Nr. 139 Erstes Blatt 177. Jahrgang zreuag, <7. ,>uiii 1927 Erscheint täglich,außer Sonntag» und Feiertag«. Beilagen: Gießener ^anuhenbliiter Heim ar im Bild Vie Scholle. Ko*atiiBe$ef s^rrls: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig ftr Träger- lohn, auch bei Mchter- scheinen rinzelnerNummern infolge Häher er Gewalt. Fernsprechanschlüss«: 51, S4 und 112. «nschnst für Drahtnach. richten: Anzeiger riehen. poitlchecttonto: $reiffurl cm Blain 11686. SiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Drud ind Verlag, vrübl'jche Univerfilälr-Buch. und Sieinönidcrei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäslrftelle: Schulfttaße 7. Annahme non Anzeigen für die Tag,»nummer vt» zum Nachmittag vorher. Preis inr l mm b für Anzeigen von 27 ir.m ‘Breite ertlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re« klameanze.gen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Playoarfchrrft 20* , mehr. Chefredaliteur Dr. Fnedr. Wich. Lange. Deimtwonlich fürTobtill Dr. Fr. Wich. Lang,: für Feuilleton Dr. H.Tiwnot; für den übrigen Teil Ernst Slumldjrin; für den An. Jeigentett tturt siillmann, sämtlich in Gießen. Erneme Vertagung des Rheinlandproblems. Kein Beschluß der Sechsmächte-Konserenz zur Herabminderung der Rheinlandbesatzttng Briands Abreise. Eigener Drahtbericht btt ..Gießener Anzeigers'. Genf. 16. 3uni. Der Ironzöfische Rllnlflrr bcs steuß. in B r l o n b ist entgegen den uriprüngiichen visposttionen heute mittag um 12.30 Uhr von Genf abgereist, um nach Barlt zurückzukehren. Br land wallte rrfl gegen Abend Gens verlassen and heute nachmittag noch eine Besprechung mit Chamberlain und Vaodervelde haben, in der ohne Teilnahme Dr Strese- mann» die Genfer Beratungen der Außenminister sortgesuhrt werben foUtcn. 3n dieser Besprechung sollten Richtlinien für die Verminderung der Besahungstruppen sestgeiegt werden. Durch di, oarirltlgr Abreise Brianb». die mH seiner krank heil begründet wird, ist nun diese Besprechung hin fällig geworden, und es wird nichts anderes übrig bleiben, als auf dem diplomatischen Wege zu einer endgültigen Regelung der Herab- । sehuna der Besahungstruppen zu kommen. Vie vorschnell Abreise des Herrn Brianb hat natürlich In | den Genfer Kreisen da» Gerücht austauchen lassen, daß es sich bei ihm um eine politische Krankheit hunbrlt. und böse Zungen behaupten sogar, der jall habe Aehnlichkelk mit der seinerzeitigen Rüd • b e r u I u n q Briands von Cannes. Dieweil oiese Kombinationen ba* Richtige fressen, mag dahingestellt bldlvn. Durch eigenen Augenschein hat sich sedensall» ihr Korrespondent davon überzeugen können, daß Herr Brianb wirklich krank ist, was allerdings nicht auvschließt, daß Brianb bk Erkran hing politisch recht gelegen kam. Heber bk Frage der OH unter flänbe ist gestern eine Der- elnbarung getroisen worden, die. wenn die Verlautbarungen barüber zutressen. bahin geht, bah bie Militarsachoeritänbigen bei brn biplomotischen Vertretungen brr Westmächte wahrscheinlich unter dem P o r , I h bes amerikanischen Hl i H - I ä r a 11 a d) t » möglichst schnell und unbemerkt die rrsolgte Zerstörung der Unterstön*», s e st Hei len, wobei au^rüdlld) hervorzuhebcn ist. daß e» sich um rin, ietzIe F e st st e l l u n g sa k 1 i o n tmndelt. die in keiner weise weitere Kontrollhandlungen vräsudlzkri. Co ist nicht ganz leicht, aus der Entfernung über bic Genfer Dorgänge zu urteilen, wenn inan nicht in dauernder persönlicher Fühlungnahme mit den maßgebenden Staatsmännern, mit dem ganzen Drum und Dran, fleht. ES ist daher wohl richtig, mit einem endgültigen Urteil solange zurückzuhalten. bis unsere Delegation auS Genf heimgelehrl und selbst in der Lage ist auS eigener Anschauung von den Vorgängen und deren Ergebnis Bericht zu erstatten. Es ist schließlich auch nicht unmöglich daß im letzten Qlugcnblid eine überraschende Wendung eintritt, bie den Dingen ein anderes Velicht gibt — auch das haben wir wiederholt erlebt Aber nach dem. was seht se ziemlich auS allen Lagern in Gens bekannt wird, darf man doch wohl den Schluß ziehen, daß ein lehr kritischer *21 u g e n b l i d in der Entwicklung des Volker- bundes im ganzen wie in dem Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland gekommen ist. Am Dllittmod) ist nach langer Besprechung der sechs führenden Minister als den Vertretern von Deutschland. England. Frankreich. Italien. Belgien und Japan eine amtliche Mitteilung ergangen, bie alS ein Musterbeispiel von Unterftänbllcbfeit und Zweideutigkeit l»ezeichnet werden kann Zur Donnerstag war ein anderes Kommun aue in Aussicht gestellt worden, das zur Erläuterung des ersten dienen sollte, und nan wird nntgetcilt. daß bie Ausgabe auf unbestimmte Zeit verschoben sei. Die Hauptveranlattung ba$u bürite in ber Tatsache zu erbliden fein, daß Brianb. angeblich durch seine Erkrankung gezwungen, schon am Dotznerstagmittag aus Gens ab gereist ist. O war also nicht mehr imstande an einer in Aussicht genommenen Besprechung mit Chamberlain und Danderveld die Vertreter der Besatzungsmächte entscheiden sollten, was für Zugeständnisse Deutschland in der Rheinlanbfragc zu machen wären. Es hat sich offenbar in Gens immer mehr her- ausgestellt. daß Brianb selbst bas Schwinden seines Einflusses in Paris zum Bewußtsein gekommen ist imb daß er schließlich bie Stätte der Beratungen des Völkerbundes vor einer wirklichen (Smtfdxibtmg verlassen hat weil er. um einmal den Ausdruck zu gebrauchen, weder körperlich noch politisch imstande ist für das einzusteden. was er persönlich vielleicht gerne bewilligt hätte Das heißt mit anderen Morten. daß Pvincarü in Parts allmächtig und Brianb ohnmächtig ift Dach allem, was jetzt bekannt wird, muß man annehmen, daß in bezug auf bie Verbesserung des langsam immer schlechter gewordenen Verhältnisses zwilchen Frankreich und Deutsch- land kein Fortschritt erziel, worden ist. daß man vielmehr nach wie vor völlig im Dunkeln tappt. Eine unbestimmte Geneigtheit deutschen Wünschen auf "Räumung oder mindesten- auf Herabsetzung der Truppenzahl im Rheinlande ent- Sigenzukommen, bat angeblich immer bestanden. - liegt sogar ein jetzt mehr als eineinhalb Jahre altes schriftliches Versprechen der Botfchasterkonserenz in diesem Sinne vor. Alles was in Genf crrci^v ist scheint in dem Eingeständnis zu bestehen, daß ein solches Versprechen tatsächlich gegeben und nicht gehalten worden ift. Jeder verständige und icber anständige Meirich würde hieraus nur den einen Schluß ziehen können, daß man sofort das Versäumte nachzuholen und das Versprechen ein z ul ölen habe. Statt dessen werden wtr auf weitere diplomatische Verhandlungen vertröstet. alS deren Folge vielleicht in einiger Zeit ein Eingehen au* die deutschen Dünsche möglich wäre! Das ist in bet Tat ein starkes Stück, unb m biefem Zusammenhang erscheint ber Schlußsatz des Kommuniques mit dem Hinweis auf bie Fort bauer ber Politik von Locarno alS blutiger Hohn. Wie es scheint, ist auch noch nicht einmal, trotz aller schönen gegenteiligen Versprechungen ein für unS befriedigender Abschluß der Verhandlungen über die Form erzielt worden, in ber sich bie alliierten Mächte von der Richtigkeit unserer Mitteilung über die Beseitigung ber beanstandeten Befestigungen im Osten überzeugen wollen. Wenn sich bie Dinye in der Tat so verhalten, wie sie unS jetzt erscheinen, bann bleibt für unS Völkerbundsrat und jt eltwirtschaftskonferenz. Genf. 16. 3uni. (Wolff.) Rcichsminister Dr. Ötrefemann als Berichterstatter über bie Arbeiten ber We 11 w i 11 f cha f 1 s - (enteren) gab in ber heutigen Ratssitzung m einer lehr aw-führlichen Weise eine Würbigung der Arbeiten unb Ergebnisse dieser Konferenz, die er als eine der bemerkenswertesten unb erfolgreichsten Konferenzen bezeichnete, bie jemals vom Völkerbunb veranstaltet worden seien. 3n bezug auf den Handel stellte er fest, daß bie Konferenz baS Prinzip proklamiert habe, der internationale Handel müsse von allen künst- lieben Schranken und Hindernissen, besonders von zu hohen Zöllen, befreit werden Sr forderte Vereinfachung und Vereinheitlichung der Tarife, größere Stabilität der Zollsätze und Einführung einer verbesserten Methode für den Abschluß von Handelsverträgen, sowie schließlich den stusenweisen Abbau der Zolllasten. ,'Drei Wege führen zu diesem Ziel." so erflärtc Dr. ötrefemann. ..das individuelle Vorgehen der Staaten bezüglich ihrer Tarife, das zweiseitige Vorgehen durch Abschluß vernünstiger Handelsverträge unb schließlich gemeinsame internationale Aktionen." Aus dem Aufgabengebiet der Industrie hob der Minister bie Bedeutung fn - ternationalet Industrieabkommen zur Förderung der Industrie hervor. Ebenso stellte er fest, daß für die Erfordernisse der Landwirtschaft wichtige Empfehlungen gemacht worden feien. Der Völkerbund habe zahlreiche verschiedenartige Ausgaben durch die Konferenz neu auf erlegt bekommen. .Der Rat wird daher zu gegebener Zeil die Frage zu erörtern haben, wie feine Wirtschaftsorganisation geändert ober ergänzt werden muh, um sich diesen neuen Aufgaben anzupassen." Dr. Stresemann schlug vor, Die Diskussion über die Frage biS zum Sep- tember zu vertagen. .Die Empfehlungen der Konferenz," so erklärte Dr. ötrefemann. .sind ber Anfang unb nicht das Ende der wirllichen Aufgabe." Der Außenminister ötrefemann brachte schließlich folgende Resolution em: Der Rat nimmt Kenntnis von dem Bericht der Deilwirtschaslskonserenz 1. Er spricht herzlichen Dank aus dem JJräfl- benlen Iheun is, den Mitgliedern und Sachverständigen, die an der Konferenz leitgenommen haben, wie allen Organifationen und Persönlichkeiten, die an ihrer Vorbereitung gearbeitet haben. 2. Der Rat ift der Ansicht, daß die Konferenz ihre Ausgabe vollkommen durchgeführt hat, die in der Ausstellung von Grundsätzen und Empfehlungen bestand, wie am besten zu einer Verbesserung der Wirtschaftslage der Welt, besonders derjenigen Europa», beigetragen werden kann, womit zugleich die friedlichen Beziehungen zwischen den Rationen gestärkt werden. Der Rat lädt daher alle Länder und Regierungen ein, diesen Grundsätzen und Empfehlungen ihre größte Aufmerkfamkeit und aktive lln- terstühung zu gewähren, die zur Erleichterung ihrer Annahme und Durchführung erforderlich sind. 3. Der Rat behält sich zur Prüfung in seiner nächsten Tagung die Frage der Aenderungen vor, die in bezug auf die Wirtschaftsorganisation de» Völkerbunde» im Hinblick auf die Lrgebnisie der Konferenz wünschenswert erscheinen könnten, und lädt den Wirtschaftsausschuß ein, in der Zwischenzeit sich zu einer außerordentlichen Tagung zu vereinen, um baldmöglichst in eine vorbereitende Prüfung der Maßnahmen einzulrricn. die aus Grund der Entschließungen der Weltwiri- schaflskonserenz mit Bezug auf Zolltarife ganz besonder» auf die Vereinheitlichung der Zollnomen- tlalur ergriffen werden sollen. Die Ausführungen b?£ Berichterstatters wurden durch den holländischen Außenminister van B l o d l a n b warm unterstützt. Ö c i a l o j a empfahl den Bericht gleichfalls zur Annahme. Bande r v e l d c bezeichnete bie iSrgcbniflc der Welt- wirtlchattskonsetcnz als ein »Plebiszit der Vertreter ber ganzen Welt, aller Klaffen unb Berufsstände, unb bah bic bisher protektionistische Strömung in eine sreibändlerttche umgekehrt werbe." Die belgische Regierung habe in ihrem Parlament sofort bie Entschließung ber Konferenz -urAuSführunginGeferesformvor- gelegt „ 5ür unS unb bic Länder mit ähnlichen Verhältnissen hanbelt es sich hier um eine Frage von Leben ober T v b." Auch bie Ausführungen bes tschechoslowakischen Außenministers Dr. V c n e s ch bewegten sich in ber gleichen Richtung. Neichsminister Dr. Stresemann gab nunmehr als Vertreter DeutschlanbS unb in deutscher Sprache folgende Erklärung ab: Es ift unsere Ausgabe, dafür zu sorgen, daß die Beschlüsse ber WeltwirtIchaftslonserenz nicht eine ..platonische Geste" bleiben, sondern daß sie Leben bekommen. Don den Regierungen Hal die belgische Regierung eine Initiative ergriffen, bie verdient, ben anberen Regierungen alS Vorbild zu dienen. Ich bin in der glücklichen Lage, daß ich mich fur d I e deutsche R e q i c - rung diesem Dorbilbe alsbald anschließen und erklären kann, daß die deutsche Regierung die Beschlüsse der WeltwirtschastSkonserenz ebenso vorbehaltlos akzeptiert wie die. belgische. Lösen wir diese Ausgabe mit bestem Willen, indem wir uns alsbald, so schnell wie möglich — am besten morgen schon — an die praktische Arbeit machen. Jeder Tag. der arbeitslos vergeht, ist ein Verlust, denn mit jedem solchen Tag gelangen die Beschlüsse der Weltwirifchafts- kvnferenz wieder in den Hintergrund deS Ösfent- lichen InleresseS, unb die Einmütigkeit unb ber Wille zur Zusammenarbeit und Verständigung verflüchtigen sich wieder. Ich begrüße es daher mit besonderer Befriedigung, daß am Schlüsse der Resolution, die ich dem Rate eben vorzu- legen die Ehre hatte, der Wirtschaftsausschuß gebeten wird, zu einem .nahen Zeitpunkt" zusammenzutreten - und ich vertraue daraus, daß das Sekretarit des Völler- bundes seine Absicht verwirklicht, daß dieser nahe Zeitpunkt keinesfalls später als der 18. Juli fein wird — um eine besonders wichtige unb dringliche Ausgabe sofort in Angriff zu nehmen, nämlich die Vereinheitlichung der Äomenklatur und Klassifikation der Zolltarife. Die Bearbeitung gerade dieses Problems ist besonders dringlich, weil, soweit ich das übersehen kann, eine Reihe von Staaten vor der Modernisierung ihrer Zolltarife stehl. Es wäre eine verpaßte Gelegenheit für die Verwirklichung der Konsercnzbe- schlüsse, wenn es diesen ötaaten nicht ermöglicht werden würde, mit der Modernisierung ihrer Zolltarife zu warten. biS eiweinheitliches Z o l l t a r i f s ch e m a unter der Aegide deS Völkerbundes ausgestellt ist Würden diese Staaten diese Ausgabe jeder für sich durchführen. dann wäre der Weg für eine möglichst umfassende Anwendung eines vereinheitlichten Zolltarifes für lange Jahre verpaßt, denn diese Staaten könnten dann nicht schon nach wenigen Jahren ihr Zollsystem wieder ändern. Rur bann ist es auch möglich, daß bie Forderung der Weltwirtschaflskonserenz. an Stelle der jetzigen kurzfristigen Handelsverträge langfristige zu setzen, verwirklicht wird. Die WeltwirtschaslSkonferenz hat in einer ihrer Resolutionen ein sehr kühnes Wort ausgesprochen, daS Wort, daß d.e WeltwirifchastS- konferenz den Anbruch einer neuen '21 c r a des internationalen Handels bedeute. Es ist jetzt unsere Sache, unseren guten Willen und unsere Energie dafür einzuletzen. um vor dieser kühnen Hoffnung oestehen zu können, wenn später einmal die Versprechungen und die Erfüllung der Weltwirtschaftskonserenz miteinander verglichen werden. In der Rachmittagssiyung gaben bann auch die Vertreter Rumäniens. Japans. Ehi - les unb Polens Sympachteerklärungen zu derjenigen ab, die bereits heute vormittag dem Ergebnis der Weltwirtschaftskonferenz entgegengebracht worden war. Ehambetla.n beantragte bann eine Abänderung von Punkt 3 ber in dem Bericht von Dr. Ötrefemann vor- geschlagenen Entschließung in dem Sinne, daß die Regierungen. d:e m;t ber Prüfung bei Berichtes der Wirtfchaftsionferenz noch nicht zu Ende seien, nicht auf die Befürwortung aller und jeder Empfehlung der Writwittlchastskonse- renz feftgeleg t würden. Der Reichs außen- minister verteidigte feine Fällung, erklärte sich aber bereit, die erbetene Abänderung anzunehmen. Der Rat nahm schließlich den Bericht Strafe- manu8 mit der Aoänderung an. nur eine Frage offen: Vie soll sich in Zukunft das Dervältni« zwischen Deutschland und Frankreich gestalten? Es wirb noitrcn- big sein, sich darüber klar zu werden, daß der mäßigende Einfluß Briands fo gut wie au#- geschaltet ist. unb daß somit für uns le Persönlichkeit PoincarrS wieber voll und gantz in ben Vorbergrund rückt. Das bedeutet selbst- verstänblich einen völligen Öy st em wechsel, auf ben wir uns ciiyufteilen haben Wir werden jetzt mit allem gebotenen Argwohn unb aller gebotenen Vorsicht barüber zu wachen haben, wie die Verträge, die wir abgeschlossen haben, ausgeführt und wie die von der anderen Seile angegangenen Verpflichtungen erfüllt werden Die Leitung unserer auswärtigen Politik dürfte bann vor ber Aufgabe stehen, von Poincarö direkt Auskunft darüber zu verlangen, ob unb wann und wie die Verpflichtungen l er anderen Seite, deren Vorhandensein nicht geleugnet werden kann, eingelöst werden, lieber eins muß sich auch Herr Poincarö klar werden: wenn auch Deutschland keine Wehrmacht hinter sich hat. Io ist jetzt doch seine Stellung in Europa eine andere, al« zur Zeil deS Ruhreinsalle«, unb eine Wiederholung einer solchen Politik ist für Frankreich nicht mehr möglich Gerade bi der jetzigen Konstellation In Europa hat die französische Politik alle Ursache, sich mit Deutschland. als der Zentralmacht Europas, nicht zu verfeinden. Herr Poinearö muß auf eine klare Frage eine klare Antwort geben Das (Kommunique derSechsrnächtekonferenz Ein Kommentar der deutschen Delegation. Gens. 16 Juni (ZU.) Don ber deutschen Delegation wird zu ben gestern veröffentlichten EommuniquöS über die Besprechungen ber sechs Mächte darauf hingewiesen. bah her erste Absatz nut eine allgemeine Darstellung ber Der- banblungen gebe, ba ein Komplet von Fragen zur Erörterung gekommen und ein Abschluß dieser Verhandlungen noch nicht in jeder Beziehung erzielt worben sei. ES wirb weiter daraus hingewiesen, bah bie Polizeisrage keineswegs olS neuer Dis- ferenzpunkt zwischen Deutschlanb unb ben Alliierten aufgetaucht fei; eS hanbele sich lebiglich um eine Fortsetzung ber laufenden Verhandlungen über bie noch nicht endgültig erfolgte gesetzliche Regelung in ben einzelnen deutschen Ländern. Keineswegs banMe es sich hierbei um die Aufrollung neuer 'Beschwerden seitens ber Alliierten. Diese Frage sei auherdcin zum Teil bereits erlebigt. ba her HauptauSschuß deS Preußischen LanbtaaeS soeben das bezügliche Gesetz angenommen habe Ucbcr bie Fragen, die in ben letzten Verhandlungen ber sechs Mächte zur Erörterung gelangt seien, könnten gegenwärtig keine näheren Angaben gemacht werben, ba eS sich um Fragen hanbele, bie zum Teil von den Regierungen selbst noch einmal geprüft werben müssen unb an» berer1eit6 um Fragen, bie noch behandelt ©erben sotten Zum zweiten Teil de» Communiquc-s wird daraus hingewiesen, daß es sich hierbei nicht um Deutschland betressende Fragen, sondern u m Maßnahmen der Locarnomächte zur Aufrechterhaltung des Friedens Han- dele. Aus dem Kommunique dürfe jedoch unter feinen Umständen gefolgert werden, daß in den Verhandlungen die Bildung ober die Einleitung einer Front gegen eine andere Mrcht vorbereitet worden sei. Derartige Absichten seien auf feinen Fall zur Erörterung gelangt Die Verträge, die Deutschland mit den einzelnen Landern geschlossen habe, und die es voll au f r e d) t erhol t c , hinderten es jedoch nicht daran, diese ßän- der zu kritisieren, wenn sie etwas täten, was zum mindesten nicht als richtig empsun- den werde. Das gelte für den Westen ebenso wie für den Osten. Die Meinung in Paris. Paris. 16. Juni. lTU.) Der offiziöse .Petit Parisien saßt baS Ergebnis ber bisherigen Genfer ilnterreburgcn bahin zusammen, baß bie ileberptüfung bet ZerstötungSar- beiten, an ben Ostbesestigungen b urch alliierte Sachverftänbige geschehen werbe unb bah sich Stresemann verpslichtet habe, auch ben anberen Forderungen ber Botschaster- konserenz Genüge zu leisten Die Ileberprüsung ber Zerstörungsarbeiten werbe in einer Weise erfolgen, bie möglichst wenig auffalle nb fei Stresemann habe bie Verpflichtung übernommen, bah bie Gesetze über bieAussuhr von Kriegsmaterial bald vom Parlament erlebigt würben In bet Frage bet Ter» minberung ber Polizeikräste und deS Umbaues ber Katern en hätten bie Alliierten bas Versprechen abgegeben, baß niemand daran denke, die aus Grund des Dezember»Abkommens beseitigte Kontrolle wieder hetzustellen DaS gestern veröffentlichte Kommunique gebe ziemlich deutlich zu verstehen, daß von einer vorzeitigen Räumung des RheinlandeS In den Besprechungen der Minister nicht die Rede gewesen fr. Dec baiVdy Aufte^ 7 - tzer habe sich T atü ber R«chenieser Angelegenheit keinen Druck auSuben, da fie sich bewuht fei, dah Poincare und Briand die öffentliche Meinung ihre« Lande« nicht übergchen könnten. Auf der anderen Seite erscheine eS getolb, dah in der Behandlung der deutschen Wünsche aus Derminderung der Besatzung-truppen Fortschritte zu erwarten feien. 3n anderen Berichten auS Genf wird betont, dah die Frage der Bekämpfung der kommunistischen Propaganda in 9u- ropa -wischen den Auhenministern erörteet und die Möglichkeit einer gemeinsamen Warnung an Moskau besprochen wurde. Die Zulassung zur Mandatskommission. Senf, 16. Juni. HDB.) 3m Verlauf der Heufi gen ldeheimsihuna richtete der Generalsekretär de» Völkerbunde» an den Rai eine durch Sudgetinteressen veranlahle Anfrage, wie er sich iur Ernennung eine» deutschen M i I- atiede» in die Mandak»k0 m m l s si 0n stelle, die al» möglldj im Bnbgef für 1927 vorge sehen fei Der Rai Hal beschlossen, die Ansroge der Mandaf-kommiision zur ileuherung zuzu- Ieilen. Bach dem Verlaufe dieser Besprechung, brr au» den Formalien de» Beschlüsse» nicht ersichtlich ist, honbell e» sich, wie da» IBalffburcau ersährl. bei der ReberroeUiing der Anfrage an die Mandatskommission selbst um einen s)östichkeil»akl dieser gegenüber. An einer Erledigung im Sinne der deutschen Auffassung durfte nach der einmütigen Stellungnahme der Rfltemllgllcber nicht zu zweifeln sein. • Die .Rew -Bork World" befifcüftigt sich mit hem Problem b«S deutschen Sitze- in her McmbatSkommision und fragt, ob denn ein triftiger Grund vorhanden fei. warum nicht auch Deutschland «in substantielles Mandat erhalten solle. Die deutsche Kolvnialverwaltung war. so erklärt daS Blatt, sedensall- nicht schlimmer als die Frankreichs gegenüber Stzrien und die englische in Aegtzpten ober bie- jentge Amerika- auf den Philippinen oder in Haiti und den Indianern gegenüber Die Deutschen sind besser« Kolonisten al-bie Portugiesen, die heute groben Besitz in Afrika ihr eigen nennen. Wenn die Behauptung Deutschland- zutrisf» baf) ba» Mandat den Be- zua tropischer Rohstofse ficherstelle. so ist nicht ersichtlich warum die früheren alliierten Mächte die Mandate monopolisieren. In Deutschland herrscht die allgemeine und gcrecbtfcriiqi« Smpsindung. basi die Stellung d«S Reiche» aU eine der groben Weltnationen zur Teilnahme an her Bvrmundschast über di« rückständigen Böller berechtigt Englische liberale Zeitungen unterstützen diele Ansicht IedensallS kann Deutschland» Zulassung zur Mandatskommission keinen Schaden, wohl aber viel Gutes stiften Sic würde ferner beweisen bah di« Mandate nicht nationale Domänen, sondern Gebiete unter internattQnalenTrvu- händern sind. Die Erledigung der Memelbefchwerde. Eigener Drahtbcricht be» .Eichener Anzeiger»' Genf. Iti Juni Wenn die örflärung deS litauischen Ministerpräsidenten W 0 l d « m a r a S aut die Memelbeschwerden allgemein den .Eindruck entstehen liest. alS fei e» ihm gelungen, gewisse litauische Positionen mit Erfolg zu verteidigen u nd einen Rückzug auf breiter Front vermeiden, bann tragt daran die Form diele Erklärung selbst die Schuld In Wirk- lichkcit liegen die Dinge wesentlich anher* al» c» anfänglich schien. Richtig ilt. das, Woldemara« nur auf einige der acht memellündifchen Be- ',nd die wenigen Zusagen doch fo erheblich, dah *tt tatfächlich dem gesamten Beschwcrbekom- pltf Rechnung tragen. Er ging ma« allgemein vermiht wurde nicht auf hie Rechte d e r Beamt« n hie beanstandete-i Lehrer aus- Weisungen und die unterbunden«Recht», psi ege ein Seme Zusicherung ein Direktorium zu bilden da» von dem Berttauen d«r meineI- ländischen Bevölkerung und d?S S2:-b»a-c« • tragen wird, genügt unt auch al» Rabe oct auf di« nicht ausdrücklich jir.ertr* Klagen gelten zu können Derrn wenn die 3 u | a m rn < r. • f « tzung deS LandeSdirektsrium» li o nach den Wünschen der ZeoMferuag richte: dann ist e» felbfiverstänchpch dah m Zutun't Dor- «äuge nicht wieder in di. E rsch« nun g treten, wie It« in der Be'choer^.ichr °r a^zrfühn werden. zumal Woldrmaras gleichzeitig noch versichert die memrlländii che Autonomie Die fit oeNragSmahig feftaefent ist von nun ab achten zu wollen Auch Me Gefahr lttaui'cheS Militär könnte da- Wahlrecht erhalten besteht nicht mehr. Seine Erklärung bezieht sich hier ausdrücklich auf jene Bestimmung wonach Personen dir nur thr-7« militärischen Denstpflicht gc- nüaen nicht wahlhcre^.t gt sind Rachdem er Wetter hie baldig. Au-lchreibung r:-i Heute 0 b t« n versprochen hat. kann wohl ‘ ftgeftellt werden dah Me Memeldeschwerden .e'ilrs auS- gcräumt worden sind Die in Genf weilenden Memel Vertreter dürften soweit wir t-u errichte» sind, mit den Feststellungen be« litauischen Ministerpräsidenten zufrieden fein. Sache der Äotonoer Regierung ist ei aber nun sofort den alten AechlSzunand wieder herzustellen Tschitscherins Berliner Besuch. Deutschland alo Mittler Berlin 16 3uni. «WTB 1 Der ReichS- lanzler empfing heute den rusfischen Volks- kommifsar für auSwänige Angelegenheiten, Tschitscherin, der sich von der RetchSregie- rung vor seiner Abreise nach Ruhlanb verabschiedete Die die Blätter melden ist der Aufenthalt Tschiifcher.nS in Berlin in den letzten Tagen von der deutschen Regierung zu einer informatorischen Fühlungnahme benutzt worden, wobei u. a der ebenfalls ;n Berlin anwesende deutsche Botschafter in MoSkau Graf Brockdorsf-Rantzau. Tschitscherin über die Eindrücke der deutschen Delegation bei ben® enf er Beratungen unterrichtete. ES sei darauf hingewiesen toorX'n. welche Bedenken bei den europäischen Mächten gegen die bolschewistische AuSlandpropa- ganda bestehen. ferner fei Tschitscherin davon Informiert worden welchen Eindruck bi« Sr> scht « hung politischer Gefangener auf die in Genf versammelten BeNreter der Mächte gemacht habe, und welchen «Sinbrucf e» machen würde, wenn durch ultimativ« Schritte der Sowjetregierung der russisch-polnische Konflikt weiter verschärft werden sollte Diese Inkormat onen sind, wie eS im „Ltofal- anzeiger" heißt edi glich als ein freundschaftlicher Akt der deutschen Regierung aufzufassen, nicht aber al» eine besondere Aktion bei der etwa Deutschland den Sprecher der in Gens versammelten Mächte gemacht hätte. Tschitscherin hat heute abend seine Rückreise nach Moskau angetreten: er wird bereits für SamStag dort erwartet. Am nach* Ren Tage wird eine auherordentliche Sitzung deS Rate» her Volkskommissare flattfinben. In der Tschitscherin über feine AuSlandreife berichten wirb. Es beiht. bah er mit den Ergebnissen seiner auslänblschen Besprechungen zufrieden sei. Ob Tschitscherin aus feiner Rückreise nach Moskau in Reval und Riga verweilen wirb, ist noch nicht bekannt. Das Warschauer Urteil. Eigener Drahtderichl de» Diehener Anzeiger»'. Berlin, 17. Juni. < Eigene Drahtmeldung deS G. 2L) Der Mord an Dem russischen Gesandten W 0 i10 w hat seine Sühne gesunden: Kowerda, der *]Rörbcr, ist z u einer le- den S länglichen Zuchthausstrafe verurteilt worden. Wir wollen hier nicht untersuchen. weshalb da- Standgericht nicht zu einem Todesurteil kam, sondern noch die Möglichkeit einer Begnadigung zu fünfzehn Jahren Ge- sängnis zuläht. Aber auch bieseS Urteil ist schon eine ausreichende Sühne, zumal der Mörder nicht von gemeinen Trieben geleitet war. sondern nur Vergeltung üben wollte für daS, was er und feine Volksgenossen durch die Bolschewisten erleiden muhten und noch heute erleiden. SinS soll jedoch nicht übersehen werben. Wer bet einem fremden Volke alS Flüchtling Schutz sucht, der muh sich auch bemühen, seinem Gastvolk keine Ungelegenheiten zu bereiten. Ko- Werda war zwar polnischer Staatsangehöriger, doch butte ebensogut auch der russische Gesandte sein Leben durch die Schüsse eines Richtpolen verlieren können. Dah diese Tat, die sich mit dem Mord von Sarajewo vergleichen läßt, Polen in eine ganz gefährliche Lage gebracht hat, braucht nicht noch einmal betont zu werben. Wir glauben, bah bie in Deutschland lebenden russischen Flüchtlinge klug genug sein werden, sich nicht von ihrem verstänblichen Haft gegen bie Bolschewisten zu ähnlichen Taten auf deutschem Boden verleiten zu lassen, die ihnen nichts nützen. Wohl aber unS in peinlichste Situationen bringen müssen Unzufriedenheit in moslau. Teuwnstrationen gegen Polen Riga. 16 Juni (TU.) 3n Moskau fanden heute zahlreiche Strohenbeinonstratio- nen als Protest gegen da- milde Urteil gegen den Wvikowmörder statt, bie fich vor allem fleaen b a » volnifche GesanbtlchastS- g e 6 ä u b c richteten. Der polnische Gesandte Hal besonderen polizeilichen Schutz erhalten. Der in Moskau weilende erste Sekretär der mniidyn Gesandtschaft in Polen. Arkasj « w . Hal sich nach Warschau begeben, um der dortiger ruf'i chen Gefanvtschast neu« 3nftniftion«n zu überbringen Litwinow üuherte in einer Unterredung mit dem Moskauer polnischen Gesandten, haft bt« polnische Regierung einen Fehler bedangen habe, inhein fie daS mTlhe Urteil zugelassen hob« Ein« B«gnadigung de» Mörders zu 15 Jahren 3toang»arb«rt lei geeignet, die russifch- polnischen Beziehungen noch mehr zu gefäbr■ den In Moskau gebt da» Gerücht um. bafi Die Sowiciregierung bereit lei. den polnischen ONtz,«' Ianl gegen den Mörder WoitocoS auszutausch»- E» beiht aber, dah die polnische Regierung sich aus dielen Tausch nicht etnlalfen werde Wie erst bekannt wirb ist ba« Todesurteil gegen den l'olniMxn Offultr 3a ni durch ein« Inerven- lieu d- IP •duften, dl. mn .’i »on hochwertigen «5 ItiUe vrdangt. in ' •lad «UitiKh.diu«** I' < hah, Lillig la, Ge» brauch und em bttt.in Cnrdftvtb« > »thrtigf. Die besten Allgäuer Käse. Spenalltitee Enzian Stangen- und Denkatesskäse die fahrende Marke. 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Wochen bert gusaeführt hat Vie Leitung liegt in den Händ«ei unk«4 n.uea ll- .s Judti-THuliL Direktor» Dr. Trmesvary. während für bai örioaucrteii nahmhrite Frankfurter Äünfiler ver- pfl.chte: wurden 314 Programm ist. wie schon erwähnt das tzöch'te deut'-ch^r IHufu* mit 'Aedacht ak BoUelonitft «,u niedr gen Preisen g.wabl! worden Id tast allen Ärct'cn unlerer Mitbürger die 77.ögl,chkeit de» Deiuches geboten w.rd Sine Wiederholung kommt, oenig’iend in absetzbarer Zeit, nicht in Frage 3m ubr^m w rd au» die »teuren Dckarmtmachungen im Inseratenteil ver» w efen. und der Republik, will dem Dtgai die Form geben btt ihm am zweubl.lamschc Staatdverfasfung. Sie ist nach St am diejenige, in her der Dille dev Türmer am meisten zur (Mrung kommt Auch d e Sicllung Äant# zur Aevoiuttvn wurde VOA dem 'Xaäiacr emgelxnd de'prvchen )lach Streifung der Stellung Äant4 zur Bertzülung der Kriege kam der TÄdmei zum Schlust auf die Bedeutung der Kantschen DtaatStbeorien für beute ku sprechen Der (*runh . lach Kan: st der Sinn be* Staates der L de» Acchi» Der Staat -st nicht Selbstzweck so . een ’e'.l |«i)cm Claat»bürget Sicherung r.r s.lt. Frech,. : gewahren. Äur derjenige Staate! ärger handelt moral.Ich. der. wie man VvllAtümi.ch zu sagen pHcgt das i^ute tut um des Guten willen. Aach 54ant ist Die Wacht eines Staate^ nur bann berechtigt, wenn fit 2B tel »u:i. < iti-J .ft 5amit ke n CiaaUbürget von der Dilllur eines anderen anhängig :st. mutz den StaatsgUedern 1 die gefestl.che Freiheit. 2. die bürger!i^- Gleichheit und 3 hie bürger- wird un» geschrieben: (Ein« interessante Neuheit bringt die Ausführung am Dienstag, 21. Juni, abend» 8 Uhr. nämlich da» Lustspiel „Schach dem Mann" von Lothar Sach», -ach» ist bekannt geworden al» Mitoerfasler des reizenden Lustlpiels „Meine Frau, tue hosschauspielcrin", und auch sein neue» Werk besigt cchsen Lustspielcharakter. Beethoven» 9. Symphonie al» Bolkskvnzcrt. Dom Sstonzertverein wird uns geschrieben: Al» Srgänzuna zu dem Beethoven» Konzert im vergangenen TBintcr wirb b r Äon» Atiirtwtii am Dlontag. 21. 3u n i, abends 7.|5 Uhr eine volkstümlich« Beeihotxnscier flrrficn Stils veranstalten. Beethoven» neunte Svinpho- nie. feine genialste Schöpfung, die in den meisten Mläbten Deutschland» 3ahr für Jahr bei sol- cheui Andang ausgeführt wird haß man zu weh- vorhergebcnden. SssenUichen und bezahlten n sein« Zuflucht nehmen must, ist feit einer cJofah schönet Jnaar' schiniwernd und, srhrnieasam tob?Seide-mwden Sie selbst es L. stbien Füllung d^WunKJies Kl lei /1 : iüöchendu.ii Wdayhen < > mit Schwirr köpfSdiaump&iu tjchaumpon mit dem schwarten Kopf Pudtrn Sie in der Zwischenzeit öftere Ihr Haar mit dem neuen Schwarzicopf-Trodccn-Schaumpon, der Haarwäsche ohne Waner! In 3Minuten ui Ihr Haar wieder locker und duftigI groben fein« Zuflucht nehmen must, ist seit einer langen Beide von Jahren in Diehen nicht mehr zu ,\i)6r gebracht worden. An dem unbedingt erfor- ■ rlid)en grofien und kostspieligen Apparat und Sehlen eines geeigneten Baume» für einen _____entbot scheiterten vtsher alle Dersuche eine» deraligen Konzertes Aunmehr ift es gelungen, in der neuen Bolkshatte den entsprechenden Raum zu finden und zugleich einen Shor von etwa 3D0 Sängerinnen und Sängern aufzubringen, dank der Beteiligung des Akademischen Gesangvereins, r^auerfchen Desangvereins. Sixmgelifchcn Kirchen» gesangverein». Sangerkranzes, des (ihors des Ly» ..ums und her Studienanstalt, von Schülerinnen der Alice-Schul», und des Fröbel-Seminar» usw. Sür das Konzen ist das verstärkte Orchester des Landestheater» in Darmstadt gewonnen worden, das die neunte Symphonie erst in den allerletzten er eint stattliche Aetbe sonstiger Samilicntreig- niHe Belunri und verlas ernt Actde van Bru er und Drahtgrü en. darunter eines Schwiegersohns des Seniars der Samdie. der in Angelegenheiten des B-U«rbundes in Gens weilt, wie auch des r.euernünnten Aeichsgerich:e rats Eün- getich in Ueqij-.g seither in Parnhuh: dessen Sanulic anws'cLd war. Da» von Begicrangs» effeffar DÜngerich - Herren c m v 7 a i: Protokoll he» letzten S-tmiuentage wurde verlesen, wie auch bei damalige Bericht des ..Sietzerer Anzeige?' An beiden gern eh en. fmni. man ch ; den in imet Zahrey aemachten Zortschritlen aut dem Gebiet der Sarnttienforichuna wrhl zufrieden fc n. Die $ertunft der Samdl« au» der Schweiz scheint nun doch zwc eltzaft |u fein. n.inehunz zur Gegenwart". Rach kurzer Be- f^rüstu-.g und einigen Etnleitunasworten des Bor- tnci den. Prof. Hüter, ergriff der Redner de» Abends da» Wort zu feinem Bortrag. In einleitenden Worten schilderte er die philosophische Aus der provlnzialhauptftadf. Diesten, den 17. 3uni 1927. Durch die Blume. Eine alte sprichwörtliche Redensart lehrt uns den Ausdruck .Durch die Blume sprech-ci. ' kennen Man versteht aUgen.e-n unter bie'er Redet ^rt die Fäh J dem Rächsten etwa» in sein versteckter Detle zu verstehen zu geben, und men deutet diese Redensart au» der Blumcnlprache Denn tn allen Ländern war es von |eher so. dast der Liebend« der Geliebten, der er lein« Ge luhke nicht offen zu erklären wagt, eine Blume zu überreichen pflegt, die it nach ihrer Art nad> ihrer 5arte usw. verlchletzrtu» lagt Sonst kehrt die Blum« nicht allzu oft im tvuikbcn Sprich» ort wieder Eher noch haben tu« Dichter, ob es Goethe, ob es Schiller ob es Heine war, in hren Gedichten von der Blum« gesprochen Die Bedcutu.-g der Blume ift auch in Berte ben en Gegenden verschieden Rur dast tue Se \ 05. immer bi« Blume der Liebe »st. bu e Rose eine besonder« stetste Lieb« vesraten II. Die blaue Blume ist die TM um« der deutschen ge wer sie findet und ansteckt, dem steht der . mgong zu verborgenen Schätzen offen. Der Ausdruck: .durch die Blume sprechen" k in der deuckchen Umgangsiprache gang und ..Le. und nicht nur die Liebenden bedienen lich 7 Blutnensprache lonbcrn auch in der Politik b tm Wirtschaftsledeti werd häufig .durch bti himc gesprochen ®* würde zu weit geben. Beispiele aller Art an*uHibren. Ii« hegen auf .er Hand, jeder kennt die Blumenlprudx1. di« >enso klobig tote zart sein lann. Das Idxmfic .der ift. dast die Blumen. Die Kinder Flora» berhaupt eine so grohe Rolle in der deutschen sprach« spielen und unumgänglich da nDluxnh. i 'ind. too da» unverfteckte Won hier vielleicht allzu draufgangcrisch. dort vielleicht allzu Der» 'ctzend erscheinen wurde. Ob es gut ist immer durch die Blume" zu sprechen, ist sragltch Wie der gerade Weg im Leben der hefte ist. so Ift auch da» offene Wort zumeist da» wert- ?o(|fte Aber doch sprechen die Leute Immer so gern — .durch die Blume". H. B. Vornotizen. — Iag«»kal«nder für Freitag (B«toerbiiiu£>ftcUunfl 4 Uhr Kinderfest x bi» 12 L U. Bon der Sanbe»uniocrfität Diesten Ikof.ffor Dr wn 9 aschke bleibt er- freuhcherwcis« unserer Unioersiiat erhalten, er hat den et ihn ergangenen Stuf an die Akademie Düsseldorf a b fl e (• b n i •• Der neue ^Iniversitäts-Musik- bi reit or Die wir soeben »an zuständiger Lieke er'ahren bat da» Landeoamt für das Btlbur^tr.'cn am heutigen Tage Dr Stephan Trmesvary »um Anlverfitäts-Mufikd'.rektor bei der Lanüssuniversitäi Diesten ernannt. Dr Ternesvarv wird, tmc f€m Am »Vorgänger Proscar Trammann zugl-ich auch die Ueilung he» 21faNrr.ila>ea D«,ai'.gver«lns und des Äon- zert-Berems innehab en •• Oberlandesgerichtspräsident i R Best in Darmstat't beging gestern fern Wjäbr.ge» juristisches Dokwrju! 1gum. Präliöcnt B e st wurde 1855 in Darmstadt geboren, hat in Leipzig Heidelberg und Diesten studiert und in He-.deU'«ra am 16. 3um 1877 promoviert. Seine juristische Lausbahn führte ihn nach Mainz. Hirschhorn. Diesten und Darmstadt. 1624 trat er al» Präsident des Oberland^ »Gericht» s in den Ruhestand. Sr ist bekanntlich tn der Aufwer- lungäbetocgung stark beroorgetreten und gehört seit bidtr Zeit auch dem R.'.chetag an. •• UniverfitälsDattesdienst Am nächsten eonntafl, 19.3uni, vormittag» 1115 Uhr, findet in der Reuen Aula ein Unioersitats-kstottc^ dienst statt, zu dem in erster Linie die Angehärigen der Universität eingeladen sind. Leib verständlich bat aber auch jeder andere Zutritt. Die Predigt hält Professor Dr. Cordier. "Dewerbe-Au-ftellung. Deracfttige bunte Abend in der Bolkstzalle hatte viele Bc- sucher angeltxfT Die mit Lautsprecher verstärkten Borträge der Herren Heft. R e s n i und R i ch- ter. wie auch di« Musikstücke der Kapelle Topp-Ktengcl wurden mit grobem Deisall aufgenemmen. Die Bort ragenden muhten sich zu mehreren Beigaben bereitfinben. Das gute Wetter bringt der Ausstellung täglich wachsenden Besuch. Heute, Freitag, nachmitta,', findet ein Kinderfest für etwa 13?3 Kinder mit Fahnenpolonaise und Bretzelverteilung. heute ebend eine Russische Bal- let-Rcvue statt. " Zur Richtigstellung. 3n unterem letzteir Berich: über die Aundgänae in der (Siebener Dcwerbe Ausstellung. Halle C, haben sich eilt iae kleine Drucksehier eingefchlichen Die Firma Hildebrandt L Cd zeigt mobemv Strickereien (nicht Siickeveien) und Paul Schild (nicht Schmidts stellt Kordel und Bindfaden .vom dünnsten Faden biS zum stärksten Lau" au». Ferner ist die Firmenbezeichnung Küferei von Ph. Sommerlad dahin richtig zu stellen, dast e» heifien must Küferei PH. 6 o m m c 11 o r n . ;/. Der Samilicntag der Dunge- rich für den im Zähre 1925 Diesten als Tagungsort (regelmäßig alle zwei Zähre) betroffen worden war. versammelte sich am Sonntag im Klub Die Zahl der Teilnehmer bei diesem dritten Familientaa betrug wieder, wie bei seinem Doraänger üver 70. Der Alterspräsident. Landgerichtrdireltor i. R . Geheimrat Dr. G ü n - gerich hatte in altgewohnter geistiger Frische den Dhrcnplatz an der Tatet der älteren 5a- milienglieber; die Leitung der ausgiebigen ge. fchästlichen Berhandlungen lag in der durch Hebung in seinen vielen Ehrenämtern ge|chick:«t Hand deS Zweitältesten, Oberamtmann Adols Güngerich » Hos Engelthal. Die Mühe der Borbcreituna hatte wieder Bankbeamter Paul G ü n g c r i • (Stehen übernommen: sie wurden ihm durch einen schönen Verlauf gelohnt. Rach- dem man der feit dem letzten gamtlientag Heimgegangenen in der üblichen Weise gedacht gab Ifllfohrrt ins r 1. AdjerrvperLellrung, Pi titeln, C eckwOreeiJiaeteueeeMae.FleeMt offenen Beinen. Kopfidtmem Abepannang, BIatrwinifang . . Gießen, den 15. Juni 1927. 0*503 Krankheit und am Grabe sowie den ihre letzten Grüße und Kranznieder während der Vereinen für legungen. Luise Schmidt geb. Lapp nebst Angehörigen. Für die uns in so reichem Maße erwiesene Teilnahme anläßlich des Heimganges unseres lieben EntscMafenen sprechen wir auf diesemWege unseren innigsten Dank aus. Ganz besonders danken wir dem Herrn Pfarrer für seine tröstenden Worte *d *i felgenden Nammen» erMBÜdu Nr. Nr. Nr. 10 DreOeentfleaehe. Georg Rieft. Pflag & Co„ Gero (Th&r.) Allemrerkanf für Oizflee Reformhaui Paul Snob, Kretnplatt 5. „WALD FLO RA“ 0 1 Bei ZadcerknmkNeit..... . Bl ixenleiden ....... . Nierenleiden....... _ Langen leid en. Aeihma . . Gellenet einen....... e Nagen- end Darmleiden . Statt!-SIS rangen...... Ale anentbehrUdtee Hmmlttel . . Nr. 5 Führendes Fioaiuieraogs-Inslital dessen Geschäft die i3lnmi|ieruiia von Ratenverkäufen In Äutomo- bllen, Maschinen und Raren aller Ärt tft sucht alleinigen Vertreter für den Matz utiehen. üleoor AUOt werden tC'OPOtbefenmnnei VebenSverstcherungSagenten und uerltene Raafleute au» der Maschinenbranche beste, au» dem '■BanWacU CHerten unter B. I. w. 35711 an Ale lleaeeneteln A Vogler. Berlin VW W“A Für die vielen Äeweise herzlicher Teilnahme beimAeimgange unseres liebenSntschlafenen sowie für die zahlreichen Kranzspenden sage auf diesem Wege herzlichen Dank. 3m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Hirz geb. Fischer Gießen sGeltersweg 22), den 17.3uni 1927. 5735D eta Sink 6) gailt' i4509 an den 'flieh. Ang. 1 handwebfluhl 1 teiispinüel- drehbanf für Holzdreherei. beide nut erhalten. |Steilengesuche| JunaerDlann nicht Stellung alb Vrbrltna in einem €»rrren -Pfrilrwr- Salon. Nähere» in der 2, Htd. 1T*D Geräumige 3 Zimmer-Wohn, mit Küche. Balkon. Glasveranda u. Sw behör in sehr guter Vage an ruh. Mieter für sofort au verm. Tchr Angcb. unter 045« a. d. (fliess An». an iLinfam.'Haus iZentralheizungi unmöbl. Zimmer llkrdgefch.» bald zu vermieten, daselbst Mansarde z. Unterst, von Möbeln. Lchr. Angeb. unter N5SJ an den Giess. An». 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In tiefer Trauer Frau Karl Drescher and Kinder and alle Angehörige. Krofdorf. Gleiberg. Barmen. Weilburg den 17. Juni 1927. 5727V Die Beerdigung findet Samstag, den 18. Juni nachmittags 4 Uhr. In Krofdorf statt Berufstätiger Herr sucht für sofort gut müblirrtr» Zimmer cotL mit Pension Dchr Angeb. il04515 an den (fliess^An». oii Daudet waren 980 Royalisten im Gebäude der .. Action ftran- s-ülfe“. bis an die Zähne bewafsnet, zusammen- gezoqen Sichersich war ein Teil von ihnen entschlossen, ibr Leben für den Führer zu opfern. Daß es hierzu nicht flefonunen ist verdankt Paris feinem neuen Polizeipräsekten Chi - a p p e. der die ganze Rächt durch den Angriff auf Daudet« Festung vorbereitet hatte unb heute vormittag, in aller Frühe. Daudet ausforderto. «ich zu ergeben, um unnötiges Blutvergieften zu verbinden. Der Polizeipräfekk hatte einige Lausend Schutzleute. republikanische Gardisten und Militär ausgeboten. um erforderlichenfalls mit Gewalt vorzugehen. Deine Angriffskolonne war auch mit GistaaS auSgestattet. Ferner hatte Ghiappe zwölf der modernsten Automobilfprihen der fßarifer Feuerwehr mitgebracht. die bereit hebt . Die Reibereien aus der Strafte werden nenstöste heftiger, die Lage Das übrige kann inan sich Die Daudet-Komödie. Von unserem Pariser W. 8.-Korrripondent Paris. Mitte 3um 1927. Paris hat wieder eine neue Sentanon gehabt. eine Sensation, wie sie eben nur in Paris möglich ist. Ke n R.chtsranzose, kein C*rt«frtmt*r kann sich vorstellen. daß so etwas überhaupt möglich ist. was sich vier Tage lang mitten in Paris, und noch dazu an einem der gröhten Verkehrspunkte zugetragen hat. Folgendes der nackte Tatbestand L^on Daudet. 5üfcrcr der Royalisten. Di- rektor der .Action Sra nf aif e” und Träger eines grohen RamenS ist wegen mastloser Beleidigungen tn mehreren Protest cn die er vegen bei tne« Taugenichts und Durchbrenners, angestrengt jat, nach endlosem Hin und Her z u s ü n s Mo- taten Gefängnis verurteil: worden. Sr hoffte natürlich begnadigt zu werden Doch Me Regierung Habt fest und fordert ihn zum Antritt seiner Strafe auf. Daudet denkt nicht daran, dem Gestellungsbefehl Folge zu leisten, sondern flüchtet in die Redaktion«- räume der .Action Sran^aife“ an der Place be Rome unmittelbar am k^'dnhof 5t. Lazare verschanzt s i ch dort tm vollen Sinne deS Worte«. ruft ein paar hundert Getreuer zu feiner Verteidigung auf und nun lefr t loS _ Diese Royalisten, iunge Abenteurer. Studenten. Kaufleute und AngesteUt. gebährden sich möglichst revolutionär und kriegerisch, dch. solange feine unmittelbare Gefahr droh' DaS ist zunächst nicht der Fall. Und damit berühren Wir gleich eine der bedenklichste: Säten dieser .Sensation', nämlich die unentschloffene Haltung und de von der THaflc der Pariser Bevölkerung alS höchst ungerecht empfundene Rachsicht der Regierung diesem Herrn Daudet gegenüber. Denn eS ist ja nicht das erste Mal. dah dieser solch.- Streicke macht. im Gegenteil, weil ihm in Paris eigentlich kein vernünftiger Mensch mehr ernst nimmt, sucht er auf alle nur erdenkliche Art and Weife Reklame für sich und feinen Anhang zu machen, den man auf höchstens 20 000 Mann ui schätzen bat. Daudet kennt auS all feinen bisherigen Erfahrungen die Rachsicht der Regierung ihm gegenüber zur Genug., um genau iu wissen, daß er eS nun einmal immer wieder nchig versuchen darf. Alles wickelt sich programmästig ab: Die Loyal ist en rotten sich vor der ,2klion Fran- ylifc“ zusammen. eS kommt zunächst zu Reibe- mb Andersgesinnten, und die Polizei muh ein- jrcifen. um den Verkehr ausrecht zu erhalten und grobe Tätlichkeilai zu verhindern. Diese Plänkelten t-auern Daudet zu lange. Sr erscheint aus einen Balkon deS Gebäudes der .Action Frai^ailc'. lästt sich von seinen Anhängern aus der C-trafie feiern und sorgt Direkt und indirekt -rach Kräften dafür, dast .die Stimmurrg sich waren, die RebaktionSräume und die Schlupfwinkel der Royalisten in wen gen Minuten unter Wasier zu sehen Die Rooalisten erwählten den klügeren Teil b r T irJcrfeit und ergaben l.ch b. Irv Die Polizei sicherte ihnen freie# Geleit zu. ihr Abzug au» der .Action Sran^atfc“ bot einen eben*9 kläglichen ttxc belust genden Anblick. Daudet fuhr mit den übrigen verurteilten Leitern der .Action Fran^aife" tm Auto deS Polize pröfekten ins Gefängnis, bort hat er Zeit genug iur Besinnung. Vie Schweiz als Zufluchtsstätte Bon unterem 3- D.-Berichterstatter Zürich 16. 3uni 1927 Der englisch-russische Konflikt findet m der Schwei; an Scho von besonderer Eigenart Der innere Kamps uw die weitere Gestaltung der Beziehungen der Schweiz zu Rustland ist noch nicht zu Ende und die besondere staatsrechtliche Stellung der Schwei.; und ihre besonderen inneren ge'ensichen Bestimmungen lassen unS die jetzigen Ercignisie. angefangen von dem Vorgehen der englischen Regierung gegen die Sowjetpropa- ganda biSbin zu dem ungeheuerlichen Mord an ben zwanzig Gefangenen mit besonderer Auf- mersiamkeit bctrcdjtai. Die Heine Schweiz hat in der grosten Wett- Politik getrih wenig mitzureden aber in moralischer Hinsicht ist die Sleflungnabme der Schweiz für alle anderen Staaten von eminenter Bedeutung Die Schweiz ist nun einmal daS Land für daS die Achtung vor internationalen Verträgen und vor dem Völkerrecht eine ßeben«- frage bedeutet und die Schweiz ist da- Land, bei dem der Völkerbund wohnt. Politischen Flüchtlingen hat die Schweiz von jeher Ashlrecht gewährt. Dieser Schutz ist heiligstes Gut unserer Dersasiung Wer alS politischer Flüchtling sich nach der Schweiz rettete, der sand dort eine Freistatt. Schon im Ansang deS 19. Jahrhundert« hielt sich ein Mann, wie Joseph GörreS. im Schutze der Schweiz auf. biS in feiner Heimat wieder ruhigere Tage angebrochen waren. On jüngster Zeit ist da« schwei-ertsche Asylrecht, diese von der ganzen Welt geachtete, und wie wir glauben, geschönte Institution, verknüpst mit dem Rameit d' An- nunzio. Mussolini. Centn, Trotzki. Kaiser Karl von Oesterreich. König Georg von Griechenland. Sogar der letzte Sultan, der vertriebene Kalif, hat sich in die Schweiz gerettet. Wer auch immer in die Schweiz kommt, um Leib und Leben zu sichern, findet sich hier geborgen. DaS alle« aber hat auch seine Grenzen. Wer vom Boden der freien Schweiz aus umstürzlerisch zu arbeiten versucht und so da« Obdach mißbraucht, wird auSgewiesen. Dabei ist eS gleichgültig, ob er gegen bestehende Ordnung in der Schweiz oder gegen die eine« fremben Staate« tätig ist Der Flüchtling, der eine Freistätte sucht, findet sie in der Schwei,; also nur. wenn er auf seine Tätigkeit verzichtet. Die Weit Herzigkeit der schweizerischen Gesetze wird durch diese Einschränkung genrifj nicht berührt. denn e« hiebe die Schweiz in unabsehbare Konflikte ftür;en. wenn der Flüchtling unb der Geächtete aus dem Boden der Eidgenossen- schast über die Sicherung seine« bedrohten Leben« hinau« noch Unterstützung für seine alten Pläne fänbe. Das Land kann nicht zugeben, dah auf seinem Boden revolutionäre Betätigungen gegen andere Staaten entfaltet werden. So ohne weitere« wird einem beschuldigten Ausländer da« Asylrecht freilich nicht entzogen. Die blohe Vermutung genügt keineswegs, eS muh der Beweis umstürzlerischer Tätiateit geführt und da« Vorhandensein einer Gefährdung erwiesen fein. Diese Grenze der Gastsreundschast hat Herr d'Annunziv und fogar, der jetzt allmächtige Mussolini erfahren müssen. Die Bekanntlchast. die Musiolini mit den Schweizer Gefängnissen machte, beruht weniger auf feiner .Landstreicherei" al« auf den Verdacht revolutionärer Umtriebe, dessentwegen er auch später auSgewiesen wurde. Erst wenige Monate bevor Mussolini als Ministerpräsident nach Lausanne kam, wurde diese AuStveisung aufgehoben, Mussolini selbst scheint von der Schweiz, die er al« da« Idealbild seiner Republik mit klopfendem Herzen betrat, schwer enttäuscht gctivfem zu sein Wenn er aber glaubte, dnen Pvsizrikommisiar au» der Fasiung bringen zu können, der sich in Lausanne nach den Wüntchen de« Herrn Ministerpräsidenten erkundigte und dem er vom Fenster de« Hotelzimmer» auS bte Brücke zeigte, unter der er einstmals verhaftet wurde bann bat er sich getäuscht denn dieser Kvmm.siar sagte im Vollbewufttte'.n deS damals und de« heute guten schweizerischen Rechte« nur. .DaS i ft da« Leben. Herr Ministerpräsident". Die Schweiz würde zum Heren keifet, wollte sie ander« handeln. Kann man e« den Schweizern tierbenfen. wenn sie nun erregt gegen da« bolschetmftische Rußland Stellung nehmen, desien grvfte Führer einst bei ihnen Unterschlupf fanden? Was einem Lenin und einem Tross damals zugute kam. al« da« Zarenreich sie ächtete, war doch dieselbe weitherzige Rechtlichkeit gegen die bre Bollche- wiften Sturm liefen im Falle der Ermordung WvrowfkiS durch einen nichtschweizer Staatsangehörigen. Kann man eS der öffentlichen Meinung der Schwerz verargen, wenn sie einen Druck auf die Bundesregierung ausübt. keine vsii- ziellen Beziehungen mit Sowjetrubland aufxu- nebmen und wenn sie die ersten russischen Ab- griandten beim Völkerbund wädrend be; Delt- wirtschaftSkonferenz mit sehr gemischren Gefühlen betrachtete? Die Opposition deS Schweizer Volke« gegen Gäste au« dem roten Ruftland wird bei Der Fortführung der Abrüstungsverhandlungen im Herbst die unter Teilnahme russischer Dele- ferter erfolgen soll, noch gewiß zu Schrvi er igelten führen. Und e« ist eine nicht zu leugnende Tatfache dast die öffentliche Meinung der Schweiz es er- fügen. beruf Im. sind unb hr Leben gänzlich autonom einteilen können, fehlt un« leiber. C.-ibft untere gröstten Industrie- unb Finanzkapitäne (unb gerade sie) sind ja leine Rente etnftedvnben GrandfeigneurS. sondern verzehren f.ch grossenteils vorzeittg in einem wahren Umnäh von alltäglicher Arbett Wenn sie viel Geld ivr- dienen «Annahme: übr.gen« gehört ba« ja zu den Pflichten ihre« Metier«), so kann man heute nur fagen. nicht dast sie dtefern Laster frönen, sondepn dast fie ihm wahrhaft fronen. LS gibt Beurteiler, die da meinen, wenn lüir jene feigneurale Schicht nicht entwickelten würden to;r un« vergeblich anstrengen, eine pc^ittsche unb polisifch erfolgreiche Ration zu werden. Gleichviel: wir haben die Schicht raebt Für 9- I?1 aller, tne im öffentlichen Leben heben unb wirken, ist der öffentliche Feiertag genau wie für die Masten der einzige SrholungS- unb SammlungStag in der Woche. GS ist auch ihr Tag der Muste, auch ihr Tag der Familie, und ttnr alle wtsien. wieviele Frauen und Kinder die Pvltttk twrum al« to leidig verwünschen, weil sie ihnen den Gatten und Vater auch am Sonntag entzieht, dem einzigen Tage, da er ihnen gehören sollte. S« ist auch ihr Tag de« Mensch-Sein«, da der Ressortari»etter. der Fachmann, der Sp^ialist einmal abgelegt werden tarnt Roch nie ist der Sonntag, ist daS hohe Fest, sind seine zwei Feiertage so notwendig getnefen wie in unserer Gegenwart, die da« alte Gut der täglichen lFeier- ftunbe. de« Feierabend« für die meisten Männer gerade der „oberen" Schichten, gerade der „gei- sttg" arbeitenden Kreise längst vernichtet hat. Daher ja auch die urimichsige Kraft, mit der die Wochenendbewegung sich Bahn bricht: ich habe schon vor 20 Jahren, tn meinen ersten Hochschulvorlesungen über Arbeit«künde vorauögesagt. dast wir Deutschen in einem Menschenalter den angelsächsischen Anderhalbfonntag notgebmmgen un« auch würden erobern müssen gin von Allmauerque war in der Tat vollkommen schön. Zumal ihre Augen bekaften einen unnennbaren Reiz durch ihr Feuer, ba« so lebhaft war. dah man glaubte, sie hätten die leuchtende Sonne in sich aufgefogen. Waren e« nun diese Augen oder andere chrer Vorzüge — genug, der unbeständige Sinn de« Königs wandte sich halb von der Gräfin LerrnoS ab und der Herzogin von Albuquerque zu. Sr bst alle« auf. um sich mit der Herzogin von feiner Liede ;u unterhalten, konnte indessen nie ben günstigen Augenblick finden. Zhr Gemahl bewachte sie zu genau. Obgleich der Herzog von ihrer strengen unerschütterlichen Tugend überzeugt war. hielt er eö bei den Machttnttteln eine# versiebten Monarchen doch für geraten, die Augen ollen zu halten. Dadurch wurde be« Königs Leidenschaft nur uni fo heftiger gereizt, und er beschlvh, durch eine List zum Ziele zu kommen. Eine« Abends, da er mit einigen Granden bei einem hohen Spiele sah. trat, geheimer 'Der- abreduiig gemäß, fein Günstling, der Herzog von Olivarcz. herein und überbrachte dem König cm en angcbM) soeben gekommenen Bries von äufterster Wichttgkett, bei sofoirige Antwort erheischte Der König erhob sich, rief ben Herzog von Albuquerque, der im Zimmer war. und bat ibn. sein Spiel zu übernehmen. Hieraus verlieh der König da« Zimmer, ging in fern Kabinett. warf einen Rlantel um. entfernte sich über eine geheime Treppe unb verfügte sich, nur von seinem Günstling Olivavez begleitet, zu bet jungen Herzogin. Der Herzog von Albuquerque, der die starke Ahnung hatte, dah der König nicht ohne befow bete Ursache gerade ihm sein Spiel übergeben habe, befchloh. sich so schnell wie möglich Ge- wihheit zu verschaffen. Gr fing plötzlich an. sich über heftige« Leibschneiden zu beflogen und zog so jämmerliche Gesichter, machte so greuliche Gebärden dah seine Partner ihm rieten, so schnell al« möglich nach Hause zu gehen und zu purgieren. Gr lieh sich da« denn auch nicht zweimal sagen, gab seine Karten einem anderen und rannte spornstreichs seinem Haufe zu. Dort trat der König mit seinem Begleiter inzwischen angekommen, bcfarri) sich jedoch noch tm Hofe wo er mit Olivarez ben letzten Krieg«- rat hielt, wie er diese stark» Feste der Tugend am schnellsten einnehmen möge. Sleonora Albuquerque war keine Maria Lermos. Das einzige Mal. da e« ihm geglückt war. ihr bei einem Karullel zuzuflüstern, dah er sie liebe und bereit fei. ihretwegen mit einer edlen Dame zu brechen, hatte fie ihm geantwortet: Wenn er auch fo glücklich wäre, dah er mit feinem Herzen machen tonnte, was er wolle, fo wäre f te dazu nicht in der Lage. Ihr Herz gehöre dem Herzog von Albuquerque und werde ihm ewig gehören. Wie nun der König den Herzog erscheinen sah. verbarg er sich rchch im tiefen Schatten eine« kleinen Gang« ber auf ben S>pf mündete, während OliDara butter einen feiler sprang. Aber die hellen Augen de« wachkamen Shfernanns hatten beide schon bemerkt. Der Herzog hütete sich wohl, nach Fackeln unb Dienern zu rufen, denn in diesem Falle wäre er gezwungen gewesen. ben König zu kennen. Ganz allein ging er auf ben Frevler an seinem Ehefrieden zu. zog seinen Degen mitfami der Scheide au« dem Gürtel, nahm ihn verfehrt m die Hand, schweickte ihn und schrie: .Ah. Du Schurke. Du Dieb! DaS möchte Dir so paffen, hier einzubrechen, wenn ber Herr fort ist! Ra wart! Da« soll Dir übel bekommen!" Und nun fing er an mit dem Etichblatt seine« Degeiw. da« so grob tnar. dah man hätte einen kleinen Kürah daraus machen können. Seine Majestät au« allen Kräften zu bearbeiten. Der Herzog von Olivarez. der seinem Herrn zu Hilfe kommen wollte, bekam nicht minder weidliche Hiebe. 3n der Angst um seinen eigenen Buckel lchrie er endlich: .Hattet ein. e« ist der König!" Worauf der Herzog seine Prügel noch verdoppelte, zur ©träfe, wie er den beiden zurief, weil sie getoagt hätten den Rainen Seiner Katholischen Majestät mit einer gemeinen Schurkerei tn Verbindung zu bringen. Der Könia, ohne ein Wort zu sagen, lief bei dieser Hebe davon. Olivarez hinterdrein. AIS die Dienerschaft rml Fackln herbeikam, fand sie nur noch den fiegreichen Herzog. Zu Philipp« Lebzetten hat niemanb von diesem Handel erfahren. Olivarez hatte keine Deranlolstmg. pi plaudern unb Albuquerque hütete sich, de« Könige Ungnade auf sein Haupt zu ziehen Den König aber ärgerte ein Liebesabenteuer. bei dem er Prügel bekommen hatte, ohne die Gesiebte auch nur zu Gesicht zu bekommen, und er sann auf Rache an dem Ghemann. Den Herzog zu bcftra'cr’.. da« ging nicht an. ohne sich leibst bkohtzustellen. Sv fand er denn bad Mittel, sich Genugtuung zu verschaffen und dem Herzog einen Pv^en zu spielen darin, bah er ihn belohnte Er ernannte ibn zum .Titulado" Run lachte alle Welt auf Kosten be« Herzogs und der König lachte mit. Aber gutrrür.g. wie er im Grunde war, unb noch mehr leuchsinnfg unb veränderlich, schenkt» er schon nach gana kurzer Zett feine Gunst einer neuen Schönen, und der Herzog von 3Örugucrqne lebte mit Donna Steonbra unangefbÄen unb tn herz sicher Liebe irr8> rite getrübter She noch titele gfKsiche 3a§ne. Wie Herkulanum ausgegraben wird. Die Ausgrabungen in Herkulanum. deren Beginn durch eine 6röffnung«fcier eingeleitel wurde, befinden sich Dorläufig noch im vorbereitenden Stadium. DaS Riveau der altrömischen ©traben befindet sich etwa 80 Fuh unter be< gegenwärtigen Grdobersläche. Schon diese Tatsache gibt eine Ahnung von den ungeheuren Mengen festen Schlamm« und harter Asche, die entfernt werden müssen, bevor die eigentlichen Ruinen erregt werden. Die Millionen Kuvik- fuh Schutt, die die alte Stadt begraben, werden auf die modernste Art abgetragen. Prof Majuri. der die Grabungen lettet, läht gegenwärtig eine Eisenbahnstrecke zwischen dem AuSgrabuna-ge- länbe unb dem Meer anlegen. Auf diese Weife wird es möglich fein, mehrere 1000 Kubiksiih täglich wegzubringen, nachdem die harte Masse durch besondere pneumatische Apparate gelockert worden ist. Der Schutt wird dazu verwendet, einen Sumpf auSzusüllen. der ein grobe« Gebiet zwischen der modernen Stadt Restna und dem Meer einnimmt. Riemand hat bisher eine genaue Vorstellung von der Anlage und der AuS- dehnurrg de« alten Herkulanum. ES werden daher zunächst tiefe Schächte an verschiedenen Punkten in dem sumpfigen Boden gegraben, um den genauen Umfang der begrabenen Stadt festzu stell en und herauszuvekommen, ob sich die Ruinen nicht unter dem Sumpf au«dehnen. Der Plan Majuri« sieht die Riederroihung mehrerer Häuser von Resina vor. Diese Häuter soften bann wieder auf dem Land aufgebaut werden, da« durch Sie Trockenlegung be« Suntofe« gewonnen wird: man erhält auf diese Weife Land für ein neue« Viertel ber Stadt. Der Schutt, ber nach ber Trockenlegung de« Sumpfe« noch übrig bleibt, soll bagu verwendet werden, um eine Xerraffe an der Secfufte zu bauen. Außerdem wird an Steife bei engen schlechten Dege«. Ser bisher nach Resina führt, eine breite Strafte angelegt, tie sich an Sie rteue Autpmobilstraste ymtoen Reapei und Sdferrto anschpeften soll. Rach BLendigunck dieser Vor- erbeten hofft MajiLi nq& tn bföe-.R Mrc 5fe öffentlichen Bäder' örm HSrsirlcrttM' fri^tfiegeft. hessische Handwerkskammer. Unter der Leitung ihres Vorsitzenden 3 Aohl - Darmstadt hielt jetzt die Hessische Handelskammer ihre 3 3. Vollversammlung m Sirungtlaate der Dsrmstäk./c LladtverorLnei'M-Vertammlung ab Al« Veneter des Ministerium- sür Arbeit und TB- rt» schalt war Ministerialrat Hechler, für die Q3auabtei(ung des Finanzministeriums Ministerialrat Wagner erschienen. Der Vorsitzende dankte in seinem Eröffnungsansprache der Regierung. den Behörden und den dem Handwerkerstand angehörenden Ltandtogsabgeordneten für die Unterstützung der Kamn.er-Bestretmngen bzw für da» tak'rähtae Eintreten für die Interessen be* Handwerks. 3um Schlüsse überreichte er namens de« heffi- Ichen Hanbiverk« dem verdienten Direktor der Hefs. Handwerlerzentralgent -enfchast Paech der in die'ern Jahre 'tüt 25jäbrige« Jubiläum als Leiter Meles 3nftüut« beging, ein Uhren- diplom als schlichtes Zeichen der Arterkennung und der Dankbarkeit für die hervorragenden Arbeiten namentlich in schwerster Aotzeit Ministerialrat Hechler entbot der Versammlung die <3ritte der hessischen Staotsregierung. Zwar leide der Handwerkerstand noch immer unter der Aot der Zeit, ober die 2 u s ft e l - lu n g In Sieben, die der Aedner lehr lobte, beweis«, dch ct auch mit dem Handwerk vorwärts gehe Hieraus wurde in eine Besprechung des Se- fchastsberichts der Hauptverwol- t u n g und der Nebenstellen, der de» Äammermitgltetern gedruckt vorlag. ringetr«ten. Der Derichr gibt Ausschluß über die verschiedensten Zweige der Kammertätlaseit und -Ein- richtuugen. Ministerialrat Hechler sprach der Kammer feine volle Anerkennung für die ge- feiftne Arbeit im Interesse des Handwerks aus 3» der Aussprache wurde auch die Aeichs- verdingnngsvrdnung erwähnt. Mini- fterialrat Hechler erklärte, es bestehe gegen sie ke»ne Abneigung Ministerialrat Wagner teilte mit. der Entwurf zur Einführung der Aeichsverdingungsordnung liege dem Gesamt- Ministerium zur Beschlußfassung vor: es fei an* mei datz die neue Orhnung bei den ft aut- i:d}cn Scuibehorden nm 1. Juli eingeführt Die anderen Behörden würden wahrlchnnllch aufaefortK-rt sich diese Grundlagen zu eigen zu machen. Die Verzögerung fei verursacht tvorten durch Wünsche zur Abänderung, es sei aber schliesslich hoch die Ansicht durchge. rungen. daß für unser Wi tschaftsgeblet die unveränderte Annahme zu e n^ehLen fei. Direktor Schüttler berichtete sodann über einen Mainzer Antrag, der sich gegen die Einrichtung von Lehrkursen durch Personen, dies selbst oft mangelhaft ausgebildet sind, wentet. Schritte im Sinne dieses Antrages bei dem Minister für Arbeit und Wirtschaft seien bis jetzt erfolglos gewelm, eine Abordnung solle jedoch nochmals versuchen, den Minister umzufiunmen. Sodann besprach Direkter Schüttler Mängel bei der behördlichen A r - bei Übergebung. Es wurde eine Unifchtte- ftung angenommen, in der verlangt wird, dasi alle l-ehordlichen Stellen den bedrängt?n Verhältnissen des hessischen Handwerke Rechnung tragen und 2rb«'itempq:id)lett durch Zuweisung von Aufträgen Ichalf.n Die Leitung bev Hand- werkslaminer soll in Sinne dieser Entschließung mit allen maßgebenden Stellen ter Reichs- und Landesbehör' .i in Verbindung treten. Gin Antrag Alsfeld will Aenßerun- gen tn den Vorbereitungskurfen zu den Mei fter Prüfungen und fonftipe Blenderungen des Prüfungslveiens Direktor v ch ü t t- ler teilte hierbei die Neuordnung des P i ü - fungswesen» im Hufbefchla-i mit Die Schmiedeineifter wollen eine Prüfungskommission in jeher der drei Provinzen wahrend hie Re- gterung nur eine Piiifungsstelle in Gießen will. 3n diesem Falle n>rlicn die Schmied'- meister, daß weni^itens au« jeder Provinz ein Meister bei den Prüfungen v.igeM-t)?n w' rd. Wirtschaftlich würden hie Prüflinge durch da« neue Verfahren schwer be'astei. w.'il sie mehrere Monair zu ihrer Aushilbung in Gießen zubringen mühten. Hierauf wurden der Vorstand und bie Geschäftsführung entlastet Aunmehl berichtete Gewerhelchulrat Dr Bünnings-Diehen über die bisherige T ä * tiflf eit her Gewerbeförderungsan- lta l t 3n 'einem Beucht ging der Redner von dem Vegrif» der '2Utiona!iherurg aus der jetzt em Sfiu’u-ot: oder ein Lteckenpsc:d geworden fei. Die Prüfung der Rationalität von E'.s- maschinen und Xühlrnlagen wie lre jetzt auf der G.ebener Auefte.lung gezeigt wü.^n sei in erster Linie eine Frag* des technUch-willen- schaftlichen Prü'ungswZenO Aber solchen Prä- snngsflellen sehlte vielfach die Xerbintung mit dem Handwerk. 3n Hessen 'ollen die Drülur,en von Leuten vorgenommen werden, die st. -dig herum kommen. d«e fcinblid in die 'Betriebe haben. 3n Darmstadt soll zunächst ein Techniker angc- stellt werden, der uon dort aus die Betriebe auffuchen soll. Das Prüfungswesen soll ' ch auf fehr verschiedene Gebiete erftreden. auf te« Lehr- lingswe'en auf die Gesellen- und Meifterprü- sungen. auf die Fürsorge für bie Betriebe selbst, auf die Ablahmöglichkeitew Die Gießener Ausstellung habe manchen Autzstelle.n nam.nl ich denen des Schreinergewerbes, n.-ue Absatzmöglichkeiten gebracht Versuche an Töpfereien. die gegenwärtig vorgenommen werden, sollen diesem Handwerk neue Absatzmöglichkeiten schaffen Zu, dem Gebiete des Patent- und Muße, chuves sei schon manches erreicht worden Der Vorsitzende empfahl die Einrichtungen zur Fdrtecuig des Gewerbes er dankte Dr 03 u n n i n g < für lerne V.-mühunacn in dieser Richtung. Anschlieherid gab Direktor Schüttler Auf- fchluh über die Kredltwirtlchaft der Kammer im letzten 3ahr Die Dollveriannn- lang gab ihre Zustimmung hierzu und genehmigte die Uebernafcme eines langtril't.gen Darlehens leitens der Äommunalban, für Sachten und eines kurzfristigen Darlehens leitens brr Preustenkalse Die'e Darlehen werden dazu benutzt, um den Handwerkern, die wegen ter Tiafur ihre» bc- trieb# Bankverbindungen nicht unterhalten, produktive Kredite zu cenn,titln Mitglied Aeffel. Offenen 4>, berichtete über die buraMiefübrie Kontrolle des Lehr- lingswefens Hierbei gelangt*- ein Antrag betr. 3cft’etjung einer Höchst zahl für die Haus- bedarssfchülerinnen im Schneiderinnengewerbe zur Behandlung. Aach teni Vericht über Ire Einnahmen und Ausgaben im letzten 3abre und der Entlastung des Rechner- verlas der Vorsitzende den gedruckten Voranschlag für 192 7. Die Umlage wurde festgesetzt und genehmigt: sie wurde um 41 000 Mk reduziert, ferner wurde eine Einschreibegebühr für verspätete Elnretchung von Lehrverträgen beschlossen. 3ugeftunmt wurde der Umwandlung des Handwerk-amte« Al eh in eineOkebenste l l e her Hcindwerkskainmer. Zur Beschaffung von Mietwohnungen für die Äammerbeamtcn Wurde einstimmig der Erwerb des HauseS Dru ft st raste 48 tn Darmstabt genehmigt x.ur Erbauung eins- Xammerge« bäudes bewilligte die Der'ommlang einstimmig eine weitere V Mt 41000 1 Hieraus berichtete Direktor Schüttler über eine Lehrlingsordnung im Buchdruck- a e to e r b e, deren Einführung beschlossen wurde. Von einigen Gewerben (Sri f euren und Küfern« wurde wie Direktor Schüttler weiter mitteilte, beantragt, die Lehrzeit von 3 auf 3'3a6re zu verlängern Ministerialrat Hechler erklärte, dost sich die Regierung schon mit der Krage beschäftigt habe und die Anträge a b l e 1) n e n werde Der Antrag her Friseure würbe gleichwohl genehmigt gegen 9 Stimmen und gegen den gesamten Desellenausschuh Auch dem Antrag der K ü f e r wurde zuoestiinmt Aachdem Direktor Paech noch einen Heber» blid über die Tätigkeit und die Lage der Han d- n e r tv v - . c n t r a l g e n o | I e n I d) a f t gegeben, wurde die Tagung geschlossen. Oberteilen. Landkreis Rieften. 7 Heuchelheim, 16. Juni. Ta.’ Ergebnis der Werbewoche sür den Verein für da» I r u i, dj t u in Im ?l u s l a n b betrug 27.23 Mk. '.'-eitere Betröge wurden durch Schüler der höheren Lehranstalten In Gießen direkt an die dortigen Sammelfteden abgeliefert. D Watzenborn-Kteinbera, 16. Juni. Aur unseren Bezirk wurde der Landwirtlchaftslesirer Tr. V u st von (ürosten Linden zum hauptamtlichen borlbildunaslchullehrer rrnann: Es stnd ihm noch die Orte fleth-durrt und Eroßen.Linben *ugeteilt warben. — 3n der Werdewoche für den 3er« «in für da» Deutschtum im Ausland wurden hier 6V Mark gnammt.t 3m dcnachoaNen Hausen betrug do» L^mineergedm« IS 5U Mark. " Londorf. 16. 3uni. Heute konnte Bürger- meister Auman» Irin 25jahr»ge» Bur« o,rmetfterDienstjudilöum friera kas Crticbeiiersührung der U,ctaUinte von Sab-Aau- beim bi» Friedberg have sich leider nicht burch- ühren !a''er Der Redner polemisierte harnt fe n ?cn Z2.dverbc.nd Fr cdverg Florstadt. r s,.-ie Konzession für den Betrieb der 6*rede Vad Aauheio Friedäerg n.cht an den Ver- kehrsverein abtreten wiu Dieter glaubt jedoch be intensiverer Ausnutzung der Linie eine wesentliche Steigerung des Ber' hrs herbeilühren zu lö-nnen T-im berichietrir dcr Redner über die Veranstaltung von FrieddergerWerbe- Wochen. Durch Scha.«enstcrweitbewerd. Frei- h^tauWübrueger Bur beleuchtunge» und unter Lmständeu Gewährung onn 6?nberrabdit durch die Geschäfte solle ein Ma' enbeiuch her- deigefühn werden. A!« erter DtbflMerebnet lkrach vandtagsabgr -oneter Cu». her Bor- s tzende des x^toedterbanbe» Friedberg R eber- Florstadl Er gab einen geschichtlichen Otüdbhd au» die iJnrtr dtuna des iweckverb.-nbes her die Znteressen Friedbergs vertrete Wenn der Wagenpark noch nicht polUnnimen »ei m erwiderte Banlvvrstand Groß, der sogar eine ziemlich t^rte R 'oiution vor- schlug in der die Stabt erbeten inertzm follie fern Zwedverdantz keine Mittel mefti zur S-,« fügung zu stellen Adg Cut vertribigre »ich nochmals und ist bereu den ihm cngdagmi Kamp» aulzunehmen Erst als ber Vorstand be» Verkehrsvercins und einige andere Redner im versöhnenden Sinn gesprochen hatten wurde der Konflikt beta#tent Pro*-'ter Blecher mach-.r einen lehr praktischen 'Bor' .:,ilag. einer, h i st o - rischen Friedberger Tag jährlich in Verbindung mit dem 3ahrestag der Iteretnigung ehemaliger Augustinerschüler zu »eiern Aachdem Rechtsanwalt Dr Krämer und mehrere Redner noch über die Playfrage be« Pserbeniarktes gelprvchen. ermahnt, Amtsgerichtsrat T h u t n in »einem Schlußwort nochmals zur Einigkeit. WSA. Bab-Rauheim. 16 3uni Ein dr» kann ter Zirkus, btt an Ptingsten hier mit leinen Torfübnmgen begann erlebte in unserer Stadt ein völliges Fiasko Das Unternehmen das bereits einen Teil seines 5'erbest an des anderweitig hatte verptänden müssen, i^ermochle sich infolge lchlechlen Besuches nicht mehr über Wasser zu hallen. Die Stabt »ah sich um bas Persons nicht in ihre Wvhllahrispslege übernehmen zu müssen, gezwungen hem Zirkus mehrere steuerfreie VorKellunae-i zuzugestehen. die das (rorbebolten bah Mele llnterfiellung nicht zutr-' 91 sollt« -Degen der W TSrtune vom 1 'X^r.l ■ lenen allgenuinrr. Meterh^hung wurden die -’Leien für *> I e Wohnungen 1 m städt,k chen Neubau in der Gobern ierhraße um 10 Pro» zeni erhöht — G» wurtr angeregt, die Heue Drude in brr Delle zu erweifer ban der erhöhte SutHeig auf de.den Seite t beseitig: und euherhalb d.s Vr-ckenaeksnber angelegt wird Le sott Minubh em Prof eit mit Rollen- Voranschlag elngeforberl loerben. - Fe le*- nund der Gemeinde für 1 j. 1925, d.e eine Ginnahme von 10t 372 Mk eine Ausgabe ron 255 423 Mk.. mitbia en 2«chuß des 3 tr « d • Verbandes 1U b b a • U 11 a be'chlo 'en-m und im Rohdiu nabeiu lert.ogefteilten 1 ut 0 halie in Ulfa, d.e einen Kostenaufwand von 10 M JUL erfordert 2h.' Inrcgj ig aus der Mitte be» Genieinderats >oll die 9 rbauungvonRlein- Wohnungen auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung gefetzt werden. — Der leit längerer .kit t ■ •d:lo(fene und cut verfch.edenen Gruiden bl* jetzt nicht zur Durchführuna qrfpmmc v Tat- bau «umbau, bei dem nsvetondere bie Her fteflunq des Saales in dem früheren Umfange und di. Ikrlegung der grlainten oder eines Teiles her Dureauräumc in da» obere zur Zeit «ich« benutzte ^forftoer! beabf.chtigt war sott im H.nbli«: auf die Finanzlaa« brr ©tibt A u • r ü d g e ft e 111 werden .v a <- 0 > (Wie» I 1 Äonferen», Ged flirche-rat Prv'ef'or D. Dr Ärü - | g e Gießen, de lfrtna ßerlei tte .riet una versuche au» der Septuaginta und beleuchtete eingehend die Lphare, au» der heraus der nrutchc mrn: ttb< flauen entstanden ift fein ? ertrag g p feste in der Vetmupsti-q der d ndeitlichkeit der gl chischen Sibel. Aach kurzer Pause e.- tfl < i. Uc, Dell, Herborn da» Wen zu Ici.irm grohangeleglrn Vertrag über .Die t’ ;nlog 'ehe undkrags der allgemanen Offcnb.runj" O. ?r ging au- ! en 0‘fentarung ein an Hand roi zwei B.ihielen. Seevr:W Sogmatif und Ct.o» .DaS H.lf ge" um feß>uKellen daß biefrr Wra ohne Antwort bldh Aach eingeß. 'den Unteru* un- qrr. Innerhalb der aftprot7^' rntllchri' Dh.'rl.igfk kam der 21 ebner zu dem Endresultat, daß hudligem eine Offenbarung Ic.n theologischer Br.'r V ift Diesem Vortrag schloß sich eirc ?j|- 'rrache an Die Konferenz, die rnn rmttenfchastiichen dtarcfirr tränt, war recht gut besucht zumal auch von "Warburg — allein ibec 7? Marburger Theologie-21udierend« war.-n da von Herborn und von Friedberg, aufsall.nd gcr.ng aber war der Besuch der im prakkifchen Amt hebenden Theologen Der erste Prämiierungsmorkl in Laubach F Caubadt. 16. 3uni Zum erstenmal hat die Stadt Laubach einen PrämiierungS- markt abgehalten und damit einen vollen Gr- folg erzielt GS zeigte sich, daß unsere Stadt allen Bedingungen für einen solchen Markt genügt. Der Markt wurde im Anschluß an da» , Ausschuß!eß- auf der zweckmäßig hcrgerichte- ten ..Hülle veranßaltet. Mit der 'Prämiierung verbunk en war eine Bullenaultivn. Auch fonßigeS Handelsvieh ftanh zum Verkauf. Don- kenswer: war die Mftwirlung der Landvirt- fchaftSkainmer In drei großen Hingen wurde gerichtet über Vvaclshecger und Hessisches Fleckvietz lSimmentaler> 'owle über weiße hornlose Saoncr Ziegen. Al» Preisrichter waren tätig Veterinärrat Dr. Schmidt- Schotten, Landwirt Horm. V 0 n e i s f • Grünberg. Landwirt Herrn. I h r i n g - Lfch. Zuchtinspektor B U r l e r - Dießen Landwirt Herrn Velten- DÜdelnrod. '3Itburgcnncifter Viehl - Aainrod. Landwirt g e r • O.vccfborn, Landwirt L'udw S ch c l d - Gr -Bused Zur Prämiierung waren aufgc!lieben aus den ‘reifen Scho'!.'n Dießen, Alsfeld, Friedberg und Büdingen 65 6tüd Vo- ael»bergcr und 90 Stück Simmentaler Aindvieh. sowie 54 Stück Caancr Ziegen. DaS Ergebnis war durchaus befriedigend Von den Vogelsberger Bullen verdient das prächtige Tier der Gemeinde Hattenrod vollste Anerkennung- e» vereinigt alle erwünschten Gigenschasten de» Vogelsberger Ainde» in einem formvollendeten schönen Körper. Vicht mindere Anerkennung verdienen die altbekannten Züchter au» AudingS- hain, Betzenrod. Sellnrod, Kl.-Gichen. Weickartshain. ©rünberg. Lauter und Wetterfeld. Das Ergebnis der Vrämiierung war im einzelnen folgendes I. Vogelsberger Vindvieh keltere Bullen (über 17 Monate): Ehrenpreis Gemeinde Hattenrod, kHalter tt.nrtch 2iau); dritte Preise: Ludw Wolf- ellnrod und .^arl Volp All -Lichen Jüngere Bullen (unter 17 Monaten>: Anerkennu na. 2oh. Merz-Vodenhaufen bei Ult bfiein und Georg Philippi - Klein-Gichen Heitere 5t ü b c . a) In Milch E r st e Preise: Altbürgermelster Deub.-l-Vuding» Hain und Heinrich Meerboth-Wetterseld: Zweite Preise: August Frank Grünberg. E. Zimmer- Lauter. Aug. Frank-Grünberg. Heinrich RI6he Weickartshain. Dritte Preise Aua. Frank- Grunberg^ Heinr. Traum-Wcickart»hain. Äarl Felslng-Wohnfeld. Kar! Horst-KI -Eichen und Peter Diehl-Wohnseld. Anerkennung Äarl . .iw ... v..4i -_,u .. 4) und Gg 3äacr-Cuf dborn. dl trächtige Ehrenpreis: Aug. SchmauS-Linden'.ruth Zweite treib' Cito WeiShaupl-Wvkn'c.^ und Hch Aahn-Woho eld Dritte Preise Ctto L.i'-g- Betzenrod .Rorl La:Ütz III - Bevenrod Heinrich Ar :irab Fischer-A^d-ngShain und Ernß dimmet- Lauter Anerkennung Hch Engel-Wohn» leib. Adam .^rämer-Wohnfeid un" P Arnker- Lauter. Züngerc Kühe 1) in Milch «hren- vre . S T: e. b.-t T .• r W t Preise Heinrich Iritz-Wohnfeld unb Eduard 9inffr.fr - V'tngersdaufen. zweite Preise Conrad Blum-B shnkeld und August V ©runberg dritter Preis Otto tiang» Betzrnrrd. Anerkennung Heinrich Ains-o- berger-B>t>rnrod und Äarl .^rame.-Wohn.id b Oü narre Lühe, trächtig Ehtcn- preis: Sobann Heinrich Hartmana - AudingS- hain erster Preis Hch. ?7at:m WeickartS- bat-- zweit - Preise Kar' F.-. ing- Wvhn- f..d Otto Le sdaupt-Dol 'eit .'q:. Schmidt- tiauier. brittt Piei' e «ar Alt-BeNenrod. Ä07. Horst II - Sellnrod iSbriftian Sann III - Hkiterfc b. Eduard Zun ner-Klein-Aichen. HZn- rid) Äoi'iab Fi'L er Äud>ng»dain Anerkennung: Otto ^>ofmann»Kle -Eiweii Kalbinnen Ehrenpre» Altbü: Qcr- meifter Deubel-Aud-ngShai,i. e r ft e O reife: Äshanncs Rahn-Wohnseld und Eduard Lingner- Dingershausen. zweite Preise Heini ich Weber-Weickarnsbain und Karl KrSmer-Dsbn- 'clh dritte Preise Konrad Hör t-Kl.nn- 4ia c 1 H rnrich Zce.enfeener-Wohnie d Ludwig Gbrnert V .Qutdbpi n. Anerkennung^ Äon- rad 5jorft»Älcir-®tfvn und Heinrich mQlltr- Wetterfeld Zungrinder Ehrenpreis Theodor M ^.er-Aud.ngeha.n. 1. Preis Heinrich Ain- kenierger-Betzenrod: zweite Pr, ke Zohann Aabn-Wohn'eld und Heinrich >ritz-Wshnsefd: drtte Preise: 3o$anni# ) icr-Qucdbrrn. Äarl Echm ?t II -Lauter C-rnft Faust-Kl -Eichen und Heinrich Fetting-Zkie n-Eichen: Anerlen- nung: Otto Rciber-TitUtngen Ernst Dimmer- La ter. 3 Mobils-Lauter. Zilarl Schütz lll -Betzenrod Wilhelm Parr V.-AuppertSdurg. II. Simmenlaler 21 eite re Bullen (über 17 Monate). 1. Preis: Gemeinde Laudach. dritte Preise: Gemeinde Laubach und Gemeinde Münster. 3 ü n g e r e Bullen 2. Preise: Gilbert Bei ber Tra ^-Münzenberg. .Hari Sa^mann-Lau- ■ 2 Preise). 3. Preise: Heinr. Karl Otterbein- Auv«'ertenrod Heinr.ch Knau -Stangenrod. He arid) Dontrum 1 -Munster und Ed. Anauf)- ctangenrob: Anerkennung Heinrich MauS- Äuppertenrvd. Ac?i Schmidt I V - Berstadt. Hch. Äo^Vonnenroth, Otto Desch Laubach, Heinrich Alilll.-Stangenrod. Heinrich Ärämer I - Vang»- ÄF- otf. hielte re Kühe, a) in ?U 1 i d): Ehrenpreise: Ludwig Dahmer-Abthgee. Äarl Äai.z- mann-Laudach und Heinrich Salzmann Il.-Lau- bad): 1, Preis: Karl Aeitz-Laudach: 2. Preise Wilhelm Hbgv-Klein-Eichen und 3oh. Zriedr. Aühl-Laubach: 3. Preise: Dhil. Äe'Jir. Lauth-Laubach. Georg Zriedr. Iochem- Laubach. Wilh Wagner-Laubach: b) trächtig: Ehrenpreise $>erm. Seipp-Ober-Bef singen. W-lh. Parr V.-AuppertSburg. Heinrich August Günther-Laubach. Konrad Högy Ill.-'Rupperts- burg: 1. Preise: Herrn Siegkried-Laubach. Hermann Seipp-Ober-Dessingen. Heinrich Diehl- Laubach. 2. Preise: Wilh. Högn-Kiem-Eichen. Gg Fri-?dr Zochem-Laubach. (Sßr. Aircher-Lau- bach, Zoh. Günlher-Laubach. 3. Preise: Konrad Sann-Wettcrield. Wilh. Högv-Klein-Eichen. Otto Paul Il.-Villingcn. Jüngere Küße.») inMilch l.PreiS: Phil. Krauiwurst-Freienseen. 2. PreiS: Ludwig Dah'.icr Adthge»: h) trächtig Ehren- VreiS: Karl Lotz-k^onterStirchen. 2 Preise: Herrn 6c.pp Ober-Bessingen. Heinr Friedrich Fronk-Laubach Anerkennung: Hcinrid) Zochcrn-Laubach und Heinrich Herzbcrger-Lau- dach. K a l i> : n n c n. Ehrenpreise: Georg Zimmcr-Villingen. Heinr Aück II-Siockhaulcn, Heinr. Kauß l-Beltershain 1 Preise Wilh Wagner-Laubach. Georg Dahmcr-AochgcS, Heinr. Aöder-Laubach: 2 Preise Karl Lotz-GonterS- lirchen. Heinrich Acutz VII.-Wetterfeld. Otto Hau. ll.-BiUingen. 3 r e t 4 Otto Siegfried- La. -ach Anerlennung Fohann Ountncr, W'.ld Hsgel Heinr Schmidt, Ehr Kircher- Louvach. Zunge'- nd er katknngreü In Altenburg der alljährlich dort statts.ndc!. hat au» allen Gauen DeuifchlandS und fogar aus dem Auslo.nde die Skatlustlgen veefammcli Die alte trafit.oneH.- 6lalhabt 211’cnbura. die nunmehr lcho:' elf 3abrc lang ben Deutsch." Skatkongreß beherbergt hat auch bi~4ma'. wieder ganz im Zeidren d-eie» beliebten Stammt 'chspieicS gestanden Zn Altenburg gibt e» ja wohl kaum einen, der d ckcS Spiel nick", verstände und In haben denn die Altcnburp.r gu» Anlaß de» KongresfeS In ihrem Vanhe^tbeotcr sogai einen Sketch unter dem Titel .Skat uraufgeful)d, und damit bei allen einoefle 'chtrn Skatspielern sich erneut die größten Sompafhien c-morben. Auf dem Kongreß der kkatlpieler wurde im übi'.ge" der Beschluß gelabt im kommenden 3..hrc einen internationalen Kongreß stattsinden zu lallen, an dem alle Skatbrüder der Welt teil- nehmen sollen Die Acllnehmcr de» Skal- kongrelle» ha^en sich auf ihrer '•Tagung u a aum kehr hc’tig gegen einen Antrag au»g** sprochen der sich mit der Absicht tragt, einen Ekatbund au gründe,. Wozu iit dieser auch nölig, wenn alle Skatspieler im Deullchen Skat- fongreh ihre Spivenorgamsatirm haben. Diefe sorgt für alles, was irgendw.c für die Zünae» de» Skatspicis von reffe ift. unb e» >ockr' unfinnig, wollten fu Skatbrüder um ihre» ZhsalL willen in zwe rtc.cn fpalten. Bisher haben ’ie treu unter n e r Fahne gedient unb sie wollen das. Wie fte c« jetzt auch einstimmig zum Ausdruck gebracht haben auch weiter tun Hoch der Skat und nieder mit allem, wo» das Spiel irgendwie unangenehm beeinflussen fbnntc, und fei cS nur die Gründung eines neuen Skat- bundeS Daß auf dem Altciiburger Skatlongreß aud> ein Meisterschaftsspiel um bU Skatineister- sd)ast auflgetragen wurde, versteht sich am Bande Die sehr schwierige PreiSvertctlung hat ihren Abschluß jedoch noch nicht ffefunden. Macht der Gewohnheit. DS erregte In Dänemark großes Aussehen, als vor einiger Zeit zum erstenmal zwei vte* dakteure. Hörup und Sörensen, zu Ministern ernannt wurden Man war sehr gespannt, wie sich die beiden in ihren neuen Oleintem bewähren würden, und eine» Tages wurde König Ehi i- ftian gefragt, wie er mit den beiden auSkomme unb wie er mit ihnen zufrieden sei. Der König sprach sich lehr anerkennend Über sie uuS 'oll aber, wie in Acclams Universum erzählt wird, hinzugefagk haben: Sie sind beide sebr tüchtig, aber — sie beben hte Gewohnheit hie und da mal CIN Schriftstück in b< n Papierkorb zu werfen, weil fic eö für ein FruhlingS- gcdicht holten." Kirchliche Nachrichten. Zsraelillfche Gemeinden. Zfr. AeligionSgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge <6übanlagc). SarnStaa, den 18. Zuni 1027. Vorabend 7 45, morgen» 8.30, abends 9.03 und 9 40. MWnn.MMlgWMkkle Nomon von Sven Elve ft ad Copyright bei Georg Müller, München. 9 Fortfetzung. Nachdruck verboten ..Er bat Jean vertreten. Und id) kann gewiß sagen, daß er feine Sach« ausgezeichnet gemacht hat Insofern kann Jean, der gewisfenhafto Jean, ganz beruhigt fein ' „21 brr 2tvw war doch hier** rief der Konsul. Nein', entgegnete Ärafl. „Der Mann, der uns bebtent hat. war nicht Zcan. sondern der Dieb. Er ift In 3ean» Maske hier tätig gewesen, un» er bat sich mit Erfolg den Umstand zunuhe gemach,, daß 3ean wahrend der llrbelt stumm wie ba» Grab zu •Irin pflegt. Ich katm Zhnen versichern, meine Herren, daß er em glänzender Taschendieb fein muß. Es IdpiieicheU mir übrigen», daß er mich nicht auch bestohlen hat. Das beweist, daß er zugleich ein lehr vorsidüiger Herr ist. £ki. ja, es bleibt uns nichts anderes übrig, als sich in die Tatsachen zu fügen. 3d) ertaube mir, um eine Unterredung mit Äean zu bitten, um zu eriahren, was geschehen ift.' Krag zog sich mit htm alten Diener in eins der anderen Zimmer zurück, wahrend die fXrren sinen- blieben, um noch eine Weile über die merkwürdigen Ereigmsie des Abends zu plaudern. Ein Trost im Unglück war es, daß sic nicht mehr Geld eingebüßt hatten, als sie ertragen konnten. Sie rechnete» zu» lammen und gelangten zu dem Ergebnis, daß der Gewinn des verwegenen laldxnbiebee zwuctzen zehn- unb elflausend Kronen betrug Es war ein ganz hübsche- Stimmd»en. Nach einer kübtn Stunde kam 2Ub|6rn Krag wieder ins Rauchzimmer. (Er war im Uederzieher. Die Herren ftrönucn um ihn zuiammeu. um nähere Mitteilungen zu erhalten Er nahm die Uhr vor. Ls war bereits halb zmol> Ich habt noch drei Minuten zur Ikrügung". sagte er. „Zn dieser kurzen Zeit kann ich Zhnen fol gendes erzählen, wo» ich nun ftftgeftrllt hab«: „Der Ti«t> ist. nach allem zu urteilen rin Monn, der in der guten Gefelllchatr zu House ist. co hab« ich allen Grund zu glauben, daß er mehrmals der Gast unseres Freundes, des .stonluls, gewesen ist. Durch feine Teilnahme mn Gefellkchast-leSen bat er fich eine Menge von Kenntnissen angecignet über Menfchen unb Zerhälttiisse. die ihm jetzt zugute kommen. Er muß ein befeiener, gebitdeker Mann sein. (Er ist Norweger. Wahrscheinlich ist er kein gewerbsmäßiger Der brecher. sondern ein Mensch, der au, irgendeinem Grund, den ich nicht keni.e. auf die Derbrechertauf- bahn gedrängt worben ist. Bon früher wußte er, baß heute bei Birger ge» poken werden würde. Und er wußte auch, baß bie (Gesellschaft bei bicser Gelegenheit im Besitz von beträchtlichen Bardelrügen mar und darum ein glän» Aenöcv Opcra;ion»felb für einen verroegenen Ta. icbenbieb harbot. Um fünf Uhr. noch »»ährcnd der »onful sich in seinem Bureau befand, schickte bet Unbekannte einen Boten an Jean, brn alten Diener. Er ließ sagen, her Konsul selbst wolle mit Jean wegen ber Gefell- febaft sprechen. Der Diener würbe Im Automobil abgeholt, in ein <5ius am Parkweg gebracht und bork bewacht, sobald man ihn in einem Zimmer in biei’cm -i')auie hatte. 9latürtlcb Halle der Derbrecher dieses Zimmer — es war ein Pensionatszimmcr — für ganz kurze Zell aeml'iet. Man wird dort vergebens nach einer 6pur suchen 3n dem Zimmer wurde der Diener von zwei Oie- bilicn ?cv Verbrechers festgehatten, während der Dieb felbft sich verkleidete unb hier bei der Gesellschaft als Zean miftvert. Dieser fclfdx Ze an erhielt ben Befed«. alle lüm zu verschließen. Sribhocr« stündlich bat er bas getan aber er hat auch dafür gesorg:. sich leibst unv die Beute in Sicherheit zu bringen. Erst vor einer halben Stunde ist 3ean bann losgelösten worden, ber wirkliche Jean. Da, übrige kennen Sie, meine Herren. Es ist mir unangenehm daß ich mich habe hinter, Licht führen lasten. Aber ich bin dankbar für zweiertei erstens, baß ich. was feiten genug vorkonmii. Gelegenheit gehabt bade, mich mit einem wirklich kühnen. Der- •eNageneu :mb humorvollen Dieb zu melfen. Unb zweitens bamr. baß biefer Fall mir endlich einige Anhaltspunkte gebracht har. die mich hoffentlich früher ober fpater zu einem Resultat gelangen lasten.* Krag wollte sich eben verabschieden, ba würbe wieder .emelbet: „Telephon an ben Herrn Detektiv. Bon der Kriminalpolizei.' Als Ära« sich nach einer Weile wieder einfand, jagte er mit leichtem Lächeln . Meine Herren, ich glaube, unser geheimnisvoller Freund hat beschlossen, ganz (Ebrifttania zu plündern. Nun hat er auch ben Ches ber Kriminalpolizei bestahlen ' Nach ben Worten de, Detektivs trat zuerst Schweigen ein. Dann horte man schallendes Gelachter. Es war. als machte sich die gespannte Stimmung Luit in diesem Heiterkeitsausvruch. Der Po- liy ck."' selber beraubt! Du großer (Bott! Man lachte ächzten Bitt, nach näheren Mitteilungen hervor, aber flrag winkt? ab und verschwand lll. An der na elften Straßenecke kaperte er em Automobil und suhr mit Schnellzugsgefchwindigkeit zum Polixcibureaii. Er hatte erwartet, daß die ganze Polizeimann- scha't in Bewegung sein würbe wegen des ungewöhnlichen Diebstahls, aber alles war ruhig Er fragte, ob der Polizciches zugegen sei. Niemand wußte cs genau. Aber er würbe in fein Zimmer geführt. Da faß ber Chef an bem großen Schreibtllch. Er telephonierte, als Ärafl hcreinkam, und n>ie:- auf einen Stuhl fff»; Hrag fetzte sich. Auf diese Weise horte er die letzten Worte des Telephongefprächs. „Tas foqie ber Polizeichef, „ja gewiß, alles, aber fprich nicht darüber! Ist es em scherz, so bekommet- roir's wohl wieder, unb ist es ein wirt- sicher Diebstahl, bann auch.' Er klingelte ab und ging schnell zu Asbjörn Rrag hin: „Gut. baß Gi« jo halb gekommen sind! eo ctmis ist mir noch n,cht ooraekommen. Stellen Sie sich vor: man hat mir ungefähr alles gestohlen, war ich besitze unb habe'' Der Detektiv blickte erstaunt aus. „3d$ will Ihnen ben Zusammenhang erzählen", fuhr ber Chef fort ,Lch habe eben an meine Frau telephoniert, und sie ist ganz verstört vor Ueber- rafchung. Ich habe sie ptbeien, dest Mund zu ballen, und bas ift von Dichtigkeit. Dortäustg stnd kie unb ich hier in der Abteilung bie einzigen, die etwa, davon wlsten. Da, wäre ja eine nette Geschichte, wenn e, hcrousküme. oaß der Poli.zeichef selber au,- geplündert worden ift. wahrend er auf der Suche nach dem myststchen Dieb mar.' „Glauben Sie denn wirklich, daß es wieder ber» selb« war?' „3a.' „Haben Sie einen Betvei, ba|ür?e „Ja, einen unwiderlegllchen. Seine eigene (Er» flärung.' „No, bas oerfprlcht aufjehenerregenb zu werden", murmelte flrag. wahrend rr sich anschickte, ben Ueber-ieher obzulegen. Uber d?r Eßef blnivne ihn daran „Wir bleiben nicht lange hierfaatc er. „Ich höbe nur «In paar Befehle zu geben, sinh S'« im Auto gekommen'-'' .La. f, märtet.“ . ltzut. dann kann ich 3Hnen das ganze im Wagen erzählen.' Der Poslzelchef erteilte den Wachhabenden einige Anweisungen, sagte, er werbe in einer Stund« wie- berfommen. unb verließ bann bas Bureau zusammen mit Asbjörn flrag. Zum Chauffeur sagte er: „Byado-Allee Rr. 44." Asbjörn flrag schien überrascht. „Also nach 3hrer Wohnung?' fragte er, als sie saßen „Meiner früheren Wohnung' oerbesferte ber Polizelchef. ,^Jd) verstehe nicht. Sind Sie benn umgezagen?“ Nein, aber meine Wohnung ist mir gestohlen worben.' Der Polizeiches sagte bas ganz ernst, ohne eine Miene zu verziehen, unb Asbjörn flrags Erttaunen stieg. „(Eine gestohlene Wohnung!“ meinte ber Detektiv, sich im v3ogen zurückkehnenb. „Tat klingt seit- (am, wie ein Roman'' „Cs ist wirklich eine höchst romontifche Geschichte, ber erste unb einzige Fall hierzulande, baß einem die ganze Wohnung gestohlen wurde. In Moskau ist', mal passiert . . Na. das gehört nicht hierher." flrag ichütelte dedenNich den flopf: „Ein ganze« Heim, mit Frau unb Kind? . . .“ (Fortsetzung folgt) (elbsi xocLSchßrL - tmds&irfo JßuSrudß bohatfon können Sie nur mit einer milden Kernseife, die keine Ätzenden Bestandteile enthMlt Waschen Sie mit Naumanns Kernseife. Sie verdankt Ihre starke Reinigungskraft nicht schädlichen, chemischen Zusätzen, sondern nur Ihrem hohen Fettgehalt. 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Tie erste bcetfdie «ebirg- Nean- uud Prüfungsstra^e. 7HU den interna: lonolen Rennen der Autv- mobile und OHotcrrnixt Hre.S der Hancncm wird der Nürburg-Ning am Samstag unb Sonntag als Automobil-Renn- und 'Prüfung» (trabe eröffnet. >Sr cirO in kurzen Zeinolgen Nr Austraasort weiterer motor- sponlicher (Irr.gnHfe von großer internatirnaler Bedeutung fein, wie des drohen Preises von Europa für Motorräder des Großen Preises von Deutschland für Sportsageti. Die EntstehungSge'ch'.chte de» Nürburg- Aings ist mit der Tendenz eng verknüpft, in dem Nürburg-Ning mcht nur eine automobil- sportlichen Interessen dienende Rennstrecke zu schaffen, hier sollte eine Prüfung-strrde für die Erzeugnisse der deutschen Automobil- und Mo- torrat^3nbuftric erstehen. @tn lokaler Grund Vx den Bau dieser tu den bedeutendsten Auto- mvbil-Aenn- und PrufungSstrahen Europas überhaupt gehörenden Strecke war der. dah. abgesehen von der dadurch möglichen Beschäftigung zahlreicher Erwerbsloser, das Geb.et be: dtfrf. insbesondere der Kreis Adenau, in der neuen Autcmiobilftrahe ein Wittel erfolgversprechender Verkehrs Werbung erhielt. Die ersten praktisch Au tTx • über den Bau des Aürburq-Aings fanden in den ersten Monaten des Jahres 1925 statt, sie nähmen dann immer konkretere Form an. und im Juli des Jahres setzten die Notstands- arbeiten cm. 3m September konnte der Oder- Präsident der Rheinprovinz die Grundsteinlegung der Automobilstrahe als der ersten deutschen Gebirgs-Renn, und Prüsungsstrahe vornehmen, etc erhielt den Namen .Nürburg-Ning" — ge- mäh dem preisgekrönten Vorschlag des Reg e- rungspräs'identen n. D Dr. Kruse - wobei diele Namengebung durch den Umstand veranlaftt wurde, dah die ©trafte siselaebiet. eben die .Nürburg". Ixnun führte. Die Nürbi rg-Strecke, die von keinem öffent- ilchen 2', rb I'i . g'kl entweder übÄ- oder unterführt sind — ist ins- in-gesamt 28 3 Kilometer lang Sie zersäNt in mehrere Schleifen, von denen d.e nördliche 22.5 Kilometer. die südliche 8 K lornetcr und eine kleine, die ganz in Beton gebaut worden ist und besonders als LchnelligkeiiSbcchn gelten kann. 2.3 Kilometer lang sind. Der Höhenunterschied — vom höchsten zum tiefsten Punkt der Strecke — betrügt ungefähr 300 Meter, insgesamt ist bei einmaligem Durchfahren der St-ecke ein Höhenunterschied von migelähr 700 Weter zu durchmessen. Ssne besondere Eigentümlichkeit der Stree begegnen werden. n>ed sich iBelegenbeit bietfL Mreorrogeebe Kann« fchastcn kennen zu lernen So den lanpichrigrn deutschen »j a u ft b a 11 m e I ft t r ,.L* i d) 11 u i 11 a b* . Frankfurt a. M die ^q,:stball "" urrthnnen- .ttkannfcbaft de» To. l.s< fXranf’rt a. Ti . die sich im Soqchre bi» zu den deutschen Meisterschaften durch- , kämpfte. Lom 9 a u helfen treten an er wicd.rholte ®aumeiftrr im Turner-Faustball, die Tgm. FriedAd en ao 21 Gt^dJefbecft ■W 9 ßruchhfu. Reimert. Ring Kether, u?9 Koblenz \ C£ms Döffingen sport-Verbayde« erhalten, die Strasten-Welt- meisterschaft am 22. Juli auf dem Nürburg- Ring zur Durchführung zu bringen. Dom Mittelrheinkreis der D. T. Die Kreisveranstaltungen des nächsten Sonntags stehen schon ganz im Dienste des immer näher herannahenden Darmstädter KreiStum- sesteS. 3n den sechs Gauverbänden des Kreis- gebieteS finden die AuSscheibungSkämpfe in den Volkstüml ichen Hebungen statt. Sie haben den Zweck, die besten auSzulesen, die dann zu den volkstümlichen EiuzeUvettläinpfen in Darmstadt zugelassen werden. Für den 1. Gauverba -'d. dem die Gaue Hessen. Kinzig, Frank- suN. Ostenbach-Hanou und Wain angehören, finden diese AuSscheidungslämpse in Frankfurt am Main auf dem Sportplatz Ricdhos statt. Auch bekannte Dolksturner des Gaues Hessen werden daran beteiligt sein. Die fünf ersten Sieger jeder der zahlreichen Konkurrenzen werden .kreiSberechtigt". Sin bedeutsames Ereignis für unsere Heimat- Provinz werden die GauverbandSspiela des 1. Gauverband- sein, die in Büdingen au-getragen werden. Diesen gilt eine besondere Besprechung. Zn unserem Heimatgau Hessen gehört der kommende Sonntag noch den Bezirken, die ihre Sommertätigkeit zum Abschluß bringen. 3n vier Bezirken finden noch De z i r k- t u r n sesta statt, die hauptsächlich der Irzgend und den Schülern Gelegenheit geben sollen, ihre Kräfte im volkstümlichen Wettkampf zu erproben. Wie wir schon kurz mitteilten, hat der 1. Dezirk Nieder- Walgern, der 4. Dezirk Grebenau, der 6. Dezirk Srnsthausen als Festort gewählt. Der 5. Dezirk. dem u.a. eine gröbere Anzahl von Vereinen des südlichen Kreil es Giehen angehörcn, veranstaltet sein Dezirlsrurnen diesmal ohne die üblichen .festlichen Deigaben" im Dad-Nauheimer Hochwald. Sommerspiele der D. T. — Büdingen. 16. Juni. Eines her bedeu- knbftcn turnsportticheu Ereignisse im Mittelrheinkreis der D. T. findet kommenden Sonntag hier statt. Der Gauspieloerband Main-Lahn. d. h. der 1. Gauverband des Mittelrheinkreises der D. T.. halt hier seinen Spieltag ab, um di« Gauoerbands- ft en m den Sommerspiele« oim* zutragen und die Derbandsrneister scstzustcUcn, die an den Kreisspielen beim ftreistumfeft in Darmstadt teilnehmen fönen. Aus fünf Gauen des Kreisgebiets berg, und der Turnerinnen-Faustballmeister Mtv. Gießen. 3m Kinzig- (Bau ist To. Hailer wieder Gau- meister geworden und hat nun am Sonntag zu den Spielen anzutreten. Weiter sind bekannte Mannschaften aus Bürgel und Kesselstodt für die Kümpfe gemeldet. Leichtathletische Bezirksmeisterschaften in Kassel. S. Der Dezirk Hessen - Hannover veranstaltet am kommenden Sonntag in Kassel seine diesjährigen DezirkSmeisterschasterr. Don den Giehe- ner Vereinen wird die S p. -V g g 1900 eine Anzahl Teilnehmer entsenden. Allerdings müssen die 1900er auf einige ihrer Besten infolge Krankheit verzichten Bei den Mittelstrecklern sind es Depperling und Säubert, so daß eS mit der 4 mal 1500 Meter-Stassel, die zweifellos sehr gute Aussichten gehabt hätte, nichts ist. Von den Sprintern muh D a ch m a n n ouSsetzen. Die schärfste Waffe der Gießener ist natürlich ® l ö r a - (feer, der wohl seine Rennen gewinnen wird. An guten Sprintern sind noch da Geist und Seibert. die beide keine schlechte Rolle spielen werden. 3m 110 Weter-Hurdenlauf wird sich Hopsenmüller erstmal verbuchen, wobei er sich auf eine ganz persönliche Technik stützt. 3n den Sprüngen sieht es seit Seipp- Fußerkrankung schlecht aus. lediglich Decker wird hier entfcheidend eingreifen. 3n den Wurfkonkurrenzen ist es nicht besser. Hier und in den Mehrkämpfen sind die Hauptstützen L a n g l o tz und G u h o t. die beide Aussichten aus Plafe haben. Don den Staffeln fällt die stärkste Mittelstreclenmannschaft aus. Die 4 mal 100 ist wohl läuferisch sehr stark, doch klappen die Wechsel absolut nicht. 3n der 4 mal 400 dürften die 1900er zweifellos einen guten Platz belegen. Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund. Von den Fußballfeldern. £. Nunmehr gehen die Derbandsfpiele der Vorrunde in allen Klassen dem Gnde entgegen. Am Sonntag traten zum letztenmal Mannschaften der 1. Klasse in 'Tätigkeit, und zwar sind es Wetzlar l und Alsfeld I. Das Spiel findet in Alskld statt. Wetzlar verfügt übet die ausgeglichenere und begabtere Mannschaft, die seither immer verstanden hat. ihre Spiele zu gewinnen. Alsfeld, deren größte Stärk m einem unbeugsamen Eifer liegt, wird sich in der Hauptfache auf die Abwehr beschränket - Wannschasle i bet Auch -.er muß man Wetzlar c.ne kleine ilcbcrlegcn- yeit .zurechnen 3n Leun herrlchl am Sonntag ebenfalls lebhafter Betrieb Pie ersten Wann'Listen LeunS un> Alten-Buseck- treten zum Verba idS- fpiH an daS für Alten- ?u*cd rechi we n g Ge- nnaut'.chten bittet — 3m wr’xt statt, ladenden Spiel Leun II gegen Warburg II werden die Marburger unbestrittene Sieger bleiben. Ein Spiel von besonderem 3nhrc’le findet in G roßen-Linde ii statt indem die bortige Erste der gleichen Dau bringens gegenübrr- tntt ?k.be Vlannschasten verfugen über gleich gute- Kennen, fo daß der Ausgang des spannenden SpielS offen bleiben muß. Die Gesellschaftsspiele treten in der kurzen Pause bis zum Beginn der Nachrunden- fpie'.e nunmehr wieder stärker in ihre Rafete. Am Sonntag werden sich Naunheim und Heuchelheim zwei spannende Spiele ll.i Einheimischen schwer zu schaffen machen wird. 6 einen Fünskamps aus. der Kugelstossen (2> ? Kilo). Weitsprung mit Anlaus. Hochsprung mit Anlaus. 75-Meter-Laus und eine Freiübung umsaßk. Die Schülerinnen. ebenfalls in zwei Altersstufen ctngetcilt, rnefsen in einem Dierkamps ihre Kräfte < Doll- weikwersen. 50-Meter-Lauf, Weitsprung mit Anlaus und eine Freiübung) Der Höhepunkt der Veranstaltung liegt in Den Nachmittagsdarbie- tungen. Nach einem Festzug der Kinder folgen die in Frankfurt $u turnenden Massenvorführungen der Jungen urib Mädels. Eigenartige rhythmische Freiübungen werden mit Musikbegleitung den großen Wert dcS neuzeitlichen XumenS vor Augen führen. Tum-, Liiig- und Tanztpleie, zum Seil ebenfalls nach 0 ausgeführt, werden die Forderungen und Nvt- tvendrgkeiten deS Kinderturnens in ganz besonderer Weise unterstreichen. Reitturnier in Lauterbach. Unter dem Protektorat des SrbmarschallS Dolprecht Niedesel, Frechere zu Eisenbach, und des Oekonomierats He n s e l -Dortel- tSkammer hir Hessen, veranstaltete der Neit- und Zahr- verein Lauterbach am Mittwoch gelegentlich der landwirtschaftlichen KreiSschau km diesjähriges Turnier Vom Himmel sichtbar begünstigt, bot der Neiterverein einer großen schaulustigen Menge auf dem Turnierplatz an der Turnhalle eine Fülle prächtiger Bilder. Die einzelnen Reiterabteilungen machten den Anfang und zeigten in verschiedenen Gangarten, Springen einer Hürde u. a., was sie im verflossenen 3ahr gelernt. ES waren durchweg erfreu- liche Fortschritte in der Beherrschung deS Pferdes zu erkennen. Besondere Bewunderung erregte die neue Abteilung Ni ff seid. An die Preis- betoerbung »für Neitervcreine schloffen fich e ne Springprüfung, ein Flachrennen und Veschici'tlch- keitSreiten an. Als Preisrichter waren tätig: KreiSdirektor Dr. Michel, Nittmeister a D. Bueck, Frhr Lurt Niedefel, Bürgermcister 6 tod. Fabrikant Di«hm. AmtSanwali Wagner, Nentamtmann SöNner, Gencralstabs- veterinär K e u tz e r, Fabrikant Neidhardt. Bürgermeister Walz, Spediteur Günther. Fabrikant Hvos, Landwirt Schött und Fabrikant Diehm. Die Ergebniffe waren: Preisbewerbung für Reiterabteilungen. Osten für Pferde des Reit- und FahrvereinS Lauterbach. Alle Abteilungen reiten dieselbe Aufgabe. Springen über eine Hürde von 0,60 Meter hoch und 3 Meter lang. 1. PreiS: Reitabteilung Landenhausen. 2. Pr. Rcitabtlg. die den ganzen Zauber Deines schönen Haara entfaltet, ist nw möglich mit >Auxoün Y'.'.iO A»gersbach. 3 Pr Rc labt'g Lauterbach - Die Reiter der neuen A teüa. g R r'rld ton» iurrietlen unkt lub Au» der Lcte .ana 3i|- feld erhielten Preise: 1. P 2. vch- » 3. Rohn 4. €tod Springprüfung 3 Hindernisse 2FÄ Meter hoch und 3 Met. r langt. Den cor. 2rb- mar'chall Freiherr Riedesel au Ecken dach gestifteten Ehrenpreis erhielt Otto d immer m o n n 'Lauteri. ch,. 2 Pr Xarl Möl - ler 'Landenhaufevi 3 pr E.nck Rod einer 'Anaer-bach . 4. Pr He.nrlch Füg Lanken» Hausen-: 5 Pr Jalent.n Sebert Anger 8- bach : 6 Pr Heinrich Günther 'Lauters 7. Pr Äari Schrimpf i Lauterda S Hr Heinrich Wahl 'Lan. nhausen Schleifenraub - '■ :>reiten,. 1. Pre s Heinrich Koch 'Lauterbach, 3nerfen- nungen: Hch Dahmer und Karl Schrimpf 'Lauterbach, Ernes Lauterbacher Flachrennen. Don der Stadt Laufrbach waren Shrenpre.se gestiftet worden. — Offen für 0 erbe de- R:it- und FadrrereiN- Laurerbach Distanz 200 W ter a) Leichte P'crde 1 Pre s Otto Zimmer» mann (Lauterbach, 2 Pr Georg Döring iLandenhausen). 3 Pr. Karl Schaaf tLauterbach». 4 Pr Heinrich Günther Lauterbach». b» £ fcwct Pferde 1. Preis Ehnstian Schwing - Landenhausen). 2 Pr He »rich Kircher iLandenhausen». D'e Reise nach Jerusalem 'Geschick- lichteilsreiten ES wurde m zwei Zirkeln geritten Zirkel 1: I Preis Friedrich Kratt fßon- denhauseni. Zirkel 2 1. Pr R i tz iRissfeld». Der Raub der Sabinerinnen iGe- schtcklichlettSreiten). 1. Preis Stock (Rirfeld). 2. Pr Lhristian Schrimpf lLandenhausen). 3. Pr Hedr.ch 'R'rseld'. Der Dvebeimaesch der Reiiableilungen und der Aufmarsch zur Entgegennahme der Preise bildete den Schluß der wohlaelungenen Dorfüh» runflen. Wirtschaft. Die Ferngasversorgung. Die 68. IahreSversammiung deS Deutschen DereinS t>on GaS- und Walsers achmännern. die gegenwärtig in Kassel lagt, deschäsligte sich auch mit der Frage der Ferngasversorgung. DaS Referat hierüber hielt Direktor M ü l l c r- Hamburg D > Redner erklärte, daß sein Referat über den Stand der FerngaSver- sorgungslrage als ein Ausammenfassender Bericht über die oorläusjg abschließende Stellungnahme des Deutscl-en Der-in» für Das- und Wrlsersach- männer auszufassen sei Der Referent legte dar. daß die DaSseruuertorgung heute im Anfänge der dritten Phase ihrer Entwicklung, nämlich in dem der chemischen Dersahren zur höchsten Auswertung der Kohle und sorgfältigsten Ror- mung der Gase siehe Dieser Entwicklung vermögen jedoch nur große. technisch gut durchgebildete Werke su folgen. DaS hemumstrittene Problem deS Auaenblicka sei tpic viele solcher grossen Werke sollen an dieser Entwicklung teil- haben, sollen sich dieser im Schob« der Kohlenreviere gelegenen. oder aber auch die außerhalb dieser Reviere aber srachtgünstiger liegenden großen Kraftwerke anknüpfen? Direktor Müller faßte die Stellungnahme deS Deutschen DereinS dahingehend zusammen, daß die technische Möglichkeit der Dasfernveisor- irnn d. i nod) v.'-lha reifen als durchaus gegeben anzusehen sei. Auch für bw oderschlesischeu Kohlenfelder liegt durchaus die Möglichkeit des Ausbaues einer Gasfernversorgung not. während für Draunkohlen- aeblcte heute noch nicht von einem wahrscheinlichen Ruben einer GaSsernversorgungSanlage gesprochen tcerben könne Für die Städte tet die Frage der Kohlenerzenguna oder des DaSsern- bezug» rein vom wirtschaftlichen Standpunkt allzu betrachten Die von der A.-D. für Kohle- Verwertung für die FerngaSi^erforgung vorgeschlagenen Bedingungen feien als tiiuLinchmbar au bezeichnen Der Referent wie» zum Schlüsse daraus hin, daß es im wirtschaftlich n Interesse zweckmäßig erscheine, dm Weg der Umwandlung von Kokereigae in llüsfigen Brennstoff auszubauen und die DaSferinx-rforgung den kommunalen Werken zu überlassen, die auf dem IDeqc der DruppengaSfernversorgung nach Möglichkeit die umliegenden kleineren ID.-rfc anschließen und durch ihre Stillegung die bisherigen Verluste an Robstoffkohle aus ein möglichst geringe- Blaß berabbniden könnten. Ds fei zu hoffen, daß Reich und Oänber bei der Unterstützung dieser Vemühungen mi,helfen. Die Auswertung, der Sparkassenguthaben. lieber die Abwicklung der Aufwertung von Sparkaffenguthaben wird vom Deutschen 3par- kassen- und Girovcrbande mitge'.eilt. daß die Sparkassen schon seht zum Teil nicht unerhebliche AuswertungSbeträge ausgezahlt haben gemäß der dritten Durchführungsverordnung zur Aufwertung der Sparkassenguthaben vom 20. Dezember 192p. die den Gläubigern unter bestimmten "Bor- auSsehungen Anspruch auf vorzeitig« Auszahlung brer Aiiswertungeguthaben gewahrt Die Spar- kaffen zahlen ferner einer Anregung das Der- banhvi folgend auch über die Vorschriften der dritten Durchsührungsverodnung hinaus freiwillig AufwertunaSguthabeii aus. llon den Sparkassen werden daher nicht uiierhebliche Aufwerlungs- beträge aufgebracht ohne daß sie den zu ihnen zuftehenden Ausgleichsbetrag erhalten haben. Die Auswertung-arbeiten sind jedoch inzwischen sotvett sortgefchritten. daß für die Sparkassen die Höbe ihrer AuSglei^esorderungea und -Verbindlichkeiten feststelnm durfte. Unentschieden ist bisher noch die Frage, ob die Ausgleichsbeträge der Spar- kaffen untereinander verzinst werden müssen * P r e i s s e st s e h u n g für Braunkohlenbriketts In der gestrigen Sihung des RelchSkohlenverlxrndeS und des Großen Ausschusses des ReichSkohlenrateS kam zunächst der in der lebten Sitzung einem Sonderausschuß zur Prüfung überwiesene Antrag her beiden mitteldeutschen vraunkohlensyndikate auf Lrhv- bung der Prelle für HruSbrand im engeren Gebiete zur Aussprache Angenommen wurde ein von einem Vertreter M Beibraucherintereffen elngebmdMer VermutlunaSnortchiag wonach ge- cenuber dem bisher ^rosfentllchten IahreSpi.iS» Programm die jetotiliaen MonatSor^'e für die Vionate Juli bis OH ober eine Erhöhung um eine Mark und für die Rionate Rovember bis Februar einschließlich eine solche um zwei Mark erfahren sollen v - ibet tnurV der B-rmitt» W Arbeit»-« i um te* du *..».« jut berät» e ngrlrrten feien wahrend noch a ere Hobe, aber ziffemmäß ' -ch i fc'.jre Unkosten zu erwarte Durch den Vertreter das Reich-ä u.wu di der Defchluß der Prriverhöhung beanstandet. Die Searftc-.bunfl geht betoen aus. daß ta» Reichsv Nschaktöm.r» st:r.um n.cht bü U berzeu- gung u- gewinnen tonnen daß t e Spanne zwischen Erlös und Selbstkosten ab.r > Muß dessen bi na ui verkürzt würde, daß es not wen > g sei eine Preiserhöhung enterten zu lasset um den Bra uo.'chi ende r-bau lebensfähig zu erhalren. Lediglich die Befi rchtuna. daß l : Koste in Zukunft sich unter Umständen ungünst q:r ae» halten könnten könne den Anspruev auf Lr.is- erhöhung nach Lage der Sache nicht stützen. Die Vorwegnahme künftiger und nach Art und Maß völlii ungewiffer Koste rh.hur.;en in der Preisgestaltung fei vvltewrckcha'tlich bedenklich. DiefeS Vorgehen könne in der WiN'cha-: Rach- ahmunq finden und bam I das öffentliche Wohl aefährbrt werden. Der P rei-erhöhun-7-antrag des Rheinckch-Westfälischen und M Aack-encr Kohlcn'yndtkateS wurden einem Sonder- i'chuß überwiesen. ' Erhöhung der Rentenbank- ins- sähe. Die ^-u'.lche Rentendavk und die Renten- bank-Kreditanftalk teilen mit: 3n Anlehnung an die Eröffnung deS ReichSbankdiokontfaye» haben die Deutsche Rentenbank unb die Rentenbank- Kreditanstalt den Zinsfuß für ihre kurzfristigen Personalkredite um 1 Prozrn: herausgeseN' • Waagonauftrai der Reichsbahn. Wie vir vei der Ret<^^ nverwaltuug erfahren, ist gestern ein Waggonaustrag von ZV.O Guterwagen in Auftrag gegeben worden Sie werden au' die einzelnen Fabriken nach einem festen Schlüssel verteilt. Der Auftrag sichert der Waggonbau-Industrie Vefchäftigung bi- zum Ende deS Jahres * Hirsch Kupfer A »G 3n der (?. aeral- verfammlung der Hirfch Kupfer Awurde mitgetcilt, daß die Produktion stch um ein Drittel gegenüber dem Vorjahre gebessert habe Die Tleffingtrcrfe seien etwa- günstiger beschäftigt als die Kupferwerke Dörsenkurse. (Obnf Gewähr.» ffrenhert ».ir 3atenr 16 6. 17 6. 16.6. 17 6 enklbf.Hbldfnng *Rr 1-3000 — T3 oo Jlr. MuOI^iiCi., ?U! * — 31-3,5 do o^nr .1uNolunk»cech! — 17.9 17.V Ycutlcfct eDdrcrjimtnai. i.< — - icotltbe t«nb loUar S-.:' — — — V - Holhurfrn 13.6 _ S*. äi romtnfaner . . . — 41 t'ftlintr Hand-ISaclclllchaN - ^omintti- und ■ynnct e'aut — — W 242 171 176.5 170 r, 176.75 1 armft und Wanonaltan.' Ul 335.4 ttv.ri 235.6 I fuMcbc Bank. . IN' 166.5 16.- ■ 164 1 tffonto «oinmanbti 1 7> 161 16" 163 lrc»on - IScr......... r.'M 133 5 125.1 1 il.9 Clxrbcbarf .......... — — 93.75 98.75 Phouir t2 ' M.J ni ».'.4 €nuvrkehr gegen Reuvort 4.2192 Das englische Pfund neigte eher etwa» zur Schwäche. Jram .iss Börje. Frankfurt a M.17 3uni. Tendenz weiter befestigt Die Effektenbörse fand auch deute noch eine Spitze in der gestrigen Veröffentlichung vor allem in der Re chSoankertlä- rung. hast die Reportgelbkürzun en erre chk feien. | 'craa E:r:n <4 die Ausführungen de» öeneral- Vrückmann über den inneren Wert der Flip ituen ikiburäO wurden schon etwa» I met r der Vörie >uge^ühn. 'o daß ba» \ ft fetze lebhaft war 3n der 5-aupt» r noch b Vanknoten. (Ohne Gewähr.) 1» .Ian 17- ff ent Imill»' __*<'»_ l. rt mm .nr--‘ flmtkdx .cnerunj E*rrr- _ flm- I6,iu. 16,505 16,54- e-ttnra . . •1.C7 >1,23 '1.05 •1,21 evant-n 72,30 72,53 78.1 72.67 ^apan - 1,95' 1.968 1.970 1.971 * et .I n .496 .4fc5 .«965 .49*5 8frii In I ■ rt,2S5 JV.4".. »9.27 j-8.39 dr,-. i 12,487 '8,5)7 '».49 11.51 i^fljraT' 7,«o: 7.481 :,4u7 7.42" Pabaivit . 75,46 rj.bu .1.43 73,5-. <*.t( .artrn ..ni; .u:. ..uH J.tXK ^rflobon 0,78 40,82 :«.8b .0.91 Tanüfl »1,-9 •1.55 »1.34 81.5-. Ronfl ntm 4,19. .197 .8UI • y. Äitxn .6*14 i,67b 5,744 5.75- ianaba 4,213 «.321 1.210 4.318 11 rn t:ao 4.21- 1.241 4.41'' 4.321 Tatro IW 1 04 1.00 rl.lM Reidjebanfblefonl 6 Prozent. Lombardzinssuß 7 Prozent. Lerlui, 16 ffum »etd 8nr km«lfanNä>« ittotw..... 4,203 1.2.! fklgifitie 'JZottn ....... Tanilitr ’Jioten ....... 58.58 M.82 112,57 113,01 tnoliftt« *on>Hwr *00ten . . •11.98 41.r kvanilch. Noten...... LutltchaU^vafische «»tni 71.2> 19.453 73.68 '1.6r. UnaarHthe Noten 71.30 74.6-f tlvantiur^r .»c. Frankfurt. 17. 3uni. Es wurden notiert. Weizen iMetterauerj 3125 bis 31,50. Roggen (inl » 29.25 b.s 29.50. Hafer (mL) 2b. Hafer sauSl.) 24,50 bis 26.50. Mai» (gelb) 19, Meizen- mehl inL Spezial 0) 12. Roggeiunehi 39.25 bis 40. Deizenkleie 13.25, Roggenkleie 16 bis 1625 Mk. — Tendenz: Stetig. Berliner Proouktenbörse. Berlin, 16. 3uni. Die Witterung hat nach wie vor Einfluß auf die Preisgestaltung am Prv- dukfenmarkl. Wohl hatte man am Vormittags- Verkehr unofsiziell noch unveränderte Vortagskurse genannt, doch lagen die Termine mittags für Weizen bis 1.50 Mk. für Roggen bis etwas Über 2 Mk niedriger. Die Um'ätze bewegen sich aber weiter auf der ganzen Linie nur in kleinsten Grenzen Hafer ist oehauptet. da die billiaeren Auslandofferten zur R. rficht mahnen. Wehl und sonstige Artikel sehr still. E» notierten (1000 Kilogramm i: Roggen 280 bis 282. Sommergerste 241 bi» 275. Wintergerste 241 bi» 275. Futteraerste 241 bis 275 Hafer, märt 254 bi» 260. Mais, loko Berlin 191 bi» 192; (100 Kilogramm» Weizenmehl 37,5 bi» 39.5. Rogaenmehl 35.75 bi» 37 75 Weizenkleie 15 bis 15.25. Ro.igenkleie 17.5 bi» 17,75. Viktoriaerbfen 42 bt» 55. kleine Specke- erbfcn 27 bi» 30. Futtererbsen 22 bis 23. Peluschken 20 bi» 22. Ackerbohnen 21 bis 23, Wicken 22 bi» 24.5. Lupinen, blau 15 bis Id. Lupinen, gelb 16 bi» la. Rapskuchen 15,4 bis 15,8. Leinkuchen 19.6 bis 19,3, Drockei.schniyel 12.6 bi» 13L. Sona- schrot 19.6 bis 20. Kanofselckocken 31.6 bis 31.8 Vermischtes Dom Sturm unter einen Zog geworfen lieber Riesln 'Öberlausty, ui.d Umgebung ging ein kurzer aber starker Wirbelsturm mit schwerem Haget'-btag nieder Die Schtoßen batten etwa die Größe von Haselnüssen. Durch den Haaeifchlaa wurde an den Ob ft bäumen und Vlb» frucht en erheblicher Schaden angerichtet Meh.er« hundertjährige Linden wurden entwurzelt und quer über die Straß, gelegt Vei dem Vahn- ilbregang in Reuhof wurde eine Frau 'Ildarn durch den Sturm gegen einen einfahrrnden Güter- zug geworfen r' ihren und au der Stelle getötet Selbstmord eine» rustifchen volkskammlfsar». 3n Dresden bat l;4> bet frühere ruffifche Volkskommiffar für ®tfunb6eit»6,Ugc Prof Dr Taeaffewitfch m einem Sanatorium das Leben genommen De Leiche wurde zunächst ovn der Staatsanwaltschaft betchckgnahmt. aber bald wieder frr gvqeb, 1 weil fich taxilelihet berouiNUte daß politische lu'ammenhänge nicht in Frage komme Maßen Vergiftungen. 3n einet Fahr k ä:b r fcher Oele in Mißlitz tze Vrünn b.sch Arbeiter fanden auf dem Roden mehrere Flaschen mit verschiedenen Flüs- ,'gleiten. Die Arße ter kosteten von dem Inhalt der Zia'chen unb 11 von ihnen tranken größere Mengen. >?.t c Zeit darauf würben lie von ßefr.z-m U . oh!'e n befallen. Drei Arbe 7 find ber< t.< gest orben^ C n vierter liegt hoffnun^^.os darnieder. W.e festgestellt wurde, handelt e» sich um c:nc Vergiftung durch Ritrobenzvl. Jing von fwUanb nach Riederländifch-Jobien Von dem Jlupba,#n Lchivboi ckt ein großmots» nge» ^atker-Pt^gzeug der »v.'iglich »eUänbtldKn yu,t;abn.®drU'chaii mir der beiden Fliegern iMfOlentorlfer und S a> o 111 sowie dem Amerikaner oan Lear LUrck al» Pa'mgier ja einem pinge riad> Äirdertänd.id)-3nd:fn gdlort«. fln d?m nehmen erner noch em Äetbamfer unb ein Timer des Amerikaner, yd. Der Jirq wird ju- rat*! über Süddeuttchlmd und vudapeft nach Konstantinopel gehen. Dem Start wohnte - .... .. ,,elle Pertönlichkeiten bei 60 000 Bedinrr Jnirnfmber .' c ■ > Kinder zum Aus- tausch zu sch-cken In erster Linie komn-en kanach Oefterre.ch die DI ch e ch os f ow u k e i u »d die S ch v e i z in Frage. Vei dem Austausch gr- währt das Deutsche Reich den Kindern frr.e Sisenbahickahrt und im Auslände treten Pre ß- ermäfr.dungen ein d# st.ht «u bou<ß bau d e Jenenkinder auch diesmal, w'e in den anderen Jahren, die Erholung finden werden, die ßc un> bedtnat als Großstadtkinder *ür ihre Entwicklung brauchen « Berlin, die Stabt der Kraftfahrzeuge. Die fluftvarlsenlrotdlunq des "Berliner Kraft» sahrzeugdestandes Hai auch in dem letzten Lienel» icbr ungeahnte Jort|d)riltc gemocht. Rach (laufti- Ichen Berechnungen sind In her letzten Feil log. lich im Durchfchnill ra. 40 neue Fahrzeuge angemclbet worden Der Personen. Wagenbestand belief sich nm I Juni auf 77 271 Wagen. Außerdem wurden beinahe 500 Kraftomni« buffe gegenüber dem Worinhr. mehr «zählt, fo daß also argenivärtlg etwa 1«> » dieser Bn Tode verurteilt worden waren, zu lebenSlängkichem Zuchthaus begnadigt. Gerichtsfaal. Die Lafsadeullrtlersr. WSR F r a n t f u r I a Bl. 16. 3u»l Dem 26jährigen Arbeiter Brey und dem 25jährigen Elektrotechniker Stegmann ist es gelungen, aus dem Zuchih u» Diez auSzubrecheu und ßch in Frankfurt a M wieder-ufinden wo sie bann ae- mein,am bei einem ehemaligen Steaiu.stalts- insaßen Unterschlupf fanden Ban hier aus a'ng cs bann gemeinsam auf Raubzüge Sie betätigten sich vorzugsweif« als Falls benflet- lerer Bis eine» Tage« Älreiligkeiten unter ihnen ausbrachen unb man sich Ireimte. Rach und nach gelang es bann der Krimi na. polt »ri, hie Ausbrecher die inzwifchen ihr Schuldkonto ■ üi zu verhalten Bor Gericht erb: llen He nun die ihnen gebühr. n>.- Bestrafung in Gestalt von je fünfzehn Jahren Zuchthaus, zehn Jahren v bitxcluH und etclfung unter Po- fizeiaufflchl. Rundfunk-Programm des Urauffurtet Senders. (Aus der .Radio-Umschau*.) Samstag, 19 3eel. 15.30 bis 16 Die Stunde der Jugend 16 30 bis 17.45 Konzert des Hausorchesters 17,45 bt» 16 06 Vie Le «stunde 13.15 b.» 18.45 Der Briefkasten 18.43 bt» 19.15: .runkst ochfchulr .Thoma» Mann". Bortrag von Prof Dr F. Schultz. 19.15 bis 19.45 Rus lisch« VUeraladlthn. Vortrag von Dr Bembacb R. .ch 19.45 bis 20.15 Eine Beile nach "Dren unb Salzburg des Frankfurter Bunde» für Volksbildung Vortrag von Maria Schleeh 20.15 bt» 21,15 Heber» tragung von Kaf'ek RamoxmuRt 21.15: Wunsch-Abend von Robert Koppel. Anschließend bis 0.30 Tan»ptoflramm