tbg* .'s ***. Ä>n 22,Ä;. 2 bis 3?rÄ:..0 *> lük'L yburje. ?°fl8gmarft dar ?• Ar Dr^ yt Au-T ?Un9 nicht foj, S am DcA ^'gen-e ffi iR* Ntt J* bUualion bn naturta art. 289 bii 222 (Wftt 213 bii 211 märl. 195 bis FJ» «j- lerbsni 48 bis?, .ÄunftBartr Aünchmi fest vonderhrtt dar iteil auiichlMch Trzirhung unb Mittage bmijtntt ober mehr noch 'Borauil^unfltn. n inmitten unserer ^stände im Äuge, wichen. Mr heben ErziehungSkapitrt dem alten MH- ob hie Deelhoven- lischer Aatur. atna Ue unb Derh-nbt agogik unb Sema« iwoll, ohne Scheu« Bespielen kräftig Roknltod'^rrtiau aber berechtigter 't Mischen .Stn- V hin. b. h. aus bemühen aller Mch bei ®lüd« Men, bai zu der ihrem politischen. Ins rieben in krasse« mit triU Rvsrnslsä her Führung en. Semagogil liegen ^ung" handelt ein Beitrag von Srnft dem ethischen Felde ich ein lieWen« iberhard Srisebach- lommi, daß kein iwt philosophische iches System einer I den Zugang M lann. dah eitleren lei und das >ld immer nur je- Jng liege Ahanb« । 3ugenbbto« Sitten, Aedräuchc. BilöungSverfahren faltet. Sie unb umfassend. 6m reit' MWR tovenbildms M Mus" von 3-«J- Sfw®“£ il des yestLS, den > aus dem SeMt ,r \\lavierbeatptt Mt diesem Wg inftmart neuerdings gentliien, ^m3uf, ssft«k Atg =® ä'5ö a»'^1 ce, MA unb weit 's^Littclt n “Jficn Aenntnl^ S-S.L Nr. 60 (Erftes Blatt UZ. Jahrgang Samstag, 12. März 1927 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Pnirf und Verlag: vrühl'schc Univerfitäir-Visch- und Sleinöruderei H. Lange in «letzen. Schristleitung und Seschäftsstelle: SchulKratze 7. Erlchrint täglich,outze, Sonntag» unb ^ttertag» Beilagen. Gietzener Familienblältei Heimat im Bild Die Scholle nioeat»iBeie|sprtts. 2 Reichsmark unb 20 Retchspfenntg für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen etnjelnerUlummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechanschlüsse: 51, M unb 112 Unschrist für Drahtnachrichten: Inniger «ietze». ÄrtftoMto: i Blain 11688. Annahme von Anzeige» für die Tageinummer bi» zum Nachmittag vorher. Prtis für I rum höbe für Anzeigen oo.i 27 mm 'Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Ne» klamtanjtigen von 70 mm Brette 35 Neichspsennig. Platzoorschrist 201 , mehr. Chefredakteur Dr. Friede Wilh. Lange. DerantwortNch für Politik Dr. Fr. Wilh Lange: für Feuilleton Dr H.Idoriotp für den übrigen Teil tfrnft Blumschein- für den An« zeigenteil i. Berte. H.Deck. sämtlich in (Biegen Zwischen Oft und West. Sie Austen Chamberlain hat vor feiner Genfer Keife neugierige {fragen miffensburftiger Iouena- liften mit Der »cmerfung ab zu wehren versucht, bafj auf dieser Ratstagung leine einzige Frage von irgendwelcher Bedeutung zur Debatte stehe. Das mag Dom englischt-n Stanbpunlt au» richtig fein. Da ja bie chinesische Angelegenheit mit allem Jladjbrutf vom Vollerbunde serngehialten wird, obwohl sie ihrer ganzen Natur nach besonders geeignet gewesen wäre. Das Interesse Des Völkerbundes zu 'inben. Auf Der Herbstoersammlung hat ja auch Der Delegierte Der sogenannten gelinget 3entralregie- rung Herr Ch^o 5)siwChu einmal tn überraschender Weise Den Vorfall von Wahn-sin, bei Dem britische Kanonenboote auf chinesische Truppen geschossen hatten, zur Sprache gebracht. Aber Chamberlain hatte mit der Faust auf Den Tisch geschlagen unb lategorisch erllärt, diese Dinge gehörten nicht hierher, das fei eine Angelegenheit, Die England mit China Direkt adzumachcn habe. Es gibt laum ein zweites Beispiel, Das Den wahren Lharalter des BölferbunDes, wie er heute besteht, traffer enthüllt. Wenn so Der Krieg in China und was Dahinter steht. Der britisch-russische Konflikt, zwar uu» Dem Sitzungssaal Des Völlerbundes selbst ver« bannt bleibt, so Doch hinter Den Kulissen von Genf von kaum etwas anderem Die Rede, und man hat Den Eindruck, daß das offizielle Tagungsprogramm den Öerrcn IRatsDelegierten weit weniger Den Schlaf Der Nacht raubt, als eben Das grofze weltpolitische Problem, die von beiden Seiten seit Jahren vorbereitete lluseinanberfetzung zwischen Dem russischen Bolschewismus und Dem britischen Imperialismus. liebtraü in der weiten Welt, wo sich nur Die beiderseitigen Interessensphären berühren, ist fieber- hafte Tungleit, Diängt alles zur Entscheidung. In China ist Der Eilmarsch auf Schanghai vorläufig zugunsten der Nordarmce, also der verbündeten Truppen des anfibolschewistischen Marschalls Tschang- tso-ttn beendet Gerüchte von neuen Kämpfen zwi« chen Den Nordtruppen unb Der Südarmee von Danton harren noch der Bestätigung. Im allgemeinen iber Darf man wohl sagen, daß auf dem chinesischen Kriegsschauplatz eine Hampfpaufe eingetreten ft, Die beiden Parteien Gelegenheit geben soll, ihre Inneen zu ordnen und in neue Stellungen zu i*ringen. Daß es hierzu kommen konnte, liegt vielleicht nicht zum m.nbeftcn Daran, daß bie Einigkeit in ft a n t o n einen Ritz bekommen hat. Während -^r General T f ch a n g k a i -1 s ch e k und der gc- näfante Flügel der ftuomingtang, zu Dem auch mahle b ende M.tgiieber der Kantonregierung, wie z. B. der Außenminister Eugen Tschen gehören, anti- ommunistisch gesinnt sind unb auf eine Ausschaltung Der ooroiftbelegicrtcn hinarbeiten. wirkt der Ver- irauensmmin Moskaus Borodin — dessen Frau in die Hände der Schantungtruppen gefallen ist unb tffoi für T schon g«tso lin ein wertvolles Pfanb Dar- teilt — mit zähem Eifer für bie Sache bes Äoinmu- liimus. Er hofft auf bem in diesen Tagen in Han- 'au jufamemntretenben Parteitag ber fluomingtang uit f)ilfe ber Nadilalen Tschang-kai-tschek unb seine Ilnhanger beifeitefdjicben zu können. Die Entschei- )ung des Parteikongresfes ist nun deshalb von so ußerordentlicher Bedeutung, weil es sich darum tanbelf. welche Politik China gegenüber den Fremd- nächten, d. h. heute immer noch England, in Zukunft treiben will. Denn man darf wohl mit einiger Sicherheit annchnen, baß die fiantonarmcc in ihrem Siegeslauf durch bie Truppen ber Schantung-Gene- rale sich kaum wird aushalten lassen. Es ist wahr- heinlich, bah Schanghai bald in den Händen der lantonesen sein wirb, für bie bann bie Auseinander- etzung mit England über die fremden Konzessionen :on neuem akut wird. Siegt auf bem Parteikongreh mter Borodins Einfluh der radikale kornrnunistifche Bügel, bann wird man mit blutigen Zusammen lösten zwischen den Kantontruppen unb bem britischen Expeditionskorps immerhin rechnen müssen. a.las dann wirb, ist heute noch gar nicht abzuseh.m. siegen bie Gemäßigten, so wirb E igen Tschen seine luge Politik Der Verhandlungen fortfeßen mit dem nbjicl, bie Briten ohne Kamps aus China l-eraus- iumanönrieren unb auf frieblichem Wege Chinas Befreiung von ben briirfenben Verträgen zu er reichen. Kämpft allo hier in China ber russische Bolschewismus um die Erhaltung seines maßgebenden Ein- luffes im nationalen Befreiungskampf ber Chineien, b hat Moskau auch in Europa zum Gegenzug ange 'etzt. Seit Jahren gehen die Verhandlungen um enf, 11. März. Wieder einmal steht eine DölkerbundSrattagung kurz vor Dem Abschluh. die zunächst einmal schon dadurch sich auszeichnete, dah Reichsminister Dr. 6trcfcmann Den Vorsitz führte. Obwohl die Lagesordnung in ihrer Mehrzahl allgemeinere Fragen auswies, sind doch gerade diejenigen drei Punkte. Die Das deutsche Interesse am stärksten berühren, nämlich die Saarfrage. Die Minderheitsschulen tn Oberschlesien und Die Deutschen Flug- zeuglisten zunächst noch nicht erledigt worden, im Gegenteil. eS scheint, vor allem nach Dem Verlaus Der heutigen Besprechungen und Verhandlungen, dah der Lösung dieser 'Fragen noch auherordentlich grobe Schwierigkeiten ent- gegenstehen. Dabei ist bie wichtigste Frage Die Des Bahn« fchvhes im Saar gebiet, bei Der es trotz aller Bemühungen von feiten Der Deutschen Delegation nicht möglich war, eine Einigung zu erreichen, hn BrianD unter allen Umständen auf Die ver« tragswibrige Eifenbahnschutztruppe nicht 0 er« zichten will, am allerwenigsten auf ihren ausgesprochen französischen Charakter unb auch in ber Angelegenheit Der Umbildung ber R e« gierungskommission für das Saargebiet wenig Entgegenkommen zeigt, wobei er auch noch burch Englonb unter st ützt wirb, bas eben- falls für Beibehaltung bes belgischen Mitgliedes Lambert eintritt. So stehen sich also die Auf fossungen biomenlrol gegenüber und man must, wenn es nicht noch in den späten Abendstunden gelingt, eine Einigung zu erreichen, durchaus mH ber Möglichkeit rechnen, baß der Bericht Der Saar regierung in der morgigen Schlußsitzung behandelt wird, unb baß es damit zu einer öffentlichen Behandlung dieser Frage, mithin also zu einer Feldschlacht zwischen Briand und Strese« mann und zu einer Abstimmung im Rat kommt. Dabei ist es noch keineswegs gesagt, baß bie Abstim mung diesen Vorschlag in seiner bisherigen unocr änderten Form betreffen wird. Es sind eine ganze Reihe von technischen Möglichkeiten gegeben, Da ber Rat in seiner Entscheidung vollkommen souverän ist und auch durch keine Gepflogenheiten an irgendwelche Vorschläge, bie nicht von einem Völkerbunb'- organ bireft ausgehen, gebunden ist. Es märe also 4- B. denkbar, daß die Vorschläge teilweise angenommen und teilweise abgelehnt oder durch selbständige Zusätze bes Rates ergänzt wurden. Das kann in und auf Grund der Diskussion, die bann in bieser Frage recht lebhaft werben bürste, ober aber in einer ooron» gehenben geheimen Sitzung oder auf Grund formulierter Vorschläge geschehen, die in der heutigen Nacht i noch zustande kommen könnten. Es gibt Kreise, die gut informiert sein dürften, die bereits von einem Einlenken Briands wissen wollen, bas dahin geht, den Bahnschutz zu vermindern, allerdings noch weiter daran sesthält, daß dieser Dahnschütz aus sranzösischenTruppen bestehen müsse. Mit einem Wort, es sind noch nicht alle fioffnung-m verloren. In Der oberschlesischen Schulfrage, die zunächst von Dem eingesetzten Alnlcrlonütee. D- ichisfahrt zu führen. Ferner tour fr? vereinbart, baß die Deutsche zivile Luftschissahrt nach Artikel 213 DeS Versailler Vertrages einer Ä r n - t r olle des VölkerbundSraleS unterliegen solle, die dieser auf Grund vorhergehender Verhandlungen mit Mehrheitsbeschluß belchli.-nt. Don französischer Seite war nunmehr aus Gründ dieser Tatsache die Behauptung ausgestellt worden, Deutschland sei nicht nur verpflichtet, Listen über seine Luftschissahrt zu führen, sondern Dic’c and) jederzeit zur Verfügung des Völkerbundes zu hasten. Dieser Etandvunkt ist von deutscher Seite grundsätzlich abgelehnt worden, da nach Artikel 213 Des Versailler Vertrages Kontrollmaßnahmen des Dölkerbundsrates nur auf OJrunb eines Mehrheitsbeschlusses oorgenommen werden können. Diele Frage ist nunmehr, und zwar auf besonderen Wunsch des Generalsekretärs des Völkerbundes, Sir Eric Drummond, auf die Tagesordnung ber morgigen Ratssitzung gesetzt worden. Der Prozeh gegen die deutschen Gendarmen vertagt. k. 2anDau. 11. März. Der Prozeß flegeln Die betten OenDarmeriefommanDanten Ullrich und Grosser von Winden und SkinfelD stand am Donnerstag nachmittag offiziell vor dem französischen Kriegsgericht zur Derhandlung, ob- land und Lettland paragraphierl werden konnte. Das ist rin großer Erfolg der Moskauer Diplomatie, obwohl vorläufig Dabei noch ein haken bleibt. Lettlands Pflichten gegenüber Dem Völker' bunb müssen in einem Zusatzabkommen mit Dem neuen Garantieoertrag in Einklang gebracht werden. Heber dieses Abkommen hat man sich noch nicht geeinigt, aber es besteht kein Zweifel, daß hieran das neue Bündnis nicht scheitern wird. Welchen Wert Rußland Darauf legt, durch dieses lettische Bündnis dem britischen Gegenspieler auf einem wichtigen Felde De; welii'olitnchen Schachbrettes malt zu setzen, zeigt besonders Die Tatsache, daß Moskau sich in Streitfällen dem Schiedsspruch eines Neutralen, also eines „Bourgeois", zu beugen bereit erklärt hat. Das ist ein Entgegenkommen, das man früher kaum hätte erwarten Dürfen und das sich nur aus Dem britisch-russischen Ringen um Die Seele Der Saltenflaaten crilären läßt. Rußlands politischer Ehrgeiz geht weiter. Auch in Warschau arbeitet die corojctDiplomatie euer- flifd) unD zielsicher. Chamberlain hat erst eben Der in Gens versammelten Weltpresse erklärt. Daß alle (3crüch!c über britische BünDnisverhanDlungen mit Polen eben halt nur Gerüchte feien. Denen jede tatsächliche Unterlage fehle. Und ctreiemann hat am Donnerstag ebenso energisch Die Behauptungen bestritten. Daß in Genf unter Chamberlains Aegide eine prüfte antirussiiche Koalition^politik betrieben werde, soweit in Diesen Dementis von Polen Die Rede ist. muß man uns erlauben, hinter sie ein Frage- zcichen zu setzen. Englands Bemühungen tn War- 'chau — wenn auch gewiß die Sowjetpresse sie hei- iig aufgebauscht haben wird, um in Deutschland Stimmung zu machen — waren zu offenkundig, um nun durch ein paar wortreiche Erklärungen aus Der Welt geschasst zu werden. Man hätte wobl gerne in Polen einen Verbündeten gegen Rußland gewonnen unD Dafür seine Assistenz bei D^r Losung der polnischen 'Bcftprobleme — Danzig, Korridor, Obcrschlesien — in Aussicht gestellt. Wie weit diese Tendenz sich bei Der Behandlung des Deutsch-polnischen Konsliktsstofses schon in einem Deutschland natürlich nachteiligem Sinne praktisch wird ausgewirkt haben, werden wir erst überschauen können, wenn das Er- gebnis Der Genfer Ratstagung vorliegt. Rußland dürfte jedenfalls gerade hier in War schau einen schweren Stand haben, aber um so zäher wird fein Stampf fein, denn es weiß, daß nur über Warschau Der Weg nach Paris geht. Und ein gutes Verhältnis zu Frankreich ist eins Der wichtig^ ften Ziele der russischen Außenpolitik. Gerade in die- sen Tagen wird der Sowjetdotschaster Rakowlki von feinem Moskauer Aufenthalt nach Paris zurück- kehren, um dann Die Verhandlungen über Das franzöfifch . russische Schuldenproblem, Die sich ja schon seit Jahren hinziehen, mit neuer Energie aufzunehmen. Cs handelt sieb Dabei einmal um Die Entschädigung französischer Staatsangehöriger für ihr in Rußland beschlagnahmtes Eigentum. Zum anderen um Die Regelung Der Bo- krieg-schulden, also um Die teilweise Rückerstattung der Dielen Milliarden, mit Denen der französische Rentner vor Dem Kriege Den Arm Des russischen Muschik gegen DeutfchlanD gemaffnet und während des Krieges Die russische Kampffreudigkeit zu erhalten getrachtet hatte. Die Verhandlungen sind deshalb »o schwierig, well Rußland glaubt leine Zahlung versprechen zu können, ohne eine ansehnliche Anleihe zu erhalten und Frankreich, dos ja selbst bei Amerika unD England schwer in Der Kreide sitzt, diese russi- 'chen Anleihebedürfnisie nicht befriedigen kann. Aber ohne eine Klarstellung Dieser finanziellen Seite wird Rußland politisch kaum mit Frankreich ins reine kommen, wenn auch in Paris für Die russischen Unterhändler Der LoDen kaum jemals günstiger ae- wesen sein Dürfte. Denn Die Ratifizierung Des Bessarabien-Abkommens durch Italien, Durch Die Mussolini feine Stellung auf Dem Balkan auherorDentlich verstärkt hat. Dürfte am Quai d'Oriay keine reine FreuDe ausgelöst haben. Ita- lien macht alle Anstrengungen, Frankreichs Rolle als Protektor Der Lalkanstaalen zu übernehmen. Nur Jugoslawien, Das sich Durch Musiolinis Politik von allen Seiten eingekreist fühlt, bleibt ein Stützpunkt der französischen Balkaninteressen. In Diesem riesenhaften Spiel Der Kräfte, in Dein cm jeder Spieler sucht, moglimft zahlreiche Figuren auf [em Feld zu bringen, steht Das entwaffnete, machtlose Deutschland in seiner unglücklichen geographischen Mittellage zwischen Ost unb M e st. Cs wäre seltsam, wenn nicht beide Parteien alles Daran setzen würden, die Figur zwischen den «fronten zu sich herüberzuziehen. Diese Versuche hat der deutsche Außenminister in seinen Erklärungen oor her Presse auch wohl kaum leugnen wollen. Aber mit Recht hat er Deutschlands Stellung im britisch- russischen Konflikt dahin skizziert, daß Deutschland weder mit Rußland geheime Abmachungen getroffen habe, noch auf Der anderen Seite bereit 'ein werde, sich von England in eine anüboische- wisttsche Front einglicbcm zu lassen. Heute ist Dcutjchland zu einer Politik gezwungen, bie vor dem Äncae vielleicht zu einem guten Teil zu (einem Verderben beigetragen Hot. Das entwaffnete Deutschland kann nicht für eine Der beiden Weltmächte optieren. Das entwaffnete Deutschland hat i-’-ne internationale Stellung durch Die Garant, vertrage von Locarno nach Westen hin, und durch den gleichartigen Berliner Vertrag nach Osten hin Mtgclegt Es hat Darüber hinaus keine gehftmen Abmachungen, die es für Die eine oder Die andere Seite verpflichten könnten. Aber es liegt mi Interesse dieses entwaffneten Deutschlands, daß es zwischen Ost und West zu keiner Erplosion komme, die deutsches Volk und deutsches Land in ’GjnJcrfte (Befahr bringen könnte. Deutschland setzt alle Kräfte daran, seine Wirtschaft wiederaufzu- bauen, es sucht seinen Verpflichtungen aus Dem verlorenen Kriege nachzukommen, es braucht Absatz, gebiete für seine Ausfuhr, es wünscht die Eingliede« rung des riesigen russischen Marktes in eine roreter* erstarrende Weltwirtschaft, cs hat daher kaum ein Interesse an der Zuspitzung Des britisch.rufsischen Gegensatzes, sonDern wird das (einige beifragen zu einer Entspannung zwischen Ost und West. wohl sich Staatsanwalt Trvpet und der Derlei- otger Rechtsanwalt Dr. Führ - Frankfurt a. M. >chon vorher über einen gemeinsamen Antrag auf Vertagung geeinigt hatten. So kam es, oaß weder die Angeklagten noch die Zeugen erschienen. Die Anklage lautet gegen beide Angeklagte auf „violence volontaire“ und beleidigende Haltung gegenüber dem Lucien Tonds, von dem die Angeklagten gewußt hätten, daß es sich um ein Mitglied der Besatzung sarmee handelte. Die beleidigende Haltung erblitft der Staatsanwalt darin, daß die beiden Angeklagten dem Tonds die Identitätskarte aus der Hand rissen, während die Gewaltanwendung auf die Zwangsweise Entfernung des Tonds aus dem 3uge zurückzuführen ist, als dieser sich weigerte, leinen Personalausweis vorzuzeigen. Dem Antrag des Staatsanwalts aus Vertagung wird stattgegeben. Ein belgischer Protest. Tipkomatischcs Nachspiel zum Hall Graff. Sonderbericht des G. A. Genf, II. März. Die Belgier, die vor Jah- .esfrist den schwachen Versuch machten, sich von der französischen Vormundschaft zu befreien, müssen heute mehr denn je nach der Flöte Poincares tanzen. Das trat in die Erscheinung, als Frankreich den Belgiern verbot, Eupen und Mal - m e d h an Deutschland abzutreten, das zeigte sich, als aus diesen Gebieten heraus energisch das Selbstbestimmungsrecht gefordert wurde, worauf Brüssel offiziell feststellte, daß es eine zweite Volksabstimmung nicht zugestehen könne, das machte sich auch jetzt wieder anläßlich der B e - gnadigung der beiden Schutzpolizisten bemerkbar, die während des Ruhrkampfes in Hamborn den belgischen Leutnant Graff erschossen. Sie konnten zwar damals entkommen, doch wurden an ihrer Stelle vier andere Personen von den Belgiern zum Tode verurteilt. Erst, nachdem sich die Täter den deutschen Behörden gestellt und ein deutsches Gericht das Todesurteil gefällt hatte, wurden die vier unschuldig Verhafteten nach langen diplomatischen Auseinandersetzungen frcigelassen. Die Berliner Regierung verwandte sich aber für die beiden Verurteilten und setzte zunächst einen Aufschub her Strafvollstreckung durch. Jedenfalls ist niemals etwas darüber bekannt geworden, daß das Brüsseler Kabinett die Ausführung des Todesurteils verlangt hat. Da inzwischen das Jahr 1927 ins Land gegangen ist durfte an.genommen werden, daß sie auf die Urieilsvolk- nrcdung keinen Wert mehr Iegte; Die preußische Regierung, als zuständige Behörde, hat denn auch die Verurteilten zu zehnjähriger Ge- sängn-isstrgfe begnadigt. Das hllt nun der belgische Außenminister V ad e r v e l d e zum Anlaß genommen, sich bei Dr. Stresemann in ©enf über die Gnade nm aß - nahme zu beklagen. Vandervelde richtete ferner an Stresemann ein Schreiben, in dem er ihm im Ramen der belgischen Regierung daö Bedauern darüber aussprach, daß die von der Reichsregierung übernommenen Verpflichtungen für eine gerechte Sühne (Repression) des Verbrechens nicht eingehatten worden seien. Don unterrichteter Seite wird dazu mitgeteilt, daß die bel- belgischen Vorwürfe nicht begründet sind. Eine Umwandlung der vom Schwurgericht in Stettin über die beiden deutschen Polizeibeamten verhängten Todesstrafe in eine zehnjährige Gefängnisstrafe entspricht der in derartigen Fällen verfolgten Gnadenpraxis der deutschen Justiz und wird in der Tat für eine angemessene Sühne angesehen werden müssen. Die Verpflichtungen, die die deutsche Regierung gegenüber der belgischen Regierung übernommen hat, find daher in jeder Beziehung eingehalten worden. Die belgische Rote wird entsprechend beantwortet werden. Frankreich und Rußland Tie Tchnldcnverhandlungen. — Der Plan eines Garantiepaktö. Paris, 11. März. (SIX.) lieber die Wiederaufnahme der russisch-französischen Schuldenverhandlungen verlautet, daß Briand und P v i n c a r e nächste Woche den russischen Botschafter Ralowskl aiihören werden. Poincare interessiert sich in hohem Maße für die Verhandlungen. Ec werde nach seiner Aussprache mit Ralows!i nicht nur den Tag des Wiederbeginns der Beratung bestimmen, sondern auch entscheiden, ob die Verhandlungen überhaupt wieder ausgenommen werden sollen. Aus Moskau wird gemeldet. daß zum neuen Handelsvertreterin Paris das Mitglied des Obersten Volks- wirtschaftsrales M a n z o f f ernannt worden sei. Manzoff hat bis zum Jahre 1924 im Dienste der G. K. 11. gestanden Er soll an den russisch- französischen Verhandlungen teilnehmen. Die französische Regierung soll bereit sein, unabhängig von den Schuldenverhandlungen über einen Handelsvertrag mit der Sowjetregierung zu verhandeln. Der Direitor der russischen Staatsbank. Scheinmann, wird mit der Bank von Frankreich Verhandlungen über die Diskontierung von russischen Wechseln bis zu »uns Millionen Gotdrubeln ausnehmen. Außer den russisch-französischen Verhandlungen über die Schuldenabkommen sollen noch Verhandlungen der russischen Delegation mit französischen Indüst r i e l l e n k r e i s e n eingeleitet werden. Weiter soll die Sowjetregierung bestrebt sein, mit der französischen Regierung Verhandlungen über einen Garantievertrag aufzunehmen. Die französische Regierung soll bisher aus das Angebot iedoch noch nicht geantwortet haben. Ein solches Abtommen erscheint der Sowjetregierung um so leichter erreichbar, als Frankreich durch die Betätigung Italiens in Südost- > uropa isoliert sei. Der lettijch-russische Vertrag. London, 12 Vlärz. (WTB. Funkspruch) . Westminster Gazette" meldet aus Genf, die Paraphierung des lettisch-russischen Reutralitätspaktes habe in Völkerbundskreisen erhebliches Aufsehen hervorgcrusen. Sie werde als ein Versuch Moskaus angesehen, dem Völkerbunde Schwierigkeiten zu bereiten. Mehrere Ratsmitglieder beabsichtigten, die Frage offiziell zur Kenntnis des Rates zu bringen. Man gebe bereits zu. daß Rußland die Solidarität der Völler- bundSstaaten gefährde. — Der diplo- matische Berichterstatter des ..Daily Telegraph" Ipricht von einer Verschärfung des Druckes der Sowjet-Diplomatie in Riga und schreibt Wenn Lettland sich auf einen derartigen Pal einlasse, so werd'- k e i n B n n d n i S mit England notwendigerweise geschwächc werden, was Moskau anstrebe. Die Politik Jugoslawiens. Belgrad, 11. März. (TU.) Es verlautet, daß die jugoslawische Regierung sich entschlossen hat, entgegen ihrer bisherigen Absicht, die diplomatischen Beziehungen mit Rußland nicht aufzunehmen. Diese । Stellungnahme wird in manchen streifen so aus- , gelegt, daß Jugoslawien sich mehr und mehr mit dem Gedanken einer Annäherung an Italien absindet, denn der Wunsch, die Beziehungen zu Rußland auszunehmen, hatte zur Voraussetzung, daß Jugoslawien dort eine Rückendeckung für eine anti-italienische Politik finden würde. Als Symptom für die sich jetzt vollziehende Annnäheruna Iugo- jlawiens an Italien wird auch die Reise des lugoslawifchen Königs nach Bukarest aufgefaßt. Die Verzinsung ausgewerteter Hypotheken. Ter neue Gesetzentwurf der Ncichsregierung. Berlin, 12. März. (VDZ.) Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, wird der vom Reichs- justizminister angekündigte Gesetze ntwurfzur Mufmertungs frage in den ersten Tagen der nächsten Woche den Reichsrat beschäftigen und bann am Freitag im Rechtsausschuß des Reichstags zur Behandlung kommen. Das Reichskabinett hat den Gesetzentwurf bereits verabschiedet. Der Gesetzentwurf wird ausdrücklich nicht als Novelle zum Aufwertungsgesetz bezeichnet, sondern als ein Gesetz zur Regelung der Verzinsung ausgewertet er Hypotheken und ihrer Umwandlung in Grundschulden, um nicht den Eindruck zu erwecken, daß es sich um eine Ergänzung der Auswertungsregelung handele, die Anlaß zu neuen großen Hoffnungen geben könne. Der Gesetzentwurf hat lediglich den Zweck, eine Reihe von Streitfällen juristisch-technischer Art zu regeln, die sich aus der bisherigen Praxis des Auf- wertungswesens ergeben haben. Außerdem erhält die Regierung am Schlüsse des Gesetzentwurfs eine Art Generalvollmacht, die übrigen Fragen der Rechtsoerordnung zu regeln. Heute abend finden noch Verhandlungen zwischen den Regierungsparteien und dem Reichsfinanzminister statt, um noch einige Zugeständnisse in der Richtung von E r - leichterungen vom Finanzministerium zu erlangen. Es verlautet, daß der Reichsfinanzminister sich bereits damit einverstanden erklärt Hot, Kleinrentnern, die das 65. Lebensjahr überschritten haben, die sofortige Einlösung der Anleiheablösung zuzugestehen. In den Kreisen der Regierungsparteien rechnet man damit, daß es schon in den nächsten Tagen gelingen wird, über all diese Dinge eine Einigung zu erzielen Das R t t d) s t a b i n e 11 ist, rote bas ,,'B. T." erfahren haben will, entschlossen, bas „Gesetz zur Wiederherstellung des Volksvertnö- aens", das von der Reichsarbeitsgemeinschaft der Aufwertungsgeschädigten und Mieterorganisationen eingereicht worden ist, nicht zum Gegen st and eines Volksbegehrens machen zu lassen. Der Kabinettsbeschluß wird bekanntgcgeben werden, obalb ber Reichsjustizminister Hergt die noch aus- tehende juristische Begründung dieses Entschlußes ertiggestellt haben wird. Der Finanzausgleich. Erhöhung der Steucrgarantie für die Länder. Eigener Bericht des G. A. Berlin, 11. März. Im Steuerausschuß des Reichstags begründete Abg. Dr. Prey er (Dn) die gemeinsamen Anträge der Koalitionsparieien. Diese wollen den vorläufigen Finanzausgleich auf zwei Jahve verlängern. Inzwischen sollen Mietssteuer Realsteuer und Geldentwcrtungs- ausgleich bei bebauten Grundstücken endgültig geregelt werden. Ein Rahmengesetz dazu soll die Reichsregierung noch in diesem Jahre vorlegen. Die Steuergarantie desReiches für die Länder soll von 2,4 auf 2,6 Milliarden erhöht Werden und die 200 Millionen mehr zur Senkung der Real st euer bienen. Die 450 Millionen sollen den leistungsschwachen Ländern als Ausgleich zugute kommen. Die Länder sollen gleichfalls die kleinen steuer- schwachen Gemeinden besonders berücksichtigen. Damit ist es also doch noch zu einer Einigung unter den Regierungsparteien gekommen eine Tatsache, die als Zeichen für die so notwendige Stabilität der Regierungsverhältnisj« nur begrüßt werdest kann. Der Inhalt der Vereinbarung, wie er von dem Abg. Preher kurz Umrissen wurde, muß allerdings als weniger begrüßenswert bezeichnet werden und dürfte nicht nur in den Kreisen der Opposition auf scharse Kritik stoßen. Es handelt sich hier um eine grundsätzliche Abwehr, von der bisher auch von der Deutschen Dottsparlei und dem Zentrum ünter» stützten Finanzpolitik des srüheren Ministers Reinhold, deren Kernpunkt öie Senkung der Steuerlasten, Beschleunigung des Finanzausgleichs. W i e d e r h e r st e l lu n g . der Selbstverantwortung der Gemeinden und Länder, gründlicher Abbau der Aufgaben durch eine tiefgehende Verwaltungsreform vor. Von all diesen auf der Tagung des Reichsoerbandes dec deutschen Industrie geradezu mit Begeisterung angenommenen Programmpunkten wird man nun, wenn der geplante provisorische Finanzausgleich tatsächlich in Kraft treten sollte, zwei Jahre lang nichts zu spüren bekommen. Jede Steucrjenkungsmög- lichkeit, jede Entlastung der Wirtschaft wird dadurch unmöglich gemacht, daß den Ländern und Gemeinden Beträge zugewicsen werden, die den Ileberweisungen des Jahres 1924 sehr nahe kommen und die von der gesamten Wirtschaft als eine der Ursachen für die damalige unwirtschaftliche Finanzpolitik der Länder und ©emeinöcn anerkannt worden sind In diesem Zusammenhang ist es außerordentlich interessant, daß gerade an dem Tage, an welchem die Regierungsparteien neue große Subventionen für finanzschwache Länder beantragen, der von der Deutschna tonalen Volkspartei herausgegebene Zeitungsdienst einen Artikel veröfsent.icht, in dem der Verwaltungsluxus schwer gegeißelt wird. Es wird daran erinnert, daß es in Deutschland zurzeit 69 Minister und 19 Parlamente gibt, und daß etwa ein Dutzend diplomatische Vertretungen" der Länder bei der Reichsregiccung aufrechterhalten werden Dieser Luxus fei nur dadurch möglich, daß die großen Länder für die Ile inen a u f f o m m c n müsien. Rach dir- I lern Eingeständnis handelt es sich also bei dem Finanzierung^ ?lan für die Länderrerwaltungen ! um niclts tociier als um eine wesentliche Verst ä r i u n g des Föderalismus Deut cher Reichstag. Berlin. 11. März. (VDZ.) Der Reichstag seht die zweite Beratung de> Reichsarbeitsministeriums fort. Bei dem Abschnitt Arbeitsvermittlung und Erwerbslokenfür- sorge erstattet Abg. K r ü g e r - Merseburg tSoz.) Bericht. Bedauerlicherweise habe die Reichsbahn die hierfür zur Verfügung gestellten 200 Millionen aus der produktiven Erwerbsloscn- fürsorge nicht voll verwendet. Dabei befänden sich die Bahnanlagen in jämmerlichem Zustand. Obendrein habe die Reichsbahn ihre Betriebs- Überschüsse nicht den Lokomotivfabriken und ihren Anlagen zugute kommen lassen, sondern der Börse. Wenn aber Aufträge erteilt wurden, so seien durch hie Stellung nur kurzer Lieferfristen lieberstunden erzwungen worden. (Hört! Hört! links.» In Waggonfabriken sei bis zu 80 Stunden. beim Reckarkanal sogar bis zu 93 Stunden in der Woche gearbeitet worden. Da brauche man sich nicht zu wundern, daß die Zahl der Arbeitslosen nicht abnünmt. Der Achtstundentag müsse Bedingung für alle öffentlichen Aufträge werden. Adg. Hoch tSoz.): Die Aroeitslosenversiche- rung könne nicht vor Beginn des nächsten Jahres durchgeführt werden. Für die Fortführung der unterstützenden Erwerbslosenfüvsorge seien aber im Etat noch keine Summen vorgesehen. Der Finanzminister solle endlich sagen, wie er darüber denke. Abg. Lcmmer (Dem.) beklagt die geringen Erfolge des Arbeitsbeschaffungsprogramms. Richt einmal 5 Prvz. der Ausgesteuerten habe man unterbringen können. Mittelbar habe das Programm allerdings durch Hebung des Exports. Russengeschäft, öffentliche Aufträge die Wirtschaft belebt. Aber auch die Belebung sei in der Hauptsache auf den englischen Bergarbeiterstreik zurückzuführen. Monatelang hätten die Länder die vom Reich für Siedlungen zur Verfügung gestellten Gelder einfach liegen lassen. Als unerträglich bezeichnet der Rpdner bie Tatsache, baß sich 200 600 polnische Arbeiter in Veutschlanb aufhielten. Die 69 Millionen jät Lanbarbeikerwohnvngen seien leider so gut wie gar nicht in Anspruch genommen worben. Die Landwirtschaft müsse'zum Bauen gezwungen werden. Komme es zum Handelskrieg mit Polen, so müsse in erster Linie öie Grenze gegen Menschen einfuhr geschlossen werden. (Beifall bei den Demokraten.) Abg. Hartmann (Dn.) wendet sich gegen die llebecschähung der wirtschaftlichen Bedeutung der Kanäle. Man solle lieber Straßen bauen. Abg. Frau Dr. Lüders (Dem.) betont, daß die Lage der Kleinrentner erbärmlich fei. Das Reich müsse endlich die Durchführung seeiner Richtlinien bei den Ländern erzwingen. Die Weihnachtsbeihilfe des Reiches fei von 19 Gemeinden den Kleinrentnern einfach nicht ausgezahlt worden. (Lebhaftes Hört! Hört! lirckS.) Abg. Frau Teusch (Zentr.) gibt namenä der Kvalitionsparieien die ©rflärung ab, daß diesen Parteien die Rot der Kleinrentner und die Mängel des llnterstützungsverfahrens bekannt seien. Der Reichskanzler Hape ja schon baldige Hilfe in seiner Regierungserllärung versprochen. Seit dieser Evllärung seien die Regierungsparteien eifrig bemüht gewesen, eine Besserung her- beizusühren. In der dritten Lesung des Etats sollen die Mittel für diese Zwecke noch erhöht werden. In der bestehenden Fürsorgepflichtverordnung soll eine schärfere Ueberwachung der Durchführung der Pflichten der Länder und Gemeinden eingefügt werden. Endlich sollen Grundsätze füx die Inanspruchnahme der Fürsorgemittel aufgestellt werden. Beim Abschnitt „Arbeitsschutz, internationales Arbeitsrecht usw." bittet Abg. Hoch (Soz.) namens des Ausschusses um Annahme einer Entschließung, die Regierung solle mit allem Rachdruck einen stellvertretenden Direktor und die Gleichberechtigung der deutschen Sprache im Internationalen Arbeitsamt fordern. Abg. Grolhewohl (Soz.) stellt als Grundsatz des Arbeiterschutzes den Achtstundentag als Rormalarbeitstag auf. Der Regierungsentwurf sei kein Arbeiterschutz-, sondern ein llnter- nehmerschuhgeseh. Der Redner fordert die Ausdehnung des Jugendschutzes aus daS Lllter zwischen 14 und 18 Jahren und eine Reuorganisie- rung der Gcwerbeaussicht. Neichscrrbeitsminifter Dr. Brauns. Das Verbot ber Selb st Versorgung der Krankenkassen sei nicht nur von den Versicherten, sondern auch von den Unternehmern abgelehnt worden. Der Vorzutz des deutschen Krankenkassensystems liege gerade in der Verbindung von Geld- und Sachleistungen Dieses System bedeute übrigens nichts anders als bie Selbstversorgung bet kleingewerblichen Genossenschaften. Für eine Verbesserung der Bezüge der Invaliden und Hinterbliebenen trete auch das Ministerium ein. Das Reich wolle auch einen Teil der Kosten übernehmen. Das Ministerium werde untersuchen, ob der Begriff der I n v a l i- dität neugefaßt werden könne. Soweit das Arbeilsministerium auf die Lohngestaltung Einfluß habe, werde es nicht nur einen Ausgleich der Mielssteigerungen anftreben. sondern auch eine allgemeine Erhöhung der Kauskraft der Arbeitnehmerschaft. Das Arbeitszeitnotgesetz habe nut den Zweck Mißbräuche des lieber - stunöenwesens zu beseirigen. Von allergrößter Wichtigkeit für dieses Ziel werde die Beseitigung der Straffreiheit für freiwillige Mehrarbeit sein. Das Rotgesey werde Arb.its-eithö »'stgrenzen aufstellen. innerhalb deren die Ein-elsestietzung Sachx der Parteien sei. Die Gestaltung der Arbeitszeit. die ja mit der Lohnbemessung im engsten Zusammenhang stehe, könne den Schdchtungs- ausschüssen nicht entzogen werden. Wegen einzelner kleiner linzulrägüchkeitc' wolle man nicht ein neues Betriebsrategesetz machen. Dazu sei nach CBcrablv iehur.g des Ar- beitsschutzgesetzes Zeit. Es sollten nur solche Arbeitsgerichte errichtet werden, die genügend beschäftigt seien. Dem hätten die Länder gründ- sätzkich zugestimmt. Für die Ansätze im Etat für die unterstützende Erwerbslosen'ürsorg. versprach der Minister bei der dritten Lesung Anregung zu geben. Daß die Maßnahmen ter Rcichsregierung zu einer erheblichen Verminderung der Zahl der Arbeitslosen beigetragen hätten, käste lc.''>.r zifierninaßig nicht nachweisen. Es fei aber nicht zu bestreiten. Die Zahl der Rokstandsarbei- tcr sei neuerdings wieder beträchtlich cmgeschwol- len. Die habe jetzt den Oktoberbestand wieder erreich!. Am 1. März habe sich die Zahl ber unterstützten Erwerbslosen auf 1 695 000 belaufen, gegen 1 827 000 o.m 1. Februar. Dabei umfasse auch die Krisenfursorgc etwa 200 000, d. h. circa 10 OOO mehr gegenüber dem Vormonat. Der Minister versprach höhere Zuwendungen des Reiches für bie Kleinrentner. Abg. Schneider- Berlin «Dem.): Die Abschaffung des heutigen schematischen Zehnftunden- lags und Wiedereinführung des Achtstundentag- würde 20 bis 30 Prozent der Arbeitslosen wieder Beschäftigung geben. Die Hauptsünder seien die Banken. «Lebhafte Zustimmung, Händellat- schen auf den Tribünen.) Die Neuregelung der Deamten- befotbuncen. Berlin, 12. Mörz. (VDZ.) Im Haushallsous- »chuß des Reichstages gab Ministerialdirektor Lotholz eine Erklärung ab, wonach die Reichsregierung die Vorarbeiten für eine Neuregelung der Besoldun gs ordnung sofort m Angriff n«h men und die Neuregelung durchführen wolle, sobald die Wirtschaftslage es gestattet ~ — Die Vorarbeiten im Reichsfinanzministerium zurEr- Höhung der Beamtengehälter sind bereits im Gange. In Kreisen der Regierungsparteien wird die Auffassung vertreten, daß es notwendig sei, die Be- ioldungserhöhung gleichzeitig mit einer Reform der Beamtengesetzgebchng zu verbinden. In Kreisen, die dem Finanzminister nahe- stehen, rechnet man damit, daß die Besoldungsfrage noch vor der Sommerpause im Reichstag zur Erledigung kommen wird. Die Beamtenvertreter im Reichstag verweisen daraus, daß eine Gehaltserhöhung in der Öffentlichkeit mit ihren Auswirkungen meist überschätzt werde. Eine lOprozentige Erhöhung wurde für das Reich «Ine Belastung von etwa 10 Millionen Mark bedeuten. Die Erwerbslosigkeit. Berlin, 11. (WTB.) Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Erwirbslofcnnirsorge zeigt in der zwei len Februarhälste einen weite- ! r en Rückgang um rund 65 000 gleich 3,7 Proz. Die Zahl der männlichen Hauptunterstützungs- empfänflcr ist in der Zeit vom 15. Februar bi» 1. März von 1 509 000 auf 1 458 000 zurückgeganaen die der weiblichen Hauptunteritützungsempfän- ger von 252 000 auf 238 000, die Gesamtzahl von 1 761 000 auf 1 696 000. Die Zahl der Zukchlaysemp- fänger hat sich von 2 034 000 aus 1983 000 verringert Aus aller Welt. Berlin erhält das größte Hallenbad Europas. In bet Zeit vom Zo. März bis 10. April veranstaltet Der Derbanb Brandenburgischer Athletikvereine eine Ausstellung unter dem Ramen „Deutscher Sport", bei ber unter anderen Baulichkeiten auch ein neues Hallenbad eingewriht wirk». Das Bad wird eine Länge von 40 Metern und eine Breite von 15 Metern haben, so daß man es unstreitig als das größte Hallenbad Europas ansprechen kann. Das Hallenbad, das im Luna * park im Entstehen begriffen ist, dürfte da» einzige in seiner Art sein, da es ein Wellenbad darstellen wird. 1500 Quadratmeter Fensterfläche lassen Licht tn die Halle, die Hälfte ist verschiebbares Oberlicht. Dem Hallenbad wirb ein Sonnenbad mit 300 Quadratmeter Dandfläch« angegliedert werden. Ss ist geplant, die Halle durch ein großes internationales Wasserball- turnier einzuweihen. Das Caroinenunglüd in Graubünden. Von den Opfern des Lawinenunglücks bei Schulz tonnte am Freitagnachmitatg die Leiche des Fräu- leins Kastner aufgefunden werden. Die Rettungsmannschaft war den ganzen Tag beschäftigt. Fräulein Kastner lag Jiid)t tief und war imverlctzt. Die Bergungsarbeiten werden fortgesetzt, um die beiden letzten Opfer, Konrad Grossing und Konrad Uhl. aufzufinden. Hotelbrand im Engadin. Am Freitag brach in dem bekannten Hotel „Waldhaus" in Sils - Waria aus unbekannter Ursache im Dachstuhl des Ostflügels Feuer aus. das auch auf daS untere Stockwerk Übergriff. Der Schaden ist sehr groß. Die Untersuchung ist eingeleitet. Gras Keyserling in Konstantinopel. In der großen Aula der Unioersiläl Stambul hielt Graf Keyserling einen Dor trag über „Die werdend« Welt". In der türkischen Press« ward« ber Vortrag durch «ine ausführliche Wiedergabe seines Inhalts gebührend gewürdigt. Besonderen Eindruck machten Keyserlings Gedanken über die innere Logik der Entwicklung, die die neue Türkei nach dem Welt» kriege genommen habe, und die er überzeugend in sein Gelamtbild von der welthistorischen Entwicklung unseres Zeitalters einzufügen wußte. Unter den Zuhörern bemerkte man saft vollzählig die Vertreter der türkischen Wisscnschast und Viterahir, den deutschen Botschafter N a d o l n y, zahlreiche Vertreter der deutschen Presse und Mitglieder der deutschen Kolonie. Deutsche Flugzeuge im Ausland. Das pers-lche Parlament hat durch ein Gesetz den Junkerswerken ein fünfjähriges Monopol zur Errichtung von Fluglinien Teheran —Enzeli, Teheran—Buschir und Teheran—Querton gewährt Außerdem verpflichtet sich öle persische Regierung, während der elften 18 Monate den Junkerswerken «3 u b f i d i c n zu zahlen Verhaftung von Zechprellern. In Schreioerhau'(Schlesien) wurden auf Veranlassung der Polizei von Flinsberg ein Major a. D. Eduard Müller aus Berlin, seine Frau und ein erwachsener Sohn verhaftet. Die Festgenommenen. die in das Hirschberger Gefängnis eingcliesert wurden, hatten in Flinsberg Zechprellerei verübt. Sie werden von mehreren Staatsanwaltschaften, darunter in Berlin und Elberfeld, wegen Betrugs und Zechprellerei st e d- brieflich gesucht. Sie hielten sich in FlinS- berg unter falschem Ramen auf. Goldfunbe in der wüste von Tleoada. In der Wüskc von Nevada im Westen der Bereinigten Staaten wurden Goldfunde gemacht, di« Hunderte von Goldsuchern veranlaßten, in Wage» und Autos an die Fundstelle zu eilen. Wettervoraussage. Wolkig ohne wesentliche Aendcrung ber Tempe« raturen und vielfach trocken ttzeftrige Tagestemperaturcn: Maximum: 7,6 Gr. Celsius. Minimum: 2,4 Grad Celsius. Niederschläge: 0,1 Millimeter Heurige TI o rg en tempere tu r: 1 Traich Celsius. >'$ dir 1 JMe 1 Ä’T’J ‘3u^5^ n?r. 9tR tet Di, ä. Ahj Wt'ünbJt |Ti ** «L ^°mlen, SM yH^wib te,t” töirb btt Wul s* ix. *»i ?.n9 zu Serbin. "Winift« nabt. Be?Ää ^ur *• gjmlenoertwur « '"ZmrAL *■ ®>ne lOprounti* ) «In« «dafhiM ukn. iojigheit. 3nM b«r fiauptiinttt- Grmffbsiolen^orp W «mtn mtltf. 52°° 8>«ich 3.7 ^nupfuntttftujinipt. om 15. 5»brwr bi« unltntuRunfl^mpfan- Fe otm chl b«r ^ulchiotzzeqw. 1 aui 1WM Dtr. Welt jöUcnbab Europas März bis lü. 2W «ntenbmgischrr 25 z unter dem llair. nt« unteren LniIH ibab eingelveih! »d von 40 Meten mb i hoten. so daß rm ! Meute- i!unpai ted, Mim Luna- len Ift, dürste te# 1 ei ein IDellen* -abtatmel« Stuftet- 1(1«. bw Hälfte ist SaRmbab ttüb tin btahntttr tzanMidr i galant, btt Mr .aleä'BaUttbfllk In fltaubüuten. _ inenunglüds bei Eiji ] bi« Leiche btt ßröi- >n werben. Die fte janjcn lag teschip ■ief unb mir >mverte? icn sortgesetzt. roi N @ro||ingunb w» Cngabin. dem telannicn y* aria auduntetanniö OftHügtW 8««5* > etodtocrt W. ’ Hie Untersuchung >' Konstantinvfkl. er UnioeW 'Bortrüfl über >o< W ** * & Debergate l«n" %nb««n Lutbw- lürtci nach btm^. die er Sw^Äi ■iiötn wußte. (In" ÄW * *£ -SS !tSS,Vi .Sä-S ÄSt s m veryal'^ :•« werten *; äfften ie h< ' ncn aU n i^oate * *f * ca n. ’i-'d ■SlSfc: Mus der Provinziolhauptstadt. »«eben. den 12. IHän J92i Bolhstrauertaq. Die Menschen tue in der ersten 5>aHu e« IS. Iahrhurdcr'.e in Deutschland lebten ftanbvn dem heute lebenden Geschlechte an W-ltge wandt» Helt, technischer Fertigkeit und politischer Schulung nach, aber sie waren liefet veranlagte Daturen als ihre Aachlommen von heute Sie hatten sich vor allem ein mitfühlende- Herz und natürliche Empfindungen bewahrt Aufrichtig trauerten die Batet land-freunde In Preuhen in der Zeit von 1806 bi- 1813 um das Unglück ihre- Lande» 3m Jahre 1802 hatte Friedrich Schlegel angeiicht» de» Xbunc» den Der» gedichtet .Du freundlich ernste starke Woge. Daterland am lieben Dhein, sieh, die Tränen must ich weinen veil da- alle- nun verloren." ?er Datursvrfcher Aarl von (Räumet et zahlt n feinen Leben-erinnerungen. dast er fich dre'e- 1)ort der Zulage vor 1813 ost mit ichwerem Her» ,en wiederholt habe. Dach solcher Trauei um den ’efen Sali de- Daterlande- >uchen wir heute L'etaebcn» Dach den Befreiimg-kriegen hat man iuch aufrichtig um die Opfer de- Kriege- ge- trauert. Dichter wie Ludwig U h l a n d . Friedrich Rudert. Anastasius »tun und 3ul>us Molen haben ergreifende Worte der Klage um die Gefallenen gefunden. Kein moderner Dichter hat der Loten de- Weltkriege- mit der Schlichtheit und Innigkeit gedacht, wie jene Dichter einer vergangenen Zeitperr^de. Da» deutsche voll stürmt setzt Io schnell durch da- Geben, dah ihm zur Trauer und zur Klage feine Zeit mehr bleibt. Darum hat der Dolk-trauertag eine gute Bedeutung Er soll unS die Gröhe der Der- lufte an Menschenleben vor die Seele stellen, die in den Jahren 1914 b S 1618 in fchwerem Sriftenz- lampfe von uns gefordert worden find. Zahlen sollen hier nicht angeführt werden Wenn wir wie in den Jahren 1870/71 auch nur 40 020 Menschen verloren hätten, so wäre da- schon sehr beklagen-wert. Wa- ist ein Mensch? 8r ift keine bloße Dummer, keine Ziffer, fein Material, fein Stein, der aus dem Felde liegt, fein Baum, der im Walde wächst, er ift eine nach Dottes Edenbild geschaffene, lebendige Seele. Keiner hat den Wert der einzelnen Menschenfeele fo deutlich herau-gehoben wie Jesu-, Don ihm stammt da- Wort .Freuet euch aber, dast eure Damen im Himmel "geschrieben sind" und da» andere .Also auch ist e- vor eurem Dater im Himmel nicht der Wille, dast jemand von diesen Kleinen verloren werde". Jeder unserer Gefallenen war eine Persönlichkeit von ausgeprägter Eigenart, ein jeder hat Nutzbringende- geleistet, hat Gegen entfaltet Der eine mühte sich in treuer Fürsorge um feine Gattin und leine Kinder, wenn er von der Arbeit nach Hause kam, so scharten sich die Kleinen jubelnd um ihn, er mußte ihnen erzählen. sie sahen auf seinen Knien. Der andere war die Hoffnung feiner Öttern. sollte im Alter ihre Stühe, ihr Trost sein. Unter denen, die den Heldentod starben, waren solche, die den Ader pflügten, solche, die von früh bi- fpät in der Industrie tätig waren, waren hervorragende Gekehrte. strebsame örfinber, pflichttreue Beamte. Ohne Zweifel ist durch da- Hinscheiden derer, die in den zu furchtbaren Banden angewachsenen Der lu st list en ocr^e chnel smd. da- deutsche Leben um ein gute» teil armer geworden Dun kann man die Mentchen zum Trauern ebciilowrnig kommandieren, als man ihnen befehlen kann, bah he sich freuen, vielleicht aber wird am Doll-trauertcg mancher der sich sonst wenig G'.danken um Ik.» macht bas gewesen ist. an die wetten Lvidatenfriethöfe im Osten im Westen unb in fer Heimat benlen. wenn dos auch nur in d.r Viertel stund, geschah«, da bte Gl öden zum Gedächtnisse der Gefallenen von deu Türmen klingen Wir vollen »edvch am Doli-traueiiag um an Wort d.s Apostel» Paulus zu gebrauchen, nicht treuem wie die die keine Hvllnung haben, untere Klage leit vielmehr in die Gewinden au-» münden, bah untere Gefallenen und nicht verloren find. Jeder grobe Gedanle bet ihr Herz durchzogen, jede Lat der Liebe, die lie vollbracht jede ehrliche Empfindung die chr Herz bewegt jeder Baustein, den sie zum Aufbau untere* Volke- her-ugetragen haben, werden unzerstörbar lein Dor allem 'ann da- nicht verloren neben was Uc an Selbstoerleugnung Hingabe. Ausopfcrung. Tode-vcr^chtung. religib'em (fluten geioefeu find Und derselbe 3efu» der der Einzellcele einen lo groben Wert zuerkanni hat. hat der Welt d,e Gewißheit gegeben, dast die Einzellecle unsterblich ist Bin Dskk, da- «eine Gefallenen vergibt, ist reif Aum Untergang denn ihm fehlen die ethischen Werte, ohne die eine Doll-genetnschaft nicht bestehen kann, ein Dvlk aber, das in Treue der Opfer gedenkt, die in harter Zeit für e- gebracht worden find, wirb fich aus der Tiefe wieder hinauf zum Lichte ringen H. D t*ornoti}cii. — Tageskalender für Lam - tag Doll-Hochschule 8 Uhr. Cingiacl der Oberreal- fchule. Dortrag. — Deutlchnationaler Handlung-» gebilfcn-Q3erbanb: 8;,t Uhr. Kaufm DereinshauS, Monat-verfammlung. Gewerllchaft-bund der Angestellten: 8 t Uhr, Stadt Weglar. Familienfeier. — ©ifenbahn- 5abrbcamten»Terein. 81 ? Uhr, Stadt Wehlar Generalversanimlung Arbeit-« gemeinschaft der Militär- und De^.k.icntsvereine: 8*/t Uhr. Dcstaurant „3um Auerhahn' (Gönnen- st raste I, Dortrag. — Lichlfpielhau- Dah nhof straste: „Zopf und Schwert" Astvria-Lichtfpiele „Da- Panzergewölbe". — Tage-kalender für Sonntag. Stadttheater 7 Uhr ..Einsame Menschen" (Sn^c gegen 10 Uhr) Abendfeier. 8 Uhr. Stadtkirche. - Dolksbund Deutsche Krieg-gräberfür- forge. Ortsgruppe ©ieficn: 12' , Uhr. Deue Aula. Gedenkfeier. Culadgcmembe. 8 Uhr. Luka-- faale. Familicnabend. Schachllub Giesten: 2* , Uhr nachm.. Hotel Schuh, Dückfpiel gegen Schach- llub Bendorf. -- Gfctzener Schwimmvercin: 3 Uhr. Stäbt. Dolksbad, Gefallcnen-GedächtniS-Schwim- men — Turnverein von 1846. Handball-Abt.: 3 Uhr nachm.. Waldfportplan 5yinbbal(gefeit- schastSfpiel. Lichtfpielhai!- Bahnhofstraste: .Zopf unb Schwert" Pnlast-Lichtspiele ..Die Gesunkenen' Astoria-Lichtfpiele .Das Panzergewölbe". ** Aus b c in StaDttbeaterburcau wird uns geschrieben Goethes Faust I“, der feit einer Deihe von Jahren nicht mehr gegeben worden ist. geht am nächsten Dienstag in einer von Intendant Steingo etter aeleiteten Deu- einsttidierung in Szene. Die Handlung ist vom Spielleiter in 21 Bilder gegliedert, die Szenen- folg«. .st derart angeotimet, dast kiue überlange Dorste img entsteht und nur eine längere und '«rei kürzere Pausen notwendig find, m denen allein der Zufchauerraum erhellt wird. Di« Dorfteilung darf um fo grösteee- Interelle bean- foruaxa als «ich eine sehr guic Belegung er- mögiiwen liest 3n Herr Geifers < Faust i. Herr Telekv (Die- rtihoi. Frt Heym (Gretchen> Frau Jüngling «Diane. Herr Bold (Wagners. — Sorteegsadend der Bolkstzoch- schule. Man schreibt un= f)eutr. Samstag, aber.bl s Uhr prichr ,m cingfaal der Oberrealfchuke Frt. Maria Lehne aus Darmstadt im Auftrag» Ns L-anbesamtä iur das Silbungsuxlrn über das Ibe na . Deue Formen der "ie elktakeif 8U< in btr (Fr- neueruncs- unb volksbilbungsarbeii ftchenben Per- for.en unb Vereinigungen, besonders Lehrer unb Zu- gendbewegte eien auf bei Abend hmgeune'en LU Don der Landes» Univerfttät G i e st c i Der ordentliche Professor für Dolk-- wir'chaitslehre Dr Friedrich Lenz wurde vom Deutf'Hen Äulturamt in Estland ausgefordert Anfang April eine Deihe von Dorträgen in Dorpat und D » vai zu halten. " M ili t ä r-G o 11 e - d i e n st in der Stadtkirchc Der morgige WilitÜ7-Gottes- dienst anlästlich des Dolk-trauertage- findet um 11 Uhr ausnahmsweise in der Stadtkirche statt. •* Warnung vor einer unlauteren Wohlfahrt-sammlung. Das städtische Wohlfahrtsamt Giestcn schreibt unb. Der Der» leger Wilhelm Schumacher in Dortmund iaht durch Dellende unter Derwendung eine- Smb- fehlung-schreiben- d - .Dundes der «Schwerkriegsbeschädigten Deutschlands" in Köln und unter dem Hinweis, dast die Erträge de- Dertrieb:- bebürfligen Kriegsopfern zugute kommen sollen. Bezieher für die von ihm verlegte Zeitschrift ..In Treue fest" w.rben. Da nach amtlicher Feststellung weder Sastumacher selbst, noch auch der Bund d r Schwerkriegsbeschädigten Deutschlands einc Gewähr für sachgcmäste Der Wendung der einkommenben Gelder bietet, wird vor diesem Unternehmen, do- lediglich eine verschleierte Sammlung darftellt, hiermit gewarnt. ' Der Sportplatz auf d e in Trieb zwischen der früheren Lagerstraste und der ®vün- berget Lhaussee. gegenüber dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900. wird gegenwärtig endgültig planiert- Damit wird dem bisherigen unfertigen Zu st and de- Platze- ein Ende bereitet, und gleichzeitig werden die Geländeverhältnisse an der Sportplatzseite an der G)rünbergaltung#arlkiren mehr ftatigcfunben haben, eingeebnet. Die auf diese Weise geschassenen Flächen werden -u Dafen- slächen hergerichtel. Unberührt von diesen Arbeiten bleiben selbstverständlich alle die Gräber, an denen man die Spuren einer fürsorgenden Hand bemerken kann, ebenso werden dort die Grnbgedenksteine sorgsam erhalten bleiben Die Arbeit wird von Erwerbslosen auSgefährt. " Desihwechsel. Herr Archttekt Burg. Schanzenstraste 4. verkaufte bte ihm gehörigen Grundstude Schanzenstraste 4 und 10, auf denen auch die Kallcnfchrankfabrik Krogmann sich befinbet. an den Besitzer de- Lichtspielhauses Bahnhosstraste. Herrn Henrich Die Gruiidstiide sollen bei einem Um- und Erweiterungsbau des Lichtspielbaufe- Bahnhosstraste Derwendung linden. Sö foll hier ein Filmtheater geschaffen werden. da- den modernsten 2ln!orderungen entspricht und den Besuchern alle Annehmlichkeiteti eine- groststädtischen Lichtspieltheater- bietet. Die Bauleitung bei dieser Umae'taltung liegt in den Händen des Architekten Burg Herr Burg erwarb seinerseits da- Grundstück Frankfurter Strafte 143. da- Bruno Büttner gehörte, und beabsichtigt dorthin den Betrieb der Kallen- fchranllabrik Krogmann und de- Architekturbureau- Burg -u verlegen. ** E i n großer Zug Schnee gäns« überflog gestern nachmittag gegen 6 Uhr in nördlicher Dichtung untere Stadt. Die Bogel verschwanden in Dichtung Alten Duseck Der Frühling dürfte nun nicht mehr allzu weit sein. (Weitere Lokafnachrichten im 2. Blatt.) Seist fr&cA. emä£t, ist der intartinAaßige, Mut-u. musfatMdende Ich empfehle vitaminreich. Vcrbniiunaoiorbcrub für Magen und Surfrrfiautc. IXrttlcibio feit und au. Baugewerbe. Schreiner Lchuhmacher. Tövier. kuniiaeiverbtichc Zeichner. Elektitter. Mechaniker ufw Beginn: 2. Mai. itueb 2onniar,8finie: Elek:roiechnischoe yflboiatorium. Maurer. Stmuierleutc. __Bau» und Mödelfchrein^r. I >^1> Zwangs veistesgerüng. DienStag. den 15. Mörz 1927, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Hose der Aügemeincn OrtStrantenlaste. Giesten. Ludwigstraste 12. meistbietend: t (Eöä mit gutem Hlotor (18 PI) uoo 1 fiupe?. susn 5). Muhl, DollztehungS'Bcamler Stahl- unb Aus! ,aemaliatzen In Quülitä oan»fü6runa kaufen ©ie nm besten und billigsten aus meiner ,u;a Sveriatfabvikaiiou Bequeme Teilzablunq-Deparaturen sofort (Scttfi Rau Telephon 955 • Dalltorstrabe 37 _______ , i 9/25 P.S. Austro Daioile febr zuverlafilger Bier Ütze r. Buichlicht und Anlaiier. Zudier. 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März, abends 91/* Uhr, entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Christine Rühl geb. Wagner im Alter von 56 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Philipp Rühl, Schreinermeister. WELLBLECH BAUTEN WELLBLECH GARAGEN MIT HEIZUNG WOLF NETTERSJACOBIweqm 3ERLIN W 15*FiNNENTROP'/WESTE Vertu Emil Becher, Oammstr. 43. Gießen, Tel. 1190 Gießen, den 12. März 1927. 01844 Braunfels. 2447 D Fräulein Juliane Stecker Eintritt frei! Daubringen, Großen-Buseck, den 11. März 1927. Die Beerdigung findet Sonntag, den 13. März, nachmittags 3* „ Uhr, statt. Hausrat - Betten Lindenplatz 1 Lackiert, Eiche M. A. (£., (fliehen. !018v6 auf Teilzahlung 2396 D 2280a Brennabor Bureau Kinderwagen I l □ \f Q T*b n xr An W zil (-»••! f I ttellerraume Stellenangebote lie Marke von Weltruf! Plockstraste 4. Telephon 1333. Ksssees Aug. 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Doch der Wille noch Erkenntnis greift auch drüben in England weiter zurück auf die viktorianisch« Aera, die große Epoche des britischen Imperialismus, die Epoche der Sättigung und Konsolidierung des britischen Weltreichs. Heber sechzig Jahve lang, von 1837 bis 1901, hat Viktoria die Krone England« getragen. Schon ein Mythos war sie den jüngeren Generationen ihrer Untertanen gegen die Jahrhundertwende geworden. Aber bis In die lebten Tage ihres GreisenatterS ist sie einer der bestimmendsten Faktoren in der britischen Politik geblieben. Wir neigen Heute leicht dazu, die De- deutuna dieser Frau für die inner- und außenpolitische Entwicklung England- und damit für den Gang der Weltgeschichte überhaupt zu unter- schätzen, weil uns di« enge verfassungsmäßig« Begrenztheit der Macht des englischen Königtums vor allen Dingen in die Augen springt. Einer großen Persönlichkeit, mag sie Mann oder Frau, Jude oder Christ. Staatsmann oder König sein, läßt die Verfassung den weitesten Spielraum zur Auswirkung ihrer Kräfte im Dienste des britischen Reiches. Die Regierung der Königin Viktoria und ihres Sohnes König Eduards VII. bietet hierfür das beste Beispiel. Und der ausgedehnte Briefwechsel Viktorias aus den sechzig Iabren ihrer Regierung, der auf Veranlassung ihre- Enkels. König Georgs V„ soeben veröffentlicht ist und im Verlag von Karl Siegismund. Berlin auch in sorgfältiger deutscher Uebersehung vorliegt, bietet eine Fundgrube des interessantesten Dcweismaterials für den außerordentlichen Einfluß, den die Königin wohl au allen Zeiten ihres langen Lebens auf die Leiter der britischen Staatsgeschäfte gehabt Hal, mögen sie liberal oder konservativ gewesen fein, mochten sie die Ramen Melbourne oder Peel. Palmerston, Gladstone oder Disrae'i tragen. Doch neben den politischen Dingen, die in diesen umfangreichen Driessammlungen. die — man darf es wohl ruhig aussprechen — seit Bismarcks „Gedanken und Erinnerungen" das großartigste Memoirenwerk darstelken, das uns eine große Persönlichkeit hinterlassen hat, naturgemäß die Hauptrolle spielen, sehen wir auch Briefstücke, die auf den Men-chen Viktoria ein Helles Licht werfen. Bleibe im Lande! So tritt unS die Königin in dem folgenden Bries cm ihren Sohn Eduard, den damaligen Prinzen von Wales, als sorgende Mutter, aber auch als sehr nüchterne, rechnende und geschäftlich denkende Hausfrau und Verwalterin c>es Staatsvermögens hervor. Im Rovember 1869 spielten Heiratspläne zwischen ihrer dritten Tochter. der Prinzessin Louise, die später den Duke vs Argyll auS dem alten britischen Geschlecht der Campbell geheiratet hat. mit einem preußischen Prinzen. Die Königin schreibt darüber: .... Ich banke Dir für Deinen Bries vom Sonntag. Mir liegt nichts mehr am Herzen, als daß Du und ich in einer so wichtigen Angelegenheit wie dieser, die Louisens Zukunft betrifft, zusammenhalten. Ich bin unwiderruflich gegen die preußische Heiratsverbindung und habe allen Grund anzuneymen, daß Du derselben Ansicht bist wie ich. Wogegen Du Bedenken erhebst, daS wird, davon bin ich überzeugt, Louisens Glück und dem Frieden und der Ruhe der Familie dienlich sein. 'Die Zeiten haben sich geändert. Große Heiratsverbindungen mit dem Ausland werden als Ursachen von Unruhen und Sorgen angesehen und führen zu nicht- Gutem. Was hätte wohl peinlicher sein können als die Situation, in die unsere Familie In dem Krieg mit Dänemark und dem zwischen Preußen und Oesterreich verseht worden ist? Jedes Familiengefühl wurde zerrissen und wir waren machtlos. Selbst wenn Louise die preußische Heirat wünschte und den Priruen liebte (sie hat ihn seil Kinderzeiten überhaupt nicht gesehen), würde diese Verbindung nicht- als Verdruß und Aerger und Unglück verursachen, und ich würde sie niemals zu- lassen. Richts ist hier unbeliebter und für mich und alle anderen unbequemer, als die langen Besuche unserer im Ausland verheirateten Töchter in meinem Hause, mit den vielen Fremden, die sie mitbringen, und dem fremden Standpunkt, von dem auS fie alle Dinge beurteilen. Zu Lebzeiten unseres geliebten Papa war das ganz ander-, und außerdem hatte Preußen noch nicht alles verschluckt. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie mißfällig man die Heiraten von Prinzessinnen der königlichen Familie mit kleinen deutschen Prinzen ansah (deutschen Bettelleuten, wie fie höchst schimpflich genannt wurden), und wie abfällig in früheren Zeiten viele unserer Staatsmänner, so Mr. Fox, Lord Melbourne und Lord Holland, übet diese Heiraten sprachen, und wie sie davon redeten, wie falsch es fei, daß Heiraten mit Aristokraten von hohem Rang und Vermögen, die früher immer stattfanden und die durchaus legal find, vom Herrscher nicht mehr zuge- lassen wurden. Wir können heutzutage, wo die königliche Familie so zahlreich ist (Du hast bereits fünf Kinder, und wieviel werden es fein, toenn Deine Brüder heiraten?), diesen exklusiven Standpunkt nicht beibehalten. Oder willst Du vom Parlament verlangen, daß es all den Prin- zessinnen Geld gibt, um es im Ausland auszugeben, wo sie doch sehr gut bei uns heiraten könnten und die Kinder genau fo gut fortfämen, als toenn sie die Kinder eines Prinzen oder einer Prinzessin wären. Was ihre äußere Stellung betrifft, fo sehe ich da keinerlei Schwierigkeiten. Louise bleibt, was sie ist, und ihr Mann behält seinen Rang (wie die Mensdorsss und Victor) und wird nur in der Familie als Verwandter behandelt, toenn toir zusammen sind. Cs wäre mir lieb, wenn Du mit dem Dekan und Lord Granville darüber sprechen würdest. Du würdest bann sehen, wie sehr die Frage nach allen Seiten abgewogen worden ist, und wie triftig die Gründe für eine solch« Heirat sind. Dte Stellung der königlichen Familie würde dadurch eine festere werden, außerdem würde dieser dadurch frisches und gesundes Blut zugeführt werden. Die ausländischen Prinzen sind dagegen alle miteinander verwandt. Ich könnte ja die ausländischen Heiratsverbindungen mit verschiedenen Angehörigen der Familie fortsetzen, bin jedoch fest davon überzeugt, daß frisches Blut sowohl den Thron moralisch wie physisch kräftigen wird. Bei Mary wäre es schwieriger gewesen, da sie aus vielen Gründen schwerlich imstande gewesen wäre, ihren Rang zu behaupten, wie meine Tochter cs könnte." Bismarck Für uns Deutsche besonders cessant ist die Stellung der Königin zu Deutichland und den deutschen Verhältnissen. Viktoria, die bekanntlich schon kurz nach ihrer Thronbesteigung ihren Detter, den Prinzen Albert von Sachsen- Koburg geheiratet hatte, hatte in ihrer Jugendzeit starke Reigungen für Deutschland. Politisch bekundeten diese sich auch noch nach dem Sode des Prinzgemahls im deutsch-dänischen Kriege von 1864, in dem ihr es doch wohl vor allem zu verdanken ist, daß keine britische Intervention Preußen und Oesterreich vorzeitig in den Arm fiel. Die Königin änderte ihre Gesinnung unter dem Eindruck der Jahr« 1866 und 70. Trotz bei engen verwandtschaftlichen Beziehungen zum preußischen Königshause und trotz der freundschaftlichen Zuneigung, die sie mit der Königin Augusta verband, zeigte sie doch stark ausgeprägte Antipathie vor allem gegen die Politik Bismarcks. Ihr überschäumendes Temperament verleitete die Königin leicht zu so ungerechten Urteilen. daß sogar ihre Tochter, die preußische Kronprinzessin Viktoria — sonst gewiß die allerletzte. von der Bismarck Gutes für sich erwarten konnte — zur Verteidigung des großen deutschen Staatsmannes sich genötigt sah. In folgenden Briesen sehen toir diesen fraulichen Kamps um DiSmarck: Königin Viktoria an die deutsche Kronprinzessin. (Auszug.) * Schloß Balmoral, 1. Oktober 1873. .... Mir ist er (König Viktor Emanuel von Italien) nie als ein Gleichstehender erschienen, denn er untergrub die Königsherrschaft feines eigenen OnkelS und nahm fie, toie auch die von anderen Leuten, naher Verwandter von ihm: es pflegte mein Stolz und der deS lieben Papa zu fein, daß wir sagen konnten. Dein vortrefflicher Schwiegervater werde sich nie zum Werkzeug von Bismarcks Ehrgeiz machen lassen, wie der König von Italien das Werkzeug Cavours gewesen ist. Achl ich kann dies nicht länger sagen, und 1866 vernichtete diesen schönen Mnterfcbieb. Dies »oll nicht heißen, daß die Einheit Deutschlands nicht recht ist oder von mir und dem lieben Papa nicht gewünscht wurde. Wir beide wünschen sie dringend, ein Oberhaupt, ein Heer und eine Diplomatie, nicht aber die Thronentfetzung anderer Fürsten und die Wegnahme ihres Privatvermögens und ihrer PalaiS: nein, daS war und ist ein schwerer Fehler. 11 nb ich könnte nie In ihren Palästen wohnen, wenn ich ber Kaiser ober Du wäre. Stets Deine liebende Mama D.R. Die deutsch« Sronprinzesfin an Königin Viktoria. ReueS PalaiS, 4. Oktober 1873. Meine geliebte Marnal Dielen innigen Dank für Ihren Kurierbrief, bett ich gestern erhielt. Was Sie über ben König von Italien sagen, ist ganz wahr, aber Ihre Bemerkung über ben Kaiser unb bi« Wegnahme der PalaiS ufto. ist nicht ganz gerecht. Sie wissen, tvas ich über BiSmarckS Art, etwas zu erreichen, denke, wie sehr ich alles Gewissenlose, Gewaltsame, Unehrenhafte, Unanständige ufto. hasse, unb ich bete weder den Erfolg an, noch halte ich militärische Lorbeeren für bas Erstrebenswerteste auf Erben, aber hier läßt sich viel für beide Seiten sagen. Palais nahm mein Schwiegervater nie; er zahlt« für fie, unb sie sind sein gesetzliches Eigentum, unb diejenigen, welche sie verkauften, kamen bei dem Handel weitaus am besten weg! Wir würden einen Besitz, über ben auch nur der geringste Zweifel beftanb, nie betreten haben. Sie PalaiS zu bewohnen, In denen wir gewesen sind, waren toir ebenso gut berechtigt, als Sie berechtigt sinb, ben Kohinoor zu tragen ober bie indischen Waffen inS Arsenal von Winbsor bringen zu lassen! Sie „Entwicklung" Deutschlanbs hat sich nicht so gestaltet, toie ich hoffte, und viele der getroffenen Maßnahmen kann ich nicht bewundern ober billigen, aber ich glaube, bah das, was geschehen ist, zum Besten Deutschlands und EurvvaS geschehen ist. und ich glaube auch, daß bie Einigung Italiens etwas Gutes unb Gesundes ist! Annexionen sind grausam und schmerzlich, und es ist höchst traurig, wenn Derwandte bie Waffen gegeneinander erheben müssen! Das Recht der Eroberung ist hart. Gott weiß, ich gehöre nicht zu seinen De- tounberem, aber es ist oft sehr nützlich gewesen. Englanbs Herrschaft über ben Osten ist bafür das beste Beispiel, unb sogar bort haben sich bie Gnglänber nicht immer so gewissenhaft, menschlich, gesittet und erleuchtet gezeigt, wie sie es hätten tun sollen. So glaube ich wirklich nicht, daß wir mehr Dorwürfe verdienen, obgleich Sie mir erwidern werden, daß Orientalen nicht Europäer sind unb nicht toie biefe behanbell werden können! Ich bin ber Sache der Freiheit unb deS Fortschritts mehr als irgendeiner anderen ergeben. unb ich glaube wirklich, baß bie Ereignisse von 66 und 70 71 einen Schritt In dieser Richtung bedeuten, trotz derer, die fie zuwege brachten. 2ch werde jetzt von Angell auS Wien gemalt, der heute der erste Porträtmaler Deutschlands ist. ber einzige außer Richter, der Winterhalter ersetzen kann. Ich beule, das Bild wird sehr gut werden; «s soll ein Hochzeitsgeschenk süo Afsie fein.... Leben Sie wohl, hebfte Mama. Gott segne Sie. Ich küsse Ihre liebe Hand und bleibe usw. Victoria ©Israeli. Seit den fernen Tagen, in der die achtzehnjährige Königin für ihren liebenswürdige« alten Premier Lord Melbourne schwärmte, hat Wohl kein britischer Staatsmann so viel persönlichen Einfluß auf Viktoria gehabt, als D Israeli. der spätere Lord Beaconsfield. Er allein hatte es vermocht, Viktoria, die nach dem Tode bes Prinzgemahls, als trauernde Witwe viel« Jahre hindurch von allem öffentlichen Geben zurückgezogen, ihrem Volke entfremdet, in Windsor ober Dalrnoral, ben GebachlniSstätten für Albert, gelebt hatte, tolebcr in ben Kreis den menschlichen Gesellschaft zurückzuführen. Sie blieb ihm stets dankbar dafür, unb innige Freundschaft; verband bie beiben bis zum Tobe bes Premiers. Für ihr engeS persönliches Verhältnis sinb kenn- zeichnenb bie folgcnbcn Briefe DeaconSfielbs an bie Königin, deren erster aus ben Tagen stammt, in denen bie Königin stünblich ben Tod bet Lady Augusta Stanley erwartete, einer ihr sehr nahestehenden Freundin, während ber zweite zeigt, wie Königin unb Premier auch ihre Ferien- erlcbniffe unb Stimmungen getreulich in ihren Briefen austauschen. Disrali an Königin Viktoria. Hughenben Manor, 18.Mai 1875. Mr. DIsraeli in ehrfurchtsvoller Ergebenheit an Euere Majestät: Er bankt Euerer Majestät für ben anäbtgen Brief vom 15. und alle Ihr« Freundlichkeit. Ec beglückwünsche Euere Majestät zu Euerer Majestät glücklicher unb schneller Reise". Schnelligkeit ist ohne Zweifel eine Art von Glück, wenigstens dachte Sr. Johnson so, als er mit ber Postkutsche zehn Meilen bie Stunde Aurüdlegte, er sagte zu Boswell: .Mein Herr, bas Leben bietet wenige Freuden wie diese!" WaS würbe ber große Weise sagen, toenn er zu einer Zeit gelebt hätte, in welcher sein Herrscher in 48 Stunben jenes Hochland erreichen konnte, wohin zu gelangen er viel« Wochen brauchte? Mr. DiSraelt ist glücklich, bah Euere Majestät Schottlanb zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich schön findet, unb er hofft zuversichtlich, baß bie Brise des See bi« Gesundheit Euerer Majestät wieder völlig Herstellen wirb. Es war sehr gütig von Euerer Majestät, zu hoffen, daß auch er etwas Lanbluft genießt. Er fand zu Hause Zuflucht, wo er ganz allein ist, aber genügend Beschäftigung hat. Einen so romantischen Rundblick toie Euere Majestät hat er nicht. Statt des schäumenden See sieht er einen sehr bescheidenen Forellenbach unb statt Fichten- toaldungen Buckengehölz. Aber bie Landschaft ist schön, wie bei solchem Wetter und zu dieser Zeit ein jeder Ort. AleberaÜ Blütenschimmer, auS jedem Busch ruft der Kuckuck, und die Holztauben antworten im Rundgesanq. In ehrfurchtsvoller Ergebenheit: er vergaß immer zu berichten, daß dem Wunsche Euerer Majestät gemäß eine Vorlage zum Schuhe junger Robben, die neuerdings in so greulicher Weise nicdergemetjelt werden, zu Beginn der Session eingebracht worben ist; soviel Mr. Disraeli weiß, ist sie jetzt von beiden Häusern angenommen. Disrali an Königin Viktoria. Weston, Shi f na l. 11. Januar 1876. Mr. Sisraeli In eh * .votier Ergebenheit an Euere Majestät: C3 betrübt ihn von dem Hiob, bas biblische Buch vom Sinn bes Leibens. Don D. Hans Schmidt, o. Professor bet Theologie an ber Universität Gießen. Der Engländer 6. Whitman erzählt von einem Besuch bei Bismarck am 11. Oktober 1891: ..Mein Blick fiel aus ben Schreibtisch des Fürsten. ■ Eine Bibel lag offen vor seinem Sitz. ES war Kapitel 29 des Buches Hiob aufgeschlagen." Es ist die erschütternde Klage, die mit den Worten beginnt: ..Wär's doch mit mir, wie es vor Monden war, Wie in den Tagen, ba mich Gott behütet!" Ser Prolog im Himmel in Goethes Faust. ist ben ersten beiden Kapiteln bes Buckes Hiob nachgedichtet. ES bedarf nur dieser beiden Ro- tizen, um ins Bewußtsein zu rufen, baß „bas biblisch« Buck vom Sinn bcS Leibens", bas morgen, am TolkStrauer ag, in einer Abenbfeier in ber Stablkirche zum Bortrag kommen soll, eine eindrucksvolle Dicktung. e.nS der großen Menschheitswerke ist, bie unvergänglich über ben Jahrtausenden stehen. Mit Goethes Faust läßt sich das Buch Hiob auch sonst vergleichen, sowohl io dem, was es eigentlich will, als in feiner literarischen Form unb ber Art f inet Entstehung In beiden Fällen hat ein großer Dichter ei:;« alt« DolkSerzähiung zur Hanb genommen unb hat fie zum Gefäß seines eigenen RingenS mit tiefsten Fragen ber Menschheit erhoben. Es gab im alten Israel eine vermutlich uralte Erzählung von einem frommen Mann« namens Hcob. ber eben um seiner großen Frömmigkeit to:['.cn von Gott gesegnet war mit allem Glück, bas man sich nur avibenLn kann D.e'er Mann verliert dura,' ein furchtbares (3c! ick mit eifern Scklage a'.its was er hat Die schwerste unter den ..Hicosposten". iie. sich über stützend, tn Irin Haus kommen, ist die. daß al.e feine blühenden Kinder, feine Söhne unb seine Töchter, an einem Tage den Tod gefunden haben. Danach wird er selbst vorn Aussatz befallen. Auf dem Afckenhaufen keines Hv es hockt der alte, arm gewordene, einfame Mann. Er hat dort eine Scherbe aufgelesen, um damit seine juckenden Wunden zu kratzen. Sein eigenes Weib höhnt über dieses Bild und rät ihm, sich durch einen Fluch auf Gott ben Tob zu erzwingen. „Bei dem allen hat Hiob kein Wort über seine Lippen gebracht, mit bem er sich versündigt hätte." Ser Ausllang ber Erzählung war fo; Gott, durch eine so unbeirrbare Frömmigkeit überwunden, gibt bem Leidenden ben Reichtum doppelt wieder, den er oer.oren hat. Auch bas Glück in seiner Familie erblüht noch einmal. „Unb hiernach lebte Hiob noch einhundertundvierzig Jahre, unb er sah feine Kinder unb bie Kinder feiner Kinder b s in das o.erte Geschlecht. Und Hiob starb alt und lebenssatt." Diese alte Erzäh ung. in ihrer Art ganz ähnlich denen, toie sie noch heute in Pa'ä stina von Mund zu Mund gehen, will eine Qlntrort geben auf bie Frage nach dem Sinn des Leibes Eie sagt: Sem Frommen geht es gut au‘ Erden Siehst bu id einmal anders, er ebst du es anders, so laß dich nicht be.rrcn Das ist bann eine Probe, auf die bu gestellt wirst , W rd's aber sich befinden, daß bu ihm treu verbleibst", so wendet sich endlich alles zum Guten. Erwarte nur bie Zeit. Halte aus, laß dich nicht beirren I Diese Geschichte ist nun einem Manne in bie Hände gekommen — wir wissen weder feinen Ramen, noch bie Zeit, in ber er gelebt hat — ber ein großer Dichter war. ilnb dieser Mann toar krank. Es ging ihm toie bem Helden ber Erzählung, auch er war vom Aussatz befallen. Den hat die Erzählung im Innersten erregt. Ganz unb gar n icht gestimmt, wie ber wortlos leibende Hiob, findet er d e Antwort, bie bie Erzählung auf bie Frag: nach bem Sinn beS LeiberS gibt, unerträglich ja, er findet, baß es eine Lüge wäre, wollte man fo bas Leiben in ber W'tt erlären Und nun gre ft er zum öc teibftift und bring- ju Pav r, was ihn bewegt Er dichtet nicht, wie es Goe he mit der Drllserzäh ung von Faust gc.ari ha:, die Oe- 1 statt der alten Sage in feinem S.nne um D el- mehr, er fügt in bie Erzählung die e: in zwei- Teile ausci ander egt unb als Rahmen bestehen läßt, feine Dicktung ein: ein ©e präch Hiobs mit dreien feiner Freunde. 3n die em Gespräch vertreten bie Freunde den Standpunkt ber alten Erzählung, ober vielmehr ben Stanbpunkt des Dogmas, wie eS bamals war, baß auf Schuld immer Leib folgt, baß man also aus einem besonders schweren Leib (wenn es bauert) auf eine besonders schwere Schuld schließen muß. Dagegen geht der Hiob ber Gespräche mit Lei- denfe ast an. Ihn — unb bas heißt ben Dichter — quält viel mehr als feine Krankheit, baß ihm zuerst leise unb anbeutenb, bann grob unb geradezu gesagt wird: Besinne dich: irgend etwas ganz Böses mußt bu getan haben, sonst würde dich dieses schreckliche Geschick nicht treffen! Sa- bei treten bie andern immer mehr zurück unb der, mit dem er eigentlich spricht, dem er seine Klage sägt, ja. feine Ank age, seine Empörung ins Gesicht schleudert, ist Gott. R e wieder hat bas „Warum?" aus gequältem Herzen einen so leibenfu a t ichen, so erschü.ie.n^en, so ti anen- hatt aufrichtigen und doch zugleich so von Lebe: shunger und Todestigrauen burchklungenen Ausdruck gefunden. Und die Antwort? Sie Lösung des Problems ? C3 hat bem Siebter offenbar nid)’ geringe Mühe gemacht, ben Schluß, in ten er sagen will, was nun er im Gegensatz zu der allgemeinen Meinung von Gott unb dem Leiden empfindet. zu schreiben. Am Ende erscheint Gott unb löst bas Gespräch. Aber ich meine zu sehen, bah eigentlich brei Fassungen dieses Schlusses unvermittelt nebeneinander stehen. Ihr Sinn ist jedesmal: Es gibt für uns Menschen keine Antwort! »Ich lege meine Hand auf meinen Mund!" So verklingt bes Dichters Klage schließlich im Schweigen. Dieses Schweigen vor Gott, bas ihn nicht meistem will, daS seine gewa.tige Wirklichkeit verehrt. auch wo man ihn nicht versteht, ist Religion im ernsten Sinne biecs Wortes. 3nbcficn: zwischen ben Zeilen der ergreifenden Klage bes Hiob kann man noch «ine andere QL’. ort aus die Frage nach ben Ginn des Leibes hören. Ich greife ein S.ück heraus auS einer 'einer Red n -Erde, decke nid) zu mein D'ut! Komm nicht zur Ruhe, m.in ichmerzvol er S 're.' Doch nein, schon jetzt — im Himmel ist mein Zeuge, Und in ber Höhe ist. ber für mich bürg ' Da meine Freunde mich fo grau am heb: en. Erhebt mein Auge tränend sich zu Gottl Er schaffe Recht bem Manne wider Gott! Dem Menschen gegen ben. ber ihm baö Böse tut I" Mitten in ber höchsten Qual des LeideS spürt der Klagende plötzlich Gott an seiner Seite. Das zuletzt Unerklärliche, daß gerade die. aus denen des Lebens Leid am schwersten liegt, der Güte Gottes inne werden, ist auch in diesem Buch ber Bibel, ja. hier so unmittelbar unb aus bem Erlebten wie kaum in einem andern zu «rlenncn. Damit ist nicht erschöpft, was diese große Dichtung in sich trägt. Sie ist etwas ganz Eigenes für sich: nicht Lyrik, nicht Epos, nicht Drama, aber von allem etwas. Wir stehen hier an der Schwelle des Werdens einer neuen großen Form der Kunst. Eine ungewöhnliche Kraft der Gestaltung, unvergeßliche Bilder, eine hinreißende, bald mäd tig stürmende, bald wie Geigenklang klingende Sprache reden zu unfern Herzen. Dor allem aber überrascht unb berührt unS trotz aller ehrwürdigen Attertamttchleit die er Dichtung ihre „moderne“ Seele: ba$ Grüblerische, Individualistische, das Dringen auf Ausricht g- feit im Innersten. Das Buch Hiob ist nicht ganz leicht zugänglich. Wer cs in Luthers Heber!cljung durchzulesen Derfud: mag leicht ermüden. Das liegt einmal dara daß diese llebersehung die Form der Dichtunz nicht toiebergibt: Hiob muß. wenn er zur Wirkung kommen sott, in gebunbener Rebe Übertrag n werben. Es liegt aber auch barm, baß bas Werk in sich selbst ungleich ist Es hat Längen unb W.ederhclungen. Es hat auch breite Einsätze von frember Hanb kz. B. die Reden des Elihu Kap. 32—37). — Schon bie Kürze einer Abendstunde gebietet, von bem Werk nur bie mächtigsten Stücke vorzutragen. In der Form, in der wir es in der Stabtlircye hören werben, find biefe Stücke derart zusammengestellt, daß gleich- wohl ber Einbruck eines in sich geschlossenen Kunstwerkes bewahrt wird Die Frage nach bem Sinn des Leides farm r.iir- _Iä lebendiger ein als am Dolkstrauer- t a o. wo in fo vielen Häusern ein zwar nie ver- ge, lenes, aber fönst Do n lauten L rn des Tage- über ontes Leid wieder vernehmlich zu denen redet, deren Leben es zerbrochen hat. Ihnen allen wirb Hiob mit seiner Klage aus bem Herzen reben. vielleicht, bah er ihnen hilft, vor Gott stlll« zu werben. Kummer *) au hören, der auf Euerer Majestät lastet. Es ist das Schicksal der Herrscher, daß der Bereich der Gefühle ihres Herzens notgedrungen eingeschränkt ist, aber man sagt, dah sie dafür einigen Ersah in dem Bewußtsein ihrer Herrscherpflichten finden, bas eine stutzende Kraft besitzt. Aber Mr. Disraeli hat schon lange bemerkt, Euere Majestät sitzt -war auf einem erhabenen Thron und ist mit einer Klugheit begnadet, die der großen Aufgabe nicht nachsteht, aber bei Euerer Majestät verbindet sich die Tatsache eines Reiches und die Eignung es zu beherrschen, mit einem Herzen von äußerster Feinfühligkeit. Es würde von ihm verwegen fein, eine Kondolenz zu versuchen, selbst wenn eine Kondolenz überhaupt einen Wert besäße; aber auch die Niedrigsten dürfen ihre Anteilnahme ausdrucken, und diese Anteilnahme äußerst er seinerseits in Ergebenheit und ehrerbietiger Anhänglichkeit. Außenpolitische Umschau. Don Professor Dr. Otto Hoetzsch, M. d. R. Die Sitzungen des Völkerbundes und des Dölkerbundsrates, arie sie jetzt wieder in Genf stattgefunden haben, werden immer mehr ge radezu ein Terminkalender für die große Po- litik. Natürlich kann der Völkerbund, der nicht einmal alle Staaten der Welt umfaßt, die große Politik im ganzen nicht von sich aus regeln unD be stimmen. Aber es ist so, als wenn die großen Verkehrslinien, die großen Stränge, auf denen die Welt- Politik läuft, jeweils bei diesen Völkerbundssitzungen tn einer Röhre, in einem Tunnel zusammengepreht werden, um dann danach wieder auseinanderzu- fließen. Wenn das auch nicht zu praktischen Resultaten führt, so hat es das Gute, daß alles im Zu jammenhang gesehen wird, und daß damit der Ernst der einzelnen Vorgänge den in erster Linie In der Welt verantwortlichen Staatsmännern vor Augen gerückt wird. Dabei ist schließlich gleichgültig, ob diese Fragen auf der Tagung selbst behandelt werden, oder nicht vielmehr in den vertraulichen Besprechungen der Minister vor und hinter den Kulissen, die das eigentlich Wichtige, Praktische an diesen Zusammenkünsten geworden sind. Was wir sagten, wurde jetzt in Gens ganz besonders beleuchtet Durch die überraschende Erklärung des italienischen Verlreters am 8. März in Gens, daß Italien beschlossen habe, den Vertrag über Bessarabien zu ratifizieren. In Genf war gar keine Veranlassung zu diesem Schritt. Aber daß er in Genf so mitgeteilt wurde, akzentuiert ihn als wichtig, bedeutungsvoll und beabsichtigt. Es handelt sich dabei um das Abkommen vom 28. Oktober 1920, in dem England, Frankreich, Italien und Japan den Besitz von Bessarabien Rumänien garantieren, der ihm schon in Versailles zugesprochen worden war. Das 2lbFommen sollte aber erst rechtsgültig sein, wenn von den vier Hauptmächten drei cs ratifiziert hätten. Bisher hatten das nur England und Frankreich getan; Japan bat sich nicht geäußert, Italien aber hat die Ratifikation jahrelang, und zwar, wie man immer wieder hervorhob, im Hinblick auf Rußland, mit dem es besondere Beziehungen verbanden, hingezögert. Noch bei dem Abschluß Der Verträge Rumäniens mit Frankreich und Italien im vorigen Jahre (mit Frankreich am 10.6. und mit Italien am 16.8.) hat die Frage eine Rolle gespielt, und Italien hat auch in diesem Vertrag nicht den bessaradischen Vertrag ratifiziert. Jetzt aber bat es das getan. Das Abkommen ist damit rechtsgültig, Rumänien ist durch die vier Hauptmächte der Besitz Bessarabiens garantiert. Die Begründung, die in Genf gegeben wurde, war überhaupt keine Begründung, ebensowenig wie der Satz etwas bedeutet, daß die Ratifikation keine feindselige Tendenz gegenüber Rußland habe. Natürlich hat sie eine solche Spitze t gegen Rußland. Chamberlain hat vor der Presse in Genf selbst zugegeben, daß diese Frage zwischen ihm f und Mussolini so besprochen worden sei. Der plötzliche und überraschende Beschluß Italiens, das in * der großen Politik überhaupt das Stoßweise liebt, ist so einmal ein Teil seiner Balkanpolitik, in der es mit Rumänien zusammenzugehen strebt in der Rivalität mit Frankreich, und ist vor allem eine Etappe in Der immer aggressiver werdenden Politik Englands gegen Rußland. Daß das gerade in Genf gespielt und damit so unterstrichen wurde, hat hie Bedeutung des Schrittes nur noch erhöht. Sonst ist der englisch-russische Gegensatz und die chinesische Frage in Genf kaum zu Wort gekommen. Gfjanwerlain hat noch einmal betont, daß er bereit Jei, die chinesische Frage vor den Völkerbund au ringen, sobald sich die inneren Verhä11nisse Chinas gellärt hätten und man wisse, mit wem man im Völkerbund über China erhandeln könne. Und er hat scharf gegen Rußland gesprochen, von dem England eine andere Haltung erwarte. Diese Stellungnahme ist recht interessant. England ist es auf die Dauer sehr unangenehm, in China so isoliert gegen Forderungen zu kämpfen und kämpfen zu müßen, deren innere Berechtigung auf der ganzen Welt eingesehen und anerkannt wird. Und ebenso ist es auch England auf die Dauer unangenehm, in dem englisch-russischen Gegensatz von der ganzen Welt als der eigentliche Angreifer oder Störenfried betrachtet zu werden, der einen Ring gegen Rußland zustande bringen wolle. Diese Erklärungen zeigen erneut, wie schwach im Augenblick die englische Politik mit den großen Engagements in der Welt sich fühlt, und es bedurfte keiner besonderen Prophetengabe, um zu wissen, daß für die Unterhaltungen zwischen Briand und Dr. Stresemann von England keine Unterstützung zu erwarten war. Danach aber bemißt sich Dann auch, was es für Deutschland wert ist oder märe, wenn es gerade Dem englischen Zureden besonders sein Ohr leihen würde, sich mit Polen freundschaftlich zu verständigen. Und Frankreich? Briand hat sich in Genf recht zurückgehalten. Die Erklärung dafür ist nicht schwierig. Natürlich empfindet er es, abgesehen von Den Schwierigkeiten seiner Stellung, die man ja kennt, auch als nicht gerade bequem, in Gens als der Ver- ftändigungsapostel für Europa aufzutreten. Der im GrunD nichts Tatsächliches bietet und bieten kann, während zu gleicher Zeit In Paris die Kammer mit der Reorganisation des Heeres sich beschäftigt. Diese Verhandlungen finden, soweit wir sehen, in Europa noch nicht die Beachtung, die sie beanspruchen konnten. Sie sind sachlich von größter Wichtigkeit, weil die Auseinandersetzung um die Reorganisation Der französischen Armee im allergrößten Maßstab alle Erfahrungen des Weltkrieges nutzbar machen will zu einem lückenlosen System der Kriegsvorbereitung, des „bewaffneten Friedens", das Mann und Frau und Jugend, Wirtschaft, Finanzen und Verwaltung. Landarmee und Flotte, Bescstignngsgür- tel und Kriegsmaterial bis In alle Einzelheiten um •) Es stand der Tod von Lady Augusta Stanley, der nahen Freundin der Königin bevor Er erfolgte am 1. März. faßt. Schon allein organisatorisch und grundsätzlich t find diese Verhandlungen von größtem Interesse. Sie sind es aber noch mehr im Zusammenhang mit der ganzen Abrüstungsfrage. Was jetzt in Frankreich angestrebt wird, steht in vollendetem Gegensatz zu dem Abrüftungsgedanken, der von Nordamerika, insonderheit vom Präsidenten Coo- lidge verfolgt wird! Das läßt sich sehr einfach und knapp zusammenfassen. Coolidge wünscht zunächst für die Seerüstung und bann auch für die Land- ruftung im weiteren eine vertragsmäßige gegenseitige Bindung in bezug auf die Zahlen der Rüstung, in einem einfachen Verhältnis, bas nicht allzu schwer hcrausgerechnet werden könnte und das die einzelnen Staaten auch in ihren Rüstungen sehr eng miteinander verbände. Abrüstung schlechthin und durchaus ist das ja auch nicht. Daß dies im ganzen möglich ist, glauben heute wohl nur noch sehr wenige unentwegte Pazifisten. Aber^das, was Frankreich hier mit einem bewaffneten Frieden an- l'trcbt, unter den Verhältnissen von heute. Die ja auch darin ganz anders sind als vor dem Kriege, ist etwas grundsätzlich anderes. Damals galt Der bewaffnete Frieden für Mächte, die in ihren Rüstungen nicht beschränkt waren. Die darin lediglich von ihrer Bevölkerungszahl, ihrer finanziellen Kraft und dergleichen abhängig blieben. Heute aber liegen die Dinge doch fo, daß in Europa vollständig abgerüstet und entwaffnet sind die Länder: Deutschland, Oesterreich, Ungarn und Bulgarien und nicht zu vergessen, England, das die allgemeine Wehrpflicht adgefchafft hat und^heute in bezug auf Die Landrüstung aus gleicher Stufe mit Den genannten besiegten Staaten steht. Das schafft mithin für Den bewaffneten Frieden nach den Pariser Friedensschlüssen ein vollständig anderes Verhältnis, das nun Frankreich mit aller Kraft aus- zubauen und sicherzustellen sich bemüht. Darin aber liegt nicht nur ein Widerspruch gegen die Ab- rüstungsoerhandlungen in Genf, der ja mit dem Zusammenfall dieser Verhandlungen geradezu wie Hohn anmutet (am 20 März beginnt die vorberei- lende Abrüstungskonferenz), sondern Darin liegt noch mehr eine Gefahr für den europäischen Frieden direkt. Das hat ein Mann wie Renau- dcl, der begeistert für den Plan eintritt, gesagt, indem er zugao, daß ein solch bewaffneter Frieden sicherlich fein Friede fei. So sehr man in Frankreich beteuert, zu einem Teil vielleicht ehrlich beteuert, daß man mit dieser Heerespolitik lediglich dem Frieden Dienen wolle, so stammt sie Der Wirkung nach Durchaus unD zu einem großen Teil auch Der Absicht nach aus Dem Hegemoniewillen Frankreichs gegenüber Europa. UnD so wirkt sie nicht defensiv, sondern sie wirkt im Sinne einer B e • Droyung Des europäischen Friedens. Das wird, weil es Frankreich in einen zunehmenden Gegensatz zu den Vereinigten Staaten stellt, Dann auch zu Frankreichs schaden sein. Denn wird Nordamerika bereitwilliger werden, in Der Schulden- frage entgegenzukommen, wenn Frankreich so zielbewußt Die Abrüstungspolitik Des amerikanischen Präsidenten sabotiert? Man übersehe dabei auch ja nicht, daß, wie diese Verhandlunaen zeigen, die ganze französische Nation darin einig ist! Die paar widersprechenden Kommunisten bedeuten nichts. Männer wie Boncour und Renaudel, die Führer der Sozialisten sind, sind bei Der ganzen Arbeit ton- angebenD. Angesichts Dieser Rüstungsoolitik unD angesichts Der inachtpolitischen Schwache EnglanDs gegenüber Europa fragt man Dann freilich zweifelnd und besorgt, wie Die Befriedung Europas im Ernst vorwärts kommen soll! Aus der provinzialhauptftabt. Gießen, den 12. Mär; 1927. Aulobusverbindung Gießen - Schiffenberg. 3m vorigen Jahre hat sich der Berkehrsverein wiederholt bemüht, in Verhandlungen mit hiesigen Auromobilfirmen den Betrieb einer Au- toomnibusverbinbung von Gießen nach dem Schiffenberg zustande zu bringen. Trotz besten Willens aller Beteiligten konnte der begrüßenswerte Plan nicht verwirtticht werden, da einerseits gewisse technische Erfordernisse nicht gegeben waren und andererseits leine ausreichende Frequenz gesichert erschien, die als Unterlage zur Anschaffung eines entsprechend großen Auloomnibuslcs ausgereicht hätte. 3n den letzten Wochen sind nun die erforderlichen Vorbedingungen zur Schaffung einer solchen Kraslwagenverbindung in ausreichender Weise Wirklichkeit geworden, liniere Stadt hat jetzt Autoomnibusbetriebe, die dem Verkehr mit Annerod, bzw. mit Albach und Steinbach dienen. Die Inhaber dieser Betriebe sind Gießener Bürger. Sollte es nun nicht möglich fein, mit diesen Herren oder mit einem von ihnen eine Vereinbarung zu treffen dahingehend, daß wenigstens an Samstag- und Sonntagnachmittagen ein regelmäßiger Fahrdienst zwischen Gießen und dem Schifsenberg eingerichtet wird? Wir sind überzeugt, daß weite Kreise der Einwohnerschaft einen solchen Betrieb dankbar begrüßen würden: lnsbesondeck dürfte er älteren Leuten, die nicht mehr ausreichend wanderfähig sind, um zu Fuß den Schissenberg und seine Umgebung zu erreichen, recht willkommen sein. Man könnte vielleicht eine Haltestelle am Forstgarten einrichten, mühte aber vor allem auch die Möglichkeit bieten, bis zum Schifsen- berg hinauszufahren. Ebenso wäre für belric- digende Vücksahrtmöglichkeit zu sorgen. Selbst- ! verständlich müßte der Fahrpreis so gehalten sein, daß er auch von geringer bemittelten Bürgern bezahlt werden kann. Der Berkehrsverein und die Stadtverwaltung würden sich ein Verdienst erwerben, wenn sie eine solche Fahrverbindung zwischen her Stadt und dem beliebten Ausflugsort im Einvernehmen mit den in Betracht kommenden Kraftwagen besitzern baldmöglichst schaffen würden. vJ ic;,2ncr TSochcumarttPreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 150 bis 170, Matte 30 bis 35. Käse (10 St.) 60 bis 110. Wirsing 25 bis 40. Weißkraut 10 bis 15. Rotkraut 15 bis 30, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 15 bis 35. Unter- Kohlrabi 8 bis 10. Grünkohl 20 bis 25. Rosenkohl 40 bis 45. Feldsalat 150 bis 220. Enoivien 80 bis 100. Tomaten 70. Zwiebeln 10 bis 20. Meerrettich 35 bis 80. Schwarzwurzeln 30 bis 50. Kartoffeln 7. Aepsek 20 bis 70. Birnen 15 bis 25. Dörrobst 30. Honig 45 bis 50 Russe 70. junge Hahnen 100 bis 120. Suppenhühner 100 bis 120 Pfennig das PfunD: Eier 9 bis 11. Blumenkohl 30 biS 140. Salat 20 bis 40. Lauch 5 bis 15. Seiler e 20 bis 40 Pf das Stück: Radieschen Bd. Schu?ge!d-Erhöhung. Rach einer Bekanntmachung Des SanDesamts für Das Bildung--wesen in Helfen wurDe mit Wirkung vom 1. April 1 927 Das Schulgeld für höhere Schulen wie folgt sestgefetzl: a) voller Satz jährlich 210 Mk., monatlich 17,50 Mark: b) bei cleichzeinger -chulausbilDung von zw.-i unD mehr Geschwistern: bei 2 Geschwister auf je 174 Mk. (jährlich), 14.50 Mk. (monatlich): bei 3 Geschwistern rrif je 138 Mk. (jährlich), 11,50 Mk. (monatlich,: bei 4 GcjchwGerii auf je 108 Mk. (jähr- üd)i, 9 Mk. (monatlich): bei 5 Geschwistern auf je 7S Mk. (jährlich), 6,50 Mk. < i 6 unD mehr Geschwistern auf je 48 Mk. ^jährlich. 4 Tlf. (monatlich). * Gewerbe- und Maschinenbauschule. Die neuen Kurse beginnen am 2. Mai. Man beachte die heutige Anzeige '• D i.e Volkshochschule stellt einen Gemischten Chor auf, Dessen Leitung Herr Linden- struth übernommen hat. Die Hebungen beginnen am kommemnden Montag. Näheres im gestrigen Anzeigenteil. • • Driefsendungen an entlassene Straf- oder U n t e r f u ch u n g s g e f a n - gene. Der hessische Iustizminisler hat solgendes bestimmt: Wenn nach der Entlassung eines Gefangenen für ihn bei der Gefangenenanstalt eine Postsendung eingeht, so wird die Rachsendung künftig an die neue Adresse durch die Post in Der allgemein üblichen Weise erfolgen. Zuvor werden in der Anschrift der Sendung alle Angaben, die den vorherigen Aufen halt des Empfängers in der Gefangenenanstalt erkennen lassen könnten, durch Uebcrtleben oder Durchstreichen derart unleserlich gemacht, dah unbeteiligte Personen von dem An- stattsausenthalt des Empfängers keine Kenntnis erhalten. Der Reichvpostminister ha! sich mit diesem Verfahren einverstanden erklärt. Die Post- anstalten sind dementfprechend verständigt worden. ** Allerlei Dicbstähle. Der heutige Polizeibericht meldet: 3n der Rächt zum Don- nerstag (10. März) wurden aus einem Garten an der Lahn aus einem dort befindlichen Enten- stali zwei Enten, ein Enterich (blau und grau) und eine Ente (braun meliert) gefiedert, gestohlen. — In der Rächt zum 6. Februar (Samstag auf Sonntag) wurden in der Schanzenstraße und Bahnhofstraße zum Rachteil des Konsumvereins und eines Dentisten Einbrüche verübt, bzw. versucht einAubredjen. Gestohlen wurde nichts. — In der Rächt zum Mittwoch (9. März) wurden aus einem Maureraufenthaltsraum in der Friedrichstraße mehrere blaue Arbeitskittel, Hosen und Brennholz entwendet. Sachdienliche Mitteilungen, die zur Ermittelung der Täterschaft dienlich sind, nimmt die Kriminalpolizei entgegen “ Festgenom m. e n wurden hier Drei Frauenspersonen wegen Gewerbsunzucht, ferner ein Mann aus Flensungen wegen DerDachts Der BranDftiftung. “ Der Obst- und Garlenbauverein Gießen hielt am Mittwoch im Saale des Kaufmännischen Vereinshauses eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab, zu der auch eine grbRcre Anzahl von Gästen erschienen war. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag des Uni- verfitäts-Garteninspektors a. D. Rehnelt über »Pflege der Zimmerpflanzen', wobei auf die hauptsächlichsten Arbeiten des Zimmergartens, wie Begießen, Verpflanzen, Aufstellung während der verschiedenen Jahreszeiten, Lichtbedürfnis, Düngung, Lüftung usw. näher eingegangen wurde. Die verbreitetsten Zimmerpflanzen, namentlich Alpenveilchen, Amaryllis. Araukarien, Azaleen. Begonien, Blumenzwiebeln, Kalla, Gloxinien, Hortensien, Kakteen, Myrten, Palmen. Wachs- blume, Zimmerlinde und viele andere wurden in ihren Bedürfnissen und Eigenarten in dec Zimmerpflege dem Liebhaber leicht verständlich besprochen. Eine Aussprache und Besprechung innerer Bereinsangelcgenhci.en, wie Schädlingsbekämpfung durch Die neu angeschafften Vereins- sprihen und gemeinsamer Bezug von Bedarfsgegenständen des Obst- und Gartenbaues, beschloß den anregend verlaufenen Abend. ** Zur Zuchtviehversteigerung t n Butzbach am kommenden Donnerstag. 17. März, vormittags lO'/g Uhr, sind endgültig 115 Bullen (111 Fleckvieh und 4 Vogelsberger), 44 Eber (20 Edelschweine und 24 veredelte Landschweine) und 4 Zuchtsauen (Deutsches Edelschwein) gemeldet. Von 12 Bullen liegen Leistungsnachweise der Mutter vor. Die große Anzahl der zur Ber- fteigerung kommenden Zuchttiere — so schreibt man uns — bietet beste Gewähr, daß alle Kaufliebhaber ihren Bedarf an wertvollen Zuchttieren dort decken können. Die Anmeldungen zur Prämiierung (Pferde. Rinder, Schweine, Ziegen) sind ebenfalls sehr zahlreich eingelaufen, fo daß der Besuch des Marktes für jedermann, defsen Auge sich an dem Anblick schöner Zuchttiere erfreuen kann, lohnend ist. Die Prämiierung beginnt bereit« um 8'/» Uhr vormittags. WDR. Ein Seuchenfonds. Um sich bet Sperrmärkten vor Verlusten zu schützen, haben die den Frankfurter Markt besuchenden Großvieh- Händler einen Seuchenfonds errichtet. in den für jedes Stück Großvieh pro Markttag 50 Pfennig einzuzahlen sind. Dem von einer Sperre betroffenen Händler soll aus diesem Fonds her Schaden voll vergütet werden. Kleine Strafkammer Gießen. • Gießen, 11. 2Kärz. Ein Reisenoer von Trier war vorn Amtsgericht Gießen wegen Rückfalls betrug« zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte sich unter falschen Vorspiegelungen in einem hiesigen Hotel eingemietet und war ohne Bezahlung der Zeche von über 50 Mark verschwunden. Seine Berufung wurde heute als gänzlich unbegründet zurückgewiesen. Bon der Anklage des D i e b st a h l S war ein herumziehender Händler von Frankfurt a. M. vom Amtsgericht Ridda mangels ausreichenden Beweises freigesprochen worden. Die Berufung des Amtsanwalts gegen das Urteil hatte keinen Erfolg. Rach dem Weggang des Händlers von e.nem Hofgut in der Rahe von Ridda hatte Die Hausfrau eine Hof? vermißt. Die sie Dem Kleidungsstücke anbietenden Angeklagten gezeigt hatte. Gleich dem Gericht erster Instanz kam die Etrallammer, und zwar im Einklang mit der Auffassung der Staatsanwaltschaft. zu der Ansicht, daß zwar ein hoher Verdacht. aber kein emtoanDfreier Beweis für einen Diebstahl vorliege. Freigesp rochen wurde ein Chauffeur I aus Bad Homburg, der vom Amtsgericht Vilbel wegen Transportgefährdung zu einer Geldstrafe verurteilt worden war und hiergegen (Berufung verfolgte. Er sollte mit dem Lastauto seiner Firma einer elektrischen Straßenbahn in den Weg gefahren sein. Da die Verhandlung die, wenn auch nicht gerade naheliegende, Möglichkeit ergab daß der Wagenführer imb em neben ihm stehender Siraßenbahnbeamter die Autonummer falsch abgelefen hatten, wurde das Urteil aufgehoben Schöffengericht Gießen. * Gießen. 11. März. Gegen einen wiederholt vorbestraften, zur Zeit in Strafhaft befindlichen Betrüger namens Weitzel wurde erneut wegen Betrugs verhandelt. Er hatte sich im Jun: 1925 zu Steinbach bei Gießen unter der Vorspiegelung, in Gießen einen Kosfer auf- p.ubcn zu wollen, von seinem D.enstherrn dessen .fahrrad, eine Joppe und einen Geldbetrag von I Mark geben lassen und verschwand damit auf Rimmerwiedersehen. Strafe: ein Iahr drei Monate Zuchthaus. Wegen wiederholter Wechselfälschung und Betrugs stand ein Schwr.nehändler und Landwirt aus Crainfeld vor -Gericht. Gr hatte von einem Viehhändler aus Lauterbach Schweine gelaufi und auf den Kaufpreis einen gefälschten Wech'el gegeben, außerdem sein Vieh verpfändet, das bereits durch den Gerichtsvollzieher gepfändet war. Es wurde auf sieben Monate und eine Woche Gefängnis erkannt. Gin vielfach vorbestrafter Dieb und Ginbrecher ist Der Weber Johann Dreßler von Luckenwalde. Diesmal ist er anaeklazt wegen EinbruchsdiebstahlS zum Rachteil eine« Spinnereib. ihers in Rainrod. dem in der Rächt zum 30. Rovcmber 1925 sechs bis acht gestrickte Herrenwesten, ein Bündel Wolle. Strickgarne, mehrere Meter Anzuasstosf und ein Triebriemen im Werte von etwa 300 Mark gestohlen wurden. Die Strickjacken wurden bei dem Angeklagten gesunden, der sie von einem Unbekannten am Bcchnhos Hungen gekauft haben will. D.ese Angaben konnten durch die Beweisaufnahme glatt widerlegt werden. Mit Rücksicht Darauf, daß 'Dreßler wiederholt rückfällig ist. wurde auf eine Zuchthausstrafe von drei Jahren unö fünf Jahre Ehrverlust erkannt. Aus vcm Amtsverkiindigungsblatt. • Das ArntsverkündigungSblatt Rr. 18 vom 11. März enthält: Ablösung der Anleihen der Gemeinden und Gemeindeverbände. — Abgang der Landgestütbeschäler nach den Deckorten. — Erhebung von Deckgeld. — Fleischbeschau. — Gefunden, verloren Dienftnach- richten. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 13. März, 7 bis 10 Uhr. Don Juan. Montag, 14., v'/r bis 10l/i Uhr: Lohengrin. Dienstag. 15., 7 bi« 10 Uhr: Der Golem. Mittwoch, 16., 71/» bis 10 Uhr: Tosco. Donnerstag. 17., 8 bis 9l/t Uhr: Elektra. Freitag, 18., 7 bis 10'/, Uhr: Carmen. Samstag, 19., V/2 bis 10 Uhr: Der Waffenschmied. Sonntag, 20., 6’/. bis 10V4 Uhr: Der Rosenkavalier. Schauspielhaus. Sonntag, 13. März. 3'/r bis 5'/, Uhr: Relson-Revue: 8 biS 10 Uhr. Helfen Revue Montag, 14., 8 biS 10 Ubr: Rel- fon-Revue. Dienstag, 15., 7 biS 9 Uyr. Ser Diktator: 10 bis 12 Uhr. Relson-Revue. Mittwoch. 16., 8 bis 10 Uhr. Bluff. Donnerstag, 17w 8 bis 10 Uhr: Der Diktator. Freitag, IS., 8 bi« 10 Uhr: Ein besserer Herr. Samstag, 19., 8 bi« 10 Uhr: Der Diktator. Sonntag, 20., 3'/, bi« 51/, Uhr: Weihnachtseinkäufe', hierauf OTIa- potrida: 71/, bis 11 Uhr: Bonaparte. Rundfunk-Programm des frankfurter SenderS. (Au« der .Radfo-Umschau-.) Sonnlag, 13. Mär;: 8.30 bi« 9.30: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein, Frankfurt a. M. 11.30 biS 12: Uebertragung von Kassel: Clternstunde. 12 biS l: Konzert des Frankfurter Domchors. 1 bis 2: Gedenkstunde für die Gefallenen De« Weltkrieges. 3.30 bis 4.30: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 6: Konzen des Hausorchester«: Die Oper der Woche. 6 bis 7: „Der SpinoziSmu« in der Gegenwart", Vortrag von Dc. Karl Gebhardt. 7 bis 7.30: Briefkasten der Morgengymnastik. 7.30 bis 8: „Ratürliche Heilmethoden". Vortrag von Dr. Th. Plaut. 8.30: ..Torquato Tasso". Ein Schauspiel von Goethe. Darauf bi« 12.30: Uebertragung von Berlin: Tanzmusik. Montag. 14. Mär;: 3.30 bis 4: Die Stunde der Jugend. 4.30 bi« 5.45' Konzert des Hausorchesters. 5.45 bis 6.05; Die Lesestunde. 6.30 Uebertragung au« dem Frankfurter OpernhauS: „Lohengrin". Romantische Oper in drei Akten von Rich. Wagner. Kirchliche Nachrichten. Evangelisch« Gemeinden. Sonntag, den 13. März Reminiszere. Volkstrauertag. Gießen. Stadtkirche. 9",: Pfarrvikar Hertel. 11: NmDelbrche t.D.Matlhäuegm. Pfarrvikar Hertel, b: Pfr. Becker. - IvbanneSkirche 9'/,: Pfr. Bech- tolsyeimer 11: KinDerkircbe für Die Lulasgrn. Pfr. Bechtolsheimer. 6: Piarrastist. Schultheis. Mitlwoch. Den 16 Marz, abenDs 6: 3. Passionsandacht. Pfr. BechtolSbrimer. — L'ch. Kollekte f. d. Epileptischen. 91 : Stiflsdechant Lenz. 7.1: KindergotteSDienst. 2: StutSplarrer Schorlemmer. Mittwoch 8: PasstonS- andacht — Kirchberg. 10. Siollekie f. d. Kriegs- gräberfürforge. 1,: Mainzlar. - Wieseck. 10: 'Frauenchor: Opfer für die KriegSgräberfüiforge. 11: KinDerkirche. Abds. 71/,: Kirchenmusikalifche PasstonsanDacbt. - Watzenborn - Darbentetch. Watzenborn-Steinberg: 1: 7'/,: 2. PassionSondacht. Garbenteich: 10. K- holische Gemeinden. Gießen. SamStag. den 12. März 4'/, u. 7 Beichte. Sonntag, den 13. März. Zweiter Fasten-Sonntag. 6' , Beichte, 7 Messe, Kom. Der Jünglinge, 8 Kom, 9 Hochamt m. PreD., 11 Meße m. Pred.,5' ,Christenlehre und Andacht. Dienstag und Freitag abenDS 6‘ , ist FastenanDacht - Grünberg. 97« Messe m. Predigt. Hungen 9V, Hochamt mit Predigt. — Lich. 77, Messe mit Predigt. Sonntanöoicnit ■*> 'lernen. Rvotdeken nm 13.8.27 Dr (9cner. firl.Dr Gürtler. Dr.W-Klein. Peklkanavot. ZnbnnrAt: Dr. Bmim. Märtyrer der Liebe. Roman von 3. Schnelde'-Förftl. 22 ßortleBung 'Jtadjbrurf verboten Es wäre Reichmonn lieber gewesen. Elisabeth hätte nicht in des anderen Armen gelegen. Ob sie ihm wohl Mitteilung machen würde, wenn Jörg ihr einmal von Viebc sprach. — Schrullen; — Hui welch blöde Gedanken kam man, wenn man Io ein junges ‘-Selb holte — —. Ob dos jedem so ging? Eis«r- lüchtigc MLnner waren ihm stet» ein Gegenstand de» Spaltes gewesen. Im Grunde war er gar nichl einmal |o wcit über diese erhoben. vom Hause her kam ein Lachen. Da» war Elisa- beth. Worüber lachte sie denn" (Befiel ihr so gut, was Hans Iöra sagte? Reichmann schleuderte verärgert den Rest seiner Zigarre auf den Kiesweg und beobachtete, wie die'e langsam verglomm. Dann tarn wieder diese» Lachen. Die eine Helle Glocke schwang "sich au» dem geöffneten Fenster dc» Eßzimmer». Das hatten die beiden im Eß- 'immer zu tun. Teufel noch einmal. Die Liesl sollte ihm zu esien bringen, sonst nichts. Was mufj\ sie mit dem anderen im Dämmer stehen und mit ihm schäkern? Zum Kuckuck! Dieses Lochen verdarb ihm die ganze Laune. Tr riß einen Reben zweig zur Seite, um besser sehen zu können. Eine böse Falte gab seinem Gesicht einen harten Ausdruck. Er horchte ioch dem Hause hin E» blieb alles still. Da» trieben sie so lange? Hanno war ausgegangen? Da ftanben die beiden also ganz allein? Und Elisabeth hatte gelacht. Er trommelte mit nervösen Fingern auf die Platte de» ovalen Tisches: .fyib' ich nur deine Liebe .“ Dieses ganA Vernunft- und ehrlose Lied hätte ihm nicht zu gröberer Unzeit durch den Kopf gehen können. Dos trommeln wurde zum General- marsch. Die Knöchel von Reichmanns Fingern röteten sich und brannten. Wenn sie nun nicht halb kamen, dann . . . „Aber Jörg!' rief Elisabeths Stimme, „Sie haben mir |a . . ." Den Schluß nahm das Teller- flirren, da, gleichzeitig aus der Küche drang, in sich auf. Run ein diirchetnandeZwirbelndes Lachen, Elifa- beth» ur.6 Hilbirtts Stimmen fch.r i-m die Wette. Dos war stark! Reichmann ballte da» ganze grüne Gehänge vor dem Einaang der Laube zu einem Knoten. Die fleinen luftigprünen Zwrige kamen ganz sömmerttck^ weg babci Was hotte seine jrou den andern Jörg zu nennen? War Han» Jörg zu wenig kosend'" Fehlte gerade noch das „Du'. Elisabeth» leichter Schritt erklang aus dem Kies. Sie trug ein Tablett in der Rechten und sah wehmütig auf das mißhandelte Geraute. „Dos hast du denn da gemacht?' entfuhr es ihr. -Ich wollte nur ein bißchen mehr Ausblick hoben!' tagte er spottend. „Ausblick? — Aber wohin denn?' „Rach der Küche!' „Rach der Küche?' „Frag' nicht immer zurück. Ich kann's nicht leiden. Es war wohl sehr unterhaltend? — Was ' „Jo doch!!' Elisabeth tonnte trotz seines sinste- ren Gesichte» nicht ernst bleiben. ,Lörg hotte sich erboten, den Tee onzubrühen und nahm in der Eile und im Halbdunkel von deinem Zigarettentabok, der auf der Etagcrc stand." „Schade um den schönen Tobak!" bedauerte Hil- bertt, der eben unter den Saubenelngang trat. „Ich bringe Ihnen morgen die schönsten Rosen ou» meinem Garten, Elisabeth." „Warum meiner Frau?' warf Reichmann bin. -Ich denke, es war mein Tobak.' „Dir lann ich aber doch keine Rosen schenken!' meinte Hilbertt „Möchte wissen, warum nicht! Mir ober meiner ürau ist doch eins!' „Du hast recht!' besänftigte Hilbertt. Er las in ben Augen seines Freunde». Was glaubte dieser von ihm? Aber er hatte sich nichts vorzuwerfen. Sein Gewißen war rein. Man trennte Jid) spät. Hochsommernacht brütete über der kleinen Stabt. Im Schlafzimmer des jungen Paares, bas nach dem (Barten lab, waren die breiten jenfter weit geöffnet. Elisabeth trat an das eine derselben und sah in den Frieden ringsum. Ihr -Herz war voll Freude und Glück und 3ufriebenl)cit. Der böse Traum von damals halte keine Schrecken mehr für sie. Ihre Angst vor der Ehe war grundlos aemelm. Ihr Monn liebte sie. Sie allein. Sie brauchte nicht zu darben und ztt knausern. Er gab gern und ohne Murren. Immer batte er ein Lochen, wenn ihre ftanbe leer nxirtn. Und sie verstand doch zu Sparen. Aber das Leben wor sündhaft teuer. Meist legte er vor feinem Weggehen das Scheckbuch in die Küche oder auf das Tischchen neben ihrem Dc'.t. ,J)?bc ab, soviel du brauchst ' Er sand c» überflüssig und verbat sich ihren Dank, wenn sie ihn dafür küßte. „Wie haft du dir denn die Sache eigentlich gedacht?' frug er. .Daß ich das Geld habe und du bit.en mußt um jeden Pfennig* Lächerlich. Du bist doch meine Frau ' Ach. io geborgen kam sie sich vor. Und alle« kam uon ihm. Und da« fast unglaubhaft reiche, friedliche Leben. Sie liebte ihn aber auch! O. er wußte es |a gar nicht, wie sie ihn liebte' Reichmann war eingetreten, ohne daß sie es gemerkt batte. „Woran denkst du*' frug er mit einem Unterton bet Spottes. Sie roanbte sich ganz erschrocken nach ihm um. „Weshalb erschrickst du?' nörgelte er. „Ich habe dich nicht im Zimmer vermutet'' sagte sic freundlich. „Wen denn sonst, wenn nicht mich?" Sie gab feine Antwort. Mit dem sicheren In stinkt des Weibes erfaßte sie den Grund seiner Gereiztheit. Er war eifersüchtig. Wie überflüffig, sich so zu quälen. Er tat ihr leid. Aber mit 'Worten entwaffnete man einen Eifersüchtigen nicht. Sie trat fo;ort rom Fenster weg, schlug die Betten zurück und legte fürsorglich sein Nachthemd auf das Kissen. Er streifte die Stiefel ab und warf sie ärgerlich bei|eite. „Meine Socken haben ein Loch! — Jeder!' konstatierte er. ..Ich werde nächstens barfuß laufen!" Wortlos entnahm sie dem Wäscheschrank ein frisches Paar. Während er sich entkleidete, verließ sie das Zimmer, um ihm das gewohnte Glas frischen Wassers zu bringen. Als sie zurückkam. lag er bereite in den Kissen. „Das Wasser soll mir in Zukunft die Hanna bringen!" „Georg, ich tu's sa gerne!' „Hilbertt hat heute beanstandet, daß du Magd- dienst« leisten mußt." Sie hätte ihm so gerne den Mund mit einem ■MBKJ u» niranr. uaUMmsa:xx Kuß verschlossen, aber sie getraute sich nicht. Man muß den Mannern immer recht taffen, hatte ihr die Jjanra an» Herz gelegt. Es war gar nicht eimaeH io schwer. Aber einschtasen, ohne zu wissen, dah er toi,. .r gut fei, konnte sie nicht. Sie beugte sich über ihn und legte ihre weiche Wange gegen seine Stirn. „Gute Nacht!" Ohne bk Jlugrn zu öffnen, roanbte er sich gegen bi« andere Seite. „G'.iie Nacht'' „Host du kein liebe» Wort für mich?' frug sie bettelnd „Sprich so nichl wieder!' rief er erregt. „Genau io h.it sie sich auegebnuft. Jett will nicht erinnert werden an sie! An nichts, and) an kein Wort von ihr! 3'türft du?" Elisabeths Arme fielen herab. Es war das erste- mal. daß er sie angeschrien hatte. Nun kroch di« Furcht wieder in ihr hoch. Sie war fein Charakter, der sich durchfegte, mochte es nun durch dick ober dünn geben. Sic war ei ar Blüte, bis Sonne braucht«, Licht und Pfleg«. !öei Sturm und Ungeroütcr knickte sie zusammen, c.e war oon der Gattung der Fra: en, die sich aufopjern bis zum äußersten und ’iir ein liebes Wort Täler auszufullen und Berge ebjutragen suchen. Ein leichte» Abendkleid üderwersend. verließ sie ba: Zimmer. Reichmann hatte, bas Gesicht wen- benb. bemerkt, daß sie über bie Augen fuhr. Nun nxir fit natürlich mörberifch gefränlt. Teufel noch einmal, u>cnn man einmal citoa-. bertx Schuld an der ganzen Sache war niemand als Jörg. Der hätte feine Weisheit bei sich behalten können. Tas würde er ihm bei nächster Gelegenheit fügen. Aber der war aus dem gleichen feinen Holz geschaht wie die Liesl. Die hätten jo ein Ehepaar abgegeben. Bar lauter Zartsein hatte kein» andere anzlirühren getraut. Tronbem empsand er ein bißchen Reue, bie Liesl ahnte vielleicht gar nicht, was auf einmal in ihn gefahren war. Wenn sic hereinkam, sollte sie bas liebe Wort haben, um bas sie vorher gebeten hatte. Herrgott, so ein Weib möbelte und drechselte so klein- weife, bis es einen so weit hatte, als es einen eben haben wollte. Zu bamm war bas! Man sah'« kommen unb konnte nichts dagegen tun. Wenn sie mit ihm raufen wollte, wär'» allerdings schliminer. Nur keinen Widerspruch. Genau fo eine Frau hatte er gebraucht. (Fortsetzung folgt.) Zum X6> 2. va besonders billigen Preisen Sunlicht“ Mannheim Sa 107 r Dießen 2 nicht nmkippl. Heute,wo jedes Stück Wasche einen erheblichen Geldwert darstellt, werden Sie alles vermeiden müssen, was vorzeitigen Verschleiß verursacht Sie gehen sicher, wenn Sie Suma, das neuartige Waschmittel, verwenden. 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Inf.-Rgts., Leitung: Obermusikmeistcr Löber und der Baucrsche Gesangverein unter Leitung seines Chormeisters Görlach / Die Einwohnerschaft Gießens wird zur Teilnahme herzlich eingeladen / Eintritt unentgeltlich. Zur Deckung der Unkosten wird am Ausgang ein freiwilliger Beitrag erbeten / Die Ausgabe der Platznummern, die auf die Programme aufgedruckt sind, erfolgt am Eingang / Saal-Oeffnung 11", Uhr. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Ortsgruppe Gießen Dr. Frey, Beigeordneter Trümpert, Landgerichtsra:. 2263D Kasha-Mäntel von Der flotte jugendliche Damenmantel in echten Kasha-Qualitäten 36°° Shetland-Mäntel für Sport und Reise, in modernen Macharten und Farben, von Herren Stoff-Mäntel ™ 1A00 Der beliebte Frühjahrsmanfel In all. Qualitäten, auch imprägniert I an Rips-Mäntel - QOOO in allen modernen Farben u. Ripsbindungen, auch eleg. gefüttert an Seiden-Mäntel A QQQ in Seidenrips gemustert, elegante Modelle...............von B an Wir führen den richtigen Frauen - Mantel bis Größe V. 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Handschiiftliche Bewerbungen mit Lichtbild (welches in jedem Falle zurückßesaud wirdi und Angabe von Referenzen unt. 2426D an den Gießener Anzeiger erbeten. Der Artikel bietet auch Grossisten guten Verdienst. Ab Montag, den 14. März ein Transport 2456D einzelne und egale (gespannt, stehen in unseren Stallungen zum koinmissionsweisen Verlauf. Gebr. Isenberg, Giessen i -Latsam ist und bleibt eS immer Für ein jedes Frauenzimmer, Einen Wann sich zu erwäblea Oder gar sich zu vermählen-. sagte schon Wilhelm Busch und Tante Düffel-Beize nickt dazu. Lange genug hat sie allein .gebüffelt'. Deshalb lucht ste sich einen Wann, der ihr helfen „büffeln' soll und in seiner Art so vollkommen ist wie ste. 2453A Vie der^e Ion " schliss,. w Es gwt .;nrid)tung> ^Geiste ^tveriehl Dinier ' -M größten [tigfic 2ahr«^ nicht kennen, Len. die r lehrsbed faft alle in ■ von vornher Menten 0 nc4 halten. 2M leit einem - gegangen, ca verlangt. Sö gefahrenen R m, Mchlchrn Ser zum Au nähme zu in aus Grund Oberpostdirel gemeinden u ömter nach c Sie §re firaflpofllinie wurde, war Schon nach ■ zeigte sich. M labikität r die beteiliglei Garanlieverps! lichc Züsch war. dah bt Anzahl Kraft ifi zu erwar Laufe dieses hellen wer ordentlich zu armen Gegen dem die Deck Entfernungen Bahnstation b dm Dericilv gung der Kost herbeigesuhrl meisten Postl nach der jehi Kreisen Schot Haupt nur bc ton Mücke n torhanöen ist, UWe von dir Mim Teil erhebliche 8w Stadt Alsf Acichsposten 1300 Mark le bei aus ?iwen tr^ nh voi den t li ■ * 9< Es liegt rneinden 6 ni ch t zumute hingeviesen I Deckhrswesen iurellen Ausa dah dieser die nanM zu ir langen, bah d betrieben iNer eine vor es leider vie! abgetvälzt tev. rechnung d Äderung ^"glejch^ Aechspost f):.T ^triebsergeb! htnnt Bei W bie Bei« 5 Daror ton Abzug i Dienst KZ Engend! 'Weit, do ^nig entwich s,i»; ^»brn. W M Nr. 60 Drittes Blatt Die Krastpostlinien der Reichspostverwaltung Don unterrichteter Seite wird un« geschrieben : ES gibt wohl kaum eine moderne Derkehrs- einrichtung. die einen so schnellen Aufschwung in den letzten Jahren genommen hat wie die von der DeichSpo st Verwaltung in großzügiger Weise eingesührten Krastwagenlinien. un den Hau^tzeb.cten deS Fremdenverkehrs. -. D. in Thüringen, im Harz, in Oberbayern, besteht die Einrichtung schon seit einer längeren Reihe von Jahren, allerdings hauptsächlich nur in der Hauptverkehrszeit, wahrend die meisten Linien im Winter ihren Betrieb einstellen Die Rentabilität dieser Linien ift durchaus gut. da sie sich zum größten Teile aus die für den Betrieb günstigste Jahreszeit beschränken und meist Leerläufe nicht kennen. Anders verhält es sich aber bei den Linien, die ihre Entstehung den lokalen D e r - kehrSbedürsnissen verdanken. DieS sind fast alle in He ssen errichteten Linien. Die Finanzierung dieser Linien erfolgte ursprünglich in der Weise, baß die Gemeinden zu jeder Linie von vornherein einen festen, aus alle Fälle zu zahlenden Zuschuß leisten mußten, daneben aber noch eine gewisse Ausfallgarantie zu übernehmen halten. Die Postverwaltung hat dieses System seit einem Jahre verlassen und ist dazu übergegangen, daß sie von allen beteiligten Gemeinden die volle Garantie für die Betriebsausgaben verlangt. ES ist von jeder Gemeinde für jeden gefahrenen Kilometer eine Mindesteinnahme, die im Durchschnitt 80 Rpf. beträgt, zu garantieren. Der zum Ausgleich einer etwaigen Mindereinnahme zu zahlende Zuschuß wird vierteljährlich auf Grund deS DetriebSergebnisses durch die Oberpostdirektion ermittelt und den Garantiegemeinden unter Derteilung durch die KreiS- ämter nach der Einwohnerzahl angefordert. Die Freude, mit der die Einrichtung der Krastpostlinien säst überall in Hessen begrüßt wurde, lvar indessen nur von kurzer Dauer. Schon nach Ablauf des ersten BelriebSjahres zeigte sich, daß fast bei allen Linien eine Rentabilität nicht vorhanden war und baß die beteiligten Gemeinden auf Grund ihrer Garantieverpflichtungen teiltveise recht erhebliche Zuschüsse leisten mußten. Die Folge war. daß bereits im vergangenen Jahre eine Anzahl Krastpostlinien wieder einging, und cs ist zu erwarten, baß noch weitere Linien im Lause dieses Jahres ihrer Betrieb einstell en werden. Diese Entwicklung ist außerordentlich zu bedauern, besonders in verkehrsarmen Gegenden, wie im Dogelsberg. in dem die Derkchrsmöglichkeiten infolge der weiten Entfernungen vieler Ortschaften biS zur nächsten Bahnstation besonders ungünstig liegen. Wenn an dem DerteilungSmodus bezüglich der Ausbringung der Ä oft en für den Ausfall keine Aenderung herbeigeführt wirb, so dürfte das Schicksal der meisten Postkraftwagenlinien besiegelt sein, da nach der jetzigen Berechnungsart z. B. in den Kreisen Schottern Lauterbach und Alsfeld überhaupt nur bei der Linie durch das O h m t a l von Mücke nach Ulrichstein eine Rentabilität vorhanden ist. während bei allen anderen Linien Zuschüsse von den Gemeinden notwendig werden, die zum Teil für die größeren Gemeinden recht erhebliche Summen ausmachen! so hat z. B. die Stadt Alsfeld für dreiviertel Jahve für die Reichsposten im Kreise Alsfeld an barem Zuschuß 7300 Mark leisten müssen. Es liegt auf der Hand, daß man den Gemeinden derartige Summen auf längere Zeit nicht zumuten kann. Demgegenüber muh darauf hingewiesen werden, daß die Förderung des Verkehrswesens im Lande zweifellos zu den kulturellen Aufgaben des Staates gehört, und daß dieser die Pflicht hat. diese Bestrebungen finanziell zu unterstützen. Man muß daher verlangen. daß der Staat zu den Kraftpost- betrieben Zuschüsse leistet, und daß nicht hier eine von ihm zu erfüllende Aufgabe, wie es leider vielfach geschieht, auf die Gemeinden abgewälzt wird. Aber auch die Art der Abrechnung derReichspost bedarf einer Ab- änderung im Interesse eines gerechteren Ausgleichs Roch immer behandelt bte Reicbspost hinsichtlich der Abrechnung über das Betriebsergebnis jede einzelne Kraftpostlinie getrennt. Bei nicht rentierenden Kraftpostlinien zieht die Reichspostverwaltung ben Fehlbetrag von den Garantiegemeinden ein; bei gut lohnenden Linien kommt indessen der Lieberschuß ohne jeden Abzug der Reichspost zugute. Wie bei anderen Dienstzweigen der Reichspost erscheint es auch hinsichtlich des Betriebes der Krast- postlinien nicht angemessen, derart weitgehende Sonderabrechnungen nach örtlich und zeitlich ab» , gegrenzten Leistungen vorzunehmen. Eine Der - rechnungzwischengutund m indergut lohnenden Kraftpostlinien ist vielmehr ein dringendes Gebot der ausgleichenken Gerechtigkeit. damit nicht Landesteile, die durch wenig entwickelte Derkehrsverbindckngen benach- teiligt find, noch eine meist sehr drückende Sonder- belastuna erfahren. Diese Forderung hat auch bereits der Hessische Dcrkehrsverband wiederholt erhoben. Ferner muß auch noch darauf hingewiesen werden, daß die gegenwärtige Art der Umlegung der G a r a n t i e z u s ch ü s s e auf die beteiligten Gemeinden lediglich nach der Einwohnerzahl kein gerechter Maßstab ist. Es soll durchaus nicht verkannt werden, daß die Städte und sonstigen Plätze, die das Ziel einer Kraft- postlinie sind, dadurch gewisse wirtschaftliche Vorteile haben, indessen sind diese bei weitern nicht so hoch zu bewerten, wie vielfach angenommen wird, da bei dem retn lokalen Charakter der meisten Linieit die Mehrzahl der Fahrgäste doch auf die betreffende Stadl wirtschaftlich angewiesen ist und diese besuchen wurde, auch wenn keine Autolinien vorhanden wären; ganz besonders gilt dies von der Abwicklung der Geschäfte mit den Behörden an dem betreffenden Platze. Es würde zu einer Verkennung der tatsächlichen Verhältnisse führen, wenn man anneljmen wollte, daß die Zielstationen der Kraftwagenlinien einen ganz besonderen Vorteil von dieser Verkehrs- einrichtung haben. In Wirklichkeit sind die Kraft- wagenlinien der Reichspost wegen der 3er» kehrsbedürfnisse der ländlichen Bevölkerung geschaffen worden um dieser bequeme Verbindungen mit den wirtschaftlich für lie in Frage kommenden Plätzen zu ermöglichen Viele Orte auf dem Lande möchten heute ihre Postautos sicherlich nicht mehr missen, die ihnen Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen» Samstag, (2. Marz (927 noch an demselben Tage bis in die entlegenen Hegenden ihre Tageszeitungen und Briefe bringen Ganz unverständlich ift das Verhalten der Reichsbahn gegenüber den P o st k r a f t verte h r S l i n i e n Maßgebende Reichsbahndicnst- stellen und sonstige Eisenbahnverwaltungen bereiten dem weiteren Ausbau eines zeit- gemäßen KrastverkehrSneheS aus rein fiskalischen Erwägungen immer wieder Schwierigkeiten. Dem neuzeitlichen Verkehrsmittel deS KraftwagenS müssen im allgemeinen Interesse weiteste Entfaltungsmöglichkeiten gewährt werden, wie sie seinerzeit auch der Eisenbahn gegenüber den damals bestehenden Personenposten zuteil geworden sind. Ein Einspruchsrecht der Eisenbahn gegenüber geplanten Verkehrsver- befferungen durch Errichtung oder Ausbau von Krastverkehrslinien ist nicht zu rechtfertigen und muh, als mit den Interessen einer gesunden Dcrkehrspolitik nicht zu vereinbaren. abgelehnt werden. ES muß Aufgabe aller Derkchrsverbände und Derkehrsvereine sein, gegen die Stellungnahme der Reichsbahn energisch anzukämpfen. Die finanziellen Schwierigkeiten, welche fast bet allen Krastwagenlinien der Postverwaltung bestehen, beruhen zum großen Teile auch aus der Tatsache, daß der von der Postverwaltung vorgeschriebene Einheitspreis von zehn Pfennig für daS Kilometer für den lokalen Verkehr zu hoch ist. eine Herabsetzung auf sechs Pfennig erscheint alS ein Gebot der Rotwendigkeit. Es würde dann mit einer wesentlichen Hebung des Verkehrs zu rechnen fein. Vorn finanziellen Standpunkt aus dürfte ferner auch eine Rachprüfung der Frage nötig sein, mit welchem Betrage die Post- verwaltung ihr eigenes Jnteresss an der Beförderung der P o st s a ch e n durch die Kraftwagen bzw. die dadurch für sie wegsallenden Ausgaben für anderweitige Beförderung in Ansatz bringt. Soweit bekannt, sind die hierfür in Ansatz gebrachten Beträge recht gering bemessen. Hier wäre die Möglichkeit vorhanden, eine Entlastung der Garantiegemeinden herbeizuführen, an die aber anscheinend die Postverwaltung nicht denkt. Es ist nicht damit getan, daß man in bereitwilliger Weise Krastpostlinien errichtet, sondern die Reichspostverwaltung muß sich auch bewußt werden, daß es zu ihren wesentlichsten Ausgaben gehört, den Verkehr zu fördern, und daß sie die Pflicht hat. in Erfüllung dieser Aufgabe die Krastwagenlinien auch in ausreichender Weise finanziell zu unterstützen. Solange diese Erkenntnis nicht Platz greift und infolange auch der Staat nicht anerkennt, daß die Hebung des Verkehrswesens im Lande zu seinen kulturellen Aufgaben gehört, und daß er demgemäß zu einer finanziellen Unterstützung der nokleidenden Krastwc "dinien verpflichtet ist. wird keine Aussicht au< eine lange Lebensdauer der meisten Kraslwog: illinien vorhanden fein. Leider ist es auch auf diesem Gebiete so wie auf vielen anderen, daß man die Lasten möglichst auf die Gemeinden abwälzt und ihnen immer neue Lasten und Ausgaben auferlegt, ohne zu fragen, wo sie die Mittel zu deren Durchführung hemehmen sollen, nachdem man sie ihrer Steuerhoheit beraubt und zu Kostgängern des Reiches gemacht hat. Oberhessen. Landkreis Gießen. ' Klein-Linden, ll.März. Der Gesangverein .Harmonie" beabsichtigt, sein 40jähriges Etistungssest am 2., 3. und 4. Juli d. I. durch ein gröfiercS ßängerfeft zu begehen. Mit den Vorbereitungen hat man schon begonnen. Eine Anzahl Gesangvereine aus der näheren und weiteren Umgebung haben ihr Erscheinen bereits zugesagt, weitere Anmeldungen werden noch erwartet. Großen-Linden. 11. März. Bei der gestrigen Rutzholz-Dersteiaerung im hiesigen Gemeindewald, zu der zahlreiche Interessenten erschienen waren, wurden verhäl;nismäßig hohe Preise erzielt. Es wurden folgende Durchschnittsgebote abgegeben: Eichenstammholz 2. Kl. 60 Mk., 3. Kl. 40 bis 70 Mk, 4. Kl. 40 bis 45 Mk.. 5. Kl. 36 bis 39 Mk. pro Festmeter. Für einen Kiesernschnittstamm 1. Kl. mit 2'/?. Fstm. wurden 141 Mk. geboten. Fichtenstammholz 3. Kl. kostete 45 Mk, 4. Kl. 40 bis 42 Mk. 5a-ÄI. 35 bis 38 Mk.. 5b-Kl. 32 bis 35 Mk. je Fstm. Fichtenderbstangen 1. Kl. bis zu 3 Mk.. Derbstangen 2. Kl. 2 bis 2,50 Mk. pro Stück. Fichten» nutzscheiter. 3 Meter lang. 60 bis 62 Mk. je 3 Rm.. Fichtennutzknüppcl 55 bis 60 Mk. je 3 Rm.. Kiefernnutzscheit 20 Mk. je Rm.. Kiefernnutzknüppel 16 bis 18 Mk. je Rm. O Lollar, 11. März. Der Weltkrieg hat aus unserer Gemeinde 5 8 Opfer gefordert. Davon sind 50 nachweisbar gefallen oder an den erlittenen Wunden und sonstigen Kriegsfolgen gestorben, 8 gelten als vermißt; 7 Krieger sind auf dem heimatlichen Friedhöfe beerdigt. Bis jetzt fehlt hier aber noch ein Gefallenenehrenmal. Wohl hat unsere Gemeindeverwaltung sich vor mehreren Jahren mit der Absicht der Errichtung eines Deickmals getragen. Ein Entwurf des Regierungsbaumeisters Schneider vom Kreisbauaml Gießen für ein Denkmal auf dem Friedhöfe lag vor. Die Ausführung hätte aber die Verlegung einer Grabstätte erfordert, worin die Angehörigen nicht einwilligten, so daß dieser Entwurf nicht verwirklicht werden konnte und damit leider auch der Gedanke der Errichtung eines Denkmales durch die Gemeinde fiel Das Verlangen der Bürgerschaft, den Gefallenen ein Gedenkzeichen zu errichten, verstummte jedoch nie. Damit endlich diese Dankespflicht den gefallenen Heldcn gegenüber erfüllt wird, hat die diesjährige Jahreshauptversammlung des Veteranen- und Kriegervereins den einstimmigen Beschluß gefaßt, sich dieser Frage an- zunehmcn. Runmehr sind die Mitglieder des Vereins für kommenden Sonntag zu einer außerordentlichen Hauptversammlung mit der Tagesordnung: »Errichtung eines Gefallenendenkmales in der Gemeinde Lollar" einberufen worden, so daß wohl zu hoffen ift, daß nun mit Unterftüt- zung der ganzen Gemeinde auch für die Gefallenen unseres Ortes in absehbarer Zeit ein Ehren» und Erinnerungsmal ersteht. *!* Daubri ng en, ll.März. Die K a n a » lifationäarbeiten in unserem Dorfe haben dank der günstigen Winterwitterung sehr gute Fortschritte gemacht. Der Grabenaushub von fast drei Meter Tiefe begegnete öfters größeren Schwierigkeiten: mächtige Quarzitsteinblöcke, die nicht mit Menschenhänden allein weggeräumt werden konnten, mußten gesprengt werden. Bei anderen war man gezwungen, sie zu unter» wühlen, um die großen Zementrohre einbauen und legen zu tonnen. An bewnderS gefährdeten Stellen rutschten mehrercmai die Gräben zusammen. Diele unvorhergesehenen Hindernisse ließen anfänglich wenig Hoffnung auf eine rasche Erledigung der Arbeit auftommen Für dieses Jahr konnten nur einige Dorfstraßen die lange notwendig gewesene Entwässerung erhalten, und es sind hauptsächlich diejenigen, die unter besonders ungünstigem Ablauf ober- to_e unterirdischen Wassers (Grundwaßer) zu leiden hatten. Bis auf einige Hausanschtüfse ist die Arbeit im großen und ganzen beendet. Eie ist nur von Erwerbslosen ausgeführt worden, wodurch die Gemeinde nicht unerhebliche Zuschüsse aus der produktiven Erwerbslosenf r(? ch L i ch, 11. März. Die ehemalige Eisschrank- fabrik Reger konnte nach etnigen Jahren deS Stillstandes wieder eröffnet werden. Im Interesse der werttätigen Bevölkerung unserer Stadt wäre zu wünschen, daß die Fabrik wieder auf ihren alten Stand gebracht würde. □ Birklar, 11. März. Der mit den Ziel» ftahonen Lich und Gießen seit einigen Wochen verkehrende Autobus der Firma Rinker L E o. wird viel benützt. In unserem Dorfe wird das neue Verkehrsmittel besonders freudig begrüßt, weil dadurch Birllar dem allgemeinen Qkrfcfjr angeschlossen wird. Hoffentlich bleibt die Linie auch während der warmen Jahreszeit rentabel. □ Muschenh cim. 11. März. Am Mittwochabend hielt der hiesige Evang. Frauenverein seinen diesjährigen Familienabend ab. Pfarrer Doering begrüßte die Versammlung und erstattete einen kurzen Jahresbericht, wobei er der Tätigkeit der Schwester Anna Boller in der Krankenpflege besondere Anerkennung ausiprach. Hierauf hielt Pfarrer K n a b einen fesselnden Vortrag über das Thema „Die Frau in der Geschichte", der mit lebhaftem Bei- afll aufgenommen wurde. Gemeinschaftliche Lieder füllten den übrigen Teil des Abends aus. Kreis Friedberg. * Bad-Nauheim, 11. März. Der Konsum- verein Gießen veranstaltet am kommenden Sonntag in der hiesigen Turnhalle an der Hauptstraße eine Warenausstellung der Eigenpro- dukte der Großeinkaussgesellschasl. Abends findet im großen Saale der Turnhalle ein Filmoortrag statt, bei dem die Erzeugung dieser Produkte vor- geführt werden soll * Butzbach, 11. März. D.c von hier aus verkehrenden Au'olinien finden bei der Bevölkerung fortgesetzt regen Zuspruch. Besonders angenehm ist, daß mittels dieser Wagen gute Ausflugsgelegenheiten an Sonntagen in den hessischen Taunus, z. D. Ziegenberg mit seinem Schloß, geboten sind. Don diesen Möglichkeiten wird im Frühjahr und im Sommer zweifellos stark Gebrauch gemacht werden. Kreis Büdingen. ch. Leidhecken, ll.März. Bei der im hiesigen Walde abgehaltenen Holzverstei- gerung wurden folgende Preise erzielt: 2 rm Buchenscheiter 45 bis 50 Mk. 2 rm Buchenknüppel 30 bis 35 Mk.. 2 rm Eichenscheiter 24 bis 28 Mk., 1 rm Buchenreiser 4 bis 5 Mk., 1 rm Eichen- reifer 1 bis 1,50 Mk. 1 rm Eichenstöcke 4 bis 5 Mark. Kreis Schotten. —5— Dollarts Hain, ll.März. Die Melioration der hiesigen Hutweide ist zum Abschlu hgekommen, so daß im Frühjahr mit der Anlage der Jungviehweide begonnen werden kann. Auch die Gemeinde Gedern wird auf ihrem melioriertem Gemeindegelände im kommenden Jahr eine Jungviehweide errichten. Hoffentlich schließen sich ihrem Dorgehen noch eine größere Zahl Gemeinden an und benützen die Vorteile, die ihnen der Staat in fo günstiger Weile bietet Starkenburg. ' Darmstadt, 11. März. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte gestern 18 000 Mark für die Erweiterung der Organisation der Wohlsahrtsplleg«. Eine längere Debatte entstand über die Frage der Wiedereinführung der Getränke st euer, die rund 25 000 Mark Einnahmen bringen soll. Der Oberbürgermeister erklärte, die Stadt könne bei ihrer finanziellen Rotlage auf die Steuer nicht verzichten. Die bürgerlichen Parteien erllärten sich dagegen; es wurde schließlich beschlossen, die Frage erst im Rechtsausschuh zu behandeln. Für die Herrichtung einer Hundertmeter- Schwimmbahn im Woog wurden 21000 Mark bewilligt. Mit knapper Mehrheit wurde ein Qlntrag der Verwaltung, 37 000 Mark für Rebenraume der geplanten großen Fest» halle zu bewilligen, abgelehnt. Die Räume sollten 67 000 Mark losten; 30 000 Mark wollten die Turner (wegen des Kreisturnfestes» bei- steuern. Die deutschnationale Etodtverordne'en- frakl'.on hat bei der Stadtverwaltung den An- Antrag gestellt, daß eine Sondcrgewerbe- steuer für Warenhäuser, Grohbafare. Ab- zahlungs-, Dersteigerungs- und Dersandgeschäste. im großen, sowie für Filialgeschäfte, deren Hauptbetrieb außerhalb Darmstadts liegt, eingeführt wird. WER. Offenbach. ll.März. In der gestrigen Stadwerordnetensihung wurde vom Ma- giftrat das neue Wohnungsbauprogramm für 1927 eingebracht, das insgesamt den Dau von 580 neuen Wohnungen vorsieht. für die Stadt und Sparkasse den Bettag von 5 336 000 Mark aufzubringen haben. 147 Wohnungen sollen von der Stadt. 115 von Pri- Daten und 318 von Baugenossenschaften und Gesellschaften errichtet werden. Preußen. Kreis Wetzlar. 0 8us dem Kreise Wenlar, 11. Mörz. Die Erwerbslosenziffer im Bezirke deS Arbeitsnachweises Wetzlar hat im Saufe des Monats Februar keine wesentliche Der- änderung erfahren. Während zu Beginn des Monats 2045 HauptunterstützungSempfänger mit 1130 Ehefrauen und 2234 Kinbern als Zuschlagsempfängern in der Erwerbslosenfürsorge standen, betrug die Zahl der unterstützten Erwerbslosen am Ende des Monats 2074 Hauptunterstützungsempfänger. 1138 Ehefrauen und 2274 Kinder. Die Zahlen »erteilen sich auf die Stadt Wetzlar, die Landgemetnden des .Kreises und die au dem Arbeitsnachweisbezirk gehörigen Gemein» oen des Kreises Biedenkops. wie folgt: Stadt Wetzlar 499 Hauptunterftützungsempfänger. 232 Frauen und 147 Kinder. Landgemeinden des Kreises: 1236 HaupiunterstützungSemp'änger. 7.2 Frauen und 1523 Kinder. Gemeinden des Kreise« Biedenkopf: 289 Hauptunterstützungsempsänger. 134 Frauen und 334 Kinder. Rotstandsarbettev wurden am Snde deS Mona;s 148 gegenüber 50 zu Beginn des Mona!« beschäftigt, und zwar in der Siadt Wetzlar 20. in den Landgemeinden 108 und in den Gemeinden des Kreises Biedenkopf 20. Durch die Inangriffnahme weiterer Rot» standSarbeiten in der Stadt 'Wetzlar wird lich die Zahl der RolstandSarbeiter im Laufe des Monats wesentlich erhöhen. O Dorlar, 11. März. Nach längeren Verhandlungen ist nunmehr der Anschluß des Blocks Dorlar an das elektrische Orts- netz Dorlar gesichert. Die Interessenten haben einen Zuichuß von 1000 Mark und die Reichsbahn- gesellsä-asl einen solchen von 800 Mark übernommen. Den Rest von rund 500 Mark trägt die Gemeinde. Durch den Anschluß des Blocks Dorlar erfährt nicht nur die dortige Ansiedlung die Wohltat der elektrischen Stromversorgung, sondern es wird zugleich eine bessere Beleuchtung des dortigen Eisenbahn- Übergangs erzielt, was im Berkehrsinteresie zu begrüßen ist. — Der Gemeinderat hat in seiner gestrigen Sitzuna den Jagdpachtvertrag mit den seitherigen Anpächtcrn mit sofortiger Wirkung aufgekündigt. Maßgebend dafür war der Umstand, daß Jagderlaubnisscheine ohne Genehmigung des Verpächters ausgestellt worden sind. Die Jagd soll neu verpachtet werden 1 Großrechtendach, 11. März. Der Land- wirt Wilhelm Lang III. von hier wurde von einem Stück Di eh. das sich im Stalle los- gerissen hatte, geschlagen und so unglücklich getroffen, daß er einen Unterschenkelbruch erlitt, der seine Ueberführung in das Städtische Krankenhaus zu Wetzlar erforderlich machte Kreis Biedenkopf. WSR. Gladenbach, ll.März. Am 15. März wird auf der Strecke Gladenbach- Bischoffen eine Kraftpost eingerichtet. Sie berührt die Orte Gladenbach, Erdhau en, Weidenhausen. Oberwcidbach, Riederweidbach, Bischoffen. Der Fahrpreis beträgt 10 Pfennig für eine Per- fon und ein Kilometer. Es sind täglich zwei bi« drei Fahrten in jeder Richtung vorgesehen Dillkrcis. bl. Dillenburg, 11. März. Die Lage des Arbeitsmarktes im ganzen Dillkreis hat sich weiter gebessert. AlS haupl sächlicher Grund der Minderung der Erwerbslosenziffern sei angeführt, daß z. Zt. und für die Folge mit größeren Rotstandsarbeiten begonnen werden wird, bei denen ein großer Teil der Arbeitslosen beschäftigt werden kann. Zur Zeit zählt man noch etwa 900 DollerwerbSlose. * Herborn, 11. März. Ab 15.Mai (Fahrplanwechsel) werden folgende Personenzüge auf der Strecke Riederwalgern — Herborn an Sonntagen versuchsweise neu eingelegt: Pz. 33?4 wird bis 1. Oktober Sonntags bis Herborn durchgeführt (Herborn an 11.13 Dm ). Pz- 3375 werktags (Herborn ab 2.11 nachm.) wird auch Sonntags gefahren. Pz. 3382 wird Sonntag« von Riederwalgern bis Herborn befördert lHerborn an 8.54 nachm.). Pz. 3381 wird bis 1. Ort. auch Sonntags zwischen Herborn und Gladenbach gefahren (Herborn ab 7.44 nachm.) Diese Der- oesferung deS SonntagszugVerkehrs auf der Strecke Gladenbach—Herborn wird von der Bevölkerung sicherllch aUg mein begrüßt werden. Kreis Marburg. sch. Marburg, 11. März. Die Burschenschaft Rheinfranken will sich in der Lutherstrahe ein große« Derbindungs- b a u « erbauen. Das Wappen der Burschenschaft wird nach Modellen des westfälischen Archiletten M. Krusemark von der hiesigen Firma John Schneider in heimatlicher Töpfereitechnik auS- geführt und am hohen Giebel des Reubaae« angebracht. Qberwesterwaldkrcts. WSR. Marienberg. 11. März. In der benachbarten Charlottenhütte stürzte vom Hochofen plötzlich eine Füllglocke berat», wodurch dem Hüttenarbeiter Rumpf derKopf völlig zerquetscht wurde. Ec war sofort t o t. Innerhalb eines Jahres haben sich damit bereits drei tödliche Unglücksfälle auf der Hütte ereignet. Turnen, Sport und Spiel. Giehener Schwimmverein - Schwimmklub 1911 Wiesbaden. 21m morgigen Sonntag veranstaltet der Gie- ßener Schwimmoerein im Städtischen Dolksbcid einen Klubwettkampf, zu dem er sich, die Mannschaft des Schwimmklubs 19 11 Wiesbaden als Gegner verschrieben hat. Dem Wiesbadener Schwimmklub geht der Ruf einer gut durchgebildeten Sportmannschaft voraus, so daß JvMlVK- SwwUvfr 'U'5 k- 's 6 Vs IKUWvöwwv MA billiges Baugeld zu nur 5°/» Zins würben von her Bausparkasse bet Gemeinschaft bce «2 ?c,l,urorl Wüstenrot, in knapp zwei Sobrtn an 1 —. ■öcjjrareT jum Bau von Cigenbclatn und geaein» r.ufcigcn Bauten vergeben. Der nach einem Eigenheim strebt, verlange olle Unterlagen. Sofortige Darlehen wer- den nicht gegeben. TieSbejägliche Anfragen zwecklos. Die öemeinhbaft der Freunde ift die erste, älteste, leiftungi- tobigfte und kapitalkräftigste Bausparkasse Deutschland«. •>e einzelnen Sümpfe seitens der Gießener die 21m »-annung aller Kräfte erfordern werden. Eine treffende Voraussage hinsichtlich der ein« seinen Kampfe bzw. deren Ausgang loht sich nicht geben. Wie seither, so werden die Gießener in erster Vime m der Druftlage ihre Starke haben, während die Gaste besonderes Können in den ftreiflilroeth bewerben -eigen werden. Dementsprechend werden die gemischten Staffeln dos beiderseitige Können am ehesten dortun. Die Wettkämpfe werden sich im wesentlichen aus Staffelkämpsen zusammensetzen, die bekanntlich die Gesamtstärke einer Mannschaft am treffendsten -eigen. Die Austragung gliedert sich noch einzelnen Klassen, denen der Herren-, Jugcnd- und Knobenmonnschosten, von denen die enteren naturgemäß das größte Interesse in Anspruch nefr men werden. Vor allem versprechen hier die Herren- Lrust- und die Herrenlagen.Staffel besonder- schöne Kämpfe. Ebenso wie die Jugendweltbewerbe werden auch die der Knaben zeigen, daß die Jungen und Jüngsten es an eifriger Hebung in der vergangenen Zeit nicht hoben fehlen lassen. Als wertvolle Ergänzungen bietet das Programm ein Schau- springen und einen von den Damen des Gießener Schwimmvereins geschwommenen Neigen. Endlich werden zwei Wasserballspiele sich dem Gebotenen anfügen. Don der Mode. Farbenfreudigkeit wird die Parole der Damenkleidung im kommenden Frühjahr und Sommer sein. Zweifarbenkleider sind Mode» trumpf! Dunkelblau mit ceris oder neural, das neue „dragonerblau" mit den willkürlich geschuppten oder gemuschelten, lebhaftesten, fast aufdringlichen Zufarben, sportlich verarbeitet, oder trotz Wolle in Maderastickerei säst in halber Rockhöhe eine herrlich leuchtende Farbe durchblicken lassend, das sind Dinge, die eine Beratung mit einer erfahrenen Schneiderin notwendig machen. Verschwunden sind die Hänger. Stilkleider erfreuen sich ganz besonderer Beliebtheit. Blusenkleider, in der Mitte hübsch abaebunden durch Gürtel, Bänder oder Schürzenteile, lassen ungezwungen und leicht die ebenmäßigen Linien der Trägerin hervortreten. Das elegant bestrumpfte unb beschuhte Bein muh sich bei Sommerstoffen, in ruscheliger Weite graziös bewegen, obgleich ihm ein noch kürzeres Unterklcidchen wenig Geh- sreiheit gewährt. Dieses Wippende, Leichte des Fassons zeigt auch der Hut. Ein gezogenes Töpfchen mit wippender Krempe, oder mittelgroße Formen, ein breitrandiger Hut, oder die Hut- gedichte aus Spitzen im Hochsommer geben als Ergänzung der Toilette etwas ungemein Reizvolles. Selbst die .Umhüllungen entbehren jeder Strenge in Linienführung: der Ausdruck Mantel ist viel zü ernst für seine Bestimmung. Meist ohne Aermel wird er eine angenehme Mitnahme für den Abend sein. Denn cs gibt eine amüsante Mode im Hochsommer: Kleider mit langen Aer- meln und Heinern Stehbund. Jedenfalls Heber« raschungen für den Rachmittag und Abend. Der Vormittag dagegen trägt einen anderen Mode- charakter. Da sieht man im Frühjahr den groß tarierten Raglan oder Kimonomantel aus hellfarbenen, melierten Stoffen mit geradem Schnitt, daneben die modernen Halbsportkleider. Jackenkleider mit Fledermausärmeln, oder die stilgerechten Sportkleider, die im wesentlichen nicht von der Form des vorjährigen abweichen und nur durch „präzise Maßarbeit" eine Eleganz ersten Ranges erreichen. Eine neue Schöpfung sind sehr apart wirkende, lustig gemusterte Kleidchen mit entzückenden, genau auf „ Figur" gearbeiteten, fast gradlinigen Sarntjaketts. Wir sehen: Die Bekleidungsrichtlinien der kommenden Saison find auf Künstlerhände eingestellt, die bei der Maßschneiderei zu finden sind. Frau Mode hat sich diesmal auf die Maßschneiderei kapriziert! Die große, elegante Herrenmode betont er» ' ncut den Werl des gut gebauten Maßanzuqes. - Weniger der schöne, als der charakteristische An- zug wirkt fesselnd auf das Auge, gewinnt Sym- , pathie, betont Schick und Eleganz. Dem geschickten Schneidermeister erschließt sich wieder ein größeres Feld zur Betätigung. Hessischer Diakonieverein. Dec Hessische Diakonieverein hielt am Mittwoch im Gebäude des Landeskirchentags in Darmstadt feine Hauptversammlung ab. Das Ziel dieses Vereins seit seiner Gründung durch den Pfarrer Johannes G u y o t im Jahre 1906 ist, die Ausübung der Diakonie durch Frauen in der evangelischen Kirche zu fördern und die berufliche weibliche Diakonie zu einem unentbehrlichen Amt der Gemeinde auszugestalten. Dieses Ziel sucht der Verein zu erreichen durch Ausbildung, Anstellung und Sicherstellung von Schwestern für Gemeinden und Krankenhäuser. Der Vorsitzende, Pfarrer Lic. Waas, eröffnete die stark besuchte Versammlung. Der Mangel an Lernschwestern, so führte er dann aus, der früher bestanden habe, sei jetzt behoben: es mache sich sogar ein starker Andrang zu diesem Berufe geltend, so daß eine 'Auswahl unter den Bewerberinnen getroffen werden könne. Dagegen besiehe immer noch ein Mangel an Schwestern, der wohl in wenigen Iah. ren aushören werde. Die Gemeindepfleaeschule des Vereins fei wieder eröffnet worden, und zwar mit einem neuen, erweiterten Lehrplan: das Ziel sei die Schaffung einer evangelischen Wohlfahrtsschule, die hoffentlich in nicht zu ferner Zeit eröffnet werden könne. Hierauf wurden geschäftliche Angelegenheiten erledigt, die Pfarrer G u y o t der Versammlung um terbreitete. Die Rechnungsablage wurde genehmigt und der Voranschlag erläutert Besonders eingehend wurde im Zusammenhang hiermit die Errichtung eines Gebäudes für die Wo hlfahrtsschule bc- sprachen, namentlich auch die Frage der Aufbringung der Geldmittel. Dem Jahresbericht, der dann erstattet wurde, war zu entnehmen, daß sich der Verein im letzten Jahre gut entwickelt hat. Der Bericht erwähnt u. a den Nutzen des jetzt bezogenen Heimathauses: wegen des Schwestermangels hätten noch manche 'Aufgaben zuruckgestellt werden müssen. Besonders wichtige Ereignisse wären die Wiedereröffnung der Gemeinde- pslegoschule und die Unterbringung von Bewerbe- rinnen für den Schweslernberus als Haustöchter im Hemiathaus, damit sie dort schon eine geeignete Vor bildung erhalten. Der Bericht enthielt auch eine zahlenmäßige Ausstellung über die Tätigkeit der Schwe- ilcrn in den Krankenhäusern, in der Armenpflege, den Kleinlinderschulen usw. Voranschlag und 3nh- resbericht wurden genehmigt. Der Präsident des Landeskircheulags, D. Dr. Freiherr von Heyl zu Herrnsheim fprad) feine Zustimmung zu den Plänen eines Gebäudes für die Wohlfahrtspflege ans. Erfreulich fei der Zudrana zum «chwesternberuf, denn in Worms kam erst auf 7000 Evangelische eine Krankenschwester: notwendig fei auch, daß der Diakonieverein an Mitgliedern zu- nehme. Handarbeitslehrerinnen, die Schwestern seien, mußten gewonnen werden. Pfarrer Wagner - Darmstadt machte darauf aufmerffam, daß bei dem Andrang zum Schwesternberuf später Schwestern ein Arbeitsfeld in der Krüppelsürsorge finden werden: ein Krüppelheim werde in Gießen errichtet. 3m Anschluß an die Hauptversammlung fand eine öffentliche Versammlung statt, in der Konsistorialrat Dr. Erich Foerster, Pfarrer und Proseüor in »Frankfurt, über das Thema „Ideale oder Gottes Gebote?" sprach. Der Redner stellte die Frage: „Sollen wir auf Erden ein Sehens« ideal verwirklichen oder sollen wir gehorsam das uns Auferlegte tragen? Sollen wir uns einem Willen unterwerfen, der unseren Wünschen entgegen ist, ober müssen wir bereit sein, zu opfern?" Dem deutschen Protestanten braucht nicht gelehrt zu werden, daß Glauben Tun ist und Opfern bedeutet. Der Glaube schafft nicht müde, sondern tätige Menschen. Alle Ideale entspringen aus der Wurzel inenschlicher Bedürfnisse: es werden aus den Be Dürfniffen Gedanken, Pläne und schließlich Ideale. Diese können in der Vergangenheit liegen, es sind dann romantische Ideale: sie können jedoch auch in der Zukunft liegen, wobei sie bann meist aus einer technisch angeregten Phantasie geschöpft finb unb darum auch technisch Ideale genannt werden. Die dritte Art der Jdealbitdung kann auf dem Wege der Opposition erfolgen: es sind dies die kritischen Ideale. Allen Jdealbildungen liegt der Glaube an die Verwandelbarkeit der Erde und der Natur zugrunde, daß dadurch der Glücksdrang des Menschen befriedigt werden könne, sowie der Glaube an ein unbegrenztes Vermögen, alle Schwierigkeiten zu überwinden. In Öen Vereinigten Staaten ist der Glaube an die Entfaltungsmöglichkeiten für jeden Menschen geradezu selbstverständlich geworden. Aber wir sind ein „Volk ohne Raum", dadurch entsteht eine Fülle von Problemen. Eins der brim gendsten Bedürfnisse bei uns ist das nach Wohnung: es erweckt schließlich ein Ideal nach einer Wohnungskultur, dessen Verwirklichung sehr schwer ist. Man kann daher von den dringendsten Aufgaben ausgehen, man kann z. B. eine Mietskaserne bauen, damit ist eher geholfen als mit dem Streben nach der idealen Wohnungskultur des Eigenheims. Das Wesen der Nächstenliebe ist nicht, daß sie der Zukunft, sondern der Gegenwart, dem gegenwärtigen Menschen dienen will. Welcher von den Wegen ist der christlichere, der des Ideals oder der der Gegenwart? Doch nur der zweite: beim unzweifelhaft ist es Gottes Ruf, der gegenwärtigen Not zu helfen. Auch ist es nicht gewiß, ob unsere Ideale Gott gefallen. Christus hat kein Ideal für einen Christen aufgestellt, sondern er hat den Men- schen die Augen geöffnet für die Not der Mitmenschen und sie aufgefordert, zu helfen. Die Welt ist durchaus nicht so eingerichtet, daß sie dem Menschen die Erfüllung seines Lebensideals bringt: Ideale verlieren überdies manchmal mit der Zeit ihren Wert, und die Erfüllung eines Ideals würde zum Aufftellen eines Gegenideals führen. Wir Menschen der Gegenwart müssen gerade der gegenwär. tigen Not dienen. Gott wird uns jeden Tag neue Aufgaben stellen: wir müssen nur auf den Ruf (Bottes hören, nicht unseren vermeintlichen Idealen folgen. Der Vorsitzende sprach dem Redner in anerkennenden Worten den Dank der Versammlung für feinen gehaltvollen Vortrag aus. Oldenburger guchtftulen im Kreise Giehen. Der Verband der Warinblutzüchter Hessens berichtet, daß der erste Transport mehrerer Original Oldenburger Zuchtstuten durch seine Vermittlung direkt vom Züchter aus dem Kreis Rordenhanr i. O. dieser Tage nach O b e r h e s - sen zur Einfuhr gelangt ist. Die Rachfrage nach dem tiefen, breiten Oldenburger Arbeitspferd schwersten Schlages steigt in Hessen dauernd, da seine Vorzüge klar zutage treten. Der Anfang ist nun gemacht und brachte gleich vollen Erfolg. Unter Führung des Vervandsgeschäftsführers begaben sich in den letzten Tagen mehrere oberhessische Landwirte in das Oldenburger Hochzuchtgebiet. um den Ankauf von Zuchtstuten zu tätigen. 11. a. erwarb der Landwirt Karl Roecker-Weitershain. Kreis Gießen,eine ganz erstklassige 3jährige Zuchtstute, gezogen von Soeben aus der bekannten Zucht des Hofpächters Wilms. Slollhamm-Wisck, während Landwirt Adolt D ü r r - W e i t e r s h a i n ebenfalls eine sehr gute 3jährige Stute, von dem befannten Oldenburger Hengst Gruson abstammend, mit auffallend viel Gang aus Den Beständen von Marens. Etollhamm, in seinen Besitz brachte. Eine weitere gute, praktische Else-Stute des Hofbesitzers Bruns-Rattcns fand in dem Landwirt Karl Hohl-Weitersh ain einen neuen Be- ßt)cr. Der Landwirt Hch. Wagner-Gails- h au sen taufte eine tiefe, autgemachlc Rappstute. aöstammend von dem Oldenburger Hengst Gerber, aus der Zucht des Hofbesitzers Elenar Kuk, Reuburg bei Blex i. Oldbg Weitere Anmeldungen zum Ankauf und zur Einfuhr Oldenburger Zuchtstuten liegen bei dem Kreits vor, so daß voraussichtlich in nächster Zeit ein zweiter Transport folgen wird. Dec Verband Hessischer Warinblutzüchter kann mit diesem Erfolg feiner Bestrebungen zufrieden !cm- Die Zucht des schwersten Oldenburgers ln Hessen hat neue und tatkräftige Belebung erfahren, und es bleibt nur zu wünschen, daß die vorbildlichen Maßnahmen des Derbandes auch die notwendige Unterstützung der maßgebenden hessiichen Behörden erfahren. In Hessen muß nun versucht werden, allmählich die Reinzucht des Oldenburger Pferdes derjenigen in Oldenburg culzupafsen. Das geht natürlich nicht von heute aus morgen. Der beschrittene Weg scheint ledoch der richtige zu fein, um mit der Zeit das gewünschte Ziel zu erreichen. Buntes Allerlei. Die CE-binefin hat die Hosen anl Jahrtausende hindurch hat die chinesische Frau Hosen getragen, und zwar nicht nur im buchstäblichen. |onDem auch im übertragenen Sinne. Sie ift die unumschränkte Herrscherin des Hauses, und auch jetzt, da sie sich zu Bubitopt. Lippenstift und kniefreiem Rock bekehrt, gibt sie doch ihr stcenies Rc- glment nicht aut. Es ist ein in China häufig gehörtes Woit, das die Chinefin, wenn fie die nötige Erziehung und da- Stimmrecht hätte, nicht nur (Sbma lonbern die Welt regieren würde. In keiner Literatur spielt der Pantoffelheld eine so häufige ^Rolle wie in der des Himmlischen Reiches, und die Vorbilder für diese Gestalten der Dichtung Rälfel-Ecke. Silbenrätfct ar — 6c — bob — de — det — di — so ge — hott — tr — la — lev — lo — loo — na - rc ne ten — ter — Hfch — u — Der — wa Aus den vorstehenden 23 Silben sind neun Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. norwegische Inselgruppe; 2. Provinz und Stadt in Italien: 3. . männlicher Personenname: 4. Schlachtort in Belgien: 5. Fluß in Sibirien, 6. Bauerngut: 7. Schlingpflanze: 8. Säulenhalle: 9. reicher Mann. Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben die Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn den Ramen eines großen Tonkünstlers. Äreu'itöortTätfci 10 12 13 25 21 22 23 \Vc_ \Vbö 321 26 29 S1 16 17 20 9 _ ■jn I. Don links nach rechts: 1. Hühnervögel: 5. hängende Vase; 9. Teil des Wagens; 10. türkischer Personenname; 11. Hochwild; 13. Stadt in Südtirol; 14. Zeitabschnitt: 16. Vorfahr; 18. Bedrängnis: 20. alkoholisches Getränk; 21. schlangenartiger Pelz; 23. Laufvogel; 24. männlicher Personenname; 26. Amphibie: 27. Charaktereigenschaft; 28. geographischer Begriff; 29. feierliches Gedicht; 30. Farbe, 31. Wasserpflanze ; 32. griechischer Philosoph. 2. Von oben nach unten: 2. Flächenmaß; 3 Toten schrein: 4. Abschiedswort: 6. Denk- zeichen; 7. andere Bezeichnung für Entwurf. 8. tierisches Produkt; 12. orientalisches Frauen- gemach; 13. andere Bezeichnung für Liebreiz, 15. Stadt in Thüringen; 17. fruchtbarer Boden; 19. Elfenkönig; 21. kleines Wasserfahrzeug; 22. Schluß des Gebets und der Predigt; 24. niedriger Eisenbahnwagen; 25. männlicher Personenname. Züllrätsel. x Aus den Buchstaben: / X-X --X-x- sind vier Wff^er mit nachsteh^i^er Bedeutung zusammenzustellen und unter Freilassung der Eckfelder in die Figur einzustellen. 1. Teil des Baumes — obere wagerechte Reihe: 2. weiblicher Personenname — untere wagerechte Reihe. 3. Singstimme — linke senkrechte Reihe; 4. Rebenfluh der Donau — rechte senkrechte Reihe; Werden nunmehr die Buchstaben: b —- e — a — m in die freien Eckfelder eingesetzt, so entstehen vier neue Hauptwörter. Ünfügungeflufqabe. Die Bruchstücke: Al — 2v - Ah — Se Mu - Ga — Ab - To — Oh - Sp sollen durch Anfügen je eines Buchstabens am Schlüsse zu Wörtern umgestallet werden. Die Buchstaben selbst müssen, zu einem Wort vereinigt, den Romen einer großen, unlängst verstorbenen Künstlerin ergeben. Rätsel oe9 _ diele Silben vor mich hin. So ändert neu sich stets mein Sinn Mit „an" sieh mich in Schmuck und Kleid» Mit „vor' ist's Ungerechtigkeit, Mit „zu" seht neu mich in der Stadt, Mit „bei" man wo mich nötig hat. Mit „aus" winkt andrer Auscnthalt. Mit „wohl" crlangt's Beliebtheit bald. Wit „ab" ist's wütend manches Heer, Mit „un“ mißfällt es allen sehr, Mit „auf" wili's niemand gerne fein: Hält Bosheit da nicht zeitig em, Hals mancher schon mit „blgok" getan Und richtete groß' Unheil an. Bilderrätsel. Auflösungen. Silbenrätsel. 1. Dienstag; 2. Ili; 3. Eichow; 4. Tüte: 5. Utrecht: 6. Globus; 7. Elli; 8. Rcgus; 9. Dohne; 10. Damast; 11. Epos; 12. Senkblei; 13. Grande. — Die Tugend des Geistes ist ewig. — Synonym. 1. Stille; 2. Eharlatan, 3. Herrlichkeit; 4. Rachteil; 5. Erbarmen; 6. Eigner; 7. Glosse; 8. Leierkasten; 9. Obhut; 10. Eiland; 11. Eham- pagner; 12. Kneipe; 13. Chef; 14. Heiterkeit: 15. Eifer; 16. Ruhen. — Schneeglöckchen — Wortverbindungsaufgabe. Alt-Damm; Fcucr-Dach; Franz-Burg; Herz-Berg, Ruh-Land, Salz-Wedel; Stadt- Lohn; Tor-Gau; Ur-Feld, Wild-Bad. Treue BlEtB AlDlErlE Kreuzworträtsel. in m BB I]MlM|ELn nr Ülo Scharade. — Autogramm. — Rätsel. Saal — Aal - Bilderrätsel. Hand geht durchs ganze Land — findet man in jedem Hause. Eine Amerikanerin, Genevieve Wimfatt, die lange Zeit in China gelebt hat, kann sich nicht genug darüber wundern, welche Tyrannei die trauen in China ausüben, obwohl der Mann doch eigentlich das Recht hat, feine Ehehälfte einfach wegzuschicken. ..Das ist leicht in der Theorie, aber überaus selten in der Praxis," sagte man ihr. Der Chinese kann nach seinem Gesetz die Scheidung von seinen Frauen aus unzähligen G.ünden vornehmen, u. a. wegen Schwatzhaftigkeit Aber er tut es nicht. Während bei uns im Westen, wo Die Scheidungsgejehe ziemlich streng find, so viel geschieden wird, kommt es in Chino, wo das Scheiden so leicht ist, tatsächlich kaum je zur Trennung. Zweifellos ift es die angeborene Klugheit und Energie Der Chinesin, die ihr unter den Frauen des Orients einen so ausgezeichneten Platz verschafft. Trotz der Mahnungen der Weisen, dah die Frauen sich in den inneren Gemächern des Hauses halten, selten sprechen. stets ihrem Vater, ihrem Manne unb ihrem Sohn gehorsam unb Demütig sein soll, herrscht die chinesische Frau seit Jahrhunderten unumschränkt in ihrem Hause und in ihrer Familie, und Die Männer be- finDen sich Dabei augenscheinlich recht wohl. Wie alt bereits Diese Macht Der HLHinefin ist, Das zeigt eine Stelle in einer frühmittelalterlichen chinesischen Chronik, in Der Der Verfasser sagt: In unseren Tagen stnD Die Ehemänner, Die vor ihren Frauen Angst haben unD unter ihnen leiden. lehr zahlreich. Deshalb muffen Die Männer ihre Frauen belehren. Wenn aber Der Ehemann im Unrecht ist. Dann mag Die Frau ihn verbessern, wie es Das Sprichwort sogt: „Wo eine kluge Frau im Haus ist, Da kann es Dem Mann nur aut gehn." Die Amerikanerin führt uns in Den mp:schen chinesischen Haushalt eines wohIhabcnDen Kaufmanns: „Hier herrscht seine Gattin, und ihre Gewalt ift größer als die Reros oder die Dschingiskhans; fie übt fic mit sreunblichem Lächeln und behaglicher Ruhe Am frühen Morgen warict ihr Die Schwieg ertönter am Seit auf. Die fie ausgewählt hat. Ricmond Dari etwas zu siG nehmen, bevor Lac T'ar T'ui ihr Frühstück erhallen bat; sie leitet in Abwesenheit ihres Mannes Die Geschäfte; sie bestimm: Daß ihr Lieblmgsenkel nach Japan in Die Schule kommen soll, Dah ein Enkel, Der weniger in Gunst ftc'-t unD studieren möchte, ins Famtliengefchä t gereckt wird; fie fchlieht einen Gheoenrag für ein Enkcletn ab. läßt ihre jüngste Tochter oenachrichti,en. Daß fie ihre Kinder sofort zu ihr schicken möchte. Damit fie ihre Erziehung bcau'sichtigc; fic langt einem Sohn etwas herunter. Der ihr Mihfallen erregt, und weigert sich, einen zweiten Sohn zu emp angen. einen angesehenen Beamten Der schon seit einer Stunde im Vorzimmer wartet und ihr schöne Geschenke. Schmuck und seidene GewänDer bringen will " So herrscht eine Frau aus den besseren Ständen in China. In den niederen Klaffen trägt natürlich die Frau einen großen Teil der Lasten, dre auf Den chinesischen Arbeiter gelegt find Aber im Haufe führt auch fie Das grobe Wort. Diese Stellung Der chinesischen Frauen bringt es mit sich. Daß die europäischen Frauenrechte bei ihnen so rasch Eingang finDen, Denn sie besitzen Die Energie, alles durchzusehen, waS sie wollen. Ihr Beruf 1 * w * t:r ■. 8B bedingt den Aufenthalt in staubiger Luft. Staub und Schmutz setzen sich im Haar fest, verstopfen die Poren und behindern den Haarwuchs. Sorgen Sie deshalb für eine regelmäßige Kopfwäsche mit Schwarzkopf - Kamillen - Haarwäsche — in 5 Minuten ist Ihr Haar sauber und läßt sich leicht frisieren / Wochen tlich einmal! 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I 7 rin. 2—i km von der Station Ahlar und l,at gute 10 Lichen SH.N2 - 2,78 fm LoS Rr. 1—57 1: Lo» 1 :■ I Eiche MI.N3-0,53 fm 1,11 fm, 4a 0,86 fm LoS 4 5id)ten»I.N3- 1,65 fm 2,69 fm, Distrikt Bruch und Bettenweiskopf: Eichen-Grubcnholz SU. 1 14 Zichten ftl.lb- 3,51 fm 4: LoS 7: 2,5 m lang Los 2: 7 1,52 fm SL 1 LoS 5: 2a = 0,54 1 Ehriirgohauscn «1. 2 u. 1 6,55 fm Los LoS Los Los 3: 2,50 m lang Los 2: 7 ftl. la u. 2a Lols,96 fm 5,17 fm LoS 3 19 LoS «I. I u. II 23,10 fm Los 24 4: 0,72 fm LoS ftl. 6N = 2,31 fm 5,94 fm 1 : ' Los Los 1,84 fm Los Los fm HScineindewald Distrikt Los 3,6 9h. 71-7. Los 4 1,8« fm Los 3 2,53 fm 19: «laste 1 9h. 80, 83 Eichcnstamm 8—8 Ar. 98 « !2,5ö| Pianos Loo 13,33 fm bis 104 0,78/ 3 Birken Los 8: 2,20 fm 6 Los 12: 8,75 fm 24,24km Los v? ca. I Buche ftl.A4 - 1,45 fm, 1 Buche fti.A3 ftl.N3 1 Los 1: 2 Buchen ftl.A3 1,48 fm „ N3 = 0,86 A4 0,92 „ 1 1 3,13 \ 1,70 i 4,83 fm Los 6,06 . 2, 1 Ar. 15—23 1,981 Los 3: 7 rm Eick.-Rutzholz 2,2 m lang Ar 24—30 0,55 Los 2,72 8,60 LoS Los 2: 533 ÄI.N2 = 1,91 fm LoS « Erchen 1,80 fm LoS 4 Gemeindcwald Dillheim unter- Lleaen 23840 itt sich . N3 M 3,51 2 4,07 fm LoS 14 36 5 12 13 14 15 Eichenstämmc Gchenftamm 1 1 Eichenstämme Eichenslamm Eichenstämmc 1 Buche 2 Buchen I Eiche-Abschnitt Altenkirckcrstück: 1 Eiche-Abichnitt 5a 5b 5 6 7 8 9 10 6,96 fm 1.20 „ 8: 12rm Buckennutzrollen Tistr. Langcnstrauch 9a: Distrikt Mühlberg: 8 Fickten SU. la — Distrikt etrutl): 1 Fichte Ml. 2a -» Diftrilt 'Ätbadi: 16 3 5/58 fm 0,89 „ 6 6 « 6 6 6 6 13 14 14 14 3 2 1 2,75\ 1.32/ 19 ftl 6 9 13 12 2 1 1 1,39 1,89 2,88 1,10 2b = 11,20 3b = 3,55 9,76 fm ftl. 1 Distriki 1 Eiche D'strrki 1 Eiche Distrikt 3 rm 17 „ 1 4,44 fm 7,63 „ 5,13) 0,94/ 11,90 1,20 Distrikt Alte Fichten: 1 Buche ÄLA2 0,62 fm, 8 Eichen 1 E'chc 2 Eiche ftl.N2 = Distrikt Ruheiche: 10 Eichen SH.N2 - Distrikt Ruheichc: 9 rm 8 „ 6 6 6 6 6 6 6, 1b 6, 2a ß, 4a 6, 9 6, 12 6, 21 Eickenslamm Eicken sl 2m me 1,70 fm 11,62 „ 17,90 „ 1,05 „ Sil. 2 u. 1 „ lb n. 3b 2 Eichenstämme 6 Buckenstärnme 9 38 35 4 Fichten SU.la - 0,52 fm, Distrikt Schieferkaut: l Fichte SU.la =0,12 fm, Distrikt Dachsbau: 1 Buchenstamm ftl. 3 Ar. 58 Distrikt Dannen (Reuer Weg) : 20 Eickenstämme 9h. 241—260 14 Sticscrnstammc 263—276 Distrikt Birkenzipseu: 7 Eichenstämme 9h. 331—337 1,79 fm 2,35 „ LoS LoS 2: 20 Distrikt Heide lb: 12 Eichenst.-Abschn. 20, 23 24 24 - 1,59 = 2,81 -- 5,14 = 11/11 = 13,14 24,43 - 14,84 Kl. 6 Rr. 1, 113 „ 4 Rr. 187, 188 , lu. 2 Rr 2—21 3,00 fm 5,92 „ 1,70 „ 19,92 w r Rr. 76 x 9h. 77, 78 3 Rr. 79 = ftl. 5N = „ 5N = 6a 9h. 1,6,7,9 5a 9h. 10, 16 4a 9h. 23, 29,34 Nr. 195 Distrikt 9h. 258 196 : „ 259 Los Los 2,02 9,77 <>,66 1,62 1,67 8,39 4,64 fturzenbach: MJ..N3 0,82 fm. 4,70 fm 7,99 „ -» 0,61 fm = 0,60 „ l. 5a- 5b- 1. 10: 2 Lärchenstämme Rr. 501 u. 502 ftl. 2a, b Distrikt Haarwurz: 11: ca. 64 rm fticscmnutzholz 2,2 m lang Distrikt Hegewald: 12: 1 Eiche-Abschnitt Rr. I ftl. 7 6,07 fm 4,16 „ N2 N3 N5 289-291 Distrikt Fichten: 9h. 11—83 Eiche 4. 5. 6. Fichte 3. 59 20 I Eichenstamm „ 4 Buche 3 Distrikt LoS 5: 1 Erle Distrikt Mühlbachscitel 5: Los 11: 7 Eichenst.-Abickn ftl b 9h. 84 -87, 88—90 14,79 fm 5: LZ I4o Derbftangen Fichte 1. ftl. 81 st. =» 6,66 Los 3:' 1 Das Holz ist mit Rinde gemessen und ist vorher einzusehen, da soätcre Einwendungen ivegen der Güte des Holzes nicht berücksichtigt werden. Angebote pro Feslmeter nud getrennt nach ftlasse» bis znm 18. März v. I., nach- mittags 3*2 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzurcichen, woselbst die Berkaufsbcdin- gungen vor der Eröffnung eingesehen iverden können. Ltcinhcim, den 10. März 1927 Hessische Bürgermeisterei Steinheim. Schmidt. ftL 6 Rr. 194—196 4 9h. 194—196 ftl. N3 = 2,05 fm N5 = 2,47 „ 4: <11 Eichenstangen RI. lb = 0,25 fm, 4 Liefern Kl. 2a = 0,66 fm - 0,49 .. = 4,01 .. - 13.19 „ \U.N2 -14,10 fm N4 = 1,30 „ 2,25 fm 21,00 „ 11,13 „ 9,49 „ Berghansen (Reif. Rlieichen» 2 E'chcnstäinme ftl. AH | 1,85 fm Distrikt Harbach: 12 Eichenst.-Abschn. Veerenobsthoch- stänune Bccrenobst» sträuchcr Himbcersträuchcr tn nur beben 7 orten GDIi Fliederbüsche Roscnhoch- stälnmc Schlingrosen Buschrosen in vielen teilt- neue» hen nur beiten Sorten empfiehlt bitttfift ßörtncrtiSöngeä (Stehen, MarbTt.67 21 21 21 21 21 6usw. 6 6 6 7—14 4,08 \ 3 rm 6 1 2 3 Distrikt Hausten, 4: 5 Eicken-Abschnitte SU. I Rr. 76—80 Distrikt Bclstensteinleitc: 4. 21 Eich-Abschn. ftl. 2 u. 1 Rr. 286—306 Iiftntt Bclstenstemscite 0,81 „ Distrikt Hirschbach: Distr. Alter ftirchhoi |1 Eichenstamm |2 Buchenstämmc 11 Erlenstamm Diftr. Alter Skirckhoj 12,53 fm 73 Sliefern- und Kiefernarubenholz 1. ftl. = 14 rm, 2. ftl. - Distrikt Sturzenbach: Los 9: ftieserngrubenholz 1. ftl. — 2 rm (2 m lang) bSemeindewatd Riedcrlcmp 6 14 16 Daö Holz liegt etwa Distr Reitocksenftümpf: 8 Eichenst.-Abschn. SU. 3,5 9h. 63—70 Distr. Weistcrkirsckbaum 17: 6: 5 Eichenst.-Abichn SU. 7,18) 2,53 [ 13,44 fm 3,731 Distrikt Altebach: • 7 Fichtenstangen SU.2J 161_157 Gießen Seltersweg 91 ., 4 „ 3 ftl. A6 .. AS „ A4 „ N6 „ NS .. N4 N3 FS „ A4 „ N6 „ N4 27,56 fm > 6,88 fm । -öS 2: Befanntmachiiiig. Die Lbstvcrlaufsplätzc Ecke Reuen Bäue Jüdaulagc uni- Rcunadt Ecke Markt- firafec Hnb vom l April b. I. ab neu zu verpachten. T >- Bedingungen liegen aus dein Stadtbaus rgstraste 20, Z'mmer 28, zur Einsicht o, ... Der Platz bleibt nur (Miffocncr Bewerbern Vorbehalten. Angebote sind bi» spätestens 18. d.M. aus obengenanntem Zimmer abzugeben. (Hießen, den 11. März 1927. 4 Eichenst.-Abschn. ftl. 2, 3 Rr. 276- Gcmeindewald Treisbach Distrikt Bruch: 19 Eichen ftl. 2 =. 3,73 fm, 2 Elchen N4 =» 1,66 2 ., Distrikt Halenberg: j8 Eichen ftlNI - 1,74 Im, 39 Eicken [3 Eicken ftl.NI - 0,70 fm, 11 Eichen H1.N2 - 3,93 fm eiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiii SchlackensaDd bell und dunkel, liefert oromot ab Räbe DtllenburgundRabe SU. 2 u. I . 3a Drucksachen allerArt Beten ;n jeder gewünschten Kassunuig stilrein une ordewert die Brübl'eche Dole. Draekerel. tL Laag« 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Holzsubmission. Tie (»iemeinde Aldach verkauft im Wege »es schriftlichen Angebots: Schnittholz: 11 Kiefer LoS 6:{5 Kiefern |1 Lärche - 3 „ rOerdorf. 9 Eichen ftl.Nl — 2,06 fm, 11 Eicken Ter Cbcrbürgcrmt ifu i 3- B.: Dr. Hamm. SU.N2 = 3,52 fm „ N2 = 1,60 „ foul SHliethflöi. Dillenborg. Xelepoon 76. Distrikt Dachsbau: 6: 25 »Eichenstämme 9h. 366—390 Distrikt Tannen (Reuer Weg): 7: 25 Eichenstämmc 9h. 416—440 8: 1 ftiesernstamm 391 Distrikt Talseite: 9: 26 .KiefernstämmeRr 165—186 Distrikt Hardt: 9: 10 ftiefetnitangen 9h. 227—234 Distrikt Bechlingcrbcrg: .. A5 . Nh , N5 .. N4 .. N3 „ 4 u. 3 „ 5 u. 3 „ A5 „ N4 .. A6 .. A7 .. A8 „ N8 .. N7 „ N6 .. N5 Distrikt Hasenberg und Bettenweiskopf: s f5 Erlen ftl. 1 = 0,93 fm, 7 Erlen ftl.N2 --- 3,10fm 4-U Srlc „ 2 = 0,38 „ Distrikt HlrtSgartcn, Hasenberg und Dachsbau: . /3 Fichten ftl. la — 0,45 fm, 9 Fickten ftl. lb -» 2,94 fm H „ 2a => 3,33 „ 1 Fichte ftl. 2b = 1,26 „ Distrikt Haienberg, Dacksban, Bettenweiskopf und Hirtsgarten: Die bsemeindr Blasbach verkauft am Tonncrstag, dein 17. diese» Monat», nachstehendes Nutzholz auS den Distrikten Röderberg, neuer Heegwald. Poaenen: 31 Fstm. Fichten-Stämmc und Stangen 52 Fstm. Rlteickc und WagnerhoU. Rns. nwrg. 10 Uhr nn Röderberg. 23921) Der genehmigte Voranschlag bef de> meinte Leihgestern für das Rs. 1927 liegt vom 13. d W. ab eine Vockc zur Einsicht der Interessenten aus der Bürgermeisterei offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu welcher die Ausmärker beizntragen haben. Leihgestern, 10. März 1927 23870 Bürgermeisterei. Menstt Cröpe de Chine Eolienne Velouline Waschseiden Rohseiden Taffete Bedruckte Neuheiten für Blusen Kleider Besätze Ripse und Faconne für Mäntel Samte Mei* elnfarbler und Kemueiert Größte AuswahlI Billigste Preise I 1 Erle ftf.N2 = 1,32 fm 1 . Vanholz . 3 5L 6 „ 18 , 8 , 15 „ 36 „ 54 „ Holzsubmission Au-: »en Salbungen oct Wcmrmöv Lteinhcim soll iolgenbe? Holz aus den, Los 10: 1 Eichenst.-Abschn. ftl. 6 9h. 105 = 2,621 ",»9[ 4,51 fm ' i,90 J Distrikt Ruheiche: Eichcngrubeuholz 1. ftlasse «= „ 2. „ ™ 3 , - Distrikt Lbcrüc Hesseln: Eichengrubenyolz 1. ftlasse = 13 14 15 16 17 18 19 20 21 . 5,14 fm 13,33 „ 5,86 , 18,84 „ 18,03 „ 12,75 „ 1,49 „ 0,61 „ 0,45 „ 4,54 „ 1,00 „ 6N Rr. 2—5, 8, 18, 49 «= 5N Rr. 11 -15, 17-22 = 4,3 Rr. 50—56, 58, 24—28, 30biS 33, 35—47. 57, 59 61 - (15 „ 2 Rr. 208—217 Distrikt Heide Vegeanshicb: -. 135 Eichenst.-Abschn. Ml 1 Rr. 299 -346 *113 ......2 Rr. 299—346 Distrikt Heide 3b: L Bemanj Bismarckstr. 6 otsy> u. 15 Eichenst.-Abschn ftl. U ...... Distr. Reitochicnstumpr 18 Distrikt Molbcra: , | 3 Eichen-Abschnitte ftl. 5 Rr. 1—3 1:i 3 ‘ " 2- I « * \ 9 neu u. gebraucht, zu günstigen Bedingungen. 2*46* Pianohaus A I li Distrikt Altenkircherstüd und Lamverberg: Los 4:,Rr. 256 2571 4 g^sern-Abscha. ftl. 4b, 2b | n fcOl | Distrikt Am EselSweg: Los 5: Rr. 353— 36«! 8 ftiefcrn-Abschn. SIL 3a, lb Los 6 9h. 361—390 .»0 Fickten Langh. „ 2b, la Distrikt Rotberg: LoS 7 9h. 266— 288 23 Eichen Langh. ftl. 3—1 „ 2. b 3. „ Vemelndetvatd Distrikt Haicngarten: ftLAö - 0,59 fm .. N2 = 0,69 „ n N4 = 4,14 „ , N5 = 2,05 „ Los Los 2 ftiefetn ftl. 2a - 1,26 fm, 1 ftieser 1 Kiefer „ 3a 0,85 M Distrikt Lchwingendeback: 3 ftiefern ftl. 2a = 1,10 fm, 3 Kiefern >13 „ N3 - 8,26 „ 2 Distrikt Bettenweiskopf und Dachsbau: 3,76 ,, । 0,81 „ .',85 „ • s>o« fer ftl.la =■ 0,i5lm, farn „ 2a = 13,36 ., „ „ 3a =• 6,90 M „ „ 4a= 1,89 „ 3 3 Distrikt Lchwinaendi-bach: Los 8: Eichengrubenholz 1. ftl. = 10 rm, 2. ftl. 14 Distrikt ftoppenstück: Los 8: Elchengrubenholz 1. ftl. — 7 rm, 2. ftl. <= 12 Distrikt ftombach LoS 9: i 1 Stu- N5,4u.3 6,14 N4 7,59 N3 29,69 N2 18,24 Distrikt LchlinterSarubc. LoS 10: Rr. 199—211 13 ftiefern-Abikhn ftl. 3b, Ib - 2,71 fm Trstrikt Remhardtstal. LoS 10: 9h.24O—251 12ftief.- u. Ftcht.-Abschn ftl.3b, lb—5,52km Tas Aufmast und die Sortierung entsprechen der neuen preußischen Holznielsungsan Weisung. Tic Radelholzstämme vp müssen bi» »väteftenS 15. Mm 1927 entrindet lein, andernfalls erfolgt die Entrmduna aus Stosten der Käufer. Zahlungstermine. Je ein Drittel 8 Tage nach Zuschlagser teuung, am 1. Mai, 1. Juli 1927. Die näheren Bedingungen werden im Termin bekannt gegeben Rähere Äuskuaft erteilen für dre Gemeinden Ästlar und Berg- Hausen Förster Vaninger in Äßlar, für Ehringshausen und TiUheim Förster Henrici in Ehringshausen, für Kölschhausen- Statzcnfuri, Treisbach und Ricderlemv Förster Bacher in Kölsch- Hausen, für Verdon Bechlingen und Breitenbach, Förster Kley in Verdon. 7 .....4,5 9h. 91—97 ÄrmeinbrWfllb Katzenfurt Distrikt Herborricrofad: »J1 Eiche „ N4 - 0,53 „ 12 Eicken „ N3 - 0,95 , Distrikt Vorder-ftovvenstück: |3 Buchen ÄLA3 — 1,15 fm, Los 4:1 Schriftliche, mit oer Aufschrift „Holzverkauf" versehene Angebote und zwar getrennt für ,edes Los und icbe Gemeinde aus fm bzw. rm) iind bis zum Donnerstag, dem 24. d. M., vormittags 11 Uhr, dem Bürgermeisteramt emzureichen, woselbst die Ccffnung der Angebote erfolat. Mit der Einrerchung i ‘ wirst iich der Bietende den Verkaufsbedingungen und hä Wege des sckriftlidicn werden: 1 ftiesernstamm I Lärchcnstamm 5 Fichtcnstämme 24 Fichtenstämmc 201 Fichtenstämme 78 Fichten-Tcrbstang. Bergtünng oon Bouarüeiieö. Für den ' ubau von 14 Einsanlikieu- haujern au oct Earl Vogt- Ztras.c nnb eine» t'ieriamilicnhawire am tu!weg tollen vergeben iverden. Erd-, Maurer- und Betonardeiten, Zimmerarbeiten, D achdcckcrarbcitcn, -penglerarbeiten, "Irobichlosscrarberteii, ftanalisierungS-, (stas- und Wasser- leitungSarbciten. Augebotssormitlare und Räbcrco durch Architekt Hamann, Bergstraste 11. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Ausichrist versehen bic Montag, den 21. Mär; 1927. vormittags, daselbst ein- jurcidien. Olicßen, den 12. 9Rärz 1927. Baugenoijenschast 1894, m 1:,1 „ ., NI = 0,43 „ |2 Eicken , N3 = 1,24 „ Distrikt -ckändclliardt: 4 Eicken S1.N2 = 1,4) fm ftl.N2 = 3,41 fm „ N5 - 0,82 . Angebote pro Feslmeter, getrennt nach Gortiment und ftlasscn, sind bis zum Dienstag, dem 15^ Mürz 1927, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen. Bedingungen werden vor der Eröffnung bekannt gegeben. AIbach, den 7. März 1927. Hess. Bürgermeisterei: Lenz. 2300D BESTE GESCUXFTSl'EKLAME IST STETS EIN INSlRäT IM GIESSENER ANZEIGER Drohe ZMwikhiiMigel« am Donnerstag, dem 17. März, vormittags 10l , Uhr, in Butz- dach ^Oberhessen). Gemeldet sind 113 ^ledtoicbbullcnunb 3 Vogelsberger Bullen, sowie 20 (Eber der Deutschen Edelschweinrasse und 21 Eber des oercdeUen Landschweins. EonöroirtlWümmertetöiiS ftl. 2b -- 1,76 fm DaS Holz liegt etwa 4—6 km von der Station Atzlar und hat gute Absahrt. btcmcindcwatd Breitcubach. ftl. 7N = 3,63 „ .. 6N - 1,49 fmu.o „ 5N - 1,10 w r,oV Abfahrt. t4emctndewald Bechlingen. Distrikt TadiSbau: 2 Eichenstämmc Kl. 4 N3 = 0,75 „ 1 NI = 0,53 „ Alle Mrtcu ui vielen Moiteil fiern-u.Steinoöft-öMliäninieii Form und Buschbaumc Bcereuobir otbfläninie und Büiibc :Hokn ort, st am nie und Büsche Ziersträucher und Koniferen in unübertroffener Qualität. Beüeuiende Boiräie. 2oube Ihciic. Auch für Wieder- verfaulei fllimilguc BezuaSauelle. theltf- liste gratis und franko. 231 tv August Engelhardt,Baumschulen ________Heuchel bei ii' i; 9ftfm Distrikt Geräumte Wald: I u « ..l«r 238 l Eichen-Abschnitt I „ 239 1 (4emcinbetöolh Distrikt Ichiefcrkaut 20: 14 Eickenst.-Absckm. ftl. 1: k ...... ßr.6< Halt! Meine Dame! Das Geschäft, das Sie suchen, um Konfinnandenkleider oder Stoffe einzukaufen, ist 2413a Faselmarkt Butzbach biw.1 V. = 130,42 37,80 rm Aspcnstrauch: 5a Will. 24250 Hoos. 2408V Lao alle. 2394 D MU 6 fta 2388D 38 125 212 Loo l. Distrikt Ricdcrscilbach - Fichten-Bauhölzer 4 Kl. = 5,64 fm 3,61 fm 47,00 „ 48,30 „ IV. Va- Vb- 56 70 341 21,76 fm 40,89 „ 86,16 „ 62,28 „ in einfachster bis feinster Ausführung Teppiche f Dekorationen Aiefern-Grubcnholz 3 m lang bis 6 Zopf — Dichten-Stämme III. Klasse 14 Stück = 3.Kl. 4. „ 3. u ßolzsubmifsion. Die Gemeinde Langsdorf, Kreis Gießen, verkauft im Wege des schriftlichen Angebots aus den Distrikten Rasenstück (direkt an der Kreisstraße) und Stockweiher: Kicfcrn'Ltämme und Abschnitte: Bequeme Teü3ahlung dick ch°° unseren Ci eine Kürz die aber wird, daß Lücken oor portgW fonöers (ul Kiefern- Los II. Distrikt Eiche-Bauholz Eichcn-Bauhölzcr Fichten- Freiwillige Versleigerueg. Am Dienstag, dem 15. März, versteigere ich ab 11 Uhr vormit- tags auf meinem Hofe in Liederbach bei Alsfeld i. H. 2 Oldenburger, 3 Belgier, 5 tragende Simmentaler Kühe, 15 Stck. schwarzbuntes Niederungsoieh und sämtliche landw. Maschinen (darunter ein fast neuer Binder), mehrere Wagen und sonstige landw. Geräte. Iahlungsbe- dingungen: Barzahlung. Holzsubmissior Freitag, 18. d.M., nachm. 4 Uhr, kommen aus den Waldungen der Gemeinde TrciS a. d. Lumda folgende Holzsortimentc in 2 Losen zum Berkaus. 29 194 28 49 Donnerstag, den 17. März 1927 Ausstellung aller landw. Maschinen u. Geräte auf dem Fabrikhof. 2379D A. J. Tröster, Butzbach. Vergebung. Für das Landgerichtsgefängnis zu Gic- ßen soll für die Zeit vom 1. April 1927 bis 31. März 1928 die Lieferung der erfordere lichen Verzchrungs- und Berbrauchs- gegenständc: als Brot, Ochsenfleisch, Schweinefleisch, Margarine, Kokosfett, gebranntenFrucht- kaffee, Bohnen, Erbsen, Linsen, Gerste, Reis, Grieß, Hafergrütze, Sago, Grünkern, Gemüsenudeln, Salz, Lorbeerblätter, Pfeffer, Nelken, Kümmel, Muskatnuß, Essig, Seife, Schmierseife, Soda und Wichse im Verbindungswege vergeben werden. Weiter werden an den Meistbietenden die in dieser Anstalt anfallenden Küchenabfälle vergeben. Versiegelte Angebote und Gebote sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermin: Donnerstag, den 24. März 1927, vor- mittags 10 Uhr auf dem Sekretariat der Staatsanwalt- schäft dahier — altes Justizgebäude, Zimmer Nr. 9, Erdgeschoß — niederzu- legen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betr., enthaltenen allgemeinen und den von dem Unterzeichneten aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf dem Sekretariat eingeschen und gegen Er- stattung der Schrcibgebühren bezogen werden können. In den Angeboten ist zu erklären, daß das Angebot unter den genannten Bedingungen abgegeben wird, und diese ausdrücklich anerkannt werden. Der Zuschlag bleibt 8 Tage Vorbehalten. Gießen, den 10. März 1927. Ter Oberstaatsanwalt am Landgericht der Provinz Oberhcjsen: 6»t#mee$- und 4)riva«Vank Aktiengesellschaft Filiale Kietzen Darmstädter und Nationalbank Kommanditgesellschaft auf Aktie« Lweiguiedevlassung Gietzen Directidn der DiscoMo-Gesettschatt Zweigstelle Grellen Handels- und Gewerbebant 1 24 2 12 49 202 „ „ 5b, Angebote sind verschlossen Mitteldeutsche Kreditbank Filiale Grellen Torfstreu Torfmull l ab Lager und waggonweise liefern Gebr. Kahl / Teleph. 87 getrennt, bis zu obigem Termin an 'm* unterzeichnete Stelle einzureicken, iv. ■ > ü die Eröffnung in Anwesenheit etwa schienener Bieter erfolgt. Sämilicb. - ist mit Rinde gemessen. Verlaufs * d - aungen werden vor dem Termin kannt gegeben. Besondere Bemerkn. - ! werden nicht berücksichtigt. Tas Lolz aus Los II ist größl.i.:,!s an die Äbfuhrwege gerückt. Treis a. d. Lda., den 12. März 1927. Hess. Bürgermeisterei TreiS a. d. Lumda: Holzverkauf! Samstag, den 19. März 1927, vor« , mittags 9 Uhr, in der Gastwirtschaft „Zur Traube", Saasen, aus Försterei Saasen Forstorte: Bausche!, Buchwald, Günters' graben, Neuhof, Neuhofshege, Schafbusch, Winneröderhaide, Zeileichen und verschiedene: Stämme: 53 St. Eiche 2.-6. Kl. = 30 fm; darunter Stamm Nr. 290 in Güntersgrabcn; 14 St. Buche 2.—4. Kl. — 12 fm; 4 St. Zeileichen, 2 St. Schafbusch, 3 St. Bauschet, 5 St. Güntcrsgraben; 18 St. Kiefern 2.-5. Kl. = 9 fm; 9 St. Lärche 5. Kl. — 4 fm; 19 St. Fichte 2.—5b-Kl. — 12 fm; Derb- und Reis- ftangen: 11 St. Eiche und 3 St. Lärche, sowie 1270 St. Fichte — 90 fm; Nutz- schciter: rm Eiche 11 (3 u. 4 m lang), Lärche und Kiefern 16 (4 m lang) . Nutz- knüppel rm: Eiche 71, Lärche 58 (2, 2.5, 3 und 4 m lang); Nutzreiöknüppcl rm: Fichte 52. Ferner Brennholz: rm Scheiter: Buche 161, Eiche 64, Birke 2, Aspe 4, Kiefer 19, Fichte 24. Knüppel. Buche 93, Eiche 214, Birke 2, Aspe 4, Kiefer 61, Lärche 21, Fichte 26. Knüppclreisig: Fichte 54. Reisig gcw.: Buche 154, Eiche 376, Aspe 12, Fichte 147 (gemischt). Stöcke: Buche 38, Eiche 33, Fichte 95. In den Forstorten Bauschet, Günters- graben, Schafbusch und Zeileichen kommen die unterstrichenen Brennholznummern nicht zum Ausghbot. Forstamt Grünberg. 2418V II. Klasse 3 Stück — L Los manche J solche- Äir best scheiß bunflc'' einen y taW ,-N :i Sanfcfi' en, schon Rötj 1927 a. d. Sumba: ■ 2425D citbach • - 6,64 fm - 14,95 , -- 49,82 , = 20,20 , , = 23,65 , firaud): I. = oj8 Im , - 16,52 , , = 2,90 . - H,6I . au phon 958 iwl. Nhr, kommen neinde ^rcii ortimentc in , - 49,0.5 . , nach i'fiiifn crmin an ' dien, i'. ■ eit ehre ■ ntlidu- ;; :t!aui- " ■ ■ %tmm 1 ■ Bemcxli.i'" ■ itungen Qualität Ile ise ii-a lung ufrwg Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Las Börfenwettec Hal in der letzten Zeit manche Ueberraschungen gebracht, darunter auch solche, die nicht immer sehr willkommen waren. Wir befinden unS an der Börse zur Zeit anscheinend in einem Stadium Les K a m p f e S zwischen Hausse - und Baisse-Belt re- dung en. wobei die Oberhand wechselseitig der einen ober anderen Partei zufällt. Man möchte über al- unparteiischer Beobachter saft sagen, bah bas gegenwärtige Kursniveau trotz der jüngst erfolgten Korrekturen noch kaum eine Grundlage für eine berechtigte und tragfähige Aufwärts- betoegung bildet. Einen schwarzen Lag, einen Baissetag von nicht Erwartetem Umfang hatte die Berliner Börse am Montag, und zwar erfolgten an diesem Tag so scharfe Kursrückgänge (20 Proz. und mehr), das; man sie in einzelnen Fällen für etwa- übertrieben ansah. Man muh die Beweggründe jenes Baisfetages kennen, um sich darüber ttar werden zu können, ob die inzwischen wieder eingetretene bessere Stimmung berechtigt ist oder nicht. Der Kern der umfangreichen Posi- lionslösungen und der Blankoverkäufe der Spekulation, deren Borgehen am Montag allein für die Tendenzgestaltung maßgebend war (das Publikum verhielt sich zum allergrößten Teil abwartend und hat auch inzwischen vermutlich nur solche Abgaben auS den noch bestehenden Haussepositionen getätigt, die zur Beschaffung der von den Banken und Kommissionsfirmen geforderten Einschüsse unbedingt notwendig waren), log in der Beurteilung der Geldmarktverhältnisse, die die Börse schon seit einiger Zeit in Besorgnis setzen. Es verdient seftgehalten zu werden. daß die Hypothekenbanken erklärten, neue Darlehnsgesuche vorläufig nicht berücksichtigen zu können, dos, die Geldsäye Im März bisher am offenen Geldmarkt eine bemerkenswerte Höhe hatten und für Lermingelder, die über den Quartalsultimo laufen, bis 8 Proz. verlangt werden, sowie die bloße Möglichkeit einer Restriktion der Reports während der vergangenen Tage innerhalb der TageSspekulation eine allgemeine Bestürzung hervorrief. Gerade dos letztere Moment ist für die Positionsverhältnisse an der Aktienbörse charakteristisch. Für den Medio ist nach unseren Erkundigungen höchstens in Einzelsällen eine Kürzung der Reportgelder zu erwarten, die aber voraussichtlich dadurch ausgeglichen wird, bah einige Privatbanken die entstehenden Lücken von sich aus aufsüllen werden. Dos Reportgeschäft ist für die Banken bekanntlich besonders lukrativ, zumal der Satz für Prolongationsgelder bei der bevorstehenden Liguidation auf 8 bis 8*/t Proz. p. a. geschäht wird. Die höheren Zinssätze haben nun allerdings ein Her- cinftrömcn ausländischer kurzfristiger Guthaben nach Deutschland zur Folge gehabt, doch sollte man sich vom Ausland in der gegenwärtigen Situation des deutschen Geldmarktes feine allzu grohen Versprechungen machen. Die von der Börse erwartete Diskontennäbigung in Reuyork ist bisher noch ausgeblieben, und der englische Geldmarkt zeigt sogar Tendenzen einer Verknappung und Befestigung. 3n der Londoner City hat man nach Blättermeldungen die Srtoariung einer Dis- kontermäßigung der Bank von England allmählich so gut wie ganz aufgegeben und rechnet für die nächsten Wochen mit einer weiteren Versteifung der Geldraten Eine gewisse Bedeutung wird aus die Gestaltung der Geldlage in Deutschland auch die Frage haben, ob die am 14. März fällig webenden Eolawech'el der Golddiskontbank prolongiert oder von der Ausgeberin wieder zurück- gcnommcn werden. Wenn trotz dieser Gesamtsituation immer wieder ein optimistischer Grundton in der Kursbewegung zum Durchbruch kommt, und die Akticnnotierungcn nach gröberen oder fieincren Rückschlägen sich schnell und kräftig erholen, so liegt das wohl ohne Frage an den besseren Rachrichten, die aus dem Wirtschaftsleben vorliegen. Wir zäh'en von den anregenden Motiven der jüngsten Tage nur den Gewinn- abschluh der Seehandlung, die gute Bilanz der Dresdner Bank, die Einziehung der Vorratsaktien bet der Phönix A G.. den Dividendenvorschlag von 6 Prvz. beim Rordd. Lloyd und das Reubauprvgrgmm der Hapag, den Geschäftsbericht der Ver. Stahlwerke, die leichte Verminderung der Erwerbslosigkeit und 6*eigerung der Spareinlagen in Deutschland auf. Cs hat auch beruhigt, dah die am Mittwoch abgehaltene Sitzung der Bankenvertre er keine bör'enfcindlichen Beschlüsse fafote. Immerhin sind die Schwankungen der Aktienkurse neuerdings so unberechenbar und mitunter auch von wirt'chif.lichen Ue5erlegunqen losgelöst, dab ein namhafter Teil der großen Provinzkäuser sich jetzt auf einige Zeit vollkommen vom Aktiengeschäft zurückgezogen hat und weder Käufe, noch Verkäufe tätigt. Dies soll vornehmlich für gewisse westdeutsche Kreise gelten. Gin Zeichen für die Erm-düng der Unternehmungslust ist wohl auch, dab der Markt der festverzinslichen Werte ebenwwenig wie das (Schiet der Dividendenpapiere in breiterem Umfange beachtet wird, obwohl dort die Rendite wesentlich günstiger ist. Keine generelle Regelung der 3ioggende!e'chungen. 3m ReichSimnisterium für Ernährung und Landwirtschaft wurde am M.ltwoch mit den Vertretungen der Realkreditinstitute die Lage der mit Roggenwcrtlchulden b.lasteten lan?- wirtschastuchen Kreise erörtert. Dabei wurde Übereinstimmend sestgestellt, dab ein gesetzgeberischer Eingriff in die verbrieften Rechte der Roggenpfandbrief best her nicht in Betracht kommt Es wird also hiermit zum Ausdruck gebracht. Last eine generelle Regelung der Frage des Umtausches nicht in Frage kommt. Run hat allerdings durch d.e Hilfe der Kreditinstitute die Umwandlung der Roggenschulden in Goldmark'chulden ständige For'schr tte. n imen l ch im verflossenen Jahre gemacht, so dab unter Zugrundelegung des heutigen Roggenpre.fes der in Reichsmark errechnete Betrag der gesamten Roggenwertfchuld mittlerweile von rund 3.0 Millionen Reichsmark auf 240 heruntergegangen fein dürfte. Das ist immerhin eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dab die Kreditinstitute diese Entwicklung nur nach Mabgabe ihrer flüssigen Mittel und anderen Derpfl.chtungen fördern können. Aus der anderen Seite tst die Forderung der Roggenwertschuldner, die durch die ihnen infolge der starken Steigerung des Roggen- Preises aufgebürdete Schuldenlast von 10 bis 12 Reichsmark pro Zentner in eine schwierige Lage gekommen sind, auf möglichst durchgehende Lösung der Konvertierungsfrage zu verstehen. Allerdings ist die Lage nach einer Mitteilung von zuständiger Stelle individuell völlig verschieden. Cs gibt eine ganze Reihe von Landwirten, die zunächst die Umwandlung der Roggen- wertschulden in Goldmarkschulden aarn.cht wünschen. Trotzdem gibt es jedoch zahlre.che Einzel- fälle von in Rot befindlichen Roggenwertlchuld- nem, die ihre Interessen in den Schutzverbänden der Roggenschuldner zusammengesabt haben. In diesen besonderen Fällen mühte nach eingehender Prüfung eine besondere Aktion eingeleitet werden. Interessant ist übrigens, dah man die 7Keggen- Preisrückgänge der letzten Tage, für die keine markttechnifchen Gründe vorhanden find, mit den oben gezeichneten Bestrebungen zusammenbringt. Für den Umtausch mühte die Durchschnittsnotierung für Roggen an der Berliner Börse zur Berechnung des Goldmarkwertes zu Grunde gelegt werden. Da nun die augenblickliche Hohe der Roggennotierungen für eine Konvertierung durchaus ungünstig liegt, so glaubt man an künstliche Maßnahmen. die auf einen Preisdruck im Interesse der verschuldeten Landwirtschaft hinzielen. Die deutsche Getreidehandelsgesellschaft ist, wie uns bestätigt wird, mit grohen 2lbgaben Im Markt. Es wird uns jedoch bestritten, dah dieser Vorgang irgendwie mit den Konvertierungsbestrebungen im Zusammenhang steht, dah vielmehr in Anbetracht der anomal geringen Preisdifferenz von Weizen und Roggen im Interesse der Verbraucher und der Landwirtschaft niedrigere Roggenpreise angeftrebt werden. Jedenfalls bleibt abzuwarten, ob diese Aktion für längere Zeit durchgeführt werden kann, damit sie der landwirtschaftlichen Verschuldung zugute kommt. Die fioblenprobuhtwn in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Vollsstaats Hessen weist für den Monat Februar folgende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefordert 33 920 Tonnen: verkauft wurden davon 12 691 Tonnen, der größte Teil der Rohkohlen wurde weiter verarbeitet. AuS den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Echwelereiprodukten erzeugt: 275 Tonnen Braunkohlenbriketts. Unter Berücksichtigung der auÄ Vormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluh absatzfähig: 10 693 Tonnen Rohkohlen, 765 Tonnen Briketts, 1237 Tonnen Rahprehsteine: zusammen 12 695 Tonnen Braunkohlen und Draunkohlen- produkte tm Gesamtwert von 87 635,60 Mark. • * 3. G. FarbenInduftrie, Frankfurt a. M. Die Gesellschaft hat sich eine Option bis 22. März auf ein ihr benachbartes Gelände in Ludwigshafen in Ausdehnung von ca. 13 000 Quadratmeter gesichert, die sie auch ausüben wird. Es steht jedoch noch durchaus offen, ob auf dem Gelände ein neues Gebäude für die Zentraloerwal- tung errichtet wird. Es kann ebensogut zu Wohnbauten oder zum Wiederverkauf verwendet werden. Kombinationen, wonach die Zentralverwaltung nach Frankfurt verlegt wird, sind also durchaus unbegründet. * Frankfurter Getreidebank A.G. Der Aufsichtsrat hat der Generalversammlung eine Kapitalerhöhung um 800 000 Mark auf 1 Million Mark vorgeschlagen. Die neuen Aktien werden im Verhältnis von 1 zu 4 zu 110 Prozent von einem Konsortium, das diesen Betrag mit 107,5 Prozent übernimmt, angeboten. Für 1926 werden 8 Prozent Dividende (Vorjahr: 7 Proz.) in Vorschlag gebracht. * D i e Papiermarkanleihen des Reiches, zu denen auch die alten Anleihen von Baden. Bayern, Helfen, Mecklenburg- Schwerin, Oldenburg, Preußen, Sachsen, Waldeck, Pyrmont und Württemberg gehören, müssen bis zum 30. Juni ds. Is. zum Umtausch in Deutsche Ablösungsanleihe eingcreicht werden. Als Vermittlungsstellen hierfür g :Iten, ebenso wie bei der Ablösung des Altbesihes. die Banken Bankiers. Sparkassen, öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten und Krcditgeno senschaftn. Auf je 1000 Mark alte Anleihe entfallen je 25 Mark Ablösungsschuld, mit Ausnahme von Sparprämienanleihen, bei denen auf je 1500 Mart K.-Schätze von 23 aus je 16 700 000 Mk. und K.-Schätze von 24 auf je 50 Milliarden, je 25 Mk. Ablösungsschuld entfallen. Es dürfte sich für die Besitzer obiger Anleihen, die diese noch nicht bei den Vermittlungsstellen in Depot, sondern noch in eigener Verwahrung haben, empfehlen, mit der Einreichung der Stücke nicht bis zur letzten Minute zu war en. damit die Vermittlungsstellen genügend Zeit zur Bearbeitung und Ablieferung der Anleihen behalten. Soviel bekannt ist. werden die Inhaber von Depolstürten von den Banken direkt aufmerksam g macht werden. Stücke, die nicht bis zur oben erwähnten Frist eingereicht lind, sind dann als wertlos zu betrachten. Gleich- zeitig ist darauf ausmerlsam zu machen, dah die Umtauschfristen für die Dorkriegs- Pfandbriefe in Kürze ablaufen. Der also feine alten Hypothekenpfandbriefe noch nicht bei Öen Danken, Sparkassen usw. eingereich! hat, tue dies sofort. Wir verweisen auf die im heutigen Anzeigenteil erscheinende Veröffentlichung. Adler-Werke norm. H. Kleher 2L-®., Frankfurt a. M. Die Gc'e.lschaft verfügt dem DHD. zufolge über einen sehr günstigen Auftragsbestand und mutz infolge größerer Rach- frage b:l ndcrs für einige Epezialiypen immer Ttrttrv Banknoten. 183,25 147.9 90.25 | 30i.fi ReichSbankdiSkonl 5 Prozent. Lombardzinsfuß 7 Prozent. 36,5 1 260,5 errcot tagen« lewaqrl bc>: chiilr.e-Ka Nervenarzt 116,75 295 130 148 142,5 144,5 168,75 183 187,25 ui 25 149 25 2S9.fi 132.25 164.62 187 201,75 195 1«7 272 130.25 116 Nerven» und Kopfschmerzen, Grippe, $rfd tanfl.« .anfbettnt I" Rheuma, Gicht, Ischias, Jr.flu tu a. a I>r. 71. 151.75 144 . 166 | >88.75 | 86 296,5 228.5 162 198 79.5 4.75 175 266.25 | 165 185 1193.75 1182,75 1264,75 '130,75 115,13 inepcr plus 3 Prozent AEG. plus 2.5 Prozent. Zellstoffaktien b.s 1.5 Pto'ent abg schwächt. Holzverkohlung angeuoten s minus 3 Prozent). Schcideanstalk m.nus 1.75 Prozent. Von Banat t i en Dyckerhosf wieder 1 Prozent niedriger. Im übrigen verloren: RSL1. 32 > Prozent. Kleyer 0,5 Prozent. Metallgeseilschaft 1.25 Prozent. Deutjche Erdöl 1,25 Prozent. Der weitere Börsenverlauf brachte leine Geschäftsbelebung, wenn auch eine etwas freundlichere Haltung sich durchsetzen konnte. I. G. Farben überschritten wieder den Kurs von 300; am Montan markt waren Mannesmann und Harpener wieder stärker befestigt. Am hei mischen Anleihemarkt notierten Anleihe-Ablösung 23.5 biS 24,13. Fremde Renten fast geschästsloS. Schutzgebiet 12.4. Am Geldmarkt war TageSgeld weiter leichter und auf 3.5 Prozent ermäßigt. Monatsgeld dagegen weiter gesucht mit 6 biS 8 Prozent. Privatdiskonten 4.5 bis 5.62 Prozent. Im Devisenverkehr lagen Madrid und Oslo weiter fest. Paris stellte sich gegen London auf 124,05. Mailand 109,13, Oslo 18.18. Madrid 28,10. Zürich 25,22. London-Kabel 4,8525. Die Reichsmark notierte gegen das Pfund 20,4675. 181.75 264.5 130 N5 34 60 232,25 164 188,5 201 5 196.25 135.4 I86.fi <70,25 130,75 I 115.25 34 59 Frühjahrskur für ,u2ss nervenkranke u Nervös- Li schöpfte. Kneziulknra »tali Hof heim I. launn« bei H.mkfurt a M Prospekte durch * V sachiemä -c Misch nnen v heivorra -cnDer Qualität niöige r-ncb ofett — da'.er 2 varfainleiit-Verbi aucy. Geschäftliches. Die Gewohnheit des Kauens, auch außerhalb der Mahlzeiten, wie sie bei den praktischen Amerikanern und Amerikanerinnen an Der Tagesordnung ist. bürgert sich auch in Deutschland immer mehr ein, und mit Recht. Das -Kauen chemisch absolut reiner Kaubonbons ist nicht nur eine nervenberuhigende angenehme Betätigung, sondern birgt auch mannigfache Vorzüge von hygienischem Wert in sich. Vor kurzer Zeit sind die bekannten Wrigley-P.K.-Kaubonbons auch in Deutschland eingesührt worden. Sie werden in einer mustergültig modernen und nach streng hygienischen Grundsätzen eingerichteten Fabrik in Frankfurt a. M. hergestellt. 77 - 19t - 124 - ; i ~ "I - 266 | 263,25 Letzte Nachrichten. Die ttcmeinde- und Ltaatsarbeiter verlangen Lohnerhöhung. Frankfurt o. M., 13. März. (TU. Draht- Meldung.) Der L o h n t a r i f für die Gemeinde- und Staatsarbeiter in Hessen und Hessen- Nassau wurde zum 26. d. M. ge k u n d i g 1. Es wird in der Ortsgruppe 1 für sämtliche Lohngruppen ein« Erhöhung von 12 Pf., verlangt. Die Sätze der anderen Ortsgruppen regeln sich nach dem festgesetzten Schlüssel. Der Rhein Mainische Vezirks-Arbeitgeber- verband wird am Montag zu den Forderungen Stellung nehmen. frranffun a-M ssiu . i.lldc. Hur-, W.irs 11 3. 12 X Hnletbe-Bblöfung Nr 1-30000 do. Nr 30 001-60(XX) do. ohne AuSlosungcrccht Truilchc epatpramitnuiilettK Deutsche tienb. SoHar-Änl. «•/» Hontürfen 5e/e Toldinrrtkaner berliner Handele-aesellschaft. (lommer$. und Vrtöat-yant. lanmt. und Vtaiionalbant . Teutlchc Bank T'Storno (lommanblt . . . Dresdner Bank MetaUbanl Miiteldeuiiche Lrediibank. . Ccfteircicbifdje Crebiran stakt. Siciktrsbant...... S'ochumer Buß VuderuS Teutsch Vurembnro Ciclknfii ebener tiergtoerfe . . Harvcuer Bergbau...... italnoerfc Aschersleben ... 4lüliiurrft IBefic regeln. .... Vaurahüire......... . 'Ji.omie«mann......... ManS^eldcr L berbebarf Pljdntr Bergbau....... 'JlliemifSe Braunkohlen . . . thbrinfmbl ih'ii-öcrf Montan....... TeNuS Ikral-nu ...... 1‘cremlote -Stahlwerke .... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovo..... Zementwerk Heidelberg . . . Pviltvv Hol;mann Anglo Tont. Guano..... Goldschmidt Solzvrrkovlung I G Harren-Industrie. . . Rülgerswcrke Schetdranstalt Alla- TlekrrtzktLtS-Sesellschaft Bergmann........... Elcktr. Lieferungen Licht und Kraft........ Mainkraitwcrke ........ Echuctert Siemen» k Halöke Adlerwerke Kleyer ..... Taimler Motoren. ...... Heyligcnstaedt......... 'Ji'egutn Mannheimer Motoren .... Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgcfell chaft Frankfurt . Bet. Union A.-G Schuh-abrtk Her, . . .... etdti............. Zellstoff Aschaffenburg. . . Zellsto-i Waldhoi ... noch mehrmonatige Lieferfrist verlangen. Wenn auch nicht Dvppclschichten erforderlich sind, so konnte im laufenden Jahre die Belegschaft von etwa 5600 Arbeitern auf über 6000 succcs ive erhöht werden. ' Siemens k- Halske A.-G., Berlin. Die Hauptversammlung genehmigte den bekannten Abschlust für daS Geschäftsjahr 1925 26 und setzte die Dividende aus 10 Prozent fest. 2 4 0 003 Rm werden für 1926 27 vorgetragen Der Bestcllungs- cingang im neuen Jahr ist befriedigend, wenn auch lange noch nicht ausreichend, um die Werksanlagen vcll zu beschäftigen. Elektrische Liescrungsgesell- schäft. In der gestrigen Aussichtsratssitzung wurde ein Reingewinn von Rm. 2 301 251 (2 078 753) ausgcwie'en und eine Dividende von 10 Prozent (i. Dj. 9 Prozent) der auf den 7. April d 3. anzubcraumcnden Veneralversammlung in Vorschlag gebracht. Börsenkurse. Berlin SAiu»-,.' .infana ftnr* 11- 11 3. | 12. 3 Berliner Börse. Berlin, 12. März. Die Samstagbörse eröffnete aus den meisten Gebieten mit Kurs- abschwächungen von 1 bis 2,5 Proz., da die kleine Maklerspekulation infolge einiger Report- geldeinschcänkungen größere Entlastungsverkäufe tätigte, die bei dem stark zusammengeschrumpften Geschäft auf die Tendenz drückten. Die Stimmung war äußerst unsicher, da die Unklarheit über die Geldverhältnisse zur Vorsicht mahnte und anregende Motive aus der Wirtschast kaum Vorlagen. Die Maschinenin dustrie meldete zwar leichte Besserung der Lage, machte aber erhebliche Einschränkungen auf zahlreichen Teilgebieten. Schultheiß und Ostwerke-Spritakticn setzten etwa 8 Proz. niedriger ein, vermutlich auf Posilionslösungen der kleinen Börsenmakler. Auch in Kaliaktien fanden infolge der geringeren Dividendenausfichten Verkäufe statt. Salzdetsucth verloren 5,25 Proz. Am Geldmarkt war die Beschaffung von Pralongations- geld für die Kleinspekulation schwierig. D.e Rach- frage nach Monaisgeld hat sich daher erhöht, so daß der Sah auf 6% bis 8 Proz. anzog. Lagesgeld war dagegen recht flüssig und blieb mit 4 bis 6 Proz. unverändert. 3m Devisen- verkehr traten erhebliche Veränderung:!, nicht ein. Madrid stellte sich gegen London auf 28,12, Oslo auf 18,54. London-Kabel 4,8326. AranL. '.rter Börse. Frankfurt, 12. März. Tendenz: ilnein- heitl-ch. im Verlaufe fest. — Zum Wochenschtuß wurde das Geschäft noch geringer, zumal auch der Medio in unmittelbare Rähr rückt. Die Versa ung des Geldmarktes fand daher stärkere Beachtung. An den E s f c 11 e n m ä r t - t e n kam es nur vereinzelt zu Kursbrsserungen, so für Danken» und Elektrowerte. Dagegen verloren am Montanmar/t: Gelscnlircyen 225 Prozent, Klöckner 0.5 Prozent, P)5n.x 1 Prezent. Befestigen konnten sich Mannesmann und Harpener um je 0L Prozent. Von Bankaktien konnten sich Commerzbank um 2 Prozent befestigen. dagegen lagen Dresdner D sconto- und Metallbank 1 Prozent schwächer 3 G. Farben, zunächst sehr unsicher und schwächer, konnten sich im Verlaufe um 1 Prozent befefl gen. In Der- bindung damit Rhemstahl plus 1L Prozent. Am C l e k l r o m a r 11 verloren Giem.:.'.: ',-näch't 3,7j Prozent, holten aber im Verlaufe davon 2 Prozent wieder auf. Schubert m nus 125 Prozent dagegen süddeutsche Gesellschaften höher: Lah- 'Jaui notaricUn -Bdlälig. find innfr" alb 6 Monate» aitjr alt 15O> (Sutaccir • allein aui Ae',!ebr,iskn t untgargm. dar, nirt »an ■üBibaltcn yrofrforfn u an-, rrfitn Kl ILm. — Togal iliUl bi &d)ir.cr>rn u. e r ftirnfa rr tu«. Urin» ch.bl Nl.rnw r. kunem. ~ racai £>r 3brrn fl 41! 3o atLTIi 0 brb. . r .» Mk. 1.4 . 318.5 c4.9 .3,5 32V,5 323 24 9 1 1 1 Devisenmarkt Berlin -Frantturl >68.97 Atnlkniföe Noten 19.02 19,12 Norwegische Noten...... 109,08 109,62 Deutsch Cefterr .3100 .Qronen 59.21 59.51 Rumänische Noten...... 2,66 2.60 chkvedilche Noten..... 412,26 113,82 Cchwei^r Noten ..... 81,02 81.42 Svanische Noten...... 72,17 72.53 Tschechoslowakische Noten . 12,44 12.60 Ungarische Noten 73.89 73.75 rveikiMbiD Zur Konfirmation Konfirmanden-Wäsche in großer Auswahl und zu billigen Preisenl bringe ich eine Auswahl Kleiderstoffe die kaum mehr zu übertreffen ist. 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