*amm. beseihglsdW ikeil und KA 30,60J2öPfg en. Handels tgerl Gericht.) Dos e l s p r o o i f o- i Monüt« oer> ung findet heule aus Skipu i NchtdieL. Hellen 3atob jember tDtgri ■m eigenen un- rurtfiK mürbe öerurteiHen b(. ZU beschreiten. grvhen Saal 1,30 bis 2,30 18tonyti b?r Sie Stunb: ■tt des Haus. ä,45 bis 6,05: 8,45: lieber- g- Anläßlich zi spricht Ael- ,Pestalozzi als Italienisch:!: Heinrich Mo- n den $ranl- Alte Kammer- Altviola und ertragung von - .Faschinge. Tanzmusik. 1! ,• zahl*n • \Jelcnl 'n sel"eTn tsser 4P . Jen K?ffeeS- 7 dir Ux. Sr If y auch btth“>. beSbavy,. MoUei^ m UnlCf den v Hjj* ihrem 0 man dort *"#•« u, Mui 3ccü ?en Lhnlichx^ [Imt Es lvurdr ,D, fl'hig, daß 2aum:r .landen. Ker ’^ltt Dom E"Seborrnen o^ntvirkung- Reichsfinanzminister Dr. Köhler Etat für 1927 näher ein und wies lehnen, den die französische Antwort jetzt Ein neuer Vorschlag Kantons zu nu! den ' Die D eamtenschast meines Ressorts weih, daß sie eine Ausgabe M erfüllen hat, mit der sie sich niemals beliebt machen kann: aber wogegen ich mich im Sinne meiner Beamten energisch wehren muh, daS sind die maßlosen Beschimpfungen und Derdäch'.igungen, die in der letzten Zeil gegenüber den ©teuerbeamten insbesondere ausgesprochen worden sind. Der Stak für 1927 ist trotz aller Abstriche und Einschränkungen immer noch außerordentlich aufwendig und unserer Wirtschaftslage nicht entsprechend. Der aufzubringende Betrag an Steuern, Zöllen und sonstigen Abgaben beträgt für daS Reich 7,8 Milliarden, für die Länder 1,2 Milliarden und für die Gemeinden 2 Milliarden. Es wird sehr scharf zu prüfen fein, oE> nicht doch noch verschiedene Ausgaben ganz ab gesetzt oder wenigstens gemindert werden tonnen. Sogenante Heilige und unantastbare Zahlen kann eS in einem so großen Etat nicht geben. 2llle Leistungen zusammengenommen ergeben einen Jahresaufwand von 2 Milliarden, dazu kommen die Beiträge für Kriegsbeschädigte usw. in Höhe von rund 1,3 Milliarden. Wenn auch die inneren Kriegslasten von Jahr zu Jahr fallen, so ist der Betrag für eigentliche Reparationszahlungen dieses Jahr um 350 Mill, gestiegen, derjenige für die Reichsbahnobligationen um 33 Millionen und derjenige für die Jndustrieobli^ationen um 90 Millionen. Die Steigerung für Die Reparationszahlungen ist dadurch zu erklären, daß im kommenden Etatsjahr sä-vn sieben Zwölftel der Haushaltsverpflichtungen des vierten ReparationSiahres, die insgesamt eine Die Abrüstungsdebatte. Paris über Kelloggs DölkerbundsÄritik verstimmt. Luftwaffe und Rherniandräumung. Deutschland die Lnftdrehschcibe Europas. Paris, 16. Febr. ($11.) Das .Echo de Paris" dehnt seinen Feldzug gegen Die vorzeitige Rheinlandräumung auch aus eine Untersuchung D^bungen zwischen Rheinlandbesehung und milltärischer Derwendung von Flugzeugen aus. Das Blatt kommt dabei zu dem Schluß, daß nur die Fortdauer der Rheinlandbesctzung eine toi rf tarne Bombardierung des französischen Gebietes verhindern könne. Infolge des Deutschland auf erlegten Verbotes, Militärflugzeuge zu unterhalten, habe Frankreich augenblicklich einen bedeutenden Dorsprung. Durch das dichte Retz feiner Luftverkehrslinien. das iich durch wirtschaftliche Rot- Wendigkeit nicht rechtfertigen lasse, sei Deutsch- land die .Luftdrehscheibe' Europas geworden. Man müsse das Reich in der heilsamen Furcht erhalten, seine reichsten Gebiete und fruchtbarsten Ufer durch französische Soldaten verwüstet zu sehen. Erlchetnt täglich,anher Sonntag» und 3eiertag». Beilage*. Wietzener Za mitten blätter Heimat i» Bild DI« Schalle ■tonai s-Bejiflipteti: 2 Reichsmark und 20 Veid)spfenntg für Trüge» lohn, auch bei Richter» scheinen einzeinerRummern infolge höherer Gewalt. Fernlprechanschlüss«: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen, postsch cftoMo: grenffttrt am mah 11686. gegenstandslos mache. Es würden also Präsident Evolidge zwei Möglichkeiten bleiben: Entweder die vorbereitende Cntwaffnungskommüfion mit Hilfe des Departements A. ihre Arbeiten fortsehen zu lassen, oder sich zu bemühen England und Japan zu Besprechungen unter drei Mächten zu veranlassen. Die .Times" betont, daß die kantoneler Regierung einen revolutionären Charakter habe, und daß sie vor allem in sehr enger Verbindung mit der Sowjet-Regierung stehe, die ihre Ausgabe in der Schaffung der Weltrevolution sähe. Einige der kantoneser Führer seien mehr oder weniger eng verbunden mit den russisc^m Beratern, die sich in großer Anzahl in den Kanzleien befänden, die chinesische Rationalbewegung gehe mehr oder weniger in der Richtung desrussischenKampsesge en di: britischen Interessen in Der ganzen Welt. Die Verhandlungen mit einer besonderen Rational- 3lt» fein, mit Steuersenkungen fort- A u fahren, wenn immer es nur mit unserer Statslage vereinbar ist, Denn die Einnahme- senkung ist unbedingt ersvrderlich. Es scheint mir am nächsten zu liegen, wenn wir bei Denjenigen Verbrauchsabgaben beginnen. Die den notwendigen Konsum belasten. Ich denke hier in erster Linie an Die 3 u der ft euer und an Die Real steuern. Außerordentlich Dringend und nicht sehr verschiebbar sind Maßnahmen zur Vereinfachung im Vollzug der Steuergesehe. Ich beabsichttge. wie eS DaS BewertungSgesetz auSdrüdlich zuläßt, die DaS erste Mal vor- genommene Bewertung wenigstens hinsichtlich Der landwirtschaftlichen Betriebe und Der Grundstüde noch für ein weiteres Jahr gelten zu lassen und eine völlige Reubewertung erst wieder im Jahre 1928 vorzunehmen. Daneben scheint eS mir wichtig. Die noch immer große Anzahl Der Zahlungstermine etwas einzuschränken Zur Durchführung einer richtigen Veranlagung gehört auch die Erhaltung und eingehende Durchbildung des Dienstes Der Buch- unD B e triebsprüfung. Einer Abgabe dieser Geschäfte an die Treuhandgesellschasten kann ich nicht das Wort reden Gerade dieser Teil des Dienstes muß fest in der Hand Der Verwaltung bleiben. Durch Den Buchprüsungsdienst soll unsere Wirtschaft in keiner Weise beaufsichtigt unD beschnüffelt werden. Dir müßen soweit kommen, daß der Buchprüfer nicht als Der Feind, sondern als der sachverständige Berater und Helfer wenigstens der ehrlichen Steuerpflichtigen angesehen wird. P a ri S . 16. Febr (XU.) Die Rede des Staatssekretärs K e l l o g g , Der Die französische Antwort auf Die Einladung Amerikas zu einer Flottenabrüstungskonserenz kommentierte, hat im französischen politischen Kreisen durch die Schärfe deS Tones Unbehagen erregt. Die französische Regierung, die seit Beginn des Völker- bundes sich als Die Vorkämpferin dieser Institution betrachtet, sieht sich durch Den amerikanischen Vorwurf getroffen, da er dem Völkerbund völlige Unfähigkeit in der - brüst ungsf rage vorwirft. Obgleich die Rede Kelloggs mit Der erneuten Aufforderung an Die französische Regierung schließt, sich an Der Konferenz zu beteiligen, glaubt man in französischen unterrichteten Kreisen nicht, Daß Die französische Regierung ihre Haltung änbem werde, ©o schreibt Der .Teinp s". Die französische Antwortnote ist klar unD läßt keine Zweideutigkeit und kein Mißverständnis zu. Sie sagt alles, was unter so ernsten Umständen zur notwendigen Klärung eines der wichtigsten Probleme getagt werden muß. So wird sie. Daran zweifeln wir nicht, auch in Washington verstanden und ausgelegt werden und auch überall Da, wo man sich Darüber klar ist, Daß man. wenn man regienmg sei ein llnDtng, Die Besprechungen mit einer neuen revolutionären Regierung, Die instruiert unD inspiriert von der Eow'etregie- rung sei, sei eine noch weit schwierigere unD nicht ZU lösende Ausgabe. Der britische Unterhändler O Malley habe fein Bestes getan, um mit Der kantoneser Regierung auf Der Basis großzügiger Angebote mit Der britischen Regierung zu einem llebereinkommen zu gelangen. Die nadt-en Tatsachen Der gegenwärtigen Lage feien jedoch die, daß Großbritannien sich in China revolutiv- nürenMethoden gegenüberstehe. 3m Zusammenhang mit Der neuen Wendung in Shina verdiene auch Die innere Lage in Großbritannien, wie sie sich nach Der ChinaDebatte im Unterhaus Dar gestellt habe, größere Beachtung. Die Reden Der Führer Der Oppo- [ition hätten gezeigt, daß auch innerhalb Des Parlaments keine volle Einig- tert über Den in China zu verfolgenden Weg bestehe. Diese Tatsache mache die Schwierigkeiten, denen sich Großbritannien. gegenüberstehe. noch großer. Verschiedene Mitglieder der Arbeiterpartei hätten die Politik Der Regierung gegenüber China unter stützt, die Arbeiterpartei als ganzes hatte jedoch gegen Die Regierung gc- ftimmt unD Die Zurückziehung Der bri* t t s Hen Truppen verlangt. Sogar Der Führer Der Arbetterpartei hätte sich in Diesem Falle mit Der Mehrheit iDcntifixiert. Durch Diese innere Zwiespältigkeit werde die chinesische Krise für Großbritannien noch weiter kompliziert. wies einleitend Darauf bin, daß eS sich bei Dem Etat für 1927 um eine Vorlage handele. Die bereits von feinem Amtsvorgänger bearbeitet unD aufgestellt worden ist. 3rgcnDeinc etwa beabsichtigte Aenderung Des Etats konnte schon Der Dorgcrüdten Zeit wegen nicht mehr in «Trage kommen. In seinen Ausführungen über Die gesamte finanzpolitische Lage Des Reiches bemerkte Der Minister, Daß Der Etat für 1926 im OrDinarium nach Den bisherigen Ergebnissen im ordentlichen Haushalt ohne Fehlbetrag absch ließt und daß sich sogar ein verhältnismäßig kleiner Ileberschuß ergeben wird. Zur Dedung deS außerordentlichen Haushalts in Höhe von 940 Millionen stehen zunächst nur Der Erlös Der Anleihe mit rund 450 Millionen unD eine Schuldausnahme bei Der Reichspost von 100 Mill, -ur Verfügung. Die SteuersenkungS- aktion des Jahres 1926 hat auf die Wirtschaft belebend und fördernd eingewirkt. Der Minister ging dann auf den Etat für 1927 näher ein und rlin, 16. Febr. (WTB.) Im Reichs- tag begann heute die Beratung deS Etat« für 1927. die nut einer grofean gelegt en Rede deS neuen ReichSfinanzministerS Dr. Köhler eröffnet wurde Berlin, 17. Jcbr. (I.-U). Der kantoneser Außenminister Tfchen hat dein britischen llnlcr- händler O ' Maliey einen neuen letzten Einigungs- oorschlag unterbreitet. Danach soll die britische fion- jcfiion in Hankau mit den ehemaligen deutschen und russischen Konzessionen zu einem Verwaltungsbezirk unter chinesischer Leitung vereinigt werden. England soll sich vcr- pstichten, seine Truppenstärke in Schanghai nicht über 4000 Mann iu erhöhen. Ischen verlangt ferner die Anerkennung der kantoneser Regierung als einzige Regierung Ehinas und das versprechen der englischen Regierung, nicht mit der Pekinger Regierung ju verhandeln. Die Antwort auf diese Vorschläge, die von O Malley an Chamberlain weiter- geleitet wurden, wird Freitag erwartet. ltzbringenden Ergebnissen gelangen will, Völkerbund seine Aufgabe auf der Grundlage der bereits in Der vorbereitenden Kommission aufgestellten Grundsätze Durchfuhren lassen muß. Das .Journal des Debats" schreibt, aller Wahrscheinlichkeit nach würben England. Japan und Italien unter verschiedenen Formen ebenfalls einen Vor s chlog ab- . die angenommene weitere Besserung unserer Wirtschaftslage in den Ein- nahmeansäyen bereits sehr stark berücksichtigt ist. Verschiedene durchaus sicher auftretenDe Ausgaben sind überhaupt nicht vorgesehen, und Staatsfinanzen und Wirtschaftslage. Reichsfinanzminister Dr. Köhler spricht im Reichstag zum Haushaltsvoranschlag des Reiches riesengroß erhebt sich die gesteigerte Repara- tionvlast, den ganzen inneren Etat unheilvoll beeinflussend. Die gesamte Belastung deS Reiche« stellt sich auf rund 8 Milliarden im ordentlichen unD 536 Millionen Im außerordentlichen Etat. Ich darf aber nicht verhehlen, so führte Der Minister weiter auS. daß die Gleichgewichtslage im ordentlichen Etat mir nur scheinbar zu sein scheint. Daß die Einnahmeschätzungen von starkem Wirtschafts- optimiSmuS getragen find, findet meine volle Zustimmung. Aber größere tm Etat nicht vorgesehene Ausgaben lauem im Hintergrund, oo ist zum Beispiel für die unterstützende Erwerbslosenfürsorge über Den ersten April hinaus nichts vorgesehen, wohl in der Annahme, daß daS ArbeitSlosenversicherungS- geseh weitere Beträge nicht notwendig mache. Kommt da« Gesetz, aber, was sehr wahrscheinlich ist. nicht rechtzeitig zum 1. April zustande, dann muß das Reich doch wohl Die unterstützende E rwerbslosenfürsorge weiter leisten, wofür monatlich ungefähr 40 Millionen Mark notwendig ’inD. Weiterhin steht eine Erhöhung der Wohnung« mieten zur Erörterung, was eine entsprechende Erhöhung der Gehälter und Löhne nach sich ziehen würde. Der Minister erklärte weiter, daß in der Frage der allgemeinen Erhöhung der Bezüge der Be amten und Kriegsbeschädigten die wiederholt gemachten Zusagen selbstverständlich nach Maßgabe des sinanziel- ten Möglichen zu gegebener Zeit vollzogen wer- den müssen, um so mehr, als diese Verbesserung der Besoldungs- oebnung mir eine dringende Staatsnotwendigkeit zu lein scheint. Das bisher geübte System einmaliger Beihilfen sollte unbedingt verlassen werben, da cs keine wirksame und dauernde Hilfe sctraffcn könne. Aber auch hierfür stehen im Etat 1927 noch keinerlei Mittel zur Verfügung. Wenn man weiter die Notlage ber 5U c i n r c n t n e r berudsichtigt, so muß man bic mehrfache Ankündi- aung meines Vorgängers über bie Schwere des Jahres 1927 als durchaus zutreffend bezeichnen. Die Hoffnung auf ein höheres (Erträgnis der (Ein- kommen und llörperfchaftLsteuer bat eine gewisse Berechtigung, doch wird auch diese Summe für eine Beamtenbesoldungserhöhung nicht ausreichend fein ?ie von Gefahren nicht freie Wirtschaftslage erfordert in erster Linie eine überaus pflegliche Behandlung der Steuerquellen, keine fiskalische, ionbern eine nach Volkswirtschaft- ■ ich en u n b sozialen Gesichtspunkten geführte Finanz, und Steuerpolitik. Die Reichsregierung ist entschlosien, ihre Politik Zürchaus nach biefem Leitgedanken einzurichten. Sie weiß, baß bic Wirtschaft, die Arbeitgeber und Ar- deitnehmer umfaßt, gesunden muß, um die Lasten tragen zu können. Es ist deshalb auch in Jeiner Weise ihre Absicht, die kommenden, so außerordentlich schwer werdenden Jahre mit einer .Thesaurierungspolitik" irgendwelcher Art zu belasten unter unerträglicher Anspannung ber Steuer- Iraft ber Wirtschaft. Was geschehen muß. ist «ine wesentliche Vereinfachung der Gesetzgebung und des Verwaitungsoerfahrens. Eine Frage ist selbstverständlich die Der Höhe ter Steuern. Der Steuersätze unD Tarife. Hier tebe ich auf Dem Standpunkte. Daß wir im 3ntcr- «jje unserer Volkswirt schäft mit allen Mitteln Tarauf bedacht fein müssen, neue Steuer- laften überhaupt z u oermeiDen. Wir Hüffen uns unbedingt darauf einrichten mit dem ouszutommen. was wir haben, selbst wenn vir gewünschte und an sich vielleicht zwedmäßige JusgabebcDitrfniffc zurüd st eilen und einschränken otüßten. Darüber hinaus muß es unser festes halbe Milliarde betragen, vvrzusehen sind. Rach dem DaweSabkommen werden unsere Leistungen aus dem ReichshauShalt. auS Dem Schuld ver- fchrcibungSDienst der Reichsbahn und aus Dem Dienst Der 3nbuftricobllgattonen nächstes Jahr um weitere 432 Millionen und 1929 um noch tocitere 290 Millionen steigen. 3ch erkenne im gegentoärtigen Augenblick noch keine Möglichkeit, wie wir trotz allen guten Willens diese Beträge aufbringen können. Wenn der Reparationsagent daraus hinweist, daß die Stabilisierung noch nicht überall in Europa zur Tatsache geworden ist. und daß. bevor sie nicht überall erreicht ist, man nicht erwarten kann, daß sich der Welthandel in normalen Linien cntmidcln toerde, so möchte ich dem hinzufügen, daß von der Herstellung normale r Handelsbeziehungen aber die weitere önttoidlung Der ReparationSsühigkeit DeutschlanDs wesentlich abhängt. Deutschland wird auch weiterhin tun. was In feinen Kräften steht, um die übernommenen Verpflichtungen loyal zu erfüllen, aber es muffen ihm hierzu auch die notwendigen Voraussetzungen gegeben werden. Die Voraussetzung für den Vollzug des Dawesabkommens ist für uns die Erstarkung der deutschen Ivirt- schaft, denn eine schwerringende Volkswirtschaft ist außerstande, Milliardenlasten für Rrpara tionszwecke aufzubringen. 3n Der Auf wert urslaS frage ist noch immer keine völlige Beruhigung cinget toten. Wenn ich es auch nicht als meine Aufgabe ansehen kann, DaS AufwertungSproblem ausführlich zu behandeln, so wird Doch bet jeder Erörterung davon auszugehen fein, daß an Den Grundzügen Der jetzigen Regelung sestzuha 1 - t e n ist. Wollte man die auS der Anleiheablösung hervorgegangenen fogenaimten Auslosungsscheine in eine verzinsliche Anleihe umwandeln, so müßte eine verzinsliche Anleihe im Ausmaß von mehreren Milliarden Reichsmark geschaffen werden, die auf unabsehbare Zeit als schwerer Drud auf den Finanzen DeS Reichs lasten unD Die Ausgabe neuer Anleihen hemmen toürDc. 3ch befinDe wich mit Dieser Stellungnahme in voller Ucber- cinftimmung mit Der Leitung der ReichSbank. die schwere Bedenken gegen eine Umwandlung Der Auslosungsscheine in eine verzinsliche Anleihe geltenD gemacht hat. Dor einer Frage von ganz besonDerer Schwere. Die für einen Teil unseres Deutschen Volkes eine Schicksalsfrage bedeutet, steht die Deutsche Regierung bei Der Entscheidung darüber, was geschehen kann, um Die Schäden nach Möglichkeit auszugleichen. Die Durch Die LiquiDation Deutschen Eigentums Deutschen zugefügt worDen sind. Die Schwierigkeiten unserer Staatswirtschast nötigen hier zu einer schmerzlichen Zurückhaltung. Die Summe selbst. Die zehnprozentig Den Schaden abgelten konnte, erreicht viele Milliarden. Wir haben versucht, und daran als an unser gutes Recht geglaubt, daß Der entscheidende Teil dieser Last. Die Durch Den Vertrag von Versailles begründet ist unD Dessen alsbaldige Abtragung den Deutschen Haushalt vernichten würde, in irgendeiner Form ausdenAnnuitätendesLonDonerBak- tes abgededt werden mühte. Das Schiedsgericht im Haag hat sich der deutschen Auffassung nicht angeschlossen. Die deutsche Regierung wird jedoch immer wieder auf die Unerträglichkeit eines Zustandes Hinweisen, der für Deutschland unerwartet neben den Lasten aas dem Londoner Pakt überaus große andere Kriegslasten mit sich bringen würde. 2ln Den Schluß seiner Darlegungen stellte der Minister dir Frage des Fin anzausgleichs deren Losung uns auf Den Rägeln brenne. Ich stehe, so fuhr Der Minister fort, auch hier durchaus auf Dem BoDen Des Staatsgrundgesetzes von □Beimar: Das Reich steht über Den Ländern, beten Eigenleben aber in streng festgelegten Formen durchaus garantiert ist. Die reichseigene Finanzverwaltung, so wie sie in ihren Grundzügen von Erzberger geschaffen und von seinen Rachfolgern fortgeführt, worden ist. Halle ich auch für die Zukunft für durchaus erforderlich, im 3nteresse deS Reiches sowohl wie in Dem unserer gesamten öffentlichen und privaten Wirtschaft. Aber unter diesem schützenden Dach des Reiches innerhalb des Rahmens Der großen Fi- nanzverwaltung deS Reiches sollen Die leb ens- fähigen Länder ein Eigenleben führen wie es deutscher Art entspricht. Don diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, ist der Finanzausgleich für sich in Der Hauptsache eine volkswirtschaftliche Angelegenheit. Die in ihren Auswirkungen auch selbstverständlich staatspolitische fragen berührt und beeinflußt. Die richtige Der- teilung Der Steuermittel fetzt Kenntnis des echten Sieuerbedarss unD Damit auch einen Ginblid in affe Möglichkeiten Der Ersparnis voraus, bie noch auf Dem Gebiete der öffentlichen Der- toaltung gemacht werden kann. Der Finanzausgleich kann in feinen endgültigen Jormen nut für eine rationalisierte öffentliche wirtschaft gefunden werden. Da diese nohven- ölgen unö wertvollen statistischen Unterlagen verschiedenster Art noch nicht beschasst sind, ist rs im gegenwärtigen Augenblick ganz unmöglich, endgültige Vorschläge für den Finanzausgleich zu machen. Vr. 40 Erster 177. Jahrgang Donnerstag, 17. Zedrnor 1927 GietzenerAnzeigerW ä* e Dr. Fnedr Dich Lange. General-Anzeiger für Oberhesfen ZWZ Mmnfchetn; für den An- Pntf mb : »rWW Uwh>trft«t.g,d). und Steh.tn.frrel K tauge la Steten. Se große Schwierigkeiten entgegenständen. Zur Frage der Wehrverbände erklärte der Minister. daß das Reichsministerium allen diesen Verbänden fern stände. Dagegen könne es durchaus verstanden werden, wenn sich in Deutschland Sport- und Turnvereinigungen bilden/ um die körperliche Ertüchtigung her 3 u g e n D , die früher durch die allgemeine militärisch Dienstpflicht geschah, auf einem äußeren Gebiete zu ersetzen. Es sei das Recht jedes deutschen Staatsbürgers, sich in seiner freien Zeit an solchen unpolitischen Sport- und Turnvereinigungen zu beteiligen. Dieses Recht könne auch dem Soldaten nicht genommen werden. Das von geheimen Rüstungen der Reichswehr gefaselt werde, sei nichts als ein Phantom. Mit Bestimmtheit könne -er Reichswehrminister versichern, daß geheime Rüstungen weder in Deutschland noch in irgeneinem anderen Lande der Welt möglich feien. Geheime Rüstun- gen, die in irgendeinem modernen Kampfe irgendwelchen wert haben sollen, erforderten einen derartigen umfangreichen Aufwand, an Material und kosten, baß sie unmöglich Im geheimen betrieben werden können. Anders verhalte e- sich mit den Maßnahmen der Heeresverwaltung, die im Rahmen der Befugnisse des Versailler Vertrages liegen. Da- Reichswchr- ministerium habe stets die Pflicht. andieMög- lickkeit eines Krieges zu denken, wenn auch der Krieg selbst ganz unwahrscheinlich sei. Die Absichten unserer Rachbarstaaten seien ja nicht unbekannt. Ss handele sich anscheinend für Tic vor allem darum, daß sie möglichst rasch und möglichst tief am ersten Tage des Krieges nach Deutschland hinein stoßen. Daß Deutschland unfähig zu jebem Angriffskrieg sei. wäre jedem militärischen Fachmann des In- und Auslandes Flar. Die Einstellung von Freiwilligen und Offiziersanwärtern habe bis 1924 nicht das Maß dessen erreicht, was wir gemäß den Bestimmungen des Versailler Vertrages einstellen konnten, weil es insbesondere während der Inflationszeit in Deutschland kaum Arbeitslose gegeben hat. Rach 1924, als die riesige Arbeitslosigkeit entstand, zeigte sich ein ungeheuerer Z u d r a n g aut Reichswehr. Heute ist die Sachlage derart, daß höchsten- 3 bi- 5 Prozent der Anmcldenden genommen werden können. Wenn wir dem Hauptmann die Möglichkeit der Rekrutierung nehmen, können wir ihn auch für seine Leute nicht mehr verantwortlich machen. Es ist neuerdings ungeordnet worden, baß unter den Papieren des Anwärter« auch eine Bestätigung bet Landesverwaltung fein muß, daß der Betreffende sich niemals im verfassungS- feindlichen Sinne betätigt habe. Beim Ossi- z i e r s e r s a h hat sich eine analoge Entwicklung gezeigt. Zur Linken gewandt, erklärte der Minister: Wenn Sie haben wollen, daß auch Arbeiterkinder zum Offiziersberuf kommen, so müssen Sie die Wege ebnen, die den Arbeiterkindern den Eintritt in die akademischen Berufe ermöglichen. Es darf nicht mehr vom Geldsack abhängen, ob jemand eine gute Bildung erhält oder nicht. Solange aber dies noch der Fall ist, märe ich gezwungen, die Ansprück)e für den Offiziersanwärter jurQefju« schrauben, was im Interesse des Dienstes nicht möglich ist. Zu einem jungen Offizier gehören nicht nur mathematische und andere Kenntnisse, sondern auch eine bestimmte wissenschaftliche Schulung des Denkens. Ich will nicht leugnen, daß es auch viele tüchtige Leute und sehr kluge Denker gibt, die nicht das Abiturium absolviert haben, andererseits beweist die Absolvierung des Abituriums keinesfalls, daß immer das geschulte Denken vorhanden ist, aber wir haben nun einmal keine andere Auslesemöglichkeit und müssen uns damit bescheiden. nicht ein Erfolg her Reinhvlbschen Finanzpolitik gewesen. Wenn überhaupt ein Ueberschuß erzielt wird, dann muß in erster Linie an die notleidenden Kleinrentner gedacht werden. Die neue Beamtenbesol' dungsordnung darf nicht mehr zu lange hinausgeschoben werden. Die unteren und mittleren Beamten müßten dabei vor allem berücksichtigt werden; aber auch die höheren Beamten dürfen diesmal nicht leer ausgehen. Die Hinausschiebung des endgültigen Finanzausgleichs läßt sich nicht vermeiden, weil das Zuschiagsrecht der Länder und Gemeinden in nächster Zeit noch nicht eingeführt werden kann. Die Hinausschiebung ist für uns aber nur erträglich unter der Bedingung, daß schon im Sommer oder Herbst eine Neuregelung der Reölst e u e rn der Lander und Gemeinden und der H a u s z i n s st e u e r erfolgt. Die Hauszinsstever darf im Gegensatz zu dem Programm des preußischen Finanzministers nicht zu einem dauernden Finanzierungsmittel für Länder und Gemeinden werden. Die Senkung der Reichssteuern bleibt unwirksam, wenn nicht auch die Real steuern der Länder und Gemeinden gesenkt werden. Die Gesamtbelastung der Wirtschaft muß so gesenkt werden, daß jede Steuer allein aus dem Ertrag gedeckt werden kann ohne Eingriff in die Substanz. Die Regelung auch der Realsteuern der Länder muß das Reich durch ein Rahmengesetz vornehmen. (Abg. K o ch - Weser (Dem.): Sie sind also Unitarier!) Das gilt auch für die Grundvermögenssteuer, die sich zu einer höchst unsozialen und ungerechten Abgabe entwickelt hat. Die Tarife bet der Einkommensteuer müßten auseinandergezogen werden. Eine grundsätzliche Neuregelung der Auswertungsgesetzgebung müßten wir ablehnen. Der neue Neichssinanzminister hat die Lage geschildert, wie sie wirklich ist. Wir werden ihn unterstützen, auch bei seinen Bemühungen zu Drosselung der Ausgaben. Die Reichstagsparteien sollten sich dabei dem Beispiel des englischen Parlaments anpassen, in dem die Forderung neuer Ausgaben ohne Deckung verpönt sind. (Beifall rechts.) Weiterberatung Donnerstag. Dcrlängerun des deutsch- französischen handelsprsvisoriums. Paris. 17. Febr. lWolff.) Wie gestern schon kurz gemeldet, ist durch den deutschen Botschafter v. Hoesch und die französischen Minister B r t g n d und B o k a n o w s k i ein Protokoll unterzeichnet, durch das das vorläufige Handelsabkommen zwischen Deutschland und Frankreich vom 5. Aug. 1926 und die beiden Saarabkommcn vom 5. August und 6. Ro- hember 1926 bis 31. Mai, also um drei Monate verlängert worden ist. Die bisher in diesem Abtoinmen vorgesehenen Kontingente werden. um dem VcriängerungSabschnitt Rechnung zu tragen, um 50 Proz. erhöht. Der fran- -ösilchen Regiermm steht am 21. März fine Kün- digunaSmöglichkeit bis zum 31. März zu, wenn die spätestens am 2. März wieder einsetzenden dcut'chfranzösischen Wirlschaftevcrbnndlunaen.die sich zuerst auf eine Prüfung der Grundlagen des .'v.iffinftlgen Handelsvertrages erstrecken sollen, Im weiteren Verlaufe nicht die Aenderungen berüafi Mgen, die die sranzvstfctze Regierung nach dem 1. April einzuführen wünscht. Dr. £utt)er in Stockholm. 16. Febr. (XÜJ Der frühere Rei^--'anzier Dr. Luther wird Donnerstag vor I het deufch-schv cdischeit Vereinigung in An- I Wesenheit des K ? o n p r i r. z e n. de. d e Otc* gierungsgeschäfte des Königs während dessen AuSlandreise wahrnimmt, über die Stabilisierung der deutschen Währung sprechen. Dr. Luther erllärte in einem Interview, daß auch die neue deutsche Regierung die Verpflichtungen aus dem Dawesplan erfüllen wolle. Dazu sei eS aber notwendig, daß man Deutschland volle Freiheit auf den internationalen Märkten gewähre. Dr. Luther wie« auf die großen Schwierigkeiten hin, die Deutschland Infolge der großen Arbeitslosigkeit und der gewaltigen Kosten der französischen Besatzung zu überwinden habe. Wirklicher Friede sei erst möglich, wenn kein französischer Soldat mehr aus deut- schem Boden stehe. Gegen dasEinlvanöerungsgesetz. Dcutfch-fkandiuavischcr Protest gegen die Ursprttngsllansel. Reuyork, 16. Febr. (WB.) In einer von Der Steudengesellschait einberufeneu Massenversammlung von deutsch-amerikanischen und skandinavisch-amerikanischen Vereinen wurde die endgültige Beseitigung der nationalen Hrsprungsklauscl aus dem Einwan derungSgesey von 1924 verlangt. Senator Shipftead, wies darauf hin. daß eS ganz unmöglich fei, die gegenwärtige Bevölkerung der Vereinigten Staaten Der Abstammung nach sicher sestzustellen. Auch bei der QHobilitierung 1917 wurde nicht nach der 'Abstammung gefragt. Ebenso bestehe für alle Rassen Die gleiche Steuer. Das Mitglied de« Kongresses Ober- wager erklärte, die Klausel bedeute eine Brandmarkung für Die deutschen Einwanderer, die man auf diese Weise a l s unerwünscht bezeichne. Die Versammlung nahm schließlich eine Entschließung an. die Den Kongreß aussordert, die Hrsprungsklauscl zu streichen. Dielanger erhandlungen Tic Möglichkeit einer internationalen Konferenz. Paris. 16. Fcbr. (TU.) Zu den französisch-spanischen Verhandlungen, die erst gestern begonnen haben, wird bereits heute von einem Teil der Pariser Presse festgestellt. daß sie sich in einer schwierigen Situation befinden. In unterrichteten Kreisen w.rd versichert. daß als Unterlage für dos spastische Memorandum die weitgehenden Forderungen Der spanisch-asri- lcrnischen Liga ged.ent hätten, die nicht mehr und nicht weniger als Die völlige Einverleibung Tangers in Da« spanische Gebiet verlangen Primo hc Rivera soll Die Absicht haben, zuerst eine vollständige Revision aller derjenigen Verträge zu verlangen. Die sich auf Tanger beziehen. Diese Revilion Dürfte nicht ohne eine große internationale Konferenz erfolgen, ähnlich derjenigen von Algeciras. Rur muß befürchtet werden. Daß Mussolini bei dieser Gelegenheit im Ramen Italiens eine Reihe von Forderungen aufstellcn würde, die das nordafrikanische Gebiet betreffen. „5c ©oir" gebt sogar soweit. in Dem Tangerkonslikt öle Mdglickücit für einen allgemeinen europäi- feben Konflikt zu erblicken da Die spanische und Die italienische fafziftische Presse mit OcDenfAaft Die Verhandlungen b-kämpsen. — (Eine neue rumänische Hauptstadt Bukarest. 15. Febr. (TU.) Die vor zwei Jahren ausgeworfene Frage Der Verleg ung Der rumänischen Hauptstadt ist neuerDingfl wieder aufgegriffen worden. In Flugblättern wurden die Parlamentarier aufgeforbert. dafür einzutreten. Daß die Landeshauptstadt nach Kron- stadt verlegt werde Da neben Der K ö - n i g i n auch Ministerpräsident Averescu die Rotwendigkcit einer Verlegung betont haben fall, hat sich Der Kreise, die ein Interesse am Fest- halten an Bukarest haben, eine gewisse Unruhe bemächtigt. 3m Flugblatt heißt es u. a.: „Aus Der Hochsläche bei Kronstadt gelegen, wird die neue Hauptstadt das Gleichgewichts-Zentrum der verschiedenen rumänischen Provinzen, eine Versinnbildlichung der rumänischen Souveränität über Die neuen Gebiete, eine von Den Mauern dieser Gebiete gegen feindliche Flutwellen verteidigte Hochburg, eine schöne, gesunde, nach Den letzten Errungenschaften der Etädtebaukunst aufgdüßrtc Metropole Darstellen. Sin Land wird nach feiner Hauptstadt beurteilt." Die Dorzugsrenten für Auszügtzr. In Dielen Fällen wurden — soweit uns bekam,u geworden ist — Anträge auf JJotjug/ren- t e n von Auszüglern als Besitzer von Kriegsanleihen abgewiesen, weil man bei den zuständigen Stellen allzu schematisch oorging und nicht den Ertragswert, sondern den praktisch nicht in Betracht kommenden Derkaufswert der früher übergebenen Güter der Beurteilung der Bedürftig- kcitsfrage zugrunde legte. Reichstageabgeordneter Dr. Becker (Deutsche Dolkspartei) hat sich deshalb an den Herrn Reichofinanzminifter gewandt, um eine entgegenkommendere Behandlung dieser An- träge durch die Ausschüsse zu erzielen Ersreulicher- weife haben die Bemühungen vollen Erfolg gehabt. Der Reichsfinanzminister hat die ihm vor- getragenen Gründe anerkannt und durch RundeUaß auf die zur Entscheidung der Dorzugsrentenantrüge berufenen Stellen i m Sinne einer s o - zialen und weitherzigen Behänd l u n g des Altenteilsberechtigten eingewirkt. Aus aller Welt. vorn hessischen Landeslheaker. Wie aus Darmstadt gemeldet wird, verhandelt Der Theaterausschuß zur Zeit mit dem Münchener Kapellmeister Dr. Böhm wegen Uebernahme Der Leitung De« Landes- theaterorchesters und der Oper, bo dieser Posten durch den Weggang de« Generalmusikdirektors Joses Rose n ft o ck nach Wiesbaden frei geworden ist. Die Unterschlagung Im Berliner Studentenausschuß Vor dem erweiterten Schöffengericht Berlin- Mitte fand der Prozeß wegen der Unterschlagungen statt, die seinerzeit Im Ausschuß der Studentenschaft an der Berliner Unioerfltät im Betrage von 40 000 Mark ausgedeckt worden waren. Nach Mitternacht wurde folgendes Urteil gefällt: Der Hauptangeklagt? stud. Willi Lehmann wurde wegen Untreue' Unterschlagung und Betruges zu 2 Zähren G e - füngni» unter Anrechnung von fünf Monaten Untersuchungshaft verurteilt, der Uniatrfitätsobtr fetretär Borchmann wegen Begünstigung zi> 130 Mk. Geldstrafe; die anderen Angeklagten, vier Studenten, wurden freigesprochen. Der Ordensfchacher in pari». 3m Prozeß gegen den Beamten des französischen Handelsministeriums. R u o t t e. und zwei Annoncen-Aquisiteure, Die unter der Anschuldigung stehen, den Titel „Außenhandels- attachee" und die Ehrenlegion gegen Dez ab- I u n g verkauft zu haben, forderte Der Abgeordnete Darillet in seiner Eigenschaft alS Advokat, umgeben von einer ganzen Anzahl Kriegsbeschädigter, die strenge Destrafung Der Angeklagten, die durch ihr Vorgeycn Die Ehrenlegion in ihrem Wert herabgesetzt und besudelt hätten. Die Kämpfer, die Den Krieg überlebt hätten, ver« langten. Daß man sie nicht zwinge, verwechselt zu werden mit Schiebern und sonstigen Leuten, Die sich durch Geld den höchsten Orden der Republik erworben hätten. Schwere Orkanschaden in Kalifornien. Einem Ortan in Südkal.fornten und Arizona. Der mit Erdstößen und Wolkenbrüchen verbunden war. sind 42 Tote zum Opfer gefallen. In Los Angeles wurden die Straßen teilweise völlig überflutet und die Dillen bekannter Fllm- gräßen beschädigt. Deim Passieren eines ZuqeS brach eine Drücke ein. Ein Gebirgsdorf wurde von bei einem Erdrutsch abstürzenDen Felsen begraben. Heber Der DergwerkssieDelung Dip (Steel ging gestern eine Lawine nieder, durch die 11 Personen getötet und etwa 20 verletz, wurden. Drei Opfer werden noch vermißt. Zwei Kinder verbrüht. In dem Dorfe Treuenhausen in der Grenzmark fielen die beiden minderjährigen Kinder eines Landwirtes beim Spielen in einen mit kochendem Wasser gefüllten Dot- t i ch. Kurz nach ihrer Einlieferung in do« Krankenhaus starben die Kinder unter entsetzlichen Qualen. 12 Jrauen durch kohlenozydgas vergiftet. In Dem Dorfe Altreey bei Franlfurt a. b. C kamen bei einer Witwe 12 Frauen zum Fe- dernreißen zusammen. Die Gastgeberin batte den Ofen tüchtig eingeheizt und dann die 2 b • zugsröhren mit Lumpen verstopft Bereits nach kurzer Zeit begänne,' die Anwesenden über Kopfschmerzen und Hebelleit gu klagen. Einige Frauen brachen bewußtlos zusammen. Die erkrankten Frauen, die schwere Der- giftungscrscheinungen zeigten, wurden sämtlich in das Frankfurter Krankenhaus gebracht. Wie frsi- acftellt wurde, hatten sich in dem Ziim Ko hlenoxydgase gebildet. 2t?cttcrvoraussagc. Wollig mit Aufklaren, Temperaturen ciioc? ansteigend, vorwiegend trocken, westliche Windc ®e;tcigc Tagestcmperatineu: Maximum: 6‘ Grad Eelsius: Minimum: 5 Grad Lei ius; hni- Hge Morgentemperatur 2,8 Grad LelsiuS. Wlndrictztung: Rordwcft; Windstärke, mittel Temperaturen: minus 1 Grad Eelsius. Höchst- tempcraturen in den letzten 24 Stunden: mbllii 2 Grad Eclsius. Gcsamtschncchöhe: 40 Zentimeter Reuschnee: keiner. Deschas-cnheit dev- Schneedetke etwas körnig. Spvrtmöglichkeit: für Schi gut w nut r.n cs emv Uni chön » Sknt". zur Zeit im conti Den. ist pon dem Die M gcküstl o An. die rt niem, Ss kann tzmpsinlx beriamt ■ nicht mit uns bleib zeit in de lendes- i ©lüdgefül mit der 1 steigt uni UTVtttf 1 hast uns, scheu uit nach entj Die mal Jünger t näher, ii Ditse Seele, lähig lin -w w< kam, loa daß 3en| M olles St Die alte. 5 schaute suchte" stu lew Iva in ihr-" Waren ' unter J bchrem) Ste tief*® rem iu acqcM Lecke fr« Mu z mit «W leittnw <„W Ichrn 6 In ächmei Der Atzt mch Itn M MusM weih nii z» erlest gewesen Boden 6 bester untrügln 3m Höch hafte an llcbreichsi dieses gi Pul Aon i U. jeftru btnen Log lubltfums Kritik, ein6 jjnbt, h. Irttif fanr l’in. für o "»n wird He «'ner Än- Dte rusfische Tscheka. 3n anrTf#niwn«tDcrtcr USeile vermittelte tz-L 6,1 den "» M nidjii8” pwitiid) ni*;* • SBer'i*rK S^torbnni W) hat sich -«halt "$r Sevand'. um *"! diese: ilrirnLicher- °°Uin V ihm' 5b durch 'RunberW Wgsrenttnoiitrii n.nt ‘Imt so- »'S'n Sehond kn eingemlrh utz der Ctudenlenschai m Betrage von IÖ001 nn. Nach Nitt/cnaLt I: Der f)auplanatl(ogi’ urte wegen Untreu, ju 2 Sauren 6t- ' oon fünf fflonattr btt Uniotrfitiliobtr- m U> ttn ÄngetWen. vier chen. t in pads. i 'Beamten des fr®,* intf, Auvlte. utld !, die unter der lr- Kitel .Außenhandels* ion gegen Äezah* ►en, forderte der D- r Eigenschaft alt D- anzen Anzahl Kriegs* Sestrafung der Ange* gehen die Shrenlegirn t und besudelt hdtirr. g überlebt hatten.^' ht zwinge. NflreWl und sonstigen ßeidi Men Orten der 2fr den am Rhein gelegenen Etablissements des Wehrdorfes abgeholten wird, als diesjähriger Hauptanziehungspunkt des RheinlandeS den Fremdenverkehr an den Mtttelrhein ziehen wird Die Stadt Koblenz veranstaltet in den Sommermonaten eine grohe Ausstellung von bildlichen Darstellungen der Rheinlandschast von der Quell« biS zur Mündung und bringt hierzu aus allen rheinischen Museen Material- aber auch auS Privatbesitz werden umfangreiche seltene Stücke bargeboten werden, so dast diese einzig- artige Ausftellun, i in Milo*. iLJornicn und 3rljcn- olkenbrüchm mW i Opfer Sksalleh die Strahen tcW Men M Paflirroi eines W 1 Srtirgsdvrf dbftürjrtMW Erls'icbc'nng and etwa m noch vrM'vt mrbrühi- tsgftf >un't>'n „n die « it W“Jrucbtllc« i tauen, ^„sMllch' len. tf Mt- ■fe** fotbfH x t:i to-jr, fQl” n'aÄ »in* . neb^ VV? 2b. StudentensLast, 6,15 Uhr nachm. Turnhalle des Realgymnasium- Lichtspielhaus Bahnhosstr. ..Ben Hur' . Astoria*Lichtspiele: „Den Hur". -- Au« dem Stadttheaterbureau wirb uN« geschrieben: ®ie Intendeirtur unseres StvdtlheaterS hat eS für eine Ehrenpflicht gehalten, den 10 0. Todestag Beethovens, der in den März fällt, nicht unbeachtet vorübergehen zu laffen, und hat deshalb für den 8. März ein Gesamtgastspiel der Darmstädter Oper mit des Meisters unsterblichem .Fidelio" vereinbart. vorauf schon heute hingewiesen wird. Die Vorstellung findet im DienStag-Abonnement statt. — Hessische Vereinigung für Volkskunde. Montag abend Vortrag von Dr. B o e t t e über .Humor des Volkes". (Siehe heutige Anzeige^) — Der Oberlin-Film „Sprechende Hände" wirb morgen in der IohanneSkirche vor Kindern und Erwachsenen vvrgeführt Man beachte die heutige Anzeige. nur momentan und einteilig beobachtet. Die Feuerwehr, ober in diesem Falle die Leitung, die fort gelt Bi und oon allen Seiten und Stellen den Brand beodochtet, ist ledensalls besser in der Lage zu beurteilen, wo Hilfe nötig, als der Zuschauer, der sich durch eine verion, die glaubt sie sei in Lebensgefahr, nervös machen loht. Durch derartige Manöver wirb das Vertrauen, das zwischen Publitum und Feuerwehr unbedingt befkben muh. erschüttert. Gewissen- lose Schwätzer und Nenommierhriden, denen leider gerade m solchen Fällen zu viel geglaubt wird, mären ja auch hier wieder genügend vorhanden, (fine müssen wir Feuerwehrleute uns aber ganz entschieden verbitten, der freiwillige sowie der Berufsfeuerwehrmann: die unflätigen, beleidigenden Ausdrucke seitens gewisser Elemente aue dem Publikum. fxü der Feuerwehrmann auch noch nötig, wenn er schon unter Umständen Leben und (He- sundheif opfert, sich beleidigen zu lassen? Die Bürgerschaft Gießens kann voll und ganz beruhigt sein, .'iicri allen heutigen Stadien t>on der Grob. stcns ist _eine beranige Sicherheit geboten wie in unserer Stadt! Besitzen wir doch, wenn auch eine kleine, aber doch mit allen modernen Hilfsmitteln versehene Venitswehr, sowie jeberyit mich eine schlagfettige Freiwillige Feuerwehr. Menschen sind wir alle, auch wir Feuerwehrleute Warum lauten da keine Fehler Vorkommen? Jedenfalls wurde nach Auslagen alter erprobter Feuerwehrmänner gerade bei dem letzten Brande einwandfrei und zielbewustt gearbeitet, wo» ja schließlich nur der Fachmann beurteilen kann. ch. Pestalozzi-Feier der Schulen. Gestern vormittag versammelten sich die oberen Klassen aller ©«ebener Schulen in der Reuen Aula bet Universität, um den hundertsten Todestag Johann Heinrich Pestalozzis feierlich zu begehen. Rach einem Orgeloorirag und einem von einer Schülerin der Studienanstalt gesprochenen Prolog fang ein Thor, aus Schülern aller Lehranstalten zusammengestellt. Beethoven- .Wenn der Träume Zauber walten". Reben Rezitationen von Schülerinnen bet Schillerfchule wurde noch ein eindrucksvoller Teil aus Pestalozzis .Lienhard und Gertrud" von einem kleinen Mädel vorgelesen Rach einem EinAelgesang (Ädjuberli und einem weiteren Ghorlied lWeber- hielt Oberstudiendirektor Dr. Roller die Festrede Gr gab eine knapp umrissene Biographie des groben Pädagogen und genialen Reformers, durchs!och«en mit Bruchstücken aus Briesen und aus Schriften von 3elt- genossen. Die Veranstaltung wurde umrahmt von Darbietungen des Schülerorchesters der Oberrealschule, das die klassischen Stücke (QKoAart und Schubert) vorzüglich — da- Orchester besteht au- meifl sehr jugendlichen Schülern - wiedergab. Mit dem manche hcruique von Schuber« wurde vom Schülerorchester die erhebende Feier geschlossen. Auch in den Volksschulen des Landkreises (Dießen wurde gestern allenthalben des hundertsten Tode-tage- Pestalozzi- gedacht. Die Feiern fanden aus Veranlassung de- Landesamts für das Bildungswesen statt und brachten in Ihrem Mittelpunkte Vorträge. Bilder und Szenen aus dem Leben Pestalozzis. In einzelnen Gemeinden, in denen qrbstere Feiern geplant waren, werben diese an anbeten Da gen ab* gehalten VocksstaateS Hessen unter Versendung von Aufrufen und Werve scheinen zu veranstalten. — Rundf unkgeräte für Blinde. Der beflildx Minister deS Innern hat der Oberpost- birektion Darmstadt die Erlaubnis erteilt, eint Sammlung von Geldspenden zur Versorgung Blinder mit Rundfunkempsangsgerät bei den Rundsunkteilnehmem zu veranstalten durch di< l'Oftanftalten, unter Zuziehung der öttlichen Blin* denorganisationen. im Gebiete deS Volksstaates Hessen in den Monaten März und April 1927 RDV. Aufbewahrung von Handgepäck. Hand» und Reisegepäck kann aus säst allen Eisenbahnstationen zur vorübergehenden Aufbewahrung hinterlegt werden. Als Ausweis erhält der Auslreserer von der Aufbewahrungsstelle einen HinterlegungSfchein. der bei '26,- holung deS Gepäcks zurückzugeben ist. Für Aus- oewahrungsgepück übernimmt die Sttenbahn die Hastung dis zum Hbchstbetrage von 100 Mk. füt ein Stück. Für Sachen, die sich in unverschlossenen Gegenständen, wie Röcken. Mänteln. Reisedecken xl dal. befinben, lehnt sie b.e Haftung ab Leicht verderbliche, seuergesährllche und übel- tiedbenbe Gegenstände, sowie (Selber. Wertpapiere und Kostbarkeiten, die weder zum Re-.sebedars noch -um zugelassenen Reisegepäck gehören, werden tut Aufbewahrung überhaupt nicht angenommen. Unverpackte oder mangelhast verpackte Gegenstände können, wenn sie sich zur Aufbewahrung eignen, angenommen werden, bei Hinterlegungentbein wird bann mit einem ent- sprechenben Vermerk über die fehlende oder mangelhafte Verpackung versehen. Für die Aufbewahrung sind Gebühren zu entrichten, die füt kleinere Gegenstände für die beiden ersten Tage zusammen 20 Ps. für jedes Stück und für jeden folgenden Tag ebenfalls 20 Ps. betragen Für größere, nicht unter den Begriff .Handgepäck fallende Geaenstände beträgt die Gebühr für die gleiche Zeit 40 Pf.. Krastfahrräder bis zu 3 Pferdestärken losten 60 Pf., stärkere Maschinen 1 Marl DSR. Eine Zweigstelle der Amerikanischen Handelskammer in Frankfurt. In Anbetracht der sich immer intensiver gestaltenden Geschäs t sveziehungen zwischen Deutschland thtb den Vereinigten Staaten bestand schon längere Zett die Absicht, zur besonderen Pflege dieser Beziehungen in Süd-Westdeutschland eine Zweigstelle der Amerikanischen Handelskammer Berlin in Frankfurt a. M. zu erttchten. Diese Absicht steht setzt vor ihrer unmittelbaren Verwirklichung. Wie wir zuverlässig erfahren, kann mit der Eröffnung der neuen Frankfurter Zweigstelle zum 1. Marz gerechnet werden. Die Geschäftsräume werden im Weihsrauenhos unter- gebracht. •• Vom Rundfunk. Die Welle des Deutschlandsenders in KonigSwusterhausen ist seit einigen Tagen aus Grund Internationaler Vereinbarungen auf 1250 m herabgesetzt worden. ' Austrieb aus dem heutigen Franksurter Schlachtviehmarkt: 924 Kälber, 504 Schafe, 559 Schweine. 19 Lchaf» lämmer, 112 Stück Rotvieh (seit dem letzten Markts. ggssltHt- (öfC i TcE-L 'N. Ilm«" “ÜHirf: * .ilAfCit- Barablösung von Anleihekleinbelrägen. Von dem Präsideitten des Landesfinanzamt^s Dannstadt Wird unS geschrieben: Rach § 47 deS AnleiheabldsungSgefetzes vom 16. Juli 1925 und der III. Durchsührungsverord* nung zu diesem Gesetz vom 4. Dezember 1926 können im Inland wohnende Reichsangehörige. die bedürftig oder minderbemittelt find, für ihre Altbesitz-Anleihen Im Gesamtnennbetrag von weniger als 1000 Mark Barablösung beanspruchen. Die Barablösungssumme beträgt 8 Rm füt je 100 Mark Rennbetrag, wenn ber Anleihegläubiger min* berbemlttelt ist, 15 R m. für den gleichen Rennbetrag, wenn er bedürftig ist. Z u st ä n d i g zur Gntscheidung über den Barablösung-antrng ist die A n l e i h e a 11 bc - fit) ft eile, die bei dem Finanzamt errichttt ist, bei dem der Anleihegläubiger zur Ginkommen- fteuer veranlagt wird. Der Antrag ist bei dieser Stelle in der 3elt vorn 1. Februar b i S 31 März 1 927 au stellen Die Antragstellung hat aus amtlichen Vordruck zu geschehen Der Vordruck ist bei den juftänbigen Anleihealtbesitz- stellen erhältlich Rähere Auskunft wird von diesen Stellen erteilt. Anmeldung des Altbesitzes polnischer Staatsanleihe zur Auswertung. Die der Abteilung für au-ländifches Recht des Hansa-BundeS für Gewerbe, Handel und Industrie durch ihre Tätigkeit bekannt geworden ist, haben viele Deutsche, die im ehemals preusiischen Gebiet deS polnischen Staate- ansässig waren und dieses nach ber Abtretung verlassen haben, den Erlös aus dem Verlaus ihrer Habe nicht nach Deutscl'land mitnehmen kbnnen, sondern find genbtigt gewesen, dafür polnische Staatsanleihen zu zeichnen. Anfragen wegen Auswertung solcher Anleihen find der genannten Abtellung des Hansa-Bundes wiederholt unterbreitet worben. CS ist nun an ber Zeit, daraus Hinzuweisen, dast der Altbesitz von polnischen Staatsanleihen aus ben Jahren 1918 und 1920, d. h diejenigen Stücke, die vor dem 1. Dezember 1920 bei einer mit der Emission befaßten Stelle gezeichnet ober erworben sind, und sich noch im Besitz des ersten Erwerbers oder seiner Erben befinden, zwecks Erlangung einer verhältnismäßig hohen Auswertung biS zum 2 5. März 1 9 27 beim . Urzad Pvzyczel Panstwowtzch" in Warschau an- Vermischtes. Vrrlustwirtschaft der staatlichen raunntzbäder. Ser preußische LanbwirtschaftSminister legt soeben eine Uedersicht über die finanziellen Ergebnisse der in staatlicher Selbftbewirtschastur.g stehenden Bäder EmS, Langenschwalbach, Schlangenbad im RegierungSl-ezirk Wiesbaden. Renn- dors im Regierungsbezirk Kassel und Rehburg im Regierungsbezirk Hannover für daS Wirtschaftsjahr vom 1. April 1925 bis zum 31. März 1926 vor. Daraus ergibt sich, daß mit Ausnahme von Renndors alle übrigen Bäder mit VerIust gearbeitet haben. Dad Sms schliestt mit einem Verlust von 74 773,76 Mark ab; Bad Langenschwalbach mit einem solchen von 68986,94 Mark: Schlangen bad mit Mark 90 744.76 und Bad Rehburg mit 6115 Mark nttnuS; Bad Renndorf hat einen Brutto- Minister führt hierzu aus, dah die Verluste in gec Inn von 231 929,68 Mark aufzuweisen. Der Minister führt hierzu auS. dast die Verluste in den Vädern Ems, Langenschwalbach und Schlangenbad, abgesehen davon, dast diese ^Betriebe im besetzten Gebiete liegen, im wesentlichen zurückzuführen find aus die allgemeine u n g ü n - stigewirtschastliche Lage. aus die hohen Steuerlasten, das Steigen der Gehälter und Lohne und die unvermeidlich gewesenen hohen Aufwendungen füt bauliche Instand- sehung-arbeiten. Der Besuch des Bade- Rehburg habe sich in gewissem Umfange gehoben, so dast nur ein Zuschuß von 6119 Marl erforderlich war. Der Gewinn bei Bad Renndors sei auf den regeren Besuch de- Bades und die verhältniSmästig geringen Auswendunqen für bauliche Zwecke zurückzuführen. Rheinlandausstellung in Koblenz. Liga zum Schutze der deutschen Äul* t u r gestern abend einen Einblick in die rustischen Polizei- und Justizm«Hoden, wie sie in Wirklichkeit sind. Die Liga hatte zu diesem 3uxxN Herrn Dr. Kindermann als Vottraaenden gewonnen, der in der Reuen Aula der Universität über die Erfahrungen sprach die er selbst mit der Tscheka gemacht hat und die. wie begannt. zu einer Anklage gegen ihn wegen Spionage mit dem Todesurteil am Ende führ:en. Es 'st unmdglich. im Rahmen eines Bettchte- die gewaltige Fülle der Kindermannschen Erlebnisse und Eindrücke hier wiederzuaeben. wir müssen un- darauf beschränken, den Gesamteindruck dieses Vonrages in wenigen Sätzen feffr zuhalten 'Der Vortragende hielt nicht etwa eine politisch gefärbte Anllagerede, sondern er berichtete in schlichter, erzählender Form über die Erlebnisse, zu denen sein nur zu Studienzwecken unternommener Besuw in Rustland führte. Mit sehr starkem Idealismus und vielleicht auch ge» trieben von einem gewissen Hang zu Abenteuern, aber jedenfalls als völlig harmlose Reifende gingen Äinbermann und sein Freund Woischt nach Rustland. wo sie aber bald in Moskau von den berüchtigten Agenten der Lfcheka verdächtigt und bann unter Spivnage- anflagc ins Tscheka-Gefängni- geworfen wurden. Mit Abscheu und Grauen vernahm man. welche mittelalterlichen Methoden die Tscheka anwandte, um die beiden harmlosen Deutschen hineinzulegen und einen politischen Fall zti konstruieren, der gegen Deutschland ausgemünzt werden sollte. Dast die- trotz der unglaublichsten Quälereien durch die Tsche'a nicht gelungen ist. wird den beiden langen Deutschen mit Rech, al- Verdienst angerechnet Schmählich gekennzeichntt wird die .Justiz" der kommunistischen Weitbeglücker durch die Art und Weife, wie sie mit Lift und brutaler Gewalt unter völliger Mißachtung aller Menschenwürde ein ..Recht" schafft, wie sie e- auf- faßt, und dieses aller gesitteten Rechtspflege hvhnsprechende Verfahren in ein Todesurteil au6- münden lästi. lediglich well man eine politische Aktion machen und von feinen gänzlich unhaltbaren Konftruktionen nichts preiSgeben will. 3n dem Dortrage Kindermanns lernte man mit erschreckender Deutlichkeit kennen, wa- der gefitte- ten Menschheit blüht, wenn der angeblich völkerbefreiende Kommunismus da- $>eff in die Hand bekommt. Mit dem Vortragenden waren auch die Zuhörer -einig in dem Wunsche, dast unserem Vaterlande da- Schicksal Ruftlands erspart bleiben möge, und ebenso einig in der Ansicht, dast dem russjtchen Volke nur durch eine andere, bessere Regierung wieder Menschenwürde und Gerechtigkeit gebracht werden kann. Der Vortrag fesselte die Besucher In höchstem Maste und sand mit Recht starken Beifall. Man hätte dem Abend nur einen stärkeren 'Besuch gerounftbt, denn die Aula war leihet nur zur Hälfte besetzt. (Wegener ^odjcnmcmtpmk. e* Eine Pestalozziseier der Lehrerschaft findet heute vormittag als Hauptgedenk- feier für den groben Pädagogen in der Uni- versitätSaula statt. AuS diefem Anlast fällt heute in sämtlichen Schulen der Unterricht aus. " Werbewoche des Vereins für da - Deutschtum un Ausland. Der hessi* sche Minister des Innern hat dem Verein fü: das DeutsHtum im Ausland. Landesverband Hessen, die Erlaubnis erteilt, in der Zeit vorn 1 bis 31. Mai 1927. an sieben aufeinanderfolgenden -Tagen, eine Werbewoche und an einem Tage je Gruppe eine öffentliche Straßen- und ^rus- fammlimg zu Gunsten feiner LlnterstützungSfondS für AuslcinbSbeullche im unbesetzten Teil deS Aus der provinziaihaupistadt. Gießen, den 17. Februar 1927. Glückgefühl. Von Reinhold Braun. Wieder war sie bri mir. di« wundersame Alte. Sie fast neben mir auf ber Bank und lchaute mit Augen, in denen da- letzte, hohe Leuchten liegt, hinaus in die Landfchast die hn feierlichen Lichte bei stickenden Honne Lia. WaS hatte diese Frau an Leid und Freud in ihrem lanaen Leben erfahren! Wieviel Stürme waren über sie hingeaangen! Und nun war sie unter der großen Schar der äußerlich Snt» ßchreiden. Sie fast da mit gefalteten Händen Gin tiefes Glück träumte auS ihren Auaen. ja auS hem ganzen, ber Schönheit der Stunde hin- aeqebenen Menschen. Rach einem langen Schweigen da- fo tounberbar war tagte sie .Wie glücklich kann man doch fein, daß man seine Seele batr 34 war etwas Eiaretfendes. das von ber allen Frau au-ging SS war wie ein Strom bet* Glücke- der sich mir mitteilte mich füllte ml', einem fast unterirdischen Licht und einer Wunen Gewalt In dieser Stunde die eine einzige Andacht war, erlebte »ch bet einem Menschen ganz tief und rein. das. waS Glücktjesühl helhi Unö wieder erlannte ich. dast wirklich nut ein Herz, da- in Leid und Freude reifte. eS empfinden kann. Unter Glückgefühl must etwa- fein, da- wächst. DaS Glückgefuhl ber brausenden Jugend ist etwa- ganz anderes al- das des Alters. Die Hauptlache ist. daß es zur Stunde rein und grvst ist, dast e- ichbn wie ein Glanz ist auf jener .höheren *3bene", auf der wir kraft unteres Strebent unS zur Zeit befinden. WaS baruntcr liegt, kann nicht im vollen Sinne aiS Glückgefühl bezeichnet to?r- ben. ist nur ein Teil, ein schwacher Widerschein von dem. waS sein tollte. Deshalb wird auch nur die idealistische Jugend ein reine-, hohe- Glück- aefühl empfinden Mentchen der Gier in jeder Art. die der Tiefebene verhaftet bleiben, können »S niemals im Vollsinne des Wortes erfühlen. GS kann nur mit Rausch. Taumel oberflächlichem Empfinden bezeichnet werden Das ist bat Wundersame des reinen, groben Glückgefühls, dast es nicht mit der Stunde verloren geht, sondern In unS bleibt als etwa- Wirkendes. Bauende-, allzeit in der Erinnerung Beglückendes und Strahlende-. Unb immer must es so fein, dast bat Glückgesühl. daS wir heute empfinden, sich deckt mit ber unS xur Zeit höheren Ebene Diese aber steigt und soll steigen mit der zunehmenden Reife uni tret Menschentums So kommt es von selbst, stast unser Gkückgesühl sich ben Schein bei Irdischen unb der Schwere bei Srdhaften nach und nach entzieht. Man braucht viele Dinge nicht mehr, die man damals vielleicht brauchte, alö man jünger war. Man hebt sich ben ewigen Dingen näher, man baut sich dem Himmel entgegen. DiescS letzte graste GiPfelerlebniS der reisen Seele, dieses höchste GluckSgefühI, dessen wir fähig tinb, erlebte ich bei bet wundersamen Alten. Hier war ein Wachstum bollen bet. Was nun kam. war baS über ber Sichtbarkeit, war schon doS Jenseits der grohen Wandlung. Auch zum Gluckgefühl ist die graste Polarität alle* Sein- notwendig, hier sich offenbarend In Schmerz unb Freude. Wer nicht- von Schatten wetst. kann das Licht nicht beseligt preisen. Wer nie unter Wolken ging, weist nicht bet Sonne voll ergriffen zuzusudeln Wer nie im Rebel des Tale-schritt, weist nicht voll die Wonne ber freien Höhe zu erleben. Wo Gipfel werden soll, must liefe gewesen sein. Die Saat geht nur im bereiteten Boden aus, und Schmerx ist immer noch Gotte- bester Pflüger. Unser Glückgesühl ist auch der untrügltchste Prüfstein für unteren 2nnenwert. 3m höchsten Gefühle deS Glücke- ist der wahrhafte Mensch am demütigsten, dankbarsten und liebreichsten. Von innen her allein wächst es, dieses grohe Gefühl. Publikum und Feuerwehr. Bon einem Giestener Feuerwehrmann wird uns geschrieben: Nach jedem Brande, so auch nach dem am 14. Februar Im Gebäude Älrdtenplaft *» stctttgefun» denen Lagerraumbrand, fetzte die Anlif seitens des Publikums ein. Man unterscheidet Awei Arten von stritik, eine berechtigte und eine unberechtigte, ckine gesunde, berechtigte, vom Fachmann abgegebene Kritik kann für alle Beteiligten nur von Nutzen fein, für Führer sowie für Mannschaften, denn man wird aue ihr für die Zukunft lernen. Die zweite Art. die unberechtigte Kritik, die leider zu oft angewandt wird, ist biejenige, die auch bei dem Brande am Kirchenplatz in Erscheinung trat. Die unsinnigsten Gerüchte kursierten In der Stadt, die alle von den Schlachtenbummlern frei erfunden sind. Le ist nur zu bedauern, dast diese Leute nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Hätte gerade bei diesem Brande das Publikum mehr Dis» Aipkin jmb Selbstbeherrschung geübt, so märe bas Feuer innerhalb elniaer Minuten zum Stillstand gekommen. Bei der «nkunst der Wachmannschaft wurde von allen Seiten behauptet. Menschen seien noch in ben Wohnungen, die gerettet werden miistten. Oberster Grundsatz der Feuerwehr ist: erst die Rettung von Menschenleben, in zweiter Linie bae Loschen dee Feuere. In der Zeit, wo die Feuer- tvehrleute sich in bae brennende Haus begaben, um nach gefährdeten Personen zu sehen, hatte das ver beerende (flement reichlich ltzeiegenhett zur Aus- hr.itunfl. Nun zu der .stamödie auf dem Kir .en 0er betreffende Wohniingvinhadtr hatte ad "lut lernen Grund, sich so zu gebärden, denn in i'.cr Nähe war überhaupt nichts los. Lelbstoer- ndfich glaubte das untenstehende Publikum, die le feien in höchster Lebensgefahr. Per durch die nfle: adziehende Rauch (denn von eigentlichem ■ chidrvt-ndem Feuer konnte zu dieser Zeit nicht i - .br die IHebe sein) bestärkte noch diesen Glauben. F st für die Zuschauer sebr leicht, r -ttk zu üben an den», was man nicht versteht, oder vielleicht auch I die Vermittlung seiner Abteilung für au-län- | bische- Recht zur Verfügung. Zuschriften sind an die Deschäst-ftelle bes Hanfa-Bunbes. Ber- ttn NW 7, Dorvtheenstr. 36. zu richten. Heuchelheim, den 17. Februar 1927. I Schwe=terchen 01 tro Samstag, den 19. Febr. h- OberBessingen. den 14. Februar 1927. 1610V Worte am Grabe. 1597D Familie Emil Euler. Gießen, den 17. Februar 1927. I •A Für die vielen Beweise herrlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir innigsten Dank. Klan* Lle» el geb. Weber den 16 Februar 1927. Heinrich und Frau Gießen (Steinstraße 3811), y Tieferschüttert bringen wir allen Verwandten. I Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, « daß nach kurzem schweren, mit Geduld ertrage- a nem Leiden unser innigstgeliebtes Kind und Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Kronenberg. Londorf, den 16. Februar 1927. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die zahlreichen Kranzspenden bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir Innigsten Dank Besonderen Dank Herrn Pfarrer Hofmann für seine zu Herzen gehenden Die Beerdigung findet Freitag, den 18. Februar, nachmittags 1 Uhr, vom Sterbehause, Gießener Straße 15, aus statt. 1609D Danksagung. Die vielen Beweise innigsterTeilnahme bei dem jähen Heimgange unseres teueren Entschlafenen haben bei unserem herben Schmerz wohltuend berührt. Wir sagen daher für die zahlreichen Kranzspenden, die vielen Beileidszuschriften, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Ahlheim, sowie für die Kranzniederlegungen von selten der Basaltwerke. der Arbeiterschaft, der Schulkameraden, «lerGesellschaftsmitglieder.drr verschieden enStahl- heimgruppen, des Steinbruchs-Betriebsleiters, des Landjugendbundes, des Radfahrer Vereins Wander lust, der erschienenen Ortsgruppen des Gauver- bandes der Radfahrer, sowie allen, die unserem iieben Sohne das letzte Geleit gaben, unseren tief gefühltesten Dank. Familie Konrad Stein, Gastwirt. Dienstag abend 6 Uhr verschied nach langem schweren Leiden meine gute Frau, unsre liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Kröck geb. Schneider im Alter von 63 Jahren. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Familie Ludwig Kröck. Die Beerdigung findet Samstag, den 19. Febr. MjJ 1927, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhöfe statt. Ria | im Alter von 7 Jahren sanft entschlafen ist. Die tieftrauernden Eltern: Holzversteigerung aus den Freiherr!, v. Nordeck zur Raben- au'schcn Distrikten Rinnwege 13, 20, 24, 30, 36, 39 und 40, Steinberg 48, 56 und 58, o-iselstruth 3, Höringsteich 9, Odenberg 12, 1 . 14 und 15, Hörnes 18, 26, 27 und 28, Eibjchenhain 1, 2, 4, 5, 6 und 21. Zeit und Ort der Bersteigerung: Dienötag, den 22. Februar, vorm. 91 oDfjr, in der Gastwirtschaft des Johannes Höchst in Kesselbach. Ausgeboten werden: Nutjscheiter: Eiche 2,50 m lg. — 26 rm, 2,20 m lg. == 6 rm; Nutzlnüppel: Eiche 2 rn lg. 3 rm: Derbstangen: Fichte I Kl. 4,39 fm, 2. Kl. — 7,49 fm; Nuyreisig: Fichte — 40 rm. Rm. Scheiter: Buche 1. Kl. 416, 2. Kl. 30, Eiche 28, Kiefern 10, Fichte46; Knüppel Buche 1. Kl. 405, 2. Kl. 7, Eiche 93, Aspe 3, Erle 16, Birke 4, Fichte 47; Knüppel» reisig: Eiche 14, Kiefern 97, Fichte 55; Reisig: Buche 1163, Eiche 178, Erle 28, Kiefern 26; Stöcke: Buche 1. Kl. 171, 2. Kl. 16, Eiche 23, Erle 4, Kiefern 71, Fichte 140. Es wird gebeten, das Holz vorher zu besichtigen, da spätere Beanstandungen nicht angenommen werden. Die blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Nähere Auskunft erteilen die Herren Förster Wißner, Londorf, Kalberlah und Kornmann, Rüddiugs- Hausen, und das unterzeichnete Forstamt. Londorf, den 16. Februar 1927. 1603 D Hessisches Forstamt Rabenau. kür unsere Abteilung «Helichmehl, Fischmehl, Knochenmehl sowie alle Sltafnuiicr» Mittel und Kimfidünger, an allen Malzen nciucbi. Sellen günstige Gelegenheit für (tteschäslitteule Bewerber, die über eine Barkantion von 300—500 Mk. versügen, wollen schrisiltche Angeboie einreichen um. W. BL 100 (01168) an den Siebener Anzeiger. 1-2 möblierte Zimmer mit sep. Gins, sofort zu vermieten [01157 Ebelttraüe 39 v. 2 Zimmer mit Pension wiro ab 1. Avril zu vrm. (9r. Stetnweg22 p. Ltttts Zimnicr aufierhalb d. Stadl, mit Kochgelegenheit od. Kücheubennviing für sofort zu oeini. 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Am Mittwoch. 23. Februar, wird da- Ende deS hie- fi gen Lehrerseminars durch eine große Schlußfeier festlich begangen. Das Seminar wird nach 160jährigem Bestehen al- letztes der hessischen Lehrerseminarien geschlossen. Es war das älteste in Hessen und ist jetzt in eine Aus- bauschule umgewandelt worden Am genannten Tage werden die hessischen Schulamtskandidaten entlassen werden WSR. Bad-Rau heim. 16. Febr Um die kürzlich öffentlich ausgeschriebene hiesige V ü r- aermeisterftelle Haden sich über 1 00Bewerb e r gemeldet Die Wahl dürfte voraus- lichtlich bis spätesten« 1. April durch die Stadtverordnetenversammlung erfolgen. CO N i et> e r fl o r ft a d t, 16. Febr. Die S) o l z- Versteigerung brachte auch in diesem Jahre wieder hohe Preist. Für den Raummeter wurden beuihlt: Tichenreiser 2 Mark, Buchenreiser 5 bis 6 Mk., Eichcnknüppel 8 bis 10 Mk., Buchcnknüppel 15 bis 18 Mk., Eichenfcheiter 10 bis 13 Mk. Für 2 Raummeter Eichenstöcke 10 bis 15 Mk.. Buchen- stocke 18 bi» 23 Mk. Bei der Werkst olz Versteigerung wurden für gute Eichenstämme bis zu 120 Mk. pro Festmeler geboten. Kreis Schotten. ld. Schotten, 16. Febr Dk hohe Schneedecke, die der hohe Vogelsberg nun schon wochenlang trägt, ist mit der Zeit stark verkrustet und wacht dem Rehwildc schwer zu schassen. Vehr oft kann man Rehe bemerken, deren Verhalten erkennen läßt, daß sie wunde Läuse haben. Der größere Teil der Tiere ist jedoch in die schneefrei gebliebenen Vorberge abgewandert. Hier kann man Rudel bis zu 12 Stück beim Lesen beobachten. Die Iagdpächter nehmen entstehenden Wildschaden gerne in Kauf erhoffen gute Iagdergcbnisse im kommenden Mai. - Gedern 16. Febr Gin recht erfreuliches Ergebnis hatte hier der Vertrieb von Losen der durch den hessischen Verband für Krüppelsürsorge veranstalteten Wohlfahrts- lotterte, deren Reinertrag zur Erbauung eines Krüppelheims in Gießen Verwendung finden soll. Don 250 Losen konnten durch Vermittlung der Schullinder bis jetzt 180 abgefetzt werden. Außerdem wurde für 41,60 Mk. Wohlfahrtsbriesmarken durch die Schüler verkauft ♦ Gichelsachsen. 16. Febr Sie zweite Holzversteigerung der Försterei Eichelsachsen hat eine ansehnliche Preiserhöhung gebracht, obgleich es sich teilweise um auf nassem Boden gewachsenes, überalteles Holz handelte. Buchenscbeiter kosteten 14 bis 16 Mk.. Buchenknüppel 9 Mk. Buch-nstöcke 7 bis 10 Mk.. Buchenstammreilig 1,50 Ml : Eichenschei.er S Mk Eichenknüppel 4 Mk.. Eichenstockholz 4 Mark Kreis Büvingcn. Ober -Widdersheim, 16. Febr. Der hiesige Kirchenvorstand hat einstimmig beschlossen. einen vollständigen 3 nne n- umbau unseres aus steiler Höhe stehenden Kirchleins aussühren zu lassen. Anfänglich hakte man den Plan gleichzeitig auch durch einen größeren Anbau den Innenraum zu vergrößern. Mit Rücksicht auf die hohen Kosten und auch weil unser aus vorreformatorischer Zeit stammendes Gotteshaus unter Denkmalschutz steht, sah man von diesem Vorhaben ab. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 25 000 Mark: er wird von den beiden Gemeinden des Kirchspiels llnter- und Oberwiddersheim getragen, während sich die Kirchspielgemeinde Doisdors zu Anfang der Siebzigerjahre eine eigene Kirche erbaut hat. Kreis Alsfeld. M Alsfeld. 16. Febr. Aus der Stadt- vorstandssihung^ Erster Punkt der Tagesordnung war die Abänderung der OrtSsat - zung über die Anstellung eine« besoldeten Bürgermeister«. Hierzu wurden die Vorschläge deS Ministeriums des Innern, die sich aus die Gehottsfestsehung. Ruhegehalts- und Hinterbliebenenversorgung bezogen, angenommen. wonach diese in Mcbercinitimmung mit den für Staatsbeamten geltenden Vorschriften gebracht werden. Bezüglich der Jagd- und Fischereipachten für das Jahr 1927 wurde entsprechend dem Vorschläge der Finanzkom- miffion beschlossen, die für das Jahr 1924 festgesetzten Beträge auch für das Jahr 1927 gelten zu lassen. Im FeldbereinignngSverfahren wurden der Stadt auf ihren Antrag zur Erhaltung und Verschönerung des Landschaftsbildes verschiedene Schluchten. Wege und Triften ausgewiesen, darunter ein Pro - menadcnweg nach dem städtischen Wald Homberg. Diese sollen nunmehr angepflanzt und zum Teil als Vogekschuhge- Hölze ausgestaltet werden. Der dafür beantragte Kredit von 1600 Mark, darunter ein Betrag von 100 Mark zum Aufstellen von vier Bänken, wurde ohne Debatte genehmigt. Verschiedene kleinere Vorlagen wurden nach den Vorschlägen der Dau- kommission erledigt. — Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende bekannt, daß die Stadt für die in Betrieb befindlichen vier Kraftpostlinken auch für da- Vierteljahr vom 1. Oktober dis 31. Dezember 1926 wiederum einen Betrag von über 300? Mark auf Grund der eingeaan- gen en Garantieverpflichtung al- Zufchuß leisten müfse. Die Stadt habe bis jetzt für ' . Jahre t ns gesamt 7 300 Mark als Zuschuß bezahlen müssen. Der Dorfiyende erklärte, daß unter diesen Umständen die Krastposten voraussichtlich am 1. April L 3. eingeben müßten, wenn nicht ein anderer Verlei » lungsmod us für die Garantiesummen angewandt würde, da tue Stadt derartig hohe Beträge nicht leisten könne Der Stadtvorstand erklärte kich mit dieser Absicht einverstanden Starkenburg. WSR. Darmstadt. 16. Febr Das Stadtparlament beschloß in seiner gestrigen Sitzung einstimmig, die Gewerbesteuer vom Ertrage für 1925 um ’ 4 also aus 11 der bisherigen Steuer Herabzusehen, und für den Rest auf Antrag Ratenzahlungen zu gewähren bis zum 1. 3ult Rheinhessen. WSR. Mainz, 16. Febr 3in rheinhefsischen Orte Ober-Saulheim wurde gestern abend der 24iäßrige Landwirtssohn Philipp Diehl, als er au- einem Laden auf die Straße trat, ohne jeden Anlaß von drei betrunkenen Burschen aus dem Rachbarort Udenheim erstochen. Die drei Burschen hatten sich schon den ganzen Rach- mlttag hindurch in unangenehmster Weise durch Schreien. Johlen und Schimpfen bemerkbar gemacht. Als sie gegen 10 Uhr noch vor einer Wirtschaft randalierten, begab sich Diehl dorthin, um au sehen, was eigentlich los sei. Ohne daß überhaupt ein Wortwechsel stattgefunden hätte, stürzten die Raufbolde über ihn her, schlugen ihn und brachten ihm zahlreiche Messerstiche bei, an deren Folgen er kurz darauf verstarb. Die drei Täter konnten fofert festgenommen werden. Preußen. Alvcto Marvurg. II Marburg. 16. Febr. In einer im Landgrafenhaus abgehaltenen, außerordentlich zahlreich besuchten Laienverjammlung fand die Frage des Zusammenschlusses der beiden hiesigen evangelischen Gemeinden ein* gehende Erörterung. Fast alle Redner waren sich darin einig, daß dieser im Interesse der zu erstreben- den großen Volksgemeinschaft liege und zur Hebung des evangelischen Bewußtseins beitragen würde. Folgende Entschließung fand einstimmige Annahme: „Wir Mitglieder der lutherischen oder reformierten Gemeinde begehren auf Grund des 8 28 der Äirchenoerfasfung die Einberufung einer Gemeindeversammlung der folgende Antrag zur Beschlußfassung ooriulogen ift: Wir wollen von jetzt an auf Grund der § 2 und 3 der Kirchenverfassung mit der reformierten dzw. lutherischen Gemeinde eine einheitliche Gemeinde bilden und uns nur noch evangelisch nennen." Tillkrcis. WSR Dillenburg, 16 3 59.5, H2.73 61.35 71. >8 12.512 194 131 63 Ä !I3O 143 193.4 7.01 75 200,5 177.72 139 5 i.'6 78 39 156,75 322 110,5 168.5 196 15« 5 175 5 228 134 120 r20 291 .02 1’2 187 5 169.5 9.1 163 96 15.57 168 18 59. .4 172,25 19’ 25 1 202 I 20 i: 135 178.75 232.5 140 1 125,5 .77 । 72 26.3 76 5 202,75 13.1 25 81.9 L2 189 181,75 336 337 2 33 1 0 55. 17 4 17.2 43,75 292 225.2.1 299 205 194 25 192,13 I 9.5 193 192.5 123.62 192 193 -31.75 218.5 222 75 1U5 »4.75 158 132.25 116 227 184.5 167 !« 225 1 191 191 173 216 191.75 193 1 133] 193 194,75 218.25 i 220 5 । IU6 I -S7 75 | IM 136 138 317 228 186 5 128 5 152 156 I 174.73 193 .?J । 322 75 142 1 US 253.25 1 248 75 Hninjo n»c Worrn...... Hollundi'chr 97o!cn ..... iii .ltcititte Olottn...... «onvrailch,- '.laten . $ 4i°o «rtntn JiumäHiftbe Ntken..... e*lwr>ir-nh Zn» Äulefbt'Sblöfüno Nr l-Sovno dr>. Nr. 3nrO14"fl(HX) bo. ohne ?lUn- EiettrlüintS-Gesellschoft ^crgniann ......... kSl ftr. Lieferungen ..... i-'.cht und Uran........ 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Vkil dieser Bestimmung waren also etwaige Tarifermäßigungen zwangsläufig erheblich beschränkt, und zwar um so mehr, als die Reichsbahn bei ihren Berechnüngen von dem jetzigen Berkehr-mniana auSgcgangen ist und damit den wichtigen Gesichtspunkt völlig außer Acht gelassen hat, baß Tarisetleichterungen etsahrungs- »emüß verkehr-werdend wirken und dadurch höhere Erträgnisse bringen. Angesicht« dieses Sachverhaltes Ist e« kein Wunder, daß bet 3nhalt der Dotschläge der Reichsbahn eine starke Enttäuschung bereitet hat WaS die Borschläge im einzelnen anacht, so ist der wich'.igste der, an dem Prinzip des Stassel- taris« sesriuhallen. Dieser Staffeltarif wurde in früheren Zeiten von den 3ndustrien, die in der Haupt achc auf nahe Entfernungen verschicken, Ziemlich stark bekämpft, da et eine erhebliche Belastung de« Rahverkehr« zugunsten des Fernverkehrs bedeutet, die um so stärker zum Ausdruck kommt, weil auf Entfernungen bis zu 237 Km. rund 80 Proz., und auf Entfernungen über 237 Kilometer nur rund 20 Proz. der Gewlchls- mengen befördert werden. Der Kampf gegen den Staffeltarif hat jedoch nachgelassen. AuS diesem Grunde hat man sich auch In interessierten Kreisen mit dem Vorschlag der Beibehaltung des Stassel- taris« abgefunden in der Erwägung, daß die zum Ausgleich für eine wirksame Ermäßigung dcv Rabsrachten angeblich erforderliche Erhöhung der Deltfrachten eine als unerträglich zu bezeichnende Mehrbelastung dieser Frachten zur Folge haben würde. Allerdings wendet man sich entschieden gegen eine noch writergehende als die bisherige Bevorzugung der wetten Entfernungen, da diese heute schon die Selbstkostei^ der Reichsbahn nur teilweise deckten und bereits zu sehr unliebsamen Standorts- und Wetlbewecbsverschiebungen geführt hätten. Um die an sich notwendige Ent° lasiung deS Rahverkehrs zu erreichen, wird die Wiedereinführung der früheren Stafielung der Abfertigungsgebühr im Rahverkehr gefordert, zumal dieser geringere Selbstkosten verursache als der Fernverkehr. Eigentlich sollte auch die Reicks- bahn für eine Enllastung des Rahverkehrs sich elnfehen, weil ihre viel zu hohen Rah.'arife beteil« eine weitgehende Abivanderung des Rah- verlehrö auf Kraslwapen mit einem Gebührcn» auSfall von rund 100 Millionen Mark zur Folge gehabt hat, ein Ausfall, der bei entsprechenden tarifärischen Maßnahmen der Reichsbahn zu Sinern großen Teil der Bahn wieder zusllehen würde. Gegen die von der Reichsbahn geplante Vermehrung der Tarisllalsen werden Cinwendun- gen im allgemeinen nicht erhoben, allerdings unter der Voraussetzung, daß Auftarifierungen In den neuen Klassen unterbleiben. Scharf kritisiert wird dagegen die Absicht, die Frachlsätze her Klasse E zu erhöhen, da in Ihr hauptsächlich die Rohstoffe befördert werden, bei denen an sich schon die Frachten, die auch von der verarbeitenden 3ndustrie als drückend empfunden werden, eine große Rolle spielen. Schließlich sei noch verwiesen auf die Absicht, die Cilgüter- srachten zu ermäßigen. Auch gegen diesen Plan wird kein Widerspruch zu erheben sein, wobei ie- boch vorausgesetzt werden muß, daß etwaige Ein- nahmeau-fälle im Cilgutverkchr auf keinen Fall durch eine Mehrbelastung deS Frachtgutverkehrs ausgeglichen werden dürfen. Es wüte dringend zu wünschen, wenn die neuen Vorschläge 6er Reichsbahn sich vor allen Dingen auch mit einer Untersuchung der Mög- n«eitcn einer Herabsetzung der Tarlshöhe be- fopten, da hierin der Kernpunkt jedes Taris- teformtocrl« zu erblicken ist. 25efenfHd) für eine Beurteilung der hier vorhandenen Möglichleiteit Wäre allerdings, baß die Reichsbahn ihre eigens für die Zwecke der Tarifneuvrdnung dngcftcllien statistischen Arbeiten bet öffentlichen Kritik zu- gänaia machen würde, was sie bisher leibet aus unenindttchen Ursachen untetlaffcn hat. GemeinschaftSgruppe deutscher Hypothekenbanken Die in der Gemein- schaflsgruppc deutscher Hi)pothelLnbanlen Der- *wHten Danken, deren Allien opital Eade 1926 44 Mill. Mk. gegenüber 30 417 675 MV Ende 1925 betragt weisen nach angemessenen Rückstellungen etnen Gcsamtretngewinn für 1925 von 6 750 464 Marl aus. Hieraus sollen 8 Proz. Dividende verteilt werden, ferner schlüssclmähig 2 2'0 000 Dark offenen Reserven, 303 000 Mk. Wrhlsahris» einrichlungen zugesührt und 534 90S M.V auf neue Rechnung vorgelragen werdeiu Bei drei Banken bet Leipziger Hypothekenbank, der Mecklenburgischen Hypolhekcn- und Wcchselbank und der Schlesischen Boden-Eredit-Altienbank, bei denen der Pfandbriesumlauf sich bet gesetzlichen Um- laussgrenze bereits jetzt nähert oder Voraussicht» lich demnächst nähern wird, ist eine Akiienlapi- talserhöhung in Aussicht genommen (bei der Leipziger Hypothekenbank 1 500 000 MI., bei der Hypotheken- und Wcchselbank 1000 000 Mk. und bei der Schlesischen Doden- Credtt-Altienbank 2 000 000 M. ). Außerdem wird bet der Deutschen Hypothekenbank Meiningen, bei Sind Hämorrhoiden heilbar? x . Hnö, uein! Denn ein Härnorthoidenlranker wltkltch ernste Leiden vernachlässigl. wird es ihm immer großes Qual bereiten. Die an- längs unbedeutenden Knoten am Darm wachsen. ^r;Sr?Cril tln Darm hinein und platzen IchUeßlich auf. Dann besteht die Gefahr, daß Blutgerinnsel in die Tlutbahnen kommen und dort zu sehr gefährlichen 23erftopfungen führe.i. Es kommt hinzu, daß die Schmerzen, das Bremien ^rontfiirt a.M Brrttn Sdjlu . kurt hilft r. Aut» SdjluS« Rur» flnfnna ii- Darum: 16. Ü. 17 L i6. r. ,7. 2. 10- Rcbr. 17 Fcdr. ümiliaik ’JZon ruh i .tunliche Olotierüni •*Clb •■Brie Gew flnvt. 'Hoi. 168.13 1.161 1.79,05 I6s,fii I69.(ki Bu :t. «trr i,768 1.761 1,76.5 ypi- "innv 18.60a 58.745 108.56 58.61 Cr,rifHnnla IU8.28 108.28 IV8.66 ÄctKiibna.i' HZ, 30 112.58 H2.31 112.09 etoilholm 118.48 Ht,<6 112.46 112.74 6clünoiirj litäliru . . IÜ.6UZ ILIO ,0.642 18.14 10,603 18, .2 iÖ,64! 18 26 London. . . .0,442 :0.491 .0.44. 1V.494 'Jkuport . . 1,2115 '.111. 1.214 4.224 'l'jrlS- . . ir.si 16..-8 '6.52 16,56 Erdivki; . . il.OS -1.25 *1.05 j.Ä Sva t:n . <0 Zft6 71.in(> iu.to 70,73 darnn . . •Hlo br ftnn Wien in T !,'£ 2.1*62 1.501 t.U6') v.500 4.064 0.5V2 Ceft. abget 19.33 59.47 39,."4 39.48 P'cia - . • IZ.478 !Z.5i8 >2.478 12,51b Bclirad . :.39K 7.41" 7 40 7.42 Subap.-'i . J3.6J 73.K) 73.66 73.94 Bul nrien .1.47 .7,057 J.ulj J.Ü55 rissobon Tanzia. . I. •1.12 4,811 81,.2 11,563 »1,15 1,625 81.35 fionlt ntln 1,15 2,16 2,151 ■’lci Sthcn. . . 5.54 5.56 5.5 5,56 Tanada 4.207 4.217 L2V1 1,211 Um noo . 4.255 4.265 1.2-Ij 4.265 6atro 10.969 -lud .0.969 41,021 Berlin. 16 ftebr Reib Zmcrifnnilttr Viotei..... 4 204 'Jioten ....... 58.42 Toni'chr 4,'crcn........ 111.97 GnRhfrt}c -Jlotrn........ 41,414 Buntes Allerlei. vk .Roten Sperre" — ein chinesischer (Prijelmbunb. 3n öcu Kbigcn chitiefucht i irren ist cm neuer Gebeimdund entstanden, der in seinen Ge bräucken und Anschauungen diel mit dem bc- rüduigten Bund der „Borer ‘ gemein hat. Diese Gesellfchast deren Mitglieder (ich die .Roten Speere" nennen, ist besonder« in bet Provinz Honan verbreitet, richtet sich aber nicht gcp.cn öle Fremden, sondern gegen die Soldaten. Biele Tausende von Bauern und Arbeitern, die unter der Willkür und Grausamleii der Truppen schwer gelitten haben, bekämpfen jetzt die Soldaten bet Aordarmee. unter Marschall Ehcmg. mlf allen Mitteln. Sie tragen rote Speere, daneben aber auch Keulen und alt$ Lunte.,gewebre. halten sich wie eS auch die Boper taten, für gefeit gegen Äugeln und gehen mit größter Suonbclt und Entschlossenheit vor. Dieser Guerilla-Kcieg In der Provinz Honan, durch den auch die OkabrungSzii- fuhr sehr gehemmt wird, bereitet der Qlorhattnec große Schwierigkeiten. Die Schreckschußwasfe bet Frau. Der Kamps gegen die Einbrecher, die besonders in der Großstadt eine immer wachsende Gesahr bedeuten, darf auch die Frau nicht ungern ftet finden, und er hat eine lebhafte Rach- fragc nach Revolvern und Hunden hervorge» rufen. „3d) habe.' sagte ein W.issenhändler dem Berichterstatter eines Londoner Blallcs. .in der lebten Zeit Hunderte von „GlckerhellSwafsen" verkaust. Hauptsächlich sind Frauen die Käufer. Ein Waffenschein ist zu ihrem Erwerb nicht nötig, denn es handelt sich ja nicht um eine wirtliche Wasse. Aber immerhin Ist sie schreck- erregend denn sie sieht wie ein wirklicher Revolver. aus, und wenn man sie abfeuert, gibt es einen ähnlichen Knall." Tatsächlich ähneln diese Wassen so sehr einem lebriisgefäßrllchcn Revolver, daß jeder Einbrecher, dem sie ent- gegengehalten werden, zweifellos sogleich die Hände emporheben und nach dem Knalle schleu- nigfi öabonlaufen würde, sroh danlber, urtDer» letzt zu entkommen. Doch eine ebenso wichtige Rolle im Schuhe gegen die Einbrecher gebührt dein Hrtnde. 2lls den zur Bewachung des Heimes am besten geeigneten Hund bezeichnete der Leiter der B'llzeihund-Station, Richardson, Foxterriers und Anredales. .Die Hauptsache ist," so crtlärtc er einem Besucher, „daß der Hund Alarm gibt. Zu diesem Zwecke soll er ant Abend abgcbimöen werden und sick in einem int Mittelpunkt des Hauses gelegenen Raum aufhalten, wo er imstande ist, jeden Einbrecher sofort zu hören, ohne daß dieser Ihn sogleich nteöerfc;'. igen oder vergiften kann. Die inneren Berbtndungstüren sollen offen gelassen werden. Doch muß man sich immer Vorhalten, daß nicht jeder Hund . um Wachhund geeignet ist 2lber es gibt zahllose Fälle, in denen die Hunde Einbrecher verscheucht haben. So hat vor einiger Zeit ein Airedale in Wimbledon nicht nur die Einbrecher aus dem Hause Vertrieben, sondern ihre Verfolgung ausgenommen und einen von ihnen im (Sorten solange sestgehalten. bis seine Gefangennahme erfolgte." Rundfunk-Programm. Freitag. 18. Februar: 3.30 bis 4 UT)r: Die Stande der Jugend. 4.30 bis 5 45 Uhr: Hausfrauennachmiltog. Programm u. a.: „Pestalozzis Bedeutung für die Frauen", Vortrag von Ella Sckwarz. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Vc|e- stunde. 6.40 bis 7 Uhr: „Giacomo Pucclni", Vortrag von Klaus Wetlftiacter, Erster Kapellmeister des Frankfurter Opernhauses. 7.30 Uhr: Ueberira gung aus dem Frankfurter Opernhaus: „Tosco", Oper in drei 'Akten von (Biacomo Pucclni. Geschäftliches. Für das leibliche Wohlergehen der ganzen Familie fühlt sich die Hausfrau verantwortlich, und wenn es ihr oft nicht leicht wird, mit dem Gelbe auszukommen, so wird doch jeöe Abwechselung im Küchenzettel freudig begrüßt werden. Ein O e t ke r - P u d d i n g zum Bcisprel wird ft218 allseitige Zustimmung finden, weil er nahrhaft, wohlschmeckend und sehr preiswert ist. Ein Päckchen ist für 3—6 Personen ausreichend. — Die Grippe sucht heute viele Familien heim. Es ,st ärzllich festgesrellt, baß die Gefahr der Ansteckung vermieden werden kann, h>?nn die sehr schnell wirkenden und ausgezeichneten Hustenbonbons Kaiser's Bruft-Caramellen mit den 3 Tannen" verwendet werden. Auch bei der Krankheit selbst leistet L:/:8 Präparat ausgezeichnete Dienste. D'.e Kaiser « Brust^Tara- mellen können deshalb überall empsof len w-rden. “ --^echt Franck mit bet Kassee- w uh e hat sich unter allen Kaksee-Zusätzen die Unbestrittene Führung gesichert. Seit nahezu 100 Zähren haben Millionen deutscher HouSsrauen aIs , unentbehrliches Kaffee - Zufahm'.tiel schätzen gelernt. Sprcriisrniidei» der Nfrväklivn. . ^2 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. -amslag nachmittag gefchkossen. V. Ihn«1 nkc al liehe V' Charakter- Beschreibung aut Grund der Han<1 ichrllt. lieber dieicS bodunterelTJinc Thema spricht der bei übm e missen,chnßl. e.iaDüoluae und Wbeioriler O1K i:untre dhi Ärcltan, dem 18. Kebrnnr, » ) br abends, im $1 afuolifdien Vcreiuebnus. $,aVifnr3rUiy,t. 1 r. ,m E-arverkaus bet (ItialUet, Udnilnlieiibaubluna. und an bei Abcn taffe Seiner versäume diesen Vornan »u beuchen. Er tst emn o nützlich wie no.wenvi- für jeden, in jeder LteUun-i. Der übrr den Eba atier feinerl’iunien'djcn Ietn,,nuf<- Elnfmifluttnen iu üen« f.uafthdjer cha.a.ierolog. Analysen für da» Piiuat- uno Berufsleben. «Aleiveb unge,wunaeneS Tlnien ’dnnn'türf gen.igi.» U1I85 Stoffe vereint, die diese tückische Krankheit erfolg* bekämpfen geeignet sind. Die Hmnibon- Gesellschaft will überzeugen und nicht überreden. Sie schickt deshalb jedem umsonst eine eusreichrndc Probe Humidon nebst 'ärztlicher Ausklärungs ! » über Hämorrhoidenleiden. Diesen kostenlosen Berfuch ist jeder seiner Gesundheit schuldig und die Humidon-Gesellschaft ist üoerzeugt davon, daß lebet 23ersuch ein voller Erfolg wird. Allo schreiben Sie sofort, ehe Sie es vergessen nad) Probe und Broschüre an die Humiban.Ge sellfchoft m. b.H., Berlin W 8. TIcd- 331. •r'2.Ct®15 .s^solgt durch Öle Apotheke „Zum Märtyrer der Liebe. Roman von I. Schneider-Förstl. 2 Sortierung. Nachdruck verboten. Elisabeth wußte das nur zu gut. Daher die Furcht, ihm mitzuteilen, daß sie in vierzehn Tagen Reichmanns Frau werden sollte. Ihre Äugen blickten noch immer nach der Richtung, welche das 2Iuto genommen hatte. Wie sollte sie es dem Vater beb bringen? Und doch war es besser, sie sprach mit ihm/als der Liebste. Sie war doch das Kind und würde rascher verzeihen und vergessen, wenn harte Worte fielen. Die Füße waren ihr schwer. Sie verspürte eine lahmende Müdigkeit. Seit dem Morgen hatte sie mit Ausnahme der Mittagszeit keine Ruhepause mehr gehabt. Sich im Park ins kühle Gras legen dürfen und stillehalten und träumen. Aber man durste nicht. Hanna stand in der Küche und hatte die Hände voll zu tun. Sie mußte der Nimmermüden behilflich fein. Gewaltsam schüttelte sie die Schläfrigkeit ab und ging nach der Küche. „Kann ich dir helfen, Hanna/" Zwei graue Augen ruhten forschend auf ihrem Gesicht und sahen die quälende Sorge darinnen. „War er nicht lieb zu dir, kleine Liese?" Wie wohl das tat! Eine Mutter konnte nicht weicher fragen. Und Hanna war eine Mutter. Amme war sie Elisabeth gewesen, dann Wärterin. Die Mutter hatte sie bis zu deren Tod gepflegt uni) nach dsm Hinscheiden der geliebten Herrin die damals kaum achtjährige Baronesse in ihre Obhut ge< nommen. Sie war die einzige, die es wagen durfte, Merken eine Wahrheit zu lagen, mochte dieselbe auch noch so bitter schmecken. Bisweilen fürchtete er sie sogar, denn sie hielt niemals hinter dem Berge, machte nicht viel schöne Worte und traf jedesmal mitten ins Schwarze. Daß sie immer recht hatte, war die Ursache, daß Merken ihr tunlichst aus dem Wege ging. Aber wenn sie wollte, wußte sie ihn schon zu finden, und sie fand ihn oft. ^isabeth aber wurde von ihr mit Mutterhänden und Mutteraugen betreut. Doktor Reichmann stand nicht sonderlich in Gnaden bei ihr. Sie hätte ihrer kleinen Liese viel lieber den Helden aus irgendeinem Roman gewünscht, die sie Sonntags so gerne las. Wie diese das Mädchen ihrer Liebe oergötterien, das sollte dieser Doktor nur einmal schwarz auf weiß vor Augen haben. Aber der war ja so hahnebüchen von innen und außen und griff zu mt Fäusten wie ein Holzknecht, und hatte obendrein noch einen Kopf, daß zehn andere sich den ihren daran zerschmettern konnten. — Ach Gott, ach Gott! Wenn die Liebe nicht so ein eigen Ding wäre! Ließ sich nicht locken, wenn man sie haben wollte, und nicht ausrotten, wenn sie einmal festen Fuß gefaßt hatte. Un- Elisabeth — Gott iei's geklagt —, die wollte nun absolut keinen anderen, als diesen Drachenritter Georg. Und sie sollte ihn haben! — Jawohl, sie sollte ihn haben, wenn es ausgerechnet gerade der sein mußte. Aber Frauenliebe ist so feinzerbrechlich Porzellan. Doktor Reichmann durfte nicht zu grob damit herumwerfen, daß es nicht in Brüche ging. „War er nicht lieb zu dir?" Doll Zorn und Angst wiederholte Hanna ihre Frage und ließ ihren Liebling dabei nicht aus den Augen. „O doch!" sagte Elisabeth. „Warum sollte er nicht?" Sie band eine große weiße Schürze vor und sah abwesenden Blickes, wie die Alte an dem großen Herd Ringe zur Seite schob. Hannas Körperfülle wies trotz der meist sehr schmalen Kost eine beneidenswerte Runduny auf. Sie aß eben alles, das Wählerischsein hatte sie sich längst abgewöhnt. Die besten Stucke bekam der Baron, für Elisabeth wanderte immer noch ein geheimer Teller voll beiseite. Das stellte Hanna dann so zufällig in die Speisekammer, und die kleine Liese fand es als Vesperbrot. Dann lachten Hannas Augen aus dem noch immer faltenlosen, gesund geröteten Gesicht. Und sie konnte ganz erbost werden, wenn das Kind nicht alles essen wollte. „Hanna!" „Ja, mein Kindchen!" „Wenn ich nur wüßte, woher ich Geld nehmen könnte!" „lßeld? — Du heiliger Gott! Wozu brauchst du Geld?" Elisabech lackte und legte von rückwärts beide Anne um ihren Hals. „Wozu braucht man denn Geld? — Zum Kaufen? — Nicht?" „Ja, wahrhaftia, zum Kaufen, ja! Was willst du denn kaufen, kleine Liefe?" „Mein Brautkleid!" Jählings zischte ein Lössel Suppenbrühe auf den heißen Herd. „Dem Brautkleid---" „Stein seidenes, Hanna! Ganz einfach darf es fein. Und der Schleier — nicht gestickt — weißt du, so einer wäre zu teuer, und Myrten, ach Myrten haben wir selbst. Meine Stöcke blühen so reich. Hanna, sag' doch, wird's für ein Brautkleid reichen?" „Ja, Kind, ja! lieber Jahr und Tag legt sich der Pfennig zum Pfennig, 's wird eine Mark draus, und werden ihrer zwei und mehr." „Es müßte bald fein, Hanna!" „Bald! Herr Jesus!" Das Schmalz auf der Pfanne fing Feuer und brannte lichterloh. Elisabeth erschrak. Hanna noch mehr. Das gute Schmalz! So rar, so kostbar, und so wenig im Topf. Wie die Laute sich in Hannas Ohren schmeichelten — und klangen doch wie Donnerworte in ihr Herz, als Elisabech nun gestand: ,Ln vierzehn Tagen bin ich Frau Doktor Reichmann!" .Liese!" — „Er will's so haben!" .jawohl, er will's so haben. — Er will ganz einfach! Geprügelt gehört er, ge . . „Hanna!" „Nimm mir's nicht übel, kleine Liese, aber hast du chon einmal gehört, daß man von heut auf morgen heiratet?" „O, schon oft." „Ja, Gott ja, wenn's sein muß, daß einer am Sterben liegt und will nicht ledig in die Grube fahren, oder daß ein Mädel alles gegeben hat, was es zu geben hatte, und das Kind nicht zu Schanden zur Welt kommen soll — aber sonst! — Nun, der Herr Baron wird ihm schon das Nötige sagen." Hanna blies mit breitgezogenen Lippen ihre Finger, welche dem Schmalzbrand zu nahe gekommen waren. „0 Gott, o Gott, dieser Doktor Reichmann mit seinem Eisenkopf!" Da hatte man’s nun! „Hanna, wenn ich in vierzehn Tagen seine &rau nicht werden kann, werde ich es vielleicht nie mehr. Er geht fort. Wer weiß, ob er wiederkomrnt — und ich habe ihn so lieb, Hanna!" Dabei rannen em paar schwere Tropfen über Elisabechs Wangen. Was kümmerten Hanna Schmalz, Suppe und Fisch, wenn ihr Kind meinte. Sie wischte sich eilig mit dem Schürzenzipfel über die Augen und drückte Elisabech auf das niedere Bänkchen neben dem Herd, auf dem sie beide kaum Platz sanden. Wie weich ihre schwieligen Hände über die Finger des Mädchens strichen! „Fort will er, dein Doktor? Wohin denn, mein Kindchen? Nach Afrika! Hu! Zu den Willen! Herr Jesus! Will er dich etwa gar mitnehmen?" „Nein!" Hanna atmete auf, wenn er ihr nur das Kind ließ, durfte er selber gehen, so weit er wollte. Da mußte er natürlich noch Hochzeit mit Liefe machen. So ein Mann, der war wie ein Sieb! Guckten fünfzig Mädels zu den Löchern hinein, machte er jeder schöne Augen und rüttelte sie, wenn es ihm nimmer paßte, daß keine hängenblieb, und ihr Kmd. das sollte sich nicht die Augen rot meinen. Schlimm genug, wenn er so weit roeg mar! „Wenn nur Vater es müßte! — Wenn er nein sagt, Hanna?" „Sorg’ dich nicht, Liese, ich bring’s ihm bei. Natürlich, auf einmal darf man s nicht sagen. Alle Heiligen, gab' das ein Wetter! Und bis er's erfährt, derzeit schaff' ich dir das Brautkleid iflttPtin bißchen Wäsche und mas man so braucht und . . „Nein, Hanna, nein! Keinen Pfennig von deinem Geld? Ich tu's nicht! Er nimmt mich auch so! Ohne alles! Ich dachte nur, Hanna, wenn du mir raten könntest, woher ich's nehmen soll. Haben wir nichts mehr zu verkaufen an Obst und so . . ." Ein schrilles Klingelzeichen unterbrach die Rede. Elisabeth sprang auf. Ihr Gesicht war ganz blaß geworden. „Ich habe solche Angst. Hanna!" „Laß nur, kleine Liesel, wird alles wieder recht. Ist schon so vieles recht geworden! — Sag’, daß der gnädige Herr in einer Viertelstunde elfen kann. Und sag' dem Friedrich, er soll kommen und servieren." Sie wandte sich eilig nach dem Herd und nickte Elisabeth im Hinausgehen ermunternd zu. „Sünd' und Schande," murmelte sic, „bas einzige Kind und muß den Vater fürchten!" (Fortsetzung folgt.) Nutzholzversteigerung der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen am: Donnerstag, dem 3. März 1927, vormittags 10y2 Uhr beginnend, in der Gastwirtschaft „Zur Liebigshöhe" in Gießen versteigert werden: 1 St. Eichenstammholz 1. Kl. — 1,67 fm in I Los 20 St. Eichenftammh. 3. Kl. — 19,96 fm in 9 Losen 88 St. Eichenstammh. 4. Kl. — 58,54 fm in 14 Losen 51 St. Eichenstammh. 5. Kl. — 24,83 fm in 5 Losen 13 St. Eichenstammh. 6. Kl. — 4,96 fm in 1 Los 23 St. Kiefernbauholz 3. Kl. --- 17,57 fm in 4 Losen 139 St. Kiefernbauholz 4. Kl. — 89,56 fm in 7 Losen 538 St. Kiefernbauh. 5. Kl. --- 238,92 fm in 10 Losen 889 Fichten-Dcrbstangen 1. Klasse — 102,08 fm in 10 Losen 686 Fichten-Terbstangen 2. Klasse = 32,02 fm in 6 Losen • Eichennutzscheiter 5,8 rm in 2 Losen Eichennutzknüppel (Gartenpfosten) 0,7 rm in 1 Los. Losceinteilungen nebst Zahlungsbedim gungcu können zum Preise von 50 Pf. für ba$ Stück von unterzeichneter Stelle be- zogen werden. Gießen, den 16. Februar 1927. Der Oberbürgermeister. I. V.: Of. Rosenberg. 16048 Holzversteigerung aus den Freiherrlich von Nordeck zur Na- benau'schen Distrikten Münchwald, Ober- und Nieder Seildach. Zeit und Ort der Versteigerung: Montag, den 21. Februar 1927 vormittags 9 Nhr in der Gastwirtschaft des Otto Rabenau zu Alten Buseck. Ausgeboten werden: Rutzscheitcr: Eiche 4 rm; Ruytnuppel: Eiche 36 rm; Derbstangen: Fichte 1. MI. 9,02 fm, 2. Kl. 0,56 fm; Nutzreisig: Fichte 10 rm. Rm Scheiter: Eiche 9, Fichte 6; Knüppel: Hainbuche 14, Eiche78, Aspe 2, Linde 2, Lärche 6, Fichte 12; Reisig: Hainbuche 120, Eiche 210: Stücke: Buchei, Eiche 19, Fichte 40. Es wird gebeten, das Holz vorher zu besichtigen, da spätere Beanstandungen nicht angenommen werden Die blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Nähere Auskunft erteilt Herr Förster Wagner in Großen- Buseck und das unterzeichnete Forstamt. Londorf, den 16. Februar 1927. 1602D Hessisches Forstamt Rabenau. vrenn- undNutzholzversteigerung im Martwald Bettenhausen. Brennholz: Freitag, den 18. Februar 1927. Scheitholz: 43 rm Buche, 5 rm Eiche. Kitüppel: 61 rm Buche, 49 rm Eiche. Durch- sorstnngsreisig: 106rm Buche, 228 rm Eiche. Astreisig: 105 rm Buche, 10 rm Eiche. Stöcke: 30 rm Eiche u.Fichte. 350Bohnenstg. Nutzholz: Samstag, den 19. Februar 1927. Eichenstämme: 3. Ml. 8 St. -= 8,63 fm, i Kl St. 38 72 fm, 5. Kl. 75 St. 29,95 fm, 6. Kl. 44 St. 11,64 fm. Hainbuche: 5. und 6. Kl. 16 St. 3,25 fm. Fichtenstämme: 3. Kl. 1 St. 1,27 fm, 4. Kl. 3 St. 2,94 fm, 5a Kl. 21 St. 11,95 fm, 5b net» und Schreinerholz), 5 Eichenstämme 4. Kl. - 6,30 fm, 18 Kiefernstämme Kl. lb 4,36 fm 13 Kiefernstämme Kl. 2a = 4,85 fm, 2 Kiefernstämme (Bauholz) Kl. 2b - 0,85 fm, 1 Kiefernstamm Kl. 3a — 0,60 fm. 6. Gemeindewald Hörnsheim. (Auskunft Förster Schuler, Forsthaus Finsterloh.) 2 Buchenstämme Kl. 3 4 N 2,18 fm. 7. Gemeindewald Klcinrechteubach. (Auskunft Förster Meyer zu Vollnkirchen.) 64 Fichtenstämme Kl. la — 7,50 fm, 14 Fichtenstämme Kl. lb — 2,60 fm, 5 Fichtenstämme KI. 2b — 2,66 fm, 8 Kiefernstämme Kl. lb — 2,03 fm, 5 Kiefernstämme Kl. 2a = 1,47 fm, 2 Kiefernstämme KI. 2b = 1,27 fm, 1 Lärchenstamm Kl. 2a — 0,38 fm. 8 Gemeindewald Großrechtenbach. «Aus kunft Förster Schüler, Forsthaus Finsterloh.) 19 Eichenstämme Kl. 2 N = 6,96 fm, 26 Eichenstämme Kl. 3 N — 17,28 fm, 4 Eichenstämme Kl. 4 N = 3,67 fm, 1 Eichenstamm Kl. 5N = 2,38 fm. 9. Gemeindewald Lützellinden. (Auskunft Förster Schüler, Forsthaus Finsterloh.) 2 Eichenstämme KI. 2a - 0,89 fm, 12 rm Eichennutzscheit- und Knüppelholz (3 und 4 m lang), 14 Fichtenstämme KI. la — 1,80 fm, 72 Fichtenstämme Kl. lb — 16,39 fm, 26 Fichtenstämme Kl. 2a = 10,45 fm, 2 Fichtenstämme Kl. 2b — 1,28 fm, 10 Fichtenstangen 1. Kl., 20 Fichtenstangen 2. Kl. Die näheren Bedingungen werden in dem Termin bekanntgegeben. Zahlungsbedingungen sind günstig. Aufmaß und Sortierung entsprechen der neuen preuß. Holzmessungsanweisung. Großrechtenbach, den 15. Februar 1927. Der Bürgermeister: Schneider. 1591D Holzverkauf. Auf dem Wege des schriftlichen Angebotes soll aus nachstehenden Gemeinde Waldungen folgendes Nutzholz verkauft werden: 1. Gemeindewald Gwßrechtenbach (Distrikt: „Tiefer Graben") Insgesamt 33,04 fm (1 Los) 55 Fichtenstämme Kl. la — 9,31 fm, 59 Fichtenstämme Kl. lb ~ 18,15 fm, 6 Fichtenstämme Kl. 2a 4,07 fm, 1 Fichten stamm KI. 3a — 1,51 fm. II. Gemeindewald .Kleinrechtenbach (Distrikte 11b—c) Insgesamt 89,08 fm, und zwar: Los 1: 16 Fichtenstämme Kl. la bis 2b 9.28 fm, Los 2: 11 Fichtenstämme Kl. 3a bls 4a — 12,11 fm, Los 3: 24 Kiefern und Lärchenstämme KI.la bis 2b — 3,17 fm, Los 4: 144 Kiefernstämme Kl. lb — 28,10 fm, Los 5: 66 Kieferustämme Kl. 2a — 24,03 fm, Los 6: 24 Kiefernstämme KI. 2b bis 3b = 12,39 fm. 111 Gemeindewald Volpertshausen Fichteilstamme: 133,99 fm, Distr. 11c u. 14b Kiesernstämme:168,39 fm, Distr. 14cu. Ilb - insgesamt 302,38 fm und zwar: Los 1: 18 Fichtenstämme Kl. la bis lb 6,91 fm, Los 2: 34 Fichtenslämme Kl. 2a — 21,93 fm, Los 3: 41 Fichtenstämme Kl. 2b = 44,01 fm, Los 4: 18 Fichtenstämme Kl. 3a - 26,69 fm, Los 5: 13 Fichtenstämme Kl. 3b - 24,57 fm, Los 6: 5 Fichtenstämme Kl. 4a 9,88 fm, Los 7: 20 Kiefernstämme KI. la bis lb — 6,34 fm, Los 8: 94 Kiefernstämme Kl. 2a - 54,08 fm, Los 9: 84 Kieferustämme Kl. 2b — 72,89 fm, Los 10: 24 Kiefernstämme Kl. 3a — 26,67 fm, Los 11: 6 Kiefern stämme Kl. 3b und 4a 8,41 fm. Das Ausmaß und die Sortierung ent sprechen der neuen preuß. Holzmessungs an Weisung. Tic Lose tverden je nao) Gebot ins gesamt oder getrennt zugeschlagen. Das Holz in den Waldungen Groß- und Kleinrechtenbach muß bis zum 1. Mai 1927, dasjenige im Wald Volpertshausen bis 5um 1. April 1927 entrindet sein, andern falls die Entrindung auf Kosten der Käufer erfolgt. Die näheren Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. Zahlungstermine: Fe ein Viertel am 15. Mai, 1. Juli, 1. Oktober 1927, 1. Januar 1928. Nähere Auskunft erteilen für Großrechtenbach Förster Schüler, Forsthaus Finsterloh bei Wetzlar, für Kleinrechtenback und Volpertshausen Forster Meyer, Bolln kirchen. S & F-Konserven Millmnkn , ®ofe 58^i GeiiM-ErbsenDose 6!U iSchade&Fiillgrabe Filialen in allen Stadtteilen 1588c r (Kreis Wetzlar). 15930 Milten Wül la Welllm WlMII Mm ....V, $ofc US, .... V, Soft 91si ... •/, Dose Holzversteigerung. Montag, den 21. d M.. nachmittags ! Uhr, kommt bei Gastwirt Decker in Marinaden-Abschlag öismMeliM, Howe, Btntüerliige, SeleeWW N so s, Detzberg aus dem Gemeindewald Detz- berg folgendes Nutzholz zum Derkauf: 4 Gichenslämme => 2,92 Fstm. 13 Rm. Eichen-Tluhscheit und -Knüppel 69 Radelholzstämme = 13,77 Fstm 138 Fichtenstangen 1. Klaffe 203 „ 2. „ 151 „ 3. . Krofdorf, den 17. Februar 1927. Der Bürgermeister. 11614D . ’/i Dose . .. Vi Dose 62^ s & Schriftliche, mit der Aufschrift „Holz verkauf" versehene Angebote sind bis zum Freitag, dem 25. Februar 1927, vormittags 9 Uhr, dem Bürgermeisteramt zu Großrechtenbach einzureichen, woselbst vormittags 10 Uhr die Leffnung der Angebote erfolgt. Großrechienbach, den 14. Februar 1927. das Feinste zu in Kreppelbacken Pfund 30 H 5-Pfnnd-Beu:el ..... 150 H 2-Pfund-Beutel . .. 60 AllSMSMl . Mund 21s, | MenllW 0 .... Pfund 23 -S) aus dtrekien Importen, in den erprobten und beliebten Mischungen, außergewöhnlich vreiS- Xlb 4t X titt a wer,. -Pfund-Paket Der Bürgermeister: Schneider. Oberförsterei K rofdorf. Vrennholzverfteigerung am Dienstag, 1. März 1927,10 Uhr vorne., in Krofdorf, Wirtschaft Freund aus den Distrikten 11, 26 (Försterei Krof- JJreiöelüeeren lose, Pfund (üu F-Tee Kokosfett garantiert rein......Pfund 56 H I-Piund-Tafel............................ 58 H Schweineschmalz rein amerikanisch. ... Pfund 82 darf), 49, 51, 52, 53, 54 und Tot. (Försterei Waldhaus). Zum Ausgebot gelangen; Eichen: ca. 40 rm Scheit und Kmipvel, 170 rm Reiser; Buchen: ca. 960 rm Scheit unü Knüppel, 2000 rm Reiser; Fichten. ca. 16 rm Scheit unö Knüppel. Die blau durchkreuzten Holznummern werden nicht ausgeboten. Stotiz. Bei der Nutzholzversteigerung am 24. Februar 1927, 10 Uhr vormittags, in ; Krofdorf kommen noch aus Distrikt 7 (Jungferannenwald) etwa 25 fm Erlen- । Stammholz Kl. 2 und 3, sowie ca. 15 rm ; Erlen-Nutzscheit (Rollen) und Nutzknüppel, ■2 m lang, zum Am gebot. 15921) Holzversteigerung. Tie Gemeinde Frankenbach verkauft Donnerstag, den 24. Februar 1927, Anfang vormittags 10 Uhr, auf demGemeinde- haus folgende Mengen Holz: 57 St. Eichenst. mit 27,52 fm, KI. 1—6 11 rm Eichen-Nutzrollen 2 St Äirschbäume mit 1,02 fm 8 Erlenstäinme mit 3,33 fm 172 St. Kiefernstämme mit 66,20 fm 60 St. Fichtenstämme mit 20,00 fm. Frankenbach, den 14. Februar 1927. Der Bürgermeister. Wack. I605D