Nr. 37 Erster Blatt 177. Jahrgang Montag, U. Abrnar ^27 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Pn'if imö Perlog; vrühllchc llnlverfttätr-vuch' und Steinönidcrci B. lange in Sietzen. Schristleiiung und S-s-hästrstelle: rchuNttaße l. lenaQmt lejeiacn fit bk lagttnummcr bi» jum Nachmittag vorher. Preis fttr 1 rom Höhe für Lerzeigen oo.i 27 mm SrttU ortlid) 8, Qusmärt» 10 Neichspftnmq. für Re» Uameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 201 , mehr Chefredakteur Dr Frietor Wilh Lange verantwortlich ilir Politik Dr Fr Wilh. Lange, für Feuilleton Di Sy Ihgriot, für den übrigen Teil lfrn|l Blumschein: für den Anzeigenteil >. Vertr A Pc*, sämtlich in (Bleien Erich »in« täglich, nutzer Semitaqs und Feiertag» Beilagen. Dietzener Familiendlätter Heimat im Bild Vie Scholle monaii.Eeiticirrelt. 2 Neichsmard und 20 Neichspfennig für Träger» lohn, auch bei Nichter» scheinen einzelnerBummera infolge höherer Gewalt. Fernfprcchanlchlülfe: 51, 54 und 112 Anschrift für Drahtnachrichten: »nzelger rietze«. Po8f ch a f t l i ch e n Institutes der Elsaß-Lothringer im Reiche an 6er Universität Frankfurt a. M. hat soeben durch den Ankauf einer einzigartigen Druckschriftensammlung eine überaus wertvolle Bereicherung erfahren, die aus Dem Nachlaß des angesehenen französischen Historikers Rudolf R e u ß , Professor an der Pariser Sorbonne, flammt. Die nicht unbedeutenden Mittel zum Ankauf sind von privater Seite zur Verfügung gestellt worden. Den Inhalt bilden etwa 10 000 Originalerlafse, Verordnungen und Proklamationen aus der Zeit Der französischen Revolution und Napoleons, ein Bestand, Der in Deutschland nicht seinesgleichen hat und dem selbst in Frankreich — abgesehen vielleicht von der Pariser Nationalbibliothek - kaum etwas gleichwertiges an die Seite gestellt werden kann. Der Wert dieser Schriften ist nicht nur für die allgemeine Geschichte beträchtlich, sondern vor allem auch für Die Erforschung Der elsässischen Verhältnisse ungemein wertvoll. Da die Mehrzahl Der Erlasse usw. in Der zweisprachigen Form vorliegt, in der sie von den elsässischen Lokal- behöroen publiziert wurden. Beeihoven-Ausstellung in Frankfurt. WSR Frankfurt a.M., 13. Febr. Aus Anlaß des 100. Todestages des großen Komponisten Ludwig Dan Beethoven findet hier Ende Februar oder Anfang März im Manskopfschen Musikhistorischen Museum am llntermaintai eine Beethoven - Gedächtnisausstellung mit Bildern, Autogrammen, persönlichen Erinnerungsstücken Beethovens usw. statt. Aus aller Welt. Aufstieg zu einem kransatlankifchen Flug. Vorn Militärflughafen Elmas auf Sardinien ist d e Pinedos mit einem Wasserflugzeug zu feinem Flug über den transatlantischen Ozean aufgeftiegen. De Pinedos wird den gleichen von dein Kapitän bei Prete und den Mechaniker Zacchetti benutzten Weg wählen. Das Flugzeug schlug die Richtung nach Cnbo de Gato (Spanien) ein. Schweres Autounglück in Malmö. Während einer PrillunaSfahrt zur Automobilschnelligkeitskonkurrenz in Malmö, Die am Sonntag ausgetragen werden sollte, fuhr ein Lincoln-Wagen, Der von dem 18jährigen Studenten ® u 16 r a n f f o n gesteuert wurde, gegen Den Wall der Rennbahn. Der Wagen überschlug sich, wobei ein Mitfahrer getötet wurde. Der Lenker und zwei andere Mitfahrer toutDen schwer verletzt Zusammenstoß zwischen Zug und Auto. Der von Stoinemünde kommende Perjonenzug 546 überfuhr kurz vor der Sation Altdamm bei Stettin an einer unbewachten Ueberkahrt ein von Stuthof kommendes Auto, das dem Autofuhrbesitzer Lobeck aus Altdamm gehört. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert. Der Fahrgast, eine bisher unbekannt gebliebene Frau, wurde getötet. Der Inhaber des Autos, der steuerte, konnte sich im letzten Augenblick durch Abspringen retten und trug leichtere Verletzungen davon. Rebel im fianal und über England. Der Nebel, der seit fast 80 Stunden einen Teil Englands, Darunter London und den Kanal ein- hüllt, dauert an. 8 Schiffe erlitten Zusammenstöße, bei denen aber keine Menschenleben zu beklagen sind. Der norwegische Dampfer „Raa" stieß südlich Folkestone mit dem spanischen Dampfer „Gorde- iuela'1 jusammen und wurde so schnell von feiner Mannschaft, die von dem spanischen Schiff übernommen wurde, verlassen, daß die Maschinen nicht gestoppt wurden. Rach 40 Minuten konnte man die Schrauben der „Raa" hören. Es wurden drahtlose Warnungsrufe vor der steuerlos fahrenden „Raa", die eine Gefahr für die Schisfahrt bildet, herausgegeben. Ein Kanaldampfer mit 364 Passagieren an Bord stieß bei der Einfahrt in den Hasen von Dover gegen Den Pier und wurde beschädigt. Verletzt wurde niemand. Bufdjbränbe in Australien. Buschbrände richten in mehreren Gegenden des Staates Victoria Verwüstungen an. Es werden Tausende von Freiwilligen zur Bekämpfung des Feuers gesucht. Die Haupttribüne auf Der Rennbahn von Caulfield wurde wahrend der Rennen ein Raub der Flammen. Die Besucher verließen die Tribüne ohne Panik. vier Todesopfer eines Hauseinsturzes in Italien. In einem kleinen Orte in Der Nähe von Terama ist eine ganze Familie Durch Den Einsturz eines HauseS zu Tode gekommen. Die Familie. bestehenD aus vier Personen bewohnte ein großes LaDenzimmcr. Dessen Fußboden während der Nacht einstürzte und eine Der vier Mauern mit sich riß. Die Schlafenden wurden sämtlich von Den Trümmern erschlagen. Grohfeoer in einer polnischen Fabrik. In der Rocht zum Montag brach in P e t r i k a u aus bisher nicht reftgefteUten Gründen in den Fabrikgebäuden Der Petrikauer Manufaktur ein Brand aus. Spinnerei und Weberei sind vollkommen nie- Dergebrannt. Der Materialschaden ist sehr groß. 400 Arbeiter sind brotlos geworden. Wcftcrvoranssagc. Morgens dunstig. Dann wolkig mit Aufheiterung, nachts noch Frost und trocken. Gestrige Toaestemperaturcn: Marimum: 3,6 Grad Celsius; Minimum: minus 7,4 Grad Celsius, heutige Tlorgcntemperatiir; minus 7,9 Gr. Celsius. Aus der Provinzialhauptftadt. Gießen, Den 14. Februar 1927. Ein oberhessischer Pestalozzljünger. --- Zu Beginn des 19. Jahrhunderts Drang der Ruf des großen Menschheitserziehers, besten 100. Todestag wir am 17. Februar feiern, auch nach Deutschland, wo vor allem in Preußen die Stein- schen Reformen einen aufnahmebereiten Boden für die Pestalozzischen Ideen geschaffen hatten. Aber auch unser Hessen, das damals zum Rheinbund gehörte, zeigte sich dem neuen Gedanken nicht ab geneigt. Wie von Preußen aus, wallfahrten auch aus unserem engeren Vaterlande begeisterte Schulmänner zu den rasch berühmt gewordenen Schweizer Erziehungsstätten. Drei hessische Schulmänner lernten in Burgdorf Jserten die neue Lehrweise kennen und traten zu Pestalozzi in persönliche Be Ziehungen. Es waren F. h. C. Schwarz, Fr. Ludwig Wagner und Wilhelm h e ß c, welch letzterer als Der Vater Des 1817 gegründeten Friedberger Lehrerseminars bezeichnet werden darf. Der eigentliche Verkünder der Pestalozziscben Der eigentliche Verkünder der Pestalozzischen Methode in hesten, vor allem in Oberhessen, war Der zuerst genannte Friedrich Heinrich Christian Schwarz, ein Gießener Kind.-^r war am 30. Mai 1766 zu Gießen als Sohn des Stadt- Predigers Johann Georg Gottlob Schwarz geboren. Er wurde 1783 an der hiesigen Universität immatrikuliert und fand nach seinem theologischen Examen die folgende Verwendung: 1787—88 Frei- pcrdiger in Alsfeld, 1788—95 Pfarrer in Dexbach, 1795—98 Diakonus in Echzell, 1798—1804 Pfarrer in Münster bei Butzbach. Don hier wurde er 1804 als Professor ber Theologie nach Heidelberg berufen, wo er bis zu feinem am 3. April 1837 erfolgte Tode als angesehener Wissen- schastler tätig war. Paul Ratorp hat Schwarz als den einflußreichsten Pädagogen seiner Zelt neben. Niemeyer bezeichnet. Von unserem kleinen ober- hessischen Pfarrort Münster aus ging 1803 die Schrift „Pestalozzis Methode und ihre Anwendung in den Volksschulen" ins Land hinaus, daselbst äußerst anregend wirkend. Auch die 1804 bei Krieger in Gießen erschienene Schrift über den „Gebrauch der Pestalozzischen Lehrbücher bei dem häuslichen Unterricht und in den Volksschulen" zeigt Schwarz als den erfahrenen, urteilsfähigen Schulmann, ber selbständig und selbstfindend im Pestalozzischen toinnc und Geiste wirkte, schon bevor er 1808 und 1809 seine Reisen zu Dem verehrten Schweizer Meister nach Jferten unternahm. Um Die Forderung Der oberhessischen Dorfschule hat sich Schwarz große Verdienste erworben, was uns Anlaß fein soll, am Pestalozzigedenktage auch des oberstes- fischen Pestalozzijüngers in Dankbarkeit zu gedenken. Unser neuer Roman. In Der heutigen Nummer geht der große Roman „Der Frosch mit Der Maske von SDgar Wallace zu EnDe. Wir beginnen morgen mit einem neuen Werk, dem Roman „Märtyrer der Liebe" von I. Schneider - För st l, einer namhaften süddeutschen Schriftstellerin, die sich auch als Novellistin und auf dem Gebiet des Operettenlibrettos einen guten Namen gemacht hat. Der neue Roman ist die liebenswürdig und mit leisem Humor erzählte Herzensgeschichte dreier Frauen, deren seltsam sich kteuzende Schicksale in einer überaus spannenden Handlung miteinander verbunden werden. Thormeister-Iubttäum Otto Görlachs. Der Bouersche Gesangverein kam am Samstagabend einer schönen Danke-Pflicht in eindrucksvoller Weise nach. Mit einem würdigen Festakt und anschließendem IublläumSkon- zert feierte er Die25jähcige Chormeister- kätigkeit Otto Görlachs an Der Spitze Des Vereins. Zu Dieser Veranstaltung hatte sich ein sehr zahlreiches Publikum — nur Mitglieder und Familienangehörige, sowie eine Anzahl Ehrengäste — in Der Neuen Aula Der Universität eingebunden, Das Den weiten Raum in allen Teilen füllte. Nachdem Der Thor Das Motto Des Vereins gesungen, entbot Der 1. VorsihenDe. L. B eH of f. Den Ehrengästen unD V^reinSangehörigen herzlichen Willkemmcngruß, Dem er unmittelbar an- schließenD Die Festansprache folgen lieh; in Dieser schilDerte er einen bedeutsamen Abschnitt Der Vcreinsgeschichte Der Bauern. Er erinnerte Daran, Daß am 25. März 1892 Der junge Lehrer und Organist Otto Gör lach Den Dirigentenstab des Bauerschen Gesangvereins ergriff und von Da ab neuer, frischer Sängergeist in Die noch kleine Sängcrscbar einzog. Aus Dem Lahntal- Sängerbundcsfest in Weilburg unD bei Dem WohstätigkettSkonzert am 12. März 1893 In Stein» Garten in Gießen errang Der junge Lhor- meister mit seiner begeisterten Sängerschar hohe künstlerische Erfolge. 1894 mußte Otto Görlach aus GesunDheiiSrücksichten Die Leitung des ChorS nieDerlegen, zum großen Bedauern des Vereins, der ihn Damals zum Ehrenmitglied ernannte. Von da bis 1904 hat er aber dem Verein stets mit seinem Rat zur Seite gestanden. Als 1904 Der Damalig« Chor- meister sein Amt nieDerlegen mußte, wurde Otto Görlach wieder an Die Spitze DeS Chor- berufen. Was er toährenD Der 25 Iahre seiner Dirigentenzeit für Den Bauerschen Gesangverein geleistet hat, ist mit ehernen Lettern in Die Geschichte Des Vereins geschrieben. Der Redner erinnerte, als Beispiel« aus Der langen Reihe Der Arbeit und Der Erfolge unter Gör- lach, an folgende Ereignisse. Gesangwettstrett in Vilbel (1905); Lahntal-Sängersest in Gießen <1906) — mittlerweile hatte sich die Sängerschar Des Vereins erheblich vermehrt unD Die Der- Einstellung schraubte Die Ansprüche höher! —; Gesangstoettstreit in Marburg (1907); Da- Konzert am 15. März 1308 in Gießen, sowie Das Wohllätigkeitslonzert zu Gunsten Der verunglück- trn 'Bergleute Der Zeche RaDboD im gleichen Iahre; 1909 Gesangswettstreit in Worin-, wo Der Verein Den größten Erfolg bis auf Den heutigen Tag erzielte: trotz stärkster Konkurrenz ganz hervorrage,iDer Verein« «rrangen Die Bauern im Klaffensingen Den 2. Klassenpreis, beim Singen um Den Kaiserpreis kamen sie an Die ztoelle Stelle, im höchsten Ehrensingen, im Stundenchorsingen, nur of’en für preisgekrönte Vereine, errangen sie Den höchsten Ehrenpreis, inen goldenen Pokal im Werte von 1500 Wk Der Großherzog ließ D:n Verein zu Diesen Erfolgen beglückwünschen; Gesangtoettstreit in Cron berg i. T (1910). Infolge übler Ersahrun- gtn beschloß der 'Beteln, künftig leine Wettstreite mehr zu besuchen 6dt 1908 gibt der Verein alHährich z" feinem Stiftungsseft ein großes Konzert. da- infolge überaus starlen Besuchs schon feit einer Reihe von Jahren am folgenden Tage für die breite OrssentlichKit wiederholt wird. Sine Reihe auswärtiger Äonyrte hat der Beteln gleichfalls veranstaltet. Bei all diesen ötelgniffen hatte Otto Görlach die künstlerische Führung, und sie wurden sämtlich zu vollen Erfolgen für den Ehormeister und den Verein. Der Redner rühmte sodann die sangesbrüderlichen Beziehungen Görlachs zu den Sängern, die mit großer Liebe und Verehrung an ihrem Chormcister hängen. Rus diesem schönen Verhältnis entspringt auch die örjüllung eines Wunsches des Ehormeister» durch die Mitglieder: der Verein lauste sich jetzt einen Flügel im Werte von 3000 Ml., drr grö; t? Teil dieser «Summe Ist von den Mitglieder geit itet worden. Mit diesem Kauf Ist dem Ehormeister eine ganz vesonderc Freude bereit.t worden. Ramens des Vereins übermittelte er (Redner) als erster Vorsitzender dem hochverdienten Ehormeister 1 t - g.fühlten Dank und her'liche Glückwünsche. Al» äustcres Zeichen bet dankbaren Wertschätzung durch den Verein überreichte er eine fünfllcr fo) au.g fiattele. von dem Mitglied Fritz Dunkel entworfene Ehrmurlundr, entbal.end die Bilder der aktiven 63ng*r und die Widmung des Vereins- Mit dem Wunsch?, dast der allver- ehrte Chorn cifler noch rc + t lange an der Tvitzc bet Lungerschar wirken möge, fchlost der Redner seine Rnsprach.'. die in ein dreifaches Sänger« heil aus den Ehormeister ausklang. 3m Ramcn der aktiven öäng.r feierte der Sänger Helnr Pieper gleichfalls den verdienstvollen und .'erehtten Shorieiker in herzlichen Worten und überreichte ihm als Zeichen des Danke- der Länger einen großen Lorbeer- Iranz Für die Bunbesleitung des Deutschen Sängerbünde- sprach das BunceSoor- flanbiMnitglteb General a D. des GoudreS- Kassel ehrende Worte der Anerkennung für den Ehormeister Otto G d r l a ch und seinen Verein. Mit den Glückwünschen des Deutschen Sängerbundes und des Kasseler Lehrergesang- vereinS überbrachte er als Erinnerungsgabe eine Gravüre von Heinrich Schütz, des großen hessischen Ehorlomponisten des 17. Jahrhunderts, des großen Vorgängers von Seb. Bach. Der Redner wünschte dem Verein und Otto Görlach weiteres glückhaftes Zusammenarbeiten. Hieraus richtete bet Abgesandte des Deutschen Sängerbundes das Wort an den Ehrenvorsitzenden bet Bauern, Georg Tobt, dessen große Verdienste um den Verein und um daS deutsche Lied er in begeisterten Worten feierte. Um diesen Verdiensten die gebührende Würdigung zuteil werden zu lassen, hat der Deutsche Sängerbund Herrn Todt den Ehrenbrief des Deut- ich en Sängerbundes verliehen, den der Redner mit herzlichen Glückwünschen bem ge- fderlen Sängerve «raten übergab. Postdirektor Langenfeld- Marburg Überbrachte dem Ehormeister und dem Ehrenvorsitzen- hen die besten Glückwünsche des Mitteldeutschen Sängerbundes. Herr Rothe-Marburg gratulierte im Barnen der befreundeten .Liedertafel" Marburg, die dem Ehormeister Otto Görlach und bem Ehrenvorsitzenden Georg Todt durch den Redner die Ernennung zu Ehrenmlt- glicbern bet .Liedertafel" überbringen liest. llhormecster Otto Görlach dankte dem Verein und allen übrigen Gratulanten in betreten Worten für die reichen Ehrungen, die ihm Anteil geworden und die ihm eine herzllckHe Freude fricn. Er bat. ihm auch in Zukunft das bisherige Vertrauen zu schenken, und er veriprach dast et stets mit ganzer Kraft sich dem Bauer- fdben Geiangverein zur Verfügung steilen werde. Lebhafter Beifall im Änichlust an die bet- fchiedcne.i Reden bewies den Herren Görlach und Todt die starke Sympathie des Publikums. Pn» Festkonzert beschloß den Abend. Gcf. rn nachmittag wurde diese- Konzert vor der breiten Öffentlichkeit wiederholt. Hierüber unser Mi >' no^? berichten. 3m Verein-lokal sprachen nach dem Konzert Herr Hei ding er von der .Badenia"-Karls- ruhe. Hrr Strauß vom Defangverein „Lieder- lranz'-Bockenheim und Herr Veick vom .Harmonischen Kräiizchen"»Schlitz. Herr Veick überreichte Herrn Görlach und Herrn Todt je eine gehämmerte Plakette. Ansichten von Schlitz Sarst eilend, und ernannte beide Herren zu ibrcnmitgltcbern seines Vereins. Bei dem Kommers am Sonntaaabenb sprach noch Herr Becker vom „Union-Elub'-Wehlar und überreichte Herrn Görlach ein Bild Beethoven und Goethe darstellend. Außerdem wurden noch zahlreich? Glückwünsche für Chormeister Gör- lach zur Verlesung gebracht. Bornotizen. — Tageskalende r für Montag. Verein für das Deutschtum im Ausland: R Uhr, 0)raster Höriaal der Universität, Hort rag. — Freiwillige Gailsche Feuerwehr, 8.30 Ubr, bei Kamerad Arnold, Monatsoersammlung. — Wettschwimmen der Gie steuer Studentenschaft. 5.15 Uhr nachm., Volksbad, Scltereweg. — Lichtspielhaus, Dahnhosstrahk, und Astoria-Lichtspiete: ..Ven Hur". AuS dem Stadtheaterbureau wird unS gefdjticben: Zwei Klassiker bringt her morgige Dienstag zunächst neucinftubiert Bkoliercs ^Geizigen" mit H^rrn Teleky in der Titelrolle; sodann Lessings „M atrone non Ephesus" als Erstaufführung Das Lustspiel findet sich in den wenigsten Ausgaben der Werke Lessing», es ist Fragment geblieben und von EmU Paileske für die Bühne ergänzt wor- den. Der weitaus größere Teil des Einolt-rs rührt von Lessing selbst her Die Handlung beruht auf dem schon im Dltertume berühmten und öfter bearbeiteten Thema, daß eine junge Witwe, die in Trauer vergehen will, sich schon trösten läßt, wenn der Richtige kommt. Da die ..M a • ! 10 n e v o n E p h e i u s" bisher überhaupt nur selten und hier noch nie über die Bühne gegangen ist. darf der Abend besonders Interesse banfpruchen. - Der Goethe-Bund hat zu seinem nächsten, am kommenden Donnerstag stattsinden- ben Dichlerabei'.d den bekannten Dichter Rudolf Herzog von der Oberen Burg ju Rheinbreitbach eingeladen. Der Goethe-Bund so schreibt man uns — hofft mit diesem Dichterabend daS Interesse der weitesten Kreise unterer Bürgerschaft zu finden. 3st doch Rudolf Herzog, dessen Werke wohl in keiner Hausbücherei fehlen und sogar zum Teil verfilmt sind (Hanseaten, Die vom Tiederrhein, Wiskottens). der geborene Erzähler. 3n seinem Gesamtschaffen überwiegt die 'Sülle der Romane. Die Lust zum Erzählen ist sein innerster Drang. — fene Freude am Gestalten des Menschen-, LebenS- uiü) Weltstoffes im Roman. Herzog liebt die Wirklichkeit. Mit Harem Blick unverzagt im Leben zu stehen, in seiner bunten Fülle von Leib und Lust dos Lebenswerte zu erkennen und zu packen, mit unzerstörbarem Optimismus in der Wirklichkeit sich zu behaupten, da- will Herzog seinen Lesern lehren. Rudels Herzog ist ein guter Onterpret feiner Werke, und es ist zu erwarten, dast seine starke Lesergemeinde, die der Dichter auch in unterer Stadt besitzt, den Vortragsabend allseits besucht. tSiehe heutige Anzeige.) — Kirchlich-positiveVereinigung. Kornmenden Mittwoch im Gemeindesaal der 3v- honneskirche Hauptversammlung mit Vortrag lRSHeres in der heutigen Anzeige.) •e Von der Garnison. Das 1 (Hess.) Grenadier-Bataillon — mit Ausnahme feiner 3. Kompanie — wird vom 16. dis 26. Febr aus den Truppenübungsplatz Ohrdruf in Thüringen zur Erledigung deS Wint erschießen» verlegt. Die Absahri erfolgt am Mittwoch, 16. Febr.. 5,30 Uhr vsrm., die Rückkehr voraussichtlich am Abend de« 26. Februar. Di? 3. Kompanie nimmt an dem diesjährigen Winter- schießen nicht teil, da sie Ende des MsnarS unter Führung ihres Ehess, Hauptmann F a u - lehbach, zu einem virrt^ljahrigen Aufenthalt (vom l.März bis 3l.Mai- zur Wachttruppe Berlin tritt. •• OlbschiedSfeier für Ober ft u - bienbiteUor Dr. Baur Mil der (3nt- laffung der diesjährige, Abiturienten tritt heute der Oberstud e.iottci.or am Landgraf-Ludwigs- Gymnaflum, Dr. August Baur, in den Ruhestand. Er erfreute sich bei bem Lehrkörper, den Schülern unb auch her Elternschaft allgemein großer Beliebtheit. Am SamSiag vormil ag bereitete ihm bic Schule im großen Saale b.i Gtimnafium» eine Abfchiedsfeier. Rach bem Vortrag bes Largo von Händel und nach einem Gesang des Ehors sprach ein ©ertaner ein Gedicht. Hierauf dankte im Ramen her Schüler der Oberprimaner Hermann Knaus bem scheidenden Direltor für daS wohlwollende Entgegenkommen, das er Schülern und Eltern allezeit bekundete. Als Senior und Beauftragter üc3 Lehrerkollegiums sprach sodann Studienrat Professor Lucius, bet die vielfachen Verdienste Dr. DaurS im Schuldienste im allgemeinen, in der siebenjährigen Leitung des Gymnasiums aber im besonderen hervvrhod unb betonte. dast Baurs segensreiches Wirken als Direktor des Gymnasiums allezeit unvergeßlich bleiben werbe. Bewegten Herzens dankte Direktor Dr. Baur, wobei er betonte, daß ihm der Abschied von den Sachen, dem Direktor- zimmec und den Aktendünbeln wohl leicht falle, um vieles schwerer aber ihm der Weggang von den Lehrern unb Schülern fei. @r habe in feinem langjährigen Wirken Im Schuldienst immer nur daS Beste für die Jugend gewollt, und wenn er jetzt äußerlich Abschied nehme von der Schule, fo werde seine innere Verbundenheit mit dieser doch stets erhalten bleiben. Mit bem Ehorgesang: „Hab Sonn? im Herzen" schkch die erhebende Feier, die bei allen Teilnehmern einen tiefen Eindruck hinterließ. •• Personalien. Ernannt wurde der Privatdozent an der Landesuniversität Gießen Dr. Walter Ktüpfel in Gießen zum außerplanmäßigen außerordentlichen Professor. — 3n den Ruhestand verseht wurde am 1. Februar Oer Hauptwachtmeister bei der Zellenstrasanstalt in Butzbach Joseph Münch auf Rachsuchen mit Wirkung dorn 1. Juni 1927. — Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrverwalter Paul Nürnberger zu Ober-Ofleiben die evangelische Planstelle zu Ober-Ofleiben. Dekanat Grünberg, übertragen. Eine Achtzigjährige. Unsere Mitbürgerin Frau Louise Schmit l W w e . Kanzlei» berg 7, begeht morgen die Feier ihres achtzigsten Geburtstages. *• Die Anmeldungen für b i e hoderen S ch u l e n. Es sei nochmals Darauf attsmkrisam gemacht, daß die Anmeldungen für die hiesigen höheren Schulen am Freitag, 18. d. M„ erfolgen müssen. (Siehe Anzeige.) " Die o i e i j ü 1) r1 g e n Abc-Schützen. Die Ausnahme der Ave-Schutzen für das neue Schuljahr hat bis jetzt die Anmeldung von 288 Mädchen und 284 Jungen ergeben. Unter Hinzurechnung einiger gewohnheitsmäßig kommenden Rachmeldungen wird man mit rund 600 Kindern rechnen müssen, die Oft cm schulpflichtig werden. •• Beethoven-(Sedentseiern in Den Schul e n. Das Öanbcsamt für das Lildungswefen, gez. UrfiaDt, erläfji folgendes Ausjchreiben an sämtliche Schulbehörden. Am 26. März 1927 föhn sich der Todestag Beethovens zum 100. Male. Ich nehme an, daß Die Schulen dieses Tages nach Maßgabe Der gegebenen Voraussetzungen würdig gedenken. Soweit innfanareichere genielnsameHeiern mitmufi- kalijchen Darbietungen usw. veranstaltet werden, sind Die Schulen ermächtigt, Den Unterricht an Diesem Tage auezusetzen. " Das K ü n st k e r s e st „F i l m z a u b e r", fo schreibt man uns, wirb reich an befonberen Ueber laschungen sein, firau Elsa Geisers, Die zuletzt ah der Augsburger Oper tätig war, leitet den ÄbenD mit einigen liicocrnorlräflen ein. Herr Tanzlehrer Ewald B ö u l k e führt Die moDernflen Tänze (u. a. Charleston unh Black-Bottom) mit feiner Partnerin vor. Auch Die beliebte kleine LalDtraut Lau fcheck tanzt einige Tänze für Liliputaner. AußerDern wird ein Film aufgenommen, Der einige Tage ipater hier gezeigt roirD. SelbstverftänDltch arbeitet das ganze Personal Des StaDitheaters am Programm Der Kleinkunstbühne mit Zu allen Veranstaltungen Innerhalb Der Räumlichkeit n des Klubs berechtigt Die Hauptkarte. Deren Preis — io gering als möglich — mit I Mt. angelctzt wurde. Oie Tombola ist in he benswürDiger Weije von fast allen Gießener Kauf- Icute unb namhaften auswäriigen Zigaretten-, Scho- kolaben" und Scktfinnen beschickt worden. Erfrischungen werden von Den Damen und Herren des künstlerischen Personals w normalen Preisen ge reicht. Der künstlerische Beirat bes Stadttheaters wirb die Festsale in allen Variationen, Die ein Film zuläßt, Herrichten, unD DcmentiprechenD können sich alle nur möglichen Kostüme sehen lassen. Das Fest- heft mit einigen Artikeln über Publikum, Theater. Lühnengenosienschaft und Programm roirD kostenlos beim (Eintritt überreicht. Es fei betont, baß Die Bühnenkünstler für ihre unterstützungsbedürftigen Kollegen gern einen Reingewinn aus Dem Feste erzielen roürDen, Daß sie aber anderseits, im Hinblick auf die allgemeinen wirtschaftlichen Verhöltnisie, die Ausgaben eines einzelnen Besuchers ganz gering einkalkulieren, um den weitesten Kreisen Die Teilnahme an dieser Festlichkeit zu ermöglichen. •• Sin Schwindler in Gießen. Dir berichteten vor kurzem über Das Auftreten eines Schwindlers, Der m Geschäften, hauptsächlich bei Bäckermeistern, vorspreche unb einen Zwanzigmark schein gegen Hingabe von Silbergeld eingetauicht haben wolle: den Schein stecke er m Gegen wart Des Geschäftsmannes in ein Kuren, beim Aufzöhlen des Silbergelbes aber stelle sich immer heraus, daß ihm an dem Betrag ein Teil fehle, roe.balb tr schnell in seine bcnachbane Wohnung laufen unb das Fehlende holen wolle. Da-, ftlivtrt laßt Der Schwindler stets auf dem Ladentisch liegen icdoch hak er es vorher in einem günstigen Augenblick mit einem anderen, aber gleichen Umschlag mit Papierschnitzeln vertauscht. Dieser Gauner hat am Sametagnadmüt- lag auch bei einem hiesigen Bäckermeister ein Gastspiel gegeben. Der Meister fiel trog der öffentlichen Warnung auf Den Trick des Schwindlers hinein unb ist nun seine 20 Mk. auf Nimmerwiedersehen lo». Von dem frechen Patron fehlt bi» jetzt noch jede Spur. Es sei erneut vor ihm gewarnt " Deutsche Volk-Partei Der Verein der Deutschen Volkspartei in Gießen hielt am Freitagabend feine Jahreshauptversammlung ab. Der vom Rechner erftatKie Kassenbericht zeigte einen befriedigenden Stand der Finanzen, Der GefchÜllsführer berichtete hieraus Über seine Täüg- feit und fti? de- Vereins in den beiden abgelaufenen Jahren. AuS feinem Bericht war zu entnehmen, daß beide S'el en eine monnig artige, sich immer steigernde Tätigkeit zu leistrn hatten. Reben einer Reihe größerer Versammlungen in Gießen wurde eine große Anzahl von Deranstal- tungen in allen Teilen der Provinz abgehalten, bei denen akute politische Tages- ohrr ürganifa- tioiMrageii erörtert wurden. Die VorstanbSwahl beließ die seitherigen Vorstandsmitglieder in ihren 3cmtcm; sowohl der engere als auch der erweiterte Vorstand wurden durch eine Zuwahl ergänzt Hieraus sprach Landtagsabgcvrdneter Dr. R i e p o 1 h - ©d)lih über die politische Lage im Reich und in Hessew 3n seinen etwa k'/zstündi» gen Ausführungen befchäftigte sich der Redner mit den ^häufigen RegierungSkri'en im Reich und ging besonders auf die letzte Krise ein. Sich zu den hessischen Verhältnissen wendend, sprach der Redner zunächst über den Volksentscheid und legte in überzeugender Weise dar, warum die Deutsche Dolksporiei in die Opposition gehen und warum sie insbesondere die Bewegung d:s Volksentscheids unterstützen muhte. Zum Schlüsse be- schästigle et sich noch mit Den neuen Entwürfen der hessischen Gewerbe^ unb Sonderlleuer. Aus verschiedene, in der sehr regen Aussprach? geäußerte Anregungen und Wünsche konnte der Redner erklären: die Deutsche Vollspartei ist eingetreten und wird das auch in Zukunft tun für gerechte Besteuerung der Äonfunivcrrine und Fckialgeschäflc und für eitle vernünftige Bemessung und Verwendung der Sonberstkuer. Die Parte! tritt ein für die Erhaltung der Oimultan- f(foule In all den Ländern und SanDcßleUcn, in Denen sle schon besteht, eine gerechtere Gestaltung der Bcamtenbesoldunq sucht die Partei mit allen Mitteln herbeizuführ^' * • Deutschna tionoler HandlungS- gehilsen-Derband. Man berichtet unß: Am Mittwoch hielt die Ortsgruppe Gießen des D, H. V. ihre Jahreshauptversammlung ab, an die sich die Jahreshauptversammlung der Vcr- wattuugsstelle Gießen der Krankenkasse anlchloß. Aus dem vom KreiSgeschäftSsührer erstatteten Jahresbericht war zu entnehmen, daß der D.H.V. bad Jahr 1926 mit einem Mitgliederbestand von 291 486 abschloß, 3n der Inflationszeit war die Zahl bet Mitglieder auf 286 000 emporgeschnellt, um nach beendeter Inflation auf 242 400 zurück- lufinken. Der Verband hat demnach seit der Inflation in zäher Arbeit um nicht weniger als runb 50 000 Mi.glieder zugenommcn unb den Höchst inslakivnsbestand um runb 6000 Mitglieder überschritten. Die Zahl bet Ortsgruppen stieg von 1570 aus 1611. In 151 Geschäftsstellen dienen außerdem 1500 berussamtliche Kräste dem Derbanb unb feinen Unternehmungen. Die Druckerei des Berba.ldes «Hanfeali'che Druck- und VerlaaSaastalt) beschäftigt 340 Personen. Einem Einlag-ebestand von 6,2 Mill Mk. am 1. 1. 26 standen Ende 1926 12 Millionen Mk. Spareinlagen gegenüber. Die Bankabteilung halt? 4000 Dccwklonten, während die Deulsch» natlondlc Lebensversicherung einen Verf'.che- rungSbrstand von 150 MUI. Mk. aus weist. Die Lebensversicherung konnte 10 000 neue Versicherungen in 1926 abschließen. Der weittragendste Beschluß deS Verbandes war die Einführung der Alterssürforge, bestehend in der Zahlung einer Altersrente mit (Beginn des 60. Lebensjahres, ober Unktütlnaung in einem Allersheim des Verbandes. Auf Burg Lobeda bei Jena wurde ein Sport-Sanatorium eingerichtet unter der Leitung eines Arztes und Sportlehrers. Sine Anzahl eigener Erholungsheime beherbergte erho- lungsbedürstige und kranke Derbandsmitglieder während allen Jahreszeiten. 45 000 Lehrlinge gehören dem Verband an. Die Ortsgruppe Gießen hat an Mefer Entwicklung regen Anteil genommen. Sie konnte im Jahre 1926 ihren Mitgliederbestand von 488 auf 591 (Beitrags- rückständige nicht nitaerechnet) erhöhen und hat inxwifchen die Mitgliederzahl 600 überschritten. Der Bund Der Kaufmannsjugend lLehrlinge) konnte feinen Bestand von 148 auf 156 erhöhen, obwohl ein Drittel Ostern 1926 in Die Gehilfen- abteiluna überführt wurde. Kostenlose Unterrichtskurse für Lehrling? und Junggehillen in Kurzschrift und Plalatschrist wurden durchgesührt, und eine Anzahl Vorträge bildender und unterhaltender Art im Winterhalbjahr gehalten. In regelmäßigen Monat-oersammlungen wurden Fragen gewerkschafrlicher und fozialpolit.scher Tlaiur erörtert. Auf Veranlassung des KreiS- geschästSführers, Der Der gegenwärtigen Stadtverordnetenversammlung angehöri. wurde kostenloser Unterricht zu Lasten der Erwerbslosensür- forge In kaufmännischen Fachem an stellungslose Angestellte erteilt. Zur Frage der Sonntagsruhe und anderen sozialen Fragen nahm die Ortsgruppe In Eingaben an Behörden Stellung. Die Geschäftsstelle ist nunmehr mit drei berufs- amrlichei- Ärä ten besetzt Auch der Bericht Der Verwaltungsstelle der Krankenkasse ergab ein erfreuliches Bild guter Entwicklung. Die Zahl der Kiankenkassenmitglieder stieg von 363 auf 445 mit 161 versicherten Familien. An Kranken- Hilfe wurden 27 861 RM ausgezahlt. Die alsdann bergenommenen Vorstandswcchlen bestätigen unter Berücksichtigung einiger Ersatzwahlen die bisherigen Vorstandsm tglieber der Ortsgruppe und der DeNvaltungSstelle in ihren Remtern. • • Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 269 Ochfen. 52 Ballen. 626 Kühe, 270 Färsen, 426 Kälber. 120 Schase. 4521 Schweine. Amtsgericht Gießen. • Gießen. 9. Frbr. Ein Schlosser M. Hai die mit ihm in demselben Hause wohnende Ebesrou D. und deren beide Söhne wegen Beleidigung und Bedrohung verklagt. Da der eine Der Sohne noch nicht 18 Jahre alt ist und deshalb im Privat- klageversahren noch nicht belangt werden kann nimmt er die Klage gegen diesen zurück. Der andere ist schon seit längerer Zeit mit unbekanntem Aufenthalt abwcfcnd, weshalb baS Verfahren gegen ihn ausgesetzt wirb. Frau W. soll den M dadurch beleidigt haben, daß sie ihm vorgeworfen habe er habe einem Mitbewoyner Kartoffeln aus dem Keller entwendet, er habe mit feiner Pflegefchwester unerlaubt verkehrt, und er kaufe Sachen auf Kredit unb bezahle fie nicht. 3m Lause Der Verhandlung erhob Frau W. Widerklage gegen M., weil dieser behauptet habe. Die Frau W. und seine eigene Frau, die inzwischen verstorben ist. hätten die Kartofseln gestohlen und fein noch jugendlicher Sohn habe daoei Schmiere stehen müssen. Rach längerer B?tc* saufnahme verglichen f i ch die Parteien dahin, daß sie ihre gegenteiligen Behauptungen mit Bedauern zurücknehmen, und daß jeder Teil feine außergerichtlichen und die Hälfte der Gerichiskosten übernahm. Strafhammer Gießen. • Gießen, 11, Febr. Ein Schlosser aus Gießen ist wegen Diebstahls einer Handtasche vom Amtsgericht verurteilt worden. Er soll sic ge legenllid) her Einkassierung von Geld bei einer Familie dahier mitgenommen haben. Degen bas Urteil verfolgte der Angeklagte Berufung, doch ohne Erfolg. Die Xaldje ist bei ihm gesunden und von Zeugen, namentlich der Bestohlenen, wie dererkannt worden. Wegen Diebstahls von 60 Mk. zum Nachteil eines totubienfolleren war ein Student des Poly technikums aus Friedberg verurteilt worben. Er soll einem Bundesbrnder, 1. Chargierten seiner Verbln- Dung, gegenüber den Diebstahl eingestanben, später aber Dieses Geständnis mit Der Behauptung rolber rufen haben, er habe es aus Angst, Daß fein ge strenger Daker etwas davon erfahre, abgegeben. (Fr beteuerte auch in der heutigen LerufungsverhanD luna feine Unschuld, so daß es noiwendig ist, ihm welkere Zeugen gcgenüberanfteUen; Die Verhandlung wurde Daher vertagt. Gerichtsfaal. Todesurteil im Mordprozeh Krämer. WSN. Limburg, 12. Febr. 3m MorD prozetz Krämer verkündete heule mittag nach cinftünbiger Beratung des Gerichts Der Vorsitzende folgendes Urteil: Der Angeklagte wird wegen Mor des zum Tode verurteilt: die bürgerlichen Ehren rechte werden auf Lebenszeit aberkannt. Turnen. Sport und Spiel Um die süddeutsche Fußballmeisterschaft. Frankfurt a. M., 13. Febr. (TU.) Die Kämpfe um die süddeutsche FußbaUmetsterschasi brachten heute insofern eine Uek^rraschung. als der Frankfurter Fußballsportverein, der am Sonntag vom deutschen Meister, Der Spielvereinigung Furth, mit 7:0 überspielt wurde, heute im hiesigen Stadion DfV. Stuttgart mit 4:3 nach spannendem Verlaus nicbcrranfl. Die Stuttgarter, Die bei Halbzeit noch mit 3:0 in Führung lagen, mußten sich am Ende mit 4:3 geschlagen bekennen. Einen Achtungsersolg erzielte der Meiste, von Rheinhessen-Saar, Mainz 0 5, der in Rürnberg Dem 1. F. C. R. vor 17 000 Zuschauern mit nur 0:1 unterlag. Das einzige Tor des Tages fiel in Der 33. Minute Der ersten Halbzeit durch Wieder, der eine Vorlage von Rein- mann glatt verwandelte. Der VfL. Reckarau mußte die technische und taktische Ueberlegenheit der Fürther Spielvereinigung mit einer 3:5-Riederlage anerkennen. Das Treffen war ziemlich ausgeglichen. Reckarau lag sogar eine Zeitlang mit 3:2 in Führung, doch zwei Elfmeter und ein Sologang Aschcrl- (Fürth) brachten den Fürthern Sieg und Punkte. Die Runde der Zweiten. 6. F. Die Runde der Zweiten brachte Der Eintracht Frankfurt eine 3:1-Niederlage gegen 1860 München und für den D. f. R. Mannheim einen 4:2-Sieg üoer Fußba kl- verein Saarbrücken. Rundfunk-Programm deS Frankfurter GenderS. (Aus der .Radio-Umschau-.- Dienstag, 15. Februar: 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde Der Jugend. 4.30 bi» 5.45 Uhr: Konzert des Haucorchesters: M. Glinka. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lksestunde. 6.15 bis 6.46 Uhr Ueberfragung von Kastel. Vortrag: Professor Wllh. Fechner über „Kassels Kunstschätze". 6.45 bis 7.15 Uhr: „Die Kneippsche Wosserheilkunbe", Vortrag von Dr. Bottenbcrg. 7.15 bis 7.45 Uhr: Fimkhoch- schule. „Altdeutsche Tafelmalerei XVIII', Vortrag von Dr. Oswald Goy. Assistent am Städtischen Kunstinstktut. 7.45 bis 8.15 Uhr: Die Schachstunde. 8.15 Uhr: „Die Wildente", Schauspiel in süni Akten von Henrik Ibsen. I ■h ; er i E. '< '//////, ///////-., ■ -v. »-A/ V/5ty//Zv,7/./ I Wieseck, den 14. Februar 1927 1491D 01090 Seltersweg 83. gejucht. 1469D —. _ _ I viiiivuii vuuv UHMUJJ uiuu a. * . Gießen,Schiffenberger Weg SV.! nu«i<»ik «<»«««. Hamburg i 01032 0,14 fm Gießen, den 14. Februar 1927, Gießen, den 14. Februar 1927. 1500V 1486D Wir suchen einen 690ss kenntlichen Geschäften. DRUCKSACHEN aller Art liefert die Brührsche Druckerei Schwellen- = 0,22 fm, = 9,52 fm, -- 0,17km Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir innigsten Dank. Wir suchen tür den hlestgen Be;trk einen Vertreter geg. angein Piooij. Brnsa - Werke, Vatfi 'brlt ,«»es Braunichweig. Zuckerkranke erhalt, wichtige Aufklärung kostenlos durch Fr. Löw, Walldorf F. 67 (Hessen). Frau Emilie Euler Martha Euler Im Namen der Hinterbliebenen: Otto Schmidt Marie Schnecko Wwe Köstritzer Schwarzbier von Köstritzer Schwarzbier bereitet, ist ein ebenso nahrhafter wie wohlschmeckender Trunk. Das wohlig wärmende Warmbier von Köstritzer Schwarzbier ist ein Genuß. Kein anderes Bier eignet sich so gut hierzu. Machen Sie einen Dersuch. Hier das Rezept: 1 Liter Köstritzer Schwarz- bier, 1 Stückchen Zimt, etwas dünn geschälte Zitronenschale und nach Geschmack Zucker. Man bringt daS Bier zum Kochen, quirlt indessen zwei Eidotter in '/, Liter Milch und gießt unter beständigem ilmqutrlen das kochende Dier allmählich zu. DaS echte Köstritzer Schwarzbier ist erhältlich bei Emil Schmoll, Diergrohhandlung und Eisfabrik, Karl Duchenne, Flaschen- bterhandlung, Gießen, Steinstr 63, Fernspr. 1169, Wilh. Möller, ,Zum Anker', Alsfeld, Seb Riedmann, Dierverlag, Grünberg, W. Horz, Dierverlag, Weilburg, und in allen durch Plakate Für die uns anläßlich unserer goldenen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir allen Verwandten und Bekannten auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Karl Schäfer I. und Frau Katharina geb. Ihm fm, 4. Kl. = 1,81 fm, Eichen-Bau«, Wagner-, und Grubenholz: 1. Kl. - 2. Kl. — 7,26 fm, 3. KI. Hainbuchen-Stämme 1. Kl. 2. Kl. = 0,68 fm, Elsbeeren-Stämme 1. Kl. Otto Göbel vorm. Eugen Kauffmann Lampen, und Metallwarenfabrik Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen, sowie für die Kranz- und Blumenspenden sagen wir unseren innigen Dank. 2 Lehrlinge für Metalldrückerei und Spenglerei Herr «miöphysttu» Dr. med. N. in W. hat mit »£* Herba-Seife bei Slzem und rissiger haut vorzOoliche Srsolge erziel,. Per 6t W. - 65. 50»/. verstärk, M. 1.- Jur Maddehanblung ist Herda-Lreme desonb. z. empf. Zu hab. in eilen Apoid-, Drog. u. Darlüm. Nniversitäts'Avolheke, PeUkan-Avotheke. Hirsch-Avotheke, Drogerie OtioWinierhoff. StreuAbron. A. 91011, Parfümerie Ntöbs, Parsümerte Plank._______________(526id Bersteioerung. Aus einem Nachlaß unb sonstigen Auf. trägen versteigere ich Dienstag, den 15. Februar, von 2 Uhr ab, Schillerstraße 19: 3 Stück zweitürige Kleiberschränke, 1 Divan, 1 Büfett, 1 Dertiko, 1 Waschkommobe, 1 große Truhe, 4 Betten, 4 Aktenregale, 1 Serviertisch, andere Tische- Stühle, einen Kleiderständer, 2 Badewannen, 1 Registrier. Kaste (National), 1 Schreibmaschine, 1 zweirädrigen Handkarren, 1 schwarzen Herd, 1 Ofen, mehrere Gasherde, Korbmöbel, 2 neue Kinderwagen, 2 neue Fahrräder, 1 elektr. Lüster, mehrere Spiegel, Sestel, 1 Teppich, wasserdichte Pferdedecken usw. H. Denner II., Auktionator u.Taxator Danksagung. Allen, die uns bei unserem großen Verluste. mit lieber Teilnahme bedachten, für die großen Blumenspenden und die überaus große Betei ligung an der Beerdigung dankt herzlich Familie Tränkner Lehrling mit höherer Schulbildung und bitten zunächst um schrisiltche Bewerbung. fiinn&Gloosl-OWüelffl W und Btennoolioetneisetnng im Fürstlichen Forstrevier Hungen am Montag, dem 21. d. M., 10 Uhr vormittags, im Saale der Gastwirtschaft Schäfer zu Langsdorf. Zum Ausgebot kommen aus den Distrikten: 1. Distrikt Klaftcrschlag bei LavgSdorf: 34 Eichen-Schnittstämme lHoma) 3. Kl. 3,68 fm, 4. Kl. = 18,17 fm, 6. Kl. --- 5,99 fm, 103 Eichen-Bau-, Wagner-, Schwellen- und Grubenholz: 1. Kl. — 1,03 fm, 2. Kl. = 5,99 fm, 3. Kl. =■= 27,15 fm, 4. Kl. = 3,60 fm, 3 Hainbuchen- Stämme — 0,43 fm l.Kl. Buchen rm: 4 Scheiter, 6 Knüppel, 280 Stamm- und Astrciser, Eichen rm: 3 Scheiter, 42 Knüppel, Fichten rm: 10 K.üppel, 15 Stöcke, 90 Reiser (Schlagraum). 2. Distrikt Tiergarten b. Hungen: 6 Eichen-Schnittstämme 3. Kl. — 2,74 2. Kl. = 0,56 fm. 3. Distrikt DictrichSbcrg bei VUlingen: 200 Eichen-Bau-, Wagner-, Schwellen- und Grubenholzstämme: 1. Kl. — 9,41 fm, 2. Kl. = 13,12 fm, 3. Kl. = 0,44 fm, sowie 1,84 fm Eichen-Derb- stangen. Auskunft erteilt Förster Sarnes m Hungen, Oberhessen, der auch Nummer- buch-Auszüge abgibt. mo<482L> Braunfels, den 12. Februar 1927. Fürstliche Rentkammer, Forstabtetlung. Gestern abend 8 Uhr entschlief sanft nach längerer Krankheit mein herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel August Kalbfleisch im fast vollendeten 60. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Kalbfleisch nebst Kindern. Gießen, Wetzlar, Hausen, den 12. Februar 1927. Die Beerdigung findet Dienstag, 15. Februar, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Unterfertigte betrauert tief den Tod ihrer Ib. AH. AH. Prof. Karl Hoffmann aus Heppenheim an der Bergstraße akt S. S. 1888 Apotheker Karl Staudinger aus Darmstadt akt. W. S. 1880 81 Die Stud.Ref.-Verbindung„Ade1phia“ imV.D.B. 1. A. d. C. W. Böhm xxx tzWl'versliWlW der Kirchlich-positiven Vereinigung am Mittwoch, dem 16. Febr. 1927, abds. 8 Uhr, im Gemeindesaal der Johanniskirche zu Gießen. Vortrag des Herrn Professors am Predigerseminar zu Herborn Deidt: 14800 „Die Zukunft unserer evangelischen Kirche". Alle evangelischen Gemeindeglieder sind herz! eingeladen. Vr. Weimar, Vorsitzender der Ortsgruppe Gießen. | Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser herzensguter Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Jakob Kronenberg Kreisstraßenwart i. R. im Alter von 68 Jahren, Samstag abend 9 Uhr, nach langem schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden, nach dreitägigem Krankenlager sanft in dem Herrn entschlafen ist Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Friedrich Kronenberg Familie Ludwig Kronenberg Familie Wilhelm Schnecken Londorf, Lindenstruth, den 14. Februar 1927. Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. Februar, nachmittags 2V. Uhr statt. 14900 Waschwunder in Gießen I Am Dienstag nnd Hittwoeb, dem 15. and II. Februar 1117. nachmitta-'S 4 und 6 Uhr, findet in Gießen, im Baal* bau Sauer, Neustadt 58, nochmals ein Probe-Waschen mit dem neuesten und besten Compressor Wäscher statt, wozu wieder jede Hausfrau ohne Kauf zwang eiugeladen ist 14/81) Schmutzige Wäsche bitte mitbringen! Gestern vormittag */,12 Uhr verschied nach kurzem schweren Leiden unser lieber, treusorgender Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwiegervater, Großvater, Schwager, Pate und Onkel 010,, Philipp Schneider im 51. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Reiskirchen, den 14. Februar 1927. Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. Februar, 2 Uhr nachmittags statt Cafe Astoria Dittvoob, den 18. Febrear, I Uhr ebenda Kappen-Abend :: Tanz! = Voranzeige I = Samstag, den 19. Februar 1917, 4—6 übr nachmittags großes Kinder-Kostümfest Alte Gesellschaft, die sämtliche Zweige betreibt, beabsichtigt ihre Organisation im 1475A Freistaat Hessen durch Errichtung neuer, direkt arbeitender General-Agenturen auszubauen. Zuschuß, Reisekosten und Außenorgane auf Kosten der Gesellschaft sind vorgesehen. — Ausführliche Bewerbungen, die vertraulich behandelt werden, erbeten unt H. G. 10531 an Ala Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M. Hubertus Lieu-tag, 15 5>ebr- 8 Uhr, Hindenburg: Botrtcg Dr. SIM. Zahlreich erscheinen: Stadttheater TüenStaa 15 Sebr. ig.Blenstag-HD.-DrfL von7'/,b narblOUbr Brr SkWe. Lustspiel in ;> Akten von Moliöre. Hieraus: Erstaufführung: Die OHatcone von EphesuS Lustirnel in 1 Auszug von Geising, ernannt von Emil Pali es lc. Weg. Berbeiraiuug des jetzigen cbrl.. tüchtiges, im vauä- haU erfahrenes Mädchen mit Kochkenntu. gesucht z. I. ob. I j-Diär i BorAU'k. mit Zeug«, bet ?iran Dr. IVoli. Watitornr. 48. s,«mD Witwe. die in ihrem Geschält tätig ist. lucht wegen Heirat ihres MädLenS für Mitte März em chrlstl., älicrcS Mädchen nicht unt. 30 fahren, ö. ein Heim geboien wird. Betreffende muh einen Haushalt durchaus feibständtg lühren können.Waise bfuon Lchr Angeb. u 01093 a d. GK.AnA. 2 gut möbl. 3i in mer sonnige Lage, evtl, einzeln, spätestens 1. März zu verm. Sckr. Angeb. U.1472D a. d Gtetz. Anz. erb Schön. helleiZlmmer, leer od. möbl., fos. zu vermieten [01i*9J SclterSwcg 83 H. Aue kW. WW ist frei geworden 1470D Bewerber mit Ober^ekundareife bevorzugt. Schriftliche Angebote erbeten. Gberhest. Auto- und Zahrrad-Industrie ©ito Göbel / Sietzen / Schiffenberger weg 50. 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AU älterem Herrn. Schr. Angeb u.01086 an b. Gieh. Anz. erb t-' V' * > ■(: V G ■ HTl 1 ■■-LLLU J -Ml ■Ufl WWWWW MWWUMMZWWW MbKCH . HA; i RrfmwnrnWrr N f- & ■ n -r". 1 wr, W t Mi Nr. 37 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dderhefsen)Montag, U. gebruor 1927 Zurück zu Miquel. Von Oberbürgermeister Dr. Wedderlopf. Die Finanzreissenschaft hat unter den deutschen Finanzpolitikern beS vorigen Jahrhundert» dem Minister Miguel die hervorragendste Stelle zu- erkannt. Sein Rame wird gleichzeitig genannt mit Colbert, Recker, Pitt dem Jüngeren und Gladstone, wenn die Zusammenhänge zwischen der Finanz- Politik und der allgemeinen Staatspolitik aufgezeigt werden sollen. Aber nicht nur die zünftige Wiisen- schatt, sondern auch diejenigen Finanzpolitiker, die unter der Last verantwortlichen Handeln» die Steuerpolitik der Nachkriegszeit aus da- schärfste verurteilen müssen, sehen in der Rückkehr zu den finanz- polit.chen Grundsätzen Miquel- die notwendige, unentbehrliche Voraussetzung zur Gesun- ouna unserer Privat-, Staats- und Gemeinde- reittschaft. Worin lieg» die Bedeutung Miquel»? Wer heute zurückschauend die politischen Kämpfe verfolgt, die sich Anfang der neunziger Jahre bei vorigen Jahrhundert» abgespielt hoben, erkennt dcullich die Leitgedanken Miquel», durch eine organische Steuerpolitik den Gesamtorgani»mu» der Volkswirtschaft gesund zu erhalten und in gedeihlicher Wechselwirkung der Funktionen der einzelnen Organe zu stärken. In diesem Bestreben hat Miguel da» fundierte Einkommen zur Entlastung der übrigen au» Industrie, Grundbesitz und Arbeitslohn fließenden Steuern nur zu dem Zweck heran- aezogen, um eine Erhöhung der Produktivkraft der Wirtschaft zu erreichen. Diesem Ziele dienen alle Maßnahmen einer großzügigen Steuerpolitik. Dieselbe große Linie einer weitblickenden Finanz- Wirtschaft verrät Miquel» Reform der preußischen Gemeindefinanzcn. Heute ist eS im Gegensatz zu der damaligen Zeit jedem Kommunalpolitiker ein ganz ungewöhnlicher Gedanke, dem Finanzminister de» Reiche» oder eine» Lande» zuzutrauen, daß er der Rot der Gemeinden Rechnung trägt, indem er ihnen, wie e» vor einigen Jahrzehnten Miquel in weiser Voraussicht getan hat, einige bisher vom Staat auögenutzte ertragreiche Steuern zur alleinigen Verwaltung und Ausbeutung überweist. Dem staat-klugen Miquel, der ein Führer von großem Format war, erschien die Fürsorge für die Gemeinden als die Urzellen bei Staates eine Selbstverständlichkeit, um den Gesamtorgani»- mu» de» Staates und der Wirtschaft vor Erschütterungen zu bewahren. Weil er die ausgleichende Wirkung und die schöpferische Kraft der Selbstverwaltung au» seiner eigenen Tätigtet» an führender Stelle der Gemeindepolitik erkannt hatte, gab et den Gemeinden keine Ratschläge, sondern ausreichende steuerliche Handlungsfreiheit der Selbstverwaltung. Die Entwicklung hat dem Staatsmann Miquel Recht gegeben. Die Sparsamkeit der gemeindlichen Selbstverwaltung vor dem Kriege, der Wetteifer der Stadtparlamente, ihren Bewohnern möglichst geringe Steuersätze zuzumuten, um vermögende Steuerzahler und ertragreiche Industrien heranzuziehen, war vor dem Jahre 1918 eine selbstverständliche Erscheinung, die sich au» der damaligen organischen Steuerpolitik zwangsläufig ergab. Da» Verlagen dieser Grundsätze der Steuergesetzgebung mußte ebenso zwangsläufig zum Aufgeben der kommunalen Selbstverwaltung und hinsichtlich de» Verantwortungsgefühl» in den Gemeindevarlamenten zu Störungen führen, deren Kosten letzten Ende» die Wirtschaft zu tragen hat. Tie Bedeutung Miquels findet ihre Grundlage nicht nut in den vorstehend angedeuteten Reformen der Gemeindefinanzen und der Vermögenssteuer, sondern in erster Linie darin, daß sich der Aufbau seiner großzügigen Steuerpolitik den wirtschaftlichen, staatlichen und gemeindlichen Gegebenheiten in vollendeter Form organisch anpaßte. Wer die Miquelsche Finanzwittschaft mit Fleiß studiert, erhält die Gewißheit: hier war ein Mann am Werke, der die Dinge nicht vom grünen Tische be» ministeriellen Etappendienste» beurteilte, sondern vom Standpunkte der Front der Wirtschaft und der kommunalen Verwaltung, nicht al» einseitiger Partei- Politiker, sondern von der hohen Warte be» Staatsmannes und Volkswirte-, der den Staat, die Gemeinden und die Wirtichaft al» einen großen Ge- samtorganiSmu» ansieht, dessen Einzelglieder von gleicher Bedeutung sind und der gleichen Pflege bedürfen. Miquel erkannte: Wenn ein» dieser drei Der „RoMavilier" in Par $. »Eigenbericht unseres Pariser W.-S.-QkrtretcrS.) Paris. 12. Februar. 'Am Freitag sand in der Großen Oper in Pari J die Erstaufführung deS ..R o s e n l a v a -> f. < i 8" von Richard Strauß statt. Die „Salome" ist bereits in den Spielplan ausgenommen: die ..IosephSlegende" wurde ebenfalls schon vor dem Kriege hier gegeben. Der „Rosenkavalier" war den Par.lern bisher noch unbekannt. Wohl war seine Au führui g schon vor dem Kriege hier geplant, doch kam eS nur zu den ersten Proben, dann stand man wi der davon ad. Nach dem Kriege war e» da» StcOttheater von Bordeaux, das diese Strau' sche Mu ik-Komödie als erste französische Bühne aussührte. obwohl die Orchester-Werke von Richard Strauß in den leiten Oahren immer hau ig:r in den französischen Kon- zertprogrammen zu finden sind. Die Große Oper in Paris ließ sich reichlich •3eit. bis sie jetzt, und zwae nach sorgfältigster Borbereitung, mit dem ..Roscnkavalier" heraus- fdm, übrigens — um dies gleich vorweg zu nehmen — in einer Muster-Ausführung schlechthin. wie man sie seit langem in der Pariser Oper nicht erleete. Das Deriienst hierfür kommt in erster Linie dem muf.kalischen Leiter der Großen Oper, dem ersten Kapellmeister Philippe © a u b e 11 zu. CEie in Paris üblich, war die internationale Stritif zu der Generalprobe geladen, ttoju die Große Oper außerdem ein besonders erlesenes Publikum gebeten hatte. Alles. waS zur führenden Pariser Gesellschaft gehört, war zu dieser Vorstellung erschienen, die somit ein besonderes künstlerisches und gesellschaftliches Ereignis wurde. Die Ausführung selbst verdient hohes Lob. Sic war außerordent.ich gut und gewissenhaft vorbereitet worden. Man hatte sich bewährte Kräfte aus Wien verschrieben, um das Werk möglichst stilecht herauszubringen. Richard Strauß selbst hatte dem Direktor der Oper, Rouche, und seinem besonders be ähigten Diri- flenten. Säubert, die eigens deshalb nach Wien gereist waren, noch ganz genaue Angaben über seine eigene Auffassung gemacht. Diese Hauptglieber vernachlässigt wird, muß notroenbifl der ganze Organi-mu- leiden. Ta» ist der Lern- Punkt seiner vorbüblichen Finanzpolitik. Ohne diese Erkenntnis kommt unsere durch den Ärieg geschwächte staatliche, gemeindliche und privat« Wirtschaft nicht mehr zur Ruhe. Ist dieser Miquelsche Grundsatz in Deutschland seit dem Äriege beachtet worden? Um diele Frage au entscheiden, ist e» nötig, zunächst die Wirkung der Erzbergerschen Reform zu prüfen. Der Gedanke, zur Sicherheit der Reichseinheit die Matti- kularbeiträge der Länder abzuschafsen und dem Reich die Finanzhoheit zu überlassen, ist von den Anhängern einer starken Reick»-Zentralregierung niemals umstritten worden. Aber die Att der Durchführung dieser Finanzhoheit hat die deutsche Wirtschaft auf daS schwerste belastet. ES ist bezeichnend för die Tiefe bei Eindringen» in die Probleme der Steuerpolitik, daß diese Hauptursache unsere» Steuerelends in der „Polemik der Steueriynbiri" bisher überhaupt nicht erwähnt wurde. Weshalb ist der in vielen Jahrzehnten hervorragend vewährte BerwaltungSapparat der Steuerveranlagung und Steuererhebung kalt gestellt und neben ihm ein zweiter viel kostspieligerer Apparat geschaffen worden, der sich zu einem solchen Koloß entwickelte, daß zu seiner Erhaltung jährlich mehrere hundert Millionen Mark aufgewendet werden müssen? Die deutsche Wirtschaft muß nun nicht nur die Losten be« alten, nur wenig verminderten kommunalen Steuerapparates, der ohnehin für die gemeindlichen Steuern notwendig ist, bezahlen, sondern auch die gewaltigen Aufwendungen be» au» Unkenntnis der kommunalen Verhältnisse von Parlamentariern neu geschaffenen Apparates mit seinem ungeheuren Beamten- und Angestellten- Heer und seiner mehrere Hunderttausenb Quadratmeter neu in Benutzung genommenen Bureaufläche. Wer durch praktische Erfahrung die kommunale Steuerverwaltung genau kennt, weiß, daß mit ihrer Hilfe die mit Reckt erstrebte Finanzhoheit de» Reiche» ohne Schwierigkeiten hätte durchgeführt werden können, und zwar mit einer so geringen Personal- und Bureauvermehrung, daß sie gegenüber der jetzigen in gar keinem Verhältnis steht. Daß sich die bei Einführung der Erzbergerschen Reform vorhandenen Beamten des alten Steuerapparates durch etwaige föderalistische Neigungen zu einer Sabotage der Finanzhoheit de» Reiches unter Bruch des Diensteides hätten verleiden lassen, wird niemand annehmen, der die Psyche de» deutschen Beamten kennt. Ebenso ist e» selbstverständlich, daß diese vorhandenen Beamten die inzwischen neu erlassenen Steuergesetze mit mindestens gleicher Sorgfalt zur Ausführung gebracht hätten, wie das neu geschaffene kostspielige Beamtenheer, in dem nur ein relativ geringer Teil der alten Beamten Ausnahme fand. Wenn eine Landessteuer, wie e» z. B. die frühere Einkommensteuer war, die von den Steuerbehörden der Länder und Gemeinden verwaltet wurde, unter die Finanzhoheit de» Reiche» gestellt werden soll, so genügt ein Gesetz, das die Abführung der Steuer in Zukunft an eine vorhandene ober etwa zu grünbenbe Zentralstelle be» Reiches zu geschehen hat. Zur Ausführung eine» solchen Gesetze- genügen Anorb- nungen formeller Att bezüglich de» UeberweisungS- unb Abrechnungsverfahrens, bie sich ohne Schwierigkeiten durchführen lassen. Dann wird die Organisation de« gemeindlichen Steuerapparates ohne wesentliche Personal- und Bureauoermehrung ent* iprechend umgestellt, und die Sache ist erledigt. Für eine solche „Reform" einen neuen Verwaltungsapparat zu schaffen, der eine sehr strotze Zahl von neuen Beamten erfordert, wie es die Erzbergersche Reform getan hat, ist ein wirtschaftlicher Widersinn, durch den jetzt die Steuerzahler mit gewaltigen Geldsummen unnötig belastet werden. Alle Einwendungen, die gegen die Beibehaltung be» alten Verwattungsapparates zum Zwecke der Reichsfinanzhoheit und der Erledigung der neuen steuerlichen Ausgaben vorgebracht werden, lassen sich von den Kennern de» kommunalen Steuerappa- rate» mit wirtschaftlichen und verwaltungstechnischen Gegengründen leicht zurück weisen. Tie Einführung der Realsteuern in Sachsen im Jahre 1921 hat gezeigt, wie glatt und mühelo» der leicht bewegliche kommunale Steuerapvarat infolge seiner Kenntnis der örtlichen wirtschaftlichen Verhältnisse usw. eine schwierig zu verwaltende große neue Steuer zu bewältigen vermag. wertvollen Winke waren gewissenha't befolgt worden. Rur so gelang das Wagnis. Denn ein Wagnis bedeutete diese Ausführung immerhin. Richt etwa aus politischen oder chauvinistischen Befürchtungen, fonl)cm deshalb, weil weder daS Textbuch Hugo v. HosmannsthalS noch die Musik den Parisern besonders „liegt". Man ha.tr ursprünglich auch erwogen, die Aufsüh- rung des „Rosenkavaliers" der Komischen Oper in Paris zu überlassen. Doch erwies sich dieser Gedanke als undurchführbar, weil in der Komischen Oper nicht der er.orderliche r'.es.ge Orchesterapparat zur Verfügung ist. und das Orchester der Komischen Oper selbst langst nicht aus der künstlerischen Höhe steht, wir das Opern» Orchester Gaubrrts. das nach Dresden. Terlin und Wien unbedingt als das beste Orchester der Welt an uf ->rechen ist. besonders wenn Gaubert selbst eS führt. Die Droste Oper hatte ihre besten Kräfte herausgestellt, so da') man von den soüstischen Darbietungen höchst befriedigt sein mußte. Germaine Lubin war als Oktavian ganz hervor- ragenö, ebenso Ftt. Laval als Sophie. Sehr großen Beiiall ernteten Frau Eampredon als Marschallin. A u b e r t y als OchS von 2er- chenau und F a b e r t als Faninal. Die Regie schuf tc.Iweise gaiu entzückende Bühnenbilder, wenn auch hier und da, besonders im 1. Akt. der rechte Ton nicht ganz getroffen wurde. Hier fehlte manchmal die echte Beschwingtheit. Am meisten gefiel der 2. Akt. Das Publikum war b:geistert. wenn auch eine gewisse Ermüdung nach dem langen ersten Akt sich bemerkbar machte. Solisten und Kapellmeister wurden nach Gebühr herzlich gefeiert Interessant ist die Einstellung der Presse und der französischen ÄritiL Ein einziges Blatt, der .Figaro" des Pariumsabrikan en Eoty. kann es sich nicht versagen, anläßlich dieser Ausführung Kunst und Politik in recht übler We se miteinander zu verquicken und wirklich höchst unangebrachte, chauvinistische Bemerkungen zu der- öffentlichen. Die Kr.t'.k ist sich im übrgen durck- weg einig in der Anerkennung der hohen musikalischen Qualitäten des Werks. Es fehlt auch nicht an Stimmen, die die Orchestrierung zu massig finden. Aber die Genugtuung darüber daß dieses Werk jetzt endlich auch in Patts herausgebracht wurde, und noch dazu in solch Die Schädigung der Wirtschaft durch die Erz- bergerfche Reform findet jedoch nickt nur in den ungeheuren Berwaltting-koften einer doppelten Steuerregie chre Ursache, sondern in noch höherem Maße iu dem verderblichen Einfluß dieser Reform auf bie Gemeindefinanzen. An die Stelle der steuerlichen Selbstverwaltung der Gemeinde trat mit der Erzbergerschen Reform da» .Dotationssystem". Durch diese» Svstem werden bic beim Reich zusam- rnenfließenden Einkommensteuern durch den neu geschossenen Verwaltungsapparat an die Länder und Gemeinden weiterverteilt. Die Att und der Erfolg dieser Verteilung sind häufig Gegenstand der öffentlichen Äritif gewesen. ES erhielten z. B. bei der Einkommensteuerverteilung im Jahre 1925 die Städte Meißen, Bautzen und Freiberg nur rund 5 Mark pro Stopf der Bevölkerung, während den Städten Limbach und Markneufircken 24 Matt und 34 Mark pro Stopf der Bevölkerung ohne deren Wunsch zwang-weise überwiesen wurden. Diese Beispiele lassen sich beliebig vermehren. Wenn in dem Organismus eine» Körpers einigen Organen daS Sechs- bi» Achtfache an Blut zugefühtt wird al» anderen Organen, bann muß notwendigerweise bet Gesamt- organiSmu» krank werben. Auch bei ben deutschen Städten, bie in ihren engen Wechselbeziehungen einen GesamtorganiSmu» bilben, stellten sich durch bie vollkommen unmotivierte und ungleichmäßige Steuerzuführung die größten Schwierigkeiten ein, bie sich bi» heute von Monat zu Monat verstärkt haben, ohne daß ein tauglicher Versuch gemacht wurde, den Uebelständen abzuhelfen. Diejenigen Städte, denen bie von ihnen nicht erbetenen unb erhofften viel zu hohen Gelbsätze zwangsweise überwiesen wurden, mußten notwendigerweise Aufwendungen machen, um bie nicht verlangten Gelbsummen reichet loSzureetben unb um nicht den Vorwurf der Thesaurierung über sick ergehen zu lassen, während andere Städte, denen viel zu geringe Mittel zugeteilt wurden, Anleihen aufnehmen mußten, um die Fehlbeträge für bie burch Reich»- unb LanbeSgesetze übertragenen Pflichten- aufgaben zu becken. Sowohl bie unnötig verausgabten, ben Gemeinben ohne beten Wunsch überwiesenen Gelber, al» auch alle ben ungenügenb bebauten Gemeinben entstehenden Fehlbeträge nebst Zinsen müssen jedoch letzten Ende» von bet Wirtschaft getragen werden. Diese gewaltige Belastung bet Wirtschaft wäre yhne ba» Dotationssystem bet Erzbergerschen Reform sicher vetmieben worben. E» wäre interessant, statistisch genau zu erfassen, wieviel hundert Millionen die deutschen Steuerzahler durch diese» System jährlich mehr aufzubringen haben al» früher, reo der einzige, aber außerordentlich wirksame Regulator die kommunale Selbstverwaltung reat. Die unnötigen Ausgaben derjenigen Gemeinden, die von der zentralen ReichSvetteilungSstelle mit übermäßigen unb unerwarteten Gelbmitteln bebacht würben, führten in der Oeffentlichkeit mit einem Schein be» Rechts ben Eindruck herbei, als ob bie Gemeinden allgemein im Gelbe schwämmen. Inzwischen wuchsen bie Pflichtaufgaben ber Gemeinden immer mehr, wodurch die Dotafionen sich im Verhältnis zu ben wachsenden Ausgaben immer weiter verringerten. Der Erfolg dieser Steuerpolifik läßt sich nunmehr in folgendem authentischen Ergebnis zusammen- fassen: Nach bet Statistik einer sächsischen Kreis- hauptmannschast treiben jetzt 78 Prozent bet Gemeinben Defizitreirtschast. Sie können ihre Betbinblichkeiten nicht mehr erfüllen. Wa» bebeutet biefe Tatsache? Sie bebeutet, daß mehr al» brei Viertel dieser Gemeinden, wenn sie dem Privatrecht unterstehen würden, unter Geschäftsaufsicht gestellt werden ober Konkurs anmclben müßten. Man möge überlegen: Mit wessen Gelbe müssen bie bankerotten Gemeinben eines Tages wieber saniert werden? Wer wird außer ben Fehlbeträgen die vielen Millionen für Verzinsung und Tilgung der Anleihen zahlen müssen, die zur Deckung der hohen Defizite ausgenommen worden sind? E» besteht wohl kein Zweifel, daß diese gewaltigen Summen letzten Endes die Wirtschaft aufbringen muß. Ist es rentabel, wenn man einen Betrieb so wirtschaften läßt, daß er durch zwangsmäßige Ucber- lastung mit Defizitgeschäften bankerott geht, um ihn erst bann wieber zu sanieren, ober ist es besser, ihm beizeiten so viel Kapital zu geben, baß er wenigsten» seine Pflichtaufgaben erfüllen kann? ungewöhnlich guter Form, ist allgemein und darum besonders beachtlich. Merkwürdige StfcIa*mtt'eL ..Schlaf. siNer Schlaf, was hab ich dir getan?" jammert ier wahnsinnige König in Sha e- speares „Heinrich IV.". Und Per und nach ihm mögen wohl schon Hunder.tausende müder Sterblicher tcrtoci,lung3?oll die gleiche Frage in ihrem ©cifte gestellt haben, ohne daß ihnen darauf eine Antwort zutttl geworden wäre. So manch einer aber, der den Ka.npf gegen die Schlaflosigkeit ausnahm, hat es doch verstanden, den Schlaf herbeizuführen, wenn auch mitunter aus recht merkwürdige W.ise. So war z. B. aus der letzten Pariser We tausstellung iie Rachbildung einer Höhle zu sehen, in der einst ein berüchtigter griechischer Ääu.erhau tmann hauste. Der fanj nur Schlaf, wenn er Goldstücke von der Decke der Höhle auf einen darunter aus- gebreiteten Teppich fallen hörte. Das Gold stammte aus d«r Deut:, die er vorüberziehenden Reisenden abgenommen hatte. Das Klimpern der fallenden Goldmün.en war ihm so vertraut und lieb, daß nur diese- allein ihn in Schlaf zu versetzen vermochte. — Der oetttorbe. e Schah von Persien war lange Zeit ein Opfer der Schlaflosigkeit, bis einer seiner Leibär te aus den Ge.mnken kam, dem ..König der Könige" so lange Arme und Rücken zu stretchen, bis sich der Schlaf auf feine müden Augenlider senkte. Das Mittel erwies sich als ungemein wirksam. Und so ist es erttärlich, daß sich im Gefolge, das den Schah auf seinen Reifen durch Europa begleitete, unter anderen Beamten auch zwei „Etrttchler" befunden haben, deren einzige Beschäftigung darin bestand, wenn es an der Zeit war. durch sanfte Handbewegungen ihren Herrn und Gebieter in Morpheus Arme zu beförd'rn. — 3n einer englischen Provinzstadt vermochte ein Herr nur dann einzuschlasen. wenn ihm ein halbes Dutzend Pfirsiche unter das Kopfkissen gelegt wurden. Er behauptet:, daß der Dust dieser Frucht imstande tcä;e, ihn cinzuschlä.ern. — Auf ein recht eigenartiges Mittel per iel e.n Ingenieur. der lange Zeit in einer S enadt gelebt und sich hier fo sehr an das Brausen der Meeresboden gewöhnt hatte, daß. als er später mehr landeinwärts leinen Wohnsitz ausschlagcn mußte, er hier keinen Schlaf finden konnte, well Die jetzige Finanzpolitik im Reiche ist in ihrer Wirkung für ben GesamtoryaniSrnu» der Wittsckast in höchstem Maße verhängmSvoll. Die vom Reich» finanzministerium in ber letzten Zeit getroffenen Maßnahmen lassen sick wie folgt kurz skizzieren: Füllung ber ReickSkassen unb Stärkung be» ReichS- hau-halt» auf stoben ber Gemeinden burch Kürzung der Steueranteile ber Länder und Gemeinden, scheinbare Entlastung bet Wirtschaft durch Steuer Milderungen, Aufrechterhaltung bzre. Vergrößerung der gemeindlichen Pslicktausgaben ohne entsprechende Zuweisung der hierfür erforderlichen Mittel, Einsparung von wenigen lausend Mark im Reicks»etat durch Abbau einiger Räte, Erwerbung eine» Riesen- bureau» im Wette von 8 Millionen Matt zum Zwecke der besseren Unterbringung der durch den Abbau in ber Zahl verminderten Reichsbeamten unb anschließend daran gute Ratschläge für Sparsamkeit an die Gemeinden, — zum Schluß in jedem Falle erhebliche Mehrbelastung der Wirtschaft aus dem Umwege durch die Gemeinden, und zwar nicht nur mit dem ursprünglichen Aufwand der Pslicktausgaben, sondern darüber hinau» mit den Millionen für Sanierung, Verzinsung und Tilgung der Anleihen der gemeindlichen Tefizitivittschaft. In der Mitgliederversammlung de» Verein» zur Wahrung der gemeinsamen reittschastlichen Interessen im Rheinland unb in Westfalen hat Dr. Schlenker mit Recht besonder» betont, e» sei leibet richtig, baß c» unseren DittschaftSführern beim besten Willen nickt möglich sei,sich durch ben Wirrwarr derSteuer- gesetzgebung hinburckzufinden. E» muh angenommen werben, daß nicht zuletzt in diesem freimütigen Bekenntnis bie Grundursache der ungeheuren Schäden zum Au-druck kommt, die sich die Wirtschaft durch Duldung de» «etzigen vollkommen unorganischen Steuersystem» selbst zufügt. Jeder, der die Quellen ber Miquelschen organischen Steuerpolitik durchbacht hat, muß burch zwingenbe logiscke Grünbe zu ber Ueberzeugung kommen, bah ber Gesamtorganismu» bet Staats-, Gemeinbe- unb inSbesonbere bet Privatwirtschaft nur gesunben kann unter bet Parole: „Zurück zu Miquel". Oberhessen. Landkreis ©icfccn. d. Heuchelheim, !3. Fcbr. Gin frecher Sinbruchsdiebstahl w.r e Samstaea.end zwischen 8 und 9 älhr hier verübt. Der ober die Diebe räumten, während die Bewohner sich in der Kirche befanden, im Wohnzimmer sämtliche Schubkasten auS und ließen sämtliche- Bargeld mitgeben. Don ben Dieben fehlt, trotzdem ein Spürhund herangeholt wurde, jede Spur. Den Geschädigten betrifft der Verlust doppelt schwer, da eS sich um einen Arbeitslosen handelt. n. Drohen-Llnden. 13. Febr. Die meisten hiesigen männlichen Erwerbslosen haben nunmehr, insbesondere auf dem Gießener Braunsteinbergwerk wieder Arbeit gefunden. — Die hier in einem Garten zum Trocknen aufge- hängle Wäsche wurde nachts gestohlen. + Lang-GönS, 14. Fcbr. Bei der aeftri- gen Bürgermeister-Stichwahl wurde ber bisherige Bürgermeister, Landwirt Wilhelm Müller V„ mit 589 Stimmen zum Bürgermeister wiede rg «wählt. Sein Dcaen- kandibat, Beigeordneter Karl R o m p f. erhielt 457 Stimmen. Ungültig waren 24 Stimmen. Bg. Großen-Duseck. 12. Febr. Die in der Inflationszeit hier erbaute L a ck f a b r i k ist. nachdem sie im Februar v. 36. an einem Herrn Walter van dem Bergh auS Bremen übergegangen war. zum zweiten Male zahlungsunfähig geworden. Ende diese- Monats findet während daS übrige 3ntxmtar bereit- früher versteigert wurde — die Zwangsversteigerung der Gebäude statt. — Gestern sand die letzte Holzversteigerung für diesnr Winter statt. Sie brachte eine wesentlich? Erhöhung der Gebote. Für 2 Rm. Buchenschnter wurden 41 Mk.. für 2 Am. Duchenknüppel 36 Mk. und für 5 Dm. Buchenreis"r 28 Mk. e-ziel' z. Allenborsa d. Lda., 12. Febr. Bei ber jüngsten hiesigen Brenn - unb Nutzholzoer- steigerung, zu der zahlreiche Käufer aus nah unb fern ers istenen waren, wurden folgende, zum Teil gegenüber dem Vorjahr erheblich höhere Preise ihm daS lirbgewordene, einförm'.ge Geräusch fehlte. Er baut' sich daher einen Apparat, der das Geräusch ber sich an liier brec"enden Wes- len täuschend zur Rachahmung bra te. Seine Absicht crreic t: er auch. Denn fehl Apparat täuschte ihm tte brandende See rcr, schläferte ifjjt cm. und bis zu seinem Todestage hatte er ihn in Benutzung. Gngl s e 5nmmler*fturfofa. England ist die Heimat des Sammelns. Rir- gends wird mit solcher Andacht, solcher Leidenschaft, mit solchem Spleen gesammelt. Je absonderlicher ein Gegenstand, desto sammrlnswrrter erscheint er. Jede Seltsarnk-rit Hal ihre Verehrer. ihre 3ünger, ihre Zelot m. Gebe Seltsamkeit hat ihre Tage de- RuhmeS und ihre Rächte der Verachtung, lieber Rächt wird Trödel berühmt, der gestern noch in Rumpelkammern moderte. Pfei'enstopfer sind heute eine der grasten Sammlermodrn. Der heutige Raucher, der nur noch L i k cac Sh'gpseife kennt, bedient sich ihrer kaum mehr. Da sie außer Gebrauch gekommen, sind sie reif für die Sammler-Vitrinen. ileberall wird ihnen nackgejagt, besonders in den Dörfern, wo allerlei seltsame Exemplare ausgegraben roerdcn. ES gibt solche in allen erdenklichen .Stilen", in allen erdenklichen Formen, in jedem erdenklichen Material: Gold, Silber. Messing. Brore;«. Eisen, Stahl, Zinn, Elfcmbein, Horn. Holz und sogar in Sch e- fer. Ein anderer begehrter Artikel sind M ffing- Plättchen, die man den Pferden an die Stirne hing, um böse Geister abzuwehren. Richt minder eifrig wird nach Topfdeckeln gesucht. Richt nach beliebigen Topfdeckeln natüruch. sondern noch solchen mit bunten Bildern, wie si^Mitte d^s vorigen Jahrhunderts zwei Topj^iater aus^ktaf- fordshire. Jesse Austin und Tyelir Pratt. angefertigt haben. Heber 350 ve:/chieden? Topsbilder sind schon entdeckt worden./hauptsächlich Sta^te- bilder' das Shakespeare?>Haus In Stratford Windsor Eastle. Ansichten von Lond.n. Paris' usw. Die wieder zur Aberkennung gelangten Deckel dienten hauptsächlich für Konserventöpfe. Die jüngste Kuriosität stnd.die Rotzeitungen ans den ersten Tagen des DDrjä>rigen Generalstreiks. Sür die 1. Rümmer deS .^Sritesh Gazette", der ersten dieser Rotzeuungen, tverden bereits pro Exemplar 30 Matt gezahlt. erzielt: Je nach Qualität ffhr t Tbn. Duchmnutz- fcheiter 31,60 bis 39 Ml., Luchenbrennscheiter 27 bis 30 Mk., Buchenknüppel 11 bis 24,20 Mk., Buchen- ftufe 16 bis 18 SDli., Eichen-Nutzrollen 12 bis 16 Mark, 5 Rm. Buchenreiser 11 bis 17,80 Mk. J_ Burlyarbsselben, lo. uejr. Ein sehr erfreuliches Ergebnis zeitigt« hier der Vertrieb von Losen de: Wohlfahrtslotterie zum Vesten dec Erbauung eines Krüppel- Heims in Gießen, d.e dec hessische Verband für Krüppel ü.sorge ve.anstaltet. 3n unsere n kleinen Dor e. das nur 650 Einwohner zählt, tonnten 100 Lose unterbracht werden. Ein wesentlio.es Verd enst hieroei erwarben sich die jugendli. e.i Derteil:rinnen Kath. Menz, Lino Kauß. Eleonore Gans und Marie V r ü ck. Hoffentlich findet das gute Beispiel et er durchaus nicht wohlhabenden Eemcinde allenthalben Aachahrnung. -f- Grünberg, 12. Febr. Die Freiwillige Feuerwehr hielt jetzt ihre 3ahors- o.r,ammlung unter der Leitung bei Vorsitzenden, Hauptmann Seifart, ab. Aus dem Jahres- beriet war zu entnehmen, Daß im abgelaufenen Vercinsjahr fünf größere Tag.sübungrn und eine Aachiubung stattsonden, ferner wurden sechs Vor- standssihungcn erforderlich. Aach Ablage des Rechenschaftsberichtes wuroe dem Rechner Eni- lastung erteilt. Der Vorstand wurde in der bisherigen Zusammensetzung wicdergewäylt, an Stell« Dies verstorbenen Vorstandsmitgliedes Carle wurde Sxarl 3 ö d e I 4. uno als Zugführer des zweiten Hydranteirwagrns Chc. V ü ck Qetoählt. Für 50jährigc altive Dienstzeit erhielt das Mitglied Bäckermeister Meyer ein Ehrendiplom, vier Mitglieder wurden für 23jä')rige und zwei Mitglieder für lijahr.ge Dienstzeit ausgezeichnet. Seitens der Stadt wurde der Feuerwehr ein neues Spritzenhaus und eine Motorspritze in Aussicht gestellt. .streik Friedberg Friedberg, 12. Febr. Im Alter von 56 Jahren ist die Vorsitzende des Kreis- bebammrnvereins Friedberg, Frau Christian Wagner (Bad-Nauheim), g e st o r b e n. In der Organisation der hessischen Hebammen stand sie seit vielen Jahren an führender Stelle; für die Besserung der beruflichen und sozialen Verhältnisse der Hebammen setzte sie ihre ganze Kraft ein. Wie dankbar man ihre Täligkeit anerkannte, das war aus den Nachrufen herauszufühlen, die die Kreis- bchörde, der Kreichsbammenoerein und der Landesverband der hessischen Hebammen der Verstorbenen am Grabe widmeten. In Bad-Nauheim war Frau Wagner 2 8 Jahre als Hebamme tätig und hat in dieser Zeit bei 1200 Geburten in treuester Pflichterfüllung ihren oerantwortungs- vollen Dienst ausgcübt. sf. Friedberg, 12. Febr. Der Obst - und Gartenbau verein Friedberg.Fauerbach hielt jetzt seine diesjährige H a u p t versa m m l u n g ab. Der Vorsitzende, Gartenbauinspektor Rentsch, erstattete den Geschäftsbericht. Im verflossenen Jahre wurden drei Versammlungen und vier Vortragsabende abgehaltcn, außerdem ein gemeinsamer Automobilausflug unternommen. Der Kassenbericht des Rcallehrers Ringshausen lautete günstig. Die Gesamteinnahmen betrogen etwa 1200 Mk. Zu dem seitherigen Vorstand, der wieder- gewäblt wurde, wurde noch Herr Reih hinzu- gewählt. Herr Kühn sprach dann Über den Einheitswertbescheid. L Va b-Aauheim, 14. Febr. Wie unS soeben gemeldet wird, kam gestern der von uns schon angebeutete Kauf des Hotels ,3m* ?eriaI'T durch den Verband der Hessi- chen Krantenkassen zustande. Der Kaufpreis beträgt 164 000 Mark und gilt für den umfangreichen Gebäudekomplex mit der gesamten Inneneinrichtung. Dach dem Urteil Sachverständiger befindet sich daS Gebäude in sehr guter baulicher Verfassung. Der hessische Krankenkafsen- JfrerbnnD beabsich igt, daS seitherige Hotel »Imperial" in eine K u r a n st a l t für seine Herz - 'und Rheumatismuskranken umzuwandeln. 4 Bad-Nauheim, 12. Febr. Der hiesige Zienographenoerein „Gabelsberger" hielt seine Generalversammlung ab. Geschäftsbericht und Rechnungsablage gaben ein erfreu- liches Bild. Der Mitgliederstand beträgt 167, die Kasse weist 889 Mark auf. Insgesamt wurden im abgelaufencn Jahr 33 erste, 9 zweite und 2 dritte Preise von Mitgliedern des Vereins bei den Wett- T-n ■ran ■ «■!! ■ Ml'in —CtflEMM Die übersehenen Wunder Von Hermann Bagusche. Es ist — nicht wahr — eine erstaunliche Welt, in der wir leben. Tie Luft ist voller Stimmen, und wenn wir wollen, können wir die Jazz-Band-Kapelle hören, die soeben in Buenos Aires spielt, und mit einer kleinen Bewegung des Drehkondensators am Emp- pfangSapparat machen wir uns zum Mithörer eines Vortrags, den irgendjemand in diesem Augenblick in Kapstadt hält. Wir werden in absehbarer Zeit morgens in Tempelhof starten und abends in Lake- hurst bei Newyork landen. Wir holen den Stickstoff aus der Lust und machen aus der Kohle billiges Cd. Wir bändigen die rohen Wasserkräfte der Ströme und verwandeln sie in Licht. Und wenn, weil der Himmel trübe ist, das internationale Mondlicht streikt, so sind die Straßen unserer Städte dennoch nicht, wie noch zu Goethes Zeit, in Finsternis gebettet, sondern grelle Bogenlampen versenden ihr brandendes Licht. Caruso ist tot, aber seine Stimme ist cmgesangen in die windigen Ritzen einer Schallplatte. Dos alles ist recht wunderbar. Es ist so wunderbar, daß wir schon längst aufgehört haben, uns zu wundern. Aber eS gibt noch andere Tinge auf der Welt. Wir erinnern uns daran, daß das 51 stockige Wool- worth-Gebäude in New yort 250 Meter hoch ist und daß in ihm tagtäglich etwa 10000 Menschen beruflich tätig sind Nickt wahr, fabelhaft! Aber in einem Ameisenhaufen leben, nebenbei bemerkt» sogar CO000 Bewohner. Was die 10000 Menschen im Woolworth-Gedäude als Arbeitskräfte leisten, mag lobenswert sein. Aber eine Ameise vermag z. B. eine Last zu tragen, deren Gewicht das Körpergewicht der Ameise um das Treitausenfache über- müS! V"Sleich zu geben: ein Mensch chcnD 'seiner Größ^' an Sir{aft *u gleichen, entspre- motiven u ttagen>f' un)erer modernsten Loko- hn™hf.• r (fnh 'i:Tnit(inöc WM. Ter Schnell- (I PS i . mei't nlS Je «Efctbe») uOnuärl3(lctT^ >’a*= Stoff -'n-« I-b-nd-n 18 Seemeilen (1 Ster>" «hiee Stunbe Setunöc ülio 8,3 li>lc“ {.„»„„er zuruck, liniere Erde be- um die Sonne hi icbcy JllIid) auf il,ret Wanderschaft J lÄ sch!V^'«nde etwa 30000 »Jeter list Stern im großen nF «ls e.n 0-Zug , wahrend em Aar mit der rebnfoG rcn' bcr W6- „Schnelläufer", fo- ® 1 jen Erdgeschwindigkeit durch den schreiben im Bezirk und verband errungen; außerdem ein Staffelsieg bei dem mit dem Bezlrkswett- schreiben in Äleseck verbundenen Stofselschreiben. Für das in Gießen stattfindende Bezirkswet.schreiben wurde in der Versammlung eindringlich geworden. Der sehr rührige und gut geleitete Verein erfreut sich großer Unterstützung seitens der Stadt, der Stadtschule und der Volksbank. Die Umstellung in Reichskurzschrift ist restlos erfolgt. ' Oppershofen, 12. jebt. Die älteste Einwohnerin unseres Orte«. Frau Margarete 3 ä n g e I, ist jetzt im 94. Lebe nS jähre gestorben. Trotz ihres hohen Alters war sie bis in die letzte Zeit noch sehr rüstig. Die Frau hatte die Freude. 13 Urenkel um sich zu sehen. # Aus der mittleren Wetterau, 12. Febr. In vielen Dörfern herrscht geradezu eine Rattenplage. In Scheunen, Stallungen, jo sogar in die Häuser sind die üblen Rager ringe- drungen und nichts ist vor ihnen sicher. Stallhasen, Gänse und Hühner werden von Ihnen getötet, fo daß man eine gemeindeweisr Bekämpfung vornehmen muß, um ihrer Herr zu werden. Alme uvr g?n. )( Büdingen, 12. Febr. Dom 13. Februar bis zum 14. März findet in den Gemeinden unseres Dekanats eine Miisionsrundreife des Missionars Lauck aus Frankfurt a. M. statt. Der Redner wird Vorträge über China halten. Da dieses Reich soeben wieder im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehl und Missionar Lauck längere Zeit in China gewirkt bat, so werden seine Vorträge zweifellos überall willkommen sein. ]:( Vinbsachfen, 12. Fror. S.it einigen Tagen wütet die Grippe in unserer Gemeinde derart, daß der Unterricht in beiden Schulklassen ausgesetzt werden musfte. Aber nicht nur die Kinder, sondern auch Erwachsene werden auss Krankenlager geworfen. Ebenso ist in Hirzenhain die Schule wegen der Grippe geschlossen. Krcis Läwttcn. =.= Schotten, 12. Febr. Eine Kasseler Firma erwarb von mehreren hiesigen Bürgern Gelände zwecks Errichtung eines Bafaltwerkes, in dem, wie verlautet, etwa 100 Arbeiter Beschäftigung finden sollen. — In dem benachbarten R a i n r o d wurde ein Einwohner dadurch geschädigt, daß ihm vier Bäume (drei fünfzehnjährige und ein fünsundzwanzigjähriger) durch Einfügen derartig beschädigt wurden, daß Rinde und Bast zerstört sind und mit dem Eingehen der Bäume gerechnet werden muß. Anscheinend handelt es sich um einen Racheakt. =.= Gedern, 12. Febr. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer hat sich hier ständig vermehrt, so daß bald das halbe Hundert am Orte erreicht fein dürfte. — Auch hier ist zur Zeit die Grippe stark verbreitet. Es gibt wohl nur wenige Häuser, die nicht einen Patienten aufzu weisen Ratten. In einer Bolksschulklasse fehlen 50 Proz. der Schüler. Bis jetzt verläuft die Krankheit gutartig. Starkenburg. WSA. Offenbach, 13. Febr. Aach idem soeben veröffentlichten statistischen Vierteljahrsbericht zählt auf Grund der Fortschreibung der Wohnbevölkerung die Stadt Offenbach jetzt über 80 000 Einwohner. Die durchschnittliche Größe eine« Haushalt« beziffert sich auf 3,84 Köpfe. Rheinhessen. WSA. Mainz, 13. Febr. Die auf 50 Mk. erhöhte Hundesteuer wurde, nachdem die hessische Aegierung hiergegen Einspruch erhoben hat, jetzt von der Stadtverordnetenversammlung auf 36 Mk. festgesetzt. Weiter wurde beschlossen, jedem Stadtverordneten eine monatliche Aufwandsentschädigung von 30 Mk. zu gewähren. Preußen. Kreis Wetzlar. WSA. Wetzlar, 13. Febr. Um den sich stet- wiederholenden üleberflutungen des unteren Stadtteiles durch bas Lahnhochwasser zu begegnen, plant die Stadt großzügige Lahn- regulierungsarbeiten unmittelbar vor dem Zusammenfluß der Dill mit der Lahn. Sn Vetracht kommen eine Erdbewegung von 38 000 Kubikmeter, sowie Uferbefestigungen, die Weltraum stürzt und in jeder Sekunde 300 Kilometer (!) zurücklegt. So erstaunlich die Schnellig- keit der Erdbewegung im ersten Augenblick erscheinen mag: sie verblaßt, wenn man die 01 roße der Erdkugel berücksichtigt, vor dem Flug bcr Schwalbe. DaS mag im ersten Augenblick befremdend klingen. Die Erde (die am Aequator einen Durchmesser von annähernd 12800 Kilometer hat), braucht nämlich um den Weg ihrer eigenen Ausdehnung zurückzulegen, nicht weniger als sieben Minuten, während die Schwalbe, die in einer Sekunde 50 Meter im Flug durcheilt, damit die Strecke ihrer eigenen Körperlänge 250 mal zurücklcgt. Oder betrachten wir die Ricsentürme des Kölner Doms. Und doch: auch sie ivirken bedeutungslos vor dem Wunder einer Rogaenähre. „Sollte noch einmal (schreibt Hanns Fischer in seinem Buch „Rätsel der Tiefe") der Kölner Dom erbaut werben, um seinen Turm in ähnliche Maße zu bringen, wie sie ein Roggenhalm aufweist, so würde er zu einer schwindelhaften Höhe von 5280 Metern emporragen müssen. Aber auch dann stände er technisch noch weit hinter jener unbeachteten Gctreidepflanze zurück, die bei 150 Zentimeter Höhe und 3 Millimeter Fußdurchmesser noch eine im Vergleich zu ihrem schlanken Ausbau gewaltige Aehre trägt, ohne zu knicken, ohne Winden und Wettern zu erliegen.“ Wir bestaunen die Kraft eines Flugzeugmotors, der den Menschen in die Lüfte trägt, ober ist jener Motor, den wir in uns tragen, nicht noch erstaun- licher: das menschliche Herz! Tiefer faustgroße Muskel pumpt mit etwa 70 Schlägen in der Minute jedesmal rund 200 Kubikzentimeter Blut durch die Adern des Körpers. In einer Stunde bewältigt dieses kleine Pumpnxrk 810 Kilogramm Blut und entwickelt dabei eine Kraft, die hinreichen würde, einen 60 Kilogramm schweren Menschen 13 Meter hochzuheben. Zn 24 stündiger Arbeit hebt cs diesen Menschen aus die Spitze des 310 Meter hohen Pariser EifesltnrmeS. Unser Blut, das unablässig durch die Herzkammern strömt und unteren Körper durchwärmt, ist in der Tat „ein ganz besonde- rcr Saft“. In einem winzigen Kubikmillimeter (!) Blut befinden sich nicht weniger als 5 Millionen rote Blutkörperchen, die oon 8000 weißen Blutkörperchen wie von Wenbarmen überwacht werden. Und ünd neben dem Herzen nicht auch Milz und Leber sehr merkwürdige Organe? Sic sind u. a. dazu da. die unbiaud bar gewordenen Blutkörperchen wieder um« zuschmelzen. Die eifrig lesen wir die Sportzeitungen, einen Kostenaufwand von 130000 Mark erfordern, an dem der Staat mU Zuschüssen zur produktiven ErwerbSlolensürsorge und niebrigverzlnSlichen Darlehen in Höhe von 104 C00 Mk. Aittell nimmt Die Arbeiten — etwa 12 000 Tagewerke — würden 200 Erwerbslose bis in den Monat 3unl hinein beschäftigen. — Die Stadtverordneten beschlossen mit Zweidrittelmehrheit, der Errichtung eines Krematoriums im D r i n» z i p chre Zustimmung zu erteilen, damit die Verwaltung in die Lage verseht ist. zunächst die Genehmigung der Au'sftchrSöehorden ein^uholen. Es ist gedacht, den Bau zunächst al« Frredhoss- fQuelle zu errichten und den Einbau eine« Verbrennungsofens zu einem späteren Zettpunkt vorzusehen. Der Entwurf des Baues, ein Schmuckstück herber Gotik, stammt von dem jüngst ven der Aeichsbahndirektion Stuttgart übernommenen Ae- gierungsbaurat Golder und dem Architekten Aegierungsbaurat B l l l l n g - Karlsruhe. Die Kosten des Baues sollen 150 000 Mark für die Kapelle und zirka 30 000 Mark für die Derbren- mingsanlage betragen. ][ Dutenhofen, 12. Febr. Nachdem vor einiger Zeit eine unter dem Vorsitz des Bürgermeisters abgehaltene öffentliche Versammlung, zu der Gemeindeverordneter Lehrer G a ß das Referat übernommen hatte, nach eingehender Aussprache ihr Einverständnis mit der Aufnahme von Vorarbeiten für den Bau einer Wafserleitung gegeben batte, wurde von dem Gemeinderat be- schlosten, die Vorarbeiten alsbald anfzunshrnen. Di« Kosten derselben werden in der Weise aufgebracht, daß oon jedem Haushaltungsvorstand allmonatlich 2 Mark Beittag erhoben werden. Schwierigkeiten macht noch die W a s f e r g e w i n n u n g. Es fehlt an offenen Quellen, die zur Speisung benutzt werden könnten, so daß man versuchen will, durch einen Stollen Wasser zu gewinnen. § A h b a ch, 12. Febr. Dem Gemeinderat lag kürzlich die Anregung der Aufsichtsbehörde auf Errichtung einer zentralen Wasserleitung vor. Jetzt erfolgt die Versorgung lediglich aus Brunnen, was — wie der Gemeinderat auch anerkennt — keine ideale Lösung der Wasserversorgung für eine über 1003 Seelen zahlende Gemeinde darstellt, besonders wenn berücksichtigt wird, daß eS sich um einen dlcht- bebauten Ort handelt, der nach Durchführung der Zusammenlegung der Grundstücke eine wesnt- liche Erweiterung erfährt. Trvhden glaubte der Gemeinderat den Bau einer zentralen Wasserleitung vorerst zurückstellen zu sollen, weil der Zinsfuß für das aufzunehmende Baudarlehn noch zu hoch sei und die Bevölkerung b irdj die bereits beschlossene wirtschaftliche Zusammenlegung der Grundstücke so sehr belastet wurde, daß die Aufbringung des WasserzinfeS nicht möglich wäre, zumal die Gemeinde bereits eine Umlage von 300 Proz. zur Bestreitung ihrer Bedürfnisse erheben müßte. L Garbe nheirn, 12. Febr. Die einzige Gemeinde der Bürgermeisterei Aybach-Launs- bach, ja vielleicht des ganzen Kreises Wetzlar, die bisher noch keine elektrische Licht- unb Krastversorgung besitzt, ist unsere Gemeinde. Das soll nun anders werden. Aach- dem durch eine schriftliche Umfrage festgestellt ist. daß mit wenigen Ausnahmen die gesamte Bürgerschaft elektrischen Strom abnehmen wirb, hat Gemeinderat den Dau eines Aie - berfpannungSnehcS beschlossen. Die Gesamtkosten elnschl. HauSanschlüsfe find auf 36 000 Mk. veranschlagt und werden durch Anleihe gedeckt. Die Strvmlleferung wird durch die DuderuSschen Eisenwerke erfolgen, die von Grube PhllippSwonne aus daS Hochspannungserdkabel nach Garbenheim weiterführen toerben. Aach Fertigstellung der OrlSzentrale hat Garbenheim Licht, Kraft, GaS und Wasser, eS fehlt dann nur noch die Kanalisation, die später zur Durchfiih- rung kommen soll. □ EberSgöns, 12. Febr. 3ni hiesigen Gemeindewalde sand die diesjährige Brenn- holzversteige tun g statt. 3m Verhältnis zu den in den Aachbargemeinden erzielten Holz- Preisen war das hiesige Brennholz teuer. Es wurden bezahlt für einen Raummeter Buchen- scheitholz bis zu 19 Mark, Buchenknüppel bis zu 16,50 Mark, Eichenscheit bis 13 Mark, Elchen knüppel 11 bis 12 Mark. Buchenwellen kosteten bis 30 Mark das Hundert. — Die Verwaltung der Butzbach —Licher Eisenbahn hatte dieser Tage Vertreter und 3nter- unb wie wenig lesen wir das wunderbare Wunderbuch Mensch. Wir kennen die Namen all der Schnellläufer, der Kanalschwimmer, der Preisboxer, aber wir kennen nicht die Leistungen unseres Herzen- und wir kümmern uns nicht um die stille Arbeit der Milz. Der Name Harry Piel schreit aus allen Kinos dieses seltsamen Planeten, aber der Name Sertürner ist durchaus unbekannt, der Name jenes Apothekers, bet in Hameln bas Morphium erfanb unb wohl immerhin unb sozusagen als Wohltäter bcr Menschheit angesprochen werben bürste, — dieser Menschheit, die wenn der Wahnsinn körperlicher Schmerzen über sie hereinbricht, nicht nach Harry Piel, sondern nach Morphium schreit. Daß wir mit einem modernen Seekabel in der Minute 2000 Worte von einem Erdteil zum andern senden können, verdient unsere ergebenste Hochachtung. Aber daß ein einziges Gramm Radium in jeder Sekunde 40 Milliarden Heliumatome auSfendct, erscheint vielleicht doch manchem um einiges wunderbarer. Unb ich weiß im Augenblick nicht, ob die Mastcnverschleuberung der Heliumatome oder die Tatsache, daß die am langsamsten schwingende Farbe, da- Rot, immerhin in bcr Sekunde 400 Billionen Schwingungen ausführt, erstaunlicher ist. Daß aus diesem winzigenSamenkorn eine Rose und nichts anderes und aus jenem eine Hyazinthe entstehen kann und wirklich entsteht — nach allen Gesetzen der Gattung — ist nickt auch das ein wenig wunderbar? Ach nein, wir haben unS an all diesen seltsamen Zauber um uns scyon zu sehr „gewöhnt". Wir sind Zuschauer ohne Staunen, Zaungäste dcS buntesten Lebens um unS — ohne tiefere Erschütterung. Wir bewunden, die Wolkenkratzer, den PrciSboxcr und bett Filmstar, und cs gibt keinen Rekord, den wir nickt breckrn werben. Wie sollten wir ba, in all dem lauten Jahrmarktsgeräusck, Zeit finden, die Welt kenncnzulernen, die unter dem Okular eines Mikroskop- die Wunderwelt eine- einzigen Wassettropfcns öffnet? Oder wie sollten wir Zeit gewinnen, uns mit den Erscheinungen des Lebens (des wirklichen Leben-) in die richtige Beziehung zu setzen? Und wie sollte cS wohl möglich fein, wenn allenthalben das „Gigantische" bas Auge lockt und Rekorde unser Her; bewegen, dem Winugen und scheinbar Unscheinbaren unfern Blick zuzn wenden? Wir eroberten die Welt, aber cs fragt fick (um mit Teter Altenberg zu sprechen), „ob die Seele an Terrain gewann“. Wenn die Wunder der Technik ihren Reiz verloren haben, dann roetocti wir vielleicht bereit und fähig sein, die Wunder deS Alltags zu erkennen: die Übersehenen Wunder. efTenten ber Sem« in den PvhlgonS. EberSgon« und Oberkleen zu einet Besprechung ringe- laden. Dabei tarnen Mißstände, Dünste und Vorschläge der Gemeinden zur Erörterung. Die bishe.ice mangelhafte Bahnhofsbel.u lang soll verbessert werden. Der Verlegung des Mittagszuges auf einen früheren Zeitpunkt kann die Vetwattuna wegen Brtückfichligung des An- schlu'se« mit der Licher und Äauheimer Strecke nicht stattgeben; sie wurde auch nut von einem Teil der Interessenten gewünscht. Die Kernfrage war die Einrichtung des Son ntagg- Verkehrs. D'.e Bahnverwaltung will bei der dicS'ahrigen Generalversammlurg der Eisenbahn- gesellfchaft die Einrichtung eines Sonntagszug- paareS befürworten, wenn die Gemeinden im Falle bet älnrentabllität zur 5).düng des Mankos bereit sind. Voraussichtlich ist im kommenden Frühjahr mit einer Probeeinrichtung auf vierwöchige Dauer zu rechnen. | Großrechtenbach, 12. Febr. Auf eine 401ährlge Zugehorigleit a u r _o ü t • germeistereiversammlung Der Dürgcr- meifte.ei Rechtenbach konnte jetzt ber Deigeorb- nete Borck von HömSheim zurückblicken. 3n ber Tütgermeiflctcitxr ammlung gebaute Bürgermeister Schneiber in ehrenden Worten de« im hohen Alter stehende -^Jubilars unb überreichte ihm einen Blumenstrauß. Die Bürgermeisterei machte ihm ein Geschenk in Gestalt eine- wertvollen RuhescsselS. Bewegten Herzens bankte bcr 3ubtlar für bie ihm zuteil geworbenen Ehrungen. An bie Bürger- meistereiver ammlung schloß sich eine klein« Fe er in ber Gastwirtschaft Schmibt, an der auch bie Beamten ber Bürgermeisterei teilnahmen. Auch hier würben noch verschiedene Ansprachen gehalten und Glückwünscke bargebracht Herr B o r ck hat feil langen 3ahren noch eine ganze Reihe weiterer Ehrenämter bekleidet: so trar er längere Zeit Ge nttndevor stehet von H rnSh im, Mitglied deS Kreistages und de« Ktcisausschus- scS zu Wetzlar, des Vorstandes der KteiSspar- lasse, verschiedener fonftiger Kreiskommisfionen, Der Landwir.schastSkammer für bie Rhcinprovinz ufw. Das Amt des OrtsgerlchtsvotsteherS, sowie ba« des ersten Beigeordneten der Bürgermeisterei Rechtenbach versieh» er heute noch. Sr ist stets und überall nicht nur für bie Interessen seiner Heimatgemeinde, sondern darüber hinaus auch für Diejenigen Der Bürgermeisterei Rechtenbach und des Kreises Wetzlar eingette- ten. Während seiner Amtszeit als Gemeindevorsteher sind in der Gemeinde Hörnsheim die wirtschaftliche Umlegung bcr Grundstücke unb bie Einführung des elektrischen Lichtes burchgeführt worben. Für beibe Einrichtungen hat sich ber Jubilar alS ein Fteunb bes Fotlfchrltte« seiner Zeit nachhaltigst eingesetzt. Er war auck» ein warmer Förderer des Bahnbauprojeltes bureh das Kleebachtal, dessen Durchführung durch den Kriegsausbruch und den Bau Der Umgehungc - bahn bei Klein-Linden leider illusorisch geworben ist. —K— Kleinrechtenbach, 12. Febr. Del ber gestrigen Dersteigerung des Brenn Holzes der hiesigen Gemeindewaldungen, wobei auch ein Teil des Nutzholzes zur Dersteigerung kam, wurden zum Teil sehr hohe Preise erzielt. Es wurden Im Durchschnitt für das Raummeter g< boten: Buchenfcheiter 17 Mark, Buchenmüppel 15 Mk., Buchenreiser 2,50 Mk., Eichenknüppel 7,50 Mark, Eickenveiser 1,50 Mk., Ficktenlnüppel 8,50 Mark, Kiefemfcheiter unb -knüppel 8,50 Mk., #i« fern reifer 1 Mk., Kiefernstöcke 2,50 Mk, Fichtenstöcke 2,40 Mk., Birkenknüppel 7,50 Mk., Eickenfchichtnutz Hols (2 Meter lang) 11 Mk., Lärchenfchichtnutzholz 10 Mk. Fichtenderbstangen kosteten pro Stück: 1. Kl. 1,70 Mk., 2. Kl. 1,20 Mk., 3. Kl. 0,85 Mk., 4. Ä1. 0.35 Mk., Fichtenreifer 0,60 Mk. Kreis Usino.eii. —5— Brandobcrndorf, 12. Febr. Bei der Gemeinde-Brennholzverstcigerung waren Interessenten aus der ganzen Umgegend erschienen. Die Preise entsprachen durchweg den vorjährigen. Das Raummeter Eichenscheiter kostete 8 Mk., Eichenknüppel 6 Mk., Eichen-Reiferknüppel 2 Mk. 100 Eichenwellen gingen mit 15 Mk. ab. Das Raummeter Buchen|ch«iter kam auf 12 Mk., Buchen- knüppel 36 Mk. pro Klafter (4 Rm.). Buchcndurch- forstungswellen kosteten pro 100 Stück 15 Mk., Buchenwellen 12 Mk., Nadelholzknüppel 4—5 Mk. und Nadelholzreiserknüppel 2 Mk. pro Raummeter. Das Grab im Gletscher. Ein zerbrochener Elspickcl mit der Inschrift Dr. I. B c a n , ber von Führern am Fuße des (Blader des Bostons, einem Gletscher des Montblanc, gefunden wurde, beschwört nach 57 Jahren die Erinnerung an eins der furchtbarsten Alpenunglucke herauf, die die Geschichte der Alpinistik verzeichnet. Die Tragödie ereignete sich im September 1870, als ein schottischer Geistlicher Mac Eorlindale zusammen mit zwei Amerikanern, Dr. Scan unb Rondall, unb acht Führern den Montblanc bestieg. Sie erreichten glücklich den Giofel, gerieten aber beim Abstieg in einen schweren Schneesturm, der eine ganze Woche anhielt, und in dem sie zugrunde gingen. Später wurden einige ber erfrorenen Leichen gefunden, andere blieben ver- schollen. Bei der Leiche des Dr. Bean fand man auch fein Notizbuch, aus dem man die Einzelheiten der Katastrophe erkennen konnte. „Wir erreichten den ad um halb drei Uhr“, heißt es da am 6. Sep- er. „Unmittelbar danach wurden wir von Schneestünnen überfallen. Wir verbrachten die Nacht in einer Höhle, die wir im Schnee auspegraben hatten, aber sie bot wenig Obdach." „Die Külte ist furchtbar", heißt es in den Aufzeichnungen vom Morgen des 7. September. „Der Schnee fällt schwer und ununterbrochen. Ich habe keine Hoffnung mehr, daß wir uns retten können.“ Die letzte Aufzeichnung, die bereits mit zitternder Hand hingekrigelt ist, bietet ein schönes Zeugnis für den Glauben des Sterbenden: sie ist an feine Frau gerichtet: „Vielleicht wird das Notizbuch gefunden und Dir Auaefanbt. Wir Haden nichts au esten, meine Füße sind erfroren, unb ich bin erschöpft. Ich habe nur noch die Kraft, diefe wenigen Worte zu schreiben. Ich sterbe im Glauben an Gott unb in liebendem Gedenken an Dick. Lebt alle wohl. Wir werden uns im Himmel roteberfin- den. Ich denke stets an Dich." Mm hofft, nach dem Fund des Eisoickels auch noch a if weitere Uebenste bcr Katastrophe zu flohen. Die längste Zeit, die bisher cii.4jlctfehe» die von ihm begrabenen Toten fest- achalten hat. ist 41 Jahre. Die Opfer des damaligen llngliitf; waren Dr. s)amcl und feine Führer bie 1820 cm Montblanc perunpl rftrn und Deren "eichen 1861 am Fuße des B0iions-Gletfchers gefui.ben wurden. Wirtschaft. Don den Schlachtviehmärkten. A» ben Schlachtvie-mär.ten bet »ori„en CEDoa.t war btt Marktverlaus lei Schalen im Vergleich -ur Borwo<.,e ziemlich unveranb.rt, väh.eno die Ciiuatton bei Rindern und Kälbern, besonder» aber bei Geweinen. sich günstiger geftahete. bn ben AuslaebSsulern lind wrlenUtche Lende- rungen nicht eingetrUen. D.e '^re.sgestaltung war bet Kälber.1 stark nneinLelmch: be Rn- dem und Vcha en eraaben sich teilweise Ptris- beieritgungen. Für Schweine war die renken- der V reiSgestaltung ausgesprochen setz Aus den r.achste^e.id n OTuiritcn wurden für 1 Pfund 0ebendg?wlL,t bi Pfennig notiert Berlin Bremen Bresiau Ehcmnitz D.rtmunb D.esdcn Düsseldorf Clbetfelb 6 jen Frankfurt TL Hamdurg Hannover Husum Karlsruhe Kassel Kiel Köln Leipzig QUaguebutfl Mannheim München Stettin Stuttgart Zwickau Rinder Rälbet Achate Sck» weine 22-63 48-83 20-60 63-72 23 60 40 - 75 45-*8 60-eö 10-58 4d-76 25-60 58-6-' 18 - 55 50- 83 52 - 58 60-73 23 -60 40 - 86 35 - 53 6O-6o 22-bl 48-83 43-62 58-74 25-62 43-82 - 64-71 20-63 50-85 - 6.-68 32-64 50-110 45-54 58-68 25 64 54-77 34-53 60-73 20 - 62 32 - 8/ 25 - 65 55 - 68 20 - 62 40 - 80 25- 58 50-60 20-60 66-76 - 68-73 20-62 50-68 - 63-75 19-51 33-104 24-60 <3-68 20-62 50-110 56-60 53 - 70 25-59 45-7) 35-60 60-72 20 - 60 35 - 70 30 - 51 58 - 70 15-61 52-82 32-46 63-68 17-59 69-88 - 52-72 15-55 30 — 25 15 - 55 58 - 67 15 - 61 56 - 81 - 60 - 76 15 - 56 55- 80 35 - 58 64 - 72 Süddeutscher ProdukLenmorkt. swd. Das Au-land gab In der vergangenen "TDocve Im Brotgetreidegeschält keine besondere Anregung. Die Tendenz sämtlicher Märkte war im allgemeinen ruhig bei kleineren Kursschwankungen nach unten. Da- Trotflctreibe» aeschöst bewegte sich nur in kleinem Ausmaße. Die Inlondmarkte mußten sich naturgemäß den Ucbcrfeemärften anschließen, und eS kam auch hier nur au kleineren Umsätzen. DaS Angebot in Inlanoweizen unb -roggen ist andauernd minimal. DaS Mehlgeschäjt ist bedeutend langsamer geworden. Dte Mühlen sind jedoch auf lange Zeit mit Aust rügen sehr gut versehen. Sie klagen jedoch darüber, daß der Abruf deS TkehleS feilens der Kundschaft sehr zu wünschen übrig läßt. Weizenbrolmehl ist dagegen in Hinblick aus die hohen Roggenmehlpreise stärker beachtet und findet prompte Ware guten Absatz. Die durchschnittlicyen Preise stellen ließ: Weizen lauSi.) 31.23 biS 32.53, Piataweizen Vkärz Mai- Lieferung 29.73 biS 30, Inlandweizen 29,75 bis 30, Roggen (Inl.) 2725 biS 27,50, Roggen tauäl.i 27.50 bis 27.75, Weizenmehl (Spezial 0) Februar Mai-Lieferung 40 (teilweise 40 25). Roggenmehl 37 bis 38.75. Wcizenbrotmehl 30. DaS Gerstcngeschäft bewegt sich weiterhin in ruhigen Bahnen und ist bic Tendenz unberänbert. Ebenso liegt Futtergerste ruhig. Man forderte für Braugerste je nach Qualität 28 bii 31, fränkischer 2^.25 biS 26 53. pfälzischer 27 bi« 31. Futtergerste 21 bi« 22. MaiS hat lausende- BedarsSgeschäst und liegen die Preise für diSp. Ware zwischen 18.15 unb 19 mit back. Da- Angebot in süddeutschem Hafer wirb anbauemb kleiner und die Preise geben nicht nach. SS steht zu erwarten. daß man mehr unb mehr aus norddeutsch« und ausländische Provenienzen zurückgreifen wird, badischer und pfälzischer Hafer je nach Qualität wird mit 21.50 bi« 21.75 notiert. Futtermittel find immer noch gut gefragt und stößt die Belieferung von prompten Mühlennachprodukten wie Kleie. Futter- und Rachmehl, die besonder- gesucht sind, aus große Schwierigkeiten, da die Mühlen in der Ablieferung längst gekaufter unb fälliger Mengen noch stark im Rückstand sind. Für spatere Lieferung find die erwähnten Artikel mit ca. 1 Mk. billiger für 100 Kilogramm erhältlich Die anderen Futterartikel wie Malzke.me und Biertreber. Schnitzel und Oelkuchen sind im Preise unver- ändert bei guter Rachfrage. Weizenkleie fein prompt 13,50 bi« 13.75. grob 14,50; Weizen- futtermehl prompt 15 bis 15,50; Weizennachmehl 22 biS 22,50, Ttaklcbne mit Sack 16,50 bis 16,75; Biertreber 16,75 vi« 17.25; Erdnußkuchen 21 bi« 21,25. Rapskuchen 16,75 bis 17,25; Trockenfchnitzel 1325 biS 13,50 Oer Frosch mit derMaske Roman von Edgar Wallace. (Schluß.) Ich kabelte wleder, diesmal von Montreal, wo ich es erwartete, — es kam noch immer nicht. Diele Monate später erst entnahm ich einer Zeitung, daß Lyme auf dem Wege noch Guemsey ertrunken sei. 3n Wirklichkeit war er Höch ftlebenbig. (Er über- siedelte in eine Stabt in Tlitieknglanb. wo er sechs Monate lang als bescheidener Geschäftsmann lebte. 3n dieser Zeit veränderte er langsam lein Aussehen. (St rasierte feinen Schnurrbart und enielte künsttuche Kahlköpfigkeit durch die Anwendung chemischer Mittel. Wahrend er in Zurückgezogenheit lebte, sing er nach und nach an, die Brüderschaft der Frösche zu gründen. Der Zweck dieser (Brün dang war, das Zeichen, an dem ich ihn wieder erkennen mußte, so weit unb breit als nur möglich auesuftreuen. Zuerst mochte er vielleicht keinen anderen Gedanken haben, als eben den. Aber es wollte sich niemand damit einverstanden erklären, die Qualen ter Tätowierung umsonst zu erdulden, unb so gründete er einen eigentürnlick-en Wohlfahnssonds. Aus diesen geringen Anfängen erstand die große Frosch- Organisation. (Einer her ersten, mit Denen er In Kontakt kam. war ein alter Verbrecher namens Maitland. Ein Mensch, der weder k|en noch schrei den tonnte." ..Natürlich!" sagte Elk, unb klopfte unoebutbig auf das Knie, „das ist doch die Erklärung für das Baby!' ,.Es gab niemals ein Baby," lächelte Broad. „Das Baby war Mailland selbst, der heimlich schreiben lernte. Dar Spielzeug des Lindes, von dem Johnson erzählte, war nur eine Erfindung, um Sie irrezuführen. Als Johnson Maitland gesunden hatte, kam er nach London und die Vereinigten Maillands wurden gegründet. Maitland hatte nichts zu tun. als im Bureau umherzusitzen und malerisch unb unnahbar auszusehen. 7.056 Banknoten. W,S5 12. <79 7.9*6 73.67 3.047 .1,645 51,11 -W i.M 1.204 ÄI.M 1,757 Äf.tl 108.41 ii2, x; 111.56 10.602 If-.N .D.44U 4,214 16.58 t.?56 54.5-5 HM. 5« lit.l* 112.44 10.602 14.14 ».211 IC.555 1.07 7U.71 499 >9,113 12.476 73.70 1.043 -1 545 1,11 ..16 5,5 ».M 1.245 ■0.941 • Heber Zeichnung der füniprozen- ttaen Reich«« nietet. Die Schlußmeldunaen auf die fünfprozentige Neichsanleihc Haden eine Ueberzeichnung ergeben. Bei der Zuteilung werden die Zeichnungen auf Sperrftüde voll, von den freien Zeichnungen dagegen nur die Meinen Zeichnungen di» ju 1000 Mark einschließlich voll, die übrigen mit höchsten, 70 Prozent berücksichtigt werden. Der ganze aufgelegte Anleihebetrag ist auf diese Beile im Zeichn unaeweae erforderlich geworden. Anae sicht» des hohen Betrages der Anleihe darf dieses Ergebnis als recht befriedigend angesehen werden. * Die amtliche (»ronhonuels.ndeff- 11 ff er. Die auf ben Stichtag brt 9. Februar «rechne« Großhar.de'.Sinberzi Irr k^s Statistischen Reichsamts beträgt 135,8 unb ist gegenüber der Borwoche um 03 v. H gestiegen. Die Önbe^ ffer der Aararstofse bat >ich bei onz.ehenden Preisen um 0.8 v. & aus 139.9 erhöht Die Önbcrgiffer bet inbußriellen Rohstoffe unb Halbwaren hat ebensallS leicht aus 12-4.1 angezogen, wahrend die Preise der industriellen Fertigwaren einen leichten Rückgang auf 141,5 verzeichneten. WÄR. Zunahmeber Spartätigkeit. Rach den Angaben deS Statistischen ReichSam'eS haben die Spareinlagen bei den Sparkaf en im ganzen Deut'chen Reich im Dezember 192i die 3-MiNiarben^re7ize überschritten. Snde Dezember stellten sich die Spare.nlagen aus 3 090 515 003 Mk. gegen 2 957 259 003 Mk. am Onbe des Dormonols Scvklenmartt Berkin -Franksnrl a. M. I e I e a r o p h i i ch e Au«,oh!vna Berliner Börse- Berlin , 14. Febr. Am De 1 dmar11 tfl bie seit dem Ultimo beobachtete Versteifung rechtzeitig genug überwunden worden, um bei der Meoio-Liquidation eine ausreichende Dersorgung bei Börsen bedarfes zu ermöglichen. Die Lage am kurzfristigen Geldmarkt ist slüsfig, (d baß bie benötigten Repor.gelber von ben Banken zu 6,75 biS 7,25 ^zt. zur Der- fugung gestellt werden. TageSgeld 3,50 bis 5,50 Prozent, MonotSgeld 5.25 bis 6,25 Prozent, Warenwechsel mit Großbankgiro 4,25 Prozent. Die Baissespekulation ist infolge Flüssigleit dcs Gelbmarkies mit ihren Abgaben vorsichtiger geworden, unb man konnte verschiedentlich Dek- kungskäuse seststellen. Daü Publikum halt an feinen Beständen fest. Die Umsatztätigkeit war im allgemeinen ruhig unb nur in Spezialwerten bewegter. Lebhas er verkehrten Schultheih-Ostwerle pluS 2 bis 4 Pzt., ManneSmann plus 6 Pzt., Deutsch-Atlantische Telegraphen plus 4,75 Pzt., Sarotti plus 12 Prozent, Elcktr. Licht unb Kraft plus 3 Pzt., Kaliaktien pluS 3 bis 5 Pzt., sowie einige anbere Spezialwerte. 3m Deviscnverkehr zog baS englische Psunb gegen Kabel auf 4.8512 an. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,2193. I ('».!' 1.760 68.735 lUS M 112.44 112.44 10.642 18 18 ZU.4f2 ■ > 16.595 -i.t; 7u.vi t.W. O.Mt 59,47 12.516 7.4.' d.853 21.515 81,81 5.56 4,215 4.215 tl.ttlti emn -'hou । tta n- ?lhr yrii.-Sntn) Qbnfhanid Koprndaa.» ■ gielicn . . London. . . rf . . Tori». . . Schwei; . . Spci t<:M . Qopan . . . •Hf» be ftan Wien in T Ceft. abflrfi fron - - velirod . Vodap.it . vol-arten VifTabon Tanya. . Sonst miii Htt-en. . . Sinada ru uati . Cairo - friei —mW 1.7CI M.75 1(8.65 112 61 112,74 10,642 14.28 «1.4,1 «.221 16,61 81,24 71.31 2.060 J.417 49,4« 12.5.7 7,416 78,85 5.052 81,595 61.. 1 2,165 6.56 4.214 4.255 21.014 11. Febr. aniilicöe 'Jictirnn j (»efb Bne 14 frebt. Anuttche Vlotwrun., Berlin. iS st«br «etd Brie» fUnrrltanHibr VZetfw..... ».IW «.217 ....... . 6*.<7 6*.77 TäuHilr 91’rten ....... HÜ.12 112.68 unelifdK Äotrti........ 41,41: ».512 sirontoMchr •Jlotrn .... i».ae 16 67 öolläudUche Noikn ...... 168.2J 16V.U7 ;u . & »iuV »n-tne t-BT* »n if Teht - ir 1 14 t tt-k 1«. 1 »5« Tcrrr'ctk Neich«L2 erde .87 ..Wi U e*5 _ «*. TeuttL- SirttSSanlfilx — - * 3 »*,, Zeuti* dtrtch anlnx 3*. Teaftchc Slrttb« aiet^e — - — Teurfrtx c;>arvr<.nnriiante* 0.» — 0.57 »rrata* Äcnlol» • - — f c He'ik» . . ...... — SÄ“:::-::;::: _ — leuridic r. enb Tollat-Änl 1)0 _ 101 _ dfv Toll ^3)4 üßfiri.»»- • — <* ■ ZoNmrtrn........ 17.71 17 te 17.75 — s*J. »vitnimteeet..... — M - eVrltret HandelssrieNIfvaN - kommen- nnP ^riMt rönf er? » ■ m 255 5 221 75 lenn-i. nut Via.tonalxmt 291 29*5.5 Ti. ZV4 5 tfurfte itMnf. ... 203 5 3*4 5 ÄS 75 -03.75 «tffento i* rnintfluMt — IV1.5 192 5 (93 5 1 retbnrr ...... .89 ' 190 IKN (‘9 9 Il#efoll6an; . . . ... 171 172 171 1ViifrttfBt< 4 -37.5 Man« do.-r........... 158 155.75 151 75 1^6 25 £ btil’cb.irf ......«... 127.5 — 1.8 25 — Poonir tVra' tm ..... Rdeinitlde »raunfAlea . . . 19 139 2- 147.9 —* ÖU9 313 509 811 THtxinftab!.......... ♦a ' 224 719 25 .'33.5 Wt.-bed -Wontcn........ l»i.5 - IW — Ttflufi 4*eraban...... ®errtiHatr Lfadlwerte .... 18' — * * 150 1M.I 150 — fcamburj flmenfa Valet. . . Norddeullcher rtlovo . . . 165 165.75 — 152 ti 151.5 150,5 — «VeraniNMe Werfe fl'btn . . — * Jemenin-erf (»eibeUxra - . 171 — — — vutni'v fr.1,mann 190 2j 191.75 191,5 192,75 flnai« Tom duane..... 13J * 191 — ttbruufdjr TOütxr ftlaptn. . — — — — '• cid'fbnudi . ..... 158 1BÜ 158.75 51,7a Holzv.r oblunn........ 97 75 — — J <9 Tlar en ^ubuftrie. . . J2I 322,2j 319 .20 75 gi.ifgrrMDcrrt . ..... 1«) 1«! .3 I4J IW 4 kchetd auiial«....... -52 5 25:, - - flQn TtcltrUtfLtSst3leskllschatt 170.25 170.75 170 •70.25 $kt;Wic.nn ...... * lb 182 ISO.5 m Hetl'to ' Wotdtwt..... 2t. 75 262 .o5 5 3M,25 3uflcr'abnf Rrantentbai . . 129 , liiü — .stucker,adrif ÜBaabduid . . . 157 16U 158,5 — Frankfurter Börse. Frankfurt, 14. Febr. Tendenz: Ruhig, doch fest. — Der immerhin befriedigende Erfolg der neuen Sprojentigcn Reichsanleihe wurde an der Börse günstig ausgenommen, auch der leichte Geldstand regte an. Die Hauptbewegung ging vom Wontanmorkte aus. besonders von 3lse unb ManneSmann. Zahlreiche Deckungskäufe dürften zu der freundlichen Haltung bei« getragen haben. Die Bewegung in QI u t o • werten tfl auf daS vorläufige Dementi der Darmstädter Dank zwar ruhiger, doch nicht kurS- drückend geworden. Kleher PluS 1,5 Prozent, Daimler PluS 4 Prozent. K a I i a f t i c n starker erholt, da der Februar einen Rekordabfatz bringen foIL Westeregeln plus 2 Prozent, Aschersleben pluS 3.5 Prozent. Die bei 3. G. Farben austauchenden Gerüchte über Amerika-Berlar^» langen (bekanntlich sind zwei Direktoren dieser Desellschast nach 11 <5QL gereist) brachten eine ziemlich lebhafte Bewegung, so daß daS Papier um 1,5 Prozent anzog. Rhcinstahl als Kou,;ern- wcrt ebenfalls 1,5 Prozent höher. Bon Bauaktien waren Holzrnann um 1,5 Prozent. Wahß & Freytog um 3.5 Prozent befestigt. Der heimische Anleihemarkt lag äußerst still und kaum verändert. Kriegsanleihe 0.375. Am Geldmarkt ist Tagesgeld leicht mit 3,5 Prozent, Monatsgeld 5 biS 6,5 Prozent, Privat- diskonten 4,12 Prozent. Am Devisenmarkt notierte Paris gegen London 123,30, Mailand 111,90. London-Kabel 4,55. Die Reichsmark stellte sich gegen daS Pfund auf 20,47, gegen Kabel auf 4.2195. 3m weiteren Börlenverlaus stellten sich einzelne Spezialwerte in Den Vordergrund, Ich nichts mehr unb beschloß einen weiteren Versuch zu machen, um zu meinem Gelbe zu gelangen. (Es wartete ja auch noch bie große Geldsumme in Eastleigh auf mich, — immer vorausgesetzt, daß ich nicht als der Mann, der bas Haus kaufte, identifiziert wurde. Es brauchte lange Zeit, bevor ich mich oersicdert hatte, daß man mich nicht kannte unb bann segelte ich, mit dem ftaufoertrag in der Tasche, auf einem Diehtransportschiff nach England, unb landete, ganz wie sie es jagten, meine Herren, mit ein paar Dollars in der Tasche, in Soiichomp- ton. Ich fuhr direkt zu dem Hause, das jetzt in einem schrecklich ruinösen Zustande war unb machte es mir bort lo bequem wie ich nur konnte, wah- renb ich Nach, für Nacht im Brunnen arbeitete, um die Geldkiste htroorzuholen. Als ich dies vollbracht hatte, fuhr ich nach Paris und das Ende meiner Geschichte kennen Sie selbst. Ich begann meine Nachforschungen noch dem Frosch. Aber ich mußte bald erkennen, daß diese, falls ich mich nur auf das Tätowierungszeichen verließ, hoffnungslos sein würden. Als ich entdeckt hatte, baß Maitland ein Frosch war, beschränkte lch meine Forschung auf das Bureau. Durch ein sehr einfaches Mittel erkannte ich bald, daß Maitland Analphabet sei. Eines Tages sprach ich ihn in der Nahe seines Hauses an und zeigte ihm e.n Jh-ixrt, auf das ich: „Sie find ein Schwindler!' geschrieben Halle. Unb ich fragte ihn, ob er diese Adresie wüßte. Er wies auf ein Haus, das weiter unten in dcr Straße lag unb eilte baoon. Don diesem Augenblick an wußte ich, baß Johnson ber Frosch war. Dohr.jon war ein Genie. Die Art, wie er diese ungeheure Organisation leitete unb zwar tatsächlich nur in ber freien Zeit, außerhalb der Bureau- stunden, ist eine Offenbarung. Er zog alle in sein Netz und dennoch kannte ihn niemand. Ich glaube, dies ist olles, was ich Ihnen zu sagen habe unb nun werde ich Ihnen wohl für alle Zukunft Lebewohl sogen müifcn." Als Joshua B-oab nach London $urü- hert: Weizen. W.tterauer. 29.50 bis 29.75; Roggen, i ländischer, 27; Sommergerste sür Btau- zwecke 26 bii 27; Haler, in ländlicher. 21.75 bis 22.50; Mals (gelb) 18 50 bi8 16 75. Wei- geninebl, tnulnb Spez. 0 40,25 bis 43.75; Roggenmehl 38 b.0 38.50. Weizenlleie 1375; Rag- gcnllcic 14 biS 14 25; Orbfen 35 biS 63: Lin cn 50 bis 80; Heu, iüddeutfchel. gut. trocken 9 bil 10.25; Wetzen st roh, dratzt^epreßt 4 25 biS 4,50. Rogger.stro,. gebündelt 3.75; Treber, getrocknet, 1725 biS 1753; Tendenz: stetig. Frank urtcr Lchlachtvielfmarkt. 5 r a n (f u 11 o. W.. 14. Fedr. Oluf.rieb. 1258 e.üd Rinder barent.r 26^ O<92c großes karnevalistisches Kinder-Kostümfest Faschingsscherze - Ueberraschangen 110 Fichtenstangen 2. Kl., 7 rm nutzlnüppel (1,5 m lang). 30 flämme 2L-KI. «--- 12,63 fm, 46 stärnme 2b-ftL — 31,65 fm, 21 VV- „ 202 „ 68,50 „ Das Holz ist mit Rinde gemessen; Angebote sind getrennt nach Klassen pro Fest- meter bis spätestens Freitag, den 18. d. M., bis nachmittags 4 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei ernzureichen, wo anschließend die Eröffnung der Angebote erfolgt. Mit der Einreichung unterwirft sich der Käufer den Verkaufsbedingungen, welche vor der Eröffnung bekannt gegeben werden. 1495V Günstige Zahlungsbedingungen werden eingeräumt. Mainzlar, den 12. Februar 1927. Bürgermeisterei. Bogel. Der Film bleibt längere Zeit im Lichtspielhaus, im Astoria bis einschließlich Donnerstag auf dem Spielplan. Einlaß täglich 2.30 Uhr, Beginn der Vorstellung täglich 3.30 Uhr. Wir bitten höflichst, die ungekürzten Nachm ittags-Vorstellungen besuchen zu wollen. Preise der Plätze im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 341 3. Platz 1.20, 2. Platz 1.50, 1. Platz 2.—, Loge 2.50. Preise der Plätze in den Astoria-Lichtspielcni 3. Platz 0.90, 2. Platz 1.20, 1. Platz 1.50, Reserv. Platz 2.-. Jugendliche unter 14 Jahren zahlen nachmittags ermäßigten Eintritt. 1466c werden wirksam bekämpft durch den Gebrauch der natflrMches Heft Mittel tos Weltruf, die zudem die besten Vorbeugungsmittel sind: Emser Wasser (Kränchen) / Pastillen / Quellsalz Altbewährt auch gegen Katarrhe, Asthma, Hasten, Heiserkeit, Verschleimung, Mageasäare (Sodbrennen), Zocker and harnsaure Diathese. Ihr Arif wird Ihnen das bestätigen. Aber achten Sie stets auf die Schutzmarke. Verlangen Sie ausdrücklich die echten, natürlichen Emser Heilmittel und meiden Sie künstliche Erzeugnisse. Kiefern Nutzscheit, rund, 3 m lang, 15 rm. Günstige Zahlungsbedingungen. 1494 D Mainzlar, den 13. Februar 1927. Hessische Bürgermeisterei. Bogel. MW SM M SM. Wir bitten un ere Mitglieder um zahlreichen Besuch des Vortrags von Herrn Prof. Deidt in der Hauptversammlung der Kirchl. Positiven Beieinigung Mittwoch, 16. Febr., abends 8 Uhr, im Johannes- Holzsnbmission. Freitag, den 18. Februar 1927, vor- mittag» 10 Nhr, werden aus dem Gemeindewalde Allendorf a. Lumda, Distrikt lyzeora M Mienlall zii GieOen. Holzsnbmission. Die Gemeinde Mainzlar verkauft auf dem Wege schriftlichen Airgebots nachstehend angeführtes Holz. Fichten-Ltammholz: 111. Klasse 15 Stück mit 19,79 fm Seltersweg In beiden Theatern verstärktes Orchester. Bei Gicht und Rheumat.smus offenen Beinen, Asthma, sowie für die Körperenthai usäuoranjz ist 8726A Stern-Engel-Tee ein altbewährtes, wirksam, giftfr. Mittel. Zu haben nur in den Apotheken, falls nicht vonätiz, wende man sich an Stern Enerel-Tee- Großveririeb. Bad-S hältlich. Angebote und Proben sind gcttennt und verschlossen — mit entsprechender Aufschrift versehen — an die Verwaltungen der genannten Kliniken bis zum Eroffnungs- „wie Neu" 2"-- A merik. E^vreß-Damvk Büacl-Anstalt sur veirvtt' und Damenkleioitn.tvstitcke. Bügeln | p. Anzug ä Dämpfen } mit* Ze” Auffrifchen j HUI Mk. ”■ Stkttcncnticrncn 0.50—0.80 Mk. Nevaralureu prompt und billinft Abbolcn und Juienbcn kostenlos Für fachmännische iornfätttqe AnSlüvruna übernehme volle Garantie M <« Bullenverkauf. Die Gemeinde Lindenstruth verkauft einen fetten Vogelsberger Bullen. Angebote sind bis zum Eröffnungstermin, Mittwoch, den 16. Februar, vornnttagS 10 Uhr, auf Lebendgewicht und verschlossen emjureichen. Ter Bürgermeister: Fatum. 1497V 4,90 fm. (Unter den Fichten befinden sich Stämme bis zu 21 m Länge.) 3 Fichten stamme 5. Kl. = 3,22 fm (Schnitthölzer), 140 Fichtenstangen 1. Klasse, 158 Fichten stangen 2. Klasse, 8 Kiefernstämme 2a-Kl. = 3,07 fm, 4 Kiefernstämme 2b-Kl. = 1,86 fm, 1 Kiefernstamm 3a»ÄL --- 1,03fm. 14 rm Kiefernnutzholz (3 m lang). 3. Gcmetudewald Ebersgon». 2 Eichenstämme 1. Klasse 0,37 fm, 9 Eichenstämme 2. Klasse -= 2,25 fm, 1 Eichenstamm 3. Klasse =* 1,02 fm, 3 Eichenstämme 4. Kl. — 2,73 fm, 1 Eichen stamm 5. Kl. — 1,24 fm, 3 Eichenstämm- 52-Kl. = 4,44 fm, 1 Eichenstamm 6. Kl — 1,51 fm, 9 Eichenstangen 1. ÄL, 6 Eichen stangen 2. ÄL, 9 rm Eichennutzscheithott (1 und 1,2 m lang — Küferholz —), 1 Buchenstamm 5. ÄL - 0,75 fm, 2 rm Buck)ennutzsd)eitholz (Felgenholz), 50 Fichtenstämme la»ftl. — 6,50 fm, 69 Fickiten stärnme lb-Kl. = 18,01 fm, 12 Fichten stämme 2a-ÄL — 5,48 fm, 3 Fichtenstämme 2b-Kl. — 2,29 fm, 72 Fichtenstangen 1. ÄL 1 Eichenstamm 2. Kl. — 0,57 fm, 1 Eichen stamm 3. K. — 0,42 fm, 1 Buchenstamm 3. ÄL — 0,58 fm, 1 Buchenstamm 5. Kl — 1,13 fm, 10 Kiefernstämme 2a-ÄL 5,06 fm, 1 Kiefernstamm 3a-ÄL — 0,7lfm, 36 rm Kiefernnutzholz 2. KL, 81 Fichten stämmc la-ÄL — 12,28 fm, 44 Fichten stärnme Ib-ÄL — 10,93 fm, 7 Fichten stärnme 2a-KL = 3,33 fm. 114 Fichten stangen 1. Klasse, 168 Fichtenstangen 2. Kl 2. Gemeindewald Cbcrlltcn. 2 Eichenstämme 2. KL ■= 0,46 fm, 10 Eichenstämme 3. ÄL = 7,00 fm, 22 Eichenstämme 4. KL -= 19,98 fm, 3 Eichenstämme 4a-Kl. = 3,39 fm. 4 Eichenstämme 5. ÄL — 4,87 fm, 2 Eichen stärnme 5a-Kl. — 2,36 fm. (Unter den Eichenstämmcn befinden sich Fournier- Hölzer.) 6 rm Eichennutzscheit 1 m lang (Küferholz), 104 Fichtenstämme la-ÄL « 13,00 fm, 70 Fichtenstämme lb-KL * 16,76 fm, 40 Flchtcnstümme 2a-ÄL --- Schade& Füllgrabe Buchenstäntme Angebote sind nach Sortiment und Klassen getrennt bis zum Termin bei der Bürgermeisterei einzureichen. Angebote mit zusammengezogenen Klassen ober mit Bemerkungen oder Boroehalten versehen 4a-Äl. =- 1,85 fm, 1 Kiefernstamm 4b-KL — 1,27 fm, 21 rm Kiefernnutzholz (3 m lang). Tie näheren Bedingungen werden in dem Termin bekanntgegeben. Großrechtenbach, 11. Febr. 1927. Der Bürgermeister: Schneider. 1474V Langebruch, folgende Holzsortimente auf unterzeichneter Bürgermeisterei verkauft. (Forstwartei II): 1 Eichenschnittstamm 11. KL — 0,85 fm, d Eichenstämme 11 l. iv. Buchenstämme I. II. III. S&F-Kanee- Werbe-Woche Vergebung Im Wege des schriftlichen Angebots sollen die nachstehend aufgeführten Gegenstände für die Zeit vom 1. April 1927 bis 31. März 1928 vergeben werden: A. Verzehrung sg eget» stände: ungefähr: 1. 1500 kg Rindfleisch, 2. 2000 Kilogramm Rindsnierenfett, ausgelassen, 3. Speck roh und geräuchett nach Bedarf, 4. Würstchen nach Bedarf, 5. 1200 kg Schweinefleisch, 6. 2000 kg Schweineschmalz, ausgelassen, 7. 5000 Liter Vollmilch, 8. 1500 kg Quark, 9. 3000 kg weiße Bohnen, 10. 3000 kg Viktoria-Erbsen, 11. 2000 kg Linsen, 12. 3000 kg geschälte Gerste, 13. 2500 kg Burna-Reis, 14. 3000 Kilogr. Nudeln, 15. 2000 kg Gerstengrütze, 16. 2000 kg Hafergrütze, 17. 3000 kg Kochsalz, 18. 10 Tonnen Heringe (Holländer), 19. 300 kg Bohnenkaffee, roh, 20. 700 kg Malzkaffee, 21. 30000 kg Roggenmehl, 22. 15000 kg Weizenmehl, 23. Weizenmehl 00 nach Bedarf, 24. 150 kg Staubmehl, 25. 1500 kg Handkäse. Die Muster sind von Angeboten getrennt vorzulegen. B. Bcrbrauchsgegeustände. ungefähr: 1.1000 kg Kernseife,2.1000kg Seifenspäne, 3. 1500 kg Schmierseife, 4 2000 kg Soda, 5. 1000 kg Makulaturpapier, 6. 100 kg Fensterpapier. C. Stoffe zum Verarbeite« ungefähr: 1. 1000 m Baumwollköper 0,80 m breit, 2. 3500 m prima Halbleinen, Rasenbleiche für Hemden 0,80 m breit, 3. 500 m prima Halbleinen für Bettücher 1,60 m breit, 4. 600 m Tuch, grau zu Anzügen 1,40 m breit, 5. 800 kg Sohlleder in ganzen Häuten, 6. 200 kg Croupons, 7. 100 ütilogr. Rindleder, 8. 500 kg Gips, 9. 300 Stoügt. Bleiwciß in Cel, 10. 500 kg Leinöl, 11. 50 kg Eichenholzlack, 12. 50 kg Email- lack, 13. 25 kg Bernsteinlack, 14. 700 kg Kreide, gemahlen, 15. 50 kg Ocker, hell und dunkel, 16. 50 kg Sikkativ, 17. 200 kg Terpentin-Ersatz. Angebote auf Stoffe sind in den angegebenen Breiten einzureichen, mit je höchstens 2 Mustern. Kostenfreie Angebote werden bis zur EröffnungSstunde Dienstag, den 8. März 1927, vormittags 10 Uhr, erbeten. Dieselben müssen verschlossen jein und die Aufschrift tragen „Lieferung für die ZellenstrasanstalfL Zur gleichen Stunde sollen geöffnet werden die bis dahin ein- gelaufenen Angebote bett. Bezug der Knochen, der Lumpen (einschl. aller Strümpfe), des allen Eisens, der Zink- blechabfälle, Messinghülsen und der Küchen- abfälle für das Rechnungsjahr 1927. Wegen der Bedingungen für die Bewerbung und die Lieferungen wird auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 verwiesen. Er kann nebst den übrigen festgesetzten allgemeinen und besonderen B» dingungen an den Werktagen von vormittags zwischen 9 und 11 Uhr und nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr auf dem Geschäftszimmer des Oekonvmcn imb des Bau-Oberinspektors bzw. Arbeitsinspek- tors eingesehen, oud) gegen Erstattung der entsprechenden Schreibgebühr abschriftlich bezogen werden. Im Gesuche um Abschrift ist der Lic- sernngSaeaenstand näher zu bezeichnen. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Für die Angebote ist ein besonderes Formular vorgeschrieben, welches zum Stückpreis von 10 Pf. auf unserer Kanzlei erhältlich ist. Die Vergebung der BerzehrungSgegen- stände erfolgt für die Zeit vom 1. April bis 30. September 1927. Butzbach, den 2. Febr. 1927. 1223V Direktion der Hess. Zcllcnstrafanstalt. Dom@i iM8 itit'"1, MttztN«! J Dtf' K-aU'V • fltt*5"’ *eid)5PfeJ" W. Kfoig< S',S1’h 51. P-M Der ei nicht tot|i p jenem 0 he frt sehen, a iu 'büren, ft* pfljani r^«it t SÄ iJ1. Abt M