nach Kirchhain eine Bauersfrau zu berauben. Als sich die Ueberfallene zur Wehr setzte und um Hilfe rief, ergriff der Räuber die Flucht und verschwand in Richtung Amöneburg. Er konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Dillkreis. WSR. Bischoffen, 18. Febr. Schwer verunglückt ist gestern das siebenjährige Söhnchen des Vorarbeiters Wetz von hier. Das Kind spielte mit seinen Schulkameraden an der vom Dorfe abgelegenen Mühle und setzte sich hierbei auf eine Welle. Diese setzto sich plötzlich in Bewegung und schleuderte detz Knaben mehrmals herum, wobei er hesiig mit Kopf und Beinen auf die Erde aufschlug. Z:m Glück gelang es dem 10jährigen Müllerssohn, die Mühle abzustellen und das äußerste zu verhüten. Der Derbet- gerufene Arzt stellte mehrere Arm- und Beinbrüche fest. Der Kleine fand Aufnahme im Herborner Krankenhaus. 6L Herborn, 18. Febr. Zur Ansiedlung im Osten haben sich aus Den Reihen der Bauernschaft des Kreises etwa 12 0 ©teDlungö- lustige gemeldet. Kreis Marburg. ss Marburg, 18. Febr. In Der Nacht zu gestern statteten Diebe dem Historischen Seminar im Kugelhause, Der sog. Propstei, einen Besuch ab. Sie entwendeten mehrere Stempel, einen „Geschichtlichen Atlas von Hessen und Nassau", zwei große Lupen, eine Linse für einen photographischen Apparat mit der Aufschrift „Noterstock- Eucyner" und andere Sachen. Es ist ein Mann gesehen worden, etwa 25 Jahre alt, 1,65 bis 1,68 Meter groß, schlank, dunkelblondes Haar, rötliches Gesicht, bartlos, graue Patschmütze, schwarzer Mantel und schwarze Schuhe. .Vitecd LLcslcrbrng. CO Westerburg, 18. Febr. Ein imposantes Wahrzeichen der Umgebung Westerburgs ist dahinge schwunden. Es ist der Kamin Der sog. alten Grube an der Langenhahner Chauisee, Der von einer Elzer Firma umgelegt wurde, nachdem er von der Stadtverordnetenversammlung zum Preise von 250 Mark privater Hand zum Abbruch zugestanden worden war. — Wie In vielen ländlichen Gegenden, so herrscht auch auf dem Westerwald noch immer eine große Abwanderung in Die Städte, ein Umstand, der wohl die größte Schuld an unserer großen Erwerbslosen- Rot trägt. So wandern nunmehr wieder zwei Familien aus Emmerichenhain aus, da sie den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen einerseits und Dem scharfen Wettbewerb andererseits nicht mebr gewachsen sind. Daß die Landwirtschaft allein kaum imstande ist, eine Familie zu ernähren, — rächt der letzte Grund ist wohl die Übergroße Besteuerung deS Kleinbaucrnbetriebs — beweist die Einschätzung deS Wertes der verschiedenen Grundstücke. Bei der letzten Landper- fteigetung brachte durchschnittlich die Rute Wie- senlanD 1,50 Mark, die Rute Ackerland 2,70 Mk, Dabei zählt daS Dors Emmerichhain bei einer Einwohnerzahl von 400 Personen 7 Wirtschaften, 3 Bäckereien, 4 Metzgereien, 4 Butterhänd- ler, 2 Spenglereien und 3 Kolonialwarenhandlungen. Früher, als in Den umliegenden Ortschaften noch keine Geschäfte bestanden, stand eS entschieden besser. — Nachdem von den Stadtverordneten der Stadt Westerburg und dem Magistrat die Mittel zur Erhaltung der Realschule bewilligt worden waren, fanden gestern in Anwesenheit zweier Herren von der Regierung zu Wiesbaden Besprechungen zur Ausgestaltung der hiesigen Schulverhältnisse statt. Danach werden in Westerburg im ganzen sieben Lehrkräfte von Ostern ab angestellt sein, ein Rektor wird der Schule vorstehen. Maingau. Frankfurt a. M., 18. Febr. In einem hiesigen größeren Benzinlager wurden durch die Kriminalpolizei fortgesetzte Diebstähle an Autobetriebsstoffen aufgedeckt. Als H a u p 11 ä t e r wurde Der Nachtwächter ermittelt, Der mit Hilfe seines Sohnes und zwrier Werksangestellten seit Jahresfrist größere Mengen Betriebsstoff stahl und Diesen zu einem Spottpreis weiterverkaufte. Zuletzt verkaufte er das Benzin faßweise. Insgesamt hat Die Diebesbande etwa 3000 Liter Benzin gestohlen und verkauft. Der Erlös wurde geteilt. Kreis Fulda. WSR. Fulda. 18. Febr. 3n der vergangenen Nacht brach kurz nach 12 Uhr in dem nahen Petersberg ein Brand aus, Der daS den Einwohnern Wilhelm Schäfer und Franz Gaul gehörige Doppelhaus völlig i n Asche legte. Die Orisseuerwehr und die rasch eingetroffene Kreismotorspntze FuldaS verhinderten ein Uebergreifen des FeuerS auf bie Nachbarhäuser. Durch Den Brand sind drei Familien obdachlos geworden. Die Orgel im Frankfur'er Handwerkerhaus. Als vor zwei Jahren der Dau des kürzlich eingcwrihten Frankfurter Handwerkerhauses beschloßen war, wurde von einigen Seiten angeregt, in dem großen Saal, der zur Abhaltung von Feierlichkeiten bestimmt ist, eine O r g e» einzubauen. Die Orgelbauanstalt von Förster u. Nicolaus In L i ch wurde mit dem Bau betraut Da der Raum für die Orgel in bezug auf feine Ausmaße etwas stiefmütterlich behandelt war, bestanden für bei Einbau dieses WerleS eine Menge technischer und akustischer Schwierigkeiten, Die von der aussührenden Firma sehr gut gelöst wurden. 5he Orgel ist ht einem eigens dafür angebauten Raum hineingebaut Bei der Abnahme der Orgrl, die ein rechtes Kunstwerk und Juwel des Handaxrkerhauses ist, durch Den Organisten und Orgelrevi e.uen H. Sonntag wurde das Werk in allen Teilen dem Voranschlag und den Dispositionen entsprechend befunden. Die vorzügliche Charakteristik der einzelnen Stimmen u.ib die durch den Org:I- raum bedungene besondere Konstruktion und Intonation sind ein rühmliches Zeugnis des Erbauers. Orgelbaumeister Emst RicolauS. Das Kunstwerk mit seiner mächtigen Tonfülle und seinen bezaubernden Solostimmen ist mit allen Neuerungen des modernen Orgelbaus ve-seben. Diese Orgel ist daS 318. Werk der Firma Förster u. Nicolaus. Der Orgelbau selbst wird in Lich schon über 300 Jahre auSgeäbt. Karl Nicolaus sen. ist der Er'inder des frei schweben "'en Ventils und der WindlcOe mit den frei schwebenden, nach unten schließenden Ventilen. Kirche und Schule. Torskirchenvorstehcr-Taqung zu -Utendorf a. d. Lumda. X Rach Dem starken Be'uch. Den die Tagung in dem günstig gelegenen D ufen-h o s e n am 11. Januar aufzuweisen hatte, war eS ein Wagnis, eine auf einen Nachmittag sich beschränkende Tagung in daS entlegene Lumdatal mit seinen aber vtel schlechteren Bahnverbindungen einzu- berufen. Das Wagnis ist am Montag geglückt dank der guten Vorbereitung durch den K i r - chenvorstand Allendorf, an seiner Spitze Pfarrer Andres, der regen Teilnahme der dortigen Schule und Gemeinde, der Gastfreundschaft der Quartiergeber und Der Selbstzucht, mit Der alle Redner die ihnen zu Gebote stehende Zeit eingehalten haben. Es nahmen 150 Kirchenvorsteher Der nächsten hessischen und preußischen Dekanate an der Tagung in Allendorf teil. Beim GottLsdienst versah Der Ortsgeistliche den Altacdienst Ein Chor der Mädchenvereinigung und zwei Schülerchöre, unter Leitung von Lehrer Strack gut vorbereitet und gelungen, umrahmten nach einem Loblied der Gemeinde die Predigt des Prälaten D. Dr. Dieh l - Darmstadt über 2. Kor. 4.6—10 der u. a. betonte: 3n Zeiten einer hochgehcnden religiösen Welle hat gerade auch die hessische Landcstirche schwere Kämpfe zu bestehen: besonders fehlen auch ihr zu unbedingt in Angriff zu nehmenden Aufgaben die finanziellen Mittel. Der preußische Staat gibt zu jeder Pfarrstelle jährlich 4500 Mark, der hessische noch keine ICO. Da aber das Größte in der Geschichte immer in Tagen deS Zusammenbruchs und Niedergangs geschieht, brauchen wir das trotzige »aber und das freudige „auf daß". Nach einer Kaffeepause in den Quartieren eröffnete Pfarrer Mahr- Gießen die Verhandlungen mit einem Gruß besonders auch an Prälat D. Dr. Diehl, Oberkirchenrat Wagner, die Dekane Gußmann -Kirchberg und Schmidt- Grünberg und die gastfreie Gemeinde Allendorf. LanDesiugendpfarrer von der Au -Darmstadt sprach Dann auf Grund eigener Studien sehr anschaulich über »Amt und Arbeit der alt- hessischen Kirchensenioren-. Heber diesen Vortrag ist gelegentlich der Tagung in Dutenhofen bereits näher berichtet worden. In Der Auslvrache schlug Prälat D. Dr. Diehl Die Drücke von der Geschichte zur Gegenwart. Ausgehend von der Klein-Umstädter Seniorenordnung von 1580 zeigte er, wie französische Revolution und Aufklärung Den Seniorrat stürzen halfen: Der Pfarrer wurde kirchlicher Beamter. Beaufsichtiger des Lehrers. Nach Den 70er Jahren verloren Die Autoritäten ihr Fundament. Heut« sind äußerliche Autoritäten noch mehr dahin, hinzu kommt die Auflösung Der Familienautorität. Als Ziel kann nur vorschweben die Gewinnuna freier Hilfskräfte für bestimmte Ausgaben und Die Orientierung Der Pflichten der Kirchenvorsteher und Kirchengemeindevertreter an der Vergangenheit. So seien wünschenswert Programm« sür Kirchenvorstands- und Gemeindevertretung-- sihungen des ganzen JahreS.. Rach weiteren Ausführungen von Superintendent Wagner und nach dem Weggang der in der Gießener Dichtung fal, .iden Gäste wurden d e Verhängungen unter Dem Vorsitz von Dekan S ch m i D t - Ärünberg zu Ende geführt. Buntes Allerlei. Lin Mundharmonika-lvetfbewerb. Ein homerischer Wettlampf, bei dem sich Polizisten, Soldaten und Matrosen. Bergleute. Töpfer und Weber beteiligen, wird demnächst in London ftartsinden. Es ist der große Wettbewerb des englischen Mundharmonila-BerianDes, zu dem sich bereits über 150 Teilnehmer gemeldet haben Der gegenwärtige Harmonika-Champion Englands, Samuel Haywood, ein Londoner Schutzmann, wird feinen Titel gegen eine große Anzahl anderer Virtuosen zu verteidigen haben. Auf Die „Favoriten" find bereits gro'-.e Wetten abgeschlossen worden. • Es gibt Virtuosen der Mundharmonika, Die diesem unscheinbaren, von der Kinderwelt mißbrauchten Instrument di« wundervollsten Töne entlocken, so daß man glaubt, eine Anzahl ©eigen oder gar ein Harmonium -u hören. Der verstorbene Harmonika-Virtuose Robinson verdient« mit dieser Kunst 3000 Mk. dl« Woche Der Slrohhclm Der Fliegerin. Die zunehmende Verbr.i.ung des Flugzeugt als Verkehrsmittel hat auch Die Modeschöpfer vor neue Probleme gestellt. Denn Die Dame, Die diesen Reiseweg wählt, muß auch ein dem Milieu besonders angepaßtes Kostüm besitzen. Diese Kleidung soll natürlich ebenso praktisch wie kleidsam sein. Der Lederhelm, dem die Eigenschaft der Kleidsamkeit durchaus nicht zu- gesprochen werden kann, wurde früher für unentbehrlich gehalten. Darin ist nun ein Wandel eingetreten. Die Modefchöpscr bringen in diesem Frühjahr einen festanliegenden, federleichten Hut aus sehr seinem Stroh heraus, Der, die Form des Kopses wiedergebend, bis über Die Ohren herabreicht. Er wird m.t DrTt ebe aut Ird van Bauch Getue! Ohne Schlacke,ahne Hökz, rldzkfaff. akbewcdirfc und 1,2 n oudjenflam vuchenniitzfchc itnftämme la. stimme lb.flL stamm? Lz.gi e MU 2,29 f, * JJMwftani Mfnflpuei Wmme Ml.', jantme 2b< , •jmme aa.jfi stamm 3d.Ai L 'Sfr । '.2lfm, 2i 6<2 ^krmin •w^ed) tenb Ter 5 Holzs 'ctt,mente; to$ Den A * • 76 " 101« 3 ■5 70 6 274 I 1 ‘‘'•milk ?uiUTt5’2 Uhr Ä 8emaj)i fn Me ule. iMHj «la. % AL ee^iüdt, ch>n Äit, leintt 6^ *6me der bor- alllrainb'Äoft #• mit btt mhrnb, grt $J* eh»» 6.4 KZ UZ M ve-L^ s'rina^M- di'd?tz tn tu. « btt nLchllt» lt au btt la. J Mlerblenv ItarMenfL 6in ung und »vr. ton Lehttr ugru, umtahm- 'k die PreNg, wmflabt übet h Zelten enter I gerade auch ^mpse zu 6c- n unbedingt In . )ie Aanziellni >u icbtt $btx« >'chr nod) lrlne Schichte Immn }b AiederoangL ige »ober und den Quartieren n die Derhand- auch an PrSIat Wagner, die | und Schmidt« einte Qfilcnliotl. l 2 u • Darmstadt Studien sehr an« itlt der all« : ren*. Hebet Ser Tagung In tootben. 3n Ser r. Diehl die QmtoQtl lub : 6tn\ottt\oib- 2rvv« mivrrai stürzen üiicher Itamltt, den lOer Iahm unbammt. Heute ch mehr dahin, familicnaulvritit. die Detvinnuna . Aufgaben und der Airchenvvr« :!et an der Der- vert Prvgramim lindebertre ungi« ch wirren 2ui« Dagner unt lie&cnet Alchtunj han^ngen un:n bt'tKrünberg M rlei- tbtM rl M dem M {en, Dergleutc. rb demnächst ™ ^ascttbtw» e '[U;-n l?anX nun «•" in t> btin? uti^S nben, secer N heraus. ft \ s. z uDt* j nö. 5 ,^ .s>e t* >t;anu«5io,”, gement hab« lanbontt eine M A tz ^.*5 t OJirtuolff * nscheindareiU OnfHumenjW odoblnauglA ein HaxS irTn0ftlSOOO®1 Aunst 30w schwarzem Stroh em gefertigt unft weist keinerlei Aufputz auf. bet durch die Gefahr der Lustreise Schaden nehmen tonnte. Der Kamps gegen die Menschenopfer In Binna. DaS Berggcbtet der Haga-Stämm: an der Grenze von Birma beschäftigt die englische Verwaltung schon seit langem, denn unter dielen wilden Völkern herrschte noch ein auBgebteitetet Sklavenhandel, grausige Blutrache und eine Religion. die Menschenopfer forderte. In verschiedenen Erpebikionen hat man zunächst eine Befreiung der Sklaven und eine Unterdrückung der Blutrache durchgeseht. Runrnehr ist eine neue Expedition unterwegs, die untersuchen soll, ob die Reformen auch wirklich durchgeführr werden. Bon dieser Srpedition, die In bet We.hnachtS- woche Myittyina in Birma verlieh und am 4. Januar Maingkwan erreichte, sind seht die ersten Depeschen auS dem Raga-Gebtet etnge- krossen Die Stpedition. deren politischer Leiter Mr. Dewar und deren militärischer Führer Hauptmann Howman sind, muhte in schwerem Regen und Rebel sich d.m Weg durch die sumpfigen Dcblete bahnen. In den einzelnen Dörfern werden die Häuptlinge darüber vernommen, ob sie noch in Blutfehde mit anderen Stämmen sind, und es wird ihnen eingeschärft, dah jede« Menschenopfer bei ihren religiö'en Zeremonien auj das schwerste bestraft werden wird. Man will in Gebiete vordringen, die vorher noch niemals von Weihen betreten wurden, und um den Vormarsch zu erleichtern, müssen die Stammeshäuptlinge Wege anlegen. In Maingkwan. einem Doti, das über 100 Kilometer von der nächsten englischen Polizeiftation entfernt ist. erschienen verschiedene Raaa-Häuptfing:. die ihre Fehden zur friedlichen Entscheidung vor den englischen Beamten brachten In verschiedenen Fällen haben die Häuptlinge unter persönlicher Lebensgefahr den Vollzug bet Menschenopfer verhindert Man hofft, dah eS auf diese Weise gelingen wird, diese scheußlichen Heberreste uralter Kulte vollständig auSzu rotten In der Dfesfersabrik. Richt nur daS Land, „in dem der Psesfer wächst", ist eine merkwürdige Gegrnd. sondern auch der Ort. an dem der Pfeffer zubereitet wird, umsch loht so manche Sellsamkei'.en. Wer eine Psessersaotik besucht, sollte sich einen hübschen Vorrat Taschentücher mimehmen. denn er wird sie ba b geb. suchen. Ruch Durst wird er bekommen, denn die ganze Fabrik ist von einem scharfen, beihenden Pfefsrrgeruch erfüllt, und wenn man In den Packraum tritt, so schnappt man nach Titern und verfällt in ein nicht enden» wollende- Riefen. Hat man sich davon et?aS erholt, bann sieht man lange Reihen von Mädchen an Tischen fitzen, die Tüten vor sich haben, in die sie mit k e.nen Schau em Pfeffer füllen. Die Luft ist mit Pfesserstaub gesättigt Sine feine Wolke schwebt über b:n Köpfen der Mädchen, die sich aber dadurch nicht im geringsten anfechten feien Keine nicht, keiner tränen die Rügen. Denn man a;cr am Eingang ein Mädchen bemerkt, da- tote Augen hat und sich daS Taschentuch vor Mund und Rase hält, io kann man gewih sein, dah eS sich hier um eine 3n- längean handelt, die sich erst an den neuen Berus gewöhnen muh. Rach einet Woche etwa sind die Mädchen so weit, dah ihnen weder Pfeffergeruch noch P ei erstaub etwa- anhaben. Früher wurden MaS.'en für die 'Arbeiterinnen verwendet, haben sich aber nicht bex&brt. Die Einwirkung deS Pfeffer taubes ruft keinen dauernden eiaben hervor, vielmehr ist der Gesundheitszustand in dresen Fa.'.i en auSaez: chnet. Erlä.tungen und Ansteckungen f nd hier unbekannt, denn der P'efser Ist ein IräfdgcB Desinfektionsmittel. In anderen Räumen wirb der Pfeffer durch Maschinen in gröbere Gefähe gefüllt und schliehlich findet man in einem kleinen Zimmer einen gespannt und sorgenvollbrein- blickenden Herrn, der sechs kleine Pfeffethäuf- chen vor sich hat. Er iaht die Körner zwischen den Fingern durchgteitcn. tut sie auf ein Stück Karton, beobachtet schliehlich die Farbe, schüttet dann ein wenig Pfeffer in den Hand- tinerlcl Tatsachen. Eine Taschenuhr, die in zwei Sekunden fünf Schläge aussuhrt, macht in einer Minute 150 Schläac, in einer Stunde 0000, In einem läge 216 000. Um eine Million Schläge auszusuhrcn. sind vier läge 15 Stunden nötig. Nach zwölf Jahren und zehn Monaten würden eine Milliarde Schläge gemacht sein. Um aber eine Billion Schläge ausju- führen, wären etwa 12 600 Jahre nötig. Seit Christi Geburt hätte die Uhr erst 150 Milliarden wiege- führt, so daß die Uhr. um die Billion auszusühren, noch etwa 10 750 Jahre laufen mühte. — 3m Jahre 19?4 kamen tn Treufien Böl QTrae von Wort nnb Totschlag vor. Getötet wurden 585 männliche und 276 weibliche Personen. — Der Lorelenselfen am Rhein hat ein 17jache» Echo. Der Königsplatz in Kastel wirst das Echo sogar Ivmal zurück. — Da» tiefste Bohrloch der Crde befindet sich in Chan», lov Chansield in Kalifornien. Die liefe erreicht 2398 Meter. Lange Zeit galt da» Bohrloch bei Czochow in Oberschlesten al» da» tiefste. Dieser Schacht miht 2240 Meter und Zeigt in dieser liefe 84 Grad Celsius Därme. — Der gröfjte Bahnhof In Europa ist der neue Hauptbahnhof In Hamm. Er ist 570 Meter breit und 9.3 Kilometer lang. Huf seinem Gebiet liegen 300 Kilometer Gleise. Der Bahnhof wird täglich von 298 Zügen durchfahren — In Deutschland gibt e» mehr al» 15000 Uhrmacher. — Der amerikanisch« Erfinder Edifon hat in seinem Leben bisher 1000 Patente ausgearbeitet. — In Berlin werden jährlich 600 Millionen Kubikmeter Go» verbraucht. — Im Jahre 1025 wurden in Deutschland über 132 Millionen Tonnen Steinkohlen gefördert. Ein Eifenbahnzug (bestehend au» 10-Ion- nen Dagen) würde, wollte er diese Steinkohlen- menge wegtransportieren, über 70 000 Kilometer lang sein müssen. Da der Erdumfang am Aequator nur 40 075 Kilometer beträgt, |o würde der Zug also Ijmal um den Slequator reichen. — Da» gröfjte Stück Eisen der Welt ist ein Riesen-Eifenblock von 21 Tonnen, den Nordenfkjöld im Jahre 1870 auf feiner Grönland Expedition fand. Der Eifenblock ist jetzt vor dem Ratlirgeschichtlichen Museum in Stockholm aufgestellt. Cemeinschaniicher NuUholzverkaof her ßkmeinben 92ieberflceit, Cber» (lern und (Sbcröflöno. VIm tiruetag, den 22. Februar 1927, von vormittag» 10 Uhr ab kommt in dem Rathause zu Niederkleen auS den Gemeinde - Salbungen Niederkleen, Oberkleen und Ebersgöns folgendes Nutzholz äffcntlid) meistbietend zum Verkauf: 1. Gemcindewald Rlederttee». I Eichenstamm 1. Kl. = 0,14 km, I Eichenstamm 2. Kl. •= 0,67 fm, 1 Eichen- Jamm 3. St. 0,42 fm, 1 Buchenstamm . 1H. =-» 0,58 fm, 1 Buchcnftamm 5. Kl. -® 1,13 fm, 10 Äiefernftämme 2a»ftl. — 5,06 fm, 1 fltefcmflamm 3a-fll. —0,7lfm, 36 rm Kiefernnutzholz 2. Kl., 81 Fichten- stämme la-SU. «= 12,28 fm, 44 sZichten- stämme Ib-Sll. = 10,93 fm, 7 sichten- flämme 2a-Kl. --- 3,33 fm. 114 Fichten- (langen 1. Klaffe, 168 Fichtenstangen 2. Kl. 2. Gemeinbewald Cberlken. 2 Eichenstäntme 2. Kl. ---- 0^8 fm, 10 Eichenstämme 3. Kl. — 7,00 fm, 22 Eichenstümme 4. kl. = 19,98 fm, 3 Eichenstämme 4a-$H. 3,39 fm, 1 (fidjenftdmme 5. Kl. » 4,87 fm, 2 Eichen- itämmc ßa-fll. « 2,36 fm. (Unter den Sichenftämmen befinden sich Fournier- höl.jer.) 6 rm Eichennutzscheit 1 m lang Kllserholz), 104 Fichtenstämme la-AL ■ 13,00 fm, 70 Fichtenstämme Id-Kl. — 16,76 fm, 40 ssichtenstämme 2a-fll. ■ 25,16 fm, 29 Fichtenstämme 2b-fll. » .'■<,10 fm, 12 Fichtenstämme 3a-Äl. — 15,86 fm, 4 Fichtenstämme 3b-«Haffe 5,50 fm, 3 Fichtcnstämme 4a»ÄI. 4,90fm. (Unter den Fichten befinden fich rlamme bi# zu 21 m Länge.) 3 Fichten- fiämmc 5. SH. = 3,22 fm (Schnitthölzer), 140 Fichtenstangen 1. Klaffe, 168 Fichten- slangen 2. Klasse. 8 Kiefernstämme 2a-Kl. 3,07 fm, 4 Sncfemftömmc 2b-ÄL l.Hfl fm, 1 Kiesernstamm 3a«SU. — l,03fm, 14 rm Kiefernnutzholz (3 m lang). 3. «emclndewald EbcrSgönS. 2 Etchenstämrnc 1. Klaffe 0,37 fm, V Eichenstämme 2. Klaffe --- 2,25 fm, 1 Eichenstamm 3. Klasse — 1,02 fm, 3 Eichenstämme 4. KI. --= 2,73 fm, 1 Eichen- lamm 6. Kl. « 1,24 fm, 3 Eichenstämme 6a-SH. = 4,44 fm, I Eichenstamm 6. KL «• 1,51 fm, 9 Eichenstangen 1. KL, 6 Eichen- !angcn 3. SH., 0 rm Eichennutzscheitholz I und 1,2 m lang — Küserholz —), Vuchenstamm 6. SH. — 0,75 fm, 2 rm Vuchennntzscheitholz (Felgenholz), 60 Fich- kenstärnme la-ÄL --- 6,60 fm, 69 Fichtenstämme Ib-Sll. — 18.01 fm, 12 Fichten« stämme 2a-SH. = 6,48 fm, .3 Fichtenstämme 2b-SH. — 2,29 fm, 72 Fichtenstangen 1. Kl HO Fichtenstdngen 2. SH., 7 rm Fichten- nutzknüppel (1,6 m lang). 30 SHc ern- stämme 2a-SH. — 12,63 fm, 46 Slie em- fiilmme 8b-SH. — 31,65 fm, 21 flie ern- i13mmc 3a-SH. = 20,91 fm, 1 Kie em- Damm 3b-SH. «= 1,02 fm, 2 Kiefernstämme •a-ÄL — 1,85 fm, 1 Kiesemstamm 4b-SIL •» 1,27 fm, 21 rm Kiesemnutzholz (3 m l«ng). Tie näheren Bedingungen werden in bem Termin bekanntgegeben. «rohrechtenbach, 11. Febr. 1927. Ter Bürgermeister: Schneider. 1474D Holzsttbmission. Tie OJcmcinbe Staufenberg verkauft im fcege schriftlichen Ängebot» folgende tzolz- irrtimentc. Fichtenstämme: 8o» 1 3 Stuck 3. Klasse - 2,90 fm 2 10 „ 4. „ = 8,77 , . 3 3 „ 4. „ - 3,88 n , 4 2 , 4. w - 2,14 . 5 70 „ 5a „ - 41,96 „ 6 274 _ 5b „ =» 77,23 „ , 7 1 „ 3. „ =■ 0,57 , . 8 6 . 4. . — 6,95 . , 9 76 . 6a . =• 56,05 . , 10 144 M 5b „ = 61,08 „ Angebote itnb nach Sortiment u. Klassen Ulrcnnt diZzum Tonnerstag,bem24. b.M., xidtmittag* 2 Uhr, bet der Bürgermeisterei neureichen. Angebote mit Aufammen- Ktogencn fllalfen oder mit Bemerkungen ober Vorbehalten versehen, werden nicht derückiichligt. Die Berkaufsbedingungen können auf Hefiger Bürgermeisterei eingesehen werden urt werden im Termine nochmals bekannt gemacht. Staufenberg, den 17. Februar 1927. Bürgermeisterei Staufenberg: Meyer. 1712V Bau- und Nutzholz-Versteigerung. tienotag, den 22. Februar 1927, soll au4 den Waldungen der Gemeinde Alten» Buseck, Distrikt Reustrauch, Struth und Äuf)trieb4iüalb folgende- Holz öffentlich meiftbietenb an Ort und Stelle versteigert werden: I Stamm 1. Kl. --- 1,93 Fstm. Eichenschnittholz, 2 Stämme 2. Kl. = 2,88 Fstm. Eichenfchnittholz, 10 n 3. Kl. = 7,20 Fstm. Eichenfchnittholz, 9 , 4. SH. = 3,59 Fstm. Eichenbauholz, 18 „ 5. SIL 5,73 Fstm. Elchenbauholz, 175 „ 6. Kl. = 17,31 Fstm. Eichenbauholz Darunter ca. 100 Stück Gartcnpsosten von 2,2 m Länge. 1 Stamm 2. SH. — 2,24 Fstm. Fichtenbauholz, 16 Stämme 5a-SH. — 7,23 Fstm. Fichtenbauholz, 130 „ 5b-»l. 31,81 Fstm. Fichtcnbauholz, 31 Stück =» 1,04 Fstm. Etchen-Terb« stangen, 166 „ -- 17,36 Fstm. Fichten- Derbstangen 1. Klasse, 156 „ =■ 4,99 Fstm. Fichten-Terb- Rangen 2. Klaffe. 3ujammtntunfi vormittagö 9 Uhr am Distrikt Seewald. 1713V «lien-Vuseck, 19. Februar 1927. Hess. Bürgermeisterei tuten-Buseck. Vrennhoizversteigerung. Aus den Salbungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: ^.Mittwoch, den 23. Februar 1927, vorm. 9>z; Uhr beginnend, Wbt. 37 -44, Be'zirk bet Förster» Brück, Rödgen, 33,7 Rm. Eichen- und Üiefernscheit., 133,2 Jim. Eichen- u. Skiefeniknüppel, 260 Dellen Eichen- u. Kiefern- reisig, 226 Wellen Fichtenreifia, 39,2 Rm. Eichen- u. Kiefernstöcke, 68,8 Rm. Fichtenstöch'. DaS Hl'ft and den Abteilungen 37, 38, 43 und 44 wird nicht vorgezeigt. Aufammcnknuft: Anneröberweg — 3. Schneise. B. Freitag, den 25. Februar 1927, vorm. 9V, Nhr beginnend, «bt. 11, 13, 15, 28, 31 unb 33 (Fernewdld), Bezirk des Försters Arft, 19,2 Rm. Eichen- u. Kiefernfcheiter, 37,3 Rm. Buchen- u. Kiefern« knüppel, 250 Wellen Fichtcnreifig, 73,5 Rm. Kiefern- u. Fichtenstöcke. Ta# Hoh au» den Abt. 11, 13 und 15 wird nicht vorgezeigt. flufammenfunft: Citber Straße, am Waldaukgang. Aufchlietzend gegen 10' . Uhr au»Abt.5va, Bezirk ded Förster» Brück, Rödgen, 32,5 Rm. Buchen- u. (hchenfdieiter, 15,7 Rm. Buchen- u. Eichenknüppel, 350 Wellen Buchen- unb Hain- buchenreifig, 270 Wellen Eichenreifig, 7,5 Rm. Buchen- u. Eichenstöcke. Zusammenkunft: Am Daldranb der Abt. 50a vor Annerod. tle Vrennholz-Bersteigerung Nr. 11 vom 9. d. M. konnte nicht genehmigt werben. «ietzen, 18. Februar 1927. 1692B Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Nos enberg. «Holzsubmission. Donnerstag ben 24. Februar, nachmittags IV, Uhr, soll auS den Waldungen bet Gemeinde ReiSklrchen nachstehendes Holz im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Fichtenstämme. Los 1 2. Äl. 2 Stück = 4,27 Fstm, LoS 2 3. fll 3 Stück = 5,03 Fstm., Los 3 4. SH. 24 Stück -* 20,76 Fstm., Los 4 5a- Kl. 98 Stück = 58,11 Fstm., LoS 5 5b-SH. 372 Stück = 100,92 Fstm. Kiefernstämme. Los 6 3. SH. 5 Stück = 2,57 Fstm., Los 7 4. SU. 10 Stück = 3,95 Fstm., LoS 8 4. Ml. 20 Stück = 9,81 Fstm., LoS 9 5. SU. 365 Stück = 75,70 Fstm., LoSlO 5. SU. 577 Stück = 140,52 Fstm. Lärchcnstnmme. LoS 11 4. SU. 1 Stück = 0,96 Fstm., LoS 12 5. SH. 1 Stück » 0,55 Fstm. Äincrn-trvbpnngcn. Los 13 22 Stück = 2,03 Fstm. Das Holz lagert ungefähr 20 Minuten vom Bahnhof Reiskirchen entfernt. Vorherige Besichtigung empfohlen, spätere Cimvenbungen werden nicht berücksichfiyt. Das Holz ist mit Rinde gemessen, wird je- doch entrindet. Angebote sind verschlossen, getrennt nach Losen, bis zum Termin einzureichen, wo alsdann die (Eröffnung in der alten Schule flattfinbct. Sieiokirchen, 18. Februar 1927. 1711V Hess. Bürgermeisterei Reiskirchen. Schomber. .sHotzsnbniissio». Die Gemeinde Rödgen bei Gießen verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebots nachstehend aufgeführtes Holz: Eichenstämme 5. Klaste — 0,92 fm Fichtenstämme 3. „ = 4,94 „ „ 4. „ = 18,14 „ „ 5a , °> 48,81) „ 5b „ = 32,90 „ Kiefernstämme 3. e =- 1,44 „ , 4. N = 2,90 , „ 5- - 3,29 „ DaS Nadelholz ist entrindet und ohne Rinde gemessen, das Laubholz dagegen mit Rinde gemessen. Angebote sind getrennt nach Klassen pro fm diS spätestens 23. Februar 1927, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Eröffnung der Angebote erfolgt und die Bedingungen bekannt gegeben werden. Vorherige Besichtigung empfohlen, spätere Reklamationen werden nicht berücksichtigt. Rödgen, den 19. Februar 1927. Hess. Bürgermeisterei Rödgen: _____________Wegner._______1725V öNll-llMllWWslk!MW Donnerstag, den 24. Februar 1927, sollen auS dem Billinger Gemeindewald aus den Distrikten Buchwald, Schlaghaus und Blaustück 22,31 fm Eichenbau- und Wagnerholz 4. bis 6. Klasse 0,25 „ Eichenderbslangen 0,26 „ Buchenderbstangen 44,07 „ Fichtenstämme 5a- und 6b-SH. 2,99 „ *i(Menberbüangen 6,20 „ ^ichtenreiSstangen 750 Ct. Fichten-Bohnenstangen 2,— fm Lärchen» unb Kiefernstämme, 6 Klaffe öffentifch versteigert werden. Ausammenkunft am Baibeingang der Straße Villingen—Hungen. Beginn der Seritcigerung 9*4 Uhr. Villingen, ben 17. ^ebruar 1927. Hess. Bürgermeisterei Villingen: Pauli. 1677V Holzversteigerung des Hofgutes Winnerod. Am Freitag, dem 25. Februar 1927, vormittag- 9*« Uhr, kommen folgende Mengen Buchenbrenn- und Nutzholz zur öffentlichen meistbietenden Versteigerung: 114 Rm. Scheit, 30 „ Knüppel, 102 „ Reisig, 55 „ Stöcke, desgleichen ca. 20 Fstm. Buchen- und Lärchenholzstämme und ca. 4 Fstm. Fichtenreisstangen. Tas Brennholz liegt an der LreiSstraße Winnerod—ReinhardSbain. Safammcntunft an dem Gutshof (Strane ReinhardShain). 1727V Winnerod, ben 19. Februar 1927. GlutSverwaltuuq Wiaaerod Holzsubuiifsion. Aus ben Salbungen bet öemeinbe Lber-Bessingen foll folgenbeS Holz auf bem Wege bes fchriftlichen Angebot- verkauft werden: Kiefernstämme 3. Kl. 20 St. * 13,63 fm 4. „ 81 „ == 17,63 , 5. , 61 n - 18,05 „ Fichtenstämme Sa , 1 w ■= 0,60 „ 5b . 31 , 7,95 „ Angebote find pro fm nach Klaffen getrennt, bis zum Freitag, den 25. Februar 1927, nachmittags 2 Uhr, b£i der unter- i zeichneten Bürgermeisterei einzureichen, • woselbst die Verkaufsbedingungen offen! liegen, unb vor der Eröffnung bekannt ■ gegeben werben. Ober-Bessingen, ben 18. Februar 1927. Hess. Bürgermeisterei Lber-Befsingen: ftciL 1691V HloslenDoö Söngerlrom Wer bat schwarzen Domino irriümlich miiaenommen? 8b- Ajoeb- B^aiUor ltr. I? 2-3000 Hll. Darlehen a gu aeh. (v.eidmit zwecks weit. Ausbau nenen flute hinten eo Gewinn- be-eilfl, aef. Rllckz. nach Uebereinknnft. Schr. Anaeb. n. 01270 a- d. Hiev Anzeiger Weshalb überall bewundert? Feinete Gesundheit, klare Augen, faszinierend schöner Teint schlanke Linie sind die Folge von allgemeinem Wohlbefinden nehmen Sie deshalb gleichfalls Kruschen. Kruschen-Salz erhält stets frisch und elastisch, Kruichen-Salz reinigt das Blut, Kruidien-SeU bedeutet für Leber and Nieren eine Hilfe in den normalen Funktionen, Krusdien-Salz regt den Stoffwechsel an, die Folge ist: Kruidien-Salz wirkt belebend und erfrischend auf den gesamten Organismus. Deshalb sollte jede Dame täglich frühmorgens eine kleine Messerspitze Kruschen in warmem Wasser nehmen. Io ollen Apotheken and Drogerien M. 3,— pro GIm, f*r 3 Meute ewralehend. BHUTHIEN » SCHULTZ BBHJ.IN N W. PANKSTÄAStB 13—M Fabrikbger. Julltte Bru, Frinldurt un Main, OOnftenbergeDee W. Peroral: Carolus 45964 . 402a für Gießen unb reellere Umaeb. zu oee» geben. Branwekenntnlsfe, ebenfo Mapital ist nicht er forderlich, da Provision fofort bei Eingang der Aufträge gezahlt wird. 9tur reiiecnabrcnc Herren, d'e über ein» wandlreie Reierenzen verfügen, wollen stch melden. Angebote uni. I. S. H. 9.43 an Rnioll ssrai-Stlart a.M. Iff-Otj I stühr. Unternehmen In der Branche hat dii yolzversteigming. | Vertretung Aus den StaaiSwald-Distrikicn Cbcr- Gtcsten unb reellere Umgeb, zu oe unb Nieder-S ilbach werben Freitag, den 25. Februar 1927, von 91/« Nhr an, in der Lchäferfcheu Wirtschaft zu raubriagen versteigert: Derbftangeu: Fichte 1. Kl. 55 St., 2. Kl. 316 St., iNeioftanaen: Fichte 1. Kl. 490 St, 2. KI. (Bohnenstangen) 450 St. Tcheiter rm: 42 Buche, 36 Eiche, 4 Kiefer: Knüppel rm: 23 Buche, 35 Hainbuche, 78 Eiche, 8 Kiefer, 5 Fichte , Reisig rm: 71 Buche, 52 Hainbuche, 222 Eiche, 152 Kiefer, (1. Durchforstung), 128 Fichte (Schschthausen): Llöcke rm: 23 Buche, 4 Heinbuche, 54 Eiche, 6 Fichte unb Kiefer. T.e Buchen-Knüpvel 3h. 232, 233, 234, 251 unb Buchen-Reisig Nr. 253,254 werden nicht versteigert. Auskunft durch Herrn Förster Muller zu Alten-Buseck und daS Forstamt. Die Fich- ten-Stangen werden zuerst, das Brennholz wird von 10 Uhr an versteigert. Gießen, ben 18. Februar 1927. _________Hess. Forstamt Gießen. 1716V Bekanntmachung. Tie am 17. b. M. im Gemeinbewalb Mainzlar statigefunbene Nutzholzversteigerung ist genehmigt. Mainzlar, am 19. Februar 1927. Bürgermeisterei Mainzlar: ______________Bogel._________1714V SeröunAe Z-Mim-MMS In «adelt. Suhanbc. geg. Eritaug. brr Um- zngSk zu vermieten. Intrresieni muh b. Wobnungsa-nt gemelbet sein. Echrisil.An- geboie mit 1707d an den Gteh. Anzeiger. WWWM für (Olehen u. llmgba. fof. aef. f. dkeuheir tn Feuerlöichern u a oar. Sveztatavoa rat i. AuioS. Hoher Berd. Fachleute veo Nebern kl Vag w. Ott. u- F.Z.». 1069 an Ruboli Molle, Frankfurt a. Main. mo;olll® Zlkko 3-500 matt zu erzielen, je nach Bezirk, durch Allein« oenreiung eines frnfationeilen Masten- i t$Gritfcl5 T. :)i. 0'. SL D :ii. L'. a Ser «öle H rten oder Fitinen ivollen umgehend Ockerieeinreichen nnrex L'. %. 441 an Ann -Erved Henrich Eisler, Frank iurt a. M, Schäkergaffe 19. UXMisl WÖBiW Wir juchen per 15. März 1926 einen tüchtigen, tautionSfähigen Wirt der die Küche in eigner Regie übernimmt. Bewerbungen find fpätestenZ bis Freitag. den 2\ Februar 1927, bei unlerem ErfchäftSlübrer Herrn Jakob Günderoth. ®ie en, Schanzenstrahe 16 einzureichen, auch find dase. bst die näheren Vedingungen zu erfahren. Wohnung vorhandexr. 1718D Die HauSkommifstvn. Versicherungs- General-Agentur »alle Branchen» luchi für Gießen tüch« ngen Platevertreter gegen ttieboli unb Proviston. Schrtfillwe Angebote unter 012M an ben Gieß. Sin* erbeten. 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Kartenvorverkauf im Kurhaus vorm. 10—12'/, u. nachm. 3—10 Uhr (Tel. 185). Auf Wunsch Zusend. geg. Nachn. .Karneval“ bis 4 Uhr morgens ge&ffnet. Ananasbowle im Ausschank. Ingcnteurtchidc Technikum Altenburg-Th STAATSKOMMISSAR MaKhincnbau-Automobtfb.iu.Elfhlroudutik Pf«‘Sw Vtrpfl im Stud Caiino Progr aufWunxh Pfefferminz-Ke Kamille, Lindenblüte Alle Heilkräuter und Tees von ausgezeichn. Wirkung Hamamelis-Haarwasser Kräuterseifen, Zahntinktur usw. Sauerstoff-Nähr-Präparate Samstag, den 26. Febr. 1927, abends 8 Uhr 11 Min. Der große Kurhaus-Maskenball Sechs Tanzsäle — Sechs Tanzorchester Kaffee- und Likörstube, Bierstube mit Würstel- Siederei, Sekt-Büfett, Überraschungen Sanitätsverein Montag, 21. Februar 1927, abdS. 8 Llhr, im Kaufm. Dereinshaus, Tkordanlage SMSI-MIMIM Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung, die bei Beginn der Bersammlung bekannt gemacht wird, ist zahlreiches Erscheinen dringend erforderlich Cafe Amend Heute Samstag Voranzeige! Hotel Schütz IlliSpera'holz n ’S in (2lche. 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Vertrag mit dem VolfSballenuerein, L AuSfteUungS- bedingnngew 3. Verschiedenes. ItüilD Speiserestaurant G.Trinkausjun. Morgen Sonntag, ab 4 Uhr: zWi!!kll'80Ml Abends 8 Uhr: 3iWMinel Ende 4 Uhr! 1700D G. TrinNaus jun. Spielplan der drei Giessener Lichtspielhäuser Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Der große Erfolg Ben Hur Heute 330 Uhr, 6.00 Uhr und 8.15 Uhr Morgen Sonntag Anfang 2.15 Uhr Kassenöffnung 1.30 Uhr Großes Orchester Palast-Lichtspiele Kirchenplatz Nur morgen Sonntag Ben Hur Anfang 3.00 Uhr Preise der Plätze: 3. Platz 1 Mkn 2 Platz 1.20 Mk., 1. Platz 1.70 Mk., Loge 2.20 Mk. Verstärktes Orchester Astoria-Lichtspiele Seltersweg Nur noch heute und morgen Hulch und dieWiskysclimuggler Abenteuerfilm in 5 Akten. - Dazu Die Lichter von London Sittendrama in 7 Akten 1697c HaiplbaliDliofs-Restani’ant CieOen Sonntag, den 20. Februar 1927 MITTAGESSEN zu Mk. 2.20 Mocktourti e-Suppe Schweineiendchen auf Matrosvn-Art Savarin m. Weinschaum zu Mk. 3.50 Mockturti e-Suppe Kalbsmilcher n. Villeroi Hammelnüßchen Massena Savarin m. Weinschaum ABENDESSEN Mk. 3.50 Kraftbrühe m. Mark i. Tassen Galantine von Ente Toumedos Cheron Dauphin Kartoffeln Aprikosen-Süßspeise 1673a Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen (Erna Weitzel Karl Weitz Lang-Göns Alten-Duseck Februar 1927 1A70D Allen denen, welche an meinem 80. (Beburis- läge so liebreich meiner gedachten, sage ich hiermit herzlichen Dank Heinrich Beiz, LichSr Strafe 9 1678 D DerIuxplatz AU dem am 1«. und 20. ftuni I. I. In ReiSkirchru bei Gienen staiisindeuden Bundesscst des ZleglcrbundeS Lahn- Busecker°Tal ist zu vergeben. dntereffemeiL wie Karussell', Schieb' buben-, Sch'ffichaufel- sowie Burfcrbuöen- besitzer usw wo ien ihre Offenen bis zum 15. März 1927 an den Kegelklub „(ihti Holr* NeiSklrchen richien._________(1671D tatattl gesucht Für da» am 19. uud 20. Juni L 0. in Reiskirchen bei Gienen stallfindende tte.rler-BundcSfctt werden Aut Umzäu nutifl des SestplatzeS 200 laufende 'Dieter Makchendraht, t 50 Meier doch, zu leihen gesucht. Interessenten belieben Angebote an den Vorstand des obigen Vereins bis zum 10. März 1927 au richten. li«rtD ZMW-WkiWU Dienstag, den 22. Februar 1927, nachmittags 1 Uhr, versteigere ich in der Lackfabrik zu Grotzen-Dufeck, zwangs- weife gegen Barzahlung. 1 Walzenstuhl, 1 vackabfüllmaschine, 1 Mischmaschine, 1 Schütteliah, 2 eiserne Ladianls, 3 Abfüllständer mit Quetsch- Hahnen,9 Lackfchusieln, 1 Partie Muster- dosen, etwa 150 6tüd Fubbodenlad- dofen, 2 Zementrohre (80 cm Durchmesser), etwa 150 kg unfertigen Matt- lad, 1 Klapptisch, 1 Kartothek (Aweitürig mit Registratur). 1715D Junker Gerichtsvollzieher In Gießen. Tel. 1383. Srohe freiwill. Versteigerung im Hotel ilöler, Bad Nauheim Fürstenstratze 19. Montag, den 21. Februar 1927, von vormittags 10 Uhr ab, versteigere ich die gesamte Lotcleinrichtung bco Hotel Adler in der Fürsteustraste Nr. 19 wegen Aufgabe desselben gegen Barzahlung: 18 kompt. hellpolierte Schlafzimmer mit 1 und 2 Betten, Kapokmatrayen, Spiegelschrank, Wasch- und Nachttische mit weißem Marmor, einzelne Betten mit Kapokmatrayen, Spiegetschränke, Wasch- und Nachttische, 40 Restaurationstische, 80 Wiener Thornatstühle, 6 Duyend Kaffeedecken, Tisch- und Bettwäsche, Kolter, Plumeaus und Kissen, Vorhänge, Portieren, Stores, Messingtreppenstangen, Chaiselongues, Sofas, Plüsch- Tisch- und Chaiselonguedecken, Waschgarnituren, Vertikos, Küchenschränke, Lesen, (Ylas- und Porzellan, Küchengeschirr, Antike Kommode, Konditorofen und vieles andere. Besichtigung Montag, von 8 Uhr ab. Geheizter Saal. Telephon 668. PHUippine Japke-Glenz ________Auktionator u. Taxator. 1648D Metallbetten 243A Staklmatratiei.Kintljrbetten nünft anBriv Karat.W4 fr. 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' -er engltsq Das sich atti/rl über und was ( ttnb gebra Ausschnitt fische Sesa Statt ir haben glau nunmehr n faltet, wie tizen über wirtschastspl zielbewußtc Strande der pärc" sich ' schaudert es empfinden drn einer lehr < lammen zu paganda sel sten Diäten Doch bleibt aen die 8 lacks, gegen litif und di den Dechts England die Formel, in jedem politische G Aöten, wo genüber «in der Dell zi deren erleid lanbs: es so aus dem n leit- ist dato liegt aus dr für alle leihe zu einen per bunde. 2 von ßngfai deutschse lallen. Sic1 die geschilde terhin versl lchÜderte Z düng in i leine zufäll sprechenden lisch-polnifch man ein ,/ falten. Dah auf ?nn solchen öeiviichtx». 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Mtiichkii fir.42 Drittes Blatt (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffen) Samstag, 19. Zebruar 1927 Die englischpolnifche Annäherung. Don unserem W. v. Ä. - Mitarbeiter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten). Lon von. den 14.2.27. Der Engländer ist ein höchst bösartiger De- feile, wenn er etwa- übel genommen hat. Dann wirb et kleinlich, philiströs, unangenehm. Dann kommen keltische Charalrerzüge zum Dorschein. Er wird unerfreulicher noch als der Franzose in seinem Zorn, da ihm der mildernde Umstand gallischen Esprits fehlt, und, um keinerlei Irrtümer auskommen zu lassen, diese Seite seines nationalen TharaklrrS zeigt der Engländer heute unS gegenüber. Wir wollen nicht untersuchen, ob er seinen Loearnorausch auSge- schlafen hat und ob ihn jetzt ein intensiver Kater quält. Doch die Zeit, wo der deutsche Botschafter Sthamer mit Herrn Austen Chamberlain auS dem LiebeSbecher trank, scheint von tausendjähriger Vergangenheit verschlungen zu fein. Zu diesem Stimmungswandel einflußreicher Kreise macht die englische Presse eine mißtönende Vegleitmu'ik. Selbst verständige Organe bekommen tote in Vorkriegszeiten auf daS Stichwort „deutsch" eine Art von Koller, vor allem die „Times" und der Manchester Guardian". Diese Dinge sind keineswegs auf die gekränkten Gemüter ihrer Berliner Korrespondenten zurück- Zufuhren. Sie spiegeln die seelisa^en Untergründe der englischen Stimmung nur zu getreu wieder. WaS sich die „TimeS" neulich in einem Leitartikel über die neue deutsche Koalition leisteten und WaS auch in der deutschen Presse gebührend gebranbinarkt wurde, ist nur ein kleiner Ausschnitt auS einem Zerrbild, tote eS die englische Gesamtberichterstattung liefert. Statt mit Deulschland. daS man erkannt zu haben glaubt, lieoäugelt der zeitgenössische Brite nunmehr mit dem edlen Polen. Man entfaltet, wie über die ganze Presse verstreute Notizen über die Notwendigkeit der Beseitigung wirtschaftspolitischer Hindernisse zeigen, eine ganz zielbewußtc Propaganda, um diese bisher am Strande der Themse höchst unbeliebten „Europäer" sich menschlich näher zu bringen. Zwar schaudert eS den in seiner Masse doch reinlich empfindenden Engländer, mit diesen Vertretern einer sehr entwickelungssähigen Halbkultur zusammen zu kommen, obwohl die polnische Propaganda selbstverständlich nur die bezauberndsten Blüten der polnischen Aristokratie serviert. Doch bleibt untergründig ein Mißtrauen gegen die Haltbarkeit dieses polnischen Kultur- lackS, gegen die Ehrlichkeit der vertretenen Politik und die Verläßlichkeit des dahinter stehenden NechtSgefühls. England will Geschäfte machen. DaS ist die Formel, die zur Erklärung genügt. Geschäfte in jedem Sinne, politische und andere. Das politische Geschäft beruht auf den chinesischen Nöten, wo die englische Politik Rußland gegenüber eine auch mit vielen Worten nicht aus der Welt zu schaffende Niederlage nach der anderen erleidet. Polen ist der Nachbarstaat Rußlands: eS soll die chinesischen Kastanien Englands ouS dem russischen Feuer holen. Polen seinerseits ist darob nicht verlegen. WaS man wünscht, liegt aus der Hand: Eine Drenzgarantie für alle Ewigkeit, eine auswärtige Anleihe zu möglichst niedrigem Zinsfuß und einen permanenten S i tz im Völkerbünde. Mit einem Worte: Polen möchte sich von England die Berechtigung seiner deutschfeindlichen Politik verbriefen lassen. Diese Wirkung ist unabwendbar, wenn die geschilderte Linie der englischen Politik weiterhin verfolgt wird Daß man auf das geschilderte Ziel hinausgeht, daS zeigt die Wendung in der englischen Presse, die sicherlich keine zufällige ist. Fraglos werden die entsprechenden Abmachungen die Natur eine- englisch-polnischen GeheimvertrageS oder dessen, was enan ein „Gentleman Agreement" nennt, erhalten. Daß auf diese Weise, nämlich, wenn sich Die Richtigkeit dieser Diagnose bestätigen sollte. England diejenige Macht i,t, die den europäischen Stieben als erste bedroht, liegt auf der Hand, n dieser Gefahr liegt indessen auch ein gewisser Schutz gegen die Fortführung solcher Pläne. Einer solchen Eventualität ist England nicht gewachsen: aber man wird sich natürlich nicht scheuen, ein neues Unternehmen wie den ktzlen griechischen Krieg gegen die Türkei in Szene zu setzen, wenn cs das Interesse Deutschlands verlangt. Staaten vom Range Polens sind dafür der englischen Politik gerade gut genug. In diesem Zusammenhänge darf natürlich die 5a fache deS Berliner Vertrages zwi» fon 51 OOO auf etwa 22 OOO herabgesetzt würde, hat sich vorläusig noch nicht bestätigt. Aber selbst wenn der Präsident am l. April d. 2. keine neue Verteilung der zugelassenen Einwanderer auf die einzelnen Nationen verkündet, so muß mit dem starken Cin- sluß der pro-britischen Tendenz in der Ein- Wanderungsgesetzgebung für später gerechnet werden. Daraufhin hat eine Versammlung von zweihundert Vertretern zahlreicher deutschamerikani- scher Vereine sich mit einer scharfen Entschließung gegen die geplanten, die Deutschen zurück- setz enden Maßnahmen der Regierung gewandt und die Veranstaltung von Massendemonstra- tIonen und eine Internen.ion beim Kongreß angekündigt. Unsere Landsleute drüben erblicken in der Zuwanderung von jährlich fünfzigtausend eine frische. Blutzufuhr und bezweifeln offenbar, daß die Hälfte dieser Zahl ausreichend ist. um diese Ausgabe zu erfüllen. Hier soll nicht näher auf diese Frage eingegangen und keine Untersuchung darüber angestellt werden. waS die fünf Millionen im Laufe der letzten hundert 2ahre in den großen „Schmelztiegel" geworfenen deutschen Einwanderer unserem Volkstum und ihrem Stammlande genützt haben. Hingegen erscheint die berufsmäßige Gliederung unserer derzeitigen Auswanderung nach den Vereinigten Staaten eine Prüfung zu erfordern. Die Verteilung nach Berufen regeln nicht wir, die wir wertvolle Menschenkräfte abgeben, sondern die amerikanischen Ein- wanderungsgeictze bevorzugen Landwi rte und Landarbeiter. Infolgedessen ist der Anteil der Gruppe „Landwirtschaft" an der Auswande- rung nach Nordamerika viel ft ä 11 e r . als ihr Verhältnis in dec beruflichen Gliederung deS gesamten Volkes. Wir lassen das Ab- strömen landwirtschaftl eher A.beiter zu. ob- wohl wir al jährlich 130 000 polnische Sachsengänger einfübren, die mit einer von Kennern aus annähernd einhundert Millionen Mark berechneten Lohnsumme nach der Ernte aus d em L ande gehen. Wir haben eine vor- nehmiich auf die menschenarmen Ostprovinzen sich erstreckende Besiedelungspolitik eingeleitet und die gesetzgebenden Körperschaften haben auf fünf Jahre insgesamt eine Diertelrnilliarde Goldmark dafür ausgeworsen; aber wir sehen untätig zu. daß die a l S Siedler i n s Auge gefaßten Menschen — zweite und dritte Bauernsöhne, landwirtschaftliche Beamte ohne Aufstiegsmöglichkeiten zu besser bezahlten Derwalterposten u. a. m. — die Heimat verlassen und sich einem Lande z uw enden, wo sie mit wenigen Ausnahmen ihr Lebelang nur Knechte bleiben. Nachdem heute wohlfei.es RegierungSland nicht mehr zur Verfügung steht, kann „drüben" nur ein eigener Besitz aus zweiter Hand und nicht ohne verfügbare 5000 Dollars erworben werden. Mit anderen Worten: DaS Deutsche Reich hat gegenüber den Vereinigten Staaten von Amerika keine eigene AuswanderungSpol lik. Diese Systemlosigkeil mochte hingehen, solange, wie in den zwei Jahrzehnten vor dem Kriege, unser jährlicher Verlust durch Abwanderung im Iah- resdurchschnitt etwa 20 030 Menschen betrug, ist aber nicht mehr am Platze, wenn ein einzigeS Land in zwölf Monaten mehr als 50 000 Deutsche an sich lockt, darunter gerade Angehörige von 'Berufen, denen wir aus innerpvlitischen Grün- den eine besondere Fürsorge widmen. Wir wollen nicht die Frage aufwersen, ob wir etwas aus Gründen der sogenannten großen Politik unS bisher zurückgehalten haben.. Wäre es der Fall, so würde unS Portugal be'chämen. das vor einem halben Iah re die folgende Verordnung erlösten hat: Von der für die Einwanderung in die Vereinigten Staaten quotenmäßig xu» gelassenen Zahl portugiesischer Auswanderer haben 70 Prozent auf Personen weiblichen De- schlechte- zu entfallen und nur 30 Prozent au Männer. In beiden Kategorien nimmt die portugiesische AuSwanderungspo izei die Aus- wohl und Einreihung vor, und ohne ausdrückliche Zustimmung des Innenministers darf kein Reisepaß für dir 'Bereinigten Staaten ausgegeben werden, während w i r die Auswahl und Einreihung unserer Auswanderer den fremden Behörden überlassen, die sich natürlich darüber klar sind, daß ein geschulter deutscher Landarbeiter ein wertvoller Gewinn für die amerikanische Volkswirtschaft bedeutet 3m Artikel 112 der Reichsversafsung heißt es: ..Ieder Deutsche ist berechtigt, nach außerdeut- fchen Ländern auszuwandern. Die Auswanderung kann nur durch Reichsgesetz beschränkt werden." Ein Sondergesetz ist u. E. gar nicht vonnöten, denn nach ß 23c des Auswanderungegesetzes vom 9. Iuni 1897 ist „die Beförderung von Reichsangehörigen untersagt, für welche von fremden Regierungen oder von Kolonisationsgesellschaften oder ähnlichen Unternehmungen der Beförderungspreis ganz oder teilweise bezahlt wird." Das trifft auf mindestens neun Zehntel unserer nach den 'Bereinigten Staaten gehenden Landwirte zu. Sie reisen nicht mit eigenen Mitteln, sondern auf die Freikarte hin, die ihnen von drüben von Farmern unter der Bedingung zugestellt werden, daß der Einwanderer, welcher wähnt, eine besondere Wohltat zu empfangen, dafür auf längere Zeit an den vorauszahlenden Arbeitgeber gebunden und ihm für niedrigeren Lohn als den landesüblichen ausgeiie ert ist. In der „Geschichte der Deutschen Gesellschaft von Pennshlvanien 1764 bi« 1876" ist unter anderen auch die folgende Verkaufsanzeige auS dem „Pennsylvanischen Staatsboten" vom 4. Aug. 1766 abgedruckt. „Es ist zu verkaufen einer deutschen Magd Dienstzeit. Sie ist ein starkes, frisch und gesundes Mensch, nicht mehr als 25 Iah re alt und versteht alle Bauernarbeit." So plump ist man heutzutage nicht mehr; aber tm Grunde ist doch die heutige bevorzugte Auswanderung von Landwirten jenen Methoden verwandt. Gustav Schmollet hat vor einigen fünfzig Jahren versucht, den Verlust unserer Volkswirtschaft durch die Abwanderung wertvoller Fachkräfte zahlenmäßig zu erfassen. Wir wollen ihm .darin nicht folgen, sonst käme wohl eine Summe heraus, die noch größer ist als di: Belüftung der deutschen Zahlungsbilanz durch die von den polnischen Sachsengängern auS dem Lande getragenen Beträge. kein eigene- Geld in die Unternehmung hin- einfteden. sondern die Amerikaner zur "Begebung der Anleihe veranlassen. Immerhin ergibt sich aus dem Gesagten, daß die deutsche Politik die Vorgänge im Osten höchst aufmerksam verfolgen sollte. Nicht von polnischer Seite drohen hier Gefahren, sondern von England. England steht im Begriffe, besessen von der Dolschewistenangst, im europäischen Osten eine Torheit zu begehen, die sich dem Versailler FriedenSschluß würdig zur Seite stellen Dürfte. 70 Jahre Norddeutscher Lloyd Bremen. Auf ein 70jährigcs Bestehen blickt am 20. Februar 1927 der Norddeutsche Lloyd in Bremen zurück. Die Gesellschaft wurde im Iahre 1857 von Konsul H. H. Meier begründet. Aus verhältnismäßig kleinen Anfängen hervorgegangen, nahm sie im Lause der Iahrzehnte einen so erfreulichen Aufschwung, daß sie schon gegen Ende des vorigen Jahrhunderts zu den größten Reedereien der Welt zählte. Dabei war &u beachten, daß der Norddeutsche Lloyd gegenüber den mit ihm im Wettbewerb stehenden ausländischen Gesellschaften. Die sich auf bedeutende staatliche Subventionen stützen konnten, von feiner Begründung an. ganz auf sich selbst gestellt war. Im Passagiergeschäst stand Der Norddeutsche Lloyd vor dem Kriege an Der Spitze aller Echiffahrts- Unternehmungen Der Erde, betrug Doch beispielsweise Die Zahl Der im Iahre 1913 mit seinen Schiffen beförDerten Passagiere rund 700 000. Kurz vor Ausbruch des großen VölkerringenS bezifferte sich der Gesamtschiffsraum deS Norddeutschen Lloyd auf 982 952 Br.-Reg -TonS. Rach dem FriedenSschluß sah sich die Gesellschaft nahezu auf Den Stand ihres Gründungsjahres zurück- geworsen. Die Verluste deS Norddeutschen Lloyd durch den Krieg und infolge der Auslieferung der Flotte, entsprechend den Bestimmungen des Versailler Diktats, beziffern sich auf 925 230 Br -Reg. - Tons, so daß Dem Unternehmen nur noch rund 57 000 Br.-Reg.-Tons kleiner und klein*"er Fahrzeuge verblieben. Gegen Ende des Iahr-s 1925 war aber, einschl. aller Neubauten, der Schiffsraum. über Den Der NordDeutsche Lloyd wieder verfügen konnte, bereits wieder auf 613 056 Br.- Reg.-Tons gestiegen. 3m Iahre 1925 war das naiy Dem Kriege ausgestellte Dauvrogramm zur Ausführung gelangt, aber schon im folgenden 3abre ging Die LloyDverwaltung mit erneuter Kraft an Den weiteren Ausbau Der Flotte heran. Noch vor Ende Des Iahres 1926 wurde das Aktienkapital der Gesellschaft wieder auf Den Stand Des Kapitals von 1914 gebracht und balD Darauf überraschte Der Norddeutsche Lloyd Die Oesfenllichkeit mit Der Beiellung zweier großer moDemer Passagier Dampfer für Den NorD- amcrifaDienft, Schiffe. Die jedes 46 000 Br.-Reg.- TonS groß werden und Die eine GeschwinDigkeit erhalten sollen, Die es ihnen gestattet, den Weg Don "Bremen nach Neuyork innerhalb von 6 Tagen zurückzulegen. Diese Tatsachen lassen erkennen, daß der Norddeutsche Lloyd den Weg zu seiner Wiedergesundung mit Erfolg beschritten hat. Mögen ihm und dem deutschen Wirtschaftsleben in seiner Gesamtheit eine kräftige Weiterentwicklung beschieden fein. Amtsgericht Gießen. Gießen, 15. Febr. Während infolge der Wohnungszwangswirtschaft sich sonst häufig Hauseigentümer und Mieter oder beiderseits Mieter in Beleidigungsprozessen als Gegner gegenüberstehen, sind es dieses Mal zur Äb- Wechselung feindliche Nachbarn. Den Eheleuten A.. Die seit längerer Zeit mit Den Eheleuten W. uneinig sind, war im November 1925 ein Huhn entlaufen. Sie glaubten eS in einem im Hühnerstall Des W. besinDlichen schwarzen Huhn mit Doppeltem Kamm wiederzuerkennen, zumal der alte W, der mit seinem Sohn und seiner Schwiegertochter ebenfalls streitig ist. dem jungen N- auf "Befragen erklärt hatte, er habe gesehen, wie Frau W. eines Abends ein schwarzes Huhn an sich gelockt und in ihren Hühnerstall gefetzt habe. Die Eheleute R. ließen daraufhin bei W. nach dem Huhn nachfragen und erstatteten, als daS Vorhandensein eines fremden Huhnes verneint und ein Zählen der Hühner ab- gelehnt worden war. Anzeige bei der Polizei. Nachträglich nahmen sie diese jedoch wieder zurück, weil der alte W. angeblich darüber geklagt hatte, er werde von seinem Sohne wegen der Angelegenheit so stark drangsaliert. 3m vergangenen Herbst ließ nun R. durch das städtische Vermessungsamt die Grenze zwischen feinem Besitztum und dem Anwesen deS W. seststellen. Als der "Beamte frug, wie eS mit der Einfriedigung stehe, man könne doch dem W. nicht zumuten. sie allein zu bezahlen, rief Frau R.. W. möge fie bezahlen, im vorigen Iahr sei ihnen ein Huhn entlaufen, das von Frau W. behalten worden fei Wegen vieler beleidigend Aeußerung erhob W. Klage gegen die Frau R. In der Hauptverhandlung wurde in keiner Weile sestgestellt, daß Frau W. ein Huhn Der Eheleute R oder ein anderes Huhn an sich gelockt und behalten habe, wohl aber, daß Die Eheleute W. ebenso wie Die Eheleute R. schwarze Hühner mit Doppeltem Kamm haben. Da Frau R. bei einer früheren Gelegenheit schon einmal eine beleidigende Aeuße- rung gegen die Frau W. getan hatte, nahm DaS Gericht an. daß sie die unter Anklage gestellten Morte ebenfalls in beleidigender Absicht gebraucht habe. Es wurde ihr daher der Schun des § 193 Ct®B. versagt u * eine Geldstrafe von 25 M k. gegen sie e-lannt. Singe mehr. AlleS stehl im ■ sten Art. !e andere .enste des Vereine Dort inS Leben gerufen, wo man früher nie Daran gedacht Hai ES werden vielfach gc- Dicgene Sportplatzanlagen errichtet, deren Zweckbestimmung nicht nur rein lokal begrenzt ist, man baut Stadt- oder Festhallen, um eine würdige Stätte für große Veranstaltungen yt haben, or- ganifiert Ausstellungen der xk: bringt Derlei,'rSw och en zustande Derkehrswerbung und Geschäftswelt. Im wirtschaftlichen Wettbewerb der Städte wird Die V e rlehrSwerbung von Iahr zu 2ahr in ständig steigendem Maße alS Mittel zum kommunalen Aufbau angewandt. Weitsichtige Stadtverwaltungen und großzügige Kommunalpolitiker sind überall bemüht, je nach den gegebenen Möglichkeiten diese» Instrument ter kommunalen Arbeit immer mehr zu vervolllomm- nen, um eS auf Die verschiedenartigste Weise mit Ersolg zum Besten ihre- Gemeinwe'enS an- wenden zu können. S.ädtischc Verkehrsämter werden einae richtet, Ve.kehrSvereine von ihren organisatorischen Grundlagen auS früheren Iah- ren aus neuzeitliche BasiS umgestellt, oder solche einen großen Gedankens: Hebung der heimischen Wirtschaft Durch Stärkung deS ortsansässigen Handels, Gewerbes und Hand- toerl»; Daraus wiederum folgend Die Förderung Der Kommunalwirtschaft mit Dem Ziele der Erfüllung Dringender städtischer Aufgaben. Wer — wie der Schreiber dieser Zeilen als ehrenamtlich Schassender praktisch in der Verkehrswerbearbeit steht, der weiß, daß Die*-- Tätigkeit mit vielerlei Erschwernissen und Enttäuschungen verbunden ist. Sin Verkehrsamt mit hauptberuflichem Wirken und mit einer behördlichen Organisation alS Grundlage hat für seine Maßnahmen eine weit günstigere Position als ein VerkehrSvcrein, der doch nut ein auf Fret- Willigkeit beruhender Zusammenschluß von Len ten teils mit rein materieller Einstellung, tcilr aber auch mit rein ideellen Absichten ist. QBandc» löbliche Streben im Inieresse des Ganzen findet im Rahmen eine» VerkehrsvereinS nie t d e gebührende Würdigung und ermangelt infolgedessen der erforderlichen älnterstützung Schaffen Ss rohe Kräfte, Die in Den meisten Fällen an Der VerkchrSwerbung persönlich gar ntcht intcr- esiiert sinD. verlassen häufig enttäuscht Den Kreis deS gemeinsamen Wirkens, oder sie sind von vornherein schon nicht geneigt, ihr Können und ihre Zeit an eine solche Arbeit hinzugeben. Daß darunter natürlich Die Sache ost IciDen muß, beDarf wohl keiner weiteren DegrünDung. Die Ursache DiescS Hebels liegt in Den Reiben Derjenigen, Die von Der Derkehrswerbung In erster Linie Nutzen haben: in der Geschäftswelt. Diese Feststellung soll nicht etwa eine Anklage sein, sondern Die Notierung einer Tatsache, aus der alle an der Derkehrswerbung beteiligten Kreise zu lernen, auf Besserung abzielende Schlußfolgerungen zu ziehen haben. Betrachten wir uns die Lage in ihrem heutigen Stande 11 ist sehen wir. was zu tun ist, um sie zu Derb ,t Die Geschäftswelt — hier und auch in anderen Städten — ist hinsichtlich der Derkehrswerbung in zwei Teile geschieden: der eine, oft genug der kleinere Te l. hat vollstes Verständnis für diese Arbeit, der andere, meist Der größere, aber steht den gemeinnützigen Bestrebungen gleichgültig oder gar völlig verständnislos gegenüber. Die letztgenannte Gruppe Der Geschästsleute läßt außer acht, daß es sich bei der Werbearbeit der Verkehrsvereine Doch in erster Linie, ja ausschließlich um Die Förderung der heimischen Geschäftswelt handelt. Gewiß ist Der "Beamte, der Angehörige Der freien Berufe und noch mancher andere auS Dem Kreise der Bürgergesamtheit auch mit Der heimischen Wirtschaft verbunden und insofern an einer Hebung des allgemeinen Geschäfts- Verkehrs interessiert, aber daS Interesse dieser Kreise an einer Steigerung deS Verkehrs von außen her ist doch nicht so unmittelbar wie Das Des direkt und am nächsten beteiligten Geschäftsmannes. Manche Kaufleute und Gewerbetreibende scheinen die Arbeit für die VerkehrS- ftetgerung auch nach dem merkwürdigen Gesichtspunkt zu beurteilen, inwieweit Käufer von auswärts bet ihnen selbst im Geschäft erscheinen und ihr Geld direkt überbringen. Daß dieser Stand« punkt nicht Der richtige Maßstab zur Beurteilung Der Verkehrswerbung ist, liegt klar zu Tage. Es ist Doch einfach ein Ding der Unmöglichkeit, daß in jedem Geschäft di? Fremden- kundschast selbst in Erscheinung treten farm. Gs ist deshalb auch gar nicht zu verstehen, wenn man gelegentlich — und nicht einmal selten — von Geschäftsleuten die Worte hört: -Was habe ich von der Derkehrswerbung. ich sehe das ganze Iahr über nur die einheimische Kundschaft in meinem Geschäft." Diese gu*en Leute denken bei solcher Beurteilung offenbar gamicht daran, daß der Käuferverkehr von auswärts auch mittelbare Wirkungen auslöst. Wenn ein Geschäftsmann durch d e Frequenz von auswärts gesteigerte Einnahmen hat, so wird er dadurch doch befähigt, auch seinerseits sich kräftiger alS Besteller von Handwerksarbeit ober al« Käufer auf dem heimischen Warenmarkt zu betätigen; oder auf dem Wege über seine Angestellten und Arbeiter flieht ein erheblicher Teil Der von auswärts hereingekommenen E n- nahme in andere Kanäle der heimischen Wirt- lchaft ab. Dieser Wirtschaftsvorgang ist natürlich keine Einzelerscheinung, sondern wiederholt sich alltäglich in vielfachster Weise. Das Geld rollt! WaS an Der einen Stelle eingenommen wird, kommt in irgendeiner Form auch anderen Tellen deS gesamten WirtschastskörperS w oder zugute; niemals bleibt die durch Derkehrswerbung von außen her ermöglichte Einnahmesteigerung nur an einer oder an wenigen Stellen wirksam An Dieser Befruchtung der Wirtschas sgcsamt^eit durch die Verkehrswerbung ist also jeder Geschäftsmann. ob groß oder klein, ob im Haupt- geschäftsviertei oder abfeitS davon gelegen, ftarf interessiert. Daraus sollten alle Kaufleute und a 11 e Gewerbetreibenden die Folgerung ziehen unb die tm Dienste der Derkehrstoerb'ng stehende Organisation kräftig unterstützen. Diese lieber l^vng führt zur Ausgabeseite des Hauptbuches. , eines VerkehrsvereinS wird um so umtaffenber und fruchtbringender sein, je größer Die Mittel sind, auf die er sich bei seinem Wirken stützen kann. Es ist hier wie in '^em faur- mannischein Geschäft, wenn ein beledigendes Ergebnis herausgeholt werden soll, muß zuvor ein angemessener Teil an Kraft in daS Unternehmen hineingesteckt werden. Dabei kommt dieser Teil an Kraft bei einem Berkehr-verein doch nur der Sache selbst zugute, da ja die Arbeit der Verein-organe in der Hauptsache ehrenamtlich Seleistet wird. Selbstverständlich kann mit einem llitgliedsbeitrag von 3, 4 oder 5 Mk. im ganzen Jahre nicht allzuviel an Werbemaßnahmen entfaltet werden. Der großzügige, im Wettbewerb mit zahlreichen Plätzen der Nachbarschaft erfolgreiche Arbeit getan haben will, muh auch die entsprechenden Mittel dafür bereit (teilen. ES handelt sich hier doch in der Tat für jeden Geschäftsmann nur um eine Aufwendung, die in seinen allgemeinen Handlungsunkosten voll berechtigt und auch notwendig ist. Wenn er als Hauptinteressen! an der Verkehrs- Werbung alljährlich 8 oder 10 Mk. für Ver- lehrsvereinSzwecke ausgeben würde, so wäre das ein Betrag, der aus der Ausgabeseite des Hauptbuches sicherlich zu den kleinsten der notwendigen Aufwendungen gehören würde. Auf der andern Seite würde durch die vielfache Wiederholung dieses Beitrages ouS der Geschäftswelt, ergänzt durch die Beiträge aus den Kreisen der übrigen Bürgerschaft, für die Derkehrswerbezwecke ein Betriebsfonds erstehen, mit dem zum Nutzen der heimischen Wirtschaft in den meisten Fällen weit mehr als heute unternommen werden könnte. Die Opferwilligkeit — die ja eigentlich gar keine ist, weil es sich doch wirklich nur um Ausgaben zur eigenen Geschäftsbelebung handelt — muh gegenüber so großen Belangen, wie den hier be- yandelten, eben noch stärker als bisher bekundet werden. Unb noch ein weiteres ist in zahlreichen Städten notwendig! Die Geschäftswelt muh stärker, als bis jetzt vielfach zu bemerken, in der Arbeit der Berkehrsvereine zur Belebung des Fremdenverkehrs, zur Heranziehung auswärtiger Kundschaft in Erscheinung treten; sie muh diese Tätigkeit als ureigenste Sache betrachten, bei der man nicht flau zur Seite stehen darf. Je inniger die Verbindung zwischen der Geschäftswelt und den in der Berkehrswerbearbeit stehenden Männern ist, desto zweckdienlicher werden die Maßnahmen zur Hebung des Verkehrs sein, Fehlgriffe bei diesem Bemühen immer seltener werden. Die Führer der Geschäftswelt müssen in der Derkehrswerbung zu praktischen Mitarbeitern werden, wobei es nicht damit getan ist, daß man gelegentlich einmal in einer Sitzung erscheint und dann dort womöglich nur eine §orchpvstenvolle spielt. Nur unermüdliche, frische ni'iative, stets vorwärtsdrängender Schassenswille, weitgehende Bereitschaft zur Selbsthilfe, die sich nur auf sich selbst verläßt, Großzügigkeit in der finanziellen Unterftut)ung der Verkehrs- Werbearbeit können zu befriedigenden Erfolgen von Dauer und damit zu einer nachhaltigen Hebung der heimischen Wirtschaft führen. Der Wettbewerb der Städte im Ringen um Existenz und Fortschritt kann nur bestanden werden, wenn alle Kräfte des Gemeinwesens, insbesondere aber die der Hauptinteresfenten, auch in der Verkehrswerbearbeit planmäßig und mit sorgfältigster Einschätzung aller Möglichkeiten zum Einsatz kommen. Hierbei gehört die Geschäftswelt geistig und materiell unbedingt in die vorderste Front! Oberhessen. Landkreis Gießen. —Klein-Linden, 18. Febr. Auf sein 25jährig«s Arbeitsjubiläum blickt morgen der Schreinergeselle Ludwig Will zurück, der oei dem Schrcinermeister Fey tätig ist. —o— Großen-Linden, 18. Febr. Am Mittwch fand in der Wirtschaft von Philipp Schaum IV. ein gutbesuchter landwirt ° .schaftlicherDortragsabend statt. Land- wictschaftsassessor Dr. Schmidt von dec Außenstelle Butzbach deS Landwirttchastsamts Friedberg sprach in eingehender Weise über »Ferkel- auszucht und Schweinefütterung". Der Redner wtts dabei u. a. auf die großen Vorteile der Trockenfütterung hin, bei der die Futterstoffe eine ergiebigere Ausnutzung erfahren. Die lehrreichen Ausführungen, für die Bürgermeister Lang den Dank der Versammlung aussprach, fanden lebhaften Anklang und lösten eine sehr rege Besprechung aus, in der noch Einzelfragen auch aus angrenzenden Sachgebieten geklärt werden Jonnten. Lang-Gons, 18. Febr. Bei der H o l z- versteigerung im Ee.neindewald kamen zwei Meter Kiefernholz auf 18 bis 25 Mk., 100 Wellen Kiefern reifer 10 bis 12 Mk., 2 Meter Eichen- knüppel 30 Mk., 1 Meter Buchenscheiter 18 bis 20 Mk. z;_ Daubringen, 18. Febr Heute wutd. die einzige hier stattsindende Holzverstvcge- rung im Gemeindewald abgehalten. Die Preise hielten sich in jeder Holzart über dem normale:'. Durchschnittsstand. So wurden geboten und bezahlt: für Fichtenscheiter und Rundholz zuVrennw zwecken 2 Raummeter 20 bis 35 Mk., für Buchen- kimppel dieselbe Menge 28 bis 30 Mk., Derb- (langen je nach Länge und Kubikinhalt bis zu 10 Mk., Buchenreisig 10 Raummeter 23 bis 29 Mark, für Fichten-Astreiser, die aber noch von den Steigerern zusammengetragen werden müssen, bis 10 QztT., Fichten- und Kie.ernstöcke 2 Raummeter durchschnittlich 8 bis 12 Mk. Die ungewöhnlich hohen Preise haben ihren Grund darin, daß im hiesigen Gemeindewald in diesem Jahve nur ein geringer Holzabtrieb von rund 350 Festmetern durch das Forstamt genehmigt werden konnte, da in den vorhergehenden 3abren durch die Anlage unseres neuen Sportplatzes über den normalen Voranschlag hinaus, sogar 500 Festmeter Holz geschlagen toutbcit Käufer waren nur aus hiesiger Gemeinde ersch'.enn. ±. Mainzlar, 18. Febr. Die gestrige Holzversteigerung im hiesigen ©emeinbe- Wald brachte diesmal nur Nutzholz zum Angebot. Deshalb war eine große Anzahl Käufer nicht nur von hier und auS den Nachbarorten, sondern f gar noch auS den benachbarten preußischen Gebieten erschienen. Es wurden folgende Preise erzielt, die als Durchschnittspreise anzu- sehen sind: Eichenstämme das Festmeter übet 100 Mark: Fichten- und Kiesetnstämme 35 biS 40 Mark das Festmeter: 3 Meter lange Eichen, zu Gattenpfosten geeignet, je 2 Rm. 18 bis 22 Mk., größere Mengen Reih- und Detbstangen. die je nach Güte und Stärke zu annehmbaren Preisen abgegeben wurden. I Treis a. d. Lda., 18. Febr. Gestern wurde hier die erste Brennholz ver st eiaeruNg der Gemeinde im Distrikt „Gonsebera" ungehalten. Es wurden hierbei etwa dieselben Preist erzielt, wie bei der staatlichen Versteigerung am vorigen Freitag, teilweise sogar noch höhere; so stellte sich z. B. ein Raummeter Buchen reisig durchschnittlich auf über 3 Mark. ' • Alten-Buseck, 18. Febr. Gestern abend hielt der Generalsekretär des Gvang. Bundes, Pfarrer Haupt- Gießen, hier im Saale der Kleinkinderschule einen Vortrag über .Gott und Natu,", der zum Teil durch kinemato- graphische Darbietungen erläutert wurde. Der Besuch des VortrageS litt etwas unter den zahlreichen anderen Veranstaltungen der letzten Zeit. Die Erschienenen folgten den Ausführungen mit größtem Interesse. Pfarrer Hartmann sprach dem Redner in einem Schlußwort den Dank der Anwesenden auS. Zu einer günstigeren Zeit darf für ähnliche Vorträge auch hier mit einer noch wesentlich größeren Beteiligung gerechnet werden. t. Saasen, 18. Febr. Wie notwendig eS ist, mit einer Fel d b e r ei ni g u n g zugleich die Dränage durchzuführen, zeigt sich in unserer Gemarkung. Vor dem Krieg wurde die Gemarkung bereinigt, die Entwässerung aber unterblieb. 3m Lause der Jahre ist der Ertrag bei tiefgelegenen, schweren Böden immer mehr zurück- gegangen, der Getrcidehalm verschwindet, und GraswuchS tritt an seine Stelle. In nassen Jahren gestaltet sich die Bearbeitung recht schwierig. Run wird nachträglich die Entwässerung durchgeführt, und zwar in der Weise, daß man alljährlich einen Teil der Gemarkung vornimmt. Im vergangenen Jahr wurde der Anfang gemacht, und in diesem Jahre soll der Gemarkungsteil zwischen Bahn und Bettenwald entwässert werden. Die Röhren sind bereits angefahren, mit den Arbeiten wird in Kürze begonnen werden. Es ist vorgesehen, die ganze Gemarkung in 6 bis 8 Jahren auf diese Weise durchzuarbeiten. t Harbach, 18. Febr. Dr. Selz er. Lehrer an der landwirtschaftlichen Winterschule in Grünberg, hielt hier in einer gutbesuchten Versammlung unter dem Vorsitz des Bürgermeisters S ch o m b e r einen Vortrag über Bodensäure und Kalkdüngung. In der Aussprache, die äußerst rege war, wurde noch besonders über Obstbau und Schädlingsbekämpfung gesprochen. t Grünberg, 18. Febr. Unter dem Vorsitz des Staatsrats Block aus Darmstadt sand gestern die Maturitätsprüfung an unserer Oberreals chule statt. Sämtliche Oberprimaner, die in die Prüfung eingetreten sind, bestanden. Ein Schüler, der schon längere Zeit wegen Erkrankung fehlt, konnte sich der schriftlichen und mündlichen Prüfung nicht unterziehen. — Bei der jüngsten Holzversteigerung im hieflgen Stadtwalde war der Andrang der Käufer aus Grünberg und Umgegend sehr stark. Es wurde im Durchschnitt je Raummeter gezahlt: Scheitholz: Buchen 15 Mk., Eichen 9, Kiefern Z, Fichten 10, Aspern 8 und Erlen 6Mk.: Knüppel: Eichen 6 Mk., Kiefern 5.50, Fichten 5 und Erlen 3 Mk.: Stockholz: Buchen 8 Mk., Sieben5,50, Fichten 1.50, Kiefern 4 und Aspern 3 Mk.: Knüppelreisig 1 Mk.. Buchenreisig 1 Mk. und für Eichenreisig 0 50 Mk. 4 Lich, 18.Febr. Das älteste Glied der Fürstlich Solmsschen Linie, Prinzeß Marie, feiert heute, Samstag, in geistiger und körperlicher Frische den 9 0. Oeburtstag. Noch fast täglich kann man die Dame bei ihren Spaziergängen in der Stadt treffen. — Auch hier hat die Grippe stark um sich gegriffen. In einigen Familien sind sämtliche Mitglieder daran erkrankt. In zwei bis drei Tagen ist die Krankheit aber meist behoben. rt Lich, 18. Febr. ©in sehr bedeutungsvoller Posten ist zur Zeit in unserer Stadt zur Neubesetzung ausgeschrieben, nämlich der eines Aufsehers unserer Turmuhr. Nach den Zifferblättern des hochragenden Stadtturms, der nahe bei der Marienstistslirche, jedoch getrennt von ihr steht und zugleich als JUrdjturm dient, richtet sich hier jedermann. Bekanntlich werden in aller Wett die Turmuhren immer etwas der Bahnzeit vorgestellt, damit niemand in Verlegenheit gerät, der sich nach ihnen richtet. Aber unsere Sicher Stadtuhr war in der letzten Zeit oft so ungezogen, hinter der Bahnzeit sogar zurückzubleiben, und mancher, der sich auf sie verlassen zu können glaubte, mußte in hastiger Eile zur Eisenbahn lausen, oder hat gar seinen Zug versäumt. Das ist um so unangenehmer, da hier in Lich die Zahl derer, die in Gießen ihre Arbeitsstätte haben, und die Zahl der Kinder, die die Gießener Schulen besuchen, sehr groß ist. Deshalb braucht Lich eine S t a d t u h r , der man vertrauen kann. Daher freuen wir uns, wenn die Uhr wieder einen Pflegeva:er bekommt, der sie zur Pünktlichkeit erzieht. Kreis Friedberg. S Friedberg, 18. Febr. In halber Höhe des Wintersteins liegt daS Forsthaus Winter st ein, als gastliche Stätte von den Wanderern gern ausgesucht. Der Wirtschaftsbetrieb wurde früher von der Witwe deS im Kriege gefallenen Försters Bormuth geführt, wahrend der jetzige Förster weiter unten in der Näh? von Hof Hasselheck wohnt. DaS Bestreben der Forst- behörde ging deshalb feit Jahren dahin, die Wirtschaft aufzuheben und das Forsthaus seiner eigentlichen Bestimmung alS Fvrsterwohnung zuzuführen. In den Kreisen der Wanderver.une hat man sich von vornherein gegen den Plan gewandt, vor allem unternahm der Taunusklub .Wetterau' wiederholt Schritte für die Erhaltung der Gaststätte, die in vielfacher Hinsicht Rätsel-Ecke. Silbenrätsel. a — ab — bä — halt — cu — de — deich — bot — e — e — el — gran — hart — Heu — ich — ir — je! — ko — mi — mon — naph — neid — nel — neu — nu — pfab — ra — fei — fon — tha — te — tifch — tio — to. Aus vorstehenden 34 Silben sind 14 Wörter zu bilden mit folgenden Bedeutungen: 1. Mineral. 2. Muse. 3. Fluß in Sibirien. 4. Britischer SeeheU». 5. Zeiteinteilung. 6. Wortart. 7. Delige Flüssigkeit. 8. Männlicher Personenname. 9. Spanischer Adli- aer. 10. Südamerikanische Republik. 11. Teil de« Wagens. 12. Italienisch« Insel. 13. Kleines Raubtier. 14. Insekt. — Nach richtiger Bildung der Wörter müßen di« Anfangs- und Endbuchstaben, beidemal von vorn nach hinten gelesen, ein Zitat von Theodor Storm ergeben. Kreuzworträtsel. 9 15 Vf 15 20 22 23 24- 26 27^ 28 50 8 12 1. Bon links nach rechts: 1. Feierliche Versicherung. 4. Geschichtlicher Ort in Frankreich. 6. Teil des Baumes. 8. Weinrank«. 10. Sinnesorgan. 12. Säugetier. 13. Moderner Architekt. 14. Weiblicher Personenname. 15. Französischer Schriftsteller. 16. Gute Mitteilung. 18. Biblische Person. 20. Männlicher Personenname. 22. Männlicher Personenname. 25. Singvogel. 28. Nebenfluß des Rheins. 29. Griechische Göttin. 30. Seemännische Bezeichnung. 31. Papstname. 2. Don oben nach unten: 2. Volksstamm. 3. Kaufmännische Bezeichnung. 4. Griechische Göttin. 5. Körnerfrucht. 6. Weiblicher Personenname. 7. Großes natürliches Wasserbecken. 9. Orientalische Bezeichnung für Sohn. 11. Raubvogel. 17. Biblische Person. 19. Gott der Liebe. 20. Aschenkrug. 21. Automobilfabrikont. 23. Erdsenkung. 24. Gesetzliche Gemeinschaft. 26. wie 2 senkrecht. 27. Stadt in Brasilien. Kranzrätsel. Begonie — Chrysanthemum — Edttweiß — Efeu — Ehrenpreis — Erika — Heliotrop — Immortelle — Iris — Levkoje — Nelke — Schneeglöckchen — Zlnnia. Man ordne die Blumen in vorstehendem Kranze anders; das Wort, das die Anfangsbuchstaben un • dann sagen, wird der Kranz [ein, den wir auf den Ruhestätten unserer Toten niederlegen. Bilderrätsel. Anfügungsaufgabe. Es soll den Wörtern: Leid — Rom — Uhr — Erz — Liav — Iper — Ar — Otto je ein Buchstabe vorn angefügt werden, so daß neue Wörter, und zwar ebenfalls Häuptwörter entstehen. Miteinander verbunden, ergeben bi cf« Buchstaben eine winterliche Bergnügungszeit. Rätsel. 0 halte brauf, daß stets ich dich Geleit« durch bas 2eben, Sonst könnte oj>ne Kopf ich bir Manch' trübe stunde geben. Auflösungen. Umstcllungsrätsel. Star — Sopal — Insel — Lotse — Altar — Uhr — Falsch — Erle — Nadel. Skiläufen. Buchstabenrätsel. Lingen — Adria — Raab — (Bent — Elster — Linz — Dublin — Leuthen — Aller — Cork — Hamburg — Taubenheim. Dar Geld lacht. Llcderrälsel. Louis Adam. Silbenrätsel. 1. Eidam. 2. Hanau. 3. Erve. 4. Raimund 5. Tolstoi. 6. Ostegg. 7. Dreieck. 8. Ache. 9. Lakai 10. Stakett. Eher Tob als Mübigkett. Ergänzungsrätfel. Ich kam, ich sah, ich siegte. homonym. Absatz. Kreuzworträtsel. Bilderrätsel. Tue beine Pflicht so lange, big sie dein« Freude wirb. HBBC1 olari A L A 0BEI E r-. $ H 0DB 1 .0 _E L A M 310 N ERG! E "1 1 N D U S c _ 1 N chENtt T L RAN G N R E H E UG E _ Z 1 0 N S ] E N 3 ÜJL L A S Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom NedakttonStisch. Die Rache deS Steuermann-. Kapitän und Steuermann an Bord der. Pretth Polly" lagen sich ewig in den Haaren. Die Wut des Steuermanns gegen den Kapitän flieg aus ihren Gipsel, als er eines Tages folgende Ein- tragung im Schiffstagebuch in der Handschrift des Kapitäns fand: 2. Juli I9U : Stei rmann betrunken. — Tags darauf stand darunter in den wuchtigen Zügen des Steuermann-: 3. Juli 1917: Kapitän nüchtern. Dom fröhlichen Kommiß. Die,TLgl.Rundschau"gibt folgende- zurnBeflen Langfarnrr Schrill. Einzelvorbeimarsch mit fünf Schritt Abstand. Die Spielmöpse 4toit|df>ern in den höchsten Tönen: ,Freut euch des LeeheebenS . . Köstlichste Ironie des Sol^aiendaseinS: Rach dieser jubelnden Weise teeren die Rekruten ihre Knochen hoch in die Luft, um sie mit durchgediückien Knien knallend auf den bartge rorenen Boden dr» Kaiernenhofes aufzuhauen. Unteroffizier Strinka Hal einen ungelenken Mann am Arm gepackt und giot kleine Rachhilfen. Der Leutnant sieht'S. .Unteroffizier Strinkal Der Mann hat doch Ohren!" Strinka läßt den Arm los, faßt freudig bewegt mit fachgemäßem Schraubgrist — halbe Drehung rückwärts — die Ohrmufchel des Rekruten und zieht den Mann weiter: .So mein Bürfchchen . . !* .Um Himmelswillen, Strinkal Ich meine: Ohren zum Hören!" ein Bedürfnis für das vom Touristenstvotn start berührte Gebiet des hessischen Taunus ist. Auch die Bad- und Kurverwaltung Ba>Nauheim setzt« sich für das Wetterbestetzen des Wirtschaftsbe- triebs ein, ist doch das Forsthaus ein beliebter Ausflugsort der Bad-Nauheinrer Kurgäste. Die Angelegenheit scheint nun eine befriedigende Lösung zu finden. Wie verlautet, soll in der Nähe des Forsthauses, mit dem ein Wirtschaftsbetrieb nicht mehr verbunden werden soll, ein besonderes Gasthaus errichtet werden, das auch Unterkunstsräume zum Uel.emacht«n enthalten soll. In den Kreisen der Waicderer würde die Durchführung dieses Planes begrüßt werden, zumal der in unmittelbarer Nütz« befindlich« neue Römerturm, der bekanntlich un.ee Leitung von Prof. Helmke errichtet und im letzten September geweiht worden ist, eine starke Anziehungskraft auf alle Ratur- und Heimatfreund« auSüben wird. — Bad-Nauheim, 18. Febr. Die Zahl der Kandidaten, die sich um die Nachfolge des Bürgermeisters Dr. Kayser beworben haben, soll 130 betragen. Bewerber auS allen Teilen Deutschlands stehen auf der Liste, selbst Ostpreußen ist Dcrtreten. Die erste lieber))rüfung der Meldungen soll bereits erfolgt fein, wobei die aussich slosen Bewerbungen schon ausgeschieden wurden. Immerhin sollen noch 25 Kandidaten dem Finanzausschuß in Vorschlag gebracht werden. Bad-Nauheim, 18. Febr. Mit dem Ehrenbrief des MittelrheinkreifeS der D. L wurde BezirkSturn'wart Fritz Hartmann ausgezeichnet. Der Geehrte, bet jedem Turner des Gaues Hessen bekannt ist, ist jetzt ein Menschenalter alS Dereinsturnwart tätig und steht 23 Jahre ununterbrochen an der Spitze des 5. Bezirks im Turngau Hessen als 1. Be » zirksturnwart. 3m Turnausschuß De« Gaues Hessen ist Hartmann ein bewährte- Mitglied, dessen reiche Erfahrung allseit- geschäht wird. pb. Butzbach, 18. Febr. Die Lanvteirt- schaftStammer veranstaltete im kleinen Saal de- „Hess. Hofes' einen stark besuchten Wiesen- baukursus. Der Vorsitzende des Landtelrt- schastskammer-AusschusscS in Gießen, Oclonomie- rat Breidenbach, Dorheim, beprußte die Erschienenen und bemerkte dabei, daß der Kursu- auf Wunsch von Vertretern der hiesigen Umgegend abgehalten werde. Der erste Vortrag, von Kulturinsvektor Straßer, Friedberg, gehalten, behaildelte das Thema: .Ent- und Bewässerung von Wiesen". Landwirtschaftsrat Dr. Finger, Darmstadt, sprach über .Pflege und —" ' * " 1 ■ >u bh Grippe,InfluenzsT a. €rtai:engirrcn^MtcR haben sich Cogablablelttn ^ttDotragtnb bewährt 3m flnfangt|taölum genommen, verschwinden die Krannjeltserfdjeinungen fofort. Caot nclari.llfr B.fliHgung find innerhalb 6 Monaten mehr alt 1500 (Entarten allein aus Atjtctrelen tingegangen, darunter o. namhafte)! Professoren u. aus ersten Kllnlten u. Ktantcnanftalttn. überraschende Lrso'.gel fragen S.e 3Iften flqtl Togal ist L all flpotfj. erh. Preis IJL 1.40 US Ltth„O,3«» j **"•*7 ?Z Dann hat M sch meint: C6ttt tgdmtmUlani iatWtn. ppe. mit, rd dn.PreVtz artn. $lt TDut Mn flieg oil folgenbe ®r. Handlchkll, bd nann behunfm. : dm toactiilgn 191?: Aaplii- ." ®fttr _ -Cerf _ nifl. iMjBm'Mten narlch mit lini lillcheni in dm tbttbtm.,.' bafelni: Fach Utlmttn litt ueckged'-llM en Toben bei Irtublg btfctjt halbe Drthii',' ilruten und M lobet jenza .üjibttw* jblum St"”*“*; *•lo|ort 2 6 nwi” ■'* .ftn «injtS4"?^ folget W*" MlJdi.c«®rL,/ " 3O2SI ir i n k e . Nerven»^ mausschuh W ein ing alllelti F ie Landviki» im Ifcintn öw chimÄitlt^ M Landlvitt' en. Odonomit* n* £'* h her Kursus hiesigen Um- etflt Torttag. FrirdbnS. F M. und > rtschaimal Du !t flW üj toerbilojen aui. Hvlzh bedürfen die SEIFE Lager 210c 1 3 1 eine gute Zigarette! 2 $ eitel 0U4U 1 1 1 1 1 und 2 vohitüble, lueib 1 1 1 Achtung! GlwIMllW ttn WeitznSbcn, Bufdinetben, 1 1 men. 18. Febr. Nachdem die eiten in den Frciherrlich 1 1 1 1 1 1 1 t 1 l l I 1 Sie sich die einzigartigen Vorzüge den neuen billigen Preis zunutze. i i i frerren:2oblen und -Ab-ave 4 20 Mark Tameu'2ob!en und -Äb'ätze:t20Statt Lohten genabt u erhebt mehr 1 -Mark Schuhreparaturfabrik H.Blum Äfrdbenplat) 8! (01268) Kirchenvlah«! L iriitdmm xcivieitiirti nufi' bannt uoltext ’-bcu. komvicti. nuubmiui poliert tk-ntäMfd) hi nie» gel u. Marmarol. Q.üiufclvnnue SUNLICHT SEIFE schont die Wäsche. Der ermäßigte Preis ermöglicht jeder Hausfrau am Großwaschtag für wenig Geld die beste Seife der Welt zu gebrauchen. Schon unsere Mütter gebrauchten Sunlicht Seife, und sie wußten warum. — Machen auch Studien. inticUtuiiß weit, Ohioi) erb.mii tifdj baiurunter Lisch tuet < insichiank Stachi schrankchen ovaler iiidj. nuy- bäum policn LchreiUinaichtnen» tisch a,i.i S^aschtommode toiiiDkitee ibett rväschemangel riitchet schrank kleine Mon-olc Vnnecivrett )lviiiöid)irut, Hand- neinnlt etnni’lentcr runder enlonttid) Laioiv ' olsier- ftüble, ubemolbet 2cuieibttid>. nuGb. i'Ol. ncbii Echretb- sesscl. Wien t.oim fb litte HMüfttmain. 2aionfki)taiiLnub* bäum voller» Mu.Je ila icn mit Asbest- Platten, 1, 2, 3, 4 n 5 mm, wieder am 1 Schlaizimnier.etch., nntmf.'.tb, tumvl Riedelelschen und in den Gemeindewaldungen beendet sind, hat sich die Zahl der Arbeit»- loten In unserem Dorfe ansehnlich ve r gröber t. Doch hofft man, die Leute in Kürze bei der bevorstehenden Teerung der Ohintal - strotze und bei den "Sauarbeiten der durch unsere Gemarkung führenden Ruppertenrö- Benchieüeneo Geschirr, wasche. Lmusb-Ulunssgegen. uanoe. Die Lachen flammen au» gutem vauohan uns find in ,adel- losem Zustano. Verkauf findet täglich, ab Montag, den 21. Febr., norm. 10-12,nachmittags 3-6 Uhr, statt. moItheftr.MIL DaherRauchl Eckstein Qold 25 Stckzu 1MK gleichzeitig zwei Ma 4«-- Riddo. 18. dingen wird daher im Frühjahr tn großem Mahftab ausgenommen werden. — Die Errichtung eine* neuen Hochbehälters im Psassenwald und die damit verbundene Qteu • einseyung der Wosserleitungsrvhre innerhalb des Stadtbildes wird noch btefe Woche ytiicbiHubl Hemer Tisch gr Lov^rlschrink, iveiQ neiitidien giOirer Eckichrank, ivciu ne .urbtn Viegeh fiel yiüutnuidjine oiuiflatoeiobe iDluuienltippe wem Heiner Schrank Heiner Tt>w, weist VoiAiaiten, ruem ctitfen n. sonst. Landarbeiten erteilt Frau Felber g Frankfurter Straße 81 II. für ihr Forst- und Wiescnwesen einer Anzahl Arbeitskräfte. Starkenburg. ÄSN. Offenbach, 18. Febr. Da» Stadt« Parlament hat in feiner gestrigen Sitzung den Bau einer neuen Turnhalle im Vorort Bür- q e l beschlossen und dafür Mittel im Betrage von 207 000 Mark ausgeworfen. graste Maische 55 Q)as Qjopfidstiick^ 40 " Der Tabak : Durch die »richtigen Neuerungen in der Karton- nagenherstellung— so wurde bereits gesagt— ist ein zulänglicher Betrag für die Tabakbeschaffung zur Verfügung. Milde soll die Zigarette sein, ohne doch darum fade zu schmecken — da» ist der berechtigte Wunsch des geschulten Rauchers. Naturreine, edle Tabake von besonderer Leichtigkeit müssen deshalb reichliche Verwendung finden. Sorten solcher Art sind bei der Bereitung der Eckstein Gold in hohem Prozentsatz herangezogen worden, denn wir haben gerade von diesen Tabak arten sehr große Mengen gekauft, die zum Teil schon ein getroffen sind, zum Teil noch verladen werden. Die hohe Qualität der EcksteinGold ist hierdurch auf lange Zeit Bichergestellt. her Wasserleitung unterzubrinaen. Ebenso ' K!? Freiherrlich Riedeselscve Revier- und die Gemeindeverwaltung in absehbarer Zeit Aus Dem -lmtsverkündittungtzblatt. * Das AintSverkündiaungSblatt R r. 1 2 vom 18. Februar enthält: Ausstellung von Ausweiskarten autn Betreten fremder Grund- ftüde zum Zwecke wissenschaftlicher Arbeiten: Ablösung von Markanleihen: Schlachthausanlage des Heinrich Bieter IV. In Aonuenroth, Beet Hoven ge- denkfeier: Gefunden, verloren: Dienstnachrichten. beendet. Den seil Jahren bestehenden Klagen über den schlechten Druck der Wasserleitung und dem teilweisen Versagen der Leitung in den höher gelegenen Wohnungen wirb damit endgültig abg«olfen. Die Arbeiten sind zum groben Teil als AvtstandSarbeiten der Böbinger Er- ri worden. Dadurch war Düngung der Wiesen'. Diplom-Landwirt R käme r. Darmstadt, rtferieite über »Aeuzeitl.che Weidewirtschaft'. Anschi astend sand eine ausgiebige Aussprache über die drei Vorträge statt. Am Rachmittag wurde im 5tiru> des .Hessischen Hofes" ein Filmvortrag des Diplom-Zn- SenieurS V a l l e r ft e d t übet den Bau von »rünfutter-Silos geboten, der ebenso wie die Vorträge sehr belehrend war und bei den Landwirten allgemeinen Veisall sand. An der Bet- anftaltung nahmen die landwirtschastliche Schule in Lich, sowie auch die Obertiaffe der früheren hiesigen landwirtschaftlichen Schule unter Führung ihres Lehrer teil. — Unter Vorl.h de» StaatSrats Block, Darmstadt, fand die Abi- turienten-Prüfung an der hiesigen Wei- dig-Oberrealschule statt. Von den zchn Abiturienten bestanden neun die Prüfung^ ein Prüfling war zurückgerreten. -- Am 17. Mär; findet hier der allgemein bekannte Faselmarkt statt. Zum erstenmal ist damit auch gleichzeitig ein Pserbemartt und eine Fohlenschau verbunden. Für die Prämiierung der einzelnen fiergatiungen steht ein namhafter Geldbetrag, etwa 2500 Ulf., zur Verfügung Mrciö Büdingen. !! Vübingen, 18. Febr. Die Vorbereitungen für den großzügig angelegten V ü b i n g e r 1* e t r i m o r ft vom 20. bis 23. Februar find beendet. Durch die Im Kreise herrschende 'Blaut- und Klauenseuche mußte leider der Rindvieh- und Schweinemarkt auSfallen. Dafür verspricht aber derBferde-undKrümermarkt ganz bedeuicnd zu werden. AuS weit und breit haben Pferdehändler und Makler die Beschickung des Marktes mit bestem Pferdematerial zugesagt. Auch die Landwirte der Umgebung werden ihre Tiere Aur Prämiierung schicken. Für den Krämermarkt liegen jetzt schon 120 Anmeldungen von Buden usw. vor. so baf) durch diese Meldungen sogar der bekannte Ortenbergec Markt übertroffen wird Der Pferdemarkt und die Prämiierung finden auf dem neugefchasfenen und hergerichteten Platz aus der Druchwiese statt. Der Krämermarkt und der Iurplah befinden sich zum Teil auf dem Marktplatz, zum Teil auf dem Schlostplatz. Auch die Ausstellung von landwirtschaftlichen Maschinen und Düngemitteln ist schon sehr gut beschickt, und täglich laufen noch Anmeldungen ein. DaS Marktkomitee hat in seinen letzten Sitzungen noch eine O b st s ch a u ausgeschrieben und bereits gute Meldung:n erhalten. Alle» in allem verspricht der Büdinger Petrimarkt, kür den bi» wett in den Vogelsberg und die Weiterau daS gröstte Interesse g^eigt wird, sehr grost zu werden. Die Verlosung der 820 Lose jinbet am letzten Tage statt. — Die im Kreise Bübingen schon seit Monaten in gefährlicher Weise austretende Maul - unbKlauen- leuche, die über die Hälfte der Gemeinden des Kreise» verseucht halte, ist nun im langsamen Rückgang begriffen. 3n den letzten Wochen sind verswiedene Gemeind?« au» dem Seuchengebiet au-geschieden und zum Beobachtungsgebiet erklärt worden. — Durch die Bereitstellung von gröberen Summen staatlicher Gelber ist es möglich weit mehr Gemeinden und auch Privatpersonen, alS erst sestgesetzt war, mit LandeSzuschüssen zum Bauen zu versehen. Die Bautätigkeit im Kreise Dü- mobernsten Maschinen. Geräte. Gebrauch»gegen- ftände ulw. zu sehen sind. Daneben wird für ge- (eilige Unterhaltung in reicher Abwechselung Sorge getragen. Man erwartet, bah sich alle Stünde an den Vorbereitungcn au dem bedeutsamen Unternehmen rege beteiligen. — Heute begehen der Korbmacher Michael Lenz und seine Ehefrau Eiisabethe da» Fest der Goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar erfreut sich der besten Gelundheit und Rüstigkeit und geht seiner gewohnten Beschäftigung noch in aller Frische nach — Die Grippe tritt auch hier auf. 3n jeder Klasse der Volksschule sind einige Schüler daran erkrankt. mu. Merlau. 18 Febr. Dieser Tage wollt, hier ein neunjähriger Zunge bei eiiwr elektrisch betriebenen Häckselmaschine da» Häcksel wegrechen. Gbwohl sich dicht über der völlig glatten Delle ein dicker 'Balken befmbcl, unter dem die Weile sogar handbreit zurücksteht. Sriet der Zunge mit seinem Warn» in diese. m Augenblick hingen sämtliche Kleider und die Wäsche In Fetzen von dem Kinde. Glücklicherweise ist aber dem Bub selbst aufjer einigen grosseren Haulabschursungen und blauen Flecken weiter nichts passiert. Gine Mahnung zur Dor- sicht in der Äähe solcher Maschinen! Carl Schunck Loiort eenen bar zn vcrk lusen: 2 Trumennr. nutz' bau .i poltert 6 tiiourfhiUle schast » amt Atdda veranstaltete gestern im Saale de» .GambrinuS" einen Vortragskur s u» für die Landwirte der Umgcgenb. SS sprachen Direktor Dr. Schab von hier über: .Betriebswirtschaftliche TageSfragen' Pros Dr. Kn eil von Giehen übet: .Ve^neibbare Tierkrankheilen, insbesondere llnfruchtbarkeitsbekämo- fung" unb Prvl Dr. Röhler von der Land» wirtschaflSkammer Darmstadt über .Düngung»- . mahnahmen im Frühjahr". RachmitlagS lies ein Lehrfilm der landwirtschaftlichen Versuchsstation. Während des VorlragskurluS veranstaltete die LandwirtschaftSkammer einen Saatgut- markt, der mit Proben von onedaimtem Saatgut in Gerste. Hafer, Sommerweizen und Kartoffeln beschickt war. Wenn sich auch die interessierten Landwirte zahlreich einfanden unb mancher Kauf von erstflassigem Saatgut getätigt wurde, so wäre doch da» Gebotene eine» besseren Besuche» wert gewesen. Aid da. 18. Febr. Mit der älcbernahme der Kreis st ratzen durch die Provinz gehen auch die umfangreichen Obstbaum- an la gen unseres KreifeS entschädigungslos in Provin »besitz über. Der Landtag lehnte e» ab. den Kreisen fernerhin Rutzung einzuräumen. Seither war e» üblich, datz das Obstbaupersonal des Kreise» in engster Verbindung mit dem Ob ft - und Gartenbau- Verein arbeitete, so bah auch dem privaten Besitz bei der Anlage von Baumstücken. Auswahl der Sorten und Pflege der Obstbäume jederzeit fachverständiaer Rat erteilt werden konnte. Wie sich die Verhältnisse auf dem Gebiet der Obst- baumpflege künftig gestalten werden, ist jetzt noch nicht abzusehem Roch ist da- Schicksal der seither bei den Kreisen beschäftigten Obstbau« beamten ungewitz, und die grötztente.lS als Baumwärter ausgebildeten Strahenwärter stehen alS Provinzbeamte den Kreisen nicht mehr zur Verfügung. - Rachdem die städtischerselt» borge» schlägenen räumlichen Ausmatze für den zu errichtenden Realschulneubau höheren Orts alS ausreichend erachtet wurden, sollen jetzt die Entwürfe im Wege des Preis- wettbewerbs ausgeschrieben werden. Der Reubau wird so gestalten, datz er. wenn eine Vollanstalt in Frage käme, jederzeit durch Flügel- anbau erweitert werden könnte. Die Arbeiten sollen so beschleunigt werden, datz mit beginnender Bausaison die Grundsteinlegung erfolgen kann, ow. Ober-Widder »heim, 18. Febr. Der Bericht in Rr. 40 beS ..G. A." über die Renovierung der Kirche in Ober-Wid- derSheim eilt den Tatsachen voraus. Es ist zwar vorn Kirchenvorstand und von der Kirchen- mgcln abgeholsen worben. Febr. Das Landwirt gemeinde • Vertretung deschlotten die längst notwendige Herstellung beS DoueShauses nunmehr in Angriff zu nehmen; über eine Erweiterung oder Vergröberung der Kirche ist ober noch kein en tgilt iger Be- fchluh gefafU. Aus diesem Grunde konnte auch noch kein Voranschlag aufgesteM werden; man hat bisher nur schätzung-weise mit Daukosten von etwa 20 000 Mark gerechnet Verzögert wird die dringend notwendige Durchführung der Äir- dentenookrung dadurch, datz der Gemeinderat Grund-Schwalheim einstimmig die Aufbringung des auf Grund-Schwalheim treffenden Anteils an den Renovierungskosten verweigerte. Entsprechende Vorstellung ist an die zuständigen Behörden gegangen. Entscheidung aber von dieien noch nicht getroffen. - Stockheim. 18. Febr. 3m 3 5. Lebens- jahre starb hier der Veteran der Feldzüge 1866 und 1870 ZI Adam Winter Mrcie Schotten. ♦ Eichelsdvrs, 18. Febr. Unser Krte - gervereln, der es In bet AachknegSzeil au» kleinen Anfängen wieder zu dem stattlichen Stande von 100 Mitgliedern gebracht hat. veranstaltete einen Vortragsabend, zu dem die Gesamt- gemeinde eingcladen war. Major a. D. Krause d ' A v i S . bei Kriegsausbruch Ordonnanzoffizier beim Kommando der Schutzlruppe für Kamerun, sprach an Hand von Lichtbildern über Land und Leute, die von unS geleistete Kulturarbeit und den Krieg In Kamerun Der Redner, der reichen Beifall fand, nimmt an, datz die Verhältnisse die heutigen Besitzer Afrika» zwingen werden (SchlaskrankheitSbekämpfung). Deutschland in Zentralafrika grobe, durch die Schlafkrankheit immer menschenärmer werdende Gebiete zu Überlassen. Der Gesangverein ..Eintracht" lDirigent; Werkmeister Adolf Rau) trug einige Chöre vor. die sich in den Geist de» Abends einfügten — Hier tritt seit Eintritt milderer Witterung die Grippe so stark auf, datz ganze Familien erkrankt sind. Da die Krankheit, wenn auch in ungefährlicher Form, besonder» die Kinder heimsucht. mutzte die Schule für einige Tage geschloffen werden. ld. Aus dem Vogelsberg. 18. Febr. Der weichende Schnee erlaubt e» nun der Vogelsberger Hausindustrie, mit den Erzeugnissen her Winterarbeit in die Wetterau zu wandern. Köddingen liefert in der Hauptsache hölzerne Löffel, während RebgeShain und Sichenhausen die Heimat der Rechenmacher sind. Dte mitzllche Lage der heimischen Landwirtschaft bat zu einer Zunahme der in diesem Zweig der Vogelsberger Heimindustrie Beschästigten geführt. Mrcid Alosclv. •et. Homberg a. d. Ohm. 18. Febr. Unsere Stadt beabsichtigt, am 8. 3uni einen Prämienmarkt in groficm Umfange abzuhalten. Dabei wird in erster Linie eine Ausstellung der verschiedensten Viehrassen, wie Simmentaler, Vo- gelSbergcr usw. zu sehen fein, desgleichen auch Schafe unb Ziegen, Pferde werden auch nicht fehlen. Ebenso wird ein Schweinemarkt an diesem Tage stattsinden. An die landwirtschaftliche Tierschau dürfte sich vielleicht eine gewerbliche Abteilung anschlietzen, in der die ! BODENWACHS UNION FABRIK UNION AUGSBURG Gaspreis: Gaskocher und -herde, Heiz- und Badeöfen usw. in Asterweg 12. 01220 Obertertiareife. 1674D Schulstr. 1362a Oer Vorstand. 1686a IM Zur Konfirmation!!! Itd) aus. K. s Schlesien). M. Gärtner. 9 L0 und 6.— ab hier '21. Törrbeckcr, Marburg. Schulnr. 12. HL Drockmann Lhem. Fabr. m.b.H, Leipzig.Dutr. 90c. Bestimmt zu haben In Vieh en bei Ernst Aoll, Kaiser- Drogerie, Lindenplah 5. Anmeldungen schriftlich ober mündlich Mittwochs und Frei, tags, 10-11 Uhr, im Schullokal, Gießen, Nordanlage 15 (Kaufmännisches Dereinshaus). Schlußtermin der Anmeldung am 30. Mürz 1927. —Küche und Haushalt 20—15 Pfg. p. cbm —Gewerbe u.Industrie ► 18-12 —— ► Raumheizung nur 12 Bienenhonig soll man nur beim .Wachmann faitfcii. 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Die Befürchtungen, bah durch die Derände» nrngen auf dem Stahlmarkt und die damit ver- burwene einseitige Benachteiligung Deutschlands das Weiteroestcyen beS mit so Meier Mühe im vergangenen Jahre zustande gekommenen Stahl- kanells gefährdet werden könnte, haben sich^ wie die letzten Verhandlungen in Luxemburg gezeigt haben, nicht bewahrheitet. 3m Gegenteil, man n.uß sagen, daß diese letzte Tagung erneut gezeigt hat. dah man den cingeschlagenen Weg friedlicher Beilegung aussteigender Differenzen auch hier beibehalten und dah so das Stahb- kar.ell feine Feuerprobe glänzend bestanden hat. Immerhin ist eS interessant, zu erfahren, dah Deutschland biS jetzt schon 2.5 Millionen Dollar in die Kartellkasse als »Strafgelder für lieber» Produktion" hat zahlen muffen. Die außerordent- lich gute Entwicklung de- deutschen StahlmarkteS L L« geführt, dah Deutschland nicht unerheblich über feine Quote produzieren muhte, um den Ansprüchen besonders des Jnnenmarktes gerecht werden zu können. 3m Gegensatz hierzu bat sich die Lage auf dem französischen Markt sehr verschlechtert. Diese Entwicklung konnte beim Abschluß deS Kartellvertrag?- niemand voraus» sehen. Damals war die französisch: Stahlindu- ftrie bi- an die Grenz? ihrer Leistungsfähigkeit beschäfrigt, da fle im Zeichen der Frankeninflation den Weltmarktpreis erheblich unterbieten konnte. Die Deflation der französischen Währung brachte aber dann den großen Umschwung, und heute ist da- Geschäft besonder- aus dem fron- zösischen 3nnenmar!t fast völlig tot. Es wäre nun ungerecht, Deutschland für diese Entwicklung verantwortlich zu machen. Eine Einigung ist vielmehr auf der Basis erfolgt, das, Deutschland sich zu» nächst vom AuSlandgeschäft fernhält und aus- schliehlich seinen Binnenmarkt versorgt, der im Moment sehr aufnahmefähig ist. Frankreich kann so — ohne die sonst sehr spürbar: deutsche Kon- »urrenz — den Weltmarkt int:nsiver bearbeiten. Kompensation für dieses Entgegenkommen feilen dann die Slrafsätze für eine eventuell: llcbcrproduktlcn für Deutschland ermäßigt werben. 3nleressant in diesem Zusammenhang ist ferner, dah der Eintritt der tschechoslowakischen und der österrcichisch-n Stahlindustrie in die internationale B hstc?h'g?m:inschaft nun endgültig unb formell vollzogen ist. Beide Länder haben zusammen alS Quo e 2.1 Millionen Tonnen erhalten. die sie nach einem bestimmten Schlüssel unter sich verteilen. Ferner sind jeht auch Rumänien und 3ugoslawien um die Aufnahme in daS Kartell nachgekommen. Sie fordern eine Quote von zusammen einer halben Million Tonnen. Auf dieser Basis dürfte es sicherlich in Küne zu einem formellen Eintritt auch dieser Stahlindustrien in die Gemeinschaft kommen. DaS Kartell hat hiermit eine neue Stärkung erfahren. ES zeigt sich eben immer mehr, dah bic friedliche Beilegung wirtschaftlicher Streitigkeiten einem fcharfen, für jeden Beteiligten mit Opfern verbundenen Konkurrenzkampf vorzu- ziehen ist. Schon aus diesem Grunde ist daS Rohstahlkartell auch für unsere deutsche Stahlindustrie heute eine wirtschaftliche Notwendigkeit, ba eS nicht angeht. bei unserer heutigen allgemeinen. wirtschaftlich angespannten Lage durch •’nen etwaigen Austritt diese deutsche Schlüsselindustrie in gefährliche Situationen zu bringen. Börse und Geldmarkt. Die Deutsche Dank hat der Bö: enhausse mit ihrem letzten Monatsbericht einen Dämpfer auf- ee.cht, der seine Wirkung nicht verfehlte. Während in der letzten'Woche weitere Kurssteigerun- gen dntraten, über deren innere Begründung allerlei'- Zweifel auflratcn. haben di: vergangenen Tage an der Berliner Dör e stets schärfere Kursverluste gebracht, da die Baissespekulation wieder zu operieren anfängt und auch in ten Kreisen de- Publikum- das deutliche Bestreben zu Realisierung von Posi ionen hervortritt. Es hat sich herauSgestell', dah die Engagements der Börse und d:S Publikums ein so starkes Ausmaß angenommen haben, daS die Reali ierung von Gewinnen nicht ohne erhebliche Kurs.inbußcn erlaubte. Auf der anderen Seite ist natürlich an schwachen Sagen erfahrungsgemäß die Kauflust gering, so daß sich cben'o sprunghafte Kursbewegungen nach unten ergeben, wie sie vorher in der aufwärtssteigenden Richtung Verlagen. Allerdings geben die Deckuiwskäuse der Konler- mine der Tendenz immer wieder einen Rückhalt, wenig wir es begrüßen konnten, daß die hinter ur.S liegende Haussebewegung fast in einer einzigen geraden Linie ohne zeilwci e Korrekturen erfolgte, so wenig gesund würde cs erscheinen, wenn jetzt etwa eine gradlinige Baisse einträte. 3n der Tat erscheint es. als ob eine entL Herabsetzung deS Kursniveaus, um dieses mit den gegenwärtigen und den voraus ichtlichen widschaftlichen Verhältnissen der nächsten Zelt in llcbereinftimmung zu bringen, kurvenmäsii erfolgen soll. Di: Kursentwialung an den Ak ien- märltcn ist jedenfalls im 2Iugcnbtii täglichen starken Aus chlägen nach beiden Seiten auSgc- seht. eine Tatsache, die den »konjunkturellen" Charakter der heutigen Dörsenlage kennzeichnet. 3e nach dem Dorliegen günstiger oder uncünfiiger Berichte aus der Wirt chaft. bzw. Aeuhemingen über die Wirtschaftslage, nimmt jetzt die Spekulation ihre DiSpo itionen vor. 3n dieser Woche verstimmte nun außer den Ausführungen der Deutschen Dank auch die Etatsrede des Rcichs- sinanzministers Dr. Köhler, de'scn Hinweis auf die kommenden Reparationslasten mit allen ihren Folgen nicht scharf genug unterstrihen werden kann. Ebenso wichtig wie die allgemeinen Ausführungen Dr. Köhler- find für die Börse dessen Feststellungen gewesen, daß der beantragte Umtausch der Altbesitz-AblösungSstücke in eine verzinsliche Rcichsarleihe abgelehnt werden muhte. Der Markt der heimischen Staatsrenten hat daher unter einem starken Druck gelegen. Ins- besondere die AblölungSanleihe ohne AutllosungS- recht. die den fog. Aeubesiyem auSgchänkigt werden ist. muhte sich bedeutende Kursverluste gefallen lassen. Die Spekulation scheint aus diesem Papier ldaS bisher noch alS .Kriegsanleihe" gehandelt und notiert wurde) jetzt nach und nach herauSzugchcn. da eS mit der endgültig erfolgten llmftellung nur noch geringe GewinnauSstch- ten bietet. Es werden nunmehr drei Rolicrungen für die frühere Kriegsanleihe vorgenommen. Diejenige für die Rummern 1 bis 33 003 und die für Die Rummern 30 001 bis 63 030 Der Ab- lö'unaSfchulD mit Auslosungsrecht (Altbefitz). sowie Die eben behanDelte Ablö.ungSfchuld ohne Auslrtungsrecht. Die Entwicklung DeS GelDmarkteS ist nach wie vor günstig. Die Medioprolongation erfolgte ohne irgendwelche Schwierigkeiten. Die Geldangebote für kurze und auf etwas längere Termine sind bei mäßigen Zinssätzen reichlich. Wi: sich die weitere nächste Gestaltung Der G:ldverhältnisfe ergeben wirb, läßt sich im Augenblick nicht sagen. Die am 21 Februar fälligen Einzahlungen auf Die Reichsanleihe Dürften nach der allgemeinen Ansicht keinen sofortigen Umschwung zur Folge hoben. Di? DiSku sion über Die Abschaffung Der Medioliquidationen ist durch einen kürzlichen De- schfuß der Berliner Stempelvereinigung wieder aktuell geworden. Man hört, dah nun auch der Börsenvorstand. Die Großbanken und Die Mehr- sahl der Makler Die Be'eitigung der Medioliquidationen befürwor'en. die anscheinend nur noch bei den Privatbankiers auf Schwierigkci.en stöht. '6prozentigeDeutfcheKommunal- Goldanleihe von 1 92 7. Die Preußische Staatsbank. Berlin, und Die Deutsche Giro-Zentrale, Deutsche Äcmmunalbanl Berlin, legen ab 21. Februar einen weiteren Teilbetrag von 10 Mill. Rm. Der Sprozentigen Deutschen Kom- munaI-©clDar.lcihc von 1S27 zum freihändigen Verkauf auf. Der Verkaufspreis beträgt L8 Pr z., zuzüglich 6 Proz. Elückzinsen ab 1. 3anuar 1927 unter Abzug Der Kapitalertragssteuer. * D i e Deutschen 3nlanDanleihen feit 3 a h r e s b e g i n n. Rach einer für Die Zeit von Sanuar biS Mitte Februar vorliegenden Ausstellung Der deutschen 3n.andanleihen wurden in Dieser Zeit rund 720 Mill. Mark an den Marit gebracht, Darunter Die 500 Mill. Mack-Anlcitze des Deutschen Reiches, von der 200 Mill. Mark fest untergebracht waren. Auf Die Länder entfielen 45 Mill. Mk. (Baden unD Thüringen), auf Die Kommunen einschließlich der Anleihen Des Deutschen unD des Bayerischen Sparkassen- und Giroverbandes 69,5 Mill. Mk. und auf Die industrielle Wirtschaft 105,75 Mill. Mark. Der Verwendungszweck bei diesen 3n- landsanleihen ist teiltoeife nicht bekannt. Bvn 694,50 Mill. Mark, über Deren BerwenDung Auf- fchlüsse gegeben wurden, entfielen 500 Mill. Mk. (des Reiches- auf nicht werbende Zwecke, 47 Millionen Mark auf werbende Zwecke, 77 50 Mi.lionen Mark auf Verstärkung Der Betriebs- mit.el unD 70 OKiIL Mk. auf verschiedene Zwecke. * Der Eisenerzbergbau im Januar. Der Absatz bei den Siegerlander Gruben gestaltete sich auch im Januar günstig, dagegen erlitt die Produktion der Gruben dadurch einen Ang. fall, dah in einigen Bezirken grohe Teile der Be- legschaslen infolge Grippcerkrankunaen längere Zeit feiern mußten. Die Nachfrage nach Eisenerzen des Lahn -Dillgebietes und Oberhessens blieb wei.er lebhaft; de. Erzabruf hielt während des ganzen Monats Januar an. Der Versand tu rtelte sich ohne Schwierigleiten wie im Vormonat ab. • Hapag. Der Aufsichtsrai der chapag hat in feiner gestrigen Sitzung gemäß dem Vorsrtlag des Vorstandes beschlosfen. der ordentlichen General- versimmlung am 28.März die Ausschüttung einer Dividende von 6 Prozent vorzufchlagen. Frankfurter Börte. lEigcner Drcl'tberichi des ..Cie'euer Anzeiger-" ) Frankfurt a.M., 19. Febr. Tendenz- still und unsicher. — Zum Wochenichluß war das Ge- schäft äußerst gering. Glal.stellung verursachten eine durchaus^uneinheitliche Tendenz/die sich bis zum Schluß in ausgesprochen f ch w a- ther Haltung aucroirMc. Zu Beginn lagen Mannesmann fest (plus 3.75 Prozent), da die heutige G. D. anrcgte. Auch Kaliwerte bis 125 Prozent freundlicher, dagegen die Rhein Elbe- Gruppe bis 3,5 Prozent abgeschwächt. Am Ban- ken markt L-mcn Mitteldeutsche Eredlt in eine Haussebewegung und zogen um 8 Prozent an; wahrscheinlich ist hier doch eine Kapi- talerhöhung in Auesicht genommen und außerdem dürste eine l"proj. Dividende verteilt werden. Die übrigen Bankaktien lagen uneinheitlich. Die Werte der Metallbank-Gruppe zeigten geteilte Haltung. Metallbank minus 2.5 Prozent, dagegen Metall- Gesellschaft auf Gerüchte über neue Kombinationen plus 1,5 Prozent. J.-G.-Farben lagen anfangs lebhaft, im Verlaufe aber schwächer (331 328 Prozent). In Verbindung damit auch Rheinstahl und Riebert-Montan als Konzernwerte abgeschwächt. Don Autoaktien waren NSU und Daimler bis 0 75 Prozent schwächer, dagegen Kleyer gut behauptet auf angebliche Geschäftsverbindung mit der Farben- industrie bezüglich der Verwendung von Elektron statt Aluminium. Zellstoffwerte leicht adaeschwächt. Auch Bau- und Maschinena.'tien in Realisation schwächer. Anleihemarkt still. Anleihe-Ab- lösung 32, Schutzgebiet 14.9. Der Geldmarkt Zeigte eine weitere Entspannung Tagesgeld auf 4 Prozent ermäßigt, Monatsgeld 5.13 bis 6.5 Pro- Senk, Warenwechsel 4,25. Prioaldiskonten 4.13 Pro- 5 I* 8. II SA.uh. .“.nfano ■tm i cntti6ortrnl4aft. l-omm.-rv und Privai r-aok. •far.n l und ^d toualüent . liuncb: Bant......... T islonto csommandü .... IreSdnor Bant....... IVrtailtan!........... ^iikeldeuk'L, Crrdildant. . (.rnc iridula« tfrcbuanftalt 'A.ichSbank.......... Pod) inner Sutz ........ Blldcr «............ Tenddi.yurrtnburo...... verlfcnlii diener eirrgroerte . . Harpei er Bergbau...... «aiuverke Hiebei «leben. . . . «all,verte tBefirregeln. . . . . t'nuratnule annevinann ManS elder........... £ beebeberf........... p l onir Bcradau....... iXl-cinifdie Brauntoblen . . . ihlxinhabl........... iKuuerf oZontan....... leUufl *. M 5 1*8.5 ISU.ZS — 189.75 189.5 132 231 m Kl 216 221 215 25 217 5 ZI8 222.5 217 75 221 IW ■ IU9 IU3 2$, 23H.25 233 tZ4 75 ISS 153.5 15a 152 129 5 110.75 130 Ul । 137 1 5 35 >35 25 JI4 alt :1.01 ■>1,84 Lvn I n 70 78 70.96 70.91 71 0!l Japan . 2.05‘J 1.06.1 1.05» 1.66.; •Hto dr Jan • 50U -.502 .417 0.449 Wir i in - Cf ft. übaci; 39,32 59.46 69.:-1 69,45 J.055 j.055 i'ifiabon .1.555 11,61 . .1.543 l,v9. Taneq. . 11.24 ,1.44 81,41 6| ,61 Hohft nun 2.14. 1,1 <8 1,148 1,15' Athen . 5 41 5 4" 5, 9 5.5| ttnnaba 4.ZU? 4.117 1.207 4,217 Ura uao 4.25j 4.261 1.25 > 4.265 Cairo 20.964 1 L16 ch.964 11.016 Bcrun. 18 tzebr (Selb Bru» Vlmrrifanilttr 'Notel..... 4 199 4.21V »'rlgifrtit 'JZotcn ....... 5s 43 58.73 TanOtbr Wann ...... lll.»7 112 52 ü-nalifcbr Sloirn ........ 41.105 10.505 ^ron;oiifd)r '.'aira...... 16.56 16 61 volländikchr 9?oten ..... ;rnHd)r Waten . ... 10'98 108.52 j. uiIeln I622D „es hat ihm ja lange dürfen wir der am 4. Kl. S. „ 6 20 69 54 6 10 35 43 68 245 317 132 450 rm 375 „ 50 „ kommt 2. 3. 4. 1. 2. 3. 4. 5a- 5b- 1. 2. 3. Kl. 4- „ ßa „ 5b .. Mnd fiiMtfie Ziißan -Ziga’iellen gewicfit, aller Konkurrenz zum (Trotz. Getränk volljnunderrder, farbkräftiger uncterhphk — 4,40 fm = 6,92 „ = 30,06 „ - 61,53 „ „Deutsches Haus" Eleeber Distrikt 13a (@treihvalb)47 Stück Eichen- Stangen I. .Nlassc; 3 Stück deSgl. 2. Sllasse; 25 rm Nutzscheit, 2,4 m lang: 15 rm Eichen- NUtzknüppel, 2,4 m lang: Distrikte 12b, 13a (Streitwald) 24a ,25 (Glecbaum) 29 (Kl. Bomberger-Stein) einzureichen. Lich, den 9. Februar 1927. Hessische Bürgermeisterei Lich. Völker. misjlvnsiveg pro Zentner Lebenpgewicht Ziegen- „3a! — Was sag' ich denn! — verkauft! — Nickn verkauft! — Gestohlen hat « mir's, der Lump, der Dieb, der Gauner. Vor die Füße hält' ich's ihn „Nein, wir. — Ich laß dich ja nicht allein!" „Willst du verhungern mit mir! — Ich werd' mir 5 schon ausbedingen, daß dir dein Doktor |o viel gibt, daß du dich sattesten kannst. — Und ich — ich setz' mich in den nächsten Straßengraben und halt' den Hui auf und sag' .Vergelts Gott', wenn mir jemand einen Pfennig hineinwirft!" Er lachte haßooll dröhnend auf. Elisabeth zuckte schmerzlich zusammen. . „Vater," bat sie verschüchtert, „wir wollen ein Gut pachten! Mil der Summe, die dir von Ludwigs, tal bleibt, machen wir den Anfang. Friedrich und Hanna kommen mit. Ich will Gemüsezuch' betreiben und Geflügel halten. Das wirft alles etwas ab. Felder und Wiesen kann ein Knecht bewirt- schäften, und du übernimmst die Oberaufsicht!" „Prachtvoll!" spottete er. „Ein Kleinhäusleridyll." „Später," sagte sie stockend, „könnte man ja auch wieder Pferde halten und eine kleine Jagd pachten." „Was denn noch alles?" unterbrach er sie rauh. „Spar dir deine Mühe, Liesl! Mit 20 000 Mark verhungern wir ja schlankweg. Ich soll wohl Heu rechen und Mist fahren und dreschen wie ein Knecht. Da weiß ich mir was Besseres: Einest Strick genommen und aufgehängt!" „Vater!" „Na? — Ist vir wohl nicht sein genug, das Aufhängen? — Was? — Eine Kugel ist kavaliermäßiger! MeinswegeN kann's auch eine Kugel sein. Nur dem Renkell gönne ich die Freude nicht, mich in die Grube gebracht zu haben!" Elisabeth erstarrte in bangem Schrecken. War das Ernst? Dieses Spie! mit dem Todesgedanken jagte ihr einen Kälteschauer über den Rücken. Sie bock vergeben werden. Schnstliche Angebote sind getrennt bis zum obigen Termin einzureichen. Bedingungen liegen daselbst offen. 1606D Steinbach, den 17. Februar 1927. Kramer, Bürgermeister. Hess. Bürgermeisterei. Winter Knüppel Reisig: Buche Stöcke: Buche und Eiche blau unterstrichene Holz lang = 16,77 fm. Zusammenkunft morgens 9 Uhr an Kreisstrahe Holzheim—Lang-Göns Nutzholzversteigmmg Die Gemeinde Niederweibbach verkauft Nutz- und Vrennholzverfteigerung Cberförfterei Brandoberndorf. Am Freitag, den 25. Februar 1927, 10 Uhr vormittags, kommen im Gasthaus 503 Nm., 10000 Stück. Rinde gemessen. Das Holzfnbmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Ruttershausen soll folgendes Holz auf dem Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden: 5,69 2,31 0,48 sind iwtt itrtfTtnnbart Brgtifit. St>*Ho gehören zur Amlellung einet gu'cn Ürop ens die edjten Reichel-tueozen, die der iSrtroht der gleicher echler UrfioRe sind, aus Denen auch die leutrHen tiuruc- llhöre belieben. Die erlbflb.re.'unQ e.ne» jeden LidSrs u. Drann'wein- ml' Reichci- Gficnjeit ifi eine elniachr Sache unk bringt hone Sclpa'Niv. 3ür gul-e Sei ngen und immer gleiche ®üle bürg' Die alt berühmte eidjlhtrjmarhe. In Trogenen Eichen: 1. Kl. 46 St. -- , 127 St. = 42,03 fm, 3. Kl. 28 St. = 20,04 fm, 4. Kl. 23 St. = 19,67 fm, 5. Kl. 17 St. -- 19,74 fm, 6. Kl. 8 St. = 9,77 fm, 7. Kl. 2 St. = 5,92 fm; 371 St. Stangen 1. Kl., 78 St. Stangen 2. Kl.: 13 rm Nutzscheit 2. Kl.; 137 rm Nutzknüppel, 2,4 m lang. Unter den Stämmen befinden sich 46 250 nicht zur Versteigerung. Man beliebe das Holz vorher etstzusehen. Auskunft erteilt Förster Kehl, Wäldershausen. 1650V Schwciusberg, den 17. Februar 1927. Freiherr!. Schenck'sche Oberförsterei. Drucksachen alierArt liefert in Jeder gewünschten Ausstattung stilrein und orelswerl die Brünl'icht Uol» Omekerel R Lange geputzt, gespitzt und zu je 25 Stück gebündelt. Die Berkaussbedingungen könnest bei uns eingesehen werden. Bei genügender Sicherheitsleistung tuirb zinsloser Zahlungsaufschub für die 1. Hälfte des Kausgeldeö bis zum 1. Juli 1927 und für den Nest dis zum 1. Oktober 1927 gewährt. Bei sofortiger Barzahlung 5% Nachlaß. Angebote mit der Aufschritt „Nutzlwlzsubmission" versehen, sind bis zum DienStag, den 22. Februar 1927, vormittags 11 Uhr, bei uns Kiesernstämme: 14 St. = 6,48 fm 77 „ --- 22,21 „ Fichtenstämme: und Apothelien erbälttlch. Tafe'.btt and) umlonlf wenn vetgtilstN durch O;io Reichtl. Berlin 50. EUenbahnnr.4 „ 4. „ 5. ,, 6. Birke 5. Märtyrer der Liebe Roman von I. Schneider-Förstl. Nutzreisig: Bohnenstangen: „ DaS Holz ist mit Fichtenstammholz wird auf städtische Kosten entrindet. Tie Bohnenstangen sind sauber Mü.tellWlWW!l!lfl des Freiherr!. Schenck'schen Reviers Wäldershausen (Oberhessen) (Dcftainefhl die X&iugin im (Reiche der Zigaretten. Bus edlen macedornschen (Tabaken mit Siebe und Sorgfalt erzeugt, kehrt sie als echtes Kind des Morgenlandes voller Stimmung uni voll süßen (Dufts bei 3hnen ein und wandelt Unmut und Jörger in (Treude und Zuversicht• 4 A-Stänunc 5. Kl., 2 A-Stämme 6. Kl., 1 A-Stamm 7. Kl. Buchen: 2. Kl. 3 St. = 1,13 fm, 3. fit 7 St. = 4,88 fm, 4.511. 3 St. - 2,3Gfm Nutzreisig: Fichten in Schichthaufen 20 rm. 2. Brennholz: Scheit-Buchen, eichen Werk- scheit — 240 rm. Knüppel: Buchen-, Eichen-, Erlen-, Aspen- und Nadel- llUij- iiflö öreiiiitjoUoerUeiöetBog in der Fürstiichen Odersörsterei Lich. Montag, den 21. Februar, 9J/2 Uhr oorm. beginnend, werden in Steins Saal zu Lich versteigert aus den Distrikten: Hard, Wehrholz, Langeberg, Erlesberg, Grau- dorn und Höler: rm: Schcith. Buche 50, Eiche 26 (ca. 200 St. Gartenpfosten), jiicfet 20, Fichte 33 , Knüppelh. Buche 40, Eiche 32, riiefer 30, Fichte 52; Stockh. Buche 44, Eiche 15, Kiefer 30, Fichte 98, Wellen (dabei Forstwellen: Hard und Langeberg) Buche 5400, Eiche 2900, Kiefer 700, Fichte 1500. Bon 1,30 uachm. ab kommt folgendes Nutzholz zum Ausgebot: fm Stammholz Buche 5, Birke 4, Eiche in Hard und Grau- doru (zu Pfählen und Wagnerhvlz) 8, Esche (Waguerholz) 5, Ahorn 2, alles in der Hard, Fichte 50 im Haler «dabei ca. 250 St. Sparren, 450 St. Gerüstslangeu und Spalierholz). Nähere Auskunft erteilen die Ober- förstcrei und die zuständigen Förster. Blau unterstrichene Nummern kommen nickst zum Ausgebot. Es cnwfiehlt sich vorherige Besichtigung, besonders des Eichenholzes und der Forstwcllen (Hard) und der Fichten (Höler). Nachträgliche Reklamationen können nicht berücksichtigt werden. 14250 3. Andere» Laubholz: Bir. Mir. I. Kl. 4 St. ---- 0,73 fm, 2. 511. 2 St. = 0,56 fm, 4. Kl. 1 St. -- 0,55 fm. Aufmaßltstsn können bei rechtzeitiger Bestellung von Herrn Förster Pfeiffer, Niederweidbach, bezogen werden. Der Bürgermeister: Lang. 1694k) Lassen Sie sich xur Kaffeebereitung als Züsäh nut ; Aechl Franck mit der Kaffeemühle.« geben und nichts anderes auf * reden. DerÄechfe Franckjsf infolge . seiner unerreichten Qualität und Ausgiebigkeit der Freund der sparsamen HausW.Er vermin^, 1-1 «;.i> i i i rin . ii i'5"' Am Samstag, dem 26. Februar d. I., Werden von vormittags 10 Uhr ab, im Frankfurter Hof zu Homberg (Oberhessen) öffentlich meistbietend versteigert: 1. Nutzholz: Eiche 3. Kl. = 3,74 fm --- H,15 Wege des schriftlichen Angebots: Buchen 1. Kl. BsMöliiiMototMaetiir.fl Dienstäg, den 22. Februar 1927, soll im hiesigen Mark- und Gemeindewald folg.nbes Hölz öffentlich versteigert werden: 33 >st. Ei henstSmstie 25—43 cm Durchmesser, 4—8 m laug — 15,96 fm; 11 St. Kiefernstämme, 30—50 cm Durchmesser, 5—8 m lang — 7,27 fm; 77 St. Fichten« stämme, 12—43 cm Durchmesser, 5—18 m lang — 23,12 fm; 160 St. Fichtenderbstangen, 9—11 cm Durchmesser, 7—17 m begann hastend auf ihn einzusprechen. Sie rechnete ihm vor, wieviel sie ungefähr brauchten zum Leben. „Mich brauchst du ja nicht mehr zu zählen, Vater!" tröstete sie. „Wahrhaftig! Dich brauch' ich nicht mehr zu zählen! Und wenn ich mich selbst auch streiche, dann ist die Geschichte erledigt." „Saft du mich denn gar nicht ein wenia lieb, Vater?" schluchzte das junge Mädchen auf und legte beide Arme um seinen Hals. „Mädel, da fragst btt aber spaßig! Ob ich dich liebhab'? — Herrgott, ja! Zeigen hält' ich dir's halt sollen, aber ich kann's nicht. Weißt, das Küsten und Abschmatzen, das hab' ich mein Lebtag nicht fertiggebracht. Aber da drinnen," er zeigte auf die Stelle, wo das Herz im festen Rhythmus sein grobes Leinenhemd hob, „da sitzt es wie bei einem anderen auch. — So wein' doch nicht, Liesl, -r- und deinen Doktor, siehst, den hasse ich. — Run geradeso gehaßt! — Was nimmt der sich für ein Recht heraus, daß er dich haben will? Ist er der Vater oder ich? — Männerlieb'! Ho! — Nur das Weib und der Mann, die ihr Kind im Arm halten, wissen, was Liebe ist. Die Liede, verstehst du, die nicht fragt, was geb' ich dir, was gibst du mir. Die liebt, weil sie lieben muß. weil sie nicht anders kann. Weil es Naturgesetz ist, so wie der Hund sein Junges und der Geier seine Brut beschützt! --Alle andere Liebe ist VlunbeT!"-- „Vater!" Sie lieh ihn nicht aus den Augen. „Deine Liebe zur Mutter, nimmst du die nicht aus?" „Nein! — Ich nehm' sie nicht aus, sonst wär' sie nicht gestorben daran. — Hast du schon einmal gehört, daß ein Kind an Elternliebe gestorben ist? Aber Weibs- und Mannesliebe hat schon viele in die Grube gebracht. Und ich deine Mutter auch!" Elisabeth wollte in jähem Schrecken ihre Hand aus der seinen lösen, aber er hielt sie fcstgeklammert. Er sah die Angst, die stumme Frage ihrer dunklen Augen, und ein Zucken ging über seinen Mund. Er wischte mit der einen Hand über die Stirn, mährend er Mit der andern ihre Finger Umschlosten hielt. (Fortsetzung folgt.) hämmern, soviel fle mochten. Allein wollte er bleiben mit seinem Kind. „Herr Daran!" Keine Antwort! Was gingen andere Leute seine und seiner Tochter Schmach und Ehre an. Elisabeth noch immer in den Armen, erhob er sich und verließ durch eine Neben- tür den Raum. Auch hier stieß er den Riegel vor. In Elisabeths Schlafzimmer bettete er sie in die Kisten. Ms er nach der Tür ging, die nach dem @ande führte, um auch diese zu versperren, öffnete das junge Mädchen die Augen. „Pater!" Er zuckte zusammen wie ein getroffenes Wild. Jetzt würde sie ihm ihre Schuld gestehen. Nicht benten, was er bann dem andern tun würde. Es würde ganz von selbst kommen. Elisabeth richtet sich in den Kissen cküf, als er zü ihr ahs Bett trat. „Vater, ich will es Georg sagen, daß er mit der Trauung wartet, bis er zurückkommt. Ich hätte ja doch keine Ruhe, wenn ich dich so ganz allein hier weiß," . Ganz klein wurde der Riese, ganz demütig. Seine Hände griffen tastend nach den ihren. Mit gekrümmtem Rücken saß er ihr gegenüber. Sie wollte sprechen, aber er wehrte ihr hastig. „Du brauchst es mir nicht mehr zu lagen. Ich weiß, du hast dich nicht vergessen. Es steht in deinen Augen. — Aker ich kann dich nicht hergeben! — Ich kann nicht' — Bin ja ärmer als ein Hund, wenn du gehst!" „Vater, ich gehe ja nicht!" Ihr Hände strichen schüchtern schmeichelnd über feine klobigen Finger. „Nein, du gehst nicht! .Heute nicht! Aber in vierzehn Tagen." . Sie unterbrach ihn, aber er schnitt ihr das Wort ab. „Wenn in vierzehn Tagen nicht, dann in einem Jahr! Bleibt immer Das gleiche!" Er knöpfte den Rock auf und entnahm seiner Brusttasche eine größere Menge von Scheinen, die er alle auf ihr Bett legte. „Sündengeld, Liese! — Blutiges Sündengeld! — Ich habe Ludwigstal verkauft!" stieß er heraus. Sie schrie leise auf. „Vater! Nein!" _____ Vergebung von wasserleitungsarb eiten. Für dir Gemeinde Ruppertenrod, Kreis Alsfeld, Station Mücke, sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen vergeben werden. Los I. Herstellen des Hochbehälter- (120 cbm Inhalt). LoS II. Rohrnetz mit Hauszuleitungen, zusammen 3600 isd. m. Pläne und Bedingungen liegen bei unoffen. Angebotsvordrucke sind für Los I zu 2 Reichsmark, und für Los 11 zu 5 Reichsmark von uns zu beziehen. Eröffnung der Angebote Dienstag, bin 8. März d. I., vormittags 11 Nhr, auf unserem Bureau, Frankfurter Straße 29. Freie Auswahl Vorbehalten, Zuschiagssrist 3 Wochen. Gießen, 15. Februar 1927. 1695V Hessisches Anlturbauamt. (gez.) H. Steinbach. Reg.-Baurat.______________ füllen- ii. Z MMMU Mittwoch, den 23. Februar 1927, nachmittags um 1 y. Uhr, soll aus hiesiger Bürgermeisterei eilt fetter Bulle aus dem Sub- Nutzholzversieigerung Donnerstag, den 24. Februar d. I., von mittags 1 Uhr ab, werden in der Wirtschaft von Waidmann (Jägerhaus), Nieder-Weisel das aus dem Niede»Weiieler Wald entfallende Nutzholz versteigert: Stämme Fichte im: 9,50 3. SL, 22 4. SU., 53,42 5a°Kl., 118,30 6b-KI.: Stämme Kiefern fm: 3,52 3. Kl., 12,96 4. SU., 10,65 5. Kl.; Stämme Lärche fm: 12,77 5. Kl.; Derbstangen Fichte: 48 St. — 3,75 fm; Nutzscheit Kiefern rm: 28 (3 m lang). Kausliebbaber wollen sich das Holz vor her ausehen. Nähere Auskunft erteilt Förster Becker, Hausen bei Butzbach, und die unterzeichnete Bürgermeisterei. Niederweisel, den 16. Februar 1327. Elisabeths Blick wurde groß und fragend. IrrtS vom Baier zu dem alten Diener Und wieder zurück. Alles tauchte in graufarbene, wogende Nebel. „Was hat er denn getan?" „0 du heiliger Gott!" Friedrich fing sie schützend in den Armen auf. „Wenn der Herr Baron die Hanna holen möchte — die Hanna —Er strich mit zitternden Händen über Elisabeths kaltes, blasses Gesicht. „Geh!" Merken zeigte gebieterisch nach der Tur und nahm ihm die Tochter aus den Armen. Mit Elisa- b.chs ohnmächtigem Körper tappte er hinter ihm her und schob den Riegel vor. Dann ließ er sich in die Stnie nieder und lehnte ihen Kops sorgsam gegen seine Brust. ..Hast mir's angetan, das Schreckliche. Elisa bech? — Haft mir's angetan? Hast keine Mutter gehabt, du Armes, die dich gelehrt hätte, was Weibes Sitte ist. Und ich Liederjahn von einem Baier fdnb keine Zeit für dich. Und du hast nicht gern ßt, wieviel du schenken darfst, und hast ihm alles gegeben." Wie die Laute sich aus Menkens Mund rollten. Es war mehr ein Gurgeln. Als er in das schnee- bleiche Gesicht der Tochter sah, stieg die Angst in ihm auf. „Hab' ich dir weh getan? — D Gott, ich hab dir weh getan!" Bon dem Kinde weg sah er auf feine Hände. Wo die zugriffen, da gab es Flecken und Beulen, und wen die würgten, der regte sich nicht mehr. Er tastete Elisabeths Stirn und Wangen entlang. Mit ungeschickten, scheuen Fingern nestelte er Die Haken ihres Kleides auf, dann das Mieder. Seit den Tagen ihrer frühesten Kindheit heile er sie nicht mehr so in den Armen gehalten. ...Kleine Liese! Liebe, kleine Liese! — So ein Baier bin ich!" Bon draußen kam ein Klopfen. Die konntest Angebote pro fm nach .Klassen getrennt find bis Montag, dem 21. Februar 1927, nachmittags 3 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Vertaussbedingungen offen liegen. Ruttershausen, den 17. Februar 1927. Bürgermeisterei: Sck'warz 1651D Pfahlgraben. Holzheim, den 17. Februar 1927. Hessische Bürgermeisterei: -Wetz. 1649V am 28. Februar b. I., von vormittags 10 Uhr ab, in dem Saale der Wirtschaft Rentsch zu Niederweidbach nachstehendes .31b, 32 (Gr. Bomberger-SteuH 18 rm - - - - s Eickien-Scheit; 39 rm Eichen-Knüppel; - g,95 fm, 2. KI. 8110Eichen-Vellen; 31 rm Buchen-Scheit; 3. Kl. 28 St. — 220 rm Buchen-Knüppel; 12500 Buchenwerfen sollen, die Bettlerkröten. Wenn ich ihn ein. mal allein treffe, putz ich ihn weg! — Dlattschuß!' „Vater," besänftigte Elisabeth, schon gehört, schon längst. — Wie tonn noch bleiben?" „Wir? — Ich willst du wohl sagen?