LZ?» G) D_‘ O. s - c ko 5 l SS ti; i3 ? 55.2 PC 2-5.0 Fr* •-P p p ti 0 s c »V3 PLZ -Lß" L» ö> 15 > C sc B Ar- O F I’ot 2Z-" ’ p = 2 r *s ;-r — ts = - N ?8ß 2:^ 802 ■ S -h -°- 2.S-, 5 « 0 ■s y» - o L- r§- 3*g M ^-"rs 5" 5 5- 253- 5 5: frt®b ,A äo & I? 3 c TÄ . S ; 5 „S*0? - -ZZZksIM^ ^■5 9 5 2 2 2.^5 pp\c ,'i.^*n^**. :f $l’lhs 1 ' :,s D ra 3 1 „» S&$ ZZ yrt5 3? st diesem Organ der vom ganzen Volk frügewählien Gemeindeversammlung vollkommenes Vertrauen schenken und die Gemeindeschutzwache bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe unterstützen und ihren Weisungen Folge leisten wird. Das Kommando der Gemeindeschuhwache hat seinen Sitz im Rathaus." Dem Aufruf von Seitz hat der Parteivor - st a n d der Sozialdemokratie und die Gewerkschaftskommission Oesterreichs einen Aufruf hinzugefügt, der folgende Sätze enthält: „Der Republikanische Schutzbund hat verläßliche Männer aus seinen Reihen ausgesucht, die sich zum Dienst in die Gemeindeschutzwache gemeldet haben. Sie wird unserem Bürgermeister unterstellt sein. Sie wird aus Arbeitern und Angestellten, aus Mitgliedern des Republikanischen Schutzbundes zusammengesetzt sein. Es ist proletarische Pflicht aller Genossen, die in die neue Gemeindeschutzwache eintreten, allen Weisungen des Bürgermeisters und der von ihm berufenen Kommandanten zu folgen, strengste Disziplin zu halten und allen leichtfertigen, disziplinlosen und verbrecherischen Elementen, deren Gehaben immer neues Blutvergießen herbeisührt, mit Heftigkeit und Entschiedenheit entgegenzutreten. Von der gesamten Arbeiterschaft verlangen wir, daß sic das Organ unseres roten Wiens als den Beschützer proletarischer Freiheit, Disziplin und Ordnung ansieht, daß sie die Gemeindeschutzwache -unterstützt und jeder Weisung der Gemeindeschutzwache unbedingt Folge leistet. Wer sich dieser proletarischen Wehr gewaltsam widersetzt, ist als ein Disziplinverbrecher, als ein Gelber, als ein Feind der Arbeiterschaft zu betrachten und zu behandeln. Gelingt es proletarischer Kraft und Disziplin, Ordnung, Ruhe und Sicherheit im roten Wien wieder- herzuftellen, dann wird die durch die Ereignisse der > letzten Tage gefährdete Machtstellung der Arbeiterklasse in unserer Stadt von den Arbeitern selbst geschützt, gegen alle Gefahr gestärkt und gesichert sein!" Die Opfer der Unruhen. Sonderbericht des Wolff-Bureaus. Wien, 17. Juli. Der e r st e Schuß ist erwiesenermaßen von einem bekannten Kommunisten namens Fiala auf die Polizei abgegeben worden. Er wurde verhaftet Im übrigen hat der Ministerrat heute vormittag nach Entgegennahme des Berichts des Polizeipräsidenten Schober über dke gestrigen Vorgänge beschlossen, den Polizeiorganen, die durch ihr energisches und doch umsichtiges Vorhalten verhindert haben, daß im Verlaufe der gestrigen Unruhen noch ungleich größeres Unglück angerichtet wurde, den Dank und die Anerkennung der Bundesregierung auszusprechen. Zugleich wurde beschlossen, dem Polizeipräsidenten einen Betrag zur Unterstützung der verletzten Sicherheitsmannschaften und für die Hinterbliebenen der Gefallenen zur Verfügung zu stellen. Mit der Einleitung der notwendig gewordenen Fürsorge für die durch die Zerstörung des Justizpalastes obdachlos gewordenen Becunten- fämilien, sowie mit den Maßnahmen zur Bergung der Akten aus dem Justizpalast und zur Unterbringung der bisher dorst^ untergebrachten Aemker und Gerichte wurde Minister Dr. S ch jede n h o f e r beauftragt. Die Beisetzung der Opfer findet Mittwoch, nachmittags 2 Uhr, auf dem Zentralfriedhof statt. Die Toten werden auf einem gemeinsamen Platz, aber in Einzelgräbern beerdigt. Die Kosten trägt die Stadt Wien. An dem Begräbnis nehmen neben den Angehörigen teil die Mandatare und Funktionäre der Sozialdemokratischen Partei und Delegationen der Betriebsräte und der Ortsgruppen des Republikanischen Schutzbundes. In den Wiener Betrieben wird während der Beisetzung eine Viertelstunde lang Arbeitsruhe herrschen. Der österrLichischs G'fCnbcchnverkehrgespLrrL München, 17. Juli. (WTV.) Wie die Reichs-' babndirektion München mitteilt, wurde Freitag 23.30 Uhr wegen Streiks der gesamte verkehr auf den österreichischen Dahnen eingestellt. Der Abendoorzug von München nach Wien wurde Freitag abend in Salzburg von den österreichischen Dahnen nicht mehr übernommen. Die Münchener Züge nach Oesterreich verkehren fehl nur biszur Oandesgrenzc, also bis Salzburg, Kufstein, Mittenwalde. Durch den Streik stockt der gesamte internationale Reiseverkehr über Oesterreich, so vor allem nach Italien (Triest) und in Verbindung damit nach den südslawischen Gebieten. Die italienische Verbindung ist nur über die Schweiz möalich. Die Reisenden werden in München davon in Kenntnis gesetzt. Die Fahrt nach Oesterreich geschieht auf eigenes Risiko. Wiederaufnahme des N^tzverKehrs. Wien, 17. Zull. (WB.) Rachdem der Flugzeugverkehr auf dem Wiener Flugplatz Aspern zwölf Stunden gesperrt war. ist heute ein verstärkter Flugdienst ab W'en nach den Hauptstädten der Rachbarländer, nach Prag, München und Buda- , pest, eingerichtet worden, um einen Anschluß an das internationale Eisenbahnnetz zu schaffen. Am Sonntag gingen zwei vollbesetzte Großflugzeuge nach München, zwei Flugzeuge nach Budapest und eine Großmaschine nach Prag—Be^in ab. Nuhige Lage in Tirol. Innsbruck, 18. Zull. (WLB. Funkspruch.) ~ie Jiroler Landesregierung hat zwischen 2 und 4 Uhr morgens sämtliche Bahnhöfe in ganz Tirol durch Militär-Gendarmerie und die als Rotpolizei legalisierte eHeimatwehr begehen lassen. Tleberall sind die von den Eisenbahnern einge- sehtcn S t r e i k p o st e n und i ie sozialdemokratischen Ordnungsmannschaften der Eisenbahner, die mit roten Armbinden versehen, die Bahnhöfe abgesperrt hielten, ohne Widerstand zu leisten, abgezogen, ebenso sämlliche Eisenbahner. Es ist nirgends zu einer Gewaltanwendung gekommen. Im Laufe des Tages wird ein Rotver - kehr eingerichtet werden. In ganz Tirol herrscht, abgesehen von dem zur Zeit noch awhaltenden Cisenbahnerstrllk vollkommene Ruhe und Ordnung. Kurzfristige Kraftwagen-- fahrten vermitteln nach allen Richtungen die Verbindung mit den Anschlußstationen, so daß sich der Reiseverkehr nahezu normal abwickelt. Dis chinesischen Wirren. Borodin verläßt Hankau. Hankau. 17. Iuli. (Reuter.) Der russische Ratgeber der Hankauer Regierung, Borodin, ist heute morgen von hier in einem Motorboot abgefahren. Beamte der Hankauer Regierung erklärten, Borodin beabsichtige. China zu verlassen, lehnen es aber ab, etwas über die Routen mitzuteilen, die er einschlagen werde. Gerüchtweise verlautet, daß der chinesische Richter, der die Freilassung von Frau Borodin und der drei russischen Kuriere an* ordnete, dafür 20000 0 Dollar aus russischer Quelle erhalten habe. Der betreffende Richter habe Peking unmittelbar nach der Freilassung der Russen verlassen. Rach einem Telegramm des „Rew Vork Herald" hat die chinesische Polizei eine Haus- smchung in der Sowjetbankin Schang- h a i vorgenommen, um Dokumente zu suchen, die den Beweis erbringen sollen, daß diese Bank mit den chinesischen Kommunisten finanzielle Verhandlungen geführt habe. Die chinesische Poll- zei habe, wie man versichert, Schriftstücke gefunden, die demnächst die Festsetzung einer großer Anzahl von Personen zur Folge haben werden. Der Rechtsanwall der Bank, ein Deutscher, namens Wilhelm, der lebhaft gegen die Haussuchung protestierte, soll verhaftet worden fein. Rach Meldungen aus Pellng bestätigt es sich, daß Tschangkaischek der Rordarmee einen Waffen still st and angeboten hat. Die Führer der Rordtruppen haben gestern abend beraten, und es wird für heute ihre Antwort erwartet. Cs wird angenommen, daß sie den Vorschlag Tschangkaischecks für annehmbar erklären unter der Bedingung der Zurückziehung der Südtruppen aus Schantung und eines gemeinsamen Vorgehens gegen die Extremisten. Frankreichs Heeresreform und der Friede. ; Zwei Denkmalsredcn Painlev4s. Paris, 17. Iuli. (WBll Bei der Einweihung eines Denkmals für die Gefallenen der Stadt Rantes hiell Kriegsminister P a i n l e v 6 die Weiherede und wändte sich dagegen, daß man in vielen Kreisen die Fatalität des Krieges leichtfertig hinnehme. Gr erklärte, der Friede werde aufrechterhalten werden, wenn sich die lllrheber der Mafsakres und diejenigen, die eine Revanche haben wollten, darüber klar seien, daß ihre Absichten auf einen wohlorganisierten und entschlossenen W i d e r st a n d stoßen würde. Dieser Gedanke sei bei der militari«» . scheu Reform in Frankreich vorherrschend gewesen. Es gebe für ein Heer eine noch ruhmreichere Aufgabe, als Schlachten zu gewinnen, nämlich Schlachten unmöglich zu machen, und die eventuellen Unruhestifter durch die Festigkeit seiner Organisation, durch den Mut der Soldaten, die es mobilisieren kann, und durch die Kenntnis der Qualität seiner Führer zu entmutigen. Dieses Heer sei in Frankreich in der Bildung b egriffen. Es stehe im Dienste des Friedens. In einer zweiten Rede begrüßte Painlevä es, daß die deutschen und französischen Frontkämpfer sich nunmehr zu gemeinsamer Arbeit zusammen- gefunden hätten. Painlevs erklärte, Hindenburg habe einen Sattlermeister, der an der Spitze der deutschen Republik gestanden habe, ersetzt. Aber, so fuhr er fort, der neue Reichspräsident bleibt seinem Eide, den er auf die Verfassung geleistet hat, treu. In Deutschland macht der republikanische Geist langsame aber sichere Fortschritte. Als nach der Ermordung Erzbergers und Rathei^auS Luther und ©trefema nn nach Locarno fuhren, haben viele Propheten jenseits des Rheins die Ansicht vertreten, daß diese beiden Staatsmänner nicht gerade eine Unfallversicherung abschlietzen würden. Stresemann ist aber immer noch Außenminister. Mit ihm ist die Locarnopolitik am Leben. Ich begrüße das, und zwar sowohl im Interesse Stresemanns selbst als auch für Deutschland, für Europa und für uns. Das größte Hindernis für die internationale Sicherheit ist, mehr noch als der Haß und die wirtschaftlichen Gegensätze das gegenseitige Mißtrauen. An dem Tage, an dem ^dieses Mißtrauen durch ein Zauberwort in einer Wolke verschwinden würde, würde jedes Volk davon überzeugt sein, daß kein anderes es zuerst angreifen will, denn es gäbe keine Regierung mehr, die ihr Voll in einen Krieg h-.neinziehen könnte. Damit aber dieses internationale Mißtrauen verschwindet, genügt es nicht, daß es in jeder Ration Männer und Parteien gibt, deren Friedenswille unbestreitbar ist. Es genügt nicht, daß diese Männer an die Regierung kommen, sondern sie müssen sich auch auf eine öffentliche Meinung st Ütze n, die mächtig genug ist, einen Um» schwuyg unmöglich zu machen. Wenn es aber ein Land gibt, in dem der Friedenswille offenbar und einmütig herrscht, dann ist es FrankreiH! tpoincare spricht in Brüssel Belgien und die Entente. Brüssel, 17. Juli. (WTB.) In Laeken fand heute in Anwesenheit des Königs und anderer Mitglieder des Königlichen Hauses, des französischen Ministerpräsidenten Poincare und zahlreicher Vertreter der belgischen Regierung die Einweihung des Denkmals für den „Unbekannten Soldaten" statt. Der Festakt wurde durch eine Ansprache des Königs von Belgien eröffnet, dann sprach Ministerpräsident Poincarä: Es ist kein Verrat an der Sache des Friedens, wenn man die langsame Aenderung der Wahrheit und die Ersetzring der Geschichte durch die Legende verhindert. Vor einigen lagen hatte Dandervelde Gelegenheit, einige Behauptungen des Untersuchungsausschusses des Reichstages zu berichtigen, und insbesondere die Verleumdung zurückzuweisen, daß Belgien schon vor dem Kriege mit vollem Willen aufgehört hatte, neutral 3 u sein, und daß es in vollem Einvernehmen mit den eventuellen Gegnern Deutschlands gestanden habe. Die Kundgebung Vanderveldes ist entscheidend. Daß et- aber* genötigt wurde, so zu handeln, ist ein Zeichen, das keine Ration überraschen darf, die für ihre Freiheit hat kämpfen müssen. Belgien und Frankreich haben nicht aufgehört, mit unbedingter Ehrlichkeit die Politik der Annäherung, die in Genf und Locarno vorbereitet wurde, zu verfolgen. Ihre Haltung ist heute wie gestern die gleiche. Wenn Deutschland eine seiner Verpflichtungen einhält, wie in der vergangenen Woche in Königsberg, so verzeichnen wir dieses Ergebnis nicht mit der Befriedigung der Selbstliebe, sondern als ein Zeichen Ve r Entspannung. Es ist nicht allein die Vernunft, es ist nicht allein das Gefühl der Humanität, die uns raten, unseren Streitigkeiten mit unseren Nachbarn ein Ende zu machen: es ist unser Wdrrp $Ius aller Well. Der deutsche Flottenbesuch in Riga. Der Besuch der Zweiten Torpedobootshalb- flotille in Riga verlies bei strahlendem Sonnenschein und herzlicher Teilnahme der gesamten Bevölkerung der Stadt. Die Boote hatten gegenüber dem Stadtschloß festgemacht und wurden täglich von Tausenden besucht. Außer einem Ball vom Diplomatischen Korps veranstaltete der deutsche Gesandte an Bord des Stettiner Dampfers „Rvrdland" einen Empfang für die reichsdeutsche Kolonie, zu dem 400 Personen erfebienen waren. Eine Abordnung von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften legte an den Kriegergräbern bei Segewold Kränze nieder. Für die Mannschaften der Flotille sand eine Theateraufführung im Freilichttheater statt, zu der auch zahlreiche lettländifche Marinemann- »schaften erschienen waren. Schwere Unwetter in Schlesien. Die schweren Unwetter, die im gesamten Gebiet des Eulengebirges niedergegangen sind, tragen katastrophalen Charakter. Namentlich der Ort 5 Peilau ist schwer heimgesucht. In Reichenbach geht die Peile über die drei bis vier Meter hohe Ufermauern hinweg. Ganze Sttaßen sind überschwemmt. Aus der Gegend von Peters- w a l d a u strömen ungeheure Wassermassen h°z°de be CT Jetta, S 'ruhen Q W und n n km tvarn K ,6lnem a. ft (oniri -‘lÄ hl sSs Sf»j% Ä wohlverstandenes Interesse, das in Frage steht, es ist die Sorge um unsere Zukunft, unsere Neigung zur Arbeit und unser Bedürfnis nach Ruhe. Unser Friedenswille schließt weder den Willen nach Er- halt regelmäßiger Reparationen, noch den der G e w äh r 1 e i st u n g unserer Sicherheit aus. Unter Vorbehalt dieser beiden Bedingungen ist jedoch unser Wille zum Frieden so stark und so beharrlich, daß er sich weder durch Tlnverständins noch Mißtrauen, noch durch persönliche Angriffe entwurzeln läßt, und daß er fein Werk über alle Hindernisse hinweg hartnäckig und gelassen fortführen wird. Wenn Professor Bredt in einem vor kurzem verösfent lichten amtlichen Bericht nicht geschrieben hätte daß die Errichtung der belgischen , Maasfestungen eine Verletzung der Reutra' „ lität und eine feindliche Maßnahme gegen Deutschland dargestellt hätten, so hätte Banker- ■. Velde sich nicht die Mühe machen brauchen, nachzuweisen, daß Deutschland nicht nur lj358,1875 und 1887 diese Arbeiten gekannt und gebilligt hat, sondern sie sogar gewünscht und Belgien dazu ermutigt habe. Wenn ich mich meinerseits bewogen fühlte, von dem Schritt des deutschen Gesandten in bezug auf das Ultimatum im Iahre 1914 und von den Einmärschen nach Belgien zu sprechen, so geschah das deswegen, weil es für diejenigen, die Zeugen dieser Vorgänge waren, tatsächlich schwierig ist, Entstellungsversuche zuzu- : lassen, die die Revision der C3ertrüge vorbereiten soll. Wirbelsturm über Kansas. Bei einem Wirbelsturm, der über den nordöstlichen Teil von Kansas und über die südlichen Telle der Stadt hinwegging, wurden bisher a ch t Personen getötet und etwa hundert verletzt. Außerdem wurde bedeutender Schaden an- gerichtet. Schiedsspruch,in der Kölner Metallindustrie. Zur Beilegung der Streitigkeiten in der Kölner Metallindustrie wurde von dem Sonder- schlichter ein Schiedsspruch über Arbeitszeit und ileberftunöenfragen gefällt, der die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit auf 48 Stunden festsetzt. Die Arbeitgeber können nach Anhörung der gesetzlichen Detriebsvertretung eine Verlängerung der Arbeitszeit bis zu 52 Stunden in der Woche anordnen. Darüber hinaus können Heberftunben nur mit Zustimmung der Betriebs Vertretung vereinbart werden. Don der 49. bis einschließlich zur 52. Mehrarbeitsstunde werden 20 Prozent Zuschlag gezahlt. Vater und Sohn verschüttet. Samstag ging auf der in Wattenscheid gelegenen Zeche „Holland" ein Teil einer Strecke zu Bruch. Von den hereinbrechenden Gesteinsmassen wurden zwei Bergarbeiter, Vater und Sohn, verschüttet. Die sofort auf genommenen Rettungsarbeiten hatten nach drei Stunden noch keinen Erfolg. Lebenszeichen von den Verunglückten tverden nicht mehr vernommen, fo daß mit ihrem Tode zu rechnen ist. Abenteuerliche Besteigung eines Funkturms. In Königswusterhausen ist Sonntagvormit- tag ein junger Mann an der Außenseite eines 210 Meter hohen Funkturmes hinausgeklettert. Die Polizei forderte den Mann auf, herunter- zukommen. Er wollte sich an einem Seil herunter- lassen, verlor aber den Halt und rutschte an demSeil entlang in d i e Tiefe. Er zog sich dabei schwere Verbrennungen an Armen und Händen zu, die zum Teil bis auf die Knochen gingen. Zehn Meter von der Erde entfernt stürzte er ab, da das Seil nicht gang bis zum Boden reichte. Er wurde nach dem Krankenhaus gebracht. Rach seinen Angaben hat er an den Oberbürgermeister Böß einen anonymen Brief geschrieben, in dem er ihm mitteilte, daß er am Vormittag von der höchsten Turmspitze Deutschlands seine Grüße entbieten werde. SÄ Hausft ", Er etwas au Uni) dann, Vm bn Koffer I’ befreit von Heils«, X srsj bist - Gegen dies« " päckversichenm oendwie W sichern Gutkmi lich immer 'N Mist stnS 3. Offen- Die ihres Ofens f «rgeflen |te al überprüfen. amt. wenn Mi ober ist es zu I ter Schloss rachsüchtig, sie mit Zins und Wan nui6 seine Frau. Di höchstens zwei, men zu werter Man kam genug fein. A im Kampf mii Wiel Qualität für me'nip: fehl Mz der yrovWalhauptstadt Juli 1927. rühmte deutsche Flieger Paul Bäumer im Oeresuud beim Lufthafen Kastrup-Kopenhagen Gießen, den 18. Koffer. boote, sowie ein Flugzeug der dänischen Martin suchten sofort die Llnglücksstelle zu ermitteln. Bei dem nebligen Wetter gelang dies erst nach zwei Stunden. Man sah an der Wasseroberfläche einen großen Fleck von Benzin und Oel. Die Bergung konnte der Dunkelheit wegen nicht mehr in Angriff genommen werden. Ern Lotsendampfer fand später verschiedene Wrackstücke des abgestürzten Flugzeuges, die beiden Bäder und ein Stück des Propellers. Am Samstag früh wurde das Flug zeug mit der Leiche des Piloten geborgen. 3m Kopenhagener Lufthafen wird am Samstagnachmittag eine Trauerfeier abgehalten, die sterblichen Leberreste Bäumers vxrden daran anschließend nach Hamburg übergesührt. Deutscher Studententag in Würzburg. Würzburg, 17.3uli. (WB.) Aus An- ' laß des 10. Deutschen S t ud ent ent a g es der gestern hier eröffnet wurde und zu dem sich, über 400 Vertreter der deutschen Studentenschaft aus dem Deutschen Reiche und den angrenzenden deutschen Sprachgebieten eingefunden haben, veranstaltete die bayerische Staatsregierung im Kaisersaal der Residenz einen Begrühungs- abend, auf dem die bayerische Regierung außer durch Ministerpräsident H e ld durch den Kultus- und den Finanzminister vertreten war, und zu dem auch eine große Zahl Parlamentarier erschien. 3n seiner Begrüßungsansprache gab Ministerpräsident Held der Freude darüber Aus- druck, daß Würzburg zum Standorte des Denkmals für die im Weltkrieg gefallenen deutschen Studenteii gewählt wurde, und rühmte die Leistungen der deutschen Studentenschaft im Kriege. Ihm erwiderte namens der deutschen Studeiiten- schast der Vorsitzende Thon-Brünn, der mit dem Gelöbnis schloß, daß die deutsche Studentenschaft stets um die Freiheit des Volkes und den: Wiederaufstieg des Vaterlandes bestrebt sein werde. Am'Sonntag fand in der Aula ein Festaktstatt. 3n seiner Begrüßungsansprache ermahnte der Rektor der Universität Würzburg, Professor Dr Schieck, die deutsche Studentenschast, sich zur Ueberwindung der gegenwärtigen Krise als freie Männer unter dem großen Gedanken oer Einigung des deutschen Vaterlandes an den Verhandlungstisch zu sehen. Im Einschluß an die Festsitzung sand die feierliche Enthüllung des Gefalle nen- denlmals der Deutschen Studentenschaft statt. Chargierte von mehr als 300 Korporationen und etwa 6000 Studenten aus allen Teilen des deutschen Sprachgebietes hatten sich zu der tfcier eingefunden. Das Denkmal — ein mächtiger Steinblock, von einem Adler gekrönt Ijeg. in einem Hain am Ufer des Man^. Der Vorsitzende der Deutschen Studentenschaft, Thon, pries in seiner Weiherede den Opfermut bex gefallenen Kommilitonen und schloß mit oem Losungswort, das auch der Gedemstein tragt: Deutschland muh leben, und wenn wir sterben müssen." Unter den Klängen des Liedes ..Ich hack' einen Kameraden" und dem Ehrensalut eines Zuges der Würzburger Artillerie fiel die Hülle des Denkmals. Für die bayerische Staatsregierung sprach Kultusminister Dr. Goldenberg er und für die deutschen Hochschulen d-r Rektor der Universität Jena, Prof. Dr. Ger- ’ lauft. .. _.. , 2lm Abend veranstaltete die Wurzburger - Studentenschaft zu Ehren der auswärtigen Gäste einen Kommers. Deutscher Amerikaflug? Wie von. der Leitung der Verkehrsflieger- Schule in Staaken bei Berlin bestätigt wird, beabsichtigen die deutschen Flieger S t e f f g e n und der Fluglehrer der Ve.lehrsflieger-Schule Staaken, Schuster, am 5. August mit einem Junkers-Flugzepg zu einem Fluge Deutschland- Amerika zu starten. Schuster wurde an Stelle des Piloten Könnicke verpflichtet, der ursprünglich mit Steffgen den Flug unternehmen sollte. Ium Todessturz Bäumers. !ker in Schlesien, r, die im gesamten Gebiet niedergegangen sind, tra- itter. Namentlich 6er Ort mgesucht. 3n Reichen- x die drei bis vier Mein tg. Ganze Strafen sind r Gegend von Peters- beute Wasiemasien heran, wirtschaft ist unübersehbar i Giatzer Bergland den angerichtet. Am schwer- e Braunauer Land »wakei heimgesucht worden. fter an her Nahe. I ging ein fötottti Un ab Münster a. 6t ge der Hochwasser/luten Der SttaViWttW ist übet 200 Dagen Schutt ibahnbrüäe ist beschädigt, iig befahren tverden kann, den stellen Detgesabhän. n Lagen wurde übck mtt- Wie aus Kopenhagen gemeldet wird, ist die Ursache des tödlichen Absturzes, dem der be- DolkSwohlfahrt gibt den Behörden seiner Der- waltung einen Erlaß des Reichswehrministeriums über Urlaubsverbote wegen gemeingefährlicher oder übertragbarer Krankheiten in der Zivilbevölkerung oder im Heer bekannt, demzufolge für derartige Verbote die Wehrkreiskommandos zuständig sind. Rach den Bestimmungen über die wechselseitige Benachrichtigung i>er Militär- und Polizeibehörden über das Auftreten übertragbarer Krankheiten erhalten dis Wehrkreis-Kommandos Kenntnis vom Auftreten derartiger Krankheiten in der Bevölkerung. Wo die Besorgnis von Verzögerungen besteht, sind die Kommandos berechtigt, von den Standortältesten unmittelbar Meldung über das Auftreten ansteckender Krankheiten zu fordern. ** Auftrieb a u f dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 185 OchsM, 85 Dullen, 475 Kühe, 272 Färsen, 450 Kälber, 54 Schafe und 5011 Schweine. " Briefe an die Redaktion. Um unliebsame Verzögerungen zu vermeiden, bitten wir. alle für die Redattion bestimmten Briefe nicht mit namentlicher Anschrift eines der Redakteure zu versehen, sondern allgemein „an die Redaktion" zu richten. Rur dann kann eine schnelle Erledigung gewährleistet werden. A. H. Geheimrat Otto erhob sich, nachdem das Darmstädter Lied verklungen war, zu einer Ansprache, in dec er einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Landsmannschaft gab, ihr Werden und Wesen beschrieb und der im großen Kriege Gefallenen gedachte: es folgte ein Salamander auf das Wachsen. Blühen und Gedeihen des Geburtstagskindes. A. H. Prof. Dr. K n e l l sprach sodann über die deutsche Lai miannschaft, erinnerte insbesondere an die Begründer des Bundes, schilderte die mancherlei Wandlungen des großen Verbandes. der heute mehr als 100 Korporationen in ganz Deutschland umfaßt, und wies auf die ideelle Bedeutung des L. C.-Wahlspruchs „Ehre. Freundschaft, Vaterland!' mit eindringlichen Worten hin. — Der Vorsitzende des A. H.-Verbandes, Dr. Reinewald, gedachte ferner mit anerkennenden Worten des Architekten E. Schmidt, unter dessen Leitung das Darmstädter-Haus umgebaut und erweitert worden ist. In Vertretung Sr. Magnifizenz des Herrn Rektors war Prof. Dr. Mei gen erschienen, der in seiner Ansprache der feiernden Korporation Glückwunsch und Grüße der Universität und der Dozentenschaft überbrachte* Im Ramen auswärtiger befreundeter Verbände und Korporationen sprachen weiterhin die Herren Prof. Schaumann. Wurzburg, und Schwarz, Marburg. Stuft W.e iß gerbe r überbrachte den Dank des aktiven Bundes an seine alten Herren. - Mit einem feierlichen Landesvater wurde der offizielle Teil des Fest- kommerses beschlossen. Hornotizcn. Vermischtes. kann das Wetter künstlich beeinflußt werden? (Erfolge der heMchengiegenzucht In der „Hessischen Landwirtschaftlichen Z^t- schrift" bespricht Ringshausen - Friedbergftie Ziegenschau auf der 33. Wanderausstel- lang der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft in Dortmund. Ueber die hessischen Ziegen heißt es dort: Hessen hat den Vogel abgeschossen! Alle drei Provinzen haben Gleichwertiges geleistet. Die hessische Ziegenzucht hat die Höhe behauptet, die sie seither eingenommen und für die ihr Ruf bürgt. Ausgestellt wurden im ganzen 44 Tiere, von denen je 15 auf Oberhessen und Starkenburg und 14 auf Rheinyelfen entfallen. An Preisen erhielten Oberhessen 13, Starkenburg 14 und Rheinhessen 11, im ganzen also 38 Preise. Hierzu kommt auf iede Provinz der Siegerpreis für die Sammlung, und zwar erhielt in Klasse 8 der Ziegenzuchtverein Wöllstein (101—200 eingetragene Tiere) den 1 Preis mit 50 Mark und den Ehrenpreis des (vreuhischen) Ministeriums für Landwirtschaft. Domänen und Forsten, die (preußische) bronzene Staatspreismünze, in Klasse 9 (über 200 eingetragene Tiere) das Provinzialherdbuch für Starkenburg — als Zuchtgenossenschaft - ta 1. Preis mit 70 Mark und die "Silberne Plakette «ls Ehrenpreis des Reichsverbandes der Deutschen Ziegenzuchtvereinigungen, der Verband der Oberhessischen Ziegenzuchtvereine endlich erhielt in derselben Klasse — als Bestand — unter vier Konkurrenten den 1. Preis mit 170 Mark und den Ehrenpreis des Ministe- -riums für Landwirtschaft, Domänen und Forsten den „Staatsehrenschild". 45. Stiftungsfest der Landsmannschaft Darmftadtia, — Tageskalender für Montag. Oberhessischer Kunstverein: 6 Uhr, Stadthaus Derg- straße, Saal Nr. 6, ordentliche Mitgliederversammlung. — Palast-Lichtspiele: „Das war in Heide - berg in blauer Sommernacht". — Astoria-Llcht- spiele: „Die Erbin des Holzkönigs". L. Ll. Von der La nd e suniv erf i t^ä tz Lic. Peter Brunner, der sich für das «ftach der systematischen Theologie zu habilitieren wünscht, wird am Mittwoch, 20. Juli, 3 Uftr pünktlich, in der kleinen Aula eine Probevorlesung über: „Der Begriff der Religion bei William James und bei Rudolf Otto' halten. n über Kansas. sturm, der über den nord- , as uiid über die subachen aaing, wurden bisher ach> 4 unb etwa hundert »er- > bedeutender Schaden an- er Weir. Mud) in Rigg. Zahlendem 69nn(». je Boote hatten gegen- festgemacht und wurden beucht. Außer Korps veranstal- öt? w Dvrd des 6tet= ^pfang fr» aendwie wischt er doch dutz>, um nach Persönlichem Gutdünken seine Reise fortzusehen. Ratur- lich immer in entgegengesetzter Richtung. Meist sind Koffer Saisongegenstande. wie z. B Oefen. Wie die meisten nicht an Reparatur ihres Ofens bei Heller Sommersonne denken, vergessen sie auch ihren Koffer nach leder Reise im überprüfen. Das geschieht erst im letzten Rko- ment, wenn man mit Einpacken beginnt. Dann aber ist es zu spät, oft die Läden geschlossen und ter Schlosser unerreichbar. Koffer aber sind rachsüchtig, sie vergelten jede Vernachlässigung mit Zins und Zinseszinsen! Man muß seine Koffer behandeln, wie etwa, ftine Frau. Die würde sich auch schön bedanken, höchstens zweimal im Jahr mit heraus genommen zu werden! Man kann gegen Koffer nicht auf merk, am genug sein. Man darf nicht vergessen, daß sie im Kampf mit uns eine Waffe besitzen, durch ftie sie stets Sieger bleiben werden. Ramlich — ftie Schlüssel. “ da- In diesem regenreichen Sommer scheint d. in dem Thema gestellte Frage besonders wichtig und interessant. Zu chrer Beantwortung Habei wir einen Beamten des Berliner Metereologische' Institutes befragt, und er äußert sich darüber folgendermaßen: Die Frage, ob das Wetter künst lich zu beeinflussen ist, ist schon wiederholt gesterl worden, und die Metereologen haben sich mi ihr schon des öfteren sehr eingehend befaßt. E. ist bekannt, daß in den Gebirgen die sogenannte: Hagelkanonen auf gestellt werden, die fte 11 Zweck haben, ftie zwischen den Bergen liegen ften Wolken zu zerreißen und somit das Wetter an bestimmten Stellen zu beeinflussen Dieses „Wett terschießen" ist jedoch heute nicht mehr m Brauch, da es nur ganz wenig gegen die Witterung und ftie Regenwolken ausrichten kann Versuche. das Wetter künstlich zu beeinflussen, sind besonders aber auf dem Gebiete der Rächt- frostbekämpfung ausgestellt worden und sie • haben zu sehr ermutigenden Erfolgen gefuftrt. Diese Versuche werden in großem Umfange z.B- in Kalifornien geübt. Hier sind es die Weinbauern, ftie sich gegen die Rachttrostt im Frühling schützen Zeigt ihnen nämlich ar. klaren Rachmittagen das Psychrometer an ftaß fter Taupunkt der Lust unterhalb des Rullgrad striches ihres Thermometers zu liegen kommen, wird, so wissen sie, daß sie nachts vor Eintritt eines Rachtsrostes Mit schützender Rebelbrlduna richt zu rechnen haben werden An solchen Abern den muh dann die s chützende Decke kunsi - lich erzeugt werden, durch Entfachen start qualmender Feuer, deren Rauchschwaden släi in leichter Decke über das Weingelände legen um verhindern, daß die Temperatur in den unterster. Luftschichten unter den Gefrierpunkt sinkt. Heb.- das Problem der künstlichen Re gen er- z e u g u n g gehen ftie wissenschaftlichen Ansichten ziemlich weit auseinander, ohne daß es dabc bisher gelungen sei, prakcksch zu einem befnedi genften Ergebnis zu gelangen Alle in dieser Brn ziehunq angestellten Experimente haben lediglich einen theoretischen Wert. Die Metereologen Wegener und Schneider haben sich auf dem Gebiet Der künstlichen Regenerzeugung einen tarnen gemacht. Sie haben mit Flugzeugen eine künstliche Abkühlung in höheren Luftschichten herbeigefuhn und dadurch den V^sserftcmwf zur Verflüssigung, also zu Regen f :mach^5hr Erfolg aber hat (elfter . a ar f.-ine praktische Bedeutung, da zur Durchsührung ihrer Pläne so ungeheuer große Merger von flüssigem Sauerstoff gehören d>e nicht in die höheren Luftschichten gebracht werden können Aus dem Gesagten geht hervor daß^ eine künstliche Beeinflussung nur in ganzbesa,eibenem Umfange möglich ist. M ?"!er jßjQ bltpr W geN^°l!ent der l ^ hätte i^et^un9&r^n ® nut I85j °NNt und^'rn? auf deut- Ä ÄffiSe'T"' zmn Opfer siel, nicht zu ermitteln. Räumer war mit feinem Sportslugzeug „Sausewind" in Kopenhagen eingetroffen, um für die Rohrbachwerre Flugproben mit dem für die Türkei gebauten Jagdflugzeug Rosix auszufüh«n Rachdein er am Donnerstag und Freitag eine Reihe von hervorragend gelungenen Kunstflügen gemacht hatte, war er am Freitagabend gegen halb 8 Uhr nochmals zu einem Probeflug aufgestiegen. Er erreichte eine Höhe von etwa 4000 bis 5000 Meter. Wahrend des Trudelns gelang es ihm dann nicht mehr, wie vom Lufthafen aus beobachtet wurde die normale Lage des Flugzeuges zurückzugewin- HCTL Der Lufthafen wurde alarmiert, aber d.e Katastrophe war nicht mehr abzuwenden. Das Flugzeug stürzte zuerst langsam, dann die letzten 200 Meter mit rasender Geschwindigkeit ab und versank in die Tiefe. Motorboote und Fischer- t Kölner UMaUiiMrie- Streitigkeit ^ btt föh mm-v von dem 2oirwr Mch übtt Arbeit.^ und isölli, der die reg-rMM j, .us 48 Sturen fW L nad) Anhörung der nen na(y. ni»riänflttung rtrehing eine L I K "ov nut ieben^ " DDn ent' ¥ '« »r“6 inds I varlN' «ff 'L. , xfl * Am Samstagabend beging die Gießener Landsmannschaft im Coburger L. C. Darmistadtia mit einem offiziellen Festkommers im Klubsaal die Feier ihres 45. Geburtstages. ®er große Raum war gut beseht und bot, mit den Damen im schönen Kranz auf der Galerie und un Fest- schmuck der Bundesfarben violett-weiß-rot, ein freundliches und bewegtes Bild. Der 1. Chargierte Katz richtete nach dem ersten offiziellen Liede eine kurze Begrüßung^ ansprache an die festliche Korona, woran sich ein zu l Ehren der Gäste geriebener donnernder Salamander anschloh. Hiernach hielt A. H. Prof. Dr. Kraemer, mit den klassischen Versen einer Horazode beginnend, eine von vaterländischem Geiste getragene Festrede, ftie die Hörer von der frühen Geschichte unseres Volkes bis in die nahe und nächste Gegenwart führte, und die in dem warmherzigen Bekenntnis zu einer Vergangenheit, auf ftie wir. stolz sein dürfen, und zu einem großen einheitlichen deutschen Gedanken, der unsere Zukunft bestimmen muh, aus- klang. Hieraus sang die Versammlung stehend das Deutschlandlied. ** Besitzwechsel. Wie aus dem Bericht der jüngsten Sladtverordnetensitzung heroorgeht. hat die Stadt Gießen das Anwesen der Lackfabrik Wilh. Zur buch G. m. b.H„ Gießen, In den Eichgärten Nr. 25, käuflich erworben. Die Firma Zurbuch hat allerdings das Recht, noch eine Reihe.von Jahren die Fabrikation in den Eichgärten aufrechtzuerhalten, verhandelt aber schon nach anderer Seite hin wegen des Erwerbs eines bereits bestehenden Fabrikgebäudes am hiesigen^ Platze. Renovierung des Geburtshauses von Friedrich Diez. In der Reuen Bäue wird augenblicklich das Haus, in dem 1794 Friedr. Diez geboren wurde, renoviert. Das Gebäude ist ein gut erhaltener, über 400 Jahre alter Fachwerkbau, an dem zu Eyren des berühmten Sprachwissenschaftlers und Freundes Goethes 1887 eine Gedenktafel von Cer Diezgesellschaft angebracht wurde. Der schöne Fachwerkbau wird in dem neuen Gewände eine Zierde des Stadtbildes werden. ---Eine Schüler-Rheinfahrt des Kreises Gießen findet nächsten Donnerstag statt. Die Eisenbahn wird von Gießen bis Kastell uni? von Koblenz durchs Lahntal benutzt. Von Mainz bis Koblenz erfolgt die Dampferfahrt, mehrere wichtige Punkte werden unterwegs besichtigt. Die Teilnehmerzahl beträgt etwa 600 Personen. ---Der Hessische Geflügelzucht- verband, der im Rovernber in Gießen seine Landes-Geflügelschau abhält, tagt am 23. und 24 Juli in Worms unter Leitung seines neuen Vorsitzenden K. Veith - Reichelsheim. Urlaubsverbote wegen gemeingefährlicher öfter übertragbarer Krankheiten. Der preußische Minister für Saures Aufstossen, Sodbrennen haben tast immer mre Ursache In dem UbermaB an Magensäure. Durch Kaleer- Natron wird das ObeI schnell behoben. Sie werden erstaunt sein Ober die gute Wirkung. Verlangen Sie ausdrücklich Kaiser-Natron in grüner Original-Packung, höchste Reinheit garantiert, niemals lose. In den meisten Geschäften. Rezepte gratis. . Arnold Holste Wwe.. Bielefeld. (O-6O) " Ernennungen. Ernannt wurden: der Schulamtsanwärter Philipp Speckhardt aus Darmstadt zum Lehrer an der Volksschule zu Zotzenbach (Kreis Heppenheim), der Kanzleigehilfe Kari Rau zu Gießen mit Wirrung vom 1. Juli 1927 an zum Kanzlisten bei der Verwaltung der Chirurgischen Klinik der Landesuniversität Gießen. •• Evangelisch-kirchliche Rach r ich- ten. Durch die Kirchenregierung wurden übertragen: dem Pfarrer Ernst Steiner zu Ehringshausen die evangelische Pfarrstelle zu Hausen, Dekanac Gießen: dem Pfarrafsistenten Otto Trapp zu Mümling-Grumbach die evangelische Pfärrstelle zu Ulrichstein, Dekanat Schotten. Die Kirchenregierung hat die evangelischen Pfarrer Otto Schulte zu Großen-Linden und Hermann S a ck zu Riederweisel auf ihr Rach- uchen und unter Anerkennung ihrer langjährigen reuen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1927 in den Ruhestand versetzt. ♦* 2lus dem Gießener Standesamtsregister. Es vsrstarben in der Zeit vom 1. bis 15. Juli: 1. Karl Proescher, Rentner, 73 Jahre alt, Rodheimer Straße 27. 3. Magda- lene Elisabethe Heim, geb. Berges, 61 Jahre alt, Weserstraße 7. 4. Emma Stroh, geb. Rau, 56 Jahre alt, Frankfurter Straße 19. 6. Hugo Schneider, 1 Jahr alt, Walltorstvaße 41. 6. Heinrich Hans Linkmann, Kraftwagenführer, 29 Jahre alt, Ebelstvahe 3. 10. Ernst Ludwig Seng. 1 Jahr alt, Bahnhofstraße 58 11. Elisabeth Kinzenbach, geb. Schmidt, 41 Jahre alt, Bleichstraße 36. 12. Katharine Hartmann, geb. Ritter. 48 Jahre alt. Frankfurter Straße 95. 13. Ludwig Seth, ohne Berus, 69 Jahre alt, Roonstraße 36. 13. Marie Hack, geb. Bellinger, Witwe, 71 Jahre alt, Licher Straße 74. 14. Paul Bernhard Reumann, Eisenbahnsekretär i. R., 68 Jahre alt, Ebelstr. 23. Cgtretenfte Koffer aber sind ein soziales Pro- leni das nur durch Klugheit und Geduld, nicht ter öurd) Zorn und Hast gelost werden kann. ! iLig^s eiithüllen streikende Koffer die ganze ^csheit ihres Charakters. Sie haben etwas >'relt Aggressives. Wenn sie aufgehen, so kann non damit rechnen, daß sie dafür sich „nicht ’ti'iefjen lassen und umgekehrt Es gibt ui^ahlige teriationen ein und desselben Themas, alle leid) und unerfreulich. Leer wirkt so ein Koffer wie em Abgnmd, reit unser gesamtes Hab und Gut^ sofern es ftte l äse mitmachen soll, zu verschlingen Fäng man ivr einmal mit dem Packen an, so bemerkt man nii Schrecken, daß Koffer genau so unzulänglich ni: wie menschliche Wohnungen. Leider besitzen Koffer nicht die Geduld einer Stichen Hausfrau, die sich zu ihrer Arbeit noch inner etwas aufbütften läßt. Koffer nehmen lebe Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus der ^Radio-Umschau''.) • Dienstag, 19. Juli. 15 30 bis 16 Llhr: Die Stunde der Jugend. — 16 30 bis 17.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Franz von Blon. - 17.45 bis 18.15 Lhr: Die Lefestunde. - 18.30 bis 19 Uhr: .Die Stunde der Frau": „Das Auffrischen von Sommergarderobe" Vorttag von Mathilde Meißel. — 18.15 bis 18.45 Ähr: „Die Kasseler Presse im Rundfunk". — 19 bis 19.25 Uhr: „Altdeutsche Tafelmalerei IV", Vortrag von Dr. Oswald Gotz. — ,19.25 bis 19.30 Uhr: Wirtschaftsrnelftur^en. — 19.30 bis 20 Ubr: Funlhochschule: „Die Grippe , Vortrag von Oberarzt Dr. Spiro. — 20 Uhr: Übertragung von ft er Musikausstellung: Konzert der Streichquartett-Vereinigung „Pro Arte - Brüssel. Anschließend: Vortragsstunde Frttta Brod. Darauf: Reue Schallplatten.__ Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen. Aür unverlangt eingefandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Unzeigenaufträge sind lediglich an die Ge schafts stelle zu richten._____ Verantwortlich für Lokales, Provinz und Wirtschaft i. D. Dr. Hans Thyriot. Koffer sind harmlos, solange man nichts ton ihnen will. Aber stellt man nur die geringste oiimutung an so einen Koffer, gleich macht er es pE^chin wenn unerwarteter Besuch kommt Kaiser-Natron Ä z s Der t M Genui •711 Segen Wiltfcniec Mr das 7,lokn s L«-d toi Mendot1 a? ^usfiattn J? Ter, Zr mit M • UQÖrigf( 'n.lncwr «leichen. r .. Doch Mer S, Zonalen ' Ästeigt o, S < Mer S,. nfaö -drei f>,fc Ar 'S“ ?58? f 2-" Dic^ iS*8* x- reich E, mccn F MNlen°> sehen Kl aller > aber W die deuts-S DelM i anstrE zu durG ’ So blie Lmeriln^ qaiu grovc Mschinenn BJirfcn. Ml1 sich das au W Zettl sehen O-Dc England n MM' Anegsbeg sehen so schnell sis in Fl waren, d So g England zu einem dern steh Das Lan sehen, tou gen, erbst Der ar Douglas nicht wag' Höhe am*! Hochsläche beherrscht lebhafter hatte sich chech er ohne daß Am l 3i Flanderm der Englä Pfund Dh die vorbei vorsichtshi slog in e die Luft, und nayn Das Zunächst cs war! marschiei im^pm konnte. ®ougl); A der Arme, Anthoine. stand ttohi General c General di ger lag ii durchweicht Granottria glich Tage im Höllens trockenen 1 lösung. Al 31. Juli d tnie ein. men. aber tzewehrnes hielten, u ongrissen nonnnene Tngländei weter hin. A- $ vernber hj Man verlange ausdrücklich Gießener Brauhaus-Biere Gießen, den 16. Zull 1927. 05298 [Stellenangebot^ 5f — v,,‘ ‘«WUUCV »■ SltiinäMiti jnUnilOlßtlt mit Kochkenntntssen. Neubauleitung der Baugruppe des Landesfinanzamts. Gesucht zumlö.Aug. oder L September ein tüchtiges Dienstag, den 19. Juli nachmittags 2 Uhr versteigere ich im „Sotten“, Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 1 Büfett, 2 Diwans, 1 Warengestell, 1 Schreiblad«rkasse, 1 Butterwaage, eine Schalenwaage, 1 Glaskasten, 1 Herrenfahrrad, 3 kleine Warenschränke, eine Ladenkasse, 1 schwarzpol. Klavier, eine Nähmaschine, 3 Chaiselongues, 2 Rohrsessel, 1 Stahlstanze, 1 Kopierpresse. Bestimmt: 1 Ring, 1 Armbanduhr, einen Revolver. 6694V Möll, Gerichtsvollzieher k. A. in Gießen Iheringstrahe 7. nach Bremen gesucht. Näheres bet 6691D Georg Dabmer, Neuenweg 40. ..... Kochkenntntssen. Zu melden zwischen 2 und 4 Uhr nach- mittags. Frankfurt. Strane 10 L tri9D Ausschreibung. Zur Ausführung des Neubaues eines Ver- forgungsamis in Gießen, Lessingstr., sollen in öffentlicher Verdingung vergeben werden. Losl. Dle Erd-,Maurer-und Asphaltarbeiten. Los 2. Oie Eisenbetonarbeiten. Los 3. Oie Steinmetzarbeiten. Die Bauzeichnungen und Bedingungen liegen in den Geschäftsräumen der Neubauleitung Gießen, Zeughauskaserne (Wachtge- bäude) Landgraf-Philipp-Vlah 4 während der Oienftftunden zur Einsicht aus. Oie Verdingungsunterlagen können, soweit der Vorrat reicht, von der Neubauleitung Gießen gegen gebührenfreie Voreinsendung von 3.- gut für Los 1, 2.- gut für Los 2 und 1.— gut für Los 3 bezogen werden. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zu den öffentlichen Derdingungsterminen am 30. Juli 1927 und zwar für Los 1 vormittags 11 Uhr, für Los 2 vormittags 11'/« Uhr, für Los 3 vormittags 117, Uhr an die Neubauleitung Gießen, poftfrei einzusenben. Bekanntmachung. Die nachstehend aufgeführten Bau- orbeiten für die Errichtung einer Stein- schüttbühne auf der Margaretenhütte sollen auf Grund der Retchsverdingungs- ordnung für Bauleistungen öffentlich vergeben werden. 66858 Los 1: Erd- und Maurerarbeiten; Los 2: Schlosserarbeiten. Verdingungsunterlagen und Angebotsformulare sind bei uns erhältlich. Die Angebote sind versiegelt in einem Briefumschlag ohne Firmenaufdruck, mit entsprechenden Aufschriften versehen, spätestens zum Eröffnungstermin, am Samstag, dem 23. Juli d. 3„ vormittags 10 Uhr, beim Stadtbauamt abzugeben, wo die (Eröffnung der eingegangenen Angebote im Beisein der etwa erschienenen Bieter erfolgt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 16. Juli 1927. Stadtbauamt. Braubach. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Alten- Buseck für das Rj. 1927 liegt vom Dienstag, dem 19. Juli d. I., bis einschließlich Montag, den 25. Juli d. I., auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsichtnahme offen. Innerhalb dieser Zeit können Einwendungen gegen denselben, mündlich oder schriftlich, vorgebracht werden. ' 6690V Bemerkt wird, daß die Erhebung einer Umlage beschlossen wurde, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. A l t e n - B u s e ck , den 17. Juli 1927. Hess. Bürgermeisterei Atten-Buseck. Bullenverkauf. Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt, r-’!lCu J nf * i ® u 11 e n verkaufen. Schrift!, Angebote, pro Ztr. Lebendgewicht, sind bis zum Dienstag, dem 19. Juli, nachm. 3 Uhr, auf der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Oessnung der eingereichten Offerten stattfindet. Gleichzeitig können sich Besitzer sprung- fähiger Simmentaler Bullen bei uns melden. 6639V Steinbach, den 14. Juli 1927. Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. Ab heute bis einschließlich Mittwoch: Die Erbin des Holzkönigs Sensationsfilm ir^6 spannenden Akten. — Ferner. Die Liebesinsel Ein lustiger Filmschwank in 7 Akten? In der Hauptrolle: Bebe Daniels. ___________6684c Am Samstagmittag 1 Uhr entschlief sanft, nach längerem Leiden, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Schwager Ludwig Müller im 49. Lebensjahre. Im Namen stelle G6>8D 17 Junger Hotettellner rindet gute Alletn- i neuwertig., elegantes, sllberplattiettes Doppelspänner- pferdegeschirr preiswert zu verkaufen. G687D S. Sochhäufler / Wetzlar. Zuverlässiges, nicht zu junges Mädchen f. Ans. August gesucht Vorzust. vormittags, osare Hosmannstr. kl Dr. Schliephake verreist. Vertreter: Herren Hotel Schmidt, Hachenburg (Westerwald). QUQQD Mädchen mit guten Zeugnissen in kleinen Haushalt gesucht 05292 Ostanlage 31. Dr. Geyer, Seltersweg Dr. Wilhelm Klein, Neuen Bäue Dr. Neumann-Spengel, Gartenstraße Dr. Stuhl, Südanlage 7 Dr. Anbei, Gartenstraße 10 m^D Palast-Lichtspiele Lin denplatz Ab heute bis einschließlich Mittwoch: IBas war m Heidelberg II in blauer Sommernadht ig —ii iiii im iiiiim i^mimm............. Eg Ein reizendes Liebesspiel aus dem Studentenleben mit Original-Aufnahmen von Heidelberg und dem schönen Neckarstrand. j Personen des Spiels: Sanitätsrat Einigen ......Fritz Alberti Walter, dessen Sohn.......Walter Slzak Großmutter Einigen......Frieda Richard Gutsbesitzer Wagner......Ed. v.Winterstein Seine Frau................Toni Jaekel seine Kinder ( Charlotte Susa Rudolf / se™® Kmder......V Ernst Rückert Frau von Helling..........Olga Engel Herta, deren Tochter . . .Herta v. Walter Stransky.................Jul. Falkenstein Die Studentenwirtin.......Marg. Kupfer Ferner: Der Unbekannte (Das Doppelgesicht) Sensations- und Detektiv-Schauspiel in 5 Akten. In der Hauptrolle: Richard Talmadge. Sowie: Die neueste Ufa 5Wodhensdiau Astoria-Lichtspiele Seltersweg der trauernden Hinterbliebenen: E. Möller geb. Wagenbach nebst Angehörigen. Heuchelheim, den 18. Juli 1927. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 19. Juli, nachmittags 2x/2 Uhr, vom Sterbehause Kinzenbacher Straße aus, statt. 6695 D Gießen, Marktplatz 2 EnSXÄe Alleinverkauf: Weltmarke „Chasalla" Normal-Schuhe _ _____________________________________________________6696a dauert nur noch wenige Tage! ■■■■ Haben Sie die herabgesetzten Preise genügend ausgenützt? Wenn nicht, kommen Sie sofortI! Sonntag früh erlöste der Tod unseren lieben Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Rinn von seinem schweren Leiden. Die trauernden Hinterbliebenen: Geschwister Rinn Familie List Gießen (Schiffenb. Weg 34), den 18. Juli 1927. Die Beerdigung findet in der Stille statt. 08195 Steinberg statt. \ 05296 05294 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Christian Schoeberlein heute mittag 12V2 Uhr, nach langem Leiden, im 76. Lebensjahre in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der'trauernden Hinterbliebenen: Margarete Stengler. Lieh, Baltimore M d, Kalifornien, Wiesenfels, Krögel- stein, den 17. Juli 1927. Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Juli 1927, nachmittags 31/2 Uhr, statt. Nach Gottes unerlorschlidiem Rat entschlief Samstagabend '/a8 Uhr sanft nach kurzem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter Gatte, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser , guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herr Hannes Schau* I. Landwirt im Alter von 46 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Sophie Schmandt geb. Hirz und Kinder Steinberg, den 18. Juli 1927. Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Juli, nachmittags 4 Uhr, in üVlein Saison- Der Vorstand. 6693V Fernsprecher 2509 Fernsprecher 2569. 6697L) Ärlalaliiikiesftißioi Gießern den 16. Juli 1927. (U529» Verkäufe Wei mgm müde Neubauleitung der Baugruppe des Landcsfinanzamts. toller 6a$liirlelli8bö.lliiigel)oige.l Donnerstag, 21. Juli 1927, nadim. 3.30 Uhr, im Saalbau Sauer Peters Rechtsanwalt und Notar. Arbeit ar kann, ma, Durch Entschließung des Hessischen Justizministers bin ich als Nachfolger des verstorbenen Notars Justizrat Hermann Katz in Gießen mit dem Amtssitze in Gießen ernannt. Bureau: Bahnhofstraße 54II. Achtung! Achtung! Meiner werten Markt-Kundschaft zur gesl. Kenntnis, daß ich von morgen. Dienstag, ab auch stets an den Wochenmarkttagen in meinem Verkaufsstand 16/18 mit meinen anerkannt prima Qualitäten in reinen daasmßriiec-WnrfL n.3lei(Droacei anwesend bin. Um geneigten Zuspruch bitte, gatl Simmennann, meggennemet Lardenbach (Kr. Schotten). M93D 10 M als Darlehen gegen gute Sicherheit aus Privcnband 3ö leihen gesucht. Rückz. jährl. 4—600^ Schr. Ang. u. 05297 an den Gieß. Anz. Lahnsand in allen Körnungen ,381c Rheinsand u. Mainsand za bill. Preis C. Rübsamen, Gießen, Fernsp. 1659. 1000 Ml. gegen gute Sicherheit von Geschäftsmann zu leiben gesucht. Schr. Ana. tu 05288 an d. G. An». Doppcmerz dem ärzll. empfahl. Krafttrank doi Her- venscvwächc, Blutar- mut.AppeMlostgreit, Magenbcschwerden, Ncrdauungsuyroäcye Schlaflosigkeit »sw. Die Wirkung überrascht geradezu. Ära K Echt durch: Drogerie EmU Karn, Schulstr., Drogerie C. Seibel, Drogerie Eans Holl, Ludwigs- platz und Neustadt, Drogerie 0. Wlnter- hoH, Kreuzplatz 9/10. Aurschreibung. Zur Ausführung des Neubaues eines Finanzamts in Gießen, Goetbcstrahe Ecke Lessingstraße, sollen in öfien liwrr Verdingung vergeben werden: Los I die Erd-, Maurer» und Asphaltarbeuen; Los II die Etsenbewnarbeiten; Los III die Sleinmetzarbciten. Die Bauzeichnungen und Bedingungen liegen in den Geschäftsräumen der Weii= bauleitung Gießen, Zeughausknscrue IWachtgebäude», Landgras-Vbtlivv Vlatz i. während der Dienststunden zurEinsichr aiiS. Die Verdingungsunterlagen können, soweit der Vorrat reicht, von der Neu- bauleitung Gießen gegen gebührenfreie Voreinsendung von 3.00 Rm. für Los 111 bezogen werden. Die Angebote sind verschlossen und mit enlsorechender Anschrllt versehen bis zu dem öffentlichen Ver« dingungStermin am 30. Jult 1927, uns zwar für Los I vorm. 12, für Los II vorm. 12'/«, für LoS 111 vorm. 12V, Uhr, an die Neubauleitung Gießen einznsenden. Bekanntmachung. Die Gemeinde Watzenborn-Steinberg verkauft auf dem Submissionswege einen fetten, zum Sprung untauglich geroor denen Vogelsberger Bullen. Angebote pro Zentner Lebendgewicht find bis-zum 21. Juli 1927, nachmittags 8 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei ein- zureichen. Bedingungen hierfür liegen auf der Bürgermeisterei offen. Gleichzeitig können Angebote über die Anschaffung eines Ersatzes hierfür der hiesigen Bürgermeisterei mitgeteilt werden. 6686V Watzenborn-Steinberg, 15. Juli 1927. Yess. Bürgermeisterei. gez. Schäfer. Grobe (Ml. Versamilung der Gastwirte aus Stadt und Land betr. Regelung der Bierverhältnisse. Das Erscheinen aller Kollegen, auch der Nichtmitglieder ist dringend erwünscht Anschließend Monatsversamml. d. 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Die Staatsmänner und die militärischen Führer der Entente konnten sich ihre schweren Sorgen über den weiteren Verlaus der Dinge nicht verhehlen. Das russische Wesen- reich war völlig zusominengebrochen. seine Armeen zählten militärisch nicht mehr mit. Ruma- mänien war zur Hälfte besetzt und seit dem russischen Zusammenbruch hilflos: Italien kam trotz aller Jsonzoschlachten nicht vorwärts. Vor allein aber hatten die vergangenen Jahre gelehrt, das; die deutsche Mauer, die sich durch Frankreich und Belgien zog, trotz größter gemeinsamer Kraft- anstrengungen mit den bisherigen Mitteln nicht zu durchbrechen war. So blieb die einzige Hoffnung die Hilfe der Amerikaner. Die Vereinigten Staaten rüfteten in ganz groß ein Maß stabe: diese Mengen an Kriegsmaschinen und Menschen muhten einfach erdrückend wirken. Aber, so fragte man sich besorgt, wann würde sich das auswirken? Hatte man bis zum Frühjahr 1918 Zeit bei den bedrohlichen Erfolgen der deutschen U-Boote, die England immer mehr zusetzten? England machte jetzt nach eigenen Berichten „die kritischste und tödlichste Zeit durch, die es je seit Kriegsbeginn erlebt hatte". Man mußte die deutschen U-Boote loswerden, koste es, was es wolle, so schnell wie möglich: man mußte ihnen ihre Basis in Flandern nehmen, von der aus sie daran waren, den Todesstoß gegen England zu führen. So gab die politische Lage den Ausschlag: England sah sich gezwungen, alsbald alle Kräfte zu einem gewaltigen Stoß gegen die in Flandern stehende deutsche Armee zusammenzuraffen. Das Land, das schon so viel Blut hatte fliehen sehen, wurde erneut zum Schauplatz monatelangen, erbitterten Ringens. Der an der englischen Front befehligende Sir DouglaS Haig wuhte sehr Wohl, das; er den Schlag nicht wagen konnte, ohne vorher den Deutschen die Höhe am Wytschate-Bogen entrissen zu haben, eine Hochfläche, die den Raum östlich von Bpern völlig beherrschte. Hier spielte schon seit Jahren ein lebhafter Minenkrieg unter der Erde. Der Brite hatte sich einen entscheidenden Vorsprung gesichert: er sah tiefer unter den deutschen Stollens ohne daß man ihm dort etwas anhaben konnte. Am 7. Juni, um 4 DIhr früh, wankte der Boden Flanderns wie von einem Erdbeben geschüttelt: der Engländer hatte seine mit über einer Mlllion Pfund Dynamit gefüllten Minenöfen angezündet: btc vorderste Linie der deutschen Stellung — die vorsichtshalber nicht allzu dicht besetzt war — flog in einer Ausdehnung von 12 Kilometer in die Luft. Els englische Divisionen drangen nach und nahmen den Höhenzug in Besitz. Das war der Auftakt zur Flandernschlacht. Zunächst trat wieder Ruhe ein, aber Jeder wußte, es war die Rühe vor dem Sturm. Der Engländer marschierte während der Monate Juni und Juli im Vpem-Bogen mit allem auf, was er erübrigen konnte. Die Kampfarmee befehligte General Gough; daran schlossen sich nach Süden Engländer der Armee Plumer und Franzosen des Generals Anthoine. die den Stoß unterstützen sollten. Ihnen stand trotzigen Mutes die 4. deutsche Armee unter General Sixt von Arnim mit seinem Stabschef General von Lohsberg gegenüber. Der Verteidiger lag in dem von Grundwasser und Regen durchweichten Lande, das mit seinen ungezählten Granattrichtern einer erstarrten Mondlandschaft glich Tage- und nächtelang muhte er ausharren im Höllenfeuer, ohne warmes Essen, ohne einen trockenen Faden am Leibe, ohne ersehnte Ablösung. Rach mehrtägigem Feuerorkan setzte am 31. Juli der Angriff erlesenster englischer Infanterie ein. Zwar überrannte sie die vordersten Linien. aber dann stieh sie überall auf Maschinen- gewehrnester, die sich bis auf den letzten Mann hielten, und immer wieder wurde ihr in Gegenangriffen der deutschen Reserven das eben Genommene von neuem entrissen. Es gelang dem Engländer am ersten Tage nicht über 2 Kilometer hinaus vorzudringen. Die Flandernschlacht zog sich bis Mitte Ro- vember hin. In immer neueinsetzenden krampfhaften Anstrengungen suchten Engländer unb Franzosen vorwärts zu kommen. Der Brite führt nahezu fein gesamtes Festlandheer in die Schlacht. Erbittert wurde auf beiden Seiten gerungen, besonders um die Trümmer der Ortschaften Langemark, Bikschote, Zonnebeke. Poelkapelle und Pa- schendaele. Schwer waren die Verluste bei Freund und Feind. Mit gröhter Zähigkeit griffen Altengländer, Schotten und Iren immer von neuem an, aber heldenmütig hielten die deutschen Stämme stand, Schwaben und Bayern, Preußen und Sachsen. Im Kampf Mann gegen Mann und in der schnellen Erfassung der Lage war der Deutsche überlegen; felsenfestes Vertrauen zum Führer Hindenburg gab ihm immer wieder letzte Zuversicht. Kein Kämpfer auf flanderischem Boden wird je das dröhnende Lied dieser Schlacht vergessen! 'Die Flandernschlacht war der letzte große mit schwersten Opfern erkaufte deutsche Abwehrsieg: jetzt muhte das Jahr 1918 die Entscheidung bringen, in dem auch das deutsche Westheer wieder offensiv werden konnte. treten haben, gaben bisher keine Möglichkeit einer Lösung; durch Errichtung einer straffen Organisation scheint es erreichbar, Einfluh auf eine vernünftige Produktion und ihre zweckmäßige Verteilung auszuüben. Ureistierfchau in Wetzlar. Wir bringen im folgenden den Schluß des Ausstellungsberichts mit der Preis- trögerliste vom Samstag. IV. Schweine. Klasse 1: Eber im Alter bis zu 12 QKonaten: la-Preis Johannes Volk, Hörnsheim; Ib-Preis Wilhelm Ta sch. Ahbach; 2a°Preis Anton Engel V., Hörnsheim;2b-Preis Friedrich Agel, Dutenhofen; 3. Preis Vuderus- sche Gutsverwaltung, Hofgut Altenberg. Lobende Anerkennung Wilhelm Müller, Obev- weh. Klasse 2: Eber im Alter von 12 bis 13 Monaten: 1. und Siegerpreis Johs. Volk, Hörnsheim, Klasse 3: Eber im Alter von mehr als 18 Monaten: la* und Siegerpreis und 1b- Preis Vuderussche Gutsverwoltung, Hofgut A l - t enberg. Klasse 4: Sauen im Alter bis zu 12 Monaten: 1.Preis Albert Engel, Hörnsheim; 2.Preis Georg Müller IV., Hörnsheim; 2b°Preis Anton Engel V., Hörnsheim; 3a» Preis Johs. Engel VII., Hörnsheim. KlasseS: Sauen im Alter von 12 bis 24 Monaten: la» Preis Vuderussche Gutsverwaltung, Hofgut A l - t e n b e r g; Ib-Preis und Kleine Kammermedaille Johs. Ludwig, Hörnsheim; 2. Preis Buderus- sche Gutsverwaltung, Hofgut Altenberg. Klasse 6: Sauen im Älter von mehr als 24 Monaten: 1. Preis und Silberne Medaille der Landwirtschaftskammer Vuderussche Gutsverwaltung, Hofgut Altenberg; 2.Preis Louis Volk, Hörnsheim; 3a°Preis Vuderussche Gutsverwaltung, Hofgut Qlttenberg; 3b-Preis Georg Vepler VII., Hörnsheim. Lobende Anerkennung Wilhelm Lang II., Hörnsheim. Klasse 7: Familien und Sammlungen mit mindestens drei Generationen, davon mindestens zwei selbstgezüchtet: 1. Preis Vuderussche Gutsverwaltung, Hofgut Altenberg. V. Schafe. Landschafe mit Kurz- wollthp, Klasse 1: Böcke, a) im Alter bis zu 2 Jahren: 1. Preis Stammichäferei Riederklee n, b) im Alter von mehr als 2 Jahren: 1. Preis Schäfereigesellschaft Hochelheim, Klaffe 2: Schafe mit mindestens 4 breiten Zähnen, a) mit Lämmern: 1. Preis Otto Göbel, Riederkleen, 2a-Prcis Martin Jung, Riederkleen, 2b« und 2e-Prci. Louis Messerschmidt, Riederkleen, 3a°Preis Wilhelm Claum, Riederkleen, 3b-Preis Hch. A e r n II., Riederkleen, 3c-Preis Otto Schmidt, Hörnsheim, 36-Preis Karl Vopf, Hörnsheim, 4a-Preis Heinrich Rern II., Riederkleen, 4b- Preis Karl Vopf, Hörnsheim, 4e-Preis Karl Reuter, Riederlleen, 5a-Preis Wilhelm R ü h I, Riederlleen, 5b-Preis Louis Rinker, Hör ns heim. Lobende Anerkennungen: Louis Rinker, Hörnsheim, Louis Engel, Riederkleen, Johs. Rern VII., Riederkleen; b) ohne Lämmer: 1. Preis Anton Volk, Riederkleen. Klasse 3: Jährlinge mit höchstens 2 breiten Zähnen: 1. Preis Johs. Gümbel, Riederkleen, 2.Prc/ Karl Vopf, Hörnsheim, 3. Preis Otto Göbel, Riederkleen. B. Veredelte sonstige Landschafe, Klasse 4: Böcke im Alter von mehr als zwei Jahren: 1. Preis Heinrich Dinnes, Volpertshausen. Klasse 5, Schafe mit mindestens vier breiten Zähnen, a) mit Lämmern: 1. Preis Louis Messerschmidt, Riederkleen, 2. Preis Heinrich Eisenhardt, Riederkleen, 3. Preis Louis Volk, Hörnsheim, 4. Preis Heinrich H a u b , Riederkleen, b) ohne Lämmer: 1. Preis Jchs. Engel VII., Hörnsheim, 2. Preis Heinrich Dinnes, Volpertshausen, 3. Preis Heinrich Rücker, Riederkleen. Klasse 6, Jährlinge mit höchstens 2 breiten Zähnen: 1. Preis Wilhelm Gahert, Riederkleen, 2. Preis Wilhelm G l a u m, Riederkleen, 3. Preis Louis Rinker, Hörnsheim, 4. Preis Friedrich Messerschmidt III., Riederlleen. C. Unveredelte Landschafe, K l. 7: Böcke im Alter von mehr als 2 Jahren: 4. Preis Jakob Herbei, Riederbiel. Klasse 8: Schafe mit mindestens 4 breiten Zähnen mit Lämmern: M WM to MMlVWll MM Don William M. Jardine, Landwirtschaftsininister der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Aehnlich wie in vielen anderen Kulturländern bildet das Bestreben^ der Landwirtschaft einen gerechten Platz in der nationalen Wirtschaft zu sichern, eines der Hauptprobleme amerikanischer Wirtschaftspolitik. Schon weil der hochindustrialisierte Osten des Landes in starkem Maße an der Erhaltung eines kaufkräftigen Inland markt es interessiert ist, und die Kaufkraft dieses Marktes wiederum eng mit dem Wohlergehen der Landwirtschaft verknüpft ist, ist die Lösung des landwirtschaftlichen Problems und insbesondere die Frage des Absatzes der landwirtschaftlichen Ueberschußpro- d u 11 i o n für die Wirtschaftspolitik der Bereinigten Staaten von höchster Bedeutung. Dieses Problem ist eine Folge unserer modernen Wirtschaftsentwicklung, genau so wie etwa das Arbeitslosenproblem eine Folge unserer modernen Industriewirtschaft ist. Wenn auch die Lösung der Frage des Absatzes der Ueberschußpro- duktion an sich keineswegs geeignet ist, die Sorgen der amerikanischen Landwirtschaft völlig zu beheben, so erfordert sie doch im Hinblick auf die Wirtschaftspolitik des Landes größte Beachtung. Die künftige Entwicklung der Bereinigten Staaten kann in zweifacher Richtung vor sich gehen. Entweder passen mir unsere einheimische Wirtschaft dem Stand unserer Bedürfnisse an, d. h. wir suchen uns möglichst autark-zu machen und streben danach, eine Befriedigung unserer Bedürfnisse im eigenen Lande zu erzielen, bann bedürfen wir einer starken und blühenden Landwirtschaft, ober aber wir verlassen uns in einem immer höherem Maße auf die Einfuhr ausländischer Bodenerzeugnisse und entwickeln uns industriell weiter, um durch Austausch unserer Industrieerzeugnisse gegen Nahrungsmittel unseren Lebensunterhalt zu sichern. Ansätze zu einer solchen Entwicklung sind ja in der amerikanischen Wirtschaft zweifellos vorhanden, aber bei dem großen Ausmaß landwittschaftlich noch ungenutzter Gebiete und in Anbetracht des Umstandes, daß die Vereinigten Staaten über eine starke und lebenskräftige Landbevölkerung verfügen, scheint der letztere Weg verfehlt oder wenigstens vorläufig nicht gangbar. Die Regierung zeigt das Bestreben, der Landwirtschaft den ihr angemessenen Platz in der nationalen Wirtschaft zu geben und läßt diesem wichtigen Zweige der Wirtschaft planmäßige Unter- st ü tz u n g angedeihen. Sorgfältige Schätzungen von Getreide- und Viehproduktion, Voraussagen über die Ernteentwicklung, Vorratsbeyichle und sonstige Informationen werden dem Landwirt zu seinem Votteil durch amtliche Stellen vermittelt. Ich bestreite, daß sich die Landwirtschaft nicht den Interessen der Verbraucher anpassen kann, ohne ihre eigenen Vorteile zu opfern. Der Interessenausgleich zwischen Produzent und Konsument ist natürlich ein ziemlich langwieriger und komplizierter Prozeß, doch haben wir bereits große Fortschritte nach dieser Richtung hin gemacht. Viel bleibt allerdings noch zu tun übrig; vor allen Dingen gilt es, eine Erhöhung d e r Leistungsfähigkeit unserer Landwirtschaft herbeizuführen. Hier, spielt die Mechanisierung eine große Rolle. Gerade in letzter Zeit sind erhebliche Fortschritte in der Verringerung der Produktionskosten landwirtschaftlicher Erzeugnisse durch die Mechanisierung der Betriebe gemacht worden. Die Auswirkung dieses Vorganges dürfte eine bessere Rentabilität der Landwirtschaft durch Verringerung der Produktionskosten sein. Neben der Unterstützung durch die Regierung verfolgt die amerikanische Landwirtschaft eine ener- giscye Selbsthilfe, die sich besonders in der Genossenschaftsbewegung ausdrückt. Sie hat in den letzten Jahren einen bedeutenden Aufschwung genommen, ein Umstand, der zeigt, daß diese Pewegung den Bedürfnissen unserer Landwirtschaft in hohem Maße gerecht wird. Es handelt sich hierbei um eine rein fachliche Organisation, die keineswegs im Gegensatz zu den Verbraucherinteressen steht. Sie bildet einfach die Ausdehnung einer gegenseitigen Hilfsbereitschaft, wie wir sie bei einzelnen Gruppen der Industrie beobachten können, auf die Landwirtschaft. In, vergangenen Jahre hatten die landwirtschaftlichen Genossenschaften bereits einen Umsatz von über 2,50 Milliarden Dollar, was etwa £ des Gesamtwertes der verkauften landwirtschaftlichen Produktion bedeutet. Es bestehen z. Z. etwa 12 500 verschiedene Organisationen mit einer Mitgliedschaft von über 2$ Millionen Landwirten. Die Vorzüge dieser Bewegung liegen auf der Hand. Das Genossenschaftssystem vermeidet die Verschwendung unnötiger Kräfte, es schaltet die überflüssigen Reibungen zwischen Produzenten und Konsumenten aus. Nicht nur der Produzent also zieht seinen Nutzen aus dem Zusammenschluß, sondern auch der Verbraucher wird die Dienste anerkennen müssen, die mit Hilfe der landwirtschaftlichen Genossenschaften für ihn geleistet werden. Große Erfolge sind z. B. in der durch die Genossenschaften angestrebten Standardisierung landwirtschaftlicher Erzeugnisse erzielt worden. Dieser produktionstechnische Prozeß, der die Herstellung einer gleichartigen und gleichwertigen Ware anstrebt, hat eine völlige Umwandlung der landwirtschaftlichen Produktion mit sich gebracht. Während früher die Landwirtschaft vorwiegend bestrebt war, möglichst billig zu produzieren, legt sie heute größten Wert auf die Qualität ihrer Erzeugnisse. Noch vor wenigen Jahren fabrizierten die lokalen Molkereien im Staate Minnesota Butter, die in der Qualität von „sehr gut" bis „schlecht" schwankte. Heute sind die vielen Molkereien dieses Staates in eine einzige Großorganisation zusammengefaßt, und über 60 Prozent ihrer Erzeugung stellt Süßrahmbutter hochwertiger Qualität dar. Die Arbeit der Regierung beschränkt sich auf eine Unter st ützung dieser segensreichen Tätigkeit der Genossenschaften. In der Landwirtschaft sind — infolge der klimatischen Schwankungen — Depres- fionspfyjfen unvermeidlich. Die Genossenschaften versuchen jedoch die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse nach Möglichkeit auszugleichen und sie der Kaufkraft der Konsumenten anzupassen. Preisschwankungen wirken sich ja nur selten zum Vorteil der Konsumenten aus, sind dagegen für den Produzenten oft sehr schädlich, denn ein Unterschied von wenigen Cents auf das Pfund ober den Bushel bedeuten für den Landwirt oft Gewinn oder Verlust. Nachdem die Industrie in fast allen Kulturländern durch Zusammenschlüsse eine Regulierung des Marktes anstrebt, möchte auch die Genossenschaftsbewegung eine Unabhängigkeit der Landwirtschaft von den Marktschwankungen zu erreichen suchen. Es ist dies eine schwere Aufgabe, doch ist ihre Lösung zweifellos möglich. Die Anstrengungen von 5,6 Millionen unorganisierten Landwirten, die meist noch ganz verschiedene Interessen zu ver- 3n Genua. r Don Robert Braun. Wer von Venedig, der östlichen Hafenstadt, Nach Genua, der westlichen kommt, erstaunt über den Gegensatz dieser beiden Schwestern. Obgleich ihre Erbauer dieselben Handelsherren und Republikaner waren, entstand dennoch an der Lagune das zauberhafte „Schmuckkästchen" mit seinem lautlosen Kanalgewiniel; an der ligurischen Bucht ober die wuchtige Bergstadt mit dem lärmendsten Betrieb rollender, peitschenknallender Wagen und hupender Autos. Während die Denetianer trotz ihrer See- und Kaufmannspläne nie den Sinn für intime Ausstattung der Stadt verloren, verdrängte bei den Genuesen die Großzügigkeit, die der Verkehr mit dem Meer erzeugt, das Künstlerische. Die Paläste wirken derb in ihrer Masse und Quadrigkeit und lassen sich mit den venetianischen, in maurischer Zier gegliederten, gar nicht vergleichen. Doch nicht nur die Architektur, auch die Luft beider Städte ist anders. Während aus den Kanälen Venedigs ein Todeshauch ahnungsvoll aufsteigt, braust Leben in den Straßen Genua-. Ein helles Reflexlicht von den Wellen des blauen Ozeans fällt über alles. Es gehört auch zum dynamischen, aufs Weite gerichteten Wesen dieser Stadt, daß von ihr die Entdeckung Amerikas ihren Ausgang nahm. So verlohnt es sich kaum, hier Paläste und Kirchen, selbst wo sie alt sind, aufzusuchen. Man versäumt nur Zeit, da bedeutende Leistungen nicht erreicht wurden. Verzichtet man aber auf Befriedigung des Kunstsinns und öffnet sich dem Erlebnis, so ist man hier gut daran. Ich stand einen ganzen Vormittag vor dem Eingang zum Hafen, wo gerade ein Amerikadampfer lag, bereit zur Abfahrt. Es war nichts Bedeutendes, was sich vollzog, sondern ein alltägliches Hafen-Ereignis, und doch voll fremden, vielfältigen Lebens. Außer den Reugierigen, die tzleich mir die Stunde abwarteten, befanden sich tauch einzelne abseitige Gruppen auf dem sonnigen Platz, ein Kellner im weißen Leinenrock, ein Heizer im blauen, verwaschenen Anzug, ein Liftboy in roter Hoteluniform und an der Brust mit zwei geschwungenen Reihen messingner Knöpfe geziert; alle inmitten ihrer Angehörigen. Der Boy hatte Geschenke mitgebracht: Die Mutter hielt ein Paket unter dem Arm, die junge Schwester nestelte an einem neuen Ledergürtel unfr das Brüderchen lieh ein buntes Windrad in der Luft spielen. Rur kurzer Aufenthalt war dem Sohn gegönnt, der aus Reuyork kam und mm weiter nach Indien fuhr. Sie standen eng nebeneinander und sprachen wenig, und der Liftboy zog manchmal seine Uhr. Immerfort trafen Autos mit Passagieren ein, deren schwere glänzende Koffer von hünenhaften Trägern abgeladen und in den inneren Hafenraum gerollt wurden. Die Damen trugen flatternde Reiseschleier und die Herren, die zur Begleitung gehörten, hielten Abschiedsbuketts int den Händen. Rach kurzer Ausweisung ließ sie die Wache passieren, und so schritten sie auf das Riesenschiff zu, das mit galerieartigen Verdecken und zwei braunen, schiefgelegten Rauchfängen, wie seiner Gastrolle bewußt, dalag. Während die Krane arbeiteten, um ihre Koffer zu befördern, sah man sie selbst die luftigen Falltreppen an der dunklen Schiffswand hinaufsteigen. Gleichzeitig offenbarte sich die andere Seite des Lebens in den langen Zügen der Auswanderer, die mit kleinen Kistchen oder blauen Bündeln, worin sie ihre ganze Habe verwahrtem ankamen. Es waren meist italienische Bauern mit sonnverbrannten Faltengesichtern. Sie wurden sofort in einen quarantaineartigen Seiten- raum gedrängt, wo sie sich vor allem anreiben und warten mußten, bis sie den fernen Schalter erreichten. Andere schliefen aus Bänken. Auch exotische Gestalten gab es: ganze Trupps mongolisch gelber Menschen mit kostbaren Seidenturbanen und blaugestreiften Zwilchgewändern, vielleicht Javanen. Sie hatten den kurzen Aufenthalt benutzt, um gute Einkäufe im Hafenviertel mx machen Für sie war der Abschied nicht schmerzvoll während den anderen das Sirenenzecchen. das bald zu erwarten war, große Entscheidungen E>ra<®ie Hochstadt blickte ahnungsvoll mit ihren riesenhaften Häusern und weißleuchtenden Forts auf dies ganze Treiben nieder. Aber die Sonne am wolkenlosen Himmel erfüllte alles mit zuversichtlichem Leben. Unsterbliche Geschichtslügen. Wenn man auch der Lüge kurze Deine nachsagt, so läuft sie doch nicht selten schneller als die Wahrheit, und besonders in der Geschichte haben sich so manche Entstellungen eingenistet, die durch den Beweis ihrer Unwahrheit doch nicht ausgerottet werden können. Einige solcher „unsterblichen Geschichtsentstellungen" zählt Dr. Kurt Pieper in der „Leipziger Illustrierten Zeitung" auf. So ist z. B. die Geschichte vom Mäuseturm bei Bingen eine typische Geschichtsumformung. Der Turm hieß „Maut"- Turm und diente zum Erheben der Zölle. Das Volk machte „Mäuseturm" daraus und erfand die Sage von dem geizigen Bischof. Man ist in der Ausdeutung dieser an. vielen Orten vorkommenden Wandergeschichte sogar so weit gegangen, daß man annahm, der Bischof habe an Trinkerwahnsinn gelitten Und deshalb überall Mäuse gesehen! Die rührenden Briefe, die die Geschichte eines der berühmtesten Liebespaare der Welt, von Abälard und Heloise erzählen, sind untergeschoben, denn ihre älteste Fassung ist 100 Jahre nach Heloisens Tod entstanden. Die „weihe Frau", das Familiengespenst der Hohenzollern. verdankt ihr Dasein einem Mißverständnis. Auf dem Grabstein der Aebtissin Ottilie im Kloster Himmelkron halten zwei Putten das Wappen; aus ihnen hat man zwei ermordete Kinder gemacht und die Aebtissin mit der Gräfin von Orlamünde, der Aebtissin im Kloster Himmelkron bei Rürnberg verwechselt. Man erfand dann hinzu, daß die Gräfin, um den Burggrafen Albrecht den Schönen von Rürnberg heiraten zu können, ihre Kinder umgebracht habe und dann von dem Grasen hingerichtet worden sei. Daß die Hussitten 1432 vor Raumburg zogen, erzählt nicht nur das bekannte Lied, sondern vielfach glaubt man auch an die geschichtliche Wahrheit dieses rührenden Ereignisses, bei dem die Kinder die Stadt retteten, und zu dessen Andenken das „Kirschenfest" am 28. Juli gefeiert wird. Die Hussitten sind aber niemals nach Raumburg gekommen, und die Geschichte ist wahrscheinlich durch die Friedensfeier am Ende des 30jährigen Krieges entstanden, während Raumburg sehr viel gelitten hat. Die meisten Geschichten, die sich mit der Person des Alten Fritz beschäftigen, sind unwahr. Die Ereignisse, die der bekannten Anekdote der „Mühle von Sanssouci" zugrunde liegen, verliefen tatsächlich gerade entgegengesetzt davon, wie sie gewöhnlich erzählt werden. Die Guillotine ist nicht von dem Arzt Guillotin erfunden worden, sondern von dem Pariser Arzt Louis und dem deutschen Mechaniker Schmitt; man nannte die Maschine auch zunächst die „kleine Louison", bis sich der Arzt Guillotin in der Rationalversammlung dafür einsehte, die Todesstrafe allgemein aus diese Weise zu vollziehen. Das angebliche Szepter Karls des Großen, das Napoleon I. bei seiner .' "i'crlronung trug, und das den Sehenswürdi., en der Galerie d’Apolon im Louvre später cingereiht wurde, ist tatsächlich der Taktstock eines Kapellmeisters aus dem 17. Jahrhundert, der die Inschrift „Sanctus Carolus Magnus“ trug. Hochschulnachrichlen. — Die Ernennung des v. Professors Dr. Wilhelm Trendelenburg von der Universität Tübingen zum o. Professor der Physiologie an der Universität Berlin ist erfolgt. — Der bisherige Privatdozent an der ilniver= fität Heidelberg, Dr. Phil. Rudolf Toma- schek, ist als Privcttdozent für das Fach der Physik an der philosophischen Fakultät der Universität Marburg zugelassen worden. — Ernannt wurde der ordtl. Professor für Anthropologie und Ethnographie an der Universität Wien Dr. Otto Reche vom 1. Rovember 1927 ab zum ordentlichen Professor der Völkerkunde an der ilniberfität Leipzig als Rach- folger von Prof. K. Weule. Der bekannte, ans Glah in Schlesien gebürtige Anthropologe wirkte früher viele Jahre am Hamburger Museum für Völkerkunde und dozierte zugleich an der dortigen Universität. 1924 kam er nach Wien als Rachfolger von Rudolf Pöch. 1. biS 5. Preis Heinrich Straßheim, Schäfer. Oberwetz. Klasse 1 0: Sammlungen: 1. Preis Gemeinde Niederkleen. VI. Ziegen, Klasse la.. Mutter larnmer: 1. Preis. Ehrenpreis und Zusahpreis des Kreis- ziegenzuchtvereins, Albert Engel, Hörnsheim, > 2. Preis Friedrich Jung, Hochelheim, 3. Preis Wilhelm Fuhr, Büblingshausen. Lobende Anerkennung: Friedrich Schöps, Hörnsheim. Klasse 1 b: Bocklämmer: la-Dreiö, Ehrenpreis, kleine Medaille der Landwirtschaslskammer und Zusahpreis des Kreiszieaenzuchtvereins, Georg H e o r i ch, Hörnsheim, lo-Preis Wilh. Ludwig III., Großrechtenbach, 2a--Preis Mart. Walter, Wetzlar. 2d-Preis Wilhelm Kurz, Braunfels, 2c-Preis Georg Weber HL, Hörns- heirn, 3a-Preis Marrin Walter, Wetzlar, 3b- Preis Wilhelm Kramer Wetzlar. Lobende Anerkennungen: Albert Engel, Hörnsheim, Wilhelm Lang II., Hörnsheim. Klasse 2, Böcke im Alter von 1 bis 2 Jahren: 1. und 2. Preis Ziegenzuchinerein Hörnsheim. Lobende Anerkennung: Martin Walter, Wetzlar. Klasse 4: Mutterziegen im Alter von 1 bis 2 Zähren: 1. Preis, Zusatzpreis des Krelsziegen- ?nchtvereins und kleinen Kammermedaille Wilhelm Fuhr. Büblingshausen. 2a-Preis Aug. WedelU. Hörnsheim, 2b-Preis Albert Engel, Hörnsheim, 3a°Preis Wilhelm Lenz >., Horns- h-nm, 3b-Pr. M. Malter, Wetzlar. Lobende Anerkennung: Julius Nie menschneider, Wetzlar. Klasse 5'. Mutterziegen im Alter von mehr als 2 Zähren: In-Preis und Zusahpreis des Kreisziegenzuchtvereins Wilhelm Lenz I., Hörnsheim, Id-Preis Georg Hedrich, Hörnsheim, 2a°Preis Wilhelm B e p l e r. Hörnsheim, 2d'Preis Albert Engel, Hörnsheim, 3a°Preis Wilhelm Lenz L, Hörnsheim, 3b-Preis Martin Walter, Wetzlar. 4a-Preis Georg Hedrich, Hörnsheim, 4d-Preis Georg Hink le r, Hörnsheim. Lobende Anerkennung: Karl H a r t b r o d, Büblinghausen. Klasse 6: Sammlungen von Gemeindeii und Cinz.lzüchtern: 1. Preis Gemeinde Hörnsheim, 1. MSm« und Ehrenpreis Albert Engel, Hörnsheim, 2. Preis und Ehrenpreis Martin Walter, Wetzlar. VH. Auhgeslügel. a) H ü hne r. Kl. 1. Jungtiere aus 1927: 1 Preise: W. Müller. Büblingshausen, Otto B i e r i n g , Wetzlar, G. Pepp ler, Hörnsheim. G. Michel. Wetzlar. 2. Preise: Otto Gitter«. Wetzlar, Rudolf Winter, Büblingshausen. Louis Dittert, Wetzlar, K. Ditte rt, Wetzlar, Johs. Marr. Wetzlar, G. Michel, Weilar. 3. Preise: W. Fuh r: Büblingshausen, Sy Schneider, Wetzlar, W. Müller. Hörnsheim. H. Schild. Büblingshausen. Albert Engel, Hörnsheim, G. Michel, Wetzlar. Lobende Anerkennungen: Rudolf Winter. Büblingshausen, Duderussche Gutsvcrwaltuna, Hofgut Altenberg, K. Wagner, Krofdorf, Wilhelmsche Geflügelzucht. Strauch bei Dornholzhausen. W. Lang. Hochelheim. Klasse 2: Aeltere Tiere: 1. Preise: Louis Dittert, Wetzlar, K. Di t tert. Wetzlar. K. Klaudh, Kröffelbach. E. Baldor. Wetzlar, H. Schild, Wetzlar, 2. Preise: Otto Ditter t, Wetzlar, R. Winter, Büblingshausen, W. Müller, Büblingshausen, 3. Preise: Duderussche Gutsverwaltung, Hofgut Altenberg, Wilhelmsche Geflügelzucht, Strauch bei Dornholzhausen. Lobende Anerkennungen: H. Schnei- d c r, Wetzlar, K. H a r t b r o d, Büblingshausen, Wilh. Viering, Wetzlar, b) Wassergeflügel. Klasse 3, Enten: zwei 2. Preise: G. Michel, Wetzlar, und zwei 3. Preise: Budc- russche Gutsverwaltung, Hofgut Altenberg, und G. Michel, Wetzlar. Klasse 4. Gänse: 1. und 3. Preis: Lduis Dittert, Wetzlar. Klasse 5, Grobgeflügel: Lobende Anerkennung: Buderusschc Gutsverwaltung, Hofgut Altenberg. Im Anschluß an die PreiSv.rtülung fand ein gemeinschaftliches Festessen statt, bei dem Landrat Dr. Sartorius herzliche Begrüßung: Worte an die erschienenen Gäste richtete. Unter den F-st- gästen waren u. a. zu sehen: der Präsident des " Reichslandbundes, M. d. R. H c p p, Erbprinz Hermann Otlo von S o l m s °Ho h e n s o lms- Lich, Fürst Georg von Solms-Braunfels imb der Leiter des Landwirtschaftlichen Instituts der Aüiversität Gießen, Pros. Dr. Sessou. G'cßen. Im Ramcn der Gäste sprachen u. a.: Regierungspräsident Dr. Brandt, Koblenz, der Präsident der Landwirtschaftskainmer für die Rheinprovinz, Freiherr v. Lüningk, Bonn, und Prof. Dr. K n e l l. Gießen. Den weiteren Teil des Festes füllten Volksbelustigungen aller Art, Konzerte und Tanz aus. Aus dem Rahmen der Veranstaltung hervorzuheben ist noch das große Ausstellungszelt, das u. a. folgendes zeigte: einen Pavillon des Deutschen Kali-Syndikats, G. m. b. H. Berlin, eine Kalkaussteklung der Gewerkschaft L. Raab sen., Wetzlar, eine landwirtschaftliche Ausstellung über die Betriebswirtschaft von ernst und letzt, über Pflanzenbau und Grünlandwirtschafl, eine Ausstellung der I.G.-Farbenindustrie A. G. Ludwigshafen und Höchst. Schädlinasbekämpfungs- mittel, eine Sonderausstellung der Krers-Land° bundgenossenschaft für Geld- und Warenverkehr, Wetzlar, Sorten- und Anbauversuche derBuderus- schen Gutsverwaltung, Saalzuchtwirtschaft Hofgut Altenberg, sowie eine Sondergruppe der landwirtschaftlichen Schule Wetzlar über landwirtschaftliche Lehrmittelschau. In eurer besonderen Maschinenausstellung hatten größere und kleinere Firmen des Bezirks verschiedene Arten von Erntemaschinen ausgestellt. Am Spätnachmittage fanden zum ersten Male Arbeitsleistungsprüfungen von Bullen und Kühen statt, die mit großem Interesse verfolgt wurden. Oderhesien. 7'anvkreis Gießen. Trais-Horloff, 16. Juli. Unter Aufsicht des Kulturbauamts Gießen wird gegenwärtig der im ganzen oberen Horlofftal bekannte Lehngraoe n" abgestochen und vertieft, eine Arbeit, die alle 25 Jahre stattfindet. Alljährlich jedoch wird er ausgemäht, da sich die Wasserpest seit nahezu zwei Jahrzehnten angesiedelt hat und ihr wucherisches Wachstum den Wasscrabzug hindert. An den Ufern der Horloff werben User- befesttgungsarbeiten vorgenommen. Da bei stärkeren Riederschlägen im Quellgebiet reißende Wassermassen besonders an Krümmungen in den Gemarkungen Rodheim a. d. Horloff und Inheiden starke Unterspülungen an den Ufern auftreten. sollen einzelne Uferstücke durch Flechtwerk befestigt werden. # Hungen, 16. Juli. In diesen Tagen feierte Gustav Kohlheyer fein 30jähri- g 2 s Jubiläum als Vorstandsmitglied und Kontrolleur der hiesigen Spar- und Darlehenskasse e. G. m. b. H. Der Jubilar hat sich infolge seiner verdienstvollen Tätigkeit durch sein allzeit leutseliges Wesen großes Vertrauen bei der Bevölkerung erworber. In Anerkennung der lrie Saalfenücr und schauten wehmütig der alten Zeit naa;. die dort, umkränzt und Fahn»n halbmast, in die Grube fuhr. „Zur Grube" hieß der oststal', wo der alte Michl wohnte. „Das Reue in Chrn, aber schad is's," sagte der Sternwirt. ..Das Al.e in Ehren, aber Fortschritt muß fein.' sagte der Regierungsrat. Der Mehrer hatte das Fenster aufgeklirrt und al Glas erhoben: „Runter vom Bock Mitzl, her mit dir, stoß an!" Langsam kletterte der Alte vom Kutscher- thron. Er lachte nicht. Ernst hob er das bart gereicht!» Glas ..Proft. die neue Bohn So viel Lieberwindung stieß sie aus dem Fen- tagsgeleise: „Eigentlich hatten wir die Bahn gar nicht nötig." sagte der Lehrer. „Ein paar Jahre wäre es noch mit dem Postillon gegangen." räumte der Bürgermeister ein. -Der Deifi soll s' holn, die Bahn, mit deiner Chaisen fahr i rnorgn in d' Stadt!" schrie der Sternwirt. „Ausgeschloiscn." sagte der Beziicksamtmann oedauernd und schaute nach d:r Abr. „die Karriolpost hat um 3 Ahr 35 ihre letzte Fahrt getan." »Man kann net wissen. Michl, gelt?" blinzelte der Sternwirt. Der alte Postillion gab keine Antwort. Er schaute leer ins leere Glas. Ulan füllte es. Er tranl's mechanisch aus. Lachend goß die Kellnerin aufs neue. „Wie viele Leute mag der Michl schon gefahren haben?" sagte der Lch er. „Die Fahrscheinstatlftlk weist die Ziffer 31 457 Fahrgäste aus,"- sagte der Postsel-etär. „Einunddreisngtausendvicrhundertsiebenund-- sünszig". murmelten sie im Kreise. Der alte Postillon warf den Kopf zurück. Die staubige Landstraße sah er hinauf. Der Zug der 31 457 Menschen, welch: er gefahren, schlängelte ßch die Landstraße herab Sie schritten an ihm vorüber, einer um den andern. Er nickte ernst und grüßte einen um den andern. Die am Fenster sahn sich an: Den alten Mick! Hot s, lang wird er s nicht mehr machen in Pension. Am ihn zu trösten, sprachen sie ihm zu. „And nicht einmal in den fünfundoierzig Jahren hat er nmgeschmisfen, bravo, Michls „Möchte nicht toiffen wie viele Unfälle sich in den nächsten fünsundv.crzig Jahren auf der neuen Dahn ereignen werden. -Sooft ich in dem Michl feine Kui'che schaute, immer waren drin die Leute fröhlich - denkt such: Einunddreißigtausendvierhundertsiebenund- »ünszig vergnügte Leute!" „Möchte nicht wissen, wieviel murksige Menschen unsre neue Bahn befördern wird." „Wenn man's genau betrachtet: .Glück ist der Fortschritt keines!'" „Man kann verstehen, daß in England die ersten Maschinen zerschlagen wurden." „Freilich, was will man machen — vrost, Michl, prost!" Der Alte trank sein fünftes oder sechstes Glas. Gesprochen hatte er nichts. Die Deichsel des abgeschirrten Wagens sah er aus dem Hoftor ragen. Dun Stallsenster herüber glaftete ihn ein Roßkopf an. ..Herrgott," murmelte er selbstvergessen, „einmal wenn i no fahrn kunnt!" Uni) ging. Betroffen sahen sie ihm aus dem Festsaal nach. „Soll man —?“ Hub der Lehrer an. „Soll man nicht sagte der Sekretär. „Ausgeschlossen." sagte der Bezirksamtmann. In dieser Rächt schüttelte es den alten Michl. Er war fällig. Wenn einer fällig ist, lockt ihn die Pension nicht mehr. Sie ist nicht nrehr wesentlich für einen guten Abschluß. ,.Einmal wenn i no fahren kunnt' murmelte der Michl, als es ihn im Traume hin und her warf, „in England Ham s' d' Maschinen sel- bigsmal derschlagn — derschlagn — derschlagn.." Er war auf einmal angezogen Er tappte ins Maschinenhaus. Es war leer. Die Turbine war ausgeschaltet. Die Dynamo stand still. Es fiel ihm ein Streik ein, wo man die Dynamos unbrauchbar gemacht hatte. Er ging zum Fluß hinab. Die hohlen Hände füllte er mit Sand. Den schmiß er unter dir elektrischen Schleif- bürsten. Dann schlich er heim. Der Engel des Herrn stand vor ihm. „Michl", sagte er, „bist du bereit?" „Emma! wenn i no fahrn kunnt." Der Engel des Herrn ging. Dann lange nichts. Der Stand der Spareinlagen beträgt 113 726 Mk was gegen das Vorjahr eine Verdoppelung der Spargelder bedeutet. w Herchenhain, 16. Juli. Unser Dorf schlägt nicht nur in seiner Höhenlage in Hessen Öen Rekord, sondern auch hinsichtlich seiner Re- qenmenge, die rm Juni d. Ä. nicht weniger als 222,1 Millimeter betrug (d. h. 222,1 Liter Wasser auf 1 Quadratmeter Erdoberfläche), während dieselbe in Schlitz, als der trockensten Station Oberhessens, beispielsweise nur 64,5 Millimeter betrug. Ober-Schmitten, 16. Juli. Ein 13jähriger Junge wurde gestern von einem Schäferhund angcfallen und durch Bisse an Schulter und Armen so verletzt, daß ärztliche Hilfe notwendig wurde. Kreis Büdingen. „?" Ridda, 16. Juli. Der Zweckverband Ridda-Alfa hat jetzt einen zweiten Personenwagen angeschafft und bereits in Dienst gestellt. Da sich der Personenverkehr auf der neuen Linie Ridd a—Ba d Salzhausen günstig entwickelt, ist Mitte dieses Monats eine zweite tägliche Wagenfahrt eingeschaltet worden. Außerdem werden zu Kurkon-erten und sonstigen Veranstaltungen besondere Autoverbindungen geschaffen, so daß es der hiesigen Einwohnerschaft möglich ist. auch bei ungünstiger Witterung den Kurveranstaltungen beizuwohnen. △ Ridda, 16. Juli. Heute verunglückte hier in der Salzhäuser Straße der Landwirt Otto Eiser von Alfa so schwer, daß er nad) Gießen in die Klinik geschafft werden mußte. Eiser wollte mit seinem Fuhrwerk Möbel an den KBahnhof fahren. Beim Uebergang über chiigeleise der Strecke Ridda—Schotten scheuten die Pferde vor einem nahenden Zuge und wurden unruhig. Die Pferde gingen durch, und der Fuhrmann stürzte vom Wagen. Am Eingang zur Bahnhofstraße konnten die Pferde wieder angehalten werden, ihr Besitzer trug schwere Verletzungen am Kopf, an den Beinen und im Rücken davon. n. Kohden, 15. Juli. Unser Bürgermeister K r o m m feierte heute fein 25jähriges Dienstjubiläum, wozu ihm von der Mehr zahl der hiesigen Einwohner und sehr zahlreich auch von außerhalb die herzlichsten Glückwünsch. mündlich und schriftlich übermittelt wyrden. Die meisten Behörden, mit denen der Bürgermeister zu verkehren hat, übersandten Glückwunschschreiben. Die Gemeinde ließ ihm durch den @ - meinderat und Beigeordneten ein Ehrendip' n überreichen, das Bildhauer Georg Heß v'i. hier angefertigt hatte. Kreis Alsfeld. L_ Ruppertenrod, 16. Juli. Die W a I • arbeiten auf der Ohmstraße zwischen li: ter- und Ober-Seibertenrod sind vor einigen Tage beendet worden, und die Strecke wird in Kürze i den Verkehr freigegeben. Damit ist der weitan arößte Teil der wichtigen Straße wieder in gutci;; Zustande. Im kommenden Jahre soll der letzte Tcii der Straße bis zur Poppenstruth gewalzt werden. Die Provinzialstraßenverwaltung hat außerdem die Teerung der Straße Mücke—Ruppertenrod oorge- feben. Der Verkehr hat seit der Herstellung der Straße bedeutend zugcnommen. Auch auf der Straße Ruppertenrod—Ermenrod ist der Verkehr schon vor einigen Wochen freigegeben worden. — Die Arbeiten an unserer Wasserleitung nähern sich ihrem Ende. Die aufaeworfenen Erd- muffen sind von den Straßen verschwunden, so daß I auch dieses Verkehrshindernis beseitigt ist. — Der 1 meftge Männergesangverein, der seither noch keinem Bunde angehörte, hat sich dem Ohm- Lumdatal-Sängerbund angeschlossen, dessen Mit- gliederzahl damit auf 25 'angewachsen ist. — Ein empfindlicher Mangel an Arbeitskräften macht sich augenblicklich in der Landwirtschaft bemerkbar. Während in den vergangenen Jahren stets eine mehr oder minder große Zahl von Arbeitslosen auch auf den Dörfern vorhanden war, die in brn Sommermonaten in der Landwirtschaft tätig waren, ist heute kaum ein Erwerbsloser mehr anzutreffen. Die großen Werke in den Jndustriegegenden um Gießen, Wetzlar, Frankfurt, im Siegerland u. a. hoben in der letzten Zeit zahlreiche Arbeiter einae- stellt. Und viele Arbeiter, auch bodenständige Landwirtschaftsarbeiter, sind aus unseren Vogelsbergdörfern an diese Arbeitsstellen abgewandert, da naturgemäß dort der Verdienst ein besserer ist als in der Landwirtschaft. ld. Rainrou. 15. Juli. Heut: mittag brachte ein schweres Gewitter, das sich über den zwischen hier und Eichelsachsen gelegenen Wald rücken, dem Auerberg, entlud, starken Hagel- schlag, der besonders der Gerste empfindlich schadete. Aus manchen Aeckern, besonders solchen mit schon vorgeschrittener Reife, dürfte der Aus «»iuerMmn-crrr .-t — JIM iujiljib Tumult vor seinem Fenster: „Michl, Michl!" „Was gibt's?" „Fahrn mußt no amal, d' Maschin is hin!" „Woaß scho —“ Stille. Dann Gemurmel: „Er weih schon, er hat es schon gewußt . . Die Türe wurde aufgerissen. Der Bezirksamtmann stand da: „Daß Sie es schon wußten, beweist uns, daß —" „Die Dynamo hat er verhunzt!" ballte sich dahinter eine Ingenieurfaust. „Michl, Michl, warum hast du das getan?" stand nun auch der Bürgermeister da. „I hab mir denkt — ihr selm habts gsagt... fahrn macht i no amnl, nur noch einmal, bitt- schön." Der Lehrer trat heran: „ Fünfundvierzig Jahre fährst du deine Postkutsche, was war vorher da?" A — a Leiterwagn, dem Dotenpeter sei Leiterwagn." „And vor dem Leiterwagen?" „Rix — halt, die Wabn war da, die Bötin." „Glaubst du, Michl, daß die Botin ein Rad am Leiterwagen ruiniert hat?" „I — i glaab net." »And daß der Boteupeter deine Kutsche hingemacht hat?" „I — i woaß net.“ „Schäm dich, Michl —" Er hatte den Kopf gesenkt: „Grad oamvl wenn i no fahrn hält fönna —" „Kannst, Michl, kannst", sagte der Landschandarm, „ins Zuchthaus." Da riß es den alten Postmichl im Bett nach der andren Seite. Der Engel des Herrn stand wieder da: „Michl", sagte er. „bist du bereit?" „Ra, na, nao, ins Zuchthaus muß i!" Der Engel lächelte: „Du hast geträumt. Was vergangen ist, läßt sich mit keinem Rochmal halten. Tu bist vergangen, Michl, komm mit mir . . e Turnen, Sport und Spiel deutschen Meisterschaften 1927 ii neue deutsche -Rekorde brachten, ein Rheinhessen :*iii "W ooin-'l ßonh* 15,4 Sei., 2. Sek., 3. Ku- Regensburger Limburg. 16. Juli. Eine Ortsbeffchti- Wildererprozeh in Fredebr.rg abgrhalten wurde, nahm einen verhängnisvollen Ilusgong. Ein als Zeuge hinzu- gezcgener Gutsbesitzer wollte mit einem Jagdgewehr seine Beobachtungen demonstrieren, wobei sich die Waffe entlud und ein Gutsbesitzer auf der Stelle getötet wurde. Der Lokaltermin wurde sofort abgebrochen. Obcrwesterwaldkreis. Lpd. Hachenburg, 16. Juli. Eine 80jähr. Greisin in Hamm stellte sich mit ihrem Sohn und ihrer Enkelin bei einem Gewitter unter einen hohen Birnbaum. Der Blitz schlug in ben Baum ein und tötete die alte Frau. WSR. Marienberg, 16. Juli. Im Hause deS Wagnermeisters Denker brad) aus bisher noch unbekannter Ursache Feuer aus. Das Feuer. daS an den reichen Heu- und Strohvor- r *6'' SMtoiri jA y“» er nach IMN werden muhte breite zurück 400 Meier' 1. Büchner (Mag bürg) 48,8 Set'., 2. Reumann (DSC.-Derltt 49 Set., 3. Schmidt (Teutonia-Berlin) 49, Sek. — 5000 Meter: 1. Kohn (Teutonia-Ber- ein schweres Autounglück. Ein Auto des Mainzer Sägewerkes Gabriel geriet beim Ausweichen eines Fuhrwerks in den Chaussee-. graben und überschlug sich. Hierbei wurde der Führer D r o ft m a n n getötet, ein anderer Insasse leicht verletzt. Das Auto ist total zertrümmert. Deutsche Leichtathletik- Meisterschasten. Sieben neue deutsche Rekorde. Die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1927, die am Samstag im Deutschen Stadion zu Berlin-Grunewald begannen, nahmen einen verheißungsvollen Anfang, wurden doch bereits am ersten Meisterschaftstage drei neue deutsche Rekorde aufgestellt. Körnig gewann die 200-Meter- Meisterschaft in 21,4 Sek. Kohn (Teutonia- Berlin) durchlief die 5000 Meter mit 15:03,2 in neuer Rekordzeit, und Hänchen (Polizei- Berlin) überbot im beidarmigen Diskuswerfen mit 77,66 Meter den alten Rekord. — Die Ergebnisse waren. Diskuswerfen: 1. Hänchen (Berlin) 44,67 Meter, 2. Paulus (Wetzlar) 44,06 Meter, 3. Seraidaris (Dresden) 41,17 Meter. — Diskuswerfen (beidarmig): 1. Hänchen (Berlin) 77,66 Meter (neuer deutscher Rekord), 2. Seraidaris (Dresden) 72,38 Meter, 3. Schnüffele (Stuttgart) 70,97 Meter. — Hammerwerfen: 1. Mang (Regensburg) 40,71 Meter, 2. Wenninger (Zuffenhausen) 39,71,5 Meter, 3. Kniese (BSC.) 38,51,5 Meter. — Hochsprung: 1. Betz (DSC.-Berlin) 1,88 Meter, 2. Köpke (Stettin) 1,88 Meter (durch Stechen entschieden), 3. Skeczinski (Berlin) 1,85 Met. — 200 Meter: 1. Körnig (SCC.) 21,4 Sek. (neuer deutscher Rekord), 2. Schüller (Krefeld) 21,6 Sek., 3 Schlöftke (BSC.) Brust- Preußen. SU’ctö Wetzlar. § Krofdorf, 16. Juli. In der letzten G e - in e i n d e r a t s s i tz u n g wurde folgendes verhandelt: Für die Instandsetzung des Gerüstes um die Dorflinde in Gleiberg wurde der Kredit auf 154 Mk. erhöht und gleichzeitig beschlossen, an dem Gleiberger Feld einen neuen Wegweiser aufzuslel- len. — Die Finanzkommission hat den Entwurf einer neuen Vergnüaungssteuerordnung durchgeprüst. Dem Vorschlag der Finanzkommission entsprechend nahm der Gemeinderat die Ordnung mit der Abänderung an, daß im § 8 die Steuersätze in Gruppe 1 auf 10 Proz., in Gruppe 2 auf 15 Proz. und in Gruppe 3 auf 20 Proz. gesenkt werden. — Die Hochwasserschäden a m Frohnbach sollen unter Inanspruchnahme der zur Verfügung stehenden Staatsbeihilfe von 700 Mark beseitigt werden. — Die Beschlußfassung über die Aufteilung des Baugeländes an der Kinzenbacher Straße wurde nochmals vertagt. Der Vorsitzende gab Kenntnis von den Verhandlungen in Fellingshausen über die S p s x- r n n g d e r Straße K r o f d o r f — Fellingshausen auf hessischem Gebiet und Stillegung d e r K r a f t p o st l i n i e. Die Derhandlungen haben dahin geführt, daß die K r a f t p o st l i n i e erhalten bleibt. Im Anschluß hieran wurde über die Wünsche der Postverwaltung auf Beteiligung d.-r Gemeinde an einer Reparaturwerkstatt und Vergrößerung der Autohalle in Krosdors für zwei neue Waaen verhandelt. Der Gemeinderat konnte sich mit diesen Wünschen der Postverwaltung nur Tpenig befreunden, es wurde schließlich Vertagung ! b, schlossen, damit zunächst Fühlung mit der Be- oölkerung genommen werden kann. I Münchholzhausen, 16. Juli. Der Fürst zu Solms-Braunfels besaß in brr hiesigen Gemarkung einen Grundbesitz von insgr- samt 34 Hektar, der von der Fürstlichen Reut- kammer an hiesige Einwohner verpachtet war. Im vorigen Jahr hat die hiesige Gemeinde fänit- tiche Grundstücke käuflich erworben, und etwa ein Viertel der gekauften Ländereien an hiesige Ortsbewohner weiterverkauft, die die neuenPar- zrllen als Bau- und Sieblungsgelände oder iandwirtschaftlich nutzen. Der Rest der erworbe- neu Ländereien ist an einheimische Landwirte verpachtet. —. - Hochelheim, 16. Juli. Reben der Rachbargemeinde Klein-Rechtenbach besitzt unsere Gemeinde als einzige Gemeinde der .Umgegend größere Kirschbaumanlagen, die im südlichen Teil unserer Gemarkung gelegen sind. Augenblicklich ist dort die Kirschenernte in vollem Gange, die im Gegenteil zu den Vorjahren, welche nur mittlere Durchschnittserträge brachten, als sehr gut zu bezeichnen ist, ebenso wie in den Kirschbaumstücken der Gemeinde Klein-Rechtenbach. Der Zentner Kirschen kostet etwa 40 bis 50 Mk., dieselben werden zum großen Teile von den Einwohnern direkt an die Berbrauchrr geliefert. — — Aus dem Kreise Wetzlar, 16.Juli. Der kürzlich von dem Kreisausschuß herausgegebene Bericht über die Verwaltung und den Stand der Kreiskommunalangelegenheiten für das Jahr 1926 bietet eine Fülle von interessantem Material. So ist aus ihm zu entnehmen, daß der Kreis 53 624 Hektar groß ist, im Oktober 1926 71 926 Einwohner zählte und aus Herberge für unsere geeignet fein. Kreis Lpd. Limburg, gung, die in einem lin) 15:03,2 (neuer deutscher Rekord), 2. Dieckmann (Hannover) 15:17,2, 3. Dvltz e (Preu- ften-Stettin) 15:22,7. — 110 Meter Hürden. 1. Steinhardt (Karlsruhe) Stockhaus auf dem Schloßberg soll eine moderne Jugendherberge eingerichtet werden. Die herrliche Lage des Haukes auf dem Berge mit dem Wilhelmsturm als Hintergrmrd, wird als wandernde Jugend sehr Schulze (Pvlizei-Berlin) 16,1 rallus (Berlin) 16,4 Sek. (Jena) als Dritter qualifiziert. fall bis 50 v. H. betragen. Andere Fruchtarten und Hackfrüchte haben weniger gelitten. — Die Walser des neueren Vogelsberges ffnd eben durch mbreiche H 'm b e e r s u ch e r belebt, die die süßen Früchte meist sür den eigenen Haushalt sammeln. Rur wenig Beeren werden für 50 bis 60 Pfennig sür bas Pfund verkauft. . « Düftfelb, 17. 3uh. Für seine schwer erkrankte Schwester wollte gestern nachmrttag der 21jährige Sohn des Försters Schaaf m ter Apotheke zu Homberg die vom Arzt vei- Solen. Un.-rw-gs tarn der hm£ TRann mit seinem Rade derart zu F a^l l daß er bewußtlos auf der Straße liegen blieb. Der Arzt, welcher gerade von fernem ersten Besuch wieder in Homberg angekommen Ar wurk^ benachrichtigt und war nut Auto in einigen Qttmuten an ber JnfaUM«, wo er einen schweren Schädelbruch des Verunglückten feftstellte. Starkenburg. In den am zweiten Tag ausgetragenen zwölf Meisterschafteir wurden nicht weniger als vier neue deutsche Rekorde ausgestellt, so daß die deuffchen Meisterschaften 1927 insgesamt sieben neue deutsche Rekorde brachten, ein Ergebnis, das * Darmstadt, 16. Juli. D:e Hessische Handwerkskammer erhebt für das Rech' nunasjahr 1927 eine Umlag e Oon 36o000 Mk.-, für ie 1000 Mark Steuerwerk des Bettrebükap - lals gelten 34 Pfennig als Ilmlagesatz. DasMrm- (jm für Arbeit und Wirtschaft hat letzt bie Umlage genehmigt. - Rach einer Mitteilung des Min'steriums für Arbeit und Wirtschaft werden ab 1. Juli 1927 die Zinssätze für bie noch aus- stchenden lcndwirtfchastliche-.r Rötst andskredrte wie folgt berechnet: 7V2 Prozent vom dritten Darlehensdrittel, sowie von den sällrg gewesenen, aber geftunbeten Beträgen: 8 Prozent von den fällig getretenen, jedoch nicht gestundeten Betragen. — Der Festzug des 33. Mitte l r h e i - Nischen K r e i s t u r n f e st t s wird s-.ch am 31 Juli, nachmittags 1 Uhr. in Bewegung setzen. Er wird mit einer Länge von über 7 Kttoverer und mit einer Beteiligung von annähernd 30 000 Menschen das gröftte Ereign-s dieser Art fern, das Darmstadt bisher in feinen Mauern 'am. _ Lvd. Darmstadl Iß. Juli. Die neue große 1 Fcsthalle in Darmstadt, die mit einem Kosten- 1 aufwand von 3—400 000 Mark auf dem alten EL er zic. platz erstellt wird, ist bis auf einige Kleinigkeiten ferti ggeftedt. Der ganze Exerzierplatz ist einer gründlichen Um- und Ausgestaltung unterworfen worden, so daß man ihn kaum wieder- erkennt. Am Eingang von der Rheinstraße zur Festhalle sind großzügige Anlagen , geschaffen. Darmstadt. 1«. Juli. Gestern nachmittag gegen 4 Uhr wu.de Darmstadt von einem U n - Wetter heimgesucht, wie es hier in den letzten Satiren von solcher Heftigkeit kaum aufgetreten ist. Es strömte ein wo'Knbruchittttger Regen hernieder, und ständig zuckten Blitze am Hnumel. Wieder wurden, wie schon vor einigen ^agen, mehrere Keller überschwemmt, so daß die Feuerwehr eingnüfen mußte. Durch eine Kanalverstopfung hatte sich in der Heidelberger Straße ein See von etwa 1 00 Meter Länge und V» Meter Tiefe gebildet, auch stellten sich wieder Crüsenkungen in mehreren Straßen ein, die ihre Ursachen in schadhaften Kanälen haben. In fast allen Stadtteilen schlugen Blitze ein, zum Glück ohne zu zünden. Eine dichtgefuilte gemeinsame Kabine des Frauenbades am Woog wurde von einem Blitzstrahl getroffen, der fernen Cffieg durch den Ofen nahm. Berletzt wurde nie- manb, aber den Besucherinnen wurde ein großer Gc'-reden eingejagt. — Die Burschenschaft „Rugia" hat sich als erste der Darmstädter studentischen Verbindungen einen eigenen Ten- ni £> - und Sportplatz geschaffen und darauf ein Svorihaus errichtet. Am Samstag bei der Feier des 25. Stiftungsfestes der „Rugia" fand die Einweihung statt, wobei Prof. Dr. Heide- brock im Ramen des Akademischen Amtes fü • Leibesübungen v.nb ker Technischen Hochschule diesem Erfolg Glück wünschte. Reichsaußen- Minister Dr. Slresemanu hatte aus Anlaß des Stiftungsfestes ein Glückwunschtelegramm gesandt. Heute vormittag fand auf dem Sporttllah die Weihe eines Ehrenmals für die im Weltkrieg gefallenen Rugier statt. - Durch gemein- famen Beschluß der Vertreter des Darmstadter Milchhandels und der Landwirtschaft ist der M i l ch p r e i s ab Montag, 18. Juli, von 30 auf 32 Pfennig erhöht worden. täten gute RaHrung fand, breitete sich mit so elementarer Gewalt auf das angrenzende Wohnhaus und bie Stallungen aus, daß alles bis auf den Grund nlebetbrannte. Der Schaden ist sehr groh. Maingau. Lpd. Frankfurt a. M., 16. Juli. Gestern gegen */s8 Uhr rannte die 5'/rjährige Else Am- rhein vor dem Hause Ziegelhüttenweg 2 gegen ein vorbeifahrendes Personenauto und wurde sofort getötet. Den von auswärts stammenden Kraftwagensührer soll nach Angaben von Augenzeugen keine Schuld treffen. Lpd. Idstein, 17. Juli. Als Einleitung zu dem alljährlich stattsindenden, diesmaligen achten Raffauischen 'Bauerntag fand am Samstag die Eröffnung der Maschinenausstellung und Tierschau im Gassenbacher Hof statt. Am heutigen Sonntagvormittag bleiten die Vertreter der nassauischen Bauernschaft eine große Versammlung ab, in der Reichstagsabgeordneter Hepp-Selbach, als Vorsitzender der Bezirks bauernschaft einen Ueberblick über die wirtschaftspolitische Lage gab. Am Rachmittag bewegte sich ein großer Festzug durch die Sttaßen Idsteins. WSR. Bad Homburg, 16. Juli. Im Schwimmbecken des hiesigen Seedammbades badete gestern mittag eine junge Dame, die anscheinend noch unsicher im Schwimmen war. Plötzlich verließen sie die Kräfte und sie ging unter. Der Bademeister Link, der den Vorfall beobachtet hatte, sprang nach und konnte die Dame noch rechtzeitig dem Wassertvde entreißen. Kreis Usingen. WSR. Ufingen, 16. Juli. In der Gegend von Usingen entlud sich geftem ein heftiges Gewitter, verbunden mit Wolkenbruch artigem Regen und Hagelschlag, wodurch an den Fluren beträchtlicher Schaden an gerichtet wurde. In Usingen wurden die Sttaßen stark überschwemmt. —!— Cleeberg, 16. Juli. Wegen In- zuchtgesahr fand dieser Tage die öffentliche Versteigerung des G e in e i nb c b u 11 en . -ebers. und -bvckes statt. Interessent" waren zahlreich erschienen. Besonders auswärtig'? Metzger waren Käufer. Während man bisher für das Pfund Ochsenfleisch Lebendgewicht 50 Ps. bezahlte, wurde für den hiesigen Bullen nir 48 Pf. pro Pfund Lebendgewicht geboten. Ääufr rin war die Groftschlächterei Löwenstein i' Rieder-Weisel. Der Eber wurde für den gering?” Preis von 75 Mark von einem Metzger oh Gießen gesteigert und der Ziegenbock wurde br<- einem Einheimischen für 20 Mk. gekauft. ss» X?* Zugl durch B« tonten die ’ir bescher ttUj en am Kops, an den davon. ü. Uhler Bürgermeister lein 25jähriges ,5U Hm von der Dehn '"er und lehr zahlreich »erzlichsten Glückwünsch vermittelt toytben. Sie der Mgemeilte. ißten Elückwunschschrei- ihm durch den @-‘- '-eten ein Grendi^' >er Georg Heh d:i; Bürgermeisterei Hohensolms im Vergleich zur Einwohnerzahl die größte, die Stadt Braunfels die kleinste Geburtenziffer, die Bürgermeisterei Atzbach- Launsbach die größte und Braunfels-Land und Wetzlar die kleinste Zahl von Eheschließungen, und 1925 die Bürgermeisterei Hohensolms und 1926 die Bürgermeisterei Aßlar die größte und die Bürgermeisterei Atzbach die kleinste Sterblichkeitsziffer hatte. Streik Biedenkopf. xx Rvbheim a. b. Bieber, 16. Juli. Im Einvernehmen zwischen Schulrat unb Landrats- amt sind für die Schulen des früheren Schulaufsichtsbezirks Rodheim (neun Ortschaften) die diesjährigen dreiwöchigen Sommerferien auf die Zeit vom 18. Juli bis inkl. 7. August festgesetzt. Wiederbeginn des Unterrichts Montag, 18. August. x. Frankenbach, 16. Juli. Rach der jüngsten Kreistagssitzung übernimmt der Kreis die selbstschuldnerische Bürgschaft für das von der deutschen Bodenkultur QL G. zu Berlin der hiesigen Gemeinde gewährte Darlehen von 30 000 Mk., sowie für das von der Rassauischen! Landesbank der Gemeind? Endbach bewilligte Darlehen von 20 000 Mk. Dillkrcis. bl. Dillenburg, 16. Juli. In dem im Besitz des Historischen Vereins befindlichen ehern. er die Sachen in den Koffer zurück, so, wie er sie vorgefunden hatte. Darauf verließ er das Zimmer Krag hatte noch ein seltsames Erlebnis an diesem Tag, bevor die Nacht unb der Morgen darauf die entscheidenden Ereignisse brachten. Auch dieser neue Fall spielte sich im Viktoria-Hotel ab und trug dazu bei, die Lage für den Detektiv zu erschweren, weil sie gewisse seiner Vermutungen über den Haufen warf. Herr d'Albert kehrte um Punkt vier Uhr ins Hotel zurück. Er war gekleidet wie ein vollendeter Gentleman; es sah aus, als käme er von einem Frühstück in der Stadt. Er hatte eine weiße Rose im Knopfloch. Die leichtsinnige Blume stach seltsam ab von seiner todernsten, feierlichen Gelehrten- iniene. Krag dachte deshalb fofort an die Möglichkeit, daß er die Blume als eine Art Signal dort angebracht hatte. d'Albert schloß sich in seinem Zimmer ein. Jens war jetzt Zimmerkellner geworden und konnte jeden seiner Schritte verfolgen und bann Krag darüber berichten. , „ In seinem Zimmer blieb b'Albert fast eine halbe Stunbe. Anfangs hörte man ihn unruhig hin unb her gehen, als ob er tief in Gedanken versunken wäre. Dann wurde da drinnen alles still. Endlich kam er heraus, schloß seine Tür sorgfältig zu unb ging in den Speisesaal hinunter, wo er Tee trank unb bie Zeitungen las. Darauf begab er sich in bie Telephonzelle. Hrag konnte nicht erfahren, mit wem er telephonierte, aber es mußte jemand im Stadtbezirk sein. . Während dieser alltäglichen Ereignisse stieg natürlich bie Spannung bes Detektivs. Es lag etwas in der Luft. Diese Stille auf den Kornboren des Hotels, d'Alberts ruhiges Auf- unb Abwandern stach seltsam ab von den unruhigen Geschehnissen ringsum. Krag hatte jetzt das (Äfühl, daß man sich mit jeder Stunde einer Entscheidung in der einen ober anderen Richtung nähere. Mochte es eine Katastrophe sein ober die Lösung irgend eines Rätsels, irgend etwas stand bevor. D'Albert ging auf sein Zimmer zurück. Jens meldete, daß er sich mit seinen Koffern und Kleibern zu tun mache. Jens konnte nicht sehen, aber er konnte hören, wie der geheimnisvolle Gelehrte .Koffer auf- und zumachte, Stiefel auszog und so weiter. bildet sei, daß die Polizei ihn umringt habe. Erhielt er bann bie Nachricht „Loch im Winkel", so hieß bas, daß er um jeden Preis suchen müsse zu entschlüpfen, weil es der letzte Augenblick sei. Nachdem er diese drei Mitteilungen gelesen hatte, war Krag nicht länger im Zweifel darüber, daß Herr d'Albert einer gutorganisierten Verbrecherbande angehörte unb wahrscheinlich ihr Anführer war. Dagegen war ihm durchaus nicht klar, ob Herr d'Albert die drei Nachrichten empfangen hatte, ober ob er sie abzuschicken gedachte. Er begnügte sich vorläufig damit, die drei Ausdrücke zu notieren, unb setzte bann feine Untersuchungen fort. Der einzige Koffer, den er offen fanb, war b'Alberts Tollettenkosser. Unb ihn hatte der Gelehrte gewiß aus reiner Vergeßlichkeit nicht verschlossen, benn sonst waren alle Sachen mit einer Sorgfalt verwahrt und verrammelt, als wäre es die Wohnung eines Diplomaten — ober eines Ein- brediers. Dieser Hanbkosfer sah genau so aus wie ber, der aus dem Hotel Malmö verschwunden war und Thollons Herrn gehört hatte. Er war angefüllt mit eleganten, kostbaren Toilettensachen. Sem Inhalt veriet, wie alles andere im Zimmer, den reichen, vornehmen Reisenden. Unter den Toilettegegenständen fand Krag etwas, bas ihn befonbers interessierte, eine weiße Perücke unb graue Backenbärte. Als er beibes in ber Hanb hielt, glitt eine ferne Erinnerung durch fein Gedächtnis. Wo hatte er früher solches Haar und einen solchen Bart gesehen? Er konnte sich nicht gleich darauf besinnen. Da stellte er sich vor den Toilettespiegel und setzte die Perücke auf. Die Erinnerung schien ihm naher- zurücken. Aber wo, wo hatte er einen solchen Bart ocfcf)cn ? " Nun brachte er den Backenbart unter den Ohren an. Und als er sich jetzt im Spiegel betrachtete, wußte er auf einmal, wo er diese Maske, schon ge- In ^Konsul Birgers Gesellschaft! Das war ja ber Diener, ber falsche Jean, der mit so unvergleichlicher Geschicklichkeit alles Spiel- aeld gestohlen hatte. , . r , Krag sah auf feine Uhr. Er wagte seinen Au ent- I halt im Zimmer.nicht zu verlängern. Darum legte Lpd. Mainz, 17. Juli. In der Rahe des ...... — .....'H'X Gutshvfes Mossel am Chausseehaus ereignete sich i man, daß in den beiden Jahren 19^ unb lJ2o bie von feiner Seite erwartet worden ist. Ergebnisse: 100-Meter-Lauf. Deutscher Meister Julius Körnig (SC. Charlottenburg) 10,8. 2. Hou den (Preußen-Krefeld) Brustweite zurück. 3. Dr. Wichmann (ST. Cinttacht- Frantfurt) 11,4. — 800-Meter-Laus. Deutscher Meister B ö ch e r (Teutonia-Berlin) 1:55,1, 2. Engelhardt (I.SD. Darmstadt) 1:55,3, 3. Jakobs (Viktoria-Magdeburg) 1:55,6. — 1500-Meter-Lauf. Deutscher Meister Boitze (Preuhen-Stetttn) 4:02,2, 2. Hoffmann (1860 München) 4:04,4. 3. Walpert (Teutonia-Berlin), 4,05,1. Böcher und Jenuwein aufgegeben. — 400-Mtr.--Hürden: Deutsch. Meister Dr. P e Itz e r (Preuhen-Stetttn) 54:4 (neuer deutscher Rekord). ■ 5uli. ii . planet >s ’Wen'S‘nb bie “« SÄ’» o . Mrn bouu- Ein lIen unb be. 91 aty, ^ngen. t unb kreid'- ^nenderkeh Lad 6aih?'?c' e dieses -in« °n MV NrMW,liklL!eMkv!WMe Roman von Sven Elve st ad Copyright bei Georg Müller, München. 33 Fortsetzung. Nachdruck verboten. Er las von neuem bie drei merkwürdigen Satze und lachte wieder. Dann fhibiertc er die Schrift genau. Die Sätze waren mit Bleistift geschrieben, die Schriftzüge waren sehr unsicher. Es fiel ihm dabei die Mitteilung des Chauffeurs ein, daß der Gelehrte, als er aus der Gegend der Ziegeleien zuriickkehrte, unter den Gaslaternen gelesen oder geschrieben habe. Krag kannte die drei Ausdrücke. Sie gehörten dem Kristianiaer Verbrecherjargon an. In all ihrer Sinnlosigkeit bedeuteten sie eine ganze Menge für die Menschen, die bie Sprache verstiinben. Zivei von den Ausdrücken enthielten Mitteilungen, bie im gegebenen Augenblick von großer Wichtigkeit für den sein mußten, für den sie bestimmt waren. Der dritte enthielt einen Befehl. Der Ausdruck „Spanisches Rohi wächst im Schatten" bedeutete einfach, daß die Polizei im Fahrwasser fei. Es war eine Warnung. Nimm dich in acht, bie Polizei (die Kriminalbeamten) sind hinter dir her, aber du kannst sie nicht sehen. „Er hat Tinte an den Fingern" war gleichfalls eu.e Mitteilung. Diese charakteristische Redewendung hieß im Nerdrecherjargon, daß der Betreffende vorbestraft sei Vermutlich war der Ausdruck bem Fingerabdruckprozeß entnommen. Von jebem Verbrecher wird ja >n ber Bertillonabteilung ein Fingerabdruck angefertigt. Unb später hieß es von einem solchen Mann unter den Kameraden: Er hat Tinte an den Fingern. Aber der Ausdruck „Loch im Winkel" war doch für frm nicht Eingeweihten am aUcrrätfeltjaffeften. In all seiner Knappheit bedeutete auch er sehr viel. Er enthielt zugleich einen Befehl, eine Drohung und eine Warnung. Er bedeutete, baß Gefahr im Anzuge fei und an Flucht gedacht werden müsse. Asbjörn Krag hielt es nun für möglich, daß einer oder mehrere der Gehilfen des Anführers entdeckt hätten, daß ber Führer beobachtet wurde, vielleicht, daß Krag Wand an Wand mit ihm wohne. Diese Situation wurde in der Verbrechersprache so bargestellt, baß ein Winkel um ben Betreffenben ge- Krag getuann sofort bie lieber je ugung, daß er im Begriff sei, sich umzukleiben ober zu verkleiden. Einige Minuten darauf kam Jens wieder unb teilte mit, er höre jetzt gar kein Geräusch mehr aus dem Zimmer bes Herrn unb glaube, baß dieser vor wenigen Augenblicken sein Zimmer verlafsen haben müsse. Da ging Krag schnell auf ben Korrlbor hinaus. Durch das Schlüsselloch zu d'Alberts Zimmer konnte er bas Licht sehen. Es steckte also kein Schlüssel mehr darin. d'Albert mußte fort sein. Krag eilte zur Portterloge hinunter. Dor sich auf dem langen Gang sah er auf einmal eine Gestalt, die er zu kennen glaubte. Eine untersetzte Gestalt, grauhaarig unb mtt grauem Backenbart. Unb plötzlich burchfuhr es ihn, wer das war, und ein hefttges Gefühl der Befriedigung bemächtigte sich bes Detektivs. In Wirklichkeit glaubte er nun bestimmt, vor der Löfung aller Rätsel zu stehen unb zu ber Handlung schretten zu können, bie in den letzten Tagen das Ziel feiner Wünsche gewesen war: zu d'Alberts Verhaftung. Die Gestalt vor ihm, die sich gemessen unb mit schweren Schritten bewegte, konnte niemand anders fein als der geheimnisvolle Gelehrte. Unb nun verstand er, warum Jens ben seltsamen Lärm aus dem Zimmer d'Alberts gehört hatte. Herr b'Albert hatte sich verkleibet. Eine heitere Erinnerung durchzuckte bas Gehirn des Detektivs: die Erinnerung an ben Abend beim Konsul Birger, als die Spielgelder gestohlen würben. Vor sich hatte er den Dieb. Es war Herr d'Albert, verkleidet als der alte brave Diener Jean. Krag entsann sich, wie der verwegene Dieb an jenem Abend die Rolle des Dieners gespielt hatte und so Gelegenheit fanb, feine Taschendiebstähie auszuführen. _ Er entsann sich ferner, baß er vor ein paar Stun- bxn, während er das Zimmer des Gelehrten untersuchte, zu seiner großen Ueberraschung das falsche Haar und den Bart in dem offenen Toiletten koste r fand, unb daß beibes auffallend an den alten Diener erinnerte. Schon da hatte er ja klar erkannt, daß d'Albert der Dieb von damals sein mußte. (Fortsetzung folgt.) zwei Städten unb acht tianbbürgermeiftereien besteht, bie einschließlich 5 fürstlicher Gemeinden 82 Gemeinden umfassen. Von den Vürgermeistereien ist Atzbach-Launsbach mit 8539 Hektar am größten, Greifenstein mit 6020 Hektar am kleinsten. Gegenüber 1914 hat sich die Einwohnerzahl des Kreises von 65 098 auf 71 926 vermehrt. An dieser Zunahme sind alle Smdte unb Bürgermeistereien beteiligt. Die Zahl ber Geburten betrug im ganzen "Kreise 1925: 1502 unb 1926: 1425. Die Zahl ber Eheschließungen. hat 1925 im ganzen Kreise 648, 1926 620 betragen. In beiben Jahren stehen die Biirgermeistereien Atzbach unb Launsbach an ber Spitze.' Die Zahl ber Sterbe fälle betrug im ganzen Kreise 1925: 726, 1926: 729. Vergleicht man bie Zahlen untereinanber, so findet •@rdh t löt"« "pB der sonn!' ' lt noch lsfeld. , 16. Juli. Sie Wal mstraße zwischen Ir sind vor einigen lacc >irrcke wird in Kiirze i Damit ist bet writnn Straße wieder 'm gutem Jahre fofl ber letzte Teil lenflrutt) gewalzt roerbeu. Ballung hat außerdem die ide-fRuppertenrob Borge feit der Herstellung ber lommen. Auch auf ber mentob ist der Verkehr freigegeben worben. - ■er UBafferleitung Die aufgeworfenen M ;en verschwunben, (v baff wie. beseitigt ist. - Der yverein, ber seither hörte, hat sich dem Vhm- ngeschfosien, dessen Mu- । angemadjfen ist. - Em an ürbeitelräiten in ber Landwirtschaft be i vergangenen Jahren sich •ohe Zahl von Arbeife!°ien Tbanben war, bie in den *irHN M w°ren, rbsloier mehr aiyulrei-en, x-i gnbuftriegegetiben mit ijrt, im Siegerlaub u. fl. ' o lreiche Srlelter ein - auch bobenflan ige 2nn au? unseren ^gelsberp- ielien adgewonber d-> n mft ein W« '>l al5 m -i.ji mittag t>rc^‘e [ffläfen ■r^etfe. durste „[ »■ is N“ „1: .* ** " iss*4 „ .rt-r * " tu tfi -UM W v. ,18«. 61. W 2. «Ferner (Preußen-Stettin) 55:1. 3. Reu- mann (D.S.C.-Berlin) 56:8. — Weitsprung: Deutscher Meister Dobermann (SC. Köln-Marienburg) 7,28 Meter. 2. Schumacher (Viktoria-Hamburg) 6,92 Meter. 3. Meier (Preußen-Stettin) 6,82 Meter. — Kugelstoßen (bestarmig). Deutscher Meister Vrechen- macher (SV. Eintracht-Frankfurt) -14,22 Mir. 2. Hirschfeldt (Allenstein) 14,17 Meter. 3. Külzer (D.S.V. München) 14,13 Meter. — Kugelstoßen (beidarmig). Deutscher Meister Drechenmacher (SD. Eintracht Franlsurt) 26,15.5 Meter (n. d. Rekord). 2. Külzer (DSV. München) 25,01 Meter. 3. Hirschfeldt (Allenstein) 24,59 Meter. — 10 OOO-Meter-Lauf. Deutscher Meister Petri (Hellas-Hamburg) 32,00,8 (neuer deutscher Rekord). 2. Schneider (Hirschberg) 32,32,9. 3. Brauch (PSV. Derlin) 32,35,9. - 4xl00-Meter-Staffel. Deutscher Meister SC. Charlottenburg (Ra- than, Schlößle, Krüger, Körnig) 43:3 (neuer deutscher Rekord). 2. Preußen Krefeld 41:4. 3. Eintracht Frankfurt, Brustweite zurück. —Speerwerfen (bestarmig). Deutscher Meister M o l l e s (Königsberg- 56,15 Meter. 2. Hoffmeister (Hannover 95) 55,83 Meter. 3. Günther (Stuttgart) 54,22 Meter. KampsspieLe der Deutschen Burschenschaft. In der Handballzwischenrundc fregte Darmstadt über Derlin mit 6:1. 2m Endspiel trat Darmstadt gegen Halle an und gewann sicher mit 7:1. 2m Faustballspiel hat sich Germania-Erlangen durch einen Sieg über Germania-Draunschweig mit 34:25 für das Endspiel qualifiziert. 2n den leichtathletischen Kämpfen fiel die Entscheidung im 1500-Meter- Lausen, das von G ö th ing - Leipzig in 4:21,7 vor Kristel (Arminia-Stuttgart) gewonnen wurde. Zwischenrunde der deutschen Wasserhallmeisterschaft. 2n der Zwischenrunde in der deutschen Wasserballmeisterschaft gewann Hellas- Magdeburg gegen Poseidon-Leipzig mit 5:0. 2m 200-Meter-Seitenschwimmen stellte D a r t s ch - Derlin in 2:40 einen neuen deutschen Rekord auf. Sp.-Vgg. Fürth schiägtF.S.B. Frankfurt 3:1 (2:1) Das Spiel zwischen diesen Mannschaften, das anläßlich der Stadionweihe in Michelstadt i. O. ausgetragen wurde, war von 10 000 Zuschauern besucht, was als ein Rekord anzusprechen ist, denn Michelstadt hat im ganzen nur 4000 Einwohner. Es endete mit einem verdienten Sieg der Fürther Mannschaft. Frankfurt spielte ohne P a ch e und B r e t t v i l l e. Der beste Mann des F. S. D. war der Rechtsaußen W i d. 2n der 35. Minute ging Frankfurt durch S t r e h l k e in Führung. Sofort danach glich Fürth durch Frank aus und erzielte noch vor der Pause durch S e i d e r e r das Führungstor. Rach der Pause erhöhte Fürth durch einen scharfen Schuh des für den verletzten Ascherl eingesprungenen Hofmann das Ergebnis auf 3:1, wobei es bis zum Schluß blieb. Kreisfest des Ardeiler-Turn-undLportbundes im Frankfurter Stadion. Bei den Wettkämpfen im Frankfurter Stadion wurden folgende Ergebnisse erzielt: Zehn- lampf: 1. Bernardus, Hausen bei Offenbach, 787 Punkte. 200-Meter-Lauf: 1. Speckhardt, Mörfelden, 24 Sek. Speerwerfen: 1. Schaub, Wächtersbach, 43,63 Meter. Olympische Staffel: Klasse A. 1. Frankfurt (Abteilung 10) 3:55:7; Klasse B. 1. Frankfurt (Abteilung 7) 4:05:0. Hochsprung der Sportlerinnen: 1. Hohmann, Schwanheim, 1,40 Meter. 400 - Meter - Lauf: 1. Orfh, Sprendlingen, 54,8 Sek. Weitsprung: 1. Bernardus, Hausen bei Offenbach, 5,68 Meter. 1500-Meter-Lauf: 1. Single, Dielesheim, 4:27:1. Hochsprung: 1. Döbert, Hausen bei Offenbach. 1,60 Meter. 100-Meter-Lauf: 1. Speckhardt, Mörfelden. 11,5 Sekunden. 110 - Meter - Hürdenlauf: 1. Schaumlöffel, Frankfurt, 20,2 Sekunden. Kugelstoßen: 1. Hallstein, Sandbach LO., 11,21 Meter. 5000-Meter- Lauf: 1. Otto Balser, Gießen, 16:47:0. Diskuswerfen: 1. Schwarz, Annerod (bei Gießen) 34.99 Meter. Wasserballspiele: Offenbach 2ugend l — Frankfurt komb. 2ugeud 1:1. Kreismeister — komb. Kreismannschaft 2: 7. Der Grotze Preis von Deutschland Das diesjährige Rennen um den Großen Preis von Deutschland für Sportwagen wurde bei gutem Sportwetter und sehr zahlreichem Besuch auf dem Rürburgring aus- getragen. Richt weniger als 20 Fahrer, 16 Deutsche, zwei Franzosen und zwei Tschechen, darunter Frau 2 u n ck - Prag, stritten um die Siegespalme. Das Rennen gestaltete sich zu einem großen Erfolge, der sich von Rundre zu Runda steigerte. Aus dem Rennen ging schließlich Otto Merz als Sieger hervor. Die schnellste Runde des Tages fuhr Christian Werner auf Mercedes-Benz. Den Großen Preis von Deutschland gewann Otto Merz auf Mercedes-Benz in einer Gesamtzeit von 4.59.35.6. Merz wurde gleichzeitig Rundensieger in der Wertungsklasse I (Wagen über 3000 ccm). Zweiter wurde Christian Werner in 5.02.54.6 aus Mercedes-Benz. 2n der Wertungsklasse II (1500 bis 3000 ccm) siegte Elisabeth 2 unck - Prag in 5.40.07.6. 2n der Wertungsklasse III (750 bis 1500 ccm) gewann ilrfcan Emmrich - Prag auf Talbet. Wirtschaft. * Reichseinnahmen im ersten Quartal 1927. 2m Monat 2uni betrugen die Reichseinnahmen aus Besitz- und Verkehrssteuern 315,2 Mill. Mark, aus Zöllen und Verbrauchsabgaben 238,7 Mill. Mark, mithin zusammen 553,9 Mill. Mark. Für das erste Quartal des laufenden Finanzjahres vom 1. April bis 30. 2uni stellten sich die entsprechenden Ziffern auf 1238,7 bzw. 687,1 bzw. zusammen auf 1925,8 Mill. Mark. Für das Rechnungsjahr 1927 ist das Gesamteinkommen auf 7750 Mill. Mark veranschlagt. Dazu wird seitens des Finanzministeriums bemertt, daß das Gesamtaufkommen an Steuern, Zöllen und Abgaben im ersten Viertel des Rechnungsjahres 1927 keine wesentlichen Mehreinnahmen für das ganze Rechnungsjahr gegenüber dem Voranschlag erwarten läßt. Mehreinnahmen bei verschiedenen Positionen werden durch starke Minderergebnisse bei anderen ausgewogen. Rach dem vorliegenden Ausweis ist das Vierteljahrssoll nicht ganz erreicht worden. * Die amtliche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 13. Juli berechnete Grohhandelsindcxziffer des Statistischen Neichsamts hat sich gegenüber der Vorwoche um 0,2 o. H. auf 137,4 (137,1) erhöht. Don den Hauptgruppen war die Indexziffer für Agrarstoffe unverändert 137,4. Die Indexziffer für Kolonialwaren ist um 0,2 v. H. auf 127,3 (127,6) zurückgegangen. Unter den Jndustriestoffen hat die Indexziffer der industriellen Rohstoffe und Halbwaren um 0,2 v. H. auf 132,0 (131,7) und die für die industriellen Fertigwaren um 0,4 v. H. auf 147,0 (146,4) angezogen. * Kohlenförderung im Ruhr- gebiet. Rach vorläufigen Berechnungen wurden in der Zeit vom 3. bis 9. 2uli im Ruhrgebiet in sechs Arbeitstagen 2 214 905 Tonnen Kohle gefördert gegen 2105 305 Tonnen in der vorhergehenden Woche m 53/s Arbeitstagen. Die Koks- erzeugung stellte sich in den sieben Tagen der Derichtswoche (in den Kokereien wird auch Sonntags gearbeitet), auf 503 500 Tonnen gegen 511 633 Tonnen in der vorhergehenden Woche, die Preßkohlenherstellung auf 66 363 Tonnen gegen 68 014 Tonnen in sechs bzw. 53/8 Arbeitstagen. Zulassung neuer deutscher Anleihen an der Amsterdamer Börse. Beim Amsterdamer Dörsenvorstand sind neue Anträge auf Zulassung von deutschen Anleihen zur offiziellen Rotiz an der Amsterdamer Börse eingegangen. Sie betreffen die August-Thyssen- Hütte-GeWcrkschaft, die Phönix A. G. für Bergbau und Hüttenbetrieb, die Rheinischen Stahlwerke, die Vereinigten Stahlwerke van der Zypen und Wissener Eisenhütte A. G. und die A. G. für Hütten-2ndustrie. Die Ausland-Wohnungsbau- anleihe. Von den durch Rcichsratsbeschluß freigegebenen 100 Mill. Ml. für Wohnungsbau sollen 40 Mill. Mi. auf die öffentlich-rechtlichen Kurszettel der Berliner 2nstitute, 60 Will. Mk. auf die Privatinstitute entfallen. Für die Durchführung haben sich innerhalb der öffentlich-rechtlichen 2nstitute drei Gruppen gebildet, die getrennt voneinander vorgehen, und zwar handelt es sich um die Deutsche Landesbanken-Zentrale (20-Mill.-Mk.-Quote), Preußische Zentralstadtschaft (10 Mill. Mk.) und Preußische Landespfandbriefanstalt (10 Mill. Mk.). Dei den privaten 2nftituten ist die Art des Vorgehens noch nicht gellärt. Auch in den Hypothekenbanken die Quotenverteilung durch das Reichsfinanzministerium noch nicht bekanntgegeben worden. * Preiserhöhung für süddeutsche Zinkbleche. Don der Süddeutschen Zinkblechhändlervereinigung wurde mit Wirkung vom 16. 2uli eine Preiserhöhung um ca. 2 Prozent vorgenommen. Zuletzt wurdma am 12. 2uli die Preise um ca 1 '/> Prozent ermäßigt. * Göbel A. G. in Darmstadt. Mit einer Million Aktienkapital wurde in Darmstadt die Göbel A. G., Darmstadt, errichtet. Gründer sind die Herren Wilhelm Göbel, Darmstadt, Direktor Dr. Busemann, Frankfurt a. M., Dr. Kranz, Wien, Dr. Köhler, Darmstadt, Dr. A. Veit- G y f i n , Liesetal bei Basel. W. Göbel bringt feine Gcmdenbergscl-e Maschinenfabrik, Georg Göbel O. H. G. Darmstadt und die 1921 erworbene Maschinenfabrik Ferdinand Heim, G. m. b. H. Offenbach zum Gegenwert von 400 000 Reichsmarkaktien, sein stiller Sozius seinen Anteil zum Gegenwert von 100 000 Reichsmarkaktien ein. * Wiesbadener Wollwarenfabrik A. G., Wiesbaden. Lput Bericht für 1926 mußte, trotz günstigen Geschäftsganges, der zum Ende des Jahres mehrere Schichten beanspruchte, nachdem die ersten vier Monate ein stillgelegtes Geschäft hatten, ein Verlust von 14 576 M. ausgewiesen werden. Dieser wurde durch die Sanierung (G.-V.-Beschluß vom 30. 10. 25) durch Zusammenlegung des A. K. von 120 000 Mk. auf 60 000 Mk. und den hieraus verbleibenden Ueberfchuß gedeckt. Ein noch verbleibender Reingewinn von 1318 Mk. wurde durch G.-V.-Befchluß vorgetragen. Die Aussichten für 1927 seien günstig. * Die Seehandlung erhöht ihren Diskontsatz. Die Preußisch- Staatsbank (Seehandlung) erhöht ihren Diskontsatz für unverzinsliche preußische Reichsmarkschatzanweisungen auf 5,75 Prozent. Die Abgabe an Private darf nicht unter 5,5 Prozent erfolgen. Frankfurter Börfc. Frankfurt a. M., 18. 2uli. Tendenz: ruhig. — Mit Beginn der neuen Woche war die Tendenz außerordentlich still und zurückhaltend. Verstimmend wirkte in erster Linie die dauernde starke Anspannung desGeld- marktes, während die Wiener Vorgänge nur geringen Einfluß aus übten. Immerhin mahnten die polittschen Folgen, die sich hieraus ergeben, zur Zurückhaltung. Da auch kaum Aufträge des Publikums Vorgelegen haben dürsten, ergaben sich für die Mehrzahl der ersten Kurse Abschwächungen. Die Verluste betrugen im algemeinen bis zu 2Prozent, bei verschiedenen Spezialpapieven bis 3,5 Prozent. Von fremden Renten lagen Türken angeregt auf eine Meldung über eine eventuelle Einigung bei den Schuldenverhandlungen in Paris. 2m weiteren Verlaufe ging die llmfat) tätigfeit auf ein Minimum zurück. Befürchtungen, daß die Bank von England ihren Diskontsatz heraufsehen würde, und auch dec vorsichtige Bericht der Diskonto- Gesellschaft veranlaßten Abgaben, so daß die führenden Werte neue Verluste bis zu 3 Prozent zu verzeichnen hatten. Auch Farben, die anfangs gut behauptet lagen, wurden jetzt angeboten. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld zu 7Prozent stark gesucht. 2m Devisenverkehr notierte die Reichsmark gegen Kabel 4,2090, gegen London 20,4425. Paris gegen London 124,01, Madrid 28,40, Mailand 89,50. Berliner Börse. Berlin, 18. 2uli. Zum Wochenbcginn war auch von außenstehenden Kreisen eine gewisse Zurückhaltung zu beobachten. Die Aufträge bei den Banken haben nachgelassen, so daß die. älmsähe im Verhältnis zur Vorwoche bedeutend geringer geworden sind. Mil Ausnahme von wenigen Spezialpapieren (2. - G. - F a r b e n , Schultheiß, Glanz st off usw.) zeigten die ersten Kurse schwächere Tendenz. Die und Frankfurter Börse. Verluste gegen die letzten offiziellen Rotten gn betragen durchschnittlich bis zu 2 Proz. Hamburg-Süd, Mitteldeutsche Credil. Kali-Aschersleben und Ludwig Löw gaben bis zu 5 Proz. nach Abgesehen von bei Geschäftsstille ist die angespannte Lage des Geldmarktes für die schwächere Lenden'-, ausschlaggebend. Tagcsgeld stellte sich auf 7 bis 81/® Proz., Monatsgeld auf 8 bis 9 Proz. Heimische Anleihen abbröckelnd, fremde Renten gut behauptet. Rach Festsetzung der ersten Kurse lagen Kun st seidewerte noch 1 bis 2 Proz. fester, dann gaben die Kurse ziemlich einheitlich nach. Schultheiß minus 3 Proz., Rheinische Braunkohlen minus 3 Proz., Wald Hof minus 3 Proz., 2.-G.-Farben minus 2,5 Proz., AEG. minus 2 Proz., Daimler minus 2 Proz., R h e i n st a h i 'minus 2 Proz., O st - werke minus 1,5 Proz., Schuckert minus 1,5 Proz. Die übrigen Werte lagen bis 1 Proz. unter Anfangsniveau. Frankfurter r rsc. Frankfurt, 18.2uli. Der heutige Pio- duktenmarkt verkehrte bei kleinem Geschä.t in sehr ruhiger Haltung. Es fehlte dem Marne jede Anregung, so daß sich das Geschäft bis zum Schlüsse in engsten Grenzen bewegte. Die Preise hielten sich ungefähr auf dem Riveau der Vorwoche. Es wurden notiert: Wetterauer Weiz.n 31, Roggen, inlünd. 27 bis 27,50 nom., Hafer, inländ. 26, Hafer, ausländ. 23,50 bis 26, Mais (gelb) 13,75 bis 19, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 40,25 bis 40,75, Roggenmehl 37,75 bi-3 33, Wei- zenkleie 13, Roggenkleie 14 bis 14,25, Erbsen 30 bis 60, Linsen 40 bis 60, Weizen- uni Roggenstroh, drahtgepreßt 4,75 bis 5,25, gebündelt 3,50 bis 4, Treber, getrocknet 15,25 bis 15,50, Kartoffelpreise: . Frühe, weißfleischige 5,75, gelb- fleischige 6 bis 6,25 je 50 Kilogramm. u rankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 18. 2uli. Auftrieb: 1126 Rinder; darunter 185 Ochsen, 78 Dullen, 575 Kühe, 272 Färsen, 450 Kälber; 54 Schafe; 5041 Schweine. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 63 bis 68, ältere 58 bis 62, fDuftige vollfleischige, jüngere 55 bis 57, ältere 50 bis 54; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 58 bis 63, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 54 bis 57; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht- Werts 52 bis 57, sonstige vollfleischige oder aus- gemästete 45 bis 51, fleischige 38 bis 44, gering genährte 30 bis 37; Färsen (Kalbinnen, 2ung- rinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 62 bis 66, vollfleischige 53 bis 61, fleischige 50 bis 57; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 73 bis 80, mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 72, geringe Kälber 55 bis 64; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Werdemast 48 bis 53, Stallmast 40 bis 47; Schweine: Fetisch weine über 300 Pfund Lebendgewicht, vollfleischige Schweine von 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 58 bis 60, vollfleischige Schweine von ca 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 59 bis 61,, fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 57 bis 59. Marlt- verlauf: Großvieh mäßig rege, zum Schluß ab- f kauend. Schweine und Kleinvieh langsam. Alle Viehgattungen ausverkauft. Berliner Börse. Effekten-Frühverkehr. Berlin, 18. Juli. (WTB. Funkspruch.) Bei sehr stillem Geschäftsgang ist die Grundstimmunc des heutigen Frühverkehrs weiter freundlich. Die Wiener Ereignisse haben keinen sichtbaren Einfluß ausgeübt, die Kurse werden eher eine Kleinigkeit fester laxiert. Für Farben (ca. 320) und verwandte Werte scheint wiederum Interesse zu bestehen. Am Devisenmarkt hört man Paris 124,02, Mailand 89,25 bis 89,30, das Pfund 4,8550 bis 4,8555. Büchertisch. — Egelhaass Historisch-politische Jahresübersicht 192 6. (Stuttgart, Ber- lag Carl Krabbe.) Das im 19. Jahrgang stehende Unternehmen ist für jeden, der sich mit Politik zu befassen hat, so unentbehrlich, daß über seine Bedeutung fein weiteres Wort zu verlieren ist. Es gehört auf den Schreibtisch eines jeden poli- ttsch interessierten Zeitungslesers. 294 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Aeichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuß 7 Prozent. Frankfurt a.M. Berlin Frankfurt a.M. Berkm Frankfurt a M Berlin Berlin. 15 Juli. Geld Brief Französische Raren...... Holländische Noten...... Italienische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch-Oesterr., äioo Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Sloten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten...... DevHnmiarkt Berkin Telegraphische 16,54 168,76 22,93 108,43 59.18 2,605 112,42 80,90 71.80 12.451 73,14 —Frankfurt Auszah dch.uh Kurs 'Uhr. Kurs Schluh- Kurs Anfang Kurs dchhi > fiurj l-HDr. Kur» Schluß. Kurs lüttfan# 1 Kurs Schluß Kurs 1 -'Uhr- 1 Kurs Schluß Kurs l Slnfang 1 Kurs 168.94 23,03 108,83 59,42 2,675 112,88 81,22 72,10 12,511 73,'7 a. M. U n fl. Datum: 15. 7. 18. 7. 15. 7. | 18. 7. _____ Datum: 15. 7. 18.7. 15. 7. 18- 7. • Datum: 15. 7. |18.7. 15. 7. | 18. 7. 6°/n Dt Reichsanlcihe v. 1927 Tt 9ln(. Ablös. Schuld mii Au-Nos -Rechten . . . 2c J-i(. ohne Auslcs -Rechten 7°,'.- Uvanff. Hnp.-Bl. Go.dps unkündbar bi; 1932 .... 4' „ :■ ■ Ociiti'djc Hhp -Ban! ll.fi' <4-) dpt .... A C '<> o'jq Borkricgs-Ob- liiri y«'.en, rückzahlbar 1932 4'7) Schwei;. Bundcsb.-Anl. 4°/o Ocsterelchischc Goldrie. . 4,20% Deftcrv. icb. ©ilbcrrte . 4'7o Oesterreich, cindeitl. Rte 4% Ungarische Goldrie . . 4°/u Ungarische Staatsr. v. 1910 4%% dcsgl. von 1913 . . . 4% Ungarische Kronenrte . . 4°/. Türk, .jollanleihe v 1911 4% Türk. Bagdadbahn-Anl Serie l..... 4°/.. dcsgl. Serie ll..... 4°0 Rumänen convert. Rte. 41 % Rumänen Goldanl. . von 1913 . , . Sinn Deunche Eisenbahn 4% Hainburg-Amerika Poker . . 6 -Pomb-Sudam. Dmnpssch . x Hansa Dampfschiff ... .6 Norddeutscher Llood .6 AUg. Deutsche Crcditanft.. 10 Bann r Bankverein . io Berliner Handelsgesellsch. 12 Commerz- und Privat-Bt. 11 Darnist. u. Nalionalbank 12 Deutsche Bank..... . io Diskonto-Gesellschasl Ant. 10 Dresdner Bank......lo Mitteldeutsche Creditbank . 9 Mctallbank.........8 Reichsbank ■ • • 1: I 1 1 1 g . 1 Ml 1 1 1 1 1 1 1 1 1 l ' 1 1 II 1 - n 14.35 16,25 150 150.75 157 185 i46 I7U 165 173.25 -4875 । 90 । । । । । । । । | । | । i »o ic »o io •ri 'O jo । Q »Q • O — •Mb-V’-'O • • I NC —* Q 296.5 17.75 1.9 16,13 89.5 149,75 231.5 230,25 150 152.25 156.5 254 184 -46.5 169,75 164,75 174.5 256 118 A. E G..........7 Bergmann . ........8 Eleltr. Lieferungen . . . . lo ^icht und -Mraft......io Felten & Guilleaume ... .6 Ges f. Elckir Untern . . 10 Hamb. Elektr-. Werke ... 10 Rhein. Elektr.......s Sckles. Elektr........io Schlickert..........7 Siemens L Halöke . . . . ic TranSradio..........8 Labmcver & Co. ■ .... 9 Buderus........... Deutsche Erdöl......,, Essener Steinkohle ... .8 Gelsenkirchener . f. >/, I. 4 Harvener.........s Hoesch Eisen...... . .5 Hlsc Bergbau........« Klockuerwcrke..... . .5 Köln-Ncuessen .....51/, Biannesmann - . -f. >/, F 4 Mans>cldcr......... 7 Oberschles. Eiscnb. Bedarf u Lbcrschles. Kolswerke ... 0 Phönix Bergbau. f. '/, I 3 Rheinische Braunkohlen . h, Rheinllahl........0 Ricbeck Montan.......1 Bereinigte Stahlw. f. I 3 Olavi Mine,,.....1 sh Kali Aschersleben . . . .10 lknliWeslcreqcln . . 10 Kaliwerk Salzdetfurth 12 I G. Farben Industrie 10 Dynamit Nobel.....0 Echeidcanstalt • ■ .... .6 «Goldschmidt.......5 sliütgerSwerke ........ 0 Metallgeicll'chaft ■ .10 19' 201 202 114 -92.75 182 126.5 164 176 JG 176.75 200,5 1Ö3.5 131.75 286 224.5 183 141 184,5 193 >16 -20,5 141,5 106,5 189 a 188.75 200 188.5 203 144,5 169 201.75 290,5 154 126 161 173,75 214 273 197,13 113 105 >32 :8G 24 182 19.5 181 190.5 -17.25 219.75 138 103,25 191,62 201,75 191,75 201,75 145 246 167 172.5 189,75 203,75 292,5 126.5 164 175.25 215.75 190 274 175,25 187.75 200,75 134.75 105.75 105 131.25 285.25 224.3 180 141.5 37,75 185 192.75 243,5 316,5 153,5 140,75 i05.5 190 199,5 191 203 147.25 247.13 166.5 168 189 203.25 290 140.5 153.5 125.5 162.5 180 173,25 214.25 189 272 173 185,75 198,7s 134.13 105 6 , 132 2»7 224 5 180.75 141 a 37.4 182 192 IIS.. 154.2.1 139 102.75 Bytltpp Holzinann . Heidelberger Gement Tement Karlstadt. . Way'ö & Freitag . . . Schultheis Payenhofe Ostwerke....... Ber. Glanzstoff . . . Bembcrg....... Zellsio ' Waldhof . . Zellstoff Slschasfenbura Gharlottenburger Wo! Dessauer Gas . . . Daimler Motoren. . Demag........ Adlcrwerke Kleher. . Ludw. IZoelcc ... Nat. Automobil . . . Orenstein & -ttopvel . Linke Hofmann . Leonhard Tieg. . . Bamaa-^:eguin . . . Franis. Mrschtnen . Gribner ..... Hehligcnstocdt .... rfunghans..... Lechwerke. .... Mainkraftwerke . . . Miag......... Nckarsulmer ..... Peicrs Union .... Gebr.'Roeder..... Boigt 8,66 108,62 108,86 112,51 112,73 112,64 112,86 10,60 (0,62 22,895 22,935 -9,426 । .10,466 4,2085 ; 1,2165 <6,47 16,51 ■>0,97 1 51,13 73,03 1 72,17 1,985 ; 1.989 0.496 1 0.498 29,25 i 69,37 -2,478 . .2,593 7,408 ! 7.422 73,34 73,48 •,04t I 3.045 20,78 10,82 81,52 81,68 .',160 2,164 5,594 5,606 1,202 1.210 4,136 4.144 '0,9« 1 11.02 Amtliche Notierung Geld 1 Brief 168,52 > 168,86 1,786 . 1.790 68,48 | A,60 108,59 108.81 112,54 i 112,76 112,64 112,86 10,593 । 10,613 22,82 22,86 10,42 1 40,46 1,2065 1,2145 16,46 16,50 >■0,995 , 01.165 71,84 1 71.98 1,985 1.989 .495 .497 J9,14 >9,26 • 2,47 -,49 7,393 .112 73,34 1 ;.4- >,042 .048 20,78 31,82 41,44 81,10 Benin. 15 Juli- | '»cld Brier r, 15» ' ,162 5,634 ,146 4,200 .208 4.13b -.141 0.95 II 99 Amerilanttchc Roten. belgische Noten . . . Dänische Roten . . . Englische 'J.’olen 4,191 68,66 117,29 20.405 4.212 58,90 117,75 20,485 Ü Oer SÄt* Hväwno W Arten SlOffe wird von uns ln dcr bek?nnten erstklassigen Weise ausgeführ-, Laden: Marktplatz 8 -2473id Telephon Nr. 1459