Nr. 242 Lrfktt Matt ITT. Jahrgang Samstag, 15. Vltober 1927 Erich«»»» »s g 11 th, a»ß Vertag*. Btflsfti. ®4«6«n»marii unb 80 Reichspfenoi^ ftr Traget» lohn, auch btt Alch »erscheinen md wut Dfrlag: vrLhl'fche UwlwrStätpBi±. mtb Stctnbmderd B. Cangt tu Gieren. Sdfriftlettmg und Geschäftrftelle: 5chulltraß< 7. liMbe« Mi l»)tie«e ftr bte Idgi»neewiU zum NachmMag oorbeib Prtl» t»r I em höbe ftr ?ini«isjcn 801 27 rutn Brette Ottbch 8, ausroäds 10 Reichspf e„n,q. ftr Ro- hlamtan'.rigen von TU mm T-rril« 35 ReichspfenNig, Platzvorschrist 20*. mehr, dbdrtbahlcur Dr 3n»br TBifi) Vang». BerantroanUch 'ur Dehnt Dr 7rr. Will) Lange, ftr (VeuiOfion Dr Jb-Tbonot; Sr den übriqen Ird Ernst lum'chein; für b«n In- Jetgen,eil Aur» H,?mann, ILmUich in ©te' en Rheinlandnot. Reichskanzler Dr. Mar» hat in seiner Oigenfchasi alS ReichSmtnister für die brieten Gebiet« Anfang der Woche da« besetzte Rheinland besucht. 3n den Reg l«rungSz«nl ren der drei von der Mibung betrogenen deutschen Länder hat er mit Tkrtretem der Regierung uno aller Bevölkerungskreif« Fühlung genonnnen und die dielen nur allzu berechiigten «lagen angehörr, die au« allen Teilen de« besetz len Gebiete« chm entgegen gebracht tour den d« ist schon an s-ch nach auf! en hin ein erfreuliche« Dokument t»on der Dichtigkeit, die heute im Rahmen der Gefamt- gltif de« Reiche« der Für sorge für die beten Gebiet« beigelegl wird, daß der Ghes der gierung in eigener Person die Betreuung de« besetzten Rheinland«« übernommen Hai. lind Herrn Dr. Mar?, dem geborenen Rheinländer und rhcinifchen Abgeordneten liegt gewiß die Rot feiner Heimat und seiner engeren DolkSge- »offen in ganz besonderem Mähe am Herzen. Da mut ft e« doppelt tragisch an. wenn dieser Matm die erschütternden 5rijQcn au« allen Teilen de« besetzten Gebiete«, au« der preußischen Rhein- Provinz. au« Rheinhessen so gut wie au« der bayrischen Pfalz, mit herabhängenden Armen entgegennebmen muh. denn e« sind ganz andere Dachte, al« der deutsche Reichskanzler, die hier in deutschem Lande zu sagen haben. Heute, bald neun Jahre, nach Beendigung de« Kriege« hat Deutschland die Souveränität über sein ihm in Versailles belassene« Gebiet noch nicht wiederer- langt. Fremde« Militär und fremde Zusrtzherr- schen heute noch, trotz der mancherlei Milderungen. die inzwischen Platz gegriffen haben, fo unumschränkt, wie In den ersten Tagen der Be- sitzung. Diese betrübende Tatsache hat der Besuch de« Reichskanzler« im Rheinland wieder einmal unverhüllt aller Welt vor Augen gesührt. Aber obwohl man kaum hoflen darf, bafl der Kan^ier- besuch praktische Ergebnisse von besonderen AuS- masien zeitigen wird — denn Ina« die Reichs - r.gierung in ihrer Fürsorge für die besetzten Gebiet« von sich au« tun konnte, da« ist gewiss geschehen — so must man e« doch begrüsten, dast den Vertretern de« besetzten Gebiete« wieder einmal Gelegenheit gegeben war. die Rot de« Rhein- lenbe« in ihrem gairzen schauerlichen AuSmaste vor der Oesfentllchlell klarzulegen. Da steht in erster Linie die furchtbare Wohnungsnot. die namentlich de rcheinh. ;.’dxn •läMe trifft. Wa« hier der Oberbürger me.fter der Stadt Mainz in nackten Zahlen mitteilte, ergab ein Bild so erschütternden Glend«, dast da« unbesetzt« Deutschland e« sich nicht oft genug )?r Augen halten kam», um sich klarzumachen, was unsere rheinischen Brüder in diesen acht Jahren unter der Herrschaft französischen M-.li- •äv« gelitten haben. Rheinhessen leidet ja unter der Besatzung toeitau« am schwersten und hat dabei, wie der Reichskanzler leider betonen rußte, die geringsten AuSNchten. in abseh- farer Zeit irgendwelche Erle chterungen zu er- -ähren. Ramenilich di« Stadt Mainz al« wich- -'.gster Brückenkopf am Mittelrhein darf auf keinerlei BesatzungSm nderung rechnen. Sic ist noch heute mit 15 ODO Mann belegt, während dort Im Frieden nur 10 003 Mann al« Besatzung der preustischen Rheinfestung gamifonietten. Durch die v.elen Stäbe, d e in Main». alS dem Litz de« Oberkommanb.« der französ schen Rhein- nrme« zusammengezogen sind, werden unverhält- niSmüstig viele Privat Wohnungen von den Fran- tMen beansprucht Fast 2203 Wohnungen sind beschlagnahm: und c« ist nicht damit zu rechne:,. Vast hier nach der jetzt endlich in Angriff genommenen DesatztmgSverminderung irgendwelche Freigaben erfolgen. Auch Worms und Bingen Verden von der Wohnungsnot schwer bedrängt. Da ist es denn kein Wunder, dast gerade die rheinhefsuchen Städte einer drohenden Beschneidung der A u S l a n d kre di t e. kie sie für den Wohnungsbau dr ngend benötigen. mit sehr gern.sch! en Gesu »en en! gegen- schen. Sind he doch n.cht einmal in der Lag?, au« den ihnen zustehenden Reichsub^wcZungen und eigenen Steuereinkürriten d e ^^obm V Men. die ihnen aus der neuen Belol- dungsresvrm erw4) durch eine großzügig.- 'Berta alt u n g s - teform gerade in den Ländern und Gemeind.n zveisello« ganz erhebliche Mittel ein gespart wer- Der Neichrral lehnt den Reichrfchulgefetzentwnrf ab. Keine geschlossene Oppofttion der Länder. - Das Reichskabinelt wird die Regierungsvorlage im Reichstag einbringen. Bet all den verschiedenen Äombtna Honen, die über den Dang der Beratungen des Recchs- rate« in Lachen Schulgesetz angestellt worden waren, ist dte eine Möglichkeit. btt jetzt zur Tatsache geworden ist. überhaupt nccht berücksichtigt worden, dast der Reich «rat da« ganz« Gesetz a b l e h n e n würde. 8« zeigt sich eben, das, der Reichsrat eine ganz eigenartig« Körperschaft ist. die mit besonderen Maßstäben gemessen werden will. Ist e« schon nicht ganz einfach, in den Parlamenten au« den Beschlüssen der Kommissionen Rückschlülle auf die Abstimmung im Plenum zu ziehen, so ist da« im Reichsrat über- yaupt ausgeschlossen. weil die Gtimmverlellung »nnerhalb der Kommissionen und de« Plenum« ganz ander« ist: in der Kommission wird nach einzelnen Personen abgeftimmt. da hat also auch der Qäettrvter PreulxnS nur «ine Stimme, während im Plenum da« Schwergewicht der groben Staaten sehr viel stärker in di« Wagschale fällt; wozu noch der ewig unsichere Fakwr der preustischen Provinzialstimmen tritt, bie In allen Schattierungen schillern und bald zur Aufhebung der Stimmen der preustischen Regierung, bald au ihrer Verdoppelung führen. Die staatliche 3nftihition de« ReichSrate« ist tn der Weimarer Qkrfaflung bewustt auf da« M i - nimum von C.nfluf, herabgebriicft worden, eben weil der Bundesrat in den Augen der Opposition aus dem kaiserlichen Deutschland den Rim- bus eine« geheimnisvollen undemokrattschen Olp- parate« hatte und weil deshalb der gesamte Sinflust. soweit e« mit der Konstruktion deS Reiche« al« Bundesstaat überhaupt noch zu vereinbaren war. auf den Reichstag konzentriert werden sollt«. Go ist denn auch rein sachlich bie Ablehnung der Regierungsvorlage durch den ReichSrat für den wetteren Dang ztmächst vollkommen bedeutungslos. Die Reichsregierung braucht sich jetzt aar nicht den Kopf darüber zu zerbrechen, tote sie zu den Qlbänderungsvorfchlägen, mit deren Annahme man gerechnet hatte, endgültig Stellung nehmen und wie toeit sie ein« Doppelvorlage einbringen toill. Der Artikel 69 der Reichsverfassung gibt ihr da« Recht, ihre alte Vorlage unverändert dem Reichstag zugehen zu lasten, woran sie lediglich die Wid» tcilung zu knüpfen hat. dast der ReichSrat da« Gesetz abgelehnt hat. Und eS wirb dann Sache Des Reichstages fein, tn seinem AuSschuh die Vorlage so umzugestalten, dast sie mcht nur im Plenum deS RccchStll.jeS eine Mehrheit findet. sondern auch nachher der Zustimmung einer Mehrheit deS ReichSra:eS sicher ist. Denn wenn i'a« nicht gelingt, ist tatsächlich tue ganze Arbeit, die jetzt im Reichstag gelöst werden soll, für den Papierkorb. So stark sind immerhin die Rechte der einzelnen Länder in der Reichsverfassung noch, dast sie nicht ohne weitere« auS- g« schaltet werden tonnen. Rach dem Artikel 74 muh eine Regierungsvorlage nach der Destaltung. die sie im Reichstag erfahren hat, noch einmal zum ReichSrat zurückgehen, der dann entweder zuftimmen ober Dtnspcuch erheben kann Drhedt er mit einer Mehrheit ©mlprucb, dann muh bet Reichstag voch einmal befinden. Bringt er eine Zweidrittelmehrheit aus. bann kann der Widerfpruch des ReichSrate« übergangen werden. Der Reichspräsident kann aber auch einen Volksentscheid anrufen. Lehnt dagegen der Reichstag nur mit einfacher Mehrheit den Einspruch des Reichsrates ab. dann ist entweder das ganze Gesetz fldollen oder der Reichspräsident hat auch da die Möglichkeit, durch Ausschreibung eine« Volksentscheides cine endgültige Sntlcheidung herbeizusühren. ZedensallS liegen nach^r die Dinge sehr viel verwickelter, wenn der Reichstag bei feinen Beschlüssen auch noch auf bie Gefahr einer erneuten Anlehnung durch den Re^chsrat Rücksicht zu nehmen hat. Denn dast sich für da« Schulgesetz im Plenum deS Reichstage« eine Zweidrittelmehrheit finden sollte, ist ja ohne weitere« al« ausgeschlossen )u betrachten. Allerding« — da« ist für die Regiei-ung QHan- Äeubdl ein PluS - hat sie sich im Reichvrat n l ;f terfrmfercra genannte Zahl weiter zurück- zuschrauben. Man scheint hier schon sämtliche vor dem 5. September voraeno-nmen.'n Truppenverminderungen un« in A^rrechnung bringen zu tpollen und erreicht auf diese Weife einen Rest von süTtftaufendfünshunderi Mamt, der von feiten Frr. i.lreichS jetzt au« dem Rheinland zurück- zuziehen sei. S« wäre natürlich ein kralle« Täuschungsmanöver, wenn bie französische Regierung sich btrien Standpunkt zu eigen mache-1 wellte. Ds handelt sich um die strikte GrI äliuna einer formellen Zusage der Datschasterkon'erenz, die Rhemarmee um zehntausend Marm zu vermindern. Wetrn davon je taufend Mann auf die engnfchen und belgischen Truppei» entfallen, so Herben volle achttausend Mann, tun bte Frank- rech seine Truppenmacht am Rhein zu rebu# zieren hat. wenn e« nicht erneut wortbrüchig werden will. Mit ber Rückführung ber Truppen scheint es der sranzösrich« Generalstab kerneswegs eilig zu haben. Alle ÄTrzelch.m beuten darauf bin, dast er die Umorganisation, bie sich selbstveritänd'.ch au« bet Verminderung ber Besatzung notwendig macht, so lange wie mögl.ch h.n..uSzusch-eben gedenkt. Alle nur möglichen CtütOc müssen her halten, um bie« Zögern zu erklären. Aber mit allem Rachdruck wird bie Re i.» reg.enmfl in Paris unb ber Reichs ko m- mtfiar für He besetzten Gebiete seineriei s beim Cbcrlcrnmanbo der Rhernarmee auf ev?.c beschleunigte unb genaue Durchführung les De- schlulses der BotchasterLonserenz bringen mü;,en. Wenn der Glaube an bie Wiri^amke.t be« Geist<« von Oocamo im deutschen Volle nrcht rc'tl:*» crirerbe» soll, wirb sich Fr:n.'rc-.ch errdl ch zu ^cfer Gelte einer loha'.en Auslührung feier- hcr. übernommener Versprechungen berriifmben müHcn. W hrend ber Reg er-n sches am Rhein weilt«, scheint man in der Re.chshauptstad'. ..r.-'i alten zu machen, bie für die W.ntermonate ohrwhin ställige RegierungskrisiS in Szene zu fetzen. Die kurze Ztoischentagung des Reich«, tazs soll dazu bienen, den ersten Vor'tost gegen die Regierungskvalition zu führen. Die Sozml- bemüfruten fühlen sich fett ihren Wahlsiegen ben könntet». Wa« hier im allgemeinen gesagt wurde, gilt in ganz besonderem Ma^c für hie Städte des besetzten Gebietes, die austerdem angesichts bet nationalen Gefahr, die in einem seiner Souveränität-rechte beraubten Lande fiel« vorhanden ist. genötigt sind, für kulturelle Zwecke austerorden.llche Aufwendungen zu machen. Gs ist also verständlich, dast die Vertreter der rheinhessischen Kommunen, als beten Sprecher Obcrbürgcrmeifter Külb von Mainz dem Reichskanzler bic Verbaltnille Rar- legte, ben dringenden Wunsch haoe.t, dast das Reich ihnen Mittel und Wege zeigt für die Finanzierung ifrrcr groben kommun alpolttlfchen Aufgaben, die in so hohem Maste eine nationale öadx dar stellen. Der Besuch de« Reichskanzlers im Rheitt- land fiel gerade in bie Ze.: da die AlliierveiH die ersten ernsthaften Anstrengungen machen, »hoe in S?xamo feierlich gegebenen Versprechungen auf Dermi nderung ber Befahung zu erfüllen. Wieviel von diesen Deriprrchungen im Laufe der Zähre übrig geblieben ist. wissen wir alle. Zweifellos hatten die Besatzungsmächte zugesagt, bie alliierte Rheinarmee auf die Stärke ^urückaufuhren, die die deutschen Garni'onen im Rhein»a»»d zu Friedenszeuen gehabt hatten. DaS hätre eine Minderung bet Besatzung«truppen um nrecht als zwanzigtausettd Marrn bedeutet. Zahte- lang ist hin unb her gefeilscht um den Begriff fer .Rormalziffe r n". Heute wissen wir, dast Briand sich angriicht« der verändertet» inner- rtxtrJdNm Lage Ztankreich« gegenüber den butch Poincat.- und bie Rechte im Kabinett ge- stütznm Militär« nicht hat durchsetzen können. Wan wollte sich fn Pari« um bie Desatzungs- vcrmrnderung als der unangenehmsten Beigabe des Lxarnvpkeit herum- br ü dc n unb hak es beim ja auch erreicht, bah jetzt kaum zehntausend Mann zutüdgezogen werden. Rur zwei Städtchen, Diez an ber Lahn und Kreuznach merben, wenn man ben neueften Berichten Glauben schenken darf, be- satzungsfre. Dabxi must re Diez auch noch bie ^ilfe der dem alten Stammlanbe der Orunter besonders zugetanen Könrgrn ter Riederlande in Anspruch nehmen, um bic« zu erreichen. 3m übrigen wird ;edoch von bei .spürbaren Erleichterung". bie unS seinerzeit in Locarno zu- criwurde, nicht viel übrig bleiben Am 5. Leptemhet ist dem ReichSauhenininistet in Gens durch Briand namens ber Botschafter- koiiferenz zugesagt worden, dast bie Besatzung Die Reichsratssitzung. Tic Abänderungsantrage der Länder. Berlin, 14. Oft. (VDZ.) In ber heutigen Sitzung bet Reich,lats ftanb ber Reichtschulg.ictz. eiitivuij zur Beratung. Der Berichterstatter, URini* fterialblrtMor R a t ft n r r miet zunächst bar aus h.n, dast nach dem Vorlchlag ber Butschusse b*e Borlage ben RamCN R«ich«volt»schulgesetz tragt n lalle. Die Autschäste waren sich darüber einig, bafj bat erste Gebot für bk Schaffung bet Gefestet b e peinlich genaue Beachtung unb Durchführung ber Reichtoerfassung sein rnustte. Üt mürben jetzt folgenbe ocrsch>ebenen Formen der effent» lichenBoiktfchule in bie Erfcheinung treten: bic W e • mein|d)afM|d)ulf, die Bekenntnisschule, zum mindesten für bie beiden grasten Bekenntnisse, unb bie be f e n n t n I e f r e i e Schul e. Zum ersten Male trete in brm Gesetz ber »Ile der Srziehungtberechtigien In bk Ur- scheinung 2m Autschust feien ungefähr 300 Der- schiebene Anträge gestellt warben, deren wesentl trifte dahin gehen, das im 'Barograph 12a eine Fassung beantragt werbe, bie sich au» der Heber^i gung der Mehrheit der Ausfchüsse von einer durch Art 140 der 'Reichsaersastung bearünbeten bedingten 8or- jugeftellung der Gemeinschaftsschule ergibt ferner wirb eine Fassung beantragt, bte es ben NeUgionsgeseUschasten erm glicht, sich die Ueberjeugung von der Uebereinstimmung bet Religionsunterrichtes mit den Grundsätzen ber Reii» gionsgesellschaften gemäß Art. 149 der Reichsver- sassung in ben verschiedensten in ben Ländern gemalten Formen und auch ahne Einsichtnahme in den Religionsunterricht zu verschaffen Die beantragte Bestimmung über bie Ä o ft e n bei Geses-.es cntsaricht bem Verlangen ber Länber Da» Reich müsse die erforderlichen Mittel mitübernehmen, da bie Länber unb Gemeinden dazu außer- ft o n b e seien Di» Ausschüsse beantragen weiter eine 5"- aänzung h^r Mtjtdxn» S«rüiri>ung der D.->rla.is in rvm J^rtr.c. vafs Vke DcziR-ang im Schulwesen auf der Grundlage d«« religiösen Glauben« zu erfol»m hat, ber all« Bekenntniste verbindet, unb day dabei Toleranz geübt werden soll. Reichsinnenminister v Keudell er- flärte, dost bie Regierung in vielen Punkten beni AuSfchuhbefchlüfsen nicht zusttmm«. Sie werbe sich ihre Stellungnabme Vorbehalten. Der sächsische Deiandte Dr. Gradnauer erklärte, bie sächififche Retper-ung würbe brr Regierungsvorlage nicht zuftirmnen körnten, weil dies« Borlag«» eine unerträgliche Zersplitterung de« sächsischen Schulwesen« bervorruf c. Unfrieden erzeugen würde, und well diese Dor^ läge auch derDersassungwiberspreche. in Hamburg und Königsberg wieder stark genug zu einem srllch-fröhlichen Kriea. Sie hab.-n eine große 3nlerixHarten vorbcrreitet, di« toirt- schaftstche Forderungen auf stellt, von denen fle selbst genau wissen, daß ihre Srfüllung Staat ui cd Wirtschaft ruin.eren muffen. Daneben wollen sic aber auch eine Aussprache über d^ Ge» fanttpolitik der ReichSregcerung erzwingen, in der sie vor aller Welt tie mancherlei schmutzige Wäsche zu waschen gedenken, die sich im Laufe be« LommerS naturgemäß angehäuft hat. Wenn in dieser Aussprache nach dem Wunsche der Opposition namentlich auch die Außenpoli- t i k zur Debatte gestellt werden soll, so ist c« einigermaßen uners-ndllch. wa« gerade hier nut irgendwelcher Aussicht aus ein positives Ergebnis erörtert werden könnte. Eine solche Aussprache könnte nur dann Sinn Haden, wenn He BesahungSverrninderung am Rhein nicht ben berechtigten EtTwartungcn de« deutschen Volles etctspräche. Da» läßt sich aber zur -lcsi der Herbsttagung de« Reichstage« noch krine«- wcgs Überehen. Man wird allo erwarten dürfen, daß tic Regi. eine zw und in biriem Augenblid vielleicht sogar n t,t ungefährliche AuSIprache über die Aa'impvlittt auf einen 3e»t|>unft Oertagen wird, an dem d e RnlkSverttetung be» Rocht hat, Rechenschaf > zu fordern über einen neuen Abschnitt deutscher Außenpolitik, die die Befreiung des Rheinlan^es von frember Briatzung zum Ziel hat. Der Zwischenfall in Cronberg. Frankfurt a M, 15. Oft. (WTD. Funk- spruch i Die . Frankfurter Zeitungs' meldet au« Wiesbaden, der Zwi chensall in Lronberg mit den drei englischen Soldaten, tr t ben ter Feldhüter Haas den Tod fand, hat. trt die hier erscheinende ertglifche Zeituna mitteilt, zur Festnahme be« einen der Soldaen geführt Der Bericht über die von einem englt'chetr Arzt in Gegenwart eine« beut'chen Arzte« au« Höchst vorgencmmene Sezierung der Leil-e des Haas liegt zwar an deut cher amtlicher Si lle noch nicht vor. doch hört man, daß dl« Totesur- Iache eine schwerer Schädelbruch mit Bluterguß im Gehirn festgestellt worden ist. Der Schlag des Soldattm muß mit großer Wuchi geführ. worben feir b daß Haa« schwer zu Boden stürzte. Man kann allo von einer Körperverletzung mit tödlichem Ausgang sprechen. FreiteQ, den fb. Oki ober 7* abends Hand, eine gfaufyfe Deutsche, ttxiß flfeufe» zu verhindern. tui gen sei. Immer wieder der Memelkonflikt bringen da sich die Gefahr einer Korruption im Inlante und einer ernsten Abkühlung Met eern IW ment anzufragen, ob Bedenken dagegen beständen, war heute früh die Zielscheibe einet energischen Protestes des demokratischen Senators Glast- Virginia, der ankündigte. er werde diese Angelegenh^t im Kongreß zur Sprache owe*xt*w 01*ch nicht genau fest, da es entsprechend ber Wetterlage erst auf dem Fluge festgesetzt teerten soll. Sicher ist jedoch, daß das Flugzeug in f ü h- östlicherRichtung abfl e;en wird Die Flieger wollen verbuchen, den Hafen von Ltfsa- b on direkt zu erreichen. Sollte dies wegen der Wetterlage nicht möglich sein, fo wird beabsichtigt, einen spanischen Hafen, z. B B i g o oder Ferrol, anzusliegen. Liscnbahnunglück. Freitag 23.46 Uhr ft reifte ein Güteczug bei der Einfahrt In den Bahnhof Draunschweig- O st eine im RachbargleiS nicht prsfilfrei stehend« Wagengruppe. Zuglokomotive und acht Wagen vom Güterzug entgleisten. Zugführer und zwei Postschaffner, die sich im Packwagen befanden, wurden durch Quetschungen getötet. Winter In der Eifel. Auf ber Hoben Ach' - igle da« Thrrmomet-r tn der letzten Rächt 2 Grad unter Rull. In ber ganzen 8.fei Herr ch winterliches Wetter. Teilweise wurden sogar schon vereinzett« Schneeflocken feftgeftellt Die Wetterlage. Cafe» und feinen Reisepaß dem ihn verhaftenden Wachtmann. Augenzeugen des Attentats erklärten, daß der Angreifer auf Eena Beg zweimal, und zwar rückwärts, geschossen habe. Er wurde dem Polizelkommissariat zugeführt, wo er einem Der- hör unterzogen wurde, bei dem er erklärte, Alaivladh Bebi zu heißen und Im Jahre 1904 in Elbassan in Albanien geboren zu sein. Er sei Student. Auf die Frage, warum er da» Attentat verübt habe, antwortete er, das Motiv sei politischer Natur. Er habe Eena Beg erschossen, weil dieser feine Heimat Albanien an Jugoslawien verkaufen wollte. Debi wurde dann nach der Polizeidirektion übergeführt, rop das Verhör fortgesetzt wurde. Amerikas Anleihepolittk. (focflen die Ucberwachung durch daS Ltaatddcpartrmcnt. Washington, 14. Oft. (WT-D.-Furrkspr.) Die seit 1922 bestehende Gewohnheit, vor der Auflegung von Anleihen fremder Staaten, Länder und Gemeinden im Staatsdeparte- «■« RcrtiaiK» .««r«U Grad Eelsiu». voller Men'chen. Es fid leichter Regen. Als man das Flugzeug majestätisch ankommen sich, ließen die 5-inffc die Sirenen erschallen. Die Landung er.olüle binnen dreier Almuten im Ha'en innerhalb ter Mole auf einer gar nicht großen Fläche. Das Flugzeug ist augenblicklich von Motorbooten umgeben und sicher 'eftgelegt Die Besatzung der ,D 1230“ gewahrte Pressevertreter,» cur Horta eine Unterredung, tn der unter anderem auSgeführt wurde: Der Start von Lissabon erfolgte tn ter Dämmerung bei schlechtem Detter. Auf See klärte sich da- Wetter auf, doch trat gegen Mittag teieter eine Verschlechterung mit starken nordwestliche« Winden, hoher 6cc niedrigen Wolken und Regenschauern ein. Dicht bei ter Azoren war d t e Wetterlage sehr s chlech t tim 13 15 tihr Greenwicher Zeit betonten wir uns über Ponta del ®anba. um 1420 tihr nahmen wir Zielrichtung und Ziellandung im Halen von Hortet vor. Die Besatzung und die Pattagiervn find wohlauf und in bester Stimmung und sehr erfreut über den herzlichen Empfang auf Aorta. Das weitere Ziel ist Reuhork über Reu- funblanb. Allerdings ist der Weiterflug in diefer Iahreszeit von der Wettevlage stark abhängig und es heißt zunächst: .Warten". Die Iunkersmaschinc und die Iunkersmotore haben glänzend gearbeitet Die Flugstrecke betrügt zirka 950 Seemeilen, die In zehn Stunden zurüa- gelegt wurden. Die Flughöhe tetmg 30) bis 600 Meter. Der auf der Flucht aus Sudtirol in München eingetroffene ehemalige Abgeordnete des römischen Parlaments, Dr. Reut Ricofuffi, äußerte sich dahin, daß die italienische Regierung ihm durch Streichung aus der Anwaltsliste seine wirt- z a c r ft ö r i habe, daß er t ch überwacht wurde hat heute dem Vorsitzenden der französischen Delegation bei der französisch-russischen Konferenz, de Monzie, seinen Abschiedsbesuch gemacht. Vor dem russischen Botschaftsgebäude in Paris und dessen Settenausgängen herrscht lebhaftes Treiben. Gepäckwagen und Automobile kommen und fahren ab. Wie es heißt, soll Rakowski beretts seine A b • reise aus Paris vorbereiten. Pressefreiheit im ENah. Pari», 14. Oft. (WTB.) Wie dem „Temps" aus Straßburg gemeldet wird, ist Baron Claus Zorn von Bulach heute wieder wegen der gegen ihn erhobenen Anschuldigung der Bedrohung des Präfekten und der Anstiftung gegen die Sicher- beit des Staates verhört worden Lr erklärte, der von ihm in bezug auf den Präfekten gebrauchte Ausdruck „Habenichts" fei eine elsässische Re. densari und bedeute ortsansässiger Frem- der. Baron Claus Zorn von Bulach habe durch diese Aeußerung den ersten inten nicht beleidigen wollen. Nach dem gleiche Korrespondenten hat Claus Zorn von Bulach heute ankündigen lasten, er werde bei den nächsten Wahlen ein in französischer Sprache abgesahte Sondernummer sei- ncr gegenwärtig verbotenen Zeitung „D i e W a h r - heil" veröffentlichen. Die Straßburger autonom!» stische Zeitung „V o l k s st i m m e" ist zu 800 Fr. Geldstrafe und zur Bezahlung der Gerichts- kosten verurteilt worden, weil sie zur Bezahlung einer Geldstrafe, zu der sie früher verurteilt morgen war, eine Sammlung veranstaltet hatte Die AuSschuhbelchlÜsfe Drnrten als «tne toefent»- liche OferbdTerung betrachtet werten tnexm auch Sachsen dadurch nicht vollftänrng tefnetegt werte Wenn die Vorlage Gesetz werte muhte das Reich unbedingt die Kosten übernehmen. Angenommen wurde der neu erngesugte § 12a, ter besagt: „Bon amtStoegen ein-uruhtente neu« Schulen lind Gemeinschaftsschulen^ so- weit fit nicht auf Antrag der Grziehungsberech- tigttn in eine andere Schulsorm umgetoantell werten. Die timwandlung kann nur von einet Zweidrittelmebrheit der Artttagft elfer dutchgefetzt werben" Reichsinnemnimster von Ke u dell erklärte, daß er die Zustimmung ter Reichstegierung für diesen Beschluß ntcht m Aussicht stellen könne. Die Ausschustbeschlusse über den Religionsunterricht wurden ebenfalls gegen den Widerspruch ter Reichstegierung mit 40 gegen 28 Stimmen angenommen. Zum § 20, ter die Ausnahmebestimmungen für die sogenannten Simultans ch u l l ä n d e r enthält, beantragte Minister v. Keudell sewst eine Aenderung der Regierungsvorlage. Während diese al« felche Länder Baden, Hessen und daS ehemalige Herzogtum Rass au auffuhrt, beantragte der Minister jetzt die Fassung, daß bie Ausnahme gelten soll für ..die Gebiete te« Reiches, in denen eine nach Dekenntnisfen nicht getrennte Volksschule besteht". Bestimm e Landet wetten danach also überhaupt nicht aufgezahlt. Der Antrag der Reichsrcmerung wurde mit 39 gegen 29 Stimmen abgele h n t. Der letzte 'Paragraph des Gesetzes bestimmt nach dem Aus'chuhantrag. daß die auSitewi Gesetz den Ländern und Gemeinten erwachsenden Kosten in voPer Höhe vom Reiche erstattet werten. - Hierzu erklärte Minister v. Äcubell. die Reichsregierung könne vor Der endgültigen Fassung ter Vorlage nicht die daraus entstehenden Kosten übernehmen Sie könne deshalb heute auch nicht erklären, ob und inw.eweit eine Beteiligung des RetKs Kosten in Frage kommt. — Staatssekretär 5>r. Deismann erklärte, diese Erklärung des Ministers könne die preußische Regierung nicht befriedigen. Auf seinen Antrag wurde ausdrücklich festgestellt, daß der AuSschußantrag über bie Kostens rage vom Reichsrat einstimmig angenommen Worten war. Die namentliche Schlußabstimmung hatte da« Ergebnis daß die Vorlage mit 37 gegen 31 Stimmen abgelehnt tourte. Dagegen stimmten Bayern. Anhalt. Oldenburg Thurin- gen Hessen. Hamburg. Bremen, Lübeck. Olie^ lenburg-Schwerin. Württemberg und die preußischen Provinzen mit Ausnahme von Ber- lin und Proo.nz Sachsen. Das Besoldungsgesetz im Preußischen Landtag. ^inan^minifecr Höpkcr-AschoN begründet die Vorlage. Berlin, 14. Ott. Der preußische Landtag beschäftigte sich heute mit der ersten Beratung des Besoldungsgesetze«. Finanzminister Dr. Höpker-Aschos f erklärte, die Reform könne man vom Standpunkt des Staats aus al« sehr weitgehend bezeichnen. Die Erhöhung bedeute für den Staat eine Belastung von 193 Mill. Sie sei bei den einzelnen Grupprn vev- schiedeii. Die Gehälter der Ministerialräte erführen eine Steigerung um 17,7, die unteren Gruppen eine Steigerung bis 33,1 Prozent. Der größte Teil des Mehraufwandes könne gebe (ft werden, allerdings brauche Preußen die Hilfe des Reichest aber es sei noch eine offene Frage, ob das Reich helfen werde. Die Gemeinden befänden sich in derselben Lage wie ter Staat, doch könnten auch die Gemeinden mit 87.2 Mill mehr aus Reichssteuern, 20 Mill, mehr auS der HauüKinSsteuer und 50 Mill, mehr au« ter Gewerbesteuer vochneii. Unter allen Umständen solle die Besoldungserhöhung ohne Steuererhöhung durchzejührt werden. Deshalb sei auch kein wirtschaftlicher GiUiidfürP c -steigerungenAU sehen. 'Bervesierungen sollten in gemeinsamer Arbeit gesucht werden, doch dürfte sich der Gesamtaufwand nicht erhöhen. Rach Furier Debatte, an der sich nur Kommunisten und Völkische beteiligen, wird die Vorlage dem Hcruptaus- schuß überwiesen. In Litauen keine Neigung zu Kowno, 14. Olt. (XU.) In hiesigen politischen Kreisen verfolgt man mit steigendem Unbehagen die Haltung der deutschen Oeffentlich- feit, die im Hinblick auf die zwischen dem Ministerpräsitenten Woldemaras und dem deutschen Auhenmi..i'ter Dr. Stresemann gepflogenen persönlichen Verhandlungen eine A e n- d e r u n g ter litauischen Politik in der Memel- frage erwartet und bereits von festen Zusicherungen spricht, die Professor Wolde- inaras bei seiner Berliner Anwesenheit in dieser Richtung gegeben haben soll. Dieser Ausfassung teutfdxr Kreise gegenüber wird von maßgelender litauischer Seite darauf hingewiesen, daß sich Litauen dne Einmischung Deutschlands in die Memelfrage unter keinen Umständen werde gefallen lassen, weil Deutschland im Versailler Vertrag ausdrücklich auf das Memelgebiet habe verzichten müssen. Litauen werde keine deutsche Propaganda, die auf eine einseitige Aenl erung des MemelstatutS im Sinne deutscher Wunsche abziele, dulden. So sei auch nicht damit zu rechnen, daß die Ausweisung ter drei vor einiger Zeit ausgewiesenen deutschen Redakteure zurückgenommcn werte. Ebenso könne nicht damit gerechnet werden, daß anderen reichsdeutfchcn Redakteuren die Einreise in das Memelgebiet gestattet werden würde. Litauen als souveräner Staat werde niemals dulden, daß im Memelgebiet ein« neue Zentrale deutscher Propaganda gegen Litauen geschaffen werd«. In Berliner biplomattschen Kreisen wird zu ter vorstehenden Meldung erklärt, daß Deutschland niemals eine Aenderung des Memel-Statuts verlangt habe. Wohl aber als Ratsmacht darauf bestehe, daß das Memel-Statut eine Auslegung finde, die den berechtigten Lebens intereffen der Me - t* i tmwuii t'mtbmknbt । werb on allen teirtflitkfa Wrofi Hb-.. Itn n. bob (hnfem Imlltaäik, tet H ü Reelle H bjMOfU *> fef-unti Mei, cs. ÄC'i vifen u iMill i 8er,,ieiHchalb 1 k tltg ^nifil 01 ÄSK .166» 1 l»‘—I «Ofen > Auren pchli»-- rsikir. 51 "CTS k» »f ’ * ’T -uhc ge'v Ä ST*?' ■TL, Jbmfrud) -! M 0b«" jr*^ tongtn, o Xifbam bffltrt Seite erfennen vir »fe sondern voi srtn ■euer neue Ratz xlerem Zeiiattr i| keine Disfr einzige siomahri fenufteHen, da« haltende Cott, verfeinden, der i D UM rultIM Aoeet drinblüdlen) Ehrten lern renun. Angeb. .■-ip WUUuWU ’m S**” ©lieber mir H.er t1 un» an» feb-Xflufcetm gri^rut-en wirb, rech lr?w Mufti z-TZtz KM. n brMi1*f n N» B«4eprä|ibraten Qün heutigen OamÄtag. 15. Oktober, fann iffttlabd! imb 'IMnbcmMimg Wilhelm ft e n. von Ne Vikörsal erläge. I 3.'JA Alloma ♦ mbnre- ah thdrr Aranche Untand fei» Soh iwtn q U ■ Tiiuvirdiiaii. l-nuaireilenbe — L'anbredenbe. »Vür reell t fixtrn ftc doch tr. treuer Aürsorge einander Reifen intern fw lud unterru.anber verbinden unb Ni» Wort be« Apostel« Paula« beherzige ,6o eir ©lieb MBH. GIESSEN MARBURGER STRASSE« jüngere Verkäuferin ffir Lngro -Selchäst geiucht. ert»tag durch Amfprcchen gedacht, die dem Äinbern ba» vorvtld liche Wirtet tiefe» arosten Deutich, cinbrud»rcJt vor lugen brüten Der Schulunterricht fiel au» 'axiale Menschen. Unfaval denkt der ngec, der durch da» Lau? wanden und halten, b 1 reute stch alle nicht an v.e Dohllängtev Ne pwU Böller erwog Junger Mann oderHMdchee m kaufm Handeieeehalblldung für Korreep. u Beitr. d. Nebenbttchnr xum bld. Eintritt r. Ker* W«d8-Woll waren Großhandlung gebucht. Offerten uot WIRD a. d. 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Luieldeui schlank» auch da» Vand an der Jab* ist 1* wesentlichen rgllanb. •etnrat» anblchaften find am schönsten im 7-udherb'te. t von weidend« Tieren, von Lindern und jungen Pser »«. die sich noch thrrr "t erfreuen Dt ckeireidescl^>er sind abgc- Reelle Herren oetbiene* bie 500 Mk. pro 'kJoche bei befaimteui Unirrnrbmen. Meine tverstwrraaa Ar ne Ccbreibeibrit Offert u 1. C. 5314 bdörberi v*<‘" SSS&crtS ■ü c!tD2t W‘*2 möb. Zimmer inner itirn 174 fi Werbealaae 9 I Hlö 1.31 inner iu vermieten 4. daß übet echt- tonrr Y Vit 5ich-vechL1t«sst ' Aeg.nsSlle u rtavvmsluort sich d te W \*M toH« äs W^iiHt» l eqen wird. ®it hit- ftifen dot 81 fit« DDßte d.et ttttflvTi b« fein. Io toirb hob«: Hafen, g.1 L,, n. nglütf. ifh ein -ülnM bffc tof 2raun!-vti^' nicht prsfilsvei stehet tive und acht Dago . Zugführer ul j. die sich im Packkn^ uetschungen gelötet ' rr titel -ig.'e-aö rh.rMmt t tab unter Hüll A nterlltbti Se:* | |0t sch-» } n betSl‘^1 werte Mann war aus seinem Fahrrad untre* weg» nach der Arbeitsstelle, al« er 1 »merkte, daß er seinen Hucflad verge'fen hatte Um diesen zu holen machte er kerrt unb fuhr elfen» bar in ra'chem Tempo zurück wobei mit einem aue der entgcgcngc'etzten Richtung kommende» Aadfahrer zu'amn enftietz Bet diesem Aufam- menpratt erlitt Lhe.st einen schweren Schädel- l'ruch auherbem einen Bruch de« Kinne» und de« Aa'enbeine« Der Schwer er.eyte wurde von der D.estener Fre.willigen Sanltäto-Kolow e vom Loten Are uz imt dem städtischen SatiilätLautv nach der chirurgischen Klinik verbracht, wv er in sehr ernstem Zustande danieder! egt Auch der andere Mann trug starke Verletzungen am Kopfe davon, er konnte »edoch zu Haufe vechleiben. Lagnu» Bvaugasfe 6. Dedcgtr wo cs sich heut» noch brttr.Ni Am 1 3u!t 1ÄK übrriabm chugen Agilen«ei» da» oäter.iche Schaft und tw grsherte es durch Aeu» und Umbau von Uanet unb 2A - .nlel.et im x^abre 1845 An 15 Df lab* 1WX ging da» i^esthäü durch Äaid auf He*» in chvoheo-Liichen Äbte, der die Achtung des Unternehn» tn die Hände S-beut ntb zu etttvitem. Aach dem Ablebe- Hmnrtch Veun« übernahm Herr 2 ugu Balzer am l Artil 1019 Mt Strma al» aUnnifl« 3nb.ibet tVie gistcklicht Dachst UM des Ult er rebmen» machte nun txilb nne weitert Bergr fi.-rung der Brtchäst-räumO notwendig, so bap im Iadre 192x' zwei neue Detnkeller gebaut wurden .1 n heutig-n 18. Oktober find 20 Jahre verflossen, dost der setzig» Inhaber August Balzer an der Spthe des '• Auf dem Wege 1 u r Arbeitsstätte schwer verunglückt ist gestern vor» mittag der Arbeiter Audvl Weickartshain bei chrünberg Der bedauerns» Aalen sich am Himmelsrande rdtliche gelbe und oiolette tih -r So ist der .^ruhherbst Areube unb Schänd -t. er ist aber auch Julie unb frucht» barfeit Xroe ein« rcgner fch n Sommer» sehen wir in diesem Jahre am Erntedankfeste auf ein -rgiebiges Srnteiahr zurück, und b.e Tatsache steht seh doh un» da« tägliche Brot für ein weiteres 3ahr gesichert ist. Deutschland ist ein Land mit hodzent wickel lern Ackerbau und von ■iröfter Fruchtbarkeit der Selber. Sewist. in der Lüneburger Heide, in den Torfmooren Oldenburg». Im märtischen Äiefernlanbe und aus den poften des Westerwaldes gedeiht wenig oder iar keine Kornsracht aber wer an einem schönen Soannertage durch Württemberg, durch die Wet» ttrau. durch die Pfalz ober durch das Äomlanb ■ Osten führt der weift, wie ge'egnet die deut» chen Fluren find. Auch sie haben nicht leiten •wrfagt. 3n einer allen Cftconlt lese ich von Sem Jahre 1tÖ6: .Den 16. Mai ist da» Äom mb ba» Obst in den Lahn- und ‘TRaiiqegtnhrn .-Tfroren, so baft bei der Ernte gar nicht aus» gedroschen wurde". Wie die eie.tereignisse Hungersnot bringen, ba« haben wir in den Jahren des Krieges unb der Inflation erlebt. Um so dankbarer emofinben wir in diesem Jahre daß un» bessere Zeiten bechert find, um so klarer auch erkennen wir baft es nicht von Menschen» nacht, sondern von einer höheren Macht abhäng« wenn wir gegen schwere wirtschaftliche Sorgen geschützt sind Phnlik und Chemie mögen uns immer neue Naturfräfte offenbaren, wie das in unterem Zeitalter mit dem Aadium geschehen ist, keine Wissenscchcift vermag auch nur eine einzige Kornähre, eine Hübe ober einen Apfel herzutzellen da» vermag nur der in der Aatur waltende Gott, der mit der Tlahir selbst nicht uerbunben. der über Zeil und "Raum erhaben ist. mit «üche u etOrr »un 1 »tooemti 1(6. artucht Schrttillwe Anae ote nn 07SM on d.V»ehea Bineu. Student lucht Zimmer für 15 Cfiober. Schrtsti 6ng. unter ÄM?D a. b. Qheft. Kna Hamburger Brob-Hassee-Nösterei sucht tüittiarn Vertreter, der b i TtiallaeLial en aut e-narülhrt Irin mun Oster en on Tb. TeL fc tf 0., 19*5? *s5y> »is?-:. »irchenregterung, d h die Steso dos ersten »urtst.schon Beraten un Landosk ictzenamt angr- tragen worben, die seit dem unerwarteten Adleden von Geh 9lot D Dr Bernbetf im Sommer verwaist ist Wie wir aus juoertalfiger Dudle erfahren. >st br Ldl nicht Bewerber au» eigenem Vollen, sondern man ist on ihn herangerrcten. da man leine Tuchtigkest feftäft und Hm früher schon gern cl» weltliche» Mitglied der Airthenregterung Zeichen batte. Die Dabl Dr Abi» soll günstig, A.is- sichten haben, und er selbst soll nicht abgeneigt sein, du hohe Stelle anzunehmen In Bad-Staub, im wurde man in weiten Streifen den fBegpong de» kenntnisreichen Bürgermeister» bedauern •• Der Oberhefsifche Äuntoercin öffnet morgen. Sonntag. 16 Oktober nach Beendigung der während der ^ertenoaufe vor genommenen Gmeuerung»arbcitcn im ^repHenhause wieder feinen Ausstellungsraum. 84 find ausgestellt OelgemAIbe Aquarelle Pastelle und xk-iCftnungai von ®. Beithan in Buchschlag SchwLlmer Bilder» H TB u e l le r• C e w t e r t in Diesten. H Falk In Hersfekd Ä Doer- beder tn Marburg «Porträt»». Draphik tn>n Mae Clebogt, Han» Weid Smil Orlik. ^Illustrationen und Schevenfchnirte von Isst Grs ef Die Abstellung ist wieder au den üblichen Zeiten geöffnet (Siehe Anzeige tn reitriger Hummer.) — Ivosühriges Be st eben der Firma Wilhelm Wailensels Sohn in Die- M-tatr-Mni lebt aut ai •aeüatiet zu oennleirn mD Friedrich st r. tztz P11B.M1 Möbl. Zimmer zu vermteien 07471 Lchtstnb.rveaStzl Ladenlokal mit ade ebne Wob», nun« R'ubau (fdf ■Vrantiurter «n» £4» iber -Tira- e am or: mir.en *TSD tfarl Oeaa T., yrankf 1 »Tier Ttr itz Massive -- Mütogarage rerm Vera st r. 9. Zwei trockene Cflgenöüme zu vermteten 4twi Llcher gtroiie 19. [ Mietgesuche | •>ür 2 6lt- ruh teure tzeschlaznabmefrrte QjcbtTb Herr sucht möbl. Zimmer n.il 2 Wo - cn Schr. y. t eb imt Vrei» u. iii'o d 4*ieiJfln*. |Woinuwq»fu ch| 5-3imm.-Botin. INI. 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Okt.. 3. .irfiiag-.. >' v. 19 ., b.geg. 22 ,Uhr iapitin hJhouDd: Bekehninp Komödie in 3 Akt« von Shaw, deutsch von Trebitsch. Sonntag, 23. Okt., Hübet Abonnement 3rpmb?iroorflrB8M. von 18 b geg. 21 Udr Die Fledermaus Ooerette in 3 Akiea von Iah- Srrauft- Veteran von 1870/71 nach kurzem Leiden, infolge eines Schlaganfalls, im Alter von 77 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. PerlekteFlicksriB die auch Kiudergar- derobe an’ctitflf, für Rachmiliaae gesucht. rcbvtliL Angeb. unt 07470 a. d. Gieh. Anz. Freiwillige Goil'sche Zeuerwehr. DieKameraden werden darauf aufmerksam gemacht, hab bte Linen zur Eintragung derWünsche bezÜgl. der Elnla- düngen zum Sttsiunggfefi bi» zum 22. b. W. bet den Kameraden Arnold und Lauer offen liegen. 9426c Ter Vorstand. Wntce rioggenstroh sofort egen Kaffe zu kaufen ge'uchi. Jof. Lobmann SWer zum 1. Januar 19Si In tiefer Trauer: Meline Rock, Tochter Familie Heinrich Albohn ID. Familie Christian Graulich Familie Heinrich Maul Hattenrod, den 13. Oktober 1927. L-U IM. MIMriliM lür Aktive l'iomafl» u. DonnerSiagS von 8—lOUht Uhurootb* von 5—7 f. Schüler in der Pestalozzi' schule. 5«.'*D Aus zur Aachkirmes nach Annerod! »'gibt -OafueL Rlppchen und Wuriiebrot, Achwanzcheu von 6o und 70 cm lang » sitzt mancher davor mit Angst und Bang. Aevoelwein und Moü au» eigner Kelterei da» .Gieftener Brauhausbier- fehlt auch nicht dabei. Und wem ba» Laufen füllt zu schwer, benutze den HaaS'schen Autoverkehr. Ta» Auto hält bei ^allbott» Karl, da» Solberfleisch wird -Lonu aa sicher net all. Drum werte Krtndf'chaft und ll'aste von Wichen, lagt euch den 2£eo nach Annerod nicht verd,letzen. Allzufrüh Ist meine Hebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Nichte Ph. Henkel Stahliehrstasrai blI -Flechterei gegr. 1877. CinsamiUen- Haus meu erbaut», 4 Bim, Küche, Bad, Lafser- leitg-, elektr. Vicht, gr. Keller u. Neben- räume mit ca zwei Morgen gr. " arten, schöne trete Vage, sofort zu verkaufen Schr. Ang. u. 07473 an den Wien. Anz Namen der trauernden Hinterbliebenen: August Bock PoHzeihaoptwachtmeister. WsiMkl Suche für meine TochterSielletniiur fliucni Hause, Ain Erlernung d Haushaltes. Bedingung ,>amtiien. Anlchiiift. Schrtfil. Angeb. unt. 07492 a. d. Wien. ?lnz Zuverlässiges VW« sür sofort gesucht. Borzustellen bei »>rau M. Erb, Westanl. 51. m.r VUllngen, den 14. Oktober 1927 Die Beerdigung findet zusammen am Sonntag, dem 16. üv- rerschein 3b), sucht Stellung. (07«6 Wilhelm Kuuklcr, Philipvstein bei Braunselv. oder Einsam -Han; ca. 0—si flimmer, zu laufen gesucht. Zchriftl. Angeb. m. s Vn«c u t-i- u'tc unt. 94T3 - a. d '< A. Tochter achtbarer Eiteren möchte den Haushalt erlernen. Sehr. Angeb. unter 07452 an den Oleh. Anz. Saubere» Mädchen sür Vormittags und Wafchsrau aesucht. Gji i b rsehtstr. 14». In kiuderlof. 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D Hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß heute vormittag 1 Uhr nach langem schwerem Leiden unsere Hebe unvergeßliche Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Marie Höß im blühenden Alter von 21 Jahren sanft entschlafen ist. Gießen, Kaiserallee 105, den 14. Oktober 1927. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Gotthilf Höß Familie Konrad Görski Die Beerdigung findet Montag, den 17. Oktober, Vertreter finden leichteste Verdienstmöglichkeit bei wettbewerbsfähigen Tarifen und günstigsten Provisionen oon 5-, l Uüirt । in dn Vthaleui- icbult. d )L 1. f le- D iidt DU- ifie* ivie Cn- ubt‘ vuai- $ier e- iß «tkH)tptoTag.M ^°r'llvrg Gmil Hube» Juto-VWn ,11t' mE W- "tfJL Sou^sbomL' w <«wtai,btnV>n- «Mahn ak IM* lokal 1 Ubt | Millwoch.b I". cr I abenbß 8 Ubt « Oattpt»erianiml«. u. 6otR«nb^»obL taß I5tfdjelncnfl.fi Mliglied- lebt fite *«c he Tifti01, ttetolDig« zrilttwchl. • DleKametadenvkt den bormiffluf®^ t’-'Ss EffS«* bunten M SWungsse Ur. 242 5mdtes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für GberWen) Samstag, (5. Gtiober 1927 Der Osten. -lußenpoliiische Umschau. Don Prof. Dr. Otto Ho«»s ch M d.R. Wan spricht in Senf sehr wenig oder gar nicht vom Osten. THina und 3apan ftnb an Mllerbunb, aber rnü ihren Innr'.egmbeizen be- mühen sie den Döktetbund ntcpt 2He östlichen AandstoaZen und die Oiootm Südvftcur-opa« frnb auch im Döllerbund, aber toeurrn da nur auhndbmÄÄtfc mit tber.i fpeyieilen Sogenl tilgen und Problemen hervor. Vollends fehlt feöe ® e - f a m t «rörtenma btefcr vMamnwnbänac. weil Rußland fehlt und toeü die ©tcihir.g zu Rußland natur^cmLH in Genf memaU auch nur berührt wird Aber dah der Often und Südosten Suropas da find, baO bat der 3ntunaB- Lcjer in den letzten Wochen »ehe nachdrücklich erfechren: Atauifch-potnifche Spannung, bulaa* nftb-TugoflatDikbe Spannung. ruffstch-fran-Ssycher Streit l Jugoslawien hat neu gewählt. Die Annäherung der Aadikalen und Demokraten bedeutet «ne gewisse Erweichung bei alten Paschi s ch vegimrS, dessen Schöpfer ja auch dckhin- aegangen t st. In der Außenpolitik tm besonderen hat der Außenminister Marinkowltsch immer eine friedliche und Verstandigungepvlittk mit 'Ärfganen, da« die nächste tuaoslawische .Tyrogc ist. betrieben. Die bulgarische Regio- rung ibredetl« batte jetzt nnt ihrem Bericht vor den, ,tjTndiuioTTntee bei Völkerbundes den psychologischen Augenblick ersaht, damit endlich an eine Regelung der Aeparattonsfrage. unter der Bulgarien so sehr leidet, gegangen werde und auch da ist Neigung zu einer friedlichen und Verständigung^Politik imi Jugoslawien vorhanden. Da brach plötzlich mit der ßrmortnma eine« jugoslawischen General« durch mazedonisch« 5t o- rnitatschi« ein Balkanstreit ältester Sorte wieder aus Et ist. da auf beiden Seiten leine Reigung zur Heberfpannung vorhanden war, beigelegt toorben. Auch ist selbstverständlich eine derartige Gewalttat nicht das Mittel, mit dem diese mazedonischen Komitee« ihre fragen und Mansche zur Diskussion und Erfüllung bringen fmmten. Ader damit ist die mazedonische Frage nicht erledigt Sin grelle« Licht fiel auf eine floru wunde Stelle, die die FriedensvertrLge geschaffen haben, und auf die große Lücke, dah eben derartige Festlegungen der Fnedenstx-r- träge, au« denen mit Sicherheit Konflikte immer und immer wieder entsichern müssen, nicht revidiert werden tonnen; noch nicht revidiert werden können. Da« gilt ganz ebenfo für den litauisch- polnischen Streit. Litauen will auf Wilna nicht verzichten, die jetzige Regierung will foqar in einer Derfasfungsändeiung ausdrücklich Wilna zur Hauptstadt erklären lassen. Dabei ist W. na in der Hand der Polen, und zur Feier de« Jahrestage« seiner Eroberung ging der Mar- schal Pilsudski selbst dorthin. Auch hier ist an beiden Stellen, m Kowno und in Warschau, die Lcheu vor bewaffneten Konflikten und der Verantwortung davor groß Aber es sind die gleichen Fragen. Wo bleibt die Sicherung der Rechte der Minoritäten? Wo bleibt da« friedliche Mittel, dergleichen Spannungen, die fortgesetzt den europäischen Frieden beunruhigen, zu uermeibent Wo bleibt da« ernsthafte Bemühen der beteiligten Mächte und de« Völfer- bunde« um eine solche Lebensfrage für den europäischen Frieden? Im rusfisch-sranzösifchen Konflikt liegt da« Problem etwa« ander«. E« ist ein sonderbarer diplomatischer Streit, der zwischen Moskau unb Pari« geführt wird. Man nurit. wie die französische Politik den Bruch Dcrmciben mechte und doch i*on einem mächtigen Teil ihrer Presse und Oessentlichkeit dazu gedrängt wird. Man merkt, dah die russisch- Politik den Bruch erst recht txrmeiben möchte und doch nicht teuu fommt. die Zugeständnisse zu mach-it. die Rußland nun einmal machen muh. will eS überhaupt in dauernd geordnete Oer hundertjährige Böcklin. 1827 — 16. Oktober — 1927. Don Dr. Paul Landau. Der Künstler, seit dessen Geburt ein Jahrhundert PctfloHe-i ifs, steht im Licht der Unsterblichkeit oder ruht im Dunkel de« Vergessen«. Das Dezänk de« Dage«. der laute Beifall der QRtngc. sic- sind glecherwefe perklung-n. die Rachwel: hat den nötigen Abstand gewonnen, um Persönlichkeit und Werk au« dem Deist der Zeit zu verstehen und ihre Aachunrkung abzu- schätzen. So wird der 100. Geburtstag vielfach zum entscheidenden Dotengericht. da« das end- Öe Urteil spricht und dem noch lebendigen er seine Stellung in der Grichichte anweist. Auch für Arnold Döcklin dürfte jetzt der grobe Augenblick gekommen fein, da er feierlich in bas Pantheon der unvergänglichen Genien der Kunst au}genommen wird. Längst ada-fallen ist ja hon seiner Erscheinung bie graue Hot bes ßeben« dii ihn und dte Seinen in Hunaer und Krankheit stürzte, länast herflungen Hcchn und Geiächler, H<»v und Verachtung der Unverständigen, die die nie gesehenen CMtalten leinet Phantasie für Mistgedur en hielien. vnhalit l«r jubelnde Lärm, der an knnem Qeben«abenb tbn überschwenglich und mafjloe feierte. Die Au«- einanderfetzung über den wahren Werl letne« Schassen« hat bald nach feinem Dode eingesetzt und dürste jetzt zum Abschluß gekommen feilt Es sind übet 20 Jahre her — da schlug plötzlich Meier-Eraese« .Fall BöLlin" wie eine Bombe in bic Verherrlichung, die m den letzten Jahnen seine» Leben«, um die Jahrhundertwende. allgemein gewordm war. Was der tempera ment volle Dorta-.p'er des Imprrffwnis- mus behauptete, war nicht mehr und nicht weniger. als dah Böcklin — nicht malen könnte. Diese Behauptung war nicht viel anders, al« wenn man gesagt hätte. Doerhe foime keine Verse machen, und da« ist ja auch von manchem Prvfodiker gesagt worden Das Me^.er-Draefe unter Malen oedtanb. war die Innige Valeur- Kunst der Franzosen und an ihr gemessen konnte höchstens heriunge Böcklin bestehen ebenso wie sein Kritiker auch nur den jungen Menzel gelten Üefc Meier-Graefe« Anarisl. der damals fo viel Staub aufnnrbel'.e und leidenschaftliche Kämpfe bervorriss. ist heute so ziemlich vergessen: er bat aber for: gewirkt und toiro folgerichtig von denen vertreten die in Manet oder Leibi den Höhepunkt moderner Malerei sehen Sch cf f- Beziehungen zu Europa kommen Das aber will «< toeÜ e« bat muh, en« an diesen Be^Mfunger. allem die Mc>gich^err !>iixjt, Kredite gröberen Umfange« und auf lange .yrift zu erhal.en ohne die der Sowtetttaat sich dauernd incht halten kann In diesem Streit ir.-.i .Frankreich tat Au hl and ein grvsts» ^.uge Ü Midnr« berettS gemacht. Es erkennt ferne Vorkrieg-schulden an, gegen allen Marrismu« und Kommun:«nm», und macht Vorschläge, diese Verpf lrchtunaen zu erfüllen, wogegen es bann sofort icn^lr-ft-^c »rohe Kredite emtaufchen will. Diesen Verhaiid- kungen sieht Deutschland insofern in Auhe M, als feine Aechte tm Ropcxlo-V. r:rag gc- nchert sind Amwtt Auhland die Orfi g solcher Verpstichnrngen anZ>eren Ländern k. jnuiber auf fich. so fallt automatisch der Verzicht < cutf4>- brnds auf övftaihrng feiner Ansprüche weg Die Verlockung für Frankreich und ferne Älein- eentner, auf ein solche« Arrangement e.Trzuqechen ist nicht gering. Auhland hat weiter Frankreich einen fogo- nannten Aichteinmischungspakt inü> einen fogenannten Aichtangriff«pakl an# geboten. Der erstere enthält mir Selbstverständlichkeiten di« Verpflichtung, sich in di« inneren Angelegenheiten des anderen Lande« nützt durch Begünstigung revvlutionäver 'Bestreburrgen etn- zumifchen Foankreich lohnt ab, auf solche Selbft- verständlutzteiten e.nzugehen Diese treffen ja auch nicht das Wesentliche, was tm Falle Rakowski so deutlich hervortrat, nämlich: dah es unmöglich ist, als Diplomat die friedlichen Be^iehnmgen zu einem anderen Lande auf- tragsgcmah zu pflegen und zugleich al« Mitglied der 3. Internationale Erklärungen zu unter» schreiben dah im Falle eines Kriege« die Soldaten der anderen Armee zu der Aoten Armee üiberlausen muhten wie es Rakowski getan hat. In anderer Form ist es dasselbe Problem, wie tm englisch-ruslifehen Konflikt um die Beteiligung der russischen Hcmde!-Vertretung in London an kommunistischer Propaganda in ötxp land. Will Auhlund dauernd gcircherte D«-:c- hungen au Europa, so wird es nicht umhin kötinen pierm ganz bestimmt« Verpflichtungen nicht nur auf sich zu nehmen, sondern auch zu halten Da« sieht sicherlich die Leitung M Sowjetstaates auch ein aber sie ist in einem schweren Kampf mit ihrer eigenen radikalen Opposition bic ihr jedes Zugeständnis an Europa anhribrt und an greift. Der Aichtangrifsspakt dagegen ifteine wichetoc Idee von grober Tragweite. Derui Frankreich unb Rußland einen solchen Pakt schlössen und in ihn Polen einbezögen so liegt auf der Hand, w-.e bedeutsam «int solche Ätwn- brnanon Wäre, wie bedeutsam auch für Deutschland und England Es iß Wohl ein Zufall, aber cm für England günstiger vlutall. dah der englisch--' Auhenrmmster auf seiner Rückkehr von der M'.rretmeerrmfe in diele Der- schärf ung des trxu ichi'il der kommenden Weltprvpaganda. unter deren Einfluß allmählich die Staatsmänner der großen Staaken Europa« immer mehr geraten. D« russisch-sranzösische AuSeinandersetzun g bedroht ja nicht den Frieden Europa«. Aber fic zeigt, wie unbefriedigend die Verhältnisle Ul unserem Kontinent noch find. Jetzt pocht« deo Osten vernehmlich an t>fe Tür. Und toerm an jugoslawilch-bulgarischer Konflikt Deutschland auch unmittelbar nicht berührt, an den litauisch- polnischen AuSeinandersehungen sind wir selbst- verständlich interessiert, und an den russisch- französischen Au-kinanderfetzunaen erst recht. Der Winter wird in bc,,ug auf den Osten bic deutsche Aussenpolitik nicht nur zwingen, wa« selbstverständlich ist, mit gespanntester Aufmerksamkeit aus diese Entwicklungen zu sehen, sondern er wird sie unsere« Erachten« auch zwingen, an bestimmten Stellen ihrerseits positiver und aktiver vvrzugehen al« c« in den letzten Monaten geschehen ist. hessische Regierung In dem weit abgesteckten Rahmen der Siebener Verkehr-Politik nimmt di« ‘Bieber- talbahn einen hervorragenden Platz ein. Sie soll — tut e« bi« jetzt aber immer noch nicht! — einen groben Teil der preußischen Rachbarschast in zusr.eben stellender Weise mit bet Stadt Sieben verbinden. Richt nur Tran«pvrtinstrumenl eine« Teile« der Wirtschast in unserer Stadt und im Biebertal, sondern Dienerin der ganzen Wirtschaft, eifrige Helferin und Stütze der Be- völlerungSgcsamtheit in Stadt und Land toll fie fein. Die Tatsache, daß dieses Bahnunternehmen nur mit toc.tgcbcnber Unterstützung durch di« Allgemeinheit «Hrrgabe von Selänbe. Sobäuben ul®, ohne Entschädigung) entstanden ift. legt ihm Verpflichtungen gegenüber der Allcemein- heit auf. Wie mangelhaft diesen Derp'llchtungen dl« Bahn bi- auf ben heutigen Tag entsprochen hat. ist zu bekannt, al« das; to.r darauf noch näher einzugehen brauchten. S« sei hier mir an die trübe" Srsahrungen ev.nnert, die alle An- Itcgctflemc nben her Biebertalbahn insbesondere 1923 24 mit diesem. Verkehr-unrein men machten. Seitdem ist in diesem Betriebe zwar eine gewiss« Besserung eingetr« en. aber von einem wirklich zufriedenstellenden Zustand lind wir auch heute noch weit entfernt D.e berechttgten Interessen der Allgemeinhe.I kommen bei diesem Unternehmen immer noch erit in zweiter Linie, da» Eigeninteresse der bett ed-führenden Firma ist die Hauptsache, da» Dahnunteknehinen also und viebertalbahn. vor allem Selbstzweck der Unternehmerin. Trotz der obenerwähnten Opfer der Allgemeinheit! Diese Sachlage ist allgemein bekannt. Auch die hier in Betracht kommenden Behörden, darunter die hesfische Regierung. Abteilung für Eilendahnwcsen im hessischen Finanzministerium, kennen fie vollkommen. Die Akten können viel erzählen von diesem traurigen Kapitel. Umso erstaunlicher sind die Vorgänge, von denen wir anfangs dieser Woche Kenntnis erhielten und die wir nach sorgfältiger Rachprüfung in unserer Ausgabe Rr. 239 vom 12. Oktober veröffentlichten. 6» sei hier, um ungerecht erttgten Unterstellungen von vornherein Dotjubeuten. eingeschaltet. dah unsere Ver-sc"-.on aift di« neue betriebstma bei der K Ichen Regierung beantragt wurde Anstatt bei dieser Sc- legcnbcit im Sinne des Allgen e nintereise« zu verfahren, trat hie hessische Reg «rung ein« Ent- 'cheidung — wiederum über den Kopf der Stadt Siesten b.nwcg! —, die sich in der Wrlung gegen das öffentliche Interefs« echter! Und nun hat die betrieb« führen de Äölntr Akticngesellfck>ift d.c 5ll>nic'fton für die T eber- talbahn bi« ISSö in der Heachtung d«5 Wort- laut« der Verträge rück1icht«lv» den Zuqverlehr brodelten, die Gemeinden sich gegen bic allzu rigoro'e Hintansetzung ihrer ber<-cht.gt«n Ter'vbrs- interessen wehrten und dabei bic Hilfe der C.'en- bahnabteilung des Finanzministerium« am c en. , da zeigt« fich die EllenbahnaiUrilung ganz u. ^cr- ordentlich zartbesaitet gegenüber ton Bahner«,.en. Die Verteilung der Energie der Eifenbatznabtei- lunfl (man hatte den Eindruck, dast vier Fünftel dieser Sympatbie für die Dahn innen und ein Fünftel für die Semcindewün'che waren» n.r- ftlmmte damals in den betroffenen Gemünden austerordenllich Aehnliche Gri ab rangen mit Darmstadt machte man tm vorigen Jahre gc- d.r Kia tpo’tl c (Sieben Krofdorf. 211« die Konzefsion für bicfen Kraflposibetrieb nächgefucht wurde, erhob die BiebenalbahngesUI'chaU gegen diese Konzes in- nicrung Einspruch, ter gänzlich unbegründet war. Ein monotelange« A ngen um diese Konzession begann, obwohl sich all« örtlichen Behörden und die Oberpostdirellion Darmstadt um die K n- zession für den Kraftpostbetrieb bemühten Bei der Eisenbahnabteilung de« hefsifchen Zlnanz- mlnisterium« lag auch jetzt wieder da- Hindern ». der Einspruch der Diebertalbahn hatte hier zu mächtig gewirkt. Em D«such dc-Krvfdvr erTürg r- melfter» Drockmeler bei der preustifch« . Regierung in Koblenz erbrachte binnen einer Stunde die Erteilung der Konzelfion für die Kraftpoststrccke. soweit das prcu'ufhe (y : iet in Del rächt kam. Dann erst kam man endli a dj in Darmstadt zu dem Entschluß, den grundlosen ■ Entscheidung der he s.schen Regierung zug. n der Diebertalbahn-Unternehmer n! Man kann da» Qkrbal.-cn der Darniltädtcr Bsh ' nicht verstehen, man ist nur allgemein auf« h chste Irr hat in feiner Seschichte b<- Malerei alle Einwände gegen Dö^lin« Schallen noch einmal zuf am menge astt da» Verwiegen des Stofflichen, da« Illustrative, die drastische lieberfidgenrnfl der Formen und Farben, bic Vermischung von Idealismus und 2feall«mu-, von Dichtung und Malerei. Aber solche .Deck- mererei-7 bringt nicht in den Kem feine« Wesen« und Werke«. Gewih war Döcklin ein Sohn feiner Zeit, die in der 2)«rgangenheit ihr« Muster suchte und ohne sicheren Geschmack die Stile der Kunstgeschichte mischte. 2Dxr feiner urwüchsigen, gesunden Gcstaltung-kraf: gelang e«. sich iu seinen besten Schöpsungrn zu originaler Gröhe empor- zuriiigm. Sein« Raturbevbachtung war nicht die der Raturalistm. di« den unmittelbaren Eindruck srilzuhaltmi luch.en; aber sie war nicht minder schari und tid. da sie au« einem un trüg baren Gedächtnis. auS einem unbewußten 2krrrtebri de» Organischen genährt wurde. Gr malle nicht nach Modellen; er wollt« keine .zufällige Ratur". er vertraut« dem notwendigen Zwang seiner Schöpserkrafl, bte der Ratur ver chwdier., Ge- schöpse nach ewigen Sei«9en tän'll rischer Zeugung erstehen lieh .Riemand hat die Dafür genauer gidaraU al« Döcklinsagt Ludwig Justi. .Er kannte sie auswendig. 3a. er hat zuweilen Formen erfunden, bi« sich dann irgendwo wirklich vorlanden." Richt anders ist n mit dem Dorwurf der llteranschen und äußerlichen Anregungen. Das Segenteil ift der Fall. Stet« war es eine räumliche oder farbige Vorstellung, die, au« dem Unbewußten aus steigend, ihn in den Rausch des Schallen« rih. Die Anlehnung an die antike Mythologie, an Homer oder Ariosi, ist ganz nebensächlich; die schönen Titel seiner Dllder haben Freund« und Kunsthändler dazu gefunden Ihn lockte allein die formale Ausgabe, die g anz von selbst di« Gest allung gebar. Das Grüblerisch« und Faustische, da« sich in feinem ewigen 6tpenmenrieten mit Farbe und 2HaI- wrifen. in seinem Studium alter Kunst äußert, berührt nicht die dumpfe Tiefe seines Schöp^liigs- prvzesles. au« der seine Visionen wie au« nächtigen Träumen Hervorst legen. Wohl hatte er etwas vom echten Handwerker, dessen solid« Arbeit sich m der oorrres'lichen Erhaltung seiner Tafeln zeigt, aber »ugleich war er ein echtes ®cnie. 3u» dem Urnoden gesunder Tüchr-.g- feit wuchs leine Kunst tu die Hirn-relsböhen ber Phamtasie. nr.c bic Berge fernes Vaterländer. Böcklin ist Schweizer, und wir sehen heut« klarer als feine Will ebenden, dah sein Schaffen sich durchaus in die Dlütezrit schweizerischer Kunst einreiht. Hodler und Wclti find feine Rachfahren wie Spitteler der 6rbe Sott r eb Ke!lerS un1*« E. F. Meyer« wurde. Böcklin ist nivit nur der innige Freund, sondern auch der nächst« Sei csverwendte Weister Gottfried« gerne'er.. Herkunft und Eltern sind merkwürdig gleichgeanef, beide haben e.nen Schuh Bauerntum. von dem großen 2lhnen Gotthelf. und so mancher Äentaucr. Triton und *Pan Döcklin« blickt so urwüchstg derb drein wie ein Senner des Pastor- von Lützelflüh. Wie die Art Keller- ruht auch die Döcklin« auf dem Grunde einer scharfen, unerichö vllich reichen Ratur- beobachrung. die bi« Ina Eigenwillige und Heber- mahige getrieben wird, und zaubert au« einer starken Einb-ldung-krafi lebenswahre und doch übermenschlich« F.guten hervor. Di« Gestalten de« Waler« haben etwas von den Rittern mit den goldenen Helmen im Traum des „grür.tn Heinrich", find leuchtende Steigerungen irdischer Kräfte. Und so ist auch die Llluike. die er w.cbererwecken will, im letzten Grunde s-chwei- zeri'che« Ratutburichentum. freilich verklärt und veredelt durch den goldenen Eon-.enhauch Italiens. e.ne Erfassung de« Dasein« in jenem groben Renaissancege.ft. den fein Jugendfreund Jakob Durckhardt erschaut hatte. Döcklin ist der Dritte in dem erlaua-ien Triumvirat mit dem D.chter und dem Historiker, und dieses Drei- gestim bildet eine unvergängliche Leucht« am Himmel der Kunst. Ein« poenlche Reugestaltung de« llööcklinschen Werkes aber ist di« Dichtung «Lari Spittelet«; die überra'chende Eemein- samkeit tririer beiden Erscheinungen, die au» dem Schweizer.'chen ins llrdcutsche und Weltumfas- send« wach'«n. ist erst jüngst in einer gröberen Arbeit aufgezeigt worden. Die aus der schweizerischen Entwicklung das natürlich Gewachsene seiner Art sich zeigt, so tritt fie auch au« den zeitgeschichtlichen Strömungen beherrichend hervor. Auf den Spuren der rvmanti'chen LandlchafeSmalerei. der deutschrömischen llöedure beg-.nnt et. lernt in Frankreich malen und erwacht in Italien zum 25e1ee!er der Ratur. bet ihre Stimmungen in unvergehlichen Fabelwesen zu verkörpern weih. Mag er da« Gefilde der Seligen ober bi« Toten in sei. das Schweigen des Walde« ober da« Toben de« Meeres, da« Spiel der Welfen oder tri« brüten be Schwere des SommcrmittagS darstellen — ftet« ist e» ein seLstverständliches Hervvrwachfen ber Ericheinuna au« der Ratur. eint ganz selten« Macht ber sinnlichen Gestaltung elementarer Triebe und Kräfte, und ftet« ist «6 nicht etwa nur öle stoffliche Erfindung, sondern zugleich der innere Ausdruck in Raum und Rhvthm > r. in Form und Farbe. Wenn in seinem langen und fruchtbaren Dasein auch manche« entstanden st, was den Stempel der Unvvllkoinmenheit und Ce- Schmucklosigkeit trägt — da« sind doch nur bie Staubspuren einer leuchtenden Dahn Ter über- schäumende Kraftmensch konnte bert fein und grell bi« zum Unerträglichen, tonnt« durch schlechte Stimmung gelähmt und beirrt werden. 2i: er wenn wir da« Desle feine» Dchas^n« tm Gellt an uns vorüberziehen lassen, bann müssen w r sagen, dah kein deutscher Waler seit bei Tagen der g rohen alldeutschen Wellt er «in so gewaltige« Raturwissen und eine fo unerschöpfliche Dchas- senskrast bdessen, dah kein andere» malerische» Werk seit Dürer so alle Höhen und T.esen oe« Leben« umsaht: 2lauich unb Derzweillung. -arte Liebe und rohen Genuh. fromme E nler,r und heidn.fck-e Wildheit, Krieg und Tanz. Kinder- lust und Alter-weisheit. alle Freuden unb Qualen biefer Welt, das Grauen und b;c Lestgleit überirdischer Regionen, Tod unb Verklärung. Em Hymnu« auf die Ratur und auf da« Leben ist Döckl.n« 25krf. ein unvergänglicher 2!kih- gesang. den fein Tadel an e.nzelre.n bemäkln kann, well er au« einer urtümlichen, wahrhaft antiken Okfetlung quillt. E» gibt eine 27ovelle von Döcklin« Freund, Paul H e y s e, bei der ihm vielleicht der Schöpfer ber „Kentaurenschlacht" vorschwebte: Der leMe Äentaucr, erwachend au» jahrtausendelangem Schlaf, erscheint unter ben modernen Menschen, wirb von ihnen verkannt. veripoNet unb verfolgt. bis er wieder vor den Staunenden in ber Wilbni» verschwindet. Döcklin war dieser ^letzte Äcntauet* der Kunst, ber un» noch einmal bte große Einheit aller 'Ratur offenbart hat. Anläßlich der 100. W.ederkehr von Döck- linS Geburtstag fei auf bie vortrefflichen Pu» blikat onen ber F. Druckmann 2L-S. in München h'mg rw.es en; wir nennen; Amolb Döcklin. bet Meister unb fein 2Berf. Wit einet Einführung von H. 2L Schmidt. 95 Tafeln. — Arnold Döcklin unb seine Kunst. Aufzeichnungen von Gustav Flocrfe. Herau«gegeben von Hann« Floerke. — E.ne Auswahl bet hervorragendsten Werke be« We.ster» in Photogtavüre; vier Wappen in Grohfolio. — Döcklin« Handzeichnungrn, hetausgegrben von Ptof. Heinr. 2llfr. Schmidt. — Ferner: Einzelblätter und 25ildkartsn. erstaunt und verstimmt über dies« TDfltMgimg der Belange der Allgemelnh» t. Sine Frage möchten toir zu dieser Konyb sionsübertragung durch die helsische Regierung noch au'wer^n. Die Claöt Gießen hat der verflossenen Biebertalbahn » Unternehmerin Grund und Boden und da« Torhaus an der Neu« stabt zu t off ein 5 bi« 6, Falläpsel 3 bi« 5. Aepsel 10 bi« 20. Bi men 10 bi« 20. Pflaumen 15. Zwischen 15 bi« 18. Honig 45 bis 50. Rüste 40 bi« 50 Brombeeren 45 bl« 50. Hagebut en 15. junge Hähne 100 bi« HO. Suppenhühner 100 618 120. Dän'e 100 bi« 120 Ps. das Pfund: Sier 16 bi» 17, Blumenkohl 10 bis 130. Sn di Vien 8 bi» 20. Ober-Kohlrabi 5 bi« 15. Lauch 5 bi» 10 Rettich 10 bi» 20. Sellerie 20 61« 40 Df da« Stück: Radieschen Bd, 10 Pf. Vornotizen. — Tageskalender für Sam « tag. SinführungsvoNrag bet Volkshochschule über Da« Käthchen von Heilbronn": 8 Uhr. Singiaal der Oberrealfchule. Turnverein von 1846: 8 30 Uhr. .Postleilcr". ordentliche Hauptversanun- hing. — Gesangverein .Heiterkeit': 8 Uhr. Oafs Leib. Unterhalt ungsabend. — Gernhardt scher 3itber- und Mandollnen-Ehor 8 Uhr. Restau- ynl .Hindenburg . Zither-Kon-ertvortraa — Reichsbund der Zivilbienstberechtiaten 8.30 Uhr. Stadt Lich". aNtzerordentliche Hauptver'annn- B. f B8 Uhr. Bete Insheim Watd- , Spielabend. — Palast - Lichtspiele: Eine . — Astoria-Vichtspiele Der Mann e IS". a 0 T *.La 1 e n b * t s ü r Sonntag. Td'dtiheater: 6 U6r. Der Garten Eden' «Ende nach 3.30 Uhr) Oberhest,scher Kunftveren- 11 Uhr vvrm., Eröffnung der Ausstellung von L r Boö au« Zell Oelgemälden unb Graphik. — Gvekhe-Burrd: 3 Uhr, Reue Aula der Universität: Gastspiel der Deutichen Puppensciele. — Lichtspieltheater wie Samsiag. — Aus dem Stabttheaterburcau wirb uns geschrieben: Nochmals fei auf b.e morg ge Bor« stcllung von „©arten (Eben hingewiejen. bie im Abonnement nicht wiederholt wird und als Frernbenoorstellung um 6 Uhr beginnt. — Zum 150. Geburtstag von Heinrich v. K l e i st am 18. Df- tober rnirb des Dichter» populärstes Werk „Dos Käthchen von Heilbronn" neu einftubiert in Szene gehen. Diele Bühnen haben gerade dieses Werf zur Gedächtnisvorftelluna gewählt, darunter auch die beiden anderen hessischen Theater: Darmstadt und Mainz. Hier hat für die Wahl dieses Stückes der Umstand beigetragen, daß für das .Käthchen" und den „Wetter von Strahl" in Frl. Scherer und Herrn © e f f e r s geradezu probe« fHnierte Vertreter zur Verfügung stehen. - - Der Goethe -Bund und die Volkshochschule bitten uns. an dieser Stelle nochmal» auf dos morgen Abend in der Reuen Aula stattfinbende Gast'piel der Deutschen Prtppen- spiele au» Kassel hinzuweisen. (Siehe heutige Anzeige f) — Der Konzertverein macht auf bi« Im heutigen Anzeigenteil abgedruckle .,Abon - nem«ntS-Einlabung" aufmerlfam und knüpft daran folgende Bemerkungen: GS find in diesem Winter zehn Konzerte vorgesehen, die am 27. Oktober, 13. und 24. Rovemb«, 11. Dezember. 15. und 26. Januar. 12. Februar, sowie I.. 15. und 25. März stattsinden. und zwar im Gtadttheat« für Orchesterkvnzerte. in dec Stadk- ktrche für Ghorkonzerte. und in der Reuen Um« verfitötSaula für die Solistenabende. Die angegebenen Daten find entweder Sonntage iRach- rnittag«) oder theaterfreie Donnerstagabende. Der Zahl nach die gleichen tot« früher, tst der Rahmen der Konzerte insofern «weitert. al» tn bk- fem Winter zum ersten Male bie Hälfte aller Veranstaltungen grotze Ghvr- unb Orchester-Konzerte sink), bie autzerdem eine Bereicherung da- ouvch erfuhren, daß in jedem bedeutende Lo- listeir mittoirken. Um nur einige der Künstler, di« sich im Laufe der zehn Konzerte hören (affen, zu nennen, führen wir an: bie Im vorigen Jahre hier fo gefeierte Pianistin Lubka Kolessa. den trotz feiner Jugend schon als Meister feines Instrument» erkannten ungarischen Geiger v. Szent-Györgyl, bie ausgezeichnete, von früher in bester Erinnerung stehende Konzertsängerin Mysz-Gmeiner. den bekannten Baritonisten Hermann Schey, den Wiener Pianisten Friedrich Wührer und schlietzllch den Liebling unserer Musikfreunde, Joseph S z t g e t i. Auch die Besetzung der Chorkonzer!«, zu denen bet Ehor vom Akademischen Gesangverein gestellt wird und die bie»mal einen besonders großen Apparat erfordern, toirb freudige Ueberraschungen bringen; die Ra men werden später in den Sinführungen zu den be- trefsenden Konzerten genannt werden. Leiter sämtlicher Ehor- unb Orchesterkonzerte, für die wiederum nach Uebertoindung großer Schwierigkeiten das Frankfurter Symphonie- Orchester gewonnen wurde, ist unser Uni- versitätsmusikdirektor Dr. St. Temesvary, der auch Frau Mhfz-Gmeiner an ihrem Liederabend am Klavier begleiten wird. Die Preise der Abonnement» sind auS der Anzei« ersichtlich. Besonder» sei darauf hingewiesen, daß, obwohl dl« Einzelpreise infolge der gewaltig gestiegenen Kosten erhöht werben mutzten, doch bte Abonnementspreise unverändert geblieben sind. ES liegt somit im Interesse de» Publikum», diesen Vorteil auszunuhen und sich für da» Abonnement zu entscheiden. Während die Einzelpreise für den ersten Platz insgesamt 50 Mk. betragen, sind für ein gleichartiges Abonnement nur 30 Mk. zu zahlen; ebenso kosten die Sinzellarten für den zweiten Platz für den ganzen Zyklu» 40 Mk., hingegen bloß 20 Mk. im Abonnement. Alfo in jedem Falle eine sehr in« Gewicht fallende Ersparnis, abgesehen von der Erleichterung, die die Zahlung de« Abonnement« in zwei Raten bedeutet. Jede sonst noch gewünschte Auskunft wird in der Mustkallen- handlung von Ernst Challier erteilt, und ebenso befindet sich dort die Derkouhsslelle für Abonnement«- unb Einzelkarten. ** Der Wal dweg zum Flugplatz schoint, soweit Has Waldstück hinter dem CMen- kopf in Betracht kommt, manchen Mitbürgern nicht genügend bekannt zu sein. Diese Tatsache formte tn jüngster Zeit erst wieder rnehickach festgesiellt werden, als man Flugplatz -Spa zj«- gänger nach dem Wege suchend im Walde bemerkte. Es dürste ratsam sein, den Weg durch eine QHarfienmg oder mehrere gute RiAungs- schllder deutlich zu bezeichrnen. Die Stadtverwal- 1»mg möge sich dieser Ausgabe berfb arrnehmen. Der Gießener D. H. E. wird ihr sicherlich aircb gerne ratend und hellend zur Seite stehen. •e Der Neubau des Lichtspielhauses in der Bahnhos ft ratze geht einer Doll« endunß entgegen. Von außen ist das Gebäude kaum zu sehen, da es in der Bahnhofstraße sowohl al» auch in der Schanzenstraße durch die davorstehen« den Häuser verdeckt wird. Nur der Hauptzugang, der nodi besonder» architektonisch hervorgehoben werden soll, liegt In der Bahnhofstraße, während der Ausgang und die NotausgÜnge nach der Schon- zenftraße au gelegen find. Das Innere des Gebäudes, da« den Charakter einer großen Halle hat, weist im (Erb- und im ersten Obergeschoß große Zuschauerräume auf, die mit ansteigenden Sitzplätzen versehen find, während die (Emporen im erften Stock als Logen ausgebaut werden. Insge« samt sind ca. 1000 Sitzplahe vorhanden, fo daß öas Haus den h chftcn Anforderungen geroadifen fein dürfte. Die noch fertigzustellenden Bauarbeiten, besonders Schreinen, Weißbinder, und Installa. tionsarbeiten werden mit der größten Bclchleuni. flUhg durchgeführt, da man Ende dieses Monats mit der (Eröffnung des Betriebs rechnet. Soweit sich bis jetzt beurteilen läßt, wird da» Innere zmeckent- sprechend und mit allen neuzeitlichen Errungen« ichaften auogeftattet. Nach endgültiger ^crtlgftcl- tuna werden wir auf dieses Bauwerk nochmal, zu. rückkommen. •• Wohnungseinbrüche Wie her heutige Pollzeiberickt mtttrlt. wurde am 20 S vt abeub» gegen 8 Uhr in brr Goethestratze tn ein« Parterrewohnung ein E nstrigdicbstahl auS- Qth'tbrt. i ndem der Dieb durch ein off.machendes oenster eindrang unb nachstehende 5adx*n ent- tornb«t». Sin blauer Anzug, ein Paar schtvarAe H^I>schuhe Strümpfe unb eine grüne Ii gd-jovp«. f » 3ldd,f ^um 8. b. Mts wurde in bet ein oklchartig« Einbruch ausge- tupN, wo b« Dieb durch ein offenstehende« F--.. fkr etnfheg und dort dem schlafenden Löhnung«. in hab« btm Anzug, einen Lodenmantel, eine braune Drteftafchc mit 50 M., eine Tafch:nuhr mit schwarzen, dicken Ziffern mit der Aufschrift Sna", ein Z.garetten-Gtui. ein Paar schwarze chuhe unb eine Krawatte au« schwarzer mit fifbergrauen KaroS. entwendete. Im letzteren Falle hat sich der Di'b m dem Garten de» angrenzenden Grundstückes vvllstänbig um- gekleidet unb seine alten Kleider, befteb^nb au« hellgrauer, lang« 5>ore. braunfarbiger Weste unb braunem, hellstreifl^en Rock zurückglassen. Setntr wurden in b«r Rähe ein Paar schwarte Schnürschuhe mit Kreppfoh:en borgefunben. i i: den Umständen nach ebenfalls vdn dem Täter herrübren können. Sachblenllch« M Heilungen nimmt die Kr minalpollzel Gießen entgegen. ,e Gin Schtoimmbabbieb. Im hiesigen DolkSbab wurde ein junger Mann von auswärts wegen Verdacht« de« Hiebstahl« von 70 Marl zum Rachietl eine» Badegastes festgenommen und in Unteriuchungöhait gebracht. Bei der Durchsuchung fand man Im De'itze des Verhafteten eine wertvolle geldene llhr. sowie zwei Pfandscheine üb« zwei versetzte Uhren. Wie die angestell'en Ermittelungen ergaben, stammt bte goldene Uhr au» einem von dem ncd> jugendlichen Menschen begangenen Diebstahl im stäbti'chen Schwimmbad in Frankfurt a. M. Die daran befindliche goldene Kette will « am 3. b. M während der Bahnfahrt von Frankfurt nach Gießen an einen Unbekannten. der in Oberdesfen wohnhaft sein soll, für 30 Mark verkauft yaben. Ziveckbienliche Mitteilungen über den D«bl:ib der Kette, die zwei- fello» einen höheren Wert barstellt, nimmt die Kriminalpolizei Gießen entgegen. ** (Ermittelte Rowdys Die Töt«, bie in der Nacht zum 21. September die Reformationslinde vor der Johanneskirche unb das Wetterhaus, chen in der Südanlage erheblich belchädigten, sowie auch sonst noch groben Unfug verübten, sind durch bie polizeilichen Nachforschungen ermittelt worden. Die Angelegenheit kann hiernach als aufgeklärt an- gesehen werben. Im Hinblick darauf, daß die Festnahme der Täter noch bevorfteht, können deren Namen zur Zeit noch nicht genannt werden. " Fahrraddieb stahleinesentwiche- nen Anstaltsinsafsen. Ein aus der hiesigen Heil- und Pslegeanstalt entwichener Insasse wurde, nachdem er einen Fahrraddiebstahl in hiesiger Stadt begangen hatte, festgenommen unb der Anstalt wieder zuaefüyrt. ''AuselnerJrrenanstaltimRheln. land entsprungen. Dieser Tage wurde hier von der Kriminalpolizei ein Bettler festgenommen. Bei seiner Durchsuchung entdeckte man, baß er mit Stempel versehene Anstaltskleldung unter dem Mantel trug. Nach anfänglichem Verschweigen der Herkunft der Kleider gestand er schließlich, aus der Irrenanstalt in Galkhausen im Rheinland entwichen zu fein. Der Mann wurde In die Anstalt wieder einaeliefert. "von der Polizei sicheraestellt wurden 6 Paar neue arauwollene Herrensocken, die angeblich am 1. d. M gesunden wurden. Eigen tumsberecbtigte wollen sich mit der Kriminalpolizei ins Benehmen setzen. Es Ist auch nicht ausge- fd^offen, daß die SoeKn aus einem Diebstahl her- rühren. ** Gin DlaStzollon mit Salmlak- g«l st fiel gefkrn rwfimittag gegen 4 Uhr in ber Drogerie .Hindenburg" im Sektersweg in ten Kellerräumen bei einer Abfüllung um. Die sofort auftret enden starken Salmiakdänwfe zwangen zum £>et6etnjfen der Feuerwache, bbe mittels Rauchmasken tn den Keller embtai» imt> bie in dem Ballon noch vorhandene Fluff>Mt tni den Hof verbrachte. Hier wurde ehre Umfüllung in einen intakten Behälter trovoenommen. Weiterhin beseitigten bk Feuerwehrmonnschaften di« noch tm Kell« befindliche Flüssigkeit- Der dtovw gang, b« einen starken OttenWxnauflauf zur Folge hatte, verlief zum Glück ohne Schaven für die beteiligten Personen. Evangelisch « kirchliche Nachrich- t e n. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Friedrich S ch u l t h e i s zu Großen-Linden die erste evangelische Pfarrsteve zu ©roßen-Linden, Dekanat Gießen, übertragen und der Berufung des Pfarrers Wilhelm Röhricht von Weisel bei (taub zum Deretnsaeiftltchen des Hessischen Lanbesvereins für Innere Mission die Bestätigung erteilt. *• D l e Wiener Deutschmeister- K a v e l l e veranstaltete am Donnerstagabend tm ©aale des Eafö Leib einen Konzert-Abend unter der Devise „Wiener Musik". Die Veranstaltung war außerordentlich gut besucht unb bot so taten trefflichen Beweis bafür, welch guter Ruf der Kapelle auch In unserer Stabt vorangeht. Das gut gewählte Programm, baS reiche Abwechselung brachte, würbe in flott« Weife nach w'.enerisch« Art zum Vortrag gebracht. Die Darbietungen b« Kapelle fanden stürmischen 'Beifall, fo bah zahlreiche Einlagen gegeben wurden, tooburd) da» Programm eine willkommene Erweiterung «fuhr. D«svnd«S toaren e» die Wiener Walz«, Fantasien aus Operetten. Wiener BollSlleder unb Märsche, bie begeisterte Aufnahne fanden und rasch einen guten Kontakt zwischen dem Publikum unb der Kapelle herstellten. Sv bot der Abend den Desuchern einige Qtunben recht angenehmer Unterhaltung unb brachte der Kapelle bte wvhlverbiente Anerkennung ihr« Leistungen. sv daß wohl beide Teile auf ihre Kosten gekommen fein bürsten. Die Veranstaltung büifte bei den Wiener Deutschmeistern wohl bie Uebet- zeuqung wachgerufen haben, bah sie auch in Hießen bei evtl, späteren Konzerten wieb« eine freunbllche Ausnahme finden werden. l«b:ndung mit ter bestehe. Die - -- ^..^.,.v,.:enverficherung fei fe^r Wohl auf Grund ihr« günstigen Finanz- * Dewerkfcbaftsbunb der Angestellten. Man fchreibt und: In einer vom GewerllchaftSbunb der Angestellten e.nbenfencn Kundgebung sprach der 6tatm>«otbncte und Geschäftsführer des GDA., Armin Gehn er- Frankfurt a. M.. über bi» „Die Bedeutung der Wahl zur Anaestellten-BerficherungDer Redner erklärt», Satz auch bei den devors.ehenden Wahlen um die grundsätzlich« Frage geiämpll werde, ob bie Anhänger einer 'elbstänbigen freien Angestelltenver'ichecung bie M^a^eit in Den Stlbstverwaltunasköroem bet AD. belom- men. ober bl» Anhang« des Bcr'chn e tungS- gebonkenS der AD. mit der ID. Der GDA. fei für einen felbständiaen Ange eiltenftanb. Bei den Arb«itsämt«n und Ortslrankenka! en hätten die Anaestellten nicht den genügenden Einfluß auf bte Verwaltung, weil fte zahtenmästig In der Minderheit seien. Bei einer Verschmelzung mit d« 2kD. würbe etwa 1 Angestellter auf 7 Ar« beiter kommen. Die Stellungnahme Reichsarbeitsministers zur Forderung auf HerabfeHung der Altersgrenze von 63 auf 80 Jahre bewei'e. bah die Angestellten diese Forte.ung nicht er- füllt bekommen, wenn »ine Verbindung mit ter Verhältnisse in b« Lage, die Altersstufe Don . ? .r.-.?vu\. .n. und e« müsse schärfst« Protest dagegen erhoben werden, datz die Re-z erung dem Berlingen ter Angestellten Schwierigkeiten mache mit Rücksicht daraus, daß dadurch die Leistungen bet ID., die zu Meter Herabsetzung nicht in bet Qaje sei. noch mehr in den Hintergrund treten, jür einen tot’entlief: en Un.«schied zwischen AD. und ID. fei die Zahlung des Ruhegeldes bei Bcrufungr ähiokeit anzusehen, die vorhanden le wenn ein Angestellter weniger als ö.e Hnlf.e eine« Q.ngefleilten von gleichen Kenntnissen und Fählgkei'en verdiene während be: der ID. c ne Arbeit«- unfähiake t von zwei Drittel vorliegen müsse. Die Witwenrente wird bei d« AD. ohne weiteres beim Tod« te« Derlickerten gezahlt, während bie 2D. Witwenrente nut bei Arbeitsunfähigkeit von zwei Drittel gewähre Auch bei den Heilverfahren beständen für bk Angestellten fxi b« AD ive'entlich günstigere Dor- aus'chungen. D« Redner i»earün"ete dann eingehend die Richtigkeit de - Kov taideckungsi erfahrens. welches den Dersicherlen auch bie Gewähr biete, daß bie Versicherung die Leistungen auch sicher gewähre. Man brauche aber bas Ka- vitalbeckungsvetfahren nicht zu überspannen. Man Dürft die Re'erven nur in bet un c in^t notwendigen Höh» onfammeln unb soll» dafür ben Angestellten b« gegenwärtigen Zeit, bi» unt« Krieg unb Inflat cm b»’onD»r« gelitten haben, erhvyt» Leistungen gewähren. Ter Ste gttungs- fatz von 15 Prozent lasse sich ohne Gefähtbung der Finanzlage ber AD. auf 20 Drezzent erhöhen. man müßte sogar bie Erhöhung auf 25 Prozent in Erwägung ziehen. Dtr Redner begründete bann em unucingreiches Programm über bte weitere Ausgestaltung ter AD. tvdug be» Bet- icntorgeS unb ben näcb'1 m nach links abzweigm- ben Feldweg auf einer Läno- von nmb 15o Timtet auherorbentllch wa ff erreich Sine Ka- nolilleruT.g unb Dränierung, towk Abführung be» Waffer» burck) den am Betten- rntlang'iehenb-m B'toä'f rimgsgraben hat h 4> als e 3 ni'gcu'bes B^rfnls h« uSaestallt. Die ©mdnhcorrtrt:unq hat daher beschlossen, an der sraglichm 6t>*n« ein« Kanalanlage i 5« k-b nüJ±^'Ä eStt »ÄE ’S*« "d wi, L?'- 5H* JS rt, Utlihtn lL. bringt. LK- s'« ft Ä”Ä> ’■ da« Loh'. MW, in aZ. ^«'«tFrochukr °vt Wtnüt um vorven. Dft 6t •tniefen. um di, nngfn. Die Imio- I(P Civflnfcn einer wt 33. propa- lynchst ftortttim- flWÖt, di, '. totA Ht quI Um- tunbtogtn btt 13, »t.en bti btt ood- j'cht. denn ihre ;e- otten das lv^n^üe et Mitiüeber bei t inbirdt auch die nicht fotgenommen, Tründtn sich einet je somit in btn btt- nsluft aus di. Selb?.- r Spitze ouigtüW. ßerlrallimgirot die nnatirnkt Santti- Rtichtbetsichtrunal- luenAnänntt hätten chetttn bei kstllrmg sich mit allen Jre- i. An oet-nttvor» Irft nur eine Pf ft e Betone Wenn s QlrÖeü fit M mrg» ift. 3m itlit- erlitt ein Svh" Äretil6gt ebte , eine Optration Im damstadl notmenNg TSlufwtluM tmnOt nottvtndia. At Jetletzten btochtt ngesüht ein Liier M die Lutiicht. tet vftö. ssen. .gerbonbtofMtn ,r Wichael W‘ Lebensjahr, Ingen M« ’Ä riftig ®* en. i,1 wfüenne id«' hrben"‘., te? :.Ä rSgä SS. ze. ®|C, ssjjxaschient" «Wta W*1* "'kÄM E «'"bä L 1 iiiü ssÄ »L 'Ä'-S 5»,«% ^errei?Ibs^ -üK yjrfni^ Ege ine * r 2-JJv. per <■&** Anlage bem 'ZHaurerrndfirr Friebttch C l ch von hier übertragen. Die Irbat ift auf mehrere tausend Mart veranschlag«. Mvcio Btcdcnropf. w Abniglbetfl. 14. Voo. Om Selb, bei Dem benachbarten Erba fanb man einri Hand- werksburs chen tot auf. her fich eine tvarme Lagers« an. g.'ucht und dabei auf einen im Brande befindlichen ‘Bacffttln-Ofen zum Schlafe niebcrgeleflt hatte Der Tob ift durch Kvhlengale vermutlich schon am ver lo"enen Montag einq.tr Jen. Bei dem Toten der au£ der Slowakei frommt, wurden neben einem ganzen Hausen Kleingeld 203 Marl in Pap-.regeld gefunden. alles in allem über 303 Mart. XX Königsberg, 14. Oft 3n glu facher Weife vollendet steht jetzt nach fast dreijähriger Bauzeit das aus unserer Schlostruine durch Üebrer Tamschick erhebe.e burgariige Bau- roerf da, das in diesen Tagen von der Familie le»ogen wurde. Weithin sichtbar ist da? stattliche Gebäude, daS In feinem Innern Insgesamt 18 Wohn räume birat, während um den Ächlvh- betfl ein Park sich hinzieht mit sonnig gelegenen fruchtbaren (härten. Herr X a m I d> l da gegen 22 X* Uhr JBtrr.U|, 1* Madame Du »ree» fiv- An' 1660 Uh Ende nach 22 Uhr Dene- taa. 18 Elektra Xn» 20 Uhr Snde nach 21 30 Uhr. 2!!ittwoch. 19 Der fliegende Holländer!. Ans. 19.30 Ubt Ende 22 15 Uhr Donm s'.ag. 30.: Algol et to. Auf 1» 30 ilbr End,- 22 Uhr. Freitag, 21 Die Jüdin. An' 19 ;lb» Onbe nach 22 Uhr Samstag 2? Zonnn «vielt auf 19.30 Uhr, Ende nach 22 Ihr Sonntag 23 . 3cmnn 'pittt auf An' 19.30 Uhr. Ende nach 22 Uhr Montag 24 Hvfsmann» Srzäkllungen. Anf. IS SO Uhr. Ende gegen 22 30 Uhr Schauspielhaus Sonntag. 16 Matinse- Farblich mu'tk Ans. 11 Ufr. Ende 13 Uhr Zaakobs Traum Inf 16 ilbr Ende gegen i 30 Uhr. 3aalob4 Traum. Auf 20 Uhr. ünt>e gegen 22.30 Uhr. Montag 17.: Der Golem Anf 20 Uhr, Ende gegen 22 33 Uhr D nstag. 18 : Der zerbrochene Kmg Anf 20 Uhr. Ende 22 Uhr. Mittwoch. 1° Die Sündilut A,' 19 Uhr Snd« aegen 21.15 Uhr Ter ewige Jude Anf. 22 Uhr. Ende gegen 24 30 Uhr Donnerstag, 20 Ter y*i « bevchenc Krug Hieraus George Dandin. Ans. 26 Uhr Ende 22 Ubr Areitog 2J Sösar unb Cleopatra. Anf 20 Uhr Ende nnch 22 30 Uhr. Samstag. 22 Die 6unMlut. Anf 16.30 Ubr, Ende gegen 2130 Uhr Aulner Plautabend. Anf. 22 ilbr, Ende geflcn 23 33 Uhr Sonntag 23 : Der ewige uuhe. Aw Id Ubt, Gnde 13.30 Uhr. Ter etrlßt Jude An' 20 i!s>r Ende nach 2? 33 Uhr. Montag 24 Die Sündsfut. Anf. 16.30 Uhr, Ende gegen 21.30 Uhr Heiter r Plautabend. Anf. 22 Ubr »ndr gegen 23 30 Uhr. MaMMMMBanamBaMAemBaMMv Für Herbst und Winter warme Unterzeuge Prof. Dr. Jaeger, Dr. Lahmann, R bana ,MU. c. o. Reuter KonfursDerfalfren. lieber bat vermögen ber Fltma Werner & XlerquarK (Biehen, vahnhofstrab, 27, wird hi ule, am 12. Oktober 19z7, nachmittags 6 Uhr, das Konkursvettahren eröffnet Der Kaufmann C. Xllhoff in (Biehen wird zum Konkursverwaller ernannt. HonhirAforberungen sind bis zum 1. Ko eember 1927 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur B'fchluhfaffung über dl, Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, forole über dl, Bestellung eines Gläudiaerausschustes und eintretendenfalls über bie In § 132 der tonhireorbnung bezeichneten Geaenfiiinde au, Donnerstag, den 10. Tlooembct 1927, ootmillags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 112, Termin anberaumt ÄNen Personen, welche eine zur Kon- lursmasse gehöttge Loche In Besitz haben oder zur Konkursmasse etwa» schuldig find, wird aufgegeben, Nichte an ben Gemein Schuldner zu verabfolgen ober zu leisten, auch bie Verpflichtung auferlegi, von dem Besitze brr Sache unb von den fiorbe- rungen, für welche st, aus ber Sache atz- gesonberte edrieblflunfl In Anspruch nehmen, bem Konkursverwalter bl» zum 1. November 1927 Anzeige zu machen. Hessische» Amtsgericht in Giehen ttonlursversahren. Das Konkursverfahren über bas Der mögen ber Firma Max Baer Nachfolger unb deren Inhaber Siegmund Ber.singcr in Giehen wird, nachdem der In bem Vergleichstermine vom 18. Juli 1927 angenommene Zwanasoerglelch durch rechts kräftigen veschluh vom 18 Iull 1927 br (tätigt ist, hierdurch aufgehoben. . Oktober 1927. Verwaltung der velerinär^Institule. Bekanntmachung. Die Besitzer von Dbftbäumen der Ge markung Giehen werden hierdurch oufge- forbcrl, zur Bekämpfung der Dbftbmim- Ichädlinge sämtliche Obstbäume bis Milke November 1927 gehörig ab kratzen und mit Kalkmilch (gelöschtem Kolk, ber mit viel Wasser verrührt ist) bestreichen zu lasten. Gießen, ben 7. Oktober 1927. Oer Oberbürgermeister. I. B : Dr. Rosenberg. it dar. Vorzügli Voiiständit Inntnlrnher MERCEDES SECHSZYLINDER 8/38 K) 2441 1341 müssen gleichen Fabrikaten! Sprechen len immer das gleicht sich ansehen, bevor Sie ein Automobil kaufen! Vers r-otvitkvng / BentlntUhf / T Odfilttr / DiebiteMiithming Per»onenwa6en. RathenaupUtz 14. Tel. Hat Automobile, Giehen, Südanlage 7, Amugsmoment — Erstklassige Bremsen, erung. — Gerlosdilaser Gang. — Elegante wtes Material. — UnMingt zu verlässig 1 in glänzender WTagen. — Ein brillanter Bekanntmachung. Der blr»|äbrlflc Lehrgang ber Hefsischen Landwirtschaftlichen Schule Butzdach beginnt Montag, den 7. November, vormittag» 10 Uhr Im Schulfokal In der Lang- gösse 03871) Ausnahme finden Schüler, die mlnbe- ften» Ostern 1926 ober früher bie Volks- schult verlassen haben. Aufnohmegesuche stnb schriftlich ober pettönlich an bie Lanbwtttschastltche Schule Butzbach zu richten, wo auch jebe weitere Auskunft erteilt wirb Butzbach, den 10. Oktober 1627 Der Leiter bet Lanbw. Amts-Auhenstttle. gez. Or. Dienst, Landwlttschastsrof. Bekanntmachung. vlknsfaa. den 16. Oktober 1927, nachmil- tag» 3 Uhr, versteigere ich zwanp-weise gegen baf fW'D 60 Zestmtter Nahhol, Das Holz kann vorher Im Wölb i estch- ttyt werden. Zusammenkunft daselbst Laubach (Hesten), den 18. Oktober 1927. Braun Gerichtsoollzteher in Laubach Hausverkauf. vonnerslag, 20. Oktober 1927,. abends 8 Ahr, soll auf der Bürgermeisterei tu wiefeck die fyofrdte ber Adam Ziegler Erben, bestehend auo zwei Drefzimmer- Wohnungen mit Manlarbe, grofjem Stall unh Werkstatt unter günstigen ,-zohlungs- bedingungen freiwillig versteigen werden. Anzahlung 4000 NM., Nest fünf Jahre unkündbar 9215D Nähere Örfunblgundrn können bei der Bürgermeisterei in Wlefeck eingeholt werden. temtemng liltllertltinti.3e «MM. 'oll für gröbere D'Sdie oeraeben wer en. Anaeaebme '«ütota 'ereit. Erlorde,Iiches Kaoual 5 -<>h> NM Ausführliche A «e- boie unter G. 2137 an Riefe ck R raren er, Berlin Ecbbncbere. De u lieber Edel-Weinhrand Aponcidiktiuer DeaUcber Ednl- Likör Unsere Deckelung ist frtt ftlr ben Sezitt Gießen. Herren mi! guten Benetzungen mallen sich unt. Autgabr von Ktterenzen melden, «postelkelleett wo Peter Paulus S-Sohn?^ I TBeirtbretmertl, Küdesheim a Khetn. Mnehe 4 ertriebelelter f.alleDtaye £obt6$tnL9tie'enHbf. laGN» 'lenz, leichter Berkaus r Antone M Beruft ihren Hwe ' auch die C Die toi über die { bet Lottor iich schon i einer ganz tet, um de arbeitsamer Aücksall zi Indivib toetöen; ur einem sorg nach richtet werden in •ine fr vesen ist «einfluflu « Stell» Areichen « einiger - t'mcn g Wm. daß Gesch! AEeÜung Ä?ussunj ?B?tn nicht Äy t ftg» S&t ^tzeise ei Sä Sä** der nni ei»e5- Kjrjffcn als Äieidete AelrnLun Ä -ulturvel SU Aitbevesung- *^retrafDt Länder. .MN! «b innner me ä; M Hellen. 5 IN' be ir Jen Dollzr toi sür emlg W Herstellen I JrrWe bef -nrrgi'cher in rin und stell «christliches y1 tu» aus die ndlich ein ff der am 9. C awstzügige B grsehes tm Hier werd Me Todesstra .MHrsCo. Sehr preiswerte £ aaaa aaa a in vielen “■ssk unter JCUy Cs Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Oberleutnant Werner Gebb und Frau Paula geb. Pfeiffer Gießen, den 15. Oktober 1922 9429 D 9415D einer wichtigen GIESSEN, OKTOBER 1927 Frankfurter Hof Wähler' 0T481 Gießener Konzertverein Tagesordnung: statt Erstes Orchester-Konzert (1361c Donnerstag, 27. Oktober 1927, im Stadttheater Palast-Lichtspiele 93990 GESUCHT iSI MEINE VERLOBUNG MIT FRÄULEIN IRMHILD LANGE ZEIGE ICH HIERMIT AN • DR. MED. WERNER JACOBI, ASSISTENZARZT AN DER UNIVERSITÄTS-KINDERKLINIK GIESSEN unterschreibt den auf den Bürger- meistereien offen liegenden Wahlvorschlag der Evangelischen Volksgemeinschaft Auto-Neeb 1790. ofenferttQ, von 5Ztr. an. liefert ankerst jiUtfl frei ans HauS I.Wellhöfer Marburg. Str. Kohlenfüller Ofenschirme,Kohlenkasten In großer Auswahl ewpflehlt EDGARBORRMANN Heu» und Kichengerlte, Gieöen Sonntag Abend Hasentopfl DIE VERLOBUNG IHRER TOCHTER IRMHILD MIT HERRN DR. MED. WERNER JACOBI GEBEN HIERDURCH BEKANNT BUCHDRUCKEREIBESITZER RICHARD LANGE UND FRAU MARTHA GEBORENE PIETSCH zu Mk. 3.50 Lamballe Suppe Eier nach Boheme, Hammd- cotelette Saubis.jg. Gemüse Vacherin Praline zu Mk. 2.20 Lamballe Suppe gesp. Ochsenlende, Schwarzwurzel in Rahm, ponl neuf Kartoffeln,Vacherin Praline Gießen an den Marktlauben. Sonntag, den 16. Oktober ab 8 Uhr abends im Saal . für die Landtagswahl. — 3n Gießen liegen die Listen bis zum Donnerstag ; dem 20. Oktober, abends 6 Uhr, offen und zwar: Werktags von 8-12'/, und .von 3—6 Uhr, Samstags von 8 — 12'/, ' Uhr, Sonntags von 10—127, Uhr im Stadthaus, Dergstrahe 20 (früher Steins Garten), Erdgeschoß, Zimmer 13. BaiaD Miemnml Cafe ErnstLudwW Drucksachen allerAtt iXXÄ'« die vrübi'sche Ituiuerftiits Druderci, B. fangt, Giesteu. SdjulHr. 7. Saalbau Sauer Morgen Sonntag TANZ Achtung Mitglieder! Dienstag, den 18. Oktober 1927, abends 8Vg Uhr, finden für folgende Verteilungsstellen außerordentlich wichtige Mitglieder Versdnunlim^eii Ueparamresi Jlehrfuch patentiert! (jünftige JeilyihLung! gfl Sur jeden ‘Betrieb die puffende Qröße. •••ceeeeseoeeeeeeeeeeeeee Eisu-£g:Betten Kt£td:£ Stahlmatrxtzen, günstig in Private. Katalog 5ti frei K.lNenmöbellabrlk Suhl iThüring.) Bericht über das Geschäftsjahr 1926/27 Als Versammlungslokal ist für die Verteilungsstelle Neuen Bäue, Rest, zum Postkeller, Wagengasse Verteilungsstelle Bleichstraße, Rest, zur Stadt Wetzlar, Am Riegelpfad Verteilungsstelle Scbanzenstraße, Gewerkschaftshaus, Schanzenstraße 18 Verteilungsstelle Rodheimer Straße, Gewerkschaftshaus, SdianzenstraßelS Verteilungsstelle Asterweg, Gewerkschaftshaus, Schanzenstraße 18 festgelegt —Wir bitten dieMitglieder,in der für sie bestimmten Bezirks-Versammlung zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Bahnhofs-Restaurant Gießen Sonntag, den 16. Oktober 1927 MITTAGESSEN ABENDESSEN zu Mk. 3.50 Kraftbrühe Weslmoreland Hummerpasteichen, Spargel Ochsenrippenstück, Kräuterbutter, Salat Aida, Strohkartoffeln Omelette surprise Vorausbestellung von Tischen erwünscht! »V0, find nicht nur für den Winter, sondern auch für die ungemutLJwn CILic eine Mut er, die ihr erwachendes Kind zu GcburtS:aAslichter^ ruft Unb dann e 2Ute; summt seinen einzelnen Konkurrenzen sehr interessani zu werden. Der Weiteroerefn ist m t der Herrichtung de» an der Staatsbahn gelegenen Turniergeländes eifrig beschäftigt st Au- her nördlichen Wetterau. 14. Oft. 3n den letzten Tagen versuchen Aufkäufer von Altertümern in den Hör' em Gewerbeschule Nidda. Da» kommende Winterfeme st er der Gewerbeschule Nidda nimmt, wie au» dem heutigen Inserat zu ersehen ist, am 31. d M. seinen Anfang. Handwerkerlehrlingen und -Junggesellen bietet sich hier wieder eine günstige Gelegenheit zur Aneignung guter theoretischer Fachkenntnisse, w»!che in Verbindung mit einer guten praktischen flusbü- Hochzeit unter Birnbäumen und Herbstsonne. Don Mar Jungnickel. Da sieht, in einen Thüringrr Dori, eine kleine, demütge. alte Kirch:. Don D inranken umwuchert, von kletternden Birnbäumen umzogen. Dies? gerk. fromme Ä rt>2 erlieft faft unter dem Legen von Sonne. Ob'! und Bienen- 'innmen. Alle ihre Fensierau^m sind Mättem.r» oorrr.cn. Ach ja. sie isi so fllu J.l ch mibe. Wir können dies nicht für richtig halten, veil .> noch zu sehr im te man in Deutsch- JäHlgen. »nNl4> teerten die logenanntm eber»eugun?sverbrecher die biäberger. Festungsg'' rr.genen belobet* Der- wahrt und behaubelr. Die 2taftaltcn »erben ®ief>en. Wer kümmerte sich ehemals viel um Strafvollzug? Wer nicht bestraft wurde, die Strafe der andern wohl al» verdien:. Der Entwurf eines Strafvoüzugsgesetzes. Don Geh. Iustizrat Dr. W. IHltterma er tx 6. Professor der Aechte an der Universität so himmelsvvll. Und ein Wtrt. das Aurh einmal fn^te. als sie 2I:hm las Franz Schubert saft aus bem Feldrain, schrieb ti in fein Aotiz- buch. grrss einen Kornhrlm unb tafttcre eS m bert auch mehr die Mitarbeit des von befonberrn .Fürsorgern unb die einzelnen Fachrichtungen weltestgedende Berück- sichrigung, indem verwandle Berufe zu Fachadlei- langen zufammengefatzt sind E» brftrben Abtei- lur.gcn für Baugewerbe, Maschinenschlosser und Elektroinstallateure. Mobeischreiner, sowie für 00 Klein-Linden, 14. Oktober. Die meinderatSsitzung ivm Donnerstagabend auf dem Thor und lauschen und wart n. Und Frauen kommen aus der Küche, streichen sich, im Gehen, die Schürze zurecht und lassen sich von der allen Kirche die Serie feig erbeben machen. Und da kommt sie schon. B uer.^ Klara mit ihrem Mann. ®ine junge, seid ge Draut Und ihr Mann ein sorichr. brauner Do rarbeite' auS der grohen Zementsabrik, die Hinterm D.rfe schuslct und rumort Und der graue Pct'i-r spricht schöne Worte, die gar nicht nach Studi.-r- licht unb Predigt siube r echen A in. in d eser kleinen Predigt rinnt rt wie fr.füxÄ Brunnen- toa fer. brennt es wie Weihnacht-lichter Minche Worte finb so selig bunt, als ob man durch aüe Kirchensens'.er sieht. Unb Dauer- Klara weint Ihre Tranen rinnen in den Aosensirauh. bei sie in der Hard hält. Die Frauen in der Kirche fühlen jenen Tag wieder, wo sie auch einmal w.e in Dosen sianden. Unb die Kinder freuen sich über das die letzte Herbsibläue: ,Wv du h^ngrbst da will ich auch hingehen." Ja, die alte Kirche s ngt es wie von einem goldenen Altarblatt herunter. Und wie sie ruft unb singt unb summ! da laufen von der Dorigasse, die Kinder In Holzpantoffeln über die ausgetretene. heil.gr Schwelle. Manche Kinder Huben sogar noch die Falt der Beratung des Gemeindevoran- chlage- für das Rechnungsjahr 1927. Gin UdterfAu'j ix>n 19 206.35 Ml au» dem Aech- nungsjahr 1926 wird ins neue Jahr übernommen. Die Rubrik .Gebäude'' soll e ne G,nnahme von 207 Mk. erzielen, hie Ausgabe beläuft sich auf 3040 TU. D e Einnahme aus den Ge- meinbegnmbftü'en isi m,t 3112,70 Mk. und die QIu^tqoc mit 450 Mk. angesetzt Die S nnahmen und Ausgaben für Wangen betragen je 30Mk. Für die Unterhaltung öffentlicher Brunnen sind 200 Mk. vorgesehen. Die Ziffern für 6;e Allgemeine Verwaltung betragen in G.nnahnre 437,33 Mk unb in Aus^.'.be 11 4« Mk. Dazu isi zu bemerken, dasi die Vergütung des Bürgermeisters durch den Gemeinderat von Gruppe 8 nach 6. diejenige de- Gemeinderechners von Gruppe 6 nach 5 herabgesetzt wurde, entgegen den Richtlinien de- Kreisamt-, das bis zur Neugestaltung der Gemeindebeamtengrhälter die alte Regelung beibehalten haben wollte. Ob die Maßnahme des GemeinderatS ange ichts der allgemeinen Teuerung die Zustimmung de- KreiS- arnlS findet, bleibt abzuwarten. Da- Kapitel .Oeffentliche Sicherheit" erscheint in Ausgabe mit einem Betrag von 2721 Mk. Darm enthalten isi die Dergütung für die Stelle eines Aachtwächter-, die noch im Laufe dieses Jahres zur Besetzung ausgeschrieben werden, soll. Für die öffentliche Gesundheitspflege werden 2725 Mk. ausgeworlen. das sind 2000 Mk. mehr als im Doigahre. Diese 2000 Mk. sollen für die Stricht ung einer Badegelegenhe.t in den Doranschlag ausgenommen werden. 3m Interesse der allgemeinen Gesundheilspslege isi dieser Beschluss sr genommene Renovierung unserer Kirche durch zuführen. Für Demeindefriedhöse sieht einer Einnahme auS Srbbegräbnissen mit 120 Mk. eine Ausgabe von 460 Mk. gegenüber. Für Stvahenpflege. «inschkiessl ch der Strassen- brieuchtungs kosten, werden 4350 Mk. durch die Gemeinde aufgebracht. Die Rubrik .Landwirtschaftliche Zwecke" erscheint in Sitmahme mit 752 Mk. und in Ausgabe mit 3474 Mk. Das Ort -bürgerwesen verlangt keine Demerndezu- schüfse. da sich die Betrüge für ömnabme und Ausgabe mit je 2167,62 Mk. decken. Während ist. gmtz vorsichtig die Treppe hinauf.---- Aun jubelt und summt unb singt die greife, treue Kirche wieder Drauhen steh' di Senne wie ein gvldener Wächter Eine 2kmc füllt dumpf in das Gras, ein Avfci raschelt hcac- meber. Die letzten Blumen leucht zn noch wie Hochzeitei Sternchen. Der Lehrer titzt am F.nsier und klebt seinem Zungen einen Drachen.-- Da führt sie fort, Bauers Klara mit ihrem Mann. Ich lehne am ©artmyaun, schwenke meinen Hut und rufe: .Pi?i Glück! Diel ®lü^!* Unb wie ich meinen Hut schwenke, da seh? ich. wie er ganz umwickelt und umlunkü ist von AKweiberiommett üben. unb Halt, überein. Die höchste Geschwindigkeit wird in freien Blocks zugelassen, bie mittlere Geschwindigkeit zwilchen dem geschlossenen Dor» fignal und dem Dremsvunkt vor dem Halt- fignal und die mebere Geschwindigkeit zwischen diesem Bremspunkt unb bem HalrsiTnal selbst, ferner In besetzten Blockstrecken Sollte sich ein auf .Frei" sichende- Signal nad> bem Ueber- fähren schliessen — selbstoerftänd.ich ausgenom- men den üblichen Fall zum Zweck der Zua- deckung —. so wird die Lokomotive bavon benachrichtigt. Andererseits: Wtrd etn geschlossenes Totlijnal mit der vorschriftsmähigen, mittleren Geschwindigkeit überfahren, geht es danach aber in die Frc stellung. weil das folgende Haupt- fignal inzwischen auf .frei“ umgesiellt wurde, so wirb dem Lokomotivführer ebenfalls davon Mitteilung gemacht. Dieses System bet Dauerüberwachung erhöht die Betriebs'.cherheit ausserordentlich unb gestattet eine dichtere Zugfolge. Es stellt ein Drn- deglied zwischen der selbsttätigen Blocksignali- ficrung und den selbsttätigen Cuftbrudbremlcn des Zuges dar. Solange em Zugführer die jeweils durch l4e 6trcdcnfignale bclanntgegebcnen Geschwindigkeiten einhält, tritt die selbsttätige Bremseinrichtung nicht m Tätigkeit. Wird jedoch aus irgend einem Grunde, j. B. weil der Zugführer nicht im vollen Besitz seiner Kräfte ist. die jeweils ^idä'hgt Geschwindigkeit überschritten so setzt nach einer kurzen Zeit die selbsttätige Bremse ein, di« den Zug auf bie vorgefchmeben« Gefchwindigkrit benn-i erbringt, oder ihn qang anbält Da bei werd jedoch die Breme nicht wieder selbsttätig gelüftet; das kann erst durch den Zugführer geschehen und auch nur in der jeweils zulässigen Grenze. Das Shstem arbeitet mit f»genanntcm ArbeUsstrvm. b. h so lange der Strom flieht, isi dre richtige Signal Übertragung gcwähricistet. Siebt er aus irgend einem Grunde aus. z. D. weil die Stromquelle versagt, fo wird der Zug selbsttätig an* gehalten, damit Unfälle txr.nk.xn werden. 5Xc Erfahrungen, die die amerikanische Gesellschaft mit der neuen Anordnung gesammelt hat, werden als aft»Uben behaupten zu r.nnen Sein junge Sommermonate vollständig für die praktische 6u»biibung zur Verfügung bleiben Die Schule ttermirtell ihren Schülern insbesondere die theoretschen Äenntnihe, de ein Handwerktmeister bet der Führung seine» Geschäfte» heute unbedingt haben must Bei der Unterr.chtserteilung eifahrm Bestraften al- schlechte Menschen an. HLch-ten- bemitleidete er fic. Heute denken wir anbers die vielen Hu^X^ttau'eTrd«. ja Millionen, die be. uns jährlich von irgendc.ner Strafe betrossm werden, deren Arbeitskraft m den Strafanstalten vielfach verlöret ' 'i. di? durch den vtrafooll- zua fogat geschädigt werden können, brschä'tigen unser Denken, ja unser Gewissen stündckz. So ist es in der ganzen Welt, und so hat In den letzten Zahrzehnten hn Strafvollzug ein« fast erstaunliche Gntwicklung überall e:naecrt.ac Verbrecher unb für Tuberkulöse. Daneben stachen die besonderen Anstalten für bie gefährlichen Kran- Dersahren «ntschlosfen hat. fo gibt es der Kosten wegen kein zurück mehr, auch wenn nun nachträglich erkennt, dah man nicht da- beste gewählt haben sollte. Da sich nach den neuesten Aachrichten in Amerika die bauemix Zugüberwachung bewährt, so darf die Aeichsbahn unter keinen ümftänben auch dieses Verfahren ungeprüft lassen, denn feine Vorteile gegenüber den jetzt im Derfuch befindlichen Verfahren finb auherordenrlich grotz. ja, man kann sagen, dah es bie Aufgabe der .,ug- berinfluffung durch die Signale überhaupt erst in » ufrieben stellender Dris« löst, da eS genau das veraniaht, waS der Führer selbst hm müht«. Q Hattenrod, 14. Oft. Gestern abend v e r- Sa r b unser Altbürgenneister Konrad !R o rf im Her von über 77 Zähren. Der Verewigte war feiner Zeit infolge von Parteizwiftigkeiten durch die Behörde zum Bürgermeister unsere» Orte» ernannt worden Er wußte sich da» vertrauen seiner Mit- Selbsttätige Zugsteuerung. Don Aichard Wald. Vachdruck verboten I frine der brennendsten Fragen Im S.scnbahn- wesen ist di« selbsttätige Steuenrng. d H. di« Beeinflussung des Zuges in ^ptzanirgkett von der Stellung der Signale auf der Strecke. Jn zahlreichen Ländern, auch in Deutschland, werden seit einiger Zett Versus-? rmt allen mogi.chen Systemen gemacht, di« gröhtenlcils davon ausgehen, dah der Zug zum Halten gebracht oder sein« Geschwindigkeit iwninbert werden soll, wenn sich das überfahrene Signal n.cht m der Freistellung befunden en Anordnungen haftet aber der grohe Dachtcll M* Beeinflussung nur an bclammten ^ssiEllcn erfolgt, der Zug jedoch zwischen lolchen'^g. punkten nicht gesteuert werden kann. Ghne Beeinflussung des Zuges zwi'chen dem Vor- ui^ Hauptsignal an jedem beliebten Punkt und zu Über beliebigen Zeit ist aber mcht nur er- coünscht, sondern mit Rücksicht baraur unbedingt notwendig, dah ein auf .frei" stehendes Srgnal nach dem lieberfahren aus ;rgcn> eifern ©runb in Sperrlage gehen kann, so dasi Xe Dachncht den Zug nicht mehr «rreichr. H.er.mrch konn-m unter Umftänben schwere llnglüäsfäll« ennuixn. Das Bestreben geht daher dahin, ben Zug dauernd unter Üeberwachung zu haben. Aun kommt aus Amerika die 2lachricht. dah die Reading Aallroad in einem Abschnitt versuchsweise ein neues Zugüberwaarungssystem cni- geführt hat, das die auch in Deutschland gestellten Forderungen erfüllt. Seine wesentlichen Kennzeichen finb folgende: Unter Benutzung des Schienenstranges raird einer InduktionLsoule auf dem Zuge ständig ein Wechselstrom zu^c^ührt. der von den e.nwinen Signalen gesteuert w rd. Auf der Lokomotive befindet sich eine 2n;eige- vorrichtung für drei Höchstgeschwindigkeiten, nämlich hohe Geschwindigkeü (35 Mellen in der Stunde), mittlere Geschwindigk^t i40 Meilen in der Stünde) und niedere Geschwitidigkeit >25 Mellen in der Stunde. Diese Signale frimmtn mit drn^^rci möglichen Signalen auf der Strecke, freie Fahrt, Vorsicht Gemeinde einen Mann, der sich um do» Genuin- wohl sehr verdient gemacht hat und sich Infolgedessen allgemeiner Hochachtung erfreute. 3n weiteren Kreisen hatte er sich durch sein rechtschaffene» und freundliche» Wesen viele Freunde erworben. X!X (Brünberg, 14. Oft. Zum 2 Reit» und Fahrwettbewerb am zweiten Wal» mit Zeit auf Grund von Versuchen bei der Reichsbahn, die keine dauernde Urbcr- wachung der Zuggeschwindlgkcit gewährleisten, auf möglichst baldige Ginführung der selbsttätigen Zugüberwachung gedrängt. Deitzbinber und Maler. Die Schule ih dadurch in der Lage, ihren Schülern tnrerhall' der einzelnen Fachgebiete eine gründliche Fachau*hilduna zu ver- Mitteln Zeitgemahe und wirtschaflliche fionftruf- tionen, sowie gute formale Gestaltungen finden dabei besondere Beachtung. bte Be- und Gntwässerun^-sanlagen di« flhccK.-nbe 750 Vll. losten sind für öap.al.vri che ung durch dr« Gerne.-che 3552.69 Mk. au^ubr ngri. An Är.^g»- un‘ aüganetner 2voh:fa.>:t-pflege txt- bei-. 5X> Ml i\'tuu*gab!. $he Wolinungs'.uriorgO stell: an bi ^nonMaffc le ne Anforderungen I'iehr. da sich ä nnahrnc und Ausgabe mit ft 4164 T.3 ausglei.vn. An ©teuer.: unb Abgaben, emschl.etzl ch der betrüg-, zu den eigene-: Umlagen. werden 35D0 Tif. benötigt. Aur in S.n- nähme tritt die Xubr.f .©onberheuern auf. die auch die Dergmügun^s- und Hunlesieuer enthält: sie sieht für d e Gemeind^ckasse den Beirag - meinde abzul.Zern den JSnele au» den ?'.c.chs- heuern werden aus 13 841 JHf. in G.nnabne veranlchlag: An Schulde .. .gui),: fte ' • \ V;; Voranschlag 4165 Mk. für bie mit 15 Prr^ent auf- gewerteten Paptermarsschulden der dir in. nbe. Rund 22 000 Mk. der d.e W ibmtn ul'er- Ite gvnbcn Ausgaben sollen durch Gerne, d. 'N- lagen gedeckt werden, jedoch sind v.-n d 'm wieder 700) Mk. «inzufetzen für e.lassenr Umlagen. einschlietzl.ch der zu erfassenden Lo-.d r- steuem. Die Beratung des Vo.anschlags n chm nxbrwe Stunden in An pruch. • Heuchelheim 15 Ort Der S allen- bau bei der gegenwärtig im ä^ange befinbli • n Hei»chelheimer Quellensafsung w rd ncht in>n einer Wetzlarer Firma. fonb.-m von dem Baugeschäft H. L. Menz in D.llcnburg a *- geführt. • Lang-Göns, 15. Oft Zu der ge - r jen Meldung über die morgen bevor 'eh nde Bei- geordneten-Stichwabl unb b.e T! a ch - folge des neu gewählten Beigeordneten im ü'k- mcinberat ist l'en4>. igenb lestzustellen, das» im Falle der Wahi be» Gemeinderat S Zaber nicht der Händler Kari Aühl. sondern der Weitzbinder- meister August Hock der Aachsolger Za. .rs im Gcmeinderat Irin toirb. * Garbenteich. 14. Oll Zu ben d. »- jährigen örnlesegen an Hackfrüchten sei au» unserer Gemeinde berichtet, das» b.r ßanbir rt ;"Xr b». Weigel III. eine Dickwur- im Gew'.i> von 2 5 Pfund heimbringen konnte. * Birl 1 ar. 14 Oft Dieser Tage nahm der feit 38 Zähren hier an’älHge Lehrer Sutznev Abichied von h.er, um feinen Ruhesitz in W cs- La^m zu nehmen. Lehrer Vuhner war ein beliebter, tüchtiger Beamter AuS seiner Schule sind hielt tüchtige Schüler hervorgegang .i b.e ben Qiainen Sustner nie vergessen w rben. S! S bat er baa Wohl bet ®enetnbe im Auge gehabt. So ries er d»e Spar- und DarlefWskasse ins Veben. auch war er der Urheber unlerer Weisser- Icitung. Die O^e.neinbe wüntcht der scheid, nd.m Lehrersamilie das beste Wohl rg-hen. auf diesem Gebiete die Dinge Werden finb. ^ebenfalls sollte land fein selbsttätiges Zugbeeinflussung-verfahr en einsühren, das bie aenannten ‘Seb.ngungen nicht erfüllt, denn bie Einführung kostet Millionen unb aber Millionen, und wenn man sich für ein Bei allem Ernst sucht der moderne Strafvollzug ben Gefangenen men chi ch zu b handeln: er wlll bei jedem den Grund feinrr 3bimmg vorn rechten Weg beheben. 9r will ihn n.cht niederdrücken fonbem stärken. Dazu muh auch die rechte Omöirtung auf das Gemüt dien-m: es wird Mufck gepf.cgt: ja den Gefangenen wird durch Turnen unb Sport unb Blumenpflege Freude gemacht. Der Zwang der .Freiheitsberaubung blecht doch noch e.n ganz erhebliches HebelI 3ebc Arbeit soll cmicher sch fein; daher muh fie der freien Arbeit gleichen unb ben Entlassenen befähigen. dah er sich mit ihr fein Brot verd-.ene. Damit der Gefangene nicht die Verbindung mit der Welt verliere, wetten Zeitungen gehalten, leihst Vorträge veranstaltet. Unb endlich sollen die Gesangenen zur Selbstverantwort- l i ch k e i t geführt werden. Dem bient der vielbesprochen« sogenannte Stufenvollzug, das Aufrücken in drei Stu, en mit immer gröberer Freiheit und die vorzeitige Entlassung zur Probe. Dabei sind Aubenkolonien zu gemeinnützigen Arbeiten von besonderer Bedeutung So ist der ganze Strafvollzug eine ungeheuer schwierige Ausgabe der Pädago-ack geworden, di« ein besonders feine- psychologisches Verständnis, ein vich-Ginfühlen in die Seele eines ^llenschen erfordert. An ihn reiht sich bann bi« ® n t • lasse nenfürsorge. die der Entwurf al- einc nortDcntige Ergänzung der Strafe auch In den Grundzügen regelt, an der der Staat uni» die freie Gesellschaft Anteil haben, die wir unÄ auf« allerentschiedentHe angelegen sein lassen müssen: fast alle Entlassenen srnd zu schwach, um sich allein weiterzuhelsen: daher sind sie gefährdet und fo wieder eine Gefahr für uns. — Aber schließlich gibt es Menschen, bie sich offenbar in da- freie Leben nicht recht einfügen tonnen, grohe Kinder und Gefährilche, die wir dauernd fest- halten und bewachen müssen Das sehen wir ja alle schon längst ein: aber unser heutiges Aecht ermöglicht es noch nicht. Dah solche S i - cherungsverwahrung nicht xur Hölle werde, dah ihre Insassen immer wieder alS Menschen iix-nschlich behandelt werden, ist ein« letzte wichtige Vorsorge des Entwurf- MIeS das hat sich schon grundsätzlich so entwickelt: es aud uibauen, ist unsere Ausgabe, die uns von der Entwicklung aufgezwungen wird Wer freilich an Prügel und Dunkelarrest als beste Strasarten glaubt, schüttelt den Kopf unb meint da würden die Menschen mm Verbrechen begehen, um all dieser Wohltaten teilhaftig zu tr-erben. Da« ist Torheit! Wie an die Beamten, so stellt der neuzeitige Strafvollzug an beit Gefangenen viel gröbere Anforderungen als der alte und wird also strenger. Dah er nicht nur .nenlchlicher, sondern auch erfolgreicher w.rd. dafür haben wir schon genügend Srfahrung. — Und alles das isi der Grundgehalt des neuen Gntwuris. der bamit nur das Ergebnis langer praktischer Erfahrung darstellt. »irmeme Geschirre, bemalte Teller, alte O«<1 tet, irbene Äruge gegen einen geringen Prer« zu erwerben. Für alte Holztrahen, mit ©nüeg- arbeiten versehene Ä.e be f tränte uitftaftg formte Seifet bieten sie Beträge, d.e dem hohen Alter- tumttDert ketneSfalls enfprechen Öffentlich ver- Ichlradern unsere Landl^te nicht ch^en fort baren Defiy, sondern lassen sich, wenn sie schon her- kaufen, angemessene "Beträge zahlen. »reift Friedberg pb. Butzbach. 14 Oft- Mil der Wahl zum Landtag frnoet hier ale d))eitia auch die Stadt- verordnetenwahl statt. Nach den neuen Bc- stimmungen werden diesmal nicht 21, sondern nur 18 Stadtverordnete gewählt. Don einer größeren Wahlagitation für die Stadtverordneten- wähl hat man bis jetzt nichts besonderes bemerkt. Es gewinnt den Anschein, als ob sich die b ürger- (। fr t n Parteien aus eine Einheitsliste einigen würden. — Zur Zell befindet sich die W e i s e l e r Straße von der Post bis zum Marktplatz im Umbau. Die alten Pflastersteine werden herausgerissen und umgedreht. Sie dienen als Packlage, worauf eine mit Zement und Klein- schlag gemischte Decke kommt. Aus diese wird dann noch eine Asphalt- oder Topekadecke kommen. Sobald die Weiseler Straße fertig ist, wird die Wetz- larer Straße in gleicher Weise behandelt wer- den. Man hofft, mit den Arbeiten bei weiterem gf .iftigen Äetter in etwa 3 bis 4 Wochen fertig zu sein. Die für den Durchgangsverkehr in Betracht kommenden Straßen werden sich dann tn tadellosem Zustand befinden. In längstens vierzehn lagen wird auch die Straße Butzbach P o h l - 6) ö n s für den Verkehr wieder frciflcfleben werden, bis dahin hofft die Straßenbauge'ellschaft die Arbeiten beendet zu haben. — Die Wieder- Herstellung des Marktbrunnens geht ihrem Ende entgegen. Der Sockel des Brunnens, auf welchem das Brunnenbecken, das aus Main- fandstein von Miltenberg hergestellt ist aufgesetzt wird, ist soweit fertiggcstellt. Zn den Schlußstein des Sockels wird eine Urkunde emgefugt d,e be- sagt daß der erste Stein zum alten historstchen Brunnen am 13. August 1575 gelegt wurde. Mehr- fach wurde der Brunnen erneuert,, so im Jahre 1808, wozu damals die Jungfer Baut 1300 Gulden stiftete Weitere freiwillige Gaben beliefen sich auf 927 Gulden Die gesamte (Erneuerung kostete ins- gesamt 1901 Gulden. 3m Jahre 1892 wurde laut Kemeinderatsbefchluß der alte Brunnen abgenhen und unweit des alten Platzes ein neuer kleinerer errichtet. Von dem alten Brunnen blieb nur noch die Brunnensäule mit der Ritterfigur übrig, die auch jetzt wieder bei der Reuherrichtung verwendet wird. — Die Bautätigkeit war bis jetzt eine recht lebhafte. Es wurden im ganzen 2 3 Neubauten, 3 M ^Häuser und 20 Einfamilienhäusdr, errichtet. Jneg samt nmrbfn 20 Wohnungen hergestellt, und zwar 7 Wohnungen mit je 4 Zimmern und Zubehör, 13 Wohnungen M't je 5 Zimmern und Zubehör, 3 Wohnungen mit je 6 Zimmern und Zubehör und 3 Wohnungen mit über 6 Zimmern und Zubehör. Kreis Vnvingcu. i*. Tlibba, 14. Ott. Unser erster Pfarrer Laut feierte dieser Tage sein 25jähriges Dienstjubiläum. Am 12. Oftober 1902war et in Schotten ordiniert worden, um dort als Bitar die Dienstgeschäfte sirr den erkrankten Pfarrer Römer zu versehen, wurde dann Pfarr- verwaltet in Arheittgen. bis ihm 1905 die Pfarr» stelle in Ober-Ofleiden definitiv übertragen wurde. Bon 1910 an war Pfarrer Laut elf Jahre lang in Dietzenbach tätig und kam vor sechs Jahren als erster Pfarrer nach Nidda. Unermüdlich und eifrig bestrebt, daS kirchliche Leben in den ihm anvertrauten vier Gemeinden zu fördern, hat er auch Gottesdienste in den Filialen ei „geführt. um den älteren Gemein deal ledern, die bei schlechtem Wetter den weiten Wetz zum hiesigen Gotteshaus nicht gut machen können. Gelegenheit zu gemeinsamen Andachten zu beten. Pfarrer Laut erfreut sich im ganzen Kirchspiel großer Wertschätzung und Verehrung. Dies kam bei seinem Sub.Iäum, das vorher nur wenigen bekannt war. durch zahlreiche Glückwünsche und Blumenspenden zum A -druck. „?" Nidda, 14. Okt. Unter Berücksichtigung der Erfahrung, daß neben dem Inserat in der Zeitung hem schönen Plakat im Schaufenster eine hohe Werbekraft zuzumessen ist, veranstaltet die hiesige Ortsgruppe des D. S). B. demnächst einen Lehr- kursus für Kunst- und Plakatfchrift in der Gewerbefchule. Leiter der Veranstaltung ist der Rektor dieser Schule, Architekt Bitt. In kaufmännischen Kreisen begegnet dem bevorstehenden Abendkursus regstes Interesie. h. Bad Salzhausen, 14. Oft. Aus dem benachbarten Häuserhof hatte sich am Montag eine Kuh aus der Weide von der Herde entfernt und war zwei Tage lang trotz eifrigen Suchen- nicht zu finden. Dann wurde daS wertvolle Tier in einem Dickicht deS Ber- städter Markwaldes gefunden, wo es einem prächtigen Kalbe das Leben gescheit hatte. Beide wurden dem erfreuten Besitzer zrirückgeb acht. „7" Michelnau, 14. Oft. Dieser Tage blickte Lehrer S b e r l e auf eine 2 5 j Ü h r i g e Wirksamkeit an der h es'.gen einklassigen Schule zurück. Dem Jubilar, der sich als Mensch und Beamter gleicher Beliebtheit und Wer.schänung erfreut, wurden zahlreiche <8brangen zuteil. -st Unter-WidderSheim. 14. Oft. Die Kartoffelernte ist beendet, der Orirag ift sehr gut Durchschnittlich wurden vom Heinen Morgen 100 Zentner eingebracht Jür erstklassige Speisekartosfeln, Industr e imb Gd.l raub, bieten die Makler jetzt 4,50 Bll. für den Zentner gegen 2.75 Mk. zu Beginn der Ernte. Eben ist man nun am Sinernten der Dickwurz. An Futtermitteln herrscht Uebersiuß. Die Bar bereit ungen zum Ausstellen der Wintersaat sind getroffen imb auch schon ein Teil des KornS gesät. Man hält mit N.-r AuSsaat noch etwas zurück, dis die eintretenden Nachtfröste die hier maiTenbaft aufltetenben Schnecken unschädlich gemacht haben. •Drtenbero, 15. Oft. Wie aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich, findet am 3 0. Oktober bi» 2. November der weit über Hessen hinaus bekannte Orlenberger Kalte Markt statt In welchem Umfange sich dieser Markt bewegt, ,ft daraus ersichtlich, daß in vorhergehenden Jahren der Auftrieb von Pferden und Iahten annähernd die Stückzahl von 1000 erreichte und diese ziemlich leftlos Anufer fanden Auch für den Rindvieh, und ethweimmartt ist mit einem großen Urft rieb zu rechnen. Besonders ist hier zu erwähnen, bah der Muster- sowie auch der Iurplatz mit einem festen Unterbau neu hergerichtet ist. Durch diese Neuher richtung ist einem langt gehegten Wunsche sämt- kicher Marktbelucher entsprochen worden. Für gute Zugoerbindung ist, wie immer, Sorge getragen. Mreift Schotten. □ Laubach. 14. Oft Wie bericht«, erbrachte die ^B ersteigerung der Apfelbäume bet Gemeinde Hohe Preise. Der Zentner Taseläp'el tarn im Durch chnt.t auf 8 bis 10 Bil., der Zentner Wirt'ch -tsupfel au* 5 bis 6 Btt. Das ®damtcrgebm6 der Versteigerung der Apfelbäume ist jetzt feftgestellt. SS wurden über 1500 Mark gelöst. - Beim Einernten der Aepfel verunglückte der Maurer- und Wecßbinder- geklle Karl Göbel. Sr hatte die Leiter offenbar nicht fest genug angestellt: diese drehte sich, und Göbel, ein Mann Ende der 60er Jahre, stürzte au« einer Höhe von etwa vier Meter herab. Der bedauernswerte Mann scheint sich innere Berleyungen zugezogen zu haben. Sein Zustand ist sehr bedentlich. - Die Hasenjagd ist so schlecht, wie seit langen Jahren nicht. Ebenso lieht man kaum Hühner. Der nasse Sommer hat den Bestand sehr geschädigt. Dagegen haben sich die auf der Gemeindejagd ausgeleyten Fasanen verhältnismäßig gut entwickelt. Es sind vier Ketten zu Anfang des September festgestellt worden. — Die Kartoffelernte ist in vollem Gange. Die Srrte .Industrie" hat viele faule Knollen: gut bewähren sich die roten Sorten, wie „Bater Rhein" und „Blaue Oben- Wälder". □ Rudingshain, 14. Oft. Rach einer amtlichen Tätigkeit von 43 3ahren in unserer Gemeinde ist bet Lehrer Karl Linck in den Ruhestand getreten. Dieser Mann hat eine mannigfaltige gemeinnützige Wirksamkeit entfaltet. Karl Linck wurde geboren 18. April 1362 als Sohn deS Lehrers-'Georg L. (gebürtig aus Bellersheim bei Hungen) zu Crumbach, KreiS Biedenkopf. im sog. „Hinterland", das 1366 preußisch wurde. 1867 starb sein Batet; seine Mutter zog zu ihrem Bater, Pfarrer Jakob Fresenius, Der in Crumbach angestellt war. Als dieser schon nach zwei Jahren starb, verzog die Mutter nach Butzbach. Hier besuchte Karl L. 1876- 78 die Realschule, sodann 1878—81 das Lehrerseminar in Friedberg. 1881—84 wirkte er als Schulverwalter in Bad-Rauheim. 1884 wurde er als Lehrer in Rudingshain angestellt: Mutter und zwei Schwestern bildeten seinen Haushalt. 1898 wurde er Obmann des Bcz.-Lehrervereins Schotten, 1912 Borstandsmitglied des Hess. Landes- Lehrervereins, 1919 Botiitienber des Kreis-Lehrer Vereins Schotten: heute noch versieht er diese Ehrenämter. 1901 gründete er die Molkereigenossenschaft „Hoherodskopf" in Schotten, deren Direktor er zwanzig Jahre lang war. 1906 beteiligte er sich an der Gründung der „BogelS- berget Bollsbank" in SchKten und war sodann lange Jahre Direktor dieser Anstalt, hierauf Präsident ihres Aufsichtsrats. Ebenso hat sich Karl Linck sehr verdient gemacht um den Bogt'sberger Höhen-Club. Er ist langjähriges Mitglied des Gesamtvorstandes. Zweiter Borsitzen^-er des B. H. C.. Erster Vorsitzender des Zweigvereins „Hoherodskopf". Seit 1921 hat er die umfangreichen Geschäfte der Schriftleitung deS „Frischauf", der Monatsschrift dieses Wanderbundes, übernommen. 1924 wurde mit allgemeiner Teilnahme die Jubelfeier feiner 40jährigen Lehrer- tätigfeit in Rudingshain begangen. Bei dieser Gelegenheit ernannte ihn die Gemeinde zum Ehrenbürger, der Kriegerverein zum Ehrenmitglied. Außerdem ist er seit Jahren Mitglied deS Kreistags Schotten, des DekanatstagS Schotten, des Kirchenvorstandes Rudingshain, sowie amtlich- bestellter Ortsurlundenpfleger der Gemeinde RudingSsiain. Eifrig pflegt er Heimatkunde, indem er das Gemeindearchiv durchforscht und der Bevölkerung ortsge'chichtliche Borträge hält. Möge ein gütiges Geschick dem hochverdienten Manne einen schönen Lebensabend bieten. Ober-Schmitten, 14. Oft. Die Verladung von K e 11 e r o b ft ist jetzt im Abklingen begriffen. Innerhalb der letzten 14 Tage wurden allein auf hiesiger Station an 30 Waggons abgeliefert, das sind etwa 7500 Zentner, die in den Ge- markungen Ulfa, Stornfels, Ober- «nd Unter- Schmitten geerntet wurden. Als Abnehmer kamen vorwiegend Stuttgart und Frankfurt in Frage. Der Handel in W rtschafts- und Tafelobst ist schleppend. Bessere Sorten hängen auch noch an den Bäumen, und es ist erstaunlich, wie innerhalb 3 Wochen die Früchte an Aussehen und Größe gewonnen haben. Die Händler bieten 5—12 Mk. pro Zentner, letzteres für auserlesene Tafeläpfel. Von privater Seite deckt man sich stark mit Apfelwein ein, um womöglich übers Jahr hinaus einen billigen Haustrunk zu haben Stellt sich doch unter Derücksicht'gung der gezahlten Preise, die eigene Arbeit nicht eingerechnet, für den Landwirt das Hektoliter nur auf 10 Ml Mreift Nlöscld. Z* Aus dem Ohmtal, 14. Oft. Gegenwärtig ist man hier mit dem (Einbringen der Hackfrüchte beschäftigt. Da die Dickwurz infolge der Feuchtigkeit gut geraten sind, reichen oft nicht die Keller zu ihrer Aufbewahrung. Daher wird auf den Aeckern in der Nahe der Dörfer eingemietet. Größere Landwirte mieten auch einen Teil der Kartoffeln ein: denn die Haltbarkeit der eingmfeteten Früchte ist bester als die der eingeTeÜertcn - Das Kraut hat vielfach im Ertrag durch die Kohlraupen gelitten und ist nur bei wenigen Landwirten gut geraten. Infolgedessen herrscht bei den Verkäufern non Kraut, die es in Waggonladungen beziehen, lebhafte Nachfrage Das Weißkraut kostet 3,40 bis 4 Mk pro Zentner (-) Gr "ß- Felda. 14. Oft. Ein in der Rachfxlrfchaft wohnender Bursche mertte Mittwoch nadim.rtag, w e auS dem Dachraum *6 neuerbauten Käleraumes der h e'igen Molkerei Rauchwolken aufstiegen, und mad>frc das Personal der Molkerei daraus au’mcrflam. 'Als man nachlah. brannten schon Schachteln, die in großen Mengen dort aufbewahrt werden. Durch entschlossenes und zweckmäßiges Handeln gelang eS. das Feuer aut leinen Herd zu beschränken. 3n einer Dole der elektrischen Leitung an einem Ballen war Kurzschluß entstanden. (-) Kestrich. 14. Okt. Zum ersten Mal« seit Menschengedenken konnten in Metern Jahre in der hicsiaen jüdischen Gemeinde am Qaubbüttenftft keine Gottesdienste Haft- Huben, da keine zehn erwachsenen männlichen Per- tonen vorhanden waren. Die alten Leute besonders bedauerten den Atrsfall des Gottesdienstes lehr, da sie schon seit Oahr^ehncen diele in der h.esigen Sdnagoge miterlebten. Die hiesige jüdische Bevölkerung gebt von Jahr zu Jahr Zurück da lämtliche K.nder mancher Familien nach auswärts geheiratet haben. Te ls sind auch jüdische Familien wegen der Ausbildung ihrer Kinder von hier fortgezogen. NStsel'Ecke. Silbenrätsel. Aus den 42 Silben. alb — bat — bürg — cd — bt — dem — eien — ger — hoe — her — t — i — in — tt — te — fen — fla — la — len — Io — mi — min — molt — nu — ny — ram — re — re — ren — roh — fau — schlä — fe — te — te — ter — oe — mal — je — jept — jri sind 16 Wörter zu bilden, die folgende Bedeutung haben: 1. Stadt in der Schweiz: 2. Zeitbestimmung: 3. Fechtwaffe, 4. Musikinstrument: 5. Luftkurort im Schwarzwald: 6 deutscher Feldherr: 7. Stadt in der Prooinz Sachten. 8. ärztliche Borschrift: 9. Feldherr: 10. geographische Bezeichnung, 11. Säugetier: 12. Nebenfluß der Rhone: 13. vielbesuchter Ort in Bayern: 14. Redekampf: 15. Stadt in Pom mern; 16. Stadt in Schleswig Holstein. — Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben die Ansangsbnch. staben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn ein Zitat von Chamisto. Kreuzworträtsel. io 15 16 13 14 20 21 26 19 S u ÜL 17 Die Wörter bedeuten: 1. Don links noch rechts. 4. Weiblicher Personenname: 6. geographischer Begriff: 8. Tierleiche; 10. weiblicher Personenname, 11. SUetteroogel; 12. seemännischer Ausdruck: 13. weiblicher Personenname, 15. biblische Dichtung, 17. sibirischer Strom, 18. abgekürzte Anrede in Rundschreiben; 19. Erdteil; 25. alles Längenmaß; 26. männlicher Personenname; 27. Schlußwort des Gebets und der Predigt: 28. Stadt in der Schweiz; 29. sibirischer Strom; 30. italienische Insel. 2. Von oben noch unten: 1. Zeitlicher und räumlicher Schluß: 2 Raubvogel; 3. chinesische Gewichts- und Münzeinheit; 4. Aggregatzustand des Wassers; 5. Tafelfisch; 6. Haupt- Heiligtum des Islams; 7. starkes Papier; 8. Stadt in Südtirol: 9. biblische Person: 14. Stadt in Ita- (len; 16. Stütze im Bergbau; 19. Pelzart; 20 Nutzholz ; 21. Paarzeher; 22. Insektenfresser; 23. geflochtenes Traggefäß; 24. weiblicher Personenname. AnsügnugSaufgabe. Es soll den Wörtern Lippe — Rade — Adler — Ulm — Ocker — Alter — Rebus — Lias — Eros je ein Buchstabe vorn angefügt werden, so daß neue, und zwar wiederum Hauptwörter, entstehen. An- einandergereiht ergeben diese Buchstaben ein länd- liches Volksfest. AtttzlassnügSaufgabe. Strippe — Maut — Karmin — Stand — Drange — Funke — Flasche — Muse — Glut — Tors — Zinne — Tuell — Schuetz — Dorn. Den vorstehenden Wörtern soll je ein Buchstabe entnommen werden, so daß neue, und zwar wiederum Hauptwörter, entstehen. Miteinander verbunden, ergeben diese Buchstaben einen herbstlichen Brauch Schcrzsilbeurätsel. Ist 1—2 herbeigekommen, Ruft mein Herz mir zu 7—6; Weibchen wird beim Arm genommen: 7—4 sag' ich, kleine Hex'! 4—5 wird bas Mahl genommen. Daß ich 6—7, das ist klar; 8 wird aus dem Schrank genommen Und befreit von Staub und Haar. —4—5 ist angebrochen, ! erglänzt und 2 ist mild; Meinen 2—8 von den Wochen Schlepp' ich nicht ins Lustgcfild. Aun gebt'» los zum Zeitvertreibe In die bunte Herbstespracht, Und ich trag’ dich auf dem Leibe: 1—2 und so fort bis 8. Bilderrätsel. Auflösungen Silbenrätsel. 1. Gestüt; 2 Leonidas; 3. Aller; 4. Ulrike: 5. Borneo; 6. Nonnenwerth; 7. Jglau; 8. kshcstersield; 9. Hafis; 10. Tapioka. 11. Gollnow, 12. Lestep»; 13. Ernte; 14. Idyll. 15. Catull; 16. Hansa. Glaub nicht gleich alles, was du boerft. Jlamen-Umbilbtingeaafgabe. Dt(to Ri)na — Hu (dort Ramsses — Guisdo Rachel — Rosger Hartjwig — Dietsher Berttram — Burgshatt ®in)frieb. Anagramme. 1. Mark—Kram; 2. Stearin—Inserat, 3. Erle—lift; 4 Lager—Regal: 5. Tafel—Faste Scharade. Jagdtasche. ÄreejtoerträtfeL TlOlRlM aTcJo ZIAIR 13» r»lR»W sniil ranomni ■ ni snBQßi—n OQ üch er Konrad O r t w e i n. AngerSbach. für 1380 Btt. an Gemeinde Arbeite.kolonie Reu- lllrichftein. 6 Züch'er Heinrich Habermehl. Tvillofs. an Gemeinde Wallen rod für 1250 Mk. 7. Züchter 3ob. Wahl XVlll. Angersbach, für 1140 Btt. an Gemeinde Eifa 8. Züchter Gustav Kalbfleisch. Bil'ertShaulen. für 1010 Btt. an Gemeinde Lngelrod. 9. achter Heinrich Rahn. AngerSbach für 950 Mk an Gemeinde Rieter-MooS. 10. Züchter Heinrich Ochs. BMI- lvsS. für 920 Btt. cn ©rmeinbe Homberg a. d. O. * Lauterbach, 14 Oft Bei f-er Bezirks- fparfaffe Lauterbach reerorn die alten Spareinlagen über den gefetz' chen Aufwer tungsfatz von 12) Prozent auf vorläufig 15 Prozent auf gerne« tet Die Verzinsung hat bereits vom 1. Januar 1927 an begannen. Die Zinsen werben im Lause des Monats Dezember au»- bezahlt Bereits jetzt hat die Sparkasie an Sparer über 60 Jahre, in Krankheitsfällen «fw über 50 000 Mark ausbezahlt Tit gesamten neuen Spareinlagen bei der Bc zirkssparkaste haben den Betrog von 2 000 000 Mk erreicht. Damit sind bereits 67 Prozent des Vorkriegsstandes erreicht. Schlitz. 14. Ott 3m naben Hell etl- Raufen ist im 80. Lebensjahre d-r Veteran von 1 8 7 0 71 Konrad Seid III. verstorben.— Der Hass la-Vezirk Lauterbach- Schlitz hält am 23. Of ober hier feinen Herbst- be-irk-tag ab. bei dem auch Medizinalntt Dr. Bogt (Butzbach», der zweite Präsides der .Haffia". anwesend fein wird. — - — - -- Pf?rrer Heamanns fleilmittel -irtivorrtlig nd Nlrder1A?X'.:-:x<^z:::-3MFrT<Ä<ÄSK48e ?. L - - Bleidie ohne Reiben end weifte Wäsche j __ MUMM' J2 Einzelpakete! ' k * Nur in Originalpackunq-niemals lose! /y /XX/" v /7ft -V/T^ / QstänfavdJMC', / c4 Die Dame die sich orientiert hat WELLBLECH BAUTEN WELLBLECH GARAGEN rauft Kleid und Mantel aui der großartigen Winter-Auswahl bei J.Pfeffer Marktplatz 6 00001 Ächtung!! Herren Eobleu und Absätze Mk. 4.20 Damen Todlen und 'Abläße Mk. 3.20 Loblcn flcuäbt ob. ncHcbt l Mk. mehr (krepe-Leliube Lobleu und 9lbiähe Lchubrevaraturiabrik 07498 H. Vlum, Kirchenplatz 8 Versteigerung. Montag, den 17. Oft., vorm. 10 llbt, werden ans hiesigem (Siiterschuvven 365 m gemnft.gal tun (douaermte) metslbieiend gegen Barzahlung versteigert. 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Gemeinnützige Möbelverlorgung für das Rhein-, Main- und Lahngebiet G. m.b.H. GIESSEN, LINDENPLATZ 1 ------------------------------------------------------------------------------------I fährt am 21. b4.3R. teer nach .Frankfurt a.M. Ääier nach dieser Richtung werde« so günstigen Bedingungen mitgenommen. Ststchrath ck Bender G. m. b. H., Glatzen Soeditto« u. Möbeltransport W,D Marburger Stc. 7 ZerntVrechOr LßÖ. Wie angenehm find an kalten Herbft? und Wintertagen •’SAl Auskünfte erteilen: MMa Zugelaffene Inftallateure und Stadt. Elektrizitätswerk Giefoen elekfr. Heizöfen, Heizlennen, Fugwänner uni Wärmefäffen HUVWlCh ' r ’ * W Brunswick-Schallplatten und -Apparate zu haben bei: D. 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()■ den Wahlen der DertrauensmdnneT In der Angestellten verficht rang.) von Walther Buffe, Dießen. 3m flinblta auf die fetzt ausgeschriebenen und in nächster Lett ftottfinbenben Wahlen der flertrauentmanner und ffrIatzmä 0 - n • r I n der Anaeftelltenoerficherung (ÄB) dürfte es angebracht fein, einige Morte über die KB. und ihre Selbstverwaltung zu jagen. Nachdem 1889 die Gesetzgebung die Invaliden- yerstcheruna brachte, ging in den späteren Jahren das Bestreben der kauftnännlscken Berufsverbande dahin, eine eigene ^staatliche Pension», und Hin. tewstebenenVersicherung' zu schassen, da die In» elfen der Mngefttüienlcbafi nicht zur Genüge Rech, eäen der Angeftelltenslyaft nicht zur Genüge Rechnung traoen konnte. Durch dav Verstcheru! gsgesetz sür Angestellte nom 20 Dezember 1911 wurde die Standeaoersicherung der Pnoatanaestellten, die An- gestellienoersicherung. geschaffen, die mit Wirkung vom L Januar 1913 in Kraft trat. Eie nahm da- mal» und nu-h m V- In | c nolgezeit durch ihren metterfh Ausbau auf die befänderen Ansprüche ihrer oerstcherungspfiichtigen Berusskreife Rücksicht. Daß die betontere Art der Gewährung von Leistungen aus der AB möglich ist und damit den Forderungen der Bersicherten mehr und mehr gerecht wird, ist nicht Zuletzt auf dav TI 11 b e (t i m - mungsrecht der versickerten und ihrer Arbeitgeber zurück zuführen Dieses Mitdestimmung»reckt ist gewährleistet durch die Wahl von Arbeitney- mer- und Arbeitgehervertretern, den vertrauens- männern, aus Denen sich wiederum der verwal- tungsrat und zum Teil das Direktorium )uJammen, fefcen. Für den Bezirk einer unteren Berwaltungsbe- Horde werden aus Der Reihe Der versicherten und ihrer Arbeitgeber je 8 Vertrauensmänner gewählt. Wohnen im Bezirk einer unteren Verwaltungsbehörde mehr als 10(XX) Versicherte, fo kann die obere Verwaltungsbehörde für je angefangene weitere 10 000 versicherte die Loht der Vertrauensmänner um zwe, erhoben. Für jeden Vertrauen», mann werden In gleicher Seile je 2 Ersatzmänner gewählt; sie erjetzen ihn, wenn er verhindert ist. Die Dahl zeit dauert 5 Jahre Eie endet ohne Rücksicht auf den Leitpunkt Der Wahl jeweils mit dem Schluffe des fünften Kalenderjahres Die Aufgaben der Vertrauensmänner sind viel- fettigster Art. Eie haben die Mitaiieder des verwal- tungorates Der AB. aus ihren Reiben zu wählen. In erster Linie Jollen sie aber das Bindeglied zrai- schen den Versichert,» und ihren Arbeitgebern einer- feite und her Reichsoersicherungsanftalt auf der anderen Seite fein. Al» Organe der Reichsversiche- rungeanftalt hoben sie Auskünfte zu erteilen. An- träge auf Ruhegehalt und Hinterbliebenenrenten |orale Beitragserstattungen entgegenzunehmen, bei Heiloerfahrensanträgen mltzuwirken, verichterstat- tungen an die Reichsversicherungsanstalt über die von ihnen gemachten Beobachtungen und Ersah- rungen auf allen die AB berührenden Gebieten zu geben und noch viele andere Aufgaben zu erfüllen. Der Aufgobenkrel» de» bon den vertrauens- männern gew-ihlten Berroaltungsrat» ist ein noch weit bedeutenderer und größerer. Der Ber- ivaltungsrot vertritt die Reichsversicherungsanstalt gegenüber dem Direktorium und befchheßt über die Festsetzung de» Voranschlag». Für Ausgaben, die im Laufe des Geschäftsjahre» notwendig werden, ohne daß fk im Voranschlag vorgesehen sind, ist die 3uftimmunfl de» verwaltungsrat» erjorderlich. Der Rechnungsabschluß und die versicherungslech- msehe Bilanz werden von ihm abgenommen; Ein- nahmen, '21 uselben und Belege geprüft Außerdem ist er befugt, durch Beauftragte au» feiner Mitte jederzeit Einblick in die Geschäftsführung zu nehme n. Gemeinsam mit dem Direktorium bestimmt er die Anlegung des Vermögen» der Av. Bei Vorbereitung wichtiger Beschlüsse de» D reftoriums kommt eine gutachtliche Mitwirkung in Frage; und zum Schluß liegt ihm auch die Wahl der B eilig e r ber AB für die Vcrsich rungeSmter, die Lderoersicherungsämter nnh das Reichsversicherungsamt. sowie der ehrenamtlichen Mitglieder des Direktorium» ob. Da» Direktorium vertritt die Re>ch»oerfiche rungsanftalt gerrchtlich und außergerichtlich. 6» bat die Stellung eine» gesetzlichen Vertreter» ff» fetzt sich au» den beamteten Mitgliedern und den Der- treten» der verstcherten und chrer Arbeitgeber zu- fammen. Die Zahl ber ehrenamtlichen Mitglieder muß jedoch fiel» größer lein al» die der beamteten, bind in einer Sitzung De» Direktorium» nickt sämt- liche edrenamtlichen Mitglieder erschienen, so fchei- den bei der Abstimmung Die beamteten Mitglieder in entsprechender Anzahl au». D«e Belchlüsie werden nach Stimmenrnehrcheit gefaßt Die Geschäftsfüh- rung de» Direktorium» wird durch eine Geschalt»- orbnung geregelt, die ber Verwaltungsrat tm Ein- vernehmen m.t Dem Direktorium rrlajjen hat. Diese Geschäftsordnung bedarf allerdings der Zustim- mung des Reichsarbeitsminister» Die vorftehenden Ausführungen lassen erkennen, daß die 6 e l b st v e r w a I t u n g in der LV tm weitgehendsten Maße au-jarbaut ist Und durch diese Selbstverwaltung sind die versicherten und ihre Arbeitgeber in der Lage, stet» maßgebenden (Einfluß auf die Gestaltung ihrer Versicherung zu gewinnen ff» ist Deshalb Pflicht eine» jeden Ber- sicherten und Arbeitgeber«, durch Äueübung seines Wahlrecht» für die W-iierr itwicklung und da» wettere Gedeihen der SV. in seinem Sinne Borge zu tragen. Gelegenheit hierzu ist ihm setzt durch die vorgesehene Reuwabl der Vertrauensmänner und der Ersatzmänner In ber AB gegeben. Amtsgericht Gießen. • Gießen. 12. Oft. Wegen der tzerausaad« bet Rades eines ÄtnDrrtoagen» gab eS zwischen Bewohnern eines Hauses einen Wortwechsel, der Damit endigte. Daß der ein» von ihnen Dem andern mit einem Setzhvlz Derart auf den Äopf schlug. Daß er zusammendrach, eine Dehirrvrschüt- terung und eint blutend» Wunde von etwa sieben Zentimeter Läng» auf Der 6tim» davontrug, sowie etwa 2*/e Wochen arbeitsunfähig war. Auch soll er noch auf den am Boden Liegenden eingeschlagen haben. Der Itcrtebtc erhob Daraufhin Privalklage, die heute Durch einen Vergleich erledigt wurde. Der Tater sprach sein Bedauern über Den Vorfall au» und verpflichtete fich, zur Abfindung aller Dem Verletzten erwachsenen Rosten für Arzt und Apotheke, für entgangenen Verdienst und für Schmerzensgeld Den Betrag von 12 0 Mark zu zahlen. Außerdem übernahm er sämtliche Kosten De» Verfahrens uni) verzichtete auf Stellung von Strafanträgen gegen Den Verletzten wegen angeblichen Hausiriedens- bruchS und gegen Dessen Mutter wegen angeblicher Veleidlgung. Wirtschaft. Die Entwicklung unserer Kapiralneubildung. Don Dr. St vt»tt»e. Der Reichswirtschaftsminlster bat In seiner vor Dem Reichs verband Der deutschen Industrie gehaltenen Rede mit Recht Die Verflechtung in Dl« Weltwlrtschaf l und die 211- Dung eigenen Kapital» als d.« beiden großen Ausgaben Der deutschen Wirtschaftspolitik bezeichnet. Ä1S wir End« 1923 aus Dem Taumel Der Inflationszeit erwachten, fehlte es zwar n.cht an den bekannten .Sachwerten", den Produktionsmitteln, wohl aber war da» Kap.tal als das zu ihrem Betrieb« nötige Dd fast restlos verbraucht. Sein« Erneuerung wird durch D e vielen öonDerlaftoten. Denen unsere Wirtschaft alS Folge De» Krieges und Fr.edensvertrage» unterworfen ist, stark beschränkt. 3aßr für Jahr werden auf Grund DeS DaaeSplaneS auS Deutschland große Teile seines Dol.se.nlommenS an die reparaUonsberechtigten Staaten abadüßrL S « vermindern naturgemäß Die Skap talbildung, und zwar sicherlich unter daS Maß. das notwendig ist, um unsere Wirtschaft auf dem ihrer Weiterentwicklung und dem Vroo.kcrunaszuwachs ent- Ibrechenden Stande zu erhalten. Die Ab »tzrung dieser Milliarden zwingt uns deshalb, fie im Ausland« als privaten Kredit wieder aufzunehmen. Daß wir heute nach Drr.rjtbalbidßrtger Spar- tähgfcit auf em unter den obwailenden Umständen als erfreulich zu bezeichnendes örgebn.» Aurüetrag von 5 bis 6 Milliarden um ein Drittel hinter den Beträgen der Vor- krtegszeit zurück BerüeAichtigt man den durch Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. 3n dieser Woche ergab sich wieder die schon längere Zeil öfter» zu beobachtende Tatsache, daß trotz der verfchiedenstcn günstigsten Moment« DI« Stimmung an der Börse keine merklich« Besserung erfuhr. Und immer wieder ist es derselbe Grund, der eine Höherentwicklung Der sturse gewaltsam oerblnDert, Die vollkommene Teilnahmslosigkeit de« privaten Publikums. Ommer noch war von einer lk- teiligung der zweiten Hand nichts zu merken; Die Entiäuschungen, Die Den am Börsengeschäft beteiligten privaten Streifen bereitet worden mären. scheinen noch nicht überwunden zu sein, da im Gegenteil Die Provinz etwas höhere Äut'c zu Gluiistellungen noch bestehender Engagements zu benutzen schien. Die Spekulation war aus sich heraus un'äßlg, eine etwas lebhaftere und festere Tendenz Durchzuhalten. und resignierte nach einigen schwachen Versuchen vollständig, so Daß Die Ümjähe aus ein Minimum zusaminen- I (t) r u in 1’ I 1 < r. Ai« 1 in normaleren Zeiten unbedingt eine feile Dürfe verurfacht hätte, ist das QDIeDerlngang- kommen Der Auslandanleihen zu erwähnen. Zunächst war schon bei Den Besprechungen tm Reichokabinett mit Dem Reichsbankdirektorium über Die Richtlinien Der Zukünftigen zum AusDruck gekommen. Daß bei Der momentanen Lage Des Deulfchen Rapitalmarkies die Ausnahme weiterer Auslandanlethen notwendig und irün|d)en»:D«rt fei. Dann kam endlich Die lange sehnsüchtig erwartete Meldung. Daß Di« Schwierigkeiten bei Der Preußenanleihe le- hoben worden waren unD einer Auflegung auch von feiten De» amerikanifchen S aatsdeparieinents nicht» mehr im Wege stand. Ferner bestätigten sich Die schon einige Zeit umgegangenen tfürütbie von Den Verhandlungen Der Eommerzbank über Die Aufnahme einer 20-Million en- Dollar-Anleihe. Die zur Umwandlung kurzfristiger Industriekredite in langfristige, ähnlich wie Die Anleihe Der Deutschen Dank, bestimmt, nunmehr ab ^schlafen und zusammen mit Der Preusrenanlel^e zur Zeichnung au gelegt worden ist. Sin« 10 - Millionen - Dollar - An.e che hat außer Dem Dl« Lanbesbankzentrale abgeschlossen. «benfo t>etI>anDelt Die Rentenbank- kreDitanftalt über Ausnahme einer neuen, Dritten 40-Miilionen-Doflar-Anleihe. All d e» wurde zwar beachtet unD beschprochen, blieb al er ohne nachhaltige Wirkung Mil Besorgnis betrachtete man Dagegen Den GelDmark t, Der zum Medio stark angespaimt war und nur ganz allmählich diu Erleichterung zeigt. Der 'Bh Dio selbst wurde ziemlich glatt überwunden wenn auch natürlich bei Der herrschenden Geschäft»- ftllk Dl« D«rauÄ£ommenhe Prämienware ziemlich auf Da« Aursniveau Drücke. Zeitwefte etiras anregend wirkten Dl« gumtigen Aussuhrungen in dem Sommuniquä über die Aufsichtsra:»sttzung Der 2.-G -Farbenindust.le. ferner für Die C II- fahrt »werte Die Ausführungen De» Senators Borah über d.« F.eigabeangelcge.iheit. Ruc AuL- lanDtoerte wurden e:was lebhalter umgeietz: Im Zu'ammenhang mit Der Festigkeit an den übernationalen Börsen. Oravi-Mlnen und un Frei- verkehr SvenSka- und Thadeakiien waren stsr er verlangt, nach Den Abschwächungen an Der B us- seler Börse aber wieder angeboien und 1 nä J er. Voiat & Haefsner konnten nach der Oppolit.an in Der Generalversammlung bis 200 anziehen, verloren Dann aber toieDcr fast den getarnten Kursgewinn. 3m übrigen überwogen Die kleinen LlmErsvlgundLiebe. Roman von Robert Misch Eopynght dy (Earl Dunker. Berlin SW 62. 17. Fonsevung Nachdruck verboten ^Monatelang?! schrie Zia auf, unb alle» Blut strömte Ihr zum Herzen, „we.hald? 3st ee etwa» Ernsthafte»?* „vorläufig nicht — ober Sie können nicht sin- gen"Soviel ich mit dem Spiegel sehen konnte, scheint e» eine kleine ßerbiefung unb Lähmung der Stimm- bänder" — Sie tat ihm leib, oh sie ihn mit Augen onfaß, in denen Angft unb Dual schimmerten. — „Mr werden da» natürlich wieder roegrriegen. So- bald Sie au» dem Bett sind, röntge >ch Sie auch Aber nn Singkn ist für die nächste Zeit nicht zu denken; und da» habe ich pfl.chtgemätz der Direktion mitgrteilt." Ai» er fort war, brach 3sa in fasiungslojcs Schluchzen au». Die erschrockene Frau Perlacher telephonierte die Heimel an, die auch bald kam unb 3fa zu trösten versuchte. Da» pafpertc doch allen Sängern gelegentlich, auch den stärksten und gesundesten Stimmen. Sie hatte da» in ihrer Theatcrlausbahn so oft erlebt Und sie nannte ihr berühmte Romen, die einige Monate, manche ein Jahr ober noch länger, hätten pausieren müßen. „Dann — bin ich — bann bin ich eben er- lebigt wenn ich — wenn ich nicht mehr singen kann*, weinte 9|a leise, verzweifelt, als brächen Brunnen der Dual aus ihrem Innersten. Isa blieb tagelang verzweifelt, aß unb sprach fast nichts mehr. Einige Male, wenn sie allein war. versuchte sie, Läufe unb .ßabenzen zu singen. Aber es klang matt, verschleiert, unb die Kehle schmerzte sie Dabet. Da gab sie es auf. Sie blieb fast vierzehn Tage im Bett, ehe sie aufttetzen konnte. An einem Sonntag ging- sie zum ersten Mal wieder ins Theater, in die für die Darsteller reservierte Loge. Man umarmte und küßte sie, unb auch die Kahlenberg war eitel Liebe und Freundlichkeit. „Natürl'tch — weil ick jetzt nicht mehr auf- treten Darf*, sagte Isa sPvmfch zur Heimel. C» war die .letzte Ritouche-Auftührung. 2m anderen Abend verabschiedete sich der Berliner Gast al» Boccaccio. Jede dieser Operetten mar einige Male bei vollen Häusern gegeben worden, unb noch zweimal die Fledermauc-. 6te Zeitungen hatten die Okft.n gelobt Aber einige Blatter hatten nach der „Fledermaus" geschrieben, baß „unsere einheimische Soubrette", Fräulein Wengers, zwar nicht soviel Routine in dieser Partie geze-gt, aber an Jugend und Schönheit, wenn auch n cht stimmlich. Die berühmte Berlinerin wohl noch übertroffen hätte." — Die Heimel hatte Ihr diese Blätter damalc- gleich an» Bett gebracht unb barrvt da» erste Lächeln (eit ihrer Krankheit hervorgelockt ff» war gegen Mitte März unb schon fing es zu lenzen an. Mit seinem milden Anhauch zauberte der Frühling den ersten grünen schimmer auf Sträucher und Hecken Die Menschen machten lächelnde Gesichter. Der Rhein brauste unb stieg an, von der Schneeschmelze weit im Süden genährt. Wolken jagten über den tiefblauen Himmel — aber ; ber Märzwind war so sind unb warm, da st man merkte, er hatte sich vorher in südlichen Ländern herumgetrieben. Isa ging fleißig spazieren Straft und Genesung pochten wieder in ihren Adern, frohe Stimmung unb Hoffnung. Sie fühlte wieder, baß sie jung war — und auch beim Sprechen empfand sie keinen Druck unb Schmerz mehr. Sie hütete sich freilich noch, laut zu singen unb viel zu sprechen. Bon Lenz waren zwei oergnügte, bursch kose Brieflein gekommen, aus der Schweiz, wo er eben in Zürich, St. Gallen unb Bern gastierte. „ffin schöne» Land, in dem die Phil ster wohnen und die Portier» und Kellner für die Frem- den machen, trotzdem sie diese eigenttich n.cht aus- flehen könnten", schrieb er. — „Anfang April spiele ich dcn Romeo, den Hamlct unb den Carlos in Frankfurt. Wie freue ich mich. Sie wiederzusehen, Madonna! Das macht die voce?" Sie hatte ganz kurz unb zu rückhalte nb geantwortet, von ihrem Stimmleiden nichts erwähnt und ibn gebeten, wenn er nach Main; käme, n chts von ihrer früheren Bekanntschaft zu erwähnen. „Sie kennen ja di«ft bösen «latichmäuler beim Thea- ter ..." Daraus antwortete er mit einer Ansichtskarte als Ham'kt „Gelesen, genehm.gt unb einverstanden. Hamlet: Akt III, Szene 1. Ihr Freund Joseph Lenz." Sie schlug nach und fand bas bekannte Zitat: „Sei so keusch wie ffi», so rein wie Schnee, du wirst der Verleumdung n.cht entgehen." Daß Direktor Meinert fie wieder engagieren würde, glaubte Isa nicht met)r. Hätte sie nicht ihre Gage bezogen, von der sie sogar noch einige Schulten bezahlen mußte, so wäre sie fortgeqongen, trotz der Heimel, die chr Freundin, fast eine Mutter war Aber wohin? — Rach Berlin zog e» sie nicht, so gern sie ihre Eltern einmal wiebergesehen hätte. Bor dem Hinterhaus unb Dem Berliner Sommer graute ihr. Auch konnte sie nicht gut dorthin. Der Kommerzienrat hatte chr einen Äheck auf eine ainzer Bank über 1200 Mark geschickt, m.t einem sehr licbcnsroürb gen Brief, ffr hatte gehört, daß sic rrkrankt sei und daher vielleicht im Sommer .cki fingen könne. Sie solle sich in irgendeinem südlichen P.urort erholen — er schlüge ihr Bozen vor, wo man in Gries z. B. recht billig leben ti nne. Da er für ihre Karriere mit verantwortlich fei, Die ja auch recht verheißungsvoll begonnen halte, so sei bas ganz selbstverständlich Wenn sie mit dem Gelb fertig sei, auch noch loilettegetbir brauchte, würbe er mehr schicken. Natürlich hatte fie aus ben Zellen feinen Wunsch herousgelesen, baß sie nicht noch Ber'in kommen m:ckte. Vermutlich würde ffberhard feine Ferien bei feinen Eltern verleben — auch em Grund mehr für sie, nicht dorthin zu gehen. Bozen — gar nicht übel, um dort ihre Stimme ou»nbellen! Man könnte auch nach dem Gardasee gehen. Der nahe Süden lockte fie mächtig. Da kam eine Depesche. „Bin cb heute auf zwei Tag« vor Frankfurter Gastspiel in Königstein, Taunus. Ich flehe die öotema an, mir wenigstens auf einen Tag Gesell'chaft zu leisten. Dollen Ratur kneioen. Drahtantwort erbeten. Joseph " — Sein Hotel mar angegeben, Rückantwort befahlt Sie schwankte einen Moment, bann depeschierte sie zurück, nachdem fie bas Kursbuch zu Rat gezogen: ^Komm« morgen früh zehn llhr an, Madonna." Den beiden Frauen teilte fk mit, daß sie für einige Stunden eine Freundin besuchen würbe, die auf ber Durchreise in Frankfurt sei. Arn anderen Morgen reifte sie in bet Frühe ohne Gepäck ab., Rur eine kleine Handtasche mit elroas Geld, Stamm und Brennschere nahm sie m.t. Zn Frankfurt hatte sie eine halbe Stunde Zeit, die sie zu einem kleinen Anlauf benutzte Sie kannte die Stadt übrigen» flüchtig von ber Her- Lenz erwartete sie am Königsteiner Bahnhof, streckte chr beibe Hande entgegen unb fußte bann die ihren. Seine klugen, braunen Augen blitzten sie srendestrahlend an. „Ich banke Ihnen, Madonna? Sie sehen etwa» bleich aus — bas verdammte Theater 2Xbrr ich n wie da» lockende Leben. Wo haben Sie ihr Gep^"t?“ „Gepäck? — Ich reise heute Abend wieder zurück?" „Schade! — Also bann nehmen wir einen Wagen unb fahren ein wenig spazieren." „Ich würde lieber zu Fuß gehen." „Also gehen wir auf die Burg Dort oben, wenn Sie klettcrn wollen." Aus einer bewaldeten Luppe sah man die Ruinen massig und zackig in den tiefblauen Him- mel flößen. Auf,engen, verschwiegenen Salbpfu en fliegen sie langsam hinan. Bon Ze>i zu Zett faßte er im Gespräch ihre Hand und drückte sie mit einem freundlichen Lächeln, da» sein noch immer knabenhaftes Gesicht verschonte. Den Hut trug er in ber Hand — seine braunen Locken rachten im Winde, ffr sprach rasch, lebhaft und heiter. Auf ihre Fragen erzählte er von seinen neuen Rollen, von feinen Gastspielen unb Plänen. Plötzlity stockte er. „Ach was' Der oerbammte Theakerkram' Wenn es Frühling wird, habe ich bas so latt ... Hinaus, nur hinaus, wo die wirNiche Sonne scheint, keine Lampen, und wo wirkliche Bäume rauschen! Welch . r ' - j t'f 'Zurren ber Menschheit — und es ist doch nur ein Hohlspiegel wie im Lach- fflbinett, in dem wir Menschen unb Dinge auf- fangen, bald zu breit, bald zu groß, bald zu dünn! — Zerrbilderl" (Fortsetzung folgt) Aut«rüd^dngt bi« zu Prozent Stärker ab« geschwärt waren J.*C? Warben Inti v.» 5.5 pro« -ent» Licht und Kraft (minu« 10 Prozent) und Oelfürei iminu^ 8 Prozent» Die Ven 1 e n « Märkte lagen verödet, es überwogen die Kurs« rüd-änge. Im Devisengeschäft konnte die Mark -inen neuen HöchNkurs erreichen, auch da« Pfund lag international lest. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Am Frankfurter Produk;etzmarkl war die Stimmung in die er Woche gedrüdt. Die ®e- schästslätigkeit blieb äußerst eingeschränkt, obwohl der Besuch an den Hauptmärkten recht gut war Die schwächere Haltung wurde In erster Linie durch die rüdoängigen Preise an den überseeischen Getreidebörsen Hervorrufen. Doch auch zu etwa« niedrigeren Dotierungen zeigte sich zum Abschluß größerer Geschäfte wenig Aeigung. Gin stärkere- Abgleiten der Preise wurde vor allem verhindert durch das sehr knappe Inlanbangebot. Aber auch die Nachfrage war außerordentlich gering, so daß die Umsätze, namentlich in Brotgetreide, minimal blieben. In Mehl war ebenfalls nur sehr stille- Geschäft. Da« Futtermittelgeschäft blieb ruhig, zeitweise war Kleie etwa- gefragt Bur Kartoffeln konnten sich im Preise befestigen. Im Verlause nahm die allgemeine Lustlosigkeit noch zu. Auf den Lieferungsmärkten war nur sehr schleppendes Geschäft. Im Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche gaben Wetzen. Weizenmehl und Noggenmehl je 25 Pf. im Preise nach, ebenso war Weizenkleie 25 Pf. billiger, während in- länbischer Haler um l TU. zurüdgtng. Alle übri- gen Notierungen blieben unverändert. Weizen Qual I 26,25 Mk., Qual ll 25,25, Qual. Ul 22 bis 24. Noggen 24,75 bis 25, Sommergerste 26 bis 28. Hafer Uni.) 22 bis 24, (ausl ) 24,50 bis 25 Mai- 19 bi- 19.25, Weizenmehl 38,50 bi- 39. Noggenmehl 34,25 bi- 35. Wcizenkleie 12,50 Hfl 12.75, Roggenkleie 13,50 Mk. e ' Die 20-Millivn en-Dollaran- leihe der Tommerz- und Privat- B a n k. Wie der Vertreter de« WTB. von maßgebender Banksekte erfährt, wird die 20-Millio- nen-Dollaranleihe der Tommerz- und Privatbank am Montag aufgelegt. S« ist bereit- starke Nachfrage vorhanden * Zur Sanierung der BamagMe- g u t n A.«G., Berlin. Die von der Verwaltung angekündigte Sanierung wird ein Zufam- menlcgungsverhältni« zwischen 2 :1 oder 5:2 bringen sowie zur Bese'.liguna der recht erheblichen Bankschulden voraussichtlich wieder eine Kapltalflerhöhung um 8 Millionen Mark, wahrscheinlich unter direkter Umwandlung in Kapital, allerdings mit Bezugflrecht. Die Verhandlungen darüber können aber laut FZ erst abgeschlossen werden, wenn die Bilanz fertig ist, wo« frühestens im November der Fall sein wird. • Internationaler Drahtverband. Die internationale Drahtaemeinschaft ist von einem Mitglied der belgischen Gruppe mit Wirkung ab 31. Oktober 1927 gekündigt worden, nachdem es in langwierigen Verhandlungen nicht möglich gewesen ist. über Beteiligung und sonstige Bedingungen eine« neuen belgischen Werkes eine Berstänbigung zu finden. • Stillegung der Zeche Nordstern. I Die Zeche .Nordstern" bei Herz genrach soll wegen Unrentabilität stillgelezt werden. Tin ent« . sprechender Antrag wird in diesen Tagen gestellt werden. Den Angestellten Ift bereits zum l.Ia« nuar 1923 gekündigt worden. Die ,>che Hal ein« Belegschaft von ungefähr 1300 Mann. Frankfurter Börse. 0 ra n r f u 11 a. M, 15. Olt. Tendenz überroic genb etwas schwacher. — Zum Wochenlchluh konnte die Stimmung an der Börse keine Belebung erfahren. Da auch heute das Publikum dem Markte DoUfommen sern blieb, verharrte die Spekulation in Teilnahmslosigkeit Der starke Zeichnu"gserfolg der Rentenbank-Kreditanstalt wurde zwar beachtet, blieb aber ohn» sichtbare Wirkung. Ebenso konnten »ersch'edene günstige Nachrichten aus der Industrie keinen Einfluß ausiiben (aiinflige Lage der Ma ichinentndustrie, ste'gende Roheisengewinnuna und Steigerung des Güterverkehrs). Dag gen wirkte die starke Anspannung des Geldn-arktes am gestrigen Zahltage verstimmend, wenn man auch ,e»,t durch die Erfolge der verschiedenen Ausland anleihen die Zukunft des Geldmarktes nicht mehr io Pessimist ich beurteilt Bei außerordentlich eingeschränkten Umsätzen ergaben sich gegen die gestrige Abendbörse nur geringe 33 e r fl n beruh g e n, doch überwogen die K u r s a b s ch w ä - chungen. I. G. Farben eröffneten 1,5 Proz. niedriger. Am Montan markt verzeichnete man durchschnittliche Kurseinbußen von 1 Proz. Ebenso lagen Bankaktien überwiegend bis 1 Prozent schwächer Elektrowerte konnten sich dagegen gut behaupten. Von Lokalwerten zogen Scheidean- ffalt 1,5 Proz. an. Kleger unverändert. Wanß & Freytyag gaben 1,5 Proz. nach Heimische und ausländische Renten geschäftssos. Rur für Russen besteht einiges Interesse. Im Verlaufe kam das Geschäft vollkommen ins Stocken, die Kurse bröckelten allgemein weiter ab. Gesfiirel minus 1,5 Proz. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 7,5 Proz. Im Dcoisenve rkehr konnte sich hie Reichsmark infolge des guten Erfolges der Auslandanleihen mclfer befestigen und stellte sich auf 4,1886 gegen Kabel und 20,405. Paris gegen London 124,05, Mailand 89,18, Madrid 28,34 Berliner Börse. Berlin, 15. DM. Auch die günstigsten Mel-, düngen üben auf die Börse feinen Einfluß mehr' aus. Die Lustlosiakeit und Geschäfts- stille erstickt olle Ansätze zu einer Besserung im Keime und läßt Spekulation und Publikum sehr zurückhaltend operieren. Immerhin ist eine relative Wider st andsfahigkeit des ..Kursniveaus festzustellen, denn, soweit überhaupt Kurse zur Notiz gelangten, lagen sie nur selten mehr als 1 Prozent schwächer als gestern. Canada-Sharcs, Svenska, Essener Steinkohlen, Solberg-ZInk, Bem- berg und Glanzstofs gaben 3 bis 5 Prozent nach. Heimische Anleihen behauptet, A u s l ä n der sehr still und eher schwächer. Bosnier plus 0,5 Prozent. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 6,5 bis 8 Prozent, Monatsgeld 8,5 bis 9 Prozent, Warenwechsel 7 Prozent. Die Lohnschwierigkeiten in Mitteldeutschland ließen auch im Verlaufe kein Geschäft aufkommen und das Kursniveau teilweise weiter abbröckeln Schiffahrt»- unb Bankaktien etwas schwächer. Svenska minus 1,5 Prozent, Glanzstofs minus 8 Prozent, Bemberg minus 2 Prozent. Berliner Produktenbörse. Berlin, 14. DM. Während bie Meldungen von den überseeischen Term r.märften kaum irgendwelche s Anregungen holen, machte es hier groben Eindruck, daß der la-adtichc Pool feine Offerten s-ir den b. chst grabtgen '.Ranckoboweizen um etwa einen halben hjuli) n erhobt batte. Man zieht aus dieser Marktlage den Schluß, daß die kanadische Ernle qualitativ gut, doch durch bie späte Ernte gelitten haben bürste Auch die übrigen Auslanbweizenofserten waren erhöht Vom Inlande sinb geringe Weizenaualitäken rcidfl ch angeboten, ohne aber hier Beachtung zu jinben. während sich für gutes sächsisches Material zu gestrigen Preisen weiter Nachfrage zeigte. Roggen ist in den (Eifforberungen gleichfalls etwas Nfter gehalten. Es notierten (1000 Kilogramm)- W.izen, märkischer, 248 bis 251 Mark, Oktober 26ü,25 bis 269, Dezember 273 bis 273,50, März 275 25 (ruhig). Roggen, märkischer, 239 bis 241, Oktober 243.75, Dezember 244 bis 244,50, Mär, 2" bis 249 (fester). Sommergerste 220 bis 267 (ruhig): Hafer, mir kischer, 198 bis 212 (ruhig): Mais, La Plata, 192 bis 194 (ruhig): Raps 305 bis 315 (stetig); (100 Kilogramm) Weizenmehl 32 bis 35,2-5 (behauptet): Roggenmehl 31,75 bis 33,50 (behauptet); Wetzen- fiele 14 bis 14,25 (stetig). Roggenkiele 14 (stetig): Diktoriaerbsen 52 bis 57: kleine Erbsen 35 bis 37. Futtererbsen 22 bis 24; Peluschken 21 bis 22; Acker- Höhnen 22 bis 24; Wicken 22 bis 24; Lupinen, blau, 14,50 bis 15,50; Rapskuchen 15,80 bis 16.10, Lein kuchen 22,30 bis 22,60: Trockenschnitzel 10,20 bis 10,70; Soyaschrot 19,70 bis 20,30; Sarloffelflocfen 25 bis 25,20 Mark Büchertisch. — Walter Fleff. Sine Einführung in Leben, Wnck unb Wesen des Dichters. Don W. Tbamhayn. 130 Seiten 8° mit vier Bildern unb zwei Anhängen. Schwertverlag Solingen, 1927. Preis 2,20 Mk. — Ein fleißiges wvhldurchdachte« Werkchen, das der Verfasser der großen Walter- Fler-Gemeinde bietet. Des Dichters öebcnflganq rollt sich im ersten Abschnitt vor unseren Augen ab. Den größten Nautn nimmt die Besprechung der Werke des Dichters ein. Das Hervorsteoende daran ist die glückliche Vermeidung jeder fletn- lichen, schulmeisterhaften Beurteilung. Eine liebevolle. ruhige Sachlichkeit führt in das künstlerische Schaffen des Dichters ein, ohne breit oder gar langweilig zu werden. Der gehaltvollste Teil des Büchleins ist der letzte Abschnitt. Au- Lebensweg und Werken, aus Taten und Tod malt der Verfasser hier den Menschen Fler in klarer Wesenserfässung Erne Uebersicht über die bisher erschienene einschlägige Literatur rundet das Werk ab. 510 — DerMann aus dernWalde. Nornan von Zane Grey. AuS dem Amerikanischen übertragen von Paul Bau di sch. (Nomone der Welt. Th. Knaur Nachf. Verlag, Berlin W 50. In Ganzleinen gebunden 2,85 Mk.) — Ein Waldidyll aus Amerikas unermeßlichen Wildnissen, mit poetischer Kunst geschildert, voll jenes Zaubers. den man bei Srzählimgen aus unberührter. unerschlossener Natur empfindet. Zugleich aber ein Buch der Abenteuer und Gefahren, der heftigen Kämpfe zwischen Mensch und Naubtier, das pßamtasievoUe Abbild eines Pionierdaseinfl tm besten Sinne. An Spannung, Fülle der Begebenheiten und mitreißender Sprache ebenso reich wie ade Bücher diese« m Amerika meistgelesenen Autorfl. 434 — Dafl Oftoberfjeft der ..3 e i t tn enb e* E. H. ck^che Beriag-buchhandlung in Mün- chen) zeigt in nuce ein feines abgewogenes Gesamtbild ?cffcn was die „Z«vlwende" will. Geheimrar Start Doller der gef< erte Romanist der Münchener lL:i?er' :..t unb bt tctje.tigct Nettor. bietet c.r.-n Beitrag Der .: Pfarrafsistent Hertel. — Dohannesktrchr. 9J0: Pfarrer Bcchtolshetmer; 11 Kinderkirche für die Lukasgemeinde, Pfarrer Bechtolsheimer. 6: Pfarr« vermalter Dotzert; 8: Bibelbesprechung im Iohannes- saal, Pfarrer Mahr. — Kirchberg. 10; Kirchberg: 11c hl. Abendmahl für die alten Gemeindeglieder von Staufenberg; 1.30: Lollar, hl. Abendmahl für die alten Gerneindeglieder von Lollar. — Cid). Kollekte für den Ev. Bund, 9 30: Stiftsdechant Lenz. 12 45; Kindergottesdienst; 2: Stistspsarrer Schorlemmer — wieseck. 9: Beichte; 9.30: Predigt, im Anschluß Feier des hl. Abendmahls. — Haufen Garbenteich. Hausen 10; Garbenteich 1. — Watzenborn-Steinberg. 10. Kindcrkirche; 1 (Kirchenchor); (Kollekte für die Schwesternanftalten). katholische Gemeinden. Gießen. Samstag, 15. Oktober. 4 30 und 7 Uhr Beichte. Sonntag, 16. Oktober. 19. Sonntag nach Pfingsten 6 30 Uhr: Beichte. 7 Messe, Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11 Messe mit Predigt; 4.30: Versammlung der Iungfrauen-Kongrega- Hon; 5.30: Rosenkranzandacht mit Segen. An den Werktagen ist abend» um 8 Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. — (Brünberg. 9 30 Meße mit Predigt. — Hungen. 8: Messe mit Predigt. — taubach. 10: Messe mit Predigt — Cid). 10: Hochamt mit Predigt. Evnntaa«dienstd.Aer»te n. stvotbeken am 16.10 27 i>rl Dr. Gürtler. Dr. T. Klein. (knaetavotbeke. Iabnarzt: Dr. Jäger. “ü Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. — Reichsbankbiskont 7 Prozent. Lombarbzinsfuh 8 Prozent. Srontfurta M Berlin ffronffurta. M. Berlin Frankfurt a.M. Berlin Berlin 1' ». ktbr weiB )ran^ti'N>e -loten...... Holländische 'Jloten...... itnllenrtcfce Noten...... llorweglsche Noten...... Deutsch Ceften , 6100 Äronen Rumänische Noten...... -chwedtsche Noten...... kchwetzer Noten....... Spanische Noten ...... Uchechollowakische Noten . . JnoOrtfdie Noten Dediscnmarkl TetFm Telegraphische iTTT 167. TO 11.Ul IO9.W 111.46 *1.4'1 74 20 72.95 —5tan(T«r1 Au « 4 ad 14.57 140. M 29.01 110.42 69,?4 44 in 91 -0 n 14.44 73.40 a. TL u n fl. Sdjlufi. flur* I-Ubr. ftur» Schli'b- Nur» Anfang Nur* Schiuh fture • Uhr. stur» Schlutz- Hurt- Knfang stur. Schtu . stur« 1-Utzr. stur. Schlust. stnr. Ansang stur» Datum: 14. 10. 15. 10. 14 10. 1 16. 11) Datum: 14. 19. 15. Ui 14. 10. 16. 10. ________________T a tu tv. 14. 10. 16 0 14. 10. 16. 10 »i* D' NetchSanletde v. 1827 Dt Vlnl ?tblo| €933 . . n 'Jlbrimidx Lvv -Sank Viqu .Wo.DVf ■ . H v at'fl Sorkrteaff-Ob tiootioncit riithablbar 193? ednüfh Vimtxlb Nnl. <®/e Ctfimlflnlttr C*olbrte «.20'’/', Ceflcrr id). eilbtrrtf * 1« veltetrei* ein etil. Vite <’/« Ungatlfdif Clolbrtt < .Untiorilflx v 1910 4'.,°/ beeal von 1913 vi. linear (lebe flronenrte . VI. lurl 3ollan|fii)r v 1911 4°/. Tutt iBnohabbabn-flnl brrit 1. 4e/„ beSqL €erte II. , . 4", 'Jiuniüiitn conbert 9itt • V« humanen Oolbanl. von 1913 , . flrtfl Tentldf ENendadn Ct, C?lnierlta Datei . 6 Vumb tZiibam Domp'sch s V> Ctaol Minen......1 Bl' Kalt Aschersleben ... . ■ lu SoltTOeftereqein . . lu Kaliwert eaUbetfurtb 12 9 <1 ^ar^en-Industrie ir Dvnamit Nobel .... i Scheib.anstaU ....... .6 <"olblchmlbt........6 Siutaertwerte........0 'I'.'etottzjeleU chast .... 10 178,75 iM 184 06 lä 287.18 180 105.76 149.25 195 2 164 10.5 -4H.6 190 124.15 170 181 -1«.?5 124 92 188 2o 177 V 203.6 16 181.6 106 2 287.25 180.25 105 148.75 161 109.5 124 168.5 Ml 75 .91,78 211 121 75 178.5 804 .» IM.26 06.5 153 4 165 197.tj 21H 5 ISO 6 179.6 106.25 156 — 119 14 IM 176 163 175 164 IZ2 25 y< 4» di Hl 146 167 1.4.75 9 15 170.5 161,75 260 '1.1 116 ft l:?,5 tM.I 116 134.5 »15.75 158,75 «8.25 IN». 25 ITO.5 104.5 144.75 169 19s.13 152,5 173 25 16) US $9 110.25 :4u 194,26 171 291 183.5 91.1 iab6 A .treitoa k Schnltdet» Taeenbofer 15 ONwerte.........ir Ber. Älanzstoff......15 Bemdeee........ . « ^eOfto-t Valdbot. . - 12 Zellstoff Aschassenbura . 10 Cbarlokienburaei Waller. 7 4 ellauee ÄaS......N Daimler Motoren.....0 Demag 0 Vlblerroerfe «lebet. ... 0 vubro. roeire ...... K Nat Itutomobll ...... e Crrnft-ln A stovvel .... 4 Linke Hotmann ..... 0 Veonbnrb Itet}......f Bamaa- ll-eyum....... Krankt M.Ichmen .... v «denn ...... 1 Hevliaenftaedi.......< stunadans . ...... f Lechwerke ........ 2 Mainkraftwerke ...... » Miaa ....... .. ir Rekarsulmer ....... > veteis Union ....... R Wehr. 91 r-brr ......H kotgt 4 Haestnet .... * 8nbb Surfer..... Ban l.‘«,6 195 167,6 191 118.6 Ä 36 75 6« 116.6 re 120,5 tro 1 182.76 11'4 lll.i ITO 1 6 5 knoten. .18 18 1'113 1 11'2? 1 1 । ' 1 S « 1 1 « H - “ - « - 81 182,75 436 411 6*1 518 110,76 135.76 199.75 114 irö 278 112 130.76 165 69 116 98 6 INI s 1-0 127.4 S ‘ ‘ s ' s**“ usr.iHUHiH'i.H 5 lts - z ? 14 Oktbr. 15. ohbt. Amtliche Noti runu t»cld Briet amtliche Nonerun, gtlb_ 1 -Priei . Amst.-'statt Buen ?lir,- Bell -Antw Vbrirtianla Ropenbaaen Ctorfdolm . Velhnaforf. (Italien. . . London. . . 'J.’eunorf . . Paris. . . . Schwel» . . Svanten. Oopan . . . Hto be Jan Wien tn T CeO. abfleft •Vrea ... Pelirad . Vnbaoest. ^nl.arten V'äabon Tamta. Ronft ntin Wtben. . . tfanoba llrn uae Saho Ik.^u I.Th'j 110,17 112,ti 111,74 4,1165 10.763 72.« >.5006 W.04 12.404 -.476 a.i# ..V;7 W hl '1,29 :.l«l <1 l,»1 en.9i7 l<1, 4 1.793 »«,41 110,39 A.99 «>,43 4,19» 16.47 ■>9.995 72,39 1.9-6 -.5025 69.1» 12.414 78,JO UI.7J «1.46 f.t.ii *4*6 4.19» l.äh 10*57 '44. 4 I.fw ** 110,14 112,21 111,70 10,642 40,; hJ 4,1045 14,42. TO, 73 72.511 1.954 .5015 W.05 11,40 1 7.374 71.17 >.014 -9.71 «1. 4 .574 «.IWO '.24-. st».4| Sil »0,»t 110.34 Hl.<4 111.91 19.549 t.n 4,192$ 14,446 ->.•*# 73,04 .‘lis *.I7 12.47, 7.590 .UXl «1.76 •1,48 Ä ::S N.93 Berlin. H £hbt "»eid Orte Amerika» >iche 'Jioien..... belgische Jloten . . Dani'che Noten..... CntrtUche .'taten 4,175 58 n HL» •o.iee 4.1*5 »8.47 112.40 "442 Was gehl über Städte und Berge kühn?- Das ist der Flieger mit Seinem Benzin; Was geht über Delfr-Massary mein Lieber ? Unnötige Frage: Z I G AR Oer Grünberger Gastusmaeri findet Mittwoch, den 19. und Donnerstag, den 20. Oktober d. J. In bedeutend erweitertem Umfange statt, und laden wir zu zahlreichem Besuche tm. findet Mittwoch, den 19. Oktober statt. Oer Auftrieb beginnt morgens S', £fi>r und endigt 9 »Uhr. und findet Donnerstag, den 20. Oktober statt. Oer Auftrieb beginnt morgens 9 Uhr und endigt 10 Uhr. Eine beabsichtigte Dlehprämiierung muß ausfallen, da für dieses Mal die landwirtsthastskammer an der Beteiligung oerbindert ist. Oie Reitervereine von Grünberg, Alsfeld und der Rabenau werden anschließend am Donnerstag, dem 20. Oktober, nachmittags 2 Uhr, aus den Diesen hinter dem Markte große reistportliche Vorführungen durch Damen und Herren dieser Vereine veranstalten. Beste Bezugsquelle der Hausfrau Reiche Auswahl / ÄiNlgffe Preise Nettestes Fachgeschäft am Platze für Kolonialwaren, Drogen Lhemikalien, Photo.Artikel Kronen-Orogerie Karl Schott / Grünberg Frankfurter Str.Z, Äahnhofstr.i, Lrückelchen 18 Londorf und CMIngebdufcn Alelderstotte 2tnzugstoffe Zemd^nflanelle Beltzeuge und Barchent Weihwaren Unterzeuge Strickjacken Strick-und Sporlwolle Herren- und Knaben-Anzüge/Paletots emwfieblt trotz starker Vreiasteiaeruna Infolge rechl»ctliger grober Ablchlüste noch äufcerft billig c Bürgermeisterei tSeünberg Sei l!W!Ml!!l!»«ilWM I Hafsia Zum Gallusmarkt! Lchrotmüstlrn Herrn. Aug. Christ Grünberg flßUD Konditorei / Bäckerei w..,l Größte Auswahl bei billigsten Preisen in Damen-und Herrenkonfektion und in sämtlichen Webwaren Gallusmarkt Grimberg Gemütlich geheizte Gailräume Konditorei, Kaffee, Wein, Likör Gasthaus zum Taunus Villa fmilia Srüntfcrg Olefiener Strebe nächst dem Oallusmarkt Besitzer H. 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Neu ist die Pramienschau für reinge- züchtete! Vogelsberger unb Simmentaler Rindvieh Mit Rücksicht auf diese Tier schau ist ble Gallusmarktverlosung erst am Freitag. Also olles in allem rin reichhaltiges Programm, das nicht verfehlen wird, feine Anziehungskraft auszuüben, sofern der „Gallmarkt" überhaupt noch besondere Anziehungskraft nötig hat. Denn er lebt in der Vorstellung von jung unb alt als „das Ereignis- im Jahre, von dem bas aanze Jahr über gesprochen wirb, auf bas sich alles freut und wofür olles aufs beste in Drbr.ang gebracht wirb Unb wenn bie in bie Ferne verschlagenen (Brünberger das ganze Jahr ihre Heimat nicht sehen, im Herbst erwacht bie Sehnsucht noch der Vaterstadt, der 3stlU NtURALOie ZAMfuouteaz WM« Pollterwerkftätte Adam Wehrhelm, Gießen, Löberftr. 17 Spezial-Geschäft für: Klubfofas, -Teffel, Divans, Thaiselongues, Matratzen und Federbetten 1*fartrft4 h tk.* rU. « • L* ... Sh»*!*, Nur Seltersweg 31 Nur Seltersweg 31 AUSSCHWAMM Beseitigung ohne Umbau 10 jähr. 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Oktober. . - 'M Ma Nr. 242 Mnster Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffen) Samstag, 15. (Pttobtr (927 Südslawische Reise. Don Dr Werner Wi^ th « Zwischen 6ubot:ca und Belgrad sich fruchtbar die uttendlich schcinerrde Ebene der' Wojwodina. Mai«. Hans. Weizen und Wein wächst in dreiein tru4>:barftcn Teile Europas. Dor zweihundert Jahren noch war es Wüste und Lumpt Da tarnen, von den Hab» bürgern gerufen, den 1 sche Dauern au« Gllaß und Lothringen, von Rhein und Mosel und rodeten den Grund. Danze Familien sielen Dem Lieber uim Opfer Aber deurscher Fle-.h und Tüchigkeit siegten über 21 atur und Wildnis. We heule durch die großen, viel« tausend Seelen umfasfen- den schwäbischen Dörser der D a t s ch t a und des Dana»« fährt, spürt die aaoaltige Leistung, hit da« Deutschtum zwischen Theist. Save und Donau vollbracht. Tradition und Sitte sind die gleichen geblieben- schars Heden sich lerbilche. ungarische und deutsche Siedlung gegenseitig ab. auch wo sie in einer Dorsgeincinschaft unmittelbar aneinander grenzen. Dies« hochgewachsenen blonden .Schwaben", Männer. Frauen und Kinder verkörpern ein ursprüngliche« Deutschtum, wie es in der alten $eimat nur mehr selten zu finden ist. Diese Dauern haben da« Reich nie gesehen, aber wenn sie vom Mutterland« sprechen, aus dem vor rund zwei Jahrhunderten die Dätcr auswanderten, hebt in diesen nüchternen, harten Dauernschädeln die Romantik zu weben an. Der Glaub« an da S Reich ist ja die Quelle, au« der sie die Straft ihrer Selbstbehauptung in der Fremde schöpften, den Willen. Art und Gehaben der Dorsahren zu bewahren. Ansicht« diese« Glauben« mag sich der Reich-deutsche verlegen Rechenschaft darüber geben, wie weit da« Re ich« deutsch! um bi«her überhaupt diesen Glauben her Au«Isüddeutschen gewertet und beachtet bat. Tritt man hinein In einen dieser be- HLblgen. von Reinlichkeit strahlettt-en Höfe, h> vergibt man der Fremde ringsum und ist wahrhaft In Deutschland. Wie gesund s,nd diese DauernI Hier findet man noch unter einem Dach zuweilen vier Geschlechter lebendig zusammen: die 92jährige Urahne und den 20jährigen Gnkcl. der, bereit- txrrbeiratet, den Rachkommen erwartet Die jähe A b t re nnung vonHngarn hat schwere wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht, wenn sie auch nicht so grost sind, wie drüben in Rumänien, wo eine völlig korrupte StaatS- maschlne die Art an die »riftcnvirunhLage eine« einst blühenden deutschen Bauerntum« gelegt hat. Dcch auch hier war und ist wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit de« gc- samten Deutschtums, die unter tatkräftiger Führung schon erfreuliche Selbsthilfe gezeitigt hat, weiter notwendig, um den wirtschaftlichen Fortschritt der Deutschen gegenüber dem serbischen und ungarischen Rachbar, zu erhalten. In der Deutschen Partei fin* tue tx>r- h an denen Kräfte zusammengefaßt TM Wechsel de« Staate« hat da« südslawische Deutschtum, ähnlich wie bafl in Rumänien, zum Gr- wachen gebracht und damit einer Entwicklung Einhalt getan, in welcher dasselbe, in der Hauptsache freilich die Intelligenz, der Magyartsie- runfl und im beschränkteren Maste der Kroa- tisiecung au-geftyt war. Roch ist der fremde Firnis nicht überall völlig zerbrochen, doch die Hauptarbeit ist getan, die Bewegung in Fluh gebracht. Gerade auch der ungarische Staat tollt« daraus für seine Minderheitenbehandlung lernen, zumal Südslawien, wenn nicht alle Anzeichen trügen, ein gewisse- Bestreben zeigt, di« bitbvrige Brutalisierung der kulturellen Fr«- beit In den neuen Gebieten aufzuheben. Rrch freilich ist die kulturelle Rot der Deutsche, insbesondere auf dein Gebiete d-r Schule, gres, Roch sind die Forderungen drr Deutschen -Partei in Belgrad nicht erfüllt — und mit der Ausschreibung der Gemeindewahlen für die Wojwodina höchsten« ein Schritt getan, schwere« Unre4>t zu mildern. Die südslawischen Parlament-Wahlen wurden von eilen Parteien gegen die Korruption in der Verwaltung geführt. Aber zwilchen Parter- versprechungen und ihrer Derwirklichung liegt ein weiter Weg. zumal auf dem Balkan. Ins» besondere die neuen Gebiete leiden unter einer Hebenobi unqualifizierter ■Beam er, wllche nach dem Zusammenbruch au« Alt-Serbien herüber- strömten und den Eroberer mit eigener Faust und - Tasche spielten. Die Agrarreform zerschlug ben zumeist ungarischen Grostgrand- besid. aber sie traf auch die deutschen Bauern ichwer. welche systematisch von der Landver.eilung auSgelchtolsen wurden. Doch zeigte sich auch hier, wie überall, wo Agrarreform einseitig zugunsten de« Staatsvolles und seiner ehemaligen Soldaten diirchqefübrt tourheri. dast die an t V v.cn Kräfte, irvy aller behördlichen Unter ayung. meist n-.cht in der Lage sind, sich aus der Scholie zu halten. _ , .. Wahlen in Belgrad Aus dast sich Die Ausübung demokratischen Rechte- in Ordnung vollziehe, erliest die Regierung Dukitlchew.t'ch das Alkoholverbot. Doch schon am Rachmittage de« Wahltages der (ander- al« amto lo. Da der Pollzeiminister Mar.mow t'ch. al« d.e rewischen ihnen überall armlel.ge. w.ndlch.cse Hütten. Europa und Asten gehen unmittelbar ineinander über Don da» tntenMtu>nale Hotel, hier «in Hause verlu:npt.r Bettler, die gewöhn: sind, out der Strafe zu sch., en Alle« aber spricht deutsch Der König hat sich inmitten seine« Botte« tetn Hau« gebaut Der Fremde sucht unwillkürlich nn Mittwoch der Dekanatstag De» Evangelischen Dekana t» Schotten statt Rach alter Sitte tourDe die Tagung eröflnet durch einen Gottesdienst in her altehrwürdigen Stadt- kirche. der durch Die PreDigt von Pfarrer P p r n- scheuer Schotten, eine l e'on «rc We e t bie'J. Zu Den VerhanDlungen begab man sich hierauf in Den Rathau»faal Rach den eröffnen Den Wor- • ftelloertreler Hosprediger Widmann. Gedern, den Bericht de« Dckanat«au»fchuffe« für Die Jahre 1925 und 1928. Au« Der Jahre»- geschichte finD u. a zu erwähnen Der Tod von Pfarrer i.R. Römer, Schotten, die Ruhestanh»- versetzungen Der Pfarrer Schmidt, Wingershausen, und Rebel, Laubach, hie Reubcsetzungen her Vsarrstellen Herchenhain Wingershausen, Bnrk- an Den Kirchen zu Hlrichstein. Busenborn. Eichel- «ach'en und Gedern an D. n * 'kv Burkhard» Schotten I und Hlrichstein. sowie am Konlirmandensaal zu Bobenhoulcn II hie Beschaffung von Ersatzglocken zu Hlrichstein und Schotten. Die Vornahme von Orgeireparatur.it hausen. Die Einrichtung einer elektrischen Orgel- qebläleanlage zu Gedern, die Einrichtung elektrischer Kirchenbeleuchtung zu Wichelbach und Betzenrod, einer elektrischen Heizungsanlage zu Rainrod. außerdem die Herstellung einer neuen Kirchenuhr zu Burkhards und die Einweihui.g eine» neuen Friedhöfe« zu Kaulsto». Rach her Personalstatistik wohnen im Dekanat in Den 19 Pfarreien (37 Gemeinden) 19 335 Evangelische; 69 Personen (eben von her Lande-Nrche getrennt; Austritt« aus und Hebertritle zur Evangelischen Landeskirche kamen nicht vor. Die Desamisumme her Gaben für Die evangelisch-christliche L ebes- tätigkeit betrug in 1925 - 22 666 Wk in 1926 ■ 21 393 Wk Der Bericht betlagte vor allem Die erschreckenDe Zunahme Der Festseuch« und die Damit verbundenen Folgen für Die Sonntag-Heiligung. konnte aber als erfreuliche« Merkmal Da- rege kirchliche Verein-leben erwähnen. Rach verschieDenen Rcchnung-prüfungen und der Genehmigung de» Voranschlag» Der Dekanat»- kasse für 1927 28 hielt Hosprediger WiDmann, Gedern, einen Vortrag über „D i e k i r ch l l e Vereinsarbeit in unseren Dekanats- g em« in de n“. hem sich da» Korreferat von Pfarrer I). Fritsch Rupperl-durg. anschloß. An her Aussprache beteiligte sich eine große > ahl her AbgeorDneten. Erwähnt sei noch, haß ftch Der Dckanat-tag mit Der Frage Der Einführung einer belonDeren Feier he» 31.01 tob er befaßte, wobei hie Minui-en stark geteilt waren Die Tagung bat in jeder Weis« einen befriedigenden Verlauf genommen Rundfunst-Programm de» ^ravksurter Lenders. (Aus der .RoDto-Hmsckx«'.- Sonnlag, 16. Oktober. 8.30 bi« 9 30 Hhr Morgenfeier. 9.30 61« 10 Hhr »Werkstoff und Werkstoffkunde", Dortrog von Prof. Dr. Walter Fraenkel. 10 Hhr: Hebertragung aus her Darmstädter Festhalle: Achter Bezirk-liedertag de« Deut'chen Arbeiter-Sängerbünde». 15 bi- 15.30 Hhr Die Elternstunde. 15.30 bis 16.33 Hhr Die Stunde der Jugend. 16 30 bi« 18 Hhr: Konzert De« HauSorchlller«. 18 bi« 19 Hhr: StunDe De« Rhein-Mainischon Verbandes für Dolksbildung: .Kleist-Feier", veranstaltet von Hniverfitätslektor 2^>edemcyer. 19 bi» 20 Hhr: Albert Ehrenstcin. Vorlesung au« eigenen Werken. .20 33 Hhr. Hebertragun i von Der Berliner Funk stunde Konzert der Wiener ©ängetlnaben. Anschließend: Kammermusik-Konzert. Anschließend bis 0.30 Hhr: Konzert der Rundfunk-Jazzband. Montag, 17. Oktober. 15 30 bis IC Hhr: Die Stunde der Iugertd. 16.30 bi« 17.45 Hhr Konzert De« Hau-orch^ster»: Die Oper der Woche. 17.45 bi« 13.05 Hhr: Die LesestunDe. 18 30 bi» 19 Hhr. Hebertragung au» Mannheim: .Kommende Daulunst", eine Aus- cinandcrsehung. Vortrag von 6taDtbauhireftt r G. A Platz. 19 bi» 19 30 Hhr .Arnold Vöcklin". Vortrag zu seinem 100. Gebunsiaae v n Pros. Dr. Wichert. 19.30 bis 19.45 Hhr: 0-a'llche Literaturprvben. vorgetragen von Oberiu i n- rat Paul Olbrich 19.45 bi» 20 15 Hhr: Englischer Sprachunterricht, erteilt von Oberftufcicnrat Paul Olbrich 20.15 Hhr Zur Jtier seine« 150. Geburtstage» Robert Guiskard. Lin Dramenl-a;- ment von Heinrich von Kleist. Anlchlie^end: Hebert ragunfl au» Kassel: Kleist-Gedächtni«- stunde zum 150. Geburtstag des Dichter«. STÜCK, A/G seit 1826 BERLIN HANAU KCELN Indische Tees erkennen Sie sofort an dem Cbft- und (Mnnenbiunetelne ni Befuge BorzugS Rabatt? oj fji P-9. t c 5- S 5 .2 4 *5=1 ^=•5 L»I- H -■ •«. etgs 2 § a S^i Fl: Ze. ttt LI? 2 = 2 EQ2 L°4 i« - - = 22- 2 ö: e» tHnbium- Solbades Kreuznach r'tochemilche 3u» samutcnletzung. 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