Nr. 39 Erstes Blatt 177. Jahrgang Mittwoch, 16. Zebruar 1927 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen t*m Dtrlog: vr«HI',cht U*i»erfitäts.Bid>. xn6 $tetm>ni3 Uhr wütet in den ausgedehnten Kellerräumen der Herderschen Verlagsbuchhandlung ein Grvßfeuer, daS in Den aufgcstapelten alten Büchern und Der Makulatur reiche Rahrung finDet. Die Rauchentwick- l u n g ist so stark, daß eS der Feuerwehr trotz der Rauchmasken nicht möglich ist, über die Kellertreppe an den Bandherd zu gelangen. Dui.stig, zeitweise wolkig, Temperaturen um 0 Grab, vorwiegend trocken. Gestrige Tagestemperaturen Marimum: 5,5 Grad Celsius, Minimum: 1,9 Grad Celsius. lldwn der ganze Flügel, der Im Q 3 und 6 Billige Zische! Tuchen lM9b .. . , । । flObl. Zimmer Vermietungen I' 'iahe v. nmoetfuä! - - ' tu vermieten Ult® il/firbninif Ltevbairstr. 2v ll. /a < < D Vermietungen, Lehrling Werkstatt ninbeiienr ^elunbareife. Prtniareiie , s* e-» , 1 um mindestens Tekundarelsc. Prtniareiie ^enftnbt 57 rcr DRUCKSACHEN >nWroqeri RDB Kinder auf der 91 f enbo 6 n Hebet die Bestimmungen, die für die Beförderung von Kindern auf der Otfcnbafm gelten, bc- 2c- be- für biS der bevorzugt. Borläufia nur fcbriftL Angebote ©eotg WW (Soll, 'hniengeieiiidjoit. anfpruchl wird, unentgeltlich befördert; Kinder vom vollendeten vierten Lebensjahre L Schulstr. mieten. Näheres bei I alter Art liefert die Werfer, 2andgra> Bruhl’sche Drucker« stehl vielfach beim Publikum noch grobe Hn- Narhcit. Aach der SisenbahnverkehrSordnung werden Kinder bi» zum vollendeten vierten benSjahrc. für die ein befonberer Platz nicht -um vollendeten zehnten Lebensjahre ist halbe Fahrpreis zu entrichten, darüber hinaus gelten die allgemein gültigen Fahrpreise. Mitunter versuchen die Reisenden, die Zahlung Sie IiusEd H niclil mehr nach Gebrauch von Karns starken Euk. Mentholbonbons fHustentropfen oder Hustentee. _______ 1270c deö ordnungsmäßigen Fahrgeldes zu umgehen. Bei einem derartigen Verhalten dürfen sich die Reisenden dann nicht wundern, wenn ein erhöhte» Fahrgeld von Ihnen cingezogen wird. Die Maul - und Klauenseuche ist In Dietzen in dem Gehöfte de» Kohlenhändler» Klinkei, Bahnhofstraße, abgelrllt. B«- odachtungZgebiet ist daher au'geho en worden, jedoch bleibt da» Dchöst Klinke.o nach wie vor Sperrgebiet. Erloschen ift die Seuche in Rod- beim vor der Höhe (Kreis Friedberg) und In Igelhausen bei Glashütten (Kreis Schotten). In Kefenrod (KrciS Büdingen) Ist der AuSbruch der Seuche amtlich festgestellt worden. urotten, geräucherte Gchellfiichc 'startnaden . bVher'To'C O.so Butter, Eier und Häse stets frisch und billigst L. G. Minheim Babnllosstr.SS c Telephon 66 Warum husten Sie, wenn Sie in Ms elliken Soöener mineral wnen ein casflejeldjnetes mifiei dagegen Haben? ,u,ss Gasherde Runter * Ruh — Gaggeuau In größter AuSwadi BnöoOööioer, maOtorltL 35 Erleichterte Zahlungsbedingungen Auf Wunsch Ratenzahlungen. 85» i. ft. 0.48, 0.65 . 0.35, 0.45 0.35 .......0.« .......... 0.75 ........0.S5 0.85 is. Autoverkehr (Ziehen — Steinbach — A l b a ch. Der Autoverkehr zwischen Albach— Steinbach—Gießen wurde jetzt durch die Firma Aßmann & Schneider. Gießen, ausgenommen. Die Strecke wird täglich fünfmal gefahren: ab Albach 6.15 Uhr, 7.15 Uhr 9 Uhr vormittags, - -- 3 Uhr nachmittags, Endstation Gießen, Lub- z. Die Abfahrzeiten ab Gießen sind 6.40 Uhr. WissenSieschon »er am besten und billigsten Ihre «lml- lichen St ah [waren schleift? - Spezialität Kaeler-. Wolf-, flaechlnenmeweer und Kat IcemOhlen. 15521) Otto Heyder, Wetzsteingasse 8. nutzen kann Der Wagen war schon bei diesen Fahrten am ersten Tage überfüllt. * Da» Gießener Braunsteinbergwerk, da- bekanntlich .m Jahre 1921 infolge Streiks der Belegschaft stillgelegt wurde. Ende wlasplatz ______________ «.M Uhr norm., 2 Uhr, 5.30 Uhr, 6.80 Uhr narfjm. Die beiden ersten Fahrten morgens nach (Biegen jowle die beiden leftten abends von Gießen find jo gelegt, daß jeder Arbeiter bequem das Auto be lutes Ist Professor Dr. V a n f e I o m , der abmech feind mit den Professoren Dr Borgmann und Dr. Weber das Direktorium des Forftwisfenschast- lichen Institutes fuhrt. Für die Zwecke der Agrikultur-Chemie dient die seitherige Baracke im liefe des alten Ttili- tärlazaretts. die durch einen vieHtÖrfigen Zwischen bau mit dem rechten Flügel des Hauptgebäudes oer Kunden worden ift. Diese» Zwilchenbau ist gegen- wärtig im Rohbau sertiggeslellt. An das nach der Nordanlage zu gelegene Ende der Baracke ist ein einftöckiaer Anbau mit ausgesetztem Glashaus zur Vervollständigung der Agrikultur-Chemifchen Ein. tichiungen angefügt worden. Hier we.deu Reim- und Wachstumsverfu^e gemacht. Sämtliche Räume des Agrikultur-Chemiichen Institutes liegen hinterein- ander im Erdgeschoß, wodurch eine leichtere Anbringung der Installationen und sonstiger technischer Für Zwecke der Forstwissenschaft werden fünf Abteilungen geschaffen. Ihr bient im wesent- lichen der ganze Porderbau, bis auf den rechten Flügel, der Im Erdgeschoß noch für die Agrikultur. Eh.mie Verwendung findet. Für die Arbeit der Forstwissenfchast sind vorgesehen: zwei f)ßrfäle, sowie die nötigen Sammlung», und Uebunasräume. Auch die Forftwissenschaflliche Versuchsanstalt, die der Ueitung der Dozenten der Forstwissenschaft un tersteht, wird in dem Haus untergebracht. Der der zeitige Direktor des Forstwisfenschaslllchcn Insti- ee Der Siegeszug de, Radio ist In Gießen und Umgebung auch im verflossenen Jahre mit Riesenschritten vor sich gegangen. Während am 1. Januar 1926 beim Telegraphenamt Gießen und den ihm zugeteilten Postagenturen 403 Rundfunk- teilneymer vorhanden waren, hatte sich diese Zahl bis zum 1. Januar 1927 um 480 auf 883 Teilnehmer erhöht. Vom Lande wurde schon wiederholt die gleiche Vorwätrsentwicklung berichtet. Daß der 'Aufstieg damit aber noch lange nicht abgeschloffen ift, versteht sich natürlich von selbst. -»rohe Schellfische o, roste (Sabliati o. K e 3rnt Zdjrnfiidie ! « 'rüne Certnge > irtiollcii, fl.one cebedir ebne Kops .» (tliiiflc 1922 aber ben Betrieb in befchränktrm Umfange wieder aufnahm, Hal feit einiger Zeil erfreulicher- weife wieder einen regeren GefchäftSgang zu verzeichnen Die Besserung ift vor allem auf die Gewährung der vorn Lahnbergbau seit langer Zeit geforderten Reichs.Hilfe zurückzuführen. Gegenwärtig werden in dem Bergwerk etwa 650 Arbeiter beschäftigt, die aus Gießen und Um- aegend stammen. Täglich kommt von den Bahnhöfen Gießen und Großen-vinden eine große Menge Manganerz zum Berfand. Ob die günstige Betriebslage von Dauer sein wird, kann heute nicht getagt werden. Zhr Fortbestehen ist vor allem abhängig von der Weitergewährung der ReichSbeih.lfe. ” D i e Ausbildung von Lehrlingen. Bach den gegenwärtigen gesetzlichen Bestimmungen stehl die Befugnis zur Ausbildung von Lehrlingen nicht mehr allen Handwerkern zu. Jeder Handwerker, der Lehrlinge auSbilden will, muh sich im Besitze eine- schriftlichen Ausweises darüber befinden, dah er die Befugni- hierzu besitzt. AIS solche gilt bei abgelegter Meisterprüfung der Meisterbrief in allen anderen Fällen mutz eine von der Verwaltungsbehörde ausgestellte Bescheinigung über die Befugnis -um Anleiten von Lehrlingen gefordert werden. DaS Krei-fchularnt Gießen macht in einer Belanrtmachung im neuesten Amteverlün- digungsblatt auf diese Sachlage aufmerflam und empfiehlt den (JItern, bevor fie ein Lehr.erhält- niS für ihren Jungen eingehen, sich darüber zu vergewissern, vb der in Aussicht genommene Lehrmeister die Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen besitzt. ” D i e diesjährige Abiturienten- Prüfung am Landgraf - Ludwigs ■ Gymnasium wurde am Montag unter dem Vorsitz des Ministerialdirektors Urftadt vorgenommen. Zwanzig junge Leute unterzogen sich der Prüfung, alle haben erfolgreich bestanden. Diesmal wurden zum erstenmal die neuen Prüfungsbestimmungen angewandt, d. h. jeder Prüfling konnte sich ein besonderes sog. Letstungsfach auswäblen. in dem er nach feiner Ansicht bcfiere Kenntnisse besitzt als in andern Fächern. J Briefkastenwünsche vom Südende der Stadt. Wahrend das Stadtinnere mit Dries- kästen verhältnismäßig gut bedacht ift, haben die Anwohner am Sfidende der Frankfurter Straße recht weite Wege zu machen, um zum nächsten Briefkasten zu gelangen. Der letzte Briefkasten in der Frankfurter Straße befindet sich an der Ecke Frankfurter Straßc-Rervenklinik gegenüber der Veterinärklinik. Die Entfernung bis zu den letzten Häusern am Südende beträgt aber noch volle 700 Meter, das find acht Minuten Fuß- weg. Don der Eisenbahnerkolonie dis zu dem genannten Briefkasten beträgt die Strecke etwa 500 Meter, also mehr als fünf Minuten Fußweg, immerhin auch noch ein ganz ansehnlicher Weg. Vielleicht erfreut die Reichspost die Anwohner der südlichen Frankfurter Straße demnächst noch mit einem Bries- kosten, der am praktischsten an einem der Y auf er in der Eisenbahnerkolonie angebracht werden könnte. '• Zusainrnenstoß mit der Straßenbahn. Heute Dotmitiag stieß das Fuhrwerk der Firma Gebr. Grieb 'n der Bahnhofstraße, E r KaplanSgasse, mit ein n vom Marktplatz kommenden Wagen der eleftr scheu Straßenbahn zusammen. An dem Wagen wurde die Deichsel abgebrochen. Weitere- Malheur ist nicht entstanden. •* (Sin Lehrkur- über Eisenbeton wird am Dienstag nächster Woche in der hiesigen Gewerbeschule beginnen. Man beachte die heutige Anzeige. " Gin Kolonial-Dortrag ist auf Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe des Deutschen Kolonialbundes für Anfang März in unserer Stadt vorgesehen. Der bekannte Afrika- forscher Hans vchomburgk wird über feine 3ag6- und Forschererlebnisfe im dunkeln Erdteil während 17 Zähren sprechen Näheres wird in Kürze bekanntgegeben. Der Verein ^Hundesport Gießen und Umhegend" hält am 3. April seine 9. Internationale Ausstellung von Hunden aller Haffen ab. Die Schau findet in der großen Exerzierhalle der neuen Kaserne statt. Die Leitung der Veranstaltung hat der 1. Vorsitzende August Schwan, Moltkestrahe 16, übernommen, dessen Erfahrung und der weithin bekannte gute Auf de- Vereins dafür bürgen, dah auch die'e Aus- ftellung, gleich den acht vorhergehenden, mustergültig werden wird. Acht Raffevereine haben bereits ihre Spezialausstellungen der hiesigen Veranstaltung angegliedert. Die Ausstellung ist anerkannt vom Deutschen Kartell für Hunde- wesen und vom Süddeutschen Verband, infolge- dessen können nur Hunde, die das Alter von 9 Monaten erreicht haben und die in die anerkannten Zuchtbücher eingetragen find, zugelaffen werden. leer ob. tellro mäht, I. vornehmen, ruhig Berr. f'fos. a. mieten ncf. Desgl 2 iiiöbl. .3immer für bessere Herren. Schr Angeb. u 011.::i a. b.Gß. Vtn». Jungerfoliber Kaufmann sucht mit be* icheibenen Anfvrüch ein kleines möbl. Zimmer. Freie Laae Bebing. Schr. Angeb. unter i 15681) a.d.Gtest «n» Mittelgroßer Laden mit 1 ober 2 Rebenräumen unb Steller, eotL auch kleine LLobnung, f. Juni ober Juli zu mieten nefuchi. Schrtitliche Angeb. unter 01067 an b. Gieß. Ankert». ! |Stellenangebote| QmHar der gewillt ist, fäuitl HauSar betten mit »utibernebmen, für sofort gesucht. ES kommt nur ein nut emofobfencr Mann in Frage. Swriitl. Angeb mit Zeugnis- abschriiten u 1:»7OD an ben Gieß- Anz. Vermischtes. Die „SperNngSschule". Ein Vogelfreund, der üufen Besuchern deS Londoner Hhde-ParkS bekannt war, hat vor kurzem ein tragisches Ende gesunden. Der Ingenieur Algernon Valentine, ein Männ von 63 Jahren, wurde tot auS dem Wasser gezogen' er ist ertrunken oder hat sich auch vielleicht da» Leben genommen, da eS ihm in der letzten Zeit schwer wurde'. Arbeit zu finden. Dieser stille, träumerische Mann erschien viele Jahre hindurch tagtäglich an einem abgelegenen Flecken deS Hyde-Parks, wo sich sogleich die Vogel um ihn versammelten. Er fütkrte die Tiere und hatte sie so an sich gewöhnt, daß man geradezu von seiner „Sperlingsschule" sprach. Die Vogel folgten ihm aufs Wort. Die sonst so freien und ruppigen Gassenjungen der Vogelwett stellten sich vor ihn in Reih und Glied, und wenn er kommandierte, „beugen“, so bückten sie ihre Kdpf- •d;en nieder. Befahl er .Rechts um!“, fo wandten sich die Sperlinge nach rechts, und ebenso auf fein Kommando nach links. Befahl er einem Vogel, aus feine Hand zu slieaen, so führte dieser ben Befehl au«, und manchmal beorderte er mehrere nacheinander auf seine Hand, um sic zu füttern. Cr hatte die Tiere so gut abgerichtet, daß fie die Brotkrume, die auf feinem Handteller lag. nicht nahmen, bevor er eS ihnen nicht erlaubte Wenn er Schule hielt'', so sammelten sich zahlreiche Zuschauer, die die Gelehrigkeit der Sperlinge bewunderten. 3n seinem Zimmer fand man noch einen Sack mit Brotstücken und Kornern, der wohl zur Mahlzeit der Vögel an dem Tage bienen sollte, an dem et nicht mehr nach Hause zurücklehrle. — Wenn wir uns für die Wahrheit dieser Geschichte nicht verbürgen können, scheint sie uns doch so niedlich, dah wir sie unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Fliegen Ist ein werk de» Teufel». Unter den zahlreichen und interessanten Dokumenten, die die Erschließung deS Archiv» im remI zutage gefördert hat, befindet sich auch der Bericht über einen geglückten und doch da» Leben de» kühnen Pionier» bet Flugkunst im 16. Jahrhundert vernichtenden Flug in der russischen Hauptstadt. Es war im Jahre 1560. al» ein Russe namenS Rilichka einen Gleitflug von der Spitze de» Turme» der AlepandroSkaia Slo- boba Kathedrale in Moskau unternahm und unverletzt auf dem Platze landete. Rikichka hatte sich ein paar Flügel an ben Schultern befestigt unb hielt einen Fall chirm. der ihn sicher zum Boden herabtrug. Die Menge der Zuschauer begrüßte baS Ereignis jubelnd als ein Wunder, aber der Zar 3toan der Schreckliche, der ebenfalls dem Schauspiel beiwohnte, geriet in furchtbaren Zorn. Er befahl, dah man den Flieger vor ihn bringe, unb sagte: .Dieser Mann ist ein Zauberer unb seine Erfindung ist eine Erfindung deS TeufclS. Menschen sind keine Vögel, und Flügel find ihnen versagt." Er gab sogleich Befehl, daß der unglückliche .Vogelmann“ enthauptet werde, und so büßte Rikichka es mit dem Leben, daß et um einige Jahrhunderte zu f-üh auf die Wett gekommen war. Ins der provlnMkhauptftadt. Dießen, den 16. Februar 1927. Preisangaben der Universitär Dietzen für das Jahr 1927/28. Für da» Zahr 1927 28 werden von der LarrdeS-Univerfität folgenbe PreiSaufgaben gestellt: Bon bet Theologischen Fakultät Schlafen und Wachen bi der religiösen Sprache der hellenistischen Bibel. Von der Juristischen Fakultät Die Geltung de» Satze» .periculum est emtoris" im römischen Recht Von der Medizinischen Fakultät: Für den akademischen Preis: Die von ben Autoren verschieden g?beut:;en Besunde der glatten Muskulatur sind f’.anuftellen. Für den Balserprel»: Die pst>chvlogifchen und psy- chvpathvl: gischen Symptome, die bei der Reproduktion von Bildern zutage treten, sollen, unter Berücksichtigung der ErpofitionSzeiten. experimentell untersucht werden. Von der Veterinärmedizinischen Fakultät Welche Veränderungen erzeugen die log Gallen an den Sehnenscheiden de» Pserde». Von her Philosophischen Fakultät: 1 Au» der Landwirtschaft 3ft der Verlauf her Rährstossaufnahme hinsichtlich Kali unb I hoSphorsäure bei den Geireidearten von der natürlichen oder züchterischen Arteigenschaft bet Pflanzen abhängig? 2. Aus derP hilosophie: Der Einfluh der fhänornenologie auf die histo- rifche Methok-e. 3 AuS der Romanischen Philologte: Die Eiche in der sranzösifchen Sprache, Dichtung unb Völkerkunbe. 4. Aus der Deutschen Philologie Rrman und Gesellschaft im Zeitalter der deutschen Aus- fiärung 5 Au» der StaatSwissenschast: Der begriff der bürgerlichen Gesellschaft bei Hegel unb List Wer sich um einen Prei» bewirbt, muß mindesten» in elre.u der beiden auf die Stellung der Ausgabe solgenden Setnester an d r Mni- versltät Gießen immatrikuliert gewesen sein. Jede Bewerbungsschrift darf nur einen Verfasset haben. Die Bewerbung-schrist ist in her Sprache abzusassen, in der die Ausgabe gestellt ist. Ans dem Titel ist ein Kennwort anzubringen. Die Bewerbung-schrist ist vor dem 1. April 1928 einzusenden unter Beifügung eines verschlossenen, mit dem Kennwort Der Arbeit versehenen Briefumschlag-, der die Aufgabe be» Verfasser- und seine Adresse enthält. Dic Sendung ist an die Fakultät zu richten. Beim Zahresicst der Universität am 1. Juli 1928 verliest der Rektor die Urteile und verkündigt die Hamen der preisgekrönten Bewerber. Neue Räume für Universitätszwecke. Das ehemalige Militärlazarett In der Draugasfe wird gegenwärtig einem U m ■ u n b (E r • welterungobau unterzogen. Dos Gebäude roirb für Zwecke der Lanbesunioersität eingericht t. Es sollen darin untergebracht werden: das Forst- wissenschaftliche Institut, die Agrikultur-Ehemte unb bas GeoIogische 3 n • ft hu t. Einrichtungen für das Institut ermöglicht wird Hier sind auch ein geräumiger Hörsaal, ein Labora torium unb ein Botanisches Zimmer untergebracht. Ein Mafchinenschuppen mit Stallungen für Der- suchstiere usw. oeroollständiaen die Einrichtungen dieser Institute-, Leiter besselben ist Professor Dr. Rleberger, der zugleich noch die Vorlesungen und Utbungen für landwtrtjchastiiche Technologie an der Landesnniversttät versieht. In den Obergefchosjen des Zwijchenbaues liegen die Räume, die dem Geologischen Institut der Lanbesunioerkität als Heimstätte dienen sollen. Sie erstrecken sich auf drei Stockwerke umfassen einen geräumigen ftöcjaal, sowie die nötigen Ar- beitsräume und dehnen sich bis in die Speicher- räume des Haupthauses aus, in denen die geologischen Sammlunacn untergebrachl sind. Direktor des Geologischen Institutes ist Proseflor Dr. Harras- s o w l tz. Der Bau unb die in ihm nun vorhandenen bzw. erstehenden Einrichtungen durften weientlich dazu beitragen, einer weiteren befriedigenden Entwicklung der Universität die Wege zu ebnen. Der Raummangel hatte seicher so bedrohliche Formen angenommen, daß er eine ernste Gefahr für die Entwicklung der Landesuniversität zu werden schien. Zu wünschen wäre im Interesse der beteiligten In- ftitute und der Tätigkeit der Landerunioersität, wenn die Fertigstellung der hier begonnenen Bauwerke möglichst bald erfolgen könnte, da — wie schon annebeutel — der Raummangel äußerst drückend ist auf der ganzen Universität und beson bers auf den obengenannten Instituten lastet. Vornoti^en. — T a g e s k a l e n d e r fürMittwoch: Stadttheater: 7.15 Uhr: „Die Zirkusprinzessin" (Ende nach 10 Uhr). — Liga zum schütze der deutschen Kultur: 8 Uhr, Reue Aula, Dortrag. — Süd- westdeutscher Radiokiub: Restaurant Hindenburg, Mitgliederabend. — kirchlich.positive Vereinigung- 8 Uhr, Gemeindesaal der Iohanniskirche, Hauptoer- iammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, und Astoria-Lichtspiele: „Ben Hur". — Rudolf Herzog lieft in Gießen. Man schreibt uns: Aus Einladung des Goethe- bundes wird der bekannte Dichter Rudolf Herzog am kommenden Donnerstag aus feinen Werken Dorfefon. Rudolf Herzvg. dem das große Verdienst nicht abzusprechen ist, zu der Hebung deS literarischen ÄiveauS deS UnterhaltungSro- maneS in Deutschland wesentlich beigetragen zu haben, wird hn ersten Teil seines Vortragsabend- ein Kapi'el auS fdnem neu erschienenen Roman .Das Fähnlein der Versprengten' Detlefen, um dann Im 2. Ie.il Proben au- seinen Gedichtsammlungen zu geben. Der Vortragsabend des Dichter-, dessen Letergemeinde sich Über alle Kreise unserer Bürgerschaft erstreckt und daher ein.n allseitigen starken Besuch erwarten läßt, findet, worauf ntxbmal» hingewiesen sei. in der Reuen Aula der Universität statt. (Siehe heutige Anzeige.) — Deutschnationaler Jandluu g S- gehilsenverband. Man schreibt un- Am morgigen DvnnerStag hält die Ortsgruppe deS D. H. V. In Gießen im Katholischen Vereinshaus, abends 8>'° Ahr, einen Oberhessilchen Heimatabend ab. Als Vortragende ist Frau Martha Frohwcin-Büchner gewonnen, die insbesondere durch ihre humorvollen Schilderungen oberhessischer Verhältnisse al» Hetmat^chTiststellerin bekannt ist. (Siehe gestrige Anzeige.) Uletgenoche. Student lucht Zimmer für da- Sommer femester. Tchrifiliche cd reib en. Schr Angeb. unter 01134 a. d. Gieft. Anz. erb Taubere ältere Pferde einzeln z.verkauscu. Näh 1. d.GeschäftSst. des Alen Anzeigers. Wegen Anschaffung eines grüneren Wagens, beabsichtigen mir, unseren llfllD dreisilzigenWanderer- wagen 5/15 PS. zu verkaufen. Schrifil Angeb. a. d. Westerwälder Tonindustrie, ®. m. b. €».. Breitscheid tTillkr.l ______erbcien.______ Gebrauchtes Infelllflüler billig zu verk 01131 Marvorger Str. 3811. Dttl.Amneii oö HkrrkH ^üdchen UV» das alle HauSarb. Heute, 8 Uhr abends Kappen-Abend ==TANZ = '“‘ Neubelt! GenerlH.verlrelimg enormcötSintommcn bteiei Dr. Schröder & Co.'s äritl.Auio-Ver- bandkofler, U.B.B.IH. 357 542. Erforderlich 1000 x für AuSliefe- rnngSlager. ^’ss Dr. Sebrödor L Co., Bahrenfeld. ober Fräulein lohne jegL Anhangs die linst u. Viebe zur Geffügelzucht hat, zur Führung eines frauenlosen HauS- hallSnachnuSivärkS, auf ein Dorf bei Giegen. gesucht. Schr. Angeb. u. 1499 a. d. Gieft. Anz erb Mlcres, erfobr. MSSA« zum 1. 111 gef. onsa LleiMr. 291. Ich suche z. 1 März ein ehrliches,in aller Hausarbeit und tm Stochen erfahrenes MM Mit Zeugn. vor- 3D0?ri.lnaöii)en in. guten Zeugn. für l.März L Dauerstellung b gut. Lohn aes. Näheres In der Ge- schäsiSstelle d. Gies;. Anzeigers. 01141 CrbentL, solides fflöMieo das auch kochen kann. u kletnenHauS- dali gesucht 0114!) JobanneSttr. 15II. |Stellengesuche| Junger, strebsamer Kaufmann Landwirtschaft!. Maichincnbrancbe. «acht zu IN L Avril paeeende Melle für Slonior u. Reife. Schrtsil. Angeboie baldigst unt 01077 an den Gies; Anz. erb miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiio 22jäliriaeS Mädchen von auswärts sucht Stellung in gutem Haufe. Zu erftogen in der GeichäftSstelle d. Gieft. Anz. 01123 QIIIIIIIIIIIIIIII1U1IHU1IIIIII8 JungeS besseres Mädchen in allen Arbeiten lllchitg, wünscht in gutem Hause Stellung iür tagsüber. Schr. Anaeb. u. 01140 an d. Oieg Anz. erb. Verkäufe™] gut erhallen, sowie Mavvwagcn billig abzug. Anzusehen ab 6 Uhr nachm. und 10—12 Uhr Dorrn. Atterweg 44 v. | Kaufgesuche | Bauplatz zu kaufen gesucht. Schr. Ang. mit Angabe d. Gröhe u. des Preises unt. 1542D an den Gieh. Anz. Gut erhalt. Waschtisch und Kleider- schrauk zu kaufen gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle deS G. Anz. 01124 Für getragene SerienllkM auch ©eptoit-Wfle zahlt höchste Preise L. Rosenzweig, Glehev.Siliersw.58i- Nane genügt. 72a | Verschiedenes | Schneider fveziell für 01144 ttnderanzuge einwertigen gesucht. Zu erfrag. L d. Ge- schäftSit. d.Gieh «nz. Elegante Maskenkostüme int Preise von 8 bis 15 Mk. zu verleihen. F. Weriteniiancr. Wilhelmiir. 8v. .... Vegetarischer MIMIN gesucht. Schriiiliche Angeb. u. 156SD an den Gtehener Anz. Bniieitr f. verschiedene leicht verkäull Artikel bei hoher Provision gef. Off. unter 182 an Annoncen • Ervedit. Germer L Wagner 9leucnroen 50. (4,M Körperschaft sucht zwei Kind aus befier. Familie wird auf dem Lande in Pflege genommen. Schr.Angeb.uni.0S85 an b. Giekener An» Schwarzer Hofhund gelb gezeichnet, ou* entlaufen. Näh. Angab. erbeten Neuen Baue 7. Vereine | Genin 4 und Vogel- zochl- Veren I.Gieflen o. Umg. e. V. 1897 Sonntag,20 d.M., nachmittags 3 Ubt im ^Pfälzer Hoi". Generalversammlung Tagesordnung: 1. Jahresbericht 2. RechnungSablage 3. Bor andswahl t.öeii.Landes-AuSst. Nr. 59 Zweites Matt Tietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mittwoch, 16. Februar 1927 Leidenschaft derDernunft. An die deutsche Jugend. Don Albert H Rausch (Berlin). Die nicht alltäglichen Ausführungen des bekannten Dichters »um Zentral- problem unseres politischen Seins schlechthin, dem Verhältnis der Jugend -um Staat, glauben wir unteren Lesern nicht vorenthalten -u dürfen, obwohl wir in manchen Punkten anderer Meinung sind, als der Verfasser. I. Richt einmal — hundertmal wurden die Gedanken. die nun eine gebieterische Stund« in sichtbare Zeichen drängt, für deutsche Jugend gedacht. Dah sie sich nicht willig bannen liehen, beweist, wie heftig sie sich an immer neuem Stoff entzündeten, dessen ununterbrochener Anfluh kaum in der Stauung leidenschaftlichen Anrufes aufhaltbar schien. Erst di« bekannten Enthüllungen der Denkschrift MahraunS, des Hochmeister- deS Jung- deutschen Ordens, halfen ihnen zur Form: das unendliche Erschrecken über einen Wahnsinn, den niemand ander- als Deutschlands Jugend mit entsetzensvollen Opfern bezahlen mühte, wenn er jemals in die Tot umgrseyt würde. Man sagt, es töte nicht- so sehr als das Lächerliche. Gewiß: e- kommt nur darauf an, in welchem Mähe eine Angelegenheit als lächerlich empfunden wird und von wem. Als Mahraun seine Mitteilungen über die grotesken Pläne eine- deutsch-russischen Krieges gegen Frankreich an der Elbltnie dem Reichswehrministcrium zükom- men lieh, Pläne, wie "sie nur die gigantische Dummheit von Abenteurern oushecken konnte, wußte er wohl mehr als genau, dah er diese Enthüllungen nicht nur der gesamten deutschen Ration, sondern auch der halben Million junger Menschen schuldig sei, die sich seiner Führung an- vertraut hatten und also einen Anspruch darauf besahen, dah ihr Vertrauen nicht getäuscht werde. Es mag ihm in schmerzhafter Klarheit zum Be- wuhtsem gekommen fein, welches Schindluder von Harten oder Glücksrittern mit dem Kostbarsten des deutschen Volkes getrieben werden würde, wenn nur erst die Gewalt einer Exekutive einmal In ihren Händen wäre, und er mag wehmütig an alle die vielen jungen Leute gedacht haben, welche, gutgläubig, unwissend, in sich selbst noch haltlos, tatsächlich bereit wären, ihren Beistand einem Unternehmen »u leihen, da- der völligen Vernichtung Deutschlands und Europa- gleichkäme. DaS nämliche Bangen um die deutsche Jugend ist eS, da- mich seit Jahr und Tag nicht losläht: und wenn mir auch oft genug aesagt wird, dah meine Sorge übertrieben, oag >fur die Heihsporne kein Feld mehr vochanden und ihre Zeit endgültig vorüber sei: ich vermag nicht einen Optimismus zu teilen, der mir leichtfertig erscheint, noch ein Vertrauen zu gewinnen, für da- mir ausreichende Voraussetzungen fehlen. Don jeher ist mir nicht- so wichtig erschienen als die ernsthafteste Bemühung des gereiften Mannes um die aufwachsende Jugend. Denn die Jugend eines VolkeS: da- ist sein Morgen, sein Uebermorgen: sein Schicksal also, im Guten und im Bösen. ES ist gewiß kein Zufall, dah der antik« Staat der verinnerllchten Beziehung zwischen dem gewordenen und dem werdenden Manne eine so große ethische Bedeutung Anerkannte und al- höchste Stufe der Vollendung die „Kalok'agathia", die äußere und innere vollkommene „Gebildet- beit'*. deS jungen BüraerS forderte. Das hieß qctolfj nicht, dah von allen und jeden eine starre Formel deS So- und nicht anders Sein- zu erfüllen, bah alle ursprünglich vorhandene lebendige Substanz einem toten Kanon anzugleichen sei: da- hieß vielmehr, dah — bei gleichen Entfaltung-m ö g l i ch k e i ten — jeder die seiner Grundlage entsprechende Höchftvollendung deS KräftespieleS erstrebe und erreiche: dem perfön- lichen Vorbild« nach, das er sich auSgewählt hatte. Fast bi« gesamt« deutsche Jugendbewegung — soweit sie ernst zu nehmen ist — hat das antike Erziehung-ideal mutans mutandis zu dem ihrigen gemacht, eben weil es ein Seiendes, em Einmaliges an Wert und BildungSkrakt darstellt, das über dem Wandel der Zeitett steht. WaS aber, fragt sich voll Angst der Prüfende, geht in all den sogenannten „vaterländischen Verbänden" und chren verwandten Organisationen vor, die der Jugendbewegung nicht zugezähll werden können, weil der Sinn ihrer Geschlossenheit nicht die erzieherische Arbeit selbst, also der Mersch schlechthin ist, sondern ein von außen herein- getragene- gemeinsames „Interesse . oder Ziel? Mit welchen Eidesleistungen aus waS für ..Satzungen** wird in solchen Verbänden noch brach liegend« jugendlich« Kraft, unentfalteter und unausgegorener jugendlicher Stoff einfach sestgelegt. freier Entscheidung, wohlerwogener Selbstbestimmung entzogen und al- ruhende Masse so lange aus Vorrat gelegt, bis der vermeintliche günstige Augenblick dieser Maste bedarf^ d. h. sie al- materielle Kraft, als raumsüllenden Körper auf eine angeseindete, zeit» füllende Idee „re—agieren** lassen kann? Mn& wohin würden sich schließlich alle die ungezählten Dumpfen. Lauen, Trägen, Unentschiedenen neigen, welche, mit dem Erosluch deutschen Wesens, politischer Gleichgültigkeit, belastet, Dom ersten bes en Schwadronierer in die Hände fallen müssen, so.ern er nur seine Hyperbeln herunterzudreschen und das eingefchüchterte Seelchen zu packen versteht? Ich habe oft Gelegenheit cehabi, mit Angehörigen rechtsradikaler Verbände zu sprechen, wie man bona fide spricht, in Ruhe, und immer bestrebt, auch das noch so Gegenwendige zu verstehen: ich habe niemals den Wind eines inneren Ergriffenseins, eines inneren Er- fülltseins gespürt: ich habe nie einen Eros gespürt, der diese Jugend an ihre Idee bände, sie mit ihr verrnählle und vorwärts triebe, einer schön unD groß zu gestaltenden Zukunft entgegen. Ich habe immer nur von der „Rückkehr" großer und schönet Zeiten reden hören (unter denen sich das geringe Alter dieser jungen Leute unmöglich ein Greifbares vorstellen konnte), von der Rotwendigkeit „Ordnung" zu schaffen, von der „Wiederherstellung" „gesunder" Zustände: und ich bin jedesmal erschüttert geblieben vor der tödlichen Gewalt selbst des hohlsten Schlagwortes, vor der beschämenden Wehrlosigkeit des Geiste- gegenüber der Phrase. Denn in neunzig Fällen von hundert wird nun ein Leben lang der einmal eingebläute tote Buchstabe den Geist gefangen halten: der erwachsene Mann noch wird unter der gleichen Hypnose stehen, die dem halben Kind« schon di« Flügel lähmte, der Staat aber, der sein Leben dem Gang der Söelt-AUjr anpassen muß, ob et nun will ober nicht, wird al- leblosen, hemmenden Menschen-Dallast weiterschleppen, was sehr wahrscheinlich nrit- schwingende Kraft hätte werden können, wenn es Überhaupt nur ein einzige« Mal gütig und ehrlich zu einem noch so leisen Versuch angeregt worden wäre, den eignen Stoff zu erkennen unb zu bewerten. Rur wer sich selbst in all seinen vielfältigen Bedingtheiten begreifen lernte: der lernt auch die ungeheuren Relativitäten jeder politischen und nationalen Evolution begreifen, ©ein Gefühl verrennt sich nicht mehr in einem Dogma, sondern eS verwandell sich in den Dienst an der rinnenden Minute: eS erachtet die Hingabe an das Unscheinbarste, sofern es dem Ganzen dient, für besser unb wichtiger als die noch so kühne, ja noch so edle Phantasie, welche bte schönen Kräfte aufbraucht ohne sie zu nutzen. Denn eS sei, um der Gerechtigkeit willen, nicht vergessen zu betonen: man begegnet im Bannkreis der Verbände, von denen hier die Rede ist, einer nicht geringen Anzahl junger Menschen von großer Vornehmheit der Gesinnung unb der Haltung: aber gerade an ihnen wird ja die Erkenntnis ihres Richt-Erwe^tfeinS. ihre- Brachliegen-, doppelt schmerzlich. Welcher Lieb« unb Bemühung bebür'te ein aus so großen Wehen gebotener Staat wie die Deutsch« Republlk mehr als eben solcher Menschen, die durch ihre Sustanz allein schon die Bürgschaft für den Anstand ihrer Leistung geben? Jedoch die Republik hat chr Herz nicht (da- für ein imaginäres Deutschland brennt) — und chr« Termin t. sei sie auch unleugbar. hat keinen Eros, hat feine Leidenschaft Richts aber tut der Jugend Deutschlands, soweit sie noch nicht die einzig mögliche Fährte sand, so not als eben dieses: Leidenschaft der Dernunf L Ein Paradox? Gewiß nicht! Sin so Wirkliches, Eines. Ganzes, ein so unabweisbar Rotwendiges, wie es selten Rotwendiges in einem Staate gab. Richt dieses muß sein: Traum- und Gaukelbild (vermeintlicher) gewesener Größe, nicht Rückkehr überwundener Form staatlichen Lebens, nicht billige Romantik: nein, enblid) dieses: Eicht, klare Sicht der seienden Möglichkeit, Verbannung der Ehimäre und surcht- los offene Erkenntnis aller Grenzen, die uns Deutschen der Augenblick noch zieht: d. h. Erkenntnis aller Abhängigkeiten, aus denen uns nicht Gewalt, sondern mir Klugheit und die aus ihr geborene Arbeit lösen können. Zu- viel des Mahhaltens verlangt von juaendlicher Seele? Ich wüßte nicht, warum der Ansprüche höchster nicht an die deutsche Jugend gestellt werden dürste: ich wüßte nicht, warum sie nicht fähig wäre des äußersten Beweises ihrer großen, welt-wendenden Kraft: der Bändigung des noch so heißen Herzens durch Zucht des Geistes, um des „schöneren" Deutschlands willen. Dieses Deutschland aber kann nicht geschaffen werden aus angebeteter Erinnerung an „alten Glanz": es kann nur werden aus der Rot und Mühsal seines heutigen Seins, mit viel Geduld, viel neuer Mühsal und viel aus opfernder Liebe geborener Einsicht. Und es wird unendlich verschieden fein von dem. dessen äußere Macht dieser Krieg begrub. Denn seine neue Macht entspringt anderen Quellen unb drängt in anderen Ausdruck. Es ist nicht wahr, daß die deutsche Welt erst seit dem Kriege die entscheidende Wendung in den Materialismus genommen hab«. Der Geist hatte vor 1914 vielleicht noch weiteren Spielraum, weil die äußeren Sorgen des Lebens den einzelnen weniger belasteten. aber die Summe sich auswirkender deutscher Geistigkeit war bestimmt nicht größer, bestimmt nicht fortzeugender als heute. Diel schärfer ist jedenfalls heute die Scheidung zwischen Spreu und Weizen geworden: und die vielen Mitläufer deS Geistes, die Lauen und Halben, welche mangels stärkerer Sensation unb bequemerer Ueber- nuttlung sich noch des Buche- zu ihrer De- lchrung oder Unterhaltung bedienten: sie alle sind heute mit sympathischer Selbstverständlichkeit in das Lager übergegangen, in das sie gehören: sie stillen ihr Bedürfnis nach Ereignis im Kino, chr Bedürfnis nach Tages-Wissen — ein andere- kennen sie nicht — in Zeitung, illustrierter Wochenschrift und Magazin. Sie sind also ejjr- Ildjer geworden in ihrer Aeußerung und haben ein« Ebene geistigen Leben- verlassen, wo sie nur Figuranten, Selbst betrüg er unb Hemmschuh waren. Zwiefach spürbar weht und wirkt nun über dem freigewordenen Raum der Geist eine« neuen Werdens. Sehr mannigfach, sehr artverschieden, ost in feindliche Strömungen zerteilt, oft kämpferisch: noch sehr uneinheitlich — und dennoch dem Seismographen angespannt lauschender Seele schon da- ferne Beben werdender Einheit verkündend. ES gilt, ihn zu verstehen, ihn ein- zufangen, fruchtbar zu machen unb weiterzuleiten. Was hilft alle« Jammern um „Mechanisierung" unb ..Mctterialisieruna"? Veränderte Bed.ngun- gen des äußeren Leben- verlangen veränderte Regelung seiner Dynamik. Massen, die vor dem Krieg noch schemenhaft hinter dem Apparat und den Apparencen bürgerlicher Daseinsäu .erung standen, benunt und auSgenuyt. mehr oder minder „quantite nepbgeable" für Die vorherr- fd>enbe Klass«, sind nach der Katastrophe mit lahem Ruck auf dem vorderen Plan des nationalen Leben- erschienen ihr Recht auf Wirlung fordernd und allen anderen Schichten Haarschar) koordiniert. Wer wäre fo verblendet, zu glauben, baß sie je noch einmal im anonymen Hintergrund de« staatlichen Lebens verschwinden we den? Oder daß sie mit Mitteln zu bannen wären, die zwar der unerwachten, doch niemals Der bewußt gewordenen Zahl zugemutet werden können? Jede Dielheit bedarf de- Bannes, d. h. der Bindung, die ihr« Dedürsnisse regelt und >hre Wirkungen ermöglicht. Je kollekt ver das Bewußtsein einer Masse ist. um so folleft oer werden auch die Mittel deS Geistes sein müssen der sie bannt. Denn nur „Geist" wird sie bannen: niemals auf die Dauer rohe materielle Gewalt feindlich gesinnter Elemente. Und ist «s eine Sünde, dah sich der Geist, der ewig um* formende, die Werkzeug« schasse für die Arbeit an dem noch ungefügen Koloß der Zahl, um ihm Gefüge. Maß und Sinn zu geben? Rimmt c- ihm die Fähigkeit au feiner anderen Arbeit für die aufwärts gestaffelte, immer unerbittlicher sich, sichtende und lichtende Art-Gemeinde, ja schließlich für daS alleräußerste, einsamste Zw.e- gespräch mit dem bewegenden Gott, sei er nun Dionysos, der Wirker im Blut, sei er Apollon, der Derklärer der Seele? Möchte doch dieses endlich die deutsche Jugend begreifen: daß Aristokratie und Demokratie 'Begriffe aus verschiedenen Ebenen unb ganz unb gar nicht die feinbhdben Gegensätze find. alS die man sie ihr. von falscher Geschichtsdeutung kommend, schon in der Schule hingestellt hat: möchte sie doch erkennen, wie sehr sie die unerläßlichen „Er—gänzungen" sind, ohne die niemals das wirklich Ganze — daS DRk, der Staat — au vollem Geben erblüht! Richt wahllose Gleichmacherei, nicht Herrschaft wahllosen Durchschnitte- ist echte Demokratie: sondern: Stärke der Dolk-bewußtheit. volk-hastes Verantwortungsgefühl aus der Summe aller Einzel- Verantwortungen, über dem heiligen Reimer der Liebe zum Vaterland. Und nicht Vorherrschaft einer Adels-Kast« könnte jemals noch Aristokratie Im Zeitalter erwachter Zahl, vernichteter Vorrechte, bedeuten: sondern Dienst der Berufensten, nach Rang der Art. des Echos, der Begabung. der Flamme, Gottverwandtheit, an die- fern Volk, dessen Teil sie sind. Rur Dienst ist Herrschaft. Riemals kann herrschen, wer nicht dienen kann, weil chm die Rückbeziehung (religio) zu den unerfonchlichen Kräften fehlt — sagt Gott, sagt Schicksal, sagt Ratur—, durch die er seine Stufe einhäft? Ueberwache Deine Lehrer, erwachende Jugend Der Schulenk Verlange, daß sie den Geist der Vernunft und Sachlichkeit bezeugen, daß sie Trägheit Überkommenen Denken- überwinden unb sich bemühen, dem Seienden Die Ehrfurcht zu be- funDen, Die jeher Stufe Der Deschlchtswerbung Seziemt. Weise eS von dir, mit immer schiefem, well viel zu absolut gedeutetem Beispiel ver- Hungener Historie abgespeist zu werden, wenn dir Der Sinn für Größe erweckt werden sott: und fordere, daß dir Der Sinn geschärft werde für die gewaltigen Zusammenhänge und Ausgaben der Gezeiten, In Denen dein eigene- Geben läuft und sich erfüllen soll! Du aber, Jugend Der Hochschulen, lasse Gel- denschaft Der Vernunft Überwinden Den Geist allzu williger, kritikloser Unterordnung, wie du ihn oft nicht rasch genug bekunden kannst mit dem Eintritt in Deine Korporation: lerne den Deist Der Ein ordnung. Der dir nicht stumpfe Gießener Stadtthealer. Moliörc: „Der Geizige'*. — Lessing: „Die Matrone von Ephcsuö". Gin ttasiifcher Gust spiel abend. 3ean Bcchttste Doquclin, Pariser Kind aus Dem Volke. Dichter, Schauspieler und Regisseur in einer Person, fahrender Schüler fein Geben lang, Komödiant im höchsten unb edelsten Sinne, dem Der Tod auf offener Szene ins Wort fällt, wo er schwer leidend der eingebildeten Kranken vorzustellen hat. 6ein Abgang von der Bühne ist ein Abgang von erschütternder Realität. Hier starb ein Mime, Den man ohne Grabgesang unb kirchliche Ehren zur letzten Ruhe brachte, Dem erst Di« Rachwelt unverwelkliche Kränze flocht, al- dem Vater des französischen Gustspiels. Ihm zur Seit«, ihm gegenüber an diesem Abend: Der Ahnherr des deutschen GustspielS, des modernen deutschen Dramas schlechthin. Dichter, Kritiker. klassisdier Gehrmeister eines Jahrhunderts: Schöpfer triftallener Wortkunst und szenischer Architektur, unbestechlich klarer Kops, sittliches Gewissen deutscher Ration: Gotthold Ephraim Qef- fing. Seine «phesische Wittsrau Antiphila ist dem Pariser Harpagon ein würdiges Gegenüber. »Der Geizige", 1668, fünf Jahre vor Mo- kiöre- Tode entstanden, ist ein Stuck aus feiner letzten und künstlerisch reifsten Zeit, ein Werk, da- mit einigen andern noch heute Den Ruhm des Franzosen am sichersten gründet und das am Ende einer erst für den Rachlebenden in ihrem ganzen Umfang übersehbaren Eittwicklung steht. Der Zustand des französischen Theaters. Der Komödie zumal, war vor dem Erscheinen Moliöres ziemlich trostlos, Der Deutschen Situation vor Lessing in vielem außerordentlich ähnlich. Rationale, bodenständige, aufbauenDe Kräfte fehlten fast ganz: daS Repertoire lebte von minderwertigen Farcen unb Improvisationen, nährte sich schlecht und recht von Rachahmungen spanischen und italienischen Bühnenipiels, von sehr flüchtigen Erinnerungen an die altrömische Komödie. Arlecchino und Pulcinella in gallischer MaSke, in Der Verkleidung französisch barocken Mummenschanzes bevölkerten Die einem popu- lären Geschmack angepaßten Theater von Paris. Da erschien Der Komödiant, der Dichter unb Spielführer Poquclin. warf den nichtigen Plunder über die Rampe, behielt aber vom Hergebrachten, was gut war — die leichtflüssige, unbekümmerte Beweglichkeit Der italienischen commcdia deli’arte unb die Derbzugreifend«, herzhafte Lebensnähe, den Wirllichkeitssinn und die Volkstümlichkeit des WlautuS —, machte aus Schemen Körper, aus Larven Gesichter, schuf Herzen in Die Wämser, Hirn unter Die Allongeperücken, hob Den tanzenden, platte Späße gaukelnden Harlekin in die einsame Höhe der Komödie hinauf, gab Ihm inneres Gewicht und menschliches Maß: machte auS der Szene, die zuvor eine Stätte oberflächlichen. seichten Vergnügens war, ein Tribunal, auf Dem Dinge vorgingen und verhandelt wurden, Die nicht minder, aber In sehr viel tieferem Sinne alS bisher, das Doll im Theater betrafen. Hatten sie bisher über eine Puppe gegrinst und Maskenspäße angewiehert — jetzt, auf einmal, war Rückbezichung, Selbsterkenntnis unb Selbstverspottuna ihrem Lachen beigemischt, das bald zum nachdenklichen Lächeln wurde, wenn einer unversehens, so ganz im Stillen unb geheim, ohne dah Der Rebenmann eS merkte. Dort oben zwischen Den Kulissen, flüchtig oerfleiDet unD umgetauft, sein eigene- Ich erbllckt« wie in einem Spiegel: sein« menschliche Kleinheit, seine Schwächen. 'Summbeiten, Laster und Lächerlichkeiten, seine Eitelkeit und Unbildung, seine vorgebliche Krankheit, seine Heuchelei und seinen filzigen, schäbigen Geiz. So deutlich, so unverfälscht. so echt, daß er vergessen konnte, wo er war: im Parkett und vor Schauspielern — von einem Manne regiert und am Faden gehalten. Der sein Weltbild sich selber gebaut, sein Wissen vom menschlichen Geist unb Herzen an sich selbst erprobt, schmerzlich in sich erlitten unb auf vielen Fahrten durch Die lebendige Welt erwandert hatte. . . Hierin wurzelt Die überragenD« Bedeutung MoliöreS und feiner reifsten Dramen für das Damalige Frankreich: das ist es. was Stücke wie Den .Geizigen" weltliterarisch unb zeitlos macht unb ihren Wert auch für Die gegenwärtigste Gegenwart bestimmt. Im reichen, aber wenig bekannten Schatz von Lessings bramattschem Rachlaß. unter den zahlreichen Fragmenten, Plänen und Szenarien tst Die .Matrone von Ephesus" sicher nicht der bedeutendste, aber vielleicht der interessanteste und amüsanteste Torso. Die Fabel ist uralt; man hat die Figur der treulofen Witwe auf ihrer Wanderung durch die Weltliteratur verfolgt, und sie zu Den verschiedensten Zeiten bei den verschiedensten Völkern wieder angetroffen. Die Urheimat Der Epheserin ist wohl Indien, worauf schon die kulturhistorische Wendung hindeutet. die auch bei Lessing eine erhebliche, innerlich ftei- gembe Rolle spielt: ein Ehegatte darf den an- Dem nicht überleben, sondern muß ihm sogle.ch im Tode nachfolgen Eine sehr einflußreiche Fassung. Die auch bei Lessing noch durchschimmert, ist die ihrerseits auf eine chinesische Rovette Aurüdgcbenbc Satire des Petron Wir können hier die sehr reizvolle Motivgeschichte nicht weiter verfolgen; wesentlich ist, bah Lessing durch einen französischen Text von de la Motte vermutlich zur Wiederaufnahme eines eigenen alten Plane- angeregt wurde. Die hier aufgeführte Fassung ist von Emil Palleske, vornehmlich im achten, neunten tmb zehnten Austritt, für die Bühne ergänzt worden »Di« Szene Ist ein Grabmal, in dessen Verkiesung zwei Särge, Der eine verdeckt, der andere offen. ..." Es spielen mit: Antiphila, die Witwe, MhsiS, Die Magd, Philokrates, Der Offizier, Dromo, Der Soldat. Zwischen Der Witwe und Dem Hauptmann begibt .es" sich; und wie im .Soldatenglück" wird auch hier das galante Spiel des Hauptpaares im Getändel der sozial und szenisch Untergeordneten aufgefangen, begleitet und paraphrasiert. Das Ganze geht ungesähr so vor sich: die junge Wittib erwartet am Sarge des verblichenen Gatten den Tod. Mysis. die treue Magd, hat noch einigen Lebensmut. Kommt ein Soldatentrupp am Grabmal vorbei; Dromo sieht Licht schimmern, steigt hinunter, findet die MyfiS — fein Gespenst, sondern von erfreulichem Fleisch und Bein, mit dem man schäkern kann Dann verschwindet er, MysiS berichtet vom KriegS- volk, die Witwe wirft sich, ehemaliger männlicher Reugier gewärtig, wieder auf den Sarg, .in einer nachlässigen aber vorteilhaften Stellung". (Der Leser merkt etwas.) Dromo kommt wieder, mit dem Hauptmann Hauptmann verliebt sich Knall und Fall. Derwell Dromo und Di« Magd im Hintergrund scherzen Witwe .erwacht", kokettiert mit ihrem Schmerz. Tut so. Hauptmann ist gesonnen hier Quartier zu machen, sorgt für Spei- und Trank unb einige Bequemlichkeit; Witwe will fliehen; Hauptmann las auf Dem Epitaph den Ramen des Verstorbenen; gibt sich, frech, als dessen Freund aus. Witwe bleibt. Gewonnenes Spiel. Roch mehr: von den drei gehängten Kriegsgefangenen draußen, die Die Soldaten bewachen sollen, fehlt einer. Dem Hauptmann gehts ans Leben! Der Galgen muh voll sein!! Die schnell Getröstete bietet Den toten Gatten zum Ersatz!!! (Hernach stellt sich heraus: es war ein Irrtum; die drei Talgenschwengel sind noch Da.) Hauptmann und Wittib gehen fröhlich ab. Soldat unb Magd folgen nicht minder guten Mutes. So endet ein grotesker Totentanz, eine bittere Satire, Die komöb enhafte Allegorie von der ehelichen Liebe — .dergleichen die Welt alle Tage sieht". Und wenn der Vorhang fällt, meint man, Lessings grimmiger Witz habe den gutmütig und versöhnlich austtingenden Spott Molieres noch übertrumpft. Die Aufführung des .Geizigen", von Te- lekv geleitet, war gut und zeigte schlagend Die sprühende Unverbrauchtheit Der Moli^reschen Bühnenkunst. Die dramaturgische Behandlung erwies sich als sehr geschickt; alle fünf Akte konnten ohne störende DerwattdlungSpausen und ohne dah Dem Gang Der Ereignisse hierdurch Zwang angetan werden mußte, in einem Innenraum fliehend abgewickelt werden. Den oberen Dühnenrahmen hätte man etwa- nieDri- (ja: Die Ensemblefzenen kamen sehr frtsch und lebhaft heraus; ein paar Dialogübergänge hätten geschmeidiger ineinander greifen 2uS Dem Harpagon macht« Telekh eine Durchgefeilte, mit vielen Sinzelzügen wirksam belebte, überall interessant« Charakterfigur. Sauber abgetönt klang da- Quartett Der betoen jungen Paar« (H«h m—Ha nke; Sch e rer—L e na u), em paar saftige, mitten auS Dem alltäglichen Geben gegriffene Komödiengestalten: 2. 3 ü n g » l i ng. di« geschwätzige Gelegenheitsmacherin Frostne; D o l ck und E i s i g, zwei schalksnärrische Domestiken; Kurzhoff, ein beflissener Maller. Gehre, Polizelkommlssar mit Mühlsteintragen und Gänsekiel, ein bürokratisch-würdige^ Gesetzeshüter. — DaS Lefling-Lustspiel hatte D o l ck, obschon vielleicht nicht mit voller Ausnutzung aller räumlichen Möglichkeiten, schr witzig arrangiert; Die klein« Sjenenfolge rollte mit einer so verblüffenden Schlagkraft und Unbekümmertheit ab. dah manchem vielleicht gar nicht die überlegene dialektisch« Kunst Diese« Einakters völlig zum Dewuhtsein gekommen ist. die doch allein Die um stürzende Wendung Der Begebenheiten für Den Zuhörer möglich macht; Die galante Leichtigkeit des Spiels mag auch für viele den tief pessimistischen Grundakkord DeS Fragmentes wohltuend gedämpft und die unbarmherzige Schärf« der Satire ein wenig gemildert Haven Susanne H « h m war Die flatterhafte Witwe, sah sehr gut auS und steuerte Die delikate urtb schauspielerisch ebenso Dankbar« wie schwierige Partie mit Taft und Reserve bis zum halb glücklichen, halb fatalen Ende. Die siegessichere und wortgewandte Haftung ihres Partners Hanke gab Den glorreichen Hauptmann Phllo- krates erleichterte ihr die sprunghaften, gewagten Hebergänge in ihrer geschwinden Bekehrung vom Tode zum Leben Die zwesie Geige spielten sehr Drollig — sie hüben und er Drüben, i.uletzt in innigem Verein — Die beiden Welt- linder Mysis und Dromo: Alix K r a h m e r und der junge Eisig. — Es war ein toob (gelungener, erfreulicher Mend. Dr. Th. Satzung aufzwingt nach deinem Denken, deinem Handeln ost genug wider tiefere Erkenntnis tö- tenben Kompromiß auferleat. Nichts ist natürlicher, als dah der Mensch Gemeinschaft suche, nichts edler, als dah er Gemeinschaft „bilde". Sich frei, von innen her verpflichtet fühlen, ist schöne Aeuherung menschlichen Seins, erhöht die wirkenden Kräfte im eigenen Ich, bereitet vor für die wachsenden Aufgaben wachsender Gemeinschaft. Oberheffen. Landkreis Gießen. H Lollar, 15. Febr. Größere älferbefest igungSarbeiten läßt zur Zeit die Gemeinde Staufenberg am linken Lahnufer zwischen Ruttershausen und Odenhausen ausführen. Dort, wo die Lahn rechtsseitig bis dicht an die Straße Ruttershausen --O d en - Hausen herantritt, haben die hochgehenden Wassermassen an der Innenseite der Biegung deS Flußbettes alljährlich mehr und mehr Boden weggespült und von den Wiesen Stucke guten Landes herauSgerissen. Diesem Trüben der Wasserkräfte versucht man nun dadurch Einhalt zu gebieten, daß zunächst längere Eichenpfosten in den Boden eingetrieben und untereinander mit Flechtwert verbunden werden. Hierauf wird ein schräg nach dem Gelände ansteigender Damm aus BruchlDasalt-ssteinen aufgesetzt, so dah dem Wasser eine glatte, aber auch widerstandsfähige Fläche entgegentritt. Die hierzu benötigten bedeutenden Steinmengen werden aus dem an der Straße Ruttershausen—Odenhausen, der Arbeitsstelle gegenüber, liegenden Steinbruch der Gemeinde Ruttershausen gewonnen, mittels Rollwagens auf Feldbahngleis über die Straße bis an das rechre Ufer befördert und von da auf einem eigen! für diesen Zweck erbauten Floß quer durch den Fluß an die Arbeits- stelle auf der linken Flußfeite herangebracht. — In Verfolg einer Anregung des Veteranen- und Kric- geroercins hat die Sangervereinigung Lollar für dieses Jahr ihre gesangliche Mitwirkung bei der G e fa l l e n e n . G e d e n k f e i e r am Denkmal zu Kirchbera anläßlich des Volks- trauertages gugejagt. Weiter hat auch die i Freiwillige Feuerwehr ihre Kapelle J für diese Feier zur Verfügung gestellt. Man dar, | diese Beschlüsse mit Anerkennung für die Vereine j und mit Genugtuung für den Veteranen- und Krie- | geruerein verzeichnen. Hoffentlich folgen auch die anderen Vereine noch nach. > Lollar, 15. Febr. Hier sprach im Auftrage des Landesamts für das Bildungswefen Fraulein Lehne aus Mainz vor der wrtbildungsschulpflich- tigeu Jugend über: „Zwei Feinde der Iugnd", Alkohol und Nikotin". — Am nächsten Sonntag soll hier im Gasthaus ,Lur Linde" eine öffentliche Pestalozzi-Gedenkfeier stattsinden, bei welcher außer einem Dortraa über Pestalozzi, musi- iatischen und gesanglichen Darbietungen auch ein Festspiel, das eine Episode aus dem berühmten Roman dieses großen Pädagogen „Lienhard und Gertrud" behandelt, zur Aufführung kommen soll. I Treis a. d. Lda., 15. Febr. Zum Nachfolger des als Fortbildungsschullehrer nach Lollar versetzten Lehrers Eberle ist Schulverwalter Diehl aus Blofeld in der Wetterau ernannt worden. * Großen-Buseck, 16. Febr. Der hiesige Landwirtschaftliche Konsumverein G. m. b. H. kann auf Grund guten Geschäftsganges im Jahre 1926 seinen Mitgliedern 10 Prozent Dividende zukommen lassen. Die Vergütung wird in Waren gewährt, die sofort bezogen werden können. Der Verein ist bereits seit 47 Jahren hier • tätig. : Beuern, 15. Febr. Am Sonntagabend hielt der Gesan averein »L i c d e r k r a n z" in seinem Lokal „3um Holländischen Hof" fein diesjähriges Winterfest ab. Der Verein unter Leitung seines bewährten Dirigenten K. S o m - m er lad steht, dank der Hingabe, mit der Sommerlad sein Dirigentenamt nun schon seit Bestehen des Vereins (seit 1904) versieht, auf hoher gesanglicher Stufe. Die vorgetragenen Chöre bezeugten dies zur Genüge. Einige flott gespielte Theaterstücke und darauffolgender Tanz hielten die Teilnehmer lange zusammen. v is. Steinbach, 14. Februar. Unsere G e - meindejagd, die seither der Gemeinde jährlich 800 Mark einbrachte, erreichte bei der Neuverpachtung einen Preis von 1825 Mark. Pächter ist Architekt Nicolaus, Gießen. Reiskirchen, 15. Febr. Am Sonntag wurde in unserer Kirche der O b e r l i n f i l m „Sprechende Hände" vorgesührt. Dieser Film gibt einen guten Einblick in das Taubstummblindenheim Rowawes bei Potsdam. Der Film rollte am Rachmittag für die Kinder und am Abend für die Erwachsenen. Beide Vorführungen ergeben den schönen Betrag von 105,50 Mk. t Geilshausen, 15. Febr. Der Landjugendbund des Bezirks Grünberg ver anftullete am Sonntag hier seine Hauptversammlung, der sich gesellige Darbietungen in reicher Abwechslung an schlossen. Nach der Begrüßung der Gäste durch den hiesigen Vorsitzenden Wilhelm Seipp wurden der Jahresbericht und die Rechnungsablage erstattet, die einen günstigen Stand auswiesen. Bei der Vorstandswahl wurde Bing- mann, Weickartshain zum 2.Vorsitzenden, Hoffman n, Geilshausen, zum Schriftführer neugewählt. Anschließend hielt Oberst a. D. Kl ein Hans, Gießen, einen instruktiven Vortrag über Sports rooen, sodann sprach Der Bundesvorsitzende Schmidt, Steinheim, über das verflossene Arbeit-tzahr des Bundes und andere Organisationsangelegenbeiten. Den Abschluß der Nachmittagsveranstaltung bildete ein Konzert. Am Abend bei der geselligen Feier hielt der Bundesoorsitzende Schmidt, Steinheim eine Ansprache über die Ziele des hessi scheu Landjugendbundes, die eine recht beifällige Aufnahme fand. Die Aufführung des Trauerspiels „Schlageters Heldentod", gesangliche und musikalische Darbietungen und anschließend Tanz füllten den Rest des Abends aus. t ® v ü n b c r g, 15. Febr. Der hiesige Fuß- dal l v e r e i n. der jetzt 48 Mitglieder zählt, hielt dieser Tage seine IahreShauptversamm- l u n g ab. Aus dem Bericht des Vorsitzenden H Schmidt ginghervor, daß die erste Mannschaft 12. die zweit« Mannschaft 15 Spiele ausgetragen hat. Der Rechnungsvericht befriedigte allgemein, da die Kasse über einen guten Bestand versüßt. Der bisherige Vorstand wurde durch Zuruf tote- dergewählt. In der Aussprache beschäfigte man sich vor allem mit der S p o r t p l a h f r a a e. Schon vor Monaten ist der Verein bei der Dur- aerineistcrei um eine Erweite rung des Sportplatzes eingekommen; er erklärte sich bereit, den .Platz selbst zu erweitern, damit k:i° nerlei Kosten entstehen sollten. Der Demeinderat nahm den Vorschlag wohlwollend auf, jedoch ist bis heut« nichts geschehen, es sind dagegen von hervorragender Seite Aeuherungen bekannt geworden, die der Verein als nicht günstig für das Sportplatzprojekt ansieht. Man erwartet, daß trotzdem die Angelegenheit eine befriedigende Lösung findet. — Der seit 93 Iahren hier be- stehende Männergesangverein gab am Sonntagabend ein sehr gut besuchtes und glänzend verlaufenes Konzert. Die Leistungen der Sänger unter dem neuen Dirigenten, Lehrer Gengnagel, standen auf hoher künstlerischer Stufe und fanden allgemein lebhaften Beifall. Frl. Böhm-Laubach bereicherte die wertvollen Darbietungen des Abends durch einige ausgezeichnete Liedervorträge, die ebenfalls starken Beifall auslösten. Kreis Fricvbcrg spw. Friedberg, 15. Febr. In der am Sonntag hier abgehaltenen Bezirksvortur- n erstünde des 5. Bezirks im Turngau Hessen wurde beschlossen, das diesjährige B e z i r k s - Geräteturnen des 5. Bezirks am 6. März in Langgöns zu veranstalten. Bad-Nauheim, 15. Febr. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde die städtische Rechnung für 1924, die in der vorletzten Sitzung nochmals an den Finanzausschuß zuruckverw'.esen worden war. genehmigt. In der Aussprache wurde zum Ausdruck gebracht, daß der Bürgermeister in Zukunft den Stadtverord» neten über die Steuereingänge von Zeit zu Zeit Mitteilung machen möge, damit bei stackem Steuereingang etwaige Steueverleichterungen eintreten könnten. Die Straßenwalzarbeiten, die auch in diesem Frühjahr wieder in einigen Straßen vor genommen werden sollen, wurden der Firma O h l in Limburg übertragen. Aus dem neuen Friedhof soll ein weiterer Platz für die Ausstellung von Aschenurnen hergerichiet werden. Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete die Frage beä Kleinwoh - nungsdaues. Es galt, die allgemeinen Darlehensbedingungen festzulegen. Ein Antrag der sozialdemokratischen Stadtverordneten- sraltion hatte kürzlich allgemeine Richtlinien ausgestellt, ein Abänderungsantrag der Wirtschafts- Partei regte einige Ergänzungen und Abänderungen an. Bon der vorigen Stadtverordiretensitzung wurde die AngelegenhÄt nochmals an den Bau- ausschuh zuruckgewiesen, dessen Bestimmungen über die Gewährung von Baudarlehen nun die Genehmigung der Versammlung fanden. Die neuen Bestimmungen sagen u. a., daß als ordentliche Baudarlehen für eine ordnungsgemäße Familienwohnung mit Zubehör 7000 Mk. bewilligt werden können.. Die Verzinsung beträgt 2 v. H., bie Tilgung 1 v. H., zuzüglich ersparter Zinsen. Die Wohnungen sollen in der Regel nicht weniger als 80 Quadratmeter Wohnraum haben. Reben den ordentlichen Baudarlehen kann ein außerordentliches gewährt werden, das mit 8,5 v. H. zu verzinsen und mit 1,5 v. H. zuzüglich ersparter Zinsen zu tilgen ift Das ordentliche und das außerordentliche Baudarlehen dürfen zusammen 60 v. H. der Bausumme nicht überschreiten. Bei der Bauausführung find tunlichst einheimische Handwerker und Geschäftsleute zu berücksichtigem Für den Fall, daß eine Vergebung an Auswärtige in Frage kommen sollte, ist die Sntschei- bu.ig des Bauausschusses einzuholen. Besonders reichlich sind die 'Bestimmungen, die sich mit dem Erbbaurecht beschäftigen. Es heißt da: .Wird ein Gebäude im Erbbaurecht auf städtischem Gelände errichtet, so kann die Deleihungsgrenze bis 80 v. H. vorgerückt werden und die Auszahlung der Darlehensbeträge erfolgt unmittelbar an die Bauhandwerker und Geschäftsleute, denen der Bauherr die Lieferung übertragen hat, nach Anweisung des Bauherrn Auf Wunsch der In Erbbaurecht Bauenden können die Pläne- und Kostenberechnungen nebst der Bauausführung durch das Städtische Hochbauamt gegen Erstattung der entsprechenden Gebühren übernommen werden. Die Gebühren sollen die Selbstkosten nicht übersteigen. Die Arbeiten sind in diesem Falle öffentlich nach dem .städtischen Derdingungsverfahren auszuschreiben. lieber den Zuschlag verfugt der Bauherr." Sin Antrag der sozialdemokratischen Irak- tion, die Mieten in den mit städtischen Bau- beihilsedarlehen errichteten Häusern im Einvernehmen mit einer städtischen Prüfungsstelle zu errechnen, wurde abgelehnt. In der nichtöffentlichen Sitzung wurden Baubeihilsedar- leben in fünf Fällen bewilligt, außerdem wurde ein Geländeerwerb gutgeheißen. WSR. B a o - R au h e im, 15. Febr. Zu dem Erwerb des bekannten Hotels „3 m frei' i a l" durch Öen Landesverband Hessen und Hessen-Rassau des Hauptverbandes der deutschen Krankenkassen erfahren wir weiter, daß das Hotel bei seiner Umwandlung in ein Genesungsheim eine wesentliche Erweiterung erfahren soll. Die Dettenzahl (bisher 60) soll auf 90 bis 100 erhöht werden. Das Erholungsheim soll hauptsächlich zur Ausnahme Herz- und rheumatismuskranker Kassenmttglieder, sowie sonstiger mit nervösen Beschwerden behafteter Personen dienen. C Gambach, 15. Febr. Die vor l1, t Iahren hier gegründete Ortsgruppe des Landjugendbundes veranstaltete am Samstag eine gut besuchte Gründungsfeier. Rach dem Dor rag einiger vaterländischer Gedichte kamen zwei vaterländische Theaterstücke zur Aufführung, deren Darstellung reichen Beifall sand. Den musikalischen Teil bestcktt der Posaunen» ch o r. Es war in allen Teilen eine wohlgelungene Veranstaltung, die allgemein gut gefallen hat. — Der Reiterverein „Wettertal" unter Leitung von Philipp Weisel- Eberstadt unternahm am Sonntagnachmittag einen Uebungs- r i 11. In den Wiesen bei unserem Orte wurde ein Schaureiten veranstaltet, zu dem sich eine große Zuschauermenge einfand. Rach Beendigung der interessanten Vorführungen ging der Ritt weiter über Holzheim und Dors-Güll. Es ist beabsichtigt, auch in unserem Orte einen Reiterverein zu gründen, für den sich zahlreiche junge Leute sehr interessieren. am. Staden, 15. Febr. Wie schon berichtet, wurde unser bisheriger Bürgermeister Christian Saud) ohne Gegenkandidaten und mithin ohne Wahlgang für eine zweite Wahlperiode zum Bürgermeister unserer Demeindc berufen Aus diesem Anlaß wurde dem Ortsoberhaupt am Samstagabend von der Einwohnerschaft eine eindrucksvolle Ehrung bereitet, bei der in einer Ansprache das volle Vertrauen zu dem Bürgermeister zum Ausdruck kam. Der Gefeierte dankte und forderte zum einigen Zusammenwirken aller Kräfte im Interesse der Gemeinde und des Vaterlandes aus. Anschließend folgten die Männer einer Einladung deS Bürgermeisters, der in allen Wirtschaften unseres Ortes Freibier verabreichen ließ. Die Frauen wurden von dem Bürgermeister zu einem Teeabend auf den heutigen Dienstag geladen. Kreis Büdingen. ]:[ Ribda, 15. Febr. Die hiesige Orts- gruppe (Realschule) des Vereins für das Deutschtum im Auslande beging am Sonntagnachmittag ihre diesjährige 2. D. A. • Feier. Welch großes Interesse dem Verein hier entgegengebracht wird, zeigte sich in dem überaus zahlreichen Besuch der Veranstaltung. Musikalische und dichtecksche Vorträge de-Schüler wechselten in gut gewählter Weise. Alle gaben ihr Bestes. Der Vorsitzende der hiesigen, Ortsgruppe, Etudienrat Braunewell, etläJter'.e die Ziele des Vereins, nämlich den Schuh des Deutschtums außerhalb der Reichsgrenzen und Stärkung der großdeutschen Idee, unter Aus- chaltung jeder Packeipolitik. In packenden Worten schilderte et die Rot unserer deutschen Brüder in Tirol und Polen. Den Schluß der Feier bildete ein von 6 Schülern und Schülecknnen flott gespieltes Theaterstückchen. # Fauerbach b. Nidda, 15. Febr. Am Sonntag feierte unser Mönnergesangvek« ein „Eintracht" sein 40jähriges Jubiläum. Nach gemeinsamem Kirchgang wurde im Saale von H. Edelmann ein Theaterabend oeran- taltet. in dessen Mittelpunkt ein ernstes Stück in vier Aufzügen und ein heiteres Stück standen. Einige gut uorqetragene Chöre oerf (frönten die Jubelfeier. Der Gesangverein zählt 40 Sänger, er wird von unserem Lehrer H ö l z i n g e r geleitet. f. Ranstadt, 15. Febr. Um der Wohnungsnot in unserem Orte zu steuern, beschloß der Gemeinderat, ein ViersamilienhauS zu bauen. Mit den ‘Sauarbeiten soll noch in diesem Iahte begonnen werden. — Durch die vorübergehende Arbeitsbeschränkung im Sägewerk Himmelsbach in Ridda sind auch einige Arbeiter aus unserem Docke erwerbS- l o s geworden. Zum Glück sind die großen Ba- saltbrüche bei Ortenberg und Bellmuth, sowie daS Eisenweck in Hirzenhain, wo hiesige Einwohner in Arbeit stehen, gut beschäftigt, so daß die Ar- beits- und Verdienstlofigkeit sich nicht allzu stark geltend macht. — Die Grippe hat auch in unserem Orte ziemliche Verbreitung angenommen. Bis jetzt ist die Krankheit aber gutartig verlaufen. — Die Maul- und Klauenseuche ist hier jetzt völlig erloschen. Zum Glück ist die Seuche noch glimpflich getoefen. g. Ober-Mockstadt. 15. Febr. Am Sonntag abend hielt der hiesige Kirchengesang- verein seinen Fainilienabend, der durch die Milwirlung des hiesigen Posaunenchvrs verschönt wurde. Der erste Teil des Programms war dem Andenken Beethovens gewidmet, dessen 100jährigen Todestag die musikalische Welt im nächsten Monat feiert. Demgemäß war das Programm ausgestellt, das in schönster Weise durchgesührt wurde. Pfarrer Dock, der den Verein seit drei Iahren leitet und ihn in seinen Leistungen schon bedeutend gehoben hat, gedachte in seiner Ansprache des im nächsten Iahre bevorstehenden 40jährigen Bestehens des Vereins. Für 25jährige treue Mitgliedschaft erhielt Frau Wilhelmine W a 11 h e r die übliche Ehrenurkunde. Ein Lustspiel, von Mädchen des Vereins recht flott gespielt, wurde mit großem Beifall ausgenommen. Auch einige Gedichte in oberhessischer Mundart halfen den Abend verschönern. Kreis Schotten. # Ulfa, 15. Febr. Nachdem die Kraft« wagenlinieNldda-Ulfo schon einige Wochen den Verkehr ausgenommen hat, ist nun von der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. die Genehmigung erteilt worden unter der Bedingung, daß Stationen der Bahnstrecke Gießen— Gelnhausen und Nidda—Schotten von den Fahrten nicht berührt werden dürfen. )—( Ruppertsburg, 16 Febr. Bei der erstenGemeindeholzversteigerungin diesem Winter, die am Freitag abgehalten wurde, waren die Preise etwas höher als die bei der Gräflichen zu Anfang der Woche. Die Preise betrugen für Buchenscheit 10 bis 11 Mk., für Duchen- fnüfrfrcl 7 bis 9 Mk. pro Raummeter. — Die vor 2 Iahren gegründete freiwillige Feuerwehr hat sich recht gut entwickelt. Unter Vorsitz ihres 1. Kommandanten Wilhelm Port hielt sie jetzt ihre Generalversammlung ab. Dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß sie zur Zeit 73 aktive und 66 passive Mitglieder zahlt. Die Wehr ist eifrig bemüht, ihre Geräte im besten Stande zu erhalten. So wurden im letzten Iahre die bewährten Storzluppelungen angeschafft. Die Anschaffung neuer Schläuche soll im neuen Iahre erfolgen. Kreis Alsfeld. ft. Flensungen, 15. Febr. Der Krieger« v er ein veranstaltete dieser Tage einen sehr gut besuchten Lichtbildervortrag, xu dem sich auch zahlreiche Kameraden aus Ilsdorf und Stockhausen, sowie der Gesangverein Stockhau- s e n eingesunden hatten. Der Lichtbildervortrag zeigte zunächst Ausschnitte aus der Sommeschlacht: der Gesangverein Stockhausen umrahmte den Vortrag durch einige oassende Chöre. 3m Rahmen einer Gefallenenehrung wurden bann noch zahlreiche Bilder von den verschiedensten Kriegssä-au- plätzen gezeigt. Der verdienstvolle Redner des Abends war Herr Hahn von Lehnheim. — Ober-Ob men, 15. Scbt. In der jüngsten GemeinderatSsihung wurde die Anpflanzung einer bedeutenden Fläche Gemeindelandes mit Kirschbäumen beschlossen. Die Anpflanzung soll noch in diesem Frühjahr statt- finden. Der anerkennenswerte Beschluß findet bei der Einwohnerschaft lebhaften Anklang. ck. Wettsaasen. 15. Febr. Die G rippe verbreitet sich in unserem Dorfe immer mehr. Zum Glück nimmt die Krankheit bis jetzt überall einen gutartigen Verlaus. — Die H o l z h a u erarbeiten sind in der hiesigen Gegend jetzt allgemein beendet. Infolgedessen nimmt die Zahl der Erwerbslosen wieder zu, da auch die benachbarten Brauneisensteingruben infolge eingeschränkter Betriebsführung noch nicht alle Arbeitskräfte ausnehmen können. t Atzenhain, 15. Febr. Die hiesige Gerne in d ejagd, die bisher 500 Mk. Iahrespacht brachte, wurde jetzt für insgesamt 599 Mk neu verpachtet. Pächter sind für den ersten Teil die Lehrer Kaufmann und ch a ch, für den zweiten Teil Ludwig Pfeifer aus Duetfborn; der erste Teil kostet 200, der zweite 399 Mk. Kreis Lanterbach. * Lauterbach, 15. Febr Die diesjährige Hauptversammlung deS Landwirtschaftlichen Bezirksvcreins sand am Samstag hi« statt. Der Vorsitzende deS Vereins, KreiSdirektor Dr. M i ch e l, leitete die Versammlung. Die Rechnung für 1926 gab au Anständen keinen Anlaß, dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Vorsitzende begründet hierauf in längeren Ausführungen den in dem Voranschlag für 1927 eingesetzten Gehalt eines Obstbautechnikers. Die von dem Verein angelegte Baumschule in Schadges hat in den letzten Iahren schöne Erfolge gehabt, die Schule in Ober-Moos versfrckcht ebenfalls günstige Resultate, in Schlitz wird eine weitere Schule angelegt werden, sobald baS hierfür erforderliche Gelände bei der jetzt im Gange befindlichen Feldbereinigung ausaeschieden fein wird. Die aus der Scbadgeser Schule stammenden Bäume seien sehr gesucht, es hätten sogar schon auswärtige Händler welche beziehen wollen. Der für den Obstbautechniker ausgeworfene Gehalt solle aus dem Ertrag der Baumschulen gedeckt werden. Der Techniker soll die Verwaltung der Baumschulen übernehmen, et soll Vorträge über Obstbaufragen halten, Unterweisungen in der Behandlung und Verwertung des Obstes geben und auch für Privatpersonen tätig fein; die Bezahlung hierfür würde in die Vereinskasse fließen. Der Vorsitzende bemeckte noch, daß die übrigen Aufgaben des Vereins durch die Bewilligung des Gehalts des Obstbautechnikers Nicht- notleiden dürfen. Rachdem Bürgenneister Kübel-Herbstein fich zu dem Antrag zustimmend geäußert hatte und Müller Stock- Stockhausen das Fehlen eines fachmännischen Beraters in den Fragen des Obstbaues als Mangel für diesen Zweig der Landwirtschaft bezeichnet hatte (er führte Beispiele an, wonach bei richtiger Sockenwahl auch in der hiesigen Gegend der Obstbau rentabel gemacht werden könne), wurde diese Positton des Voranschlags genehmigt und der Daumwack Kurz- Schadges als Obstbautechniker für den Vereinsbezirk ernannt unter Bewilligung eines Gehalts nach Gruppe IV der staatlichen Defol- dungsordnung. Hieraus wurde der Vorsitzende des Landwickschästsamts und der Obstbautech- niker Kurz als ständige Mitglieder des Vorstandes des Landwirtschaftlichen Vereins gewählt. Weiter enthält der Voranschlag Mittel zur Anschaffung und Verteilung von land- wirtschaftlichen Schriften an die Mitglieder und für die Beteiligung junger Landwirte an dem Schweinezuchtlehrgang in RuhlS- dorf. Der Voranschlag wurde in allen Teilen genehmigt. Als letzter Punkt der Tagesordnung hielt Landwirtschaftsbirektor Glaser einen Vortrag über das Thema: „WaS lehck uns das Wirtschaftsjahr 1926". $ Schlitz, 15. Febr. Von einem SiegeSzug des Rundfunks kann man sprechen, wenn man die Zahl der Anschlüsse feststellt, die in unserer Stadt und in den wirtschaftlich dazu gehörigen Gemeinden des Schützer Landes bereits hergestellt sind. Es sind insgesamt 120 Radioanlagen, deren große Bedeutung man erst ermißt, wenn man weih, da'ß unser Gebiet Den den Kulturzentren ganz abgelegen ist und e- dem Bildungsbedürftigen auf direktem Weg nur unter Aufwand von Zeit und Geld möglich ist, an den Errungenschaften des wissenschaftlichen, musikalischen und unterhaltenden Lebens teilzunehmen. In den etwa 15 Gemeinden des Schliherlandes find sämtliche Lehrer im Besitze einer Rundfunkanlage. — Ein Einbruch wurde dieser Tage in der Wohnung deS Rektors Adolph verübt. Er wurden dabei eine größere Zahl Flaschen mit Wein entwendet. — Dah man vor umherziehenden Zigeunern vorsichtig fein muh, muhte man dieser Tage wieder erleben. In einem Laden wurde eine Zigeunersfrau gerade in dem Augenblick angetrossen, als sie ihre Hand in die Gaben la f f < hielt. Ein Diebstahl wurde durch die auS dem Rachbarzimmer herbeigeeilte Ladeninhaberin noch rechtzeitig verhindeck. Rheinhessen. WER. B i n g e n, 15. Febr. Die wachsende volkswirtschaftliche Bedeutung der Fremden- Industrie hat den Binger VerkehrSverein, bot in engster Fühlung mit der Stadtverwaltung arbeitet, dazu bewogen, in seiner gestrigen Sitzung die Errichtung eines Verkeyrsbu- reaus zu beschließen. Das Bureau soll von einem hauptamtlich beschäftigtenBe- amten geleitet werden. Preußen. Kreis Wetzlar. WSR. Wetzlar, 15. Febr. Dem Stadtverordnetenkollegium lag gestern ein umfassendes Straßenbau Programm der Verwaltung vor, das im Laufe dieses Iahres als R o t - standSarbeiten zur Ausführung gelangen soll und als 550 000 Mk. Baukosten erfordert. Rach Absätzen in Höhe von 150 003 Mk. wurde den Vorlagen die Zustimmung erteilt. — Die Stadt hat beschlossen, die feit Kriegsende, während und nach der Inflation bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt eingegangenen Verpflichtungen bei der Landesbank der Rhein- Provinz in Höhe von über vierMillionen Mark in eine langfristige Anleihe der Girozentrale umzuwandeln. Die Stadtverordneten haben dem ihre Zustimmung gegeben mit der Einschränkung, daß die Bedingungen die gleichen sind, wie sie die Girozentrale für ihre neue 50 Millionenanleihe propagiert: öprozentige Verzinsung, 1 Prvz. Tilgung und 95,5 Auszahlung. — Im benachbarten Oberbiel entstand in der vergangenen Rächt im Anwesen des LandwickS Erb aus bisher noch unbekannter Ursache ein großes Schadenfeuer, durch daS die Scheunen und Stallungen völlig ein- geäschert wurden. Das Wohnhaus konnte noch gerettet werden. Die gesamten Grntevorräte wurden ein Raub der Flammen. Das Vieh konnte gerettet werden. ie. Nauborn, 15. Febr. Am Sonntag fand in der Wirtschaft von Petro die Gründungs- Versammlung des Uiaubor ner Verkehrsvereins statt. Pfarrer Schiefer ft ein, der die Versammlung leitete, konnte mitteilen, daß bereits 200 Nomen auf der Werbelifte ständen, ein Zeichen, wie groß in unserem Dorfe das Bedürfnis noch einer Verbesserung des Verkehrs ift. Wir haben nämlich ein täglich dreimal verkehrendes Postouto: aber wenn es in Wetzlar abfährt, ist die Menge der Wartenden so groß, dah die Nouborner nicht bin- eingehen, um den Fernerwohnenden Platz au lassen. Und wenn es auf der Fahrt nach Wetzlar durch Nauborn kommt, ist es so voll, daß für Nouborner fein Platz mehr ist. Diesem doppelten Mißstand ist es zuzuschreiben, daß dos Interesse an einer Ver besserung in der Bevölkerung so groß geworden ift, daß der Wunsch noch einem Verkehrsverein ent- drei Jahren verbüßt Die gestrige Tat bereut Stephan, der 57 3ofirc alt unb in Echzell bei Friedberg geboren ist. sehr. Er beteuert immer wieder, bah er nicht getrollt habe, bah diese t'on ihm offenbar im Jähzorn begangene Tat das Leben der Frau Lieb! er vernichtete. Dae Motiv zur Tat ist nach den Schilderungen des Stephan folgendes Seit mehreren Jahren halber zu der Ermordeten in einem Verhältnis qe« standen. 3m Laufe dieser Zeit habe er — neben anderen Geschenken — ihr vor zwei Jahren einen Mantel geschenkt Stephan sah sich aber in seinen Erwartungen getäuscht unb wollt.' besold das Verhältnis Ibsen und feine Geschenke zurück- baben Bei einer solchen Auseinandersetzung loll die Frau tätlich gegen ihn o^rgegangen fein, woraus er sie verklagte. Diele Klage wurde aber abgewiesen und der Kläger aus den Privatklage, weg verwiesen. Darüber sei er erneut gegen die Frau ausgebracht worden. Kurz vor Weihnachten habe sie ihn be> einem Zusammentressen in der Stadt ebenfalls wieder zur weiteren Pflege des Verhältnisse- bewegen wollen, worauf er ihr er- widert habe, er wolle weiter gar nichts mehr von ihr als seinen Mantel zurückhaben. Die Frau sagte schließlich zu ihm. er solle ihn sich holen. Gestern morgen habe er nun den Entschluß gefaßt. den Mantel zu holen, fei aber von der Frau höhnisch behandelt und schließlich mit dein bekannten Zitat von Götz von Verllchingen ab- gewiesen worden. DaS habe ihn so in Wut gebracht, daß er Tie die vor ihm entfloh - einholte, wobei es zu den bekannten Tätlich- beiten, die den Tod der Frau herbe', führt en. kam Die Angehörigen und .kirnen der Frau Siedler besonders die ersteren, bestreiten die von Stephan gemachten Aussagen und geben vielmehr an das, fit sich ständig bedroht fühlte. Grubenunglück auf dem Westerwald. WSA Hachenburg. 15. Febr. Auf der Grube Georg bei Hachenburg verur'achte ein fehl gegangener Schuß eine Efplvslon DaS niederstürzende Gestein verschüttete drei Vergleuie, von denen zwei nur a l S Leichen aus den Trümmern hervorgeholt werden konnten, während der Dritte leichtere Vor- lehungen erlitten hatte. AuS dcm Amtsvcrfu.tvigttngöblatt. ' DaS ArnkSverkündigsrngSblatt Ar. 1 1 vom 15. Februar enthält: Erwerbslosen- fürforge; Feuerlöschwesen; Aussuhruug her Can- deSfeuerlöschordnung; Maul- und Klauenseuche in Gießen; Schüler, die ein Handwerk erlernen wollen; Pestalozziseier; Bescheinigung über erfüllte Fortblldunasschulpslicht; Auswertung von Kapitalanlagen; Feldbereinigung in Ober-Steinberg; Dienstnachrichten. Tprcchfluitdctt brr rNcvakttoit. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags Sumstag nachmittag geschloffen. Für unverlangt clngefanble Manuskripte ohne be'gesügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. 2t njeigenauf träge find lediglich an die Geschäftsstelle ju richten. Die neue Bluttat in Frankfurt. WSA. Frankfurt a M., 15. Febr. Gestern mittag wurde, wie bereits gemeldet, der Weißbinder Wilhelm Stephan in seiner Wohnung in Vilbel fest genommen und in da- dorlige Amtsgericht eingeliefert. Aoch in den gestrigen Abendstunden ist ei von dort zu seiner Vernehmung in da- Polizeipräsidium nach Frankfurt a. M. überführt worden. Stephan, der die Tat kurz nach seiner Festnahme eingestanden hat. ist nach Schilderungen von Bekannten ein sehr jähzorniger Mensch Sonst wird ihm allseits daS Zeugni« der Zuverlässigkeit und Arbeitsamkeit ausgestellt. 3m Kahre 1893 hat er seine erste Ehefrau auS Eifersucht lebensgefährlich verletzt und dafür eine Gefängnisstrafe von L Oberkleen, 15. Febr Der Kre isst r a ß e t>on Oberkleen nach Oberwctz toll demnächst mit Kleinfchlag eingedeckt werden Der K l e i n s ch l a g wird im flltrn Steinbruch des PhaswaldeS von hiesiaen Arbeitern hergestellt. wodurch der Erwerbslosigkeit gehen- e r t wird — *— Aus d e m Kreise Wetzlar, 15. Febr. Um einen Anreiz zur Bekämpfung deS Schwarzwildes zu geben, das in zahlreichen Waldungen unseres Äreife» stets als Standwild anzutressen ist, find von behördlicher Seite Schußprämien ausgesetit Derben, die nach dem Gewicht der erlegten Tiere abaestust sind. Die Prämien betragen bei einem aufgebrochenen Gewicht von 70 Pfund abwärts 10 Mk. von 70 bis ISO Pfund 20 Mk.. über 180 Pfund 30 Mk. Anträge auf Bewilligung dieser Prämien sind innerhalb drei Tagen nach der Erlegung bet den Bürgermeisterämtern zu stellen. Falls der Prämienantrag innerhalb Meier Frist nicht gestellt werden kann, muh wenigstens der erfolgte Abschuß innerhalb drei Tagen beim Vüroermeisteramt angemeldet werden Bezugsberechtigt sind Staat--. Gemeinde-. AastaltS- und Privatforstbeamte einschl. der Forst- uüd Feldhüter. T Mrde Bicvcnkopf. # tionigsbera, 15. Febr. Dieser läge tarn btt hiesige öenteinbejagb In drei Bezirken zur veroachmng. Im Durchschnitt erzielte ein Bezirk in Grüße von zirka 210 Hektor die Pachtsumme von 28° Mark, was bei einem mittleren bis guten Wild bestand, hauptsächlich in Hochwild, nicht hoch war und nicht über die Dorkriegspacht hinaueging. Ts wird unter diesen Umständen eine Genehmigung oon selten der Gemeinde wohl kaum erfolgen tonnen. — In der jüngsten Gemeinderatssltzung wurde die Anschaffung oon zwei Kirchen- g ( o cf e n beschlossen unb die Finna Schilling In Apolda mit der Lieferung beauftragt. Eine zu diesem Zwecke veranstaltete freiwillige Sammlung, die noch nicht abgeschlossen Ist, hat bis jetzt ein erfreuliches Resultat gezeitigt. Tillkrds. bl Dillenburg, 15. Febr In Anbetracht ber Enge der Hauptstraße beabsichtigt die Stadt, den ganzen Autoverkehr durch Nebenstraßen uinzuleiten. Für die Dichtungen nach Gießen und Haiger sollen die Oranienstraße resp. die Friedrichstraße, Auweg benutzt werden. Schilder sollen die Fahrtrichtung anzeigen. Kreis Marburg. II Marburg, 15. Februar. Der Kommandeur des hiesigen Ausbild ungs- b a t a Ul o n s 91 r. 15, Major Iungermonn, wurde mit Wirkung vorn 1. Februar zum Oberstleutnant beförbert. Kreis Usingen. .' ® l e c b c r g. 15. Febr. Bei der gestri gen öffentlichen Auh - und Brennholzver- stcigerung auS dem Gemeinde-Markwald. die lehr stark von Käufern auS der Aauheimcr und Gießener Gegend besucht war. wurden ansehnliche Preise erzielt. Flchtenftangen 2. Kl. kosteten 1 bis 1.50 Mk., 3. Kl. 0.Z0 bis 1 Mk je Stück. DaS Aaummeter Buchenscheit kam aus 12 biS 13 Mk. Buchenlnüppek 12 Mk Für 100 Stück BiichenweÜcn wurden durchschnittlich 15 bis 20 Mk bezahlt. Mit dem ErköS hü rite die Gemeinde wohl Auf rieben kein Maingau. DSA F r a n k s u r t a. M 15 Febr Gestern Würben zwei arbeitslose Burschen kurz Oach Begebung eines Fahrrabbiebstahles auf ber Kaiferstraße fest genommen Sie hatten bas gestohlene Fahrrad bereits bei einem Zreunbe versteckt. Der Unterftellcr konnte jedoch bald ermittelt unb bas Fahrrad hdxvgcftcllt werden Die Festgenommenen haben ihr Bargeld stets in Spielerlvkalen verloren unb wollten sich durch diese Diebstähle wieder neue Geldbeträge verschossen. Am gleichen Tage konnte cm Mo - torraddieb je ft genommen werden, der in ber Mofelstratze ein Motorrad gestohlen hatte. Dieser war erst kurz vorher hier zugereist. In der Hohenzollcrnstraße ereignete sich heute nachmittag gegen 5 Uhr ein schwerer ötra- ßenbahnunsall. Infolge falscher Wclchcn- ftellung stießen an der Kreuzung Hohenzollem- strahe Mainzer Landstraße zwei Straßen- bahnzüge mit voller Ducht auseinander Durch den heftigen Zusammenprall wurde die Plattform des aus Aichtung Bocken- heim kommenden Wagens erheblich beschädigt, während der Motorwagen des vom Flugplatz kommenden ZugeS auS den Schienen geschleudert wurde und in stark demoliertem Zustande abge- schleppt werden mußte. Sämtliche Scheiben der beiden Führerwagen wurden zertrümmert. P e r- Ionen kamen nicht zu Schaden. Kreis Hulda. WSA. Fulda. 15. Febr. Im benachbarten Orte Lehnerz ereignete sich geflem nachmittag ein eigenartiger Unfall. Vermutlich infolge Kurzschlusses geriet die Sch e u n c deS Landwirts Hillenbrand in Brand. Während die Feuerwehr mit dem Löschen beschästigt war. .zerriß plötzlich ein furchtbarer Knall die Luft. In demselben Augenblick stürzte einer der beim Löschen helfenden Einwohner tödlich getroffen zu Boden. Die Ursache deS tragischen Unglückssalles war eine in der Scheune ausbewahrte, noch aus ber KriegSzeit stammende Granate, die infolge der Hitze explodiert war. Der Besitzer hatte die Granate vor einiger Zelt bereits zur Abholung angemeldet. Es war aber bisher Der- säumt worden, dem Ersuchen Folge zu leisten. stehen fomu. In der Grunbung-oerjaminlung wurde ieboch heroorgehoben, daß auch noch andere Interessen vorlägen, wie Geschichte des Ortes, Stär funa be» Heimataefühls und Verschönerung des Dorfes und seiner Umgebung. Unter anderem wies ber Dersammmlungslelter barauf hin, daß nach dein Lorscher Kodex in Nauborn zur Zeit Karls des Großen bereits zwei Kirchen bestanden, und daß ber Ort nachweislich zur selben Zett schon an- Nähemd 300 Einwohner hatte. Aus der laufe ge hoben wurde darum der neue Verein mit dem Namen „91 a u b or n e r Verkehrs und hei- mat verein". Der Anschluß an den Wetzlarer Derkchrsverein wurde beschlossen und in die Satzunaen mH aufgenommen. Zum Vorsitzenden wurde vfotyer Schiefer ft ein gewählt, zu feinem Stellvertreter Hauptlehrer Veit, zum Kassierer Lehrer Zimmermann und zum Schriftführer Prokurist Fr. Müller WSA. Braun sei». 15. Febr. 3m Alter pc > 89 Iohren starb in Aorn Prinzessin Er11ahelh von S o ! m S - B r a u n f e l S , eLie Großtante beS jetzt in BraunselS lebenden . urften Georg zu SolmS-DraunfelS Aus dem 1 a. Do Santo der ewigen Stadt hak Uc Ihre lc:.> Auhestätte gesunden * Dornholzhausen. 15. Febr Am 13 Februar konnte ber Zimmerpolier Karl AcIneck von hier aus seine ununterbrochene 25jährige Tätigkeit in bem Betriebe beS >n'>ncrmeifterS Engel in DörnShcim au- cudblidtn. Aus biefem Anlaß würbe dem (Jubilar von seinem Arbeitgeber ein wertvolles L?sa geschenkt, von der Handwerkskammer zu Koblenz erhielt er eine Ehrenurkunde mit Glückwunsch von seinen Arbeitskollegen wurde ihm ein Ehrenbiplom überreicht 3n einer Ansprache hob Zimmermeister Engel Me Pflichttreue und fachliche Tüchtigkeit deS 3ubilarS gebührend hervor unb prieS bte hohe Bedeutung einer solchen Feier, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer eng verbinde. * Großrechtenbach, 15. Febr. Im Saale bet hiesigen Evangelischen Vereinshauses wurde am €onntagab#nb durch einen Diakon ber Bethel-An- ffalten der erste Teil des Bet Hel film» oorge- führt. Die Veranstaltung erfreute sich eines guten Besuches O Aieberkleen, 15 Febr. Bei der im hiesigen Gemeindewald staltgehabten zweiten Brennholzverstciaerung würfen folgernde Preise erzielt Buchenschelthol; 29 bis 33 Mk je 2 Aaummeter, Buchenknüppel 22 bis 25 Mk. je 2 Aaummeter, Duchenwellen 10 bis 14 Mk. je 50 Stück, Kiesernknüppel 10 biS 12 Ml. je 2 Aaummeter, Kiefcrnwellrn 5 bis 7 Mk je 50 Stück 3m Vergleich zu den Ergebnissen der bisher in den Aachbargcrncinden stattgehabten Brennholzversteigert-ngen sind Me Preise al- billig zu bezeichnen. — Ein Zusammenstoß Atoif• dukiionshergang nicht mehr durchführbar seien. Das nicht rastende Bemühen aller Beteiligten hut das Gegenteil bewiesen Man kann jetzt auch für die billigen Zigaretten feite, haltbare und ansehnliche Schachteln horstclh-n. Mit Recht kann der Raucher eine Verpackung fordern, die sich auszeichnet durch Zweckmäßig- k' it. also die Zigarette sauber und gut verwahrt, und durch ein angenehmes Außere. Te:;ner§tflfl, ben 17. gebruor 1827, nachmittags 2 Uhr reritei; erc ich im Löwen, Acuenweg 25 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 1 4 Schreibtische, 1 Ladentheke, 2 gr Darenschränke, 1 Arzneischrank. zwei Büfetts 1 Ehaiselongue, 4 Bertilos. I 1 Sofa, 1 Klavier, 1 Eisfchrank einen Bücherschrank, 3 Toilet'enspiegei einen D man mit 2 Sesseln, 1 Tiich, 1 Truhe, 1 Oclgcmälbe, 1 gr. Beleuchtungskörper, 1 Feuerlöscher, 1 eiserne Kassette, zwei Ballen Pergamentersah, zwei Läu'er- fchweine, 1 gr. Rollwagen 18 Bände Drockhaus-Lerikon 2- voraussichtlich bestimmt: 1 Friseurein- rich'ung I Büfett, 1 antike Kommode 1 Schreibmaschine, 1 Diwan mit zwei Lesseln, 1 Toilettenspiegel. 3. Bestimmt: 1 Lprechapparat mit vierzehn Blatten. 1 Ofen mit Rohr. 1000 An- fichfskarten von Gießen nMc J«i, StriibtsiioÄjitbcr io 8itw Steinstraße 13. « Dir neuen Eckstein Gold Schachteln erfüllen beide B.. luignngen und sind, wie em flüchtiger Blick schon neigt. miLstenrül* ?. [)Mher Pauchi Eckstein Gold 25 Sick zu INlk. ; ■ ■ c • ' '2*. j ■* --jo. Frou Nachbarin, darüber wollen wir uns klar sein, von a'ien Kaffee-Ersaizmitteln die ich in der letzten Zelt <;&• braucht habe, ist derJxfimfrantf doch das allerbeste. Er schmeckt fein, ist kräftig und dabei ungemein billig. Ich lasse mir jedenfalls nichts anderes wieder aufreden. Mur ein Eßlöffel auf 1 Lferodr fa JfornfnMfi und Bohnei* Verlanget M tätchen- Jk -Kirümpfe-W ScfjiXk fit sind öureft SaKbarLeit, PrriswüröigkoK unb o 'Mthmas Tragen überall beliebt. Katchen Gilberschilö, /H2afEo Katchen ($ ot6f Möenf(or. Technikum Jlmenau t Thar. Ingenieurschule lür Maschinenbau und Elektrotechnik. Wissen* schaftllche Betriebsführunfl. Werkmalnterabte lung jr mtf! öcs 3ü8 Siel für ongi 6iat acta Ävr s bet' die den Dl wei rett W den rcid orte Hani vor: l>n in zu bau non und (3ta. licht foul Auf früJji werd inung billig «ütt ‘ßra? wich leite -In» wer! Ipre> Dol W Dez« ner Mn über ter, Srai d.A. nun# otgar Tekie 2 biete j dnSi ßinblit un» ai «fltntli sich in TBi Mto Deik Suüu: nur » täten Halt v °ufgeh i>en fi( men, ; Vta Uber t . «eh. ni muffen veil 6i Kren N b rnifeIe ( feine jj S 3 $£ Ar? s SÄ ss Nr. 59 Drittes Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Merhessen) Mittwoch, 16. $cbruar 1927 Aus Natur und Technik Städtebauausstellung. »i voll Kohlen, und , • — y-,"fen wir Daher, daß cs uns auch in Deutschland bald möglich srin tol™. ^den Mond auf dem Umwege über Ebbe und Flut zur Stromerzeugung heranzuzichen! höheren Behälter in den niedrigeren Wasser fliehen und sie so treiben kann. Dabei wird der Wasserspiegel im höheren Behälter etwas sinken, der im tiefen etwas steigen: wenn man aber die Behälter groß genug macht, und dar muh man natürlich, so kann man dieses Sinken und Steigen in besäreidenen Grenzen halten, sagen wir etwa so, daß der Spiegel im einen Behälter um 20 Zentimeter sinkt und im andern 20 Zentimeter steigt. Dos ist durchaus erträg- Uw- Wenn dann die steigende Flut ebenlo hoch steht, tote der Spiegel im oberen Behälter so öffnen wir die Tore und lassen seinen Spiegel wieder bis zur gröhten Fluthöhe steigen, icyneßen dann wieder ab und verfahren kurz vor dem tiefsten Ebbestand beim Ebbetor sinn- gemäh. So können wir also einen Höhenunterschied ausrecht erhalten, aus dem wir dauernd Energie gewinnen und sie in Gestalt von Elektrizität fortleiten können. EinB-ick in das Erdinnere Bon Dr. Robert Kolonie, Privatdozenten an der Techn. Hochschule Berlin. Wer bis vor kurzem über die Beschaffenheit des Untergrundes orientiert fein wollte, um danach seine Projekte zur wirtschaftlichen Erschließung der oberen Erdschichten einzurichten, der war allein auf die Methoden der praktischen den. Bei dieser Suche stoßen wir auf «ine gewaltige Energiequelle, die bis jetzt noch so gut Wie gar nicht ausgenuht ist: Die Energie der Ebbe und Flut. Ungeheure Wassermassen werden alltäglich in unseren Meeren durch die Anziehungskraft des Mondes auf Fluthöbe hoch- gehoben und sinken wieder zur Ebbetiefe hin- ab, ohne andere Arbeit als Zerstörungsarbeit zu leisten. Diese ungeheuren Energiemengen in den Dienst deS Menschen zu stellen, ist eine der dringendsten Aufgaben. Aber wie macht man dos? Mancher denkt sich dos sehr einsoch: Man legt eine Tonne ins Meer, eine recht große Tonne, die sich mit der Flut hebt und senkt. Ein daran angebrachtes Gestänge dreht etne Kurbel — von einer Flut bis zur andern gerade einmal herum! Bein, damit ist es nicht zu machen. Die Ausgabe muh schon groß- zugiger ongesohl werden, und da dies gerade im Lande Dollariko geschieht. soll hier einmal ouseinandergesrtz^ werden, wie man die Flut einfangt, um sie Arbeit leisten zu lassen Reh- me- wir einmal an, an einem Meere, wo zwischen Ebbe und Flut ein möglichst großer -.unterschied besteht, sei eine langgestreckte Jnfcl dem scsi lande vorgelagert. Bun verbinden wir Die Insel durch drei Dämme oder Mauern nut dem Festland, nämlich an jedem £ r Ä, m öer Witte. Wr bekommen aus diese Welse zwei große Behälter, die durch rx mittleren Damm von einander getrennt UnD. In die beiden äußeren Dämme legen wir die AuSkunstS'ielle De.» Reiche Versandes Der Deutschen Industrie, die des Der.inS Deutscher Ingen eure. Die tesDunbesDeul cd rciviliug n c„re. die bet Leipziger Messe- unb Ausstellungs-A. G. (Halle 8) ufw. Diele Industrien un erhallen ,n ihren Hallen außerdem eigene AuSkunftSstellen: erwähnt sei z. D. die des Vereins der Baumelle- intcreffentcn in Halle 1 An Sonde rveranstaltungen wird noch eine betriebstechnische Xcgang mit Dorträgen am 10.. 11. unb 12. März im Haufe bet Elektrotechnik von bet Arbeitsgemeinschaft Deutscher Detricbsinge- nieure (A D. 2.) im V. D. 3. gemeinsam mit dem Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung beim Reichsturater um für Wirt ch sllichkeit mit Hn:cv- stühung deS Dereins Deutscher Werlzeugmaschi- nenfabrifen veranstaltet werden. liegenden Freigelände abfbielcn. Reben den bewohnen Erzeugnissen deS Baumarktes werden wieder eine ganze Reihe neuer Baustoffe Bau- weisen und Baumaschinen zu sehen sein. Auf Grund unsere* mehrjährigen Lefuches der Leipziger Baumesse können wir feststellen, dah immer wichtige technische Fortschritte dort zu finden find. Bei den übrigen Hallen ist jufammcnfalfenb festzustellen. daß die Dranchenkvizentration und die Hebersichtlichkeit sehr verbessert worden ist. Wie wir im folgenden fehrn werden, mußten dadurch manche Fachgebiete einen kleinen Hwzug von chrem bteerigen zu einem neuen Standort machen, daS sich aber nur vorteilhaft auswirken dürfte. In Halle 4 treffen wir wieder die GaSvcr- wertungs- und Armaturenindustrie an. während die Hollen 5 dieseSmal im ganzen Hm a ige von der Elektro- unb Rabiotechnik beleg', find, weiche bamit eine nicht unbeträchtliche Erweiterung erfahren hat. Natürlich ist ber Kern der Elektrotechnik nach wie vor im Haus ber Elektro c-hnif zu finden, wo auch Wieder die elektrotechnische Ausrüstung der Fördermittel mit intere sauten Fortschritten vertreten fe.n wirb. Die Maschinen unb Geräte für LanbWirt- schaft, RahrungSrnittelaewerbe unb Hauswirtschaft tbisher in Halle 5) bilben erstmalig yt größerem Maßstäbe zuia -mcngefatzt eine g - schlofscne Ausstellung in Halle 6. wirb auch die Gruppe Ausland- und Koloniarbedarf unternm f.,;. . .' <*?' ••« V* •> > ■<* '! n Die gcfan rund 8 Ql Iinnen im nicht der- aus, daß Slat mir i dir Limah otrtumämu ouftimmw gesehene eo ist zu Erwerk April hi! Annahme, gesch wci Kommt dc ist. nicht i muo das ^rwnbslc natiich im 'ind. De Dohnu eine cntfi *°9ne no> Der Rs frage der Se beschadia, selbsloe^ len ZiUgd Der tag bega M. dt< neuen A wurde. AeichL vieS ein!« Etat für reils oo' arbeitet i etwa bea schon der Frage ko die gcsai bememe Otbinariu ordentlich' abschlu mäßig klei Deckung th von 940 Q der Anlei Schuidauß zur Terf attlon belebend ging ban wies dar Jessenin nahmean Derschied gaben sii riescngl tlonslas llk.4 Erichs Sonntag ■*5 c Nona« 2 gleich gleichspi lohn> ° scheinen' Infolge 5*1?. »nschcki ridl^2 P»j flaute um Io mehr, ,oü,nN mir ,lln scheint.' 9fr Zeih Än' d° Men töm noch ( man weiter deruckßchtjht Ri meine ^yres 192 2 Nfnu wminen. u ^"chtigun ^mtenbci f* von (g£ :?rl in eche S 6er ( °"dern ' chkn Un UL 8&* Vih n er 'einer FS °;6enÄ A ntin. 2,14» 2,159 2,15 2,16 Athen. . . 5,51 4,217 5.54 5.56 Tanada ♦,207 4.207 4,255 4.217 Uru uay . 4.25 > 4.265 4,265 Cairo • ■ 20.969 21,021 20.969 21,021 Berlin, 15 Febr Geld Brip Amerikanische Noten..... 4,201 4,221 belgische Noten . ....... 58.42 68,72 Dänische Noten 112,02 112,60 Englische Noten........ 20,405 20,505 Französische Noten...... 16.61 16,69 Holländische Noten...... 168.18 169,0? Italienische Noten...... (8,25 18,3.) Norwegische Noten..... '08.10 108,64 Dcutsch-Ocsterr,5100 Jtronen 59.18 59.-.8 Rumänische Noten...... — — Schwedisch? Noten..... 112,17 HZ,?:, Schweiler Noten...... 80.93 81,33 Spanische Noten....... 70,82 71.18 Tschechoslowakische Noten . . 12.455 12.515 Ungarische Noten ... 73,50 73.86 Drucksachen aller Stil Hefen Olt »ruOl sch« Drotferri Gar. rein Bienen Blüten- HMIG lTchlender, la Qualität, 10 Psd. - Dole JtVY — franko 5Psd - Dole .* 5.50 franko Nachnahme 30--mehr Provaanndavackchen äl'/»Psd ./< 1.7'i frto. bet Bmeiniendling. Gar Zurück» Ledrcr i tViicber, ber- nenland 76 bet Bremen Poitscheckkvnio Haindura 5625. 10ti6id Schellfische oroi;, 0 St. Psd. 3b 4 fiablifiii gro 0. St. Psd. 30 -) Seelachs ebne Slout Psd. 28 • Bist--WM 3 Pfund «5 * Räumungs- Angebot: Zigarren 10 >türf 50 s Zigaretten mo'.-türf 100 A nur io lange Vorrat f)Oßiiw Viebid rafte 7i | V "t’elcii un ' n.*> Em Päckchen zu 35 P/g. reicht für weil über 1OO Tassen. bezahlt Offo m Qzdeieul, denn ich setze eine Kleinigkeit von seinem Carlsbader zu, um die Bohnen besser auszunutzen So hostet das Getränk nicht mehr unseren besten Kaff*e für den Alltag / Wer soll denn das bezahlen ? Webers Carlsbader lasst dem Kaffee die volle Würz- und Duftkrafi der Bohne ohne jeden Beigeschmack und gibt dem Getränk den warmen goldbraunen Tön des Carlsbader Kaffees.