's 58s?SZ- nr. 155 (Elftes Blatt 177. Jahrgang Montag, 13. Juni (927 Erscheint lLglich,a»tzer Sonntags nnb Feiertags Vrllagrn: Eiehener FamilienLtLHer Heimat im SUb Die Scholle. Monat,-vezug^rei,: 2 Rrichsmarli nnb 30 Reichspfennig ftr Träger, lohn, auch bei Dichter- scheinen einzelnerDn-nmern infolge höherer Gewalt. FernsprechonschlÜffe: 61, 54 «nb 112. Anschrift fitr Drahtnachrichten' »«zeiger Gieße«. poIfcheckkoitto: $t«wfhirl an mati 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dmd nnö Dcrlog: vrüdl'sche Universilälr Buch- und Sleinöruderei R. Lange in Sietzen. S^rifikimng und Sejchästssteile: Zchnlittatze 7. Annahme »on Anzeigen für btt Tagesnllmw.er bi« zvm Nachmittag vorher, prei» für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, an»wärt« 10 Reichspsennig; für 9?e- klameanzeige-, von 70 mm Breite 35 Rrichspfennig, Dlatzvorschrift 20' mehr. Chefrebaliteur Dr. Fnedr. ?vrlh. Lange. BerontwortUch fürDobn» Dr. Fr. Wilh. Lanoe; fitr Feuilleton Dr H THyriot; für den adrigen Teil Ernst Blumschein: für den ?ln- teigenteil Ünrt Hivmann, lärntlich in Giehen. Die Arbeit des Dawesplans. Ein Zwischenbericht des Reparationsagenten. Berlin. 12. 3tnri. iWTB.) Der ®cneral- agertt für die Reparation-Zahlungen hat zugleich mit den Berichten be« Vanüommlstar«. den Stsenbahi ' und be» ÄommiHjr# für verpfändete Einnahmen und der Treuhänder für Eisenbahn- und Fnduftrievbligationen am 10. Juni einen Iwilchenbenchr über kne fett dem 1. Geb- lernber l‘/2b verflnchene Zeit erstattet Der Bericht behandelt die Handhabung des Plane» sowie di« Tä t tg kei t de» Tran» - fer-Ztvmitee» und der Kommistare und Treuhänder de» Hau»halt», die öffentliche Schuld. Kredit und Währung, den au»wärttgen Handel und die deutschen Wirtschasi»ver hältniffe. Mil Rück- stcht auf d,e befondere Bedeutung der verflossenen Periode widmet der Generalagent dem Kapitel über den AeichShaushalt und die deutschen Kredit- und Währung»verhaltnisse diesmal eine eingehendere Schilderung. Der Bericht schließt u. a. mit folgenden Bemerkungen Die Sreignifse der letzten DerichtSmonate haben sür sich selbst wenig Anlaß zu allgemeinen Schluhfolgerungen hinsichtlich de» Arbeiten» des Berständigungsplancs gegeben. Auf der anderen Seile hat der letzte Monat ein ungewöhnlich lebhafte» Zeugnis über do» Spiel der verschiede- .um Kräfte abgegeben und ist in diesem Sinne reich an Erfahrungen gewesen. Der Lachver- äändigenplan hol vor allem versucht, aus dem Aeparationsproblem ein praktisches und geschäftsmäßige« Programm zu schassen. auf Grund dessen die Reparationszahlungen, anstatt den Wiederaufbau Deutschland» und Europa» zu stören und zu hindern, einen produktiven Sinsluh in der Frage der Stabilität und de» wirtschaftlichen Wiederaufbaues haben können Der Plan hat da» Ziel. Deutschland al« ,.KoinK concern“ wiederherzustellen und unter Verhältnissen der Sicherheit und des gegenseitigen Bertrauen« eine gerechte Probe anzustellen, sowohl der Fähigkeit Deutschland« zu zahlen, al« auch der Fähigkeit der Gläubigermachte, die Reparationszahlungen zu empfangen. Die Erfahrung würde erweisen, was durchführbar sei. Der Plan selbst hat während der Berichts- Periode normal gearbeitet. Deutschland hat die vereinbarten Golddarzahlungen an den Generalagenten loyal und pünktlich weiter bewerkstelligt. Auch die Uebertragungen sind regel- mähig und lausend an das Transfer-Komitee vor sich gegangen, ohne die Stabilität der deutschen Währung in Mitleidenschaft au ziehen Dabei haben die Uebertragungcn in fremder Währung einen wachsenden Anteil gehabt. 3m allgemeinen ist der Fortschritt der deutschen wirtschaft sländig. wenn nud) nicht allgemein und frei von Schwierigkeiten aiifroärlsgrgan- gen. Starke Arbeitslosigkeit Höll immer noch on. aber alle Anzeichen beulen aus gesteigerte Pro- duktion und verbrauch und auf eine gewisse Bei » Lebensstandards. Auch die (tr- pamisse find weiter gestiegen. 3edach wirst der frohe Umfang der Einfuhr ohne eine ent prechende Ausfuhrsiei- jng die Frage auf. ob ich Deutschland Im Innern nicht überentwickelt bat. ohne seine Fähigkeit zu Heinern, in wirksamen Wettbewerb auf den Weltmarkt zu treten, was wichtig für die Entwicklung und Ausdehnung de» Außenhandel» wäre. Der große Einfuhrüberschuß der letzten fechs Monate war in der Hauptsache für die kürzliche Beanspruchung der Aeichsbankreien en und für die Errichtung deS Dolderportpunktes durch die deutsche Währung verantwonlich. Die BerichtS- perivde bat weiterhin unter dem Cinflufj der Pvli t i k der Aerchs bank, die von widerstrebenden Einflüssen bestimmt und nicht in der Hauptsache auf den Schutz ihrer auswärtigen Guthaben gerichtet war. gestanden, die Reichsbank. als der Wächter der deutschen Währung, hat we.tgebende Mittel und Ermächtigungen. und die Stabilität der deutschen Währung blecht völlig gesichert. WaS den deutschen Haushalt anbetrifft fo find die Erwartungen deS Sachverständigen hinsichtlich der Sinnahmenseite völlig gerechtfertigt worden. Llngeachtet der Steuerherab- fetzungen zeigen die Haushalte des vergangenen und laufenden Fahre» eine Sinnahmesteigerung, die die Erhöhung der Haushaltting^steigerung nach dem Sachverständigenplane überstieg. Auf der anderen Seite sind die Ausgaben im allgemeinen einschließlich der Zahlungen an die Länder und Gemeinden beträchtlich gestiegen, so dast die Ausgaben nunmehr die Einnahmen übersteigen. Zum ersten Male seit der Inkraftsetzung des Sachverstäntngenplanes ist es zur Stabilisierung des Haushaltes nötig gewesen, auf Anleihen zurückzugreifen Die Ueberjchüsie der früheren Jahre hoben so den Üblichen Haushaltung-r'cchattnisten Platz gemacht, nach welchen Sparsamkeit und strenge Prüfung neuer Ausgaben einerseits, sorg- faltige Schatzung der €tei.ereinnabmen andererseits notwendig sind, um das Gleichgewicht hcrzustcllcn. Zu gleicher Zeit bleibt die beabsichtigte 5 t a ■ bilität des Hau shaltes unberührt, und es besteht kein Zweifel, daß sie mit Erfolg gewährleistet bleibt, wenn die deutsche Regierung die normalen Lorkehrtmgen treffet will, die in ihrem eigenen Interesse notwendig sind. Di« En'ahrungen dieses Monats, m denen die deutsche Wirtschaft so vielen Veränderungen unterworfen wurde und sich Im ganzen gebessert hat. gestatten wiederum. Nachdruck auf die dem Plane zugrunde liegende Auffassung zu legen, nänüich. bah", was den Interessen der deutschen Wirtschaft nützlich ist, auch den Inter- esten der Ausführung de» Planes entspricht. In ihren Gutachten haben die e-achoerftandigen ausgeführt. daß der Plan seine eigene Sicherung darin finden muh. daß es im Interesse aller Parteien liegt, ihn im guten Glauben durchzuführen. Guter Glaube und aegenseitiaes Verstand- nis haben seit Beginn des Planes bestanden, und das fortdauernde Interesse der deutschen Regierung und der Gläubigettnachte an feinem regelmäßigen Fortschritt entfalten die stärksten Grundlagen für feine Weiterentwicklung. Weiterer Rückgang der Erwerbslosigkeit. Berlin. 11. Juni. (Wolff.) Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Erwerbs- lofenfürforge zeigt auch in her zweiten Maihälfte einen erfreulichen Rückgang, und zwar um rund 94000 = 12,6 Prozent. Die männlichen Hauptunterftützungseinpfänger hoben sich in der genannten Zeit von 603 000 auf 924 000 vermindert. die der weiblichen von 140 000 auf 125 000, die Gesamtzahl von 743 000 auf 649 000. Die Zahl der Zu- fchlogsempfänger ist im gleichen Zeitraum von 835 000 auf 727 000 gesunken, der Gesamtruckgang in der Zahl der fiouptimterftüfoungscmpfänger im Mai beträgt rund 221 000 = 25,4 Prozent (870 000 am 1. Mai gegenüber 649 000.om 1. Juni). Arbeitsnachweis und Arbeitslosenversicherung. Eigener Drahtbericht des ..Gteßener Anzeigers'. Berlin, 13. Juni. Der Aeichstagsauofchuß für soziale Angclegenhe tcn behandelte im Zusammenhang mit der Beratung deS Gesetzentwurfs über die Arbeitslosenversicherung auch in eingehender Weise die Neuregelung der Organisation der Arbeitsnachweise, die hn Rahmen des Arbeit»!osen-Dersicherungs- gesetze» eine grunMegenbc Aendorung erfahren soll. Dor allem soll dabei auf eine großzügigere Organisation als bisher Wert gelegt werden, um auf diese Weise, wie toir es an dieser Stelle vor längerer Zeit in Vorschlag bringen konnten, die Frage der Arbeitslosen von der Wurzel a u s zu lösen. Daß die bisherige Organisation Die polnisch-russische Spannung. Warschau in -er Zwickmühle. Es ist ganz offenbar: Polen befindet sich in dem englsiä»-russischen Streit, in dem es durch die Ermordung de» Warschauer Sowjetgesandten mit hineingezogen worden ist. in arger Verlegenheit. Die Sprache der Aussen gefällt ihm durchaus nicht, e« möchte am liebsten energisch auftrumpfen, das würde aber praktisch ein Einschwcnken ; n daS englische Fahrwasser bedeuten, was man in Warsck-au mit aller Gewalt vermeiden will. Denn mit Recht sagen sich die Polen: gehen wir mit England gegen Sowjetrußlatrd. dann fefren wir uns eines Tages einem an beten Rußland gegenüber, von dem wir nicht wissen, ob eS nicht mit unserer Selbständigkeit auf räumt Daher auch die auffallende Bereitwilligkeit der Warschauer Regierung, auf russische Moirarchisten Jagd zu machen, daher die scharfe Sprache der polnischen Presse gegen die antikommunistisch eingestellten russischen Kreise, weil sie von diesen befürchtet, daß sie als erste bereit fein werden, ein militärisches Abenteuer gegen die Sowjets mitzumachen. Die Polen sind gewiß nicht die Freunde der Moskauer, aber schließlich stehen sie doch vor folgenschweren Entscheidungen. Ihnen ist natürlich ein rote» Rußland viel lieber al» ein monarchistisch eingestelltes. Wir glauben gerne, daß die Londoner Regierung fdjon wiederholt in Warschau erklären ließ, sie werde dafür sorgen, daß ein neue« Rußland den jetzigen Zustand in den ehemaligen russischen Grenzgebieten nicht ändert. A r das sind doch nur Versprechungen, an die sich nach der Vertreibung der Bolschewisten kein Mensch mehr halten wird. Wenn die Polen heute ihre Situation als höchst unbehaglich empfinden. bann kann man ihnen bas nachfühlen. Moskaus Forderungen. Moskau. 12. Juni. (IDofff.) In der heule dem polnifd^n Gesandten palet überreichen Antwort auf bie Rote der polnischen Regierung vom 9. Juni nimmt die Sorojdrrgitrung mit Befriedigung Kenntnis von dem Ausdruck des Bedauerns der polnischen Regierung anläßlich der Ermordung Maikows, erklärt aber, diese nicht lediglich als individuellen Akt eines wahnsinnigen an- fchen zu können. Sie betrachte diesen Mord als eine der Aeußerungen des systematischen Kampfes der dunklen Mächte der öcltrealtion und der Friedensgegner gegen die Sowjetunion und sie besitze zahlreiche Beweise für die Duldsamkeit der polnischen Autoritäten gegenüber den die Sowjetregierung bekämpfenden Organisationen und pen'oncn, ja sogar sür die direkte Unterstützung der letzteren in manchen Fällen. 3n der nächsten jeit werde der polnischen Regierung einiges Material zu dieser Frage oorgclegt werden. Ferner sei festgestcllt, daß der Mörder polnischer Staatsangehöriger sei. Die Sowjetregie- rung gibt ferner in ihrer Rote der Erwartung Ausdruck. daß die polnische Regierung alle nötigen Maßnahmen zur umfassenden Untersuchung der Angelegenheit zur Feststellung der Schuldigen und zur Aufdeckung aller Fäden des verbrechens foroie zur raschen und strengen Bestrafung der Sdmlöigen. insbesondere des direkten physischen Mörders treffen wird. Außerdem erwarte sie. daß die polnische Regierung einen Vertreter der Sowjetregierung zur Teilnahme am Untersuchungsoerfahren in diesem Prozeß zulasten wird. Drittens fordert die Sowjetregierung, daß die polnische Regierung die die Sowjetregirrung bekämpfenden Organisationen und Personen zur Einstellung ihrer Tätigkeit auf polnischem Gern et zwingt und sie aus Polen a u 5 ro e i ff. Die Sorojefregierung erwarte, daß die polnische Regierung ihr ohne Zögern die entsprechende Mitteilung darüber machen wird. Die Beisetzung Woikows. Moskau, fl Juni. (WTB.) Ilm 16 30 Uhr traf hier ber Sonderzug mit ber Leiche Woikow» ein, begleitet von einer Ehren - beleget ion, Vertretern des Volkskommissariats bes Aeußern und der Sowjetgefandtschaft in Warschau, ferner von Roscngolz. Angehörigen bes Ermordeten und vom Sekretär bes polnischen Außenministers Zalefki. Auf bem Bahnsteig wurde ber Zug von Mitgliedern ber Regierung, be» diplomatischen KorpS. von Verwandten und Freunden, sowie von zahlreichen Arbeiterbelegationen empfangen. Der Sarg würbe von Regirrungsvertretern binau«getragen, auf eine Lafette gestellt unb nach bem Roten Platz gebracht. Vertreter ber Regierung, ber Kommunistischen Partei unb bet Gewerkschaften hielten Trauerreben, worauf bet Sarg von Rokow. Bucharin. Litwinow unb anderen Persönlichkeiten zum VestattungSort an ber Kremlmauer getragen wurde. 3m Augenblick, wo der Sarg in bie Gruft versenkt wurde, gaben bie Geschütze Salutschüsse ab. Dis spät in bie Rächt hinein zogen viele Tausende von Demonstranten, die dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen wollten, am Grabe vorbei. . Der russische Terror und das Ausland. Eigener Drahtberichl des „Gießener Anzeigers". Berlin, 13. 3uni. Die Moskauer Hinrichtungen, die in der ganzen Welt Entsetzen hervorgerufen haben, haben eine gewisse Rn> vosität in den europäischen Hauptstädten im Zusammenhang mit ber englisch-russischen unb brr russisch-polnischen Spannung erregt unb auf tiefe Rervosität sind wohl auch bie Melbungen zurückzuführen, bie von einer Fortsetzung ber Roten Terrotjustiz in Rußland sprechen. 3n Berliner biplomatischen Kreisen wirb j?ben- falls nicht angenommen, bah Moskau weitere Blutmaßnahmen gegen die antisowiet.st.schcn Kreise in Rußland durchführen wirb, nachdem bie russischen Machthaber bie Wirkung bes Terrors im Auslanbe erfahren haben. Auch im Hinblick auf die Genfer Ratstagung. auf der das Problem bet englisch- russischen unb auch des ber russisch-polnischen Beziehungen zur Erörterung kommen werden, bürste bie russische Regierung nichts weiteres unternehmen, ba8 bie Stimmung außerhalb Rußlands gegen bas Sowjetsystem noch mehr verschlechtern würbe. Auch dürste Tschitscherin, wenn er nach Moskau zurückgelehrt fein wirb, dort von ben Eindrücken berichten, bie er in Frankreich und in Deutschland empfangen hat unb bie sicherlich geeignet sein werden, bem SchreckenSregiment em Ende zu machen. Britische Kriegsschiffe in Gdingen. Danzig, 12.3unt (WB) Geltem traf in bem polnischen Ostseehafen Gdingen ein aus dem Ll-Doot-Muttcrfchiff .Electo" und vier 11-Booten der ki-Klasse bestehendes leng lisch es Geschwader ein. RamenS des polnischen Flotten- kommandos wurde es von einem MarineDftizier begrüßt. Darauf stattete das englische Flotten- komrnanbo bem Kommandierenden ber polnischen Flotte sowie bem Eeeküsten-Starosten unb bem Gbinger Bürgermeister einen Besuch ab. Einige englische Offiziere begaben sich auf Einladung Marschalls Pilsublli nach Warschau, wo sie sich voraussichtlich zwei Tage aufhalten werden. Gestern abend wurde zu Ehren ber englischen Offiziere vorn polnischen Fwttenkommando auf einem polnischen Kriegsschiff ein Esten gegeben. alle» nur Menschenmögliche geleistet hak dürste trotz ber zahlreichen grvß.n Mängel iv.dbt nb- zulcugnen sein. Es war aber in Anbetrach: d r bisherigen Form her Orgamsatton c.nfach nicht möglich, durchgreifende Maßnahmen in N: W:ge zu leiten. Die Besprechungen über all die Oin^clbcutn be» gesamten Gesetzentwürfe» ber Ar: c tsiosen- Versicherung sind nunmehr mit Abschluß der ersten Lesung be» Gesetzentwürfe« a d g e s ch l vs- fen: man darf gespannt fein, inwtewe.t sich diese Refvrmpläne auch im Rahmen des Deseve» durchsetzen werben. Auf alle Fälle ist e» > r- freulich, feflftellen zu können, baß man endlich eingesehen hat. eine Lösung der ErwcrbSlolen- ftage nicht nur einseitig auf bem Wege einer Lösung ber Erwerbslosen - Unter ft ü^ung«- frafle zu fördern, sondern vielmehr dadurch, baß man btc Frage ber Arbeitsbeschaffung in erster Linie in Erwägung zieht. Wenn e» sich hier auch zunächst nur um formale R«Uerunae t handelt, fo ift es doch immerhin schon Anlaß genug, bann eine Inangriffnahme ber Lösung de» ganzen Problems nach dieser Richtung bin zu sehen: hoffentlich bleibt es aber nicht nur bei ber bloßen Theorie. Minister Krausneck f. Tödlichcr Ilnsilücksfall de» baßrifchcit Kinanzminifterc- München, 12. Juni. (Wolff.) f)rutr vormittag gegen 10.30 Uhr verunglückte der bayerische Staatsminister der Finanzen Dr. strausneck beim Ein- springen in die Straßenbahn an der Arnulsstraße am Starnberger Bahnhof in München tödlich Dr. ttrausneck wollte seine Gemahlin besuchen, die erkrankt ist und In der chirurgischen Klinik liegt. Als der Minister am Starnberger vahnhos die Straßenbahn besteigen wollte, kam er zu Fall und erlitt einen Bruch der ßalswlrbetsäule sowie Verletzungen des Rückenmark« und an den Augen. 3n einem Kraftwagen wurde der Minister, der zunächst, da er keine Ausweispapiere mit sich führte, nicht erkannt wurde, nach der chirurgischen Klinik gebracht, wo er wenige Minuten nach der (Einlieferung gestorben Ist. Da der Minister, wie bereits gemelbel feine Ausweio- papierc mit sich führte, laqeralsunbefannfcr Toter nach der (Einlieferung in die chirurgisch? Klinik dort bis nachmittag» 3 Uhr. Inzwischen turnen die Sühne des verunglückten Ministers wegen des Ausbleibens ihres Vaters besorgt und wandlen sich direkt an den Ministerpräsidenten Dr. Held, um Auskunft zu erlangen, desien Mahnung sich in der Rah? der Wohnung bes Finanzministers befindet. Ministerpräsident Dr. Held vertröstete zunächst die Angehörigen und zog hierauf direkt Erkundigungen bei der Polizeidirektion ein, wo ihm mitgeteilt wurde, daß In der chirurgischen Klinik ein Toier liege, der an seinem Finger den Ehrenring des Deutschen Museums trage. Dem Ministerpräsidenten war bekannt, daß Dr. Krausneck bei (Eröffnung des Deutschen Museums durch die Zueignung des Ringes feilens der Museumsleitung geehrt worden war, und begab sich hierauf persönlich in die chirurgische Klinik, um zu seinem jähen Schrecken in dem Toten seinen verunglückten Minislerkollegen zu erkennen. Reichspräsident von Hindenburg und Reichzkanzler Dr. Marx haben noch am Sonntag Beileidstelegramme an den Ministerpräsidenten Dr. Held gesandt. Friedrich von Payer. Tie Keier seines 80. Geburivtagco. Stuttgart, 12. 3uni. (Wolff.) linier großer Bet.-iligung fand am Samstagabend die Feier des 80. Geburtstages des bekannten demokratischen Politikers, ehemaligen württembergi- schen Kammerpräsidenten. 1917/18 deutschen Vizekanzlers Erzellenz Friedrich v. Patzer statt. Die Reihe der Festansprachen wurde eingeleitet durch eine Rede des Vorsitzenden der Dcntschcn Demokratischen Partei Württembergs, des Land» tagsabgevrdneten Geheimrat Dr. Bruck mann, der die Verdienste Payers um daS Vaterland und die Partei in eindrucksvollen Worten würdigte und am Schluß seiner Rede eine goldene Vase, eine Arbeit der Goldschmicdekunst au« dem Jahre 1847, dem Geburtsjahre Patzers, dcm Jubilar überreichte. Hierauf sprach der Vorsitzende der Deutschen Demokratischen Partei des Reich«, Reichsminister a. D. K o ch Er gab einen Ucbetblid über da« politische Leben v Patzers, über die Höhepunkte seiner Tätigkeit als Parteiführer unb über seine Wirksamkeit al» B,ze- kanzler. Der Redner überreichte bann dem Jubilar ein kostbares Ehrengeschenk, ein Wer! dn? Bildhauerkunst, einen P^erdebändig<5r darstellend, ber bas Wesen der Lebensarbeit Patzers trefflich symbolisiert. Von stürnnschem Beifall begrüßt, ergriff hierauf Geheimrat v. Patzer selbst da« .Wort. Er schilderte bie Verhältnisse, unter denen et einst ins politische Leben eintrat, unb hob hervor. was ihn zur Seimrfratie geführt habe, nämlich die Grundauffassung de» gleichen Rechts für alle und des gleichen Rechts aller. Am schönsten erscheftHe ihm jetzt kn Lichte der Geschichte die Zeil, da seine (Bartet noch keinerlei Varcnttwvrttrng hott«, unb Re die bemr4eatischy, Zündsätze frei vertreten tonnte. 2Un meiften Ge- ugtuung Hobe ihm bie Zeit feiner Präsident- chaft i m Württembergs sch en Lanb - : a g bereite . eine Öeil, in der durch ben berno- kcattfchen Änfluft dir polllischen Geschicke T*jr« :mb-rg# rnafajebenb beeinflußt worden fe.en. Die schwerst? deit feines L'ebeni fei. die leinet Dizekanzlerschaft gewesen und jene Sage. i denen er mit den anderen führenden Männern . er Retchsregieiung bi? ungeheuren bemfitigen- en Bebingungen bes Diktat.) bet Feinde habe hinnehmen mü'fen. Für .Freiheit und Recht zu .mp'eo, H das Ideal seine- Leben- gewesen, und an jenem Ideal werde et immerdar festhalten. Der Reichskanzler ndytete an Friedrich v Payer ein Glückwunschschreiberi. in bem es u. 0 ,eißt .Hochverehrte ErzZlen,! Es ist Ihnen Dergönrt, heute Ihr 80. Leben-iahr zu vollenden. /,u diesem Tage darf ich al- Reichskanzler zugleich namens der Reichsregierung Ihnen meine au'richl gsten Glückwünsche «enden, Ew. -ez.-llenz lönnen mit tiefer innerer Genugtuung an Ihrem Leben-abend auf ein überaus erfolgreiches Dirken auS Politiker und Staatsmann zurückblicken. In Deutschlands größter Hot haben Sie. als der Aus an Sie erging, ein Staat-amt zu übernehmen, sich bem Vaterland n i cht versagt und haben, von schwerer Krankheit erst genefen. das schwierige und verantwortungsvoNe Amt des Vizekanzlers auf sich genommen und unter Einsetzung Ihrer ga.izen Kraft bis zur Staat-- umwälzunq öcrwaltet. Ihnen hierfür am heutigen Tage zu danken, ift mir Herzensbedürfnis. Mit den besten Wünschen für Iyr ferneres Wohlergehen und vetehrungsvollen Grützen bin ich stets Euer Lst-ellenz gaiz ergebener ge>. Mar». Luch der Aeichsvräfident sprach Payer in herzlichen Worten telegraphisch feine Öfücf- wünsche aus „Prophet" Häuher f- Eigener Drahtbe richt bet .Lietzener Anzeigers". Berlin. 13 Iuni. 3m Städtischen Krankenhaus Aeukölln ift nach langer schwerer Krankheit ein Mann gestorben, der es durch feine Phan'astereien verstanden hat. die Hufmerfiam- keit bet Oeffentlichkeit auf sich zu lenken und als Gründer einer Partei sogar eine stattliche Zahl von Anhängern um sich zu scharen. Es ift Ludwig (Christian Häutzer, der sich Volkskaiser von Deut Irland. Präsident der H .-reinigten Staaten von Europa ufw. nannte. Er befaß eine nicht gewöhnliche Rednergabe, mit deren Hilfe er namentlich zahlreiche Frauen in Bann schlagen formte. Auße'-dem trar es daS Reklametalent, dieses Mannes im wallenden Vollbart und Ehri- oand. das zu feinen Erfolgen hei der bung von Anhängern beigetragen hat. Häutzer hatte einen merkwürdigen Werdegang. <8r wurde l?81 als Sohn eine- Weinbauern geboren und luchte und fand vor bem Kriege im AuSlande, insbesondere in Paris fein Gluck als Seftrei- ’enber. In Paris, wo er sehr reich heiratete führte er ein lururiöses Leben Währmid des Krieges verlor er dann fein gesamtes Vermögen und auf der Wanderschaft durch die Schweiz wurde aus bem Pariser Lebemann der .Erlöser brr Menschheit". In Deutschland fand er in ben elften Iahren der AachkriegSzeit unter bet schwer- leibenben. fast verzweifelnden Bevölkerung Anhänger genua für seine f rauf en Ideen Als er für die Reichs'agswahlen im Iahre 1924 eine eigene Partei, die sogenannte .Hüutzerpartei" ms Leben rief, gelang es ihm. in ganz Deutschland rund 50 000 Stimmen zu erhalten Mit der Gesundung der Wirtschaftsverhältnisse in Deutschland bützte er jedoch immermehr an Popularität ein. und in der letzten Zeit war es recht still um ihn geworben Seine Anhärgerschast war all- niählich auf ein ganz kleines Häuflern zufannnen- geschmolzen Die Nationalhymne im besetzten Gebiet. Berlin. 12. 3uni Die die .Bo,,. Ztg." hört, haben die Borftellungen deS deutschen Reichskommissars für die besetzten Gebiete endlich den Erfolg aehabt. datz die Inter- dlliitite Rbeinland.'oi.unissiö'n das Svielen und Singen der Aationalhymne freigegeben hat. und zwar in Orten ohne Besatzung ganz allgemein, in solchen mit Besatzung bei allen Umzügen und Berfammlungen amtlicher und vnv ir. bte den Rhein- landorbonnanzen nicht widersprechen, jedoch nicht in Theatern und Easi-s. da durch die Anwesen - bett von Besatzung-initgliedcm in diesen Orten Zwischenfälle hervorgerufen werden könnten ferner wird ganz allgemein bestimmt bah das Qlb- ।Ingen der Aationaldymne auch jetzt noch bestraft werden katm. ux-nn es sich zeigt, bah es mit provokatorischer Absicht geschieht Die Memelbeschwerde. ®e n f, 12. Juni. lWTB.) Autzenminifter Dr. Strefemann empfing heute abenb um 1 ilbr ben Besuch des litauischen Ministerpräst- bcnten Woldemaras zu einer Aussprache, die der Memelfrage galt und übet eine Stunde andauerte Die einzelnen Punkte der Klageschrist der Memellander werben am Montag In weiteren Verhandlungen zwischen bem litauischen Ministerpräsidenten und Minrfterialdirektor Dr. ®ai:d eingehend geprüft Werben. Der Generalsekretär des Völkerbundes Hut bem litauischen Bkinisterprälidenten frei gestellt, am selben Tagt die ‘Hemeler Beschwerde tm Rat zur Erörterung zu bringen Das spanische Königspaar als Gäste der deutschen Botschaft. Madrid. 12. Iuni. (WB.) Der deutsche Botschafter Gras von Welczeck und flfrrdfin Delezeck gaben gestern abenb tm Botschasterpa- lois zu «hren des Königs Alphons und der Königin Victoria ein Esten, an bem 11$ Vertreter der Regierung u. a. auch der Ministerpräsident Primo de Rivera teilnahm. Iles war das erste Esten m der deuilchen Bot- -naft feit dem Iahre 1914. An das Esten schloß ich ein grober Vast, zu dem zahlreiche rHutelle Persönlichkeiten, da« kfplomati'che Korp^. 3er- ettr von Wissenschaft und Kunst, im ganzen etwa 700 Personen der Madrider Gesellschaft teil- uahmen. Die Wahlen in Irland. Dublin. ll.Ouni. CStruter.) Die Dahlen im Arischen ffrciftaal haben tmrn überraschenden Verlauf genommen O# scheint, bub sich eint Regie- tung«roa(ition nicht oermrlben lasten wird da schor jetzt die noch unnollftändig oorfiegenben UrgebniRe zeigen, daß bi« irrige Regierung über eine absolute Mehrheit nicht mehr verfügen kann. ® .• mc glaubt verliert die Rrgirrun^rpartri ungefähr ein Irrtet der ei&e. die sie tm letzten Parlament m ne batte Die Republikanische X'artri de valera und die Jialionalm -dx Liga habe., saft in itbem Wohlde, rk der Segie* runfispenn €:#,< entrifien; auch der Ar terprriei pemann rifie. Präsident Cosgrjoe und t t anderen Minister haben pr genäht r 1922 50 Prozent ihrer Stimmen eingebuht Uus Oller Hielt 2er Teutsche Philoloqemaq. In Dresden tagt« der Deutsch: Philologen - tag Die Zahl der Teilnehmer an der Tagung betrda etwa 800 In be*ont«rt grober Iah', find die Grenz- und Auslanddeuticken gekommen. Die Erschienenen begrüßte tm A men der sächsischen Regierung Minister Dr. Kaiser. höheren Schulen, so sühtte er aus. feien so aus- zugestalten, daß dir Leistungen nicht gesenkt werden Ebenso dürften durch die Reform L . X. k *t>- J ■>! j — J v- - » fc • einhettlichung der heutigen Schuler. n'cht unmöglich g: nacht werter 5>.*n cr'ten BcNr'g hielt ö gegen die oft gehörte Behauptung, bah bte Höheren Schulen an einer urge unber Aufblähung leiden Er wirs nach, bah jetzt nicht ehr Kinder auf die höheren Schulen kommen ’tA vvr dem Kriege, wid käst non bleien ebmfaii wie früher rund 25 Prozent die Reifer r ara testeben IBenn man bedenke, datz P. in Prruhen d. rch die neue Leh Die Musik im Leben der Völker. Eröffnung der 3nternaxionalen Frankfurt a. M 11 Iuni iWB Heute morg a 1] H^r ist die Internationale Aarstei- lung .Musik im L'ebr.i der Völker' in Anwefen- heit bes Reichsministers des Aeii^em Dr. Strefemann. bes preußischen Kul'usministrrs Dr. Becker, bes Stackt-Iekretärs v. Schubert bes sranzöfischen Kultusministers Herriot. der belgischen Minister Banderoelde und HuySmans. de» ungarischen StaakösekreiärS Dr Petry sowie her öefanbten Oester- re ich-. Polens unb btr Schweiz und anderer prominente'- Perfönlichleiten drs öffentlichen Ledens, der Kunst und Wisfenlchast turch einen Festakt tm «^ranffurier Opernhaus eröfnet worden. Aach einer Begrüßung der Erschienenen durch Oberbürgermeister Dr. Landmann über- brachte Reichsauffenminister Dr. Siresemann ben Dank und die Wünsche der Reichsregierung und gab besonders seiner Freude Ausdruck über die Anwesenheit so vieler hervorragender Staatsmänner und Diplomaten. Tr feierte dann den Genius Beethovens und die Allgewalt der Töne, die ein Band um alle Völker winde. .Wir sehen technische Fortschritte, die unS srüher undenkbar erschienen sind. Wir sehen, wie die Musik auch in btr Art ihrer Wirkung Raum und Zeit überwindet, hören ilebertragungen von Musikstücken, die herüberkommen auS anderen Ländern. Aber niemals wird eine mechanische Uebertragung bte Blutwärme erwecken, bie bem Künstler eigen fein muh. Ich habe manchmal die Sinpsindung einer gettr.ffm Verflachung, die Empfindung, bah b e r AegerrythmuS siegt über b i e Ha rmonie. (Lebhafter Beifall.) Ie mehr wir uns wehren gegen ben Ansturm auf unsere Aerven und je mthr wir uns in den Tagen und Stunden, in denen wir uns erholen und auS- ruhen wvllm, uns dagegen wehren, daß dieses Trommelfeuer auf unfere Aerven als Musik losgelassen wird, ich glaube, um so besser wird es auch für die Musik sein. (Lebhafter Beifall.) Auch Genf hat in diesem Frühjahr eine Musik- auSftellung in feinen Mauern gesehen. Frankfurt folgt ihm heute und es folgt damit bem größten Genius biefer Stadt, seinem grüßten Sohne, dessen Worte sich auch hier erfüllen mögen: .D i e Musik ist ganz Form und erhöht und veredelt alles. waS aus ihr spricht." Ich mochte hier diesen öebanlen der Veredelung alles dessen, was ausgesprochen wird durch die Musik, über diesen Sommer stellen. Ei Glückauf" für ein gutes Gelingen dieser hiltu- rellen Tat Aachdrm Kullutzministcr Dr. Becker den Gruß der preußischen otaotsreflierdnfl entboten hatte, ergriff der französische Kultusminister Herriot das Wort zu jolgenber Ansprache: Wir btjinben uns hier als Menschen, die festen unb entschlossenen Willens sind, die Mittel wieder,uiinben. um bie flroftf M.1 sIe her Völker ’ ü r 61 f musikalische Kultur zu gewinnen unb dadurch die Musik al» rocfentlidwn Bestandteil in bie Ethik der neuen Zeit einbringen zu lassen. E» ehrt die Stobt Frankfurt, den Gedanken für diese» Unternehmen jefiifot zu Haden, er ist mürbig des au»erwählten Tennis, der um bie Mine bee 18. Iahrbunderts hier von seiner jungen unb geistreichen Mutter die Lust am geistreichen Schassen erhielt. wStzrend fein Baler ihn die Würde des Lebens lehrte, öe scheint mir, meine Herren, daß biefe Kundgebung unter dem Genius Ihre» großen Mitbürgers stattfindet, wie auch in ihr eine Erinnerung wachgerufen wird an die lange zurückliegenden Gedanken von Jean Iaque» Rousseau. Es ist keine Ketzerei diese beiden 'Kamen ,u ^reinigen. Indem er auf die künstlerische Form zurückgriss. um das einfache und ewi,,e Prinzip der funfrtrrild)cn Eingebung wiedcrzusinden. in- dem er versuchte, in seinem Werk die sozialen Tendenzen seiner Zeit auszudrücken und sein 'Werk den anderen Menlchen al» Spiegel oorhiel! mm er i» 'einem Werther ober in seinem Götz von 'Sertichin- gen die Gefühle unb Ideen der wahrhaften Men- ichen wiederyibt. Im Kampf s.egen das Materielle, im Streben nach bem Ideal Hit Goethe der mo- denen Musik die Wege geebnet unb Beethoven möglich gemacht. Ja. er hat noch mehr getan. Der Dichter des Wilhelm Meister hat ooraus- aefüblt. » s uU h alt hi r berle.TiuU ? t Dichter, wie er ihn aussoßt unb gefluHrL ist kein Erfinder von MnlerSaltunflen. er ist ein Jobrer der Menschheit Wenn man dieser '.Feststellung hinzufüg., daß Gvetde aus 'einem Herzen ohne jeden Haß geschöpft bat. wenn man daran denkt, daß er in feinen letzten Iahren bie Völkerverständigung gewün'cht hat mit dem Streben nach einer TMthteratur. die von den hervorragendsten Dichtem mit den schönsten Werken aller Rationen gebildet wirb, dann Hal man das tiefe und starke Gefühl daß wir hier unter einen Goeth eschen Gedanken verlamme lk sind. Es ist in Wahrheit Johann Wollgar.g. der unS beseelt, der uns an regt unb bet uns ai<- svrbert. auch In der Musik das hohe und um» Musikausstellung in Frankfurt. fallende Programm zu erleben, bas a für alle lormen brr Kunst gestaltet hat. 3a. meine .'-Zerren, wenn wir uns 'i«k lausend« iohr- Ich der familw. der Wirstcha'r dem Bolt durch f nrinfen verloren, weil sie nicht schwimmen können. ‘Iber nicht nur die mangelnde Lchwimmkunst ist umer schuld daran, (onbern gar oft ist es auch ^eichisstm. ist es die llnfennfnis der Tiegeln, die es uch für den 6d)roHmner beim Baden zu beuchten gibt. Wenn man sich beim Baden vor Schaden schützen roill. Io haste man zunächst Matz, wie in allen an- ren Dingen auch. Man gehe langsam zum Vafier. .hie den Störper vorher ab und bleibe auch dann -ucht allzu lange im nahen Element. Snsbi o-.derr ; cad)ie man aber, datz man nie mit vollem TLaem Aufstieg de» Lallons setzte alsbald dessen Verfolgung durch 1 5 Automobile de» Oberb es fischen Automobilklubs ein. Der Flug dauerte etwa e.ne Stunde Kurz vor 7 Uhr schritt Frau Wtlsvn bei Wistmar freiwillig zur Landung, und Vy, Minute später war daS erste Auto des Automobilklubs zur Stelle, dem dann rasch weitere Wagen folgten. Demeinsam wurde nun der “Ballon verpackt, dann ..aufgefelfen“ und heimwärts ging eS nach Dietzen. Auch am gestrigen Abend hatte die Ausstellung noch den üblichen SonntagShvchbetneb. iSornotßcn. — Tageskalender für Montag, ltzewerbeausstellung. 8 bis 12 Uhr abends: latu. — Mto. (Spielabteilunfl unb Leichtathleten): 8.30 Uhr. Äuguftiner, Versammlung. — Freiwillige Gailsche Feuenvehr: 8L0 Uhr. hauptübung.— Liclgipielhaus lBahnIwfslratze): „Doqfin der Lchnecjchuhlauser“. — Astoria Lichtspiele: „Das Erbe de» Banditen". — Deutscher N e p u b l i ka n »s ch e r Lehre rb u n d. Ortsgruppe Dietzen. Ein Dortrags- Zyklus findet an den drei nächsten Mittwochabenden im emafMl des Sralflemncfiums statt. Redner i’t | der Oberfchulrat Uniptrfuatsprofffior Dr. Messer. Näheres in der heut.gen Anzeige. •• ? f r £? r t s I o b n in den Lands, emein den des Kreises Dietzen wurde oom Oder- versicherunasamt in 2arniftabt mü Wirkung »oin 13.3uni ad rote folgt frstgeietzt: Für ; erlicherte über 21 Fahr«: männlich 3.70 Mm., weidlich U5O Um.; für Versicherte von 16 bts 21 Jahren mann sich 3 Nm. weidlich 2L Nm.; für Berstchene unter 18 Fahren männlich 1.80 Nm., weidlich 1,2” Nm. — Di« Werbewoch« für den B. d. A. (“Bertin für das Deutfchrurn im Ausland» bat in Diesten ein frtzr befriedigendes finanzielles Ergebnis gebracht 3n*gcst aber noch die Tatsache zu verzeichnen, datz die hohen Ziele der B. d 3.-3rbti: bet dreier Deiegenhett noch wetteren Kreis« bekannt wurden und hon hoffentlich für dauernd den Willen, gttoedi haben. b*dc lobenswerte Berti n*ar beit nach besten Kräften zu unterstützen. •• (F i n Bagger in der Lahn o c r f u n • f t n. Hin im Auftrage der Gietzcner Rudcrgesell- 'chofi Korrektttren am Lahnufer zwilchen dem elfen und dem Bootshaus oorzunehmen. hatte die Baufirma Weimer in den letzten lagen einen Bag ger vom Rhein fommen lasten, der hinter dem Eisha:i> brr Firma Denninghon auf zwei Booie gebracht werden folllc. um von hier aus in Tätigkeit btt Malchine ober über die Boote hinan* und vcr- iank in der dort etwa vier Meter liefen Lahn. Men- 'chenleden kamen dabei zum Gluck nicht zu erhaben, leborh mutzten einige Leute, um sich in Sicherheit zu bringen, in das Wasser springen unb schwun- inend das Ufer wiedergewinnen. Die Htbungsarbei- ten, ju denen auch ein Taucher vom '.Rhein an Ort und eteile weilt, sind zur Zeit im Gange. Wann die Maschine wieder auf dem Trockenen fein wird, fleht bis letzt noch nicht fest. •• Der Gesangverein .Heiterkeit", der sich ichon wiederholt in den Dienst einer guten Sache stellte, erfreute am gestrigen Sonntogvonnit- rag die kranken in der Chirurgischen, Obren« und Augenklinik mit mehreren Liedern. Der Verein hatte bereits an zwei Sonn tagen im März die Insassen des Lupusheims und Der anderen Kliniken durch schone Gesangsvorträge erfreut und dankbare tuhörer sowohl bei den Kranken wie bei dem flegeperfonal gesunden. — — Von der Kriegerkameraöschast .Hassia". Der Verband der Äriegcroeretne de» z'xssenlandes Hal im abgelaufenen Geschäftsjahr einen sehr günstigen Aufschwung genommen. Die Mitsliederzahl ist bedeutend aestieg.n unh beträgt letzt rund 50 000. (Eine ganze Anzahl von Bereine.i, die bereits srüher dem Verband angehörten, sind zu ihm zurückgekehrt. Besonders gilt dies für das besetzte Gebiet, Rheinhessen und Ried. Zahlreiche Vereine konnten ihr 50jährige» Bestehen feiern; szassia-Fahnennägel wurden an diese Vereine verliehen. Die Organisation für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebenen konnte weiter ausgebaut werden, sie umsatzt zur Zeit in den drei Provinzen 460 Ortsgruppen und 13000 Mitglieder. Ihr Lcmdes-Ber treterloa in Darmstadt zeigte ein« starken Besuch. 2,-.s durch die Inflation oerlorengegangene vermögen be» Bcrbandes und 11 n beschlietzen. BEintrag: ist, alliabttick» Halsia^Zugenblage in der Provinz wtar- fenbarg unb Oberhrüen ab zu halten V auf hem .^rhert^für* den Feldberg oder der Reiinffreher Der Mlcmfalit'erlpert nimmt an Aus« Dehnung zu, decchalb ist m tZassta-Preisschietzen im Berband beantragt. Ein Antrag de» Bezirks Mamtz 'order. datz die ’iafTi.i für die Orrichtuna de» Reichsehrenmal» für die )>etb« de» Weltkrieges f den L'orcbcr 'Wininieln eintrm. Dem Verlauf und den Verhandlungen in Lchlig sicht man in den tzessilchen Kriep er vereinen mtt grasten, Intereste entgegen - Schaden erkatzansprüche imDü- terrerfehr der “Reichsbahn Die H.,upt» Verwaltung der Deutschen Äeichsbahngesellschaft teilt mit Bekanntlich treten vielfach Schaden- eisatzan'prüch aus dem Güterverkehr bei der Reichsbahn auf Ss dürfte zu wenig bekannt fein, datz für eine fachliche Entschetduna In ine vorherige Skellungnahme btr Reichs- bahnbirektion den “Beschwerdeführer nicht besrie- digt, oder auch, wenn die Befchwerde sich unmittelbar gegen das Geschäftsgebaren btr Relchs- bahnbirtfrion richtet. Berliner Börse. Vffcklen'^rühverkehr. Berlin. 13. 3uni. Zum Wochcnbeglnn hob ich die freundliche Tendenz weiter Das Publikum übt zwar grohe Zurückhaltung, ba die Zuspitzung bes Konslitles zwischen R u h - I a n b unb Polen zur Vorsicht mahnt, jeboch bvftebt für Farbenaktlen — aus den Verhandlungen wegen der Errichtung einer Äunft- leibcnfabrit in Rutzland - gröbere« Interesft. Der Gelbmarkl zeigt eine leichte Entspannung. Arn Devisenmarkt kommt Lonbon — Pari« mit 124.02 bi« 124,03: Kabel mit 485,65: Mailand mit 83. Brüflel mit 3496,25; Spanien mit 2812. GARDINEN aller Art werden schnellstens angefertigt u. aufgemacht, auch ältere Stoffe mit verwendet wwa Seltersweg 81 Haus der Ausstattung Für die Regentage finden Sie bei mir Damen-und Herren-Gummimänlei in einer großen Auswahl Ich führe durchweg gute Qualitäten zu den denkbar billigsten Preisen 01435 nefuebt i-ny 5617b Zimmer i Gießen sSahnhofsir 35e/i»), den 11. Juni 1927 Wo ttzbin berge Ichati Jod. Nicolai, llftwaarien 27. Geluchl bellmödl. rudisco nur m nuiem Haufe, sofort bl» <5nbe Ium von solidem -vtrrn Angebote uingrüeno an Herrn P. Sch. Hotel itabnr. *•* Tausche nenseiiL S-L-Wodn. auf d. Lande, Baku- hat,20km v Gkehen tmL ges- folche m Dietzen. 6 dir. Ang u. 04423 a. 6l ®. ttnz. VnOroieiirahc 57, I lyrfg ViebiQÜtQi,r. 3nlt«eelMft mit (Einrichtung', in Aufunftemcbtni Viertel »u vermieten Lchr. Angcb unter 04439 a. b. Gteü-Anz- Einzelne tarne gibt Wlitzniing ab nn Tauerniteler evtl, mit Bervstc giing. Zu erfragen tn der De'chäftsüelle des <». Am 0442» ^^.Zlmwrr zu oetinic’eii “ÄcniiaM 41. Friseurlehrling. Zntelltgenter Zunge von achtbaren Stiern kann in die Lehre freien bet 5611D Jakob Rehüfrr. Tamcn' u.Hcrrcn ^riirnraeskbäft. WoiiHyogslaiisch. (Cc udit in vlirtzcn 3-4-3hnree[-I5oho. Tniür gcdoteu in der Näde der Karls- rube «Marburg Str.» ßlnfamllienfious m.5.u,tmuietu.Sucl)C. StaUuno n oioiiem (Bartfit SdiilliHdjc Angelt unter 04432 a. d «Mieh. Wnt erb. Bc'cnioeiifltMnptrple WOÖÜOBQ iofaxt au mieten ge- fucht. 2dirlftL Angebote unter 04424 an den (Sieb an*. Die Öeburt eines gesunden Zungen zeigen bod)erfreut an Gut möbllertee Zimmer mit Schretbtlfch und elettr. Licht in bester Lage an foltd. Herrn ob. Tarne z. vm Citanlaec 12 11. |Stellenang?bote| 4 bl« 5 Anstreicher BSkLViki&Süht xlmmir tu. fev. Etng. an einen Henn» nm. öeftanL 42 I. l8Mlt?(iä) f. sofort gesucht. Mk»D Umuft ftilhmaer. Gesucht auf ein Out bet Kad-Naubetni. ucht. evang, folideS Mädchen • dr Luche und Hand. 40 Mr. Gehalt, gute Behandlung u. lebt ameBerostea. Kasten frei gtbrlftLÄnoeb a. d. Otcb-Än*. 36/61) Georg Nix und Frau Elsa Okiilie geb. Engel ^cts eine Dame o 6 heute fragt o wird mii SEIFENFLOCKEN P o 6uf gepflegt (p ft o0 0 .SUNLICHT" MANNHEIM. Wegen demnächstißer Geschäftsaufgabe verkaufe Kinder-iiudSponwaN xlarke Brennabor zu auberordentlicb billigen Preisen. Auch Zwillings wagen auf Lager. August Kilbinger veg Mi 2D Selteraweg. In der modernen Schlächterei schafft man Wärme Gewerbe-Ausstellung ■ Dienstag vormittag VORTRAG nur mit Gas! nur mit Gas! GroBbäckerel und Konditorei arbeiten wirtschaftlich Gewerbe-Ausstellung: 5621a Dienstag nachmittag VORTRAG----—■---—— I Ttoiiitr $tjil)iifiiii6. ütirtrhni — 116r Pünktlich 04356 Gießen, den 13. Juni 1927. findet Mittwoch, den 15. Juni, nachmittags Die Beerdigung 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 5625 D Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. I. Haeytgew.: 1 Automobil i W.v M. Amerikanische Der Vorstand. 56I6D r Jtifbergirmf» it Itrakani schlachtreife .Zuchlbulle — Vogelsberger OriHJclDl 5632 B Zigaretten. 5608D Gewerbeausstellung Gießen 1927 JRufleraflltw Ausstellung von Geverde.ösndel o. Zn-ustne FLr 6<* Schwömme oiligfk Vrtift Ortgtrtelliilirtöl! trmwUt > stattfindet. Giehcn, am 8. Juni 1927 A. H. V. Dienstag, 8.30 Augustiner Verschiedenes! Schirm m brr Nähe brr Äariernbr rwlerei. flbtuoeb. arnrn Ete t'ct -JVabl. TlraHrefce 1t. *** Dienstag. ben 14. Juni Ab abenbs 8 Uhr Aoiqtrt b«t ÄatbtU>ung».Saib. bo 15. 3nf.-H •yür sachmännttche, iorgilittigeAndslldrung übernehme volle Garantie —' E. Kömpel, Schneider, Jakob JTlaternus Giessen Land-Butter Sach dom Rom.in „Dagfln der Nrhneetchuh- lllolcr“ von Werner bchrff. — i Ein monumentales Gemälde der Leidenschaften und Abenteuer. Der neue gioßc Abenteuerfilm von Joe May. 10 Akte atemraubender Spannung Grandiose Naturaufnahmen aus der Schweizer Berg wett. Eine hervorragende Besetzung Der des' deutsche Film des letzten Jahres. Ein aufsrhener regendes Werk, da« alle StAdte zu Beifallsstürmen binrlß. Das Geheimnis eines Mordes. Opfer, die d" 1 Jebe brachte Pas Rennen um den Tod. In ei- und schneebedeckter Bcrgwelt Unschuldig d- - Mordes bezichtigt Die gefährliche Flucht l’r Kampf um Liebe und Leben Ein bis zum Ende i ler Roman in Bildern von tl Schönheit Der sensationelle Welt erfolg Personen des Spiels Dngfln Hoiberg, ein Skiführcr . . Paal liabier Axel Boysen .............. Lydia, seine Frau................. ■arsslla Al fcael Ihre Zofe ............ Hedwig V. »ns ' Oberst von Gain ............. Alexander Murskl Tilly, seine Tochter....... . Mary Johnsen S.tby Boy, ein türkischer General Paal Weasner "i skrctAr Assairan, ein Armenier . . . .. Emst Deutsch Ferner Die neueste Ufa-Wochenschau Verkäufe | Ua. 60—WOG) Snttk tat-PHrnen aller Art billigst abzugeben. doBID Landes • Id stark zurück- gewiesen und haß es seine Beziehungen zu Italien absichtlich gedämpft und aogekühlt hat. Im Augenblick steht England mit Frankreich fest zusammen, mit einem Fronkrerch. das heute alles in allen genommen und auf die einzelnen wichtigen Punkte gesehen, an Macht fiürfci als England Dadurch und da irgendwelche Hoffnungen aul italienische Unterstützung auch nicht vorhanden find, liegen die Folgerungen für Deutschlands Position in seinen besonderen Forderungen wobl aul der Hand. Der eng ix Konflikt ist nicht toeiter- gcgaiigen. Aus Auhlanb sind zwar scharfe Worte flCybrt worden, aber fein Wille unb keine Stirn- . Ikberlpunnung de» Konfliktes Deutschland hat anläßlich bei Besuche» Tschit- scherins in Berlin nicht» andere» tun können, als erneut feinen Willen zur unbedingten Neutralität ouszusprechen Dabei tritt da» Stern- Problem immer deutlicher hervor. England dürfte aus der Welt kaum einen Bundesgenossen sinden, wenn es seinen Konflikt mit Rußland immer weitert reiben wollte. Aber was auf der Welt andererseits für England spricht, ift die Abneigung eben aus der ganzen TDclt gegen die kommunistische Agitation. Indem Ausland immer noch an der Tkrquidung zwischen der dritten Internationale und einer russischen realen Staatspolitik fefthält, macht e» sich selber seine Lage nur schwer und erschwert denen da» politische Handeln. die neutral bleiben und freund- schastliche Beziehungen zu TufUanb pflegen wollen Wir hnb überzeugt, daß bic Staatsmänner, die in Moskau wirklich die Geschicke leiten, sich darüber ganz klar sind, unb daß auch fie wissen, wie die dritte Internationale, die kommunistische Agitation mit ihrer Wühlerei und ihrem Lärm dem russischen Staat selbst schädlich Ift. Aber sie finden weder in der Innenpolitik, noch in der Außenpolitik den TDeg au» diesem Zirkel, au» dieser Ideologie, die noch an der Weltrevo- tton fefthält und den Weg zu einer wirklichen russischen Realpolitik erschwert Hier liegt der entscheidende Punkt, und jedem englischen Angriff. jeder englischen Aktion gegen Rußland kann Sowjetrufiland die Zähne auSbrcchen wenn es den Gedanken der Weltrevvlution beiseite legt und entschlossen russische Politik macht, wobei e» ja Rußland durchaus überlassen bleibt, in welcher Weise e« seinen Staat und seine Wirtschaft einrichten will. Dann wird sich auch leicht der Weg zu einer gesestigten internationalen Stellung und. nicht au vergessen, einer internationalen Zusammenarbeit finden, die Rußland ja notwendig braucht. Alle diese Gedanken werden schwächer ober stärker in die Gespräche der Staatsmänner her- einsiingen. Die Tagesordnung ift ja nicht sehr bedeutung»voll. obwohl u a. vor allem die Memeler Frage aus ihr steht, die Litauen verschleppen will, und in der Litauen, die litauische Tlllitärbihalur da» Verhältnis zu Deutschland, immer unangenehmer gestaltet Aber da» wichtigste find ja die allgemein- politischen Gespräche der drei Minister und dabei die bekannten Forderungen Deutschlands die Erledigung der Frage der Ostsestungen. unb die Besatzungssrage mindesten» in der Herabsetzung auf die normalen Ziffern. Sie Kunst der deutschen Tertretung beruht nun darin, für die besonderen deutschen Forderungen im Rahmen von Gesprächen, die naturgemäß die ganze Weltpolllik umfassen und in die- Neue Kunst Berlin-Darmstadt-München. In den letzten Iahyehnten hat die deutsche Kunst. namentlich die Malerei, eine eigentümliche Entwickelung durchgemacht: sie ist stark abhängig getreten von den Einflüssen gewisier Streife der Intellektuellen Die Künstler haben allzu sehr auf da» gehört, was ihnen von Literaten als Ziel unb Aufgabe ihres Strebens hin- gestellt wurde. Tur so ist es zu erklären, daß Kunstströmungen wie der KubiSmuS. der Er- presiioni-muS und die Reue Sachlichkeit solchen Einfluß gewinnen konnten. Es ist sonderbar, daß bic Künstlerschaft sich in sv großer Zahl und fo willenlos durch Schlagworte gefangen nehmen und sich gewissermaßen Die Gesetze ihres Schaffens von literarischen Kunstrichtern, nach deren einseitigem Geschmack, vorschreiben lieh. Aber schon Lessing erklärte .Der wahre Kunstrichter folgert keine Regeln aus seinem Ge- schmacke. sondern hat feinen Geschmack nach den Regeln gebildet, welche die Tahir der Sache erfordert " Nachdem dicke Mvdeströmungen und noch einige andere in der Literatur abgellungen sind, beginnt nun auch die bildende Kunst, sich au» den Fesseln einseitiger Anschauungen zu befreien: bic Künstler -- gerade die jüngeren Künstler — fangen wieder an, auS ihrem innersten Wesen heraus zu schaffen, nach den Regeln, die die -iatur der Sache erfordern unbefümmert um bic Zeitströmung. Das ist etwa der Ge- fanticinbrud. den man von der jetzt auf der Mathildenhöhe in Darmstadt eröffneten Ausstellung .Reue Kunst Berlin-Darmstadt-Mün. chen" empfängt. Es geht vorwärts: wenn auch nicht ftürmifcb, fo doch in einer gefunden ®ra- wickelung. Waren früher oftmals die Ausstellungen an dieser Stätte mehr ober weniger geschlossen in fern Rahmen den anderen ebenso naturgemäß nicht allzu wichtig vorkommen, die günstige Situation auszuspähen, den für Deutschland vorteilhaften Zufammenhang zu finden, die Stellen, an denen mit Erfolg deutsche Aktionen eingesetzt werden können. Dazu ist notwendig, daß schon vorher das Terrain vorbereitet ist unb daß eine zusammenhängende Arbeit getan ist. Gewiß kann man für eine so wichtige Konferenz nicht den Plan dis m das einzelne abtterfen und überlegen. Aber man kann unb man muß die Zusammenhänge und bic einzelnen Fragen in einem solchen Plan, m einer Konzeption wirklich fallen, durchdenken unb dann im gegebenen Augenblick daraus bic Folgerungen elastisch unb entlchlußlichcr ziehen Da» *inb ja eigentlich Selbstverständlichkeiten für da» diplomatisch-politt'che Metier. Aber sie müllen ausgesprochen werben, zularnmen mit der naheliegenden Frage wie für die deutschen Staatsmänner im Rüdvlick auf bae Fest- unb Reiseprogramm der letzten Wochen die Zeit unb bic Sammlung zu einer solchen Vorbereitung her- auskommen soll! Londoner Kaleidoskop. Von unserem W v. K.-Mitarbeiter ^Nachdruck. auch mit Quellenangabe, verboten!) London. 10. Juni 1927. Der Mord an dem russischen Gesandten in Warschau. Woikow, ift der Gegenstand ausführlicher Drahtungen der Morgenblätter aus Warschau. ES ist sehr amüsant, zu beobachten, mit welcher Virtuosität die englische Berichterstattung die Gelegenheit benutzt bei völliger Wahrung berichterftattungSmäßigcr Objcftimtät dieses Attentat gleichsam al» da 6 Walten der g öttlichen Vorsehung hinzustellen, indem sie an die Rolle Woikows bei der Ermordung der Zarenfarnilie erinnert 3m übrigen hält sie lisch natürlich an das Tatsächliche unb schildert den Vorgang mit jenem gutgefoitften Gleichmut, der die Quelle her Legende von der englischen Unerschütterlichkeit ist. Dennoch ist es unverkennbar. daß da» Ereignis al» solches in benkfähigen politischen Kreisen wie ein Blitz eingeschlagen hat. Die Times begegnet benn auch gleich der Gesahr, daß etwa England mit der Verantwortung für den Mord Woikows belastet werben könnte. Wer aber die Dinge unvoreingenommen betrachtet, muh zu dem Ergebnis gelangen, baß eS England gewesen ist. da» mit seinem Vorgehen ncqvn die ruffifdxm diploinati'chcn Vertretungen im Auslände diese gleichsam für vogelfrei erklärt hat. Man mißt alle Sowjetruhlanb betreffende Dinge in London mit einem anderen Maßstabe al» sonst. Wieder müssen wir an die Vcrfehmung des deutschen HamCn s in der Welt während unb nach dem Kriege erinnern, müssen unsere Leser daran gemahnen, baß die insamfte aller Propaganbalügen. nämlich jene von der LeichenverwertuNW im Kriege, erst wt Zeit der Anwesenheit von Stresemann und Mar, bei der Unterzeichnung der ßoeamooer- träge tn London, in einer höchst lendenlahmen amtlichen Erklärung vor dem Unterlaufe zurückgenommen ist. 3n England mißt man nach zweierlei Maß. nach zweierlei Recht. Man besitzt eine politische Moral mit doppeltem Boden. Nichtsdestoweniger ist es natürlich gewiß, daß die englische amtliche Politik mit der Tat al» solcher nicht ba» Minbeste zu tun hat, ja, bah ihr dieses Vorkommnis recht ungelegen ist. Andererseits aber wächst die Zahl derer, die je eher je lieber den Konflikt mit Ruhland vorn Zaune brechen mochten. Für den deutschen Betrachter ergibt sich gleichzeitig wiederholt die Beobachtung, bah man aus der korrekten Haltung der englischen amtlichen Kreise durchaus feine Schlüsse auf die künftige Politik Englands ziehen darf. Wir werden in den nächsten Tage sicherlich Aeußerungen zu hören bekommen, aus Denen die völlige Aufrichtigkeit, die Lauterkeit und Klarheit der englischen Politik gegenüber Rußland heroorgeht. Gleichzeitig muh man Mittel und Wege finden, die unmittelbare Konflikt»- gefahr zwischen Polen und Rußland zu beseitigen, den Frieden zu retten, ohne aber, wohlgemerkt, dabei nur einen Schritt breit von dein großen Ziele der Vernichtung und Ausrottung des Eawjetsysiems innerhalb und außerhalb Rußlands abzuweichen. Der englische Leu kann warten. Auch er bleibt, genau genommen, den Gewohnheiten des Kätzchens treu, das seine Krallen zu keiner Zeit besser zu verbergen weiß, niemals weichere -ammetpsotchen machen kann, als wenn es mit der gefangenen Maus spielt. Rein ästhetisch gesehen ist die englische Diplomatie auch heute wieder aus einem Höhepunkt ihrer Leiswngrmoglichkeiten angelangt Aber England ist nod) nirtn fertig. Der Deutsche verlangt bei polnischen Betrachtungen in der Regel die Nennung von Terminen. Er mochte sich auf politische Ereignisse rme aus ein Theaterstück freuen tonnen, um schon tage unb wochenlang ein wohlige» Gruseln oorcmpfinben zu dürfen. Nachdem er sich bann qeraume Zeit geängstigt oder gefreut bat »laut die Empfindung ab. unb er läßt sich von bm von dem Ausbruch des Weltkriege». Ander» der Engländer Geschäft unb Politik find eine Wir. die wir die Wirt'chatt als ein gesondertes Gebiet betrachten, vergessen immer wieder, dah auch in dem friedlichen Mann der Londoner Sim immer noch ein gutes Stück von kaufmännischem Dreibein er tum. von den alten ..Merchant Aoventurcrs" lebt, oder n» Deutsche übertragen, von dem Ge st der deutschen Hansa Er letzt daher, sportlich ausgedrückt stets auf mehrere Pferde n mehreren Rennen zugleich, unb der Wettbewerbgedanke im eng- lifchen Sport, bas Wetten auf Gewinn, ist n cht etwa als Entartung-erfcheinung zu werten, sondern vielmehr al» die Quintessenz, als die Grundlage des Svortgeiste» überhaupt. Das Wetten ist nicht au» dem Sport, fonbern der Sport ist aus dem Wetten entstanden. Diese» von Hasardeuren großen Kalibers ge- schafsene Weltreich sieht sich im Augenblicke deswegen zum Warten genötigt, weil es die Hetzjagd auf Sowjetrußland wegen der Unausgeglichenheit feiner eigenen reichspolittfchen unb Der europäischen Lage noch nicht starten kann. Der Buchmacher John Bull hat noch nicht genügend Leute zusammen, die an einem Einsatz beteiligt sind. Da ist z. B. Der italienisch- jugoslawische Konflikt zu nennen. Auch er wirb in England mit Sorgfalt behandelt, um ihn. wenn möglich, in die alles beherrschende Richtung der englischen Politik zu lenken. Mit Betonung schreibt heute der diplomatische Korrespondent de» ..Daily Telegraph' . bah man in englischen maßgebenden Streifen bic Dinge durchaus nicht als fo ernst betrachte, wie Die Pariser Presse das täte. Wan vertraue auf den mäßigenden Einfluß Der an Ort und Stelle gemachten Vorstellungen. Von London au# gesehen, stellt sich der albanische Konflikt mehr als ein kompliziertes politisches Geschäft, denn al» eine Gefahr bar. Ebenso wenig darf man die Bedeutung der ägyptischen KrisiS aus Anlaß Der Beibehaltung des englischen Oberftfommandierenben in Der ägyptischen Armee überschätzen. Durch feine Stellung im Sudan ist England heute befähigt. durch Aufstauung des Wasicrs ganz Aegypten verhuiigem zu loffen. Wir Deutschen die wir die Wirkung der englischen Hungerblockade am eigenen Leibe verspür: haben, sollten doch an der Bereitschaft Eng.and» zur Anwendung äußerster Brutalität im Falle einer nationalen Ge ahr wenigsten» für die nächsten Hunden Jahre nicht nebr zweifeln. Und wie man den Acgnpiern Da» Wasser, so kann man Den cudatrifanerr. da» (Bild abichnciden und ihnen möglicherweise auch den Abfast ihre- (Bälde» unb ihrer Diamanten sperren. Man gewöhne sich daran, daß England trotz aller friedkingcn Reden und aller zur Schau getragenen Sanftmut im tief- sten Grunde eine männliche, eine aktive eine Frei« bculcrpolitik treibt. Ist aber unsere Auffassung richtig, dan ungland mit al.en Mitteln bcftrebi ift. dis Sawjetsystcm zu vernichten, dann entsteht bic Schiußfragc nach dem $ e r b ä 11 n i (f n g I a n b » unb Deutschland». Politisch gesehen scheint die deutsche Frage von der Tageskarte bet öffentlichen Meinung gestrichen au (ein. Richt'-destowcniger muß e» auf- fallen, mit welcher Ausführlichkeit der Empfang der amerikanischen Fliestet in Berlin in englischen Blättern. zumal der ..Time»", behandelt worden ift. Daß man den Besuch Tschitlcherin » mit ge- spanntrster Aufmerksamkeit verfolgt hegt au- Der .'land. Auch verkennt man in politischen stressen nicht, daß die Ermordung des Svwsetgesandten in Warschau Polen Rußland gegenüber in die Defensive gedrängt hat Trotz aller unter- stellten, aber nicht ausgesprochenen Billigung de» Waltens der Vorsehung in Warschau bleibt für die polnische Regierung ..ein vrdenresl. ,n tragen peinlich". Ein (fleianbtenmord ist unb bleibt eine fatale Angelegenheit Die „Times" betont zwar mit Bedacht, daß Sowjetrußland nur dir propagandistische Seite de» Morde» auszubeuten trachte unb daß man offensichtlich nicht aftionebereit wäre Aber c» läßt sich doch nicht leugnen, daß die Möglichkeit einer lotchcn propaaandistisclien Verwertung für die Mo»- kaucr Machthaber einen erheblichen Machtzuwuch» bedeuten könnte. Daher wäch st her Wert des Deut 'dien Kelche« Si ist unverkennbar, daß e* tato nicht in Europa, sondern in Asien, d. h. in China, erwartet. f)ier ift Der Träger de» russischen Willens der christliche Oicncral iiengjuh- jiang, von dessen vorzüglicher Artilleiie die „Time»* beule früh zu berichten wußte. Aber Rußland läßt sich in Asien nicht bekämpfen, und man gelangt aücn Gegcngrunben zum Trotze immer wieder zu Dem Schluß, daß wir Deutsche in Genf erneut vor die Schicksalsfrage einer Option für Englands Rußlandspolitik gestellt werden. Das aber ist unb bleibt eine Entscheidung über Krieg und Frieden. Turnen, Sport und Spiel. 1. F. C. Nürnberg Deutscher Fußballmeister. Bei Dem gestern Im Deutschen Stadion in Berlin ausgetragenen Endspiel um Die Deutsche Fußballmeisterschaft 19 2 7 siegte her 1. F. E. -Nürnberg über Hertha B. S. E. mit 2:0, Halbzeit 1:0. Das Entscheidungsspiel war das 18. seiner Art. Ungefähr 50 000 Zuschauer füllten daS Berliner Stadion, während noch ungefähr 10 000 Menschen vor den Toren auf eine günstige Gelegenheit harrten, vom Spielverlauf etwas zu erfahren. Beide Mannschaften, die mit je einem Mann Ersatz antraten, wurden beim Betreten Des Spielfeldes von jubelndem Beifall her Zu- schauermenge begrüßt und unter ein Kreuzfeuer der Photographen genommen. Die Witterungsverhällnifse find gut. Es herrscht mäßig schwacher Wind. Hertha wählt in her ersten Halbzeit den Platz mit dem Winde. Nürnberg hat den Anstoß und geht sofort zum Angriff über. Schon in Der fünften Minute gelingt es Kalb, das erste Tor für Nürnberg zu erringen. Es kommt zu kritischen Situationen, die indes immer wieder zu einer Klärung führen. Nürnberg macht entschieden einen ruhigeren Eindruck und ift leicht überlegen, während sich Hertha immgr noch nicht zusammen- finhen kann. Erst nach Der 20. Minute gewinnt Hertha etwas an Terrain, ist aber immer noch sehr aufgeregt. Den Nürnbergern macht die Wseitstaktik der Berliner viel zu schaffen. Die Nürnberger scheinen diese Taktik gor nicht zu bemerken benn immer und immer wieder geht der Ball kurz vor dem Schuß tn» Abseits. Gegen Schluß der ersten Halbzeit wogt der Kamps mit wechselndem Gluck E» ergeben sich besonder« für Nürnberg sehr kritische (Situationen: verschiedene Vorlagen auf das Tor werden durch die glänzende Abwehr Stuhl- f a u t h S zunichte gemacht. Mit 1 0 für Nürnberg gehen beide Parteien in die Pause Die Qlümbetger Mannschaft wird bei ihrem Wiedsrerfchernen von ihren Anhängern mit Ovationen begrüßt In den ersten Minuten her zweiten Halbzeit ist Nürnberg im Angriff. Einen gefährlichen Angriff von Träg mit wundervoller Flanke rettet der Berliner Läufer MuI - l e r. Die fünfte Nürnberger Ecke landet auf dem Tornetz Bei einer weiteren gefährlichen Flanke Trägs hält Hochgesang Müller mit den Händen fest. Ein unverhoffter Schuß Hochgesangs streift knapp über die Latte. Dann kommt Hcrtya ettvaS auf. Nürnberg erlebt einige bange Minuten Eine wundervolle Kombinatton her Berliner endet mit einem scharfen Schuß Sobecks, der gllfnzenh gehalten loird. Bei einer weiteren Kombination erweist sich Stuhls au ths große Klaffe erst richtig. Er wirft sich auf den Elfmeterpunkt und kämpft mit drei Berliner Stürmer um den Ball und bleibt Sieger Nürnberg kommt allmählich wieder auf. Die sechste Ecke wird von Götze sehr gut gefangen In her 21 Minute legt Wieder einen Ball an Träg wunderbar durch, der Verteidiger verfehlt, Träg windel sich durch und schießt au» fünf Meter Entfernung unhaltbar Da» zweite Tor für Nürnberg. ihrem Gesamtbild, prägte sich auch eine bestimmte künstlerische Weltanschauung stärker aus, fo treten dafür jetzt die künstlerischen Individualitäten mehr in Den Vordergrund. In ihrer Eigenart sind schon die Drei otäDtc geschieden, aber innerhalb Der Gruppen, die übrigens räumlich getrennt find, müssen hem Betrachter zahlreiche Gemälde auffallen. die Da» Neue in Der Kunstentwick düng unserer Tage zur Schau tragen. Sensationell wirkende Bilder sind zwar nicht Darunter, jedoch manches. DaS sicher auch über Die Gegenwart hinaus zu fesseln vermag. Dies gilt insbesondere von Den Leistungen Der Berliner Grupc. deren markanteste Vertreter im ersten Saale vereinigt sind. Der Führer unter ihnen ist Eugen Spiro, der auch tatkräftig für das Zustandekommen der Berliner Abteilung der Ausstellung gewirkt hat. Spiro stellt Den neuen Typ des Malers Der Nachkriegszeit dar. der in hie Ferne schweift und Die Landschaften des Südens nicht mehr traditionell mit den Augen her Romantiker betrachtet, sondern sie aus feinen feeii- fchev" Stimmungen heraus nachfchasst. So sind ein Straßenbild und eine fühsranzöfische Landschaft Ausdruck eines starken Temperamcttts. das sich verhalten äußert in dem bleifarbenen Himmel, der auf her Landschaft lastet, aber unmittelbar hervortritt in dem lebhaften Farbenspiel des Lichtes, das von Den Wänden her Häuser reflektiert wird Gin Fvauenbildnis von Spiro läßt das Feinnervigc seiner Kunst noch stärker in die Erscheinung treten; unterstützt wird hier seine künstlerische Absicht noch durch eine ganz vorzügliche Technik. In das Auslatch mit ihren Motiven verweisen ilo. Charlotte Derendt mit einer italienischen Landschaft. Franz Dvm- scheit mit einer Landschaft bei Pans. Phll. Frank mit seinem Bild Denettanischer Kanal, Heinrich Heuser mit einem Karussell in Lureni- bourg, Mar Neumann mit einer Sizilianischen Landschaft. Robert Scholz mi: einem Marktplatz in Tanger. Erich Waste mit mehreren italienischen Landschaftsbildern und Magnus Zeller mit einem Pariser Straßenbild. Ihnen allen ist, bei sehr verschiedenen Persönlichkeitswerten. eigentümlich eine völlig unromantische Auffassung ihres Vorwurfs, jedoch sind sie auch nicht gebannt durch daS Schlagwort Der Sachlichkeit: bei Den meisten läßt sich feststellen, daß sie ihre Kunst auf Farbenwirkungen gründen und darin sich wieder Den Impressionisten nähern Es ist gewifsermahen eine Anknüpfung an die Kunst der Vorkriegszeit, die die neueste Entwickelung darstellt. Wie beim Impressionismus stehen öfter» Probleme der Lichtbrechung und der Farbenwirkungen im Vordergründe, so u. a. bei BatoS und Felixmü Ilers Kinderdarstellungen, Willi Jäckels GÄnrgslandschaft. Wilhelm K ohlh os s S Sttlleben m l Kamel und Otto SchvffS Bad" den Mädchen im Walde Nicht durch Zufall ist Lovis Corinth. Oer nun nicht mehr Der Gegenwartskunst angehört, mit drei bedeutenden Gemälden vertreten. Gin fesselndes Seibstpvrträl zeigt den verstorbenen Künstler im Jahre 1919. aus späteren Jahren 'stammen zwei Landschaften, ein Garten am Walchensee und ein Garten in West end. die glänzende Leistungen impressionistischer Kunst sind. In der Darmstädter Gruppe find alle hessischen Künstler zusammengefahl. wenn auch Die Landeshauptstadt bei weitem die Mehrzahl stellt, sv lebt doch cm Teil sehr beachtlicher Talente über ganz Hetten hin verstreut. Wer hie hessitchr Kunst ftäridig verfolgt, wird nicht überrascht lein, benn so grundjtürzend hat sich die Malweife in den letzten Jahren hier nicht geändert, auch wird er nur wenigen neuen Namen begegnen. Es hat zwar im vergangenen Jahre keine größere Ausstellung auf der Mathildenhöhe ftattgefunben. hoch find auf kleineren Unternehmungen, auf Gruppenausstellungen. Die meisten her hessischen Künstler vertreten gewesen. Bemerkenswert ist. daß die ältere Generation mit ihren Leistungen jetzt wieder stark in den Vorder gründ tritt, obwohl die ihr zugehörenden in der Minderzahl find und sich mancher von der Ausstellung sem- gehalten hat. Don jenen älleven Künstlern sind insbesondere Richard Hölscher, Ernst Eimer und Georg Altheim zu nennen. Hölscher bietet ein Porträt dcS Prälaten D. I)r. Diehl, da» in seiner künstlerischen Ehrlichkeit stark überzeugt und von außerordentlicher seelischer Ausdruckskraft ist: es gehört mit zum besten, wa» auf der Ausstellung an Porträtkunst zu sehen ist. Alt- heim» Kunst gründet sich auf der feinen Zeichnung und auf her Leuchtkraft seiner Farben. Sein Bild .Kranichstein" ist typisch für feine Art. hie ganz auf Tiefenwirkung eingestellt ist. eS gewährt einen Blick in eine weite Flachlandschaft, unb cs spricht für AltheimS Kunst, daß er bet einförmigen Gcgenb nördlich von Darmstadt einen besonderen Reiz zu verleihen vermag. Ech'e Werte bergen auch Die GemälDe Eimers .Alter Winkel" unD „Auf Reisen". Der Alte Winkel ist ein Teil einer Dorf st raße mit Fachwerkbauten: er trägt in sich schon eine poetische Stimmung. Darüber ist jedoch ha» vorzügliche koloristische Können des Künstler» nicht zu übersehen. Durch lebendige Farbenwirkungen, geschult an s ran^ösischen Vorbildern, zeichnet sich ein Straßenbild von Anna May-Haas auS. DaS sorgfältige Abwägen von Farbenwirkungen unb eine reiche Stufenfolge von Abtönungen findet man auf den Bildern einer Reihe von Künstlern. Die auf ihrem Entwicklungsgang den Es- prefs'wnismus hurchfchritten haben, wie Karl Gunschmann IBlick von der Mathildenhöhe). Willi Hof f erbert 'Selbftbildn.S). Alexander Pofch iAkt mit Früchten). Walther Reihel (©oranger Hang). Marcel! Richter ^Einfame» Haus-, Paul Thesing iStilleben) und Lothar Toller (Blick auf Häuser). Heber ihre Eigenart ift weseittlich Neues nicht zu sagen, fie waren auf fast allen Ausstellungen, die in den letzten Jahren m Darmstadt sta»sanden, fast ständig vertreten. Aktstudien finden sich ziemlich zahlreich Die Nürnberger Anhänger jubeln minutenlang ihrer Mannschaft unb inbbefonbere dem Torschützen au. 3n der 27. Minute legt Popp den durchlaufenden C o b e d unfair im Strafraum Der Schiedsrichter gibt einen Elfmeter für Berlin. Domscheibt tritt. Stuhlfaut täuscht chri. »irft sich rm letzten Äugenbluf in die andere Tor de und lenkt den Boll glänyenb mit der f>anb und reitet vor dem nochsef-enüen Stürmer Hertha wirft □lies noch vorne. Jlürnberfl oerteibig! mit den 'luHenläujem und nur Sold unterstützt dm Sturm, iwoli Minuten vor Schluß stellt der Schiedsrichter I räg noch einer Unfaimi» unter großem Beifall der Berliner Schauer vom Motz. Nürnberg spielt nur noch mit vier Stürmern. Hertha greift an. Eine Kombination Scheck ctzrenzck-stirsey ^ulle mbet mit einer flanke de» tetzteren, Sodeck schießt. Stuhlfauch holt glanzend. 3n den letzten Minuten macht sich Qümberfl roieöer frei unb greift einig. Male ge iährlich an. 3®ei Minuten vor Schluß icherdet huch nach einerii Zusammenprall mit Stuhliauch au». -ch. 3olef Eder, (®in- rr). Adolf 3ub lLandschaft bet Avmphnchurg) August Kollert fTvinterlandschast». Hans Reinhold Licht eiiberger iAeufchnee» Adolf Schi nner er lWinterianfachast' Alvis Seidl Landschaft) unb August 3 int! (ÄjunfertuH Symbolische Darstellungen die zur 3ett de# E,. vrrsfivnismus bte Oberhand hatten machen sich auf der Ausstellung kaum benwvfbor am wenig- Deutsche Schwimmer in Paris. T: ? deutsche Schwimme r-Srpedi- 11 o n für Paris nahm am Freitag vor geladenem Publikum an einigen Schwt ^mwetllämp- fen teil Nc’onberen Beifall fand ®rt^> Aabemach e r. der das 200-Meter-Brustschwimmen tn 2 56 leicht vor Kümmert -Magdeburg, und Saul (Pari», gewann. 3m 1 (»Meter-Frnfnl- 'chwimmen blieb Frölich in 1 06 vor TB Aademacher und Aeau Pare lieg- reich, wahrend irr l»Meter-Aückenfchanmmen Schaumburg in 1:17,4 in Front endete Sine Staffel über fünf Vahnlängen <200 Meter gewann Hellas-Magdeburg in 154 vor Sporting Elub-Paris Der Nerüuer Meistrr- lpnnger Hans ß u b e r geb in schwangen Sprüngen einige Proben seines hohen Äönnm# 5. Hauptversammlung der Hel. tandlvirtschaftskammer. 3m melieren Verlaufe der Sitzung, über d>e wir am Samstag schon berichteten, lpnach (Benerotbirrf- tnr Dr n o m o n n über bv Landwirtschaftliche 8on6e»ou»ftellung 192 7. ifr bemerkte u. a., diese Hueftellimg roerbr m man- cherte, Beziehung mit her großen Ausstellung m Dortmund in Wettbewerb treten fbrnm E» folgten (Ergänzung-wählen für ba» oerftorbene Mitglied (Ä. Moak (Krund-Schwil- beim). 3n den Dorstand wurde gewählt Mitglied Cellariu» (Schotten), in die tfom-nifflon für Wirtschaft »lehre unb Buch-ührung Mitglied Fen- chel (0ber-f)6rgem). in die Kommission für Pferdezucht Mitglied Otto Schneider (Utphe) und in die Kommission für Geflügelzucht Mitglied Schwab (Bindlachsc-n). Die stanrmer stimmte dann dem Verkauf der Haushaltung» schule Langen zu, ferner der kliisheduna der Diebstahl-versichr rung (2veidererstchcrung>. mich milche der Ankauf eines Grundstück,» von A3<* Quadratmeter zur Ber- gräßerung der stebschule in Alzen genehmigt unter der Bedingung, daß der Landwirtschaltskam- merausschuß für Rheinhellcn die Mittel für di, Verzinsung ut* stiickzahlung de» Vnkoufckapitof» auf- Di, U r b e r f i .n Sin N ebn er wünschte, daß daS Tierseuchen-Institut in Gießen den Landwirten das Serum zur Bekämpfung der Maul- unb Klauenseuche leichter und billiger zugänglich mache. Von einem andern Aedner wurde die Herabsetzung des Weide- gelbes für Pferde gefordert. bemaegen- uber wurde jedoch von einem anderen Mitglied betont, diese Ermäßigung sei nicht möglich: schuld daran seien die Bauern selbst, weil sie der Regierung höhere Pachtpreise für die Weiden bezahlten die Weidegelber seien übrigens im Verhältnis zum Auswanb sehr niedrig. Ein weiteres Mitglied verlangte bie Ncreitftcuung von Geldern für Entwässerungen im Vogelsberg, sowie für die Umwandlung von Ackerland in Weideland. Net der Aufstellung eines neuen Kultur- planes durch die Negierung müsse auch die Landwirtschaftskammer gefobrL werden. Der Voranschlag wurde schließlich n hitben wir ebenfalls den THann tm Mond, mellercht unter eure- päilchem Einfluß, m Austraiieri tptrbbei Mond- Mann mit einer erhobenen Art tn bet S^nb gedacht Die Mandan-Indianer m Äaldomien erzählen. im Mond wohne bre alte Frau, tue niemals stickst und bte Frokelen belichten von der 71101161 rau. es fei etn alte<) We,o m den Mond versetzt unb itoch beute bann zu leben, tote es eine Sfimbmöe weist Einmal im TTlonat rührt sie einen Kettel um. tr dein Mai» kocht, und toahrenddettmi zerstört ihre Katze das Gewebe, lodaß s,e ttMber von vorn anfangen muß Wir haben hier fo etwas tote eine Penckove un Mond Die Nladhxx-Jnfxancr leben rtnr THanr unb eine Frau und ähnliche Tintebauungrn Imbtn (»ch tn der 6uM« Dte Dakota Haven aus den Flecken des Monde» eine poantaststche Sarne derausgehUnsM »ämttch «tnr Ente, bte brr abge- T ‘ a r r e r. Von 18*9 an ward bte steile nicht mehr betest Dafür ftanb dem cmen Pkarrer bis »um heurigen lag ein Verwalter ■ dr Leite Le.t längerer Zeit drän« nun der crangeii'che K.rchenvorstand darauf, daß bw Stelle wieder de'inil v beletzt totrb. tu bei ber großen Steigerung der E.nwohnerVahl m X-n letz: n Zähre- und dem großen Arbeitsfeld der Secklerzr tn msterer Stadt diese Regelung als bringtnb nottoendia erachtet totrb Auf eine ietzt- bi abgegangene d noabe ha! nun das 2anbe^ llrchetiamt m;tgetetlt. daß bte zweite PstiiTor,stelle baldigst ausgeschrieben würde Ärri* ^MbmgcH. .V Aus dem Hibbatal. 11. An den Apfelbäumen tritt eben lehr stark bte Blutlaus auf Vefonders an Gold- pormaine scheint fast lein Baum verschont zu fein. Ueberall etudeckt man an den Aesten die weißwolligen Vlutlausherde. bte tm iunebmen begriffen sind Die Prvv bat bereit# di« Vertilgung an den Apfelbäumen der Prvv.n>iate straßen angeordnet Da die Netomfr'ung z cmlich einfach ist indem em emmaliqes llfbedtvei^en mit Karbol nev^: genügt, die Vlutlaus bauemb zu beseitigen follten die Obst zücht er dtcke em- fache Arbeit nicht veckäumen. Der Hederichs das Schmerz?nskind der Wetterau bringt von 3abr zu 3abr weiter in die Täler des Vogelsbergs vor Die ®emarfung Aidba ist bereits ganz davon verunkrautet Jn Unter» Schmitten trift er stcklenweife schon io stack aut. baß Nckämpfun^emaßregckn nötta wurden. Die nördi ch davon gelegenen GemackSngen »eigen nur vereinzelt dieses lästige Unkraut, aber auch hier greift es immer mehr um »ich Io daß es in aMebbartr >tett ebenfalls zur Plage werden wird, wenn nichts dagegen geschieht. 4k Berstadt. 11.3um. Der älteste Einwohner unsere» Dorfes. TKaurermckster Htenckch 5 t o rf, feierte in bieter 'kröche feinen 90. ® e • burt» tag Pa» greife ttzeburtstagskind ist fo- wohl körperlich als auch q.tftig noch frisch und rüstig. Borgeftcm starb die altefte Frau unserer (strmemde. ffrau Anna Kana Boi bei, im hoben "'Her von sttt Jahren. — Pa» i^ffrdbe- leid stehl eben qolbgrib o:.*. Tai lästige Wetterauer llnfraut. der Hebend), blüht. Obwohl sich die L'anh- rotrte durch Streuen oon ttedertchKoinlt und durch spritzen mit Knphanit bemühen. Herr diese» Un- Traut» zu rortber breitet e» sich nnrner mrtjr an*. Mrci* Schotten. Schotten, 11.3uni. Weicher Segen in den Schulsparkassen ruht, geht davius hervor, daß in den Sch-üfvackatten des Kreises Schotten bte tum 1. Apckl 192t tton 1050 Schülern die stattliche Summe von 13 801,56 Mark gespart wurde Jm Lause eine# werteren wahres dis ztstn 1. Apckl 1927 verdoppelte stch d'.cker Betrag trotz der durch bie Schulentlassenen an Oft cm erfolgten Abhebungen von Guthaben. Vis zu dem genannten Zett punkte hatten 137 Schüler 26 175,84 Mk. gespart Trotzdem gelang es in einigen Gemeinden des Kreis es den Ve- mühungen ber Lehrer bis jetzt Nicht, dte durch die Inslatton bedingten Vorurteile bett der Sicherheit von Spargeldern zu befettigm wnb Schulspackassen ins Leben z» rufen. I Ober-Cal«, 12. Juni. Net brr '«eben« nähme der Kreisstraßen auf dte Pro- vi nz wurden die beiden Strill^-mo.lrtsr Scha uer mann-Ober-Cai* unb Hansel- GlaShsitten in den Auhestanb vecketzt. Ihre Nexirte wurden den Slradenwäckarn zu Fauerbach. Liß berg unb Wenings zugeteilt. Dte Wirkung dieser Maßnahme zeigi sich auf unfeem Straften schon heute Die losen Rollsteimr. die früher regelmäßig entfernt wurden, bleiben nun aul den Straßen liegen, stellenweise sind bte Straften, zum Schrecken aller Aadfadrer. m i t losem Schotter geradezu übersät. Nanfettc werden nicht gesäubert, der Grastouchs nicht cingcbümmL An vielen Cteilen merkt man am Zustand ber Obfl bäume bas Fehlen ber Mich'chau. Die Ne ■.grobe rung der Strastmte Wärter bezirke scheint für den Zu stand des Straßen gefährlich Gs totrb schärfst« Aufmerksamkeit bedürfen, wenn dte Bezicksstro- fx*n gegenüber den Durchgangsstraßen nicht ganz ins Hintertreffen geraten sollen. Ärrie Vmitcrbo* k Hervüe > n, 1' 3uni. Das htestEU Nun» betbei m des Hess eoang. Aünglings- bundes (Hellenbunktt. das seither «rU Erholungsheim bestimmt, aber nicht benutzt wurde, soll nun anderweitig vermiet-t werden, während bic Scheime des Heimes als 3ugenbb«r« berge ausgcbauk unb gegen geringes Entgelt ber wandern den Jugend zur Verfügung gestellt werden foll. Man rechnet mit einer bofblgen Ver- wirlllchuna dieses Planes schnittenen Kopf eines Marnms hält, unb innen Mann mit einem Messer tn ber Hand lieber- Haupt finden ttch vickfach in ber Alken und Venen Welt Verbindungen des Mondes imt einer Ente ober i’üiem anderen IBaIferfogrl- Auch als menschlichen Kopf hat man den THtmb auf geiaht, dessen ^orberfe-.h veckchtednren latvn o.fem als Gckicht des Schöplers erscheint 3Wu* eigenartige Deutung der Donbttecken ist dte als Spd. die sich auf dem Ttesmack-Archipet iinbet. Man will in der Mondfche.be .dte Schiaihäuser. da» Arde.tshaus. dte Häuptlingshalle br* Mannes im Mond' erbltJeii Nei manchen 3nbianer- ftämmm legt man dem Monbtnann einen Hwid bei, bei anberce einen ÄwxHe.i oder Prartewolt Gckei,entl!ch tottb bw Figur im Mond- als .• in den I Preutzen. Äieie Biedenkopf. Ttobbcim a. d Bieber. 12 Juiammenschluh der hessischen Schachoereine Ietonkasten. l£r griff in feinen Nock nach der Briesiasn,c beftrllif — uur zu hundert, drei zu fünfzig Es ist notwendig zu bemerken, dafz bei Konsul Birger, wie in den besten ausländischen Klubs, nicht mit barem Weibe gespielt wurde, sondern mit 3elons. Pir 3eion* wurden bei Beginn des Spiel» gekauft. Der alte Diener des Konsuls erhielt das Geld für die Inons nfl voraus und zahlte den Gewinn an die Herren, die gewonnen hotten. Er war der Croupier der Gesellschaft. Nun stellte er sich an den groben, buntfarbigen 3eionfaiten und ries Meine Vferrtn! Das Spiel beginnt!" Der alte Diener hatte an den Spielabtnöfii bloß ja>ei einfache *21 eufcerungen zu tun. Die eine betraf den Beginn -piels. Die andere lautete folgen- dermahen .Meine Herren' Zur Auszahlung der Gewinne'" . Der Grobkaufmann Greffen war der eifrigfte unter den Spielern, darum war er als erster an dem '( Marburg. 12 3unl Der schlag bei Xrei-bau»hal ts 3ahr 1927. bvr in ber am 30. 3um ftatttindenem Kreistages itzung beraten werden soll. 1d)heht in «linnabrnn unb Ausgaben ml I 2H 44S Ml ad Starkenburg. DSA Dieburg. 12.3^ r Der Äcreiag -at in le.ner knien S'tzuna die Errichtung e.nes Allgemeine» Schweigen folgte dieser Frage Alle Anwesenden idfienrn sehr gut W wissen, wo» man sich erzählte. Man erzählte." fuhr ber Rurjihljiige unbeirrt fort „bah 0 Uhr: Manon. SamStag. 18.. 7' ,. bis 10’ , Uhr Wiaier Blut Sonntag. 19 . 5'/, bi« 10» . Uhr. Der Ring deS Nibelungen. Dritter Tag. Die Gbtter- bänimerung. Montag, 20.. 7 bl« 10’Uhr: rd X'in geschwätzigen und neuqie rigen Direktor Einhalt geboten, und ber Wir: schlug ein anderes Geiprachsthema an. Gegen elf orriamiuelten sich die JXrren tm .'tauch- zimmer zum Kaffee. Der Din. Konsul Birger, stand ,n einer Ecke unb unterhielt sich mit Asbjörn Krag. Er ipram über die Takilosigkeit des Spefinanten. ..Er hat eine za lebhafte Phantasie." sagte er. „aber lonft ist er «in kluger Mensch. Es kommt blost bar- aus an, ihn beizeiten zu unterbrechen. fönst kann er die ärgfkn Geschmack:osi^keiten begehen a»b|orn st rag gab nur einsilbige Antworten. Seine Augen waren die ganje Zeit anderswo' Plötz'.ich bemerkte ber Konsul feine Geistesabwe- fenheil Er betrachtete ihn unb schwieg. Dos ist denn?" fragte er nach einer Delle. Nichts", war Krugs Entgegnung. Eine leichie Blaste bedeckte bas Okfubt des Konsuls Du großer Gott." logie er. ..mir kommt em ent* ietzlicher 'iierbadji " ..tierbad/t ? Di«»o>"^ . Du bitt gar i icht Spieler*" Da host bti recht." Du bist nicht bergetommen. mi zu spielen' ..Doch, dos bin ich. Ich bin gefommen, um an einem Spiel teiijunebmen, das wen interessanter ist al» die Pokervar,len ber ganzen Leit. Wenigstens nichts uorgekillen uKir. Wie kltiom war überhaupt Rrafls plötzliches Auftauchen in diesem ft reife! Die gaiqe Sache war wirklich äußerst merkwürdig. Bor- läu'ig hatte er Angst davor, basz Krag sich verriet, io dost bekannt wurde, daß der Konsul einen Detektiv in die (tzefellschaft eingeschmuggelt hatte. Deiches Aufsehen würbe bas in Ehristiania erregen! Wieviel -lost zum Skandal würde bas geben! Krag schic» Birger» Oh-Danten erraten zu haben. Denn im Vorbeigehen »lästerte er Dem Gastgeber ins Ohr „sei ganz nibig! Ich werde es zu nichts kommen lasten." Aber diese .leufeerung des Detektivs überzeugt« den Konsul von zweierlei erstens war etwas nicht in Orbnuog. Und zweitens mußte er jwn. Niß ft rag aU^c- baranfeßen wollte, um einen Skandal zu uer meiden, unb bah er sich in dieser Beziehung auf ihn verlassen konnte. Dann dachte er darüber nach, we, wohl das Int-'refie des ansgezeichnelen Detektivs erregt habe. Er lieh in Gedanken feine Gäste, einen nach dem anderen, an sich oorüberwandern. Und es begann bm kalt aber den Nucken zu laufen. f)icr waren ta ausschließlich befanme Heute versammelt, Manner mit Vermögen unb einem angesehenen Warnen. Leute in a'.iten Stellungen, einftuhreiche G«'chäftsl«ue. Wenn irgend cUdüö geichehen war. um Gelb konnte es sich dabei nicht handeln Vielleicht handelte es sich überhaupt nicht um b>e (Bafw. 'andern um die Dienerschaft' Aber «raas Austnerk'amkeit schien nicht rni ge« ringiten ben Ii-nem zu gelten. Sondern einzig und allein den Gästen. Das waren die Gedanken Bnger- wahrend er dosrartd urch baraui martete. dost bie Herren das 3eitben >uni Beginn des Spiele» geben wurden Der alte Diener des Konsuls fegte in diesem Augenblick die Spieltische n dem arosten Herren- ummer zurecht. Die Gesellschaft foule sich m zwei opielparteien teilen Allmählich schleuderien die Herren hinüber Der Whisky wurde gebeucht, unb man wurde immer an unierter und freute sich auf die bevorstehende Spannung. niemand ahnte, daß diese spann ing n if eine »Sene ausgelöft werden sollte, nne es noch in feinem 6pieung»flüdcn und Wäsche- gegenftänben, Schuhe, einen Koffer usw. im Gesamtwerte von etwa 150 QHL Die Sachen gehörten etrvem Dienstmädchen, da» früher dort in Stellung gewesen war und tie dort zuruckgelassen hatte. Die Angeklagte behauptet sie habe den Schrank mit einem Schlüssel geöffnet, der hi einem Karton unter dem Bett gelegen habe. Sollte die» richttg sein, so kann «6 jeden- sall» nicht der richtige Schlüssel gewesen fein, denn diesen hatte die Eigentümerin der Sachen bei sich Die Kleider und der Gummimantel waren der Diebin .zu lang, deshalb schnitt sie sie unten ab. so dost sie für di« »igentümerm jetjt nicht mehr zu gebtaudben sind, ©inen anderen Teil der Sachen brachte sie zweck» Umänderung Wort zu einer Schneiderin nach Wetzlar. Wit Aückslcht auf ihre seitherige Unbe- straftheit wurde die Angeklagte unter Annahme mildernder Umstände zu einer ©efängni»- ftrafe von vier Monaten und zu einer Haststrafe von drei Wochen verurteilt, welch letztere Durch bie erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt wurde. Kirche unb Schule. X Schotten. 11.3uni. Hier fand unter dem Dorsitz von Dekan ' Do l p - Laudach die 3. diesjährige Konferenz der Geist li- chen de» Evangelischen Dekanats Schotten statt. Sie wurde mit Schristlesung Amtsgericht Giehen. • Giehen, 10. Juni. Der Landwirt L. In Gr. hatte vor bem letzten hessischen Bolksentscheid an dem Spritzenhaus in Gr. ein Plakat: „Schickt den Landtag beim" angeklebt. Anderntags fand er diejes Plakat verdeckt, unb Zwar zum Teil von einem |o- uatoemofratifeben. z.T. von bem bekannten Plakat ber hessischen Regierung, in der diese zu Angriffen Stellung nahm. Da» letztere Plakat war. ben behördlichen Anweisungen entsprechend, vom Polizei- diener anaebeftet worben, unb zwar mit vier Heftiwecken. L. entfernte zwei ber Hesttzwecken. so bah bdA Regierung-'Plakat zur Seite um geschlagen bi" uiti) das Plakat bes L. zu lesen war Entsprechend uerfuhr er mit bem sozialdemokratischen Plakat. L. hatte deshalb einen Strafbefehl erhalten über 20 Mk., auf Glrunb des § 134 StrGB., der da» dos- willige Abreihen von Bekanntmachungen ber Behörden mit Strafe bedroht. Zum Abreihen genügt nach der Rechtsprechung jede Beseitigung brr Befestigung. die ben Au »Hang vereitelt. Auch würbe „Böswilligkeit" angenommen, da die im Wohlkampf übliche Strube daran, gegnerische Wahlplakat« mehr ober weniger unwirksam zu machen, auch bei dem Angeklagten zu unterstellen mar. Notwehr gegen da» llebcrfleben wurde verneint ..enn bie Gemeinde als fwiioeigentümerin hat in erster Linie das Recht, ihr chaus zum Bekleben zu benufjen. Der Einspruch bcs Angeklagten gegen den straf befehl wurde kostenpflichtig verworfen. Der ungetreue L'agerwroaltcr S. einer hiestgen Lebenvmittelgrosthandlung würbe zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte das Vertrauen Seiner Airma gröblich mistbraucht. Jahrelang bat er sich aus ben Lagerbeständen Waren angeeignet und sic in ber Veroackuna der Jxirma an Angehörige nach auswärts versand:. Awar hatte ber Bruber be« An- zcklagten 1300 Mk. Schaden gedeckt, trotzdem er- iebien die Freiheitsstrafe des feitber unbeftr-iften Angeklagten angemessen. Denn er ist nicht einer ge- zu fünfzig und den Rest klein. Iean begann, die roten, blauen und gelben 3e- tonstücke amzuzahlen, und der Oberarzt griff in bie Aber er behielt sie darin, unb bann schnuppert« er in die Luft, als hätte er etwas höchst Merkwür- bigee beobachtet. (Fortsetzung folgt) und Gebet eröffnet durch Pfarrer SritTrfr- y>« neben Da in 3m Mittelpunkt der 2k*. banMun* gen ttanb da» Referat non Pfarrer (Jrull- Ulfa über da» Sbetbau'i «dK .Lebendiger SehgiDn»untcrr.4>i Rach Def prechung de» Dor- trag» und mnerbienhlidKi Angelegenheite i wurde detchloffen in d-esen 3ab« %ux-. Dekanat»- Dit^iiegi. mrt !37Stt2 Mk. mna. men und 196903 Ml. Au»' gaben ab. Ueberschuft 540 902 Mk. 3u den kosten ber ilahnregulierung be Fronhaufen, dr« mit 415 000 Mk. abichttehen. ift noch eine Anleihe von 60000 Mk. au^i-nehmen, ö» wirb damit grre«v- iret. bah Der Staat diele Summe durch weitere AUfc deckt 3Iachdem sich bereit» lo Gemeinden be» greifet Marburg und bie Stabt selbst zur Dornahme von Kleinpflafterungen auf Landwegen unter den vom Bezirk»verband In Aussicht gestellten Beihilfen gemeldet haben, liegt ferner em Antrag vor. zu diesem 3®ed ein varlchen von 170 000 Mk. unszunehmen. Auch .st c.n Darlehen von 75 000 Mk. zur 3nftanb- t *vr Genrnnbe nobbem worden. Mrcio Marburg. am für bie Wetterentwicklun^ be» befTNdxn Schachw ien» btbruname» Ereigni hat sich vor kurzem vollzogen Dcl Aufammen' chlust ber hessischen Schachoereine zu einem eng, ren Verband Senn auch die Vereine in den flröfteren heissichen Stabten dem Mmelrheinischen r t Ufrr: Die Äa'fetti Wirtschaft. Wirtschaft und Diskonterhöhung Die Diskonterhöhung. die der Zentralaus- schuß der Reichsbank aus Vorschlag Dr. Schacht- am 3fr«. tag beschlossen har kommt den Banken und der Wirtschatt nicht mehr überraschend. Der letzt« Reuch-bankauswe » zeigte eine so scharfe Anspannung, daß für alle ^olksw.rt« schastlich denkenden Äreife die Rottv endigte it einer Diskonterhöhung absolut seit stand. Ueberrolchend ist vielleicht nur für die breiter« Oefsentlichkeit da- Au-maß der Heraussetzung. 3n normalen, also in Vorkriegszeiten. genügte meift schon «ine Veränderung de- offiziellen Z.n-suye- um em viertel oder em halb Prozent nach oben oder unten, um den Status der Re.chsbank der Wirtschaftslage anzupassen. Wenn Dr. Schacht sich nun entschlossen hat. gleich eine Erhöhung um ein Prozent zu fordern, so ist dafür in erster Linie wohl der außerordentlich schleppend« Tlüd- sluh der von der Reichsbank abgeforderten Gelder maßgebend gewesen. In zweiter Linie aber hat sicher auch die Tatsache sehr stark mitbestimmend gewirkt, daß die Bank von England ihren Zins- luft nicht gesenkt hat, was vielfach erwartet worden war Die Unausgeglichenheit der europäischen Wirtschaft ist damit fii'nfdlliq dokumentiert Eine Spanne non 2 Prozent zwischen den offiziellen finssätzen der Staatsbanken zweier großer Wirt- schaftsrnächte ift so ungewöhnlich, daß sie mit wirtschaftlichen Äonjunlturerl«Meinungen allein nicht mehr erklärt werden kann. SS hegt ja auf bet Hand, daß die große Reparalionobc^stung für Deutschland ein starke- Handicap darstellt. DaS Ausland wird feine verfügbaren Mittel natürlich immer lieber bei dem Reparation«- gläubiger als bei dem Reparationsschuldner untetbrmgen, namentlich, solange die deutschen Kriegsschulden noch nicht in «in vernünftig«» verhältniS zu der Verschuldung der Alliierten untereinander gebracht worden sind In der gleichen Richtung wirkt aber auch die Zollpolitik. die von allen wirtschaftlichen Großmächten der Srde zur Zeit betrieben wird. Der ausgesprochene Protektionismus, den man zur Zeit nicht nur in Frankreich, sondern auch in den Bereinigten Staaten, namentlich aber auch in England und — mit anderen Methoden -- auch in Rußland betreibt, wirkt naturgemäß lähmend auf den deutschen Export, dessen Steigerung für Deutschland ja nicht nur auS reparation-politischen Gründen eine absolute Lebensnotwendig- keit ist. Da- Reichskabinett Hot dieser Tage ja auch in einem förmlichen Beschluß erfrculidjer- toeife dem Interesse Deutschland- an einem Abbau der Zollmauern Ausdruck gegeben, da c« hiervvn allein die notwendige Annäherung und Wiederoerflechtung der großen WelttvirtschastS- gruppen erhofft. Solange aber eine so prominente Persönlichkeit wie der Geschäftsführer des ReichSverbande- der britischen Industrie in einem Atemzuge die Notwendigkeit einer Wirtschaft»- nerftdnbigung anerkennt und gleichzeitig den englischen Protcktwni-mu- verteidigt, sind die Aussichten für einen Abbau der Zölle außerordentlich gering, und «S bleibt dem Reich kein anderer Weg al- der Versuch, mit den ihm zu Gebote stehenden Mitteln eine Besserstellung der deutschen Wirtschaft zu erkämpfen. Ein erster Schritt auf diesem Dege war unzweifelhaft die scharfe Kreditrestriktion, trotz aller Anfeindungen, denen fie und ihr eigentlicher Urheber, Dr. Schacht, ou-gesetzt waren. Auch den Fortfall der Kavitalertrag-steuer für produktive Ausländsanleihen darf man hierzu zählen. Es wäre allerdings wünschenswert, wenn die ReichS- regienmg in dieser Beziehung Richtlinien auf, stellen würde, die eine liberale Handhabung der vorgesehenen Prüfung gewährleisten Als letzte- M'ttel ist nun also die Heraufsetzung de- Reichs- bankdi-kont- zu nennen, obwohl sie zunächst unter Umständen zu einer gewissen Verteuerung der Produktion führen wird. Praktisch ober wird sie sich auf längere Sicht voraussichtlich dahin au-wirken. daß für da- Ausland nunmehr wieder ein stärkerer Anreiz zur Kapitalanlage in Deutschland gegeben ist und so mit der Zeit auch die notwendige Entspannung am Geldmarkt eintreten wird. Vllerbina- Darf man nach den Ereignissen der letzten Wochen wohl fragen, ob die verschiedenen Mittel auch zur rechten Zeit angewendet worden sind. Eine rechtzeitig vorgenommene Di-- konlerhöhuna hätte vielleicht schon genügt, um die starke Kreditanspannung, her die deutschen Großbanken durch die Spekulation au-gesetzt waren, zu mildern und abzubauen, so daß e- vielleicht nicht zu den schwarzen Börsentagen gekommen wäre, di« ja nicht nur die berufe*- mäßige Spekulation, sondern auch breite Schichten o«S anlagesuchenden Publikum- getroffen hoben, da- sich von der Wertpapierhausse eine nachträgliche Auswertung de- geschwundenen Vermögen- erhoffte. Dr. Schacht hat erst vor wenigen Wochen erklärt, daß er hie produktive Wirtschaft nicht durch eine Erhöhung he- Reich-bankdi-kontS belasten wolle, und infolge- dessen di« Krediteinschränkung al- da- kleiner« Uedel ansehe. Der tatsächliche Vang der Snt- Wicklung bat ihm Unrecht und denen Recht gegeben. di« die Diskonterhöhung für richtiger und volkswirtschaftlich weniger gefährlich hielten. Bei Der Unübersichtlichkeit der weltwirt- schastlichen Situation ist dem ReichSbankpräfi- denten daraus vielleicht kein Vorwurf zu machen. um so weniger, al- sich seine Di-kont- erinäßigungSpvlitik im großen und ganzen al- fegenSreich für den Wiederaufbau der deutschen Volkswirtschaft erwiesen hat und e- ihm zweifei- io- sehr schwer gefallen ist. auf dem eingeschla- denen Wege einen Schritt rückwärts tun zu müssen. Wir möchten aber hoffen, daß er aus ben letzten Wochen gelernt hat und sich fünf- "0 Au größerer Beweglichkeit entschließt. Die gerahe auf wirtschaftlichem Gebiete unerläßlich ist Lon den Schlachlviehmärklen. An den Schlachtviehmärkten Der vorigen hat Dai Geschäft nach Erledigung bei PfingstbedarfS etwa- von seiner Lebhaftigkeit eingebüßt. Im allgemeinen gestaltete sich Der Handel jedoch ziemlich glatt, zumal der Auftrieb, auch wenn man Den Ausfall Der Märkte infolge de- Pfingstfestes berücksichtigt, trekmtlid) nachgelassen hat Die- war nicht so sehr für Großvieh der Fall, von dem 11 190 Stück den Märkten zugesührt Wurden igegen 16 950 in der Vorwoche), al- vielmehr für Schwe ne deren 2lui trieb-zahlen gegenüber den Retordzttfern der Vorwoche eine erheblich« Verringerung zeigen 58 897 cegen 96 828-. Roch starker war da- Rachlassen de- Angebot- bei Käiccrn mit 11458 (gegen 33 086). wogegen Dai Angebot an Saaten eine weitere Erhöhung erfahren hat. 10 913 •gegen 9018) Dic Pvri-gesta;tung war bei Lchwernen und Schafen unregelmäßig jedoch au- meift weiter nach oben gerichtet während ich bei Großvieh vorwiegend kleinere Preisnachlass« ergeben Die Kälbermärkte verkehrten durchweg in fest«: Haltung. E- wurden in Pfermig ver Pfund .—dgewicht notiert: Rinder Kälber Schafe Schweine Berlin 23-65 55-89 30-62 60-70 Bremen 28-65 45-85 50-65 45-64 Dre-lau 16-62 52-82 41-61 50-62 Ehemnii, 20-62 60-85 48-62 Dortmund 33-66 50-90 1 55-71 Dresden 28-65 57-93 44-68 58-66 Düfieldori 28—66 50-85 — 62-70 Elberfeld 25-68 50-85 — 54-66 Essen 38-66 50-105 — 64-67 Frankfurt M. 30-69 67-89 44-58 — Hamburg 20-66 .*>-88 25-62 50-63 Hannover 20-65 50-95 50-85 50-64 Husum — — — Karlsruhe 20-64 66—84 38-48 60-67 Raffel — 57-75 — 57-63 Siel 22-56 37-81 43-65 43-62 Köln 28-69 58-117 — 54-68 Leipzig 25-67 55-89 40-68 56-67 Magdeburg 22-64 40-125 30-58 53-66 Mannheim 17-64 58-110 37-45 50-65 Vlünchen 20-68 78-94 — 52-66 Stettin — — — Stuttgart 14-66 61-90 — 40-63 Zwickau 15-60 55-80 45-60 48-62 * D i« amtliche Großhandeliindcr- z i f f c r. Die auf den Stichtag de- 8. Juni beregnete Grvßhandel-inderziffer hat gegenüber der Vorwoche um 0.4 v. H auf 138.2 (137,8) angezogen Innerhalb der Agrarstoffe, die um 1.1 v. H. auf 140,8 (130,3) angezogen haben, find vor allem Die Preise für Vieh ^jeftiegen. Kolonialwaren liegen mit einer Indexziffer vor. 128.8 (128,7) nahezu unverändert. Die Indeff- zisfer der industriellen Rohstoffe und Halbwaren ist um 02 v. H auf 131,7 (131L> zurückgegangen, wahrend diejenige der industriellen Fertigwaren sich um 0.2 v H. aui 145,8 < 145,5) erhöht hat. • Keine Einlösung alter Reichsbanknoten. Die Oefsentlichkeit wird in letzter Zeit dadurch irregeführt, daß behauptet wird, der Reichs- justizminisier habe die Einlösungspflicht der Reichs- bank für die allen Reichsbanknoten anerkannt. Zu in Beweise dieser Behauptung werden Abschriften eine» Bescheide» oerroenbet. der angeblich von der Mim- sterialtanzlei des Reichssustizministeriiims unter der ltzeschaftsniMnner B. 9t. 5'8 Bd 48 Rr. 140 — mit Den Unterschriften Dr. Hergt Köhler, Zlurtz — erteilt worden sein soll. Unter der genannten ®e- schaftsnummer ift jedoch der (Einfertiler der Eingabe lediglich davon benachrichtigt worden, daß seine Eingabe aus (Gründen der Zuständigkeit an das ReichsfinanNninisterium roettergeleitet worden ift. Irgendeine fachliche Stellungnahme bat die Bcnart>- richtigung nicht enthalten. Die gegenteiligen Be- Inuptungen beruhen hiernach, sofern nicht ctrou eine flälschuna anzunehmen ift, auf freier Erfindung. * Maschinenfabrik Mönu « A .-G . Frankfurt a. M. Auch im Gefchäft-jahr 1926 wurde do» Ergebnis durch Die allgemeinen, ungünstigen Wirtschaft-Verhältnisse und den dadurch bedingten geringen Bedarf sehr ungünstig beeinflußt. Da- Gefchäft-jahr schließt mit einem Gewinn von 9500 Mk. (i. 26 500 Verlust) ab. Der vorgetragen wird Also auch in diesem 3afyr kommt keine Dividende zur Verteilung. Für da- laufende Geschäst-johr feien Die Aussichten etwa« günftigcT. (Generalverfammlung 8. Juli ) • 11.0.11. Vereinigte Fahrzeugwerke A. G. in Reckarsulm. Die G V. genehmigte den Abschluß für 1926 mit 8 Prvz. Dividende. Im laufenden Jahr« wurden im ersten Halbjahr Die Umsätze de- Jahre» 1926 erreicht. Die Aussichten feien auch weiterhin recht befriedigend. Besonder» stark fei da» Geschäft m BremSnaben. Die starke Rachfrage nach den neuen Motorradmodellen könne im Juni und Juli nicht ganz befriedigt werden Die Winterlager seien in allen Erzeugnissen schon lange au-verkaust. Berliner Börse. Berli n, 13. Juni. Die neue Bvrsenwcche eröffnete bei ruhigem Geschäft und freundlichcr Tendenz, später traten kleine Schwankungen ein. durch die Der Grundton leicht erholt und die Tendenz gehalten ist Die Geld- Marktlage macht ebenfalls einen günstigen Eindruck Kurzfristige Mittel waren für 5 bt« 7 Prozent für erste Firmen und bereit« Darunter angeboten. Dagegen konnte Die Rachfrag« nach Terminaeldern nicht ganz befneDigt werden. Die Satze lauteten hier 7,5 bi« 8 5 Proz. Die Warenwechsel und Grohbankgiro« hatten einen Satz von 5.63 bi« 6ch Prozent. Sehr ruhig gestaltete sich da« internationale Devisengeschäft Die europäischen Valuten veränderten sich wieder kaum • rr» ki'ui *' 1T-. Taiwe- II.. 11 L 11.4. 212.1 aalrtfce.lblJluufl Wr.i-®a» ___ _ 304.5 do Sr. »am-*am — — _ 365 do etrr »ererbe !« 2J — II. 1 I ^rTtärfai......... !*• *»: (Smrrflener...... ■ 13.5 13.75 — — 6«6 trrwt-dcnf — 173 172.23 4cnn«. ono ■UaiwMCanf TxuntK fiat. . . . L.0 m.b I» 7 • rtt.7: M i 144 145 145 Dtstoaio saunen btt TrtMrrr 6 »d.25 19 Xenrenmert Heldktders . . . 147 147 - — vbilirp boUnrann ...... ID.5 183.5 183.5 IM Hnalr Icnt. ^nane .... — — — — । old'Lmibt....... — 1» 1 ■» 129.75 Holzi. rtobtnng . . ..... 73 5 72.75 —- V U , ar den vrnbn*nc. . . Z76 .76.75 27-i !Hji<;nrUxr(e...... 0) : »3.6T 93 5 71 204.75 v'3 — - ■na (Rttfrt4ttatf4>tftai.75 Datmier -Krtora. ...... 110.75 112 113.13 113 t*0lict«rth*Dl ......... UÄeonui............ t3,7S 47 XRanubttimr fflolritn .... — — * — Krankhirter Hrmatwrrn . . . JtonferDafabrtf Braun . . » — — * 70 — • * '.TetangekniAaft Stanfrurt . *P 112 185 €S<6ebfabriZ Her,....... Zellstoff 1Ud>aff«n6erg . . Zellston Belbbof ■ 71.n * 1.4 IM, 25 271,5 — — IM .78,5 184.5 2M 191 271 Devese»markt Dcrim — Frankfurt a. M. Telegraphische Anszahlong. Banknoten. 11. gmii. 13. 3uni. Ämiltdie Non runa Lmilicor ^oturnn; <9elb Brie» '».7vd 189,24 1,792 146.91 1,7x9 Vefs.-Antw ebrifhcitn 5».575 109.14 ^,695 109,38 59,57 U18.99 68,6f 199,21 VoDtnbaQ.T 114,71 113,93 112,71 112,91 Cftxfbolm U2,fb I13.CS 1II.6I 11J.I 6elfaiafort. 10,611 10.634 10,612 10.6 U 3folkn . . . .*3,27 23.31 23.» 23.Ji Lendon. . . 4.4.6 «.516 .0,479 20,511 91 rot) ort . . 1,215' 1.2235 1,216 4.221 Pan».... l6.a<5 16.54., 16.505 -»1.09 73, 18,54 fcbjwü .. ■1,09 13.U3 ij.8.5 -1,2 73,7 ^savan . . . 1.951 1.962 l.9öb l.fc: ^<0 be Jan f9tm tn D. .4965 3.49-5 9..965 J.49K5 Ceft. abgrfi W.3V 39.42 59.38 11% Praq .... 12.4W 13,519 12.419 Wjraö . . 7,413 7.427 •’.413 7.427 »UbtiDcft . . Vhil jrirn 73,47 -.047 73,61 >,053 78.47 .W2 78,61 j.06* PifTabon . 0.67 20,71 :0.7 s <0,14 T.-■ IU 18,56 189.88 41. JO 109. CU 59.41 112.62 61,13 72.99 L2.4CA 71.il) Mn M.hj U3.03 20,52 18,82 189,84 <9,40 499,87 111.0* 81.45 D.29 12.521 71.89 t'yianhurtcr Lchlachkv chmarkt. Frankfurt a. M. 13. Juni. Auftrieb. 1580 Rinder (Darunter 305 Ochsen. 94 Bullen. 742 Kühe. 364 Färsen), 977 Kalber. 67 Schafe, 5817 Schweine Rinder (Ochsern Boll- fleischige au-gemastete höchsten SchlachtweNS (jüngere) 67 bi- 70 Mk. (ältere) 61 bi» 66. fönst'«« vollfleischige (jüngere) 55 In» 60. flct- sOge 48 b - 54 Bullen): jüngere, voll- fleilch'ge höchsten Schlachtwert« 60 k« 63. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 52 b-J M. (Äüb«) jüngere i'oWIci(chlg<- höchsten Schlacht- wert- 53 bi« 58 sonstige vollfleifch ge oder au*- aemästete 45 bi» 52 fleischig« 38 bi« 44 (Färsen- Kalbinnen. Iunarindrr -) vollflet'chige auig.Tnjftdr. höchsten Schlachtwert« 65 bi» 68. vollfleischiae 58 bi« 64. fleischige 50 bi» 57 Kälhe r Best« Mast- und Saugkälber 81 bi» 85. mittlere Mast- und Saugkälber 70 bi» 79. geringe Kälber 60 bi» 68. Schafe Mast- lämmer und jüngere V'asthämmel (Weidemast) 54 bi» 56. mittlere Mastlämmer. älter, THafb» bän-inri und gut genäbrte Schal« 43 bi» 53 — Schweine Fetttchwe-ne über 300 Pfund Qe- eJ j.s ti ... , ge Lchweine vott etwa 240 de» 300 Pfund Lebendgewuchr 62 bi» 64. von etwa 160 bi» 240 Pfund Lebendgewicht 63 bi» &> flerfchcge Sa-we.ne von etwa 120 tn» 160 Pfund Lebendgewicht 61 bü 63 Mk — Ma rktverlauf: "SinNr rege unb ausver- lauft: Schafe langsam. Kälber und Schweine lebhaft und aufgeräumt. frankfurter >.tr7rdcdorse. Frankfurt a. M. 13. Juni S» wurden notiert Weize- Wei erauer 31^ bi« 50. Boggen inländi'cher. 2925 bi» 50. Hafer tn- ländtfcher 26; Hafer au»länd,fcher 2425 bi« 2b-5O Mac» gelb). 19 bi» 1925. Weizenmehl, inländisch«* 2pe»,al 0. 42 b;» 42 25 A?ggcn- weh» 39.25 Ml 40 ‘BeyenCeie 13 bt» 1125: Roagenklcie 1575 bi» 16 Erbsen 30 bi» 55. Linsen 40 bi» 60; Heu füddeuilche» aut. trocken. 7 75 bt» S.75 Wetzenstroh 4.45. gcoundelt 4 RoggelistrT.5 5 25. gebündelt 450 Treber, ge- trocknet 16 Tendenz stetig Büche rttsch. Bilderplanetarium de» Htm- mel» 1927 von Robert Henfelmg Mit 42 Abbildung er. Franckh 'ch< Berlag-ha"d(ung. Stuttgart Preis gev. 15? Mk Der e .r- Himmel ist heute für den modernen T?: . ch- , der an Die Lichtfülle moderner Lamven a wöhnt tst und dem Die Uhren und Kalender d.e genau« Zeit verkünden, nur noch ein kaum beachteter Abendfchmuk der Ratur Hg e» nur wenig Bucher gibt, tot allgemeinverst, dücvüber dt« Vorgänge am Sternhimmel unterrubten. haben nur einzelne 7latur»reunDe genaue Kenmni« davvn. Da» jährlich .-richeinende Stemdüchletn von R. Henseling wirkt fett Jahren in diriem Sinne Henfeling läßt jetzt für vollkommene 2a;en einen ?anb erscheinen, der für Betrachten der Wandelsterne ohne genaue Kenntnis der astronomischen Begriff« gedacht ist Die 'chönsten Himmclsanblicke Der Planeten werden durch die Monate de» Jahre» hindurch verfolgt und in so verständlichen neuartigen Bildern in Verbindung mit der Landschaft gezeigt daß jeber- numn Nch Di« unendliche Schönheit des Sternhimmel» für jeden Tag Deuten kann ohne dast er eine Sternkarte dazu haben muß die ihm unverständlich ist. Der Beobachtung« lalenber gibt Di« notwendigen Erklärungen für ha» erste Jahr hinzu. 188 Frank A Glahn Da« ftzftema- tische Roulette-Spiel inTheorieunD P r a 11». 103 Seiten. Dirgo-Verlog. Leipzig • Oine gut geschriebene, zugleich unteitaltenhe und leicht faßbare Darstellung. Die > urch entsprechende Abbildungen. Tabellen und Schemata unterstützt, sich al« eine brauchbare Einführung in die literarisch und systematisch bi»her kaum behandelt« Materie empfiehlt 223 3m Verlag von L S Wittich in Darmstadt erschien «in .Adreßbuch her Kraf t - s ahrzeugbesitzer im Volk « staat Hessen, im Auftrag de» Miniftenum« beraun- gegeben vom Hessischen Verkehrsverband (Preis - Graf Hermann Keyferling Wiedergeburt 590 Seiten 81. In Buckdram gebunhfn 18 Mark Otto Reichl Verlag Darmstadt 1927. Diese» dritte Hauptwerk ÄchkrhrgH stellt hie genaue 4rgamung zur .Schöpferisch n Erkenntnis bar 3n dieser wurde das befvl't'ere Ziel Der Schule der Weisheit. Die hcrau«gffteilte Erkenntnis hrc mobrmm P diae tu verwandeln, überhaupt fundiert. ?n .Wiedergeburt' führt die» zu einer Reiieinstel- lung her wichtigsten Sond. rprvbkeme. mit denen Die Menschheit, seitdem ihr Geist erwacht ist. ringt. E« wird im einzelnen gezeigt, wie der wahre Fortschritt nicht auf Harmonisi-run^. le - hem her Erringung immer höherer Spannuntie- Auftänhc beruht, wie sich das Ewig-Wahre \ur Vielheit seiner Ausdrucksformen (Völker. Phtt.-- svphlen. Konfessionen) verhält, und damit die Welt der Tatsachen zu der der Werte Das Problem von Leben und Tod erscheint in einem neuen Licht, insofern erwiesen wird daß jeh*« Leben den eigenen Tod mitrinfchließt Daran schließt sich Die Schöpfung eine» neuen ,^rti- heilsbcgriffs Die bisherige Vorstellung der Schülerschaft wird 4um Besten der Idee Der lebendigen Deisteskindschaft erledigt Da« wahre Ver» hältni» von Liebe unh Errenntnis wird klar- gestellt Dor allem aber gewinnen das ethische und das religiöse Problem einen neuen Sinn Seit Rietzsch«. der zuerst gegen die alten Ge- setzestaseln Sturm lief, begegnete die menschliche Trägheit und Feigheit keinem gefährlicheren Feinde als Keyserling Ader dieser «erstöri nicht nur. et baut neu auf Er ist nicht nur Vorbote, er bringt öle Botschaft selbst Und seinen Ra men gab Keyserling dem Buche deshalb, weil es die Wiedergeburt her ewigen Problem« auf neuer Erlenntnisbafis bedeutet unh Damit Die Geburt neuer, zeitgemäßer Lösungen für sie 224 Rundfunk-Programm des rtranfiurter Lenders» (Au» Der .RaDio-Umschai»".) Dienstag, 14. Juni 15JO bis 16 Ubr: Die Stunde der Jugend. 16 .m bi» 17.45 Uhr 9on.jert de» i'ausorche(ker Reue Tanzmusik. 17.4', bi» 18.05 Uhr: Die Lesestunde. I8J0 bi» IN.») Ubr: Uebertroaunr von tzasse! , Sprachstörungen", Vortrag von rr. Höpsner. 1NJO bis 1" Ubr ,1unkhoch(ch.ile „Me /)eimattosen und die Fürsorge für sie", Vortrag non c’abtmehijinal- rat Dr 0i(d)*r-r«fei). 19JWI Ubc: Uebenraqung nut hem 5 u.r r.' Oper in drei äften (vier Bildern) von Paul Hinde« mith. Snschiießend: Uebertrogung von Äoflel htv terer Abend von Gustav Jacoby. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schrislleitang ) ft. U. 'iAtr können Ihnen diese Detollsrogen nicht beantwonen. Wenden Sie sich an da» T^temami In Berlin, da» Ihnen wohl di« pewi-niwten tzlu»- fünfte geben wird ci