Mittwoch, 15. Juni 1927 177. Jahrgang Nr. 137 Erster Blatt Erscheint tflghd),oni|fr Sonntag* nitb J^irrtagi Beilagen QHtfcener IJamUieebUttttr Heimat im Bild Vie Scholle. »♦eatS'Bn*1»*,rts: 2 Reichs marli unb 20 Keichs pfenn,q fir Träger« lohn, auch bei Bichler- schein« etezeteerNummem infolge höherer (Benxilt Fernsprechan|chltzsfe: 51, M unb 112. Lnfchnst für Drohtnoch- richten: Hwjeigtr »teste,. Xaxa^ee von Snjetatn ftv Ne lageenmnmer bi» zum ‘JkKbmttug vorher. Preis fir l «nm höhe fit Anzeigen von 27 mm Steile . rllich 8, au»n>5rt* 10 Reichepsenmg: fir Xe- hlameanvtgen von 70 mm Breite Ä Beichepfennig. Viag Vorschrift 20* . mehr. Chefrednkleur Dt. Friebr. Uhlb. Lange. Deraniroonlich für SolihM Feuilleton Dr. H.THonot: für ben übrigen Idl Ernst Blumschein: für ben An» geigenteil Hurt Hillnrann, sämtlich in Biesten. ne*, druck,md Verlag: BrltflW UsttverstErvuch- mb Stetabrnderei H. tauge tu Stehen. $d?rtftietting und AefdfäftsWefle: 5ch»I»ratze 7. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Die deutschen Fragen aus der Ratstagung. Genfer Präliminarien. Die ersten Zage der Genfer Besprechungen haben gan- offen!letztlich unter dem lehr deprimierenden Eindruck einer allgemeinen R a t- lof Igle 11 gestanden. Der Böllerbundsrat hat txii Gefühl. Mi er in irgendeiner Form sch mit den Äonflijten beschäftigen muh die doch zum mindesten den europäischen Frieden auf daS emftefte gefährden können, dah er sich als 9ort des FNadens lächerlich macht, wenn er beim Bor- handenfein bcrdrhgcr Gefahreirpunfte über Bagatellen sich unterhält. St fürchtet aber auch, dah er sich sehr böse die Finger verbrennen kann, wenn er in die um den Dalian unb um 2 uh land lagernden Probleme eingreift und unter «Umständen fein ganzes Gebäude in die Luft sprengt. Daher die vorsichtige Zurückhaltung und die nahe am Gefrierpunkt an gekommene Temperatur, die ziemlich einheitlich von allen Zeitungen verzeichnet Wird, ^crr Chamber- laln gibt sich dafür alle erdenkliche Mühe, Polen und Litauen unter einen Hut zu bringen, um die Einheitsfront gegen Rußland zu der stärken. Sr muh auf Br land Rücksicht nehmen, kann aber auch schließlich Deutschland nicht vor den Kops stoßen. Denn wenn wir auch militärisch mcht viel zu bedeuten haben, ttnirbe es doch für England einigermaßen peinlich fein, wenn wir durch ein gemeinsames englisch-französisches Borgehen dazu gedrängt wür- den. der Locarno-Politik den Rücken zu kehren und engere Anlehnung an Rußland zu suchen. Daß dabei die Themata, die D e u t s ch l a n d In erster Linie berühren, in die zweite Reihe gebrückt werden, ist an sich ja begreiflkb. aber um so weniger hat Deutschland auch nur den geringsten Grund, von seinen Forderungen sich etwas abhandeln zu lassen. Ss ist ja nicht unsere Schuld, wemt Vie Herabminderung der Belast ungs truppen und die Besichtigung der zerstörten Ostwerke von der Gegenseite in einen engen Zusammenhang gebracht wird, wir haben kein Handelsgeschäft daraus machen wollen. Unsere Lage ist rechtlich unangreifbar, wir haben aus dem Schreiben der Dotschasterkonfevenz seit anderthalb Jahren einen berechtigten An - spruchaus eine Herabminderung der Besä düng. wir haben im Januar die Ber- pslichtung auf uns genommen, die beanstandeten Ost werke zu zerstören, wir sind dieser Verpflichtung nachgekommen unb haben die Tatsache dieser Erfüllung in amllicher Form unseren Äontmficnicn mit geteilt. Selbst der sozialdemokratische .Vorwärts" lehnt cS ab, daß diese Srklärung der deutschen Regierung keinen Glauben findet und durch eine Kontrolle noch einmal nachgeprüst werden muß. Wo kämen wir denn auch mit solchen Methoden hin? Deutschland würde keinen Stein auS feiner Krone verlieren, wenn es die eigens zu diesem in Berlin auf EiS gelegten Militärattache« in unseren Ostgrenzen etwa spazieren führte, aber die nächste Folge würde doch die sein, daß die Botschaftcrkvnserenz die gleiche Forderung nachher bei jeder Gelegenheit wieder stellte, daß sie die Durchführung des KriegSgerätegesetzeS beaufsichtigen und den Verkauf der Kasernen kontrollieren wollte. Wir kämen aus der Kontrolle überhaupt nicht heraus, wür- von einem Zugeständnis zum andern gejagt, ohne daß die Votschafte7t0!ifcrenz es für nötig hielte, auch die Verpflichtungen zu erfüllen, die sie uns gegenüber eingegangen 1R. Sine, solche Imparität ist einfach untragbar. DaS ist der Punkt, um den sich letzten Ende» dle ganzen Verhandlungen drehen. Line Ministerltonferenz. Gens. 14. Juni. (£11.) Rn den heutigen Winisterbesprechiingen, die um 5 Uhr nachmittags begannen und bis gegen 7.30 Uhr abends dauerten. nahmen außer Briand. Ehamber- lain. Dr. Stresemann, Vandervelde und S c i a l v j a auch der Vertreter Japan-. Gras 2 sh i teil, so daß tatsächlich sämtliche Mächte der Botschatterkonferen; und Deutschland vertreten waren. Wan nimmt an. daß heute die ernsten Beziehungen der westeuropäischen Staaten zu Sowjetrußland und insbesondere auch die deut sch-ruf fischen ‘Begebungen aut Erörterung gelangt sind. Heber den Inhalt der heutigen Unterredung wird bon den beteiligten Delegationen strengste Diskretion bewahrt eS trieb jedoch allgemein angenommen, daß gerade die deutsch-rufftschen Beziehungen und ihre künftige Gestaltung im Vordergrund be8 Interesses gestanden haben. Wie von selten der deutschen Delegation mitqcteUt wird, haben die heutigen Beratungen zunächst der allgemeinen politischen Lage gegolten. In der nächsten Besprechung am Mittwoch nachmittag um 5 Uhr sollen die Deutschland und die Botschafter- Ion f er cn 8 betreffenden Fragen zur Erörterung gelangen. In der Ostfestungsfrage neigt man jetzt der Anficht zu. daß eine Einigung hierüber während der Tagung zustandekommen werde, dagegen bereite die Frage der Rheinland- b e f c n u n g sehr große Schwierigkeiten. Ss besteht die ernste Befürchtung, daß auf der gegenwärtigen Tagung keine positiven Ergebnisse erzielt werden würden, sondern daß man lediglich — wie bisher stets — die formale Zusage einer wohlwollenden Prüfung der deutschen Forderungen machen wird, ohne dah damit die Gewahr für eine tatsächliche Berücksichtigung der deutschen Forderungen verbunden ist. Dor der Zusammenkunft der Außenminister am Rachmittag sand eine längere Unterredung zwischen Ehamberlain und dem polnischen Außenminister Z a l e s k i und zwischen Ehamberlain und B e n e s ch statt. Ferner traten am Rachmittag Zaleski und Denesch zu einer längeren Unterredung zusammen. In der Memelfrage wurden die Erörterungen zwischen dem Ministerialdirektor Dr. Gaus und dem litauischen Ministerpräsidenten Wolde- maraS sortgefetzt. (Sine Entscheidung über die endgültige Stellungnahme der deutschen Delegation zu der vom litauischen Ministerpräsidenten vorzulegenden (Srflärung ist bisher noch nicht erfolgt. Amerika und der Daroesplan. Reuhork, 14. Juni. (Wolff.) In der Besprechung des Zwischenberichts des Genera lagenten für Reparationszahlungen, Parker Gilbert, schreibt die .Reuyork World": Da die Stabilität der Finanzen die Voraussetzung bildet für den Erfolg des Dawes-Planes, fühlt sich der Generalagent verpflichtet, die Regierung zu erinnern, i h r Haus in Ordnung au bringen. Der Erfolg de- kritischen fünften wahres hängt von der Bereitwilligkeit oder der Fähigkeit der deutschen Regierung ab. die in ihrem eigenen Interesse liegenden notwendigen normalen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Die .Reutzork Time-" bezeichnet al- bedeutsamsten Zug des Bericht- die unbefümmtc Vertagung des Zusammenbruchs deS Dawes-Planes. Die künftigen Schwierigkeiten bei der Ausführung des Planes werden dem Bericht zufolge nicht mehr infolge ungenügender Einnahmen, sondern durchübermäßige Ausgaben entstehen. Parker Gilben nimmt das erstmalige Recht und die Pflicht scharfer Kritik an den deutschen Fittan^methoden wahr, obwohl er die Gutgläubigkeit der deutschen Regierung erneut bestätigt. Hinsichtlich der deutschen Zahlungsfähigkeit zeigt der Bericht, daß von hier auS keine Schwierigkeiten au erwarten sind. Als wirllich diskutierbares Provlem verbleibt dagegen die Frage, ob es dem Schuldner, den Gläubigern und dem Frieden Gesamt-Europa- zum Besten dient, wenn Deutschland auf unabsehbare Zeit seine Zahlungen weiterleistet und die Alliierten die Summen in Empfang nehmen. Die (Räumung des Saargebicts. Saarbrücken. 14. Juni. (Wolff.) In Ausführung des Beschlüsse- des Dölkerdunbs- ratS vom 12. März d. IS., der für den Abzug der französischen Truppen auS dem Saargebiet und die Aufstellung einer Bahnschutztruppe von höchsten- 800 Mann eine Frist von Drei Monaten stellte, ist da- Saargebiet am 10. Juni, also terminmäßig, geräumt worden. Im Saargebiet befinden sich jetzt nur noch 800 Mann Dahnschutztruppen. vorläufig noch ausschließlich Franzosen. Roch im Laufe dieses Monats werden aber 200 Franzosen zurückgezogen und durch 120 Engländer und 80 Belgier ersetzt werden. so dah auch der internationale Charakter in der Bahnschutztruppe gewahrt ist. Zuspitzung des russisch vor einem russischen Ultimatum an Polen? Moskau fordert Ausweisung der russischen Emigranten. polnischen Konfliktes ooller Uebereinftimmungmlt den anderen Ländern, und feine Maßnahmen zum Schüße der bestehenden Gesellschaftsordnung geben Denen her anderen Staaten nichts nach. Außenpolitisch liegen jedoch die Dinge anders. Für Die neutrale Haltung Deutschlands ist ersten» die 23er- werden muß. Es verlautet, daß eine Umwandlung der Todesurteile in Zwangsarbeit nicht ausgeschlossen sei. In Leningrad ist ein C'e- richtSverfahr^i gegen acht angeblich estnische Spione eröffnet worden. Ruch diesen droh« Cne Todesstrafe Auch dem polnifchen Oberleutnant Iani. der der Ermordung des Leiters der G P. U. in Minsk und der Spionage zugunsten Polens beschuldigt ivurde. ist vom weißru'stfchen Kriegsgericht bereits der Prozeß gemacht worden. Der Angeklagte wurde zum Tode ve r u r- •teilt und da- Urteil bereite Dienstagmorgen vollstreckt. Die polnische Gesandtschaft hatte versucht, bei der Sowietregierung zugunsten Janis zu intervenieren. England und Locarno. London. 14. Juni «Wolff .) Der diplomatische Berichterstatter deS ..Daily Telegraph" schreibt: ..DaS Gefühl ist in britischen Kreisen weit verbreitet, daß die Zeit gekommen ist. wo die Locarnopolitik Früchte tragen und wo Deutschland mehr materielle Zugeständnisse im Rheinland erhalten sollte al- bisher Aber es wird erflört, um wirllich Fortschritte in dieser Richtung zu ermöglichen, würde Deutschland llug handeln, ohne Rücksicht auf die legale Position unter dem Versailler Vertrag Darauf zu verzichten, peinliche Hindernisse in den Weg einer endgültigen und kurzen Untersuchung der zerstör- ten Befestigungen durch b i c alliierten Militärattaches zu legen. Umgekehrt wird, soweit die britische Auffassung in Frage kommt, die von Deutschen aller politischen Richtungen erfolgte offene Anerk^mung. daß b i e letzten Handlungen derSow- j e t S weder verteidigt, noch entschuldigt werden können, viel tun, um den ziemllch ungünstigen Eindruck zu beseitigen, dec durch da- trübere und allzuoffenkundige Streben einiger deutscher Gruppen nach Zusammenarbeit mit Sowjetruhland in London hervorgerusen worden war. — .Westminster Gazette" verlangt tn einem Leitartikel über die Locarnopolitik^ daß die anderen Macht« einen ehrlichen Versuch machen Warschau, 14. Juni. (TU.) Wie hierher aus Moskau gemeldet wird, soll die Sotojet- regierung beschlossen haben, die polnische Antwort auf die zweite russische Rote nicht abzuwarten und eine dritte Rote zu übermitteln. Die neue Rote, die angeblich bereits morgen übermittelt werden soll, soll in Form eine- Ultimatum - eine Antwort der polnischen Regierung dahingehend fordern, dah innerhalb einer bestimmten Frist alle russischen Emigranten, die gegen daS Sowjetregime aus polnischem Boden arbeiten, auS- , gewiesen ©erben. Im polnischen Auhenministerium war bisher eine Bestätigung dieser Meldung mcht zu erhalten Die Abendblätter, die diese Meldung zum teil bereit» bringen, sind bisher nicht dementiert worden. Wie weiter verlautet, beabsichtigt die polnische Regierung entgegen ihrer ursprünglichen Stellungmchme doch eine Antwort auf die zweite Sowjetnote zu geben. Es heißt, daß die polnische Regierung mit dieser Antwort noch warten wird. biS die gerichtlichen Verhandlungen gegen den Attentäter Kowerda zu Ende geführt worden sind. Man nimmt an. daß das Gericht ein Todesurteil fällen wird. Mit Bezug hierauf soll dann die kommende polnische Rote m vermittelndem Sinne gehalten fein. Marschall Pilsu dfki bat den Sejm zum 20 Juni ein» berufen. Die Festsetzung der Tagesordnung für die Session des Parlaments wird am Donnerstag erfolgen. Ss wird angenommen, dah diese Einberufung des Sejms mit den politischen Vorgängen der letzten Zeit im Zusammenhang steht. Deutschland und der Ruffenkonfliltt. Pressionen der Wcstmächic. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers^. Berlin. 15. Juni. Schon vor Beginn der Der- banblungen in Tritt. wo besonders in den privaten Unterhaltungen zwilchen dm Außenministern der europailchen Großmuchte die englifch-russische Spannung einen breiten Raum einnimmt, war in der englischen Presse eine Kampagne ju verzeichnen die darauf hinzielte. Deutschland zur Option gegen Sowjetrußland zu veranlassen. DiiHe Presston. die in Öen letzten Tagen immer schärfere Formen angenommen hat, wird nunmehr auch von der französischen Presse geübt, die jetzt glcichialls den versuch macht, die deutsche Regierung aus ihrer neutralen Stellung herauszudrängen 3m ..Qen^vois“ veröffentlicht gestern Marcel Ray einen Artikel, in dem sogar der versuch gemacht wird, Deutschland die Initiative für b i e Bildung eines Antisowjetblocks zu zu - schieben. Zu diesem Presiefeldzug ist zg bemerken, bah in innerpolitischer Beziehung in Deutschland alles mögliche getan wird, um die kommun.'ti'che Propaganda zu unterbinden. Tie rücksichtslose Bekämpfung der Dritten Internationale durch Reichs- und Landesbehörden kann nicht im geringsten in den euroväischen Westmächten an- gezweifelt werden. Hier befindet sich Deutschland in Polen und seine Os fgrenze. Mönef Minsk Bobrin ß/aiysfüt Jtfwi •Hoeft ien I® Aodz Schifnmir 'WttZ Ukraina Nusirfjn «kau Pieke. fowtl tu6i • *Xbs!in, fäbery , Nanh^ki ScMderitiA Lkgnuz gLiJ eWilna (A- Wodetsch: Todno ’7*\| Lunine. ha ^RtzsMJfowsk e/ 'Sitdk» *) 0 R» » l/ B- ffOS». X *5dvt*» WVIknrmX "U ’ütflan islichtung maßgebend, nicht nur die Locarnooerträge, andern auchdiemitRußlandabgeschlos- enen Verträge zu haften. Ferner kann sich ein völlig entwaffnetes Land im Herzen Europas nicht den Luxus einer Partei- nähme in einem so schwerwiegenden Konflikt gestatten. Diese Noutralitat Deutschlands darf >edoch nicht in vollständige Passivität aus- arten, oieirnehr muh von der deutschen Reche- rung unbedingt verlangt werden, dah sie ben in Zusammenhang mit dem Rusienvroblem stehenden politischen Vorgängen die größte Aufmerksamkeit schenkt unb bie politischen Erfortzernisie bes Augerrdlicks richtig abfchatzt, ohne sich babei der von Westen kommenden Pression willenlos zu fügen. Die neuen Todesurteile. Riga. 14. Juni. (TU.) Die Erschießung der elf in Odessa zum Tode verurteilten zarist.- schen Ofsiziere ist noch nicht erfolgt. Wie eS heißt soll das diplomatische KorpS gegen die Vollziehung der Todesurteile Protest erhoben und daraus hingewiesen haben, daß eine Erschießung der Verurteilten einen überaus sch!echten Eindruck im AuSlande Hervorrufen würde. Die G. P. 1L verlangt hingegen von der Regierung die ‘Betätigung der Trchesurteile. Die Verurteilten haben an das ZentralvollzuaSkomstee ein G na denges uch gerichtet, daS rnnerhalb 72 Stunden beantwortet sollten, den deutschen Standpunkt zu verstehen und ihm so weit wie möglich entgegenzu- kommen, solange noch Zeit dafür fei. DaS Blatt fagt: .Die Fortdauer der Rheinlandbe- seyung wird mehr ober weniger zu einer Gefahr f ür die Lvcarnvpvlitik und zu einem Anlaß für deutsche Gereiztheit, die weder für England noch für Frankreich vorteilhaft ist. WaS die AbrüstungSsrage an betrifft, so kann Deutschland nicht für immer ober auch nur für lange Zeit in einer if olter- t en Stellung der Machtlosigkeit bleiben. Wenn die anderen Mächte ihre Rüstungen nicht vermindern, wird Deutschland früher ober später Wege zur Ausrüstung finden, die sich der Kontrolle feiner Rachbarn entziehen." DaS Blatt spricht schlleßlsty von der Utunöglichkeit. Deutschland völlig und dauernd von kolonialen Unternehmungen auSzuschließen. und schließt, der Bruch mit Rußland mache eS für England um so nptwendiger. die Locarnopolitik mit allem Ernst f or tzusehen. Deutschland und die Kolonialmandate. Gens, 14. Juni. (TU.) Wie von informierter Seite verlautet, gelangte bei den gestrigen Erörterungen zwischen Dr. Stresemann, Briand und EyambOrlain auch fte Auoge 6er Vertretung Deutschlands in der Mandatskommission beS Völkerbundes >ur Sprache, jedoch sei man in dieser Frag« auf nicht unerhebliche Widerstände von «eiten Briands. insbesondere aber dob feiten Lhamberlains. gestoßen, der daran« hin- gewiesen hab«, daß die englischen Dominions einer D«1reiung Deutschlands in der Mandatskommission ablehnend gegen überständen Sine Bestätigung dafür konnte bisher noch nicht erlangt Weichen, da von den betrügt™ Delegationen Auskünfte hierüber abgeleynt wurden. Veamtendemonstrationen in Berlin. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger»-. Verl in. 15. 3uni. Xie durch bie Der- fchleppuna der Regelung der Leamtenbef oldung in der Beamtenschaft entstandene große Erregung macht sich nunmehr in Demonstrationen Lust. Xie Solyenoraonisativnen der Beamten haben anläßlich deS Wiederzusammen- trittS deS AeichStagrS große Kundgebungen veranstaltet. Der Allgemeine Deutsche Beamten- bund hat eme Versammlung unter freiem Himmel abgeholten, während der Deutsche Beamtenbund Flugblätter in Riesenmengen verteilen laßt, in denen der RechS- lao auf den Ernst der Lag.- und die starke Unruhe in der Beamtenschaft hingewielen tmrb. Bet der vom Ortsausschuß Berlin des Allgemeinen Deutschen BeamtenbundeS veranstalteten Kundgebung auf dem Dendarmenmorkt. (Daren olle t .en vertreten. 3n den Fügen wurden Schilder mttgeführt, auf denen gegen den Abbau und für den Achtstundentag demonstriert wurde. Zahlreiche Redner hielten kurze Ansprachen. SS wurde eine Entschließung angenommen, in der sofortige Besoldungserhöhung der unteren und mittleren Beamten noch vor der Sommerpause deS Reichstages gefordert wird. Die Kundgebung wurde mit einem .Hoch" auf die geeinte Front der Arbeiter Angestellten und Beamten geschloffen. Rach Beendigung der Kundgebung kam es in der 3dfletftraßc zu größeren Fufommenrottun- 8 en, als zwei uniformierte Schupvbeomte. die außerdienstlich an der Demonstration teilgenommen hatten, von einem Polizeimajor feftgenommen worden waren. Die Menge nahm gegen den Major eine drohende Haltung ein. Rur durch ein Zufälliges Da,wischentreten deS ReichStagS- präfiöenten L ö b e wurde die Menge an Tat- I«bleiten gehindert Rach Freigabe der Beamten zerstreute s.ch die Menge, so daß keine Polizei einzuschreitcn brauchte. Das ArbeiLsprogramm des Reichstags. Eigener Drahtbericht des „(Siebener Anzeigers'. Berlin, 15. 3uni. Rachdem mit dem gestrigen Lage, dem Wiederbeginn der Plenar- fit',ungen deS Reichstages, die Pur laut ent arische Arbeit wieder In den Mittelpunkt deS öfsentlichen 3irterefseS rückt, dürfte eS nicht unangebracht fein, noch einmal im einzelnen auf die bevorstehende Arbeit deS Reichstage- und seine ge- sebgeberischen Aufgaben einzugehen. Wie wir 1 8 an di- tcn. steht die ledige Tagung zunächst im Zeichen der Aufräum ung-arb eiten verschobener und vertagter Gesetzentwürfe. DieS ist allerdings keine Besonderheit. Parlamente pflegen fo etwa- vielmehr immer zu tun, nämlich besonder- fchwierige Aufgaben bis auf die letzten Wochen vor den sogenannten Sommerserien zu verschieben. Allerdings kvnunt diesmal manche- hinzu. waS den Reichstag erst neuerding- zu beschäftigen hat. dem steht aber nicht entgegen, zu behaupten, daß eS der Reichstag bisher vortrefflich verstairden bot. alle heiklen Themen zunächst abzufchie- 6 c n. Diese Taktik fonn zuweilen von Vorteil sein. Man hat eS ober auch soundlo oft erlebt, daß die sommerliche Hitze keineswegs befruchtend aus die Herren Abgeordneten cintvirfte. 3n erster Linie ftebt Wohl, wie wir bereitmeldeten. die Behandlung der Zolltarif- Rovelle (gerade diese dürfte besonders dazu nnnetaiv t*ln. d-> parlamentarischen Gemüter über das Muß 4u erhitzen, zumal diele aesetzgeberische Aufgabe besonders dringlich ist, da sonst -unsere Handelsvertragsverhandlungen ins Stocken geraten könnten. DeS loeltcren hat sich das Hohe HaiO über daS KriegSgerätegesetz zu entscheiden, wat aber voraussichtlich ohne weitere AnLe.nandersetzungen vonstatten gehen wird. Ferner geht in den nächsten Tagen die erste Lesung deS Gesetzentwurfes über d i c Strasgesetzbuch-Reform In Szene, eine Arbeit, die allerdings den Reichstag Wohl noch ein ganze- 3ahr beschäft-gen wird, man darf jedoch hoffen, daß diese für da- gesamte Wohl des DaterlandeS fo drinaliche Ausgabe noch vor dem Ende der Reich-tagsperiode durch- gefuhrt werden kann, damit nicht äieuwahlcn und neuer Reichstag neue Schwierigkeiten in der Behandlung diese- Gesetze- bringen. Zur Diskussion lieben ferner die Gesetzentwürfe über die Arbeitslosenversicherung, über die Arbeitsvermittlung, über den Reichs- wi r t l cha s t-ra t. über die RechtSanto a l t s o r d n u n g und dgl Bi- jetzt noch nicht im Arbeiteprograuun vorgesehen ist das Reichs- lchulgefeb LS wird voraussichtlich die beste Gelegenheit bieten, die parlamentarischen 'Debatten^ und Kämpfe aus- lebhafteste au erregen. Die Frage de- SperrgefetzeS über bie Regelung der Fürstenabfindungen scheint, wie wir zu wissen glauben, hinfällig zu werden, da voraussichtlich auch die letzten Länder, die noch keine Regelung mit den ehemaligen Fursleichäufern treffen konnten. Mefdben ternun- Sprecht durchsetzen Uvrben Eine wichtige Auf- Sabe besteht jur den Reichstag noch in der Frage ee WeitcrbestehenS deS Mieterschutzes die bekanntlich noch in diesem Monat au regeln ist Alan nimmt allgemein an. dah biete* Gesetz verlängert werden wird Ob die groben S t e u e r v e r e l n f a ch u n g S - G e s e tz e. wie he der Herr ReichSiinanzminlster eingebracht hat, noch vor her Sommerpause erledigt werden können, steht abzuwanen Aul alle Stille wird der Aeltestenrui sich in seiner nächsten Sitzung damit zu beschäftigen haben. Dieses sind zunächst die bekannten Arbeiten und Ausgaben deS Reichstage- Dazu werden sell»stivrstandlich noch plötzlich auftretende in der altacmelncn Politik begründete Ausgaben treten, so oa6 der Rrichstag recht reichlich mit Arbeit Der Reichspräsident besucht Anhalt. Des f tu 14. Äun- iWoifi , Rer chSp r ä - sident v Hi ndenburg ist bcuN vormirrag zum Desuche der Anhaltifchen Regierung und de- Landes Anhalt h.er eirgetr^cr Der Reichspräsik-ent. der dvn seinem Ldiutan.en. Major v. Hindenburg, fofcre von Staate- frtonät Dr Meißner und dem anbakttfchen Gesandten in Berlar. Erzellenz Baden, beul eitet ift. wurde bei feinem Eintreffen im Bahn- Hof Dessau von Miniftervrtisident Deist namen- der Lande-r-egterung und von Bürgermeister Hess« namen- der Stadtverwaltung sowie den Ehefs der ReichSb^örden dem Befehlshaber de- Wehrkreis«- IV und dem Lande-- finanzamt-prä^ identen begrüht. Rach Tkrldfen de- Bahnhof - schritt der Reichspräsident Die Snurt der ttxn 1 (Anhal tischen» Dafl. ReichS- wehr-3nfaMerieregrmerrt- 12 grftetlteri Ehren- kompagme ab und nahm deren Vorbeimarsch entgegen. Hieraus begab sich der Rc chSpräsident im Auto durch die festlich geschmückten 2traben »um RogferungS-tebäutzc. Aus dem Dege hatten die Schulen Spalrer gebildet. Sin Flugzeuggeschwader kreiste über der Stadt Dom Bahnhof kn- zum Rrgferung-gebäude wurde der Reichspräsident überall mit nicht endenwollendem 3übel begrubt Rach einem Besuch Im Ratbau- begab sich der Reich-Präsident zum Shrensried- h v s. wo er am Ehrenmal der im Weltkrieg ®e- sakleven einen prächtigen Kranz mit Weiher Schleife und der Aufschrift 3n treuer Kameradschaft- niederkegte Da- Ehrenmal ist zugleich Grabmal de- deutschen Fliegerhelden au- dem Weltkriege Hauptmann Bvelke Lange verweilte der Reich-Präsident im stillen CMct mit den Vertretern von Bereinigungen der Kriegsteilnehmer an her weihevollen Stätte Degen 12 Uhr erfolgte die Ankunft im Palai- Raina. wo eine Besichtigung der Gemäldegalerie. der staatlichen Sammlungen, sowie ein Rundgang durch die ®alerte unter Führung de- LanveSkonlervatorS Dr. Grote ftattfanb. Daran schloß sich ein Frühstück im großen Saal deS Palai- Raina. Um 4 Uhr bestieg her Reichspräsident von der Bevölkerung jubelnd begrübt, seinen Wagen -u einer Fahrt nach dem 15 Klm. entfernten Wör - litz und nach Oranienbaum, bekannt durch da- in herrlicher Umgebung liegende Schloß und die Orangerie. Kurz vor der Abfahrt fprach der Reich-Präsident zahlreiche vor dem Palai- trat» tende Personen cm. unter ihnen mehrere CS t .Tonen, nach deren Befinden er sich eingehend erkundigte. 3m Schloß Oranienbaum fand eine kleine Teetafel statt. Rach Vorträgen erneS StreichquartettS vvn Künstlern deS Friedrich-Theater- nahm der Reichspräsident die Huldigungen der Kinder nu- der Heimstätte, sowie der Schulkinder au- Oranienbaum und au- der Umgebung entgegen. Aus Um ganz« Dege bildeten die Schufen. 3bh. g« und T'eremt, sowie zahlreiche an bett OtganDa- :tonen Sballer Ucberall «rwar.e:« stürmische KiwdgebiTngen den Reich-pri1 ibenlen 5he Kind« der Heimstätte Oranienbaum sangen einige Volk-- eher und fü'.rter ein«-’ Reigen au' über den der Reichgprä'tdeM sichtlich «trr.il war Er tret au* den Altan de- Schlots«- und dank:« von dort mir herzlichen Dorten. 3n einer kurzen kernigen Ansprache richtete er endlich noch bie Mahnung an die Kinder Staarspfiichr. Treu«. Bateriarid-- liebe und E.ntroch- zu liegen. Der Reich-Präsident kehrte dann zum Palai- Raina zurück, wo eine Frst'afel ftamanb Während de- Mahke- c-rftob sich Minifterpräsident Deist und richtete eine Ansprache an der. Reich-prch identen Der Reichspräsident dankte für die freundliche Begrüßung. The Eindrücke de- heutigen Tag«- hätten ihm wieder lebhaft vor Augen gebührt welch bedeutsame Kulturzentren einst die kleinen deutschen Lander und ihre Residenzen gewesen seien Die Reich»regie- nmg tote er selbst leien gewillt, in Achtung vor dem geschichtlichGewachsenen und Gewordenen die Eiacuart auch der kleinen deutschen Lander zu «rhal- t e n. Freilich dürfte die- nicht zur Eigen- bröbelei und zur Absonderung führen; Erhaltung de- Etaenleben- der deutschen Stämme und Länder solle nicht Zersplitterung und damit Schwächung erzeugen sondern vielmehr der Stärkung dc- Zusammenhalte- aller Deutschen dienen. Ebenso wie in unserer alten ruhmreichen Armee die Söhne aller Stämme in ihren Kontingenten in dem geschlossenen Dillen nur dem gesamten CFatcrlanbe zu d.enen, und unter einheitlicher Führung, die nur treuen Dienst am ganzen Volke kannte, zu- sammengefavt waren, und nur so die großen Taten unserer Geschichte vollbringen konnten, fo kann auch da- Reich nur bestehen und wieder aufwärts kommen, wenn fi$ die Regierungen und Bürger aller Länder mit den besten Kräften de- Körper- und der Seele im Reich und dem Gedanken an feine Zukunst unlo-bar zusa mm entluden und zufammenschUeßea. 3n bk- fer organischen und geistigen Verbindung können die jedem Lande eigenartigen Erscheinungen seine- besonderen Leben- die beste Pflege und Entwicklung finden und in dieser Einheit und nur so. wird auch ganz Deutschland seine Kraft und seine Stellung in der Welt toiebereriancen, die ihm nach seiner Geschichte unb seiner Bedeutung gebührt. Hr.i 11 11 hr abend- begab sich der Reichspräsident zu feinem Salonwagen, um im Laafe der Rächt mit dem fahrplanmäßigen Zug nach Berlin abzurcisen. belastet ist. Man wird also noch nicht abfehen Rinnen, wann er endgültig in die Ferien gehen wirb. Politische Besprechungen beim Kanzler. Berlin, 14. Juni. (Priv.-Tel.) 3m Laufe deS RachmittagS hat der Reichskanzler et ne Besprechung mit den Parteiführern über den Arbeitsplan dc- Reichstages abgehalten. An dieser Besprechung nahmen die Mini ster Brauns, CurtiuS, Hergt. Dell, Schiele und Köhler teil und von den Abgeordneten u. a. Gras Westarp (Dn.). Scholz lD. Dp.). v. ©utrarb und Dtegerwald (Zentr.), Leicht (Bahr. Dp.). Die Besprechung hatte einen vertraulichen Charakter. 3n parlamentarischen Kreisen meint man aber, daß da- Steuervereinheitlichungs- a e s e tz Aur Beratung stand, lieber die Dorlagen. Die der Reichstag noch zu erledigen gedenkt, wird der Oldtefkncal in seiner Sitzung am Freitag beschließen. Dei dem umsangreichen Beratungs- stofs kann damit gerechnet werden, daß die gegenwärtige Tagung sich bis Mitte 3uli. wenn nicht gar bi- Ende 3ult hinziehen wird. Die erste Reichstagsfitzung. Berlin, 14. Juni. (Wolff.) Der Reichstag hat heute feine Sitzungen nach den Pfingstfericn wieder ausgenommen. Auf der Tagesordnung stand als einziger Punkt die zweite Beratung des Lebens- m 11i e lg e f e tz e s. lieber die vorn Ausschuß be- fchsostene Bestimmung, daß ein Teil der Probe amtlich verschlossen oder versiegelt zurrnkzulalsen ist — es handelt sich um die Kontrolle in den Pro- duktionS- und Derkaufsstätten — entspann sich eine kurze Debatte. Die Vorlage wurde fck^ieß- lich in der AuSschußsassung in zweiter und dritter CBcvatung angenommen. Aus Antrag der Rativnalsozialisten und Kommunisten wurde mit 140 gegen 130 Stimmen beschlossen, morgen neben kleineren Vorlagen auch die Anträge gegen die Portoerhöhung zu beraten. Die Fürstenabfindung. Vor der Aufhebung dcö Lperrgcsetzed. Eigener Drohtbcrichl de» ..Gießener Anzeiger»-. Der! in. 15. 3uni Am 1. Juli ist bekanntlich dcrbanc aufzubringenden Kosten vom Staate vor- gelegt werden, bi- der ®cneraltultxirolan fertig- gestellt ist. Die Regierung sagte zu daß noch m bleiern 3ahre der Plan vorgelegt wird Einer Eingabe der Kriminalkommissar« aus Hebung ihrer Stellung wurde »ugcfhmmt Eui Antrag Dr Werner zum Reich- geuerbeamtcn- pian. der mehr Steuerpersonal für Jtflitn verlangt, fand «benlallS duftunmuag Die Regierungsvorlage über die Kosten des Volk-entscheibs |41 500 Tlf) wurde angenommen Em Antrag Kindt wegen der Bckot- düng der Sekretäre beim Staatsarchiv wurde der Regierung als Material für die neue Besoldung-ord.iung utvrwiesen Ein Antraa der Tlbflfl Frl «Birnbaum Frau Balser Frau Hatte- mer unb Frau Heraus wegen Rückzahlung von ßterbcguortalrn wurde durch die Regte runa-antwon für erledigt erklärt Ein. Eii’^ade deS Hess Landc-lehrervcreins und de- Kotholischen Lebrerrx'reins zur 4tnftufuna und Befolbung der hauptamtlich beschäftig, tcn Fortbilbung-schullchrcr wurde der Regierung al- ^Material überwiesen Kür bie Zelle nftrasanftolt Butzbach wurde einer Vorlage zugestimmi in der Kosten in Höhe von 18M für «ine Drchftromanlag« verlangt werden. Auch wurden die Kosten für (ne V«k>.ij«rung der löohnverßältnifie tsi Lan- deszuchthou- THa r tc nf 4) l oft im Betrage von 1T4 000 Akk. geneftmigt. Tw Au-'chuß stimmte einer Regfernng-voelage su. wonach bfe Satzungen der Hess Landesbank geändert tretbrn. Der Paragraph 9 lautet: .Die Regelung der Besoldung iNbarf her Zu st ..mang des '5*.- nanzausichusfE-.' Zum Schluß wurde noch ein GrieitenNrmri zur UebeTnahn'.e non Bürgschaften zur Forderung des Dvb7iungSda«s ange- raWBül Der GesetzDebung-au-schnß «ahm eiW» Antrag Dr Werner an. daß die Land- kag-perioden künftig statt drei c ter 3 a b re dauern feilen; ein Antrag Dr Werner» Listenperbrnbung wurde ebgeiebnL Er« Antrag der Abg. Schreiber und Gan aut Ernfühmng von ö:meln>oblfml«i trnrrbe abgekbm, dagegen die Forderung aus Herabfennng der Zahl deeLandtagsmanbate anarnoennen. ebenso stimmte man der in diefem Anrrag netfengttn Ik-dängmmg her Wahlperioden vor bvrx a*f vier 3obre zu Der Ge«ev«ntsuri über die Gewährung htm Beihilfen bet brr ansteckenden ‘Blutarmut brr Einhufer wurde angenommen, doch hot er bezüglich der Entschädigung ruckwiriende Kraft bis 1. Avril 1E4 «Chatten. Eine Ginaobe des Verein- -efi 3eftfeontimänner m Ta ne tob', aut Einführung be* ok gestempeiren Tausendmarkscheine den Reichsbonkpräfidenten des Falscheides bezichtigt. Dr Schacht, der fich dem Bersabren al» RebenNager anae- lchlofsen hatte, betonte, daß do» Reichsv,inkge'etz juristisch durchaus haltbar und die Aufwertung der alten Tausenbmarkfcheine u nm öglfch fd. Der W.-ltflug Horde Der Amerikaner Bord hci't Donncrfeag früh leinen Fluo um die Welt anuitcrtm. Außer M c oft n wich ibn hierbei der Wieget Georg, No ville de gleiten Während des Fl^a,.i uMtö Acofto dos Flugzeug wahrfcheinlich bei Start und l?cnbimfl steuern und brn mchchinetten leit 6t» :• besorgen. Byrd wird di, Steuerung über den vzean üd.rnehmen während Rooille al» Ravi- gationsofitzier tätig fein wich. Byrd drabsichtigt. nach Pari' zu fliegen, bort sich ein pgot Stunden aufzuhalten und dann über brn Kontinent noch England zu ffiegen und von dort nach Amr- rlka zurück. Da» Flugzeug, da» den Namen „Amerika- tragt, ist ein nut drei Wright-Motoren ausgerüsteter Einbecker Der kfdfiug foll sofort erfolgen, wenn bie Wetterberichte et gestatten. Erfindung einer Sridjuhlmoschin/ Gin Studierender des T.chmkums tn Rurn- berg. Ludwig E 11 f 1 ä n d e r . au- Kenig-ixrg älnters ranken) foll je ein« Geld^hlmaschinr- ’ür Hari- unb Papiergeld trtunbrn höben th« Reichsdank har ihm für das Patent 1H Millionen Mark geboten, eiw Reuyorker Firma 6 Millionen Dollar Star) wm Eiiiefiurm Dienstagnachmittag bat sch «In älntxtaajv ter non einer Plattform dsS Eiffelturmes h.iab- aeftünl. Er stieb beim Fallen auf das Gerüst des Xunn«* und Hieb in einer Hohe von du 50 Meter, über der Grd« zwischen zwei Trägern eingeklemmt hängen. Zu I einer Befreiung mutzte die Feuerwchr auf geboten werben bt> 80 Pf. ,e Psund Lebcndaewicht bejobh. Sehr ec* ^ucht- und Milchkühe für gesucht bis 2 Ubt Kirchliche Nachrichten. Kacholisch« Dememde«. Gteften. Mittwoch 15. Juni, 4 u. 7 Beichte. Sonnerütag 16. 3uni. Fronleichnamfest ®ie&en. 61 Beichte, 7 Qlleffc, 8 Som., 9 Hochamt, 9>' Prozession, II1/, Melle. 2 Festondachl in. Segen. Freitag und Samalag abend» 8 Andacht mit Segen. — Hungen. 8 Hochamt mit Predigt. - Sich. 10 Hochamt mit Predigt. Aellere «. jü»g. Mädchen bei hoheu: Lohn nach hier und auSwärtL für halbe _ Hausarbeit 4 Stock 1OPfig. 1GLEYA-6. *• Die Frist für bi« Anmeldung Steichsanleihen neuen B e f i Ne » -um Umtausch in die Anleihcablösungsschuld läuft 80. Juni ob. Markcmleihen des Steiche», die gebend i _ ter zurillkhatt und die Nachrichten wieder ungünstiger lauten. Borltmstg trifft man nur Farben mit 276,5. Am Devisen tnp r k t hörte man Vonbon mit 485,65 zu 7V, Mailand mit 86,90 und Spanien mit 28,16. Kontorist (in) aro. 17 u. 3) Jahren, flott in Stenographie und Lchrcibmaschine i(Sonin fofott iür bteiiflCv Bureau gesucht. Letbitgeichrtebcne »ngebote mit Gehaltsansprüchen unter 04474 an den (Siebener Änieioer erbeten. 3n letzter Linie Iwfll die Bedeutung des Manner ober nicht m dem. bas er gewn hat. andern in dem. bas er war Bund war in her lat ein Cpamift. en. der an das S-'.f in den anderen March - glaubte Bis in fein hohes Atter hinein war er von einer hrrzgeeonmenden Freundlichkeit und Güte, auch, wie man das jo bei guten Menschen oft findet ron Berlin, 15. 3pni. Die Slhnmung des heutigen Fcühvcrkahr» lafet die Tendenz wieder nach- erfcheinen, xumal das PubUhim stch wei- hält und die Nachrichten au» Nußland der Bolfedalle veranstaltet batte, unter Leitung ihres Musikmeisters (8 r o ji e. erntrte wieder moWncrtü«- ten Beiiai Die 3cbt ber Schuber imb her fturfe Be^- •jU zeigten, weiche Sytnpachie sich die Kapelle In (üi*en erworben bat. Heute abend findei SlvnMCl .nk> lant morgen Sunt er Abend" m Her 50B»- l’dUe sinn, wobei Itlloi, Nesni au* dtantflUt er Annerod oder (Aarbenteich, im letzteren Falle über die Marburger Strafte •• (Eine To r 1 a r e n n a ch r i ch t über eine „Kindesentführung in (Barbcnteld)“ hat ein Gieße- Zeitunabberichterstatter gestern in die Welt hinaus- posaun«. Danach sei in Garbenteich am Samstagvormittag in der Nähe des Bahnübergangs der Gießen-Gelnhäuser Bahn ein geschlossenes Personenauto erschienen, ein Mann sei herauLgesprungen, Aus Dem urtdvcrtüuDi-un-ftblatt. • Dao '21 m t c d e r f u n b l fl u n g s b I o 11 'Jl r. 45 vom 14. Juni enthält: Straßensperre. — Den Ausschlag der vorläufigen Umlagen der Bro- ui im Obe rhessen im Nj. 1927. — Turbinenanloge des Muhlenbesisters Zimmer zu (Brünberg. Die Anwendung der Artikel 24 und 25 öes Dolfsschul- gefetzes. — Iuqcndseiertag und yorivildungsschule. — Dienstnochrichten. die Preise über Notiz bezahlt wurden •• Sonntag er ucffahrforten am Fronleichnam,tage werden für die hn Bahnhof bejondcis ix-lanntgegcbrnvn 2 «rbnch^agtn i J4,ifgeben. Die Hanen gelten für du Hin'ahn am Mittwoch. 15. Juni, von nittaas 12 Uhr an. sowie am Donnen lag. 16.3un . un? zur vaictt«chrt am Donerstag. 16. Iimi und an dem darauffolgenden Tag bis 9 Uhr vormittags. " 11 nt s a ngr e i che 4 rioeiterun a*- bauten im Düterbahnhvf sind gegeiu- trärtig im (Dange. Die Samineiglerle. in welche die Iba gen vom Ablaut berg awS avtollen, werden teilweise verschoben und durch das Bev- kgen der Weichen näher an den Aoiig,crft«V heran verlängert Man wil dadurch mehrere hundert Vieler VlefSlönge getv.nnen. um fo das Sammeln der abroITcnhen Wagen zu perdel!««. 3u die! er Arbeit wurden etwa 40 Zeit arbeit« erregt war astenstchtüch mir jener ^eyorax. vermutlich wegen de» — Zeilenhonorars Bebau kroch tft aber bah dieser Humbug .'.uch noch von einem angeUbenen in eie Leitung en beh;ci«rnbcr! «^ronffut* ter N..chrichtenbureau übernommen merb« " ^ewerdeaurstelluna (tin deM^ersr Genuß wurde fiebern abend den Befchern der Up»- Vertreter die Materialwareageichaiie beiucUn. zur Mitnahme einer Strumpsfolleftiou vcr Luigi Martin Rricbtunnu. Berlin < 2, Kaiser Wklbelm Ttrahe 54. 5671D aonzen Sache ist nur so viel richtig, daß ein etwa sechs Jahre alter Knabe, der einem Automobilisten den Weg gezeigt hatte, Aum Dank für seine wert- vollen Dienste ein Stücichcn Wegs initsahren durfte, und zwar etwa einen Kilometer weit von (Barben- teich bis Hausen. Bon do ist der Junge dann unon- gefochten wieder nach Hause zurucfgekehrt. Bon einer tei gung weiß in Garbenteich niemand etwas. WRIGLEY Erkundigungen handelt es . . um ein ganz übles Produkt der üppig auoschweifen- den Phantasie des betreffenben Reporters. An der habe ein am Wege spielendes sechsjähriges Mädchen ergriffen, es in das 2luto geschleppt und fei damit dooongefahren. Die sofort ausgenommenen poltzei- lichen Verfolgungen und Ermittelungen seien bis jetzt ohne Erfolg geblieben. In dem Orte herrsche ob dieses Vorgangs große Erreaung. Nach unienn sich bei dieser Nachricht 4 üjm. 5-5immec- Wohnungen 'Neubau« zu veun Nahered (04473 Hriedrichüi. 5V. 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Nach und Gerft.rd flrbartne, die ihn ,.n,n eilten Lchulsähren erlogen und untreridnrt Lorn Lahr. Ih58 an besuchte er eine unter Jex tleUuog der Pjaroers und bekannten Hennat- ' nnex s E la rd oru #rb lu Alsheim in Nb einhell en h.nde Pxioatichul. uiw von 1MJ0 an da» Darm- Moöter (Bgmnafium Bon 1H64 bi» 1868 nxbmetf I .- stch -,u (stieße:-. Dem Studium der Theologie, vahrcnd irrner Studentenzeit gehörte er dem Horp: Startenvurgio an Nach Ablegung de» Fakultät»- ramen« iguttw Büttel auf ein Jahr Mitglied des ßtebigerfenunare zu Friedberg, um um 21. Ncw. 1869 Ui (einer Heimat Biebesheim ordiniert zu werden 6eir*e erfu dienstliche Verwendung fand er vom , Devecnber 18A# .m ai» Pfarrvikar zu Framers- heim bei HUet). 1871 kam er in gietchcr Eigenschaft yid) lirob ^rau 1872 nach Michelstadt und dann aneöee nach GroßLsterau. 3n. Jahre 1874 wurde er iod) Mainz versetzt und am 28. August 1876 wurde hm die dortige dntte evangelischr Psarrstelle über- tufitr Da» Zohr 1884 führte ihn al» Viinsilmr- Pfarrer noch Schle-.-wig. an der Schlei fand er seine »welle Heimat 3n dieser Stellung ist er ununterbrochen geblieben, bi» er tut* vor dem Weltkriege n den Luhestand trat. Der Ausbruch des Krieges rief den allen So Idolen pfarve r wieder in den Dienst juriirf, er wi^te Festungsgarnisonspsarrer zu Wesel, a»o chrn auch die Seestorge an den evangelischen Rnopsgesaw^nen übertragen war. Noch während de» Änege* tarn et nach Schleswig zurück, wo er ixn 21 yioDember 1921 sein sünszigjährige, Dienstjubiläum seierte. Dieser Tag bedeutete für Büttel ifbod) nom nicht die völlige Nuhc, nach wie vor war rr als Pfarrer tätig, am P'atmsonntaoe 1920 bidt er in der Schlostkirche zu Vottorp seinen letzten Mitiläraotlesdienst Än (einer lanchahrigen loiigfeit hat Bütld eine segensreiche Wirksamkeit entfaltet. Er war ein treff- icher Prediger und Seelsorger, der, um ein Wort Theodor Fontanes zu gebrauchen, die Kunst ver- tand. ..nut sedom In seiner Sprache zu reden". Noch pruU ist in Mainz die Erinnerung an den aufrechten Pfarrer ut* vortrefflichen Nelunonslehrer lebendig. Ul; Militargeistlicher bat Büttel in fernem Dirken >olle B GlnfaaiilienöQos m.7)5Uaunern,.v Smllung u großem (Harten. Schriftliche itnacb. unter 04482 an d. ertieb-Auz erb Zum Betuche v. Pri- voikundschatt suchen rotr gegen sehr dohe Berkguiovrav. lucht. Bertrelerinnra. HeflcoraetilibrÜi laekelee hLiehscUr Döbels L S. (flear. l»« .«»as Tüchiig-, luugcrer IHüller in nut ciuacrubictc L imden mllhle »um sosorngen Eintritt bei gutem Lohn gesucht. Schristl. Angebote unter 5638D an den (Lieh An» kV thbinder- lehrling kann sofort einueten Wtlb. Becker, Mater und L^etb- binder-Grichäst. Schützcnür. 2. MMl Bedcmft*Uiun io m»l dem «rasen Sbatbertee be- freundet, er w^r aber auch freundlich tm Umgar . mit dem Jüngsten unter feinen Soldaten. Ein aus ndkr. stammender jun«r Wann, der vor dem Kriege dem Schleswiger Husarenregimem -ngehöne, erzahttr mir einst daft ihn. sts fi schon vor Jahren sein Grab neben der Kirche ausgesucht. Nach einem uielbeeegten Leden wird der treue Sohn des Heftenlandee mm In der Hemmterde ruhen Die Arbeilsmarktlage im nördlichen Oberhessen. 3m Bereiche de^ Arbeitsamtes sür das nördliche Oberhessen (Stadt und Zreis Dieben, sowie die Kreise AlSseld, Lauterbach und Schotten) hat die Lage des Arbeitsmarktes im Lause des Monats Mal eine weitere sehr erhebliche Besserung ersohren Das Baugewerbe, die Land- wirlschast und der Bergbau haben ersreulicher- weisc wiederum Arbeitskräfte in grohem Umfange aufgenommen, ferner find in der Tabak- inbuftrie -ahlreiche Wiedereinstelllingen erfolgt, so daft durch alle diese Mmftänbc begünstigt die Zahl der SrwerbSlosen auch im verflossenen Monat erneut bedeutend gesunken ist. Aotstands- arbeiten sind im ganzen Bereich des Arbeitsamtes noch im Dange Es ist bamit zu rechnen, baft auch im 3uni die Arbeitslosenzisser einen weiteren Rückgang ersahren wirb. 3m einzelnen ist zu berichten: Dieften-Stabt: 1. 3imi 301 Hauplunter- stützungsempsünger, 533 Zuschlagvempfünger: ll.Mai 421 bzw. 672). Kreis Dieftcn: 1 Juni 188 Hauptunter- stützungScmp'änger, 258 Zuschlagsernpsängcr: (l.mai 423 bezw 4301. Kreis AlSselb: 1.3uni 48 Haupunter- stühungSempfüngcr. 98 ZuschlagScmpsänger: (l.Ma, 106 bzw. 206). KreiS Lauterbach: 1.3uni 58 Haupt- Unterstützungsempfänger, 119 Zuschlagsempfänger: (l.Mai 118 bzw. 225). Kreis Schotten: 1 3uni 98 Huuplunter- stuyungscmpfanger, 189 Zuschlc.gcemp'iLnger. (s. Mai 196 bzw 401). 3 nsgesamt: 1 3uni 693 Hauptunter- stützungSempfänaer, 1197 ZuschlagSemp'änger: (l.Mai 1264 bzw. 1943). O# sei hierbei daran erinnert daft am 1. 3 a nu a c noch 2523 HaupnnttcrstützungS- mp*.’syr !id Zu' blagsempsänger am 1 März 3247 b« 5CS2 und an 1 April 1887 bzw 2989 im Bereiche des Arbeitsamtes gezählt wurden. (Biejjcncr (ßa6 und Wasser für Klein-Linden. flu» Klein.Linden wird un» geschrieben: Bei den lkrt>anblungen. d.e mit der Stadl (ließen wegen der Dasferbelieferusg gepstogen mürben, hat man a ich die Beliricrvng unsere» Orte» mit ® a ■: in Erwaaung gezogen Um bedeutend.- (triparmfle zu erzielen, müßt« b« Angstegenhest tetzt schon emidxeben werden, da bw Gaozilleiiungsrob:. in die Graden ber Safleriritung eingebaut werdet rennten. I4e durch die Anwendung von Oki, erpeittn Eriparnisie an Ho«Z Kohlen und Arbeitszeit und die mit der Gasheizun- uerbuntienrn Bequemlichkeiten sollt.-n leben Einwohner von fi'.ein-Lirchen peran- laß>sza uhr anzu'chiieften. Nun hat die Stad: Gießen ein sehr aunstige» Angebot gemacht Um irdem Einwohner Klem-Lindens die Benutzung des Gases zu ermöglichen, bat sich die Stadt Gießen erboten, das (izasrshrnetz auf eigene 5is Eigentum des beirefienücn Verbraucher. icher Diefes Verfahren hat fidj in letzter Zeit auch an an- deren Dnen gut emgefübri und ist für beide Teile, ttzasweri und Lerbrauchcr. tragbar. Da» Städtische Gas- und 'hMfernKrf Gießen plant ferner, der Sin- wohnerschast von Älcin-tiinben das ®a» zum gleichen Preise zu liefern, wie es die Bevölkerung in Gießen erhall. Allerdings wird eine Zuhttrgebichr erhoben, die zwischen 0.4h und 0,45 Mark pro Monat für einen drei- ober fünfftommigen Gasmeffer betragen wird. Mit dem Bau der Wasserleitung und ber üanaliiatipn sowie mit der Emsuhrung der Gasocr- '^rgung dürfte unsere Gemeinde einen großen kulturellen Fortschritt zu verzeichnen haben. ^oriiuti\eN. — Tageskolender für Mittwoch. Gewccbeal'5'ttllung: 8 bis 12 Uhr Konzert und Tanz. — Dcntfchcr Nepublikaiüscher Lehrerbund 8.15 Uhr, Singiaul des Nealaymnasiums. Bonrgg. Lichtspielhaus (Bahnhofftraße): „Dagfin*. — Asto- ria-Lichlspiele: „Das Erbe des Banditen". ßef jedeml&dswafchen fühlen Sie so recht, wie gut und rein Sunlicht Seife ist. Ihr prächtiger Schaum reinigt und erfrischt die Haut, ohne sie im geringsten zu reizen. Verlangen Sie das Sunlicht Handstück zu 15 PL Von Mark 935.- an schon kaufen Sie bei mir das Erzeugnis der Weltfinna Oebr. Zimmermann Sie haben es auch in dieser r billigen Preislage nicht nötig, auf wenig bekannte oder kaum mehr als lokale Bedeutung aufweisende Fabrikate zurückzugreifen. Im In-und Ausland ist das Oebr.-Zimmermann- Klavier von allen deutschen Fabrikaten das meist gekaufte. Welturteil ist Werturteil Oebr.-Zimmermann - Pianos und -Flügel in OieBen nur im PianobansSchönau Seitenweg 91 Lieferung a. 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Die trauernden Hinterbliebenen: Otto Knörr und Frau Karl Duill und Frau Emma geb. Knörr und 2 Enkelkinder. Gießen (Schiffenberger Weg49,Asterweg43), IS.Juni 1927. Die Beerdigung findet in aller Stille statt — Von Beileidsbesuchen und Kranzspenden bittet man absehen zu wollen. 5661D SMkÜkMslellWlMkNM Balkon u. 1. Platz 2. - JLK 2. Platz 1.60 (Eintrittspreife: dutolag fflr Inhaber von Dauer. und Beibarten: Freitag, den 17. Juni, abends 81/,—10 Uhr, in der Volkshalle WW Bflllei-Keooe Gastspiel Calina Iacarina, die berühmte kleine Ballerina Maria Kaminskaja, Solo-Tänzerin aus dem groh.russischen Ballet Iwan Petroff, Charakter-Tänzer Jakob Kaminsky. Balletmeister au» dem grob- russischen Ballet Klassische, nationale akrobatische (Kraft und Schönheit),moderne underzentrischelänze,Bro- tesken, Choreographisch« und Tolks • Szenen 1.50 JLK 1.” . 5660c jeremia 29,11. (Statt besonderer Anzeige. Oer Herr rief beute um 4 llbr nachmittags unseren lieben (Satten, Vater, Großvater und Schwiegervater, den evangelischen Pfarrer i. JL Theodor Weber zu sich beim in seine Herrlichkeit. 3m Flamen der kauernden Hinterbliebenen: Ottilie Weber geb. Meseke. Holzheim, den 13. 3uni 1927. Beerdigung in Holzheim: Donnerstag, den 16. Juni, nachmittags 2 Uhr. Etwa für Kranzsvenden in Aussicht genommene Äetrüge bitten wir, auf Wunsch unsres lieben Entschlafenen, lieber für Zwecke des Reiches Gottes, besonders für das Slaue Kreuz zu verwenden. NUI Der C. C. der Starkenburgia. Feldartiiieristen von Gieren und Omg. I. A.: Druckrcy' staltsindenden 5663 D ilhr nachmittags: 5 SSTOid Untat L OM77 funfl Laudach. 5665V Drucksachen aller tin drück». SrStzl 14« Dre<«r«i leearterw Wagt Cewtee tzohkafselte. 5677D mit la Ondulation. 04451 Ilaus der Bandarbeit Seltersweg 81 MTSe aus Etamine und Tüll, mit Spitzen. Einffitz. u Volants i$cich mack voll ausgeftattet NIMM DOCH erscheint alle zu der am 19. Juni 1927, 13 (1) Uhr in Dietzen im Hotel Köhler XXX 56MD aus glattem Etamine. mit Hand-Filet'Motiven. moderne Ausführung FÜR DEN BODEN LOSA FAMfF, MHNfWCHS LOBA BEIZE, DiEHAüEHQfTt Ee Ist bestimmt in Gotte« Rat, DaU man vom Liebsten, was man hat, muß aebcidcnl Gestern vormittag l1/, Uhr entschlief sanft nach langem schweren, In großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere treuiorgondo Mutter, Schwester, Schwägerin und Tantu Frau Christine Schäfer geb. Langsdorf im fast vollendeten 47. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Philipp NrhHfer, Postschaffner Richard und Karl Nchlifcr Ug. I.angedorf IV. und Familie Bern Gerichtsvollzieher in Dietzen, Steinsir 13. Donnerstag, den 16. Juni 1927 nachmittags 2 Uhr versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 2S dahier, zwangsweise gegen Barzahlung. 1 Klavier, 1 SiSschranl, 4 Schreibtitche, 1 Schreibmaschine, 4 BeriikoS. 3 SofaS. i Tvaichtische, 1 Kleiderschrank, einen Bücherschrank. 1 Büfett 1 Registrierkasse, 2 Spiegel, t Truhe. 1 Diwan. 2 Sessel. 13 Bände BrockbauS-Leffikon. 23 Tornister. 5 Brotbeutel. ICO Tornisterriemen. 3 Sanitätstaschen. 2 Bucksäcke. 3 TDassersäcke. 1 Spirituskocher, eine Ludwig Langsdorf und Familie Heinrich Schilfer und Familie Harle Heiller Wne. und Nohn. Gießen (Schützenstr. 17), Leihgestern, Hirschhorn a N., Heuchelheim, den 15. Juni 1927. Dio Beerdigung findet in Leihgestern Donnerstag. den 16. Juni, nachmittags 4 Uhr, von BahnhofstraUo 11 aus statt. _______04464 Besprechung zwecks gemeinsamer Fahrt zur Denkmals« weihe in Darmstadt am 2. u. 3. Juli 1927. Teilnehmerkarten werben aus gegeben. Der AuSschuh- 3. X: Bernhardt DüchSler, Lampe. fonntao. 1D.3bnI: SotBlliruronnneri. uneben. B-lnenber» Kroidorler ilotit Lchmelch Aronbau- IfiL 4'. eiet 'Siuck- lackoervstegunn' Äbm. Uhr Vobn- ein komplettes Speisezimmer, eine Pfaff. Nähmaschine, ver. schiebene Oelgemalde, 1 große Ständerlampe mit Seiden, schirm, 1 Stehlampe Mosen, ihal), ein Kaffee-Service für zwölf Personen Mosenthal), 1 Bronze-Lüster, 1 Marmor. Figur (Oer Oornzieher, 1,70 Meter hoch), 1 Notenschrank mit Klavierstuhl, 1 Liegeklub, fessel aus Saffianleder. Bahnhofstraße 66,2. Stock (im Hause Sass Amend). SiÜaill|NM|. rn-Lchutzdrcke. mrma eriroa L d GclchSiis- 'teile b. QL «. nn® MNpr Verkaul Mr verkaufen Umstände halber am Freitag, dem 17. Juni, von 12 bis Aür getragene Herrenkleider zahlt höchste Breil« I llo««*niwrljr (Blrteo.5eiirrsiD.5fL Kgrik genügt. • *•< U.C. Plodistrdeä U.C, Heute Mittwoch 8.30 Uhr abends grober öperd und Operetlen-Abend Ausgeführt von erstklass. Orchester Spezialausschank Steinhlusaer Pilsner Friedberg - Eintritt frei! .1 ii '! * Der unterfertigte C. C. betrauert Uef das Ableben seines Ältesten alten Herrn, des Divislonaplarrers a. D. D. theol. G. A. Büttel Ritter hoher Orden. der nach kurzer Krankheit im 82. Lebensjahre In Schleswig verschied. Bekanntmachung. Betr.: Einrichtung. Reinigung und Desinfektion der Gast- und Händler- stalle. 5666B Auf die Im Amtsverkündigungsblatt Nr. 41 vom 31. Mai 1927 veröffentlichte Bekanntmachung des Kreisamtr Kietzen werden die Interessenten besonders hingewiesen. In den amtlichen Aushänge- kästen Ist eine Abschrift hiervon angeschlagen. Bietzen, den 15. Juni 1927. Der Oberbürgermeister. I. D.: Klingspor. Sm- u. ^rammetgtQsuerfleigetungen des Gräflichen Jorffamb zu Callbach. Montag, den 20. Juni, in der Gemar- Veeichtigung. 3n der gestrigen Anzeige betreffend Lommer-Aboimemenls-ttollzerte 1927 muß es richtig heißen: WD Oas erste Moniert findet am Donnerstag, dem 23. 3uni statt. Auch in der Bahnhofstraße 61 imDamen-Herreosalonvon Otto Gath werden Bubiköpfe elegant nach der neusten Mode geschnitten Der Alicefrauenverein vom Roten Kreuz gibt am 10, Cluli 1927 tn der VolkSbaUe fetn alljahrltches MBTD Kinderfest In Gestalt eines nirrhrnfoites. Iflietn, die ihren Kindern Im Arier uon 3—10 ,labten gestalten, an bleiern Nest ttlUunebmcrt iverden gebeten, stch anzumelden vom 2tl dtv -H Quni 1937 L In dem städi.Kindergarten. Walltorstr. 5S 2. In d. Zemtnarkindergarten. «artenstr.30 3. Grabenstraste st. nachm. von 3—5 Uhr. ,-hietlr.i d.«eichaii4- stelle de« «irh. fln*. ItaaUer lalet oetf Herr 2orgd. Nhr. 11 olb.la2d,! ÄerLt neu. faden or. 1 TMGOJs. <1 r i U.-4< i n o Vaöeiwr. sxt l. 1uü-a. ?chr. tktlangeb. um. MOfid o b ch. 8ns. .1. auf der Kelsewiese um 8 Uhr vormittags von co. 28 Morgen (ohne Los 2); 2. vor der Ringelvhöhe um Uhr vor- mittags von ca. 15 Morgen, im Anschlutz daran aus den Ziegeihütterteichwiesen (ohne die Lose 1, 2, .3) von ca. 19 Mar- 5en: Coe 1 in der Airlenbach: Lose 21, 3, 24 am Tiergärtnerteich. An demselben Tage, nachmittags von 4 Uhr an. In der Turnhalle zu flrelenseen: 1. von ca. 120 Morgen im Wetterauer- gründ: 2. von ca. 40 Margen im Wolfs- garten Lose 2« und .3. Kreuzseener- und vberseenergrund (ohne die Lose 1—34c) und neue Wiese non Adolf Martin im Lippcrgrund: 3. von ca. 52 Morgen — 24 Abteilungen der vom Oberseener Hofgut zurückgenommenen Wiesen. Dienstag. Ten 21. Juni, von 9 Uhr Vormittage an, In der Aepfelsdach von ca. 172 Morgen daselbst, am alten Keller, in den verschiedenen Heegbriicken und (Bolle- wiese. An demselben Tage, nachmittags von 12 Uhr an, auf dem Jägerhaus von ca. 107 Morgen in Ruthardohaufen einschl. 9exewlefr, Aaurtrilcn, riahlgarten, Mulsau, Langhecke einschl. neue Wiese von Konrad riögy II. Erben. Riipverts- bürg. (Berflume und Lingelbach: ferner von ca. 17 Morgen in der Eilbach. Elgersbach. Die hem- und Bnichwiefe Wielenwarter Siltz. dahier, und die be- treffenoen gräflichen Förster sind angewiesen, die Wiesenlose, die durch nume- rierte Kolzpslocke oder Steine kenntlich gemacht sind, auf verlangen vor dem Ter- inln vorzuzeigen. Für Marken, schreibmaschine neu, Intereffent gesucht. Schriftliche Angebote unter 5546D an den Gießener Anzeiger. BeleeKlefclsr Herr Bel Herr Herl liskler, i.telei ki mmit tnrbnd)ftr. M. <*«■ leichte» Pferd mit fomol xirr il aller lltora: rtc ede dieser Versammlungen nur einen bescheidenen Beitrag zur Beruhigung oder Sicherung unseres Erbteile geliefert Hütte, so mühten heute paradiesische 3uftänbe herrschen, und wir wären dem Tage nahe, wo nach Oefalas die Lämmer bei den Wölfen weiden sollen. Leider ist davon wenig zu spuren. 2m Gegenteil, die europäische Verstänbioung. deren Silberstreisen sich ror zwe, ? hnn Io ! i imgsooll am Horizont anfünblgte, ist wieder in weiteste Ferne gerückt. Die Spannung zwischen den einzelnen Nationen nimmt zu, und wenn cs noch nicht zu einer kriegerischen Entladung gekommen ist, so liegt es nicht daran, datz der ausgehäufte Zündstoff nicht genügte, sondern bah die Erinnerung an den Krieg mit seiner vierjährigen Leidenszeit noch lebendig in dein Gedächtnis der Völker lebt. Bezeichnend ist auch, datz sich Amerila neuerdings immer mehr von der alten Welt zurückzieht. Es sendet uns zwar neuerdings vortresfliche Flieger über den Ozean, aber wenn es eine von den vielen europäischen Konferenzen beschickt. so zeichnen sich seine Vertreter durch eine erstaunliche Schweigsamkeit und Zurückhaltung aus. Sie nehmen daran teil wie Leute, die aus Höflichkeit nicht ablagen wollen, aber sich einen Erfolg von den Verhandlungen nicht versprechen. Man wird der amerikanischen Aussasiung eine Berechtigung leider nicht absprechen können. Der Fortschritt, ber in ber Befriedung Europas erzielt wird, stehl im umgekehrten Verhältnis zu der Biel- geschäftigkeil dieser mündlichen Diplomatie. Die Verhandlungen in Genf reizen eigentlich nie ab. Sind nicht gerade die Minister selbst zu Ratstagun- f,cn oder zu einer Vollsitzung des Völkerbundes ver- ammelt, |o sorgen ständige oder nichtständige Kommissionen dafür, datz bas Feuer auf bem biploma- tischen Herb nicht ausgeht unb datz die verschiedenen Solitischen ©uppentöpfe hübsch weiterbrodeln. Die erhandlimgen find Selbstzweck, für die sich kaum jemand außerhalb von Genf Interessiert, die Reden werden nur von denjenigen gelesen, die von Amts wegen verpflichtet sind, aber selbst diese glauben nicht, daß sie zu einem Erfolg fuhren könnten. Die Frage „Sein ober Nichtsein" soll hier für den Völkerbund nicht wieder ausgeworfen werden. Man mutz ihn als eine Tatsache hinnehmen, als eine Einrichtung, die aus dem politischen Leben Europas nicht mehr Hinwegzudenken ist. Ilm so mehr aber muh man auf die Schäden seiner Organisation Hinweisen. Er ist trotz feines kurzen Bestehens schon zu einer burea akratischen Behörde er- harrt, die von Zeit zu Zett in regelmäßigen Abstände n vor den Augei', dec ganzen ‘L t diplomatische Beronfialtunge: in|)rder Lei! nehmer sich, leibst aus »osten der inneren Wahrheit, bemüh: 1 'uflhd'ft engdretn dazuftehen und die Gc- genparui mir aller Schuld für die Unzulänglichkeit der politischen Zustande XU belasten. Dazu gehört eme befördere flunft der Diplomanc. denn d e weite Oestentlich'ei! m Genf bringt es mit sich datz in den Reden die grofele Zurückhaltung geübt wird, und bah aus die Empfmbunger .Uer direkt ober indirekt Beteiligten die äußerste R-dsicht genommen werden mutz. Man will sich und anderen den Pelz waschen, aber um Gottes willen niemand natz machen' Diese zarte Rücksicht verleiht den Verhandlungen in Gen« etwas Unklares. Unbestimmtes und Zwitterhaftes. sie ijt auch ichuid daran, datz die bortigen la- gunc.n gewöhnlich einen Ausgang nehmen, ber statt eines Ergebnisses nur ben Schein eines solchen trägt. Es ist gewiß kein Ruhm, wenn eine Deltwirt- schaltskonserenu an ber die besten Kräfte Europas teilnehmen mit einigen vieldeutigen Resolutionen auseinandergeht. wenn die Abrüstungskommissivnen ihren Zweck ungefähr in bas Gegenteil verwandeln oder wenn sich der Völkerbund leibst bei wichtigen Zerwürfnissen zwischen europäischen Rationen auf (ärunb eines Paragraphen seines Statuts für unzu- ftonbig erklärt unb über eine freundschaftliche Mahnung an die beiden Gegner, doch ja den Frieden zu wahren, nicht binausfommt. Diese Halbheiten sind fid) mit Notwendigkeit au- dieser mündlichen Diplomatie eracben Sie sind bedauerlich, weil lic bie Einrichtung des Völkerbundes über Gebühr di-krebi- tieten. sie sind aber auch gefährlich, weil sie eine Verstimmung der Nationen untereinander nach sich ziehen. Die Genfer Burcaufratie mutz sich betätigen, fie wirft beständig bie grötzten Probleme politifcher. wirtfchastl.cher und sozialer Art auf. unb da diese eine sachgemätze Erledigung in ben Verhandlungen nicht linden, so wirb ber Anschein erweckt ober soll unter Umftänbcn sogar erweckt werben, als ob sie an bem Wibet- staube unb bem bösen "Dillen eine- ber beteiligten Staaten scheiterten. Das mutz statt zu einet Einigung zu e.net Cntfrembung bet Völrer sühren. Denn man beispielsweise in Locarno unb Thoiry baS Vilb einer restlosen Annäherung zwischen Frankreich unb Deutfchlanb unb ber baldigen Näumung beS Nheinlanbes an bie "IBanb malt, unb wenn diese schönen Pläne bann an ber harten "Realität Ur Drnge fä>eitcm. so wirb durch ben Gegensatz -wischen Hoffnungen unb Leistungen nur neue Verbitterung hervor» gerufen. Dasselbe ist ber Fall, wenn bas Genfer Arbeitsamt, gewiß in bester Absicht, aber auch ohne Kenntnis ber praktischen Lage in ben einzelnen Ländern, soziale Oboen propagiert, bie zwar ben Dünschen bet Arbeiterschaft entsprechen, aber barum doch nicht, ober zur Zeit nicht burch- führbar finb; auch da wirb durch baS Verhalten bet internationalen Stelle bie Spannung zwischen Arbeitern unb Arbeitgebern nur verstärkt. Man braucht kein Freunb bet alten Gcheim» Diplomatie zu fein, um einzusehen, daß sie ben Völkern weniger Enttäuschungen bereitet hat, als bas heutige mündliche Verfahren. Gs liegt in feinem Wesen, dah es verfrühte Hoffnungen erregt, unb es ergibt sich au8 ihm mit Notwendigkeit. bah e- große Veranstaltungen trifft, bei Denen nach ben schönsten Neben nur be- scheibenste Ergebnisse übrig bleiben. Die mündliche Diplomatte bat gewiß schätzenswerte Vorzüge. aber man hat mit bem Snstcm Raub- ..Mnfil IM Leben der Völker."" Die Anlcrnaiionale Audsicllung in Frankfurt a. M. Don Artur Holde. Deutschlands Großstädte befinden sich in diesem Sommer auf dem Gebiet des Ausstellungs» wesen- in einem Wettkampf. Aber keine- Der vielen Unternehmungen darf so stark auf die Anteilnahme aller BevöllerungSschichtcn rechnen, wie Di« soeben eröffnete Internationale MufikauSstellung in Frankfurt. Dem Besuchet früherer MusikauSstellungen ist Die peinvolle Erinnerung an zahllose Kojen und Stände acblieben, die in tausend Dariattonen vor allem Die Erzeugnisse Der ÖnDuftrie beherbergten. DaS mustkhtstorische Niveau wurde Dann durch eilig zusammengehvUe Partituren und Drucke dar» getan. Der Eindruck, den ber Beschauer diesmal gewinnt, ist Der. daß die Ausstellung in ihrem Ideenreichtum, in der Systematik ihres Ausbaues und vor allem in Der Lebendigkeit eine bewunderungswürdige kulturelle Leistung Darftcllt. Die künstlerisches Gefühl mit Wirklichkeitssinn m sich vereinigenden Schöpfet biefer gewaltigen Schau. Otto Ernst Sutter unb Ludwig Koch, haben mit ideeller und großzügig materieller Unterstützung ber Stadtverwaltung Frankfurts den organisierten Jahrmarkt früherer Unternehmungen dieser Art vollkommen vermieden. Sie haben, von ausgezeichneten Fachleuten beraten, das ungeheure Material in eine Ordnung gebracht. Die den anspruchsvollen Mufiktoillenschaftcr ebenso befriedigt, wie fie ben mufiffreubigen Laien leicht» verständliche Auffchlüsf« über alle Gebiete der Tonkunst vermittelt. Die Mufikhistorische Abteilung ist von Den staatlichen und städtischen Bibliotheken unb von den wichtigen Privatsammlungen mit den Prunkstücken aller Notendruckversahren reich beschickt worben. Dvm primitiven Hc^zta selb ruck an sehen wir alle Druckarten deS Mittelalters. Die meisterlichen Arbeiten Petruccis mit beweglichen Metalltypen werden oorgewiefen unb mit Bewunderung sieht man die Mehrfarbendrucke ber Cautentabulatuten. Alle Stadien der Noten- werben in Neumen, Mensuralnotationen, in frühen Stichen unb modernen Drucken kenntlich gemacht Für alle wichtigen Formen der In- sttumental- und Vokaimulck. für Suite. Sonate, Symphonie, Oratorium, Weste, für den protestantischen Kult, für Oper. Lied unb Männer« chorgefang. bringt die historische Schau ohne jede unnötige Anhäufung reizvollste Deleae. Der museale Charatt« ist in Der ..kulturhistorischen" Ucbetficht insofern ganz auf- gegeben. als die Räume jeweils im Stile der Epoche hergerichtet worden find, so daß sich Der Beschauet noch stärket als beim Betrachten Der in Vitrinen gelagerten Notenbände Dem Geist der vergangenen Zeiten verbunden fühlt. Die Romantik bat ihren optischen Abglanz in einem Robert Schuman-Zimmer, das bem Schuman« Museum in Zwickau entstammt. In ähnlicher Weise hat bas Friedrich Silcher-HauS in Schncttth feine Einrichtin^sgegenstande Ijergegeben, um ben großen Förderer deS Deutschen Volksliedes zu ehren. Die Ethnographische Abteilung gibt ohne jeden theoretisierenden Beigeschmack eine Ueberficht über die Instrumente aller Völker ber Erde, wie sie in biefer Fülle unb in biesem Seltenheit sw ert noch niemals geboten worben ist. Von ben ältesten, dem religiösen Kickt bienen» ben Instrumenten, d.e jetzt noch ihre Existenz in ben Lärminsttumenten ber Äinbet haben, biS auf die Tonwerkzeuge Der Gegenwart, find alle bemerkenswerten Arten vertreten. China. Japan, die Türkei, ber Kaukasus und die auf primitiver Kulturstufe stehenden Völkerschaften haben ihre chataltetistischslen Instrumente zur Schau gestellt. Sm javanisches Orchester, in dem 30 bis 50 Spielet improvisierend musizieren, führt die Idem Hamburger Völtet-Museum gehörigen) Ori« ginalinftrumcnte vor. Das Frankfurter China- Institut präsentiert in vielfältigen Variationen die Mufik deS Landes, unb zwar in Verknüpfung mit einet Schau bet zum Theaterwesen gehörigen Gegenstände. Diejenigen Länder Europas, die sich einer alten musikalischen Kultur rühmen können, sind nahezu alle bet Einladung bet Ausstellungsleitung gefolgt Sie haben, von ihren Regierungen weitgehend unterstützt, ihren Ehrgeiz daran gesetzt, bie kostbarsten Stucke ihre- Besitzes zur Verfügung zu stellen. Frankreichs großer Raum gehört unzweifelhaft zu den eindrucksvollsten Tlltteilungen ber gesamten Ausstellung. Originalpartituren von Derlioz, von Mozart l,.Don Juan"). Bizet Garmen“), Rossini «..Wilhelm Teil“), De Busiy, Masten et, Saint- Saent, Tesar Franck, von alten Meistern tote Rameau. Lully. zieren die GlaStische deS Raumes Briefdokumente von Wagner und Liszt ziehen das Auge auf sich, am meisten der enthusiastische warmherzige EmpsehlungLbnef. den Liszt dem jungen Wagner nach Dans an Pauline Viardot-Garvia mitgab. ÄLeinobien dieser Abteilung sind die Bildnisse von Ddacroix: Chovin. Tournier: Derlioz und Renoir: Wagner. Belgiens Abteilung erhält chren Glanz durch ein Manuskript Dugays. des auS bem Hennegau stammenden ersten großen Meisters der „nieber- ländifchen Schule" und durch Erstdrucke von IoSquine de PreS. Dillart, PH. de Monte, der Rore, be Kerle. Sehr reichhaltig unb bedeutenb ist natürlich Oesterreichs Material. Alle Mönch« codiceS und Aeumcnhandfchtiften, zum Dell in bau getrieben. Es hat dadurch nicht nur 'eine Dirkfamkeit verloren sondern die er? : n Konferenzen, Auv proche.-. und Zutamm nkün ie ta Jen schon Gefahr, ber Lächerlichkeit za ; er* allen. Das sollten auch die europäischen tiadü;;: .»er beNnlnt, die sich so gern in der logischen Beleuchtung ber intcrndtuHtalen Odleu^ichke r zeigen Auch ihr p-döiiiieyer Nunbus verblaßt, wenn sie ihn zu häuhg und rhne Erfolg t-cn Augen und der Kritck ber zufchauenden DcU ausletzen. Wehr Zurückhaltung tu! nr: Em erfahren er Diplomat - ich glaube, es war Metternich — hat einmal geäußert, daß man bem Frieden der Welt nich« bester dienen Imme alS durch Adkchastung aller Botschaften und sonstigen diplomanlchen Missionen. In dem Schein liegt eine emhc Dayrhn: E.n Zuviel von Diplomatie ist Ichädsicher akS ein Zuwenig, und wenn man wie Gens die Menschheit zu gleicher Zeit in pol rischer sozialer unb wirtschaftlicher Beziehung beglücken will, so läuft man Gefahr, bah man überhaupt nid):» erreicht, baß man die schwersten Geschütze ausfährt, um allenfalls ein paar Spatzen zu erlegen, bie man viel billiger hätte haben können. Cs ift gewiß erfreulich, bah Die Minister unb Staatsmänner an den Ufern der Rhone alS gute Freunde unb Kollegen miteinanber verkehren, aber wenn btde Intimität keine Annäherung, sonbem eher eine Entfrembung Der Völker zur Folge hat. so war daS ehemalige Rotenschreiben zweckmäßiger. aus jeben Fall barmlofer alS diese mündliche Diplomatte. Ein Hilfeschrei aus Dem Elsaß. ■ für daS elsaß-lothringische Volk, ist in einein De- leiDigungsprvzeß. ben bie französischen Roya- listcnführct Da übet und Mauri aS gegen das Blatt angestrengt hatten, zu acht Dkonaten Gefängnis unb 31 000 Franken Schadenersatz unb in einem späteren Prozeß zu einem Monat GcsängniS unb 10 000 Franken Schadenersatz unb außerdem mit 13 000 Franken »i’titrc de Provision" verurteilt. Das Blatt fragt in feiner Kommentierung deS Urteils: »Wie lange noch, ihr französischen Richter, wollt ihr die Geduld ber Elsaß-Lothringer mißbrauchen? Ist es euch noch nicht genug ber Emvorung, der Aufreizung. der Unterminierung des französischen Gedankens, die ihr durch eure Jugcments fran- cais“ geschallen habt? Wollt iyr aus bem beschrittenen Wege weitergehen, bis auch ber letzte Rest von Achtung vor ber Justiz in S cherben liegt? Wollt ihr eS so weit treiben. bis auch! ber letzte Slsäsfer unb ber letzte Lothringer verzweiselt fragt, ob in ben Justiz« Palästen Elsaß-Lothringens bie Gerechtigkeit vorn politischen Haß, vorn Wahnsinn entthront worben ist?..." DaS Blatt wendet sich bann unter ber Ueber- fchrift „Gin Notschrei an daS Ausland" an die fern ber Heimat lebenden Landsleute um Hilfe. Und dieser Hilferus über Mc Grenzen hinüber ist um deswillen von besonderer bohrt» scher Bedeutung, weil die Kreise der .VolkS- fttmme" bislang ihren Kampf um ihr Heimatrecht allein auf f ich gestellt durchsechtm wollten unb eS stets vermieden haben, eine Bcwe>7una im Ausland -u entfachen, die wie eine Einmischung tn rnnersranzöfische Angelegenheiten aussehen könnte. Jetzt aber wirbt bas Blatt für feint ,Andreas-Hofer-Kasie", um die Lasten des Colmarer Urteils tragen zu können unb .bas einzige TageSorgan in Elsaß-Lothringen. Das Den Mut hat. Die Wahrheit, bie volle Wahrheit zu sagen, nicht burch richterliche Urteile zugrunde richten" zu lallen, auch im Ausland unb schreibt: seltenen prächtig erhaltenen Exemplaren, Ma- nullripte bcS letzten Minnesängers Oswalb von Wolkenstein hallen ben Beschauer sest. Daß bie Wiener Klassiker mit vielen Originalpartituren vertreten sind bebarf kaum ber Hervorhebung. Man sieht Mozart'S Ave verum, baS Requiem. Die Sinfonie O»Moll, Beethovens Violinkon-erte in D-Dur unD Das Fragment In C-Dur, Die FrühlingSsonate. seine Skizzenbücher unD viele Briefe. Ihnen schließen sich Autographien von Schubert, Brahms, Bruckner, von Dem vier Sinfonien auSliegen, unD von RicharD Strauß in großer Zahl an. Auch Das „Wiener Volks- theater" ist mit amüsanten Szenenbildern von Possen- unD Singspielen vertreten. Schöne GinDrüdc vermittelt auch Ungarns Bezirk. Ein Klavier Beethovens ist Nachbar mehrerer Instrumente, die Franz Liszt in Gebrauch hatte. Die Partituren Der für da- BuDapester Nationaltheater komponierten Musiken Beethonens zu Den , Ruinen von Athen" unD „König Stephan" bilden Den kostbarsten Bestandteil Des musikkulturellen Naticna gute- Ungarn-. Die Tschechoslowakei, DaSKonservatorium Europas, wie man einmal Böhmen genannt fcat, gibt fesselnbe Einblicke in Die Muhkvllcge DeS Landes. „Mozart in Prag" heißt Das Motto einer Gruppe. BilDer, Theaterzettel, Szenerien sowie Partituren von Smetana unD Dvorak hallen Den Blick fest. Polen, seit lanacm tn Der Kunstmusik Europas verwoben, bietet Dokumente Der bis auf Das frühe Mittelatter zurückrcichenDen Anfänge mufikalifcher "Betätigung Des VoUcS. — Außer Den europäischen Staaten haben auch aus große musikalische TraDition -urückblickenDe EtäDle wie Leipzig, München, Frankfurt unD Deutsche Einzelstaaten eigene unD zwar sehr bemerkenswerte Räume aufzuweifen. In Der „Wusikpflege Der Gegenwart" geben Der Deutsche SängerbunD unD Die ArbeiterfängerbünDe aufschlußreiche Ueber- sichten über ihre Entwicklung innerhalb Des letzten IahrhunDertS. Sin mit allen neuzeitlichen Einrichtungen versehener „Schullingkaal" bildet Den muftergilrtgen Rahmen für Die Vorführung moDemcr musikalischer ErziehungSprinxi. ien. Auch sinnvoll hergerichtete .Vereinsmusiksale" sollen Der praktischen Musikpflege unserer Zell Anregungen bringen. Die Oper Der Gegenwart ist mit Vorbe- Dacht in einen engen Rahmen gespannt wor- Den: Man wollte möglichst wenig in Die Gebiete Der MagDeburger Theaterausstellung ein» areisen. Immerhin tragen Szenen bilder, Mo- Delle, Figurinen undRsgiedüchrr führen D?r Cwrn- bühnen Dazu bei, DaS GesamtbllD Der Ausstellung abzurunDen. Einen Begriss von Der G£p6öüfliflkit Der ganzen Anlage dieses UnieraehmenS bekommt ziliii'mod), 15. Juni 192Z —II ----1~T----- .Wir wenden uns auch heute cn das Aus- lanb L. HZ vir .ert. diesen Schritt zu tun .'Y-iflc r.. "en ir.r ihn tun. F ..izösi'ch« X.u :cz ' \.t u ii dazu gezwungen. Wh schreien eS lau: ujer die Grenzen hinauf, daß eS für Die heimattrcucn Ellaß-Lolhiinger in ihrem eige- neu üanbe fein Recht. ie Gerechtigke.t. leinen rich erlichen Schutz mehr gibt Dal Ausland muß eS erfahren daß in dem befreiten E,afik kr:bnngen Die l c r i d> t e Der sranzÖf- «chen Republik in den Dienst Dee nah onalcn Hahp 0 l 11ik s > ch gestellt haben, daß sie durch maßlole Urteile die Blatter zu entwurzeln suchen, die d.e aroj e Lüae vom urfran»öniaKn Sl'asi nicht mitn.^chrn. die Die Befreiung 00m Jahre 1913 mit ihrem wah - ren G c I i d)t e zeigen unD für die Eibaltung DeS elfäfliIcheu VollStumS unentwegt unb ruck- «idUSios sich einigen. An die Sünü-Lothringer tm Reiche, in Amerika, in ber Schweiz, au d e nationalen Minderheiten der ueug.'schallcne 1 Staaten wenden wir uns Be.ie!".d sicd.n wir sie ou um ihre Hilfe gegen Den Terror ber französischen Gerichte Lan bSIeut« im Reich, btc ihr durch bi« Schmachurteile ber iSommiffionä be triago mit barbarilcyer Robßeit aus euren Famllien. aa- eutxm Verwanden- und Bekanntenkreis berauS- gen t des Wasserwege- neben den "nerlählichen volkswirtschaftlichen Werten für Er- Haltung der bestehenden Industrien eintreten wird. Die Lerch-bahn wirb für die billig ton- »irrten Massengüter, die etwa aus den Kanal übergehen, durch andere hochwertige entschädigt werden Bedürfnisse, welche die Hebung des all» gerne neu Wohlstände- mit sich bringen Selbstverständlich muh die Lerbesseruna der allgemei- nen Lande^tulturinteressen durch Vermeidung ober unschädliche Lbführung der verderblichen Hochwasser in den kanalisierten filuh und die Hebung der allgemeinen 6ieuerfrafl angemessen berücksichtigt werden 3n der Hauptsache aber U)erben anaesichtS der besonder« günftigeti Verhältnisse. Die auch vom Reich-verkehr-ministe- i lum mit Erlast vom 26. Februar 1926 anerkannt worben f nd. die SelbstvcrWaltungSkörper- schastcn unb die Industrien in der Lage fern, üurd) Geldbeschaffungen ober Garantieleistungen da- Werk au« eigenen Kräften au betreiben. Der Lahnkanal trügt sich tinan-iell selb st.- .^ichsvervain uer deutschen Tierschutzvereine. 3m weiteren Verlause der Tagung drs ReichSveibandeS der deutschen Tier- Ichuhvereinc in Darmstadt. über tic Wii schon kurz berichleien, beschäftigte man sich mit 2nttagen bet Tierfchuhvereine von Düsseldorf. Hilchenbach. Lübeck und München über die all» gemeine Durchs ührung de- Detüu- bungSzwangeS bei Vornahme der Schlachtungen. Vci vieler Gelegencheii wurde in einer sehr lebhaften Aussprache auch die Schächtfiage berührt, jedoch in (einer Weise agitatorisch. Ss kamen sowohl die Gegner, tote die Anhänger dielet Schlachlmethode zu Wort. Die Versammlung stinmite lchliestlich mit 80:7 Stimmen den Anträgen der erwähnten Vereine-u. Sodann hielt Llniverfitats-Proseftor Dr Ära cm er tGiesten), der an der LandeSuniver- sität Sieben daS Lehrfach für Tierzucht vertritt, einen Vortrag über .Tierpsychologie und Tierschutz", in dem er u. a. au-führte: Wir erkennen in den Kreisen der Laien tiefe Gegensätze. die einen vermenschlichen die ganze Tier- -eit zu sehr und schreiben selbst den Geschöpfen niedrigster Stufe überlegte Handlungen zu. die anderen glauben nur an eine niedrige Stufe psychischei Gütigkeit selbst bet hochstehenden Tie- een. Instinkt beim Tier Vernunft beim Menschen! Da« irüibe den Vorzug grober Einfachheit haben, aber eine Auffassung von so einfachen Sonnen wird wohl keinen allgemeineren Anklang finden. Dir müsfen die feinere 6tufeuleiler des Geschehens erkennen, die von dem Gesamtnerven- lystem bztv. dem Gehirn abhängig ist 3n dieser Stufenleiter unterscheiden wir Reaktionen. Re- fleir. 3iiftin(le. GnoliS. Afsoziaiionen. Pra,ie unb endlich erst al- höchste Stufe der geistigen Leistung Neberlegung, Verstand und Dernunst. DerHiofln.öeroieStflöiplönöerte Roman von Sven Elve st ad. Copyright bei Georg Müller. München. 7. Fortsetzung Nachdruck verboten „3a. unsere Brieftaschen/ murmelten die Gäste und fühlten unwillkürlich noch einmal nach den Taschen ..die sind fort." „cci)i richtig rann gibt e» also nur Zwei Möglichkeiten. Entweder find die Herren unterwegs bestohlen worden ober hier ui der Wohnung. 3m ersten tfall wäre C6 oussichteiv», nach dem Dieb zu tuchen 3m zweiten null ist es nicht aaru auoae- 'chlossen, dast er nach im Hause ift. 3d) Iioffe. meine Anweisung, die Türen zu schlieben, ist befolgt worben/ „Die Türen flnb verschlossen", erklärte ber äonsul. ..Dann werbe ich genötigt fein, die Herren einen ach dem andern zu vernehmen. Wa-- Sie betrifft. >err fimiptmann jo find eie natürlich in Obrem igenen Automobil gekommen/ ..3a", war die Antwort de» Gefragten. „Unb eit. Herr Oberarzt?" 3d) hatte einen Taxameter genommen." .Jiaben Sie an der Tür bezahlt?" -Haben Sie sich davon überzeugt, dast Sie zu 'er Seil 3hr Geld noch hatten?^ ..3a. ich habe mit einem Iun'k.anenichein be- hlt Mein Geld lag in der Brieslasche. Aber nun iuib Geld unb Brieftasche fort. Zweitausend Kronen ind mir gestohlen worden. Da» ift mehr, al» ich missen kann ' -Das Ift eine sehr wichtige Mitteilung, die Sie 'm machen . bemerkte Krag. „Sie bestätigt, was ich hon angenommen hatte dast der einzig dastehende Diebstahl hier im Hause begangen fein must." »Aber da» ift ja unmöglich", rief man «hm zu. Nicht» ist unmöglich/ entgegnete ber Detektiv ernst. 3d) kann Ihnen versichern meine Herren dast wir es hier nut einem überau» ix-rweaeiun und erschlagenen Berbrecher zu tun haben Unb vieler . .rbrccher hat auch Humor, auf Sie aui- diesem 'Briefe leben tonen Die Sinzetligen die Untere, besitzen überhaupt noch fein Lervensyst^n bestimmte Reize führen aber doch schon zu 3eafttrr.cn aut KW Wärm» chemische Kräfte und Oleftryiiät Dvn Tieflerer, kann man eigen:lrch erst sprechen wenn al- anotvmi'che Unterlagen derselben Ganglienzellen und Tkroenfoterr nach- wei-bar find allo erst bei den Wetazoer den Gewebetieren 3n den unieriien Kreisen der Tiere liegen sie n-xt> völlig zerstreut be den Würmern entsteht eine leiterförmige Anordnung an der Tcutoarb. bei den Aontelt erer erkennen wir schon einen mehr einheitlichen Strang am ganzen Lücken entlang, doch erst bei den TEHtMliercn kommt e- dann zu einer geschloffenen Kette in Form de- Lückenmari - und be» Urhirnes Bei den Zikchen entw.dein fich die knotigen Anschwellungen der grauen Lerven- massen wohl al- eine Folge der schützeud?n knöchernen Kapsel, die hier zuerst ouhritt. und so leben Wir hier schon da- Kleinhirn sowie den Vier«. Seh- und Streifenhügel, b unter dem Ti amen der Grostbirnganglien den bleibenden Stamm de» Seelenotga-ie#. ber obersten Zentrale bilden. Unb immer mehr wächst nun die Kopfnervenmosfe heran bi- zu dem gewaltigen Vemunstorgan de- Menschen Lu- den weiteren 3ue«uhrungen de- TI ebnere sei angeführt wa- er über Instinkthandlun- gen sagte er erklärt» dazu u. a. G- lallen lieh hier ganze Leihen von Handlungen auf lehr hoher Stufe erkennen, fo das', sie dem Laien Den Gindruck au-gesprochener Intelligenz machen können. Wir waren wohl alle in unserer Jugend davon überzeugt, dast Vienen und Ameisen sich ihrer bewunderungswürdigen Tätigkeit voll bewußt sind, dah sie alle-, wie etwa wir selbst auf der Schule gelernt haben muffen. Doch Wie konnte die einsame Spinne cm Letz wirken lernen? Die könnte der Schmetterling lernen, feine Gier gerade an hie Pflanze zu legen die ihm selbst nicht- bedeutet, die aber da' einzig gegebene Sutter für die Raupen feiner Arl liefert? In- stinktbandlungen müllen also auch vererbt und können nach der herrschenden Auffaffung niemals erlernt 'ein Unb doch' Werden wirklich alle Instinkthandlungen ohne sede Binsicht in da- eigene Tun voll.zogen? In vielen ALllen macht e- gewih diesen Sindruck. aber bei hochstehenden Tieren bilden sich manche Instinkte zurück, um dem Lernen immer mehr Platz einzuräumen. Der Redner befvrach dann eingehend die 6m- Wicklung de- HirnS und b.euchtetc im Zusarn- inenhang hiermit de Entwicklung geiftiqcr «Fähigkeiten LS komme nicht nur auf bie Gröhe und da- Gew.cht des Gehirne, sondern auch auf die Oberfläch sie mchk zu früh in den Hafenstädten ein- treffen, denn der Ause7tth?'t verursache grobe Kosten. 3n Hamburg gebe e- etwa vierzig cer- tchiidrne Schiffahrt-unien. M« Auswanderer befördern deshalb fet bei der Gintchtstung Hilke und Beratung notwening. Da- Thema ..Freunbtnnenarbelt aus dem Lande" würd' in einem Vorträge von Frau Dekan Schmitthenner -Wie-icch behandelt Die Redner wies auf die grvste Zahl der Frauen hin. fr, ^eutzutaae bvruf6(dna rnb. leider dränge das L ubmidchen zur Stadt O- fei notwendig die jungen Mädchen schon in der Konfirmanbenstunde auf die CS'fabrcn aufmerf« 'am zu machen die oftmals .in der Fremde liegen auch die Mütter mühten mit ihren Töchtern darstber sprechen. Die Rednerin schlug vor. überall Äreife zu gründen, um Io in Zusammenkünften die Freundinnen zu sammeln Mefc'r Feundinnenarbett m der Stabt" berichtete Frl. D i 11 m a r - Berlin. Sie empfahl engste Zusammenarbeit mit den Behörden. In Berlin bestehe jetzt eine Beamt innensteile bei der Volizel. die das Pahwelen für aus- wandernde jung Mädchen kontrolliere und die jugendlichen Artistinnen und Tänzerinnen betreue. Die Arbeil des Vereins werde noch gröber fein. Wenn das Gefetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten in Kraft trete Weiter sprach die Rednerin von dem Dienst in den Gefängnissen unb von dem Bahnhofsdienst Die Zusammenarbeit mit den anderen Frauenvereinen sei anzustreben. .$] wurde Lindenfels ausgesucht und dort dem Ehepaar Baur, da- den Rativnalverein der jungen Mädchen In- Leben gerufen hat, am Grabe ein Kranz nieder» gelegt- auch wurden die Bnurschen Stiftungen, ein Schwestern- und Altersheim und eine Kinder- *d>ulc besichtigt Die Fahrt ging dann nach Schonberg. Wo am Grabe der langjährigen Vorsitzenden, der Fürstin Marie zu Sr- bach-Schönberg. ebenfalls mit einer schlichten Feier ein Kronz niedergelegt wurde Oberhesien. Landkreis Gießen. £. Wieleck 15. Juni In feiner gestrigen Sitzung beschäftigte sich ber Gemeinderat mit der Frage der Erhebung einer Bier steuer durch die Gemeinde. Rach den vorliegenden gesetzlichen Bestimmungen kann die Biersteuer von den Städten unb gröberen Landgemeinden erhoben Werden In Fällen, in denen fettens der Gemeinde auf die Erhebung der Steuer verzichtet wird, kann biefe btirch den Kreis zur Erhebung kommen. 'Der Besteuerung unterliegen alle in das Gemeinde gebiet eingefubrten Btcve und bierartigen Getränke, der Steueriah ift nach der vorliegenden Mustersatzung auf 7 Prozent des Sr-eugerpre:tes festgesetzt. Be: aller Würdigung der für bie Gemeinden befdehenden schwierigen finanziellen Deri»ältni||e be’dilofi der ®e- meinberat jedoch einstimmig die ®infübrung einer Biersteuer abzulehnen Als mastgebend für diese Stellungnahme wurde von den Rednern aller Richtungen angeführt, dast e- sich hier um ein Genustmittel ber breitesten Volksschichten bai> dele. da- im Gegensatz zu den ßuruögetränte» einer steuerlichen Schonung bedürfe L ti o H a r. 14. 3uni. ttindlicher Vu*tfinn batte hier beinahe einen schweren Unfall rvniriadjt. Der 4jähr.ge Knabe de- Schulaint-anWürter- Gchön hatte fich unbemerkt an einen Metzger- wagen angehängt. In der Rahe der elterlichen Wohmma fvrang der Junge ab und Wollte, ohne sich umzulehen, über die Straste laufen. . .. . u iiuymc f»ch auf Ux-mge Bfeier aus enigcgcnfcxnmenbet R.chruna ein Automobil. Der Fahrer er» ?= nie 'o ort d.e Gel l r für da« Kind, bog ■icr‘ auAr^ Dvck-wist" gewählt worden. "Garbenteich.14 Ium Der .-riige G e » fangverein .Frohsinn" kam- im nächsten Jahr auf fein SOjäbrige» Bestehen Ui rückblicken, mit besten Feier der Betet n rorau*- »chUich einen G e s a n g s w e I t st r e i k verbinde» wird Bei dem Gefanaswettstreit am vorigen Sonntag in KirchgSns. bei dem der ‘Betetn. wie gestern mit geteilt preisgekrönt wurde erhiekt der verdienstvolle Bereinsdir-gent Gg. H .. r n : f ch tu- Steinberg den Dlrigentenprei» Hungen. 14. 3unt Gesteiz, fand biet Rieh- und Krämermarkt statt. Der Auf- trieb an Ferkeln war sehr grob da neben mehreren Händlern auch etwa £5 Landleute mit Jigen3u- 14 Gastvereine c. an dem Feftzuge etwa 25 Gesangverrin« tetl- nehmen werben. Mrcie Kricdbcrg zl Bad-R auheim. 14. Ium A!- finanzielle- Ergebnis der Wer dewoche für das Deutschtum Im Auslande konnte der ansehnliche Reinertrag von rund TOOC Vik an den Lande-verbanb in D^irmstabt aLgefnf’rt werden. Etwa 800 '.en iu’ bifSii fammlung der Rest auf bie Schullarnmlunaer Der hiefige Zweigverein vom Roten Kreuz will sich wieder stärker seinen Ausgaben widmen Er hielt deshalb eine Hauptversammlung in ber Turnhalle ab Sanität-rat Dr Hahn erstattete den Rechenschaftsbericht über dte Tätigkeit seit 1°t4. dabei der Sicdt der - rein für f ■ fitzender Sanitätsral Gr Hahn. 2 Bori Bei- Qtorhib'tcr K ib Schrif Oberfdretär Th. Clont ir Beisitzer Turaer- 7 r Ahl Be'aeorbn i. r Kling, k Ostwald. Kolon H Sta> Dr. Hirsch Geh R,-g Hahn iDarmstadt der Vorsitzende des h t'i- lchen Laude-verein- vom Roten Kreuz hielt einen Dort rag über Zwecke und öiele be* britischen Rolcn Kreuzes" unb ehrt den hiesigen iw eignere in. indem er an ben Doriitzenden Sm» täl-rat Dr Hahn das D c u 11 ch Kreuz-Uhrenzeichen 2 K im Auftr ige de- ^>a klar, dast der Verbrecher anderswo zu suchen ift. entweder bei der Dienerschaft — oder —" Hier stockte Krag „Ober?" fragte ber Konsul. ..Oder der Verbrecher ift ein Mann, der sich unsichtbar machen kann — unb. meine Herren, lasten Sie uns das gleich feftfteGen etwas das unmöglich ist, kann sich nich? ereignen." 3etzt machte sich do» ungeduldige Marmeln Lust in Wutausbrüchen ..Meinen Ued. r,.eher'" rief einer Meinen Hut/ ein anderer. „Meinen Wagen'" ein dritter Unb von allen Seiten hiest et: Welche Frechheit' Kill er un» untersuchen» Er must ja verrückt Um?" Da schritt der Diri ein. Er war bläst unb entschlossen. ..Das dulde ich nicht." sagte er .Da« »ft eine Kränkung meiner tifeste." Krag > tzte sich ruhig in den nächsten Lehnstuhl .Lch bedauere sehr ' jagte er, ..ich hab« mich auch sehon früher oft acUU von Dem oberl,en »rrüfc ik $xc CdtNiuu Stroh 00 werfen und hieil f 4> I do bei ml einer Hand am "XolFdl seit Plot lo brach dides der junge Wann Kürzte au» be- rächilicher Höhe ab und schlug mti dem Kopfe auf den fernentboden auf Be'innungslos muhte er vom plo»e getragen werben Heben mehrer en I Brr knurren der Hippen und de» Äop’e» «hlt 6rr Okrungilidte eine Gehirnerschütterung, »r Ikflt schwer narrt dan.eber Die» war Idxm da» toeitemal tah der junge »ruber in feiner Scheune abftüc»« — Sanz bedeutend in gegenwärtig der Absatz von Bafa11stet - ,en au» den, S'einblniche zwischen Ridda und Michelnau. Do die Anfuh zur Bahn mittel« Oferdeiuhren nicht mehr bewältigt werden fonr iß ein schwere» Lall aut o zum TranSpon der Ste.nc eingeliclli worden, da» täglich gon» edUiun- !jche Mengen geklopfter Va uiunehr in 15 Gemarkungeii de» Vogelsberge» Icrtiaflcftellt. Don diesen Gemeinden liegen im ÄrdTc Lauterbach Dermuishain. öngclrob. Grebenhain. Ilbeshaute« und Lanzenhain: im Kreise S cho 1 te n: V usenborn Fel dkruck en Kaul- hoh. Durkhard» Gedern. Rudingshain. Rebgcs- tzain. Ulrichstein, VoUartshain und Lelaenhost Pie Hutweidenverbetterungen mit einem Kosten- ^ufwanb von runb »3 000 Mark umfassen etwa MO Morgen. Die Hälfte der Kosten leistete der Staat, die andere Hälfte müßen die Gemeinden bezahlen. Außerdem trägt der Staat die Kosten der Vorarbeiten und der Dauleitting. Di» ieyl find in»gdaint 5200 Rormalmorgen ehemaliges OebUnb in Werden. TEiden» und 2dcrtanb dcx- beßert werden Drc Firch. bre noch zu verbittern ist. umfast'. 2032 b 6 30TO ''tr ‘Preußen. Mrcit B-ctzlar. O Oberkleen. 14. 3um. Der Ober- präfident der Rheinprovinz hat nunmehr dem hidigen Turnverein .Frischauf- die Ge- nehn.tgung zur Veranstaltung einer Wert- lvtterie zugunstci bei Dau einer Turnhalle erteilt Pol zerVerwaltungen :n den Landdürger - mei ßereien de» Kreise» haben b< Polizeistunde für Gast- und Schankw:rttchak«r ufw für Samstag» und 6:>u was au' 12 Uhr nacht» bi» 7 Uhr morgen» festgefetz! b »her begann hie Polizeistunde Ichon um 11 Uhr abenh». — Die Zahl der Erwkrb»lofen tm Ve- zirke de» 2Ubcit6nc ,m Monatsdurch- ’d)mtl über 3 MiMomn m dL.r Gebiet gingen, wurden im April nur 1.8 Mill. To. dorthin abgesetzl Letzthin ist infolge der Zunahme de» Hau»bra«dabsaveS eine leichte Entspannung der Loge eingelreten. weil die Einführung der Sommerpreik anregend wirkte Auch Kok» (fvwohl Hauebrand- al» auch Hüttenknk») ist jetzt gut gefragt fo dah hie Haldenbestände an Koks sogar letzthin einen kleinen Rückgang erfahren konnten. Die weitere Entwicklung im Ruhrkohlcnbergdau wird davon abhängen, ob die Besferung de» 3nlandabfatzeS fo stark wird, dast sich auS ihm ein Ausgleich für die Ver'chlechte- rung d«S AuSlandabsoneS ergibt Auch die Gestaltung der sozialen Verhältniise fpielt eine Rotte. Man darf nicht überleben, dast allein hie letzte Lohnerhöhung auf die Abfatztonne Mehr- letbftkoftcn von rund 50 Ps verurfacht hat unb hast sie auf das Jahr um gerechnet für den getarnten Ruhrbergbau eine Selbstkostenerhöhung von runb 50 Mill. Mark ausmach.e. 3n der rheinisch-westfälischen Eisenindustrie ist Beschäftigung unb Adtah auf dem 3nland- marft zicr Zeit recht gut: die Werke find in den meisten Erzeugmsien auf 8 bi» 10 Wochen mit Aufträgen Detlefen; allerdings wird mancherorts iiber unbefriedigende Preise geklagt. Die Aufträge lind nicht spekulaliner Valur. wie sie es vor einigen Monaten in Erwartung einer Eifen- Preiserhöhung vielfach waren; sie find vielmehr wirklicher Bedarf. Dieser Bedarf kommt zum fluten Teil vom Bau markt her. der starke An- prücde stellt; aber auch die Auftraggeber der Vssenllichen Hand (namenllich die Reichsbahn, die schon seil Jahresbeginn ziemlich erhebliche Auslräge erteil! hall unb die verarbeitende Industrie sordern recht viet Material an; auch I folche Gewerbe die bi» vor kurzem fehr über schlechten Geschästsgang klagten, geben seit einig« | Zeil Bestellungen gröberen Umfanges auf. Allerdings ist nicht zu verlannen. dost in manchen Zweigen der »«arbeitenden Industrien nach tote vor noch eine harte U«Verletzung besteht die eine toirfiamc 6k*unbunq dieser Industrien leider erschwert. Was die einzelnen Sorten angehl, so ist in Halbzeug der Auftragseingang nach wie vor btfeieMflenb 3n ©tabeifen Hal sich nicht viel geändert Dagegen haben in Form eilen die Desteilungen zugenommen. Momerettcn wird vom | Baumarkt reichlich gefragt Dasklbe gilt für zu einem ge- tonalen Lcch- willen Grad« auch mu der internat >r«nMwn • ®> U «. finktbr ÄM6fuao 8h 1-XiOOO Ät fOOOl-tiuCX» do if.ii 17.« 174 u.n ll.lt - tu. 31 w Ito 137.76 inzbörfen anfchliehen. i id t A.'G.. Essen. t® Die tV7 | 146,76 ■n< 113 irt 16. Imni. IZ6.5 tu da» früher von der tbelenbanl betriebene 181 -77 1*6 X7» 113 IW.7S III > and »rati ...... maintrVnofrfe ........ fc-djuderf........ . . tiuncil * t'aUtt ..... Ndlirwttt, -OltlK« ...... Icimkr ............. . (Xtillarnfiaeoi - ■ ...... '.''.tflatn....... . . . WkiaUbaar........... MnnlxuMds 6rtM(baBl C ("rrHiSttäx UrcMtauiiiili 9trnaftr.ini . tsotbwie« Ont........ thitxc.J.......... T.rü 68.41 IUV.HI 112,91 119,15 10.Wl 23.37 20,517 4.22' 16,515 M.24 72,92 Später trat un Gegensatz zu diesen pokittfchen äiu^igungen btc Beratung de» börseniechnisch« Verb -. litte» in tKn Vordergrund Die glatte Abw cklung der Medio-Liquidation unb die Erleichterung der Geldmarktlage gab« dem Geichafi am üaih- her ersten Stunde dne A:ir gung Die Sp .4.1 tum nahm wieder Rückkäufe vor bu caic gsigemeine Erleichterung de» Wertstand.-» zur Folge halten Be.^achiuiig sanden hauj-.-achiich I-G-Farben einige g l , 11 r ? verie und Montanaktien l< wie kllfitoff 5\‘ n « n m a r k t lag fehr ruhig. Der Anleihemarkt wirb von der allgemeinen Haltung iiuigeriffcn unb zeigte niedrigere Kurf«. Der Dörsenverlauf bleibt auch weiterhin lcbwach flcftimnit, und zu Ultimo hörte man bcdeutend abge'wwüchte Kurse Dor allen Dingen sind <» aber politische Momente, die zur Ler- stimn ung veranlafser Man sprach von einer russischen Mobilmachung, wobei die Re- serve-Iahrgänge bereits einberusen feien. Weitere Verwicklungen von Rußland auf dem europäischen Kontinent werden an der Börse be- sproßen Der Devisenmarkt liegt sehr ruhia. Mailand etwa» fester, auch London. Dollar recht befestigt. London gegen Paris 124; gegen Mailand 67. gegen Aeuyort 4,8517 Pfund gegen Mark 20.59’ .. Dollar gegen Ulurf 4.27 Bcrliucr Berlin. 15. Juni Die heutige Börse begann in schwacher Haltung. Da das Publikum fast gar keine Order» erteilte, blieb die Spekulation un wesentlichen unter sich Verstimmen b wirkte nachträglich Der kürzlich veröffentlichte Bericht be» ReparationSagenten betten Ausführungen man an Der Börse lebhaft diskutierte. Beunruhigt zeigte sich die Spekulation durch die ruksifch-polnifche Spannung. Pfanddriefg^schäft übertragen worden D>» Auro Iahre-fchlust wurden 12 2 Mill Mk auf .^n- potheken ausgeliehen. Dazu kommen noch 4 Mill. Mark au» Der Amerika-Anleihe und dem G. ld- diskontbankkreDll der Rentenbank-Kreditanstalt. Die eigenen Hnpothekdarlehen entfallen zu 57 Prozent auf landwirttchafllich« und zu 43 Proz. auf städtische Grundstücke. Rach der örtlichen Verteilung lammen 50 Pro-ent auf die Provinz Starkenburg 31 Prozent auf Oberbelfen und 19 Prozent auf Rheinheffen Zur Förderung de» Wohnungsbaues konnte Die Bank dadurch beitragen. dah sie auster den regelmählgen Hy- pothetduriehen au» Reichs- und eigenen Mitteln rund 3 Mill Wl an Solschen-Kredit gewährte An landwirtschaftlichen Rotttandskredüen und Winzerkrediten standen am Jahresende noch au» 14 8 Will M Der Umlauf an 8- und 7pro- zcniigen 5'vpoi e'e:.p andbne en betrug 15.5 Mill. Wart. Die Bilanzlumme Hellt sich auf 54.5 Millionen Mart ' Ausfall der 6ain6ta^6b6rfen tm Juli unb August Der BerlinerDörfen- Vorstand deschloh. an den Sam-tagen in den Monaten Jul: und August die Börse für jeden Verkehr geschlossen zu h tten. Diesem Beschlutte durste« sich die Prvoinzbörsen a • Th Goldschmidt A.G^ . gestrige Generalversammlung der Goldschmidt A.-G. erlebtgtc ohne Wider'pruch Die Regularien Rach der Versammlung machte der Vorstand Do- <3tib Tb<>.i— L7bV *8,56 ll»,W >11,71 112.93 - 10.611 -3,33 ! -u.«tod«\ fitfltwtW« Hrfflel ammetwarre OfSf. Wlntertofl Änujyfal »10. , V niis V Rasenmäher empfiehlt nua Edgar Bormann chaus »nd fluchen ottitt, Stehen. irische 5eefische In itrammer EiS- pndur.j ^luhbert)tc. ’^lauleltbcn vom Bodenlee. lebende Schleien, lebende Rarvten empftebh Hamburger -ischsiandlung, 11. ttoch wachsige., Lchuistr. ia teL 1612 «PW Mtudrat erteilt enero. und gewisten- hast Nachhilfe auch r,tern Mittags- ober «den btt sch e*x- Hua n. O*4f7 m den Wefc. Ans NORWEGENFAHRTEN 1927 X Beiw» w* S. Jeti Us 1A X=r* IW alt bop p « l • c b t »abeedeapfe r • LZrtZOW« »716 Bretto-8«f,. Tose P.brprel». Wf. MO« SKANDINAVIEN OSTSEEFAHRTEN 1927 k»« I»« 3O.|ellMelL If27 ■rlTTTpp el ech«*ergeubcten Geldes hätte ein Heilender wie Sollin Rost die herrlichsten Aus- nochmen in diesen fernen Ländern gemacht, unbe- fledt von HlUv Pizzis und Horv DoroS. Alle diel« guten Reisefilme spielten wochenlang vor autnerfäuftrn Käufern. Aber es müssen wohl noch für eine Reihe von Jahren die Geldgeber des Filmes ihr Geld an so reiselustige Regisseure, an so europomüde Stardamen loswerden, um rüfonuabd zu werden. Dann wird in daS Wilde Filmgeschäst Ordnung kommen. Sch will keine Vorschläge für gute Filme machen. 3d) will daraus aufmerksam machen, dast sich die Filmproduktion ganz deutlich zu differenzieren beginnt, und das sollten bte Filmtheater berücksiäit igen. Zur Zeit wird zum Beispiel in den vielen Berliner Lichtspieltheatern, den grvsten und Den kleinen, alles durcheinander gebracht. Keines der Theater hat ein Programm. Darum spezial ist eren sich bk Käufer nicht, toi« es die anderen Theater auch tun? <36 gibt deutlich Da Hungen der Rcisefilm. Der Geselllchastssilm. Die Groteske. Der Aben- Lichtspielhaus Giehen. Foc May: Tagfin. 3m vichtfpklhaus Bahnhosstrnstc läuft zur Zeit ein nicht uninteressanter 5i! ntzück ot'chrieben hat. Der Film ist nächt da.''.! da einen bekannten vortreU:.chen Schauspieler als Schaulp.tter. nur ohne Wort zu zeigen Das g bt r.ne Serk oen photr?rivhi- ' chen Ausnahmen, aber kein Film stück. Hab u- letzt man schicke bret Flltnstare m t > .uveht^r nicht in ferne Lönbtr. um da einen M t zu drehen, bet nicht einmal da« heimatliche Licht erträgt viel wenig« die 5zo.xnfDmw. äo kommt nicht» habe, heraus als die Pleite. .Da-> Filmstück ist schlecht, weil e« hertz'.:'teU«n zu billig ist." kelcr in Fi mkrecken viel gehörte Latz »st wirtschaltl'ch und künstlerisch ein >Infinit. 'M« der Rarität de» Geldes ist «r feUeitet gv worden, üb sie viel oder wenig kosten, das entscheidet sicher nicht einmal über bk Qualität von ein Paar Stieseln. Die bebcutenden Leistungen der deutschen Filmkunst verpslichten. sie kritisch ernst zu nehmen, tfir.e depressiv« xkit des Zuwanens und kei Lustspiele von ihm waren vorzug'ich. Sie bintcrHcften ferne Spuren Der W'lthistork au lolacn. ist leichter Wallenste.n p.ir exempfe. Rühmlicher wär« die Richtung Gabgari. Filmstars. Freundschaft, die aus ihnen zwei Unzertrennliche gemacht Hal Rer und Raven find so aufeinander „eingefpklt". wie kein menfchlicheS Schaufpielerpaar und daher imstande. Szenen, für deren Gelingen menfchliche Stars viele Proben nötig hätten, sofort mit de« größten (Sjalt- heit auSzuführen Der alte Hund ..Tige". der immer in den Lustspielen von Bufter Broten erscheint, hat schon beim Auftreten durch fein ebenso kmnischco wie würdiges Aussehen ge- wvnnenes Spiel. Wie nur irgendein großer Komiker entfessett er einen Lachsturm, wenn er hereinwackelt. Andere berühmte Filmstars der Tierwelt sind nach einer Zusammenstellung in einem amerikanischen Fachblatt der schöne Araberhengst ..Silberkönig", da» Pferd S.out. da- zu- fanunen mit dem Hund austritt, und einige andere Pferde, deren ®igentumer durch sie Vermögen verdienen. Außerdem hat man m Hollywood stets geschickte Allen. Glefanten. Seeldtecn. ja sogar Spänen und die verschiedenartigsten Vögel zur Verfügung. f. b. Das solide Hollywood. .Früh ins Bett und früh aus dem Bett," fo lautet der Wahlspeuch, ber über den zahlreichen Und gntbefuchtcn Vergnügungsstätten der Filmstadt Hollywood ungeschrieben steh:. Denn tok sehr sich auch daS munle« Völkchen der Filmleut« in den SasuS. Theatern und Tanzlokalen drängt, nie wird bei ihnen, sobald der Abend weiter foTtfcbrdtct. die Frage laut: .Wohin können wir jetzt noch gefreitT* Für sie alle heiht es nach Haus« gehen, denn um acht ittr oder halb neun des MoraenS steht man die Filmstars beiderlei Geschlechtes schon gerüstet und gespornt aus den Straßen der Stadt. Sie wissen alle sehr wohl, daß nichts dem guten Aussehen mehr schadet, als daS lange Ausbleiben. Sic olle müssen ihren .Schönfreitsschlas" halten. Aber zu allen Tagesstunden herrscht frohes Leben in den Der- giiügimg-stätten. Da ist zunächst das Mont- inartTc-6afö. Hier kann man die hervorragendsten Filmsterne sich jeden Mittwoch und Samstag zum Liinch -usammenfinden sehen. sröhlichem Plaudern wird bei den Klängen einer Mullk- kapelle das Mahl eingenommen, und ihm folgt ein Tanz auf der Diele. Auch in den frühen Abendstunden bietet Montmartre ein anmutiges Bild. Lqinpions hängen von den Decken herab, buntes Licht leuchtet, und ein heiteres Karnevaltreiben entwickelt sich Chi der Toilettenfrage herrscht die gröfjt« Freiheit Während die meisten Gaste in eleganter Abendtoilette erscheinen, nimmt andere Trägerin der Titelrolle — dann wäre cs gut gewesen. Statt dessen ... Temvo haben nur einige Szenen, her Eticrlampf und Die letzten Meter, bk den Schlager aus seinem Weltervde- rungszug charakterisieren. Das ist flott und knapp gemacht, un Ausschnitt und in der Uebertin» anbcrfompolitiDn tanzender Beine aller Weltteile. Da steckt der Rhythmus, den man bislang vermißte. Die Handlung geht wenigstens über den unerträglich banalen Xcjt von den ..Augen, die da saugen ulte " hinaus Sie sviclt natürlich in Spanien, ift nicht gerade originell und die Regie Jaap SpeverS fühlte sich auch nicht bemüßigt ste ottgineUcr zu gestalten Durch schnitt-ardeit. von wenigen gut gelungenen Szenen abgesehen. — Und die Darsteller? — D'e vielgepriesene Schönheit ber Hauptdarstellerin Maria Dalbaicin. die m etlichen Großaufnahmen präsentiert wurde, schien für unseren Geschmack toemg anziehend Außerdem wirkte sie darstellerisch auch nur als Duvchschnittsschau> spielenn. Weit übertroffen wurde fie von D o - rothea Wieck, die zart und verinnerlicht spielte und ausschaute. Sehr sympathisch wurde Oskar Marion «mpfunden. während 3 o • banne« Riemann sich mit einer Rolle ad- mühen mußte, btt ihm nicht faa. Gut« Photo- graphi«. für die Franz Koch verantwortlich zeichnete stimmt« dem Ganzen gegenüber etwa« verwhnlicher. .DaS Heldenmädchen von Trento n". echt amerikanisch aufgezogen, mit Heldenmut gespickt, sonst aber rührend und harmlos, hatte den Vorzug Marion Davies in der Titelrolle zu zeigen und Georg Siegmann wieder einmal Gelegenheit zu geben, eint prachtvolle Type zu ver'.orpcni. Mason Hoppers Regt« schuf fpannende und eindrucksvoll« Szenen. und so wird dieser Stirn, trotz der Verbiegung historischer Tatsachen au» den amerikanischen Unabhängigkeitskriegen, sicher Srfvlg haben. Für tn« Wohlfahrts kaffen ber Bühntn- gtnollenfchafl veranstaltet« kürzlich bas Deutsch« Lichlfpiel-Shndikat «ne Rachtvorstal- lung im Sapitol, bei bet Helnik- Film »Die Weber" zur Vorführ»g gelangte. Kamrner- nieeanb daran Anstoß, wenn I ch ein 'IVior Im Tennlslostüm unter b:e Taiueitbcn nnfchi C.n anderer beliebter Treffpunkt für bte Kinoleute ist das Stadien van HoUuwood. wo an kbrm Srvitog erstllaf ie Bo i.unpse ausge ock>- ten werden denen das Publikum mit höchstem 3niet.Ile leigt Viel Liebhal^ r finden auch Die Straiidtlubs. bi« lang« der Küste b<# Meeres fast das ga 4« 3o r idre Tore o eil ballen; denn hier herrscht Iah immer öennen« schein, und selbst wenn bä« Illeer au kalt ist. so werden di« Schwunuibafsin«. die fut» au1 eine angenehme Temperatur ^»rach; öerbru können, betto eifriger defuchb Ginige d.eser StrandkUibs. vi« z. V das neue Gasa del Mar od.c D.au- nillc gleichen großen LurusfrotckS. Sie haben Hundert« von Schlaszimmcm. mit Au»llcht auf Mc Set Spvcketerrallen, auf denen sia> kleine Tlstbe unter farbenfreiibig^ n Schinnen b.ungeti. Lp cl nimer. gewalnge Speisesale und natürlich auch die um.tvehrliche Tanzdiele. 3n ^asa hei Mar kann men fast an leben Samstag vend über txV1 Perfonen unter die *i4) die berühmtesten Filmstars milchen, vereint haben Dem dbarkfton und dem <3c itrott wird eisng gehuldigt. Auch für den Pserdefaort baden tu« Bewohner von Hollv- ti oob ein lebhafte« 3ntere|ie. wie auch bi« a enm«- pläne mit ihren schmucken Klubhäusern und der Gc'.fplati stet« zahlreiche Besucher sindeti 11 in anderer Sanin elpunkt ber Filmstars ist ganz einzigartig: es ist dies der FrudstUcks- Klub. An jedem Donnerstag versammeln sich hier seine Mitglieder im Freien, nahe dem Grifllth-Park um ' ,8 Uhr am Morgen Da fahren die cleaanteften Autos vor. ander Filmstar» kommen hoch zu Roß. De-r Gesckngschor des Klubs begrüß! alle Ankommenden, bie sich da« meist >.u» Schinkeneier bestebeude Mahl vorzüglich schmecken lassen. 3st der Hunger gestillt, dann folgen tue Vorträge der Gyrengäftc. 3ebe B - rubmtbcii. die Hollywood besucht, wird im Frich- ftüdellub eingclaben und mit Gesang und Masik begrüßt. Qlbcr schon um ' ,9 ist ber ganze xlaubi r vorüber «in jeder eilt in die Stadt. In bie Ateliers, und bie Arbeit beginnt. C. K. Haben Sie ein Filmgesicht? Die Film-Kamera hat ihr« merkwürdigen Bannen und Ueberrgschunaen. wenn fic «in Gesicht aus Der Leinwand wiedergibt. sie verleiht Gesichtern Schon- heil, die in W'r'lichfeit leine besitzen, weil gewiße Vogen und Flächen dies«« Gesichts sich besonder« gut zum Pbotoarapyiercn eignen sie löscht an Derer- sc iss all« Schönyeit au«, wo sie wirklich vorhanden ist, vergröbert manche Züge und verkleinert den Reiz an Derer. So mancher Filmstar, der auf bet Leinwand Gntzücken und Bewunderung hervorruft, enttäuscht bei persönlich« Begegnung, denn da« .idcalschöne" Gesicht erscheint plötzlich häßlich. So manche berühmte Heldin des Kinos Ist im alltäglichen Leben durchaus nicht hübsch, aber he bat etwas, was für den Film mehr ist als all« Schönheit: das Zilmgesicht. Bei der Auswahl der Sterne am Klnvhimmel ist die erste Frage, ob das Gesicht Jamera-mf ist- Bei gar vielen bekannten 311 m- größen ist diese .Kamera-Relfe" beschränk; sie können nur unter einem bestimmten Winkel und von einer Seite ausgenommen werden. .DaS 3ilmpublltum wurde überrascht sein, schreibt Die Schauspielerin Constanze lalmaDqc, Die In einem amerikanischen Fachblatt allerlei über das Film- gesicht verrät, .wenn «s wüßte, wie viele Stars nur ihr rechtes oder linkes Profil der Kamera zeigen, wie viele von oben oder von unten photographiert werden, weil sie sonst schlecht aussehen. Die Technik der Ausnahme hat große Fortschritte gemacht und ist heute imstande, die Schwierigkeiten, die blaue oder braune Augen Irüber aufgaben, zu beseitigen. Aber gewiße Grundformen des Gesichte« laßen sich nicht verändern und müßen den ktnematograpdilchen Ansprüchen entsprechen." Constanze Talmadge erläutert bann deS näfreun. wie man da« Filmgestcht erkennt, und zwar spricht sie zunächst von den Anforderungen, die an den jugenolichcn Liebhaber und die Liebhaberin gestellt werden. .Man nehme ein dunkelblaue« Glas, da« alle Farben auSfcheidel; man Halle e« zwischen sich und einen Spiegel, und man wird fein Gesicht sehen. längerin Gmrny Q e i « n c r, Pros. 3 os« f Wolfsthai. Cornelis Bronsgeest und Dr Feliff Günther hatten sich für das künstlerische Vorprogramm in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt. Robert Lands neuer Film ,Pri - manerliebe" im Boba-Pakaft.Atrium erwies sich als eine unerwartete Lebervaschung Richt ber Autor Alfred Schirvkauer. ,anbein einzig unb allein her Regisseur hat hier ein Fsimwcrk ausgebaut, das in feiner kiinst'.enschen Geschlofsenh it unb Ginprägsamkeii hervorragenb ist. Plvchologifch« 3«blet- einl halten, den Srfvlg d«s GanAen sicherzustellen. Der Erfolg wurde bann auch bei der Premiere schon während des Ablaufs der Szenen errungen. Gm lang anhaltender unb herzlicher Beifall des Publikums ertönte, wie er wohl selten gehört wurde. Ellern unb Srziefrsr, sollten sich diesen Fibn anfefrett E. A. wie wenn es auf der Leinwand erschiene. Zunächst einmal muh man bei der Prüfung des Filmgestchts die Farben vollkommen vergessen. Tin Teint wie Milch und Blut ist hier kein Vorzug, und ein gans blasseS Mädchen kann doch eine Filmlchonheit werden Wenn man ein Filmgeficht hat, dann enthüllt da- dunkelblaue GfaS eine eiförmige Gestalt des Gesichts Die BakTenknochen muffen hoch liegen, dürfen aber nicht zu sehr hcrvorstehen. Die Augen sollen bei einem idealen Filmgeficht ziemlich weit auseinanderliegen, aber nicht zu tief im Äopf. ste dürfen nicht hervorstehen oder übergrvh sein, denn die Äamera unterstreicht noch und vergröbert diese Cigenfeilen Äleine Augen sind besser als große, denn sie können hn Film großer erscheinen, alS die Tatur fie bildete, ohne die Ge'ahr eines starren und blöden Ausdrucks, die bei den von Tatur großen Augen immer besteht. Tine leichte Unregelmüßigkeit der Augen, ein etwas lchielender Blick ist nicht unbedingt ein Aach teil. Verschiedene Stars haben solche Besonderheiten beim S«hen. die die ötgenart ihrer Erscheinung unterstreichen. Oie Augenbrauen sollen Har gezogen, aber nicht zu dicht sein- Sfcr die Filmschauspielerin ist eine gerade Aase, an der Spitze ein bißchen gebogen, das Ideal. Der Mund soll leicht geschwungen und nicht zu stein sein. Immerhin ist ein kleiner Mund bester als ein zu großer, denn der steine Mund kann großer gemacht werden, während der zu große nicht zu verbergen ist Das Lächeln soll reizvoll fein ohne zu tiefe Linien in den Zügen hervor zurufen, und es soll steine ebenmäßige Zähne enthüllen, was sehr w.chlig ist. Das Äinn muß zart gerundet sein, nicht zn schwach und nicht zu vorspringend. das Profil schar» geschnitten. Während die Gesicht« der jugendlichen Liebhaber und Liebhaberinnen nicht zu scharf, nicht zu spitz, nicht grob sein dürfen, ist beim Tharakterdarsteller eine ausgesprochene Besonderheit der Züge wünschenswert. Tine merkwürdige Aase eigentümlich gezogene Augenbrauen, große Breite oder Länge des Gesichts, ein schmaler spitzer oder ein kurzer breiter Schädel, düstere oder geniale Züge — all das ist um so bester, je ausgesprochener es ist Ab« auch das beste Filmgesicht nützt nichts, wenn die Begabung fehlt.' B. Turnen, Sport und Spiel. Vom Turngau Hessen (D. T.) II. Bezirk. n Zu ihrem diesjährigen Bezirks- t u r n f e ft hatten sich am Sonntag die Turn« des 2. Bezirk», Nr sich um die Städte Gießen und TB e Hl ar gruppiert, in Burgsolms versammelt. Ts ist ein schon« Zug km Leben dies« kleinen Industriegemeinde, daß sie iinlet Hintansetzung der unvermeidlichen wirf- schaftlichen und politischen Gegensätze' ihre Tkr» einsseste mit selten« Einmütigkeit feiert. Obwohl der Turnverein verhältnismäßig klein ist,— die Burgsolms« sind mehr sangesfreudig — so waren doch auch diesmal die Ortsstraßen mit Fahnen und unter reichlich« Verwendung des nahen Waldesgrüns lückenlos geschmückt, und her große Saal von Friedrich Braun am Bahnhof konnte die Gäste nicht fassen, die dem TD er Braßen t> am SamStag beiwohnen wollten In sein« Ansprache hob Gauvorstandsmit» glied Acttor Bach «Großen-Linden) hervor, daß dem deutschen Turner auch bestimmte Ziele seine- Seislig-seelischen Lebens gesetzt bleiben müssen, luß« den Turnerinnen von Wetzlar waren auch freundnachbarlich die von Braunfels auS dem Lahn-Dillgau erschienen und erfreuten durch gute Leistungen in Frei- und Keulenübungen und anmutigen DolkStänzen. Die Fechter von Wetzlar zeigten ihr waffenfrobeS Spiel in Florett und leichten Säbeln. Die besten Turn« deS Bezirks gaben schöne Proben ihr« Ausbildung am Pferd. Barren und Reck' es wirkten mit vom Tv lE4ti Gießen Carl Aeuter, vom Mtv. Willi Strauch und Wilh. Bernhardt, vom Tv. Großen-Linden, Wilh. Weiß und Richard Seth, vom Tv. Krofdorf Karl und Aih«t Würtz und Eduard Hetzer, vom Tv. Wetzlar Mar Engelmann und vom Tv. Burgsolms Hrch. Keller und Wilh. Gröner. D« Quar- 1ettv«ein .Ltederkranz" und die OrtSkapelle sorgten In bester Weise für den musikalischen Teil. Sonntag vormittag traten unter Leitung des langjährigen BezirkSturnwarlS Paul Schüler (Wetzlar) üb« 25J Turn« in 15 Aiegen auf dem neuen vereinseignen Turnplatz zu einem volkstümlichen Fünfkampf an, der auS Weit- und Weithochsprung. Laufen, Kugelstoßen und ein« osiS den Gauübungen auSgelosten Freiübung bestand. Reibungslos und ohne Unfall wickelten sich die Wettkämpse Im Kreise viel« Zuschauer bei bestem Turnwelt« ab. Aach einem* farbenfrohen, auch durch schön aufgebaute Fest- Wagen belebten F e st z u g beglückwünschte Gau- Dbertumtoart Wilh. Will (QMeßen) hn Tarnen der Gaulei tuna den Bruderverein zu seinem 20jähriacn Bestehen und brachte in zündend« Aede ein Gut Heil auf Volk und Vaterland auS, dem da- Deutschlandlied begeistert folgte: Be- zirksv«treter Univ«silätSob«inspektor Erle (Gießen) wies auf den lebendigen Zusammenhang auch her kleineren Landvereine mit d« großen Deutschen Tun,erschuft hin. Die allgemeinen Freiübungen bildeten einen wirkungsvollen Abschluß, und dank der ßingebenben, stillen Arbeit im DerechnungSausschuß konnte jeder Tum« beim Abschied seine Siegerurkunde in Empfang nehmen. Rachstehend bringen wir einen Auszug ander Siegerli ste: Turner stufe, 64 Teilnehmer. 34 Sica«: 1. Sieg Fritz Berghäuser, Tv. Tieber- ginne-, 80 P. — vhrensieg Fritz Weiter-- haus. Tv. Großen-Linden. 86 P. — 2. Hrch. Keller. Tv. Burgsolms, und Ludwig Malko- mesiuS. Mtv. Gießen. 79 P. — 3. Willi Bock. Tv. 1846 Dießen. 77 P. - 4. Hch Bolz. Tv. Lich. 73 P - 5. Walter Loh. Tv. 1846 Gießen, 70 P. - 6. Wilh. Loh. Tv 1846 Gießen. 69 P. 7. Marl Würtz. Tv Krofdorf. 68 P. — 8. Arthur Kreiling. Mtv. Gießen. 65 P. — 9. Wilhelm Bernhardt. Tv. 1846 Gießen. 64 P. — 10. Kari Drescher. Tv Krofdorf. 63 P. - 11. Karl Keßler. Großen-Linden. 62 P. — 12. Otto Kreu der. Tv. Grünberg 61 P. — 13. Wilh. Hofmann Tv. Krofdorf, und Albert Weigel, Tv. Klein-Linden, 60 P — 14. Heinz Metzer. Mtv. Dießen. 59 P. — 15. Mar Kreiling. Tv. Heuchelheim. 5k P — 16. Storck. Tv. 1846 Dießen, und Hch 'Adolf. Tv. Klein-L»nden, 57 P. — 17. Eduard Heger. Tv. Krofdorf.. 56 P. — 18. Otto Wahl. Tv L,ch. And. Svuck. Mtv. Diesten, und Fritz Morneweg^Tv. Klein- Linden. 56 P - 19. Aichard Wagner, Tv. Allendorf a. d. Lahn, und Audolf £>od. Mtv. Dießen. 53 P — 20 Hermann Kröck und Otto Bepler. Tv. Heuchelheim, und Hch. Franz. Tv. Lützellinden. 52 P. - 22 Ernst Ulm. Wiendorf a. d. Lahn. 50 P Iugend-Oderstufe 37 Teilnehmer, 29 Sieger 1. Sieg Wilhelm Aeitz. Tv. 1346 Gießen. 93 P — 2. Albert Leun. To Großen- Linden. 89 P. - 3 Karl Marr. Tv 1846 0>ießen. 85 P — 4 Erich Seid Mtv. ließen 81 P 5. Albert Würtz. Tv. Krofdorf. 78 P. 6. Wilh. Arzbächer Tv 1846 Diesten. und Fritz 'Bvstahler. Tv Heuchelheim. 75 P — 7 Karl Dort. Mtv ®ießen. 74 P - 8. Ernst Stern, Tv. Großen-Linden. 73 P — 9 Otto Behr. Tv Heuchelheim. 69 P — 10 Franz Atüller. Tv 1846 0'ießen. Aichard Schmitt Tv Grünberg, und Wllh Deller. Tv. Heuchelheim. 68 P. 11. Willi Strauch, Mtv Gießen, 65 P. — 12. A1b«t Aech. Tv. Krofdorf, und Hch. Boll. Tv. Lich. 59 P 13. Hch Mos- hoch. Rudolf Äufcl. Mtv Dießen, und Otto Stetnmüller. Tv. Heuchelheim. 58 P — 16 Größer. Tv. Großen-Linden 54 P — 17. Wttli Bohm«. Tv. Heuchelherm. 53 P 18. Hch Kemps, Tv. L>ch. Karl Winn. Tv. Drosten- Linden, und Wilh. Hagn«. Tv 1846 Dießen. 51 P Iugend-Unter stufe 59 Teilnehm«. 45 S-cg«: 1. Sieg Karl Deller. Wtv. V-eßen, 98 P. — 2- Ferdinand. Stremmel, Mtv. Dießen. 93 P. — 3. Hch Jung, Tv. Lützellinden. 87 P. 4. D«n« Loh. Mtv Dießen, und Otto Matchies. Tv ®rünb«g. 83 P — 6. Ludwig Bogt. Tv. 1846 Dießen. 81 P - 7. Aichard Bender. Tv. Krofdorf. SO P. — 8 Hch Marten. Tv. Klein-Linden. 79 P. — 9 Tlrtßnr Gilbert. Tv. Heuchelheim. 77 P — 10. Wilh. Bopf. Tv. Lützellinden. Georg Schneider. Tv. Lich. und Ernst Stengel. Tv. Grobe n-L'ndcn. 76 P — 13. Werner Langenohl, Tv. Heuchelheim, und Wilh. Straub. Tv. 1846 Gießen, 71 P. — 14. Ludwig Stein, Mw. Gießen. 70 P - 15. Karl Dolk. Tv. Großen-Linden. und Fritz Spuck. Mw. Gießen. 68 P. — 16. Karl Seipp, Tv. Großen-Linden. 67 P. — 17. Ernst Lutz. Tv. Allendorf a. d Lahn. 66 P. - 19. Willi Pfeffer, Tv. 1846 Gießen, und Walter Schimmel. Tv. Heuchelheim. 59 P. — 20. Karl Steuernagel. Tv. Lich, 58 P. — 22. Ferdinand Hauck, Tv. Lich. und Adolf Leib, Tv. Krofdorf. 56 P. — 23. Aich. Aitz, Mw. Gießen. 54 P. — 25. Wilh. Menges, Tv. Lich, 52 P. — 27. Wilh. Müll«, Tv. Klein-Linden, 50 P. Schüler, 97 Teilnehmer. 37 Sieger. 1. Sieg Audolf Ufer. Tv. Klein-Linden, 104 P. — 2. Erich "Reinhardt, Tv. Aiedergirmes. 97 P. — 3. Emil Hom arm und Wilh. Bechthold, Tv. Laubach. 95 P. — 5. Otto Kern. Tv. 1846 Gießen, 91 P. — 7. Walter Hardt, Tv. Großen- Linden. 87 P. — 8. Wolfgang Greiling, Tv. Heuchelheim, und Hans Durck, Mw. Gießen. 66 P. — 9. Audolf Jung, Tv. Klein-Linden, 85 P. — 10. Ludwig Lotz, Mw. Gießen, und Wilh. Lechens, Tv. Lich, 83 P. — 11. Ernst Rohrbach, Mw. Gießen. 80 P. — 12. Hans Bogt, Tv. 1846 Gießen, und Hch. Rinn, Tv. Heuchelheim, 77 P. — 13. Karl Völker, Tv. Lich, 76 P. — 15. Karl Schorge, Tv. Großen- Linden, 73 P. — 16. Hch. Repp. Tv. ®rünb«g, und Kurt Strack, Mw. Gießen, 71 P. — 17. Fr. Wilh. Koehler und Hermann Rau, Tv. Lich, unb Wilh. Konstanz, Tv. Großen-Linden, 70 P. — 18. Ernst Weeg, Otto Krafthöfer, Friedr. Drück, Tv. 1846 Gießen, und Karl Rinn, Tv. Heuchelheim, 69 P. — 19. Ma? Hardt uiw Chr. Schwarz. Tv. 1846 Gießen, 68 P. — 20. Arthur Kehr, Tv. Heuchelheim, 67 P. — 21. Adolf Henkelmann und Hermann Kreiling. Tv. Heuchelheim, Wilhelm Müller, Tv. Klein-Linden. Karl Bolz, Tv. Lich, Arthur Schlembecker, Tv. Krofdorf, 66 P. — 22. Robert Weller, Tv. Klein- Linden, Wilh. Hofmann, Tv. Großen-Linden, Karl Demb«, Mw. Gießen, 65 P. — 23. Willi Goppell und Hch. Schlamp, Tv. 1846 Gießen, 64 P. - 24. Waller Henkel, Tv. Ärofborf, und Ernst Pfeffer, Tv. 1846 Gießen, 63 P. — 25. Karl Wagner. Tv. Krofdorf, Waldemar Schmidt, Tv. Heuchelheim, 62 P. — 26. Friedr. Schäfer, Tv. Lich, Ernst Eckhardt, Mw. Gießen, und Otto Faber, Tv. Großen-Linden, 61 P. — 27. Albert Krack, Tv. Heuchelheim, 60 P. — 28. Paul "Ben- d«, Tv. Krofdorf, Hch. Kantdeitz, Tv. Lich, Aich. Gombert. Tv. Krofdorf. 59 P. — 29. Ludwig Schrader. Tv. 1846. Gießen, Ä P - 30. Ernst Jung, Tv. Klein-Linden, Ernst Srner, Tv. Krofdorf, Kurt Fab«, Tv. Großen-Linden, 57 P. — 31. Wilh. Findt, Wilh. Stark, Hch. Müll«, Hans Hartmann, Tv. Lich. 56 P — 32. Wall« Mehl. Tv. Großen-Linden. 55 P. — 33. Willi Büttel, Tv Grünberg, Walt« 'Behling und Otto Reidel, Tv. Heuchelheim, 54 P. -- 34. Walter Fink, Tv Klein-Linden, Hch. Krug«. Mw. Dießen, Willi Jung. Tv. Klein-Linden, 53 P. — 35. Wllh Schäfer, Tv. Sich. 52 P. - 37. Willi Siever, Mw Dießen. Otto Kempf, T. 1846 Dießen. Karl Leib. Tv. Ärofborf, 50 P Mannfchaftskampf Im vteinst o ß e n: S« traten an Tv. 1846 Dießen. Tv. Großen-Linden. Tv. Klein-Lindot und Tv Krofdorf. — 1. S eg« wurde Tv. Krofdorf mit 26,23 m. 2 Tv. ÄTctn-ßin&en mit 25.46 m v. f. B. D f. B Liga Sprendlingen Liga 1: 3. Bf.B Drille DeilSurg Zweite 7:2 Auch das letzte Spiel Nr Saison brachte der Liga einen TMßerfvlg. d«. toemi auch nicht allzu schwer fo doch deutlich zeigte, daß die Mannschaft völlig auß« Form unb ihr die Ruhe d« Sp«rzeit frnnqvnb nötig ist B. f. B mußte die Tvtfe ohne Bingel und 5t lei n f t antreten unb war dadurch schon von soraße rein im Rächt eil Trotzdem ging Dießen durch einen scharfen Schuß des Srsatzllnlsaußen in Führung Bis zur Halbzeit hallen die ebenfalls keine be- »rmderen Leistungen zeigenden Sprendttng« bereits ausgeglichen Aach b« Pause ließ Dießen, wie m allen seinen letzten Spielen stark rtatb. ohne baß jedoch die Gastgeber sich im selben Maße seldüberiegen gezeigt hätten Daß fie bis zum Schluß noch zu zwei weiteren Toren Famen, war wenig« das Be-rdienst ihres red>t schnstunllcheren Sturmes, als die Schuld ö« schiech: aufgelegten Gießener ‘Bcrtctdigimg Böckler im Tor war noch her beste Mann ferner Mannschaft. Er schien einen guten Tag zu haben und ivcbütete durch sein gutes Spiel cme höhere Atederlage. Hosten!- lich zieht dir B. s. B-Mannschast am Schlupfe der Spielzeit aus Nn letzten Spiesen b*r Ti Art* lagen Ne rkbhgt Lehre unb benutz l Ne nun vor ihr liegende mehrwöchige Pauke zu einem intenftben Zraining. andernfalls s.e in den kom- menden V«bandsfvie(cn. b.c ihr eine Reih? von schwerer. Ztr*fer hnnqen Derben, keine rühmliche Roll« spielen wird. Die dritte Mann chast gestaltete ihr FreundfchaftFpicl in Weilburg gegen bellen .jöeite zu einem klaren Criolg und hegte, dank b« verzügllche" Zusammenarbeit all« Mann- schaktsteile. befortd«» ab« des fchußkeudigen Sturmes, mit 7 2 Ihr Sieg war m jeder Weife verdient und brachte bas Stärkev«hältms beid« Mannschaften richtig zum Ausdruck. Spieloereinigung 1900 Giehen. ö. Die für den vorigen Samstag unb Sonntag vorgesehenen Fuhballgesellschaft^sprele kamen fämtl 4) zum Austrag, brn endeten lktg- reich. eins unentschieden unb eins ging verloren. Bemerkenswert ist bet abermals hohe 7:4» öup b« ..Alten Herren" gegen . B v - rufsia"-Frankfurt o M \n ^tanffuti. obwohl die Gastgeber nut lehr rotnig vitkl.che ^Alto Herren" m ihrer Elf hatten. Danz vvr- zügl.ch spielte die Gießener Stürmerreihe von erziellen je 2 Tore, die drei anderen Sturmer je eins Die 'Berußen wären wohl kaum zu einem Ehrentor gekommen, wenn 1900 seinen vorzüglich bewährten Torhüter zur Stelle gehabt fette. Einen weiteren beachtenswerten örfoig errang die Illi (Lebrmannschastl im Spiel gegen die Ligaelf vom Sport-Club 1919- Glabenbach. Konnten die Gießener schon das Vorspiel tn Diodenbach unentschieden <3 3) gestalten, fo gelang ihnen diesmal em knappet 5:4-Sieg Ticmonb hätte nach bem Seitenwechsel noch etwas sür einen S.eg her Vereinigten gegeben, denn bei bet Pause stand die Partie bereite 3:1 für Gladenbach, unb gleich nach Wiederbeginn schon 4:1. D.e Gastgeber wurden dann aber in Abwehr wie Tngttff zusehends besser unb errangen bis zum Schlußpfiff nicht nur den Ausgleich, sondern auch noch durch Verwandeln eines wegen Unfaimi» verhängten Elfmeters den Sieg. Vorder hatte die 11 I b - W a n n f ch a f t der Spielvereinigung 1900 die II. vom Sportverein Heuchelheim zu Gast und konnte die Dorovtler überraschend mit 5:1 geschlagen nach Hause schicken (Halbtzeit 1:1). Die Gießen« Elf. nur auS jungen Leuten zusammengestellt. zeigte einen beachtenswerten Fortschritt in ihren Leistungen, die nunmehr in der fußballofcn Zeit durch eifriges Training weiterhin der Ergänzung bedürfen. Bereit- am Samstag abend hatte die Illa (L e h r m a n n f ch a f t) die 1. Els vom Sportverein Lollar zu Gast. Das Spiel endete 1:1 (Halbzeit 1:0 für Lollar) und konnte nicht besonders erwärmen. Ersatz und die dadurch bedingte Umstellung waren wohl mit schuld an den gänzlich ungenügenden Leistungen d« Einheimischen. Allerdings litt die ganze Elf unter dem vollständigen Versagen des Mittelläufers. 3m Feldspiel waren die 1900« durchweg tonangebend; auf Grund der vielen Ehancen wäre d« Sieg verdient gewesen. Ued«raschenb kommt die hohe 7:3-Tteb«- läge, die die Ligamannschast in Frankfurt von den „Borussen" einftecken mußte. Vorweg sei gesagt: das Resultat gibt auf keinen Fall den Spielv«lauf wieder. Beide Mannschaften hielten sich in ihren Leistungen vollständig die Wage. 1900 lag weit mehr rm Angriff als die Borussen, und das wurde den Gießenern zum D«d«b. Die Verteidigung rückte ständig bis Aur Mittelfelblinie auf und konnte dann die schnellen Frankfurter Stürm« (famose 100-m- und Staffelläufer!) nicht mehr einholen, die nun fast mühelos zu den Erfolgen kamen. Allerdings waren bei den Blauweißen Tormann und Berteibigung etwa- leichtfinnig, beim immerhin hätten eine ganze Anzahl Treffer mit größt« Sicherheit verhinbert werden können. Din „Un- entfliehen" wäre bem Spielverlauf am ehesten gerecht geworben. DaS Sckenverhältni- war 6:5 für Gießen. £ür ben ausgebliebenen Schiedsrichter sprang em Herr vom Platzverein ein. d« die Leute von der Lahn öfter- benachteiligte. Außerdem standen seine Gntscheibungen über Abseits und unfaires Rempeln, mit denen « 1900 bedachte, ost im krassen Widerspruch mit den Regeln. Bei Gießen waren linker Derte>diger, recht« Läufer, Mittelftürm« und Halbkinls ersetzt. Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund. Fntzdall ha 3. Bezirk. Mit Ausnahme von einigen Verbandsspielen der unteren Klassen he«schte am Sonntag auf den Fußballfeldern Ruhe. L e u n I und Rod - beim I traten in Leun in die Dahn, wobei es Den Einheimischen nur mit knapper Rot gelang, einen 3. 2-Sieg tu fanden. Die Robheimer r sich gegen den gcsürchtelsten Gegner d« 2. Klasse sehr gut gehalten. Großen-Linden setzte erwartunasgemäß seine erfolgreichen Spiele am Sonntag fort unb konnte Burkhardsfelden 4 I schlagen Ein Selbsttor d« Einheimischen verlchafste Großen- Linden die .Führung, dem kurz vor Halbzeii em zweites Tor hinzu gefügt werden konnte. Rach dem Wechsel erzielte "Burkhardsfelden sein Ehrentor, während Großen-Linden bis zum Schluß noch zweimal erfolgreich fein formte. Ohne Ueberra Ichuiu» endete das Spiel der iweiten Mannschaften Raunheims unb ® i e- ens in Raunheim. Die UÄeriegenßdt d« Taimheurer ist m dem 7 2-Tefuftat genügend gesennzelchrel Ein Spiel mit eigenartigem Ausgang lieferten sich die Iugendmannschaften 2 l t e n - B u s e ck s und Fronhaufens. Bis zur Paule lag Alten-Buseck infolge eines Seibfttores Fron- Hausens in Führung Rach bem Dechse! glich Frvnhausen aito verhalf den Alten-Buseckern durch ein zweites Selbsttor zur abermaligen Führung, um sich bann mühsam wenigstens den Ausgleich wieder zu erringen. Ein widr ges Geschick schuf au» diese An ein 2 2-Resultak Pie Perband-Mnritkrldxihni in ben lutnlpwlm Am Sonntag wurden m Offenbach die IkrImnth^ineiftcr14)aftert im Hand- imb TaHball für Turner unb Turxrrinnen airtfletragai Teil- nahmeberechtigl waren folgende xucKmrifi« ün Handball Tumberg-eüb (7. Kreisi. 6tult- gari-SannstaN (^ Kreis). Frankfurt-Westen d (9. ÄBtü. bwmu artJÖp f*r 3. Bqchck. Nr Ob«rhefse' umfnßt. denen BeittBmrf^« tm Handball Kinzenbach, bei der Ermittlung Ni KreisrneisterS noch tob*er« ®ca beim a. 2K. (9. Ärcie und Hndriberg-Wieblingen (10. Kreis) gegenüber Die Vorrundenspiele der Turner brachten zunächst Türnbcrg unb Ludwigs» bafen zusammen. Das e:waS bart durchgesüHrte Spiel en: chied Ludwigshafen mit einem 3.0-Sieg für sich Bv Hakbtzrit tührie Nr Sieg« N» reils 2 :0. 3m zwe ien Spies, da- Stuttgart und Frankfurt als Gegner sah. war Frankfurts Stur» zu unnuschtosfen. Dies« U:nBaxf> brachte Nr Mannschaft eine ZS-Rtederiag 3u Nr Entscheidung siegte Ludwigshafen üb:r Stuttgart bet einem tortvt» bätttn# von 6:2 3n Nr ersten AalNcti Halle Stuttgart meßt vom Spiet unb * Irv mit zwei J-ott” Rach Nm Wichtel »eigt< Lubwi^hafen ein NmorragenN* Spiel und «Hielte 6 Yf>re. tum Entscheidungssptel der Tur» ite rinnen tm Handball traten Turn berg und Frankfurt an. Die erste Hulbgeit n«liri torlos. Aach Nm WeNranwuri mußte sich Frankfurt trotz ständigen Drückens em Tor gefallen lallen. 9etN Mannschaften formten am Resultat nichts ändern, so baß Tümberg mir einem 1: (V-Tefiritaf Sieg« bhefc. 3m Raffball-Dntschetduna-fpigz Itrferien sich die beiden Gegner. Mühlheim und Heidelberg ein au-g.glichenetz. unb technisch eintoaufrfrcie# Spiel Mühlheim konnte bas Spiel als verdient« 5 3-Sieger abschließen. Die am 3. 3uFt beginnenben Spiele um dm Bun'desmeisterschafk sehen fpfgeiiN mb- deutschen Vertret« im Handball «Turner» Ludwigshafen (10. Kreis). im Handball (Turnerrnven) Tümberg) U. Kreis' im Raffball «Turner» Mühlheim a 'M. <9. Kreis). Jubiläums-Regatta in Giehen am 2. und 3. Juli. Für die 22. Gießen« Regatta, zugleich hie 17. Regatta des .'r.-TcgaMa-Terl-Mmbed. die auS Anlaß Ns 50jährigen Bestehens der Gießener R D. 1877 e.B.als3u» biläurnS-Regatta mit einem NNutenb erweiterten Programm erstmals als - weitägige Wettfahrt -Veranstaltung am 2. und 3.3uli durchgeführt wird bat A id)# prüf ident von Hindenburg das Ehrenproteltorat ul'«» nomracp. Richt allein, daß das seitherige Pro» gramm durch die Erhöhung Nr Zahl Nr Wettbewerbe von 15 auf 27 eine wesentliche Ten» derung des Gießen« rennsportllchen Unternehmens bringt, sondern auch durch die Tatsache, daß M« Gießener Regattastrecke die wie alle Lahn-Regattabahnen bei ißt« bish«igen Beschaffenheit an das Können der Steuerleute gc- wisse Anforderungen stellte, nunmehr t>«breiiert wird, verleiht Nr Regatta ein befkmNres Dc- präge. Ein Reonprogramm von überreich« Fülle liegt vor. 27 Entscheidungsrennen sind cs. die an den beiden Regattatagen durchaeführt werden sollen, vertellt auf 7 Achter, 16 Vierer. 1 Doppelzweier und 4 Einer, von denen 3 Di««- und 1 Achter-Wettbewerb den Ladn- Deretnen, 2 Vier«- unb 1 Acht «nennen den Vereinen der Rennklasse B Vorbehalten bleiben. An völlig unhefchränkten Rermen find Nr Labn- Pokal-Einer, Doppelzweier Prinz Eitel Friedrich-Vierer, Stadt Gießen-Bierer und Grosth«- zogs-Achter ^u pennen. Unter ben zahlreichen, neu ausgeschriebenen Wettbewerben ist bat 3i:ng- mann-Achterrennen bcmerlentoxtt. für welches die G R. D. anläßlich ihres 50jährigen Jubiläums einen dreimal, auch ohne Reihenfolge, zu gewinnenden Herau-forferungspreiS gestiftet hat. Für den im 3ahre 1925 vom ßimburaee R. K. 1907 enbgültig gewonnenen Herausforderungspreis im Achter für Lahnvereine hat der Verein „UffthrUfT 1922 Dießen in Form eines Geschenkes an den 3uNlverein einen neuen Preis gestiftet, mit Nr Maßgabe, daß dies« H«aus- forderungspreis nach zweimaligem Sieg« binttr- einanNr, ober dreimaligem Siege ohne Reihenfolge In den Bel tz des bett. Vereins übergeht. 9 Tennen sind mit HerauSforderungO» preisen. 3 mit Wanderpreisen und 15 mit Ehrenpreisen bedacht. Die für TuNttxrcinc aller Länder ausgeschriebene Reaatta. d«en 'Zlleldefchluß auf Dott- nerStag, 16.3uni festgesetzt ist, dürfte, obwohl am gleichen Termin vier weitere, nicht unve- dcutenN Regatten ftattfinden. mit einem zu- friedenftellenNn Meldeergebnis zu rechnen haben. Dem Regatta-Ausschuß sind von ein« Anzahl lud- und westdeutscher Vereine mit bekannten Mannschaften bereits Zusagen gemacht toorßfu. Es wäre zu begrüßen, wenn die Dießen« 3u» biläums-Regatta am 2 und 3 3ult auch wieder, wie es früh« häusig Nr Zoll war. Mannschaften aus der Reichsmitte und dem Torben an den Start bringen könnte Bezirksturnsest in Grebenau. Schlitz. 14. Iuni. Das Be-i eks t u r tz- fest NS 4 Bezirks «m Turngau Hessen Nr D. T. Igebet am 19. 3uni in Grebenau statt Rundfunk-Programm. Donnerttafl. 16. Juul 10 bis 13 Uhr Ueberiragung von Nr Mag- Nburg« Theoter-Aasstelluna 13.30 bis 14JÖ Uebcrttogung ixm Kassel ?ll ':^g»ronz«l Nr fUflekr HausfapeUe 16 30 bis H 45 Konzert des 5)auSorch