Nr. 41 Erster Blatt 177. Jahrgang Zrettag, 18. Zebruar 1927 tr|d)ttni täglich, außer Sonnlage und Feiertag». Beilagen. Vtrtzenrr Familiendlättn Heimat >m DU- Di» Scholl« Btonati-BrjugintU: 2 Reichsmark und 20 Reichspfenntg für Träger» lohn, auch Ul Dichter- scheinen ejnzelnerNummern Infolge höherer Gewalt. Fernsprechanlchlüls«: 51, 54 und 112 Lnlchrif, für Drahtnachrichten Anzeiger Aietze«. pollschrcNonto: $ranffurt am Main 11688. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrvck vnd Verlag- vrühl'sche Untverfilülr-Vuch» snö Stetnbniderei 8. Lange in Gießen. $d)rtftIeHnng nnd GcschLstrftele: Schnlftraße 7. Annahme von Anzeigen für di« lagesnummer Dis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen vv.» 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsenmg, für Re» klameanreigen von 70 mm Breit« 35 Reichspfennig. Playvorfchrift 20" , mehr Cbtfrebaktfur; Dr Friedr Wilh Gange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr Wilh Gange; für Feuilleton Dr H Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den An» zeigenteil i.Dertr H.Beck. fämtlich in Dietzen. Die Reichswehr ein Volksheer. Der Chef der Heeresleitung spricht im Haushaltsausschuh. Berlin, 17. Febr. (D D F.) Der HauS- haltSauLfchuh des Reichstags setzte die Beratung des Hausha.ts des AeichSwehrmiNisteriums fort. Der Ches der Heeresleitung. General der Infanterie Heye, eröffnete bic Aussprache mit einer längeren Darstellung der Verhältnisse in der Reichswehr. Er lege besonderen Wert darauf, die Reichswehr dem Doll und dem Vater- lande nahe -u bringen. Unsere kleine Reichswehr sei ein Volksheer. Sie müsse «in Glied des deutschen Volkes und Vaterlandes sein und bleiben. DaS Heer könne nicht im Frieden, noch weniger im Kriege, allein stehen. DaS Heer könne den Kamps nur führen, wenn d a S ganze Volk hinter dem Heer stehe. 3m ZukunstSkriege sei ja der Soldat nicht die Hauptsache. sondern das ganze Volk müsse den Krieg führen. SS sei klar, dah heute die Au- ßenpolitik mit den Arbeiten und Zielen der Wehrmacht In einem natürlichen Gegensatz stünde. Die Außenpolitik habe für einen dauerhaften Frieden zu sorgen, die Wehrmacht sich mit allen Kräften aus den Krieg vorzubereiten. Er könne verstehen, dah eine Armee nicht nötig sei. Sei sie aber da, so mühte die Armee zum Kriege im vollsten Sinne erzogen werden. Freund des Krieges sei auch die Reichswehr nicht. Jeder, der den Krieg mitgemacht habe, wisse, welche Schrecken mit dem Kriege für daS Vaterland verbunden seien. Er würde jedoch pflichtvergessen sein, wenn er nicht alle Eventualitäten eines künftigen firic- Scs erwägen und alles, soweit es im Rahmen es Versailler Vertrages möglich fei, oor- bereiten würde. Wenn Reformen ins Auge gefaßt würden, die eine völlige Aenderung deS Systems bedeuteten, so müsse er sich pflichtmäßig dagegen wenden, weil er davon nur eine Verschlechterung befürchte. So habe sich auch die Grsahsrage zu dem jetzigen System aus der Praxis der Truppen- ersahrungen entwickelt. Das beste Verhältnis sei immer, wenn der Kompagniechef mit den Anverwandten der Soldaten Fühlung habe. Gr mache keinen Unterschied zwischen den Anwärtern, nur müf e jeder den Willen haben, seine Pflichten zu erfüllen. SS werde gesagt, dah die Reichswehr nicht republikanisch sei. Er wisse, dah es Offiziere gebe, die die Monarchie für die bessere Staatssorm hielten. Aber gerade die Offiziere, die offen ihre Ueberzeugung zum Ausdruck bringen. dienten treu und bewuht der deutschen Republik, und darauf komme es doch schlichlich an. Er stelle selbstverständlich keine Gewissensfrage. Wit solchen Gewissensfragen würden untragbare Schnüffeleien verbunden sein. Er erinnere an Persönlichkeiten der alten Armee, wie Deimling, Schönaich usw., die in der allen Armee es auch zu etwas gebracht hätten. Er nehme nicht an, dah diese Männer ißrc_ Gesinnung erst nach dem Kriege gewechselt hätten. Es werde immer von Verbindung zwischen Reichswehr und Wehrverbänden geredet. Hier gelte es. das Mißtrauen zu beseitigen. Die Verbindung bestehe allein in dem Gedanken der Wehrhaftigkeit. Man müsse sich aber darüber klar fein, daß die sogenannten Wehrverbände 1930 keinen Mann mehr hätten, die den Krieg mit- gemacht hätten, und noch fähig wären, einen Krieg mitzumachen. Der teilende Gedanke in den Wehrverbänden, den nationalen Gedanken zu fördern, sei gut 3m übrigen schasse die Solbatenfpielcrei in den wehroerdänden keinen für den Krieg brauchbaren Soldaten. Angesichts der stets zunehmenden Daweslasten sei sein Bestreben, innerhalb der Heeresverwaltung größte Sparsamkeit walten zu la-sen. Die Unterkunft sei sein Schmerzenskind, denn die Unterkunft sei zum Teil trostlos. Es fei leider sestzustellen, dah auch vielfach Abneigung vorhanden sei. Reichswehrangehörige noch vollendeter Dienstzeit anzu st eilen. Reich. Land und Gemeinden müßten hier zusammenaroeiten, um eine Besserung herbeizuführen. General Heye schloß mit dem Hinweis, daß er die Schwere feiner Verantwortung fühle. Er würde fein Amt zur Verfügung stellen, wenn es ihm nicht gelänge. sein Programm durchzuführen, die Reichswehr in Selbstzucht, Gehorsam und Kameradschaftlichkeit zu erhalten. Abg. Schöpft in (Soz.) bezeichnete den Wehretat als so mysteriös ausgestattet, daß angesichts der gestern vom Reichsfinanzminister ge- schllderten Lage mehrere Millionen gestrichen werden tonnten, ohne daß dadurch die Reichswehr in der Erfüllung ihrer Aufgaben gehindert würde. Das deutsche Volk steht jetzt der Reichswehr in zwei Lagern gegenüber. Der eine Teil hegt tiefes Mißtrauen, der andere Teil hegt die vielleicht unberechtigte Hoffnung, daß er bei seinem gegen den Heuligen Staat gerichteten Plänen auf die Unterstützung der Reichswehr zählen kann. Abg. Gras von derSchulenburg (Sn.) erklärt, die Heeresausgaben seien die Prämie für die Werte, die Deutschland zu schützen hat. Wir müssen ein bürgerliches deutsches Heer im wahrsten Sinne des Wortes have:i. Die Anwerbung muß in der Äond derer bleiben, die für Ausbildung und HZHrung vera '..wörtlich sind. Wir brauchen ein zufriede., es und materiell gesichertes Heer, das stark genug ist, um jeden frivolen Angriff auf Deutschland US ernstes Risiko erscheinen zu lassen. Wir halten die Anforderungen im Etat für berechtigt. Die Reichswehr besitzt unser Vertrauen. Das haben wir ihr auch in der Zeit bekundet, als wir in der Opposition standen. Die Stellung zur Wehrmacht des Reiches kann nicht beeinflußt werden durch die innerpolitische Haltung der Parteien. Wir wissen, daß di« Reichswehr zuverlässig ist und auch als Organ dieses Staates niemals versagen wird. Fort mit der Besatzung! Eine Entschließung deS Pfälzischen Kreistags. s p e h e r, 17. Febr. (WTB.) Der Pfälzische Kreistag hat einstimmig folgende Entschießung angenommen: Mit dem Eintritt unseres Vaterlandes in den Völkerbund ist mit Recht vom deutschen Volk, aber auch von einsichtsvollen Kreisen des Auslandes das Verlangen erhoben worden, die Besetzung deS Lande- auf- zuheben. Hinter diese Forderung stellen wir uns Im Kreistag mit allen Fasern unseres Denkens und Fühlens, stellt sich die pfälzische Bevölkerung, die. mit Ausnahme von wenigen verwerflichen Elementen, die Besatzung vom ersten Tage ihres Erscheinens abgelehnt hat und ewig ablehnen wird. Wer es ernst nimmt mit Völkerversöhnung und wirklichem Frieden, der kann nimmermehr einen Zustand billigen, der jeden Tag den Abgrund zwischen zwei Volkern tiefer aufreißt, und er muß das Ende von Verhältnissen wünschen, welche die Zwietracht zwischen den Völkern verewige n müssen. Die Pfälzer waren ein freies Volk im freien Land. Die Verpflichtungen aus dem Friedensvertrag werden, soweit eS notwendig, erfüllt, und deshalb wollen wir wieder fein was wir waren. Wir fordern zurück von den Alliierten unsere Freiheit und frei von jeder Besetzung unserer Pfalz. 4rfolgrei^e®ffenfiveöerKantonarmee. Dorstoh auf Hanglschau. - Shanghai ernstlich bedroht. London, IS.Febr. (WTV. Fspr.) 3n Schanghai herrscht größte Bestürzung, da die Kanton- truppen ihre vor einigen Tagen unterbrochene Offensive gegen hanglschau mit Erfolg wieder ausgenommen haben. Die Verteidigungstruppen von Schanghai haben sich nach einer schweren Niederlage bereits hinter Hang- tschau zurückziehen müssen, so oaß stündlich der Einzug der Kantontruppen in diese wichtigste Stadt der Provinz Tschekiang erwartet werden kann. Tschangtsolin, wupeisu und der Gouverneur von Sdjantung können sich scheinbar zu feiner Gegenoofsensioe gegen die Kantontruppen aufraffen, da einerseits bei ihnen die Eifersucht unter den Führern, andererseits die Disziplinlosigkeit der Truppen selbst jede groß angelegte Aktion unmöglich macht. Marschall Sun vermag aber anscheinend noch immer unter seinen Leuten Disziplin zu halten. Der Rückschlag der Rordtruppen trotz der Tatsache, daß Sun eine Streitmacht von 80000 Mann besaß, d.h. mehr als dreimal soviel wie die Kantonesen, wird auf die Streitigkeiten feiner Untergebenen und den Mangel an Zusammenarbeit bei den militärischen Operationen und die Unzufriedenheit der Soldaten über das Ausbleiben des Soldes zurückgeführt. Die Kantonesen sollen dagegen wie gewöhnlich Einheit, Zielbewußtsein und strategische Geschicklichkeit bewiesen haben. Einer der bedeutendsten Generale, Senschuangsang, der bisher mit einer Armee in der Provinz Tschekiang stand, soll nach der Provinz Anhwei marschiert fein, um dort abzuwarten, welche Partei bei den bevorstehenden Kämpfen die Oberhand behalten wird. Auch die dritte Armee Senschuang- fangs soll ; u den Südtruppen übergegangen fein. Die auf dem Rückzug befindlichen Truppen Sengschuangfangs sollen zahlreiche Plünderungen verüben und eine Reihe von Chinesen erschossen haben. Der neue IolldrreKtor ein Japaner. Tokio. 17. Febr. (Agentur 3ndo Pacific.) Der japanische Delegierte bei Der chinesischen Zollverwaltung. Kishimota, ist zum Zolldirektor ernannt worden. Er übernimmt hiermit den Posten, den der Engländer Edwards als Rachfolger des von den Chinesen feines Amtes enthobenen Eir Francis Aglen inne hatte. Der „Temps" mißt dieser Maßnahme eine besondere Bedeutung bei. Auf Grund internationaler Bestimmungen müsse der Posten des Direktors der chinesischen Zölle der Ration übertragen werden, die am stärksten an China geschäft- l i ch interessiert sei, und das fei seit einer gewissen Zeil Japan und nicht mehr England. Eine Vertretung der Kantonregierung in Tokio. Tokio. 17. Febr. (WB.) Die Äantonrcgie- rung hat Tsai Tienchu, den Schwiegersohn Dr. Sunyatsens. cis ihren diplomatischen Vertreter nach Japan entsandt. Es verlautet, daß die japanischen Behörden zwar nicht beabsichtigen, ihn als diplomatischen Vertreter anzuerkennen, daß sie aber wahrscheinlich bereit sein werden, mit ihm Verhandlungen zu führen, soweit japanische Rechte und Interessen in Südchina in Betracht kommen. Die britisch-chinesischen Verhandlungen. Verschleppungstaktik Tschcns. London. 17. Febr. an den Präsidenten der litauischen Republik gewandt hat, sind vom Präsidenten Smetana sämtlich Freiheits strafen begnabtgt und di e Freiheiisstrafen anderer Verurteill.-r in ihrer Dauer herabgesetzt worden. Dagegen ist Der weitere Wunsch Loebes, die Verurteilten einem p en Gerichtsverfahren mit Recht Sgcrrantten zu unterwerfen, nicht erfüllt wvrden, weil das nach Z>en gesetzlichen Vorschriften unstatthaft sei. Enteignung der deutschen Domkirche in Reval. Reval. 15. Febr. (211.) Die Revaler deutsche Domgemeinde hat das Innenministerium gebeten, ihc die weitere Benutzung der enteigneten Domtirche zu gestatten. Das Innenministerium hat dieses Gesuch abgelehnt und daraus hingcwiesen, dah es beabsichtige, die enteignete Kirche dem e st nischen Konsisto- rium als Brschofssirche zuzuweisen. Die Domgemeinde besitzt infolgedessen nun kein Gotteshaus. Ruch die Dom sch ule soll, wie verlautet, enteignet werden. Der internationale Handelsverkehr. Genf, 17. Febr. lWTB.) Die Internatio- nalc Handelskammer hat auf Ersuchen der Kommission zur Vorbereitung der Weltwirtschasts- konferenz einen Bericht über die 21 u s g e st a l » t ung des Handelsverkehrs fertiggeslellt. in dem zunächst der Abschluß einer allgemeinen Konvention über die Behandlung dec 2lus- länder, 2lbschaffung der Pahvisa. Freiheit des Aufenthaltes und gleiche Behandlung von Ai's- ländern uni) Einheimischen befürwortet wird. Ferner spricht sich die Handelskammer für die 2lufHebung von Ein- und A'usfuhrverdoten für Rohstoffe aus und empfiehlt die rasche Ratisi- z:.-'.:-g dec Genfer Konvention über die Ver- cinsuchmrg der Zollformalitäten. Zum Schluß ch p^jchlt die Kammer, dem Völkerbund einen en Orgamsmus für die Behandlmig von sämtlichen Zoll- und Handelsfragen zu schaffen. DieLtatberatungen im Reichstag Berlin, 17. Febr. (V. D. Z.) Die allgemein« Aussprache zur ersten Lesung des Haushaltsplanes sür 1927 in Verbindung mit dem vorläufigen Finanzausgleich wird fortgesetzt. Abg. Keinath (D. Vp.) führt aus, Deutschland lei finanzpolitisch an einem Wendepunkt augekommen. Die GelLwelle sei zurückgeebbt. Schon die letzte Anleihe sei eine Defizitanteihe gewesen. Die Aufbesserung aller Beamten- getzälter müsse durchgesührt werden. Wenn der Dawesplan in den nächsten Iahren volldurch- gesührt werden sollte, so würde die Finanzlage Deutschlands ganz bedenklich teerten. Eine weitere Erhöhung der gesamten deutschen Steuerlast sei unmöglich, vielmehr sei eine weitere 271 i l d e r u n g unbedingt notwendig. Fühlbare Einsparungen werden sich nur bei den Ländern und Gemeinden machen lassen. Es geht nicht länger an. dah auf Kosten der Gesamtheit der Reichsbürger die Sonder st aatlichkeit einzelner Länder künstlich aufrecht erhalten wird. Wir verlangen deshalb di« Aufhebung des §35 des Finanzausgleichs, der das Reich verpflichtet, Länder mit verhältnismäßig geringem Steueraufkommen durch Sonderzuschüsse zu unterstützen. In der Auseinanderziehung der Dteuerzahlungs- termine muß weitergegangen werden. Wir erkennen an, daß technische und sachliche Gründe für die vorläufige Regelung des Finanzausgleichs sprechen, aber wir wünschen eine möglichst kurze Frist bis zum endgültigen Finanzausgleich. Wir halten eine Erhöhung der steuerlichen Reichsgarantie für bedenklich und wenden uns vor allen: gegen eine Sondergarantie für die Umsatzsteuer. Die Gemeindegetränkesteuer sollte ganz aufgehoben werden. Die Ausartungen der Realsteuern in Ländern und Gemeinden müssen sofort vom Reiche aus beseitigt werden. Wir ersuchen die Reichsregierung um schleunige Vorlage eines entsprechenden Reichsrahmengesetzes. Die H a u s z i n s st e u e r darf nicht verewigt werden. Sie muh baldigst verschwinden. Die Einkommensteuer ist überspannt. Die Tarissätze steigen viel zu rasch an. Die Höchstgrenze mühte 331,3 Prozent betragen. Wir halten an dem Antrag fest, dah die Einkommensteuer nach den dreijährigen Einkommen durchweg berechnet wird. 2lbg. Dietrich-Baden (Dem.) erklärte Gespart werden könnte bei "dem ©tat des Reichsverkehrsministeriums. Dort könnten di? für Kana l b a u t e 11 vorgesehenen 154 Millionen glatt gestrichen werden. Verschwinden mühten auch die hohen Oktupationslasten. denn nach dem Dawesabkommen braucht das Reich diese Kosten nicht mehr zu decken. Vor allen Dingen sollte man im Interesse der Sparsamkeit die Gesetz macherei einschränk, en. Wir wollen enküich Aufklärung haben darüber, in welchem Mähe die Großgrundbesitzer steuerlich den Bauern gegenüber bevorzugt werden. Mit dec Hinausschiebung des endgültigen Finanzausgleichs sind wir einverstanden. Auch wünschen toiiT daß der Grundgedanke des Erzbergerschen Finanzsystems aufrecht erhalten wird. Weiterberalung Freitag. A nerika zur (Etatrebe Köhlers. ReuY 0 rk. 17. Febr. (TU.) Die Etatrede des neuen Reichsfinanzministers hat in Amercka. besonders im Hinblick auf die ganz entgegen- ac'cßte Rede des amerikanischen Finanzsachverständigen Robinson allerstärkste Beachtung gesunden. Unterstrichen wird die große Bedeutung der Rede, in dec von einem zuständigen Minister die Undurchführbarkeit des Dawes-Planes verkündet wird. Die amerikanischen Zeitungen versuchen natürlich, viele Stellen der Rede abzuschwächen und bemerken hämisch, baß die Deutschen wieder längst abgenützte Dokumente gegen den Dawes-Plan auf- wärmen möchten. Das zeige die Köhler-Rede. Andererseits geben die Zeitungen zu. daß Reichsfinanzminister Dr. Köhler in seiner Kritik am Dawes-Plan Reichstag und Volk hinter s i ch habe. Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtags. Darmstadt, 17. Febr. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags begann hellte mtt der allgemeinen Aussprache über oie neuen Steuer* gesctze (Grundsteuer, Gewerbesteuer, (tzemeinde- mnlacen und Sondergnbäudestener), wozu noch ein neuer Gesetzentwurf über die Abänderung des Gesetzes über Die Kreis- und Prooinzialumtagen bin= pigekommen Ist, der ini Zusammenhang mit den bereite vorliegenden Gesetzentwürfen stehl nnö mit diesen ztüammeu beraten wird. Ein 'Hegternngs* Vertreter schilderte dük ichwierige Lnge der Londe seine Assoziationspsychologie' Internaten ist einer in Chincsol Ahndung und fordert die das Denkmal sofort wie- man in Passerlust, verspricht strengste Hnterbehörden auf, der herzustellen. aufgestellt worden, da die Apparate an dieser, vor Wetterunbilden geschützten Stelle gut fünf* mit innerem Gewinn sein Wirken und Schriften studieren könnten. rette hinaus über die Betrachtungsweise der Das Wesen der Erziehung ist ihm Hilfe zur Selbsthilfe. So findet sich im Kerne schon bei ihm. was wir heute als „Arbeitsschule" verwirklichen wollen. Die menschliche Seele gilt ihm. als ein durchaus aktives, einheitliches, von innen her organisch sich entfaltendes Wesen. So ist er beäußerlich - mechanistische „sensualistischen" und Das Arbeitsbeschassungsprogramm Aus dem Volkswirtschaftsausschutz des Reichstags. der Kops abgeschlagen. Das Denkmal wurde schon einmal beschädigt. Den Kopf fand Der Präfekt von Bozen Frostschäden heilt Chinoeol. Versuchs pedaeg Cd Pf. in allen Apotheken and Drogerien. •Ind bestimmt vorrÄlter bei: terswee flfca: Kaiser-Drogerie ERNST NOJ »denpl. a: Druar CARL SEI BEL, Fraokf. Str. „Assoziationspsychologie" und teilt die Grundauffassungen der modern-psychologischen Richtungen, die man als „personalistische" und „Ge- Alle Packungen ----- — --- Haus Hindenburg, Medizinal-Drogerie Aus der Iagd angeschossen. Der Baßbusfo D i e h l e c vom Staatecheater in Wiesbaden ist aus der Iagd von dem Operettentenor Schorn ange chossen und schwer verletzt worden. Buehler hatte sich, rchne das verabredete Signal zu geben, von seinem Anstand entfernt, worauf Schorn, der m der Dunkelheit ein Stück Schwarzwild vor sich zu haben glaubt«, einen Schuh abgab. der Biehler ins Dein traf. Schorn gab iwch einen zweiten Schuß ab. Der glücklicherweise fehlging. Biehler verhinderte einen dritten Schuß dadurch, daß er Schorn anrief. Schorn schleppte den Verwundeten zwei Stunden lang durch Den Wald zu einer Waldhütte, von wo Vichlcr ins Krankenhaus transportiert wurde. Verhaftung eines falschen Assessors. In Berlin wurde auf Veraniafsuna ernes Berliner Rechtsanwalts der frühere Kellner Achim Guth verhaftet, her als Assessor bei einer ganzen Reihe von "Berliner Rechtsanwälten tätig war und Ne vielfach vor Gericht vertrat, u. a. den in der Akteudieb- stiihlsaf äre beledigten Dr. Ludwig Metzer und einen sehr bekannten Strafverteidiger. Guth trat Aus -er provinzialhauptftadt. Gi.eßen, den 18. Februar 1927. Pestalozzi - Feier. Gestern vormittag veranstaltete der Lehrec- und Lehrerinnenverein des Kreises und der Stadt Gießen in der Reuen Aula der Universität aus Anlaß von Pestalozzis 100. Todestage eine stark betuchte Gedenkfeier, an der neben sehr zahlreichen Pädagogen und Schulmännern u. a. Vertreter der Universität, der Provinzialdirettion, der Stadt Gießen und der Presse teilnahmen. Die Feier wurde eingeleitet durch ein Vorspiel für Orgel u. Violine von Händel: hiernach sprach Frl. Else Speckhardt (Dießen) die dem Gedächtnis Pestalozzis geweihten. warmherzigen Verse von Heinrich Frank. Frau Dr. Müller- Bangert (Gießen) fang, von K. Stein (Lich) begleitet, zwei stimmungsvolle Lieder von Brahms <„O wüßt" ich doch den Weg zurück") u. Händel („Er weidet seine Herde": aus dem „Messias"). Zum Konzert für drei Violinen und Klavier von Vivaldi hatten sich die Herren Blaß und Römer (Großen-Linden), M 0 m - ber ger ^Liehen) und Stein (Lich) vereinigt. Rachdem die vortrefflich gefpielten-dvL Sätze des Konzertes verklungen waren, erhob sich der erste Vorsitzende des Gießener Lehrervereins. A. Kneipp, zu einer kurzen Ansprache, in der er, anknüpfend an ein Wort des modernen Pädagogen Georg Kerschensteiuer. auf Pestalozzis Bedeutung für die Gegenwart hinwieS und ihn als eigentlichen Begründer der deutschen Volksschulen feierte; der Redner richtete des ferneren Worte der Begrüßung und des DankeS an die Versammlung, insbesondere an die Vertreter der Uniberfitat und der Schulen, an die Geistlichen- und Philologenvereinigungen und an seine tehr zahlreich erschienenen Anitebrüder. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die ausgezeichnet«, feinsinnige Gedenkrede des Pädagogen unterer Universität, Prof. Dr. Aug. Messer. Der Vortragende entwickelte in seiner Rede den Ge- anderklebte, wodurch die häufig beobachteten Betriebsstörungen bei den Automaten eintraten. Die jetzt angebrachten Apparate sollen diesen Rachteil nicht haben, es wird ihnen unbedingte Wetterfestigkeit nachgerühmt, so daß Mißhelligkeiten der früheren Art nicht zu erwarten feien. Hoffentlich behält diese Meinung recht. Von den bisher an der Stadtpost benutzten Automat . "7. ___ Der Halle des alten Rathauses am Marktplatz Aus aller Wett. Untvetterkatastrophe an der kalifornischen Küste. Bei den an der Küste des Stillen Ozeans in den letzten fünf Tagen niedergegangenen Wolkenbrüchen sind im ganzen an verschiedenen Punkten 24 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte von Farmern im Bezirke von Los Angelos fliehen, um den Fluten zu entgehen. Die Verbindung mit Santiago ist abgeschnitten worden. Allo Telegraphenlinien sind unterbrochen. Die Eisenbahnen berichten, daß die Züge durch die angeschwollenen Slüfte auf gehalten worden sind. Der Schaden, den das Unwetter angerichtet hat. wird auf mehrere Millionen Dollar geschäht. Mehr als 5000 Personen sind obdachlos. In Anaheim ist infolge der Wassermassen ein Oeltant ,in dem sich 80 000 Parels Oel befanden, eingestürzt. Fortschritte in der drahtlosen Bilhüberfragung. Kapitän Suiten, der Mitarbeiter Balers, macht in einem Wiener Mittagsblatt Mitteilung über die Weiterentwicklung der Bakerschen Bild- telephonie. In kürzester Zeit werde die telephonische Bckdüberttagung auch aus dem Draht ve> wicklicht werden. Jeder Telephonte'.lnehmer wrdc durch den Anschluß eines einfachen Apparates an jein Telephon ohne besondere Reven- zentrale Bilder im Format 10:14 telephonisch senden und empfangen können. Die Uebertra- gung Dauere 3 Minuten. Versuche Dieter Art würden demnächst zuerst innerhalb des Wiener Sprechbezirks, dann auf weiteren Strecken durchgeführt werden. Die ersten Versuche auf der Linie Wien- London tourben im Mai nach Eröffnung der neuen Fernkabellinie nach London stattsinden. Auch bestehe die Absicht, in Wien eine Zentrale für den Mittel- und Osteuropäischen Bildrundfunkverkehr zu errichten. Denkmalsschändung in TNeran. Vom Denttnal der Kaiserin E l i s ab e t h wurde in der Rächt vom Dienstag auf Mittwoch staltpsychologie" bezeichnet. Ziel der Erziehung ist ihm die Bildung der ganzen Menschen, und zwar Menschen- 6Übung zugleich mit bet Berufs bildung. Auch hinsichtlich bet Mittel unb Träger bet Erziehung hat Pestalozzi, wie der Redner näher darlegte, vielfach ganz ..moderne" Ansichten. Richt minder ist gerade für uns Deutsch« der Gegenwart sein Gedanke beachtenswert, daß die Erziehung das Hauptmittel sei zum Wiederaufbau einer zerrütteten Kultur, und daß Erziehung das Gebiet darstelle, auf dem sich die verschiedenen religiösen und politischen Richtungen zu gemeinsamer Arbeit zusammen- sinden sollten. Rach dem Dortrage brachte ein Frauenchor unter Leitung von O. Linden st ruth (Gießen) die berühmten Goetheverse „Der du von dem Himmel bist" in der Vertonung von E.M v. Weber zu Gehör, woraus ein Orgelnachspiel (K. Stein), ein Andante von Max Reger, die würdige Gedenkfeier ausklingen ließ. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag Stadttheater: 71/, Uhr „Iudith" (Ende nach 10 Uhr). — Oberßessische Gesellschaft für Hatur- und Hchllunde: 8l t Uhr. Physikalisches Institut (Stephanstrahe 24), Vortrag. — Iohanneskirche 6 und 8 Ähr, Filmvorführung. — Katholische» Vercinshaus: 8 11 br. Vortrag des Graphologen Dir. Runge. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Ben Hur". — Astoria-Lichtspiele: „Hutch und die Whislyschmuggier". Zu dem morgigen Künstler fest des Stadttheaters sind Karten in beschrank- ter Anzahl auch noch an der Abendkasse zu hoben (Preis 4 Mark). Es ist alles getan, dem Fest einen würdigen Verlauf zu geben. (Siehe Anzeige.) — Hessische Verelnigung für Volkskunde. Wan schreibt uns: In der Hessischen Vereinigung für Volkskunde spricht der Metropolitan fite. Dr. Werner Boette aus Marburg am nächsten Montag abend über den „Humor des Volkes". Der Redner ist den Freunden unseres Volkstums besonders durch sein Werl „Aus einer vergessenen Ecke" bekannt. Die Gießener Mitglieder der Dereini- gung werden sich auch an feinen Vortrag über „Hessische Bauern" erinnern, den er 1920 hier hielt. Zweifellos wird der Vortrag am Montag recht viel Schöne» bringen, so daß wir allen Freunden der Volkskunde den Besuch angelegentlich empfehlen können. (Siehe die Anzeige in der gestrigen Hummer.) •• Reue Postwertzeichen-Automaten sind seit gestern am Gebäude der Stadt- post angebracht. Die bisherigen Automaten haben sich insofern nicht bewährt, als bei feuchtem Wetter in den Rachtstunden. wo die Apparate nicht benutzt wurden, die gummierte Fläche des Markenbandes feucht wurde und dann fest aneindaß die Erwerbslosigkeit mit den bisherigen Methoden allein für bie Dauer kaum bekämpft werden kann, ersucht der Reichstag die Reichsrogiemng, dem Reichstag alsbald weitere Maßnahmen vorzuschlagen, die geeignet sind, unter Berücksichtigung der strukturellen Aenderungen der struk- schäft einer größeren Anzahl von Erwerbslosen Arbeit und Brot zu schaffen. Das Arbeitszeitnotgefetz. Berlin, 17. Febr. (WD.) Am Donnerstag sanden in Anwesenheit des Reichsarbeitsministers Derhanblungen zwischen den Regierungsparteien über das Arbeitszeilnotge- sey statt. Die Besprechung drehte sich in der Hauptsache um die Frage, ob oder in welcher Form der § 11 2161.3 der Arbeitszcitnowervrd- mmg von 1923, der die freiwillige Mehrarbeit über den Achtstundentag hinaus grundsätzlich gestattet, aufrecht erhalten bleiben soll. Der den Verhandlungen zugrunde liegende neue Regierungsentwurf soll diesen Paragraphen fallen lassen. Er soll jedoch einige Abstufungen vorsehen, die sich auf die verschiedenartige Behandlung von Klein-. Mittelund Großbetrieben beziehen. Eine besondere Stellung nehmen dabei die Druckereibetriebe. insbesondere der Zeitungsdruck cm. Die interfraktionelle Besprechung führte zur Einsetzung einer kleinen Kommission, die die Formulierung der Fragen der freiwilligen Heber arbeit vornehmen soll. Der Lvkalanzeiger glaubt, daß der voraussichtliche Weg der Einigung in der Richtung einer unterschiedlichen Behandlung der kleinen, mittleren und großen Betriebe liegen wird. finanzämter, welche zu einer Vereinfachung dränge und begründete bann noch die vorliegenden Gesetzentwürfe. Die Regierung ersucht den Ausschuß und den Landtag, alle Wünsche zurückzu stellen, die eine M e h r b e l a st u n g dec Finanzen zuc Folge haben. Verschiedene Mitglieder des Aus- chusses warnten vor einer voreiligen Berabschie- jung der Gesetze, da das Reichsbewertung s- g e s e tz eine große Verschiebung der Werte und damit der Steuerleistungen der einzelnen Steuerzahler mit sich bringe. Die Länder und die Gemeinden seien durch das Reichsbewertungsgesetz gezwungen, Einheitswerte bei der Steuerveranlagung zugrunde zu legen, und die Wirkungen könne zur Zeit niemand übersehen. Don anderer Seile wurde die Verabschiedung der Gesetze noch vor dem 1. April im Interesse der Vereinheitlichung und gerechteren Regelung auf Grund des Einheitsbewertungsgesetzes verlangt. Auch wurde betont, daß die Realsteuern in erster Linie für die Gemeinde n in Anspruch zu nehmen seien. Berlin. 17. Febr. (V. D. Z.) Der Volks- wirtfchastsausfchuß des Reichstages faßte ein- timniig eine Entschließung, in her es u. a. heißt: Der Reichstag nimmt Kenntnis von her Dentschritt bes Rttchsarbettsministers. Er er- kennt dessen Bemühungen um bie Durchführung des Arbeitsbeschaffungsprogramms an, obgleich Tempo unb Erfolg bei her Ausführung der geforderten Maßnahmen hinter der Erwartung zurückgeblieben finb. Der Reichstag fordert daher: Das Reich hat nachdrücklicher als bisher auf bie Reichsbahn einzuwirken, bamit bie verfügbaren Mittel fchnell- tens verwanbt unb bie geplanten Entlassungen von Arbeitern sowie Betriebs- t i llegung en bei her Reichsbahn verhindert werden. Das Reich soll auf bie Verwaltung bet Post einwirken, bah sie bie zur weiteren Vervollkommnung ihrrS Betriebs m Ansicht genommene Erweiterung und Ver- vesserung beschleunigt ausführt.Die Belebung der R e u 6 a u t ä t i g f e i t ist durch chleunigc Verabschiedung des sich auf mehrere Zuhre erstreckenden Planes für den Wohnungsbau und seine Finanzierung sicherzustellen. Dieser Plan foll für das laufende Iayr möglichst den Bau von 250 000 kleinen Wohnungen umfassen. Sie Arbeiten für Straßenbau t e n. Meliorationen. Siedlungen und beim Hochwafserschuy finb zu beschleunigen. Bei allen Aufträgen sind die Lieferfristen so zu gestalten, daß unter Vermeidung von. Heberstunden eine möglichst umfass endeHcuein st ellung von Arbeitskräften notwendig wird.Ein« der wichtigsten Forderungen neben der Arbeitsbeschaffung. um zu einer wirksamen Entlastung des Arbeitsmartt.^ zu gelangen, ist bie schleunige Verabschiebung bes Arbeitszeitnotgesetzes. Angesichts der Tatsache, in den laufenden Prozessen der betreffenden Anwälte auf und verstand die Falle zwar nicht zu fördern, aber doch immerhin Vertagungen zu erreichen, so daß seine mangelnden juristischen Kenntnisse nicht allzufchnell auf fielen. Spielerei mit tödlichem Ausgang. In Rotenburg trat beim Spielen ein siebenjähriger Junge ein achtjähriges Mädchen derart gegen den Leib, daß dasselbe eine schwere Darmverletzung erlitt. Das Kind, das sofott in das städtische Krankenhaus überführt wurde, st a r b an den erlittenen Verletzungen. kohlengasvecgiftung. In einer Kalkfabrik in der Rühe Genuas sind drei Arbeiter infolge Ausströmens von Kohlengas tödlich verunglückt. Line Tcujelsoustreibuog. In dem nitttelsränkiichen Dorfe Petersaurach hatte der Mann einer geistesschwachen Frau einen Sektierer kommen lassen, den er bo I fragte, wie seiner Frau zu helfen fei. Dec Befragte meinte, die Leidende sei vorn Teufel be- sefsen, der „ausgetrieben" werden müsse. Rach den erhaltenen Ratschlägen stellte der Ehemann ein Schass Wasser ins Wohnzimmer, schlug mit einem Stock kräftig auf seine Frau ein, um dadurch den Teufel in das Wasser zu jagen. Die Frau wurde durch bie Mihhanblung in höchst? Aufregung versetzt unb erlitt einen Schlaganfall, bem sie erlag. Heber ben Vorfall würbe eine Untersuchung eingeleitct. Wieviel Personal beschäftigt die Deutsche Reichsbahn? Einer kürzlich vervffen-lichten Statistik ent» 1 nehmen wir. daß die Deutsche Reichsbahngefell- schaft im Iahre 1925 733 000 Personen in Beschäftigung hatte, unb zwar in bet Verwaltung 32100, im Bahnhofs- unb Abfertigungsbienst 231 300, in der Zugbegleitung 58 100, Bahnbewachung 32 600, Bahnunterhaltung 113 5'0, im maschinentechnischen Dienst 12b300 unb im Wert- ftattbienft 139100 Personen. Das bedeutet, daß im Iahre 1925 jeder 23. beruflich tätige Deutsche im Dienste der Reichsbahn ftanb unb nahezu lebe 25. reichsdeutsche Person einer Eisenbahnerfamilie angehört. Einbruch in ein steiermärkisches Postamt. Im Postamt in Köflach wurde von noch unbekannten Tätern eingebrochen und ein an die Vergdirektion dec Alpinen-Riontangefellschaft in Köflach adressiertes, mit 1306 Schilling deklariertes Wertpaket entwendet. Nach Angaben der Bergwerksdirektion befanden sich jedoch in dem Paket österreichische Banknoten und Metallgeld im Gesamtwert von 26 120 Schilling. Tödlicher Unfall eines schwedischen Eiskunstläufers. Bei einem Eisfest in Pontresina fiel der bekannte schwedische Eiskunstläufer Larfen wäh. renb der Artsführung einer kornischen Hummer plötzlich um unb blieb tot liegen. Als Tobes- ursache wirb Herzschlag angenommen. Eine pädagogische Ostcrtagung. Die pädagogische Ostcrtagung im Pestalozzijahr 1 9 2 7 wird das Zentral- inftitut für Erziehung und Unterricht gemeinfam mit der Deutschen Getellschaft zur Förderung häuslicher Erziehung, e. V, am 12. und 13. April 1927 hem Thema „Die Aufgabe des Lehrers in der Erziehungsgemeinschaft von Schule und Hccus" widmen. Um bie bei Dem Gedankenkreis „Elternhaus unb Schule" gegenwärtig naheliegen be Gefahr eines 2lbflleitend her Aussprache in das schul- und parteipolitische Gebiet zu vermeiden. will sich die Taguna streng auf die Aufgabe des Lehrers beschränken und sich nur an die Lehrerschaft als Zuhörer wenden. Gegenstand der Verhandlung sind also die gegenwärtigen unb zukünftigen Einwirkungsmögk.chkeiten her 2ebrerfd)üit auf hie Eltern in allen ErziehunyS- sragen des schulischen und häuslichen Lebens, lernte ihre Vorbereitung für diese Aufgabe. Rä- heres durch Die Geschäftsstelle des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht, Berlin \V 35, Potsdamer Straße 120. tz?ettcrvorau6sagc. Vorwiegend bedeckt. Temperaturen im ganzen wenig verändert, durchweg trocken. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 8,0 Grad Celsius. Minimum 2.8 Grad Celsius Heutige Mor'.entcmperatur 2,2 Grad Celsius. Wetterbericht vom hoherodskopf. Windrichtung. R/idost. Windstätte: mittel; Temperatur: mu-us 3 Grad Genius. Höchsttemperatur in den letzten 24 Stunden: mimi» 1 Grad Celsius, Ge amt-Schi eehöhe: 40 Zentimeter. Heuschnee: 1 bis 2 Zentimeter. Svorlmöglichkeit: für Ski noch gut danken, daß Pestalozzi mit genialem Blick so tief Wesen unb Bedeutung, Ziel unb Weg der Erziehung erfaßt habe, bah wir auch heute noch 8e*W» Mten: fort Automat wird m «V dort ebenfalls Verwendung finden. Ferner Krch die am Hauptpoftgebäube in der Bahnhof- stvastg benutzten Ölutomaim abgebaut und nach dem Bahnhof verbracht worden. Hier haben sie auf 'IBcifung der Bahnverwaltung ihren Platz auf bai Bahnsteig I erhalten Diese Regektnra ift u. 3. keine gluctiicbe Lösung Da» Giehe,« Puhickurn. da» nach Postschalterschlust mit Briefen zurnDahn- Hof geht und do« Warten au» den CflhtfaMUten entnehmen will, rmtb unter den jetzig*» HinsMaden erst »och eine Bahnsteigkarte kaufen, um an den TÖDtzertzeichenappall t herankommen zu können. Darum hat man diese Automaten nicht tn der SrnpfongShalle des Bahnhofs ausgestellt? 2kn btefet Gleite mären sie für die breitesten. Inrer- eHmtrnkreise wirklich von Butzen gewesen, während sie am jetzigen Platze höchstens gelegentlich einmal von einem Beilenden benutzt werden dürsten. Wenn man den Erfordernissen der 2111 gemeinbeit ausreichend Rechnung tragen milk, so bleibt nur übrig, die Automaten vom Bahnsteig I fortzunehmen und in die Empfangshalle be» Bahnhofsgebäude» zu verbringen, oder aber — soll» möglich am HauptpostgebäuDc noch einige Automaten de» neueren Typ» anzuhängen dieser Gelegenheit möchten wir auch noch ajtttgcn. doch vielleicht im XInii>eriiatioüneL 'wo am VvrlesungsgebäuDe einige Apparate tiefer Art anzudringen, die hier sicherlich rege Senuiumg stnden werden. Die Abfertigung an Den Fahr- kartenschaliern gibt lchoa seit längerer ceit 2bikü’ zu Klagen. Bon den zahlreich*» <5dtal- tern sind vor der Absai)« her Haupizüge, iw»- btfonberc auch Scmtetagi# und Sonntag» bei der Nachfrage nach SonnragLsahrlarien. nur zwei oder drei FahrkartenveakaufSsfellen -yäffnet. Die Und lange Polonaisen, Verärgerung der 3tflant>en. Behinderung des Verkehr» in dec 9m»'runqebui!' und für bte lvät abgefertigten Person«, eine Hetzjagd zu den Iügen. Alle die,« Mihhelligketten wurden rwrmieten. toenn einig« Gchalter mehr ui der Ieil de» Hauplaudrangs geöffnet toiiDcn. O» bedarf wohl nur dieses Hinweises, um die Bahnholsverwaltung zur Abstellung der jebigen unhaitvaren Verhältnisse zu Decanlaffen. ** Juni Wintersport im Vogelsberg. Xtnfer -Mitarbeitet in Schotten melvet uni, dach auf dein HohervDsk.pl noch immer gute Schneeocrhältnisfc bestehen. Hut einen bequemen Ausstieg zu ermöglichen, lacht auf Anregung de» Sstklub» Gi cf-en der Iwectoerband Schotten, Hungen Lei günstigem Sportwelt er am nächsten Sonntag seinen Pedonenkraftwagen von Schotten nach Breungeshain und zurück fahren. Der Wagen fachl etwa 20 Personen, ist gut geheizt und bequem. (LS finden mehrere Fahlen statt. Abfahrt in Schotten (5trd6amt): 10,15 Ähr 11 Ubr. 3,40 Hör, Ankunft in Breungeshain: 10.45 Hl)r. U.30 Uhr 4.10 Uhr. Abfahrt in Breunaashcün 10.46 Uhr. 3,15 Uhr. 4,15 Uhr. Ankunft in Schotten: 11 Uhr. 3.35 Uhr, 4.35 Uhr. Dies« AutotxrbUiduug ermöglicht es heu Ski- Fahrern. beiten nur der Somitag zur Verfügung steht, rasch in das Schneegebiet zu gelangen und sich süvf Stunde» lang, ohne An- u.id Abmarsch, den Brettern zu widmen Auch Vicht-Ski-Fahrer lönnen die Verbindung benutzen. ** Tarnung vor einem Schwindler. Der Polizcidecichl meldei Gestern abend kurz vor 1 lti)r trat hier ein Scl-windler auf, der sich Dr. Mosel nannte, m einem Schuhgeschäft sich ein 'Jkwr gelbe >)ulöichiihe mit Kreppsohlen oerpafcte unb dann bat. die Schuhe möchten nach seiner Woh- nung in der Mcestrasie gebracht werden Der (Batttter Hot bann bas Lehrmädchen im «Flur des Hauses der angsbliä)en Wohnung abgefafu und es verstanden, die Schuhe in seinen Besitz zu de- knjTv.en und Damit yi verschwinden. Der Täter ist 25 bi, 2^ Jahre alt. hat volle» Gesicht, bartlos, ist non mittlerer Gröhe, war ohne Kopfbedeckung. ebne Mantel und trug einen dunkelblauen Anzug und schwarze Halbschuhe. Sachdienliche Miitcilun- 9*n. Die zur Ermittlung des Täter» führen, nimmt die Kriminalpolizei Lietzen entgegen. d. Städtische Holzverstoigerung Bei bet gestrigen Bremrhokzoersteiqerung der Stadt Uiestcm wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheiter 16 Mark. Eichenscheiter 11.50 Mari. Duchenknüppet 11.50 Mark Lichen - knüppel 8.40 Mark. Duchenstöcke 6.50 Mark. Eichenstöcke 6 Mark je Raummeter: Duchenrellig 35 Vlark. Gichenrvsig 15 Mark je 100 Wellen. •’ Seine» Verletzung« n erlegen. Der not einigen Tagen im Steinbruch bei Bieber verunglückte Arbeiter Valentin auS Rodheim a. d. B.. der mit einer Gehirnerschütterung in die hiesige chirurgische Klinik cingclieftrt wurde ist hier nach rmbrtägigem Krankenlager verschieden. t Dom hessischen lierschugverein. Wie im verflossenen Jahre, so sollen auch d.ele» Jahr wieder Prämien für gute T.eröehunolung ausgezahlt werden. Der Vorstand des Tier» schuyvereintz für Helfen bittet deshalb Wunsche betreff» Belohnung von Fuhrleuten. Dienstboten und fenftigen Personen, die sich durch gute Behandlung und gewissenhafte Pfleg, der ihnen anDcrtrauten Tiere ausgezeichnet Haden, baldigst den Ortioettrefem de» Vereins m-tzute ken. Jn den Landgemeinden wird man s.ch in den meisten Fällen an einen der Lehrer wenden, da £ie Orts Vertretung fast ohne Ausnahme in Händen der Lehrer liegt. wirtschaft, Beruf und Sport Viel zu iretug mach: !ich Die Allgeme nheit Gcdansttn darüber, welch innige Zu^anunenhäi'ge zwischen der Volkswirtschaft, der berufliche.: Tätigkeit und der Ausübung von SeibeLübuiwe-i b- flehen, und von welch gronem Tinflust sportliche Veiätt- guiig auf Die berufliche Arvei, uni) in dieser sich auSwirkend auch auf das wirtschaftliche Gedeihen eine» Volles ist Die wirtschaftliche Leistung deS berufstätigen Menschen beruht auszer auf seiner Intelligenz und Fertigkeit auf zwei Faktoren, nämlich der Arbcllskraft und der Arbeitslust. Diese beiden Momente gewinnen eine höhere Bedeutung, ja mehr durch Oie Maschine und durch di« Mechanisierung des Herstellungshrvzesses die geistige Regsamkeit, eingeschränkt, wenn nicht gar auSge- schalket wird. Körperliche Leistungsfähigkeit läfct sich durch nichts besser erreichet als durch eine vernunft- gemätze Ausnutzung der beruflichen Freizeit Wer Lurch die restelmästige Pflege von Leibesübungen, wobei sich jeder die ihm am meisten, zusagende Form selbst auswählen mag, seinen Körper stählt widerstandsfähig macht gegen Krankheit, der wird zweifellos «ine höhere Arbeit»! istung im Beruf erzielen, wird feiner Gesundheit wegen vom Ar- beitgeber als wertvoller betrachtet werden, als Derjenige, der mit schlaffen Muskeln. ungesunden Organen, widerstandslostn Körper und damit auch inangdnDce Tatkraft an die Arbeit geht. Wer sich also selbst vor beruflichem Rächte:! schützen will, wer nicht hinter dem zurüdstehen will, der kräftiger ist alS er. wer es mit seiner Pflicht gegenüber sich selbst, feiner Familie und auf dem Weg seiner Arbeitsleistung mit feiner Pflicht gegenüber der Volkswirtschaft und dadurch dem Vaterland ernst meint, der turne, der schwimme, der treibe Sport, der wandere. Gymnastische, sportliche Betätigung ist aber nicht nur notwendig um ihrer die Leistung vermehrenden, ihrer derKörperschädigung vorbeugenden Wirkung willen, sondern auch weil sie die mit der Berufsarbeit unvermeidlich verbundene einseitige Ausbildung wieder auszugleichen, zu heilen imstande ist. Es ist ja gar nichts Seltenes mehr datz bei der einen Tätigkeit nur die ArmmuSleln. bei einer anderen nur die Tein» muSkeln, wieder bei einer anderen gar nur btt Finger ufw. gebraucht werden, während alle .;briqen M»St«parQen vernachläfstgt werden und infolgedessen xn chrer »ntiDuflung Zurückbleiben Da» gilt m gleicher Wo.se für Den Industriearbeiter. für den Handwerker für Den Bureau- angestellten mit seiner sitzenden Lcbensweike. wie für den in der Landwirtschaft Tätigen, obwohl dieser Beruf, wenn man mcht näher zufieht. namentlich vom Großstädter aus als besonders gesund angesehen wird. Die Schäden der Srnfeitig- leit stellen sich eben überall, in dem einen Fall früher, in dem anderen später heraus, sie bedürfen alTo rechtzeitig De» Ausgleiches der durch nichts befler erreicht wird als durch eine zweck- rnähig betriebene Pflege und Betätigung Der- tenigcii Muskeln und Organe, die beim ArbeitS- prozes» zu schlecht wegkommen Der Mensch besteht nicht bloß aus einem Körper sondern wenn er seine Ausgaben erfüllen will, fo muh auch (ein Geist und feine Seele täglich erfrischt und neu gekräftigt werden. Körperliches Wohlbefinden weckt Arbeitslust und Arl'eitSfreude körperliches Wohlbefinden ist Vorbedingung für gute Arbeit, und Oualitätüarbc.t ist Arbeit für Volk und Vaterland. Durch fie allein können wir unsere zerstörte unb unter Den schwersten Lasten seufzende Wirtschaft wieder oprwärt» bringen. Viel zu wenig haben viele Arbeitgeber in Deutschland auch heute noch die Psychologie in ihre Arbeidskallulation eingesetzt, ilnb noch ein anderes soll bedacht werden Schon vor dem Krieg wurde Derjenige im Wettbewerb uni eine Stelle bevorzugt, der beim Militär gedient hatte Wusste man doch, hast diese Leute, Die durch die Hceresfchule gegangen waren, körperlich gesund waren, dast fie aber auch durch Ordnungssinn. Disziplin, leichtes Einfügen in die Gemeinschaft sich vielfach Denen überlegen zeigten, die nicht geöient hatten. Die allgemeine Wehrpflicht ist für Deutschland ^ortgesallen, und wenn wir auch nicht den Sport an die Stelle dieser Wehrpflicht setzen lönnen und wollen, so ist die regelmäßige — leider noch nicht öfliehtmäfcigc — Pflege von Leibesübungen welcher Art auch immer, zweifellos dec beste Ersatz für die <8r- deibung zu Eigenschaften. die ira Arbeitsprvzest des beruflichen Lebens Kapital bedeuten. So ist unsere Vollswirtschast also lebhaft Daran interessiert, dasi fie gesunde und freudige Angestellte und Arbeiter beschäftigt, dast sie von sich aus alles tut, um Volkssport und LcibeSpflege zu fördern. Vicht Dem Staat allein und den Gemeinden muh es eine Pflicht sein, zur Hebung der VolkSkraft Turnen und Sport wo und wie auch immer zu unterstützen, sondern auch Der Privatwirtschaft, sei es auch nur aus Der sei bst süchtigen Erwägung Des Ruhens heraus. Dah die für Die Förderung von Turnen und Spork anfgewandten Mittel wahrhaft produktiv find. Karl von Opel f- 23621 Frankfurt a. M, 17. Februar. Gestern verstarb plötzlich und unerwartet nach kurzer Erkrankung in feinem Frankfurter Heim Kommerzienrat Karl von Opel, Der Seniorchef der bekannten Fahrrad- und Automobilwerke Adam Opel in Rüsselsheim. Karl von Opel. Der am 31. August 1889 geboren würd', hat nur ein Alter von 57 Jahren erreicht. Er war m Industrie- und Sportpreisen des In- und 2lus lande» eine bekannte und geschätzte Persönlichkeil In seiner Jugend hatte er. tote feine vier Vrüder den Radrennsport aktiv mit Erfolg auSgeübi Seiner Liebe zum Sport ist er auch in feiner, späteren Lebensjahren treu geblieben. Sportlich ■ Bereinigungen aller Richtungen fanden in ihm stets einen verständnisvollen Freund und hilfsbereiten Förderer. Als Seniorinhaber eines Der bedeutendsten Industriewerte Deutschlands, dessen Leitung er im jugendlichen Alter von 26 Jahren nach Dem Tode seines Vaters übernommen hatte, war Kari von Opel auch Au'- fichtsratsmitglied mehrerer anderer grösteoer In- DunrieunicmebaiuBgciL Ob seines menschlichen, einfachen und freundlichen Tvesens und feiner Wohltätigkeit genast Karl von Opel in allen Be- völlerungskrcifen große Beliebtheit. ®erid)tsfaal. Dcrurtriller heiralsschwindler. 2LS2i Frankfurt a. M.. K Fedr 2Bcgen Heiratsschwindels halle sich vor dem Schöffengericht der jetzige Blbliochekar und frühere Pädagoge Franz Erdmann Lange ans Pofen zu verantworten. Trotzdem er früher als »Volltzerzieher tätig war kam er wegen zahlreicher Betrügereien immer wieder mit bem ®tra>- grfetz in Konflikt, und es schien fast, al# müf chthaus, zehn Jahren Chrverluft und Stellung unter Polizeiaufsicht. Rundfunk-Programm. Samstag, 19. Februar: 3.30 bis 4: Die Stunde Der Jugend. 4.30 bis 5.45: Konzert des Hausorchesters: Reue Tanz- schlager. 5.45 bi» 6.05: Die Lefestunde. 6.15 bis 6.45: Der Brief lasten. 6.45 bis 7.15. Funkhoch- fd)ule. .Dostojewski", Vortrag von Professor Dr. Schultz. 7.15 bis 7.45: „Die Krankenversicherung der Angestellten", Vortrag von Paul Kastner. 7.45 bis 8.15 »Pestalozzi und das Schweizertuin", Vortrag von Prof. Bluntschli. 8.15 bis 9.15: Konzert der Jazzband der Gili- putanertruppe Singers Widaets Folie». Reuhock. 9.15 bis 10.15; Vortragsabend hessischer Mundart Anschsiehend bis 12.30: Tanzmusik. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Ifr.ReNgtonSqemetndr. GstteSX i. d.Spnagog^ «Süöanlage). Samstag, Den 19. Febr. 1927. Dor ab d 5.30. morgen»: 9.00. AbenDS 5.55 und 6.35 Briefkasten der Redaktion. L. d. E. Uns leider nicht bekannt. Fragen Sie einmal bei Der Briefmarkenhan-dtung Heft, Frankfurt a. M., Ralhcnauplatz, an. beseitigt schnell, sicher und schmerzlos Hühneraugen tlomhauLSdwricn w.W<*r«en In Apotheken . Drogerien crWfch Packung Pfj? (iyrmania-Drogerie, Frankfurter Str. 39; Kaiser I irogerie, Linaeuplatz 5; Ludwicsplali-Drorerit- Koon straße 2: Victoria-1 rotrerie. Mark Ul raße 5- Drogerie Gg. Wallen feie. Markt 21; Drogerie ____ Whuerhoft, Kreuz platz 9/10. Mißfarbene Zähne «nljlellen bm lntlh|. Q6ler Mundgeruch wirft aditotzenö. Betbe Schsnheil-Ikhlcr werben gründlich bejciUflt oft schon durch wnm.iüg«» Pupen mü bet benüd» etfiifdxnb f(f)merfenben < hkro *>nt- 3'ihnp.irte- Txt 39iniger eanuliunj der Dafür eigen» fonftruierten < kloro «<>al Zahabami« nut aezahntem BorftenichmN. gaulcnbe €pei|ert|te in den Iatznzaüichenräumen al» itrlache bei üblen Munvarruche werden gninbltd) damit Meitint. Vcrfuchen Sie e» snuutfi mit einer kleinen Tube zu 60 Psa. < hluro<><»u- EaUabürM«- für «inder 70 Pfg., für Tomen «!. 1.26 (weiche Beriten), für Herren Mt. 1.26 ((jarle Sor|ttn>. Nur echt in Mau- «rüner Originalpackung mit der «uffchrlst „< blorvdout •. Ubcuxll zu Haden. WM N gut «86 billig Weh. Ml ii k. MvMkiß N 'Mies: Sole Bote hit weoig seih, AiMWg-shmdeM. Sieben, seilersveg 58.1 ireM ••a (Sisgnna Gckr t»oif»bab. istein Laden. ■ wäära Ersparnis hoher Laleamtota 1 Treppe hoc~7 Nur in guter Qualität! two woherae Lerreaanitie m all. 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Dom Presseamt deS Staatimintfterium8 geht uns folgende Erläuterung zum Staat-Voranschlag 311: Dec Voranschlag für da- Jahr 1927 ist dieser Tage dem Landtag -ugegangen. Die Vorlage wurde etwa- Verzügen durch den fehlenden Ab- fchkuß über da- Äapitd .Polizei", worüber bl-her noch Verhandlungen mit dem Deiche nötig toaien; in dem Staat-Voranschlag ist au- dem gleichen Grunde nur die Abschlußz.sfer der Ein- imhmen und Ausgaben für die Polizei enthalten, der Voranschlag über diese- Kapitel folgt als bcsondere Vorlage nach Der neue Voranschlag weicht in den Abfchluhzisfern wie in den Sindel- erzebnifsen nicht sehr erbeblich von dem Voranschlag de- vorhergehenden Jahre- ab. — ein Welchen dafür, daß sich nunmehr eine gewisse Stabilität der Ziffern und ihrer Grundlagen wieder eingestellt hat. 11 nb doch ist in einer Hinsicht ein sehr bedeutsame- Kennzeichen wahrzunehmen. da- dem Voranschlag für 1927 ein besonderes Gepräge gibt: zum erstenmale seit der Stabilisierung der Mark ist ein deutlicher Rückgang de- DesamtbedarsS zu erkennen und eS war -um ersten Male möglich, neben der bisherigen starken Senkung der AeichSsteuern. auch die Landessteuern (Sondergebäudesteuer) in ihrem Srtrag herabzusehcn. Und ein weitere-: der neue Voranschlag weist einen ungedeckten Fehlbetrag von einer halben Million auf, — also noch weniger al- der Finanznunister in dem Kampf um den Volksentscheid angekündigt hatte. Die Abschlußziflern der Voranschläge für 1924, 1925, 1926 und 1927 ergeben folgende- Bild. 1924 1925 1926 1927 Gesamtausgaben 91,56 112,15 126,83 124,82 Mill. Lauf. Einnahmen 87,68 103.63 118.99 117.32 Fehlbetrag 3,88 8.52 7,84 7,50 Mill. Besondere Deckung________3.7 3,- 7,— _ unged. Fehlbetrag 3,88 4,8 4,84 0,5 Mill. 2- ist charakteristisch für die Unübersichtlichkeit der Entwicklung seil den Fahren der Inflation, baß die Ziffern der Voranschläge durch die tatsächllchen Ergebnisse vielfach nicht bestätigt worben sind. Die nachfolgenden Rechnung-- abschlüfse für 1924 und 1925 zeigen da- 1924 1925 Gesamtausgabe 102,16 118 79 Laus. Einnahme 109,00 117,28 Ueberfchuh __________________ bzw. Fehlbetrag 6,84 Ueberfchuh 1,51 Fehlbetr. Dafür wurden auS Ueberfchüsten ged 1,51 bleibt Ueberfchuh 6,84 Buch da- Jahr 1926, dessen Doranschlag-- -iffern im allgemeinen der Wirklichkeit ziemlich genau angepaht waren, zeigt trotzdem in einzelnen wichtigen Kapiteln eine starke Abweichung von der Annahme, wie sie bet Aufstellung de- Voranschlags al- berechtigt erschien. ES gilt die- in erster Linie für die unvorhergesehene Ausgabe für die unterstützende Erwerbs- losenfürforge und galt wenigsten- eine Zeitlang für den Ausfall an ReichSsteuer- an 1 eilen infolae starken Rückgangs de- hessischen Verteilungsschlüssel-. Für da- Kalenderjahr 1926 entfallen auf den hessischen Staat folgende Ausgaben für SrwerbSlosenunterstützung (In Millionen): Januar 0,65; Februar 1,21; März 1,09; April 1,12; Mai 0,88; Juni 0,71; Juli 0.97; August 0,71; September 0,54; Oktober 0.63; Ro» vcmber 0.41; Dezember 0,53; zusammen 9,45. Für da- Rechnungsjahr 1926 — April bis März — wird eine Ausgabe von 81/. Millionen in Betracht kommen. Im Sommer 1926 glaubte man noch mit einer solchen von 12 Millionen rechnen zu müssen. Aehnlich ging eS mit den Ucberwei- fungen auS der Reichseinkommensteuer, die nach den Zahlen de- ersten Halbjahres einen Jahres- auSsall von 6 Millionen befürchten liehen. Dieser besondere Ausfall wird nach dem inzwischen bekannt gewordenen. Verteilungsschlüssel nicht eintreten, so daß die Rechnung 1926 wesentlich günstiger abschliehen wird als man noch vor wenigen Monaten annehmen muhte. Immerhin ist die starke Mehrbelastung an Erwerbslosenunterstützung in 1926 von derart einschneidendem Einfluh auf den Abschluh der Rechnung dieses Jahres, dah diese ohne namhaften Zuschuß des Reiches Goethe-Vund. Vortragsabend Rudolf Herzog. Der zweite Vortragsabend, den der Goethe- Vund in diesem Jahr veranstaltete, war Rudolf Herzog gewidmet. Der Besuch in der Reuen Aula war nicht schlecht, doch hätte man angesichts der auherordentllchen Popularität des vor« tragenden Autors und der in ganz erstaunlichen Auslagenziffern sich dokumentierenden Verbreitung seiner Bücher einen stärkeren Zulauf erwarten können. Run steht er am Vortragstisch: eine große stattliche Erscheinung, mit jugendlich frischem Gesicht unter weißem Haar, mit einem gutturalen, leicht rheinisch-westfälisch gefärbten Organ, das mächtig dröhnend den Raum füllt. Da- Programm gliederte sich in zwei Telle; zuerst ein größeres Prvsastück; dann, als AuS- klang und Abschluß deS Abends, Gedichte. Herzog begann mit einem Kapitel vom Spatzen s chrecket Hof auS dem letzthin erschienenen, jüngsten Roman »Das Fähnlein der Versprengten", der auch schon das 70^Tausend der Auflage erreicht hat. Mas den Inhalt dieses Buches betrifft, so können wir auf unsere an anderer Stelle vor kurzem gegebene Würdigung verweisen. Das vorgetragene Kapitel, in einfacher, unkomplizierter, oft volkstümlich betonter Sprache, führt in die nahe Aachkriegszeit hinein, schildert den Hof »um Spatzenschreck und seine seltsamen Bewohner, die gezwungen sind, ihr Leben und ihren inneren Menschen einer neuen, sehr verwandelten Zeit und ihren strengen Forderungen einzuordnen und cmzupassen. Idyllische Kleinmalerei wechselt mit längeren Dialogszenen, aus denen die Llmrisse Setcr Gestalten sich schärfer herausheben: Henner arkgraf, der früher Leutnant war und jetzt an den Kaufmannstisch muß. und Andreas Schlag- mtweit, der ein Landstreicher ist, ein Vagabund aus allen Straßen zwischen dem Rhein und den Riederlanden. Herzog hat diesem Schnapphahn offenbar besondere Liebe zugewandt; man hört Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhessen) Zrettag, 18. Zebroar 1927 nicht ausgeglichen werden kann. Die vom Reiche bisher geleisteten festen Zufchuf'e zu den außergewöhnlichen Ausgaben für ErwerbSlofenunter- stützungen und ein Vorschuß zur Deckung deS budgetmäßigen Fehlbeträge- gestatten es. unter Zuhilfenahme de- Restbestandes auS dem Restestock und unter der Voraussetzung eineS weiteren Reich-zu'chufse- den auf 7.5 Millionen bezifferten voranschlag-mäßigen Fehlbetrag für 1927 bis auf 0L Millionen al- gedeckt anzunehmen. Don einigem Interesse ist eS. die Entwicklung der Abschluß-iffern seit dcm Jahre 1924 zu beobachten. In 1924 betrug der Voranschlags- mäßige AuSgabebedarf 91,56. nach der Rechnung stellte er sich auf 102,16 Millionen; also 10.60 Millionen mehr. 17'/. Millionen deS Mehr- bedarsS von 1927 erklären sich auS der 'Besoldungsreform deS Jahres 1924. der Rest berichtigt die ungenauen Schätzungen des Voranschlags im ersten Jahre nach der Stabilisierung der Mark. Die rechnungsmäßige Ausgabe deS JahreS 1924 ist nicht allzuweit von dem voranschlagsmäßigen Bedarf deS Voranschlag- 1927 entfernt, wenn man beachtet, daß sich tn den drei dazwischenliegenden Jahren bestimmte Ausgaben für Besoldungen (Aufrücken in höhere Gehaltsstufen), für Pensionen (AlrerS- pensionSgesetz und Erhöhung der Pensionssähe) automatisch erhöhen mußten, dah ferner in den späteren Gesamtausgaben in steigendem Maße durchlausende Posten in erheblicher Höhe (bei der Srndergebäudestever allein 12','. Millionen) zu verzeichnen sind. Daraus läßt sich unschwer erkennen, daß die eigentlichen DerwallungsauS- gaben des Staates nicht unerheblich herabgebrückt worden sind (Personalabbau. Drosselung der sachlichen Ausgaben). Weit sprunghafter noch ist die E n t to i d e - lung der Einnahmen seit 1924. Die Rechnung diese- JahreS weist 109 Millionen Gesamteinnahmen (darunter 35,17 Millionen ReichS- steueranteile und 33,70 Millionen Landessteuern) aus. Für die Rechnung 1925 stellen sich die Ziffern auf 117,28 Millionen Gesamteinnahme (34,57 Millionen Reichssteueranteile und 40,67 Millionen Landessteuern). Der Voranschlag für 1927 sieht vor 117,3 Millionen Gesamteinnahme (30 Millionen Reichssteueranteile, 44,7 Landessteuern — darunter 10 Millionen Mehrerhebung für den Wohnungsbau). Don besonderer Bedeutung sind hier die Ziffern aus Reichssteuerantellen. Die wiederholten -Senkungen der Einkommen- und älmsatzsteuer. die Ermäßigung des Länder- antellS an der Einkommensteuer von 90 Prozent auf 75 Prozent und vor allem der Rückgang des hessischen Anteils an der Einkommensteuer durch Herabgehen des Dertellungsschlüssels von 2,28 Prozent auf 1.86 Prozent bringen allein gegen die Rechnungszifsern deS Jahres 1924 einen Ausfall von 5,19 Millionen, wobei zu beachten ist, daß die höheren Gesamteinnahmeziffern der späteren Jahre dem Lande auch einen entsprechend höheren Gesarntanteil gebracht haben würden, und daß ferner der Staat auS der Erhöhung seine- Anteils an der Einkommensteuer von 60 auf 65 Prozent etwa l‘/8 Millionen Mark gewonnen hat. In Wirklichkeit beträgt der Ausfall, den das Land durch die erwähnten Maßnahmen des Reichs erlitten hat, weit mehr als das Doppelte des Betrags von 5,19 Millionen. Heber diesen starken Rückgang des Landesanteils an der Reichseinkommensteuer und ihre Ursache (Besetzung) sowie über die daraus hergeleitete Ersatzforderung an daS Reich ist bereits soviel gesprochen und geschrieben worden, daß man jetzt eine allgemeine Kenntnis diese- Zusammenhangs vorat^setzen darf. Welche- ist nun der tatsächliche Zu - stand der Finanzen des Landes, gemessen an dem Voranschlag des Jahres 1927? Der Umstand, daß es bisher möglich war. den Neinen Fehlbetrag des Jahres 1925 aus anderen Quellen zu decken und daß es voraussichtlich auch in den Jahren 1926 uno 1927 gelingen wird (allerdings mit Hilfe des Reichs) die Fehlbeträge dieser Jahre zu decken, darf nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, daß seit dem Jahre 1926 die laufenden (verwaltungsmäßigen) Einnahmen um mehr als 7 Millionen Mark hinter dem laufenden Gesamtbedarf zurückbleiben. Und man muß weiter damit rechnen, daß sich in absehbarer Zeit der Gesamtbedarf um eine nicht unbeträchtliche Summe auS einer zu erwartenden Bes o l - dungsreform erhöhen wird. Für einen nicht unerheblichen Bruchteil dieser fehlenden Summe hat das Land auS den bekannten Gründen Ersatz« anfprüche an das Reich, die in dem Augenblick ihn seine LebenSgeschichte erzählen, von einem ehrsamen Handwerk in einer unwahrscheinlich fernen Zeit, ehe der Krieg kam, und von weiten Landsknechtszügen durch Frankreich, Rußland und Serbien, bis in die Türkei hinein. In der Schilderung dieser ungebundenen, unsteten Vagabundenpoesie lagen die besten Eindrücke des Lwends. Rach der Pause vernahm man eine Anzahl Gedichte, die sämtlich, trotz thematischen Verschiedenheiten, den typischen Stil der Herzogschen Lyrll aufweisen, ihre leichtflüssige Formgewandt- heit, die geradlinige, lebenbejahende unb vaterlandstreue Gesinnung, wie sie in allem, was Herzog schreibt, immer wieder irgendwo durchbricht. Die gehaltvollsten Verse in dieser Folge fanden sich, unserm Gefühl nach, in den floren- tinischen StimmungsbiIdern der „Madonna re- diviva". während die .. Friderizianischen Gedichte" an eine während des Krieges viel gelesene Lyrik- und Balladenfammlung innerlich wieder anzuknüpfen scheinen. Die Zuhörerschaft dankte zum Schluß mit anhaltendem Beifall. —y — Neue Dickens - Erinnerungen. ®In englischer Mufllprvfessor deutsch-italienischer Abstammung. Francesco Berger, ist einer der letzten Ueberlebenden, die noch mit Dickens näher beireunbet waren; er hat jetzt seine persönlichen Erinnerungen an den großen Dichter im .Manchester Guardian' veröffentlicht. Als Berger in Leipzig Mustk studierte, wurde er mit dem ältesten Sohn befreundet, der sich hier aushielt, um Deutsch zu lernen. »Bei meiner Rückkehr nach meiner Vaterstadt London.' schreibt Berger, .empfing mich der Dichter als Freund seines Lohnes mit offenen Armen, und von diesem Augenblick bis zu seinem Tode brachte er meinem Geschick lebhaftes Jnlereffe entgegen. Viele der glücklichsten Stunden meines glücklichen Lebens habe ich mit Dickens und seiner Familie verbracht. Als fie in einem Sommer Zusammen nach Boulogne reisten, war ich auch dabei. gegenstandslos werden, in dem die wirtschaftliche Entwicklung deS Lande- dessen Rrich-steueranteile wieder aus die Höhe bringt, tote sie vor der Besetzung. vor allem vor dem Rhein- und Ruhrkrieg bestanden hat. Sine weitere K'^erung toirö au« der Gestaltung de- endgültigen Finanzausgleichs erwartet werden müssen, auf den die Mehrzahl der übrigen Länder und die Gemeinden ihre letzte Hoffnung setzen, wenn sie anders Hosfnung haben sollen, zu einer erträglichen Ordnung ihrer Finanzen zu gelangen. Daß dazwi'cheit noch die Rotwendigkeit weiter besteht, strengste Sparsamkeit zu üben, sei eS durch Zurückhalten der AuS- gaben, sei es durch eine geeignete Reform der Staatsverwaltung wie der S.aatsausgaben. bedarf keines besonderen Rachwei'eS. Neue Entwicklungen in der Rentnerfürsorge. Don Direktor Dr. M a tz. M. d. R Derschiedenartige Entwicklungen in der Rentnerfürsorge, die sich im Laufe des letzten Jahres herausgeftettt Haden, geben wertvolles Material für die weitere Gestaltung dieser Materie. Das Reichsarbeitsministerium. das nach der Verordnung über die Fürsorgepflicht mit dem ilebergang der Fürsorge an die Länder und Gemeinden bis zu einem gewissen Grade alS letzte Instanz ausgeschaltet ist, hat sich in letzter Zeit um die Festlegung grundsätzlicher Begriffe der Fürsorge bemüht, und in bankenS- werter Weise in einer Denkschrift seine eigenen Erlasse und außerdem in größerem Zusammenhänge^ der für alle Hilfsbedürftigen geltenden Richtsätze auch die Kleinrentnerrichtsätze aus allen Dezirksfürsorgeverbänden Deutschlands zusammengestettt. Diese Richtsätze stellen im allgemeinen die Grundlage dar. auf der sich die Rentenbemessung im Einzelsall unter Berüchichti- gung der individuellen Verhältnisse aufbaut. Das Bild, das sich in den Richtsätzen herausstellt, ist so uneinheitlich, und die Richtsätze so will- kürlich und ohne ersichtlichen Zusammenhang mit den Lebens- und Teuerungsverhältnis en der betreffenden Stadt bzw. des ländlichen Kreises, daß diese Zusammenstellung den besten Beweis für die Rotwendigkeit einer reichsgeseh- lichen einheitlichen Regelung in der ganzen Frage bildet, selbstverständlich mit entsprechender Staffelung unter Anlehnung an die örtlichen Verhältnisse. Warum beträgt z. B. der Richtsatz für die Einzelperson m Berlin 42 Mk., in Düsseldorf 48 Ml., in Frankfurt a.M. 43 Mk., in Wiesbaden 48 Mk.. in Wilhelmshaven 63 Mk.. in Hannover 50 Mk.. in Stettin 41 Mk.. in Königsberg 32 Mk., in Meißen 51 Mk. usw. Irgendeine Beziehung auch zur Ortsklasse der betreffenden Stadt ist nicht zu erkennen. E nd schon die Richtsätze mancher Städte zum Leben durchaus unzureichend, so noch viel mehr in ländlichen Gemeinden, wo neben einigen günstigen Beispielen Betrage von 25 . 23. 18,50. 15 Rkarz als monatlicher Richtsatz Vorkommen. Danz ohne ersichtlichen Grund ergeben sich weiter, und zwar immer nur in einzelnen BezirkS- füriorgeverbänden. außerordentlich starke llntcr- schiede in der Abstusung der Sätze für einzel- stehende Personen und kinderlose Ehepaare, so daß für die Ehefrau nur ein Drittel, ein Viertel, ja ein Fünftel deS Richtsatzes der E.nzelverfon gewährt wird. Diese Ungleichmäßig!, iten werden zweifellos auch von den Ländern selbst emp- funden. So haben sich Thüringen und Mecklenburg für ein Rentnerversorgungsgrietz ausgesprochen, während im Hauptau-schutz des Preußischen Landtage- ein volk-parteilicher Antrag Annahme sand, durch den die StaaiSregierung ersucht wird, auf oaS Reich dahin einzuwirken, daß den Kleinrentnern ein rechtlicher Anspruch auf eine Daue^nbe ausreichende Rente gewährt wird. Eine Derartige Regelung erweist sich um so nötiger, al- von den Vorzugsrenten nach dem Gesetz über die Ablösung der ösfentlichen Anleihen nur et toa ein drittel aus Rentner fallen. Der DurchschnittSsah der jährlichen Vor- zuASrente beträgt 119 Mk.. also ein vrrhällms- mafcig geringer Betrag. Eine schwere Enttäuschung für die Rentner bildet die Durchführung deS § 84 £c« HypothekenauswertungsgeseheS und § 26 d^S AnleiheablösungsgesetzeS über Freilassung deS Betrages von 270 Mk. Während einige Bezirksausschüsse den Rentnern günstige Entscheidungen getroffen haben, wird in anderen Fallen der Betrag auf die erhöhte Äleinrcntncnintcrftütjuiig gemäß §33a der Reichsgrundsäte bzw. 8 6 der geänderten Verordnung über die Fürsorgepslicht in Anrechnung gebracht Manche Fürsokgeverbände haben die Rentner gezwungen, einen Antrag auf Gewährung der erhöhten Vorzugsrente (Verzinsung der Kriegs- anleihe mit 3 v. H. statt 2 v. H unter Hergabe der Papiere) zu stellen. Sin Erlaß des Reichs- arbeusministerS vom 23. Rovember erklärt ein derartiges Verfahren für unberechtigt. (Sine Reihe von Wohlfahrtsämtern zahlen die Rente durch die Poft aus, eine würdige Form der Rentenauszahlung. Die weitere Verbreitung dieser Form ist im Interesse der Rentner dringend zu wünschen. Die betrachteten Momente in ihrer Gesamtheit dürsten den Beweis dafür geben, daß bu Rentnerfürsorge in ihrer heutigen Form auch um der Zwiespältigkeit in ihrer Durchführung willen nicht mehr tragbar ist Turnen, Sport und Spiel. Schwerathletik. Infolge der ausgedehnten Muskelarbeit ist das Ringen eilte der vorzüglichsten Kräftigungs- Übungen. Widerstand und Gewicht des Gegner- erfordern größte Kraftanstrengung. Die Bewegungen bedingen durch schärfstes Zusammenziehen der Muskeln für diese außerordentliche Wachs- tum-reize. Die Geschmeidigkeit guter Dinger kann jeder immer wieder von neuem bewundern. AIS Ergänzungssport ist das Ringen fast für alle anderen Sportarten wertvoll. Der Ringer selbst muß. um sich höher zu qualifizieren, seine Reaktionsgeschwindigkeit und Schnellkraft durch Aufnahme leichtathletischer Hebungen, des Laufs, des Starts, des Sprunges und vor allem des Wurfes heben und vervollkommnen. Dann wird er besonders auf dem Gebiete der schwerathlell- schen Wurfübungen mit seiner Kraft und Massen- energie Im Kugelstoßen, Steinstoßen, Hammer- und Gewichtwerfen Hervorragendes leisten. Schwimmen ist schon aus rein hygienischen Gründen ein wichtiger Ergänzungssport für den Ringer und Schwerathleten. Ebenso können alle Spiele in ausgezeichneter Art die Funktionstüchtigkeit von Herz und Lungen erhalten und steigern. Der »starke Mann", der mit ungeheurer Kraft schwerste Gegenstände heben oder tragen kann, hat zu allen Zeiten und bei allen Völkern Bewunderung hervorgerufen Der »Athlet" war bis vor kurzem noch gar nicht anders denkbar als in einem gewissen Wuskelprvhentum. Wir besuchten einen Jahrmarkt, der in der Stadt abgehallen wurde, und Dickens trug seinen jüngsten Sohn rittlings auf feinen Schul ern. damit er von der Menge nicht erdrückt wurde und alles genau sehen könne: die Männer mit den großen Trommeln, die bunten Gaslampen und die Schaubuden. Unser Aufenthalt in Boulogne nahm ein jäheS Ende, als dort eine Krankheit ausbrach, die damals den Aerzten neu war, aber heute als Diphterie gefürchtet ist. Dicken- hatte verschiedene Eigen- tümlichkeiten, unter denen einige der wichtigsten die war, daß er fein ganzes leidenschaftliches Temperament auf die Arbeit konzentrierte, die er gerade unter den Händen hatte. Ob er einem öffentlichen Bankett präsidierte oder in einer Posse auftrat. ob er Theateraufführungen oder Wohltättg- keitskonzerte leitete, ob er »Sir Roger' tanzte, während ich dazu spielte, oder ob et für seine Gäste einen Punsch braute — immer war er derselbe, mit Leib und Seele bei der Sache. Was er tat, tat er mit voller Einsetzung seiner Kräfte, um nicht zu sagen mit Wut, wie wenn er noch niemals etwas derartiges getan hätte. Dickens war ein großer Kinderfreund; besonders liebte er Knaben, und eS gibt kaum ein Buch von ihm. in dem er sich nicht der Jugend angenommen hat. Ohne daß man ihn einen besonderen Feinschmecker oder Vielfraß nennen konnte, hatte er doch eine große Vorliebe für gute« und reichliches Essen und war auch dem Trinken nicht abgeneigt Aus den vielfachen Schilderungen von Essen- und Trink- Szenen in feinen Büchern kann man diese Vorliebe ablefen.“ Berger erzählt bann weiter von einigen Theateraufführungen, die Dickens zur Weihnachtszeit auf einer richtigen Bühne veranstaltete. die er im Garten seines Hauses errichtet hatte. Wilkie Collins hatte die Stücke versaßt, und Berger mußte die Ouvertüren und die Zwischenaktsmusik komponieren. Die Stücke machten solches Auflehen, daß sie sogar die Königin Viktoria sehen wollte, so daß eine Sondervorstellung vor ihr stattfand. Dickens spielte die Hauptrollen. Als der Verfasser einmal von Dickens zum Essen in den Garrick-Klub eingeladen Die ausschließliche Beschäftigung mit der Schwerathletik wird stets auch diese schweren Männer hervorbringen, da die Wachstumsreize für die Muskulatur äußerst große sind. Durch die ganze Art der dabei aufzuwendenden Arbeit wurde aber die Gefahr der Einfeitigkeit herauf- beschworen, wenn nicht in jüngster Zeit Vereine, die Schwerathletik pflegen, dazu übergegangen wären, hier einen Ausgleich zu schaffen. Auf die Bedeutung des Ausgleichssports fei hier ganz nachdrücklich hingewiesen. Er besteht in dem Be- trieb bet Leichtathletik, der Spiele unb im Schwimmen. Eine allgemeine grünbliche Gymnastik ist selbstverständlich. Wer Lust unb Liebe an bet Schwerathletik hat unb sich gerne gründlich ausbilden lassen mochte, bem ist auch hier in Gießen Gelegenheit bazu gegeben. Akademischer Ausschuß für Leibesübungen. 0 Während des Wintersemesters 1926 27 ift ber Akabemische Ausschuß für Leibesübungen an ber Universität Gießen mit bret größeren Veranstaltungen an bie Oessent- Uchkeit getreten. Die erste führte nach ben schneebedeckten Hohen deS Hoherodskopses zu einem Schneeschuhwettlauf gegen die Vertreter ber Darmstädter Hochschule, (über diese Veranstaltung ist bereits in unserem Blatte berichtet worden), die zweite war eine Schwimm veranstalt ung im Städtischen DolkSbad. die drille worden war, »betrat den Raum, wo wir saßen, ein großer breitschultriger Herr, der eine Brille auf einer etwa- häßlichen Olafe trug. Mein Wirt erhob sich, eilte auf ihn zu und brachte ihn an unseren Tisch. Es war Wllliam Makepeace Thackeray, und ich glaube, daß wenige Lebende sich rühmen können, mit zwei solchen Riesen der ßiteratur an einem Tisch gegessen zu haben. In seinem Aeußeren war Dickens weder ungewöhnlich groß noch besonders Nein, weder dick noch dünn, aber er sah sehr »angenehm" aus. Er zog sich gut an unb hatte nichts vom Boh'mien in feiner Kleibung. Damals wurden schwarze Samtwesten viel getragen, und er erschien oft in einer solchen Weste, auf ber seine vom Hals fjerab- hängende Albrfette baumelte. Sein Gelächter war prächtig rpllenb unb anftedenb. seine Stimme beim Sprechen laut unb musikalisch, fein Hände- brud war fast schmerzhaft, unb seine ganze Hal- tung toürbig, ohne eine Spur von Selbstbewußt- sein. Wenn man feine Bücher lieft, erkennt man ben Mann, denn e« ist wenig in Dickens, was er nicht in seinen Werken offenbart hat." Rauchen und Hunger. ES ist eine oft gemachte Beobachtung, baß bas Rauchen bas Hungergefühl betäubt. Wie diese Erscheinung zustande kommt, hat ber eng- sisAe Arzt Sir Humphrey Oiollefton näher unter- sucht, bet darüber in einem Vortrag berichtet. -Dte O&irfung deS Rikotins auf ben Wagen ist bebeutenb“, sagt er. „Gibt man eine Mahlzeit, ber Wrsmut beigemengt ist. unb untersucht dann nrti Röntgenstrahlen, so zeigt sich nach einer kurzen Pertode erhöhtet Tätigkeit deS Magens em Zetttaum von etwa einer Stunde, in der die Magentätigkeit vollständig aussetzl. Da das fub- jektive Hungergefühl wohl mit Zusammen.ziehun- gen des Magens zusammenhängt, bie durch das Olttotin ausgeschaltet werben, so ist es ver- stanblich. baß Rauchen über ben Hunn f>in- wegtäuschen kann." -A toar ein Schauturnen in der Turnhalle des Realgymnasiums. Die beiden letztgenannten Veranstaltungen fanden im Laufe dieser Woche statt. Die Schwimmveranstaltung am Montag bezeichnet man wohl am treffendsten mit einem Schauschwimmen, dem einzelne Wett- kämpse ungegliedert waren. 3n der Hauptsache galt es, die verschiedenen Stilarten des Schwimmens in mustergültiger, einwandfreier Weise zur Darstellung zu bringen; ebenso sollten durch Lebensrettungsvvrführungen die Bestrebungen der Deutschen Lebensrettuugsgesellschaft (die ja bekanntlich vor einiger Zeit auch hier eine Ortsgruppe gegründet hat) den Besuchern nähergebracht werden. Ist schon dir Einschränkung der Wettkampfe auf ein Mindestmaß sehr anzu- etiennen, so ist doch die Darbietung eines regel- echten, formschönen Schwimmens, besonders noch im Rettungsschwimmen, doppelt zu begrüßen. Den Schwimmveranstaltungen wohnten als Gäste bei Sc. Magnifizenz der Rektor der Universität Prof. Dr. 3 to i d, Ministerialdirektor Dr. LIrftadt aus Darmstadt, Geheimrat Prof. Dr. Sommer, der Vorsitzende des Akademischen Ausschusses für Leibesübungen, einige Herrn des Akademischen Lehrkörpers der Hniversität und vornehmlich die Vertreter der akademischen Verbindungen, die Meldungen zu den Schwimmwettkämpfen abgegeben halten. Die Ergebnisse der Schwimmwelt- kämpfe waren folgende: Brust staffel (3x4 Bahnen) für Verbindungen: 1. Agronomia 3 Min. 4'/- Sek.; 2. Frankonia 3 Min. 12 , Sek.; 3. Germania 3 Min. 18 Sek. Freistil-Schwimmen für Anfänger (4 Bahnen): 1. stiid. jur. Gerd Voß Germania 58 Sek.: 2. sind. jur. Otto Christoffel Germania 1 Alin. 1 . Sek. Freistil-Schwimmen für Vorgeschrittene l6 Bahnen): 1. Günther Riemann Agronomia 1 Min. iy/.-. Sek.; 2. Hans Gebbers 1 Öllin. 20*/-Set. Brustichwimmen (Anfänger — 4 Bahnens 1. Otto Weber Adelphia 1 Min. l*/.-,Sek.; 2. Rik. Geist Frankonia 1 Min. 2V. Sek.; 3. Luüw. Birkenholz Agronomia 1 Min. 3 ,10 S:i. Bru st schwimmen (Vorgesa;rittene - 6 Bahnen): 1. Hans Geismar Alemannia 1 Min. 285/.„ <5ei; 2. Günther Riemann Agronomia 1 Min. 30*/i0 Sel. Kopfweitsprung: 1. Aikolaus Geist Frankonia 10,80 Meter; 2. Hans Riemann Agro- nomia 10,70 Meter; 3. Hans Mohr Germania 10,60 Meter. Lagen st affel (3x4 Bahnen): 1. Germania 3OKin. 6-/I0 ©cf.; 2. Agronomia 3Min. 8Sek. Ein Wasserballspiel einer Llniversitätsmann- schaft gegen eine Mannschaft des Gießener Schwimmvereins brachte den Vereinsschwimmern einen 5:2-Sieg. Das Schauturnen folgte am Donnerstag in der Turnhalle des Realgymnasiums. Man führte auch hier in gerader Linie die Einstellung bezüglich der Wettkämpfe durch und bot Aus- und Abschnitte der Arbeitsweise der einzelnen Abtellungen, während man den Wettkampfgedanlen ganz außer acht ließ; lediglich die Austragung des „Sommer-Wanderpreises" als Mannschafts-Gerätekampf der Korporationen fand Aufnahme in der Turnfolge. Eine Riege des Turnlehrerkursus zeigte am quer- gestellten Pferd, wie die Teilnehmer für ihren Beruf vorgebildet werden: indem nicht Gipsel- übungen, sondern der Verlauf einer Hebungs- stunde vorgeführt wurde. Grundzymnastik und Gymnastik am Gerät und mit Widerstand wurde von zwei Gruppen dargeboten. Schulfechten in Florett und leichtem Säbel wurde von je einer Anfängerabteilung in guter Weise veranschau- . licht, während durch Vorgeschrittene je ein Gang auf mehrere Treffer in jeder Fechtart die Darbietungen der Fechter zu Ende führte. Eine Reck- riege der Studentenschaft brachte einen wirkungsvollen Abschluß der turnerischen Veranstaltung. Zur Auskämpfung des „Sommer-Wan- bei Preises" traten an: Burschenschaft Germania, Burschenschaft Frankonia und Burschenschaft Arminia. Frankonia ging mit 92,2 Pkt. als Sieger aus dem Kampfe hervor. Die Leistung der Riege verdient ob ihrer Ausgeglichenheit und auch wegen ihres guten Turnens alle _ Anerkennung. Eine ebenfalls sehr gute Leistung zeigte Burschenschaft Arminia, die es auf 83,2 Punkte brachte. 'Bedauerlicherweise traten zwei der gemeldeten Verbindungen nicht zum Kampfe an. 3m Vergleich zu dem im letzten Jahre gezeigten Turnen der Korporationen ist ein erheblicher Fortschritt zu verzeichnen, nur hinsichtlich der Zahl müßte eine ebensolche Zunahme zu vermerken sein. Der siegenden Mann- Der Outsider. Von Marie Henriette Steil. Mit Dorgcftcedfem Bäuchlein, den Greif- schwanz lose um einen Korallenast gewunden, hielt ein grau-braunes Seepferdchen halb schwimmend. hall> schwebend senkrecht im grünen Wasser. Aus flugen. großen Augen blickte es mit schief- geneigtem Köpfchen von seiner Höhe herab über die fette Seeviese, auf der seine Artgenossen zu Hunderten sich tummelten. Es hielt sich mit Msicht dem großen Haufen fern; nicht, daß es hochmütig gewesen wäre, sondern aus kluger Vorsicht. Denn es war ein aller 3unggeselle und daher unbeliebt. Alte 3unggefeilen ftfti> meist unbeliebt, das ist bekanntlich überall so. Aber bei den Seepferdchen sind sie geradezu verpönt. Die Seepferdchendamen sind nämlich durchaus emanzipiert, sie sind schon längst da angelangt, wo wir hinstreben. Die Erziehung der Kinder vom zartesten Alter an ist ganz und gar den Männern überlassen, während die Damen Sport treiben, wie Schwimmen, Jagen usw. Die junge Frau legt ihrem Erkorenen zur gehörigen Zeit die gehörige Zahl Eier in den Schoß, ganz einfach, da. nun tu deine Pflicht, alter Esel — es sollte mich nicht wundern, wenn fte wirklich „alter Esel" dabei dächte — und segelt leichtsinnig und frivol von dannen, ohne sich auch nur einmal nach dem armen Gatten und den lieben Spröh- lingen umzusehen. Der Herr Gemahl aber brütet und betreut und erzieht mit Geduld. Liebe und Sachverständnis. Linser Held also, der eingefleischte Junggeselle und Weiberfeind, hielt sich dem großen Hausen, oder wie man bei uns sagt, der Gesellschaft. hauptsächlich deshalb so vorftchtig fern, um nicht eines schönen Tages unversehens, schwupp, mit einem Schock Eier im Schoß dazu- sitzen. Er spürte nämlich weder Reigung noch Fähigkeit zum Beruf eines hausfraulichen Fu° milienvaters. Denn sein Gedarckenflug ging höher, fein geistiger Horizont war weiter als der rciner schäft wurde nach einer Ansprache deS Rektors der Wanderpreis überreicht. Bei der Durchführung der Schwimmwett- kämpfe machte sich der Gießener Schwimm verein, bei den turnerischen der Männer-Turnve rein Gießen durch tätige Mithilfe verdient. ©eräteroetturnen des 4. Bezirkes im Gau Hessen der D. T. st. Am Sonntag fand in Burg-Gemün- den das diesjährige Gerätewetturnen des 4. Bezirks statt. Am Samstag ging eine Kampfrichtersihung, sowie anschließend daran eine Sitzung der Vorstände sämtlicher Vereine voraus. Der Bezirksvvrsihende © u n t r u m - Schlitz begrüßte die zur Kampfrichtersitzung Erschienenen mit herzlichen Worten und würdigte dabei die Verdienste des Dezirksturnwarts Bast i a n - Alsfeld, sowie des Turners Helfende i n - Lauterbach. Der Vertreter von Alsfeld regte an, dafür zu werben, daß das nächstjährige Gauturnsest nach Alsfeld komme. Bezirksvor- sihender Guntrum unterstützt diesen Vorschlag. Darnach folgte eine eingehende Besprechung von Turnhallenfragen. Bezirksturnwart Bastian legte dar. daß Gemeinden, Länder und das Reich mehr für die Turnsache beisteuern müßten. Helfenbein-Lauterbach stellte fest, daß ein Turnverein, der Eigentümer einer Turnhalle ist, nicht in der Lage ist, diese zu unterhalten. Einerseits sind die Hnterstützungen der Gemeinden uird die Mieten zu gering, andererseits aber die steuerliche Belastung der Turnhallen ganz enorm. Auf der einen Seite wird die Ertüchtigung der Jugend gefordert, auf der andern Seite belegt der Staat diese Stätten mit hohen steuerlichen Lasten. In dieser Angelegenheit wollen die im Besitze von Turnhallen stehenden Vereine demnächst gemeinsame Forderungen ausstellen und an die betreffenden Stellen herantreten. Der Abend vereinigte die bereits anwesenden Turner, sowie eine große Anzahl von Gästen bei einem gut gelungenen Werbeabend unter Mitwirkung des Gesangvereins Burg-Gemünden. Bezirksvertreter Guntrum sprach über die Bedeutung des deutschen Turnens für Volk und Vaterland. Ferner zeigten die besten Geräteturner des Bezirks ihre hochentwickel! en Hebungen. Eine Abteilung Butzbacher Turnerinnen zeigte sehr schöne rhythmische Freiübungen und einige Hebungen am Barren. Sämtliche Leistungen standen auf hoher Stufe. Gauobertumwart Will- Gießen gab in markigen Worten seiner Freude Ausdruck über die Fortschritte der Turn- sache im 4. Turnbezirk. Unter Leitung des 1. Bezirksturnwarts Bastian ging am Sonntagvormittag das Ge- rätetoettur neu in zwei Sälen vor sich. Punkt 12 Uhr war das Turnen beendet. Um 5 Hhr fand die Preisverteilung statt. Von 238 Wett- turnern erhielten 156 Turner Preise. Aktive Turner st ufe: Otto Henning. Lauterbach 175 Punkte. 1. Preis; Hans Jßlei, Lauterbach 173 P., 2. Pr.; Christian Geiß, Schlitz 173 P.. 2. Pr.; Ernst Södler, Lauterbach 169 P., 3. Pr.; Friede. Scharmann, Groß-Felda 164 P., 4. Pr. Jugend-Oberstufe: Herrn. Kühne, Lauterbach 161 P., 1. Pr.; Erich v. Müller, Alsfeld 152 P., 2. Pr.; Heinrich Dahmer, Lauterbach 148 P., 3. Pr.; Karl Beier, Lauterbach 147 P., 4. Preis. Jugend-Unter stufe: Gg Schmier. Pfordt 117 P.. 1. Pr; Hans Seibert. Homberg a. ö. Ohm 110 P., 2. Pr.; Hch. Kraus. Homberg a. d. Ohm 110 P.. 2. Pr; Konr. Dickel. Lauterbach 107 P.. 3. Pr; Dal. Röhl. Pfordt 106 P., 4. Pr Schüler st ufe: Karl Geibel, Homberg 115 P., 1. Pr; Brusius Wilfried. Schlitz 114 P.. 2. Pr.; Karl Born, Homberg 109, 3. Pr.; Valentin Schmier, Hartershausen 109 P., 3. Pr; Willi Kehl, Homberg 107 P., 4. Pr Siebener Schwimmverein. Aach langer Ruhepause tritt der G. S. V. in kurzer Zeit wieder mit einigen Veranstaltungen im hiesigen Hallenbad an die Öffentlichkeit, um zu zeigen, was er in stiller Trainingsarbett erreicht hat. Am 22. Februar werden Wettkämpfe gegen die Schwimmabteilung des V. f. B. 05-Kurhessen. Marburg, statlfinden. Diese Kümpfe werden eine Generalprobe darstellen für den am 13. März ftattfinhenben Klub- zweikampf gegen den Wiesbadener Schwimmklub v. 1911. Auf diesen Klub- tamps richtet sich in diesem Frühjahr das Hauptinteresse. Am 15. März beginnt sodann die Karenzzeit, die bis zum 15. Mai dauert. Wäh- Mitseepferdchen, er besaß Intellekt, aber man sah es ihm an. und das war ein Fehler, denn damit macht man sich bei seinesgleichen unbeliebt Ungesund ist baS viele Denken auch, und vom Denken ist noch keiner fett geworden. Das spürte das nachdenlliche Seepferdchen am eigenen Bäuchlein, das ein trauriges, faltige^ Hängebäuchlein war. während feine Genossen auf der fetten Weide runde, pralle, ich möchte saft sagen, fröhliche, lachende Bäuchlein hatten wie alle Leute, die nichts denken, ober höchstens: ich habe Appetit — her mit dem kleinen Krebs — rasch — hierhin — dahin — husch — haps — hinunter mit dem fetten Brocken! — Das einsame Seepferdchen auf der Koralle wiegte den Oberkörper rhythmisch hin und her, wie immer, wenn es in Gedanken war. Es starrte mit tiefsinnigem Gesichtsausdruck auf eine große, blaßgekbe Seeanemone, die sich eben langfam umstülpte. „Wie? Woher? Warum?" dachte das Seepferdchen. Das ist an sich nicht viel, aber für ein Seepferdchen ist das allerhand. Wie. woher, warum, so dachte es wohl hundertmal am Tage, ohne daß ihm je Antwort ward. Sein kühnster Gedanke war aber, einmal hinaufzusteigen in die grüne Unendlichkeit über seinem Haupte und zu erforschen, wie hoch und well die Welt und was etwa dahinter fei, dort, wo das Licht her- tam. Sehr well toar das Seepferdchen noch nicht berumgefommen. in feinem Leben. Furcht und Gewohnheit hiellen es in der Rahe der heimatlichen Wiese fest. Aber kleine, kühne Streifzüge Halle es schon öfters unternommen. Bis jetzt aber war das einzige Ergebnis dieser Forschungsreisen die Entdeckung, daß das Wasser Heller wurde, je höher man stieg. Ohne Zweifel. Ligenötoo hoch oben mußte eine leuchtende, riesengroße Aktinie hängen, eine gewaltige Seeblmne, wenn es nicht gar ein gefährlicher großer Krake war. Man begreift, daß Probleme dieser Art für ein intellektuelles Seepferdchen interessanter find als Öierau5brüten unh Kindererziehen. Mit gerunzelter Denkerstime sah das See- pferdchen auf der Koralle und schaute mit großen Augen ins Grüne. Man sah es ihm an. es kämpfte um einen Entschluß: Soll ich es wagen? Oder soll ich nicht?? — Cs toar immerhin ein gefährliches Unternehmen, auch für einen kinderlosen Junggesellen. Aber es wäre eine Tat, wie sie einzig dastände in der Geschichte der Seepferdchen. ... Da war fein Entschluß gefaßt, fein Forschergeist überwog. Und sollte es auch zugrunde gehen dabei — was lag baran! Es sei! Aber erst wollte es noch frühstücken, denn kein Forscher, auch nicht der bedeutendste, zieht aus, ohne gefrühstückt zu haben. Rasch schwamm darum das Seepferdchen herab auf den Meeresboden, wo es die spärlichen Seegrashalme. die unter der Koralle wuchsen. eifrig nach eßbaren Tierchen absuchte. Dann, endlich war es soweit — der große Augenblick toar da. . Eine Schirmqualle fegrite eben vorbei und schraubte sich vor seinen Augen in die Höhe. „Eine gute Reisegesellschaft", dachte das Seepferdchen und schwamm langsam hinter ber Qualle her. höher und höher. Bald toar es in einer Höhe, die es noch nie beschwommen hatte, sonderbare Tiere zogen vorbei und Fische, tote sie das Seepferdchen auf der heimatlichen Wiese nie erblickt hatte. Das Wasser wurde immer heller, das Leuchten endlich so intensiv, daß es schmerzhaft in die Augen biß. Aber tapfer schwamm das Seepferdchen weiter, immer weiter und höher hinauf. Solange die Qualle da toar. toar ja keine Gefahr! Das Wasser toar allmählich goldengrün geworden und warm, unangenehm warm, und auf einmal sah das Seepferdchen, tote es erwartet halle, den Lichtspender in Gestalt einer riesengroßen. goldgelben Seeanemone hoch oben un Wasser schweben. Seine ÄaHulation war allo richtig gewesen! Erregt strebte es Wetter. Jetzt gab es rein Zurück mehr. Da sah es plötzlich, daß rend dieser Zeit dürfen keine schwimmfpvrllichen Veranstaltungen stattsinden. abgesehen von bet- einsinternen Wettkämpfen. Aus diesem Grunde wird der G. E. V. im April als Abschluß der Hallenschwimmzeit ebenso wie im Vorjahre ein vereinsinternes Abschwimmen veranstalten, das den besten Ausschluß übet den Leistungsstand der Wettkampsmannschaft geben wird. Die Lage im Lahnkreis. y. Rach wie vor führt Gießen 19 0 0 die Tabelle im Lahnkreis an. ohne jedoch in einwandfreier Führung zu sein, da d^s relative Punkteverhältnis den Marburger Germanen immer noch die Möglichkeit des Ausgleichs gibt. Sonst zeigt die Tabelle nur noch als besonderes den Anschluß des F. C. Weylar an die Spitzengruppe. Mit gleicher Punktzahl stehen F. C. und Staufenberg. Davon hat Wetzlar jedoch die wenigsten Spiele. Verein Spiele Puntte Tore Gießen 1900 17 26 4427 Marburg Germania 16 24 55:27 Ockershausen 18 24 45:25 Herborn 18 20 44:40 B. C. Wetzlar 18 20 32.34 Butzbach 18 17 41:37 F. E. Wetzlar 13 15 35:28 Frnnkenberg 18 15 28:35 Dillenburg 19 11 40:47 Gladenbach 17 10 40.-62 Riedergirmes 18 10 27:65 Was der Sonntag bringt. T. D. v. 1846. Am Sonntag empfängt der T. V. v. 18 46 Gießen die erste Mannschaft des T. V. Lauterbach au einem Gesellschaftsspiel auf dem Waldsporftuatz des V. f. B. T. V. Lauterbach, dec bisher nicht an den Verbandsspielen des Gaues Hessen teilgenommcn hat. verfügt über eine schnelle und eifrige Mannschaft, o eigen. Da» da» Spiel besonders lebhaft und htiettffanl gestaltet. Ta Dasbach trotz der kurzen Zeit feines Bestehens eine äußerst durchlchtagSträftt« Mannschaft ftellt und TBiefed infolge einer Umstellung ebenfalls sehr gewonnen hat, ist ein interessanter Stampf zu erwarten Die Jugend Miesecls. die Butzbachs Jugend im Vvripiel 2:1 schlagen konnte, durfte sich auch diesmal infolge der überlegenen Spielte eile den Sieg nicht nehmen lassen. O verhelfen. L'nuDäcie Gictzcn CO si lei N-L i n den. 17. Febr. Zufolge eines vor einiger Zeit geiahten Beschiuffes des OkmetnDeTabi wird gegenwärtig der Feldweg nach Allendor, (Lahn), der bei schlechtem TBatter kaum passierbar war, in ordnungs- gemähen Zustand versetzt. Hoffentlich folgt die Aachborgememde Allendvrf diesem Beispiel und latzt den Teil des Meges. der innerhalb der Gemarkung Mendorf liegt, ebenfalls aumbauen, Damit der jetzt gerade verkaufende Weg in Zukunft für den FuhrwertSverkehr benutzt werden kann. Bedeutet doch dieser Dsg gegenüber der Landstrahe an den Tvrgcnmüh.eu vorvci eine Zeitersparnis von einer halben Stunde. l- TD i e fc d. 17. Aebr ©ine Pestalozzi- feier ganz eigener Art veranstaltete gestern aebnü die Volkshochschule Diesed für ihre Hörer. Die den geräumigen Vvrlefungs'aal bis aus Da6 letzte Plätzchen füllten. Dieser Abend fiel auS dem Aatzmen der sonst üblichen Arbeit der Volkshochschule heraus, aber der hundertste Todestag Pestalozzis, des TBagbereitert unseres heutiaen T^lWschulwesenS. solle auch für unsere Volkshochschule ein Punfi sein, an dem des großen TLannes festlich gedacht werden soll. Mit diesen TDorten leitete der Boriitzende Aeltor Dr. Bein fernen tief schürf enden B o r t r a g über das Lebe». TBirten und Mesen Pestalozzis ein. 3u der feinsinnigsten TD eise schilderte Dr. Lein den ganzen Lebern-weg Pestalozzis. 3n den Vortrag waren wie goldene 6ameiif6rner Deklama- üeaen singeklochron, Die den TBcrfen Pestalozzis cnlnonunen waren, und in Die sich Hörerinnen und Hörer der Volkshochschule (Die Damen Mootz. Frank. Lever^aps, Die Herren Stoll und Petri) tettten. Einige passende Sieberoorträge des FrauenchorS TDiefcd unter Leitung seines Dirigenten Lehrer Stoll verschönten die ein- drudsvolle Feier. Als Abschluß deS AbenDs. Der für alle Teilnehmer ein Gew.nn war. fangen Die Anwesenden bei Harmoniumbegscitung Dal Lied. .Brüder, reicht die Hand zum Bunde". t. 2 eiskirchsn. LZ. Febr. Gestern fand im hiesigen Gemeindawald Die erst e H o l z- Versteigerung statt. Die Steigerer waren hauptsächlich fosche Leute, die fein eigenes Fuhrwerk besitzen. Bauersleute mit eigenem Gefährt steigern ihren Hvlzbedarf zum größten Teil in Öen entfernteren Staat swaldungrn. in Denen Die Preifst bedeutend niedriger liegen. Ts kam nur Buchenholz zur Versteigerung. Die Preise waren hoch: es wurden im Durchschnitt bezahlt für den L Hörnsheim, 17. Febr. Bei der im hiesigen Denreindetoald stattgehabten Brennholzoersteigerung, bei Der auch ein Teil des Auyholzes mitverkauft wurde, erzielte man folgende Preise: Eichen schichtnuyholz (4 Meter lany) 28 bis 32 Ml. je 2 Raummeter, Sichen- lcheitholz 38 bis 42 Mk. je 2 Aaummeter. er mit dem Zuge ab reifen müsse, und gwg in Die Garderobe, tun sich anzuziehen. Dort prüfte er in aller Arche Die Kleidungsstücke Der Turner und hieß alles, was chm der Mühe wert erschien, mit geh en. Er erbeutete auf diese Weise eine ansehnliche Geldsumme. Außerdem suchte er sich Den besten Anzug unb Mantel heraus, sowie Die besten Schuhe und verschwand. Aach Dem gerissenen Gauner wird gefahndet. WSM Wetzlar, 17. gebt. Gin starkes Stück Diebesfrechheit hat sich hier zugetragen. 3n der Turnhalle deS Turnvereins erschien abends während der Turnstunde ein Mcmn. der sich als neu zu gezogener Turner vorstellte und bat. an Den Hebungen teilnehmen zu dürfen. Dies wurde chm gestattet. Gegen 10 1U)T abends entschuldigte er sich, daß Aaummeter Buchenschei: 1Z bi# 19 Mk Knüppel 12 bis ir Mr.. Stockholm r bis 8 Mr. und Arifig 3 bis 4 Mk. 3n Den nächsten Wochen werden zwei weitere Holzverstmgerungen ht Den Gemeinde» Waldungen statt finden C (Brüningen, 17. Febr Fetzt fand Die tritt Holzoersteigerung in dem Srüninger- Dorf GMer Markwald statt. Hierbei wurden ml- SnDe Preise erziel: B ruhen schricholz 30 bis 36 art. Budjenfnüppel 27 bis 29 Mark, Eichenscheit holz 18 bis 24 Mark, Eichenknüppel 15 bis 18 Mark. Kiefern knüppel 18 bis 24 Mark, Eichenstöcke 7 bis 8 Mark. Buche rfttöckb 10 bis 13 Mark je Iwei Aaummeter. * Obbornhofen. 17 Febr Der feit zwei 3ahren hier bestehende Kleinkalider- Schützenverein veranstaltete dieser Tage einen Lichtbilderraben D. bei dem Major außer Dienst L i n d e n a u auS Giesten sprach. — Aach dem Anbriugen einer Pumpe ift nun unsre Aotwasserleitung in Betrieb genommen worden Auch nach Dem Unterhtrnf zu fangen jetzt Brunnen an zu versiegen, so daß die Aot- Wasserleitung erweitert werden muh. KrciS Friedberg. ~ Butzbach, 17. Febr. Bei der im hiesigen Stadtwald vorgenommenen Eichen- und Du chennutzholzversteigerung wurden sehr hohe Preise erhielt. Es wurden bezahlt für Eichenstammholz 60 bcs LOO Mk. und für Buchenstämme 35 bis 40 Mk. je Festmeter. Kreis Büdingen. - Da d-Salzhausen. 17. Febr. Bei Der von 3ahr zu 3ahr sich steigernden Zahl Der Kurgäste reichten Die Bäume des Äurfjau- s e s öfters nicht aus. Besonders bei Veranstaltungen erwies sich der Kursaal als zu klein: als werterer Mangel kam das Fehlen einer Bühne hinzu. Diesem TIotftanD ist nun durch Den Anbau eines größeren Baumes an Den Ä u r f a al abgeholfen worden. Eine Bühne mit Ankleideräumen ist gleichzeitig mit erstanden. Der Anbau ist im Avhbau vollendet, durch künstliche Srodnung hofft man Den Innenausbau so beschleunigen zu können. Daß Das Haus mit Beginn Der Saison feiner Bestimmung übergeben werden kann. *t- Borsdors, 17. Febr Hier fand jetzt die einzige Brennholzversteigerung der staatlichen Försterei Glaubzahl statt. ES hatte sich dazu eine große Zahl Käufer aus Den um- licgcnDcn Ortschaften und aus Der TBctterau cingefunDen. Obwohl über 600 Aaummeter Buchenfchetter und Knüppelholz zum Ausgebot kamen, waren Die Preise sehr hoch. ES tarnen Buchenscheiterholz 17 bis 21 Mk„ Buchenknüppel 12 biS 14 Ml.. 6töde unD Aeiser hatten auch entsprechend hohe Preise. rl. B l e i ch e n b a ch , 17. Febr. Der Theaterabend Der hiesigen Bruderschaft des Iungdeutschen Ordens war'wieder sehr gut besucht. Das beweist, wie sehr sie in Den sechs Jahren ihres Bestehens mit Der Gemeinde verwachsen ist. Es wurde durchaus Gutes geboten. Stüde von Theodor Körner, Fritz Acuter und HanS Sachs brachten, gut Dargestellt, alte und Doch jungdeutsche Hochgedanken allen Zuhörem nahe. — 3n Der Leuten Woche traten auch in Stetiger Schule zahlreiche Grippeerkran- kungen auf; in Der Unterklasse fehlen bereits mehr als 50 Prozent der Schüler. — Die Zahl Der in diefem und in Den folgenden Jahren in die Schule eintretenden Kinder wächst Derart, daß Die Errichtung einer dritten Leh verstelle nicht zu umgehen fein wird. — Die Schafherde unserer Gemeinde war feit Anfang des Jahres stark von Der 2t ä u D c heimgefuchl die Krankheit ist zwar jetzt abgeflaut, doch wird Die diesjährige TBolüwtnmg ganz ausfallen. Die Ttentabititäi^ der Schafhaltung ist nach abgeschlossener Feldbereinigung in einem Gebiete intenfwer Landwirtschaft wie hier übetfraufr: mehr als in Frage geWefit Kreis Schotten. ■■ Schotten. 17. Febr. 3ui der jüngsten DemeinderatSsitzung Der Einrichtung eures lleineven. für Den Bezirk ausreichenden Krankenhauses will der Gemeinderat alsbald nähertreten. Verschiedene Angebote von privaten Häusern fanden bei dem Eemernderat keinen Anklang. So wird er Dai der Stadt gehörige, in der Aiddastraste in schöner, sonniger Lage gelegene Wohnhaus (früher Pension Postbäuschen) für Zwecke eineS Krankenhauses Herrichten lassen. A ege ballen. 3folierbarade können leicht einge- richt« werden, ein großer Garten g«chvn zum HauS. Tine gemeinsame Besprechung mit Kreis- gesundheitS-, KreiS- und Boa amt soll noch ftaU- sinden. auch muh zuvor für richtige Unterbringung deS landwirtschastüchen Amtes das sich zur Zett noch im Haus befindet, Sorge getragen werden. — Die erst« städtische Holz- verstetgerung. Verkauf auS zwei Schlägen der Stadtwaldes, hat ca. 6500 Ml. Erlös ergeben; sie wurde genehmigt. — Die städtischen Spiehwiesen. 40 Morgen für Die eine besondere Bewässerungsanlage geschaffen worden ist und Die guten Ertrag liefern, sollen auf Drei weitere 3ahre verpachtet werden. — Die HanDwerkSkammer Hal besondere Grundsätze für das DerDingu ngS- und Submifsionswefen auögearbeiiet und diese Den Gemeinden zur Beachtung empfohlen. Der Gemeinderat erfennt ftc im allgemeinen an, behält sich aber seine Entscheidung von Fall $u Fall vor. — Von Den ArichSftnanzbehörden toirD auf Zusammenlegung von Finanzamt unD Fi nanzkafse gebrannt. Die Stadt toirD Die notwendigen baulichen Veränderungen vornehmen, auch einen Bauplatz zum Bau einer Vor- stehertoohnung zur Verfügung stellen. KreiS Lauterbach. 8 Engelrod, 17. Febr. Die Gemeinde hat ein neues, geräumiges und zweckmäßig eingertd)« tetes Feuerlöschgerätehaus gebaut, Das am Sonntag durch Den streisfeuerwehrinfpektor Bechtold (Lauterbach) feiner Bestimmung übergeben wurde. Anschließend hieran veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr einen Unterhaltungsabend, bei Dem außer gesanglichen Darbietungen Das Schauspiel „Andreas Hofer" zur Aufsichrung gelangte. Die Einübung Des Stüdes hatte Lehrer 8äff ler übernommen. Die Darsteller leisteten Vorzügliches. Preußen. Kreis Wetzlar. Bschenknüppei 32 W 34 Mark je 2 TUiui> metrr. Buchenstvdholz 10 bis 14 Mark je ter Raummeter. Buchenastwellen 18 bK 22 Mark ie 100 Stück. Durchfvrstungswellen 28 bis 32 Mark je 100 Stück, Fichtenftangen 1. ÄL 20 bi* 22 Mark, je 10 Stück. 2. Kl. 13 biS 17 Mark je 15 Stück unD 3 Kl. 10 bi* 14 Mk. je 15 Stück. O Hochelheim. 17. Febr Die Arbeiten für Den Bau einer Autohall« Der Kraftpostlinie Gieße n—K l c eb a <61 a I finD nunmehr zur Vergebung ausgeschrieben Zu Der Submission sind nur Handwerker aus Den Gemeinden Hochelheim und Hörnsheim zu- gelassen. Die Halle wird massiv erbaut und soll 10 Meter Lang und 7,50 Meter breit werden: sie soll zur Unterteilung von zwei Wagen Dienen. <> Dornholzhausen. 17. Febr. Zur (Fr- gänzung Der Lehrmittel »ür Den Schulunterricht bat nun auch Die hiesige Gemeinde einen Licht bilboppa rat angeschafft. ts hanDett sich um ein Epidiaskop. Das oon Der Firma Ernst Leitz lWetzlar) geliefert ist. Zur Einführung Des 2Ippa» rotes fand oestern abenD in Der lurnhalle «in öffentlicher Lichtbildervortrag statt, mit Dem Lehrer Watz eine kurze Pestalozzi-Gedächtnisfeier verband. Äugendpfleger Engels zeigte an fianb schöner und deutlicher Bilder |t eine Reife nach Eisenach und auf die Wartburg sowie noch Den rtoroifdjen unD orientalischen Ländern. 0 Aiederkleen, 17. Febr. Die tveküh- ren für Die Entnahme von Wasser aut Der für Die biehge Gemeind« neu erbauten Wafferleitung. find von Der Gemeinde- Detitetung wie folgt festgesetzt: für einen HauS- anschlusi auf 24 Mark, für jcDen HauShaltungs- angehörigen auf 2,50 Mark, für Da« Stück Großvieh auf 3 Mark, für Da« Stück Kleinvieh auf 1 Mark, für einen Gartenbvbranten auf 10 Mark. Hausbesitzer, die an Den Snt- wässerungSkanal angeschlossen sind, haben eine besondere Gebühr von 21 Mark zu zahlen. 3n sämtlichen Fällen handelt e« sich um Die Sätze für ein Rechnungsjahr. TI i e D e r b i e 1, 17. Febr. Die beiden hiesigen Gesangvereine — Männergesang, verein und Quartettverein — haben sich vor kurzem zu Dem .Männergesangverein Riederbiel' zusammengeschlossen: rin erfreu- licheS Zeichen Dörflicher Eintracht. Kreis Fulda. WER. 5u l Da, 17. Febr. Heute vormittag um 7 älhr wurde an Dem Schienenstrang Der Strecke Frankfurt a. M.—B ebra zwischen Dem Bahnhofsgebäude und Der Leipziger Straße Die Leiche eines von einem Zuge übersah retten unbekannten jungen Mannes gefunden. Man nimmt an. Daß es sich um einen Arbeiter aus Der näheren Umgebung oDet um einen blinden Passagier handelt. Der kurz vor Der Einfahrt Des Zuges beim Absprin- gen verunglückt ist. Bei Dem Toten, Der etwa 28 3ahre alt ist unD braune Manchester- sporthosen, blauen Rock, graubraune Sportstrümpfe. schwarze Schnürschuhe unD grünlich, LoDenjoppe trug, wurden keinerlei Aus- weiSpapiere und auch keine Fahrkarte gefunden. Der Separatist als Landesverräter. TD6TI. Mainz, 17. Febr. 3n Der LandeS- verratS-AnaelegenheitDes TlteDeringel- Heimer Separatisten Erbes weilte vor einigen Sagen im Auftrage DeS OberrrichsanwaltS ein älntersuchungsrichtcr in A ederingel-Ltm. um umfangreiche Zeugenvernehmungen vorzunehmen. Zwei Äriminalbcamte Durchsuchten Die Wohnung Des GrbeS und sanden sämtliche Woh- nungseinrichtungsgegenstänDe zum Transport vorbereitet vor. Die Haussuchung ergab schwer Märtyrer der Liede. Roman von 3. Schneider-Forsll. 3. Fortfetzung. Nachdruck verboten (flifabetb wischte sich Vie letzten Tränenspuren oon den Wimpern, atmete ein paarmal aus aller liefe unD lief dann hastig die Treppt zum ersten Stock hinaus. ..Na. na, na, nal Willst mich wohl über den Haufen remren, du Vtldfang!" Saran Merkens Hünengestalt kam ihr von oben emgeaen. „Aerzeih, Vater, ich habe Dich nicht gesehen!" ..Natürlich nicht! Hab' ich schon gespürt I — Wo willst Dn Denn hin? — Zu mir? Ra also. Dann hmtnr! Friedrich ist so gut wie vvm Erdboden oer- schwunden. Da läut* und klingle ich in alle Ewigkeit für die Katz! Hat Die Hanna was zu elfen? — Was OrdttUlichcs? — Ich habe Hunger. Nimm mir Dann Mr Stiefel herunter. Liesl. unD bring mir meinen bequemen Hausrock. unD wenn Du noch eine Zigarre findest irgendwo. Aber eine gute? Sonst kann ich auch Darauf verzichten." ®ft schwerem Schritt trat er in das einfach müMiertp Eßzimmer. 2er bequeme Lehnstuhl krachte murr Der Bürde feines Leibes. Er flmfte Die mit schweren Schaftstiefeln beMeibeten Füße weit von sich und fuhr einige Make glättend durch Den noch mnner dich!cn dunklen Vollbart. Dabei streiften seine fingen — genau Dieselben, wie sie in Dem Gesichte feiner Tochter stunden — ungcöulDig durch Den 'Jtmmr. Merkens Gesicht mar gesund und gerötet und von starken, knochigen Formen. Alles an diesem Tfrrrm war massiv. Nichts störte die Harmonie. (Es pafite alles zusammen. Herrgott, wo bfivb nur Da? Model wieder? (Er trommckte mit schweren Fingern über die roe-fiübtrDerftt Plarte des großen Eichentisches. Äm selben AugenDNck trat Esisaveth ein, das (3e> sicht uci gerötet und noch hastig atmend vom raschen Laufen, «ie brachte alles, was ihr für feine Bc quemlichkeir wünschenswert erschienen war. und legte zwei Zigarren auf Das kleine Tischchen neben dem Kamin. Saqtfid) streifte sie ihm die Stiefel von den Füfian, hals ihm in Den warmen Hausrock unD brach» Feuerzeug und Aschenbecher. Als Friedrich erschien, war Der Baron bereits in seine Abendzeitung vertieft. ..Dec Herr Baron werden verzeihen . . " -3a die Küche! Ich habe Hunger!" knurrte Merken. ..Zum Teufel auch! Nun sitze ich schon eine geschlagene Stunde!" ,,'Batcr, es ist noch keine zehn Minuten", be- schwichtigtr Elisabeth, um den Alten nicht w kränken. „So? — Na also, Dann sitze ich eben zehn Mi nuten." Das Abendefien verlies äußerst schweigsam. Elisabeth würgte an den wenigen Liffen, welche sie zu sich nahm. Das Gesicht Des Vaters war fast ganz oon Der Zeitung verdeck,. Er sah taum auf. als Friedrich den Tisch räumte. Nur einmal marf er einen stuchiigcu Blick zu der Tochter, hinüber. Die. über chr Haushaltbuch geneigt eine summe .gijam- menrechnete. Iks schien immer Die gleiche zu fein. Wenn Georg morgen kam, mußte sie ihm Bescheid geben. Sie hatte sich ja erboten, mit Dem 3ater zu sprechen. Vielleicht war es gar nicht so schreckllch. als sie sich alles ausmalte. 'Barer hatte doch auch nichts Dagegen gehabt, als sie sich mit Dok tor Reichmann verlobte, ote überlegte hin und her. Ihr (BeDanfengang wurde immer verworrener. 'Wenn zwischen setzt und Der Zeit ihrer Verheiratung doch eine Spanne oon wenigen Wochen gelegen märe! 'Tiber in vierzehn Tagen schon' Wenn er nein sagte, was Dann? Georg war so rasch verletzt, und Ser 'Baier war fürchterlich in feinem Zorn. Sie blickte oon ihrem Buche auf nach des Balers herabtzeneigtem Gesicht, sah die vielen tiefen Furchen und die zusammengezogenen Brauen, und aller Mut war wie meggeblafen. firin, sie getraute es sich nicht zu sagen! Es er schien ihr ganz unerhört, was sie im Begriffe war zu tun. Wenn sie dem Manne ihrer Liebe folgte, dann blieb er ganz allein zurück. Abend für Abend ohne einen Wünschen! 'Jltdjts als feine Zeitung hatte er dann. Niemand, Der gesprungen tarn, türmt er heimkehrte, Der ihm die Lippen zum Gutenachtkuß dvt. So grausam war Das! So herzlos! O Kvtt, sie konnte nicht oon ihm gehen, das war ja ganz unmöglich. Dieder sah fie M ihm hinüber. Sein Stopf er» Idjien ihr ganz plötzlich in einem anderen Lichte. Prozent ermäßigt, Monatsgeld 5’y\ bis 61/. Proz. Im Devisen- v er kehr notierte Paris gegen London 123,70. Mailand fester mit 112 gegen das Pfund. Lon- dcn-Kabel 4,85' . Die Reichsmark stellte sich gegen London auf 20,47, gegen Kabel auf 4,22. Borken kucke. Frankfurt a.M. Berlin Schlu.] i-Uhr. fctrrs flure SÄluh. ItlTT« Anfang virc Tatmr. 17. 2. 18.2. 17. 2. 18. 2. Anleihe-Ablösung 9irl-3OOoO do- Nr. 30001-60000 315 _ :142 45 34a — 341.5 347 do. ohne S-uslolungsrechk 31.62 31.5 34 1 31.8 Tcuischc iLparprumienänleihe 0.54 Teullche ^-ertb. Dollar Sink. lut,5 — 102 —» <°/o Holl türken......... _ 1 — 1 17,5 _ 5% Goldmerikaner ... • — 43.75 1 41 — Berliner Handelsgesellschaft. — — 289 294 Commerz, und Privat Bank. 222 222.5 221.25 221 Tarmfi. und 'Jtaiionalbant ■ 293,2.5 297 294.5 297 Deutsche Bank......... <102.75 203 201.5 202.5 T «Skonto (<"ommanblt . . . 193 193.5 194 9 193 Dresdner Bank........ 166 5 188.62 186.75 Ift8 170 Melallvant........... I7'i 171 I/O Miiieldcutsche Tredittanl. . 214 2'0 216 6 230 Leslei-reichische Trevitanstalt 9.4 9,4 9 45 9.45 ReichSbank..... . 169 75 190 191.5 Bochumer Guß....... 189 — 189 5 198 Buderus........ . . 125 — 130 129 5 (saro ............. — — — — Deutsch Luremburg...... 188.5 — 189.5 187.5 Gelsenkirchener Bergwerke. . 190 189,75 19U 189 Harpener Bergbau...... 231 239.25 230.5 -'30.75 Kaliwerke AscherSleben.... 213.5 217 210 75 217.9 Kaliwerk Westeregeln..... 211.5 217.5 212 218 L'auratjüttc......... . 102 103 103.5 102 25 '.Mannesmann......... 230 232 5 230,9 232.5 Mansieldcr........... 154 5 154 153 75 154.25 Lbcrdedarf .......... 129 131 128 129 Bbönir Bergbau....... 135.1 —- 135 ld5 Aheinischc Braunkohlen . . . 307 313 309 313 Rhcinstahl........... 222 225 5 223 224.75 Nie deck Montan........ 182.5 — ISO 25 184,5 Telliis Bergbau ..... 129.5 — Bereinigte Stahlwerke.... 150 149 149.75 148 Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd - . 161 — 165 167,75 152,25 152,75 152 154 Cheramilche Werke Albin . - — — — Zementwerk Heidelberg . . no.fi 170,5 — — Philipp Holzmann..... 192,5 — 191,75 192,75 Anglo Cont (Suano..... — 130 — Chemische Mäher Alaptn. . — — — Goldschmidt...... . . 157,75 156,25 161 Holzverkohlung........ I ® ^arvcn-Ondustrtc. . . Nutgcrswcrke........ 95 322.75 '2..12 322,5 326 140 75 HO.75 140 140 25 Scheid, annalt....... 250.5 251 — — Alla- Elektrizitäts-Gesellschaft 170.5 173 170,5 172,5 Bergmann .......... 189 193 189 5 192.25 Elektr Lieferungen - .... 198 20t 5 197 202 L'cht und Kraft........ 196.75 199 — 198,5 Moinkraitwrrke........ 137,76 — — — Schuckcrt ........ 176.5 181 177 180,25 Clemens .V Halske ..... 233 237,5 232,75 238 Adlerwcrke -Meyer ...... 135.5 136,5 134.75 136 Daimler Motoren....... 121 124.25 121,75 124.5 Hehligenstacdt......... Meiuin............. 16,25 — 74 77,75 —— Mannheimer Motoren ... — 40 — frankfurter Armaturen 27 — — — Konservenfabrik Braun . . Mctallgesell'chaft Frankfurt. 75.75 •• — — 201 203,75 — — 132.5 — — — öchuh'abrik Herz . . . .. 80,5 — 80.75 e ichel.............. — Beriftoff Aickaffenburg . . >83 185 25 185 184 Zcllston Waldhoi...... 278 279.5 277 278 Zuckerfabrik Frankenthal . - — - —— Zuckerfabrik Waghäusel — — — — Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger--.) Berlin, 18. Fcbr. Die Börse eröffnete unsicher, im ganzen aber behauptet. Die schr festen gestrigen Nachmittagskurse konnten sich allerdings nicht ganz halten, da das Publikum mit kleineren Positionslösungen hervortrat, die bei der geringen Aufnahmefähigkeit auf die Tendenz drückten. Die flüssige Lag« de- Geldmarktes gab aber der Tendenz einen RückSnhalt. Interesse zeigte sich besonders für Spezialwerte: Clektroaktien unter Führung von Siemens & Halske, Darmstädter Bank, Schiff- f a h r t s a k t i e n mit Ausnahme von Hamburg- Süd, Maschinen- und Metall-Aktien und einige Nebcnwerte, die leichte Gewinne erzielen konnten. Im ganzen war das Geschäft von einer deutlichen Llnsicherheit beherrscht und auf wenige Gruppen beschränkt. Heimische Etaatsrenten vernach- lässigt. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 3'/z Proz. bis 5'/. Proz.. Monatsgeld 5* 4 bis 6‘A. Proz. Kurzfristige Mittel waren unvermindert reichlich angeboten. Im Devisenve - kehr konnte der Dollar feine gestrige Festiget nicht behaupten. Mailand lag gegen London I ,)r fest mit 11,75. Auch Spanien notierte freundlich. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt, a. TEL Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) 17. Febr. IS Febr Amtliche «eld Kon ruog Briet «mtüdie Notierung «elv ! Btt-' Amft'Roii 168.61 169,03 168.64 169,06 Bu<-n Alrck 1,761 1,765 58.75 1.761 1.765 Brii--?1ntm 56,61 68.80 58 74 Christiania 108,2b 108.56 108.31 108.50 Kopenhagen 112.31 112.fi9 I124H 113.59 Stockholm 112,46 112.74 112,44 112.72 Helnngfors 10.603 10.643 10.60 10,64 Italien. . . 18.22 18.26 18.26 18,60 London. . . -0,44 - 20,494 20,4-18 20.490 Wennor! . . 1.214 4,224 4,214 4.224 Paris.... 16,52 16,56 16.61 16.55 Schweiz . . 61,05 81,25 81.045 M.245 Spanien. 70,60 v 70,73 70.78 70.96 Japan . . . Bio de Jan Wien kn T ■ 3,oc , 2,064 2.059 0^00 2.063 o.r ' 0.502 3.502 Ctft. abgcft 69.3, 69,48 59,32 59.46 Prag .... 12.478 12.518 12,477 7.40 12.517 Belgrad . . 7.40 7,42 7,42 Budapest. . Bulgarien 73.66 73.84 73.67 73.85 3,04a 3.055 3,045 3,055 Vifiabon . 21,563 .1,625 a,555 <1.615 81,44 Danzig. . . 81,15 81.35 81,24 Konst ntin. 3,151 2,161 5,66 2,145 2,158 Athen. . . 5,5 5 44 5 46 Tanada 1,201 4,211 4.207 4.217 11 ru uatj 4.255 4.265 4,255 4.265 Tatro 41.969 21,021 30,964 41.016 Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 18. Febr. ®r wurden notiert: Wetterauer Weizen 29,50, int Roggen 27, Sommergerste für Brauzwecke 25,75 bis 26,25, int Hafer 21,75 bis 22.50, Mais, gelb 18,75 bis 19, inl. Weizenmehl, Spezial 0 40,25 bis 40,75, Roggenmehl 38 bis 38,50, Weizenkleie 13,75, Roggenkleie 14 bis 14,25. Tendenz: stetig. ~ 1 ■' IRL!^- Bei Grippegefahr wenn dir beim Cinkaut nur aut den rrcis sehen l Vorzeitiger Wäscheverschldß kostet viel Geld. Schlechter Seifengeruch geht auf die Nerven. Jedoch mit Naumann’s Kernseife gereinigte Wäsche erfrischt wie ein Bad. Aber die bekannten Würfel mit dem folgenden Kennzeichen müssen es sein: Nutzholzversteigmmg Montag, den 28. Februar 1927, vormittags 10/2 Uhr» werden in der Gastwirtschaft von Sind Möser II in Eichelsdorf aus den Staatswalddistrikten: Schenkenwald 3—6, .üleerberg 1, 2, 4 der Försterei Rainrod, Alteberg 1, 5, 7, 11 Ulfaer Reippcrts 2 u. 3, Steinswiesenkopf 2, 3, 5, 6 7, Lohwald 1 der Försterei Ulfa, Kißnersrotskopf 1, 4, Bauwald 3, 4, Lindes 1, 2, 4, 5, Dörrenberg 3 der Försterei Etornfclö, Heegwald 2,3, 6, 9, Eisenkanteö, Hailoh 1, 5 der Försterei Langd, Inhalts- köpfe 3, Tiefstruth 1, 7, Rothebcrg 4, Buch^ wald 1, 2, 3 der Försterei Eichelsdorf, Schotter Spieß 2, 4, Kohlhag 4» 5, 11, Hirzenberg 5, 7, 10, Rüdewaid 3, 6 der Försterei «kilianSherberge versteigert: Nutzholz: Stämme: Eiche 1. Kl. 1 St. — 2,24 fm, 2. Kl. 3 St. = 2,19 fm, 3. Kl. 16 St. = 12,01 fm, 4. Kl. 26 St. = 12,31 fm, 5. Kl. 83 St. = 28,80 fm, 6. Kl. 202 St. = 40,80 fm, Esche 5. Kl. 3 St. = 0,64 fm, 6. Kl. 25 St. = 3,32 fm, Ahorn 3. KI. 1 St. = 0,26 fm, 4. Kl. 2 St. = 0,32 fm, 5. Kl. 1 5t. = 0,12 fm, 6. Kl. 2 St. = 0,29 fm, Buche A 1 11. 1 St. = 1,46 fm, B 1 SU. 1 St. - 1,13 fm, A 2 Kl. 4 St. = 4,19 fm, B 2 Kl. 1 St. = 0,90 fm, A 3 Kl. 6 St. -= 3,63 fm, B 3 Kl. 9 St. = 4,44 fm, A 4 Kl. 10 St. = 4,33 fm, B 4 Kl. 5 St. — 2,02 fm, Hainbuche 4. KI. 3 St. — 1,22 fm, 5. Kl. 3 St. = 1,17 fm, 6. Kl. 20 St = 3,70 fm, Birke 6 Kl. 2 St. = 0,34 fm, KirschbauM 4. Kl. 1 St. — 0,35fm, 6. Kl. 1 St. — 0,12 fm, Nußbaum 2. Kl. 1 St. — 0,47 fm, 4. Kl. 1 St. — 0,32 fm, Elsbeere 6. Kl. 1 St. = 0,15 fm Akazie 4. Kl. 1 St. = 0,37 fm, 6. Kl. 2 St. = 0,39 fm, 6. Kl. 10 St. = 1,87 fm, Erle 6. Kl. 11 St. = 2,76 fm, Kiefer 3. Kl. 1 St. = 0,33 fm, 4. Kl. 2 St. = 1,06 fm, 5. Kl. 7 St. - 3,13 fm, Lärche 3. Kl. 1 St. = 1,14 fm, 4. Kl. 4 St. = 4,70 fm, 5. Kl. 100 St. = 22,84 fm, Fichte 2. Kl. 2 St. = 4,11 fm, 3. Kl. 37 St. = 52,58 fm, 4. Kl. 87 St. = 96,63 fm, 5a-Kl. 198 St. = 117,98 fm, 5b-SU. 816 St. = 209,55 fm, Douglasfichte 5. Kl. 3 St. — 0,50 fm, Weimutskiefer 5. Kl. 5 St. — 0,95 fm. Derbstangen: Eiche 1. Kl. 19St. — 0,85 fm, Esche 1. Kl. 48 St. = 2,52 fm, 2. Kl. 248 St. = 6,91 fm, Lärche 1. Kl. 38 St. -= 3,32 fm, 2. Kl. 2 St. = 0,10 fm, Fichte 1. Kl. 392 St. - 40,96 fm, 2. Kl. 259 St: = 10,29 fm, Douglasfichte 2. Kl. 12 St. — 0,42 fm. Reisslängen: Esche 1. Kl. 43 St. - 0,58 fm, Fichte 1. Kl. 198 St. - 2,23fm, 2. Kl. 75 St. = 0,16 fm, Douglasfichte 1. Kl. 32 St. — 1,29 fm. Nutzscheitcr rm: 1,5 Ahorn 1. Kl., 11 Buche 1. Kl., 13 2. Kl., 10 Hainbuche 1. Kl., 12 Erle 1. Kl., 48 Lärche 1. Kl. (Rundscheit). Nutzknüp- pcl rm: 14 Eiche 1. Kl., 1,8 Esche 1. Kl., 39 Lärche 1. Kl., 63 2. Kl., 8 Fichte I. Kl., 19 2. Kl., 1,6 Weimutskiefer. Nutzknüp- pclrcisig rm: 4 Lärche, 79 Fichte, 25 Don- glasfichte. Nuyrcisig rm: 2 Esche, 302 Fichte, 7 Douglasfichte, 4 Nordmanns- tonne. 1631 Das nicht zum Ausgebot kommende Holz ist blau unterstrichen, nur beim Buchen- tammholz ist es umgekehrt der Fall. Be- ichtignng des Holzes wird vorausgesetzt, pätere Beanstandungen können nicht berücksichtigt werden. Nähere Auskunft erteilen die Herren Förster Ruppert zu Rainrod, Reeg zu Ulfa, Frank zu Storn- sels, Büttner zu Langd, Schmitt zu Eichelsdorf, Bechtold zu Kiliansherberge, sowie das Forstamt (Fernruf: Nidda 59). Hessisches Forstamt Eichclsdorf. Drucksachen allerArt tiekrt in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und Dreis wert die BrAbl’schc Unir.-DnickcrtL R. Ung« In unser Handelsregister wurde heute in Abteilung A unter Nummer 61 eingetragen: Firma Heinrich Reger Nachfolger, Inh.: Fr. Heinrich Müller in Lich. Dem Karl Müller in Lech ist Prokura erteilt. Angegebener Geschäftszweig: Tie Fabrikation von Eisschränken, Kühlanlagen, Schenkbüffets, Kühlraumtüren, Eiskasten, sowie verwandte Geschäftszweige. Lich, den 10. Februar 1927. __________Hessisches Amtsgericht. 1629D Brennholzversteigerung. Freitag, den 25. Februar 1927, vormittags 10 Uhr, werden in der Gastwirtschaft von Karl Möser II in Eichelsdorf aus den Staatswalddistrikten Schenkenwald 3,4, 5,6, Klceberg 1, 2,4 der Försterei Rainrod, Jrrhausköpfe 3, Tiefstruth 1, 3, 7, Rotheberg 4, Buchwald 1, 2, 3, 9, Lange« bäum 5, 8 der Försterei Eichelsdorf, versteigert: Brennholz: Scheiter rm: 312 Buche 1. Kl. 208 2. Kl., 5 Hainb., 6 Eiche, 1 Lbstb., 1 Fichte. Knüppel rm: 97 Buche 1. Kl., 40 2. Kl., 2 Esche, 67 Eiche I. Kl., 21 2. Kl., 5 Birke, 15 Erle, 2 Kiefer, 14 Lärche, 24 Fichte. Stammreisig rm: 108 Buche, 1113 Eiche. Astreisig rm: 261 Buche, 22 Eiche, 30 Weide, 66 Fichte. Stöcke rm: 10 Buche 1. Kl., 99 2. Kl., 4 Eiche, 14 Fichte. Das blau unterstrichene Holz kommt zur Versteigerung. Das Holz ist vorher anzu» sehen, spätere Beanstandungen können nicht berücksichtigt werden. Nähere Auskunft durch die Herren Förster Ruppert in Rainrod, Schmitt in Eichelsdorf und die unterzeichnete Stelle. 1632 D Hessisches Forstamt Eichelsdorf. Holzversteigerung im Gräflichen Revier Feldhcim b. Hungen. Mittwoch, den 23. d. M., vormittags 9% Uhr, beim Pflanzgartcn im Scheibe! aus den Distrikten Scheibe!, Tisch und Tannengarten — Eichenwagnerholz: 15 Stück — 3,57 fm 17—25 cm Durchmesser: Buchenschnittholz: 4 Stück — 3,40 fm 3. und 4. Klasse: 2 Kirschbaumstämme = 0,50 fm 25 und 27 cm Durchmesser: 130 Stück Bohnenstangen 1. Kl. — rm — Scheiter: 214 Buche, 24 Eiche, 5 Linde; Knüppel: 103 Buche, 28 Eiche, 3 Linde, 2 Nadel; Stöcke: 38 Buche, 4 Eiche; Stammreiser: 16 Buche, 84 Erche, 63 Fich. tc; Astrciser: 235 Buche, 19 Eiche, 3 Linde. Sämtliches Holz wird unvorgezeigt ausgeboten. Käufer wollen dasselbe vorher einsehen, da spätere Reklamationen nicht berücksichtigt werden. Blau unterstrichene 'Hummern werden nicht ausgeboten. 1630 Holzsnbmissiou. Die Gemeinde Hattenrod verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebots nachstehend aufgeführtes Holz: Kicfcrn-Stänrme: 3. Kl. 1,01 fm, 4. Kl. 6,48 fm, 5. Kl. 53,35 fm Fichten-Stämme: 3. Kl. 1,20 fm, 4. Kl. 2,50 fm, 5a Kl. 6,45 fm, 5b KI. 34,12 fm. Das Holz ist mit Rinde gemessen. Angebote sind getrennt nach Klassen pro fm bis spätestens 26. Februar 1927, nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei cinzureichen, wo anschließend die Eröffnung der Angebote erfolgt. Es wird empfohlen, das Holz vorher anzusehen, da spätere Reklamationen nicht berücksichtigt werden. 1633V Hattenrod, den 16. Februar 1927. Bürgermeisterei Neeb. Nntzholzversteigerung Donnerstag, den 24. Februar d. I., von mittags 1 Uhr ab, werden in der Wirtschaft von Waidmann (Jägerhaus), Nieder-Weise! das aus dem Nreder-Weiseler Wald entfallende Nutzholz versteigert: Stämme Fichte fm: 9,50 3. Kl., 22 4. Kl., 53,42 5a-Kl., 118,30 Sb-ÄL; Stämme Kiefern fm: 3,52 3. Kl., 12,96 4. Kl., 10,65 5. Kl.; Stämme Lärche fm: 12,77 5. Kl.; Terbstangen Fichte: 48 St. ~ 3,75 fm; Nutzscheit Kiefern rm: 28 (3 m lang). Kaufliebhaber wollen sich das Holz vorher ansehen. Nähere Auskunft erteilt Förster Becker, Hausen bei Butzbach, und die unterzeichnete Bürgermeisterei. Niederweisel, den 16. Februar 1927. Hess. Bürgermeisterei. Winter. 1622 V Nutzholzversteigerung Donnerstag, den 24. Februar, vormittags 10 Uhr anfangend, kommen im Gemeindemarkwald, Distrikt 1 u. 4, Fuchskopf, folgendes Nutzholz zur Versteigerung: 182 Richten-Stangen 1. Klasse (Sparren) 620 Fichten-Stangen 2. Klasse 1650 Fichten-Stangen 3. Klasse 1000 Fichten-Stangen 4. Klasse 2100 Fichten-Stangen 5. Klasse 3600 Fichten-Stangen 6. Klasse (Bohnenstangen) Im Anschluß hieran: 23 rm Kiefem-Knüppel 6 rm Birkenreiser-Knüppel Zusammenkunft bei Nr. 1 am Fußpfad Bodenrod—Espa. Autoverbindung Butzbach—Weiperfelden kann benutzt werden. Cleeberg, den 16. Februar 1927. Der Bürgermeister: Höhn. 1634 D Nutzholz-Zubmission. Tas nachverzeichnete, mit Rinde gemessene Holz soll auf dem Wege der Submission verkauft werden. Angebote sind spätestens bis Donnerstag, den 24. Fe- bntor 1927, vormittag- 11 Uhr, bei uns einzureichen, woselbst auch die Verkaufs- bebingungen, denen sich die Käufer mit her Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, offenliegcn. Eichenstämme fm: 2. Kl. 1,82, 3. Kl. 7,72, 4. Kl. 31,98, 6. Kl. 13,99, 6. ftL 14,77; Kiefern fm: 3. Kl. 12,13, 4. Kl. 28,04, 5. Kl. 42,84; Fichte« fm: 1. Kl. 1,70, 3. ftL 36,67, 4. Kl. 53,13, 6a-ftL 59,73, 5b-ftL 23, 44 fm; Fichten-Derbstangen fm: 1. ftL 5,02; WetzmuthSkiefern-Derdstange« fm :1.K1. 0,40. Wegen Vorzeigung dcS Holze- wolle man sich an Forstwart Bommer-heim, Bil- lingcn, wenden. 1640V Hungen, den 17. Februar 1927. Bürgermeisterei Hange«. Fendt. WttmigsWie»- Montag, den 21. Febr. 1927, vor«. 10 Llhr, versteigere ich an Ort und Stellt .Chausseehaus" bei Schwalheim an der Chaussee Friedberg (Hessen)-Schwalheim öffentlich zwangsweise gegen Varzahlung: Die komplette Einrichtung einer elektr. Ruffenbrennerei, zirka 950 lfd. Meter Feldbahngleise, 50 an Spurweite. 14 Wagen, vier große Trockenhallen. 50 Meter lang, 6.20 Meter breit, einen Elektromotor, 62 P. S. mit Anlasser, 1 Maschinenbaus, 8 Meter lang, sechs Meier breit, 1 ArbeiterhauS, Transformator 75 K. W. usw. — Die Gegenstände werden einzeln auSgeboten. Bad-Nauheim, den 18. Februar 1927. BOölaqer. GerMsosüz. w BoO Staunend billige-Angebot wegen Räumung! Schlafzimmer (Eiche), So nmoben« schrank 12 ms, Nachtische mit Marmor unb Aoolbekerschränke, 2 Betten, eine Waschtoilette mit Marmor, SSt Kd le, 1 Handtuchhalter — gute Qualität MK. 595.- A. Srünebaum 35 Babnbolürabe 35 — Eingang durch den Hof «Photograph Becker). Sarneelen, Zischmeh Lrissel, Muschelkali ic. Enge» Scheel.MäuSbura 17