Nr. (58 Erstes Blatt IN. Jahrgang Donnerstag, 10. Juni <92Z Erscheint täglich,«her Srmwtaqs wnb Jttertog«. BrUagei. Lietzener 3**tlimb[8t1er Heimat im Vild Vie Scholle. »SA-ttvezsssPrett: 2 Reichsmark and 20 Rrichspfnnttq für Träg er- lohn, auch bei Wd)ter- scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlllsse: 51, 54 enb 112. Anschrift für Drahtnachrichten Lazei-er Gieße», polfcheckkonto: greift» rl am mein liae. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dmd enb Derlag: vrühl'schc Unioerntäis-Bu*' inö Steinbruderei R. Lange in Ziehen. Scbriftkitung unb GeschüftzNelle: Scholfttaße 7. Liaatz», von L,j,iora für die lagrsnummcr bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig: für Ne- klameanzeigen von 70mm Brette 35 Neichspfenmg, Piatzvorfchrift 30‘ , mehr. Lhefrebaktenr Dr. Fnedr. Will». Lange, verantwortlich für TMinli Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilltton Dr. H. Thynot; für ben übrigen Teil Ernst Diumschein: für den Anzeigenteil Kart Tillmann, sämtlich in Gießen. Das russische Gespenst auf der Genfer Ratstagung Das Thema der Genfer Unterhaltung. Von unserem L R.'venchterftotter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Eens. 15. Juni 1927. Heber die Tatsache, das, bas eigenlliche Programm der Bölkerbundsratstogung trotz nianch,r interessanter Punkt, nur zweitrangige Be» »eutung besitzt, braucht man wohl nicht mehr zu reden. Die Fragen der Sklaverei, de» Mädchen- bandele, der Hygiene und des Kinderschuh,; wer- >en. wie man gerade gestern sah, in viertel- Zündigen Sitzungen abgemacht und erledtgl. wichtiger sind schon die Gespräche, die im Zimmer Stresemonns im Hotel Metropole, In dem rhamderlains im Beau-Rioag, und in dem B r i a n bs im Hotel des Bergues adgeholten wer- zen. 3n der Einschätzung dessen, was in diesen bei- iahe schon historischen Zimmern vor sich geht, leistet nan sich in der Oessentlichkelt fast aller Länder und nsdesondere Deutschlands, aber doch wohl manch- nal reichlich viel. Gewiß, die Besprechungen unter >i,r oder sechs Augen sind und bleiben wichtig, und ,jemals wäre Herr Chamberlain in so unruhigen tagen wie in den jetzigen nach Gens gekommen, wenn nicht um mehr ginge, al* interessante Spezialragen. Dazu hat man doch schließlich Lord Robert kec> I. der ein recht geschickter Taktiker ist, und *r sich längst schon die Genfer Sporen verdient >al. Für England handelt es sich wirklich bei den rrwarteten Genfer Ergebnissen um g r u n d s ä tz - 'iche Fragen. Deutschland aber sollte nicht »ergessen. daß seine Wunsche und deren heißer- lehnt, Erfüllung nicht in Gens entschieden wer- ->en, sondern in Pans und London, lieber die Räumung des Rheinlandes z. B darf man nach den knttauschungen. die das Reich erlebt hat, nicht mehr n Genf, und nicht mit Briand und Chamberlain Prechen. sondern mit Churchill und Poincart. Man irrt sich eben in Deutschland sehr, wenn nan meint, dasi Briand aug-mblickltch überhaupt ’n der Lage sei. eine selbständige Außenpolitik iu treiben. Der Führer dec Außenpolitik Zrank- ceichs ift schon fett langem Poincarö. und Briand tut nur ba«, wag Poincart ihm au tun gestattet Briand hüllt nur die Entschlüsse, die Poincare selbstverständlich im Einverständnis mit Briand gefaßt hat. in bezaubernde, zarte, blumige und delikate Phrafen. Poincarö ist so populär und seine Macht ist so graft, dasi. wenn Briand auch wollte, er gar nicht in der Lage wäre, seinen Willen dem allmächtigen Retter Frankreich» aufzudrängen. Zudem ist Poincars Realpolitiker, während BciandS viel- gerühmte starke Phrase zugleich feine größte Schwäche ist. Was daS Reich nach vielen Enttäuschungen :m Berkehr mit Briand erst lernen muhte, nämlich die Bieldcutigleit und Unfaßbar- feit dieser Phrasen, die einen wesentlichen Bestandteil Briandscher politischer Mentalität bilden. da- weist man tn Frankreich längst DaS nutzt auch Poincarö tn.t dem ihm eigenen Geschick au«. Polneare ist ft et« zur Rachgicbialeit bereit, wenn c« fich um Fragen geringerer politischer Bedeutung handelt und wenn die Rachgiebigkeit teuer bezahlt wird. Mir wird glaubhaft von französischen Diplomaten veriichert dasi Pomcarö Herrn Briand jede Freiheit in der Frage der Kontrolle der Oftfeftunflcn mitgegeben hat. dasi Briand bezüglich der vorzeingen Räumung de« Rheinland,« aber vollkommen gebunden ist Herr Poincarö weist ja am besten dost e« auch noch andere Möglichkeiten gibt, sich von der wirklich erfolgten 3crftürung an den Oftfeftungen zu überzeugen, al« gerade durch eine offizielle Reife und Führung mili- tärifcher Sachverstänbigei Ein vertrauenswürdiger Tourist dem sicher leine Hinbernis'e in den Weg gelegt werden, faim fich die g . ^e Bescherung bequem und auSgiebig betrachten und sehr schön darüber berichten, ohne dah die regicrung oder die deutsche Oeffentlichke.t von dem Q!u«flug diese« Manne« überhaupt nur eine Ahnung zu haben braucht Poincar.'- treibt auch feine Prestigepolitit um k»e« Prestige« willen. Ganz ander« verhält e« sich mit der Rhein- andräumung. GS ist nun einmal zum Dogma geworden, hast die Räumung wegen der Sicherheit Frankreich« erst vollzogen werden kann, wenn die grobe französische Armeereform durchgcfüdrt ist. und wenn der Bau der riesigen französischen Ostfestungen abgeschlossen ist. Hierbei ist da«, was Briand denkt, gänzlich unwichtig. Gewicht dal nur die Meinung Fachs, al« de« groben militärischen Sachverständigen die der G r o h i n d u st r i e und des Ausfuhr- handel«. Di, Wirtfchaf »Streife mit ihren vielfachen Beziehungen zu den militärischen Sach- günstiger Fortgang der deutsch-französischen E>ande «vcrtragsverhandlungen. die .Julafhmi eines schonen Wc.rkontingent- unb die Berucksichiigung der französischen Xertilicn viel günstiger in deutschem Sinne auf die Der- kürzung der Frist der Räumung einwirken würde, al« alle guten Reden und Gespräche an Frühstücks tischen in Tboiry und Genf. Ist dem so, bann wird allerding« für daS Reich bie Frage auf tauchen, ob man nicht lieber die vertraglich festgesetzte Frist abwartet. ehe man um der Be'atzunqsfrage willen schwere Wirttchastsketten hv tr :ia au* sich ninrr- 3n gewissem Sinne steht di, Räumungssrage aber auch im Zusammenhang mit der unter der Oberfläche der aktuellen Tagcsereignisse 'chweienben Frage der polnischen West grenze, über di« mon in Paris gern cranial grundsätzlich redete bevor es zu spät geworden ist. Aber «s ist ebensowenig anzunehmen, bah diese fundamentale Frage In Genf brnNen mird. wie mon barmt rechnen darf, day die Rheinlandräumung zur klärenden Aussprache gestellt würde. Die England interessierenden Fragen dürsten viel unmittelbarer In Gens angeführt werden. Trotz aller Ableugnungen von engliichcr und auch von deutscher Seite weih die englische Reoie- rung genau, daß sie ohne die Mitwirkung Deutschland!) nicht in der Lage ist. die Sowjetmacht zur Kapitulation zu zwingen. Die Beziehungen zu den Sowjets und ihre diplomatische Unterstützung durch da» Reich sind starke Trümpfe im Spiel der deutschen Außenvolilik. Churchill versteht das sehr gut. vielleicht bester als Chimberiain. Er würde für die Unterstützung Deutschlands, d. h. für die Bildung einer gemeinsamen Front gegen Rußland, aver auch für eine England wohlwollende Neutralität de» Reiches einen hohen Preis bezahlen. Gut informierte englische Diplomaten sprechen es ganz offen aus, dah Chamberlain über derartige Möglichkeiten sich mit Dr. Streif monn unterhalten hat unb noch weiter unterhalten wird. Die Sorge um Frankreichs Stellung ist England los. Die eisige Dusche, die Tschitscherin von Poinear« bekam, war ein froher Erfolg der englifckjen Diplomatie. Wenn auch Frank- reich di, diplomotifchen Beziehungen mit den Sowjets nicht obbrechen wird, so wird es sich in keinem Falle jetzt zu einem Abkommen über Vorkriegs- Ichulden oder gar über neue Kredite für die Sowjet» bereit finden. Ebenso sicher wie Frankreich ist auch Polen in der Front der Sowjetgegner zu finden. 5m englisch russischen Konflikt und in der Stellung Deutschlands zu diesen Hegt der Schlüssel der europäifeben Politik unserer Tage. Hier laufen alle Fäden zusammen, und hiervon hangt schließlich auch die weitere Entwicklung der Deutschland interrifte- re oben Probleme ab Es ist und bleibt die große Frage, ob die beutfche Politik die (Bcnernlprobc besteht, vor die sie nestelst wird, denn die Möglichkeiten, die diese Situation in sich trägt, können leicht auch in rin gefährliches Extrem ausschlagen Die Sechsmcichteb onferenz Genf, 15. Juni. (IU.) lieber die heutige Besprechung der in d e r Botschafterkon- ferenz vertretenen Mächte, bk etwas über zwei Stunden bauerte, wird von der deutschen Delegation ''olgendes Kommunique ausgegeben: „3m Verfolg der Arbeiten der letzten fion- iircni der. TRonnls Dezember haben die Mitglieder der Konferenz die in der Schwebe gebliebenen Fragen geprüft, feflgeffeUt, bis ju roeldjem Punkt die (Erfüllung einiger dieser Jragen gelangt ist und für die übrigen Fragen sich über die Mittel und Wege geeinigt, um Ihre Verwirklichung innerhalb einer m ö g 11 d) fl kurzen Fr 1 st sicher zu- slellen. Die Mitglieder der Konferenz haben hierbei neuerlich ihren einmütigen Dillen feft- gclcgt, d i e Locarnopolitik weiter f o r t; u s e tz c n . die bisher im Jntereffe des Friedens wichtige Resultate ergeben Hal und weiter ergeben wird." Wie weiter vertäutet. steht zu erwarten, daß noch heute ober im Lause dec- morgigen Tages eine Vereinbarung über die Kontrolle der O st - f e st u n g e n Zustandekommen wird. In der Frage der Herabsetzung der R h e i n 1 a n b t r u p • pen bestehen nach wie vor nicht unerhebliche K e - g e n s ä tz e , doch erwartet man, daß auch hier in den heutigen und morgigen Verhandlungen eine ge* wisie Klärung eintreten wird. Sollte in den Mächte- nMungen am Mittwoch ober Donnerstag, wie gegenwärtig beabsichtigt wird, eine allgemeine Erklärung über bie künftige Politik der Großmächte ausgearbeitet werden, so dürft, darin aller Voraussicht nach bie Frage der Bf- schränkung d c r A h C i n I a n Ji t r u p p e n grundsätzlich zum Ausdruck kommen. Pariser Gerüchte. Tcutschiands Haltung im Russcnkonflikt Paris. 15. 3um. (XU.) Da über ben Genfer Deheimbefprcchungcn ziemlich undurchsichtiges Dunkel liegt, macht sich in Pariser diplomatischen reifen eine gewisse Rervvsität bemerkbar, bie befonber« in ber Frage ber Orientierung Westeuropas gegenüber Moskau zutage tritt. Man hält zur Zeit bie politische Lage Englands für stark genug, um in Guropa ben Ton anzugeben unb man nimmt allgemein an, bah Chamberlain ben Versuch machen werbe, btc europäischen Mächte zur Annahme bes englischen Lranbpunk'.es in ber Beurteilung bet Moskauer Politik zu veranlassen. Frankreich bemüht sich zwar nach wie vor. feine Entschluh- freiheil zu wahren. Es läßt sich aber erkennen, bah nach bem Abbruch ber diplomatischen Beziehungen zwischen Lonbvn unb Moskau unb angesichts deS ergebnislosen Derlaufs ber Schul- benttcrDan h 1urigen auch in PariS Neigung besteht, ba« englische Beispiel nach- 3 u a b m e n. Die grobe Unbekannte ist für Paris bie Haltung Deutschlands baö man cl« unentbehrlichen Faktor in bieser politischen ®Ua- chung erkennt Man weist aller bi ng« ben Ge- banfen von ber Hand, al« ob e« sich um einen Anttsvwjetblock handeln finrne, gibt aber ber Meinung Au«druck, dah es and) nicht im deutschen Interesse gelegen ku mit den Mächten der Anarchie zu paktieren. Man nimmt deshalb In Pari« an, dah Deutschland bereit Irin werde, mit ben übrigen europäischen Mächten zusammenzugehen, wenn e« sich nur um eine Defensiv rnahnahme handele Al« sicher nimmt man an, bah Deutschland dafür Zugeständnisse von ben 2111Herten tn ber Rheinlandfrage verlangen wer he Eine Rustentzonferenz? Riga. 15. Juni. iXU.) Wie aus Moskau gemeldet wirb, hat bie Nachricht von ber möglichen Einberufung einer Sonder- konf erenz zur Regelung russischer Fragen In Moskau Befremden hervorgerufen. In politischen Kreisen MoS!auS wirb ber Erfolg einer solchen Konserenz l ezweiielt und eine Beteiligung ber Sowjetunion al« überf üssig bezeichnet Man betont, bah eine Derartige Konferenz nur bann erfolgreich verlaufen können wenn bie Großmächte bie bestehenbe Ordnung in ber Sowjetunion aner kennen würben. Wenn bie Sowjetregierung überhaupt teilnähme, bann könne es nur a 1 «Bell b a ch t e r ber Fall sein. Wie weiter gemclbct wirb, soll heute oder morgen eine Besprechung zwischen bem sranzösischen Geschäft-träger in Moskau unb Litwinow in bieser Frage statt- fmben. Die Komintern hat sich gegen eine Zusammenrbeit Sowjetruhlanbs mit ben Großmächten ausgesprochen In Mo-kauer politischen Kreisen wirb weiter betont, bah eine Aen- berung ber russischen Haltung nur bann ein- tteten könne, wenn man in Moskau die ®e- wihheit habe, bah bet englisch-russische Konflikt beigelegt werb«. Enttäuschung in Berlin. Berlin, 16. Juni. (XU.) Da« Kommunique über bie gestrigen Ministerbesprechungen wirb von ber Berliner Presse als vollkommen unbestimmt bezeichnet, weil es fein« positiven Angaben enthält unb nur zu Kombinationen Anlaß gibt. Man vermutet, bah bie Deutschlanb befonber« angehenben Fragen vollkommen in ber Schwebe bleiben, dah Weber über bie Frage ber Ostfeslungen noch über Die Räumungvfrage irgenDeine klare Vereinbarung zustandegekvmmen ist. BesonDers erstaunt ist man Darüber. Dah Da« Kommunique allem Anschein nach al« vorläufiger Abschluß Der Genfer Besprechungen gedacht ist. Die Blätter lagen, man könne nur von einer Enttäuschung für Deutschland sprechen Eine aus französischer Quelle stammende Mitteilung, dah eine Verminderung Der Besatzungstruppen um 17 000 Mann geplant fei, wirD in Genf al« leere« Geruch! bezeichnet Die Bereinigung der IHemeifrage Von unserem SonDerkorrefpondenten. ® « n f. 15.3unL Die heutigeRatSsitzung war nicht unerheblich Durch die Mitwirkung Deutschlands bestimmt. Denn einmal konnte tn bezug auf Den Bericht über Die Dorbereitenbe Abrüstungskonferenz Der ReichSauhenminister zu einer grunb- fätzlich bebeutungsvollen, wenn auch knappen unb ber Form nach nicht zugespitzten Erklärung ba« Wort nehmen, unb fobann konnte er nach ber Bereinigung ber Memel st reitsrage für Deutschlanb zum ersten Male in Dcrlretung eine« deutschen Dolk«teiles außerhalb ber Reichsgrenzen gegenüber einer Recht«Verletzung durch einen fremden Machthaber einen sichtbaren unb namhaften Ers olg bavvntragen. Nicht einen Sieg, beim es wäre versehlt, bie ©elbftüber- winbung bes litauischen Ministerpräsibenten Woldemaras, von bem bie 3niticUive zur Beilegung beS Konflikts ausgegangen war. zu unterschätzen. Deshalb ist bas Ergebnis, das nach langwierigen unb ziemlich mühseligen Verhandlungen zustanbegekommen war. doppelt erfreulich. auch deshalb, weil es eine Stärkung de - Völkerbundes darstellt, wenn seine Mitglieder sich sveiwilltg unb spontan vor einer Autorität beugen, beten Vetechtigkeit sie für ihre Vertretung ber Sache fürchten müssen. Man kann auch nicht einmal sagen, bah ein Vergleich geschlossen würbe, obwohl bie abgegebene Erklärung Litauen- sich dieser Rechtsform andern Privatleben weitgehend nähert. Denn ohne Zweifel bedeutet diese Erklärung eine Anerkennung der memelländischen Ansprüche in allen ihren entscheidenden Teilen und bie wörtliche Verpflichtung zu ihrer Befriedigung. Die Erklärung beS ReichSaubemninisters konnte bemgegenüber kurz gehalten unb auf bie Registrierung bet lita uischen Ber ps lich - t u n fl beschränkt bleiben; benn Deutschlanb. bas rein formell burchaus nicht eine eigene Sache vertrat. sondern im Völkerbundsintevesse fungierte, hatte seinerseits keine Veranlassung, den litauischen Schritt zu irgenbeinem moralisch n Xrcumps über Lttaucn aub-ubeuten. 5-i Ijr.n nicht auebleiben, bah biese Etlebigung. mit bet bie Vertretet Memels im Hinblick auf ihre eigenen Bestrebungen nach gutem Einvernehmen mit Kowno vollkommen zufrieden sinh auch auf bie Wieberhetstellung eine6 treunbli» eben Dethältniffes »wischen Deu. lch« l a n b unb Litauen adsärben wirb, ba# sich zunächst in Bezug aus bie Hanbel-vertragsixt- hanblungen geltend machen wirb. Die Ratssitzuny. Genf, 14. Juni. (Dolfs.) Zur Mcineisrag, gab heute im Bölkrrbunbsrat Der litauisch, Mmist,r- präsibent Wolb,maras rin, Erklärung ab. in b,r ,» heißt! ..Di, litauische Regierunq legt Wert Darauf, schon j,gt zu ,rflärcn. daß es nicht in ihrer Absicht liegt, das Mcmelgtbiet ohne Volt i crtreiung zu lassen. 6ir ift sich iht,r Psticht und ihrer 13er- ontroortunfl vollauf bewußt. Die Regierung wird daher die ersorderlichen Maßnahmen treffen, damit b i r Wahlen für den Landtag spätestens End, September 1927 stattfinden Die lilauiiche Re- Jierung kann zu ihrer Freirde feftfletlcn, daß die )auptschwierigkeit. die di« Wahl verzögert hatte, glücklich überwunden ist. Hinsichtlich der Autonomie des URtmclgebiflfS, wie sie tat Statut festgesetzt ist ift die litauifdjr Regierung fest alles, iixi•: an ihr liegt, zu tun, bain;t die Autonomie wirksam wird und sich beziiglich Wählerfchcifi. ZirsEinensetzuna des Land'.aqev und Bildung des Direktoriums- ausdemokratischer (B ru n D l a ae entottfel! 3m Romen ber sieg • rung. ber ich oorstehc kann ich das eine frflmen: die politischen und loustigen Rechte des Me.ucl- gcdictes die Rechte Der turiftlschen unb natürlid)en Personen, werden in vollem Maße gewahr- I e i ft c t roerben." — Darauf erklärte der deutfcl-e Außenminister Dr. Slrefemann unter anderem: Angesichts der von dem Herrn Ministerpräsib i Woldamaras Im Namen feiner Regierung abgegebenen Erklärung glaubt ich meinerseits auf ber jetzigen Ratstagung daraus verzichten zu tonn en, baß die Angelegenheit weiter behmdelt wirb. Ich hoffe, daß durch die in Aussicht gestellten Maßnahme n der litauischen Regierung mit größter Beschleu- niaunfl Im Memelgebiet derjenige Zustand s I che r a e st e 111 wird, der dem Statut entspricht. In der Ratssitzung wurde barm das Abriistuttgsproblem behandelt, Da« durch zwei Berichte Dr. 'Beneid)« angeschnitten wurde. In ber Debatte brtorri o Paul Boncvur, bah tn ber Vertagung fein Vegräbnf« ber Abrüstungsfrage unb auch kein EingestänbniS ber Unsahigkeit zu ihrer Lösung zu erblicken feu Der belgische Autzenministec Danbervelbe äußerte bie Üeberzeugung. ixift ba« Vorstaoium ber Dlbrüftungt-Iragc bgc - schlossen sei. D- sei unmöglich, ba« Problem uul b c hi toten Punkt zu lassen, aus dem c« sich gegenwärtig befinbet ör richlete ben bringenben 2lppell an bie össentüchr 0’tcinung zur Mitwirkung an ber Verwirklichung bc« 20b- rüstungsgebanken«. Chamberlain betonte, bah. trotzdem — wie Lorb Cecil sich äuhcrte ber Erfolg be« vorbereitenben 2rbrüftungx.-2Iu«- schusse« al« erheblich zu bezeichnen sei. bie 2(b» rüstungS-Konferenz noch nicht bie restlose Losung bringen könne, fonbem nur ben ersten Schritt auf bem Weg« ber allgemeinen Ab- rüftung bebeutet. Relchsaußenminister Dr. Strefcinann erklärte. Ohne bie bi« jetzt geleistete Arbeit zu unterschätzen, müssen wir sagen, baß der Vorbereitende Ausschuß nicht imstande grinsen ist. bie Lösung biese« Problem« sehr weit zu förbern. Ich glaube, es ist notwendig, bah ein« grunbkflenbe Aenberung burchgesühri werben muß. wenn bie zweite Lesung nicht mit einem Fehlschlag enben soll, bie bem Ansehen bc« Völkerbundes abträglich wäre DaS Abrüstung-Problem ist eine ber wichtigsten Aufgaben bc« Döllerbunbe«, unb auf feiner Lösung beruht in weitcstaehenbem Maße bie ganze Wirksamkeit be« Völkerbunbe«. Die Lösung. Die noch vor wenigen Jahren einfach ausfah. scheint bem Bericht zufolge auf einen fern liegenden Zeitpunkt vertagt. Nach bem Pakt haben alle VölkerbunbSmitglieber bie Verpflichtung, ihre Rüstungen zu verminbern unb eine Aufgabe burchzufuhren, bie sofort hätte ausgenommen werben müssen, auch wenn fie nicht in bet Dölkerbunbsverfassung festgelegt wäre, weil sowohl die Eriltonz wie hi? Xatnleit l S Döllerbunbe« von ber allgemeinen Tlbrüstung abhängen. Ich möchte bie Hoffnung aussprechen, bem Abrüstung-Problem einen neuen Anstoß zu geben, bamit hierburch ber ehrliche Wille zur Abrüstung unb zur Durchführung bes Artikel- 8 be« Völkerbunds Pakt es bewiesen werde. Line Denffchnst der Saartänöer. Volksabstimmung und Rückkehr zum Reich gefordert. Genf, 16. Juni. (XII.) Die saarländische Delegation hat am Mittwoch dem Re.chsaußen Minister Dr. Stresemann e.ne Denkschrift überreicht, bie bie schleunige Herbeiführung Der Volksabstimmung im Saar- aefeiet verlangt. In ber Hole heißt es Ichließ- l'.ch: „Das Saargebiet ist in feiner jetzigen Gestaltung nicht lebensfähig. Der Dölker- bunb kann Dem feiner Obhut anvertraulen Gebiet nicht beiftehen. Warum also noch länger zögern mit dem entscheidenben Schritt Der doch einmal getan werden muß. Das einzige Heilmittel zur Herbeiführung gesunder Zustände ist nut in der baldigen Rückkehr des Saargebiete« -um Deutschen Reich gegeben. Wir sind der Uebeqeugung, daß ber Völkerbund nach ge- .uer Hnterfti^ung der wirklichen 3uft4nbe des SaaraeßieteS yi keinem anderen Urteil gelangen kann. Snc Saardeteganon richtet« an Dr. Stretemann ine 'Bitte, biete Note dem Völker- bunt) zugänglich zn machen. Der warschauer Attentatrprozeh. 2er Angeklagte Mowerba zu lebenslänglichem ,Zuchthaus Derart eilt Warschau. 15. 3unL (TBolff.) Heute vormittag wurde im Warschauer Amtsgericht bw außerordentliche GerichtSverhand lung gegen den Mörder des Lowjetgesandten OBoifou? Boris Ä o to e r b a . eröffnet. Kuf bte Krage des Dor» sitzenden, ob der Angeklagte sich schuldig betermi, gab Motoerba die Ermordung Wolkows zu. bestritt aber gleichtzettig feine schuld Aul bw weitere Frage des Rorsitzenber! ob er bereit sei. über die Lat näher- Angaben zu machen, fcfcilberte Äotoetha den Verlaus des Worbes wie solgt Als ich ben Vahnhos betrat, sah ich Woikow mit einem anderen unbekannten Herrn stehen 34) zog ben Revolver und feuerte auf ihn Woikow drehte sich um und begann auf mich zu schieben Dann feuerte ich alle meine 'Patronen ab Woikow feuerte noch immer auf mich. Darauf lief ich ungefähr zehn Schritte zurück Die Schüsse Woikows hörten auf. Dann blieb ich stehen und hob die Hände tn die Höhe Ich hatte Woikow getötet für all das waS die Bolschewisten in Ttuftlanb getan haben Als der bolschewlftische Umsturz erfolgte, war •f) Schüler des Realgymnasiums tn Samara Vort war ich Augenzeuge der Terrorakte. 3m Jahre 1919 bin ich nach Polen gekommen 3n Wilna geriet ich tn eine kommunistische Umgebung und lernte da die negative Seite der bolschewistischen Ideologie kennen In dieser Zeit entstand in mir die Absicht, den Mampf gegen den Volschewismus zu beginnen. Im vorigen Iahre wollte ich zu diesem Zweck nach Rußland auf illegalem Wege zurück. Da dies nicht gelang, sah ich mich gezwungen, einen legalen Pah ei azur-eichen. Als mir dieser nicht ausgestellt wurde, beschloß ich zum Zeichen de» Protestes den Gesandten Woikow zu töten. Ich bedauere sehr, diese Tat in Polen begangen }u haben. Denn ich wollte Polen das ich als meine zweite Heimat betrachte, nicht in Verlegenheit bangen. Weiner politischen Gesinnung nach bin ich kein Monarchist, sondern Demokrat. Ich ziehe jedoch in Rußland j e de andere StaatSsorm dem Volfchewuimus vor. Ich habe Woikow nicht als Sowjetgesandten ermordet, sondern als Vertreter der Komintern. K owerdas Vater erflärte in seiner Aussage. dah er nach dem Weltkriege von der bolschewistischen Regierung mobilisiert wurde und in den Reihen der Voten Armee gegen Polen kämpste. Aach dem Aigaer Frie- den hat er sich a u f illegalem 3) c q c nach Polen begeben, wo sich seine Familie befand. Früher habe er zur russischen f o^ial revolutionären Partei gehöri und dann sei er auch einige Zell Mitarbeiter von Voris 6a tot n rotn gewesen. - Andere Zeugen, wie der Vektor des Rigaer Gymnasiums, welches Ko- Werda besuchte, und der Redakteur der toeih- russlschen Zeitung, an welcher Mowerda mit- gearbettet hat, stellten dem Angellagten den besten Leumund aus Der Staatsanwalt begründete tn seiner Anklagerede, weshalb die Angelegenheit vor das Standgericht gehöre, und vertrat den Standpuickt. dah der Mord an Woikow als die Tat eines einzelnen zu betrachten sei. der sich weder von irgendwelchen Organisationen, noch von sonstigen Qxfllettumftänben leiten liest. Die Frage des Gtrafmastes ü brr lief) der Staatsanwalt der Sn t scheid urig des Gerichts. Der An- qellagte wurde daraus zu schwerem Gefängnis ohne Fristangabe verurteilt und jeglicher Bürgerrechte für verlustig erklärt. Gleichzeitig hat daS Gericht beschlossen, sich an den Staatspräsidenten mit der Ditte zu wenden, dast dem Verurteilten diese Strafe in eine 15jährige schwere Gefängnis st rase verwandelt werde. Der wert der roten Armee. Das Nrieil tteneral Hosfmannd. DaS ..Reue Wiener Iournal" bringt ein Interview mit General Hvssmann, dem bekannten militärischen Vertreter Deutschlands bei den Friedensverhandlungen von Brest Litowfk. Gr lagt: Das alte kaiserlich russische Heer hatte 85 000 Offiziere, wovon etwa ein Drittel in die Rode Armee geprestt wurde Der Wert dieses zahlen- mästig ganz geringfügigen Offizierkorps ist für den Ernstfall zweifelhaft. Dah aus den Reihen der Anhänger deS roten Systems wirlliche Führer und Lehrer her Armee herangebildet fein sollen, ist ausgeschlossen Die rote Armee dürfte nicht einmal Kompagnlechefs besitzen Der Stand her Bewaffnung unb AuS- rüftung Ist bei jenen 60 000 besonders ausgebildeten Mannschaften, die man gemeinhin Tscheka- Truppen nennt, gut. Ihre Tätigkeit besteht aber nur in Örefutionen gegen streikende Arbeiter und gegen unbewaffnete Dauern zwecks Ge- treidebeschlagnadme Zu ihnen gehören Ole bekannten Wo lauer Paradetruppen Der gesamte Rest her roten Armee ist aber nach allen vorliegenden Berichten außerordentlich schlecht ausgerüstet und bewaffnet. Darüber hinaus steht die allgemeine Zuverlässigkeit her roten Armee derart im Zweifel. ?ah ben Soldaten ntel- iad) nach den Dtenststunden die Waffen weggenommen werden müssen Ob Vudjenny. der rote Murat, fähig ist. auch nur eine Kavallerie- dtvislon zu fuhren, bleibt abzuwarten ebenso, ob da- rote Russland auch nur einen Offizier beit hi der eine Infanteriedivision im Gefecht zu lellcn imstande ist von der Krieg'uhrung im «rohen ganz zu schweigen. Auf den i intuun. bafi unter solchen Umstanden unglanb ein miluurstche, umgreifen doch sehr leicht sein müßte, erwiderte der General IVan müsse die Weile deo Raume» bedenken, die starke Truppen- verbände erfordere. Davon abgesehen wäre aber eine Furcht vor dem weiten Raume völlig verfehlt. (Gegenüber Napoleon» Zelten gebe e» jetzt Visenbahn. Fl»gzeu,i. Auto. Telegraph. Telephon. Dagegen fei bei einem mit Waffengewalt gegen die Vol'chewifien geführten Feldfuge zt' deruck'ichkigcn. das, irgendein Rückschlag überhaupt nicht eintreten dürfe, der Stotz müsse in einem einzigen Stotze di» Moskau buertiflejuhrt werden Daher fei von vornherein stärkster Kräfteeinsatz nötig. Zudem seien auch gani umfaffenbe Vorbereitungen notig, um den Befreiungskrieg gegen die Dolichewrften für den ru''fischen Bauern und Arbeiter sofort in greifbare Vorteile unb (Entfaltungen umzumünzen. Verhandlungen zwischen Nord- und Südchina. Schanghai. 15 3uni Reuter) Aach einer Meldung ans amtlichen j apa n 'chen 51 retten sind die Verhandlungen zwischen Tfchang - k a i f ch e k unb Tschangtfolin und Ienh- sischan dem. Gouverneur von Schon«' tm F^rt- lchreiten begriffen unb eine (Sinigung scheint möglich IedenfallS hat T'chcrngtsolm dem früheren japanrschen Äriegtmtrifter General Iannrafcht mllgeteilt obwohl er epe dtnfaung für notwendig ansehe könne er sich nicht bereit erklären, hie nationalistikche Flagge zu histnn ober feiner Armee eine neue Bezeichnung als Tell her natonalistischen unb revvlutrvnären Trut>- pen zu geben ^llchtsbestowernger fei die Mögi'ch- kell zur Behandlung anderer Fragen durchaus gegeben Der Gedankenaustausch wird durch Vermittlung Ienhfinlchans f o r t ge setzt. Eingreifen der Großmächte im Balkankonflikt. Conboa, 16 Juni. (dB. Tunffprud).) Der oiplomatild)«- Korrespondent de» „dalli) Telegraph" fchreibk. er höre, dost die Regierungen (Drotjbriton- nicns, Frankreichs und Jfallen» wiederum ihre IbO Millionen Mehrausgaben im ganzen allo 430 Millionen. Durch die Gebühren- erhöhung in der vorn Verwaltunasrat gemilderten Form werden nur 200 Millionen Mehr- einnahmen erzielt, so dah noch 230 Millionen durch andere Mahnahmen gedeckt werden müssen. Wenn die Post nach der Ötabilifierunj bet dem Zehnpfenn.gporto blleb. so hat he damit wesentlich zur Sicherung der Währung belgetragcn w^für hr le der niemals Anerkennung gezollt roorN x ist D e kann auch versichern, dah wir ben ernsten Willen haben, eine Reform der Fernsprechgebühren im Sinne einer Entlastung der Wenig- fprccher durchzuführen. Das Reichspostfinanzaetetz schreibt den Weg vor. auf dem die Erhöhung vorzunehmen ift; das Ministerium hat sich durchaus an das Postfinanzgesetz gehalten. Abg. Leicht lBayr. Vp.) gibt für sämtliche Regierungsparteien eine Erklärung ab, in der betont wird, dah nach dem VeichSpostfinanzaesetz derVeichStag für Fragen der Portoerhöhung n •. indes der oberen Vermertungsbeantten Herr die Anwärter de« mittleren Vermessungsdienstes wurde durch die Vegierungv^intwort für crlebiqt erklärt. — Ferner lag bem Ausschuß der Entwurf eines Gesetzes zur Iknberung des AussührungsgrtetzeS «am Finanzaus- gleichaefetz vor Der Entwurf bestimmt im wesentlichen dast die hessischen Best önnungen des Aussührunasgesetzes den Mtimrr; urigen des neuen Provisor.Ichen Fnan > ausgletchgesetzes. das bis zmn I April 1929 Gültigkeit hoben soll, angepaßt wird. Im allgemeinen wurde das Gesetz nach dem Wortlaut des Regierungsentwurfes anaenxxmnm. nur der ? 9. der das Reche auf Erhebung einer Viertzeuer durch die Gern«nden und Ärrtfe regeln soll, wurde nut einem Zu'atz vmmen. der feftlegt. dast in denj- mcinben, die von der Ermächtigung, eine Biersteuer zu erheben, keinen -»der mir mäßigen Gebrauch machen, der Kreis den vollen bun. ben am Höchstsatz fehlenden Zuschlag erheben kann. — Ein Antrag Dr Vlüller. Gebühren für dir st a a 11ichen Fähren nicht mehr yi erheben, wurde aus vertchiedenen Gründen abgelehnt. Ein Antrag Widmann und Genossen, bi e Wärter her ftaallidjen Pflegeanstal- len nach zehn jähriger Dienstzeit in ein Beamten- ocrhältni» ju überfuhren, wurde zurückgezogen und ein Regierungvoorschfaa dafür anarnommen. wo- nach in Äapitrl 42 de» Etaat-rvoranschlags eingefüat wird Die Res- Difaung In Anspruch, da» männliche Pflegepersonal, somett es an dem Unterrid)! für Krankenpslege teilgenommen und eine Abschlußprüfung adgrlegt hat. und da, sonstige Personal nach zehnjähr-grr Anftaltetätigkert und nach Pollrnduntz dr» 3". öfben»tahre» plan- mäßig aiuuftdlen. Sie nimmt ferner die Ermächtigung in Anspruch, für den Fall, daß der zur Zett gültige Tarifvertrag geändert würde unb hierdurch höhere Löhne zu bezahlen sind, die Rredike hierfür au Überschreiten. — Ein Antrag Dr. Werner, betr. notwendige Ersparung» mahn ahmen im Staalehauehalt, desien Ziffer I bereit» im Gesetzgebung»au»s«bust angenommen worden ist (HeradsfNung der Landtag »Mandate von 70 auf 5^). will in Ziffer 2 die Vereinfachung der Slafltilri- tung unter Anlehnung an frühere verhältnifse. ir Ziffer 3 eine Herabsetzung der Minifterbe;uq, und in Ziffer 4 eine Neuregelung der Ministerriche- gehalte in Anlehnung an da» preußische Minister- pensionsg,fetz vom 13. Juni 1924. Di, Zistern 2. 3 und 4 de, Antrag» wurden abgelehnt. Urb er da» Ministerpension-g. «etz wurde eine Vortage der Ne- giening angekundi st. — S» wurde hierauf die ge- Ichä'i5ordnunasmätzige Frage gestellt ob da, Ge - werbe st euerge setz noch in diesem Iahre erledigt werden sali, e, wurde die Ansicht ctehrten, daß die Vorteile nicht die ungeheure Arbeit, die bte Finanzämter durch da» Gesetz haben wurden, recht- fertigten. Durch Abstimmung wurde festgestellt, daß die Mehrheit sich dahin entschied, dast die vorlaae nicht mehr verabschiedet werden soll. — Nächste Sitzung am Dienstag. Abg. Glaser und Gen. haben im Canbtag fol- amben Antrag eingebracht Die Lanbwtrtfchast 6at im Vertrauen auf bie von her ReichSregie- nmg wieberholt versprochene Erhöhung beS Zuckerzvlls ihren Zuckerrübenbau gegenüber bem Vorjahre vermehrt. Die Zollerhöhimg ift jedoch bis beute noch nicht burtbortübrt. He erscheint jedoch zum Zweck einer hinreichenden Bezahlung für die im Zuckerrübenbau geleistete Arbeit bringend erfordert ich Wir beantragen habet Der Lanbtag wolle befchliesten. bie Regierung wirb ertucht. auf bie Reichsregierung etn- zuwirken. bah bie geplante Erhöhung des Zucßrr- zolls unverzüglich in Kraft gesetzt wirb. Aus aller Wett. Nachforschungen nach Nungesser. Quebec. 10. 3uni < DTB - Die Vach- forschungen nach den beiden «purlos vertchwun- henen franvofildxn TranscttlanhffIirgrm Vun- geller unb Eoli werden tn Kanada mit grobem Eifer fortgesetzt Dis Gebiet, wo Licht- flgnale gesichtet wurden, ift schwer zugänglich. Daher können authentt'4x Rachrichten kaum vor mehreren Tagen su erwarten Mn E« ift eine Expedition von 50 Mann tulammengefteflt worden, die heute St. Gennam verfallen hat. Ein Trupp Indianer soll sich gegenwärr.g auf bem Wege von dem Gebiet, wo bie Vidx- ,eichen beobachtet wurden, nach bes.edeilen Ge- genden befinden, und eS wird für möglich gehalten. dast die Flieger von jenen begleitet fein werden und auf den Rat her Indianer die Lichrraketm obf hoffen. Die Regierung Den Quebec hat zur Unterstützung der Effpedikion ein Waf«erllug,zeug ausgrtandt Ackord Im Dawertae). 9n Barcelona hat der Tänzer Eharle, Nicota» einen Tanzrekord au*iteilen wollen Nachdem er 240 Stunden «tany hatte, mußte er nbbrrchen. wH he Vehörden hm die Fortsetzung oeiboten h?ben. Wettervoraussage. Zunächst wolkig mit Aufheiterung und trocken, später bei werterem Temperaturanstieg 'Beträte fura*-. mbme und Ucbergang zu vereinzelten Regenfällen. Ditier ungsauSs.chkenfür Samte tag: Bei wechselnder Bctvöllu: a und warmem Wetter ift m.t ftnchwe-sen Vegensällen zu rechnen. Mus der Provinziathauptstaot. Drehen, den 16. Juni 1927. Die Provinzialumlagen. Der ^roütn^iolZxrehtx der Provinz übet» Hellen gibt im neueren 3 m!« perl in tu bloti den vom rungftrn Prvonaiallag beschiss lenen unb Mm Mimtzer des Jnnern delchlosfenen Au« lchlag der oorläuligcn Umlagen btt Provinz Oberhellen im R j. 1 927 bdonnt Danach werben erhoben A. Zur die in den 91 m e i n heg e m a r • kunaen gelegenen Lreuerwerte. 1,3.75 Pf. auf je 100 Mart Steuerwert der ®t« töube und Bauplätze, 2 825 Ps auf je 100 HUrt Steuern*n des kmfr- und lorliwirrlchaltlich genutzten frr-inb» bdM; 3 12 Pl auf je 100 Marl 6teueroeit des ge- werblichen Anlage- und Perrieb*laptLoli. 1.16.7 Pf auf je 1 Marl Lreuerwerl de» für da« Kalenderjahr 1925 fehgeftellren staatlichen De- werbeerrr agtzsteuersoll« H. Für die in den selb ftä ndige n ® t • Markungen und dem gemarkung«- 'elb ft Lndigen Grundbesitz gelegenen Steuerwerte- 1.525 Pf. auf je 100 Marl Steuerwerk der 9t» baut* und Bauplätze, 11125 Ps aul je 100 Mart Steueewerl M landschaftlich und gärtnerisch genullten Grund- bt'flhrt. 1.12,5 Pf auf je 100 Mart Steuerwerk de« Daldvelitze«. I 113 Pf auf je 1 Mart de« für da« Rechnungs- ,ahr 192? festgesetzten staatlichen Scmbergc- bäuftefteuerlDn» Der vorläufige Ausfchlag der Prvvinzial- umlngen vom ch rundverwögen < Gebäude- und Onmkdin) für da- Rechnung«jahr 1927 erfolgt auf der Grundlage der für da« Rechnungsjahr 192« festyestelllan Steuerwerke. Dem AuSfchlag der vorläufigen Gewerbe» steuer rxxn geu> rbl .chen Anlage- und Betriebs- fapital werden ebenfalls die Steuerwerke von 1926 Rj zugrunde gelegt Die Aufrechnung der hiernach zu entrichtenden vorläufigen Steuerbetrugs auf die endgültig lest, zelehte Steuer bleibt Vorbehalten. Die vorläufige Steuer wird in lech« Zielen, «weil« Aum 25. der Monate Mai. Juli. Dep- «nder. vtotxmber 1927. Januar und März 1928 itboben. Da« erste im Mai bereit« fällig ge- vefene Ziel wird demiiLchst nacherhoden. Die vorläufigen Prvvrnzialumlagen werden m den Gemeinden und Städten gemein|am mit den vorläufigen Gemeinde- und Ätei«umlagcn durch die Gemeinden und. toeim Gemeinde um. lagen nicht zur Erhebung kommen, durch die Ä reife erhoben. Jn den leib händigen Demaclung« ena.gr die Erhebung der vorläufigen Prvoinzialum- lagew gemetnlam mit den vorläufigen strriä- umlagen durch d« Äretk- Bei verspäteter Zahlung der Provinz.alum- lagen werden von den Schuldner:-. Melben Zu- (4)läge erhoben nxc fie der hrililche Staat bei verspäteter Zahlung von Steuern und Abgaben erhebt wut>cuc: xcodienmarttprcifc. ES kosteten auf dem heutigen Dochenmarkt Butter 130 d.S 1.50. Matte 33 bi« 35. Jtäfc (10 Stück» 0.60 b-.e 1 40. Dirsing 25 bi« 30; gelbe Rüben «Päckchen, 15 bi« 25; rvrc Rüben 10; Spinat 20 bt« 25 Römilchkvhl 10 d.S 15 Bohnen 40; Spargel 0.70 bi« 1.00; Erbten 40. Xo- maten 133. Jw.cbeln 20: Meerrettich 50. Rhabarber 20 bi« 25. Kartoffeln 7 bi« 8. Kirschen 50 b.s 80. Stachelbeeren 30 bt« 35; Erdbeeren 1.20 bi« 1.30; Honig 50. junge Hahnen 1.00 bi* 130. SupptLhühner 1.00 b « 1.30. Eier (Stücki 11 bi« 12: Dlurnetllohl 0.60 b* 1.00. Sala, 6 bi« 10; Salargurken 40 dich 60 Ober-Kohlrabi 25 Lauch 5 bi« 10: Rettich 15 bi« 25; Sellerie 20 bi« 50 Radieschen (Bund) 10 bi« 15 Bornotizen. — Iogt»falenber für Donnerstag. Gewerbeausstellung- R bi« 12 Uhr Bunker Vbenb, Son,en. — Lichtspielhaus (Vahnhosstratzej. „Dog- fin". - MtoriaLichtspiele „Sein allergrößter 8luff~. — Der Alicejrauen verein vom Roten Kreuz Deranftaltei am 10. Juli in der Volk«Halle fein aUiadruchee Kinderfest tn Gestalt eine« Märchenlette». Dazu werden Rinder von 3 bi« 10 Jahren al« Teilnehmer erwartet Anmeldungen muffen in der Zeit vom 20. bti 26. Jun, erfolgen Nähere« in der gestrigen Anzeige •• Die (Hie (jener H o ch s ch u i g e j e 1 l - Idjaft, Bereinigung von Freundin und Förderern der Lanbesuniversität (Bieben, hat loeben ihr neue« Miigllederoerzeichnis erjcheinen lassen. Danach beziffert sich die (Sesamtmitgliederzahl auf 626. Jm einzelnen verteilt sich diese Ziffer wie folgt: Der hessische Staat, die drei Provinzen, 17 hessische streife. 47 3iahte und Gemeinden, b 3:i>jfine- und Handelskammern; 20 persönliche Mitglieder in Alsfeld. 40 in Darmstadt. H in Friedberg, 235 in (stießen, 22 in Mainz, 15 in Offenbart). 10 in Wetzlar, 7 in Darms, 189 in den verschiedensten Orten des ganzen Reichs und 6 im Ausland. So erfreulich diese Ziffer ist, so mutz man doch sagen, hast sie noch weit hoher sein könnte. Dor allem muffen alle geistig interessierten .streise unterer Provinz und des ssenlandes . : als ihre Pilich« beirachlcn, dieser Bereinigung beizutreten, um dadurch das geistige Bildungszentrum unseres Landes nach straften fördern und stärken zu Helsen. Die diesjährige fjauptDcrjammlunfl der nochschulgeseUlchast findet am 2. Juli im Unioerfitätsgebäubc in (Sieben statt. Bei vieler iveiegentzeu wird man sehr interessante Dorträge hören können. RSHere» hierüber werden wir noch m,necken. — Der Kulisfenhautz-Reubau unsere« Stabttbeater«. den die Stadlver- otbneicn-Terlatr.mlung vor einigen Monaten genehmigte und der gegenüber vom Stabttheate« an der Johanneesiratze errichte, wird, ist an- ’ang« dieser Woche m Angrits genommen worden Man Hofs, in etwa 14 Tagen mit den Ausschachtungen rdetten fertig zu sein und den Bau bi« zum Herbst im Rohbau zu vollenden Ta« an der Baustelle stehende alte Wohngebäude foll demnächst befeiNgt werden, um dem Reubau in der liefe bet Grundstück« Platz zu machen Der Bau wird von der Bauhütte nach Plänen de« Stadtbauamte« au«geführt •• Siratzensperre Degen Vornahme oon Sauarbeiten an dem Hause Johannesstraste Rr. 3 Hl bi» auf weitere- die Jodannesstratze oon Neuenweg bi» Plocki'tratze für leglichen Fährverkehr gesperrt worden. • • (stewerbeaussteltung Siesten. Es sei noch einmal an da» morgige Gastspiel der rusii- fdxn Ballet-Revue ennner: da» abends 8| Uhr in der Volkshalle beginnen und ganz aparte Darbietungen bringen wird. Jn zahl reichen anderen *. b.r c iftral, hat es mit leinen Leistungen eine austerordenllich beifällige Aufnahme gesunden Der Besuch ist daher empfch- len »wer'. Morgen nachmittag wird em st Inder fest stattstnben. Die Ellern, soweit sie da» flu»fteUung»- geländc mcht besuchen, werden von der Leitung gebeten, nach Beendigung de» Feste» ihre Rinber an der Liebigshohe am allen Rödgcr Weg in Empfang ju nehmen. (Siehe heutige Anzeige.! ’• Schweinemarkt ,n Tiesteh. Auf dem gestrigen Schwcinemarkt waren 190 Ferkel und 7 Läufer auf getrieben, davon ein grahcr Teil von Landwirken. Der Handel ging anfänglich langsam, erholte sich bann aber und konnte am -chinst als gut bezeichnet werden. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 20 bi, 25 Mk.. 8 bis 13 Wochen alte Tiere 25 bis 30 Mk.. Läufer 60 bi» 70 Mk. je Stück. • • Born 21 ti t o überfahren. Gestern nachmittag gegen 5.15 Uhr wurde der Maurer Heinrich Muhl au» Heuchelheim, als er von seiner hiesigen Arbeitsstelle auf dem Fahrrad heimkehren wollte, beim Einbiegen von der WaUwritraste in den Asterweg von dem ebenfalls dort einoiegenden Auto des (Blafermelfter» Äarl Suhr, Ltochstrahe. erfaßt. Der Mann wurde vom rechten Vorderrad zu Boden gerissen und von dem Kraftwagen einige Meter iwil geschleift. Hierbei erlitt bet Bedauernswerte anschiinend einen .stippcnbruch, grosze Hautabschürfungen am Rucken und einen Bruch de» rechten Lchlusielbeins, das ihm aufaerbem noch au»ger.nki würbe. Der Verunglückt« wurde in ein benachbartes Haus getragen, wo er oon bem gerade die Unfallstelle paffierenben Arzt Dr. Geyer die erste ärztliche Hilfe empfing. Die Freiwillige Sanität»- kolonne vom Roten Kreuz verbrachte den Leidenden in ihrem Sanitotßauto zur Chirurgischen Klinik, wo heule uuiuuUaa bu genau« e ^estslellutm feiner Berietzimgen en! noch erfolgen soll. Da, -esinden de» verunglückten Ist. den Umstanden entipredwnb, leidlich. • e 3 i n M e f n e r BranB entstand geltem nachm ttag gegen 3P , Uhr in der WerkstättW de« Schreinermeister« ZMhdm Blum in der Wagengasie Dort war in 2ldwesenhell des Meister» ein Schrank. In dem Beize. Lacke ulw. aüf- bewahrr wurden, aus bi« jetzt noch ungeklärt« Weile tn Brand geraten Bon do au« batten die Flammen auf die 35anb und einen DalTet der Treppe, unter welcher der Schrank stand. übergegnMen Die alsbald her bei gerufene Feuer» webe löschte du« Feuer mit einigen Oinxtn Maller au«, und konnte nach etwa halbskündigsr Tätigkeit wieder zur Feuerwache zurückkehren •• Unentgeltiche Hilfe für ®t» l ch l e ch t « I ra n k e. Jn der oon der Lande«- verl.ckxrung-anstalt Hellen eingerichteten Beratungsstelle für Geschlecht«krante m der Uni* veriuattz-Haullllnll zu Dietzen, KUiillstratze 40. werden Ratsuchende .ostenlo« und streng vertraulich ärzttich untersucht und beraten. Gegebenen- fall« wird kostenfreie Behandlung vermittelt. Sprechstunden Jeden Werktag vormittag« von 10 bi« 12 und Dienstag« und Freitag« nachmittag« von 5 bi« 6 Uhr " Der Hessische Landgemeindrt ag hält am nöchsten Samstag in Bad-Nauheim seinen 7. Dertretertag ab. Aus der Tagesordnung stehen u. a. Vorträge oon D. Dr. Damaschke (Berlin) über .Landgemeinde und Bodenreform" und von Negiencngsrat Sobel (Dannsiadt' über ^Die neue Einheitvbvmfrtunfl". Butzerdem werden noch der Voranschlag für 1927, eine Satzungsänderung und die Vorstandswahl den Vertreteriag deskhästigen. " Sine billige Rheinsahrt wird fm heutigen Anzeigenteil für Sonntag. 2c. Juni, angekündigl. Jnteresfenten seien besonder« har* auf hingcwiefen. •• Die amerikanische Sinwanderer- lifte wird wieder gesperrt. Bon der Hamdurg-Amerika-Lime onrb un« miiqeteilt: Die da« amerikanische Generalkonsulat in -Berlin amtlich mitteilt, werden die Dermerf«litten zur Qrteilung von iLinwanderungtzlichtvermerren nach den Bereinigten Staaten bei allen amerikan>lchen Konsulaten in Deutschland am Freitag, 17. Juni, wieder geschlossen, da genügend Anmeldungen vorliegen, um die deutsche Quote für da« amerikanische Rcchnung-sahr vom 1. Juli 1927 bi« 30. Juni 1928 vollkommen au füllen. Rach dem erwähnten Datum werden daher keine Vormerkungen mehr angenommen, bl« die Listen wieder geöffnet werden. Aus Personen, die zu den bevorzugten Klassen oon Sinwanderern gehören, wie Blutsverwandte von ainerikanisthen Bürgern und gelernte Landwirte, findet di« Sperre aber keine Anwendung. •• Austrieb auf bem heutigen Frankfurter Schlachtviehrnarki: 811 Kalber. 114 Schafe unb 993 Schweine. SAMSTAG Juni Bei Einkauf von Mark 1.50 ein Ballon gratis! HmiNinmswttcki Gießen vahnhosstrcche 14 4.75 5.25 6.50 Sporthemden la Panama weiß mit Schillerkragen Sporthemden Batist mit Kragen moderne uni Farben ... Oberhemden Zephir, mit 2 Kragen solide Ausführung Sporthemden «y fiA la Batist, mit Kragen moderne 1 Pastellfarben. In sich kariert.... e 0.45 Herren-Socken feste Baumwolle farbig sortiert ....... 0.85 Phantasie-Socken moderne Karos gut verstärkt........... Herren-Socken Kunstseide plattiert aparte Muster ....... Selbstbinder modern gemustert 095. 0.75, 0.65 Bei Alleinverkauf-recht unb Firmen- unieritüouna iinb mehrere gute Vevtvetungen an steinige. berufflmäBifl tätige unb verkaufoer'abrene Herren an« Vießen unb llmac.-.enh a'.iiuqe;'tn l««* Loiortige Melüungen erbeten unter Nr. A4A an MUleii. Aol-Kij. Biele». Stenotypistin la Kraft, beste Zeugnisse, oon hiesiger etddfrttbörbc gesucht. 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Juni 1927 nachmittags 2 Uhr versteigere ich im »Löwen", Aeuenveg 28. zwangsweise gegen Barzahlung: 2 Büfetts, 2 Kredenzen, 5 SofoS. drei Scstel, 4 Schreibtische. «ine Standuhr, 1 Ausziehtisch, 1 VloSfchrank, 2 Klaviere, 2 Küchenfchränle, 1 Bild m. Voldrahmen, 2 Kleiderfchränke, 1 Schreibladenkaste. 1 Lederwalz«, 1 Ladenkaste. 1 Schreibmaschine, 1 Aktenschränkchen. 2 "Waschtische, 2 Bertikos, 2 Tische. 1 Waren- schrank, 1 Trumeau, 1 Fahrrad, «inen Koster. 1 Pferd, I Schrank, I La dentheke. Bestimmt: 1 Dezimal wage mit Vewtcht- steinen, 15 Zement-Treppenstufen. W angenehmen Gebot. Versteigerung bestimmt. Ludwig Hartmetz Auktionator und Tarator. Aeuenweg Zreiwillige Versteigerung. Wegen Geschäftsaufgabe versteigere ich in gefälligem Auftrage Freitag, den 17.6. OK., ab 2 Uhr, tm Löwen, Neuenweg 28, sämtlichen Schuhbestand. Herren - Boxkalf- und ArbeitSfchuhe, Damen-tzalb- u. 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Uhr am (Eingang von der Liebigshäh« (Alter Bödqer Weg) in (Empfang nehmen. Friedrich Wilhelm Errichtet 1888. s>ür eine Werbegruvve fachen wir noch einige tüchtige oerlehrvgewandte und arbettvfreudtge d Mitarbeiter. Wir »ablen auch Nichtfachleuten von vornherein fefteS^rtnkommen Berlönl Vorstellung mit Zeug nisten und «onit. Nachweisen übet bisherige latt.ifelt erbeten am Freitag, dem 17. Juni 1927. uorm. 1»—10 Uhr. bei Herrn fcibdlrik- ter Jueliaai in Sislsu, letel Sehltx. Marburger Festspiele 152/ Letzte Aufführung Sonntag, IS.Juni, nachm. 5 Uhr Karten für diele nicht anSverkaufte Tonberoorftedunfl im Giestener Verkehr»- bllro. 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Schwester und Schwägerin Marie Katharina Weigel geb. Lenz. Im Namen der trauernden Angehörigen: Ludwig Weigel XII. Dutenhofen, den 15. Juni 1927. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 17. Juni. 3 Uhr nachm., vom Trauerhause Nr. 155 aus statt. Heule morgen entschlief sanft, nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Lina Albach im 30. Lebensjahre. Die trauernd Hinterbliebenen: Familie Ludwig Hofmann Hermann Albach und Frau Familie Otto Albach. Heuchelheim, Ruttershausen, den 15. Juni 1927. Die Beerdigung findet Freitag, den 17. Juni, nachm. 4 Uhr, von Gießener Straße 54 aus statt ________________________________________5701D Heute morgen entschlief sanft nach schwerem Leiden unser innigstgellebter Wilhelm im Alter von 11 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Lehrer Veite geb. Sehrt. Lollar, den 15. Juni 1927 Die Beerdigung findet Freitag, den 17. Juni, um 4 Uhr statt. Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. M6D Zreibanl I. &r«ytt Ter iliorhaitb. !"■" I 17. TI I , »r ■ «fn ■ hebe« i» aJke *en* RtUla I VH kn»UVvini..lJU>^4 den »laalL lotterte-Ein nehm er Flimm. »ULirrdem bei IJIa Reu- terWw..L. Jott, WiHk Semmh r. Hermann Kuhl. Konrad Emmerich. L» Eifert. Willy Weber. & Löb, Gustav Müller. |54Md Nr. 158 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, (6. Juni (927 Danzigs Kampf um die Westerplatte. Don Dr. Otto ßo c n i ng näherer Vizepräsident bei Danziger QJollilflflti. Danzig ist «ine der schönsten deutschen Städte «a» Lage und Staötb.lb anbelmigt. 3n unmittelbarer Rähe zieht sich längs der Ostieeküste e,n Kran, schöner VaXortr Siner davon der von der ärmeren Bevölkerung am meisten auf- gesucht wurde, bie sog Westerplatte. ist der Politik zum Opfer gefalle». Hier muhte auf Beschluß des Dotter bund-rotes der Herr- a»e Woldbestond geschlagen und an dessen Stelle »in Munirion-lagerplas für Polen ingelegt Verden Ausgerechnet hier an der Mündung der Weichsel. unmittelbar am Eingang )ee Danziger Hasen-, gegenüber dein SreibtMrl ind nur ganz wenig entfernt von Reufahrwalter 'er Danz.ger Hafenstadt Der Protest Danzigs «als ihm nicht«, es mustte sogar noch die Hälfte der Kosten auf bringen da Polen anscheinend dafür zu arm Lar. während Danz.g auch nichts hat und die Millionen besser hätte gebrauchen können. Mit diesem Wunttisnslagerplah tst es rin < am Ding Mit vielen Millionen hat Polen sich nahe bei der Danziger Grenze selbrr einen Handels- und Krieg-Hafen. Gdingen, gebaut. L» soll ein Konkurrenzhasm gegenüber dem Dan- gs fein, fall« tzietes sich gegen Polonisierungs- -eftrebungen widerlpettstig zeigt Oft gmug droht Polen Danzig mit Gdingen Hier sind auch die nodemsten Hafene-nrichtungen gelchaffm. die äifmbohntarise begünstigm Gdingen ganz be- londers. fiür notwendige Kosten für den Dan- ziger Hasen ist in Polen nie Geld vorhanden. Gdingen ist ein ganz kleiner Ort. bi-her ein armseliges Fitchcrdörschen, jeht im Vergleich zu Danzig noch winzig Aber die polnischen M u - ni11on - transpvrte — ea. 1000 Tonnen im Jahre 1926 müllen ausgerechnet über Danzig. S>e werden auch nicht wie sonst üblich, aus offener See geleichtert nein ausgerechnet Im Danziger Hafen Dor kurzem hat der Danziger Heimatdimst ein« sehr beachtenswerte Denkschrift an die im Völkerbund vertretenm Regierungen übersandt. 3n ihr wird an Hand der groben Explosionen der letzten Jahre gezeigt, welche Verheerungen «Ine Explosion auf der We - jterplatte in Danzig anrichten würde. »)alb Danzig mit seinen allen ehrwürdigen Dau- »enkmülern würde in Trümmer gelegt werden. Pie grobe Exposionskatastrophe in Krakau aufl )cn letzten Tagen wird in der Denkschrift noch licht erwähnt. In Krakau ist der Bevölkerung ofort von offizieller Seite milgcteilt worden. Safi da- dortige Munitionslager au- der ge- -ährlichen Rähe von Krakau verschwinden würde. 3n Danzig hat man dm Lagerplatz ausgerechnet .n die unmittelbar ft c Rähe bewohn- : e r Gegende n gelegt. Der Völkerbund hat mit irhvbcner Geste Polen für jeden Schaden her- tntwortlich erklärt, der durch da- Munition-- ager entfielen wird. Er hat damit feine Dcr- antto Ortung auf Polen abwälzen wollen. Die inanzielle trägt zwar Polen, die moralische edcnsall- aber der Völkerbund-rat Schon zwei- nal haben Danziger Arbeiter ihr Leben aufs bpiel fetzm müssen, um die durch Polen 6er bei- aesühlte Gefahr einer Srplosion der polnischen Munition zu verhindern. Danzig warnt ständig, e- muh da- Weltgewissen aufrüttcln, ehe eS zu spät ist. Im Damen der Menschheit must der Völkerbundsrai seinen Veschluh über das polnische Munition-lager ausheben, dm er im 71 amen von Polen gefaßt hat. Die Explosionsgefahr ist für Danzig grob Doch größer fast btc Gefahr, durch das Munition-lager in Konflikte hereingezogen zu werden. Dank dem Dersailler D rtrag ist der Osten Europas ein Dullan der jeden Moment du*- brechen kann Die frevelha'tc Ormcrbung des rutfllchen Oefanbter. n Warschau kann ,u Äon- Doch ist die Gefahr nicht gebanr Danzigs The- Völkernng braucht Ruhe und Frieden Die Der- binbung mit Dolen hat Danzig Ichon jetzt fast an der. Abgrund gebracht TMbrenb eines Jahrhunderts hatte Danzig eine aufwärrsger'chtew Entwicklung die fri h. dauernden tri g.r 'chm Tkrwull. ngc- gezogen war warm in deutfcher Zen bc‘d- tigt Jetzt nach der Abtrennung vom deutschen Reich und der 'Begrünbung d:r freien Stadt »ft Danzig wieder der Gefahr au-gefer. unlchul- big und gegen seinen Billen in östliche Streitigkeiten mit hinein gezogen zu werben Kein Feind Polens würde in einem Holm uhr lOhra Zu Danzigs flötest gegen das polnische Mvnitions • Depot auf der Wester pleite Krieg den polnischen Munitionsplah in Danzig unbehelligt lassen. Dei den heutigen Kriegsmitteln würde das das S n d e der herrlichen Stadt bedeuten. Und das alle- eines Phantoms wegen Denn Pol n braucht an sich den Mu- nitionslagcrplatz in Danzig nicht, e s hat ja Gdingen. Der Völkcrbnndsrat hat tum Munitionslagerplah Polen gewährt, um dessen Recht. Waren aller Art, durch Danzig zu fuhren, zu sichern. Polen hat ihn verlangt, um einen sicheren Punkt in Danzig für seine dortigen Polonisierungsbestrebungen zu haben. Zunächst versuchte er-, im Munitionslager Militär zu stationieren. Der Bölkerbnndsrat gestaltete ihm 88 Mann, die aber außerhalb weder Uniform noch Waffen tragen dürfen: heute, nach einem Jahr, find es 175 Mann. (Ein Protest Danzigs hiergegen scheiterte zunächst an dem polenfrenndlichcn Völker- bundskonimissar van fiamcl. Jetzt geht Polen noch weiter. (Es verlangt, daß das Munitionslager exterritorial sei, obwohl der Bölkerbundsrat dies ablehnte. (Es verlangt, daß Danziger Beamte die Westerplatte nicht ohne polnische (Einwilligung betreten dürfen, daß Polen allein die Sicherhcitsmaß- regeln nachprufen und kontrollieren bürte, daß Danzig auf der Weftcrplatte den Zolldienft nicht ver- richten dürfe, daß die Munitionstransporte durch das Danziger Gebiet und von polnifchem Militär in Uniform und Waffen begleitet fein fallen und baß schließlich unter Kriegsmaterial bas in Danzig lagern fenre alles verstand«: wurde was Polens neer und Mann« bedürfe, lind der f)err van Hamel, der unpaneiifdx Polkerb indskomniiffar* (Er hat in iaft allen Punkten Polen Vecht gegeben. Allerding:- wie er sagt, nur vorläufig, was ihn aber nicht bindert, dem Völkerbundsrat feine fehlen Jetzt liegt die Entscheidung m Genf Ob fie noch im Ium ergeben wird, steh: dabin. Werd.n die l‘liigrn jiorberangen Polens erfüllt, io werden bald "f < folgen. (Fs w.rd sich aber and? in (Ben* jetzt zeigen, ob man wirklich gewillt ist. die Freiheit Danzu. t.: Huf,en Denn tatsächlich bedeuten die Beschluß über die Richtexterritorialitat der Wester- platte tatsächlich ins (Hegenlril zu verwandeln 5o ergibt sich eines aus den, andern (Erst Munitionslager. dann Wachtmannfcha'ten. dann 0.-territorial,- tat. Der Schluß der Aelle ist d i e völlige Po Ionisierung des deutschen Danzigs. Im Osten ist eine schwule Atmosphäre. Auch in Danzio Wir Deutschen mögen wachsam sein 3rbcr helfe Danzig, wo und wie er kann. Es sind unsere Brüder. Rumäniens neuer Kurs. In Rumänien ist unter mehr als eigenartigen Umständen ein polltommer. innerpvlitischer Szenenwechsel erfolgt General A v a r e s c u. der vor zwei Jahren die Erbschaft Gratia- nus angetreten hatte, ist HalS über Kops vom König entlassen und durch den Prinzen Slirbct) ersetzt worden. Wenn es sich habet lediglich um eine innere Neuorientierung handelte. so brauchten wir den Vorgängen eine besondere Aufmerksamkeit nicht zu schenken Die Valkanvölker Haden nun einmal den westlichen Parlamentarisnius in einer blonderen Spielart übernommen; niemand wundert sich daher auch darüber, wenn die Lösung innerpolitischer Difse- renzen mehr oder minder gewaltsam erfolgt Aber die Veseitigung ApaoeseuS ist doch mehr Gewiß, sie ist ihren Ursachen nach innerpolitisch. ihren Wirkungen nach aber doch auch in lehr erheblichem Umfange außenpolitisch beeinflußt Averescu fvllte. als er vor zwei Jahren kam. nur der Platzhalter des allmächtigen Vratianu sein, er sollte Dratianu Gelegenheit zum Ausruhen und zur Vorbereitung der kommenden Wahlen geben. Gr hat sich indessen mit dieser Rolle nicht zufrieden erklärt, er hat hinter den Kulissen alle Vorbereitungen getroffen, um den Kamps gegen Vratianu auf zu nehmen und den Wahlkampf so zu führen, daß die liberale Partei Vratianu- aus ihm lehr geschwächt l>ervor- ging. Das hat Vratianu vcrhl n d er n wollen und deshalb durch einen plumpen Eingriff unter starkem Druck aus die Krone Avarescu beteiligt. allerdings war er klug genug, nicht selbst herauSzutreten. er blieb vielmehr hinter den Kulissen verborgen und wird sich solange zurück- halten, bis die Wahlen programmähig mit dem Siege seiner Partei geendet haben, um dann wieder auf eine Reihe von Jahren fein System und feine Macht ficherzustellen Vratianu — und hier fängt da- ganze Spiel an. uns sehr stark zu interesfieren ist ausgesprochener Franzosen freu n d. Gr hat sich bei seiner Palastrevolution auch auSgiebig von den Franzosen helfen lasten, die an der Beseitigung AvarcScus interefsiert toaren. weil Ava- reScu sich ehrlich Mühe gegeben hatte. Rumänien aus feiner Verankerung innerhalb der franzöfi- schen Inetreffenfphäre herauszuholen. Rur dein persönlichen Einfluß Avare-cus ist es zu danken, wenn M u f s o l i n o feinen Rcnnen unter das Bessarabien-Dokument setzte und dadurch Italien- Garantie für den Besitz Bessarabien- llcherstellte. Der Prei-, den Rumänien dafür zahlte, war allerdings der. daß es sich aus der Kleinen Entente unb aus den Ki« . e."rr Frankreichs löten mußte um etwas stärk.r in die anglo-ital.milche Interellenfphäre hinüber zuglett en. gleichzeitig ober auch um mit Deutschland eine Derständigunt zu tuchen. Dratianu ist antideutsch Avarev..! ctageteben. daß Rumänien, b. ji e» wieder k^ch- Icnimcn will, enge Verbindungen mi. Deutschland nich! entbehren kann iSr bat be?b.i!b dcn Gedanke, der rumun (ch-diutkchen 'Verständigung wesentlich gefördert. hat 'einer, fruberer. Ät tanc Minister nach Verl - gdtndt und die Verhandlungen so weit gefühu daß sie un:*..iteli>cr vor dem Abschluß standen. € in Sturz bat zunächst die Vernichtung aller bisher gelei um en Arbeit bedeutet Ob Vratianu die rüden w . ^er auf- nehmen wird, ist zum mindesten unsicher G- wird vermutlich zunächst verbuchen. wie weil er mit einer antideullche Politik kommt Wenn er aber, durch die Ereignisse gezwungen die Mbcn dort wieder aufnimml. wo sie d tch Tl'. are^eu- Sturz zerrissen wurden, dann gebt d iruhet " el kostbare >seil verloren. Unh die segensreichen wirtfchastlichei. Folgen die sich Rumänien wie Deullchland von einer Aiiauheruiig erbebten, werden sich leider bei toeiltm nicht mehr in d m Maße erfüllen, wie eS der Fall gewele- .wir?, wenn die Verhandlungen i<*ht zum Ab'chtust kamen____ Hessische Beamlenlagung in Binnen. TU Der 6. Dertretertag dc » Van- de-karlellsHesfen des Deutschen V e- amlenbundes fand am Sonntag in Thingen in der Dinger Festhalle statt Rach Begrüßung der Vertreter der Vehör?. i d--s Reiches, des Landes Hellen b ,ia her h rljifche i Ministerien, der Frakitonrn des heslischen LandtageS und der Presse, bie ihrerleit» dem viv.-ieriag ihren Gruß entboten, stand im Mittelpunkt der Tagung ein Bort rag von Prosessor Dr. Giese von der Universität Frankfurt am Main über ,W ohlerworbene Beamtenrechi. Richt minder interessant war ein Vonrag d d i e Beamten". Die Ausführung n sanden nicht immer den ungeteilten Deisall der Versammlung. Al- erster Vorsitzender wurde Dr. E l a ß - Darmstadt wiedergewahlt. Von allgemeiner Bedeutung ist folgende Entschließung die einstimmige Annahme fand: ..Die deutsche Veamtcnschas! erträgt die nach Ausdruck eines Reichosinanzminister» ihr zugemutete Pserdekur nicht mehr 3m He. bst 1924 erkannte die Reich-regierung die Rotwendigkeit einer Besoldungsaufvesserung an, aber der .psvchologische Momenf nxir noch nid)' gekommen. Im Herbst 1925 wurde die Erledigung vertagt.wegen der bevorstehenden Prei-senkungs- aftion". Im Frühjahr 1926 waren die wiederum al- durchaus berechtigt anerkannten Forderungen .unzeitgemäß" wegen her Steuersenkung für die Wirtlä»'! Im Herbst 1926 erlaubten Grwerbslosenziffern die Bes oldungserhöh ung nicht. In mnrnterbrochener Kette haben feit über zwei Jahren sämtliche Reichskanzler. Rcichs- finanzminister. zahlreiche Finanzminlster der einzelnen Länder, hervorragende Mitglieder deS Reichstages und der Landtage immer wieder die Rotwendigkeit einer Reuregelung der Besol- dungSordnung anerkannt, hoben Abhille tn Aussicht gestellt. Die Beamtenschaft ist nun de- Vertröstungen müde und deS ctrigen Rätselroien- überdrüssig. Die deutsche Wirtlchasl in, weitesten Sinn des Wortes hat keinerlei Nrsache, sich gegen die Beamten und Verbraucher, auf die fie angewiesen ist, zu stellen. Sie müßte der Erkennt- „Alte Kunft am Mittelrhein", (fine neue Ausstellung in Tarmstndt. Ansang der Woche ist im Landesmuleun, in Darmstadt die Ausstellung .Alte Kunst am Mittelrhein", die in den Sälen des zweiten Obergeschosses untergebracht ist. eröffnet worden. Die geladenen Gäste versammelten sich in der prächtigen Halle des Mesfelbaues. wo Staatspräsident Ulrich zunächst einige Begrüßungs- Worte an sie richtete. Der Direktor des Landes- museums Prof. Dr. F e i g c l. der die Ausstellung in- Leben gerufen hat. richtete Danke-worte an alle, die an dem Unternehmen durch Gewährung der Mittel mitgeholfen haben und es durch Ueberlaffung von Kunstwerken gefordert haben. Der Redner gab dann eine kurze Charakteristik de- mittelrheinischen Gebiete- und einiger Kunstwerke der Ausstellung; namentlich wies er auf die Ober« toefder Altarflügel hin. die in hochherzigster Weile zur Verfügung gestellt seien. Der badische Desandte Honold dankte ol- Vertreter des Reichsrats für die Einladung zur Ausstellung. Ke er ein deutsches und ein hessisches Ereignis urnnte. 3m Anschluß an die akademische Feier and ein Rundgang durch die Säle statt, bei dem Prof. Dr Feigel die Führung und die Erklärungen übernahm. Die Ausstellung ist da- erste größere Unternehmen seiner 2lrt. es wird hier zum ersten Male in einer Flucht von fünf großen und etwa einem Dutzerid kleineren Sälen eine in sich geschloffene Schau über die Kunst und .Kultur des MittelrheingebieteS geboten, die das Zeitalter des romanischen und des gotischen Stile- umfaßt. Räumlich wird da- Gebier abgegrenzt nach Süden hin gegen den Reekar. es umfaßt aber noch die Pfalz; nach Horben hin reicht es bis zur Lahn und zur Mosel, das kunstgekchichtlich Wichtige Trier miteingeschlossen. Von besonderer Bedeutung ist daS Unternehmen, weil hier erstmal- die Kunst de- MittelrheinS nicht zufällig, sondern in reicher Fülle und systematisch geord- ?rbnet dem Beschauer ent gegen! ritt; es ist allo die Ausstellung nicht zu vergleichen mit der 3ahrtausendausstellung in Köln, d e vorwiegend niederrheinische Kunst zeigte, sie ist aber auch ander- zu bewerten al- die damalige Mainzer Ausstellung, die ein Kulturbild deS alten Kur- mainz bieten wollte. Im übrigen bringt die Darmstädter Ausstellung außerordentlich viel bleues, was der Oessentlichkeit und selbst den Fachkreisen bisher unbekannt oder schwer zu- gänglid) war. Der gegebene Mittelpunkt, politisch wie künstlerisch war für daS mrttelrheinische Gebiet im Mittelalter Mainz, das ja zu jener ßeit die ReichShauptstadt war. wenn man von einer solchen überhaupt sprechen kann. Kunst- aeschichtlich gesprochen, ist das mittelrheinisd)e Gebiet keineswegs eine willkürliche Konstruktton, sondern es lassen sich, selbst bei flüchtigem Blick, sowohl in der Plastik wie in der Malerei gewisse Eigenheiten des Stile- feft(teilen, die als spezifisch mittelrheinisch angesprochen werden können. Ihre Grenzen, auf den Stil hin betrachtet, findet diese Kunst nach Morden hin in der Kunst des Kölner Gebietes, nach Osten reicht sie bi- an die fränkische Kunst des oberen Main- taleS und nach Süden an die schwäbische Kunst; selbstverständlich sind die Grenzen nicht scharf gezogen, sondern e- zeigen sich ilebergängc. Ohne die finanzielle Hilfe deS Reiches, des Dolksslaates Hessen und der Stadt Darmstadt wäre die Ausstelluiig nicht zustande gekommen; aber mit der finanziellen Seite allein war das Werk nicht ins Leben zu rufen, es gefrört dazu auch eine große Sachkenntnis, eine Vertrautheit mit dem Gebiet, dessen künstlerische Kultur veranschaulicht werden soll sowie die Kenntnis der auswärtigen Museen und Eanunlungen. denn n.chl selten man denke nur an die Schätze der Friedberger Liebfrauenkirche, die in alle Welt zerstreut sind mußte Der Verbleib zahlreicher kunstgcschichtlich bedeutsamer Gegenstände erst ermittelt werden. Der Leiter der Ausstellung. Prof. Dr. F e i g e l. hat hierbei noch manche glückliche Entdeckung machen können; einige solcher Funde, z. B. ein Iohanneskopf. werden auf der Ausstellung gezeigt. Besonders erschwert waren die Borarbeiten, weil ein umfangreicher Briefwechsel erforderlich war. um die Kunstschätze aus den Museen frei zu bekommen. Es ist das in den meisten Fällen geglückt; namentlich die kirchlichen Behörden der beiden christlichen Konfessionen in Hessen haben weitgehendes Snt- gegenlotnmcn gezeigt insbesondere sind viele Kostbarkeiten des Mainzer Domsdrahes der Ausstellung überlasten worden. Weite Kreise können so überhaupt einmal einen Einblick in Sammlungen gewinnen, die tonst, ihrer Kostbarkeit wegen, höchst selten öffentlich zur Schau gestellt werden. Leider ist es nicht gelungen, den unermeßlich wertvollen Schmuck der Kaiserin Gisela. der auch aus Mainz stammt, al- Leihgabe au erhalten. Gr war seinerzeit von dem Frei- Herrn Mar von Hehl in Darmstadt dem Kaiser verkauft worden, der ihn einem Berliner Museum überwies, dessen Leitung konnte sich nun aber nicht dazu entschließen, den Schmuck für die Zwecke der Ausstellung herzugeben. Zwei Schmuckstücke. die vor Jahren im Schutt des Mainzer Domes gefunden wurden, ganz ausgezeichnete Gvldschmiedearbeiten. die wahrscheinlich ein Bestandteil des Gefamtschmuckes der Kaiserin Gisela waren, werden hier zum ersten Male einem Sroheren Kreise vorgeführt. Um so mehr ist das mtgegenkommen von Oberwesel crnzuerlennen; die kleine Stadt Hal ihr Wertvollste- an Kunst- denkrnälern her gegeben, darunter zwei überaus • wattiger Größe Schöpfungen der Gottk von solcher Schönheit, daß es sich allein schon lohnt, um ihretwillen die Ausstellung zu besuchen. Bei einem Rnndgang durch die Säle fallen im Hauptfaal zwei große Kruzifixe auf, das eine, in strengen Formen, stammt aus der Mainzer Emmeransttrche und ist jetzt in Udenh«'im. das andere, dessen Figur geloster in den Gliedern erscheint, befindet sich jetzt in einem Wiesbadener Museum. Zu sehen ist hier ferner ein kunstvoller Efrorschrank aus Trier, die schöne Madonna aus der Fuststrahe aus Mainz^und vor allem die Aufsehen erregenden, kürzlich erst gemachten Funde vom Lettner des Mainzer Domes. Es sind u. a. Kleinplastiken, Darstellungen des jüngsten Gerichtes; sie werden von den Kunsthistorikern hoch bewertet und dem Meister zugeschri?ben. der auch die wundervollen Gestalten des Raumburger Domes geschaffen hat. Einer der Kopfe aus Mainz erinnert außerordentlich an Beethoven. Die Architekt urteile der Funde find bemerkenswert, weil fie noch Reste der Bemalung zeigen. Zwe, prächtige Taselmalereien aus Worms, eine Steinigung des heiligen Stephanus, Weihwasserkessel, romani che Türklopser, Proben von Buchmalereien, und zwar von einer Schönheit, wie man fie feiten sieht, ebenso Goldschmiedearbeiten (ein Mainzer Bor- tragskreuz ist besonders kostbar) und Elfenbeinschnitzereien werden nicht verfehlen, die Blicke der Betrachter auf sich zu lenken. Der Zweite Saal birgt in der Hauptsache Altarbilder. Darunter find der schon erwähnte Oberwescler Altar ein Altar aus Friedberg, ebenfalls sehr groß, ferner ein Altar aus Schotten (der noch aufgestellt wird), und gewissermaßen eine Rcuentdeckung. ein Obcn'teincr Altar In dieser Bollständigkeit sind Altarbilder aus dem mittelrheinischen Gebiet noch nie geboten worden. Die Plastik ist hier durch eine sonderbare Schöpfung vertreten, nämlich durch eine Pieta ganz aus Leder. Aeuf erlich ist das nicht ko ohne weiteres festzu st eilen, denn die Figuren find nah in die entlprechenden Formen gebracht, dann mit einer Kreide- oder Kalkschicht überzogen und fchliehlich übermalt. Das seltsame Kunstwerk stammt aus Dieburg. Oberweid hat auch zu einer Sammlung von Klein- Plastiken. die hier ihren Platz gefunden hat. Wertvolles beigefteuert. Der dritte ©aal beherbergt ebenfalls bedeutsame Kunftfchätze, eine größere Zahl von Bildern de- unter dem Rainen des HauSbuchn'.ist^rS bekannten MalerS (das Buch ist für dnen Grasen von Wolfegg angefertigt), hier handelt es sich cm größere Tafelmalereien mit religiösen Themen. Dramatischer und genialer in der Auffassung ist dn Marienleben au- dein bifchöslichen Hau- in Mainz, es wird einem anderen Meister zugeschric- bett (nach feiner Signierung Meister B genannt). Run folgt eine Reihe kleinerer Säle, von deren Ausstellung-gcgenstäi^den nur einzelne Proben wahllos herausgegriffen feien, weil ein Rundgang nur fluchtige Blicke erlaubt. Da sind z. B. Bilder aus der Liebfrauenkirche in Friedberg, Terrakotten, die besonders für daS mit!el- rheinische Gebiet charakteristtfch find. Es sind darunter Engelköpschen von solcher Anmut und Lieblichkeit der Züge, daß sie getrost einen Vergleich mit den besten italienischen Kunslschöpsun- gen gleicher Art aufnehmen können; baäfelbe gilt auch von viden Malerden. Eine Didü auS Steinheim, eine Vlaria auS Oppenheim, sowie eine ganze Anzahl höchst bemerkenswerter Pieln- barftdlungcn bieten sich dar; darunter ist auch die berühmte Pidä aus der Sammlung Röttgen in Bonn, deren Schmerz besonder- ergreifend wirkt. Kostbar? goldene und silberne Attargerate füllen zahlreiche Glasschränke; Wandbeyänge, Paramenten und vieles andere ist hier zu sehen. Den Abschluß bilde! wieder dn größerer Saal, au-gestattel mit Schöpfungen der Spätgotil. Es sind darunter Plastiken, die kaum noch die Eigenheiten de- gotischen Stil- aufweilen, sie erscheinen au- dem Bestreben geschaffen zu sein, einmal etwa- ganz Reue-, etwas and.rrcs als die gotischen Formen zu bilden. Irtan sieht, wie hier der Boden vorbereitet wird für die Renaissance und das Barock. Die Ausstellung besteht, wie da- tu der Ratur der Sache liegt, vorwiegend aus religiösen Kunstwerken, sie verlangt dachec dne innere Sammlung. Wer starken seelischen Edebnissen de- Wittelatter- nachzuspüren und sie nachzuempttn- den vermag, der wird sich innerlich bereichert fühlen, der wird über das Zeitgewand hinwcg- sehen und das allgemein Menschliche erkennen, das sich z. B. austpricht in der kindlichen Lieb- lidtfeii von Engeln, in der Mütterlichkeit der Madonnen und am eindrucksvollsten wohl in den Pietädarstellungen, die manchmal geradezu alle- irdische Hcrzeldd in sich zu tragen scheinen. Daneben findet aber auch der äufoere Sinn, daS Auge, höchste Befriedigungen an Goldschmiede- arbeiten, an Miniaturen, an Holz- und Elfenbeinschnitzereien sowie an den vielen anderen Kunst- äufrerungen, an denen daS Mittelalter reicher war als unsere nüchterne Gegenwart, E. B. iS der Tatsache Rechnung trage« b-ifi gcroftc •;i£ zahlungsfähige 'Bearrt, r rnaen inb die Vollsvertretungen zu rascher erin'ender kok' Alle Verbände der Veamtenscha'' zum jufn: rnschluh in einen Grohblock mit dem Stichlrort: Äeine weitere Verschleppung mehr der gerechten und sozialen VefoldungSneureaelung mit Wirkung vom 1 April 1927*“ Die Tagung schloß mit einer «indruck-vollen Kundgebung für d i e Befreiung der besetzten Gebiete, in der gesagt wird .Da- Landeskartell schöpft au- der Tatsache, daß über 93 Pro- aller Ausgewiesenen dem ‘Beamten- stände angcchnrl haben, die Berechtigung, mit besonderem Rachdruck für die volle Befreiung der besetzten Gebiete ein-utreten. Seit über acht Jahren leidet die hartgeprüfte Bevölkerung der besetzten Gebiete unter dem Druck fremder Truppen und Verwaltungen. Bach dem Inkrafttreten der Locarnoverträge und nach 6t«tritt Deutschlands in den Völkerbund verlieht man nicht, welchen Sinn die Besetzung deutscher Gebiete durch fremde Truppen haben soll. Die Tatsache der Anwesenheit fremder Truppen genügt, um da- Mißtrauen der Bevölkerung wachzuhalten und -u steigern, Zwischenfälle, wie die in der benachbarten Pfalz, sind geeignet, unabsehbare folgen hervorzurufen Der 6. Vertret erlag zu Bingen am Rhein richtet an die hessische Staatsregierung und an die Reich-regierung da- dringende Gesuchen, mit Rachdruck dahin zu wirken, da ft da- gesamte besetzte Gebiet al-bald von sremder Besatzung befreit und da- Saarland dem Mutterlande wieder einverleibt wird, ohne bah dafür weitere, da- deutsche Doll schwerbelast cnde finanzielle oder politische Opfer gebracht werden müssen.“ Da- gemeinsam gesungene Deutschlandlied and ein dreifache- Hoch auf da- deutsche Daterand schlost die Tagung Oberhessen. Sicher Beobachtungen. Au- L i ch wird uns geschrieben * ist Sommert »eit. >Zert der Blumen. Zeit der Lieber. Zeil de- fröhlichen Wandern- Wen zöge r- da nicht mit Macht hinaus au- der Gnge der Häuser und Gassen, hinaus in Gotte- schöne Wunderwelt. Sv bin auch ich hinau-gezogen. rin Blümchen im Knopfloch. den Stab in der Hand, hinaus zum vielgepriesenen Hardtberg, um dort, wie schon so oft. den herrlichen Rundblick zu geniehen bi- fern nach den blauen Höhen de- Bvgel-berge-. die prächtigen alten Bäume zu bewundern und mich zu ergehen im er» frischenden Schatten de- im jungen Grün prangenden Walde- Hier und dort lädt eine Bank, oom Verkehr-- und Verschönernng-- Herein aufgestellt ein zu kurzer Rast. Auch eine neue Bank habe ich gesehen an einem lauschigen, tannendefchat toten. aussichtsreichen Plätzchen oberhalb von Kolnhausen. gestiftet von Amt-gericht-direktor Rausch bei seinem Scheiden von Licd - nachahmen-werteS Beispiel! Gin Umweg führt mich zum Höhler. der. obwohl weniger besucht al» sein südlicher Bruder, doch an Reizen mit ihm wetteifert. Auch hier bat der Verkehrt- und Derschönerung-verein gewirkt: aber e- bleibt noch viel zu tun. hier könnte noch manche Bank Ausstellung finden, besonders auf der Oftseite mit dem Blick aus die Stadt, und auch aus der Rordseite mit dem Blick auf die Gegend de- Albacher See-. Gin lohnende- Arbeitsfeld für alle, die Freude an der Ratur und Luft am Wandern haben. Heimwärts geht- auf der Siebener Strohe. 3ierbrm Grün der Bäume testete, ist der Park schön, ein Gor. »- Jarten im wahrster Sinne doch ®tc rinc eu‘cl»frob: schaut eine Reklamerafel her- auÄ fre 2ch>. heil der Ratur rertzunzend Iahst du- noch r'lK. Berschönerung-der- e i n? Durch die Straf,. . Xm Wall" z ehe ich weiter. Ursprünglich sollte d.rie Strafe R:ng- strotze -elften und der Gedanke war gut dann bdtt? Ite aber auch aussehen müffen w»e ein Ring, ein R ng. der von der Unietpforte (Bahn- hof st ratze > kt Stadtmauer entlang und am Ober- tot norfKilaufenb di- an die '5 ehe«« Straft reichte. Das eine Stück dickes «ie.der inwoll- ständiger'.» Ringe- heiht allo jetzt .Strotze am Walk", da- andere.Strotze am Schwa- nensee". und die Romen kl.ngen nicht übet S- ist auch a r ade fern Unglück dotz man diese Romen gewählt hat. dewi so wie der DaN. beflm Besitzer fc.nen Wert al- gelchtchtl:che- Denkmal nie recht zu schätzen wühlen, grvtzten- teilb vfrichwind so in.rb auch der Schwanenfee verschwinden j:tb b-.cfe Straften nomen werben späteren Geschlechtern einst n-m kompfe-frohen Zeiten ferner Jahrhunderte erzählen, da Wall und Graber.. Dach. Sumpf und vorgelagerte Teiche Schutz boten gegen Angriff und Ueber- faU. Wir haben zwar auch eine Strohe, bte dle Leute Ring strafte nennen, aber bte ist kerzen- grade wie eine Fahnenstange und hätte eigentlich einen anderen Romen ’^rrbiert Lhauffiert ober gepflastert ist lic -ud> noch nicht denn die Rolstonb-arbeiter hoben immer noch mel an Feldwegen zu tun.. Ban der Straf,• .Am Wall' mühte ich noch viel reden doch da- mag ein andermal geschehen: ich will mir und anderen irnt dem. was ich dort gesehen habe, heute die Stimmung nicht verderben. Kurz vor dem Gnde meiner Wanderung begegne ich einen Trupp landwirtschaftlicher Arbeiterinnen. 3d) brauche nur einen Blick in btc Griicht« zu tun. ein Wort der spärlichen Unterhaltung ruhufanflcr. und weis, Bescheid Polen sind'-, polnisch- Saison- arbeiterinnen, die auf txm Vitk-Hofe beschäftigt sind träge und mit gelenktem Kops ziehen l;c dahin Da- war doch etwa- ganz anderes, alb vor einigen Zähren die deutschen Mädchen au- der.». Hinterland die Feldarbeiten de- Hosgutes verrichteten! Früh morgens, wenn der Lano- fchläfcr noch hn Bett sich streckte, zooen ne mehrstimmig singend hinaus: herrliche deutsche Volkslied« sangen sie beim Au-marsch an die Arbeit morgens und nachmittags und bei d« Heimkehr vom Feld am Mittag unb Abend. Vertraute Heimatklänge. Erinnerungen aus Xinber» und Zugendzeiten wären es. die wir hörten von der nimmermüden Schar — ein Stück Poefieist mit ihnen verschwunden: schwerfällig. müde ziehen jetzt die ausländischen Arbeiterinnen ihre Strafte. kein lustiges Lachen, kein froh« Sang ist zu hören — Slawenblutl — Gs geht doch nichts über dos Vaterland: deutsche Wälder, deutsche Lied«, deutsche Mädchen, deutscher Wein, was gibt es schöneres auf der Welt? Speetatvr. Landkreis «irtzen. (Q Lollar, 15. Juni. Bei der am 15. Mai * vorgenommenen Wohnungszählung wurden in unserer Gemeinde 293 Wohngebäuoe hüt 531 Familien sestgestellt. AlS Wohnungssuchende sind 10 Familien vorhanden, die fetne eigene Wohnung haben. Gs handelt sich hierbei durchweg um Familien, bei denen die Eheschließung nach dem Kriege erfolgte und die noch zum Teil in äufoerft beschränkten Verhältnissen oei den Gltern wohnen. Zu dies« Zahl der Wohnungssuchenden müssen all«dings noch 6 weitere Familien gerechnet w«den. die sehr beengt wohnen und bei denen die Zuweisung einer entsprechend gröberen Wohnung notwendig ist. Immerhin zeigen die ermittelten Zahlen da ft man auch hier nach und nach normalen Verhält - nissen auf dem Wohnungsmarkt entgegengeht. Wie grotz und drückend auch hier d« Wohnungs- mangel war. geht au- den nachstehenden Zahlen der feit 1919 errichteten Wohnungen hervor. Ls wurden nach dem Kriege 25 Wohnhäuser «baut, in denen 55 Familien Wohnung fanden. Hiervon entfallen auf die Gemeinde zwei Dohnhäuf« mit zehn Wohnungen, auf die Buderu-schen Eisenwerke zwei Wohnhäuser mit 8 Wohnungen und au* Private 21 Wohnhäuser, m denen 37 Familrer untafletoainier. *tnb. Roddeim an der Horloff. 15. <3unt Vor en. gen Tagen vegrng unter £em:inbe-. Kircher,. unb Sparta "enrechner Otto Hof - rar. n I. er.aemetn6e. seit löb Dem enttvrach es. datz bio Landeskircher^- am nn Griarrgbuch mit Gluckwunf chi chrerben überiandte. das Dekanat Ridta ein ebrtnbrt Schreiben überbringen l etz und brr Airchn»- Vorstand einen Rudefettel schenkte. Unkr Gelang- mein lang fernem ältesten IHuglwb etnuje Lie- ber. Für alle Ehrungen dankte brr G.^ererte mit einer kernigen Ansprache, in brr temt kraftvolle Art deutlich Mm Ausdruck kam .Qreie ^riedtzerg WSR Vilbel. 15. Juni. Der ctonon»oor- lteher Hanisch von Bilbel. brr morgen fein neue» Amt al» OberftanoniDorftfber m Friedberg an- treten wollte, mürbe heute vormittag, al» er au» dem Stellwerk herouraing. oon einem ooruber- fahrenden Zuge erfatzt unb erlitt eine schwere Lchädelverletzung Er durfte kaum mtt bem Leben baoonfommen. Krcto Tübingen. L Rtbda, 15. Juni. Gestern fiel hier ba» sieben Jahre alle Söhnchen de» Rufer- meister» Philipp, beim cpwlen an einer tiefen Stelle m die angeschwollene R, dda unb qinfl sofort zweimal unter. Da» stind märe sicher ertrunken, wenn nicht zufällig ber Gastwirt Walter Menget von hier an der Unsallftelle oorbeiflc- kommen märe. Er sprang sofort in ba» Wasser unb konnte den Jungen noch retten. — Bon heute ab verkehrt an Werktagen nachmittag» zwischen hier und Bad Salzhausen da» große Auto de» Zweckverbandes Tlibbo-Ulfa. um Perioven, die in Salzhausen baden wollen, von dem hiestgen Bahn- bo, ober aus der Stadt bequem hin und zurück xu befördern. Die neue Einrichtung ist im Interesse aller Dadebedürstigen, die nicht in Salzhausen woh. nen können, sehr zu degrützen. „?- Bad Salzhausen, 15.Jun, In ein- geweihten Kreisen herrschte schon längst die Ansicht, das, der Mangel an musikalischen unb sonstigen Der anftaltungen mit dazu beitrage, den Kuraufenthalt Hierselbst zu veröden und die Besuchozissern herab- Aubrurfen. Au» diesem Grunde hat man sich entschlossen, die Zahl der Sonntag skonzerte gegen die Borsahre stark zu verme hren. Aus erneute Vorstellungen hin, ben Kurgästen Gelegen beit zu geben, auch in der Dache gute Musik zu hören, hat nun die Regierung die Mittel bewilligt, das, während der Haupkkurzeit in den Monaten Juni, Juli und August, an jedem Mittwoch ein Rachmittagskonzert, abends Tanzmusik oeranftaltet wird. Die Musik wird von Mitgliedern des Frankfurter Tonkünstlerorchesters ausgeführt. • # Echzell. 15. 3unt 3n der jüngsten G e - meinderatssitzung wurden die Arbeiten für die Rebenanlagen de- von d« Gemeinde «bauten Mehrfamilienhauses vergeben Sämtliche Arbeiten wurden tn der Höhe des Voranschlag- hiesigen Geschäftsleuten übertragen, bi- auf die Dachdeckerarbeit, die Wilh.Waa-- Lei dH ecken erhielt. Zur Deckung laufend« Bedürfnisse hat die Gemeinde em Kreditkonto in Höhe von 12 000 Mark bei der Bezirkssparkasse Ridda eröffnet. Kreis Schotten. □ Laubach. 15. 3imt Anschliehend an unf«en gestrigen Bericht über da- Laubacher Rationolfest. den sog. Au-schutz, ist noch mitzuteilen, datz Blontagabend 6 Uhr d« letzte Schutz des Prei-schletzen - fiel und datz nach sorgfältig« Prüfung durch das Preisgericht Landwirt Friedrich Knötz zum .Schützenkönig" «klärt wurde. 3bm fiel dadurch d« vom Grafen gestiftete erste Pvei- zu, d« Hammel, den zweiten Preis errang Bäckermeister Pitz, da- von d« Gräfin gestiftete Kleid. Autzerdem wurden noch 27 kleinere Preise verteilt Gestern vormittag würbe im Anfchluh an das .Aus- schutzfest" der althergebrachte Schweinemarkt und zum erstenmal ein Prämienmarkt für Rindvieh und Ziegen abgehaltem Am Rachmittag fand wieder aUflemetne Volksbelustigung statt, wodurch da- Fest abgeschlossen wurde. Zum Schrnc: nemarkk war ein start« 2b* trieb erlebt insgriantt 238 Stuck. ?edvch war d« Berkaus flau, da ein hreüg« Schwernehänöl« 'chon feit Monaten einen starken Absatz betrieben haue Tte Pre le waren "wbng Ferkel von 6 Wochen waren Ichvn für IS Mark zu bekommen. D« Prämien markt fiel sehr aut au-, ebenfalls vom 'chöntzen Detter begünstigt. Wir berichten darüb« noch r.LH« Gedern. 15. Juni Griegentllch des Rvtkreuztage- am vorigen Sonntag twr- anstaltetk d« Hirstge ,iweigv«etn ncet Rrxen Kreuz mit dem Alice»Frauenxreei Gedern mne Stratzenlammlung. die durch iunge Mädchen und durch Koettrrnart»en vorgenomamn wurde. D« S.imm«Kilos «gab den Betrag von 110 Mart Kreis Alsfeld Hl » f # I b. 15. Juni. Stabioorhanb»« sitz «n 9 HB erster Punkt ber gestrigen Sitzung mürbe b< Einführung einer Sier fl euer eerhandett Der bt«yi tx>m UmHltnum be» Innern oorbelegte Entwurf etwr Muilrriatzung mürbe unverändert angenommen IS« sieuerordnung steht eine Steuer von 7 o.ft. von b«n stets«etzerpre, vor. D,r Satzung, die an Stelle der ‘etlbrrwn Getränke- steuerverordnung tritt, soll pm 1 b 21 m straft treten. — Pw am 27. Mai vorgenoenmene Verpachtung von städtischen Heckern und Wiesen sowie der ontntkichen Weg« a-.rbe genehmigt. Die Wege sind oersuchmoeise einmal auf brtt Jahre -rrpuilMe: worden, 'either wurde btt (Bra»:iuflimfl alliähriich verpachte« — Die In - standsetzung unb E ha u 1 s i e r u ng von Feldwegen m Zuammenhemi mit der Feld- beretnigung wurde entsprechend ben Vorschlägen der landwirtschaftlichen stornmisjsion anaerormven. — Hlebann beichte man sich mit ber Festsetzung ber Steuernu»schlage für ben Voranschlag be» Rj. I • 2 7. Huf Grund bes bereit» in ber Sitzung oom 2d. April genehmigten Bor- anschiag berechnet sich der UmUipenbföart auf 123 OB* Mark ^ rnuber W000 Mark im Vorjahre Die ber Vorsitzende dazu bemerkte ist die Singe- nmg be» Uml.igenbebari» hauptsächlich aus den Ausfall an ber imbengen Getränkesteuer, ber allein 13«VW) Mail au»mod>r. und auf die Mehrden für dir soziale Fürsorge locvce aus >x# Ürtx'hunfl be» Beitrages zur Oberrealfdxile zu rack zu nähren die jufanunen etwa 000 Warf ausmachen. Qnlipre- chered dem Vorschläge der Fii»an.zkommftlion wurden barairfbm die Steuer uefchiäg.- wie fotgi fri'p*- • imb Baupläne. 42 P'. auf |e 101» Mk Steuerw rt des iond- unb forstwirtschaftlich genutzten Grund befi^es; 90 Pi. auf ba» tewcrtlidx Anlage und Betriebskapital unb dos (B«re'btertroflNteuer,o,J: 35.2 Proz. des staatlichen Sovbcrget'ä'idesteuclsolls gleich 57 Ps. Der streis erhebt 20 VI Diese Sätze oebe.iten gegenüby bem Vorfahre eine erheblicye Erhöhung, die aber nicht .zu mngeh--n ist. — «Heg a bk beschlossene Abänderung bei 5 32 ö < ♦ Ortebau ft atut» über d e o • r e n e Bauweise. 6 Meter Abstand statt 3 ® von em« Gestalt dk man heute n'cht mehr skdt. Da nur hinten Stollen smd ft N<* Annahme, dast rt sich um Reitpferd« handelt als '«ch« m «achten Gbenfv mag rrchrig fetr bub Ne Tiere nn,rdest«us aus den . eiten de.- Z 0 iadrig e n Krieges frommen, da 1813 bic Straften unseres Dorfes schon so w,e beute liden unb man doch sich« lerne toten Gäule m die ©trefi* begrub. Grnes d« Hu seifen will man einem -NIM \ur Beuttv'.ung vorlegen Bei den vier Wkn lag eine Radel aus gelbem 7%«tifL das blitzblcnck glänzte scheint, datz diese Der Altc schüttelte oerstänbni»los ben weiften stopf. ,.2ior einer liwrtclftunbe," sagte er, „ba war ich weit von hier." Die Herren scharten sich um ihn. Als sie sein Entsetzen unb seine Verwirrung bemerkten, hatten sie die Hränfung ganz vergessen . Kommen Sic zu sich!“ sagte man zu Jean ..Sie sind ja konfus. Entsinnen 6k sich nicht mehr datz Sie nor einer Wertclftunbe hier gewesen Hnb9 Sie haben uns doch den ganzen *21 benb bebient." '.stachdcm ber Alte ein ®la» Wasser getrunken l>aik. fragte er: ..stamme ich zu spät?“ ..Wozu?", erwibene ber Wirt Zu ber Gesellschaft/' Die Herren sahen einander an. Ossenbar redete ber alte Mann irre. Der stonsul rüttelte ihn. „Sie (mb ja eben noch hier gewesen." wieberholte er. Verstört imb verständnislos ftnrrif ber Alte vor sich hin. Da mischte sich strag wieder in» Gespräch. ..Wann haben Eie da» Haus verlassen?" forschte er. ..Al» ich Ihren Bries bekam." erwiderte brr Alle, bem Konsul zunickend ..Meinen Bries?“ murmelte biefer. ,Hch weift nicht, roa» bu meinst." Aber Hebiom fragte ruhig weiter: ..Wieviel Uhr mar et ba*1" . „Fünf" war die Mntroort be-: Diener». , Unb seitdem bin ich nicht h er qrmekn." In biekm Augenblick hörten alle em Telephon in der Rahe klingeln Man melbeti Telephon für Herrn Asbchrn strag.“ . Da« mutz er ober — sie kin." AI» strag da» Zimmer verlieft herrschte ailge meine« Schweigen in ber Gesellschaft Dk Spannung ber Herren n>ir re habe, mit Herrn Detektiv Arvsörn strag zu sprechen. ..Wer »st da?" erkundigte sich 5tmg -D« Dieb", entgegnete die Stimme. Der Dieb?" Die Stimme lachte „Der Dieb". wi«d«choltc sie. Ich klingle an. um Sie daraus .luhnerffam zu machen, baft ber Ietonkasten bieder bem Oftmickvnn Hebt." Weicher Ietonkasten?" ..Der Spielkasten Aber nun tonn id) Ihnen lerne weiteren Mitteilungen machen. Ich beOouerr f«br. bah ich mich gejnxmgen sah. Den mterefsanten opiekibenb ad-zubrechen. Aber es blmb mir nicht» anderes übrig. Ich brauchte Geld " Da lachte auch Asbjörn strag. .Wer sind ok denn eigenRich'" fragte er Der Dieb", antwortete bw ehnwne wieder höchst ernst Aber hoben Sie Denn fernen Ramea?" ..Doch, ich habe ebenso wrir Ra men wie es lege m ber Woche gibt ifinen neuen *ur jeden lag." Wie heiften Sie bemi ^eute’" Heute ' erwiderte bk riimmi deute tzeifte ich 3e a n." Asbjörn strag .idle zusammen. Gr wolli. rtn>u« lagen, aber tat bicfem flugrnblKf mürbe adgeklin- gelt. und es war nicht» mehr zu Horen. Schnell lieft sich strag mit der Zentrale verbinden. gab ber r isephondame ba» verabrede», Zri- «den. ba» briogte haft bte Potzzei annel. unb bot fte «hn mir ber Rümmer zu perthrben. nwt ber er eben griprodren habe V» war brr leiephvnkiosk an brr City Batzoge Die stic»»kdome tmtmort* em Telephon Auf stvogs Frage erflärie sie eben sei rin fiert bogeroefffi unb habe tekephonierl Aber « sei anrter meggrgangen. Ob sie Iw beschretden l*inr'' owiolfwb .«• ist ein kotzichr- Sch-irtr 3d) freue mich Darauf tfm zu treten unb eine enterrtzoitte Unterredung imt ihm y. haben ’ stein er der fvrnrn dachte jetzt noch an» gart- gehen do zu waren alle zu sehr toi Anspruch ar- von,'nen oon dirien raste Haften tfreigniHen. tz,.- ftch Schlag auf c«Mon 'oigtrr Doch man verstand setzt ba» Ganze memger «M» st 8rag dagegen begann. ben .Zusammenhang yi ahnen llr ging zu bem alten Dimer hin Hoptte *m beriMgmb auf die Schütter und kigtr Ärmer Bursche' Sie mutzen sich ludXig erschreckt haben, nachdem Sie axagrri/fm wordra waren.' E» »Dar um fünf Uhr " axArrholte b« Diener, -wie ich Ihnen jagte " • Da» kann >t nunrn.' eniNberte strag. „web später sind 6k mch« hier geinesr«'" Rem. Ietter nicht sagte ber Dien«, „oder id> »ar nicht Herr meiner Bemeeingen.* Do» tonn ,ch verstehen Asto meuw hettw Wir haben heute ibenb alle bi« Lhr, «stadt tfr Bekaimsschcnt be» '»ihnen Diebe» je eeemen ' Iber wer Ht es bene’" fragte man een elien Seiten (Fortsetzung feig*.) Der Verkehr mit Fleisch und Fleischwaren.1 2ktcnnärrat in er hee Scherz getoefen, wurde rostenps! stenpslichtig verworfen: e» bleibt bei in das Zusammensetzung des Ausschusses, zunächst Belgien oder Deutschland, abgchal en werden Regelung der Beliefe, r Preise für Wieder der ®roft- und Klein auf den Menschen übertragbaren Anftcckangs- und Schniarotzerkranlheiten seit Einführung b> persönliche Erscheii.cn des Privatklägers angeordnet, so muh dieser in der Haupt Verhandlung erscheinen, auch wenn er sich durch chwn Rechtsanwalt vertreten läßt und dieser anwesend ifL Erscheint er nicht, so gilt seine Privatklage als zurüclgenonwien, und das Beriahren toitb auf seine Kosten eingestellt DaS mußte ein Kaut- Amtsgericht Giehen. • (Sieben. 14. 3unL Hat das Bench: Diele beziehen sich aus die iungssrage. jeftfefiung tK rcrfaufcr und den Schuty Die Ozeanflieqer in Frankfurt a. M. Frankfurt, 15. Juni. Einer Einladung psychische Hygiene «Jllentai Hygiene» einerseits eine Reihe psychiatrischer Einrichtungen freierer An. vsychiatrifche Kliniken und Polikliniken, Stabtafylc, ossen? Fürsorge. Arbeitstherapie. andererseits eigentlich? psychiatrische Prophylaxe z. B. Borbeugung von utdioidueller und Massen- ennubung durch offemliche Schtas- und Aube- Hallen, wie sie von Pros. Sommer schon 1902 vorgeschlagen wurden ferner Borbeugung des Ausbruch«-» von QV। |n*»fran f beiten bei vorhandener Anlage, psychische Hygiene der Erziehung. YÜdorge für die Zugendlichen besonders durch Psychotherapie u. a Die Beziehungen zu oerwarirter Bestrebungen im Gebiet der Kriminalität und des sozialen Redens werden berücksichtigt. v.u dem internationalen Organlsationsikom.tee gehören u. a. die drei Dorstandsmitglieder des deutschen Berbandes für psychische Hygiene. Pros Sommer. Gießen Prof Weyganbt. Hamburg und Obermebizinaliai Di Roemer. Karlsruhe. Luch wurde ein europäischer Vierer- Ausschuß eingesetzt. in den in der Versammlung der europäischen Dertrelei die Herren Dr iou - louse Direktor der psychiatrischen Klinik Paris. Dr. Genil-Perrin der Schnstleitei der Zeitschritt Prophylasie mentale. Prof Dr. Ley. Direktor der psychiatrischen Klinik in Brüss^. und Pro«. Sommer. Direktor der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen einstimmig gewählt wurden Die nächste Versammlung >vsl im Mai 1922 m Paris ftattlinben, jedoch ist eine Zentralisation in Frankreich nicht gegeben, sondern die Versammlungen können auch in anderen europäischen Ländern z. B. nach der Strafkammer Giehen. • (Sieben. 14. Juni. Die Berufung eines Kaufmanns von (Sieben, her wegen Zech- bet rugS vom Amtsgericht Laubach zu b i e i Tagen Des ängniS verunei t tvorben war. wurde verworfen, da der Angeklagte trotz ordnungsgemäßer Ladung zum Termin nicht erschienen war Zwei Zadrradhändlel waren vom Amls- aericht Ridda zu zwei und einer Woche (*i v i । ■ nis verurteilt worden wegen 21 l i e ft- egelbruchs Sie batten bei ihnen e Degen stände nach Entfernung der c^el veräuftert Auf ihre Berufiing wur- btc Strafen in Veld st rasen von 1 50 und 50 Mark uingewandelt. Skrasmildeind kamen in Betracht ihre Unbescholtenheit, sowie ihre bedrängte Vermögenslage ^tagiftrat# der Stakst Frankfurt folgend, trafen ’ieute nachmittag gegen 6 Uhr die beiden Ozean- Heger Ebamberlin und Öen ine in einem eiugzeug der Deutschen Lufthansa von Friedrichshafen über Stuttgart kommend auf dem hiesigen Flugplatz ein Oberbürgermeister Dr Land- mann begrüßte die Gäste in herzlicher Weise, das Publikum bereitete ihnen lebhafte Huldig'in- aeu Born Flugplatz begaben sich die beiden Amerikaner mit ihrem Ehrengeleite zum .Frankfurter Hof", wo am 2tt*enb zu ihren Ehren ein «Seftmabl ftattfand Hierbei feierte Oberbürgermeister Dr. Landmann die Väste. in deren Rainen der amerikanische KvMul dankte Anschlic- f»enh besuchten die Flieger die Ausstellung .Musik im Leben der Voller Donnerstag früh begeben fie sich über Hannover nach Bremen, um dort ihre aus Anienka lintreffenhen Frauen zu empfangen ten Angeklagten, wonach er damals keine Absicht zum Stehlen gehabt haben will, vielmehr sei es nur ein in sinnloser Trunkenheit gemachter . keinen Glauben. Die Berufung Bon Dr. K Stein. Seit Oktober 1924 belebt :m Kreise •leben e ne Polizeioerordnung welch- den kkrkchr mit Fletsch und allen übrigen von Tieren ber- ftammenben Fleischwaren regelt Die ,n der Betordnung erlaftenen Vorschriften gelten in erster Linie für Metzgereien dann aber auch für alle anderen Personen de sich gelegentlich mit Schlachtungen und Flei'chverkauf befaßen, flben- lo gut die betreffende Polizetverordnung für Fleisch-. .Fseifchwaren-. 7Mb* und •eilügelhand- lungen nanzministerium den Eindruck erweckt hat. ’m ft auch der T abakwarenhandel eine Reform der .inleidltch gewordenen Derhältnisfe un Zigaretten- rewerde erstrebt und gegen ein Eingreifen des UeichsfrnanzministeriumS nichts cintoenhen wird äs ist der Industrie brfannt. dah der Handel die garantierte Durchführung beftimmtcr Anträge zur Grundlage feines Einverstärrdnifses macht. ber erkannten Strafe von drei Monaten Gefängnis Ein Arbeiter aus Wetzlar erzielte das gleiche Aefultat mit seiner Berufung gegen daS Urteil erster Instanz. Er war wegen schweren Diebstahls zu fünf Monaten Gefängnis Derart eilt worden. Der Angeklagte, der immer in ber Küche seines Vermieters Wasser holte, würbe beschuldigt, bei dieser Gelegenheit Fleisch und Würste gestohlen zu haben, die bei einer Haussuchung auch teilweise bei dem Angeüagten vor gefunden wurden. Trotzdem ber Angeklagte auch jetzt hartnäckig jegliche Schulb bestritt, gelangte das Gericht angdichls des erdrückenden Deweismaterials zur Verwerfung der Berufung des Angeklagten. ixrkaufspreise. Die Industrie hat bestimmte Zulagen in der Richtung der Erfüllung vorgenannter Anträge gemacht. Der Handel muhte erwarten dah eine Vereinfachung der Verordnung des ReichssinanzmtnifierimrJ unb die Bekanntgabe neuer Preise solange unterbleibt, bis absolute Sicherungen für bte Durchführung mann aus Groften-Buseck erfahren, der euren dortigen Vanhtrirt wegen Be.e .ugung ivr- liagi haue Er edeyen nicht, vvwvhl da» ®e- r,ch'. £tunbe au» ihn wartete, unb lieft fein Ausbleiben auchingt taugliches Fleisch bars nur auf bei Freibank verkauft werden und trägt viereckige Stempel. Untaugliches Fleisch ist mit dreieckigem Stcnipcl gckennzeichnei GenustlauglichesPseri», sleisch trägt einen rechteckigen Stempel von und 2 Zentimeter Seitenlange mit der Ausschi" Pferd' Gast- und Spcisewirten ist übrigens nach dem Reichssletschbeschaugefeh du- Verwendung von Pferdefleisch nur mit Genehmigung bei Polizeibehörde gestattet Auch must in den ®e- schästsräurnen dieser Personen an ei iw in bie Augen sallenden Stelle durch deutlich-^ Anschlag bdonders erkennbar gemacht sein, dast Pferde- sleisch zur Verwendung kommt. Ob dies immer geschieht? Rachdem seit kern Erlast der Polizciveroid- nung bet ressend beit Verkehr nm Fleisch usw nunmehr fast Drei Jahre verflossen stnb. so haft das Bekanntsein aller Vorschriften wirklich vorausgesetzt werden darf, wird kiinstighin bei Vorgefundenen Mißständen rücksichtslos durchge- griffen werden. Die Allgcmcinl-eit Hal ein An- rechl daraus, für gutes Geld mb nach jeder Richtung Hin einwandfreier Ware beliefert zu werden. der Zusagen oorgetcgl sind. Der Verbandstag erwarte: von der Industrie, daß sie mit größter Bc'chkcunigung alle ausgesührten Punkte im engen Einvernehmen mit dem Handel durchsetzt Sollte sich der Handel in dieser Erwartung getäuscht sehen, »o ist der Kamps gegen die neuen Preise und besonders auch gegen die Verordnung des RiichSfinan.zminifteriums in schärsster Weise auszunchmen " Radel aus Gold beftebt Vicllcichr wirr zu er- wägen daß maa an dtekr Stelle einmal umfassendere Ausgrabungen pormmml. Mrcte Lauterbach. la. Lauterbach. 15. Juni. In den letzten Jahren w,rd unsere Iungviehweide nur noch rat’ Rindern beschickt Al» eine Folge Kr<»gos zeigten sich kurz nach dem Krieg unter Oem Fohlenheftand Anämie- ersche: n ungen. Dii Sohlen konnten im Herbst ihren Bef'tzern nichi zurückgegeben wer- veri, sondern mutzten av< ler Weide verbleiben 3m vergangen en Jahr wurden nun die letzten Fohlen, bie xum Teil schon Sjäftrig geworden waten, nerftrigrrt Um nicht erneut eine Ör- kranku -g unter dem Foh'.enbestand herbeizufuhien bleibt bte Weide in diesem Jahr für dir Ausnahme von Fohlen geschlossen. Vreufeen. itreie B)etzlar. t K ros dvrs. 15 Juni Rach wochenlanger Tätigkeit gehen nun die für diefes Jahr vor- adebenen Kanallsattonsarbeiten ihrem Ende entaegen. In Gleiberg ift bte ziemlich steil abfallende Hauptftrafze. bte im Winter bc« starker Vereisung fine stete Gefahr für die Passanten bildete, kanalisiert worden, unb in < ro1 borf die Schulstratzc unb der mittlere eil bet Hauptstraße Somit besitzt der grtbic keil unseres Ort« jetzt die Kanalisation D»e Arbeiten brachten den Arbeitslosen von hier und aus den umliegenden Dörfern für längere kit Beschäftigung. Auch mm Ausbau terfd) Vnrr Feldu'ege konnten Arbeitslok fingrfielU dwften Es ift begrüßenswert, daß man auf iXfk Weise der ArbeitSlvsiakil zu begegnen sucht- H Aus dem «reife Wetzlar. 15.Juni, kste in der Uortriegnzeit treff! id) orgamfterte d o n g r I i f d) c »1 c a u t n b it fdie auch in unkrm «rviic in den meiften Orten iftrc Ort»- gruppen befaß fall nunmehr wieder in» Leben treten. In den letzten Wochen find deshalb un «nfchlun und in Verbindung mit dem Jahre»- lest 6c» «rei»Dcrbanbc» Beratungen über den rotlhgi Es ist vorgekiien. eine 55-Lv-Motor- spritzc von den Mag,rusiveiken zu er merken. Die Kosten belaufen sich auf 21OLO Mk Es werd bannt gcrechnci daß die Hessische Brandverfiche- runasanftalt >der Anfchaffungskoston trogen '.rb. Kleine Straflammer Wetzlar. 12 Ein. Thefrau au» Lützellinden war in erster Instanz Amtsgericht Wetzlar wegen Hehlerei zu 35 M k Gelb st rase an Stelle von sieben Tagen Gefängnis verurteilt worden. Berufung hiergegen war fowohl seitens der An geklagt cn. als auch seitens ber Staat un- waltfchasi cingeUgt worben. Auch biesmal Iah bas Gericht bte Angeklagte der Ihr $ur Last gelegten Ta» wonach sie etwa 200 Eier, die aus Diebstählen herrührten angetaufl und weiterverkauft haue, als überfuhrt an unb erfannte auf die gleiche Strufe wie in erster Instanz. Ein 2lrixn 1 er aus Qlauborn hatte ba» erstinftanzliche Urteil, ba» wegen Fahrrabbteb- stahls auf brei Monate Gefängnis lautete, angefochten Das Gericht fchenkic aber den Angaben bes wegen bes gleichen Deliktes schon vorbestraf- Wirtschaft. Keine Aenderung der Gold- polikik der Reichsbank. Die vpn der Reichsbank verfolgte Gold- Politik hat fich trotz der in der letzten Seit erfolgten (Soldabgaben rtljt grundsätzlich geändert Die Reichsbank verfügt jetzt über einen dedeutrn- den Goldvvrrat. der an und für sich höher als vor dem Krieg« (1815,6 Mill. Mk cm 31. Mai 1927 gegen einen I ah res durch« chnitt 1913 vdv 1351 Mill. Mark Dabei ist allerdings *u beachten. daß vor dem Kriege im freien Verkehr eine grob« Goldreserve vorhanden toa b; Umlauf an Goldmünzen wirb für be borr. j' j > Zeil auf rund 2750 Mill. Mk geschä.v 7'ce ift jetzt nicht myhr dyr Fall, und die Reichsbank hak nicht die Abficht, den gegenwärtigen Suftanb zu ändern Aeue Goldmünzen find b-S jetzt nicht grprägt worden. Die Folge ift. daß. roährend früher der auhetfjalb der Dank befindliche Goldrorrat a's erste Verteidigungslinie dienen konnte, diese S:» 'rrve jetzt nicht nvhr besteht und daher Berichie- bungen in der Zahlungsbilanz eher al» früher durch den Gold- und Devifenvorrat der Reich»* bank oufgefangen werden muffen Daß der Vorrat an Gold und Derufen im De- flh der Aeich»bank jetzt einen Io viel höheren Pro* zcntfah an Gold aufweist, rührt nicht daher, daß die Veichsbank ihre im vorigen Jahre betriebene Politik der Umwandlung von Devisen in Gold 'ortgefetzt hat Da» geänderte Verhältnis ift vor allem dem sehr bedeutenden Dev'.«enobfluh der letzten Monate zuzufchreiben Obwohl g.'etzüch für bi« Reichsbank noch kein« Sinlöfungspflichl ihrer Vanknoten in Gold besteht, hat da» Direktorium Iich trotzdem in diesem Punkte kategorisch lest» gelegt. Denn in dem Verwalkunislx-rtcht der Kcichsbank heißt es ausdrücklich, bah sie feiblt- verständlich nicht zögern wird, sür Zahlungszwecke wenn die Mechselkiirsgeftaltung es notwendig '"acht. Gold zur Verfügung »u stellen. Daher die Goldabgaben der Reichsbank 3n dem Verhalten der Reichsbank beim Ankauf von Gold >st kein? Aenderung ein getreten '*1 u d) in Frankfurt i m Juli und August keine Samrtagsbörfe. Nachdem der Börsenoorstand Berlin die Frankfurter Anregung zur Schließung der samstagbborfe in den Monaten Juli und Auauft für Berlin ousgegrisfen hat- macht der Frankfurter Börfenoarstond nun- mehr bekannt, daß in diesen beiden Monaten auch in Frankfurt an den Samstagen keine Börsenoer. fammlungen stattfinden. Frankfurter Da„gesellichafl A. - ©. 3n der gestrigen ordentlichen General- versaniinlung kam e» wegen des bekennten Koh- lenselderankaufs der Gefellfchaft noch einmal zu einer Kontroverse. Au» der Versammlung her- au« wurde der angeblich zu hohe Ankaufspreis der Felder kritisiert und in Jtoetfd gezogen, ob es überhaupt notwendig gewesen wäre, diesen Kaus zu tätigen Sn seiner Eigenschaft al» Vorsitzender des Auffichtsrats führt Oberbürgermeister Dr. Landmann u. a. folgendes au»: Gegenüber den Vestrebungen der Kohlenverwertungs- A -G. habe es die Verwaltung der Frankfurter GaSgesellschaft für erforderlich erachtet, sich für Ne Zukunft eine Kohlcnbasis zu sichern, um dadurch auch gleichzeitig die Vorteile des Selbst- vezuges zu genießen. Durch den mit dein Rhei- 'lisch-Westfälischen Elektrizitätswerk getätigten Vertrag, der noch bi» zum Jahre 1929 Gültigkeit bab«, beziehe man zwar gegenwärtig noch die Kohle zum StzndikatSpreiS. aber es sei sehr wahr- scheinlich, daft die» nach Ablaus des Vertrages nicht mehr gefchehen könne, zum mindesten müsse daran gezb feit werden. Die Kohlenselder feien natürlich aiart auf gut Glück gekauft worden, sondern die Frankfurter GasgeseUfchast habe sich gemeinschaftlich mit der Stadt Köln aus das sorgfältigste informiert über die Rentabilität der angekausten Felder. Die besten Sachverftändigeii ssien zu bickm 3wecke herangezogen worden, und diele Hafen nach vorfichtigster Pr-.ifung ter in äsrage stehenden Felder bi« Erklärung abgegeben, daß der Abbau rentabel sein werde Daß die Stadt Düsseldorf von der angebotencn Option keinen Gebrauch gemacht habe, sei kein Veweis dasür. daß der Ankauf nicht empfehlenswert gewesen sei. Mebrigen» hätte die Stadtverwaltung von Düsseldorf gerne von der Option Gebrauch gemacht, und nur die Stadt verordnet entvrsamin- Jung Düsseldorfs hätte das Projekt abgelehnt. Auf eine Anfrage, warum daS Vezugsrecht der Aktionäre bei der jüngsten Ausgabe von 5 Millionen neuer Aktien ausgeschlossen worden sei, wurde von feiten der Verwaltung erklärt, daß gelegentlich der Verschmelzung mit dem Offenbacher Dastrerk man sich diesem gegenüber verpflichtet hätte, es mit 20 Prozent zu beteiligen Darauf wurden die Regularien genehmigt, die die Verteilung einer Dividende von 7 Prozent auf 20 Millionen LNark Aktienkapital vorsehen. 88 542 Mark werden auf neue Rechnung vorgetragen. Aus dem Geschäftsbericht gebt hervor past die Gasabgabe von 70 Millionen aus 73 Millionen Kubikmeter gestiegen ist Die Gesellschaft log hinfichtllch des verbrauche- von 166 Kubikmeter auf den Kops der Bevölkerung 1026 an der Spitze aller deutschen Städte gleidxi Droste Auf di« gute Konjunktur de» Reben- Produktenmarktes fet es zurückzufuhren. daß das Vefchäftser.v'lnns des Jahres 1926 tron einer leit April eingetretenen Gaspreisi'erbilligung Ne Ausschüttung einer Dividend« von 7 Prozent er- mögliche. Auch die verschiedenen Dochtergesell- Ichosten hätten zusriedenstellend gearbeitet Der Betrieb der Vraunkohlengrubc Ge- We r k s ch a s t Friedrich in Hungen (Cber- vrssen) wurde im Berichtsjahr noch nicht aus- genommen Jntellcn wurden im Zusammenhang mit der Studiengesellschast zur l>estmdglichen Verwertung der oberhessischen Braunkohle, deren ySSiPi i? Händen der Frankfurter Gas- gefelstchaft A.-G liegt. Vorarbeit:n getroffen, um die Wiederaufnahme des Betriebe, im kom- n.*11 i äu ermöglichen Die Stu- diengefellfchoft Hot während des Berichtsjahres mehrere l>etriebsinäftige Versuche durchaeführt »lMt*52DCt^rTCr brr Frage der Brann- od en chnv ung und Verwendung von Braun- » ?„rbc,lm tw 6tuhten«f,n. J'”' IWrtrn 5ur 3u1ft,lluna etnrt ’Prokft»« ter Ikrwrrtuna ter otertentfim Braunkohlen vorkomn^ns 'MaschinenbaugcsellschastKarls- r u t e. Da» Geschäftsjahr der GeteU'chast schließt per 31. Dezember 1926 mit einem Verlust von 1 399 000,49 RM ab. Das ungünstige Srgcbnis 'st daraus zurückzusühren. dost die Hauptfabri- kafon der Gesellschaft, der Lvkvmot^'bau, in- ' 5.gc Ce-eOtelOCR® lC." I :räger. stark darniederliegt und hast auch in den übrigen Fabrikat onszwe gen der Werke die Br* fchä^ngung infolge der ongememtn W.rtlcha:3- läge unbefn:Jifl«nb war. Ferner haben erheb- lichr Auftrendunzen < •: ^ur Durchbildung von ReukonAuktionen, speziell im S;dd-Sfo?omct d* -'au sowie zur Umstellung au' neue Fabrikat.ons- ge gemach: wurden nicht unwescntlich zu dem B.riustergebni» beigetragen Der Auf ir.Atat fam nach eingehender Prüfung aller Derhältn.'fe zu der Ansicht, dah sich, um bas Unternehmer. u;.eber aus eine gefunde Grundlage zu stellen, i-.ne San.erung i ch: vermeiden laste, und dah es r.cht.g ist dies« nicht auf die B«'«»ngurig de» jetzt vorliegenden Verluste» zu befchränlen. sondern gieichzeitig ein* Ä er re hur der in der Goldmarkvilan, für Immobilien und Malchmen ufw ongesetzien Ziffern vorzunehmLn rachbe.i f'ch der .'jcrächcnzeit gezeigt hat dah lich bie b.shrrigen Bilanzwerte auch nicht mit den vor- absichtlich in Zukunft erzielbaren SrtrLgmlsen in Qintiang bringen lassen. Aue diesen Erwägungen heraus hat der AR delchlobrn da» jetzige Liaminah enkapital von 6 850 000 AM im Ver- tz^ltnis von 5:2 zusammenzulegen Der hier entsteht ndc Buchgewinn soll zur Tilgung des Ver- lüfte« per 31 Dezember mit 1 399 010,49 RM zur Dotierung eines gefehiichen Rciervesvnds mit 274 000 AM verwendet werden wahrend der Rest zu Abschreibungen auf Gebaute Ha» 14) r* n usw. sowie für allgemeine Rückstellungen Verwendung ftnten soll. Ls ift in Aussicht genommen. zu gceignter Zeit den Kapitalmarkt zur Vefchaffung neuer Betriebsmittel in Anspruch zu nehmen Im neuen Geschäftsjahr hat Ich der Auftrage:.iigang gebelfert Io dah die Beleg- schal; wesentlich verstärkt werden konnte Zur Zeit ift da» Werk auf vier Monate hinau» mit Aufträgen versehen Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) Ürtitffwrt o.W. Änki6t.Bb(dfang Rr 1-30000 do- Sr. 3n00i-/jOrjDO do. ohne tzaslofuna^echk Tentldx Cparprnmimanltiy TeoVLr loflar-Hnt. */« Sodfürtm......... W. wolömcntanCT ..... Vertüier Handrltaefellschast. li riir.men* und Irttxn-yant. larnrtL nnb Rational dank . Tttrt1(6t Baut....... 'Skonto ‘>"ommanbü . . . 2rti6ncr Bent M» lall dank MMrNxiMch« TirdikLank. . fr?.75 163.5 161 162 16-'.:. 161,5 1'9.15 16-' 16.' 162/1 161 I6i.:, 143,25 141 141 144 ZOO —• 202.75 S5 • ■# 8.9.'. *.65 167.5 — 168 168 — — — _ 111.5 114 III 113 •• * •— 160.5 — 16* 7 5 171,7.5 195.75 199.75 H'3.5 rw.75 169 75 170 169.75 169.5 170 172 5 171 172 72. ?5 w. 72.5 73 176,5 179.5 176 4 180 127 131 127,62 1.3(1 07,75 — 94,25 125 137 125,4 126.76 2541.5 .16 258.4 »6.5 191,5 19b 191.75 195.5 IM 161 16') 161,3 11* — 140.75 140,25 141.25 136 137,5 1 5.5 137 136,75 138.25 I 6 128.25 ISO • 180.25 187.75 180 184 5 — — 99 — 126,5 127 127.4 125,5 — 74.5 — 274,5 278 273.5 278,5 T» >1.5 90.9 91 203 5 173.75 177,25 172.75 177,25 176 178.5 175 176 75 16* 173 167.25 171 190 196 190 189.75 129 5 — 174 175 5 170,5 176 753 259 252.75 260.25 138.5 128 126.5 128 75 112 117 114 116 23,9 — — ■» 1 — —» ** 20 — ■ 69.5 — — * 1*3,5 1*5,5 * 111.5 _ 113,5 — 73 — 73.3 _ — — IW 190 ISA 190 -78.75 277 284 Dediseamarkl Scrfin—5'ranffnrt a. UL Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) Banknoten. 15. Juni. 16. JMit. timilichk Dotierung timNiche Ronerana »ruf (»elk. tznili - ‘Holl ld*,'*i "'9,24 168.9.' Ib'i, .6 IHitn Hirt» 1,78* 1.79.' 1.78* 1,791 WL-rtnim SM.li.’ >8.655 >8.53 58.63 lEbnfHniüo ito.yj IW.21 HJ8.9I IW. 16 ffomUxwrr >12,7.' 113,9? (12.21 112,91 €"L-Kft)olm (11,81 111,1J 113.91 113,11 telfinafor» 5kalten. . 10,613 23,54 10,6)3 23,58 iU,6U* 23.40 10.638 23,44 ürtibon. . . 0,475 0.515 U.4. .1.51 Rravoek . . 1.2155 4.2235 4.345 4,223 . 16,51 16.55 16.505 16,545 e1.28 -9,41 >9.285 50.405 l.'.4» <3.51 13,487 13,507 © . ■.4<6 .'.420 7.407 7,431 Vvdavell. ■J.4b 71,00 73.46 73,60 Fu! - inrn ..»47 3.053 >.047 3,65 KWabon . tO,7N to.-u .14,78 •),$Z Tonilfi Ronft Niti! »1,43 »1,58 *1.3* 81,55 •'.JU :,2u; 4,193 .',197 ti i te. i. . 5.694 5.706 1.664 »'«78 IcnatM llra uay ■ 4,213 4,331 4.3.4 4,216 4.334 4.118 Ifltro 1.0 1.04 .'4.00 <1.04 Perlte. 15 Imu Sekd | tUnrrttartKSf Veeee..... #viatf<6e "koecn ........ r.iwt'<6< Roten ....... äi:ohM)r «»Lu........ Sm;-.» ■■-OrftrrT . 4 ioo Erour, XuuMm'cte Raren...... dk'che Roleo...... »tetra "i 11 -- Ur | 1.50 lU. 7« ei.t» n.w 11. <6 t, en Nl.58 111.52 4J.ll lu..- | MU Ketch^bankbtekont 6 ProjenL CombarbilnMafi 7 Prozent 1.53 »U.N 71.S* Brie' t.tti M.C Ul.« »,ia p'.i ■ lM.ll o.m 6UJi,4.kr k?«/»,». Frankfurt a M. 16 3unL Teudsoz lehr freundlich Die i f e k t e n b S r s e lag in- ♦olg< der verschiedenen Rachrichten zum erstenmal seit langem wieder angeregt und fest. Die Tatlache, daß die Reichsbank ihre Mast- i.-hmen vom 12. 2Hai al» erreicht betrachte:, lo- wie Ausführungen von Grohbankb«richten über das Inhalten der wirtschaftlichen .Konjunktur ch! ehlich Betrachtungen über die Drvidender:- frage für zahlreiche erste Werte deren Kurs unter der heutig.n normalen Verzinsung liegt, brachten einen stärkeren Aufschwung Die Vaissiers gingen ralch zur Deckung über, was hhr viel zur Gefchäftsbelebung beitrug Wenn durch diese Momente d <- Stimmung früherer Hauffetage sich nicht durchletzen konnte Io find es noch die bisher wirkenden Gründe d,e Vorgänge am Geldmarkt und dir Befürchtung einer bringen englischen Diskonterhöhung die natur- gemun den Zufluh von Auslandgeld nach Deutschland hemmen würden 2m Geldmarkt ist -L'rgesgeld zwar leicht mit 5 Prozent Monats- Seld jedoch unverändert angelpannt b< 6.75 lä» 6.75. Pnvatdiskont 5. Darenwechlel 5L5 t i» 5.75 Prozent Am Devtlenmarkt lagen Madrid und Mailand etwa» leichter D.e Mark gegenüber dem Dollar etwas fester Bon Termin v « r t e n waren es in erster 2in:e die Farben-2ktien und chre Konzernwett« Ah«instahl und Rieoeck. 84t um 5 Prozent et» böht lagen Rkontanwerte muhten stärker cingtbeut werden und err. -chten Kur,e.Höhungen für Mannesmann um 6 Prozent. Harpener um 8 , Prozent Rheinifche Braunkohlen um 11 Prozent. Olle um 4 Prozent. Kali-2kt en um 4' , Prozent höher. Drohbankwertc lebhafter und sämtlich bis 3 Prozent fester Schiffahrtswertc ruhiger und g!.-ichlali^ freundlicher 2m ^lektromarkt konnten ASG. elektrische Lieferungen. Siemen» u Halsie um 7' , Proze n Stuckert um 1 .. Vicht und 54raft um 5, Bergmann um 3 Prozent anz.ehen. Von Zell stoffwerten Waldhof im Verlauf« 10 Prozent. Aschaffenburg 5 Prozent höher Autvmobilwerte und Mafchinenwerte leicht anziehend. Holzdest'llationswerte ale'chfall» freundlicher. Der Anleihemarkt lag fester Schutzgebiet« 10.4 Fr « md « Renten bei ruhigem Geschäft ebenfalls fester. Der Börlenoer- lauf wurde zwar ruhiger, behauptete jedoch ferne feste Grundstimmung berliner Vorsc. Verlin, 16 Juni. Di« heutig« Börse brachte «inen gewissen Umschwung der Tendenz, die von einer Mitteilung der Reichsbank über die Beendigung der Reportgeldein- z i « h u n g ausging. 3n einer Konferenz des Verlmer Börsenvoritande». des Staatskvmmiffars an der Berliner Börse und des Reichsbank- Präsidenten ift feftgeftellt worden, dah die Re- Pvrtgeldeinziehungen schon jetzt bis zu 50 Proz. betragen und damit das Ziel dec Reichs- banfmabnabmen erreicht sei Die Börse «ntnahnl daraus, dah die Reichsbank beruhigend auf die Besitzer von Wertpapieren einwirken wolle und nicht abermalige 2eftruftionm bev Börsenbesitzer veranlassen wolle JnMgebcHen falj sich die Spekulafton zur Gindeckung ihrer inzwischen erheblich angetvachfenen vailfe-Giig-i- ffytoungen. Die Tendenz konnte eine krästig« Beseftigung ersahren. zumal an ver- Ichiedenen Xerminaftienmdrften ein gröberes Verlangen bestand Der erste amtliche Kurs log durchweg um einige Prozente über dem SchIuh- Niveau der MittwvchSbörs«. Sine grobe Anzahl von Papieren stiegen um 5 bi» 9 Prozent und mehr Vereinigt« Glanzstoss gewannen um 21.5 Prozent. Lemberg um 15 Prozent. Ostwerke um 13 Prozent. Schultheiß um 12.25 Prozent <3ine freundliche Aufnahme fand auch die Feststellung der Discontvgeselllä-aft mit ihrem neuesten WirtschaftSbericht. dah di« befriedigende BefestigungSlage in der Jnbuftrie fort bauere. Oinc Hausscstimmung kam aber trotz biefer günstigen Haltung nicht auf. ba immer noch genügend Gesichtspunkte vvrliegen, die eine allmählich« und vvrfichtige AuswärtSvewegung angebracht erscheinen lassen. So hemmte namentlich bie Befürchtung einer englischen Diskonterhöhung bas Sin- gehen von bcbcuienberen Grobengagements. Zur Vorsicht inahntc auch die vage am Berliner Terminmarkt Für Monat»geld stellte sich eine weitere Verknappung ein. bie ein Anziehen der Sätze auf 5 bi» 9 Prozent zur Folg« hatte. Tagesaeld ist jedoch um 4 bis 6 Prozent angebvten Warenwechsel mit Grob- bankgiros wurden mit 5J5 biS 5.75 Prozent und vereinzelt auch noch darunter diskontiert. Am D e ü i f e n m a r 11 veränderte fich ber Kurs der führenden europäi'chen Valuten auch heute kaum. Der Dollarkurs ging bei einer geringen Steigerung des Angebots auf 4.2192 zurück. Urankfurtcr U-’irciocbjrie. Frankfurt, 16. Juni. Ss wurden notiert Welzen IWetterauer) 21 25 bis 31.50 Mk. Roggen (InL) 29.25 bis 29,50. Hafer (int.) 26. Hafer iausl I 24.25 bis 26.50, Mais igelb) 19. Weizen- mehl (InL. Spezial 0) 42 bi» 42.25. Roggenmehl 39J5 bis 40, Weizenkleie 13.25. Roggen- kl eie 16 bi» 16.25. — Tendenz: Stetig Frankfurter Zchlachtviehmarkt. Frankfurt a. M. 16. Jun- Austrieb: 74 Rinder. 1 Kuh. 811 Kälber. 114 Schate 993 Schweine v» kosteten Kälber, beste Mast- und Saugkälber 75 bi» 80. mittlere Mast- und Saugkälber 66 bi» 74. geringe Kälber 60 bi» 65; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämwel 1. Weidemaft 50 bi» 55 mittlere Mastlämmer. ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bl» 49; Schweine vvll'le.sch^e Schweine von ca 240 bi» 300 Pfd Lebendgewicht 58 bi» 60. vollftrischige Schweine von ca. 200 bi» 240 Pfd Lebendgewicht 60 bis 61. vollfleischige Schweine mm ca. 160 bi» 200 Psd Lebendgewicht 60 bi» 61. fleischige Schweine von ca 120 bl» 160 Pfd Lebendgew.cht 56 bt» 50 Maritverlauf Jm Viehverkauf schlechtes Geschäft. Bei Schweinen mMge des zu starken Angebotes Ueberftonb Berliner Produktenbörse. Berlin, 15. 3uni. Di« Tendenz ist wiederum auf der ganzen Linie al« äußerst ruhig anzulprechen Die ermäßigten Forderungen des Auslände», andererseits aber die Ichlechtc Witte- rung zwingen sowohl die Signer al« auch die Hänbler, recht vorsichtig vorzugehen. Di« ersten Roklerungen brachten für 3ullweizen «inen 2üd- gjnfl von 2— Mark September wurde 0.50 Dari niedriger. Oktober 0.50 Mark fester Aoggen bei mehr herauskommenven Angeboten in neuer Inkandware für welch« bie Fvrbe-- > j ..eg.n un.*c:unk*tt. Ha'«r •- ttätrtt die lonnigen Marktgebiete unterliegen ebenfalls der 'chwachen Tenden» Ss np- Herten 10CO Äilrgrarnrr. Roggen 280 bis 282; £:n:r.ierger*ie 24! 6 s 275 Winiergcrstc 24L ki'cher 254 bis 2c0. Ma s lo.v Berlin. 192 di» 193 । !00 Kilogramm Weizenmezl 37L0 bis 33J5O. Rrggenm.h! 35 75 bis 37.75 Wei- ler.nt.e 15 bi» 15 25; RoggenLcie 18 L itoria- erbfen 42 bis 55 Heine Lpeileerbfen 27 bi» 30 5*tiertrbfai 22 bis 23 Pelu'chken 20 bt« 22 Ackerbohnen 21 bi» 23 Wicken 22 bi» 2430 Lupinen, blau 15 bi» !k Lupinen gelb 'S bi» IS Rap»kuchen 15 40 bis 15.80 Le-nkuchen 19 90 bi« 20 rrvckenfchn.tzel 12 cO bi» 13^0. Sroa'Lro: 19JO bi» 20. ÄarteHdfledcn 31.60 bis 31 80 Mark Buntes Allerlei. Raubmord bei Wiemar Jn der G.gend von W:»mar i Mecklenburg' fand man etwa fünf Meter von einem Landwege entfernt auf dein Felde bie veich« bc« Gutsfekretür» St roßki rch v?n dem an ber Ost'eeküst« gelegenen Gute Hod«n-Dle«chenberi. Stwa 70C Mark Lohngelder bt# ber Genannte von ber Lank in Wismar geholt haue, waren dem Tote:, geraubt Allem Anfchein nach liegt Raubmord vor Rach den bisher'- gen Ermittlungen wurde Strvdkirch mu c.nrm Knüppel c rf »lagen Per Duril bei 30 Grob im Schatten. «Sin« Berliner grof« ÄonfcfnorJftnna beauftragte einen Hausdiener für 5030 Mark Modellkleiker tu verpacken und die Paket« bt- für Abnehmer :n Köln. Frankfurt a.M u'w bestimmt waren, auf bit J vst zu bringen. Der Hausdiener gab bte Pakeie aber auf ben Bahn- bt«fe adzubvlen und m G«lb und Getränke umzutetzen Jnzwifchen batte die.itrma die ÄrtmipalpcIUci noc bnr Ausbleiben de« Hausdieners benachrichtigt Dir rahndun^ve- amten konnten bcc ga-rz« Zechge'etlfchast f ebne b m e n und bie noch nicht tx-rfauhm Riodell- »eibtr im Werte von 3000 Mk l-richiognahmen. kirchliche Nachrichten. Ilraelitilch« Gemeinden. Gottesbienst ber tfr. Religionsgekellfchast. Sabbatteler den 18. Juni 1927. Freitag abend 7 45, Samsiag vormittag 8 00, nachmittag 4.30. Sabdaiausgang 9 40 Wochen- gottesbienst: morgen» 6.15. abend» 7.15. Eingesandt. i Für Form und onaaii aller unter dieser Rubrik stehenden Aitikel ubcr.iimint die Redaktion h«,n Publikum gegenüber k. > e, Veraniwortung.j Spiel- und lummriplätz« sür d,e Jugend Spielplatz« für btt Äteuilten mit Sandhaufen find zwar in ben Anlagen vorhandet, ober Rasenflächen tehien. bie hon den Kindern betreten werden dürfen wttsiez. B. in den Badeanstalten vorhMtdtn find, auf denen sich fr« Kinder tummeln, auf denen he Ball Ipteten Kreisspiel« vornehmen. Purzelbäume oder Rad schlagen, ober sich auch nur lang aueftvrrfen imh hon ber Somie befd>etnen lassen fhnnm. Der Senkender hat sich unlängst mit nKbrercn Gruppen hon Kindern in der .Friebiichstrof^ di, in Srmangelung geeigneter Spielgriegen ,. g llnsua herübt hatten unterhalten, habet beklagten sich bte Kinder darüber, daß sie keinen Ralen- platz zum Spielen und Tummelnbätten. ba» Betreten der Rafenslächen an der 4;'«..- babnbrüde. vor ber AugettNinil und auch aus dem Zimmern,aiinSvlatze der schönen Aussicht auch da» Balllbielen auf der Straße, wäre ihnen herboten. Ginfender hat den Ämtern vei- fprochen. öffentlich anzuregen, ob ihnen nicht hier oder ba eine Raten fläche zum Spielen zur Verfügung gestellt werten könnte. Sollten die ehemals Wlnnschen und Leiizschen Grundstü'le. Scke Friedrichstraße und Wetzlarer Weg bi.1 nicht bebaut werten Dürfen, unb auf denen j«nt Kartoffeln und Kohl gezogen werten. Nicht zu bttfem Zweck« von der Stadt angekauft und in Tumm«l- Plätze für dte 3ugend mit Rafenflachen um* gewandelt toeröen können? Oder wenigsten» nne» biefer Grundstück«? Des Danke» ter Ämter könnte sich ter Stadtverwaltung versichert halten. Sin- f enter bittet aus den, Seltersberg mit sei nun vielen Kintet einen Anfang damit zu machen, im Bewährungsfalle könnte dieselbe Sinnchiung auch in anderen Stadtteilen getroffen Otten. 3m Winter fehlen nahegelegen« Rodelplätze. di« vi«lleicht in Verbindung damit geschaffen werten könnten, auf abschüffigen Straßen rodelnde Kinder geraten immer wieder mit ter Polizei in Konflikt Sin Slnwohner in ber Friedrichstraße Rundfunk-Programm bt< Frankfurter Senders. (Aos der.Hablo-11 mfcfrni*.) Jrrilag. 17. 3anL 16.3«i bi» 17.4a Uhr: Hausfrauen'Nachmittag, veranstaltet vom Hau es rauen oerrin Franksun a M. 17.45 bie 18.05 Uhr Die Les,stund, H 15 bie in 45 Uhr: ..Johann Heinrich ^«flaloui und brr Staate* aedank,-. Vortrag von Dr. Ludwig Vogel. 1*» t5 Die 19.15 Uhr Da» Franksurirr Sladtarch'v", Vortrag non Archindirekiar Dr. Änpperebrrg. 19.15 bie 19.45 Uhr Ztal'entscher Sprachunterricht. S» 15 Uhr (Baftfpiri der Älpenlandilchen volkebuhne Graz: „Sin Abend m den steinichen Bergen^. Än- schließend: SpLtkonzrri bee haueordKftrr«: Richard ’&kiantr. Sprechstnuden der Redaktion. 12 bie 1 Uhr ml klage. 5 bie 7 Uhr nadimlttaga Sametag nachmittag strich losten J6f unverlangt cngefanblc Manuskripte obnr telgesSgtee Rückporto wird frinr Gewähr übernommen - "au |H 8 g, find lediglich en dir Geschsstestellr ju richten verantwortlich für da» nruiQrton: I. v. Dr. Fr. v. L n n g r. (Ein Prachttiind! Ja. Kufeke n^fi rcht?7T7tl