Zrrttag, 14. ©ttober (927 ITT. Jahrgang Nr. 241 Erft« Blatt i) # r a u büf| zu (TM.) mir brr Canbe*- rrfäbrt. ist von sranzösischcr Bcfatiungeomnlnbraing Im gitrun trag auf Malo,. 13. Oft prrffebicnfl zuverlässig entscheiden haben. Reichskanzler Luther zur politischen Lage. Rach Abschluß brr Dermioberuog ergibt sich für blr mahrschrlnllche Jleagrapplmxng brr französischen Bcsahungsarmee folgen be» Bllb: 32. M.-ft. ftalfervlautern mit brr 37. 3n- fantcrlrbiolfioa Im Brütfentopf Main, nnb brr 77. 3nfantcrlcblolflon in brr Rhelnpfal). 30 M-fi. Noblen, mit brr 38. 3nfanfetle- biolfian Im Brückentopf Noblen, nnb an brr unteren Mosel sowie brr 47. 3nsanteriebivision in brr 8 I f r I nnb Im Raume Lo»klrchen — Düren. Stab brr 4. ftav.-Dio Trier mH einer fla- uafleriebrigabe unb vollständlgen sonstigen Dlvi- sionvtruppen um Trier. Luslbrigade Reustabt a. b. h. (Bröfjere Verschiebungen ber im Rheinland ver- bleibenden Besatzungen sind nicht ,u erwarten. 3m allgemeinen werben die Garnisonen dieselben bleiben. Die meisten bisherigen Stanborte werben auch weiterhin Militär behalten, nur gan, wenige, darunter Die, und ft ö n i g ft e i n, werben besatzungsfrel. Datz sich die Verminderung ferner auf eine größere Anzahl von Standorten erstreckt, ist mit einer fühlbaren Erle! ch t e - rang der Befahungslasten für die Zivilbevölkerung nach den bisher bekanntgewordenen Reduzlc- mngsplänen kaum ,u rechnen. Sonntag« nntz erleg». Betteten: Wietzener Ulen blätter hevnat im Bild Die Scholle 8!onai»»De,appTets: 2 Reichsmark unb 20 Reid)«Pfennig fir Träger- lohn, anch bei Richter» scheinen einzelner Dummem infolge höherer Gewalt. Fernsprechanf chlüsse: 61, M nnb 1121 Anschrift ftir Drahtnachrichten Anzeiger Gietze». potlchecktoiNv: )ffenrh>ri nm Mait litte. gewähr'ataillone (8, 9, 10, 11, 1? und 13) mit den beiden dazugehörigen fjalbbrigabeftäben (16 und 17). Rach Frankreich ,urückgeschickt sollen werden: Ein 3nsanteriedioisionsstab (41 — ftreuj- nach), ein Znsanteriesührerstab (41). drei 3äger- bataiQonc (12, 14. 19). ein Pionierbataillon (52). Rach dieser Ausstellung würbe sich die Ber- minberung der sran,ösifck)en Truppenkontingente auf etwa 6600 Mann belaufen. Mn den jugefag- ten 8000 Mann würden somit noch 1 4 00 Mann fehlen. Ml« Zeitpunkt der Verminderung wirb der 2 5. Oktober 1 927 genannt. 3n Kreisen des besetzten Gebiete» wird aber befürchtet, datz die französische Generalität beab- sichtig!, die restlose Durchführung der geplanten Mahnahmen noch b i s , u m 3ahresende hinaus,u;ögern. ähnlich wie auch der Mb- tranepört der 900 Belgier erst für Mitte Dezember vorgesehen ist. Die Engländer beabsichtigen. etwa 1000 Mann Anfang Rovember abzubefördern. Seite beabsichtigt, die ... Rheinland In folgender Meise vor,unehmen: Aufgelöst werden sollen: Der Stab eine* Generalkommandos (33 — Trier), sechs Maschine»- Die Besatzungsverminderung. Der französische (Sruppierungsplan. - Verzögerungen bis zum Jahresende wahrscheinlich. - Kaum fühlbare Erleichterungen zu erwarten. Die Umgliederung des Reiches Auf dem Wege über die Derwattungsreform. Sim)b< m« leitteee fix bi« lägetnewfner dt» z«m RschmtUag vorh«. Preis fir \ em höhe fix Snjeiqcn een 27 mm Brette drtsich 8. ans wärt» 10 Reichspfennig: fir Re- Klamean eigen von 70 n m Breit« 38 Reichspfennig, Diatzvorschrift 20' mehr. Chefredakteur L’angt. Derantwortlich fir Dolmi Dr Fr Wilh Lana«, fir Aeuitzeton Eh A IbgnPt; fir den übrigen Teil Ernst Pl», schein: fit den In- jtigenletl Kurt AiDmann, lümitich in OHeben. Vorlage zuzustimmen 6k verkenne keineswegs die Notwendigkeit einer Erhöhung der Beamlenbezuge E» wäre aber die Pflicht der Reichsregierung gewesen. vor (Einbringung dieser Vorlage mit b e n Ländern und Gemeinden Fühlung zu nehmen um die Frage zu prüfen, wie die Lander und Gemeinden die Ausgaben decken könnten, die sie au» Eigenem nicht leisten könnten Der Bcrmrtcr t*on Hessen schloß sich dieser Erklärung an. Die Den re! er von TDürttcmb.rg. Sachten, Thüringen unb einer Reihe anderer Staaten erklärten, sie bekennen sich zwar in der Zwangslage, im Interesse der D-amten die Vorlage anjunebmen, aber da- könnten sie nur unter ber Voraussetzung tun. dah die Reichs- rcglerung die Länder finamidl in bie Lage versetzt, bie neuen großen Ausgaben auch leisten zu können. .... K » Staatssekretär Dr. P opitz bestritt das) ber AeichSsinanzminister versäumt habe, sich mit den Ländern in Verbindung -u setzen. Der Minister Mehr berat je tritt heule bei ber Beratung fast sämtlicher parlamentarischer Ausggben b.e finanzielle Sette in den Vordergrund. Jeder predigt dem unteren Sparsamkeit. WM ckber nicht den Anfang bannt machen. Die Gänber buben sich allmählich vol'stänkr.g In bie Vorstellung btneingerebet. datz ihnen ba - A e i ch bie Mittel zur Bewältigung ihrer staatlichen Aufgaben liefern müsse, unb da- Reich wiederum lehnt daS ab. weil fönst das mühsam unb kunstvoll aufgeführte Gebäude der RcichSfinanzen unb des Finanzausgleiches bedenklich inS Danken geraten mühte. Dieser unerfreuliche 3uftanb hat eine doppelte Ursache Einmal haben sich sämtliche Faktoren unsere- öffentlichen Leben- der Inflationszeit an den Gedanken geiDÖUnt. dah wir au allen Gebieten über reichliche Mittel verfügten unb nicht zu knausern brauchten. Von dieser Vorstellung können sich heute noch d.e meisten ®cmelnben gar nicht fr i machen, denn sie geben mit Berlin an der Spitze nach wie vor gewaltige Summen für den Bau von Sport« und Spielplätzen, Station-, Schwimmhallen AuS- ftellungSpalästen ultv au-, d.e an sich 4w'.el oS sehr schön uivb nützlich sind, die man aber IcbheÖ- lich doch bei e.ncm verarmten und verschuldeten Land mehr oder weniger zu den LuffuS- biessährigen Mehraufwendungen aufaebraud)t. tiufterbem seien die Gemeinden aufzerstande, aus eigenen Mitteln auch mir im ersten Jahre die Mehrkosten der neuen Befolbungeorbnung zu Ir •• gen unb auf 6taa t»bllfe angewiesen. Da die Reichsregierung am ablehnenden e'.anbpur.tt rslhal!. |o wird in letzter Instanz der 9t e i d>» t a g hingen zur 2hi magere ber LänderveTwa^ iurrg uiixrlcg: würdeii. Und wo sich gewi i'-e Ab wer- djungen ergäben, würde daS s.cheriich kompensiert durch eine sinngemäßere und organischere ® 1 ieberung. durch eine stärkere Plleze der kulturellen und regionalen Be: - nxutur.gSau* gaben der Länder ober dessen, was von ihnen übrig bleibt unb durch ein reibungsloseres Funktionieren der gesamten Verwaltung-- Maschinerie, innechalb deren ebne q.cich...ästige Dewich^verteilung und ein fvstemarischer Aufbau aller Instanzen biS zur Ab.chzfpihe gewährleistet wäre. Auß«dem wäre zu betonen,, dah den Ländern oder Kultur kreisen in äußerlicher J2n- Lcfymmg an daS System der Äonrnnmalherbänbe JkJ wänschenSwerre Maß von Sell ^roerwaltung dauernd erhalten bieiben mühte. Dann scheint unS die Aufgabe gar nicht fo übermäßig schwer. Eigener Drahtbencht deS „®lcbener Anzeiger-". Berlin, 14. Oft Seil einiger Zeit ist tm Zusammenhang mit den Erörterungen zwilchen Reich und Ländern zur Frage ihre- künftigen Derhältnisfcs eine DtSlus,ion in Gang gekommen. ine nicht mehr und nicht weniger zum Ziele hat al- eine unitarifche Aeugliederung des Aeiche-, ein Auf laugen ber Länder. Zu dieser Frage hat sich gestern ber preuhifche Reichs rat-- Dertrctcr. Ministeiialdirektor Dr. Brecht, in Stet- un gecufeeri, unb er hat dabei als bei onder- gutcr Kenner der Materie eine Aeihe von Bedenken und von Vorschlägen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, bie ernste Erwägung verdienen. . , . .. So geht feine Ansicht z. B. dahur. racht bie lleineren Länder mit den gröberen zu vereinen, lonbcrn im Wege der Perf onalunion Reichs- unb Lä nde r m i n i ste r ihrer Zahl nachzuvermindern - a m t en - besoldung in den nächsten Jahren neunen fall. Die vorhandenen Reserven würden bereit- durch bie selbst ausrecht zu erhalten, fo wünschenswert ist cS auf der aridem Seite, die Kraftquellen nicht zu verstopfen, die in Gestalt der Ei- gcn'ultur, der Tradition, der etammeSdgcnart und der konzentri'chen Wirkung bestehender alter Re- gierungSzentren überall im Reiche vorhanden find. Der Weg zur Erreichung dieser beiden schcuU unS über die Verwaltungsreform zu führen. GS mähte auf beiden Selen, beim Reich und bei den Ländern eine f-r^fälti-x gemeinsame Prüfung darüber stattsini en. welche, auch bisher zentral verwalteten Auf.zaöen sich finngemäh und zweckmäßig de zentraii- firren lassen, und umgekehrt, welche bUjcr pot den Ländern peripher betriebenen Arveiten zwecktnäh.ger in der Synvb einer zentralen Reichsstelle lägen. Ein solck ll>unschzetlel wurde vermutl'.ch ergeben, dast ;« 2bi>au- unb Aufbauxnöglichkeiten ungesähr di« Wage halten, kotz also weder die Länderhauptstädte und ihre Bchöri'e^t um den Verlust einer Da- s«i7-Lberoch:tgung bei einer unilari'chen Reichsanstalten rechnen muh. Die zweite tiefere Ursache deS KonsiilteS zwischen Reich. Ländern und Gemeinden u^er die Bestreitung ber össentlichen Ausgaben l egt tn ber Erzbergerschen Steuerreform DK ja durch bai >og ®teu-'en. DaS hat to'cbei d'.e unerwün ch:e Folge, dah die Stadtverwaltungen daS Gefühl der Derantworlung emgcbuv.t Haven und einfach verlangen, da- Reich müsse ihnen durch höhere Ueberweisung die Mitt«! liefern, auf die sie nicht verzichten zu können glauben. Diese Erscheinung prägt sich deutlich darin au», dah sich jetzt sogar Preuhen und Bayern, die sonst eis.'ntlich in l^der Hinncht als Antipoden gelten können, tm Rc.chSrat bet der Forderung zusamirengesundeii haben, dte Ueberweisung auS der G.nkommensleuer an d» Länkvr um fünf Prozent zu erhöhe^ Der ReichSftnanzminister. der sich der Unterstützung Preuhens sicher glaubte, soll ob bicer Schwenkung keS preuhislom Finanzministers 5)oepker- Aschoff geradezu bestürzt geweseit fein. Wte die Sache auSläuft. muh abgewartet werden, denn auch nach der gestern vollzogenen Annahme eine- entsprvchendeti Reiche r..tSbesch.u"es hat zunächst daS ReichSkabiitelt das Wort, epe tne Angelegenheit an den Reichstag gebt. Man farm eS aber verstehen, wenn dem ReichSftnanz- minifter die Haare zu Berge stehen ob der «vor- deruitgen. Die von allen Seiten erhoben werben. DaS Reich-schulge'etz bringt für den Fall feiner Annahme erhebliche Kosten mit. deren Aufbringung die Länder vom Reich verlangen mit ter Begründung, sie selbst und die Gemein- kvn hätten kein Geld Dafür. Die Beamten- besoldung bcnur.en Länder unb Gemeinden zu dem Verlanaen erhöhter Ueberweisungen au0 tvr Einkommensteuer vmn Reich Von dem ®cf«j- enBDurf über die LiquibationSentschä- btgung ist es in letzter Zeit ziemlich ftiö gc- toorDr.t, Da auch hier d.e Ausbr.n,iung der Mittel erhebliche Schwierigkeiten zu verursachen scheint: wenigsten- steht der Gesetzentwurf noch nicht auf dem Programm für die fur^ Zvifchm- taqung deS ReichSiagcs. So l-änfenssich b»e Sorgen über die um immer Klarheit darüber geherrscht. daß die Rechtsgrundlage für solche Erlasse gegeben war. Die Staatsregierung bat nun die Sk- grün düng de« Urteil» des Oderverwattunasgerichts erst am 27. Juli bckominen. also mir 14 läge vor dem Verfassung.!, ge am 11. August. C» mußte mit der Möglichkeit gerechnet werben, daß eine ganze Reihe von kominmraloerwattungen, die bisher geflaggt hatten, nun nicht mehr flaggen würden. (Zuruf red)te: Da» wäre aber schrecklich gewesen'.). Richtige Politik muß oorbeuaenö lein. Auch dar Interesse der Autoritiri der Staatsregierung erfor- derte es. den einmal eingenommenen Standpunkt durchzuhalten und .zu versuchen, die fehlende Rechtrdasi» nachträglich zu schassen. Da der Landtag nicht versammelt und die Angelegncheit dringlich roar. ist mit Hilfe de» ständigen Ausschusses eine Notverordnung zustande ge- kommen. Die Stadt Potsdam hat nun den S t a a t » g e richt » hos anaenifcn; wir werden abwarten, wie er entscheidet. Meines Erachten» liegt die Nachprüfung der Voraussetzungen einer soich.m Nvtver orbnung dem Staatsgerichtchof gar n.cht ob von einem Eingriff in b i e S c I b ft o e t ro a I • tung kann gar keine Rede sein. Ich bitte Sie jeden. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 14. Oft Wie bereit» gemeldet, fit» bie am 27. September in Prag auf genommenen Verhandlungen der Delegationen für bie beuW tschechoslowakischen Handelsoertragsverhanblungen zimächst abgeschlossen worden Dahn handelt e» sich allerdings noch nicht, wie vielfach in der Oef- femlichkeit angenommen wirb, um den endgültigen Abschluß der Verhandlungen, vielmehr nur um eine Etappe. Die Verhandlungen sollen nunmehr in Gens im Rahmen der Wirtschaft? konserenz fortgesetzt werben, wo sich in dieser Zeit Die Führer der beiderseitigen Delegationen befinden werden, und man hofft, daß es möglich stm roiro, zu Beginn de» Monat» November die Schlußoerhandlungen in Prag au'mcfymen zu können, fo ist damit zu rechnen, daß es Ende de» Jahre» ebenfalls zur Aufhebung des Visums kommen wirb. Dorausfetzring dazu ist natürlich, daß g »f r a ge in einer den bei- nlichen Weise geregelt wird. Der Vater der Vrotkrarte. 3nm Tode Exzellenz Wcrmuihs. (Eigener Drahtbericht de» ..Gießener Anzeigers" Berlin, 14. Oh. AlS ein fast Vergessener ist in Berlin der frühere Reichsschatzseiretär und Berliner Oberbürgermeister Wermuth gestorben. Gr hat eS doch verdient, daß man sich einmal seiner noch kurz erinnert und der Verdienste «denkt, die er sich erworben hat. Gr hat sich seM vielleicht am besten charakterisiert, indem er seinen LebenSe rinne rungeir die Ueberschrift „G i n Beamtenleben" gab. Denn ein Beamter der alten preußischen Schule, allerdings tm besten Sinne, ist er gewesen: ein unermüdlicher Arbeiter, fleißig, gewissenhaft, der seine Untergebenen zur Verzweiflung brachte, wenn er regelmäßig um 8 Uhr morgens auf dem Bureau erschien und dann zu Haufe schon einige Stunden Aktenstudien hinter sich hatte. Dazu niedersSchstsche Zähigkeit und ein Quantum an Energie, daS man bei preußischen Ministern nicht häufig sand. Stein Wunder, daß er deshalb in Ungade entlassen wurde, weil er an dem Grundsatz „keine Ausgaben ohne Deckung" festhielt und die SrbschaftS- ft e u t r proklamierte, die in konservativen Kreien unbeliebt war. Stein Wunder, daß er dann schleunigst, obwohl er politisch den Freikcmser- vativen zuzurechnen war, von den Freisinnigen Berlins al« Oberbürgermeister gewählt wurde. Gr hat in den Kriegsjahren an der Spitze der Stadt gestanden und die Brotkarte erfunden, et hat auch die Uebetleitung zu Groß -Be rlin noch miterlebt. Vach Der Revolution aber verlor er sein seelisches Vleichgewi-^t und ließ fxf) auf öfbetimenle mit den 11 nab rangigen ein. die ihm da« Vertrauen der bürgerlichen Parte.en kosteten und ihn zuletzt zu einem unrühmlichen Abgang zwangen. Die Abschnürung Elsaß-Lothringens. Deutschen Schauspielern wird das Auftreten verboten. Eigene Drahtmeldung de» „Gießener Anzeigers". Berlin. 14. Okt. Die französische 2vegierung hat es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, nicht nur die Slsaß-Lothri.rger auf jede erdenkl.che Art zu verärgern, sondern auch die „befreite Art zu verärgern, sondern auch tne „befreite Provinz" mit einer chinefischen Mauer zu umgeben. Schon bei den Handelsvertragsverhandlungen mußten wir feststellen, wir groß die Abneigung in Paris war, uns Im Elsaß das Recht einzuräumen, K o n s u l a t e zu unterhalten. Obwohl wir außerhalb des Versailler Vertrag?« noch einmal ausdrücklich auf Elsaß-Lothringen verzichtet haben, spielt die Angst vor uns bei den Franzosen nach wie vor eine große Rolle. Fast unmöglich ist es, eine Einreiseerlaubnis nach dem elsässischen Teil Frankreichs zu erhalten. Wenn die Pariser Regierung eS durchsetzen könnte, dann würde sie auch jede Einfuhr von Büchern und Zeitschriften verbieten um die Elsässer dem deutschen Stultur- krels zu entziehen. Jetzt hat der Straßburger Präfekt deutschen Schauspielern daS Auftreten in der elsAsslschen Hauptstadt verboten damit aber gleichzeitig eine unfreuttd- liche Handlung dem Deutschen Reich gegenüber begangen daS noch niemals franzö! Ischen Künstlern Gelehrten, Politikern oder Spor> Sleuten in ^Deutschland Llngelegenheiten und Schwierigkeiten bereitete. Wir bedauern das Vorgehen des Präfekten insofern, alS eS nicht geeignet ist. die Beziehungen zwischen den beiden Rcu^ao- ftaaten zu bessern. Sollte es deutschen Schauspielern weiterhin verboten bleiben, im Elsaß aufzutreten, dann werden wir mrs zu überlegen haben, ob es nicht angebracht erscheint, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. fall», der Rotoerordnung Ihre Zustimmung zu 0tb2Ibg. v. Binterfelbt (BdL) lehnt die Der- orbnung ab und beantragt llebermnking an den Derfassungsausschuß Auch der preußische Innen- mimfter habe nicht nadigcroiefen, baß und warum eine Etaatsnotw^ndigkei für Ne Jlotncrorbnung norm legen habe Die Rede des Sozialde mokraten Lei nert der der Ccrorönung zustimmt, (oft stur- mische Pro'testruse der Rechten aus als er erhärt, unter Echwarzwe.ßrot fei DeutMland zuiammenge- brachen und Rathenau und Erzberger ermordet worben. Auch der Zentrumsabgeordnete Berg- mann stimmt der Verordnung zu. Auch Schwarz- weißrot fei ehren, dem verfasfunasmatzigen Hoheits- Zeichen gebühre aber Achtung. Zu weiteren Lärm- Izenen komm, es, als der Adp v. Campe tet wurde Die Gerne rkschas tSvertreter auf der hiesigen Äcsiferr.v so Herrn arm Müller. Cfoufxnit und er engltt* * Pu'.rvn ro i d e r s p r a ch e n mit großer Helligkeit bvtem Italieni chen Antrag den I bc Micheus ' Tt verteidigte, und ncm-Men darauf, daß e8 sich hier um einen ilcbergrW >S SsndwirtschaftSinstitutS in Rom in bie Stom- petenzen des Jnternarionalen Arbeitsamts handele und daß sich jedenfalls die Arbeitnehmer- organisationen nicht in der italienischen Kom- ml. on vertreten laffen würden. Der Zwischenfall wurde zwar für den Augenblick durch eine Intervention deS geschickten Direktors. Albert Thomas, beige legt, der die Abstimmung über den Antrag deS italienischen Delegiertem, bis zur nächsten Verwaltungsratssitzung im Januar verschob, aber immerhin handelt es sich hier um einen charakteristischen Zwischenfall. Denn fast genau bas gleiche, was sich hier im Rainen des Internationalen Arbeitsamts abspielte, hat sich mit Bezug auf daS Internationale Institut für geistige Zusammenarbeit während der letzten Vöi icr- bundstagung in ©en* abgespielt. 3u den Kompetenzen dieses Pariser ÄnstitutS gehört selbstverständlich wie daS Buch- und ZeitungSwelen, die bildende Saunst und das Theater auch die Kinematographie. Aber Italien verlangte unter Angebot ein.r Kostenübernahme und einer größeren Stiftung von vornherein die Begründung eines eigenen Instituts für Kultur-Filmforschung, also gerade für jenen Zweck, der am meisten geeignet ist. bas Gebiet der geistigen Zusammenarbeit von der Filmseite her zu befruchten. Auch in Genf sand dieses scheinbar so generöse Angebot lebhaften, wenn auch in urbanen Formen gehaltenen Widerspruch und verfiel nach längeren Redekämpfen im Plenum und in den Kommissionen der Vertagung. Dabei wurde dem italienischen delegierten kein Hehl daraus gemacht, daß man die Abiicht einer Abziehung möglichst vieler Aufgabengebiete aus Genf und anderen Zentren nach Rom erkenne und als unfreundlichen Akt gegen die bestehenden internationalen Einrichtungen empfinde. Hier hat sich mm in Berlin auf einem anderen Gebiet, dem der sozialen Arbeit, ein zweiter Vorstoß Italien- in der glei-. chen Richtung vollzogen. Auch wenn beide Versuche zunächst feinen Erfolg hatten, sind sie interessant und bezeichnend genug für das Bestreben des Faszisinus, sich soviel als ohne auf* zufallen möglich, von Genf zu emanzipieren. Der Rakowskikonflitt erledigt. Die Sowjelregicrtmg beruft ihren Pariser Botschafter ab. Moskau, 13. OH. (WTD.) 3n einer von Tschitscherin heute dem französischen Botschafter Her bette überreichten Rote werden die von Fcankreich für die Forderung nach Abberufung Rakowsiis angeführten Gründe für i n feiner Weise stichhaltig erklärt. Tschitscherin und Litwinow hätten in Unterredungen mit dem französischen Botschafter darauf hingewiesen. daß die Abberufung Rafowskis. dessen Bemühungen die französisch-russische Konferenz die von ihr erzielten Ergebnisse in großem Maße verdanke, die Konferenz selbst moralisch schädigen müsse und objektiv nicht ohne überaus ungünstige Rückwirkungen auf ihre fernere Arbeit bleiben könne, weshalb eS die Sowjetregierung ablehnt. auch nur im entferntesten irgendeine Verantwortung für die Abberufung Rakowsfts und deren etwaigen Folgen zu übernehmen. Zieht man dabei in Betracht, daß die von bent sranzö'ischen Botschafter unternommenen Schritte zur Abberufung RakowskiS eingeleitet und begleitet wurden von einer ganz unerhörten Hetze gegen Rakowski, und von unzulässigen Beleidigungen gegen ihn von feiten einiger französischer Presseorgane, die lediglich aus offiziellen Quellen informiert werden konnten, so kann von irgendeiner höflichen Form, in die man angeblich die Forderung nach Abberufung Rakowskis Neiden wollte, keine Rede sein. Die Sotojetregierung stellt nicht in 2lbrede, daß die französische Regierung berech- t i gt ist, zu verlangen, daß der Botschafter eines Auslandstaates durch einen anderen Botschafter ersetzt werde. Sie kann die Tatsache einer derartigen Forderung seitens der französischen Regierurrg nicht unberücksichtigt lassen, trotz der Haltlosigkeit der Motive, die der ©otojetreglcrung bargelegt wurden. D.e Sowjetregierung sieht sich infolgedessen gezwungen, Rakowski von den Pflichten e.neS Botfchaf- terß in Frankreich zu entbinden und seinen Rachfolger zu ernennen, für den sie sich schon jetzt das QIg,.ement der französischen Regierung erbittet. Als Rachfolger Rakowskis ist vorgesehen der derzeitige Sowi.ibotschafter in Tokio, Dowgalewfkh, der von Berus Elektroingenieur ist. Unter der zaristischen Regierung war er wegen feiner politischen Tätigkeit nach Sibirien ^portiert Worden, von too er 1908 flüchtete. Rach der Revolution bekl idete er zunächst Öen Posten eines Volkskommissars für Post- toefen und wurde dann später Rachfolger Viktor Kopps als Botschafter der Sowjetunion in Japan. Der Daroesplan für polen. Tic Beigabe für die amerikanische Ltabilisiernngöanlcihe. Berlin. 14. Olt. (WTD.) Polen hat mit der Llnterschrtft unter feine Anleihe eine A r t von DaweSplan anxnommen und sich zu einer genau geregelten Finanzwirtschait unter Kontrolle eines Vertrauensmannes bet imerikanischen und westeuropäischen Bauten verpflichtet, fo zu einet Reorganisierung feiner Staatsbahnen in der Form der Selbstverwaltung bzw in privaIwins-,östlicher Form. Das polnische Steueriyftem muh gemäß den ..Ratschlägen" des amerikanischen FinauzkoutrvlleurS geändert werden. DaS Kapital bet Bank von Polen soll auf 150 Millionen Floth erhöht werden. Daim müssen die Statuten bet Bank von Polen geändert werden, um die Wahl eines ametikanllchenBetaters zum Mitglied des Aufsichtsrats der BankvonPolen zu sichern Da« Anleihegelb wirb verwendet werden für die Erhöhung des Kapitals bet Bank von Polen, füt die Bildung einer Finanztesetve. füt den Auskauf ber DarlehnSkaf'enscheine. weiter kür die Tilgung ber schwebenden Schuld und bet Rest für Investitionen in Staatsbetrieben und in der Landwirtschaft. Die Rachrtcht von dem günstigen Abschluß bet Anleihevethandlungen hat aus die hie'ige Börse sehr anregend gewirkt. Staatspapiere und Aktien haben reilwei'e bis au 15 Prozent gewonnen Die Aktien bet Bank von Polen erhöhten ftd) hn Ptivatverkehr auf 157. Drängender Rachfrage stand stet« nur geringe* Angebot gegenüber. tn Die Wetterlage Diese Itn JtM" Wn Land & Die strafrechtliche Vereinigung der Berliner Anwälte hat in einer Versammlung fast einmütig gegen die Todesstrafe Stellung genommen. Das Referat hatte SenatSpräsi- ben t § r e n m u t b. Cwenrrw^ Owtrr e* .:. Auch der wirtschaftlich orientiert« y.uricr Po.'?i' be.echnet bie tatsächlichen Kost e n bet polnischen Anleihe auf S Prozent unb stellt fest baß ie höher fei als bet gtgentoärtigi Diskrn'fah ber Bank von Polen. Xk'CttCVDU^tiUviOflC. Cinc Ri^.ne tiefen Druckes erstreckt sich heute von Frankreich in nordöstlicher Richtung über Deutschland. Dänemark. Schweden, die Ostsee nach Finnland hin. 3n ihrem Bereich lassen sich mehrere fiune flache Wirbel erkennen, di« zur Fortdauer b«S wolkigen, nebligen TSktttri führen. Dabei kommt es wettethin, wenn auch nut vereinzelt, zu geringen Riederschlägen. 3m Verlaufe des morgigen TageS bürfte eS nachdem bie Südwestwinde nach Rotdwesten urngedreht haben, zeitweise zur Durchbrechung bet Wolkendecke kommen. Die Temperaturen erfahren zunächst wenig Veränderung. Wettervoraussage für Samstag- Weist wolkig Temperaturen vorerst wenig verändert und nur vereinzelt etwas Regrn. Witterungsaus ichten für S-mntag Wechselnd wollig unb strichwe le Rietet agneigutup Cuittempcraturen am 13. Oktober: mittags 1U ®rob Celsius, abends 6,8 Grad Celsius, am 14. Dtt: morgens 6 Grad Celsius — Erdtemperaturen tn 10 Zentimeter liefe am 13 Oktober abends 8.0 Grad Celsius, am 14 Oktober: morgens 7,1 Grad Celsius- Marimum 11,6 Grad Celsius, Minimum minus 0,7 Grad Celsius. — Sonntnscheindauer. fünf Stunden. ‘•■vSST SÄ ■Ä bitt obtnha» itn 3»btt. Htn • tu« ben -. M nll fei" Di Cit vre boHf eine fi M fiö) Ta bie tmstr Sc Haltern bet versMs w kleinen In' probuktivn I Orienten Dreschmasch Üonbtoirtfd bubet f sie sein st kein stabil trenn sie tltb. In b nicht nur Aus aller Welt. D 1220 in Wilhelmshaven. Das Ozeanflugzcug „D. 122Ö“ überflog Ihm- nerstag mittag kurz nach 12.30 Uhr die Iadcstädtr Wilhelmshaven und Rü st ringen. Rach einem Schleifenflug landete bas Flugzeug an der Seeflicgerablaufftellc. Da aber heftiger Seegang herrschte, war es nicht möglich, an dieser Stelle das Flugzeug zu halten. Daraufhin wurde den Piloten ein günstiger Platz im Binnenhafen angewiesen. Di« Wilhelmshavener Schiffswerft und Mafchinenbau- anftalt, in deren Nähe das Flugzeug landete, hat eine Lichtleitung zum Liegeplatz legen lassen, damit die Reparatur während der Nacht ausgefnhrt werden kann Am Kühler ist ein geringfügiger Schaden entstanden, der dadurch behoben wird, daß man dem Kühler anstatt des Messing- einen Kupferboden gibt. Vekord-Kürbisernle auf dem Hunsrück. Der Hunsrück dürfte in diesem Jahr in bet KürbiSernre einen Rekord aufgestellt haben. So würbe auf einer Feldbesihung in Simmern e n Kürbis von 61 Pfund geerntet, in einem andern Dorfe sogar ein solcher von 84 Plund ®;cre beiben Fälle dürften zweisellotz zu ben Ausnahmen gehören. Belm Spiel auf der Straße getötet. Das Spielen auf Der Straße bat in bem Kochern benachbarten Ernst ein Todesopfer gefordert. Ein 13 Zähre alter Istnrgb. ber sich mit anderen Kindern beim Ballfp'.elen bcrgrtflß.v. wurde von einem Kölner Auto erfaßt unb überfahren. Dabei evGtt ber Junge derart schwere Verletzungen, baß nach kurzer Feit ber Tob eint rat. 3m Pariser Theater .L'Aelier" trat Alcran- der Rloissi in ber Generalprobe vor gelabe- nem Publikum in der Titelrolle von Shakespeares .Hamlet" aus, der in deutscher Besetzung in deutscher Sprache gegeben wurde. Mvisii erntete einen fast noch stärkeren Deik all alS bet seinem ersten AHtretM Tolstoi- .Lebender Leichnam". Wrlt. rrlage. i dem fjunsrüd. , diesem Jahr in der lufgcfttfll haben. So tg in Simmer-.. en niet, in einem andern tm 84 P'und. D e^e isellvS ;u t*n fli* Skale fldöltl Strafe fat in btt ein XoMatftt fr* Ä d« stch eß n bc.-v»1-' «x 9hdMtli|t tt der W mch kurzer dtü te lmt 2Uk> ^wbe vor fro-'t hon 6b* r in btn^t 1 Sprache VS W 5 m «men Äi^rrqjM Wl“, Nridikn, tzdLL ä v^er "fe*«. *S2 . Köchen Qflung. ,. 4*na® "!Mg -er. SÄ 220" überflog fox. 'Uhr die 2adchich üstringen. -ich 15 tTlufljfMfl an brr r heftiger Seegang an dieser Steil« fa i wurde den Mote, mien angewiesen. Kt ■ nnd Daschinendme- ü>UMtz lanbA, fort oh ikgen iGn, damit tiacht aurgeführi wer- ist ein geringtüfiiger rch behoben wird, bah Vkesfing' einen ßupser- kttbofr Ife utg £**•<*.* S der J2*"l und Kreuzplatz 6 Die aut m - mit Tti- Rindb.-Knaben- und Mädchen-Stiefel Gr. 3',38 Gr 25,26 Diese Preise haben nur Galligkeit von Samstag, 'S. di» Samstag, ft. Okldbor Garantie der Haltbarkeit !Or jedes Paar Gegründet 18 8 9 GIESSEN Mausburg 12 ouf UDO Be.Wmiiing f3i JIM Kl M i8£ i Hhb bic bctnmi eoWS u'bo cncr€»uflcn M RJT m itrl rvivf»c cnrt)lalL fruftcnfrinö. M Jvipfl Vnn irnl-Uth'i. Brust- und Vungeniee. T ’ Mb IN — das Wort '"nimmer“ Mädchen rod auch an »roel das lochen kann, für — den Namenszug eoiL auch an «ruel Meinen vauSdai! ne- Lcltcrswca 35. Die zwei Kennzeichen der Echtheil Vor fast 40 Jahren hielt Palmin seinen Einzug in die deutsche Küche. Erfahrene Hausfrauen, denen die Geheimnisse der Kochkunst wie auch die Tugend wohlerwogener Sparsamkeit zu eigen waren, erkannten schon nach den ersten Proben die vieL n Vorzüge dieses naturreinen Fettes* dem (Sc* Seitdem fehlt es nicht an Versuchen, der Hausfrau statt des begehrten Palmins irgendwelche anderen Kokos-Speisefette mit fast gleichklingenden Namen und in täuschend ähnlichen Packungen in die Hand zu stecken. Achte darum beim Einkauf genau auf .. .buioturen unübcrtxorcn tG4«n »reiner Slrantcrtec bei otcltn flrmtT bei eit ^kroniptäpitciL Blmfast u. a. km. ürinfll aarant. reiner DünaetalT unt. Kontrolle der Lanbwlrtfchaftskammcr Diesdaden, nimmt tot eher entgegen bW 17. Oft 1927 Ob«rhessisch*s Samenhaur Kühen, Am Dochenmarft^Telephon 641 Xe letzten ichSnen läge lodten nrtd) hinaus __die Höhen untere- Hein-atgebirgcs ff3 waren wundervolle Stunden die ich im BogclL- Bet:e 'cnde am letzten Sonntag Zwl'chen Ul tl.4u Uhr nachrniNag» -weichen Ä i r d) b e i ir. dolanden nnb dem Donner »berg eine Ins der Provinzsaldavptftadt Gießen, den 14. Oktober 1927 Herbst hn Vogelsberg. Kräuterhaus 3ung (^chuisirahe 5. T t e Schnee Gans zieht Bon andrer in der Dienstag». Nummer veröftentluNeen Mitteilung der hiejigen Tierp'ychologilchen De ob - achtungsstellr Aber den hier am Sonntag de- bbed teten Lchneegonrlchwann Halle tag» darau' auch der DberbffL Hny" 'n Frit^derg Notiz fle- Wammen. (£» ging dem Blatte nun oon emem Xkfer eine sehr imerefiante Mitteilung zu. nach der der twi'chen 6,3h und Stlndlg« kostenlose Beratung für alle FuBleiden nach System Dr. Scholl tt anderer- Orter der Scheuet Umgebung, die für Ne Uebernabme einer Thca eriarten-Be.beftelltzel e Onierc^k haben wögen 'ich an die T-enoaliuag des Sladl-Heaters Wenden bemerkt fei hier noch daft her verhält- Mtw.äftiz frühe Schluß der bet ermäßigten • intrilitpreiftn zugäng.^chen Zrenide'.- vvrste lungen den aufir artigen "^c'udxm die Heimlehr mit den letzten ,^üaen nach allen Aich- ter.pe n hin ermöglicht. Sobald aus den nicht an ;cr Dahn gelegenen, oder von Ära'icag n befahrenen Orten ge-ügende Be.eiligung vor» egt tnrb man beftrebt fein, auch dorthin eine a*r- 1hgt Heiw.kchrmög.ichkeil zu fcha'fen. ^oraotiicn. — Tageekalender für Freitag Äadtthealcr 730 Uhr, „Der Leben»ichuter' sünde gegen 10 Uhr). — Palast Lichtspiele: ,La Bohdme'. — 2Istor»a Lichtspiele „Der Wann au» Lelle 19". Schur Wudgarste geh (blei bai Mele stoben in yw* Trupp* einem grifoercn von enm 40 Tieren und einem kleineren fo daft die 3ahl tr.it fcem in ®te« fern beobachteten 3®fl ibcniild) xft Die Richtung mer oon Norden nach Süden. Der Beobachter fpndx die Bermutung au», bak e» sich am die gleiche Schar bandelt, die um 6.40 Uhr nachmittag» in m efim gdcbrn wurde. Die Tiere batten demnach die weite Slrecke In rund einer Stunde -nrüührte. während ein anderer fich fcsbst um der Lache selbst willen als Humus in Me PNvqsnrche der Pflichter*ullimg leg. um den Wei-en ter .innerlichen Genugtuung z. ecnlen. Denn lebten Endes kommt tm Leben, wie bei der Dreschmaschine alles auf das Sied an. durch das man gerüüelt worden ist um als Doll- oder Hinterkorn feinen Platz auf dem Getreideboden der Domäne „Men'chheif au finden. KJ.G Hinbenburgs Dank an die Landes-Uni verstlär. Aus das Glücllvunschtelegrannn. das S Ortag- nifiAenx der Rektor der <_'cn^eg-Univcrfität Prof Dr. Aosenbcrg anlählich des 80. C*cburt6- tage* des Reichspräsidenten bvn Hindenburg geschickt hat. ist von dem Aeichsprä' t i b e n t e n nachstehendes Dansktclcgramm hier eingelaufcn: .Der AeichSpräfident. Herzlichen Dank für freundNches Mehrgcdenkcn an meinen 60jährigen (Geburtstag. Mit ergebenem Eruh von H1 ndenburg. An S Magnksitzenz den Tteftor bet Hntoct» fität Siesten Herrn Dr. Apsenberg." FremdenvorfteNungen im (Siebener Sladttdeater. Um den auswärtigen Besuchern bet Fremdenvorstellungen im Viestener Ltadithcater die rechtzeitige Bestellung und Sicherung von Platzen zu ermöglichen. hat die Verwaltung unseres etahtthen- ,crs Annahmestellen für Dor ausbe- st e 11 u n g e n auf Theaterkarten in folgenden Orten gefck?a*fcm Braunfels. Butzbach. Dillenburg. Haiger. .Krofdorf. Sich. A'dda. Schotten und Wetz ar. Die betreffenden ök-'d'äTfe in diesen Orten find aus der heutigen Anzeige des etabttbefltert zu ersehen. ____________ !för prima !«n Innenausbau. •* D i e ®eorg • Db(!tpl> • ®all* Straße wird nach der Feriigstellunq des vor einigen Tagen begonnene-.i Aeubaues für Amts- gcrich'srat Änaufi al« ausaebaui zu be^rachwn fern Denn die Strafte auch nicht den Srvxir- hingen entspricht, die man bei ihrer Planung Gr 27,30 55 entsprechend zu handeln *• Der Umbau des Vvlizriamts- gebSudes am Lwilgras-Pb.lipv.Plah ist mm fo tret vorgeschritten daft gestern abend das -halten werden formte. Gin ~ xn.lcktes anneTibchnrrchen auf berg verleben durfte Bei uns im Lahntal brauten die Bebel als ich abfuhr oben auf der Höhe lag blendende Sonne Die Hebel fanden noch nicht den Deg hierher. Der Laubwald hat sein buntes Kleid angelegt Freundlich leuchten die Farben im Degens atz zu dem hü ft em Grün der Tannen im Oberhalb Weil drunten schlängeln sich die I Höhenstrasten um’änmt von Gberefchen. bie in chmuck hcraufleuchten Hier und da steigt in der 5erne der Bauch eines Kartoffelfeuerchens in bie Höhe. Zeichen be« Herbstes Auf den Triften weidende Kühe nd fpielende Anaben. Sin Bild des Frieden-. Doch auch hier herauf finden die Autos gut« Straften, und manchmal zeigt eine Staubwolke, ■ ab auch das moderne Leben in den Vogelsberg schaut 3m fflubhaus auf dem Hohervd-kopf herrscht reges Leben. Etliche Autos halten hier, sogar ün grosse» Derkehrssahrzcug mit Kurgästen aus Tab-llaubv’im. Der alte Llubwirt. Herr Stein (im Mai 1928 werden es 40 Iahre. daft er schon hier oben haust) hat viel au tun. Sr hätte nicht gedacht daft ihm der Oktober noch so viele Gäste befchen Stn Blick vom Bismarckturm auf dem Taufstein über herbstlich gefärbte Wälder, die im Vendfvnnenfchein glänzen, fdÄob unteren ersten Xag 3m Slubhaus sanden wir gastliche Unterkunft. Der noch einigt herrliche Tage In diesem Jahre fern von dem ßarm der Stadt, in der schönen Hatur zubringen will, der lamme und schaue den Herbst im DoaelSberg Dicht lange mehr da.iert's. bann deckt der Winter Wald und Flur mit feinem weiften Laken zu. H. Die Dreschmaschine. Die Drefchmafchine hat. genau wie febe mechanische Konstruktion sonst, eine liefere Symbolik eine finnige Bezüglichkeit zu dem Geben, das sich Tag für Tag um eine Spule wickelt, die unter Schicksal aufrollt. Zwischen dem letzten Aattem deS Selbstbinders (so man groftzügig versähen und der ^iühmaschlne (so man auch im fleinen Anteil an der lebenswichtigen Gesamtproduktion bat) und der — gleich Bergleuten — surfenden Tätigkeit der Ädrtoffelgräber hat die Dreschma'chine die Ausgabe, tote Punkte in der Landwirtschaft überwinden zu Hellen. Lücken- hübet zu sein, damit die Zeit das bleibt, was fit fein foll Produktionsfaktor. Denn fein Kapital verzinst llch besser als die Zeil, wenn sie zu dem richtigen Kurswert gehandelt ^^3n der Dreschmaschine ist bic Zeil nicht nur bares, sondern hochverzinsliches Geld guteKflcfce. T»1.. 1 Hi. Schöner Laden in flutet Geschäfts- laqc nn soltd. Unter1 nehmen für sofort zu vermiete», peietlmung erw. Echr. Angel' u.07426 an ö »ich Ani. erb | Mietgesuche | 2mbent sucht gutes Zimmer NäSe Unioersttät be ttnriuflt. - chrtftltäe (-Hl ■ Angebote mit Vvcts unter KNV7i nfl den «nz TauermieicriiL be- rulctatta fncht für fofen möbl.Stmmtr mit ob ohne Venston ^chr Änqcb u."74.0 an b. Gtrft. An» erb HeiztosZiPiDcr i von einer Etudeniin l tn SHinif»nabe tüt ; etntfle Ltunben tagt. I gef Lchr. rin cb. u. flMlDnb.« teftsstu^ vve dem Hafter kVI 4 ftseW fttnKchellch das Durchg^t geoerkehrs. als auch der dort zu ct*a- lenden Häuter an sie knüvlle. Io kann Ile doch als eine r?rtebmc Wohn'trafte angesch n werden- ffrvunscht wäre es jedoch, daft das an der Kaiscral.ee 'ichende Anw.-s n durch fftn‘rteW- guna und Anstrich dem Stvaftenbild angewaftl tt*ün«e •• Die »ahlen zurllnscsletllenver. H - r m Bahnkörper t o I ouftt* funben. ktzestern vormittag wurde auf dem Ulfen- badndamm zwischen Dutenhosen und ltzieften, unweft an der man nutzer einer Kopfverletzung weitere Be- ichädigungen nicht feststellen konnte Der Tote nntsttr -unachst nn der flundstelle verbleiben, bt» getnm achmittag die gen*tnii8cn T .»«'S *JT •»«* Ws?,? 13 dm n w \ n V?*"**■ vater, Urgroßvater, Schwager und Onkel meo entrissen. Olefien, den 13. Oktober 1927. Krofdorf, Heuchelheim, Schöne Mühle, den 13.0kt. 1927. spenden und Beileidsbesuchen abzusehen. 9624D I Trauer-Bekleidung! Verschiedenes Gießen 9354» Tüchtiger 9337D nefudjt. 07417 äöer-Boririoe benftr. 12, XL etotf. 9340V bote an 9328D beten. 9344c zugeben. 91961) y ZumTaunus 8 Brandgaffe 8 07424 ES ladet freunbL ein Oaftfvirt 5cit>t>. Normal-Einsatzhemden Preiswerte WEINE! Angenehm und praktisch Im Tragen 1.85 1.76 Cadix Sherry R &HULZE / £; tr. 37 II. Oes Hlnmtm Möolf HrnolO, Bresöeo Freunde u. Mäste herzlich willkommen ^QlVWW OfHV Katnrrehie Tisch weine: Sao Anton, rot tief flank «4 . San Anton, rot, extra denke! Pk>r cTEapana, wetB ... Plac d'Eepena, weiß, eitra . Im Namen der Hinterbliebenen: Ludwig Griefibauer. Seltersweg 85 Auswahlen bereitwillige! Gesucht f. ein Ivjähr. Mädchen etne VerkUnferln* Lehrstelle Kost u Wo nung im Hause. RelnbardS- bof. Nieder Erlen» bach (Oberb ). »*el> | Verkäufe | 1 Paar neue la eie- nnnte ganzplättierie «spänuer Kummetgeschirre ?ompL m Aufhalter. Verne und Gebissen, sehr preiswert ab- Gießen, den 14. Oktober 1927. Telegraphenbauamt. Modewarenhaus Carl Nowack 1.I. f. litt Turngang aus den Tünflbcvrt, Sonntag, den 16. X. XbfQbtt 7.50 oornt. Bteberialbob» Um zahlreiche Ve» tetligung roub ne* ESPANA BODEGA COMPAÄA, FRANKFI RT A. H. Alleinverkauf für Gießen und Umgebung: J. M. 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Der Plan über die Aenderung einer oberirdischen Telegraphenlinie an der Landstraße von Reiskirchen km 12,45 nach Lindenslruih km 13,75 liegt bei dem leie- Kübler’s Sweater,Anzüge,Kleidchen Schlupfbeinkleider Hygienisch - Elegant - Dauerhaft 03fTf6H'3ch lljpf hOS6n mitangsrauhtsm Futter 3.50 2.75 2.25 1.85 Oute Qualitäten 1 Aeußerste Preise! „iRapbanofe" Ein Arzt schreibt: . erspart daS teure Rarisbad. erübrigt bei Gallenstein bestimmt die Operation." ferner die anderen Pstanzensäfle: „Älllnai veneuum", „Exaplo“,„Vita- mlnose" u. (L [9346a KrÄaterhan» Jong, Sehalwtr. 5. Herr Ludwig Rinn XIV. jm 82. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Kleine* Geschältshaus mit Laden, in bester BerkehrSlage. biet oder auSwäriS. au taufen gefnchi. Dchr Ang. m. Preis. Belastung ufro. rnt 1*7415 an b. ®- Kn* MWM Sons mit (Barten ob. Lagerplatz zu Kaufengesucht. Schrift!. Angebote unter 92870 an ben Gieß. Anzcig. 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Zahlreiche Äetel« ligung erwünscht. Oer Vorstand. Stadttheater SamSiag, Iß.Cft, 20 Uhr: GinfWunas-Bortrag bev Volkshochschule tm Lingsaale der Oberrealschule über -Das Nathchen von Ocilüronn' tOberstudtendirekior Dr. Baur). Herr oder toe Mir d. Berkaus eines erstklassigen, leicht verkäuflichen täglichen Gebrauchsartikels an Private bei bohem Verdienst gesucht. Aeuherft günft. Bedingungen. Tchr. Ana. u. 91621) an den Gieß An-. Tüchtiger, jüngerer Metzger- geselle zum baldigen Eintritt gesucht. 9210D Karl Boller Gastwirtschaft und Metzgerei. (Sichen, Bahnhosürasre 53/55 Junge Mädchen können das 8!el6ernio(li?n (üble smffineioen bei Meisterin gründlich erlernen Schr. Angeb. unt. 07388 an den Gieß. Anz. Bekanntmachung. Die Lieferung oon 9332C 300 Zentner Hafer ist zu vergeben. Bedingungen können bei der unterzeichneten Verwaltung eingesehen werden. Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift „Angebote für die Hafer- Lieferung" mit dem Muster bis zum24. Oktober 1927, vormittags 11 Ubr, einzureichen. In den Angeboten sind die Bedingungen anzuerkennen. Zuschlagsfrist: fünf Tage. Da-, einzureichende Hafermuster, 1 Kilogramm enthaltend, muß getrennt von dem Angebot verpackt mit der Aufschrift „Mu- fter zum Angebot für Haferlieferung" versehen fein. Gießen, den 13. Oktober 1927. Verwaltung der Deterinar-Inftitute. Samstag, den 15. Oktober 1927 UW. lei Wer zum 1. Januar 1928 , perfekt im HauSbalt, | (jier und auswärts. Buna Liun, D ProDlnjlal'flinOcrüelm sicher 6tr, 74. Jllr kleinen Haushalt izwet Personen) braves, ehrliches 3len;tmööiti?n zum 1. Noo. flci. ot4„ Iran Mar Marum Bahnhofstraße 4. sraiiiitondjn 93570 3l!6tt- und MMlloen-Wl SamStag, 15. Oktober, abends 8 Uhr, im Saale des Restaurants Hindenburg 5.25 4.50 3.95 3.25 Herren-Normalhosen 5.50 4.50 2.75 1.95 Herren-Normaljacken 4.75 4.00 2.75 1.95 Damen-Hemdhosen 3.25 2.85 1.95 1.75 SÄS ;®*ii SSt» Verschiedene! togong >c n n i auf btn $fln»bc\», Sonniak ben 16.1 tlblofoxl : ISBUbtxialbi- \ Um lablrtit ttlllgang w.. beten. I 0005 In^Wtnob. ?ö9erplat> >u ^"“fengeludjt. »nietet « DichL A. Eh ^Ütoh f. 1.8. Samstag abend, ab 8 Mr: Sbiaihdj jtnuht tomi Nii-W mitbeftenßeuftnilirn und (imp-eblunfltn, । vrrleki Im vaufbalt, übern 'Ctlimi pflegt, auch?!achiwache. 'iir bitt und auv'roanx Anna Kinn, Gka benilrJjMietort AM: öotmoote werd, factoemäh "«'»WM |f. nimmt il rtDQ- Ote BlotfRU) itkcbon LM tllkHlgbtfllar V*-JMtmoniunr j(ht '»7 1«TO|. "ItotoVS-'t CO e nt nt 131 1L CD 24 17 Spielitoil im Vtstinsheim ouf dem Dalb» spochlah. zchiichi 3*1; liqung erwinw Oer Jorstand. Städftheater GiofHUruDflS-BoJMI der LoÜShochM - Int LIna'aa e ?» ObrrreajlMüber .TaS liatdlve» von Hcilbrono ,Lveritudiend!ttkr-r Dr. «a°l^ sJfi* . 1.1» ■ • . 125 • • 1.25 • * 1.« *** 15 ' 5 1 1.55 -J lett • i.75 ■; •:: g s 22» ’ . . • * ,1» ' . • 1 220 * , . - ' 22« ,a < Nr. 24t Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dderhesten)Zreitag, H. Gttober 1927 Die Diktatur beginnt! Die Berliner Wonatvschrist .(«(• saß-Loth ringen" i ^etmatft.rnmen" weilt in ihrem Oktoberh« auf die Dikta.urabllchten Frank e.ch« m EI- 'aß-Lothringen hin. die eingeletzt haben, um da- elsaß-lothringische Trlf mundtot zu machen. Die Feinde der eUah-lothringischen Heunat- bewegung haben erreicht, was fie durch wohl- uberkgh Enthüllungen", durch lügenhalte Entstellung der Forderungen des elsaß-lothringischen Dolle«, durch da« laute Gezeter über ..deutsche Vachenlä-alten". durch ihre heuchlerischen Klagen Uber die Gefährdung des europäischen Frieden» und der französischen Sicherheit feit Jahr und Lag dp:bereitet haben! Die sranzösischc öffentliche Meinung ist reif, die von der Regierung für nötig gehaltenen rechts- und gesetzwidrigen HnterbrüdungAmoft- regeln zu billigen, mit denen der Kamps EUaf.- üothringens um sein Recht aus Leben erdrosselt werden soll. Frankreich« ..Prestige" erträgt nicht, daß gegen die Jahrzehnte hindurch verbreitete Legende vorn ..urlranzösischen" Elsaß-Lothringen tue schlichte Wahrheit gestellt wird. Franlreich will dem Rolle, da» e« „befreit" hat, nicht zugestehen, „ach .inen besonderen LcbenSbedtngungen sich zu entfalten. SS darf fein Elsaß-Lothringen mehr geben, fein ellah-lothringische» Voll olS lebendige, volkhast«. seldstbewußie Einheit. 3m Kampf ber Deister und der Ideen setzt die französische Propaganda den Staate anwalt mit dem Hochverratsparagraphen ein. den chauvinistischen Terror, eine be-ahlte Presse. Renegaten ouS aller Herren Länder und bas Heer seiner Spitzel. Die Diltatur beginnt! Minister Tardieu hat es am l. Oktober in Straßburg versprochen, und die französische Regierung hält in solchen Dingen Wort Wider alle Grundsätze eine» Rechtsstaates wird die Herausgabe der ..Wahrheit". deS Blatte« de« ..Elsässischen Oppositlon«blods" Elau« dorn von Bulachs, durch polizeiliche Heber» wachung der Druckerei verhindert. Wider alle Pressefreiheit droht der Straß- burger Präfekt der autonomistischen ..Zukunft" Beschlagnahme an. wenn fie von der neuen .Autonomistischen Partei" oder überhaupt von Autonomie sprechen sollte! Einen unliebsamen Gegner tote Bulach sucht man durch ein Justizverfahren au« der Kampffront feineS Volke« herauszuholen. Man bezichtigt ihn des Verbrechen« der Bedrohung de« französischen Präfekten mit dem Tode! Andere Männer werden folgen: die fran- zöfische Presse fordert längst ihre Köpfe. Schon genügt e« den französischen nationalistischen Verbänden nicht mehr, bah man die Autonomisten Ineble; sie zeigen bereit« auf Führer der größten Partei de« Lande«, auf Dr. Haegy, auf Pros Rvssö. auf andere „Komplizen der Agenten des AuSlande«". In den Augen der Franzosen ist eS fluchwürdig. wenn da« Elsaß und Deutschlothringen ben Schutz feiner deutschen Muttersprache verlangt. wenn da« elsaß-lothringische Voll Aner- fennung al« „nationale Minderheit" von dem gleichen Frankreich verlangt, da« sich vor der Welt al« Vorkämpfer der Rechte und Freiheiten der kleinen Völker ausgibt. Frankreich entrüstet sich über den elsaß- lothringischen ..Separatismus". ES hat vergessen, wa« ihm alsbald nach seiner zweiten Annerion de« Lande« ein Dorkämpser der französischen Büderoberung. der Elsässer Pierre Bucher, warnend zugerufen hat: Sollte Frankreich die besondere Eigenart Elsaß-Lothringen« mißachten, so wären separatistische Bestrebungen unvermeidlich. Roch hat e« Frankreich in der Hand, dielen Separatismus dadurch zu bekämpfen daß e« von «einem kulturfeindlichen Kamp« gegen da« Volkstum der 8. an-Lothrier absteht Roch bieten ihm die Führer der cl'ab-lothrlngischen Heimat- rechtSbewegung immer wieder die Hand zu einer friedlichen Lötung eine« Problem«, da« nicht auf dem Dege der Gewalt, sondern nur auf der Grundlage des naturlichen Rech'« jebc« Rlenfchen und febc? Bolle« zu . 'en i(t Roch fetzen diese verleyerten Auloi.omll:en' ihre Hoffnung auf die Einsicht und den Edelmut Frankreich«, an die wir nach den lahrhunderlelairgrn Erfahrungen ur.'erer Gelchiäue au« dem leidvollcn Ge- 14Id unserer 5>eimat nicht zu glauben vermögen. Die El'ä ser und Lo'.hrinaer außerhalb der Heimat haben die Hn!rr>rüdung herankommen sehen. Sie wissen, baß dcm geschlossenen Ber- nichtunaewillen der französischen Ration ein ebenso einheitlicher Wille zur Selbstbehauptung gcgenübcrgcftclll werke» muß. Cie ve.kennen nicht Frankreich» Hebermacht gegenüber dem zahlenmäßig io viel kleineren Gegner » Naß-Lothringen, sie willen aber auch, baß em Boll, da« um sein Leben kämpft der Sympathien der Welt sicher sein kann, und daß Frankreich einim entschlossenen Dillen e ne« opferwilligen Bolle« gegenüber unterliegen wirb. Politik und Petroleum. Von Arthur L y. In der internationalen Oclbolüd machen sich neue Hmgruppicrungen bemerkbar. Die Ur- fache für diese Verschiebung der Krästeverhält- niffe liegt auf den russischen Erdöl- feldern. Die Scwjel-Hnwn hat jetzt den Wert diese« Besitzes erkannt und umsangreiche Aus» beutung«pläne für die nächsten Jahre aufgestellt. Gegenwäriig beträgt der russische Anteil an der Weiterdölproduktion nur 5 Prozent; er ist aber zur Deckung de« steigenden Bedarf« der in der Rähe liegenden Mä»l»e nicht mehr fcu entbehren. Durch technische Bcrbeiferungcn Aufschließung neuer Felder. Transpotterleichterungen ufw. soll in dem Jahrfünft 192^27 bi« 1931 32 die russische Gesamterzeugung auf 77,5 Mlllionen Tonnen gehoben werden. Die Ausfuhr ist jetzt schon erheblich großer aU in der Vorkriegszeit. Das Raphtasyndikat. die HandelSabtellung deS Petroleumtrusts, treibt ben Ausbau der Abfatz- organifation rasch vorwärt«; sie umfaßt bereit« Dmitschland. Frankreich, Italien, die Türkei und ist- bis nach England, dem Hoheitsgebiet der Shell- Gruppe, vorgedrungen. Ferner steht daS Syndikat seit 1924 mit der Vacuum DU Eomp.. einer Hnlergefellschaft der Standard Oil, in Verbindung, die das russische Petroleum auf den ägyptischen Markt bringt, da sowjetrussische Schisse ägyptische Häsen nicht an laufen dürfen. Dieser neue Wettbewerber wirb von den beiben Oel-Großmächten. der amerikanischen Standard Di! und der englisch-holländischen Royal Dutch Shell -Gruppe viel ernster beurteilt al« die übrigen Heineren Gesellschaften und Konzerne. Seit 1921 herrschte zwischen ben beiden Oel- mächten Frieden. Der Wettbewerb auf ben Weltmärkten war durch Abkommen geregelt. Innerhalb der amerikanischen Gesellschaften — der Rodefeiler-Trust wurde 1911 durch Gesetz aufgelöst erhielt die Standard Oil of Rew - Jersey ben europäischen Markt zugewiesen. Sie schloß mit der Shell-Gruppe einen Vertrag, der die Märkte in Europa unter diese beiden Interessenten aufteilte. Auch für die übrigen Weltmärkte wurden ähnliche Vereinbarungen getroffen. 3m Rahen und Fernen Osten liegen die Abfatzgebiete der Standard Oil of Reu- D o r L Diese Gesellschaft knüpfte nun Verbindungen mit dem russischen Raphtasyndi- kat an. Die Grundlage der Verhandlungen bildete der Vertrag der Vacuum Oil. der eine Das wattburgfest von 1817. Bon Dr. Earl Walbrach. Zur 110. Wiederkehr be« Jahrestages des Dartburgfefte« werden sich am 16. Oktober 1927 Tausende von Burschenschaftern in Eisenach zu- fammenftnben. um diesen Tag ernst und würdig zu begehen, wa« infolge de« Kriege«, da der größte Teil der Burschenschafter im Felde stand, unausführbar war. Deshalb hat man ben 110. Jahrestag zur örinnerung«feier bestimmt. Für da« Wartburgfest von 1817 war der Gedanke maßgebend gewesen, entfprechenb dem Ziel der zwei Jahre zuvor in Jena gegründeten Burschenschaft Einigkeit unter allen deutschen Burschen — b. h allen Stubierenden — zu erreichen. Da das 300. Reformationsjubiläum an allen 13 protestantischen Hochschulen begangen werden sollte, lag es nahe, diese« mit dem Jahrestag der Leipziger Schlacht und dem beabsichtigten Verbrüderungsfest zusammen zu begehen. Die von bet Jenaer Burschenschaft ausgehenden Einladungen zu dieser dreifachen Feier waren aber nicht nur an die örtlichen Burschenschafter gerichtet, sondern in vielen Fällen auch an die LandSmannschafter. Denn das Berfcäl'.ni« der Burschenschaften an den einzelnen Hochschulen zu den dort bestehenden Landsmann- 1 ebaften war durchaus ungeklärt. 2Dahrcnd diese die vergangenen Zeiten der Kommeniherrschast fort Auf üoren bestrebt waren, wollte Die Burschen- Haft sämtliche Studierende zu einer E nheit zu- 'ammenfassen. ähnlich, wie es heute die Deutsche Ztudentenschast tut. Daß es zwischen den am Althergebrachten Hängenden und den reformerisch Ge innten zu dauernden Kämpfen kommen mußte, versteht sich von selbst. Hm nun die dellen Parteien auf der Grundlage gleicher vater- lältdiicher Gesinnung und gleichen Glaubens zu bereinigen, hatte man den Plan „einer ersten freudigen und freundschaftlichen Zusammeukunll deutscher Barschen" auf der Wartburg gefaßt, Mc der freiheitlich denkende Earl August von Weimar gastfreundlich zur Verfügung gestellt hätte. Am 11. August 1817 hatte Wesselhö«: im Barnen der Jenaer Burlchenschast die Sinladun- ccn ergehen lassen. Hnd schon bald darauf konnte man in den Zeitungen Hinweife auf ben großen Tag le'en. Denn „eine freie Zusammen- nnift von D.utschen aller Länder allein um des Battr'.anbe^ willen war diesem Geschlecht eine so erstaunliche Erscheinung, daß fie ihm fast w.ch- tiger vorkam als Die weltbewegenden Ereignisse Der letzten Jahre". Am 16. und 17. Oktober trafen, von schönem Herbstwetter begünstigt. Die Burschen in Eifenach ein, zu Pferd, zu Wagen und viele, wie z.V. die Jenaer und sogar Die Kieler, zu Fuß. Jeder Ankommende mußte sich einschreiben und entsprechend einem Ausschuß-Beschluß ehrenwörtlich Burgfrieden geloben. Die Zahl der Teilnehmer, zu der aber noch später Ein treff ende hinzuzuzählen sind, betrug 463. Von Jena hatten sich auch vier Professoren eingefunden: Frie«, Kiefer. Oken und Schweitzer. ..Der ?8. Oktober brach an. Ein heiterer Herbstmoryen hatte die Rebel der Berge in silbernen Reif niedergeschlagen und von den Stroh- lep der ausgehenden Sonne beleuchtet, glänzte die Wartburg in seltener Klarheit aus dem Dusle der Berge emporsteigend, und al« die heilige Stätte dieses Tages von jedem mit stillem Ernst begrüßt." Hm 8 30 Hhr marschierten die Burschen vom Markt ab. unter dem Geläute aller Dioden und von den Einwohnern deS Städtchens begleitet. Voran schritt Scheibler, der zusammen mit Riemann und Horn als Gründer der Jenaer Burschenschaft gilt, mit dem Burschen- Ichwert; ihm folgten vier Burgmänner, dann Graf Keller, der die fchwarzrote mit Goldstickerei verzierte Fahne der Jenaer Burschenschaft trug, und bann kam der lange Zug bet Burschen. Im Rittersaal war ein Redncrftuhl aufgestellt. ben bet mit dem Eiserne t Kreuz ge- Idbmüdic Lutzower Riemann, nachdem Luther« ..Sin' fette Burg“ verklungen war. betrat, um die Festrede zu halten. Er sprach über d.e Haoct- punkte die'er Ze.er und ging bann zu bem u.cr. wo« jetzt nottue". Er be'chwor die Manen Luther« unb aller für Recht und Freche a gefallenen Helden, und feine Rede klang n da« Gelübde au«, sich lebenslang le.ten zu laf'en von dem Geist der Wahrheit und Gerechtigleit. „Daß wir. alle Brüber, alle Söhne eine« und des eiben Vater lande«, eine eherne Mauer b.lden gegen jegliche äußere und innere Feinde dieses Vaterlandes; — daß nimmer in uns erlösche ba« Streben nach jeglicher menschlichen und vater- ländi'chen Tugend" Tiefe 5huc herrsch»* nach die en Worten. Mc ,cbrn Anwesenden an« Herz gegr.f-en hat- tet ..R. S den q:onen der Hnfltrbl h nun Prof 3 r ; e « nod> einige herzliche Wone. wonach man in den Burghof hinabstieg und sich in Heine Gruppen Bcrlänae r a ng«Hti u»e alle Erddlgebiete Diele leormachistellung wird durch d.e russische Erdöl- inbustr.e bedroht Hier l egt einer der Angelpunkte der eng- li'chen Polittk gegen die Sowjet-Hinon Die Zeit für eine klare Stellungnatzun- th aber noch nicht gekommen; es ist alkk noch in der Schwele und au' Warten eingestellt Daraus crflart sich auch ba* zweideutige Ikrbalten bet englischen Regierung. Da« Sowjet-Svstem wird in der offiziellen Politik sowohl England« al« auch ber Bereinigten Staaten i'erutte.lt; auf wirtschaftlichem Gebiet traut man sich aber ge- genseitig nicht In Lotidon werden sanftere Toi.» nach Moskau hin angeschlagen; unter der Hat tz weist man aber b« Vertreter de« Raphtasyndi- kat« aus Der Honbei mit Rußland 'oll nicht unterbunden werden; die Banken erhalten aber Ai toe 'ung Geschälte mit Rußland nicht au finanzieren D.e Politik Dashuigwn« ist schroff abwcifend. aber die Wirtschaft knüIfl uitmet neue Berbinbungcn mit dem rusfistcheti Markt an. Frankreich geht sein« eigenen Wege. 2« find hier Bestrebungen im Dange, ein Petroleum-Monopol zu errichten und große Lieferu«g«verträge mit bem Raphtafnndikat ab- zu'chlleßen Vie Versuche ber Shell-Gruppe mit Hilf« dienstbarer Prelleorgane bi« Stimmung gegen Sowjet-Rußland nicht erkallett zu lafsen, finden keinen starken Widerhall. Dcw L'einedt ber iKTbuffte Vorstoß be« „Watin", bet vor kurzem große Enthüllungen über sowjettussische Umtriebe in den französischen Kolonien brachte Be. dieser Sachlage spielt bie Sowjet-Unton bie Rolle des Gew nners. Sie hat aber bei ihrer ungünstigen Wirtschaftslage nur den einen Wunsch, die Erdölproduktton und den Absatz mit allen Mitteln zu heben Die Meldungen, bie von Annäherungsversuchen Hvi'chen der Shell- Gruppe unb bem Raphtasvndikat ber.chu n. sind deshalb durchaus verstanbltch Bei einem neuen Oelkrieg kann es nichts gewinnen. Die Londoner Oelkonserenz im Ottober wirb die ä-runblagcn für eine neue Zr^edenszeit finden, die aber mehr einem 'Waffenstillstand ähnelt. Oberhessen. Landkreis liefern n. Großen-Linden. 11 Oft Der Kriegsteilnehmer von 1870/71, Jakob Lutz, dahier, ooll- endet am morgigen Samstag fein 80. Lebensjahr. Der Veteran biente nn 1. Hessen Darmftadti- scheu Jägerbataillon. • Lang-Göns, 14. Oft. Am kommenbett Sonntag rindet zwif^n den beiden Gemeind« tat*- Mitgliedern Anton Müller unb Karl Faber Stich wähl für bie Wahl zum Beige ordne- t e n statt. Als Nachfolger in den Gimeindemt kommt bei der 'Wahl von Müller der Maurermeister Karl Konrad Schäfer, bei ber Wahl von Faber der Händler Karl Rühl in Bettacht. $ Gründe rg. 13. Olt Dte verkehrsreiche Provinzial st raßc Gteßen Grunderg Riüdr Ales.'Id wird augerrbltdlich mix einer staubfreiem Teerung neuangerl4>tet. Gne 2111*101 Arbeiter aus Grünberg haben bter lohnende Beschästtgun: gefunden Dte neue Vater-Hnser-Glvde. die dieser Tage hier K,L»—HII« IM-r/B JO ■■■-■ TU»——— '. ter ber Hochschulen unb auch v eie andere zu einer Versammlung auf der Wartburg ein. wo zunächst bie „Rebe an bie deutschen Burschen" von Prof. Fries burd) Rödiger verlesen würbe, unb bann bet Heidelberger la - roße eine wohlburchbachte 2lnlprache htelt. die man als bie beste Rede des Wartburgsestes bezeichnen bad Sr rief bie Versammelten zur Einheit in L.oöe. Ehre unb Recht" auf unb zum Kampf gegen alle« Hndcutsche. ber von den Hochschulen ausgehen müsse, nm bann das Bewußtsein der Volkseinheit in weitere Kreise zu tragen. „Frei ist ber Bursche nur dadurch, daß er mit allen seinen Genossen in Einem Gesetze vereinigt; frei ist bie Burschenschaft nur bann, wenn fie mit allen übrigen in der Bruderliebe als ihrem gemeinsamen Herzen, in ber Volksseele als ihrem Demexngeiste vereinigt unb gefestigt ist." In den folgenden Verhandlungen Um ba« Verhältnis der Gießener Schwarzen zu ben dortigen Landsmannfchaftln zur Sprache. Es fiel babei manch schades Wort aber endlich gelang doch eine Versöhnung ber Parteien, und einer rief: Kommt, laßt un« alle bem Beispiel ber Gießener folgen unb un« bie Hänb« reichen! Unb Bekannte und Unbekannte brudten sich bie Hänbe unb hielten sich fest umschlungen, unb waren verloren in Freude und Liebe ^lach der Versammlung gingen btc meisten Aum Gottesdienst, well sie ba« Bebürfnul fühlten, bie nun erreichte Einheit vor Gott zu fefhgen. Im Laufe des Rachmtttag« sand noch eine Aus- iprache ber ..Reformer" statt, wo insbesondere bie unter bem E.nsluh Carl Folien« ftehenten .Gießener Schwarzen" für die politische Sntwid- lung ber burschenschaftlichen Bewegung eintraten. Am 20. Oktvber schieden bie letzten Burschen von dem gastlichen Eifenach mit bem Bewußtsein. schöne unb inhaltsreiche Tage dort verlebt zu haben. Und sie baden alle ihr Leüten lang noch gern an ba« Fest zurücfaebachv ba«, wie selbst Gegner erklärten, ohne Mißton verlaufen war. Das Dartburgjest war weniger ein protestantische« Jubelfest — Luther war für bie Teilnehmer, unter denen auch Katholllen waren, vor allem „ber Bettreter g n't.ger unb politischer Lelbftänd.Lkeit seines Volles- —. al« vielmehr ein naf.onale«, denn c« war ba« erste „la« qanj D:u^chlcmd in feiner Jugend feier.«". Unb «eine Hauptbedeutung liegt darin, daß von ba ab Burschenschaft und deutsche Einheitsbewegung untrennbar verknüpft waren. Beiden 'chwedte für Iahrz«Hnte als Losungswort vor: 2inheit und Freiheit be« Bat«<• lande«! eintraf, tourte gestern 'm ten Glockenstuh. befördert Die Arbeiten gestalteten sich nicht ohne Schwierigkeiten. 3umf bevorftehenoen ®rnte- danlsest am Sonntag wird der lange vermiß le Dreiklang unsere- Geläute- zum ersten Male wieder erklingen. D Sich. 13. Oft. 3n der jüngsten Sih ung de- Stadt vor stände« gab *** meister zunächst bekannt, daß tee voraussichtlichen -osten de- geplanten Post neu baue« emlchl. aller Rebenanla^en sich auf 100 003 M. beziffern. Al« Dauplah ist der seitherige städtische Festvlay in der Bahnhofstraße zwischen Wetter und TBetb- graben in Aussicht genommen. Der Wert te« Bauplanes einschließlich der nottoenütgen Ausfüllung bi« zur Strahenhöhe wird mit 10 000 Mr. angenommen. Aach einem vom Hochbauamt (Kiesten ausgearbeiteten Betxruungsplan wird tnc gesamte Fläche zwischen Welter und Weidgraben für den Reubau benötigt. Der Sladtvorstand war . indessen der Ansicht, dah für die hinter dem in Aussicht g-nominellen Bauplatz liegende städtische Bleiche und sonstige Privatgrundstücke ein Weg entlang ter Weiter offen bleiben müsse. 3m übrigen wurde die Herstellung de« Aeubaue« nach den vorgeleqten Plänen genehmigt unter der Doraussetzung, daß seitens der Reichspost- verwaltung eine dem städtischen Aufwand entsprechende Miete gezahll und die Wiele mit ter Stadt vor Baubeginn vereinbart wird. — Als nächster Punkt ter Tagesordnung tefdjafhg'c den Stadlvorstand die Festsetzung der Grundsahe für die Erhebung de« Wafsergeldes im 3 a h r e 192 8. Sin Antrag de« Durgev- meisterS, die Sä Ne de« laufenden 3ahre« auch für das 3ahr 1928 beizubehalten. fand Zuüim- mung. Unterschieden na. 3 60 bzw. 4 SO bzto. 6 bzto. 7.20 bzito 9 *IKV, Familicbi mit 2 Personen jährlich 4,20 bzw. 480 bzw. 6 bzto. 7,20 bzw. 9 bzw. 10,80 Mk, Familien mit 3 Personen 5.40 bzto. 6 bzto. c.20 bAtn. 8,40 bzw. 10.80 bzto. 12.60 Mk., Familien •mit 4 Personen jährlich 6 bzw. 7.20 bzto. 8,40 bzto. 9.60 bzw. 12.60 bzw. 14,40 Mk., Familien mit 5 Personen jährlich 6.60 bzto. 8,40 bzw. 9,60 bzw. 10 80 bzto. 14.40 bzw. 16.20 Mk. und Familien mit 6 und mehr Personen jährlich 7.20 bzw. 9,60 bzto. 1080 bzw. 12 bzw. 16,20 bzw. 16 Mk. Für die Wasserversorgung von Dadeein- richtungen ist pro Kopf ein Betrag von 1 Mk. zu entrichten. Der gleiche Grundsatz gilt für Wasscrspülllo'eNs. Für Gewerbebetriebe, wie Wirtschaften. Bäcker.en usw. sind besondere Zu- scl läge, die sich zwischen 1 bis 20 Mk. bewegen, zu zahlen. Für ein Stück Grostvieh werden 1 60 Mk. für ein Schwein 0.80 Mk. und für eine Ziege 0,40 Mk. b.'redynet. Für Hausgärten wird ein Walsergeld von 2 bzw. 1 Pf. pro Quadratmeter Gar ensläche. für Wasserstrahlpumpen 1 ont., für Kraftfahrzeuge 15 Mk. und für Bauzwecke je 100 Mt. Bauwert ein Zuschlag von 5 Pf. erhoben. Für besondere Gewerbebetriebe, wie Brauereien. GulShöfe, Metzgereien, Gärtnereien und Betriebe mit Dampfkesseln sind Wassermesser vor geschrieben. 3m Falle der Wa'serabgabe nach Messung werden neben der ülli.l cn Wassermessermicte für jeden Kubikmeter In Ps. berechnet. Für Grohabnehmer werden besondere Ermässigungen zugestanden. DieWasser- nicssermiele für Heine Wassermesser beträgt monatlich 30 Pf., für mittlere Wassermesser 50 Pf., während gröstere Messer käuflich zu erwerben sind. Falls di« Wasserabnehiner mit den genannten Sätzen nicht einverstanden sind, ist ihnen die Berechtigung zugestanden, sich auf ihre Kosten einen Wassermesser sehen au lassen. — 3n Anschlust hieran gab der Dürgerrnrisler bekannt, dast durch die Umlegung von Bauland in der Qiäbe der Turnhalle verschiedene Pachtverträge mit Landsiedlern aufgehoben bzw. geändert werden müßten. Es habe sich als noiwendig erwiesen, einzelnen Siedlern sür besondere Aufwendungen an ihren Grundstücken Entschädigungen zu gewähren, die er vorbehaltlich ter Zustimmung des Stadtvorstandes bereits mit diesen vereinbart habe und im gesamten einen Auswand von ca. 100 Mk. erfordern. Der Stadtvorstand stimmte ter Vorlage zu und bewilligte die vereinbarten Entschädigungen zu Lasten der Stadt Lich. Entsprechend einem Vorschlag des Bürgermeistern seyte der Sadt Vorstand den Pachtpreis für das den Sievern zugewie»ene Ersahgelände fest. — Die Stadtverwaltung Iaht zur Zeit einen Teil der O r t ilö ur q> so h r t und zwar die Braugafse und Bahnhof nraße, mtt Kleinpflaster verehen. Der restliche Teil der Ortsdurchfahrt, und zwar di« Unter» und Oberstad'. soll im kommenden .yruh; ah rum gepflastert werden. Die Firma 3ohannes R i del in Ober-Widtershcim hat der S °te zu diesem Zwecke erforderlichen Kleinpflastersteine pro Quadratmeter ,u 6.35 Ml. frei Bahnhof Lich angeboten und gleichzeitig nntgete.lt dah d e Anlieferung in den Monaten Aovember und Dezember 1927 erfolgen könnte. 3n Anbetracht des günstigen Angebots und mit Rücklicht daraus, dast im Frühjahr nächsten 3ahres mit der Um- Pflasterung begonnen werden kann, beschlost der Stadtvorstand, der Firma 3vhannes Aickel zu ihrem Angelwt die Lieferung zu übertragen. Die Verrechnung ter -osten soll zu Lasten des Rech» nungsjahres 1928 erfolgen. — Einem Ansinnen desBundes de u t s che r Dv d e nre s o r m e r. die Stadt möge dem Bund als Mitglied beitreten. wurde stattgegeben und ein 3ahresbeitrag von 15 Mk. ab 1. Oktober d. 3. bewilligt. — 3m weiteren Verlauf der Sitzung wies der Bürgermeister auf die Dedeu tung des Obstbaues hin und beantragte die Anpflanzung neuer Obstbäume an ter Straste nach Ronnenroth bis zum Walteingang und auf dem städtischen Grundstück in ter Kammer. Die Straste könne einseitig mit Apfelbäumen und das städtische Grundstück mit Kirschbäumen bepflanzt werten. Der Stadtvorstand trat in seiner Mehrheit dem Anträge bei. — Gelegentlich ter Feldbereinigung In ter Gemarkung Lich wurden dem Stadtwald im Häuserfeld ca. 6'/- Hektar Ackerland zum Zwecke ter Aufforstung zugeteilt. Durch ten in ter Kriegs- und Rachkriegszeit bestandenen Landhunger ist das Gelände an hiesige Einwohner bis Martini 1927 verpachtet Worten. Da für eine Aeuderpachtung ein betonteres Bedürfnis nicht mehr besteht, beschlost ter Stadtvorstand. diesen Waldzuschnitt in den Fahren 1928 und 1929 mit Eichenkultur aufzuforsten. — Die Bürgschaft für fünf staatliche Daudarlehen, die an hiesige Einwohner gegeben werden, wurde ter Bezirkssparkasse gegenüber übernommen. — Der Oberfeldschütz Christian Ledermann ist mit dem 1. Oktober d. 3. in den Ruhe- st an d getreten. Der Bürgermeister wies daraus hin, dast bei der Aeubesetzung der Feldschühen- stelle zu beachten sei, dast die Stelle zu ten den Bersorgungsanwärtem v^rbehal cnen 6tcIlm gehöre und demzufolge durch das Kreisamt Gießen zur Besetzung ausgeschrieben werden müsse. Der Stadtvorstand nahm hiervon Kenntnis und be- schloh, die Stelle ab 1. 3anuar 1928 mit einem Bewerber zu besetzen, der auch die Stelle eines Daumwärters mit versehen kann. Sein Alter soll nicht über 35 3ahre betragen. — Ein Gesuch des Bundes deutscher 3ugendherbergen. die Stadt möge dem Bund als Mitglied beitreten, verfiel der Ablehnung. Krcis Friedberg pb. Butzbach, 13. Okt. Zu dem heutigen Ferkel, und Rindviehmarkt waren angetrieben 754 Ferkel und. 3 Rinder. Es wurden gezahlt für Ferkel von 4rbTs 6 Wochen 5 bis 7 Mk., 6 bis 8 Wochen 9 bis 11 Mk., 8 bis 10 Wochen 12 bis 14 Mk. und mehr wie 10 Wochen 15 bis 16 Mark. Der Handel war mäßig. Kreis Schotten. =. = Schotten, 13. Okt. Am 25. Oktober feiert der frühere Pfandmeister 3a tob Eise mit seiner Ehefrau das Fest ter goldenen Hochzeit. 4*. Aus dem oberen Vogelsberg, 13. Okt. Heber die letzten schönen Tage hat sich wohl niemand mehr gefreut als ter Vogelsberger Bauer. And am meisten haben sich die gefreut, die mit dem Grummet noch zurück waren. Denn eben ist ja das schönste Wetter für die Grummeternte, iteberall sieht man noch jung und alt beim Mähen. Wenden und Heimfahren. Das Obst hängt noch hier und da, denn auch im Vogelsberg war die Ernte sehr gut, besonders in ten geschützten Tälchen. Besonders reich haben die Rußbäume getragen. Die letzten kalten Dächte, Retel ist nicht auf ter Höhe, haben sie aber schon beinahe entlaubt. Die Kartoffelernte ift nahezu beendet. Leiter war der Ertrag nicht besonders gut. Man findet diele faul? Knollen. 3n ter Gegend nördlich und östlich non Schotten hat ter Hagelfchlag im 3uni mit seinen faustgroßen Eisstücken starken Schaden angerichtet. Das sieht man bei ter Ernte. Auch die Frucht, betonter« Hafer und Gerste, hatten fast leine Körner. Kreis Alsfeld. ö" Homberg a. d. Ohm, 13. Okt. Dieser Tage versammelten sich hier die Mitglieder des Geflügel-, Laninchen- und Bogel- Züchtervereins 19 21 Homberg und Umgegend. Unter lebhafter Beteiligung wurde nochmals über den Zusammenschluß mit den Geflügeljuchtoereinen Schlitz, Lauterbach, Älsfeld und Grimberg zwecks gemeinsamer Abhaltung von Bezirksausstellungen gesprochen und den Mitgliedern diese zu Grünberg vom 7. bis 8. Januar 1928 warm cmpfohlen. Die 7. Lokalschau unseres Vereins wird, wie alljährlich, am 2. Advent (3. und 4. Dezember) stattfinden. Da die Tiere am 2. Dezember durch die Preisrichter für Geflügel W. R e r n - Pohl-Göns und Kaninchen K. Gerhardt- Kirch-Göns bewertet werden sollen, wird die Einlieferung der Tiere am 1. Dezember erfolgen Die Einteilung der Ausstellungskommissionen wird in der nächsten Aersammlung am 6. November durchgesprochen. Zwecks Hebung der Rassegcflügel- zucht sollen in nächster Brutzeit Bruteier guter Rassen verlost werden. Dem langjährigen treuen Rechner des Vereins, Aktuar Kraft, der nach Altenstadt versetzt wurde, ist als Ehrenmitglied ein schönes Ehrendiplom angefertigt worden. ö" Aus dem Ohmtal, 13. Okt. Die Bienen haben durch das schöne Herbstweller noch einige gute Flugtage gehabt, wie sie in diesem Jahre recht selten waren. In den Nachmittagsstun den konnten die jungen Bienen ihren ersten Ausflug machen, der sich an der dichten Bevölkerung der Flugbretter und dem reichlichen Flug zeigte. Aus den Honigenden Herbstblumen wurde noch Honig zur Ergänzung der Wintervorrätc eingetragen. Zuweilen wurde noch reichlich Blütenstaub als gelbe Höschen an den Beinen der Immen heimgeschleppt und zwecks Auffütterung der Brut zum zeitigen Frühjahr aufgefpcichert. Die infolge der Fütterung mit Zuckerwasser angefüllten Waben wurden in diesen Tagen verdeckelt und Dadurch besser haltbar gemacht. Insbesondere war dies in diesem Jahre sehr wichtig, da viele Imker infolge der sich durch die Witterung angehäusten Herbstfeldarbeiten im Rückstand mit der Bienenfüttcrung waren. — Der Schleuderhonig wird schon sehr gesücht und mit 1,80 Mk. pro Pfund bezahlt, wobei der Imker bei der Mißernte noch Schaden hat. Zuweilen wird von Leuten infolge der hiesigen Knappheit die Probe gemocht, billigeren Honig zu bestellen. Meist wird nicht bedacht, daß es Preßhonig — womöglich noch ausländischer — sein könnte, der durch Auspressen von sämtlichen Waben, einerlei ob sie Blütenstaub, breiige Maden ober Honig enthalten, gewonnen wird und infolgedessen dem Geschmack des echten Blütenschleuderhonigs derart nachsteht, daß er nicht gegessen wird. Zur Kennze chnung des echten Honigs hat der Deutsche Imkcrbund durch D. R. G. M. geschützte Einheitsgläser und -dosen in diesem Jahre Herstellen lassen, die durch numerierte Papierstreifen plombiert, den Erzeuger nachweisen können. Im hohen Vogelsberg war die H o n i g e r n t e besser, da durch den Wiesenreichtum und den späteren Schnitt der Wie- sen bessere und längere Trachtverhältnisse waren, wodurch mancher Imker eine Ernte von 15 bis 18 Pfund pro Volk ausschleudern konnte. Kreis Lautcrback). =>.= Crainfeld, 13. Okt. Anfang Ro- vember gedenkt man hier die 40O-3ahrfeier zur Erinnerung an die Einführung der Reformation in unserer Gemeinde zu feiern. Man hofft, daß bis dahin die zur Zeit verwaiste Pfarrstelle, die vertretungsweise durch Pfarrer ® o tt ert mitversehen wird, wieder endgültig besetzt ist. Preußen. Kreis Westlar. WSR. Wetzlar. 13. Okt. 3nDolperts- Hausen wollte ter Bullenhalter feinen alten Bullen, ter seit langem keinen Fahrdienst getan, einspannen. Das Tier tourte wild, zerbrach die Führerstange und nahm den Führer auf die Hörner, warf ihn zu Boden und verletzte rhn durch Tritte und Stöße ganz erheblich. Zum Glück war das Hoftvr ber- schlossen. fo daß das Tier nicht ins Freie gelangen konnte. Mit Mühe konnte es gebändigt werden. - Aus dem - reife Wetzlar. 13. Okt. Die Spätobsternte ist in ten Gemarkungen unseres Krrikes augenblidlid) in vollem Gange. Die hohen Ernteerträge in diesem 3ahre haben lehr geringe Obstpreise zur Folge. Für feinste Taseläpsel bieten die Händler nicht mehr wie 8 bis 10 Mk. pro Zentner, geringere Sorten sind noch billiger, wahrend das Fallobst höchstens mit 2.50 Mk. pro Ztr. bezahlt wird. Genau so ist es mit Birnen, die in erster Qualität selten höher als 5 bis 6 Ml. pro Ztr. verkauft werten. Die Zwetschen kosten nicht mehr wie 8 Mk. Da die meisten Obstzüchter bei diesen Verhältnissen ihr haltbares Winterobst hkmge wie möglich behalten und lagern, gestaltet sich ter Hantel mit Winterobst vorerst noch schleppend. Kreis Marburg. sch. Marburg, 13. Oktober. Zum heutigen Schweine markt waren 1150 Ferkel und 35 Läuferschweine aufflttricben. Bis zu icchs Wochen alte Ferkel kosteten 9 bis 12 Mark, sechs bis acht Wochen alte 12 bis 16 Mark, acht bis zwölf Wochen alle 18 bis 2-5 Mark. Für Lauferfchweine wurden je nach Qualität 35 bis 70 Mark bezahlt. Der Handel war ziemlich flott. ^bcrwcftcrwaldkreis. WSR. Pfeifensterz, 13. Okt. Bekanntlich ist der Dame .Kackenberg" in .Reuhochstein" umgeäntert worden. Runmehr haben die Ort- fchatten Rotzenhahn Atzelgift. Pissigbofen und Pfeifensterz ebenfalls Anträge auf Abänderung ihrer Hamen gestellt. Maingau. WSR. Frankfurt a. M, 13. Ott Di- Gäste eines Restaurants auf der Zeil waren heute mittag Zeugen eines auf reg entern Dorfall«. Kam da ein Herr ins Lokal, setzte sich an einen Tisch, bestellte eine Flasche Wein, und als sich der Kellner eben fortb.'geben hatte, um ten Wein zu holen, kramte ter Gast seine Brieftasche und seine Papiere aus ten Rocktaschen. legte sie vor sich auf den Tisch hin, too er vorher schon einen Revolver nietergdegt hatte. Plötzlich ergriff er b\t Waffe und schoß sich in den Mund. Ra«E» wenigen Augenblicken war ter Gast tot. Der Lebensmüde ist ein Zigarrenfabrikant Grosch aus Kelsterbach. Das den Mann in den Tod trieb, ist unbekannt. Kreis Hersscld. WSR. Hersfeld, 13. Ott. Ein schweres M ngl ü urch. Während tut Igcspann, mlien chederv-Zugheo saht und PoUtom-nen n Wagen driin'.lche -s Landwirtes Peter iX’ getötet. Vie hinter km 23a«i , ebenso Xm X 13. Ott. Di. der 3eU wäret Wnten lodalU. W* sich © enRl c Wein, und atj wen halte, um de, m leine Dricka'ch, Rocktaschen, legte R; ov et vorher schm itte. Plötzlich ergriff i) in den Äund. toat der Sali tot. Agarrm|abnkanl l&ii den Aann in Buntes Allerlei. Vie Beflrcbungrn de» akademischen Au»Iouschdiensie». 3n den Dienst deS akademischen AuStausch- btenstr* hoben Ilch in der letzten 3dt wiederholt narnhast« Künstler und Gelehrte gestellt, um die Bestrebungen dieser Organifation zu unterstützen. So gibt z. B jetzt ertt wieder ein bekannter und geschätzter Pianist für den akadem schen 2Iu*- touschdienst mehrere Konzerte und stellt den Reinertrag zur Verfügung dieser akademischen Institution. Leider sind die Ziel« und Zwecke de» akademischen Austauschbunde L In der breiten Oessentllchkeil noch lange nicht Io bekannt, wie man da« wünschen sollte. Der akademische AuS- tauschdienst will in erster Linie den jungen Akademikern tlc Mögllchke t geben, durch Aufenthalt und Studium im Au-land ihren Gesichtskreis zu erweitern, fremde Menschen. Sitten unb Lebensauffassungen, sowie Arbe tS- und ForschungSmN Hoden kennenzulernen, um ihrem Vaterland durch die gewonnenen 2 ndrücke und erworbenen Kenntnisse dienen zu können. und am Abend an 1 i Saal M j tangegangen. । rsammluna wurde . i hielt. 9cr Iahrd- JeÄöabwtJ Gebiete der 3"^ feit des Landesverem» Berliner Börse. Berlin. 14. Oft (W. T. D Funkspruch, Auf die Meldung von der starken Überzeichnung der Preusten-Anleihe in Amerika ist die Tendenz im heutigen Frühverkehr etwas freundlicher. Das Geschäft ist zwar weiter ruhig, doch werden gegen sonst schon eiwaS mehr Kurse genannt. Hapag 150, Aordd. Llotzd 1515. I.-G-Farben 294.5 295, Rheinstahl 197. GeSsürel 3095'310 und Svenska ländischen Kandidafer. durch besondere Auswahl- gxemten ausgesucht Dem Komitee be» ako- de«nrcher AaSlautchkienKe» mehbren führende Pertc Ich!eiten der Wiffcr.schatt und bei öffentlichen Lebens an. Der Ausbau bte'er Arbeit hängt allerdings ün wesentlichen von den Mitteln ab. die dem Austausch' imst jährlich zu- träge der akademischen Mitglieder und Förderer, durch einmalige Be trägt aber auch durch Unter, stätzungen der Reichs- und Länderbestörden Die bisherigen Srgebn.'»< der TLttgkrit d?S alabeni- 'chen AuSlauichdiensteS lind rech« etfreuh* und 'ruchrbnngend gewe'en Leiter ist aber die Haupt - «chwestcrnoeganisatton des akademischen AuS- tauschdienstc» vorerst nur eine einzige amerikanische Der Gedanke der der deutschen Organisation zugrunde liegt, muff von ihr auS auch in die Organila,tonen anderer ausländischer Studententchasten dringen. Erst wenn dieses Ziel erreicht worden ,st ist em universelles Dirken gewährleistet vier Kinder durch eine Granate getötet In Melilla kMar-kkoi sanden Sinter nif dem Schiestplah eine Granate, die effplodiette. Bier Kinder wurden getötet, drei schwer verletzt. Rekorde be» Stumpfsinn» Zur Zeit be* ersten Aavole^n lebte ein aller Mann der rtm feinem G :ias 6*‘-1 ÄA». S °ÄKS sprechuag wurden hie, nad) tjr,m einlett.mden Referate.» durch» fprochen Das Gesrn zur Be- btt. Kk'ictt in T Nicht Nttt S fit rir Qualität Ü.Z kämpf»'' der ®dt’.c :6rail l:n, lie Mit ar- leit der Inner -a Mi ' on in der sozialen Gericht:' bk Örcogdiftbe ^crlicheru» ,»»: »- tralc die Eoangeillch He mflättengeleltlcha t. ter ^^a:.g7l»sche >'t.f len . U.e chri tltche K.'.- fnrtageweten und an'ere A.nstrrungen innerer Mllfirrsarbeit in Hessen. Den IahreSbencht erstattete Pfarrer Llotz - Frischborn Aus her.» Iahrcsberich: fei folgendes hervvrgehoben: 3m Landesverband find >ur 3eit zufammenge- la lösten 21 B. reine und 27 Anstalten. Der Der- band Lvangelllcher weiblicher Jugend in Hellen sammelte in 15t? Beretnen 4520 Mttglieber in feigem Erholungsheim .OrbiShöhe haben 350 ErholungSdedürltige Pflege gesunden. dr?i Freizeiten landen statt, darunter eine Turn- und eine Stngefrelzeit. Der .Hellenbunb", in dem 83 Vereine zufammengefchlolfen find, hat als Bun- deswaN Missionar IürgenS berufen. Der Hessische Iugendbund für entschiedenes Ehristen- lum hat 50 Ortsgruppen Der Verein .Tabca" in Worms kann von dem Ankaui eines neuen HauleS berichten Ruhiger Fortentw cklung er- freut sich die Arbeit des ölifobdbenftifta» in Darmstadt. Da» S v. Schwesternhaus in Glesten eröffnete im Dezember v. 3. die .Zuflucht Von starker Belegung brr Kinderheil- anstalt .ElifabethhauS In Dab-Rauhcim wurde berichtet 1660 Kindern wurden Karen gewährt. Dem Verband der Erzie^ungSvercine. der in diesem Jahre sein 25jabr.ge* 3ubiläum feiern kann, gehören die Erziehung-Vereine von 21 Dekanaten an; er betreute im Vorjahre 1056 Kinder. Die Srzichungs »nllalt .5^ähnlein' blickt auf eine 75jährige Tätigkeit zurück, ebenso feierte das Zuaenheimer RettungShauS sein 75. ZahreS- fest. Der Oberhesfifche Verein für Innere Mission hosst. demnächst in Friedberg eine Herberge eröffnen zu können. . .'*rbanbe< für , den m i einer n.i den OekanatS- ?. kCi.rn br: Goan- In lebhafter B:- y Nimm nur Famos derGEG, und weg iß alles Waßhiagweh Man bekommt es in jedem Konfumverein. Konsumverein Gießen u. Ifmg. e. Q. m. b. H. Abgabe nur an Mitglieder Im 414 415 Am Devllemnarki hör! nor. Paris flcgai Landen 124.06 Mailand 80.10, Madrid 25 32 und Lrmdvn-Kabel nm 4JK13. Büchertisch. — Georg 6 trellf fer. Der Herr mit dem Iagdkchein" Knaur-Bücher (Th Knaur Rach« Verlag. Berlin W 50L Kartoniert 1 Mark. V.ld und Spiegetbild. daS unheimliche Problem deS D.->ppclgängers. offentkir: sich in den glänzend erdachten Gestalten d-S Buche» Der amerikanische Report er und der auS feinem bürgerlichen Leben entgleiste Milliardärs'ohn beide aut der rastlo'en Iagb nach dem groben Erlebnis 512 — Heinrich von Kleist Dmkmaler- der Deutichen Dich! tung. 64 L. Kl. 8. Kartoniert 0.45 Mk. Ganzleinen 155 Mk. Ausstattung von Prv'eslor Emil PreetvnuS. München — DaS schmucke, schlanke Bändchen kommt eben recht zum ’SO Geburtstage des Dichters al* eine w Ukommene Gabe Und Kleist selbst - sonst niemand hat da* Dort, um die schroffen Konturen seines Verkehrsordnung erfordert Rechts gehen! Bildes zu zeichnen: ein glücklicher Gedanke, denn aut dielen wenigen ©eiten ist vieler enthalten, wa* eindringlicher, unmittelbarer, erschütternder zum Leser spricht. alS manche* dicke Buch. Man findet hier eine Handvoll Briefe, die zum merkwürdigsten zählen. waS der starke Briesbanb auszuweifen hat. den ..GuiSkard". zwei Lzenen auS der ^Penthesilea", wenige Gedichte, ein paar ©ciien Pro'a - zum Abschluh HedbelS schöne* Lonett an Kleist Im ganzen: eine würdig auS- gestalteie. verständnisvolle Auswahl, die Empfehlung verdient. 531 — Hefsifcher Landkalender 1 928. HerauSgegel>en von Kari Esselborn. Darmstadt. T. S Wintersche Buch^ruckerei. Preis 10 Pf. — Diesmal wird der Landkalender in Oberh^sfen besonder* sreudig begruht werden, denn im neuen Jahrgang ist unserer Heimat- provinz reichlich gedacht. Wir finden darin einen LebenSabrist und den Teil e ner Gelbstbivgraphie l.Wie ich Maler wurde") deS in Drost-Lichen geborenen Maler* Ernst Eimer, van dem auch Bllder au* Laubach beigegeben find, ferner eine recht nette Geschichte, wie Äirtorf gern ent Zinnbergwerk haben wollte, ®rinncnrvgcn he* DvmnosiallehrerS Karl Henkel mann, der einen grasten Teil seiner Jugend in Oberhessen verlebt« und auch in AlSseld al* Lehrer wirkte, sowie ein Biographie und Würdigung seiner Verdienste um da* hessische höhere Schulwesen de* Geheimrat* Karl Darleld. der längere Zeit am Siebener Gymnasium tätig war. Dazu kommen zwei nett« Beiträge der bekannten Gi-.ste.ier Erzähler Heinrich DechtolSheimer und Franz GroS. Aber auch sonst bietet der Kalender be* 3et#rcffanien rnel genan t lei mir die Vchisde- rung ovm Leben und Dirken der heiligen Hildegard vnb die Bivarapdie des a'rikanischen Lp:achter.:.er* Pro' Ad- i M.schlüt' öo wird der Landka-e »der diesmal fein Bestreben, em lv.rklicher HauSspeund zu sein, in besonderem Maste verwirklichen können Die Frage, woher in unterer überkritischen und wll'enschastSrellen 3etf dir vkkullistische Belegung kommt, gebärt zu dr» lehrreichsten und fruchtbarsten Fragestellungen für den Kultur- yiÄonker der Gege-u>an Aich nur die C cllung der Diffenschaft »st b.nte dem Okkult t*muS gegenüber eine ganz andere, al* noch vor wenigen 3ahrybnt.»st manch rlei Oesahren für den einzelnen vc.c *ar dir Allgem.inb'tt tn dieser an sjch schon überreizten und krompflgen Zeil erwach'c.i S* Ist deShtl' alS 9r igii* zu werten, wenn endlich einmal in rinnt • itp*r- namhaftesten dnifchen r 6t be Offuttismu*. und zwar An änger und ®:qn.r gleiche tilg. daS Won ergreifen, wie eS soeben I n r tuest en. ve- NTttamen LondThesi .Okkult lSm ue Nr Siiddeutschen Monatshefte (Münchens gescknrht. zumal Vorkommnlffe und Erscheinungen der Irrten Zeit eine neu* und besonder* heftige V>ek1e und Gegenwekle auSgeibst haben. Richt nur bic Fülle deS Stoffe» diese* Helt * ist auster- rrl\~ntltcb. eS überrasch' auch durch seinen rubt- qm Ton und seinen Dedankmreichtum. Alle seine bervarragente.i Mitarbeiter Anhänge- wie Gegner, lind sich offr»bar voll und ganz bew.istt. dast eS gerade bei 0t partpsych.schen Forschung um da* Tief Tic gayt. um da* Wesen deS Menschen. ja alle* Lebenden Runds» K-Proqramm. Samitag. 15. Oftobcr. 15.30 bi* 16 llbr: Die Stunde der Tugend. 16.30 hu» 17.45 Konzen de» HauSovche'er* Wimschnachmiltag 17.45 bi* 18.Ä: Die *»?cfe- ftunN*. 18 45 bi* 19.45 Der Dr et kästen. 19.15 bl« 19.45: .Go da* älteste Brettspiel N-r Welt-. Borirag von Heinz Reuberger N 45 bl* 20.15 Ltunde N1« FronksuNer Bunde* für Volksbildung .Dir Vollöl uhumb weaung . VfNrag von Ve-.irkslrkretar Reuburg. 22.15 bi« 21.15 KonzrN he? Münchner Gitarre-Kammer:rio* 21.15 b * 2215: ilcbertraflung von Kassel Dramitllck - RezitallonSstunde. An'chlirfiend bi« 0J0: Tanz- Programm. ^irrdiflunbrii brr Slrbnflioti. 12 bl» 1 Uhr mittag». 5 bl» 7 Uhr nachmittags Samslaa nachmittag geschlossen Gegen spröde Haut: NIVEA-CREME «Vfcf *o4on und gibt Mmmefwetdien Tcmi HD» T,*ee ca CC «4 MO 01 Sie gehen darin wie auf einem dicken Teppich! Sie spüren keinen Stein und Ihre Füße fühlen sich unendlich behaglich Wie wäre es mit einem Versuch? Wir garantieren für die Haltbarkeit der Sohlen Es genügt anzulegen: I650 1850 Beachten Sie unsere acht Schaufenster Führend in Qualität Auswahl Preis Würdigkeit WM Sommer-f prossen* Auch in den hannäcki^st. FUlen werden in einüren Tagen enter Garantie durch das echte untchldliche Teint rerechönerunit»mittel Venue Stärke B igea trescb.i beeeltici. KeineSchllkur. Preis Mk.2 75. I-t^A] Nur zu haben bei; Dreitrl» tzttv Wtaterketl, KreatpUlx III; Hliiukvi Driiffis, Bellirmi Mi; Br« erle Here WaUealels, H«rktplalz tl. Auto-Neeb 1790. in großer Luswahl. »u billigen preilen. Heinrich Sach JvarMaHe 19. Reparaturen. ™D | Für die anläßlich un-erer aolbenen Hochzeit | t dar gebracht en Glückwünsche sogen wir auf | t bie I liflt 2 931 ID gehänbigt. Der Brief muß späte- Wahltag bei der unterzeichneten 2. Kein Laden. Eingang Ecke VolkSbad. &3M Wegen Ersparnis hoher k-sdeumlots 1 Trepp» hoch Hflj 3. be Vorschlagslisten sind Ungültig, wenn wir auch darum, Fahrgeld möglichst sie verspätet eingereicht werden oder roenr , abaezahlt bereit zu holten 9339C he den Vorschriften des 8 7 Ab« l und 2 Gießen, den H Ohcb r 1927 Trikotagen Normal-Anzüge Steigerung 15 Pf., Gr. 60 Mk. 1.10 mit Klappe, Größe 60 Mk. 1.25 Steigerung 25 Pf. Vorderschluß, kurze Beine Steigerung 20 Pf., Gr. 60 Mk 1.80 Kinderhemdbose weiß, kurze Beine. Vorderschluß Steigerung 30 Pt . Gr. 62 Mk 2.80 F utterschlupfhosen Baumwolle, gute Qualität Steigerung 15 Pf., Gr. 35 Mk. 1.50 Kunstseide, gute Qualität Steigerung 15 Pt.. Gr. 30 Mk. 1.75 Kinderschlupfhose feine Trikotqualität, reine Wolle Steigerung 25 Pt.. Gr. 35 Mk. 3 — Kindergamaschenhosen feine Trikotqualität Steigerung 75 Pt, Gr. 1 Mk. 4.25 MeinMnderWeidiN Kleidchen. Wolltrikot und Häkel kleldchen. feine Neuheiten. Gr. 40-55 Mk. 12 -, 9 50. 8 - Kittel- und Anknöpfanzüge Wolltrikot, feine Qualität. Größe 45-55 Mk. 21 -.18.-,15.-. 13 - Froschanzflge, Gr. 1 Mk. 5.75 Strampelhosen. Gr. 2 Mk 4 50 Spielanzüge. Mk. 9 50. 8 -, 7.50 Waschsamtanzüge, Mk. 16. —, 15 Waschsamtkleidchen in viel.Farbcn Mk. 12.50. 10.50. 9 50 Kindcrmäntelchen mit Hut Eisiell. I,ammfell. Plüsch. Mk 30. . 27 -, 24 . 22 50 Waschsamt mit Hut Mk 22 —, 21.-. 19 - Kieler Anzüge gute Wollstofi-Qua^it., Hose ganz gefüttert Spezialrhärk. .Hamburg Steigerung Mk 1 —.Gr 1 Mk 20 Strümpfe Erstlingsstrümpfe, reine Wolle, weiß u. farbig. Steigerung 10 Pf. Grobe 1 Mk 1 Kinderstri efcstrümpfe Baumwolle, feine Qualität Steigerung 10 Pf.. Gr. 1 Mk. 1.10 reine Wolle, feinste Qualität Steigerung 25 Pf'.. Gr. 1 Mk. 2 — extrafeine Kaschmirwolle, ganz zart und weich Steigerung 30 Pf., Gr. 1 Mk. 2 — Mädchen Strümpfe feine Kaschmirwolle, Wadenform schwarz und farbig Steigerung 25 Pf., Gr. 5 Mk. 3.— Kinderkniestrümpfe reine Wolle, feine Qualität Steigerung 25 Pf, Gr. 5 Mk. 3.50 Kindergamaschen Trikot mit Patentdruck knöpf, feine Qualität, sihwarz u. farbig Steigerung 30 Pf., Gr. 1 Mk. 1.70 Tie Ausstellung ist wieder geöffnet: Sonntags, Montags, Mittwochs und Freitage von 11—1 Uhr, Mittwochs auch von 3—6 Uhr. Eintritt f. Mitglieder frei, Ntchtmitgl.30 Big. 933OC Behörde eingegangen sein. Nachträglich eingehende Stimmzettel sind ungültig. Wahlberechtigten Versicherten, die sich am Wahltag während der Wahlzeit aus jwingenden Gründen außerhalb ihres Wahlbezirks oufhalten, stellt der Wahlleiter auf Antrag gegen Hinterlegung der Versicherungskarte oder der Bescheinigung der zuständigen Ersatzkasse einen Wahl- chein aus. Im übrigen gilt der vorhergehende Absatz entsprechend. Jeder Wahlberechtigte hat eine Stimme. Arbeitgeber, die mehr als fünfzig, aber nicht mehr als hundert versicherte Ungeteilte beschäftigen, haben zwei Stimmen. e?ür je weitere angefangene hundert ver- icherte Angestellte erhöht sich die Zahl um eine Stimme. Kein Arbeitgeber hat mehr als zwanzig Stimmen. Hat ein Arbeitgeber mehrere Stimmen, so hat er jeden Stimmzettel in einen besonderen Umschlag Oberhessischer Kunstverem Von Sonntag, dem 16. Oktober bis 13. November Oelgernalde von (ZLleithan, K.O oerbeder, H^Nueller-Leutert, H.Falk Graphik von Max Slevogt, .Hans Meid, (Smil Orlik ind sie ungültig. Der Wahlberechtigte darf sein Wahlrecht nur in dem Stimmbezirk, in dem er wohnt, ausüben. Die Versicherungskarte muß die Wohnung ausweisen. Es kann nur für unveränderte Vorschlagslisten gestimmt werden: aud) die Reihenfolge der Vorgeschlagenen in der Vorschlagsliste darf nicht geändert werden. Ungültig ist die Wahl einer Person, die zur Zeit der Wahl nicht wählbar ist. Ungültig ist ferner die Wahl einer Per- son, von der oder zu deren Gunsten von Dritten die Wahl redjlsroibrig oder durch Gewährung oder Versprechung von Ge- schenken beeinflußt worden ist, es sei denn, daß dadurch das Wahlergebnis nicht verändert worden ist. 9326a Gießen, den 10. Oktober 1927 Der Oberbürgermeister der Stabt Gießen. I. V.. Dr. Frey, Bürgermeister als Wahlleiter. S-ahungsgemäß scheidet aus dem Vorstand aus: Gg. Veckmann. Aus dem Aufsichisrat scheiben aus: Frau Sofie Meier, Hans Horst, (Hrnst Laudenbach. Die Ausscheibenden sind wieder wählbar. Konsumverein Gießen u. Ltmg. e. G. m. b. H. die gesetzlichen Vertreter geschäftsun- fähiger und beschränkt geschäftsfähiger natürlicher Personen: bie Mitglieder des Vorstandes einer juristischen Person, die Geschäfts- sichrer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die persönlich hastenden Gesellschafter bei anderen Handelsgesellschaften, soweit sie nicht von der Vertretung ausgeschlosten sind: die bevollmächtigten Betriebsleiter. MMlBorWooöWiiiod MIMIMlMRM'iaiM! ffl Auch Sie sollen keine Katze im Sack kaufen! Bekanntmachung, betr. bie Wahl der Vertrauensmänner unb Ersatzmänner in ber Angestelltenver- sicherung. Die Wahl ber Vertrauensmänner und Ersatzmänner findet statt: am Sonntag, dem 27. November 1927, von 11 Uhr oorm. bis 4 Uhr nachm. im Stadthaus, Gartenstraße Nr. 2, Zim- mer Nr. 16 Wahlbezirk ist ber Stadtbezirk Gießen. Es sind zu wählen 6 Vertrauensmänner unb 12 Ersatzmänner. Die Vertrauens- und Ersatzmänner werben je zur Hälfte aus den Versicher- ten, bie nicht Arbeitgeber sink), unb aus ben Arbeitgebern der versicherten Angestellten gewählt. Die Vertrauens- und Ersatzmänner aus ben Arbeitgebern werden von den Arbeitgebern ber versicherten Angestellten, bie übrigen von ben versicherten Angestellten gewählt. Wahlberechtigt sinb volljährige Deutsche, männlichen unb weiblichen Geschlechts, sofern sie zu ben versicherten Angestellten ober beren Arbeitgebern gehören unb im Bezirke ber Stabt Gießen wohnen. Wahlberechtigt als Arbeitgeber sind — wenn sie nicht als Angestellte wahlberech- . n tannen , in ber Weise miteinanber oerbunben wer-1 ben, daß sie ben anberen Vorschlagslisten gegenüber als eine einzige Vorschlagsliste gelten. In biesem Falle müssen die Unterzeichner der Vorschlagslisten oder die Listenvertreter übereinstimmend spate- stens bis zum Ablauf des elften Tages vor dem Wahltag bie Erklärung abgeben, baß bie Vorschlagslisten miteinanber verbunden fein sollen. Andernfalls ist die Erklärung über die Verbindung ungültig. Wirb von den Arbeitgebern ober von ben versicherten Angestellten bis zum Ab- lauf ber Frist zur Einreichung von Dor- fchlagslisten nur eine Vorschlagsliste ein- gereicht, so finbet für bie betreffenbe Gruppe keine Wahl statt. Die in ber Vorschlagsliste gültig bezeichneten Personen gelten bann in ber für ben Wahlbezirk er- forberlichen Zahl in ber Reihenfolge bes Vorschlags als von dieser Gruppe gewählt. Die Wähler haben sich über ihre Wahlberechtigung auszuweisen. Für die bei der Reichsversicherungsanstalt versicherten Angestellten dient die Versicherungskarte, für die Erfatzkaffenmitglieder eine Bescheinigung der Ersatzkasse als Ausweis. In der Versicherungskarte ober der Bescheinigung muß wenigstens ein Beitrag innerhalb der letzten 12 Monate vor der Wahl nach- gewiesen sein. Hat ein Ersatzkassenmitglied noch eine gültige Versicherungskarte, so darf ihm die Ersatzkasse keine Bescheini- gung ausstellen. Die Wahlberechtigung der Arbeitgeber wird durch eine vom Städtischen Steuerbureau, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 13, ausgestellte Bescheinigung nachgewiesen. Die Lrsahkassenmit- glleber unb die Arbeitgeber werden auf- geforbert, sich diese Bescheinigungen aus- stellen zu lassen. Das Wahlrecht wirb in Person und durch Abgabe eines Stimmzettels ausgeübt. Die Stimmzettel dürfen nicht unter- schrieben sein und keinen Protest ober ißorbcbalt enthalten. Sie sind außerhalb des Wahlraums handschriftlich oder im Wege ber Vervielfältigung herzustellen. Den Arbeitgebern ist es gestattet, an Stelle ber persönlichen Stimmabgabe ihren Stimmzettel in verschlossenem Wahlumschlage bem Wahlleiter unter Sei- ügung bes Ausweises über ihre Wahl- ,erechtigung brieflich einzusenden. Die er- orderlichen Umschläge erhalten die Arbeitgeber auf Verlangen von bem Wahl- ic oeripatct cingcrcidit werben ober wenn ! abaezahlt bereit zu halten' " he den Vorschriften des 8 7 Abs 1 unb 2 Gießen, den U Öftrer 1927 ?r hlo.rdnung nid)t 'Ntsprechen und Die Direktion ber städtischen Straßenbahn ' der Mangel nicht rechtzeitig behoben wird | Stolle I Fichtendeckreifer. Bestellungen auf Jlchkendeckreiser werben unter gleichzeitiger Barzahlung beim stäbtifchen Rechnunasamt, Stadthaus Bergstraße, Zimmer Nr. 18, bis spätesten« 18. d. 2H. entgegengenommen. Die Delle kostet, da Lieferung von auswärts erfolgt, einschließlich Anfuhr vor das Hau» 60 Pf. Gießen, den 11. Oktober 1927. 9334B Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Rosenberg. KSS grobe Auswahl für das Kind Baby-Kleidchen und Spiel-Anzüge Ä Sweater, Pullover, Westen, Garnituren (Ä) Kleidchen und Mäntel 0^45-75^.11«.™^ Bleyle’s Kinder-Kleidung ta °»-n Groß« vonäUe Der Verkauf findet im 1. Stock des Neubaues statt! / Bis zur Neu-Eröffnung 10 Prozent Rabatt! Weder wahlberechtigt nod) wählbar ist, wer 1. infolge strafgerichtlichcr Verurteilung die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemtcr verloren hat oder wegen eines Verbrechens oder Vergehens, das den Verlust dieser Fähigkeiten zur Folge haben kann, verfolgt wirb, falls gegen ihn bas Hauptverfahren eröffnet ist: 2. infolge gerichtlicher Anorbnung in der Verfügung über sein Vermögen beschränkt ist. Angestellte, bie nach § 375 des Ange stelltenversicherungsgesetzes von ber Bei tragsleistung befreit sinb, sinb sowohl wahlberechtigt als auch wählbar. Gewählt wird schriftlich nach den Grundsätzen ber Verhältniswahl. Die Wahlberechtigten werben ausgesor bert, bis spätestens brei Wochen vor bem Wahltag bem unterzeichneten Wahlleiter Vorschlagslisten einzureichen, bie von wirtschastlichen Vereinigungen von Arbeitgebern ober von Arbeitnehmern ober von Verbänden saldier Vereinigungen auszustellen sind. Diesen Vorschlagslisten stehen nach 7 Abs. 2 der Wahlordnung solche Vorschlagslisten der Arbeitgeber ober ber Versicherten gleich, die von min bestens fünf Wahlberechtigten unterschrie ben sind. Die Vorschlagslisten sind für die Arbeit lieber unb die versicherten Angestellten ge trennt aufzustellen. Jede Vorschlagsliste soll mindesten» so viel Namen enthalten, al» Vertrauensmänner unb Ersatzmänner zu wählen sind Die Vorgeschlagenen sinb nach Vor- unb Zunamen, Stand ober Berus unb Wohn- ort zu bezeichnen unb in erkennbarer Reihenfolge auszuführen. Eine Trennung ber Vorgeschlagenen nach Vertrauensmännern und Ersatzmännern ist unzulässig. Mit der Einreichung der Vorschlags, listen ist von den Wahlberechtigten ein Listenvertreter unb ein Stellvertreter, die zur Abgabe von Erklärungen gegenüber dem Wahlleiter bevollmächtigt sind, zu benennen. Oie ordentliche MM WWNIIW findet Sonntag, 23. Oktober, mittags 1 Uhr, im Gewerkschaftshaus Gieren, Schanzenstr.is, statt Tagesordnung: 1. Verlesung des Revisionsberichts. 2. Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr a) des Vorstandes, b) des Aufsichtsrats. 3. Genehmigung der Jahres-Bilanz und (Entlastung des Vorstandes. 4. Beschlußfassung über die Verteilung des Überschusses. 5. Ersatzwahl für den Vorstand. 6. Ersatzwahl für den Aufsichtsrat. I. Beratung eingelaufener Anträge. Anträge, die zur Beratung kommen sollen, wüsten bis spätestens 19.'Oktober 1927 im Bureau, Schanzenstr. 16, eingereicht sein. Oer Aufsichtsrat. I. A.: Vetters. „I sind — auch 1 hie gesetzlichen Vertreter geschäftsunfähiger unb beschränkt gcschästsfähi- ger natürlicher Personen, bei juristischen Personen die Mitglieder des Vorstandes, bei Gesellschaften mit beschränkter Haftung die Geschäftsführer, bei anderen Handelsgesellschaften die persönlich haftenden Gesellschafter, soweit sie nicht von ber Vertretung ausgeschlossen sinb. Sinb hiernach für eine juristische Person ober Gesellschaft mehrere wahlberechtigte Personen vorhanben, so borf nur eine von ihnen bas Wahlrecht wetcc< pianino billig zu verm. Zu erfrag, t. d-GeschästS- ftelle b. G.Anz. 07416 Kartoffel- schalen werb, angenommen. Fritz Kesftcr MiaD Neuenweg 33. besichtigen Sie unsere große Auswahl in Qualitätswaren zu billigen Preisen. Für Herbst und Winter: Neue eien. 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Olm kommenden Sonntag trifft auf Heuchelheimer Sportplatz feine erlie Gif die ßelbeÄübiHHjen nut Dolttfache zu >n ist nicht der eigentliche Schüpfer de« baute auf dem alten Freyburger Äi i»fx>’ eine 3dnnerung«»Tutnb scher Schrift die Iafinwvtt« einäemdbelt fiitb: .Die Nachwelt fetzt jeden in fein Shrenrvchf. Taufende von Turnern und Turnerinnen pilgern alljährlich an die Unstrut, um Jahn zu huldigen und an seinem ®r *b neue Kraft zu.n Handeln und Wandeln in feinem Sinn zu sammeln. Jede« Jahr findet außerdem im August, dem ®eburt«monat Jahn«, in Freyburg ein volkstümliches Wetturnen statt zur Srinnerung an den Mann, dem es eine nationale Aufgabe edlen Streben von vielen 'einer W.:Menschen verkannt und fo blieben diesem Mann bitterste Snttäu'chunoen nich, erspar: Wan wählte gegen ihn. man stellte sein Tarnen unter staatl.che Auf ficht, man verbot e« schiietzlch ganz und toarl Jahn in« GefLngni«. All da« Schwere und noch dazu viel Herzeleid in der Fannlie hat Sahn mit Würde ertragen. bU ihm endlich die Freiheit wieder totnfle. War auch ferne beste Man- nc«4eit dahin ’o trat er der alte Frehetts- kämpfet, dem bei der Kunde von der 'Hicberlage von Jena und AucrstLdt in einer Nacht da« Haar ergraute, noch einmal an die Oeffentlch- feit al« Abgeordneter für die Deutsche Qlational» verfammlung 184S in Frankfurt a. M. Hier kämp'te er einen muttgen Kamp' für btt deutsch Lach und für fein höchste« dW. für hie deutsch Einheit. Gereich, hat er e» mcht. die deutsch ®i: bett follte erst später geboren werden aber er ist einer der murrten Streiter dafür gewden das, .dieser Traum feine« erwachenden Vebcn«. da« Morgenrot feiner Sagend, der Sonnenfch in der Manneskrait und der Abendstern, der ihm zur ewigen Auch winkte" *ur W rllichkeit wuich Sahn- prophetisch Worte aber. daß die Nachwelt jeden in fein Ehrenrechr einfetzt, haben sich mit Bezug auf ihn herrlich erfüllt, denn heule. 75 Sahve nach seinem Tod. sind er und lein Werk anerkannt, in der ganzen Welt geachet und geehrt. C. A, L „Wir beide!" Eie blickte ihn fest, etwas spöttisch an. „Also. Sie wollen mich noch Italien führen?" „Wohin Sie wollen — auch nach Spanien, dem Orient .. ." „Ein schöner träum — doch nur ein träum!" „Den Sie jederzeit verwirklichen können, di* donna mia." „Mein lieber Herr Doktor — es ist sehr freundlich, daß Sie sich eines armen Mädchens so annehmen wollen. Über — Cie haben mich falsch eingeschätzt . Denn wir gute Freunde bleiben wollen -- ich lege Wert darauf — sprechen Sie nie wieder davon!" Er wurde um einen Schein blasser: dann lächelte er liebenswürdig — weltmännisch: ,,3d) habe Sie nicht kränken wollen. — verzeihen Sie —" Wenige Minuten später hielt do» Auto vor ihrem Hause. Er hals ihr aus dem Wagen und verabschiedete sich vor ihrer tür mit einem Handkuß. Isa war der Einladung de» Doktor» gefolgt, ob- wohl sie schon seit tagen an einer leichten Erkäl- rang litt. Sei es, daß die Fahrt im Auto ihr ge- schadet hatte, sei es, daß sie unvorsichtig genug war, um jeden kalten Luftzug zu meiden, sie würd'- plötzlich heftiger krank und durste das Zimmer nicht verlassen — Dr. Fielitz, der alte Theaterarzt, schüttelte r denffich den Kopi Eine (9rippe, die gar nicht I icht zu nehmen ist, konstatiert? er. Meiner!» Ne- pertoir schien bedroht. Da entschloß er sich kurz und telegraphierte noch Berlin an einige Agenten. Eine bekannte Berliner Operettensängerin war durch c nen Zufall frei und konnte für eine Anzahl von SorfteUungen gastieren Man beschleunigte die Pro- bcn von Nitouche aufs äuherfte und setzte auch Boccaccio auf den Probezettl' Als es die Heimel vorsichtig Isa mitteille, ehe sie es in den Blättern las, meinte sie Dann ließ sie sich Ichleunigst Dr. Fielitz kommen — er müsse sie gc'und machen, sie wolle ihre Partien singen. „Siebes Kind, daran ist gar nicht zu denken", sagte der alte, höfliche Herr sehr ernsthaft. „Tanz abgesehen davon, daß die Direktton Verpflichtungen eingegangen ist gegen jenen Taft — Sie muffen auch Ihre Stimme noch einige Monate schonen." (Fortsetzung folgt) WErsolgundMe Boman von Robert Misch. Copyright by Carl Dunker. Bert n SW 62. Die 3a-Mannichast tritt ebenfalls auf dem L f B Platz gegen die Zweite Cid)» zum Kampf um die Punkte an Die 1. Iugendmannlchast tragt auf dem Daldspottplatz ihr fäll ge» Diplomspiel gegen die Jugend Daubringtn» au». Spielücreinigung 1900 Dietzen. r>. Mcbertafcbenh wirkte zu Beginn dieser Wockx' die Nachricht vom Technischen Bezirks- ausschuß in Kassel, daß nunmehr Frohn- Hausen an der Dill, infolge eine« erfolgreichen Einsprüche« beim Verband« fuß dal laus- schuß endgültig der 2. Bezirksliga. Gruppe Lahn, zugeteilt sei. dagegen Kirchhain wi.-der in d.e 1. ®aufiaf'e zurückkehren muffe 1 900» ®i«6«n wäre am kommenden Sonntag der i--gner Kirch- Harn« in Kirchhain gewefen. Nun tritt an deren Stelle Frohnhausen. Da« Spiel findet in Diesten statt. Dem Zusammentreffen l^M mit Frohnhaufen mißt man große Bedeutung bei Die Frohnhäufer find ein unbeschriebene-^ Wat. da Ilci n letzter Zeit mchl spielerisch tätig waren. Sn Diesten waren sie in den letzten Iahr-m kaum zu Dost, infolge der Trennung der A-Älaff« in reine A- und Oigarelervemannschiften. Soviel ist nur von den Dülten bekannt, daß sie seit 1925 Meist er der 1. Gaullasse im Dau Dießen-Wrylar sind. Vorige« 3abr schon spielte den Leuten von der Dill da« Mißgeschick einen bösen Streich, denn obwohl A-Nlei ter, unterlagen sie in noch stattsindenden Qual.fikatiorrssp e en sogar ll-Vereinen, und kamen demgemäß um den Aufstieg zur Liga Setzt, nach vielem Projezieren, haben sie e« erreicht. Allgemein traut man dm retour- niertervn Dreßenern «inen Sieg in dieser Ve» gegrnmg zu. trotzdem darf von bcn Einheimischen da« ©triel nicht auf di« leichte Schulter genommen werden. Die Dpielvevei iig > g 19» tritt zu diesem Spiel mit der Mannschaft vom Dvr- sonntag. ausgenommen der rechte Läufer, an. Auch die Leitung liegt abermals in den bewährten Hände» des Schiedsrichter« Hch. Dngelter, Marburg. Vor dem Spiel der Olga hat die Hlb - Mannschaft 19006 Ne 1. Dlf Klein - Lin - den« zum ®cgner, und müßte erwartungsgemäß Sieger bleiben Die 11. 3u g«nb spielt nach dem Liga- spiei gegen t*e II. Äugend vom Wetzlare« Sportverein Die Däst« sollten in der Lag« sein die körperlich schwache Gis vom Platz verein zu schlagen Die III. Jugend hat die I. 3uqer.b von Watzenborn-Steinberg als Dafr, kne bi« Friedrich Ludwig Jahn. (3» feinem Z3. Todestage, i Am 15. Oktober 1852 starb Turnvater Jahn, der .Alte im Barte' zu Freyburg an der Unftrut. wo er In aller Zurückgezogenheit die letzten Jahrzehnte feine« «..-ich beweg.en Leben« verbrachte. 3n Freyburg liegt er auch begraben, hier wurde er am 18. Oktober, dem Tag. von dem er fo oft gesprochen hatte, zur letzten Nuhe bestattet. Die Deutsche Turnerschaft hat ihm Sportvereins auf den bi« jetzt in der A- Klasse führenden Z. E. Aßlar. Aßlar hat bi« jetzt, außer zwei „Unentschieden", sein« sämtlichen Spiele gewonnen. M.t 8 Punkten liegt es vor Niedergirme«. da« 7 Punkte hat. Heickxlheim liegt an dritter Stelle mit einem Spiel mehr uni» 8 Punkten. Gewinnt Aßlar diese« Spiel, so ist ihm die Meisterschaft ziemlrch sicher. Nur Am Abend saß Isa neben dem Doktor in einer kleinen Parkettloge de» üppigen, strahlend erleuchteten neuen Hause» der schönen Bäderstadt. Sie be- wunderte die rassige Darstellungskunst der berühmten Sängerin, ihre prachtvolle, große Stimme, deren Schmelz freihd) schon etwas g litten hotte, was die Italienerin aber durch ihre fabelhafte Technik und dramat'sche Kraft ersetzte. Nach der Vorstellung nahmen sie noch einen Imbiß in einem großen Hotelrestaurant ein. (Eine internationale Gesellschaft, die Damen in großen Toiletten, die Herren im Frack, soupierten hier bei den «längen eines kleinen Zigeunerorchester- Neu- Stenge Blicke streiften Iso und ihren Begleiter, der Irüße mit einigen Bekannten austauschte Isa fühlte sich angeregt durch die Oper, von diesem eleganten Baum und seinem vornehmen Publikum Sie batte bas Gefühl, daß sie hierher gehörte und bewundert wurde. Und mit einem prickelnden Behagen, halb Stolz, halb Verwirrung, fühlte sie die Augen ihres Kavaliers triumphierend und bit- lend auf sich ruhen. Sie drängte aber bald zur Heimfahrt, nippte auch kaum on dem feurigen weißen Burgunder, den er hotte kommen tqffen. Spät erst brachen sie auf. Schweigend saßen sie im Auto nebeneinander, während die Bäume dcr mondhellen Thausiee durch die Fenster schnell, fast gespensterhaft an ihren Augen vorübergütten. Es war olles wie ein Traum. Sie schloß die Augen — verworrene Bilder jagten durch ihr Hirn. Sie wachte plötzlich auf und entzog dem Doktor ihre Hand. Ein Frösteln befiel sie — sie hustete leicht. „Die kalt dos hier ist! Es scheint, ich habe mich Er zog die große Felldecke H5her über ihre Knie „Ich hoffe nicht", sagte er lievenswürdig. „Aber dos Äfima am Rhein ist um diele Zeit wenig günstig — kein richtiger nordischer Winter und doch kein Süden." „Ach ja — der Süden! Dann werde ich ihn ein- „Mein Gott das hängt doch bloß von Ihnen ab. In wer. gen Monaten sind Ihre Verpflichtungen hier zu Ende — auch wäre es mir em Leichtes, Sie früher freizumacher ... Das meinen Sie, wenn wir der Sonne nachreilen? Dir beide ..." Immer*, woraus er auch nie in seinem Leben Anspruch erhoben hat. 3m Gegenteil, er wußte die Verdienste ferner Vorgänger auf dem Gebiet der körperlichen Srz.ebung fehr wohl zu schätzen. Aber da« Wort .T-irnen" stammt von ihm, er hat für die Verbrettung de« Turnen« gesorgt, er hat die Begeisterung für alle«, wa« mft dem Turnen verbunden fein sollte, entfacht und zu einer gewaltigen Flamme emporlodern [affen. Mit Unrecht hat man in unserer Zeit die Jünger 3abn« vielfach nut al« die .Deräte- tutner'* bezeichnet und unter 3ahnschem Turnen hauptsächlich da« Turnen am Neck. Barren und Pferd tx-rftan>en. Sine Erklärung findet dieser Irrtum wohl darin, daß der Ausdruck .Turnen" gerade zu her Zeit, alÄ 3ahn di? einzelnen Geräte ersann, allgemein« Verbr itung sand und daß da« Geräteturnen sich noch h?uke bei den Turnern großer Deliebtbeit erfreut. AI« aber John 1811 in der Hasenheide bei Berlin seinen ersten Turnplatz errichtet hatte, da betrieb er volkstümliche Leibesübungen und besonder« Spiele. Laufen. Springen und Wettern bildeten einen wesentlichen Bestandteil bei den Hebungen in der Hasenbeide. Wie ja nb ehaupt ba« ganze Turnen für Jahn lediglich r.n Mittel zu körperlicher, geistiger und seelischer Erziehung, sowie Rückkehr zur Natur bedeutete. Auch da« Frauenturnen kairn fein« Qlnfänpe auf Zahn zurückführen. Obwohl ihm noch nrcht etn allgemeine« deutsche« Frauenturnen vorich^'te so dachte er doch schon an di« Einführung de« Mädchmttrmen«. denn «r schrieb: .Die Leibesübungen bleiben in den Mädchenschulen nicht ausgeschlossen". Befonder« beherzigenswert sind für unsere Tage die Worte. He er hn^usugte: .Freilich müssen sie mäßig und weibp.ch betrieben werden". Jahn ist aber keineswegs etwa nur .Turner gewesen. Cr sah seine Lebensaufgabe nicht allein in der allgemeinen Sinsührung turnerischer Hebungen sondern sie waren ihm nur em Weg der zu höheren Zielen führen sollte Mehr wett al« die Körperbildung wir ihn die Formung der Seele, die Bildung de« Geiste«, die Erziehung zu einem wahrhaft deutschen Mann. Er wollte durch eine harmonische Bildung de« ganzen Menschen die Jugend zu träftigern Dienst für da« Volk erziehen. Durch Wort und Tat fetzte er sich mit Nachdruck dafür em. daß die Liebe zum deutschen Volk und zum deutschen Vaterlande geweckt unb erhalten Hiebe. Volk und Vaterland waren ihm der Inhalt feine« ganzen Denken«. Sinnen« und Streben« Leider wurde Jahn, der wohl ein rauhe« und nicht immer ansprechende« Aeuhere« hatte. In feinem „Ja — aber ich habe ihn ausgcladit und fort- gcjdjicft, habe ihm alles das selbst gesagt, was Sie ihm oder mir sagen tonnten; daß gerade wir in zwei so verschiedenen Welten leben." „Meine liebe Isa!" Er tätschelte erleichtert ihre Hand „Ich will ganz offen sein, Herr Kommerzienrat — nicht, weil Sie sozusagen mein Wohltäter sind" ... ihre Lippen kräulelten sich malitio». — ..Diesen Kamps würde Ich aussechten — Jugend gegen Alter und Vorurteil! Aber ich liebe ibn n.cht und bin noch nicht fo weit, an eine Versorgung zu denken. „Ich schätze Sie desweaen um so hoher, immerhin, wenn Sie einmal Hilfe brauchen, einen aufrichtigen Freund ..." „ . , „Ich danke Ihnen — aber ich hoffe nicht, datz dieser Fall eintreten wird. Noch glaube ich an mich, und schlimmstenfalls ... Sprechen wir nicht mehr davon!" „Nur noch eins: wenn Eberhard noch ein- m a l —* „Ich glaube nicht — es war eine kalte Du'chc. Herr Kommerzienrat. Jedenfalls würde ich ihm immer dasselbe sagen und schreiben " — Al» er gerade gehen wollte, kam die Heimel, die Isa, da der sonntag für beide probe- und spielfrei war, zu Tisch geladen hatte. Zum Abschied drückte der Kommerzienrat ihr mit einer jeremoniöfen Vcr beugung die Hand und murmelte in der Tür noch leise: „Sie können stets auf mich rechnen Leben Sie wohl, Fräulein Isa! — Ich freue mich, daß ich meiner Frau und Ihren Eltern so Günstiges über Sie berichten kann." — „Das wollte denn der alte Herr von Ihnen?' fragte die Heimel neugierig. „Doch nicht bloß Ihnen Komplimente machen?" Da erzählte sie ihr alles. „Na ja. Sie konnten auch gar nicht anders —: lind da der Eberhard noch ein Jüngling i t, der noch viele Jahre von fernem Vater abhängt, so ist es gut, daß Sie sich das aus dem Kopfe schlagen." Niebcra.r-.nes kann ihm bann gefährlich wer» bcr.. Wird Hc.:che^detm aber C - er dann kommt es mit e.ncm L?i«I mcOt auf 10 Punkt, al!» 2 Punkte vor d.-ilar. Damit waren dann w eder Aus'ichtcn auf d <- 2Heiflerkba't auch für Heuchel- »ende flinke Mann'cha«t wae ihr an Technik fehlt, ersetzt fie durch 0 er und Draufgängertum. 3n dtt en Punkten ist sie genau da« C'-cgtnteil von Heuchelhc.m. Al« aberkannt beste technische Wannlchaft ;n Ihrer Etappe frlelt Heuchelheim besonders >m C.arm zu w ich Finden «ich die Einheimischen schnell und lassen fe sich nicht da« Softem de« v\'gncr« aufdrängen, bann mühten ihnen hie Dünkte 'icher km. Die 3 to e . t e Heuchelheim» s. c.t in Loi - la r. 3m Vorspiel gewannen d.e Heu - : c ::iet auf eigenem Platze knapp 2:1. Die Derbandsspiele im Arbeiler-Turn- und Sport und. Die r.reULaffe. £ Am Sonntag sind die beiden Äre.iaia..n- lchaftrn Dießen und Heuchelheim ft el- frei. Beide nehmen in bvr Take le eine t. bt unterfchiediche Stellung ein Dährend eS Dießen gelungen ist. in Au«wir»ung der i. en erfolgr. ichen Sp.ele bi« zu dem cri: ea . .atz aufzurücken, kann Heuchelheim vom Tad«...'i.e de nicht loSkommen. Ohne irgendwelche Aussicht nimmt d.e'e Mannschaft den vorletzten Platz ein, und wenn sie ihr letzte- L.nel. gegen den derzeit.gen Tadellenletzten Dorl eim, ver.t ren sollte, droht der Abstieg an die letzte Stei « 3m einzigen Spiel der 1. Grup. e (leben s.ch Westend und Dorheim gcg. ,r : t; ungeschlagene Tabellenerste und der 'Tabellenletzte. Jede« Wort über den Au^an-z erübr.gt sich. West end spielt viel zu routiniert, um sich über- raschen zu lassen, auch bann, wenn die Mannschaft junge Spieler ausprobieren sollte. Die erste Dezir'sklasse. Die Spiele der ersten 7c rloklaffe n chcrn sich langsam dem Ende. Auch hier hat es mit den letzten Spielen in der S / e ',r.cppe einige Veränderungen gegeben. So hat sich Wiefeck bi« auf den dritten Platz berau gearheilct und kann diese Position wesentlich versteife: wenn die Mann'chaft in ihrem in den letzten Spi. en gezeigten Elan nicht erlahmt und am komi. enden Sonntag gegen den Männer-Turnverein Marburg siegreich bleibt Die Maraurger sind, zumal auf eigenem Platz, kein zu unter» schätzender ®egncr und e« bedarf aller Anstrengungen der Wiesecker, diele« letzte Spiel für 'ich siegreich zu gestalten. In der Defamt.«Wertung sind die Wiesecker unstreitig di« Besiercn: mit einer Niederlage ist nur bann zu rechten, wenn bk Mannschaft versagt ober die Nerven verliert. Mit grdtzter Spannung wird bex AuSgang de« 3ufairanentreffcrx« der beiden Lokalgeaner Naunheim und Wetzlar etmartet. H er führt nah ohne Dcrlustpunkte Naunheim Ob btt Wetzlarer Ochsenwtefe ihnen -um Derhängni« wirb? In Wetzlar setzt man bte grüßten Hoffnungen auf einen siegreichen Ausgang, schon deshalb, um die Niederlage gegen 'ZDlefevI etwas weniger schmerzlich erscheinen zu la,fei -loch dem Stand ber Dinge follte man Naunheim einen knappen Sieg zumuten, ebenso mdgltch ist aber ein nicht minder knapper Sieg der E:n- heimischen. In Lollar steht ebenfalls ein recht iniete linier Kamps zu erwarten, schon allein deshalb, weil hier zwei Mannschaften mit gleicher Sv el- tveise sich gegenüber ft eben: Lollar und Alsfeld. Beide Mannschaften verfügen über eine zähe und ausdauernde Schnclltgke.r. sow «inen schußfreudiaen und schußf.cheren Sturm. Da« ilebergewuyt liegt aus Lollar« Seite! bi« Mannschaft sollte auch gewinnen, falls es Alsfeld nicht versteht, den zur Zeit in bet ßollaret Wannfchaft bestehe den Mangel in der Besetzung be« Postel des Torhüters zu seinen Duns en auszunutzen. Aus dem Turnqau Hessen llngaru'i <*.llnflarili ttigl Unganft A Zucf. 51 <■. luct 8 «ne I f/. btifli. € «’t SRumäni «7. Siu« VSll 1913 Ma tnn<6 yunburg.Hu frmb -Suda jBrtbeuKfbe' “Ultutffr ton 6ai iee*tV ut lemfl 1.' Teat.fr * Ttlontm Irrlbnet f «"ttlbeuti RetaUbonl *d4«banf D, Ä Xe 21 hl et lurlol-Sit ?en9tn. «x y ®e'l*n s SC?«1 £?r. 1DcP WfI u5|a zugl 5U Zahn- J #ht * K Ae ■ynträg; / ?,.jro4 e erhöhu^- Verlin, it S‘;N e” »Starker SÄ1 >ibt ^ach t»»? Mwr>-n ™ mW LhöD KdilaiiD" iw 2mnla-- « amet' Bffikanilches *:jt>rige 6d ubtrnomn • Lerei W) dem Abj Wkl hat sic *t5 Io otrl ii.i nicht in Hirn Jahre' ^ngeminn t * gesrdl'che aü| neue Nec A^chästsjahr Nd)3ltC9. ' Eise Orige ®c «vhlwerlS ifllb letzte Olbar. se Mommtapi 16 Mill, ti pttalerhöhr die Fahri mit Germania Marburg 5 An- hen hat. Tore 14:5 23:5 14: 41 6:8 7: 17 13:26 Gegner und sollte die Verbandsspielrunde einem Sieg abschlrehen. Punkte 7 6 6 5 2 2 Sp ele 4 5 5 4 5 Dom Fußball in Hessen-Hannover. In diesem Jahre hat es zunächst den schein, al- ob sich daS StLrkeverhältni« in beiden Bezirksligagruppen etwas verschoben verteil! sich wie folgt: Verein Fulda 03 Kassel Sport Tura D. s. V. Gießen larS und Vaunhei m« v Unternimmt Wiesecks nach Marburg in kompletter Aufstellung, so sollte sie über die dortige Zweite triumphieren. G r 0 h « n - L i n d e n ll und Haucheiheim ll werden sich in Grvßen-Lindeo ein ruhiges und saireS Spiel liefern, bei dem der Sieger noch nicht ganz sicher vorauszusagen ist. Die Jugend» und die Schüler-Spiele. Wieseck« Jugend führt nach Leun imb sollte mit einem Sieg und reichlich erzielten Toren heimkehren Sin scharfes Spiel verspricht daS der beiden Jugendmannschaften Wetzlars und Haun» heimS zu werden, bei dem Wetzlar die meisten Chancen haben sollte. Wenn Gießen« Jugend in der seitherigen Aufstellung der Jugend Heuchelheims gegenübertritt, so haben die Dorstädter am meisten Aussicht auf den Sieg. Ungewiß ist der Ausgong beS Spiels zwischen den Jugendmannschasten FronhousenS und Steinbachs, obwohl Fronhausen auf eigenem Platz ein kleines Plus hat. Hachborn bleibt aus eigenem Platz gegen Alten-Vuseck unbestrittener Sieger. Die sich im ersten Spiel gut eingeführten Schüler Grohen-Lindens haben in L 0 1- I a r anzutreten und eine schwere Aufgabe zu lösen. W i e s e ck s ungeschlagene Schülermannschaft hat im letz:en Verbandsspiel Daubringen als Den verbandSspielsreien Sonntag benutzen Dießen lh und Heuchelheim 1 zur Austragung eines Getelttchaf'.sfvicls auf dem Sportplatz Trieb Dir Frage ^id> dem Sieger stvl man bei solchen Spielen gar nicht N^en. sondern von beiden Mannschaften ein gutes Spiel erwarten. das feinet Zweck, für den Sport zu werben, erfülle. Heuchelheim wirb zu diesem Sprel rmt stark verjüngter Mannschaft antreten, VewetS genug, ba'r) von der Seite nicht das Hauptgewicht nach Gewinn oder Verlust gelegt wirb. Die Spiele der unteren Mannschaften. AlS wichtigste Begegnung ist daS Spiel zwischen Daubringen I und Rvdheim 1 anzusprechen Aus eigenem Platz dürfte Daubringen als der voraussichtliche Sieger angenommen werden. während Rodheim sich mit zäher Energie gegen eine Aiederlage wehren wird. Burkhardsfelden 1 hat den Tabellenersten seiner Klasse. Leun I. alS Vast. Die auswärts abgetragenen Spiele finden bei Cnm zumeist geringeres Interesse, so dah Burkhardsfelden bei äußerster Anspannung nicht ganz ohne Aussicht auf Erfolg sein wird Einen ungewissen Ausgang muß man dem Spiel der zweiten Mannschaften Wetz - Jn der Aordgruppe steckt der vorjährige Meister Kurhessen Kassel mit zu wenig Spielen noch zu sehr im Hintergrund. Als hartnäckigster Gegner fimgiert diesmal nicht der Spielverein, sondern Hessen 09 Kassel, die eben auch noch an der Spitze liegen, am vorigen Sonntag aber durch die immer als ernster Gegner zu beachtenden 05et au« Döttingen mit einem nicht alltäglichen 5 5-Ergebnis einen kostbaren Punkt verloren. Beachtlich ist auch, daß Kurhessen heute schon relativ 2 Punkte besser steht als die führenden P9et. Der kommende Sonntag bringt eine rein Kasseler Begegnung zwischen Spielverein und Hermannia. Sieger wird normalerweise Spielvercm bleiben wenn auch knapp. Der Meister Kurhessen startet in G ö 11 i n g e n gegen die 05 e t in einem Kamps, den er ernst nehmen muß. Man kann Da ist in erster ßtnte der Ausfall von „Spor t" Kassel, die am vorigen Sonntag mit einer 0: 7-Aiederlage gegen den S E. 03 Kassel von sich reden machten, während letztere in diesem Jahre au» besonders gutem Holze geschnitzt scheinen. Vach durchschnittlich 4 bis 5 Spielen pro Verein läßt sich Immerhin ein gewisser lieber- blick über die allgemeine Lage gewinnen, ohne aber damit bereits Zukmisislorbeeren zu verteilen. In der Südgruppe sichren die immer zu fürchtenden Fuldaer Borussen vor dem oben erwähnten S. T. 03 Kassel. Aber Fulda ist zu unberechenbar, trotzdem sie bis heute noch keine Viederlage zu verzeichnen haben. Am Sonntag debütieren die Borussen in Kassel gegen Tura. Ihrem bisherigen Abschneiden nach sollten sie Steuer bleiben. Aber eS ist auch leicht möglich, daß die Gäste am Sonntag ihre erste Enttäuschung erleben. Die Südgruppe hat für un« besonderes Interesse, weil in ihr unsere beiden Cafinfret Vertreter D. f.B. Gießen und Germania Marburg enthalten sind, die sich bis jetzt bedauerlicherweise nicht so recht durchsetzen konnten. Der derzeitige Tabellenstand um diese Zeit eine Veranstaltung durch, an der einige schweb che Leichtathleten keiinahnten. und bezeichnete die? Veranstaltung als „Sereinstampf“. Die DSB. sah sich aus diesem Grunde gezwungen, den Stettiner Verein vorläufig zu suspendieren. Peltzer nach Amerika und Au ralien. Der deutsche Meisterläufer Dr. Peltzer. der soeben aus Wiborg zurückgekchrt ist. beabsichtigt. demnächst eine Veise nach Amerika und Australien anzutreten. Der Zweck dieser Weltreise ist. wie Peltzer erklärt, „der Spur des Sommer« zu folgen und der heimischen Winterkälte zu entHieben“. Bekannt ist daß Peltzer lange Zeit braucht, um in Form zu kommen. AuS diesem ®runbc wählt er die etwas egen- artige Methode, in wärmeren Ländern zu über» wintern, damit er im Juli August de« kommenden Jahre« in Amsterdam in denkbar bester Verfassung ist. Der Stettiner will über Reu- yvrk und San Franzisko nach Australien fahren, wo er eventuell e.ntge Male an den Start gehen will. Der 5000-Meter-Rekord anerkannt. Die von D. Kohn (Teutonia Berlin) am 21. August 1927 in Paris mit einer Zeit von 15:03 erzielte Höch st lei st ung im 5 0 0 0 • SW e • ter - Lausen wurde von der DSD offiziell a n erkannt. Dor der Fertigstellung des Amsterdamer Stadions. Bei einer Besichtigung des im Bau befindlichen Amsterdamer Olympiade-Stadions wurde von maßgebender Stelle erklärt, daß daS Stadion am 1. November in der Hauptsache fertigge stellt sein wird. Nach diesem Termin seien nur noch kleinere Arbeiten vorzunehmen. die noch etwa drei Monate in Anspruch nehmen würden. Wie man von maßgebender Seite des Hiebet- ländischen Olympia-Komitees erfährt, 'ollen gewisse Schwierigkeiten, die sich in der Frage des Baues eines besonderen Olympia- SchwimmstadionS ergeben haben, in der Weise gelöst werden, daß in der Bähe des großen Olympiastadions ein sog. „beri :rma- nentes" Schwiminstad.on gebaut wird, das nut während bet Olympischen Spiele in Gebrauch genommen unb nach beren Beendigung abge- rissen wirb. Diese« Stadion soll etwa 7000 Zuschauern Platz bieten. Wie der Weltrekord int Speerwerfen verbessert wurde Die fabelhafte Leistung des Finnen Pent- t i I a e. der am Sonntag in Wiborg fast die 70-Metet-Grenze streifte, ist die achte Verbesserung des E p e e r w u r f - W e l t - rekotds. der seit zwanzig Jabren bedeutende Wandlungen durchgemacht hat. Die bisherigen Rekvtdttäger waren: 53,90 m Lemming (Schweden) 1906 57,33 m Lemming «Schweden) 1908 57,91 m Koczan (Ungarn) 1909 60,64 m Koczan (Ungarn) 1911 61,00 m Saatisto (F.nnland) 1912 62.32 m Lemming (Schweden) 1912 66.10 m Myrrä «Finnland) 1919 66 62 m Lindström (Schweden) 1924 69.88 m Penttilae (Finnland) 1927 Die ersten Rekord träger warfen noch nach dem sog. „schwedischen Stil . wobei der Speer am Grifsende ungefaßt wurde, während man sich bei dem heutigen „freien Stil" des Mittelgriffes bedient. Schweizer Ringer in Westdeutschland geschlagen. Die Auswahlmannschaft der Schweiz wurde auf ihrer Rheinlandreise von dem S. C. Siegfried Koblenz beim zweimaligen Durchringen der sieben Gewichte mit 24:4 recht hoch geschlagen und erlag bann noch gegen K. 6. D. Euskirchen 17:7. Vorher kämpften die Schweizer in Mainz, wo der recht starke Mainzer Athletik-Sportverein 88 nur knapp mit 13:11 gewinnen konnte. Max Schmeling nid)t mehr deutscher Meister. Max Schmeling hat durch feinen Manager. Artur Bülow, der Doxsport-Dehörde Deutschlands die (Er. fläruny abgeben lassen, daß er zu dem am 30. Ok tob er in Leipzig angcscßten Kampf gegen Dom- gargen seinen Meistertitel nicht verteidige, da er bis zu diesem Termin noch nicht das Halbschwer. gewichtslimit bringen Tonne. Die Boxsportbehorde mußte daraufhin auf Grund ihrer Satzungen Schmeling den Titel eines Deutschen Meister» im Halbschwergewicht absprechen, der damit wieder frei geworden ist. Vermischtes. Sin erfolgreicher Scheckfchwkndler. Die Berliner Polizei sucht nach einem stellenlosen Kellner Max Speidel aus Zweibrücken, der In zahlreichen mittleren Stabten Beträge erschwindelt hat, indem er in Geschäften kleine Einkäufe machte, mit einem ungedeckten Scheck bezahlte und sich bi* Differenz zwischen dein höheren Betrage des Schecks und dein Cinkaufvdetrag herauszahlen ließ. Nachdem fein erstes Scheckbuch, bas von einer Bochumer Bank stammte, aiifgebraucht war, gelang tung der ehemali naliaen Festung 6 bren breit- Reichsehrenmal, unterbreitet Dost e i n zum der Stobt Verdienen n. Für Befriedigung der Eß- und 3 1R 265 Gast- und Schankwi es ihm. nacheinander in Minden unb KreseG Scheckbücher der dortigen Sparkasten zu erhalten: ebenso wurde ihm in Stendal von einer Bankfiliale unb tu Aus dem Statistischen Jadrstuch (in seien nachstehende Dngaven ei bas letzte Blatt des oorhergehen- hin anstandslos ein neues «check- mit dem er sich jetzt nach Berlin Projekt ist an den Reich« kunstwart toller geleitet worden. Die endgültige Entscheidung über dir Errichtung eine« Reicheehrenmal« dürfte tm nächsten Monat vorn Reichstag geToffcn werden. Im engen Wettbewerb stehm Berka, Lorch und Riederlahnstein. Berlin hat 51 Theater. 97 Varietes und 340 Aino». Ein neues Projekt für das Rcichsehrenmal. Rachdem sich die Frage der Ervchtung eine« Reichsehrenm.vs kurz vor der Entscheidung be- smdet. hat ein neugegründeter Inter- essentenver band unter Führung des Bürgermeisters Wagner von Ehrenbreitstein der Regierung ein neues Projekt, nämlich die Llmgestal- den Unterricht der Jugend sorgen 845 Schulen mit zusammen 11509 Klassen: m ihnen wurden 362 557 Schüler unb Schülerinnen von 15 033 Vehr fräften unterrichtet. Die Zahl her Berliner Aerzle betrug am Stichtag 5621. Die Zahl der voll» a p 0 t h e k e n betragt 364. Vie Stadt verfügt über 22 städtische Darmbadeanstalten. Luckenwalde auf den Scheckbuches buch ausaesolgt. gewandt hat. entnommen: Zur Unterhaltung der Berliner unb her Gäste bet Leichshauptstabt ft eben insgesamt 51 Theater, 97 Varietes unb 34Ö Kinos zur Verfügung. Zur Wirtschaft. Erzfrachtensenkung für das Sieg-, Lahn- und Dillgebiel. Man lchreibt tm«: Die vom 1. Juni 1926 ab dem Orsberg bau an Sieg. Lahn und Dill gewährte Aeichch- und Staatebeihilfe hat mit dem 30. ©eptenbet 1927 ihr Ende gefunden. Die tn diesem besonder- gelagerten Falle außerordentlich günstigen Folgen der Subvention für die gesamte Wirtschaft de« AotstandsgebietS sind befannt. ®ine rüm» läufige Entwicklung ist unr»ermeihbat. wenn nicht schnellstens ein mindesten« teilweiser Ersah den Beihilfe durch Begünstigungen anderer Art geschaffen wird. Vach Lage der Sache erscheint eine Wiedergewährung der Subverrtion völlig aussichtslos; angängig, notwendig und am schnellsten durchführbar ist aber eine we tere Fracht» begünstigung. Aichsig ist, daß die ReichSbabn für Sieg»^ «Zahn- und Dillerze bereits besondere Ausnahmetarife erstellt hat. Vach Ansicht her Re ck,-» bahn-Verwaltung sind die jetzigen Tarife nach Abzug der DerkehrSsteuer nicht höher als die entsprechenden DvrkriegStarife. D.ese Rechnung kann aber nicht anerkannt werden, weil es für die Wirtschaft lediglich darauf ankomnN. vxi« insgesamt für 6te Beförderung be-ahlt Wird (Fracht und VerkebrSsttmer). Früher belief sich die durchschnittliche Frachtbelastung in der Ver- kehrSbeziebung Slegerland-Ruhrbeztrk auf 163 Pfennig, heute auf 2 Psg. je tkm Von der heutigen Frachtsatz kommt allerdinas noch der seit Ende 1926 gewährte geringe Mengenrabatt in Abzug, der sich bei der normalerweise erreichbaren größten Versarrdmenge von 105 000 t monatlich auf nur 5.95 Prozent (daS ergibt ausgerechnet rd. 1,88 Pfg. je tkm) beläuft. Der -Rabatt müßte ». D auf 18,5 ProzeM (— 1 63Pfg. je tkm) erhöht werden, wenn Me Vorfri)g«tähe in der gekennzeichneten DerkebrSbeztehung erreicht werden sollen. Zutreffend ist. daß der Bergbau an Sieg. Lahn und Dill nicht mehr selbständig, sondern z. T. in Händen der Hütten» Werke de« Auhrbezirk« ist. Der ©ruhen- besitz verteilt sich auf fast alle großen Hütten. Infolge dieser Besihverhältnisse will die ®i*en- bahn offenbar die Sorge für eine Aufrechterhaltung de« Erzbergbaues den beteiligten Hütten überlassen, die — wie die Reichsbahn glaubt — vermöge der eigenen ©rsför'erungen in der Lage feien, al« Ausgleich die Preise der AuSland- erze in gewissem Maße zu regulieren. Diese Einstellung bedeutet eine Verkennung der Weltmarktverhältnisse Die im Ber- «lcich zum gangen deutschen Erz bedarf doch nut unbeachtlichen Erzmengen aus dem heimischen Aotstandsgebiet können (einerlei Einfluß auf d.e Erzveltmarktprei e aus üben. 5Xe Preislage bet Eisen hü ttenerzeugnisse verlangt ge ueterifch. die billigsten Erze zu verhütten. 3m Falle der Gewährung von Zuschüssen der Hüttenwerke an die Erzgruben im Sieg-. Lahn- und Dillgebiet würde der Dezua und die Verhüttung dieser Erze im Vergleich zu anderen Erzen verlustbringend sein. Die Hk tt belfer bi- fähigkeit der Eisenhütten würde beeinträchtigt. Aus dem besonder« herforgehobenen biftiaeft Ausnahmetarif für Minette zleihen die Aichr- hütten keinerlei Butzen, weil e5 sich lediglich um einen Wettbewerbstarif gcv;ei den Wa'ferweg handelt. Die Hütten bezieh n die Minette auf dem Rheinwege ebenso biuig Gerade die Reichsbahn hat in vorliegende» Falle die Pfl.cht zur weiteren frachtIichen Begünstigung der Erze aus den Rot- ftanbsqrbieten, weil fic im Falle eine» erneuten Rückganges der C chärderung durch träne- portoerluftc selbst den größten Schaden hat Dee mein' 9. Oktober steht die Marburg V. f. B 6 Tore 16:11 12:12 20:9 Spiele 5 6 Punkte 8 8 8 Verein Gießen 1900 Wetzlar S D. merken. Dach dem Stand vom Tabellenspitze wie folgt: Kurheffen als Sieger ansprechen, aber auch hier nicht bedingungslos 05 ist eine sehr eJrtac Els. die sich in eine unbezwingliche Stimmung h' spielen kann. Gegebenenfalls natürlich, ilnb auf Kurhes'en waren sie immer schlecht zu sprechen. Bleibt noch zu erwähnen, daß die im Vorjahre fo gefürchtete Göttinger Svieldereini- g u n g diesmal anscheinend mit dem verkehrten Bein ausgestandcn ist. Ihr Punktgewinn ist bis jetzt gleich null. Die Tabelle: OckerLhausen, Syrborn, Franlenbrrg Butzbach folgen. Frohnhausen ist heute noch vhn. Spiel. MW. Der Deutsche Futzball-Bnnv. 6683 Vereine mit 873 874 Mitgli dern umfaßt der Deutsche Fußballbu:'. ö nach den Stand vom 1. Januar 1 92 7. An 473611 Meisterschaftsspielen waren 11 840 275 Spieler. Schiedsrichter und Linienrichter beteiligt. Die hierfür verwendete Zeit betrug 17,7 Millionen Spielstunden. Giehener Schwimmverein. Am Dienstag gelangte im hiesigen Hallenbad das Wasserballrückspiel der Jugend de« G. S. V. und deS V. f. D. 05 - K u r h e s s e n, Marburg, zum Austzrag. Mit 4 :1 gewann die Gießener Mannschaft (Tor: CRiim; Vecieidg.: L. Müller. Gg. Herbert: Sturm: Rau, Schaum) etwa« überlegener als beim Vorspiel in Marburg: jedoch zeigte sich die ilebcrlegenbelt erst in der zweiten Halbzeit, in der die Marburger, die bei Halbzeit mit 1:0 führten, ziemlich nach- ließen, während die Gießener sich erst jetzt einigermaßen zusammenfanden. Das Spiel wurde zeitweise recht hart durchgeführt und bot keine besonderen Leistungen. Man sah deutlich, daß mit recht wenig Ueberlegung gespielt wurde. Am Mittwochabend trug der G. S. V. tm Wetzlarer Hallenbad neben einigen Wettkämpfen ein Wasserballwettspiel gegen S. 6. P o- seidon-Wetzlar aus. das er mit 7:2 ganz überlegen gewann. Die Gießener (Tor: MertenL: Verteidigung: Zimmer, S6)neider: S.urm: Rau, Dr. Eck) hatten das Spiel jederzeit in der Hand. Der Gießener Sturm war fast immer zuerst am Ball und zeigte ein recht gutes Stellungsspiel. Die Verteidigung deckte nicht immer genügend ab, so dah die Wetzlarer auch zu zwei Torerfolgen kamen. Gefallen konnte in diesem Spiel eigentlich nur Dr. Eck. In einem Freistilschwimmen 90 Meter siegte Rau- G.S.V. in 1 Min. 9 2 Sek. knapp aber sicher, und ohne sich ganz au«3ugeb:n. vor Baumann -Poseidon Wetzlar (1 MinH,8Sek.): Schaum- G.S.V. konnte in diesem Rennen nur den 3. Platz belegen. 3m Brustschwimmen 90 Meter zeigte Mar E 0 u r t i n - Poseidon. Wehlar. daß er immer noch etwas kann. Mit einem guten Startsprung setzte er sich an die Spitze und hielt den erzielten Vorsprung von etwa einem Meter bi« in« Ziel. Ze ten: 1. Courtin 1 ;23.2; 2. Zim-ner- G.S.V. 1:24: 3. W. Schneider-G.S V. 1:25.1. W. Schneider revanchierte sich für den 3. Platz im Brustschwimmen, indem et das 60 Meter Seiteschwimmen mit 57.2 Sek. vor Kulmann- Poseidon (57,8) gewann. Eine Lagenstaffel 3x60 Meter gewann der G S.V. leicht mit Dr. Eck. Schaum und Rau in 2:37.4 vor Poseidon mit 2:40 2 3.n Springen ernteten Dr. Eck. Müller und Rust lebhaften Beifall. Prentzen-Slettin kaltgestevt. Die Dnitsche Sporfbehördi für Leichtathletik batte einen r?SC Drenßen-Sternn beantragten internationaler K>.,bk->mv' rrti: »otc ./S:od1>nlm) nicht genehmig: Gieichwoyt führte Treufcen-Stettin II. Bezirksklasse Lahnkreis. Mit dem über Erwarten yshen 5:0-Sieg der S. Dg. 1900 Gießen über den merkbar schlechteren Wetzlarer S.V. hat sich die Situation in der Tabellenspitze de« Lahnkrei'es zunächst geklärt. 1900 hat entert verdienten relativen 2-Punktevvrsprung. den es wohl nicht leichtsinnig bergeben wird. Diesem Grundsatz, jede« Spiel ernst zu nehmen, nichts zu verschenken und immer auf dem Quivive zu sein, muh 1900 bereits am kommenden Sonntag huldigen. Der Gegner ist der neueste Liganeuling, Frohnhausen, das an Stelle t>?r wieder zurücktretend m Kirchhainer das Feld beleben soll. Die Frohnhauter werden selbstverständlich bei ihrem ersten Auftreten das äußerste auf bringen, um sich gut und achtunggebietend eirizusühren. Trotzdem sollte an die Form der 1900er vom Vorsonntage nicht zu rühren sein. Einen nicht gerade leichten Gang geht Ockershausen nach Butzbach. Butzbach ist auf eigenem Platz ein gefährlicher Gegner: die Ockershäuser, die an sich besser sind, we chen das Verein Sptele Punkte Tore 09 Kassel 5 7 18:10 Spiclrerein 3 4 Göttingen 05 4 4 12:10 Kurhes'en 2 3 3: 2 Hermannia 3 2 2:8 Göttingen E. Dg. 3 — 2. 10 M. W. * ^4*1X2 Wt?S fe miich {?"> r> «'jofiet sJrT y<8 nnb jin *; 5Ud) dn Sgft* Z-K )r9tn 845 e4111. |- hl ÜH. ,Ul*’ ' m 'MN Bg*. 2 °L"15 033 (*. Xßfrtimt itl ' kÄ ®OM DftfÜtff ühr ' flalten. W Ift dunz für Itö DiUgebiet Äite dm 30. 6eMe5t ^diesem MmS u'ch fl'inftijen $* gesamte W^schast Waran. 6.nf tü* nnelbbat. tocnn nicht etfbäkr »th| btt M (mb«« Art y W Sache ertcheint r oubtotwn rtOi« ^end!« und am schneit* ine weitere Fracht» eichsbahn für 6ttgt il6 besondere Qh* ch Wicht der Ar chz» jetzigen Laris« nach nicht höher al- 6k rift ®;ek Aechmm- werden, weil e- fm araus cmkmrra toc* srdermg byahli tnt Früher bdirf sich efaftunfl in der An» Xii^rbejfrf auf IB je «an. Ion *r illerdinas ncck *r nntzr TftewjBttk:.' t normaletw^ «• menge von kW i Mitt idaS ergibt «* : tkra) beläuft, ftt 5 ^cojent (■ 1.ÄIU 21m Ne DvrßiWM ScrlehiMtehm «* der Derabau [ nicht mehr elbbarn inden der 46J**■"' I olle großen SgtA ltnisk Wf ** üt ein« Au'rechmh«' icn beteiligten SW Reichsbahn glaub!- Errungen in W ,T Prei'e ter w regulieren. YW Äerkennung V" ,;[(» Die tm w «ui »« L? jtSi*riX * Ä93» $«1! 6,1 l^Ä kßs« S« K'fi.®»*0’ 'h in oorfi^ eren tr0" $9v Ze. “Vj Hort «* ie >M^.ch Irone rtfge land' (Er)fdoh würde im Auslonde gebest und Irbig- lich <*„s em Wasserwege bereingenommen T t Reiche !' würde sich bei einem (intgtQrnfommrn zu«l,.c1> der DolUroirtfd)jfihd) ro d)t g< Aufgabe unter, > en. durch weitere Arachlbegunsiiguna c.r Steg-. lder- usw. (frjf die vermehrte Umfuhr von Isländer,en zu unterbinden und Munch zugleich den 13 000 Bergarbeitern im Step , xiobn- und D.Ugrbiet und darüber t inau» bet p samten Po'.kswirtichaft und der Bevölkerung der .essenden Gebiete wirksame Hits.- ongedeiben zu la, en. Die der Reichsbahn Hauptverwaltung vorliegenden Anträge aus weitere Senkung der Et zs rächten für das Sieg , Lahn- und D.ll- ged.et erscheinen also in j^der Richtung begründet und berechtigt. Erhöhung des Privatdiskonts. -Berlin. 13. Crt (TB'B) Der Privat - bletont ift um h 1 . Prozent auf 8 - PrvHm- Hit beide Sichten erhöht tt*oc?elL "Starker Zeichnungsersolg der P r e u henonleihe. Der In Ifruqrrt zur Leichnuna auf oelegte Abschnitt der preußischen Staatsanleihe ist stark überzeichnet. • Auslegung.der Rcntenbankan- ieif>c Aach amerikanischen Äibeltrlegrammen wird die Aentenbankanlc he in Höhe tn>n 50 Millionen Dollar heute .Hre'.tag. in Amerika aufgelegt werden. Der Ausgab.kur» ift 95>. gegen m5 bei der zweiten Amorka-Anleihe, ter 3tn»fuh c Prozent, die Caufjeit 33 Iahe, die Mnortisation 1 Prozent. 3m übrqen sind die -Bedingungen gei au Uefeltxm w.e bei der zweiten AmetÄa-Änleihe. • Amerikaanleihe Hamdukg - Clin amerikanisches Konsortium hat fünf MM.o.ren einjährige Lchahfche ne des haindurgif«den Startes übernommen • Bereiniatc Faßsabriken Kassel Nach dem Abschluß der Bereinigten Faßfabriken in Astsfet bat sich der Ertrag des legten Geschast». jastri» so verschlechtert, daß eine Dioibcrbrnoertrl litnq nicht in ftrage kommen kann, während im liAten Jahre 1 Pro; verteilt werden konnte Bondern Reingewinn von 70 334 Ml follen 2r> 50:n Mah- nahmen auf d.e startete D« evung tei difen- S'chäfts zur.. 1 u ähren d e es gestatt ie. d.e nlagen in vollem Maße auszunuyen. Für das nächlte Quartal lägen noch Aufträge zur vollen De'chältigung vo:. D.e CricbniH« Der ersten Monate seien n.cht unbefriebigenb. Troh^ e n mü'fe angesichts Der bevorstehent«n Schwierigkeiten und der ungenügenden Srld'e C-er Haupt- erzeugnifle ver ucht werken t e Rentabilität durch Ausnahme neuer ZabrtkLzwe.ge und Ausbau der Das- und Rrastwtri'cha't zu Heden. • 5. löcknerwerke Aus dem ge'tern mr- Sffenriich En De'chäslsbericht der ÄiMncn»etfc für dos L^e chäfts.adr ist-. 27 A zu entnehmen heb Mt Det'erung ftch fbrtg*3t hat. fSe .^cchlcne»poripreift beweg en f«o in t* 3tik bei Bert-ks,ehreL tn stark fallender Richtung, die Derrechnungsprei'e wurden für die vlci>en tmracr weniger erträg.'ch Durch Mt XblebnwTg btt Erhebung het 3 sn ^Eech enprtVt durch den Reichskoblenrat Ist ifo Aobienldrdeiuns Nicht mehr lohnend und bringt nicht einmal die Al fiel ein. die Sechen zu modernifieren. 3n S.sen hat sich eint for«währende Aesserung tn her Rachfrage geeicht während de 3nlanbt*ttik ge- haiten werde i konnten, muhten dem Auslände starke 5ionzes t'nen gemach; werden. Die Internationale Rohstahlgemeinschaft hat befriedigend gearbeitet Die Kosten her -JUlionalilierung betrugen im C^elchästs.ahr I<5 Millionen von denen 8 Millionen durch Ablchrtibungen auf» gebrach! wurden. Dft Reubauten. die mit 9.4 Millionen Mart zu Buch stehen, sollen im neuen Gesa-äNssahr trhbhl we den Die G^rnttalhcr- iamm'.ung findet am 9. Rovember in Duisburg statt " T ellv» AG für Bergbau- unb f) ü 11 e n i n b u ft r i c. Die Gesellschaft hat bie in letzter Heil öfters besprochene Lerkausstronsaktion ubgeschlofsen. Di« der WDB.-Handelcd.enst rrfährt, bat die Teilus AG. ben orotzten Teil ihrer Betcili- guntxn an bet Rorbdentzchen Hütte AG. in Bremen- Ösledshausen (9 MiUionen Mark Aktienkapital) Der- Tauft. Mi einem Bvk,i«. der einen nicbt unerheblichen Wem; va gegenüber do B "bwen sichert. Als 5tcj- »er ist nn Berliner t ar.:fonfortium cusgetreten. tLMe wir we'ter erfahren, rechnet die tlfcrmaltunp für das am 3l. Dezember abpelaufene (tzefchafrsjabr rmt einem günstigeren Ergebnis als im Donahre. • Erntevorschätzung für K a r te f fein, Rüben nnb Weis tah! jn Preußen Die , Stat fti;rt»c ^o.-reiivndenz' berichtet, daß für Preußen voraussichtlich «ine leibliche (Ernte an $iar fosteln. Rüben unb Weißkohl zu erwarten ist und gibt in 100 TcppeUentnern die Ernte wie fetal an tstm.ostri- Ns LV\ Jeoen Mt Romm-eri«l»ätzuntz de» l onabrf» mehr 40 ' Luckerr.t .n S.‘ WXi. ■ rufe - 6-) !7\ weniger 417, Nohrruven S36I, mehr 139, Se ßkohl 5M05, mehr 171 Bcrl.aer Börse Berlin, 14 DU Der heut.ge PormiNog»o.r lebr bat f t fi e r f Äurfe gebracht. Tn Ärft-u gen von der starken Ueberseschnnng der Preußenanleibe unb die Hoffnungen auf durch andere Auslandan- Inben in p bfracm Umfangt brffinlommenbr» Geld hatten eine freundliche iiruntftinrfnung jur Folge Die Äap.idletb hungsplane der I. 9 cor- den regten an. Da» Papier würbe mit 297 Proz. gehandelt Aber audi die übrigen cpejiol- werte wurden zu h herrn surfen verlangt 6*’'” oordurslich tonn«-, sich aber diese d chsten Äliifr nicht mehr behauplen Da» Geschäst war zu Rein und Nt .Infpannuntz frf- Geldmärkte« am beutip.n öab:tj( v ranlaßk dst Spekulation zu WattfteUui gen fUHt erste Kurse mußten gestr. chen werden Eoweit Rotierunaen zustande kamen, tagen titrk Immer noch eine !9te,n gkett hoher «<♦ gestern Svenlka t W. de»er Größere» Gelchast entwickeske sich in stanada-Sdare» die st.7ß Prozent höher er«.ssneten unb im Verlaufe di» aus 111^5 Proz anzogen f) e i m i, d) e 8 n I e i b e n und 8 u » lä n b e r saft aeschaftslo» Auch P s a n b • b riefe sehr still Arn Geldmarkt war Tage»- gelb stärker gesucht zu 7 bi» 8/5 Proz. Monatsgeld k bis 9,5 Proz ^.irenwechfel ca. 7 Proz. Cim Verlaute wurde da» t^efchäst sehr still unb die Tendenz eher nachgebend. wobei die schwache vom Elestromarkt oueging. ^VARtfKrtcr Börse. Frankfurt a. M. 14 Ott (Aaentr Drastf NniX des Gteboner tm- cinheitliich - Rach etwas festerem Dsrbbrsen- r erkehr eröffnete die heutige Börse in recht u n • lieberer unb uneinheitlicher Stimn u- r iSr ergab sich nr.e'er die Latfache. baß trotz flünfllpcr Meldungen die Spekulation aus sich bereue keine Austrärtsbeweaung der Äurfe t t- i'eif übten lonn:c. da die interesselosigkeit der iweiten chanb eine lebhaftere Entwickelung bes Oefr-L Haves die, wohl im Zusammenhang mit verstärkten Stv ■ 2.1 .'br^hmngm, im ^reiversehr außer» rrbentikb ledd-'t veviongc wuriw nrib rund 10 Prozent b.» au« 118 Progent a Aogrn 3m übrigen gcsta.teie f ch bei neben Umfäv-i das ÄartbilD nicht enhe.r.ich wenn auch Lcrw B.l'erungen von rand 1 Prech über- ’jTkx~ Schtssahrtswerle lagen gete.U. chap-ag etwas schwächer. alNt Rvrkd ^lovb plus 1 Pro» Autoaklien xx*> nt Äleber erveet 1.7B Pro, Hy.gi A chaefsner Heben aus Mr gebr-gtn ihirie behaur'-t. Sche.deanAaU plus 1 Prrn cheimischc un) ausländische Anleihen eher anQ.-in*». es kamen kaum Mm<>reutzöhe der zulcht beschloßenen Dividende an 13. io. 14. io. 161- ni n 15 IM.IL HZ.5t 130 5 IW).6 105.9 Kl IWI Zl’G 178 Itl 5 ■e i INO ins l 14. i»: s »,r» i-0 25 I*. Mt m N)4 «5 176 76 216 11» ,96 «o Üb . itO 75 »5 12 124 25 l»7. 5 .'SO 5 Äursjctiel der Berliner und Frankfurter Börse ReichSdankdiskoM 7 Prozent. Lombardzln-brß 8 Prozent iw> 506 r 184.7- -Oh 158 "lrl '64.Zu > '« 170 1*2.65 ZÄ rtlgiflbe Unten . - T :: n(tK 'Jioun (fnafner S?mn 16 5 113 Itranlfun a. D .Ul)f Nur, Büro 1 Berlin " -nn-iu!’- fcnfang ftur» Aur» —rn— vrmiu’in-n- ■>. tnr* .... -.'rn’mWftr o.'k^- :t .UfnifdK '.'loirn...... S.oriorglicht 'Jlottn...... Teutld) C rftrrr .ilOOÄTonrn 'Kumjnifte tHolen...... echwkdllchr ‘.'toten...... Schwriirr ‘Jlottn....... Lvanischr tRottn....... TkchrchoNowattkLr 9tottn . . UnganfäK Jlottn Devisenmarkt Berkin Lelrgravhilche 1*1.78 116.1* *.*• tm m »7 M *2N v t; •t.M 71,IN -Sttmfhtr 2 u «nah —■¥.— r»*.4i •5:3 ? n Ul m >y Mb 7 MC e. hl lang BerNn y».uf i Jot- fLhik- flnlang Mur» Hur. Mur» Hur» Züium: IS. 10. 1« 10. 13. 10 14. 10 1‘UuiDP puumaiin . «■xtibtlL/fr :er tftment . > ib#.5 — IM) — 137.7 - E ‘.rntrni Acrlfmbi • . x 196 on6 » Är.'haa 1> — I6F • • echulidriS Povenhokrr. 15 — - - 'cwrrkr ■ . Y. • 41? «69.5 Brr C laniftoÄ .... l E- * «57 Brmdrr» ...... k • .'16 ä 6? deOffo Vokbbol K J-Utio!' Wfdxifffhhmxi . V ttbarlott ntur.'t: Wäger 7 !|0 M »12 W' 76 llt IW IV!,5 — 1 ,.u 136 tflautr C*c/.- > *■ 1VI * ItO 7 • Toimltr 'H.otorm ... <• -15.»-' 115 6 .15 IM b Jernaa - - o 84 Wt-ltHoeilc Äiroee. <«, c Ml -6 100 100 II 110.26 rnMe trwirt . . »» * 1 flat nntomcbil .... f Cr nf: hi A v :v«t . , . . < il" I»,5 — il», 1. * Wtrfa <.%«*■»■ ' MarfDlnm ...... > 483 6 '« 6 fU — Ptttil Union - . »» > 113.75 • 113 — (*tbr Norder ......V I4v • • »•mai 6 Hoti ner .... < — 178 *• — eubt Auicr %. iW.t * IN * Banfnotcn. m, . ut-rr 1 - - »n rrilai «6t Uteun - t 17> I.IV7 "rtanffim o.M. Bern» 6 ot» Vodritoi-Cb Schn ■■ ickir. •>«.« I« Itaaiionrn. rudiOLibar iwt 4* . Schwel, fui deSd ttnt. M — — — £1. »•*••• Sieni.. » Jt HolSk» . . Irin ract’ . • .» » 16 > <* . Cthrr«fd>ii»c »oldrie 30.6 —• 31.25 ■ VabmtDcr k Co. ■ ... V 4.2u . Ctfltn ich euotrrit e — » « 0 LtOerrtid) . m tnl tKlr i» — — — Buder 4 .... c «•, ÜnoarifdK vtoldrit 4* „lliiflorik. t eiaat*i D 101' 27 76 26 1 •— 27 V .6.11 25.2 euvchr Erdöl ... - Neuer 6 etnt.ihke . 1 .6 <'.,•/ dt4»I Leit I"|S 27 — ZS t-rlleiitircheiiet f. % I A 4 4 Unoat'lcht .Qrcnrnrrr 13.4 * l 8 2.1# Harpenet .... Lorsch ttdtn...... - 4e/ Lutk SoUonkiot v ION 4 , luit Bagdaddabn-*Wt S.Nk 1 <♦/, ttiai etrtt n — —— - 15 75 1 75 ** N 7 »iUe Bcrodan ■ SI0A1 rrorrtc ...... ,t> Loln-ReurffeA . . 8* •. 4", NUnionen .Oliven N'« e 3 e. ■» — anneSmaan .r. •;« ti 4' ,•. iHumento tttolbanl von uns . 17 16.5 - Mans riocr CbfHtbk' ttckenb. BrdaB 0 LbeNchlc« Sofeiurrte 0 RQO Dru'icht tttltnl’.ibn 4 140 4 ■ *i A.wil> .2ubam Tomi T» > im r 1.0,16 149 l# * m J ?ZU a 'Jivein'iovl c 6an|a Tamit'dufl t •M,75 22. . j 161 Siir deck ’J.'/onun . . 1 NorddruNchtr .icob 6 iSI 7 l6l «5 Bereilliott € lablw 1. 9 : Hllfl Iruifcht ttrcMtanfl It IW 14t 5 HZ 6 Liam tu.ttit > 1 1 Barm t Bantvtrrin 11 — MZ 6j „7. Kalt fllitk tvlfbr 1 11 Berlin« Handel»» lekUch. i. ttommtr,> und ONv^i-Bk l — <7 .75 24Z. 6 2 » t Dresdner B»«k „ 1" Miittlkrui'che ant ' i»i tW s Sst i*n M -St Ccbrtd cn alt • . . . ,-olblchmidi . » • » fnr...... Äteiollaeiell chaN .1» ■RfiaDbant . • 6 Ntütlbaflf 1 187 » iri.L 1'17 6 IN 6 137 i78 11 ' ' r W chbr. imiliche ‘Ron nm -imilichr «ontrunu Oe fT Brie# mm.. JRof •Arn -Mirr# Itn.U 1.7-9 i i-A - W .04 7Z la «X.» 3apaa . . t.Mb.S l.UW l *al I.e-b ^lo de stau «iirn tn t ■ •'•'i obgrO blSL, ftt- ..MM 5UZS *,IU *4« «8.16 Pro» . il,4 II 11,4*4 Bel;reb •4*1 7 ,«.70 Hurao-q •.*.4 » «8 <8 ,M Bu! orten ew .016 ,»<7 ,UJ7 “iflab-n . l.8< •1.09 .0.7 4 Toui'g 1,11 1.17 ’t.ft •1,4$ Rorfi ntui - 6 ^9 :,Z3d ,Ju7 flt.tn . ,0V«. 1,541 .660 '• .nada . ’M 1,1« 1.19" >. 1 VH llrp uab z.-- 1.25-. I.X« ttotro n.» *».017 1.067 Wunsch gratis > d brikvcrktufstclle I Gfe Cen, Neuenweg 4 Leiten LP. Mono .Ä 64 - 85 — 95 - 105 KM Kaese^i USIV. Bequeme Wochen- und Monatsraten Ä Rü tt- Arc na, Länderkampf ! 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