Die Rückkehr der deutschen Delegation Eigener Drahtbericht de« ..Siebener Anzeigers" 5 (firner Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". Berlin, 14. März. Die au» Genf nach Berlin zurückgekehrte deutsche Delegation findet eine für sie nicht allzu günstige Lage vor. 3n der deutsch- nationalen Berliner Presse ist an dem Ergebnis der Dolterbundsrotssitzung. insbesondere an dem Saarkompromiß lebhafte Kritik geübt worden. Die an diese Kritik von den Linksblättern geknüpfte Vermutung, daß man mit einem Konflikt In der Reichsregierung rechnen müsse, da die deutschnationalen Mitglieder den Abmachungen von Genf ihre Zustimmung versagen werden, dürfte allerdings nicht recht behalten. In deutschnatto- nalen Kreisen beurteilt man jedenfalls die Lage durchaus ruhig und ohne Voreingenommenheit, und will vor ollem erst einmal die Berichterstattung des Reichsministers des Aeußern, Dr. Strcfemann, ab- warten. Daß die mit Spannung erwartete Sitzung de» Reichskabinetts nicht ganz glatt verlaufen wird, daß es vor ollem über die Soarfroge und über das Kompromiß in der oberschlesischcn Schul- frage zu einem Austausch der Meinungen kommen wird, ist oorauszusehen. Schließlich wird aber doch da» Kabinett zu einer einstimmigen Billigung des Ergebnisses der Ratstagung kommen, wie sic von Dr. Strcfemann und auch von Reichskanzler Dr. Mar^ aus außenpolitischen Gründen erbeten werden dürfte. Etwas lebhafter wird sich allerdings die Aussprache im Auswärtigen Ausschuß des Reichstages gestalten, der wahrscheinlich am Mittwoch sich mit den Genfer Kompromisien beschäftigen wird. Den Höhepunkt der Auseinandersetzungen wird dann die Debatte im Reichstagsplenum anläßlich der Beratung des Etats des Auswärtigen Amts bilden, die am Donnerstag und Freitag erfolgen wird. krichetni täglich,außer Sonntag» und Feiertag» Beilagen Biehenei Famlliendlätter Heimat im Bild Di» Scholle Monat,»LeznsSprets 2 Reichsmark und 20 Relchspfenmg für Träger, lohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerRummern infolge höhere, Gewalt. Fernsprechanlchlüss«: 51, 54 und 112 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gieße». Postscheckkonto: .Frankfurt am mein 11686. B e rlin , 14. März. (Wolff.) heute nachmittag Uhr traf der Reichsminister de» Aeußern Dr. stresemaun in Begleitung von Staatssekretär o. Schubert und Ministerialdirektor Dr. Gauß, von die Kontrolle der küstungsin-ustrie Iusammenstoh im Genfer Abrüstungsauss uh. Der Kampf um den Zinanzaurgleich Die Länderoertreter im Finanzausschuh des Reichstags. Berlin, 14. März. Heute vormittag 10 Uhr trat der Steuerausschuh öe£ Reichstages zusammen, um zunächst den vorläufigen Finanzausgleich, wie er von den Regierungsparteien ausgearbeitet worden ist. noch einmal zu überprüfen. Wie vorauszuschen war. entwickelte sich dabet ein scharfer Widerstreit der Meinungen trobci vor allem die Vertreter der Länder energisch gegen die geplante Regelung Stellung nahmen, und zum Ausdruck brachten, daß die Regierungsparteien ihre Anträge doch noch einmal einer Revision unterziehen mögen, um den ungerechtfertigten Verteilungsschlüssel in einer tragbaren Weise zu korrigieren. Als erster wandte sich Ministerialdirektor v. S t ch a r t - Sachsen ge- gen den Antrag der Regierungsparteien, nach dem aus dem Auskommen an Einkommensteuer, Körperschastssteuer und Umsatzsteuer in den bei- den Zähren der Ucbergangsregelung je e;n Betrag von 450 Millionen RM. nach dem Um- lahstcuerschlüsfel verteilt werden soll. Er legte dar. daß diese Dorfchri't in Wider- pruch stehe mit dem Grundsatz der jetzigen Regelung, daß jedes Land drei Viertel des Aufkommens feines Etaats- bereiches an Einkommensteuer erhol- ten müsse. Der Vertreter Hamburgs. Staatsrat L i p p- n a n n. erklärte, daß sein Staat durch die Vor- chlage der Regierungsparteien 3.6 Millionen Tian verlieren würde. Sachsen würde 4.5. Bremen ungefähr eine Million verlieren. G e - » «rrrrr- toütbe erster Linie Bayern >iber 3 Milltonen und Preußen ungefähr 2 Millionen. ®er Redner schilderte die finanzielle Lage Hamburgs. das mit Sachsen relativ die größten C r w e r b s l o s enz a h le n Hobe, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Regierungsvarteien chre Anträge noch einer Revision unterziehen wurden preußischer Finonzmmisler Dr. Häpker-Aschoss: leihe die Bedenken Sach ens über die Den-llung nach dem Umfatzsteuerschküssel. Die Ueberweifung von 2.6 Milliarden bedeute nicht e.wa ein großes Geschenk' an die Länder. Wenn der bisherige Zustand aufrechterhalten worden wäre, mit seiner Zusatzgorantie für die Umsatzsteuer, würden die Länder noch mehr erhalten haben. Preußen habe durch die Senkung der Gerichts- kosten. Erhöhung des Wohnungsgeldes anläßlich der Mietssteigerung. Beseitigung des Zuschlags Tine neue Vereinbarung im Bankgewerbe. Berlin 14. März. (WTD.) Zwischen dem Retchsverband der Dankleitungen einerseits und dem Deutschnationalen Hondlungsgehllfenver- band. dem Deutschen Dankbeamtenverein und dem RLichsvcröand der Kassenboten anderer^ sells ist folgende Vereinbarung zustande gekommen: Die Urlaubsregelung wird gegenüber dem Schiedsspruch vom 23. Aug-st au- aunsten der Angestellten verbessert. Es ver- bleibt bet der im Schiedsspruch vorgesehenen Gehaltserhöhung von P/. Prozent. An ©teile der im Schiedsspruch vorgesehenen taris- öerttagliäen Verpflichtung zur Auszahlung eines halben Monatseinkommens am 15. Dezember übernimmt der Reichsverband der Bankleitungen die Verpflichtung, seinen Mitgliedern die Aus- zahlung zu empfehlen. Dem Bermittlungsvor- Ichlag hauen der Reichsverband der Danlleitun- 6en. Der Deutsche Bankbeamtenverein, der Deutschnationale Handlungsgehilfenverbanb und der Reichsverband der Dankkassenbo en zuge- bohrend der Allgemeine Verband der Deutschen Bankangestellten ihn ablehnte. Die hessische Gesandtschaft in Berlin. , „Sa rmstad t. 14. März. (WTD.) Das hessische Gesamtmtnisterium hat besch le s en. daß ^e Neubesetzung der hessischen TesandtsHaft in Berlin erst i m Herbst nach der Aeuwahl des Landtages erfolgen soll. Der durch die Pensio- Dens, 14. Mär;. (2DIB.) Zur Ausarbeitung eines Konventionsentwurfs über die Kontrolle der privaten Rüstungsindustrie ist unter dem Vorsitz des deutschen Delegierten Gras B e r n st o r s s ein Sonderausschuß zusammengetrcten. In dem sämtliche Ratsstaalen und außerdem die Bereinigten Staaten von Nordamerika durch ihren Botfcfja ler in Brüssel, Gibson, vertreten sind. Der amerikanische Delegierte Gibson erhärte, daß Amerika bereit sei, alle praktischen Maßnahmen auf diesem Gebiet zu unterstützen und einem Internationalen Abkommen beizutreten, dos die Berösfentlichuna aller privaten und staatlichen Rüstungserzeugnisse seftsehe. Rach der ameri- tanifdxn Aussassung sei die Kontrolle sowohl der privaten wie der staatlichen Produktion die Grundbedingung für einen (Erfolg der geplanten Konferenz. Dieser Gedanke, dem in Art. 7 des bestehenden Dorentrourfs Rechnung getragen m, sand den entschiedenen Widerspruch des italienischen Bertreters, General de Marini», der erklärte, daß Italien ganz allgemein gegen die Kontrolle der staatlichen Rüstungsindustrie sei und daß die Einbeziehung der staatlichen Rüstung»- Industrie über den Auftrag des Sonderausschusies hinausgehe. paul-B oncour und Lord Robert Cecil unterstrichen diese letztere Bemerkung, wollen aber ihre endgültige Stellungnahme In dieser Jrage von dem Fortgang der Vorarbeiten für die Abrüstungskonferenz selbst abhängig machen. Der japanische Delegierte trat dagegen in vollem Ausmaß dem italienischen Standpunkt bei, während Nch die Bcrtrder Belgiens unö San S aloa - dar» der amerikanischen Auffassung anschlossen. Die Entscheidung wurde schließlich entsprechend einem Vermittlungsvorschlag des belgischen Senators Die Berliner Blätter unterstreichen, daß die sehr befriedigte Art, wie die Frage der Dan- ziger Anleihe verabschiedet wurde, auch nach dem Zeugnis des Staatspräsidenten Dr. Sahm mit in erster Linie darauf zurückzuführen ist, daß zum ersten Male in der Finanz kommis- fion deutsche Finanzleute mitgewir/t haben. 3fr der Frage der o st o b e r s ch l e s i - schen Schulen ist Deutschland keineswegs von seinem Standpunkt abgewichen, vielmehr wird in dem Bericht der Kommission, der von den Ber- ttetern dreier Staaten stammt, ausdrücklich feft- gelegt. daß die Genfer Konvention n keinem Punkte von dieser Entscheidung berührt werde. Der faktische Erfolg, der in Genf erreicht wurde, ist, daß in mehr als der Hälfte der strittigen 7000 Fällen den Kindern sofort die deutsche Schule erschlossen wird und in den übrigen die Entscheidung des Präsidenten Calonder und seines schweizerischen pädagogischen Beraters maßgebend fein wird. Polen ift dadurch gezwungen, die bereits eingeleiteten Maßnahmen auf diesem Gebiet zurückzu- ziehen. Der Deutsche Dolksbund hat durch seine Vertreter bereits erklärt, daß er mit dieser Lösung durchaus befriedigt sei. 3n der Sa a rfrage war die Stellung der deutschen Vertreter auch dadurch besonders schwie- rtg. daß das saarländische deutsche Mitglied ter Regierungskommission nicht selbst gegen die Vorschläge der Regierungskommission gestimmt, sondern sich feiner Stimme nur enthalten halte. Die Haltung der deutschen Delegation suchte zu vermeiden, daß der Völkerbundsrat auf frühere Beschlüsse festgelegt wurde. Sie hat erreicht, daß ein -Termin für den Abzug der franzöftschen 'Truppen festgelegt wurde, daß der Bahnfchutz im Gegensatz zu den französischen Truppen nurderRegierungs- f ommifflon untersteht, und daß er nur in außergewöhnlichen Fällen angewandt werden darf. Die Stärke von 800 Mann ist ausdrücklich als Maximal zifscr festgesetzt. Ts wird unterstrichen, daß Dr. Stresemann in feinem hartnäckigen Kamps um die Saarsrage bis zur äußersten Grenze gegangen ist. Wenn dem Reichsaußenminisler ein Vorwurf aus einer Erklärung gemacht wurde, daß er nicht auf Grund besonderer Znstruktivnen. sondern aus eigenmächtiger Verantwortung seine Entschließung getroffen habe, so liegt Grund zu der Annahme vor. daß dem Gerede ein Ende gemacht werden sollte, wonach die Verhandlungen durch Telegramme des Grafen Westarp und anderer Einflüsse beeinträchtigt würden, die mit der neuen Zusammensetzung der Reichsregierung zu- rammenhängcn. 3n den Besprechungen neben der Ratstagung dürfte es gelungen fein, eine Basis zu finden, auf der die Wiederaufnahme der deutich polnischen Handelsver- t.r a g s v e r h a n d lu n g e n möglich ist. 3m übrigen ist in diesen allgemeinen Besprechungen keinerlei Versuch gemacht worden. Deutschland m eine antirussische Front einzusügen: vielmehr kann gesagt werden, daß der deutsche Standpunkt und das deutsche Interesse einen Zusammenstoß fischen den beiden Weltmächten England und Rußland unter allen Llmständen zu v e r m c i • b e n, überall Verständnis findet. Schließlich heben Brouckörc auf später vertagt und sodann ein Sicbcnerausfdjuh unter dem Borsih des deutschen Bertreters eingesetzt, der sich in den nächsten Wochen ausschließlich mit der Umarbeitung de» Dorentrourfs Zu befassen haben wird. Die Seeabrüftungsfonferenj. Eine amerikanische Einladung in Paris und Rom. Paris, 14. März. (Haoas.) Die Regierung der 'Bereinigten Staaten hat im französischen Ministc rium für auswärtige Angelegenheiten eine Rote über die Oeeabrüstungskonferenz, überreichen lassen, ebenso in Rom. lieber den Inhalt dieser Rote teilt die Haoasagentur halbamtlich mit: Die Regierung von Washington erkläre, daß ihre Initiative in ferner Weise den Arbeiten des Völkerbundes schaden könne und daß diese Initiattve in feiner Weise bezwecke, die Organismen, denen das Ab- rüftungsproblem gegenwärtig unterbreitet fei, beiseite zu schieben: im Gegenteil, dieinGenfver- tretenen Mächte könnten an seiner Lösung m itwtrke n. Zum Schluß fordert die Rote die französische Regierung aus, sich irgendwie bei der geplanten Konferenz o e r t r e 1 e n zu lassen. Jede der teilnehmenden Mächte werde mit einem Programm, das ihr fonoenicre, kommen können. Nachdem England und Japan die Teilnahme an dieser Konferenz zuaesaat hätten, werde diese anfangs Juni in Gens stattfinden. Aller Wahrsä-einlich- kett nach werde sich die französische Regierung daraus beschranken, einen Beobachter $u entsenden entsprechend der verschiedentlich von der amerikanischen Regierung verfolgten Methode. weiß nicht recht, ob eS der Selbständigkeit der Länder an sich dient, wenn man ihnen gar z u viel garantiert. Pikant ist bei ben Erörterungen über die Garantie, daß der demolratische Reichstagkabgeordre e Dr Fischer die Summe von 2.6 Milliarden als zu hoch bekämpft, während der demokratisä.e preußische Wt I. nietung deS Freiherrn v. Diegeleben freigewordene Posten wird in der Zwischenzeit von den jeweils zuständigen Ressortministern interimistisch verwaltet werden. Eisatz-Lothringen. Ter„Elsässer"andiedeutschenAonservattvcn Straßburg, 14. März. (Havas.) Das katholische Straßburger Organ »Der Elsässer" veröffentlicht einen an den Grafen Westarp gerichteten offenen Brief, in dem gegen dessen Ausführungen in Frankfurt a. M. protestiert wird. Das "Blatt erklärt, man solle jede Einmischung in die elsaß-lothringischen Angelegenheiten unterlassen. Jeder Deutsche, der eine wahrhast friedfertige Politik unterstützen wolle, müsse sich zur Richtschnur machen: ..Rühren wir nicht mehr an Elsah-Lothringen." Den deutschen Konservativen wird in dem Brief angeraten, sie möchten sch in Elsaß-Lochringen vergessen machen, wenn sie nicht wollten, daß der Haß gegen Deu»-Hland geschürt werde. Das Blatt erklärt ferner es wolle dem Friedensgedankrn, den der Papit ausgesprochen habe, Folge leisten, aber man begegne in Deutschland einer Stellungnahme der nationalistischen Konservativen in der lu?.ß-lothringischen Frage, die soweit ginge, das Recht der Heinen Völker anzurufen. Der lettische Staatspräsident gestorben. Riga. 14. März. (WTB) Der Präsident der Republik Lettland, Tschalste, ist heute abend 8.45 Uhr im 68. Lebensjahr gestorben. IahniS Tschalste wurde nach Absolvierung der Moskauer Universität Rechtsanwalt in Mll.au und gab dort zeitweilig die lettische Zeitung „Tehwija" (Vaterland) heraus. 190ö wurde er >um Abgeordneten in die erste russische Reichs- duma gewählt, wo er mit dem sogenannten Ilutonomistenklub in Fühlung tcasi der eine Autonomisierung der Fremdvölker in Rußland rstrebte. Währ.n) des Welsir e e) war Tsch'k'ie in Petersburg und in Dorpat Vorsitzender des lettischen Flüchtlingskomitees, das später den Grundstock der eisten Regierung des 1918 proklamierten lettländischen vtaateS bildete. 3m späteren Verlauf der russischen Revolution bereitete Tschalste im Auslands die Anerkennung des werdenden Staatswesens vor. Rach der Ausrufung der Unabhängigkeit wurde er Präsident des Volksrates, des provi- '^rischen Landesparlornenls und später Präsident Oer 1920 gewählten Konstituierenden Versammlung. Bei der Wahl des ersten Staatspräsidenten von Lettland im Rovember 1922 fiel ebenfalls die Entscheidung einer Mehrheit von °2 unter 98 Stimmen auf Tschakste. der sich also des Vertrauens in allen Lagern, bei den Bürgerlichen und den Sozialisten, bei Letten und Richt- Letten. erfreute. Politisch stand er sonst der Demokratischen Partei nahe. Die radikaleMehrhettin Kanton London. 15.'Mär;. (TU.) Wie aus Schanghai gemeldet wird, hat das Zentralkomitee der Kuomintang während seiner Hankauer Konferenz scharfe Angriffe gegen General Tschangkaischek gerichtet. Der General soll jedoch in seinem Amte bleiben: eine Anzahl feiner Anhänger, darunter der Leiter deS politischen Bureaus, wurde verhaftet. Die Opposition stellte eine Reihe von Forderungen auf. bie vor allem den Zweck haben, den r e v o l u t i o* . nären Charakter der Partei stärker zu betonen. Ferner wurde eine baldige gemeinsame Kon- । fcreiu zwischen den Vertretern der Regierung und Denen der Parteiorganisation gefordert. 1 Schwere Kämpfe vor Nanking. London, 15. März. (WTB. Funkspruch.) Die Kantonesen stehen 20 Meilen südlich von Ranking. 3n der dortigen Gegend wurde gestern schwer gekämpft. Die Eisenbahnverbindung % ist unterbrochen. Angesichts der großen Zahl der in Rauling lebenden fremden Missionare, darunter allein 430 Amerikaner, haben die briti- -schen und amerikanischen Behörden Vorbereitungen zur schnellen Räumung getroffen. Kleine politische Nachrichten. Der König und die Königin von Dänemark und Island passieren auf der Rückreise von Frankreich am nächstlommenden Donnerstag Berlin, wo der König dem Reichspräsidenten einen Besuch abstatten wird. Der Reichspräsident wird den Besuch Sr. Majestät auf der dänischen Gesandtschaft am selben Tage erwidern. Reichstagspräsident Löbe wird am Mittwoch die Klinik verlassen und in seine Woh. nung zurückkehren. Sein Befinden ist nach wie vor gut, doch wird er «inen längeren Erholungsurlaub nehmen müssen Das Befinden des verunglückten Staatssekretärs a. D. von Kuhlmann ist noch immer ernst. Obwohl Hoffnung besteht, den Verunglückten am Leben zu erhalten, so läßt doch sein Zustand infolge des Schädelbruchs einstweilen noch großen Befürchtungen Raum. Der Schultreuzer „H a m b u r g“ wird nach einjähriger Abwesenheit am 19. März, nachmittags 4 Uhr in Wilhelmshaven einlaufen. Die Frau des deutschen Gesandten beim vapstlichen Stuhl in Rom, Dr. von Bergen, hat in Anerkennung von Verdiensten während deS Jubiläumsjahres da» goldene Kreuz ..bene merenti" verliehen bekommen. Der deutsche Journalist Delius, Korrespondent der »Berliner Illustrierten Zeitung", der unter der Anschuldigung verhaftet worden war, seiner x3eüun^ Bilder und Artikel übersandt zu haben, die eine He rabsehung Italiens dar stellten, wurde wegen Verstoßes gegen das Gesetz zum Schutze des Staates zu 3 0 Tagen Gefängnis verurteilt. • Das ehemals dem früheren deutschen Kaiser gehörende sequestrierte Schloß Jroille bei Metz ist für 347 000 Franken versteigert worden Deutschlands Wirtschaftspolitik Minister Curlius im Reichstag. Berlin, 15. März. (VDZ.) Bei der zweiten Lesung deS Haushalts des Reichswirtschaftsmini- steriums gibt Reichswirtschaftsminifter Dr. Curlius. einen ileber&üd über die Tätigkeit seines Ministeriums. Rur auf gewissenhaften Erkenntnisgrundlagen sei das Zusammenwirken der verschiedenen Wirtschaftskreise und der Ausgleich der großen Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit möglich. Deshalb verfolge das Wirtschaftsministerium eingehend die Aufgaben periodischer Untersuchungen und ständiger wissenschastlicher Durchdringung des Wirtschaftsgefchehens. Die treibhausartige Entwicklung der Berufsorganisationen nach dem Zusammenbruch habe einem Beharrungszustand Platz gemacht. Die Zusammenarbeit mit den Behörden erstrecke sich auch aus wirtschaftspolitische Aufgaben. Trrtzdem könne man ein Zentralorgan, den Reichswirtschaftsrat, nicht entbehren. In der Rationalisierung sei mir die erste Etappe erreicht. Die Vervollkommnung der Teck)nit stehe noch bevor. Sobald Der Plan eines Großspannungsnetzes fertigpeftclü sei, dürfe seine Durchführung nicht durch Schwierigkeiten bei der Verleihung des Enteignungsrechtes gestört werden. Bei Besprechung der Zoll- und Handelsvertragspolilik betonte der Redner, daß der Antell Europas an der deutschen Ausfuhr zugunsten des außereuropäischen Anteils stark gemindert sei. Die Ausfuhr nach den europäischen Ländern sei im ganzen genommen geringer als vor dem Kriege, wobei den Haupt- ausschlag die verminderte Aussuhrnach Rußland und Frankreich gebe. Bei den änderen Ländern zeige sich in manchen Beziehungen eine günstige Auswirkung Dec mit ihnen abgeschlossenen Handelsverträge. Asien und Afrika nehmen wachsende Mengen deutscher Ausfuhrerzeugnisse auf. So sehr Deutschland darnach trachte, das Handelsvertragssystem zum Abschluß zu bringen, so sei man noch immer vom Ziele entfernt und habe noch schwere Aufgabe, wie die Handelsoerträge mit Polen, Frankreich und der Tschechoslowakei zu regeln. Der Minister erhofft sich von Der im Mai in Genf ftattfinDenDen IDeltroirlfdjaffsfon'eren; eine aemifje Erleichterung der allgemeinen handelspolitischen Lage. So wenig befriedigend im ganzen Deutschlands handelspolitische Lage zur Zeit auch sein möge, so werde die Reichsregierung doch eine Aenderung der Methoden und die Schaffung eines neuen Zolltarifs in nächster Zeit nicht verantworten können. Die Einbringung eines neuen deutschen Zolltarifs würde im Augenblick nur noch größere Verwirrung Hervorrufen. Der Minister kündigte eine Vorlage der Reichsregierung über die Gestaltung der Agrarzölle für nach dem 31. Mörz dieses Jahres an und verwies auf die neuen Wege, die man zwecks Steigerung der Aus- stihr zu gehen beabsichtige. Dem Auslande müsse klar gemacht werden, daß die Garantieleistung für sog. Russenkredite, die Exportkreditoersicherung und anderes Maßnahmen seien, die auch andere Staaten träfen und daß gerade die besondere Schuld- n e r l a g e Deutschlands zur Förderung der Ausfuhr dränge. Auf dem Gebiet der Geld- und Kreditpolitik hätten die Geldsätze der Auslandanleihen und des Jnlandkapitals im vergangenen Jahre eine beträchtliche Verminderung erfahren. Trotzdem sei aber die Zinsbelastung noch immer sehr hoch und bedenklich. Man müsse jetzt daher ernst überlegen, ob und welche Maßnahmen zur Verbesserung des Geld- und Kreditsystems ergriffen werden können. Bei den Besprechungen zwischen Dr. Schacht und dem Reichskabinett sei auch von den Rückwirkungen die Rede gewesen, die von den Bewegungen des Geld- und Kreditmarktes auf die Zahlungen für Reparationsleistungen ausgehen. Die bisherige Erfüllung der Reparaiionsoer- pfüd)hingen, die im wesentlichen daraus hinaus- laufe, Annuitäten durch Ausnahme neuer Schulden zu schaffen, führe zu Substaniverlusten und sei daher alles andere als eine ordnungsmäßige Erfüllung des Dawesplanes. Der Minister betonte weiter, daß sich der Staat mit besonderer Sorgfalt des Handwerkes und des millelftändischen Gewerbes annehmen müsse. Ein wie starker Wille zur Selbstbehauptung im Handwerk lebe, lehre auch ein Blick aus den winzig fortschreitenden Aufbau der Kreditgenosienschasten, deren Mitglieder zum großen Teil dem Handwerk angeboren. Der Haushaltsausschuß beantragt Die Streichung der von Der Regierung angeforDerten 3/4 Millionen zur FörDerung Des Deutschen Außenhandels, insbesonDere zur Zinsverbilligung für Darlehen an Deutsche Exporteure. In einer Entschließung regt Der Ausschuß Die Zusammenlegung Des Statistischen Reichsamtes unD Des Preußischen Statistischen Amts an. Abg. Frau SenDe r (Soz.) weist aus Das Mißverhältnis zwischen Produktion unD Verbrauch hin. Die Rationalisierung habe sich bisher nur zugunsten Der Llnternehw.er ausgewirkt, nicht in einer Preissenkung. Hätten Regierung unD Unternehmer Die zur UeberwinDung Der Krisis wichtige BeDeutung Des Massen- absah es rechtzeitig erfannt, so hätten sie zunächst Die Reallohne steigern müssen. Wie wenig Dem Minister an der Hebung der Kaufkraft Des Bolkes liegt, Das beweise Die Tatsache, Daß er auf Die Mietsteigerung hingewirkt habe. Als Ziel Der Arbeiter stelll Die ReDnerin zum Schluß auf: PrvDuktive Sozialpolitik Durch Verkürzung Der Arbeitszeit unD Steigerung Der Kaufkraft, sowie Abbau Der Zollmauern. Aus aller Welt. Das Urteil im Jirrgensprozeß 3m Prozeß gegen Den Stargarder Landgerichtsdirektor Jurgens und feine Frau wegen Meineids unD Versicherungsbetrugs wurde Montag vorn Berliner Landgericht III das Urteil gefällt. Die Angeklagte Frau Jürgens wurde Wegen Meineides zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, die durch die Unter- fuchungsyast als verbüßt gelten, und im übrigen freigesprochen. Der Angeklagte Landgerichts- Direktor Jürgens wurde freigesprvcheu. 3n der Urteilsbegründung wird u. a. ausge- I fuhrt Das Gericht halt einen Meineid der Frau Abg. Dr. Reichert (Dn.) bekämpft Die Uebernahme wirtsä, aftl-cher Betriebe Durch Die öffentliche HanD, n?.u die Betriebe dann unrentabel würden und sie außerdem, von Steuern befreit, eine unfaire Konkurrenz für Die schwer belasteten Privatbetriebe würden. Die Sozialdemokratie habe selbst auf Rationalisierung gedrängt. Jetzt dürfe sie sich nicht über die Folgen beklagen. Aber die Rationalisierung habe endlich einmal wieder eine Rente geschaffen, und Bebel habe ja selbst einmal gesagt: „Ohne Prosit raucht fein Schornstein." Außerdem habe die Rationalisierung den Export wieder ermöglicht und Geld und Rohstoffe wieder ins Land gebracht. Arbeitszeit dürfe man nicht rationieren nach Schema F. Während des englischen Streits hätte man ohne Ueberstunden z. B. manchen Austrag nicht ausführen können. Wenn einzelne Arbeitslose litten, so dürfe man doch auch nicht vergessen, wie die Lohne der Beschäftigten gestiegen seien. Rach dem kleinen Ausgleich des Dorjahres sei unsere Handelsbilanz wieder passiv. Man scheine sich im allgemeinen nicht genügend llar zu machen, daß die zwci Milliarden Daweslasten 4 bis 5 Prozent dcs gejan.tcn deutschen VollS^mlommens ausmachen. Bon einer allgemeinen Te e jung der deutschen Wirtschaft, die die Repara.ionssach- verständigen erwarteten, sei noch keine Spur vorhanden. Das Ausland müsse zum mindesten durch seine Handelspolitik die Erfüllung der Dawesverpslichtungen ermöglichen. Abg. Schlack (Z.) will aus verschiedenen Erscheinungen erkennen, daß es mit unserer Wirtschaft vorwärts gehe. Aber Der Wiederaufbau sei noch lange nicht gesichert. Erfreulich sei die Besserung der Handelsbilanz. Allerdings fei sie auf eine starte Einfuhrdrofse- lung zurückzuführen gewesen und auch in ihrer heungen Form sei die Handelsbilanz und vor allem auch die Zahlungsbilanz auf die Dauer unerträglich. wenn wir die Daweslast für uns verwenden könnten, würden wir 600 000 Menschen mehr beschäftigen können. Die Erfüllung des Dawes- planes fei überhaupt nur durch Steigerung der Ausfuhr möglich. Deshalb muffe der Rclkerbund dafür sorgen, daß die Zölle international a b - gebaut werden. Deutschland solle aus diesem Wege oorangchen. Das Ausland müsse endlich aufhören. Deutschlands Wirtschaftslage viel zu günstig zu beur- teilten. Unsere Ausfuhr bleibe noch 35 bis 40 Pro-, hinter der der Vorkriegszeit zurück. Das Ministerium solle dahin wirken, daß die Verschuldung an das Ausland eingeschränkt wird und die deutsche Wirtschaft, ihren Kapitalbedarf i m Inland decken kann. Die Rationalisierung sei nur Unternehmern zugute gekommen. Das beweise die Verdoppelung der Kurse im letzten Jahre. Für den Aufstieg unserer Wirtschaft komme eS aber nicht auf die Reserven der Industrie an. sondern auf die Hebung der Kaufkraft der großen Masfe. Abg. Albrecht (DVP.): Roch seien nicht alle Industriezweige von der Rationalisierung erfaßt. Gerade die noch ausstehend« Erneuerung und Durchorganisierung Der Betriebe koste Geld. Deshalb seien auch die Borwürfe, allein die Arbeiter hätten die Lasten der Rationallfierung zu tragen, unberechtigt. Der Redner betont, daß es der deutschen Wirtschaft in der letzten Zeit ohne Zweifel gelungen sei, auf dem Weltmarkt zu konkurrieren. Das ganze Dolk habe an der Rationalisierung daö größte Interesse. Wenn sie auch vorübergehend Arbeitslosigkeit schaffe, so sei sie doch das einzige Mittel, um durch wettbewerbsfähige Preise größere Marktgebiete zu erschließen, die Produktion zu erweitern, und damit die Einstellung neuer Arbeitskräfte zu ermöglichen. Die Lösung des Reparationsproblems fei davon abhängig, daß unserer wirtschaft keine übermäßigen Lasten aufgebürbet mürben. Abg. Koenen (Komm.) erklärt, die Arbeiter müßten sich wehrlos niederrationalisieren lassen. Es sei richtig, daß Thyssen und Dögeler zusammen mit Strefemann an Der Riviera mit Mussolini über ein Geschäft mit Munition für Den Stahltrust verhanDelt hätten, wobei das Reich eine Garantie von 1000 Millionen Rm. übernehmen sollte. Abg. Meyer- Berlin (Dem.) begrüßt DaS Bekenntnis Des Regierungsprogramms zur E x - portförDerung. glaubt aber nicht an ihre Durchführung, weil er bezweifelt. Daß Die Deutsch- nationalen Die entgegengesetzten Interessen Des GrohgrunDbesitzes Derlengne-i Er befürchte Deshalb, Daß Die Regierung Den Entscheid über wichtige Handelsverträge hinausschieben werbe, um innerpolitische Krisen zu vermeiden. Einer Durch- peitschung DeS neuen Zolltarifs, wie es bei Der letzten Rovelle geschehen sei, würDen sich Die Demokraten mit allen parlamentarischen Mitteln widersetzen. Der Redner polemisiert ferner gegen die Verlängerung des Agrarzollproviforiums, die künstlich Dorgenommen würde. Gr unterstützt den sozialdemokratischen Antrag, Die Roggenzölle aufzuheben. Die FuttermitteHölle führten zur vorzeitigen Abschlachtung DeS Viehes, zur Beschrän- fung Der Flcischversorgung unD müßten Daher beseitigt werben. Abg. Drewitz (Wirtschaftliche Vereinigung) schllDert Die schwierige Lage Des M i 11 e l st a n - Des. Er verlangt Beseitigung Der Auswüchse Der Gewerbefreihteit. Weiterberatung Dienstag. Jürgens für erwiesen, hat Die einjährige Zuchthausstrafe aber auf GrunD Des strafmilDernden § 157 auf eine Gefängnisstrafe von 5 Monaten herabgesetzt. Die Durch Die Untersuchungshaft verbüßt sein soll. Bei Den übrigen Delikten reicht daS. was in Der Verhandlung zur Sprache gekommen ist. nicht aus. um die Angeklagten zu überführen. Bei den Kreditbetrügereien sind von den 36 Fällen der Anklage nur 3 übrig geblieben. Sie scheiden schon deshalb aus. weil eine Ver- mögensschädigung nicht festgestellt werden form. Die Verhandlung hat keinen Anhalt dafür ergeben, daß der Angellagte Jürgens bei Dem ihm vorgeworsenen Meineid schuldig ist. Sie Ehefrau hat zweifellos ihren Mann Hintergange n. und es ist also anzunehmen, daß er nichts von ihren Schulden gewußt hat. Bei allen Diesen ihm zur Last gelegten Straftaten spricht Der Sachverhalt für Die Unschuld DeS 2n- gefiagten. Tödlicher Absturz des Flieger» Ungemittet. Auf Dem Flugplatz Staaken ist einer Der ältesten unD beDeutenöftcn Deutschen Flieger, Der Chefpilot Der Albatros-Werke. Ungeteilter. beim Ausprobieren eines neuen Sport- ttugzcugeS tödlich verunglückt. Seine 200-PS- Maschine überschlug sich, stürzte aus 80 bis 100 Meter Höhe senkrecht mit Dem Propeller nach unten zur Erde und wurde vollständig zertrümmert. Ungeteilter wat etwa 38 Jahre alt. Verhaftungen rot gen Durchstechereien. Direktor Albert Wagner aus Ludwigshafen, der seinerzeit in dem Hölle-Prozeß eine Rolle spielte, ist auf Deranlaflung der Staatsanwaltschaft Frankenthal wegen großer Durchstechereien verhaftet worden. 3n der gleichen Sache wurde der frühere Leiter des Pofthochbau- bureauS Ludwigshafen. Baurat E a st e 11, verhaftet. Die Durchstechereien, über Deren Höhe noch nichts befanntgegeben wirb, fallen bei Der Vergebung von Postbauar 5^i t en erfolgt sein. Auch gegen einen Beamten Der J.-G- FarbeninDustrie ist Haftbefehl erlasfen worden. In letzterem Falle soll Der Beamte Dem verhafteten Fabrikanten Wagner bei Der unrech.- mäßigen Vergebung von Postarbeiten Vorschub geleistet haben. Line Ohrfeige für Kerenski. In Neuyork wurde die russische Monarchistin Katharina 'Barg, die dem vormaligen russischen Premierminister Kerenski vor einer Versammlung von 5000 Personen am Samstagnachmlltag ins Gesicht geschlagen hat. zu 4 Dollar 50 Cents Geldstrafe verurteilt. Diese Summe entspricht dem Preis des Blumenstraußes, den sic angeblich hatte Kerenski überreichen wollen. Sie erklärte später: „Das ist dos Geld wert g e ro c f e n." Ein sinkender Berg in der Eisei. In Dollendors in Der Eisel wird eine über* raschenDe Beobachtung gemacht. Die ungesähr eine Viertelstunde von Dollendors entfernt liegende Dollendorfer Höhe ist in ihrem Mittelstücke zwischen Der Höhe selbst unD Dem EiserrS- berge ungefähr in einer Breite von 3 * Kilometer a m Sinken. WährenD vor Jahren luxfr beiDe Höhen Durch eine gleichmäßige Rückenhöhe verbunden waren, ist heute zwischen Den beiden Gipseln kein Berg mehr zu sehen, sondern eine T a l e b e n e. Ueber die Ursache Des Sinkens Der Berghohe ist man sich nicht llar. Die „Eiserne Bücherei" in London gesährdet. Die sogenannte „Eiserne Bücherei" des Britt- j ch e n Museums, die vier Millionen unerscw bare Bücher umfaßt, ist in großer Getehr. Sie droht mit ihrem ungeheuren Gewicht von Taufenden von Tonnen, das jeden Monat durch einen Bücherzu- wachs von rund 30 000 Bänden vermehrt wird, das Gebäude in die Tiefe zu reißen. Die Angelegen- hell ist so dringend, daß eine Deputation den Ministerpräsidenten Baldwin bereits informiert hat. Die Sachverständigen sind der Auffassung, daß die Sanxe Struktur des Gebäudes unter den gegebenen mftänben einer dringenden Renovierung bedarf. Der hierfür erforderliche Kostenaufwand wird mindestens 20 Millionen Mark betragen. Grober Unfug. Einem Dienftknechl In Ummerstadt bei Roburg hat ein noch Unbekannter i n die Tabakspfeife yeimlich Schießpulver gestopft, da» beim Anzünden der Pfeife explodierte und den Knecht so schwer im Gesicht verletzte, daß sein Augenlicht gefährdet ist. Zur Hinrichtung aosgetoft. Der bolivianische Gerichtshof hat Das Urteil gegen Die vier Des Mordes an Dem früheren Präsidenten. General P a n D 0. für schulDig et» Härten Personen gesällt. Durch Das Los soll bestimmt teerten, teer Die ToDeSstrafe er« leitet, WährenD Die übrigen je 10 Jahre Gefängnis erhalten werden. Wettervoraussage. Zunächst teolkig. später unter Zunahme ter ßuftbetoegung auch langsame Bewölkungszunahme mit Riederschlägen und geringem Temperaturanstieg. Gestrige TageStempcraturen: Maximum 2A Minimum 0,7 Grad LelsiuS. Rteterfchläge: 0,3 Millimeter. Heutige Morgentemperatur.- 0,3 GraD CelsiuS. Kunst und Wissenschaft. Zum Tode Professor Dr. Eduard vou Bambergs. Arn Vormittag DeS 12. März 1927 teurDe Der Goethesorscher Prof. Dr. EDuarD von Bamberg auf Dem WalDfrieDhof zu Darmstadt zur letzten Ruhe gebettet. Am 29. Juni 1852 zu Frankenberg in Thüringen geboren, hatte er Die letzten zwölf Jahre seines LedenS in BraunS- harDt bei WeiterstaDt zugebracht, teo er tm Februar 1915 Das von Dem Prinzen Georg Wikhelm von Hessen. Dem Großvater Der Königin Luise von Preußen, erbaute Schlößchen erworben hatte. Seinen LebenSberus hatte er in Der Erforschung DeS Zeitalters GoetheS erblickt. unD noch im Frühjahr 1927 war es ihm vergönnt. Die Erinnerungen Der Karvline Jagemann nebst zahlreichen unveröffentlichen Dokumenten au- ter Doethezeit im Sibyllenverlag zu DreSDen her* auszugeben unD Damit eine Quelle ersten Ranges für Die Geschichte jener Zell zu erschließen. BIS in Den Rovember hinein arbeitete er an Der Herausgabe DeS Briefwechsels Karl LuDwig von Knebels. Dann machte ihn Die Krankheit. Die am 9. März feinem Leben ein Ziel setzte. Die Weiterarbeit unmöglich. Im Rovember hatte er DaS Schlößchen BraunsharDt an Den EarilaS- Dcrein veräußert, weil er Die Darauf ruhende Steuerlast nicht tragen konnte, nachdem er in Der Inflationszeit fein beträchtliches Vermögen ein» gebüßt. Die Dann einsetzende Rieterlegung teS iDhllifch schönen ParkeS. Deren Zeuge er sein mußte. Da er nicht rasch genug eine passende Wohnung fand, hat infolge Der Durch sie hervor- gerufenen Gemütserregungen feinen Tod beschleunigt. Auf Die Geschichte DeS ehemaligen Fürsten- siyes BraunsharDt. Dessen EnDe mit tem seines Lebens nun zeitlich zusammenfällt. teerDen tetr len Flächenzen Stilleben. Interieurs ben an K. L a n ärz statt. am Kaspar Jung, CREME MOUSON von und Als be- Oberyefsen. Landkreis (tficforn REGATTA EINE ZIGARETTE MiLDooor. .21 if bet Son enseite". — Evangeli'che Stadtm.fsion: 8.33 Llhr. Bor rag. — Licht ptelhaus Dahnhafstraße .Das Mädel auf der Schaukel". — Astoria-Lichtpirle: 2Sie Gefallenen'. — Aus bem Stabttheaterbureau wirb unS geschrieben: Da Oberspielleiter Xe« leky sich gestern bei der Probe zu der heutigen Aufführung den Fust verletzt hat und infolge- bellen wegunfähig geworden ist. muh die heutige ,Fa u st" - A u f f ü h r u n g verschoben werden. Statt dessen geht heute als Dienslag- Abonnements-Bvrstellung um 7.30 ilbr Auf der Sonnenseite" in Szene CD Collar, 14. Marz. Die gestern nachmittag stattgehabte aufocrorbeniLde Hauptversamm des Veteranen- und Krieaerverei holzversteigerung der Gemeinde die letzte dieses Jahres gewesen sei. ist zu bemerken, bah hier ein Irrtum vorliegt. Vielmehr findet die nächste Hotesubinission der ©emeinbe am 17. März und bic letzte Brennholzversteigerung in den nächsten Monaten in der .Heimat im Bilde" zurückkommen. Eduard von Bamberg lebte in dem von ihm wunderbar wiederhergestellten und eingerichteten Braunshardt ein ftillei @c- lebrtenleben. Die HllsSmittel zu feinen Forschungen bot eine auserlesene und nach vielen Taufenden von Bänden zählende Bibliothek die auf dem Gebiete der deutschen Literatur, namentlich der Goethczoit. sowie der Kunst- und Musikgeschichte eine ungemeine Reichhaltigkeit auswies. Der rüstige, liebenswürdige und anregende alte Herr war ein ang?n:hmer Gesellschafter und jeder, der ihn in feinem einstigen Rokokoidyll aufsuchte, wird die dort verleb en Stunden in dankbarem Anbenlen behalte. ** Sie Stadtverordneten sitzung am nächsten Freitag, nachmittags 4 Uhr beginnend. wird sich u. a. mit folgenden Vorlagen beschäftigen: Erhebung einer Wertzuwachssteuer. Bildung eines Forstbetriebsstocks für bi? städtischen Waldungen. Polizeiverorbnung über die Verkehrsregelung in der inneren Stadt. Polizei- Verordnung über die Reinhaltung und Wegsamkeit der Strasten und Plätze. Reufestseyung des Schulgeldes am Lyzeum und an der Studienanstalt. " Der Dolkstrauertag nahm auch in zahlreichen Orten der Provinz einen würdigen Verlauf. In eindrucksvollen Feiern wurde unserer gefallenen Brüder gedacht, und in der Schmückung der letzten Ruhestätten der in der Heimat bestatteten Kämpfer wurde der Dankbarkeit der Heimat gegenüber den Gefallenen Ausdruck gegeben. Soweit in einigen Orten besondere Fecern nicht stattsanben. war bet Beweggrund der, bah man bas Andenken an unsere Gefallenen gelegentlich des allgemeinen Totensonntags mit zu feiern gedenkt. Die Berichte aus den verschiedensten Orten der Provinz im einzelnen hier wiederzugeben, ist aus Rücksichten auf den Raum nicht möglich. ** Glühende AscheinPappkartonS hätte gestern mittag in der Sonnenstrahe beinahe wieder zu einem Brande geführt. Ein zufällig dort vorbeigehender Feuerwehrmann bemerkte in einem Hause unter der geschlossenen Haustüre hervorquellenden Rauch. Als er den Rauchschwaden nachging, fand er einige Pappkartons brennend vor, die mit glühender Drikettafche gefüllt waren. Auf sein Rusen kamen zwei Mädchen hinzu, die Wasser herbeischasflen. mit dem der entstehende Brand schnell gelöscht werden konnte. Mit Leichtigkeit hätte hier ein erheblicher Brand entstehen können, wenn der Feuerwehr-' mann nicht zufällig die Rauchentwicklung bemerkt und in Abwesenheit des in Betracht kommenden Einwohners bas Löschen vorgenommen hätte. Der Vorfall möge erneut zur Warnung bienen. Asche gehört in feuerfeste Behälter, aber nicht in Pappkartons. Äfften unb ähnliche brennbare Gefäße. ' Warnung vor einem Betrüger. Der gestrige Polizeibericht meldet, wie in einem Teil der gestrigen Ausgabe schon berichtet. Am 9. März erschien auf bem H e llhof bei Alsfeld ein Wann, der sich Bausch aus Grünberg nannte unb bem Besitzer ein Pferd abkaufte mit dem Bemerken, er wolle in den nächsten Tagen, nachdem er das Geld von einer Kasse erhalten habe, den Kaufpreis bezahlen. Nachdem sich der Verkäufer nach den Angaben des Käufers erkundigt hatte, muhte er zu der äleberzeugung kommen, das; er einem Schw indler in die Hände gefallen war. DaS Pferd ist ein brauner Wallach und auf dem linken Auge blind. Am 11. März hat offenbar der gleiche Gauner einem Landwirt und Kaufmann in DernSseld ebenfalls ein Pferd abgeschwindelt. Auf Grund einer Anzeige in einer landwirtschaftlichen Zeitschrift war der Käufer, der sich Hermann Stork aus Saasen nannte, erschienen unb hat unter allerlei Angaben. die bem Verkäufer glaubhaft erschienen, ein Pferb zum Preise von 975 Mk. gekauft. Ein Kaufvertrag wurde abgeschlossen. Der Verkäufer muhte noch am gleichen Abend durch feinen Knecht das Pferd nach Grünberg an bic Wirtschaft Beltropp bringen lassen, wo eS der Gauner in Empfang nahm. Ain andern Tage erkundigte sich der Verläufer in Saasen unb muhte zu seinem Schrecken hören, das; ein Stork in 6jaicn gänzlich unbekannt ist. Es handelt sich hier um eine dunkelbraune Stute (Olbenburgcr Kreuzung) mit weihem ©tem am Kopfe, am linken Hinterbein im Sprunggelenk eine alte Rarbe in Form eines Geschwulst. Die Pferdehändler unb Metzger werben hiermit vor Ankauf bringenb gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen, die zur Sicherstellung der Pferde und zur Festnahme der Betrüger bzw. des Betrügers führen, nimmt die Kriminalpolizei Gießen entgegen " Eine Ausstellung von Schülerzeich- n u n g e n , die allen Interessenten unentgeltlich zur Besichtigung zugänglich war. veranstaltete am Samstag und Sonntag das hiesige Realgymnasium im Zeichensaale der Anstalt. Aus zahlreichen Tischen waren viele Schülerarbeiten des letzten Jahres aus- gelegt, die in instruktiver Weife die Fortschritte im eine Anzahl Chöre unb kleinere Lieder Vorteilhaft lum Gelingen de, Abend, befeuerte. Auch diesen Darbietungen wurde reicher Beifall gezollt. t Grünberg. 14. März. Am Samstag- abenb vereinigte sich die hiesige Ortsgruppe der DeutfchenVolkSpartei zu einer seichten Feier. In der der Gründung der Rational- liberalen Partei gedacht wurde. Partei- ge^chäfrssührer W e i h e r • ®ief,cn sprach in etwa einftünbiaer Rede über die Geschichte unb das Dirken oct Rationalllberalen Partei und zeigte deren geistige Fortwirkung in der heutigen Deutschen Volkspartei auf. Der Vortrag fand lebhaften Deisalll Ärcie Aricdbcrg Friedberg. 14. März. Der Ober- hessische Landjugendbund unter Leitung von Rodert Schmidt- Steinheim hat eine Wanderbücherei für ben Bund geschallen, um feine Mitglieder mit e nfchlägigtr geistiger Kost zu versorgen. Zu diesen, Zweck ist das Bundesgebiet in zehn Lelebezucke eingeteilt, deren Bücherkisten vierzehnlägtg nach einer ein für allemal festgelegten Regel toed/eln. Als Leihgebühr werden pro Buch unb W»pe 10 Df erhoben. Dieser Betrag muhte verhältnismäßig hoch gehalten werden, um den weiteren Ausbau der Wanderbücherei zu er- mögl.ch.n. Jeder der Lesebezirle (Hungen. Stetn- heim, Oberhörgern. Lich. Laubach. Gründe^. Dauemheim. Alsfeld I und II unb Schotten) ist in vier Lesegruppen der umliegenden Ortschaften gegliedert. Zum Bun. ea-Büche rw art wurde Lehrer Henrich in FrHrg c,nannt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Zohanneskirche. Mittwoch, ben 16. Mär, 6: Passtonsgottesdienst. Psr. BechtolSheimer. vartgetzabte auhcrorbenil.de Hauptversammlung des Veteranen- und Kriegervereins, bie von den Mitgliedern sehr zahlreich besucht war, hat nach eingehender Aussprache über die Irage der Errichtung eines Ehrenmales für btc Gefallenen unserer Gemeinde einen DuS- schuh mit den vorbereitenden Arbeiten beauftragt. !• Daubringe n, 14. März. Rach 13- jährigem ununterbrochenem Bett- unb Krankenlager würbe gestern hier unter ungewvhnlich starker Beteiltgung der Bevölkerung die 32jährige Tochter des verstorbenen früheren Rachtwächters Friedrich Stecker zu Grabe getragen. I Allen dors a. d. Lda., 14. Tlär.v Gestern fanö hier eine Vorstandssitzung ves Lumda- talsängerbundes unter Vorsitz von Lehrer Ziegler, Kessclbach. statt, in dec hauptsächlich über Fragen, die das diesjährige Wcrtungs- fingen deS Bundes betrafen, verhandelt wurde. Das Eingen soll am 3. Juli in Geilshausen stattfinden. Der Gesangverein „3ugenb- mut“ in Geilshausen feiert an diesem Tage gleich- -eckig sein fünfzigjähriges Bestehen. Das Wertungssingen soll tn dem neuer bauten Hofmann- schen Saale abgehalten werden. Da dieser etwa sieben- biS achthundert Personen saht, so sollen auch die passiven Sänger als Zuhörer diesmal zugelassen sein, was in früheren wahren wegen Mangel an Raum nicht möglich war. Der Hauptpunkt der Tagesordnung betraf die Bestimmung be8 Kritikers. Tine ganze Anzahl Meldungen hierzu lagen vor. Durch geheime Abstimmung wurde Lehrer Blast, Grosten-Linden, gewählt, der als tüchtiger, erfahrener Männerchorsach- mann bekannt ist und auch bereits beim vorjährigen Wertungssingen dieses Amt zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten befieibet hat. Sebcr Verein soll eine schriftliche Kritik der Leistungen sämtllcher Bundesvereine erhalten. Die Reihenfolge der Vereine soll durch das Los bestimmt werden, jedoch soll der feftgebenbe Verein stets als erster fingen. Von einzelnen Vereinen wurde Klage Darüber geführt, bah der H e s s i - sche Sängerbund bei ihnen Gelder anforbert. die sie an den .Lumdatailängerbund" eingezahlt, und bie dieser an den „Hess S.-B " weitergelettet hat. Es liegt hier, wie festgestellt wurde, ein Irrtum vor. Der Vorstand wurde mit der Regelung der Angelegenheit beauftragt. Rach Erledigung ber Tagesordnung schloß der 2. Dorsihenle.L^rer E b e r le -T re i S. der nach Weggang des ersten Vorsitzenden die Versammlung geleitet hatte, die Verhandlungen. :—- Beuern, 14. März. Einen genußreichen Abend bereitete der hiesiae v o l k s b i l d u n g s - verein am Samstag feinen Mitgliedern und Gästen. Rulturbauinfpeftor Georg Heß von Leihgestern erfreute die sehr zahlreichen Zuhörer mit Vorträgen aus seinen heimatlichen, mundartlichen Dichtungen. Ernstes und Heiteres brachte der Vortragende in der Tracht des Wetterauer Bauern ganz vortrefflich zu Gehör und emiet« Dafür den wohlverdienten lebhaften Beifall seiner Zuhörer. (Einen weiteren Genuß des Abends bereitete ein Sängerquartett aus Nordeck. bas unter der Leitung 'eines Dirigenten Heinrich S ch o m b e r oan, hier ~•— Klein-Linden, 14. März. Der ä 11 c ft e Gesangverein unseres Dorfes, der Gesang- verein „E i n t r a ch t", beging am Samstagabend unter sehr starker Beteiligung seiner Migtlieder im Vereinslokal Rinn sein 6 2. etiftungsfe t. Der 1. Vorsitzende Hch. Luh gedachte in seiner An pradjc besonders der beiden noch lebenden Gründer d"s Vereins, Altoeteran von 1870 71 Phil. Jung, der im 82. Lebensjahr steht, und Kaspar Klein,' der sich trotz seiner 80 Hahre an dem Festabend beleb ugte. Für 25jährige Mitgliedschaft tour- ° 9 U-> Ehr. Brandenburger, 2. H a r n i s ch und Hch. Morne- weg Ehrendiplome verliehen, außerdem wurden sie zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Abend, ber durch Chöre des Vereins unter Sei- tung von Chormeister Curtz (Gießen) umrahmt war, nahm einen guten Verlaus. Der Verein plant vuch In diesem Sommer ein Konzert zu veranstalten. 21us der provinzialhaupistadt. ® leb en, ben 15. März 1927. ®etDerbeausf.enung©iefeenl927 3n der Zeit vom 1. oiS 19.3uni findet be- annttich in der Voll-Halle unb ben groben fallen auf bem angrenzenden Gelände bie Gc - Werbeausstellung Gießen 1 927 statt. Nach ben bis jetzt Dorfiegcnben Messungen lind ehDa 3000 Quadratmeter AuSstellungsgelänbe von den verschiedensten Gewerbezweigen und dem einschlägigen Handel an gerne (bet. Der Platz ber Ausstellung wirb ein Gelänbe von nahezu 30 CO3 Ouabratmctct umf J l.cßen Ein grol e. Teil bet Gewerbe wirb hn De'tiebe - vorgeführt, damit lich der Besucher in ans' aulichet Weise ein Bild Drin Werden mancher Gebrauch-gegenstände verschassen kann. Die Mannigfaltigkeit der Ausstellung in belehrender unb unterhaltender Hin- llcht dürste jeden, auch den Mchtsachmann, zu einem Besuche ber Ausstellung veranlassen. RezitaNonsabenk in der Sradtkirche. br. Einen besonders Ichönen Ausllang sand ber Dolkstrauertag in der Feer am Abend m ber Stadtkirche, bie veranstaltet toor- ben war von bem Universitätsprofeslor bei Theologie, D. HanS Schmidt und dessen Freunde auS der Kriegszc-it. bem Lektor für Dortrags- hmft an bet Universität Marburg. Dr. Budde. Rach ein leiten den Worten von D. H. Schmidt gab Dr. Fritz Dudde zunächst einige Perlen ans dem Psalter wieder, und zwar in der Uebedefcung von H. Schmidt im Rhythmus der Urschrift, so den Psalm „Gott der Schöpfer" (Ps. 104). ferner ..Gott im Gewitter" «Pf. 29) „Äinberf ?g«nM as Lesen mit verteilten Rollen und das Reimen ;ühten einen breiten Raum einnehmen. Jeder, der in einem solchen Fest beteiligt ist. sollte etwas >ur Unterhaltung beitragen. Es ist felbfwer- tändllch. bah gute Musik in hohem Grade dazu ingetan ist. edle Geselligkeit zu fördern. Dabei ist nicht notwendig, daß immer hoch künstlerische Leistungen gezeigt werben; jeder gibt nach feinem Können. Auch das Betrachten von Bildwerken aller Art ist zu empfehlen, ebenso bie Pflege der • Friedberg, 14. März. Das 8. Schüler- konzert der Augustinerschule brachte einen Liederabend von Frl. Rosemarie N ö l k e aus Marburg. Die Klavierbegleitung hatte Pros. Dr. St. Schmidt aus Friedberg übernommen. Besonderes Interesse wurde den Liedern des verstorbenen Professors Gustav Irautmann aus Gießen entgegengcbracht. Sie wurden mit reichem Beifall ausgenommen. Die Gesangsdarbietungen wurden umrahmt von vierhändigcn Klaviervorträgen Frau Studienrat Waldt aus Bad-Rauheim Profestor 6 chm I d t WSR. Bad-Rauheim. 14. März, aussichtsreiche Kandidaten für den neu zu setzenden Bürgermeisterposten werden gegentoärtig genannt: Regcerungsrat Schmidt, Friedberg. Bürgerme.ster Dr. Riepoth. Schlitzv und RegierungSrat Ahl, Darntstadt. Mrciö Schotten. ' Laubach. 15. März. Zu der gestrigen Mitteilung, baß bie jüngste Ruh- und Brenn- ) -( Ruppertsburg, 14. März. Am gestrigen DollStraucrtag wurde hier eine vom Kriegerverein gesti,stete Ehrentafel für alle Feldzugsteiln ehmer durch den Vorsitzenden des Kriegervereins, Wilh. Lein, enthüllt Da die Tafel, die den gefallenen und den noch lebenden Kriegern eine Ehrung sein soll, im RathauS aufgehängt wird, übernahm Bürgermeister Högy sie in ben Schutz der Gemeinde. Der Gesangverein unb der Posaunenchor wirkten bei ber Feier mit. — Unter untern Kindern herrschen zur Zeit die Masern. Die Schule mußte deshalb zunächst für eine Woche geschlossen werben. — Dom Schicksal schwer h e i m g e s u ch t wurde Frau Heinrich H o g h IV. Hierselbst. Innerhalb von zwei Monaten wurden ihr durch ben Tob ihr Ehemann, ihr siebenjähriges Söhnchen unb ihre Schwiegermutter entrissen. Alte brei erlagen bet Lungenentzündung. Untere Gemeind« nimmt an bem harten Geschick ber Frau herzlichen Anteil. — Zum Verwaltet der hiesigen zweiten S ch u l st e l l e , d.e durch ben Tob des Lehrers Eichelmann verwaist wat. wurde der Schulamtsanwärtcr W. Volk aus Großen-Lmden ernannt. — Der erste Buchhalter der Ehemischen Fabrik Friedtichshütte. Daniel Stenger, wurde als Leiter einer gleichartigen Fabrik nach Lausach versetzt. Der Weggang 5eS allgemein beliebten ManneS wird hier sehr bebauen. WSN. Gedern, 14. März. Das dreijährige Söhnchen des Postschaffners Schmidt, ber in einen Topf heißen Kaffees gefallen war, ben die Mutter auf ben Fußboden gestellt hatte, ist im hiesigen Krankenhaus seinen Brandwunden erlegen. Krciö -llssclv. Alsfeld, 14. Marz. 21m Samstagabend veranstaltete der hiesige Zweigverein des V. H. C. im kleinen Saale des „Deutschen Hauses" einen aut Gelungenen Lichtbilderoortrag. Veallehrer Karl Dotter sprach über die „21 u s • grabungen in Pompeji", die er anläßlich seiner Jtalienreise im Herbst 1925 an Ort und Stelle kennengelernt hot. Der Vortragende verstand es, eine sehr interessante Darstellung über diese altrömische Kulturstätte zu geben, die im Jahre 79 n. Chr. durch einen gewaltigen Ausbruch des Vesuvs verschüttet und erst in neuerer Zeit wieder aus- gearaben worden ist. Der Vortrag wurde durch etwa 100, meist kolorierte, recht hübsche Lichtbilder sehr wirkungsvoll oeranschaulichi. Die 2teranftallung wurde umrahmt durch einige musikalische f)aTaktungen des unter Leitung des Herrn Dotter stehen- den Alsfelder Äugendorchesters. Die dankbaren Zu- Hörer spendeten reichlichen Beifall. — Am Sonntag, 2 7. März, findet hier anläßlich des 100jährigen Todestages Beethovens eine Beethooenfeier statt unter Mitwirkung ber durch Alsfelder Musiker verstärkten Reichswehrkapelle Fulda unb eines gemischten Chors. Bürgermeister Dr. D ö l s i n g wirb einen Vortrag halten über Beethoven unb seine Werke. Die Veranstaltung wird geleitet von Musik tehrer D. Meinhardt in Alsfeld. ----- stch auch einige gut auf« gefaßte Bleistift-Porträts, die ben Forlichrm besonders bcutlich machten. Im ganzen ließ bic Ausstellung erkennen, daß die Schiller mit regem 3nt:r« esse dem Unterrichte folgen und jo für ihr Späteres Leben manchen Nutzen baoon Haden werden. ••Ser 2) unb für christliche Erziehung in Maus unb Schule widmete seinen letzten Familienabend dem Gedenken Zohann H. Pestalozzis. 9n einem sehr interessanten und- lehrreichen Dort eng behandelte Pfarrer D. Fritsch, Ruppertsburg, die Frage: lehrt uns Pestalozzi?" Einleitend gab der Dortra- gerbe eine kurze Lebensbeschreibung dieses großen Volkserziechers. dabei einen Vergleich ziehend zwischen ihm und dem Piettlten 2Iug. Herrn. F r a n ck e. dessen wir in diesem Jahre auch noch besonders zu gedenken haben. Des weiteren behandelte er jein Thema auf Grund der Pestalozzischrift „Lienhard und Gertrud". Die Forderungen, die dort erhoben werden, so führte der Redner aus, gehen auch noch für unsere Zeit, nämlich: eine verantwortungsvolle gerechte Regierung eine treue kirchliche Seelsorge, ein auf -christlicher Grundlage beruhender Unterricht in ber Schule unb eine gewissenhafte christliche Cr> Ziehung im Haufe. Der Vortrag wurde umrahmt ron ausgezeichneten musikalischen Darbietungen emiacr Mitglieder unserer Militärkapelle >ft sah man die einfachen Jüngsten — fte erinnern un» Erwachten« wohl am eindringlichsten an dte eigene Schulzeit —, bei denen charakteristische Formen (Ball. Reisen, Eier. Zterljcuge) in den Vordergrund treten, mit bunten Farbstiften ausgemah. Dann schlossen sich —jiud> noch flächig gesehen — Zeich- nungen von Früchten und Ähmetteriingen, mit Wastersarben angelegt, an. An zahlreichen Zeichnungen von 3igareiten und Zigarrenjchachteln. Krügen usw. verfolgte man bie Einführung in das perspektivische Zeichnen, denen sich weiter bic Aus- arbeitung der Schatten anschloß. Hier üöenoogen nun bie reinen Lleististzeichnungen. Den in verschiedenen Techniken ausge ührten Arbeiten der älteren Sdjüler dienten Vögel, Stilleben. Interieurs als ’Dorlaac. Man informiert hat Nr. das di. ' ben gegebenen -Dlerungbfr naufminb wird aßen. n Xaufenben tot einen Südjnju. rmehrt roirb. bot tobt bei ftoburg a b a t s pf eIf. gestopft. ibiert. unt da letzte, datz!»>' «lost. | hat das M ,n dem frühe« für schuldig c- h das Los soll deSstrase «• 10 Jahre ®<- t 6ijeL oirü eine üb» Die ungefähr 1 entfernt ü» ihrem Mel- d dem Eis ent- Mn ’, Äil> >r Jahren ncch ige Aückenhöhe M den beibtt ehen, sanden che bei Sinfeil klar. on gefäfjrbrt ei' des Srilh ^oeren ^beibet ft dn 3.^, 'Nen tDotben untub.. Zeilen 2^. ln9tmittn d« oft 200-k?. aus 80 >Jn 'r toQr ettca dreien. iffi. * MonorGm ru(fiIfan >5lafliui4miticg 1 4 Dollar e ^umme mt. u«>chen wotix 5 Ben rgc. . safimuc 24 rtzK sZs ebcnS in * »• ras-/ fe Iclle eü Ä d ,els 'n Ä . ein V < t.r; । tzambttgi. , iq27 wurde do 8.2uni 8M ; Strumpf-1225^ Angebot Mittwoch, 16.3.27 Donnerstag, 7.3.2 Freitag, 8.3.27 Samstag, 19.3.27 Wir bringen während dieser 4 Ausnahmetage nur wirklich erstklassige Qualitäten zu ganz besonders billigen Preisen! / Jahrelange Erfahrung im Einkauf, Verbindung mit den leistungsfähigsten Fabrikanten - ohne Zwischenhandel - ermöglichen es uns, Ihnen diese erstklassigen Fabrikate zu wirklichen Sonderpreisen zu bringen. ---1.00--- Mako-Strumpf, schwarz und farbig, Doppelsohle und Hochferse Seidenfior-Strumpf, ca. 200 Paare, durch Schaufenster-Dekoration etwas verblaßt Kinderstrumpf, Mako, kräftige Qualität, schwarz und braun, rür das Alter von 5-10 Jahren ---1.75--- „Thea“, la Seidenflorstrumpf, unsere Spezialmarke, vierfache Sohle und Ferse, schwarz und in allen, zu jedem Schuh passenden Modefarben Herren-Socken, la Mako, mit Seide, kariert und gestreift, ganz moderne Muster ---2.50--- la Waschseide-Strumpf, schwarz und alle mod. Farben, überall verstärkt, ganz besonders billig la Seidenfior-Strumpf, Doppelsohle und Hochferse, besonders klares Gewebe Extra schwerer Mako-Strumpf, Doppelsohle und Hochferse, in vielen Modefarben ---3.25--- „Seta Nova“, la Bemberg-Seide, unsere Spezialmarke, überall verstärk, in über 30 Farben, ganz besonders preiswert „Florestan“, unser bester Kaschmir - Strumpf, farbig meliert, das Beste, was m dieser Art gebracht wird. Ganz besonders zu empfehlen. 197a statt Karten! Ihre Verlobung geben bekannt 3 Stück = wir betrauern das Ableben unseres lieben A. H. ■-= 130,42 März 1927 oiwia Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 16. Marz, um 4 Uhr m Schlitz statt. 2T>4D Fanfaren-Märsche zu Pferde" Der Boxkampf Eine In- Krofdorf b. Gießen, Bad Soden am Taunus, den 14. Marz 1927. Die Beerdigung findet Mittwoch, 16. Man, nachm. 4'/« Uhr statt no6D 251OD vickumrz verkauft OlbSS Nachruf 2397 D zugeben. Allendorf a. d. Lumda, den 15. Marz 1927. 2512D Die Beerdigung findet Mittwoch, 16. März, nachmittags 4 Uhr, statt. . Drogerie und Neustadt-Drogerie. Otto Winterhoff, Drogerie, Kreuzplatz 9/10. [Diel v 01910 uilv. borgen Mittwoch, den 16. JIttrz, und folgende Tage, abends 8 Uhr Buam' Hahn*1 38 125 212 Kopt wanchen Ondulieren Maniküre „!)' Holzhacker- Der Eier legende H Benner II., LchillerstratzclS. IV. Va- Vb- .Der stumme Musikant“ struktionsstunde“ usw. 3,61 fm 47,00 „ 48,30 „ II. Klaffe III. ,, IV. „ V. „ Die stets beliebten MT9; avorit-Alben u Aicfcrn-Grubcnholz: 3 m lang bis 6 Zopf — 37,80 rm 56 70 341 Zu verkaufen 1 Spiegel 2 Bettstellen mit Matratzen 2 2 IVaidilHdic 1 Jlnrbttud) 2 fllc.bcrirtiräii.v 1 iNdlmaidiinc ncritb blaclnnwcn Goeiveslrahe 50 d. finden Photoliebhaber in großer Auswahl im Photohaus der Central- Drogerie Schalstraße Holzsntzmiffton. Tic Gemeinde Langsdorf, KrciS Gießen, verkauft im Wege des schriftlichen Angebots aus den Distrikten Rasenstück (direkt an der Kreisstraße) und Stockweiher: Äicfcrn-Stämmc und Abschnitte: werden. Heute abend 7'/, Uhr geht statt dessen „Auf der Sonnenseite“ als Dienstag-Abonnementvorstellung in Szene. Herren- und Damen - Frisiergeschäft LudwigetraOe 57. Garautomat zur Warmwasserbe- reiiung für Küche u. Pad, gut erhalten, sowie Badewanne u. einige (Saolüftcr zu verkaufen. 1905 Bücking. Südanlage 14. Berfende franko Nach». 9.5 Pfd voll» feiten, mlltelgelochr. voUfafuaen Bayer. Eumientalerkls > für ILbORnir-BeiMevr. obnnbine billiger. Käferei Brust Felix, Buchenbübl, B. Weiler t. Allgäu. Kl. Laden mit Zimmer zu mieten gesucht. 01Ws Seismar, Uhrmacher, Sonnenstr 31 Alicestrastc rJtahe Ludwlsftrahel eine Pttltmwoluuuig zu tauschen. Die« selbe soll zu einem Laden umciebaut werden Besonders gut geetg. s. «ackeret, da genügend Platz uorbonben. Schrtitl Angcb unter 01896 an d. Gieß. Anz. erb. fimniiiiiiniiniiiiiiiiiiiiiiB Bei Hämorrhoiden .Stuhl Verstopfung, Darmerschlaffungund Ausschlag, sowie zur Blutrelnigung ist Stern-Engel-Tee - in altbewährtes, wirksam . gift fr. Mittel Zu haben nur in den Apotheken, fall* nicht vorrätig, wende man sich an Stern Engel-Tee-Großvertrieb. Bad Schandau (Elbe), Beweismaterial, Prospekte gratis. Stämme: Stück — 21,76 fm .. - 40,89 .. = 86,16 „ „ = 62,28 „ Stickstoff - Düngemittel 2337A Stadttheater Wegen einer Verletzung, die sich Herr Oberspielleiter Teleky auf der Probe zugezogen hat, muß die Betreffs Besichtigung des Holzes wende man sich an den Förster Eames, Langsdorf, bzw. an unterzeichnete Bürgermei- terei. Angebote nach Sortiment und Klaffen getrennt find bis zum Freitag, den 18. März d. I., nachmittags 3 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo- elbst die Eröffnung erfolgt. Zahlung bei entsprechender Sicherstellung des Rauf» Preises je zur Hälfte am 1. Juli und 1. Oktober 1927. Die weiteren Bedingungen können auf der Bürgermeisterei eingesehen werden. Langsdorf, den 10. März 1927. 2391D Bürgermeisterei LangSdors. Kneipp. Fichten III. Klasse 14 Erstklassige Bedienungl In Habikopf- Schneiden Verlangen Sie in der Apotheke oder Drogerie gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung Gustol-Bonbons für 50 Pf Sie wirken vorzüglich bei jung und alt und sind ein gutes Vorbeugungsmittel gegen Grippe. Alleiniger Hersteller Raneol-Werk Gießen. Lebewohl das ärztl. empfohl. Mittel gegen Hühneraugen und Hornhaut WMk lose und in Ballen gevreht, lausend ab» Von flein gen Bic neu gefainmelier la >cblendei- HONIG atlcii Qual-lOBid- Buchte Mk. 10 h", balbeM k.6.3» franko 'Jirttbn.. ganz bcUcr Ülkcbonin k L— mehr, Probcpätk» chen A 1* 7 Btü. neiio Hit. l.SOfrk geg Bor- eins. (9ar. .Zurückn Qbstvlant.ge und Honigvrrsand ^Werder" Werder 25 an der ❖nbcl (Jnb. ^rau Lehrer a. T. ($. Fischers. 300 Mark gegen Sicherheit bei monail. Nnckzabl. u. guter Berztnfuna auf 1 Jahr gesucht. Schr Ang. il 01892 an den (9ieh Anz. der Kraft’» Original bayerischen Oberlandler-Kapelle 12 Personen--Bias- nnd Streichmusik --Schuhplattler- und Watschentiinze-- Die humoristischen Einlagen: Wiese auf mehrere ,)ahre zu vervachien. Nah. ililcriuco 32. Stadttheater MtllwochlO Mär» 23.muiroom-uo.-i di - 7' ,v noch 10',Uhr la Mw® ( Aetzkalk) ab Lager oder irct BerwendungSsielle. C. Rübsamen, Televhon 1630. °*eu Achtung! 6D KoiMen- Anzüge soeben eingeiroffen, sowie Wer. Burföien- ü. denen Hnjüge, Gummi unö £oöenmöntei billigst bet 01911 H. Benner II., Schillerstrane 19. Il 'jßiercftusschank Saufen I / ganze 5diank~/)nfagcn, Büffekj II /£isschränke, Tische. Sifz.mö6e/-j g) /für Restaurants, Cafes, Motels,/ k /liefert in modernerRusfufirung/ '/die älteste Spepezia/fairiA, / Jacob Dies Frankfurt 7h. 13 Tel. Hansa 2429/29 Langestr. SS , Sieben roirö (öroBftoöt oder Die Aventeuel ües denn Cusevius nöfüeimeiH Gjrofec8ofnluofir mit (Gelang und Lan, ui 5 Bildern von ver« * mnnn >> i«»innnpftTT Vapotor und Sanax Massage sowie HaarNchnelden und Rasieren empfiehlt sich Jakob Schäfer Befdjiognahmefreie 3 4 - Slmnier MWW bald oder sanier zu mieten gesucht 5dir. Angeb. nnier 24751) an d. Gien. Anz. erb. Schöne geraunilge 6Zjmm.»Wobng. (bart), mit Bad u. all Zui'eh. in bester Lage iAniage. gegen emegieichweri icötl SZimlim.Zcntr. d. Stadl o NätzeBabn hoi zu lauzcheu ges. Ang.u.0188iia G Anz. Blechdose (8 Pflaster) 75 Pfg. Lebewohl-Fußbad gegen empfind! Füße u. Fußschweiß (2 Bäder) 50 Pfg. In Drogerien und Apotheken. Sicher zu haben bei: Hans Noll, Ludwigsplatz- Mittwoch, den 16. März 1927, nach' mittags 2 Uhr, versteigere ich Neuenweg 28 (im „Löwen") zwangsweise gegen Barzahlung: 3 Sofa:. 1 Chaiselongue, l Kommode, 1 Nasiersesfel, 1 .«.kleiderschrank, 1 Schreib» maschine, 1 Tisch. 1 Fahrrad, 1 Bücher» schrank. 1 Beriiko. 1 Nähmaschine, 1 elck- trischr Haarfchncidcmaichme, 1 elekirisch. ^ethwasseravvarai, 1 Ziinmeriepvich, 1 grones Bild, 1 Sofa mit Umbau, ein Büfett, 1 Pianino 1 Trumeausviegeb 1 Nanchtisch. 2 Sessel. 1 Büchergestell, 1 Kastenwagen. 25Ö8D Junker, Gerichtsvollzieher in Bietzen. Das Naturprodukt Chile-Salpeter ist das bewährteste und wirksamste UV* Elintritt 50 Pf. einechl. Steuer! -"MR Letztes Gastspiel „Fürstenhof“, Halberstadt. Ausschank von „Henninger Tafel - Export“ und „Münchener Augustiner Bräu" 2 MM vornehm mobL, evtl drei, zu vermieten Weheres nachUeber- einkunft. Zu ertrag, bei Hcrso, Block- ftrahe 5. (01903 i—Lmöbl.Zimmer m Küche an kinderl. Ebev. zu oerm. CelterSweg 68 all Ouvertüre bet Szene gefolgt, fo beschränkt er sich in ber „Corio- (an'-Duoerlüre daraus, die seelischen Trieb- kräste im Drama darzustellen unb in ihrem Wider- ftreit zur Lösung zu führen. Beethoven folgt nicht, wie von Wagner angenommen wurde, Shakespeares ..Coriolan", sondern dem gleichnamigen Drama Collins. Der Tendenz des Werkes entspricht sein Stil, die Themen sind einfach, gedrungen, die Streicher werden als Träger ber Hauptgedanken bevorzugt. den Bläsern fällt mehr die Betonung ber Akzente zu. Unb fo entspricht ber Gesamtcharokier des Werkes der Auseinandersetzung zwischen Herren- moral und Gesellschaftsmaral. -in- Ausstellung des Dreistädlebundes in Darmstadl. Dem „Dreistadtebund“, der gegenwärtig mit einer Ausstellung in der Kunsthalle am Rheintor in Darmstadt nach langer Zeit hier wieder an die Oeffenttichkeit getreten ist, gehören Künstlerinnen aus Darmstadt, Frankfurt und Main; an, sowie aus einigen benachbarten kleineren Städten: außerdem sind verschiedene Gäste geladen. Die Ausstellungen des Dreistädtebundes waren stets als Qüalitälsaus- flcllungen zu bewerten, weil die Bilder erst noch einer strengen Beurteilung angenommen werden: auch diesmal ist keine Leistung als schwach zu bezeichnen. Im ganzen läßt sich die Ausstellung als gemäßigt fortschrittlich charakterisieren: sie bietet nur noch vereinzelt Bilder, die einer expressionistische.i Anschauungsweise entsprungen sind.' die Mehrzahl der ftünfllerinnen bewegt sich auf dem Boden der Sachlichkeit, doch ist jedes Extrem vermieden. Don den Bildern, die ber Dreistädtebund jüngst in Mainz ausfteltte, sind nur vereinzelte in Darmftabt zu sehen, so daß hier eine ganz neue Bllderschau dem Betrachter entgegentritt. An den Expressionismus gemahnt noch eine Darstellung von Häusern inmitten einer Schwarzwaldlandschoft von Agnes L o n • oenbeck-Zachariae. Charakteristisch ist hier kaum etwas, aber ein anderes Bild, ,. ach. Le!-f2 Tfl-dl Db3-a4 Sbl -c3 c2-e3 Lfl-e2 - Ld3, um die 20. . . . 21. Td2-d6 Rasenspieler erzielen ganzen Spielverlauf verdient hätten. Der gegenwärtige gen der: Runde der Spiele Punkte 7 7 3 3 2 16.... e4 n Angriff. Id. . . 17. f2 — f3 Nimzowitsch befindet sich nun in seinem Fahrwasser: er demoliert rasch den weihen Königsflügel. /. b7 - bo 8 Lc8-b7 9. Sb8-d7 10. Lb4xc3 11. Sfö-e4 Anmerkung zum 7. 12. 17-ß 13. c7-c5 14. Se4xd2 15. c6-c5 Frühjahrswaldlauf ber Ärbeilersportler. 3n Krofdorf versammelten 1. Sg8-f6 2. c7~e6 3 Lf8-b4 + 4. Dd8-e7 5. 0-0 6. d7-d6 Sparren vom NedaktionStisch. Athlelen. hebt zwei Zentner und wird nicht dabei." !• d2-d4 2. Sgl-f3 3. c2-c4 4. Lei -d2 Weih gab auf, da Matt spätestens in drei Zügen folgt. . unent 1 3 3 1 2 Spiele 6 Verwechslung. Neulich besuchte 3rau Dr. ihre Tochter. Setzte sich, schwerhörig, wie sie ist, mit dem Hörrohr In die Kirche. Da tam der Küster vorbei, sah ste. stutzte und sagte: Sie, wenn Sie hier zu blasen anfangen, stiegen Sie raus!" 7. . . . 8. 0-0 9. Ddl-c2 10. Tal-dl 11. Ld2xc3 Man beachte 12. Lc3-el 13. Dc2-b3 14. Sf3-d2 15. Tdlxd2 Schwarz hat nun eine aussichtsreiche Angriff- stellung erlangt, welche er mit großem Geschick zum siegreichen Ende führt. Id. d4xe5 20. Lb7-a8 21. De7-g7 22. e5xe4 23. e4xf3 24 Dg7-e71 25. f3xg2 26. La8xg2 27. De7-e4! 28. Lg2 — h3 29. De4-g4+ D. f. D. v igatt 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 5. 6. 7. tgec zu empfehlen ist d5?, wegen ebst Se5 sowie Dg5 mit starkem Weih. Weih zieht und setzt in zwei Zügen matt. Weih: 6 Steine Kd3; De2; Tbö; La7; Bd3, e4. Schwarz: 4 Steine Kd4; Da5; Ba6, c5. Partie Nr. 73. Gespielt im internationalen Turnier zu Neuhork. Unregelmäßig. Weih: Dr. Vidmar (Jugoslawien). Schwarz. Nimzowitsch (Dänemart). Die wcihe Dame V . „ _ eine klägliche Rolle, ihrer schlechten Postierung ist die Hauptschuld an dem raschen Untergang Sonntag Die Sportler und Leichtathleten 3. Bezirks zu ihrem diesjährigen Frühjahrswaldlauf. Die Art der Durchführung war in der Vorschau bereits dargelegt: er solle eine Neuerung, den sogenannten Trainingslauf, bringen. Diese Neuerung hat sich nach den am Sonntag gemachten Erfahrungen als ausgezeichnet erwiesen. Die Beteiligung ist als sehr gut zu bezeichnen, wenn es auch einige Vereine vorzogen, nicht zu erscheinen. Der Lauf wurde in drei Gruppen durchgeführt. Die erste Gruppe hatte eine Strebe von etwa 10—12 Klm. zu durchlaufen, in ihr sah man neben Mittelstreckenläufern vor allem die Langstreckenläufer. Die zweite Gruppe, die 6—8 Klm. zu bewältigen hatte, zeigte neben An- für.gern und Jugendlichen vor allem die Läufer ür kürzere Strecken. Die dritte Gruppe endlich war den Sportlerinnen Vorbehalten. Alle drei Freier Turn- und Sportverein Wieseck. Wieseck I — Marburg l 2:6. Wieseck Jugend — Marburg Jugend 5:1. £ Am Sonntag, dem letzten vor Beginn der Verbandsspiele, war der Wännerturnverein Marburg als Gast in Wieseck. Die beiden ersten Mannschaften zeigten ein ruhiges und faires Spiel, so dah der ausgezeichnet amtierende Schiedsrichter wenig Gelegenheit zum Eingreifen hatte. Anders muh die Frage beantwortet werden, ob es notwendig war, daß Wieseck m dieser Höhe verlieren muhte. Der Verlauf der ersten Halbzeit, in der die Marburger drei Tore erzielten, zeigte die Einheimischen m einer selten gezeigten Unaufmerksamkeit. Don ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, war die gesamte Mannschaft hieran beteiligt, so dah die Marburger ohne besonders große Anstrengungen zu ihren Erfolgen kamen. Damit soll nicht gesagt werden, dah die Leistungen der Marburger ebenfalls zu wünschen übrig stehen, im Gegenteil, he zeigten eine recht gute Ballbehandstmg und eine große Reihe schneller und gefährlicher Angriffe. Durch eine erneut bor genommene Mannschaftsumstellung zeigte sich bei Wieseck ein großer Mangel an Zusammenarbeit, trotzdem die Mannschaft auS lauter talentierten Spielern besteht Der Beginn der zweiten Halbzeit zeigte Marburg auch weiterhin im Toreschiehen iiii Vorteil. Drei weitere Tore wurden in für- 3cn Abständen erzielt Fast die Hälste der sechs Tore ist auf Verschulden des Tormannes ui- über Fürth (ö.O; mit zwtt P untren Vorsprung. Durch die überraschende Niederlage des VfB.« Stuttgart gegen Mainz 05 mit 2:1, und die Niederlage des S. Sp. V. » Frankfurt gegen Neckarau mit 2:0 bat sich der Kamps um den dritten Platz zugespitzt. Nicht nur Frankfurt und Stuttgart, sondern auch Mainz und Neckar- au können jetzt noch diesen Platz erobern. 3n der Runde der Zweiten erlitt am Sonntag 1860 München seinen ersten Punltver- lust, indem es nach einem mäßigen Spiel gegen den Karlsruher FD- nur ein Unentschieden (0:0) herausholen konnte. Dein Stärkeverhältnis entsprechend ist das unentspiedene 2:2 Spiel, das die Frankfurter Eintracht gegen die Mannheimer Reuyorker Schachturnier. Capablanca führt... 3m Reuyorker internationalen Schachturnier stand Capablanca nach der 13. Runde mit neun Punkten, sowie einer Hängepartie an der Spitze. ES folgen: Nimzowitsch 7 P., 2 H.: Aljechin 6 P., 1 H.: Vidmar 51/» P . Spielman' 4V, P.. Marshall 4 Punkte, 2 Hängepartien Uebungsgruppe die Arbeit am Doppelendball, Hammer und Setlspringen gezeigt. Sportlehrer Paulus ermahnte die erschienenen De re ms Vertreter, die Arbeit in ihren Abteilungen in der gezeigten Art aufzunehmen. Amtsgericht Gießen. • Gießen. 11. März. Ein großer Teil der heutigen Sitzung war ausgefüllt durch Verhandlungen über Einsprüche gegen Strafbefehle. die vorwiegend wegen Ueberlrelung1 von Derkehrsvorschristen ergangen waren. Den Einsprüchen war, insoweit sie Freisprechung erstrebten, säiytlich der Erfolg versagt. 3n einem Falle war ein Autofahrer frühmorgens vorschriftswidrig mit stark blendenden Scheinwerfern durch die Stadt gefahren. Er berief sich, ohne damit gehört werden zu können, auf die Menschenleere der Straßen zur fraglichen Zeit, wodurch jede Gefährdung ausgeschlossen sei. Sin anderer Autofahrer hatte das Hintere Kennzeichen seines Wagens nicht beleuchtet. Wegen allzustarker Rauchentwicklung hatte sich ein Motorradfahrer zv verantworten. Die Rauchentwicklung war. zumal in sehr verkehrsreicher Gegend, derart start, daß eine Reihe von Passanten belästigt wurde und bei einem Polizeiwachtmeister Beschwerde erhob. Auch mehrere vom Finanzamt erlassene Steuer st rasbescheide standen zur Verhandlung. Die davon Betroffenen hatten gerichtliche Entscheidung beantragt, aber einen Erfolg nur insofern erzielt, als die Höhe der Ordnungsstrafen herabgesetzt wurde. 3n einem Falle glaubte ein Schausteller zur Führung eine- sog. Steuerheftes, dessen Inhalt der Umsahsteuerbe- rechnung zugrunde gelegt wird, nicht verpflichtet zu sein. Er wurde durch die ©träfe eines anderen belehrt. 3n einem anderen Falle hatte ein Straßenverkäufer es unterlassen, die von ihm zum Verkaufe bestimmten Waren rechtzeitig in baS Steuerheft einzutragen, wozu er verpflichte! war. Längere Zeit nahm eine Verhandlung gegen ein hiesiges Ehepaar wegen Widerstands gegen einen Polizeiwachtmeister und wegen De- leidigung desselben während der Ausübung seines Dienstes in Anspruch. Die Verhandlung endete mit Verurteilung des Ehemannes wegen Widerstandes zu einer an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 3 Wochen tretenden Geldstrafe von 100 Mk. Nur die gerichtsnotorische leichte Erregbarkeit des Angeklagten- er stand schon einige Male unter Beobachtung von Psychiatern — schützte ihn vor dem Gefängnis. Seine Ehefrau wurde freigesprochen. Sie hat dem Beamten, der ihren Ehemann verhaften wollte, heftige, an Drohungen mit Gewalt und Beleidigungen grenzende Vorwürfe gemacht, da »c die Verhasftung infolge des anormalen Geisteszustandes ihres Ehemannes für ungerecht* fertigt hielt. Einen tatsächlichen Widerstand hielt das Gericht nicht für nachgewiesen: auch nahm es an, daß im übrigen die Ehefrau jedenfalls in Wahrung berechtigter Interesse gehandelt. rückzuführen, der gegen früher sehr stark enttäuschte. Das Eckcnverhältnis zeigte ein starkes Plus für Wieseck, weitere, zählbare Erfolge verhinderten die drei Schluhleute Marburgs, bie sehr gut in Form waren. Erst in der letzten Viertelstunde konnte Wieseck befriedigen. Jetzt flammte dey alte Kampfgeist auf, Marburg kam fast überhaupt nicht mehr über die Mittellinie. Das Besinnen kam allerdings zu spät: der Vorsprung Marburgs war schon zu groß. Zwei Tore konnte Wieseck zwar noch aufholen und dadurch konnte Wieseck zwar noch aufholen und dadurch die Niederlage etwas weniger katastrophal gestalten. An den Leistungen der letzten Viertelstunde gemessen, hätte Wieseck mit leichter Mühe zumindest ein Unentschieden herausholen müssen. Daß Resultat mag für die Mannschaft bei den kommenden Derbandsspielen ein Menetekel sein, sie nimmt sonst den Kampf mit recht geringen Aussichten auf. 3m Gegensatz hierzu zeigte Wiesecks Jugend ein recht gutes Spiel, denn sie konnte die als sehr spielstark bekannte Marburger Jugend bei einem Torverhältnis von 5:1 überzeugend schlagen. Der Sieg der Wiesecker stand niemals im Zweifel: sie berechtigen zu den besten Hoffnungen. Fronhausen i - Leun 13:2. £ Schlechte Platzverhältnisse und starker Wind beeinträchtigten das Spiel stark. Mit dem Wind im Rücken sicherte sich Fronhausen bis Halbzeit einen Dorsvrung von 2 Toren, denen nach dem Wechsel ein drittes folgte. Trotz seiner recht guten Arbeit konnte der Sturm Leuns nur 2 Tore aufholen und mußte seinem Gegner den Sieg überlassen. Gymnastikvorsührung des Gaues Bietzen-Wetzlar im Westdeutschen Lpiclvcrband. tz. Am Sonntag hielt der Gauvorstand in Weylar seine Gau-Athletiktagung ab. Die Versammlung erbrachte folgende Neuwahlen: 1. Vorsitzender blieb A. Hofmann (D. f. B. Gießen). Zum Sportwart wurde E. Paulus (F. E. 05 Wetzlar) gewählt, zum (tzau-Jugendwart W. Schmidt (Sv. Vg. 1900 Gießen). Anschließend folgte die G y m n a st i k Vorführung in der Sporthalle des Stadions „Spil- bürg" unter der Leitung des Leiters des Stadtamtes für Leibesübungen, Sportlehrer E. Paulus (Wetzlar). Die Uebungsgruppe stellte der F. C. 05 Wetzlar. Zunächst hielt Sportlehrer Paulus einen cim leitenden Vortrag über den Werl der Gymnastik für jeden Sportler im allgemeinen, und betonte besonders, daß durch die Gymnastik auch weniger ver anlaate Leute 3um Sportbetrieb herangezogen werden tollten. Bei den folgenden praktischen Vorführungen zeigte Paulus, wie ein Uebungsabend sich abrollen muß, und erläuterte die gezeigten Hebungen in leichr verständlicher Weise. Zum Schluß wurde noch non verschiedenen Teilnehmern der Süddeutsche Handballmeisterschast vo. Etwa 3500 Zuschauer wohnten am Sonntag dem ersten Entscheidungssviel der beiden süddeutschen Gruppenmeister um die süddeutsche Handball- moisterschast in Darmstadt bei. Die Darmstädter siegten unerwartet glatt mit 5:1. Das Spiel verlief im allgemeinen mäßig, es wurde allerdings burd) starken Wind — bei sonst guten Platzverhältnissen — beeinträchtigt. Der Schiedsrichter Grahmann- 'Dlerjcburg leitete einwandfrei. S. V. Darmstadt dürfte damit die süddeutsche Meisterschaft sicher haben. Hm die westdeutsche Fußballmeisterschaft. In den Meisterschaftsspielen der „Ersten" ruckt der Duisburger Spielverein durch einen glatten 4:1- Sieg über Kurhessen-Kassel am Sonntag der Arminia Dielefeld näher. In der ersten Spielhälfte hatten die Kasseler bei verteiltem Spielverlauf gute Torchancen. Nack) dem feicrlldjen Akt der Gefallenenehrung lag bis zum Abpfiff Duisburg in Front. Der F. C. Schalke 04, der erstmalig in die Kämpfe eingriff, konnte sein erstes Treffen gegen den (5. f. R. Köln gleich mit 3:2 siegreich gestalten. Schalke 04 zeigte technisch gute Leistungen, bis auf seine Hintermannschaft, die noch zu lernen hat. Köln enttäuschte gewissermaßen. Die Stürmerreihe versagte im Zusammenspiel sehr oft. Kölns Torwart wurde im Verlaufe des Spiels verletzt und fiel für einige Zett aus. In der vierten Minute fiel das erste Tor für Köln und mit 0:1 für Köln ging es in die Pause. In der zweiten Halbzeit holte Schalke auf und erzielte kurz hmtereinander drei Tore. Köln ver mochte noch ein weiteres Tor zu erzielen, doch langte es zum Ausgleich nid)t mehr. Schalke siegte 3:2. Eckenverhältms 6:1 (0:1). In Barmen wurde das Spiel zwischen Fortuna- Düsseldorf und S. C. Hagen 04 zum Austrag gebracht, das nach mäßigem Spiel unentschieden 2:2 endete. Runde der Ersten. S. C. Schalke 04—(5. f. R. Köln 3:2. Kurhessen Kassel—Duisburger Spielverein 1:4. Fortuna Düsseldorf—S. C. Hagen 04 2:2. Runde der Zweiten. B. D. Altenessen—Dorussia Rheine 5:1. F. D. Duisburg—6. D. Odenkirchen 07 1L Sportfreund« Stegen—Turn Düsseldorf 0:5. Um die süddeutsche Futzball-Meisterschast. In derRundederErsten führt nunmehr Nürnberg nach dem kaum erwarteten beben Sieg Gruppen starteten geschlossen in Krofdorf, von hier führte der gemeinsame Weg bis in~ den nahen Wald, wo jede Gruppe mit ihrem Führer bald besondere Wcge nahm. Die Art der Durchführung vollzog sich in der Weise, daß größere Strecken gelaufen wurden, die mit kürzeren Strecken im Schritt abwechselten. Bei den im Schritt zurückgelegten Strecken wurde das Hauptaugenmerk auf zweckmäßige Atmung und die technisch richtige Ausführung des Laufs gelegt. An vorher festgelegter Stelle trafen alle drei Gruppen wieder zusammen, gemeinsame gymna- tische Hebungen brachten eine willkommene Abwechslung. Die Laufrichtung führte nunmehr wieder heimwärts, und ein von allein Teilnehmern geschlossen durchgeführter exakter Stillauf durch Krofdorf beschloß die wohlgelungene Veranstaltung. die bei allen Teilnehmern eine starke De- riedigung arrslöste. Freie Turnerschast Gietzen £ Unter besonders ungünstigen Verhältnissen and das Treffen der 1. Mannschaft Gießens mit terjenigen Naunheims statt. Einmal zwang die im Gange befindliche Eindeckung des Sportplatzes mit Muttererde die Gießener, Gastfreundschaft auf dem benachbarten „Hessen".Platz zu suchen, zum andern wehte ein kräftiger Wind, der ein flüssiges Spiel kaum aufkommen ließ. Daß es trotzdem den beiden Mannschaften gelang, ein annehmbares Spiel zu zeigen, stellt ihnen das beste Zeugnis aus. Obwohl Naunheim während der ersten Halbzeit mit dem Wind im Rücken spielte, mußte es doch den Gießenern den Führungstreffer überlassen. Nach dem Wechsel hatte Gießen die Vorteile des starken Windes, die sich In zwei weiteren Toren ausdrückten. Obwohl die ungünstigen Vorbedingungen eine Beurteilung der Mannschaften kaum zulasscn, waren die besseren Leistungen der Gießener doch unverkennbar. Vorher spielten die zweiten M a n n s ch a f - t e n Gießens und Naunheims. Hier trafen dieselben Voraussetzungen wie bei den ersten Mannschaften zu. Naunheim konnte bei Halbzeit 2:0 führen, Gießen sandte nach dem Seitenwechsel, mit dem Winde im Rücken, dreimal ein. Naunyeim gelang jedoch noch der Ausgleich. Eine fast unglaubliche Leistung vollbrachte die Jugend Gießens. Sie verlor das Rückspiel in Driedorf i. W., nachdem sie im Vorspiel 9:0 Sieger bleiben konnte, fast mit demselben Resultat, nämlich 9:1. c 0 h e Drust ftaffe 1 10x4 Dahnen: I. Gießener S.V. (Zimmer, R. Kraft, Stütz, Holz- igel, Duill. Weiß, H. Kraft, Mertens, Schneider. Pascoe) 9.242, ,0 Min. 2. Wiesbadener S. C. 1911 9.30VLO Min. Knaben. Lagen staffel 3x4 Bahnen (Brust, Rucken, Freistil): 1. Wiesbadener S. E. 1911 2.46*/io Min 2. Gießener S. V. (Herbert Beck, Hartmann- 2.47V-o Min. Jugend-Lagenstaffel 3x6Bahnen. 1. Gießener S. V. (Z.mmer. Schaum. Rau) 4.063/i0 Minuten. 2. Wiesbadener S. C. 1911 4.19* Min Herren-Lagenstaffel 3 6 Bahnen 1. Gießener S.V. (Pascoe. Stütz. Eck- 3.47«/l0 Minuten. 2. Wiesbadener S. .E 1911 4.23'7,0 Min. Herren-Brust staffel 3x6 Bahnen: 1. Gießener S. V. (Rolf Kraft. Stüh. Pascoe, 4.262/i0 Min. 2. Wiesbadener S. C. 1911 4.46Vlfi Minuten. Jugend-Bruststaffel 3 6 Bahnen: 1. Gießener S. V. (Schneider, Holzigll. Zimmer) 4.31»/i0 Min. 2. Wiesbadener S. E. 1911 4.45*/in Minuten. Knaben-Bruststaffel 3y4 Bahnen: 1. Wiesbadener S. C. 1911 2.59*/^ Minuten. 2. Gießener S. D. (Schunck. Wolf. Mosner) 3.15 Minuten. Jugend-Frei ft il st affel 3x6 Bahnen: 1. Wiesbadener S. C. 1911 3.4Oe7io Minuten. 2. Gießener S.V. (Bickel. Weih. Rau) 3.43%6 Minuten. Herren-Freistilstaffel 3y6 Bahnen: 1. Wiesbadener S. C. 1911 3.41s/io Min. 2. Gießener S D (Eck. Müller, PaScos) 4.00V,0 Minuten. K n a b e n - F r'e i st i l st a f f e l 3x4 Dah ° n e n: 1 G.eßener S. D. (Hartmann, Lesch, Herbe.t) 2.24 OH.nuten. 2. Wiesbadener S. C. 1911 2.254/to Minuten. Große Freistilstaffel 10x4 Dahnen: 1. Gießener S. V. (Dickel, Schaum. Zimmer. Rau. Hartmann. Weiß. Pascoe. Krämer. Herbert. Eck) 7.41 Vo Minuten. 2. Wiesbadener S.E. 1911 7.45 6/io Minuten. Den spannendsten und — wie stets — von den Zuschauern mit am beifälligsten aufgenommenen Verlauf nahmen die beiden Wasser- ball spiele Während die Gießener Jugend- mcvlnschast sich mit einem Ergebnis von 5:1 geschlagen befennen mußte, konnte die Herren- mannsHaft mit 6 3 einen besonderen Erfolg für llch buchen. Die Gießener Jugend hat^sich. wie in allen seitherigen Spielen der Fall war. nexfc nicht recht zusammengesunden. Es mag ihr auch an der unbedingt erforderlichen Erfahrung _i).en. Die Herrenmannschaft hatte einen ceson- ders guten Tag. Die Tore fielen besonders in der ersten Halb-,eit in ganz überraschender Folge und find vor allem der guten Kombinaten der Gießener Monnschast zuzuschreiben. Die Wiesbadener Herrecmannschast war den langen Schüs- l?n. ute stets turz nach dem Anschwimmen erfolgten. nicht gewachsen: trotzdem beweist der Umstand, daß sie 3 Tore erzielen tonnten, daß auch sie den Gießenern mitunter recht gefährlich wurden. Abschließend ist zü sagen, daß die Wett- kämpfe das beste Können beider Mannschaften in Anspruch nahmen und dah der Sieg, den die Gießener mit einem Vorsprung von 3 Punkten — das Gesamtergebnis stellt sich auf 8:5 — errangen, verdient ist Handball D. T. Am Sonntag trafen sich die zweite Mannschaft des Turnvereins von 1846 Gießen und die 1. des Turnvereins Heu chelheim auf dem Heuchelheimer Sportplatz zu einem De» • sellfchaftsspiel. Leider trat Gießen nur mit 10 Mann an. Trotz des etwas ungünstigen Wetters nahm das Spiel einen recht schönen Verlauf. Nach wechsclvollem Kampf touröen mit 3:2 für -Heuchelheim die Seiten gewechselt. In der zwei- immer mehr aus seine Hälste zurück, und es ten Halbzeit drängten die Einheimischen Gießen gelang ihnen, das Ergebnis bis zum Schlußpfiff auf 7:2 zu erhöhen. -Das ist kein Rekord. August hebt zwölf Kognaks und wird nicht blau." Die Eiche. Junge Dame: .Ach, Herr Förster, was würbe wohl diese alte Eiche erzählen, wenn ste fprechen könnte?' Förster: .Sie würde sagen, mein Fräulein, ich bin eine Linde!" Pietsch. Pietsch ist Verkäufer in einem Schuhgeschäft. Sin Kunde tritt ein. Rauft ein Paar Schuhe zu dreißig Mark, will aber nur Aefcn anzahlen. „Wurden Sie mir die Schuhe, mitgeben? Ich bringe bestimmt morgen den Rest." „Aber gern." Pietsch macht das Paket fertig und übergibt es schematisch lächelnd dem Runßen. Raum hat dieser den Laden verlassen, kommt der Eher gestürmt. .Sie sind entfallen, junger Mann! Auf der Stelle! Wie können Eie einem fremden Menschen die Ware mitgeben? Er wird nie wiederkommen. .Ich dachte", sagt traurig Pietsch. .Wieso?" .Ich habe ihm doch zwei link« Schuhe eingepackt!" Le2-fl Lf2-el Lei -c3 Td6-d3 Lflxg2 Lc3xf6 Tdl-d2 München istö Karlsruher F. D. Eintlacht Frankfurt V. F R. Mannheim F. V. Saarbrücken All« für die Redaktion beftimmten Mittet- langen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des ..Gießener Anzeigers" Problem Nr. 99. Don P. Siedenschnur. Mit dem 1. Preise ausgezeichnet. Schwarz. 8 8 Seite»' 25 Jatiregr-; fdrh.^etfi Anafomisch richFig.VolIendet in Schönbek und Form. 500" Verkaufsstellen-1 Inh Schuhe n» h fc, W unb U|m *itn, und virL nicht ’* iWf Rofliiati 1 Tochter. Seßte dem Hörrohr in Mann! lu| tn temben Mai^n nitbtttommtn.* 111=6. ippe. r H'. *"> t, w ippeknlM rporllehrer $treinsD«rW iber gejelgltn!° fier, Bai ©ürt» »tnn sie sprech« In Fräulein, Ich 1 Echuha^chjit, JJaat bchuh, « anyibltn. .milgrben? 34 bai Pa!« imifl !nb dem Stunden. Palollen ftnmi 1 ^Nitanitt mit ntun ziehen. i grohu T«'l 11 durch Derhan> gegen Sire'' ngen M™ w SS« SÄ ItctDttablQö^v ilung war, Z . , derart PJ ' > lästigl mroe» standen -ur M ^en K aber-wen^! »4Z SS.te i träfe hie PN" ^in V te^Äet er verpM ^ ^6^.$ , DidekP erunbiKb- :end ^Lbanbtti Ä •Ä AW -SH n 5 gernach^, &# $>* dem Börsenkurse. Tattw. Banknoten. Berliner Börje. bei Börse botf und Obcrfteblen gingen i acht Schlaud-leitungen zu Leibe, dem Brand mit Preußen. Älrciö Metzlar. , „ ; und es gelang ihren vereinten Bemühungen nach zwei Stunden ,ter «Alten berg. 14. Mörz. Unter jbeftanb b e r Buderusfchen (Butsoerujoltung Hierselbst ist die Maul. 5 Prozent schwächeren Kursen. Später konnten sich verschiedene Ode biete des Aktienmarktes beleben und befestigen, namentlich 3. G. Farben, Rhcinstahl, Harpener und Bankaktien. Es ver- lautet, baß die heute am (3 e l b m a r! t ein« getretene Flüssigkeit in Tagegeld, dessen Sah auf och bis 5 Prozent zurückging. durch das Angebot in Auslandgeld verursacht worden sei. Der Medio konnte damit als endgültig erledigt angesehen werben, und man wartet nun die Entwickelung der Deldverhältnisse bis zur nächsten Ultimo-Liquidation ab. die in etwa zehn Tagen beginnt. Die Dankenkundschast hielt sich nach wie vor von der Börse fern; die meisten Dank- häufer klagen über einen äußerst geringen Orderseingang. Am Geldmarkt blieben die Sähe für Termingelb angespannt. MonatSgeld 1 b;6 Berlin, 15. März. Der Beginn vollzog sich bei 1 bis 2. vereinzelt auch 3 bis anltibe-HblöfunQ '/er l-jnouu do ’Jl r 3o (-31-60 000 do ohne fludiohina rctfii I cuhdjf dvfrtURimiataii.'1 I au e! Segelflugzeug statt. Der Aufft.eg oes Marburger Fluglehrers gelang gut, während derjenige des Flugschülers, der in ein« Wind- itrÖmung geriet und die Gewalt über den Apparat verlor, etwas mißglückte. Der ju ge Mann '-litt leichte Abschürfungen, das Flugzeug wurde leicht beschädigt. Maingau. . DSR. Fechenheim. 14. März. In der 'ergangenen Rächt erlitt das Auto einer Offen- Zacher Firma einen Unfall, indem es gegen einen Baum stieß, Von den drei Insassen wurde der Offenbarer Robert Bliclhäuser am Kopf schwer verletzt, so daß der Tod nach wenigen Minuten einirat. Em anderer Infasse. der neben dem Chauffeur faß, der Offenbacher Al!red Grandjoth erlitt einen Arm- und Schädelbruch. Er wurde fofori in das Krankenhaus eingeliefert. Seine Ver eyungen sollen jedoch nicht iebensge ä ir i h fein. Der ofjauf- feur kam ohne Schaden davon Die Ursache und Schuld!rage lind noch nicht geklärt. WSR. Höchst a. M.. 14. Mär.z. Gestern abend gegen 9 Ußr wurde auf der Straße bei Hattersheim ein etwa 30 bis 35 Jahre alter Mann, der keinerlei Ausweispapiere bei sich trug, mit schweren Wunden auf der linken Rückenseite bewußtlos aufgefunden und im Höchster Krankenhaus eingeliefert, wo er noch im Lause der Rächt gestorben ist. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß die Verletzungen enttoeber durch einen Stich ober einen Schuß ßerbeigcfübrt wurden. Ferner wurden am Hinterkops mehrere etwa vier Zenti- mclcr lange Verletzungen feftgeftellt, wäh- wnb der Hals Würaemalc zeigt. Es ist anzunehmen, daß zwischen dem Ermordeten und dem Mörder ein schwerer Kamps ftatt- gefunöen hat und daß der Ueberfall anscheinend von hinten erfolgt ist. Anscheinend hat sich der Ermordete energisch zur Wchr gesetzt. Es scheint aber au<£ nicht ganz ausgeschlossen zu sein, daß der Tote uon einem Auto ungefaßten wurde, das dann, ohne sich um den Lieberfahrenen zu kümmern. Weilerraste. Die Sektion der Leiche findet morgen statt. Heber die Persönlichkeit des Toten konnte noch nichts feftgeftellt werden. WSR. Homburg v. d. H., 14. März. Im Werk 1 der hiesigen Holex-Schololade- werke brach in der Rächt zum Sonntag gegen Mitternacht ein großes Schadenfeuer aus. Die bereinigten Feuerwehren von Hornburg. Kir- von wieder 1,5 Proz. aufholen. Bankaktien teilweise gut gehalten. Darmstädter plu- 1.5 Proz. Metalloank plus 2,75 Proz. Schwächer lagen Eoinmerz-. Diseontv und Dresdner Von Bauaktien verloren: Holzmann 2 25 Prvz.. Wanst ä Freytag 2 Proz., Dyckerhosf 1 Proz Auffallend trat w e'er b-?r Rückgang von Holzverkohlung. die erneut 5 Proz. elnbübtcn auf die sich widersprechenden Gerüchte, die te.ls von der Rotwendtgke.t einer San crung. te.ls von Anfchlußbeftrebungen w l'en wollen. Auch Blnawerle weiter abgeschwächt, da die vor gesehene Sanierung von 1 zu 2 nicht ausreichen dürfte. Von sonstigen Wertcn verloren: Zell- stvsf-Waldhof 4.5 Proz.. Deuttche Erdöl 1,75 Prvz. Der weitere Börsenverlauf blieb still, doch von Montanwerken ausgehend, freundlich. Der heimliche Anleihemarkt war lehr geschäftsunlust.g. doch gehalten. Anleiheablösung 2<2 Sch^rgebiet 12,5 Prozent Bon fremden Renten gingen Rusten etwas hoher. 3m Devisenverkehr lag Mailand fest m;t 103.50 gegen London. Paris 124.03, Zürich 25,2225. Lcndon-Kabel 4,3535. Die Reichsmark stellte slch gegen daS Pfund auf 20,4575. gegen Kabel auf 4 2145. schließlich, den Brand zu lokalisieren und ein Alebcrgreifen auf daS Hauptgebäude zu verhindern. Durch das Feuer wurden beträchtliche Rohstoffe, hauptsächlich Kakaobutter, vernichtet. Die eigentlichen Fabrikationsräume und die Maschinen haben durch das Feuer nicht gelitten, so daß die Weiterführung der Fabrikation gesichert ist. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Die Brandurfache konnte bisher noch nicht aufgeklärt werden. Wirtschaft. * Günstige Lage des Tisenmarkte». Die Gefchästslage hat sich am Eisenrnarkl durch den stärker beruueiretenben Frühiahr^dedars belebt. Wir hatten erst lürzlich darauf hniweiien können, daß dir von der internationalen Rohftahlgemeinichast pnn- fltpieU angenommene Idee der Lerkaufsoerbände in den Greifen der Händler zu einer stärkeren Nachfrage und damit auch zu einem leichten Anziehen der Preise am Weltmärkte geführt Hai. Die lebte Brüste- ler Uriicnbörie zeigte ein sehr festes Aussehen, zu> dem erwartet man, daß mit dem Anhalten der mil* ben Witterung die Bouoorhaben demnächst in Angriff genommen werden. Die günstige Lage der Ma- l.tincninbuftrie und der letzte Hunderttausend To.- Austrag der Hapag haben natürlich auch ihre Wirkung auf den Eifenmorkt gehabt. Mit dem Anziehen der Weltmarktpreise hat sich der Austragseingang vorn 2luelanbc gehoben. Die Möglichkeit des Zu- iammenschlusses der europäischen Noheiscnproduzen- ken trägt zu ihrem Teil zu einer Anregung der Preise bei. ' Frankfurter Psandbriesbank. Die Generalversammlung genehmigte den bekannten Abschluß und die Rproy Dividende auf das für 1926 dividendenberechtigte Aktienkapital non 3,762 MiU. M^k. Der Bclcihitngsausjchuß erhält für 1926 und bi» auf weiteres eine Iahreroelgükiing oon 100 Uhr: Senckenbergvortrag. „Das Zentral- lieroeniystern unb bie Sinne", Dortrag oon Dr. T. Edinger. 6 45 bis 7.15 Uhr: Funkhochschule: „Die Wohnung 02m geiunbheitlichen Ltanbpunkt, Bor- trog von Dr. Goerifch. 7.15 bi» 7.45 Uhr: Funkhoch, schul«: „Neuere Seelensorschung IV", Vortrag oon Dr. Hans Prinzhorn. 7.45 bis 8.15 Uhr: Ilalienisä-er Sprachunterricht. 8.15 Uhr: Gastspiel bes Operetten- enfembies Sanber-Graes: „Ein Wglzertraurn". Operette in brei Akten von Oskar Straus. S Prozent. Warenwechsel mit Drvßbankgirr» zirka 4.88 Prozent. 3m Devise nverkehr konnte sich Mailand argen London weiter beseitigen und stellte sich aus 106,50 gegen London. Auch die Reichsmark lag fest mit 4.2135 bis 4.2140 gegen Kabel London - Kabel 4.8535, London - Madrid 27.98. o-rnnfjurter (^.ircidcbörsc. Frankfurt a M.. 15. März. E» wurden notiert Weiten Wettcrauer 29.25. Roggen, inlän- disch-ee 27 Sommergerste für Brau zwecke ‘Ä bis 26.y« ßjfcr, inländischer 22 bis 22.75. Mais (gelb) 18 bis 1825, Weizenmehl, inländische., cpejlol 0 40 bis 40 50. Roggen mehl 37.25 bis 37,50. Weizenkleie 14,25 bis 14.50. Rog- genkleie 14L0 bis 14.75. Tendenz: Ruhig. Devrf^nmartl Berlm—Frankfurt a. M. Telegraohilche Au»,ad!ung 11 SRarj 15 Wär«. timt! Ur ?tett rum unttlistu Nancnin «*cib Wf (He ft •ew Amt ■..: l(k<.n l'-b.Mi IS'.ll flirr l,.‘7s i.r». 1.7.6 1.762 Krü Nn>w iS.41 43.64 ebnftiania ltU.ll 110.39 Ufl.01 ll'i.l» •tovrntiin.-n 112.16 112. M 11-'. ।; 112.4t eiodbolm <14611 >12.-6 112.60 112, N* «KlruiQior 10, (mH IV. 39. iu.ua ßiolkr i‘.VU IM U4 19.19 Hl 23 L'pnbon ni. t' > ^>.r* 40.42« 29,476 ■J.runcrt . . '.ZUM 1.2118 4.21» TariS • . I6.t6a IU..IU 16.«; 16.41 €Än?cu . Kl 6 ■>l,bU HJ.VS5 bl.IM kva i n . IZ.7V 72.97 12 96 13.13 flavan . . .'.CG* 2.072 2,0*1 e.075 h(o bc 3-vi ..499 «97 d 499 Vien in T C-'t abar yj. öS.:- JV. 2« <>.:» t'rna 12. «68 12. Nit >2.461 U.JU6 irab • .3«: 7.412 Tubav i . ;l.:9 73.97 13.49 13.31 Bui orten .,018 .,1^.5 o. U4.» .,ll<5 Viilnboii 21,613 -•l.ÜM 11.695 Tonim Sl.W bi.73 51.4» »1.66 Aon ft ntin .11. 4,122 -.104 .,114 Athen. . . - :<9 5 «1 j 41 6.43 rnn.ida i.l'jrf ».2119 1.194 «.rn Ilm aoo 4,4m 4,215 1.234 4.24 j ttatro fll.866 H.UOG .V.V54 21 UD6 ^ranfteirt a.M. {'«rltn 5r tu . l-U^c s-)tuh.iflirnno Snrt R.ire ftnr» ' «r 14 3. 18 3. 14 1. 15. 1. Jl».5 - 3 ZU .3.0 .21 >»il 4 320 5 « Id -4.2 21 4 4 iÜU 100 — 15 5 — E» — 258 5 — •-61 257 .13 6 213.5 *13 3 213,> 27 fl 278 278 1*6,75 IKIf IM- 6* Ib6 62 161 75 INO IM.5 ISO. >*•3 9 iN? 63,2.5 162.75 147.4 157 75 156.5 2S0 230 229 5 .-29,9 9 3ü 4 2 9,35 9. > 185.8 183,5 186 IM 12 166 146 183 25 166 Ul..5 121 -> 12'1 122 l-»5 w 185 >8.. 165 IS.-> 75 18..13 166 23 ■24 323.75 211 25 223 214 — 204,3 201.75 .113 20 3 5 203 9t — 9.1.75 95.5 •10 210.75 209 5 309 75 149 h 14" .2.5 HS 2.5 143,4 1211 116 121.5 135.75 135 134 7. 134,12 291.5 .•91 291.5 227.9 itf.5 -25 255.5 171 5 173 170 171 15 144.75 144.25 144,75 148. J 149 149 75 149 * — 144,3 14.3.68 164 163,74 188 187 188.5 180.5 — II! — 131 149 78 149 12 66.25 >06 5 362.5 3'16.5 »02 Mi.<5 1.31,5 132.25 132 239,25 ._ E 163.8 162 162.62 16» —- 182 18-5 182.5 - - ZOO 197,5*5 195 193,5 196 - 135.5 *■ — er- 178.5 76 177,5 176.9 .58.25 •'58 157,4 857 1.30.75 433 13! 138.5 113,5 >16 116,25 116,5 103.; 3 52.5 — 53.5 — 34,75 19.5 — _ ___ 76 —- — 188.» — — 123,3 125.6 — 79,5 79 —— 2.2 — — 175 177 178 - 265.5 260.5 262 261.25 Lettin. 14 März «eld vrte- flm-rtfantlftr '.'toten .. . .. 5Melnifd)r Noten ....... Döiiifdjr '.Voten ....... Enalische flöten........ Rrontofildic Voten...... HoUlinbt'che Noten...... St UcnUche Noten ...... vtonwaiidr Noten. ... Skntldj C in r .»iw Sronen 'Humamfdif Noten ... Cdnoebiftbr '.'toten..... Schweizer Noten ..... Sr-nnNch' Noten....... Tlch.chollowatische Roten . . Ungarische 'Jtottn 4.195 M.43 111,87 20,402 16 168.04 19 05 109.77 69.10 -.86 112 29 hü 80 72 6* 11.4.36 79.35 4,213 M.73 112.48 20..*812 16 605 168.87 19.15 110. .3 59.40 2.60 112.85 81 >M 72.98 12.496 73.71 Feine Herren-Schneiderei Mäßige Preise 968a £»aii$ mit 16 großen Bureau unb obiiräumcn, 1 grostcu Lagerräun,cn vermtclcn. ^esichugung durch Lchlon- rivnlter önielbft, Ledmgnnaen durch ronbcrtonl. Luxcmb. ivcrwalkung, icsbaden Biebrich. 25U7i> ^/erlangen Sie beim Schuhkauf,daß3hr wird. Nur dann werdvn Sie richtig passende Shefel erhalten und der unerreichten Vorteile'' Q^des.eha^aSa-Svstems teilhafhg werden. Gießen Marktplatz 2 Neben der Engelapotheke froschüre C.63/2'^e «rd frei Alleinige Niederlage: Die Preise sind der Zeit entsprechend wesentlich verbilligt. - Schuhhaus W. HERBERT, Neben der Engelapotheke 2509a fiidjc und Wolbbaritf) a Wtooemulö Bnbnboiitr. 27, Feriuvr. 1631 ZrischeMe Miuivoch ftüb 9 Uhr: Pa. LlbcUnichc, ( /s © billige flerasäelel- Herrenstiefel gute Ausführung.....Mk. 8.50 Schuhhaus BdGf S." HKB3BSB38IHM8B WRi W lYlarKipiälZ Herrenstielei aUf Rand g«ioPPeit ,.mi< 10.50 Herrenstiefel holzgenagelt, besond.stark 12.50 Herrenhalbschuhe in 2490a Im Nachtrag zur Bekanntmachung vom 3. März 1926 ist der Installateur Willi Sier, Gießen, Roonstr. 34, außer im Stadtgebiet auch im Ueberlandgebiet zur Vornahme von Installationen an elektrischen Leitungen zugelassen. Gießen, den 14. März 1927. Elektrizitätswerke und Ueberlandanlage der Stadt Gießen. Stolte. 2506C Nutzholzversteigerimg Eichenstämme fm Buchenstämme Kiefernstämme Fichtenstämme 4 16 18 40 4 4 4,26 11,41 8,43 11,67 4,17 1,79 6,15 9,42 12,42 17,10 46,63 25,89 24,74 4,66 15 25 13 48 41 79 111. Kl. IV. „ V. „ VI- ,, 111. „ IV. „ III. „ IV. „ V. „ III. IV. ,, Va- „ Vb- „ V. ,, Freitag, den 18. Mär; 1927, vormittags 8\'z Uhr anfangend, werden in den Waldungen der Gemeinde Aliendorf a. d. Lumda, Distrikt Fichtenwiese, Hahnekamm, Ncuerwald, Kohlkaut, Hormelseck und verschiedene (Forstwartei 1) versteigert: 10 Lärchenftämme Zusammenkunft beim Distrikt Fichtenwiese. 2494D Allendorf a.b.Lumva, den 13.März 1927. Hess.Bürgermeisterei Allendorf a. d.Lumda. Nein. öinem lieben Qaste bietet man Jas Beste, was Küche und Keller fassen. 6s plaudert sich so angenehm bei einer Tasse köstlich duftenden Kaffees, den die Hausfrau, dem ferste ru Öhren besonders sorgfältig bereitet hat. Öin halber Würfel „Wefcers Carlsbader genügt, dem £etränh die herbwürzige Kraft der Kaffeebohne zu vermitteln und ihm den einladend goldenen Schimmer des Carlsbader Kaffees zu geben. Brennholzverfteigerungenj Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: A. Freitag, den 18. Mär; 1927, vorn,. 9'/2 Uhr beginnend, Abt. 57a, 58a, 59a und 60b, Bezirk des Forsters Geisel, Gießen: 31,8 rm Kiefcrnscheiter, 2 „ Eichenknüvpcl, 126,1 „ Kiefernknüppel, 25 Wellen Eickenreisig, 535 „ Kiefernreisig, 68,7 rm Kiefernstöcke, 3,9 „ Fichtenstöcke. Zusammcnüunst: Annerödcr Weg - 6. Schneise. B. Dienstag, den 22. März 1927, vormittags 9’2 Uhr beginnend, Abt. 65, 101b und 116, Bezirk des Försters Geisel, Gießen: 24,4 rm .Kiefernscheiter, 1,2 „ Erlenscheiter, —,6 „ Buchenknüppel, 64,3 „ Kiefernknüppel, —,5 „ Erlenknüppel, 350 Wellen Kiesernreisig, 940 „ Ficbtenreisig, 36 rm Kicfernstöcke, 46,1 „ Fichtenstöcke. Ferner anschließend auS Abt. 20a und 33 des Fernewaldes: 1,5 rm Birkenscheiter, 9,2 „ Kiefernknüvpel, 780 Wellen Fichtenreisig, 4 rm Kiefernstöcke, 43,2 „ Fichtenstöcke. Dar Holz auS Abt. 20a und 33 (Fernewald) wird nicht vorgezeigt. Zusammenkunft: Alter Steinbacher Weg — 6. Schneise. 2502B Gießen, den 14. März 1927. Ter Oberbürgermeister. I. B: Dr. Rosenberg. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: Am 2. März 1927 die Firma Stengel 11. Schöck, Gießen. Gesellschafter sind die Kaufleute Willi Stengel und Heinrich Schöck, beide zu Gießen. Tie offene Handelsgesellschaft hat am 1. Januar 1927 begonnen. Am 4. Marz 1927 a) bei der Firma Fritz Egly, Gießen: Firma und Geschäft sind unter Uebernahme der seither im Betriebe des Geschäfts begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten auf Wilhelm Egly in Gießen als AUeininhaber übcr- gegangen. Tie offene Handelsgesellschaft ist erloschen. Ter Wilhelm Egln Ehefrau, Cordy, geb. Kasper, m Gießen ist Prokura erteilt, b) Bei der Firma Götz & Soldan, Lollar: Die Firma ist erloschen, c) Bei der Firma Jacob Häuser in Gießen: Tie Firma ist erloschen, d) Bei der Firma Reist & Merten, Gießen: Tie Firma ist erloschen, e) Bei der Firma Hessische Neuheiten-Jndustrie Heinrich Schwalm, Lollar: Die Firma ist erloschen. Am 7. März 1927 bei der Firma Max Baer Nachfolger Sigmund Bensinger, Gießen: Firma und Geschäft sind unter Ausichluß der Uebernahme der seither im Geschäftsbetrieb begründeten Forderungen uild Verbindlichkeiten auf die Sigmunb Bensinger Ehefrau, Gretel, geb. Mayer, in Gießen mit Wirkung vom 1. Febr. 1927 übergegangen. Tem Kaufmann Sigmund Bensinger in Gießen ist Prokura erteilt. Am 8. März 1927 bei der Firma Katharine Wehrum, Watzenborn: Die Firma ist erloschen. Am 10. März 1927 bei der Firma Maria Götz vormals Wilhelm Schäfer, Taubringen: Tie Firma ist erloschen. Gießen, den 11. März 1927. 2496C Hessisches Amtsgericht. - .3 ^■i &»■ i’iir M-- SM-!! £S = fi« JPs uZ c c 5^11 = #7*0' Q ^5 cföi Z W A. MV = gs=-6a *1^ = 3 hhF mH