Nr. 239 Lrste; Matt 177. Jahrgang Mittwoch, 12. GNober (927 Erscheint täglich,anher Sonntag» und Jtiertags Beilagen: (Siebener Famllienblätter Heimat bn Bild Die Scholle. atonats-Eejngiprel«: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen etnzelnerNummem infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüss«: 51, 54 und 112. Anschrift fix Drahtnachrichten: Anzeiger Ziesten. Postscheckkonto: grawffnrl am Main 11688. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck wnb üerlag: VrLhl'fche Unioerfitäts-Bed?- und Stehiönideret R. Lanqe in Gieren. Sdfriftleitung und Seschäftsftecke: StfinfffroM 7. .'Innabae »an Inieioci für die Idgrsnummct bis IUM Nachmittag vorher. Prell fir 1 mm Bö he fix ?lnj«ic.fn von 27 mm Breite i nli4) 8. au»wärt» 10 Rtt4>»Pfennig; fir Ne- k!amraniftg»n von 70 mm Breite 35 Reichspsennig, DlaVvorschrift »'. mehr. Chefredakteur Dr. ftncbr. Dill». Lange. Derontwonlich fir Vohuh Dr. Jr. Wild Lange; für Feuilleton Dr H.Tdvr»ot; für den übrigen Teil trnft Diumschein; für den An- zeigenteil Äurl Hrvmann, sämtlich in Diesten Der Reichskanzler besucht Rheinhessen. Empfang in Mainz. - Die Desatzungsnot der rheinhessischen Städte. DSM. Mainz, 11. Oft Reichskanzler Dr. Mar? ist heute nachmittag 5 Uhr, von Koblenz tommenb, in Mainz eingetroffen. Etwa 15 Wagen de« Mainzer Automobilklub« waren ihm bi« Burg Rheinstein entgegengefahren, die den XeichSkanzler über Eltville nach Mainz geleiteten. Die Straßen der durchfahrenen Ort- 'chaften und besonder« die in Ma,nz waren von einer zahlreichen Menschenmenge umsäumt, die den Reichskanzler lebhaft begrüßte. Hm 5.30 Uhr versammelten sich hier die Spitzen der weltlichen und geistlichen Behörden und die Vertreter von Wirtschast, Handel und Industrie im Weihen Saal de« Kurfürstlichen Schlöffe« zu einer Besprech u n g über die Röte de« befetten Hesfen- landeS. AL a. waren anwesend: Die hessische SiaatSregierung unter Führung de« Staatspräsidenten Ulrich, Re chskornrniffar Frhr. La na Werth v. Simmern, LandtagSpräsi- tent Adeluna, Drvvinzialdireftor Geh. Rat »finget, B.scl)os Dr. Hugo von Mainz. Oberkirchenrat Zehnt graf, Kommerzienrat Dr. Jung von der Industrie- und Handelskammer Mainz. Staaspräsident Ulrich begrüßte namen« der hessischen Staatsregierung ten Reichskanzler Der StaatSpräfident wie« besonder« auf die Frage der Herabsetzung tter •?cfanung«ftarte hin. e* fei zu befürchten, daß die Verminderung der Truppen sich nicht genügend da auSwirken werde, wo sie . m nötigsten fei. Die Fürsorge de« Reiche« auf kulturellem Gebiet müsse eine Verstärkung erfahren. Insbesondere aber sei e« notwendig, daß dem Wirtschaftsleben in großzügiger lfeii werde Helsen liege mit seiner Wirtschaft besonder« schwer danieder. Am 1. Septenrber d. 3. kamen auf tausend Einwohner in Hessen 9,ti HauprunterftüyungSempfänger, gegenüber einem RelchSdura-schnitt von 6,5. Gchliehiia- fei e« erforderlich weitere Erleichterung de« BefeyungSregimes. in«beftmi*ei'« de« Ordonnanzenstzstems zu erzielen. Hier fei des Drucke besonder« gedacht, der durch die Militärgerichtsbarkeit noch immer auf Ter Bevölkerung laste. Oberbürgermeister Dr. Külb überbrachte den Willkommengruh der Stadt Mainz und fühl >e dann u.a. aus: dem Retchshausbalt f ir 1927 ist von einer Gesamtsumme von 30 Mil- l onen zur Beseitigung der Rhein-Ruhr jiampf- fdjaöcn des besetzten und geräumten Gebiets f ü r feine Gemeinden und Gemeindeverba n d e ein Betrag von 10,2 Millionen bestimmt morden, der durchaus unzulänglich ist. Die finan- ?clle Belastung allein durch Rhein- und Ruhr- höben beliefen sich auf etwa 40 Millionen. Auch nach der Verteilung der 10,2 Millionen bleibe immer noch eine nicht gedeckte Schaden- s u m in e v o n etwa 30 Millionen. Es müsse deshalb verlangt werden, daß das Reich noch weitere Mittel ZU diesem Zweck zur Der- jigung stelle. Außerordentlich beunruhigt sind die Ltadte auch des besetzten Geb etes durch die Be- Finblung der Frage der Auslandanleihen, die sie durch die Beratungsstelle und den Reichs- Lank Präsidenten erfahren haben. Wenn zur Seit aus Lufzenpol'tischen Gründen eine Beseitigung der Be- »itungsstslle nickst möglich sein sollte, so muffen wir stoch eine vorsichtige und den berechtigten Schürf- »jssen entgegenkommende Handhabung in her Praxis verlangen. Man werde im Ernste doch licht bezweifeln können, daß die Beseitigung der krassesten Wohnungsnot, die noch lange nicht ich ob en ist, eine höchst wirtschaftliche Maßnatzme ist. sollte die Beratungsstelle zu einer Ablehnung oder tarfen Reduzierung der Auslandanleihe, die die hessische kommunale Landesbank für uns aufnimmt, kommen, so wären wir genötigt, alle begonnenen Arbeiten zu sistieren. Vie Stadt Main; ist durch die schweren Lasten der Besetzung in aan; besonderem Matze bedrückt und CS bestehl auch, soweit wir unfer- rlchtet sind, wenig Aussicht, datz die Lage eine nennenswerte Erleichterung erfahren wird. Gegenüber einer Ariedensgarnison von ungefähr 10 000 Mann hat Main; mit Vororten heute eine Belegung von rund 15 000 Mann. Auherdem hat die hiesige Besatzung einen unverhältnismäßig hohen Ofsiziersstand. IDir haben die weitaus größte Zahl der beschlagnahmten Mahnungen. Insgesamt sind in Mainz zur Zeit beschlagnahmt 2159 selbständige und Testwoh- nungen; Dorms hat mit 47 000 Einwohnern eine französische Garnison von 4000 Mann gegenüber einer vorkrtegsbelegung von 2157 Mann. 3n Darms waren am 1. Mai 1927 insgesamt 222 Wohnungen beschlagnahm!. Bingen hatte im Frieden überhaupt keine Garnison. heute liegen dort fast 500 Mann englischer Besahungslruppen. 3m preußischen besetzten Gebiet entfallen auf 10 000 Einwohner 181, in der Pfalz 169, im hessischen befehlen Gebiet dagegen 420 Besatzungsongchörige. 8s muß dankbar anerkannt werden, daß das Ministerium für die besetzten Gebiete der Stadt bisher durch Gewährung von Wohnung«- baudarlehen fördernd zur Seite gestanden hat. Wir haben alle da« Vertrauen, datz uns diese« Entgegenkommen weiter erhalten bleibt, da von einer Linderung der Wohnungsiwt noch kaum etwa« zu merken und die Stadt nicht imstande ist, au« eigenen Kräften die nötigen Bau- kapital.en au beschallen. Da« gleiche gilt auch für die Zuschüsse zur Aufrechterhaltung der Äultur- beftrebungen und Kulturinstitute de« be'etzten Gebiet«. Da« Reich hat eine stark einschneidende Besoldungsreform beschlossen, die nach der bisherigen Hebung auch in den Gemeinden zur Durchführung kommen mutz. Dabei ist e« zur Zeil noch völlig unklar, woher namentlich die Städte unsere« engeren Te trf« dieDeckunad» mIttel nehmen sol en große Defizit« in ihren (StatA au wei en. C« w.rd den Städten un'crer Umgebung nicht« andere» übrig bleiben, al« die Besoldungsreform au« Anleihen zu bestreiten. S« ergeht deshalb unsere dringende "Bitte an den Herrn Reich«- Grohindustrie und Anhenpolilil. Die politische Bedeutung des Festbanketts der Arbeitgeberverbände Berlin. 12. Oft. Bei dem Bankett, da« die deutfä-en Arbeitgeberverbände anläßlich der hiesigen Tagung des Verwaltungörale« de« Internationalen Arbeitsamtes gaben, s.nd eine Anzahl beachtlicher Reden ausgetauscht worden. Reden, die sachlich weit über den übllchen Wechsel von Höflichkeiten zwischen Gastgebern und Gästen hinauSg-.ngen. Darunter s.nd d.e Erklärungen, die der Vo.fitzende der Arbe.tgeber» Vereinigung, Dr.-Ing. h. c Smit v. Borfig, mit dem Reichsminister Dr. Stresemann auStauschte, wohl die bedeutungsvollsten Man weiß, datz in den Streifen der Großindustrie, denen f)err v. Borfig angehart und die in den von ihm geführten Organisationen auch ein mächtiges Instrument wirtschafts- und weltpolitischen Wollens besitzen, die deutsche Locarnopolitik nur sehr teilweise gebilligt wurde, daß man zwar die wirtschaftlichen Konsequenzen einer Verständigung gerne bereit war, zu ziehen, aber politisch sich start hinter die Politik einer inneren und häufig auch, äußeren Ablehnung stellte. Gerade Herr von Borfig hat für seine Person und ihm nahestehende Gruppen bei verschiedenen Gelegenheiten in der Vergangenheit diesen Standpunkt zu erkennen gegeben. Wenn er deshalb nun bei einer an sich un- politischen Gelegenheit in wohlbedachten und vorher schriftlich festgelegten Worten sich zu dem Gedanken bekannte, daß die Gegensätze in bezug auf Weg und Formen des Tageskampfes zu einem Element des Fortschrittes gemacht werden müßten, um das Verbindende zu suchen und aus den Trümmern, allmählich eine neue fortgeschrittene Welt zu gestalten, und roe.m er dann wörtlich ausführte: ,/vieser Leitgedanke liegt, wie mir scheint, unserer deutschen Außenpolitik zugrunde, die, wie wir hoffen, unter der bewährten Führung un- seres verehrten Herrn Autzenministers sich in den von mir berührten Zielen immer weiter durchsetzen wird", so bedeutet das nicht mehr und nicht weniger als ein förmliches Bekenntnis der deutschen Großindustrie zu der Stresemannschen Außenpolitik. Dr. Stresemann hat taktvoll und zurückhaltend, aber doch deutlich genug, diese Erklärung zur Kenntnis genommen und unterstrichen, und es ist damit fast unbemerkt ein lnnerpolitischer Frie- densschlutz vollzogen worden, dessen Bebcuiung für die nächste Entwicklung kaum hoch genug veran- schlagt werden kann. Gestärkt durch diele Ausdehnung seiner politischen Front vermochte der Reichs- außenminister um so deutlicher den ausländischen Gästen gegenüber Gerechtigkeit der Auffassung gegenüber den Erscheinungen in Deutschland zu fordern, die immer wieder böswillig oder aus Unkenntnis al» aggrefsio au »gelegt werden, während sie nur dem nationalen Ehrgefühl und Lebensbedürfnis ent- ^"Hluch in anderen Reden, so in denjenigen de« Verwaltungsratspräsidenten de« Internatio- nalen Arbeitsamt«, Fontaine und de« Direktors, Albert Thoma«. schwang ein Politischer Unterton mit. Entsprechend dem Milieu galt c« hier, die Rotwendigkeit de« Zusammenwirkens zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer heraus zuarbeiten, deren vorbildliche Entwicklung in der Periode der Reichsarbeitsgemeinschaft DhomaSzmn Anlaß nahm, um den deutschen Organisation«- geist zu preisen und die Wiederherstellung dieses Zustandes und seine Verbreiterung als im Grunde allgemein angestrebteS Ziel zu bezeichnen. So ist dieser Abend, der ursprünglich ein rein gesellschaftliche« Ereignis zu fein schien, eine Veranstaltung von nicht unerheblicher politischer Bedeutung geworden. Parlamentsbeginn in Preußen. (Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers". Berlin. 12. Oft. Der Preußische Landtag hat am Dienstag feine Beratungen wieder auf genommen und damit die eigentliche parlamentariiche Winterfefsion eröffnet, die in der fommeixben Woche, wenn der Reichstag mit der Besprechung des Schulgesetze« beginnt, gleich ihrem ersten Höhepunkt zustrebt. Der Landtag hat es verstanden, durch die Art. wie der feine Geschäfte sühn und eigentlich nur kralle Parteipvlitik 1 reibt, sich stark an die Peripherie des Interesses drängen zu lassen. Er tagt eigentlich meist unter Ausschluß der Oesfentlichkeit. nur hin und wieder, wenn eS persönlich oder politisch hart auf hart geht, begegnen seine Beratungen ?iröferer Teilnahme. Das wird auch in Zukunst au-n anders werden, die MehrheitSverhälrnille find so gelagert, daß das Kabinett Braun, hinter dem die alte Weimarer Koalition steht, sich gerade ausbalanciert und überhaupt nur halten kann, weil die Kommunisten im entscheidenden Augenbli^ au« der Opposition auSbrechen. ’o daß sie durch ihre Stimmenthaltung in den ler.ten Jahren die Regierung gerettet haben. Eine Mehrheit von im besten Falle einer Stimme ist aber viel -u gering, als datz sich mit ihr arbeiten liehe, das Kabinett kann höchsten- verwalten, es farm aber nicht regieren. So hat denn auch Preußen im Laufe der letzten Jahre im Zeichen einer bedauerlichen Stagnation gestanden. Die Koalition, die ja auch an sich nicht in ollen Fragen geschlossen ist. mußte alles, was irgendwie Unfrieden in ihre e benen Reihen bringen konnte, zurück stellen. Sie hat deshalb an Positivem so gut wie nichts geleistet. D.e Verwaltungsreform, die dr.ngend notwendig wäre, weil der Berwallungsavparat viel zu teuer ist. ist nicht einmal versucht worden. Herr raun lebt von der Hand in den Mund und erreicht euch das nur mit Methoden, die einer ernsten Kritik nicht standhaften: indem er unter wenZerrig:er 3n.ervretation der Berfa'fung wichtigere Fragen im Ständigen Ausf chuß des Landtages während der Vertagung erledigen läßt, weil h'.er durch eine Mufäilige Schlüllel- verteilung der Stimmen dte Koalition c ne sichere Mehrheit hinter sich hat. Dabei zeigte sich gerade in Sachen des ReichSfchulgeseyes. daß hinter den Kulissen doch das Zentrum die stärkste Partei in der Regierung ist und daß togar die Sozialdemokraten ihm in den preußischen Anträgen im Grunde weit über die Grenzen des für sie Tragbaren entgegenkommen muhten. Der Landtag erledigte nur kleine Vorlagen, die nach unerheblicher Debatte den zuständigen Aus- schüssen üüerwiefen wurden. Nur bei der Beratung der Geschäftsberichte der st a a 11 i ch e n Bergwerke Recklinghausen und Hibernia entspann sich eine lebhaftere Debatte über die Unzulänglichkeit ber Bergarbeiterlöhne. Es werden dann noch einige Anträge des Verkchrsausfchusfe» angenommen, die eine Nachweisung der Arbeiterentlasfun- gen und Werk st ä t t e n s ch l t e ß u ng e n der Reichsbahngesellschaft sowie Abstellung dieser Maßnahmen verlangen und Anträge, die sich für Durchiührung kleinerer Eifenbahnbauten in West- und Norddeutschland einfetzen. Die Not der Landwirtschaft in Hessen-Nassau. Sine Notstandöaktion grforbert Berlin. 12 Oft. (Xil.) 3m preuß i chen Landtag ist folgender A n t r a g der Deu 11 ch - nationalen eingegangen: Die Landwirt chaft der Provinz Hecken-Rafsau ist in diesem Jahre wiederum von WitterungSIchäocn bei der Getreideernte betroffen worden, die für die gesamten Belange der Landwirtschril für das nächste Wirtschaftsjahr von einschneidender Bedeutung llnd. Die Landwirtschaft de« Bezirks ist nicht in der Lage, den im Herbst fällig werdenden Verbindlichkeiten gerecht _zu werden. Die gesamten, bereit« im Herb st zurück- zuzahlenden Kredite betragen für den Regierungsbezirk Kassel nach der Aufteilung der Genossenschaften 7.5 Millionen, für da« ganze Wirtschaftsjahr 12 Millionen Reichsmark. Die fristgemäße Rückzahlung de« Rotstandskre- öit« 1924, die Abwicklung«- sowie die fällig werdenden Düngemittelkretfte würden der Land- wirt'chaft die Mittel zur Beschassung von Saatgetreide rauben. In Anbetracht der dort herrschenden Rot wolle der Landtag beschließen, daS Staatsministerium zu er» tuchen: 1. den weniger Geschädigten die Steuern zu stunden, für die hart betrogenen sie niederzufchlagen: 2. den schwer betrof'enen Betrieben verbilligte langt r i sti g e Kredite zur Beschaffung von Saatgelreibe zu gewähren. kanzler, den am stärksten notleidenden Gemeinden de« betetzten Geb ets für« erste Wenigsten« d.e zur Durchsührung der BefoldungSte orm artigen M.ttel vorn Reich zur Verfügung zu stellen. Zum Schluß verwies Oberburgennet' er Dr. Külb noch auf den Herzen >wun'ch bet Rhem- I.nder bin. da« Reichsehrenmal auf en Dotcnin'eln bei Lorch a. Rh. errichtet au leben. Damit würde sich der Reichskanzler gleichzeitig cm Denkmal im Herzen der Rheinlan er errichten. Reichskanzler Dr. Marx erwiderte dann u. a. folgenbc«: ES ist mir eino besendere Freude, im besetzten Hessenlande au weilen. Ich bin hier in der dritten 'Besatzung - zane, in der alles, was die Besetzung Drücker- kv« an sich hat. sich verstärkt auSwirft. Verechtigtermaßen erhebt die Beoölierung dieser dritten Vesatzun--n.'zone deshalb auch Anipruch auf besondere Berücksichtigung Es ist u-s in Berlin wohl bekannt, wie sehr ba« besetzt« hessische Gebiet unter der hier befonv>er6 intensiven Besetzung leidet Auch der hessische Staat selbst wird durch die Besetzung mehr mitgenommen, al« irgendein anderes von der Befchung betroffene« Land. Wa« vom besetzten hessischen Gebiet im ganzen mit. da« ailt für die Stadt Mainz ganz besonk^r«. 6te weist eine Besatzung auf. die weit über da« Maß ker deutsche urch diese Meldung wachlende Bedeutung der B c • < e des Reichökanzlers Dr R rn die Pfalz hin und bemerkt, daß der Bb.rifter wohl darüber Klarheit bekommen wird, daß man in der Pfalz für die behutsame Art der Behandlung der Räumungsfrage in Berlin kein Verständnis mehr aufzubringen ver- mag — Der . RhriTw' ‘ bemerkt, man dürfe wohl ter (Sttoartung Ausdruck geben, daß m dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort g-7'prvchen worden ist, e« sei denn, daß der Bevölkerung der P'alz mit allen Mitteln das Bertrouen zur Locarnopolilik genommen werden soll. ua JcMÄ ■ml eit viel 3a, wie laulde genau. -ai ihr seht. Zi-Ii für «> Dörllich geno' .'le herbstliche •j fammeiii * Gelaufen, und sicht mehr vi 5hema ongal halte ich nid) mich nur, dc dritten war Arbeit ging an eigenen vrauchen ton allerlei aus 'ah sich ab lür meinen ich CBromb' Hosen zerri ,jtn wollte, mit klitlchn nassen Züh aus einer hatten wir "Lubenart diese Erles dem Schlu eignet wat liefern, eil Und b nit einer ( ftffltMfan , :n, Don Sj JJilügern, bi ende Saat, iln. Und b ii Arbeit ar dieser ah ihm n Aber e «geben, ni immer die ‘•er der । Dodut 'oll daß bi wahr fei. 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Die heutigen Gehälter seien so knapp, daß die Beamten allen besonderen Ausgaben hilflos gegenüberstehen. Dieser Zustand bringe große Gefahren mit sich. Denn die deutsche Republik brauche Beamte, die sich in vorbildlicher pflichttreue mit ihrer aanzen Kraft in den Dienst ihres Amtes stellen und mit ihrer ^Persönlichkeit für den Staat eintreten. Das Sinken der sozialen Stellung der Beamtenschaft treffe deshalb vor allem den Staat. Erhaltung der sicheren Lebensstellung und die Erreichung des Gefühls der Zufriedenheit müsse im Vordergrund stehen bei allen Erwägungen über die Gehaltserhöhung der Beamten. Die höheren Beamten besonders müßten gesellschaftliche Beziehungen vflegen und mühten sich einen „freien Blick imb eine gewisse Unabhängigkeit bewahren." Jlor bann könne verhindert werden, datz hoch. qua(lfi)ier(e Persönlichkeiten dem Staatsdienst endogen würden. Der Reichsstnanzminister weist in der Begrün- bang darauf hin, datz absolute» Leitgesetz fein und bleibe, datz die Finanzen des Reiches unter allen Umständen in Ordnung bleiben Die augenblickliche Belastung durch sämtliche Beamten- gehälter und Pensionen berechnet der Minister auf jährlich rund eine Milliarde, unter Hinzuziehung der Ausgaben für Kriegsbeschädigte auf rund 2,1 Milliarden, also auf ein viertel des gesamten Reichshaushalts. Die Erwägung, daß eine Befol- dungsneuregelung auch unmittelbare Rückwirkungen auf die Beamten der Reichspoft, Reichsbahn, der Länder und Gemeinden habe, dürfe das Reich nicht davon abhalten, etwas Durchareifendes für die unzulänglich bezahlte Beamtenschaft zu tun. Die Aendervng des Finanzausgleichs und ebenso eine Gewährung von Re'chsdolalionen an die Länder, lehnt der Reichsfinanzminister ab. Die neue Desoldungsresorm. so führt die Begründung weiter auS. müsse auch eine Aende- rung des Besoldungsrechls aus organisatorischen Gründen mit sich bringen, beim das System der 13 Besoldungsgruppen von 1920 habe große Mängel gezeitigt, wie auch das System der .Schlüsselung" gleichfalls die größten Ungleichheiten gezeitigt habe. Das Grundgehalt soll deshalb wie bisher den Hauptbestandteil der Dienstbezüge zu bilden haben. Beamte, denen Im wesentlichen die gleichen Dienstausgaben obliegen, sollen in dieselbe Besoldungsgruppe ausgenommen werden, was eine Aenderung der AusrückungSzeiten und die Ein- sührung von ruhegehaltsfähigen Stellen- äu lagen bedinge. Ferner wird eine baldige Rachprüfung deS OrtSklassenver- zeichnisfe« angekündigt, und schließlich erklärt der ReichSfinanzminister, daß eine Gewährung von Teuerungszulagen nicht ersorder- llch sei, da in Zukunft mit bet Stabilität der deutschen Währung gerechnet werden kann. Bayern gegen bas Steuervereinheitlichungsgesetz. M ünchen, 11. Olt. (Wolff.) 3m Staats- Haus Hal tsauSseyutz des Bai-ecifcheir Landtages, der heute feine Arbeiten wieder aufnahm, erflarte Finanzminister Schm elzle zum Etat deS Finanzministeriums u. a., daß das ©teueriKreia- heitlichungsgesey. wie es seht im Entwurf vor- nege, nicht die Zustimmung der bayerischen Regierung finde. Die Steue.Hoheit, die den Ländern auf dem Gebiet her Real- steuern mxh geblieben fei. würde mit diesem Gesetz ein für allemal endgültig beseitigt werden. ES fei ausgeschlossen, daß die Staatsregierung. bie noch Wert auf eine gewisse Selbständigkeit auf finarrzpol irischem Gebiet lege, einem derartigen Gesetz ihre Zustim- nnmg geben tbnrtc. DaS Gewerbesteuern hrnen- gesetz enthalte in einem erheblichen Teil bereits Steuertarife, die er für unmöglich halte. 2luch die bayerische Regierung sei für bie ‘3er- einbeiiiichung gewister Unterlagen. Diese Vereinheitlichung dürfe aber niemals so weil gehen, daß bamtt bie Steuerhoheit des Lan - be« beseitigt werde. Würde der Entwurf Gesetz werden, dann wäre die Einführung von Landessteuern abhängig vcm der jeweiligen Majorität im Reichstag. ES fei auch ein Unbing, die ©cmelnbcn in steuerlicher Beziehung abhängig machen zu wollen von der Zentralstelle im Reiche. Um bie Nachfolge Maltzans. Tie Ncudesctzunft dcö Washingtoner Botschasterpostenö. Eigene Drohlmeidung des „(Siebener Anzeigers". Berlin, 12. Olt. Die Wicderbrietzung des durch den tragischen Tob Aao von Maltzans er- lebigten BolfchasterposlenS tn Washington ver- urlgcht der Berliner Presse viel Kopfzerbrechen. AIS .' ant i?aien wurden nacheinai der genannt die ibemaiigen Reichskanzler Dr. Luther und u n o. der Botschafter in Tokio Erz. Sols, der indessen selbst schon an seinen Rücktritt denkt, der Generalkonsul in Aeuhork von Lewinski, der Staatssekretär ün ReichSaußeimnnifterium Dr. von Schubert, schlleßiich als .'Tanbibat des ^ntrums der ehemalige ReichSernädrunge- minifler Hermes und als Kandidat der Demokraten der ehemalige ReichSsinanzminister Dr. Reinhold. Zu diesem Rätselraten nimmt heute nun die Rationalliberale Korrespondenz in .XuS'ühnmgen Stellung, die in Anbetracht der eziebungen Dr. S t r e s e m a n n s zu der als volksparteilich-offiziös angesprochenen Äorre- 'oondenz besonders bemerkenswert lind. ..Wir wollen uns." so schreibt bie Korrespondenz an diesem Spiel nicht beteiligen, sondern nur fest- lielten, daß der Washingtoner Posten ganz außerordentlich Hohe Anforderungen stellt, nicht nur in politischer, sondern vor allem auch in wirtschaftlicher Hinsicht, und daß darum für den Washingtoner Poster nur ein Mann tn Betracht kommen kamt, der den oielfeirigen und bedeutsamen Anforderungen auch wirllich gewachsen ist." Hinter diese rein sachlichen Gesichtspunkte haben alle sonstigen Rück ichten und Erwägungen, welcher An sie auch immer fein mögen, zurück- zutreien. Die Lücke, die der tragische Tod des Botschafters v. Waltzan hinterläßt, ist so groß, bah sie nur von einem Mann von Format auSgesüllt werden kann. Eine Entscheidung ist im Kabinett noch nicht gefallen, es ist aber damit zu rechnen, daß sie vielleicht noch Ende der Woche oder Anfang nächster Woche fällt. Var Arbeitszeitabkommen. 3m Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamts. Berlin. 11. Oft. - druckmaschine fand man taufende von Renten ma rkscheinen, Hunderte von Fünf- und Zehnrentenmarkscheinen, gefälschte Hoch- und Stadtbahrckarten und zahllose photographische Aufnahmen von Banknoten aller An die zur Herstellung von Fälschungen verwandt werden sollten. Lin historischer Fund im wiener Justizpalast Unter den alten Aktenstücken im Iustizpalast wurde kurz vor dessen Einäscherung ein bisher unbekannt gebliebener Geheimbericht des Polizeikonfidenten des Ettore über Unterredungen gefunden, die Rapoleon I. mit ihm auf Elba geführt hat Vie reiche Erbschaft. Im Jahre 1829 hinterließ Der Fürst Ga- r a 8 o l i d u Borene fünf Millionen Los. Er besaß einen einzigen Reffen, aber an dem Erbe wollten außer ihm noch fünfhundert mehr oder weniger verwandte Mitalieder der Samilie beteiligt fein. ES entspann fich um de Erbschaft ein Prozeß, der einhundert 3abre gedauert hat. Inzwischen haben bi« Erben des Reffen die Zahl vierzig erreicht unö die Zahl der Rachfahren der Verwandten ist auf 700 gestiegen. Doch auch die Erbschaft war gewachsen, sie betrug 15 Millionen ßire Der Prozeß en» bete damit, daß die Partei des Reffen eine Hälfte erhielt und Me 700 weiteren Verwandten erhielten die andere Hälft«. Vor der Auszahlung aber hatten fünfzig Anwälte und deren Rachkommen einen erheblichen Teil für ihre Bemühungen abgewogen. Was die einzelnen glücklichen (Erben wirklich erhielten, mußten sie zum größten Teil an den italienischen Staat abführen. Die Wetterlage. OwgixtnDs OKitn e • 5 Iftt.oatn lUMMtn z«» .....viAflC. Das nördliche Hochdruckgebiet hat sich südöstlich nach Skandinavien hin verlagert. Unter dem Einfluß der Rord-Strömung, di« heute ganz Deuts^,land überflutet, kam «S neben stärkerer Rebelllldung auch zu Wolkenbildung und in Ost- deutfchland zu leichten Riederfchläacn. D.e augenblicklich herrschende Wetterlage laßt aber trotzdem noch keinen vollkommenen WltterungSum- fchlag erkennen. WeltervorauSfagc^ Wolkig mit Aufheiterung, tagsüber kühler und meist trocken. Witterungsau-fichten für Freitag: Zeitweise aufhritemd. Temperaiu.en wenig verändett unb im all'.emeinen noch trocken. Lufttemperaturen am 11. Oktober: mittag» 153 Grad Celsius, abends 8,8 Grad Celsius; am 12. Ott ' morgen» 8,2 Grad Celsius. — (Zrblcmperaturen In 10 Zentimeter Tiefe am 11 Oktober: abend» 10 Grad Celsius, am 12 Oktober: morgens 8,1 Grad Cclsiu». Maximum 17 Grad Cclsiu», Minimum 2 Grad Tel- fhis. Sonnenscheindauer 7 Stunden. Dienstag, denttOktobZZ 7* abends. j hessische Regierung und Viebertalbahn bertroqcn. m wiederum n toeg Vorüber rit»a tf i rm v Juni h er ittag in Stimmung Derbandsgebrauchsprüsung Wohnungsbau-Finanzierung uns Woynung- Um Rachf Baudarlehen finanziert, und zwar. Hilfen im und der arte, nlffc (Sigciuumcr wc h chüuser laifen. Auf Me «Lmtlich 1 12 117 56 39 Sinzimmerwohnung Zwei zirnmerwohnungen bim und in ©übriditiing inclterflog. Der Zug scheint ibcntilA zu sein mit dem am Svuntagnachinil verickwinden. fobalb die beiden erlernen Kon- Hru rionitetle der Brücke aufgebracht lind. •• 4* Kleinpflaster der Frank- furier Straße lli non der Kreuzung der Kli.utttafw bi* .Am Steg in einer Hkglang« t>on 3.X) Mexr crwcr ert worden Der Burger- Jee i war dre Geigende, t ge!.-»-nnvrr. eine grunbie^ende Aenderung im Bet ne o und in ter Verwaltung herdeizutt drei um das 2vcg^rungom 30. 1927. Seite 130. folgendes zu lesen: .Bekanntmachung, die Dicbenalbahn: Mcbextragung Der Konzessslon betreffend. Dom 20. Juni 1927. »ei ' I 20 Jo! au* fc Jafrre Bür^e durch die Stadt. Don der Stadtverwaltung wird Ersuchen ihr die Äcnvj^i’ion un amtlichen 0,4 Proz. 5.0 . 50.0 . 23.3 . 16 6 . 4.2 . ®tr. trauriges Kapiel in der Derkehrspvliki! Otwrt<|len» und der preußischen Lawdarschast. '.nodesondere Gießens unb der Orte des B.eixr« Derkehrinteressen der Allgemeinheit spielen hier nur er Bahn machen tonnte Lroylem hat dieses Bahnxuitcr- nehmen eine wunderbare ©naben Icmw bei der Hessischen Legierung reale und audi schon früher Gin S.eignis aus jüngster Zeit, das seht ruchbar ca erben gibt IkranlalUng. diesem Kapitel die öffentliche Aufmerksamkeit zu» zulenken Die.^o e >on ;ü. c Bel.icb der Bi? «dal» bahn, erteilt an die 311 gerne i c Deutsche Sisendabn-AktienGesellfchaft zu Berlin, datiert vom 19. März 1897 D e Dauer der Konze'iion wurde dauals auf 50 (f ü n f 8 i a) Jahre benimmt, so daß sie im Jahre 1947 ihr Hessischen Legierung, vero fcntlicht in c.ncr Bekanntmachung des he'stschen Mintttenumo der Finanzen ovm 15. September 1902. i n He'si'chen Regierungsblatt Dr 64 vom 22 Ce-temlcr 1972. Lei:« 443. wurde die Da rer b*c er Kon elhon aus 99 lneunundneunzig) Jahre de immt Llas geschah damals über den Kops der Stadt Dietzen hinweg, dte den Gr. nd und Boden und da« Torfrau» an der Re adr leihweise für Len Bahnbetrieb zur Terfügim i gestellt hatte, natürlich nur auf SO Jah:e Die Betriebs» Inhaberin konnte sehr zufrieden fein. Qtnc neue Wendung ter Dinge trat nun im Sommer 1927 ein Die Juha der in der Kon» Zession für die Diebrrtaldahr die Allgemeine Deutsche Jt (e n b <• n - A11ien - gesellschas t z u Berlin, fusionierte sich mit der Bereinigte Kleinbahnen» Aktiengesellschaft zu Köln a LH Durch diese Derschn-elzung war narürtt^' die im r Frage. D e Stadt hat ferner 38 Kleinwohnungen an OHargaretenfrüt!e, die in obiger Aufstellung fr t b.-rücksichttgl sind, selbst gebaut. (Einholung der neuen -oangelischen Kirchenglocken. Die für die beiden hiesigen evangelischen .irchen neu gegossenen Glocken waren gestern nachmittag in feierlichem Zuge vom 5ahnhof nach der Johmrnesttrche 9^dracht. Boran schritten die diesjährigen Konfirmanden, dann folgte der mit Xanncntjnin geschmückte und vcn Zuhrunternehmer Willi Roll Wagen, auf den die beiden betränken geladen waren. Diese beiden (dlcxden habe> zu- famrnen daS Gewicht von 56 Zentner. 'Sfrem mit den Glocken beladenen Wagen folgten die Mtt- alieder des GesamtkirchenvorftandeS und die Pfarrer. Der Zug bewegte sich durch die Dayn- hvfftrahe. die Liebigftrabc. die Frankfurter ten konnten. Kirchenglocken hätten nicht nur die Aufgabe, eine weihetx>lle Stiti zu verbreiten, sondern sie seien dazu beftimmt, die ©emeinbe zum Gottesdienste zu ru-zn. weil ohne ©olt kein Mensch In den Röten des Lebens sich behaupten kann. Möchte-i kie beiden neuen Glocken nur in Friedenözriten erklingen, m>r allem den Frieden Gottes in die Herzen tragenI Mit Gebet und dem Gesang von zwei Berfen aus dem Liede .Ach, bleib mit deiner Gnade" wurde die Feier ge'chlofsen. Die neuen Glocken werden nn Lause dieser Woche an ihren ötanb- ort gebracht werden, so datz sie am nächsten Samstagabend um 6 Uhr xum erstenmal « Hin* gen und da- örntebanffeft. daS am Sonntag gefeiert wird, einläuten können. •• Der •ifenbafrnbrfidenumbau an der Reustadt ist jetzt so wen gedl-hen datz der Abbruch der b-'din W derlager aus der jetzigen Saufciie «östliche Brück.'.Hälfte, abgr- «ch'.o fen ist Die neue-. Dr ton» Aus lager für DU 8i!enfcn\rufticn der künftigen Brücke werden zur Zeit auSgesühn. Der neue ei eme -vrucken- teil wird vorau-fichtlich un Lau'e der nächsten Tage hier emtreffen und. um die Fertigstellung des ersten Umbau-Abschnitte- zu beschleunigen, leben all» noch am Sonntag eingrfahren werden. Rach der W edereinbettung des östlichen ®.e: es und der Um'.ezang der Weichen wird dann un- verzüglich an än Umbau der westlichen Brückenhälfte he lange gangen werden. Der Berke^r imrd fich dann in beiden Richtungen auf dem östlichen ©leis abwickeln. Beim Umbau dx- westlichen BrückcnieilS wird -urBchst auch da- alle Mauer- werk beteiligt und hierauf der andere Teil der neuer. Brückentonstruktisn e.ngrfugt Verden. Die jetigen beiden Mittelpfeiler der Brücke werden Jabre 1397 auf 50 Jahre erteilte un> 1932 au’ w) Jahre bestimmt« Konzession biidätl.g aewcrO-n. da eine neue Firma an b.e Stelle der trüberen getreten war Sm neue Firma wänd e sich an die hessische Reg crung mit dem nl* tcrb'- ling. der fich allen Lagen gcwach'en jc:g:n fol.. die He JagbprariS mit fich br.ngt. ®c soll den Dock den der Schätze n.cht zur Strecke brachte, auf der Schweitzfährte ausarbeiten^ seinen Herrn durch Dick und Dünn zu ihm hinführen oder als Totverbcl'.er zu dem Stück hinrufen. Der kranke Hase, der stinkende Such» ist zu suchen und zu bringen. Der scharfe Hund allein w rd den kranken Fuchs in der Dickung adw- rgen und bringen nur er wird daö Rev.er von einer (einer Hauptgeitzeln, der wildernden Katze, befreien und über den raubzeugscharfen Hund führt der Weg zum mannfcharfen Hund, bent treuen Begleiter deS Forstfchutzbramtcn dem Ge- Kampf gegen heirntückifche». zweibernr- ges Raubzeug. Er bringt feinen Herrn zum Schub auf die Snte und holt sie au» tiefem Dasfer 6r allein ermbg iyt eine vx'd'erechic Hühnerjagd und verleiht ihr erst durch feine Arbeit ihren Reiz. Biel mehr Arbeit al- man meist ahn: steckt in dem Hund, bis er sich dem sachkundigen Richter zur Prüfung auf Herz unb Vieren stellen kann. Umso gr?ier ist aller- bing» dann auch die Befr.ed gang über den er- fola. Rur so bekommen wir da- Matena, mit bem wir züchten. Rur wer den Welpen auS gut durch züchtet em unb in Generationen bur^geb-u- tem Stamm erwirbt, weih, wa» er dereinst von seinem Hunde erwarten darf. Darin I'egt me hohe Bedeutung der ganzen Gebrauch«tzunl-^ Xxgur.g. datz sie die deut'a-r Jag^> fördern -nb f>eÄn wM durch Schalung deS deutschen Ge- brauchshundes. Dveizlrnmerwohnungen Bierzimmerwohnungen __Fünfzimmerwohnungen 10 Mehrzimmerwohnungen zus. i35 Wobrungen juf. IC^.O Proz. : h.nau-geben. Datz allerdings die Nnanzte- 1 von Fünf- unb Mehrzimmerwohnungen > weiter eingeschränkt werden mutz, steht ÄUS der Provinzialhauptstadt. Gietzen, den 12. Oktober 1927. „Die Blätter fallen." Da» ist keine "Xeuipfeit. Selbstverständlzch nicht. Denn man braucht ja nur au» dem Fenster au schauen Io fleht man sie über die Ctrabe fegen, brauch: ein Stück des Weges zu gehen, fo wirbelt he einem der Wind v.->r du Fütze. G» ist allo im Grund« nicht einzusehen. weShalb ich mir die Müh« madfre. darüber zu schreiben, die Feder abzunuyen, Linie zu verbrauch n. schönes wei-e« Papter zu verunstalten, den Seher zu bemühen unb den Leser zu veranlassen, feine JcU daraus zu verwenden, die unnöttae Feststen ung in fein Hirn einzuhämmern vatz der Herbst wieder einmal tut wa» er schon alle Jahre getan hat. seit die Welt besteht. Schiller hat wenigsten- ein .Denn" vorgesetzt unb einen nicht alltäglichen Gegensatz konstruiert, al» er dse Berte für feine .Braut von Messina- formte. Allo auch da» ist mir vorweg genommen, unb mir bleibt nur die obige simple Feststellung. Ratürlich liehen sich daran auch Betrachtungen über den Herbst im allgemeinen unb im besonderen knüpfen, die Jtoturerl(Meinungen Meier Zelt liehen sich auSmalen. die Gründe lür den Blätterfall angeben, der Dri-heit der Ratur konnte man ein Loblied singen, die sch.-inbar Berschwendung treibt, indem sie da» ganze, mit soviel Aufwand hergestellte Blattwerk einfach in den Schmutz wirst, unb sogar philosophische Betrachtungen über den strengen Rhythmu- im Raturaetchetzen vermöchte man aruuftellen. Atter do» würde bann ein Aussatz ähnlich dem. den man .inst mit viel Schweitz zusam:nengestoppett und seinem Lehrer zur Begutachtung vorgeiegt hat. Ja, wie war da» damals? DaS Thema lautete genau so. . Jhr braucht nur zu schreiben, was ihr seht." hietz eS. .bann habt ihr reichlich Stoss für euren Aufsatz." Jch habe da» auch hei, dienst, ar zu matben. Bon bem Verlangen der neuen Firma m Köln erhielt die ®it» (jener Stadtverwaltung Kenntnis, unb ftc versuchte nun m.l aller Kraft, die eben an- gc beutete grundlegende Xenberung bert^u- ttch.en Ader es tarn anders Ir:» aller Bor- fellunaen von Gietzen aus entschied de hessische Regierung über den Kopf der interessierten öffentlichen Körperschaften in Heffen und in Preuyen • unften der Gietzen beobachteten Wildgänfeschworm " Zum Schutz der relegraphen- l e i t u n g e r D,e Be itzer von Bäumen zu k ten solcher Prevlnrial-, Ao nmunal- und Ort»rtrJ en. an denen Xe < iraobenleitung n entlang laufen, werden letzt vom Krri4am' wiederum aufgefor- deri geleaentllch der im H.'rvft diese» und Im Frühjahr lommenden Jahren stattsini enden AuS» äftung n die Bäume so weit »urückzaschnciden. das, Berührungen der Xelegraphenle,tungen mit den B umzweig»'' (auch beim raschen Dachfen der Bäumel für den nächsten Sommer ausgeschloffen sind. •• 21 r b e 11» | u b i I ä u in. Der Arbeiter Karl Balser aus Wleseck kann heute auf eine 25sährige Tätigkeit bei der Firma (Ihr. Inderthal zurück- blicken Der Jubilar wurde von seinen Otuk unb dem Personal begluckwünfcht und mit entsprechenden Geschenken bedacht •• B H G Am Sonntag fand die Oktober- Wanderung be» Zweigverein« ®ie i n statt, d e bem Besuch der beiden altertümlichen S'.ädt? Büdingen und Gelnhausen galt. Bei d.m feiten schoi en Herdstwetter h'tten sich 85 Teil» Gernäb 8 15 Absatz 2 der Xonzesttonsar- lande dem 19 März 1897 habe ich die Ucber- iragung der Konzession für den hessischen Teck der Biebertaidahn von der "Allgemeinen Deut- schen ckiscntabn-At»ienae4ellfchaft zu B«ri n aus die Bereinigte Kreinbahnen-Aktlengefell- ick-aft zu Kolr a. Rh genehmigt. Darmstadt, den 20. Juni 1927. Der hessische Sinan»mini(ter Henrich" Wiederum kann tu Privatfirma, die in erster Linie nur ihr Eigeninteresse kennt, sehr zufrieden sein. Run hat sie die Kenzefsion di» zum Jahre 1 996 Soviel für heute. Wir werden auf die Angelegenheit noch zurücklommen. Und wenn man unter diesen Gesichtspunkten die Ergebnisse beachtet, dann darf min mit Genugtuung fefiftcllcn, dah mancher auf bem rechten Wege ist unb das, e» fein Weidmann mehr nötig hat in b.e Ferne zu schweifen und gar ausländische einseitige Hunde Uran^ufrDlcn. Bon 19 Hu den konnten 15 zur Eintragung in da» Deutsche Gebrauch ^hundestammbuch zugelassen werden und zwar drei mit dem 1., neun m t dem 2. und drei mit dem 3. Preis. Erfreulich ist dabei, daß einfreimische Hunde an der Spitze marschieren. Denn den l-.Prel» errang .Freva von der Fuchsburg"' M Herrn Dr. von Bentheim IGiesten). den Ib-PreiS .Mira von der Grattchast" be» Herrn Hauptlchrers F röl, ch (Cüpcllinben). den Ic-Prel- .Blücher von Krofdorf des Herrn W. FrieS ^Krofdorf». Auch sehr gute 2. Preise vermochten cinhenmsche Hunde zu erringen wie .Aja von Waltenberg' de» Herrn Hammermann (©ieften) -Hasso v. Schletzberg" be» Herrn R. Volk iPobl-GönS). .Such v Krofdorf" des Herrn A Pascoe iDutenhosen). »Sonja v. Krofdorf und .Fritz v. GeierSberf de» Herrn Förster Göbel sLöhn- bcrgi .Horst-Haina" des Herrn Müller (Wetzlar). Unter den 3. PreiS-Hun>en erwähnen wir noch .Senta-Kirtorf be» Herrn Fr. Jung (Gietzen). Wenn ein» bei der Suche vom Standpunkt der veranstaltenden Vereine vielleicht bedauerlich war io war eS die Tatsacke, datz alle Hunde autzee einem Deutsch-Kurch rar den Deutlch- Drahthaarigen zugehörien. Einige Derireter deS guten, alten Deuttch-Langhaarigen. die kommen wollten, blieben leider au». Gerade in dem Wettkamps der Rassen aber, der aus Spitzenleistungen hinzielt, liegt ein nicht zu unterschätzen- ter Ansporn zu überlegter Züchtung und petn- sicher Auslese. DaS Ziel ist da» Gleiche, wie auch die Jacke lei .Dem kentschen.Weidmann den deutschen Gebt auchafrunb". Huberiu». Vornotizen. — Tageskalender für Mittwoch Stadttheater. 7,30 Uhr .Kapitän BratzboundS Bekehruna" - Jungdeutfcher Orten: 8 ilbt: Hotel Köhler, Konre.it. Pa'.ast-Lta '.spiele: .Meine Tame deine Xante“ — Astoria- Lichtfpiele. .ZirkuSzauber' -- Der Goethe-Bund unb bie Volkshochschule haken für kow.r.enden Sonn.ag bie Deu.imen Marionette.i piek aus Kaflel zu einem Gastsp'el nach frier eingeladen. Jur Au fufrrung kommt das Schauspiel ..Marl- borougfr zieht in den Krieg" von Marcel Acharb daS von Stnii Krencl für be Marionettenbühne bearbeitet, inszeniert unb in Muli! ge'etzt worben tft. iSiehe gestrige Anzeige.) — Die Diener Deutschmeister • Kapelle, bie anlätzlich der ©'ebener Kewcrbeaucstel- Jung und auch bei einem späteren Konzert in der d-csigen volkshaUc den Besuchern in frohem Matze gefallen hat. wird morgen abenb im Gas« Leib forviertieren. Der i^iencr-Übenb. den de SapeUe mit Wiener Walern, Liedern, Cpcretten-Äompo- fitioner. unb Mar n aufrftatten will, durfte sicherlich den Freundei', fre lerer Musik in unlcrer Stadt einige angenehme Stunden bieten. Mit diesem Programm haben die Deuttchme stcr, wie man un» mit- teilt, schon in zahlreichen Städten, u. a. auch in Frankfurt mohrenb der Musikausstellung, starke ckriolge erzielt. Näheres »ft aus der heutigen Anzeige zu erleben. Marburger ©trabe zu liegen, wird nack PI men des Arck ttekten Fischer in den nächsten Tagen mit der Bebauung begonnen werden. (3* sind Krlegsbelchädigte. b:< sich hier brausten «.n Heim schassen lasten. Der Rest der Bauplätze an frier Siedet'., .g wird tm kommenXn Jahr Ivbaut " D i e Schncegan» zieht Wie uns au» Rrtebbcrg gemeldet wird, nn.rbe In Offenheim am Sonntag gegen übend cin Zug Schnecganse, etwa SO bis 60 Stück, beobachtet, der von Norden nchincr zufammengesunden. die. um es vorweg zu sagen, von der überaus Iah.enden Wanderung — wohl der schönsten bei lausenden Wände rjahre» — bock befriedigt waren. (Aiwa bie Hältte der Teilnehmer fuhr mit dem Frühzug nach Büdingen, um das liebliche Städtchen einer eingehenden B lichtigung zu unt ri.lchen. bi? ;mter sachk.mdiger 5ührun,i von Bübinger B. H O.eiit stat fand. Rach Si -tr.sscn der übrigen Teilnehmer begann die e gentliche Wanderung, die zunächst nach dein Wiloen Ststn, einer mächtigen Bstall- gruppe, führte, von wo man einen Hern iich n D'ick auf die Per s Obrrfrelsens g-nost. Bon stier führte der Weg durch den Tiergarten, an bem schön gelegenen Tiergarten weih r vorb I durch b rrltdxm Hochwald fn z ernllch fräfiliem Anstieg aus die Hohe Harb nach dem in einem Talk.s el sie. enden Dorf Breite.nbvrn, daS nach ciwa zwri ünbigem Mar ch err icht tour Le. Rach der Kasf.cpaufe nahm die Wanderung, der weitzen Strichmarklcrung folgenb, durch 'dfrv.e Waldungen ihren Fortgang, und nach nbe.mal» zwei Stunden würbe daS G.idziel ©clnfraafen erreich! Dor Eintritt in b e 3t jbt tonn e man von einem hochgelegenen Äu»sichtspunkt au» d e unvergleichlich schöne Lage brr alten Kaiser.'abt bewundern Einige Mitgl eher de- dvr Igen Zweigverein» waren inzwischen bei Gicsteaer 'S. S) C.mx er.tgege g kommen unb übernafrnttn die Führung durch da» Jnnere der Stab', wobei u. a. die Darbarolsrburg unb die Marienk.rchr belicht.g wurden De. Att'chlust der genu rei Wanbrrfahrl bilbe c ein grmütlichei Zu amin-n- lein mit dem Zweigverein Gelnhausen unb d m Jtoeigi'crein Hanau, der al» Sndzirl feiner O> lob er-Wanderung e ensalls G.ln^au'e'.r gewählt hatte. Schösse,rgericht Wetzlar. Q Gegen einen bereit» 75jährigen Sinwobner au» Herborn war Anklage wegen Srttllch- kcit-verbrechen- ei hoben. Der Angellagte hatte sch an Mädtt-n unter 14 Jahren vergangen. Die Verhandlung bie unter Ausschlutz der lbeslentlichkeil stattfanb. endete mit der Der- urreiluivg bei Angeklagten zu einem Jahr ©cfängni». , Gelegentlich der Be'lazgunq au- Anlast des KnegcrDerbanbefefte» im Jult in Herborn fam ein Meygermeifter von dort mit einem Pottzeibeamten in Konslilt. Die Ursache war die F.aggenlrage. al» von der Stadt Verwaltung die Anordnung erging, mehrere schwarz-we tz-roie zäh en zu entfernen Der Metzger-meister soll ttch fr-,erbet den Anordnungen des Pvli^eibeamten toittriet)t unb Drohungen ou»aeflößen haben, wa« ihm jetzt 50 Mark Geldstrafe fr.'.f-» we le für je 5 Mark ein Tag Freiheitsstrafe einbracht c -lus dcnt Amtsverkünviqunqsl.'.att. • Dav Aml-verkündigung-blatt Rr. 7 2 vom 11 Ottrber enthäl': De.'or.nungem unb Delcye zur 2tbänberang der Landeswahl- ordnung — Auflegung der Wählerlisten. •- Strahen'perre. — Schutz der Telegraphenl.".un- gen. äinfendung der "dduchsa a-zuge. Die Jroffrung deS ordentlichen Lehrgang» an den landw'rrichaftl'.chen Schulen. Berliner Börse. Berlin, 12.Oft. (BIS. Funkspruch ) Der freu- nge Fruhocrkehr ist vollkommen ohne Bewegung und abwartend. Ta die Börse vollständig von der Spekulation abhängig ist, ßfct sich eine Tendenz nicht vorausfefren. Anregungen liegen nicht vor. Man nennt aeaen gestern abenb unveränderte Kurse. J-tB.-Rarben &4 bis 294L, Kfreinftafrl 194 unb Qksfürel 313/5. Am Deostenmarkt frört man Paris cegen London mit 124/12, Mailand 89,15, Madrid 27,91 und das Pfund gegen Stabe! mit 4,8715. bau:. Bi» -ur Aemarkungsg enze oder bi» zur ikberbrürfi.r.g der Strasu bei Klein-Linden ist die iagrbafrn in einer Länge von Meter noch g.irulv S» ist w?HI an^une mm. dast in nicht »u u iger Jeu auch diese Stranenstrecke mit Kleinpsl- er befestigt wird •• Siedlung an fer Marburger Strafte Ccgcmiber der Karisrufre stehl letzt allem auf weiter Mur ein ^ohnhäuschen. Dieses wirb nun halb Rachbarichrii bekommen Der des Geländes Bauuntern.b.ner Z. hat c| In B uplätze für fün* C n\d- u.ib zwei Dopp.lfräufer einte.len dreien von den lieben B^iupiätzen. in einer Reihe mti bet Fron: zur geschrieben: Snlgegen der B.-Hauplun^. bie man da dort hört, es feien in b'.efcm Jahre von «Stabt hauptsächlich größere Wohnungen finanziert worden, ist fesizustellen. bah bie Stabt- i-ettoallung bestrebt war. durch ihre Baupolitik dem tatläcklichen Bedürfni» nach der einzelnen Wohnung-gattung Rechnung zu tragen. Am meisten Rachfrage bestehl nach 3- unb 4»Zimmer» toofrr.unien. DaS Ergebnis des Bauprogramms 1927 entspricht durckiu» der Rachfrage. Jm Rahmen deS Bauprogramms 1927 wurden i>on der Stadl 235 Wohnungen durch I Goethe-Bund 8 9203C 9215V unkündbar Herden 8 Uhr Eaid Leih hast bet —D gesucht. Schriftliche Angebote unt. 07384 Angebote unt. U/3H4 an d.Gteßen. Anzetg. 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Der Verkauf von Kraut, Kartoffeln und Obst auf Dogen la düngen findet Samstag, den 15., 22., und 29. Oktober sowie am 5. November 1927 nur auf Oswaidsgarien statt. 9217B Gießen, den 12. Oktober 1927, Der Oberbürgkrmeister. I. D.: Klin - spor. Junker & Ruh-Oefen der sparsame, ideale Dauerbrenner, empf. Edgar Borrmann, ti 1 e U e n Eisen waren — Werkzeuge. *"*a Quitten nbholen Marburg. Str. 83. Daselbst junge Hühner 27er, zu hoben. Leute zmn Äartoffellefcn . evtl, auch mehr _______________ Wilhelm Brühl, 07372 a b. Wien. Hnt. I Frankl Eediernhelta (Ein Mann »um Bich füttern u. Melken gesucht. Braon, "®D Marburg. Str. 66 oer oer Verschiedenes) (»utflcbenbe unb schöngelegene Gastwittschast und Metzgerei in der Nähe Ühe&en» zu vervachienevtl zu verkausen. Schristl. Angebote unt. 9258D an den (Sieh. An zeig. Oelen und Herde kauten Sie jetzt billigst und Dortetl» Ladenlokal mit ober ohne Wob- nung. Neubau Iftfc ,>rank>urier unb Schubext-Stra"e au vermieten ittSD V'arl Haa^ V. 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Mitglieder auf 2 Plätzen freien Eintritt. Mltgliederanmel- dungen bei Challier. Mitgliederbeltraß: Vierteljahr 5 Mark. Nichtmitglieder Karten zu 3 und 2 Mark. OT1*c HauS mit gutged. Ko onlalw. Geickaft wegen Strantbeit des Besitzers bei 10 Mille Anzahl, in größerer heft. Stadt zu oerkauf Julius Wolff rinzcubach ÖauS Nr. 17. Acht ostpxeuhtsche, schwarzbunte trag. Binder von der Weide zu oerkausen- 9230D Brückel.Robbetmer Siraste, b. MoeserS Mühle. Teleob. 19. Ein Abend bei der WIENER KAPELLE (30 Mann Streichorchester), gen. DEUTSCHMEISTER ist unsagbar schön I Die Konzertreise dieser überall mit wirklicher Herzlichkeit aufgenommenen Oesterreicher ist im wahren Sinne des Wortes ein Triumphzug! Wiener Komponisten — Strauß, Ziehrer, Komzak, Launer, Lahx' tätlgkest, gute.Seng« niste, fuchtCtcliuna auf'Bex fönen-, Vicfcv ober Lastwagen. Schr. Angeb. u.07357 an b. Gien. Anz erb Jung. Bildchen 24 Jahre, erfahr, in a. 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SS wird unsere Leser gewiß interessieren, die Unterredung zweier so gewandter Diplomaten über die damaligen heiklen Fragen der enalisch-russischen Beziehungen tn der Schilderung Rakowsky« kennenzuternen. Meine erste Unterredung mit Herrn $bam- beriatn sand kurz nach seinem Eintritt in txrf Äneign Office statt O bleich e« der erste Hdf- liÄeitSbesuch war den ich dem neuen Staats- fefretär der Auswärtigen Angelegenheiten mache«, benutzt« ich die Gelegenheit, MneQfaifmerffam- keit auf den Zwischenfall zu lenken, der eine so unangenehme Wirkung auf die «gftsch-rusft- sch«n gehabt bat: ich meine den befanr .viev-Brief. 3ch aab ihm die allerbest test« Versicherung. bah dieser Bries gefälscht sei. 3ch erinnert dah ich tn meiner Bote vom 25. entscheidenden Beweise für seine liefert hatte. 3n einer späteren Rode meine Regierung, die Frage der Echtheit Unechtheit diese« Bries cS einem unparteiisch« Schiedsgericht zu unterbreiten. Herr Chamberlain sagte mir. dah er bi« jetzt noch nicht Gelegenheit gehabt hätte, sich mit dieser Frage zu beschäftigen und dah er also nicht imstamde fei zu tagen, ob der Brief echt ober gefälscht sei. .Sie werden mit erlauben, mit der Botschaft det'Regierung zu beginnen. Die Stelle in Inder Qfote die sich mit der Rotwendigkerl der Erhaltung regelmäßiger bipkomatischrr Beziehungen zur Sowjetunion befahl, ist mit Befriedigung von meiner Regierung aufgenommen worden und mit Sympathie von unserer öffentlichen Meinung, aber ich muh sagen, bah die Rede, die Sie über dasselbe Thema an da« Unterhaus wie d.eft Invest non« oft zustande kommen, ist spiel dieser In bildet di« Ankündigung der Scha'- fung eine« „neuen Monte Sarlo“ tn Habana, wo ein Rcuyorker Hotel-Svndikat einen Süstenstrich von fünf Meilen auigekauft hat. um bort Rennbahnen und S. elklub« einzunchten. Der Schwtc- ger^vhn de« Präsidenten Der Republck ist laut der Ankündigung an dem Unternehmen beteiligt. D.e Erfahrungen, bie man in Saba m'.r der Verwendung der zugunsten der Opfer der letzten Stur n-Satastrophe ge'ammclten Gelder gemacht hat haben dem Amch« be« Banker tum« schon sehr geschadet. Da« mit einem Aufwand« von 12 Millionen Dollar geplant« .Reu Monte Carlo" könnte ihm leicht den Rest geben. 3ine Ucfartragung der gegenüber Asiaten und Europäern üblichen Eii.wanderunaSauS'chlicsir Fremdcngcsetzgebung auf b e gesamt« kanische Umwelt aber würde sowohl bei den Sa- beigesteuert, unter denen .Armand Zaepsel vom StaalStheater in München al« Paulu«' sich durch den Au-druck heftigster Leidenschaft au«zeichnet und gleich» lt q « ne ekstatisch- St mmung darstellt. Da« Bildni« de« Barons von Habermann ist «ine vorzüglich« Leistung ekpressioni Aicher Malerei. Huao Sunz. dem ebenfall« sech« Bilde«, eine größere Zahl al« üblich, eingeräumt wird, läßt seine Sunst nicht unmittelbar, sondern in symbolischen Formen sprechen. Sein .Rornan- tischeS Bildnis" ist in ber Art roman>''cher Sun ft gemalt und von stark symbolischem Gestalt. Sein Gemälde .Vergangenheit" wrst In feinen Absicht ei' erst klar, wenn man den Titel kennt. Mit typischen Arbeiten find vertreten Georg Altheim, Adolf Beyer. Ernst Eimer, Richard Hoelscher und Franz Huth: eS handelt sich hier um Schöpfungen, die mit zu den besten bet Ausstellung gehören Auch IuliuS Saufmann« LattbschJften. Sari Scheid- Pserdestudien und Han« D t«l m e 11 e r « Aquarelle vom Bodensee finb von starker Bildwickung. Die Abtellung ®rffcllunfl hat Lelltunaen auizu- weifen, wie sie an dieser Stätte gleichwertig feit Jahren nicht mehr gezeigt worden find. Da« Schaffen Heinrich Wolff« (SönigÄbeKÜ ist getragen von einem gefunden Sunstgefühi, einem scharfen Blick für da« Wesentliche der Form und einet reifen Technik. Unter seinen graphischen Blättern finb die Porträt« wegen diese« Vorzüge besonder« hervvrzuheben. Auch Hev- mann SätelhönS Porträt« von Grvhinbu- striellen üben auf ben Betrachter eine starke Anziehungskraft au«. Otto Engel (Berltn) hat die Ausstellung mit zahlreichen Ansichten au« Oberhellen beschickt: e« find darunter Schlitz Alzey und Büdingen. Diese Schöpf angen find im Gesamtbild der Ausstellung von wesentlicher Bedeutung. Die Plastik uaaegen tritt stark zurück. Seltsam zwiespältig ist ber Eindruck, den Harold Winters .Reue Frau" erweckt, bie Gestalt ist in S'-nzelsteit« vorzüglich au« dem Hviz berau«ge arbeitet. aber von ber steifen HU- tung einer ägyptischen Statue, während bet Sopi eine erpresftonistllche Fvrmgrbnng hat- Die gara: Darstellung wirkt dadurch tm-ra^-^/ibeTt Marionhat ihrengreund oerraten Aon Willibald O mankowf ki. Marion hat ihren Freund verraten. Sie tat e« nicht etwa, weil sie den anderen mehr liebte, sondern, weil st« für ihr müßige« Leben einen neuen Reiz wünscht«. Al« aber auf ihren Absagebrief — e4 war ein ganz gewöhnlicher, bummer Absagebrief - nicht« erfolgte, kein Erschrecken, keine Beschwörung, kein Zorn, stand e« für Ne fest, dah ste etwa« Böse« angerichtet hatte. Da setzte fit sich kurzerhand auf die Dahn und fuhr tn die Stabt, m der Adalbert lebte Sie zeigte ihm an, daß st« gekommen fei und bat ihn um «in Zeichen. Ihm sitzt Marion in einem Sast«chauf« und wartet. Da« Getränk, da« vor ihr steht. Hal st« nicht angerührt, und e« ist kalt geworden Si« starrt verloren durch da« Fenster, an dem geschäftig« Menschen rorüberbehcr. Zu Stunbe ist das Loka, to.e auSgestorben Jn ferner Snlle fängt sich bie Pein iKr letzten Tage und Stunden, läßt da« Geringsüg.ge bebeutoto. das Bedeutende in gespenstischer Gr?ße erfchetnen. H.neinhvrchenb in ihre beladene Seel« d^rtste es raunen und rauschen wie in einer Muschel, und fte erwacht erst au« ihrem Dämmern, al« sie di« Augen de« in einer Rische harnenden Kellner« auf ihren übereinander ruhenden Beinen spazieren fühlt. Sie begibt sich In« Hotel zurück Wenn ste ben Portier nach einem Briefe fragt, vermag sie ihm kaum noch anzuschauen, denn ste weth im voraus, daß er .nein“ sagt. Während sie an einem Salbsteak zu essen versucht, überbringt ihr der Page ein kleines Paket. Sie erkenn! sofort die Handschrift: das Herz schlägt ihr bi« zum Haste hinauf. Sie läßt da« Sssen stehen, läuft auf ihr Zimmer. Adalbert hat ihre Briefe unb kleinen Gedanken zurück- gesandt, auf einem beiliegenden Blatte stehen nur bie Worte: .Ich lege die« in die Hände zurück, aus denen ich es empfing: e« ist nicht nötig, dah es in fremde gelangt Leb wohl, Marion, und Dank für den genwtnfamen Weg! Mr bleibt ba« Glück, dir begegnet zu sein." fer« Flott« in Bizerta. 3n a^fM Steil« har man bi« Rachr.ch- txrbrrt:ct daß M« vmgl.lchc Regierung sch «lfäneden hätte. Dw Xlckkehr unterer Flotte zu v « r h i n d e r n. damit fit für England feine Gefahr bedeuten kann .Zeitungsberichte-- . . _ 3a. aber man muh ben llmüanb in Betracht ziehen, dah ft« vom Fore gn Office n i® t dementiert Word« finb. P.v'« von mehr o'er minder amll chen Agenturen verbreitet« Derichlen müssen wir Aufme:k1amke.t schenken, denn !i« find n untere' Jcilungen aba«druckt worden und haben nicht allein d.e öffentlich« Meinung, sondern auch d.e Re. erung in «ine gewisse Erregung versetz'. Von d.csem Tatbestand lonnlen Sie 'ich bei ihrer letzten Unterredung mit Herrn Tfch'.tsch.-rin überzeugen Hebt.gen« war« 6ie n.ch: tn London, to dah ich die nbtlgen Aufklärungen nicht erhalten Inn nie." „Wir könn« welrr den Pors'e-.: somnat.na« Rechnung :ragen, noch sie bemen: ,-r«. DaS .TOtvign Office hat nicht Zeit g«ug. alle falschen Gerüchte zu fernen:Irren. W..S d.e Flotte von Bizerta betrifft, fo hat man mir. al« ich m Vari» war. mitflcUiU. hast Herr Poincar >ich berc.: erllätt halte, bie Flotte sofort nachdem -üi« Ihre Verpflichtungen anerkannt hätten wieder abzul.esern Ich ama>oriete, dah Sngland in dieser H nstcht nicht« etnzuwen- Harr Ghamberiain notierte sich metm Mitteilung und erklärte: „Don diesen absurden Berichten weih ich nicht«. Ich habe der albanischen Regierung niemals irgenbeine Unterstützung versprochen. Ich halte den Zwischensall in Albanien für eine rein lokal« Angelegenheit." Ich bemerkte, dah nach den von mir eingezogen« Erkundigungen die Sache ein« sehr viel ernsthafter« Charakter hatte. Bei der angeblich« 2ier»vlte grg« die alte albanische 'Regierung hab« mehr al« 5000 einer f rem» den Arme« angehörend« S ol da ten teiIgeru>TTmTcn, der« Dlajorität au« alten Wrangelkämpsern. die sich auf jugoslawischem Gebiet befand«. zufamm«gesetzt war. Der zweite Borsall. über d« ich eine sicher« Örflärung Ihrerseits hab« möchte, betrifft un- Si« folgt ihm eine Weile in gemestener Entfernung und weih es einzuricht«, dah sie sein« Weg trewt. Er sieht sie daherkomm« und «r- blaht bi« in« Herz. Dann zieht er tief d« Hut und geht an ihr vorüber. Marion bleibt stehen, will ihm nacheilen, ihn ansprech«. Aber die Gröhe diese« Unerwartet« nimmt ihr Mut und Stroh dazu. Lange irrt ft« durch die Dass« Immer klarer kommt ihr zum Dewuhtfein. dah st« Adalderr verlor« hat, endgültig und für immer. Sie weih, wa« ste ihm bedeutete, und dah fein Leb« nun zerbrochen und leer ist, und ste denn mit einem Schreck«, der stündlich wächst, dah er diefe« Leb« ohne fte nicht wird ertragen können und es viLlleicht von sich werf« im Zorn der Enttäuschung, im Schmerz der Einsamkeit Wenn eine Turmuhr die Stunde kündet, schreckt ste aus ihrem Summ der grähltche Gedanke empor: jetzt ist es vielleicht schon ge- schH«! Roch dreimal läutet Marion vergebens am Adalbert« Tür. Er scheint verfchwund« Auch zur Rachtzett steht ste kein Licht m seinem Hau'«. Vie sremdenseindliche Union. Don Otto Eorbach Der festllche Lärm, womit die amerikanischen Legionär« in Frankreich programmgemäß offiziell begrubt Word« finb, wird ihr« Derdimh darüber kaum zu übertä b« vermögen, dah sie nur durch ein starke« Auf- flrfwt von Polizei und Trupp« vor feindselig« Demonstration« breiter Mast« be« frunzöfi- (Am Dolle« geschützt werd« konnten. Di-r Früchte eine« Siege«, ber ohne amerikanische Hilfe n.cht möglich gewes« wäre, sind d« Fra7'Z7»s« verbittert worb« durch die Schuldverpflichtungen. mit den« diese Hilfe erlauft werd« muhte Weniger in Frankreich aU tn ander« Stilen Europa« hat die wachsende LnnbMtg« Stimmung, die dem ständig anfchwell«de.i 6 rvm amerikanifcher Touristen d« 2bif«t- halt überall tn der alt« Welt etwa« vergällt, noch eine andere Quelle: Während sich jeder DurchschnittSamerikaner beut« wenigsten« einmal ein« mehrmonatig« Ferienaufenthalt tn Europa leist« tarnt, ohne dah der .Dvllarfeg«" Hundert tauf «der solcher Tourist« auch nur die Zinf« aufwöge, die der amer.lani'che Gläubiger für SriegSschuld« beansprucht, umgibt die Union, bie «inst aU da« gelobte Land der Unterdrückt« und Derfvlgt« der ganz« Welt galt, sich gegenüber den Waren und arbeittuch«d« M«fch« der All« Welt mehr und mehr mit einer chinesischen Mauer. Gerade gegenwärtig rührt da« bunbertprry AHund«t- prvzentig«“ durch da« Anwachs« der Einwanderung auS M e , i k 0: die Einwanderung auS Äonaba toürbm sie wohl vorläufig aus sich beruhen lall«, wenn nicht diese wiederum ben Arbeiter-Gewerllchaft« ein Dorn tm Auge Ware, deren Druck «S zuzuschreiben ist. dah in der Empfehlung“ deS ArbeitS-MinisterramS kein Unterschied zw.fch« Sanada und Latein-Ame- rika gemacht ist. Bei Anwendung deS Quoten- gefetzeS würde die Einwanderung auS Sanaba jährlich nur 2 Prvz. b« im Iah« 1889 in Der Union wohnenden Perfon«, deren Ge- nor Da mer ikn:ftben SapitalS angelegt worden sind, bedeutet keine Gewähr für die Fortdauer freundsttza «sich« Beziehungen zw ich« bük.; Lände« und der Union. D.e Art und Weiie gerichtet hab«, bei uni Bestürzung ber- vorgerufen hat Im Gegmfatz zu Dem. waS Sie in Der Botschaft 'er 2tegierang tagten, haben Sie Dort erklärt, bah zwischen uns keine regelrecht« bi^omatifoxm Beziehungen beständen.“ Herr Thamberlain tat überrasch: .Wiefo? Ich erinnere mich nicht eine Derartige Erklärung abgegeben zu hab«“ Ich antwortete iljin, dah diese Erklärung trotzdem in sein« Rede gefallen fei Sofort verlangte er daS Parlamentssteno- gxauim. Sobald man es ihm vorlegte, habe ich Herrn Ehamberlain selbst Die Stelle sein« Rede gezeigt. die meiner Ansicht nach in Widerspruch zu Der Bollchan der Regierung stehl. Mir schien rt. al» fei er ein wenig verlegen. al» er mir erklärte, dah diese Stelle keinen Widerspruch «thielte. .Ich muh fallen. Dah man nach Ihrer Rede in gew.fs« Steif« ein« tatsächlich« Bruch unser« Beziehung« erwartete, übr.gen» wirkt« eine Reiche von Dorfäll« mit. Diefe» Gefühl xu bestärken, z. B. Die Haltung de» «,lisch« Repräsentant« in Tirana, nach Dell« E.n- schveit« uns« Diplomatisch« Vertret«. Herr Srakovetsky. Di« albanische HaiwtstaDt verlasi« muhte.“ Ich erzählte Herrn Thamberlain mit einig« Wort« Die Vorfälle, wie fte un» be» richt« Word« sind .Da» ist absurd, wober hab« Sie dies« Aachrichton? Au» Den 3ettungen?" .Reto, Die Zeitungsberichte sind durch bi« Mitteilung« unseres Diplomatisch« Vertreters tn Tirana bestätigt Word«, nach der Unterhaltung. Dte er mit Dem RegierungSsekretär DeS Herrn Fanoli chitte. Gr hat und mitgcteiU, Dah die «fische Regierung nut Im Falle der Abreife unsere- Repräsentanten. 1 U "ff- 1. 30. 3uni) au» Kanada aus Mexiko 1920 90 025 52 361 1«21 72 317 30 758 1922 46 810 19 551 117 011 68 768 1924 200 090 89 336 192.". 102 758 32 964 1926 98 868 43 316 1927 81506 67 721 stellen hatten, bah diese Frage eine befriedigende Lösung gefunden haben würde, wenn die gegen- tcdrtige Regierung nicht auf ihre Bestätigung verzichtet hätte. Herr Chamberlain hat die Beobachtung gemacht. bah diese Vertrage für die gegenwärtige Regierung nicht zufriedenstellend waren und fic hat sie auÄ diesem Grunde nicht genehmigt. 3d> habe ihm zu verstehen gegebm, daß es im Interesse der englischen Regierung läge, wenn die konservative Regierung die Vorteile der Gc-setze, die Erleichterungen für den Außen- handel vorsehen (Tradc facilities acts) auch auf Ruhland auSdehne. so dah wir langfristige Kredite erhallen könnten. Er sollte mtir.er Darstellung über den Mechanismus dieser besetze mit Aufmerksamkeit. Sr rief sogar seinen Sekretär, um Auskunft über den Gang dieser Gesetze und die für ihre Anwendung auf unseren Handel erforderlichen DÄtingungrn einzuholen. Sr hat mir u. a. mitgeteilt, dah die konservative Regierung die Maßnahme zurückgenom- men habe, welche die Anwendung ter Tradcs facilities acts für den Dau von Seesch'.sten in England untersagt — eine Mahnahme, die diktiert war von der Furcht vor fremder Konkurrenz für die englische Handelsflotte. Die Unterhaltung sprang jetzt auf unsere Handelsaussichten für daS laufende Hohr über. Ich habe ihm betoiefen, dah wir die Absicht hätten, i m Ausland für 500 Millionen Rubel Waren zu kaufen und dah ich als diplomatischer Vertreter in England — eS für meine Pflicht hielte, soviel Bestellungen wie möglich hier im Lande zu machen. Er antwortete, dah die- auch für ihn sehr wünschenswert sei und dah vielleicht auf dem Han- delSweg auch die politischen Schwierigkeiten überwunden werden könnten. > Um die -ritte Postzustellung in Giehen. Don der Industrie- und Handelskammer Giehen wird uns geschriebene Die vor einigen Wochen in Kraft getretene Port oerhöh una der RcichSpoft hat in der Di ebener Kaufmannschaft von neuem das Verlangen nach Wiedereinrichtung einer täglichen dritten Postbestellung, die gcwissermohen eine Gegenleistung für die erhöhten Mehraufwendungen an Porto bar- stellen soll. laut werden lassen. D kanntlich tour- kx'n bis zum Februar des Jahres 1922 in (Sieben täglich drei Destellgänge ausg.führt, von denen öonn einer wegen des allgemeinen Derkehrsrückgangs ausfallen muhte. Rach Unter» Handlungen zwischen dem Postamt und der Handelskammer entschloß man sich damals, die verbleibenden stiXi Destellgänge in die Zeit von 7 bis 8 ilbr vormitlags und ab 2 älhr nachmittags zu legen. Diese Regelung wurde von der Geschäftswelt jedoch bald a's nicht zweckmäßig empfunden: in erneuten Verhandlung n zwilchen Postamt und Handelskammer wurden in Aleber- einhiinmung mit den Wünschen der Kaufmann- sch .s» die rroch heute bestehenden Zeiten für die beiden Destellgänge festgesetzt. Da der in den RachkriegSjahren stark abgeflaute Verkehr mit der Zeit jedoch wieder eine bemerkenswerte und sehr erfreuliche Zunahme erfahren hat. wurde schon bald nach dieser Regelung b:r Wunsch nach Wiedereinrichtung eines dritten De'tcllganges vrnhmbar. Insi-sgedesfen hat berai auch die Handelskammer seit b-m Jahre 1924 sich fortgesetzt in wiederholten Eingaben und persönlichen Rücksprachen bei dem Postamt für die Erfüllung dieses berechtig en Wunsches der von ihr vertre'enea Kreise bemüht — leider ohne Ersoig. Die Po st Verwaltung begründete ihre abl hnend' Haltung damit, bau die Hauplpostzüge fast säm lich vormittags in Gießen einliefen und bie von ihn n hierher beförderte Post während des um 11 Uhr beginnenden zweiten Desteliganzes noch mit auSg tragen toürSt; die später eing.h nb n S nbung n feien für j.ben der 32 Zustellungsbezirke so wenig zahlreich, dah die dec Post aus der Einrichtung eines brit en Destcllganges ertoa yfenb.n Mehrkosten in Höhe von etwa 2DO3O Mk. nicht g.r.cht- fertigt erf (Dienen. An dieser Tatsache habe sich bis jetzt nichts geändert, weshalb die Postverwal- tung an ihrem abl hnenden Standpunk trotz aller Vorstellungen unbeirrt fest hall en mühte, was jedoch bie Handelskammer ihrer eits nicht abhalten LlmWolgundllebe. Roman von Robert Misch. Copyright by Carl Dunker. Beri.n SW 62. 14 Fortsetzung Nachdruck verboten „Da» Drum und Dran, das „hinter den Kulissen" ist nicht gerade schon", sagte die Heimel achselzuckend. al» Isa ihr vortlagte. „Man must schon eine tiefe Reiauna zu diesem Beruf haben oder grohe Triumphe feiern und (ehr jung sein, um txreubc daran zu finden Sie haben Talent und ein hübsche» Stmunchen ... es must nur größer werden — warten Sie'» ab! Vielleicht kommt diese Freude noch. Im übrigen muß man darüber stehen, wie ich setzt, oder ganz darin. — Für uns Frauen, wenn wir nicht heiße» Blut, Lebenslust und eine gehörige Portion Leichtsinn besitzen, kurz das berühmte Theaterblut, ist e» ein sehr schweres Dasein. Ihnen scheint da» zu fehlen Sie sind eine kühle Matur und sensibel, liebe» Kind. Für unseren Beruf pafot da» nicht. Diesen Berus muß man lieben. — di» zur Monomanie, sagte mein seliger Mann — oder man haßt ihn. Sie finden auch in keinem anderen so viel wirklich Enttäuschte. Menn e» noch nicht zu spät ift, retten sich die Manner bann In einem anderen Berus, die Frauen heiraten den Grftenbeften. Ich fand den Besten: doch mein Glück war nur kurz. — Glauben Sie mir, für viele ist die Bühne bloß eine Flucht aus dem Philister-Alltag, dem Bureau, der Ad- hängigkeii und DienftbarfeU. Für hübsche Mädchen. wie gesagt, nur ein oprungbret in die Ehe. Bloß wenigen ist e» ein Zwang, ein eine Berufung statt eine» Berufes Da» sind und werden die ganz Großen." Im Januar, al» sich die Faschingsluft in dieser lebenslustigen Stadt laut austobte, fand ein grobe» Wohltatigkettssest für die „Genossenschaft Deut- fd)»r Bühnenangehöriger" statt Ein Basar in der rieflgen Stadthalle, auf dem bie Damen und Herren de» Theater» in Sekt- und Verkaufsbuden möglichst viel Geld herausschlagen sollten, assistiert von einigen hübschen jungen Damen der „Gesell schuft". Dazu auch Tanz und Kabarett: vorher — wirb, ihre Demühungen um die Einführung eines dritten Destel!ganges mit aller Energie ^lun^zeigt bie Postverwaltung selbst einen Weg. welcher die Möglichket gibt, bie von der Geschäftswelt so brtr.genb erwünschte dritte Postbestellung ohne Mehrausgaben, d. h. ohne Der- mehruna der -Zahl der Briefträger, schon jetzt einzurichten. Dieser Weg besteht in der Anbringung von Hausbriefkasten, b x in zahlreichen europäischen Ländern schon fett längerer Zeit üblich finb. Es handelt sich hier bekanntlich um die Anbr.ngung einer gut ebenen Erde eingebauten Briefkast en a n- läge die für jede Wohnung ein^abgeschlossenes, verschließbares Fach für die gewöhnlichen Postsendungen enthält. An der Klappe ,ebes ern- iclnen Fachs ist der Rame tes Wohnungsrn- habers angebracht, dem durch die Hauskltngel von dem Einlegen von Postsendungen Kenntnis gegeben werden kann. Die großen Vorteile einer solchen Einrichtung liegen offen zutage. Für die Geschäftsleute bedeutet sie infolge der durch Ersparnis des Treppensteigens wesentlich verkürzten Dauer der einzelnen Destellgänge eine erhebliche Beschleunigung bet Zustellung der Postsendungen. Auch andere Kreise to erben sich der Einrichtung gerne bedienen, so benutzen die Zeitungsfrauen, die Geschäftsleute, bie Anpreisungen verteilen lassen, sowie Bekannte die Briefkasten zum Einlegen von Zeitungen. Mitteilungen und bergt und ersparen sich dadurch die Mühe des Treppensteigens. Ebenso haben Hauswirt und Wohnungsirchaber Dortclle von der Anbringung der Hausbriefkasten: die Haftpflicht des ersteren vermindert sich und bie Wohnungsirchaber werben nicht so häufig in ihrer Ruhe gestört. Im Auslanb sind die Vorzüge dieser Einrichtung voll anerkannt worben: in Deutschland sind bie Hausbriefkasten bisher nur in Frankfurt a. M. allgemein üblich. In neuerer Zeit hat auch in Kassel bas Stadtbauamt bei allen Reubauten die Anbringung von Hausbriefkasten zur Pflicht gemacht. Auch in Baben toetben bei ber Erteilung von Daubeschnben die Bauherren auf die Zweckmäßigkeit dieser Einrichtung hingewiesen. Ratürlich kann und wird auch nicht verlangt werden, baß bie Hausbesitzer in ihre älteren Häuser, in benen noch keine Hausbriefkasten vorhanden sind, solche einbauen lassen: hier wäre es vielleicht empfehlenswert, bie sämtlichen Briefkasten ber Wohnungsinhaber im Dvrflur bes Erdgeschosses nebenein» anber aufzuhängen. Im übrigen aber müßte jeder Bauherr sich künftighin zum Grundsatz machen, m seinem eigenen Interesse und in dem ber Allgemeinheit an seinem Reubau Hausbriefkasten anbringen zu lassen. Wirb der hier gezeigte Weg von der Einwohnerschaft beschritten, bann wird die Postverwaltung dadurch in ben Stand gesetzt werben, bie lang erstrebte britte Postbestellung mit dem jetzt vorhandenen Personal glatt zur Durchführung zu bringen. Es ergeht daher an die Bevölkerung Gießens die recht eindringliche Ditte, für die Anbringung von Hausbrieftasten Sorge tragen zu wollen. Die Reichsbahn und die deutsche Sprache. „Borbildlich" nennt die „Muttersprache", Zeitschrift des Deutschen Sprachvereins, einen Erlaß der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft, in welchem den Reichsbahndirektionen empfohlen wird, umfangreiche Schreiben oder Verfügungen, die sich an einen großen Kreis richten und dauernde Bedeutung haben, im Entwurf dem Deutschen Sprachverein zur Durchsicht zu geben. Uns scheint, als wenn auch kleine Verfügungen auf ihre Achtung vor der Muttersprache geprüft werden sollten. In deutschen Eisenbahnwagen kann man nämlich folgende Warnungen lesen: „Ne pas se pencher en dehors“. „Richt hinauslehnen!" „E pericoloso sporgersi“. Also erst kommt der französische und danach erst der deutsche Text, statt unter allen Umständen umgekehrt. Er- baulich für uns Deutsche ist auch sonst nicht, was die „Muttersprache" gleichfalls feststellt, daß die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. einen Fahrplan herausaibt, der unter der deutschen Bezeichnung die französische Aufschrift trägt: „Compagnie des chcmins de fer du Reich Ällemand“. Weit schlimmer ist es noch, wenn im Güterkursbuch ebenfalls zugunsten der Gcnostenschaft — eine „Fledermaus" Ausführung im Stadttheater selbst. Diese Aufführung wurde erst im letzten Moment geplant: und es ging daher dabei alles sehr eilig zu. Ursprünglich sollte Adele, das fesche Stuben- mädel. von einer Operettensängerin aus Franlsurt gespielt werden. Diese sagte ab, als die Proben schon im Gang waren. Direktor Meinert ließ Isa ins Bureau kommen: ob sie sich die Adele zu spielen getraute und auch schnell einstudieren könnte? ... Isa nahm an. Der Abend wurde ein großer Triumph für sie. Sogar der erste Kapellmeister, der ihr sonst nicht wohlwollte. machte ihr Komplimente. Das Publikum rief begeistert nach der Mengers —man überreichte ihr Blumensträuße und bewarf sie auf offener Szene mit Veilchen, während die anderen nur die ofsiziellen Kränze des Basars-Komitees er hielten. «Nun, sind Sie glücklich, Kindchen?" fragte sie die Heimel nach dem letzten Fallen des Vorhanges „Sie waren wirklich reizend." ,3a, wenn man immer nur solche Operette [ingen könnte, die eigentlich schon kornische Oper •ft! Aber da» andere. ... Habe ich deshalb singen gelernt? Wozu habe ich dann meine Partien studiert, wenn man sie mich nicht spielen läßt?!" „Run — da» kommt vielleicht noch", tröstete sie die Heimel. ,,'2lber ich hab's erlebt, daß aus dem Romeo ein ausaezeichneter Komiker wurde. Vielleicht ist's bei Ihnen umgekehrt." Als Isa mit der Heimel den vom Komitee ge- stellten Wagen ;um Basarfeste besteigen wollte, sah sie sich von einer Schar jugendlicher Enthusiasten umnngt. die ihr Blumen in die Hand drückten Plötzlich schrie sie laut auf — ein großer junger Mann in einem langen Ulster, die weiße Korp^- mutze keck auf den Koos gestülpt, stand vor ihr und küßte ihr galant die Hand ..Eberhard — wo kommst d u her?" „Direkt au» Heidelberg? Habe in der Zeitung von Eurem Fest und von deinem Auftreten gelesen. — Da mußte ich doch dabei sein." Wenn sie sich nicht gesträubt hätte, wäre er ihr nach dem Handkuß coram publica um den Hals gefallen. Aber die Heimel schob die beiden jungen Leute refotut In den Wagen. der Deutschen Reichsbahn in einer Uebersicht der wichtigsten Stationen des Auslandes die fremdsprachigen Rainen oorangeftellt. und die deutschen Namen in Klammern und zum Teil in kleinerer Schrift dahintergesetzt werden. Oberhesten. Landkreis Gictzen ch L i n d e n st r u t h, 11. Oft. Im Gasthaus „3ur Krone" hielt LandwirtschaftSassessor Dr. Sel- ze r von Grünberg in einer sehr gut besuchten Veiiammlung einen interessanten Vortrag über .W iesendüngung und -Pflege. Die Ausführungen k^s Redners lehnten sich an die praktischen Beispiele in unserer Gemarkung eng an. Gerade für die Gemeinde Lindenstruth die unter äußerst schlechten und versumpften Wielen zu leiden hat. waren die Anregungen. die Dr. Selzer in seinem Vortrag gab, von besonderem Interesse. Für viele Wiesenbesiher wird nur noch ein Umbruch und eine Reuansaat der Wiese in Frage kommen. In der Aussprache wurden viele Fragen, die sich insbesondere auf das Thema des Dorttages bezogen, erörtert und von dem Vortragenden kurz oeantwortet. d. Deuern. 11. Oft. Eine begrüßenswerte Reuerung haben die hiesigen Landwirte dem Mühlenk^sitzer Schuck zu verdanken. Dieser hat vor kurzem in feiner Mühle zwei Saatgut- reinigungsanlagen einrichten lassen, eine für Roggen und Weizen, die andere für Haier und Gerste. Da die zur Verfügung stehende Wasserkraft der Reumühle es zuläßt, kann die Reuanlage neben dem Mühlenbetrieb gleichzeitig in Tätigkeit fein. Die Reueinrichtung erfreut sich zunehmender Inanspruchnahme durch die Landwirte, auch aus der Umgegend, da sich mehr und mehr die Erkenntnis Dahn bricht, wie wichtig und wirischastlich vorteilhaft die Verwendung von Edelsaatgut ist. Da jeglicher Unfrautfamen sowie alle schwächlichen ober beschäd.gten Körner ausgeschieden werden, gelangen nur Körner mit starker Keirntrieblraft und Srtragsfähigkeit zur Aussaat, der Verunkrautung der 5dt>er wird vorgebeugt, so daß sich die Ausgaben für bie Reinigung des Getreides bezahlt machen, zumal ber Abfall wieder zu Futterzwecken Verwendung findet. • Lich, 11. Oft. Die Oktober-Monatsver- sammlung des hiesigen Turnvereins, die bei Mitglied Ernst Häfner stattfand, hatte einen guten Besuch von jung und alt zu verzeichnen. Oberturnwart Schön hielt einen fesselnden Do r- trag über bas Thema „Die Entstehung des Turnergrußes „®ut Hei!!' Musikalische Darbietungen unb Ge^ichtsovrträge bereicherten dann noch den schönen Abend. r Steinheiin, 11. Oft. Bei der Grundstücksverpachtung eines Ausmärkers wurden für unsre Gegend erhältnismähig hohe Pachipreise erzielt. Es ist wohl auf die gute Kartoffelernte mit dauernd steigenden Preisen zurückzuführen. Es kam ein Acker von 2256 qm Große in erstklassiger Lage auf 73 Mk.. ein solcher von 1928 qm in Fläche auf 71 Wk. Geringere Preise erzielten Grundstücke mit schwer zu bearbeitendem Boden und in feuchten Lagen. Doch kam auch hier der kleine Morgen auf 45 Mk. Geringe Nachfrage bestand nach Wiesengelände, da hier große Wtesenflächen find und die außer- ordentlich gute Futtermittelernte in diesem Jahre die Preise drückte. Eine Wiese von 1900 qm erhielt mit 15 Wk. Pachtpreis den Zuschlag. Allerdings handelt es sich hier um saures, minderwertiges Futter. Bessere Lagen erzielten immerhin einen Durchschnittspreis von 35 je kleinen Morgen, wozu noch sämtliche auf dem Grundstück lastenden Steuern kommen. Kreis Friedberg. am. Stammheim, 12. Oft. L.h en Sonntag wurde unser Ort in große Aufregung versetzt. Eine schon bejahrte Frau lag zu Hause an Dergiftungserscheinungen schwer erkrankt. Da am Abend vorher zwischen ber Frau unb dem noch nicht lange verheirateten Sohn unb ber Schwiegertocher ein Hausstreit statt gefunden hatte, außerdem eine Flasch? mit Salzsäure gefunden wurde, so wurde allgemein eine Salzsäurevergistung angenommen. Der erste Befund, den der rasch herbeig rufene Arzt feststellte, schloß eine solche Vergiftung auch nicht aus. Bald kam man jedoch auf andere Spuren. Bei dem Kaufmann wurde feftgeftellt, daß die Frau sich eine Flasche Schnaps geholt hatte. Der Inhalt dieser Flasche rief den Zustand der Frau hervor. Zur allgemeinen Erheiterung löste sich bie Aufregung im Orte. Die Frau hatte ftch am Montag von dem Rausche erholt unb konnte wieder umherlaufen. Kreis Büdingen. & Ridda 11. Oft. In ber jüngsten ® e- meinberatssitzung wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Mtt Wirkung vom 1. April 1927 ift das Recht ber Gemeinden, bei Verzicht auf bie Erhebung einer Wertzuwachsfteuer erhöhte Zuschläge zur GrunderwerbS- steuer zu erheben, in Wegfall gekommen, so daß der Zuschlag für die Gemeinden von diesem Zeitpunkt ab nicht mehr als 1 Prozent betrügt Um den Gemeinden für diesen nicht unbeträchtlichen Einnahmeausfall Er'ay zu verschaffen, hat das Ministerium auf Grund des hessischen Ausführungsgesetzes zum Finanzausglcichsgesetz die Erhebung einer allgemeinen Wertzuwachsfteuer durch bie Gemeinden ungeordnet Wenn auch die Gemeinden im Gegensatz zu der seinerzeit beschlossenen InflalionswertzuwachS- fteuer zur Einführung der allqemttnen W.-rt- zuwachssteuer nicht verpflichtet find, so hat der Gemeinderat dennoch die Erhebung der Steuer beschlossen. Der wesentliche Unterschied zwischen der Inflationswertzuwachssteuer und der neu beschlossenen allgemeinen Wertzuwachs steuer besteht darin, daß nach der letzteren die Abgabe in allen Fällen erhoben wirb, in denen das Eigentum an dem veräußerten Grundstück nach dem 31. Dezember 1913 erworben worden ist, wahrend sie nach der InflationSwertzuwachS- steuer-Sahung nur dann zur Erhebung kommt wenn bas Grundstück in ber Zeit vom 1. Januar 1919 bis 31. Dezember 1924 erworben wurde - ! Die Arbeiten unb Lieferungen für die Anlage von erhöhtem Fußsteig in der Raun- und in der Johanniters'.raße sowie die Erweiterung des Brückchens bei Geschwister Walther wurden auf Grund der vorliegenden Angebote vergeben. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Anlaae von erhöhtem Fußsteig in ber Schillerstraße zwischen den Wohnhäusern Rappolt unb Meißner, sowie die Fvrtsührung des erhöhten Fußsteiges (Hamburger Kant) in der Ludwigstrahe vom Wohnhause des Heinrich Schwalb b s zum Werk Himmelsbach beschlossen - Heber bi' Kanalisation ber Stadt besteht ein früheres Projekt deS Ministerialrates Hetz in Darmstadt. das auf Anregung des Kulturbauamtes Friedberg erworben unb bei der Ausarbeitung des neuen Kanalisationsprojektes Verw.n>ung finden soll. — Dem Gesuch des Polizeimeisters Friedrich Weidle, Berlin, um Abt etung deS Bauplatzes gegenüber ber ehemaligen Uhl- schen Feldscheuer im Iohanniterhof wurde statt- gegeben und ber Kaufpreis auf 1.50 M. pro Quadratmeter mit ber Maßgabe festgesetzt, daß die Kosten vom Käufer übernommen werden unb mit dem Dau innerhalb eines Jahres zu beginnen ist. — Für den Realschulneubau wurde bie Aufnahme eines Darlehens von zunächst 50 000 M. bei der Bezirkssparkasse Ribda beschlossen. — Für bie Hin benbu r g s pen de bewilligte die Stadt einen Beitrag von 50.— M. △ Ridda, 11. Ott. Das Herbstpreisschießen ber hiesigen Schützengesellschaft ist beendet unb die Feststellung ber Preisträger erfolgt. Die Bet iligung war sehr rege, wozu auch daS günstige Wetter bctaelra^cn hat. Große Anerkennung verdient die otütu;ia wertvoller Preise seitens der Apotheker Münch und S ch u st e r, der Gastwirte A b t unb Koch, beS Kaufmanns Pfeiffer unb Zahnarztes Listmann hier unb ber Firma Ricke! in Ober-Wibbersheim. Diel Anklang fand b?r neu angelegte Kleinkaliber st and. ber sich al- dringend notwendig erwiesen hat. Aus diesem errangen bie ersten Prnse Raumann- Gettenau, Bahnmeister Struck - Ribda und Decker-Echzell. Dei der 100-Meter-Festscheibe waren A. L i st m a n n, Theodor S p a m e r und Jean Pfeiffer die drei besten Schützen: auch auf der 100-Meter-Glücksscheibe waren S p a - mer, 2 i ft mann und Rickel- Ober-Wioders- heim die ersten Preisträger. Die besten Erfolge bei ber Ringscheibe (175 Meters, erzielten Geometer Wenzel, Apotheker Schuster und Gastwirt Stahlhofen, sämtlich von Ribda. Obgleich die Schühengcsellschaft Ribda erst kurze Zeit besteht, besitzt sie doch schon eine stattliche Zahl von Mitgliedern von hier unb auswärts „Run kommen Sie mal zunächst in die Kutsche rein, junger Mann, sonst erkältet sich Isa noch! Und Theater spielen wir nur da drinnen ..." Im Wagen wollte er nachholen, was er auf der Straße versäumt. Aber Isa wurde ärgerlich. „Laß doch das — wir sind doch keine Kinder <■ „Run geben Sie ihm schon den Kuß, Isachen! Pstegebruder — Iugendfrcundschaft! Sonst ist er den ganzen Abend unglücklich." „Du bist doch noch ber alte Sekundaner", rief Isa lachend, indem sie ihm den Willen tat. — „3m übrigen kannst du mir und Frau Heimel in der Sektbude helfen." Und dann ein schneller Austausch von Erinnerungen und Mitteilungen Das Korps — Heidel- berg — Berlin — Mainz unb bas Theater. Aufgeregt schrien sie burcheinanber im Halbdunkel des Wagens: „Weißt du noch — damals? — Rein, bift du schön geworden!" „Unb du bist ja ordentlich ein Mann — und einen Schmiß hast du auch, du großer Junge! ..." „Der Mama geht'» nicht gut, schreibt man mir — sie ist immer krank!" — „Du warst wundervoll heute Abend — und ausgesehen hast du ... nein, was aus so einem kleinen Mädchen alles werden kann! ... Die Heimel saß daneben und lächelte wehmütig. Jugend, Jugend, die noch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunstshoffnunaen rosenrot durcheinanderwirbeln konnte, wahrend ihr nur die Erinnerung geblieben war. Die Riesenhalle schwamm in einem Meer von Licht. Die Buden waren unter Beihilfe der ersten Künstler wirklich bunt und originell ausgeftattet worden und mit allerliebsten Ucberflülfigleiten und Luxuskram angefüllt. Die großen farmen und reichen Leute ber reichen Rhemsiadt hatten es sich etwas kosten lasten. Alle Damen — sogar aus Wiesbaben und Frankfurt waren Gaste herüberge- kommen — in großen Toiletten und in festlicher, erwartungsvoller Stimmung. Die gefeierte hochbramatische Sängerin der Oper hatte einen Orientbasar aufgetan, um den sich die Herrenwelt drängte. Die „Raioe" hatte ein Se denstoffzelt, bas beide Geschlechter belagerten. Der fiormfer hatte ein Marionettentheater auf geschlagen, die erste Liebhaberin de» Schauspiel» ein Papiergeschäft, die Kahlenberg eine Wahrsagerbude. Aber es g.ng ziemlich ruhig bei ihr zu, wie Isa nicht ohne Schadenfreude bemerkte. Ihre eigene Champagner- und Likörbar war zwar schon geöffnet; aber der „Mixer" hatte bisher nur ein.ge Gläser Kossnak verschenkt — an seine Freunde, wie er m;t Trauermiene berichtete. »Letzt wird » aber losgehen, Fräulein Mengers — alles spricht von Ihnen . . Sie waren ja phänomenal, phänomenal!" Eberhard war etwas enttäuscht, al» er schon einen männlichen Helfer antraf, der ihn nur mit Propfenausziehen beschäftigen wollte Eberhard erzählte, daß er da» „Mixen" aus dem Ff verstünde — von Berlin und Heidelberg her. Dabei schaute er Isa verliebt und den Herrn Kollegen eifersüchtig an, der ziemlich das Gleiche tot. Isa lächelte. Ihr Erfolg glühte noch wie Feuer in ihren Adern. — Unb diese beiden Verehrer unb jungen Kampshähne machten ihr Spaß Sie fühlte sich jung und schon unb heute auch gefeiert Sie empfand zum erstenmal in biefer fremden Stabt, baß das Leben schon sein konnte. „Also, meine jungen Herren, Sie mästen sich vertragen: sonst muß einer weichen ... wir losen'» au»." „Die Herren mixen am besten abwechselnd, unb ich fürchte, ich werbe balb selbst Gläserivaschen unb Korkenziehen müssen", meinte bie Heimel salomonisch. „Da kommt schon der erste Schwarm .. " Eine halbe Stunde später war die Bude im weiten Umkreis belagert. Die Scheine flogen In die Koste Isa stieg mit dem Preis, die Konjunktur ausnützend, erst von zwei auf drei, bann auf fünf Mart für das Glas Champagner unb ihre Flips unb Sherrtz Kobbier». Unb viele gaben für ben guten Zweck da» Doppelte, wenn man sie auffor« berte. Man wollte sich doch nicht lumpen lasten vor dieser rotblonden Schönheit. Auch Damen kamen und machten ihre Komplimente, sogar einige männliche Kollegen. Die beiden jungen Herren mußten schließlich tm Schweiße ihre» Angesichts arbeiten. Sogar ber Direktor, ber einige seiner würdigen Berwaitungsräte lachend und sekttrinkend an Isa» Bar stehen sah, ichlang-tte sich heran, ttotzdem sie seit ihrer Kaltstellung „Schuß" mit ihm war. (Fortsetzung folgt.) ört, auf mtt Angestclilenschast und Angeftelltenversicherung. Am Sonntag hielt der 5trei6 Wittel- Hessen des Deutschnationalen Hand- lunaSgehilsenverbandes seinen Kreis- tag in Wetzlar ab. Der alte Vorstand wurde für ein weiteres Safcr gewählt und für den Der- dandstag in Dresden die Abgeordneten und Lahn überschwemmt Es ist nur eine anfeuch- tende TMrv fev.ing während der Begetattons- ' Sieben. 7. Oki. S n Kaufmann war be* ■ - Personal hat — teilweise tat werden. Er- wn TEL 90— auf stände ergab. öin Maurermeister auS sausen, der in einem Hau» ohne behdrdttche Genehmlguna einen neuen Kamin gebaut hatte, erhielt eine G e l d - ft rate von 10 Work. Auch Jein Sinfpruch gegen einen S rafbefehl war crfctglo«. Kleine Straflammer Gießen. aus Ober-Ohmen befuibcit Die hier angeSvand-e An der Teerung ist ein neues Verfahren. Tx Strafte ift bald nach der Fertigstd u' g einer Strecke ganz troden und kann fafort bdabrci werden Der Verkehr au< der Ohmstraft« :ft deshalb auch nicht gesperrt^ sondern die Sira he kann nach wie vor von Fuhrwerken aller Art benutzt werden. L Tom Vogelsberg. 11 Oki D-.c lehren schönen Herbsttage Hoden di« 0 r n 11 • arbeiten sehr gefördert. Die Kartoffelernte ist nun fast ganz beendet: sie ist sehr verschieden ausge'aller. mand.-et Landwirt hat noch nicht einmal den Vedarf fürs Haus gcentitt. andere dagegen hoben eine befördern ic wie sie feit langen Jahren nicht dagewesen ist. <3» kam sehr auf die Lage und ©orten an. Am besten haben iich in d e cm Jahre .Odenwälder Blaue" nnb ..Vater Rhein" rol> bewährt: besonders die letztere Sorte hat ganz vorzügliche Erträge fleiielert. Indust re" Hot schwer enttäuscht Im Durchschnitt lann man mit einer TH i 11 e l c r n t e rechnen Allenthalben sieht man auch noch beladene S r u m m e l w a g e n in d'.e SD«, nen wahren. Dos prächtige Herbstwelter ermöglicht es unfern Landwirten, das Srumme:. da» lx d.c erste 3r.fian,i und w.e° d.c Berufung zurück. Zwei Arbe.ter sollen auS einem verschlo,e- nen Raum mittels Einbruchs einen Hem n er. Hacke u'w entwendet haben. Die Cc jrnftänbe mürben bei ihnen DOtgcfunf:en. Der e ne gibt an^ er habe die Sachen von einem „Un'.e annten auf dem Börneplay in Frankfurt ge!auit. Trotz t er*db'.ebener BefastungSmomei'.e wurden Die An- ctlcglen vom Amtsgericht nur wegen e.nfack en Diebstahls zu je 20 Wt. f statt je 4 Tage Ge- iingnibi oerurte ll. Auf Bern ung der StaatS- dnwal^choft werden die Stroben auf 1 00 M k. statt 1 Monat Gefängnis>. und auf 150 TRL statt 1 Monat 14 Tage Gefängnis> erhöht, bei dem einen Angeklagten wurde aufcet Diebstahl Ersatzmänner bestimmt. Einen breiten Raum nahm der Vorttag deS KreisgeschäftSführerS Schultz. Gichen. in Anspruch an den sich eine ausgedehnte Aussprache anschlost. In feinem Referat wies der Vor- tragende darauf hin. dah hinter dem Wahlprogramm ber Hauptau-schuhverbände. zu denen auch der D.tz.V. an führender Stelle gehört, mehr als 800 000 orgom irrte Angestellte stän- den. Der Wahlkampf finde die bür gerieten Verbände in einer geschlossenen Front denen auf ber anderen Seite bie foz.alisttsch.n Angestell tenver bände. die im Gegensatz zu dem Wahlkampf im Jahre 1921 da» eigentliche Ziel, die Aushebung der Angestelltenvericherung und die Verschmelzung mit ber Invalidenversicherung verschleiern, gegenüber stehen. KrriSgeschäftS- fübrer Schultz nahm zu den einzelnen Forderungen ber sozialistischen AngestelltenvertAnde (Z.d.A Dutab. Werkmeisterverband) Stellung und erörterte da» Wahlprogramm der Haupt» cu-'chuftverbände. Zu ververfen ist te Bilanz, die Ende 192? aufge':ellt wird, nicht in ihren Ergebnissen be- kann: iii. Iina Jen.-erungen von erheblicher Bedeutung in ihrer Wirkung nicht ab^chätzbar. DaS z. Zt. angewandte Umlage?er'ahren in Verbindung mit KapitaldeckungSvedahren kann nur aI4 eine Vormastnahine angesehen wcrdem DaS Umlage verfahren ist durch das Anwartschaft-« deckunaSverfahren. daS die Bereitstellung der erforderlichen Wittel für spätere Jahre und Jahrzehnte, wenn sich das Angestelltetwerfiche- rungsattey voll auSwrkt. allein sicherstes. zu ebenen. Die Derhältnillc .n der Reiä^knapp- 'cha!tsversicherung sind ein warnendes Bei'piei. Richt die Erhöhung NA Grundherraj,eS. sondern die individuelle Erhöhung der S'-eigerun^ätze .st eine zw.ngende Rotwend.gkeit- Die Aufwer- rung durch den Grundbetrag er.ispricht allen Hlluien Forderungen S.ne wettere Erhöhung des Drundbetrages führt zu einer Proletavi- ficnzng und Enrrechtung der quiIU^ier.en 2n- bellten denen Leistungen entsprechend ihrer M. 130.-. Herabtetzung der Altersgrenze eü Jahre Die Erfüllung der Wartefrist ist SO Beitragsnionaten zu bemessen, und zwar tns- tx-tordere der Werkmeister, die erst in Jahren in ihre-. Beruf gelangen. Zu fordern ist ferner der Ausbau der Sell".Verwaltung Ernennung der besoldeten DirAivriumsmilglleder bui4) die Aeicher^erwaltung uiuer Zust.mmung des Berwa!:ungsrat«s Arbeitaeder und Arvctl- nehm c r Das gegen wär: ge Tertraucngmannee- '• ‘:e. . bat ich dewähn Ei Dr telung (*, Jr» bc : eb r und 1 ■ Arb ilnehtrn r als Berirauens- mai .er1 abgelcb beiui die scha't ist nicht geiv.'.ll anstatt die Hälfte der Sei träge zweidrtttei der Beiträge 8« tragen. 3m übrigen bat sich die Zusammenarbeit _ mtt t“er nichtso«ial.stifchen Arbeit..e.n^cha'i bewährt. Ocforbcrt wird die Möglichkeit der Aachent- richiung von Beiträgen *ur Erreichung der an» iixanschalt bei Beruf »uns äh liket f Vermeidung von Härtefällen) auch über das Jahr 1928 h.nauA. Einbeziehung aller Angestellten in die Ver» iicherung ohne Rücksicht auf die Gedaltshöhe. Irweiterung des Kreises der Unterhaltiingsbe- rechti-ten und MMebnung der Anfpruchberech- llche Unterfuchiing und Aachprüfuna der Reichs- versicherungsanstalt. Es muh auch tünfllg ble Möglichkeit be. Ablehnung bei und. recht igten JlntVi jen und bei nun.zz'.v'en Fällen g^irben fein Der Befchw rdeausfchuh bat fich bewährt Notkundgebung der Vogelsberger Kleinbauern. WSA. Schotten. 11. Oft. Zu einer groben Aotkundgebung versammelten f'ch die Vogelsberger Kleinbauern auf tvm Höheredskopf. nachdem schon zwei Dorversa.nm- lungcn in Herchenhoin und Ulrichstein voraus- gegangen waren. In der Versammlung wurde auf die grobe Aotlage der Kleinbauern der ganzen Umgebung hingewiesen. b:< urch die letztjährigen Mistemten entstanden sei wurde ein Aotauvs chuh unter Leitung ve>, rcr Steinmann. Hcrchenhain. e.ng.fetzt b r mit ber Regierung uaer eine besch'eunigte Umstellung der Bewirtschaftung de- oberen Dogeisbergs verhandeln soll. Iahrestagung des oberl,essischen Missionsvereins sür Va'el. legt, vor und nach ber ^ahrt naaj oeni xi«;i ehen zu haben Es habe gebrannt. Andercr- >eits wurd< durch zwei Polizeiwachtmeister erwiesen. das, es während der .^hrt nichl gebrannt hat. Es mag mit der Möglichkeit gerechnet werden, dah die elektrische Leitung wäh- tend der Erschütterungen der Fahrt versagt, doch vorher uni) nachher funktioniert bat Trotzdem hatte der Angeklagte mit seinem Einspruch fein Glück. Ein Krastwaaenführer ist dafür verant^ wörtlich, dah die Anlage, dem heutigen Staich der Technik entsprechend, derart in Ordnung ist, dah ein solches vvrübergebeiides Versagen nicht vorkommt. Aach der Rechtsprechung kann eine allgemeine Ausrede, es sei nicht möglich gewesen. daS Versagen der Beleuchtung während der Fahrt zu verhindern, nicht zugelasfen »erben. Es blieb bei der Strafe von 10 M a r k. Ein Autofahrer auS Hungen war. tote so hauslg. an vpser der MäuSburg aetoorden. Er hatte die Sperrzeichen überfehen. Auch hafe er (einen Führerschein bet sich. Zum ersteren bl,cb cS trotz des Einbruchs gegen den Slrafbe chl bei der üblichen Slrase von 8 Mark, wegen des zweiten Vergehen- wurde die Strafe des Straf- befehl« vvn 30 Mark auf 8 Mark herabgesetzt, ba bie Haup'.verhandlung strafmildernde Um- und ein neues eigenes Schützenhaus mit sehr zweckmähig angelegten Schi eh ständen. _ Ober-WibderShelm. 11. Oft. Auf dem hiesigen Bahnhos herrscht ebem Hochbetrieb. Reben der Verfrachtung von 40 dts 50 Bahnwagen Basallevzcugnisten tommc.i tätlich Kartoffeln und Obst zur Verladung, die hauptsächliM inS Industriegebiet geben Schut- telobst Wirb in den letzten Tagen nach Württemberg verland,, ba der Bedarf der einheimischen Keltereien gedeckt ift Der Preis ist von 250 Mk. übet 3 Mk. auf 2.75 Mk. pro Zentner zuruck- gegangen. Drohe Rächt rage desteht nach wie vor nach erfttlosfigen Spei'ekaNoffeln. Edeltraud und Industtte. die am begcbricllen find, kosten letzt 4 Mark. Wenig Handel besteht in Dirllch-a rs- (artoffeln. von denen hier m der Hauptsache 5»aNia" und .Zentifolie- angebaut werben. * ■ =. Hirzenhain. 11. Okt Auf dem Wege von Hirzenh-ain nach Lihberg ereignete sich ein Auto uns all. der von schlimmeren Folgen hätte begleitet Rin förmar Sm Werkmeister des BuderuSlchen St s^ werk es be- sand llch in Begleitung seines Sohnes mittels Auto auf dem Wege nach Frankfurt a. W. Infolge eines AchfenbrucheS. der kurz vor Lihberg eintrat, rollt« das Auto M« fdiung hinunter, überschlug sich und begrub die Insassen unter sich. Der Vater erlitt hierbei einen Aasenbeinbruch. der Sohn einen Unterschenkelbruch Aach Anlegung eines Aol- Verbandes wurden die Verletzten nach Htrzen- • Gießen. 7. Okt. Sin Krastwaaenführer hatte einen Strasbe'ehl erhalten, weil bei einer Aachtsahrt das Hintere Kennzeichen L’ine« Autvs nicht beleuchtet war. Sr behauptete unwider- unb nach der Fahrt nach dem Licht haben, öd habe gebrannt. Anderer- gcner Weile. ... L Mücke. 11. Okt In der letzten Zett mehren sich aus den Orten, die die Aut vpost Ulrichstein — Mücke berührt, die Stimmen, die die Verbesserung deS Fahrplanes durch Einlegung einer weiteren Fahrt tn icDer Richtung aus dieser Linie befürworten. Gerade für den Winter wäre eine Neugestaltung des Fahrplanes der Krastpoft in dieser Hinsicht zu txgrüfim. Sin viel benutzter Zug ist der Zug Ar 554 ab Mücke 11,14. Zahlreiche Bewohner der Ort« die di« Krastpost durchfahrt, fahren mit diesem 3ugc nach Grünberg, wo fie zu tun haben. Dieser Zug wird fogar mehr benutzt Lider Zug Ar 552 ab Mücke 7.03. zu dem das Postautv fährt. Leider ist die PostveNoalttmg feither aus bie Wünsche des BagelSberges. zu dem Zuge ab Mücke 11,14 Uhr ein Auto fahren zu lasten, nicht eingegangcn. Die gute Benutzung ber Wagen sollte der PosweNvaltung ein Anrrtz fein, dem Wunsche weiter Kreis« Rechnung zu tragen und zu dem 3uge ab Mücke 11,14 einen Wagen laufen zu las en. Dieser Wagen vttd sicherlich ebenso gut benutzt werden al» Du beiden an «ren Wagen. Der Zug Ar. 555. an Mücke 13.18, bringt zahlreiche Reisend« mit di« den Weg in die Darier der Autostrecke oder bis nach Ulrichstein zu Just zurucklegen müssen Das Auto könnte diese Fahrgastt aus dem Rückwege mtt zurücknebmen Den Bvgel-berg- bewchnern in der Gegend von Ulrichstein, m Södem Ober- un> iIn!rr-L-.bkNd Stumpertenrod. Helpershain. Ober-Ohmen un. Ruppertenrod wäre durch das Entgozenkommen ter Pvstverwalmng sehr gedient. l_ Ober-Ohmen. 11. Oft Dre Tctrung der Ohmstraste scheitet rüst g vorwärts Bis jetzt sind etwa zwei Kilometer seniggetvLtt. D.e Arb.'.ten werden augenb'.ick-tch dadurch gehemmt, dah kein T«r da ist, da die bett-r mde r.nna nicht rechtzeitig liefern konnte «'tmge Duoend Arbeiter find damit beschäftigt, den Srraf-enschmuh imb Staub, der sich tief zwischen Ten Strahenfchotter Hinerngcprehr hat. w ent- fernen. Rochdem die Strafte durch einen Sporng- tr-agen be^eachret worden ist wird der ^hciruy mit Drahtbürsten abgekvayt. An manchen v.tollen muft der Schmutz m.r Pickhacken und Kratvetsen erst losgehackt worden. Dann fährt eine >,ehr- maschirre darüber, bie von der Dampfwalze gezogen wird, und zuletzt wird die Strafte noch einmal mit Besen retngefegt Auf du so gereinigte Straft« Wird der Teer gegef cn darauf kommt eine dünne Schicht grobkörniger 5ttes. worauf noch einmal mtt Teer übergoßen wird Zuletzt wird noch eine dünne Schicht feinkörniger KieS darüber gedeckt, war aus dann die Danu/- walz« das Gairze feftdrückt. Etwa 50 Arbeiter srird hier befchäftigt. unter denen sich etwa 15 Hain überführt. Streift Schotten. a Laubach. 11.Oft. Gestern fand die bst Versteigerung der Gemeinde ' statt, di« wegen der drängenden Arbeiten der Grurmnot- und Kartoffelernte länger wie gewöhnlich hinauSgeschoben wurde. Aachoem vor 14 Tagen die Birnen und Zwotschon versteigert worden waren (wie berichtet) wurden heute die Apfelbäume auSgcboten. Die Preise waren heute wesentlich höher. Der Zentner Taselobst kam im Durchschnitt auf 8 bis 10 TEIL, WirtschastSobst auf 5 bi« 6 Mk. Der hiesige Zwei averein des Vogelsberger Höhen-El ubS sührte am Sonntag unter Führung von Kaufmann JustuS seine Monatswanderung durch die Röthgeser Waldungen über Aonnonroth. LangSdors. Birllar nach Kloster ArnSburg auS. wo Sekretär Becker die Klosteranlage erklärte. In Arnsburg traf man mit dem Zw.igveretn Vidda zusammen. Don Lich aus wurde am Abend die Heimfahrt angetreten. — Gedern. 11 Oft. Am Sonntag veranstaltete der hiesige Turnverein sein dios- iähriaes Abturnen. Am Aachmittag fand auf dem .Alten Turnplatz- daS Wetturnen statt. An dieses schlossen sich allgemeine Freiübungen der Turnerinnen, Turner und Schuler sowie Gemeinschaststuriien an. Abends enolgle im Vergw.nshau- die Siegerverfündigung. Der Dorlitzende des DereinS, Sisenbahnaf list ent Ehr. S t ö h r bezeichnet« di« bei dem Abturnen erzielten Resultat« in Anbetracht der mancherlei UntorVrechungen. di« der Xumbetrt^ m Mm Jahre erleiden muhte, als recht bcfrlebigeno. Die Preisträger wurden durch Diplome ausgezeichnet. An die Derteilung der Diplom« fchlöft sich ein gemütliches Zusammensein an. das die Teilnehmer noch lang« zufammenhielt. Streift «lsscld. 2li-selb. 11. Oft. Am Sonntagnach- mittag veranstalt«1en dir hi«sig«n Ztrmr.i es \M bau eines reo mit zu den Jahre. . Sineklm reaelmähiger beweisen. Vv [riefeln über qeschwindigle ■9a der La; Dinkers nm 8 bis nachmi zeug, wenn ld>mlmbun( eine Sttcdc zurücllegen. 60 Rtlomclf ununierbr» nach 2lb!< 24 mal 60 ?as Flug? lich viel I ftUomtfer Hm’t&nbCT heute nopt (B.ld 2 und 3): örtr (5) wird ein wie den Don Otto iRochdruck verboten!) CDiebergübe der Rundfuid- bei Flügen über den Dalken bte schart ge- kitt für Abb. 3 um. dah leine Spitze vom Kopf Auch bie ameriLa «reschen E nbaHn-Gesell- schäften haben ihr? Schwert gleiten mit Rauch und Ruh Währeid man in anderen Ländern die Dahnen elektrisiert, läht sich bie» in Amerika wegen ber weiten (Sntfemungen nicht überall durchführen. Man wird hier auch im Zeitalter der Elektrizität fernerhin mit Dampflokomotiven fahren. Dun bat e» sich al» sehr schwierig er- wiesen, in manchen Tunnel- zu arbeiten. Hier haben sich berc-rtigt Matten wn Rauch an* gesammelt, dah jede Tätigkeit unmöglich wird. Auch das Personal auf ben Lodmwtrven tetbti beim Durch ähren ber Tunnel» sehr unter dem Qualm und Rauch t-er im Innern herrscht. Die Dattimorc- und DMo-Otailroab Hal deshalb besond-ere Gasmarten konstruieren lassen, die das Arbeiten und da» Durchfahren der Tunnel- erleichtern sollen Die Gasmaske ift leine eigentliche Maske Sie besteht aus einem kleinen Gefäh, da- in den THunb genommen Word (Sine Klammer verlchlleht bie Dale. DaS Gefäh enthält Stosse, die den Rauch zurückhalten. Der Arbeiter sowie daS SofomotiDpedo* nal atmen durch da» Gefäh hindurch und be* fommen auf diese Weise reine Lust in ba Sungen. nicht in Ordnung ist. Gleichzeitig wird ober auch eine Stamm.Ilion benachrichtigt, die die Feuerung untersucht unb zugleich den Kohlen- verbrauch nachprüft. Hat brr Hetzer schlecht flo he^i. wirb er verwarnt. 3ft d.e Feuerung nicht in Orlmung, so werden die nötigen Mahnahmen ergriffen Durch diese» System holst man der Verunreinigung ber Lust durch die technischen und industriellen Feuerungen rasch Herr zu zugleich etne ganz beträchtliche ®t> Kohle herbeizusühöen. mnb (4) gelegt, der eine Sche.be (3) au» durchlässigem Stoss trägt. Am Rande dieser Scherbe ist eine Platt« (2) au» Zelluloid ange- brach: bie gegtmüber dem Hörtoch des Fernhörer» eine Oesfnuna hat. Dtese OeNnung ist gerade so grob, daß sie da» Ohr umfastt. lotoeit e» am Kops angewachsen ift Dun ist aber die 3elluloibt*itle nicht eben, sondern kegelförmig nach auben durchgedruck:. unb die Spitze des Technische Rundschau. Don Dr. Franz Kittler. Viel« bet groben Kraftwerke, vor allem aber die Elektrizitätswerke bie den Strom für die Grvbftädte liefern, leiden sowohl in technischer wie in wirtschaftlicher Beziehung unter ihrer un- gleichen Belastung. Ser Strom wird während der 24 Stunden des Tages nicht glcichman g entnommen. Während ber frühen 2Rorgenfrunben ist der Derbrauch an Elektrizllät nur sehr ge- gertng. Dom Dachmittag an steigt er gegen Abend immer mehr an, um je nach >er ickahreS- zeit in einer der früheren oMr fiteren 2wcnd- stunden seine oberste Grenze, die „Sp.yenleinung zu erreichen. Hört die Arbeit auf und werden die Läden geschlossen, so finh bie Kurve des Verbrauchs plötzlich sehr stark ab. Es tst also ein ständige» Auf unb Dieder, das auch technische Schwierigkeiten bereitet. Wenn die Stromentnahme einen gewissen Grad erreicht hat. müssen Reservemaschinen in Betrieb gesetzt werden. Sie werden wieder stlll- geleat, sobald man sie nicht mehr benötigt Durch sorgfältig geführte Statistiken und Aufzeichnungen weih man ungefähr, wie sich die Leistung unter normalen Verhältnissen an jedem Taz des Jahres gestalten wird. Dlan trifft deshalb Vorbereitungen, heizt die genügende Anzahl von Ketteln. Läßt die Reserven rechtzeitig anlaufen und sorgt dafür daß niemals ein Mangel an Strom etn- tritt Dun können aber unvocherge'ehenc Ereignisse plötzlich einen Strich durch die Rechnung machen. Sie bestehen vor allem tn Stürmen, die rasch dahtnziehen und m t starker Bewölkung verbunden sind. Sobald sich der H mmei ocr- finftert, was oft ziemlich rasch erfolge, uammi Überall die elektrische Beleuchtung auf. 3n®oi- gen Minuten steigt der Stromverbrauch rnS -ln- Dtel« Apparate b<« speziell In Deutschland M zu einer hoben Stuf« der Voll komm enhett entwickel' 'ink btTeben im wesentlichen au» einem elektrisch angt< Fluglage gebracht. Durch ihre lebendige Energie schwebt Ile noch eine Strecke »eiter. verliert Dabet immer mehr an Gdchwinblg- fclt und setzt schliehlich mit den Rädern sanft auf dem Boden aus DotauSktzung für ben glatten Verlaus bet Landung ist. dost da» Ad'angen genau In der richtigen H >h« edolgt. Verlchaht sich der Führer nur um einen Meter nach oben ober unten, so gibt eS unter Umständen bereit» .Bruch 11 nh die Gefahr de» Dedchätzen« ist gerade bei Dachtlandungen. bei denen dkAu.en l es Führer» nach dein langen Flug Im Dunkeln durch das grelle Scheinwerierlicht leicht geblcn- öet werden, ziemlich qtoß. Die neu« Srän ung 'chastt hier Abhilfe. !u ermöglicht e» dem Führer, die Landung an Hand oer Angaben ei ms durch äußere Einflüsse unbeirrbaren Instruments au? rat uferen. Der Apparat arbeitet nach dem Prii.->ip Oe- Slektromeler»: bei der Annäherung des Flugzeug» an den Erdboden werben -w: cher beiden elettrll-« Kräste . rzci^r, di« sich um so mehr verstärken, je weiter bl» Maschine h.-runterkommt. Die ober ? Dreine de» Mehbereic!)» liegt bei etwa 60 bl» 80 Meter Höhe. waS sür die PraffiS vollkommen genügt In Dvdennähe sind die Angaben be» 3nf|ru» ment» so genau, daß selbst bei völliger Dunkelheit oder dichtem Debcl einwandsreie Landungen au»gesührt werden können. Don der Deutschen Lust-Hansa wirb leit etwa zwei Jahren auf der 2trede Berlin -Danzig - Königsberg ein regclmähiaer Dach', lüft dienst unterhalten. Die erzielten Ergebnisse waren bis jetzt überaus besriedigend. Die Lust-Hansa beabsichtigt. demnächst auch auf einigen anderen Strecken einen regelmäßigen Dachtlustdienst ein» zurichten. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, werden mir also in einigen weiteren Jahre» mit der gleichen Selbstverständlichkeit nacht» fRegen, wie wir heute O-Zug oder Auto fahren. Nacht-Luftverkehr. Don Zivilingenieur Han» W o 11 e r e cf. Die beiden letzten Jahre sind für die Entwicklung des Luftverkehrs von entscheidender Bedeutung gewesen. Man hat endlich erkannt, daß die Ausgabe des Flugzeug» niemals darin bestehen kann, sich mit der Eisenbahn über kurze Strecken in einen von vornherein aussichtslosen Konkurrenzkampf etruulaflen. Die Zukunft be» Luftverkehr» liegt nicht in ber "Verbindung von Stadt zu Stadt, sondern in der Verbindung von Staat zu Staat und t»rüber hinaus von Kontinent zu Kontinent. Erft bei Strecken von vielen tausend Kilometern Länge, bei denen der gegenüber ber Bahn ober dem Schiss erzielbare Zeitgewimr nicht Stunden, sondern Tage beträgt, kommen bi« Vorzüge be» Luftverkehr» voll zur Geltung. Aul solchen Strecken wird deehald auch am ehesien mit einer bie Wirtschaftlichkeit be» "Betriebe» sichernden Inanspruchnahme durch Fluggäste und Frachtgüter zu rechnen fein. Freilich Ist die Organisation derartiger CKiefenftreden keine leichte Ausgabe. Di» brüte werden 99 Proz. aller Luftlinien nur am Tag« beflogen; während der Dacht rufet ber Betrieb vollkommen. Das war zulässig, solange es sich um verhältni-rnätzig kurze Luftlinien handelte, di« bequem während der Hellen Stunden eine» Tage» durchflogen werden konnten. In Zukunft wrrd es jedoch ander» werden müssen. Der Ausbau eines reg rlmäsziaen Dachllustverk hrs gehört mit zu den wichtigsten Ausgaben ber nächsten Jahre. Eine Heine Rechnung wirb bie Notwendigkeit regelmäßiger Dachtiustverbindungen am besten beweisen. Die heutig m Derk hrsslugzeuge entwickeln über längere Strecken e ne Durchschnitts- geschwiirdigkeit von e wa 150 Kilometer-Stunden. Da ber Tag in unseren Breiten während de» Winters nur ungefähr 8 Strmtrn (von nrergenS 8 bi» nachmittags 4 Uferi dauert, kann da- Flugzeug. wenn man von dem Zeitverlust durch Zwischenlandungen absieht, cn einem Tage bestensallS eine Strecke von achtmal 150 - 1203 Kilometer i. Der l)- Zug dag gen 1 60 Kilometer-S unten Durchschnittsgeschwindigkeit ununterbrochen Tag unb Dachl unb hat beshalb nad> Ablaus emeS TageS eine Strede von 24 mal 60 1450 Kilometer hinter sich gebracht. DaS Flugzeug ist bamit trotz seiner an unb für sich viel höheren Sigengeschw.nbigkeit um 250 Kilometer g schlagen. Man wird es unter bi s n Umständen bcgm'en, eoenn der Dachtschn l'zug heute noch vielsach alS der gefährlichste Feind des Lustverkehr» bezeichnet wird. Derlchicde ttich ist versucht worden, dadurch Adhilse zu schas^u. daß man aus groben St reck .m einen ,.ge-nischien" Betrieb zwi ch n E .s.nbahn und Flugzeug einrichtete Der Reisende werd tagsüber Un Flugzeug befördert, vertau'cht es bet Einbruch Der Duillelhelt mit dem Dachl- schnell,ug. steig' am nächste i Morgen toieb?r ins Flugzeug usw. DaS Versa ;ren bat sich in Deutschland und auch im Ausland, z. B aus der grvf^n amerikanischen TranSkont n n -Lustlinie Deuyork San-Franzisko, ganz gut bewährt. Trotzdem kann die» nur al» Dotbehels gelten. E» perftebt sich von selbst, dast da» Fliegen bei Dach! an das Flugzeug- und Moivrenmate» riaf. an die Dodenorganisat on und nicht zuletzt an das Führerperjonat ungleich h' er- Ansor)«' runacr stellt, al» du» F.iegen bei Zag. Da Dvtlandungen in der Da^t stet» mit Gefahr pcibunX-n sind, unb da selbst der beste Zlugmotor einmal eine Panne haben lann. sollten zu Dacht- »lügen auslchliestllch me. rmotor ge Grol verl hrs- Uugzeuge verwenbet werden, d r n Kras'.üder- schuh so grob ist. daß sie sich auch bei evtl. Aus- fall eine» Motors noch in der Lust halten können. 3n Deutschland leben un» in den Typen Junkers G 21 unb G 31. Rohrbach .Poland". Übet .Kcrndor", 2fiba!ro» L 73 u w. mehrmotorige Grvs verkehrss lug zeuge zur Derjügung, die ihr« Eignung zu Dach.slügen gtöfe.enidU bereit« pra.- lisq» unter Beweis gestellt haben. Weiter müllen Vorkehrungen getroffen wer- den. die bem Piloten bei Dachtilügen die Sin- Haltung der richtigen Gleichgewichtslage, bie Ausrechterhaltung ber Orientierung und bie Ausführung einet einwandfreien Landung ermöglichen. Die Erfahrung hat gelehrt, dah der Führer fein Flugzeug nur solang« im richtigen Gleichgewicht zu halten vermag. alS er sich mit den Augen an irgendeinen festen Punkt aufjer- Führer nngtum ein« einzig« schwarze Mass« unb würde binnen kurzem jede Kontrolle über bie Lage seiner Maschen« in der Luft verlieren, ihm nicht di« Technik durch Ne Ersin- "* (auch .künstlicher Deuyorker Kraftwerks verbunden unb lösen dort eine Alarmglocke aus. Da alle Empfänger melden. durch deren Bereich der Sturm y.ndurch- zieht, so kann man aus den Zeiträumen, die zwüchen den einzelnen Meldungen versliehen. genau erkennen, mit welcher ®c chwmdigkrit et 'ich nähert. Rechtzeitig, ehe der Ettirm die Grenzen des Derfrtgungsbetc.chs erre.cht. werden die .öt;gen Vorbereitungen getroffen. Sobald bann die Verfinsterung unb damit der erhöhte Stromverbrauch eintreten, beginnen di« Rdervemoschi- nm zu laufen. Kegels ist schräg abgeschnillen, wodurch d.e unmutige Deffnung entsteht Hängt man nun den Höret aul das Ohr (Bild 2). indem man biefc» zwischm die Zelluloidplatt« und Den durchlässigen Stoss emführt. so sitzt der Hörer zunächst fo der Benaudihörer. Drückt man nun aber Höver gegen ben Kops, so stülpt sich ber wegen des starten Anpressens ber Ohrmuscheln, die besonders bei längerem Hören oft erheblich schmerzen. So grei'en denn viele Fu.ckgäste zum Lautsprecher. Da die'et aber auf seiner jetzigen Ent- midlunaiftufe noch keinen vollwertigen Ersatz, geschvx-ige denn eine "Berbclfetung gegen den Kopssemhörec bedeutet, so Ist man dazu über- gegangen, den Kop sernhöre.empsang von seinen unangenehmen Eigenschaiten zu besreien. DaS einiachste Mittel dazu sind wohl die Hör- lis cn, Me als üeberzug aus weichem Sun'.mischwamm über Cie Höret gezogen werden. wobei natürlich in der Milte ein« Oessnung zum Hören gelassen ist; sie vermindern d«n Druck aus Vic Ohrmuscheln erheblich. Einen Schritt weiter geht das ..Rad'.o-Ohr", ein ringsörmiges Gummipoifter, daS einerseits den Hörer. anO? erscitS das Ohr au nimmt und den Druck auf die Ohrmuscheln vollkommen be- siitigi, da es sich gegen den Kopf um das Ohr herum, und nicht mehr gegen daS Ohr felfefl abstüyt. Es gibt aber auch Lösungen der Ausgabe. daS Drücken d«r Fernhörer durch Weqlassen Le8 Bügels von Grund auS zu vermeiden. Schon zu ci: «t Zelt, als man noch gar nicht an Rundfunk dachte, ist der Benaudihörer (Dlld 1) als zwei er Hörer für den Fern'precher geschaffen worden. St ist seht leicht; seine Hörmuscheln tragen einen nach dem Kops zu um ISO Grad umgebegenen Rand (1). gewlsiermahen eine Rinne ringsherum, mit der man öle Hörer aus das Ohr hängen lann. DaS geht natürlich, aber er sitzt nicht sest: er fällt leicht herunter, kann auch im Liegen nicht gut benutzt werden, unb men hört damit natürlich nicht so gut, wie wenn die Hörer dicht an den Kopi anzeprcht werden. gebeure. Die Kessel sind nicht geheizt, bte Reservemaschinen können nicht laufen, Störungen der verschiedensten Art im Bett eb ber Straßenbahnen, der Üntergrundbahnen und sonstiger Art treten aul Vielsach bauen deshalb Me Dahnen eigene Elektrizitätswerke, um von den Belastung»- schwankungm der großen Kraftwerke unabhängig zu sein. e Geradezu unheimlich haben sich nun in jüngster Zeit verfchiedene Stürme in Deuyork. dann aber auch tn manchen Städten Europas aus- gewirkt. Man muhte die mit ihnen verbunden« Finsternis, das Versagen der Vcleuchtunq und des Verkehr» als etwas Ünabänderltche» fern» nehmen. Dunmchr hat man jedoch etne Anlage gdchasien, durch die derartigen Zwischrniällrn t'orgebeugt werden soll. Alle Stürme kommen von Westen. Dordwesten oder Dorden. Deshalb wurden vom groften Kraftwerk in Deuyork aus strahlenförmig Telephonleitungen nach die'en Richtungen gelegt, die sich weit ins Land erstrecken. An bieten Telephonleitungen entlang sitzen Beobachter, die jeden Sturm telephonisch meldcm Bei der gewaltigen Ausdehnung d«s Gebietes aber, um da» es sich hier handelt, würde Per Dienst durch Beobachter allein nicht genügen. Soll er richtig arbeiten, fo würde man deren zu viel» benötigen. Man hat beshalb rwch automatische Sturmmelder angebracht. 3et*T Sturm ist mit dem Sinken des Barometers^qe- wöhnlich auch mit einer Zunahme des ZeuDv.g- keitsgehalts der Luft, dann aber mit dem Au'- treten elektrllcher Veränderungen in dieser verbunden. Feine Registrierinstrumente sind aufgestellt. die diese Schwankungen genau verfolgen. Di« wichtigsten In'trumrnt« aber sind di« drahtloser. EmpILnger. die auf alle Aenderun- acn der Lusieieklriz-aät anfprechen. D-e Smp- Knger sind mit dem lleberwochung »bureau deS Zelluloidkegel ... wegzeigt. Dadurch wird da» Ohr zwischen die Zelluloidplatt« und dm durchlässigen Stoff le.chl eingeklemmt - es ist gar n.cht lästig — und der Fernhörer sitzt sest am Kopf (Bilo 3). Da» Loch in der Zriiulordplatte ist ausmittig, damit man nun durch Drehen des Hörer» auf bem Ohr daS Obrloch dem Loch In ber Mitt« ber Hörmuschel genau gegenüber (teil en kann. Zum Abnehmen zieht man den Hörer «tnsach vom Kops ab. Sie Vorrichtung ist mit fest aiujebautm lehr leichten Hörem zu habm; man kann suh aber auch die Hörkappm allein kaufm unb vorhandene Hörer einsetzen. Man hört mit dieser Vorrichtung verhällnismäbg gut. und sie ist allen denen zu empsehlm, die unter Bügel- barbietunotn durch den Lautsprecher oiclcrort» mit mehr oder wmiger cldolg gepflegt wird, so unterliegt e» doch jetzt keinem Zw«is«l mehr, dah ber. ber Wert aus retnr, unser,«rrle Wtedergabe legt, heutzutage immer noch zum Kvpsfernhörer greifen must. Für dm Dichthörer ist eS ohnebie» angenehmer, wenn feine Hausgenolfm Funk mit Fernhörern hörm; denn mancher brüllende Lautsprecher hat schon ru&eliebtnbc Dachbam zur Vcrzweislung gebracht. Für ben Zunkgast selbst jedoch hat da» Hörm mit Fernhörern zwei Schattenseiten: Erstens ist er gewissermafeen angekettel. bann ob kann ker Bä « er ur.a gerehm we den, tteni, et Ernteschäden in Hessen. Dom Verband der landwirtschaftlichen Arbeitgeber für Hessen und Nachbargebiete wird foIgcnveS mitgeteut. Die ungünstigen Wit'.erungsverhälttu se der letzten Wochen haben die Einbringung der 6rnt e aus-^ordentlich Verzöger: und unseren Landwirten große Verluste gebracht. 5he. ®5nle» > chädcn wurden noch dadurch in diesem Jahre ein außerordentlicher Mangel an Arbeitt-kräflen »n der Lands;rtfchaft besteht. Dse w ekx r etwas behobene Daschäftt- flunc- irab in der Industrie, d.e Drschrankung der 3abl der zu gelassenen ausländischen Ar- beiter für die Landwirtschaft (Polen) und d.e ungünstigen Wil.rungsverhältnisse, welche eme über baä normale Bedürfnis hinausgchende x»at)l von Arbrit-ikrüf cn zur raschen Einerntung er- fordern, haben einen derartigen großrn Bedarf an Arbeit^kräf en für die Landwirtschaft hervor- geru'c-n. daß dieser keinesfalls auf dem inländischen VAartt gedeckt werden farm. Sämtliche Ar- beitsnachweise sind nid)1 in der Lage, die Land- w!rt!chaft durch Vermittlung inländischer Arbeitskräfte genügend zu versorgen. 3n vielen Bezirken uni) in vielen Betrieben kann daher aus Mangel an Arbeitskräften die Ernte nicht rechtzeitig und gut cingcbrachl werden, da das zur Ausnutzung der wenigen Tage mit gutem Wetter notwendige Personal zur Einerntung überall fehl'. So hat die deutsche, insbesondere auch die hessische Land- wirtfcl)ast, nicht allein durch die schlechten Witlerungsverhältnisse, sondern auch durch den Arbei termangel in der Landwirtschaft großen Schaden erlitten. 3n Anbetracht dieser Verhältnisse muß es befremdlich erscheineli, daß in Bezirken mit überwiegend landwirtschaftlichem Charakter noch Arbeiter Sr- werb^loseiiunterstützung beziehen, die zum Teil landwirtschaftlichen Berufen selbst angeboren, oder eine Verwendung in denselben leicht finden könnten. ES ist zu begrüßen, daß der Herr AeichSarbcitsminister nunmehr an die Landesregierungen und Arbeitsämter ein Ausschreibcn hat ergehen lassen, in dem die Arbeitsnachweise darauf hingewiesen werden, der Vermittelung von Arbeitskräften in die Landwirtschaft ihr besonderes Augenmerk zu widmen und sie zu veranlassen, den aus der Landwirtschaft kommenden oder für landwirtschaftliche Arbeiten geeigneten Erwerbslosen landwirtschaftliche Arbeiten anzubieten. Wenn landwirtschaftliche Arbeiten ohne genügenden Grund verweigert oder diese Arbeiteii grundlos nach kurzer Zeit wieder verlasse werden, so soll den betreffenden Arbeitern die Erwerbslosenrmterstützung entzogen werden. Eine llcbcrftcht aus dcrGicßcncr Umgegend Das Landwirtschaftsamt Grünberg berichtet uns: Die Witterung war im Monat September wie im Vormonat für die Ausführung der landwirtschaftlichen Arbeiten ungünstig. Mit Ausnahme einiger schöner trockener Tage zu Beginn und gegen Ende des Monats war die Witterung durchweg kühl und durch andauernde Niederschläge gekennzeichnet. Nach- dem während der trockenen Tage des ersten Monatsviertels daS Getreide bis auf einige Ausnahmen geborgen und mit der Grummeternte begonnen worden war. mußten die landwirtfchast- lid)cn Arbeiten auf dem Felde zum größten Teil wieder ruhen. Selbst das Schalen der Stoppeln war mitunter infolge zu großer Aässe nicht möglich, so daß auch die Bodenbearbeitung eine Verzögerung erlitt. Das Grummet ist durch den Regen teilweise derartig verdorben, daß es die Landwirte zur Einstreu benutzen, bzw. auf die Düngerstätte oder ben Komposthaufen bringen. Der bereits in den Vormonaten sich zeigende Arbeitermangel trat auch während der für die Feldarbeiten günstigen Tage des Monats wieder hervor. Er wäre zweifellos noch stärker in Erscheinung getreten, wenn ständig gutes Wetter geherrscht hätte, da zur Zeit fast in jedem Ort 1—2 Dreschmaschinen gehen, die bei der üblichen gegenseitigen Aushilfe und insbesondere bei der diesjährigen Anhäufung der Herbstarbeiten die menschlichen Arbeitskräfte besonders beanspruchen. Die Kreis - und Gemeindeobst Versteigerungen brachten bei der guten Ernte an Aepfeln und Birnen verhältnismäßig günstige Preise. Für Tafelobst wurde ein Preis von 2—16 Mk. pro Zentner gelöst. Wirtschafts. obst war entsprechend billiger und kostete der Zentner etwa 1—5 Mark am Daum. Die Zwetschenernte ist mäßig. 3nfolge der Hemmung der Ernte- und De- stellungSarbeiten wurde dort, wo das Pflügen wegen nicht zu großer Nässe möglich war, daö Schälen der Stoppeln vorgenommen. Die Vorbereitung der Wintersaatfelder konnte einerseits wegen der ungünstigen Witterung, an- bereitet wegen der späten Ernte der Hackfrüchte nur in geringem Maße erfolgen. Es ift bis jetzt nur in c.nigen Gemeinden etwas W.nterroggen ge'ät. . Das durch das ungünstige We.cer in der QualiiCt herabgesetzte Getreike kann nur zum Teil cL Saatsrucht Verwendung s.nden, so daß die Landwirte genötigt f;nb, neues Saat- getreide zu laufen. Allerdings zeigt auch das frisch bezogene Saatgut kfir o*t Auswuchs und eine verminderte Keimfähigkeit. Dao Saatgut wird teils von solchen Landwirten bezogen, öie ihr Getreide einigermaßen trocken und zum Teit vor dem Degen oetgen konnten, teils von Genossenschaften und Saatbaustellen. Die Ackerschnecke tritt im Arntäbez.r: in starkem Maße auf. Feldmäuse find wenig zu finden. An Pflanzenkrankheiten bzw. tierischen Schädlingen konnten fcftgeficllt werden: an den Kartoffeln Krautfäule und Schwarzbeinigkeit. an Futterrüben Herz- und Trockenfäule und Vlattbräune, an Kraulpflanzen Kohl- Hernie und starke Fraßbeschädigungen der Rau- Den des Kohlweißlings: an Odstbäumen Schorf. Moniliafäule und Miniermotten. Das Beizen des Wintersaatgutes mit neuen chemischen Mitteln (ülspulun, ©et- nissan) findet immer größere Ausdehnung. Trockenbeize wird noch wenig angewandt. Das hiesige Amt hat zwei Trockenbeizapparate beschafft, mit denen in einigen Orten Deizvorführungen veranstaltet werben. Das Getreide ift ^um weitaus größten Teil unter Dach. 3n einigen Gemeinden steht noch ein Teil desselben — meist Hafer — auf dem Felde. Die Erträge der Halmfrüchte sind nach den bis jetzt vorliegenden Drufcbcrgeb- nissen mittel bis gut. Der Hafer zeigt ein sehr geringes Gewicht. Der Doggen wird den besten Ertrag liefern. Die Strohernte ist gut, jedoch ist ein großer Teil des Sornmerhalm- strohes zu Futterzwecken nicht zu gebrauchen. Das Grummet, das im Amtsbezirk etwa zu drei Viertel eingebracht ist, liefert sehr gute Erträge. Die begonnene Kartoffelernte zeigt gute Erträge. Die gelben Sorten sind stark von Fäulnis befallen, während die roten Sorten fast keinen Befall auf* weisen. Wirtschaft. Die Rrichsbank nach der Diskonterhöhung. Der erste Oktoberausweis der Reichsbank, dem man mit besonderem 3n- tereffe cntgegensah, da er der erste nach der Dislonlerhöhung ist. zeigt einen Rückgang der gesamten Kapitalanlage um 2322 Mill. Mark. Somit haben sich die Rückflüsse ungefähr in der Höhe der Vormonate geheilten, wobei allerdings $u bedenken ist, daß diese relativ gerechnet geringer sind, da die Anspannung der Reichsbank zum Septemberultimv weit höher war, wie in den Vormonaten. Die äUtimoanpassung brachte eine Vermehrung des Umlaufs an Zahlungsmitteln um 684 Mill. Mk., so daß durch die eingetretene Entlastung eine Verminderung der Ultimo neu ausgegebenen, Zahlungsmittel um rund 31 Prozent eingetreten ist. Die Entlastung des Wechselkontos beläuft sich auf nur 142,5 Mill. Mk., was wohl zum Teil auf die hemmenden Saisoneinflüsse gegenüber der Wechseleinlösung zurückzuführen ist. Die relativ geringe Entlastung des Wechselportefeuilles, welches einen für die erste Woche eines Monats noch nicht dagewesenen Rekordstand von 2,6 Milliarden Mk. aufweist, bestätigt wenigstens vorläufig die Auffassung der Reichsbank, die keine großen Hoffnungen auf die Oktoberentlastung sehen zu können glaubte und daher den Diskont der Reichsbank erhöhte. Wir erinnern daran, daß besonders seitens der Banken der Rcichsbank der Vorwurf einer übereilten Diskonterhöhung gemacht worden ist. Cs gibt auch zu Bedenken Anlaß, daß der erste Oktvber- ausweis keine Wirkungen der Diskonterhöhung zeigt. Auch die Lombardbestände sind mit 64,1 Mill. Mk. trotz ihres erfreulichen Rückganges noch immer recht hoch. Der Notenumlauf weist mit beinahe 5 Milliarden Mk. einen noch nie bagetoefenen Höchststand für die erste Woche auf. Man muß natürlich erst die nächsten Ausweise abwarten, um ein Urteil darüber zu fällen, ob die Reichsbank mit ihrer Diskonterhöhung die notwendige Reduktion ihres Wechselbestanbes erreicht. * Damag - Meguin A. G. Zu den in den letzten Tagen erschienenen Pressenotizm über die Damag-Meguin A. G. ist, wie WTD.-Handels- dienst meldet, folgendes festzuß eilen: Der Abschluß für das am 33. 3uni abgelaufene Geschäftsjahr ist noch nicht fer.iggeftdlt. Di« Bilanz wird ftdoch mit eine.; größeren Verlust abschließm. Nach bem Vorliegen der endgültigen Bilanz- giffem soll die bere.tS seit läng er nn geplante finenzitlle Reorganisation der G.sellschas: durch- geführt toer^eru Die Betriebe ber Gesellschaft und -cingang i t reichlich, so bah der Zeitpunkt für die beabsichtigten finanziellen Maßnahmen ^.-sonders gcc.g:-. ist. ' Vom Rheinisch-westfälischen Kohle nshnbikat. Zu der Ankunkt von Ruhrkohle in London erfährt DTD.-Hanbels- bienst von zustä'.ldigcr Stelle, baß es s.ch hierbei um alte Abschlüsse handelt. Ein Abschluß über 70 000 Tonnen Gaskohle für London liegt nicht vor. Es wäre möglich, bah der Kohlenaus- fuhrhandel über ein derartiges Geschäft in Verhandlungen steht und sich i.nfolget.elfen wegen der entsprechenden Frachtrate umgehörl hat. • Eine Fusion Borsig-Ma n neS- mann. Aus Gründen der Rationallsierung haben sich zwei deutsche Werke, die in der Kälteindustrie jedes auf seinem Spezialgebiet eine hervorragende Rolle spielen, Bor ig und Mannesmann, zur gemeinschaftlichen Auswertung ihrer Produktion zusammengeschlossen. Besonders günstig für den Zusammenschluß wird erachtet, daß die ProdultionSgrenzen schon von vornherein so abgeteilt waren, daß beide Firmen, ohne m das Leistungsgeb et der anderen hinüberzugreifen, ihre Produktion unbehindert wie bisher durchführen können Unter dem Namen Dorsig-Mannesmann Kälteanlagen-Vertrieb-G. m. b. $). werben vornehmlich kleine unb mittlere Anlagen für Haushaltungen, Hotels, Fleischereien, Restaurants unb ähnliche gewerbliche Betriebe zur Ausführung gebracht. Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft wird in denselben Räumen fort geführt, in denen bis jetzt die Manncs- mann-Kühlapparate-Dertriebs-G. m. b. H. tätig war. * Guter Absaß in der Solinger I n - duftrie. Nachdem die Gefahr eines Streikes in der Solinger Industrie durch den Schiedsspruch des Schlichters gebannt ist, geht man daran, sich auf das Weihnachtsgeschäft oorzubereiten. Es find bereits aus dem Inlande eine Reihe von Aufträgen in Geschenkartikeln eingelaufen, so daß in der Solinger Industrie mit einer befriedigenden Weiterentwicklung für das Inland gerechnet werden kann. Der Absatz nach dem Auslande ist weiter nicht ungünstig. Abgesehen von Frankreich, für das die meisten Stahlwaren gegen die französischen Fabrikate zu teuer sind, macht sich Im europäischen Geschäft ein befriedigender Absatz geltend. Auch das Ueberseegeschäst, namentlich mit Nordamerika, kann befriedigen. Bemerkenswert ist es auch, daß einige Solinger Fabriken wieder Eingang nach Australien gefunden haben, obwohl sich gerade dort bemerkenswerte Widerstünde gegen die deutschen Waren geltend machten. * Dolerit Ba salt A. - G., Köln. 3n bet gestrigen Aufsichtsratsfitzung ber Dolerit Basalt 21.-®. erstattete ber Vorsitzende eingehenden Bericht über bic Geschäftslage, die in allen Teilen zufriedenstellend ift Die Nachfrage nach sämtlichen Erzeugnissen der Gesellschaft ist nach wie vor rege. Der Aufsichtsrat gab feine Zustimmung zu ber Erwerbung beS Bafaltbruches in WernSwig bei Kassel. Einer für den 15. Nov. dieses Jahres einzuberufenden außerordentlichen Hauptversammlung wird die Erhöhung des Aktienkapitals von 3.5 Mill, um einen 'Betrag bis zu 1,5 Mill. Mark vorgeschlagen werden. Berliner Börse. Berlin. 12. Ott Die Börse war heute allgemein schwächer. Nach, der Steigerung der Auslandwerte im Zusannnenhang mit den festen Auslandbörsen trat heute der umgekehrte Fall ein. Die internationalen Börsen waren gestern teilweise recht schwach: besonders in Brüssel, wo die ganze Welt zuletzt spekuliert zu haben scheint, traten erhebliche Rückschläge ein. die nicht ohne Einfluß blieben. Bei dem mangelnden Orderseingang war die Umsatztätigkeit weiter minimal. Typisch für die ganze Börse ist. daß der erste Kurs für 3.-G.-Farben gestrichen werden mußte, nachher wurde er mit 292 Proz. notiert. Soweit Notierungen überhaupt zustande tarnen, lagen sie 1 bis 3 Prozent unter dem gestrigen Schluß. Bankaktien blieben bis auf Mitteldeutsche (minus 3 Proz.) behauptet. Schiffahrtsaltien gaben 1 bis 2 Proz. nach. Sehr schwach lagen Gessürel mit minus 5 Proz.. Svensta minus 4 Marl. Anleihen abbrockelnd und im Verlaufe weiter nachgebend. Ausländer umsatzlos und eher schwächer. Türkenlose minus 1 Prvz. Geld ist eher etwas leichter geworden. Lagesgeld 6 bis 8 Prvz., Monatsgeld 8 bis 9 Proz., Warenwechsel 6.75 bis Z Prvz. 3m Qkdaufe konnte sich auf Deckungen eine leichte Erholung durchsetzen, wobei Spritwerte b.s zu 1 Proz. anzogen, doch gingen diese Gewinne später größtenteils wieder verloren. Svanffurtcr Börse. Frankfurt, 12. Oft. Tendenz schwacher. An der heutigen Börse war die Haltung allgemein schwächer. Der jetzt schon lange Zeit bestehende Zustand, baß sich das Privaipudlikum vorn Börsengeschäft vollständig fernhält, verhinderte auch heute eine nennenswerte Umsatz- tätigfeit und drückte auf die Stimmung. Bei der deshalb geringen Widerstandsfähigkeit der Börse genügten daher geringe Abgaben der Baissespekulation, um Kursrückgänge herbeizuführen. Wenig beachtet wurde, daß morgen |orooo( die Preußen- al, auch die Eommerzbank-Anleihe in Neuyork aufgelegt werden soll. Dagegen betrachtet man wieder mit Besorgnis die Lag? des Geldmarktes, der heute allerdings eine Meine Entspannung zeigt Auch beunruhigten die Loh n- beu)cgungcn in verschiedenen Industrien. Gegenüber der gestrigen Abendbörse verzeichnete die -- 2,5 Proz., die sich ziemlich gleichmäßig auf alle Marktgebiete verteilten. Am Elcktromarkt waren Gesfürcl stark ungebeten und minus 4.5 Prozent, Licht und Kraft minus 4 Prozent. I. G. Farben eröffneten 2 Prozent schwächer. •Behaupten konnten sich Stahloerein und Nütgerswerke. Für einige Lokalpapiere zeigte sich etwas Interesse. Lah- mcijer konnten 1 Prozent anziehen, wahrend Mc- tallgesellichaft und Wayß & Freytag gut behauptet biteben. Voigt & Haeftner hatten dagegen kaum Geschäft bei etwas behauptetem Kurs. Die Ne n- t e n in ä r k t e zeigten nur belangloses Geschäft. Im Verlause erlahmte die Geschäftstätigkeit s a st ganz. Nachdem vorübergehend eine leichte Erholung eingetreten war, bröckelten die Kurse wieder etwas ab. Tagesgeld war etwas leichter, mit 6,5 Prozent. Im Deoisenoerkehr lag das englische Pfund gegen Kabel weiter fest mit 4,87. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,1913 und gegen London 20,42, Paris gegen London 124,02, Mailand 124,02, Mailand 89,15 und Madrid 27,91. ^vantfiidcr Getreidebörse. Frankfurt a M., 12.DM. Die Börse verlief sehr ruhig. Roggen hielt ben Preis, dagegen war der Weizenpreis um 0,25 Mark ermäßigt. Mehl wurde wenig gefragt Das Futtermittelgeschäft ver- lief ruhig. Es notierten: Weizen, gut, gesund, trocken, auswuchsfrei, 26,25 Marti Weizen, gesund, trocken, mit vereinzeltem Auswuchs, 25,25; Weizen, Wetterauer, geringere Qualität, bis 23 Prozent Feuchtigkeit, 22 bis 24. Roggen, inländischer, 24,75 bis 25; Sommergerste für Brauzwecke, 26 bis 28; Hafer, inländischer, 22 bis 24; Hafer, ausländischer, 24,50 bis 25; Mais (gelb) 19 bis 19,25; Weizenmehl, in- ländisches, Spezial 0, 38,50 bis 39; Roggenmehl 34,25 bis 85; Weizenkleie 12,50, Roggenkleie 12,75 Mark. Berliner ' roduktcnbörse. Berlin, 11. DM. Weizen, märt, 253—257 Mk, Ort. 271 50, Dez. 253,25, Mäm 277 bis 2Z6 (ruhig): Roggen, märt. 236 bis 239, Oft 245.50 bis 245, Dez. 244,25 bis 244. März 248.50 (matter); Sommergerste 220 bi- 257 (fester); Hafer, märt. 198 bis 212 (ruhig), Ott. 214,50. März 217,50 (ruhig); MaiS. La Plata 192 bii 194 (ruhig): RapS 305 bis 315 (rubig); für .« 100 Kilo: Weizenmehl 32,25 bis 35,50 (rubig); Roggen,nehl 31,80 biS 33.60 (ruhig); Weizen- Meie 14 biS 14,25 (ruhig): Roggenfleie 14 bis 14,25 (ruhig); Viktoriaerbfen 52 bis 58: kleine Erbsen 32 bis 35; Futtererbfen 22 bis 24; Peluschken 21 biS 22; Ackerbohnen 22 bis 24; Wicken 22 biS 24: Lupinen, blau 14,50 bi» 15,50: Rapskuchen 16 bis 16.20: Leinkuchen 22.50 bi« 22,70; Trockenschniyel 10,40 bis 11; Svyakchrot 19.70 bis 20,30; Kartoffelflocken 25 biS 25,50. Letzte Nachrichten. Morgen Auflegung der Preuhenanleihe. Berlin. 12. Oft (WTD. Frmfspruch) Dem WTB.-Hcmdclsdienst wirt» aus Neuyork gemeldet: Das Syndikat für die 3 0 - M i l l i v n e n- Dollar-Anletße des Staates Preußen, bas unter Führung der Firma Harri« Fordes & Eo. steht, bat die Vorbereitungen für die Ausgabe der Anleihe zu Ende geführt. Die Bonds sollen morgen, Donnerstag, zum Kurs« von 96,5 Proz. zur Zeichnung aufgelegt toerben. Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bi» 7 Uhr nachmittag», Samstag nachmittag geschlossen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombarbzinSsuh 8 Prozent. Frankfurt a.M. Berlin San» .! II. 10. 1 1-Ube. fluri Schluh. Ansaiia Rute Huri Totunr 18 IV. 11. 1U. 18. 10i P/, Tr 9 C rficrcltbiftfie flolbne :iü.6 _ 4.2ir Ceflerr id). Cllberrte 6 13 _ * j t rrd Ilih,aii1ct)t Soidkic 27.5 8 < Lllnaflri(tbe€iaot#r.D 1910 -i 25.1 beJfil von 1913 :« 9 — ♦ > Uiionrdcbe itronenrte . 2 9 8.8 47 lurk. .•iollantrlbe v 19U <°l. turf fjobQCbcbn-fliit 13 65 — 18.5 — t.rir 1 <•/. betfll Gerte II ... 14 — 16.75 16.24 13.5 « . ‘Jtiuiiäneii ecttbrrt 90c 6 'JUintaiten Soidanl. von 1913 . . 17. 5 17.5 - f.ila -Teatid): tftlenbabn 83 E. Vaiiibura-nmenta Patel. . l V-md ' »dom Touip |<6 h 117 5 146.5 117 146 — - xi*.:- -'16.25 tzania 1 unvklchtft . . k * r-.-.t •.'.orbocimcttr etovd . . 6 nilfj Ttutf(6c (Ircbttanfl.. io 118,75 148 I4S 4 147.5 — 142 25 Hi.75 k tO'.nhxreui in 143.5 144 148,4 •i'rrlmce Hand«I»adellt-. 12 — - X4l V'ommer, inid Pnv^i-^k li 174 1» 172 5 171 j - '.nu t u. tonoloant. ix Ttutf(6e »Panf io 225 rs 5 tt .9 .23.75 Ibl ibO i'0.75 1'0 25 iterriuoOeieni4)ah Hnt 10 IM l»2 1 >2.5 158.5 In#bnci B.mk . 160 Ito 1.9 4 159 5 •KirtclbeitiKU änbhbant 9 .31.5 1 Petnutxm,....... . . e 137 137.75 137.75 117 ltcl£6ibanf......, , . ig >49.5 169.65 1 Frankfurt a. l’i. Berlin Sch.ug Uhr- Sojlut' Anfang Hur« ft »r» Kurs fiurs Datum: | 11. 10. 12. 10. 11. 10. 12. 10. A. S Ä..........7 1« j 181 Ii-'.U 189.25 !0ergmann ........8 - 20?.25 202.5 202 (Ekttr. Lieferungen . . . Io — 179. 176 5 Licht und Kraft......jo .reiten * (SuiQrainne . . . . c öef l. tfletrr Untern. . . 10 .18 214 216 5 ■212 135 134.7 5 14.5 183.5 312.5 08 812 .07 Hamb. Elektr. erte ... 10 Rdein. ttlettr.......8 — 154 — 159,23 160 Schief, irkltr....... io 169 - Schubert . . ....... — 198 -5 198.. 197.4 Siemen« ± falSti .... je 391 289.5 291 288 Tranerabto..... .8 130,13 130 Ladmever ± So......... 179 ISO 178 25 179,5 Buderus . .......0 105,5 105 105 105 Deutsche Srböl . ........ — 145 Snener eietnfoblc...... ^ellenktrchener . f. »4 I. 4 — — 153 149.5 47 147 5 147 5 Harvener ...... s >■ 197 197 25 196 Hc-esch Ellen....... .5 — 176.25 177 ylfe Beradau......... — — 831» 23 ■ Klöcknerwerke ....... .5 — 153.5 154 153 25 Koln-Neueisen ..... . 174.75 173.1! annesmann - - .f. V. £1. < — 165 165 163,5 T Zellftv" Doldbof. . . . 12 — 308 309.15 106 25 Wellston «schafsenbiira . . io 194 193,75 193 ffbarlohe nburget öafTer . 7 134.75 - eflauer KaS......8 Daimler Motoren..... o — 190,25 190 5 H7 115 9 .16 5 115 13 Demag . ...... o Äblertücrte Klevrr. . .. . o 84 " 3 25 104 — 104 102.5 Vubw. Ifwire......... — - 28U.5 278 »lot- Automobil......6 Crenfb-tn 1 Kovvel.... 4 — — 111 —• — 13J 128 5 Vinte Honnaitn ..... o — — — Veonborb Tiey......i — — 16-; — 2*amaQ- ” egnm ...... c Krank'. M ’dunen .... o 33 — 35 71 70 70 • it>nynee ...... in 111 vealtoenflcebt ....... c 27.5 — (fungbans - ...... c 101,3 i05 1U5 rechwerte ....... f 116 . — * iÄatnfrQironk....... 120 — ■■"liaa ....... K 135 153 — ‘Nefarfulmer ....... 8 i’eteiB Union ....... x li».: 105 108.5 — 113 75 113.5 Okbt. Roeder ...... 1< 14J fngt A Caeffnet.....6 193 198 Südd Zucker ....... o 137 137 137 Banknoten. tvrim. H. 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