lkr. 58 Erster Blatt 177. Jahrgang vienrtag, 15. Zedruar 1927 n waren es Neben bis neun Personen. LchwcrcS Eisenbahnunglück bei Hüll. In der Rähe von Hüll sind zwei Per - fvnenzüge zusammengestoßen. 12 Personen wurden getötet und zahlreiche verwunde! Das Eisenbahnunglück ist darauf z, rückz^sührcn daß der von Withernfea kommende qröst^nteils mit Angestellten und Schulkindern besetzt» Zug kurz vor Hüll mit dem ausfahrenden Schnellzuge nach Scarborough zusammenstieh. Die ersten drei Wagen des einen Personenzuges sind besonders stark beschädigt worden. Auch die in der Rähe liegenden Häuser wurden durch den Anprall schwer erschüttert. An der Unglücksstelle spielten sich furchtbare Szenen ab. Da zufällig in der Rähe der Unglücksstelle ein Hosp ital liegt, konnte schon nach wenigen Minuten ärztliche Hilfe geleistet werden. Der Düsseldorfer Regieschieberprozeß. Im Düsseldorfer Regieschieberprozeh machte ein deutscher Beamter, der in der französischen Untersuchungskommission gegen die Regieschiebungen eine lei- tenbe Stellung eingenommen hatte, Angaben, die die Untersuchungskommission schwer belasten: Er stellte fest, dah die Arbeiten der Untersuchungs- kommission f a ft gänzlich aufhörten, nachdem ein französischer Sergeant bei der ihm drohenden Verhaftung bemerkt hatte, dah außer ihm noch viele f ranzös i s che Offiziere ins G ef ängnis wandern mühten. Die Franzosen arbeiteten daraufhin nur scheinbar weiter, während sie tatsächlich berieten, wie sie sich aus der Affäre ziehen könnten. Der Haupt angeklagte Koch wurde aus dem Gefängnis von einem französischen Beamten in ein Cafe geführt, wo er allein gelassen wurde! bei seiner Rückkehr in das Gefängnis waren die französischen Beamten sehr enttäuscht, dah Koch die ihm gebotene Gelegenheit zur Flucht nicht auSgenuht hatte. Des weiteren sagte der deutsche Beamte aus. dah den Deutschen späterhin weitere Rachforderungen unterlagt wurden und dah von ihnen die Herausgabe des Materials verlangt wurde. Die Deutschen zogen es aber vor, das Material an deutsche Behörden im unbesetzten Gebiet aus- zuliefern. Als man gegen den der Hehlerei enge» klagten Kaufmann Küppers vorgehen wollte, wurde davor gewarnt, weil Küppers angeblich gute Beziehungen z u den Bel giern hätte und ein Vorgehen gegen ihn für die deutschen Beamten unangenehme Folgen haben könnte. Deutsche Konzerte m Rom. In der vergangenen Woche gab das Streich- quartett Bufch ein Beethooenkonzert In der Königlichen Mufikakademie Santa Cecilia. Sonntag veranstaltete Adolf B u s ch mit dem Cellisten Prof. Trümmer und dem Pianisten Serkin ein großes Konzert im römischen Augusteum, worin gleich falls nur Werke von Beethoven gespielt wurden. Das Augusteum war bereits am Samstag mittag ausoerkauft. Das Publikum bereitete den deutschen Künstlern großartige Ovationen. Die römische Presse hebt in Worten warmer Anerkennung die Feinheit des Spiels und das Zusammenwirken der Künstler hervor. Montag wird das Quartett das letzte Konzert in der Königlichen Akademie geben. Opfer der Schneefälle auf Korsika. In Korsika rufen die starken Schneefälle weitere zahlreiche Unglückssäll« hervor. In Compena Orezza stürzte ein Haus unter der Schneelast zusammen und begrub eine Frau mit ihren beiden Töchtern unter sich. In St. Laurent wurde eine Scheune eingedrückt, in der sich gerade ein Bauer befand. Die Rettungsarbeiten, die sofort auf genommen wurden, sind bisher erfolglos geblieben. In Pomaccis sand man unter den Trümmern von Baracken, fünf Meter unter dem Schnee, d i e Leichen von 13 Personen. Die Zahl der bis jetzt bekannt gewordenen Opfer übersteigt 30. lieber IOC Opfer der Säfte in 3apan. Dem Schneesturm sind im Bezirk Riigata 62 Menschenleben zum Opfer gefallen. 29 Personen werden vermißt und 113 Häuser wurden zerstört. Im Bezirk Toyama beträgt die Zahl der Toten 40 und die der Verwundeten 18. In diesem Bezirk wurden 78 Häuser zerstört. Lisenbahnersfreik in Indien. In Barrackpur. etwa 70 Meilen von Kalkutta, sind 8000 Eisenbahner in den Streik getreten. Die Streikenden haben die Polizei angegriffen, die von der Schußwaffe Gebrauch machen muhte. Hinrichtung von Eisenbahufreolern In Mexiko. Vier Männer wurden dabei ergriffen, als sie damit beschäftigt waren, eine Ueberführung an der Eisenbahnlinie Torreon—Durango zu ze r - ft ören. Sie wurden erst gezwungen, den Schaden wieder gutzumachen und hierauf hingerichtet. Tödlicher Unfall des Kunstläufers Carfen. Bei einer Eislauf Veranstaltung auf derRofegg- Bahn ist der schwedische Kunstläufer Larsen in eine Eisspalte gestürzt und ums Leben gekommen. Generaloberin Agnes Karli gestorben. Generaloberin Agnes Karll, die Begründerin der Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands und Mitbegründerin des Welt- krankenpflegerinnenbundcs. ist gestorben. vom Zuge ersaht. Der Lieferwagen einer Brotfabrik durchfuhr in dem Augenblick die geschlossene Schranke der Strecke Aachen—Iülich—Gladbach, als ein Personenzug Öen Hebergang passierte. Das Auto wurde von der Lokomotive gefaßt und zertrümmert. Ein neben dem Fahrer sitzender löjähriger Iunge wurde sofort getötet Der Fahrer selbst blieb unverletzt. Schiffe mit V Zugs-Geschwindigkeit. Das „Berliner Tageolatt berichtet über eine Erfindung des Ingenieurs A. Börner, der nach neuen Gedanken ein Schiff konstruiert hat, das die Geschwindigkeit bei gleicher Kraftanlage gegenüber der bisherigen Schiffsrumpfkonstrut- tion um mehr a l s 100 Prozent steigern oder eine Gnergieerfpamis von 70 bis 80 Prozent erzielen würde. Aach dem neuen Konstruttionsplan erbaute Ozeandampfer würden O-Zuggeschwindigkeit erreichen. Der größte Radiosender der Dell. In Malabar (Niederländisch Indien) wird ein 2t)(i Kilowatt Bogenlampensender für drahtlos« Telephonie nach dem Telephonjystem von Pungs- Gerth (Fabrik E. Lorenz A.-G., Berlin) errichtet werden mornir Riederländisch-Ostindien den größten Radio-Telephoniesender der Welt erhalten wird. Wettervoraussage. Wollig bis bedeckr Temperaturen langsam ansteigend, auch nachts über null Re-gung zu Niederschlägen vorhanden. Gestrige Tagestemperaturen: Manmum 4,4 Grad. Minimum 1.8 Grad heutige Morgeniempe- ratur 0.4 Grad Celsius. Uns der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 15. Februar 1927. Bilder aus dem oderheflischen Heimalleden. Der Familienabend, den die Lukasge- m e i n b e am Sonntagabend veranstaltete, war wieder so gut besucht, dah viele Teilnehmer sich mit einem Stehplätze begnügen mußten. Den gesanglichen Teil hatte Frl. Luise Reuh über* nonunen, die, begleitet von Frau Vermessengsrat Ludwig, Lieder von Schubert, Schumann und Mendelssohn vortrug. Der Redner dieses Abends war Amtsge- richtsrat Gros, der über .Bilder aus dem ober- hessischen Heimatleben" sprach. Der Vortragende machte im Eingang seiner Ausführungen die Feststellung, daß das Volksleben in Oberhessen- keineswegs einheitlich sei. Zwischen dem Be-« wohner des Vogelsbergs und dem Wetterauer, dessen Gebiet an Groh-Frankfurt crngrenzt, befte^t ein großer Unterschied. ebenso haben naturgemäß die Städte Gießen und Bad-Rauheim einen anderen Charakter, als die kleinen ober hessischen Landstädtchen. Von diesen gab der Redner ein kurzes, zutreffendes Bild, um dann die Stadt Alsfeld, in der er längere Zeit in amtlicher Tätigkeit geweilt hatte, eingehend und liebevoll zu schildern. Das alte Rathaus, die spitzgiebligen! Häuser, die interessanten Straßen stiegen vor den Zuhörern mit großer Anschaulichen auf. Alsfeld hat schöne Sitten aus der Vergangenheit bewahrt. Im Mai wird atlemale von dem Kirchturm geblasen, Choräle und Mailieder wechseln miteinander ab. Wenn ein Einwohner der Stadt diese verläßt und in die Fremde zieht, so wird ihm vom Turme ein Abschiedstied geblasen, ebenso ertönt diese Musik, wenn ein Alsfelder zu Grab getragen wird. An Weihnachten erklingen vom Turme Weihnachtslieder, ein großer Christbaum, der elektrische Flammen auftoeift, wird außen am Kirchturm befestigt und verbreitet Weihnachtsstimmung. In der Silvesternacht lauschen die Einwohner hinauf nach dem Turme, von dem sie Choräle, die der Bedeutung des Tages entsprechen, hören. Rach diesen Schilderungen ging der Redner dazu über, das oberhessi- sche Landvolk zu charakterisieren. Er schilderte den ober hessischen Bauer mit feinem starken, Gefühl für die Heimat und feiner Gebundenheit an die Scholle, in ernsten und heiteren Bilden? wurde seine Wesensart vorgeführt. Der ober- hessische Bauer ist ein Mann von großer Lebensklugheit und starkem Sinn für die Wirklichkeit, wenn et auch nicht so schnell auf faßt und denkt wie mancher Stadtbewohner, der im hastigen Arbeits leben steht. In den Heber namen und Spitznamen, die mancher Dorfbewohner trägt, prägt sich charakteristische Eigenart aus. Auch die einzelnen Dörfer werden oft durch treffende Bezeichnungen voneinander unterschieden. D " Redner gab ein Bild von der oberhessischLn ' t.ib- art, schilderte die Eigenart der Sch.välmer Bauern, malte vor Augen, wie ein Braut wagen durch das Dors fährt, (egte dar. wie es bei Erbteilungen und bei der Hebergabe des Gutes von den Eltern an die Kinder gemacht wird, auch die Miß Helligkeiten, die hieraus manchmal entstehen, wurden erwähnt. Zu bedauern ist, daß die gute alte Spinnstube in der neueren Zeit durch allerhand Ausartungen zugrunde gegangen ist. Der Vortrag war aber nicht etwa eilte lose Aneinanderreihung von Einzelzügen und Anekdoten, sondern ein gedankenreicher, tiefgründiger Beitrag zur Volkskunde, der oft an die Schilderungen erinnerte, die Wilhelm Heinrich Riehl vor zwei Menschenaltern von dem deutschen Volke entworfen hat. Zum Schluß kam der Redner mit einem praktischen Vorschläge. Gr regte an, dah auch von den Türmen der Stadt Gießen, wie das in Alsfeld seit Iahrhunderten geschieht, Ma iweisen und Choräle geblasen werden und dah am nächsten Weihnachtsfeste von den Türmen Weihnachtsbäume herunter in die Straßen leuchten sollten, um der Stadt ein weihnachtliches Gepräge zu geben. Auszahlung von englischen Gurhaben an deutsche Kriegsgefangene. Die englische Regierung hat die e r st e R a t e zur Auszahlung der von ihr bisher anerkannten „Guthaben" an die ehemaligen deutschen Kriegs- und Zivilgesangenen (einschließlich Sanitätspersonal) überwiesen. Alle ehemaligen Heimkehrer, welche sich in englischer Gefangenschaft auf britischem ober französischem Boden befunden haben, bzw. deren Erden, auch wenn sie bereit- ihr Guthaben ganz ober teilweife in Papiermark erhalten haben, werden aufgefordert, auf Postkarte mit deutlicher Handschrift her Restverwaltung für Reichsaufgaben. Berlin W 9, Königgrätzerftr. 122. folgende Angaben zu machen: ,.B e t r.: Englisches Guthaben. Bor- und Zunahme, genaue jetzige Adresse, Geburtstag, letzter deutscher Truppenteil zur Zeit der Gefangennahme. Rümmer der englischen Ge^angenen-Kompag- nie bzw. Depot oder Lagerbezeichnung. Erden verstorbener Heimkehrer haben außerdem eine amtliche Bescheinigung über ihre Erbberechtigung beizubringen. Ieder weitere Zusatz ist zwecklos und verzögert die Bearbeitung. Militärpässe, Entlassungsscheine. sonstige Personalpapiere ober Rückporto find nicht beizufügen. Die Auszahlung her Guthaben erfolgt nach der Reihenfolge des Eingangs der Anträge und nur durch die Post. Persönliches Abheben der Beträge durch die Heimkehrer kommt nicht in Frage. Wer fein Guthaben hat. erhält einen ablehnenden Bescheid, gegen den Einsprüche zwecklos sind. Heimkehrer, welche der Restverwaltung für Reichsaufgaben nach dem 1. Iuli 1926 die geforderten Angaben bereits eingefanbt haben, brauchen ihre Amräge nicht zu erneuern, da diese vorgemerkt sind. Da über 200 000 Einzelguthaben in Frage kommen und die englische Regierung zunächst nur den vierten Teil des Gesamtbetrages überwiesen hat. wird die Auszahlung geraume Zeit dauern. Erinnerungsschreiben sind zwecklos und werden nicht beantwortet. Die übrigen Heimkehrer auS den anderen ehemaligen Feindstaaten werden gebeten, solange von. Eingaben abzusehen, bis über die Regelung dieser Guthabenan'prüche weitere öffentliche Bekanntmachungen erfolgen. t^ieffener ^ochenmarktpveise. Es kosteten auf dem heutigen Wockenmarlt: Butter P'unb 1.50 bis t.70. Matte 30 bis 35. Käse 60 bis 1.40. Wirsing 15 bis 20. Weißkraut 10 bis 15, Rvtkraut 10 biS 20. grfbc Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10. Spinat 25 bl» 30, Unter- Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bi» 25. Rosenkohl 40 bis 45, Feldsalat 1.50 bis 2.50, Zwiebeln 10 bis 20. Meerrettich 35 biS 60. Schwarz» touneln 30 bi» 50, Kartoffeln 6. Aepsel 15 brs 30, Birnen 10 bis 25. Honig 50, junge Hahnen 1.00 biS 1.10. Suppenhühner 1.00 kns 1.20. Düsse 70. Eier Stück 16 bis 17, Blumenkohl 60 bis 1.40, Salat 30 bi» 45. Endivien 80 bi» 1.00, Lauch 5 bi» 15. Rettich 10 61» 15. Sellerie 20 bis 50. Bornotizeu. — Tageskalender für DienStag Stadttheater: 71/? Uhr ..Der Geizige" und „Dre Mattone von Ephesus". (Ende nach 10 Uhr.) — Hubertus: 8 Uhr, Hindeichurg. Vortrag. — Krieger-Verein: 8 Ubt. Hauptversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. „Ben Hur". — Astoria-Lichtspiele: „Ben Hur". — Ku» dem 6tabttl)eaterbureau wird uns geschrieben: In der morgigen Aufführung ber i r k u s p r i nz e s s i n" wirb Frl. Else von Hagen vom Mainzer Stabttheatrr, bie am Freitag durch ihre rassige und pikante Wiedergabe ber Titelpartie so sehr gefallen Hak7 »teberum hier gastieren. — Zum Vortrag von Dr. Kindermann. Der Vortrag der Liga zum Schutze ber deutschen Kultur am morgigen Mittwoch. In dem Dr. Kindermann über feine .Erlebnisse tn russischen Kerkern" sprechen wird, begegnet allseitig großem Interesse. Alle politischen Parteien von rechts bis zur Sozialdemokratie einschließlich haben — wie man uns schreibt — ausnahmslos ihre Beteiligung an diesem Vortrag tn Aussicht gestellt und fordern, wie au» den Anzeftsm in unserem heutigen Blatte ersichtlich ist, ihre Mitglieder zum Besuch des Vorträge» auf. Ebenso haben alle größeren in Betracht kommenden Verbände und Vereine ihre Teilnahme zugesagt. Dah auch die Studentenschaft unserer Universität die Gelegenheit benutzen wird, ihrem Kommilitonen ihre Anerkennung für fein mannhaftes Verhalten vor den russischen Richtern zum Ausdruck zu bringen, ist selbstverständlich Im übrigen beachte man die heutige Anzeige. • Ein größeres Schadenfeuer entstand gestern mittag gegen 12 Uhr — wie in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe schon gemeldet — in dem Hause Kirchenplatz 9. dessen Eigentümerin die Stadt ist. Da» Feuer war infolge Ueberheizung eines Ofens und schlechter Beschaffenheit des Kamins in dem im Hinterhaus untergebrachten Bureau und Lager des Lederwarenvertriebs von C. Röder au»gebrochen und von hier aus durch eine direkte Verbin- dungStreppe nach dem Obergeschoß de- Hintergebäude» vorgedrungen. Die Räumlichkeiten, tn denen der Brand wütete, liegen nach dem Seiten- gäßchen der Schloßgasse zu, und von hier au» mürbe die Bekämpfung bet Flammen mit zwei Schlauchleitungen vorgenommen. Der Feuerwehr gelang es in kurzer Zeit, da- entfesselte Element in bie Gewalt zu bekommen, immerhin ist in den betroffenen Räumen boch recht ansehnlicher Schaben entstanden. Mehreren Familien verkannten erhebliche Teil« de» Mobiliar», da» Lager des Kaufmanns Röder brannte aus, ebenso erlitten die Wohnräume starken Schaden. Im Gegensatz zu dem gelingen ersten Eindruck kann heute erfreulicherweise berichtet werden, daß nur ein Teil der Wohnungen des HauseS für die nächste Zeit unbe* wohnbar sein wird, die übrigen Wohnräume dagegen von ihren Inhabern gestern nachmittag wieder in Benutzung genommen werben konnten: bie am schwersten betroffene Familie hat vorerst Unterkunft tn der .Zuflucht" der evangelischen Gemeinde gesundem Von dem entstandenen Mobiliarschaden dürst« wohl kaum etwas durch Versicherung gedeckt fein. Die Bewohner hatten zum großen Teil di« Wohnungen verlassen, bzw. wurden st« durch die Feuerwehr aus den Wohnungen geleitet; nur im Dachgeschoß waren noch Bewohner, bie an dem Fenster nach dem Kirchenplatz zu Hilfe von der Feuerwehr verlangten, obwohl ein« direkte Gefahr für sie nicht vorlag. oa da» Treppenhau» nur verqualmt und daS dahin überschlagende Feuer bereit» unterdrückt war. Rach- bem ein Feuerwehrmann über einen Hakenleiter- gang zu den Leuten in die Wohnung gestiegen war und diese beruhigt hatte, brauchte die Maschinenleiter, deren Ausstellung infolge der vielen elektrischen Leitungen ziemliche Schwierigkeiten bereitete, nicht mehr in Aktion zu treten. Die Leute konnten, nachdem der Qualm im Treppenhaus sich etwas verzogen hatte, ihre Wohnung über die Treppe verlassen, tote ihnen die« von vornherein zugerusen toorden war. Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, daß in ähnlichen Fällen es Grundsatz ist, zwischen sich und dem Feuer möglichst viel« Türen zu bringen und diese geschlossen zu halten, da eine einfache geschlossene Zimmertür dem Feuer schon ziemlich Widerstand entgegenutzt. Eindringender Rauch ist u. a. durch Ab dichten abzuhalten. Die Feuerwehr konnte um 1,15 Uhr wieder ein rücken. Ein Feuerwehrmann erlitt durch eine zerbrochene Fensterscheibe Schnittwunden an ber Hand. Die polizeilich« Absperrung war wirksam und unterstützte die Feuerwehrarbett in guter Weise. " Personals«. Ernannt wurde der Sekretär bei dem Landamtmann in Bad Salzhausen. Ludwig Schneider, zum Sekretär bei ber Kasse der Landesuniversität in Gießen mit Wirkung vom 1 April 1927 ab. ** Der Botanische (Sorten hat jetzt an der Schurgrabenseite eine umfassende Einzäunung erhalten. Der Garten ist nunmehr an allen Seiten vor ungewünschten Besuchern geschützt — Für das Wohltätigkeitsfest de S Sta dtt hea terS ist es — wie man uns schreibt — gelungen. Frau Kammersängerin Fini Sedlmaier zu gewinnen. Die Künstlerin, die von ihrer Franksurter Tätigkeit her auch in Gießen nicht unbekannt sein dürste, hat sich bereit erklärt, das Künfttersest durch einige gesangliche Vorträge zu verschönern. -d. Städtische Hol-versteigerung Bei ber gestrigen Radelnutzholz-Dersteigerung der Stabt Gießen wurden solgende Durchschnittspreise erzielt: Kiesembauholz 3. Kl. 36 Mk.. 4 Kl. 30 Mark. 5. Kl. 26 Ml.: Fichtenbauholz 2. Kl. 39 All.. 3. Kl. 38 Mk . 4 Kl. 36 Mk.. 5a-Ät 33 Ml.. 5b-Äl. 31 Mk.: Fichtenderbstangen 1. Kl. 29 Mk.. 2. Kl 28,50 QHL; Zichtcnreisstangen 1. Kl. 29 2tL je Festmeter; Eichennuhscheiter 30 Mk. je Raummeter •* 20 0. Wiederkehr deS Todestages August Hermann Stande8. Da» Landeskirchenamt hat an die evangelischen Deka- DA .-voriraa _ J®nWunfl _ W. _ J“reou mir* Ehrung )tt lkll. * „ r ki,1|t °0n ' hi„ iS- «nl^Q* ' ouin^ntibi '°S>" Aussicht fftrö W < «H® 'Ommtnben Cfe, * »Maßt Lotz UnlberliUt bv n Äommiruomi )»I'rs Anhalt« nt luibnid P übrigen beacht, UÄJO ’*25 PL SÄ en feuer «,. Mr - vir j, sgabr schon ** * 9, belle Frun toat h» 1 und schlitzt« n im tzininhaus 19« H fieber, ii aujgebwch« direkie Mm- hoh bt# chinin- läumlichkrite«, In nach bm 6diM!» ib von hin au# antmen mti ftxi Der Aruervehi ntfefldte Element Än tft In ba licht' Scho- Ilie verrann tw -as Lager M ebtnfo erlitt« Am Segensas p m heute tdttu- nur *i 2*1 bet Wt mb* Dohnüum da» i getzern nach- luiifl genommen pemro betroMtm jrfunft In b- Hvlzfällungen in den Waldungen deS Kreises letzt ihr Ende genommen haben. ' Kinzenbach. 14. Febr. Die hiesige Ortsgruppe de» KreiSlandbundeS veran» staitete in Gemeinschaft mit dem Gesanaver- ein .Fortuna" eine wohlgelungene Abcnb- unterhaltung. Der Vorsitzende D. Bep l er hob in feiner Ansprache die Pflicht zur Einigkeit her» vor Landwirt Meuter auS Dornholzhausen sprach lehr interessant über OrganisationSnot- wendigkeilen der Landwirtschaft und erfreute sodann mit Rezitationen ernster und heiterer Art. Die künstlerischen Darbietungen des Gesangvereins .Fortuna" unter der Leitung des Dirigenten Leib au« Gießen bereicherten den Abend in wertvollster Weife und ernteten mit Recht großen Beisall L Klein-Rechtenbach. 14. Febr. Bei der Rutz- und Brennholzver steige- r u n g im hiesigen Demeindewald wurden solgende Preise erzielt: Buchenscheitholz 35 bi« 36 Mk je 2 Raummeter, Buchenknüppel 28 bis 30 Mk. je 2 Raummeter. Buchenreifer 16 bi« 18 Mk je 6 Raummeter. Kiefernfchichtnuyholz 20 bis 25 Mk. je 3 Raummeter Kiefernknüppel 15 biS 16 Ml. je 2 Raummeter, Kiesernstodhciz 7 bi» 8 Mk. ie 3 Raummeter. Äiefemreifcr 5 618 7 Mk. je 4 Raummeter. Eichenschichtnutzholz 26 bi« 28 Mk je 2 Raummeter. Eichenknüppel 22 Mk. je 2 Raummeter. Eichenreiser 12 Mk. je 6 Raummeter. Fichtenknüppel 14 bi« 16 Mk je 2 Raummeter. Fichtenreifer 5 bis 6 Mk. je 4 Raummeter. Lärchenlchlchtnuyholz 28 bi« 30 Mk je 2 Raummeter. Birlenknüppel 16 bi« 18 Mk je 2 Raummeter. Fichtenderbstangen 2 Kl. 10 bi» 12 Mk. je 10 ©tüd. 3. Kl. 8 biS 9 Mk. je 10 Slüd. Fich- tenweichftangen 4. Kl. 3 biS 4 Mk. je 10 Ötüd kreis Biedenkopf. - B i c b e r , 14. Febr. Dieser Tage fanden Amei große Drennholzvertzeigerungen in den fürstlichen Revieren .Windelbach" und .Heksholz" statt Während in der Windelbach fich der Preis für 100 Wellen durchschnittlich auf 30 Mark stellte, kamen diele im Helsholz auf 35 Mark. Buchenscheitholz wurde in Mbcn Distrikten gleich hoch mit 30 Mark je zwei Raummeter bezahlt Für Eichenbrennhvlz zahl.c man für dieselbe Quantität (2 Km.) durchlchnitllich 22 bi« 25 Mark Kreis Marburg. WER. Marburg. 14. Febr. Zu den wenigen Industriezweigen im Kreise Marburg gehört in erster Linie die Dreihäuser Ba» faltinbuftric, die sich ;n den letzten Jahren so enttoldett hat. daß die Marburger Kreisbahn, die bis 1913 mit einem jährlichen Zuschuß von 40 000 Mk. feiten« de« KreiscS arbeitete, heute einen Ueberschuh erzielen kann. Durch die erweiterte Ausbeutung der Basaltwerke konnten nämlich durch die Kreisbahn 1926 150 000 Tonnen gegenüber 45 000 Tonnen 1913 befördert werden Sie Basaltinbuftrie hofft aber, noch bedeutend mehr Material förbern zu können, wenn die Kreisbahn ihre jetzigen Tarife (7 Mk. Rohmaterial, 17 Mk. Pflaster pro 10 Tonnen) verbilligt In einer lürzlich in Dreihaufen abgehaltenen Versammlung, zu der auch mehrere Landtagsabgeordnete erschienen waren, wurde seitens der Dasaltindustrie die dringende Bitte an die zuständigen Instanzen gerichtet, die Frachtsätze zu verbilligen. Gleichzeitig will man bei der Reichsbahn vorstellig werden, daß sie auf die UeberführungSgebühren verzichtet oder sie wenigstens beträchtlich herab» seht. In bereit« früher ftattgefjabten Versammlungen wurde bekanntlich auch die Verstaatlichung und Weiterführung der Marburger Kreisbahn bi« Müde lOberhessen) als zweckmäßig be- zeichnel. Amtsgericht Gießen. Gießen, 11. Febr. Ein Eisenbahnarbeiter W. hat eine Frau G. wegen Beleidigung feiner ö&eftau verklagt. Sie soll behaupket haben, Frau W. habe sich eine neue Küche gekauft, das Geld hierzu habe sie nicht auf ehrliche Weife erworben, sondern in ihrer Monatsstelle alle« zusammengestohlen. Während Frau 0. in Abrede stellte, eine derartige Aeuherung getan zu haben, behauptete eine Zeugin P, Frau G. habe e« ihr im April oder Mai 1925 erzähl». Cie. Frau P, habe die Frau W. damals noch nicht gekannt, sondern sie erst an Weihnachten zum erstenmal gesehen. Im August 1925 He mit der Frau G. uneinig geworden, hab. .eren Aeuße> runfl aber erst Ende Oktober 1926 der Frau W. mitgeteilt. Die Frau G. habe nämlich ihr. der Frau P.. Stiefkind darüber ..aufg'klärt", daß Frau P. nicht seine richtige Mutter sei. Hierüber habe sie sich geärgert und oeShalb der Frau W. von den Behauptungen der Frau G. Kenntnis gegeben. Letztere behauptet jedoch, sie fei bereits im März 1925 mit Frau P. uneinig geworden, was von zwei anderen Zeu» gen bestätigt wird. Außerdem steht du «- die AuSfage der Frau W. selbst fest, daß die Frau P. sie nicht an Weihnachten, sondern schon Ende April und außerdem im Iuni 1925 gesehen hat. DaS Gericht hatte im Hinblick auf diese Widersprüche Bedenken, allein auf die AuSfage der Frau P. hin die Angeklagte zu verurteilen, hielt vielmehr einen vollen Beweis für ihre Schuld nicht für erbracht und sprach sie deshalb im Zweifel mangels ausreichenden B e - weife« frei. Dementsprechend wurden dem Privatfläger W die Kosten auferlegt. Schach-Ecke. Bearbeitet von D vrbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen usw sind zu richten an bie Schachrcdaktion bo .Gießener Anzeiger«-. Probiemlöfungslournier. Preidproblem Nr. 7. Don Dhos. D. Rowland. Schwarz 2 8 4 3 7 l a h b c d Z h h 6 6 5 3 4 d e Weiß A ati Weiß zieht und fetzt in zwei Zügen matt Weiß: 10 Steine Kg4; Dc2; Tg3, f5; Lh6, Sc5; Bb5 c6, 63, e4. i Schwarz: 6 Steine Kd4; Da7; Lai, g8; Bf4, 67. Prcisproblcm Nr. 8. Weih zieht und fetzt in drei Zügen matt. Weih: 8 Steine Kg6; Dc8; Sc5; c5; Ba4, c2, cd, 66. Schwarz: 7 Steine Ke4; Tb6; Lf2; Sb2; Bc5, h3 h4. 8 6 3 2 5 4 b 8 h 4 3 2 7 6 5 8 Weiß. Don G. Chvcholous Schwarz, c 6 e t A»S dem Schachklub Gießen. Für da« Winterturnier 1926/27 war zum erstenmal die Bestimmung gebrof'en worden, daß der erste Sieger in der ä.-Klaffe den Titel eine« Klubme isterS nebst einem wertvollen Wanderpreis erhält, der Eigentum des Siegers wirb, wenn dieser dreimal innerhalb vier Iahren den Sieg davonträgt. Für 1926 27 fielen Klubmeisterschaft und Wanderpreis Herrn Architekt PH. R i c o l a u S zu. Turnier endete Anfang 3anuar Der Wanderpreis >chinesisches Elsenbeuischachlp el) gehl nach dreimaligem Gewinn m den Besitz des flieget# über. Schachbriefkafie». E- G . hier: ©ie irren sich, bei Problem Rr. 3 von Feigl folgt aus 1. Df44 . gxf4 Abzugschach V. L-, hier: Ihre Lösung zum Problem Rr. vd von Szabo scheiten nach l.Sf6-H an Kc3! Lehrer H. R. Ihr Problem wird, falls totrett, gebracht. Richtige Lösungen 95. Lehret Bteidedet V. Loo«. Preb.en, 94: Lehrer S Simon. H Kappe«, Langedors: 3. Mehl, Hochelheim. D, in G.: D O. - Schm.: Hsm. in Londorf, desgl zum Problem Rr. 96 Lehrer S. Simon, hier. H. Kappe«, Langsdorf: D. O. - Sd>m. desgl. zum Endspiel Rr. 28. Lehrer S Simon, hier: Lehret H Ranz Detzhaufen: D». in ®.. D. O. - Schn^ Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStifch. Gewtstenhaft. Der Held dieser Geschichte hat einen sehr leichten Schlaf, erwacht leicht und kann lange nicht wieder einfcblafen. In einem GaÜhos in Bamberg war er endlich fest eingeschlafen, al« et durch wiederholtes laute« Kloplen geweckt wurde. .Wa» gibt'«?' .TS ist ein Paket für Sie drunten." .Ra. daS kann doch wohl warten bis zum Morgen?" Der Bursche ging, und als dann der Herr lange nachher wieder feft schlief, klopfte es zum zweiten Male stark an die Tur ,'Ha, waS ist denn jetzt los?" fragte der Gast. .DaS Paket ist nicht für Sie." Zu spät. .WaS, du willst einem FeuerbestattungSoerein bei treten? Alfo, da- sage ich dir, von dem Moment ab. wo du dich verbrennen läßt, sind wir geschiedene Leute!" Der Hund. Daß die Abfastung von Verboten und östent- lichen Verordnungen nicht immer ganz leicht ist, wurde dem Gemeiuderat einer kleinen Saarländischen Stadt klar, in der die Hundetollwut ausgebrochen war. Der Gemeinderat erließ also eine Verordnung, die überall angeschlagen wurde und folgenden WoN^ laut hatte: .Wer einen Hund ohne Maultorb umherlaufeu läßt, wird erfchoffen — " Weise Bürget machten die Siadiväler zan» sühlend daraus aufmerksam, daß stch daS Erschießen nicht aus die Hunde, sondern auf deren Besitzer beziehe, worauf man sich zu einer langen Rat- sihung zutückzog und nun dielen Te,t von sich gab .Wer einen Hund ohne Maulkorb umherlauke,, läßt, wird erschosien, der Hund." Offenbachs Almosen. In einem französischen Seebade wurde Iacquee Offenbach einmal von einem jungen Menschen ur» ein Almosen angesprochen Offenbach, äußerst generös und gutherzig veranlagt, konnte solche Bitte bet Rot nicht abweilen. Vergeben« durchsuchte er seine Taschen nach einem nicht zu kleinen Geldstück. Die Roulette, die er soeben verlassen, hatte ihn völlig ausgeplündert. 5kurz entschloßen nimmt er den jungen Mann am Arm, tritt mit ihm in einen Tabakladen, läßt sich ein Stück Papier geben, improvisiert darauf ein Musikstück und übergibt es dem Bittenden mit der Weisung: .Gehen Sie zu einem Musik- Händler und behalten Sie da« Honorar!" Rasch unterzeichnete er noch mit vollem Kamen und der junge Mann zog beglückt von Dannen. Schachverein „Anderssen", Frankfurt a. M. Da« diesjähriae WanderpreiSturnier des ..Schachverein Anderssen" ergab zum zweiten Male den Sieg von W. Orbach mit 8l,t Punkten. Orbach schlug Professor Mannheimer in beiden Partien. Zweiter Preisträger wurde H. Haar mit 71 . Punkten: den dritten Preis gewann mit 6 ,P. Prof. R. Mannheimer. Das Seefahrt. Der alte Kapitän Peterfen war ein guter Kerl, aber saugrvb. Einmal meldete sich bei ihm der neue Schiffsjunge. „Ka, warum gehst Du Durchaus »ar See?" fragt Petersen, natürlich Die alle Beschichte, bist'n Taugenichts, alfo stecken dich die Eltern ausS Schiff?" .Kein", antwortet der Dengel, .da« hat sich seit Ihrer Zeit alle« geändert." UZZ4 tn wie C'jretltng'- z ‘IJrigriajcle, fallens, undfuz ZröZe gemav dn J^emutvor demfy'irßen ^cceriaval verneigt' alle iDelt'. iJoll^aJUurg^ Jreude ijl HiDeg md den. (grillen, undSorgen.? 4 wenn Lni ihr ntcht eine. Feine Herren-Schneiderei Mäßige Preise 988a Wöchnerinnen kaufen ihren Bedarf an 8ett-Unterlagen, verbanö- stosfen, Irrigatoren angern, Nährmitteln nsw. am vorteilhaftesten in der ”“c CentralDrogerie, Schulftr. Kinderwage leihweise! — ies\ FürObersekundaner Johannes Böckner Emmy Hermann im vollendeten 6. Lebensjahre. In tiefer Trauer In tiefer Trauer ver Familie Heinrich Hermann Steinbach. Treis a.d.Lda., den 14. Februar 1927 Vereine Gießen (Ostanlage 38), den 15. Februar 1927. (Schiffenberger Weg 38) aus statt. Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 01100 Statt besonderer Anzeige. In der Frühe des gestrigen Sonntags wurde unsere liebe Mutter und Großmutter Danksagung. D.N.V.P Dank Gießen, den 14. Februar 1927. Emmy Datz geb. Haas und Kinder. Gießen, den 14. Februar 1927. “UD KlWW ökS WWslM (Kostümfest: Filmzauber) Verschiedenes Werkmeister i. R. WsiWlW einer großen Jilmpolonaife m 73. Lebensjahre. In tiefstem Schmerz Mitwirkung zugesagt UMBRUCH Danksagung INH. TH WEINE AK 1531D Klein-Linden, den 15. Februar 1927. Mietgesuche OlllliiillillllllUlllllllilM Danksagung. Abt wird Familie Philipp Stumpf VII. Wwe Reiskirchen, den 14. Februar 1927 ‘Deutfcbnationaier Handlungsgehilfenverband Humoristischer Vortrag von Frau Martha Frohwein-Büchner solventen Vertreter Gäste können eingeführt werden Rudolf Herzog liest in Gießen! 1504c Die Hauptkarte (Mk. 4.-), die zu allen besonderen Veranstaltungen innerhalb des Saals berechtigt, ist in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich! Möbl. Zimmer für 15Mk. monott ft. mn. Zu er fr. t. ö. (Seichst d. Gtek. Anz. fOllll Katharina Bender geb. Reeh Lodwig Bender jr. and Familie. Wir eriudjen unsere Alnglieder, den Gewlssenhaster und kauttonSfähtger GUI möDl. zimmer mit eleltr. l'tcbi nn beff. Herrn sofort ob. svä er ftu verm. mo» Nodbeim.Str.54ll von grober Aktten- gefellschafl gesucht. Tchr. Angeb. unter 01099 an den (Steg. Anfteiger erbeten. Leeres 3immet ftu vermieten. Wo7? sagt die (.vefchästSst. d. ©leit. Anft 01122 Der Goethe-Bund teilt uns mit, bah unsere Hörer zu dem Schriftsteller- Twend ten ober von längerem Leiden durch einen sanften Tod erlöst. kaufen Näheres tu der (SeschaftS'ielle deS W. Anft. 13971» Wir machen unsere Mitglieder aus den Vortrag am 19. Februar 1927 in den Räumen des Gesellschaftsvereins (Sonnenstraße) Die Beerdigung findet Mittwoch, den 16. d. Mts, nachmittags 3 Uhr, von dem Sterbehaus in Steinbach im 84. Lebensjahi Heute nacht entschlief sanft nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Tochter, Schwester, Enkelkind und Nichte Auf Wunsch der lieben Verstorbenen erfolgt Einäscherung, vorangehende Trauerfeier Mittwoch, 16. Februar, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs. Am 14. Februar 31/, Uhr vormittags verschied nach kurzer Krankheit mein lieber Vater, Schwiegervater und Onkel Bequeme Teilzahlung Am Sonntag nacht um 12 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden mein lieber, guter Mann, mein herzensguter Vater, GroUvater. Schwiegervater, Bruder und Schwager BoWle in Englisch u. Hrau- ftömch gesucht. Lchr Angebote uni. 01117 an den Gietz. An». Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 16. Februar, nachm am 17. d. M. (Rudolf Herftvg-Abendi gegen DorweiS der tzöreikarte dic'es SemestersEintrittS- karten zum ermäßigten Preis von 1 Am. erhalten. Wir weifen auf den VORTHAG des Herrn Dr. Kindermann, der am Mittwoch, dem 16. Aedr., abdö. 8 Ubr, ln der Neuen Aula itattfinbci, bin u. er- fachen unsere Nkttgl.. uoUftäbL ftu erschein. Ter Vorstand. Um recht zahlreichen Besuch deS M'D 2 leere Bännie sofort ftu oernueten. Wo? sagt die Geschäftsstelle d. Gieg. Anzeigers. 101107 Außer den Mitgliedern des Stadttheaters haben für den bunten Teil des Abends ihre freundliche £flfleraulieöer iHandwerler», er- fahren in allen Arbeiten. sucht Stellung, gleich welcher Art. Schrifll. Sinnebote unter 01103 an den Gieß. Anz. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir herzlichsten Dank. Donnerstag, den 17. Februar, abends 81/» Uhr, im großen Saale des Katholischen Dereinshauses (nicht kaufm. Dereinshaus) 2 WMl M Wr niTicnt(tn) in meiner Avolheke eine 5rollllanl?n- sleüe srel. - Seim Dombergtr. Vortrages deS Herrn Dr. Kindermann in der Neuen Aula am Mittwoch, dem 16. d. M.. bittet der Vorstand. Crbcntl., tüchtiges Mädchen tn ktclnen HanSb. für 1 Äiärz gef 15411) ifiebigstraße 83 v. iütttiflfSSJläötfitn daS Luft bat. die Waschmaschine zu bedienen, geg. hoben Vobn gesucht 01114 Leltcrsweg 40. von “''D Dr. KlBdermem in der Neuen Aula am Mittwoch, dem 16. d. M., recht zablreichzu besuchen. Der Vorstand. Für Jungen („„D Lehrstellen bei tüchtig. Meistern gesucht, die Kost und Wohnung geben. Nreisamt Gienen iKretStugendamtl. Adolf Schultheis und Familie Duisburg, Hebbelstraße 6. Carl Ludwig Schultheis Wolfsanger, Fuldastraße 72. au Citern ges. ,M,I Junker Gerichtsvollzieher Blockstraße 4. in einfachster bis feinster Ausführung Teppiche/ Dekorationen sucht für Gießen mit weiterer Umgebung einen bei Groß- und Klein Händlern bestens eingeführten im Mittelweg nach d. Vbilosovhenwald zu ca.". Morgen auch getetltzu verpachten. Neuen 'Bente 15 I. zum 1. März gesucht. Provinzial Pslegeanstalt LicherStr.74. „»v Gemodles, fllutes mm von 16bis 17 3Obren. iortbildungSfchulnei von größerem ®e- rocrbebeirleb für leichte Arbeit 11487 Sofort gefodit. 'JJabereS in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anzeigers. gesucht, evtl, laufdi in gleite (Stöße mitfieiöorn Schriftl. Angeb. unL 15281 > a. d. Gieüener Anzeiger erbeten. flIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIID Gut ausgebildeter Stenotypist u. Maschinen- schreiber (in) per sofort gesucht. Schrisll. Angebote mit Angabe d. seich Tätigkeit m. Zevgn. Abschriften und Ge- haltsanfprüchenunl. 15141) an den Gietz Anzeiger erbeten Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir innigsten Frau Ludwig Schultheis Wwe geb. Emma Eichelmann Nur branchekundige und erfahrene Bewerber können berücksichtigt werden. Bewerbungen unter Sch. 200 (1483 A) an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. von Dr. Klndermeon aufmerksam u. bitten sie, sich recht zahlreich zu beteiligen. ‘Ser Dorstand. DRUCKSACHEN ALLER ART liefert in Jeder Ausstattung stilrein und preiswert Brühl'sche Universitäts-Druckerei R. Lange, OieBen mit OvMluueo. im Alten nelb, ca. 700 qm. LU vervach- Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Reuschling geb. Seibert. Anna Klotz geb. Böckner Friedrich Klotz Möbl. Zimmer sofort oder später zu vermieten 01116 Hammstrafrc 5. 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Aicht «nes Dei ihm als eine &r, Eese. «nfHerifd “arfe m ^bensalt toerö' 2* das ^°nnitgli ^Nlgun, «. °lfo Q fr di- Mhnnt f tz,7° SnD,’ & k Nr. 58 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, (5. Februar 1927 Die Wiederaufnahme derTangerverhandlungen Don unserem Pariser W 8 -Derichlerstotter. Part», 10. Febr 1927. 2m Mittwoch, 9. Februar, begannen im französischen Außenministerium zwischen den spanischen und französischen Delegierten die Verhandlungen über das -Tangcrproblem. Die Lage der Parteien ift etwa folgende Spanien beansprucht das Protektorat oder zum mindesten ein Mandat über die Tangerzone. Erinnerlich dürfte der berühmte .Tangervorstoß" Primo de Rivera« kurz vor der letzten Septemberlogung des Völkerbundes sein. Der spanische Diktator richtete damals an die Regierungen Englands. Frankreichs und Italiens eine Rote, in der da» Protektorat über Tanger gefordert wurde. Gleichzeitig gab die spanische Regierung zu verstehen, daß sie auS dem Völkerbünde austreten würde, falls ihr bei Ablehnung de» Protektorates nicht mindestens ein Völkerbundmandat-über Tanger erteilt würde. An dem geschlossenen Widerstand Englands und Frankreichs scheiterte das Ersuchen Spaniens, das auf der Septembertagung dcS Völkerbundes die Folgert igcn zog und au« dem Völkerbund au«trat. England unö Frankreich gaben jedoch, um nicht allzu große Erregung in dem spanischen Volke hervorzurufen, zu verstehen, daß man bereit sei. mit Spanien zu verhandeln, und zwar sollten erst Vekpre- chungen zwischen den am meisten interessierten Staaten. Frankreich und Spanien stattsinden. nachträglich sollten bann auch England und Italien herangezogen werden. Die ersten Verhandlungen begannen jetzt in Paris. Soweit Aeuherungen von spanischer Seite »erliegen, hat sich der spanische Standpunkt in der Tangers rage nicht geändert. Roch vor wenigen Wochen haben die bedeutendsten spanischen Persönlichkeiten darunter der König und Primo de Rivera — in Interviews, die sie der französischen Zeitung .Figaro" gewährten, erklärt, vast nur eine Lösung des Tangerproblems möglich sei. die Ersetzung des bisherigen Internationalen Regimes durch die spanische Herrschaft. Begründet wird der spanische Standpunkt damit, haft es unmöglich fei, die Ruhe und Sicherheit in der Tangerzone zu gewährleisten, solange die internationale Verwaltung bestehe. Rur eine Macht könne bolschewistische oder fremdenseindliche Regungen unter der einheimischen Bevölkerung mit Energie unterdrücken, ein Moment, das auch für das benachbarte Marokko von ausschlaggebender Bedeutung sei. Reben diesen mehr formellen Begründungen zielt, in dem Wunsche, sich die Tangcrzone einzuverleiben. die Hauptabsicht Spaniens wohl auf eine Erweiterung seiner Rkittelmeer- interessen, die nach der Ansicht der spanischen Politiker Im Verhältnis zu England und Frankreich zu kurz gekommen sind. Auch Frankreichs Standpunkt in der Tangers rage ist — verglichen mit der Lage Im Herbst vorigen Jahres — unverändert geblieben. Rur im Rahmen der Verträge könnten Spanien Zugeständnisse gemacht-werden, die sich aber lediglich auf die Verwaltung der Stadt Tanger beziehen und auf keinen Fall ein spanisches Protektorat über die Tangerzvne ins Äuge sassen. Unter den Verträgen ist in erster Linie die französisch-marokkanische Konvention vom 30. März 1912 und die sranzösisch- spanische Konvention vom Rovember des gleichen IahreS gemeint. 3n der ersten wurde die Souveränität des Sultans von Marokko über Tanger aufrechterhalten, in der zweiten eine „Spezialverwaltung" für Tanger vorgesehen, deren Statut später bestimmt werden sollte. Dies ist dann nach französischer Auffassung durch das Abkommen vorn Jahre 1923 geschehen, das von Frankreich. England, Spanien unterzeichnet, das Verwaltungsstatut der Stadt Tanger wie folgt bestimmt. An der Spitze der Verwaltung steht ein Franzose, ihm zur Seite ein Engländer und ein Spanier. Die ausländischen Kolonien sind in einer Versammlung vertreten, deren Beschlüsse den Vertretern der obengenannten Mächte vor- gclegt werden. Dieses Ilbkommen vom Jahre 1923 lävff auf 12 Fabre, und an und für" sich ist weder Iubiläumskonzert des DauerfchenBefang erems Fünfundzwanzig Fahre Tätigkeit als Chor- meister fchlicften eine beträchtliche Summe von Arbeit und Leistungskrast in sich ein. Das erscheint um so bedeutender, wenn man die Reihe der Erfolge überblickt, die der Verein in dieser Zeit aufzuweisen hatte. Diese Erfolge find aber auch gleich wieder der beste Lohn für die aufopfernde Arbeit des Dirigenten. Richts ist für das Bestehen und Erblühen eines Vereins ausschlaggebender als der Dirigent. An ihm liegt es. daft sich der Verein nicht nur als eine gesellschaftliche Vereinigung fühlt, in Djr Geselligkeit gepflegt wird, sondern daft et künstlerischen Zielen nachstrebt. Es gehört eine starke Persönlichkeit dazu, die ver'chiedensten Lebensalter zu einem gemeinsamen Strien zu vereinigen und den gemeinsamen Willen zur Tat werden zu lassen. Mit den Erfolgen wächst auch das Verantwortungsgefühl des einzelnen Chvnnitgliedes. und mit solch einer willigen Chor- Vereinigung ist schlechthin jedes Ziel erreichbar. Otto Görlach ist keine von den Dirigentennaturen. die in der Aufführung mit großer Gebärde die Ihren zum Erfolge führen und damit das ausgleichen wollen, was sie in den Proben versäumt haben. Seine Hauptaufgabe liegt in der vorbereitenden Arbeit, und wenn in den Aufführungen stets alles »klappt'. so ist es die beste Bestätigung Dafür. Man wird vielen Chören mit noch größerer Sängerzahl begegnen, aber feiten einen Chor antreffen, bei Dem Der Ausgleich Der verschiedenen Stimmgruppen zu einem einheitlichen, getätigten Chorklange vollzogen ist. So wird man bei den Konzerten des Bauer- fchen Gesangvereins immer wieder die glänzende Klangkraft des Forte und das ausgeglichene schwebende Piano anerkennen. An den thematischen Sätzen wird es sich erweisen, daft auch die mittleren Stimmgruppen zur Ausprä- gung der llanglichen Linie erzogen worden sind. Wie der Umgang eines Menschen seinen Charakter offenbart, fo offenbart die Dortrags- folgc eines Männerchorkonzertes stets Den Geist, der im Verein gepflegt wird. Richt immer hält sich das Programm Der Männerchöre von rühr- bei England (Gibraltar) noch bei Frankreich da» Bedürfnis vorhanden, eine Aenderung de« bisherigen Statut» eintreten zu laffen. Französischer- leite folgert man weiter, daft selbst, wenn Frankreich auf feine eigenen Rechte zu Gunsten Spaniens verzichten wollte, ein spanisches Protektorat über Tanger auf keinen Fall in Frage komme. Die dem Sultan von Marokko feierlich ver- fprvchene Souveränität und der Umstand, haft Frankreich nicht allein über Tanger zu verfügen haben, ständen Derartigen Wünschen Spanien» entgegen. Diese mit allem Rachdruck vertretene franzöftiche Auffassung wird — ohne Unterschied der Partei — von fast allen Blättern am Vorabend der Verhandlungen geteilt. Mit sichtlichem Unbehagen beginnt die französische Regierung die Verhandlungen. Sie ist sich klar darüber, wa» eine erneute Ablehnung der spanischen Wünsche eventuell für Folgerungen hinsichtlich deS Verhältnisses zur .lateinischen Schwefternation" mit sich bringen würde. Aus der anderen Seite will aber Frankreich keine Revision der Mittelmeerinteressen, denn eS weift ganz gut. daft. wenn es Spanien den kleinen Singer gibt, dleses die ganze Hand toill. Der Appetit kommt nun einmal beim Essen. Und e» handelt sich bei einer eventuellen Neuverteilung der OHitidmcenntcreflen nl cht um Spanien allein. Ein noch unbequemerer Rachbar Frankreich« erhebt Anspruch auf Kolonien. Afrikabesitz ufw. für feine sich ständig vermehrende Bevölkerung Italien. Schon im Herbst vorigen Jahres, gelegentlich der ersten Tanacrnoie Primo de Rivera», war die Haltung Italiens zum mindesten zweideutig, und e« fehlte nicht an französischen Stimmen. Die behaupteten. Daß Primo De Rivera überhaupt nur von Mussolini vorgeschoben fei. um Die Frage einer Revision Des Mittelmeerbeckens in« Rollen zu bringen. Geben jetzt Frankreich und England Spanien nach, fo können diese Mächte unmöglich Italien gegenüber einen rein ablehnenden Standpunkt einnehmen, und weitere Opfer Frankreichs ober England« sind erforderlich. Zufammenfassn' dürste man in der Annahme nicht fehl gehen, Daft die jetzt beginnenden Pa- rifer Verhandlungen sich langwierig und schwierig gestalten werdeiu Ob sie zu einer Einigung führen, läßt sich heute natürlich nicht ohne weitere« Vorhersagen, da der Standpunkt, den beide Mächte vertreten, noch sehr voneinander abweicht. Blinde Passagiere. Als Eisenbahntramp in Amerika. 9n Den Bereinigten Staaten hat Die Vagabundage infolge Der ungeheuren Entfernungen Formen angenommen, Die uns fast märck-enhaft erscheinen. Es ist Das Verdienst Erwin Rosens, in seinem „Der Deutsche Lausbub in Amerika" aus eigenem Erleben uns dieses Eifenbahn-Vagantentum geschildert zu haben. Rosen kam als oer- krachtet Pennäler nach drüben, führte zeitweilig wochenlang ein abenteuerliches Leden als „Tramp“, schlug sich durch mit jeder Art von Arbeit — als Farmknecht, Geschirrspüler, Apothokergehilse, Fischpvtler usm. — und schuf ein Dutzend Fahre später aus diesen amerikanischen 3ugenberinnerungen eines Der interessantesten Bücher, eben Den „Deutschen Lausbub in Amerila", der in seiner großen Dreiteiligen Ausgabe Hunderttaufende deutscher tiefer gesunden hat. Jetzt läßt der Verlag von Robert Lutz in Stuttgart der vor zwei fahren erschienenen einbändigen billigen "'Olfsausgabe des Lausbub-Buches eine noch billigere dreiteilige ungekürzte Volksausgabe erscheinen, um bas Rosensche Erlebnisbuch noch tiefer ins Volk hinein zu tragen und auch dem wenig bemittelten Bücherfreunde feine Anschaffung zu ermöglichen. Der erste Teil erschien vor kurzem. Diesem entnehmen wir die nachstehende Schildening von Rosens Debüt als Eisenbahntramp. * — _--Ich folgte Billy lautlos. Dann ging es die Böschung hinab, an Haufen von aufgestapelten Schwellen entiang. Dreißig Meter vom Bahnhof blieb Billy stehen, kauerte sich nieder und winkte mir, Das gleiche zu tun. Unsere Köpfe ragten nur ein wenig über Die Böschung empor. „Roch zehn Minuten“, sagte er, auf Die Uhr sehend. „Und---?" „Pst! Richt sprechen!" Ein leises Zittern, ein kaum merkliches Sichregen in den Stahlschienen vor unseren Köpfen. Es wurde stärker, lauter. Ein feuriges Riesenauge blitzte auf. Und nun ein Gerassel, ein schallendes Dröhnen. Ein greller Pfiss. Der Erpreß brauste heran, und mit einemmal war alles Leben und Lärm. Kondukteure {prangen herab. Reifende ftieaen aus und ein; Schwatzen, Lachen, Rufe und Kommandos tönten herüber. Billy rührte sich nickt. Das Riefenauge der Lokomotive warf weithin olendenden Schein über das Geleise. Wir, an der Böschung, blieben im Dunkel. Aus einer gewaltigen Röhre ergoß sich Wasser in den Tank des Tenders. Der Lokomotivführer, eine Petroleumfackel in der Linken, eine langstielige Kanne in der Rechen, schritt von Oelkapsel zu Del- kapsel ferner Maschine, ölte und untersuchte. »Hören Gier flüsterte Billy. .Wenn Der Zug sich in Bewegung seht, springen Sie auf Den ersten Wagen nach Dem Tender. Direkt nach dein Tender. Ja nicht vergeffen! Das ist Der Postwagen unD Die einzige Möglichkeit. Links und rechts vom Trittbrett sind Messingstangen. Klammern Sie sich an und schwingen Sie sich hinaus. Geht es nicht, so lassen Sie sich nach rückwärts fallen. Kümmern Sie fich nicht um mich; ich tDerik nach Ibn en springen. Warten Sc aber ja. bis die Lokomotive ganz nahe hier ist. sonst werden wir vom Bahnhof aus gesehen. So — jetzt!" Der Expreß hatte sich in Bewegung gesetzt. Mir schien es eine Ewigkeit zu Dauern, bis Die Lokomotive herankam. Endlich! Mit einem Sah sprang ich hoch, geblendet einen Augenblick lang Durch Die Laterne, verspürte etwas wie Luftdruck, ließ Die schwarze Masse des Tenders vorbei- Dröhnen und sah Stufen, einen Mefsinggriff. Hastig griff ich zu. ilnb wurde förmlich hinauf- geriffen. 3m gleichen Augenblick fchob mich etwas vorwärts und neben mir stand lachend Billy. »Ausgezeichnet für's erste Mal." sagte er. »Machen Sie sich's bequem.' Er hockte auf dem Boden der Plattform nieder, mit Dem Rücken gegen Die Wagen wand gelehnt. »Wie gefällt es Ihnen?" Ich schnappte nach Luft und nickte nur. »Dies ist ein blinder Postwagen." erklärte er. »Blind, weil er vorne und hinten keine Türen hat. sondern nur Seitentüren; zum Schutz gegen Eisenbahnräuber. Sie verstehen — Damit nicht Verbrecher vorne aufspringen (so wie wir's gemacht haben) und dann von Der Plattform aus Die Türe erbrechen können. Mögen Die Götter Den Mann segnen, der Den Einfall des blinden Postwagens hatte. Wenn es nicht etwa dem Heizer einfällt, über den Tender zu flettem. find wir bis zur nächsten Haltestelle sicher." Der Zug jagte bald mit ungeheurer Geschwindigkeit dahin. Von beiden Seiten und von vorwärts, über den niedrigen Tender hinweg, fegte der gewaltige Luftdruck puf uns ein tote Sturmwind. Feuchter Dampf und winzige, scharf stechende Kohlcnteilchen peitschten unsere Gesichter. Sprechen war fast unmöglich geworden in dem tosenden Lärm des dahinjagenden Zuges; man hätte schreien müssen, um sich zu verständigen. Ich starrte und starrte. Draußen huschte es vorbei wie gigantische Schatten; schwarze Schatten Der Dacht, bald tiefdunkel, bald grau in grau — Häuser und Bäume und Felder unD Dorschen. Ein einsames Licht dann und wann, glitzernd nun, dann verschwunden, wie hüpfendes Irrlicht im Sumpf. Ich zitterte vor Kälte und duckte mich zusammen unter Dem einpeittchenden Lust ström. In mir aber jubelte es. Mir war es. al« fei ich im MärchenlanD aufregcnbtn Erlebens- lern von Den Dingen Des Alltags. Ich war wie trunken. Damals wußte ich es nicht — aber was ich zum erstenmal erlebte in jener Teravnacht, war berauschendes Zigeunertum, nadte Romantik. Das lieft einen zittern und jubeln zugleich; das lieft einem die Augen aufleuebten und Da« Herz rascher schlagen. Weiter, immer weiter. Mehr Schatten. Mehr Lärm. Mehr Lichter tauchten auf, erlöschenD, von neuem geboren. Immer mehr Wie ein (elfer Ruck, wie ein fünfte» Knirschen ging e« Durch Den Zug und Da« Dahin jagen verlangsamte sich ..Herunter -- sobald wir durch den 'Bahnhof find!" rief der Mann neben mir Ein Auf tauchen von flutendem öicftt — ein Sprung — und wieder lagen wir auf feinem Kohlengeröll an einer Böschung und warteten wieder endlose Sekunden, bis das fauchende Ungetüm auf unS juftürmte. und wieder sprangen wir. Das wiederholte sich viermal, fünfmal, achtmal. Au« den tiefen Rachtschattcn wurden graue Rebel, in Denen hier ein Hau« Dort ein Stück Wald in unbestimmten gespenstischen Umrilfen erschien, vorbeisausend, noch ehe das Auge bestimmte Formen unterscheiden konnte. 'Weiler, immer weiter. In Dampf und Lärm und Sturm- wind. So Schönes hatte ich noch nie erlebt. Immer lichter wurden die Rebel und weit Draußen im Osten säumte es sich wie ein seiner heller Streifen am Horizont hin, wie ein dünnes fif bemes Band. Weiter, immer weiter. Eine Station — der Sprung . . . Als wir so balagen, schlenderte ein Slonbuftcur an der Lokomotive vorbei, sah sich forschend um. guckte die Böschung entiang und kam auf uns zu. «Hallo, Jungens", sagte er. „Hab' euch adfprin- gen sehen. Schluß! Ich könnte in Unannehmlichkeiten kommen, wenn man euch sähe. Ich selbst werde auf dem Postwagen fahren bis zur nächsten Station. Gebt euch also keine Mühe!" „Allright!“ ries mein Begleiter und stand lachend auf. „Komin, mein Junge. Dieser Zug hat feine Schuldigkeit getan.“ „Probiert es ja nicht!" rief der Kondukteur noch einmal. Billy schlenderte ganz langsam über bas Geleise und betrachtete sichnsüchtig den „Kuhfänger", den fchaufelförmigen Holzaufbau an Der Lokomotiv- spitze, der dazu ba ist. Hindernisse auf bem Geleise wegzuschloubern ..Man könnte auf dem Kuhfänger--* murmelte er. „Aber nein, hat feinen Sinn. Ift Ja gleich heller Tag.“ Er zog mich mit fich, nachdem er einen raschen Blick auf den Ramen am Stationsgebäude geworfen hatte. Cliston hieß die Station. Wir verschwanden auf Rebengeleifen, zwischen Reihen von Frachriügen. und der Expreß toste vorbei. Billy sah sich die Frachtwaggons sehr sorgfältig an und öffnete Dann die Schiebe- türe eines leeren Wagens — Hotel zur Eisenbahn!" lächelte er „Klettern Sie nur hinein." UnD in diesem leeren Frachtwagen studierten wir Karten und Fahrpläne. Hundertundfünfzig Meilen weit waren wir gefahren in Der "Nacht. Dann legten wir uns zum Schlafen hin, uns mit Den Röcken zudeckend, denn fo war es wärmer ... Ein Geschüttel und Gerüttel weckte mich auf, und als ich aufstehen wollte, wurde ich gegen die Wand geschleudert. Der Zug war in Bewegung. Ein Carneqie - Lehrstuhl an der Berliner Hochschule für Politik. Der Professor Der Geschichte an Der Colum- biauniDerfität in Reuyork. James T. Shotwell, der zum ersten Inhaber des auf Beschluß De« Vorstandes Der Carnegie-Stiftung an Der deutschen Hochschule für Politik in Berlin neuerrichteten Lehrstuhls bestimmt wurde, ist in Berlin eingetroffen. Shotwell wird zunächst einige Spezialvorlesungen halten und am l.März zum Eintritt des neuen Lehrauftrages eine öffentliche Festvorlefung in Der Hochschule für Politik halten seliger ,CieDcrtafelei" fern, indem Werke mit stark sentimentalem Einschlag, die Den männlichen Mesen und seiner Würde nicht entsprechen, gepflegt werden. Um so angenehmer wird man immer beim Bauerschen Gesangverein von Der sorgfältigen Auswahl berührt sein. Den Höhepunkt des Konzertes bildete unzweifelhaft H e g a r « Chorballade »Totenvolk". Mit feinen Männerchören hat sich Hegar einen Ehrenplatz in Der Deutschen Männerchorliteratur gesichert, indem er die Klangwelt der Männerstimmen vor würdige Ausgaben gestellt hat. Daß er mit seiner fast ans Realistische grenzenden Ausdrucksweife an das musikalische Können Der Chöre schwierige Anforderungen gestellt hat. hat zum großen Teil daran mitgetoirft. daß sich das musikalische Riveau der Chöre bedeutend gehoben hat. Wie der konzertgebende Verein das Werk durchführte, das kann man in dem gegebenen Rahmen als vollendet bezeichnen. Die klanglichen Höhepunkte wirkten packend und durchschlagend. Die deklamatorischen Gegensätze wurden plastisch gestaltet. Robert Schumanns Kanon »Die Rose stand im Tau" erwies, daß Der Chor auch lyrischen Eingebungen zu folgen imstande ist Heber Den Aart abgetönten einzelnen Wiederholungen lag ein feiner romantischer Hauch. Ebenso zeigte der Chor mit Beethovens .Vesper" ein gedämpftes. verklingendes Piano, besonders fielen die Tenöre mit ihrer weichen Tongabe auf. Der letzte Chor .Vaterland" von Wohlgemuth gab besonders Gelegenheit, prächtigen festlichen Glanz in der Stimmgabe zu entfalten. Fein abgetönt wurde Mendelsohns »Wie selig sind die Toten" mit feiner Crescendoentwicklung unD seiner klaren Thematik. Ein Tell des Programms war dem Volksliede gewidmet. Da ergab sich in der Behandlung der einzelnen Strophen eine feinsinnige Durcharbeitung Besonders »Don Den zwei Hafen" (2L von Otheg raven» wurde in feinem Humor trefflich erschlossen. Daß gerade die Volks- lieder in dieser Darbietung zu Zugaben heraus- forberten, bedarf wohl kaum Der Erwähnung. Zwischen Den einzelnen Gesängen zeigten 2Uit ® r a e f (Violine, und Karl Roller (Klavier) ihr Können. Mit Beethovens A-Stur- Sonate hatten sich beide eine hohe Ausgabe gestellt. die sie recht erfolgreich Durchführten. Weit mehr erschlossen sich aber beide in Den folgenden Stücken. In Der Arie aus Regers ^-Moll- Suite. op. 103 a, entfaltete Fräulein Graes vollen sonoren Klang in Der Kantilene. Das Menuett aus der gleichen Suite mußte wiederholt werden. Daß von der Geigerin für später noch recht Tüch- ttges zu erwarten ist. davon zeugte Dvoraks »Allegro appassionalo" mit feinem inneren Drängen. Dafür sprach auch Die letzte Zugabe Durch Die reinen Doppelgriffe und Das saubere Flageolettspiel. Karl Roller war ein Begleiter mit geschicktem Anpassungsvermögen und Sinn für klangliche Untermalungen. Da die Konzerte des Bauerschen Gesangvereins manche zu thren Hörem zählen, Die andere Konzerte nicht ständig besuchen, fo entsprach es seinen musikalischen Zielen, Daß er den ersten Tell des Programms zu einer Gedächtnisfeier für Die lOOjäßrige Wiederkehr des Todestages Beethovens ausgestaltet hatte. Dem Jubllar des Vereins möge noch eine lange erfolgreiche Tätigkeit In voller Schaffenskraft beschielen sein, -in- Jur Darmstädter Intendantensrage. In einer in Darmstadt abgehaltenen Versammlung des gesamten Theaterpersonals wurde einstimmig eine Entschließung gefaßt, in der dem zurückgetretenen ®eneralinienbanten Ernst Le - g a l das volle Vertrauen ausgesprochen wurde. Es sollen Schritte unternommen werden, um Legal zum Bleiben zu bewege n. Eine Abordnung sott bei den zuständigen Instanzen in diesem Sinne vorstellig ©erben. Uraufführung in Mainz. WSN. Mainz, II. Febr. Die dreiaktige Mär- chenoper „Das schlaue Füchslein" des Ie- nufa-Komponiften Leo Äanacek ging gestern im Mainzer Stadttheater zum ersten Male in Deutfch- lanb über die Bretter. Dem vorn Komponisten nach einer tschechischen Novelle selbstoersaßten Textbuch liegt eine phantastische Tierfabel zugrunde, deren weniger dramatisch straffe, als lyrisch idyllisch versponnene Handlung der Musik reiche Gelegenheit zur Entfaltung blühender Klangkolorite und roman- tilchen Stimmungszaubers bietet. Zu stärkerer Bühnenwirkung fehlt es dem Libretto an szenischen Höhepunkten und dramatischer Schlagkraft. Die von Generalmusikdirektor Paul Breisach auss sorg, sältigste vorbereitete und mit überlegener Sicherheit geleitete Aufführung trug bem Werk einen freund- lüften Achtungserfolg ein. Frankfurter Theater. Wir sind mitten in der Faschingszeit, und das Publikum will sich nicht nur auf den zahlreichen Maskenbällen amüsieren, sondern auch im Theater. -Der Fußballkönig", Schwank in Drei Akten von Max Reimann und Otto Schwartz, dessen Aufführung am Samstag im Ur5n Theater stieg, gibt zum Lachen reichlich Anlaß. Die Firma Reimann und Schwartz wählt mit Vorliebe aktuelle Themen, die die Mitwelt beschäftigen. Wan es 1925 Der Rundfunk, fö ist es Diesmal der Sport. Die Handlung besteht aus einer recht geschickt und humorvoll geschriebenen Verwechslungsgeschichtc mit wilder Ellersucht. wirksamer Situationskomik und vor allem ausgezeichneten Aktschlüssen; nach jedem Akt raste Das Publikum und wollte fein Opfer haben, welches in Gestalt von Otto Schwartz. Der anwesenden einen Halste von Schwartz und Reimann erschien Der Schwank begibt sich folgendermaßen Carl August Tiedemann. Rudelsabrikant. hat eine fesche Frau und eine 18jährige Tochter außerdem einen Prokuristen. Der im Rebenberuf Fuftballkönig ist. Besagter junget Mann liebt die Toaster, besagter Rudelfabrikant glaubt. Die Liebe gilt seiner, von ihm vernachlässigten Gattin, und wird zwei Akte lang zum Othello. Am Schluß Verlobung. Aufklärung und Fußballsieg. Die Aufführung, Regie Heinrich Fuchs, war so luhig. wie es der Schwank verlangt. Mittelpunkt: Alois Großmann als eingebildeter Kranker unb eifersüchtiger RuDellabrikarN. neben ihm voll erschütternder Komik Georg Lengbach als Grundstückmaller Löwenstein. Die übrigen Ann') Hannwald, Sude Englisch. Paul O elfer s usw. waren mit Leib und Seele bei Der Sache das Publikum auch, so Daß das Re. c Theater und Der Autor mit diesem Abend zufrieden fein konnten. L. W. Aus der Welt des Films. Den Hur Gießener Lichtspielhaus Die OKonumcniafität dieses Werler, feine amerikanischen Ausmaße werden am besten durch ein paar Zahlen erläutert: es wirkten mit: 150 000 Men'chen, zwei Drittel von ihnen allein beim Wagenrcnnen in Antiochia, das schon un. Urbild des Films, dem berühmten 'S Oman von Lewis dBa L ia c c , in leuchtenden Farben auS.- führlich geschildert wird. Die Herstellung kostete 4 Millionen Dollar. 4 Kilometer mifot der ser» tige Streifen. Aus 22000 Kilo Mcssmg und Eisenblech wurden cOOO Vömerrüstungsn gehänv- mert. 100 Kriegsschiffe fchlugen die .oeeschlacht. 12 Wagenlenker, 48 Pferde: ein neuer Traber- rekord über eine Drittä englische Meile. 3T-': Sekunden Dem (Sanken, von Liblo mit einer rr- staunlichen Grohzügigksit und Energie inszeniert, liegt ein glücklicher Gedanke zugrunde. Die filmung des sehr umküuglich-en Vo>rnrns stelll zugleich eine Vereinfachung, Verdeutlichung-Und Konzentration des großen, tveltgeschichllichen Stosses dar. Die großen Linien der Zusammenhänge bleiben gewahrt oder werden doch angsdeulet. und der Phantasie des Ro».nanlekers kommen Bilder von außerordentlicher Lebendigkeit und Welträmnigkeft zu Hilfe, Szenen von eindringlicher Schönheit und vielfach verblüffender Wirl- lichkeitsnähc. Unb wenn der Film die Zuschauer wieder zu Lesern macht, von der flimmernden Leinwand zum Buch führt, oder zucück^ührt, dann hat er caisgezeichnet getoirü. «Dies gilt für jeden historischen Film, müßte zu seinen schönsten Ausgaben zahlen). Die Handlung ist belannt, oder folTie be» toimt sein: jedenfalls ist eö nutzt möglich, und ist hier auch nicht der Vaum, darauf einzugehen. Von Lew's Wallace kann nicht gesprochen werben; von der Handlung des Films nur ein paar Worte. Anfang und Ende der Ehristusgeschichte geben öen zeitlichen Vahmeii, in dem das ahcntcucr- liche Leben des Juda Den Hur sich vollzieht' der Stern von Bethlehem und die Kreuze von * Golgatha sind die symbolistze^ Wegzeichen fein*-3 Daseins und deuten zugleich auf die innere Entwicklung tm Vornan. der die Anfänge des Christentums, Öen Anbruch einer neuen Zeit zu schildern unternimmt. Man sieht Jerusalem, die hochgedaute 3labt; den Einzug der rönrischen Legionen, die Ge- saugennahme Den Hurs. bei eines Anschlags auf das Leben des Piviarators Gratus fälschlich beschuldigt wird. Man erlebt den furchtbaren Leidensweg des Gesungenen durch die Wüste, feine erste Begegnung mit dem Zimmermanns- sohn, das dumpfe Elend der Galeerens^avm: die erbitterte Wucht eines klassischen Flottenkampfes. Hur rettet den Admiral, der ihn. als Sohn und Erben annimmt Sn die Heimat zurückaekehrl, trifft der Erbe auf seinen alten Feind, den ■Römer Messala. der ihn auf die Galeere brachte und seine Mutter und Schwester in den Kerker. Sn jenem berühmten Wagenrennen in Antiochia erringt Suda Den Hur den Sieg and nimmt Rache an Messala. Er gewinnt die Draut. findet Mutter und Schwester wieder, die die Hand des Erlösers von furchtbarer Krankheit heilt.. . Dies sind nur Umrisse. Entschiedene Höhepunkte bedeuten die Seeschlacht unö das Wag^nrennen. die technische Meisterwerke sind und uom Regisseur, wie alle Massenszenen, ooffenbet bewältigt wurden. Die schwachen Stellen des Films begründen sich im Hmeinspielen der Heilandsgeschichte in die Yand Jung; cs ist zuzugeben, daß die Regie in den ersten • Märtyrer der Liebe. Roman von I. Scknetder-Förstl. (Nachdruck verboten.) Es fehlte an allen Ecken und Enden! Nirgends reichte es; nicht hinten und nicht vorne! Es war cm Kreuz und sein Herrgott dran, der mühte sonst Rat' Friedrich, der alle Diener des Baron Merten, seufzte ein paarmal hörbar auf. Tief! Aus innerstem Herzen! Wenn das die (9iiäbifle noch mit anieben müßte! Gottlob, daß sie so tief unten lag! Auch das Sterben hatte bin und wieder sein Gutes, man wichte nicht, was man allein artsfam! Kein roter Heller im ganzen 5)aus. Gestern nicht, heute nicht, und morgen noch viel weniger. Die Kühe im Guts hof standen auf b(antem Boden, die Streu, mit weither man ein ganzes Regiment Dragoner hätte ztidecken tonnen, mar schon verkauft, ehe sie noch von den Bäumen fiel. Die Bäume gehörten ohnedies sann und sonders den: Hüttenlvniq auf Regen bach, man l)utte weiter nichts davon, als dos bißchen Schatten im Sommer und den Jjaufeii Laub im Herbst, ilßenig genug! Die Pferde! Wer das noch Pferde nannte, alte Klepper, Schindmähren, wäre kein Jammer, wenn sie krepierten! Aber man brauchte sie. Die Milch war jeden Tag in die Stad: zu bringen. Dafür bekam man Geld. Jawohl! Aber das war nicht einmal jo viel, tnn dem Hünenkimm diesem Nenkell, den Fing zu bezahlen. Friedrich nahm einige noch vorhandene Tafel lütbcr aiw dem Schrank und hielt sie gegen das Licht. Der Tausend! Jedes seine Flicke! Richt eins, das noch ganz war. Da konnte man wieder maiiöv ricrcn, wie mnn's am besten zu liegen brachte, daß man die Stellen, in welche die Daroncsse die Fleck gesetzt hatte, nicht allzusehr {ah. Die Baronesse, die batte doch wenigstens ihren Doktor. Dieser Dottor !Hfeit beim Kuß sei, wenn sie eine blonde Perücke trägt. Wenn sie aber in ihrem natürlichen dunklen Haar spielt, dann sind die Küsse sehr Vie! feuriger und leidenschaftlicher Sie hat bereits von allen hervor- ragenben Liebhabern der amerikanischen Filmkunst den Lohn der Liebe auf Dic schwellenden Lippen empfangen, aber wlbst so stürmische Herzensbrecher, wie Dämon Vavarro und Lew Cody. verwandelten sich vor ihrer blonden Perücke in schüchterne Anbeter Don großer Wichtigkeit ift bei den Zilmlüsfen - so betraten uns die beteiligten Damen ob der Held im Privatleben verheiratet ist oder nicht. ^Verheiratete Männer sind im Film zurückhaltende Küsser". erklärt Paulina Starke. ,Sie legen nicht Herz und Seele in den Kuß. Der Sunggeselle tarni sich frei seinen Gefühlen hingeben, wenn der Hchepunkt der Kußszene herannaht; der Ehemann dagegen hat irgendwie dcps dunkle Gefühl, daß er seiner Frau untreu wird, wenn er die Hel- Jesus! Die studierten Leute waren alle über einen Leisten geschlagen. Die kochten die Milch ab, ließen den Rahm überlaufen und aßen das Magere. '21 her es war doch gut, daß die Baronesse ihren Doktor hatte. Wenn sie dem seine Frau war, branchte sie wenigstens nicht über jeden Pfennig das Kreuz zu machen und konnte sich mittags und abends satt essen, ohne bei Metzger und Backer schuldig zu bleiben. Bor der Ausfahrt ratterte ein Kraftwagen. „Siehst du wohl, so gehl'»! Man soll den Teufel nicht an die Wand malen'" Friedrich schlüpfte eckig in feine Bedientenjvppe und haftete die Treppe hinab. Ein Mann von tadellosem Wuchs, blau dis Äugen, blond das Haar, das scharfgeschnittene Gesicht tici- gebräunt und bartlos, kam ihm von unten entgegen. „Tag, Friedrich! — Kann ich meine Braut für ein paar Minuten sprechen? — Ja?" „Jawohl, Herr Doktor, die Baronesse ist hinten im Gemüsegarten, ich werde . Und rurg war er! Friedrich sah ihn, kopfschüttelnd nach. Hatte der wieder einmal Eile! Als ob die ganze Welt auf Stecknadeln säße und jeden Moment in die Höhe spränge. Wenn er nur diesen ^reulick)cn Hieb im Gesicht nicht gehabt batik' Per Baronesse gefiel er jcheinbuk. Was gefällt einem Mädchen nicht an einem Manne, wenn es ihn liebt? — Und wenn es ihn nicht liebt, dann kann er ein Erzengel fein, sie sieht dach einen Teufel in ihm. Ja, ja die Wei her! In diesem ’ßUntt waren sie alle gleich. Reichtnann durchschritt unterdes den Park und Log rasch nach einer Dichtung ein. in welcher der Gemüsegarten angelegt war. Von dort klang eben eine weiche Mädchenstinune herüber, „eo, nun geh. Hanna' — Du sollst nicht so schwer tragen! Ich will c;. nicht! Nimm das »toch ans dem Korb! - Ich bringe es bann nach." Eine mütterlich besorgte Stimme gab Antwort: , Laß das den Friedrich iiunbcn, kleine Liese, du könntest dir weh tun!" Retchmanns Stirne legte sich in schwere Falten. „Lotterwirtschaft das!" «Da rackerte sich nun das arme Mädel halb zu Tod, für nichts und wieder nichts, und dieser Ludrian von einem Battr fand ci ranz in Dränung so. Er antrf das Geld auf di- . — —U. A. . WW4W>-lU.-Kt«.OK. «u dirr zu lerdensttza-ftlich küßt ..Keine txbau- spielerin," so gesteht Fräulein Starke weiter, „ift ganz unbeteiligt, nxmr sie küßt. Mag auch ter Kuß ein Stück imseres Tagewerks ' fein, so ist er doch e-wav anderes, al- wenn man nach seinem Frühstück läutet ober sich eine Zigarette ansteckt Sch verachte jeden Sterblichen, der den Kuß zu einer mechanischen Tätigkeit herab würdigt." Die Mehrzahl der Ftknfchaafpielertnnen hält den „Äufr mit dem Herzen' für den wirkungsvollsten. Aber Claire Windsor, die sich bereits durch viele Meter Zelluloid durchgeküstt bat. erklärt: „Ein Filmkuh bedeutet mir nichts Sch glaube, wenn ich eine Liebesfzene mit einem zu spielen hätte. Den ich gründlich halse fo könnte ich ihn doch mit all der Gfttt fnfter. die meine Volle erfordert." Es gibt ntm unzähligeVüancen des Kusses, für die beim amerikanischen Film eine besondere Klassifizierung besteht. Der Kvtz beglückter Liebe am Schluß des Films wenn sie sich endlich gesunden haben, ist ein Kinderspiel gegen den „unerwünschten Kuß" der geraubt wird, ober gegen den ..gestohlenen Kuß" den sich die Heldin widerstrebend gefallen läßt. Dei solchen Aufgaben kann sich der Schauspieler al» „geborener Käfter' zeigen, und deshalb werden solche Szenen auch hauptsächlich bei Prüfungen von Filmschanfpielern verwend t Wunderwerkzeuye. Von Dr. Erich ® u 11 i n D. Vor Dem Wunder mitten unter uns. in Der dichtesten Wirtlichkeit verblassen die Jenseits- wunder. Dies Snuetfie der Wirklichkeit ist noch gar nicht reait gelebt. Neue unendliche Horizonte sichtet diese moderne Vomcmtik. Eine solche Stätte in der Wirklichkeit unb Wunder eins geworden find: das Mebizivftch^Kinematogra- phische Hntoerjiiätdiirititu t. Eine Stätte strengster Wiftciifchastlichlert und geduldigster Forscher- arberi. Wir betreten den Raum, in dem chirurgische Cccralionen gefilmt werden. Die Schwierigkeit besteht hier Darin, Die Hauptbedingung eines solchen Vaumcs aufrecht zn erhalten, strenge Asepsis, bis auf das kleinste Bakterien- stäubchen. Aus einen Schalterknips senkt sich der Aufnahmeappnrat in Form eines Tubus surrend von der Decke herab. Sein kugelförmiges Ende mit der Linse wendet sich gehorsam, wie der Filmoperateur wünscht. Ein langes, seitliches Epiegelrohr ermöglicht ständig zu beobachten, was im Gesichtsfeld vorgeht unb ob das chirurgische Operationsfeld korrekt eingestellt bleibt. Alle diese Teile können sterilisiert werden, und selbst die Schalter werden mit sterilisierten Hütchen bedeckt. Die mächtigen Lichtquellen stehen vorsichtigerweise außerhalb des Raumes und senden ihre Lichtgarben durch Fenster auf drehbare Spiegel, die den Operationstisch beleuchten. Hier werden Ausnahmen gemacht, die vor allem der Belehrung dienen. Jeder Studierende weih, wie schwer es ist, gründliche Eindrücke zu gewinnen, wenn die Aerzte, über das Operationsfeld gebeugt. Den Blick verdecken. 2(ber Der Tubus, mit seinem Film äuge, drängt sich leicht überall durch, besonders von oben her. Die Tätigkeit berühmter Chirurgen verfällt so nicht der Vergessenheit. Wie würden wir staunen, wenn wir das lebhafte Tun vergangener Zeiten unmittelbar lchanen könnten! Wir 'chen, wie sich die Messer bis an Gehirn und Herz vor- wagen. Wir sehen Die Behandlung von Kno- chenbrüchcn, Krebsoperationen. Vasenplastik, Augen- unb Zahnvperationen den Weg des !■ —III IM M I II Will IW 1 >11.1 II—Hl I t—WITITMTIT^HTJ Straße, unb bie Tochter konnte sehen, wie sie roieber eines hereinbrächte. „Elisabeth'" Das junge Mäbchen hob iiberrascht den Kopf von bem Beet, en wel i i eben Unkraut jätend kniete. „Georg!" Weinen, Lack-cn, Liebe, ichrantenlose Hingabe lag alles in bem Ton, in welchem ber Name gerufen war. Sie sprang auf unb hüpfte leichtfüßig auf den Kiesweg. Schmal unb schlunl wie ein Reh, große braune Augen in beni feinen Gesichtchen, das von ber Sonne zart gerötet war. Unter dem breitran- biflen Hui quoll eine Fülle bunileu Haares. Dic Faßen auf Reichmanns Stirne waren ver- fchwunbsn. 2llle. — Er schloß sie in die Arme unb küßte sie leibenschafllich. „Wenn bu meine Frau bist, wirst Du parieren müssen, bas Mächte ich bir schon im vornherein gefügt haben. Hier stundenlang in ber oonne knien unb Gras zu jäten, ift keine Arbeit für dich. Ich hatte bir hoch verboten, es -,u tun." Seine Hände legten sich um ihren Leib. .Unb das Mieder so eng'. Du wirst es weiter knöpfen, Elisabeth!" Sie hatte ihr Gesicht gegen seine Brust gedrückt, er wußte nicht, ob sie überhaupt hörte, was er sprach. Die Falten auf feiner Stirne erneuten sich. „Wenn ich etwas verbiete, habe ich auch meinen Grund dafür und roüni'd)e, baß bu es respektierst", sagte er gereizt. Sie zuckte zttsannnen. „Wer sollte es benn sonst tun, wenn nicht ich '" sprach sie, ohne ihn anzusehen. Er seufzte auf, nahm ihr ben Strohhut ab unb strich über ihr flimmcmbcc Haar. Weich wie Selbe fühlte es sich an, unb bas Gesichtchen glühte wie Feuer. „Ich habe mit bir zu fpredjen, Kinb! Haft bu Zelt für mich, ober geht bas hier vor ?" Mit einem ironischen Blick Deutete er nach ben Beeten. Sic fühlte seine Gereiztheit. „Gewiß," sagte sie hastig, „habe ich Zeit! Immer, Georg' Wollen wir ins Haus? Ober nackt bem Park' — Vater kommt erst gegen Abenb." Er zog ihren Arm burd) den seinen unb gmß mit ihr noch einer Bank, bie winbtzeschützt lag. Sie schien ihm erhitzt zu sein, unb er hatte Sorge, sie mochte sich oertuhseu. Sie empianb seine Besorgnis um JB,G—i'./r»aeKweacrL'XA.aMMineai;e'eeMxn Aternstromes und die Tätigkeit des (Murre Helfers Em anderer Aaurn Dient Tierversuchen oder Versuchen an der menschlichen Leiche, also Dei Herstellung anatomischer Präparate ober gewisier Operationen zu Lehrzweckcn Ein besonderer Daum mit kostbaren Mikroskopen ist der Mikre Kinematographie gewidmet Die Filmkameras werden auch hier auf Schienen über die Mi krvskope gefahrcr! Die winzig seinen Vorgäng.- der Heilung, der Zellteilung das fcltfamc Gc scheh'en in den ..Kapillaren", in diesen unsäglich feinen Haarröhren, Die überall in der Lebe Welt eine bedeuteyde Rolle spielen wird nie. belauscht. Auch eine Einrichtung für Tricksißne zu Lehrzwecken ist vorhanden. Der größte Ramu ermöglicht, Betten mit den Pattcnlcn aufzustel- len und die Tuben mit den Fsimkaftetten Dar oben herüberzufahren. So ist man in Der Lage Vervenkrankheiten epileptische Anfälle festz.chc: ten und dann in Ruhe zp studieren, wie er während des Ablaufs einer Krise kaum mrgli ■ ist Sn diesem langen Saal werden auch Geh versuche von Kranken gemacht, die an aderte Bewegung»- t>t)er Vervenstörunaen^etLLn Wäh rend der Kranke die Möglichkeit hat, auszu- fchreiten. fährt die Kamera auf Schienen ncbci ihm her. Auf der andern Seite begfeitet ihi ein schwarzer Sanrtfdjirm. von Dem sich bei Körper dar abhebt. Aus diese Weife war et möglich, durch aufmerksames Studium der Fiftnc Diagnosen zu stellen. Die fönst unmöglich gc- wefen wären. Die diagnostische Verwendung des Films — eine große neue Aussicht. Drei Ziele verfolgt das Snftitut: Lehrfilme Ausbildung einer neuen Technik der wisien schaftlichen LNnematographie: Forschung. Der Forschung dienen auch zwei wahrhafte Wunder Werkzeuge: dir Zeitlupe unb ihr Gegenstück ber Zeitraffer. Mele glauben, biefc Instrumente dienen spaßhaften Zwecken. Sie find aber fr gewaltige Hilfsmittel tote unsere Fernrohre unk Vkikrvsiope. Unter Auge nicht nur, sondern auch unsere geistige Auftlähmefähigkeit ist arg beschränkt. So tote in den Tiefen des Baum er die Ster neu toe [ten unb die winzigsten Welter sich verbergen» so schlummern unerkannte Welten auch in dem Geftige Der Zeit. Das gewöhn liche Kino läßt etwa ein Meter Filmband in etwa 21/» Sekunden an uns Dorübcrgletfcn. Sttov. 16 Aufnahmen in einer Sekunde sind das Vor malmah. Durch eine sinnvolle ilebertragung läßi die Zeitlupe ben Streifen rasen. Em hohci fingenber Ton verrät bas stürmische Tempo. Setz, machen totr in einer Sekunbe etwa 240 Qhi* nahmen. Die schnellsten Vorgänge toeriten Dura bies gewaltige Zeitmikrvskop so Derlanyfan: daß wir ihnen ihr Geheimnis entreißen lonnci- bas sich in ber Schnelligkeit leicht verstecke konnte. Denn wir können bies Band ja naä Belieben in langsamem Tempo beschauen Vorgänge, bie langsam laufen, wie Wach sen unb Vergehen, Heilung von Geweben. t>v thologische Veränberungen, können wir nicht wahrnehmen, weil wir ja kein Vermögen Habei die seinen Tcränbcnmgen zu bemerken otei gar jede Phase in ber Erinnerung festzuhalten Der Zeitraffer macht nun automatisch, in immei gleichen Snlernallen. von Minuten ober gai Stunden, seine Ausnahme. 3n dieser so zusam- niengepreßten Zeit übersehen wir Vorgänge von Tagen, ja Monaten, fast in einem Blick Mau vermutet, daß alle lebenbigen Vorgänge von verborgenen Vhythmen burchwaltet finb. die uns nun sichtbar gemacht werden können. ihre Gesundheit hin und wieder als Tyrannei. Aber sie war ihr auch ein Beweis (einer Liebe, unb darum trug sie alles — seine Mahnung wie feinen Tadel — ohne Widerrede. Ach, sie hatte nichts Kost bareres ab feine Liebe. Und wenn |ie hin und wie der glaubte. Das Leben, (o wie es war, nicht mehr ertragen zu tönen, sobald seine Arme sich um sic |drangen, ward alles licht und hell. Er Drückte ihren Kopf gegen seine Schulter und nahm ihre Hände in di« (einen. „Ich habe dir etwas zu sagen, Elijabech!" Fmgend sah sie zu ihm auf. „Ja, Liebster!" „Ich bin eingelaöen worden, an einer wissenschaftlichen Expedition teilzunehmen — Schlafkrank- heit betreffend — und habe angenommen!" Er sprach ruhig, bestimmt. „Ich habe das so g« macht und du haft dich zu fügen." „Und ich'?" Ihre Hande waren plötzllch gaitz kalt, und dre Farbe auf ihren Wangen verblaßte. Doktor Reich mann sah auf ihren gesenkten Kops. Seine Stirn« war faltenlos und seine Augen blickten har und zwingend. , „In vierzehn Tagen wollen wir Hochzeft machen! In vier Wod>cn reift ich! Vierzehn Tage dürfen wir uns also gehören, bis ich wieder zurückkomme! Ich will did) als meine Frau zurücklasicn, nicht als Braut, dann ist das Warten nicht so schwer!" Das Klare, Ruhige wich aus seinen Augen und wich einem Glitzern und Flimmern. Elisabeths Gc ficht lag von seinen Händen zurückgepreht dicht an seiner Brust zu ihm aufgehoben. Ihre Lippen brannten von den seinen, ihr Körper schmerzte, so preßte er sie an sich. „Bitte!" stammelte sie leise. „Richt so — bitte!" „Fürchtest du mich'' — Fürchtest du mich, wenn ich so bin/" „Ja!" hauchte sie. Er lachte. Kraft- unb siegesbewußt hob er sie auf den Schoß. So zerbrechlich' Ein Hauch nur! Und er, der Riese! — Und sie sein Weib in vierzehn Tagen. „Du sollst mich nicht fürchten, Elisabech", schmei chelke er. „Rur lieben! Hörst du wohl? Nur lieben' Zeig mir’s doch. Du sollst mir's zeigen, roie du mich liebst!" Sie hob seine Hönde gegen ihre Brust unb küßte sie beibe. (Fortsetzung folgti ■^e Ttefdse Abwechslungin der täglichen Suppe bieten MAGGFSuppeR-Wurfel Viele Sorten, z.8. Eier-Nudeln. Reis. Blumenkohl .Ochsenschwanz.. Erbs. Gründern. Tomaten, Reis mit Tomaten usw Oderhessen. ISuiDIrciö Wicöei:. 00 Klein.Linden. 14. Febr. Die Um« aehungsbahn. di? unser Dorf mitten durch» schneidet und eine direkte Verbindung der Main Weserbahn mit der Linie Gießen—Köln darstellt, ist infolge ihres sehr hohen Dammes ein Sorgen« 7ind der ReichsbahngeseUschaft. Diese Bahnlinie, die einen riesigen Güterverkehr ,}u bewältigen Hal. dient in erster Linie dazu, den Verkehr aus Westfalen nach Süddeutschkond zu oernnueln. ohne dabei den Gießener Bahnhof zu belasten. Große Teile des hohen Dammes sind im Laufe der letzten Jahre infolge Senkungen mit festem Mauerwerk fundiert werden, aber noch immer nicht besitzt der Damm an aUee Teilen die genügende Festigkeit. Gegenwärtig werden wieder große Arbeiten vorgenommen, um schwache Teile des Dammes genügend zu be- feftiatn. viel« Hände sind tätig, um die notwendigen Verstärkungen oorzunehmen. damit ein Zusammen rutschen des Dammes verhindert wird — o — Grohen-Ltnden. 14. Feste. Der Gesangverein ..Germania" (gegr. 1879) hidt am SamStag abend in der Turnhalle fein «uch von auswärtigen Sangesbrüdern gutbeluch« teS Winterfest ab. Der Vorsitzende hanfic in einer Ansprache für die freudige und wirksame Llnterstützung der Dereinsarbeit, und fand begeisterte Wort? für die weiter? Pflege deS deutschen Liedes. Unter der bewährten Leitung ihres langjährigen EhormeisterS Georg Harnisch (‘25anenborn-eicinbfrg> erntete die Eän- gerschar reichen, wohlverdienten Beifall. Der zweite Teil der Dortragsfolge brachte zwei heiter» Bühnenstücke, bei denen sich die Zuschauer auch der trefflichen Darstellungskunst ihrer heimischen Spielkräfte erfreuen konnten. Zu E h r e n- ml tgliedern nach 30jähriger Mitgliedschaft wurden ernannt: Wilhelm Keßler II., Philipp Luh X. Philipp MengeS X.. Ludwig Schäfer II., Philipp Schüttler V. Philipp Schup p und Wilhelm Stoll. d Heuchelheim, 14. Febr Der Gesangverein .Teutonia" hielt am Sarns- tagabenb in der Turnhalle fein Winterfest (Sine flotte Operettenausführung, der ausgezeichnet» Dortrag einiger Ehöre unter der Leitung des Dirigenten Courts, Gießen, sowie Tanz bereiteten den Besuchern einige sehr genußreich« Stunden Wiefeck. 14. Febr. Der Oberlin- Film .Sprechende Hände" zeigte in unserer Kirche in zwei Borführungen der Schuljugend und den Erwachsenen in packenden Laufbildern, die in Rowawes an dmi Taubstumm- blinden geleistete Arbeit christlicher Liebe. Pfr. Sattler leitete mit einem Dorwort und Der- lesung paffender Bibelworte ein und dankte in einem Schlußwort. Die Goldene Hochzeit der Eheleute Karl Schäfer l. zeigte dem Jubelpaar die reiche Achtung und Wertschätzung in der Gemeinstr und über sie hinaus. Die religiöse Handlung vollzog sich in der Wohnung im engsten Familienkreis. 3m Anschluß an sie verlas der Orlsgeistliche das an den Jubilar als Kirchengemeindeverlreter von dctn L a n- deSki rchena mt gerichtete Glückwunschschreiben und übergab dessen Ehrengeschenk in Gestalt eineS Gesangbuches mit Widmung und eigen* bändigen Unterschrift deS Prälaten. Kirchen- vorstandunbKirchengemeindevertre- t un g überreichten durch ihren Vorsitzenden einen Wandfpruch Der ältere Diehvers iche- Tungtberein, der bereits zur Jahreswende dem langjährigen Präsidenten und 34jährigen Mitglied einen Sessel überreicht hatte, grüßte zum Ehrentag mit einer künstlerisch auSgeführten Ehrenurkunde im Rahmen. I Lollar. 14. Febr. Die Deutsche DolkSpo.rtei hielt hier am Sonntag abend ernt Versammlung afc. Geschäftsführer WeiS- Her-Gießen berichtete in längeren AuSfüh- rungee über die politische Lage. $ke einzelnen Phasen der auswärtigen Politik wurde- von dem Hebner scharf skizziert, auch die inner- politische Lage wurde auSgiebig erörtert, ins- bffonberc die letzte Regierungskrise im Reich und die Dechältmsse in Hessen. Der Vortrag sand beifällige Ausnahme. 3n der regen Aussprache wurde noch ein» Reihe von Fragen geklärt. AlSdann sprach Bros. D r. Ärau!» müller-G'.eßen über Kommunalpolitik. Seine Ausführungen beschäftigten sich mit wichtigen Fragen de» kommunalen Lebens Besonders eingehend besprach der Redner di« Finanz- und Steuerverhältnisse der Kommunen. Wie ein roter Faden zog sich durch leine Rede der Gedanke. daß der in eine kommunale Körperschaft gewählte Abgrordncte nicht dos Recht habe, die Interessen nur einer Standes- oder DerufS- gruppe zu vertreten, er fei für alle Gemeindeglieder gewählt und habe deshalb für das Wohl aller zu folgen Auch diese Ausführungen fanden reichen Beifall und lösten eine längere Aussprache aus. Auf Anregung des DersammlungS- leiters schritt man hierauf zur Gründung einer Ortsgruppe der Deutschen DolkSpartei. der fast alle Anwesenden beitraten. -- Daub ringen, 14. FSbr. Gestern abend hielt tm Saale von 3ohann Emil Schäfer Lehrer H e n ke l von hier einen sehr interessanten L i ch t- bilder Vortrag. Rach eingehenden Schilderungen eigner Erlebnisse gekgentlid) einer Reise über Bremen. Bremerbaven nach den Rord- seeinseln. bot er ein anschauliches Bild über Dau, Sicherheitseinrichtungen. Derproviamlerung usw. unserer modernen Hvchiee-Personcndampser. ganz besonder- der Hamburg Amerika-Paketsahrt-Ak- tien-Gesellsch^M und des Rorddeutschen Lloyd. AlSdann wurde ün Geiste eine Reise nach Australien. Rord- und Südamerika augareten. Die vor- trefllichen Schilderungen wurden durch prächtige Dildserien unterstützt. Der Vortrag fartb bei den zahlreichen Zuhörern großen Anflang. Der Gelderlös kommt der hiesigen Schute zugute. t TreiS a. d. Lda., 14. Febr. 3in Auftrage der Kreiswohlfahrtspflege sprach jn der hiesigen Fortbildungsschule Frl. L"e h n t von der Landesstelle gegen Alkohofmißbrauch über AI - kohol und Rauchen. Am Abend hielt sie vor den Eltern einen Lichtbildervortrag über das gleiche Thema. * Climbach, 14. Febr. Der hiesige Raiss- e i j e ii o e r e t n veranstaltete dieser Tage im Saale de: Gastwirts Römer einen wohlgelungenen Fcv milienabenb, den der Mamtergesangverein „Lieder- kranz" durch den Bortrog einiger Lieder bereicherte. Dereinsvorsteher Albert Haupt wies dabei auf den Zweck und die Ziele dieser Raiffeisen-Veranstaltungen hin. Nach der Aufführung eines Dolks- stückes und nach Erfrischungen an Kaffee und Kuchen sprach Geichästsführer Haack über Raiffeisens Arbeit und Zweck und Ziele des ländlichen ßenoffem schaitswesens, das zur Dor'gemeinschafl im Interesse der Volkswohlfahrt führen wolle. Der schön« Verlauf des Abends befriedigte allgemein und durfte der Raifleifensache neue Sympathien zugetragen haben. o. Ober-Bessingen, 14. Febr. Gestern wurde der so jäh au» dem Leben gerissene 19 Jahre ölte Otto Stein von der Horslenburg unter sehr großer Anteilnahme der ganzen Einwohnerschaft zur letzten Ruhe gebracht. Besonders tragisch ist. daß der Tag, an bem der junge Mensch tödlich im Steinbruch verunglückte, der Hochzeitstag der Eltern war. Der junge Mann hatte als Kaufmann gelernt, war aber zur Zeit stellenlos. Da er nicht untätig bleiben wollte, begann er am Dienstag mit der strben tm Sietnbruch, wo er am Donnerstag nachmittag auf die bereits berichtete Weiie tödlich oeninglüdie. Aus dem Tcauergcsalge sind die Drt: gruppen des Stahlhelm und des Lan^ugerdd' nkx- zu erwShncn, die ihren jäh dahingcra'tten stamc raben zur letzten Statte trugen. Für den Stahlhelm widmete Grafzu SolmsLaubach bem Verewigten einen Nachruf am Grobe. rt Rieder-Velfingen, 14. Fede Ein m vielen Gemeinden stets gern gesehener Gast. MisstonSprebiger Wfemer von der Herrr- burtr Brüdergemeinde in Reudietendor^. der schon feit einigen Jahrzehnten jedes Jahr Ober- Yessen bereist, hielr am Soirntag hier und m Lick» eint MisfionSpredigt, in der er das Wirken der Herrnhuter Missionare unter den CTenWbenfTtf’ern in Australien schildert.- Am Abend fand hier im Schulfaal ein Lichkbilder- oortrag statt, deflen erster Teil die denkwürdig« G«schichte der Brüdergemeinde vor hie Augen führte, während die davnrfloleenden Teile die Dflsflonsarbeit unter den Auslätziget. in Cübamerita und unter den Bewohnern des Hima laja zeigte Di. zahlreichen Zuhörer zeigten ihren Datck in einer MifficmSkoflekte die 28 TU. betrug. Streit Ariedberg Sf. Friedberg. 14. Febr Die 51 u g - wiffenfchaftliche ‘Bereinigung am hiesigen Polytechnikum, die fönst jeden Sonntag Segelflüge ausführt, veranstaltete gestern auf der Seewiese vor einer stattlichen Anzahl Zuschauer ein Vergleichsfliegen mit Ilug- zeugmodellen. die von den einzelnen Flugschülern angefertigt worden waren. Die Versuche zeigten ein befriedigendes Ergebnis. WSR. Bad-Rauhe im. 14. Febr. In der Rächt zum Samstag wurde in die Wirt- fchaf ts räume des Kurhauses ein Einbruch verübt und ans dem Büfett etwa 4 0 Flaschen Sekt gestohlen. Man vermutet, daß mehrere Personen bei dem Einbruch beteiligt sind. - KirchgönS, 14. Febr. Bei der im hiesigen Gemeindewald stattgehabten Bau- und Rutzholzversteigerung wurden für Stchenstammholz durchschnittlich 100 Mk. je Fstin. erzielt Für Kiefern- und Stche-nstammhofz wurden ebenfalls gute Preise bezahlt j Fauerbach bei Butzbach. 14. Febr. Arn Samstag konnte in seltener körperlicher und geistiger Frische der älteste Einwohner unseres Dorfes und auch der ilmgegenZ), Konrad Philipps IX seinen 90. Geburts - t a g feiern. Der Hochbetagte geht bis heute noch feiner täglichen leichten Hantierung nach und hat bis in dies hohe Alter feine geistige Regsamkeit bewahrt. 00 Niederflorstadt, 14. Februar. Am Samstagabend verbrannte das Zweisitzer- Personenauto des Dirigenten Heinr. Stein b red) er von Hanau auf der Straße von Nieder slorstadt nach Altenstadt. Steinbrecher, der den hic sigen Arbeitcrgesangoerein leitet, war auf dem Wege zur Singftnmbc. Der Wagen wurde bis auf die Elfen teile vernichtet. Ärcie Schotten. I~i Laubach. 14. Febr. Die hiesige Thea- tervereinigung bereitet die Ausführung des Lustspi^S .Pension Schöllt vor. Als Tag der Aufführung ist der 19. und 20. Februar in Aussicht genommen. - Die gegenwärtige Wittern n g ist dem Feld durchaus nicht günstig. Bei Tag taut da« Gelände auf, und während der Rächt fetzt scharfer Frost ein. Iedoch ist bis jetzt weniger hte Winterfrucht als der Klee geschädigt worden. Zum Glück darf man allem Aussehen nach baldigen Schnees all erwarten. Don Mäufesrah ist bis jetzt wenig beobachtet worden. Es scheint eine Seuche unter diesen Ragern auSgebrochen zu fein Slrcie Alsfeld. >* Alsfeld. 14. Febr. Das Gastspiel des Gießener Stadttheater» am Sams lagabend brachte unS eisen wohlgelungcne Ludwig-Thoma-Abend Gespielt wurde »Die Medaille" und .Lollchcns Geburtstag Gerade diese be.den Stücke bleien köstliche Proben deS echten, urwüchsigen Humors deS bekannten bayerischen Dichter- Die Darsteller wußten ihrer Aulgabe in allen Letten gerecht zu werden, das Publikum amüßerte sich und spendete reichlichen Beifall besonders nach dem sehr flott gefpiei ten .Lottd'enS Geburtstag", in welchem Herr Bold als UniversitätSprofeflor Giblin« «ne prächtige Leistung bot Der Besuch des Abende hatte etn besserer sein dürfen her Mangel mag wotzl daraus zurück zuführen sein, daß auch untere Stadt gegenwärtig eine ITebcrfftlle von gesell fchcittlichen Deranstaltungen und Unterhti! hingen, darunter auch mehrere Maskenbälle. au*;uweifen hat. DaS von der hiesigen StaknVerwaltung eingesührte System her WohkfahrtS- fcheinesürBettkerhat eine recht gute Wirkung ausgeübt Die Zahl der um Almofen nach- iuchenden Handwerksburschen ist ganz erheb lich zurückgegangen. Obcr-Obmen. 14. Febr Hier verstarb her Schmiedemeister Peter Maurer nach längerer, schwerer Krankheit. Er war viele Iahre Rechner her Kirchenkafst. besonders verdient machte er sich aber um die hiesige Ziegen zücht, die er im Laufe der letzten Iahrzehme hurd) feine vorbikdkiche Tätigkeit zu hoher Blute führte. Ruch im ©emeinberat leistete der Verewigte unserem Orte wertvolle Dienste z. Elbenrod, 14. Febr. Das Holzfällen in den hiesigen Waldungen hat sein Ende erreich: Zum Glück ist jetzt in dem Quarzit st einbr uch in der Dick eine Anzahl Arbeiter neu an genommen worden Der Beitted wurde bart seither nur notdiirstig wettergeführt. Im Interesse unserer zahlreichen Arbeitslosen wäre eine steigende Arbeitsrnögkichkeit zu wünschen, zumal an der von hier nach Eifa in Angriff genommenen 5frafr wegen Geldmangels seit etnfler Zeit alle» ruht Eine neue Bluttat in Frankfurt. WSR Franks urt a. M., 14. Febr. Heute morgen kurz nach 9 Uhr ereignete sich im Hose be« HaufeS Reuenhainerslr. 24 eine schwere Bluttat Die im Rebenhaufc (Qlr.26) wohnende Ehefrau Elise Liebler, die im fünfzigsten Lebensjahre steht, wurde hort von dem Weißbinder Albert S t e p ha n au« Vilbel, mit dem sie ein Llebesverhäl tniS unterhielt, erstochen. Vorher fcheinen beide eine heftige Auseinandersetzung gehabt zu haben. Die Frau flüchtete dabei auS ihrem Haufe in das Rebengebäude, wohin ihr her rabiate Liebhaber folgte und ihr einen schweren St'ch in die Brust bcl- brachte, an deren Folgen hie Frau bald ocr slarb. Einige Minuten vor ihrem Tode konnte sie noch den zur Hilfe herbeigeeilten Personen den Hamen de« TÄterS angeben. Stephan der verheiratet ist, konnte bereit« heute nachmittag in seiner Wohnung in Bilbel f e st genommen und dem Amtsgericht Bilbel zu- gesührt werden. Er hat die Tat bereit« eingeftanben. DS steht fest, baß Stephan schon feit drei Jahren mit der von ihrem Manne getrennt lebenden Frau em Liebesverhältnis unterhalten hat und daß auch Stsvhan« 5tau davon wußte. Stephan, der all gewalttätiger Mensch bekannt ist, soll übrigens schon früher einmal einen Ueberfall auf Die Frau verübt haben. Mund-Gymnastik Kräftigung des Zahnfleisches, Belebung des Gaumens und Straffung der Gesichtsmuskulatur sind natürliche Folgen des Kauens der P K. -Kau-Eonbons Stets reiner Mund und dauernd angenehm duftender Atem Der reiche Speichelfluss neun Kauen ist den Zähnen zuträglich und hilft der Verdauung G.H.2D Päckchen =» 4 Stock - <0 Pf. Ueb-rgfr lYL J KAU-BON £ NS | 1 VlllÄM-n oklerAtt =; »t« vrüdl'fcde Unioerlitäts vrvkkrr.i. 8. Lange. <ßietz.rchu- ganz bellet flkeebonin 'Bit L— mehr, Brobcväck- d>rn L 1 Pfd. netto Hit LbOfrf. aca Bor- einl. (Har Suriidir Ob tvkantr.ge und -doniavr i iand „®ci ber",^3erb nctci. Bh Isftiauu Kreis Schotten. Gott gebe auch I ob. 2 flvbr- gut erb, att fioRjert’b'föo berrli i e toiüüite» roeq. SterbfaU. zm verk V*ß*A. Wte er, Humboldt'tr. 92 a. Fr»klar; a. M. 1 JfA («eiucht eine Tchntzhiitte n 'KellDL t naef.' .-^4 Mtr meld o Berg Sta-'*«ab*ra b.OleMi Es liegt amTabak Darum arbeiten fiir uns im Orient beim Einkauf und der Bereitung Dnsnvr Tabake weit mehr Menfrhen als in unseren gesamten deuticken Betrieben. t^Zocccr die besonder, gute, daheit besondersiwistveirte __ Liga zum Schutze der deutschen Kultur. Am Mittwoch, dem 16. Februar 1927, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula der Universität Oeffentlicher Vortrag von Herrn vr. Karl Kindermann: ftum Tode verurteilt! Erlebnisse in russischen Kerkern 1925/26. Auslvracke' Numerierte Plätze Mk. 2.—, nidjtnumerierte Plätze Mk. l.-, Schülerkarten OTft. 0.50. Vorverkauf bei Thallier. Studentenkarten zu Mk. 0.50 " gegen Ausweis bei Herrn Sekretär Ritter. Mitglieder frei. 1320D Bekanntmachung. VüU- UNd 0,37 fm 1 fm 3,94 o Eichenbauholz, fm -- 14,07 20 fm 15,10 23 fm = 7,52 25 54 1 fm Fichtenderbstangen, Kiefernbauholz, fm 1,43 Kiefernbauholz, fm 2 Kiefernbauholz, fm 4 Kiefernbauholz, fm 2 7 18 fm fm fm fm 1. Kl. 1,74 fm 1516D Opper. Eichenbauholz, Eichenbauholz, Eichenbauholz, Eichenbauholz, 16 1 4. Kl. 6. „ 5. „ 5. Kl. 6. „ Stamm 2. Klaffe, Stämme 3. Klaffe, Stämme 4. Klaffe, Stämme 5. Klaffe, Stämme 5. Klaffe, Stämme Stamm 2. Klaffe, 4. KI. 5a „ 5b „ = 61,26 = 65/48 = 27,43 Stämme — 4,77 3. Klaffe, Stämme — 5,07 4. Klaffe, Stämme — 1,83 2,57 fm. 25 rm. 417 St. = 42,09 - 64,30 --- 56,32 24 St. 460 „ Reisslängen: 184 St. letztere 3 Klaffen Wagnerholz, 35 Stämme = 11,47 fm Fichtenbauholz, vormittags 9% Uhr am Eichwaldhäuschen. Ausgeboten werden: holzversteigerung aus den Waldungen der Freiherr« von Nordeck zur Rabenau, Forstort Eichwald 1, 2, 7, 12, 14, 23, 25, 27, 28, 29 und 30 Zeit und Ort der Versteigerung: Donnerstag, den 17. Februar 1927, Angebote find in Goldmark pro fm getrennt nach Sortiment und Klaffen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Freitag, den 18. Februar 1927, mittags 1 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen. Die Eröffnung findet zu vorerwähnter Zeit auf dem Rathaus statt. Man bittet, das Hylz vorher cinzusehen und wird von Herrn Förster Keil aus Verlangen vorgezeigt. Etwaige spätere Reklamationen werden nicht berücksichtigt. Bedingungen können bei unterzeichneter Stelle eingesehen werden. Ettingshausen, den 15. Februar 1927. Bürgermeisterei Ettingshausen: Bü(fiinye9ÄTvet9g- die 5-Pfund.Kiste Mk. 1.20 feinste englische Mbücklinge 5^%. -- 2,38 = 14,36 Eichenstämme 6. Kl. 11 St. — Eichcn-Nutzschctter 2. Kl. — Fichten-Dcrbstangen 1. u. 2. ÄL = 19,84 fm. Scheiter rm: Buche 140, Hainbuche 2, Eiche 31, Fichte 2. Kl. 5. Knüppel: Buche 156,Hainbuche 31, Birke 5, Eiche 224, Erle 20, Aspe 28, Kiefer 16, Nutzholzversteigerung Mittwoch, bett 16. Februar 1927, sollen aus dem Gemeindewald, Distrikt Mühlberg, Röthe, und Eisensteinrauch: 4. Klasse, Stämme = 12,17 fm Eichengrubenholz, 5. Klaffe, Stämme — 0,74 fm Weihmutskiefern, 5. Klaffe, Stück = 0,74 fm Weimuts - Derbstangen versteigert werden. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Straße VUlingen—Langd am Waldeingang. künftige Zahlungsbedingungen. Billingen, den 10. Februar 1927. Hess. Bürgermeisterei: Pauli. 1411D Fichte 20. Reisig: Buche 452, Hainbuche 96, Eiche265, Afpe 10. Knüppelreisig: Eiche 170, Aspe und Erle 20, Fichte 37. Stöcke: Buche 51, Eiche 31, Kiefer 7. Es wird gebeten, das Holz vorher zu besichtigen, da spätere Beanstandungen nicht angenommen werden. Die blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Nähere Auskunft erteilt das unterzeichnete Forstamt und Herr Forster Kämmerer in Londorf. Londorf, den 12. Februar 1927. Hessisches Forstamt Rabenau: Löb er. 1529V Holzsubmission. Tie Gememde Ettingshausen verkauft im Wege schriftlichen Angebots folgende Holzsortimente: Kiefernstämmc: Apfelsinen 'Ä iÄ; das Dtzd. 80 Pf., 1.20 u 1 80 Mk Valencia...*STra. WMlMwM Babnbosstr. 27 Fernipr. 1631 1536a grische Zische Mittwoch früh etntreffend: Pa. Schellfische %Sr Pfund 65 Pfg. Cabliau Ä im Ausschnitt Pfund 40 Pfg. Seelachs Poriions-Schellfische Pfund 35 Pfg., 3 Pfund 1 Mk. Mm Heringe Frische zischloteletts Pfund 35 Pfg. und 45 Pfg. 47 St. Bauholz 138 „ Grubenholz 159 „ Fichtenstämme: 54 St. 97 „ 91 „ Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: Am 4. Februar 1927 bei der Firma August Schneider in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 7. Februar 1927 die Firma Peter Jäger in Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Peter Jäger in Gießen. Der Peter Jäger Ehefrau, Karoline, geb. Bollmar, in Gießen ist Prokura erteilt. Am 8. Februar 1927 a) die Firma Wilhelm Rinn VIII., Heuchelheim. Inhaber ist der Kaufmann Wilhelm RinnV II I. in Heuchelheim. Dem Willi Rinn X. in Heuchelheim ist Prokura erteilt, b) Bei der Firma Hermann Sauer in Gießen: Die Firma ist erloschen, c) Bei der Firma Cloos & Damm m Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 9. Februar 1927 bei der Firma Fritz Rumpf in Gießen: Nachdem der seitherige Inhaber Fritz Rumpf verstorben ist, ist das Geschäft nebst Firma auf dessen Witwe Margarete, geb. Scheuer, in Gießen mit allen im Betriebe des Geschäfts seither begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten übergegangen, die es als alleinige Inhaberin unter der seitherigen Firma weiterführt. Die Prokura der Fritz Rumpf Ehefrau Margarete, geb. Scheuer, ist erloschen. 1511C Gießen, den 11. Februar 1927. Hessisches Amtsgericht. Mittwoch, den 16. Februar 1927, nachmittags von 3—4 llhr, findet in der Turn- Halle der Stadtmädchenschule, Schillerstraße 8, em öffentlicher Impftermin statt, in welchem alle in 1925 und früher gebotenen Kinder, für die bis jetzt der Nach- weis der erfolgreichen Schutzpockenimpfung noch nicht erbracht wurde, dem Jmpfarzt vorgestellt werden können. Tie Kinder sind sauber gewaschen und in reinlicher Kleidung zur Impfung zu bringen. Kinder aus Familien und Häusern mit ansteckenden Kranken dürfen nicht gebracht werden. - Die Jmpfnachfchau findet eine Woche später, am Mittwoch, dem 23. Februar 1927, nachmittags von 3—4 Uhr, statt. Gießen, den 3. Februar 1927. Der Oberbürgermeister: I. A.: Klingspor. 13838 Hainbuchcnstämmc: 3 St. = —,49 14 „ = 3,04 Fichten-Derbstange«: Bekanntmachung. Im Nachtrag zur Bekanntmachung vom 18. Juni 1925 ist zur Vornahme von Installationen an elektrischen Leitungen im Uebcrlandgebiet ferner zugelassen: Installateur K Gönsch, Lich (Oberh.), Bahnhofstraße 35. ' Gießen, den 14. Februar 1927. Elektrizitätswerke und Ueberlandanlage der Stadt Gießen. r- Stolle. 1524 C Kluge Mütter bevorzugen beim Einkauf von Haferflocken QuakerQals x « Miet x Trednerstratze 14 empfiehlt sich in Lieferungen von Sohlen • Sols • Stiletts • AlmMolz nur in la Qualitäten bei sofortiger Lieferung —— Telephon 850 - — Wolle in allen Farben zum Stricken u. Häkeln ä Lot 13 Pfennig Prima Schafwolle a Lot s Pfennig Ankauf und Umtausch von allen Wall, fachen zu höchsten Preisen ton Ztllli;. Gteöneiffr. 36 5 Minuten vom Bahnhof Nähe der Kliniken •• und lasse mich ohne jede Zutaten 20 Minuten in Wasser kochen. Alsdann verwandle ich mich in G Teller hochfeine, schmackhafte Erbsensuppe. Auch angebrochen halte ich mich gut. Ich muß also nicht auf einmal gegessen werden. und andere Suppen in ^7urstform. wie Blumenkohl, Ocksenschwanz. Spargel. Grunkern uew. Oberh. Gesell?Ghait lör Natur- o.Heilknnde (Natorwieienschanilcbe Abteilung). Freitag, den 18. Februar 1927, S1 « Uhr abasls, im groBen Hörsaale des Physikalischen Inst.tales, Stephanalr. 24 VORTRAG des Herrn ProL Dr. Horst Wachs aus .Rostock über: [1512c „Die Wanderungen der Vögel“ mit Lichtbildern. Gäste willkommen. Dar Vorstand. MWl-MkN MW Tie Peitsche knallt. Ter Nus erschallt: Jbr (tiiefoener all' Aus zum Kutscher- MeiM am Lamötag. 19. Febr., im Saalbau Sauer! Prämiierung der schönsten ’JJiatfFcn. Eintritt nur Mk. 1— einschließlich Steuer. ($8 ladet ergcbcmt ein: Tic Peutich. Speise- Restaurant G. Trinkaus jr Morgen Mittwoch der Uebei raschungsabend im Faschingsrummc beginnt mit effektvoller Beleuchtun Pkkgtdiiiiii non fikinpiloiltrerlitittn. Die Ausführung von ca. 210000 qm Kleinst flasterarbcitcn auf den Provinzial- stratzen der Provinz Oberhcssen soll öffent- lich vergeben werben. Angebote auf vorgeschriebenem Formular, das von uns gegen Einsendung 1,— RM. zu beziehen ist, sind bis Donnerstag, den 24. d. M., vormittags 10 llhr, bei uns (Regierungsgebäude Landgraf- PHUipp-Platz 3) einzureichen. 15250 Gießen, den 14. Februar 1927. Provinzialbauverwaltung: Cellarius. Ium w 1.1846 WWsllmW Mittwoch, den 16. Februar 1927, abends 8.30 Llhr. bei Peter Gaub (Bahr. Hof) MW-M Holzsubmission. Freitag, den 18. Februar 1927, vor- mittags 10 llhr, werden aus dem Ge- meindewaldc Allendorf a. Lumda, Distrikt Langebruch, folgende Hol^sortimcnte auf unterzeichneter Bürgermeisterei verkauft. (Forstwartei II): 1 Eichenschnittstamm 11. Kl. — 0,85 fm, 3 Eichenstämme III. „ — 5,89 „ 4 „ IV. „ = 2,90 „ 2 Buchenstämme I. „ = 2,17 „ 15 „ 11. „ = 16,85 „ 25 „ III. „ =21,19 „ (Schnittholz) 2 Eichenstämme V. Kl. = 0,64 fm, 2 ,, VI. „ = 0,63 „ 6 Buchenstämme IV. „ = 3,90 „ Angebote sind nach Sortiment und Klassen getrennt bis zum Termin bei der Bürgermeisterei einzureichen. Angebote mit zusammengezogenen Klassen oder mit Bemerkungen oder Vorbehalten versehen werden nicht berücksichtigt. Das Holz wird aus Wunsch von Förster Simon in Treis vorgezeigt. Die Ber- kaufSbedingungen können aus hiesiger Bürgermeisterei eingesehen werden und werden im Termine nochmals bekannt gemacht. 1489D Allendors a. Lumda, den 12. Febr. 1927. Hess. Bürgermeisterei Allendors a.d.Lumda. _______________Rein._______________ Donnerstag, den 17. Februar 1927, vormittags 9% Uhr, kommen in den Waldungen der Gemeinde Treis a. d. Lumda, Distrikt Aspenstrauch, nachstehende Holz- sortimentc zur Versteigerung: ca. 300 rm Buchenscheitcr ca. 120 rm Buchenknüppel ca. 370 rm Buchen-Reis ca. 90 rm Buchen-Stock Zusammenkunft bei Brennholz Nr. 168 am Gonseberg. TreiS a. d. Lda., den 14. Februar 1927. Hess. Bürgermeisterei Treis a. d. Lumda Will. 1538D für unseren Turn- und T.-E.» Bruder WWMWM Allseitiges Erscheinen erbeten. _________Die Vorstände_______ SlittiBO®, öen 16. W. 1927 nachmittags 2 Llhr. versteigereich Aeuen- weg 28 (im Löwen) zwangsweise gegen Baizahlung: 3 So'as, 1 Chaiselongue, 1 Kommode, 1 Dastersessel. 1 Kleiöerschrank, 1 Schreibtisch, 1 Büfett, 1 Vertiko. 1 elektrischen Heißwasserapparat. 1 elekttifche Haar- schneidemaschine, 1 Bücherschrank, einen usziehtisch, 1 Balkenwage 2 Schreib- maichinen, 1 Fahrrad, 1 Schreibsekre- tat, 1 Trumeauspiegel, 1 Standuhr mit Glasglocke, 2 Klaviere, 1 Rauchtisch. 2 Sessel, 1 Nähmaschine. II. Bestimmt: 2 Stücke guten Rnzugstoff, 1 kleine ältere Adlerschreibmaschine. 1535V Junker, Genchlsoollzie'. er. Mittwoch, den 16. d. M., versteigere ick) im Löwen, Neuenweg 28, ab 2 Uhr: 1 große Sendung Herren u. Burschen- Unzüge in allen Größen, Herren, und Kinderhosen, Arbeitshemden, Damen. Mäiche, seidene und Mako-Strümpfe, Naskenkostümstoffe, Mühen u. Teddy- jären, Lodenmäntel, Mester u. Gabeln, I Klavier, Herren- und Damenfahrräder, Damenuhien, Möbel aller Art, 1 Herd, eine Wäschcmaschine, We kzeuge, sowie Stemmeisen, Holzbohrer, Rohrbock mit Zange u. n. o. a. 15220 Versteigerung bestimmt. L. Hartmetz Auktionator und Taxator Neuenweg 28 Telephon 1414. Eine Nacht in Venedig Suter Mond du gehst so stille Ende 4 Uhr. 15320 Ende 4 Uhr Wir suchen für Gießen und Umgebung Mitigeo Vertreter der bet der einschlägigen Kundschaft gui eingefübrt ist und daS gönne Gebiet regelmäßig verwnlich bea»beitet. Angebo e nur von Herren mit ersten Reierenzen erbeten an 15330 I WMMklkl oorw. Gkvk. I WW, Hliinttien, A..G. Freie deutsche Margarine-Fabrik sucht 15028s SMialMlieker für Gießen und Umgebung. Weitete Bezirke sind noch zu vergeben. Offerten unter K. B. 9862 an Rudolf Mosse, Köln a. Rhein. Junger, gewissenhafter Kaufmann der Kolonialwaren- und Drogenbranche, der schon mit gutem Erfolg gereist hat, sofort oder per 1. März gebucht. -Wf Aus'ührl. 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Um die süddeutsche Fußball-Meisterschaft. 3n der Runde der Meister stehl nun Dürnberg und Fürth mit je zwei gewönne,ren Spielen an der Spitze. Der Fußballsportverein Frankfurt konnte seine katastrophale Diederlage am Dorsonntag durch einen knappen, aber glücklichen 4:3-6ieg gegen den D. f. D. Stuttgart wieder wettmachen und steht mit 2 Punkten an dritter Stell«. Doch keine Spiele gewonnen haben Mainz und der D. s. D. Stuttgart, di« damit sehr in Rückstand kommen. Die Spiele in der Runde der Zweiten brachten den erwarteten Sieg von 1860 München über Eintracht-Frankfurt, der mit 4:2 durchaus verdient war und dem Wertverhältnis der beiden Mannschaften entspricht. Erstaunlich ist eS, daß sich die Mannheimer auf dem gesähr- lichen Saarbrücker Boden einen glatten Sieg holen konnten und nun mit 1860 München und dem Karlsruher Fußballverein ein Spiel gewonnen haben, während die Eintracht und der F. D. Saarbrücken immer twch am Schwänze steht. Der westdeutsche Fußball brachte am Sonntag bereits mehrere Spiele um die Dezirksmeisterschasten. Rheinbezirke meister ist 6. f. R. Köln durch den 4: l-6ieg über Odenkirchen geworden. Um die Bergisch-Märkische Bezirks- Meisterschaft endete daS erste Spiel mit einem 1:0-Siege der Fortuna über Turu «Düsseldorf). DaS zweite Entscheidungsspiel um die Bezirks- rneisterfchaft von Hessen-Hannover endete diesmal mit einem 2: 1-Siege deS 6p. D. Kassel über K u r h e s s e n (Kassel). Dunmehr stehen beide Verein« gleich. D. s. B. D.s.B. Liga — D s. R. Offenbach 2:3. D. f. D. Llaaref. — Dillenburg Ligares. 2:1. V f. B. Dritte — 1900 Lehnnannsch. 1:2. V f B. Vierte — 1900 Vierte 2:0. V. s. B. 1. 3gd-Wannsch. — Dauheim 1. 3gd. 8:1. Hebet dem Ligaspiel lagerte eine gewisse Fastnachtsstimmung, die bei beiden Mannschaften keine besonderen Leistungen aufkommen lieh. Wenn auch der Verlaus im allgemeinen nicht zur Begeisterung hinrih, so gab eS doch einige, wenn auch nur wenige recht spannende Kampfmomente. Versöhnend wirkt« vor allem noch bi« Ruhe und sportliche Anständigkeit, deren man sich beiderseits sehr befleißigte. Zum Spielverlauf sei kurz folgendes berichtet: Dach etwa 20 Minuten verteilten FeldspielS erzielte Offenbach daS Führungstor. Die D.f. B-Elf ging mehr auS sich heraus und wurde leicht felDübet- legen, waS In 3 bis 4 Ecken zum Ausdruck kam. Henrich I. schob plaziert zum Ausgleich «in. Pltfch ging von der Mittellinie aus allein durch und umspielte Läufer und Verteidiger, der scharf getretene Ball wurde jedoch von Offenbachs Torhüter gehalten. Die Gäste waren mit ihren Aktionen etwas glücklicher und übernahmen vor der Pause wieder die Führung. Dach dem Wechsel war Offenbach mit Ausnahme einer kurzen Zeit dauernd leicht überlegen und konnte auch daS Resultat aus 3:1 stellen. AIS auS einem Gedränge heraus für D. f. D. daS zweite Tor fiel, versuchte die Platzmannschaft aufzuholen. TS gelang ihr jedoch nicht, an dem 2:3 etwas zu ändern. Schiedsrichter 6peckhardt leitete sehr gut; beide Parteien machten ihm fein Amt sehr leicht. Die Ligareserve hat sich durch ihren knappen, aber verdienten 2: 1-Sieg über Dillenburg auf dessen gefürchteten Platz wieder die Tabcllenfpihe gesichert und steuert wieder der Meisterschaft Der A-Älafk zu. Während die Dritte Im Vorspiel gegen Die Lehrmannschaft 1900 noch mit 1:7 verlor, trotzte sie ihr diesmal, nur mit 10, teilweise sogar nur mit 9 Mann spielend, ein ehrenvolles 1:2 ab, nachdem sie sogar • lange Zeit geführt hatte. Der Vierten gelang über die gleiche der Spielvereinigung ein glatter 2:0-Sicg, Der dem Spielverlauf entspricht. Die 1. 3g d. -Mannschaft zeigte sich der 1. 3gb. vom Sportverein Bad-Dauheim stark überlegen und gewann mit 5:1. Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Auch im Spiel gegen den Tabellenletzten, den S. E. Diedergirmes, konnte am Sonntag die einheimische Mannschaft nicht besonders überzeugen. Obwohl jederzeit technisch und taktisch überlegen (EckenVerhältnis 10:1 für 1900), konnten die Gießener nicht die gewünschte Torzahl erreichen, da erstens das Gästetor von einem vorzüglichen Tormann gehütet und bann die Überreichliche Kombination der Platzmannschaft im Strafraum Der Gäste versandete. Auch manch« kuriose Entscheidung des Schiedsrichters trug dazu bei, baß in der Lust liegende Erfolge der Blauweißen zunichte wurden. Schon in der ersten Minute verschoß 1900 einen Elfmeter (in dieser Saison schon der 7.). Ein erzieltes regelrechtes Tor gab der Unparteiische nicht. Der Platzverein nahm den Gegner nicht ernft und spielte auch zeitweise lustlos. Die Ligareserve mußte ihre zweit« Diederlage einstecken, diesmal vom B. C. W « tz 1 ar. Don den vier Treffern der Gäste waren zwei Eigentore des sogen. TormanneS. Der dritte Treffer mußte gehalten werden. Die Meister- fchastsaussichten schwinden bei solchen Leistungen von Spiel zu Spiel. Die 3a -Mannschaft konnte die Mannschaft des Oolalrioalcn D. f. B. G ie ße n mit 2:1 schlagen. Die Lehrmannschaft 1900'8 führt« besonders in Der zweiten Spielhälfte «in famoses Spiel vor. (Srne überaus zahlreich« Verteidigung beim Gegner ließ jedoch weitere verdiente Erfolge nicht reifen. Mit diesem Sieg Dürfte die Entscheidung um die Gruppenmeisterschaft der ©auflaffe II, Gruppe 2 zugunsten der jungen talentierten 1900er entschieden worden sein. 3hr Punktvorsprung ist so groß und reicht auch auS. daß sie trotz einiger ausstehender Spiele als erste daS Ziel erreichen werden. Die 1. Jugend holte sich in Butzbach einen 3:0 Sieg. Obwohl nicht kompleU, zeigte die Wannschast em schöneS Spiel. Di« 3. 3 u - genb unterlag dem Heuling Leihgestern 7:3. Allerdings gegen Leih gelt erner 1. 3ugend und war der Alters- und Kräfteunterschied hier zu groß. Die jüngsten Fußballer der Veremi- gung, die 1. 6 chülerelf, fertigte Die Schüler vom B. E. Wetzlar 5:1 ab und bewies damit aufs Reue, daß Talente in ihren Reihen stecken, di« «ine große Zukunft verbürgen. Heuchelheim. Heuchelheim I.—Burgsolms 1:3. Mit gcmildj.en Gefühlen fuhren Die Heuchelheimer Fußballer am Sonntag nach BurgfolmS »um DerbandSspiel. mußten sie doch mit Ersatz für drei ihrer Besten antreten. Mit obigem Resultat mußten sie Sieg und Punkte in DurgsolrnS lassen. Wetzlarer Fußball. 3. C. 05—Gladenbach 4:3. tz Das Spiel wurde mit einer erheblich größeren ileberlegenßeit durchgeführt, als es daS Resultat erkennen läßt. Trotzdem lassen sich erhebliche Schwächen in der Wetzlarer Mannschaft. die allerdings mit drei Mann Ersatz spielte, nicht ableugnen, sonst hätte di« Tordifferenz größer sein müssen. DaS planlose Spiel der Gäste wirkt« ansteckend, außerdem waren sie etwas zu hart int Angehen, teilweise unfair. Der gute Schiedsrichter Heining, 1900, ließ sich daS Spiel jedoch nicht auS der Hand nehmen. Zwei Elfmeter auf beiden Seiten wurden verwandelt. Bei Halbzeit führt« F. E. bereits 3:1. Jranfenberg gegen V. C. kam nicht zum Austrag, da Frankenberg eigentümlicherweise als Platzverein abtelegraphierte. D. E. gewinnt damit kampflos. Dillenburg—Herborn 3:3. Dor zahlreichen Zuschauern verteiltes Spiel, das durch das Ergebnis gerecht entschieden wurde. Für die beiden dicht zusammenliegenden Städte ist das Spiel Sinern Lokalkampf gleichzuachten. Freie Turnerschaft Heuchelheim Heuchelheim 1. — Gießen I. 1:3 ((Elfen 3:5). £ Zum ersten Male feit langet Zeit standen sich obige Mannschaften wieder gegenüber. Diesmal unter Voraussetzungen, die stärkstes 3ntereffe beanspruchten, das sich denn auch in einem äußerst starken Besuch auswirkte. Beide Mannschaften sind in Zukunft die Vertreter des oberhesfischen 3. Bezirks in der neugeschaffenen KreiSklasse. DaS gestrige Spiel darf aL8 Auftakt zu den demnächst beginnenden Derbandsfpielen angesehen werden. Daß es auch von den Spielern so angeleßen wurde, bewies der ganze Verlauf deS Spiels. Dank deS vorzüglich amtierenden Schiedsrichters (Keller- Raunheim) formten di« wenigen drohenden Sturmzeichen schnell wieder geglättet werden. Diejenigen, die (in Erinnerung Der von Gießen zuletzt gezeigten KceiSmersterscAftsspiele) mit einem möglichen Sieg der Heuchelheimer rechneten, mußten sich mit ihrer Meinung bald umstellen, denn Gießen, daS in neuer Aufstellung erschien, zeigte ein geradezu glänzendes Spiel, wie eS nur wenige bis jetzt gespielt hat. Alle Mann- schaftSteile zeigten eine glückliche Umformung, von der besonder- der Sturm stark gewonnen hat, auf dessen Konto auch die Höhe des errungenen Sieges geht. Anders die Gegenseite. Hier zeigte der Sturm eine auffällige Unsicherheit und Un- genauigfeit im Zuspiel und außerdem noch eine verhängnisvolle Unentschlossenheit vor dem Tor. Trotzdem wurde aber l1/» Stunde lang offen gespielt, Gießen konnte nur eine bessere Technik und die in den Kreisspielen gesammelten Erfahrungen in die Wagschale werfen. Als Ganzes betrachtet hielt daS Spiel, waS man sich versprach, es war ein sportliches Ereignis, zu dem auch der Unterlegene fein Teil bei trug. Den Spielverlauf nur kurz: Mit äußerst schnellem Tempo setzte daS Spiel sofort ein. Beide Mannschaften gaben sich die erdenklichste Mühe, die Führung an sich zu reißen. DieS gelang Gießen nach 10 Minuten Spielzeit. Trotz stärkster Anstrengungen, das 1:0-Resultat au ändern, gelang dies bis Halbzeit nicht. Dach Dem Seitenwechsel WaS es der junge Gießener Rechtsaußen, der in der 8. Minute durch einen Prachtschuß das Resultat auf 2:0 stellte. Heuchelheim Drängte auf kurze Zeit Gießen etwa- zurück, konnte Dies aber nicht in Erfolgen auSwerten. Eine weitere Ecke für Gießen blieb ebenfalls ergebnislos. BalD Darauf schoß Heuchelheim einen Eckball, her mit viel Glück für Gießen nicht den Weg ins Tor fanD. Die Gießener Mannschaft wurde zusehends besser, Heuchelheim verdoppelte seine Anstrengungen und mußte Doch zu sehen, wie GießenS Halbrechter DaS Resultat auf 3:0 erhöhte. Sofort nach Dem Anstoß lag Heuchelheim im Angriff und hatte Diesmal Glück. Ein hoher Ball aus Dem Hintergclände fanD Den Weg über Den Gießener Tormann, der den Ball infolge der blendenden Sonne über dem Tor wähnte, inS Retz. Heuchelheim wurde nun zuversichtlicher, aber die oben erwähnten Mängel im 6türm machten alle Anstrengungen Der anderen Mannschaftsteile zunichte. Gießen erzielte noch feine 5. Ecke, die nächste und letzte Minute sah man wieder das Gießener Tor in Gefahr, aber auch die kurz hintereinander erzielten zwei Ecken foHten für Heuchelheim erfolglos bleiben. Heuchelheim Jugend — Gießen Jugend 2:3. Der vorausgefagte Sieg der Gießener fiel nicht besonders eindrucksvoll aus. Was Gießen an körperlichem lieber gewicht besaß, glichen die Heinen Heuchelheimer, die zudem nur mit zehn Mann spielten, durch eine ganz famose Technik und großen Eifer auS. Bei Halbzeit führte Gießen 2:1. 3n der zweiten Spielhälfte erzielte Heuchelheim den Ausgleich, und erst unmittcl- txir vor Schuß konnte Gießen den Siegestreffer anbringen. Da- Resultat dürfte sich dem Spielverlauf anpassen, ist aber auch Der Au-Druck Der körperlichen UntcrfdjieDe beider Mannschaften. Freier Turn- und Sportverein Wieseck. Butzbach I — wieseck I 2:2. £ Am Sonntag weilte Die 1. Mannschaft Wieseck- im benachbarten 6. Bezirk, um gegen Butzbach I Das längst fällige Spiel au-zutragen. Das Spiel bot gleich von Anfang an ein lebhaftes BilD. AbwechselnD wurden Angriffe beider Parteien unternommen, bis endlich Butzbach einen scharfen Schuß aus kürzester Entfernung anbrachte. der Ball traf Den Torpfosten und prallte ins Tor. Die Führung Butzbachs Dauerte nicht lange, zwei Minuten später konnte Der Rechtsaußen Wiesecks bereits den Ausgleich Herstellen. DaS l:l-Resultat hielt sich bis zur Pause. Dach Dem Wechsel nahm Die Ueberlegenßeit Wiesecks immer mehr zu. Butzbach beschränkte sich auf Durchbrüche, Die sämtlich von Der Verteidigung Wiesecks erledigt wurden. Den gegebenen Elfmeter für eine angebliche Hand verwandelte Butzbach abermals zum Führungstor. Bis zum Schluß hatte Wieseck trotzdem mehr vom Spiel, mehrere sichere Torchancen wurden von Butzbach rocht unsanft unterbunben, Den Ausgleichstreffer konnten sie Den Wieseckern aber nicht streitig machen, er fiel 5 Minuten vor Schluß. Der Schiedsrichter war in seinen Entscheidungen ungenau. Butzbach Jugend — wieseck Jugend 1:2. Dor dem Spiel der ersten Mannschaften trafen sich die 3ug«ndmannschaften. Dach völlig offenen und lebhaftem Spiel, das beide Tore oft in Gefahr brachte, nahm Wiefeck die Führuna an sich Unermüdlich arbeitete Butzbach nach Denf Ausgleich, Der bis zur Pause auch hergestellt wurde. Das gleichwertige Spiel zeigte sich auch nach Dem Seitenwechsel. Gegen Schluß kam Wieseck etwas stärker auf, der Mittelläufer konnte in dieser Zeit das Siegestor schießen. Freie Turnerschaft Gießen £ 3m einzigen Spiel auf eigenem Platz standen sich am Sonntag Gießen II und Rod - heim I gegenüber. Beide Mannschaften lieferten sich ein gleichwertiges Spiel, das auch im Torverhältnis feinen Ausdruck fanD. Bn Halbzeit stank» Die Partie 1:1. Bis zum Schlußpfiff kam jeD« Partei abermals zu einem Treffer, so Daß daS Spiel mit einem 2:2-Resultat feinen Abschluß fand. Zwischenrunde umdenHanddallpokalderD.S.B. Die Zwischenrunde um den Handball-Pokal der D. S. B., Die am Sonntag In Halle bzw. in Darmstabt auSaespielt wurde, brachte knappe Ergebnisse. Die Berliner StädternaTmschast mußte in Darmstadt überraschenderweise pon Den Süd- Deutschen eine 7:8 lHalbzeit 5:4)-Di«Derlag« einstecken. lieber 3000 Zuschauer waren Zeuge deS spannenden Spiels. 3n Halle a. S. standen sich Die Mannschaften von Dord- unD Mitteldeutschland gegenüber. Hier wohnten 8000 Personen dem Spiel bei, das von Mitteldeutschland mit 5:4 (3:2) gewonnen wurde. Westdeutsche Handdallmeisterschast. 3n der westdeutschen Handballmeisterfchaft schlug der Polizei-Sportverein Remscheid den Polizei-Sportverein Köln 4:3. (Bau Lahn-Dünsberg (A. D. T.) Handball. Turnderein „Gut Heil" Allendors a. b. öba — Turnverein „Gut Heil" Gr.-Duseck. T.D. Allendors I — T. D. Gr^Buseck I 0:2. T.D. Allendorsll —T.D. GrVTuseckll 2:3. Bei günstigem Wetter trafen sich obige Mannschaften am Sonntag zu einem Freundschaftsspiel aus dem provisorischen Sportplatz zu Gr.-Buseck. Beide erste Mannschaften spielten in flottem Tempo. Bei Den Gästen gefiel besonders Die Hintermannschaft, während es der Sturm an gut placierten Torschüssen fehlen ließ. Der Sturm der Platzmannschaft zeigte ofseneS Spiel und ließ Die scharfen, ausschlaggebenden Schüsse nicht vermissen. 5>ie Hintermannschaft zeigte gutes Können und bediente den Sturm mit guten Vorlagen. Die zweiten Mannschaften lieferten ein noch wenig durchgebildetes Spiel. Sie verfügten über einige gute Kräfte, die nach gutem Training zu schönen Hoffnungen berechtigen. Die Schiedsrichter leiteten zufriedenstellend. Gauvorturnerfkunde. Am Sonntag fand unter Leitung bei ®autum- mattes Schmidt (Launsbach) Die erste diesjährige OauDorturnerftunbe in Lollar statt, an Der 66 Vorturner Des Gaues teUnahmen. Als Uebungs- stoff murDe behanDelt Die allgemeinen Freiübungen für Das am 25. unD 26. Juni ftattfinDenDe Gau- turnfefL Dann rourDen verschiedene Schulübungen an Den Geräten geturnt, worauf als Abschluß Der Turnstunde ein kurzes Kürturnen folgte. Hierbei konnte man sehr schöne Hebungen sehen. Die Zeugnis ablegten von geleisteter Arbeit während Der Win- termonate. Das Diesjährige (Bautumfeft roirD Die Turner im Biebertale zusammenführen. Da Die Turn- unD SportgemeinDe RoDheim a. D. B. Die Abhaltung Dieser Veranstaltung übernommen hat. wirtschaft. Die Besserung auf dem industriellen Arbeitsmarkt Entgegen der vielfach verbreiteten Ansicht von einer seit önbe 1926 «ingetretenen weitgehenden Verschlechterung aus dem ArbeitSmarkt läßt sich auf Grund der letzten amtlichen Angaben von „Wirtschaft und Ötatlßir feststellen, baß. im großen Durchschnitt gesehen, der ArbeitSmarkt — namentlich Der industrielle — eine gar nicht unerhebliche Widerstandskraft aufzuweisen hat. Zwar ist an sich die Zahl Der Hauptunter-» stützungSempsänger in der letzten Zeit gefliegen. Diese Tatsache beruht aber fast ausschließlich aus Der in jedem Winter wiederkehrenden Verschlechterung Der Beschäftigung in Der LanDwirtschaft unD im Baugewerbe. Beide Gewerbczwcige zusammen hatten End« Oktober erst 114 474 Arbeitsuchend« aufzuwci'en. Ende Dezember jedoch schon 285 454; Damit stieg in diesen Gewerben Die Zahl Der Arbeitsuchenden auf zirka 250 Pzt., während in derselben Zeit die Gesamtzahl der Arbeitsuchenden aller sonstigen Gewerbe sich nur um rund 16,6 Pzt. erhöht hat. Weiter läßt sich feststellen, Daß Die Zunahme der Erwerbslosigkeit hauptsächlich auf die sogenannten agrarischen Provinzen entfällt. Während sich in der Zeit vom 1. Dovember 1926 biS 1. 3anuar 1927 Die Erwerbslosenzisser in Den Agrargebieten von 7,2 auf 19 je 1000 Der Wohnbevölkerung erhöht hat (also um mehr als DaS 2.5sach«), stieg sie gleichzeitig im ReichSDurchschnitt nur von 21 auf 28 (also um ein Drittel). Schließlich sinD auch noch sehr interessante Ziffern auS der Statistik Der Fachverbänd« anzuführen. Dach ihr hat sich zwar Die Zahl Der vollarbeitslosen Gewerkschaftsmitglieder von 14.2 Pzt. Ende Oktober auf 16,7 Pzt. End« Dezember erhöht. Diese Erhöhung ist aber fast ausschließlich auf Dafl Baugewerbe zurückzuführen, bei dem sich Di« Zahl Der Vollarbeitslosen mit einer Steigerung von 17,3 Pzt. auf 38.2 Pzt. mehr als verdoppelt hat; ähnlich ist bei Den logen. BauhilfSgewerben Die Zahl Der Arbeitslosen gestiegen (z. B. bei Den Dachdeckern von 24,1 Pzt. auf 41,9 Pzt., bei Den Walern von 23 Pzt. auf 33,6 Pzt., bei den Zimmerern von 21,7 Pzt. auf 28.9 Pzt. usw.). 3m Gegensatz zu diesen Ziffern läßt sich für den eigentlich industriellen Arbeitsmarkt ein« außerordentliche WiderstanDssäl,ig eit feststellen. Bezeichnend ist z.B., Daß bei Den Gewerkschaften Der Anteil Der Vollbeschäftigten mit Ausschluß des Baugewerbes gestiegen ist von 83.3 Pzt. der Mitglieder Ende Oktober auf 84,7 Pzt. End« Dezember; die MetallinDustri« weist sogar eine Steigerung auf von 78 Pzt. auf 82 Pzt., die Textilindustrie von 84 Pzt. auf 88 Pzt. usw. Die Zahl Der Kurzarbeiter hat erheblich abgenommen; sie fiel nämlich im Durchschnitt aller Gewerbe von 102 Pzt. auf 7,3 Pzt.; in derMetall- inDustrie sogar von 18,9 Pzt. aus 11 Pzt. und in der Textilindustrie von 21,7 Pzt. auf 12,3 Prozent. Diese Ziffern geigen, daß Di« Fortschritt« Der Rationalisierung auf Dem instustnellen Ar- beitSmarlt sich bereits erheblich bemerkbar machten. Sehr interessant ist auch, daß auS Der Ar- beitSmarktbewegung auf ein« steigen De Kaufkraft Der Bevölkerung geschloffen werden farm; denn am wenigsten Arbeitslos« aufzuweisen haben Die Verbände Der Arbeiter, Die auf Den Bedarf Der breiten Masse angewiesen sind. z. B. Sie Fri- seuraehllsen mit einer Arbeitslosigkeit von nut 4,9 Pzt., Die LebenSmittel- und Getränkearbeiter mit 6,5 Pzt., die Buchdrucker mit 4,4 Pzt. usw. Alle diese Angaben gewinnen noch an Wert, wenn man sich vergegenwärtigt, Daß Der deutsche ArbeitSmarkt jetzt ganz anders belastet ist als in Der Vorkriegszeit. Allein durch den Fortfall Der Wehrpflicht ist Der ArbeitSmarkt mit ungefähr 800 000 Menschen belastet; außer* Dem sinD In Den 3ahren 1919 bifl 192 t jährlich runD 150 000 Menschen mehr in DaS erwerbsfähige Alter eingetreten als In Der Vorkriegszeit usw. Angesicht- Dieser Sachlage ist Die Verfassung wenigstens Des tnDuftriellcn ArbeitS- markteS als nicht schlecht zu bezeichnen. Für Das Frühjahr witD eine starke weitere Besserung erhofft, • Hilfsmaßnahmen für die deutsche Filmindustrie? Zu Gerüchten über Maß- nahmen Der öffentlichen Hand zugunsten Der Ufa hört Die „Tagt. Rundschau", Daß es sich Dabei nicht um Die Ufa allein hanDelt, fonDem Daß eine Aktion Der Spitzenorganisation Der Deutschen Film-3n- Duftrie oorllegt. Es schweben Verhandlungen Darüber, Daß Erleichterungen Der Lustbarkeitssteuer erfolgen unb außerdem Exportkredite ermöglicht werben sollen. Sprechstunden der iHcbafltott. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bl» 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen. Jür unverlangt elngefanbte Manuskripte ohne bei gefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Anzeigenaufträge find lediglich an Die Geschäfts ft eile zu richten. Chinosol Sicherster Schutz gegen Grippe: Dreimal täeüch mit Chlnosollöstmg gurgeln und Nasenspülungen. Chinosol ist in allen Apotheken und Drogerien vorrltij. Versuchspackung nur 60 Pf., große Packung (vorteilhafter) 2.— RM. Gebrauchsanweisung liegt bei. Alle Packungen sind bestimmt vorrätig bei Haus Hindenburg, MedL-Drogerie H ELGES, Selters weg 68a: Kaiser- Drogerie ERNST NOLL. Llndenplatzü; Drog CARL SEIBEL, Frankt Str. 39. L 8 7AHNCDEME MQUSOM DWsrMMtz« Lums ... ininiHiiHnniii'iiiiiim» nrrniniriim» CltßlTl 17,45 I <261 «4.5 205,75 205.5 135 157,5 198 199,75 208,75 170,5 185.5 195 191 treten abge- Direk- Qfries- 17.5 43 199,4 181.25 229.1t 144 125.5 174 193 5 133 163 99.9 330.75 140.75 256 173.25 191.75 199,75 199 76 180.5 230 144.5 125,5 195 1783 228 140 5 116 73.75 39,9 293 «5.75 297.5 189 28. 127 185 284 194.75 189 69.57 2.405 112,65 81.36 71.38 12.515 7*.t0 80 181,9 266,9 150 159,7u 173.9 200 5 9 6 190.25 191 131.4 192 192,5 •48 i 214.5 215 10. 4 231,75 156.25 131) 138.4 314 225 185 152,25 167.25 152,5 192,75 132,75 158 324.25 | 141.5 mußte, aber nicht mehr in Tätigkeit zu brauchte. Sämtliche vier Wagen mußten schleppt werden. lieber die Ursache des Unglücks teilt die 4,219 58,77 112,60 20,503 16,71 169,04 189 751 174 75 | 1*9,5, 9,45 190.75 191 132,5; m 193,25 230 5 .'14 213 101 738 75 158,25 132 138 313 225 185 125,5 151.75 150 i 171 190,5 1 40» 4 191.5 177 9.75 191 194 284,9 221 423 105 241,9 159.5 134 139 9 319 229,5 189 153.25 4,199 68.47 112,04 20,403 16.63 168/40 18.28 108,13 69.27 2,365 112,09 80.96 71,02 12.466 73.50 Schanz zum Ehrenmitglied der Handwerkskammer ernannt worden sei. Dach dem FestaÜ fand eine allgemeine Besichtigung der Säume des neuen Hanöwerterheims statt. Den Beschluß bildete ein Festessen, bei dem abermals Ansprachen ernster und launiger Art gewechselt wurden. 160.85 97 323,35 141.75 259 171,25 187,5 197,6 195 1 136 179.75 | 228.25 139,6 119,13 37 74,5 — i 26,5 76 205 5 134 6 77,75 , 2,25 180,5 I 265 129 159.5 Frankfurter Getrcrvcbörse. Frankfurt a. OIL, 15. Febr. Gs wurden notiert: Wetterauer Weizen 29,25 bis 29,50, inl. 162 | 333 I 139,4 1173,75 1190,25 165 ! 171 26 162 | ‘ ‘ Amerikanische Note» • • • • • Belgisch« Noten • • $äiiifd)e Noten ....»••• Snolifcbe Noten ..... Franjölische Noten ..... Holländische Noten...... Italienische Noten Norwegische Noten Teuisch'Ocstcrr.1100 «tonen Ruinanilche Noten Schwedische Noten Schweiler Noten ...... Spanische Noten ....... ■ schcchoilowakische Roten .. Ungarische Noten . . • . • 17.75 42.4 290 225 298 Letzte Nachrichten. Ehedrama im Taunus. König stein, 15. Febr. (WSD.-Drahtmeldung.) 3m benachbarten Gla - hütten ereignete sich heute früh gegen V»? Uhr ein blutiges Ehedrama, dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Der bis vor kurzem als Verkäufer bei der Frankfurter LebenSmitteb- Handlung Schade u. Füllgrade angestellte 23 Jahre alte Heinrich Dorn, der von seiner Ehefrau Elise, geb. Ochs, mit der er erst seit einem halben Jahre verheiratet war, getrennt lebte, drang frühmorgens in bas Elternhaus seiner Frau ein und gab meh re re Schüsse auf die junge Frau ab, die so schwer verletzt wurde, daß sie nach fünf Minute« verstarb. Der Täter, dem nicht das beste Zeugnis ausgestellt wird, begab sich hierauf in den Keller des Hauses und erschoß sich dort. Der Grund zu der Tat dürfte in Ehezwistigkeiten zu suchen sein. Berliner Börse. Berlin, 15. Febr. Die Börse hatte heute im allgemeinen feste Tendenz. Bemerkenswert waren die sprunghaften Steigerungen der Kaliaktien, ferner oüii Bereinigte Slanzston, Demberg, Deutsch-Atlantische Telegraphen, Dessauer Gas, Yansa-Dampf, Akkumulatoren, stärker anziehende Kurse wiesen ferner Autoaktien auf. Den Hauptgrund der festen Haltung bot das reichliche Angebot in kurz- f.istigen Mitteln, für das fein genügender Bedarf '^.Händen war. Tagesgeld stellte sich auf 3j bis Prozent, Monatsgeld auf 5i bis 6i Prozent. Die P rolongationen waren heute im allgemeinen schon ,, ieöigt. Eine technische Umstellung sand am Markt der heimischen Anleihen statt, wo nunmehr drei verschiedene Nokierunaen für Kriegsanleihe erfolgen. Zunächst wird die Ablösungsschuld mit Auslosungsrecht in zwei Gruppen notiert. Die Gruppe I mit den Nummern von 1 bis 30 000 stellte sich auf 359, die Gruppe H mit den Nummern 30 001 bis 60 000 notierte 361. Die Neu- besitzstücke werden als A b l ö s u n g s j ch u l d ohne Auslosungsrecht notiert. Der erste Kurs stellte sich auf 34.5. Diese Notiz entspricht einem Papierkurs von 0,8621. 9m Devisenverkehr war das Geschäft ruhig Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische AuSzabi ung. */o Hontürfen......... y/o Äoldmettkaner Berliner Handelsgesellschaft. Kommerz- und Prioat-Bank. Tarin lt. und iRatienalbanf . Deuüche Bank Diskonto ttommanbU ... Dresdner Bank Metallbau!........... Mitteldeutsche Lreditbank . . Lesteireichische (trcbilanflalt. Neichöbank Bochumer (Suff . ...... BuderuS............ Caro Deutsch Luxemburg ..... Gelsenkirchener Bergwerke. . Haruener Bergbau...... .Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln Laurahütte........ • • Mannesmann ........ Mansieldcr Odcrbedarf • • Phönrr Bergbau....... Rheinische Bralmkohl« .. . Rheinstahl........... Ricbeck Montan . TelluS Bergbau Bereinigte Stahlwertt.... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd . ... Theramische Werke Albio • . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmaun .... Auglo Tont Guano .... Chemische Mayer Alaptn. . . Goldschmidt.......... Holjverfohlllng......... $ ® Jarhen-Jadustrte. . . Riitgerswerke......... Scheideanftalt. . Allo Elektrizitäts-Gesellschaft B ermann Elektr. Lieferungen ..... Licht und Kraft Mainkrastwerke ..... Schultert . . ......... Siemens oaren um etwa 4 Pzt. erhöht. Für 3.»®.- 1 Farben zeigte sich weiter größeres Interesse, , das Papier zog um 3 Pzt. an. In Verbindung * damit Rheinstahl vlus 1,25 W Elektro- aktien teilweise seyr sest. Bergmann plus 2,75 Prozent: Licht u. Kraft plus 3,25 Pzt., Echuckert plus 5,5 Pzt., Siemens dagegen unverändert. Schiffahrtsaktien um rund 2,5Pzt. erhöht. Dankaktien ruhig. Disconto plus 1 Pzt., Meiallbank plus 2,5 Pzt. Don Autowerten Daimler in Erwartung einer Amerikaanleihe um weitere 2.75 Prozent erhöht. Kleher und DSU. Schweres Slratzenvahnunglück bei Darmstadt. WSN. S a r m ft a b t, 14. Febr. Infolge lieber- fahrens einer Ausweichstelle ereignete sich heule vormittag gegen 8 Uhr auf her kürzlich neu eröffneten Straßenbahnstrecke Darmstadt — Griesheim in der Nähe ber sog. Hessenwerke ein schwerer Zusammenstoß zwischen 2Straßenbahnzüaen. Die beiben Motorwagen fuhren babei so heftia aufeinanber, baß die Puffer abbrachen und beide Plattformen völlig ineinanbergebrüdt würben. Durch ben starken Anprall würben sämtliche Fensterscheiben ber vier Wagen zertrümmert. Etwa 20 Per- j o n $ n würben burch Schnilttvunben am Kopf, Ge sich: unb Händen und sonstige Wunden verletzt, 10 bavon muhten im Krankenhaus eingcliefert »erben, währenb bie übrigen nach Anlegung von Ver- bänben roieber entlasten werben fonntejj. Der Pasta- giere, bie burch ben Zusammenprall kräftig burch cinnnbergeroorfen wurden, bemächtigte sich eine Panik, so bah bie Feuerwehr alarmiert werben je plus 1 Prozent, Hansa-Llohd pluS 7,5 Prozent. Zellstofsaktien stärker befestigt. Waldhof plus 3 Prozent, Aschaffenburg plus 5 Prozent Don Dauaktien Wayh & Fceytag plus 0,75 Prozent. Zement Heidelberg plus 2 Prozent. Arn heimis ch e n Anleihemarkt notierten Anleihe-Ablösung ohne Auslosungsrecht 34,5, was einem Kurse der Kriegsanleihe von 0,865 entspricht. Schutzgebiet etwas leichter mit 15,45. Der Geldmarkt ist nicht mehr so leicht als am Dortage, da sich zum Medio ein erhöhter Dedars bemerkbar machte. Lagesgeld 4 Prozent, Monatsgeld 5 bis 6.5 Pro- zent. Privatdiskonten 4.12 Prozent. Im De- Visenverkehr notierte London gegen Paris 123.40. Mailand 112,5. London-Kabel 4,8510. Die Deichsmark stellte sich gegen das Pfund auf 20,47. gegen Kab.'l auf 4,2175. Der weitere Dörsenverlauf blieb sehr freundlich, und wurde nach Abwicklung der Medioerllärungen m feinen Umsätzen per Ultimo wieder lebhaft. Im Dorder- gründe blieben die bekannten Spezialitäten. Dorf euko eie. Rgaen 27, Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 27, inl. Hafer 21,75 bis 22,50, Mais, gelb 18,50 bis 18,75, inl. Weizenmehl, Spezial 0 40,25 bis 40,75, Doggenmehl 38 bis 38,50, Weizenlleie 13,75, Roggenkleie 14 bis 14,75. Tendenz: ruhig. - Berliner Produktenbörse. Berlin, 14. Febr. Die Haltung im Weizen- gefchäsl wurde bei Wochenbeginn etwas ruhiger. DaS Ausland brachte feine Anregung, während vom Inland die Angebote recht spärlich herein- kommen und in den Forderungen hochbleiven. die Interessenten aber sich mehr den ausländischen Angeboten scheinbar zuwenden. Im Zeit- Handel eröffneten die Preise auf dem Diveau des Samstogfchlußstandes. Doggen hat gir feine Offerten, so bah die vereinzelt hervor tret ende Deckungsfrage für Lieferung nur bei zwei Mark höheren Geboten befriedigt werden konnte. Das Mehlgeschäft behält fast gänzliche Geschäftssttlle. Für Futtergetrcide Kleieartikel und sonstige Hifs- futterstofse fehlt nach wie vor jegliche Anregung. Die Umsätze gehen über kleines Bedarfsgeschäft nicht hinaus, unb auch im Preisniveau traten keinerlei größere Aenderungen hervor. Es wurden notiert für 1000 Kilo: Weizen, mark. 264 bis 268, Doggen 249 bis 232, Sommergerste 215 bis 243. Wintergerste 194 bis 207, Hafer, märt. 190 bis 200, Mars, loko Berlin 188 bis 190; für 100 Kilo. Weizenmehl 35 bis 37,50, Doggenmehl 34,40 bis 36.50. Weizenlleie 15,50. Doggenkleie 15 bis 15,25. Diktoriaerbsen 50 bis 66, kleine Speifeerbsen 33 bis 36, Futtererbsen 22 bis 25. 178.75 | 202.5 9 6 1190.75 192.5 [134,12 194 | 195 I 235.5 119.75 221.75 107,76 Z42.9 159 182.75 HO 319.75 22-1.5 190.5 150 I 172 l j ch überfuhr, sonbern auch in ber 180 Meter langen Ausweiche, bie sich vor ber Unfallstelle befindet, nicht hielt, bis der Darmstädter Zug eintraf, sondern einfach darauf losfuhr in ber Hoffnung, baß er mit seinem Wagen bie nächste Ausweiche noch erreichen werbe. Briefkasten ber Redaktion. Der fragende Spieler. Trotz mehrfacher Erkundt- aungen konnten wir in dieser Sache feinen Aufschluß erhalten. Rundfunk-Programm. Mittwoch, 16. Jebruar 3.30 bis 4: Die Stunde der Jugend. 4JO bi- 5.45: Konzert des HauSorchefters. Menuett und Scherzo". 5.45 bis 6.05: Die Bücherstund«. 6.45 bis 7.15: Stenographischer Fortbildungskurs uS für Ansänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben auswärt-). 7.15 biS 7.45: Funkhochschule: »Deuere Seelenforschuna II". Dortrag von Dr. Hans Prinzhorn. 7.45 bis 8: Senckenbergviertelstunde: „Tagesfragen und Beantwortung eingegangener Briefe", Deferent Prof. Drevermann. 8 biS 9.30: Uebertraaung von Wies- baden: Orchesterkonzert. 9.30: Dersuch der Heber* tragung auswärtiger und ausländischer Stationen tion der Heag mit, dah der Führer des von heim gekommenen Wagens nach seinem eigenen Geständnis gegen seine Dienstinstruktionen gehandelt habe, indem er nicht nur die Weiche ro fff ent- Einweihung des Frankfurter Sandwerkerhauses. WEN. Frankfurt, 13. Febr. Zu einem großen Tage nicht nur des Frankfurter, sondern auch des gesamtdeutschen Handwerks gestaltete sich die heute in Anwesenheit von über 250 geladenen Gästen vollzogene Einweihung des neuen Frankfurter Handwerkerhauses in der Braubachstraße. Das Haus, das ein Werk der Frankfurter Architekten P a - r avicini und Deiche r ist, stellt in seiner schlichten und einfachen Bauweise ein den neu- zeitlichen Ansprüchen entsprechendes Werk dar. Trotzdem die Stadt Frankfurt den Bauplatz zu einem erheblich ermäßigten Preise und außerdem eine Daugeldhypothek in Hohe von 400 000 Mark zur Verfügung gestellt hat, ist das Haus nur dank dem Opsersinn des Frankfurter Handwerks, das sich zu einem Kostenzuschuh von 450 000 Mark bereit erklärte, errichtet worden. Die Feier wurde eingeleitet mit einer Ansprache des Stadtrats a. D. Schlossermeister Schanz, der nach einem ileberblid über die geschichtliche Entwickelung des Frankfurter Handwerks die Entstehung des HandwerkerhauseS schilderte. Er gedachte besonders der Derdienste des während des Baues verstorbenen Architekten P a r a v i - cini und sprach dem Magistrat für die geleistete Mithilfe seinen Dank aus. Seine Ansprache klang aus In dem Wunsch: Möge dieses Haus Zeugnis ablegen von dem Gemeinschaftsgeist des Frankfurter Handwerks! Möge das Frankfurter Handwerk von dem einen Willen beseelt sein: Arbeiten und nicht verzagen! Aegierungspräsident E h r l er - Wiesbaden sprach den Dank der Regierung für die Einladung und den Wunsch aus, daß das Haus lange Jahre zum Gedeihen des Handwerkerstandes bestehen möge. Mit dem alten Sinnspruch ..(Sott schütze das Handwerk!" überbrachte Oberbürgermeister Dr. Landmänn die Grüße der Stadtverwaltung. Weitere Ansprachen hielten der Vorsitzende der Frankfurter Handwerkerkammer, Carstens, Siadtrat May namens des Stadt- bauamtes, Obermeister Plate- Hannover im Damen des gesamtdeutschen Handwerks und seiner Kammern Md Oberlandesgerichtspräsident Dr. D r.o n k e » Frankfurt a. M. Der die Beziehungen des Handwerks zur Kunst würdigte. Schreinermeister Jean A b t schloß die Reche der Ansprachen mit Worten des Dankes an alle, die gekommen waren, dem Haus die Weihe zu geben. Den verdienstvollen Mitbegründern des Hauses, Syndikus Bouveret, Direktor Repp und Stadtrat Schanz, überreichte er namens des Handwerkerrates Ehrenurkunden; ferner teilte er noch mit, daß Stadtrat 293 . 296.75 205 75 | 194.9 Sranffntt a-M. Berlin Schl»> fiur» 1 t-Uk,r. Au re Schlut!-'Amann । Aut» 1 Air- DaNmn 14 2. 16.2. 14 2. 15. 2, Ablösung........... U.8825 34 75 0,808 34,5 4°/o Deutsche NctchSanlethr . — — — S'/,'/o Deutsche Neich-anleih« — —» — — 4)eulsche ReichSanleibe . Deutsche Svorpramicuaaleihe 4% Ärcaßlsch: KonsolS - - • — 0,575 < 11 0,5875 — 4* „ Hellen........... 3i/„o/„ ........ . . — ........... DeuHchr Sertb. Dollar Anl. 100 — 102 — dto- Doll.-Schatz-Anrretsug. . — — — 14. Febr. 15. Febr. Amtliche Noti ruua Amtliche Notierung <»«ld Briet «cld «riet _ Anift - Non 16«,6ii 169.03 168.61 169,03 Buen-Aire^ 1,757 1.761 1,761 58.61 1,765 Brll -Antw 68.61 58,75 68,75 Khriftianui ■ 108,41 108.69 108.28 108,56 Koven Hagen 112.33 112,61 118.33 112.61 Stockholm 112,66 112.74 112,45 112.73 Helllugfors- 10.602 10,642 10.602 10,642 Italien. . . Lb.19 18.23 18,H5 18.185 Äonbon. . . 20.440 20,494 30,441 20.494 Neunsrt . . 4,214 4,224 4,214 4,224 Paris. • • Schwttj . . 16,58 16.62 16.565 16,605 81,il4 61,24 81,03 81.23 Sva.iten. 71,14 71,31 71.03 71,21 Japan - - ■ 2,036 2.060 1.517 2,05« 2,060 SR io de Jan 0.479 3,499 0.801 Wien in D - £eft. obgrsl 69,35 12,479 69,4? I2,li7 69,82 12,478 69,46 12,518 ^clirad . 7.3S6 7,416 7.398 7.41« Suvav^st ■ 73.67 78.85 73.69 73,87 Bularien 3.042 3,052 3,047 21,565 3,057 L'llaban . ZI.545 21,595 21,625 Tarnia. . . Konst.ntlu- 61,11 2,165 81,31 2,165 81,11 2,149 «1,31 2,159 Athen. . . 5.54 5,56 6,'9 5,51 Tanada . 4.201 4.214 4.207 4,217 Um UQt) .. 4.245 4,2-55 4.25a 4.265 Cairo . . - 20.964 21.016 20.969 21,021 Banknoten. Berlin, 14 «rbr | @elb Briet Erich Hoffmann Diplomlanörotrt Erna Hoffmann geb. Espenschied Vermählte Giehen, Februar 1927 011« CAFEAMEND Mittwoch, 16. Februar Großer karneval. Abend Unter Mitwirkung dee bekannten „Meenzer Bütienredners“ Heinz Schnabel Humoristische Kapelle = Tanz = Hotel-Restaurant Hindenburg Morgen Mittwoch, den 16. Februar: Schlacht-Fest 1810V Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde beute bei der Firma Buderu-'sche Eisen- i t rle Wehlar, Zweigniederlassung Lollar, folgendes- eingetragen: Bergwerlsdirettor i-ugcn Haasters in Wetzlar ist au# dem Vorstände ausgesclsieden. 1M0C Gießen, den 9. Februar 1927. Hessisches Amtsgericht. Tie Holzverfteigernng vom 11. Februar ist genehmigt. Die Ab- fuhrscbeine können vom 18. Februar an bei den Hebstellen m Empfang genommen werden. Ablauf der Zalilungsfrist 5. März 1927; Ueberwcisung unb Beginn der Abfuhr Samstag, den 19. Februar, norm. 9 Uhr. Gießen, den II. Februar 1927. Hess. Fvrstamt Gießen. 1526D 01131 Karl Schmidt, Neuenweg 42, Tel. 1075 Wangen aller Uri ^mpstehli il werden eichsähig hergestellt ERK fine ßegefotebte Ovation roird unserem ffabakdoktor (Ali Wabi in Gegenmart unseres Münchner Hindls dargebracht, als man ihn auf dem Schiff' als dfn Schöpfer der bewunderten Zuban-Zigaretten erkennt. l föwl Höchstes 2ob überall ivihd fzcitßahan Sußan SigWißttßn mied, sei es im deutschen Vaterlande oder weit draußen in fremder Welt. Jucgßciainß htdiß^onßMe’i ” ÄpX 3hr mildsüßes (Aroma. eine (folge der• glücklichen W»/ Mischung ausgeiuählt edler macedonischer (Jaba.R£ l